Nr. 132 Der eichener Llyri-er mit der Vknstagsbeilage .SperbUmfdiai- er. fdjetnl täglid), außer Sonn- und ^tiertaqt. Monatliche vezna,oreife: U arn 5. - einlchliehlich Irdgerlobn, durch die Poft bezogen Mark 5.75 eintchlietzlich Beftellgeld. ^crniprech.Anschlüße: für die Schriftleitung 112; für Druckerei. Verlag und (BeidjäfisfteDe 51. Anschrift für Drahtnach. richten Inieieer »letzen. poftfcheckfonto: Srontfurt a. M. 11686. (Elftes Blatt M. Zayrgang Donnerstag, 9. Juni 1921 GiekeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dmd und Verlag: vruhl'sche Univ.-Vuch- und Steinlruderei R. Lange. Sdfriftkitnng, Gefchästrftelle und vruderek Zchulftratze 7. Annadm« von Nn,eigen für die lagetnummer Dii $um Nachm itaq vorher oi-nejlde Verbindlichkeit Preis für 1 mm hdde ftr 51njei Vlatz. vorfchrif«20 . Auflchlag. Hauprfchriflle>:er Aua. Cotti Deruntwortttch für Vofiiik: Aua. Soetz; für den übrigen teil: Dr Neindold ßenj; für den Anzeigentell. hant Beck, lämihd) in Stehen. ie|näf.bent ted Staat-rates, SnmiB, ir ivollen in frcunbidiaftlidKn Be 45 zahl- Ziehungen mit allen Nachbarstaaten (eben, aber auch ebenso bestimmt zum Ausdruck bringen, bau mir politisch unsere Selbständigkeit teanu>r neben. Tie Zahlungen Deutschlands. m. Neu York, 8. Juni. Deutschland hat bei der Federal Reserve Barre 10, Mill. Gold mark deponiert, die aus das Konto damit unsere 700 ätirific bodenständige Kultur ;u ihrem vollen Rech: kommt. Ter Präsident des MemelgedieteS. Altenberg, drückte den Wunsch aus, daß die Botschafterkonseren- bei der Entscheidung über die Zukunft deS Memelgeb.eteS sich von den Wünschen und den Interessen der roeit über nnegenden Mehrzahl der Bewohner leiten lassen möge. Ter Eiat wurde gegen die Stimmen dreier großlitauischer Staatsräte angenommen. Diese erklärten, der Etat biete feine Gewähr für die Lebensfähigkeit des MemelgebieteS. Tmnmbool" zufolge wurde in der geitrgen iifiung be» Staalsrates des Memelgebreies ent« malig der Etat beraten, der b:c EumahmLn und den Gezst der Zwangswirtschaft. Trotzdem sich berufene Stellen im Lande, so die Vertreter der Wohnungsämter in Rheinland unb Westfalen, für einen schrittweisen Abbau der Zwangswirtschaft ausgesprochen haben, be- hält das Gesetz sie bei. Wenn das Gesetz in der vorliegenden Form in bezug auf die Zlvangs- roirtfMft vom Reichstage verabschiedet ivird, muß unter allen Umständen eine Befristung vorgesehen werden. Es ist zu hoffen, daß das Gesetz so gestaltet wird, daß es beiden Teilen zugute kommt und zum Wohle des Ganzen beiträgt. richtig, daß das Schwergewicht von dem „balo* möglichst" aus daS ,,gemäß Art k'l l desPaktes" verlegt worden ist. „Worte, Worte." sagt Hamlet, „bte Welt will die Tat". Doch wollen wir gern konstatieren, daß auch in der französifchen Meinung bte Stimmung gegenüber Triitfdüonb einsichtsvoller geworden ist, als es noch levten Herbst der iVall war Das Mißtrauen gegenüber Tfuridtlanb, das die Wurzel alles Hebels ist, ist nicht länger nnbegreny Dazu kommt, daß man in weitesten Ligaktei >en brr p o l n i f eben Voll* t i r nick: mehr zu folgen vermag Polen wird im September wohl Dinge zu hären bekommen, über die Herr Paderewskv kaum wird Inmveghelfen können. Heimkehr der amerikanischen Besatznngstrnppcn? Baris, 8. Juni (Wolsf.>Nach einem stabel- tdffftanrm de. ..Cbicaro Tribüne" aus Wlnng* ton sagte der Kriegssekretär Wecks bei Beratung bei HeereSvorlage im RepräsentantenbouS. e? spreche nichts dafür, daß die amerikanischen T r u p p c n, die sich augenblicklich in Deutschland befinden, in der nahen Zukunft in die Heimat zurück kehren würden. Französisch-englische Vünduiiabsichteu. Paris, 8 Juni. iWTB.) Nach einer Meldung au8 London, die der „Temvs" wie- dergibt, soll die Frage einer französisclr-eng-. lisckxrn Allianz im gestrigen KabinettSrat besprochen worden sein. Es handelt sich darum, daß der englisch-amerikanisdk-französifche Sckiutzvertrag wieder ausgenommen wird, nach welchem sich die drei Mächte verpflichten, sich gegenseitig im Falle eines deutschen Angriffs Hilfe zu leisten. Berlin, 8. Juni. (Wolff.) Die aus reichen Anfragen aus der Industrie und dem Handel hervorgeht, bestehen trotz der kürzlubew amtlichen Presseverössentlichungen in den beteiligten Kreisen noch immer Zweifel über die Erstattung der Revarationsabgabe, die in einigen Ländern der Entente von Oer deutschen Ausfuhr als Sanktton erhoben wird. In der erwähnten Presieoeröffentlichung, bte ter Reichskanzler übrigens auch in der Rrick^tagsredc wörtlich verlesen hat, wurde in be'timmtester Seite zugesagt, daß die Beträge, die künftig von den ein.-eiren Ententestaaten von trm Ausfuhr gegen- Aus dem Memelgebiet. Memel, 8. Juni. WTD.) Dem „Memeter der Reparationen gehen. Es sind somit Millionen Goldmark eingezahlt worden. Wiedererstattung der Reparationsabgabe. Vie tage in Vberschleflen. Höfer über den oberschlesischen Selbstschutz. Berlin, 9. Juni. Ter Führer des ober- schlesischen Selbstschutzes, Generalleutnant Höfer, erklärte im Verlaus einer Unterredung mit Pressevertretern, daß er die Entsetzung von G1 e i w.i tz durch die Englänoer für den Anfang der Säuberungsaktion halte. Sollten die interalliierten Truppen für die energische Säuberung des Industriegebietes nickst ausreicki?n, so sei oer Selbstschutz bereit, sich dem interalliierten Beseh! unterzuordnen und jeöe ihm übertragene Ausgabe loyal durch-ufübren. Höfer betonte, daß er mit offenen ftarten spiele. Er habe seine särnt- lickwn Pläne dem englischen Oberbefehlshaber aus- geliefert Zum Schluß betonte Höfer, daß der Selbstschutz keine parteipolitische Färbung trage. Franzosen und Polen. Paris ,8. Juni. (Wolft./ Der s^onter» beriditerftatter des ,.Populärre" in Dbcr'dKc'icn berichtet, wenn ein franzö i cher Journalist den (tencral *2 e Rand beuche, werde ihm gesagt, um die Crbramg im Lande mü"e m auch dies ran, um nicht noch mehr Arbeiter entlassen zu müssen. ArbkitSloßflkkitrn durch die Zollwoßnahmen. Nach einer BlSttermrltemg aus Esten greift fre Arbeitslosigkeit infolge ter durch bte 3 llmaßnahme ' 11 cnbai n b atz d wiertg- .e.ie.’ nnner iw.it um ich 3« Duisburg tourten drei größere Werte zu ^etnebteim drränfungai und Tarierdnducn gezwungen Auch tee Phönix- Hütte in Tü'seLori mußte euten Teil ihrer Arbeiter entlasten. Die Vereinigte» Staaten und Mexiko. Vari 8,8. Juni. Nach einer HavaSmridima aus Washington ist der Entwirrt eine» v er» träges ^wi'chen den Bereinigten Staaten wtb Meristv am 27. Mm tem ^Präsidenten Cbreym -ugestellt matten, ter daraus einen Mi-"ster-raL ejibcntfen l»at Beranntlich würde die Untrnr«»« mmg dieses Vertrages automatisch zur An eichen- innig der merifamfebm Regierung dunck» die vereinigten Staaten führen — Nach einer weiterst Meldung aii8 Meriöo hat Präsident Obregon ein Dekret unterzeichnet, wonach vvm 1. Jul' ab da 9luSfuhrvll stir Pettvleiun um durchfcku'ittlich 25 Pi»^ent erhöht wird Man glaubt, daß die Staatseinnahmen dadurch um 30 Mi'lioi-en Pelvs tra> Jahr e-'hnht werten. Tiefe Mehreirmahmen foflat aussckckicnlich zur Tilgung ter ausländischen Schuld MexiLos dienen. 5um Relchsmietengefetz. Deutschland befindet sich Mr Zeit in einer furchtbaren Wohnungsnot. Üeberall in den deutschen Gauen fehlt es an der Neubelebung des BaumarkteS. Die vorharwenen Häuser befinden sich zum großen Teile in einem tröst losen Zustande. Alle maßgebenden Kreise stehen dieser Tatsache fast machtlos gegenüber. Ein Teil der Bevölkerung, aber nicht mir Hausbesitzer, fordern den teilweisen Abbau der Zwangswirtschaft und eine Erhöhung der Mieten, um die Erhaltung der Gebäude durch setzen zu können. Ein anderer Teil, Haupt sächlich die Mieterschaft, fordert ein Niedrig halten der Mieten und die Beibehaltung der Zwangsnnrtschaft. Aus dieser furchtbaren Lage müssen wir uns so schnell wie möglich zu befreien suchen, wenn nicht ein tinabseh barer Schaden entstehen soll, der nie wieder giitzumachen ist. Die Reichsregierung hat diese Gefahren erkannt jund falt zur Erhaltung der vorhandenen Gebäude ein Reichsmietengesetz vorgelegt. Don den Mietervcreinen wird seit längerer Zeit ein starker Kamps gegen jede Erhöhung der Mieten geführt. Auf die einzelnen Abgeordneten des Reichstages sowie die Parteien tvickd in der Fachpresse ein sehr starker Druck ausgeübt. Man fordert namentliche Abstimmung über das Gesetz, um jeden Abgeordneten bet den nächsten Wahlen kaltstellen und bekämpfen zu körnten. Man sagt, eS seien im Reickte 7 Prozent Hausbesitzer imb 93 Prozent Mieter vorhanden, und die Mieter hätten das Reck,t zu fordern, daß das Gesetz nach ihren Wünschen gestaltet würde. 