Nr. (C 6 Dec Ol-kenr: Mnjelget mit der Dienstagsbeilage -Zpart-Umichau- erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Monatliche vezua,preise: merk 5. - einschließlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. Fern prech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Druckerei. Verlag und tüelchäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: firanlfert a. Bl. H6N6. Dmd und Verlag: vrühl'schc Unlv.-Vuch- und Steinöruderti R. Lange. Schrislleitrmg, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulftrahe 7. Annahme t'?n Anzeige« für die Taqesnummer oi» zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis fUr l mm höhe für Anzrigeno 34 mm Breite örtlich 40 Pf . auswärts 50 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mn Breite 180Pf Bei Platz- Vorschrift A) .Auffchlag Houplschriftleiter: '.'lug Goetz Verantwortlich für Politik: Auq. Goetz: für den übrigen Teil: Dr Reinhold 3«nj; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. c Bcs.-tzu g angegriffen und mußte ff! gestern crgr.cn ; sic hott' nenn SdHververww bc e Eine itaftc r ci e Bcrst.irknng - truppe aus Nillolat befreite bi Gefangenen und ersckvß zwei Polen standrechtlich. Kurz daraus wurden die Italiener durch 2000 Insurgenten auseinander gesprengt, tvobei ein Leutnant und zw^i Mann fielen. Ain ®a'hr.i,boi in Ezcrwimla fielen nachts neun Italienerin einem Gefecht. Tie Stabt Rybnik wurde nachts von den Italienern unter fdyoeren Verlusten z rückerobert. In Mkolai haben sich bi: Italiener der Iordeirnüg ber Insurgenten aus Entwaffnung der bentfd)en 2Ct\> fügen müssen. Der größte Teil der alliierten Truppen hat den Kreis Oppeln verlasfen. Tie interalliierten Besatzungen in den umlagerten Städten beginnen bereits unter Lebens- nrittclmangd zu leiben. Nach einer Meldung aus Gleiwitz haben die Aufständischen bei franzöffschn Truppen 60 Waggons mit Scleiiyinit.cüi aui "bem Bahnl-of abgeruppelt und weggesührt. Berlin. 7. Mai. (Wolff., Zur Linderung der großen Lebensmittelnot, die an verschiedenen S'ellen Obersch'esiens ber:® getreten ist, soll nack) einer Vereinbarung des preußischen Ministers des Innern mit dem Reiärs-Ernährungs- minister alsbald ein Transport von Mel)l und gegebenenfalls auch von Fleisch nach Oberschle- sien gesandt werden. Kattowitz, 7. Mai. (WTB) Stadt und Kreis Kreuzburg sind noch unbesetzt. Die Stadt R y b n i f ist auf Grund von Verhandlungen geräumt worden. Im Iulius-Ho>p tal in Rybnik liegen 30 verwundete Zioilp.n onen, 19 tote Italiener, im KNapvschastsla.zarett 22 Ver - mundete und 3 Tote. Bei ten Kämpfen in Czer wionka am 3. AUn hatten die Italiener 16 Toi und 18 Verwundete, bei ten Kämpfen am gleick-en Tage bei IastvzeMb verlor eine italienische Korn ixignie cbien TÄten und einen Verwundeten. Die Stadt G r o ß - S t r e l i tz ist von Aufrührern frei, die einige Kilometer östtich der Stadt liegen. Die Stadt Kofel ist frei. Große Teile des Kreises sind im Besitze der Aufrührer. Die Nachricht, daß die Einberufung von 3000 Deutschen zurückgenvmmen wurde, ist falsch Bisher wurden 1500 Deutsche in Oppeln eingestellt, es fehlt jedoch an Bewaffnung und Bekleidung. Berlin, 7. Mai. (WTB.) Tie Funkstation Warschau verbreitet Funksprüche „An A l l e", die offenbar dazu bestimmt sind, den wahren Sackwerhalt über den polnischen Auffland in Oberschlesien zu entstellen In den Funk sprächen wird behauptet, überall in Oberschlesien, wo die Insurgenten die Herren der Lage wären, sei das normale Leben nnebergeicbrt, und von deutschen Mobilmackunasmaßnahm n ^um Kamps gegen Obeffchlesien gefabelt. Tatsäckilich aber ruht ber gesamte Verkehr, Gruben und Industrien stehen still, Landwirtschaft,, Handel und Gewerbe liegen bamieber und selbst die bringenbften Notstands- arbeiten auf den Kohlengruben sind in Frage gestellt Glcist»itz, 8. Mai .Wolff./ Tie deutsche Abstimmungspolizei in Gleiwitz wuro: heute ton ber interalliierten Macht entwaffn n e t, um nach Oppeln rbt ansportiert »u werden. In Laband wurden d e Beamten ohne jeben Widerspruch ber fron Wüschen B deckung ixm polnischen Aufständischen out bem Bahnhof Mis dem Zuge geholt, bis auss Hemd entkleidet m.b m eine Scheune gesperrt. Königtzhütte von polnischen Banden besetzt. Königshütte, 7. Mai. lWTB') Morgens von halb acht Uhr an bildeten sich in Königsbütte Ansammlungen von Arbeitern, die von polnischen Banditen von ihren Arbeitsstätten versagt rourbm. Zu ihnen geeilten sich viele Flüchtlinge. Tie Maisen rorberten vom Magistrat und den Kreiskomrolleuren Seroa'fnung, um gegen das gewalttätige Vorgehen der polnischen Banden gegen die gewaltsame Verhinderung cer Arbeitsaumahme eingreifen zu tonnen. Ein Stab1- rat hielt eine Am'nrache an Die Männer und suchte sie zu beruhigen: die Menge len'ttcute 'ich aber erst, als ihr mitgeteilt wurde, ba& zwei Kraftwagen mit Vertretern der Belegschaften nach Oppeln gefahren sind und daß erst ihre Rückkehr und die Antwort, die sie nriibrmgm, abgewartet werden müßte. Es konnte nick nrbniberi werden, dast drei polnich: Spitz -'1^ di a s Ioldtc erkannt, verprügel'. wu..m. ^ieMenge drang in das polnische vauptguartier, den Reit- hoft und beschtchigte die Räume und Einrichtungen. Gegen 4 llbr nachmittags begann von neuem I eine wilde Schießerei. Polnische Banden rückten in ziemlich großer Stärke von | Weste nherindieStraßen und besetzten fast die ganze Stabt mit Ausnahme des Ringes. Die französische Truvpe, eine kriegsstarke Mompadtiie, verhielt sich vollkommen untätig 2ic sperrte den Ring nur ab. wenn i>olniid>e Banditen versuchten, auch Lier vorzridriwien gaben die französischen Soldaten einige Schutze ab Laurahütte, 7. Mai (Wolfs.) Laura- Hütte wurde vormittags wiederum von polnischen Bauden besetzt. Feststellungen des deutschen AbstimmnngoauoschuffeS. Kattowitz, 7. Mai. (Wolff.) Das Plc«« b i f i it Io m m rf f a i io t für 2 cut|(hlanb, die Deutschnationalc Volkspartei, die Deutsche Ovllspaitci, b Katlulisckx Vol!Spartet (:Je - i iiatbemofiatifdx Partei, ber Mlgcnni : Vcutidc und der Deutsche C'fauerlldxi-tjitii'i f Lloyd George, Bnai.d Givlitti, Präsidelil Holding, Lord Curzon u. b Gra, 3ior; i cri TcI.- gramni, in bi'iii fiv oii.rur frrurli zuionimi > r Kvrfcmty am 3. Mai o. - Bertn en Mächte unterbreitete Tarstclluni . i des Polenputsck^s in Oberfdic i.-n der Wachr!)eii ■ Zweifel daran, ba St n m t :. Irctbfrifd.c.i UnternebmenS und einzig und allein für das fnrchtoare Unglück veranin>oitli'h fei. Die P utschplänefeienberinterallizerle« Regie r ungS- und ber Ple b isz t t lomni is i v n vorher bekannt gewesen. lUi- nähr sei die Behauptung, dost am 2. Mai |äml* lidx Gruben und Hütten mit einem Mal stillgelegt toorben seien. Tie allgemeine Ari^it>ein- stellung vom 3. Mai sei'durch die Aufstäi.disden erzwungen word.'n. Die Anfstär biscken |aen mit Gewehten, Minenwersern, leichten tuir> iaxceren Maschrnengewehreu und sogar mit (beschützen in einem Umfang ausgerüstet, der monatelange Zu- ftchren voraussetzte ES sei erwiesen und der interalliierten Kommisftni besannt, baß die e Waffen aus Polen flammen. Es sei eine unerl/örte Anmaßung, daß ztzorfanty im Namen des oderschle- sisckxen Volles zu reden wage. Das Plebiszitlonimiffairal für Deutschland, tne Deuffchna-ionale Volkspartei, die Tent dr Volks- Partei, die Katholische B l.Sparte Ze t um), die Deutsche Demokratische Partei, 'die sozial dem.'M tratifdx Partei, ber A liemeine Deutsche Gernerk- s:1>aftsbund richteten an die Interalliierte Monui Mission nt Ovveln ern Telegramm in dem sie an* fragen, was die Kommission zu tun gedenke, um ihre Zusage vom 3. Mai zu verwirkichen. Berlin, 7. Mai. (Wvlff.! n orfanty erklärt in chitr 9totc an die Alli ettcn icierlidk alles getan zu haben, >vas i i seiner Alacht gestanden hätte, um den Aufsta. d zu verhüten. teilt Beschluß der Pariser Botschasterkonferenz. Paris, 8. Mai. (Wolff.) Der „Petit Parisien" berichtet einiges aus ber gestrigen Botschasterkonferenz über die ober- schlesische Frage. Die Konferenz habe sich einem englischen Vorschlag gegenüber befunden, der durch eine proviwrifche Regelung die unsichere Lage in Oberschlesien beenden wölkte. Danach sollten sofort die Polen die südlichen Kreise Pteß und Rybnik und an Deutschland die Kreise links der Oder übertragen werden. Ter umstrittene Teil, d. h. die e i g e n t l i ch e Industriegegend, sollte unter ber93e r- waltung ber Alliierten bleiben, was den alliierten Truppen gestatten würde, sich dort zur Wiederherstellung ber Ordnung *u konzentrieren. Dieser Vorschlag unterläge der Prüfung ber verschiedenen Gruppen, jedoch werde keine Entscheidung darüber vor Montag getroffen werden. Immerhin sei es — so meint das Blatt — kaum wahrscheinlich, daß man chn für annehmbar halte, da er nur eine halbe Lösung darstelle und geeignet fei, die Gemüter äufzuregen. Die Konferenz habe die interalliierte Kommission aufgefordert, eine neue Prüfung des zukünftigen Verlaufs ber beutsch-polnischen Grenze vorzunehmen. Gegenwärtig lägen zwei Berichte vor, einer von General Le Rond, der andere von dem italienischen General de Marinis, dem sich auch der englische Oberst Percival anbeschlossen habe. Beide Berichte schlügen verschiedene Arten der Teffung Lberschlesiens vor, stimmten aber darin überein, daß Pleß und Rybnik an Polen und die westlich des Industriegebietes gelegenen Teile an Deutschland fallen sollten. P e r t i n a x spricht sich im „Echo de Paris" gegen den englischen Vorschlag einer proviiorifchen Lösung aus, der nur auf oent, raschesten Wege zu einem deutsch-polnischen Kriege führen und die Soldaten der Entente zur Untätigkeit verurteilen würde. Paris, 7. Mai. (WB.) Die Botschafterkonferenz ist beute vormittag unter dem Vorsitz von Cambon zusammengetreten.. Marschall Foch war anwesend. Die Konferenz hat sich mit ber durch die Wirren in Lberschienen geschaffenen Lage befaßt. Sie 6&» dauerte, daß der Auftichr t-ei den alliierten Desatzungstruvpen Menschen'eben gekostet habe.' Sie ist dann unmittelbar zur Prüfung bet zur Wiederherstellung bet Crirmntg