M- Jahrgang Drud und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Steinöruderei H. Lange. Zchriftleittmg, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstrahe 7. Frankreichs auswärtige Politik. des loonnu* Dr. dem Einkommensteuergesetzes eine gewisse Beachtung findet. Wie der „Vorwärts" meldet, fand am Mittwoch eine vertrauliche Aussprache von Vertretern der S P D. mit solchen der 11. S P. D. über die politische Lage statt. Man war sich darüber einig, daH zum Ähutze der Republik ein gemeinsames Vorgehen beider Parteien sich empfiehlt. Hinsichtlich der bayerischen Frage wurde betont, dah die sofortige Aushebung des Belage- rungszuslandes unerläßlich sei. Am Mittwochabend unterricht ten Tertr ter der beu en Partei n den Reichskanzler und den Aeichsminisler des - -- — ~ " Insbesondere be- Dic Warnungsnote au Ungarn. London, 7. Sept. (Wolff.) Wie Reuter meldet, ist auf die italienischen Vorstellungen hin beschlossen worden, die interalliierte Rote, die bei Ungarn wegen der nicht erfolgten Räumung eines Teiles des Oesterreich durch den FriedenSvertrag zugesprvche- nen Westungarn Vorstellungen erhebt, f tigtelt. Wenn jetzt aber em Besitzer von 200 000 Mark für die Zinsen hiervon Ertragssteuer bezahlen muß, obwohl er für 300 000 Mark Schuldzinsen zu zahlen hat, so kann man dies nicht „gerecht" nennen. Das erste wich» einigen Tagen entworfene, aber noch nicht formell Überreichte ursprüngliche Rote wird daher durch einen Zusayparagraphen verschärft werden. Budapest, 7. Sept. (Wolff.) Das ungarische Korr.-Bureau meldet: Die Budapester Vertreter der Entente-Großmächte überreichten im Auftrage der Pariser Botschafterkonferenz dem Außenminister eine Rote, worin festgestellt wird, daß, obwohl die ungarische Regierung wiederholt erklärt habe, die aus dem Frieden von Trianon entspringenden Verpflichtungen einhalten mi wollen, ihr jetziges Verhalten In der west- ungarischen Frage leider keinen Zweifel über ihre Absichten gestatte, sich der Liebergabe Destungarnd zu entziehen. Entgegen den Warnungen der Entente duldeten die ungarischen Behörden, dah Friedrich Westungarn betrete und sich an die Spitze der Bewegung stellte, die sich gegen die Durchführung des Friedensvertrages richte. Sie duldete, dah er sowie die Führer verschiedener irredentistischer Vereine und zahlreiche Offiziere und Zivilisten, die sämllich in den zu übergebenden Gebieten ftemd seien und über teren umstü.zlerische Absichten keine Zweifel möglich waren, sich in diese Komitate begäben. Auf Grund dieser Tatsachen machten die Vertreter der verbündeten Großmächte die ungarische Regierung mit Recht für alleLlnruhen verantwortlich, die sich vor oder nach der Liebergabe Westungarns ereignet haben. Die Dotschafterkonfe- renz sei sich bewußt, daß es noch zahlreiche Fragen gibt, die es nach der Durchführung der territorialen Bestimmungen deS Friedensvertrages zu lösen gebe, aber solange diese Bestimmungen nicht vollständig durchgesührt seien, sei die Botschafterkonferenz gezwungen, die Erörterung der von der ungarischen Regierung vorgelegten Wünsche abzulehnen. Arbeitslosigkeit in England. London, 7. Sept. (Wolff.) Der Gewerkschaftskongreß in Cardiff hat gestern eine Entschließung angenommen, in dec er seiner ernsten Besorgnis über die Zunahme der Arbeitslosigkeit Ausdruck gibt und erklärt, daß eS die Pflicht des Staates sei, den Arbeitslosen Arbeit zu verschaffen oder entsprechende Llnterstützungen an die Arbeitswilligen zu gewähren. Der Kongreß billigt die Aktion der Behörden und der Armenverbände, um den Arbeiter beizuspringen, ist aber der Ansicht, daß die Arbeitslosen von der Ration unterstützt werden mühten. Schlieh- lich verlangt der Kongreß die sofortige Einberufung deSParlamentS, damit zur. Behebung der Arbeitslosenkrise geeignete/ Maßnahmen getroffen werden können. Aus Rußland. Paris, 7. Sevt. (WTB.) Dach eine« Meldung der Agentur Rullia aus Moskau) tlgfte Merkmal des neuen Reichsgesehes ist also, daß der Abzug der Schuldzinsen nicht mehr gestattet ist. Dies ist die unmittelbare Folge des Schöpfens an der Quelle, d. h. bei den einzelnen Kapitalanlagen. Da der Schuldner zuerst die Steuer plä Vorschuß an das Reich entrichten muß. kann er die Passivzinsen seines Gläubigers natürlich nicht mehr abziehen, zumal er sie nicht kennen wird. Die mangelnde Berechtigung zum Abzug der Pasiivzinsen werden daher weitere Schichten als ungerecht empfinden. Außerdem dürfte doch automatisch ein geringerer Steuerertrag als erwartet eintreten, da die meisten Kapitalbesitzer versuchen werden, nur die Lieberschüsse des aktiven über das passive Vermögen besteuern zu lassen. Die zweite bedeutsame Folge des Schöpfens an der Quelle ist das Fehlen eines progressiven Steuerfußes. Rach den früheren Landessteuer- aesehen war ein der geringeren oder größeren Leistungsfähigkeit angepaßter (progressiver) Steuerfuß anzuwenden. Da jetzt die einzelne Kapitalanlage besteuert wird, kann die verschiedene Leistungsfähigkeit nicht mehr berücksichtigt werden. Der Millionenertrag wird heute genau fo mit zehn v. Sy besteuert wie die kleinen Bezüge beS Rentners. Da die steuerliche Leistungsfähigkeit mit dem Wachsen des Kapitalertrages nicht nur absolut, sondern auch relativ steigt, wird der gleichmäßige Steuerfuß von 10 Prvz. sicher als ungerecht empfunden werden. Die Gerechtigkeit Bedangt nämlich, daß der Steuerfuß mit der Zunahme des Ertrages fortschreitet. Angenommen, A. er.trichlet für einen Kapitaler lraavon 1000 M. an Steuern 100 Mark, B. für 5000 Mark Kapitalertrag 500 Mark Steuer und C. für 10 000 Mark 1000 Mark Steuer, fo können die von A.. B. und C. getragenen Steuerlasten nicht als gleich angesehen werden. A. wird die Steuer weit mehr bedrücken als D. oder C. M a iI“, er befürchte für bei Augenklick nicht einen monarchistischen Staatsstreich. Man müsse jedoch immer auf der Hut sein. Das deutsche Voll passe ich allmählich den demokratischen Grundsätzen an. Es müsse sich künftig selbst regieren und dem Problem der Verantwortung ins Auge sehen. Die monarchistische Agitation in Deutschland könne in der Opposition eine nützliche Rolle spielen, wenn te die anderen Parteien des republikanischen Blocks bereinige. Frankreich habe noch lange nach der Gründung der dritten Republik eine monarchistische Partei gehabt. Richt alle Bayern seien Monarchisten und nicht alle Monarchisten seien Bayern. Wirth sagte, er sei entschlossen, mitden VayernkeinenStreitzuhaben, Bayern ei ein Land, das immer ein starkes lokales iln- abhängigkeitsgefühl gehabt hätte. Bayern werde jedoch seiner Ansicht nach schließlich nachgeben, wie es dies auch in der Entwaffnungs- und der Ein- wohnerwehrftage getan habe. Der Reichskanzler erllärte außerdem, wenn die Mark noch weiter alle, so könne schließlich die Zeit kommen, wo die Well erkennen werde, dah die Grenzen der Zahlungsfähigkeit Deutschlands erreicht seien. Deutschland werde jedoch fortfahren zu zahlen bis zu den Grenzen der Möglichkeit, selbst wenn es darunter zu leiden habe. Die Regierung werde keine weiteren Proteste in Form von Roten und Memoranden, die doch niemand lese, machen, sondern fortfahren, bis schließlich, wenn dies sein müßte, die Tatsachen für sich selbst sprächen. Fast alles hänge von der Lösung der o b e r s ch l e - fischen Frage ab: diese Frage und die Frage der Aufhebung der Zwangsmaßnahmen im Rheinland mühten für Deutschland von höchster Bedeutung sein. Deutschland könne unmöglich den Zweck des Vorschlages begreifen, die wirtschaftlichen Sanktionen zu beseitigen, während die mllitärischen Zwangsmaßnahmen bestehen blieben. Die Auseinandersetzungen mit Bayern. Berlin, 8. Sept. Zu den Besprechungen zwischen der Reichsregierung und der bayerischen Delegation schreiben die Blätter, daß alle Anzeichen dafür sprechen, daß auf beiden Seiten der ernste Wille vorhanden ist, die vorhandenen Differenzen auszugleichen. In einem Münchener Telegramm der „Voss. Ztg." heißt es. daß die bayerische Delegation in Berlin gemäß den Beschlüssen des Ministerrats vom 5. September die Verordnung des Reichspräsidenten betreffend Zeitungsverbote anerkennen sott, sofern die Durchführung den bayerischen Behörden überlassen bleibt. Dagegen ist der Abordnung nicht gestattet, über die Aufhebung des Ausnahmezustandes in Bayern zu verhandeln. Sie ist vielmehr beauftragt, der Reichsregierung nochmals darzulegen, dah der Ausnahmezustand zur Zeit für Bayern eine unbedingte Rotwendigkeit darstelle. Endgültige Abmachungen wird die bayerische Abordnung nicht zu treffen haben, vielmehr bleibt die letzte Entscheidung der bayerischen Regierung selbst Vorbehalten. Vertrauliche Verhandlungen der S. P. D. mit der U. 2. P. D. gegen die rechtsbolschewist ische Presie gerichtete Charakter der Verordnung nicht durch untergeordnete Derwaltungskörper verwischt und nach links umgebege-n werden dürfe. Die Regierungsvertreter erflärten, wenn linksstehende Blätter zur Gewaltanwendung gegen die Verfassung aufforderten, die Verordnung auch gegen sie Anwendung fände. (Ein Tumult in Speyer. Speyer, 7. Sept. (WTB.) Weaen der gc- toalttätigen Demonstration in Der vorigen Woche, wobei bekanntlich das Regierungsgebäude demoliert wurde, hat die Polizei neue Verhaftungen vorgenommen. Die Arbeiter verlangen jedoch die Freigabe der Verhafteten und sind heute vormittag in den Streik eingetreten. Arbeitergruppen durchziehen die Stadt. Man befürchtet einen neuen Sturm auf das Regierungsgebäude. Das Amtsgericht ist nicht belagert Speyer. 