Druck unb Verlag! vriihl'sche Unia.-Vuch- und SkiHbriuterei K. Lange. Schriftlrltung, 6tfd)«ftsfte8c und Druckerei: Schulstraße 7 schlesienS zurückzustellen. t hat, wird ungsMige fanb nach- rbände er- i, wer als >ucchsührung iie Kommu- nd bei der verband von alverbändcn lnalver« efertes Ge- ^gesehes zu Ort der nächsten Konferenz wurde Ob bestimmt. DreSlau, 8. Juli. (WTB.) Bei den Besprechungen des Reichskanzlers mit den Vertretern der Parteien und der Presse kam der einmütige Wille zum Ausdruck, alle trennenden Meinungsverschiedenheiten hinter dem einen Gedanken an die Rettung Ober* Wo steckt denn der Riesenhemmschuh für die deutsche Republik? Die Steuerdebatte im Reichstag hat dies doch wohl mit aller Deutlichkeit dargetan. Auch der vielgenannte Optimismus des Reichskanzlers Dr. Wirth konnte es nicht verbergen, wo die Hauptursachen tiefster Besorgnisse liegen: in der fürchterlichen Härte der Forderungen unserer Gegner. Das Kabinett Wirth will sich damit abfinden und Mn» -nen zweier Mg. Aus lehung der Hof. erden gegen gnung ent- igsbehörde. hmer land- Einne des >eit sie mit einer Kops- stsjahr Der- 1 Sah Z des ■r 1 ha von : Deichsge« ohne sowie g des Ge- ides-Crnäh« Vorbehalten, nungen der dürfen der Breslau. 8. Juli. (WTB.) 3n einer Volksversammlung in der Iabrhunderthalle machte der Reichskanzler, von lebhaftem Beifall empfangen, folgende Ausführungen: Jahren treten. Der Inhalt des Wirthschen Steuerprogramms ist höchst anfechtbar, wie folgende , charakteristische Stelle aus der Rede Helffe- richs zeigt, die wir hier wiedergeben wollen, toeil sie eine Entgegnung der Regierung herausfordert und wohl auch zur Folge haben wird: „Jede Steuer ist schließlich tragbar- so lange ie aus dem Einkommen, das Hahr für Jahr erzielt wird, bezahlt werden kann, und so lange dann noch soviel übrig bleibt, daß eine Reubildung von Kapital möglich ist. die dem natürlichen Zuwachs eines Volkes entspricht. Diese Grenze ist bei uns heute schon überschrttten. Das R o t o p f e r ist durchgestaffelt bis 65 Prozent der Vermögen. Die Einkommensteuer ist durchgestasfelt bis 60 Prozent der Einkommen. Die Erbschaftssteuer ist schon für Kinder und Ehegatten durchgestaffelt — anscheinend nur bis 35 Prozent, in Wirklichkeit ist sie durchgestaffelt bis 70 Prozent. Denn wenn der Erbe bereits Vermögen besitzt, dann kommen Zuschläge hinzu, die sehr bald den vollen Betrag der eigentlichen Steuern erreichen, also einer Verdoppelung gleichkommen. Meine Damen und Herren- Sie können gewiß das Rotopfer noch weiter schrauben, können die Einkommensteuer noch weiter erhöhen, auch die Erbschaftssteuer noch weiter hinaufsehen. Was Sie damit für ein volkswirtschaftliches Anglück anrichten, darüber wollen wir. wie gesagt, heute nicht diskutieren. Aber eins ist sicher: Sie können das Rotopfer nicht verdoppeln, denn 130 Prozent von seinem Vermögen kann auch der reichste Mann nicht bezahlen. Sie können die Erbschaftssteuer nicht verdoppeln, denn 150 Prozent von der Erbschaft kann der reichste Mann nicht bezahlen. — Ja. dann nehmen die Herren das aus dem Blau des Himmels heraus, wenn es ihnen auf der Erde fehlt. — Sie können die Einkommensteuer. topnn Sie nicht über eine Konfiskation der Einkommen noch hinausgehen wollen, gleichfalls nicht verdoppeln. Wenn Sie 120 Prozent vom Einkommen erheben, hat der Mann nichts zum Leben, und zweitens wird seine Vermögenssubstanz angegriffen und sehr bald aufgezehrt. Ich überlasse es dem Urteil der Herren hier (zur Linken), ob Sie glauben, daß unsere i n - direkten Steuern ohne die schwersten Schädigungen von 12—13 Milliarden, die sie heute erbringen, auf den Betrag von nahezu 40 Milliarden hinaufgebracht werden können, von dem heute der Herr Reichsfinanzminister sprach. Machen Sie die Division mit 60 Millionen deutschen Einwohnern, sehen Eie, was auf den Kop kommt! Meine Damen und Herren, nehmen Sie eine andere Relation, aus der Sie die Unmöglichkeit ersehen werden, hier zu Rande zu kommen. Richt ein deutscher Sachverständiger, sondern, soviel ich weiß, die alliierten Sachverständigen haben das durchschnittliche Einkommen in Deutschland pro Kops der Bevölkerung bei der Brüsseler Kon- mögliches mögüch machen. Die gelassene Fest-1 ferenz auf 3900 Mk. geschätzt. Machen Sie die Annahn». oon l*)tigeo für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Derbmdl'chbeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 40 Pf, auswart, 50 Pf.; für Reklame, Anzeigen von 70 mm Breite ltWPj Bei Platz. Vorschrift20' .Aufschlag. Hauplschriftleiter: Mug. Goetz Verantwortlich für Politik: Auy. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Dietzen. 'S geschul. ^meinden für den .30. Settern» ln gleichem folgen. Der N Meisaus. । des @r. Absah 4 'Ne der der Attembet 11’1 ausge. b/n haben fernen, ' L'esersolls Mtlaj des Reichs. >m stellung des Kanzlers, daß das deutsche Volk die restlose Durchführung des Versailler Vertrages und der MltimatuinSforderungen bei Anstrengung aller Kräfte schließlich werde ertragen können, zeigt sich erst in ihrer ganzen unheimlichen Bedeutung, wenn wir die Ziffern uns genauer ansehen, auf die er seine Be° hauptung gestützt hat. Herr Dr. Wirth berechnet die künftigen Gesamtsteuereinnahmen auf etwa 80 Milliarden; die direkten Steuern würden 401/* die indirekten 36'/« Milliarden ergeben. Der deutschnattonale Abgeordnete Dr. H e l f f e r i ch bezifferte demgegenüber den Zahresbedarf bei der Durchführung des Ultimatums auf 155 Milliarden, so daß sich ein Defizit von ungefähr 70 Milliarden ergeben würde. Demnach sei die Ausführung des gegnerischen DlltatS einfach unmöglich! Auch die „Voss. Ztg.", die für die Erfüllung der durch Deutschlaill) übernommenen Verpflichtungen sich einsetzt, errechnet als Deckungsnotwendigkeit 100—110 Milliarden; zu dem gleichen Ergebnis kommt ein Sachkundiger in der „Köln. Ztg.". Und wie unsicher und bedenklich sind viele der vom Reichskanzler genannten neu zu erschließenden Steuerquellen! Die schärfste Krittk traf den Plan, den Besitz von Sachwert gegenüber dem Papierkapital schärfer heranzuziehen, wobei zunächst daran gedacht wird, das Reich an den größeren Unternehmungen zu einem Bruchtell des Ertrages und Wertes durch eine Art Genuß- fchein zu betelligen. Daraus folgerte Abg. Helfferich einen Abbau des deutschen Ra- ttonalvermögens überhaupt und eine empfindliche Schwächung des WirtschastSkörperS. Die Realwerte würden mehr und mehr zum Wochenruckblick. Seit dem Kriegsende find dem deutschen ' Dolle die allerschwersten Gewissensprüfungen , nuferlegt worden, die es wahrlich nicht leicht genommen hat. Alle Welt schrie über die deutschen Frevler, die wider Recht, Zivlli- satton und Kultur gesündigt hätten. Der Knüppel der Verleumdung, der von der Entente so erfolgreich gegen unS geschwungen worden war, blieb auch weiterhin eine Waffe der Sieger und FriedenSdiktatoren. Die Gründer aber unserer neuen deutschen Republik gebrauchten zu ihren Prvpagandazwecken leider ebenfalls die rücksichtsloseste, recht oft alles gerechte Maß verletzende Zuchtrute wider den alten Staat. War dies etwa der rechte Weg, Gerechtigkeit für uns Deutsche zu erwirken? Heute aber nähern wir uns dem Zeitpunkt, wo es jedermann in unserem Volke völlig Har werden müßte, daß der Rechtssinn und die Menschlichkeit unserer Gegner auf viel schwächeren Füßen stehen, als man eS von irgendeiner Ra ion jemals erdacht hatte. Die Vorgänge in Oberschlesien sprechen darüber Bände, die Willkür unserer Feinde in den Rheinlanden schreit zum Himmel. Und nun kommt hinzu, daß man auch mit unserem obersten Gerichtshof, vor dem die sogenannten Kriegsverbrecher erscheinen, ein schnödes Spiel tteibt. Herr Briand zieht, wie gestern gemeldet wurde, seine Konttollmission aus Leipzig zurück und sucht auch England und Belgien in diese Verleumdungstaktik hineinzuziehen. Wir haben die Leipziger Prozesse verfolgt und gesehen, wie streng sich die Richter an die Tatsachen und Rechtsvorschriften gehalten haben und wie nichts versäumt wurde, um die volle Wahrheit ans Licht zu bringen. Major Crusius, der Hauptangeklagte, ein kranker Mann, von dem man keineswegs bestimmt feststellen konnte, daß er für seine Verfehlungen voll verantwortlich gemacht werden kann, ist au einer harten Gefängnisstrafe verurteilt worden. Aber vielleicht entspringt der Aerger unserer westlichen Rachbarn nur den für sie selbst belastenden F e st st e l l u n g e n, die in Leipzig gemacht worden sind. Verschiedene einwandfreie Zeugenaussagen lauteten für französische Kriegsteilnehmer sehr unrühmlich. Der Staatsanwalt hat auch von dem verletzten deutschen Rechtsempfinden gesprochen, das sich gegen die einseitige Verfolgung deutscher Vergehungen wende, während die Schuldigen der anderen Rationen unbehelligt bleiben. llk. 158 Der Lietzener 2In$dqer mit der -Dienstagsbeilage ,5part-Umschau- erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags. Monatliche veruo?vreise: Mark 5.- einschließlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld, ^„"sprech-Anschlüsse: fürdieSchristleltung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 61. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiaer Gießen. poftfchemonto: gfenffnrt a. M. 1168*. 3d) glaube, ich bin berechtigt, für die Bevölkerung des deutschen Rheines, aber auch für die Reichshauptstadt und für die Reichsregierung in Ihrer Mitte ein freundliches Wort deS Trostes m diesen schweren Zeiten, aber auch ein entschiedenes Wort der Tatkraft und des entschiedenen, einheitlichen Willens Deutschlands zu sprechen. (Lebhafte Bravorufe.) Wenn ich von dem einheitlichen Willen Deutschlands spreche, für das Schicksal Oberschlesiens tätig zu sein, so müssen Sie, geehtte Volksgenossen, sich darüber Har sein, daß das Deutschland von beute nicht in der Welt hinter sein Recht auch die Kraft zu sehen vermag, wie einst in alten Tagen. (Zuruf: Leider!) Ich nehme es niemand hier Übel, der in Trauer und Schmerz vergangener Herrlichkeit gedenkt. Aber damit werden wir nicht frei, damit werden wir nicht wieder ein großes Volk, wenn wir nur in Historien machen, oder wenn wir nur Kritik üben an den Fehlern der Vergangenheit. Hetzt heißt es mit neuer Kraft, wenn auch unter Trümmern wieder ein neues Reich nationaler Wohlfahrt aufzubauenl Viele Köpfe, viele Sinnei Und doch wölbt sich über diesem allen der große, gewaltige Kuppelbau, der die Stimmen zusammenfaht nicht nur von mir, sondern von Ihnen allen zu dem großen, mächtigen Ruf: Lasset doch alles Mißtrauen fahren, laßt die Dinge im Hintergrund, die uns trennen. Es war heute morgen für mich ein feierlicher Augenblick. als in der Sitzung der Presse und der poli- tischen Parteien der einmütige Willen zum Aus- bntcf gekommen ist und von den zwei Herren der Rechtsparteien besonders versichert wurde, daß jeder Gedanke des Mißbrauches des Selbstschutzes und daß jeder Gedanke, in unserem deutschen Vaterland jetzt mit irgendeiner Gewalt die heutige Ordnung des demokratischen Volksstaates stürzen zu wollen, daß dieser Gedanke von rechts bis links abgelehnt wurde. (Lebhafte Bravorufe.) Wollen wir also Politik in Deutschland machen, sehr geehrte Versammlung, so müssen wir es unter Hintansetzung jeglichen Mißtrauens tun. Darüber lacht doch die ganze Welt, wenn wir in unserer tiefsten Rot heute uns um Kleinigkeiten willen selbst die Köpfe ein- schlagen. (Sehr richtig!) Schauen Sie hinüber nach England. Was zÄgte dieses Volk für einen einheitlichen Willen in den Tagen, wo die deutsche Macht die Welt erzittern machte. Wir haben keine Waffen in den Händen, nur eine Waffe haben wir. das ist der Gedanke des Rechts und der Freiheit für unser deutsches Vaterland! (Lebhaftes Bravo.) Den lassen wir über die Welt hinklingen. Wir pochen auf unser Recht, wir gaben die Gegengabe und sind willens, unser Versprechen zu halten. Schauen Sie aber zum Rhein! In einigen Städten, die neu beseht sind, findet seit Wochen kein Unterricht mehr statt, well alles gebraucht wird für die fremden Besatzungen. Soll das dem Ausbau E -Topas dienen, daß die junge deutsche Welt nicht mehr in die Schule gehen kann? Sehen Sie sodann, wie freie Männer in Handel und Wandel durch die ung dieser Aufgabe sei eine der wichtigsten zum Wiederaufstieg unseres Vaterlandes. 