llr. 287 •Der •(tfter.-r Snjelftt «schein» laylich. anker 6cnn. uni) AereNo *. Hoeatli*fttQc 51. Ünschrifl für Drahknach- 'tchten Hajciger »letze». patzfcheLanlo: Xreeflerl a. M. UfcU. Erster Blatt M. Zahrgang Mittwoch, 7. vezemder 192| EiehenerÄn;eiger General-Anzeiger für Oberheffen t>rud und Verlag: vrßhl'fche U>iv.-Vuch. ind StetHäriderei R. Lange. $d)riftldting, -efchäftrftelle und Dridcrd: Zchnlftratze 7. >inah»e von Nnzetae« für die Togftnummrr oi» znm Dachm ttag vorher ohne jede Aerdindl.chkeU. Preis für l mm -öde für Anzeiae ,v 34mm »reite Lnlich 55 Vf, auswäns 65 Vf ; ftr Dehlame- Anzeigen von 70 iiim Beeile 250 Vf Bei Vlatz» Vorschrift 20 , Aus chlag. fyjupJd r.’tlnttr : -lag Goetz VerontwoNlich für Volüth. Äug. Goetz für den übriger. Teil. Karl Walther; für den Anzeigenteil: Hane Lech, sämtlich In Gtetzen. Die (Eröffnung des amerikanischen Kongresses. Washington. 6. T*^. (WTB) 'M der ®röffmino«1ü>ung des Kongresse» am heilig« Olinng waren die Deteg erien aller an der TDcfbinatoner Konterenz teUncbmmbea Otaalen «gegen Der Otntritt bet Präsidenten $ a t • ding wurde mit langan bah entern Beifall be- grübt Dte 7Jct(e*u:i wuttter völliger Llederzengtheit; denn Handel und tnternattonaler Warenaustausch seien nur möglich wenn die 'Hattoncn aller OrbtHIe wieder in eine normale und stetige Lage kommen. Der Hilfe der ameriLanischei Republik müsse die Initiative ODlhieben- ber Gewalt zu fallen 2Qx?r sie könne nur wirksam lein mtt der (Zustimmung und der Mitarbeit des Kongresses Der Kriegszustand, so sagte Har- btng, bat auhetvrdentlich hohe Machtbefugnisse in die Hand des Präsidenten der 'Republik gelegt. Diese Machtbefugnisse haben mit der Proklamation des Frieden«zustande« aufgehört, und heute muh die Arbeit der gesehgeberischen und vollziehenden Gewalt miteinander in Einklang gebracht werden Die Spaltungen inner- halb der Parteien, die während des Krieges verbunden waren, dürfen nicht wieder cntflcben, denn sie bilden Hindernisse für die schnelle Lösung des FriedettS Der Präsident würdigte die von dem lebten Kongreh geleistete Arbeit und kam auf da« Budget zu sprechen. Heber die den ausländischen Staaten geleisteten Vorschüsse sagte er: Die vollziehende Gewalt ist nicht imstande, die Frage bei Schulben zu behandeln Da« blldet ein Hindernis für die schnelle Orbnung unserer Angelegenheiten mit unseren Schuldnern Es ist Sache des Kongresse«, der allgemeinen Politik und der vollziehenden Ge- walt hi dieser Hinsicht feine Zustimmung zu erteilen Aber es gibt einzelne Probleme bezüglich der Anleihen und be« Schuhe« der amerikanischen Interessen, die die vollziebende Gewalt nur mit Genehmigung des Kongresse« In Angriff nehmen kann Denn die Konsolidierung und Regelung der gestundeten Schulden ermöglicht werden kann, wird das für die Amerikaner selbst von Borteil sein, und es wird die Beziehungen verbessere die die Schuldner gegenüber den Bereinigten Staaten eingegangen sind Der Präsident ersuchte den Kongreh. der vollziehenden Gewalt zu gestatten, die Kündigung der Handelsverträge einige Dochen hinauezuschieben. bi« der neue Entwurf über die Ausdehnung der amerikanischen Handelsmarine eingebracht fei. Der Präsident kam hieraus auf den Gesetzentwurf über den Zolltarif zu sprechen. Er erklärte, dieses Gesetz sei notwendig, um der any rikomischen Industrie Stetigkeit zu verleiben, und müsie schnell angenommen werden: denn es sei unvermeidlich, um mit der Auhenwelt sichere Han- delsbeziebungen herzustellen Auherdern bandele es sich auch darum, zu verhindern, dah die zahlreichen Industrien Amerika« zu Grunde gingen Der Präsident fuhr fort: Denn man sich auch Rechenschaft von allen Berpfllchtungen In der Frage der Menschlichkeit, des Handels und der Finanzen ablege, so könne doch für die Bereinigten Staaten nicht die Rede davon sein, sich selbst zu vernichten, um anderen zu helfen. Er wünsche von gamem Her» zen die Dieder Herstellung der von dem schrecklichen Kriege sv schwer betroffenen Böller ES ist befRr der Delt da« Beispiel einer guten Aus- balanzierung des Budgets, einer strengen Sparsamkeit und einer energischen, erfolgreichen Arbeit xu geben. Heber Ruhland sprechend sagte Har- ding. Dir erkennen die Eowjetregie- r u n g nicht an. Dir dulden ihre Propaganda nicht, aber angesichts der Leiden und Todesfälle können wir alle politischen Erwägungen bei Seite lallen. Ich empfehle mit Vorbehalten die Anna.' ne ausreichender Kredite für die Verwaltung bei amerikanischen Hilfsorganisation, damit sie bn Stande ist. 10 Millionen Scheffel Getreide und 1 Million Scheffel Saatkorn zu liefern. Zum Schlusie feiner Rede sagte Harding über , die Abrüstungskonferenz: Die Augen der ganzen Delt seien nach Washington gerichtet, und es sei wahrscheinlich, dah ein höchst mnu-igen- der Erfolg für die ganze Menschheit herdeigefuhrt werde Aus dem französischen Parlament. Paris. 6. Dez (WTB.) In der brütigen Sitzung des Senat« erklärte sich Ministerpräsident Briand bereit, die vorliegenden Interpellationen au beantworten: wenn sich jedoch die Debatte auf die Ergebnisse der D a s h i n g - toner Konferenz erstreiken würde, wäre er vielleicht geneigt, um einen Aufschub zu bitten. Erster Interpellant ist Senator D i a n g i c r. frei über die RichtauSführung des F> ieden-vertrages von BersailleS und über die Richtau-sührung de« ministeriellen Programms interpelliert. Briand Hube gesagt. Frankreich werde alle ’cinc Rechte geltend machen, damit Deutschland seine L^hulden bezahle. Er frag.. ob der Senat mit der Ausführung zufrieden fei. Ein Senator habe jüngst erflärt, in Deutschland Hebe e- ein Gesetz für die militärische Borbereitung Das dulde man! Din Senator ruft dazwischen: Ds gebe Zwar kein Gesetz. aber eine militärische Dorbei-eitung Senator Brangier sagt, man habe gezeigt, bah Deutschland In wenigen Dochen 6 oiS 7 Millionen Menschen mit den erforderlichen Quadies aus- steilen könne. Sei das eine loyale AuSsührung bei FriebensvertrageS? Die Kontiollkvmmisiion entbede jeden Tag neue Dassen. Die Regierung habe auch von der Loyalität ^Deutschlands gesprochen. Deutschland habe nichts bezahlt und noch nicht einmal den zehnten Teil deS tnegge- führten BieheS zurückerstattet Die französifche Kapitalflucht habe man verbinden, die deutsche aber nicht. Denn die Regierung nicht die genügende Autorität besitze, um Deutschland zum Zahlen zu zwingen, dann müsse sie sich zurückziehen. Venator be Lamarzelle befragt alÄbann den Ministerpräsidenten über die Entwaffnung Deutschlands. Diese Frage fei besonders ernst nach den Dorten, die Briand in Washington gesprochen habe: Deutschland besitze die erford.rlichen QuadreS, um ein Heer von 6 — 7 Millionen Mann aufzustellen. ES habe alle kine Fabriken zur Verfügung und alle notwendigen Rohmaterialien zur Anfertigung von Kriegsmaterial: die Gefahr fei also vorhanden Briand habe auch gesagt, es gebe nicht nur eine materielle, sondern auch eine moralische Gefahr: denn Deutsch- Umb fei von einem Revanchegeist beseelt, der leben Tag wachse Aber es gebe eine Hoffnung, das fei bas Deutschland Der mutigen und räsonablen Leute, die den Frieden durch demokratische Einrichtungen befestigen wollten. Die.eLeute weide man ermutigen. SS cebc zwei Deutschland: das habe man 1917 und 1918 gesehen Rach seiner Ansicht gebe eS aber kein weises Deutschland, sonst würde es die Bewaffnungen verhindern, die von allen Seiten in Deutschland vorbereitet wurden. Man habe den Reichskanzler Wirth ge lobt, aber er wolle nicht ober er könne nicht bie Entwaffnung Deutschlands sicherstellen Wenn er nicht könne, bann sei eben baS zweite Deutsch' lanb ohnmächtig Frankreich habe im Augenblick des Friedensschlusses feine natürlichen Grenzen verlangt Die Alliierten hätten sie ihm nicht bewilligt, ihm aber dafür eine Garantie versprochen, die nicht zur Ausführung gekommen sei. Frankreich sei also allein, um seine Grenzen za bewachen Ss habe nicht nur bie militärische Sicherheit, sondern auch die finanzielle Sicher- beit nötig Aus dieser Lage müsse Frankreich heran«foimnen. deshalb müsse Deutschland bezahlen. Die Sitzung bauert sort Pari», 6. Dez. (WTB.) Rach Schluh der Rede Briand« nahm der Senat die von der Regierung genehmigte DertrauenStageSord- nung mit 2 49 gegen 12 Stimmen an. Paris. 6 Dez. (WTB.) In der heutigen Kammersihung fragte Präsident Peret den Ministerpräsidenten Briand, wann er bereit fei, die vorliegenden Interpellationen, namentlich die Interpellation deS Abgeordneten 6 e m b a t über die Konferenz in Washington zu beantworten. Ministerpräsident Briand erwiderte. eS wäre sein Wunsch, vor der Kammer zu berichten. waS er in Washington getan babe. aber die Kammer werde zweifelsohne der Ansicht sein, die Budget- diSkusiivn ^ortzusetzen, umsomebr. als die DiS- kusiion einer Interpellation über die Konferenz von Wasbington für den Augenblick zu feinem nützlichen Ergebnis führen könne. Tatsächlich könne er jedoch nur die Rede wiederholen, die er in Wafhington Zehalten habe. Es könnte Erstaunen erregen, bah ein Parlament sich mit einem Problem befasse, bevor bie Konferenz zu Snbe gegangen sei. Marcell S e m b a t widerspricht und erklärt, er wolle nicht über die Ergebnisse der Konserenz in Washington. sondern über die Ersiärung interpellieren, bte M oisterpräsident Briand vor dieser Konferenz abgegeben babe. Der Borsitzenbe des Finanzaur chu'fe^ tritt daür ein, die Debatte über daS Budget nij>: zu unterbrechen. Der Reaktionär Bauern d A s s o i verlangt ebenfalls die sosortige DiSkullion der Interpellationen desgleiHen der Royalist Daudet, der erklärt, man müsse sofort und öffentlich sich über eine Politik auseinanderletzen, die nach Ansicht der Organe Lloyd Georges Frankreich zu einem Bruch mit England unb su einer W-cder- aufnahme der Feindseligkeiten mit Deutschland führen würde. — Die Vertagung de. Interpellation Sembats wird alsdani mit 4 60 negen 100 Stimmen ausgesprochen. Lloyd Georges (Erfolg in der irischen Frage. London, 6. Dez. (DTV.) Der König hat Lloyd George telegraphisch seinen herzlichen Glückwunsch zu dem erfolgreichen Abfchlutz der langwierigen Unter- Handlungen in her irischen Frage auSgesprv- ct-en. Dieser Erfolg sei der Geduld und dem versöhnlichen Geist zu danken, die Lloyd Ge» orge ohne Unterlatz gezeigt habe. London, 6. Dez. (DTV.) Die letzten Verhandlungen in der irischen Frage wurden von Lloyd George. Ehamber- Iain, Birkenhead und Ehurcttill auf Seiten der Regierung und von Eollins und B a r t o n S auf Seiten der Sinnfeiner geführt. Dte Bedingungen des erzielten Hebereinkommens werden dem Parlament und dem Dahl Eirean zur Annahme empfohlen werden. Der Lordkanzlcr Birkenhead gab in einer Rede die Einzelheiten de« Hebereinkom- mens