Nr. <33 Der Gießener mit der Dienstegebeilage „Spert-Umfdiee- er- scheint täglich, außer Sonn- und Keiertoes. Monatliche Vezuorvreife: Tlark 5 - einschließlich Irägeriahn, durch die Post bezogen Mark 5.75 etnichliehlich Bestellgeld. Ferniprech-Anschlüste: für die SchristleUung 112; für Druckerei, Verlag und (Selchüfisstelle 51 Anschrift für Drahtnachrichten: Aineieer Giehen. poftscheittanta: Sreohurt a. M. 11686. m. Jahrgang 8rettag, 10. Juni 1921 GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnid h*ö Verlag- VrShl'sche Uviv.-Vuch- und Steinöruderel R. Lange. Schriftleitung, Seschäftrstelle und vruckerei: Schulfttahe 7. UnNahme von Unzel.'en für die lagesnummei bi» ium Nachm ttag vorher ohne jede verdindlichbeit. Dreis für l mm Höhe süi Anzeigenv 34 mm Breite dnlich 40 Pf, auswärts 50 Pf.; für ^Reklame- Anzeigen von 70 mm Dre.te 180P! Bei Platz- vorfchnft20 .Aufschlag, kauptfchriftleiter: A>rn. Goetz DeranltPortlia für Poliiik: Auq. Doey; für den übrigen teil: Dr Beiuhold ßenj; für bet* Anzeigenteil j>an»Beck, fämtUch In Bietzen Vie Erneuerung des englisch- japanischen Bündnisses. Bier HBodxm sind vergang-n, feit der japanische rfrronfofncr, Prinz Lirohito, an Bord seines <5rf>le von ii^pnrdwelckrer politischen Bedeutung hindlc. daß vielmehr Prinz Hivohito »eitle Eurovareise nur zu dem Zwecke an- getreten habe, die Welt f erbten zu lernen und durch daS Studium anderer Völker sich aut seinen Herr- scherberus oorzubereiten. Trotz dieser von japanischer Seite abi77gebenen Erklärungen über den Biwrf der Reise muß es aber doch mehr als bloßer Zufall erscheinen, daß diese ausgerechnet zu einem Zeitpunkt erfolgt ist. wo die (hmrummg des eng- isch-japanischen Bündnisses unmittel- Vrr vor der Türe steht. Denn die Reise bedeutete für Japan den Bruch mit einer mehr als tausend- 'ährigen Tradition, noch der weder der Kaiser noch der Thronfolger ihr Land je verlassen dürfen Wenn man nun trotz schwerwiegender Bedenken sich ent- smloß mit uralten Ucb rlieserungeit zu brechen, so wird die japanisclie Regi-rung doch »vohs b.'fonoere Ziele damit v.rsolgt ha Ern Tic Reise des Shrinp i »zen mochte so unpolitisch fd t, wie sie wollte: das eme wußte man in Tokio genau, daß die Reise der englisstvn Regierung und der englickn» Presse Veranlasiirng geben würde, sich zu her Frage der Erneuerung des cnglisck>japan»sckien Bündrists zu äußer:» Zn Towningstrecl ist man n r die Katze um den heißen Brei um die Angelegenheit herumgegangen. Man hat sich 'hi • ter die An-ede DTfrfariLU. ^aß erst die Premienni iter der Tominjen, he in» Vttuic d e es Mvnats in London zu'ammentret n, zu b.-r Frage Stellung mchmen müßten llnb die englische Presse l»at, den Spuren ihrer Regrerung folgend, zwar in den Spalten ihrer Blätter tv bn 'Besuchen rtvmhfr SSfir^cr tr b Prinzen üb'ichen Söf ttp keltSslv'Skeln gibrackt, die Erneuerung des Bund- '»tsses mit Japan aber in ihrem Kernpunkt nicht aerüfrrt Der Grund für diese Zurückhaltung lügt klar auf der Hand. Im Laute der letztenMonate 'mb znnsch'n London intb Wahington die Fäden iu emer anglo-amerikanischen Verra n d i g u n g immer enger geknüpft nrorben. Die nsh-rig'ii Spannungen und Reibungen, die einige kühne Phantasten schon in einem kriegerischen K'on- 'litt zwisch'n den beiden Staatzm enden sahn, ind beseitigt. Auch in den Streben, die bisher wm Pessimismus neigten. Itzil man sich seit der Aussprach' zwischn» Llopd »George und dem ameri- fanifdrn Botsckxu'ter Harlvey wesentlich beruhigt. Die ganze Entwicklung der weltpolitischen Lage drängt frute geradezu danach, daß »'ich aus der Fülle von kleiirnn und großen Gutenten, wie sie ?ctzt ans der Welt b-e Rehen. schließlich die welt- bcherrschntde ..enteilte cordiale" Englaitd--Amerika erauskristallisiert. In London ist man sich darüber klar, daß dieser Pakt auf .Tosten Japans »eben muß. So mehren »'ich jetzt in enalifchen diplomatischen Streifen die Stimmen, die sich dafür ünsetzen. der Vertrag solle nicht erneuert werden, «alls man Amerika durch seine Fas'unq nicht überzeugen sann, daß feine Interessen durch die Gr- 'c-uenmg nicht g.'säbrdet »ind. In diesem Sinne haben sich auch der Premierminister der sudafrika- uifrfm Union General Smuts, sowie der australische Premierminister Mr. Hughes ausgesprochen. Japan wi b bet Erneuerung de? Vertrages nit Eng'and den geänderten politisch n Verhältnissen wohl oder übel Rechnung tragen müssen, -ueiin es mcht riolieren will, da»; England **a einem neuen Bündnisvertrag »iw überhaupt nickt mehr herbei äßt Die Freundschaft Amerikas ist 'eure England bedeutend mehr meit. Das ist für Toeio eine änsterzliche Erkeniinns Mit den Vor- iieftolhnt, di? die Premie Minister der engliidxn Dominien »vegtn der ialxmifdxn Gmnxniberiing x>r$ubn tgen gedenken, wird 'ick die Regierung xm Ton? üb rinde,» »missen Es ist ielbstverständ- ich, daß cö ber engti dien Div/omatic daran liegt, womöglich eine Erneuerung d.s Vertrages in so abgeänbeiter Ivrm berh.tsufui ren, daß auck Ame- ifa mit ihm einverstanden sein kam». 'Jlber ob die'e Form, die ohne Frage von lapanischer Seite weilgebcnkX! Zugeständni'se ertorbern wird, gesunde:» werden fann, bleibt »»ehr als zweifelhaft Damit »ind gleichzeitig bi? Schwierig räten refenn- zeichuet. die der Erneuer ng des englii'chiapa-- nii'chen Bündnisses auf beiden Seiten entgegen» stehen. Die Lage in (PberfdileficiL -Oppeln, 9. Ium Wolff. Amtlich wird gemeldet ■ Der Kreis Rosenberg wurde von oolnischm Banden geräumt. D»e Lrt'^ftcn Eo>el.- witz. Skronskau. Eostrtlitz. Schönwald. Bi'chdor». Orvsckwu und Iastrzigowitz sind frei du.; Irnur genten. Bei Zcmbowitz wurden durch volni'cke Angriffe gci'iern Kämpfe h-rvorgerufen. die auch heute noch andauern Sima!» ?