3n I einer Pressekonferenz teilte Dr. Hermes mit, daß I die Konferenz mit überwiegender Mehrheit be- chlossen habe, im Hinblick darauf, daß mit einer Befriedigung des inländischen Bedarfs an Zucker in der neuen Ernte gerechnet werden könnte, die Zwangswirtschaft zum 1. Oktober dieses Jahres aufzuheben. Die einzelnen Beschlüsse folgen später. Die Stellungnahme der Konferenz wurde in folgenden Leitsätzen festgelegt, denen alle Teilnehmer zusttmmten: Die Konferenz ist überein- timmenb der Anschauung, daß die vermehrte Kunstdüngerverwendung das 'wichtigste Mittel zur Förderung der landwirtschaftlichen Erzeugung ist. Es sollen deshalb in enger Zusammenarbeit von Reich und Ländern, von Landwirtschaft, Industrie und Handel alle Wege, die zu diesem Ziele führen, beschritten werden. In erster Linie ift der Weg fortdauernder Aufklä- rung zu beschreiten, wobei die Veranstaltungen von landwirtschaftlichen Versuchen, die alle Kunstdüngerarten berücksichtigen, in möglichst weitem Umfange in Frage kommen. Ferner ist der Weg der Anlage von Beispielswirtschaften zu wählen, der neben der Anwendung von Kunstdünger die Vorteile der rationellen Bewirtschaftung überhaupt (bessere Bodenbearbeitung. Anwendung von ausgewähltem Saatgut) vor Augen führen. Dazu sollen vom Reich ins Benehmen mit den Ländern einheitliche Richtlinien aufgestellt werden, während die Aufklärungsarbeit selbst an Hand dieser Richtlinien von den einzelnen Ländern zu leisten und den verschiedenen Verhältnissen ihrer Landwirtschaft anzupassen wären. Wegen der Ausführung der Versuche in den einzelnen Ländern | scheint eine Regelung in dem Sinne zweckmäßig-1 daß den Hochschulen die Bearbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen Vorbehalten wird. Daneben sollen die etwa vorhandenen provinziellen Forschungsinstitute alle prattischen Wirkungen feststellen, vornehmlich jedoch die landwirtschaftlichen Schulen und die landwirtschaftlichen Berater die Durchführung der Maßnahmen übernehmen. Die dem Reich zur Verfügung stehenden Mittel sollen an die Länder nach einem Mahstabe verteilt werden, der den Bedürfnissen der Aufklärung der einzelnen Länder entspricht und möglichst allen den Erfolg sichert. Die Aufstellung des Maßstabes soll einer besonderen Kommission Vorbehalten werden, in der alle Länder vertreten sind. Der Bezug künstlicher Düngemittel ist durch Riederhaltung der Frachtsätze und die gleichmäßige Frachtbelastung für die verschiedenen Reichstelle zu fördern. Zur Fr ge der Z u ck e r b e w i r t s ch a f- tun g we.den fast einstimmig folgende Beschlüsse angenommen: Die Konferenz ist angesichts des Amstandes. daß der Zuckerrübenbau eine wesentliche Zunahme gegenüber dem Vorjahre aufweist und angenommen werden kann, daß die dies- jäh ige Ernte zur auskömmlichen Versorgung des Inlandes ausreicht, der Ansicht, daß die Zucker- । zwangswirtschaft zu Beginn des neuen Ernte- . jahres, also zum 1. Oktober, aufgehoben wer- > den soll. Weiter werden olle Auffassungen der Kon- : ferenz in einem Beschluß angenommen, daß die Verkauf gebracht, und diese fatale Entwicklung würde damit enden, daß das Ausland „für ein Stück trocken Brot" in den Besitz deutschen DolkSvermögenS gelangte. Der Abg. Dr. Decker von der Deutschen Volkspartei wies ebenfalls sehr einleuchtend auf diese Gefahren hin. Bei der sogenannten Veredelung deS Reichsnotopfers handelt sich'S darum, diese einmalige Vermögensabgabe in eine laufende zu verwandeln mit einer Gesamtdauer von zehn Jahren. Der bisherige Stichtag vom 31. Dezember 1919 soll fallen und an eine Stelle eine Reuveranlagung der Steuer- -flichttgen in Abständen von drei zu drei frnu. 6- Ä gUhr pünkklÄ itn. iwM hrrDorstan^ ]DDODDOdDDD^ Wchl'ele "en zweier gegen tellung der 'sschuh als je»®*"511' Multiplikation mit 60. bann kommen Sie aufs zur Zeit bestehende Regelung für den Verkehr ein Volkseinkommen von ungefähr 230 Milliar- mit Kaffeeersatzmitteln mit dem 1 2hig. den. Von diesen 230 Milliarden sollen 150 bis dieses IahreS außer Kraft treten sollen D e Kon- 155 Milliarden Steuern — also zwei Drittel! — ferenz ftimmt mit übeitDicgcnber Mehrheit den erhoben und zum großen Tell an die Entente I Vorschlägen des Reichsministeriums und des abgeführt werden. Ist das eine Möglichkeit?" Reichsernährungsministeriums über die Aushc- ES ist nicht darüber zu streiten, daß für bung der Verordnung über den Handel mit L e - das Reich zur Erfüllung seiner riesigen Der- dens- und 8U 11 e r mi 11 el n Dom 24 3um Pflichtungen neue Steuern, direkte und in-1 ]916, über ben Handel mit Ta ba k oom birefte geschaffen werden müssen, und die Der Erlaß einer entsprechenden Verordnung wird Parteien sind verpstlchtet, nicht bloß negative demnächst erfolgen. Der Großhandel mit Lebens Kritik zu üben, sondern positive Ergebnisse zu unb Futtermitteln, mit Tabak und Wein wird schaffen. Was an Steuern geleistet werden dcunit von den Vorschriften befreit, die den Bekamt, soll geleistet werden, was aber von ginn des Großhandels von einer behördlichen vornherein den Ruin unserer Volkswirtschaft Genehmigung abhängig macht. bedeutet, hat zu unterbleiben. Ergibt es sich, Die Konferenz sprach sich für die Beibehal- dah die Wiederherstellungsleistungen in so kun° der «->l°br°i,ari° au«, M- Lr°. hohem Ausmaß wie sie von der Entente ums -in-Srhöbung der diktiert worden sind, nicht vollbracht werden augenbndli(6 „w in Frage können, so muh diese Wahrheit beizeiten offen ^mmen. ausgesprochen werden. Inzwischen dürfen wir 2lls uns das Mark des Widerstandes gegen die denburg fremde Tyrannei nicht aus den Knochen schla- -----— Rede des Reichskanzlers Wahrheit und Vernunft unter den Völkern, in tBttSlaU. nicht durch die Völkerbundsschalmei, sondern DreSlau 8 3ult (WTB.) Der ' durch tapferes Aushalten m gerechtem und $ lerriet Seltsam, daß ihn Freund ©etomger, bei dem er so oft zu Gast gewesen, nie auf dielen romantischen Besitz, der so recht für Maleraugen geschaffen war, aufmerksam gemacht Halle . . . Rechts an der Dos Kopf gegenüberliegenden Bruchfläche der Mauer tarn nun wieder die kleine grüne Eidechse zum Vorschein, die sich "bet seinem blähen rasch geflüchtet Halle, und starrte neugierig auf ihn herab. Ihr zierliches Köpfchen, das sich so graziös aus /Vern verwitterten Gestein vvrstteckte, zog seine Blicke an, und mit ein paar Strichen setzte er sie noch mit auf die Skizze. Gottlob — Dornröschen war nicht erwacht! Sr schloß das Skizzenbuch und schob es behutsam in die Tasche. Eigentlich hätte er nun gehen können . . . Aber er konnte sich nicht losreißen von dem lieblichen Anblick dieses schlafenden Mädchens, dessen reine, unschuldige Schönheit ihn wunderlich bannte. Unö plötzlich, ohne daß er recht überlegte, was er tat, beugte et sich nieder und küßte sie aus den Mund. Dv machte eine erschreckte Bewegung, schlug die Augen auf und fuhr im nächsten Augenblick entsetzt in die Höhe. Sekundenlang standen sie einander in wortloser Verwirrung gegenüber, er diesseits, sie jen- seitS der Mauerbresche. Eigentlich wollte Do wie xismus zurückzukehren. Wenn Deutschland seine Pangermanisten habe, so habe Frankreich seine Nationalisten, die nicht weniger abscheulich seien. Longuet stellte dann Revenlloto und Daudet, Wilhelm li. und Pvincare gegenüber und wies die Schuld an dem Kriege nicht dem deutschen oder ftanzösischen Volle, sondern den imperialistischen Regierungen beider Lander zu. Er wandte sich gegen die unsinnigen Forderungen der französischen Chauvinisten und geißeüe es daß Sur Zeit 12 Milliarden Mark für die Besetzung de- linken Rheinufers ausgegeben würden, lln- summen, die nutzbringender und menschheitfördernder verwendet werden könnten. Die Bestrafung der Schuldigen sei für beide Seiten zu fordern. Das Wort von Karl Marx: Proletarier aller Länder vereinigt Euch" aber müßte zum Heile ber Menschheit endlich verwirklicht und in die Tat umgesetzt werden. Grimm- Schweiz ging von den unheilvollen Einwirkungen des Weltkrieges auf fein lleines Land aus, forderte eine a-fchloffene iri-fTationale Kampffront gegen dr? bestehende Gesellschaft unb zog die Grenzen gegen rechts unb lulls, indem er die Bereitwillig leit ber Reformisten, mit der Dourgoisie ein Bündnis abzuschtteßen, ebenso sehr ablehnte, wie die un- Sangbaren Wege ber Kommunisten. 3m selben leist hielten sich die Ausführungen Friedrich Adlers-Oesterreich, ber gegenüber ber Brüsseler unb Moskauer Internationale hervorhvb. daß es darauf ankomme, das gesamte Proletariat zu einigen Daß da- Baugewerbe bei dem Darnieder» liegen ber gesamten Bautätigkeit schwer not- leidet, kann nicht bezweifelt werden. Diese Rot- läge wird nicht eher behoben, bis durch Einführung der freien Wirtschaft ber private Unter- nehmungsgeist sich wieder frei entfalten kann. Aus dem Boden des freien Wettbewerbs wirb allein eine Gefundung der Berhältnisse im Wohnung«, wefen herbeigeführt werden können. Nun wollen die sogenannten .sozialen Bauhütten" die Bau- tätigtet fördern, indem sie angeblich durch Ausschaltung des Privatunternehmer- den Unter- nehmergcwinn und damit ein wesentliche« Moment der Verteuerung der Bauten ausschalten. Die Bauhütten waren zunächst einfache Arbeitergruppen, die gewöhnliche Abbruch- und Auf- raumungsarbeiten auf gemeinsame Rechnung auS- fuhrten. zu denen man weder Betriebsdrpftal noq) Detricbseinrichtungen, sondern lediglich eux- La c Handwerkszeug benötigt Neuerdings erst haben sich die Bauhütten in Gesellschaftsformen oes Handelsgesetzbuches, insbesondere in Gesell- schäften mit beschränkter Haftung umgewandelt, die auch umfangreichere Arbeiten und Neu- bauten auSsühren. Damit werden aber diese Vereinigungen selbst zu kapitalistischen Untemeh- mungen. Von anderen Unternehmungen dieser Art unterscheiden sie sich dadurch, daß die Ar- beiter selbst gleichzellig Inhaber der -Unternehmung. also Unternehmer sind, alS solche die leitenden Beamten einstellen unb ba« Risiko füi die Unternehmung tragen. Bei den sozialen Bau- Hütten fließt der Gewinn in die Taschen der einzelnen beteiligten Arbeiter. Ob darin für die Allgemeinheit ein Nutzen liegt darf billig be- zweifelt werden, denn eine Vielheit von Teil- nehmem hat gewiß kein geringeres Interesse zu verdienen als ein einzelner Unternehmer. ilnfere erste Forderung geht dahin- daß den -Bauhütten" nicht die Eigenschaft gemeinnütziger Veranstaltungen zueriannt wird. Ihre Bezeichnung als .soziale" Bauhütten ist irreführend und entbehrt jeder Berechtigung. Demzuftlge verlangen wir, daß keinerlei öffentliche ©euer für die Bauhütten, weder als Zuweisungen noch als Darlehen, auf gewandt werden. Des toeitcren verlangen die Handelskammern, daß die Behörden die Bauhütten nicht bei Vergebungen irgendwie bevorzugen. Sie von den Vergebungen auszu- schallen, halten sie nicht für richtig. Die Bauhütten mögen zeigen, ob sie leistungsfähiger sind und ob ihre Annahme, daß der einzelne Privatunternehmer das Bauen durch seinen Gewinn verteuert richtig ist. Endlich ist der Besteuerung der Bauhütten und ihrer Belastung mit den Auslagen für soziale Zwecke eingehende Aufmerksamkeit zu- zuwenben. Werden diese Voraussetzungen, die jeder billig unb gerecht Denkende gutheißen wird, erfüllt, so kann da- Baugewerbe u. E der weiteren Entwicklung ber Bauhütten mit Ruhe entgegen- sehen. kann, ein armeS Volk so schutzlos diesen Ber- brecherbanden ausgeliefert zu sehen. (Lebhafte Bravorufe unb Händeklatschen.) Untere Botschafter In Rom, Paris unb London, alle unsere Vertreter auf dem Erdenrund- sind seit Monaten tätig, um