Mittwoch, y. November 1921 171. Zayrgmg Erster Blatt eigenen Schöpfungen enttoebet ungenügenb Hehl lotL OTIo nur bur» ble TtnnUtlung non ober überbaust nkh> unterftügt hätten. 'Barden unb pan iert tonnen in Zukunft Le- 'Bleibt nod) bk Hoffnung auf bk 3nter-1 Visen- unb ähnliche Geschäfte abgeschlossen natinnnk. 9iuA bkksUfnuna ist gleichfalls werben. Die Danken finb verpflichtet, von ver- sozlalbemokra ischcn KonsumnereinSbeweoung hallt eS von Klagen wider orß bk Mirglk- 3n an* Keine Herabsetzung der Besatzungskosten? Aus dem besetzten Gebiet. Neu« Kasernen. O b « r ft« t n , 7. Nov Die Äafernenfrafle für die sranzrsischen Desatzungstl-upt en tft nunmehr dahin gelöst worden, ba5 zweigrößereBau- ter. aufgcsührt werben müllen Die Laukosten, die da- Reich natürlich 511 tragen hat. belaufen sich auf mehr als 40 TLtnionen Mark. Don einem Amerikaner erstochen. fpb. Dingen. 7. Nov. Der Arbeiter Franz Kröll würbe in ber Nacht zum Sonntag von einem hier weilenben amerikanischen Unteroffizier ohne jede Veranlassung erstochen. Der Getötete hinterläßt eine Frau unb brei unversorgte Kinder. - teilt. Das Gescy beftimmt, dah ber Handel der ihrer Pflicht nicht nächkämen, bah sk'chrelmit Leviten usw. an die Danken gebunden würben 3000 Kommunisten cetötet. Obessa wurde bk Mobilisierung geordnet. Qeffentlichkeit ber Washingtoner V^rhandsnnge« ? Neuhork. 8. Nov. (WTB.) Eine vom Senat angenommene Resolution fordert bk amerikanische Delegation auf, ihren Einfluß geltend zu machen, bamit bk Protokolle über bie Debatten ber Abrüstungskonferenz veröffentlicht werben unb bamit bie Journalisten zugelassen werben. Notifikation deS amerikanisch-österreichischen Friedens. Wien, 8. Nov. (WTD.) Der BunbeS- kanzler unb ber amerikanische Kommissar haben heute bie NattfikationSurkunben bes amerikanisch - österreichischen Frie - benSvertrageS ausgetauscht, ber bamit heule In Kraft tritt. Der Ausstand in der Ukraine. HelsingforS, 9. Nov. (WTD.) Die Moskauer „3swestija- meldet, bah bie auf- rührerischen Ukrainer unter Defehl des Generals Ti11unik eine Neihe Stabte besetzten. Dei ber Eroberung Shitvmins unb Deut^lnnb ber Zersplitterung entgegen- g hm trtrbe. D Sh 15 ve.stummte ber Mund aller Liebert-ichter. Unb auch nachträglich ist ber Revolution von 1918 fein Sänger entstauben. unb es konnte ihr keiner entstehen, weil bk verflossenen 3 Jahre jegliche Freude an bet Neugestaltung ber Dinge erstickten. Sozialistische Führer unb Massen stehen gemeinsam am Grabe fast aller ihrer Hoffnungen. Was sich in ben 3 Jahren von neuem Geben ans Gicht brannte, was als aufbauende SchaffenSfreubigkeit sich gab. bas entsprang nicht ben Kraftguellen ber Revolution, sondern baS waren noch immer flkfoenbe .Energie- strörne ber alten «fluchbeladenen- Staats- unb Wirtschaftsordnung. Wo soll ba bie Stimmung zum Festefeiern Herkommen, wie soll man sich ba an ber neuen Volksrepublik erbauen, wenn sie wehrlos allen räuberischen Angriffen von außen ausgesetzt, wenn sie nur noch Objekt einer Weltpolitik ist. bk wie nie zuvor vom Machthunger getrieben wirb, wenn Die Republik ihre Kinder innerhalb unb außerhalb ihrer Grenzen nicht zu schützen vermag, wenn Millionen ber Volksgenossen unter frembe Gewaltherrschaft gekommen sind und ihr Selbstbestimmungsrecht unter näcelbeschla- genen Stiefeln des feindlichen Militarismus zertrampelt wird? Unb bas erstrebte neue Wirtschaftssystem, die Sozialisierung? Ach. rühret, rühret nicht daran! Warnen doch selbst die Führer vor diesem heißen Eisen, an dem sie schon genug sich die Finger verbrannt Haden. 3hr theo-« retischer Mentor Cunow warnt nicht nur davor. sondern spottet über die Sozialisierung«^ fanatiker. die keine Ahnung haben, wie die Sozialisierung eigentlich vor sich gehen soll, unb ihr früherer Reichswirtschaftsminister Wissel erklärt im «Firn- mit härterer Verzweiflung: «Wohl wären bk Verhältnisse, aber nicht bk Menschen reif gewesen zur Sozialisierung. unb besonders den Führern hätte eS an allen dazu notwendigen Kenntnissen gefehlt.- Auch baS Märchen von der Labotte- rung durch bas Dürgertum zieht nicht mehr, benn wo bk Massen allein bk Sozialisierung in Händen haben, ba versagen sie. 3n ber Aus der französischen Kammer. Pari«. S. Nov. (WTD.) 3n ber heutigen Rad. mittagssthung ber französischen Kam- mer würbe die Debatte über die Interpellationen über bie Gesamtlage Frankreich- begonnen. Al« erster Redner sprach ber Abgeordnete Lhasfaigne- Gohon Der Abg. Massier hat in der Kammer einen Gesetzentwurf eingebracht, um das Gesetz über den Ach t ftu nden tag einer Revision zu unterziehen. Gr nennt daS Gesetz, das angenommen wurde, ein Gesetz sozialer Opportunität. daS keine wirtfchcflliche Notwendigkeit sei. Die Anwendung deS Gesetzes solle deshalb aufs neue einer Prüfung unterzogen werden, um eS in Einklang zu bringen mit den Notwendigkeiten ber verschiedenen Industriezweige. Pari«. 8. Nov. Die HavaSayentur östentlichi einen De richt ber Komrnisston, die aut Grund bei DeschlusseS des Obersten RateS Dresden, 9. Nov. (DTD.) Der sächsische G a n b t a g nahm gegen bk Stimmen der Bürgerlichen einen Antrag ber LinkSrabi- kalen an, die Regierung zu ersuchen, dem HMiS einen Gesetzentwurf vorzulegen, burch den der 1. Mai und ber 9. November als gesetz-1 tun, um--------------- lk$)e Feiertage exßäri werden. I zu «füllen, unb ich glaube, es wäre ea schlechter Eine Unlerhausdebatte über den französisch-türkischen Vertrag. G 0 n b 0 n, 7. Dov. (Wolff.) 3m Unterhau S entspann sich eine längere Debatte über den franzüsisch-kemalistischenDer- trag. 3n Erwiderung einer Anfrage erklärte Har mSwor th. zwischen ber britischen und französischen Regierung habe eine Erörterung wegen deS Vertrages von Angora begonnen. Da bie Verhandlungen noch im Gange seien, könne er gegenwärtig keine Erklärungen abgeben. HarmSworth sagte weiter, es sei richtig, daß bie türkische Presse zugebe, baß in dem Gebiete von Sansun Massenhinrichtun- gen von Griechen vorgenommen würben. Ueber bie MassakreS von Masivan habe die englische Regierung erklärt, baß 950 Griechen und Armenier in barbarischer Weise getötet würben. Nach dem Vertrag von SevröS unb bem Dreimächteabkommen fei Frankreich die Macht, ber ber Schutz ber Minberheiten von Ellidcn obliege. Mehrere Redner verlangten. Aus dem Reiche. Da« Ministerium ‘Braun. ‘Berlin, 9. Nov. Einer Korrefpondenz- mcldung zufolge har die preußisch: ZentrumS- fraltwn für ben Poften dr« preuhifchm Wohl- sahrtSministeriumS den IentrumSao;c- ordneten hn preußischen Landtag. Hirtsies er. in Aussicht genommen. ' Da« tote Sachen. nationale. Auch diese Hoffnung ist gleichfalls von quälenden Zweifeln zerfressen, well die 3nternatlonale oei allen wichtigen Entscheidungen völlig versagt und den deutschen Arbeitern statt Hllfe meistens nur Schädigungen gebracht hat. Sv beim Friedensvertrag von Versailles, beim Abkommen von Spaa, bet ben Gonboner Verhandlungen, beim Ultimatum, wo überall bie Arbeitervertreter ber feinb- lichen Staaten fttamm für bk unmenschlichen Forderungen ihrer Regierungen stimmten, obwohl baburd) bie beutschen Arbeiter zeitlebens wie bet sozialistische Allgemeine Deutsche Ge» werkschaftsbund in einem Aufruf an bie Arbeiter bet Well seht richtig betonte, zu Lohn» fHasen heradgewürbigt würden, ihnen jede Lebensfreude dadurch vergällt würde. Das letzte Deispiel von der „Hilfe- der 3nternatio- nalen ist geeignet, die deutschen Arbeitet mit besonders bitteren Gefühlen zu erfüllen: ber Raub OberschleslenS! 3hn haben wir einem grunbverkehrten Gutachten einer Aborbnung des 3nternationalen GewerkschaftSbundeS, an vom 30. August über die Heradlehung der OktupationStosten und UnterbaltungS- kcsten mit den verschiedenen Zivllverwaltunzrn im besetzten Gebiet beraten hat. Nachdem die Kommission auf der Grundlage des Otkupations- bestandeS die Höhe der Ausgaben des Delatzungs- Heeres in Goldmark festgrstellt hat, ist fic zu dem Ergebnis gekommen, daß die Kosten für das Hahr 1922 um 22 Millionen geringer find al« für die vergangenen Jahre. Die Äcmmiffion hat andererseits verfügt, ein vollständiges Budget aufzustellen für die Leistungen, die Deu!schänd na* Artikel 8-12 des Annetes , um Friedensvertrage von Berfaill-eS zufallen. Es handell sich hier um die Unterbringunz der Mannschaften und Offiziere, um die Stellung von Licht und Heizung, um deren Transport zu Wasser und zu Lande und um die zu gewährende Pcrtofrciheit. Vorschläge seien gemacht worden, um noch eine stärkere Verminderung der Kosten, wie angekündigt, zu erzielen, aber die vermiedenen Delegationen hätten zu keinem einheitlichen Beschluß to nmen können. 3nfvlg d s en fei e.n Programm au gestellt werden, tas dem Ob r^trn Rat zur Annahme empfohlen wird, in dem allerdings nicht die zu erzielende Herabsetzung der Ausgaben beziffert wird, das aber betont, daß durch gemeinsame praktische Anstrengungen ein G r f 0 g z u Gunsten der Reparationen erzielt werden mühte. Um zu einem derartigen Ergebnis zu gelangen, werde die Schaffung eines Ausschusses vorgesehen. der aus De tretern der verschiederen Desatzu gttee-c ?usammc ge e)t ifl 3n einem umfangreichen Resolutionsentwurf sc en in allen Einzelheiten die Grundlagen mitgeteilt, die für die Regelung der Kosten der Befayungs- heere zur Anwendung gelangen, unter Einbeziehung der Anflrengungm, die gemacht werden tonnten, um sie herabzusehen. Die Kommission habe auch die Frage der Ausgaben für die Hivilkommifsionen geprüft, dabei aber die Prüfung der Unterhaltungskosten für bie militärischen Kontrollkommissionen beiseite gelassen. Die Kommission habe festgestellt, daß außerhalb der tnteralHeren Oberkvmmission für die Rheinland«. deren Tätigkeit mit der Okkupation aushöre, die meisten vom FriedenSvertrage vorgesehenen Kommissionen, deren Gar,en Deutsch'a^d zufallen, ganz ober teilweise demnächst ihre Arbeiten beendet haben werden. Was die rheinische Ober- kommistivn anbetreffe, so habe die Komrnillion hc rau-gefunden, daß eS unmöglich sei, Vergleiche zu ziehen zwischen den Kosten der verschiedenen Delegationen an-esiLts der Entfernungen, die die verschiedenen Ollu ativn«,o-en tr?nncn. Die Kommission habe jedoch für möglich gehalten, dem Obersten Rat vorzuschlagen, die Rheinische Kommission zu ersuchen, in eine ernstliche Prüfung der Ma^ra^nrn elnzutreten die die Herab- feftung ber Kosten aller Kategorien von AuS- gaben ber bei führen könnten, damit sie auf ein mit ihrer Mission im Einklang stehendes Minimum zurückgeführt würden. deren Spitze ber französische Gewerkschaftsführer 3ouhaux ftanb, mit zu verbanken. Alles die« zusammen genommen läßt bie Anhängerschaft ber sozialistischen Parteien in ihrer Gesamtheit von Wahl zu Wahl langsam aber sicher zusammenschmelzen. Der Sozialismus hat fett ber Revolution keine moralischen Eroberungen zu machen vermocht Deutscher Reichstag. (Fortsetzung aus dem xtoetten BlatO Berlin. 