nr.r 'Der tzietzenn iwjefaer »rscheint täglich, außer Sonn« und Feiertags. lUoMettidfe üeuioprdfe: -fjih. 4.25 einschl Träger, lohn, durch di-' Post Mb. einschl. Bestellgeld. Mit.Sport Umschau" Md. 5.50 einschl Träaer- lohn, durch die Post MK. 6.25 einschl. Bestellgeld. Fernsprech. Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Der lag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Kietze«. postswe-Nanto: firanffiirt a. M. HM6 Erster Blatt M. Jahrgang Montag, sO. Januar Q /\ Anu-qme von Anjetgen ▼ Pv W AZ für die Tagesnummer bis GlehenerAnzelger ■ General-Anzeiger für Oberhessen AM vruck ttnö Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch unö Zteindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftrstelle und vruckerei: Schulstraße 7. sämtlich in Dießen. Englandfeindliche Stimmung in Amerika. Aus Neuhrk schreibt uns ein gelegent- ,cher Mitarbeiter: In Amerika macht sich eine immer lebhaftere Antipathie, ja feindselige Stimmung. gegen England bemerkbar, deren Ursprünge weit hinter das I ZkrieaÄahr 1914 zurürkreichen. In den zwei letzten Jahren (ft sie derart heftig geworden, daß man in ihr geradezu ein politisches Problem von weittvagmder Bedeutung erblicken muß. Es ist bezeichnend, daß z. D. in der letzten Woche in Neuyork einige blutige Zusammenstöße vorgekommen sind, weil ba-5 Publikum über die englische Flagge laut sein Mißfallen äußerte. In einem anderen Fnrie versurlchen etliche taulenb Leute, die einer zu Einen des verstorbenen Bürgermeisters von 5ork abgebaltenen Gebäcktnisfeier beigewobnt hallen, ein' Klubhmls zu stürmen, xruf dem die englische Flagge webte Tie, an und für sich schon »esnannke, Situation wird durch das oft taktlose Verhalten der Engländer, der diplomatischen Vertreter, besonders aber der Journalisten, noch erheblich verschärft, die sich über derartige Vor- fläng? einfach hrüwegsetzen und es an Rückricht- vabuic für die Empftirdimgen des amerikanischen Volkes fehlen lassen (seit dem Ende des StricgeS, in'dem England, Japan und Amerika eine Art von Welthegemonie erlangt haben, ist England für den/ Amerikaner wirtschaftlich rote militärisch, der schärfste Rivale geworden, und dies feindselige Gefühl hat sich anläßlich der i rrs chen Frag? noch erlEick* rerstärkt. Man darf ’hidst vergessen, daß ungefähr 20 Millionen Bürger irischer Herkunft in den Vereinigten Staaten leben Rur so sind vom strikten internationalen Reutralitätsstandpnnkt die halb ofn*-teilen Svmpatbiekundg?bungen für Irland zu erklären. Das gmg so weit, daß im Kongreß ein Gefetz eingebracht wurde, man möge eine konsularische und diplomatische Vertretung nach der irischen Republik entsenden. Die Versuch: des Präsidenten der mfdjrn Republik De Valera, der vor einigen Monaten in Amerika weilte, den Präsidenten Wilson zur Anerkennung der irischen Republik zu beweg-n, sckxnnen erfolglos geblieben zu fein; es hat sich aber ein Komitee, bestehend aus den hervorragendsten Amerikanern gebildet, das die Situation in Irland einer genauen Prüfung unterzieht, und auch britische Vertreter zur Teilnahme aufgefordert hat. Ein weiterer Grund der gegenwärtigen amerikanischen Mißstimmung gegenüber England ist die allgemein verbreitete Ansicht, daß England sich im Friedens vertrag den Löwenanteil an der Bente gesichert habe. Tiefe Mißstimmung äußerte sich besonders lebhaft in einer Konferenz der amerikanischen Petroleum-Gesellschaft und anderer an der Oelfrage Interessierten, wo man energisch dageg'n protestierte, daß während sich England über die meisten reichen Oelländer des fernen Ostms ein Mandat verschafft habe, es Amerika mit einem Mandat über Armenien ab.zusp'isen versuche. Richt zuletzt ist man in Amerika darüber verärgert, daß England in diesem Jahre 6 000 000 000 Tol- far auf seine Ftotte verwendet, von seinen Schulden jedoch, die über 4 000 000 000 To klar betragen, nichts zurückgezahlt Tat. Die Regelung dieser Angelegenheit wird Aufgabe der neuen Regierung fern. Man darf aus Ine weitere Entwicklung der englisch-amerikanischen Beziehungen, die Ueker- taschungen keineswegs ausschließt, äußerst gespannt fern. * Amerikanischer Kredit für Deutschland? Berlin, 8. Jan. (MTB.) Der „Vos- sischen Zeitung", die kürzlich einen Bericht der „Morning Post" über Verhandlungen brachte, vic wegen Vermittlung eines Kredits an Deutschland in den Vereinigten Staaten stattgefunden hätten, wobei der deutschen Regierung die Absicht untergeschoben wurde, sich der Amerikaner zu bedienen, um den Schuldzahlungen an die Entente zu entgehen, wird von zuständiger Seite mitgeteilt: Mit W. W. Brauer haben allerdings wegen Vermittlung eines Kredits seitens der War Finance Coorporation an Deutschland für den Bezug von Rohstoffen und Lebensmitteln aus den Vereinigten Staaten Verhandlungen stattgefunden, die bereits längere Zeit zurückliegen. Daß Brauer ein Vertreter der deutschen Regierung ist, ist nicht richtig, ebensowenig daß die deutsche Regig- rung verlange oder verlangt habe, daß bei Zahlung der deutschen Schuldbeträge an die Entente die amerikanische Anleihe einen unbedingten Vorrang erhalten müsse. Dieses Verlangen geht vielmehr von amerikanischen Kreisen aus, die diese Kreditprojekte bearbeiten und naturgemäß das Bestreben haben, die Kredite möglichst mit Vorrechten aus- zustatten. Die deutsche Regierung steht diesem Verlangen aber vollständig fern. Streik int Industriegebiet. Berlin, 8. Ion. Blätterrneldunre-i aus Essen zufolge ist gestern die August Thyffen- Sütte vollständig stift gelegt worden, da itt nur wenige Arbeitswillige meldeten. Der Streik hat puck auf die DhysW-Zecke in .Hamborn über» gegriffen. Gestern ist nur die frälftc der Morgen- schickt angefahren. (?in Aufruf ber gewerkschaftlichen Organisationen zur Vernunft. Essen, 8. Jan. (Wolff.) Die ReichszeMvale für £*eunati)ienft, Landesabteilung Esten, meHrt zum Streik im Namborner R e vier: Da die Streiklage feljr ernst ist, erließen bte vier Bergarbeiterverbände solgmden Ausruf an inc Bergarbeiter des Ruhrreviers: „ftäfntDaben! Unverantwortliche und gewissenlose Elemente versuchen augenblick.ich die Bergarbeiter in einen angeblichen Svmpathie- streit zu Heyen. Tie Arbeiter der Thysl en Hütte m Samborn sind zunächst durch unverantwortliche Personen in den Streik getrieben worden, der von den maßgebenden Gewerlsckaften nicht anerkannt ist. Jetzt sollen ihnen die Bergarbeiter folgen, ?tot und Elend in noch größerem Maße in die Arbeiterfamilien eindringen, nur um die politischen Ansichten jener Akute zu erfüllen. Die unglaublichsten Gerüchte werden von jener Seite verbreitet, um mit Gewalt die Bergarbeiter in den Ausstand zu treiben. Bald sollen die gesamten Estenbahnen stilliegeu, bald soll die Einführung einer verlängerten Schick,tzeit im Bergbau beabsichtigt fein; ja, es wird iogar behauptet, daß die unterzeichneten Bergarbetterverbände einer Verlängerung der Schichtzeft zirgestimmt hätten. Das ist unwahr. Kameraden! Laßt Euch nicht täusck>en. Tie Absichten jener dunklen Ehrenmänner sind zu durch- sichtig. Nicht auf die wirtschaftliche Bcfierstellw'.g der Arbeiter kommt es ihnen an. Diese praktische Arbeit überläßt man recht gern anderen. Kameraden! frört auf Eure g werlschaftlichen Organisationen. Lehnt c? grundsätzlich ab, in einen Streik riuzutrefn, der nicht von den gewerk- sckvftlicken Verbänden geführt wird. Haben die Unterzeichneten in allen Wi tt'chaftsftagen die Interessen der Kameraden bisher vertaten, so wird dieses auch in Zukunft geschahen. Keine Arbefts- zeitvcrlängLrung wird eingeführt werden können, lofangc die Kameraden hinter ihren Organisationen stehen. Kameraden! Behaftet Ruhe und Würde, beteilig t Euch auch nicht an Putschen, an denen nur jene Personen ein Interesse haben, denen eine Niederlage der Arbeiterkfaste erwünscht ist. Ruhe und Besonnenheft sind in dieser Zeit notwendiger denn je. Lehnt jod' wilde Stteik- beteiltgurg ab und folgt nur den gewerkschaftlichen Organisationen." Deutscher SergarirrtTrerbrrth, B o chu m g z.) Hufemann. Gewerkverrin christlicher B'tg- arceiter Deutschlands igcj.) Imbusch, Polnische BerusSvereinigun g (gez.) Kolpacki, Gewerkvereiu Hirsch'-Tuncker, Abteilung Bergarbeiter (gez.) Schmidt. Gewerkschaftskongreß über Kohlen- sozialisierung. Duisburg, 9. Jan. (WTB.) freute vormittag fand hier eine von mehreren hundert Vertrauensleuten aus dem rheinischwestsälischen Industries .'biet besuchte Versammlung des Deutschen Gewerkschaftsbundes statt, die sich mit der Frage der Sozialisierung des Kohlenbergbaues leschäftigte. Ter Vorsitzende des Gewerkvereins christlich r Bergarbeiter, Reich.stagsabgeordneter I m b u s ch, sprach sich gegen eine Verstaatlichung des Kohlenbergbaues. wie sie mit dem Wort , Vollsozialisierung" gemeint sei, aus Die ganze Wirtschaft müsse vielmehr in mcp'Wt vollkommener Weise der Volksgesamtheit dienstbar gemacht werden. Folgende L e i t P u n k t e wurden als im gegenwärtigen Zeitpunkt erreichbar aufgestellt: Tie im Boden vorhandenen Schäle an Kohlen werden in den Besitz der Volksgemeinschaft übergeführt Tie Ausbeutung wird den bisherigen Besitzern weiter überlassen, von denen eine dem Wert der Sager* statten an gepaßte Abgabe erfjob.m wird. Die tm Bergbau beschäftigten Personen sind an der Produktion zu interessieren. Unberechtigt Hobe Gewinne im Bergbau müssen der Volksgesamtheft dienstbar aematft werden, Schaffung einer befriedigenden Stellung für die im Bergbau beschäftigten Arbeiter und Angestellten Das Betriebsrätegesetz muß sinngemäß durckigeführt und eventuell verbess rt werden Hinzu kommt noch- eine Aenderungf des Aktven- recktes, insbesondere die Einführung von Klein- attien. _. , , Verbandsvorsitzender Wieder-Duisburg verurteilte in scharfen Worten den wilden Streik auf der Thvssen Hütte in Hamborn, der zur Schließung dieser Hütte geführt hat und wandte sich gegen die Be trebungen den Streik aut weitere Betriebe m icheripck>-MesttäK- schen Industriegebiet auszudehnm. Dadurch