Nr. 289 Ter »tetzener a«jei«er erlernt täglich. autzer Sonn- und 3L Selitü. gelb, auch beiTiid)ted*oupi(d)ri filetier ; Aug. (voetz VeronivoNUch ftr ‘Politik: Ang. Goey; ftr den übrigen leih Karl Walther; für den Kntetcenlcil )>an» Tech, sämtlich in ®ie(jen GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick enb Verlag: vrühl'fche Umv.'vich' unb Sttinbniderei R. taiße. $d)riftlethieg, -eschäftrpelle unb Driderel: 5chülstroste 7. Berlin. 8. De- (OBolffj Da« vvn tw- fdfym unb jugollawifchen Unterhändlern Anfang 1921 txrembartc Wirtschaftsabkommen, da« deutscherseits bereit- unterzeichnet war. ift toten 4 genehmigt unb durch tbre Vertreter unterzeichnet worden. Es «oll nach der 7-eneh- migung durch die beiderseitig en parlamentarische» Körperschaften unb darauffolgender LatisUatto« in Kraft treten. terefle de« ganzen Volles würde es sicherlich mehr entsprechen, wenn der erstere Weg gewählt würde. 5X1« tmire der Anfang einer wirklichen Besserung. Die Reichsregierung sollte hier mit kräftigem Sntschluh die Sübrung übemebmen und den Weg weifen, der unbebingt gegangen werden muh Sonst geraten wir vollständig in wirtschaftliche Sklaverei. Tie Entscheidung muh aber bald gefaxt werden, denn wir find offenbar an einem Wendepunkt unserer De'chichte angelangt B e r l i n. 8. De^ (Privatt^.l Wie der . Lokal- Anzeiger" mitteilt, sand heute vormittag zwischen dem Reichskanzler. dem Reich«'inan-minister. dem Reichswitschaftsminister Schmidt, dem Reichs- bankpräfibenren Havenstein und dem deutschen Botschafter in Pari« eine Besprechung über die Reparationsfrage statt Die .Boss. Zig " bringt die Ausdehnung des Londoner Aufenthalts Rathenau« in Zo- sannnenbang mit der Reise Loucheur« nach London, die auf eine Anregung Lloyd Georges eurüdsufübren sei. Loucheur werde in London zu- pächst mit dem englischen Schotzkanzler dann mit Robert Hörne unb Rathenau gemeinsam konfe- intettiüiierten Kontrollkommtstion txrdorgen worden seien. 3n der Fortsetzung der Debatte sagt B a r - t b o u, die modernen Mittel, von denen Oefenre gesprochen habe, feien tatsächllch vorhanden. E n- xelne Pan »erzuge habe man in Oberochenen an der Arbeit gesehen Seit 1918 habe Deu t tchland zwei neue Maschinengewehre konstruiert. 9« entsteht eine Aus'packe zwischen tiefe P re unb dem Abg Klon, ob vor Beginn des Krieges genügend Mittel vorhanden waren, am die militärVdx? Ausrüstung ficherzuslellen Ve* fevre verneint das Klotz widertpricht. Lefevre tagt, ein Doll habe nicht ixi« Recht, seine Sicherheit auf Hvpvthe'en aufzubauen. Frankreich könne leine Politik nicht auf der Voraussetzung eine# in Deutsch a-'d rorbanber.en pazifistischen G>t es ausbaue i. besonders nicht nach der öntbe-tjr.g von Detborfler.cn Kanonen uns JUal-Xii cn- gewehrcn. Lefevre halt der uusterften ti.nfen vor. bah ihre Genossen 500 Kanone" verborgen hatten, um sie für die Revanche auszuheben. Ulan l*e- sinde sich einer Ration von 60 MiUronen. ja sogar von 70 Milllonen gegenüber, wenn man b;c Deutsch-Oe 'ei reicher bi z.^ähle Deuilch and sct die einzige Hatton in Europa. Oie b za bien könne, aber fie schaffe sich setzt JDaffen, um ntcht zu bezahlen Denn man von der moral tschen 9nt- toaffiiunfl Deutschlands spreche, dann dürfe man nicht vergessen, cah die 2Lrb?iter von Heidenau Kanonen fabriziert und s.e verborgen hatten, um sich tcrfelben gegen Frankreich zu bedienen Schllehlich crgreifi im tiaufe der Debatte Abg Eastelnau da« Wort und fteilt in Aus Hdl, bah. wenn demnächst die R??rg tnlkationo- Dlunc des französischen Heeres zur Debatte banden, er das Dorr in der von tiefem-e ange'chnst- inrcn Sache ergreifen würde. Hierauf eyt die Kammer die Fortsetzung der Beratung über die einzelnen Budgetmittel fort. Frankreichs Beziehungen znm Vatikan- Paris. 8. Dez. 3n der heutigen Rachmit- tagsslhung des Senat« interpelliert Abg. H e r y über die Wlederantznüpfung der Beziehungen au m D a 11 f a nC Die Regierung habe diese diplomatischen Beziehungen nur nach Zustimmung der Kammer wieder ausgenommen. Es mühten Gründe vorhanden sein, die zu dieser Haltung geführt hätten. Er gibt zu. dass die äuhcre Politik Frankreichs ein Interesse an der Wiederaufnahme der Beziehungen habe, er müsse aber aus die Rückwirkung Hinweisen, die diele Wiederaufnahme auf die öffentliche Meinung in Italien ausübe, denn Driand sage er würde die italienischen Freunde nicht dadurch beleidigen, bah er annehme. das; ein diplomatischer Akt dieser Art irgendwie al« wenig wohlwollend gegen fie gedeutet werden könne Hertz fährt fort: Wenn ich Die Washingtoner Konferenz. Paris. 8. Dez. (WTB.) HavaS meldet aus Washington, Japan habe den Vertrag, betreffend etnSinvernehmender vier Mächte über die Frage des Stillen Ozeans, angenommen. Grohe Hetzreden in der französischen Kammer. Part«. 8. Dez. (WTD) In der Rach- mittagvflhung der f ranzöf is chen Kammer, in der daS Kriegsbudget durchberaten wird, ergriff Andre Lefevre das Wort zu einer heftigen Anklagerede gegen Deutsch- land ör habe ehemals crflärt, bah Deutsch- lanb bie Mobilisierung von 7 Millionen Mann vorbereite. Diese Ziffer fei von Briand auf gegriffen worden. Das hatte gar nicht anders fein können, well sie der Wahrheit entfpreche. Jenseits des Rhein- sei die Mobilisierung von sieben Millionen vorbereitet. Die Zahl habe sich übrigen« seither vergröbert. Andre Lefevre verliest die Liste sämtlicher sogenannten militärischen geheimen Organisationen und beschwert sich darüber. dab der Friedensvertrag die K a s e r n e n g e bä u de in Deutschland habe bestehen lassen. Die Reichswehr fei im Falle der Mobilisierung nicht dazu bestimmt. sofort etnzugceifen. Sie werde sich verteilen. um die nötigen Labres für alle die Freikorps zu liefern, die in Deutschland vorhanden seien, wie sie zu den Jetten des Dreibigiährigcn Krieges bestanden hätten. Die Ausrnarschlinic fei hinter dem Schwarzwald. Bon Stuttgart nach der Schweiz seien die Linien verdoppelt worden. Deutschland führe bedeutende Arbeiten aus. Man bereite eine Mobilisierung und Konzentration vor. Wie viele Menschen hätten Waffen, die man allmählich entbede. Die Kommission Rollet ent» bede von Seit zu ugeben, bk beutschen Kirchen und Schulen, die beschlagnahmt unb verkauft wurden zweck« Rückgabe zurückzukaufen, oder im Falle des Mistl'ngen«, die Grundstücke und da« bewegliche Vermögen derselben durch andere gleich- "Berte zu ersetzen. Privatpersonen gebörende Effekten au« deutschen, bei Kriegsausbruch in Portugal beschlagnahmten Dampfern, deren Freigabe die portugiesische Regierung prin- zipiell schon zugestand, vvn der Zahlung aller Kosten für die Lagerung und Verwaltung zu befreien und die Versteigerung deutscher Güter einzustellen Die portugiesisch- Regierung erklärt auherbem, bah sie nicht beabsichtige, von ber Ermächtigung des bekannten Paragraphen 18 zu Anlage 2 zu Teil 8 des Friedensvertrages Ge- brauQ zu machen, bah fie vielmehr bem Parlament einen Gesetzentwurf vorlegen wird, wodurch auf dieses Recht verzichtet wirb 2luherdem er- klärte sich die portugieftfche Regierung prinzipiell bereit. gegen wirtschaftliche Iugeständnife Deutschand das noch nicht liquidierte bewegliche und unbewegliche deutsche Eigentum in Pc-rtugul und seinen Kolonien zurückzuerstatten. Die Seh- fenung der Sinzelbeiten über diesen Punkt bleibt weiteren Verhandlungen Vorbehalten. Dah die Regierung selbst um ein Mvrato- rtu hat nachsuchen müffen. ist an sich nicht weiter überraschend Jedem verständigen Menschen muhte eS von vornherein flar sein, und das hat ja auch Dr. Wirth selbst wiederholt in aller Förmlichkeit erNärt, bah bie uns im Friebens- vertrag von Versailles unb im Londoner Ultimatum auf erlegt en Iahlungsverpflichtungen einfach unerfüllbar find Wenn sich innerhalb der Entente eine Relgung zur schliehlichen Bewilligung eines Moratoriums leise geltend zu machen scheint, so ist das nur ein Anzeichen dafür, dah inan nicht auf die Dauer feine Augen vor unum- st östlichen Rotwenbigkclten verschliesten kann. Was aber Sir Roben Home in seiner Rede mehr angebeutet Hat. schallt au« Frankreich mit groh- tem Rachdruck Herüber Wir können nur bann auf Zugeständnisse rechnen, wenn wir mit Ernst unb festem Willen daran gehen, den Haushalt de« Reiche«, der Länder und der Gemeinden in Ordnung zu bringen. Die Entente verlangt vor lst die Tätigkeit unserer Roten- Die englischen Arbeiterorganisationen für Abänderung des Friedensvertrages. L o n d o n. 8. Dez. IW27D.) Auf der Heute i Hier eröffneten Konferenz des Rationalen De- metnschaftsrats. des Gewerkschaftskongresses I allen Dingen, baL----—.