geeigneten Maßnahmen übergegangen Tie Konferenz hat außerdem der Interalliierten Absrimmungskommission in Oberschlesien Anweisung erteilt, ehren Aufruf an die Bevölkerung zu erlassen, in dem die Unruhen verurteilt werden und bekanntgemachi werden soll, daß die verbündeten Regierungen nichts hindern wird, in der Freiheit gemäß dem Vertrage von Versailles die Zuteilung der durch Volksabstimmung unterworfenen Gebiete zu bestimmen. P a r i 3, 8. Mai. (WB.) Wie der „Temps" mitteilt, hat das militärische Komitee von Versailles die Vorschläge der englischen Regierung, in Oberschlesien die Aufrechterhaltung der Ordnung dadurch sicher zu stellen, daß man das strittige Industriegebiet durch interalliierte Truppen besetzen lasse, die 'übrigen Gebiete dagegen Polen resp. Deutschland schon jetzt übermitteln folle, abgelehnt. Die militärischen Sachverständigen seien der Ansicht, daß die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht ergriffen werden sollten, da sich im übrigen auch die Lage in Oberschlesien ernstlich zu bessern scheine. Segen dieBerwendung farbigerTruppen. Paris, 7. Mai. (Wolff.) Die Gattin des amerikanischen Kongreßmitgliedes Fred A. Britten, die bei Marschall Foch persönlich Protest gegen dre Verwendung farbiger Truppen im deutschen Besetzungsgebiet zu erheben beabsichtigt, ist in Paris angekommen. Au» den, Reiche. Eine Kundgebung de» Vereins deutscher Eisen- und Stahlinduftrieller. Berlin, 7. Mar. (Wolff.) Der Verein deutscher Eisen-und Stahlindustrieller hat in der Mitgliederversammlung folgende Entschließungen gefaßt und an den Reichspräsidenten, den Reichskanzler, den Reichsminister des Aeußern, den Reichswirt- schastsminister und den Reichsminister des Innern gesandt: 1. Die in Berlin tagende Mitgliederversammlung des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller wendet sich mit aller Entschiedenheit gegen das Gerücht, daß die deutsche Industrie der Unterzeichnung des neuen Ultimatums der Entente nicht widerspreche. Die deutschen Eisen- und Stahlindustriellen, insbesondere die rheinisch-westfälischen Industriellen, wollen lieber alle mitderDesetzungdes Ruhrgebiets drohenden Laßen und Opfer auf sich nehmen, a 15 unerfüllbare Be- oingungen annehmen, die früher oder später doch die Besetzung des Ruhrgebiets Mir Folge haben würden. Genügt doch nach den neuen Bedingungen die Nichterfüllung irgendeines Punktes, um den Feinden für weitere Zwangsmaßnahmen, wie für die Besetzung des Kuhrgüriets sogar Rechtstitel zu verschaffen. 2. Die überaus traurige Lage Ober» schlefiens zeigt, daß die interalliierten Besatzungstruppen, die im Versailler Vertrag Übernommene Pflicht des Schutzes der Bevölkerung nicht erfüllen. Die Mitgliederversammlung des Vereins deutscher Eisen- und Stahl- industrieller verlangtdaher .ganz ent» sckieden, daßdeutscheTrupp en mar- schier en, ehe es zu spät ist. Der bayerische Städtebuno und die Steuer- Politik. Ludwigshafen, 7. Mai. (Wolff.) Der bayerischeStädtebuud ist gestern mittag hier zusammengetreten. Die Tagung war nicht öffentlich. Bemerkenswert ist die Stellungnahme des Städtebundes zur Novelle »um Reichseinkommen st euergesetz, die einstimmig Annahme fand. Der Städte- Lund erhebt neuerdings die Forderung auf Wiedereinführung der Zuschlagsautonomie auf tdlen Gebieten der direkten Steuern. Ferner wird beantragt, im Reichs- und Landtag je einen interfraktionellen Ausschuß für kom» Munale Angelegenheiten zu bilden, der mit den Vertretern der Gemeindeverbände in allen das gemeindliche Leben berührenden Fragen der Gesetzgebung und Verwaltung Fühlung ui nehmen hat. Als Ersatz für die durch die Verfügungen der eingangs erwähnten Novelle entstandenen Einnahmeausfälle verlangt der Städtebund, solange die Zuschlagsautonomie noch nicht wiederher gestellt worden ist, das Recht gemeindlicher Zuschläge zur Reichseinkommen» und Kürperschafts- steuer bis zu 10 Prozent für das Jahr 1920 unb Die folgenden Jahre und ferner Erhöhung de« Länderanteils an der Reichsgesetzsteuer um 10 Prozent. des Kasparek verhaftet. b- S.. 7. Mai. (Wolff.) Der ^ÄaNeichen Zeitung" zufolge wurde heute früh Xr.;Jr?ai0c kommissarische Landrat des Kreises Wangershausen, der Unabhängige Re» Akteur Kasparek, auf Veranlassung Sondergerichts verhaftet. AU8 dem besetzten Gebiet. Der Aufmarsch der Fmnzosen -Ma in-.9^ Mai. Der Mainzer vmai-t» bahnhm gleicht leit namStag einem räuiaen Sagrr. Ununtrrbnxbm rollen von ber j& t durch Rdernbessen die frantf-vdrox Militär i" e in den Bahnbos und nehmen hier ein™ , AusemhaU Mpechäger, ^nrantme, 'IrtSenc Dwmere alle Truppengattungen sind bunt burk einander gewüriell vollständig feldmarschmä^ au-aerüstet mit funfclnagdneurt Monriei-unq kJ Sicherung der Eisenbatmstrecken haben die Fran- Ssen die umrassLNdsten Vorbereitungen getroffen )N TürkiSmüble an ist die gesamte Bahnstrecke in .kurzen Zwischenräumen durch starke marokkanische Posten unb WacMommandos bemacht. Die Brücken unterliegen besonders scharfer Bewachung. Zur Besetzung des Ruhrgebiets werden vorläufig nur weiße Franzosen verwendet. Dagegen erhalten alle Garnisonen des altbesetzten Gebietes mit weißen Soldaten schwarze Truppen während die weißen ins Ruhrgebiet kommen. In den süddeutschen Rheinhäsen ist mit der Verladung französischer Truppen auf Transportschiffe begonnen worden. Die Zollgrenze. fpd. Koblenz, 8. Mai. Infolge der Zollkontrolle staut sich der Güterverkehr auf den Bahnhöfen Troisdo rf und Kalk in bedenklicher Weise. Da die Rhein- linien den Verkehr nicht mehr bewältigen können, müssen Umleitungen in großem Umfang über die Station Betzdorf vorgenommen werden. Verbot deutscher Zeitungen. fpd. Frankfurt, 8. Mai. Die französischen Besatzungsbehörden haben im Einvernehmen mit der Interalliierten Kommission angeordnet, diejenigen im rechtsrheinischen Gebiet erscheinenden Zeitungen von der Einfuhr in das besetzte Gebiet auszuschließen, die künftig in „provozierender oder systematischer Weise" sich in Angriffen gegen die schwarzen .Besatzungstruppen ergchen. Arr» Statt nid Land. Gießen, den 9. Mai 1921. Errichtung eine- TierfeucheninftitutS. Dem Landtag ist eine Regierungsvorlage zugegangen, in der Antrag auf Ermächtigung Mr Bereitstellung von Staatsmitteln für die Errichtung eines Tierieuchew-Jirstituts an der Landes-- Universität Gießen gestellt wird. In der Vorlage heißt es u. a., daß die Landesuniversität bereits int Jahre 1919 darauf 'frtngtiriefen hat, daß die veterinärriNebizinisdjen Jnstttude in Gießen der Ergänzung durch eine Anstalt bedürften, in welcher die Studiere, den die wichtigsten einheimischen Tierseuchen, ihren Verlauf imb ihre Bekämpfung am kranken Tiere kennen lernen müssen unb das gleichzeitig als Forschungsinstitut zu Dienen hätte. Die schweren Verluste, die in den Jahren nach dem Kriege der deutschen Volkswirtschaft durch das verheerende Auftreten von Viehseuchen erwuchsen, unterstrichen den Wunsch nach Errichtung einer derartigen Anstalt fru r Seuchenverhütung und ^Bekämpfung. 'Tie RauMfrage und der Kostenpunkt standen dem Plan im Wege: erstere kann als gelöst betrachtet werden, nachdem feststeht, daß das in der früheren vekrinär-medizinischen Klinik untergebrachte agritulturchemische Institut der Universität in kurzem anderswo unter gebracht rotrü ui b lene Klinik für das Seucheninstitut verfügbar ist. Damit war die Unterlage für einen Kostenvvr- anf chlag gegeben. Er knistert sich nach den Berechnungen oes Hochbauomtes Gießen und des Direktors der Mebrznrffchen Deterinärklinik (des demnächstigen Leiters des Tierseuche r.stitutS) auf rund 900 000 Mk.; die laufenden Kosten sind mit 100 000 Mk. anzunehmen, doch dürfte ihr Betrag durch Erlös für Sera, die im Institut 'hergestellt werden, unb durch sonstige für die Seucheubekämp- fung zufließende Mittel erheblich dermr.ibect werden. Zur Deckung der einmaligen Kosten ist aus Ueberschüssen der Viehdan belsver» b änbe eventuell solchen bec Milch- und Fettstelle usw. Mit Zustimmung ber beteiligten Ressorts unter Billigung bes Finanzausschusses der gesamte voraussichtliche Betrag von 900000 Mk. bereitgv- stellt. Abgesehen davon, daß inzwischen andere Länder mit sehr erheblichen Mitteln gleickartige Jn- ftitute errichtet haben, nimmt Mr Zeit das ReichS- gesundheitsamt einen wichtigen Ausschnitt ber Ausgabe — die Bekämpfung der Maul- and .Klauenseuche — systematisch in die £>anb. Es beabsichtigt, im Wege der Vereinbarung den Instituten der einzelnen Länder Teilfragen dieses Forschunasgebie» tes Mr besonderen Pflege zuzuweifen und dafür Geldmittel (500 000 Mk. jähriich) zur Verfügung zu stellen. Aus der betreffenden Mitteilung des Reichsministers des Innern vom 14. März 1921 fleht hervor, daß Preußen, Bauern unb Sachsen ie zwei berartige Institute besitzen, Württemberg, Thüringen unb SSambura je 1: von Baben, Mecklenburg unb Sxffen wirb erwartet, daß sie mit je einem Institut dazu treten. Unter diesen Umständen erbittet die Regierung, schon jetzt die grundsätzliche Zustimmung des Landtags für die Errichtung des Tierseuck^eninstitutes Gießen und ersucht um die Gmehmigung, die bis «rm Betrage von 900 00Ö Mk. notwendig werdenden Mittel, soweit sie nicht aus den Ueberschüssen ber DiehlxmdelSverbänbe ober sonstigen besonderen Fonds gedeckt tonten können, vimächst verfügbaren Beständen der HauptsvaatSLsse entnehmen M dürfen. Oberförstern Sbornvorf Mrd der Förster Verbrich Gonder aus Nieder-Breidenboch zum Förster der Forstwartei Romrod in der Oberförstern Rvmrvd-2üd ernannt. — Gleichzeitig wurden am 29. April in gleicher Tiensrergenschaft venetzt: der Förster der Fonnvartri Hirschhorn 1, Ludwig Junget zu Hirschhorn in die Forstwartei Burkhards der Oberförstern 'Scdorten: der Förster der Forstwartn Eennsselber Tanne Philipp res M Forsthaus Apsellachbrücke i-i die Forst- uxrrtei Langd der Oberförstern Eicheledors; der Förster der Forstwartn BemSieL Ludcng Metz zu Bernsfeld in die Forstwartn Glau vzadl brr Oberförstern' Bab-SalMrusen und der Förster der Forstwartn Altenhain Peter Lud.mg Rihtberg M Alienhain in die