Erster Blatt M- Jahrgang Dienstag, \v\ Mal 1921 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drnrf und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Sfeinöruderet R. Lange. Schristleitnng, Geschäftsstelle und vruckerei: Zchulfttaße 7. Ninahwe van Snzkn.en für die lagcsnummer bi» zum Nachmittag rorljer ohne jede Verdindlichli^tt Preis fur l mm Höhe für Anzeigeno 34 mm Brette örtlich 40 'pj , auswärts 50 Pf.: für Reklame» Anzeigen von 70 mm Breite 180P1 Bei Plan- Vorschrift20 ..Aufschlag. Hauptschriftleiter: Äug. Moetz Verantwortlich für Politik: Ang. (Boelj; für den übrigen Teil: Dr Reinhold 3«h; für den Anzeigenteil: fiansSedt sämtlich in Giehen. nr. 107 Der Oiestener Anzeiger mit der Dienstagsbeilag« ,Sport‘Hmfd}flU- erscheint täglich, außer Sonn- und feiertags. Mottalliche Bennos »reife: ‘JParA 5.- einschließlich Trägerlohn, durch di« Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. 5«in «prech-Anschlüsse: fürdieSchrif1leitungll2,- für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten Aoreiger Gießen. Postschecklonlo: Zranlfnn a. M. 11686. Die Beratungen in Berlin. Es scheint, daß unter den politischen Parteien die Neigung gewachsen ist, für die Annahme des Ultimatums sich einzusetzen, weil sie das kleinere Uebel darstelle. Die Lage ist aber noch voller Schwierigkeiten. Die So- Kialdemokratte hat endgültig beschlossen, für die Annahme des Diktates zu stimmen, vorausgesetzt, daß eine alsbaldige Klärung in der Haltung Bayerns wegen der Entwaffnungsfrage herbeigesührt wird. Im übrigen dauert die Schwierigkeit, eine tragfähige Regierung zu bilden, unverändert fort. Es soll bereits die Möglichkeit einer Regierung aus den beiden sozialdemokratischen Parteien und dem Zentrum erwogen worden sein, jedoch sollen die Sozialdemokraten eine solche Lösung abge- lehnt haben. Berlin, 9. Mai'. lWTB.) Der Reichs- tag-auSschuß für auswär tige An g e- (egenbeiten trat *heute abend %u einer Sitzung, die ebenso wie die vorherigen, -rein informatorischen Charakter trug, Zusammen. Zu diesem Zwecke batten außer den Mitgliedern des Ausschusses auch alle andern Abgeordneten Zutritt, für die aber ebenfalls das Schweigegebot galt. Reben bthn Reichskanzler und dem Außewninister nahmen säst sämtliche Mitglieder .des Kabinetts an tv Sitzung teiC Tie erläuternden vertraulichen Ausführungen zu dem Ultimatum der Entente, namentlich dos deutschen Botschafters in Paris Dr. Maver und des Staatssekretärs Bergmann, deckten sich nn allgemeinen mit den AuSfüdningen, die brric Herren frfon am Rachmittage in der Sitzung des interfrakli^n-t^en Ausschusses der Regierungsparteien im Reichsfusti^- tnirtfieriirm gemichl hatteü Zu Beschliißfassnnoen irgend welclrer Art kam es nicht In den späten Abendstunden tagten außerdem fast alle Fraktionen, jedoch ist es vi ei-er positiven Stellungnahme für oder gegen den Vertrag noch nicht gekommen. Berlin, 9. Mai. (Wolff.) Die für heute nachmittag 4 Uhr angesetzte Plenarsitzung des R e i ch s t a g e s, die nur für den i Fall vorgesehen war, daß die Regierung zu | einer Besprechung über die oberschlesische Frage bereit sein würde, fiel nach den Beschlüssen des Aeltestenausschusses aus. Ueber die nächste Plenarsitzung wird erst der morgen abermals zusammentretende Aeltesten- ÄuSschuß beschließen. Der auswärtige Ausschuß des Reichstages wird voraussichtlich heule abend um acht Uhr oder auch erst morgen vormittag um 10 Uhr zu einer Sitzung zusammentreten. Eine Entschließung der Lozialdemolratie. Berlin, 9.Mai. (Wolff.) Die sozial- demokratische Reichstagsfraktion und der sozialdemokratische Partev ausschuß faßten eine gemeinsame Entschließung, die folgenden Wortlaut hat: Die Annahme des Ultimatums hat nur dann Zweck, und die Besetzung des Ruhrgebiets ist mir dann zu verhindern, wenn die baverische Regierung eine .vorbehaltlose Erkürung abgibt, die Einwohnerwehren rechtzeitig, d. h. bis zum 30. Juni zu entwaffnen und aufzulösen. Die Forderungen der Entente widersprechen in einigen Punkten dem Friedensvertrag, überschreiten weitaus die Leistungsfähigkeit des deutschen Volkes und fordern unseren schwersten Protest heraus. Aber unter dem Druck der brutalen militärischen Gewaltandrohungen und angesichts der unabsehbaren politischen und wirt- schriftlichen Folgen im Falle ihrer Verwirk lichung, besonders auch liegen der für Ober- chlesren daraus entstehenden Gefahren, er- lärt sich die Partei und die Fraktion bereit, eben ernsten Versuch zur Erfül- ung des Londoner Finanzdikta ts »u unter stützen. Der Versuch, die zur Erfüllung notwendigen Milliarden auv unserer Wirtschaft berau^uholen, muß jedoch schon in fernen Anfängen scheitern, wenn sich nicht jene Greife, die heute noch die Leiter unserer Wirtschaft sind, für ihn mit allen Kräften einsetzen, und wenn nickt die notwendigen organisatorischen Maßnahmen getroffen werden, die geeignet sind, die höchste Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Deutschlands herbeizuführen. Ebenso hängt das Gelingen der 'bayerischen Entwaffnung vor allem von dem Dillan und der politischen Einsicht des Bürgertums ab. Die Verantwortung für das kommende fallt daher in erster Linie dem Bürgertum und den es vertretenden Parteien zu. Ei» Stimmungsumschwung in den Koalitionsparteien. Berlin, 9. Mai. Priv.-Tel^ Blättern sii- ftlge haben vormittags die Parteien der Regie- rungskoalitiou über die politische Lage beraten. Nachmittags ivird ein» interfraktionelle Besprechung stattfinden, woran die Mitglieder d's geschäftssührenden Kabinetts teiln-hmen werden, die die Gesichtspunkte für und wider die Annahme des Ultimatums dar- leyen werdet!. Rach dem „Tagblatt" soll ein ge wtsser Stimmungsumschwung innerhalb der KoalitionSpartcien crkemtbar sein. Im Zentrum habe sich die Zahl der Abgeordneten, die für die Annahme der Londoner Beschlüsse sind, er heblich vermehrt, nur ein kleiner Bruchteil der Fraktion sei gegenteiliger Ansicht. Auch in der demokratischen Partei sollen die Stimmen für die Unterzeichnung der Ententenote sich mehren, selbst in der Deutschen VolkSvartei beginne sich nach dem Blatt ein Meinungswechsel zu vollziehen. In der Sozialdemokratie hatte sich nach langen Beratungen die große Mehrheit für die Annahme ergeben. Tie Unabhängigen seien geschlossen für die Annahme des Ultimatums. Der Wunsch der Vereinigten Staaten. Paris, 9. Mai. Havas meldet aus London, daß englische Zeitungen ein Telegramm aus Washington veröffentlichen des Inhalts, die Regierung der Vereinigten Staaten wünsche, da» Deutschland die Bedingungen der Alliierten annehme. Ter Kommissar der Bereinigten Staaten in Berlin soll die deutsche Regierung dementsprechend verständigt haben. Eine Rede LoucheurS. Paris, 9. Mai. (Wolff.) Minister Lo»- cheur hat gestern in Roubaix einem Festessett aus Anlaß des Jubiläums einer Getwssenschast beigewohitt und in seiner Festrede u. a. gesagt, Frankreich bestreite Teutsckland nicht das Recht auf daS Leben für seine Kinder. Es verlange nur die Pfänder, die es in Zukunst verhindern, ein solches Blutbad von neuem anzurichten. Wir werden keinen Waffenstillstand und kein Ende des Krieges bekommen bis zu dem Augenblick, in dem das letzte Gewehr, das letzte Maschinengewehr und die letzte Kanone zerstört fein werden. Ter nächste Donnerstag ist ein Tag, der in der Geschichte Frankreichs Epoche machen wird. Tic Deutschen werden nachgeben und uns Sicherheiten liefern, die wir verlangen. Sie werden ohne Verzug nachgeben, sonst besetzen die Verbündeten daS Ruhr gebiet. So lange wir keine Genugtuung erlangt haben, wird der Entschluß der Verblendeten unerschütterlich fein. Keiner von ihnen wird von der Anwendung der anferlegten Bedingungen etwas Nachlassen. Die Vertretung Amerika» im Wiederherstellungeausschuß. Paris, 9. Mai. (Wolff.) Der Amerü- kaner Boyden wird morgen wieder in der Wiederher st ellungsffornmis- fion erscheinen und an den Beratungen als offiziöser Vertreter der Regierung