— ----- presse eingestellt werde, an sich mit vollem Recht. Vom Standpunkt der Entente au« bat ein Moratorium und eine vernunstgemähe durchgreifende Aenderung aller Besttmmungrn de« Frieden«- vertrages von Versailles und des Londoner illtl- atums. die Herabsetzung unserer Schuldverpflichtungen auf ein erträgliches Mast nur bann einen Sinn, wenn Deutschlanb sich selbst in bie Lage ttetfeM. überleben zu können, was es überhaupt zu leisten unb zu zahlen imftanbe ist. Wenn weiter so planlos fortgewiflfchastel wird wie bisher, und wenn Immer wieder bie Rotenprelle in Tätigkeit gesetzt wird, bann ift eine Gesundung unseres Finanzwesens undenkbar Vor allen Dingen muh dafür gesorgt werden, bah In ben groben Reichs- und Staatsbetrieben wirtschaftlich gearbeitet wird Der Wirrwarr in der Reichseifenbahnveruxtltung. der zu einer völligen Verstopfung des Güterverkehrs und damit in weiterer Folge zum Kohlen- und Äartoffelmangel geführt bat. ist nicht gerade danach angetan, die Sache derjenigen zu fördern, die sich so leidenfchafllich gegen jeden Versuch wehren, durch Einführung privatwirtschaftlicher Betriebsmetbo- den Besserung zu schaffen. Leider gibt der Friede ns vertrag von Versailles ber Entente reichlich Mittel an die Hand, eine tiefgreifende Kontrolle über unkte gesamte Fwanzgebarung au«zu- üben Das ist in mancher Hinsicht, wenn auch nicht vor der bqpiten Oeffentlichkeit. schon in die Erscheinung getreten. Die Beamten. Tinge- stellten und Arbeiter ber groben Betriebe sollten doch selbst einmal mit sich zu Rate gehen, was für sie vorteiihaster ist: Selbstzucht walten zu lassen, die Forderungen etwas zurückzuschrauben, die Arbeitszeit den DerhälMillen entsprcchenb zu regeln unb eine Verminderung des übermäßig hoben Personalbestandes selbst herbeizuführen ober unter bem Diktat, unter ber harten Faust der Entente ganz anders angefaht zu werden. Der Würde des Deutschen Reiches unb bem 3n- Snglander wäre, würbe ich Anhänger ber Wieber- aufnabme ber Beziehungen zum Heiligen Stuhl sein, denn Englanb ist ein protestantisches Volk Auch Spanien habe Bsziehungen zum Heiligen Stuhle. Diesmal sage ich nicht, wenn ich Spanier wäre, würbe ich bie Aufrechterhaltung blefer Beziehungen wünschen. Aber ich verstehe Tie, denn Spanien ist eine offizielle katholische Macht. Für Frankreich trifft das nicht zu Das triftige, das wahre Dokument. baS man für die Wiederaufnahme ber Beziehungen zum Vatikan vorbringt, ist, bah er eine grohe moralische Kraft sei. Ich bin weit davon entfernt, das in Zweifel zu ziehen Aber eS gibt gewisse Tatsachen, die geschichtlich sind. Senator Hertz erinnert an bie Stellung des Papstes während bes Weltkrieges Habe er die Verbrechen Oesterreichs gegen Serbien. die Verbrechen Deutschlands gegen Belgien aebranbmarft? Habe er den U-Boot-Krieg, die Attentate gegen die Richtkombattanten verurteilt, habe er gegen die Kriegsschuldigen at»d) nur ein Wort gesagt? Hertz spricht sodann von ber Souveränität bes Heiligen Stuhles im internationalen Sinne bes Wortes, »r schneidet alSdann die Frage der Kultusvereine unb ber Diözesenvereine an. Gr spricht die Hoffnung aus. bah diese Frage nicht außerhalb des Parlaments geregelt werbe. Des ferneren spricht er von ben Kongregationen unb sagt schllehlich Die katholischen Organe in Frankreich waren schon wiederholt gesinnt, ihre Anstrengungen gegen die republikanischen Gesetze zu richten Man proflimiert von der Parlamenlstribüne die Laisngefeye als unantastbar, aber man wendet sie alchl an Der Interpellant beendet seine Rede, indem er an den Burgfrieden erinnert, und beschwört die Republikaner. Fvankreich zu verteidigen. Hieraus wird die weitere Diskusston auf Dienstag nachmittag vertagt. Das schwarze Heer Frankreichs. Paris, S. Dez. (DTV.) Dach einer Mitteilung des „3DumaT waren unter den 818000 Soldaten, die Frankreich am 1. Cf- tober besah, 1 1 7 000 Eingeborene aus Do rdafri ka und 1 10 000 Mann aus den anderen Kolonien; im ganzen 227 000 Mann Kolonia!truppen. trage« beauftragt fei. hinzu, bah er In Washington keine anbere Sprache als die Andr^ Lefevre geführt habe. Die meisten Tat'achen und Dokumente, namentlkfc das Zirkular des Generals Don ocetm feien vom Minlst erpräsidenten angeführt worden. Gr lei sicher, bah Lefevre mit ihm ber wach- । tarnen Aufmerksamkeit und dem Mute des ®cne- 2o n b o tl 8 Dez. (WTB.i Loucheur hatte rals Ro 11et Anerkennung zolle. Gegen-der dem »«m« ^mittag «ne Benutzung I XbgenrMetcr, T(um «ufr er «Haren, dal er Um bas Moratorium. 9tne Rede, bie ber britische Schatzkanzler Sil Robert Hör ne in Manchester gehalten hat bringt uns die Überraschende ^achrlcht. bah bie deutsche Regierung um ein Moratorium bei ber Entente nachgesucht har Es ist ein wenig erfreulicher Zustand, bah wir auf diese Weise über die wichtigsten Schritte unserer Regierung unterrichtet werden, unb selbst jetzt hat die Regierung nichts über ihre Pläne bekanntgegeben Aus ben verschiedensten Privat- nachlichten einzelner Blätter kann man sich nur insofern ein Bild von der wirllichen Sachlage machen, bah es festzustehen scheint, unsere Re- gIrrung habe auch die Bank von England um Bewilligung einer Anleihe vvn 25 Millionen Pfund gerbten, bie zur Ableistung der Zahlunacn bienen soll, bie am 15. Januar unb 15. Sehr, fällig werden Ss wäre wirllich an ber Zeit, bah die brutsche Reich«regierung sich entschlösse, bem deutschen Volk klaren Wem elnzuschenfen über da«, was fie getan hat, unb was sie zu tun beabsichtigt Psychologisch ist es ja schllehlich verständlich, bah da« Kabinett einer öffentlichen Absprache über die ganze Frage solange wie mbglich au« dem Wege geht, denn erfreulich kann fie für ben Reichskanzler Dr Wirth nicht werden S« liegt in dem in London getanen Schritt da« Eingeständnis, bah bie von ihm betriebene Art ber Erfüllungspolitik vollständig bankrott gemacht hat. die französische Regierung oeranlabt haben, dieses Abkommen abzuschlieheiL Pari«, 8 Dez. (WB, Das .Journal Des D^bats" schreibt, offenbar halbamtlich becin- futl. gewissen Gerüchten zufolge, die man für Begründer zu halten 2lnla'i hab.-, hätten heute wichtige Untenebungen zwischen Ulmi '.er tiou- e: solle D e Londoner Besprechungen dienten dazu, einen Ausgleich zweier cntgvgengesetzier Standpunkte zu bxtpcttflelliflcn, der dann auch nicht unwahr- schrinlich fei. In der Tat wäre c 6 möglich. Tah cs den Flnanzlrci cn Frankr i tzs u rd Englands mit Hllse verbundener 'Op^ia:Ionen, einer Kombination des Anleihesystem- mit e i n epi kurzen Moratorium gelingen werbe, die Zahlungssählgkcit Deutschlands zu erhöhen unb dabei gleichwohl bie Interessen Frankreichs ebensogut zu wahren, wie es durch da- Zahlungsstatut gefcheden wäre. und der Arbeiterpartei zur Erörterung der ArbeitSlosensrage wurde eine Sm- (cbllchung gefasst, in der die auaendUckliche in» buftridle Lage Gnglands In Hoyern Maste auf die auswärtige Politik der Regierung, insbesondere gegenüber Rustland unb Mitteleuropa, zurückgeführt wird. On der Snlschliestung wird bie Abänderung des Friedensvertrags. des Reparationsabkom- mens unb der Kriegsschulden gefordert sowie die Stabilisierung des Wechselkurses unb bie Beseitigung aller politischen Hindernisse für ben internationalen Handel. Der Vorsitzende des Generalrats des Gewerkschaftskongresses erklärte in einer Rede, die Arbeitslosigkeit in England jeige keine Abnahme. 3n anderen Landern herrsche Hungersnot, Bankrott, Krieg und wirtschaftliches Ghaos. Die Arbeiterklafse habe dauernd gegen den Friedensvertrag protestiert, in bem Deutschlanb unerträgliche Saften, aufflebürbet würden. Die herrschenbe Ar- beüslofigkeit sei auf ben schmählichen Fr iebenSvertrag zurückzuführen und auf den Versuch. Deutschland zum Zahlen zu zwingen. Es gebe nur einen Ausweg: eine internationale Konferenz für Wiederaufbau, die Verteilung der Rohstoffe und die Finanzfragen. mit Sir Robert H o r n t, bie sich auf bie Zahlung | ben Ernst bes Dokumentes nicht sprechen könne in natura unb bas Wiesbadener Abkommen bezog. Der Ernst liege nicht nur in b.