2lber gerade die Einfachheit dieser Rechnung beweist ihre Verkehrtheit Bei diesem G.'setz handelt es sich nicht um einseitige Interessen der Parteien, sondern es geht um die Interessen der Allgemeinheit. Hier geht es um große volkswirtschaftlichc Werte, intb die Vernunft muß sie zu erhalten furften. lieber den vorliegenden ^Gesetzentwurf sei daS Folgende gesagt: Oirundsätzlich wird die Zwangstoirtschaft als solche beibehalten, aber, obwohl man die gesetzliche Miete als Regel vorgeschrieben hat, läßt man doch einen geringen (yiefraum für den freien Vertrag. Für die laufende Instandsetzung und Verwal- ckung sollen Hundertsätze nach deni Bedürfnis der Friedensmiete hin^ugesetzt werden. In bezztg auf Verwaltung müssen, da der Entwurf nur von der Verwaltung der Häuser spricht, klare Verhältnisse geschaffen werden. Da sonst die Gefahr besteht, daß der kleine Besitzer, der nur ein oder mehrere Häuser bat, die er selbst verwaltet, ausgeschaltet Nnrd, und diese Bestimmung nur auf größere Verhältnisse Anwendung findet. D:e Instandsetzung der Häuser ist dein Hausbesitzer vor behalten und als Regel vorgesehen. Aber es muß dafür gesorgt iverden.'daß in den ein» Schcidemann Über die politische Lage. Kassel, 8. Juni. (SBolff.'i Reichrtagsabg. Scheidemann sprach gestern abend in der Stadthalle vor mehr als dreitausend Personen Über das Ultimatum und seine Erfüllung. Er führte u. a. aus, daß den Gewmnern des Krieges die Forrnnlienmg ihrer Rechte an Deutschland sehr leicht geworden sei. Vir brauten nur die teutidjen Forderungen der Stresernann, Westarp, Hergt und aller ihrer Helfferite an die Entente ins Enteiuischc zu übertragen. Die V o r- würfe gegen d i e Sozialdemokratie, sie batte lediglich aus Parieiinteresse gehantelt, sind unberechtigt. Wenn es eine Partei gibt, dic bei allen ter Ration an Herz und Nieren geh.-n ten Fragen an ihre Parteiinteresten nicht gedacht bat, dann ist es die Sozialdemokratie. In einer Kasseler Parteiversammlung bäte ich vor einiger Zeit gesagt, daß, roenn es nicht gelänge, eine Regierung mit tem Zentrum und ten Demokraten zustande zu bringen, in diesem Notfall die SPD. die Reicbsregierunfl ganz allein übernehmen wollte, um ten Vaterlandlsdzeu Boden zu retten vor dem Einmarsch fremder Truppen. Die Stellung der jetzigen Reichsregierung sei überaus idXDteng. Der Reichstag war unerf reu- licher weise zu s chw ach für ein M i ß - trauensvvtnm, aber auch bedauertichenonst zu kraftlos für em Nares Vertrauensvotum. Das sei ein wenig erbaulicher Zustand, zu dem »och die enormen sachlichen Schwierig feiten treten. Tie Ntehrzahl unseres Volkes Hal kaum eine rechte Vorstellung, was wir leisten müssen Bei den zu erroartenten Steuern werden auch indirekte Steuern fein. So habe er von glaubwürdiger Seite gehört, daß allein die Zucker steuer 1 Milliarde mehr bringen soll als bisher. Auch ter ©rot* preis solle sich um 2,50 Mk. pro Laib verteuern. Es iet ganz selbstverständlich, daß die Sozial- riinokratie derartigen Belastungen unseres Volkes erst zustimmen werte, Ivenn alle Geldauellen, aus denen noch Mittel gewonnen werten könnten, zum Versiegen gebracht sind und der Stcuerdrücke- terger.n ein kräftiger Riegel vorgeschoben ist. Odjeibemann sprach sich bann für eine direkte Beteiligung und Mitbesitz des Reiches an der Großindustrie, dem Großhandel und Großgrundbesitz aus. Tie Sozialdemokratie werte die Regierung stützen, solange fie es sachlich rechtfertigen könne. „Wem, ater einmal ter Appell an das Volk gerichtet wird, bann wird es einen JOampf auf Tod und Leben im Reiche geben um die politische M acht" zelnen Gebietsteilen der Eigenart entsprechend bei lausenden Jnstarldsetzungsarbei- ten den Mietern die Möglichkeit getafsen wird, ihre Wohnung selbst instandzusetzen, mit Ausnahme von Tür- und Fensteranskrich von innen, um so die Hundertsätze nach Möglich feit abzuschwäclren. Der als Mieter darauf verzichtet, mag sich an die gesetzlichen Bestimmungen halten. Bei Streitigkeiten über die Rotwendigkeit von Jnstandsetzungsarbeiten soll zwischen den Parteien eine Sckilichtnngs- stelle entscheiden, die von der zuständigen ©e> Hörde deS Bezirks zu schassen ist. Diese Bestimmung würde zu unabsehbaren Ävnse guenzen zwischen den Parteien führen, und eS muß unter allen Umständen die Bestimmung geschaffen werden, das; den Vermietern daS Entscheidungsrecht zugesprochen wird, sonst wird ein ewiger Streit die Folge sein. Bei großen Jnstandsetzungsarbeiten sollen die Vermieter die Mittel beschassen. die die Mieter ,zu verzinsen und zu tilgen haben. Um die Beschaffung der Gelder siclierzusrelten, soll darüber hinaus ein Ibe stimm ter Betrag an eine öffentliche Stelle abgeführt werben. Tie letzte Bestimmung kann zu Weiterungen und Nachteilen für die Gebäude führen, und es besteht die Gefahr, daß die subjektive Verwendung dieser Mittel für bat Gebäude für immer gesichert ist. Als Vertreter der Mieter sind Mieter aus schüsse vorgesehen, aber nicht znnn- aenb porgeschrieben, d. h. sie können sich nach Belieben ter betreffenden Mieter bilden oder unterlassen werten. Diese verschwommene Bestimmung erscheint auf den ersten Mick sehr milde, kann aber zu großen ünzutraglnn.eiten führen. _ ,, , Bon dem Dort „Mteterratt' hat man abgesehen. Anscheinend hat man genug von dem Brummen des russischen Baren, und man hat ihm hier die Klaue abgcTxiuen, ein nÄtbares Zeichen ter Zeit. Den Einigungsamtern hat man eine erhöhte Bedeutung beigelegt. Es ist daher dringend erforderlich, daß deren Um- qestaltung vorgenommen wird. Eine ^abohe= lltwiy ----------— -- _ riina wie sie sehr oft von den Parteien vorge- Ausgaben mit 102 704 464 o. re ,v- .>2trag erommen wird, muß unter allen Umständen I abichlreßt, wodurch ter Beweis erbracht m. dan vermieden werden, um zu verhüten, daß das j daS Mernelgebiet finanziell fcllcklSndig roirtidiaitcn bürgerliche Recht teilweise außer Kraft ge- könne. Ter $i»r—et **—* setzt wird. Alles in allem atmet das Gesetz IauS:^W AllenQorf (Lahn). Berufung der Qtemetnbe Men- I Vortrag über die wUt'dje Lage Tie Venamm- wiT. — .Klage des Georg Keil zu Gießen gegen lung war sehr gut besucht und spendete reichen Die rpd ')ir. 3. Timo itatt: iiiimilt Dr Ctar irren Eng Dckserman fd»«t r \e '' R Kircbc und Schule. TaS Lchrerclend. die Verfügung des K^eisamts E'regen »Dm 21. April 1921. — Gesuch des Georg -Dem zu Giesen um Erlaubnis zum Sdxmhn.1 ckasts- betrieb in dem Sxm e Rod.-einer ^trafee Nr. 36. — Gesuch des Kellners yrib Burk m ©regen um Erteilung der Erlaubnis -um Stankwrrt- schastsbetrieb in dem Hause KorXancigasse Nr. 7. regrerung ben Plan ausgegeben, den Mitgliedern des Reichswtrchchaftsrates tie Eisenbahnsrn arten tu nehmen. Weiter teilt der BDr igenbe mit datz die Vordere il •Str üer Arn schm Kun! von Prof. Tr. SBüri 5.94, 9?r. „Qfcdätfatt Rand an b anträge. Ein Vertreter des Reichsarbeitsministeriums geht auf die Entstehungsgeschichte des Betriebs- rätegesetzes ein, um zu zeigen, daß immer den Bctricbsratsvertretern die volle Gleichberechtigung mit den übrigen Aussichtsratsmitgliedern gegeben werden sollte. Dr. Thyssen, Syndikus des Deutschen Ge- werkschastsbundes, bezweifelt, daß beim Unter» nchmerlum das zur Durchführung des Betriebs- rätegesetzes erforderliche Maß von Loyalität vorhanden fei. Er bekämpft die Arbeitnehmeranträge. Geheimrat Kcmpner empfiehlt dieAusschuß- fassung. Damit schließt die General dis kussion. Die Spezialdiskussion und die Abstimmung werden auf morgen vertagt. Nächste Sitzung Donnerstag IO1/» Uhr. Schluß gegen 3 Uhr. im W drr Sxabber A. Aich signe puiu Per modom Lond wird tat Lixnwl e -er Lort 5illbrllih Vertt Mcken At treUton vergangene brocken und photog fdeft unb! tflmttdt tt» gahnnmtnfi PariZ meldmg au< ein eingeMgen Eisberg daß es fick <45000 Io Beifall. Daun folgte eine lebba'te Aus prac^. ES wurde eine Ortsgruppe gegründet, der gleich eine Anzahl Mitglieder beimüai Ns Orts- Au» Stu^t und Cattft. Giefee n, den-9. Ium 1921. Die Wirkung der neuen Eifenbahnpreise. nut irxren El Serli teSerime Lear gan w ^ll W w uiw auf? ßeUeKo eine lieber nalnne der 1200 M es rnoglick auck ü1 **! C^fllWlÖP »ffi LZ •S KS ** Kurze Nachrichten aus Dessen und d^en Nachbarstaaten. Br einem tn einer Schneiderwerlilättc miSgebroclenen Brand sind in Darmstadt heute nacht Stofte und io tige Kleider im Werte von etwa 60003 Mk. ein Raub der Flammen gctoorb.m. Die Entsb^rngs- urfache ist unbebannt. — Ter Bergmann Braun stürzte bei Oberscheld beim Ci fahren in den Schockst aus dem Förtarkorb, etwa 300 Meter her ab inti> blieb als zerschmetterte Leiche liegen. — Ter Entwurf