bekannt. Die Hauptbedingungen der Regelung find folgende: Mit einem einzigen Vorbehalt wird Irland in dieselbe Lage versetzt wie Kanada und Australien, Reuseeland und Südafrika. ES wird den Hamen „Irischer Freistaat" führen. Südirland ist darin im eigenen Hause. Man wird einen Versuch in sehr weitherziger Weise auf derselben Grundlage machen, wie sic in Südafrika mit Erfolg angewendet wurde. Die Vertreter SinnfeinS lind bereit, dem irischen Parlament zu empfehlen, daß der neugebildete irische Freistaat nicht einen Vertrag deS Verbandes mit dem britischen Reiche ab- schliehl, sondern in das britische Reich eintritt. Die Treue des irischen Freistaates zur britischen Reichsgemeinschaft und zum König Georg wird in klarer unzweideutiger Sprache in seiner Verfassung erklärt. In Ftnanzfragen hat das südirische Parlament die Führung. Irland übernimmt einen angemessenen Teil der nationalen Schulden und KriegSauSgoben. Der Betrag wird durch Schiedsrichter festgestellt. Wenn Ulster innerhalb eines Monats nach der Annahme des Gesetzes entschlossen ist, dte bisherigen Vollmachten beizubehalten, kann sie sie beibehalten. Wenn Ulster beschlietzen sollte, die Vertretung im britischen Unterhaus zu behalten, würde dieser Beschlutz geachtet werden. Wenn Ulster nicht bereit ist, die Vertreter in ein alliriscbeö Parlament zu entsenden, wird eS berechtigt sein, diese Haltung weiterhin einzunehmen und dabei geschützt werden. Diese Bedingungen werden beiden Häusern deS britischen Parlaments im neuen Jahre unterbreitet werden. Wenn diese nicht zustimmen, wird das englische Volk baldige Gelegenheit zur Entscheidung erhalten. Lloyd George geht nichr nach Washington. London, 6. Dez. (WTB.) Lloyd George ist wegen der vorzeitigen Einberufung deS Parlaments gegen feinen Witten gezwungen, seine Absicht der Washingtoner Konferenz betzuwohnen, auf zugeben. Gin englischer Wohftätigkeitsbafnr. London. 6. Dez. (WTB.) Gestern wurde von Lord Weardale ein mehrtägiger, vorn Save tbe Ehildren-Bund veranstalteter Basar eröffnet Sämtliche Länder, in denen notleidende und hungernde Kinder leben, waren durch Der- kaufSstände vertreten. Der deutsche Derkau's- stand stand unter der Leitung von Frau S t b a - m c r. der Gattin des deutschen Botschafters, die unter anderem von zwei Damen der deutschen Botschaft unterstützt wurde. DieS ist ber^erftc Fall nach dem Kriege datt Deutschland aus einem öfsentlichen Basar in London vertreten ist. Die Berka uiSg eg en stände, die vom deutschen Roten Kreuz, von ber Bereinigung für Kinderhilse unb vom deutschen Zentralans- schuh für AuSlandShilse zur Berfügung gefiel!I wurden, umfaßen deutsche Spielzeuge. Erzeugriffe der deutschen Kunst und des deut'chen Gewerbes, die allgemein grobe Anerkennung fanden. sogar dauernd, haben. Diese Fragen müllen vor allen Dingen der japanischen Regierung zur Prüfung vorgelegt werden, bevor eine endgültige Entscheidung getopfte i werden kann Oelber gibt es gegenwärtig grvfie Derzögerung In der Hebermittlung der Telegramme und selbstverständlich können Derhandlungen mit Tokio über ein so wichiiges Problem in kurzer Zeit nicht ocll- ständig erledigt werden Auf jeden Fall bin unb war ich immer fest davon überzeugt, bat", bie Konferenz zu einem Einvernehmen über die Hon- fchlägc kommen wirb, bae für r gend)t ist. und nicht nur den interessierte:! Rationen. sondern auch der ganzer Welt Dienste leisten wirb (Eine Rede des britischen Schatzkanzlers. London. 6. Dez (Wolsf ) In einer Rede in Manchester über bie finanzielle Lage behandelte der britischeSchatzkanzlerSir Robert Home ci:iget>-nb die Frage der beutfchen Reparationen unb sagte, in Frankreich scheine -ine gewisse Besorgnis zu bestehen über die Unter- rebungen. die er mit Rathenau aehabt habe. Man scheine unter den Alliiert.'n Englands zu befürchten, datt hinter ihrem Rü fern ein Heber- etnfommen getroffen werde Sie sch.e-wn her Ansicht zu sein, dafi England q?toil(ermahcn eine Tendenz 'eigen könne in solchen Unterredungen, an denen H? selbst feinat Anteil hätten, Deutschland Zugeständnisse zu machen. Diese Haltung auf feiten einiger der Alliierten beruoe vollkommen auf rinerft Mistverständnis. England werde natürlich kein Hebereinkommm eingehen, ohne sich mit feinen Alliierten darüber zu beraten, und zwar nicht nur mit Frankreich. sondern auch mit den anderen Alliierten. England erkenne, datt eS feilte von eben so grof.er Wichtigkeit fei als jemals, bah bie Al - lianz so fest bleibe wie möglich Richts wäre im Augenblick für die Welt von gröberem Schaden, als ein Bruch der Allianz E« fei daher selbstverständlich, datt England nicht im Traum daran denken könne, ein Abkommen in trg. nbeiner Weise ohne angemessene Beratung und Entscheidung abzufchlietten, was seinen Freunden nachteilig sein könne. Home fuhr fort: Die Personen, die England kritisieren, könnten jedoch nicht verkennen bah sie während de« letzten Jahr S. als Lvucheur mit Rathenau verhandelt habe, au« England zu keiner Zeit den geringsten Einwand dagegen vernommen hätten Tatsä.l>lich seien jene Erörterungen sogar weiter gegangen, denn sie hätten ihren Au«gang in dem Wiesbadener Abkommen gefunden. Dieses Abkommen würde, wenn es in feinen Bedingungen burchge- führt würde, Frankreich gegenüber den anderen Alliierten bei Bezahlung der Reparationen Prioritäten gebe-' Diele Frage liege jedoch der Reparationokommitfion vor und daher wünsche er nicht« darüber zu lagen. Er hege nicht den geringsten Zweifel, datt bei all diesen Fragen England in der Vage Mn werde, mit feinen Alliierten unter Bedingungen der größten Freundlchafl zu einem Einrxrsiändnis zu kommen. Der Schatzfanzler erflärte weiter, soweit bie deutschen Repan»ion-zahlungen in Betracht kämen. habe England st.ts den Grundla t> rtoigt, lein Budget ohne Bezugnahme auf irgend e wa«^ zu machen, wa« von feiten Deutschland« kommen könne. Wir wollen ttKlter bei bie!em Grundsätze bleiben. Wenn Deutschland jci-od) erkläre, bah es bie Summen nicht bezahlen könne, die im Januar unb Februar fällig wären, unb es umAusIchub erfuche so wäre da« eine 2 n- gäbe, bie alle Alliierten gemeinsam erörtern unb einstimmig beantwrrt n mähten. Der Zusammenbruch Deutschlanb« — sollte er unglädlkberlDeite burch irgendeine Aktion von leiten der Alliierten herbeigeführt werden — wäre ein U ngt ü cf, nicht nur für Deutschland, fondern fürSuropa 'and die ganze Welt. Man leibe heute haupt- lat lich daran, bah in Europa so viele wrack' gewoidepe Länder leien Oetterreich unb Ratt» land, die Kunden Englands genasen feien, feien nicht mehr in fiter Lage, die englischen Waren zu taufen. Komme nar^ j diesen Ländern ein gebo- chei:eS Dculfchland hinzu. 1o würbe die Katastrophe sür Europa sunbefchreibllch fern. Es würde eine Katastrophe sein.Die nicht vom wirtschaftlichen Standpunkt au« gesehen, sondern a ich vom politischen Standpunkte auS won ingeheurer Rückwirkung auf die Wett fern würde. Die Washingtoner Konferenz. Washington 6 Dez. (HavaS.) DerHntcr- ausschutt hat da« vorige Woche von Root vor- gclcg!? Projekt ber Einrichtuno drahtloser Telegraphie in Ehrna angenommen Der Hnteraa«» schütt bat eine Sntschlietzung vorbereitet, die dem Aueschuh für den fernen Oft en t>Dtge(cgi werten wird unb sich auf die Post und drahllole Telegraphie in China bezieht. Die Enllchliehung beiht den Grundsatz der Berwaltung bie*er Stationen durch China gut, behält jedoch bie durch den Benrag von 1901 (nach dem Borerausitand fest- gelegten Rechte vor. lowie die Sonderrechte, die verschiedenen Privawntemehmungen gewähn werden waren, besonder« einer französischen Gesellschaft für die Poh in Schangrai Washington. 6 Dez (Wolff.) Havas. Der Sv aber beruh terfl atler der HavaSagentur meldet: Baron Kato gab folgende Erklärung ab: Die Frage der Belchwänkung der Flottenrüstungen umfaht Fragen, die eine grobe Rückwirkung auf das nationale unb internationale Leben Japan« und für die Politik auf Jahre hinaus, vielleicht Hörne sagte weiter, wenn man einen Druck auf Deutschland auÄüben würde, sv würde Deutschland vielleicht in der Lage fein, ^u zahlen, vielleicht aber auch nicht, und die« sei die unmittelbare Frage, die untersucht werden mühte. Werm jedoch Zugeständnisie gclucht werden sollten. so mühte man zunächst ein Ding in Betracht ziehen: Deutschland sage jetzt. eS könne die geschuldeten Reparationen nicht bezahlen. Deutschland tue jedoch verschiedene Dinge, bte gegen die Möglichkeit wirkten, bah eS seine Derpsitch-' tung erfülle. ES leiste Beihilfen für den Brot- prciS in Deutschland DieS gehe auf Kosten des Steuerzahler- DieS führe zu einem Fehlbetrag der Staatseinkünfte und dazu, dah die deutschen industriellen Hntemeh-. mer in der Lage seien, ihre Arbeiter mit nichtigeren Löhnen zu bezahlen, infolge der BrotpreiSbeihil'e. die ber Staat zahle Aach in. anderer Hinsicht subventiere Deutschland den Unternehmet. Die Sifen-' bahnen würden vom Staate mü Berlust betrieben Dies hätte einen neuen Berlust für, den Staatshaushalt zur Folge und setze ben ^rarreyen 3nbuftrieHen fn die Sagt, feine Daren billiger befördern zu können alä dies der Fall fein mähte Kohlen würden heute in Deutschland etwa für die Hälfte des Preises verkauft, der überall in der Welt dafür bezahlt werde. Dies fei eine andere Form vvn staatlicher Beihilfe und daher wurden — während in Deutsch- land der Staat selbst Geld aus der Tasche der Steuerzahler zahlt — gewissermahen Privatper- ftmen Beihilfen gewährt. Denn wir — so fuhr Home fort — auf azitfere gerechten Ansprüche auf die deutschen Re- jxiratfoncn verzichteten, selbst für einen gewissen Zeitraum — was wir meiner Ansicht nach nicht beschlichen dürfen — aber gesetzt den Fall, bah es geschieht, so ist eines Var: Deutschland nru h d i e Beihilfen aufgeben, um sich tn die Lage zu setzen, seine r«htrnähigen Verpflichtungen den Bollern gegenüber zu erfüllen, bei denen es Schulden hat. Deutschland könne auch durch die 6 teuer ein fünfte feine Ausgaben decken innerhalb eines festzufehenden Zeitraumes müsse Deutschland auch die Ausgabe von Papiergeld ein ft eilen, um sein Defizit auSzugleichen Bezüglich des Vorschläge«, bah Drvhbritannien ebenso wie Frankreich einen Teil seiner Schulden durch Bezahlung tn Daren nehmen solle, erklärt Horne, dah die Bezahlung in Daren an Frankreich mit den verwüsteten Gebieten zusammen hänge. Zum größten Tell würden die Dinge, die Deutschland England liefern könne, gerade in England selbst her- gestellt. DaS Programm fei daher nicht so leicht, wie e« von mancher Seite dargestellt werde, obgleich er nicht sagen wolle, dah eS unmöglich sei, irgendeine Art von Plan aufzustellen, durch den England in dieser Richtung einige Ergebnisse erzielen könne. Aus dem Reiche. Eine Besprechung beim Reichskanzler. Berlin, 6. Dez. (Wolf.) 3n der Reichskanzlei erschienen heute vormittag die Vertreter ber beiden Koalitionsparteien, Dr. Spahn für das Zentrum und Hermann Müller- Franken für die Sozialdemokraten, zu einer Besprechung mit dem Reichskanzler, wozu als Dertreter der Demokraten der Abgeordnete Koch hinzugezogen worden war. Rach der „D. Z. a. M." handelte es sich um die Frage der Begleichung der Ianuar-ReparationSrate und sm die immer dringender werdende Einigung Iber die Steuerfrage. DaS ArbeilSprogramm deS Reichstag«. Berlin, 6. Dez. lieber das ArbeitS- programmdesReichStages.der voraussichtlich am 13. Dezember zu einer vier- biS fünftägigen Dezembertagung zufammen- trefen wird, teilt der „Vorwärts" mit. dah nach einer Vereinbarung mit der Reichsregie- ning von den Steuervorlagen nur das neue Ilmsatzsteuergesetz, das am 1. Januar in Kraft treten soll, noch vor Weihnachten vom Reichstag verabschiedet wird. Ferner soll auf Wunsch Der Regierung vor Weihnachten daü neue vrtSklassenderzeichniS, das rückwirkende Kraft vom 1. April 1920 erhält, verabschiedet werben. — Die Nachzahlung an die Beamten tn den HSHergestusten Orten soll am 1. Januar stattfinden. 