•» hol. Rmdon und Pruslau wurde:-, durchpclni cheArlii.erre be d'O -en Im Kreise Ralibor wurde Niedane von pol- nischer Artillerie beschossen. Ein von Luckasieno vorstoßender polnischer Pan-errua tonnte außer Gefeckt gesetzt werden. Kämpfe uu; owiy. Dattowitz, 9. Ju.u Wolff.) Tie letzie Nacht gehört ru den s d) wersten, d i e Kartowitz seit dem Ausbruch .des Aufstandes erlebte. Nach der Nikolaistraße wurden nachts aus dem Belagerungsviertes etwa 3000 Schuß aus Gewehren, sowie Maschinengewehren abgegeben. Unter Maschincnge- wehrfeuer lagen auch die Holteystraße, die Emmastraße und die Heiruest-raße. Die an- gerichteten Schaden sind beträchtlich. Man erwartet, daß die Engländer heute oder morgen in Katdowitz eintreffen. Heimkehrer von der Jnsurgentenfrvnt bestätigen, daß Ka n drzi n den Polen verloren ging und daß der Coseler Hafen, Ujest und Slawen tziz durch den oberschlesisck>en Selbstschutz iüieber aenommen worden sind. Die Kämpfe ivaren sehr erbittert. Die polnisch-^>berschlesischen Oraanisationen erlitten schwere Verluste. Verschiedene Kompagnien wurden zu Zweidrittel bis Dreiviertei aufgerieben. Ratibor, 9. Ium. (WB.) Wie der italienische Kreis ko ntrolleur, Mvwr Inorra, mitte 1t, Hal CbrrfUnitnxnit Mii'io. her Kommandeur der ibiltrni lVi Trup eii Ratibo S, den Insurgenten durch Parlamentäre mitget’ift, daß falls die Stadt Rat'bor w iterhin von polnischer Artilleri" beschossen werde, die italienische Artillerie die polmschen Stellungen in Hohenbirken, Lubom, Stryn und anderen Orten vor Ratibor ebenfalls unter Feuer nehme. Tie Insurgenten gaben darmn das Verbrechen, Ra- tikor nicht mchr mit Artillerie »u beschießen. Eiitschuldignngsbefuch bei Briand. Paris, 9. Juni. (Wolff.) Der deutsche Botschafter besuchte heute vormittag den Mimsterprä identen Brtand, dem er das Beda u e r n seiner Regierung über den Zwischenfall aussprach, dessen Opfer am vergangenen Dienstag eine franzSsischc Patrouille in Oberschlesien mürbe. Paris, 9. Juni 'Wolfs.) Wie LavaS meldet, erklärte im Verlaufe der Unterredung mit Driand der deutsche Botschafter, daß nach den gestrigen Nachrichten auS Berlin es sich um ein Dersehen der Soldaten des Generals lööfer handele, die die französischen Soldaten für polnische angesehen hatten. Der Ministerpräsident machte dem Botschafter energifche Vorhaltungen und erinnerte ihn daran, daß die Wiederherstellung der Gewalt der inter- alliierten Kommission mit dem Llbmarsch der deutschen Formationen zu^arnmensallen müsse. Paris. 9. Juni. Havas meldet, daß die franzS'ische Regierung sich wahrschinlich nicht mit dem Ausdruck des Tadels begnügen roerbe, den B r iand hmd? vormittag dem deutschen Botschafter gegenüber zum Ausdruck Krachs als dieser wegen oes Zwick-ensickls in Gnoß-Ltreh'itz dies Entt'chuldiguug der deutschen Regierung übermittelte. Der französisch? Botschafter in Berlin wird nmhrsck-eiulich b.i der Reichsregierung Pvst>?st erheben. (Sine Anfrage im englifchen Unterbau». London, 9. Juni (WB.) Im Unterhause fragte Oberst Wedgewood. ob irgend- welclie Vorb-r-itungen für eine Konferenz, die über das Schicksal Lberfchlesieirs Beschluß sausen soll, getroffen xvtxn seien, und ob brittsche Truppen gebraucht würden, um die deutschen Insurgenten zu- rück-utteib.rn, während französische Truppen ihre frühere Rolle in CfrrfdMeficn imter Kontrolle der polnischen Insurgenten tontnr ührten. Chamber- tarn cnvi'X-rtv, bic engli che Regierung sei bereit für eine baldige Konferenz. Es seien jedoch noch keinerlei Vorkehrungen getroffen worden, da ander? Teilnehmer an ber Konferenz noch nicht dafür bereit feien B ittsche Truppen in Oberschlesten wirkten mit den übrigen alliierten Truppen bei der Dieberh-rstellung der Ocknung zusammen.Zwischen den britischen Truppen und dem deutschen Selbstschutz fei es zu keinerlei Konflikt gekommen. Die für die Unterdrückung der volniscl»en 2lufsiändifchen durch bic alliierten Truvvcn notwendigen Maßnahme»» würden augenblicklich erwogen. Stkinkohlenmangkl. B e r l i n, 9. Juni. (Wolff.) Die durch uni'ece Ententelieserungen, den Fortfall der Ueberschickten im Ruhrbezirk uns insbesondere dtrrch das Ausbleiben aller Sendungen aus Oberschlesien immer schwieriger werdende Steinkohlen- läge zwang den Reickskvblenkommisfar, das den Düttenzechen zustrhende Brennstofskontin- genkwnlOProz. herabzusetzen. Mlein durch den Ausfall der 5enbungen aus Ober- sckles»en wird die übliche, dem deutschen Markt zur Verfügung stel^nde Kohlenmenge um arbeitstäglich 45 000—50000 Tonnen gekürzt. • Die polnische Mart. Berlin. 9. Juni. (Prio.-Tel Sw die ..Vofsische Ztg " aus Wanckau meldet, wurden deute an der Börse im Privatverlchr _für die Reick-smark bis über 20 Polermark. für Franken 110 Polermark imb für den Dollar 1300 Polen- mark cezahlt Die po l n i s che Regierung nnrb demttächst nickt mehr kleinere Kalfen- scheine drucken können, da sich die Druckkosten Höher als der RennweN stellen würden TcntfchlandS Reparatioaszahluugen. Paris. 8. Juni. (Wolsf.) Nach einer ÄavaS- Meldung aus Nawork beträgt die gestern von D e u t»' ch l a n d an die Fedrral Reserve Dank geleistete Zahlung, die der Banoue de France und der Ba»»k o» Englattd für Rerarationen mrtzuschrci- bm »st. ungr'äbr 14^3 Millionen Dol lars. Gin AngestÄlter ber Bank bade »edoch erklärt, daß dieser Betrag *u hoch ^ichetzt fä. Eine Rede Churchill». Manchester, 8. Juni. ^Wvlff.) Churchill sagte weiter in seiner Rede: ES sei eine völlig verständliche ©orpe, wenn die französische Politik in Schlesien und anderwärts m Bahnen geführt werde, die ,;u einigen MeinungStwrschiedenheiten Livischen uns und dem ritterlichen, hervisckrcn, treuen Volke Frankreichs geführt haben. Wir müssen ihren Standpunkt verstehet» lernen, weil lief im Herzett Deutschland-, sicherlich in seinen Universitäten und in jenen inächtigen Kväften, die durch den Krieg entthront wurden, Ideen lauerten, die dem Frieden Europa- gefährlich sind. Wenn wir uns der vollen Früchte des Siege-s, den Eitgland und Frankreich gemeinsam errungen haben, fidiern wollen, so