der Vereinigten Staaten teilnehnten. RegierungSerkläruugcu im englischen Unterhaus. London, 9. Mai. Reuter. Im Unter» Hause erstarke der Unterstaatssekretär im Aus-" wärtigen Amt H a r m s w o r t h. die Lage rn Oberschlesien sei ungestört, doch tourten ?ln- strengungen gemacht, um die Wiederaufnahme der Arbeit in den Bergwerken zu erzielen. Die alliierten Regierungen seien miss äußerste bestrebt, die Ordnung wieder henorftrflen und die Polizei durch eine lokale R-ckrutt rang $u ftnrfrn. Llond George sagte: Es ist ein sehr unglücklicher Zwischen fall, der ger ade in dem Au g en- blick emtritt, da die deutsche Regierung die Ent- scheiduna in der Entwaffnungs frage trifft. Wir sind im Begriff, astes zu tun, was in unseren Kräften steht, um einen Druck auf die polnische Regierung auszuüben. Der Ausstand in Gberschlefien. Oppeln, 9. Mai. Wolff..' Tre Erregung in Oppeln ist auss höckfte gestrigen. Man befürchtet die Besetzung der Stadt. Leute sollte die Arbeit'in Obcrscble'rm wieder ausgenomtnen werden. Es kam ntxxb nutzt dazu. In Beuchen wurden bie Arbeitswillen von der Arbeitsstätte verjagt. Ernste Rach- rrcbten liegen aus 9h Polat vor. Tie dort kämpfenden italienischen Tiuvren behaupten sutz nock, ließen aler einen Lilseru' wegen Mu: irims- mangels ergehen. 2ln der Siabtgreny ton ."tattv Witz fanden ilernrr Schießereien statt Die Brücke bei Ratibor nurjte wiederholt von den Äufstan- dischen gesäubert werden. Die Lage in &ret hat sich gebenen. Tie AMärdiicken wurden bis Ra- larva zurückgetrieben. , Tie interalliierte ftontnrtffbn nahm bte Frage nach Verpsleaung selbst in bte £xtnb. Es wurden Bervfleguggsausschiüse griübet Breslau, 9. Mai. Wolff.) In Dinden- b^u r a wird die Macht der Polen innrer größer. Tie Beihaftu gm der deutsckg in? trn Errno ner nehmen zu. Ganze Straßen sind von den Polen abgefoerrt Urb werbet nach .veinuutreuei b rch- sucht. Tie :et: ?lns sicherer Cueilc erfahre ich, daß bewaffnete Orgesckleute und in Zivil gekleidete Reii-sivehi "olbaten den Psarrer Trozaek aus Kvnsradt nnd ferner einen gewissen Gruber nnd zwei andere Personen au» Konstadt sowie den alten aebred1 lirfien Greis Szaicazi aus Karlsruhe lfteisOpivlu als Geiseln verschleppt haben Ick : 'b- bis setzt Teilte Gei'rin genommm, weil ick das Geisel nehmen für einen barbari'dxn Brand' .'alte 'Wir haben lediglich Gesänge ne abgesülnt. meld e mit der Waffe in ter Hand abgesagt worden sind Sie werden mmsMich b.hand>-li Ich lasse Eure Exzellenz wissen, daß, wenn die als kriseln genommenen Polen Jlickt binnen 48 Sttmdm, d. h. bis Tienstag den 10. Mai. in ihre Wolnrortt zurückgebracht worden sind, ich am Mittwoch die doppelte Anzahl der angeirljenbücn Teilt schen in den von unseren Trupven besetzten Gebieten als Geiseln in die Gefängnisse absühnm lasse. Die Reichsregierung hat es abgelehnt, mit dem Führer der dlufstän- bischen in Oberschlesien in irgendwelche Verhandlungen einzutreten. Der Funkspruch ist heute morgen sogleich dem deutschen Bevollmächtigten in Oppeln übermittelt worden, damit von dort ans der Tatbestand fest- gestellt und mit Hilfe der interalliierten Kommission die von Korfanty angedrohten Repressalien verhindert werden können. Wenn Korfanty aber behauptet, er habe keine Geiseln festnehmen 'lassen, so muß im Gegensatz dazu festgestellt werden, daß nt zahlreichen Orten angesehene deutsche Bürger von den Insurgenten als Geiseln festgesetzt worden sind und noch festgehalten werden. Von der interalliierten Kommission und von der politischen Regierung wurde die Freilassung dieser Geiseln bereits vor drei Tagen gefordert. Im übrigen wird durch diesen Funkspruch erneut festgestellt, daß die Funkew ftationen der polnischen Regierung sich zur Verbreitung von Nachrichten aus dem Insurgenten lager zur Verfügung stellen. Auch hiergegen ist bei ber polnischen Regierung vor einigen Tagen bereits Einspruch erhoben worden. (Eine französische Antwort. Berlin, 9. Mai. (Wolff.) Die französische Regierung hat auf die deutsche Note bezüglich Oberschlesiens am 7. Mai folgende Antwort erteilt: Ich habe die Ehre, Ihnen den Empfang Ihres Briefes vom 6. Mai zu b?stättgen, durch den Sv* die Güte hatten, mir von den ernsthaften Unruhen Mitteilung zu macken, die in Oberschlesien entstanden sind, und fragten, ob bie alliierten Bc- satztlniStruppen imstande feien, bie Ordnung wieder herzustellen, und mir zur Kenntnis brachten, daß br deutsch? Regierung bereit sei, jede Drrumgtc Hilfe zu leisten. Ich beehre rnick, Ihnen mitzuteilen, baß die übermittelten Meldungen aus deutscher Quelle in tendenziöser Weise die int übrigen bedauerlichen Dorgän-v. die sich in einem Teile des oberschleiischen Abftimmungs- aebietes zugetragen haben, darstellen. Der Grund der Unruhen ist ohne Zweifel zu sehen in den aus deutf.cher Quelle veröffenttichlen Nachrichren, die in unzutreffender Wei'e meldeten, daß bie Alliierten sich entschieden hätten, den größten Teil des Industrie- und Bergwerksgebietes Deutschland zuzuteilen. Diese falsche Melduno hat den Auf st and der Insurgenten entfesselt. Wie dem auch sei, bte Interalliiert« Kommission, bie mit ber Verwaltung des Abstimmungsgebietes beauftragt ist. hat in -*in- nrütv er Ile e et ftvmriDiQ bt*~ e er i ch e i 3Jcqr* regeln zur schnellen Wiederherstellung dec Lrd- mnto und zur Wiederherstellung der Sicherheit ber Einwohner aller Rationalitäten, die in dem Ab- stimmungsge iet w h en, e grif ex. Tte dauerten Truppen haben voll ihre Pfficht getan. Die fetzt einlaufenbm Meldungen lassen eine wefentlicke Besseruno ber Lage in bet wichttgsten Zentren bes Grubengebietes erkennen. Die Interalliierte Kvmmi'sion hat auf ber Stelle bie nötigen Rekrutierungsmaßnobmen ungeordnet. um bte Lücken wieder auszufüllen, die m ber AbütmmimgsrDlizcr burck den Abgang polnischer Elemente entihmben sind. Sie hcn dadurch der Bevölkerung bie Beruhigung verschafft, bie sie wünscht. Vor irgettbeiner ber Interalliierten Kommission von außerhalb zu leistenden Hilfe kann nicht die Rede sein. Zu der Note der französischen Regierung schreibt das Wolffbureau: Die Darstellung der Note der ftanzön- chen Regierung zeigt, daß man in Frankreich )ie wahre Lage in Oberschlesien nicht sehen will. Der Vorwurf der tendenziösen Berichterstattung ist ebenso h a l t l o s wie die Annochrne, der Grund )er Unruhen sei ohne Zweifel in den aus deutscher Quelle veröffentlichten Nachrichten zu sehen. Es wird festgestettt, daß von keiner >eutsch«n Stelle trnd keiner deutt'chen Zeitung vor dem L Mai eine MeLung veröffentlicht worden ist, wie flc die „Cberfdnefifdie Grenzzcitung" am 1. Mai ücröficnilidn bai. Wenn die „Oberschlesisckc Grenzzeitung" ihre Meldung auf Berliner Quellen zurückiMficn will, so ist das *ur ein -plumper I ä n schungs versuch Dazu kommt noch e ü sie Meldung ganz offenbar nichts andere-' t>ar, als ein verab rcdctesZeichen, um ^eit planmäßig vorbereiteten Ausstand ausbrechen zu lassen. Es wird weiter festgestellt, saß eine Besserung der Lage in Obcrschlesten leider nicht eingetrelen ist. Korfaiftv ist nach ivie vor im größten Teil des AbstimmungS' gebietcs Herr der Lage. Nack wie vor liegt das wirtschaftliche Leben in Oberschlesien darnieder. Nach wie vor ist die deutschgesinnte 'in- völkcrung im größten Teil des (Gebietes schutzlos den Bedrohungen der Aufftäudischen aus gesetzt. Die bisher von der interalliierten Kommission getroffenen Maßnahmen haben der oberschlesischen Bevölkerung keineswegs die Beruhigung verschafft, bie sie wünschte. Tic Erregung der bedrohten Bevölkerung ist vielmehr ständig im Wachsen, da die in ter alliierte Kommission bisher nicht in der Logt gewesen ist, mit ihren Madftrnitteln den ge- setzmaßigen Zustand wiederherzustcllen Im übrigen zeigt die Note, daß man in Frank reich jedes Eingreifen Deutschlands zur Resse-- rung der Lage ablehnt. Sitzung de» votfchafterrate». Paris, 9. Mai. (WTB) Ter Botschaf-' tetra t setzte im Lauft des Vormittages