des städlisckcn HauSlalttmgSp'ans der Stadt E s chw e g e für daS Reck? -unqs ahc 1921 ckließt in Einnahme und Ausgabe mit 6 954 200 iDZarf gegen 6 925 500 Mark im Barl «ihr ab. In der ordentlichen Verwaltung find die Ennohmen und Ausgaben aus 5 897 200 Mark, in bet auhn> ordentlichen Verwaltung aus 1 057000 Mark veranschlagt. SWmaf ^»ntfSTiT ■Oer Ll Wolkig, meift trocken, na4t# küblnördliche «Stube. m ■ud%l.r(^' bb beute nacht schwache Nieder»chläae im Gieyen 0,4 Millimeter) brachte, maitbert ostwärts ^.DKr Druck folgt ihr von Welten nach, so daß be: "Nordwinden mit ttocke- nent, fiteren Welter und kühleren Nächten ae» rechnet werden kann. Fericnsonderzüge. Tie Sonder-üge, die vor dem ftnege regel* mäßig vor Beginn der großen Schulferien tm Sommer von den Großstädten nach den Seebädern und dem Gebirge gefahren wurd.m, hatten die Aus- gal-e, zu ermäßigten Breien beit Hauptstrom der Reisenden aufzundhrnen und so zur Entlastung der fahrplanmäßigen Züge bciyu tragen. Davon kann bei den letzt geplanten Ferrenfonderzügen keine Rede sein, solange wenigstens bt: Bestimmung cesteht, daß immer nur ein Souderzug — statt früher zwei bi5 drei mit wenigen Stunden Abstand — gefahren wird und solange nicht ifru setzt bestehende Be chränkung an feer ftYa t t itt, bjfe en I-eriensonderzug im allgemeinen höchstens 600 Mätze ent'halten soll. Die Ursache für diese iben Vorteil der Ferien sondcrzüg" illu.'ori ch machenden Einschränlungen wird in Lokomotive und Kohlenmangel erblickt. Die Sond-rzuge haben nur Wagen dritter Klaffe, an Stelle von 19,5 Bf. je Kilometer tritt der sonst für die vierte Klasse geltende Einheitssatz von 13 Pf. fc Kilometer. Es sollen auch ^erienfonberiüge für bic R ück^ lahrt zu der gleichen Ermäßigung von einem Drittel des orbentliten Fahrpreises gefahren werden. Bon (Tranffurt sind als AusgnnnSstatton füns ^»onderzüge geplant. Am 1. Juki nach Basel und Konstanz, am 1. Juli nachM ün* chen, am 2. Jult nach Norddeich, am 4. Full nad> Norddeich und am 17. Juli nach Basel und Konstanz. Ob für die am 11. Jult, 2. und 15. August von Ba e nach Berlin, und antj 1. Ammst ttm Baicl nach Hamburg bzw. Bremen abgehenden «vnderzüge von fVranPfurt als Zwi cken sch non nach den bttref enden Endsta'ionm Fahrkarten verk.nin werden dürfen, >W noch nicht feil Ter Vvr* uerfaui für die Souderzüge >oll in dem amtlichen Reisebureau am 21. Juni betraten. 'lOcttcrurt; iiiointp; für Freitag: ntc. Frankfurt a. M., 8. Juni. Da4 dem Wahlamt feg gestellte vorläufige Resultat der gest> rtgen Gewerbe- und Kauftnannsgerichtswahlen ste.lt sich nach einer Mitteilung der Städtischen Nachrichtenstelle wie folgt: Gewerbegerichts. Wahl: Sttbeitnehmerliite ds Gewerkfchaftskartekls 2a 040, Ehristlickxs G-Wwk chasts ckrtel 2040; Ar- beitgeberliite Sckxr z 2238, Freier Wah auZ chuß 62 Stimmen: Kaufmannsgerichtswahl Arbeitnehmcrlistc des Deutschnat analen Hanb Lun gsgehil seit Verbandes 2047, Gewerkschaftsbund der Angestellten 3000, Zentralverband der Ange* sie lten 3393, Deutscher Baiitbcamtenverein 2716 Der icherungsangei'tellte 1332, A'.beitgrberliste der Handelskammer 1119, Freier Wahlausschuß 19 itungen für den Umbau des fünfhgen Heims des Reichsni t chaftsrates in der Betlevue- straße schon getroften sind. Dor Eintritt in die Tagesordnung erklärt Reichskanzler Tr. Wirth: * Offenbach a. M, 9. Juni. Die ebemal; gen 118er und deren Feld'ormatiomm begeben anfangs Juli eine kameradschaftliche Z u sammenkunft. Die Feier der 133:äbrtgen Gründung des Regiments ist damit verbunden Ueber Anmeldungen und alles weitere werden noch Bekanntgaben erlassen. Hessen-Nassau. >-) .^lus b»r *hr fei iinb A?. der bw. ™ s gfii . , ** Kinderhilfswoche. Im Sttzungs« laal des Kmsamtcs irrnd gestern vormittag unter dem Borsitz von Pros. Tr. Alles eine Versammlung der Ortsausschüsse des Roten Kreuzes unseres Kreises statt, zwecks Vorbereitung und Durchführung derSammlungen für b t e Kinderhilfswoche. Amtsarzt Tr. Schüv- pert machte eitmehende Mitteilungen über die unter unserer Landschuljuyend vor ko mm enden Krankheiten und Gebrechen, bte es als ein dringendes Bedürfnis erscheinen lassen, daß die nötigen Geldmittel aufgebracht werden, aus denen die bedeutenden Kosten der Behandlung bedürftiger Kinder beftritten werden können. — Unter Bezugnahme auf den Aufruf um Gaben zur Kmderhüfs- woche wird mitaeteilt, daß Spenden für die Stadt Gießen bei allen hiesigen Banken auf das Konto des Ausschusses für die Hessische Kinderhilfswoche in Gießen angenommen werden. Ueber die Gaben wird später öffenttich quittiert. ** Die Fleischpreise sind in Limburg , wie der „Wetzl. Anz." berichtet, wesentlich herunter gegangen Ein dortiger Metzger verkauft Rindflei ich für 7Mk., Kalbfleisch für 9Mk., ein anderer Rindfleisch sckwn für 6Mk. ** Ter Verkaufspreis für Voll- mild) ist in Butzbach nach einer Aussprache mit den Landwirten und Listeranten aur 3 Mark für den Liter festgeetzt worden. — In Gießen wurde der Milchpreis bekanntlich vor nxmig Tagen auf 3,35 Mark erhöht. ** Landbu ttcr war auf dem letzten Wochen mar kl in Ma rburg, wie wir dem Marktbericht der dortigen Blätter entnehmen, schon für 21 bis 23 Mark pro Pfund -u haben. — Konzertverein. Die Ausführung von Schumanns Paradies und Beri fmbet nickt, wie in der Voranzeige stand, in der Turn- Halle, sondern im Stadt t Heater statt. TaS Konzert, bet dem der Vademische Gesangverein, da^ verstärkte slaatliche Kurorchester aus Bad- Naubeim und namhafte Solisten, wie aus der heutigen Anzeige ersichtlich, unter Pros. Trautmanns ßertung mitroirLn, ist aus Mittwoch den 15. Juni, 71/3 Uhr abends, festgesetzt. Kartenverkauf, wie immer, in der Musikalienhandlung von Ernst Ehallier. Landkreis «Ziesten. roaObe n ha us e n (Rabenau), 7. Ium. In Cbenfiaufen hickt der Se.retär der Deutschen ^oirsvartei, T-r. Krause, einen «ntereffanten aiuppenleiter wurde Bürgermeister Nachtzgat.. bestimmt. — Tie Gem.i de hat bte Aussübrung des EhrendenkmalS für ihre Getalle- n e n der Firma Dessifcke Basaltwerkc London zun' Preise von 8000 Mk. übertragen. Tie Einweihnnn soll Anfang September stmtsinden. Starkenburg und Rheinhessen. ** Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse bei Beschlagnahme und Einziehung wird jetzt den Gerichten und Staatsanwaltschaften empfohlen. Auch der Reichsminister für Ernährung uno Landwirtschaft hat die Berechtigung der Klagen des Handels anerkannt, daß vielfach Roh- zucker im Strafverfahren auch bann beschlagnahmt und eingezogen werde, wenn seine Herkunft unb Bestimmung einwandfrei fest- ^ustellen sei. Es soll deshalb in jeder Lage des Verfahrens sorgfältig geprüft werden, ob bei Gegenständen, deren Einziehung zugelassen ist, ohne Nachteil für das Strafverfahren von der Beschlagnahme abgesehen oder deren Aufhebung herbeigefuhrt werden kann. Das wird vielfach zutreffen, wenn die Person des Geschädigten einwandfrei festzustellen und dieser nicht , selbst einer strafbaren Handlung verdächtig ist. 2luch wenn die Einziehung gegenüber dem strafrechtlich nicht beteiligten Eigentümer zugelassen ist, soll sorgfältig geprüft werden, ob sticht die beschlagnahmte Ware möglichst schnell dem Empfänger zu- geführt werden kann, so daß unverdächtige Dritte nicht geschädigt werden. ** Anrechnung von Militärdienstzeit f ü r N i ch t m i l i t ä r a n w ä r t e r. Die Anrechnung eines Dienstjahres auf das Besoldungs-- dienstalter kann auch bei Beamten erfolgen, die nicht Militäranwärter sind und bei denen die Ableistung der gesetzlick>en Dienstpflicht zu den Anstellungsbedingungen gehörte. Ter Reichs- sinanimmister hat sich jetzt ausdrücklich damit ein- fentanben erklärt: das 1. Ttmstsahr dari aut das Besoldungsdienstalter in der Eingangsstelle den Beamten angerechnet werden, die aus dem Zivil> fuvernumerariat der ehemaligen p^e.lßifchen Zollverwaltung, aus der Jn'endmitursekretariatslauf'- bahn der ehemaligen preußischen, bayerischen, sächsischen unb württembergisckxm Öecresverwaltung und aus der Proviankamtslaufbalm bervorgegangen imd. Unter der letzteren stehen die Proviantamts afpirautenund Brovl'antamtSunteiinspekwren. Ten früheren preußischen Zollbeamten, die wegen körperlicher Untauglichkeit von der Tienstpflicht befreit worden sind und denen demzufolge seinerzeit ihr Besoldungsdienstalter um ein Jahr gekürzt wurde, kann diese Zeit jetzt wieder in der Eingangsstelle angerechnet werden. Den nicht zivil- versorgungsberech igten Jntendantursekretären wird ein Dienstiahr neben dem prsten Dienstiabre bei der Festsetzung ihres Besoldimgsdienstalters in Anrechnung gebracht. ^ornothen. — Tageskalender