3m übrigen wird der Reichstag nur noch einige kleine Vorlagen und Anträge geraten, darunter den demokratischen Antrag auf Einführung eines Gedenktages für die vpfer des Weltkrieges. Laut der „Dosfischen Zeitung" ist der ^Auswärtige Ausschuß des Reichstages für den 14. Dezember Unberufen. Das fBIatt hält es für möglich, daß der Reichskanzler bis dahin in der Lage sein werde, sich über Die schwebenden politischen Fragen in bestimmterer Form zu äußern. Kohrenknappheit bei der Eisenbahn. Kassel, 6. Dez. (Wolff.) Wie mir von ber •ifenbabibireftton erfahren, hat die Kohlen- kna ppheit bei der Eisenbabnverwaltung einen derartigen Umfang angenommen, dah, wenn nicht tn den nächsten Tagen eine Behebung etntrttt, Porau«fid)t;ii) eine Einschränkung de« Personen- verkehrs wird vvrgenommen werden müsien Den Reisenden wirb dringend empfohlen, vor Antritt Vvn Reifen sich bei den Fahrkartenausgaben oder Auskunftsstellen zu erkundigen, ob die für sie tn Frage kommenden Züge auch wirklich ver- febren. Aus Hessen. iDie MMionenderluste der hessischen Land- Wirtschaftskammer. Mainz, 6. Dez. (Wolfs.) 3n einer Zu- ßchrift an den „Mainzer Anzeiger" gibt die hessische Landwirtschaftskammer Die von dem Blatte veröffentlichte Nachricht jgrxir zu. daß sie Millionenverluste als Holge des von ihr tn der Schweiz getätigten Ankaufs vvn Vieh (zum Zwecke der Steigerung der Fleisch- und Milchproduktion) erlitten habe, dadurch, daß die Deckung der Franke n sch u l d nicht möglich war und der zu diesem Zwecke bei schweizerischen Banken auf- aenommone Kredit jetzt eine Hobe Markschuld varstellt. Sie erklärt jedoch, daß sie während der ganzen Zeit tn Verbindung auch mit Reichsftellen Maßnahmen zur Abtragung dieser Schuld versucht habe, die jedoch infolge der unglücklichen Gestaltung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der wiederholten Veränderungen am Valutamarkte bis jetzt noch nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt hätten. Aus Stobt unb £?anb. • ttben. Den 7. Dez 1921. •• Amtliche Perlonalnachricht en. Der Finanzcr-ferendar Dr Ot o Mahlerwein zu Mai.rz würbe Jim RegierungSasjestor cr.-annt. —- öiTannt wurden die S'.euerprak: ika nten A >g st Deist zu Bübingen, Sran* Metzger v Laulerbach mb Äan Steiger zu W^rms zu Ob rstcue.sctr tären. — •mannt w lrden bet ch.llszahlme.ster Iug istlnus Kal i,ch nt> bet älnie.zihlmrister 5dn Rusch beide bei der Be- ziriskasie Worms, der Hilfszahimeister Ge?rg [ Steiger Bei Der Bez:r7S taste Bingen eiti> ber Hllfszahlmrister Valentin Lösch bet der Be- ziristaste Offenbach zu Steuera stiften ten — Am 1. Dezember 1921 wurde der Kanzkigehilfe Wilhelm Spahn au Bad Salzhausen zum Kanzle i - affifteiten bei dem ßanbamtmann zu Bad Salzhausen vom 1. Ocbtembcr d. 3 an ernannt — lieber tragen tourt) oam 17 Oktober dem Lehrer Christian Fückel zu Dalheim eine Lehrerstellc an der Volksschule zu Dolgesheim, Kreis Oppen- heim, am 1 November den Lehrern Peter Engel zu Gras-Ell enbach. Kari Klippel zu Parten- heim. Hermann Roth zu Ober-Saulheim, WU- belm Rollar zu Teienan, Alexander 3er- ban zu Ssienheim je eine Lehrer stelle an der Volksschule zu Mainz ••ileber dce Stellung und die Aufgaben des Retchsfinanzhvfes herrscht noch vielfach Hnflarbeit Er ist eine oberstrichterliche Behörde für Reichssteuern und Reichsab- c^aben und kann als solche nur tn Tätigkeit treten, wenn tn ordentlichen RechtSmittelveriah- ren seine Smscheidung anacrufen wird. Zur Erteilung von Auskünften üoer zweifelhafte Steuersragen, über die Auslegung vvn Dteuergesetzen usw. ist er ebensowenig zuständig wie zur Bescheidung von Gesuchen um Steuerermäßigung ober Befreiung Derartige Anfragen unb Gesuche an ihn statt an die zuständigen Verwaltungsbehörden, — Finanzämter, Landesllnanz- ämtet, Reichs Finanzministerium — zu richten, ist deshalb zwecklos. Auch ist der Reichsfinanzhvff wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Wahrung des Steuer^.hrinrnrsses nicht in der Lage. v?n feinen Entscheidungen unb Gutachten — di? übrigens, soweit sie für die Behörden oder weitere Bevöl- kerungskreife vvn Interesse sind, und soweit sie mit der Wahrung des Steuergeheimnisses verträglich, tn der durch ton Buchhandel beziehbaren Sammlung der Entscheidungen inb Gutachten deS Roichssmanzhoss veröffentlicht werden — an unbeteiligte Wschriften abzugeben. Wenn dies allgemein beachtet würde, so würden nicht nut unnütze Arbeit und Kosten dem ReichSfinanzhos, sondern auch den Anfragenden erspart bleiben. *♦ Oeff entliehe Bücherhalle. 3m November wurden 1560 Binde ausgeliehen Davon kommen auf : Erzählende Literatur 973, Zntschrif- ten 125, Zugendschriften 160, Literaturgeschichte 17, Gedichte unb Dramen 25, Länder- unb Völkerkunde 32, Kulturgeschichte 18. Geschichte und Biographien 53, Kunstgeschichte 21, Naturwi'senschaft und Technologie 55, Haus- und Landwirtschaft 9, Gesundheitsleyre 4, Religion unb Philosophie 25. Staatswissenschaft 19, Sprachwissenschaft 10. Fremdsprachliches 14 Bände. Nach auswärts kamen 25 Bände. *• Anlagenmus ik. Donnerstag mittag 12 Uhr am Liebig-Denkmal (nut bei guter Witterung). 1. „Althessischer Marsch", M. Känipfert, 2. Ouvertüre zur Oper „$>ic Heimkehr aus der Fremde", MendelSsvhn-Bartboldy. 3. „Walther vor der Meifterzunst" (Am stillen Herd) auS bet Oper „Sie Meistersinger von Nürnberg'', Rich Wagner, 4. DaS große Halleluja a. d. „Messias", Händel..5. „Frohe Weihnachtszeit", Marsch, H. Roick •• Fahrpreisermäßigung im Interesse bet Jugendpflege wird vorn 1. Januar ab nur solchen Vereinen gewährt werden, die bet bet Eifenbahndirektivn in ein besonderes Verzeichnis eingetragen sind. Anträge sind deshalb baldigst unter Beifügung ber Der- einSsatzungen schriftlich an die örtlich zuständige Verwaltungsbehörde sJugendamt, Gemeindebehörde, Pvlizeiverwaltung) zu richten. In den Anträgen ist ber Name, Sih unb Zweck deS Vereins sowie ber Name unb die Wohnung des Versitzenden genau anzugeben Nach Prüfung des Antrages gibt die Behörde, wenn sie ihm zustimmt, ihn an die Gisenbahnverwaltung weitet. Die Eisenba hnverwaltung benachrichtigt den Verein vvn seiner Anerkennung und tragt ihn in eine Liste der zur Inanspruchnahme der Fahrpreisermäßigung berechtigten Vereine ein. Die Almabe der Vordrucke zu den Aasweisen für die Fahrpreisermäßigung erfolgt bei der dem Verein von der Gisenbahnverwaltung mitzuteilenden Stelle nur auf schriftlichen, mit dem DateinSstem- pel zu versehenden Antrag des Vereinsvvrsttzen- bcn. Bei den dem Deutschen Reichsausschuß für Leibesübungen in Deriin ober der Zentralkommission für Sport und Körperpflege in Leipzig angehörigen Vereinen ist ein Antrag bei der Ortfibcbörbc nicht erforderlich. Diese Vereine haben bet den Gisenbahnditektivnen. tn deren Bezirk sie ihren Sitz haben, unter Nachweis ihrer Zugehörigkeit zu einem bst genannten Verbände ihre Aufnahme tn die Liste bet zur Inanspruchnahme der Fahrpreisermäßigung berechtigten Vereine zu beantragen. kl Dauernregeln im Dezember. Kalter Dezember und fruchtreich Jahr sind vereinigt immerdar. — 3st'S in der heiligen Nacht hell und klar, so gidt'S ein fruchtreich Jahr. — Weihnachten naß. gibt leer^ Speicher und Faß. — Wenn der Nord zu Vollmond tost, folgt ein langer, harter Frost. — Wenn die Kälte in den ersten Adventwochen kam, so hält sie zehn volle Wochen an. — Grüne Weihnachten — weiße Ostern. — Dezember veränderlich und lind, der ganze Winter ein Kind. — Auf kalten Dezember mit tüchtigem Schnee folgt ein fruchtbares Jahr mit reichlichem Klee. — Dezember kalt mit Schnee gibt Korn auf jeder Höh'. Vornotizeit. — TageSkalendet für Mittwoch: Otabttbeater, 7 Ht>r: .Heiodes u d Tl iramae".— Astvria-Lichtfpiele, heute .Das Geheimnis der Spielhölle von Sewastopol". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, heute und morgen „Die öter- tänzer" und „Der, Mirguis b'Or" — Aus dem Stadttheaterbureau. Der neue Schwant „Börsenfieber" von Reimann und Schwartz, ber ein sehr aktuelles Thema behandelt unb am Sreitaq zum ersten Male hier gegeben wird, ist vvn einer großen Anzahl Bühnen angenommen worden Nach ber Uraufführung am Neuen Theater tn Frankfurt a M am 7 September dieses IahreS schrieb die dortige Presse von einem großen Erfolg. Landkreis Niesten. rf. Trais-Horloff, 5 Dez Im hiesigen VvlksbildungSverein htelt bei dichtbesetztem Saal Amtsarzt Dr. Schü ppert auS Gießen einen Lichtbildervorirag über ba# Thema .Geschlechtskrankheiten unb deren Heilung" Die mustergültige Haltung der Ä'webenden und besonders auch Der Jugendlichen bis zu 16 Jahren bei ber Erörterung dieser Fragen tn Work und Bild hat gezeigt, daß die viestach auf dem Lande Derbteüeie Meinung, als bürte man über solche Dinge öffentlich und besonders au Jugendlichen nicht sprechen, falsch ist Das Geoentecl gilt heute. Jedoch nur bec Fachmann findet hier die richtige Form der Aufklärung bt Wieseck 5. Dez Das Konzert des Rinnf chen Mannerchors Wetzlar bot den Zuhörern einige Stunden schönsten Musik- genusteS. An ber Spitze verdient genannt zu Verden die Wiedergabe der .Hymne an btt Uluftr von Bachner als musikalisch bcbeutenbfter Thor des DortragSplans, dann . Frühlings Herold" von Wiesner und „Mein 2ieb“ von Qlngcrcr. Die Klippen, die diese Ehöre für jeden Verein bieten, wurden sicher überwunden. Muhte sich ber Verein auch anfangs gewissermaston erst ent- fingen, hätte hie und ba ein Höhepunkt noch eine Heine Unterstreichung vertragen, so kam mit jedem weiteren Lied mehr Schwung und Sicher- beit in das Danze, so daß auch .Heimkehr" von