eoi tuen u. HavMtila Pfund ?to ifb.« ifet 8.75 9.25 b'M«ö | Sri \ '5131Ü1921 da sie letzten SnbeS auf eine Konsumentensteuer lägung neuer Beispiel in Vergünstigungen borge- werden. Weiter komme in Frage die B e st e u e schneidende Bedeutung haben. Dagegen sind für 3.3 Milliarden Goldmark. d. t). aut 40 vis 4- unser inneres Wirtschaftsleben von gröberer De- Milliarden Pat^ermar? Men. ^ui mißerorbent- beutung die Steuern auf Produkte, welche den lichen Etat Blieben tur ®rfuKung 7 Weltmarktpreis noch nicht erreicht haben, z. D. Vertrages 5 Mrlliarden, 21 bie Kohlensteuer. Besonders aus dem Grunde, | 26 seien auf den ordentlichen Haushalt der Kon- den - Wirtschaftsleben schlagen. Der Minister schloß: Sott das deutsche Volk sich an dem Wiederaufbau des europäischen Wirtschaftslebens beteiligen, so gebe man ihm freien Raum zu ehrlichem Ziele und zur Betätigung seiner Kräfte. Wir haben den ehrlichen Witten und wir erwarten die Antwort von der Gegenseite. hinausläuft. Betrachten wir, wie schon oben kurz gesagt,« die wirtschaftlichen Zustände im Ausland, so Das grundsätzliche Ziel sei. die laufenden Kon- "'erte und schärfere Se-1 tributionen aus den laufenden Einnahmen zu decken. Es muh ein möglichst gutes Dleich- gewichr zwischen direkter und indirekter Besteuerung herbeigeführt werden, damit die Gesamtheit der Steuern für das deutsche Bolk tragbar i Hahr au Z»ahr neu zu veran- sich so den jeweiligen Verhält- : Kleinrentner und fintier* Abg. Dr. Helfferich (D.-Rall): Die Zahlen zeigen in der Tat ein erschütternd^ Mld. Für den inneren Etat stehen uns zur Befolgung unserer eigenen Bedürfnisse, ohne die Erfüllung des Friedensvertrages. nur 82 QDiniarben zu Gebote aber selbst diese Summe steht lediglich auf dem Papier. Rach meinen Berechnungen haben wir ein Defizit von 43 Milliarden Mark. Q£n der Erfüllung des Ultimatums werden wir nach dem jetzigen Zahlungsplan rund Hunds» Zähre zu tragen haben. Herr Dr. Mirth hat recht, wenn er die Ausgaben für die Reparation nicht' mehr als außerordentliche Ausgaben be» Es folgte eine AttL spräche. . Abg. Trimborn (Z.): Wir sind der Meinung. baß wir zu diesen Steuerplanen heute noch keine Stellung nehmen können. Wir müllen a b w a r t e n. bis die einzelnen Gesetze vorliegen. Ich bin von meinen Freunden beauftragt, m diesem Stadium mich auf diese Erklärung zu Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. Ferniprech -Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger riehen. paßscheakonto: anrfurt a. DL 11686. Gießpn ? ftaaiiifl), J W Ussu? L«getwnei t« oü vrolpth so Vs ^"den hierdurch,ui sammlnna Ubr »üudlich.^ rechnung M M,» erlchl. 748D m. 156 Der Siebener Anzeiger mit der Dienstagsbeiloge .Sport-Umschau" erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Monatliche vezuarvreise: »Mark 5.- einschließlich I tiibutionen übernommen. Der Reichsfinanz- minifter besprach dann die Derktmgsfrage. Wirtschaftssorgen. Don Dankdirektor Wilhelm Frehtag. Wenn wir die einzelnen Gebiete unseres WirtschaftSkörpers betrachten, so will sich dem Deobachter ein recht trübes Bild offenbarem Wirtschaftlich? sachliche Gründe bereuten sich nut starken polit schen Einslüssen. um dies herborzu- rusen. SS zeigt sich, daß es -in Irrtum ist wenn einzelne Politiker glauben. Dolker und Lander ausscheiden unti beiseite sehen zu können. Als Hohn für diese Politiker, die man als Stümper: in ihrem Fach bezeichnen muh. hat sich die /Belt Wirtschaftskrise überall Dahn und Tor gebrochen Groß sind die Erschütterungen, welche alle -Seile beS Weltwirtschastslebens Durchmachen, tirauüen noch mehr als bei uns. Ein Hauptgradmesser der wirtschaftlichen Konjunktur ist immer derEis enrna r k i gewesen Die Rachrichten, die bom westfalischen Eisenmarkt kommen, sprechen bom Daniederliegen des Geschäftes. Der starke Preisniedergang ist in Den setzten Wochen etwas zum Stillstand gekommen. Trotz dieses bedeutenden Preisrückganges hat sich eine Belebung nicht gezeigt. Gs liegt vor allen Dingen daran, daß unsere Eisen- und Stahlindustrie eine große Exportindustrie ist und auf dem Weltmärkte zur Zeit wenig Reigung vor- handen ist zur Aufnahme ihrer Produkte. Tragen auch in großem Maße die Sanktionen hindernd dazu bei, deren schädliche Wirkung immer mehr an unserem Wirtschaftsleben frißt, so ist es doch vor allen Dingen die mangelnde Aufnahmefähigkeit des Auslandes, auf die ich weiter unten noch zu sprechen komme. Genannt muh hier auch werden die Konkurrenz der französischen und belgischen Eisenindustrie, die Dank unserer billigen Kohlenlieferungen sich Preisunterbietungen leisten und leichtverständlich. Auf dieser Seite des Kapitals ist nichts mehr durch direkte Steuern wegzunehmen. Dagegen ist es richtig, wenn die Körperschaftssteuer angezogen wird. Was von dieser geplanten Erhöhung bisher bekannt geworden ist. zeigt, daß die Regierung hier einen zu geringen Steuersatz in Anwendung bringen will, vor allen Dingen bei den hochverzinslichen Kapitalien. Die Llmsahsteuer- welche zweifellos verdreifacht wird, wird nicht eine stark ein- Dolk selbst einsehen. Abg. Keil'(Soz.): Wir schließen unS dem Protest gegen die Fortdauer der Sanktionen an. Unerhört ist allerdings das Vorgehen der Entente. aber auch unerhört war die Rede Helffe- richts. denn er ist der letzte, der diesen Vorwurf erheben dürfte. (Widerspruch und Lärm rechts. Zustimmung llnks.) Ihm verdanken wir das ganze Elend, vor dem wir jetzt stehen. Wenn wir erklären würden, wir können das Ultimatum nicht erfüllen, glauben Sie. daß die Entente dann ab- lassen würde von ihrem Vorhaben? Abg. Dr. Becker-Hessen (D. Vpt.). Wenn Die Herren von der Linken Sturm laufen gegen die Kriegsfinanzpolitik, so vergessen sie I vollständig, daß Herr Helfferich die damalige Finanzpolitik nicht allein gemacht hat, sondern daß er von den Mehrheitssozialisten im Reichstage, zu denen sowohl das Zentrum als auch die damalige Freisinnige Volkspartei gehörte unter- stützt wurde. Zwei Monate sind es her. daß der Reichstag und die Regierung das Ultimatum angenommen haben, und am vorletzten Tage unserer Beratungen nimmt nun der Reichskanzler plötzlich Gelegenheit, über die Erfüllungsmog- lichkeiten des Ultimatums sich auszusprechen. Alles, war er uns dargelegt hat. war Tb trage und unbestimmt gehalten, daß man alles Mögliche und Unmögliche herauslesen konnte. Auch in zwei Monaten wird man noch nichts greisbares vor sich haben. Alle Bilanzen, die aufgemacht wurden, haben sich als falsch erwiesen. Eme ganze Reihe von Faktoren, die dabei in Rechnung gestellt wurden, sind unsicher, namentlich schwebt der eine große Faktor, die Umrechnung von Papier m Gold vollständig in der Luft. Es kommt nicht darauf an. ob man an einer Stelle mit 100 oder 150 Milliarden rechnet. Der Be - weisi st heuteschonerbracht, daß das Ultimatum fein Reichstag und feine deutsche Regierung erfüllen kann. (Zustimmung rechts.) Wir werden uns an den kommenden Arbeiten mit allen Kräften betei- , ligen. aber alle diese Arbeiten werden nicht den : Rachweis ändern, daß wir unsere Verpflichtun- ■ aen nicht erfüllen können. Wir haben die Hoff- : nung. daß einmal Herr Keil von der Reichstagstribüne aus verkünden wird, daß auch die Sozialdemokraten zu dieser Ueberzeugung gelangt sind und dann wird sich auch im Auslande diese Ueberzeugung durchsetzen. Glauben Sie etwa. daß. wenn das Reich sich an der Industrie beteiligt, dann nicht Die Entente es sofort auch tun wird c Unsere Wirtschaft muh wieder stark werden, damit sie ausführen kann, damit unsere Handelsund Zahlungsbilanz uns wieder in den Stand setzen, nicht mit Papiermark, sondern mit Gold zu bezahlen. (Lebhafter Beifall rechts.) Abg C r i s P i e n (U.): Die Feststellung, daß die Lasten des Ultimatums von Deutschland nicht getragen werden können, ist zum Tell durchaus richtig Die Arbeiterflaffe der ganzen Welt leidet darunter. Jetzt handelt es sich darum, daß die Besitzenden in Deutschland den ernstlichen Willen zeigen ihre Schuld einzulösen, die sie verursacht haben. Das ist nötig, damit auch in den anderen Ländern eine bessere Stimmung Deutschland gegenüber Platz greift. Was wir erleben, ist die Folge der privatkapitalistischen Politik und Dr. Helfferich ist der hervorragendste Urheber der gegenwärtigen Wir wollen einen weiteren Hauptwirtschaftsmarkt in den Kreis unserer Betrachtungen ziehen. Die Kali Industrie. Die Lage derselben ist als eine sehr ungünstige zu bezeichnen. Der Absatz ist in den ersten 5 Monaten dieses Jahres gegen den gleichen Zeitraum des Vorjahres um mehr als V/o Millionen Doppelzentner Reinkali zuruck- gegangen. Am Absatz rückgang ist sowohl das Inland, als auch das Ausland beteilig^ Für unsere Landwirte ist die Preiserhöhung des Kali sowie die Erhöhung der Frachten von 5^-70 Prozent vielfach ein Grund zur Zurückhaltung. Für den heimischen Rückgang fällt unter anderem der Verlust der Provinzen Westpreuhen und Polen ins Gewicht, welche einen großen Bedarf an Kalt hatten, und wohin die Ausfuhr zur Zell verboten ist. Kongrehpolen und Galizien waren ebenfalls große Abnehmer und hatten einen Friedensbedarf von 1 Million Doppelzentner. Für unseren Export, besonders nach Amerika, kommt natürlich die Konkurrenz des Elsaß in Frage, aber ausschlaggebend ist doch die mangelnde Aufnahmefähigkeit Amerikas. Große Massen des Kali, besonders des elsässischen, liegen seit langer Zeit unverkauft in amerikanischen Häfen. Die Weltwirtschaftskrise führte eine Verschuldung der amerikanischen Farmer herbei: da sie ihre reichen Ernteprodufte nur in geringem Maße absehen konnten. Zuletzt wollen wir noch die Zement- industrie streifen, deren Bedeutung für die Zukunft groh sein wird. Ist auch hier die Lage nicht eine derartig schlechte, so ist doch ihre Lage gegenüber normalen Zeiten eine stagnierende in- folgc deS Biachliegens des Daurnarktes. Wohl beginnt jetzt die Rachfrage im Innern sich zu heben, doch würde die Zementindustrie zum völligen Erliegen verurteilt worden sein, wenn nicht die Regierung nach mehrmonatigem Kampfe den Export freigegeben hätte. Die verspätete Freigabe war ein großer Fehler unserer Regierung. Die Zementindustrie, welche nur mit deutschen Produkten arbeitet, hätte Deutschland zur Schaffung von ansehnlichen Auslandsguthaben verhelfen können. Als der Export freigegeben wurde, hatte bereits die Weltwirtschaftskrise auch die auslan- bischen Daumärkte betroffen und die Rachftage verringert. Die Weltwirtschaftssorgen, welche durch eine gewaltsame Verwirrung der Fäden zwischen Absatz und Produktion begründet wurden, finden bei uns eine Verschärfung durch die