*r Austastung des wobei Loucheur die Gründe ausetnandersetzte, bie | Dokuments, sondern in ber Entdeckung von Ma- ** - - schuiei-.grwehren unb der 500 Kanonen, die der Die brasilianischen Acrzte für ihre Kollegen in Deutschland und Oesterreich Dien. 8. Drz. (Torrbureau.) Einer Mitteilung des brasilianischen Gesandten in Wien zufolge veranstalteten die b.r a s i l t a n i s ch e n Derzte eine Sammlung augunften der notleidenden Kollegen in Mitteleuropa, die 133 Eonto-Para, das sind 150—160 Millionen Kronen, ergab. Die Summe wird unter die notleidenden Aerzte Deutschlands und Oesterreichs verteilt. Die französische Politik im Saarlande. Eens. 8. Dez. (WTB.) Der soeben erichei- renhc Monatsbericht bei Völkerbundes ver- öffe77tlicht Angaben auS dem Bericht der R e - gierungskom Mission des Saarlandes für die Monate August. September und Oktober, der ein düstere- Bild der durch den Ma^ksturz im Saarland« entstandenen Verhältnisse entwirft, um damit die Maßnahmen der Re- gierunaSkommillion au rechtfertigen, die mit Hilfe von Krediten die Gehaltszahlung In Franken an die Ecmeindebcamten für das lautende Budgetjahr ermöglichte. Der Bericht erwähnt, daß diele Teuerung von mehr als der Hälft? bf Gemeinden angenommen, aber von Saarbrücken unier großer 2Iqitalto i abgelehnt wurde. Die bekannte saarländi'cke Abordnung, welche in Genf gegen die Zrnnkcnwährung protestierte, wird al» Pleu- dodel> gntion bezeichnet Zur Sprachcnsrnge teilt der Bericht mit. bah vierzig Gehrer und Lehrerinnen an den Ferienkursen In Tanel) und Bou- (ogne teilgenommen haben, um hauptsächlich in den TrenAgemtinden, die dies wünschen, sran- zösischen Unt i richt zu erteile«! Die Tegieiungö- kommilsion hält die gegenwärtige industrielle Tätigkeit für sehr befriedigend, prfläri jedoch, daß sie seit Beginn der Ausführung nie eine so schwie- rige Lage gekannt habe. Anmerkung deS Wolfs-Bureaus: Falls diese Meldung den Inhalt des Berich:es der Rcglerungskvmmission au treff enb wiedergibt. stellt der Bericht die Tatsachen aus den Kopf. Wer iri^tfchiftlich nüd;tern au urteilen vermag erkennt leicht, das', nicht der Marksturz die Wiitschasts- kitstS in Saarbrücken r lursacht, sondern die von bet R'gierungskommission erzwungene Erweiterung des Frankenumlaufs, weil hierdurch das aesamte wi t^chaftliche Leben des Saarlandes mit so hohen Kosten belastet wird, bah es auf den deutschen Markt — und dieser tfl für das Saar- brdAn unersetzlich und unentbehrlich — konlurrenz- unfä'Ig w rd Die B zahlung der Gemeindebeam- ten in Frank'n wurde allerdings etwa von der ^ä!fk d r Gemeinden angenommen, aber, wie ft u u'ü'ei st.nurunterschärfstemPrv- t c st und mit der Erklärung, man weiche lediglich der Gewalt, llebrigcnd erfährt man die interessante Tatsache, daß die den Gemeinden aufgedrängten Franken im Krebitwege beschafft worden sind. Der Versuch, die nach Genf gereiste Abordnung zu diskreditieren, ist allzu durchsichtig Bekanntlich waren in der Abordnung alle politischen Parteien vertreten mit Ausnahme der LmkSradikalen. WaS die geplante Einführung deS französischen Unterrichts betrifft, wäre sie ein Bruch des Friedensvertrages. Der Prozeh Jagow. L e i p z i g, 8. Dez. (Wolff.) Die heutigen Verhandlungen im Iagotv-Prozeß tour- den mit der Zeugenvernehmung begonnen. Als erster wurde der Kaufmann Fritz Grabowski. Berlin, vernommen, der. da eUderdachtig ist, am Kapp-Putsch beteiligt gewesen zu sein, zunächst nicht vereidigt wurde. Äabowski sagte über seine Beziehungen zu dem Angeklagten aus. man forderte seine Hilfe, um Ordnung zu schaffen, ohne das) er das Amt gehabt habe. Der Zeuge wird vereidigt. Weitere Zeugenvernehmungen und Verlesung von Schriftstücken, Depeschen und Erlassen auS den Kapptagen folgen: ebenso werden die Briefe Kapps aus dem Ausland verlesen. Morgen findet die Weiterverhandlung statt. Eine Aqitationswoche Lowjct-Nnßlnnds. Kopenhagen, 8. Dez. (WTB.) Aach einem Telegramm aus HelsingforS ordnete die Sowjetregierung eine A g i t a t i o n S - Woche zugunsten des bolschewistischen Heeres an. um die Lebensbedinqungen der Soldaten zu verbessern. Der C-hef des bolschewistischen MilitärrateS Gusew veröffentlicht in der „KraSnaja Gaseta" einen Aufruf, in dem er daran erinnert, daß Ausland noch vor einigen Wochen sich vor einem neuen Kriege mit Polen befunden habe. Er erklärt Wetter, man muffe den Soldaten klarmachen, daß die russischen Bauern ihren Boden und ihre Freiheit verlieren, wenn nicht eine Weltievolution durchgeführt werde. Die Kasernen sollten zu politischen Schulen gemacht und die religiösen Vorurteile der Bauern sollten beseitigt werden, dann werde Rußland ein rotes Heer erhalten, das bereit sei zu einem revolutionären Angriffs- und Verteidigungskriege. 1 Mark unterliegen. Die Gebühr für P ä ctche n wird von 1,50 auf 4 Mark gerteigert. 3er P a - fetgehübrentarif soll sich anstatt jetzt von 3—24, künftig von 5—36 Mark öewegrn. Es reihen sich entsprechende Erhöhungen für bie Post- fcfcvdgebü^ren an. Dir Telegrammgebühr (leigt für daS Wort von 30 auf 75 Pf., für das Telegramm von 3 auf mindestens 7,50 Mark. Für die Fernsprechgebühren sollen die im neuen Gebühren tarif vom 1. Oktober festgesetzten Gebührensätze durchweg noch um 80 Prozent gesteigert werden. Alle diese Gebührene. Höhungen sollen am 1. Januar 1922 in Kraft treten, abgesehen von dec Erhöhung der ZeitungsaebüHren. für die der 1 Avril 1922 vorgesehen ist. Die Aufiänb-gen Reichst^gsau:-schüsse stimmten der Vorlage zu. 6i: schlugen eine Entschlie- bang vor, wonach der Reichs lat Cer Vorlage zu- stimmen soll, hierbei aber alS Voraussetzung de- jcit !en soll, bah biS zum 1. April 1922 von der Reichsreqie.ung Vorschläge gemacht werden, die da» Glei^gewicht zwifw« i Ei 'nahmen und Ausgaben beS Postetats h^rzu rollen geeignet sind. Der Entwurf für die Fernspreck'zcbühr soll bestimmen, ban jeder Fernsprechteilnehmer beret- tlgt ist, seinen Ansch utz biS zum 25. Dez mdrr auf 31. De»ember zu kündiaen DaS Plenum deS Reichsrates stimmte den Beschlüssen der Ausschüsse zu . Das Trtbflfftcncrncfrtt. Berlln. 8. D?z. (DTB.) Der vorläufige AeichSvIrtfchastSrat nahm b?n05.11)1 des AesxtrativnSauSschujseS zur Aenderung des T a b a k st e u e r q e s e tz c S an. Der Ausschuß billigt bie Herabsetzung des Zollsatzes von 130 auf 60 Mk. für den Doppelzentner Tabak und ersucht die Regierung um Prüfung der Frage, ob unter den gleichen VorauS^yungen auch der Zollsatz für Tabakrippen herabgesetzt werden kann. Der Reichsrat nahm einen Gesetzentwurf über die Abänderung deS Tabaksteuer- g es eh es an Die Regierungsvorlage sicht eine Ermäßigung des Zolles auf Tabakblätter in der Weise vor. daß der ReichSfi tan-Minister ermächtigt werde, den gegenwärtig 130 Mk. für den Zentner betragend'n Zoll für die Zeit wirtschaftlichen 05eSürfniffc# auf 65 071f. mit rückwirkender Kraft ab 1. Oktober derabzuleyen. Die Ausschüsse bahnten die Zollermäßigung auf Rippen. Karotten und Laugen auS. Außerdem wurde die Zustimmung des ReichsrateS zu der Zoll- ermänigung als Bedingung binjugefeht. Die Vorlage wurde vom ReichSrat in der Ausschußfassung angenommen. Die Geltungsdauer der Kapital- fluchlgesetze wurde biS Ende 1922 verlängert. Aus dem Reiche. Sine Ministerkonferenz in Darmstadt. Berlin. 8. Dez. (Wolff.) Am 12. Dezember findet auf Einladung des ReichSwirt- schaftSministeriumS in Darmstadt eine Zusammenkunft der Wirtschaftsminister der Länder zwecks Erörterung der gegenwärtigen Wirtschaftslage statt. Erhöhung der DerficherungSgrenze. Berlin. 8. Dez. (WTB) 5m Rei ch S- tagSauSschuß für sozi ale Angelegenheiten wurde der Entwurf eines Gesetzes über die VeksicherungSpflicht und Ver- sicherungSberechtlgung der Grundlöhne in der Krankenversicherung behandelt. Aach der Regierungsvorlage soll die Versicherungs- Pflicht sich auf jene Arbeiter und Angestellte erstrecken, deren regelmäßiger IahreS- arbeitSverdienst 30 000 Mk. nicht übersteigt. Der Ausschuß bat einen Antrag der MehrheitSsvzialdemokraten auf Erhöhung derVersicheru'.tgSgrenze bis 50 000 Jahreseinkommen abgelehnt, dagegen einen Kompromißantrag des Zentrums mit 40 000 Mark Höchstgrenze angenommen. Mit dieser Abänderung des Paragraphen 1 wurde der Gesetzentwurf angenommen. OluS dem Deamtenausschuß deS Reichstag-. Berlin. 