den Gedanken des Rechts für Oberschlesien vor der ganzen Welt aufzurichten. (Beifall.) Dur eins müsfen Sie nicht mehr denken: wir können bad Schicksal Oberschlesiens im Herzen Europas nicht mit ber Waffe in .der Hand entscheiden. (Zustimmung.) Vor einigen Tagen, als noch der Aufruhr tobte und dabei in Deutschland manche Faust sich krampfhaft ballte, habe ich in einem Gefpräch mit dem ftanzösischen Botschafter in Berlin auf die große Gefahr hingewiesen und ich habe aus jenem Munde gehört, daß die Haltung Frankreichs bei einem Angriff der Reichswehr nicht mißzuver- stehen sein werde. (Pfuirufe.) Keine Pfuirufe, meine Damen und Herren. Mll Pfuirufen lösen Sie die Probleme der Politik nicht. (Sehr richtig.) Sondern, meine Damen unb Herren, diese großen Fragen europäischer Politik sie werden nicht gelöst, indem wir sagen, ihr in Berlin tut eure Pflicht nicht! Olein, wir müssen die großen Linien unserer Politik einhalten. Diese Linien waren allerdings in ber Vergangenheit, wo wir eine Macht barftellten, unbekannt im Reiche der Politik. Zeht ist es der Gedanke des Willens Zur Gerechtigkeit, des Willens zur Freiheit, des Willens zum großen Gedanken der demokratischen Selbstbestimmung Europas, der unferm Volk noch die Freiheit retten kann. Solange in Schlesien im kommenden Zahrhundert ber Gedanke der Freiheit noch einen Klang hat, unb er wirb ihn immer haben, werden die Alliierten niemals das Recht der Abstimmung, das überwältigend für Deutschland ausfiel, aus ber Welt schaffen können. (Lebhafter Beifall.) Diemal- wird irgendein Volk der Well über diese- Plebiszit zur Tagesordnung übergehen können. Glück auf, ihr Oberschlesier! Verzweifelt nickt. Das deutsche Vaterland hofft auf euch unb reicht euch die Hande, die Hände ber Dankbarkeit unb unverbrüchlicher Treue. um 943 Köpfe, gegenüber dem Stande vom 1. April 1920 eine Abnahme um 5937 Köpfe auftoeift Der den Vorsitz führende Verireter des Reichsministeriums für Ernährung unb Landwirtschaft erklärte, baß in der Zeit vom 1. Zuni bis 1. Oktober sich noch weiterhin ein sehr bedeutender Abbau vollziehen werde, da nunmehr sämtliche Ernährungsgesellschaften mit Au-nahme ber ber Betreibe- unb Zuckerbewirtschaftung bie- nenben Organisationen von ihren Aufgaben befreit seien. Auch bei der Reichsgetreidestelle werde infolge foer Hmftellung ber (Setreibetoirt- schaft bemnädjft eine sehr bebeutenbe Vermin- berung bes Personals eintreten. Bemängelt würbe die bei mehreren Gesellschaften vorhandene, noch unverhältnismäßig hohe Anzahl des gewerblichen Personals. Im Einvernehmen mit dem Reichsernährungsministerium wurde beschlossen, die Zurückführung ber Zahl des gewerblichen Personals auf den unbedingt nötigen Stand unverzüglich herbeizuführen. Ferner wurde auf Vorschlag des Treuhänder-Ausschusses die aus Direktor Bastlein als Treuhänder und je einem Mitgliede des Reichstage-, des Reichsrats und des Reichsministeriums für Ernährung unb Lanbwirtschaft bestehenbe Unter f o m m i f f i o n eingesetzt, bie das von den Treuhändern zusammengesiellte umfangreiche Material über den Reichsausschuß für Oele unb Fette im einzelnen durcharbeitrir soll. Wellerhin erstattete ber Treuhänderausschuß u. a. Bericht über bas Ergebnis ber von ihm geleiteten Revision ber Preisau-gleichsftellen für Stickstoff- büngungdmittel, Tomasphosphatmehl unb Knochenmehl. Die Revision war auf Grund ber genügsam in ber Öffentlichkeit erörterten Angriffe Dr. Lavalles gegen den Reichsminister Dr. Hermes durch Revisoren burchgesührt, bie ber Treuhänber persönlich auswählle. Der Treuhänder stellte fest, baß bie Geschäfts- und Kassenführung der Preisausgleichsstellen völlig einwandfrei sei. Soziale Bauhütten. Der Hessische Handelstammertag hat sich auf seiner letzten Tagung auf Antrag der Handelskammer Friedberg mit der Vergebung von Aufttägen an sogenannte »soziale Dau- Hütten" beschäftigt. Der Vorort hat auf Grund einstimmigen Beschlusses unter dem 14. v. MtS. eine Eingabe an den Hesfi! chen ßanb- tag gerichtet, in der eS heißt: Unter Bezugnahme auf bie von verschiebenen Berbänben des Baugewerbes an den Landtag gerichtete Eingabe, betreffend den Wettbewerb der sogenannten sozialen Bauhütten, beehren wir unS, nachfolgend die Stellung der hessischen Handelskammern zu ber vorliegenden Frage barzulegen. Eine internationale Sozialisten- tagung in Frankfurt. Frankfurt a. M., 8. Zuli. (WTB.) Anläßlich ber Frankfurter Tagung der Internationalen Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Parteien fand heute nachmittag im großen Saale des Hippodrom ein „Internationales Meeting" statt, zu dem die Parteileitung der U.S.P. gelaßen hatte. Nach den Be- grüßungsworien Dißmanns ((Stuttgart) sprach für Deutschland ber Reichstagsabgeordnete Lede- bour (Berlin), ber eine Einigung bes sozialistischen revolutionären Proletariats als gemeinsamen Kamps gegen kapitalistische Ausbeutung unb gegen bie kapitalistischen Regierungen verlangte. Longuet (Frankreich) gedachte in französischer Sprache, mit warmer Anerkennung der ."Opfer, die für ihre revolutionäre Heber- Beugung in Deutschland gefallen seien, eine« Gareis unb Eisner, unb führte aus, wie auch in Frankreich ber beste Proletarier, Iaurös, zu Beginn bes Krieges fein Leben lassen mußte. Es gelte, zum revolutionären Mar- Aus dem Reiche. Der Abb cm der Kriegsorgcmifarionen. Berlin, 8. Zull. (Wolff.) Der Unterausschuß für bie Ernährungsgefellfchaften (Ausschuß zur Prüfung ber Kriegsorganisationen) hielt eine seiner in ber Regel allmonatlich statt- finbenben Sitzungen ab, in welcher, wie gewöhnlich. bie Frage be« Abbaue« ber bem ReichS- minifterium für Ernährung unb Landwirtschaft unterstellten Kriegsorganisationen eingehend durchgesprochen wurde. Es konnte festgestellt werben, baß ber Personalbestand der Kriegsorganisationen vom 31. Mai gegenüber bem Stand vom 31. Dezember 1920 eine Abnahme |i (f Ä fü6n.ng, bic *» «"entto gef^en 6^ fl» • „2. ____ -m-rxi.,-,noR»n mrrhpn (X« Linn bcShaio deniemaen- Dl eufiübrungen der „Siebener Waldbühne' 3eften bet «tnberbtlfe erfreuten sich eines suh an bem wirklich ttevenswuroigen ^anor galligen Besuches unb bem Leiter ber Wald- f^ ötudeS ersr^en wollen, der Besuch auf bas btone Prof Dr. Ternbed gebührt ber berq- Wärmste empfohlen we^en. um fo mehr ott sechste' Dank für hie unenbliche Mühe unb Sorg- eh« nochmalige Wtederholung der Aufftchru g talt bie er entfalten muhte, um diele 2a>- nicht mehr ftattftnben kann. .... l ntn _ r. . .. Ar f - < I, „ n X C\ K n r h r f Rasch u. sicher wirknd. Erhlltlich in Apotheken. 243c rm. Sarmftabt 8. 3uli. Das Ergebnis ber Darmstäbter Kinderhilfe, baS nunmehr Dorliegt, barf a[8 sehr erfreullch bezeichnet werden. Es ergaben bie Hau«- unb Straßen- fammlung 52 900 Marl, bie Veranstaltungen ber KmderhilsSwoche rund 66 180 Tlart dazu kommen an allgemeinen Spenden 120 656,30 Mark. — Die Oberschlesier veranstalten Montag den 11. Juli, abends 81/* Alhr. im Postkeller eine Deneralversammlung mit Vorstandswahl Briefkasten der Redaktion. p. hier. Je nach ber Größe bes ObjetrS unb dem Umfang der Arbeit können bis zu 2 Prozent in Anrechnung gebracht werden. — Die Ortsgruppe und bie Zu - gendgruppe der Deutschen Volks- Partei beranftaUen am Donnerstag den 14. Juli gemeinsam auf der Liebigshöbe einen Familienabend. Aach ernsten musikalischen unb gesanglichen Darbietungen wird ein kurzes Theaterstüd von Mitgliedern der Zugendgruppe aufgeführt. — Der Deuts chvölkische Schutz-und fuhrung. die so austervrdentlich gefallen hat, ge- aeben werden. Es kann deshalb denjenigen, die sich an bem wirklich liebenswürdigen Humor bie- Spiclplan der Frankfurter Theater. Schauspielhaus: Sonntag. 10. Just All-Frankfurt! Montag, 11.: Alt-Franksui, Dienstag, 12.: All-Frankfurt: Mittwoch, 13 Schneider Wibbel: Donnerstag, 14.: Alt-Fran' furt; Freitag, 15.: Alt-Frankfurt: Samstag, 16 Schneider Wibbel; Sonntag, 17.: Die Verschwörung des Fieslo zu Genua: Montag. 18.: Die Verschwörung des Fiesko zu Genua; Dienstag, 19.: Schneider Dibbel: Mittwoch. 20.: Maria Stuart. Kirche unb Schule. o Schotten. 7. Juli. Aach mehrjähriger Unterbrechung fand zum erstenmal wieder eine Psarrfamilienkonferenz cuf bem Hohe- rooskopf statt. Dekan Volp-Laubach leitete die Verhandlungen. Pfarrer Römer- Ulfa sprach zunächst über die von dem Oberkonsistorium gegebenen Richtlinien bezüglich des Verhalten- gegenüber den au« der Landeskirche Ausgetretenen. Hofprediger Widmann- Gedern hielt bann einen Vortrag über die Leidenszeit der baltischen Christen unter ber Dolschewistenherrschast auf Grund der Berichte eines im Baltenlande tätig gewesenen Pfarrer«. — Au « dem Stadttheaterbureau. Rochmals sei auf die Wiederholung von Kotzebues ..Deutsche Kleinstädter" am kommenden Dienstag hingewiesen. Da« Werk wird genau in derselben Besetzung wie bei der ersten Aus- vvn Arbeitern, Angestellten unb Beamten durchs Sammellisten aufgebrachte Spenden 16 571,10 Mark zusammen 256 307.40 Mark. Davon geben ab für Veröffentlichungen in ber Presse unb sonstige Ausgaben rund 10 000 Mark, bleibt ein Gesamtbetrag von 246 307.40 Mark. Diese Summe erhält eine weitere Steigerung durch Aus- landsspenden in Höhe von 57 838 20 Mark, so daß sich eine Schlustsumme von 304 145.60 Mark ergibt. — Die Zusammenstellungen über bas Ergebnis ber Giestener Kinderhilfe sind noch nicht abgeschlossen. übrungen möglich zu machen. Alle Giestener Schulen, dazu die mittleren und oberen Klaffen ber näheren Umgebung (wie Wiesed, Annerod, Xrobe Leihgestern. Klein-Liiben. Hausen. Lina- 9ftn«, Steinbach. Lollar und ©berftabt) hatten sich zu ben Veranstaltungen eingefunben. Gegeben ünirbc zweimal bie „3TTeH mit .Kesselslider" (Spielleiter waren Frau Malor Goebei unb Dr. Kling, unb sechsmal das „Marienkind" unter Leitung bes Verfasser« Heinrich Frank. Der grobe IdfaK ber ben jugendlichen Darstellern unb nicht zum wenigsten auch ben Spielleitern galt, bewies, mit welcher Begeisterung jung unb alt die Märchen spiele begrüßte. — Dank gebührt ben Schulleitungen, bie ben Aufführungen so warmes Untere He liehen, Herrn Geist!. Rat Bayer, ber baS, Katholische DereinShaus unb Herrn Hosrat Stetn- ooetter, ber bie Kostüme zur Verfügung gestellt hatte, Den stets hilfsbereiten unb tüchtigen Kräften des WaldbühnenorchesterS unter Leitung von Truhbunb veranstaltet am Montag abend 8yj Alhr seine Hauptversammlung im Postkeller. --Ser Spez.-Klu b ber Germania- Silberzüchter Deutschlands. Zweigstclle (Sieben, veranstaltet morgen auf der Schönen Aussicht ein grobes Sommerfest mit Tanz. Tombola. Schiffschaukel. Karussell. Landkreis Gießen. ga. Grünberg. 