die Priv Timg der Maßnahmen fort, die dazu geeignet linb, die Ordnung in Obcrschlcsien wieder herzu- stellen und beschloß, bie Bevölkerung über den kat'äcklichen Stanb *ber Gie zvegulvrung hu ent - tatsäcklick)en Stand berGrc'^vegelungSirage zu unterrichten. Die'elbe unterliegt noch der P^ifung Keinerlei Entscheidung, auch feine Vorläufige, ist bisher gefallen. Ter Botschafterrat bc- scliloß andererseits, einen Schritt bei der polnischen Regierung $u unternehmen, um sie aufzufordern, mit an der Wiederherstellung deS Friv- deus zu arbeiten und sich nach Kräften zu benuil'en, die polnische Bevölkerung zu beruhigen. Ter B,t- fdvftcrrat sprach den veibündelen Truvven für bie bei ben oberfchlesifcken Unruhen bewiesene 5l)alt* blütigkeit, ferne Auerkennnng auS Wallace wohnte der Sitzung bei und teilte dem Botschafter^ rat mit, daß ferne Regierung ihn aufgefortert lobe, seinen Platz unter ben Kollegen als halbamtlicher Vertreter der Bereinigtem Staaten wieder ernzunehmen. Ein Zwischenfall in Oppeln. Oppeln, 9. Mai. ''WB.) Heute vormittag kam es in Oppeln zu einem bedauerlichen 'Vorfall Ein von der Abstimmungspelizcr fest genommener Pole wurde auf dem Transport von ber erregten Menge vor dem Bahntzoi in ber Nähe von FormS Hotel erkannt und tätlich angegriffen. Als er die französifche Patrouille um Hilfe anrief und sitz als Pole zu erkennen gab, machten bie Franzosen ohne weiteres von üfyrexx Schußwaffen Gebrauch tmfr feuerten in die Menge. Ein er lärmiger Kriegsinvalide wurde getötet, d t Personen schwer oemnmbct. In der Sttb entstand wegen dieses Vorfalles neue Erregung. Nachmittags -r'vtzen b f Vertreter der deutschen polittschen ^.w.rtrien in Ooveln folgende BekannHnachmig: Ter bebauet- liche lieber griff fronzösisHer Soldaten heute mir tag vor Forms Hotel veranlaßte die politische Leitung ber deutschen Bevölkerung beim kommandierenden General von Oppeln sofort die Forderung zu erheben, daß französischen Posten das Schießen verboten wird, solange sie nicht mit der Waffe in der Hand angegriffen werden Tiefe Forderung wurde bewilligt. Die Bevölkerung von Oppeln wird aufgefofbert, die fron- zofifchen Soldaten unbelästigt zu Irren, damit nicht wieder in den Straßen von Ovveln deutsches Blut fließt. Ordner mit weißen Binden werden die Apo in bei Aufrechterhaltung der Straßen- ordnung intterftü&en. Deren Anordnungen ist im allgemeinen Interesse Folge zu leisten. Verhandlungen mit dem interalliierten Ausschuß in Oppeln. Oppeln, 9 Mai. ger.be Bekmrnlmachu^: Tri po riifde.; Vertreter der deutschen Bevöl'ecung wurden heute ro.r ber rrrtcralliterten Kvmn i sion ernp an gen Tcm gestern von brr Versammlung gegebenen 2brtrige entsprechend forderten di polittschen Vertreter von ter interalliierten Äoran i'fion, den pftn!schen Aufstand in kürzester Zeit mir rr 7,'amen Mitteln zu unterdrücken und mitzutri.'en, welche Maß- ncchmen in dieser Hrn'icht getroffen worden sind Tre interalliierte Kommission gab ehr ent gegenkomm ende Erklärungen und wies insbesondere darcru/tzm, daß von ivr Trupren. Verstärkungen zur Unterdrückung des polnischen Aufftcnb.s in Orersr^eiien ber dem Bottschafterrrr rn'Paris beorttragr seien. Außerdem gab ft. •"ÜÄi 6*W Dtlauj. wch Pflege ten SödJfmti^ aechraudt toctbnt, hab o hu btt । teitefruu .xrffiadj laerben auch 90 Pfewng I xajken unmöglich wärt, btc Mittel öffentlichen nn^Mhr,,. n k*" U _Z r- !U4U» w urarmTÄScaume annnbrrn- [teilt, kc ^eniralHeiic pk ine Gewette, btt 3trr^<| Aus StaM ttnö Land. GLehen, den 10. Mm 1921. «ngernesiene Sierpreise. tarnt, vatz Der 53W[dia*trrna± den poknrfchm Aut- stand verurteilt tmb bübcnb erklärt hat, datz'Ko r- fanty durch fei er verbreche rischen Au»- stand die Entschlüffc des Obersten Rates mtbt beernslussen taut. aus £>cf(rs Jin Alter bcu ®n5 btt gjÄBfÜ, (ibcnb 7,/> Uhr. Landkreis Ziehen. -»L L. 5**1 — Aus dem Stadttheaterbureau: Ter Tanzabend von öannt« Sore Ziegler am Knnmrnden Donnerstag wird außer dem berühmten ^Radetzkn-Marschl/ und der „Geschichten aus dem Wiener Woü>" ein vollständig neues Programm brrnaen. Tas Orchester wird von der staatlichen Kurkapelle Bad-Nauheim gestellt. — Ta der be- rühmte und hier besonders populäre Gast nach wie vor in der ersten Reihe der modernen Tänz- Koryphäen steht, ist sicher mit starkem Besuch des Llbends zu rechnen und Interefsertten werd« da- Ikt gut tun, sich durch Borbeidetllmg Plätze zu sichern. _ — Tas 2. Konzert der Gustav Bock- ö l i f t u n g beginnt morgen abend 7fr» Uhr zm LtadtthsaLr (nicht 8'« UI«, mu es geiler» in* tümlkb in der Boroespvalnarg hietzi. — Die Hagenbeckschau ist gestern in Greven cin.Ktronen und hat gestern abend bereits 3n itt h*t sich! Str^i ZeiDor ^nrfrnrt 6d M wm 1 jtkti m < rtbai -l br taube* M ^riirjr- int gif $W •BÄffrjfjnjd Stt Ml «mehr, « «firn den flT.dt mid SMifpmt M an den fciHrt imt ffcbrt im »6 Mvm Mfe troei ickimz des IrWitfld «b ins zi Ti Urfmtta w&l de- Mhntg bta Hemden 6üf6änmn «2 8 91. MmBAe Ter Er Cwtfiom b 3ur finanziellen Not der Srziehnngsvereine KkT £S einen: Landstädtchen der Zuschriftfolgende deachicnswerte Medno -r>rnhki! nu gurten. 5*. -fl Seglet S nß Auh'el Schäftung tatter, ge tuW. Sagen m veiMdu. Ans China. Paris, 9. Mai. (Wolff.) Die „Chi* cago Tribüne" meldet aus Schanghai, daß Sunyatsen am 6. Mai inmitten einer begeisterten Menge zum Präsidenten von China ausgerufen worden ist. In seiner An- spräche habe Sunvatsen, nach dem genannten Blatte, erklärt, daß die chinesische Außenpoli- trk unter seiner Leitung sich der amerikanischen Politik mehr als bisher anpassen werde. Ins dem besetzten Siedler. Der höchster Raubmord. fpd. Höchst a. M, 9. Mai. Unter starker Bedeckung wurden die beiden Marok- k a n e r, die am Himmelfahrtstage den Farbwerksbeamten Burgmann in bestialischer Weise ermordeten, ytr Aburteilung nach Mainz, gebracht, wo bereits in den nächsten Tagen das Kriegsgericht des 10. französischen Armeekorps Zusammentritt. Die Un» terfuckstrnL, ergab, daß der Mord nicht, wie man zunächst annahm, mit Taschemnessern, sondern mit den Seitengewehren verübt wurde. 88! sät** »rS * die r»lt»,n w tn N ^,on.Tc te*1: M & Ä 22* L ** stürze Nachrichten und den Nachbarstaaten. _ . 83 Jechren starb in Hausen bet 'Wehm tjefc ©WtC MvNMs^ Mfl i*? Ein Nachspiel zur Lusttaniakatastrophe. Paris, 9. Mai. (Wolff.) Nach einer Neuhorker Meldung der „Chicago Tribüne" haben die Hinterbliebenen der bei der ,Lusi- tania"- Katastrophe ums Leben gekommenen Personen ein gemeinsames Vorgehen beschlossen, um bei der amerikanischen Regierung zu erreichen, von Deutschland die Zahlung der Schaden imb deren Zinsen, insgesamt mehrere Millionen Dollars, äu verlangen. Sie verlangen eine Priorität für fljre Forderungen und den Berkaus der augenblicklich unter amerikanischer Zwangs- Verwaltung stehenden deutschen Schiffe. Der Besuch des japanischen Kronprinzen in London. London, 9. Mai. (Wolff.) Zu Ehren deS Kronprinzen von Japan wurde im Buckingham-Palast ein Festessen gegeben, wobei der König von England und der japanische Kronprinz Trinkspruche ausbrachten, in denen die Bedeutung der Aufrechterhaltung des engtisck>-japanischen Bündnisses im Interesse des Weltfriedens betont wurde. Mr em Ei besagt Höhere Preise sind jedoch bettn Einkauf zur Zeck als zu hoch anrusehen und daher zu beanstanden. Bon der PveisprüfungssteSle für die Provinz Oberhessen wird uns frier,u mitgeteilt, daß diese Angaben surdenGießener Betzi rk nicht ganz zutreffend een. Die erhöhte Nachfrage wegen der Nähe größerer Städte (neben Gießen vor allem Bad-Nauheim und Frankfurt mtb die im allge- meinen teuereren LebenSverhältnisse hätten natur gemäß auch einen höheren Eierpreis zur Folge. Würde für die Gießener Gegend ein Richtpreis von 85 Pfennig festgesetzt, so verschwänden die Eier einfach vom Markte, um in den Großstädten und Badeorten mit Leichtigkeit zu den teuereren Preisen vertrieben zu werden. Ms angemessener Richtpreis müsse bei dem Eierverkauf