für Donnerstag: Stadttbeater, 7 Uhr, „Bettinas Verlobung". — Bostkfller, 8 Uhr, Jahresversammlung der Baugenossenschaft 1894. — Hörsaal des Physikalischen Instituts, 8V4 Uhr, Vortrag über Erd-, Lickst-, und Funkentelegraphic und -Te'ephonie. — Lichtspiele, Seltersweg, „Der Reiter ohne Kopf, 1. Teil." — Im Rahmen der HessischenKinder- h i l f s w 0 che wird am Donnerstag, den 23. Juni, in den Räumen des Stadttheaters ein „Bunter Abend", veranstaltet von dem KinderhilsSverband der hicsiyen Frauenvercine, stattfinden. Aufgeführt wird bte einaktige komische Oper „Bastian unb Bastienne" von Mozart. Hieran anschließend „Bunte Bühn^. Ter Vorverkauf wird in den nächsten Tagen bei Challier beginnen. — Ferner wird während der Kinderhilfswoche (19. bis 26. Juni) und zwar an den Vormittagen des Montags, Dienstags, Mittwochs, Donnersta>iS und Samstags Mär- chenaufführungen durch die hiefi« Wald- ’ bühne ftattfmhen. Stück und Aufführung sind von Presse unb Publikum sehr günstig auf genommen worden. Tas Nähere hierüber nnrb durch die Schulen mitgeteilt. Ueber die Wirkung der neuen Eisenbahnfahr- breiie am Tage ihres Inkrafttretens wird aus Frankfurt gemeldet: Wie nicht anders zu er» märten war, ist durch die neue Tariferhöhung eine wesentliche Ab wände runa der Reisenden aus den oberen in die unteren Klassen erfolgt, besonders aus der zweiten in die dritte Klasse. Bei Perwnenzügen ist die Benutzung der vierten Klasse bedeutend gestiegen. Trotzalledem ist aber der Schnellzugsund Personenverkehr von der Reichshauvtstadt nicht wesentlich geringer geworden. Die Eisenbahnver- waltung rechnet damit, daß wohl im Moment die Einnahmen geringer werden, aber in Kürze wieder etne Steigerung eintueten wird unb eine höhere Freguenzziffer. Zu den Erleichterungen gehört die Einführung der Monatskarten 4. Klaffe unb die log. Wvchenendkarten, b. h. Kckrten, die zur Hin- unb Rückfahrt in der Zeit von Samstag mittag 12 Uhr bis Sonntag Mitternacht berech.ig?n^ Diese Karten sind nur von der Großstadt aus und zurück zu benutzen und sind mit einer Ermäßigung von 83'/, Pwz. ausgestattet. Diese Wochenend karten werden vom 1. Juli ab zu haben fein unb für die dritte und vierte Wagenklasse der Personenzüge Gültigkeit haben. mc. Frankfurt a. M., 8. Juni.__ Quäkerspeisung für Kleinkinder, SchulLn ber und Ddütter muß mit dem 1 Juli, da die Mittel nicht ausreichm, aus etwa 3 Monate ein gestellt werden. Tie sckmlenttas enrn Jugend lichen unter 18 Jahren sowie eine Anzahl erholungsbedürftiger Kinder in den FraNtsurter Luftbädern loden jedoch noch bis Ende August weiter gcibcilt werden. ^eric^bfaaL Todesurteil. sw. Mainz, 8. Juni. Das Schwurgericht verurteilte gestern den Schuhmacher Wendckin Roth und seine Geliebte, bic Ehefrau Christian« Dörrzavf wegen Ermordung des Monteurs Christian Törrzaps zum Tode. Der Andcang in dem Gerichtssaal war sehr groß und daS Urteil wurde von der Menge mit Bravorufen entgegen- genemmen. Das Verbrechen Hal im vorigen Aihre Die ganze Gegend in Aufregung versetzt. Eine (iiifrrflcnbe Szene vor Kerichtt mc. Frankfurt a. M., 8. Ium. Dür ber Strafkammer bitten ick fxute irüh jw nmge Leute und ein Mäd.lxm wegen Teilnahme an den g ro feen Plünderungen am 31. März 1919 Nock zu hcrantirortcn. Ter eine davon, 22 -3oltrc alt, batte inzwi'ckm infolge Tuberkulose ein Bein verloren, der andere, cii 5triegsbeschä> bigter, war sckttvr nervenkrank. Unter Berücksichtigung dieser törp-rli ben Leiden erkannte das Gericht nur auf b 'Hz v 8 Monate 'Gefängnis und sah von einer Verweisung an das Schwurgericht ab. Bei der Verkündung des Urteils ergt ig sich der Einbeinige derart in Schimpfereien unb Tätlichkeiten und srblug um fit, daß zwei Wachtmeister d'n Wütenden fesseln mußten. Er trat dabei den Mitangellagten, welcher einen Kramp an all erlitt und hinstürzte. B^i aller Aufregung erlitt noch eine Zcugrn D.inrrämp"e und mußte aus? dem Saal getragen werden. Es bauerte geraume Zeit, bis bte Rikhe im Gerichts aal wieder her- gestellt war. * — Älage der Prinzessin Joachim von Preußen gegen Prinz Eitel ns r i e d r i ch. Ein peinlicher Familienzwist des HameS Hohenzollern befeftäfttgr daS Potsdamer Landgericht. Hier schwebt nach der Berliner Presse zurzert ein Zivilvroreß, den diefrüherePrin^ zessin Joachim von Preußen, geborene Prinzessin von Anhalt, gegen den Prinzen Ettel ^vrrebrid} mit dem Anträge auf Herausgabe ihres Sohnes, des Prin.^n Karl Franz Jofepb, angestrengt hat. Bekannllich hat sich die Klägerin vor zwei Jahren von ihrem Gatten, der im Sommer vorigen Jahres durch Selbstmord geendet hat, getrennt. Als der Versuch, die ehelichen Verhältnisse zu regeln, scheiterte, ließ sie ihren Sohn bei ihrem Gatten. Nach dessen Tode nahm sich Prinz Ettel Friedrich seines Nef'en an. Er verweigerte nach dem Tode seines ®ruber» die Hergab: des kleinen Prinzen mit der Begründung, daß die Mutter schon vor dem Tode ihres Gatten ihn unb ihr Kind verlassen habe. — Zum Zwecke weiterer Beweiserhebung wurde der Prvzep vertagt. Damit habe ich die erste Gelegenheit benutzt, um mich in Ihrer Mitte vorzustellen, um Sie zu bitten um Ihre Mitarbeit an der großen Frage der Erfüllung des Ultimatums Die jetzige Regierung will erfüllen, was in Menschenkräftcn steht. Allein das Leistungsprinzip kann die Welt von bem guten Willen des deutschen Volkes über- ieugen, alles aufzubieten, was in Menschenkräften 1 brauche ich Ihre Mitarbett. In den nächsten Wochen unb Monaten wird sich entscheideii, ob der R e i ch S w i r t s cha f t s r a t im deutschen Bolke eine gcofee Bedeutung bekommt ober nicht. W iwrie jederzeit in den großen Fragen, die es zu «Hen gibt, Gelegenheit nehmen, in den Ausschüssen — dort liegt ja ber Schwerpunkt Ilster Arbeiten — mit Ihnen die nötigen Maßnahmen tzu beraten (Beifall.) ES handelt sich insbesondere nm die Ausfuhrabgabe, um die Einführung eines neuen 3nb er. Vielleicht hat sich die Welt schon heute überzeugt, daß die Form, in der die 26pro- zentige AuS^uhrabgabe getätigt werden soll, nicht Rücksicht nimmt auf die Belebung ber beutfrfpn Wirtschaft. Die Schwierigkeiten ber deutschen Wirt- schäft sind auch Schwierigkeiten für die europäische unb bie Gesamtweltwirtscha't. Wir müssen innere Leistungen vollbringen zur Erfüllnna ber Revara> twnsaufgaben. DaS Ultimatum ist bie gigantischste Aufgabe, die bic Welt je gesehen. Ich erinnere mick noat aus den Tagen b r Nationalversammlung, als damals die ersten Pwbleme der steuerlickeii Gesetz gebung vorgelegt wurden, wie pessimistisch alles beurteilt wurde. Schauen Sic heute die Steuer- eingänge ber letzten Monate an. Niemals hätte man damals geglaubt, daß wir in einer so verhält nismüßig kurzen Zeit deS Veranlagungsgeschtt'ts alles in allem weit über 40 Milliarden im Ge chäftSiahre 1920 vereinn ahmt haben Politik ist ber Weg deS Optimismus, der Weg des MuteS der die Dinge ergreift Die Zucker-- und Süßstofssteuer liegt beim Reichsrat Brann t weinvorlage ist bereits in seinem Ausschuß durchberaten und wird dem Reichs- tag nächste Woche Mgehen. Die K a v i t a l v e r - "Ehr s st e uer n find tm Finan-Ministerium fertig uni» bie eS wird Ihnen bie Vorlagen in den nächsten Tagen zur Beurteilung vorlegen. Die (Vc-> ^änlcüeuer ist auch vorher.itet. Dasselbe ist der Fall bei ber Umsatzsteirer, bic auch tn wenigen Tagen in ber Beratung soweit UOTtgeidmtten ist, daß mit Ihren '?£u^ «jübTung genommen werden kann ^wses lchtt Problem berührt sich mit ber Frage, mwreweit bte A usf uhrabgabe mit einem L tn f u hrUmsatz tn Verbindung gefegt werden günstiger Ausgestaltung ber in Vor- k t^n^bc'PtbIld)Tn Gesetzentwürfe werden wir dem Reich enten sehr großen Teil neuer Ein- nahmen jurübren können. Dann allerdings wer- den neue Probleme auftaud>en tm Zusammenhang mit der Kohle unb wie wett bas Reick genötigt »cm nnrb, die Frage der Geldwerte ;u diskutieren. Bekommen oyt nicht schon rote Köpfe. Ich persönlich werbe mich ftethalten vmi jedem Erveriment, das von nornK'rem den Charakter des Exvcri- m tu?, Stirn trägt. (Beifall.) Aber wenn .«olittk von Erfolg tau soll und fie war hoch nickt ganz ohne Erfolg, denn bte internationale Ent sVannung der Welt ist hj^rc gd>ef ^7» un? Produktion allein kann die Freiheit be4 Vaterlandes wied.rgewonnen werden. In hj. bttte u6 Sie um 3bte Unterstützung uni) tatrroinge Muarbeu. (Lebhafter Beifall ‘"“M iobenn au,| Vorschlag des Direktors Kramer, oon eine- AuStvrackie über bic Reglerung^crkläruna Abstand din nehmen unb damit bic vereungten Ausickui'e lu betrauen. 