Pauli, .Moselwein" von Seitz. .Fröhlich Pfalz" von Fischer unb .Plappermäulchen" von W^bl- gernuth, vielleicht diese sogar im besonderen Maye, Den Zuh^rcri gefielen unb nur eint Stimme des Lobes über das Dar gebotene zu hören war. Das bezieht sich nicht allein auf ben Ehor, besten Mitglied Herr Franz übrigens recht Bemerkenswertes alS Eello-Svlist leistete, sondern auch bas Orchester spielte mit einem so freubigen und daher auch erfreulichen Aufrinandereingehen. daß auch hier und somit auf der ganzen Linie nichts zu wünschen übrig blieb. — Der Besuch hätte bester fein können. Waren auch Sänger unb Sangesfreunde sogar von auswärts herbeigeeilt, so hätte doch 'IBiefcd selbst bedeutend mehr Zuhörer stellen müssen Hoffentlich läßt sich der rührige unb unzweifelhaft verdienstvolle Die- sccker Dirigent Philipp Groß nicht abhallen, immer wieder gute musikalische Darbietungen in so gediegener Ausführung zu bringen x Wieset, v. Dez. Der Vortrag hort Missionar Schäfer am Sonntagabend führte in der überfüllten Kirche in etwa 60 zum Teil bunten Lichtbildern die Gemeinde nach unserer durch den Versailler Frieden verlorengegangenen Kolonie Neu-Guinea. Deutsche Missionare arbeiten noch heute dort unter den Papuas, da ben australischen MistivnSgesellschaften die Leute fehlen. Missionsschriften ber Rheinischen Mission werden in der nächsten Zeit durch Konfirmandinnen angeboten werden, und man darf hoffen, dast unser Missivnsv^-nn einen weiteren Mit- gltederzuwachs erhält. Begegnet der Filmvvr- trag über .Die falsche Rechnung" (Aendernng des Friedensverirages?) am Donnerstag gleichem Interesse, wäre das ein ehrendes Zeugnis für die Gemeinde. Ävcis Lauterbach. rr. Schlitz. 6. Dez. In ber hiesigen Volkshochschule begann Dr. Werner auS Giefien por etwa 60 Zuhörern einen Dorirags- ztzllus über die Kunst, unb zwar einführend über: „Baukunst, Bildhauerei unb Malerei' Die an» schaulichen Dari-gungen sanden freubige Anerkennung. Alle 14 Tage soll das Thema durch einen neuen Vortrag fort geführt werden. — Im vollbesetzten Guntrumschen Saalbau ttmrbc Ttlcber- gallS köstliche Darmstädter Lokalposte „Satte- rich" von Lauterbachn- He-ren unb Damen auf- geführt. Die Mitwirkenden hatten fi-har.en die Dtrte auch weiterhin auf diesem Brichtust. kein Helles Bier au den geforderten D ellen zu Ik- Zi'hen. Es ist dicS das erstemal, vaß in unserer Cbegenb ein derartiger Streik ausgeb rochen ist hlä- Wiesbaden. 6. Dez E i n hundertjähriges Vereins) ubiläum Der hoch- angeschcne Verein für Altertumskunde unb Geschichtsforschung bt Wiesbaden beging durch einen eindrucksvollen Festatt die Feier seines bunbert- jäbriqcn Bestehen-. Zu ben Ehcenmitglledern deS Vereins gehörten u. a Goethe uns Dis- marck. Das preußische Kultusministerium ließ dem Verein durch die Wiesbadener Regierung, als deren Vertreter OderregierunaSrat v Reeder sprach, ihre Glückwünsche au-sprechen Ausierden- sprachen Landeshauptmann Dr Wöll sür die Selbstverwaltung des Bezirks. Bürgermeister TraverS für die Stadt und Vertreter mehrerer wissenschaftlicher Körperschaften Anläßlich deS Jubiläums wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt u. a Dlfchvf Augustin in Limburg und Prof. 5*r. Schilhmacher. Direktor des Römisch-Germanischen Zentralmu'eums in Mainz Wettervorau-sagk für Donnerstag Wollig unb bedeckt, stricht? ise leichte Nied«> schläge, Temperatur 0 6* besten. In rascher Folge ziehen von ber Atlantis starke Tiefdrnckw^rvei in nordöstlicher Richtung. DaS Hochdruckgebiet, bas unsere W.Uer.age seither beherrschte, ist nach der BiSkaya abg.drängt worden. TrubeS. mildes Wetter stcht bevor Kirche unb Schule. :: Pohl-GönS, 6. Dez. Am 2 Advent fanden hier unb in Ktrch-GönS gut.e^uchte Mfs - sivnSgottesbienste statt. Mc Milltdnar Dassel vvn Kreuznach abbie.t Für die Rheinische Million wurden geopfert in Pvhl-GvnS 457 Mk, in Kirch-GönS 93 Mt Pohl-Göns, 6. Dez Eine von biet gebürtige, in Amerika wohnende Frau, ließ dem Ktechenvvrstand zu r Anschaffung neuer Glocken 581 Mark überweisen. Ein großes Eeplostonsunglüch in Saarlouis. Saarlouis, 6. Dez lWolss ) He lle vormittag gegen 12 tibr erfolgte ti d r Saar- ve 11inger Dtznamitfab ik «vonnchs 2 fvek Nobel u Gv.) eite schwere Trplosivn rines Oe;bcbälter8. S» e Anzahl Lcichb e le ter T rotte sich aus der Trümmern relt:n xTn dem brennen ben Betriebe sollen sich n o cb e t to a 5 0 Personen befanden Di mit b r ö.fab n uc plvsivren f.u rctite.t isi können i Rri u gs- mannschaftrn nt 6t an He U: gl « 's ä te hrraa Auch rin Teil des benachbart n Waldes steht ui Flannnei. In ter ganzm U ng bun-i s nb die FensterschTiden in grv' em Um*re je zeri ü-nmert worden. Genauere- !S"t sich ztr Zrit noch nicht fe'tstellen. Wie fpütcre Meldung b rittet von über 100 Trten. Saarbrücken. 6. Dez (DTB.) 2 >f bh Nachricht von dem furchtbaren Unglück, bai sich in Saarwellingen In ber Onnamitfa'rtf Nobel A G. ereignete, begab sich der Prllid n* b?r Ne- gie-uneskowm's'irn Rau11 in Beg>tung des Mi gliedes der RegierungSkommllsion Dr Hector. steS Direktors der Abteilung des Innern Dr Dessau, des Direktors ber Oberster Poltzz i -erwal- tu na Adler und bes Obrrchergh^uvtrn^nns § 2Nchen an Die Unalücksstelle Der er te Belach ter Präsidenten galt den Opfern brr Essplosion An der Unfallstelle wurden fodann Mc erforderlichen Anordnungen zur A sverrung und Si tz'-rung getroffen. Hiernach übmriA*- er bem Bürg rmeistrr im Namen der R gi ru Wtk mm siivn a s erst« Unterstützung für die Linderung der durch Me iS*Mriion eMsiandenen Rot eilen Betrag von 40000 Mark Auf seine An g mg wurde eine Sammelllfte in Umlauf gesetzt, auf ber sich als erster mit einem Brtrrqe von 20 333 Mart unb das Mitglied ber Regteru tzgskomMission Dr Hec- tor mit einem Betrag turn 10 000 Mark einzeichnete. Näheres über das Unglück ist bis zur Stunde n^ch nicht bekannt «•illingen. 6 D« I WTB.) Der Dv Unger Anzeiger- weiß über die Srplosionskara- strophe in Saarwellingen noch zu berichten Um 11.10 Ubr vormittags entstand In ber Ritrv» körperschmelze ein Brand, ben bte Arbeiter sofort zu löschen versuchten Einen Augenblick jedoch später explodierten bte dort lagernden Stoffe und ber Brand dehnte sich auch eef bte wettere Umgebung aus Bisher sind ! 1 Leichen geborgen worden, von denen jedvs nur die Hallte erkannt werben tonnte, die ü^ rigen sind durch Verletzungen vvllkvonnen unkenntlich Die Zahl ber Verwundeten läßt sich noch nicht fest stellen, da die meisten vvn ihnen sofort flüchteten. Die Fabrik ist zum große» Teil zerstört Die Häuser bet nähere« Umgebung find abgebeckt. »a hl reiche Fensterscheiben zertrümmert. Beretwmkt sind auch ganie Gebäude umgestürzt. Der Schaden ist ungeheuer An die Wiederaufnahme be» Arbeit ist für geraume Zeit nicht zu denken. Französische Truppen und saariändilch. Polizei haben das Cbelänbe abgriperri Verlchtsfaal. X Äfein»6leinbetm 6 Ser 25 ^abrr al k» Zahrburfche 'pM.tpp Donqt« Wn (*er und km ISj l^tlger ^5rubt' Ja geifert Söngti Catrtn jrmdnkm Un wrifl« c-ibrt etbrert Oifenbabnbtebfiäblt cu ge ütri Str wvcrn auf btn ^ur In Tn^Di-Xi .i in brr Rlchtuna nach Oona., ♦abrmbte »utrr« -u «•tfadpmiq n. batten bie Ihnen paffen^« Qk^d- fttidr btnn«*ffTwrten imb uxiren bet bcr Otoiion «•1*1-6uinbet- i wieder aSfldprunflen. Ihr» Beule balle beHaubtn aul Xoartef. öclt, Seile, Aaue- schuhen LT-b 3iufenficT*Se!orati»* »Nb ben Umlatz des bekannt« Hübneraaqenmk. i«i< .Äufvor noch mehr w forvem, hat blt Tkrmo Kurl ÄrilP In Magdeburg flli Herite»f«fn lr einigen Monaurn einen Dell- [aexrb ausgeschrieben, an dem sich jeder Inhaber einer Drogerie beteiligen konnte DZ Preise waren insgesamt 15 (XX) Mk bt bat ausgewvrfe.i Aach grL idlicher Prüiuna wurde die Ent'ch i- Hang gafä.'U und die ausgesetzten Prelle gdangten intzwtlchen nur Auszahlung Dlc wir erfahren. Ifi der 1 Pr.ts tvon 2303 Tftt nach Dortmund ae- fallcn, bet 2. Preis von 1000 Dk nach Darmstadt Aus dem Amt-verkündlguug-blatt. ** Das Amisverkünhiguugsblatt Ar. 124 vom 5. De.,, nber enthält Wad nahmen St Betriebö-abbrüchen und Betnedssttll» — drgebntlle bet HauplLdrungen ee Das Amtsverfünblgungsblatt 2t 175 6. Tevmber erlbilt tzeauschasfung deutscher Kriegerielchen. — Pflanzung von Obfl- bäume, - ^kfanu>fung ansteckender Krankheit«. — Äianfe.ngdb t* 2- becimien und -de» bien fielen — Brennstoffverforgung. — Landes» pvtl-eiliche Prsfung bee Gnlwurfs zur Herst cl- luag eines Ueberchaiungsgkiks arl dem Bak-v hol Gd*x.i»Lrn.den. — Die' fachen. — Haup.- Versammlung des Obae-es'l'chen Obsibauverrlns — (Munber. bcelore*. Pflanzung von Ob h bäumen. Der Ärei*-Cbfi- und Cartrnbautxrd.- Gred« hat es sich zur Aufgabe g -nachr, den Gemeinden de bet Pflanzung von O5l.'däunm.n mit 2a• und Tat zu, Seile »u sieh«. Ad das OMt immer mehr ein BoiksernährungemlitEl wird, so Ist es Pfllchl einer jeden Gemei.-.de. fedrS fit die BepNanZung k rauchbare Stück Land mit Obftbäumen he- rflanwen und dann: auch Privat« mit au?e« Bestvirl boran»ugeben Da» Krrisamt (Fi den eniprirhU te.'t-alb. di- zum 15 Qannar 1922 zu be- tsck ren, ob ui den einzelnen Gemarkungen noch Gemeindendland und dergleichen, unter Angabe der Grdke. vorhanden Ift da» für eine Bepslan- zung tn Zraae kommen könnte, und ob dir Gemeinde gewillt ib. diese Flächen nut CbfUxiimcn zu bepflanz« Der Kreis-Obfi» und Sorenba»- Verein wird dann Fachleute beaui ragen, die Brauchbarkri t des Baders zu prüfen trw der Scmrlibe Anweisung geben, welche Cbülortcn für eine Bepflanzung in Frage kommen Die 2t!ämpfu«a an ft eckender Krankheiten. 2rb-mng lautet nunmehr 2uhcr bei durch den tz 1 und § 5 Absatz 2 des Aeichs» ge'etzeZ vom 33 Juni 1900, betreffend die Bekämpfung gem. Ingefährllcher Krankheiten begründet« Fällen der An*eigepfltchi für Ausl an l Lepra), Lhvlera (astattlch?), Fte-Bteder (Fl cktnphusl. Sefbfirbrr. Pelt <.gi!.ung. |4. roN^u: fntrH: BCwer- lrt.ungvn durch toll '■ber der Tollwut verdächtige Xim, 15 Lchl. flra- fheil (Gr. ephaUt s le da gt a . ferner »ebn Fall, der deu Berdacht einer Pic'er Xtu dHeitav erefr-f:. ber nach Maßgabe des §2 D4at» 3 «usiandi « B-Hörch unve z-gUch aw »elarn 16 Anbribem ii.nd an-eig plltL'ttg Dodes- fülle an Zungen» und Kehkkop'tuberkuloie. rbenic oorgefchd tene Fälle die'er Art. wenn der Kranke leine D» d-ning wechselt und feine llni«t:ng hochgradig gcfabrbcl Dach'ell ber Kranke mit reine: Dvhnung zugleich feinen Aufentbaltsort, le Ifi dres um>.-rzügllch hei der Behörde (§ 2 Adiatz III) des blsh^nig« und bei neuen 2U|ent- haltsvrtes zur Anzeige iu bring« Gefu - den. berieten. In der 3eit vvm 16 bis 80 Olooember wurden in Gien« etfunben 1 Ledertälchchen mit Inhalt eine y^Lir44>'dft, I Paar Ledeebanb'chuba. I Kinder- Handlchuh. 1 wei^.rs Taschentuch 2 Geldscheine. 2 Durchschlagiiebe. 1 Kaninp.lg. 