in den üandorten un'eres Greises ein Preis von 1,10 Mark innegehailten werden. Aus Babenhausen wird gemeldet: Der Eierschmuggel an der hessisch-bayerischen Grenze nimmt von Woche zu Woche einen größeren Umfang an. Da die Eier im ganzen Bayermand und besonders in Unterfranken und im Spessart weit billiger find als im benachbarten Hessen und Preußen, so versuchm gewinnsüchtige Schieber die Eier in riesigen Mengen entgegen dem baperischen Ausfuhrverbot über die Grenze W schaffen, um sie dort zu bebeutenb höheren Preisen an den Mann zu bringen. Man verfrachtet gleich ganze Wagenladungen mit Eiern, um sie versteckt über die Grenze zu schmuggeln. So wurden jetzt auch int benachbarten Stv cksta dt auf der nach Seligenstadt führenden Straße zwei Fuhrwerke angehalten. die mit 23 000 Stück Eiern beladen waren. Tic gesamten Eier wurden bescÄag- nahnck. Die Mitteldeutsche Creditbank Ter Patriotismus des Erzbischofs von Paris. Paris, 9. Mai. lWTB) Der Erzbischof von Köln hat den Erzbischof von Paris Von seiner Ernennung zum .Kardinal in Kenntnis gesetzt. Kärdinal Dubois antwortete in einem Schreiben, in dem er ihr zur Verleihung des römischen Purpurhutes beglückwünscht und itar auf- forbrrt, zur Wiederherstellung des währen Friedens beiyutrugen, indem er den gerechten Forderungen Frankreichs auf Wnüergutmach- img Geltung verschaffe. bat ihre Heim- und Arbeitsstätte in der Jvhannes- straße erheblich weiter ausgebaut, und das mm» ntefrr fertiggestellte Gebäude bietet einer Besichti- gung viel Interessantes. Im Jahre 1906 wurde unter Uebernahme der Privatbankftrma Aron Hei- ch^lheim eine Filiale in Gießen eröffnet, der die Wechselstuben in Butzbach, Marburg und Wetzlar unterstellt waren. Tas damals Ecke Johannes- und Goethestraße im Barockstil errichtete neue hat sich durch die Ausdehnung der Geichäfte und durch die Angliederung weiterer neu errichteter WEelsMben in Alsfeld, Büdingen, Frvdberg, Lauterbach, Limburg und Schotten schon nach wenigen Jahren als zu klein erwiesen. Tie Zahl der Beamten ist in Gießen allein von 25 auf 134 gediegen, mit den genannten Nieder- lassunaen auf ca. 280. Ter Umbau wurde nach den Plänen der Architekten Hans Hahn- Berlin und Hans, Meyer- Gießen, ivelch letzterer gleichzeitig örtlicher Bauleiter war, int April 1920 begonnen und Anfang Mai 1921 vollendet. An dem äußeren Charakter des Bankgebmrdes wurde nichts geändert. Ter notwendige Raum wurde gewonnen durch die Hinznnahme der beiden Ttrektorenwohnnngen im ersten Stockwerk, durch Anbau einer Schalterhalle nach dem Garten zu und Vergrößerung des Flügels nach der Goethe- straße. Von her Johannesstraße betritt man den für das Publikum bestimmten, geräumigen Schalter- raum, der einen Ueberblick über das gesamte Erdgeschoß gestattet. Tie 4 Kassenschalter und 4Wert- pavterschalter, ftomie 1 Kupvnsschalter ei möglichen selbst bei stark m Andrang des Publikums eine schnelle Erledigung. Neben dem geräumigen Trrektronszimmer, das nur durch Glastüren vom Schalterraum getrennt ist, befindet fich ein Sprechzimmer sowie das Sekretariat. Für die beiden stellvertretenden Ti«k- toren sind ebenfalls zwei getrennte Sprechzimmer vorgesehen. Hinter dem Kassenraum befindet sich die geiamte Konb?L>rrent Buchhaltung, an der rechten Seite anschließend zwei große Gewölbe, wo zur größeren tiefer freit Mäntel imb Zinsscheine unter getrennter Verwaltung aufbewahrt sind. Im Zwischenstock über den beiden neuen Tresors hat die gesamte mit der Tepotvertnaltung be- fdxifltgte Buchhaltung Unterkunft gefunden. Dieser Raum ist durch pvei Treppen von der Buchhaltung und vom Efsektenraum erreichbar. Zwei weitere Treppen verbinden alsdann das Erdgeschoß mit d^n 1 Stock, wo sich der Korrespondcnzrauyi, das Schreibmaschmenzimmer, das Wechsetburean, das Zkmttalrevisionsburemt, das Kvntrollbureau, das Stinx'i ckoevarbeitimgsbur^m, die Registratur imb Expedition befinden. In einem geschloffenen Raum ist die Fern- sw-^enttale untergebracht, die 6 Postleitungen, 18 Postnebenanschlchse und 17 Hausanschlüsse bedient. Durch die ^ahlreickien Hausteleplwne ist Vor- orge getroffm, daß das störende Hin und Her- laufen während der ArbeckssUrnden inögliM der- mieden wird. Ein Briefaufzug verrnittell den Verkehr zwilchen Erdgeschoß und Korrespotch-n; 2m Kellergeichoß befinden sich baJ große Stahlkammergewölbe, ein geräumiger ~refor -Ur Awnahntc größerer Mrtgegenstänoe flog nan nte Silberkammer), ein Reservetresor, zmei Sprechzimmer für die Saseskundschast, vier Kojen in deiwn die Kunden mtgestört ihre Privatarbeiten erledigen können imb das Steirerberatungsburewi Xte deftnidx? UhrenaMaaae, die Sicherheits- und Alarm Vorrichtungen für Schalter und Tresore bie- v . Gewähr zur Sichrung gegen Feuers- und Embruchsgefahr. Nacl>ts mich d^Bank außerdem ständig von entern Wachter bewacht Einfach aber gchtegen ist die Einrichimg, praklißch uuo sur daS Publikum und die Beamten die Aiwchnung der Räume. X Hanau, 9 Mai Tie städtischen Körper» schäften hab« betarnllich dcn Van etnei Mainhafens tnei> die Aufbringung pn Mr-lei durä) Aufnahme einer Li leite be schufen. Tie Höhe dieser Anieihe ist aur Iß1/» Mill onen Mark bemefien worden Ein Tei5bttrag btrxr Inlett* (5 Millionen Mark) ist V einet ni4* irren Hübe» LLtznng der Stadti^n» dne en in re hä tnrrmäßig günstigen BÄingungen tegeven worden. fpb. Höchst a. M, 8. Mai. Der Kreistag bewilligte zur Bekämpfung der Wohnungsnot— es werden 3100 Wohnungen benötigt — die Aufnahltre einer ÄnleihL von 5 Millionen Mark unter der Borausset- zung, daß die Gemeinden gleichfalls einen ent'prechenden Zuschuß leisten. — Ter Ver- lu st des Kreis-Lebensmittelamts wurde bisher auf 3943000 festgestellt. [J Mardurg, 9. Mai. Unter Beteiltgmrg von etwa 300 e hemal igen Marburger Jägern, die aus allen Teilen Heffen^Rw'ta^^ und der umliegenden Gebietsteile, besonders cud ITrüti i^en, erschienen wmen, wurde am SamSeag und gctlerx in den S.adhä.'en ein ,,Verein ehemaliger Marburger Säger'7 gegrü. fxt Tnser will durch jährliche „Iägcrtage" dtc Kameradschaftlich- keck unter den ehemaligen Marburger Jagern pflegen mti> ist and» erstrebt, einen Fonds zir Errichtung eines würtrgien Tenbnals für btc gcrafi* nen Angebörtgeu der Marburger JägerbatallLmv in sammeln. hier an bet Sdwfe tä:ig. Tas nnifr* erMUn>rt» ä?4-^en der Schule leiste i^tadt, d e auch bte Untrm,6t5röurae Sy .«w ß te- ** reifte y*Q>r:en Die deutsche Einfuhr nach Mexiko. Paris, 9. Mai. (Wolff.) Nach einer Havas-Meldung aus Meristo ist die d e u t s ch e Einfuhr nach Mexiko in de nersten acht EinfuhrnachMexikoin den ersben acht Pesetas gestiegen. | ?nj5eT rechneten viele Pfleger so, daß sie dreje Kittder mit ihren eigenen erzogen und Nch durch Rücklage des Pslegegeldes einen Spargroschen schufen, was heute wohl nicht mehr mögltch ist. v. Das Einzige, was hier helfen konnte, ist Weckung der christlichen Barmherzigkeit, des Pflrchtbewußtseins, das in aller Herzen gegenüber diesen armen Kindern geweckt wer- den muß- Möyen diese Zeilen dazu mithelfen, daß >tch geeignete Familien zur Er- zrchung die,er Kinder beidenErziehungs- oerernenanmeldep. Gott wird lohnen!" ^crr«.'rvorau-»sagc für Mittwoch: xrarfhg, vorwiegend beöecft, meist trocken, nttla^ südwestliche bis westliche Winde. ^cs Tief bewegt fhh weiter in nordostLcher Richtung. Es sind nur noch schwache Niederschläge zu erwarten. Gestern fielen in Gießen 3,7, Millimrrer Regen. • ** Avrtkiche Personalnachrichten. Tie Anwärterin für das Lehramt an höheren Mädckemchulen Elisabeth EppelsHeimer aus Wörrstadt wurde zur Lehrerin an der Höheren und Erweiterten Mädchenschule zu Gießen unter Belassung in der Kategorie der Bolls, chullehrernmen ernannt. ** Neue Reichs mün-en. Schon seit längever Zeit hat man erwogen, neue deutsche Reichsmünzen auszuprägen. Der Reichsminister der Finanzen hat nunmehr eine Reihe von Künstlern zur Einreichung von Entwürfen zu einem 5-Mark-, zu einem 1-Mark- und 10-Pfemngstück