8. Juli. 3n der letzten Gemeinderatssitzung verlas der Stadt- rechner ben Voranschlag für 1921. Dem bedeutenden Lieberschub gegenüber, mit bem bie Rechnung des Vorjahres abgeschlossen werden konnte, ergibt der diesjährige Voranschlag den überraschenden Fehlbetrag von 170 000 Mk. Zur Deckung ist die Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuersähe von 24 Pf. von 100 Mk., die bisher für beide Steuern galten, auf 100 Pf. für Grund- und 60 Pf. für Gewerbesteuer vorgesehen. Der Ertrag dieser Steuern wird dadurch von etwa 16 000 auf 104 220 M. gesteigert, allerdings durch einseitige Belastung eine« Teils der Bürgerschaft. Es wurden demgegenüber die schweren Bedenken erhoben, bie auch in ber Landtagssitzung am 1. Juli zum Ausdruck gekommen sind. Die Erhöhung der Adolf Roll, den Eltern ber Mitwirkenden. unb vor allem ben mitwirkenden Kindern selbst, die eine Anstrengung auf sich genommen hatten, bie nur bet Kundige zu würdigen Weitz. — Rach Abzug bet Unionen wurden der Kinderhille tn<- geiami 3500 Mk. über wies en. Die , Gießener Daldbühne" hat ein Recht, bie Tage ber Älnbet- dPswoche mit zu ben schönsten und ehrendsten zu übten seit ihrem Bestehen. Die Hessischen Leib-Dragoner im Kreise Gießen versammeln (ich Sonntag den 17. Juli 1921, nachmittags 2 Uhr, in Dietzen im Gasthaus zum Schipka- vah in ber Bahnhofstraße, um einen Verein ehemaliger Hessischer Leib-Dragoner im Kreise Gießen zu gründen. ** Deutsche Vokkspartei. Am Don- rcritagabenb fand im GewerbehauS eine sehr flut besuchte Versammlung der Frauen der Deut- chen Volkspartei statt. Frau D. Feulgen- Braun« sprach zur Aushebung ber §§ 218—220 >es Strafgesetzbuches. Sie legte bie Gründe dar, Kunst und Wissenschaft. (Eine Arbeitsgemeinschaft Hess. Künstler rm. S a r m ft a b t, 8. Juli. Die getarnte des,. Künstlerschaft, organisiert in bem Verband der bildenden Künstler in Hessen, der Freien Vereinigung Darmstädter Künstler, dem Drcistädte- bunt), dem Bund Deutscher Architekten, der Darm- täbter Sezession, dem Hessischen Stünftlcrbunö, ber Allgemeinen deutschen Kunstgenossenschaft. der Darmstadter Gruppe und der Bauwandlung bat sich mit bem .Ständigen Rat zur Pslege der Kunst in Hellen, E. V." unter dellen Vorsitz und geschäftlicher Leitung zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengefunden die in allen, bas Gebiet der bildenden Kunst berührenden Fragen innerhalb des hessischen Staatsgebietes ein autoritative« Airteil beansprucht. Goethe in Not! Frankfurt a. M.. 8. Zuli. (Wolfs ü Durch bic Geldentwertung droht bem Frankfurter Goethehau« unb dem damit verbundenen Goethe-Museum eine Katastrophe C * fehlen die Mittel zur Erhaltung des DUnterhauses, in dem sich neuerdings schwere Va schäden gezeigt haben, es fehlen die Mittel ^ur Beheizung, zur Aufrechterhaltung de« Betrieb» ' unb zur Pflege der reichen, im Ausstellungssaale, in ber Bibliothek, dem Archiv unb dem Kunst- labinett bewahrten Schätze. Zur Rettung ist min- bestens eine Million Mark erforderlich. Doetbe sagt: .De« echten Manne« Feier ist die Tat" Spenden in jeder Höhe werden erbeten an bic Frankfurter Bank. Kontonummer 9076, ober Po l- schecüonto Frankfurt a. W., Ar. 13 429. bie für und wider die Aushebung in« Feld geführt werden unb machte auf bie sittlichen unb hygienischen Gefahren aufmerksam, die durch die Aufhebung entstehen würben. Die Deutsche DolkSpartei ist grunbsätzlich gegen bie Aufhebung der betreffenden Paragraphen, sie tritt aber für Milderungen ein. Eine Entschließung in diesem Sinne soll an Frau Wende. M. d. R-. gesandt werden — Donner«tag. ben 21. Zuli, nachmittags 4 Alhr, findet im Schützen- hau « eine Versammlung statt, in ber Fräulein Feber über ben Parteitag für bie Frauen des besetzten Gebietes berichten wirb- ber am 25. 3uni in Köln ftattgefunben hat. Vornotizen. Tageskalender für Samstag: Turnhalle, 8 Alhr, Zubiläumsseier bes Turnverein« 1846. — Gemeindehaus Kirchstraße, 8 Alhr. Märchenabend des Zugendring-. — Phikosophen- wald, 8 Alhr, Sommers est des Sanger kränz. — Lichtspielhäuser, wie gestern Tageskalender für Sonntag Großer Hörsaal der Universität, 11 Alhr. Vortrag ber Gießener Hochschulgesellschaft über AuSdrucks- gehalt in ber antiken Plastik. — Liebigmuseum. 1114 Alhr. Vortrag über bic Lahntalindustrie. — Philosophenwild. 2'Alhr. ZubiläumSfeier des Turnverein« 1846. - Hotel Schütz, 3 Alhr. Hauptversammlung de« Kreis-Obst- und Gartenbauvereins. — OSwaldSgarten. 8 Alhr. Vereins- toetturnen unb Spiele des Turnverein« 1846. •. Dochenmarktbericht. Auch der Dochenmarkt war wieder mit allen Obst- ^^^MÜfesorten derart reichlich beschick». daß k -SSrieg«ftanb erreicht sein dürfte Reben Gegenständen des Wvchernnarkte« wüte zum ersten Male wieder gute« "“Ti.Tnb Kalbfleisch sowie Wurst- * zu einem billigeren Prelle verkauft. An'ah fanden. Die Preise sind im al^ yLttfttn ber Marktlage entsprechend, als hoch Sprechen. Viele Verkäufer verlangen zu Be- ^7'des Marktes höhere Prelle- bi« sie durch STjteberangebot gezwungen sind- herabzugeher-., c Ware los zu werden. Es wurden ge- für: grüne Bohnen 4.00-4.50: gelbe Doh- 5^450-5 00: Erbsen 1.40—2.00, Weißkraut ?«-2 00: Wirllna 1,60—2.00: Gelbe Rüben 0 83—1,00: Oberkohlrabi 0,60—0,60; Zwie- itii ®ad 0.50—0.70, Pfund 0 80—2 00; Salat l^-0 53;'Blumenkohl 1.50-10.03; Rote Rüben. W 035-0.50; Römisch Kohl 0,50—0.60; Misch- ^Bfife’ 0 53—0.60; Rhaba-ber 0,83—1.00; Salat- ^frfen 3,00—8.00; neue Kartoffeln Zentner. 130. ßfimb 1.50; Johannisbeeren 3.00—3.50; Stachel- ^ren 2,50—3 50; Heidelbeeren 3,30—3,50; Butter 23 00; Eier 1,60. •• Die Warenausgabetabelle de« Stflbt LebenSmittelamts ist aus dem Anzeigen- tÜ unseres heutigen Blatte« zu ersehen. - Don ber Dezir k«svar kasse G ie- Un 3m zweiten Vierteljahr 1921 betrugen: * Einlagen im Spar- unb HeberweisungSver. teSr 11 800 000 Mk.. bie Rüdzahlungen in dem- tzlben 10 130 000 Mk.. Ueberschuh 1 670 000 Mk. «efamteinlagcnbeftanb Ende Juni 1921 runb Vermischtes. Der Heidelberger Mord. Heidelberg, 8. Juli. (WTB.) 3m Zusammenhang mit der gemeldeten Verhaftung des Eisenschmiedes Liefert wurden in der vergangenen Nacht weitere Verhas tun gen in Ziegelhausen vorgenommen. ES wurden bei chnen goldne Uhren und Ketten, die den vermißten Bürgermeistern gehörten, gefunden. Liefert hatte bei einem Heidelberger Goldarbeiter einen Brillanten verkauft, bei au« einem Ring des vermißten Bürgermeisters Werner herauSgebrochen war. An feinen Kleidern find auch Blutflecken festgestellt worden. Die Streife nach den Leichen wird fortgesetzt. alle Hautunreinigkeiten u. flautauMchläge w. tHitesier, Finnen. Pickel, uew.en vertreib., bet. in tlgLWaschungen m. d. echten orvpfojrd - ^ejersduoekL - wen Bergmann TCo., Radebeul. Oberall erhältlich. Grund- unb Gewerbesteuer in der angegebenen Höhe ist jedoch die gesetzlich« Voraussetzung dafür, daß bic Gemeinde für ben verbleibenden ungedeckten Rest von 65 780 ML Ansprüche an ben staatlichen Ausgleichsstock stellen kann Die Abstimmung wurde bis zur nächsten Sitzung vertagt. , — Das Ergebnis ber K i n d e r h i l f S s p e n b e , in Grünberg beträgt 1833,50 Mark AreiS Büdingen. Büdingen. 8. Zull. Die Gemeinbe Wenings erzielte auS den Versteigerungen ihrer großen Wald- unb Wiesennutzungen in diesem Jahre 150 000 Mark. Sie ist daher in ber Lage, keine erheblichen Steuern einziehen zu brauchen. 3m letzten Jahr konnte bic Gemeinde auS ihren DraSverpachtungen eine elektrische Lichtanlage ohne Anleihe-Aufnahme anlegen. Areis Friedberg. Dilbel, 8. 3uli. Die Gemeindebeamten haben eine Eingabe an den Gemeinderat gerichtet. in der sie diesen bitten, Maßnahmen gegen die fortgesetzten zügellosen Belästigungen, denen sie bet Ausübung ihres Dien- st es Mlsgeseht sind, zu ergreifen. Der Gemeinderat hat diesem Ersuchen stattgegeben unb beschloß, in Zukunft rücksichtslos gegen die Elemente, bie die persönliche Sicherheit der Beamten gefährden, vvrzugehen. — Dazu bedarf eS doch keiner Beschlüsse. Das ist doch selbstverständlich. Starkenburg und Rhcinheffcn. Der Streik der Marktfrauen. rm. Sarmftabt, 8. Zull. Der Streit der Griesheimer Marktfrauen, der darin seine AXrfadje hatte, daß es den Händlern verboten war, vor 10 Alhr vormittag« den Markt zum Einkauf von Markterzeugnillen zu betreten, dürfte durch ben gestrigen Beschluß der Stadt- verordnetensitzung beigelegt sein. Für die Sommermonate ist nunmehr der Einkauf ab 8'/s Albt, und für die Wintermonate ab 9 Alhr sreigegeben. Alm die städtische Bevölkerung aber in Zukunft vor ähnlichen unliebsamen Vorkommnissen zu bewahren beabsichtigt die Stadtverwaltung, die Stadtgärtnerei wieder zur Gemüscerzeugung her- anzuziehen und gegebenenfalls Aufkäufer auf« Land zu schicken. Darmstädter Kinderhilfe. ► Bei I______ Fro'vänille;® 1 Zahnschmerz. Rh«wma — Der Akademikerbund Obe rhes- sen erläßt eine Einladung zu der am Sonntag dem 24. Zuli 1921, vormittags IP/* Alhr im großen Hörsaal deS Vorlesungsgebäudes stattfindenden Zahresversammlung. *9’* b» S,«» SäRS ÜL*8»*» «bür* gRjuhr ltnd. 5 SS «es ” und noch all teueren vn- *’ btt rgeiungen irgend» Ergebungen auijn* '.Wg. Die 2a„. leistungsfähiges sind der einzelne llvh seinen Sevim, Utting der 2au. 1 mit den Auslagen e Aufmerksamkeit ui* Fettungen, die jeber gutheihen wird, er- x il 8. bei weiteren mit Luhe entgegen. sid Land. t, ben 9. 3uü 1921. arfuß gehen! ft haben es selbst ’paren, vo es nut >e Familien in bei myfen unb Schuh« hn Älnber barfuß chthgehen ist oben- ehr Licht unb Luft desto bester! ÄuS m auch für leichte, >rgen unb den steifen en. Die Kleider der Srmelfrei sein. Die hlSsstg. Beengungen >urch umS Dein gern straff gesponnte der MS-send •* h6 Kto! irffl L ht nur tm OntereM schung, sondern au<6 eit. -ssage tag: den. mm. l®* „lemN,6»1* » 81 i6 ‘Ü rtW * ea"B elngE^ßr M ritt i fldWrK langen > & Lif ibrr« »l"^Äkostva^ M ksv?** - ltüN'' zrstich' n®6:. tpom' rnls y flrtnte E MN fic " ihr !L A Am 6. Juli entschlief sanft nach kurzem Kranksein im 72. Lebensjahr mein lieber Mann, unser guter Vater, der königl. preuß. Kataster-Kontrolleur i. R. Steuerinspektor Karl Pitz Inhaber des Roten Adlerordens. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Ida Pitz geb. Hunsinger. Gießen, den 9. Juli 1921. Die Beerdigung findet in aller Stille statt --«z. Familie Gottdar-t Möller. Ruttershausen, den 5. Juki 1921. 6» Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, uns« innigst geliebtes, unoergeßkches Töchterchen und Schwesterchen (Elli nach kurzem, schwerem Leiden tm Aller von 2 Zähren und 11 Monaten zn fich ht die Ewigkeit zu rufen. Todes-Anzeige. Gestern abend 11 Uhr verschied dahier nach längerem, qualvollem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Christoph Schneider II. aus Birklar im Alter von nahezu 80 Jahren. Tapeten Ich Sn», u. neueft. Muttern. Man verlange kottenfr.Musterbuch Nr. 24. Gebrüder Ziegler, HMÜri- i« Reisegepäck- Derslcherungs-Policen sofort zu haben. 09674 Prämie: Mk. 3.00 pro Tausend für 30 Tage. A. Fröhlich, Stehen, Tel. 2044 46060 F7hliedersGh!en (5 mm) können wir ans Rdchsbestilnden zu »ehr billigen Preisen liefern. Keine Spaltlederwarc MustprpostkolHs für 12 Paar Besohlungen reichend 30.50 Mk. n 25 n » n bl. „ Orurinalballen zn 200 Paar. Zu diesem Sonderpreis liefern wir an Private nur 1 Kolli, an Lederhandlungen n. Schuhfabriken =ow<;it \ orrat. Leder-Industrie „Phönix“, Neukölln Gefaeh Nr. 106. 7637b» Die trauernden Hinterbliebenen: Georg Friedr. Schneider und Frau Auguste geb. Högy Heinrich Schneider, Enkel Paul Bächler und Frau Minna geb. Schneider Lina Schneider geb. Roth Emma Roth, Enkelin. Hungen, den 9. Juli 1921. Die Beerdigung findet am Montag, den 11. Juli, nachmittags 3l/9 Uhr, in Birklar statt. 7615 2.50 2.- 4.- 3.50 3.50 Montag früh u Dienstag eintreffend: örolMNM 9oöellno o. 8. MnMkMM toiflsheflnge sOBrntjmbnttCT V,$w ,43.- sdieaflfit). gtos m.3.- öto. mittelst- 7<4. SSrelünlii lhlliell llllö Wc« aller Systeme repariert Anster Mechanische Werkstätte 09708) Ha mmstr. 4. Forterrier-Kreuzung f. 50 M. v. St. in gute Hände a bzuneb. Woldt,Ebelitr.9 mit 11 Kücken VJIIItre 3 Docken alt zu verkauf. Heuchelheim, DammatraBe 50 II. 1 Paar hohe Kfnder- sticsel (16> und 1 Paar Halbschube (36), fall neu, 1 Badeanzug zu vert TMa Likbiistraßk 781. I SleNsntzssueftsI 3ung. Mann 15 Jabre alt, Reifevfg. f. Unterfet mit la Zeugn. sucht im Lause der nächst. Zeit in einer Drogerie Stellung als Lehrling ob. Volontär. Schr. Ang. u. 7649 an ben G. A. erb. Danermieter Kaufmann, 26 Jahre alt, futfit miiOl. ftiPtr au in 15. 7. ober 1. 8. Schriftl. 