8. Dez. (WTB.) Der Be- amtenausschuh des Reichstages nahm eine von der Deutschen Dollspartei vvrgeschlagene gemeinsame Entschließung an, die fordert, daß Regierungsentwürfe in Beamtenangelegenheiten irgendwelchen Interessenten nicht früher als den Ausschüssen bekanntgegeben werden. ES handelt sich dabei um eine vom Ausschuh als unerträglich angesehene Praxis, den Gewerkschaften und 03e- amtenorganisationen Regierungsentwürfe zugänglich zu machen, die dem Reichstage vorenthalten bleiben. Aus Hessen. Reuausstellung des Ort-klassrnverzeichnisseS. Das Presseamt des Staatsmini st e- r i u m S teilt mit: Rach dem dem Reichsrat von der ReichS- reglerung vorgelegten Gesetzentwurf über die Reuaufstellung des Ortsklassenverzeichnisses sollen die nachbenannten Orte der Provinz Oberhessen mit Wirkung vom 1. April 1920 in die dabei vermerkten OrtSllaffen eingereiht werden: Kreis Alsfeld: In Ortsklasse C: Alsfeld. In Ortsklasse D: Homberg. 3 n Ortsklasse E: Alle übrigen Orte. Die erhöhten Post- und Telegraphengebühren. Berlin, 9. De*. (WTB.) Der Reichst rat beschäftigte sich gestern unter anderem mit der Doriage, betreffenb die Erhöhung der Post-.Telegraphen-und Fernsprech- gebühren. Die Dorlchläge in der gegen tnär- tigen Vorlage sollen der Post, wie der braunschweigische ÖManbtc Oftobe i auSfüh te. eine weitere Mehreinnahme von rund 5 ' Mil - I i a r be n Mark crlchiiehen. Ls bleibt auch dann noch im Postelat ein Fehlbetrag von mehreren Milliarden Mark, der durch Einschränkung im Betricd und Personenaufwand zu beseitigen fein wird. Sin Brief bis zu 20 Gramm toll künftig im Ortsverkehr einer Gebühr von 1 Mark, im Fernrcrkehr von 1.50 OKarf, eine Postkarte im Ortsverkehr von 60 Pf., im Fernverkehr von Kreis Büdingen: In Ortsklasse C: Büdingen. I n Ortsklasse D: Altenstadt, Bad Salzhausen. Echzell, Deiß-Ridda. Gettenau. Hirzenhain, Höchst a. d. Ridder. Lißberg. Ridda. Ortenberg, Stockheim, Unter-Schmitten I n Ortsklasse E: Alle übrigen Orte. Kreis Friedberg: 3n Ortsklasse A: Bad-Äau heim 3 n Ortsklasse B: Friedberg. Bildel. 3n Ortsklasse C: Butzbach. Dortelweil, Groß-Karben. Harheim, Heldenbergen, Klein- Karben, Rieder-Eschbach, Ooer-Grlenbach, Ober- Eschbach. 3 n Ortsklasse D: Alsenheim. Beienheim, beim. Bruchenbrücken. Büdesheim, Gurg-Gräfen- rode. Dorheim, Dorn-Asienheim, Gambach. Griedel. Holzbaulen, Ilbenstadt. Kaichen. Kirch-GönS. Klvppenheim. Masienbeim, Melbach. Rieder- । Erlenbach. Rieder-Florstadt, Rieder-Mörlen, Rie- I der-Rosbach, Rieder-Weisel, Rieder-Wöllstabt. Ober-Florstadt, Ober-Mörlen. Ober-Rosbach. Ober-Wöllstadt. Ockstadt, Okarben, Osienheun, Ostheim, Petterweil. Pohl-Göns. Reichelsheim L d W.. Rendel, Rockenberg. Rödgen. Rodheim v. d. H., Schwalheim, Södel, Steinfurth, Weckesheim, Wisselsheim, Wohnbach, Wölfersheim. In Ortsklasse E: Alle übrigen Orte. KreiS Gießen: 3 n Ortsklasse B: (Sieben. 3 n Ortsklasse C: Großen-Linden, Heuchelheim. Klein-Linden. Lollar. W^cseck. In Ortsklasse D: Aliendors a d Lahn, Alten-Bufeck. Daubringen. Darbenteich. Grotzen- Duseck. Grünberg. Hausen, Hungen. Lang-GönS. Leihgestern, Lich mit Mühlsachsen, Londorf. Rödgen, Steinbach. Trohe. Watzenborn mit Steinberg 3 n Ortsklasse E: Alle übrigen Orte. KreiS Lauterbach 3 n Ortsklasse C: Lauterlach. 3 n Ortsklasse D: Angersbach. BernS- hausen, Bliyenrod. Grebenhain. H rbstein. ßanten- haufrn. Rieder-Stoll. Schlitz, ilenbaufen. 3n Ortsklasse E: Alle übrigen Orte. Kreis Schotten 3 n Ortsklasse D: Sichelsdvrs. Gedern mit Kol Schönhausen, Gaube4), Ober-Schmitten. Schotten. illrid)ftein. 3n Ortsklasse E: Alle übrigen Orte. • • AuS der Demokratischen Partei wird unS mitgetrih. dast die Rvtiz im i e • f’encr Anzeiger" Rr 283 über rinen B?- schlus. deS LandrSauSschussos der Partei nicht den Tatsackci entspricht. Der Auss-^nst wird erst in den nächsten Tagen zusammentreten. Aus Stabt und Land. Dietzen, den 9. Dez. 1921. Tchon iviebrr eine (5rhöhntlsi der Criicubnf)tifnbrprcifc in Ticht. Kaum ist (ine Woche vergangen, feit am 1. Dezember die Tarifsätze im Personenverkehr um etwa 30 Proz. erhöht wurden, da kommt schon wieder die unangenehme Kunde, datz die Reichseisen» bahnverwaltung zum 1. Februar 1922 eine neue Tariferhöhung plant, die die Anpasiung an die in der Zwischenzeit gestiegenen Löhne Beam- tengchälter und Materialpreise bringen soll. Die neue Tariferhöhung, die für der Gü erverkchr bereits am 1. Dezember durch die Erhebung eines Rohzuschlages von 50 v. H. durchgeführt werden soll, wird im Personenverkehr im allgemeinen eine Erhöhung der jetzt geltenden Fahrpreise um 75 von Hundert bringen. DieS bedeutet eine Steigerung des Kilometer- satzeS in der 1. Klaffe von 73.05 auf 133.1 Pf., in der 2. Klaffe von 42.25 auf 74.0, in der 3. Klasse von 25.35 auf 44.4 und in der 4. Klasse von 16.1 auf 29.6 Pf. Wie verlautet, werden di: Zuschläge für Schnellzug», dir wie biShrr in drei Zonen erhoben werden sollen, wie folgt erhöbt, in der ersten Zone (bis 75 Km. Entfernung» auf 15 «bisher 10) Mark für dir 1. und 2. Klasse, auf 8 (bisher 5) Mark für die 3. Klasse: in der zweiten Zone (biS 150 Km.) für die 1. und 2. Klasse auf 30 (bisher 20) Mark und für die 3. Klasse auf 15 (bisher 10) Mark: in der dritten Zone (mehr als 150 Km.) für die 1. und 2. Klasse auf 45 «bisher 30) Mark und für die 3. Klasse auf 23 (bisher 15) Mark. Die Erhöhung der Schnellzugjuschlage beträgt also nicht 75, sondern nur 50 v. H. DieBahn- fteigfarten werden 1 Mark kosten. "Ginschränkungenim Gisenbahn- verleb r. Von?ustä.>d'.ger 6rite w'.rd unS mit- geteilt: Infolge u.genügenden Zulau'eS sind die Kohlenvor.ate der Griendahnverw^ltunz in den letzten Tagen in einer Weile gesunken, datz der Zugverkehr in seinem b'Sdrrigen aimfanz sich kaum mehr aufrecht erdaltrn lasten wir^ unt, falls keine wesentliche Drsserung eintreten sollte, in Kürze mit Zugeinschcänkungen im P:rson:nv?rtebr gerechnet werden muv. Da eine allgemeine rechtzeitige Bekanntgabe dieses Zeitpunktes in die em Falle nicht gewährleistri w.rden kann, w.rd sur die nächste Zeit dem reisenden Publikum emp,ov- len, vor Antritt einer weiteren Reise sich erst auf einer Bahnstation nach dem Verkeh'en der Züge zu erkundigen. Von dem Ausfall t>?n Per- srnenzügen. die in der Hauptsache dem Berufsverkehr dienen, wird vorerst adgesehen. ♦* Einschränkung der elektrischen Motorenbetriebe. Die Elektrische Uebcrlanb3cnlrale der Provinz Oberhessen crlänt eine Bekanntmachung, nach der bis auf weiteres wegen unzureichender Stromlieferung seitens deS staatlichen Kraftwerkes Wölfersheim der Betrieb von Motoren jeder Art in der Lichtzeit von Eintritt der Dunkelheit biS abends 10 Uhr verboten ist. ' • • Von der Feuerwehr. Gestern nachmittag 5 Uhr lief auf der Feuerwache Oswaldsgarten die telephonische Meldung ein, es brenne in einer Scheuer Kreuzplatz 10. 5.07 Uhr wurde auch der Melder aus dem Marktplatz eingedrückt. Die Wache war bereits mit der Motorspritze auSgeruckt, der in kurzem Abstand der Bereitschaftswagen folgte. Die Brandstelle befand sich in einem Raum, wo Stroh und Packmaterial lagerte. Das Feuer war in kurzer Zeit, ohne größeren Umfang angenommen zu habcn, gelöscht, und die Wache rückte 5.52 Uhr wieder ein. • • Eine grvtze freiwillige Versteigerung findet, wie auS dem heutigen 2n- zeigentell ersichtlich ist, am kommenden DienStag im Schloh zu Ilbenstadt statt. * * DaS Fest der Silbernen Hochzeit feiert morgen daS Ehepaar Louis Offen- oacher und Frau Käte, geb. Schäfer, hier. Weidengasse 9. Vornotizen. — TageS kalender für Freitag: Sladttheater. 7 Uhr: .Börsenfieber". — Grober Hörsaal, 8 Uhr: Vortrag der Ltaatswiffenschast- lichen Vereinigung. — PostLeller. 8 Uhr. Mit» glicberperfamm'ung der SeutM>naitonalen VolkS- bartei. — Psätoer Hof. 8 Uhr: Mitgliederversammlung deS Obst- und Gartenbauvereins — Lichtspielchaus. Bahnhofstraße, ab heute vis einschließlich Sonntag. .Die Flucht durch Flammen" und .Die letzte Stunde". — Der Verein ehem Hess. Leib- Dragoner im Kreise Dießen, mit dem Ver- waltungSausschub in Gießen, hält am kommenden Sonntag, nachmittags 2 Uhr. im Restaurant Schivkapaß. Bahnhofs» r.. eine Boll Versammlung ab. In einer bcu'c im Anzeigenteil erschienenen Bekanntmachung wird um Erscheinen sämtlicher Witaliedrr und der dem Verein noch fernstehenden ehern. Hess. Lcib^Dragoner gebeten. Wir wir Hörer, soll u. a. eine Besprechung über die für nächstes Jahr in Darmstadt oorg.