würde nur Not und Elend in tausende won Arbeiterfamilien hincnigetragen und den linksradikalen .Hetzern Vorschub gclcrtet. In einer einstimmig angenommenen Entschließung wurden die verschiedenen Leitsätze Jmbuschs angenommen. ttommuniftenhetzerei in Berlin. Berlin, 8. Jem. Tie Vereinigte Kornrnu- nistische Patter Deutschlands ist heute mit ihrer ersten Aktion feit der Verschmelzung mit den Links- unabböngigen in die Oeffentlickkeft getreten. u.ie Zentrale der Partei veröffentlichte heute m der „Roten Fahne" einen offenen Bries an du politischen und gewerkschaftlichen Organisationen aller Richtungen, roorin i're die Adressaten zu einer gemeinsamen Aktion ci labet. Als Grundlage dieser Aktion wurde bezeichnet: „Er ileituug von ein hcftlichen Lohnsätzen., wobei die Lohnsätze der Eisenbahner, Beamten und Ve gleute, sow e der anderen Industrie- und Landarbeiter zu einer grsÄlosfenen Organisation verbunden werden sollen: Maßnahmen zur Verbilligung der Lebenshaltung durch Abgabe verbilligter Lebensmittel auf Kosten des I Reiches und Beschftrsmhme aller zur Verfügung stehenden bewohnbare' Räume, sowie zwangswnc Ausauattierung fi einer er Fami'.ieii aus größeren Wohnungen: Maß: iah inen zur Btreftsteftmig von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen durch Mon trolle aller Rohmaterialien, ber Etttte und des Verkaufes von Lebensrnfttcln: sofortig^ Entwaffnung all'r bü 'gerlickx ' Se0"'sck nnor aamsattoneii und Bcw. f nung ter 'Iroldarier; die sos r .ig A n nähme der Beziehungen za 'JtuuJanb " Als Dermin für die Beantwortung dieser Einladung wurde in dem offenen Briefe der 13. Januar angegeben. Zugleich wurde angekündigt, daß nn Falle der lehnüng der gemeinsamen Mtion duvck dü e N geladenen Organisationen die Koimministische Partei den Aampfallein führen werde Berlin, 8. Jan. (Priv-Ttl.> Auch die „Freiheit" sprickft anläßlvckt des Momnurniftcn auf ruf es von einem neuen. Trick und lagt: Tie unsinnige Radaupolitik und verbreck^nsckie Putsch- technik der Vereinigten kommuniskisck-en Partei öffnet immer breiteren Kreisen der Arbeiterschaft die Augen über die verderbliche Taktik deck kommunistischen Führer Berlin, 8. Jan. (WTB? Im Lustgarten fanden heute vormittag zwei D c ' s a m m l u n - gen statt Um 10 Uhr vormittags stellten sich von den organisierten 60000 Eisenbahnern etwa 3Q00 ein. Ein kommunistischer Redner forderte sie unter Beschimpfung der Regierung auf, sofort in den Streik einzutreten. Tie RÄ»e wurde saft ohne B'i- fall ausgenommen. Eine Stunde später rückten in fünf Zügen etwa 15 000 Llnhänger der beiden kommunistischen Parteien an, um gegen die Flensburger Vorgänge zu demonstrie en. U. a. sprach Mwls Hoffmann, freitigec Regen veranlaßte zahlreiche Temonstmnten, sich schlemiigst davon zu machen. Auf ber Gvanitschale cor dem Museum kam es dann zu einem Faustfamps zwischen einem Redner der kornmunisttschen Arbeiterpattei und einem Redner der kommunistischen Partei, b.T mit dem Siege des ersteren .mdete. Aber es war ein Pyrrhussieg, berat als er sprechen -wollte, stimmten bte Kommunisten die Internationale an, worauf sich die Versammlung auflöste. Der „Vorwärts" über kommunistifche Dummheiten. 29er Iin , 8. Jan. lPrivattelegr.) Zu der Veröffentlichung der Kommunistischen Partei Deutschlands, in der zu einer gemeinsamen Aktion zur Einleitung von einheitlichen Lohnkämpfen und zur Bewaffnung des Proletariats aufgefordert wird, und zwar in Form eines Ultimatums, äußert der „Vorwärts": Wir möchten den Kommunisten dringend raten, auf solche Späße zu verzichten und sich einmal mit den Vertretern der großen Arbeiterorganisationen zu vernünftigen Verhandlungen an einen Tisch zu setzen. Vielleicht wäre es auf diese Weise möglich, die neuen Dummheiten zu verhüten, die die Kommunisten zum Schaden der Arbeiterklasse zu begehen im Begriff sind. Die Wiederaufnahme der Brüsseler Konieienz. Berlin, 8. J-an. iWB.) Nach neueren Entscheidungen ist die für dm 15. Januar gwfante Wiederaufnahme der Brüsseler Sachverständigenkonferenz bis zu der nach dem 19. Januar fta tfinbenben Zusammenkunft der Minister der Enteiltemäck-te. v e r ta g t worden. Eine Bölkerbnndskonferenz in Mailand. Berlin, 8. Jan. (Wolff.) In Mailand beginnt, wie die deutsche Liga für den Völkerbund mitteilt, am 12. Januar eine von der italienischen Liga für den Völkerbund veranlaßte Konferenz, auf der Deutschland, Oesterreich, Ungarn, Bulgarien, Frankreich und England vertreten sein werden. Als Vertreter der deutschen Liga für den Völkerbund gehen Reichsminister a. D. Dernburg, Professor Dr. Jaeckh und Johannes Tiedje nach Mailand. • Französische Treibereien in der Entwaffnungssrage. Paris, 8. Jan. (Wolff.» Ter ,,Petit Pari- sien" schreibt, in zuständigen Kreisen habe man immer mehr das Geruht, daß die englislye und die französische Regierung sich über alle Einzelheiten der Entwaffnung Teutschlands verständigen tonnten und müßten. Man habe England eine Art Gleichgültigkeit ober vielmehr Ungläubig keft gegenüber den durch die Einwohnerwehren bestehenden Gefahren zugeschriekm. Tiefer Skeptizismus lyabe tatsächlich bestanden, sich aber nickt halten tonnen gegenüber ber Tatsache, baß die Organisation und der Aufbau dieser angeblichen Einwohnerwehren rein militärisch fet Tie Offiziere ber interalliierten Kontrvllkommission hätten zweilos festgesteift, daß hinter der Orgesch und allen Einwohnerwehren Ludendorf f und mit ihm der ganze trübere kaiserliche Generalstab stehe Paris, 8 Jan. ^We'lff. W.e der „Chicago Tribüne" aus Waihmgton gemeldet wir), beabsichtigt Präsident Harding, alsbald nack der Uebenutijme seines Amtes am 1 März eine internationale Konferenz zur Beratung der Entwaffnungsfrage nach Washington rinzu- benrfen. Zu dieser Konferenz würden alle Mächte einberufen werden. . Neu York, 7. Jan. Wie hiesse Zeitungen aus guter Ouelle melden, bat ie wertere Bel:a dlung der Angelegestheft wurde ern Arbeitsausschuß ein gelebt. Schließung einer Fabrik. B e r l i n , 8. Jan. (Wolff.) Wie die Blätter melden, hat die Direktion der Firma Ludwig Löwe wegen Arbeiterobstruktionen die F a b r i k g e sch lo sse n und sämtliche Arbeiter entlassen. Tie Arbeiter hatten gefordert, daß das Einkommen der Kurzarbeiter dem der .Vollarbeiter gleichgestellt werden müsse. Als 'die Firma dies ablehnte, erschienen die Arbeiter .stets vollzählig zur Arbeft und setzten bie stillstehenben Maschinen eigenmächtig in Gang, so baß ber Firma kein anderer Weg übrig blieb, als die Werke zu schließen. Volksentscheid in Bremen. B r e m en, 9. Jan. WB.) Bei der heute statt- gefundenen Volksentscheidung in d r Fvrrge „Soft ber Senat zurucktceten?" wurden m ins- gefamt 131 Bezirken 73 778 Stimmen mit Jo und 99 569 Stimmen mit Nein abgegeben. Em Beritt'steht noch aus. Au» Hessen. Wieoereröffnung der Opelwerke. Mainz, 8. Jan. (Wolff.) Der Arbeitgeberverband Mainz teilt mit: In einer vom Vorsitzenden des deutschen Metallarbeiterver- banbes, D i ß m a n n - Stuttgart, geleiteten Versammlung ber Belegschaft ber Opel- werke nahm diese fast einstimmig bie Grund»- lagen der Firma für Wiedereröffnung des Betriebes am Montag, den 10. Januar, an. Hiernach wird bie Forderung einer Wirtfchaftsbeihilfe ober bergt zurückgezogen und die Arbeiter übernehmen die volle Garantie für Ruhe, Ordnung und Sicherheit in bem Betrieb imb bie Einhaltung ber Tarife. | (Sine Zahlung für die Streiktage findet nicht statt Das Werk wird am Montag, 10. Ja- Inuar, in volle« Um lauge wieder eröffnet. - » f K'i t Vol ck und Oskar Feigel 22. 7 als die Das verhängnisvolle Tüpfelchen. Komödie von Karl Daniel. Wer den Theaterzettel gelesen hatt^, mufete Ort der aus der Taufe zu hebenden Komödie Abends bewährte, muh als absolut vollkommen bewertet werden. Das F-Dur-Quartett von Haydn, Opus 77 Nr. 2, ist eryuickende und sicherlich unvergängliche Musik. Tas Menuett sprüht und fesselt. Eine fonterhQ) ticsgehende Wirkung wird insbesondere im Andantesatz nicht erzielt unb auch kaum beab- Aus Stadt und Land. G i e ß en, den 10. JÖn. 1921. Die Regelung des Verkehrs mit Nährmittel«. Dom Reichs Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft wird mitgeteilt: Wie bisher, erhält die Nährmittelindustrie die erfvrLerlic^n Mengen, an Brotgetreide, Hafer und Gerste zugewiesen; bte Regelung des Absatzes hat dagegen insofern eine Acnderung erfahren, als nur noch Grieß, Keks, Zwieback und Kindergerstenmehl amtlich zur Verteilung gelangen, wahrend die üb- und auf die Handwerkerliste (die miteinander verbunden waren, entfielen 10 564 Stimmen, auf die Listen der beiden sozialistischen Parteien zusammen 10 118 Stimmen. Somit haben sich die bisherigen Mehrheitsverhaltnisse in der Stadtverordneten- Versammlung verschoben, in btc nunmehr eine bürgerliche Mehrheit einziehen wird. Tie Stadt- verordneten-Persammlung bestand bisher aus 20 bürgerlichen Mitgliedern, 10 Mehrheitssozralisten und 12 Kommunisten. Das neue Stadtparlament wird ebenfalls aus 12 Kommunisten, aber nur aus 8 Sozialdemokraten bestehen, bic zwei Mandate verloren haben. Dieser Verlust ist den bürgerlichen Parteien zu .statten gekommen, die nunmehr 22 stall bisher 20 Mandate besitzen werden 300 000 Mark Reklame. sw. Wiesbaden, 9. Jun. Infolge des dauernd sinkenden Fremdenverkehrs hat die Stadtverwaltung beschlossen, in diesem Wmler eine grosszügige Reklame zu unternehm.ar. Für diesen Zweck wurden 300000 Mark zur Verfügung gestellt. Mark 533,— 810,— 788 — 834,— 384,— 390 — 397,— 402,— 407,— 412,— 395.