Forstwarvn S'lrebenb jrf ber Okersörsterei Stzomdon. — Uebeitragen wurde dem Lehrer Wilhelm Radmau zu Heisters eine Lehrerstelle an ber Volksschule zu Efsolder- bach, Kreis Mckingen: dem Lehrer Ernst Fischer zu Eifa eine Lehrer stelle an ber Volksschule zu Flensungen, Kveis Alsfeld: dem Schuiamts- amvärter Heinrich Schiffer M Uellershaufen d.e Lehrerstelle an der VokSschule zu Reichlvs, Kreis Lauterbach — In ben Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Vvlkssckmle zulKarchen, Kreis Frikd.erg, Wilhelm Scharnuvm. •* Wäs chediebstahl. In der vergangenen Nacht wurde aus einer Waschküche in der Nord-Anlage sämtliche zum Waschen bereitstehende n a s s e W ä f ch e, bestehend aus Bettüchern, Tischtüchern usw., gestohlen. Vor Ankauf wirb gewarnt. **DieGießenerWalbbührre eröffnete gestern ihre Spielzeit mit verschiedenen Darbietungen, die unter dem Titel „Gerne Stunde im Märchenreich" zusammengesaßt waren. Auf eine von einem in letzter Stunde zusammen gebrachten Orchester gespielte Ouvertüre folgte ein mit schöner klarer Stimme vorgetragener Prolog. Daran schloß sich die bekannte Szene: Meißener Porzellan und Chinese. Den Hauptteil des Nachmittags nahm bas Märchenspiel „Ilse" von W. Greiser ein. Bornotizen. Taoeskalender für Montag: Post- keller, 8Vi Uhr, Mitgliederversammlung der Teuttchnationalen Vvtkspartei. — Hindviburg, 8V- Uhr, Mitgliederversammlung der Deutschen Bolfspcrriei. — Einkorn, 8 Uhr, Tegernfeer Bauerntheäter. — Cafe Leib, 8 Uhr, Konzert einer Kölner Truppe. — Lichtspielhaus, „tieberüdt". — Lichtspiele, Seltersweg, „Die Jagd nach dem Tode, 4. Teil", und „Die Stunde um Mitternacht". — Die Ortsgruppe der Deutschnativ» nalen Volks Partei beranfaritä heute abend im Postkeller eine Mitalieberversamm- lung, um die polittsche Lage und die Vorbereitungen für die im Herbst ftattrinbenixn Wahlen zur Hessischen Volkskammer zu besprechen. — Das Hagenbeckgastspiel beginnt morgen abend. Am Mittwoch nachmittag findet die einzige Nachmittagsvorstellung statt: in ihr zahlen Kinder bei ungekürztem Programm halbe Preise. Zu dem Gießener Gastspiel, bittet und die Hagenbeckschau aus Darmstadt, wo sie bis gestern mit großem Erfolge gaftiertr, um Aufnahme folgender Zeilen: Kein einziges Schmi- untemehmen ist so in aller Welt bekannt wie W. Hagenbecks größte Raubtierdressurschau der Erde. Nicht nur bei allen Kulturnationen der alten umb neuen Welt strahlt der Name Hagenbeck in hellstem Glanze, auch ben Negerstämmen Jnnerafrikas, den alten Rassevölkern um die großen Stromgebiete des Indus, Ganges und Bramaputra und jyen primittven Bewohnern der unwirtlichen Pvlar- regivnen gebeutet dieser Name ein Begriff von einem geheimnisvollen We'en, bin alle Tiere der Erde untertan sind. Als Abessiniens arofjer Kaiser MenÄik, der „Negus Negusti", durch seinen Minister, den Schweizer Jlg, von den kühnen Dressuren Hagenbecksckec Dompteure, die Jlgs Schwiegervater in Zürich gesehen hatte, erfuhr, erschienen ihm, dem tollkühnen und lei enschaftlichen Löwenjäger, diese Tresfurlristunaen so unfaßbar unb unglaublich, daß er besaht, Jlg solle friert an Herrn Wilhelm Hagenbeck schreiben und ihn ein» laben, er möge einige Dompteure zu ihm schicken und er wolle ihm bann aus Dankbarkeit so viel Löwen besorgen, wie er haben wolle. DaS ließ sich Herr Hagenbeck nickt zweimal sagen, er rüstete kurz entschlossen eine Erpebitivn aus, bie nach wochenlangem gefabcvollsiem Marsche in Meneliks .Hauptstadt Addis Abeba eintraf Damals geschah es, daß einer ber zur Expedition gehörenden D>mr>- teure Hagenbecks unerschrocken und nur mit einem Knüppel bewaffnet in den Löwenzwinger ging, in dem Menollk zum Zeichen feiner königlichen Würbe eine größere Anzahl prächtiger Löwen hielt, die vor dem kühnen Manne in die dunkelsten Ecken des ZwingcrS frochen. Ein unerhörtes Schauspiel, d?m bas gesamte diplomatische Korps nebst Menelik unb beiten tapfersten Statthaltern. beiwohnte. So sind bie Dompteure beschaffen, die aus Wilhelm Hagenbecks berühmter Schule Trrtxrrginqm, unb die auch heute noch Glanzpunkte deS Programms der Hagen- becksckau bilden. Aber nickt nur unvergleichliche Dressurgruvpen wird die hiesige Bevölkerung anläßlich des bevorstehenden Hagenbeckgastsviels be- Mettcrvoraussage für Dienstag: Vorwiegend bedeckt, trübe unb regne» rif ck, Temperatur wenig geändert, westliche Wrnde. Tas 9(rtantifd)e Tiefdruckgebiet hat feint Lage 'vemg verändert. Es pirscht noch dit Wetterlage und wird auch Morgen noch leichte Nickorschläge bringen. Om Sdnitten betrun die H ö ckst temper a» tur m Gießen gestern 21 Grad Celsius, die Nieder s chl ag SM cn g e 8,7 Millimeter. W Bon der LandeSuniver fitat. Wie wir raren, tmrb Pvffrifor Türken eine allge- mein txiitanblidr Vvrleuug über die Ad scam- mu rtg»lebrc galten, itifdr 'ich rnsbe'ondere Sih befdiäftigen nn b. -tag unb Stzmoe ber Vorlesung mefbrn rod) - *1.‘I ,n der sovalnachri chtcn. Ltr Mvnnerialra' im Mi,il^n»wr ber FEnanzkn, ^iwkiraT Mm ■1 'um D uWü V^nrid^D o eTbhZStiEFJL Oberlehrer an d.r Realickul- ' L ü Tt r b a"* — fämtlid? mit Wrrkung vom 16 Ami an — xet Förüer Heinrich Gaul zu Stöbbingeu wurde 5«m Für,ter der Forstwarrei Köddingen m der wundern tonnen, sondern auch Höchstleistungen moderner Zirkus» und VarietSkimst, wie sie heute kaum rod) in Deutschland gezeigt werden können. Auch die Clowns unb Auguste fehlen nicht unb sorgen für den humoristischen Einschlag im Programm. Landkreis Gießen. ga. Grünberg, 7. Mai. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde ber Vorschlag besprochen, nröglichst ben Bauplatz für bas geplante Reichsfinanzgebäude in den Hösentränks- gärten der katholischen Gemeinde zur Verfügung zu !i-llcn, bie den Bau einer Kirche beablichtigt, unb dafür im zauid) für ixe Rerckvbehörden das Gelände der katholncken Gemeinde im Tiefen .Hof" an ber Balmlxn«naße zu erwerben. Ta ber Kirchmbau in abvebbartr Zeit nicht auSgeführt werden ka.m, glaubt man, durch dm wahrscheinlich brib erfolg nden Bau des Fmanzgebäude- an ber ^frlie der im V7,^n Hot' Demalidm alten das Stadtbild an d-r Äahnhvffwaße Der« yfaj1 Zu können Allerdmgs »er die enbgültißc Eirlfm-roung der RerdisbeHörde noch nick' gefallen i xct «oneuweiat bcaurtragte einen Ausschuß, mit I dcr. utthoufchm Gernnndevtrtretung über deren iU verhandeln. — flut momo etnei ^en xft des Amt5 beBanntiid) eine sehr grjpc Verbreitung hat, b. .getcetm. 2aranfbtn versuchte dre übrige Belegschaft Lnese Arbeiter au» bene Betrieb mit Gervalt zu e riernett und stellte an die Leitung des Werken bas seder Freiheit hohn-' sprechende Verlangen, die Mitglieder des Ctmrst-- liehen Metallarbeiterverbandes ru e.idhficn, ober sagten ben Streik an. Tie Direktion magerte sich mit Recht, diesem Verlangen zu enfnncdxn und sperrte nun die Belegschaft aus. 60 Monn, heute von Butzbach eingetnofrenc und nt der Um» gegenb stationierte Siclierhcitsvolizei soll unn Schutz der Arbeitswilligen und ber anderen Bo» völkerung bestimmt sein. Wie wir hören, jott ein anderer Teil bet Belegschaft infolge dieses m dre persönliche Freiheit des Einzelnen etngreffen- den Verhaltens ebenfalls gewillt sein, dem Christ» licken Metallarbeiterverband bazutreten. Kreis Schotten. s. Laubach, 5. Mai. Gegenwärtig sind tjur; Verhandlungen über Wohnungsneubautenk für Eisenbahner im Gange. Aus Anfrage» der Stadtverwaltung Laubach haben sich die Vertreter der Ei enbahirdirettivn FrankfuN a. M. betest erkört, für hiesige Eisenbcchnangestelltc ein 4-Famüienhaus bauen zu lassen, lieber bie Lage des Bauplatzes bat man sich bis jetzt noch nicht geeinigt. Das Entgegenkommen der Eisenbahn- birettion ist im Interesse der Steuerung bet alür gemeinen Wohnungsnot sehr zu begrüßen. Kreis Friedberg. * Friedberg, 9. Mai. Die Handels» kämmet Friedberg versendet einen Bericht Über die wirtschaftliche Lage in ihrem Bezirk, in dem es u. a. heißt: Der Geschäftsgang der in dem Handelskammer bezirk Friedberg gelegenen Industrien und des Hanoels während des Jahres 1920 kann im allgemeinen wider Erwarten als relativ befriediaend, zum Test sogar als gut bezeichnet werden. Die Arbeitsverhältnisse sind im Lause des JahreS günstiger geworden. Besonders die Arbestsfreudigkest hat sich sehr gehoben. Vor allem dort, wo Akkordlöhne bezahlt werden ober bie Entlohnung nach Zeit mst einem fruchtbaren Prämiensystem verbunden ist, läßt sich eine ständige Zunahme der Arbestsfreudigkest feststellen. Dre Löhne selbst wie auch die Gshäller der Angestellten wurden gewöhnlich durch Abschluß von Tarifverträgen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern geregelt, Lohnstreiks größeren Umfangs kamen nicht vor. Allerseits wird über die Erhöhung des Gütertarifs geklagt. Be-'o"ders wurde davon die in unserem Beirrl ansässige M in e r alw as serin du st rie betroffen. Wenn man sich vergegenwärtigt, daß auf noch nicht allzuweite Entfernung • die Fracht auf die Flasche teurer ist, als deren Füllwert, so kann man direkt von einem Todesstoß sprechen, den ber neue Gütertarif diesem ansehnlichen Industriezweig versetzte. Mit der im Jahre 1921 zu erwartenden neuen Erhöhung ber Gütertarife dürfte der Untergang ber Mineralwasserindustrie vollkommen besiegelt sein. 4- Bad-Nauheim, 9 Mai. Unser Bat» batte gestern rinen lebhaften Sonntagsver« kehr. Zahlreiche Ausflügler trafen zu F tz ober mit der Bahn ein. Gut besucht war iworgenS schm das TMühTonjert in den SrrnThramlaaen; auck die Mittags- und Abendlanzerie der Zkurkapelle^ auf der Terrasse erfreuten sick lebhaften Bebichs. Im KnickauSsaale führte fick ins Gießener Stadttheater, unser Kurtheater, fih- die Sommerzeit bot gut besetztem Hause mit ber Er- östnungSvorßelluwg „Die Volar reise" em unh ernctere gvoß«r Dri'all. Von Er-Hrimiscken und Kurgästen gut besucht war auch eine ernste Feier im Restaurant Burk, bie bie OrtSgrupve ber Deuff^-natvonalen Vl^spariei zum Gedächtnis ber verstorbenen Kaiserin veranstaltet hatte, und in be^en Mittelpunkt bie nn- emvsunbene Gedächtnisrede von Pfarrer DuSteld (Gießen) stand. — Die Saison bat tn ben letzten Tagen einen