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 einzelner chwffhandlchuh. 2 Pack Mal »eia. 1 Aktmmarche, 1 KfndeichelAk ag«, ein goldener Ring mit Stein. 1 silberner Ring, verloren: 1 braunlebeme Brieftasche ml: etwa 1000 ÜTcrf Inhalt, 1 goldener Ring mit braunem etrix 1 schwarzc< Ponemonna'e mit 130 Mark, 1 gchne Ki:.dninüt>e 1 Krawatt«na>el mit B il« kant, 1 lM-erne Damenuhr mit goldenem Uhr- ar-ndand 1 braunes Daarnnper emvnnaie mit 30 TlavL Tie ^mrfa g.brre-ch i jltn der gefundenen Ge^msländc belieb« Ihre Ansprüche alsl^ald bei dem Pvlizclamt geltend zu machen. Die Abholung ber gefundenen Gegenstände kann an jedem Dochenttg von 11—12 Hpr vormittags und 4—5 sifrr nachmittags Zimmer Ar 1 erfolgen. Turnen, Sport und Spiel. — Einen weiteren deutschen Tennissieg in Dänemark errang der Berliner Amateur Heidenreich bei den Spielen tn Kopenhagen argen den bekannten dänischen Spieler Arel Peteilen, b« er nach hartem Kampf in 5 Sätzen schlug Weniger glücklich war der Bremer ©pich, ber gegen den Kop«Hagen« Freudenthal nach 4 Sätzen knapp unterlag - Deutsche Schwlmnierltea« Wien Kohle-Okipzig und Gropver-Augsourg konnten bet dem zweitägigen in:c«artonalen Wettschwimmen des Damenschwimmlluds von IM am Samstag und Sonntag in Wien bemerkenswert« Sefoige erringen Kohle gewann das Kur- sprrng« und Turmspringen wahrend sich Gevp- per ^rn Wanderpreis über 100 Meter cd gültig hotte und ferner über die 5>Me»er-Strecke siog- reich blieb »nen neu« ö'terreichtsch« menrekord* schuf Frl. Buchbmd«-Wt« im 220-Meter-Dam«!chwimm« mit 3. 41,2 — 3in Damen • Städleschwimm- kamps kam am S.nntag In Stelttn zwischen den Dam«ma?nfchc!st« von Berlin und Stenin zur ck uiche'dung. den die Berlin« ZKimen ulvdegen mit 30 21 Punkt« aetrennen, obwohl sie nur durch ein« Verein (Geynania Wethensee) etr- trclcn waren. — Oine Damen-Radmelsierfchaft Den Ocsterieiche« blieb es Vorbehalten, bk erste J.uaft im Radfahren lur Lum« tzu schaff« Der österreichische Rad« portausschuft ha: befchloffen, eine Damen-Meisterlchaft im Strat-enfahr« n hcranitali« De Strecke beträgt 25 Km Die Meist er Ichaft finde: er tmallg im August n. 3ä im Anlchiub an die Hern»- Meisterschaft über 100 Km statt. — Oin Orelanit im Radsport brin- Sm die morgig« Ab«dradrennen ün Berlin« poripalast In einem Wettkampf üb« drei Läufe werd« sich der Deutsche Metsier Willi Arend und der Berliner Oug« Stabe nach Punktwertung gea«übertret« Die Begegnung fuht aus einer Herausforderung, die Stabe leintr- teil an den Deutschen Ulelfler im Anlchluh an die Austragung der Deutschen 1-Km -Metsleischäft In Rurnberg ergehen lieb ■. * enriahemd r äy* husten 4.0 Ächte Sodener und 2^° Mineral* Heiserkeit bewert Pastillen V* -Äferfc4^n*nVf Gift Ob««* Jhr^feihnadifsgebätk wird vorzüglich mit 2i ß Gießener Hochschulgesellschaft Samstag, 10. Dezember, 8'/? Uhr pünktlich, 13965t ,a LL8LLS , Nietzsche' Gäste sind willkommen im großen Hörsaal der Universität: Vortrag von Professor Dr. E. von Aster: boftthH nngdadni. mir bHiru nod)tnaU, lur vrrschönrrung unferrr n>rihnan thron- und Utdubctrte1*« emeehlbn, nur be- stehend in < aqev ichmü 1aL 5.— nur Ira Vorrerkanf bei n Haus Verwalter der Ünivershlt reffen VorzeUrunffder Ausweiskarte fJflßlv Tteler-Cäle M Ludwig Morgen Donnerstag GroBirOpn- uSoli-itad mit verstirktem Orchester unter Auflaffw- rinne nenon Konvrt- programms mit großem Notenreperfbtr. we-C ÄlNiüMie Mispfltiei tt-rcitfle, den 9. Teirmbcr 1941, 8 Uhr abends, im Pollkeller: UWIiM-WlMlM Daaesor bnu ng: 1. Wahlbrlorrchuns; 1 Provinz-Orsanlsotion. & Verichtedenes l27(Dv Rotztreichrn Besuch erbittet bet Vorstand. Behördliche Anzeigen Bekanntmachung. Versteigerung von Abfallholz. Freitag, den I. Dezember 1921. nachmittags 2 Uhr beginnend, wirb in ber nachstehenden Reihen, folge bas an der Kaiser-Allee, tm Hofe des Stobt, baales Barttnstratze enb am Schlachthof lagernde Abfavtzelz aus ftäbtischen Anlagen. befteb«b aus flnippeb. ReHg- und Siodit)* (Nersigholz zumeist zu Erbsenreifk« geeignet), en Ort and Stelle meist, btetenb versteigert. Swfemwwnlnsnft: Kaiser-Allee, (Edie Georg-Phi. llpp^aü-Strahe. ____ Dietzen, den 6. Teitember 1921. (12777B Der Cberträrgermelfter. Bekaniitmachiing. Freitag, den S. Dezemb« 1921, vorn». 11 Uhr, werben im Stadthaus v«rc;ftrahe, «Zimmer Dr 29, verschiedene statische Diätz zum vertzaaf von Christ, bäuirtn meistbietend verpachtet. 127758 Dietzen, ben 5. Detzember 1921. ____________Dcr Cb*'rbü rgemeift«. Bckanntmnrtpnng. Freitag, d« 9. Dezember 1921, vornu 11 Uhr. rverden im Stadrhaus vertzstratze, 3tmmer Dr 29, die für d« log«, «e-hnachtsmarlit tzemsnschten Plätze dffentlich mekstbreiend versteigert. Dietzen, den 5. De -mder 1921 (127768 Der OtarbürgermetH«. Bctnnn«rack|iing. Die holzoersteig er« a vom 5. L Vts. ist genehmigt. Abgabe der Abfuhesch^ne »em 12. L «r» an bei ben bett, hcbstellciu Dietz«, b« 6. De^mber 1921. Oberförster ei Sch.ffenberg Zraetmein. <77788 Billige Kleider und Blusen erhalten 61n durch fSelbelfÄrb^es wie neu mit Wiki-Haushaltfarben Waschechte« Schwarz auf wollene Strümpfe. behOriMte Gardlnenfarben. Herrliche Eierfarben. 4lol<6r27.901 IDehkaiO Berfihnltt... 0L 43.00 23.00 rinichUriillch Glas nnd Ltrner BOliaea brenne, Wb 2.90 MM 5.00 Bomen Vs und 3.40iWrtfß ^tM.mb 350 9orint;ien */« Pfund 5.00 3ltronat •/< Pfund 14.50 nitiovcln Vfunb 13.00 Ißraaopol '/..Pfund 13.00 5etnftP5 BlfUnundjl Br. 0 ... 5.« um Karl Mr, Wer AU oevlaiden. 015845 Margarete Thieme unö AiiiS (Bießen, den 6. Dezember 1921. 4Ä,e Hühner Lollar, (Bleiberg, den 6. Dezember 1921. Die Beerdigung findet Donnerstag den 8. Dezember, nachmittags 3a/4 Uhr, statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem sä >weren Verlust sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Zu früh bist du von uns geschieden. Dein Geist soll in uns fortleben. Todes-Anzeige. Heute vormittag 11 Uhr entschlief sanft und unerwartet nach längerem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute, tre-isorgende Mutter, Großmutter, bchwiegerm utter, Schwester. Tante und Tochter Marie Kloß geb. Tropp im fast vollendeten 50. Lebensjahre. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Martin Kloß. Gießen iRodhelmer Str. 6i. Friedberg. Gut Trendel (Königslutter), den 6. Dezember 1921. Die Beerdigung findet Freitag, den 9. ds. Mts., nachmittags 2 Uhr* von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt 015873 Todes Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten bic traurige Nachricht, daft meine liebe, gute Frau, die treusorgende Mutter ihrer beiden Kinder AM MS geb. M im Alter von 41 Jahren heute morgen um ' ,8 Uhr nach kurzem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. 3m Namen der trauernden Hinterbliebenen: Vollar, vonptüvnüc 85. nein Stück, Ganse Oan bringen, 015841] Hauviürake 63. sucht b oerf. Schneiderin gen. Berg, ab 3an. weitere Ausbildung im Naben. Schrtitt. Angebote unter 015853 an den <9ien An>. Äeltere* Frttuleln iinabbanaig. sucht Stelle als Oausl,alterin, mögt, in frnncnloicni Haushalt per fofort oder später. Schrtstl. Angeb. unter 0158!L a. d. Gien. Amt- erb. Tchneiderin sucht Beschästigung in einem Geschah oder im Hauie. 2dir. Angeb. uni. 015835 an den Gien. Anz. | Verkäufe | Di: Anftragqeder Heiner üertaufs* Anzeigen n>erben ctbrri, unter allen Ser« ort , i ‘.'(nnrboten ifere iireije (Straf;*, 'iüu*nummerunö5to.li« nerkHuoeröne itli der »IdreZ' i u i. f. durch oie 2 __ynbiuiaitniiic 01, Tüchtiges. gewandtes SMSÜlDgjM oder einfache Stütze. auch vvtn Lande, in gute Tauer'tellung zu albbalb gcfiirbt. 12736 3tou Cnage. 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Werden sie dabei überrascht, so scheuen sie vor keinem Verbrechen zurück. Der „(her- tänzer" Glück und Ende schildert der Film „Uns den Lrlebnigen des Äriminalhommiffars Wannowskr)So viel Gewandtheit und Gerissenheit vermag keine Phantasie eines Dichters zu ersinnen. Dabei keine zwecklosen Jagden mit Autos, Pferden und über Dächer. In dem zweiten Film „Marquis d’Or“ zeigt Neinhold Schünze! feine unübertreffliche Hunst als Darsteller des Gentlemanoerbrechers. Ein unverwüsilicher Humor hilft ihm selbst über die schwierigsten Situationen hinweg. Seine Entlassung aus dem Gefängnis ist ein Kabinettstück. Hanni Weise verkörpert die Gegenfigur der Georgette mit Grazie, vorzüglicher Mimik unb einem — schönen Gesicht. - Beide Films nur noch heute und morgen im WMPMWUA. tTTWA (s bavlottertuvg 2. fflut erhaltener MllW - Bau(aften Gr 3a, zu kaufen gesucht. Srllristl 2lngeboir unter 015858 au den fflieg. Anz. Wer verkauft gebrauchte, gut erhaltene Eisenbahn mit Zubehör zu annehmbarem Preise? 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Dezember 1921 2Ve,i ziuf fiÄwunX i.r... lein 2 Milliarden Nlark waren für 1921 derei'S bewilligt. eS lind also noch 4 Milliarden meyr k*3ibinart, all? tur das lautende Rechnui.g. avr bis 31 März 1922 in Höhe von 2,15 Mllliar- en deS Apothekers anzu- lehen und feinem ganzen Mesen an zu merken, wie Aus dem !Reid)s«3lacf)tragsetat Nr. 3 g wieder. werden 3m neuen Haushalt machen nch je.-.: die Mehrfrrderu.gen au' Grund der Reichstag setzt zugegangen. Die wich- tig-ea Lbschluftz-hlen de- 2l.icht-.ag»ela'.S sind bereits früher mtlgrleüt worden. 3m ganzen ergibt sich 'ach dem .'lochtrag für den HauS- batt-plan 1921 folgende« Bild Sitzungsbericht der Handelskammer Giehen. vom 29 N o ve m b e r 1 92 1. Sie Versammlung nimmt Referate über die Kreditaktion der 3ndustrie und über nung eine» Bedürfnisses Auch indrc ppi brr die zustündige Handelskammer gutachtlich zu d.->ren. Der MandergewerbKchein sollte nicht mehr für das ganze Reichsgebiet Adlung haben, sondern nur für den Bezirk der ihn aus- stellenden unteren Verwaltungsbehörden tief ihn dieleS unglückselige Ereignis c griffen batte Er fuhr nicht mehr eit Doktor Flo bin über Bord gribnin» Ser Kapitän nickte und zog seine Uhr. (Fortsetzung folgt) Etnvei lündnts hier» orschläge |i.r den zu .. > x .dKix Bei dieser lebhaften Wunsch zu Mafien und den seit lange, < i üblichen Derkaussstäiiden, nchi uuJir ltotisinden She Ausübuna des l^tinbe. ; vrhe# soll scharf überwacht werden. inSKtr:,d.-re i>, der Richtung, bah die Wände -nvib. 