8. Nov. Aba. Hertz lUnabh.): AuS den Reben bet bürgerlichen Abgeordneten klang nichts heraus als die Katastrvphentheorie. die bei lehr mächtigen 3ntcr.f|entengi-ubpen h u:e üb?rauS beliebt ist Wenn die Mark zur Zeit auf weniger als 1V2 Pfennig im Ausland gesunken ist. so b deutet das die schwerste Gefährdung b.'sonderS lür die Arbeiterschi ft: denn die Kreise der Besitzenden profi.ieren n,ur durch die sprunghafte Steigeiung aller Warenpreise. Deshalb haben gewisse Gruppen der deutschen Industrie ein Interesse daran, den Marksturz mit rolerAbich ru fr r c n (Cänn recht-.- W rmüs ei zu stächst d eVerpflichtungen des Reiches an die Sntente decken und dann den eigenen Bedarf ausbrirgen, um wenigsten« in absehbarer Zell bie Notenpresse zum Sinkst and zu bringen. Für die Erreichung diele« Zieles ist da« Regie, ungsprvMamm völlig ungenügend unb deshalb für un« unbkfutieibar Der Besitz ist durchaus nicht ülxrlafteL Wir verlangen Erhebung des RelchSnot^pferresles in Drei Raten, ferner die sofortige Abführung aller bt«- derigen Desitzsteuern, besonders ber Einkommensteuer, unabhängig von bem laufenden Be an- lagungSgesä- ift. weiter die sofortige Berad chie-^ Lung ter Kapitalverkeh «steuer u ter Erhöhung der Sätze, insbesondere für die Devisenspekulationen. Weiter beantragen wir eine Devisensteuer von 15 Prozent, eine Ausfuhrabgabe von 4 Prozent und eine verstärkte Kontrolle der Devisen durch da« Reich Dir .große nationale Ta'" der sogenannten Kreditaktien ist Mncft- wegs aus dem Willen der Industrie geboren, dem Reiche?u helfen, sondern nur au« der Angst vor ber von der Oeffentlichkeit immer lauter geforderten Erfassung der Goldwerte. Die Geg^n- bebingungen der Industrie ftel-n einen politischen Erpressunnsverfuch allrrschli-nmster Art bar. Der Drllarstand von 300 ist die Antwort daraus! Wir verlangen ein No'releh, durch daS 25 Prozent aller Anteile ber Des'llschnlt.Unternehmungen auf das Reich übertragen werden. Reichsminister der Finanzen Dr. Henne«: Ich kann nur lebhaft bedauern. ba*3 Abg. Braun gestern den Boden der Sast'lch eit verlassen hat. Die Kritik deS H'rrn Draun gegen mich war um so unverständlicher, al« die von mir hier vertretenen Steuervorlagen von ber früheren durch d e Wehrhei tSf o-a dern'krn ten m’.tgebt'belen Regierung gebilligt und dm Reiche tage Dorge'egt worden sind, und al8 ich mich nut auf die Vorhaltungen des Reich llan ler« bin bereit erklärt habe, bie interimi'tisch? F'chrung be« Reichsflnanzministerium; au übernehmen Der 2lbg. Helff er ich hat mich ge'ragt unb der Mg Becker hat die Frage wiederholt, ob die Reichsregierung noch writere Steuerp'änr in Aussicht habe, insbesondere in bezug aus die Sr- sassung der Goldwerte. Ich dars dabei aut meine letzte Rede verweisen, in brr ich betont habe, daß bei der Aufstellung der Steuergesetze davon auSgegangen ist, daß jede vorhandene Steuerauelle im Rahmen des w'rt'chaftlih Mög- jedem, ber ein Devisen- ober ähnliches Ge- schäft eingehen wlll, eine genügende Gegt» t i m a t i o n verlangen. Ferner sind die Danken verpflichtet, über jedes abgefchlosfenc Geschäft einen Schluhschein auszustellen. Dieser Schluhschein muß dem Finanzamt über- wiesen werden. Die Finanzämter nehmen die überwiesenen Schlußscheine zu den Steucr- akten. Der Gesetzentwurf wird binnen kurzem dem Reichsrat und dem Reichstag zugehen. daß dem Unterhause die Möglichkett einer De- spreckung gegeben werde. Chamberlain erwiderte, die Regierung sei sich darüber klar, daß das Gand und das Parlament sehr beunruhigt seien. Indessen hätten die französisch s englischen Besprechungen eben erst begonnen, und für den Augenblick sei deshalb eine Erörterung der Angelegenheit im Parlament nicht angebracht. lichen bis auf das Aeuherstr auSzenutzt werden soll. Weiter habe ich gefaat, daß ich dabei bie Unterstützung aller ErwerbsstZnbe erwarte: eS w'.rd Ausgabe dieser Kreise sein, mit (oifreten Dorsch'ägen hervorzutretea Was b;e Erfa'sung der Sachwerte anlangt, so ist gestern mit Recht daraus verwiesen worden, datz bie Vermögenssteuer eine Erfassung der Sahve-1? tar» stellt. De Möglwkeit du- Erslllunr der Re a a- tionsverpflichtunge-, selbst bei Höch /er strurrli her Belastung habe auch lch verneint: an dieser Auffassung halte ich kft Aber im Rahmen unterer Ge ft jng^fäbigteü rrt-f ct wir a leS bie übernommenen Verpflichtungen Der neue Gesehentrourf über den Verkehr mit Devisen. Berlin, 9. Nov. (Priv.-Telegr.) DaS Reichskabinett hat gestern, wie die Blatter melden, dem vom ReichSwirtschaftSmini- sterium eingebrachten Gesetzentwurf über den Verkehr mit Devisen, fremden Geld- Torten unb Banknoten seine Zustimmung er- Nr. 265 Dei titfceier Iwjeiter erscheint täglich, avger Sonn. And Feiertag Monatlich« Senk«»" le: Tlk 5^0 «nlchl. IkLger- loh". butd> bk Post Ulk. tkfiO etwld)L Veste«. ,«kd. auchd«^ichttr|chei. xm einzelner Nummern tefolg« höherer Gewalt. A.rn'prech.Lalchlüks«: fürbif5d)nchafl»itelle 51. »nlchrist für Drahtnach. richten lnjnlu* lieft 165 Mark Im Monat. gum Dritten Jahrestag der Revolution. Zum 1. Iahrestage der Revolution forderte ber sozialdeinottattsche Parteivorstand seine Genossen auf: „Rüstet zum 9. November!- 3m Vorfahre unterblieb ein solcher Aufruf unb auch in bkfem Jahre hat man noch nichts von Aufrufen ber sozialistischen marteloorftänbe gehört. Nur bie örtlichen Organisationen rufen zur Revo'.ulionSfeier auf. Sv auch bie Bezirksverbände Berlin ber e. P D„ 11.6. P D. sowie ber Ausschuß ber Gewerkschaftskommission Berlins unb llmge- genb. Bezeichnenberweife steht bieser Ausruf in bescheidenem Umfang unb mit sehr nüdjrf tlgen Worten auf ber 2. Seite der „Freiheit-, oogleich man sonst aewohnt ist, sie am Kopfe DeS Blattes In großer Aufmachung zu lesen. Das ist erklärlich. Man erfüllt sozusagen nur noch eine AnstanbSpflicht. man schämt sich. Der Revolution gar nicht mehr zu denken, daher ruft man zur Revolutionsfeier auf, obwohl jegliche Begeisterung sowohl bet ben Führern al« auch bei ben Massen zu vermissen ist. Daran änbern auch bk für Sachsen, Braun- chweig unb Thüringen anaeorbneten ZwangS- elertage nichts. Sie werden am allerwenig- ten geeignet fein, Begeisterung für bk Revo- utionsfeier zu erweclen. „Begeisterung ist feine Heringsware, bie sich einpöckeln läßt viele Jahre.- So sagte schon Goethe, unb er war zweifellos ein besserer Welt- unb Menschenkenner als viele unserer heutigen Größen. L« Ist ber Geschichte ehernes Muß, baß lauft ber N ovember-Reoolution von 1918 nichts Cbuted entsprießen konnte. DaS hat im Vorjahre selbst ber bamalige preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Konrad Haenlsch, in einem Gedenkaufsatz der .Dationalzeltung- zur Revolution wiberwlllig •ugegeben: »GS war vielmehr ein Zusammenbruch als eine Revolution- . . . „öle ist wohl die erste unb einzige völlig lieblose Revolution der Weltgeschichte getoesen.- 2)aS ist'S: bei Bewegungen, bk nicht ben ganzen Menschen ergreifen, ba bleiben bk seelischen Schwingungen au«, ba vermag kein Giederguell zu sprudeln. Wie ganz anber«, was auch Haenisch anführt, vor unb Im Jahre 1848, wie tönten da die feurloen Lieber HerwecchS. Freillgraths, Kinkel« unb vieler anderer. Weshalb damals der hinreißende Schwung ber revolutionären Lieber? Well aus Ihnen burchweg auch bk Sehnsucht nach ber Beseitigung ber engbrüstigen beutschen Kleinstaaterei und nach ber Schaffung eine« großen einigen Deutschlanbs dewvrklang. 3m Herbst 1918 bagegen ahnte Die Volksseele, bah bas Gegentell eintreten GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen vnick und Verlag: SrShl'fthe U»ft>.-Vuch> und Sttlnörudtrti H. lange. Sdjriftleitnng, «eschäftrftelle und Dmiterei: Se X. Die neuen Lohnsätze fit bie Staatsarbeiter. Berlin. 8. Nov. Sntsprechenb ber neuen Beamtengehalkerhöhung werden nun auch bie Löhne der Staskardeiter erhöht, unb zwar soll bie Erhöhung auch vom 1. Oktober b. 3- ab gelten. Es erhalten: Lohnstuf« Stundenlohn bisher *Dur(MAn tH» jäher 1 thommee 7 7.70 6.20 19 *00 6 7.80 6 30 1I6>O 5 8.- 6.40 20 ixO 4 8 20 6 20 20 500 3 8.50 6.70 21 250 2 8 70 680 21 750 1 8.90 6.90 22 250 unb im .tejen. -* Betrifft: Li wurden. aefchichte m:ß au b c Kraft wer d> r die Wagen da fühlt man k Hoi IV, UVM N ««t . > - < l •* iht auch im ., Freischütz" kern echtes ?bcn. Die deut'che Romantik, der au bteten. uno ne Der dienst Michael Die vuperiuie mm mit „ ... Der incrjuu- u-t.. . frei und tonschön- treffuch gelang auch die Musil erst, Einer Reih« genußreich« Abende, zur DolfLschlucht. nur nachher beim Hägerchor , hLue man such die Harner rdrzr gewünscht. — Von 1. . mi . 5). • 10 hl taten z ■ Vie kgt cor ta 15.51 «mer! L . 23 sagen. GS wurde alSbairt der Hnuvtbe'astun 'Sirage Richard W vernommen. @r faitc nach einnchen- her Delebrunq Üörr die Heiligkeit und Wichtigkeit deS GideS nach dessen Leistung au«: ,Einige Tage vor der Hauptverhandlung vom 4 Februar kam mein Bruder zu mir und sagte, ich solle einmal zum Oberamtsrichter kommen, die Wagen- ooschichte must aus dem Wege. Ihr m ü st t e t Angeklagten, der mir dann sagte: „‘Sic Wagen- ,e. Ihr mühtet deutsche- Ersel,— — - - . _ f ,, , deutsche Märchenwald mit seinem D syenst«glauben und geisternden Zauber — daS mach' den Inhalt der Tondichtung Weber« au« und hat ihr Xaucrgtltuna in unterem Boll: gegcbei. Doch beute gilt nxi« Beethoven einst in die Worte -usammenf atzte: .Wenn ich« le le — *»• T*. OBurbe so Aart Maria v. W eK « r rein z e i t- rLich und äußerlich schon der Wegebereiter •• Der erste Schnee. Der Sturm am vergangenen Sonntag scheint der Dorbvte des kommenden Winters , n. Schli». 8. aut>. ®« taJHP -v - * — -*i, der bei Gin« Fortgehen d.efe unüeo! . •• Aeine AuSfuhrabgabenfähebei . 17 . 18 •19 .20 •21 .12 • 13 • 14 . 15 . 16 die Lieber Zieher so zu längen, ' |cntimer5 b ei.en. . 1 . 3 . 4 . 5 . S • 7 bei der wilden Jagd — so must ich lachen — und e« wird doch da« Rechte fein. So toa« muh man hören, nur hör en!" Man ist dem DießenerTheaterver- e i n zum Dank verpflichtet, dah er gerade den .Freischütz" al« Auftakt -u unserer diesjährigen Opernspielzeit wählte. Einmal ist es eine geschichtliche PMcht. da« hundertjährige Jubiläum der Oper durch Aufführungen zu feiern, und e« ist weiterhin ein innerer Gewinn, wenn gerade in d« ®:gcntoart. wo unserem Volke nicht« so not tut, wie die Erinnerung an da« von den Vätern Erstrebte und Geleistete, wie die Vertiefung in deutsche« Wesen und deutschen Deist, wenn, tagen wir. gerade jetzt diese« auS echtem deutschen Sinn geborene Werl zur Darstellung gelangt. Aus Stabt und Land. Diesten, den 9. 2ov. 1921. den Darstellern must an erster Stelle Heinrich Auhn aU Aasvar g-manntwerden der in Spiet wie in Gesang gleich vollendet ton Da« toartotr!- lich - um wiederum mU Beethoven au reden - ♦3a tlntierl Stobt da wie ein HauSI Ueberall. Gieftener Strafkammer. DderarntSricdter Dr. Pufcb wegen Rechtsbeugung angeklagt. Diesten, 8. Dov. 1921. 