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Die Fahrt ging in Sonderwagen mit dem fahrplanmässigen Zuge in Darmstadt um 8 llhr ab Unterwegs trafen die Abgeordneten von Rheinhessen usw. ein. Don Friedberg ging die Fahrt nach WölferSheim zur Besichtigung beS dortigen Kraftwerks. Rach einem von der Regierung gestellten Frühstück wurde unter Führung von Geheimrat Balser und Baurat D e r g k eine eingehende Besichtigung des Kraftwerkes, der Fördergruben usw. vorgenommen. Geheimerat Balser gab ein sehr interessantes Bild über die Entwicklung der Anlage, die vor etwa 100 Jahren mit einer kleinen Braunkohlengrube in Dorheim begonnen, erst 18Z4 zur Prob' steinherstellung umgebaut und erst 1910 auf Anregung der Provinz Oberhessen zur Anlage des Kraftwerkes führte, in dem heute 12 Millionen Kilowattstunden elektrischer Strom hergestellt werden. Durch weitere drei neue Turbinenanlagen ist daS Werk jetzt in der Lage, 20 Millionen Kilowatt herzustellen und damit außer der Provinz Oberhessen auch den südlichen Teil Hessens mit Strom au beliefern. Die Kohlen liegen unter Lag, etwa 10-12 Meter stark. Es sind letzt diel'Fördergruben in Wölfersheim. Gettenau und Weckesheim vorhanden. Zur Zeit werden etwa zwei 2 Millionen Hektoliter Braunkohlen ge- förbert Der Betrieb kann auf 3—4 Millionen gehoben werden, so daß durch die Mächtigkeit des Kohlenlagers der Kohlenbedarf dauernd gedeckt ist. — 3n Wölfersheim hatte sich auch der Prvvinzialdirektor von Oberhessen, Geheimrat Dr. il f t n g c r einaefunden. Rach der Rückfahrt im Sonderzug nach Bad- R a u h e i m wurde unter Erläuterungen d:s Kur- und Badedirektors v. Böhmer ein Rundgang durch die technischen Betriebe und Anlagen des Bades die Waschanstalt, das Inhalatorium, die Trinkküranlage, die Dadehäuser, die Sprudel und den Park angetreten. Gegen 5 2hr wurde das von dem Landtagspräsidenten gestellte Mittagschöne Modelle 760, 1260, 1500 2türige glei verschränke .......450 Nach schränke.............105 «ZBa chkommoden mit Spiegelaufsah 650 Vertikos................J*50 Tische ........... 120, 150 071 usw. Stühle.............von 38 M. an ein Posten echte Lederftllhle.....150 Schreibtische....... 550, 750. 1250 Bettstellen........ 180, 250, 850 Patentrahmen........von 110 M. Schonerdecken............. 1® 3teilige Auflegematratzen, echter Stoff (Kem Ersatz), 290, 350 M. Divans von 600 M. an. Hcffen-Natzau. ][ Wetter. ö.Iuli Auf dem hiesigen und den benachbarten Dahnhösen ber Marburg Dar- burger und Marburg—Kreuzthaler ötreae bat ivtvjer ein mächtiger H e i d e 1 b e e r en - B e r - kehr eingesetzt. Händler und Heidelbeersucher treffen täglich in groben Mengen ein und im Burgwald und den anderen Waldgebieten her^cht ein Verkehr, wie er kaum zu beschreiben ist. Day sich ein Papiergeldsegen in die Walddörfer ergiesst- der befonders den armen kinderreichen Familien zugute kommt, braucht wohl kaum gesagt zu werden. Die Aufkäufer bezahlen durch- schnitttich 2.50 Mk. für das Pfund. 3m Klein- i verkauf sind die Beeren teurer. Aus Stabt und Land. Dietzen, den 9. Juli 1921. •• Oberhessischer Kunstverein. Die gegenwärtige Ausstellung, die meist graphische Arbeiten des Derbandes bildender Künstler Hessens aufweist, ferner noch solche von Prof. Frank und Arminius Hasemann, fand in der ersten Ausstellungswoche schon allseitiges Inter» esse. Ein Teil der neu ausgestellten Gemälde rvi Po. Pell r Prof Kob rfLln und E. Toep er bleiben nur noch kurze Zeit ausgestellt. Die Ausstellung ist täglich von 11—1 Hfcr geöffnet. Die (Siebener Kunstsammlung mit der Dr. Hans Bvck-Gedächtnisstiftung ist jeden Sonntag von 11—1 Llhr unentgeltlich geöffnet 7643D Trinkt deutsche ifÖVC ♦ siS, neten hervor da sie dadurch Gelegenheit haben, I Fliegers, Kompaskunde, Orientierung und Photo- na " ^^'»migüng^ Z “in SM au6 | graWcrunbt. bie - -her sich von der Bedeutung und der Heilkraft des Bades für die leidende Menschheit zu überzeugen. Finanzminister Henrich hieb die Abgeordneten gleichsam als Hausherr wlllkommen und erwähnte die Bedeutung Oberhessens f ür d i e Einheit des Hessenlandes . 'Burger- meister Kaiser erkannte dankbar die Opferfreudigkeit der Kammer im Interesse Bad-Rauheims an und sprach dafür herzlichen Dank aus. Geheimrat Dr. Hfinger sprach den Dank der Provinz Oberhessen aus, deren Bewohner ein goldene-He z besitzen. Er dankt auch im Hamen der Gaste. Staatspräsident Ulrich erinnerte daran, dab vor 15 Jahren die Eristenz von Bad-Rauheirn auf dem Spiele stand, wenn der Landtag nicht durch die Dewllligung von etwa 10 Mill. Mark dellen bedeutungsvolle Entwicklung gesichert hätte. Sein Hoch galt Bad-Rauheim. Hierauf wurde auf der Terrasse bei gewählten künsllerischem Konzertpro« gramm des Orchesters Winderstein der Kasfee eingenommen. Der Abend vereinigte die Abgeordneten im Hotel Grobherzog in (Siebe n wo am Samstag die D e s i ch t i g u n g der In st i tute, Kliniken usw. vorgenommen werden soll. Landwirtschaftliche WneniiMleilMil kaufen Sie vorteilhaft bei MWL.WM.SMNSI.S. Fernsprecher 10 Aufstellung von Motoren u. Maschinen mit allem Zubehör Msd. MasMilkusltlliMi». Stearntiironitalt Berlangcn Eie Angebot.47K>c Original- „Bliele“- 3e«tfflnien und BnttennafSinen für Hand- u. Kraftbetrieb emvsiehll in neueit. Konstruktion zu billigsten Prellen ®9.56le|et|tein,inafd)inenfa6tit Lich (Oberhessen) Lager aller landw. Maicbinen u. Geräte. Reparaturen. 7wec Eriavteillager. •• Der Derein für Luftfahrt veranstaltete gestern abend im groben Hörsaal des Physikalischen Instttuts xtoei gut besuchte Dorträge mit Lichtbildern. Zunächst sprach Flugzeugführer stud. rned. Zechmeister über ,Das deutsche Flugwesen und seine Entwicklung". Er entwickelte zunächst ein Bild über die Ausbildung des Fliegers, wobei er besonders betonte, dab das Fliegen an sich gesundheitlich nicht schädlich sei. dab lediglich die Luftkämpfe wahrend des Krieges grobe Anforderungen an die Rervenkraft der Flieger gestellt hätten. Als Flieger könnten nur hervorragende Sportleute in Frage kommen, weil u. a. auch die Geistesgegenwart eine grobe Rolle spiele, auch Gewichts- und Gleichgewichtsverhältnisse sind bei der Auswahl der Flieger von Bedeutung. Der Redner behandelte sodann die Konstruktion IL 'Hülfen, v araphiekunde. die ein anschauliches Bild über Die Bedeutung des Flugzeugwesens ily Kriege gaben. Zum Schlüsse erläuterte der Referent bürg« noch die einzelnen Typs der Flugzeuge, auch | wiedi Neuester Konstruktion. Der zweite Referent des Abends. Geh. Rat Prof. König, stellte zunächst fest, dab die Heldentaten unserer Flieger in allen deutschen Herzen unvergessen bleiben, was allseitige Zustimmung der zahlreichen Zuhörer auslöste. Er sprach sodann über .Fragen des Gleit- und S e g e l f l u g e s". dabei betonend, dab man sich nach dem Zusammenbruch besonders damit beschäftigt habe, möglichst motorlos zu fahren, um eine Energieverschwendung zu vermeiden. Hierzu sei notwendig gewesen, auf die Anfänge des Flugzeugwesens zurückzugehen. Reben dem Gleitflug werden fortwährend wieder Dersuche mit dem Schwebeflug gemacht, wobei möglichst alle Bewegungen -nachgeahmt werden, die der Bogel ohne besondere Kraftanstrengung beim Fliegen ausführt. Der Redner bespricht dann eingehend die im vorigen Jahre in der Rhön unternommenen Dersuche- wozu meist mit einfachen Mitteln hergestellte Apparate verwen- v v. --------- det wurden. Zum Schlub weist er noch besonders banneskirche. Dorm. 8, zugl. Eh istenlehre auf die in der Zeit vom 10. bis 2 5. August , & konfirm. a. d. Lukasgem.: Pfr Bech- bei Gersfeld stattfindenden Segelfluge Alsheimer 9k Pfr. Ausseld 11: Äinberliidje hin, die sicher erhöhtes Interesse finden werden. . b oohannesgem.: Pfr. Ausfeld. Die Ausführungen beider Referenten wurden ‘ jq -Zzieseck. Dorrn. 9y»: Pfr. Groth- durch Lichtbilder in bester Weise erläutert Rödgen. ** Das Ausklopfen, AuSfchüt- Katholische »emeinbe teln, Abkehren von Bettwerk, Teppichen, Samstag. 9. Zult nachm. 5 u^ abds. 8 Uchr. Kleidungsstüllen. Staubtüchern und ähnUchen Ä’Ä': S-.-L Gegenständen nach Straßen und öffentlichen , ^Ate. 7 Hl Messe. 8: Austeilung t> bt Platzen scheint trotz wiederholter Verwarnung Kommunion. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe des Polizeiamtes immer noch fleihig geübt zu Rachm. 2: Christenlehre: daraus Andacht werden. Es sei daher nochmals darauf auf- 2ldds. 8: Aloysiusandacht merksam gemacht, daß diese Tätigkeit mit Dias pora-Gottesdienst ain 10. 3"lt Strafe bedroht ist. Das Klopfen von Teppichen Gründer 6. vorm 9>^. - Kath. ® o 11 e 8 - usw. darf nur Werktags in den Dormittags- dienst. IL Julr. Ltch^ v°rm ^-8 und nachm. stunden zwischen 8 und 12 Uhr vorgenommen Hungen, 'oovm. )■ *wg | 12.3nli 11, I ends Dilnfil h". nkr I Im „Bo W ’ I auiierordrnttiche MWM 1. 88 der Satzung 2. Drin-eude Hnttini I IWv Ter B-llkud. I ■Iffil MiU I Gletifn. kiküStag, 12. Joli 21, | lbrndS pünttlUj 8 Ute, | INI.wer WibM Wegen cinoeganaere: I ringender Snkruge ii I aö ssrlckieinen lämilläjr I litqlieber errofinldt. 73v Der vorlfand. | AkademikerVund 1 Oberheeaen. Eiuiadun« mi ber nm | Imin, ÄiaW-WIlttl, ,01'111. HV.Ubr. im flro-r I börfaal deS Sorlriuno?' I jebäubeS itnitflnbcnbti J sabreSoerknmmliing. 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Detr.: Anzeigen nach §47 deS Gesetzes übet die Regelung des Verkehrs mit Getreide vom 21. Juni 1921. (EV w im Garte« Mrebncr: 3tbt Bekanntmachung. 3n unser Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich des Landwirtschaftlichen Konsumvereins Beuern I, eingetragenen Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Beuern, eingetragen: An Stelle des durch Tod auSgeschiedenen Johannes Stroh wurde Philipp Sommerlad VI. von Beuern in den Borstand gewählt. Gießen, den 6. Juli 1921. wo gehen wir morgen hin? ZumUirchweihfest Lang-Göns Sonntag den 10. u. Montag denll.Iuli —Tanz im {freien= $Qr Speifen und Getränke ist heftens gesorgt. Cs ladet ergebenst ein der Gastwirt Zweifellos kaufen Sie f Stahldraht- und^ Auflagematratzen in meiner Spezialfabrlkation am billigsten. k Ernst Rau, Walltorstr. 37. , W. Einziges Unternehmen am Platze. 6391 Bekanntmachung. Ts sind zu vergeben: 1- Aus der Stiftung der Daniel Moog Witwe am 2. Oktober 1921 die diesjährigen Zinsen im Betrage von 175.— Ml. an hiesige, bedürftige, unbescholtene, im Witwenftande lebende Bürger und Bürgerinnen. 2. Aus der Stiftung der Friedrich Textor Eheleute am 23. September 1921 240.— Mk. Jahreszinsen in Gaben nicht unter 50.— Mk. an verschämte Arme, ohne Ansehung der Religion. Meldungen nimmt das Stadt. Wohlfahrtsamt, Gartenftrahe 2 (Zimmer Dr. 10), bis 31. Zuli UZs. tags 10 Uhr, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. wir retten Ihre haare! Senden Sie sofort zur mikroskopischen Unterfurbnnfl unter ärztlich. Leitung Zbre anSgekämmten <»aare. Darauf erhal'en Sie von uns genaue Borlckri't für Ihre Laar-- pflege. Untersuchung u. Vorschrift kostenlos. Stur- und ökilluKlilt Ltltj bei Grüunu 4SS (Mark». (7596«?, Zur Stoppelfaat Erbsen,Wicken,Lupinen,Znfarnatklee Seradella. Weitz» Rüben «lange grünköonge» Mir den Garten: Lui»»!, Ftlds-I-t, Viilkksilti, SinltrfmL ztokossiri«ke,Raffiabast,R«Nvenkeim,Alebgürtel Uuvfervitrio:. Usvnlun. Obttbaumkarbolioeum. Wilh. Veite, gimtniaiiMeag, Lich Biuzdacher Str. 2. G«e) raleptzon 1L. Kautinenverpachtung. Die Kantinen der 2. Abt. Hess. Schutzpolizei in Butzbach und Friedberg sind neu zu verpachten. Geeignete Bewerber wollen ihre Angebote bis spätestens 16. d. M. an die 2. Abt. Hess Schutzpolizei in Friedberg einreichen. Bedingungen liegen auf. 2. Abt. Hess. Schutzpolizei. 7648V Zchlchmacher-Zwangsinnung für die Stadt u. den Landkreis Gießen Unsere ordentl. Innungs-Versammlung finde, am Montag, dem 11. d. M., vormittags rÄrPbr* im ttatboitschen BcreinsbauS statt. 76L0 _________DerVor* (and. Ne« erschienen. Verlag I. Brann-Eschwege. Engelhard t,G. Führer durchswerratal 10 m. derselbe, Wanderkarte des Werratals 6 M. derselbe, Meitznersührer 2,75 M. Uunze, W.SeoloatscheZttelfzügeindte werralandschakt, gebnndentn'/.Leinen |2 BL Näh. Auskunft üb. Wanderung, erteilt geg. -flückoorto die Vauvtleitung des Werraialveretns in Eschwege. Bekanntmachung. Der Plan über die Herstellung einer unterirdischen Telegrapbenlinte in Lollar liegt bei dem Postamt in Lollar von heule ab 4 Wochen aus. Färbe zu Hause Kleider, Blusen.Tücher, Bänder-Strümpfe,Game, Gardinen,Spitzen naw nur mit Heitmann? Farben \ Größte Stabt £ebensmittelamt. Warenausgabe für die Woche vom 11. bis 17. Juli 1921. Dicht rechtzeitig abgeholte Ware verfällt. 