auf gefordert, die bis 1. Juni einzureichen sind. Nach Anhö- rwng einer Sachverständigeni - Kommission wird der Minister seine Entscheidung treffen. Den Künstlern ist die Vorschrift gemacht, daß alle drei Werte auf der Rückseite den Reichsadler und das Münzzeichen, die andere Seite die Aufschrift Deutsches Reich tragen. ** Polizeibericht. Am letzten Trens- tag wurden aus einer Pacttrre-Wohmmg n>rty Itefrerfre, Kleidungsstücke geftotjlen: Ihn • 'Ues, faud'arbiges neues Sommer Gstüm mit r» ßem Futter; ein weißes Waschkleid (Voile) mit einem ovalen Filet-Einsatz; ein graujeivenes Stfeib, Rock aus grüner Seide, Bluse ooja mit grauem Tüll überzogen; ein weißes Kleid aus gardinenähnlichem Stoff und Mei. weiße Offi- ziersfrosen. Ferner wurden in der Zeit von Er.de April bis 7. Mvi ans der mebi;viischen Klinik ein sck;:oarzer Gchiock uns Weste mit ©eibenfnegel, eni kurzer feldgrauer Wafsenrock mit 2 Reihen ^'^is?g^ü!p,eii oh/ie Abgcrchen, eine lange graue Militärhose rod ein schwarzgrauer LodOruMbaug gestohlen. — Aus enter Garte-rhütte unweit der „-schönen Aufsicht" wu den in den ersten Tagen ber letzten Woche incktels Einbruchs ein b aues Waschlleid, eine dun>lolaue, grün gemusterte Trägerstlckicze, ein Manletnener Tarnen rock mit breiter Spitv* besetzt und eine lila, grün und weiß geitreifte Kit.elbluse entwendet. — Dor Aukrm wird gewarnt. ** Die Reichst reu Hand-A krtev- gesellscha f t löst in diesen Tagen ihr Ee?ßener Lager am 'und versteigert freite und morgen in der Zeu Haus aierre größere Mengen mi üäiif-rfxr Gegenstände, wie Feldmützen, Feldflaschen, Lwch» geschirre, Gurte, Stallhalfter, Taue, Kecken ufn>. ** Tegernseer Bauerntheater. bäuerlich ist der sOschle Besuch, denn die Leistungen sind auf ieden Fall vortrefflich. TaZ Dolks- dpauftnel: Aus der Art gcfcfXagcn, schildert das Leiden eines jungen Dorfknplans und feinen Kampf gegen das beorü-Lnde Hirckectrcpoerrspiel armseliger Duckmäuser. Tie Tarsle5lung ist ganz fort von der gefühlieligen Art kleiner Wanderscfunferen, so daß es sich lohnt, einen Wend oen Tegenseer zuzu- frören. Man kann seine Freude haben an eer künstlerischen Leistung der ern-elnen wie der Gruppen. Heute abend wird „Dio Turnback«rin" gegeben, morgen „Almeirranfch und Eiweiß" und am Tonnerstag „Der Meineidbaueckfr Bornotizen. — Tag/Skalender für Dienstag: Oswaldsgartrn, T'/g .Uhr, Eröffnungsvorstellung der Hagenbrckschau. — Katholisches Vereinshairs, 7V» Uhr, Prottstversammlung sämtlicher hiesiger Beamten gegen die weitere Belassung Gießens in der bisherigen Ortsklasse. — Hotel Einhorn, 8 Uhr, Tegernseer Bauerntheater. — Lichtspiellheater, wie gestern. Dentscher Dank an Italien. Wie das „B. T." mitteilt, bat Reichsmrmster Dr. Simons dem italienischen Botschafter Frassati den Tank der deutschen Regierung zu der Halckmg der italienischen Truppen in Oberschlesien ausgesprochen, damit ihn dieser der ckalie» nischeu Regierung über mit tick. G Grün berg. 9 Mai Am der Stre* Grünberg —Londorf in mü dem 1. Mm f01 3w»aar eing?legi uv den. idtXct lag ik-r ?^rgenzug Der um 8 llfrr 'frier eintnrft, bv5 zmn Mcktag All, um ert nach 1 Uhr j-irthf* neu dngdegtt Zug verläßt, wie tor eiihrm x\a»m, GrLck«.; 9 10 imb trifft 9 40 m London em um bm n 10J0 m Lont^n efc* ju'ufrrejt unb W.59 Grünberg roieber zu irreichen Sr-A1*-!3!*- T» dtafme vanb» Xr x* 1 1 * tx-^T Tage m .amgenemmet am-den ,,r rfmerpfrl »4 be- ir h. -rfraupt rraqt. mu»e tx* t anc bnt.t Sttaf e erriet a'>en sich wiche "*rden, nvf.iT als Lehrer Arcka eft Iäger-Q^eck- ■ r hn.vn, die fornaen»on«.a unnb- 2lufeer ibnt rtnb lythöber» , kaffe forme die hiesige Bezirksfparkas'e und bet Borfchklßvercm. f ,. *n- beinrot), 9. Mai. Gestern fand hier die Ver t reter ver samm lu n g bet Krieg er vereine des Bezirks («hrünbetg statt, me recht zahlreich beucht war. Sehr imgern inurte mc 'Jmüc enfri-it des bisherigen BeürkMivrstkfrerS, des Bürgmneiuers Äenft in Grünl^.q, vermißt, der lern Ann aus Gesundhecksrückfi Llen mover- legen Mußte. Bei der Neuwatl wurde der bisherige Schriftführer, Lehrer Rotd n Grünberg, zum, BeziNsvorsteher gewählt WS Gast war der Bonitzendc des BkHirksknegervereins Gießen u»chen wvroen, dafür >rnrd wieder ein kleines Haus an der NkddE Straße erbaut. m Kreis Schotten. d KanIstoß, 9. Mai. Gestern fand bei zahlreicher Beteiligung bet ganzen Umgegend die Einweihung tx» frreigeu Kriege r den k-i A Weiherede hielt bet Skirffrarbfer CöeJtlKfK. ^er Käulstoßer Sängerckrn verschöicke me Feier. DaS Denkmal, das tn Muickellakk aus- gpführt ist, besticht auS einer aus ber Mauer Der -torfftra6e fick erhebenben Säule, die oben von eitrem aus demselben Stein gehauenen ,.eisernen Kreuz" gefrönt ist. ES trägt die Namen der sechr Gefallenen. Der Entwun stammt von bin bet* zeitigen Rektor der Technischen Hochschule in Tarmstadt, Geheimerat Walbe. f. Lauba ch, 9. Mai. Tie neuem<6tete und elektrische Sägemaschine der Gebrüder Rühl ist ktü in vollem Gange Man will jetzt täglich etwa 25 Meter Tuch weben. Im Vorderbau ber Fabrik befindet fich außerdem eine rlrftriicfr betriebene Schwcknüfrle und eine Obst- Presse für den Obstbau. N Laubach, 8. Mai. DaS hiesige gräflich e H v f g u t ist seit nunmehr 50 3 atmen an Bewohner LaubachS verpachtet Bornehlnlich so» z-iale Rücksichten hoben feineryii den wohltätigen Grafen Friedrich lnerxu bewvaen. Von Dietern röfffut soll nun ein kleiner Teil, im Umfang eines klemen Bauerngutes, zirm Zwecke der Selbst' Versorgung in eigene Verwaltung nenomm.-m werden. -ter weitaus größte Teil des Hofgutts soll jedoch weiter an Landwirte unserer Stadt verpachtet werden. MS Gutsverwalter ist, wie wir frören, Jph. Nebel, ein geborener Saubacher, in Ans icht genommen. Der reue GutSverwa'.ta-r soll in den Räumen ber Rentkammer Wohnung er» halten. Die Rentkammer soll in be bisherige Wohnung des KammerratS Bröckelmann verlegt werden. Vessen-Nasiau. Sin Konflitt im Frankfurter Opernhaus. - Frankfurt a. M, 10 Mai. Am Sonntag land rtm Fvyer des Opernfrauses eine Versammlung sämtlicher Angehöriger bei Obernfrauie« (Solisten, Thor- imb Orchester- mitgliebcr und Arbeiter .statt, in ber nach langer Diskussion eine Entschli ßuno angenommen wurde, bteben f.ofortipen Rücktritt be« Opern- frausdirektors D r. 2er t fordert Der ^tiieterat wird demnächst die Oeffemlichkeit über ine Grunde unterrichten, bie »>, ■: iefem ein stimmigen Beschlirn geführt haben. Wie ani Meldungen Frankfurter Matter hervorgaht, sei es schon bald nach dem Amtsan»ritt des neuen OvernhauS- direktors Dr. Lett im Herbst vorigen Jahres zu Difterenzen zwischen ihm und den Solokräfttn gekommen. » mc. Frankfurt a. M., 9. Mar. In- lolae der schlechten Belieferung mit Kok- und schlechten Kohlen ist gestern nachmittag im Elektrizitätswerk eine dreistündige Störung eingetreten, wodurch die Straßenbahnen stillgelegt wurden. Für den Hausstrom mar die Störung insofern weniger empfind»- lich, als schon nach einer Stunde wieder ein- gkichaltet werden tonnte. mc. Frankfurt, 8. Mai. Der hiesige ZoologtscheGarten, einer der schönsten und größten Gärten Deutschlands, befindet sich trotz städtischen Zuschusses in schweren finanziellen Nöten. ES besteht die Gefahr der Schließung oder der Zusammenlegung mit dem Palmengarten, der ebenfalls finanziell laboriert und für den die Stadt im neuen EtatSiahr 150000 Mk. auSgeworfen hat als Zuschuß. Die Zurückstellung der FriedenS- entfchlietzung Knox. Paris, 9. Mai. (Wolff.) Nach einem Kabeltelearamm aus Washington der „Ehi- cagro Tribuns" herrscht im Senat große Niedergeschlagenheit über die Zurück st eltung der Reso lution Knox. Die Opposition sieht tn dem Staatssekretär Hughes und seinem hauptfächlichsben Parteigegner, dem Handelssekretar Robert, ine Persönlichkeiten, die für die gegenwärtige Außeift>olitik der Vereinigten Staaten verantwortlich, sind. Pflegege'.d lodi m Den Hohen Pfle, Tie PrnspiLftmgSstelle für den Kreis Lau a- Vwsse mit, baß vor einigen SS! JS-tj ^«^^idarmrrie an gezeigt winde, die ohne fressUÄeu Wlmbermiverbescbrm ben (Sierfranbel und augrbein in Jlbesfrau en und Um- * . G,a *l de-.n übermäßig >13 5071 110 Mk für bas Stück (?1rr wurden ix>ri*üt* b»- ErV'eS ist beantragt '-Luif.xufeTrn eine SQucrftmie ,'n,TtD?