2m heustaen Dane nahm vor der Strafkammer de« bfeftnen Gerichte« unter dem Vorsitz de« LandaerichtLdirekkorS Wiener die Strafsache goren den OberamtSrichter Dr. Pusch, Dienstaufsichtsührender Richter in O'tenborg. wogen Verb-echens im 2mtc feinen Anfang. Die 2rf ara k ir Obe-staats anwalt Hoffmann vertritt. wirft dem Angellagten vor. vorsätzlich zu Dunsten einer Reihe hnn Angellagten in einer S- a'sachr w rai Nich'cb teerurtq von Hceresge ät sich einer Beugung de« Recht e« schildig gemacht zu haben. (Verbrechen de« § 336 R Str. DD), da« mit Zuchthaus bi« au fünf Iahren geahnd-t mi d ^e TeTtetblra~*g d « Angelln'-'ten ka Rech' a ' a t Dr. S i n z h i m e r in F anl- futi a. M übernommen. 63 lind über 33 beugen und ein Sachverständiger geladen, so dah sich die Verhandlung über einine Tage crilreden bürfte. Wir werden fo llau'e-'d berichten. Der Anllagr liegt folgender Tatbestand Migrunde- Wie wohl noch in allgemeiner Er- S# Sgt n* Ifra *130 gsl» y.59^ 103^; MM KCO-120 Mft er? Cilitt tebem ui ilc fanbi $t 3r* tyr an •t ste-vu ' iUU Xflair^ iW JtKtml xtttrrt ™ 5 per Si Irrend «vchlt gewesen au sein. 3n der letzten Nacht fiel der erste Schnee und heute morgen hat eS gefroren. Hoffen wir, dah der Winter nicht allzu streng wird. (Siebener Theaterverein. Der Freischütz. Rr man tische Oper von Aart Maria v. Weber. Diesten, 9. Rov. 192L Der Hebe alte Freischütz — - wieviel Lausende mögen sich schon an dieser köstlichen Musik erfreut Haden, seit die Oper vor nunmehr über 100 Ha hren am 18. v uni de« Zähre« 1821 in Berlin in Szene ging? Ein muNl geschichtliche« Er - eignl« war diele lliau fübrurg von Weder« Meisterstück Zur Feier de« Jahre«, tage« der Schlacht bei Belle-Alliance ging sie vor sich Unb wie an jenem Schlachttane 6 Jahre zuvor ter Frnndkerrscha't über Deut'chland endgültig der Daraus gemacht wurde, so bedeutete auch der stürmische Jubel, mit dem die Zuhörer in Berlin und mit ihnen in der Folgezeit ganz Deutschland da« neue Aind der WebOrschen Mule aufnabmen. mehr aU nur einen — allerding« ungewöhnlich starken — Opcr.ierfolg er bedeutete vielmehr nicht« weniger al5 die Blleitigung ber Do-berrichall d^r ausländischen Musik In Drallch- lani> Der Dann der drückend auf der deutsch n Opernblhne infolge der Heqcmraio per Svontini u. a. lastete, war gebrochen- die Bahn für die kommendm deutschen Tonmeister, für die deutsche Bühnenmusik war freigemacht. gestattet. m Alles in allem: Ein höchst erfreulicher Beginn der Me«jä6rtocn OpemfPiclAeiL boffentlUfc ber —ft» n?nrmihrcidxn: Abende. für die nach ihm Aommenden, so war er e« auch innerlich durch feine Musik tum -Freischütz selbst. 3trar ist die Drandlage für sein Schaffen die klasfilche Trtnfügung und Instrumentierung der alter Meister, aber in mancher Beziehung ist er hier ebenfalls ein Neuerer, der schon stark nach der reich m Instrumentation ber nra.eitlichen Tondichter Hinweis!. 6« genügt, in dieser Hinsicht sich daran zu erinnern, wie stark namentlich Richard Wagner auf den Boden trat, den Weber geebnet und bereite! hatte, um auch in dieser Beziehung die Bedeutung de« .Freischütz" ermessen zu können. aber verhelfen, d^tstIhr nicht bestraft tr> et b eL Konntet Ihr nicht glauben, dah der Vorfitzorde des Vollswates, H, die Wagen an- melden würde?" Ich vtr teinte d es und'atzte, wtr hätten un« durch die Nichtanzeiar der Wagen strafbar gemacht Er tagte daraushm: .Sagt doch in der Hau ptver Handlung, Ihr hauet geglaubt. H. hätte die Wagen ausgenommen und angrmeldet! Ich werde 6ie als ersten vernehmen, sagen Sie bad- dann au« und faatn S e den anderen Ange- tlagten. sie sollten dasselbe sagen, dann werdet Idr freigesprvchenl" Auf meinen Linwood hin. dah doch H. als Zeuge vernommen werde und d.e Wahrheit sagen muhte, sagte Dr. P: .Das werde lch schon machen- ich werde mit H. sprvchcn!" Ich frag dann, ob Dir einen Rechtsanwalt nehmen sollten. Anfang« verneinte er das, sagte aber bann: .Nehmt den Rechtsan wall H. in Ortenberg. Der kann bann auch etwas verdienen 1“ Ich tat dann so, wie Dr. P. mir gesagt hatte und unterrichtete die anderen Angellazten. Wir bestellten R AH. als Anwalt. Ich wußte genau, dah das, was ich in der Hauptverhandlung auS- fagte, ge ogen war: gleichwohl habe ich es gesagt. Ich muh sagen, dah ich Dr. P. nicht traute. Später in einer Unterhaltung waren wir un« darüber k ar. dah das Verhalten des Ange'-Iagten ein Skandal war. Ich habe die Sachr nicht an- gezeigt, hätte auch nie etwa- davon gesagt. Ich wurde jedoch in einer anderen Sache, die damit in Verbindung stand, eidlich vernommen, so dah ich, um der Wahrheit die Ehre zu geben, alle« angegeben habe." Hingehende Fragen selten« de« Vorsitzenden und Kes Verteidiger« vermögen nicht, den Zeugen in fernen Aussätzen toanteno au machen. Gr beantwortet alle Fragen des Verteidiger«, durch deren Beantwortung er sich ter Verfolgung wegen einer strafbaren Handlung (Bestechung. Erprcs- sui'.g. Vergewaltigung) ausse^t könnte, unb weist dahingehende Verdächtigungen mit aller Entschiedenheit von sich. Durch feine Aussagen hat er anscheinend ter Staatsanwalt chaft Material für neue Strafverfolgungen gegen den Angellagten gegeben. Die Beweisaufnahme wird fortgefetzt. Der erste Erfolg, den Weber« Oper hatte, ist ihr durch ein Iahrhundert treu geblieben. Noch beute kann keine Opernbühne an ibm vorbei, noch heute sind der Mas wie der Daspar, die Agathe unb da« Aennchen begehrte Partien, noch heute entzückt baS Werk bei icbcr 2uffübrung unb ist frisch wie am ersten Tag. Dieses Deheim- ni« der ewigen Qugciib liegt m dem durch unb durch beutfa)7n Charakter, den die Oper bat; in dieser Hinsicht wohl nur übertroffen von dem höchsten, was überhaupt für die Bühnenmusik aelcha'fen wurde, von Wagner« .Meistersingern". Wie hier, blür* * *“ --- Lcrt chenb so stark, wie e« nach den wirtschaftlich'n V«n-bältnillen möglich »st erhöht tirrben Die Vern-dm,ng die die Regierang auf Drund de« Erm^chtinnngS- gesetze« erfaffen wird wird die Börsenumsa^- steuer bri A,ind-nge^ch,''stra aus 1 Prozent kest- feften. also auf Höchsttg'' den da« <^raiach- tlnx-flWH) vv fr-ht Bei 5L-d'e-a-fb?f en s ll die 2lbgnb' 1 pro 1000 betroaen DZ erfchiro Wer vfcht anaängsg, bi« zum ^chsttah des Drmäch- tioungsee^e« ».u gehen. B^i der nra rinzusüh- renbra Devitenstraer konn'e der AM>ftfah de« Ermäch.sming«^esr-fe« seBstve^ständnch nicht in Be^'nch» frmm-'n- e« werden H~r entsprechend bAn tm Au*fch b abreaede-en (STärangen der Rerie- nj”n die Sätze crnaevrdnet werden di« ber hnr- Ire e’*e Snwurf des AapitalverlehrLsteuerges tze« Vorfi estt. Sin Serina ungSantran dm» bet Den kommn-istischen Frakt o-ra wi^d abce'eWtt 2M .^ölkefn (Aom 1: Die Steu-raorsa- pen erich^^en keineswen« alle Quellen. Sie richten die 2-beitrr nf'mmbe und treiben Raub an her drallchra Volkskraft. fOeb^a^e .^ustfmm"nn reeht e« die In- bunrfe S'raensraoen au bedardrin. Cteuerirnnen sind Mgcht'ra-e" u feiern. Inzwi'chen ist eine grobe AnAahl A^gw'-b- meter der Rechten tm Saale erschienen: die Linke rötb da« Zentrum sind sehr schwach besetzt. Abg. H o f i m a n n (Amn Arä -®em.V Mich wundert der Plötzliche Arbeitseifer der Rechten, nachdem fie heute in der ganzen Zeit, wo nicht gerade ihre Fraktionsredner am Wort waren, nur ibn R-stmirnnt sesthaft gewesen finb. 2M Mar, (3tr.) bittet, dem Wunsch ix« dbg M'ller-Franken ?u enllprechen. Da bas Rriul'at eirar Sntschri>unq mlnbe- flen« unsicher kN. bezweifelt Müller- Franken ! die Beschsudfädigkeit des Hause«. Unter grober Heiterkeit schllestt sich BaS Bureau diesen ^Worten an. Präsident Löde erklärt wegen Besch'ust- «nfähigkeit die Sitzung für beendet unb bestimmt tHe nächste Si' ung auf Donnerstag 1 Ubr. 2uf der Tagesordnung steht die Int-'rpella- thm ber Sozialdemokraten über die Deutschen . -Werke, erste Lesung der neuen (Beamtenbefol- Lbung«t>orfage. Schluv gegen »/.10 llhr. empfiehlt sich, die lieber ie^ dah f.e im Gesichtskreis bc8 Diz Auch ist ein Augenmerk auf so'.h: verdächtige Personen zu richten, die Restaurants ohnr lieber- zicher betreten, ihre Aopfdedeckun; auf oder in die Nähe von lleberztebern hingen i—- unb bewilligungSfcei. ^citctuornnöiane für Donner« tag: Wolkig, trocken, nacht« kalt unb Nachtfrost, am Tag etwas milder, wechselnde Winde. Heber der Nordsee lagert ein Hochdrack- rütfen. bet sich 618 nach Skandinavien erstreckt. An der atlantischen Allste sinkt der Barometerstand. so dast wieder mildere« Watter bevvrsteht Heute Nacht ist noch mit Frost ,u rechnen. In bet vergangenen Nacht sank ba« Thefmo- meter wie folgt: Dtesten 4 Drad, Darmstadt 2 Drad, Herchenhain l Drad und Lauterbach 9 Drad unter Null. Im Dogel-berg liegt Schnee kvornotize». — Tageßkalender für Mittwoch Stadttheater. 7 llhr: .Bettina« Verlobung-. — Astoria-Lichtspiele, beute: .Hamlet", morgen bi« einschli?stlich Sonntag: .Te- Abni, der Manege — Lichtspielhaus. Bahnhof st raste, bi« einschlieh' lich Freitag: .Die Deier-Wally". — „Fr. von Uhde, ein christlich-sozial« Maler für unsere Zeit" ist da« »ellgemä' c Thema, über daS am Montag, htm 14. November, abend« 8 Uhr, in ber Ivbanneßkirche, der hier durch seinen im vorigen Hahr gehaltenen Vortrag über Wilhelm Steinhaufen bekannte Pla-rer Deggau einen Lichtbildervorti-ag bal'en wi d. Der Reinertrag ist für das Diakvnifsmhau« Dlilabethen- stift in Darmstadt bestimmt. Aarten stnd im Vorverkauf bei D Eballier zu baden. (Nähere« fiefr Anzeige in ber heutigen Nummer) Landkreis (Rieften. u.Heuchelheim.7. Nov. In dein bi« auf den letzten Platz besetzten Saale ber Wirtschaft zum Treppchen bereitete am Sonntag abend der Gesangverein Heiterkeit von Gießen unter Leitung seine« Dirigenten. Lehrer Bläh- Grohenlinden, einer zahlreichen Zuhörerschaft einen äußerst Aenuhreichen Abend. Die gan^ vorzüglich cingcubtcn unb aji Gehör gebrachten Thore, sowie die trcffltch unter Klavierbegleitung barflebntenen Tiolln- foll de« Dirigenten und die wirkungsvollen Baritonfoli de« Herrn Da hm er hinterlte- Ken bei den Zuhörern einen nachhaltigen Stn- druck, ber durch relchqefpcnbeten Beifall naA außen hin auch zum Ausdruck kam. Schade nur. daß unsere hiesi-en Säle sich infolge threr geringen Akustik für derartige Veranstaltungen weniger gut eignen, die Wirkung wäre am gestrigen Tage eine noch diel größere gewesen. Mrd* viidinften. X Ortenberg. 8. Nov 2m vtmntag fand ba« Prei-schießen be« drestgen Schutz-n vcrrins auf dem Schienstand an ber Allpra statt Ds standen 10 werwvlle greife ?ur Dersugu-ng Den ersten Preis fchost Wau-ermeister Karl H o f mann 2. Dchch.