1. Brot: 1850 Gramm Brot oder 1370 Gramm Mehl Kg. 2,25 Mk. Brötchen 15 Pf. Weizenbrotmehl Kg. 3,10 IRL Kran- kenbrot Kg. 2,60 Ml. — Krankenbrotbäcker: Apitz und Erhard, Marburger Str. 34, E. Haas II., Bleichstrahe 21, L. Weber I., Frankfurter Straße, Ecke Hillebrandstraße. — Mehl für Kranke: Kg. 3,30 Mk. (Verkaufsstellen siehe unter Rr. 2). 2. Mehl, Rährmittel und Zucker für Kranke: H. Jung Rachf., Rittergasse 11, Heinr. Becker, Löwengasse 28, Emil Dörr, Großer Steinweg 14. 3. Sonderausgabe des Lebensmittelamts: Leberwurst in l-Kg.-Dosen 4 Mk. die Dose. Kernseife (300-Gramm-Stück) 3,50 Mk. das Stück. Verkauf erfolgt bis auf weiteres von 8—12 älhr vormittags und 3—5 Ufcr nachmittags im Stadthaus, Gartenstrahe 2, Zimmer Rr. 8, an jedermann. Samstags erfolgt Verkauf nur von 8 bis 12 ilßr vormittags. 4. Ablieferung von Mehlmarken durch die Kleinhandelsgeschäfte. Diejenigen Kleinhandelsgeschäfte, welche mit den am 30. Juni ds. Zs. zur Ablieferung fälligen Mehlmarken für Juni noch im Rückstand sind, werden hiermit aufgefordert, die Marken bis spätestens Dienstag den 12. Juli 1921 auf dem Lebensmittelamt, Zimmer 8, abzugeben. Gleichzeitig sind etwa vorhandene Mehlbestände bekanntzugeben. Stadt. Brennstoffamt. 1. Ausgabe von Gaskoks für den Hausbrand und größere gewerbliche Betriebe. Gegen Abgabe der Marke 4 der Haushaltungskohlenkarte (blaue Karte) können bis zu 5 Zentner Gaskoks bezogen werden. Die größeren gewerblichen Betriebe, denen Gaskoks zugeteilt ist, werden aufgefordert, die ihnen zu- geteilte Menge bis spätestens 1. August 1921 zu beziehen. Gaskoks kann durch das städtische Gaswerk und durch die Kohlenhandlungen bezogen werden. 2. Verkauf von Brennholz. Die Ab- gäbe erfolgt in beliebigen Mengen von V2 Zentner an vom Lager in der Gabelsberger- straße täglich von 8—11 Llhr vormittags und 1—4 älhr nachmittags. Bezugsscheine werden täglich von 71/2—12 iUjr vormittags und i/a3—5i/a -Uhr nachmittags im Brennstoffamt, Garten- strahe 2, Rebengebäude (früheres Ortsgericht) astsgegeben. Preise: Hartholz, geschnitten, Zentner 14 Mk., Weichholz, geschnitten. Zentner 12 Mk. Für klein- gehacktes Holz wird ein Zuschlag von 1 Mk. für den Zentner erhoben. Bei Abnahme größerer Mengen, mindesten« 50 Zentner wird ein Preis- Nachlaß von 1 Mk. für den Zentner gewährt. Gießen, den 7. Juli 1921. 7583 B Der Oberbürgermeister. (LebenSmittelamt und Brennstoffamt.) i ■ . Bekanntmachung. Die Voranschläge der Gemeinde Holzheim und der Feldgemarkung Bergheim, von den Ge- meindevorständcn durchberaten, liegen vom 12. d. Mts. an eine Woche lang auf dem Amtszimmer der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht der 3nteressenten offen. Einwendungen dagegen können während dieser Zeit schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. ES ist die Erhebung einer Umlage vorgesehen, zu der auch die AuSmärker beizutragen haben. Holzheim, den 8. Juli 1921. 7605 D Hessische Bürgermeisterei Holzheim. _____________Wey.___________ Gemäß § 47 des Gesetzes vom 21. Juni 1921 (Re-chS^eseybl. 6.737ff.) ist, wer mit Beginn des 15. Huli 1921 Vorräte früherer Ernten an Brotgetreide, Gerste, Hafer, Weizenmehl, Roggenmehl, Mehlgemische (zur menschlichen Ernährung geeignet), Gerstenmehl und Hafermehl in Gewahrsam hat, verpflichtet, sie dem Kommunalverband des Lagerungsortes bis zum 20.Juli d.H., getrennt nach Arten und Eigentümern, anzuzeigen. Vorräte, die zu dieser Zeit unterwegs sind, sind von dem Empfänger unverzüglich nach dem Empfang dem Kommunalverband anzuzeigen. Die Vorräte sind nach den Vorschriften Der RelchSgetreid«^- nung für daS Erntejahr 1920 abzuttefern. Wir ordnen daher an: Wer mit Beginn des 15. Juli ds. HS in den landwirtschaftlichen Betrieben Vorräte aus ^er Ernte 1920 oder aus früheren Ernten an Brotgetreide, Gerste, Hafer und Erzeugnissen hieraus in Gewahrsam hat, oder für wen solche zu dieser Zeit unterwegs sind, hat dies bis spätestens 20. ds. Mts. der Bürgermeisterei seines Wohnortes anzuzeigen. Mit Gefängnis bis zu einem Hahr und mit Geldstrafe bis zu 50 000 Mk. oder mit einer dieser Strafen wird bestraft, soweit nicht nach anderen Vorschriften eine schwerere Strafe JetteraweaSL inhJLttabaNandi I Xnr noch heute und morgen. I Verlängerung unmöglich: ' Die schwarze: Schmach ; Ein Notschrei an die Menschheit! Ferner: Mia May w „Ehre“: Ab Hontaff: Das Recht der freien Liebe I _____7619c Pferde-Versteigerung. Dienstag, den 12. Juli 1921, vormittags 10 Uhr, soll im Marslallgebäude, Mathildenplatz 17 dahier, ein ausgemusterter Landgestütsbeschäler unter der Bedingung des sofortigen Abschlachtens versteigert werden. verwirkt ist, wer die ihm nach § 47 des Gesetzes obliegende Anzeige nicht in der gesetzten Frist erstattet oder wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht. 7644 B Gießen, den 5. Juli 1921. Kreisamt Gießen. 3. 03.: vr He ß _____________Hessisches Amtsgericht._____________ Bekanntmachung 3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Dank für Handel und 3ndustrie Riederlassuna Gießen eingetragen: Das bisherige stellvertretende Vorstandsmitglied Dr. jur. Arthur Rosin in Berlin ist zum ordentlichen Mitgliede deS Vorstandes der Bank bestellt worden. Gießen, den 5. Juli 1921. 7609B / Hessisches Amtsgericht. Wertr fflowt des neuen Typs mit Anwerfkurbel und dreigängigem Motorgetriebe sind bei mir sofort lieferbar 7644 vipl.-)ng. Zritz Schilling Telephon 2040 Gießen Franks. Str. 23 Bestellung auSgesudri stsssas Sonntagl Stadt Gießen. Die Leseholznutzung im Gießener Stadtwald ist für die Folge nur solchen hiesigen Einwohnern gestattet, die im Besitz eines für das Kalenderjahr 1921 verlängerten Leseholzscheines sind. Gemäß Beschlusses der städt. land- und forstwirischastlichen Deputation soll die Verlängerung jedoch nur für die Personen erfolgen, die bisher noch nicht wegen Forstfrevels bestraft und bedürftig sind. Zur Verlängerung sind die Leseholzkarten au Zimmer 19 des Stadthauses, Bergstraße 20, oorzulegen. Gießen, den 4. Fuli 1921. 75186 Der Oberbürgermeister. I. V.: vr. R v f e it b e r 9 Für die Feldbereinigungen Ettingshausen, Münster, Ober- und Nleder-Bessingen und Londorf soll die Herstellung von 9 (Eifenbetonbrüdten von 2,50 - 5,25 m l. W. öffentlich vergeben werden. Verdingungsunterlagen liegen während der Amts- stunden bei uns offen Angebotsvordrucke ohne^Zeich» nung sind für 2 Mark für jede Brücke bei uns erhältlich Angebote sind verschloßen, mit entsprechender Aufschrift versehen und postfrei bis zum (Eröffnungstermin am Montag den 18. Juli, 1921 vormit. Getreidemäher erstklassigen Fabrikats ^Einspänner mit 4M “ 120 cm Schnittbreite, sowie auch Zwet*pünner sind zu billigsten Preisen noch iofort greisbar. Gg. Schieferstein Maschinenfabrik 7620c Lieh 1. Oberh. Fernsprecher 17 Reparaturen Freateteile Vorstehend« Bekanntmachung des KreiSamtS Gießen bringe ich hiermit Den Beteiligten zur Kenntnis. Die am 15. dS. MtS. vorhandenen Vorräte sind bis zum 20. dS. Mttz. pünktlich dem Städtischen LebenSmittelamt, Stadthaus. Gartenstrahe 2, Seitenbau (früheres OrtSgericht) anzuzeigen. Gießen, den 9. Juli 1921. Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Arbeitsvergebung. Zum Reubau der beiden Dvppelwohnhäuser nebst Stallgebäuden der gemeinnützigen Baugenossenschaft Klein-Linden sollen die Verputz-. Scheiner-, Glaser-, Schlosser-, Anstreicher- und Tapezierarbeiten in getrennten Losen vergeben werden. Die Bedingungen sowie die Zeichnungen liegen im Daubureau auf. wohin auch die Angebote verschlossen einzureichen sind. Die An- gebotS-älnterlagen können, solange der Vorrat reicht, bei dem Bauleiter, Architekt Leichum, Baubureau Klein-Linden, Frankfurter Straße 74, gegen Erstattung der Selbstkosten in Empfang genommen werden. Eröstnungstermtn 19. Juli d. ZS., 6 Llhr abends, im Baubureau. Zuschlagsfrist 3 Wochen. 7587D Gemeinnützige Baugenossenschaft e. G. m. b H Klein-Linden. Andere Farben zurückweisen Alleinige Fabrikanten: Gebr.HeihnannKöln&Riga Licnrspieie ab Montag« SeBtersweg DasRecht der freien Der Oberbürgermeister. (Wohlfahrtsamt.) Bekanntmachung. Die Rechnungen der Stadt Gießen und deS Stadterweiterungsfonds für 1917 sowie der Plock- schen Stiftung für 1919 liegen vom 11. 3uü 1921 ab während einer Woche auf dem Stadthaus, Bergstraße 20 (Zimmer 18), zur Einsicht offen. Es wird dies mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, daß während der Offenlegungsfrift jeder Beteiligte Einsicht nehmen und schriftliche Bemerkungen dazu bei dem Oberbürgermeister einreichen kann. 7613 B Gießen, den 7. Zull 1921. Der Oberbürgermeister. 3. V.: Dr. S e i b. Arbeitsvergebung. Unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betreffend, werden hiermit nachstehend verzeichnete Arbeiten und Lieferungen für die 3nstandsehung des „H v f Selgench o f" bei ällrichstein öffentlich zur Vergebung ausgeschrieben, und zwar zur Ergänzung der Arbeit noch die Sch reiner-, Glaser-, Schlosser- und 3nstallationsarbeiten. Die Verdingungsunterlagen liegen auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten zur Einsicht offen; Angebotsvordrucke können zum Selbstkostenpreis abgegeben werden. Verschlossene, postfreie und mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote sind bis zum Freitag den 2 2. Juli 1921, vormittags 1 1 Uhr, bei unterzeichneter Dienststelle einzureichen. woselbst die Eröffnung im Beisein etwa erschienener Bewerber stattfindet. Zuschlagsfrist: 4 Wochen. Schotten, den 8. Juli 1921. Luh, I. Dors, liefert la feder gewtlniehtei Ph.Mayfdrth & Co. fab* Icntfconchdfl! Müam» ifiU-S* Gießen. Bahnhosstr. 60 Tel. 1097. - Gegr. 1909 Noch täglich lllllllllllllllllllll II HIHI HIHI Hllll । Msmlhme töt öle neue öulöjantstlafte. Prospekte frei mm Statt Karten? Es danken herzlichst für die anläßlich rhrer Dermählungsfeier dargebrachten Glückwünsche Dr. med. Adolf Bitsch und Frau Konsumverein Gießen u. 11mg. e. G. m. b. H. im abgelaufenen Geschäftsjahr. Durch gemeinsamen Einkauf ersparten sich die Mitglieder M. 440 Ml- welche nach Fertigstellung der Jahresabrechnung auf Grund des erzielten Umsatzes an die Mitglieder zurückbezahlt werden. Die Genossenschaft unterhält z.Zt Kursen, luli b« -u l. _ ?unb wSt,“" vA*« an, ^itr. nein OaR™ tw» nut hi m öet Gera* Silier Wt LenWisnüs, ZveMeile Sieken. Unter Herstellungspreis E ^-Äuefnä?- »*/. UH-. Jedermann llt herzlich erugeladen. uui/» Ä« jri&etW ilCo- total-9f Wl,il1 12®. iht'/ivjjj^fldportö Sonntag nachmittag 5—7 Uhr Fünf-Uhr-Tee = Neues Orchester, 06842 Caie Leib Sonntag, den 10. Juli Tanzvergnügen Einlaß 4 Uhr. 109680 ES ladet ein yriedr. Ruvvel. 500 Jahre bestehendes Brauhaus xj Jt uii jjji j Wanderer 7438V Generalvertretung: 7101D Gegründet 1875. 7351 w zu äußersten Preisen. 7340 D MR ♦ Elektro-galvanisches Institut ♦ Sommersprossen lorteMeoHe Farben- und latkioMe MB Jt Geb r. Adolf ii.GB.FaS nacht, u. Zugrunde- legung d. alt Ober- ammerg. Urtexte». ♦ ♦ für direkten elektr. 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Schweizer Franken Wechsel auf 100 L. 165,50 155*- 100 100 100 100 100 183,25 165,75 155,- 536,- 407*50 333'- 820V 405,50 336,- 286^- 220^- 295^- 329',- 7.7. 77,50 966,- 71147 101,- 28,13 11,38 11,12 100,35 100,65 28,07 28,13 Brüssel-Antwerpen Christiania . . - Kopenhagen . . . Stockholm . . . . ' Helsingsors. . . . Italien...... London...... Datum: . Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag Stockholm. Wien.... London . . Paris . . . Neuyork. . 8.7. 7,90 4,06 8,05 6,20 7PS 16,75 1,32 4071- 335',- 286,50 803,- 409 - 334,- 314,- 285,- 223',- 2941- bm u bohnwvmcms * O.Wlnierho»,IHeflAr Hindrichs Auffermann, Lüdenscheid-Metall. Der Schlutz gestattete sich auf Deckungen rege, bei allgemein fester Tendenz. Frankfurt a. tUL, 9. Juli. Datum: 5'/, Dtsch. ÄriegsanL 47, Dtsch. Neichsanl. 37 Dtsch. Reich sanl. 47, Preutz. Konsols Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschaft Dresdner Dank. . . Nationalbank f. D. . Mitteld. Treditbank. H.. Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Bock.Gußstahlwerk . D.-Luxemb. Bergw.. — 5 Teil schuldverschr erb un gen per Reckar - Aktiengesellfchaft m etuttggrt. Die Zeichnung auf die zur Aus- Kr. 117,80 Är. 88,83 Kr 117,88 Sh. 97,8) Fr. 125,40 i 2330 und dann weitere 55 Prozent gewannen. Am Montanmarkte hoben sich die Besterungen meist nicht über 6 Prozent hinaus. Rur Harpener gewannen 9 Prozent. Rombacher 8 Prozent Am Markte der chemischen Werte fliegen -Lh. Goldschmidt um 30 Prozent. Slettrizitätswerte ftan- den auch heute mehr im Hintergrund, -^b^ftcr ging es in den Spezial werten zu, wo Deutsche Waffen 13, Hirsch Kupfer 15, Orenstein u. 5toppel 11, Stettiner Vulkan 21. Deutsche Katt lv und Westeregeln 15 Prozent gewannen. ‘^ctE*c* gung am Devisenmärkte war ohne groben Umfang. Rach der vormittäglichen Abschwächung trat an der Wittagsbörse eine Befestigung ein. Bon Schiff- fahrtSaktien waren nur Hamburg-Südamerilaner lebhafter und 10 Prozent höher. Der Rnlage- martt war nach wie vor ziemlich ruhig. Preutzische Anleihen teilweise um Bruchteile eines Prozentes niedriger. — Die Börse bekundete auch lebhaftes Hnteresse für Petroleumwerte. Deutsche Petroleum stiegen etwa 25 Prozent. Trotze Umsätze sanden nur in zu Einheitskursen Zndustriewerten zu vielfach bedeutend erhöhten Kursen statt. Für 100 deutsche Mark wurden gezahtt: 1.7.1«. 7.7. ?2rr'9StoeftoT Schnell in feinen Ausführungen über den Wbau der ^ickchulen «»rSrri6t .Di- Sinbeit»!utc »urbc durch die Sozialdemokratie und die B«ttsschullcbrerschast. Für die Sozialdemokratie fotot die Forderung aus dem Gleichheitsgedanken Die Vottsschullehrerschaft wird dagegen in der Hauptsache von Standesbestrebungen geleitet. D^eiSführung für die letzte Behauptung SLrt bm Anfang des Beschlusses, den die w .ÄÄ«- er angeblich Warn- und Mahnrufe wichtigen Teil des Beschlusses, den ich doch em- fügen möchte. Der Deschlutz lautet nSnilich. .Die ®nitf, koitenloö erbaulich. Sitzung vom 5. Huli 1921 Dem Antrag einer Schwester auf Weiterbeschäftigung beim Dersorgungokrankenhaus m Gieben. das seinen Betrieb fett einiger Zmt hat wesentlich einschränken müssen- konnte mcht «nslüsin- VssMle» iet DtetofdOoe d« rtatrt- Re*f1**Ä bdonfce» ** dl«!*** 6 $ ;? Waldersees (Erinnerungen ■f? Parabel. Wie bereits kurz gemeldet wurde, beabsichtigt eine neue eoLnn ift Tr Kunstwerk wurde, namens „Queft" unternommen, und die neuesten Sckrtttsteller mit un£ po/lttscher technischen Errungenschaften, ein Seeflugzeug, fine- ^^^^-^ESerchneten mattWvophischer Apparat ufto., werden nicht fehlen. •aui»fl»cn hervorgetreten. Diese bisher aügernsm | Jl&ic werben die legte Woche im August abjahren ; :ß . -M; Gottfried Generals Fabeldichter. Gottfried Keller, der jetzt durch die vielen Ausgaben seiner Schriften so recht zum Dichter d^ deutschen Volles wird, hat seine unsterblichen Werte als Erzähler geschaffen, und die Gröhe eurer Kunst liegt im Roman und in der Novelle. Aber auch auf anderen Gebieten hat er um die Palme gerungen und sich besonders im Drama aogemLht, wie die zahlreichen Dramaentwürfe zeigen, die sich in seinem Nachlaß fanden und feiner in ®i6r^ teren . Dich, fei Ä- Sp.nbe u tzL Shackleton über seine neue Expedition. Die Zes! Dolbp de- Jom 2 Partei. Sen loMienden Bcllen. ha w ßrörterur M-e" G txrftnnen. richlen", F HelNlche diele Dc können gj gattet verwehrt Tegenub Wert darar tonen, dah pcrtei nicht Jeschluh gal Hattesten D denken sind In lehti infolge der bei der D -Jauernbund Svnderli fallen. 6 verloren gi Sonderkandi diele ivirtlii Parteien in die ein fold bezweifeln, mnzrn erf Weife die tätigtet L fchastiiche < Ml ei fchasiliches 1 wählte zufai wirtschaftlich Äufgabenkri fasten, dürf dielen nicht kennen, 'chastlichen ü nicht zur C und bah t treten werf Douernb'm verband bl Der be fühtt z v bonderv wählen, vor den M Der freiwill eine toenigi erfolgen. ! facher §r| Ichung h Deichsia Vrundfä Befiele' aufflellt die nötige abgeordnete Dorkvnnnni dahlen tön Dort babei öuionnnen einen beiden Dc 4000) Z[\ 6o f> Hessischen m unsere, ?ner über die Einzelheiten der Expedition hat er sich einem Befrager gegenüber ausgesprochen. „Ich habe schon seit Jahren daran gedacht," sagte er „doch fehlten die finanziellen Möglichkeiten. Als ich eines Tages die Portman-Straße entlang schlenderte, hielt plötzlich ein Kraftwagen hinter mir, ein Mann sprang heraus, kam auf mich zu und fragte: Sind Sie nicht Shackleton?" Es war R o w e t t. "Dir waren zusammen in Dulwich gewesen, hatten uns dann aber 30 Jahre nicht mehr gesehen. Run eröffnete er mir seine Absicht die Mittel für eine große Expedition zur Verfügung zu stellen: später kam ich auf seine Besitzung in Sussex. Wir sprachen die Angelegenheit durch, und eines Tages machte er ganz ruhig mit wenigen Worten alles möglich " Von seiner Mannschaft sagt der Forschungsreisende: „Sie wird die beste sein, die ich jemals gehabt habe. Sechs der Leute sind bereits auf früheren Expeditionen mit mir gewesen: zwei alte Gefährten kamen direkt aus Ähnln zu diesem Zwecke. Wir werden 17 Mann an Bord fein." Die Fahrt wird auf einem Schiff :atur lobt, nennt ihn nur den „Anonymus" und o anonym hat er fortgelebt. Wir aber schließen mit dem Wort Herders, der ihn so sehr liebte unt> alS den „vielfvrmigen" in seinen Briefen zur Beförderung der Humanität gefeiert hat: Sanft ruhe die Asche dieses während seines Levens unbekannt gebliebenen Dichters I Mit jedem Frühling blühe fortan sein Andenken neu auf. ,»crv<' -Hl >* J5*; rsS s’ä zraikt^ *- Abschließend urteilt Waldersee von dem Charakter des Kaisers: „Mit den kriegerischen Erfolgen kam die im Wesen Friedrich Wilhelms steckende Eitelkeit zu gewisser Entfaltung. Gr wußte, daß er ein schöner Mann war, und be- ll# eifrig, blcS auch zu zeigen: er hat viel über die zweckmäßigste Uniform — am liebsten trug er die der Königin-Kürassiere und legte dann gern den Küraß an, zum Verdruß des 5^rise^, da es gegen die Vorschrift war —, iwer die Auswahl der anzulegenden Orden und ihre Gruppierung nachgedacht. Hand in Hand öamtt ging naturgemäß eine Empfänglichkeit für SchE Zeleien. Zur Eitelkeit aesellle sich eine «heblichc Portion Fürstenstolz, schon in den 50er Jahren sichtbar, durch die Erfolge der späteren ZeU aber noch gewaltig gesteigert. 3m Gegen- 'atz M seinem Vater wollte er die Fürsten die Fülle der kaiserlichen Macht empfinden lassen und HUte zweifellos für den Fall der Thronbesteigung sich mancherlei vorgenvmmen. Seine Krankheit verhinderte die Ausführung, wodurch schwere junge Reich leicht hätten in ?TC rUen dringen können, vermieden worden sind. Aach dem bisher Gesagten glaube ich. daß 2lera Kaiser Friedrich für das Deutsche Reich kein Glück gewesen wäre Gerade wenn man dies ausspricht, ist es Pflicht sich der guten Seiten dieses Hohenzollem zu' erinnern. Em musterhafter Gatte, ein treuer und aufopf^ider Familienvater, verabscheute er Leute dcwen Ruf auch nur fragwürdiger Aatur man wahrend man in dieser Beziehung am kaiserlichen Hofe und auch an dem des Prinzen Karl öfter ein Auge zudrückte. Seinen Freunden hielt er die $reue Sein gutes Herz ist bei mancher Gelegenheit zu merken gewesen." Einer ging an den See des Lebens, um "ach Menschen zu stschen: aber er sing nichts. Da kam ein Unbekannter und sagte: Wenn du Menschen ftschen willst, so mußt du dein Herz an die Angel stecken, dann beißen sie an!" Jener folgte dem Rat, und sogleich schnappten die unten nach dem Köder, rissen ihn von der Angel und fuhren damit in die Tiefe. Da wurde der Fischer betrübt. Allein bald wurde es ihm so leicht zumut, daß er auf die wilde See hinaus- fuhr und die Menschenfische zu Tausenden mit dem Aetze fing, und er war nun ihr Herr und schlug sie auf die Köpfe. Und der ihm den Rat gegeben hatte, war der Teufel. gann er nun, sich einer liberalen Richtung zuzuwenden. wobei in erster Linie koburgische Einflüsse sich geltend machten, ausgehend sowohl von seinem ihm sehr imponierenden Schwiegervater direkt und von dem Herzog Ernst, wie von den Anhängern der Familie, vor allem Stockmar." Die Erinnerungen legen nun im einzelnen dar, wie der Kronprinz infolge dieser Sinwtt-kung in Gegensatz zu seinem Vater trat und besonders Bismarck häufig Opposition machte. „Der Prinzessin lag das Verständnis für die Bedeutung der Armee und für ihr Verhältnis zum KönigShause völlig fern. Sie fand es abgeschmackt, daß ein Prinz auch Soldat von Deru - sein sollte, und bemühte sich redlich, dem Gemahl die Freude an diesem Berufe zu verleiden." . Dagegen rief die sehr bedeutende AnteUnahme Friedrich Wilhelms an den. drei Ginigunas kriegen doch wieder eine Freude am Soldatenhandwerk in feinem Herzen hervor: er zeigte als Heerführer gesundes Urteil, persönlichen Mut und übte durch ein gewisses Geschick im Verkehr mit den Truppen und durch seine ganze Erscheinung den besten Einfluß. Die gewaltigen Erfolge hoben sein Selbstgefühl. Aber nach dieser glorreichen Zett geriet er wieder in das Fahrwasser seiner Frau, die, wie Waldersee betont, „immer Engländerin geblieben ist". .Die Schwäche des Kronprinzen der Gemahlin gegenüber wuchs von Jahr zu Jahr: er sah schließlich zu ihr auf wie zu einem weit überlegenen Wesen und ordnete seine Ansicht immer ber ihrigen unter. 3n der letzten Zeit hat man es oft beobachten können, daß er in der Unterhaltung sich zu einer Ansicht mit Bestimmtheit und auS Ueberzeugung bekannte und am nächsten Tage, allo nachdem er mit der ®e* lvahlin zusammen gewesen war, genau das Gegenteil für richtig hielt. Schließlich schien er es gar nicht mehr zu empfinden, keine eigene Ansicht mehr zu haben. Was kommen mußte, trat ein Me Kronprinzessin sah zu ihrem Entsetzen. daß ste einen schwachen, keines energischen Entschlusses mehr fähigen Mann hatte: daß dies aber ihr eigenem Werk war, wird sie wohl nicht zugegeben Der wahre Wert der deutschen Pilzschätze. .Die Pilzzeit ist wieder herangerückt, und eftrige Pilzsucher bereichern durch diese wohl- chmeckende Aahrung den sommerlichen Speise- 8etleI^.Pa- man kann sogar von einer Pilzmanie und Prlzmode sprechen, die infolge des Krieges vec uns zur Herrschaft gelangt ist. Diese plötzlich einsetzende Pilzbegeisterung hatte, wie ein her- Dorragen&er Sachkenner, der Karlsruher Prof. Geh. Rat Ludwig Klein in der „Deutschen Revue" ausführt, eine Ueberschähung des Aähr- wertes und der Bedeutung der Pilze zur Folge. Man hat berechnet, daß wir in Deutschland all- lahrlich 3 Millionen Zentner im Werte von einer Rkark besähen, von denen nur 5 bis 10 Prozent wirklich benutzt werden, so daß Pilz- werte von 900—950 Millionen Mark im WaDe ungenutzt verfaulen. Tatsächlich aber ist es ganz unmöglich, diese Pilzmengen wirklich für die Volksemahrung fruchtbar zu machen, und auch ihr Wert wird überschätzt. Die hohen Verkaufspreise der besten Speisepilze sind nämlich Liebhaberpreise, die zu dem Aährwert der Pilze in keinem Verhalntis stehen und bei restloser Erfassung der Pttzschatze eine gewaltige Senkung erfahren würden. Der allein richtige Wertmesser für die Bedeutung der Pilze ist der Aährwert, die Menge der verdaulichen Eiweißstofie, und da kann man höchstens ein Kilo Pilze = 100 Gramm Rinb- letKp rechnen. Da 1 Kilo Pilze gegenwärtig etwa 6 Mk. kostet und 100 Gramm Fleisch 3 Mk. und üa bei den Pilzen bei der Zubereitung wenigstens noch ein Drittel verloren geht, so zahlt man für Pllze etwa dreimal so viel wie für Fleisch. Außerdem würde die Sammlung aller Pilze ein ungeheueres Sammlerheer erfordern, das riesige Lohne beanspruchen dürste. Diese DerufSsamm- ler mußten aber eine vorzügliche Pilzkenntnis haben, die sehr selten ist. Eine Kontrolle der etn- gÄArien Pilze durch Sachverständige wäre un- erlahlich, wenn eine beängstigende Zunahme von Pilzvergiftungen vermieden werden sollte. DK Ausbildung so großer Arbeitermassen in der