(ebene Toten- gebenffeier stattfinden rSettervoraussage für SamStag Dotkig, meist trocken etwas kühl, besonders nachtS, nordwe^Uiche Wi.de. Die Wetterlage hat sich nicht wekentsich ver» Lnderi. Die bestehende Witterung wird anhalten. Landkreis Gieftcn. rt L i ch, 8. Dez D e Gern indr hat einen Sargocvlenfu gsapparat ange chasfr. ter btefet Tage -um er ie imal zur Anwendung kam Es wird sehr mit Freude begrüßt, daß dadurch die meist mit unfcicilubcm Lärm and Ücrcnber Um" ä 'dlich.eit v rdund.me Versenkung deS Sarges in das Gt.id leöt feierttch still vor 'ich geht. Demnächu soll auch, um einem dringenden Bedürfnis ctvulKl'cn, eine Fr ied - hoss^ordnunq ausge:eflt werden. — Während der grr/Ati! Icti d : am Alb-'.ch r Teich ein lebhaftes Treiben. Du. ende von Mannern waren mit dem Eilen beschäftig'. Wagen auf Wagen, Auto auf Aato fuhren p^r, am mit 3.4 i riaden werden. - Man plant, im Früh,ahr die neue Straße auf dem Wall weite, ats- zulauen. 3m Sommer find in de Hungener St a^e verf j icbene neu: De»hnhäu'er von P i- vatleutcn gebaut worden. D.nnoch bleib: die Wohnungsnot auch hier nach wie v.->r groh. — Hier trur:c gestern Hem Hei r ch TrechSser zu Grad: get jgen, b:r 23 I:dre lang da« Amt des 5^rrisstta'.enwariS b lleir« h t e. Ltarkcnburst und srheinhcssc«. osz. Grvß-Eteinheim. 8. Dez.Ertrunken. Der 21 Zahre alte Loren,z Volk, ein Sohn deS PvlizeidienerS, geriet auf dem zugefrvrenen Main an eine offene Stelle und ertrank. bta. Bingen. 8. Dez. Immer tiefer sinkt der R h e i n w a f s e r st a n d, derart, daß auch ohne Ei'd)ult >' 'S l e f e (f, 8. $**. Tr. Schnabel ha» Hh Itint T>ortraa#rei5e in unterer V e ! k » h v ch- ich» le 100 Lich'blder an» der L chltnlV» nrra e b<* Scuddx i .^Ojicne-'HUileum» in Dresden mü- von brren ein Teil diesen Frei lag ge- ^iai tperbert wird Diese Dilber btrü(fll*:tgen «X den 6toff ber ersten Stunde der ganzen Xcfte. *o bah morgen für neue Hörerinnen ber re*r .«lUmrxft -nm Lnschlufi ifl. «UO dem Amtsverfündigungsblatt. - Tat 3mtet>ertanblflungeblat t »r 176 Mm R T^embet enthält luigabe von Schuldverschreibungen. - Äoftrn ber Landtags- Dahl 1921 - Schulinventar — Anrechnung von 3erbltr.fi au« Dclegrnheitsarbeit aus bk «t- teetbÄlofenunlerfiühung. — Krankengeld bet eretneirekn - Wahl ber Iktttauen4mänr.er und Drlahmänner für die 2Hacfttll ten tr zugeiassen Dauer de» ®elinbcblenfiptr6ält- nifse» Da die ®e,lnbeorbnung vom 28 Avril 1877 bzw 3. Auaufi 1899 und da» Ortlfiatut für bk Stabt Dieben vom 30 Augufi 1903 aufgehoben ’tnb, befitrnmen sich die Äünbiaung«- fristen auch für ba» D. sinbebtcnfiverhökwi» aus» schlief,lick nach bem Bürgerlichen Gesetzbuch 3fl monatliche Lohnzahlung ver inbart. so können beide Teile ben Dienfivertrag nur für ben Schlutz einet Kalenbermonats kündigen die Kun- Maung bat IpäieücMi am 15. k» 5U>na._ *u erft4gen_ 3m übrigen gelten folgende Barfchrif- ten. 3ft die 3ergutung nach lagen bemeflen. fv ist die Kündigung an jedem Tag: für ben folgen- ben Lag »ulaliU. 3ft bu Äunbigung nach Wochen bemeflen. fo t' die Kündigung nur für den Schisst einer Ka lendet woch. »uijilig. Ii< hat träte- fient am erfien TBrrfMat ber AZrche zu erfolgen. 3ft die Vergütung nach Viertelfahren ober längeren Zeitabschnitten bemeflcn, |o ist bte Äün- bigung nur für ben Schluß einet Kalenber- viertellahret und nur untet Tinballur.g einer Kündigungsfrist von flWochen zulä"», Abweichende Vereinbareng-n kz V vknrfrädrlfche Kündigung trotz monatlicher vobtuabtiiigj sind zulässig und können auch mündlich geschlossen werben. -------- Gerichtssaal. Main». 7 Dez (TPoin.) Wegen Vaud- versuch» auf einen Dt'enbahnpvfiwagcn verurteilte bat hiesige Schwurgericht geifern die Arbiter Zimmerschl11 aut Dietersheim und Dralle aut Münster zu vier dzw Zwei fahren Defängnit Die beiden Angeklagten hatten auf ber Station Ibatgetbeim- dohenbeun einen von Dorrn» nach Vingen fahrenden ®i|cn- dahnzug bestiegen und den Postwagen, ber 800 000 Mark von ben einzelnen Postagenturen vereinnahmte Gelber mit sich führte. berauben versucht, touAcn aber rechtzeitig daran verhindert dtzt. Dillenburg. 7. De> 9 in Ue versa 11 aus Lehrer v b Deyde ftanb aefiern vor bem birftgen Schöffengericht zur Verhandlung Vor einigen Wochen wurde Lehrer v d H von bem SteuwelkSmeister Daü auf ber Straste gcficHt (©eil ber Lohn Dail» von bem Lehrer gezüchtigt worben war. unb dieser dabei lein Zücht,gungt- recht überschritten babe^i sollte', unb mit einem 6tod blutig geschlagen Für b e c Tat erhielt Dail unter Zubilligung mildernder Umstände (krank- hafte direglbeit) eine Delbstrale von 1000 Mark (bat Höchlttnast). ferner hat er eine Vaste von ♦ÖO 2h an ben Defchlagenen zu zahlen unb die Kosten bet Verfahrest zu tragen Da» Gericht betonte ausdrücklich, hast et nur mit Aücklicht darauf, bast Datl im Jolle einer Verurteilung »u ®rfängintfiralc seine Stellung verlieren würde, von ber Verhängung einer treibeitiftraft abgesehen habe 3n einem IDiebet boiungifalle werde bat nicht ber Fall fein. Vermischtes. • Wieviel Mordtaten sind in ben ersten zehn Monaten dieses fahret zur Kennt- nit der Berliner Polizei gekommen? 3m Monat Januar 1921 allein in Berlin 20. nümlicv 12 in Serlin-Mitte. 4 im Süden. 3 tm Westen und 1 im Sudelten, ferner Im Februar c. davon 3 Im Zentrum: lm März 11. davon je 3 in Mitte und Cflcn; im April 8. davon 4 in Mitte und 2 tm Süden- Im Mai „nur“ 6. davon 3 In Mitte; im Zuni 13. davon 7 in Mitte, im Juli II, davon 5 in Mitte- int August 9. davon je 2 in Mitte, Westen unb Norden, im September 11. davon 6 in Mitte, im Oktober 6. davon 4 im Westen, zusammen 102 Fälle. Turnen. Sport und Spiel. — Die Herrenkunstlaufmeister- Ichasi von Durvpa unb bic Paariauj- Meisterschaft der Welt dring, Im Nahmen einer Internationalen Veranstaltung am 28 unb 20 3anuav ber internationale Schllttschud-Dlub Davot zur Ausschreibung Dertcib,ger ber Herrenmeisterschaft. bie leit 1914 nicht mehr auogetragen wurde ist 3. Kachler-Wicn. Die ^ailaufmeisterschaft hat bat Ehepaar Jacvbson- 3elsingfort au verteidigen. — Der Berliner Lchütlschuh-Elub bat eine Dntsenbung zu ben Mcisierfchasten bereits beschlosten 9» kommen dafür Altlberger. Kranke. Sri • Dintr, unb 5rau Brockhött in ^rrugf Da die Veranstaltung erst nach Veenbigung der Winterkamoflviele in DarmNch-PnrienNrchen vor sich gebt über die wir in ber gestrigen Ausgabe berichteten, liegt die Möglichteil eine, Iklcdigung für die Deutschen lehr günstig — Quroia-Xubermci terschalteu 192 2 Aul bem in Amsterdam stattgeiunbenen Konatetz brr Europatlchen Auber. erba br» wurde bte Austragung bet Meisterschaft tü, bas kommende Jahr nach epamen vergeben Drrfe urtrb in Barcelona haltlinben Der Ungarische Verband wurde wkde. in bie .Jlla" aulgenom- men. dagegen bie Ausnahme ovn Oesterreich und Deutschland, die durch btt Vertreter der Schweiz angeregt wurde, |urtdgefieflt — Das 29 Aeutzvrkee Sechstagerennen wurde mit einem ausgezeichnete i 31 le- gerprvgramm eingeleitet Die deutsch-hoNändische Mnnnscha't Ailit vanKempenge alten dus 2lannl4)aiUiaUicii a^ten Dau let Brocco begleich, wahrend <$lart Kramer sich gegen die Mannschaft Serri Plant behaupteten, wn ^äns- uicUenfahien sah den Sechslagepa nner Aütt». ben Amerikaner Eoburn, vor (Biilfneo. Taylor unb bem Belgier Deruvtcr siegreich Tat Eechs- tageronnen seiost beginnt in bei Aach: »um Sonntag. wozu bie 16 teilnehmenden Mannschaften bereit» eingetrvsscn lind — Die OPI er der Berge Leiber hat auch in biefem 3ahre ber schöne Touristensport wieder zahlreiche Opfer geworben Ader gerade die Gefährlichkeit und Mudk-liglaiten biek» Sports smb es bie bie grüble Anziehungskraft auf leine Anhänger ausuben Nicht weniger al» 83 Todesopfer sinb blöder gcmclbcl worben unb weitere 24 Touristen werben seit längerer Zeit vermisst. Io bah leider ebensall» mit ihrem Absturz ge- lechnet werben muh 17 Touristen Unb Im Deblrge erfroren unb 3 ftarban an Erschöpfung. Aonsilniverkin Giktzeil u. Umg 1921 4Ä42M7 425691.13 8H 614.75 208 MO.- 56 513.06 UgL-Öert 616575.08 866308.17 59190640 11520a- 115300.— (irubrigune . . Zteoban. 13833c fittNffi.78 8314.41 «435.70 100M.40 1Ä80 10 (M. 1.8 424 »6.41 791Ä91 6707.80 281X6 406 84384 79138.61 14 084.77 2300k- 5000.— 69«.« nsnsu1; iiW^B 3ß$n:e 21070.- 178(65.- 9 796.- S 609.76 L- L- L— 1 !■— 3161830 3823.46 4 01X1- 1117130 5ua- IOOOl- 3 KX1- tooa- f» 915.90 100000- 173 ML» 180 244.80 ?m- 27 fiM.ffl H6a— 8246 Tee Mitgliedersahl betrug am. 1. Juli iitO . eingetreten im Laufe oe» Jahre» . . . Deleitiauugeu: ch. (J. ra Himburg. . . . -krl Dele lschast Hamburg ifln(avf* iHefeUf<6nlt M. . De»irks Srdlnchteret Je. peAial-fHeierpekn&* . Umbau u (fmeucnmglfonb» Probuklionslonb» . Aufuenummeue Mittel: BeereiniG.Kn . . ■ Btzsrmatkcn....... BelrirdelcUuldeu: Weftrentenlonto Anteil a iSgelch Den Mntell-Abikn ausgesch Den. . ssnteil-Binfen....... .Habanguib «ben d Wüglieber Sarenumlnfpfeteuer . . . . tstrnnblchuldeu: .... .'