7. Sept (WTB.) Um 11 Uhr vormittags wurde das Regierungsgebäude gestürmt. Es kam zu einem Zusammenstoß zwischen der Polizei und den Demonstranten, wobei Schüsse fielen. Ein Arbeiter wurde getötet, mehrere schwer verletzt Ueber die Ausschreitungen werden noch folgende Einzelheiten gemeldet: Im Lause der Rächt waren die vier Rädelsführer, die anläßlich der Kundgebung vor acht Tagen den Bildersturm im Regierungsgebäude veranlaßt hatten, verhaftet und in das Amtsgefängnis übergeführt worden. Von der Arbeiterschaft wurde die Herausgabe der Gefangenen verlangt und, um die Foroerung durchzusehen, der Generalstreik verkündet Der Parole wurde zum größten Teil Folge gegeben. Frühmorgens schon sammelte sich eine große Menschenmasse vor dem AmtSgerichts- aefängnis an und versuchte die Gefangenen zu befreien, was ihr aber nicht gelang. Hierauf zog die Menge vor das Polizeigebäude, um in dieses einzudringen. Das wurde von der Polizei verhindert, die einige Schreckschüsse abgab. Die Menge zog dann weiter vor das Rathaus, um sich Den Eingang zu erzwingen, wobei eS zu Zusammenstößen mit der Schutzmannschaft kam, die von der Schußwaffe Gebrauch machte. Hierbei wurden vier Arbeiter verletzt, von denen einer gestorben sein soll, jedoch ist diese Rachricht unbestätigt. Auf Seiten der Schuhmannschaft wurden drei Personen schwer mißhandelt Sämtliche öffentlichen Gebäude, darunter auch die Post, sind geschlossen und für das Publikum völlig unzugänglich. Das Regierungsgebäude ist stark besetzt Der Einwohnerschaft hat sich eine große Erregung bemächtigt Wie man hort, hat heute vormittag unter Hinzuziehung des Regierungspräsidenten eine Sitzung des Stadtrats stattgefunden. Es soll beschlossen worden sein, die Freilassung der Inhaftierten zu beantragen. Die beiden geschilderten Mängel von gründ _________________ süßlicher Bedeutung (kein Schuldzinkenabzug, keine I Innern über ihre Auffassung. Insbesondere Progression des Steuerfußes) werden in der I tonten sie, dah auf Grund der Verordnung Praxis manche Härten nach sich ziehen, denen | Rwhspräsidenten neuerdings wiederholt llm 'S hiesigen Händlern gestattet,' die Weiterveräuße- rung an Händler ist verboten. regeln getroffen. "Dom nanzamt Gießen wird unS -lk noch nicht- bekannt. her L ,0 DU. unb suberdm einige (Nachdruck verboten.) 49. Fortsetzung. mitaae befand. (Fortsetzi-ng foIflQ bat W ttxitbt in ! aü c mti reitzr. aui Sranlhirt Lu > spd, 3 trugWIfen bearbeiten 3n wmiflnn Pildel, taeri vurve 6 »derf»hr< •• 3m Stadt. D o l k s k i n de r g a r t e n können augenblicklich noch Kinder aufgenommen werden. Er befindet sich Walltorstraße 59 und ist werktags von 8^-12 Ußr ümmi’.tagä und 2—5 Ubr nachmittags geöffnet. Kinder werden vom 3. Lebensjahre an ausgenommen Schulgeld monatlich 6 Mark, bei mehreren Geschwistern Ermäßigung. tob la' d°n Str ml Co?1 A^rtrc Sm SIdi < spräche beteiligte sich auch ein sozialdemokratischer Redner. Die Versammlung verlief ohne Störung, allerdings hatte die Polizei große Dorsichtsmah- eS eine Rote Armee gegeben habe, erklärte der Zeuge noch, wo konkrete Fälle angegeben waren, habe er überall Untersuchungen anstellen lassen, aber auch nicht in einem einzigen Falle fei es ihm gelungen, die Wahrheit solcher Behauptungen festzustellen. Die Rotherstems. Roman von Erich Ebenstein. Copyright 1919 by Greiner L Tomp., Berlin W 30. m auigieb tzportba hterSutze beschäftigen menigti' als 3i*nfld tragt oir vv> um die sie fl< Diwiele bei nicht zur L Mb* Hinxben. r* im star P im Rsmen der Deutschnationalen Partei j einer Bekanntmachung des PolizeramtS, vmr im gutbesuchten Städtischen Saalbau. 2ln der 2lus- j 11 Uhr vormittags ab auf dem Marktplatze den haben die Studenten gegen das Verfahren der Bolschewisten, die aus dem letzten Kongreß absolut eine Mehrheit bilden wollten, Kundgebungen veranstaltet und eine R e- foIution angenommen, in der die Sowjets getadelt werden. Aus diesem Grunde sind 352 Studenten verhaftet und mehrere tausend, die den Versuch machten, ihre gefangenen Kameraden zu befreien, von der roten Armee zerstreut worden. Alle Hochschulen in Moskau wurden geschlossen und die Mehrzahl der Studenten verschickt. Paris, 7. Sept. (WTB.) Rach einer Meldung des Sonderberichterstatters des „Matin" aus Helsingfors erzählen dort eingetroffene Flüchtlinge, daß die G r ä f i nT o l- st o i, die Tochter des berühmten Schriftstellers, die Mitglied des allrussischen Komitees ist, v e r h a f t e t wurde. »DaS ist bloß mädchenhasie Schüchternheit," meinte sie weise. „Du mutzt endlich offen mit ihr reden." Dazu toar Waldemar ja längst entschlosten. Wenn nur deS Fürsten Erkrankung nicht dazwischen gekommen wäre, oder Do es mit ihren Pflichten nicht gar so genau genommen hätte! Sv aber verging Monat um Monat, ohne datz sich eine Gelegenheit fand, dis Waldemar bann selbst an das Krankenzimmer der Mutter gesef- seit wurde. Run aber war Frau Ruhland bereits aufgestanden, und in wenigen Tagen sollte die Reise nach dem Süden angetreten werden. Richt nach Kairo, für das es inzwischen zu warm geworden war, sondern an den Gardasee. Edith beabsichtigte bann mit Tante Seiler ebenfalls dahin zu kommen. Der Gedanke, abzureifen, ohne mit Do gesprochen zu haben, beunruhigte WaBcmar oft sehr. Wenn er auch jetzt nicht an eine förmliche Verlobung denken konnte — irgendeine Gewähr für die Zukunft, mindestens die Gewißheit, ob er je hoffen dürfe, ihre Liebe zu erringen, mutzte er mitnehmen dürfen. Dazu bedurfte eS einer Zusammenkunft mit Do. Waldemar zermarterte kich v?rg?blich den Kopf, wie eine solche zu bewerkstelligen sei Hertha tarn außer Betracht Sie hatte eS schon Im Winter schroff abgelehnt, irgendwelche Botschaften an Do zu bestellen unb schien überhaupt einen Groll gegen die Kusine zu habe .Kümmern Sie sich gar nicht mehr um sie," hatte sie bis ig ae'agt. »Sir werden ihr doch nicht nachlausen! Ich bin übetjaugi, eines Tages Aus Hessen. Die LmrdtagSwahlen auf 27. November festgesetzt. rm. Darmstadt, 7 Sept. Die hessischen Landtagswahlen sind durch Defchlutz des Ministeriums auf Sonntag den 27. Rovember festgesetzt worden. * , Darmstadt, 7. Sept. Der Partetausschutz der hiesigen Ortsgruppe der Dtfch. Volks- Partei hielt eine stark besuchte Sitzung ab, die vom Abg. Dr. Osann eröffnet wurde. — LandtagSabaeordneter Dingeldetz erstattet« sodann Bericht über die politische Lage. Er sagte u. a.: Man komme in Versuchung, die schandbaren Angrisie, die g gen das Bürgertum und gegen die Deutsche Vottspartei jetzt gerichtet werden, in allerschärfster Weise abzuwehren. Wrr dürfen aber unseren Blick nicht durch Leidenschaften trüben lassen: denn, was sollte aus solcher Saat Gutes kommen? Der Bürgerkrieg ist für uns kein Ziel, sondern eine schwere Gefahr, die mit allen Mitteln zu verhindern ist. Zn der jetzigen Zeit, wo Oberschlesiens Schicksal noch immer ungewiß ist. wo die Frage der Reparationen unser Volk bewegen sollte, wo neue Steuern von ungeahntem .Umfange bevorstehen, jetzt Ware der Ruf zur Sammlung geboten, nicht kleinliche unb verhetzende Agitation, Entschieden wandte sich der Redner gegen die Forderung der „Erfassung der Sachwerte". Unter Rationalvermögen ist dazu da, die deutsche Wirtschaft zu tragen und unser Voll zu erhalten, aber nicht, um ber Entente „unseren guten Willen zu zeigen". Es folgte eine Aussprache. Abg. Dr. Osann schll- berte Die Person bes Abg. Erzoerger aus seinen parlamentarischen Sriaho-mgen. Durchdringenden Fleitz unb unermüdliche Aveitskra't mutzte man ihm zubilligen, so stark auch bie Schattenseiten feines Wesens gewesen sind. Es wurden entsprechende Entschließungen gefaßt. rm. Darmstadt, 7. Sept, lieber „Rationale Fragen" sprach am Dienstag abend Graf W e - Der Ersatz für den „Kommunisten". fpd. Frankfurt a. M„ 7. Sept. An Stelle des vom 5—18. September verbotenen „Kommunisten" erscheint im gleichen Verlag während der Verbotszeit „Die Arbeiterzeitung", das Organ der Kommunistischen Partei für Hessen-Waldeck und Südhannover. Trotz des Verbots ist der Kommunist iwch am 5. September erschienen. — 3m Auftrage des Agitationsbezirks Hessen-Nassau hat der mehrheits sozialistische Bezirkssekretär Roh le den Berliner Parteivorstand telegraphisch ersucht, auf den Reichsminister des Innern ein» zuwirken, daß das Verbot des „Kommunisten" schleunigst wieder aufgehoben werde. Der griechisch-türkische-Krieg. Smyrna, 7. Sept. (Wolff.) Reuter. Nach einer hier eingegangenen Meldung ist Angora nach scharfem Kampfe gefallen. Konstantinopel, 7. Sept. (WTB.) Die letzten, von der Front eingetroffenen Nachrichten bestätigen, daß nach der achttägigen Schlacht die Griechen u n g e f ä h.r 7 Kilometer auf der Sakaria-Front .vorgerückt sind. Ihre Verluste werden auf ungefähr 20 000 Mann geschätzt. Das Gerücht von der Besetzung Angoras durch die Griechen entbehrt der Begründung. Die Griechen Befinden sich gegenwärtig noch 50 bis 60 Kilometer von Angora entfernt völlige W tu na inU1 tei tefunnl ist, MN u Lebensinille! Sir beablich! aui dieser < Mst umfar unb drohen tniudamlti fpb.! volle Pv Avuifchlü einen 1 Ktstchc ani Sie DerSchv dach ge2 MM fpb. ‘ Aus dem Reiche. Lohnbewegung und Teuerung. Essen, 7. Sept. (WTB.) In den heutigen Verhandlungen zwischen dem Zechenverband und Den Vertretern der Ange- stelltenverbände wurde eine Erhöhung der Gehälter um 16, eine Erhöhung des Kindergeldes um 50 Prozent, unb außerdem eine Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses ab 1. September 1921 zugebilligt. Aus dem besetzten Gebiet. Die Loslcsimgsbestrebungen nn Rheinland. dta. Mainz, 7. Sept Am Sonntag waren unter ber Bevölkerung Gerüchte verbreitet, datz in Köln die rheinische Republik ausgerufen worden sei. Die hiesige Polizei erhielt, wie der „Darmst. Tägl. Anz." meldet, im Lause des Sonntags die Anweisung, im Falle, datz Plakatanschlage gemacht würden, die bie Proklamierung verkündeten, sofort einzuschreiten und die Plakate abzureißen. Die Plakatanlleber seien festzustellen. In den Straßen von Mainz wurde massenweise die SamStagsnummer der „Rheinischen Republik" gratis verteilt. Die Nummer enthalt eine erneute