5S1 uÄig gebet Joelen Jtttu, Gieß Iwhmg sini Jetne, Don Dazselbe? Orten der Lauterbach, _ la. Ä Mi 9« befonberä i Arrhand. -auf adjrcrftrilen bernxwbet Ange vtt» der ntrdx- ■foaren 9tot der 8000 stellenk» en unter denen Hd) rrrtnrre Imi'enb fttwg.r ü neuner befinden, Vro testiert bu deutsche Iunglckrerschast mit gröfftrr Ensickuedenbrit bagegen,^datz man letzt fogar noch bk vechewrtete Lehne i« aibtcilt, indctz der Lehrer mit ferner jfamilte brjtlo» ist vermischte». Em interessantes Experiment. Berlin, 9. Iunr. Die gestrigr Vorstellung der Berliner Staat eoper tourbt* auf drahtlosem Wege gan » Europa zugänglich g-maxfit. In dem Spielraum der Over wurden Musik und (tiEfano von nukweren MtffvplZnicn aufnefangcn und aus Drahtletunflcn nach her Groizfunk- fiel Ie 5Tö n i n d ro » fter häufen getötet D-nch eine Lkbcrtragimp»nomditunn nnirk die Ausnahme der Oper ordhttoö in einem Umkreis von 1200 ftm weilergegeben. Aus dreie Werse war e- möglich, nicht nur in aan& Deut ft'land, sondern, auch in London, Paris, Rom und 'licrn: bin . tn Dandsbeck in Hellen Flammen. Die AkutsteoungLrr- ack: ist unbekannt. Das Feuer tonnte bis 6 Uhr früh auf seinen Brandherd nicht l*"f<6räntt werden. Menschenleben sind nicht »u beklagen Mehrere Personen wurden VdA verletzt • Was daS Reick beschlagnahmt. Waren im Werte von 13,7 Millionen Mark sind im April durch diS Uchcrwactuutgsorgane des Reichs- beauftragten für die Ueberwachung der Ein- und Ausfuhr für verfallen erklärt worden. Außerdem wurden Sicherstellungen für Waren ausgesprochen, die etwa einen fScrt von 47 Millionen dar stell.m. Unter den verfallenen befinden sich Schmu ckfackm für 1 740 000 Mt, Wemüfc unö Obst für 1 300 000 Mark und Kaffee mit rund 1 Mil ion Mark Drin und Sotrituvien wurden mit einem Werte von je 880000 Mk. für verfallen erklärt, Zigarren unb Zigaretbm von 860000 Mk., lebendes Vieh mit 630000 Mk. Zollverfallerklärungen und Zollverwertungen stehen diesem Erfolg nur mit der bescheidenen Summe von 300 000 Mk. gegenüber. Am meisten beschlagnahmt hat die Inspektion West mit 975 Fällen von Verfall.', k ör.m-eu und Sicher- stellungeu. 3m ganzen bat diese Inspektion Waren mit einem Werte von 5Vs Millionen angefastt. Cingeian&t (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) DaS Musizieren bei offenem Fenster. Im Giebener Aöueiger wurde tünXich eine Pvluzeivevordmmg in Erinnerung gebraclu, wonach längeres Mulinieren und Singen bei offenem Fenster verboten ist. Dieses Verbot gilt sicherlick, auch für ftubentifdie Verbrndungen, scheint aber nickt allgemein beachtet zu werden So wird tn einer Studentenkneipe in der Mlhelmstraste lgs in die späten Abendstunden ausgiebig musiziert und gefangen: dm Samstagabend wurde noch um 12'/- Uhr das Klavier in Betrieb gesetzt, unb bei den M Gehör gebrachten Liedern spielte das Pia- nisstmo eine sehr untergeordnete Rolle. Es mag ja unbequem sein, bei Heistern Wetter die Fenster geschlossm- zu halten. Aber das Opfer must gv- bracftt werden aus Rücksicht auf Kranke und Ruhe- bedürftige. Ein Anwohner der Wffhelmstraste. Wie wir hören, sind auch aus anderen Stadtteilen bei der Polizei ähnliche Beschwerden mit langen Namenlisten der belästigten Anwohner eingegangen, m denen ein fcbarferfrS Eingreifen der Polizei nächtlichen Ruhestörern gegenüber gefordert wird. kchwert. Märkte. o. Friedberg, 8. Juni. Am dem letzten Ferkelmarkt wurden bn schleppendem Geschäftsgang folgende Preise verlangt: für 3 bi5 4 Wochen alte Ferkel 160—203 Mk., 4—6 Wochen alte Ferkel 250—350 Mk , 8 Wochen alte Ferkel 450 Mk. yanvet. Berlin, 8.Junr. Börsenstimmungs- bild. Dte Börse eröffnete tn ziemlich reger Tätigkeit, bie lkurSbcwegung nahm aber Time einheitliche Ricktung, da auster w.iterm Raufen auch Ge- wftrnreali terungen erfolgten. Werte, wie Farbaktien, Darpener, blieben bcHauptet. Erhebliche Besserungen, nanttnNich um 12 Pv.^. erfuhren Geilenkirchener Bergwerk, während vöck sick anfangs 21 Pro-, nikdrrger stellten, den Verlust späterhin aber gröstt"nte:ls toteber einlulten. Seitens deS Privatpubli üms t at rege Stau Ruft für Industriepapiere zu Einlx-itskur en berrur. Men- kanische Anleihen leb!»st höher aus Neuvorker Anregung. Ter BanSakttenmarkt betnuptete i'etne Festigkeit, die Be ierungat waren febod) unwesentlich. Teuffche Anleihen gut gehalten. Im späteren Verlause waren die Papiere des irrten Verkehrs im allgemeinen nur mäfctl fdtwmfeni>. Wesentlich gebessert waren Anglo Continental Guano, die 14 Pro- gewannen. Tevi enlurse nrtiten zur Schwäche im Einklang mit der Befelttgung des MarffurseS in Neuyork. Frankfurt a. M., 8. 3uni. Börsen- stiw m u ngSbild. Die Gesamt Haltung war fest Namentlich auf dem Einheitsmarkt machte sich in verschiedenen SpHialpaperen eine rege Snuflust bemerlbar. Starke Nachfrage war nach Lackfabrik Sdyrannn, welche mit 40d 20 Proz geftetgert wurden. Höher stellten sich L'anfwerke Füssen, Spiegel und Spiegelglas. ChTMische Aktien ruhiger aber gut b'hauptet Clektno Licht und straft feuer. Montanaknen fest unter Bevvrrugung tx>n Gel>age» Stodtholm ....*• helsingfvr» Italien London. ...... Jleunorfc . . •Paris . . Schweiz Spanien Wien (alter). Deutsch Oesterr. . . . Trag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . . Marknotierungen. Für 100 beutfdje Mark wurden 14,78 14,82 27,27 27,33 Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag Staatholm. Wien.... Landon . . Paris . . . Neuyard. . Ibir» 8.6. 77,50 75,80 72,70 70,60 182.- 318,25 259.50 229,50 183,75 165,- 164,12 146,- 470,- 310,12 327,- 309,50 269,- 715,- 569,- 460,- 288,25 241,- 569,- 193,- 585,- 247,50 71,50 451,- 73,- 70,50 Ar. Ar Sh. Fr Geld Vnei Geld Brief Datum: 7.3»nL 8. Juni. Amsterdam. Notterd. 2217,75 2222,25 2222,75 2227,25 Datum. 5e/e Dtsch Ariegsanl. 4 •/. Dtsch. Rrich^anl. 3*. Dtsch. Beichoanl. 4% Preuh flonfole Darmstädter Banst . Deutsche Banst Disco uta« Gesellschaft Dresdner Sami . . . Jlationalbank f. D. . Mitteld. (IrebitbanN. H.-Amerist Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Doch Buststahlwerk D-Luremd. Bergw. (öelsenkirch.Bergw. . harpener Bergbau . Oberlchlei. Lisenb.-B. Oberschles. CEifeninb. . Phönix.Bergb »Akt.. Bad. Antlin. u. Soda Höchster Farbwerke. Elesttr. A. L.G Schuckert-Werke. . . Felten.Guilleaume. . Daimler Bud.. Eisenw .Akt. . Adlerwerke 4°. Hesf.Staatsanl. . Elektron Griesheim. Züricher Devisenmarkt. 8.6. 9.6. Wechsel auf: Schweizer Franken Holland 100 Fl. = 196.50 198.- Deutschland 100 MK. 8.90 8.75 Wien 100 Ar. --- 1.325 1.30 Prag 10O Ar. --- 8.35 8.25 Pans 100 Fr. = 47.40 46.65 London ....... i £ = 22.23 22.20 Italien 100 ß. - 28.40 28.20 Brüssel 100 Fr. - 47.40 46.65 Buda pest 100 Är. --- 240 2.40 NeuyorK 100 $ = 583.- &90.- Ägram. .«•••■• . 100 Ar. — 4 20 4.20 Bukarest 100 L. — 9.50 9«30 Müller'sche Badeanstalt. Wasserwarme oer Lahtt am 9. Juni: 189 R. Qn einem Teil her Auflage wieder holt.) Jnterpiews der Reichskanzlers. Paris, 8. Ikon. RcickSkaTtzler Dr. Wirth hat dem Berliner Sborve txmbentrn des ,Matin" kine Unterredung gewälnft unb u. a. gejagt, die Kon seren- von Spa fei rme schwere Prvbe für Frankreich und Deutschland gewesen. Tas dattsck» Reich habe den Allfterdm damals in einer vollen wt.^ichaftlichen S*rifi5 einen beträchtlichen Teil feiner Kvhlenprvbudivn abtreten mü'sen. Wenn er damals die deutsche Politik geleitet hätte, hätte er der Entente eine sehr große Summe als Reparation an geboten Tann hätte sich der politische Horizont ein wenig früher auigehellt und man hätte eine kostbare Zeit gewonnen. Seit Spa hätten fit) die Bez, e- fyintgcn zwi'ckZm Frankreich und Deut'chland immer mehr und mehr verschlechtert: deshalb glaubt Reü^kanzler Dr. Wtrlh, datz btt Londoner 5?onserenH unter unmbrftigtsi pitxtriDmWfii Bedingungen begom«: nxrttm fei. c4 frt aber lebaualKlx bau Sctxianbtangm genhi ert seien Die lebige deutsche Regierung, untm'tüw txm der na>um IRdKbat deut.chen Bol krv e Bedingung cn de > II! 11 matumS au*fübreu. Rack mehr oder tw» Niger ;uvetb: Gtotuii'en könne man unmöglich bu ProdukrtonsfÄnstou Druttchtands sestsetzat Tas fei em Heines atadenn^hnS Spiel, an dem goxRiie Bolkstmrtschaftler Geiatlm fänden, das aber n.m den Politikern ntitit enut »Kiummnt ju werden Ixraudj!, die tians genau nniiunt, welchen Ueberrai(tiuneschränffm, tnr b r a T11 i d> ft c e - tbobe »ii nrchcn, um die ÄeHamruntdiiflfclx ut xxjllein Umfange 3U erfüllen. Mehr als gtle MtvOcn seien ÄeldVohtiu>.'