müssen wir Vereinbarungen treffen, die die Zusammenarbeit nicht nur von Frankreich uttb England allein, sondern vielmehr von Frankreich, England und Deutschland gemeinsam zum Zwecke bet Wiederausbauarbeit sichern werden. Lassen Sie e5 die Aufgabe Großbritanniens sein, das sich nicht den deutsck-en Gefahren ge- genüversieht, wie Fratrkreich, und nicksts von dem Groll empfindet, der in DeutschlandtS Herzen lauert, treu gegenüber Frankreick zu sein und nicht ungerecht gegenüber Deutsch land. Lassen Sie es unsere Aufgabe sein, uns zu bemühen, die Erbitterung zwischen dem französischen unb deutschen Volk zu mildern und Frankreich jenes Gefühl der Sicherheit zu geben, das ihm zur Ruhe verhilft und Deutschland das Gefühl nad) dem Grundsatz des fair play behandelt zu werden, wodurch es ihm ermöglicht wird, die ungestümen Gewalten zu beheichschen, die noch in seinem Innern lauern. Halten wir diese Richtung in den vor und liegenden Jahren stetig. gebulbig und freimütig mit Mut, Ehrlichkeit und Ueberzeuaung bei. Lassen Sie es Gvoßbritanniens Aufgabe fein, Die gefährlichen Leidenfchaften zu besänfttgen, die noch reichlich in Europa vorhanden sind, um so die Welt auf der Grundlage des Sieges zu festigen, den unsere Jungens erfochten haben. Die amerifanifdicn Truppen tm Rheinland. Paris, 9. Inn» IZBSj Nack einer Meldung der, 3tut al be3 T>'b ts ' aus Wa brngtra tat der Senat bei der Debatte über den Ge ci.cn trouri zur Reorganijation des Heeres einen Antrag a b g c - l ebn t, demzufolge die a mer i Fant i'then Truppen im RHetnland innerhalb Dreier Monate zurückgezogen werden foLtr.i. China und das Saargebiet! Paris, 9. Jmn. (WB.- Sit der „Demos" mifielt, wird be nächste Sitzung des DöTerbuuv- rats am 17. Juni tn Gen» eröffnet nvrbcn ?tus ber Tagesordnung, bic außerordentlich umfangreich ist, iei-'n folgende Punttc hervorgehobeu: die beut scheu Proteste gegen die Anwe'en- heit franzö'fscher Truppen und die ?lnnmbung Der franzö ischen Mi.it arge-etzgebung im Sa arge b i e t gegen He Aus chreittmurn von Einwohnern im Saargeder unb gegen bv GebaltS-cklunq in frcmzö.ischern Gelbe für gern e Beamte. Ucber biete Frage soll der chinesische Telegierte berichten. Ter lapani'ckc. Telegierte wird über die Angelegenheiten des Rei f>»tare5 Tanzig, dessen Verfassung, den Tanwger Wastenhandel, die Verteidigung des Fvci'raates uw bm.-itm. Die «rieg-beschuldigtenprozefse im englifchen Unterhaus. London, 9. Juni. iWTB) Heute nath- mittag wurde der Generalanwr.!t Sir Ernest Pollock t»n mebre e\ Untetbausmüglubem über die in Leipzig slattgesundnen Pwz »se gegen die deutschen iegSbcfdnrlbigten befragt Sir Ernei't Pollock erklärte, er habe an mehreren Verbandlungen teügenonnnen. Tic gefällten Urteile härten unter ter deutschen Mi üärpartei große Niedergeschlagenbeil hervvrgerufen, da »ie es nicht als eine leichte Sackr derrachtete, roenn einer aus ihrer Mitte wie ein Dieb zu 10 Monaten Gefängnis verurrcilt werde. Auf Befragen Bottoml os, ob im Ein blick auf Die Unzulänglichkeit dr bisher gefällten Urteile io fort Sckr.itte getan würden, um bie übrigen Prozesse in Lonbon fiaitfinben zu lasten, erwiderte Sir Ernest Pollock, baß er einen vorläufigen Berick» über bie Verhandlungen, an denen er ta'geiwmmen habe^gemachk habe. Bevor jedoch bic augenblickliche Serie von Prozessen vor dem Lerp^iger Reichsgericht abge'ckSossen sei, ©nne nock Tein Be'chluß der 9ä.'iicrten mit Bezug aus die Beriah'en in anderen Fällen gefaßt werden Auf bi? Anfrage, welch- Schritte unternommen werden würden, um diejenigen Per'onen zur Verantworttrng zu ziehm. He den «irr fenfung Don D o spi t alscki f fcn naben, erwiderte ber Generalanwalt, soviel er wisse, sollte bie Frage, roddje Schritte unternommen werven »Uten, von den Miicrten erwogen werden • Tie französifch-englifchen Bündniepläne. London, 9. Juni. (Solff.) Chamberlain teilte im Unterhause mit. daß über die Frage einer en g l i sch - f ra n ; ösi s cke n Allianz ohne Amerika, nicht beraten werden könne. Auch wurde in einer solchen Frage das Parlament gehört werden.. Frankreichs Hypothek auf Rußland. Paris, 9. Juni. (Wolff) Der „Malin' berichtet, daß die englische flmtvoi auf die französische P r v i e st n o t e. bi« ben enalisch-bolschewisttschc.» Bei l r a a betrifft, in Paris cingctroffcn ist England würde sich weigern, der fra» zösifcku'n Hypothek auf Rußland Re amu » > zu tragen. Die neuen Steuern. Berlin. 10. Juni. Wie der „Berliner Lokal Anzeige^ aus parlamcntarisckxn sliriicn erfäh»! soll die Reick,, reg' runa die Erdöbung der Z u ck c i steuer aus 100 Ml , die Erhöhung d r B ra n n t weinsteuer von 800 auf 1000 Mk. sowie eine Erhöhung der Bier st euer Icabfid tigen Di- Tabaksteuer soll verschärft »oerdeu. Die stöhlen steuer soll foateit erljöht »verden. daß sich bic jkoble bem Welk markt preis nah rl. Die Umsatzsteuer soll um das Dreifache erhöbt werden Wie ha - Blau nh-iter enahren haben »oill. wollen die Sozialdemo fratai ihre Zustimmung davon aHuinqig machen, daß das Rei chS>»otopfer um daS Doppelte erhöht wird. Um dein rrelchs. Au» dem Reichsrat. Berlin, 9. Ium. (WB.) Im ReickZrar wurden die Nack-ttägc zum BooldungS- unb Dhrtje- geliallSetat für die holtervi Beamwu b?» der ver>'ick>eruugsanstall für Angestellte a.tgenjmnie.i Ter ReickScat genehmtgte bei Qkc*vc.it un Übn d»e Aenderung. In dem (Entnnin tmr) tt.