Aussorderung an die rheinischen Derwaltungsbeamten, sich der Regierung der rheinischen Republik zur Verfügung zu stellen. Außerdem entfaltet Herr Dmeets in mehreren Seiten kugen Artikeln eine emsige Propaganda für kste rheinische Republik. Don einem tatsächlichen Ausrufen der rheinischen Republik ist bis- wird sie Ihnen von selbst und recht gern in Bie Arme laufen." Rach Grafenegg gehen, war ausgeschlossen, Rüdigers toegen. In bezug auf diesen quälte Waldemar ohnehin stets eine dumpfe Eifersucht feit der Bildergeschichte, obwohl Hertha ihm wiederholt angedeutet hatte, fcah Rüdiger Mnge- lone liebe und diese bestimmt früher ober später heiraten werbe. Aus einen Zusall zu warten, war zu unsicher bei der kurzen Zeit, die Waldemar noch zur Verfügung stand. In dieser Lage d:schlotz er endlich, sich direkt an Magelone zu wenden und sich ihr anzuvertrauen. Sie war gewissermaßen neutral, wohnte nicht auf ©rafenegg, und Do hatte zuerst ja unter ihrem Schutz gelebt. Frau Ruhland Billigt« diesen Entschluß. So machte sich Waldemar denn eines Tages aus, um in Fürstenhaus einen Besuch abzustatten Draußen grünte unb Blühte der Frühling Magelone faß zum ersten Male im Freien unter ber großen Blutbuche im Fürstenhäuser Par» und schrieb Briefe. Sie schrieb zuerst einen langen Brief an Edith unb bann ein kurzes Billett an Anneliese, bie kurz nach Weihnachten plöillch erlitt hatte, sie wolle Tante 3kibzlta in ObdenSloh besuchen und seitdem noch Immer dort weilte. Das Billett war gerade fertig, al« man ihr Herrn Rußland meldete. Bestürzt unb tief ä> rötend erhob sie sich, lächelte aber gleich da raut erleichtert, als sie in dem Kommenden Waldemar erkannte. Sie batte schon gefürchtet, der gute Egon Aus Stadt und Land. Gießen, den 8. Dept. 1921. Streik in der Bauxitwäscherei in Münster. Von der Oberhessifchen Bauritgesellschaft wird uns geschrieben: Am vorletzten Samstag wurde zwischen den Vertretern der Arbeiterschast unb den Arbeitgebern über eine neue Arbeitsordnung verhandelt, und es kam zu einer vollkommenen Einigung. Zugleich wurde über Einführung eines AkkorbsystemS verhandelt, unb auch hier wurden derartige Fortschritte erzielt, baß mit ber Einführung beS AkkorbsystemS zum 15. September gerechnet werben konnte. Mehr- forberungen an Lohn würben von ber Arbeiterschaft in keiner Weise vorgebracht. Die Verhandlungen endeten im besten Einvernehmen beider Teile. Am Montag jedoch legte die Arbeiterschaft, nachdem sie eine halbe Stunde gearbeitet hatte, die Arbeit nieder und verlangte sofortige Bewilligung eines höheren Lohnsatzes im Schichllohn. Der Betriebsleiter antwortete, daß er nicht ermächtigt sei, derartige Forderungen zu genehmigen. Telephonische Verhandlungen mit der Hauptbetriebsleitung in Gießen scheiterten daran, datz die Forderungen so Plötzlich und unerwartet vorgebracht worden waren und bk Arbeiter bie Arbeit zugleich niedergelegt hatten. Die Aufforderung, die Arbeit wieder aufzunehmen, wurde nicht beachtet. Daraufhin wurde den Arbeitern am nächsten Tage die Entlassung zugestellt. Erft am darauffolgenden Tage versuchten die Arbeiter, Verhandlungen einzuleiten. Indischen ist das Akkvrdsystem mit dem Vertreter der Arbeiterschaft fertiggestellt worden, und es werden auf Grund dessen Neueinstellungen ftattfinben. Neue KohleupreiserhShung. Mit Rücksicht auf den im Reichs- wirtfchaftsrat gefaßten Beschluß über Lohnerhöhung im Bergbau hat nunmehr der Reichskohlenrat feine Mitglieder zum 9. September nach Berlin eingeladen, um über die notwendig gewordene Hinaufsegungder Kohlenpreise zu beraten. Man schätzt die vorzunehmende Preiserhöhung auf 30 Hark, höchstens aber 40 Mark für die Tonne. Wettervoraussage für Freitag: Vorwiegend heiter und trocken, tags warm, nachts kühl, Winde aus südlichen Richtungen. — Die Wetterlage hat sich nicht wesentlich verändert. Die Untersuchung über die letzten Unruhen in Mitteldeutschland. Berlin, 7. Sept. (WTB.) Der Unter» fuchungs-Ausschutz des Preußischen Landtages verhandelte heute in öffentlicher Sitzung über die Unruhen in Mitteldeutschland. Auf ber Tagesordnung standen Zeugenvernehmungen. Als erster Generalzeuge wurde Staatskommiffar a. D. Severing ^vernommen. Er besprach die Vorgänge im Zu- •Jammenbange mit dem kommunistischen Parteitag in Halle, Die damalige Gefahr eines Rechts- putsches, sagte er. wurde von der Arbeiterschaft sehr ernst genommen. Daraus ist zu erklären, daß in einer Reihe von Ortschaften die Arbeiter noch im Besitz von Waffen waren. Während Jber Tagung ber Rationalversammlung war Halle BaS Zentrum aller Unruhen. Eine Zentralisation 'beS Polizeikörpers war auch in der Provinz Sachsen ersorberlich. Die preußische Regierung Tief’ sich nicht, wie behauptet wirb, burch bk •Singe überraschen. Die polizci'ichen Kräfte wären stärker eingesetzt worden, wenn nicht die ober» schlesische Äbslimmung bevorgestanden hätte. Man Batte beobachtet, daß riesige Truppenmassen von Ben Polen zufammengezogen worden waren. Ein ' Einsatz ber Reichswehr wäre von ben Polen als !Bestätigung ber Alarmnachrichten über Rüstungen in Deutschland auSgeschlachtet worden. Die Heranziehung ber Reichswehr würbe bie Dache »übrigens kompliziert Hoden. Ueber die Beteiligung von Amts- unb Gemeinbevorstehern an Bem Aufruhr könne er keine Auskunft geben, ba ;«t fett bem 23. April nicht mehr Minister getoefen lei. Ihm fei nicht bekannt, baß sich AuS - län b c r in desonbers großer Zahl 'im Aus- stanbsgebiet ausgehalten hätten. Die B wasinung ber Arbeiter sei eine Folge ber Bewaffnung ber Okgesch getoefen. 2lbfurb sei eS, von ber Existenz einer roten Arme" in Mitteldeutschlanb tu swe-- ,»che> DrZ Gefährlichste sei geoeten, baß dir Aif- standischen in dem Belitz von Dynamit getoefen Ken. Sine feste rote Organisation habe jeben- salls nicht bestanden. Die Aufstände seien im- blobifiert gewesen unb genährt worben burch bie Aufrufe von Holz. Er, ber Zeuge, habe ben Einbruch baß die Kommunistische Partei zu dem mitteldeutschen Aufstand nicht daS Signal gegeben habe. Der Untersuchungsausschuß hörte weiter den Oberpräs'identen Hörsing, der erftäcte, 1000 Mann Pvlizeitruppen, die er zuerst an» gefordert hatte, seien auf feine Veranlassung vor Grausamkeiten eindringlich gewarnt worden. Von dieser Seite sei auck nichts vorgekommen. Dagegen sei eS möglich, daß von Polizeimannschaften, die aus anderen Provinzen tarnen, Uebergriffe erfolgt sind. Seitens der Aufständi- schen feien zahlreiche Übergriffe und Grausam- leiten vorgekommen. Die Zahl ber Ausländer fei in der Provinz Sachsen außerordentlich groß gewesen. DrsonderS seien viele Russen während deS Ausstandes in der Provinz Sachsen sest- gestellt worden, deren Zahl mit 2000 bis 3000 Wohl nicht zu hoch angegeben ist. Zur Frage, ob 22. Kapitel. Frau Ruhland schwebte viele Wochen hindurch in Lebensgefahr. Hie hatte in sehr glücklicher Ehe mit ihrem Gatten gelebt, unb fein jäher Tob erschütterte ihren OrgantSmuS diS in die Grundfesten. Ein schweres Rervensieder. zu dem sich allerlei Rebenttankheiten gesellten, ließ Dr. Kasper lange an ihrem Aufkommen zweifeln. In all dieser Zeit wich Waldemar kaum von ihrem Lagrr. Er war immer ihr Liebling getoefen und stand ihr unvergleichlich näher als die beiden anderen, kühlen, selbst bewußten Kinder, Auch er hing in zärtlichen Liede an ihr, unb fie toar bk erste gewesen, der er Von seiner Liede zu Do erzählt hatte. Bor ihr allein hatte er auch nie ein Geheimnis auS dem Bild gemach! „Dringe sie mir doch," hatte Frau Ruhland zu Beginn deS Winters oft gesagt, „sie muß sehr gut sein, da du sie so sehr liebst, unb ich habe sie schon jetzt lieb wie ein Töchterchen." Darauf antwortete Waldemar dann stets bekümmert „Ich weiß ja noch gar nicht, ob sie meine Liebe erwidert, Mama! Hertha glaubt es ja —: aber ich bin doch noch lange nicht sicher. Sie ist scheu wie ein kleiner Waldvogel." Aber von solchen Zweifeln wollte Frau Rutz- lands Mullerherz nichts wissen. Wer sollte denn ihren Prachtjungen nicht lieben ?1 Die Nordische Woche. Lübeck, 7. Sept- (Wolff.) Ueber die Nordische Woche wird gemeldet: Der gestern vormittag eröffneten Tagung deS deutschen F e h - marnbahnkomitees gingen in den Räumen der Gesellschaft zur Förderung gemeinnütziger Tätigkeit zwei öffentliche Dorträge voraus: Professor Munch-Petersen (Kopenhagen) beleuchtete die technische Seite, Dr. L e u ck f e l d (Hamburg), Syndikus der Handelskammer Hamburg, die wirtschaftliche Bedeutung des Fehmarn- bahnproblems. Der Tagung wird außer in Lübecker, auch in Hamburger und nordischen Kreisen regstes Interesse entgegengebracht. 3n der Stadthalle, wo der erste deutsche Briefmarken- sammler-Hänblcrtag seinen Fortgang nahm, veranstaltete bie deutsche Filmindustrie eine grobangelegte Filmschau, deren Dorsührung ein Bild von der gewaltigen Ausdehnung und der Leistungsfähigkeit der deutschen Filmindustrie gaben. Die erste Tagung der deutschen Volks- b o ch s ch u l c n erreichte ihr Ende, ebenso sand ok Tagung ber Luther gesellschaft gestern ihren Abschluß. 