Pilzkunde ist außerordentlich schwierig, ja fast unmöglich. Die eingesammelten Pilzmengen mühten nach sachverständiger Konttolle möglichst rasch zur Versendung kommen, da Speisepihe im allgemeinen spätestens 24 Stunden nach der Ernte verwendet werden müssen. Daher ergäbe sich ein lehr teurer Etltransport, be idem auch für Körbe undsonstiges Verpackungsmaterial gewalttge Kosten entstehen würben. Da Pilzgemische vom Verkauf ausgeschloffen sind, so mühten die Pilz- massen fortiert werden, und dafür sind besonders zuverlässige Pilzkenner vonnöten, die nicht überall vorhanden sind. And zudem sind gerade die pllz- recchsten Stellen oft von der nächsten Bahnstation sehr weit entfernt, und dadurch wird der Transport weiter erschwert und verteuert. Aber selbst wenn das älnmögllche gelange, nämlich alle von der Muttererde hervorgebrachten genießbaren Pilze restlos zu erfaßen, so würde ein derartiger Raubbau einen außerordentlichen Rückgang Der Speisepilze zur Folge haben, beim schon jetzt find die beliebtesten Speisepilze, wie Steinpih und Pfifierling, an manchen Orten, wo viel gesammelt wird, sehr selten geworden. Wenn eS allo als eine Utopie erscheinen muß, den Pilz zur Dolksernährung zu machen, so kann doch die Ausnutzung der Pilzschähe unserer Wälder noch ganz erheblich gesteigert werden. Diese Steigerung hat chre natürllchen Grenzen. Von etwa 2000 bei uns wachsenden Pilzarten sind gegen 300 heute als „genießbar" zu bezeichnen- etwa 100 können wirklich leidlich gute Speisepilze genannt werden: man beschränkt sich aber beim Sannneln meist auf ganz wenige Pilze. Um einen größeren Kreis von gut eßbaren Pilzen in den du ziehen, ist jedoch eine zuverlässige Pilzkenntnis notwendig, die vor allem die wichttgsten Giftpilze mit Sicherheit auszu- schelden imstande sein muß. Wo viere Pilzjäger sich in das gleiche Revier leiten, da kommt nur der Pilzkenner, der die der Mehrzahl unbe- Jännten eßbaren Arten verwertet, noch auf seine Rechnung: für die anderen ist es höchstens ein ge- funber Spaziergang, vom wirtschaftlichen Standpunkt aber verlorene, mit nicht unerheblichen Fahrtkvsten verbundene Arbeitswert. wenn unsere Arbeit getan ist/ , r • -3on, ®°nral> Küfer meinte Shackteton. (9. I u IL) herausgegeLenen 1 unser« Seeflua Sine Sunft des beugen Lnkoko. die selb. 1VK Steift ^b/^Erteg n^bm. der französischen bekanntgewordenen Arbeiten wiedergegeben ffab L der kunstgeschlchtlichen Forschung un- Hier lernen wir den Dichter auch von einer gaiu TmCr- gütlicher erkcuint und be- neuen Seite kennen: nämlich als Fabeldicht^? İch tn be.r Zum erstenmal in einer Ausgabe seiner Werke Kunst und Musik. Daß Anlagen tote Sanssouci werden einige Fabeln mitgeteilt, die er während ktenftSsl S Höhenpunkt echt deut- seiner Münchener Zeit im August 1841 in^ sein r E>crß eine Reche vor- Skizzenbuch einzeichnete. Der Dichter, der über- zuglicher Maler und Plastiker in dieser Zeit Haupt allen Hochmut, Eilellett und Scheinwesen Zrfi/ÄS r 6^^ÄrtCn’ bie in leinen Werim bekämpft hat. nimnüin S^teü » bon ^abbu biä ISZodart bte gan^e reyenben Dichtungen die Eitelleit aufs Korn nrrr^ntHtt@^e zur Vollendung steigert, während eine spätere tiefsinnige .Parabel" ^e trtU immer mehr in das allgemeine allgemein menschliche Tragik betont Wir lassen tefoTü n^ L IVer f^n9 L. Ro° hier diese einem ^iten KreVs ^ch ganz un" kokostll noch nicht fest umschrieben. Die meisten bekannten kleinen Schöpfungen des großen °Difb- unb bdannteften, Anakreontiker, ein Gleim, ein ters folgen. ^oprungen oes großen Dich- alz. haben sich künstlerisch nicht zu konzentrieren ©io <. • gewußt, und Wieland, in dem sehr starke Ro- 1 euchtwurmchen und die Sterne. koko-Elemente sind, umfaßt in feinem bände- . ■$u.r Zeit der Abenddämmerung sahen drei reichen Schaffen ein sehr viel weiteres Gebiet. ?öcr £?.r Leuchtwürrnchen in einer Wiese unter gibt aber einen Dichter, in dessen Versen I p n Krautern und Blumen, und man sah, wie &ie ganze spröde Anmut, die ziervolle Melodik He geheimnisvoll die Kopfe zusammensteckten, em- und das zärlliche Gefühl des deutschen Rokoko I t>cn und herkrvchen und sich eifrig besprachen, wundervoll ausgedrückt sind. Aur ist dieser seine man glauben, muhte, es sei etwas sehr Stilkünstler, zweifellos einer der größten Lyriker I An^ttges imVZerke. Als nun die Aacht auf die des 18. Jahrhunderts vor Goethe, ganz unbe- oeld^: und Fluren herniedersank und die Sterne kannt. Es ist Joh. Aikolaus Götz, auf den an Fimmel erglänzten, da erklommen sie einen seinem 200. Geburtstag nachdrücklich die Aus- ^Ouen Grashalm und sprachen zu den Sternen: merisamkeit gelenkt werden soll, damit sich viel- heben Sternlein! Ihr müht gewiß sehr leicht die Literaturgeschichte, die so manchem un- I bon eurem allnächtlichen Wachen, drum wichtigen Problem nachgeht, dieses arg vernach- ^eht einmal ohne Sorgen schlafen, wir wollen lässigten Dichters mehr als bisher annimmt. Erde für euch beleuchten!" Die Stern- Frellich bietet diese Beschäftigung große Schwie-1 wchelten einander an und verbargen sich rigfeiten, denn die Gestalt, in der Götzens Werke ö""! Spaße hinter Reinen Wolken: die Leucht- Im deutschen Schrifttum fortleben, ist verstümmelt Ärmchen aber glänzten die ganze Aacht hin- und entstellt bis zur Llnkennllichkett. Die Gesamt- ourch aus allen Leibeskräften und am Morgen auSgabe seiner Gedichte von 1785. die jetzt allein meinten die guten Tierlein, sie hätten die Erde einen äleberblick über fein Dichten gewährt, ist erleuchtet. nämlich durch den pedantischen Schulmeister Ram- Born Fichtenbaum, dem Teiche und ter „verbosert" worden, und durch diese Aende- denWolken MMZUSSW DMV-sW LLMWULM Ülchte zurückgeht, ihm zu neuem, blühendem Le- Gewiß, ihr seid feßr *ubJM„]™ Sz.fi ^verhelfen kann. Durch eine solche Wieder- der Schöner nicht schönt glückt Dte er Weckung wurde uns em echter Dichter geschenkt Sonne hörte biX »»s J s L9 1 _ der unten am Berge in tiefer Rübe laa Ser «ebürttg - mtt „Gedichten Fichtenbaum sah nun so öd und traurig aus tJä i ; E>ie allem in ihrer ursprüng- wie vorher: der Teich aber bewegte sich freubia litben Gestalt wieder herausgegeben worden sind, m kleinen goldenen Wellen unb toiberftrablte zuerst hervor —, begründete als Student das Bild der Sonne in lausend Feuerpunkten tn Halle mit A die Anakreontische Schule, indem Allein auch er wurde stolz darauf und glaubte er mit dem Gefährten zuerst den Anakreon in am Ende, er selbst sei die Quelle aller dieser seiner pr^wsen Zierlichkeit unb feinen Eleganz Klarheit, unb verspottete die anderen Gewäller bu Drache schenkte, äleberhaupt hat welche im Schatten lagen. Da wurde die Sonne cl süße, stttnmungsschwere Grazie der griechi- abermals unwMig, zog Wollen zusammen in ^A?thologie m seinen Versen vor Goethe denen sie sich verhüllte, unb ber Teich laa nun unb OKorife am schönsten festgehalten. Jeboch wieder in seinem düsteren melancholischen Grau verschmolz er diesen Klang antiker Sinnlichkeit wie zuvor und schämte sich. Die Wollen bin- französischer Rhythmik, gegen begannen jetzt zu glühen unb schienen wie Als Hofmeister unb Feldprediger kam er In bie Purpur und verbreiteten sich wohlgefällig am ÄrcHc fron Offizieren unb Lebemännern, zog mit abendlichen Himmel, als bie Erde schon im Jemem Qtegiment nach Frankreich und hat so ein Schatten lag. Da wurden auch fte übermütig lockeres Leben aus eigenen Erfahrungen kennen und riefen: „Erglänzen wir nicht viel schöner 9^sut. bis er dann als Prediger in dem Zwei- denn die Sonne?" Unb zum dritten Male würbe brückenschen Duodezstaat lanbete. heiratete, zum die Sonne unwillig, unb indem ste hinter den Konsistorialrat unb Supermtenbenten tn Winter- Horizont herabstieg, entzog sie ihre Strahlen bürg aufrückte unb nun seine Jugenbsünben streng den unbankbaren Luftgebilben. unb Wolken See ^inber erfuhren erst und Bäume verschwammen nun in der grauen aus sernem Totenbette davon: nur einigen alten Dämmerung, bis endlich bie Aacht all diese eitlen Freunden in Apoll. Gleim, Hammler, Knebel, Geschöpfe der Vergessenheit übergab. Derteaute er sich an. Diesen Ragt er immer wieder über die „barbarische Gegend", in die er geraten, über die Philister, die ihn aus Brot und Amt bringen würden, wenn sie etwas von seiner ftivolen Jugendpoesie wüßten. „Ich wohne in einem Lande, wo ich nicht einmal sagen darf daß ich die Musen lieb habe," Ragte er einmal „um nicht für einen Freigeist und Weltmenschen gehalten zu werden, so sehr bin Ich von Ignoranten und fanatischen Köpfen umgeben.“ Unb ein anber Mal: „Ich habe eS mit Vorgesetzten du tun, die keinen Scherz verstehen, unb mich um bie zwei unentbehrlichsten Güter des Lebens: um Brot und Frieden bringen würden, wenn ich ate Autor erotischer Gedichte bekannt würde " Er überließ daher diese verstoßenen Musenkinder! dem grimmigen Ramler, ber sie verbalhomte, unb beschwur ihn nur, sie bei seinen Lebzeiten nicht zu veröffentllchen. Anlage zu ängstlicher Hypochondrie hat er schon immer gehabt, wohl im Zusammenhang mit einem Dlutsturz. den er erlitt; so ist er in Tharakteranlaae und Krank- _________ ____________ QBatteau verwandt, an den auch Shackleton binnen wenigen Wochen ein« neu« -^Lante^ erinnert und Fahrt anzutreten, die ihn über eine Strecke von ??xn CT in mehr als 20 000 Kilometer nach den wenig be- ^EmtestenGedicht .Mädcheninsel", in! kannten Inseln des Atlantischen und Stillen Drohe, der Ozeans und zu den noch nicht kartographisch auf- DKer mit diesem genommenen Meeren des Südpolarkreises führen ©«brite über die deutsche Lite- soll. Heber dieEntstehungdesPlan es und an Kaiser Friedrich Die Erinnerungen des Generalfeldmarschalls Gras Waldersee, die aus seinem Aachlah von Heinrich Otto MeiSner in der „Deutschen Revue^' mttgeteilt werden, beschäftigen sich in ihrem neuesten Abschnitt mit dem Kaiser unb bet Kaiserin Friebrich und bieten ein hochinteressantes Charakterbild des Herrschers. „Wenn man sich ein Bild vom Kaiser Friedrich machen will." schreibt Waldersee, „muh man von vornherein die Zeit vor unb nach seiner Verheiratung scharf trennen. Natürlich ist ber Wandel als solcher nicht plötzlich eingetreten. Prinz Friebrich Wilhelm war ein leicht zu leitendes gutherziges Kind von offenem Wesen. Ausgestattet mit nicht gerade hervorragenden geiftigen Fähigkeiten, aber doch vielleicht etwas über dem Durchschnitt stehend, hat er sich durch Fleiß und Gewissenhafttg- keit eine gute Bildung angeeignet. Gern schloß er sich Leuten seines Alters an, In deren Kreise die Freundlichkeit seines Wesens sich bi« zur Donhomie steigern konnte, was Wohl einzelne seiner Partner die nötigen Grenzen vergessen lieh. Wem er näher gekommen war. dem hat er bie Treue bewahrt. Auf religiösem Gebiet gut angeleitet, war er bas, was wir jetzt einen gläubigen Christen nennen. Durch unb durch Preuße, fand er auch Gefallen am altpreuhischen Soldatentum, wie es sein Vater ja verkörperte, ohne jeboch große militärische Paffion unb besondere soldatische Anlagen zu zeigen. Schon in den ersten militärischen Dienstjahren entwickelte sich ein getotfter Antagonismus zwischen ihm und dem Detter Friedrich Karl, der nichts als Soldat sein wollte und sich dem Prinzen Wilhelm gegenüber gern etwas überhob. Politisch hielt sich Friedrich Wilhelm sehr zurück, er vermied den Anschluß an extreme Richtungen und hörte gern Ansichten von verschiedenen Seiten. Kurz: von einem gewöhnlichen Sterblichen mit seinen Eigenschaften hätte eS geheißen: er ist ein ehrlicher, braver Kerl." Aach der Verheiratung mit der Prinzessin Viktoria vollzog sich nun nach der Darstellung WalderseeS „langsam, aber sicher eine Veränderung, ganz allein bewirkt durch die ihm geistig überlegene, talentvolle, zur Intrige neigende, sehr hübsche und sehr sinnliche Gemahlin. Sie hat ihn zunächst durch ihren Scharm völlig an sich gefesselt und ihn schließlich zu einem willenlosen Werkzeug herabgebrückt. Bald be-