* Bei si'cherunaSg renre von 15 000 au» 3h 000 Mark e»holst Ten» Ge'etz ub*r die En>» sckräulung des Lustzeugbau's. die der iVorteruna der Entente au» Grund des Friedensfertragcs ent • spricht, stimmte der R il^rat zu u ter Httizu- fügen eiucS tun ben AuS'cküsten angenommenen Par agrar Iva, nunadt der durch ha> Ge ctz geschädigten LuflsahiVmg-Industrie Er atz aus R i!S- mitleh» gewährt wecke»» soll. Tie Reni rung er- flärte »ick gegen diese Entschädigung. Tcm G?s v- entwun über die Verlängerung ber GülttgTes • dauer des stdhlensteuergeetzeS biS zum 31 Wär, 1922 stimmte der Weidsrat zu, wonach der fiinan; mm »Re» ermäck-tttt ist, mit Zusirminimg Reick>s l^hlenratco unb deS Reick ^rattS für rmze „ BergdMi-Pezirkc w b einzeb e Dreunstof a 11» bee Steuersätze ju ermäßi en. Diese Errnäßig»mi -e Steuer mutz aber durch eine Echöiuug deu . l gemeinen Steuersatzes auflgcglidcn nerven. n genommen »vurbc noch ein Gketymtrouri über M deutsch-belgisck«. Abkommen betreftenb c-tc k*mn imd als tjjj MchttrMT Mert fNH” WMgme S-hreutl iitWf * innen Astern t ■ffl Deatschlkm jn Bedankens -Mvermhmen -rutsche F reuth, weläre Haltung der S lichen unb fifa tirr zFtntTd) tnfi faffbiget Znsanmrewchtuß r?Kfee £). il G.-G. in He sen baldm.gttchv't mwchgeführt werden k>TL Dir Versammirmg beschloß ttnstuw- mtg, gegen jede» Slufstten der Recht Preis-, ooch st preis- und Zwang« tolttschaft encrgpch Stellrmg yi nehmen. Ein Antrag Hof- Mann, deni veriVrbenen 2. Lvrfitzcnden, Kommm> -ienrat Kloo«, in dankbarer Erinnerung seiner lrrvorragenten itüe einen ^Gedenkstein in benr Garten des Vereine ;u setzen, fand die volle ^irimtnunfl ber Versammlung Kird?c nnö» Scbtile. X Gießen, 9 . Jmru Tri' geitrigr Verla IN m l u n g der Gerstlichen Pro* v i n z O b e r h e s s e n im Iolhmmossaal war starr veiuchl und wurde von Dekan Wiegel- Bmaen- betm eröffnet. Ter Leiter, Supe inten^enl D Petersen bogrü'üe die Erschrenmen. Unter dm geschäftlichen Mitt i.uttgeit des Vorsitzenden ist von werterem Interesse, daß der V e r s a s s u n g s - entwnrs in bte,er Woche vollendet wrrd, der dann an die TekanatÄonferenzen gehe. Benn Haupt gegenständ: „Gin halbes JahrVolkS- Hm t ss ion s a rbe r t tn Oberhessen (Er- 'ahrrmgen, Pläne und Wünsch?)" »et'gteOberpsarrer Stnodt-Schlitz, nnc bte deut chen Mirtben wieder an enumi Wendepunkt ihrer (9e,d,i6tc fielen. Re- llgvonsscrndltck^ Sttömmtgan suckttmi vor allem bet der Jugend d« Mtäre lang am ziu unter- rnntwrat, verrn Zu'ammenbruch ritt, wie a> b.letchzectti mit dem der Dh.one erfolgt Q»#.TomiLdlc erstrebe unter planmäßiger bie rvangeliche an bte W Budget ein geile lt. Sie untere flebe'ii dem iHc fjct des StartSminisle rumS Aus eine Anftage über die GshaltSreg^lung des dort beschäftigten Personal- erklärt die Regierung, dop die Angelegenheit tn aller Kürze ihre definitiv^ Regelung fhtoe. Tas Kapitel wi ö genehmigt. Bei Kap. 13, Auswärtige und Reichsvcrhilmi^se. gibt der Regicnmasrertreter Aufklärung über d:e c'tr- gestellten taircnbcn Ausgaben von 400 000 M k Zu ber bet Kap 14 Oberveck-nungskammer, erfolgten Anremmg, daß die Städte ihre Revisionen selbst auTsühren sollten, hat die Regierung feine grundsätzlichen Einwendungen. Eric eingehmde Aussprache entwickelt sich über Kap. 25, Schutzpol izet. bez. der hier angeforderten Erhöhung von 1000 ans 1500 Monn, die von >versch^ denen Seiten bekämpft, d. h. nicht für nötig erachtet wird. To die Bewilligung xonächst nicht praktisch, sondern der Negierung mir bte Möglichst gewührelt soll, int Notfälle die Vermehrirng em treten zu lassen, findet die Vorlage mit dem Kapitel Aunckhme. Auch Kap. 24, 0>endarwerte, findet mit der in Vorlage 747 beantragten Vermehrung feinen Widerspnuch Zu den Einträgen der Abg. Herbert, Dr .Osann imb Urstadt M Kap. 30, Ki rchen, die Zuschüsse der .sitrchen- gemeinden zu erhöhen, hat das Gesamttnn.'iierium rrockz keine Stellung genommen, doch weist der FinMtzminister daraus hin, daß sich die Steuerverhältnisse der Kirchen durch die neuen Steuervorlagen bedeutend gebessert haben, man möge daher vorläufig von einer Zustimmung absehen Die Regierung will zu der Angelegen'heit noch Stellung nehmen. Nächste Sitzung TonnerStag. Ter 6. (Schul-) Ausschu ß beriet heute weiter über Art. 17. Ter Abs. II soll folgende Fassung echalten: Durch Beschluß des Schulvw- pandes imb der Gemeindevertretung kann mit Zustimmung der Sckiutb.chörden eine erhöhte Pf icht- stunden-ahl sestgelegt werden. Ein Antrag des Llchg. R ech t ien, der bestimmt, daß an al en Schul- yrupven Schülerräte zu bilden sind, nnbet Abltchnung. Eine lebhafte Auspale veranlaßt, die tn ber Vorlage vorgesehene Bestimmung betr. die Anwendung von Tisziplinarstraien in den Volksschuleit. Tie ihrer vorgesehene poli-.etlickze Entschreiten findet enrschk'dene Gegnerschaft. Auch b.*t Art. 18 schließt sich ei te Ansprache n>egcn Beibehaltung der Mittelschulen als erweiterte Volksschulen an. Verschiedene Abgeordnete sprechen sich für eine besondere Begabtenschule aus. Beschlüst.' wurden hierüber nicht gefaßt. Näckffte Sitzung Freitag. Giefjentr Stadttheater. BtttinaS Verlobung. Lustspiel von Leo Lenz G i e ß e n, 9. Funi 1921. Demt ein gutes Ende alles galt macht, so ist dieses Lotück vortrefflich, denn der letzte Akt ist ent- ineden ber beste von den bmat. Trese Brsonper- il muß tiegenübrr den üblichen Verlegen hei ts- ösungen des dritten Akte»; in den meisten Lustsvielen mit Freude sestgestellt werden. Wo sonst die Langeweile an sängt, beginnt erst die richtige Anteilnahme. Zwar ist auch hier eingang5 durch eine übenlüffige Tienerszene der Umfang etwas gelängt, aber darüber kommt man schnell hinweg. Und man siebt mit Vergnügen, rote aus einer unmoralischen Verlobung ('weil das Herz nicht habet war) auj entern tat'aal üf) tr^mal nngewShnlichen Wege eine moralische^ Verlobuna wird (weil zwei Äeyen dab.st finb,. Erhöht wird das Vergnügen, weil der Dumme bei ber Geschichte ein gemütloser Streber ist und der Glückliche ein prächtiger Junge mit Geist und Gemüt, dem man die schone Braut von Lerzen gönnt. Darum ist auch das tzerz des Anschaners mit bahn und aller guten Dinge sind bckanntlich dr. i Eine bessere Zerstreuung kann man sich von ein. m ^ommerspi'ckvlan kaum wünschen. Die schöne Braut Bettina zeigte Else Koop von einer neuen überraschenden Seite. DaS leichte, lebendige Spiel einer modernen jungen Dame ne mit entzückender lleberlegenhekt Auch