3m Stadtthcater wurde im Rahmen ber Festspiele Hebbels: „Herodes unb Mariamne" aufgeführt. ** Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 2 September der Diener am Chemischen Laboratorium Ludwig Schäfer zu Gießen zum Amtsgehilfen an diesem Institut. Am 29. August wurde die Dersetzung des Försters Köhres zu Forsthaus Apfelbachbrücke in bie Forstwartei Langd ber Oberförsterei Eichelsdorf auf fein Nachsuchen zurückgenommen. Am 1. September wurde der Förster der Forstwartei Breungeshain August Büttner zu Breungeshain in gleicher Diensteigenschaft in die Forstwartei Langd, Oberförsterei Eichelsdorf, versetzt. •* Aenderung der Wochenmarktsordnung. Der gewerbsmäßige Einkauf von Gegenständen des WochenmarktverkehrS, die von außerhalb zu Markt gebracht werden, ist, nach geschrieben, daß die Frist zur Abgabe der eidesstattlichen Dersicherungen unb Abstempelung Ifchecho-slowakischer Wertpapiere laut Bekanntmachung bes ReichsfinanzministerS bis zum 15. Oktober L I. verlängert worden ift Eine neue Eisenbahnftrecke int Kreise Wetzlar wurde dieser Tage bem Der- kehr übergeben und zwar die Teilstrecke Stock» Hausen (Lahn)^-Al l e n b o r f (Kreis Weg» l a r). Don den an ber Strecke tiegenben Stationen ist Dissenberg nur Haltepunkt für Personenverkehr, während Allendorf (Kreis Wetzlar) für Personen-, Gepäck», Güter- und Diehverkehr eingerichtet ist. Dorläusig verkehren zwei Paar gemischte Züge, also Züge für den Personen- unb Güterverkehr, mit folgendem Fahrplan. Stock- Hausen ab 5,45 vormittags unb 4,42 nachmittags; Allendorf ab 6,35 vormittags unb 5,25 nachmittags. •• Sprechapparate mit Anschlußdosen. Die neue Hernsprechordmmg läßt bet den Haupt- und Nebenanschlüssen an Stelle ber,mit ben Leitungen fest verbundenen Sprechapparate Anschlußdosen zur Einschaltung tragbarer Apparate zu. Die Haupt- oder Nebenanschlußleitung endigt an der ersten Anschlußdose. Die Zahl der zu einem Haupt- oder Nebenanschluß gehörigen Anschlußdosen ist nicht beschrankt, doch müssen sie sich in demselben Gebäude befinden. Bei reichseigenen Anlagen dieser Art werden jährlich erhoben: für jede Anschlußdose 12 Mk., für jede vollen oder angefangenen 100 Meter jeder Anschluß- dosenlinie (d. h. der Entfernung der Dosen voneinander nach der Luftlinie gemessen) 3t Mark, für jeden mit der Anschlußbosenanlage verbundenen besonderen Wecker 24 Mk. Für den tragbaren Fernsprechapparat ist keine besondere Gebühr zu zahlen, wenn der Apparat der Hauptstelle für den Zweck benutzt wird. Für jeden weiteren tragbaren Apparat wird eine Iahresgebühr von 84 Mk. erhoben. '* Meldungen zum Eintritt in daO R e i ch S h e e r. Wer in bad ReichSheer eintreten will, wenbet sich zweckmäßig an ben Truppenteil, bem er angehören will. Wer wegen Ueber» füllung bei dem gewählten Truppenteil nicht an- kommt, ober wer zu keinem beßimmten Trup^teil will, wenbet sich an die DivisionSkommanboo, die ihm eröffnen werben, ob und wo noch Stellen frei sind. Die Stäbe ber Divisionen befinden sich ta Königsberg (1), Stettin (2.), Berlin (3.), Dresden (4.), Stuttgart (5.), Münster (ö ), München (7.). Frankfurt a. O. (I. Kavalleriedivision), Breslau (2. Kavalle kdivision), Kastel (3. Äaranertebtot- sion). Meldungen beim RelchSweyrminl- st e r i u m sind zwecklos, weil daS W Int» ftertum sich mit Einstellung von Freiwilligen nicht befaßt, da dieses lediglich Sache der Truppenteile ist. Die beim Ministerium eingehenden Gesuche können daher nur an die bett. Truppe weiter- gegeben werden, wodurch für den Gesuchsteller eine unerwünschte Verzögerung eintritt Bornotizen. — Tageskalender für DonnerS* tag: Getoerbehaus. Kirchsttaße, 8 Uhr, öffentliche Besprechung über Zweck und Ziele der ®*» nossenschast DeU ehe Kunst. — LichifPklhauS, 4» heute bis einschl. Sonntag: „Der TodL-Cowboy" und „Der Don Juan und die Helllge" Kreis Büdingen. N l d d a, 7. Sept. Sin hiesiges 22 Jahre altes Mädchen machte gestern ben dritten Selbstmordversuch- Wahrscheinlich Balte sie Salzsau re genommen, die sie sich lag- vorher in Friedberg verschafft hatte Anscheinend vergnügt nahm sie noch am Montag an bem fröhlichen Treiben ihrer Iugendgenossen Beim Kirchweihfest teil Gestern vormittag fanden sie Mitbewohner ihres HauseS bewußtlos in bem Bette. Nachdem durch ben Arzt Deryiftung feft- Seftellt worben war, wurde bas Mädchen no.ch ließen in die Klinik geschasst. Dor etwa acht Monaten versuchte sich bie Lebensmüde schon einmal in einem Teich In Bad Salzhausen unb vor neun Wochen in der Ridda bei der Ärötenburg- müßte zu ertränken, wurde aber jedesmal beobachtet und wieder gerettet. Durch das viele Lesen von Schundromanen scheint das dtemlofe Mädchen auf die Selbstmord Idee gekommen zu sein. würde sich vielleicht am Ende gar eine Dummheit in den Kopf gesetzt haben. Zwei Tage später — es war ein Sonnabend — faß Do mit bem Fürsten plaubernd aut der Terraffe, als plötzlich Magelone mit Ihrem fußest en Lächeln zu ihnen trat Sie bat ihren Schwiegervater, doch zu er» tauben, daß Do fie aus einem Spaziergang begleite. SS sei so wunderschön jetzt, unb sie müsse immer allein gehen, waS gräßlich langweilig |ei. Auch würbe es Do, bk nun schon so lange Im Haufe herumsitze und ganz blaß darüber geworben fei, gut tun, sich endlich wieder einmal, ein bißchen Bewegung zu machen. Do wollte erschrocken protestieren. Denn Mn- getanes Worte Hangen fast wie ein Vorwurf gegen den Fürsten. Aber der alte Herr, der bi?S wohl Mich herauefühlte und ganz drstürtt brdn- blickte, schlug sich sogleich energisch auf Mage» loneS Seite. „Natürlich mußt du hinaus, Kind! Du toetßL wie oft ich dich Barum gebeten habe. Run verlange ich eS geradezu. Vorwärts, geh nur! Ich, habe Bücher unb Zeitungen genug ba. Du bringst mir dann auch endlich wieder mal einen Strauß Waldblumen, die du ja so hübsch zu arrangieren verstehst." Es blieb Dv fchsießsich nichts übrig, ata zu gehorchen. Als sie Hut und Handschuhe boten wollte, meinte Magelone: „DieS ist nicht nötig. Wir gehen bloß un, Park herum, der ist ja groß genug " Sie hing sich dann an DoS Arm unb lenkte- ihre Schritte nach bem entlegensten Dell deS ParkeS, wo sich nahe des ParkeS eine Art Sre» n Sus, legen* SZtz crfo^ie M eigei der Immobi- 400, 450, 't 8.9. Schweizer Frank«, 100 Fl - 100 Fr. L. 100 Fr. 100 Ar. 100 ß. is 6450. 12^,35 93,15 719,25 Gerichtssaal 100 100 100 100 259, 241, 7.9. 77,50 365,- 750,*- 415,50 67,- 1 100 6 3. 77,50 550, 350, 480 409, 809, 580, 50Q, London, . . . . NeuyorK . . . Paris Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (altes). Deuisch-Oefierr. Prag Budapest. . . Bulgarien . . Aonjtantinoptl Saturn: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag Stockholm. Wien. . . . London . . Paris . . . Tuuyodi. . S ® Ar. = 533,- 477,- 480,- 375*—' 780,- 480,60 65,73 7.9. 6.22 3,37 6,20 88 50 5,05 6*57 Ar. Ar. 185.55 6.326 0.6'25 7.05 44 80 21.78 25.35 44.10 1.40 587.- 3.— 6.45 Handel. Die Dorfenfpekulation. 141 707, 630 697’ 185.50 O.QO 7.0^ 44.7fr 2L78 25.55' 5.0. 77,50 75,60 67 25 196,50 347,50 280,- 226,- 210.50 189.50 252,- 239,84 690,- 7.8. 77,50 77,10 76,48 66,—' 202,- 355,- 35 112,65 112,69 112,90 22,22 22,28 22,27 22,33 H,- 1,07 106,.| I Hühneraugen Hornhaut. Schwielen u Warzen Datum: Amsterdam. Notterd. 2944.55 29 0,45 2957,- 2963,- BrÜssel-Antwerpen . 606,30 697,70 763,25 764,75 Christiania l?03,74 1206,25 1216,25 1218,75 Kopenhagen 1608,351611,65 163^5 1641,10 Stockholm 2ü0),95 2006,05 2061,95 2006,65 helsingsors 128,35 128,65 127,60 127,96 Italien........ 398,60 399,40 406,05 E.95 346,65 347,35 348,15 348,85 - - ---- 94,22 hingen zu erneuten wesentlichen Kurssteig' ährte. TS lagen fest ManSfelder Kuxe, bU Zu gröberen Umsätzen kam es in Gebr Fahr Es wurden ferner genannt Südseephosphat, bis 2400 Deutsche Petroleum lagen im Angebot. Julius Sichel schwach. Mexikaner bei groben Umsätzen fest. Am Kassaindustriemarkt setzte sich die A'ifwärtsbewegung in unverminderter Starke fort Auf den variablen Märkten war die Kurs- seststellung wieder recht schwierig. Zu lebhaften Umsätzen kam es in Adler Kleyer, Scheideanstalt und Höchster Farben. Elektrizitätsaktien bei groben Umsätzen höher. Montanaktien waren ruhiger, wiesen aber feste Kurse auf. Zu sehr lebhaften Umsätzen kam es in Daimler Motoren. Die Börse schlob vorwiegend fest. Privatdiskont 33/< Proz. mann den Siebenjährigen Krieg mitmachte, er habe feinem durchgehenden Pferd mit einem etwas zu ungestümen Griff in die Mähne sofort den Hals gebrochen, und er konnte mit einer Kanone, die dreipfündige Äugeln schob, tote mit einer Muskete exerzieren. ttn. Darmstadt. 7. Sept. Der .Onkel a u s A m e r t k a" hat einen hiesigen jungen Kaufmann H. L. zu einem Hahre Gefängnis verholsen. Der im vorigen Jahre hier wohnende Gollwnkel batte vor seiner Abreise feinen in einer hiesigen Sabril tätigen Bruder beauftragt, ihm ein hüb- 630,- 690,- 789. 500,— 478, -,- S9s, 820,— 805, 570,- 560, 460, -,- 510, getoanbte -öruöer upertrug Den -Lustrag teinem Sohn, dem obenerwähnten Kaufmann H. L. Dieser setzte sich mit einem Agenten in Derdindung and sehr bald war man mit dem Bescher des Hauses Heinrichstrahe 132. einem hiesigen Metzger- meister, handelseinig. Anfang- wurden 90 000 Mk. gefordert, schlieblich einigte man sich (umgekehrt wie gewöhnlich) auf die Summe von 110 000 Mk., und da der junge Kaufmann auch etwas bei dem Geschäft an seinem schwerreichen Goldonkel verdienen toollte. wurde der Betrag von 140 000 Ml. festgesetzt, Mim Aotar wurde allerdings, um die Werlzuwachssteuer nicht zu hoch werden zu lassen, nur die Kaufsumme von 88 OCX) Mk. angegeben. Hm dem Onkel' gegenüber gedeckt zu sein, wurde bei der Anzahlung in einer hiesigen Weinstube eine von H. L. vorbereitete Quittung über 52 000 Mark durch den Derkäufer für anaebliche Hauseinlichtung usw. unterschrieben, wobei der Immobi» Uenagent die Hnterschristen bestätigte. Der Schwindel kam aber heraus und heute erhielt der geldbedürftige Aefse, der den ganzen Betrag Der- jubelt und teilweise auch in Sekt angelegt hat. während der Hausverkaus rückgängig gemacht wurde, einschlietzlich einer zweimonatigen Gefängnisstrafe, die er vor kurzem wegen Unter- schlagung In einem hiesigen Geschäft erhalten hat, eine Gefängnisstrafe von einem Hahre. der Metz- germeifter wegen Begünstigung zum Betrug einen MonatGesängnis. während der mitangeflagte 3m- nwbilienagent freigesprochen wurde. — 3hre anonhme,Briefschreiberei. durch welche sie einen anständigen Arbeiter aus Gehässigkeit der Blutschande mit seinen erwachsenen Töchtern bezichtigte, kostete die Barb. Späth TBtoe. dahier, trotz ihres