erfreulichen Aufsckm >ng genommen. Viele Däuser hak«n schon alle Zimmer beietzt. ES würben täglich schon 1400—1500 Bäder verabreicht, für diese JahveSreit ctic reckt t*obe Zahl. Von Veranstaltungen ber letzten Tage he^en ton noch fttnror ein Konzert ber Giktzen er Regimen tSkavelke Ein E'-ergrts rm nru» sikalischeu tiefen des Bades war bann am Ficertag abend der Overn-Arienabei d non Kammersänger Hemrick Knote. Starkenburg und Rbrinbeffkn. vm. Darmstadt, 9. Mai. DaS kameradschaftliche Fest und die Gedächtnisfeier zu Ehren ber gefallenen Kameraden des ebrtnaTiaen GardeDragonerregimentS fHr. 2 3 fand vorgestern und gestern bei starker Beteiligung statt Ansprachen hielten ber letzte Kvmmandeur des Regiments, ber Vertreter des Zentralvorstan des KvM Seelmann Die Gedäckt- nisvede hielt Pfarrer Bogel. An dem Festr^ig lefnligten sich nrehrere tausend Mann mit txer Musi Korps Es folgte ein Festessen im Saalbau, wobei der ehemalige Grvßherzog als früherer Inhaber deS Regiments anwesend war. Vesskn-Nassau. Gegen die Tanzwut. fpd. Frankfurt, 8. Mai. Die Polizei geht seit einigen Tagen mit außerordentlicher Scharfe gegen die Lokale vor, in denen öffentliche Tanzfestlichkeiten ohne behördliche Erlaubnis abMalten werden. Die Beranflal- tung derartiger Lustbarkeiten hatte einen solchen Umfang angenommen, daß sogar die beteiligten Gastwirte-Verbände um Abstellung des Uebels bei dem Polizeipräsidium vorstellig wurden. Eine polizeiliche Streite in einem Stadtteil stellte am letzten Dtenstag fest, daß in 11 Wirtschaften nicht genehmigte öffentliche Tanzscstlichkeiten abgehalten wurden. Eine Wirtschaft, dessen ^ichaber sich der polizeilichen Kontrolle wider,etzte, wurde sofort für dauernd geschloffen. Die polizeilichen Streifen in dieser Rikytung sollen jetzt fortdauernd vor- genommen werben. Den Teilhaber erschossen. fpd. H o s h e i m i. T., 7. Mai. Die beiden Besitzer der Obermühle, Ferdinand unb Erwin, die seit langer Zeit, trotz ihrer gemeinsamen Interessen, in arger Feindschaft miteinander leben, gerieten am Freitag nach- nrtttafl mftefntntber nt Streit, in dessen Verlaus Erwin durch seinen Geschäftsteilhaber nril einem Ikevolverschuß gerötet wurde. Der Täter und zugleich Sdiroager des Erschossenen stellte sich fveuvillig der Behörde und wurde dem Höchster Lreisgerichtsgesängnis zu- geführt. *• -arze Nachrichten aus Hessen und den Nachbarstaaten. Georg Freund wurde von der Schaiere» Steinberg einstimmig «unt Schäfer gewählt Jin Stadtteil Tfanicrbad) at Friedberg fand gestern ein Vortrags- und Theaterabend »um Besten der Lriegerehrung statt. Ter von dem Mitbürger Malermeister Karl Sommer geschaffen? künstlerische Entwurf für das zu errichtende Ehrenmal iand den Beifall derEinwohner — Ar Ober-Florstadt wurde ein schönes Kriegerdenkmal enthüllt. Die von Gesangsvor- trägen umrahmten Ansprachen hielten Pfarrer Kaovesser-Nieder-Florstadt und Pfarrer Bogel- Reichelsheim. — An Bergheim bei Orten berg starb der Polizeidiener i R. Karl Hemrick Rausch, Veteran der Fecktzüae 1866 und 1870/71 im Alter hon 76 Jahren — Der Ortenberger v. H. C hielt in voriger Woche seine diesjährige Generalversammlung ab. Der Schriftführer, Oberamts- S»ricktSfekretär Heutzenröder, legte infolge Krank- rit sein Amt nieder. An seine Stelle trat Gerichtsvollzieher Meier. Ms Neuerung wurden ball»- tägige Wanderungen auch am Morgen angeführt — unter Beteiligung der Schulklassen und der ganzen Gemeinde wurde in B ru chenbr ü ckcn die neue Glocke vom Bahnhof Htteder-Wöllstadt abgeholt. — Ar der Len-enmühle zu M e tz l o s wurde die Besitzerin der Mühle vom Räderwerk an den Kleckern erfaßt intb totgdxahft. — Auf der Friedrichs Hütte zu Herdorf stürzte ein Gerüst etwa 30 Meter in die Tiefe und ritz einen Arbeiter mit sich, der mit zerschmetterten Gliedern tot liegen blieb. Landwirtschaft. Deutschlands Einfuhr an Bror-etreide, Mehl und Backwaren. Tie „Monatlichen Nachweise über den auswärtigen Handel Deutschlands", deren letztes Heft vor KriegSbegmn für den Juni 1914 erschienen war,. werden jetzt der Oefsentlichkeit wieder zu- gängig gemocht Tas erste neue Heft umfaßt den Zeitpunkt von Januar bis August 1920, also der für die Einfuhr am wichtigsten Zeit vor der einheimischen Ernte. Danach wurden an Brvt- getreide, Mehl und Backwaren im genannten Zeitabschnitt folgende Mengen emgeführl: ^nfuIjT Roggen 1858 626 dz Weizen 2934 088 „ Spelz __ Back- und Teigwaren 33 386 „ Roggenmehl 122 397 „ Wnzemnehl 464 155 „ Hafer-, Gersten-, Erbsen-nsw. Mehl 124 806 „ Haferflocken, Getreideschrvt ufw., gewalzter Reis 38 728 „ Graupen, Grietz, Grütze 40 399 „ zusammen 5 616 585 dz Die Einfuhr stammte ausfolgendenLän- dern: Verein. Staaten von Argentinien Westpvlen Niederlande Großbritannien Schweiz Britisck-Jndien Elsaß-Lochringen Italien Belgien Dänemark Uebrige Lauder Amerika mit 3347 764 dz 1 434 283 „ 99 561 „ 47 821 „ 24 859 „ 19 099 „ 5112 „ 1 667 „ 950 „ 808 „ 756 „ 633 905 „ zusammen 5 616 585 dz idf «we 324 Damen, stritt AS aus 2573 NÜV mit crnbegrlffrn sind die zum Häven der Vorlesungen Berechtigten. Es studieren 220 (einschtieh- llch 11 Frauen > Ideologie. 514 (14) Jura. 711 (6d) Medizin. 804 (236} Philologie. Im letzten Sinter- Halbjahr waren es 234S 286) ötuhrrrnt* - Bei den Wahlen zur SluVentenkammer gab etwa die Hälfte der Studierenden ihre Stimme ab Liste des Hochstvulrings erzielte 51, die Frei- deutsche Gruppe 10. die Zahirmedizmer 2 Sitze und die Ausländsdeutschen 1 Sitz. Lefler oder Gummi? Trigen Sie rmochsweise einen Leder» und einen Continental# Gummi»Absatz. Sie werden finden, daß letzterer >cden Schritt wohltuend beeinflußt, eine er» bcbtich Längere Lebensdauer hat und sich daher im Gebrauch billiger stellt Tragen Sie deshalb So gut wie Continental-Reifen. *• Die Feuerversicherung in der Landwirtschaft Tas ffrtiflamt macht tn einer Mitteilung darauf aufmerksam, daß bt' autzer- otteitfidx Werttleigerunq der la dtvtttschaftlrcken Maschinen wck Geräie, auch der Vorräte iuib der HauShalamgSgegenstiu d ein« Erhöhung der Feuerversicherungen nottrcnbio macke, vielfach, namcmli-ck bet Heineren und mittleren Londnnrtoi. herrsche hierin noch eine urweranrwortiche Sorglosigkeit. Neuanschaffungen bei Brarck.'erlustrn seien heute ganz auräcnordenttich teuer, zum Test überhaupt nicht zu erschwingen. — Die Landwirtschaf»l. Winter- t'chulen Hessens führen vom 15. Mm ab ie Bezeichnung „Hesiiscke Landii'trtsckaftsiche Schule zu .... . .". — Tie Wern- unb Obft- bain'dxule zu Oppenheim imb die Ob'i bau schule xr d Lmckwirtschaftlicke Wintersckule zu Trieb erg führen künftig die Bezeichnung „Hessische Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Ob'"'bau ui O p- penheim", bzw. „föefHfde verunstalt für £b> bau und Lmckwirtsdraft zu Friedberg". Kirche unh Schule. fl Bvm Christenberg int Burgwalde, 6. Mai. Nachdem erst am Sonntag bei dem altehrwürdigen Kirchlein ein Denkmal für die Gefallenen von Münchhausen unter großer Beteiligung enthüllt worden war, hatte sich am Him- melsahrtstage zu dem herkömmlichen WaldgvtteS- drenstc trotz des kühlen Wetters eine große Menschenmenge eingefunden. Generalsuperintendent Dettmering aus Kassel erinnerte in seiner Ansprache an Domfatius, der vor 1200 Jahren nach Dessen gekommen und gedachte auch Luthers und der 400-Jahrfeier des Reichstages zu WormS. JE)ocbfd?u(nachric^ten. fi Marburg, 7. Mai. Gestern waren die Immatrikulationen an der hiesigen Universität beendet. Die Zahl der Studierenden, ein- im 19. Lebensjahre In tiefster Trauer Die Beerdigung findet Mittwoch den 1L Mai 3 Uhr nachmittags statt. .VUfl Familie Esau Großen-Buseck, den 9. Mai 1921. 5842D geb. Vogel 5337D im 83. Lebensjahre. 5358] 5325 ScrrlSschanze 5. 5278A sttaße 30. ">322 lauHfliiijfn gesucht. 5360 Bergstraße 11p. 5348] S. Bock & To.. Cigarrenfabriken LksscreS HivSistchei gesucht. tLöchin oorh.s Für die wohltuenden vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns betroffenen sehr schmerzlichen Verluste sowie für alle unserem lieben Entschlafenen in so reichem Maße erwiesenen Ehrungen danken wir innigst g:dr kleinen landw. HauS« alt wird tüchtige HillSMtm liksucht. KriegerSwitwe mit Kind ntcht ausgeschlossen. Schr. Ang. u. UÖ938 a. d. G. An». Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Asterweg 53), Cassel, Frankfurt a. M., San Bemadino (Cal.), den 7. Mai 1921. Die Beerdigung findet Dienstag den 10. Mai, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des israelitischen Friedhofes aus statt. Blumenspenden und Kondolenzbesuche dankend verbeten. Kaufm. Bureau tn Bnd-Xauhelm sucht per sofort oder später tüchtige, erfahrene Kraft: Die schwergeprüfte Familie August Henkel Londorf, den 8. Mai 1921. Tüchtiges, braves Mädchen für HauS und Stiebe ver sofort gesucht. 5345 Leltersweg 79 IL Stenotypist oder (Carl Frensdorf, Drehen. Jüngere Verkäuferin fit SveMloMmMM am Me geiuchi Branchekundige Damen von bestem Rus. die Mk. 1000.— Kaution stellen können, wollen Angebot nebst Photoaravbie und GebaliSanfvruch unter B. 0.30241 ;5.?j0s3 bei dem Gtegener Anzeiger einreicheu. Zäagms Mädchen tagsüber gesucht. 06032 «T7 Ma ktvlah um. Statt jeder besonderen Anzeige. Heute früh um S1/^ Uhr entschlief sanft unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Frau Settchen Katz Ww. Wir suchen zum möglichst baldigen Eintritt eine gewandte junge Dame die perfekt stenographiert und die Schreibmaschine flott bedient Nur solche Bewerberinnen, die bereits Ähnliche Stellungen bekleidet haben u. vollständig sicher arbeiten, wollen Angebote mit Zeugnisabschr. unt Beifügung v. Referenzen, Lebenslauf, Bild, sowie Angabe der Gehaltsansprüche einreichen an MEGUIN A.G., Butzbach Hessen AbL Sekretariat. 