— für Flocken 410,— Ter Groß- und Kleinhandel darf zu dieser! Preisen Zuschläge berechnen, die aber über ttne angemessene Berdtenstspanne nicht hinausgel^en dürfen. In dieser Spanne haben sich auch mehrere Händler zu testen, vorausgesetzt, daß im einz.lnen Fall ein derartiger Handel überhaupt zuläsiig ist. Ten Verbrauchern kann nur an geraten werden, in allen Fällen, in denen sie sich übervorteilt glauben, insbesondere in denen höhere als die oten angegebenen Preise gefordert werdm, sich be- schwercheführend an die zuständigen Preisprüsungs--- stellen zu wenden. Tiese werden geg'n alle gegen die Richtpreise verstoßewxn Betriebe oder Händler vorgehen und sie den Wuchergerichten zur Be- ' Hauptwirkungen des' Licht-Luftbades haben sich bald bei den eurer solchen Kur unter» Gießen Urkunde^ . . durchsichtige Angabe „kleiner Sitzungssaal des Ministeriums zu Tambach" gelesen haben. Wenn man dann gar noch aus Bornollzen wußte, daß der Autor in Büdingen lebt, war wohl fein Zweifel mehr möglich, daß "bie .Komödie in der hessischen Residenz sich abspielen soll. Es soll eine „geschichlliche Tatsache" zu Grunde liegen, hört man die .Kundigen im Zuschauerraum, nämlich die Verwechslung von Namensvettern bei einer Ernenmmg. Dieser Verwechslung ivirb in der Komödie eine geistreiche Pointe gegeben in der Gestalt eines — Fliegentüpfelchens, das in dem entscheidenden Aktenstück den Namen Tamel in Daniel verwandelt und so einen gairz aussichtslosen Bewerber zu dem Posten eines Oberbauvats verhilft. Die witzige Anekdote übt die vechängnisvollste Wirkung auf den Gemütszustand eines Staatsrates aus, der in dem nachträglichen I-Tüpfelchen eine bewußte Aktenfälschung wittert und alle Hebel in Bewegung setzt, um den böswilligen Urbeber zu fassen. Tiescr wird denn auch von einem Chemiker überraschend aber einwandfrei in der juristisch nicht faßbaren Person einer Fliege festgestellt. Tie Komödie hat Wi^ und Humor und verrät in außerordentlich scharf charakterisierten Eesta'ten einen Mcmn, der sich unter Fachgenossen auskemtt. Trotzdem weitet die Behandlung den „Fall" über KSK rigen Näbrmiltel, insbesondere Graupen, Hater- flocken und Teigwaren im freien Verkehr abgesetzt werben können. Um die Einhaltung angemessener Preise zu sichern, sind die Hersteller und Händler verpflic^et morden, nicht zu höheren als den von den AussichtsbehvtLen genehmigten Preisen abzu- setzen. Tie Ueberschreillmg dieser Grenz: ist nach Maßgabe der Preiswucherverordnung strafbar. Tie Kleinverkaufspreise werden je nach den örtlichen Verhältnissen von einander abweichen; als Regel- preise werden für Hafer- und Gerstenerzeugniner die nachstchenden zu gelten haben: Für je 100 Kilogramm: Irmiet FnedrÄ fct 'Ti. hatte l fctt GülngkntM «batttfro jfc- gtiälW. M ‘ * bdommen. M ni wnirtflü. Unter -AsM *pn Mi Smbroi Veqrn Sittlich! |tf: Wie ws den | Staune Gesang B ein Heines M jitän anderen bei Innbe Umstände sein sinke, InraJ -alte Nervosilr Liebstähl <«! te Sei »ru. dieser & 9%*t. NörMi Beka, Den Weh N @nmi der J L^stoff oom 25 te S. 1993) hat i »jgf Sl&ftoff für I ■iSaftwlrifdiaften 3wi(ungen an nchi. hn W\ bi fcSW i abgefeht ö'igen, Öen 8. 1 Qberbürae Stöbt »ir Öeft.flnia, . fi kilnnen elnni \bÜj"cRatlt A unb TS*: 1 Bäike "tohnann. Äl *®r,,oee: itx •j Jntien ’rmaturbreöer! "ober unb ,QJn: 'E'nlrnÄ'ke u. ,ur "ach,", ‘h» J^bthen oi *er,l (Siebener Stadttheater. Tanzgastspiel und Uraufführung. Gießen, 9. Jamiar 1921. Der Samstag scheint für Gießen kein Theater- tag zu sein. Man denke sich, welche Anziehungskraft die Kombination Ärrtzgastspiel und Urauf- fühiung in jeder anderen Stadt ausgeübt hätte. Tas Gießener Publikum schien anderweillg fest- aelegt. Parkett und Ränge wiesen mrgewohnte Lücken auf. 1 Tanzgastspiel Hilte Schlager. Die Tanzdarbietungen hat en einen besonderen Abend verdient. Die Unterbrechung durch die Uraufführung einer mit ihnen stilistisch mcht in Einklang zu bringenden Komödie verlangte vom Zuschauer eine starke Umstellung^ Hstde Schlager erwies sich gleich im ersten Tanze Puppe von. E. Schütt als eine unserer intelligentesten Tänzerinnen, tvobei Intelligenz nicht als Raffinesse mißverstanden werden darf. Sie verfügt über eine .staunenswerte technische Durchbildung des Körpers, die den letzten Schein von Muskelanstrengung hin- wcgnirnmt und dem Tanze gewichtlos schwebende Anmut verleiht. Hinzu kommt eine ungewöhnliche Intensität musikalischer Einfühlung, die ans Hellerauer Schule hinweist. den Charakter ihres Tanzes aber ganz persönlich bestimmt. Mle Tänze trugen den Stempel eines ganz persönlichen Stilwillens und »oaven daher Charaktrrtänze im besten Sinne bed Wortes. Mit ihrem ausgeprägten Stil ist Hilde Schlager ivohl eine unserer charakteristischsten Ktmsttänzerinnett. Der begeisterte B-ifall war denn auch von ihr ehrlicher verdient als von geschickten Blendern, wie beispielsweise Ruth Schwartzkopf und letzten Endes vielleicht auch Hannelore Ziegler Denn Hilde Sckstager ver- millLlt den persönlichen Ausdruck eines künstlerischen Erlebnisses, wo jenen die g'atte Routine viel jach das Erlebnis ersetzt. Nicht leicht zu vergessende Erlebnisse wurden dem Zuschauer die bereits erwähnte Puppe, der Ungarische Tanz von Brahms unb Boise triste von Stbelius. Die Eindringlichkeit der Tänze wurde durch reizvolle Kostüme /unterstützt, die von P. Mav, Wien unb Lotte Pritzel, München entworfen waren. Wenn in man dien entscheidenden Momenten ein letzter Impuls fehlte, der Tanz und Tänzerin mänadenhaft Über sich selbst hinausreiht, so darf man dies wohl dem Notorchester zuschreiben, das auch unter der Leitung Karl Schlagers der Künstlerin nicht immer die erforderlich Unterstützung zuteil werden lassen konnte. Ein weiterer Mangel war der rote Bühnenrahmen, der vielfach in schmerzender Disharmonie zu den Farben der Tanzkvstüme stand und auch die Effektbeleuchtung ertötete. Tiefer Mangel war schon bei früheren Tanzdarbietungen vorhanden. Der einzig wirkimgsvolle Hintergrund zum Tanze ist ein einfacher dunller Stoffbehang. •teigt; 1_ die Gewöhnuug an b« Luftströmungen, als Abh ä rtung; 2. dir Beeinflussung krankhafter 3ufinnbe durch dre Belichtung der Haut: 3. stärkere Muskeltätigkert durch dre Brfrerung des Körpers von dem Druck der föetbung. So berichteten in Franffurt alle Eltern im Frü^ing nach dem ersten Luft-Lichtbadekuren, daß ihre mn- ber im Winter weniger an Kartarrhen glitten hatten, als sonst, und von Schnupfen und Husten meist ganz verschont gerieben find. Skrovhulose wurden in zahlreichen Fällen so günstig beemslutzt, daß alle Drüsenschwellungen, Augenentzündungen und das gedunsene Aussel-en der ftranfen nach einigen Monaten verschwunden waren. Jnsolge des freieren Spieles der Muskulatur wurden schon nach wenigen Wochen Ausdehnungen des Brustkorbs um 2—5 cm beobachten. Solche Luit- und Lichtbadkolonien lassen sich ohne großen Aufwand von Geldmitteln errichten. Wenn demnächst, wie zu hoffen ist, das Spiel- und Sportwesen durch Anlage eines geeigneten Jugendspielplatzes aesimdheits- gernäß geregelt wird, so wäre es leicht, im Anschluß daran oder in Verbindung damit auch die Luft- unb Lichtbadpftege der Jugend in geordnete Bahnen zu leiten. Geeignete Person- lichtsten, die die sachgemäße Aufsicht und Anleitung der Jugend und der Kinder übernehmen, werden sich ohne Zweifel leicht finden. Dr. Walger. Veranstaltungen. Montag: Stadttheater, 5Vs Uhr, Don Carlos. — Volksl-ochschule, Wstderbe-ginn der Arbells- gemeinschaften usw. — (Safe Leib, 7Vr Uhr, Konzert und Vorstellung der Chiemfeer. — Lichtspieltheater wie gestern. lose Haferslocken Kinderhaferflocken in Kilogr. Paketen „ Vr » „ Kinderhaserrnetzl in xk Kilogr. Paketen für Graupen C 6 „ C 5 „ C 4 „ C 3 „ 0 2 „ 0 1 und 0 für Grütze in dem Werke spiegelt. Das Dvorzaks E-Dur- Öuartett Opus 80 darf ebenfalls als wertvoll, aber nicht allzu gewichtig bezeichnet werden. Die beiden alten Sätze bleiben hinter den entsvrechen- den des bekannten F-Dur-Quartetts dieses Meisters entschieden zurück. Zumal rm ersten Satz wird zwar der hinreißende Schwung des F-Dur- Quartetts auch hier erstrebt, aber zufolge einer gewissen Eintönigkeit der Erfindung bei aller Schönheit der Ausstattung doch mcht erreicht. Dagegen bietet der letzte Satz eine reichliche Entschädigung: er ist feurig und packend und zugleich klassisch vornehm gehalten. Als Hauptaufgabe hatten die Vortragenden sich die Wiedergabe von Beethovens CiS-Moll-Quartett Opus 131 gestellt. Dieses gewaltige Werk erhebt in jederlei Hinsicht genxrlttge Anforderungen, und die Ausführung durch das Schörg-Qnartett erheischt die rückhaltloseste Bewunderung Alles wurde ausgeschöpft: Ter erhabene Ernst der Anfangsfuge, die in kunstvollen Verschlingungen verhüllte Innerlichkeit der Variationen im Arüxmte, die glitzernde Pracht des Presto, die ergreifende Klage des kurzm Adagio und die sellstbewußte, gesunde Kraft des Finale. Welche Art von seelischem Erleben diesm Schöpfungen zu Grunde liegt, ist freilich schwer zu besttmmen; uno das kann nicht Wunder nehmen, wenn man bedenkt, daß es sich um die letzten Offenbarungen eines Mannes handelt, welcher, b«r Einsamkeit seiner überragenden Größe voll bewußt, dazu durch röllige Taubheit von der Mitwelt nahezu abgeschlossen war. Jedenfalls heißt es dem Genius nicht nahe kommen, wenn Paul 93effcr sein philosophisches Etikettchen einer „spekulativen Erkenntnis der Einheit von Wollens- und Schicksalsmacht" auf das Eis-Moll-Quart eit klebt. Tie Künstler wurden von der zahlreichen Zuhörerschaft sehr herzlich gefeiert. R, wünschen. ** ,^echnvker und Wiederaufbau" lautet das aktuelle Thema eines öffenllnchm Vortrags mit anschließender freier Aussprache, welck?es die hiesige Ottsgvuppe des Bundes tschnischrr Angestellten und Beamten am Dianstag den 11. Januar abends 8 Uhr im Restaurant „Agimrium" (Eingang Wetzsieinstvaßei veranstaltet. Wie aus dem Anzeigentell der Samstagsnummer erstchtlich, sind dazu alle techmischen AiHgestellten und Be- werkskammer in Liegnitz. Landkreis Gießkn. x L i ch, 9. Jan. Am Sonntag sprach int überfüllten Steins-Saalbau der Bürgermeisterkan- didat Stadtbaumeister Heimami Walz aus Vilbel, ein geborener Lich-er, über die bevorstehrnde. Wrger- meisterwahl. Dre Ausführungen des Kandidaten waren sachlich und überzeugend und legten der Einwohnerschaft Zeugnis ab von einem durchgreifenden, theoretischen und praktischen Wissen in Bezug auf die Kornmunalverwaltung. Man erkannte aus den Ausführungen des Herrn Walz, daß er als Kenner lleinstädttscher Verhältnisse in Vilbel, welches bekanntlich doppelt so gnoß ist als Lick), eine gute Schule genossen hat, die es ihm ermöglicht, in alle Zweige der Gemeindeverwaltung' Einblick zu gewinnen. Selbst Mihänger dep Kandidatur Völker-Friedbery haben nunmehr unumwunden zugegeben, daß nur ein geborener Lichn in Frage kommen könne. Kreis Büdingen. .)