Leugnens, vier Monate Gefängnis. Hermann st ein b. Metzlar, 7. Sept. Der hiesige Gutspächter Julias Brücket hatte gewässerte Milch nach Frankfurt geliefert, und war Dafür zunächst von Dem Dortigen Schöffengericht sreigesprochen worden. Auf die Berufung Der Staatsanwaltschaft hin verurteilte ihn Die Strafkammer zu einer Mache Gefängnis und 1500 Marl ©elDftrafe. Ein b.Dlngtcr Strafaufschub wurde Dem Gutspächter hinsichtlich Der Gefängnisstrafe gewihit, wenn er sofort tat Der Staat-lasse 3000 Mark hinterlegte. Frankfurt Beritt 1-Hhr- 1-Uhr- Schlub- Schluss - - - Kurs Vermischtes. Sine Räuberbande. Berlin, 7. Sept. (MD.) Der kürzliche Heberfall auf den General)i e tor Meyer Der Alfeld-Delligscr Maschinenfachiik. bei welchem es auf einen Lohngeld transport abgcfelen war. wurde, wie Die Nachforschungen ergeben haben, von einer fechsköpsigen BanDe begingen. Ihr Führer, der 'Bergmann August Ehbrecht aus Dem preubischen Ort Meimers Hausen, Kreis Alfeld. ist flüchtig. Die Ehdrechtsche BanDe soll es auch gewesen sein, die in Dettigsen Das Auto Des LanDrats Dr. L ö b aus Hameln an hielt. • fpD. Würzburg, 6. Sept. 3n Dem Dorfe Grobwenkbach brannten in Der verflossenen Aacht 11 Scheunen und 2 Wohnhäuser nieDet. Den Flammen fielen alle Futter- unD Getreide- vvrräte sowie zahlrclche l.inDwirtfchaftliche Ma- fchinen zum Opfer. Auch verbrannte verschiedenes Vieh. Der Brandschaden wird auf mehr als l»/8 Millionen Mark bctocrtit. " Eine Riesens iedlung ist augenblicklich auf dem L e ch f e l d im Entstehen. Wie der „Siedler- berichtet, steht der Plan, vertriebene Ausländsdeutsche, namentlich Bauern aus Sibirien und der Ukraine, auf dem Gelände des ehemaligen groben Militärlagers Lechfeld anzufiedeln, setzt mitten in der Verwirklichung. Bis jetzt sind 25 deutschchristliche Bauernfamilien mit über 150 Köpfen in diesem Lager angesiedelt. 3n den nächsten Wochen werden eine Reihe weiterer Familien erwartet. Diese Siedler sollen Dann die Stammkolonie bilden, die dauernd im Lager Lechfeld bleibt Ferner sollen in den Baracken Hunderte von Leuten un» tergebracht werden, die der Krieg und der Versailler Friede aus den abgetretenen Grenzlanden vertrieben hat. Diese Leute sollen in der Umgebung in Arbeitsstätten un«t terkommen oder mit Hausindusttie beschäj- tigt werden. Die der Stammkolonie angehörigen deutsch-russischen Dauern erhalten freie Wohnung und Verpflegung und arbeiten an der Kultivierung des Bodens, zunächst mit Stundenlohn. Nachdem der Erttag der ersten Ernte zahlenmähig festgestellt ist. wird der Ueberschuh nach dem Verhältnis der geleisteten Stundensumme verteilt. Dor allem will man auch dort Versuche mit der Zucht des ostfriesischen Milchschafes anstellen, dessen Milch viermal mehr Fttt als Kuhmilch Züricher Devisenmarkt. 7, 9. 'Berlin.?. Sept. (Wolfs.) Die durch den Käuferan sturm im Getriebe derBörse her- tiorgerufenen anormalen Verhältnisse führten zu Der bereits gemeldeten Verschiebung der Notierungszeiten und zu der Verbannung des den regelmäßigen Geschäftsverkehr hemmenden Treibens am Markte der unnotierten Werte in den Börsenhof. Abgesehen von den Auskünften der Bankwelt konnte man sich vor Dem enormen Umfang Der Börsenaufträge durch die Stöbe der beim Börsentelegraphenamt lagernden dringenden Depeschen überzeugen. Die KurSbilduyg lieh nicht mehr Die exaltierten Kurssprünge wie am Montag erkennen. Anfangs betrugen die Steigerungen für Die führenden Papiere 10 bis 50 Prozent, für einzelne mehr, für Gelsenkirchener gegen Den letzten Kurs ungefähr 200 Prozent, doch zeigte sich bereits bei Thale und Deutsche Petroleum bei Rückgängen von 150 bzw. SO Prozent RealisattonS- nelgung, die später allgemeiner wurde, so datz bet ziemlich erheblichen Schwankungen die höchsten Tageskurse nicht überall behauptet werden werden konnten. Bankaktien holten bei einer Steigerung von 10 bis 20 Prozent, bei der Dresdner Bank von 34 Prozent ihre bisherige Vernachlässigung ein. Unnotierte Werte schwächten sich nack eftem Beginn gleichfalls ab. Mesikanner und Schantung fliegen erheblich Bei Den zu Etnhetts- furfen notierten Papieren, fotoeit bei der Abfasung des Berichtes übersehbar, durften starke Kurssteigerungen überwiegen. Die Devisenpreise waren wegen Der Reuyorker Markrückgänge erneut, aber nur mäßig höher. Dringen. Sehr viel Uebung und große Kraft jefcört zum Zerreiben von Kartenspielen, bei benen eine Präparation meist nicht möglich sein wird. Spezialisten haben es durch langes Training so weit gebracht, Dab sie 3—5 Spiele aus einmal zerreiben können. Wie hierbei, so kommt auch beim Zerreiben von Geldstücken die Fingerkraft in Frage. Der bekannte Athletztzklop zerbrach 10-Psennigstücke in wenigen Minuten. Sum Zerbrechen von Talern, worüber auch berichtet worden ist, ist jedoch kein Sterblicher fähig. Sin sehr starrer Mann war Der Zar Alexander III. von Ruhland, der einmal bei einem Besuch einer Eisengießerei einen Block von drei Zentnern ohne weiteres in die Höhe hob. 3n alten Ehrvniken wird sehr viel von starken Männern berichtet. Kunst und Wissenschaft. — Die Freiburger Passions- Spiele erfreuen sich eines mit jeder Ausführung noch wachsenden D'such«s von nah unh fern. Die Mittwoch-Vorstellungen werden hauptsächlich von den Schulen Vereinen und Kirchenchören Der Landgemeinoen bevorzugt; die Zuschauertribüne bietet an diesen Tagen durch die vielen prächtigen Trachten aus allen Gauen Deutschlands ein besonders farbenreiches Bild. Da die beiden Direktoren Der Festspielanlage, Die Christus- und ZudasDarsteller Adols und Georg Fastnacht schon für Den 1. Oktober Gastsvielverpflichtungen im Auslände ein gegangen sind, wird am 23. September die letzte diesjährige A u f - f ü b r u n g der Pasfionsgeschichte auf der Freiburger Freilichtbühne stattfinden. Der Vorverkauf mustte in die Kunsthandlung A. Lung. Kaiserstrabe 131, verlegt werden, wo jederzeit Karten und Prospekte erhältlich sind. Kreis «Isfeld. rrp. Aus dem Ohmtal, 7. Sept. Da den einzeln gelegenen Wühlen der Anschlub an eine «lyrisch. Hauptleitung durch Aufstellung einer «forderlich.n Umschaltung viel zu teuer käme, helfen sie sich vielfach durch Errichtung einer eigenen Lichtanlage, die durch Wasser- traft und einen Dynamo betrieben wird. So hat jetzt auch die zu Ruppertenrod gehörende RicklauS- muhle chr eigenes Licht. - Die Fortführung Der Hauptleitung von Ruppertenrod über Wettsaafen narb Rieder-Ohmen ist auf Schwierigkeiten gestoben, die Gemeinde K i r schga He n verweigert daS Auf stellen der Masten in ihrer Gemarkung, well sie eine eigene Lichtanlage stesiyt. Hier soll nun daS Snteignungsverfahren angewandt werden. „ „ . Np. Tom CBogeteberg Z. Sept. Von den trotz Der Trockenheit noch arn 'Baum gebliebenen Zwetschen sind über 50 Prozent wurmstichig und wertlos. - DieGrummeternteist vorüber. Der Allgemeinertrag ist sehr gering. Manche Gemarkung wie Unter-Seibertenrod hat fast gar kein ©aimXiet machen können Dabei war derPreis der Grummetwielen - wenn sie auch nur ^s Hut- weiden dienen konnten - ungewöhnlich hoch. Grummetwiesen, die in Friedenszeit 3 10 Mk. gekostet, stellten sich auf 30—150 OHL oz M ücke, 7 Sept. Postsetretar S r b wurde nach Prüfung zum Postmeister ernannt. Kreis Schotten. la Gedern, 7 Sept. Der Landwirt und frühere Posthalter? Friedrich Müller von hier, der schon einige Zeit leidend war, fiel am letzten Freitag in Der Scheuer infolge eines Schwindel- Mrfalls so unglücklich von einer Leiter, Dav er sich schwer verletzte und nach Dieben in Die Klinkt gebracht toerDen mutzte. Er hat sich einen schweren Beckenbruch und sonstige Verletzungen zugezogen. KreiS Friedberg. Vilbel, 7. SePL Von seinem eigenen Fuhr- wert wurde Der 61jährige Maurer ADam Schmitt Iber fahren und Doset erheblich verletzt. Hessen-Nass-u. Die Hausfrauen marschieren. mc Frankfurt a. M. 7. »ept. Um die völlige OMeitigung der M i l chb e to i r t s ch af- t u n g in unserer Stadt herbei zu fuhren, in welcher bekanntlich ter Cb-zelverkauf von Landwirten, Deiche ihre Milch hereinbringen Wollen, verboten ist. zogen hundert F r a u e n am Montag vor das Lebensmitteiamt und p r o t e st i e r t e n dortselbst. öle beabsichtigen, wenn keine Aenderung erfolgt, aus dieser ersten .M i l ch k o rn P a g n i e demnächst umfangreiche »Milchbataillone zu bilden und drohen bereits, dab die Räume deS Lebens- mittelamteü bald ein herrliches Objekt für Wohnungssuchende geben würden. Der Schwindel der Wettkonzerne. fpd F r a n k f u r t a. M. 7. Sept. Die hle- sme Kriminalpolizei hat sich In Den letzten Wochen »n ausgiebiger Weise mit Den ‘Berliner Spor tbanken und Wettkvnzerne n, Die Mer DutzendsvonVertretunyen des atzen, beschäftigen müsten. BIS jetzt bearbeitete sie nicht weniger alS 210 Anzeigen gegen die Frankfurter Zweiganstalten wegen Betrug. 