5280D Vertreter mit Beziehungen zur Landwirtschaft für den Vertrieb eines einzigartigen gef. gesch. landw. Gebrauchsartikels, unentbehrlich für Rindvieh, Massenartikel, sofort gesucht. (®Qna ungewöhnliche verdienstrnöglichkeiteni. Offerten an (*“lnz 6. Gramer & 6o„ BJiesöQöen, Statt besonderer Anzeige. Heute nachmittag entschlief sanft nach langem, hartnäckigem Leiden im Evangelischen Schwesternhaus zu Gießen unsere über alles geliebte einzigste Tochter und Schwester Else Henkel Vertreter für überliessen in guten Beziehungen zu den Streifen der Gesell» schast in Stadt und Land für eine vornehme Sache gesucht. Einem tüchtigen Herrn ist glänzende ver« dienftmöglichkeit geboren. Angeb. unt. F.E.K. 314 au Rudolf Moste, Frankmri am Main. "33288 Stenotypistin für Dnooratcllong. —Bedingungen: Perfekt in Auf nehmen iGabelsb. bevorzugt* und Lebertranen. flotte Handschrift, gute Schulbildung- Anfänger zwecklos. Offerten mit LebenslauL Zeugnisabschriften, Photo nsw. unter F. T. SS22 an AIa»r aasaatsia 4t Feglar, Fraaktart a. B Ordentliches Dienst mädcheu bei gutem Lohn und Bermlegung ver L 9uni gesucht Bermitt« lang nicht auSgeschloffen. Roonttrahc 24 I. Wegen Erkrank, d. jetzigen MligksMSüchts für sofort gesucht 5355 Frau M. Lternberg. Marburger ©trabe 44. Suche für sofort gegen hohen Gehalt einen tücht. branchekundigen Verkäufer Angebote an Mitin ftSU bei" HauShatt, auch zu Kindern, gea. Berg. Schr. Ang. u. 0N38 au d. ®. Anz Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung. daß meine liebe Frau, untere gute, treusorgende Mutter, Schwester, Schwägerin. Got und Tante Helene Fink, geb. Schäfer im 48. Lebensjahr am 7. d. Mts. morgens 2 Uhr in der Frauenklinik zu Gieren von ihrem langen, schweren und in Geduld getragenen Leiden durch den Tod erlöst wurde. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Fink nebst Kindern und allen Angehörigen. Alten-Buseck, den 8. Mai 192L Die Beerdigung findet am 10. Mal 1921, nachmittags 3 Uhr. in Alteu-Buseck statt 5333 Lackfabrik sucht bestens eingeführten Vertreter Angebote u. Aufgabe von Referenzen erbeten cm: Ion L BoB, £oW, Bormra-Hittratiaufra Gegründet 1846.5.119 Mehrere Sortierer(innen) per sofort gesucht. Erstklassige leistungsfähige Margarine - Fabrik sucht für den Vertrieb ihrer hochfeinen Fabrikate einen bei der in Frage kommenden Kundschaft bestens eingeführten: Mlkklkl Bedingung Lager und Fuhrwerk. Schriftliche Angebote unter 5364 an den Gießener Anzeiger erbeten. } Stel lang es uche| Kontoristin mit Zeugnissen sucht für sofort ober sväier Stelle. Schriftl. Angebote unter 5323 cl b. Gieß. Auz. erb. Botelpagii-Lebrliog unb ein Botelbureau-Volontär mit guter Schulbildung gefud)T. 5343 Hotel Einhorn. Win katb. Fräulein mit Kenntniffen im Fraurös., Klavier u. Nähen zu drei Kindern auf ein Gut gesucht. Bortechell, 5264______Flbknstadt. Aelt. Mätzchen ob. alleinstehende Frau für frauenlosen Haushalt gesucht 5344 Großer Steinweg 19. Gine tücht. junge irrau oder Mädchen zur Auv'- bilfe (2 Pers.» sofort gesucht. Nähere- 06844 Süd-Anlage 5 II. Tüchtiges Allein mädchen für kleineren HauSh. gef. Fran Dr. Erain, Qberurfel bet Frankfurt a. M., SumefiuS- | Mietgesuche | Ehepaar ohne Kinder sucht für Sommersemetter Mliertts jisarr mtt 2 Benen. Echristl. «ng. u. 06934 an d. G. Anz. Zwei Studenten suchen «öbl. Zimmer mit »roci Bettenm.odo.Pens. Schr. Ang, u. 06937 an d. G. Ab». vornehme Stifte^. Die Deutsche Rabatt- Saffe errichtet am Vlatze eine Filialttclle mit DirektiouSvertrag und Fnkasso. Nt,r gut beleumundete Herren mit etwas Sicherheit wollen sich schritt!. melden unter 06858 bei dem Giest. Anz. Verkäuferin Mit guten Zeugntff n, Lehrling oder Lehrmädchen können sich melden. •*” > KanfbauS B. Elsoffer. J MM . . Pfund ML 10.70 Dank aus. 5362 Die Rücksendung der nicht preisgekrönten Entwürfe erfolgt schnellstens. Wiesbaden, im April 1921. Ili-Se. 4 100 7.50 13.50 e 370 578.14 2. e 18.50 27 986 333.43 3. 30.00 4. Bewilligte und noch 38 784.- 5349c 5. 15 374.- 11 268.36 Abschrei- 151 920. - Stück- an 50 522.80 41 399 291.87 41 399 291.87 Vorstehende Bilanz wird dem Art. 3, Abs. 5340B au öcrfnufcit. 06048 Kirchenvlatz Nr. 15. Tucbhandlong WkOAWOkllle niiiiiiiniiiitiiiiiiiiiiTiiiiiiiiiiiiiii 6 i verkou en 06043 Q_,___._---— 'viuic en kaufen 8CIUQ! yoj(iunü R68ÖI la .... Liter Mk. 12.00 öorneö Oees 1,$,unb M 6.10 i E5 TammstraKe f I H GM-WWaWae (Wnlter " '-co'i Ä nf. ... Bf .Kart Kotlaer.InboKea. Mehrere Ztr Saat- u. Lpcisetartoffeln bat abzugeben 0W59 Eim. Friedrichstr. 14 L Brluüt-Dnnüelö-Sdjüle „Fermes“ (6icKen. Babnbosstr. 60 Tel. 1097. - Gegr. 1909. Beginn neuer 22c Wnö- u. lagesturfe. EüchliihPDng Sä. Sehön-, Band- and Leek« schritt a. Handelslacher. AnmoldJagi. Prosp.Irel. /\ Feudingen Dach- ii. Feinschieferbt^üche Gewerkschaft Thomas VII Feudingen, Kreis Wittgenstein empfehlen ihren erstklassigen lws Dach- u. Plattenschiefer Ein Sommer-Ilm für IHidbr. Zungen ein dg. fih mittlere ,Ttg„r. eine Cffhlert- Vilnnfn Körper briet tigt mich u. iuDcrlii‘1ifl Zocker'» Patent* Medizinal-Seife Nach je&er Ba|d)ungm.Znckoob-Creme nachbedandelkv Rrappanl» Wirkung, oon Laufenden bt* Ititigt In allen «polhekm. Drsgrnen Parfümerie. und Friseurgelchästen ertzüllUch, Ein Posten guter b’woll. Füßlinge mit verstärkter Ferse und Spitze. Paar Mk. 5.00 und Ein Posten schwarze b’woll. Dämon- ■trümpfe, florähnliches Gewebe, in allen Größen, Paar Mk. 9.50 u. Ein Porten b’woll. Florstrümpfe, verstärkte Ferse und Spitze, recht gute Qualität, Paar Mk. 15.00 und Ein Posten extra feine b’woll. Flor Hlrtlmpfe, dünn und fein im Gewebe, Doppel-Sohle, Hochferse Panr Mk. Ein Posten dünne Scldenflor- ntrünipfe, sehr elegant, feine Qualität,Doppel-Sohle, Hochferse. Paar Mk. 35.00 und BahnhofNtr. 26 I.ndwlgiitr. 20 , WalltorstraOc 24 5350c H IV. Teil: A WSoiömiiiee voll Sllk-WlIZ Durch die t j Einflechtung der A Handlung von t MilMt iunqf Berkaul bei [“”) WUhelm bis Donnerstag:^ Ak3086h oofl) dem H den ersten drei • Teilen aus diesen A Teil, ist er für e jeden e w eine grandiose a Neberraschung. ferner: G 9ie5We< Minuten noffii '< a Sens.« Kriminal' o drama inOAkten. ▲ Auch dieser Zilin a t lit wieder ein O guter Griff der A Dl-Se. • Cofllfmer lluiöou. • 5Donnenöe Seo A süllüllS SlllüllllM.^ •Tie letzte Vor d, stellnng beginnt d biü«DonnerStag s lägt. 8V, Uhr. WHFonöenflerb Ä«. 8.50 sterilisiert, O OE Normaidose C 7c bobeDose,Mk. 0.4J, Mk. ü.» J 1HII6 entrahmt, gezuck., Dose Mk. 5.90 Mslhonig . . . Pfund Mk. 4.50 » enteis . Pfund Mk. 2.20 _ eis, prima . Pfund Mk. 2.25 lafeireis Pfund M. 4.60 II. 3.20 MetsloSen . . . Pfund Mk. 2.60 MsgrieB weist Pfund Mk. 2.75 Die Beteiligung war außerordentlich zahlreich, es waren 18412 Blatt Einzelentwürfe eingegangen. Nach dem Urteil der Preisrichter war das Gesamt-Niveau der engeren Konkurrenz ein sehr hohes und erfreuliches. Ergebnis: 1. Preis (Mk. 2500.—) Otto Wollersen, Hann.-Linden, Kochstraße 4. 2. Preis (Mk. 1500.—) Carl Bültmann, Berlin-Wilmersdorf, Holsteinische Straße 3. 3. Preis (Mk. 1000.—) E. Paul Weise, Berlin NW, Schiffbauerdamm 35. Außerdem erhielt der erste Preisträger einen, der zweite Preisträger zwei Ehrenpreise. Die Ehrenpreise in Form von je 100 Zigaretten (zus. 300 Stück) der Marken Menes „Eigensinn“ Menes „Cabinet“ Menes „Spadilla“ kamen zur Verteilung an: Pfeffer, Berlin-Schöneberg; Eugen Schmidt, Elberfeld; Artur Hermann, Dresden-N.; Carl Fieger, Weimar; Emil Pohle, Dortmund; H. T. Hoyer, Berlin-Wilmersdorf; Hans Schubei, Hamburg (2); Charles Fr. Derlin, Berlin-Wilmersdorf (2); Walther Hahnemann, Dresden- Gruna; Erich Wiesel, Dresden-A.; Joh. Herrn. Schmidt-Brunnenreuth, Nürnberg; A. Mühlbauer-Liszt, München; Willv Cramer, München; Max Renner, Hamburg (2); Otto Ober- meyer, München-Gern (2); Marianne Amthor, Hamburg; Erich Wolff, Berlin SW 19; Karl Hugo Schmidt, Nürnberg; Th. Grimm, Darmstadt; Erhard Weidlich, Hammerbrücke (2); Ludwig Mackenrodt, Hanau-K.; A. Blankenburg, Magdeburg; E. Wildt jr., Essen; F. W. R. Weissmann, Berlin SO; Kurt Stoss, Bonn; K. Gruber, Passau; Carl Rohrner' Nürnberg; Hans Weiss, Hamburg; Otto Firle, Berlin-Halensee; Ernst Lener, Leipzig; K. Frick, Köln; Erich Behmen, Bad Grund; R. Jerchel, Altona; O. Weinhold, Altona a. £• G. Püscnel, Wernsdorf; O. Ottler, München; H. Piepenschneider, Weddel; J. Sobainsky, Breslau; P. Rombergcr, Aschaffenburg; L. Mies & G. Severain, Wiesbaden; Bezner, Heilbronn a. N.- E. Trautvetter, Berlin NW; R. W. Rapp, Karlsruhe i. B.; H. Zeillinger, München; H. Raithel, Leipzig; C. A. Müller, Köln; P. Schröder, Köln; K. Winterer, Hamburg; K. Michel, Berlin SW- F. Hering, Chemnitz; K. Bertsch, Stuttgart; Anna Lünemann, Hamburg; Karl Blocherer, München. Zum Ankauf wurden empfohlen Entwürfe der Herren: C. Classen, M.-Gladbach; H. Sperzel, Offenbach a. M.; H. Klusmeyer, Berlin-Schöneberg; L. Schmidt, Elberfeld. Allen Einsendern sprechen wir an dieser Stelle unseren verbindlichsten Betrag Vermögen MK. Pf. ZT Frisches SeeMe Von frischem Fang cmvsehle la sst. Kabeljau ohne Kops . . M. 2.50 dto.AnSschnitt „ 2.90 la sst. Schellfisch grob......M. 2.80 dto.AuSschnitt „ 3.40 C. G. Kleinheon Vabnboistranc 59 Deleobon 66. 06952 |Verschled»nes| Slkinkres 'Hnnitkn von (Mlehen leicht erreichbar, landtch. schön geleg . m. g. ertz'lt. Gebäuden u. etm. 20-25 P,'org. Wiesen und Ackerland au vachien ob. kauf, gesucht (Wcnmic Angeb. unter 476GD nn den Äiestener Anzeiger. Betrag MK Pf. 4 1 066 187.66 ^orpeyenoe '«Nanz wird dem Art. 3, Abs. 4 des Gesetzes über die öffent- ltchen SparKaffcn entsprechend zur Kenntnis der Bezirksangehörigen gebracht. Öiefeen, den 7. Mai 1921. Schade & Füllgrabe empfehlen: bluffe lüfti-lliflrgatine Menus l.Pfund'Würfel Mk. 11.00 Moeuus etira 12.00 bester Butter Ersatz. Zlische lofel-Ulargarlne 1-Pfd.--Wtirtel b l°lc Md. b j(j Mgsselk, garantiert rein loic 9.40, ig« 9.60 Garantiert reine« Lchweine Kuhmist l abaug. Hammttrake 7. I ] Etagenhaus 3—4 Sim. i. d. t5tage. bet riroher Anzahl, zu kau-en gesucht. 2dir. Angeb. unt. 06961 an den Eteh. Anz. iu der Babnbosstr^ *Neustadt untere Frankfurt. Etr^ «licestr, Markt oder Schulstr. sos. zu kauf. ges. Angeb. u. ^00 an.Herio". Mineld gnn^grr„ Gieken. ST Kaufe 2* Vboto Avvorate u. vbo logr. Objektive. Angeb mit Pretv> an J. Henermart in »n>ra DU1, Hauvtsir.78. Orb. Nr._________Schulden 1. Einlagen MebranchtcS Fahrrad u. (Orammovbon preiswert zu verkaufen. M64. Walltorstr. 