-nkönig wu-'ke aufD u b ber Schutz leist ungen be« Zähre« Writzblnbermeist« Qtpp Dem Prei^fch'e' en fv.gw am Wxmd in ber Gastwirtschaft Beck ein gemütliche« Bet 11 sammens« in ArdS Lauterbach. Die Anklage wirft nun dem Angeklagten vor. ber Angellagte habe vor ber Hauptverhanblung zu dem Angellagten Richarb W. gesagt, er solle in ber Hauptverhanbiung aussogen, er b-ibe geglaubt. die Wagen seien durch den Vorsitzenden deS VolkSrates H- rur Anmeldung gekommen. St werde ihn als ersten vernehmen, die anderen Angellagten sollten sich frinen, des W AuZ- ührangen anschlietzen, sie würden bann alle freigesprochen. In der Vernehmung be« Angeklag- t e n, die fast den ganzen Morgen in Anspruch nahm, bestritt der Angeklagte, datz eine Unterredung in diesem Sinne mit Richard W. statt- gesunden habe, daß ferner, wie die Anklage weiter behauptet, er in einer Untcrrebung mit dem Bruder deS W., dem August W., diesem gesagt habe, er solle ein mal seinen Bruder zu ihm. Pusch, nach Ortenberg schicken wegen der Wagengeschichte, die müsse aus der Welt. Sr fühl te aus, daß er tatsächlich ber Ansicht gewefens fei. bat) die Wagen beim Dorsitzenben des Volts- rate«, die seiner Ansicht nach für die Ablieferung bzw. Anmeldung für das Publikum zuständige Stelle, angemeldet gewesen feien. Sr glaube ferner, daß die Leute beim Erwerb des Gerätes in gutem Glauben gewesen seien, er halte sich nicht für straffällig. AIS erster in ber Beweisaufnahme wurde der Bruder des früheren Angellagten Richard W.. der August W.. vernommen. ies geglaubt habe, die Anmeldung unterlassen. Die aoberen Angeklagten schlossen sich den Aus- ührangen des Angellagten Richard W. an. Der Zeuge H. äußerte, tote es in dem Sitzunas- protokoll heißt, die Angellagten hätten glauben können, die Wagen seien angemeldet. Die Angeklagten wurden daraufhin auf Antrag des AmtSanwaltS hin freigrfprochrn mangels subjektiven Verschuldens, die Aalten der Derteidtgung wurden der Staatskasse auferlegt. Irmerung ist, geboten unter Androhung schwerer F.eihruS- und Geldstrafen Verordnungen vom De,e.nber 1918 unb Januar 1919 dem Publikum das zahlreich in feinem Delitz befindliche Heere«- gerät bei besonders bekanntgemachten Stellen abiuliefcm. «Sine Reihe von Landwirten von Effolterbach tarnen ihrer P.licht nicht nach, sie Kitten Wagen unb Heere«bestände Im Desitz. es wurde im Frühjahr 1919 auf eine Anzeige eines Beamten ber Erfassungsstelle In Dad-Aauheim hin von bem zuständigen Amtsanwalt Anklage gegen sie erhoben. Wahrend das Verfahren chw.bte. wandte sich ein Dü.ger aus Effolterbach an das Justizministerium und bat um Einstellung des Strafverfahrens. Die AngllHuldigten feien im guten Glauben gewesen. Auf Aufforderung der Staatjanwaltschast Dießen äußerte sich der damalige dienstaufsicht ährende Richter, der jehige Angellagte zustimmend dazu, die Leute seien beim Erwerb der Wagen ohne Zweifel In gutem Glauben gewesen. Die Gendarmerie fei überhaupt viel zu streng, man habe den Eindruck, daß viel zu viel Anzeigen erhoben würden. Er befürwortete bad Gesuch Nichtsdestoweniger nahm späterhin das Verfahren feinen Fortgang, und es wurde nach Sachuntersuch ng Termin zur Haupt- auf den 4. Februar 1920 beftimmt, f|A — um wiederum nut Deelyoven da« Untier? Steht da wie ein Äaw wo ber Teufel die Tatzen reinsteckt t «le auch!" Ein besondere« Lob ckuch der Agathe Fanny Eleve«, die ihre Partie trefflich met- fterte; die Eavatine namentllch ein Aablnettftüd für sich. Der Mar lag bei Beter Ion s s v n in recht guten Händen; nur muß man feststellen, baß bei ibm da» gelungene Wort besser verständlich ist al# da« gesprochene. Die Note .sehr gut verdient Herta G r ee f. ein gut charakterisiert^, and gleich schön gesungenes Aennchen. Heinrich H ölz- Un, der den Eremiten gab. zeigte sich in sein« kurzen Szene als ein Sänger von Qualität Di- erkennung verdienen ferner ^Theodor Heuser (Ottolar) unb Bau! Deterfen (Auno). Han- Siegfried al« Ailian kam eingang« feine« Spvttl;edes mit dem Orchester etwa« auseinander cd Id aber sonst gleichfalls Um die Wre halte sich Hans Saiger mit Erfolg bemüht. Die Spielleitung unter Zotef Dchlembach befriedigte iedoch die MaSken be« Mar und auch die der Agathe im zweiten 2’t schienen un« nicht recht gelungen. Die Wolfsfchlucht war gut au«- ** DerHochschulring deutscher Art zu D ie ße n, der im StudentenauLschutz 92 Prozent aller Sitze hme hat, beschloß In feiner letzten Versammlung: .Der Hoch!chulring deutscher Art erblickt in der Entfernung des BilbeS desGroßherzogsausderNeuenAuia einen liebergriff der Parteipvlltik in das neutrale Gebiet der Hochschule, gegen den er Verwahrung einlegL. Für ihn ist diese« Bild eine« Förderers unserer „alma mater Ludoviciana" ein künstlerisch wertvolles Denkmal bet Geschichte, das er nicht der Behandlung nach parteipvlllischen Gesichtspunkten ausgesetzt wissen will. Er fordert daher die Rückführung de« Bilde« an seinen alten Platz " — Die im H. d 2L vereinigten A o r- porationen faßten folgenden Beschluß: .Die im Hochschulring deutscher Art vereinigten Korporationen nehmen mit Entrüstung Aenntni« von ber Entfernung des Bilde« des Groß Herzogs aus der Neuen Aula unserer .alma mater Ludoviciana" und werden die so verschändete Aula mit Fahnen und Ehargierten nicht mehr betreten.“ "Neureaelungdes Milchpreife«. Eine Aonferen) der hessischen unb hessen-nassauischen Bauernschaft und der Mitqlleder de« Hessen- nafsauifchen ©täbtebunbe« beschäftigte fich in Frank urt mit der Neuregelung be« MllchpreifeS Die Vertreter ber Bauernschaft forderte einstimmig. den neuen Milchpreis ab 15. November derart zu regeln, daß er einem Zehntel deS leweill- acn ButterpreiseS entspricht: d. h. z B. bei einem Butterpreis von 40 Mark pro Pfund kostet das Liter ab Stall 4 Mark. Da der Städtebunb infolge eines Mißverständnisse« nicht ordnungsmäßig vertreten war. konnte zu der Forderung der Landwirte noch nicht abschließend Stellung genommen werden. Dir anwesenden Vertreter von Frankfurt und Offenbach erkannten die Forderung nach einem höheren Milchprei«. ber in ber wirtschaftlichen Entwicklung begründet fei, an. Im Laufe dieser Woche tritt die Konferenz abermals zusammen unb trifft endgültige Beschlüsse. *♦ Da« Schwurgericht wird am Montag den 5. Dezember seinen Anfang nehmen. Für Darmstadt wird Landgerichtsrat Fuchs den Vorsitz führen, während für Mainarben. graue scherze cdKDÜnmDögcl. bu ün hoben Xor- den bebzimatrt find und na- unseren Breiten nur feiten verschlagen werden. Sie Arlben’chirbe ist der nächste Verwandte des häufiger Vorkommen» den Äomorani Ltarkcnbrtra und Rheinhe^en. ofz Offenbach. 8. Rvv. ö In reuiger Dieb ist bermuUkb ein Unbetonnter. der kürz- Üch von Offenbach aut brm granfiurter Polizeipräsidium mlt:els D i M einen Lch in Über zwei ®cpjd"iüde A.ufanbte. die bd der 'äu’bc’Dab- rungsstelle Hanau-Ost lagerten und Samcnltoffe sowie Herremnäntel, •ragen ufto. enthielten Tie Sachen flammen wahrscheinlich au» Frankfurt. die *3tgentümer sind aber noch nichr bekannt mta. Dingen 8. Tod. Hinsichtlich der Hlnbenburgbrücke zwischen Rüte'.shelm und Kempten batte die TaLiücht kab diese "Brftde gemäss •en Best immun sei deS Fri den-verkraaeS unbrauchbar aemachr werden müs'e, in den beteiligten Streifen — aber auch darüber binaul — ettr^c Bfunrublgung bervvrgerusen, da der erst kurze Zeit eröffnete Bertcbr über diese Drücke tn wirtfchafllicher Brlebunq als (Tröffe G-leichte- rung empfunden wvrben war Aus die Borst el- Lungen der Handelskammer hin — die seilender Behörden unterstützt werden — hat die Be- fatzungsbetzörde — wie der Bericht der Handelskammer b.saat — eine Antwort erteilt, au» der berrergebt, bafi — wie auch schon kürzlich de» rsch'et — bet Verkehr auf dieser Drücke vorläufig nicht unteibunben ober bcblntert werden fod bla Lampertheim, 8 Tod. In Lüdel- sachsen wurden dem Landwirt Hördt, während dle ®lodenmetbe begangen wurde, aus feiner Wohnung ein Geldbetrag Ira Gefamtwertc von über 1 00000 Mark gestohlen, darunter 2000 Goldstücke und Silber- und Papiergeld. Der Täter ist noch nicht ermittelt. Hesicn-Raffau. mc. 3 r a n I f u 11 a. TL, 8. Tob. Die Unsicherheit i n der Stadt nimmt In erschreckendem Matze zu. GS vergeht nicht ein Tag. wo nicht aus Irgend einem Stadtteil ein I TaubüberfaH gemeldet wird. Namentlich im Raubgesindel Oberhand behalt. m*a. Höchst a. TL, 8. Tod. In der letzten Stadtvervrdncieisitzung teilte ein Stadtverordneter mit, ball du'ch den Babnbof Höchst Waagens auf Waggons, alle mit*Ä a r t o f f e l n briaben. nach dem Dahn Hof TüiktSmüdle rollten, um von hier in das Ausland verschoben zu werden. In den letzten Tagen seien allein 35 Eisenbahnwagen mit Kartoffeln nach Türkismühle gegangen Der Stadtverordnete erklärte, als man Zweifel an seiner Behauptung hegte, datz er diele Mistellungen von einem leitenden Beamten der Höchster ©utcrabtertlgung erhalten bade. mc. 3 b ft e t n, 8. Tod. Der 21 jährige Peter Braumann aus Deutz wurde beim Holzfällen boneincmstürzendenBaum erschlagen. Die Wahlbewegung. lg. Gedern. 8. Tod Am Samstagabend sprach im Dergwirtshause für die Deutsche Dolkspartei Teal lehret Kahl aus Darmstadt In öffentlicher Wählerverfamralu ig. Gr schilderte cingcbcnb unsere traurige polltilche Lage in wirtschaftlicher und finanzieller Hinsicht und die Ursachen, die uns soweit gebracht haben. Die Ausführungen sanden den Befall der Versammlung. — Gestern fand eine Wähserverfammlung des Bauernbundes statt, in der Rechtsan- walt H e l m o 11 • Ticderwöllstadt sprach 21 Dad-Tauheim, 8. Tod. Zu bedauerlichen Ausschreitungen kam c5 im Anschlutz an einen von Ober ft Don Xnlanber in der Deutschnationalen Dolkspartei gehaltenen Beitrag, der seiner Vachllchleit und seines hohen sittlichen Srnstes wegen ohne Störung von allen Be s immlungsbeluchern angehbr', von den met ten Anw en den sogar mit starkem B;if-iII ausgenommen wurde. Da der Redner noch am selben Abend Weiterreisen mutzte, setzte der Dersammlungsleiter. Prof. Dr. Weber, als TebetcU für die Diskussionsredner 10 Minuten fest. Diese Beschränkung der Redezeit gab den Sodildemvkraten, die sich autzer Bürgirnvtftcr Rech töten (D Ibel) noch eine Dame von autzer halb al8 Diskussionsredner verschrieben hatten. Beianlaffung zu hätzlichen Lärms-cnen, die richtete hier erheblichen Schaden an. Manches schlecht verkittete Fensterscheibe fiel auf die Stratze. Teben andern Dächern wurde auch diesmal wieder, wie schon öfters, das Dach unterer hochgelegenen Stadtkirche arg mitgenommen, indem viele Duyende von Zieaeln In hi« Hefe geschleudert wurden. — Auch hier «gt sich wieder die Bautätigkeit. Reben dem AamlliendopvelhauS, das vom Heim- 1Uucnt>erdn errichtet wird und das fast bis •ujp i. Stockwerk erbau: Ift wird die Lang- velnrichsche Qetnenfabrlf in den nächsten Lagen mit der Errichtung eines TeubauS beginnen, der anfchlictzeno an das Fabrikge- gäube eine beträchtlich« Dergröherung des D«ks bedeutet. «reis Schotten. <_ Gedern. 8 Tor». Die von dem hiesigen Zweigvcreln d-s Vogelsberger HSHrnllu'rs ein- rrti c c 3u^enfcb«rberae,tte am 15 Mal Fs eröffnet. wurde war bis zum 1 Oftobet wt 131 Wanderern <\8 wrlblichm und 113 männ- (l*rn) in An'vruch genommen wordm Den Sin« nahmen von 242 SV TZl steht eine Ausgabe von 3'5 9’» TZL gegenüber ’o datz ein Zch.betrag von 1C3 TU zu dicken bbtbt Die Herberge wartet sehnllhst auf b n Stifter ein^s dringrnd nötigen praktischen KochofenS! Das Betragen der Jugend tpar m l'ttntedj g it. In einzelnen Füllen lieh die Reinlichkeil zu wünsch m übrig Zweimal wurde bU Rächt ruh- der Tachdarschaft emv'lnd'.lch ae- störr Im Wiedr-Holunasfallc werden blt Tubc- fiörcr an die ßufl gesetzt und nutzer dem wird tte He masst eile entsprach nd bmachrichstgt. e Ulrichstein, 8 Too. Lui D. ch uh des Vorstandes des Bvgelsderger Hohencluds soll der Dlsmarckturm auf dem Tausstein vom I. Tooember bis 1 Aprll für legttdxm TufM« rteert werden. Gerade während des Winters der Turm trotz ,einer malllven Bauart den jerliörentKn Witteruigseinflüssen bei nachläfll- aem Sch!tetzen von Türen u. bgL In auheLOrdent- Lch«n Mähe atUgefe&L ftrclö Uriedberq. 