<*nt- rie Berkä ,7ser brr gier tonnten w'ch nutzt ermitlrtt werden De'ck ß«f- , Szmbewr aus bauerfiJm 'betrieben in - gdnnnben etwa 8o 'Vrtme'g füT m gtilf -V W.tem.ia Riodnmt5 "Die Geldentwertung und die mit ihr zu- tammenfrjngcnbe Teuerung haben sich auch s geltend gemacht, das tief dem eingreift, -änilich aA ™ «rforgefürazmeunb 10Kinder In den Säug. ’■*? btr Kinderratzs her* !L.fcC n-TL’L n,d)f m'hr '»4 noch ein wery. »vt unierbnngimi ei.enttofer, armer c5L- J"<*er ftoaus solche L"' S erl Cdtifrroirfjcbaff. (Nachdruck verboten) 12. Fortsetzung T 11. V0N Georgen- Ter Emspruch des Webers £a»(f5orn bei der Firma L G lwßerdem nne ib eint Lb>> 9. Mai. 9* mit-ott imh mdjmittW nn ibtge Styrinfl ^enbo^11 en SausM" liaer entpfin»* be wieder em* Bank- mtb Reiseöurean rn Amsierdam als Dechßefe münze erhalten hatte. Bei einer Untcrfujnuig in dem betref^nben Bureau — einem a'ten, rott» letamten Unternehmt! — stellte es fizh herauf, beb es rot einer Sofe falsches englisches Soltz im Verrate ron 720 augeonrrnen hatte Starr tror Staunen über i-e Frechheit der uxbe* fannten Barte lief* man ierrn Berssel freu der England verlief armer um feinen Siauben an dos englische Gold Dies »ar am 23 unb 24. Ami: pfmti inefe läge, ane die unmirfefbtrr vorder qe^rrfen, waren unter bmkl, SI'*»'«2 Im Sonnt» ine Seriennm» riaer btl unb Dtäxfier' « tM tatge nommtn mürbe, I bei Opere» ordert Dtt sovliMt über tiritm trnftim* eS schon bald n Lremhai^ gen Äbre^. »u N SlDfrältrn i(t -bnis-V au^tmon» £ St trifW®»» ”tial «Wit Soi’ SftÄj-. dmchnlich fe xn ivohllächm . 8)ü bicw. । I, b ömftog ■ xi brr SelbiV itTOTHÄfit wer* 1 fohutd igß rn Äodt ta» er iü wie vir : Anbader, h tsvnval ter PL 9otmima w i dr biixrigt 8mm verlegt rrn»hrung*amt, Abt für Landwirt fckmit ale Äuf- sichtsbehärte die Entsendung des Schiedsgerichtes au'. In erneuter Brranmg hat daraus das Schiedsgericht sein erstes Urteil mit gehoben und entschieden, daß Sch. eine neuer baeue volle — allerdings auf Sofien bei GSbel — versetzen müsse, daß aber das fragliche durch die Feldbereinimm^ dem G. zugewiesene Gelände diesem verbleibe. Nunmehr Schlichtnnqiansschnft der Provinz Oberhessen. Verhandlung vom 6. Mai 1921. Den von dem Detaillistenverein E. V. in Bad- Nrnrheim beschäftigten faufmAnniMm Angestellten sollen vom 1 Avril 1920 an die seit Herbst vorigen Jahves in Gießen geltenden Trnisgehälter gezahlt werden. In der AntragSsache des Arbeitnehmerverbandes des Friseur- und Haargewerbes gegen die Friseur- und PerÜckenmach.'rzwangsinmrng Gießen «ruf Abschluß eines Tarifvertrages waren durch Schiedsspruch vom 14 Avril 1921 die Löhne festgesetzt worden. In erneuter Verhandlung wurde nunmehr, nachdem im übrigen Ucberernftimmung zwischen den Parteien erzielt worden war, über «einige noch streitig gebliebene Bestimmungen ein Schiedsspruch gefällt. Hiernach soll vom 6. Mai 1921 an den Gehilfen für Verkauf von kosmetischen Artik-ln und bergt eine Beteiligung von 10 Pro,, »gewährt werden Nach einer Befchäftigunasdauer von 6 Monaten bei demselben Arbeitgeber soll der »Gehilfe zwei Arbeitstage Urlaub unter Voraus Zahlung des Lohnes erhalten, nach 12 Monaten 5 Arbeitstage und jedes weitere Jahr zwei Tage mehr bis zur Höchstdauer von 12 Arbeitstagen. Die Urlaubsgewährun g ist bereits nach fechsmona- ■tiaer Beschüftigmvrsdauer vorgesehen, weil häufiger Wechsel des BeskfeummigSorteS zur weiteren Ausbildung brancheüblich ist Bei den künftig abju- schließenden Lehrverträgen soll ben Lehrlingen als (EnHdnhinung im ersten Lehrjahr wöchentlich 3M., im 2 6 M. und im 3. 9 M gezahlt werden, den Lehrmädchen 5 M., 3 M. und 12 M. schctftÜesler ber Marburger „Landeszeittmg", Zkn., wegen B c* leibigung durch die Presse 600 ML. Geldstrafe und UrteilspubliSatiou in mehreren Leitungen. Es handelte sich um einen von dem Beklagten verfaßten Arti'el in der „Berl. Volkszeitung^', „Hinter Orgeselts Mvlisstn", durch den sich ber mit der Überwachung einer angeblichen 3imgbcutl d>en •3ufa!nrmei tunst Beauftragte Krimi» nalooerwachtmeistLr beleidigt gefühlt hatte. jm, simd bri Umgrgntb^ t «rstlichser AuS dem Amt-verknndi-nnqsblatt. •* Da S Amtsverkündigungsblatt Mr. 66 vom 9. Mar enthält: Aenderungen m der ibtfanverft< erwtg — Da eiwerkichr zwi chen unbesetztem ir b befehtem Gebiet. — Döchstv eis für Mehl und Voot. — Impfungen gegen Schwein c« uotlmtf Impfungen gegen Sihroeiwerot- 4auf. Seit ba.t 1. Mai ist der Lchweinervtlauf •feine enr^>ibiaimg*t>fli(f) t« Seuchr mehr. Es sind damit amb die amtvfien Impfungen gegen liefe Seixte bdetigt Bvrläusri ft-b jedoch die angemess en Schweine der amtlichen Jmpsurig ju untergtdten. -Aauntf o M r,'z«ront- Men, b^r 1 der Me neue Iochnüder im Verte nm M?X) JÄT. ben Spuren im Hofe arbeiteten die IFi .bretter in Gummischuhen und fuhren in ber Richtung nach Bct^raUlKmien mit brt R dern weg — Tie viel umnwrbeie S-lnll stelle i.t stsso 5herbach ist a" den Lehrer Willelm Ra'ewm in Heisters, RYrV Lauterbars» vergeben morbk-n. — Tie streisbauern- ubaft des Streiks Vieden kod' >it in ftrer gestrigen Bert aeferversamm lung rirmmmtg I tfdiai (en, twe Zadlirng des geho benen ^iadfrfwftrt Ajm gtintwn^xnff^xfbt imig ds van 43 Mk. pro S türk Rintwieh nach wie vor w verweigern — Zwischen Bornheim und Biebesheim stieß ein stiten-- lafeizua mit einem Lastkraftwagen aus Mainz zusammen. Ter frraftroaaen geriet faVrt m Brand, wobei 'her Wttnvr schwere Brandnvrden erlitt. Ter Begleiter feinde sich redAeitn durch «b- springen retten. — Tie Eilendaknchi?bftüble in Slein-Auheim, deren Aufllarung seinerzeit viel Aufsehen erregte, haben nach und nach zur Berfxrftimg von etrva 20 Personen, Tiebc uht> Hehler, geführt Einige Hehler versuchten, da-' Tiebesgut beiH'c ju ftMfren, tnbem sie & Mft Wagen mit Tung zudcckten und aus dem Felde vergrudai. ntö 7b!1rj, \ ker fick» in verschiedene:!, nicht ngher feGtalte f in len Fällen „gut bewährt" "hatte. Ter Brtcj, ;er an Len Rcdrkoeni der Zeirung gerichtet war, hatte btc Form einer Heraus-orderuug, halb an ke Polizei, halb an fee Verbrecher — Höne ich, schrieb Mr. ÄCBboji, fee HilfspsrLel, die der Die AüftLndiffkett in Felüdereinigungs- ftreitiMkeiken. nn. Tar mstadt, 9 Mai. Eine Entscheidung von gnmbiür-hdyr Bedeutung wurde gestern vom hessischen Verwalttmgsgerichtshof gefällt. Ter Ölii* I ^ord der Konrad schevo X. in ^Sohl-Gons Voglen gegen ben Dtth. 0Äbcl I wegen Jfenuxten;fo::ilrfted. Bei der Feldberei- ttigung bet Gun-ttche Pohl<>)Sns hatte Göbel als Gntschädnttmg für verschichene verlorene Gär- tut ein bittu hinter seiner Scheune gelegenes Gelände erhalten. Gegen diese Zuteilung erhob sein Nochar .4 Schepp Einwendung, die das Schiedsgericht auf Grund der Angaben des Schevv auch anerfanntr. Nunmehr stellte sich aber heraus, daß das Schiedsgericht seine Entscheidung auf Handel. Berlin, 9. Mai. Börsenstimmungsbild. Die Börse raffte sich auch heute nicht zu einer regeren Geschäftstätigkeit auf. Gleichwohl kam für Jndustriewerte eine Aufwärtsbewegung zum Durchbruch. Einerseits regten Kapitalserhübungsgerüchte an, so für Phönix und Rheinische Braunkohlen, andererseits wirkten die Besorgnis vor einer weiteren Entwertung der Mark und das Anlagebedürfnis im Zusammenhang mit der andauernden Paprergeldvermehrung als Haussefaktoren. Valutapapiere spielten aber meist nur eine untergeordnete Rolle. Schan- tungbahn allerdings gewannen 13 Prozent. Baltimore zeitweise lebhafter umgesetzt und wenig höher. Mexikaner zogen bemerkenswert an. Am Markte für festverzinsliche Werte stiegen ungarische Anleihen weiter 3—4Prozent. Oesterreichische Renten hatten geringere Gewinne zu verzeichnen. Deutsche Anleihen behaupteten chren Kursstand. Am Devisenmarkt führte die lebhafte Nachfrage zu einer nicht unerheblichen Steigerung. Oetzliche Devisen wieder lebhaft gehandelt. Frankfurt a. M., 9. Mai. BSrsen- stimmungsbild. Die Börse bewahrte ihre widerstandsfähige Haltung. Das Geschäft hiell sich allerdings in sehr engen Grenzen. Bon Auslandswerten zogen gegen den Stand der Mittaasbörse Deutsche Petroleum weiter an, 795—800, Mexikaner konnten ihre erziellen Höchstkurse gut behaupten. 