(och *u zahlende Unkosten . Tic Deichastsanteile der Mitglieder betrugen am 1. Juli 1930.......Mk. 244 06306 am 30. Juni 1921 ....... 496 842.64 vermehrten sich demnach um . . . Pfk. ür.2 Diechaiifumnie betrug am 1 Juli 49» 624 6uo — fle erbebte stch lür 117u beige- treten; Mitglieder um . . . Mk. N7 9(v.- und betragt am 30 Juni 1961 . Äk 742500^ r. (S m b. H. Rk-niiuüstdschlst nom 30. Zni Aktive: »1 7 4 .' iticfnuiitmndiunß» Belr.: TOdloranl-blüfie: hier: t*ctrirb»ftnlruntiiHa. Wege i > niuretchender etiomlielrrunn leiten» be» ftaatlllen QraltroerN ItldUcr»teliu leben wir un» oernnlihi. bl» aus weitere» ben Beiried von Mooren fetzrr Ärt in der Vicht zeit von Einirstt bet Tunfelbrit t><** abend» !(• Ubr ah verbieten -JoUie lestgestellt werden, bnh Watarcn in dieser Zeit benüot werben. Io wird deren dauernde Abschaltung bl' mir regeln,ö'.laci, ^,roml,e»trunn leiten» de» Krnstwerk» Wölkerdhelm erlolgen. da nnlere votiSdttge gleiche Slnordnung noch nicht n»,- gehoben n oibvn lif IäISD (5?lchril*c lirberlanb Aulaue ber Provinz eberbelseu. Tie Dieektio». wer erteilt gründl. 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In Anbetracht ber wichtigen Tagesordnung ist alUeit. Erscheinen erw. Kameraden die ber Bereinig, noch beitret rooIL werden zu ber Berlamml. benl eingeladen (Mkubtiptxb mitgetellL bah bie Serien zur ti'e,bnfl(tt»ftier für ben 11 Te*. In der Ber- lammt aubgeatb werben. 01380 Ter Borkuntz. verbrochene Herzen und ihre Heilung! lieber dieser Thema spricht heute abend 8', Uhr im Statt» milfionsfaal, Löberftrafte Nr. 14 Prediger Beier an» Völklingen. 12846c Am Samstag, den 10. und Sonntag, den 11. Dezember findet int Saale bei Gastwirtschaft gum Bahnhof lukül-OMelsAii des Geflügelzucht-Derein» Allendorf a. ü. Lda. und Umgegend mit Prämiierung und Verlosung statt. Der Vorstand. or®< -,1;,, T -1 - - - -- ---- - -.. . .. ,m Ein gesundes, kräftiges Töchterchen angehommen. Willi Müller und Frau Käthe geb. Hahn. Dietzen (Seltereweg 67), ben 9. 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Selterdweg 28 IL In tiefem Schmerz: Dr. Paul Martin, Universitätsprofessor Valeska Schauder geb. Martin Dr. Wilhelm Schauder, Privatdozent an der Universität Gießen, den 8. Dezember 1921. Die Trauerfeier wird Samstag nachmittag um 3 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofs stattfinden. Die Verbrennung findet in Friedberg, die stille Beisetzung der Urne in Gießen statt Um Unterlassung von Beileidsbesuchen wird freundlichst gebeten. 12R34D Nach SlrewHnrt a. M. Mädchen »ur alleHauS- arbeit a- L ob. 15. Ian. gef. L Engel, rrsiMv« a. B., Ieuerbachstr. 3811. ,,w. » Sv !!!sind die besten der ganzen Well!!! Diese werden in erster Linie vom Ausland gesucht und gekauft. Deshalb kauft ihr deutschen Frauen und Lehranstalten keine ausländisch. Maschinen,die minderwertig sind Familie Kaspar Laux. Leihgestern, den 9. Dezember 1921. Zwei prima Pferde mittl. Schlag-, weil überzählig, soiort zu verkauf. Molkerei ÄeilSbauien, 1283!» Lberbcssen. 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Stuhl Nachf., Neustadt 21/23 Allen Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser lieber Großvater Georg Seipp I. nach langem schweren Leiden heute nacht im Alter von 85 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Walther Valentin Döll nebit allen Angehörigen. ist die gediegene1 e, darum auch die vorzüglichste. — Die guten deutschen Näh- mischfnen sind erhältlich und werden geliefert und, was aber die Hauptsache ist, wenn etwas nicht in Ordnung, auch repariert bei den Vereinigt. Nähmaschinenhändlern in Gießen: H. Aßmann, Neustadt Aßmann & Schneider, Kaiser-Allee Göbel & Appel, Inh. H. Appel J. Kraft Nachfolger, Neuenweg Fr. Linker & Sohn, Ludwigstraße J. P. Mono, Neuenweg 6 MM. klmohm tn guter südlicher Vage zu öcrfaufcn. Schr. flnacb- u. ui.Wl an d. (Mich- Anz. 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Mittwoch abend 7J, Uhr entschlief sanft und unerwartet nach kurzem Kranksein unser inniggeliebtes zweites Söhnchen und Brüderchen Willi Im zarten Alter von 2 Jahren und 2 Monaten. Im Namen der Tieftrauernden: August Weil. Bäckermeister. Gießen (Steinstraße 70), den 8. Dezember 1921. Die Beerdigung findet Samstag nachmittag um Vt3 Uhr auf dem Neuen Friedhof s ott. 015966 Achtung! Meller - fßüörairle - MnWuer! „Schädlich" ist der Einkauf von amerikanischen ArbeitSichubeu wenn Sie nicht an der richtigen Quelle kaufen. Konkurrenzlos Verkaufe ab Sonntag, solange Vorrat reicht lODBuar neue WerilaMeMMsWe 3-sache Sohlen mit Slofreisen und Siahlbeschlag auch leichtere Sorte dazwischen. Der Schlager der Woche 100 Paar neue Lederarbeitsschuhe Gelegenheitskauf, 2-fache Sohlen, hochgeschlossene lasche, 20 cm hoher Schaft. 300 M oute Orig, amertf. MellssMe von Mk. 140.— an. W* Sonntag den ganze« Tag geöffnet. K. Grünewald, Giehen Neuenweg 15. 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Januar b. 3- einen GeburtStagsbrief an den früheren beutschen Kaiser geschrieben haben, unb batz ihre Lehrerin im Zusammenhang bamh burch brn damaligen Präsidenten des Lande Samtes für das VildungSwesen an bte D o l k S s ch u l e der- seht wurde Die beiden Eingaben lauten: OBlr Umrrieidmrte haben mit grobem Bebauern erfahren, hab Fräulein 'Diana Birnbaum •ach ihrer Genesung an bte Mädchenschule zu- rflrflebtm feil Wir, bte Eltern ber von ihr luletji adührten Kinder, fhib bdonber* schmerzlich betroffen, da wir hvsfen durften, unsere Kinder noch ein weiteres Zahr In ihren bewährten Händen zu wtssen Fräulein Birnbaum hat fo- wrhl alS Erziehertn tote als willsenschaflliche ausgezeichneten ötnfluh auf bic Kinder ausgeübt und unser volles Vertrauen besessen. 3 n«bd erobert betonen wir. bah sie bte Ämbcr wohl im allgemein vaterlänbischen Sinn Ktettet. 1ie aber nie parteipolitisch zu beetn- issen versucht hat. IDtr glaubcn als Eltern ein Anrecht daraus au haben, gehört zu werden und sprechen daher den dringenden Wunsch aus, bah Fräulein Diana Birnbaum ihrem bisherigen Wirkungskreise erhalten bleibe DarnenSuntertchrtsten. Dieben, 1 Dezember 1921 2bte aus unserer in ber Anlage befinblichen •tn»itN an bas Hessische Lanbesamt für da« Bildungswesen hervorgeht, sprachen wir hi dieser unter anderem den bringenden Wunsch aus. bah Fräulein Maria Birnbaum ihrem bisherigen '2Blrfunfl an Ebenso bestimmt erwarteten wir, von gleicher Behörde einer Antwort gewürdigt zu nx-rben, wenn auch dies von uns nicht besonders zum Ausdruck gebracht worben war 3n unseren Erwartungen sind wir leider schwer getauscht worben Dir haben Weber eine An lworl erhalten, noch kann Fräulein Birnbaum unteren Erkund gungen nach ihre bewährte Tätigkeit an der Höheren Mädchenschule wieder aufnehmen. ba sie durch das Landesamt für das BildungSwesen an die Volksschule in Dieben vertetzt worden ist. Dir sehen uns deshalb veranlabt. gegen biete von ber ganzen Bevölkerung ©lebend als Dlaf)- regelung tiutflefahte Versetzung von Fräulein Birnbaum ben schärfsten Protest zu erbeben. Dir stellen ausdrücklich fest, batz Fräulein Birnbaum zu dem von ber Klasse Derfabtcn ®c- öurtStagSbrlef an den Kaiser absolut keine Veranlassung gegeben hat. Dieser entsprang vielmehr nur der eigenen Initiative der Kinder, die sogar noch ihre mütterliche Erzieherin ausdrücklich bitten muhten, ihren Damen mit zu unterzeichnen, welchem Dünsche b'.efe, mit Rücksicht auf ihre persönlich nahen Beziehungen zu den Kindern, auch schließlich nachgab D.ttz der wahre Sachverhalt In ber sich von und soeben geschilderten Weise zugetragen bat. können vir Eltern sowohl als auch unsere Kinder sämtlich bezeugen. Ebenso erheben wir den schärfsten Protest dagegen, dah ber derzeitige Präsident für das itzldungswesen. Herr Direktor U r ft a b t, dienstliche Angelegenheiten feines Aeisorts zu poli- uschen Agiiativnszwecken mißbraucht 3n seiner am 26. v. Mts im Saale des Hotels Ginhor.i in Dieben gehaltenen Dahlrebe hat dieser, wie wir durch Zeugen einwandfrei beweisen können, durch gänzlich ungerechtfertigte Angrifte die Ehre und bad Ansehen von Fräulein Bim- bäum, der von unS 1o hoch ndchätzteu Lehrerin unterer Kinder, auf bad gröblichste verletzt AuS diesem ®r-m>c müssen wir auch von einer nochmaligen Eingabe an das Landesamt für das Bikdungsweten absehen. erwarten aber bestimmt. Spuren im Schnee. Roman von Sven Elve st ad. Ermächtigte Uebedehung. 