4 Bab-Tau bttm, 8. Tob. Bei den Deuverpachtungen des fraatflchTn n^d ßädNlchen Geiä,rdes. die kurz btnterdnanber er- ftlgten. tr-urben für den Tlorgen durchschnittlich 1000—1200 Mark, zum Teil aber noch höhere Trrtfe erzielt <38 bandelt sich babei zum arotzen teil nichl um erslksassigen Bkltcrauer Lehmboden, fonbem um e trag Monere* Gelände m.t r.efigtm Oder sandigem Untergründe. —Dem Sturm am Sonntag 0! dicht vor ben TerrtMSd*» wieder | Ostend scheint eine Banbe die Passanten und eint der allen Ulmen der^ark-Allee zum Opfer Bewohner freigelegener Häuser systematisch auszurauben. Der verminderre Pateoulllen- dienst der grünen Po'izei und die Schwächung der Dezirkswachcn, die sich übrigens recht wenig bewährt Haden, tragen dazu bei, datz das durch TWSngm brr tÄrOettrnnarletllant. CTBIrmen des Borstandstisches und Rufe wie .Orgcfch- Mörder". .Schmutzt ihn vausf usw g^ki-mzelchnot waren und einen orbnungsgematzen Schl uh der erwartungsvoll begonnenen Versammlung ver» binbetten. ÄtrAe und Schule. Hk Die Srösfnung des Wissen- schastlichen Instituts der Slsatz- ßotbrlnger im Reich in Frankfurt am Main. Die öröfhiungeicicr des Wtflensch ftllchen Instituts de.' Afatz-Lothringer tm Reib wirb am 12 Tooember. Dprmtttag« II Xlbr. im Zestsral bei Senkenbergifchen Instituts (UnlDeditat1 Frankfurt a M stattfinden. Der erste Vorsitzende. Go- bdmrat Pros.stör Dr Shrhard wird die Festrede halten Danach werden Ansprachen seitens des Obcrprätibenten der Provinz He'sen-TaNau. des Vertreters des Reichsministeriums des Innern «Abteilung für ci atz-Lothrlngeni des H IfSbundes und vorausfich'.llch auch eines Vertreters der Stadt und Universität JranNurt erfolgen Sin mitten« schallsicher Vortrag des Universitätsprosessors Dr. Franz Schultz beschlletzt die Sei r S.n- labunger zur Teilnahme sind an alle MUglledee des Instituts ergangen. — HochschulstudiensürVolkSschul- lebrer In Hessen. Das be fi'che Landeeamt für das Blldungsweicn hat eine Berorbaung ergeben lassen, durch bte den Volksfchull bfern das Hochschulstudium ermöglicht wird. Rach abgelegter zweiter Prüfung kann jeder Lehrer als Studierender der Pädagogik in Giest n ImmafOtu« fiert tnerten; dem Studium jeder anderen Wissen- schäft können sich die Lehrer nach Ablegung ein* Srgänzur.gsprüsung zuwendcn. Wud dem «mtsverkündignttstöblatt. •• Das AmtsverkündigungSblatß Tt 159 Dom 8. Torenbrr enthält: AuSubung der ticrärztl'.chen Fleischbeschau. — V^dicuchen. — Walzarbeiten. An si eckender S che l de ka t a r r h in Bellersheim. Unter dem TinbDkbbeHanbe der Gemeinde Bellersheim ist der ansteckend« Schcidekatarrh amtlich festgestellt. SZ gelten die in amtlicher Berorbnuig vorgesehenen Tkatz- nahmen mit der Tlatzgade, datz die Bullen bl* auf Weiteres zum Sprung nicht zugelafsen werden dürfen. Walzardelten. Die Sperre der Äreti- stratze Betten Hausen—Langsdorf wird auigebo- i den. De g'eichen die Krecsstradensperre Lich- I Tiebcr-Befi Ingen. DES EACpar- Glühkörper 2 5 % He/Lstes Licht bei geringstem Gasverbrauch Bestes Erz. eugnis derA uedicht Gesei/sch afft Berlin Q17 Vehördliche Anzeigen Bekanntmachung. Betrifft: Die Bildung der Schöffen« und Schwur, gerlchte. Die Urlifte für die Schöffen und Geschworenen Vegi von Dienetag den 8 Nooemder bi» Dienstag ben 15.Tooember 1921 aus dem Stadthaus, Bergstrahe, Zimmer Nr. 13, iu jedermanns Einsicht offen. Inner« Kalb dieser Frist kann gegen die Richtigkeit und Boffstöndigkell der Ur Ufte Einspruch erhoben werden. Diehen, den 4. November 1921. 118148 Der Oberbürgermeister Beka n ittm a ch « n g. Bau-, werk- und Nutzholz- Versteigerung der Stadt Gießen. lllu» den IDalbunaen der Stabt (Liehen (Forst« Wartei HI, Förster Gkisel.D>ehenl soll da» nachstehend verzeichnete, aufgearbeitete Holz öffentlich meistbietend nerfteigert werden: Flchtendauholz 1 St 2. AL m. 3,32 fm Coe 1 3. 0,71 2 3 5 6 28,89 20,34 19,58 24,40 20,88 13,13 26,04 17,27 - 16 - 20 - 19 — 22 — 18 --- 12 - 24 = 15 Alcfembaubola - 1 St. 4. AI. m. 0,86 fm -1.5. (XbL 65) ( . 55, 64, 65) 65, 56c) 56c) 56c i 56c i 56.) 56b, 64) 65) Fichtendauhol, Lo» V «dt. 55. 56c) — 44 SL SaAL m 28,73 km 56.3, 62b, 64» 5a e- 51 . 5a, 5a . 5a , 5a . 10 11 12 13 14 15 16 - 45 — 43 - 39 -- 4 2 . 29,88 . 30,03 . 29,84 . 27,85 , 30,85 , 26,03 . 56.) i' . 56c . 56c . 56c] . 17 . 18 . 19 . 20 . 21 65, 107) = 53 , 5a „ . 33,93 , , 55, 56c) = 84 . 5d , . 33,55 , . 56c) - 78 . 5b , . 30,31 . . 56 ) = 84 , 5b , . 32.70 . . 56b, 56c,62b) =113 , 5b , , 34.29 , , 64, 65, 107) —129 , 5b , , 33,38 „ Fichtcnberdstangen Lo»22 (SbL56h, 56c. 62b) - 42 5t 1. AL m. 5,28 fm . 22 ( . 107) --- 15 . 2. . , 0,82 . . 23 ( , 107) = 60 . 1. . . 6,72 . Die Versteigerung findet am Montag, dem 21. November 1921, beginnend 10 Uhr vormittag», im Stadtbau» Bergstraße 20, Zimmer Nr 6, statt. Sämtliche» Holz ist entrindet (Aäferfällung), je» doch mit der Nmde gemeffen» Wegen vorheriger Besichtigung de» Hohe« wende man sich an den obengenannten Fürs,'er. Nähere Auskunft erteilt auch die Odrrförsterei G ehen. Gegen ausreichende S cherheit wird Zahlungsfrist bis 1. März 1922 erteilt. Gießen, den 7. November 1921. Der Oberbürgermeister. U813B Vergebung von Wasserleitungsarbeiten. Für die Erweiterung be« Wasserwerk« der ®e« meinoe Treis a. d. Lumda sollen die erforderlichen Arbeiten und Lieferungen getrennt ober zusammen öffentlid) vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Deditf aungen können im Bauamt Landgraf-Phllipp-Platz 8, Zimmer Nr. 22, eingefehen werden. Angebote, deren Unlerlaaen daselbst käuflich, sind bis zum 15. November d. j«. vormittag« 10 Uhr bei dem Unterzeichneten einzureichen, woselbst die (Eröffnung in Anwesenheit etwa erschienener Bewerber tattffnbet. Iuschlagsfrist 3 Wochen. Dietzen, den 31. Oktober 1921. Der obere Baubeamte bei der Areisverwaltung. ___________CeIlaria«, Baurat.________115968 Bnllcnvcrknitf. Die Gemeinde Neinhardshain beabsichtigt Freitag, den 11. d. Mt«., vormittags 10', Uhr, einen abgängigen Süden auf dem Submissionswege ju vergeben Die Bedingungen werden vorerst be- hanntqrgfben. 11818D Beinbarbshain ben 8. November 1921. Bürgermeisterei Neinhardshain. Graulich. Ausschreibung der lkrd». Beton- unb Dl lUYcrarbeftem lOOOcbm Bobenausbub, 300 ebtn Beton, 360 umBlegclftein- ^flaftcr auf Betonumer- innel für die Oerftellnna einer awei en D ebfweibe auf Babnbof ,>riedbera <4>effenl. -lti'ebotsmuster können, io linae der Bor- rnt reicht, aeaen nostfreie Bnreinfenvuna v. 11 Mk.. von der unterzeichneten S'elle bezogen werden, wo auch die.Zeichnungen auMlenrn unb -lnsktmft erteilt wird. Zutchl-ins- frist 3 Woci'en. Die Crff» nnnn der -lnnebote, die mit der ttnikchrift: »fltu aedot anf^erstellunaetner «wetten Drebfcheibe- au versehen find, erfolat nm DonnerStnw dem 24 9lo« oeniber 1921, vormittnas 11 11 br. IlSOOid Eienbnbube trieb samt Rricbbcro (Hessen). Lit'nno. Ortitia. Mate Aufforderung Gießen Prankfort a.M.,West - - muniiiuiULiiuumjuiiuuujiituiiuumuiiiiiuiiiiuiiiuutiiJiHtiHuiiiiif; Tütfitincr flaufmaun sucht tätiae Be eillnuna ru. Brio, (kinteluorver CbrrL Dr. Kocee, iiMi Koethestraste 84 tu bester Vnnr. mit 3-.°,im.« ©obnunafofortiu mieten aein-t L ,'VnQc'•h obiibau« mafuD unb nit t au aroh. Rauf nicht ausgefchlosten. CH. „n er D. F. *211 an ttlaE»aafensteiu ABon« Ier,2'*arbrücfen 3. nn,A Neuenweg 22 Adelbertetreße 26 1 ciepboa 176*2124 Telephon; rfcunu» 4034 Alteisen Metalle Lumpen • Papier eowic «Amtliche Rohprodukte Antiquitäten. „ Vertretung von Dreistern-Edelliltör Berlin im Hotel I igutnebcudeS Einhorn vorgesprochen haben, werden bringend um L » Ä k Angabe ihrer Adresse gebeten (Vergütung) unter i LCDCnSlUttfCh 00. 11819 an ben Gietzener Anzeiger. 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Der 2a n- desN'chen'ai. ter darüber zu beicht hen hat. wird fru heften» in den letzten Lagen des Rovember efnberufei werden^ möglich rwrite erst im neuen (Sabr# 3um milchst en standen allo drei Monate pi( öffentlichen (frrt t-una und zur Beivrechuno in de" Gemeinden zur ^Beifügung Gs haben auch en tid) allerlei Versammlungen — z. B in der Männer- und ^rauenvereiniaung der Matthäus- gemevBe und die Volksri rchlich' Vereinigung in Giete-n — die Angelegenheit besprochen. Do eine ötmdnbe das wollte, konnte sie in diesen Monaten Stellung nehmen Wozu jetzt eine Der- Hbgeruna um einen weiteren längeren Zeitraum, wie es jener Artikel w wünschen scheint, dienen sollte, itt nicht abzulehen. Denn eine Gemeinde nicht soviel Interesse hatte, um vom August Hl Ror^rnbcr die Sache w beraten, so wird sie wahrichnnlich sich auch nicht die Müde genauerer Befchästirung mit der Verfassung nehmen, wenn man die Beratung noch so'ange binnu-schiebt. Dazu kommt ein anderes. Aus den Vera- Nrn gen In mehr ober weniger zufällig zusammengesetzten Versammlungen können gewitz beachtens» werte Anlegungen bcrDorgehcn: aber ein wirklich klares Vild der ethmmmg ergeben sie nicht. Und noch weniger können solch? Versammlungen die •inxOragm genau 'durcharbeiten und die Formulierung.-n flcaenetnanb-'T abwägen. Das kann selbstverständlich nur im kleineren Kreis in langwieriger. mühsamer Arbeit Sach und Fachkundiger geschehen. Dieser Erkenntnis trägt jener Artikel nicht ausreichend Rechnung Dir wollen gern hören, was an Wünschen und Ansichten vor- Cbracht toirb; wer etwas zur Sache zu sagen 1, ist herzlich gebeten, es zu sagen. Aber w i r machen d i e Erfahrung, bah ber Aus- schütz bcs Landeskirchen tag» in seiner schweren lan gen Arbei t alle diese Gedanken bereits erwogen und — soviel er konnte — berücksichtigt hatte! Jener Artikel könnte den Eindruck Hervorrufen. datz die Kirchenverfassung, wenn sie im Dezember oder Januar beschlossen wird, .übereilt" beschlossen würde, datz nicht die nötiae Zeit gelassen wäre Davon aber kann keine Arve sein. Der zur Sache reden tiH, konnte es und kann es ntxb: wer jetzt noch nicht sich gerührt hat, muh wohl kein Lrvtz's Interesse an der wichtigen Sache haben Solchen Zögerern ist bekanntlich mit Fristverlängerungen auch nicht gedient. Giehen. 