'dxlne genau geprüft und die Jbeniitat bn* 3n- baber* mit der PeKon. aus welche bei Tkm- dergcwerdeschein lautet, gern.: '»gestellt wird, ferner in bezug auf die steuerlichen Verpflichtungen (8inr?mmcnficuer. Umsatzsteuer usw ). Ser u ritte Nachtrags haushalt zum Etat für das Rechnungsjahr 1921 ist dem jetzt zu S'ie Zulassung der Mandergewerbette>lfnden zum Ve'-kaus in Schank- und G^iststätten sollte vollständig unterlagt werden. Da» Wn dergettxrbe mu"r oezüglich her Gc- schäft»,«ei» denselben Beschränkungen unterworfen werden wie da» stehv-de G. werbe S. Die Ausstellung eine* Mander 'r.verbelcheins und ebenso die Ausdehnung eine- solchen auf einen anderen Bezirk soll im ciazelnen Falle abhängig gemacht werden von der Änerken- Der Nachtrag zum Haushalt der allgemeinen F i n a n z ve r wa I t u n g gibt, über Verschiebungen inn »halb des Getarnt- i-J>arie». die der Nachtrag bewirkt, Auffchlutz. Bisher waren in diesem Haushalt neben rund 45 Milliarden laufenden Einnahmen 4,27 Milliarden für Eingänge aus den neuen Steuern eingesetzt Tiefer Benag fällt weg Dafür werden auf Grund des bisherigen Steuerauskemmens und nach dem Ergebnis neuer Schätzungen die Druttp-Anfähe erhöh» . bei der Einkommensteuer von 12 auf 20 Milliarden. bei der Körperschafkssteuer von 1.35 auf 2 7r»l!tarben, bei der Uuiiaohcucr von 5.4 auf 1. Ein Vermieten von Plätzen h.r Vertan'»- ftänbe der Wandergewerben. b-nXm an offen»lichen Straften urb Plätze«, foll ab- g«kb<’ von den regel.näbig<.i Nürkttn und .Warum du d-- 2irathefe al fragte er. .Willst du mich nicht mehr hinaus- lasten V* -Doch, aber zuerst haben wir etwas zu besprechen 3rlh<*r Nicht cder. al« Li» du fvrigeh». Außerdem finde .ch beleuchtete Zimmer fein- angenehm - ... --^ngst du an. dich vor der Dunkelheit xx furchten?" fragte der Kapitän Ser Apotheker gab feine Antwort, aber dem fchmer»! ten Zug um feinen Mund entnahm der Freund, aast ihn die Frage >hr unangenehm berührt hatte. »Da ist mir eine Erklärung möglich," murmelte er halblaut vor sich hin. »Er hat sich in Stockholm da» Kokain verschafft, und darum bin ich natürlich überflüssig " "^ber als um neun Uhr der Apotheker eben Vic Lüden schließen wollte, ging die Tür auf. unb der Kapitän trat ein, bekleidet mit einem giohcn Pelzmantel SS war 'o kalt, bah ihm her Atem wie ein Nebel vor dem Wunde stehen geblieben war. .Schön, daft du kommst." sagte der Apotheker. »Ich habe mit dir zu neben Bitte, leg ab “ Der Kapitän zog leinen Pelz auS unb hängte ibn über einen Stuhl Der Apotheker trat auf feinen Freund zu unb schaute ihm lange in die Augen. .Schlaf: du gut?" fragte er »Seit ich -a n le teimal hier gewesen bin. babe ich stet« ausgezeichnet geschlafen," antwortete der Kaptän »Ader das ist eine sonderbare Frage, Weshalb stellst du «ie überbauet?" Der Apotheker gab nicht gleich Arttwort Er schüttelte mir den Kopf unb fuhr fort ab)u- 'chtieften, und nachdem er alle Läden vor den Fenstern brieftig» hatte, schloft er auch die Tür cb Xer Kapitän schaute -hm verwundert zu Erst fielen ihm die hastigen Bovegungen des Apotheker- auf und tarn ganz besonders bic Farbe unb der Ausdruck seines Gesichts Es wollte ihm scheinen, als sei es in den letzten Tagen aschfahl geworden u-b eingefallen. Der Ausdruck verriet deutlich Seclenpein. mit d er en Fortfall in absehbarer Zeil za rechnen ist. weiter im autzerordentuchen HaaShai: nach- n ® e b i e t e n 1 des Deut- J . icraldbFom- -r und bcin den Handels- ’.tcn und eine I »’u! Die arbeiten in den zerstö voogele^icn Entwu.'en c.ner fchen V»efert\.rd: . . und : men# zwischen dem Reichskr e»dtrt*crbünb haben die Lunrnem gcmeaJam Stell una Reihe von R',inaeü, r ''i drn Q r Lbmart Unter <$ugrunbclequng eine* Um* iocxlxiitmfle* von 4C ^apicrn.art auf etne ipotdmart ergeben sich So,4 THUliarbcn Pa* bieanarf. Für das Rechmingsiahr 1921 werben die gesamte: Ausgaben zur Ausführung des Frfe- beiwixnragte ^nenttvl.chend im ordentlichen Haue hau auf 95.1 JHilliarbtn unb im auhei- ordenUichen Haushalt auf 17,2 Milliarden ver- ankttagt Von diesen Lummen enilaUen a..» A. 2U; geltet re R« j»ra t io n sausgadc n enschtte'licv des Ausgleichs für KurS'chwrakU! gen rv.4 M.i- Itaröcn. H Betatzung klotzen 5.V Militär den. (* Auvaad.'n für inieraUiicrtc Kvnunisfionen 0 73 Mtlliardot. D. L'eihungen aus dem Fri.dens* vertrage auberbait» der Aeparutton Niti- liardenl t. Aufwend.irgen für das Ausgleichs- lx ifahren ci tstplteststch Kursfchwunkungen 12 MlI- liorben; f. Jnncte Aufgaben au» Anlast de» Fotedensvei träges. 4.1 Mill ta oben Zumm.- 112.3 Milliarden. Unter den Ausgaben für bi< intciaUnerten Kommissionen sind allein lüi die Rcpatatiunsloini-.t.llwn 400 Millionen, für bic Rleinia.tdlvmmist>o.i 198.7 MUllonen TLn an gesetzt Zu bat Leistungen aus dem .trieben* vertrage außerhalb der Reparation gehören bie Ausgaben sur Austicferung und ^lndrauchdar- machung von Ärieg*nuitcrial in Hobe non 775 Millionen, für die Restitution von Vieh im Benage von 1.63 Milliarden, für die Ablieferung uno Vernichtung von Mischii^n für Ninnitions- dcrstellung usw 550 MUlionen. Zu den inneren Allein, sobald der erste Schrecken üdcrwun den war. richtete mmen worben waren, hallen viele kleine Leute ihre Sparpfennige liegen, unb nun stagtt man einander ängstlich, wie wohl die Bank in Wirll^chkei» stehe. Unb eine8 Morge is. mehrere ^age raJ den schon berichteten Ereignissen, war eine (leine Schar von Menschen vor dem 'Bank- lokal mu erblicken. Alle hielten ihre Sparkassen- bücher in der Hand, unb jeder suchte sich vorzudrängen. um zuerst zur Tür hinein,zukommen. SS wurde b.'baubL-t. bast ihre Sparka'fer.bücher zusammen einen Wert von mehreren ^aufenb Kronen hätten Wenn es an jenem Morgen nicht gar so bitter kalt gewesen wäre, hätte man sicher eine Ahnung davon dekonmien können, wie in der großen Welt brauhee ein Banksturm vor sich geht. Aber die ertrag:A im auftcrord.ntlichen HauSbalt nach- „ie v , u , , _ geirktet Nunmehr sind alle Ausgaben fam.;t | an bic sich eine fie t o.aussichtlich für eire lange Reihe von Sin Bcfchluh wird nicht" gesaftt - Zu den vom ( Reichskonnniffar mr Ausfüb^un.i nnn Otu f hqU. 2lles war einig darüd.r. da') ohne ihn die 'Betrügereien sicherlich noch längere Zeit weiterge- gangen wären und die Bank noch viel gröberen Schaden erlitten hätte, unb sein Pflichtgefühl unb leine Pünktlichkeit wurden als über jedes Lob er- boK'.i gepriesen. Unb au''.':dem hatte der Apotheker in dieser Sacbe auch noch menschensreunh- liche S gen schäften h.rvorireten laffen Gr bJlfe sich selb: grollen lln-annchmlichkerten ausgescyll indem er den unglücklichen Doktor noch einen Versuch hatte machen lasset, Geld aufzutreiben und den Fed.betrag zu ? ' " ' diesem war dem Aeufter. auch in H^''en eine un aussicht .bei bic Fach ' chuIen etngefubii Handelskammern beben ;b Gut riQdrt und uxtben ernennenben Staatskommii 3« den bereite bewilligten Beträgen treten tm erbentiidxn Haushalt der allgemeinen Reichsverwaltung in Em nahmen und Ausgaben 108.9 Milliarden Mark hinzu, im Haushalt der Reiche post- unb logt ab bennermaliung 2.3 Millingen, tm Haushalt her Reichshruckeiei 40 Millionen Mark und tm Haushalt der Reichseisenbahuen 17 ' Milliarden Mark 3m auft.rorden»lichen Hauehall treten zu den bereits betvilhgten Be- irägen hinzu Im Eta» der allgemeinen Reichs. Verwaisung in Einnahmen und Ausgaben je 112 Milliarden Mark, ün Etat der Reichseisen bahnen je Ih.ü Milliarden Mark »Zusammen erhö:>en sich die bereits fefigefullten ^tutzahlen in Einnahmen und Ausgaben bei der allgemeinen Reichst).'waltung um 221 Milliarden Mark bet der Reichs post- unb Teiolttaphenverwaltung' um 2J Milliarden, bet der Reichsdruckerei um 40 Millione.i und bei ber Reichseisenbahn um 27 5 Milliarden Mark. 3m einzelnen ist aus den Nachträgen zu den Etats der einzelnen ReichSrefforts folgendes her- dvrzu heben Beim Etat des Relchspräfidenien werden 430 000 Mark neu gefordert zur Erhöhung des Eebalis und der Aufwand^gelder des Präsidenten von 250 000 auf 700 000 Nlark - Der Haushalt de» Auswärtigen Amtes fordert 43 715 Mark mehr, um die bereit» feil einiger Zeit bestehende Vertretung de» Reiche» in Moskau Planmä' ig zu machen Für den Erwerb unb bie Ausstattung etne» Grundstücke« in Pari» für die dort ständig tätigen Kommissionen »Kriegslasten- kommifsion, Wiederausbaui».ltretung, Bureau der gemischten 6 chiedsgerichtsHöfel wird ein Betrag von 20.8 Millionen angefordert Der Haushalt des Reichsministerium» des Innern sicht eine Erhöhung des Beitrages für da» Deutsche Museum in München Don 600000 auf 750 000 Mark wor Für bic Bearbeitung und Veröffentlichung des uikundlichen Materials über den Waffenstillstand und feine Vorgef dichte die dem Re ich»- archiv übertragen ist werden 500 000 Mark »erlangt - 3m Haushalt des ReichsarbeilSmtni- ftertum» werden auf Dftnd des dem Reichstag im Entwurf vorliegenden Cciege» über Notflands- maftnahmcn für Rentenempfänger der Znoaliden- und Angestelltenverficherung 1.4 Milliarden Mark für Zufchnffe an solche Rentenempfänger verlangt Für Zuschüsse zu NotstandSmaftnahmen zur Unterfl ununq rrolkibenbei Kleinkapltalientner sieht ber Nachtrag»etat 100 Millionen Mark vor x^m Huur-halt des Reichsschatzmtniflertum» werden 300 Milliorien Nlark zur Verstärkung des Aktienkapitals der .Deutschen Wercke' verlangt. Da» Reich ist bcfaimtlkb im Besitze des gesamten voll eingezahlten Kapital» ber .Deutschen Werke QL-®" im Betrage von 100 Millionen. Zur Duichfü rung weiterer Umstellungsarbeiten. zum Ersatz veralteter Anlagen unb zur Begleichung ra.i Verbindlichkeiten, bic während ber Umstellung entstanden, wird eine Erhöhung de» Aktien- kapital» al» erforderlich bezeichnet. Die Deutschen Werke QL-®.“ besitzen vierzehn Werke und befchastigen insgesamt 36 002 Arbeiter und Ange- stellte 3m Haushalt des ReichsverkehrSmnn- steiiums (QTbtdlung für Dafserstraften und für 2uft» unb Äraftfabrtpcfcn) ist ein Betrag von 25 Millionen als Aeichsbeihilfe für die durch ba« Buixrbot ber Alliierten bedrohten S?uft- fa! i »< ug nu-Untcrnebmun^cn Unrpefeben Aus dielen Mitteln können auch Seiiräg? an die durch Entlassung au» Anlatz dce Ultimatum» geschä- bU-en Aibcitnehmer gezahlt werden. - 3m ^uebalt der Reichsschuld er'cheint al» Einnahme im auf.ciorbenhi^ en Etat ber neue Anleihebedars auf ®rund des Nachtragsetats mit 112 4 Milliarden Der Bedarf für die Verzinsung der Reichsschuld erhöbt sich für da» laufende 3abr ran 15 auf 15.655 Milliarden — Für das Reichs- finanzministerium allein beläuft sich der Mehr- bedarf auf 435. bei den Landesfinanzämtern auf 18.6 Millionen Mark An einmaligen Ausgaben treten -noch 5,5 Millionen hinzu Dem Etat ist eine Denkskrift über die Einrichtung des Buch- und Bet i ! »p.üfungsdicnsteS ber ReichSflnanz- Verwaltung beig. geben, über die an anderer ©teil' be ichtet wird — Der NachtragShauShalt deS Wiede: aufbauministeriumS enthält umfang- reiche Nack Forderungen für den Ausbau des ReichsentlchadigungsamteS. das der Durchführung der drei vorn Reichstage verabfchiedeten Ent- schädigungSgefetze dient. Der Gesamtbetrag der C5clegcnbeit haben U- den erfennen gegclxn, daft der getver» liche Fort- bildun^sfchuluunteiricht nach wie voi em Vrabe*- aibcil»- und Dirtfchaf»r>a:n! un.. <..r bleibt und nicht dem Land anu für Bildungswelen angegbebert wird out Bekämpsung bet Wa n berg ew erde» hai»en die vesfischen Hand.