Karl A«s Stabt rind Land. Gießen, den 10. Juni 1921. WettcrvoranÄsagi für Samstag:' Wech'elnp bewölkt, leich'e Regenschauer, kühl, narbwestlicke und westliche Winde. Im Norden befatben sicl> mehrere Terlttefs, bte bet 'ihrem Vorübergang nach Osten für unseren Bezirk leichte Regenschauer und kühle Noich- bis Nordwestwinde bringen. TaS Doch über dem Goll von Biskaya hat Jctne Lage noch wenig verändert. Auch für morgen ist noch mit wech'elchaftem, kühlem Wetter und schwachen Niederschlägen Ku rechnen. Landsberger Reinetten und Gute Luise. Für 1921 o'.len vor allen Dingen die Sorten festgestrllt werden, die den bi_5iübrigen harten fZiuyiahrv-. rost gut überilund-n hab ti Der ibe.et • o-u n ;cn: Mitglieder unalmr , z. Z 1848 Müglieder Sehr Diel St mm mg war ui b*r Versammlung aß in Zulunft nur noch die Mitglie^r die Vorteile des Vev.tns bei gemeinsamen Bezügen usw tenießen tollen Ter Beitrag betrug 2.50 Mk muß aber für 'täckrtes Zaln aut 5 Mk erfpti uKrben. Tatür w.wden Dindings dre Mitglieder ■' -rrch den Zusamme.'schluß zum Landesverband . U1W eine Diel nmtangreichere und bessere Zeit- i bist erhalten. Es wurden 16 000 Edelreiser r.igen'ben, ein Obst da- mtwärierlehrkurt u4 abg?- a'.ten, Am Ownrü^eanbau und im Obstoer beste- üiigSDe.-fabTet wurdm die Versuche erwlgrÄ «WM, in Sen-abt eine sehr wohlgelungewe -.bi«schau abgeha.leu Dw Obswersand erreichte vermischte». Äroßfeuer auf dem Bahnhof. fpd .Kassel, 9. Juni. Durch FunkenauS- wurf einer Lokomotive entstand rn D.rvndreteck ein Brand, der in kurzer Zeit einen Schuppen und große Dolz-- und KMeiuager tn Brand setzte Erst nach langer Zeit gelang es der Fmerwehr. des Brandes Derr -u werden. Ter Sckoaden belauft sich aut ettva eine Million Mark. Eine SüTfrabl Ställe mit Klemvrch, Kaninchen, Hühnern uttd t e r aus den Straßen ber Stadt waren am Moitkag acht Fnchrwerse beschädigt. rpd. Bebra, 9 Juni. Seit Jahr und Tay staitden aus den verschiedensten Statronen Kwisckxn Bebra und Eisenach bunberte von Hel g tschen Eisenbahnwagen und vermoderten tn Regen und Sonnenbrand. T-ie Wagen, die tm deutschen Eisenlalniverkriw nid t mehr benutzt werden würden, wurden letzt wieder qcbraiutefcrtig gemacht und iverben in den nächsten Tagen an Betgum zurückgegeben. * Neuß, 9. Juni. Bei der hiesigen Station »tiefe em Güterzug infolg: falscher Stgnalstellrrng auf einen Personenzug. .hierbei wurde ein französischer Soldat, der in einem Bremshäuschen geffikn hatte, getötet. Sechs andere französische Soldaten und ein deutscher Postbeamter wurden verletzt. * Magdeburg, 9. Juni. (WTB.) Die .Magdeburger Zeitung'" meldet aus Wid- Anberg: 2luf dem Schutzerrplatz ereignete sich ein schtvcres Unglück. Aus einer 9hinb- schaukel stürzte ein Schaukettvrb mit mehreren Insassen aus einer Höhe von 7 Metern herab und riß einen anderen Schaukelkorb mit sich. Sechs Personen wurden schwer verletzt *♦ Wem gehört das Paket mit Dtrudelstoff? In der Nacht zum Don, nerstag tonrbc in einer Waschküche eines Dauses in der Bahnhofstraße ein graues Paket mit 3 Resten Dirndelstoff und 3 Reste» blauem, mit tveifecn Streifen versehenen Schürzensivff versteckt vorgefunden, das zwei, fellos von einem Diebstahl herrührt Ter Eigentütner wird ersucht, sich mit der §rimi- nalpolizei ins Benehmen zu setzen. .** Der Korbmacher Karl Hafelcr aus sHcnt-watbcn wurde in Rondwends or» » estge - no m in en. Ter ro.'gen feiner Gewalttätig^it gefürchtete Mensch setzte sich auch dort znr Wrlhe rind machte einen verz-weiselten Uuchtversuch, ter »doch verstell rourlx-, Haßler nnri> wegen yrblm 1er Ernbrüche von verschiedenen Staalsonnaltsclasttn gesucht In Gießen sollte er besannt!ick- feine letzte Gcsängmsstrafe verbüßen: es gelang ilm aber, bereits einen Tag nach ferner Verurteilung' auszubvecheu ’eit feiern morgen die Eheleute August Schädlich und Frau geb. Wacker. Bruchftrafee 16. Bornotizcn. - Tageskalen der für Freitag- Aula, 8 Ufrr, Teutfcfier Abend des Bundes zur Ptlegc rwn Musik und Literatur. — Licht- spielbaus, ..Masken" -und „Pumps u. Co." — Lichtipele Selierswcg, wie gestern. — Bund »ur Pflege von M usik und cra t u r Heute findet der zweite Wobt- tang!e:t8ab.-nb zu Gunson ber Gedät-ttiisspenüe fcer Universität ltatt. Ter Bund weist nochmals daraui hin, daß unservr Bürgerschaft in diesem „Den t i chen 91 be n b" Gelegenheit geboten Wb?, auf dem neutralen Boden der Kunst ein Ecicnntm« rum Teutsctstum abzulegen. Tie ')ta^ met b.n ktbeu Münfrier böten Gewähr für etne ^>vlbeuds mmatzi 10 cnWie vir-en etxm- n : J>kmcx?i*9ltct*rn rwck tn Erinnerung im '?12L9Ult Fabres et i Früh, gn.tribtenl m der alten Sri tS irche aui dem E?aroßm Anllwlg gesunden kommmden Svmttag nun veranstalt-u tS,N’ b Arber ter verein" ,,G: .^u”b' wrd,Wartburg-Bkreln" unun- M »Wirkung der Chöre einen ölten ä ^1^10’11 nvjrn-um auf bein S Is enberg. Tne D^edtgt har Pfarrer B e ch t o l s l> e r m e r ük-r- JDtatdxr Be ucher des schönen S.-Wf», - berg- wird bie§ gctvi'3 mck Freuden begrirkm leinen ^nntagsgang zu einem Be nch cv'*tr F-er tn ber st-mnnrngSvollen Kirche einrickteu -iMh- Anzeige. A Landkreis Gießen. aa. Grünberg, 9. Jmn. In der les. ten ll^meinderatSsitzung wurde die Vera'- bung/ber Wasserleitungs. und Ab- fllußanlago für daS neue Bauviertel in SckKvurgencht verhandelt. Der 29 Jahre alte Sckmhmacher Richard Schmidt aus Biersdor (Kreis 2lltenkirchcn) hat bckamttlich am *28. Fe- o^uar die 19 Jabrr alte Sophie .Dattmaim von der Pfeif ermüde bei Seehrim erschossen, nachdem cr sich Eingang in die Mühle verschafft hatte. Er raubte bann nach gewaltsamer Ocff.amg der Kvm- uw den und Schränke 100 Mark, rate golbatc Kette und versuchte dann beit L. Schäfer, der sich nach Entdeckung der Tat auf ihn stürzte, »u erschießen, indem er mehrere Schüsse aus einem zweiten Re- volver auf ihn abgab. — Die Verhandlung fanb unter se^ ™_— n'L *‘ „ r‘ ? T__ ~___“_o„ ■gab die Tat kaltblütig