8 Fortsetzung. (Dachbruck verboten ) AIS der Apotheker mit feinem Bericht zu »nbc war erhob s.ch der Kapitän unb fing an. im Zimmer au» unb ab zu gehen. Aach einer .Du solltest bieten Vorfall zu vergelten suchen. Zebt ist ja alles vorbei." .3d) kann daS nicht vergessen." erwibene der Apotheker" .3ch träume des DachtS davon." . Fürchtest du bich vor böten Träumen?" .Dein, aber ich wache auf." .Böte Träume wecken einen Immer" .Das ift es nicht," sagte der Apotheker unb stand ebenfalls auf. .Das ist es denn?" _Ss sind nicht bte bösen Träume, bic mich wecken." .Dicht?' fragte ber Kapitän unb trat feinem Freunde gegenüber. ,3ch bin jetzt zwei Dächte nacheinander daran aufgcttxrJ?: bah jemand veducht hat, m die Apotheke einzudringen " Der Kapitän betrachtete feinen Freund forschend Lieber ihm lag eine getollte Trostlosigkeit unb Verzagtheit, die ihn rührte. ,Di't du deiner Sache völlig sicher?" fragte er. ILieder Freund, ich bin meiner Sache vollkommen ge-rx‘k 3ch bin daran auigewacht, batz von aufren an ber Türklinke gerüttelt wurde Da bin ich aufgestanden unb in bie Apotheke hinaus- Gegangen. Ganz deutlich hob? ich gehört, datz ein lebendes Defen brau en war. ich rabc Dien* fchenschritte txnwanne n und menschliche Diem- Xe Sine Hand machte sich an ber Tür unb an Süehener Anzeiger (Sentral bah die von biefer Behörde ausgesprochene Maß* regdung durch bie Em' ch: bee Gefarottnimste* riume rückgängig gemache unb damit auch bie schwer angegntzene Berussrhie von Fraulein 'Bernbaum wieder hergestellt wird Damensunte d cheif ten. Die Frostperiode vom 6. Nov. bis 7. Dez. 1921. Von ber Detterbien st stelle Dietzen. Dach dem die starke Frost peri r d. . b*.e bem DcttembertDeUer ein besondere» Geprägt verlieh, ein Ende erreicht hat, ist es interessant, ben Verlaus ber Datierung während dieser Zeit zu verfolgen. Am 6 Dooember zieht ein sehr starker Ties- bruckwirbel in raschen Zuge über Dorbd^utsch- lanb Er ift begleitet von heftigem Sturm, hellen- weise auch von D< will em unb ausgiebigen Dteber- schlugen Dieser plötzlich ausgetretene Sturm- wirbel leitet dre nun ei menen be Fron Periode ein Aus ber Rückseite bes Ticsbruckw r.elS bringen nördliche Luftströmungen Harte Abkühlung. Ip batz bte Diebedchluge tn ben östlichen Teilen Deutsch* lands teilwer'e nvL alS Schnee mebergehen. Da» Frostwetter das schon über Schw ben yerdcht ian ber nördlichen Ostsee lüfte sinkt am 6 11. bte Temperatur 28 Qteab unter ben Gefrier- punkt», greift nunmehr aus Mitteleuropa über Vorerst Trnb e» noch bic norbtschen Kustenstäbte .Hamburg Augenwalder munde. Torfig unb Memel. bic stärkere 'Otachtfröfte melden unb die auch am Tage Höchsttemperaturen in der Lähe bat und armselig vor Der Apotheker hörte it m nicht einmal zu. Gr satztr nur da« eine Dort ^SinbrcJtet“ auf. und Dabei lächelte er ungläubig unb überlegen nachllchtSvoll .Ich kann mir überhaupt nicht vvrstellen. bah ein Einbrecher tn bie’er Deife vorgehen würbe," sagte ec. .Unb bann vergibt bu, batz ich zwei Abende hintereinander basselde seltsame Gebaren dort an ber Tür wahrgenommen habe " Ter Kapitan tach'.e angdtrengt nach .Dar er wirklich so nah am Fenster, batz bu ihn hast atmen hören können?" tagte er. ,3a. unb er atmete schwer, wie jemand, bet eine anstrengenbe Arbeit tut “ .Unb bu haft getehen. wie frch seine Finger mit ber Türklinke zu schallen machten?" Der Apotheker nickt.-. .Und bu hast bcutlich getehen, bah bie Klink« nieterflebrüxfi würbe?" Der Apotheker wand sich sichtlich unter biefen Fragen, als ob er sich bavor fürchtete, 'ich bie tcltfamen nächtlichen Erlcdnis'e klar i.tS Gedächtnis zurückzurufen. .Darum tagst bu .er*?“ fragte er unwillig Ter Kapitän stutzte, bann aber antwortete er hastig: .Tu bist ber erste geweten. ber .er* gdagt Hal Du Hast an einen ganz Bestimmton ge- hacht “ .Dir Haden beide an einen unb denselben Zrcstag, 9, vezember 1921 an welchem dn abschlägiger Bescheid erfolgte. Ansprüche flcg.-i bte P oixriabrcn innerhalb lechS Monaten fett ber Einlieferung ber bc.rdsr den Post'cnbunz Die Verjährung wird durch älella» matten oder Klage unterbrochen Ergeht gut bie Deklamation ein abschlägiger Bc'chcrd. 'o vom Tage bc* Gmpsangs desselben eine neue Verjährung bic abe: durch eine etwa mcüei edolgtc D.r.amatten nicht unterbrochen wird Fei letzte Satz gilt auch für Forderungen gegen bte Eisenbahn • •• Freie D l e n sl sl« 11 e n. Zur ständigen Ikrtoenbuna bei dem Sekretariat deck Landesamtes für das VildungSwesen werden -tvei geeignete Praktikanten für alsbald gesucht Meldungen mit Lebenslauf bis spätestens 15. Dezember aus dem Dienstwege an das Landesamt für das Bildungsu>efen. rm Erlaubnisscheine für EInka u t e r Tit. >o bah die bisher billigste Dtoeckc von 1 Mk jetzt 1 50 Dlf. kostet, bcmentspiechend werden auch die MonatS*. Dochen- unb «Scbülerfarten erhöht Fetner wurde (jutgcbelben, bah ber Fahrprvie abcnbS nach 10 Ubr um ba« Doppelte erhöht wird Dian rechnet mit einer Abwanbcrung von 12 Prozent unb glaubt, bah bann bei bei . Inina von 40 Prozent immer noch so viel übrig bleibt, um die durch bte Erhöhung der Kohlen preise. Beamtengehälter unb Arbeitslöhne cn'flanbei Un- icrbilanz zu beden. Auch bi« 5't r Jjbddjau- preise rm Schlachthos, dte z B beim e'iohHcb 2 DIT betrugen, wurden auf 16 DIt. bei ben tmbcien Tieren entsprechend, erhöh! Hessen-Ras^au. spb Frankfurt a. DZ, 8 Dez 3n der Pestalozzischule in Bornheim l>ik-n Buden- bänbe m ter vergangenen Ilachi in saft allen Zimmern Dchuldänke. Tische, vchrante unb Stühle bu rdjeinan ber gewo rsen unb zertrümmert. Der älnterricht mutzte Infolgebcfica auSfatten. gedacht," erwiderte ber 'Apotheker, indem er tote verstört mit ben Hänben nach feinem Kopse tabte _®roher Gott, bas ist ja Dahnsvin: Er ist seit mehreren -Sagen tot. Daran kann Doch gar kein Zweifet Idn! Er ist ja habet gesehen worben, wie er “ Der Kapitän beutete auf einige Zeitungsausschnitte unb Telegramme, bte auf bem Tifch Dcdlrcut lagen .Zch sehe, bu hast ber Sache näher nach- gefodcht." sagte er .Betrillt die» alleS ben Selbst mvrb?“ ,3a. ich habe genau nachweisen wollen, tou alles zu gegangen ist 3cb habe mir Darum all« .Zeitungen verschallt, bie einen seldstänbigen Bench« über bic Sache gebracht haben, unb all« stimmen darin überein, bat man Doktor Flobin von bem Kopenhagener Fahr boot aus hat über Bord 'pnngen sehen, latz er vorher im Dau lälon gdehen worben ist, unb batz ein Bekannter. ber einige DJ orte mit ihm wechselte, beobacht et bat. wie verstört unb kummervoll er aui- sah Dciter bat man gesehen, wie er im Dauch- lalon Innen P'lzmantel abgelegt bat unb bann ohne Ucbertldbung an Deck gegangen ist Da eS an jenem Abend 'ehr kall und windig war. ist ei begreiflich, datz ein fo ausfälliges Benehmen bemerkt wurde Dach all bieten Mitteilungen zu 'chliehen, blieb er nur eine ober zwei Minuten an Deck. 2-s wird behauptet, eine dänische Dame, die mit auf ber Fähre war, habe gleich. alS sie Doktor Flo bin erblickte, bic Bemerkung gemacht, bidet Mann habe etwa« Verrücktes im Sinn Unmittelbar bar auf sprang er über Bord Mehrere Zeugen haben daS mit angel eben 5>a« Fahrt» ovt hielt sofort an. unb eS wurde nach ihm gducht. aber rhnc Erfolg Wahrt chemisch hat ihn m bem eiskalten Wasser em Krampf ersaht.