3r$.etamt beträgt Die von Den Betrogenen angemelDete Summe, um die sie geschädigt sind, rund 3 Millionen Mart. Dieviele Der Geschädigten mögen ihre . Fälle" gar nicht zur Anzeige gebracht haben? Die diesigen Wettbanlen sind ausnahmslos aufgelöst worden. mc. Frankfurt a. M., 7. Sept. 2m Monat August ereigneten sich in Frankfurt 768 Diebstähle und Einbrüche, welche der Polizei gemeldet tour-* ben, abgesehen von vielen, Die nicht gemeldet sind. DaS Betrugskommissariat befaßte sich mit 210 De- trugsfällen, die Sittenpolizei hatte 400 Fälle zu bearbeiten - ein trauriges Grobstadtbild —, im PolizeigcfängniS waren 712 Personen inhaftiert, auberbem wurden noch fünf Mordsachen und zwei Mordversuche polizeilicherseits verfolgt. fpd F r a n k f u r t a. M , 7. Sept. Der frühere Seldtzüter ReeS auS ReuseS bei Somborn wurde in Hanau in Dem Augenblick festgehalten, a!S er mehrere Kllo Hundefleisch und zahlreiche. au6 Hundefleisch bereitete Würstchen nach Frankfurt bringen wollte, ReeS steht im Verdacht, datz er schon seit geraumer Zeit Hunde aBfängt und abschlachtet. fpd. Höchst a. M, 7. Sept. Die geheimnisvolle Personllchkeit, die hier unter Dem Namen Boimschläger auftrat und bei feiner Verfolgung einen Polizeibeamten niederschob, bat sich als der Gärtner (Sm i l Bornträger au« Steinfurth bei Dad-Rauheim entpuppt. Der Schwindler ist weder in ReimS noch in Fvr- dach gewesen: dafür ist er aber erheblich mit Zuchthaus und Gefängnis »orbeftraft fpd Weilburg, 7. Sept, Wegen schlechter Belieferung mit Kohlen mutz das Gaswerk auf einige Tage Den Betrieb iperren. EchlichtungSanSschttß der Provinz vberhesscn. Sitzung vom 6. September 1921. In der Antragsache des Deutschen Bau- ardeiterverbandes gegen die Zementwarenfabril 3ean Dem & Go. in Dieben wurde zur Snt- (ohnung der Akkordarbeit, nachdem die Parteien sich grundsätzlich bar über verständigt hatten, dab wöchentlich der garantierte tarifliche Mindest» stundenlohn ab'chläglich bezahlt wird, bestimmt, dab im Anschlub an die nächste Akkordabischnung von Ende September jeweils alle 6 Wochen Die endgültige Abrechnung auf die Akkordarbeit vorzunehmen ist. 3n der Weiterbeschäftigungssache des Ober» schweiz rs Iännann geg?n Rittergutsb's her Oppermann in Leb bach verständigten sich die Parteien übyr die oem Antragsteller als Abfindung zuzuwendende Entschädigung Der Deutsche Holzarbeiterverband in Dietzen Ichlotz mit der Holzwarenfabrik Ärnufl* in Bü» btiigen ein Abkommen, wonach vom 1. September 1921 ab Die Löhne nach Klasse 5 des Landestarifvertrages für das Holzgewerbe für Hessen und Hesscn-Rafsau bezahlt. Die Serien für 1921 tote im Sägertarif bewilligt und ileberftunben- Prozente sugefianben werden (Jn einem Teil der Auflage wiederholr.- Frankreich und der deutsch-amerikanischL Friedensvertrag. Paris, 7. Sept. (WTD.) Wie der .Petit. Parisien" mitzutellen in Der Lage ist, ist von Der Regierung bet Vereiniaten Staaten keinerlei amtliche Rote überreicht oder ein nichtamtlicher Schritt unternommen worden, worin von Frankreich Die Anerkennung deS Deutsch-amerikanischen FriebenSvertrageS in möglichst kurzer Frist gefordert wurde. Rach dem „Qoumar erwartet man indessen einen derartigen Schritt der Vereinigten Staaten. Havas bestätigt di« Bezahlung der erste« Goldmilliarde. Paris, 7. Sept. (WTD.) 3n einet amM ltchen HavaSnote wird vorbehaltlich end- giltiger Nachprüfung bestätigt, datz Deutschland am 31. 2Lug. die fällige Milliarde Gold- mar t bezahlt hat. Die Frankenzahlung im Saargebiet. Saarbrücken, 7. Sept. (WTB) Die Re- gierungskommisston des Saargebtetes richtete an Den Vurgermeister von Saarbrücken ein Schreiben, worin ab 1. April 1922 auch die Beamten, Angestellten und Arbeiter der Kommunalverwaltungen in Franken entlohnt werden müssen- Die Regierungskommission habe sich, wie es heiht» zu dieser Matznahme veranlabl gesehen durch zahlreiche Eingaben, die aus ben Kreisen der Beamten, Angestellten und Arbeiter an sie gerichtet wurden^ Die Kommunalverwaltung wurde angewiesen, für Die entsprechenden Frankeneinkünfte Sorge zu tragen. Es ist daher damit äu rechnen, dah ab 1. Aprib 1922 die Steuern und die Zahlungen für die Entnahme von Wasser, Gas und Elektrizität i» Ztankenwährung erhoben werden. Kämpfe auch in Französisch-Marokko Paris, 7. Sept. (WTB.) Wie daS Madrider Blatt .Liberia" meldet, wurde eine französische Kolonne auf dem Wege nach Taher in Marvtto. südlich bet spanisch-französische» Grenze von Eingeborenen angegriffen unb vernichtet. Die Pariser Morgenblätter bemerket» dazu, dab an französischer Stelle noch keine Bestätigung ber Nachricht vorliegt. Der wöchentliche Ruhetag in Spanien. Pari«, 6. Sept. (WTB.) Rach einer Meldung der „Information" auS Madrid erschein^ jetzt tn Spanien an ben Montagen; wegen beS wöchentlichen Ruhetages keine Zeitungen mehr. Die Regierung hat deshalb die erste Dummer eines amllichen Berichts herausgegeben, der jetzt alle Woche erscheinen unb in ganz Spanien umsonst vekieilh wird. Dor neuen linksradikalen Dynmnitatlentaten? Hamburg, 7. Sept. (WTB.) Kriminalbeamte nahmen drei junge Burschen fest, die tu Paketen 28'/. Kilogramm Dynamit bei slctz trugen- auöerbem nod) 3 Helfer«Helfer, ble mU Dem Transport In DerbinDung ftanDen. In bei Wohnung eines Verhafteten wurden später noch 16 Kilogramm v p r e n g st o f f e und 3C0 Sprengkapseln beschlagnahmt. Drei der Verhafteten brach< ten Sprengstoffe von Arnsberg in Westfalen hierher. Dort sind, wie Die Kriminal» Polizei mitteilt, noch weitere Heisers Helfer verhaftet worden, bei Denen 10 Kilogramm Spreng- flösse unD 100 Sprengkapseln gefunDen tourDen, Die vermutlich tn einer Zeche gestohlen Maren. Die Festgenommenen wollen kells nicht gemuht haben, Datz eS sich um gefährliche Sprengstoffe handelte, teil« V?rweig?m sie der Polizei behörde gegenüber ble Auskunft. Kirchliche Nachrichten. Israel. Religions - Gesellschaft, Sabdatfeier, 10. Sept. Freitag abb. 6.25. Samstag vorrn. 8.00. Qlad>m. 4.30. Sabbatausgang 7.40. — WochengotteSDienst: nwrg. 6.30, adds. 6.00. enthält. „ e • Von starken Mannern erzahll Kurt Doerrh in einem unterhaltrnben Kapitel Des Sport-Brevier", daS >er PrafidLNl des Reichs- äusfchuffeS für Leibesübungen Carl Diem bet Dr. Eysler u. So. in Berlin bevaußgegeben hat. Mag auch die Geschichte von August dem etarlen, nach Der er in Warschau erst einen unb Dann zwei Grenadiere mit steifem Arm zum Fenster Dmaud- gehalten haben soll. Legende sein, so bewies dieser König doch sein Anrecht auf feinen Beinamen dadurch, dab er imstande war, ein Hufeisen zu zerreiben. Dieses Kraftstück ist dann ein Cieb- linastrick der starken Männer geworden, Der tn neuerer Zeit von zahlreichen Athleten auSgesuhtt or 1 einer Eeiik Jemen m Ci.i« giengen. tourbe. Bei manchLr solchen KrastprvDuktion mag tätigen Bruder beauftragt, ihm ein hüb-1 es nicht ganz ehrlich zugegangen sein, indem das 93,35 94,02 709,25 710,75 717.75 1594,40 1597,60 1605,35 1608/15 1207,16 1210,25 1223,75122',25 Frankfurt a. M., 7. Sept. B ö r f en - st i m m u n g s b i l d. Die Aufmerksamkeit der Börse richtete sich wiederum besonders auf Die Snttricklung am Devisenmarkt. Aus diesem Gütete war im Vormittagsverkehr eine leichte Abschwächung eingetreten, später zeigte sich wieder eine eitere Haltung. Im freien Verkehr machte sich anfänglich wieder eine spekulative Kaufneigung des Privatpublikums bemerkbar, die untervchwan- funaen au erneuten wesentlichen Kurssteigerungen scheS Haus zu laufen. Der nicht sehr 'geschäftS- > Hufeisen durch Behandlung mit Säure im Feuer gewandte Bruder übertrug den Auftrag seinem | oder beim Härten vorher präpariert war: es ~ sind doch aber auch verbürgte Leistungen dieser Art bekannt. Hohn Grün zerrih im Hahoe 1905 in Paris aus Grund einer Welte zwei vorher von Fachleuten untersuchte Hufeisen in 44 und 23 Sekunden, Harry Scherer vollbrachte da» Kraftstück in 30 Sekunden. Das Hufeisen wird In den meisten Fällen jedoch nicht eigentlich zerrissen, sondern .zerdreht' Auch beim Ketten- prengen, das häufig vorgeführt wird, pflegt meist der Trick vvrzuliegen. datz die Ketten oder einige ihrer Glieder .glashart" gehärtet sind und so bei einem plötzlichen Ruck durch Anspannen der Oberarm- ober Drustmuskulatur tote Glas zer- Datum: 5 •, TtfA. ArifgsanL 4 7. v'sch. Be.chsaii. 3 7. Disch- Re,ch»anl. 4 •' Prruh Aonsol« DarmliäMer Bank . deutsche Dank . . . 2'iLconto-Eesellschast Dresdner Dank. . . Nationalbank s. D. . Milteld. Treditdank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Doch Gutzstahlwerk . D -Luxemb. Dergw.. Delsenktrch.Bergw. . ßarpencr Bergbau . vderschles. Eisend.-D. LJberschles. Eisenind. . Phönix-Dergb.-Lkt.. Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerk«. Elektr. A. E. ltz. . . . öchackert-Werk«. . . Zelten-Guilleaume. . Daimler....... Bud.- Eisenw.- Akt. . Adlerwerke 47. Hest.Staotsanl. . tlckuon ®ries5«i». * • ;M ■ i;' 1 'M = Karpfen === Schleien und Hechle Der Ertrag eines ganzen Teiches kommt morgen Freitag früh von 8 Ubr au zum Verkauf. Ferner empfehlen wir Zrische Brat-Schellfische Pfund Mk. 2.20 Frische Bieler Bücklinge Pfund Mk. 5.60 Margarinen auS frischen Bezügen Pfund Mk. 11.50, 13.- Marke Ditello ohne Salz, Psd.M. 16.— Gebr. 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April bis 31. August 1921 haben sich in unseren Strastenbahnwagen nachstehende Gegenstände vorgefunden: 4 Spazierstöcke, 2 Kinderspazierstöckchen, 6 Damenschirme, 1 Schirmüberzug, 5 Paar Herrenhandschuhe, 2 Paar Damenhandschuhe, 1 einzelner Herrenhandschuh, 1 Paar Strümpfe, 1 Herrenhemd, ein Handtuch, 2 Taschentücher, 1 Damengürtel, 1 Handbeutel, 1 Haarschleife, 1 Stück Dolle, 1 Kinder- Körbchen, 5 Bogen Briefpapier mit Umschlägen, 1 Lehrbuch der Physik, 1 Gebet- und Gesangbuch, l Verzeichnis über Medizin- und Naturwissenschaften, 1 Riemchen mit 4 Schlüsseln, 1 Geldmäppchen mit Inhalt, 1 Geldtasche mit Inhalt, 1 Zwanzig- und 1 Einmarkschein, 1 Karbidlaterne, 1 silbern. Ring, 1 Emailleschild, 1 Hammer, 1 Zwicker mit Futteral, 1 Tabakspfeifchen, 1 Bügeleisen, 2 Kleiderhalter. Die vorbezeichneten Gegenstände,können bei der unterzeichneten Verwaltung, Zimmer'4, m Empfang genommen werden. 9736B Gießen, den 6. September 1921. Elektrizitätswerke u. Stratzenbahn der Stadt Gießen. Stolt«. 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Gr^ss D V a t V V d fi gi fei au ve m 8. bis einschließlich den 21. Sep« n, 9. Sept. Der Reichsminister hat die in Kassel erscheinende e Arbeiterzeitung-, ein K. P. D., wegen eines die Reichs- eleidigenden Artikels verboten, de das deutschnationale „G Stage b l a t t- wegen Beleidigung rräfidenten vom Oberpräf identen 14 Tage verboten. söhnliche Haltung Lloyd ies gegenüber Irland. neb, 8. 