8. Rovember 1921. D. Schian. Deutscher Reichstag. Derlin, 8. Rov Aach der Erledigung einer Reihe kleinerer Anfragen wird die Generaldebatte über die Steuervorlagen in Verbindung mit der Desprechung der Interpellation übet das Sinken der Valuta fortgesetzt Reichswirtschaftsminister RobertSchmidt: Abg. Dr. H e l f f e r i ch hat gestern heftige Angr s e peoen den Staatssekretär Dr. Hirsch vom Reich^wirtschof sministerium erhoben und behauptet. datz dieser damals im Ausschuß. als die Annahme des Ultimatum^ zur Beratung stand, eine Darstellung der Leistungsfähigkeit Deutschlands gegeben habe, die von den Anschauungen des Ministers abgewichen sei. Er zog daraus den Dchlutz, datz die Rechte im ReichswirtschiftSmini- fterium nicht Wiste, was die Linke tue. Allerdings habe zu der Zeit, als dieser Vorgang sich ab- spielte, im ReichswirtschastSministenum die Rechte nicht gewutzl. waS die Linke unternahm. Die Rechte war mein Vorgänger Dr. Scholz (hört! hörtl) Ich verkenne aber nicht, datz unter den damaligen Verhältnissen die Austastung meines Vorgängers zutreffend war Staatssekretär Dr. Hirsch hat in ber Sitzung deS Auswärtigen Ausschusses die Ansicht vertreten, datz nach Annahme deS Ultimatums eine gewiste Besserung deS Markkurses erwartet würde (Lachen rechts), und datz man dic Gelegenheit benutzen müsse, um sich für die kommenden Monate einen gewis'en Vorrat an Devisen zu beschaffen Tatsächlich war denn auch nach Ab- schluf» deS Ultimatum- die Besserung des Mark kurses eine sehr erhebliche. (Lachen rechts ) 2Ibg Dr Beck er-Hessen (D.Dpt): Der Minister frälte bester getan, nicht den Versuch zu machen, den Staatssekretär Hirsch von etwa! rein zu waschen, wovon er nicht rein zu waschen ist. Der Schutz im Blut. Roman von Horst Dodemer. 33. Fortsetzung (Nachdruck verboten.) AIS der Oekonomierat aus den Ställen kam. feinen abendlichen Spaziergang durch die Gärten machte, traf er mit der Mamsell zusammen. Es war nicht Zufall. Sie sah ihn mit einem langen Blick an, da blieb er stehen. .Ra ja. alles Haus, ich habe meinrr Schwiegertochter den Standpunkt klar gemacht. Die kommt mir nicht wieder! Die Aussprache hat ihr Gute! gehabt. Ich will letzt anstrengend nachdenken, wie ich die Karre wieder ins rechte Gleise bringen lann!" Schob die Mühe ins Genick, schlug die Hände auf dem Rücken zusammen und ging weiter. Der Mamsell zucktrn die Mundwinkel. Ihr machte ihr aller Herr nicht» Weitz, in dem kannte Ne sich aus. Csr sah keinen Ausweg, trug setzt seine Sorgen im Hainbuchengang spazieren Als den te. Lekonomicral betrat, blieb er stehen und runzelte die Stirn. .Guten Abend, Grv.vater!- .Das machst du iean hier?* .Ich lern von birF .Dür w.r.lich höchste Zeitk" .Seh ich ein. Gro vatcr, — deshalb bin ich Ja hier: Da hab ich alle Augenblicke gute Vorsätze. aber da ist immer etwas in mir. daS fchmeitzt sie wieder üb.T den Hrallen! Ich füht doch selbst, so geht es nicht weiter!" Ties atmete Christoph Därhahn aus. Kaum setzt bei dem Jungen die grob« Stands? Jedenfalls galt es. zuzupacken! .Hänschen, es würde mich freuen! Sieh mal. du bist der Erde dieser Hcrrlichkest hier, die hat (Sehr wahr? rechts ) Im Auswärtigen Aus- Ichuh hatte der ReichSbankprätident in la gen 2 s üh unzen die U nerf üllbatl i t des Ultimatums nachgewieien und ausdrücklich her vorgehoben, datz die Folge der Annahme ein Sinken des Marklurtes ins Bodenlose sein würde Zur allgemeinen Uebcrraschung bat aber Staatssekretär Dr Hirsch versucht, de i Geaenbeweis zu führen, dah daS Ultimatum erfüllbar fei und zwar auf die Dauer, dr hatte davon gefprvch n. datz feine Annahme eine Besserung des Markku rlee zur Folge haben würden datz diese vorübergehend sein werde, davon war keine Rede. Run spricht der Reichswirtschastsmini^er heute davon datz diese Prophezeiung in i?c ülLmg gegangen sei. der Martkuro hab: sich ja auch gebessert. Ja. auf wie lange denn? 2s wird behauptet, für zwei bis drei Tage. Ich kann da» nicht in der Geschwindigkeit nachprüsen aber für eine längere Zeit wagt e» auch der ReichswiNschastSmlnister nicht zu behaupten Die Ankäufe zu machen, war die Pilicht und Schuldigkeit der Regierung, dic selbstverständlich die Konjunktur auinunen mutzte Ueberrafchend war g?stern. datz der Redner der Mehrheitsfozialdemolratie, der stärksten Partei in der Koalition mit gefällter Lanze den Vertrauensmann dieser Koalition, den stellvertretenden Finan-minister Hermes, fachlich und persönlich scharf angriff und diesen Steuergcseyen Opposition an ündigte. Diese Rede hat wvbl auch bei feinen Parteigenossen einiges Kopfschüttcln erregt. Dielleich', wollte Herr Braun zeigen, ein wie unbeguemer Weggenosse die Sozialdemokratie in der Koalition fein konnte. (Heiterkeit.) Dir haben an der Art und Deis.'. wie die neue Fii.anzrefvrm ins -entert wird, alle lei wichtige Aussetzungen zu machen. Man gibt un» hier ein Bündel von Steuern ohne Jede innere Verbindung. und e» ist ein PreisräNel, welchen Ertrag jede dieser Steuern bringen soll. Diese Steuern für sich allein zu betrachten. ist falsch! kenn bazu konnnrn bieungeheueren© teuer- lasten in denLändern undGemeinden. In den Industriegemeinden d s Westens ist z. B die Dewerbesteu- r bi- auf das Achtzigfache der früheren städtischen Gewerbesteuer gediegen. Alle gröberen und kleineren Bundesstaaten sind wieder genau so verschuldet wie im Kriege und rechnen mit Beträgen von Hunderten von Mil- licnen. Ihre Lage ist geradezu katastrophal. Denn jetzt da» Reich neue Einnahmequellen erschliesst, mutz auch der schweren Lage der Länder und Gemeinden Rechnung getragen werden. (Sehr richtig! recht».) Dir fragen da» Finanzministerium. ob etwa die Steuerreform noch nickt abgeschlossen ist, ob etwa noch eine grotze Vorlage über die Erfassung der Goldwerte hin- zulommen soll. Dir müssen dem Steuerzahler sagen können, wann endlich einmal Gchluh gemacht werden soll. Roch vor den AuSsch itzberatungen muh daS Reichskabinett binden') er! även, ob nrch eine weitere Steuervorlage in Aussicht siebt. Dir müssen scharf auseinander halten, was da» Reich zur Deckung seiner Ausgaben verlangt und was daneben für die Erfüllung deS Ultimatums notwendig ist. Denn wir aus unserem Finanzelend herauSkommen wollen, dann massen zu- äch t tätige Voraussetzungen erfüllt werden. Vor allem müssen wir nicht nur das Gefühl, sondern auch die zahlenmäßige Dewihheit haben, datz in der Verwaltung wieder eiserne Sparsamkeit Platz greift. EL ist doch ein geradezu irvtzloser Zustand, dah da» Deutsche Reich eine gan\e Relle von ® robbetr (eben monopolartlaen Eharakter» bat. au» denen e» n chl nur feinen Ruhen zieht, sondern die noch Milltarden- z u s ch ü f s e erfordern, die au8 den Taschen der Steuerzahler genommen werden müssen. (Zurus de» Abg Helffench- 'DaS ist Sozta'.isieruna!) Bei ber Re chkeifenbahnverwa'tung werden noch heute Zehntausende von Ar'< tern, Beamten und Angestellten zu viel beschäftigt. S; ist uns sortwäh- rend versprochen worden. Die Zahl biefer Arbeiter zu verringern, aber eS ist bis jetzt nicht so weit geschehen, als es notwendig und möglich gewe'en wäre. Das Defizit in den öffentliche Betrieben mutz verschwinden. 63 muh alle» getan werden, damit sich daS Defizit bei der Eisenbahn wieder verringert. Denn anders kann der Bewegung nicht entgegengctreten werden, die Eisenbahnen ber pri- vatwirlschaftlichcn F hrunz zu Überlassen Unter Vvlksverrnögen hat heute, wie aus einer amtlichen Denkschrift der Regierung hervvrgeht. nur noch einen Dert von 150 Milliarden Goldmark, und darauf ruht eint Schuld von 132 Milliarden Goldmark, wozu noch b;e Verschuldung von so und so viel Hundert Papiermilliarden kommt. Dir müssen also zur Bezahlung unserer Verpflichtungen unser ganzes DolkSver- mögen hergeben. Mit den Bejahung S- k ost en zusammen müssen wir jährlich 41 • bi» dein Grotzvater llch ehrlich, hn Schwcihe feine» Angesichts erkämpft. Kairnst du dir vorstellen, wie e» einem allen Manne zu Mute ist, der s ch immer wieder an den Kopf fassen mutz und f ch fragen. Derben meine Kindeslinder den Reichtum. den ihnen der Vorfahre in bin Schatz gelegt, auch gut verwalten? Derben sie mit dem Herzen dran hängen, Hänschen?" .Ich versteh da» lckon, Grotzvater!" 6r stampfte mit dem Fuhr auf .Himmellreuzdv'mer- inetteL. ich will ein ganzer K^rl endlich werden!" Für den Ce'o ’.omicrat war das Dort: Himmel'reuzdvm« weiter der Ausdruck zäher Entschlossenheit. Da schlang er den Arm um den Enkel, wanderte mit ihm im Hainbuchengang auf und ab. redete mit ihm von seiner Liede zu seinem Lande und seinem Fleisch und Blut. .HänSchen. wenn du wahrhaftig ein ganzer Stert würdest! Den Verstand da.u hast du! Ich wollte aus der ©leite Drrg-.-Hen, waS du bisher alle» unterlassen und Sa.-limme» getan hast! Sieh, so lieb hab ich dich! 6» kann doch noch alles gul werden!" Da getobte Han» mit tränen in den Augen, in die Hand feines Großvaters. datz er ein ganzer Kerl von heute ab sein würde! 15. Hans nahm Anlauf. 63 ging. Danz gut sogar. Großvater fuhr mit ihm oft im Dogen hinaus aus die Felder, hielt ihm babei [anbttnrt- schastliche Vorträge Der Junge hatte eine schnelle Au.fastung.gabe. stellte ge ch ite F age D r-b r freute sich sein Grotzvat.r Als der Hans cS merkte, datz er sich mit seinen F.agen in die Dolle setzte, wurde er noch toibbegienger. Grotz- voter war doch ein seelensguter Mann! Er mochte fo gern eine Freude. Einen Plan hatte sich Hans schon zurechtgelegt, um was er bitten wollte, wenn der Grossvater eine» Tages fragte, ob er 5 Grldmilliarden zahlen Bei dem heutigen i Londwirtschaftsassessoren ernannt — Am 24 ». kt. DrUarstand ergibt das jährlich eine Summe von 1-21 wurden bt< ctorttirartt Job» 21 vpe 1 zu oOJ PapicrmlUtarden Für jeden, der g.wod-it Michelau (Oderförsterei B-ckin.tentz Dick. B i n- ist, mit n a n n au Raunheim «Raunheim). Mail Knos tu Dübels- bdn* (DüdeiSbeim). Heinr Lautenfchläger iu Untet-Jir".. T.l ch nlng zu Eckart »bau'en (Dübele d im). Jods. Re r n zu Kirch-GöaS (Bandachi. Jakob 0 r • schau zu Ober-Wiesen (Al-e^i. Karl Roden- Haufen zu König (KönigV Jods Ludw Röd- r i g zu Sonderbach (Heppe 'beim). Mich Wtlh. Achulmeyer V. zu Mk> hiben (Mötselden) Christoph Wagner XXIV m Drotzen-Bufeck (Treis a. b. Ldo ». Hch. Jakob Wetzel zu G. ras« beim (Gernsheims und Hch Zecher zu Staufenberg (TreiS a. b. Cba ) u: ter der Amt^bezeichnunx „ Förster" vom 1. April 1921 ab in den Staatsdienst übernommen - In den Ruhestand v^'etz wurde am 31 Oft. der Lehrer Hh Aug Derk- h a r b t zu Schwabenheim a. d Selz Im Äieife Binger. auf sein Rochfuchen unter Anerkennung leinet dem Staate geleisteten Dienste vom 1. Tiouembtr 1921 an. •• Die Vollstreckung ber Tobesst r a f e. Da» Hcssische Justizministerium b^il an- georbnet. bah bic Vollstreckung ber von den Schwurgerichten Mainz, Darmstabt und G \ c b c n gelallten Todesurteile nach ihrer Rechtskraft nicht mehr wie seither im Pivvinzial tesängnis. sondern in der Canbe4fln f inftaü Butzbach eriolil. Die Guillotine wurde infolgedessen nach Bunoach gebracht. Die erste Hinrichtung in Butzbach wurde, wie berichtet, am Freitag vormittag un einem vom Schwurgericht in Darmstadt verurteilten Raubmörder vollzogen. " Die Wertmarke für selbst« kassierende öffentliche Fernsprech stellen (Fernsprechaulomaten) ist, wie uns von amtlicher Stelle geschrieben wird, In der Oeffentlichkeit anscheinend noch ziemlich unbekannt. Ihre Ginführuna hat. wie voraus- zusohen war, hier und da die Kritik herauS- gefordert. war aber eine unumgüngltche Notwendigkeit. Das vollständige Verschwinden des RiclelgeldeS und das Auftauchen aller Arten Notgeld liehen in Verbindung mit der allgemeinen Preissteigerung das bisherige Verfahren der Benutzung von geprägter Münze zur Auslösung der Sprechmöglichkeit nicht mehr zu. Die Eisenbahn-Verwaltung hat sich denn auch gezwungen gesehen, den Betrieb der selbstkassierenden Ausgabestellen von Fahrkarten für den Nahverkehr und von Bahnu steigkarten ganz einzustellen. Die Postverwab- tung hat so weit nicht gehen wollen und zu dem AuShilfSmittel einer besonderen Wertmarke gegriffen. Diese Wertmarken für selbstkassierende, öffentliche Fernsprechstellen sind an den Schaltern der Postanstalren aller gröberen Orte zum Preise von 50 Pf. (EinheilS- aebühr für Ortsgespräche) erhältlich. Die Einschiebung dieses Zwischengliedes bringt naturgemäß eine Unbequemlichkeit in der Benutzung der Fernsprechautvmaten mit sich. Besonder» fühlbar macht sich diese für Reisende auf den Gisenbahnstattonen. die meist Ihre Gespräche eiligst abwickeln möchten. Um diesem Bedürfnis nach Möglichkeit abzuhelfen, ist schon vor der Einführung der Wertmarke seitens der Postverwaltung versucht worden, die Ausgabe der Wertmarken bei den günstig gelegenen Eisenbahndtenststellen zu erreichen; eS ist aber bisher noch nicht gelungen, die Verhandlungen zu einem befriedigenden Abschluß zu bringen. Als letztes Auskunftsmittel bleibt die Möglichkeit, dah sich jeder Eisenbahnfahrgast, der in die Lage kommen kann, selbstkassie- renbe Fernsprechstellen auf Bahnhöfen benutzen zu müssen, von vornherein mit einigen Wertmarken versieht. DaS ist um so eher möglich, als die Marken im ganzen Deutschen Reiche gleichmäßig benutzt werden können. Ferner sei an dieser Stelle daraus hingewiesen, dah bei etwaiger unmittelbarer Anwendung der gleichwertigen ReichSmünze (50 Pf.