“ (Fortsetzung folgt.) Vermischtes. - Das geheimnisvollste Tier der TBeft AIS daS größte ®?9cnTnTtt der heutigen Tierwelt hat der australische PlatypuS $u gelten, der nur tm Innern dieses Erdteils vorkvmmt «KD von dem -.um erstenmal vor kurzem zwei (Zunge nach Sydney aÄ>racht wurden. Der Direktor des Sydneyer Zoologischen Garten- A. 6 Le Souei, der das Leben des Plathpu- genau erforscht und ,in zahlreichen Photographien festgehalten hat, macht in englischen Blättern Mitteilungen über "dieses merkwürdigste Tier der Welt. Wie merkwürdig es ist. geht schon aus der Beschreibung hervor, nach der e- Sier legt wie ein Bogel, in einem Beutel gro^gezogen wird wie da- Känguruh, einen breiten Schnabel hat wie eine Ente, mit einem prachwollen Pelz bekleidet ist und Klauen mit Schwimmhäuten hat. die bei den Männchen mit Giftdrüsen bewehrt sind. Eine überraschende Entdeckung ist die. daß der männlich« Plawpus das Gift seiner Klauen niemals gegen den Menschen verwendet, so sehr er auch von diesen gereizt werden mag: diese Waffen scheinen allein für den Kampf der Männchen untereinander vorgesehen xu sein Die Tiere schwimmen unter Wasser und legen sehr seltsame Bauten an, die von den Weibchen gemacht werden und ihre Anlage augenscheinlich der Absicht de- Tiere- verdanken, jeden Feind zu täuschen und in die 3rre -u führen. Bor dem Eingang in den Bau geht zunächst ein Srd- tunnel in- Innere und von diesem zweigt sich ein blinder Gang, eine Art Sackgasse, cw. die in einem kleinen Baum endet. Heber dem Eingang in diese Sackgasse ist der Tunnel mit einem Lehmpflock verschlossen, der den Fortgang deS Baue- verbirgt und dem eindringenden fremden Tier vortäuscht, der Bau sei hier zu Ende Entfernt man diesen Berschluh, so geht der Tunnel fort und zweigt dann wieder in eine Sackgasse ab, hinter der der Tunnel wieder mit einem äehmpsloa verschlossen ist. Entfernt man diesen und dringt tm Hauptgana weiter vor, dann kommt man wieder an einen Pflock, den brüten und letzten. Und dieser ist die Tür zu dem eigentlichen Best de- PlatypuS, in dem er seine Eier ablegt. Alle die zahlreichen Bauten, die auf ihre Anlage untersucht wurden, zeigten alle denselben Plan und bieten so ein Beispiel für den Schuhinstmkt diese- TiereS. Die Lehmpflbcke, die die verschiedenen Teile de- Baue- verschließen, werden von dem PlatypuS jederzeit, wenn er her- eingeht oder herauSkommt, entfernt und wieder an die alte Stelle gesetzt. Dem Tran-port dieser Tiere nach Europa stehen grobe Hindernisse entgegen, doch hofft man sie allmählich zu überwinden, und c8 sind bereit- riesige Summen für lebende Exemplare geboten worden. Handel. Die Margarinepreise. Berlin, 8. Dez. (WTD.) 3m Reich-- Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft fanb am 8. Dezember eine Besprechung mit den Vertretern der Margarineindustrie und der Derbraucherschaft über das bi-herige Ergebnis der Nachprüfung der Margarinepreise statt, an der auch Vertreter des BeichswirtschaftsministeriumS und der PreiSprü- fungsstelle von Grvßberltn tellnahmen. Gs wurde ans Grund der Feststellung de- von der Prei-prüfungSstelle von Grvhberlin beauftragten Bücherrevisors anerkannt bafj Margarinepreise von 31—35 Mark pro Pfund, wie sie bi- äu der bekanntlich zum 8. Dezember erfolgten Herabsetzung um 5 Mark pro Pfund gefordert wurden, im allgemeinen al- angemessen und nicht über» mähifl anzuseben sind Weitere Nachprüfungen bei einzelnen Fabriken in der Provinz sind noch im Gange Heber die dauernde Hinzuziehung von 'Bcrtrctcrn der Derbraucherschaft bei der Jest- sehung der Margartnepreise durch eine PreiS- lämniission beim Margarineverbanb schweben noch Verhandlungen, mit deren Abschluß noch vor Weihnachten zu rechnen ist. Der 3j4«snxwafraH& der PfLZYchem 'Bcrf- München, 8. Der CSS9L) Zorn tannnrnfrnnf) der Pfälzischen Bank erfahren die „Münchener Neuesten Dachrich- ten‘, daß am Mittwoch in den SeschäftSräll- nren der Münchener Wederlallaag der Pfälzischen Dank der Staatsanwalt erschien, um sich über die Sachlage zu unterrichten. Dabei wurde ihm mitgeteilt, dah der Aufenthalt deS schuldigen Direktors Römer derzeit unbekannt sei. Preissturz für Häute. mc. Frankfurt a M., 8. Dez. Die heutige 28. Haute- und Fellauktrvn zeitigte einen starken Sturz der Preise. Die Rückgänge betrugen 30 biS 50 Prozent gegen die Versteigerung deS Vormonats. DiefeS ErgedniL war den Verkäufern aber keineswegs recht, Re schlossen daher die Versteigerung gleich nach Beginn, da auch die Steigerer auf ihrer Meinung beharrten. Zum Verkauf standen 7591 Drvdviehhäute, 7817 Kalt> fetie und 11 500 Hammeltelle. Sht Versteigerung soll an einem spateren Termin wiederholt werden Der Verkehr mit der Dank von England. Berlin, 8 Dez. Wie die Blätter melden, sind die Verhandlungen zwilchen dem Präsidenten der Reichsbank, H a v e n st e i n, und der B a n k von England abgeschlossen. Eie haben zu dem Ergebnis geführt, dah die vor dem Kriege zwi- schm den beiden groben Zentralnotenbanken bestehenden Beziehungen wieder hergesteüt worden sind. Wie die .Voss Ztg." mitteilt, hat die ReichS- bank ein Konto bei der Bank von England eingerichtet und stch dort ein Guthaben geschaffen. Der gesamte offizielle Zahlungsverkehr Deutschlands mit England wird künftighin bei der Bank von England konzentriert sein. Diese Neuerung sei alS eine grobe Erleichterung deS gesamten Zahlungsverkehrs mit England zu betrachten. — Der .Deutschen Allgemeinen Zeitung" zufolge hat man auch mit anderen Zentralnolenbanken die gelösten Beziehungen wieder ausgenommen. Es steht zu hoffen, dab auch hierüber bald ein Resultat gemeldet werden kann. Frankfurt a. M., 9. Dezember. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Dries Datum: 7. Dez. 8. Dez. Amsterdam-Rotterd. 7492,507507,10 7342,65 3757,35 Brüssel-Antwerpen. 1518,45 1521,55 1488,50 147! 50 Ehristiania 3026,95 3033,05 2942,05 2947,95 Kopenhagen 8946,05 39 )3,95 3833,65 3841 35 Stockholm 6044,96 5055 05 4835,15 4844,85 Helstngfor« 387,60 388'40 367,60 368,40 Italien 906,55 908,45 870,10 880,90 London 859,10 860,90 824,16 825,85 Neuyork 209,04 209,46 202,79 203,21 PariS 1585,90 1689,10 1523,451526,55 Schweiz 4030,95 4089,05 3921,05 3928^5 Spanien 2957,- 2963,- 2857,10 2882^0 Wien (altes) .... Deutsch-Oetze«.. . . 6,58 6,92 6,48 6,52 Prag 230,75 231,25 224,75 225,26 Budapest 26,47 25^3 26,72 25,78 Buenos AireS . . . 68,40 68,60 66,65 65,85 Bulgarien —, Ztonftantinopel ... —, Warknotiernngen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.14 7.12. 8.12. Zürich Fr. 126.40 2,62 2^0 Amsterdam Fl. 50.20 1,34 1,41 Kopenhagen Är 88.80 2,35 2,75 Prag Är. 117.80 -»— — Stockholm Är. 88.80 2,- 2,05 Wien Är. 117.80 London Sh. 97HO —8,65 Paris Fr. 125.40 6^6 5,60 Reutzork $ 23.80 -.47 -.50 ZLrxher Devisenniarkt. 8. 12. 9.12. Wechsel räter, 1 Müller, Bauhlls»- arbeitet. Erdarbeiter. ffltfenenbeit»arbette« werden ebenfalls entgegen- oenomuietL Lehrlinge: 2 Mechaniker, 1 Elektromonteur, ein (Elektrotechniker. 1 Schuhn,acher, 3 Antoschloster, l P.'aschlnenlchloster, l Uhrmacher. 1 Zigarrenwickler, 1 Schreiner, 1 Friseur, 1 Schriftsetzer. Weiblich« «bteil nn«: Etz ftimen eingestellt werben: *. bei blesigen Arbeitgebern: Mädchen für tagsüber, Diennmädchen, Lauifrauen unb -mädchen für cihAclne Tage, tdtbtiac Alleinmädchen, 1 Köchin, 1 Lehrmädchen in Blumengeschäft. 1 Zimmermädchen. 1 Ktichenmädchen. b. bei an8niärtlaen Arbeitgebern: 3 landwirtschaftliche Dienstmädchen, Dienstmädchen, Allein- mädchen. Zimmermädchen, Kuchenmädchen, eine Stütze, 1 Köchin. Pö inchen Älrbeit: 2 Vcrfäufednncn, 1 Flickerin. 2 lyairtifrauciL einige Lauffrauen, auch für Nach- mittaadbelchastiguna. Mädchen für tagsüber, eine Büglerin, 1 fträulcin erteil, fraiuöf. Unterricht, 2 Kontoristinnen. 1 <(bneibedn als Beihilfe, vier Berkauterinnenlehrmädchen Die P rufc'beratuna unb Arbeit- Dermitt luna iiir Musiker findet werktags von 10 bis IX Uhr statt. 1*28388 Bekanntmachung. Die Keller Nr. 4 und 5 unter dem Turmhaus am Brand sind noch zu verpachten. Auskunft wird auf dem städtischen Steuerbureau, Stadthaus Berg- strafte. Zimmer Nr. 10, erteilt 12837B Bietzen, den 30. November 1921. Der Oberbürgermeister. NiewiederkehrendeGelegenheit bietet sich dem geehrten Publikum, MIA Me oaö SMe (roenn auch »erbrochen^ »u verkaufen. Zahle per Stück M. 100.— nur SamStag, 10. De»., von 9 bis 6 Uhr, in Giesten, .Hotel SrfiüD“. Zimmer ist angeschtteben. [12829»»] A. Xubr. IskWMMMM Samstag,den 10.Dezember1921, abends 8l/> Uhr, bei Nöfinger außerordentliche Generalversammlung 1. Dorstandswahl. 2. Rechnungsablage. 3. Verschiedenes. *15H1 __ Der Vorstand. Verein ehemal. Hess, relb-vragoner im Ureise Sietzen VerwaltungSausschust Giesteu. Vollversammlung am Sonntag, den 11. Dezember, nachmittags 2 Uhr, tm Restaurant Schipkapatz, Bahnhofstratze. Die Tagesordnung wird bei (Eröffnung her Versammlung behanntgegeben. - Wegen der Wichtigkeit derselben wird um Etscheincn aller Mitglieder und der dem Verein noch fernstehenden ehemal. Hess. Leib- Dragoner gebeten Der 2>or|tanb. MeW.WeiMW s~ -gewinnen Siehvna erster Klafle der preuß.-5üdde»1fche» nlaffenlotterle am 20. Dezember Stimm Legler vuchacler Jeder Herr 12857D Televbon 66t< In bet beiten Klasten- lotterte loteten, bantr lkinVersuchfshtt zn dauernd. Kundschaft Sonntag geöffneto.U Wan C4S<3C4&4 NIMM well vie Brunn ar MHö.-DrudrcrL n. Canae. chtezen Neuen Baue 11 Walltorstraße 63 E3d Anlage 5 Die fettberiaen Soieler werben ersucht, ihre Lote alsbald in (Empfang »u nehme«. 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