jn, mcklärte aber, ba^ er in der Aufregung gehandelt habe, well ihm das Mädchen SebenSmitte! verweigert habe. Er wird aber durch die Zeugen üb.rsührt, daß er sich in der Absicht, irgendeine Tat auS.msühren, tagelang fat der Gegend Herumgetrieben habe. Die Geschworenien er- kannten ihn bei? Raubmordes, sowie des Mordversuchs schuldig und wurde cr nach dem Antrag des Oberstaatsanwaltes Wünzer tum Tode und 15 Jahren Zuchthaus, lebenslänglichem Ehrverlust verurteilt. Ebenso kalt, wie er die Fragen beant- wonete, nahm der vielfach vorbestratte Verbrecher das Urteil entgegen. mc. Frankfurta. M., 9. Juni. Das au feer» ordentlickic Gerictz des ReiclSwehr-Gmppenköm- mandos I, dessen Vorsitzender der früher in Frankfurt tätige Landite ichtsdirilltor Dr. Schmidt- Blanke ist, hat beschlossen mit Rücksicht auf die Tat- sack>e, daß in dem Prozeß g^gen die Mttglieder der Kommunisttschen Arbcitcrpartti Deutschlands wegen BildilNg verbotener militärischer Verbände bei den beabsichtigten Berbandlunig m in Berlin sich Schwierigkeiten ergeben könnten, den Prozeß in Fran t- 1 u r t a. M. zum Austtag zu bringen. Vertreter der Anllage ist Staatsanwalt Dr. Ramin, tvelcher auch Ankläaer tn dem b. kannten Pfeffer-Prozeß foar. Ter Prozeß, welcher schon nächste Woche beginnen sollte, mußte nockrmals auf einige Tage vertagt werden, da ein SSerteibiger in dein Hölz-Pro- iefe in München beschäftigt ist, wo 17 Kommunisten wegen Vergehen gegen das Sprengstoffgesetz sich vor dem Münchener Volksgericht zu cetxmhvorteit haben. mc. Franffiurt a. M., 9. Juni. DaS Schöffengerickst verurtei'te den ,S e i l k u n - di gen" Desch nxoen falyiläffiger Körperverletzung bei Heilung GrictSeclstsiÄrnker zu 500 Mk. Geld- sirafe. Beantragt waren 5 Monate Gefängnis. 4 Danau, 9. Juni. Der ehemaltge Ver walter der SaMmelwasenmeisterer >zu Bruchköbel bei Hanau G. E. und dessen Sckstoiegervater, der Deiner W. W. auL Gießen, hatten sich wegen Unterschlagung und Hehlerec vor dem lriesigen SckMengericht zu verantworten. E. lottte beträckEve Mengen Fett aus der Wasen- mecslerel zunächst nach seiner Wohnung geschafft und hier zuM Teil %u. Seife veriocht, alsdann einen Teil des Fettes und der Seife an seinen Schwiegervater nach Gießen gesandt haben. Ter Dauptzeuae war der in Strafhaft befindliche Metzger W. W. aus Hanau, der im Vorverfahren äu- ;erst belastend auSgesngt batte. Danach hätte E. >as Fett eimerweise aus Der Wasenmeisterei entnommen und eS in Kisten regelmäßig an seinen Schwiegervater geschickt. Auch wäre dieser, hon . jett >zu Zeit z>u Besuch zu E. geüommen und hätte icdeSmal gefüllte Säcke oder Kisten mitgenommen. In der HmchtverHandlung 'hielt W. an dreier B.> lairbtung nicht fest. Er gab an, sich der genauen Vorgänge nicht Mehr entsinnen zu können infolge der langen Gesüngnisstrafe. Allerdings bestätigte er die Angabe des E., der Landrat habe erlaubt, Fette auS der WascnMcisterer zum stochen von 'Seife hu entnehmen. Diese Seife sollte zum Wachen des Körpers und der Kleidung der nn Betriebe Angestellten verwandt werden. Frau E. aber hatte sich zwar insofern sehr verdächtig go marfxt, als sie den Kriminalbeamten, der bei der Durchsuchung verschied.mc Pfund ^ett in ihrer Wohnung fand, bestimmen wollte, die Anz»rige zu unterlassen, i'luch hatte sie einem Arbeiter 500 Ml. geboten, wenn er zu ihren Gunsten aus- lagen roürtz. Berdächttg war auch der U'mftxmb, dais. E nickslt auzugeben vermochte, woher er den Seifenstein hatte, es mußte angenommen werden, daß cr denselben von seinem Schwiegervater, ocr in Gießen tn einer Seifenfabrik beschäftigt ist, erhalten hatte. Trotz dieser und anderer belastenden Momente hielt das Gericht einen ausreichenden Beweis nicht föir geführt und erkannte auf Freisprechung Can^wirticbaft ** Butterüberfluß in Leipzig. Bon den amtlichen Bitttersammelstellen wird keine Butter mehr angenommen, da Butter im Ueberfluß vorhanden ist und außerordentliche Anaebote namentlich aus Holland, Dänemark, Mecklenburg, Pommern unp Bayern vorliegen. — Stockheim, 9. Zmn. Gestern nachmii tag fand unter dem Vorsitz des Kreisdircttors Werner-Büdingen die diesjährige Dauptver- '"anrmvung des O b st- und Gartenba u Vereins für den Kreis Büdingen statt. Sie war besser besucht als in den letzten Jahren. Nach dem Jahresbericht, von Inspektor Metternich vor- ietragen, war die Steirvbstcrnte in 1920 gering, das üernobst bradjte eine Dunch'chmttSernte, Frost, r armer, ÄpfclgesrinTrstmotte und Blütnstecher, ferner Schorf, amerif. Stachelbeermehltau und Cibiunt brachten der Cbfb* und Beerenernte gro- ßen Schadm, sehr unempfindlich -ergten sich gegen alle Schädlinae und Fro^ B t le^ A - Deute erWgte die Urteilsverkündung in ter Prwa'klag fache des Schuhhändlecs Emanuel ui Wlcvbaden gegen drei l, i e s i g e S ch u h- händler Wic noch allgcmern betmuit sein dürste, veranstaltete daS G^rverksckiaststartell Äe- 'm letzten März einen Schuhverkauf in großem .'.'.aßstabe und gab befannt, daß es la Schuhivaren in großer Menge gekauft und nah^i zum Selbst- koslenpreis ab*ugcben habe. Die Angabe, daß es ftck um la Schuhwareu bande'le, wurde in späteren '3iv.c;_gcit nicht wiederholt. Daraufhin erließ der G i N ner Schuhw arenh änd lerver ein m ^ung mit andern Organisationen in der Jkc sc eine Warnung, in der die Kundschaft darau' i Angewiesen wurde, daß die als la anaepriesene J;-are 4um Toü aus Schund bestehe In einer weiteren Anzeige wurde der Privattläger, von dem das Gewerkschattskartril seine Waren bezogen batte, als elen der Wu cherer imb Schieber beaacfrnet, ber sich unter Ausnützung der Gewcri >ct>aften so enorme Gewinne zuführe, dafe er sich de 1 ~uyud des reichsten Mannes erlauben könne UNerl stellt mm fest, daß nach den Angabe,. te> sachverständigen die von dem Privattläger bezogenen und von dem Gewerksaostskartell Der rauften e4jube mcht schlechter sind als die gleich mt oen TOrinen Fallen roeit teure; verkauNe Ware der Angeklagten Die Ware al;- ^chuudware yi beytdyten, hab um so weniger Veranlas,ung Vorgelegen, als Gießener Geschäft-, te lwin^e unter ihren Warenbeständen älnlick- e«rur< Pon_ glrickr geringem Der: wie die geriu.’ tverttgen ^chuhwar«' des Geweri'chaftskartetl^ m;^tcn '^h "«b er^bllch teurer bezahle SnL-iSÄ bav der Gewinn dee Prttxttllägerc>. der durch Urteil des Bezirk-' tendn^ Zü.ub wegen Preiswuchers und Kettm Handels mtt Lebcnwer»ano erreichte unb dem Privatlläger dr Befugms ^rr VerZ^nr- . Rechnung lirfnmq des Urteil^ugesp.ock^n I ^>ram dlcgjPmSxn emitnran g gentbnrigi ________ r«e bcri(M-Denen Vertreter bet a meinen Der« I bante Nrllten der Ber^ammlunq in Aussicht daß SStti te«5a* Meattt- ItrföbiM' :K <«&«»■ bla®- s-w»K »6<* <5 üt^L gp L"°Ä5/S L"L'S KZK? K«Z MW ■toy' §-oP SgsS'Sf gs.1** «M °« vch' ^Ule isöstfe JfeäaS »t » W*toi5' Ä-K-^ fc)" Stetig ISS???1® "Mto T± rj®6 am *] up^' fr* «nE rpfit! gW® »mg tv.t w E»%1? ? tombiRtn kßi2äj? vzltziH ..MMmWtin" tot, Sf^k mi< roä ^°"srlbmr E Gornigcfüim ftfrt m bfe Dhrnjitt $v WKdvnlnrdx ftin * Itmrtit tat aß# mdc «olkmissi« m «ter Mtflw burt) Mjw der tto M. ^eMmmde. Taraufl ^membCetn, für tw iwn VM bmiptM.-rm- er Arb.it ergäuhM NMlzM, bi? tkm W.me für btt MrMe, LiffMickser'p^k mtt km bor«ft ddach ng:r W eilte Reihe vm W tbcn Winter tmurfn ne lapmfl. chtes. )tm BMHvj. iti £urd) KmimÄ- ttitatb m SMtwd • Zeit einen GdjuRet nifagrr in Brand irzte ng es btt itaietW, en. 5er Sdiabai be» Mion M. Tinr rf), Ws&bx. W getöttni. ± Sben'o brannte ev xKnwaMvvl.'y meder gum. Är SagelÄ-g' m über MMltm mtdeo- tüx hat nach den mm- in £ ®,"<± Mir Arland wt* L üiil MilliE' £ issungderLagel , der Stadt waren ao slen Statunai I* Irte von helg'sL" > verarm mM- ^bsmtzt werben wür- ?eb5i^ g* [en Tagen ao^src» rrbei Wls büWj“L?<»^ r ^t^gkaul^ Jietnfe spiSre -uh «Sgf^ickmn ot ten Lust* Vmdty.t ein und schu' cinr ic-..teige (Befielt voll fcerFrtSmdnne und ülrrlegntem Humor, besonder- :m lebten Akte wuchs beider Spiel in großen Stil hinein Oteorg Hebing d>n 36jähriaen Lega- tionltal »u glauben, hielt etwa* schwer. Seine Huf- fäffung bei gemüllosen Stfr.-bcrs war jedoch sehr geftfridi. 3n harmonischer Ergänzung inirbe das Qaierruxiar von ?!Ufrafte Marcks unb flari 93 ol d. ein FlttterwocheNkhepaar von Cläre Türk und Fredy D ö r i n g gegcdrn. Ergänzt :niTt>e dal Spiel durch Karla Aelle r. Harry Norbert, Richard Hellbvra, Heinz Bc ch ste in die beiden Diener, sowie fttani Ba ndis und Hermann Stichel. Du Ausführung war von Kurl Bold mit viel ^Veschnuod vorbereitet. Den lebten Äft tauchten schott Bühnenbild unb Bel euch turur in rosigste Stimmung. SB ICtinft nnd w ss nscHaft Die Rranlfnrtrr LchaiispiklbouSbltbnk vervochtri mc Frankfurt a. M., 9 Ami. Um der schwierigen finanzicll-.'n Lage, in der sich die Frank hirter Th ater (riinben, ctnxto au zuhcl .en, hat man während der Ferien das Sdxnn'pietbQUv aus 14 Tage an bad Fran kfurter K ünstlert hea r e r sür Rh in unb Main verpachtet, »orlches neben ten „Deutschen Schwänkm aus drei Jahrhuntei tat" als Sondervonnltuna für i>.it Düh-orwoilt und als Erstausführung Leo Weismantd? „Der Wächter unter dem OXilgrn" sowie „Freiheit" von Herbert $hxut» infjentcren wird. Gründung einer Festspielstiftnng Bayreuth. Bayreuth. 8. Juni. Im Anschlust an 'ne Leipziger Versammlung vom 28. Mai 1921 tarnen gestern in Bayreuth au« allen (Denen* >tn Deutschlands die Freunde des Bayreu* ibtrr Gedankens zusammen und gründeten im Ektvernehmen mit der Familie Wagner die aeutsche F c st sp i e l st i f t un g Ban- reuth, melcl-e die WiederanfTtahme und Erhaltung der Bayreuther Festspiele ermöglichen und sichern soll. ES soll ein Stiftung«* bermäaen von mindestens 3 Mill. Mark aufgebracht werden durch Ausgabe von Patw* natSscheikten, mit deren Erwerb bedingde Bor- rechte verbunden sind. Mit den nädrften Matz* nahmen ist die Zentralleitung de« Richard- Wagner* Vereins in Leipzia betraut nrotben. Den Festspielen gewährt die Stiftung eine neue ausreichende Grundlage. Die Wiederaufnahme der Vorstellungen ist für das Jahr 1923 in Aussicht genommen Aus betn AmtSverkünbigungHblatt. •• Da« AmtSverkündtgungSblatr 9tr. 82 vom 9. Amr enthält: Verbot mii.äriid^c verbände — Aushebung der Verordnung über die Einfuhr von Wem. — BeitraaSleistungen zur Hessischen Beri'icherungSansta t für gemenrdiiche Bc- omte — GeioShnmg von Teuerungszulagen an bie Empfänger von Otubegebalt und Hinterbliebenen- bezügen der Hessischen D^-rsickveungSanstalt für ge- memoliche Beamte. — Dermatamdnck« Studien- fahrt. — Deutsche JVinberfnlte. — S«ntnhig. Samstag, 11. Juni. Borabd 1.45. Morg. 8.30. ?lbdS. 8.55 und 9 30 Uhr. Israel ReligtonS - Gesellschast. Sabbatfeier, 11. Juni. Fniärg abd. 7.45. Samstag vmm. 8.00. Nachrn. 4.30. — Sonntag, 12. Juni, unb Montag, 13. Junr, Wochensest. 1. Tag: Borabö. 9.3o. Bonn. 8.00. Prebigt. Nachm. 4.30. 2. Tag: BoraL» 9 35. Bvrm. 8 00. Nachm. 4.80. FestemrmSscrug 9.85. — Wochm- gottesdienst:: morg. 6.30, alQS. 7.30. Qanöel. Bertrn, 9. Juni. BörsenstimmungS- bxt b. An der Fondsbörse toar das Geschäft in den zu schwanVe iden Kursen gehandelten Papstren nur anfangs lebhafter bei überwiegenden Bejsevungcn mäßigen UmfangS Erhch.'icher stieaen Hö^chaktien, nämlich um 16 Pnoz Harpeuer bühten 6 Pwz. ein auf die Dementierung der KapitalserhöhungS- aerüchte. Balutapapiere gebessert. Schantung stark begehrt, an fange- 40 höher, später etwa! abgefchwücht. Bedeutende Maur'Liqt; Oed Drioat- publikulws maäue sich wftderunr am Jnduslrie- aftienmarTtc gdtaib, jo daß sich die Feststellung der Einheitskurft wieder erheblich verzögerte. Elek* rrizitätsaktien bevorzugt. Von Skmlen waren Deutsche Bank weiter annebenb, nämtich um 8 Prvz. Am Anlagemarkt herrschte feste Haltung. Mexikanec litten unter Realisierungen. Die Do- tnenCurfe waren int Verhältnis zu der nicht unerheblichen Abschwächung her Marftxrluta in Neuyork nur mäßig höher Frankfurt a. M., 9. Juni. Börsen- stimmungsbi'ld. 2r? Tendm- blieb auch an der Llbendbörft fest bet lebhaftem Geschäft. Bevorzugt blieben Ehemifche Aktien. Holzverkohlung wurden 15 Goldenberg 40 Prvz. gesteigert. Badische Anilin, Farbwerke Höcht und besorrderS Griesheim Vx großen Umsätzen höher. Unter ben Maschrnenfabr'eoktien waren Moenus unb Frankfurter Maschinen bevorzugt. Montan ruhiger. Tel* lus Bergbau wurden 350 rationiert plus 10 Pro». Aut ben übrigen Markten war ter Verkehr ruhiger. Spinnereiaklr n waren stärker r-efragt. Vh. Holtmann 324 bis 323.