-Stück aus Aluminium), die aber aus technischen Gründen nicht angängig ist, bei der augenblicklichen Seltenheit dieser Münzart auch nicht je- slch etwa» wünsche . . . Aber Ehristopb Där- hahn war dieles Mal sehr zähe. Gr beobachtete seinen Gnkel scharf, war fiel» auf einen .Rückfall" gefasst und freute sich im stillen ganz ungeheuer, datz der Junge durchhiell. Unb al» eine» Lage» für Gretel ein ganzer Packen Geto angefordert wurde, wahrscheinlich für allerlei Kinkerlitzchen, aber er fragte nicht danach und zählte es dem Henner ruhig auf den Tisch, sagte der Oeko- nomierat bei der Rachmittagsfahrt Über die Fet- der zu seinem Enkel: .Hänschen, jeder 2kbeiter ist feines Lohnes wert! Wo ich dich in der letzten Zeit hingcstelll habe, du hast gewissenhaft deine Pfllcht erfüllt i Hast 'nen Wunsch? Ra, nun schietz schon tos!" Er sperrte sich. .Vro Vater, 'nen Wunsch hab ich natürlich! 6tgar 'nen ganz großen! ilnb da denk ich. du tätzt mich noh ein bitzchen zappeln!" .Kann ich immer nochl Versteht sicht Liber willen will ich ihn!" „Untere schöne, dreijährige Fuchkstute möcki ich gern reiten' Meinem Beine schadet das nichts, tr-enn ich aus der rechten Seite den Bügelriemen ein Loch weiter schnalle, reiten kann ich ja, und sechzig Kile bring tch auch nur in den Galtet!" Christoph Wäriahn schmunzelte. Du, daS ist eine lehr vernünfttge Bitte! Jugend muh Nch auStoben! Aus Pterberücken. das ist anständig, und außerdem w.rd die schöne Fuchsstute meh.' wert.' Allo der Wunsch ist brr schon heule erfüllt, hetz mir aber da» junge Tier nicht zu toll ab!" .Tu ich nicht! Lieber Srvtzvater. ich danke dir!" Der Alte hatte jetzt Helle Freude an seinem Gnicl Die der aus dem Gaule sah! Elegant und sicher: Leichte Hand, biegsam! Da sah mans ja. tna» .der Schutz im Blute" auSmachte! Kein grobknochiger Bauernjunge )ay da oben, eine schnittige Reitergestalt — sein Fleisch und Blut. Breitbeinig, die Hände in der Joppe, konnte er eine halbe Stunde zusehen, wie Händchen allmählich die ©tute sicher in di, Haro bekam. .Du. der Fuchs wird ein ©taa egaul!“ .Au» unserer Zucht. Grotzvater Der nahm die Mütze ab. wischte sich den Schweih von der Stirn. Ra ja, nun wurde e» Ja, der Junge fing an. stolz auf feiner Väter Land zu werden und tna» auf ihm gedieh . . Han» benahm sich sogar ganz ausgezeichnet al» endlich, an einem Sonntage, sich der Re- gierungSafsef'or von Holtenau zum Miltagcllen angelegt hatte. Man merkte e» ihm wah hasüg nicht an, datz feine wissenschaftlichen Kenntniste nur äutzerst mangelhaft für Teri.a waren. 11 nb gewandter al» sein Vater war er. Dem schien Sieter Besuch sehr pn (ich zu «ein ober er tat wenigsten» so. D.r Detonomierat ärgerte sich über Henners 'Verhalten, konnte auch nicht fo wie Hans und Grete, und vor allem ihre 'T7utter. .aus dem Hanbgele ck' r dm. Er tun ich am Zi d).- cigentlid) recht überflüssig vor Unv das schien leine Schwiegertochter noch unterstreichen zu wollen! Er wurde vollkommen als Acbmper'on behandelt. Da zog er sich bald zurück, lachte grimmig in feinen Weitzen Vollbart. Wollte Herr von Holtenau die Gretel zur Frau haben, dann kam von ganz allein fer Xaq. an dem er bic Hauptperson wurde Dann ft.Cie er Ator a d'e Quittungdtartc au». TZur zum Geld th rgeben fr ar er noch lange nicht da. Wenn es ins Altenteil gegangen wäre, würde ei ihm Nvohr- scheinlich noch v.el schlechter ergangen fein. (Fortsetzung folgt) Der Reisende, ohne ssch vtTrher vorzusehen, tm Besitze eines solchen Stückes sein dürfte. •* Zuchterfolg. Aickählich der vom 4. bi« 6. Aov zu Cöarb’irg ftatuiefunbenen 7. Hess. Öu n g a e f lüg e l s ch a u. die mit 1452 Zuchtstäm- men unD Einzelrieren beschickt Dar. erhielten die Mitglieder b-ti Viehener Gejlügelzuchwere.ns Hch. Meyer (Wieseck) au| Ar. 4 Eis- und F--reuen- tauben vier erste Preise und Hch. Schmidt (Sie- tkn) auf Ar. 7 Mäusertauben zwei Ehrenpreise, »wet erste Preise und drei -weite Preise. Landkreis Giessen. * L r o h e, 6. Aov. Am ©am 3tag abend hielt Lehrer Roth auS Trais-Horloff In der Wirtschaft Seck>p einen Vortrag über das Theater- spseien auf dem Dors. Er erklärte allem Kitsch. Eouplet« und anderen sinnlosen Machwerken den Krieg und empfahl nur größere Stücke zur A.i'f ährung. Den so häufig an'chiiehen- den Tanz bekämpfte er aufs heftigste. weil er die tiefe Wirkung deS gesptrlten Stückes zerstöre. Vck>llkblich gab unS der Vortragende lehrreiche Minke und Rat'ch ägr zur V hneneinrichtunn u w. Eine rege Aussprach.' sch'oh sich an, und die Gründung eines VolksbildungSvereinS wurde in Erwägung gezogen. Kreitz Schotten. Feldkrücken bei Ulrichstein, 6. Aov. 3m »Dies). Anz." war unlängst berichtet worden, dctz in Dodenhausen sich Schnake ngezeigt hätten, wahrscheinlich eingeschleppt. Wir können dies bestätigen. Auch bei uns haben sich diese bösen Plagegeister gezeigt, die hier früher ganz unbekannt waren. Sie sind höchstwahrscheinlich durch das sog. Prehstroh einge- schleppk worden, das aus der Provinz Starkenburg massenhaft in unsere Gegend einge- führt wurde. Gegen daS abscheuliche Ungeziefer sollten allgemeine Maßregeln durchgeführt werden, denn jetzt ist noch Zeit zur Vernichtung. Haben die Schnaken sich völlig ein- genistet. dann ist eS zur Vertilgung zu spät. Freienseen, 6. Aov. Man hatte früher daran gedacht, auf dem alten Friedhof, in der Umgebung unserer Küche, ein Ehrende n k m a l für unsere gefallenen Heldensöhne xu errichten. Man ist jetzt von diesem Gedanken abgekommen und hat beschlossen. daS Lhrendenkmal auf dem sog. „Heilluch", fünf Minuten östlich von unserem Marktflecken, zu errichten. Die ganze Umgebung und die Anlage dieser Anhöhe passen weit besser für das DedüchtniSmal. Die prächtigen Daumgruppen des Heilluch werden einen sehr geeigneten Hintergrund für daS Denkmal bilden. Starkenburg und Nhcinhcssen. dta. Alzen. 7. Aov. Sin Lehrer- Kriegerdenkmal. DaS Denkmal. daS die hessische Lehrerschaft ihren au- dem Alzeyer Lehrerseminar hervorgegangenen und im großen Weltkriege gefallenen Kollegen weihte, ist in feiner Ausführung dem Darmstädter Dildhauer Wilh Götz übertragen worden Da- Denkmal, da- am Eingang des Seminars aufgestellt wird, enthält die Damen von 150 gefallenen Lehrern und Seminaristen. fpb. M a i n z . 7. Aov. 6 1 n ZirkuS zU - sammenge stürzt D.r Sturm weh'e am Sonntagnachmittag daS Zelt deS Zirkus Hc-lzmÜller auf dem Halleplatz um. Ehe der Dau zusammenbrach, konnten die Desucher sich rechtzeitig in« Freie flüchten. Auch die Siallzelte wurden ein Opfer deS . Sturme- Die Pferde brachte man in der Stadt । ater. Die Raubtiere belieb man in ihren eisernen .Käsigen unter Bewachung auf dem Platze. Hessen-Nassau. I mc. Frankfurt a. M.. 7. Aov. Fahrlässige Tötung. 3m Januar diese« Jahre- ^ veranstaltete der Handwerkersparverein in Dad Homburg tm Saalbau Römer eine Festlichkeit, wo- ' bei eine Frau in eine schlecht abgedeckte Mistgrube . stürzte Dabei verletzte sich die Frau so schwer, daß sie einige Tage daraus verstarb Aun standen der Gastwirt Peter Kleemann und sein Sohn Otto 3ofc| vor der hiesigen Strafkammer, die den Vater wegen fahrlässiger Tötung zu zwei Monaten, den Sohn aber zu sechs Alonaten Gefängnis verur» teilte Der Vater wird bedingt begnadigt. diz. Vom Westerwald, 6. Aov. Dei Schlebusch wurde daS Postsuhrwerk, daS einen bedeutenden Geldbetrag mit sich führte, von Räubern überfallen Die Täter schossen da« P erd nieder und versuch en rann, ten Wa en aiiszuplundern. konnten aber durch das Eintreffen von Hilfe rechtzeitig daran gehindert werden. fp. Frankfurt a. M., S. Aov. Zum Ehrendoktor ernannt. Dr. Arthur von Swinner-BerNn ffi tw bet Aaturwifsen- schastlichen Fakultät der Untberlttät Franks utt a Main für leine grvtzen Verdienste aus dem Deb.ete de. Ml.«aiogie, Dev'.vg.e uad Them.e zum Ehrendoktor er.xr.mt worden. Arckhur von Gwinner, der betonnte frühere Direktor der Deut- Vt/en Ra ick. hat lern Sei.cke.chergischen Museum im Laufe der letzten Jachrzehnie eine Fülle der wertvollsten Mineralien u.id naiurwifsenschaft- lichen Seltenheiten zu geeignet. Turnen, Sport und Spiel. — Olejnik Lhampionreiter. Die am Sonntag in Dortmund abgeschlossene deutsche Flachrennzeit 1921 brachte einen fortwährenden Kampf um die Führung in der Liste der erfolgreichen Flachrennreiter. AuS diesem ist der Lr- winsche Ltalljockey Anton Olejnik mit nur un- merklichem Vorsprung vor tem vorjährigen Eham- pion O. Schmidt beroorgega^tgen, der, wenn die Weinbergschen Zweijährigen ftrüher an der Oef- sentlichkeil erschienen waren, sicher den stolzen Titel auch in diesem Zähre heimgcbracht hätte. Die Rennen in Dresden am 31. Oktober hatten die Situation geklärt, und zwar dadurch, bah Olejnik an diesem Tage drei Rennen gewann und am darauffolgenden Tage In Hvrst-Gmlcher ein weiteres. Dieser Vorsprung war kaum mehr einzuholen. O. Schmidt unternahm den Versuch am letzten Renntag In Dortmund, aber er konnte den Lewinschen Stalljockey nicht mehr von der Spitze । verdrängen. Zweimal flieg Schmidt in den Sattel und zweimal gewann er. Olejnik verdankt feine 68 Erfolge in 237 Rennen in erster Linie Ordens- iäger und König Midas, fein Durchschnitt ist mit 3,4 der weitaus beste. O. Schmidt kehrte 67mal in 274 Ritten alS Sieger zur Wage zurück vor M. Zentzsch. der in der zweiten Hälfte der Saison längere Zeit in Front lag, dann aber den Angriffen von Olejnik und Schmidt welchen mubte. 