431. Gcbr. Fahrrad *u verkauien. 06964 Kaiser Allee 47 ivaden.) 1 fiinöetOOrogger (Mut erhaltener Kinder- wnzrn aii verkauf. cteinbera. OberdoH 29. Dameubalbschube. Gr. 96, einmal getiagern bilhnit abAugeben Neu stadt 17 II. v. 9—12. Haus mit wirtschaft zu verlaufen. Utberiinhmc kann am I- 7. 21 crfolqen. _ Dchr. Angebote unter 50^4 an den tMien. A n*. h”-11 fcbeiler an den <«tefr. Anz. I Vvt-Küufv '~\ Die Austragaeder kleiner verlaus», ffnzeiaen «eb< r<, unt« elfen her- ort cen Tb^eboHn Ihr, Adrefi, (frtrahf. ^t'.nummetu ibsto*. werk),n»erü 'e ui.Le , Soll6le ebnOc oeifreAl bleibe <, l» welle men Ichr gliche Vliiaebeie unter der ^nuigeuimntmec lorbert Vnekunft hbet Tibrilltn u f durch die aelchäsfltelle tue »ich! er.^.t -'ecbei (^in ichöuec' vullenftierchen preiswert zu verknusen in Krofdorf SO«. 5 65 1 erfo". Mitt. Snn -lkrv., ietzen. I^'h dachten nefnrfit. Sckriftl. Anaeb unt. 06929 an den Wen. AnA. erbet. Laaerschuppen 3ber Platz au vachken 4ef. Tchriftl Anaeb. unt. Won d. Kiest. AnA erb Verlöre« aold. Sekttlnfel am vera Mittwoch Atvifch. 7 it.8 Ubr abends auf dem Weae v. Stark'>nb>nala' bauSLndwtqftr..Lteb'astr.. krankt. Str.. Lelterdwea, Plockstr .Cst-Anl w,3. Bel. obAUfl. Oet-Aal. 31 N. Verloren am SamStaa vom Markt 'Brnndvlatzi bis Aur Kaifer-Allee ein (tzrldmnvvchen mit Zn- halt. AbAU« aeq. Belohn. Kaiser Allee 2« III. XligCT* „Der bentmen ßicfamtnuflnne unteres B atieü »ent cm Vrofpekl über Zucker» Patent-Medtziual-Scifc bet 5d24D Ur. M Zweites Blatt Siehener Anzeiger (Gencral-Anzeiger für Gberheffen)Montag, y. Mai |921 Line stürmische Sitzung der preutzischrn Lanvesoersammlung. 18. Sitzung Ssmstag, 7. Mai, unttag- 1 Uhr Präsident Seiner t eröffnet die Sitzung, die urftxtiniflltth um 1 Uhr beginnen sollte, erst um ll/4 Uhr und erteilt »unädr't das Wort OJt der Xüfle4urb:untfl beut Minister des Innern Tornrntcus: Ick, habe qeftern bent »oben frouie mitgeteili, bar» nach beit mir Angegangenen Nachrichten ein fron- || f tj cb e r Offizier in öemdnfdxrit mit eint gen Polen gegangen genommen roodxn in, weil rt dabei erunirfjt wurde, als er bet Neisse dic Cdenbabniiberfülnnng über die froycnpietz fprtnqen mödtL Mir ging foebcn eine telcqraplnsche Mel oung aus Sree-lau ju, die ich Ihnen bekannt geben Möchte. Tie Wtang des Regienmgspräsidentrn (outet: Tie ‘mir heute persönlich übermittele Meltnina der Eisenbahnbirektion Breslau von der Verhaftung »rocier französischer Df filiere wegen eines Smengwriud vö der 6o6cnpU)t^®riidr wird t»n Eisenbahnseite widerrufen. OhDbvr Stan aus der äufieqtat Sin* feit Sbomiramiften und Unabhängige febneten laut auf den Minister ein. Bon der istechten ertönen llQisizismu.-1 In Beethoven vevehuen wir den größten, Eigentum erworben hat. Bereits im Jahre Meuter der modernen 5nftnnncntaLnurif Jn be. ' 1920 hatte die frankfurter ft.ndcrdilfc 500 Ginromt, 6rr jrtammonaic hat man tivar dn. Binder dort umcrqebradjl unb zwar 18 genxiln.toiSebcrnfahnMr bti Sinfiro uldit mehr | Kolks,chuINalik" "into TU »u erreichen gemußt, man in aber äußerlich uhri Lj-.-.u , .. TUNy c ibn binauögeidmtten, bat Pfade verfolgt, die ^'^rungen, die babm gemacht wurden, wa, Beethovens imwcndlcr Geist nur noch anbcurcnP™ "Q® oen uberetnRiinnteitben Gutachten konnte, aber einzig und unübertroffen fttlxt der DCT ^krzte unb brr Eltern so günstig, baß sie Meister da in seinen „Strridxiuartettm-. Dic »u cmer Fortictzung des UnternehmeitS fühl immer gleichen, äußerlich deichränltrn, bargen öer len. Frankfurt beabsichtigt nun, bte äußerst geistigen »kvmbmatw-n eine unenhluhe Welt er vorteilhaften BerhäUnisse tn B^eg'chetbe für lörfnenbcn Mittri, sie sind in den vier Instrumemet bte Aufgaben der tfinbcrfürfor« auch für btt betÄrei.?qil^Tt^ QCflchen. und hier, wo cs gtU, Zukunft zu gewinnen, i.ch bauernd zu sichern inbu>i£mcUe~ ttratt gegen MraU zu n.Uen, nn> ---- — äußerliche Steigerung nichts, mehr entidinbct " teilen: dic erste Gruppe umfaßt Op. 18 Nr. 1—5 In diesen Werken zeigt Beethoven noch eine An lebmmg in der Form an fcahbtt. Als Ucbergano folgt ixte* Quartett Nr. 6, dann kommt, nach längerei Pause, Gruppe 2, de sog. Rasumpiv-t-kv- Quartettc Op. 59, jene Suartettfinfamen, wie sie mit Recht bezeichnet werden, in welchen Beetlwven, bei aller Wahrung der 2-onatmform, allen Instrumenten eine Selbständigbeil zmvrist, mie sie bisher nirgends vorhalwen mai G- folgt ein zweiter llcbergang Op. 76 und 95 zu dem Größ^ ten, was der Meister geschaffen, zu iener- 3. Gruppe von Quartetten, ab Op. 127. Ter vaubtunterfcbich der letzten Beethooerrscheu 5treid)quartcttc von ihren Borgängern, liegt tn dem ganz inbifibudlm, persönlich sutßektiveu, von der Außenwelt ganz abgelösten Charakter der .Drinposition, die, unbekümmert um formale Verständlichkeit, nur bet Inspirationen des Meisters zürn 2lusdrtick dient. Das am Mittwoch zum Vortrag kommende Quartett Op. 18 Nr. 2 stammt aus Gruppe 1. Es hat bei den Musikern den Beinamei des „Avm plimcntier-QuartettS" emrorbm, wegen de> SdouöI thentas im ersten Satz, bei dem man unwillkürlich an einen feierlichen Empfang in der Rokokozeit mit seinen zeremonlösen Vorstellungen und Berbeugun gen erinnert wird. 9 ♦♦ Die Beschleu nigung dc r Schnellzüge im Sommersahrpla n erstreckt such insbesondere auf die Verbindungen von Berlin mit Frankfurt a Main und Stuttgart sowie >bassel, ferner von Leipzig mit Köln unb Kassel. Beschleunigt werden Tages- unb Nachtschnellzüge zwischen Berlin, Leipzig und Frankfurt: nb Ber lrn 8.05 Uhr vorm, ab Leipzig 10.27 Uhr, an Frankfurt 6.50 Uhr; ab Frankfurt 7.10 Uhr, an Leidig 4.32 Uhr, an Berlin 6.48 Uhr; ab Berlin 8.32 Uhr nachrn., ab Leipzig 10.3.3 Uhr nachrn., an Frankfurt 6.43 Uhr vorm., ab Frankfurt 10 Uhr nachrn., an Leipzig 6.18 Uhr, an Berlin c.20 Uhr vorm ♦♦ Schwierig keiten der tech Nischen Ausbildung. Eine praktische Arbeitszeit soll dem Besuch der technischen Lehranstatten durch den Nachwuchs für die mittlere und höhere Ingenieurlaufbahn in der Regel vorarrgel^en. Zur Zeit ist es aber schwierig, die Praktikanten unterzubringen. Den mittleren und höheren Schulen Deutsch lands ist deshalb von den Schulbehörden eine Mitteilung des deutschen Ausschusses für technisches Schulwesen übermittelt worden, daß er eine richtige Beratung unb recht zeitige Unterbringung der sbelleitsuchenden jungen Leute erstrebt. Er hat zu diesem Zweck eine weitverzweigte Organisation geschaffen, die unter Mttwuckung von Vertrauens man nern der Bezirksvereine des Vereins deutscher Ingenieure und der technischen Schulen und Hochschulen wirkt. Häufig wenden sich aber die Praktikanten zu spät an den Aus schuß. Die Schulleiter werden deshalb ge beten, die Schüler womöglich schon ein Jahr vor dem Abgang von der Schule auf bic Schwierigkeiten der Berufswahl und der Ausbildung für technische Berufe hinzuweisen Der Ausschuß hat auch ein Merkblatt für Praktikanten herausgegeben. Hessen Nassau. Ein Kinderercholungshenn. X. Bob Orb, 6. Mai. Auf dem Weg scheidekopf (460 Meter Höhe) bes früher für bas 18. Armeekorps eingerichteten, zweitawß ten deutschen Truppenübungsplatzes Weg 'cheide bei Bad Orb sind 27 heizbare, feste Baracken mit je 54 Betten errichtet worden, die die Frankfurter Kinderhilfe zu ■ • mc Frankfurt a. M, 6. Mai Als einer oer beiden Täter, welche letzten Samstag den Ra u b a n f a l l auf den betagte« Landwirt Lichtenstein in dem benachbarten Ort Bergen unternahmen, mürbe ein HanS Hahn aus Neuwied festgenommen, der aus der hiesigen Irrenanstalt entsprungen war und nneder dorthin gebracht wurde. Bon dem zweiten Tater bai man noch keine Spur. Schlichtnngsausschutz der Provinz Oberhcssen. Sitzung neun 3. Mcn 1921 Tie Masseur«- und Massen >eu von ^ad-Nnu- ucim wünschten ihre glrichmäsrge ixrar. frung zu beit im .'Umitzkysnfr (uiduihibienben Ttai a en an Stelle der dauernden Vergebung der Massagen an cinzklm Da rbnai die. von der ^'C. ipnltung nicht Augcfianbeii wurde, ri?icn ftc a \ l'-nuneb» lang des ^kreiSamres Aricbberg zur X «cibaig eines Venvaltlmgsstrei^veriahrenS do 3diuh tungSauSschuß um Vermittlung an . Eini- cping31h*rlxntbümgeii vor dem Schlick tr qsauS- stdutz führten irdoch zu keinem Erg Es nrußte den Parteien überlassen bleiben, ,.über die Irage eines Weckrseis in der verar wtjung der Masseure und Nia-feusen im Kv.iitzkhstftt zu verständtgen: da es sich nicht um et en Streck zwischen . „Arbeitgebern" unb ,,Arbeitnehmern", sondern um Ausübung eines freien Berufes Han delte — auch die im Stift bereis beschäfttglen Masseure stehen nicht im Arbeitiiehmerverhältt«t5 zum Stift —, roar brr Schlichtungsaiissckruß nuht in der Lage, in bet Sache zu entscheiden. Mit Wirkung vom 1. Mat 1921 soll tn bar Brauereien in Gießen, Marburg, Frr bberg, Butzbach tmd Sich den veicheirateten gelernten Arbeitern 36 Mk., den Ledigen 26 Mk, den verheirateten ungelernten "Arbeitern 30 Mf.. dir Xie- bigeat 20 Mk und ben Arbeitern imin 1b Jahren 10 Mk. als wöchentliche Lobn-ulage aut bic brS- bertgen Wochenlöhne gezagt werden. s?lutieroeni soll bei gänzlichem jfccT teilrori em Bericht bw einzelnen Arbeitnrinners aut ben ihm nach dem Tarifverträge zustehenden DauStrunk (24 Liter wöchentlich zu je 20 Pf.) ihm vvm Arbeitgeber für jedes hiervon nicht getrunkene Liter 1 Mk vergütet werden. Der Deutfck» Tr^tilnrbeiterverfrmb, Verwaltungsstelle Kassel, hatte in her mit ber Verernr- gung der Arbeitgeberverbände des Lahn-- und Tille gebiete und Oberhessens schwebenden Streitlache über Festsetzimg einer ArbritSvTdirung für bte Textilbetriebe den SchlichtunqSauSschuß angerufen. Tie mit den Parteien erraeleiteten Befpreckmngen der betberfeitigen Vorschläge einer Arbeitsorte mmg führten zur ''Vertagung der Angelogenbeit, da es nötig ist, daß tnc Parteien izmiächst durch überiidxtiidx* Gegenüberstellung ber beftrittenen einzelnen Bestimmungen eine genügende Borberei tung für die sonst zu schnneng sich gestaltende Verhandlung schaffen. Gerichtsfaal. Die „Schuhfabrik" in Donhcmfen. X Hanau, 7. Mai. Wegen vollendeten und versuchten Betrugs hatte sich vor der Strafkammer XXmau der 28jäbr:gc Schuhmacher und Kauf mann Traumüller aus Vonhausen, Kreis Büdingen, zu verantworten, ber nach seiner Entlassung Dom Militär in Donhaufen im Elternhause ne kleine Schuhrnacherwerkstätte eröffnet unb ber selben die Bezeichnung „Mechanische Schuhfabrik" bei gelegt hatte. Unter diesem Namen tot er in den Fach^itunaen Leder in großen Posten an, obwohl er dtefes mcht zur Verfügung batte. Am 16. Nov 1919 hatte er bann seinen Wohnsitz nach Gelnhausen verlegt unb unter dem Namen „Gela Leder versand" ein Geschäft eröffnet. Unter diesem Namen inserierte er in verschiedenen Sebrryitungen unb bot große Leder Vorräte an, zahlbar bei Emp< rang ber Rechnung Firmen unb sonstigen Leder- Interessenten, bte Angebote machten, KI graphiertc ober schrieb er, da ßsofortige Einzahlimg des Geü> betragen erforderlich fei. Kleineren Abnehmern sandte er auch Pakete mit hohen dätchnahmen. Ter ßerrn Collins Abenteuer. Roman von Frank Heller. 11. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Tas Geld, das ausgezeichnet imchqeahmt war, Var m den verschiedenen Geschäften, wo es aus- gcgeLcn roirrfK, gar nicÄ beargwöhnt worden, erft in den Kontors der Bank hatte man den Bettug entdeckt. Große Bestürzung herrschte, aber man toffte, daß bte Polizei bat Verbrechern bald auf der Spur sein wurde. Man glaubte, Anhaltspunkte zu haben. Tie Zeitungen bedauerten allgemein das Borgesallene, aber stimmten den Hoffnungen der Geschäftsleute zu, die schuldigen bald hinter Schloß und Riegel zu seben. frier im Lande, schrieb bte „Mornrng SccIkt", haben solche frercen selten lange einen Markt für ihre Waren gehabt. Und die „Times", das ehr- würdigste der Preßorgane, schloß ihren Artikel über die Sache mit folgenden Worten: „Wrr bedru-- cm ebenso wie unsere 5M(egen_ bie Opfer des Geschehenen: aber gleich;eing müllen nur untere Verwunderung über bie Leickülebigkeit aussprechen, mtt der man sich düpieren ließ. Wemt es einen Laut auf der Welt gibt, der noch wohlbekannter ist als bie englische Sprache, ist es sicherlich der filang des englischen Goldes." Das venerable Blatt hatte recht, lind doch sprach es, mit Perlaub gesagt, aus dem hohlen Fasse. Denn der Sfcng des englischen G>de-, den es in so beredten Worten rübnrtt, war,o geschickt nachgeäfft, baß es am nächsten Tage, bem 16., gelang, mcht weniger als vierzehtt taliche Pfund im Bureau der Zeitung fefbft atrzubrrngen Derselbe Tag brachte noch eine Menge anderer friobsbotkchaften. Weit davon entfernt, noch ihrem ersten Erfolg zu ermüden, schienen bte Bei- trerber im (Gegenteil dadurch zu _neucn Taten an gefeuert zu sem. Im gattzen östlichen Lon don und in der Eity chatte „man" bte Leistungen des Montage, nur in viel 'größerem Maßstäbe, wiederholt. In Tabakttafiken, Bars, Iuwelrer- ge sch ästen und Restaurants war falsches Gold tm Bettage von ungefähr 250 Pftrnd placiert worben, alle von derselben garen Marke wie bte Müwe des Montags Ganz wie da hatten dic Betrüger tn dem Grobe die '?lufmerffamkeit zu vermeiden gewußt, baf bie Betreffri ben immer erst tm San?» tjirtor den Verlust merTzn, den sie erlitten hatten Sein Signalement von Wert konnte gegeben mer«= bat, nur eine Unmasse von Berbachtsnwmcnten war der Polizei mit geteilt worden, ir-b btt Te- tektios arbeiteten im SÄveiße ibres Llngefick-tes Wenn man am Donnerstag, 17., noch air Besserung zu hoffen gewagt batte, auf rrgenberne Zaghaftigkeit ber ber Derbrecherbande, so enr-e en sich alle derartigen frofftrungen als fehlgeschlagea. Nicht genug damit, daß bie — entfcetfrcn — Placier ungen falscher LOvereigns für den Tja.g ine Ziffer von fast 300 erreichten unb das Tätigkrits selb der Verbrecher sich fetzt schon von L-outh Äensinqttm bis London E. C. erstreckte, trafen aus ben Gegenden um Ienchurch Street im Osten unb Äenfington 'üblich Dom Fluf'e di ersten Nachrichten über falsche rnibermünzen in allen Werten mm zwei Schilling an ein, unb eine schneider- ff rma in frolborn rapvortierte laut La-^nb bte ersten mischen Iünftriundnoten. Die Zeitungen, die die Sacko? am Anfang mehr en passant behandelt batten, tegmmen tr.e Ohren zu spitzen: die Nervosität des Pudliftrms war im St- t'en legriffen, was man an den vielen „Ern^rirndt" sab, imb die Polizei, Soockanb slcrrd, tn t: man unerschütterliches Vertrauen '^tzte, hatte notb nichts mitzineilen. Qi? operierten Hz Verbrecher'/ Man wußte es mcht. Wie formte es ihnen gelingen. Gewicht, Prägung und ftlang der Münz? so gut nack«uäffen ' ?.2an wußte es nidn. Wo hotten fie ihre Zerttrale. in London, im AuÄarro -t>er tn her Prvvrnz? Man wußte nichts darüber. Verwirrung und Staunen, jo kann man die Tage, bte folgten, zusammenrassen, ber 1*, 10. und 20. April. Ter 18. war durch den ersten Raubzug der Verbrecher in der Provinz^ markiert : der 19. durch ihre Plü, b?nmgen tn Schottland, der 20., der ein Sonntoq war, brachte eine kurze Ruhevause. Eire Menge Pertaftungen wurden auf dte Anzeigett ber erschrockenen Laden befftzer hm novgeuommLn, etragt wenige davon führten zur Festnahme alter bekannter ^)ewohnheit^ vertrecher, bie doch vermutlich nicht das Gertngstr mit ber Sache zu tun hatten, und d s Refflltat der übrigen war die Freigabe mit ober auch ohn.- Entschuldmungen. Waren die Schuldigen unter diesen Arrelierten, so mußten fte tm Belize außerordentlicher Schutzmittel iein. T'.c „Times", ixe sich feit ihrem Mißgeschick vom 16. Ziemlich still verharren hatte, brach« am Montag einen Artikel, betitelt: videant consuies, m dem ba ' chrwürd Blatt mit der Polizei scharf ins (ffericht ging. „Wte lange," Fragte bte Zeitung, „wird bte Sicherheit ber Geschäftsleute einer i'anöe Verbrecher, deren einziges Verdtenft vermutlich nur in ihrer Frechheft heqt, als Beute preisgege'^n werden ? Mag sein, dc". ihre „Ware" vortrefflich unb der ftlanq (sie- u. b das Gewicht unserer Münze reckt geschickt nacko-^ahmt ist — wo: ro-.r sagen wollen, ist dies: Hot dl. 'Polrz« nid» die genügend: .üompetenr, btricr Bande hob- haft zu werden unb bas geschäftliche Leben vor hren Plünderungen -u beschützen, dann steht es schlecht um Recht und Gesetz her im Lande. Die Verhütung reswktioe die Bestraftrng solcher verbrecherischer Taten ist bic Aw gäbe von S.ot'and Darb, sie muß erfüllt werden. Noch einmal: videant consuies . . Dieser Artikel war vom 21. April dotiert. Zwei Tage darauf ereignete sich bic Epi:d: mft Seren Sgerjid aus Sdto'm. (gwtje6ua, Inhalt des Paktts fteöte sich rebcnat als minder 6,50 7,67 1,52 Züricher Devisenmarkt. Betrag fei i Mark Bankschulden. Är 100 L. Embezug beliebte Archer 65,94 66,05 Berlin Preutz. Äonsols nftttbter Dank . M rechnen ist, haben der Da?m 176, WÜ1 157, 293, 315, 447 408,50 133,50 182, 219,50 219,50 behördliche Anzeigen Telephon 1882. 4221c Dieben, de« 9. Mat 1921. 5847B 1 Lichtspielhaus j Bahnhof siraBe 34 I Gießen (Vtodrftr. 12), beit 9. Mai 1921 Statt Karlen! 5361B Bietzen, 9. Mai 1921. 06953 Bietzen titiiwt I9i. Heulen 1051. 2 5337 s 16,78 91,35 31,04 Är. Är. Är 100 100 10-3 100 100 1 100 100 100 100 100 6.5. 8,55 4,30 8,50 7.5. 8,55 4,27 8,50 108,75 6,60 59,20 88,80 117,80 88,80 117,88 272,- 635,- 490,- 409,50 283.- 16,77 91,60 33,04 Brüssel-Antwerpen . Thristiania Kopenhagen Stockholm ...... Fl. ML. Är. Är. Fr £ L. 7,48 18,60 1,51 Börsenkurse. Frankfurt Zürich Amsterdam . . Kopenhagen . . Prag Stockholm . . . Wien London . . . . Paris Reuyork. . . . Emilie Oppenheimer Adolf Iarnover Verlobte gerechnet. Urteile des Erfurter Sonoergerichts. Erfurt, 7. Mai. (WTB.) Tas Erfurter 16,73 91,40 32.96 verurteilte ihn unter erkannten Strafe hon Jahr 9 Monaten Ge- kchmigshaft wurden an- . 6.5. 77,50 69,- 70,- 68,- 180,- 292,25 244,50 221,- 186,25 Märkte. x Lich, 9 Mai. Ter Psingstserkelmarkt nntb unten waren geringfügig. Schiftaihrtsaktren leicht erholt. PrivatdisLont 38/< Prozent. Svndergerickt, das heute zusammentrat, um §eIhn9f «gen etwa 80 Kommunisten, Angehörige der roten Italien Leuna-Armcr zu verhandeln, verurteilte 28 £.onbon. ■arä-WeMckkaik 16,73 91,15 30,96 Frankenau (Bez Tafle!) Bietzen (Norb Anlage 1) im Mai 1921 . nach unten. Tie übrigen Papiere dreses Marktes waren behauptet. Elektrowe.tr konnten sich etwas befestigen. Ein lebhafteres Geschäft enttvickeltr ich in merikanischen Anleihen. Ter bei Bör,e war ruhig. Tie Kursveränderrmgen nach oben und Gustav Gutenstein Helene Gutenstein geb. Nuhbaum Vermählte Atzbach (Ätets Wetzlar) den 9. Mai 1921 F rankfurt a. TL, 9. Mai. Berliner Devisenmarkt. Ihre am 1. Mai stattgefundene Der- mählung geben bekannt Heinrich Vogel und Frau Kätchen geb. -Kolb Ihre Vermählung zeigen an Dr. med. Wilhelm Buchacker und Frau Eva geb. Hirt 158,- 142,12 502,- 290,- 312,- 446,75 283,- 270,- 624,- 488,- 406,25 280,50 235,75 532,- 186,- 535,- 215,- Biehen, den 6. Mai 1921. Hessisches Amtsgericht. Kurs 7. 5. 77,50 70,— 71,50 68,40 180,- 291,- 244.- 211,- 186,- 176,- 156,75 152,- 427,- 290,25 310,25 455,- 284,84 272,10 648,- 493,- 413,- 280,12 237,50 540,- 181,12 539,- . Sh. 97,80 . Fr. 125,40 . I 23,80 Angeklagte zu Gefängnisstrafen von 8 Monaten bis zu 2Vi Jahren. 7.5 77,50 Wechsel auf: Holland Deutschland . Wien........ Prag........ Paris........ London Italien Brüssel Budapest Reuyork Agram . . Bukarest Handel Berlin 7. Mai. Börsen stimm» ngs- bilb. Die politischen Verhältnisse, mit deren Klärung nach dem Ultimatum der Entente mm- 9.5. Franken 199.- 8^25 1.475 7.80 46.45 22.36 28.75 46.45 2.90 561.- 4.05 9.30 nacht mt 6.5. 77,50 Datum: 1.7,14. . . . Fr. 125,10 Spanten ...... Wien (alles) Deutsch'Oesterr. . . . Prag......... Budapest....... Bulgarien Äonstantinopel. . . . Marknotiernn-en. Fstr 100 deutsche Mark wurden gezahlt: . . „. . -------------- nach dem alten Brauch am 3. Pfingstieierlag aus dem zu biqem Zweck neu hergerichteten Schweinemarktplatz ab- gehalten. Wir öerweisen am die BekanntnEichung der Bürgermeisterei Lich tm Anzergentett. Amsterdam - Rotterd. 