(. Ortenberg, 7. Jan. An Weihnachten wurde hier von Bäckermeister Richard Carl und August Beitz ein schr schön eingerichtetes Cass eröffnet und damit einem schon lange besonders bet den vielen auswärtigen Besuchern unsere- Städtchens vorhandenem Bedürfnis abneholsen. — Sanitätsvat Emrich, ein geborener Ortenberger, lieft sich nach langjähriger Tättgkeit in Emerichen- hain im Westerwald hier im Hause ferner Mutter als praktischer Arzt nieder. Kreis Friedberg. Friedberg, 7. Jan. Das Landesftnauzamt Darmstadt hat die Herren S ch ü tz, M a r x, D a h- men, Weinz in Friedberg und Metzger in Butzbach zu Oberfteuersekretären ernannt. Starkenburg und Rheinhessen. sw. Heppenheim, 9 Jan. Zwischen Weinheim und Lützelsachsen werden gegenwärtig durch die Deutsche Petwleum-A.-G. Bohrungen nachPetroleum DorgenDirtmien, über deren Ergebnis bisher nichts bekannt wurde. Hessen-Nassau. Eine bürgerliche Mehrheit im Hanauer Stadt- parlament. X Hanau, 10. Jan. Da die preußische Regierung infolge des bekannten Konfliktes zwischen der Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung ud der bürgernlichen Mohrheü des Magistrats zur Auflösung der Stadtvervidnetenverammlung geschritten war, fanden am gestrigen Sonntag Neuwahlen zur Stadtverordneten-Ver- sammlung statt. Es hatten sich zu einer Gemeinschaftsliste verbunden die tuet bürgerlichen Parteien (Deutsche Bollspartei, Deutschmattonale Pattei, Zentrumsparttt und demokrattsche Partei). Ferner trat der Handwerker- und Gewerbestand mit einer selbständigen Liste hervor, die jebod) mit der genannten Gemeinschaftsliste verbunden war Es lagen ferner eine sozialdemokratische und eine kommunistische Liste vor. Die Wahl hatte folgendes Ergebnis: auf die bürgerliche Gemeinschaftsliste Die golLene Gans. Fd. Soden (T.), 9. Jan. In.einem Nachbarort fand ein dorttger Einwohner, als er eine gemästete Gans zum leckren Braten zubereiten wollte, im Magen des Vogels zwei blinkende englische Halbpfund st ücke. Tie Gans hat dem Manne besonders gut und billig geschmeckt. die Enge einer Berufskomödie aus. Technische Unzulänglichkeiten im Aufbau kann man bei der guten Laune, in die man versetzt wird, nicht tragisch nehmen. Tas Sttickchen erhielte starken und ehrlichen Beifall. Tet pseudonyme Autor (er nannte sich nach dem Fliegenglückspilz seines Stückes Karl Taniel mit I-Tüpfelchen) wurde wiederholt por die Rampe gerufen. Unter der Leitung von Karl Bol ck wurde die Tarstellung den Wsichten des Autors vollkommen gerecht. Hervorragende Leisttmgen boten Harry Noebert als Staatsrat Grübler, Rudolf Goll als Kranzleidiener Fröhlich, Paul Mehnert als Kanzlist Becher und Richard Hellborn als ©bemiftr Tr. 9tata>n. Die übrigen Rollen versahen mit Geschick Cläre Türk, Karla 'S? e 11 e r, Karl Sietzeser Uonzertvereln. Gießen, 9. Januar 1921. Schörg-Quartett: Haydn, Dvorzuk, Beethoven. Zum zwetten Male in der diesjährigen Gießener Saison ließ sich das Würzburger Quartett hören, und den betonteren Erwartungen, welche man der hohen Kunst dieser Bereinigung entgegengebracht hatte, wurde durchaus entsprochen. 3d)er der vier Herren bringt ein vorzügliches technisches fröimen mit, das von einem tiefernsten musikalischen Empfinden gelenkt wird. Auf dieser Grundlage hat sich die technische wie musikalische Einheitlichkeit des Zusammenspiels unter der ebenso unmerllichen wie sicheren Führung des ersten Geigers zu einer seltenen Höhe entwickelt. Im ersten Satze des Anfangsquartetts schienen einige Passagen beim Auslaufen ein wenig gerüttelt; nachdem man sich aber warm gespielt hatte, hätte auch der anspruchsvollste Kenner nur Schönheitsfehler von verschwindender Bedeutung anmerten können. Wohl aber erzielten die Künstler dank ihrem hingebenten Fneinanderaufoehen ein traumhaft gedämvftes Pianissimv das Den Atem anhalten ließ. Tie rhythmische Unbeirrbarfeit, wie sie sich an manchen sehr schwierigen Aufgaben des amten eirrgdaben. . ** Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen veranstaltet am Diens.ag, 11. Januar, abends 8 Uhr, im großen Saille des Cass Leib eine öffentliche Versammlung. Es sprechen Frau Weller, Wiesbaden und Gau-ekretär Eichinger Frankfurt a. M. über die Notlage der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen und die Noiwendigkeit der Organisa ion. * Lichtspiele, Seltersweg, bittet uns mitzuteilen, daß auf vielseitigen Wunsch, beute außer dem festgesetzten Spielplan noch em mal Der am Donnerstag den 6. ds. Mts. gegebene Film „Gesprungene Saiten" mit E.her Carena zur Vorführung gelangt. Näheres siehe Anzeige. ** Seine Meisterprüfung bestand Herrn. Merschroth aus Gießen vor oer Hand- K s. £ i M •ÖOOOOO unb W“? Ko MMlen J) Tkgmcver ftrafung anzeigen. Unserer Jugend mehr Sonne. Kreisarzt Medizinalrat Dr. Walger schreibt uns: Die Anregungen, die unlängst in Jbrem Blatt wegen Errichtung von Licht- und Luftbädern gebracht worden sind, habe ich mit Freuden begrüßt. Mögen sie dazu dienen, ein Schreiben wieder in Erinnerung zu bringen, das ich in gleicher Angelegenheit am 7. S e p - tember 1919 an die Stadtverwaltung gerichtet habe, und das folgendermaßen lautet: Unserer Jugend mehr Sonne! Mehr beim je güt es heute, unsere Fürsorge der leiblichen und geistigen Gesunderhaltung unserer Jugend zuzuwenden, denn wir müssen ein gesimdes und kräftiges Geschlecht heranbilden, das unser Vaterland aus der Not der Zeit einer lichtvolleren Zukunft entgegen führt. Alle Hilfsmittel müssen zu diesem Zweck praktische Verwendung finden und da wird der hellkräftige Einfluß der -Sonne auf den menschlichen und namentlich lugend- lichen Organismus immer mehr als außerordentlich segensreich erfannt. Gerade heute, wo uns . Geldmittel fehlen werden, um Erholungsheime, Heilstätten usw. zu bauen, ist uns in der Auswertung der Sonne überall ein Mittel gegeben. * das zurnNesUnterhaltung ter Jugend und namentlich auch zur oorbeugenten Bekämpfung ter Tuberkulose bei richtiger Anwendung Hervorragendes zu leisten im Stande ist. In die weitesten Kreise sollte die Erkenntnis getragen werten, daß kein Sonnenstrahl unserem Volke unnötig verloren gehen darf. Der berühmte Arzt Rollver, ter die Sonnen behandlung ter Knochentuberkulose mit außerordentlichem Erfolg in seinem Schweizer Sanatorium durchgeführt hat, spricht es aus, daß die Sonne den Organismus kräftigt und ihn in einen Verteidigungszustand gegen Krankheit setzt; sie beugt ter Krankheit vor, sie verhindert ihre Entwickelung bei allen denen, die für sie prädisponiert sind und ist dadurch von einer großen sozialen Bedeutung. Schon hat man auch in verschiedenen mc. Frankfurt a M., 9. Jan. Ter Demo- bilmackungslommissar stellt alle diejenigen Arbeitnehmer und Arbeitgeber unter schwere Strafe, die liebe r ft unb en ohne Eriaubnis machen resp verrichten lassen. Mit dieser Verordnung soll b:e Wirkung verbunden sein, die noch in großer Za-hl vortentenen Arbeitslosen zu vermintem. Tie Gastwirlsangestelltm haben im übrigen beschloßen, abwechselnd zu Gunsten ihrer erwerbslosen Kollegen acht "Tage in Urlaub zu gehen. mc. Frankfurta M., 9. Jan. Im Jichre 1920 waren bei sämtliclren Frankfurter Sparkassen 310930 Sparguthaben eröffnet mit einem Einlagen bestand von 330 921 903 Mk. mc. Frankfurt a. M., 9 Jan. Frankfurt, das seither die achte Stelle unter den deutschen Großstädten einnochm, ist von Essen iRuhr^ überflügelt worden. Essen zählte Oktober 1920 475 300 Einwohner, Frankfurt dagegen nur 465 000. Tie nächste Stadt nach Frankfurt ist Düsseldorf mit 415 300 Einwohnern. fb. Frankfurt a. M., 9. Jan. Der frühere Straßburger Professor Arthur Schneider wurde zum ordentlichen Professor an dec hiesigen Universität ernannt. Qocbfcbttliiacbridtirtt« dd. Frankfurt o. M, 9. Jan. (Emem Meldung.) Der preußische Kultusminiüer Hönisch besuchte am Samstag in Begleitung des Finanzministers Lüdemaun, des Staatssekretärs Becker und des Geheimrats Menzel btc Universität. Der Rektor Schö n fl ie s konnte in seiner Begrüßungsansprache darauf Hinweisen, daß nunmehr die Anglieterimg einer Arbeiter aka- demie an die Universität gefiebert sei. Ein Bar- tretet der Studentenschaft gab die Erklärung ab, daß die Studentensckmft den festen Wlllen habe, die soziale Kluft zwisckMt Arbeiterschaft und Studentenschaft zu überbauten. Minister Säuisch gab die Versicherung, daß die junge Universität sich stets seines Wohlwollens und seiner Förderung erfreuen dürfe, zumal diese Hochschule berufen sei, ein Bollwerk gegen die kulturelle Propaganda ter West Völker zu wetten. । mc. 5 tan tfurt a M., 9. Jan. Auf den Lehrstuhl für Chemie an ter Universität ist anstelle Pros. Tr. Freunds der Direktor an ter Landwirtschaftlichen Hochschule Berlin Tr. Julius von Braun berufen worden. Tr. v. Broun war schon früher bei Errichtung des Georg Speher-HauseS in Frankfurt tätig. 