3n 253 Rennen steuerte er 65 Siege. Der Ungar G. Zanck, jetzt an den Stall des Hauptgeslüls Gradih fest verpflichtet, brachte eS auf 45 Siege in 178 Rennen und steht somit an vierter Stelle vor Zimmermann, der bei 161 Ritten 38 Rennen gewann. Den sechsten Platz hat sich Rastenberger trotz der langen Ruhepause mit 37 Erfolgen nicht nehmen lassen. Der ehemalige Gradiher Stalljvckey sta'te m diesem Zahre reichlich Pech Richt genug, bab er für Gradih in der ersten Saisonhälfte nicht« zu tun hatte, war er später auf einige Wochen kalt gestellt und ist jetzt noch feine Stellung am Gröditzer Stall loS- geworden Aur einen Sieg weniger, nämlich 36, erzielte W TairaS, der Stalljockey deS Gestüts Weil bei 164 Ritten gegen 139 von Rastenberger. Bleuler Staudinger und Reib folgen hinter dielen mit 32 bzw. je 29 gewonnenen Rennen vor Kasper mit 27 Siegen, der das Schicksal Rastenberger« teilen muhte. O. Müller und Behr konnten je 22mal als Sieger zur Wage zurückkehren. Weiterhin waren Danek 20, Huguen in 15, Kaiser 14, Brown 14, <5arie 13, llnrub 12. E. ßünebu rger 12, Zachmeier 12, Matz 12. F. Conrad sowie A. Seif- fert je 11 mal erfolgreich. — Reitturnier t m Sportpalast. Der AennunqSschlub zu dem vom 17.—19. November im Berliner Sport-Palast stattfindenden Reitturnier ist recht gut ausgefallen. Von Grost-Derliner Ställen beteiligen sich vornehmlich Prinz Friedrich Sigismund von Preußen, Steencbeck, Grote-Hasenbala.Punge und Ebner und von auswärts Pulvermann, Frhr. v. Lüttwiy und Graf Trautvetter. — Rütt im Aeuhorker24-ötun- den-Rennen. Zu den zehn für das Aeu- Yorker 24-Stundenrennen am 16. Aov. verpflichteten Mannschaften sind noch 2 weitere Paare hinzugekommen. Darunter auch Weltmeister Walter Rütt zusammen mit dem Amerikaner Eoburn. In Coburn hat Rütt einen sehr starken Partner gefunden. Der Amerikaner belegte tm ersten Aeuyvrker Sechstagerennen 1921 mit Brocco den ersten Platz und im zweiten ebenfalls mit Brocco den zweiten Platz hinter Egg van Kempen vor Rütt- Lorenz. Vermischtes. 'DieEinäscherungen In den deutschen Bestattungen nehmen fortgesetzt zu. So sind im September wieder 242 Einäscherungen mehr vor- aenommen worden als in demselben Monat des Vorjahres. Es wurden eingeäschert in Augsburg 4 Leichen, in Baden-Baden 8. Berlin 373. Braunschweig 27, Bremen 56. Ehemnitz 53, Loburg 18, Danzig 9, Darmstadt 1, Dessau 17, Dresden 75. Eisenach 17. Gelingen 7, Frankfurt a. M. 18. Freiburg i. B. 6. Friedberg 5. Gera 29. Göppingen 3. Görlitz 10, Gotha 49, Greifswald 2, Hagen 8. Hakle 17. Hamburg 62. Heidelberg 14, Heckbrvnn 4, Hirschberg 5, Jena 25, Karlsruhe 15, Kiel 7, Königsberg L Pc. 18, Konstanz 2. Krefeld 9. Leipzig 82, Lübeck 7. Mainz 13, Mannheim 27. Mem.ngen 8. München 44. Aürn- berg 25, Offenbach 14. Pforzheim 8. Plauen 19. Pöbneck 15. Reullingen 2. Rudolstadt 5, Sonneberg 9, Stuttgart 34, Tilsit 3. Treptow 116, Ulm 7. TBeimar 22, Wiesbaden 17, Zittau 19, Zwtckau 14. 3m ganzen find dies 1434 Einäscherungen. • Da« .trockene" Amerika tröstet f i ch m i t O p i u m. Buschs Weisheit .Wer Sorgen hat, hat auch Likör" gilt in dem .trockenen" Amerika nicht mehr, sondern must zeitgemäß ab- güixmbtfi werden in den ©ah: .Wer Sorgen hat, hat Opium". Aach den Enthüllungen, die der oberste Gesundheitsbeamte der Stadt Aeuvork. Dr. Royal Lopeland. im .Aew Bork American" gemacht hat, verbrauchen die Amerikaner zwölfmal mehr Opium als irgend ein andere« Volk der Welt. Mehr alS 750 000 Pfd. dieser Droge werden jedes Hahr nach den Vereinigten Staaten ein- geführt, wobei etwa 2tzr Gramm auf den Kopf der Bevölkerung kommen. Aach den Berechnungen Lopelands beträgt die Opiummenge, die zu gcseh- mäbigen Zwecken verwendet wird, nicht mehr als 70 000 Pfund im Hahr Wie sehr die Opiumsucht in Aeuyork zugenommen hat. beweisen auch die Angaben des Gefängni-arzte« Dr. Amos Squiere. der anführte. bab in dem groben Aeu- hortcr Stadtgefängnis Sing Sing in den letzten drei Hahren die Zahl der Gefangenen, die wegen unerlaubten Opiumgenusses eingeliefert wurden, um 78Ö Prozent gestiegen ist. Sandel, Die deutsche Einfuhr. London, 9. Aov. (Reuter.) 3m Unter b a u f e teilte Baldwin mit, bab die Ein- fuhr Deutschlands in den ersten neun Monaten 1921 rund 15 Millionen Pfund Sterling betrug gegenüber 20 Millionen im gleichen Zeitraum deS Vorjahres. Verwendung inlänb;,t«r Mokvrkraftstoffe. Wir führen grobe Mengen Benzin au« dem Auslände ein; daS ist wirtschaftspolitisch betrachtet ein durchaus unerwünschter Zu stand, da das । Benzin durch das im Jnlanbe erzeugte Benzol für motorische Zwecke vollkommen erseht werden kann. Allerdings steht Benzol zur Zeit wegen der Zwangslieferungen an Frankreich und infolge der B.seyung des Saargebiets und der stark nieber- gebrüdien Erzeugung des oberschlesischen Revier- nicht in genügenber Menge zur Verfügung; diesem bedauerlichen Umstand wirb aber dadurch abgeholfen, bab unsere Denzolvorräte durch Beimischung von anderen Kraftstoffen gestreckt werden können. Ortsfeste Motoren kcnmen mit bestem Erfolg Gemische verwenden, die je zur Hälfte aus D e n- z v l und Spiritu« bestehen, für fahrbare Motoren (Automobile) eignet sich in ausgezeichneter Weise ein anderes Gemisch. .R e i ch s k r a f t- st o f f", ber aus 50 Teilen Benzol, 25 Teilen Spiritus und 25 Teilen Tetralin, einem ebenfalls im Inlande — bei der Steinkohlendestillation — gewonnenen Kraftstoff, zusammengesetzt ist. Das Benzol-Spiniusgem sch für ortsfeste Motoren hat sich leit langer Zeit in ber Praris aufs beste bewährt, mit dem Reichskraftstoff sind in eingehenden Versuchen ber Versuchsanstalt für Kraftfahrzeuge an ber Technischen Hochschule In Charlottenburg und bei der Telegraphen-Versuchsanstalt in Beilin (Prüfungsstelle für den Automobilbetrieb ber Post Verwaltung) äufrerft günstige Ergebnisse erzielt worden. Beide Gemische sind als den bisher verwandten ausländischen Kraftstoffen mindestens gleichwertig zu bezeichnen, für den Automobilisten bietet der Reichskraftstoff sogar den Vorteil, bab bie gleiche Menge Betriebsstoff bem Fahrzeug einen bedeutend erweiterten Aktionsradius verleiht. Aachdem jetzt auch vorn Dranntweinmonopol- amt für Weingeist zu Motorzwecken ein verbilligter Abgabepreis gewährt worben ist. ist zu hoffen, bab die Verbraucher von Mo torckraftst offen von ter Verwendung von Aue landsstoffen möglichst ganz abkben und die inländische Erzeugung unterstützen werden Frankfurt a. M., 9. November. Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Dalum: 1.7.14. 7.10. & 11. Zürich Fr. 125 40 1,86 1,70 Amsterdam Fl. 59.20 0.96 Kopenhagen Kr. 88 80 2, - 2. - Prag Är. 117 80 Stockholm Kr. 88 80 1,70 1,50 Dien Är. 117.80 London Sh. 97.80 6,45 —, - Paris Fr. 126.40 4,84 4,60 Aeuyork $ 23.80 -.37 Berliner Sevtlenmarkl. Geld B.-tef Geld Bttek Datum: 7. Nor. 8. Nov. Amster dam-Rotterd. 10489,5 10510,5 10589,4 10610,6 Vrüstel-Antwerpeir 2^67,90 2)'2,1) 2172,8) 2177 70 LhriMania..... 4095,90 4104,10 4250,70 4259,10 Kopenhagen 5544 4? 5'S' ,55 5544,15 5655 r>S Stockholm 6643,35 0656 6'» 6^43,15 6856,81 Helstngfvr« 56 >,40 56 , 40 58.4,40 590,60 Italien........ 1248,75 1251,26 1273,70 1276,30 London 112',85 1131,15 1178.80 1181,20 Aeuyork 286,72 287,29 309,69 310,31 Pari« 2197,80 32/2,20 2237,75 2242,21 Schweiz 574 , 5 5755,78 Spanien —4165^04174,20 Dien (alte«) .... Deutfch-OeKerr.. . . 8,43 8,47 8,58 8,62 Prag 3^,65 350,35 324,55 825^5 Budapest 26,97 27,03 2^,47 29.93 Buenos Aires ... 91,90 92.10 97,90 98,10 Bulgarien Äornantiiwpel ... —•»,— Züricher Devisenmarkt. h. 11. Lil. Wechsel auf Schweizer Frank», Holland 100 Fl- = ltk.75 184.50 Deutschland 100 Alk. = 1.75 1.95 Wien 100 Kr. = 0.19 0.19 Prag 100 Kr. - 6 50 5 80 Pari« 100 Fr. = 38. X) 38.75 London 1 m« — 2LII 11.02 Italien 100 2. — 22.25 22^5 Brüste!........100 Fr. — 3tt.’O 37 80 Budapest 100 Kr. = 0-5» 0.478 Aeuyork 100 > = 536.- 533 - Agram 100 Kr. —3 136 1.30 Bukarest 100 2. - 2-50 3.- ' 1 —!» (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Sine Botschaft Briand« an da« anterikanisch« Dolk. Pari«, 8. Aov (WTB) Aach einer HavaS- melbung auS Aeuyork richtete Briand nach seiner Ankunft in Aeuyork eine Botschaft an ba« amerikanische Volk, in der erklärt wird, Frankreich sei bereit, alle seine Anstrengungen darauf zu verwenden. neue Kriege zu verhindern, vorausgesetzt, bab eS nichts für feine Sicherheit zu befürchten habe. Die Botschaft fügt hinzu, gerade weil Frankreich mehr als ein andere« Land durch den Krieg gelitten habe, sei eS bereit, an der Abrüstung«- Konferenz teilzunehmen in einem zur Aufrechterhaltung deS Frieden« sehr günstigem Sinne. England und der franzcs sch-kemalistisch« Derlrag. London, 8. Aov. (WTB) Die .Mor« n i n g p o st" meldet, bat) in amtlichen britischen Kreisen immer noch die Ansicht herrscht, bat) der französisch-kemalistische Vertrag von leiten Frankreichs einen Bruch de« Londoner Ab'.om« mens barftclle. 3n amtl ch:n britischen Kreisen sei nichts von dem Vorschlag bekannt, bah Groy- Britannien sich Frankreich bei bmt Vertrage mix Mustapha Kemal anschlieyen solle. Allgemeiner Streik in Saarbrücken. Saarbrücken. 8. Aov. (WTB, Die städtitchen Arbeiter stehen seit gestern im Streik. Die Beamten habm s.ch dem Streik angeschlcssen. DaS Fernsprechnetz stell: nur noch Verbindungen für Aerzte und Krankenhäu er her. Um 11 Mbr wirb eine Sitzung des Stadtrate« stattfinden, um au der Angelegenheit Stellung zu nehmen. ES (st anAunchmen, bah der gesamte Stadtvat sein Amt nieixrlegen will. Beschlagnahmte (Zagden. fpd. AuSRHeinhessen,?. Rod. Dt< Franzosen haben neuerdings wieder eine Anzahl der besten Jagden links und rechts vorn Rhein tm besetzten Gebiet beschlagnahmt und lassen dort die Jagd durch französische Offiziere ausüben. So hat der kommandierende General der Rheinarmee die Osthofener (Zagd für die Offiziere der Iagdgcsellschaft der Garnison WormS beschlagnahmt. Die Bürgermeisterei hat sich in einem Anschreiben an die Iagd- aesellschaft gewendet, indem sie um AuokunfH darüber bittet, welchen PachtpreiS die Dejell- schäft zu zahlen gedenkt. ileberfafl auf ein Dorf. Berlin. S. Aov. Der .Berl. Lokalanz.* berichtet: Bei dem Ueberfall aus (Dutenger- menborf bei Löwenberg, ber von einer 1 5* köpsigenRäuberbande auSgelührt wurde, die mit Revolvern und Handgranaten Die Bewohner einschüchterte, fielen Den Banditen 300 000 Alk. bare« Geld und verschiedene goldene Herren- und Damenuhren in die Hände. Man vermutet, bab es sich um eine Berliner Verbrecherbande handelt. Gssenbacher Ledcrwaren Spajlerftöde Schirme billigst. O13Rno öelnt Bleroett neuen baue 17. Unerreicht ■ind Rlßsche! Patsnt- Wellsisb Grudeherde und Oefen. Vertreter: Eiail fisMacM. „wC Gießen. VTxrcu Die am lOKfcfrr inÄmst hvfende Sewattize SteuävrWtmz wr öicÄaük unfav OaaÜtätcn su verringern oder dieLerLvWptMM erhöhen, Haßen wir rms zu Ltztchnn euhchfogen. in der Äöerseuguug.-mmt-enFkvun» den unserer aNe^aNNkeN- tzuatLtäts-SLsiLrretten. deu 5.j?enDiensten erweisen.-Mir kitten hiewon Kenntnis zu nehmen und kemev^en ausdrücMch^aßwir nach wie vor nur die edefj?eru (ui linj n^rrnn-———1 verwenoen. verwendet man Favorit-Schnitte! denn sie sind d. beeten. Schnitte und Albume nur su haben im rotfileUfl, emofiebli GIrtnerel l>»n