2335,15 2339,85 2340,15 2344,85 ------ 544,45 545,55 550,40 551,60 1016,45 1018,551016,45 1018 55 1203,75 1206,25 1196,30 1198*70 1543,45 1546,451539,95 1543,05 141,60 141,90 145,85 146,15 334,65 335,85 338,15 338,05 262,32 262,92 262,70 263,30 65,30 *"*' ---- ---- blendend weiße, großatückige Ware für Weißbinder und chemische Industrie stets frisch zu haben Gail Haas jr„ Frankfurter Straße 59 TüeM ohn Stopf Psrniü...1.3.00 bil 3,50 fiä&tljai! ohne Kopf Pfund $!f. 3.006i63.50 LceheA ohne Korf . . . Pfnnd Mk.3.50 BrMellW......Pfnnd MU.50 cmvfieblt. solange Vorrat reicht 5359c Georg Wallenfels, Mnrktzlntzll Telepbo« 942 gegenüber der Ennelavotheke Heute bis in kl. Donnerstag IM 66,19 549,45 550,55 549,45 550,55 1174,80 1177,20 1178,80 1181,20 919,05 920,95 919,05 920,95 Datum: 5 e/e Disch. Äriegsanl. 4*/« Disch. Reichsan!. 3*/e Dtsch. Reichsanl. mm der Firma Grobtet in Malmedy 124 000 Mk. u. s. f. In 8 Fällen war ihm der Betrug gelungen, fe schädigte er die Firma Teutsche Lederftanz-t^e- iellschast m Berlin um 7530 Mk., die Firma Tolle tn Breslau um 2800 Mk. u s. s. Die Firma Baumann in Würzburg hatte eine Auswahlsendung bestellt und erhielt ein Paket mit Nachnahme von 1000 Mk und 3150 Mk. Wertangabe. Beim Oesf- nen des Pakets ergab sich daß der Inhalt 20 Mk. wert war. Er hat m die Hmrderttousende gebende Abend- Schluß- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs 7.5. Schweizer = 199.- = 8.525 = 1.45 - 7.80 -- 46.50 = 22.35 - 27.- ■ 46.60 ■ 2.70 = 561.- - 4 05 = 9.35 Neunork . Dar». . . Schweiz. . Stadt rebenzmittelami. Sonderausgabe. Leberwurst in l-Äg.-Dosen Mk. 4.60 die Dose Kernseife (300-Bramm-Stück) „ 4.- d. Stück Kondensierte, gezuckerte Vollmilch „ 8.- die Dose. Verkauf erfolgt bis auf weiteres von 8 bis 12'/, Uhr vormittags und 3 bis 5 Uhr nachmittags im Alten Stadthaus, Bartensttatze 2, Nebengebäude (früheres Ortsgericht) an jedermann. Samstags erfolgt Verkauf nur von 8 bis 12 Uhr. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) polnische Lügen. Berlin, 7. Nbri. (WTB.) Tie amtliche Funken station in Warschau verbreitet einen Funk- spruch „An Alle", in dem es hnßt, daß in dem Gebiete des Teutschen Reiches bte Reichswehr, die O rgesch, die Lan des sch u 6 »e r- eine, Flugzeug geschwaber und A u tont v b i l so r m a t io n e n zum .st a m v s e gegen die Aufständischen in Oberfchleften mobilisiert wurden. Tie Aufständischen hätten in den stampfen der beiden letzten Tage bereits Soldaten der Reichswehr und Angehörige der Orgesch ange- trofsert. Gleichzeitig wird gemeldet, bau ine Oberschlesische Bolkspartei sich für den Aufstand erklärt habe, und zahlreiche Mitglieder der Partei tn die Reihen der gfnfirrgenten cm getreten seren. Ueberall, nro die Insurgenten ’öerren der i5age feien, kehrte das normale Leben wieder zurück. Tie Arbeiter der Eisenba'hnen imb Stwßenbahnen hätten den Streik beendet, der aus den Gruben svrtdauere. Die politischen Parteieir Oberschles«ns würden die Frage einer Aufstands- regierung besprechen. Das Wolffbureau sagt hierzu: Die tn dreiem, ttom der amtlichen Funkstation der Warschauer Regierung verboeiteten Fnnkspruch entlsaltcnen Meldungen sind vom erften bis zum letzten Wort erlogen. Es ist nicht wahr, daß ein einztger'RetchswehrsolI»atOberschlc- ftec betreten hat, ttJübingevtcn polntsche Os- ftzteve und Mannschaften mit poinrchem Heeres- nraterial in Scharen das unglückliche V Eich acker. universal-Berlag, München. — Zdenko von Kraft, „Liebestod", zwetter Band eines Rtchard^Wagner-Rvmmts. — Verlag Gvethlein u. Ev., Lei ig. — SvbillaS all „Vergeltung", Roman. Wilhelm \ rlog, Leipzig. Geld Brief Geld Brief Datum: 6. Mai. 7. Mai. PtiPt jtkt S« in leöer geraüaidjreo ilusiiorrunäffifrelBu.Dreis- n??n vie Bropr dj? Unio.-DniiTetEi. B. Lange, (ßiejen not m Aussicht stellen, telegraphierte ober schrieb er: ,Leder vergriffen". Änderen Firmen sandte er Rechnung mit Zahiungsausfvrdermtg. So verlangte er von der Firma Rud. Kamvmarrn in Düften 124 000 Mk , von Rühl m Mühlheim 71 000 Mk., Deutsche Dank . . . Dirconto-Gesellschast Dresdner Bank. . . Nattonalbank f. D. . Mitteld. Lredttbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Bock.Dutzstahlwerk . D.-Luxemb. Dergw.. Gelsenklrch. Dergw. . Harpener Bergbau . Oberschles. Tifenb.-B. Oberschles. Efsenind. . Phönix-Bergb -Akt.. Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. Llektr. A. E. G Schuckert-Werke. . . Felten-Guilleaum«. . Daimler Bud.. (Elfen®,. Akt. . Adlerwerke mehr in kurzer Zeit i ", , Börse und dem Publikum auch heute keine Veranlassung zn Verkäufen gegeben. Au; den meisten Gebieten zeigten sich rnelme'hr Ansätze $u einer größeren Regsamkeit, wozu neben der für Mattan Englttche und frairzösischr Meldungen yat _ Polenauffmnd. London, 7. Mai WTD ^Taily Dele« g r a p h" meldet zu der voltrifchen Auistcnchs- beiDcgimg in DberidMefien, daß man den baldigen Rücktritt der volniichetk Regierung erwartet. Auf jeden Fall scheine Sa vieha nicht im Amte bleiben zu wollen. Wie Reuter erfährt, greift ber polnische Au f ft and beträchtlich um sich Tas Ziel be^ Aufftande<' scheine zu sein, die Ä»n- Nolle über ganz Oberslhiesien zu bdommen, um w jebem vom Obersten Rat gefaßten Befchluste zuvorzukommen. Tie „Morning Post" fiigt, daß sich die deutsche Bevölkerung dem Polenaufstand gegenüber bisher ruhig verhalten habe. Ma« könne fick jedoch schwer vorftrllen, daß sie sich auf die Tauer^ eine Vergewaltigung durch irreguläre polnische Streitkräfte gefallen taffen werde. Varis, 7. Mai. WTB.s Wie das „Echo de Paris" mitteiü, entsprechen die Rackrichte«, daß französische Soldaten bei den Unruhen in Oberscklesien getötet worden seien, nicht der Wahrheit. Tas Blatt behauptet sogar, baß sich bte Ausständiscken nach einem Beruhte der Warschauer Regierung beim veramiahen ber all*, retten Truppen zurückgezogen hätten. Aus dem hessischen Landtag. tm. Darmstadt, 6. M nreinheit übergeführt werden Äe Regierung machte geltens, daß die Bestimmungen der Reichsverfassung eine Durchführung des Antrags unmöglich machten. Nach lebhafter Aussprache ttnrroe deck Antrag gegen die Stimmen der Sozialdemvkraden ab gelehnt. Die Vorstellung der Gemeinde Langsdorf betr. die Aufteilung eines Waldkomplexes für Siedelungszwecke wurde ber Regierung überwiesen. Eine längere Aussprache veranlaßte hierauf die Vorstellung der Stadt Alsfeld betr. den vomberger Wald. Der Ausschuß beschließt, den Antrag der Regie« nmg mit dem Ersuchen zu überweisen, bte Angelegenheit auf gütlichem Wege mit der Stadt Alsfeld zu erledigen. Endlich entspinnl sich noch über den Antrag der Abg. Eißnert und Schildbach, der die Regierung ersucht, einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch den aller P r i v a t b e s i tz an For sten, Grundstücken usw. bei beabsichtigter Veräußerung zunächst ber Gemeinde anzubieten sei, eine längere Aussprache. Nach der Mitteilung der Regierung ist eine Land- ordnung vom Reiche zu emxrrten, die ein Berkanfsrecht des Waldes für den Staat und des landwirtschaftlichen Geländes für die Gemeinden vorsieht. Der Antrag wirb ab geahnt und ber Regierimg als Material überwiesen. Bayern und das Ultimatum. Berlin, 6. Mai. Der „Lok.-An»." meldet aus München, daß der bayerische Ministerpräsident von Kahr heute abend nach Berlin abgereist ist, um in der eittscheidungsvollen Stunde den Standpunkt der bayerischen Regierung zum Ausdruck zu bringen. Frische Fische Heute ein treffend: »riWbe «ratschellfttcke, Pfd. M. Ä.4O Neinfte Lchellsikche ohne Kopf 21/,—Bofünölo, Pfund M. 3.20 im Ausschnitt Pfund M. 3.60 Cabliau ohne Kopf 4—8-vfündtp, Pftlnd M. 2.60 im Ausschnitt Pfnnd M. 3.— I« Seelachs im Ausschnitt Pfd. M 3.- Frische Fischkoteletts Pfund iR. 8.50 Heringe, neue 1921CV Bollberiuge. 3 Stück M. 2.— RaachschellMche. Pfund M. 3.50 Bücklinge a.^oUbütflinne. Pfund M. 3.50 per Stifte mit 7 Pfund netto M. 22.— Margarine ”*= "MÄ M. 9.20,10.50 Marbe Ditello°H 12.50 Palmin M 11.50 Schmalz Pftnch M 12.— Gebrüder Berdux Vabnbofstrafte 27 Scrnivrecher 1631 die oroBe Pariser Sittentragödie in 5 Akten. Jugendliche haben iu diesem Film keinen Zutritt Ferner: Hilde Weller in einem glänzenden Lustspiel in 4 Akten. In Vorbereitung; „Oie*arze$clwcir 220, 4'/.Hess.Staa1sanl. . -,- -,- 74,80 Elektron Briesheim. 398,- 398,- 403,- 399,75 achten Da das Publikum nech nxr vor äußerste Zurückhaltung übt, wickelt sich das Geschäft aus- MieKich durch bte berufsmäßi.ge Spekulation ab. Bvn Montanwerten, die zimächst voll ständig der- nacktäsftgr waren, kamen erste Notierungen nur für Phömr Bergbau zustande, die 6 Prozent an-ogen. Teursch^Luxemlmrg schwächten sich etoas ab. Ad.er Meyer, auch Daimler wurden un Kurse ermäßigt- Bon chemischen Werten neigten Badische Antrn Ter O bet bürgermeister (Lebens miltelamt). Bekanntmachung. 3n das Genossenschaftsregister wurde heule be» güglt^ des Spar, und Vorschutzvereins Wieseck, ein- gettaqene Genossenschaft mit unbeschränkter Hafft»flicht zu Wieseck eingetragen: Die Genossenschaft hot sich 2,E«e solche mit beschränkter Haftpflicht umoewandelt. Die Fnmia lautet ietzt: Spar, und Dorschußverein zu mit beschränkter Haftpflicht. THe Haftsumme beträgt 1000 Mark. Die Beteiligung 'ft auf einen Geschäftsanteil beschränkt. Fischereiverpachtnng. Mittwoch Den 18. Mai d. I., nachm. 4 Uhr o«rpad}i«t ObersSrsterei Gladenbach im Gasthof .Ium Blankenstein'' in Gladenbach die ftnatl. Fischerei m bereSaUbßhJ>On 12 ?Ql)ren bib 31 • Mürz 1933 m ber Salzböde von ihrem Ursprung bis zur Ge. bäcken"un^!s, ^on^hauftn/Lohra nebst Seiten, büchen unb Grüben unb tn ber «Ina von ihrem Ur. fprung dis zum Beginn ber Schenklcken TilAerei »trbeit im Xemun dekanmgegebeu 5334D Achtung getraute taaU* .frisch Evarael, Lalat. (Surken Radieschen. Gvinat u. Zwiebeln. Nehme Befiel, langen für bie Feiertage an. Lieferung frei U'iS. Frau Frosch, «C6n&_ allgemem ftrnuriterriihen Absicht ber Phornr- einer KapitalsvermShrmig bte hwlptsächlich den Anstoß gegeben bat. Ter Kursstand erhöhte sich bet den meisten Papieren um 5 bis Deretu^elt 10 Prvz., bei Bochumer, Phönix, TLutsch-Uebersee-Elekdrzi- täts-, Teutsche Waf en-Aktten und Mcxikäner tun ’ bei Baltimore um (30 Pruz. Papreven sowie tn harpener imb allen di