6cpt (WTD.) Die Ant- britischen Regierung aus da- • DaleraS vom 30. August lautet: Regierung hat Ihr Schreiben vom geprüft und muß dazu folgende Be» nachen: Der Grundsatz: Eine Regie- rund der Zustimmung der Regierten is der konstitutionellen Entwicklung iens. Aber wir können als ©runb- vnferenz nicht die Auslegung dieses inehmen, die unS verpflichten würde, ung, die Sie stellen könnten und die derung einer Republik und der Ver- zr Krone gehen könne, anzunehmen, selbst wissen, daß eine Konferenz auf blagc unmöglich ist. Wenn der Grund- egierung mit Zustimmung der Regier- in Anwendung gebracht würde, so L Gebäude eines jeden demokratischen is einreißen und die zivilisierte Welt > Einteilung in Dvlksstämme zurück- c hatten Sie dagegen eingeladen, un- jlag nach Verdienst zu prüfen, damit Dcitercn Zweifel mehr über die Trag- über die Aufrichtigkeit unserer Ao- n. In einer solchen Konferenz können ige der Garantien für alle die Punkte >ei denen Sie der Ansicht sind, daß die Dorschläge die Freiheit Irlands be- t Es widerstrebt der britischen Re- glauben, daß Sie auf der Ablehnung )läge bestehen, ohne sie in einer Äon- äst zu haben. Die Weiterung, eine u besprechen, die dem irischen Dolkc lb der Grenzen des Reiches kommen sie Freiheit für feine Entwicklung gewährt, kann nur 6c- -3 Sie jede Unterwerfung unter die jede Eigenschaft als Mitglied des Sesamtreiches verwerfen. Wenn wir Schreiben diese Schlußfolgerung ziehen i könnte jede weitere Debatte zwischen inem nützlichen Zwecke mehr dienen esprechung wäre vergebens. Wenn wir wir hoffen, diese Schlußfolgerung zu hen und wenn der wirkliche Grund, •anlabt, gegen unsere Dorschläge Ein- .zu erheben, der ist, daß wir Irland len als die Freiheit, die wir erläutert ann dieser Einwand bei einer Kaufest werden. Sie werden der Ansicht dieser Briefwechsel lange genug ge- e. Infolgedessen muh die britische Re- e bitten, ihr in klarer Form rnitzu- Sie geneigt sind, zu einer Konferenz 1, um die beste Art und Weise zu der der Zusammenhang Irlands mit chen Reich mit den nationalen De- Irlands in üebereinftlmmung geben kann. Wenn, wie wir hoffen, Die i bejahendem Sinne ausfällt, so schlage ah die Konferenz am 20. d. M. In zusammen tritt, gez. Lloyd George. habe. imD Dao man auch metsacy oen wnnorua habe, daß nicht alle Beschlüsse von ihm, sondern an anderer Stelle gefaßt worden seien. Mit be- fonberem Rachdruck forderte Branting, daß die Dölkerbundverfammlung das Hirane ein scannen zu uuuen, uu die parlamentarische Basis zu schmal war. Die Sozialdemokratie aber sträubte sich mit Händen und Füßen gegen eine Einbeziehung der Deutschen Volkspartei in die Koalition. Es wurde tagc- unö wochenlang hin und her verhandelt. Zentrum und Sozialdemokratie gerieten einander in die Wolle. Allerhand Persönliches wurde aufgewühlt. Die Krise wollte kein Ende nehmen. Da ließ sich Herr Stegerwald von sämtlichen bürgerlichen Parteien gegen die Stimmen der sozialistischen Linken vom Landtage zum Ministerprästdenten wählen und bildete ein Minderheitskabinett, lediglich aus Zentrum und Demokratie, das sich fortan einer wohlwollenden Haltung der beiden Rechtsparteien erfreute. Als dann in dem Kampf um das Wiedergutmachungs-Ultimatum im Reichstag die Koalition der bürgerlichen Mitte zerschlagen wurde, als die Deutsche Volkspartei aus der Regierung ausschied, und die Sozialdemokratie wieder eintrat, war es selbstverständlich, daß daraus mm auch die politischen Folgerungen für Preußen gezogen werden mußten. Wieder wurden Verhandlungen mit der Sozialdemokratie eingeleitet. Aber wieder vergebens. Die Besprechungen versumpften. Abermals vergingen Wochen und Wochen, ohne daß ein Resultat erzielt wurde. Es wurde weiter gewurstelt in Preußen. Hetzt, da sich nach dem blutigen Attentat auf Erzberger mit all seinen politischen Folgen die Situation ja von Heuern verändert hat, steckt man wiederum in Preußen die Köpfe zusammen, ilnö doch kommt man aus der Sackgasse, in Die man sich verrannt hat, nicht heraus. Die Sozialdemokraten wollen in die Regierung. Wer sie bestehen auf den Wiedereintritt Severings, des früheren Innenministers, und B r a u n s, d^ ehe- I maligen Landwirtschaftsministers, in die Regierung. Das paßt schon manchen Kreisen des Zen» I truv'.s und der Demokratie nicht. Aber vor allem Zeitung" meldet, wurde man im Laufe des Vormittags über das Prinzip im wesentlichen einig, so daß man nunmehr über die Formulierungen verhandeln wird. Allerdings liegt die Entscheidung in München, wohin die bayerischen Vertreter heute abend zurückkehren. Die Reichsregierung ihrerseits versicherte sich der Billigung der Koalitionsparteien für die Vorschläge an die bayerische Regierung und für die Zugeständnisse, die sie Bayern für die Aufhebung des Belagerungszustandes zu machen bereit ist. Die Führer der Koalitionsparteien wurden heute mittag vom Reichskanzler über die vorläufigen Ergebnisse der Verhandlungen unterrichtet und erklärten ihr Einverständnis mit den Vorschlägen der Reichsregierung, ausgenommen die Sozialdemokraten, die gemeinsam mit den Unabhängigen heute abend eim Reichskanzler ihre Deden ken geltend machen wollen. Dor der Schluhberatung mit den Vertretern Bayerns wird das Reichskabinett die Dorschläge der Reichsregierung formulieren. Die endgültige Entscheidung kann für Samstag erwartet werden. Berlin, 8. Sept. (WB.) Die Beratungen der Reichsregierung mit den Vertretern der bayerischen Regierung und den bayerischen Kvalitionsparteien färben heute nachmittag ihren vorläufigen Abschluß. Die bayerischen Vertreter reifen heute abend nach München und werden das Ergebnis Der Besprechungen mit Der Reichsregierung Der bayerischen Regierung unD Dem ftänDigen Ausschuß Pes CanD» tages unterbreiten. Der Samstag zusammentritt. Neue Zeitungsverbote. Berlin, 8. Sept. (Wolfs.) Der Reichsminister des Innern verbot die Verbreitung der in Danzig erscheinenden HalbmonatS- er deutsch-amerikanische ^riedensvertraq. London, 8.Sept. (Wolfs.) Aus Wash- tagten wird gemeldet: Das Staatsdepartement fragte offiziell bei der französischen Re- gierung an, wie diese die offizielle Rote bezüglich der Anerkennung des deutschamerikanischen FriedenSvertra» g e S aufnehmen werde. Englische Stimmen über die deutschett Wiederherftellungsleistungen. London, 8. Sept. (Wolff.) Der diplo* matischc Berichterstatter des „Daily Telegraph" schreibt, eS wäre verfehlt, von D«vu« mersBesuchin London Abänderungen de» Pariser Abkommens zu erwarten. Die durch das Pariser Liebereinkommen gelösten Hauptfragen könnten nicht erörtert werden, da dies eine zerstörende, verhängnisvolle Wirkung auf die gemeinsame Politik gegen Deutschland haben könnte. Die „Morning Post" schreibt zu einer Behauptung einiger französischer Blätter, daß der wahre Grund für das Wiesbadener Abkommen die Furcht Frankreichs vor dem deutschen Bankrott sei. Diese Ansicht stimme mit den von verschiedenen französischen Blättern vorgebrachten Meinungen über die Fähigkeit Deutschlands, die Reparationen zu bezahlen, nicht überein. Die Frage eines möglichen deutschen Bankrotts, die in England immer sehr ernst genommen werde, hänge zum großen Teile von der Politll der . Alliierten und vielen anderen Fragen ab, die nicht reine Finanzfragen seien. In der City Dienstag nachmitta schwerem Kranken läge: U rgroßmutter, Schwieg< Margare geb. K im 74. Lebensjahre. Die trauernd' Gießen (Neustadt 55),! Die Beerdigung findet von der Kapelle des n< (Bott dem Allmächtigen ha fallen, unsere liebe Mutter, Gr, und Schwiegermutter Elisabeth Wein nach kurzem, schwerem Leiden i von 75 Jahren zu sich zu nehm« Die trauernden Hinterbl Ludwig Weinri Stadt. Arbeitsamt (ä Liebigstratze 16, Teleph. TS können eingestellt werden: a. bei bicfineit Arbeitgebern: 1 6 Kupferschmied, 1 Stlberschmied, 2 M Lehrlinge: 1 Automonteur, 1 Frise, macher, 1 Glaser, 1 Schlosser. b. bet auswärtige« Arbeitgebern: arbeiier, Maurer, Zimmerleute, Eit Provifionöieifende, 1 Polsterer, IM» landwirtschaftl. Knechte, 2 Schneide 2 Kastenmacher, 7 Schreiner, 3 Aust Lebrlinge: 1 Glaser, 1 Schmied, 1 € Friseur, 1 Schlosser. GS suchen Arbeit: Schriftsetzer, Kaufleute, Schreiber und Reise HauSburschen und AuSlänser, Mascl Bauschlosser, Schuhmacher, 1 Sti 4 Sattler u. Polsterer, Backer u. Metz Kellner, 1 Former, 1 jüna. Schmied, Mechaniker, 1 Heizer, 1 Wagner, 2 D' Knecht, 2 Schäler, 1 oerheir. Hosm, Schweizer, 1 Tapezierer, 2 Gärtner, 1 Handschuhmacher, Bergarbeiter, 1 Schtnekzer, 1 Goldarbetter, 1 Ins Spengler, 1 Mon/eur, 1 Bandagist, und Heizer, 1 Konditor, 1 Möbelzeirl meister für Korkensabrikation, 1 Tie GelegenbeitSarbeite« werden ebenso genotumen. „ Lehrlinge: 2 Mechaniker, 1 Friseur, 1 • teur, 1 Elektrotechniker, 1 Schuhmm btnder, 1 Gärtner, 3 Autoschlosser, 1 l schlosser. , Weibliche Abteil«n * ES können eingestellt werden: a. bei diesigen Arbeltgebern: Mädch über, Dienstmädchen, Laufsrauen und einzelne Tage, tüchtige Sllleiniuädche Stutzen, 2 Köchinnen, 1 Lehrmädchen geschäst, 1 Verkäuferin. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: schaftliche Dienstmädchen, 4 Dienstinäl mädchen, 2Zköchinnen, Ztmmermädchei 1 landw. Haushälterin, 2 Kllchenmädü ES suchen Arbeit: 2 Verkäuferin!, rin, 3 Waschfrauen, einige Laussrau Rachmittagsbeschästigung, Mädchen f 2 Haushälterinnen, 1 Büglerin, 1 Fri französischen Unterricht, 1 Gesellschas dersräuletn, 1 Schneiderin als Beihi Die Berufsberatung und Arbei luna für Musiker findet werktags 12 Uhr statt. Außerdem werden für den Lehrling aufgewendete Versicherungsbeiträge 50 Mark jährlich vergütet. « Die einmalige Lehrlingsunterstützung für Mädchen wurde auf 150 Mart jährlich erhöht. Indem wir Ihnen hiervon Kenntnis geben, empfehlen nur Ihnen, dafür Sorge zu tragen, dah bei den bis Ende September 1921 fälligen Quittungen für das 1. Halbjahrl921 Rj. die richtigen Beträge zugrunde gelegt bzw. beim Abschluß von Pfleg- und Lehrverträgen die neuen Sähe gleich richtig eingesetzt werden. Bei dieser Gelegenheit machen wir nochmals auf den letzten Absatz unseres Ausschreibens vom 1. März ds. Is. (Amtsverkündigungsblatt Ar. 32) besonders aufmerksam. (Ziehen, den 5. September 1921. Kreisamt (Ziehen. Dr. 11 f i n g e r. _____________________ Betr.: Die Rundgänge der Feldgeschworenen. Au den Oberbürgermeister zu Giehen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir empfehlen, Anordnungen zu treffen, dah der nach 8 20 der Instruktion für die Feldgeschworenen vorgeschriebene Rundgang in den Monaten September und Oktober zur Ausführung kommt. Wegen des zu beobachtenden Verfahrens verweisen toir aus unser Ausschreiben vom 6. September 1910 (Kreisblatt Rr. 68). Ihren Berichten über den Vollzug sehen wir bis zum 15. Rovember ds. Is. entgegen. Giehen, den 5. September 1921. Kreisamt Giehen. I. V.: Schmidt. Bekanntmachung. 