«t und SadXWirrungen gvetgnri, box S9eu M einer Ännäbcamg xu neben, /ansbe- ijnbrrc werde er alle Sorgfalt darauf vcmvnOnt, bafe m bem angeftchrtrn Zeitraum daS Ultimatum eingeballen tonte Der Reicksstlm-ler sprach bann über die En t- waffnungSlrage m Baorrn, d» er tot «ün- ftioer Weise beurteiltt. Er sagte, er jet nbcrjrjgt, das» es in Bavern keine gchern»2r SBahenbautf gebe und das; er irt eünnen 'Tagen ine Bürger- Waffen und die sctevevot Waffen ablufern nerve. Wa-> Oberschlesien betrifft, erklärte Tr. Dirck, 0*encTxil DSffer fn Ol’erfdirvr. Er verteidige ferne tun den polnischen Aufständischen I^etoxibtni VanbÄortr (Fr fa ein tapferer Soldat und cut sehr enxoegentommenber UKoiul habe tue feste xxjffmnw, daff die mtrmllüerte ztannnissnm in diesen Tagen mit ibm ein Abtom- men trefren toetbc. Er l^itzr fctnc Autorität Über bcu ('lateral ober über feine Tnutont. Er werde ictud) das MrVütchftr tun, um ein EtnderftändurS •,iui)dxm den Parteien zu edfttl*tent Besondere ivvcreduigrnt müsse er der beutidxn Benölterunn in Oberschlesinr «nmebetben lassen. Sie habe Be- mnie einer inaljilxiitrn En.ielSqebuld gegeben, nn- lcr stützt txm der Hoffnung, doff Oberstes'en deutsch Hribai würde. Tie Cl Der deutsche Reichskanzler erklärte gegenüber dem Benckt^r- ftnttcr der Daily 9kews über tne oberschle.tsche Frage, eS sei zwecklos, die Tatsache zu verhktm- üdr:i, ba& das gesamte deutsche Volk sehr entt äuf <6t fei Tas dattse von Briand unteriridjntÄ Note über ine >)andelsbe»rehungen m« Räte-Rufflaud überrcidx habe. Die 3tott enthalte einen energischen Protest gegen btc in Artikel 9 deS britischen AbtommsiS mu Rutz- land niebernclegten 0)runbsätze unb cie/0 „ , Hamburgischen Elektricitäts-Werke 4'/,®/, , „ Siemens Schuckertwerke G. m. b. H. 5e/e r „ Adler-Kaliwerke Aktiengesellschaft 5°/» r , Baumann & Lederer, Mechanische Segeltuch-, Drell- und Leinen-Webereien 5®/o • * Bergwerksgesellschaft Hope m. b. H. 57« ■ , Braun kohl en-Industrie Aktiengesellschaft .Zukunft“ ( 5®/0 , , Charlo tenhütte, Aktiengesellschaft 6®/» . „ Christ. Dierig G. m. b. H. 5% * „ Eisenbahn-Verkehrsmittel Aktlengesell schäft 5°/e . des Elektricitätswerks Schlesien 5®/o , der Gewerkschaft Volkenroda 5®/o w „ Horchwerke Aktiengesellschaft 5®/e r „ Eisenbahnsignal - Bauanstalt Max Jüde! & Co.. Aktiengesellschaft 5®/o . r Kaliwerke „Adolfs Glück“ 5®/e , . Masi hinen-Bauanstnlt „Humboldt" 5®/e . r Niederschl« sischen Elektricitäts- und Kleinbahn Aktiengesellschaft 5®,o r r Rasselst einer Eisenwerke 57e r r Salzmann & Co., Mechanische Segeltuch», Leinen-, Drell- und Baumwoll Webereien 5®/e r r Rudolph Karstadt A.-G. 6®/e r r Neptun werft 6520D Der Vorstand Eichener Anzeiger sGemral-Anzeiger für Gberhefsen) Nr. 132 Zweiter Blatt Au» Liessen. Darmstadt, 7 5hcn 1921 Trr tri nan fr-au äi'cb'J 6 ieS Landtags etzke beule txrrmi taq fifie Beratung rn bet M*a». 2 de: gwntirttxrra:i i d üi ge$ ft-- imb 5 ameralflüt T fj.t Ter öt aniniiii <; rid)t über tie nroiitft Unwetter- und Hagelschäden, ixe besonders aus 5i o r f d) an ber Brigftras.c und Umgebung gemeldet werden und teilt mit, daß tte Relnerung bereit ist, einen Gtaatlbeitrag jur Verfügung zu stellen, um UiüerftüiMnutm, oweit dies 11 fiqcß> Ikfjcm Roihmeil mörlich unb nötig ift, zu vermitteln Bet Beratung teS 5drp 12 Geamtmmiste tum gibt die Regrnrrng einen eingehenden Banät j:t rm Antrag te4 Äbg U r ft a b t unb Gen. bett, die Vereinfachung tm Staatshaushalt Es gebt daraus hervor, daß Vereinfachungen d. bafe aber grnndlrg-nic Aenbe- nm gen sich r :> nicht ermöglt chen lasen Hierüber entsi<-ht eine fe$)t lebhastc Aussprache. Es nrirb beschlossen, dir Neg.-Antwort tut Kennt- .ii nehmen unb den '.Tnfr t dem zuständigen Ausschuß zu überweisen. Es n tcb bann weiter ein Nachtrag angenommen, durch melrhn der Regierung ein Ti'vo stionsfondS von 1000) Mart vur Verfügung gestellt Wirb, au» dem das Gesamtminifte'fiim eine Pen io -ssä. tge Zula-e an solche Referenten in den Tlfni Irrten und Landes- äm:rm gavülyrm kann, denen aus 'Jlnlar, i r?r Berufung geg nüber ihren bse tjen 'j'egü-^eu Nackstc-ilc erwache-'. Tiefe Zulage jL'3003 3JM. nicht ilbcrdncitm. Aus kte Anfrage, warum die Vorlage betr. btc Beamte 'Vertretung mxh nicht erfolgt sei. erklärt die Regierung, das; durch die in AuSsicm ft hmde Reg lnng der ftra-re durch baS Reich die Vorlage des Gesetzes verzögert wurde Bei Beratung des Kav. 12a Skaatsver'ag gibt di - Regierung über die Gechaltsverhältui se her An - eilten brr Darmstädter Zeifirnu Auskunft. Tic spräche hierüber wird am Mittwoch früh fortgesetzt. Ter 6 (S chu l -) Ausschufr setzte feite nachmittag ferne Beratungen bet Kao 16 Fort, bildungs chulc fort Tic Schülc zahl soll 25, tm Höchstfall die Zahl 30 nicht überfragen. In Art. 17 wirb bestimmt, baf: i > (tenrinten mit weniger als 4 Lehrkräften mnf'effen» 120 Stunden, m solche,t mit über 4 £kt> krästen o'er tauptamt- lichen Fortbiünmgs'chula'h.ern rrt bestens 16'» Stunden, im itbriff^t, namentlich bet beruflicher Gliederung des Unterrichtes ft der Siegel 210 Stunden Unterrid.t erteilt Werben soll. Der Unterricht foU abends 7 UTyr beendet fein, bart nur an Wochentagen gehalten werden. Es können nut/ 6tnd und Singstunden f i die Abendzett gelegt Werden. Nach längerer Aus prad-e einigt man fid> auf vorftihei.de Fassung. Ins dem besetzten Gebiet. Französische Hebelgriffe. Dta Griesheim, 8. Juni. Dem Tarrn ftäbter „Tägf. An-." tirirb geschrieben: Unerhörte Hebet griffe leisten sich hier die Franzosen. Die «Ofsizierswohnungen auf dem Truppenübungsplatz, in bem die „aristokratischen" deutschen Offiziere Jahraus Jahr ein hausten, ohne was dabei zu finden, sind nach ?lusspruch des französischen Kriegs Ministers Barthou „Höhlen", in denen es für die „demokratischen" französischen Offiziere unwürdig ist, zu wohnen. Am Freitag wurden deshalb von den Ortsbehörden gefordert, bis 6 Uhr abends zu stellen: 10 3-Zim- merwohnungen mit .Bick>e, 10 2-ZimmerWohnungen mit Küche, und 25 möblierte Zimmer mit allem „Komfort". Besonders wurde noch verlangt die Einrichtung eines Of f iziers- kasinos mit Bestecken, Geschirr, Weißzeug usw., ferner so unb so viel Klaviere unb dergleichen. Begründet wurde die Forderung noch nebenbei mit der Bemerkung, die Deut scheu hätten es gerade so gemacht, und auf den Einwurf, wo bemi die Einmcchner hiw- sollten, wurde erwidert, sie könnten ja in der ©djeune schlafen Die Franzosen benehmen sich also im Frieden so, nxic die „Barbaren" rm Kriege. Das ist französische „Zivilisation". Die Bevölkerung ist in begreiflicher Erregung unb fragt, ob denn die hessische Regierung tatenlos solchen Bergewaltigungenzusehen will. Dta. Worms, 8. Juni. Hier kommen eben durchschnittlich nachts fünf Raub- ansälte der französischen Sotda- ten auf Einwohner vor. Wiederholte Bemühungen des Oberbürgermeisters hatten keine Wirkung. Die Franzosen haben offenbar Ar beitslose und sonsttges Gesindel cingezogen und schicken es, wie früher in die »kolonien, so je$t nach Deutschland. Die Leute kommen in Zivil hier an und iverden erst hier ein geltet bet. Sie machen auch bei läge den denk bar ungünstigsten Eindruck. Es ift schon längst keiner weiblichen Person mehr möglich, abends unbelästigt über die Strafte zu gehen Bor kurzem starb ein iDjähriger Mann an den Folgen eines solck)en Roheitsaktes — auch ein „Kriegsverbrechen". Der Kampf gegen den Schmuggel. ma. Kö l n, 8. Juni. Die Ueberwachungs- organe des Reichsbeauftragten für die lieber wachung der Ein- und Ausfuhr erklär len im Monat April Waren in einem Schätzungswerte von 13700000 Mk. für Versal- len. Daneben wurden Sicherstellungen für Waren ausgesprochen, die etwa einen Wert von 47 Millionen darstellen. Unter den vei> fallen erklärten Waren nehmen Schmucksachen mit 1 740000 Mark den höchsten 28ert ein; es folgen Gemüse und Obst mit 1 300000 Mk. unb Kaffee mit rund 1 Million. Wein und Spirituosen wurden mit einem Werte von je 880 000 Mk. für verfallen erklärt, Zigarren und Zigaretten von 860 000 Mk., lebendes Vieh mit 630 000 Mark. Zollverfallerklärungen und Zollverwertungen stehen diesem Et' folg nur mit der bescheidenen Summe von 300000 Mark gegenüber. Am stärksten war die Beschlagnahmetätigkeit in der Inspektion West, wo in 975 Fällen zu DerfallerkÜärun- gen und Sich Erstellungen geschritten wurde. Tie allein von dieser Inspektion angefaßten Waren haben einen Schätzungswert von 51/, Millionen. Amerikanische Justiz. fpd. Andernach, 8. Juni. Das amerikanische -Oberkriegsgericht ver- urteilte in den letzten Sitzungen 8 Frauen-- zimmer aus Köln, Musenheim, Bonn, Schwarz-Rheindvrf, Kettig, zu 2 bis 6 Monaten Gefängnis, 5 Frauenzimmer aus Bonn, Köln, München, Oberlahnstein, Stolberg wegen Verstoßes gegen den Ausweisungsbefehl zu 3 Monaten Gefängnis, einen Mann aus Neuwied wegen Tragens von Waffen zu drei 'JJtxmaten Gefängnis, einen Mann aus