-'.-kammern, einet Anregung de :• -.bei#-- fammer Mainz entsprechend, fnlgciibe A n - träge gestellt. Aus Grund der neuen Fernsprech» gebührenordnung erbebt die Postverwal- tung Gebühren für Au-füi.fte ube vrrb-gende oder auSgeführte Ferngespräche so oie bie Zurückziehung von Gesprächen Die hessischen Handelskammern können solche G.b.ihieu nicht alS berechtig» anerkennen unb haioi ihre Aus- Hebung beantragt. — Durch die .Fassung de» tz 86 der EisenbahnverkehrSordnung bat die Haltung der Eisenbahn bei Verlust. Beraubung oder Beschädigung von Gütern eine auherordenlliche Beschränkung erfahren Da eine Aenderung diese» Paragraphen zur 3ei» au»- iicht»los erschein», ©erben bie hessischen Handels- lammern auf Anregung ber Handelskammer ©ic&en in einer gemeinsamen Entschlieftung der Eisenbahnverwaltung gegenüber zum Ausdruck bringen, daft ein gröbere* Entgegenkommen fn bezug auf den Begriff mangelhaft vervackt" statt- stndet in dem Sinne, daft mehr als bisher Rücksicht auf die handelsübliche Verpackung genommen wird Auf Wunsch der Handelskammern wird die hessische Regtefliig die Kommunalverwaltungen erneut auf Artikel I dc S bet fischen Handelskammergesetze» h . n weisen, wonach die Handelskammern in allen ihre 3ntcr- essen berührenden wichtigen Fragen zu ..reu sind. Zu dem Gesetzentwurs über die Arbeitszeit ber ' Angestellten werden die Handeln kummc n gemcin- fam in gleicher Welse wie zu hem Gesetzentwurf über die ArbeitSAei» gewerblicher Arbetti Stellung nehmen. — Die Handelskammer hat sich für eine Abänderung des Gesetzes über die Gesellschaften mit beschränkter Haftung In dem Sinne ausgesprochen, daft daS Mindestkapital von 20 000 Mark auf 200 000 Mark erhöht wird — 3m Hinblick auf die Wiederanknupfung von Handelsbeziehungen zwt chen Deutsch- landundAmerika haben die hellllchen Handelskammern den Abfchluh eines Meistbegünsti- gungsverirags al» wünschenswert bezeichnet - <^°r die Besetzung des Finanzgerichts behn Landesfinanzamt Darmstadt durch ehrenamtliche Mitglieder bat die Handelskammer s -- ihren Bezirk geeignete Persönlichkeiten namhaft gemacht. 3n Unterstützung einer Eingabe bet Vereint- gung Hessisch er Holz industrieller ha» bei den Zöllen von 2,5 auf 4.4 Milliarden, bei bei Koftlensteuer von 4.5 auf 5.8 Milliarden, bei der Tabaksteuer von 1.8 auf 3 Milliarden Um den ordentlichen Haushalt, zu dem jetzt auch nahezu alle Verpflichtungen au» ber Reparationsschuld des Reiches treten, ins Gleichgewicht zu bringen, ist ein Zuschutz von 95,5 Milliarden aus dem autzer- nrdentlichen Haushalt erforderlich. Dieser Zuschutz ist in den bereits genannten 112 Milliarden, bic beim Haushalt der Reichsschuld als Neueinnabme aus der Aufnahme schwebender Schulden erwähnt sind, enthalten. Unter den Ausgaben des Nachtragsetat- der allgemeinen Finanzverwaltuiig erscheint ein Mehrbetrag von 6,5 Milliarden für Ucbertocifungcn an bie Länder auf Grund der Erhöhung bei Bruttoeinnahmen bei ber Einkommen-. KörperschaftS- unb Umsatzsteuer, ferner ein Betrag von 800 Millionen zur Rückerstattung an die Gemeinden und Länder, die diese als Lieserungsverbändc während des Krieges zu tragen hatten Zum Ersatz ber Mehrkosten ber Länder au» Aulaft der Erhöhung der TeuerungSzuschläge werden 800 Millionen Mk. mehr gefordert, ferner für die Erhöhung der Tcue- rungszuschläge und die Neuregelung der Besoldung auf Grund der alten Vereinbarung mit den Beamtenvei bänden insgesamt 335 Millionen mehr Bei dieser Nachforderung wird mltgctcilt, datz die Dienstauswandegclder deS Reichskanzlers auf 150 000. btc ber Reichsminister auf 40 030 ci- höhl werden sollen. Zur Entschädigung der Gemeinden für ben Fortfall deS BefteuerungSrechio aus § 30 des LandeSsteuergcsetzes (Besteuerung des Mindesteinkommens) werden 600 Millionen mehr verlangt Unter den Ausgaben tm aufjerorbent- Uchen Haushalt der allgemeinen Finanzverwaltung erscheint auch ein Mehrbetrag von 441 Millionen Mark zur Deckung deS Fehlbetrages bei der ReichSpost- und Telegraphenverwaltung und eine Forderung von 21,3 Milliarden Mark zur Deckung des Fehlbetrages im Haushalt der ReichSeisen- bahnen. Der Nachttag zum Haushalt der RelchSpoft- und Telegraphen Verwaltung sieht im ordentlichen Haushalt eine Mehreinnahme auS den Gebührenerhöhungen im Betrage von 1.45 Milliarden vor. dazu kommen noch 400 Millionen Mark au» der Erhöhung ber Fernsprechgebühren vom 1 Oktober in. ^'.n.cn ~Zeitiges L - . ehr darüber, da») sich der .'ur.: :n nicht blicken lieft. Ausgabe,, auS Aulaft tej .trieben»ix rtrage» gehören die Ausgaben für die Durchführung der ^ntfchabigungsgesetze mit 1,1 Milliarden Mark, für L i' ttchaflsbeihllteu für bic Beamten der bc- ’erden Gebiete 1.2 Nlilllavden Mari unb far bic Turchfühiung bei Liquidation be» deutschen Eigentums im ehemaligen feindlichen Ausland mit 1.25 Milliarden Mark. 3m Hauslxilt sind aus Gründen der Rechnungslegung btc Ausgaben auf die einzelnen Verwaltungen verteilt unb In der gleichen Reihenfostte auSgeb acht wie im Reichs- haushallSplan. Für Sachleistungen ausfchl.e''!ich Schiffe, Kabel und Tiere werben 8 6 Milliarden neu gefordert, wovon allein 7.5 Milliarden auf die nerUagimäbigen Äx>blen(UiC;ungen entfallen; die Lieferung von lebenden Tieren über bic Rc- stitutionspflich ( h \i Anlage IV zu ^Ibschni.t 1 Teil VIH tc» FriedenSvertrages) cf arbeit einen Meb.aufvand von 1.37 Milliarden. Für die cigei'tiicheu ReparationSzah.ungvN aaf Grund de» Ultimatum» werden, wie erwähnt. 76.4 Milliarde n Papiermarl mehr verlangt. La» sind 10 Milliarden Mark weniger al» die 86. t Milliarden, die sich bei der Umrechnung der 2.15 Milliarden Gvldmarl bd etnem Entwertungsv.-rhaltni» 1 10 ergeben. Von der Sunune von 66.4 Milliarden waren aber adzufetzen die im HauLhaitSplan für 1921 bereit» bewilligten Mittel für Sachliefei-un- gen, bic Deutschland auf die ran ihm ge nachten Zahlungen anzurvchnen sind unb zwar bic bereit« erwähnten 1.37 Milliarden für Tierlieserun- gen und 8,63 Milliarden für weitere vachleistun- gen »Kohle usw.). Wa» bic Kosten de» Ausgleichsverfahren» betrifft, so wirb in dem Etat bi«- positiv mitgeteilt, daft nach dem Abkommen vom 10. 3uni monatlich 2 Millionen Pfund Sterling, jährlich also bei Annahme eines Kurse» von 320 Entschädigungen auf Grund der drei letztgenannten I Haushalt ausgedracht. während btt Ausgaben, ®efcfK wtrd mit 15 Milliarden >? jMerm; .1 an- gcr.i .imcn 3a» ber Liguidaiion in ben alliierten Staaten unterliegende deurfchc Vermögen wird 18 Milliarden Goldmark geschätzt Nach den, _____ ___ bißbe..gen L,auibationSr,chtlinitn träten darauf «gaben gem^ft teni lllrunatum geltend "wa 1». Milliarden Papiermark zu oergü'en Be^.a?nung in bc: btf»!Jbrtgr-- -luihrtlun: om Borertt^adiguiivisveriahren 'ind beim Sund Cd» ron einer t- .......... der 2u»land»bru:!chen 75 500. beim Verband bei ltchen Verpachtung in Ho:>e von 3 d Alilli ra Ausland geschädigten Znlanbsbeutfchen 18 030 — — ■Anträge gefteilt worden, msgriamt wnd mit 150000 Anträgen gerechnet Der qcfan:t. geldichc für das neue Reichsen»'chlbigangsamt mit allen Au' .nstellen ift für ein Zahr auf 111 ISiil tonen berechnet Marl für ift au« ftlkbieinnabmc« 'auf ®™nt>"'bon I 9 £’*1,1 '» «*.“ LB'SÄSSE! ordentlichen Haushalt erhöht sich der Fehlbetrag - - miL6 Milliarden auszukvmme.n um 16.9 auf 24.8 Milliarden Mark: bie 16 9M-1- liarden Mark find bestimmt zur Rückzahlung der schwebenden Schulden der früh.'ren Eisenbahnlän- der, die nach § 4 Abs 1 deS Staatsvertrageä über ben Ucbergang der Eisenbahnen auf baS Reich' ram Reich zu übernehmen waren. 1,76 23.80 r Schweizer Frank«, I 100 Ät 100 Ar Heraus- i Bestes Erzeug* I Herrenzimmer Kuchen Filiale CirCen. ort« Gas-Ersparnis □tgram . Warschau Fl- aut 7,52 262,30 27,53 74,85 100 100 100 100 100 1 100 100 100 100 59.20 88.80 11780 88.80 7,48 251,70 27,47 74,68 7,45 247,75 29,47 75,12 Loudon Italien Brüssel . Ar. 117.80 . Sh. 97.80 . Fr. 125.40 (In einem XeU der Auflage wtederholl.) Der amerikanische Heeresekat im Fall« bei 7,52 248,25 29,53 75,72 Datum: Zürich . . . Amsterdam Aopenhagrn Prag .... Stockholm . Wien.... London.. . Paris. . . . Reu York . . Holland..... Deutschland . . Wien...... L. - Fr. - 6.11 V7 2*37 39,74 1,85 18-7.50 2.60 0.15 5.76 39.40 21.20 22.60 37.80 0.65 619— 1.90 0,15 8,55 5,84 -,52 7.12. deutsche Haus und in die deutsche Familie ge» fuirden urib ist in der langen Zeil seinen Odern soeurrdlicher 'Berater. Lehrer und Unterhalter gewesen. (Heben den Aalendarien und der Planeten- Tafel find im erzählenden Teil und in der Lyrik und Ballade beste deutsche Hamen vertret en. Heben geschichtlich er'ählenden Darbietungen sind Aufsätze pvattischen Inhalts und anderes zu finden. Der reiche bildliche Schmuck, unter dem sich künstlerische. oierfarbige Wiedergaben von Gemälden erster Meister, wie Erich Trier. Äollmorgen und Pellar befinden, ziert den auch im äußeren De- wände würdig erschcrirerrden Zudilaums-Aalender. Geschlechtsleiden. S^pbeeCeerffilbet. ebne BernssttSrm»«. Aufklar. Brosch. Nr.69dtSkr.oerschl. ^3. iNachn. ^*4.50)kpee.-Aret Dr.mod. Hol Inender'« Ämbnlaloriae.^vanfiurt M..Betbmnnns«r.5S Tagl.11-1,5-7Ubr. -2onnt.lO-12Ubr. Teppldie, Gardinen, Dekorationen Elnfadie möbel, Solas, Kleinmöbel In großer Auswahl zu den billigten Prellen! - - 11374c Fahrrad-Emaillelack Ofenlack Schellackpolitur Salmiak-Wachsbeize Bohnerwachs la Leder-u. Knochenleim Schablonen und Pinsel towie alle Lacke für Handel und Industrie Praktische Weihnachtsgeschenke bi Schirme, Spazierstöcke noch tu vorteühafta Prosen Heinrich Biervert j£rn Amsterdam-Notterd. 8181,80 8198,20 8201,75 8218 25 Brüstel-Antwerpen. 1678,30 1681,70 1643,25 1646 65 Ehristiania.....3321,65 3328,35 3311,65 3318*35 Aopenhagen.....4335,65 »314,65 4020,95 4029 05 Stockholm......6519,45 5530 55 5489,50 6500*50 Helstngfvrs..... 419,55 420,45 414,56 415*45 Mallen........ 1003,95 1006,05 974»- 976 - . 936,55 938,45 931,55 933*45 . 235,76 236,24 227,02 227,48 . 1728,25 1731,76 1713,251716,75 . 4505,45 4517,55 438?,1U 439<90 .3256,70 3263,30 3186^0 3193^0 6,84 -.43 6.12. v___1 n g in einer Sonderbotschaft. die dem Kongreß zusammen mit dem ersten nationalen Budget zugegangen ist, erklärt: Wenn die Washingtoner Konserenz erfolglos bleib«, beabstchtige Amerika 8OD Millionen Dollar für Armer und Flotte im Laufe des am 30. 3uH endenden Haushaltsjahres au^zugeben Don diesem Betrag würden 368 902 000 Dollar auf die Arieasdepartemenrs und 431 754 000 Dollar auf die Flotte entfallen. Züricher Devisemoarkt. Wechsel auf London .... Neuhork.... Paris..... Schweiz .... Spanien .... Wien (altes) . Deutsch-Oester». Prag...... Budapest. . . . Buenos Aires Bulgarien. . . Konstantinopel 5.12. 