5 Proz. Goldmexikaner hatten lebhafteres Geschäft. Ungarische Anlechen fanden weitere Beachtung. Im freien Verkehr begrenzten sich die Umsätze auf wenige Aktien. Lebhafte Nachfrage bestand für Deutsche Maschinen, 310. Niedriger genannt waren Benz, 181, PH. Holz mann, 264, Julius Sichel, 570. Montanpapiere waren wenig verändert. Harpener blieben fest. Riebeck Montan notierten 499, Ehemische Werte ruhig. Für Goldenberg bestand zu erhöhtem Kurte Nachfrage. Der Kassamarkt ber Jndu- striepapiere lag fest. Lüdenscheid Metallwaren 540 zogen 6 Proz. an. Lokomotivf. Kraust fest, 408, Deutsch-Uebersee gewannen mit 1208 11 Prozent. Schantung, 550, ebenfalls 5 Proz. höher. Elektro Schubert, Bergmann, ferner Chemische Rütgerwerke schließen höher. Die Äbendbörse konnte chre feste Haltung bis zum Schluß erhalten. Frankfurt a. M., 9. Mai. Getreibe- marft Tie Derisenprei e fdxmm and) Hute auSscklaggtbend au) bk Preisentwicklung zu inn. Tie Srimmwig am OkireibemarFt war vorwiegend fest, die Preik gegen die Vorwoche iervegierungerat Kienberger, fnHt die z've.te Entschnduna des Schiedsgerichts für mast- qcbenb und die Klage des Sch und K. für un» Herr Werftei wurde zuerst in CiPtb gefehen. ws es chm gelang, eine xxxdrcdMicrg nur einer randvoll falber f^m.-n en ux .c^bxn: \<- vor die Sarbe entdeckt muibe. war er in fernem tute aus der Stad: Dendnm: ben. TieSma! war rebod» bie Spur fo deutlich, als man nur nnorscftm ferrme. und fornn es Herr» Werste! auch an seinem Wege gelang. iu»d> nritete □ober b Pt und aninErm.TtiT, ururbr er doch, nnr es zu erwarten rear. baS* festgenommen Es nxn d e Polizer ut Ärminster, fer bk Eir-e tzafür ge?ü rt. B-'- der Ankas-unq zeigte es JU v ba» er 've.nger als fünf kleine 3tof^«6hen .xmjtcc bei Öen Banken üHid^en Sorte voll ,a.scker Soreeetans b:i st cd trug im ©efamtbetia.'e von efuxi 30G Pinnp Endlich schien man al io einen ber ix-ffhrcr ö r Bande gefangen zu haben, ber Jubel in ber Pr.u e war grotz, um so mehr, als ber Arrge.alrene ern Deutscher war — aber von kurzer Dauer. Denn i» lleberelnsummung mit Herrn Werftels tn*m* hoff auigei-'oraircnen Versickerungen efgle es itd>, fest er ein rrtder deutscher 5pjr:3mmn ipjt. her zu feinem Vergnügen im Auckr durch torvu stchr und selbst ein Op er ber Verbrecher gemjrbert war, da er die betreffenden Gilbsäckchey in eurem berechtigt. Tas Bern»altungSgericht entschied: Der Komvetenzkonflikl wird für begründet erachtet und die llnzulässigkeit des Rechtsweges ausgesprochen. I Ssili» Weste ötmeöferer brt Crtr*. Buitmermtxtier Her-, Grund mtrii irrt — Nacife m erst in voriger Loche m etxni batte. Auf ! vchnvarengeschsst echt stinbruchsdieb'tahl versucht moibrn mar. wurde ein sollt ^r ix d r Xfcrgangnvrr Nacht in der wch Nä^ mfedvirilxi' b*wig non «. Äestchmipr fee» aus- «eführt. öaWetrlid) bannen irebrere Xu < «aitotnmcn in ben Laden und staden vier anu Frankfurt a. M , 10. Mai. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 7. Mai. 9. Mai. 91915 920,95 Börsenkurse. Berlin 176,50 157, 458, 447 182, 219,50 400. 157,25 7,67 1^2 10.5. Schweizer Ironien 7.5 77,53 100 3FL 100 Mk. 240,50 561,- 179,50 15,68 93,65 34,21 100 100 100 1 100 660,- 496,- 413,50 9.5, 77,50 59,20 88,80 117,80 88,83 117,88 97,8) 272,- 635,- 490,- 409,50 283,- 7.5. 8,55 4,27 8,50 108,75 6,60 845,- 7,28 18,25 1,45 9.5. 8,37 4,17 149,15 841,85 268,80 67,32 551,60 146,15 338,05 263,30 66,19 550,55 9.5. 77,50 70,- 71.- 68,40 180,- 291,- 244,- 211,- 186,- 176,- 156,75 15,72 93.3-> 34,29 Ar. Ar. r L. 143,85 341,15 268,20 67,18 550,40 Ar. Ar. Ar Sh- 427,- 290,50 310,25 455,- 284,84 272,25 648,- 493,- 413,— 280,12 237,50 540,- 181,12 539,- 219,50 74,30 399,75 16,73 16,77 91,40 91,60 82,96 83,04 ILrich . . . Amsterdam Kopenhagen praa.... Stockholm. Wien. . . . London . . Frankfutt _____ Swlust. Abend- Schluß- Schlust» KurS Kur- Kurs Kur- Wechsel auf Holland ...... Deutschland Wien . . . Prag........ Paris ........ London Italien ....... Brüssel Budapest...... Neuyord....... Ägram...... . . Bukarest...... 7. 5. 77,50 70,- 71,50 68,40 180,- 291,- 244.- 211,— 186,- 176,- 156,75 152,- 427,- 290,25 310,25 455,- 284,84 272,10 648,- 493,- 413,- 280,12 237,50 540,- 181,12 539,- 219,50 74,80 399,75 199. — 8^25 1.475 7.80 46.45 22.38 28.75 46.45 2.90 661.- 4.05 9.30 Datum: 5 •/, Disch Anegeant. 4 •/. Disch. Beichsanl. 3 •/, Disch. Aeichsanl. 4 • n Preuh Aonsols Darmslä^ter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschast Dresdner Dank. . . Nationalbank s. D. . Mitteld. Credilbank. H..Am«rik Pakets. . Norddeutscher Lloyd. 200.30 8.375 1.325 7.825 46.10 22.46 28.60 46.- 2-85 563.- 4125 9B25 . 100 Fr. - . 100 Ar. =■ . 100 $ = . 100 Ar. = . 100 L = Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: 4e/e Hess. Staxxtsanl , -, Elektron Griesheim. 398, Amperdam. Aotterd. 2340.15 2344,85 2386,60 2391,40 Brüssel-Antverpen . 550,40 551,60 540,40 551,60 ffbriftienie 10)6,45 1018,55 1033,95 1036/15 Aopenhagen 1196,30 1198 70 1208,75 1211.25 Stockholm ....'. 153f«,95 1543,05 1578,401581,60 Helsingfora......145,85 Italien........ 338,15 London ....... 262,70 Neuvork . 66,05 Pano 549,45 Schmeiz. 1178^01111,20 1193^801196^20 Spanien . . « Dien (alte«). Deulsch-Oesterr. Doch Guhstahlwerk . D.-Laxemb. Bergw.. 293, pr« - -...... Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . (Selsenkirch. Bergw. . Harpener Bergbau . Oberschles. Eilend.«D. Oberschles. Eisenind. . Phönix.Bergb.«Lkt.. Bad. Anilin, u. Soda Höchster Farbwerke. Elektt. 21. E. G Sch ackert« Wer Ke. . . Felten.Guilleaume. . Daimler ...... Bud.« Eisenw.« 2lkt. . Adlerwerke Saturn: 1.7 !r. . . . Fr. 125,10 Fr 125,40 .......$ 23,80 Züricher Devisenmarkt. 7. 5. Märkte. Frankfatter Schlacht- und Viehmarkt. Fpd. Frankfurt a. M., 10. Mau Aut dem gestrigen Pfingstrnarkt, ber von 167 Ockfen, 62 Bullen, 794 Färsen trib Kühen, 3L6 Halbem, 124 Schafen und 1037 Schweinen beschickt itar, zogen die Preise mertich an Alle Stftiwe wurden bei lcbhaileliem Handel schnell geräumt. ES fliegen fee Preise für Ochsen um 75, für Suiten um 50—75, für Färsen ur.b StÜEfe H 100, für Kälber fogai rxm 10Ö—150, für Schot.' vrm 30—100 unb bet den Dchvernen um >50—100 Mark gegen fee letzten Preise. Es wurden besah'i für ben Zentner Le^^rdgcwickL Ochsen: rotl- ileischiae au5gemä|'iete 775 bis 875 Ml., jüngere 650 bis 750 Mk., mastig genährte 500 bis 600 Mark; Bullen: yoflflrifdige ausgewachsene 6.LU bis 725 Mk., jüngere 603 bis 650 Ät, geringere 500 bis 550 Mk. Färsen mib Kälber: voll- ileischtge Färsen 725 bis 825 Mk., vollsleffchrge \Yffhe 700 biS 775 M7., mastig entwickelte 400 bi3 700 Mk., geringwertige Ware 200 bis 300 Mk.; Kälber: fkinfte Maftkälber 800 llbis 900 Mk , mittlere Tiere 600 bis 750 Mk.: Schale: bessere Tiere 550 bis 600 Mk., germgere 400 bis 500 Marl; Schweine: nvcküeiscfeZe unter 80 3figr. 1100 bis 1300 M, ron 80 #fgr. an 1350 bi? 1400 Mk., Sauen und 65er 1250 bis 1350 All 2cjflanb Portz ;ur Berfügimg fielen, wüitze ich aus fee ®ewfe fen, grostsprecherisch M erscheinen, zu behaupten wagen, tzotz ich mechc ausrichten fönnte als ihre Tetektivs Wie ter §«che setzt hegt, steht fee 29ofe:*5rt der Nation mu bem Spiele, urch so will ich tvvtz mevr-r begrenzten Nesiourcen, gegen fee Verbrecher ton geben. — ^Mr Ken mm nm of’enLar Irländer.) Und habe kl> sie binnen emrr Woche nicht gefaste oder ber Pr>lftei gerügerAe Anhaltspunkte zu 5n*r ter* urerhtne gege'm, dann verzichte ich für me Zukunft flänili* en mewee heutige Leben^mhn als Teteftfe. Man lebte