Wei- ßenthurm wegen Abgabe von Bier an Soldaten außerhalb der festgesetzten Zeit zu 2 Monaten Gefängnis Gberhesslscher Museum und Ga-lsche Sammlungen. In erster Linie die vorgeschichtliche Abteilung, das wichtigste Arbeitsgebiet unseres Museums, hat seit dem letzten Bericht manchen Zuwachs efiahren. Durch bemerkenswerte strinfrest- lidjc Gefäße, Stein- unb Knochen gerate von Bod- man bereicherte Herr Ingenieur Gail aus Konstanz die umsänglichc Sammlung von Pfahl- bautenfunben aus dem Bodensee: diese soll, wie hier betont sei, bi: oberhessischen Ausgrabungs- ergcbnisse ergänzm: berat in bem Schlammgrund der Schweizer Seen hat sich manche Kulturgut aus sonst leicht vergänglichem Material erhalten, was im Boden unserer Heimat längst zermürbt ist: iwerdies ist das Leben und Treiben der sN-rnredlichen Psahlbauern gnxtbc für und von besonderem Interesse, weil thres Stammes auch die ältesten lüngersteinzeitlichen Be iebler der damals noch gar menschenarmen Wetterau gewesen »u sein scheinen. Sie wurden bekanntlich gegen Ende der jüngeren Steinzeit «veggeschwemmt durch die gewaltigen Bölkenvellcn sü östlicher Bauern, von denen längst in einer einzigen Dottgemarkung, näml.ch der von Eberstadt bei Licb, bereits bte dritte größere Siedelung feftgefttilt werden konnte: Herr Eich von dort sch.-nkte ein schönes Steinbeil, Herr S t min e r bas Bruchstück eines durchboh ren Hammers. Ein bearbeiteter Knochen aus der Nähe von Rob he i m wirb Herrn Lehrer CloeS verdankt, der außerbnn i*tn F uersteinbeil von Alsen als erwünschtesBcr^l i.t-sftück zu unsraen oberhessi'chen Beständen übergab. Ueber ein Jahrtausend jünger als die bisher aufgeführten Neuerwerbungen, immerhin aber noch bem Beginn des letzten Dor» chttstlickcn Jahrtausends. ter sog. mittleren Hallftatttulhir, angehörend, ift die Ausbeute der Hügel 1 CB, 7 unb 13 von dem großen OVribmelb in oa Au bet Nteder»Mockuadt, kr.-i# Büdingen, die neu ausgestellt warte: mehr als jwanjn Ion- gesäßc vrrstt'irdenster Form, ein Hobler B rnze- Halsrmg mit Holzü.Iung unb Hatenvctt'chtuß. tünnc Bn'nzescbtä cnraige, eiserne Mester, darunter ein besonders bemerkenswertes balbmo.;te förmiges .Rasicrmesser Dem Ente der älteren Ei-en-eit unb bami: d r Mi te des letzten vorchristlichen Jahttamends nähern sich ixe Funde aus zwei Grabhügeln auf der Anner oder Heide, geschlvsiene Bronzelralsringe, Armreifen, envie ginngc Reste bruiyebefe^ti-r Gürtel, bte von btm Befristen km alvfteger unertn Samin langen überwieien wurden. Nach Zea und Zweck bisher idcht sicter testimmbar ist cm vierkantiger, am einen Ende durchbohrter, am andre.« *uk schlistener furj.r Stein stab, den Herr Landmesser N i e S dem Museum übervvachte: ba> Stück stammt von b?r Wüstung Born kheim bei Grüningen: vi lle'cht hantelt es sich um eiten mittelalterlichen Wetzstein oder um ein W.begenücht In bie UniversitätS abteil «tNA gelangt? eine aus bem Besitz tes Bslanikvro?cssors Hermann Hoffmann „Bluinenbsjsmann" stammende schildkrotrcne Sdmuvf.abaks ose mit «nein in den Teckel eingelassenen Miniatur» vorttät auf Elfenbein, gemalt 182) von bem bekannten Frank urter .stünstler I. P. Bccr. Ein ebenfalls in ter Univeriit5t5ritrinc aitsgestellter P eisenkrvi m t Stutentenwavpe'i aus dem 2^c>itz bcs im babiidxn Ausstand umgekoinmenen Mrciy- rats Pr, ntz wird Sr. Err llenz He.-rn Mnniiflo- riLlpräsidenten Nebel verdankt Dem Textil schrank konnten als Geschenk von Fräulein Noll zwei Perlenftickevei-m einverleibt werden. Dem Kriegsmuseum überwies Herr Zimmer ein Geschenk. — Neuerdings konnte auch bie ein zig ar ig e KriegSorden s am in- l u n g ter Besichtigung mietet z igänglih ,gemacht werten: aus besonberen Gründen mustte man sie jebod) in den unteren Räumen des Altertums-- museums auffteUen. Dem Völkermuseum machte Herr Forst assessor Rausch aus Romrod bie beteutente bisher als Lechgabe geltende ethnographische Sammlung seines terftorbenen Bruders $um OfefdjenP. Die Besucherzahl der Sammlungen betrug seit 1. Februar bis 31. Mai mindestens 4000 Personen: davon gebärt en etwa ein Viertel Schulklassen und Vereinen an, benen von ter Direktion bie erbetene sachkundige Führung gewährt werden konnte. Körverschaften, die Führung wünschen, werten ersucht, unter Angabe ter voraussichtlichen Teilnehmerzahl fidi acht Tage vorder angumdben. Hervorzudeben ist ter Besuch bad Museums durch die Tagung ter Verbände für römisch-siermanische Altertumsforschung, sowie durch zahlreiche Teilnehmer am Bergarbeiter^ Eongreft. Eine öffentliche Führung im Saale der Hausindustrie und in der Bauernabtei- lung findet kommenden Sonntag um 11 Uhr statt. Wandern und Helfen, vöder. Wie wähle ich meinen Ferienaufenthalt? Unzählige erhoffen auch in diesem Sommer wieder von ihrer Ferienreise Elchvlung unb Ge- funbuna unb suchoi eifrig nach bem Ort, der ihnen dazu am besten geeignet erscheint. Aber bei ter Wahl tes Ferienausentbaltes weiten häufig gerate die hygienischen GesickitSpunktk, bie doch entscheidend 3ein sollten, w wenig berücksichtigt. Viele Leute denken Mehr daran, ob sie auch die notige Unterhaltung finden werben und bevor rügen daher Bäder, in denen em aufregendes VergnügungÄeten 'ich entfaltet, ©te glauben, daß schm der Ortswechsel und bie Luftveränderung genügen, imb führen ihr altes Leben an bem Kurort weiter. Da ist es nicht verwunterltch, wenn sie sich nach ihrer Eichvlungszeit nicht besser fühlen. Für jeden, der eine anhaltende Gefimo- heitssörderung aus seinem Ferienaufenthalt gewinnen Wäl, ift bie Wahl des Ortes von entscheidender Beteutung, und die rechte Wahl ist sehr schwierig, kann für den Leidenten nur von einem Arzt getroffen werten, der Wie beim Verschreiben -einer Medizin alle Möglichkeiten unb Begleitumstände genau libcrbaiTt. Tw Heilkräfte des Klimas sind von der nrsbernen Wissens dmft mehr unb rn^hr erkannt worben; cs sind die Zweige ter medizinischen Kl.maüologie, ter Bäderkunoe uiw. cntflauten, und ein reiches Jorsckntngsma- terial auf physiologischem unb ps> ckoivgiich m Gebiete liegt heute vor, daS bedkf idvhqt werten muß. FiÄich ist auch ter Ar^t kein Wetterprorlet, ter alle zufälligen Formen ter Witterung voraus- "eben kann, und schlinmee Wettertarmcn können bie sorgsamste Deiettung Hmiatt eher Beten- gsrnqen jii’dxmben madxnt Aber tm allgemeinen weist man doch heule ganz genau, welche hygic- rrifdien Werte tee einzelnen Älimatnr in sich Donnerstag, 9. Juni 1921 bergen, welchen Sranfnt man das Meer wnb twl den man tex» Gebirge em pfi dlen neu st ES gib! im groben unb ganzen zwei Eliten von .91 nw. OrganiSnni> le.rotimen: vtn anregendes m i, das die L'cben'f.ätte anftiiert. und ein berubigen- teS Minna, bat die KSrperfu ult ronen berat'letzt, Ern eng.i drr slLmatobge madx terau' aufmeri- [am, von m-c daher •iVbcutung ba terier ver icteedcnen Wtrcung ter S.tinaint ter Wai'ergehatt ter Luft ist. Ein tiockpneS Minna ist uiöultdxir und bringen Veränderungen ter ^nn irr ahn unterwa:jea, luirft daher anvrgnib, ja auipnt« 'chend Da gehren wirft in einem faidicu Mliwu ter öniici geboti ter Luft unb eine glcitbmäfngri- 0\qtaltwm teo Wetters ein unb ruft daher einen berutngenben Ctnfluft auf bie Stimmung hervor Üin ie.idtee Minna imm sehr gesund n lebateTrai fite» Menschen gerabsu sckäd.ich werten, teni iic werten dadurch tethargrjch und 1rau!mrrisch für gewiife Mraitlbcitcn aber ist e» von höchst w?tl tuender Viickmig • X Ulrichstein^ 8 Junr. Ulate bnlll- r t d) ft e t n smch am «sonntai He feierliche lieber nähme ter „S chleun in g stetn e btinb d.n l*iamtoerciit deS Vogelsberger H öde n Clubs statt, u ter starker B t ilrgung l>jn nat und fern. Hs.1 oten mit ter W i .-r de.te jwifdvn föilabad) unb Streildach eich.bt i inmitten fulun Fichten eine geaxil (je Gruva mädtiger Ba all felfen, ein 9?nturoenkmal eigener '.Irr. Em. benhdx Ausacht n» i: t.t i\e Lande bietet |td^ v.m hier aus deut Blick tes Wandeiers ai e> schtnif Fleckchen Erbe ist vm b.