—. Mer k .wer konnten itt) bctaiurten. Deutsch Ueberfte 1199 bis 1195. Die Abendbörse schloß fest. Frankfurt a. M., 9. Juni. Amtlicher Bericht. Der heutige Markt zeigte gedrückten Handel. Bei Schveinen verblieb Ueberstand. Die Preise waren im allgemeinen bie bisherigen. Nur die Schweinepreise gaben etwas nach Auf getrieben waren 740 Kälber, 249 Schafe unb 501 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht für Kälber, beste Quali- [äicn, von 750—900 Mk., für Kälber mittlerer Qualitäten von 600—750 Mk., für Kälber geringer Qualitäten von 500—600 Mk.; für Häm* met 3-x>—.».KJ Ml., für sdine» unter 80 Mo Lebendgewicht von 100)—1100 Mk.: alle schwerer« odtvnnt, einchiteftltch des« Dualitäten, von 1100—1250 Mk. 'Jlubrrbrm mürber. 34 Ämter obru- amtliche Preisnotierung gehandelt. — Tie Marltprei.e lüg« um fjvid über den ^mll- preiftn, als sie bie nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen unb Hänblergewinn in sich schuhen. ~ Bom 16. Juni ab beginnen b« Schweinemärve an ben Donnerstagen um 9 Ute vormittags Frankfurt anl. . (Elektron Griesheim. fjeanhurt Berlui Abend- Abend- Schluß- Schluß- Shirt Kurt 8. & 9.6. 77,50 77,50 73*- 70,50 3Ä'- 325*1 260,- — 231,50 231,- 186,- 164,- 166,- 160- 145,- 814*- 330,25 331,- 530 - -,- 311,75 563* - 572;- 457,— 468,- 254*- 195:- 192,50 2461- 24^50 wi.- Shirt Shirt 8.6. 9.6. 77,50 77,50 75,80 75,90 72,70 72,79 70,60 70,25 182,- 181,50 318,25 320,50 259,50 258,- 229,50 229,50 183,75 185,75 165,- 166, - 164,12 164,12 146,- 144,36 470,- 461,- 310,12 313,75 327.- 330,- 528.- 520,- 309,50 311,- 289,- 271,50 715,- -,- 569,- 570.- 460,- 288,25 290,- 241,50 250,- 669,- 561,50 193,- 190,12 585,- 577,- 247,- 245,50 71,50 72,- 451,- 476,- Marknotierungrn. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.1t. 8.6. 9.6. Zürich Fr. 125,10 8,80 8,77 Amsterdam 59,20 4,49 4,48 Kopenhagen ....... nr 88,80 8 76 8,75 Prag Är. 117,80 106,75 106,- Stochhol« Är 88,8) 6 85 6,75 Wien Ar 117,88 955,50 955,50 London Sh. 97,8) 7,76 8,05 -Parts Fr 125,40 18,75 18,84 NeuyorK $ 2330 1,60 1,45 Züricher Devisenmarkt. s. & 10.6. Wechsel aus: Schweizer Franken ßolland 100 Fl. = 196.- 196.25 Deutschland 100 MK. -- 8.75 8.775 Wien 100 Är. = 1.30 1.30 Prag 100 Äz. — 8.25 8^0 pari« 100 Fr. = 46.65 47.- London 1 £ = 22.20 22.19 Italien 100 L. - 28.20 28.50 Brüssel 100 Fr. - 46.65 4742 Budapest 100 Är. - 2.40 — Neuaorn ....... 100 $ — 590. — 595* — Agram 100 Ar. - 4.30 4 25 Bukarest 100 2. = 9.30 940 Märkte. Preissturz auf brn Rrrfelmarftrn. Dem „Mainzer Anz." wird geschrieben: Als ein hoffnungsvolles Anzeichen für den tatsächlichen Eintritt der schon so ost angefünbigten Preissenkung im Handel mit Schcveinesleisch unb Wurst- waren darf bte Tatsache gelten, daß die Preift für Jungschweine zur Zeit utero!! ganz erheblich zurückgehOi. Ern rapider Pneissvrrz ist in dieser Hinsicht auf tem letzten in Grost-Gerau abgehaltenen Ferkelmarkt zu verzeichnen gewesen. Tort wurden 3—4 Wochen alte Fertcl schon zu 60 Mark per Stück, ältere zu 150—<80 Ttarf verkauft. während man vor einem Mrmar noch durchweg 200- 250 Mark zahlte Sprmoer im Wirr von S—10 - 111mg nach mir einen Weq i Gs muti ein gut* richtiger Friede zwischen Gwtzbritamnea, Frankreich und Teutschland bestchen: Beisal!) Die „Gsade" bei Völkerbundes. Genf, 8. Ium. (WB.) Tie erste Vollsttzung der 5. Kommission der Liga*Verem 1 >nmgen für ben Völkerbund wurde te-ute imter dem Vorsitz Gustav Adlert erüftnet. tv Verjammlrma ttebttr «um Sekretär Ruv ftn-Frankreirix Am Vorschlag der italicni chen Telcgahjn drückte bie >bommissüm den Wunsch um Ausnahme Deutschlands in den DSlkerteiid aus. DvBersammlimg stimmte ein stimmig dem Wunsche $u. Eft faßte temertnn eine Refolutton, meld» besagt, daß die nWlfänbi^en Mitglieder ort völkerh,mk>-> rated, die auf vier Jahre gewählt werten, nttx ft fort wicheigewähl t werden können, sondern erl» n«b Ablarn einer Frist von vier Jahrvi. Xie Re- ftlutürn wurde mit großer Mehrhett angenommen General Höfer. London, 9. Juni. (WTB) Der Berttm-r Vertreter des Reuterschcn Bureautz erfahrt, tev (sftneral Höfer tem britischen Befehlshaber tu Oberschlesicn, General Henn 1 ke-r, das endgri- tifle Beripreden gegeben habe, datz er nicht vor- rüden werbe. Man ist ter Ansicht, daß dieses V^-rspreche» bie Ausgabe ter alliierten Truppen bei Wieterhenrellimg ter Ordnung m ben In- buitriegegenbm sehr erleichtern weide. Polnische diplomatische Sondkrabordmmgen. BrrSlau, 8. Juni (WB, Woe dre Warschauer Rzeczpospolita mittrilt. sollen sich 'm der Angelegenheit O der schlesientz p-lne'^ Sönderabordnungen nach bei Haupt Uäbtci der Enteme unb oem Heiligen Stutzt begeben. In Aussicht genommen sind für Pan.. Grabski, für London Fürst Sapüha unb ASkc- natzv, tirr Rom Tr. Halten imb Moar>-wski. für Brüssel UnterstlmtSsekretär Tombwwoki. Zum Papii soN fid) eine Teleaatton begeben, bie von ben Bischöfen Sapuha unb Theodorrnvrc-z geführt wird Lefler oäer Gummi? Tragen Sk vcnuchwwasc einen Leder* und einen Contmcntei* Gemini • Absatz. Sie werden finden, daß letzterer jeden Schritt wohltuend beemfhJk, Om er* hebbeh längere Lebensdauer hat und pcb dater im Gebranch billiger stellt Tragen Sie deshalb So gut wie CoBtiototaliRÄn. 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