0 Göttingen, 7. Jan. Tem früheren Professor am Union Seminary in Neuyork, T. C. Hall, ein bekannter Förderer des Teutschtums im Auslande, der während des Krieges ganz nach Teutfchlaud übersiedelte, wurde eine Profeffur in der philosophischen Fakultät ter hiesigen Universität auf deren Antrag ütertragen. Tie theologische Fakultät der Universität Marburg hat den Gelehrten in Anerkennung ferner großen Verdienste um die Wissenschaft zum Dr. theol. ernannt. Nchmtta^ ivÄr Ium wegen Ä fcfontn in Anff kl unb bet Stu tvbacbtet, wie si urft, mit mch fcntn Ta Sh öl verbreitete )i Nehl hort »M ternttiben" fäit Uje-en, einen A «myeiM, einer Ifunb Kehl, „id ** Tie Literarische Gesellschaft hielt am Tonnerstag Abend ihre fällige Jahresversammlung ab. Der erste Vorsitzeiche erstattete zunächst Bericht über das erste Vereinsjahr. Langsam — aber auf gesunder Grundlage — ist die junge Gesellschaft zu einer Mitglvä>erMchl von über 225 angewachsen und konnte unseren hiesigen Li- teraturfreunten manchen genußreichen Abend bringen. Der Bericht zeigte, mit welchen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen war und dankte nochmals allen Spendern, die -durch ihre Opferffeudig- keit an dem Auffau mitgeholfen haben und bat sie, auch weiterhin ter guten Sache treu zu bleiben. Tie Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: Zum ersten Vorsitzenden wurde stud. iur O. Henning wietergewählt, zum zweiten Vorsitzenden Fräulein Tr. Bieber und zum Schriftführer Dr. Huch. Der Beitrag wurde auf 8 Mk. festgesetzt, wofür den Mirltedern wcit^hendste Vcrgchnstignngen bft ten jeiveiligen Veranstaltungen gegeben weiten. Zum Schluß wies der erste Vorsitzende noch kurz auf die kommenden Vortragsabende hin: Sonntag, 16. 3a- nuar: Ludwig Wüllner aus Berlin — Freitag, 28. Januar: Waldemar Bensels von Ambach. — Freitag, 11. Februar: Kasimir Vschmid aus Tannstadt (Vortrag: Haersum — die skandinavische Literatur — ter nordische Mensch — die Repräsentation germanischer Rasse). — Ende Februar : Mitglieder-Abend. — 28. März: Freiherr von Münchhausen. ** Eigentümer gesucht. Seit vor Weihnachten wurde ein zweicäderiger Handwagen mit Holzlattenboden in einer hiesigen Hofreite stehen gelassen. Der Wagen hat ein neues und ein repariertes Rad. Das Obett- gestellwar ehemals braun angestrichen. Eigentümer wollen sich aus der Kriminal-Abtev- lung tmelöen. •• Die Verarbeitungsgebühr der Molkereien bei Lieferung von Vollmilch ist vom Hessischen Lantes-Ernä^hrungsamt bei Anlieferung pasteurisierter und tiefgefühlter Vollmilch auf 40 Pf. für das Liter erhöht worden. ** Kriegsreifeprüfung. Gegen den Beschluß des Hessischen Landesamtes für das Bil- dungswesen, welches als Endtermin ter Meldung zur Kriegsreifeprüfung den 12. Januar 1921 festgesetzt hat und bann nur noch bis Ostern ds. Js. Gelegenheit geben will, das Examen abzulegen, wenden sich die Kttegsteilnchmer Hessens. Ter Ausschuß h.ssisl'Lr Kftiegsceifepcüfui'gs-Bewerber, Mainz, Martmssttaße 15, nimmt ine Adressen aller 1 SR m 9famffurt a. SDL für beriemgen Ivtereffenten entgegen, tne noch nach schwächliche, tuterkuioseg'efährtete Sinter Luft- unb dem gtnannten Termin erleichtert zu momneren Soaneubadkoümien organisiert, tevcn Erfolg höchit rm,r1’ Krisen ft n k, cc itur 54»Ü?®* «teX? "“«• °»d., LL- j MM w®«<« W und KMe M wud v^ em ®;{S tue Ilch üea«W E-Dur- werden-Du WfhöEien^tt^' L» T-L LMruttv Her ^al ka F^m- t, aver s*m - • ^tt KSZ §sS i$s®e LAS-, »‘•J Jk>*T Ml 0^ Ns. *.. £~Ä sSPS l9 QtMtä. W lx. S Mer Tdvjr Mbiusmachen teip' «wriwung toll h ln großer &bl 1 .vermindern. JXe ubngen btschivNv, erwerbslvikn jtvl« zehen. 9-3tm. ImJchrr *ter ©Dorhilen Ä"4ttam .9-Im. %tH|, e Steile unter dm m, til von tuen film Mte Oktober miffurt dagegen nur nach Fwnffurt tft >hnern. K.» 9. Jan. Der rcoföfot Arthur edentlichen Proses- sität ernannt. »richten. ., 9. Jan. '6went milhräminijta bä- 5 in Begleitung des in, des ZtMseKe- imats Nenjel die >önflies konnte in KBKwf Hinweisen, dob m Arbeiteraka- eiidert iei.'GnBai- ä die Erklärung ab, feiten Willen hübt ieitefäaft mid Stu« KMll häniiÄ gib M UmneriitQt iuh jeoter Förderung er- ch'chuie beulten in, elle Propaganda der .,9. Am, Aus dm Iniversität ilt anstelle or an ter Landwirt« i 2t. Julius von v Braun war schon (eorg Lpeyer«bau>es . Tw Mnen Prv in tret des DeutMms des Vieges ganj na» itbe eine Proseswr m btrWW ibertragen. pf «m « WTEf » t zum Dr. throi. « Mann gut betamt gewesen sei" Tro&bcm er» folgte Anzeige Sch gab nun zu, er habe zwar das Mehl im (Sorten W.s, m den er etngeihegen sei, geholt, und B., der vor dem Garten gewartet habe, einen Teil gegeben um sich» für Gefälligkeiten dankbar zu erweisen, das Mehl fei ihm aber von den Franzosen bei ihrem Abzug auS Bilbel geschenkt worben, und er habe es einstweilen im Garten W s versteckt B. behauptete daS Gleiche. Dao Gericht schenkte aus Grund der umfangreichen Beweisaumahme der Erzählung von den freigebigen Franzosen Beinen Glauben und verurteilte leben der Angeklagten zu 3 Monaten Gefängnis. Sch war übrigens bei dem Anträge des Staatsanwalts aus der Rolle gefallen, indem er um mildere Strafe bat Die Arbeiter Heinrich M. und Benedikt Schl, von Wismar waren in der Nacht vom 27. auf 28. September 1920 in der Kernmacherei in den Buderusschen Werken m Lollar beschäftigt. Gegenüber der Kernmacherei liegt der Del raum Ms um 9 Uhr abends der Nachtwächter auf seinem Nundaang vorbei kam, entdeckte er Spuren von dem Del raum nach der nur einige Meier entfernten Kernmacherei, und sand in bet Kernmacherei einen Behälter mit 81/. Kilo Leinöl. Der Oel- raum war mit einem falschen Schlüssel geöffnet worden. Obwohl ein abstllut sÄüssiger Indizienbeweis vorlag, niemand anders als die,beiden Angeklagten in Betracht kommen konnte, suchten sie ihr Heil im Leugnen, und int .Verdächtigen der Zeugen. Jeder von ihnen wurde zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt, wobei der grobe Vertrauens» missbrauch dem Werke gegenüber strafschärfend berücksichtigt wurde. Der Bautechniker Emil B. von Plettenberg, Hilfsarbeiter Emil S. von Frankfurt, und Kauf- mannslehrlmg Wilhelm O. von Schwetzingen, fugen dl iche, arbeitsscheue Bürschchen, beobachteten Anfang November gelegentlich einer „Wanderung" in Harheim, wie eine J-rau ihre Wohnung abschloß und den Schlüssel in üblicher leichtsinniger Art am Fenster versteckte, und hörten, daß fie «einem Nachbar yirrief, sie wolle gut verfchlteßen, es sei niemand »u Haus. Unter Führung des in der Verhandlung sehr elegant gekleidet auftretenden, aber schon mehrfach bestraften O. stiegen sie ein, stahlen eine Uhr, em Armband, einen Mantel, ein Portemonnaie, mit 450 Mark und anderes mehr. Die Sachen wurden ht Frankfurt sofort versilbert, das Geld redlich geteilt, wobei O. den Löwenanteil behielt.1 B. und S. wurden ieden zu 3 Monaten, O. unter Einbeziehung zweier früherer Strafen zu 1 Jahr 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Der jugendliche, ebenfalls bereits bestrafteTag- löhner Theodor H. von Nied a. Main ist geständig, — nachdem er im Vorverfahren alles geleugnet hatte — im Januar 1920 in Nidda und Umgegend Wasche- und Hasendiebstähle verübt zu haben. Die Sachen verkaufte er in Frankfurt an eine Frau, die ihn offenbar zu fernem Tun noch ermunterte. Strafe: 4 Monate Gefängnis. Gegen die Frau wird ein Verfahren wegen gehlerer etngtf eilet Die ehemaligen Musketiere Otto R. von Budenheim und Michael D. von Bamberg hatten sich wegen Diebstahls und Wachpergehens zu verantworten. D. stand Posten an einem Mag Hin in Friedberg und duldete, baß. R. einstieg und Mäntel und zwei Signalhörner entwendete, die sie gemein- (am verkaufen wollten. R. gehörte ebenfalls zur Wachmannschaft. Jeder von ihnen wurde zu sechs Monate» Gefängnis verurteilt. D verbüßt zur Seit eine andere eträfe in einer bayerischen Strotan stall — Vereine und Veranstaltungen. —W atzenbo rwSteinber g, 8 Jan. Auch in hiesiger Gemeinde fand eine von Bürgermeister Schäler einberufene P r o te st ve r s a m m- lung gegen die von den Alliierten geplante Art der Abstimmung in Oberschlesim statt und cs wurde eine dementsprechende (fnt.dLU'feung von Beirro- tem aller Parteien gefaßt. Gleichzeitig wurde, um zu ben durch die Abstimmung der Heimattreuen Oberschlesier entftdbenben außerordentlichen Kosten ein Schenlein beantragen, beschlossen, eine Haussammlung zu verunstalten, welche nun abgeschlossen ist und ben Betrag von 1010 Mark einbrachte. x Wieseck, 6. Jan. In der im Krieger scheu Saale heute veranstalteten recht gut besuchten Versammlung der Liga zum Schutze ber'be ut- schen Kultur sprach Georg Easparjohn- Moskau über bad Thema; „Wie sieht es in Sowjet- rußland aus?" Der frühere Oberlehrer war zuletzt als Hafenarbeiter beschäftigt und floh aus Petersburg im März 1920 Nach Eröffnung der Ber fammlung durch ben sie leitenden Pfarrer Satt- l e r bekämpfte ber Vortragende bic deutsche Unart, in Grüppchen sein Parteisüppcl>eii zu kochen und zu meinen, damit unserem honten Volk zu helfen Im Gegensatz zu benen, die ohne ein Wort Russisch zu verstehen, meinen, über Rußland reden oder gar Rußland als Muster hinstellen zutbürsen, ent- wickelte et aus Natur und Geschichte cm klares Bild der dortigen Volksseele und wie der Sturz ber Autoritäten, Zar und Kirche, auf sie wirkte. Mit feiner Psychologie ging er dem Wechsel von aktiver Zerstörungssucht und passivem Gehcnlassm auf den Trümmern nach dem Senin ein Ende setzen wollte mit dem Ruf, .Land ben Bauern, Friede allen unb Brot ben Arbeitern". Den Sinn bes aus- gegebenen Schlagwortes „Diktatur bes Prole- taiiats" hat nicmanb in Rußlanb verstauben. Die Betrachtung der einzelnen als Nummern wurde besonders an ber Nationalisierung ber Schule 'veranschaulicht. Viele Glcichheitm wurden im ungewollten ©time erreicht und Lenin konnte die Bevölkerung differenzieren: 1 Prozent Idealisten, 39 Prozent Verbrecher, 60 Prozent Schafsköpfe Der Staat, nicht mehr im Stande, die Defizits zu tragen, mußte Betriebe schließen und bi? Arbeiter in die Rote Armee einreiben. Die Landaufteilung hatte nur Misttraum gesät. Im Kampf gegen den alten Bureauhatismus schuf der Kommunismus einen neuen. Mit den neuen Abteilungen wachsen die Kontrollinstanzen ohne das Jneinandergreifm des alten Systems. Die Bauern lassm sich nicht kommunisierm und äußern dies in Revolten. Arm warm sie und bleiben sie: nur die Herren haben gewechselt. Reich an Tragik und Komik war die Schilderung einer Aepfelverteilimtz. Das Rätesystem wurde wieder -abgeschafft und ber Militarismus sollte wieder helfen: mit hiergegen sich erhebenden Revoltm foflcn Todesstrafen fertig nrr- dm, obwohl offiziell die Todesstrafe abg'schafft ist. Ein