2,25 1,20 2.40 185.76 2.226 0.15 5.70 38.50 21.06 23.20 37.- 0.70 519.- 1LO 0,16 Ar- — Ar. = Fr. ” Weihnachts-Büchertisch. — Daheim-Kalender 1 922. 2288D PlocketraBe 10. Regen-Schirme Stöcke Offenbacher Lederwaren noch m alten billigen Preisen. 1MM Heinrich Sack, Marktstr.19 .. Fl. . . Ar. . . Ar. . . Ar. I /I Hochwertig 3 07o Fettgehalt. (/ wohlriechend Zu haben a n den Bor- ! chlag angenommen, auf seine Vorzugsrechte in Schantung zu Verzichtes. Teilnahme Nutzlands an bet nächsten internationalen Konferenz? Pari», 6. Dez. (WTB ) Aach dem Sondern berichterstatter der .Ehicago Tribüne" tn Washington liegen Anzeichen dafür vor. datz Aublandzuderzweiten internationalen Konferenz, die für April vvrgeschlagen worden sei. und die sich mit finanziellen Problemen befassen soll, hinzugezogen werden soll. China erhalt drahtlos« Telegraphie. W a f h i n g t o n. 6. Dez. (WTB.) Der Unter- auSfchuh hat daS vorige Woche von A o o t vorgelegte Projekt der Einrichtung drahtloser Telegraphie tn China angenommen. Vertagung der Wahlen fr Frankreich. Paris, 6. Dez. (HavaS.) Da das zwischen den Parteien für die Wahl getroffene Abkommen nicht ein gehalten wurde, vertagt ein Erlah die Wahlen für den 8. 3 a n u a r kvinmmiden Jahres. PariS. 6. Dez. (WTB.) Wie der . »f eiltet* aus Toulon meldet, beabsichtigen Clemenceaus Freunde im Bezirk von Traguignac ihn im Mo|ei- departement als Aach folger des verstorbenen Abgeordneten Abbe Collin zum Kandidaten für den Senat aufzustellen. Die evglisch-irischen Derhanbltmae«. London. 6. Dez (WTB.) .Dafty Chtt» nicle" berichtet über die irischen BerHandlungen, das) die Schwierigkeit des Treueides beseitigt worden sei. ES sei eine neue Formet gesunden worden, und die Ber Hand langen gingen weiter Hardma und die irische Sprache. PariS, 6 Dez. (WB.) Aach einer Meldvng auS Washington hat sich Präsident Harbin« geweigert, eine Delegation zu empfangen, Mt sich zu Dunsten der Unadhängtgvett Irlands anSzusprechen gedachte. ScheitrruS der ÄbrustuNgSkvnferenz. Paris. 6. D« k W TB ) Qlaib einer Meldung der .Chicago Tribüne" auS Washington hat Präsident Hardt Carl Sfückrafh • Eiehsn Steinkraut 56,58,60 möbelfabrik SfelfütrZ?i?6*M, 60 Halteftelle der elektrlldien Strebenbabn, 6rlne Ulnle, fllterwg Schlafzimmer Speilezimmer,Wohnzimmer vermischtes. * SinDeispiel von Hundetrene. 6in bemerkenswece: Fall von Hundetreue wird aus Alttkvn im Kanton Zürich berichtet. Dort ging ein Jäger mit drei Hunden in den Wald' durch einen unglücklichen Zufall entlud sich seine Flinte und verwundete ihn tödlich. Siner der Hunde lief sofort nach seinem HauS zurück und suchte die Aufmerksamkeit der Familie durch Dellen zu erregen, aber die Dienstboten, die nichts Schlimmes ahnten, schlossen ihn in die Hundehütte ein. Der zweite Hund rannte zu dem Hause eines Freundes seines Herm, und versuchte auf dieselbe Weise dessen Aufmerksamkeit au erregen, jedoch ohne Crsolg Am andern Tage, als man sich auf die Suche machte, fand man die Leiche des Vermißten infolge des jammervollen Bellens des dritten Hundes, der bei dem toten Herrn geblieben war und ihn treu bewacht hatte. * Perlenftscherei in Madagaskar. Zu den großen Pcrlc-nftsch-reien tm Persischen Dolf und in der Südfee soll letzt eine neue treten, nämlich in Madagaskar. Wie der französische Gelehrte Gruval tn der Pariser Akademie der Wissenschaften cmSführte, finden sich an den Küsten dieser Inseln Austerbänke mit drei verschiedenen Arten von perlentragenden Austern, die gegenwärtig von den Eingeborenen tn ganz unzulänglicher Weise ausget^utet werden. Bei Verwendung der richtigen wissenschaftlichen und kaufmännischen Methoden werde die Perlen- si scheret von Madagaskar der französischen Regierung sehr deträchtllche Einkünfte sichern. * Zigarette oder Kind. Erne interessante Entscheidung fällte kürzlich ein Reu York er 'Richter tn einem EhcscheidungSprozeh. SS handelte sich um die Ehescheidung der Frau eines ArzteS Adeline Lee, und im Laufe der Verhandlungen muhte sie zugeben, day sie tägllch zwischen 50 und 60 Zigaretten rauchte. AlS nun die Entscheidung baruber getroffen werden sollte, wem von den beiden Ehegatten ihr sechsjähriges Rtnb zügelprochen werden sollte, erhärte der Richter, Mrs. Lee möge zwischen ihrem Kind und der Zigarette wählen. Sie müsse ihm feierlich geloben, nicht mehr zu rauchen, wenn sie das Kind haben wolle. Er erflärte, er wolle nicht tm a tigern« inen das Rauchen der Damen verurteilen, aber er fügte hinzu: .Das Zeugnis von Sachverständigen bekräftigt tn diesem Falle, waS unS der aefunbe Menschenverstand sagt: ein Kind von so zartem Alter wird besser aufwachsen, wenn eS in eine Atmosphäre gebracht wird, die nicht von Zigarettenrauch geschwängert Ist." * Ein Romantisches Museum in Madrid. 3n Madrid ist ein neues Museum eröffnet worden daS der Zeit der spanischen Romantik, also etwa den Jahren 1820- 1860, gewidmet ist. Wie August L. Mayer in einem Madrider Brief der .Kunstchronik" mitteilt, umfaht dieses von dem Marc.niSs de la Bega Inclan geschaffene .Museo Romantico- neben Bildern auch Möbel und Dokumente der betreffenden Epoche. Da noch keine E Räume für das Museum zur Verfügung wurden zunächst die Hauptwerke im Grd- der Nationalbibliothek dem Publikum zugänglich gemacht. Die Sammlung ist vorwiegend ddn kunstgeschtchtlichem Interesse: daS künstlerische Glanzstück ist ein lebenSgrohes Porträt deS Malers Vicente Lopez, vielleicht seine beste Arbeit. Mit dieser ersten Ausstellung des .Romantischen VuseumS" wurden zugleich die Aeuerwerbungen ^S Grecv-MuseumS zu Toledo vorgeführt, bei SreiwiOige Versteigerung am Mittwoch den 14. Dezember 1921 der Wilhel« MeihiM U. ßrfitit, fitiftlbidi. E« ko arm en mdftbietenb zur Dersteigeruna: 6 Wagen, 1 Sd)ütteri 1 Aentocnber, Pflüge, Grubber, 2 Kessel, 1 Waschmaschine, Saärhebekarren und sonstige landwirtschaftliche Geräte, 1 Kasten- schrank, Schretbpult, Schreibsekrttär, 1 Ässchrank und noch viele« andere. Anfang 10 Uhr. ”,"D Die Dtrtertffenten. Bendi, besteht fett dem Jahre 1345. Dieselbe be- sipl eint umfangreiche Weberei, tn ber die verschiedenen Leinen für den Hausbedarf und Ar- beiterlleiber hergestellt werden. In ber Spinnerei arbeiten 18 000 Spindeln zur Herstellung von Dornen aller Art. DaS Grundstück der Firma umfahr zirka 85 000 Quadratmeter. Der Zeichnungs- kurS beträgt 101 Prozent. fpb Deutsche BeretnSbank A-G Frankfurt a. M. Die anhervrdentliche Generalversammlung. in der ein Grundkapital von 19 569 000 Mk. mtt 57 845 Stimmen vertreten war, genehmigte die Erhöhung des Grundkapital- von 60 Millionen Mk auf 100 Millionen Mk. durch Ausgabe von 40 000 Stück auf den Inhaber lautenden Aktien. Von den jungen Aktien, die ab 1. Januar 1922 dividendenberechtigt find, werden 20 Millionen ber Deutschen Bank Berlin zum Kurse von 185 Prvz. zum bauernden Besitz überlassen. Die restlichen 20 Millionen Mk. werden einem Dankkonsortium unter Führung der Deutschen Dank zum Kurse von 180 Prozent mtt der Bedingung begeben, sie den Aktionären der Vereins bank zum Kurse von 200 Prvz. im Verhältnis von 3: 1 anzubieten. Auf die Anfrage eines Akttonärs, oo durch die Uebemahme der 20 Millionen von der Deutschen Dank die Deutsche Verein-bank gefährdet werden könne, erwidert die Verwaltung, dah das nicht der Fall fei. Frankfurt a. M.. 7 Dezember. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Gelb Brief Datum: 5. Dez. 8. Dez. denen es sich um verschiedene bedeutende Werke von Zeitgenossen des Weisters handelt. Der neu eingerichtete Delasguez-Saal des Prado-Museums hat eine Bereicherung erfahren, indem dort ein Hauptwerk des Bildhauers Pedro de Mena, eine bisher unzugängliche .Bähende Magdalena^ auf- gestellt wurde. Ein anderer wichtiger Zuwachs des Prado ist die Halbsigur des Evangelisten Johannes von Greco, die zu einem jetzt über die ganze Well zerstreuten Apostel-Zyklus gehört. 5eL Der Schiffsverkehr nach Aenhork. Bremen, 6. Dez. (WTB.) Der Norddeutsche Lloyd wird den regelmähigen Dienst nach und von Aeuhork tm Februar 1922 mtt eigenen Dampfern wieder aufnehmen. Als erstes Schiff wird der Dampfer .Seyd- litz", der Anfang November den neuen Pasiagicr- dienst des Norddeutschen Lloyd von Bremen nach Spainen. Brasilien und Argentinien eröffnete, und am 30. November wohlbehalten tn Buenos-Aires etngetroffen war, am 11. Februar von Bremerhaven nach Deuhork abgeferttgt. In den Deuyor- ter Dienst, der neben dem unverändert fort- bestehenden amerikanischen Dienst der United States Lines vom Norddeutschen Lloyd unterhallen wird, werden weiter in vierzehntägigen Zwischenräumen die Lloyddampfer .Hannover" und .Bark" eingestellt, die au her Kajütpasiagieren und Passagieren 3. Klasse auch eine gröbere Menge Ladung befördern Dirnen. Die Dampfer fahren direkt von Bremerhaven nach Neuhork, wo ber Norddeutsche Lloyd in der Nähe seiner früheren Dvcks in Hobvken PierS zur regelmähigen Abfertigung seiner Dampfer gemietet hat. Gin Bankkrach. Berlin, 6. Dez. (WTB.) Bei der Münchener Niederlassung derPfälzischen Bank in Ludwigshafen haben sich durch unverantwortliche Manipulationen deS Münchcmer Devisenhändlers, der gegen die bestimmten, von der Zentrale der Bank in Ludwigshafen gegebenen Instruktionen gehandelt und eine Baisieengage- ments der Direktion der Bank verheimlicht hat, sehr bedeutende Verlust« tm Termindevi- sengeschäft ergeben. Die Engagements sind jetzt eingedeckt, doch dürsten, wie wir hören, sehr schwerwiegende Mahregeln für daS Institut selbst notwendig werden, da daS Aktienkapital und die Reserven verloren sind, so dah das Fortbestehen der Pfälzischen Bank alS selbständige - Institut in Frage gestellt ist. Durch die Mithilfe der Rheinischen Tredttbank und der Deutschen Dank soll dafür Sorae getragen werden, dah die Kunden der Pfälzischen Dank bei der Neuordnung keinerlei Verluste erleiden. Es soll beabsichtigt sein, dah die Fllialen der Pfälzischen Dank in der Pfalz und der Rheinischen Creditbank übernommen werden, während die Geschäfte tn Frankfurt a. M. und Im rechtsrheinischen Gebiet auf die Filialen der Deutschen Bank übergehen. 3m Zusammenhang damit totrb die Rheinische Creditbank, die eine 'Vermehrung deS Aktienkapitals um 60 Millionen ausgeschrieben hat, diese Vermehrung auf 120 Millionen Mark erhöhen, die von der Deutschen Dank übernommen werden sollen. Von den neuen Aktien soll (ein Teil den allen Attionären im Derhältnisie von 4:1 zu 200 Prozent an geboten werden. Die Rheinische Credttdank wird ton den Vorgängen Sei der PfStzischrn Bank lediglich insofern betroffen, als sie 5 Millionen Mark pfälzische Bankattien besitzt. Ihre gesunde Verfassung wfrd also durch bte Vorgänge utcht beeinträchtigt.