03 e t r • Das Gesetz, die Entschädigung für an Maul- und Klauenseuche gefallene Rinder und Ziegen betreffend vom 13. Mai 1921. Unter Hinweis auf unsere Bekanntmachung vom 13. Juni 1921 (Amtsverkündigungsblatt Rr. 87 vom 17. Juni 1921) bemerken wir, dah nach den Bestimmungen der Artikel 7, 8 und 11 des obigen Gesetzes auch für die an Maul- und Klauenseuche notgeschlachtete Rinder (Kälber ausgenommen) hinsichtlich der Anmeldung von Entschädigungen das gleiche Verfahren gilt, wie dies durch eingangs erwähnte Bekanntmachung für Ziegen nochmals besonders betont wurde. . In beiden Tiergattungen können seöoch bei der Antragstellung nach Artikel 7 nur solche Tiere berücksichtigt werden die infolge der Seuche n o t g e s ch l a ch t e t werden muhten und wobei das Fleisch als zum menschlichen Genuß untauglich befunden wurde (§ 33, Absatz 2 der Ausführungsbestimmungen zum Reichssleischbeschaugeseh), bei Ziegen auch noch solche, die an der Maul- und Klauenseuche gefallen sind. Für notgeschlachtete Tiere, deren Fleisch verwertet werden konnte, wird keine Entschädigung gewährt, weil anzunehmen ist dah durch den Erlös für Fleisch und Haut mindestens die jetzt geltende Entschädigung für gefallene Tiere erreicht worden ist. Wir machen hierbei nochmals ausdrücklich darauf aufmerksam, dah in den Fällen, wo nach den bisher geltenden Bestimmungen ein Entschädigungsverfahren eingeleitet war, d. h. also eine S ch ä h u n g s u r k u n d e bereits früher ausgenommen und uns vorgelegt wurde, Anträge bei den Bürgermeistereien nicht zu stellen sind. In diesen Fällen erfolgt Nachzahlung von Amts wegen. Giehen, den 5. September 1921. Kreisamt Giehen. I. V.: Hemmerde. Dicnstnachrichtcn des Kreisamtes. Das Ministerium des Innern hat dem evangelischen Kirchengemeinderat in Gerhausen in Württemberg die Erlaubnis erteilt, 10 000 Lose einer am 20. Oktober d. I. zu Gunsten des Kirchenbaues daselbst zu veranstaltenden Geldlotterie innerhalb des Dolksstaates Hessen zu vertreiben. Rach dem von der zuständigen Behörde genehmigten Verlosungsplan dürfen 100 000 Lose zu je 1 20 Mk. ausgegeben werden. Zum Vertrieb in Hessen dürfen nur mit dem hessischen Zulassungsstempel versehene Lose gelangen. Während der Zeit des Vertriebs der Lose zur 1. Klasse einer Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie ist Ankündigung, Ausgabe und Vertrieb der Lose in Hessen nicht gestattet. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Röthges; hier Drainagen. In der Zeit vom 8. bis einschließlich 15. September 1921 liegen auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei Röthges zur Einsicht der Beteiligten offen: 1. Kostenausschlag für ausgeführte Drainagen. 2. Zusammenstellung hierzu. Einwendungen hiergegen sind bei Meldung des Ausschluffes während der Offenlegungszeit bei der Bürgermeisterei Röthges schriftlich und mit Gründen versehen einzureichen. Friedberg, den 1. September 1921. Der Hessische Feldbereinigungskommissär: Schnittspahn. Regierungsrat. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Bergheim; hier: topographisches Güterverzeichnis. In der Zeit vom 7. bis einschließlich 21. September 1921 liegt auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei Holzheim das topographische Güterverzeichnis nebst alphabetischen Ramens Verzeichnis zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind bei Meldung des Ausschlusses während der Offenlegungszeit bei der Bürgermeisterei Holzheim -. schriftlich und mit Gründen versehen einzureichen. Friedberg, den 31. August 1921. Der Hessische Feldbereinigungskommissär: Dr. Iann. Regierungsrat. Bekanntmachung. Betr.: Wochenmarktordnung für die P^^inzialhauptstadt Gießen; hier: Abänderung des § 14 b. Auf Grund der Bekanntmachung des stellvertr. Reichskanzlers vom 2. März 1915, betr. den Wochenmarktverkehr, und der §§ 69 und 1491, Ziffer 6 der Gewerbeordnung sowie des Qlrt. 129 b II, Ziffer 1 der Städteordnung wird im Einverständnis mit der Stadtverordnetenversammlung und mit Genehmigung des Hess. Landes-Arbeits- und Wirtschaftsamtes vom 17. August 1921 zu Ar. L. A. u. W. 16 699 der § 14 b der Wochenmarktordnung für die Provinzialhauptstadt Gießen vom 14. September 1909 und 15. Juli 1915, wie folgt, abgeändert: § 14 b. Der gewerbsmäßige Einkauf von Gegenständen des Wochenmarktverkehrs. die von außerhalb zu Markt gebracht werden, ist von 11 U Ij r vormittags a b auf dem Marktplätze den hiesigen Händlern gestattet; die Weiterveräußerung an Händler ist verboten. • Diese Abänderung tritt sofort in Kraft. Gießen, den 5. September 1921. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger. Bekanntmachung. Da in letzter Zeit Klagen über Belästigungen des Publikums durch Fußball-, Schlagball- und andere Spiele auf der Straße laut geworden sind, sehen wir uns veranlaßt, darauf hinzuweisen, dah nach Artikel 292 des Polizeistrafgesehes und §366, Ziffer 7 des Reichsstrafgesehbuches derjenige mit Geldstrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft wird, der auf Straßen oder öffentlichen Plätzen mit Steinen oder anderen Gegenständen wirft, wodurch Menschen beschädigt oder verunreinigt werden können. Ist die mit Strafe bedrohte Handlung von Kindern begangen worden, so werden nach Artikel 44 des Polizeistrafgesehes die Eltern oder andere aufsichtspflichtige Personen, die es an der erforderlichen Aufsicht haben fehlen lassen, beim ersten Fall polizeilich verwarnt, im Wiederholungsfälle mit Geldstrafe bis zu einem Drittel der auf die ^Übertretung selbst angedrohten Strafe belegt. Bei eintretenden Körperverletzungen können außerdem nach §§ 823 ff., 832 des Bürgerlichen Gesetzbuches für den Täter und aufsichtspflichtige dritte Personen (Eltern usw.) weitgehende zivilrechtliche Schadenersahverpflichtungen entstehen. Gießen, den 5. September 1921. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger. ?rud< der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. In der Zeit vom 16. April bis 31. aaben sich in unseren Straßenbahnwagen vegenstünde corgefunben: 4 Spazierstöcke, 2 Kinderspazierstöckchen, 6 Damenschirme, 1 Schirmüberzug, 5 Paar Herrenhandschuhe, 2 Paar Damenhandschuhe, 1 einzelner Herrenhandschuh, 1 Paar Strümpfe, 1 Herrenhemd, ein Handtuch, 2 Taschentücher, 1 Damenoürlel. 1 Hand- beutel, 1 Haarschleife, 1 Stück Doile, 1 Kinderkörbchen, 5 Bogen Briefpapier mit Umschlägen, 1 Lehrbuch der Physik, 1 Gebet- und Gesangbuch, 1 Verzeichnis über Medizin- und Naturwissenschaften. 1 Riemchen mit 4 Schlüsseln, 1 Geldmäppchen mit Inhalt, 1 Geldtasche mit Inhalt, 1 Zwanzig- und 1 Einmarkschein, 1 Karbidlaterne, 1 silbern. Ring, 1 Emailleschild, 1 Hammer, 1 Zwicker mit Futteral, 1 Tabakspfeifchen, 1 Bügeleisen, 2 Kleiderhalter. Die vorbezeichneten Gegenstände.können bei der unterzeichneten Verwaltung, Zimmer'4, in Empfang genommen werden. 9736B Gießen, den 6. September 1921. Elektrizitätswerke u. Straßenbahn der Stadt Gießen. __________________St ölte.___________________ Vergebung von Pflasterarbeiten. Samstag den 10. ds. Mts. vormittags 10 Uhr soll die Umpflasterung einer Straße sowie die Abheilung der zu walzenden Straßen auf dem Sub- missionrwege vergeben werden. Bedingungen liegen aus hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Wieseck, den 7. September 1921. 97310 Hessische Bürgermeisterei Wieseck. Schomber. Obstverfteigerung. Dienstag, den 13. d. Mts., vormittags 9 Uhr onfongcnb, wird das Obst der Gemeinde Saasen, bestehend aus Aepfeln, Dirnen und Zwetschen, bäum- meifc meistbietend versteigert. Zusammenkunft hn Ort Saasen, 8. September 1921. 97340 Hpsfiscke Bürgermeisterei Saasen. Schmitt. Speisezwieheln cinoetroffcn pro Sack Mk. 100.— Die Abgabe erfolgt in allen VerteilnngSstellcn. 9738V Der Vorstand. eeoeeeeEeieeeoee® • Lichtspielhaus | Bahnhofstraße 34. 9741c Ab Montag;: 9 Ab honte bl» einechl. 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Zahlreiches Erscheinen erwünscht. 9728v Der Vorstand. <> <> <> RE? 5 «Ä'i ber®«16 i teH*6i le* 6.°L ipftt lvieoer Bjei» » 3<®. ItlchMNg tiag- auf ränct Anhängern des eine \ Driade in tüt steht de' ßtanbpunit noch um bis ttaai ärmer Dasfelb Beschluß fiel berungen tikels 10 öes' rigen Terfai sei OhtM । LllsS heftigst tzUedn vei toilale Hnti aus lanabifi Kommission chung und mit einer l guna begni so ist dami nungen erle Weiterung fi hegten. 2Ddfiren ten fragen j Fortschritts t hvüe der T1 missionSbeck des Art. 18, schtoächung den soll, die verlangt di> kerbunos-M Verträge rigenfalls si richt weist dt verlangt, un nung tragt, ser Terttag Mangen t hendengesö hmg in toi gungensvlk fentlichj des allen durch Art. Genf, bundver ^ormittagi rateS über Dran mit einer ter er fagi Mischen tebe, und teoe, daß i *m anderer ionderem A Allerbundd rundes Blei tetem die $ ^tin, tourb fischen T nka nicht des Dölle ®neritani| Zates, bt ymerif, da, tz"2nnex KbertCe ter der S habt N dein Mete de W &