Märchen geworden ist auch der gleiche Arbeitstag. Ein geflügeltes .Wort wurde- „Kvrnmunist sein heißt ein vorteilhaftes Sehen führen" Idealismus ohne Rücksicht auf die geschichtliche Entwicklung der ber „alte Adam" im Bund mit der negativen Kraft d s Hasses ernten hier ihre Früchte imb das deutsche Volk soll , von biefen Fehlern lernen.. Retten kann nur die Umgestaltung des menschlichen Innern bunf> die positive Macht der Liebe Eine mit ihr erfüllte darische Ecn Hefts- front kann auch den Versailler Vertrag ändern. — Die über zwei Stunden währenden klaren Ausführungen wurden dis zu Ende mit Stille angebdrt unb machten tiefen Einbruch Den einmütigen Beifall faßte der Leiter der Versammlung in Worte des Dankes an den Redner, der noch eine Reihe von Fragen beantroortete Die USP, bic in anderen Ortsgruppen eine Reihe von Mitgliedern stellt, fdrien nicht vertreten «wesen zu sein. Eine Tellersammlung ergab 59 Mk und für 38 Mark wurden Schriften verkauft. vermischtes Braunschweig, 9. Jan. (Wvlft. In der benachbartem Ortschaft Schladen drangen gestern abend drei Bewaffnete in das Haus des Zimmermeisters P sann schm tbi w b -Mangen mit vorgehallenem Revolver die im Erdgesck'vß anwesende Frau Psannschm bi. den Geldschrank zu öffnen. Trer irn Erd>ieschotz anwesende Angehörige des Haushaltes imnbcu von den Räubern in den Veiler geschickt, dort bewacht und unter Drohungen gezwungen, sich einige Zm ruhig zu verhalten Indessen wurde oben ber Geldschrank ausgeraubt Die die „Landeszeitung" berichtet, fielen den Räubern 40 000 Mk. barcs Geld sowie Schmucksaärn in die Hände. Ter Ueberfan ging so ruhig von statten, daß der im ersten Stock anwesende Zimmermeisler davon erst erfuhr, als ihm ferne Angehörige nach dein At> zug dec Räuber Mitteilung machten. Tie Räuber, ine sich als Arbeitslose bezeichneten, sind unerkannt entkommen. Ludwigshafen a Rh., 8. Jan. (Wvlft.) Aus Olnmb eines Verhaftungsbefehls der -skaats- anwalischaft m Frankenthal ist der hier ivohmmde Eilenhändler Heinrich Lieser werten Bestechung einer Reibe von Beamten der Badiscl)«n Anilin- unb Sodasabrik in Ludvi-tshasen verhaftet worden. Durch die Besteclningen fxittc sich ber Verhaftete inner(>alb weniger Jahre ein nach Millionen zählendes Vermögen erworben. Tie Beamten ber Fabrik, darunter ein Oberingenieur mit Prokura, die in die Sache verwickelt sind, wurden von der ^abrifleitung vom Dienste suspendiert. Tie roeitere Unterlucbung zur Stias- i’erfolgimg ber Beamten ist im Gange. Tirana, 8. Jan. (Wolff.) In dem lüngft gemeldeten Erdbeben ist noch nachzutragen, daß die durch das Erdbeben angeridrteten Zerstörungen bebeutenb größer sind, als zuerst angenommen, werden konnte. Ter Erdstoß war stark unb ka- laslrophal in der ganzen Gegend von Tepelani bis nad) Elbassan Elbassan ist dem Erdboden fast vollkommen flleichgemacht worden. Bei Tepelmn hat es im Gebirge große Einstürze gegeben Tv Gesamtzahl der Verwundeten beträgt 600, die d r Getöteten 80. 15 Dörfer svnd vollkommen verschwunden und die Zahl ber Obdachlosen beträgt über 30 000 Personen. Die Regierung macht die arößten Anstten- gungen, um dem brmgenben Bwürfnis bet Be- trojiciien zu .Hilfe zu kommen._____________________ jSaxin^m Ärztlich empfohlen bei ££ Darmträgheit Hämorrhoiden. ■ Übereil erhältlich Landwirtschaft -- Lich, 7 Jan. Wie gierig das ausgetrock- Ittt Erdreich die Niederschläge der letzten Tage Br genommen Hal, sicht man Daran, datz die Bache Bd| ber großen Regenmengen nur einen niederen B-iiierftanb haben Ter Weidgraben, der vom E tfengrunö bei Oberbessingen kommt und hier in tz. Witter fließt, ist aui weite Strecken hm noch «tz trocken Bei ben großen Ueberschwemmun- t-t Die wir fetzt vor einem Jckhr hatten, hat »c«ve dieser Bvch große Wassermassen heran- Hamburg, 8. J«m. (WB.) Nach drettägrger Grrhandlung sp-ach das Landgericht heute das Drte il rn dem großen Schieber - unb Be- tvgsprozeß gegen den Studenten Pop aus juSarest, den Stourmarai Siegfried Mi11ler auS Im, den früheren Theaterdirektor Hanne- Vbet, dem Kau'mann Heinrich Liebmann- Len imb den Kaufmann Otto Te gt m e y e r, die LsäpiL g: waren, durch 'betcktg^rische Handlungen |c Ernkaufszentrale in Berlin sowie andere Be- Ei>fn und Personen um mehr als 309 000 Mk. ±äbigt zu haben, wälnend ber Versuch, Die 3bt Dresden um 63 Mill. Mk. zu schädigen, ^glückte. Es baubelte sich um ben Verkauf von hreren 100 000 Büchsen Pferdefleischkonierven, als Rindfleisch verkauft wurdm. Tas Gericht urteilt" Pop zu 15 Monaten Gefängnis unb 000 Mk. Geldstrafe, Mittler zu 2 Jahren Gc- -nis und 50000 Mk. örfbltrair Hanneschek M 3 TI analen Gefängnis unb 3000 Mk. Geldstrafe »o Tegttneyer zu 1000 Mk. Geldstrafe. Gießener Strafkammer. Gießen, 7. Jan. 1921. Urkundenfälschungen. Wegen Ur* hnbenfälfifamg unb Betrugs hatten sich ber üiBirer Karl Ludwig N. aus Romrod und Der Arbeiter Friedrich L. ans Herbstein zu verantwor- fri N. hatte seine Wochenkarte gefälscht^ um ft" Gülttgkeitsbauer zu verlängern, unb sie be- Mtzt; L hatte seinen Entlassungsschein vom Mili- li- gefälscht, um einen besseren Entlassungsanzug A bekommen Jeder wurde zu 3 Wochen Gefäng- ttf- verurteilt. Unter -Asschtuß der Oeftentlichkeit wurde Wen den Londwitt Gustav B. von Michelnau fegen Sittlichkeitsverbrechens ver h an- Mt. Wie aus den Gründen des Urteils, das auf -Monate Gefängnis lautete, hervorging, hatte « ein llernes Mädchen unzüchttg berührt, bei einem anderen ben Versuch dazu gemacht Mil- fernbe Umstände wurden iljm mit Rücksicht auf feine starke, durch einen Unfall tm Felde Der» »sachte Nervosität, zugebllligt. Diebstähle. Den Hauptteil der bis 5Uhr nachmittags währenden Sitzung nahmen Verband- hingen wegen Diebstählen, besonders iugendlicker Hkrfoiien in Anspruch Uacker Mas Sch in Bil- m unb ber Stullateur Mar B. von ba wurden teobachtet, wie sie in einer Mainacht, nach Mitter- ■odjt, mit mehreren Säcken Mebl no^_ Hause krmen. Da Sch bet dem Bäcker W. in Stellung ft verbreitete sich bald das Gerücht, er habe das Mehl dort gestohlen. Um „Unannehmlichkeiten zu dmneiden", schrieb er dem einen Mann, der ihn groben, einen Brief, in dem er bat, ihn nicht «r nen, eine gr. Partte Fahrrad- und (Maschinenöl, Schraubenzieher und Schraubenschlüssel, u. v. a. II. 1 gr. Zimmetteppick> 2 kl. Teppiche, 1 Schreib- tischsessä, 1 eich Dich unb 2 Stühle, 1 Musikinstrument mit 10 Platten, 1 Trumeaurspiegel, 1 Rauchtisch, 3 gr. Bilder, 1 schwarze Säule mtt Figur, 1 Standuhr mit Figuren. Versteigerung zu I bestimmt, zu II voraussichtlich. 363 Junker, Gerichtsvollzieher. WWWSKWW in Vad-Nauheim. Mittwoch ben 12. Januar unb fol- genbe Tage, Vz9 unb V,3 Uhr, versteigere ich aufttaggemäß freiwillig, meistbietend gegen Barzahlung bas gesamte Mobiliar und Wirtschasts- inoentar ber Villa Melita. Lubwigstraße 15. ES kommen zum Ausgebot: Mittwoch: 6 elegante Schlafzimmer sowie viele Einzelmöbel, wie Spiegel- unb Kleiber- schränk. Waschkommoden mit Marmor imb Spiegel, Sofas, Chaiselongues, Nachtt'chränkchen, Tische, Stühle, Vorhänge, Teppiche, Bettvorlagen, Kolter, Plumeaus. Kvvftillen, verii.bette Bestecke, Kapee-. Tee- unb Milchkannen, Tabletts usw Donnerstag: 6 deg. Schlafzimmer sowie Einzelmöbel, wie Mittwoch Bett unb Tischwäsche, Treppenläufer usw. Freitag: Der Rest an Möbel, Küchen-, Persrnalmöbel. Porzellan unb G-as>"achen, Beleuchtungskörper, Haus- unb Küchengeräte, HauS- haltungsmaschinen u. v a. Beiichtiguna Montag unb Dienstag von 10 bis 3 Uhr. 279D Schuch, Auktionator unb Taxator. \ \ 11 ^Lsc/üspiele 5 \/elten>iveg SetteraweaM- InhA tiaberiandi IAn! vleleeltlaen Wnnseh noch kenle das! 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Tie beschwören aus ehrlichster llebeiyugunp, in dem Riesen, den du ihnen vorführst, den klernen Buckligen wieder- zuerkennen, den sie in Wirklici^eit gesehen haben." „Sie haben auch die Kleidung des Mannes zutreffend beschrieben. Ta ist doch wohl die Mögirch- keit eines Irrtums ausgeschlossen." „Als wenn es in Tiefenbrunn nickst zwei Hüte von gleicher Form und zwei Ueberröcke von ähnlicher Farbe geben könnte. Ganz abgesehen davon, daß die '^gegramg in einem Gehölz zur Zen der Abenddämmerung, also in sehr unsicherer Beleuchtung, stattgefunden hat, und daß die Zeugen in ziemlicher Entfernung hinter dem Paare hergegangen sind." „Tu bist erstaunlich genau über alle Einzelheiten unterrichtet. Wie es scheint, weißt du erheblich mehr als ich." „Ich habe mich eben umgetan, weil mich oer Fall interessiert. Es ist nämlich gar nicht ausgeschlossen, daß ich wirklich die Verteidigung übernehme. Unter der Bovaussctzung natürlich, daß Tr. Germering bannt einverstanden ist." Verkündigungsblatt Nr. 171 vom 25. November 1920) noch nicht entsprochen ist, wird hiermit ihre Erledigung erinnert G ienen, den 7. Januar 1921. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Heß. Ilms tut). mar. abends 8 Ubr. i bass ifeib eine Schweizer = 208.- Bekanntmachung. Betr.: Portobehandlung der Antworten aus private Anfragen. Wadi Einführung der Dienstmarken zur Freimachung der Postsendungen bei den hessischen Staatsbehörden ist es nicht mehr angängig, die Staatskasse bei Antworten auf Anfragen Privater durch Verwendung von Dienstmarken mit Porto zu belasten. Private haben daher bei Einreichung von in ihrem Interesse gelegenen Gesuchen nur dann auf Antwort zu rechnen, loenn ein Freiumschlag mit vollständiger Adresse des Ge- tätig und hat große Beichienste um den Auf- I bäca ber evangelischen Kirche im früheren Teutsch- j Je Falkner aufLinüenhöhe Nomon von Reinhold Ortmann. Betr Rückführung von znrückgel assen em Gepäck und Nachlaß ehemaliger französischer und belgischer Kriegs- und SitnU gefangenen. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Soweit unserer Verfügung vom 22. November 1920 «Amts- Hat seine Pflicht getan, lind wenn er . —a's hundertmal gerettet hatte — das wiegt den i Mickps nicht auf, den er meinem Dause angetan. J CT! & denn nicht jeftgeftettt, daß er bte unglück- j 14t Frau meines Lohnes mit seinen Berführungs- ’ kMsien umgarnt hat?" ..Festgestellt? Nein, durchaus nicht. Er selber Metreitet es. Erwiesen ist höchstens, daß sie nicht, irit er angibt, nur ^einmal, sondern wiederholt Ä-lchm gewesen ist. Tas mag veichächttg scheinen, ickv es kann auch ganz unverfänglich gewesen sein. 11) cs ist wohl denkbar, daß er sehr anständige Mvesgründe hat, wenn er in diesem Punkte nicht Übt »olle Wahrheit pogt. Er war doch ihr Arzt." „Man hat ihn am Abend vor ihrem Tode an | -ckn abgelegenen Stelle mit ihr gesehen, und zwar t *2 leidenschaftlichem Gespräch. Ist das etwa bte » ifc, nne ein Arzt mit seiner Pattentin verkehrt? | U6t ist es nicht so gut wie ein Schuldbekennmis, । ÜÜB er e5 ableugnet ?" .Ich gebe zu, daß es ihn belasten würde, wenn £ d3 sich einwandfrei nachweisen ließe. Aber wer i denn diese Zeugen, die ihn in der Gesellschaft ter Schwiegertochter gesehen haben nroHen ? e kurz'ich-tige Frau, die ihn von einem ein-» igen Krankenbesuche her roieberertannt hat, und vierzehnjähriger Junge, der selbstverständlich tr dem suggestiven Einfluß der Mutter steht. pogte jtauTtujr zu eryoyren snnnen oemertvar. Benz Motoren hatten lebhafteren Verkehr, 296. Holtz- mann unterlagen stärkerem Angebot, 340. Auslandspapiere unterlagen im Anschluß an den De- visetnnarkt AbschiwÄhnngen. Mertkaner gaben mäßig nach». Deutsch-Uebersee beyouptet, 1018. Der Markt der Elektro werte zeigte ein schwächeres Aussehen. AEG. gaben etwa 5 Prozent nach. Auch Bergmann und Lahmeyer neigten nach unten. Chemische Badische Anilin, Holzverkohlung und Farbwerke Höchst gingen zu befestigten Kursen um. Montanpapiere erfuhren bet Beginn nur unbedeutende Veränderungen. Tte Tendenz war für Mannesmann schwächer. Ober» Bekanntmachung. Die Bekanntmachung vom 13. Dezember 1920 (Reichsanzciger $r 284) betreffend vorläufige Außerkraftsetzung der im Äusf u hrverkehr nach der Schweiz erteilte u Ausfuhrbewilligungen sür Papier und Pappe und Waren daraus sowie für Gold und Silbersck miedearbeiten und unechte Btioute- rie waren wird mit Wirkung vom 27. Dezember d. I ab «am- gehoben Von diesem Zeitpunkt an treten bte von dieser Bekannt- mack ung betroffenen Ausfuhrrbewilligungen im Rahmen der bet ihrer Erteilung festgesetzten Gültigkeitsdauer wieder in M ran Ties wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht Berlin, den 24 Dezember 1920. Der Reichskommisjar für Aus- und Einfuhrbeioilligiing. Tren delenbürg.__ Bekanntmachung 921 betreffend die Wahlen zum Ausschuß der Hesitsch.m Versicherungsanstalt für gemeindliche Beamte Vom 29. Lezcmber 1920. Wir haben zu Wahlleitern für die obig« Wahlen gemäß der Wahlordnung vom 15. Mai 1914 (abgedruckt tut 9ütbang amtlichen Handausgabe des Hessisckww Versicheruugsgeietzes gemeindliche Beamte) bestellt: für die Provinz Starkenburg: Herrn Kreisd.rektor M u h l in Darmstadt, für die Provinz Oberhessen: . Herrn Oberregierungsrat «Beider m Gießen, für die Provinz Rheinhessen: Herrn Oberregierungsrat Schön in Mainz Darmstadt, den 29. Dezember 1920. Hessisches Ministerium des Innern. Dr Fulb a. !N g er, Frankfurt a.R Krieg-beschär>igtei eiten und die Xot. ^Misation. :ine Vorsübruni, voi tnnflarnien und ftunlt lmvutierteu beioudrri den. «spräche. tinen aller Krieg-di denen bittet 321E )ejd)äbigttnl Kriegs n. Kriegsteilnehmer MM T and Ivar in dieser Zeit fleißig — an der ir; genügsam — in ber Arbeit: sorgsam : sich selbst: gefduoinb — in Ausreden: ich — gegen NlaniiSpersonen: treu — ihren bem; ehrlich — rtmui alles verschloßen Büchertisch. Die Rote Armee. Verlag der Kultur- V m. b. H„ Berlin W. 35, Preis 7 Mk. orlicgenbe tcd’rift über die bolsck .'ivistisckte Armee, die durch ihren Vormarsch gegen das Erstaunen und das Interesse ber Welt hat, ist von einem der gründlichsten Kenner ilschewistischen Rußbrnds geschrieben. <5te eine Fülle von -Quellennrateri.il in wörtlicher lutng uiti) behandelt die Fragen: Tte cic> hme deS alten Offizierkorps zur Roten Ar- •ie Roten Kstmmandokurse, die Fülwer der Armee, die Fahnenflucht, Militärgerichts- unb Tisziplin und vieles andere mehr, rund ber offiziellen Politischen Nachrichten. fn einem Teil ber Auflage wiederholt.) ibüntnraöau im Berliner Stobt- Parlament. erlin, 7. Jan. (WTB.) In ber gestrigen 'erorbnetenjitjung riet die Ablehnung eines mistischen AiUrages auf Einstellung te? der Sabotage beschuldigten Elektrizitäts- r ein geleiteten Verfahrens auf Dienstent- , schwere Ausschreitungen ber ünenbesucher lrervor. Als der Vorsteher iumung der Tribüne anordnete, schrien die «ngäftc wüste Beschimpfungen in den Saal er unb warfen mit Stinkbomben ben Stadtverordneten. Die weni >iener waren nicht in der Lage, die Tri- t zu räumen, und die Stadtverordneten sich zur Flucht in den Borsaal genötigt, stundenlanger Unterbrechung traten sie in nderen Saale wieder zusammen. Während- ftimmten die Tribünenbesucher gemeinsam m im Sitzungssaal gebliebeneit kommunisti Ztadwerordneten die Internationale an. Mit dreifachen .Hoch auf die Internationale sie schlieÄich ab. rr deutsche Gesandte in Argentinien. uenos Aires, 8. Jan. (WTB.) Tee ent der Republik hat gestern den neuen beut Gesandten, Pauli, m Audienz empfangen. Asquith über den Völkerbund. arrs, 8. Jan. (WTB.) Wie ber „Malin" onbon meldet, hat sich» Asquith im Laufe Vortages, den er in der Vereinigung der en Universitätsgesellschaften hielt, auch über ölkerbund ausgesprochen. Tie Tagung ölkerbundes sei gering an Ergebnissen ge- Als Ursache dieses unbefriedigenden Ergeb« führte Asquith bte Tatsache an, daß der Völ- d durch eine Reine Coterie von Großmächten, h dem Völkerbundsrate, in den Schatten ge- oütbe. ckgang im Bau von HarchelSschiffen. onbon, 8. Jan. ^WTD.) Zum ersten Male itti uem Kriege, weist Lloyds Register einen Rückgang im Bau ber Handel s ton nage auf unb zwar für das letzte Vierteljahr für Groß britanuien einen Rückgang um 22 132 unb für die anderen Seehandel treibenden Nationen der Welt um 363000 Tonnen. Automatische Pistolen aus Deutschland. London, 8. Jan. lWTB.) Da mehrere englische Handelshäuser von deutschen Hand^shäusern Angebote zum Kauf von automatischen Pistolen erhalten haben, weist der Kriegsmrnister darauf hin, daß Deutschland nach bem Friedensvertrage letzt noch mcht berechtigt ist, Revolver und Pistolen aus- zu führen. Abgesehen davon, daß er zweimal einer Vorladung des UnterfuchmVSrichters hatte Folge leisten müssen, war es das erste Mal, daß er btefen Weg machte. Bernhard Falkner schien angenehm überrascht. „Es ist verständig, daß bu auch Inal unter Mensckien gehst- Tu hättest das schon mei öfter tun sollen." „Unter Menschen? In ihrer Allgemnnheit verlangt es mich mcht nach ihnen. Emen Menschen. an dem mir gelegen ist, hoste ich drunten allerdings zu treffen." Ter alte .Herr hob den Kopf „Hast du dir jemxmb bestellt?" „Nein. Aber ich bin zu meiner Freude von einem gerufen worden, den wiederzusehen ich kaum gehofft hatte. " „Und warum ist er nicht zu dir heraufgekommen ?" „Weil ihm bte Tür dieses Hauses verschlossen ist, Vater." Bernhard Falkner kramte in fernem Schreibtisch, Parnere und Zeitungen zwecklos burrfwn* ander werfend. Tann polterte er: „Unsinn! Tte Tür meines Hames ist noch fernem anständigen Menschen verschloßen g?we'en. Der es fn guter Absicht betreten wollte. Das kannst du bleiern Jemand getrost sagen. In meinem Namen — verstehst bu? — Wer es auch sei. — Und nun laß dich nicht länger aufhalten - Aus Wiedersehen!" (Fortsetzung folgt) Tie _ Airche O dedern, 7. ,.W 39 fiu feil Mel «F«j Jreuk®u W * jeftt (viettt t rSien i^.M)ehnten riL^M^ R$* r**> UZtzL Rps E^88“ meinem IrigMea? Erw fe S Ji 5h*® EtigJ* Nit ( [tan El« h&h B^jS? r,e>Jäb L .'^»i zm B^Ä*! Pb®^ 'W|t tg&£! WÄ» Mg-Tt M fr1' fr|A Motoren II EqeW.*; fSbieW l£n zu bellum MwnU rag kann nicht ^onikicn; v" itie Regierung & w tag ergibt iw- Bold) wnW £ oder bAA DwendunA" l—Adf M Jim Koten zu Langer Rommunistrn I AusOfsei hieben: । Hier wurde k ausdrücklich k valerlandiic kn roami, tu psU'cherEeüe^ fcie gestört, panfnirt unb£ weck nach Dffe. millen der Ink w'a Luxemburg Innen mit m wmbunflen uttb d Mners: das erschienenen ta griss mehrfach m genug, um t l wahren zu ki tv Westarp seir de führen, und hlußwott spreche I Diese Sorga; pllichkei!, wie e, t die Persamm p Würden nun ? i Gesindels v ck und entsprc a'ellos auch de M von 3kr)c ^Gegend bald U7i7.vf 3 -lrtt übrigen K Krr Tie un ersn ga Keipilichamg Bpt, die lick ine Eegf, weil auch p)ie deutsche Wm | -u einer Per,! Getern nachmittag nm Vl-3 Ulir langem, tnbwvrern, mit Geduld getrage’ Mann, unser treusorgender Vater, Brud Heinrich R leiegraphenleituvgs-Aul im Alter von 39 Jahren. In tiefer Frau Marg. Rockel geb. und alle Ar Die. Beerdigung findet Mittwoch <1 um 2 Uhr, auf dem neuen Friedhof stat 0419 mehr. Mannes Liebe O42S 2. Stock, links. 71 Fabrik elektri, Apparate, leistimgr Oberbessen einen l schäften lJnstallatn geschäftet giat eins Anssührliche s- Angabe von Referi an den (Siebener A 5OOOO M. vom Selbstgeber ganz ob. geteilt aiiszuleihen. An- iragen unter B. 11B# an Herio, Mitt. Ann.-Erv. (Sieben.355h zur Förderung des Wi Hamburger Firma zui organisatorisch befähigt Verdienstmöglichkeiten schafft durch Uebernahi und sichere Linnahmeqi Durchführung und Lac bares Kapital von ca. Zuschriften und Refere Ala, Hamburg 11. MktW UlflöiBen für -Hausarbeit aus sofort ober später gesucht. Frau E. Schwieder, 0226 Moltkestrabe 1. Dies. "Vers-, die a. Freitag abend zw 10 u. 11 Uhr die Wäsche im Garten Liebigftr. 65 «uithiabm, ist ges. u. ert worden u. wird ersucht, dieselbe dem Eigentümer zurück zu geben, onbern« saüö Anzeige erfolgt. 040 Crbentl. Mädchen, das schon in liess. Hause gedient hat. wirb zum 15. 