-m betagten Burgermeine, Sdieuning tun Feldkrücken teilt Ge amt V H^h $um dauernden Beitz vermacht warten utti» wirb tun diesem allezeit treu geh legt unb bmaint werben. Tr. Bruchhäuser Ulrick-iein 1 t.lt al? 1. Vor sitzender des V H. u fesseln, eia schwiertges Begiimen, da es dem wütenden Ti«n immer wtebrr gelang, den Fast aud der SdMinae zu neben unb tee teumenstark n laue glatt durch- «ubeiden Erst als br Schlingen Über hoch cmge- brachte Wellen geführt würben, so test der Zug nach obe:i wirkte, glückte die Fesselung nach ilun- tenlangrm Bemühen Um den tobenden Patient« von seinen Angriften auf bie Sd/ingai unb evtl auf die Ei enstabe des Käfigs möglichift QbAuientat, war es nötig, ihm an bauern b Stangen aus wrichcm Hohz vor^ihalten, Ton denen mehrere krachend in Splfiter gingen. Die gefesselten Pranken würben tx>n mehrere:i starken Männern nrü Tauen unten dem vorte en Käfiggitter durchgezogen. Numnc te fühlte sich ter Rrde beuüungen unb ergab sich ntti großer Ruhe in sein Schicksa^ so test eS ein Leicht öS war, nicht nur die ringeWadx ent Kralle mit scharfer Kneifzange -u kürzen unb die Wunde gründlich mit Jodtmttur te^mfrye en, sondern auch ofe anderen ftictlen an beiten Pranken, wo nötig, au bridmeibm Noch 2 Tage nach ter Behandlun« war das Tier ,'v erregt, test es jedes butter verweigerte, erholte sich bann aber bald unb bie Wunde verheilte in kürzester Zeit Zerrn Collins Abenteuer. Roman von Frank Heller. 31. Fortsetzung. (Nachdruckverboten.) Und Sir Arihur erwie, meinte er bami . Prosefior^ „Sir Wlsnrns Tämme? Stt W.l xam Sill- cor natürlich Lavertis e. ete nmsen doch, er hat die alten Wasserwerke ter Phovcnmen ün Nil Wrt» bet aufgebmit. Tas ist fa sonnenklar. Na, und sonst nichts mrin, Lavettisse?" Nein, gleich baraur wai-en tm schon in Clarcham Junction und ich Tprang ab, obglrrch ich em Sülctt bis Bictvrra hatte. Ich dachte, Sir Artteir hat vielleicht unten an der eia tun trgoite einen Tetektw mti) könnte aut h: 3ter kommen, mich der größeren Licterhcrt wegen ^urnt nehmen £ lassen. Tarum schien es mir bencr, ci Clcwtem netwn cruszusteigen und mt mit bem nächsten 3 weiter^fahren." __ „Sie sind, ter n Zeus, euie Perle, L'atxrhfte, vorsichtig nne Torstenfon unb feinHörig tme —bin. „Wie wer, Professor?" „Tut nichts Mr Sache — cme Erinnerung aus früheren Zeiten. Na, und n»s machten Sie dann?" , ... .Tann ging ich direkt in eine ter ■rretat Biblwcheken Mr. Earneeits und suchte mir bie ,Shipmng Times". Karst in Selbv unb VTIeran» dria — ba konnte es doch nicht jcte>er ' in, tes Boot zu finden, von bem Mr. .Horton unb en ArtHur gesprochen hatten. *11 o Professor, Ms Boot ist bte „Emptes os iDceaiia'', und sie geht am zwanzigsten. Kleines Schifi, siebentausend Tonnc?i, legt nur in Giöralmr und La Valette an. In Alexandria am achtundzwan zigsten, wenn alles gut geht." M. Lavertise verstummte und betraettrir aui» merksam seinen Freund und Artestgeber Professor Pelotard, alias Obgleich M. Lavenise dieses alias nicht bekannt war, Herr Philipp Eallm aus Schweden. Sie fasten in tem eleganten Rauchzimmer des- Profefiors: vor ihnen stand eine rt tetfige Vdiskuslack», umgeben von eintjat Flaschen Lckwepves, eine große Schachtel te ReHzSe und eine gehämmerte Süberschale mi: Eis Es sab aus, als ob M. Lavertyses Mittrilung Ptnlpv Collri in tiefe Grütelcicn ocr etzt hätte. Mindestens ytm Minuten vergr igen, arme haft er sich in fti.icm Fauteull rührte; mst den Händen in ten Ho ctttaschcn, das Zkinn itn au' ote Bmtt gesenkt, so starrte er unverwandt aut £tnen unb denseltem Puntt an ter Wand gegenüber — eine Criguialraii-amg von Goya „El Pico b’Cro". M. Lavertfise, der seine Gewohnte Len kannte, sich bald ihn, bald die fttetenmg an — eine der Erinnerungen aus einem gen i icn Anttauitäten- laten. Bl ötzlich wachte Herr (röllin cinc Bewegung, er streckte bie Hand nach bem Grogglas aus, stür-te ten Jrchall nnnmttr unb sank in > ne frühere Stellung zurück, nur mit bem Unter ±neb, tetz er bte Augen aur sein Bücherregal reitete. Fünt Minuten vergingen, roäteenb deren er es prinenb bettackLete, bann sagte er: __ ,Wi sen Sie, nr viel chunLerttausend ufirnd in Gold wiegen, Laveriise? UngefShr?" M. Laverti se runzelte gedroikenvoll tee Lttm. „Hm, nicht fo genau, Professor. . . em-, zweihundert Kilo, mcht?" „Efit-, ypewunbert! — Mmdestens sechs":nrn- bert Kilo! Und da liegt bte Sdxtxeriflfrit, Lader- tisse! Einen Teil tes Goldes yu nehmen — Sklet- nigfeit, nachdem wir wissen, was wir Wissen. Alles z-u nehmen — auch nicht viel schwerer. Aber alles nehmen und es niit suh fichr^i, wenn man das Fuhrzeug verlästl — ba sehen Sie, Lavertisie, liegt ber Hund begraben!" M. Laveriise grübelte ein paar Augenblicke nach, dann sagte er: „Nun, und warum mirfen wir denn alles nefjrmen, Professor? Einen Teil — emge Kilo ." „Lavertise!" jagte Herr Collrng i'rrer.g „Ja, worum, Professor, ich Barm mm verstehen . Laverii se, wenn ein Abenteurer den staute tnmn erreiche hat, den wir erreiche W haben glaufen, bann bat er gennfi'e Berpilichcuugen. Noblesse obhge. Laver ti.se. Mes oder niches Urb darum denke ich nach." M. Laverii se nahm test Grog xu Hilfe, um Herrn Eollins Dorwun hrnunte^u pülen, und dieser versank in stumme Betrachtung rin-'s neuen Teiles ver 23anb. ES oergcigai vielleicht weitere zehn Minuten, während deren seine Blicke rudnxtt von der einen Radierung ter Wand zur enteren wanderten. 'Schließlich biteben sie an einer .chncbnung ron Guilleaume hängen, „Tie llnriö’L'ite" Herrn Eollins Augen schienen alle Tetci s tes kleinen Meisterwerkes rin ^saugen, und plötzlich itaang er mst einem sch.illen LofomoruE't: mitt, mnnt, uuiruit, aus fernem Klubsessel am. „Laverti se! Heureka.' Ich hab ift unser — unser in Tagen V M. Lavemäe starrte ihn mit einem Ausdruck an, gemischt aus Zuversicht, B-rmmderuug und Mißtrauen „Wre? WaS?" fknmnelte er. ,',S was UnvolchergricteneS dazwischen, und dann hätte ich Ihnen vergebliche £wf nungen gemacht lkb.*r* hauvt — arbeiten Sie besser, wenn 3r nichts Wissen." Laveriise nickte, cmfd>fiaib ohne sich durch die letzte B.chaupcung verletzt »u fühlen. ^Unb WaS für eine Arbeit bekomme ich. Pro- frffor?" „Auf Ihr Los fallen hwer Truge Zuerst müssen Sie heransrneae-i, wie dir Kiste aus tcf)t, ton ter Mr Horton -'nrad' Tas wirb ein Etyten teitel fein, aber mit Geld, Energie und Vorsicht dürfte e? Ihnen feine nennenswerten Schwierig frir-m machen Tann — bad ift v vr. von Eicken. Mbl. Zimnikk für älteren Herrn gesucht. Schrift!. Angebote unter G4S) an d. Gien. An*. Meine Verlobung mit Fräulein Paula Sehrt zeige ich ergebens! an Otto Bräutigam (ßeroernajoftsöunO öer An Mellten (®. v. !L) CrtöuriiPDe Gienen. Dsr VirjatiuiuuitlmO in Gießen: bei A. Kilbinger, Seltcrsroeg 79, Friseur Goth, Vahnhofstrahe 65, Louis Scharmann, Lindenplah, Neustadt-Drogerie, Neustadt 28, in Friedberg: Iigarrengeschäft Stern, Kaiserstrahe, in Bad-Nauheim: Mayer, Figarrenhaus, PacKstraße 16. Tttcht. Knnfman n als Akquisiteur u. zum Besuch unserer Kundschaft per sos. gesucht. Beiverb. uni. 1619 an Herio, Mitleid. Sinn.- Erv., Gienen. 6524h Demokratische Partei Sonntag den 12. Juni Ausflug Abfahrt 820 Garben eich Montag den 13. Juni, abendS 81/, Uhr im Slouariuui ***• Versammlung aller B amten d.Partei zwecks Bildung eines BeamtenauSschuffcs. Gebr. Henkel, Wetzlar, Sildöfe rstrafte 14. Stütze sofort für einige Wochen gegen gute BeANhlung *ur S^ertretnnn der erkrankten Hausfrau ges. Etevbanstraste 4 Befferes, mS L per fette» Mädchen bis nachmittags 3 Uhr gesucht. Schrift!. Angebote umerO8361 a.d.Gich. An*. Ahrweiler Zigarren- u. Tabaksabril Gust. Zimmermann G. m. b. H., Abrweilet. Verkäuferin aewandt im Umgang mit Kundschaft, für ein TextilgeschSst gegen hohes Gehalt per sofort gesucht. Schrift!. Angeb. unter 6532 an den Gießener Anzeiger erbeten. Dienstmädchen für kl. HanSh. mit 1 Kind nach Frankfurt a. M. sos. gesucht. Zu erfr. 08339 TPalltorftraste 71 L (Eignungsprüfung für Neitpferde a) Herrenreiten b) Damenreiten Fahrweltbewerb für Einspänner Trabreiten Werner-Bichler-Erinnerungs-Preis (Jagdspringen) ca. 100 Nennungen RfirhßP Zell od. UUbUCr. geeehioiti. Ueler- ileht der oerkvfird gsten Ereignisse ▼. 1789-1836 in 30Banden lÄBllcheri z. o. W“1 Vöberstrahe 17 II. Todes-Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben Sohn und Bruder, meinen Heben Bräutigam, den Postboten Philipp Lenz nach langem, schwerem Leiden im Alter von 25 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Philipp Unz VHI. Elisabeth Holler als Braut Dressurprüfung Schaufahren für Arbettrgespanne Gehorsamsspringen Fahrwettbewerb für Mehrspänner Adolf-Fischer-Lrinnerunas-Preis (Jagdspringen, Ausgleich) ca. 35 Ehrenpreise Butter «Tonnen oackuligl und erbitten Offerten für regelmätzige grötzere Bezüge. StDade & SOOgrale Jraukfurta.M. Hanauer Vonb- stratze 169. 1 ntntä §oii9, '±l: schäft oder jedem Ladengeschäft oasseud.vreiSmert an verkaufen. Schr. Ang. u. 0834-i an d. Gien. An». u. Dame nabte II nng. Samstag den 11. Juut abends 8 Uhr, gcmiitl. Bcifamuieniein im Kaufm. Berein. bans. Nord-Anlage. IßälSv Ludwigttrahe 14 v. erhalten. flnöernjfldfn Konzert • Restaurationsbetrieb Preise der Plätze: Tribüne (num.)Mk.lb.-, Sitzplatz (num.) 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