herzlich über Mr. AenvonH u* lantefebe D«chkevei. aber ließ sich fetei doch bis ’n em?m gewissen Grade »m ihm tmöarrren und leüNjfe. iem* LiegeÄnlletins abrVwIrten. UtO barte Mr. .tzennvn den Knfefamtien Verbrechen den Hanvftfech hrngewIrsen, so sah er bald, k»tz sie seine Herak^wrterung «ngeramnnen hatten Ter Zjmuibenb des 26 Äffn-il wurde ihr Austerlitz im rkampfe gegen die Gesellschaft Sn biefem Tage wurden in &rbort, ror einem bis zum «deren Ende, ron (Saling les WiteckoP-l. aan Ep>m bis Hendln, nicht nx- moer als emteuftrü^iveihundertzechn Pf^rtz in faHdien Müinen und Noten ausgegeben. GkliyvV alter Art wurden gebrandschatzt. Tabaftrafuat Dars m erster Linie, wtr govvhn.'ich, aber kerne Kategorie tarn zn kur;, und die General-Agenttrr VSckerttsch. — Salier «xi Ttctr», Da s Volk wacht auf. Dritter Roman ber Tritegie „Ein stttlk wacfe auf". Vertag txxi .Iftert Langen in München. — Mit dichterischer JCrtyartra:! m gibt Mols »ms hier ein Bi2» deo bnusche^i WW T: der 3dt der Schmach tw>r mehr als bunben 3abrat, — wirklich des ganzen deittschen tn offen Lagen m* Zdiditen, aTUm Ständen imb Berufen und affen SJc -er&iltrm — Adolf Erik Freid von Nordenskiöltz, Die Umsegelung Asiens und Europas auf'der Bega. Volk?- unb IrxrrnbMiSgafe ok< Band9 ber Sammlung ..Reisen irtb Al»enteuer" BrockdauS'Verlag. Leipzig iWebunben 12 Mk — fiükibre Erlebnisse groster Männer findet man in be.‘ bei BrockhauS in Leipzig erscheinenden Samm luna „Reisen und Öterrtnirr" in guten, mit vielen Bildern und Karten ausgrNattrrot fluiSgaben zu billigen Preisen DoS 9. Bändck'CTt crjäMt uns ton der abenteuerfirfon Jährt der B^ga, aui ber b.i berühmte schwedische Polarforscher Nordenskiöld bk feit vielen Jab hundennt gefuebtv nordöstliche Durchfahrt von Euvopa nach China gesunden bat — Rudolf Lünü. Ter Tütoel (lauben- gefchichten). Heinrich KahlSdorf. Perlag, Eberbach am Neckar. (8 Mk.). Ter Verfasser tft ein jüngere® Bruder von Hermann Löns und diesem geisteZver nxnrbt. Die fünf Schilderungen bringen seine Be« obachtungen aus dem Leben ein^lner, teilweise verschrobener Haustauben. Er dichtet nichts in dir Iterfctlc hinein, sondern le^t sie aus und versteht es, Tiere und Vicnfrfrn tn feinem Spott und warmem Scherz in Vergleich zu stellen. (In einem Teil der Auslage nneberfelt.) Die Regiemng^Krise und das Entente- Ultimatum. Berlin, 9. Mar (Pnixtttelegramm.) In den Montagblättern wirt» bervorgelvbeii, baß es bisher nicht gelungen ist, eine dnheittidx e> teil ung- nah mc der Regierungsparteien zur Frage der Annahme oder Ablehnung bei Ultimatums der Entente zu erreichen. Während bu* „Mvntagsposck' fchreibt, dast nur das Zentrum für die Annahme des Ultimatums fei, sagt der „Berl. Lvk.-Anzeiger", auch daS Zentruntsei nunmehr für ein energisches Nein. Ter ,,Montags pvst" zufolge wäre eine Aenderuna in der Stellungnahme der Teu t sdien Bol kSpa r tet und ber Temokratischen Partei zu erreichen, wenn gewisse Sicherheiten durch Ev- fiäamgcn der Miierten geboten würden. WaS die Perssnenfra^ bei der Lösung der Kabinettskrise anlangt so heben beite Blätter hervor, datz eine lkandchatur StresemannS wieder in den Vordergrund getreten ist. Frankreich geyen Ginsreißen her Reichs- wehr. Parts, 9 Mai. (WTB.) Havas Wte der „Matin" aus Berlin erfahren haben will, habe der französische Botschafter in Berlin beim deutschen Auswärtigen Amt einen Schritt unternommen, um der deutschen Regierung vorzustellen, daß jedes Vorrucken der Reichswehr in Oberschlesien von Frankreich als ein Vergehen ge- aen den Versailler Vertrag ange« sehen würde. Das gleiche Blatt läßt sich aus ffiat- sckau melden, daß eine Entspannung in Ooerfchlesien nahe bevorstehe und mal auf eine sofortige Wiederherstellung der Ruhe rechnen könne. Kundgebungen in Warschau. Wars chau-8. Mai lDTB) Gestern abend fand auf dem Thcoler^atz eine von mehreren Tausend Personen besuche Bersaukmlung ter v o fe Nischen Sozialistischen Partei statt, fcr ter die Smnpatfee fÖr den Aufstand in Dber* schlesien unb der Wille, ben letzten StutShx>men für Oberschlesien $u vermiesten, funbgetan wurde. Im änfdilufi daran tourte ein Utr^ug ferrch die Stadt veransttcktet. Ebenfalls wurde vor bem Schluß Belvedere eine Stuben ttnherfanTm l intg ab gehalten, bei ter Kundgebungen für Oberschlesicn beschlossen und „Nieter mit Deutschland!" gerufen totrtbc. Kommun Men kämpfe in Paris. Paris, 9 Mai. iWTB) Anläßlich tef, gestrigen Manifestation ter .stomnnmisten gegen den Krieg ist es auf ter Rückkehr der Ko mmu - nisten nach Paris gu Zusammenstößen mit ber r epu blikanis chen Garbe gekom^ men. Nach dem „Petit Paicksien" wurden zeW Polizisten und Gardisten verwundet. ES wurde mit Revolvern ae, chosstm und Steine gegen die Polizisten geworfen. Ein Pvli-ist ist rot 2krfe tegamg gestorben CS wurden 20 Berhaftimgen •jorgmrmrrncn. Toch wurden mir drei Personen tn ter Haft behalten. Irr „Popnlaire" spricht von über 50 Berwunbeten. Eln Besuch des Kwnprin^n von Japan in England. London, 7. Mai. Wvlsf.) Der Stton* prin r von Japan ist an Bord teS >lTie«p^ schisteS .Fatori" in PortSmonth eüigetttnw Bei ter Lckunft m England richtete et «ne B<>t schäft an die orftische Nation, in der er sich in Lobeserhebungen über Engllmd ergeht. ter T ' ^Zmtton-Geseffschaft in Cpurb Street schrie urch dem Butte des BerbrecherS zum Himmel. Um halb drei Uhr fand sich dort in ll-ber- einfiimnunig mit einer früher etngetrjf'enen Mitteilung — atq 'Papier mit Hositempel — fein Geringerer ein als Lord Randolphe Caxttm. b'r vertraute fVretmb des Königs, eine der bekanntesten PersS-nlichfeiten der Hauptstadt. Isen b m artig dienernden Tireklor gefolgt, besichttgte er das Autologer, wSl'l'e einen gntexn roci&en LimousiiU'. nxigoL und erlegte kontant eint Anzahlung von 200 Pfund. ..Sie wundern sich vielleicht, — sagte et lärhelnb —, daß ich bar bezahle. Wer wie Sie rielleicht aus ben Zeitungen wislen, habe ih die Gewohnheit, meinen Namen aui einen Scheck ju setzen und selten auf etwas anderes." Man lächelte devot über Lock» RLmd^lvhes aimables Wessi; dieser unterzeichnete frontrokt llrach dem der Rest des Betrages, wenn das Auto entsprach, nach einem Monat erlegt werden sollte) mit seinen Initialen und ftthr tenrn fort. 3nxi Stunden svättr stellte es sich heraus, baß sämtliche 200 Pfund falsch waren, und bei näherer Untersuchung, dah Lord ffajfrm, festen Eigenheiten em ständiges Thema bet Witzblatter waren, an diesem Tage feinen Fuß vor die Tür gesetzt hatte, sintemalen besagter Fuß seit I4 Stunden fdtoer ver- R®”5* war. (Fortsttzung fffgt) Einige wein Hagenheck Gießen, Oswaldsgarten Honte 7*/. Uhr abends: Eröffnungsvorstellung 2 Morgen Mittwoch Je Vorstellungen Sa nachmittags 3 Uhr und abends 7'/, Uhr In der Nachmittagsvorstellung, die genau wie alle anderen Vorstellungen den gesamten unvergleichlichen Spielpl&n bringt, zahlen Kinder ■__.. n ■ halbe Preise. Donnerstag 7'/, Uhr abends: Abschiedsvorstellung Der Name Hagenbeck bürgt für ein den vorausgegangenen Vorstellungen durchaus ebenbürtiges Programm. Vorverkauf ab 9 Uhr ununterbrochen an den Kassen und bei Die Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Verwaltungssekretär Christian Rau und Frau Emilie geb. Listmann Diehen, 8. Mai 1921. Platin-, Gold■ u. Silber- Gegenstände kauft »n zu höchsten Preisen Erich Beyer Juwelier Bahnhofstraße 1. la Maschinen 1921. sind von heute ab laufend zu haben Tagespreisen 5201 Dietzen oreie Ö870D Leihgestern, Station Großen-Linden Dietzen, 9. Mai 1921. 58«! 53481 MWlimg taiiMillig sofori gesucht. 5375 5305C Behördliche Anzeigen Telephon 1682. 4221c Dietzen, den 9. Mai 1921. 53478 Tcr Oberbürgermeister (MebeoSmitttiamt). la | Kaufgosucho | 3 leere Bi 070« nach- 07020 Ringofensteine Vollklinker I Gebrauchsiertine Strickmaschinen au kaufen g--sucht. Schr. Ang, u. 07007 o. d. G. AnA. Mollke8lr22'Feni8pr.l669 l Qualitätsware ä V zu billigen W. 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