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Lebensjahre zu sich in die Ewigkei In tiefer Frau Marie Kath. H( Familie Münch Familie Möbus. Bersrod, den 10. Januar 1921. Die Beerdigung findet Dienstag den 11. Jan Monatlich 4—5000 Mark verdienen Landreisende die in hiesigem.Bezirk eiitgesührl sind. Sckr. Angebote unt. V. 0.16529 an den Gieb.Anz.erb. [365ss „Es wäre eine ftarte Belastungsprobe unterer ^rambfd^ift, 93eimeroib'" „So? — Dc^ sehe tch nich ein. Aber wenn es auck> so wäre — du darfst nicht vergessen, baß rth außer der Pflege unserer Freundschaft noch cm en kleinen Nebenberuf habe. Ich bin nämlich auch Rechtsanwalt oder, wie ich mir's auszulegen pflege, em Anwalt des Rechtes. Und ein solcher scheint mir gerade hier sehr am Platze." „Tn tamtft selbstverständlich tun, was du für gut hältst. Daß dir hier im Dause niemand Dank dafür sagen würde, brauche ich dir nicht zu sagen." „Nein. Ich sehe ja, daß die Tankbark eit überhaupt nicht eure stärkste Seite ist. Außerdem gibt es in deinem Familienkreise doch wohl jemand, der anders darüber denkt." „Gerda — meinst du?" „Ja. Deine Tochter glaubt ebenfalls nicht an Germerings Schuld llnb sie muß ihn doch einigermaßen kennen gelernt haben." „Wenn sich deine Ueberzeugung —8.975 Wien 100 fir. = 1.45 1.425 -Prag 100 Ür. = 7.35 7.25 -Paris 100 Fr. = 38.80 38.625 London 1 £ — 23 65 23.60 Italien 100 L. — 23 65 22.50 Brüssel 100 Fr. -- 40.75 40.70 Budapest . 100 Är. — 1.10 105 Uew.YarK 100 $ = 649.- 650 - '(gram 100 Ar. -- 4.- 4.10 vermischtes. * Ter Frauenübc schuß D»c Kopenhagener Studiengesellschaft für die sozialen Folgen deS Krieges gibt letzt teilweise die Ergebnisse thoer Forschungen heraus. Danach ift "ber GeiMnt- menschenverlust. der mittelbar oder unmittelbar durch den Weltkrieq verursacht worden ist, auf 35 Millionen zu schätzen. Dadurch ist ct.i großer Fratuntiberschutz hervorgerufen. Während im Jahre 1913 auf 1000 Männer im heiratsfähigen Aller von 18-45 3obren nur 1005 Frauen im gleichen Aller entfielen, flieg diese 3ahf 1919 auf 1180. Fn Deutschland müssen in den nächsten Fahren 18, das ift mehr als ein Sechstel aller Heiratsfährgen Mädchen lebig bleiben ES ist sogar anzrmehmen. daß dieses Sechstel noch überschntten tvird. da unter den Ireiratssähigen Männern viele Kranke unb B. schädigte stnd. die kartm für eine Che i-r Jra;e kommen. — Ein gutes Zeugnts. Ein Dienstmädchen, mit dem die Herrschaft wenig zutneden gen>e|m 'war, bat um ein gutes 9lbgongszeugnis tmb crljielt folgende Bescheinigung. „N. N. l:at ein Jahr — weniger neun Monate bet mir gedient und luar hi dieser Zeit fleißig - an der Lwustür: genügsam — in der Arbeit: sorgsaut — für sich selbst; «schwind — in Ausreden; freundlich — gegen Mannspersonen: treu — ihren Liebhabern; ehrlich — rireint alles verschloßen war . . ---- Büchertisch. — Dte Rote Armee. Verlag der Stultur* liga G. m. b. H„ Berlin W. 35, Preis 7 Mk. Tie vorliegende Schrift über die bolsch.'wistische Rote Armee, die durch ihren Vormarsch gegen Polen das Erstaunen und das Interesse der Welt erweckt hat, ist bon einem der gründlichsten SVenner des bolschewistischen Rußtaards geschrieben. hmguahme des alten Offizterkorps zur Roten Armee, die Roten .stommandokurse, dte Fulner der Rotm Armee, die Fahnenflucht. Mllitärgerichte- barfeit und Disziplin und vieles andere mehr, auf Grund der offiziellen politischen Nachrichten. (In einem Teil der Auslage mieberljolt.) Tribünenradau im Berliner Stobt Parlament. Berlin, 7. Jan. (WTBri In der gestrigen Stadtverordnetensitzung pief die Ablehnung cinev kommunistischen Aittrages aus Einstellung te> wegen der Sabotage beschuldigten Elektrizitäts- arbeiter ein geleiteten Versahretts auf Dienstent- laffung schwere Ausschreitungen ber Tribüne itbesucher Ijeroor. Als der Vorsteher die Räumung ber Tribüne anordnete, schrien^ di' Tribunengäste wüste Beschimpfungen in den Saal hinunter unb warfen mit Stinkbomben nach den Stadtverordneten. Die toenv gen Diener waren nicht in ber Lage, die Tribühnen zu räumen, und die Stadtverordneten sahen sich zur Flucht In den Vorsaal genötigt Nach stundenlanger Unterbrechung traten sie in dem anderen Saale wieder zusammen. Während dessen stimmten die Tribünenbesucher gemeinsam mit den im Sitzungssaal geblieben eit kommunisti scheu Stadtverordneten die Internationale an. Mit einem dreifachen Hoch auf die Internationale zogen sie schließlich ab. Der deutsche Gesandte in Argentinien. Buenos Aires, 8. Jan. (WTB.) Tee Präsident der Republtt hat gestern den neuen beul scheu Gesandten, Pauli, rn Audienz empfangen. Asquich über den Völkerbund. Pans, 8. Jan. (WTB.! Wtt der ,,Matin" aus London meldet, hat sich' Ä s a u i t h tm Lause eines Vortrages, den er in der Vereinigung der liberalen Universitätsgesellschaften hielt, auch über den Völkerbund ausgesprochen. Tie Tagung des Volkerburtdes sei gering an Ergebnissen gewesen. Als Ursache dieses unbefriedigenden Ergebnisses führte Asguith die Tatsache an, daß der Völkerbund durch eine fleine Coterie von Großmächten, nämlich dem Völkerbundsrate, in den Schatten gestellt würde. Rückgang tm Bmr von Hundelsschiffen. London, 8. Jan. (WTB.) Zum ersten Male seit dem Kriege, weist Lloyds Register einen Rückgang im Bau der Handelstonnage auf unb zwar für das letzte Vierteljahr für Groh Britannien einen Rückgang um 22 132 und für btc anderen -Seehunde! treibenden Nationen der Welt um 363000 Tonnen. Automatische Pistolen aus Deutschland. London, 8. Jan. -'WTB.) Da mehrere englische HandelshÄiser von deutschen Handrlsbäusern Angebote zum Kauf von automatischen Pistolen erhalten haben, weist der Kriegsminister daraus hin, daß Teutschland nach dem Friebensvertrage letzt noch nicht berechtigt ist, Revolver unb Pistolen auszuführen. ie Falkner aufLinöenhöhe Stomcm von Reinhold Ortmann. 'Hdruck verboten.) Fortsetzung 79- „®r hat seine Pflicht getan. Und wenn er i hundertmal gerettet hatte — das wiegt den »wps nicht auf, den er meinem Haufe angetan. eZ berat nicht ^estgestellt, datz er tne unglück- t Frau meines Sohnes nrit feinen Verführungs- tat umgarnt hat?" „Festgestellt? Nein, durchaus nicht. Er selber teilet es. Erwiesen ist höchstens, daß fte nicht, : er angibt, mir ^einmal, sondern wiederholt ihm gewesen ist. Das mag verdächtig scheinen, r es kann auch ganz unverfänglich geroeien lein. ) es ist wohl denkbar, daß er lehr anständige rezgründe hat, wenn er in diefem Punkte nicht »olle Wahrhett sagt. Er war doch ihr Arzt." „'Dian hat ihn am Abend vor ihrem Tode an et abgelegenen Stelle mit ihr gesehen, und zwar le'Lenschaftlichem Gespräch. Ist das etwa bte t. tme ein Arzt mit seiner Patteittin verkehrt? t ist es nicht so gut wie ein Schuldbekenntnis, i er eS ableugnet?" ,Zch gebe zu, daß es ihn belasten würde, wenn sich etnroanbfrei nack-wrisen ließe. Aber wer ,. ji ierat diese Zeugen, die ihn in der Gesellfchaft ii Mei Schwiegertochter gesehen haben nwllen? Ifce kurz'ichttge Frau, die ihn von einem ein» jftigen Krankenbesuche her roiebercrfannt hat, unb Igt vierzehnjähriger Junge, der selbstvcrständltch lÄtifttc dem suggestiven Einfluß der Mutter steht. Als dritter im Bunde aber ein alter, geistig beschränkter Mann, der mit den beiden anderen Zeugen tm Rabcnholze zus-a mm enge troffen und von ihnen auf das aufgeregte Paar aufmerksam gemacht wocken ist. Erst als er von ber Frau hörte, daß es Dr. Germering unb die junge Frau Falkner feien, hat auch er den Arzt erkannt. Bleibe mir doch mit solchen Zeugen vorn Leibe! Ich kenne sie aus meiner strafrechtlichen Praxis zur Genüge. Tie beschwören aus ehrlichster UeberzeugunA, in dem Riefen, den du chnen vorführst, den Heuten Buckligen wieder- zuerkennen, den sie in Wirklichkeit gesehen haben." „Sie haben auch die Kleidung des Mannes zutreffend besckflieben. Ta ist doch wohl bte Möglichkeit eines Irrtums ausgeschlossen." „Als wenn es in Tiefenbrunn nickt zwei Hüte von gleicher Form und zwei lleberröcfe von ähnlicher Farbe geben könnte. Ganz abgesehen davon, daß die Begegnung in einem Gehölz zur öett der Abenddämmerung, also in schr unfidxrer Beleuchtung, stattgefunden hat, und daß die Zeugen in ztemlicher Entfernung hinter dem Paare berge» gangen sind." „Tu bist erstaunlich genau über alle Einzel- hetten unterrichtet. Wie es scheint, weißt du erheblich mehr als ich" „Ich habe mich eben umgetan, weil mich der Fall interessiert. Es ist nämlich gar nicht ausgeschlossen, daß ich wirllich die Verteidigung übernehme. Unter ber Voraussetzung natürlich, datz Tr. Germering bannt einverstanden ist." GRAF WALDO 70 Mat^orf gistoria ZiKanrtte MONIKA PIA 20 PRINZESS MIIIIME2^ BLAU PUNKT 50 CHICAGO KORK 40 EPSOM mundst. 1 .w •MUHT OBERST BRIDGES XUMUU l ft am besten mii r ■ « * ■ i ■ v. S-«' 387D Hersfener:Hch.5chulz A.-6, Pfungsfadi MS SM * MM Fritz Magnus - Moderne Augenoptik Kurz-, Weih-, Woll- und Strumpsroaren 351c ■■■■ ■iiiiiiieii Ecke Friedrichstraße H. Wolff, Seltersweg 4 Schuhhaus Metropol, Seltersweg 19 H. Müller, Wolkengasse 23 F. Neumeier Wwe., Sonnenstraße 20 N. Reih, Mäusburg 12 Springmanns Schuhh.» Bahnhofftr. 58 L. Süh, Marktstratze 9 T. Waldschmidt, Frankfurter Straße, ■ ubnndiiuiHxy soec Haltestelle der roten Linie :: Verkauf nur 1. Stock A. Baer, Marktplatz 7 W. Benner, Marktstraße 34 L. Bernhardt, Schulstraße 10 „Fides" Schuhw., Seltersweg 71 W. Herbert, Marktplatz 2 J. Lilienfeld, Seltersweg 52 Thr. 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Da seit Jahren infolge der Kriegsverhältnisse diese Veranstaltung untersagt war, empfiehlt es sich für jedermann, diese besonders günstige Gelegenheit wahrzunehmen. M fr« tvkl «und re» blWr. fr;«. 6 rSÄ (Sichen, Babnbofstr. 60 Tel. 1007. - Gegr. 1909. Beginn neuer 22c flDenö- u. logesturfe. Bücliliibrong ä Schön-, Bud- and Last- sehr l!t a. BudslslUber. Anmeld.tdgl. Prosp.lrei. iss» verf.OPsd nettotnkl.Dose frto. M. 187.50, Scheibenhonig 8'Pfd.-Pak. 155 Dl Warantie: aurücknahme. Gerh. Oltmer Gros; • Bienen - Züchter et, Otter,'chevS 74 bei Ede- wecht i. Oldenbg. 145A Frische Landeier zu haben 339 rehpnsmlrtEihons Weisel Markt str. 14. Tel. 1M>. An^iD^chrtOeobßHe^rlaub^il^ßsoflde^mrQWBUer^ Buchdruckerei Nitschkowski Lodwigstr. 4 :: GIESSEN :: Fernspr. 724