aktuellen Steuerprobleme. Es steht ein grober Kampf bevor bezüglich der Verteilung dieser immensen Lasten. Reu beginnt der Kampf zwischen den Parteien, welche rufen: hier direkte, hier intirirefte Steuern. Schwer ist es, den beiden Parteien, dem Verbraucher und dem Produzenten gerecht zu werden. Wir möchten ein drastisches Beispiel her- vvrheben, um zu zeigen, mit welcher Summe manches „Kapital" schon geblutet hat. Die Vor- kriegsschulden und auch ein Teil der Kriegsschulden des Reiches waren Goldschulden. Der Gläubiger des deutschen Staates hat von dieser Aktiva den größten Teil verloren dadurch, daß es plötzlich Papieraußenstände geworden sind. Der Rentner hat also in diesem Falle ca. 90 Prozent seines Vermögens zugesetzt. Die Rot des Rentners und Kleinrentners ist also groß finden wir eine Dergräßc { pression als bei uns. Dies erflärt sich daraus, bah uns unsere niedrige Valuta in diesem Falle mit einem Wall umgeben hat. dank dessen es möglich ist. daß eine große Anzahl Hauptwirt- schaftsprodukte eine völlig unabhängige Preisgestaltung gegenüber dem Weltmarkt einnehmen I kann. Wir nehmen als Musterbeispiel Amerika und sehen, daß die Eisenindustrie nur mit 25 bis 30 Prozent ihrer Produktionsfähigkeit arbeitet Die Baumwolle-Rotierung zeigt immer weiter weichende Tendenz bei geringer Rachftage. Die Preisrückgänge und zugleich Herabsetzung der Löhne sind charakteristische Begleitumstände. Das Problem des Lohnabbaues ist in Amerika, vor allem aber auch in England, ein schwieriges. In diesen Ländern guter Valuta ist das Anpassen der Preise an die der Länder mit niedriger Da- luta ein schier unlösliches, aber notwendiges Problem. Es liegt in diesem Gegensatz die ganze Rot auch all Der neutralen europäischen Länder. Viele Berichte beleuchten die wirtschaftliche Krise in Holland, der Schweiz, Dänemark, Spanien, Portugal usw. in erschreckender Weise. Volke 150 Milliarden herauspressen. Die 55 Milliarden Einnahmen bestehen zum größten Teil aus direkten Steuern. Hede Steuer ist nur tragbar, solange sie von einem erarbeiteten Einkommen so viel übrig läßt, daß eine Reubildung von Kapital möglich ist. Diese Grenze ist bei uns schon überschritten. (Lebh. Zustimmung rechts.) Die Erbansallsteuer. die Einkommensteuer, das Rotopfer können erhöht werden, sie ertragen aber nicht einmal eine Verdoppelung geschweige denn eine Verdreifachung. Unser Volkseinkommen beträgt 230 Milliarden: davon sind 155 Milliarden Steuern nicht zu erheben. Mehr als fünf Milliarden Goldmark mutz das Deutsche Reich jährlich für die । Ausführung des Friedensvertrages an die Alli- ierten zahlen. Die Handelsbilanz ergibt ein weiteres Defizit von Milliarden Goldmark. Alle Aktivposten sind durch den Friedensvertrag verloren: wir bezahlen heute nur mit Schulden. Ich bin aber von der Unmöglichkeit überzeugt, daß wir das Ultimatum auf längere Zeit hinaus erfüllen können. Unseren guten Willen können wir durch Sachleistungen zeigen, aber solche Sachleistungen sind wieder abhängig von dem guten Willen der Gegner. Was ist bisher durch Sachleistungen erzielt worden? 6 bis 7 Millionen Goldmark sind geleistet worden, ein verschwindender Teil gegenüber unseren kü-fügen Hahresverpsl ch'ungen. Das be- deutet das Herannahen einer Krise, die ich E r- füllungskrise nennen möchte. (Lebh. Beifall rechts.) Wir sagen nach peinlichster, gewissenhaftester Erwägung: Das Ultimatum ist unerfüllbar! Auch das Steuerprogramm des Reichskanzlers wird eS nicht erfüllen, auch wenn er nicht nur den Hahreserfrag der Vermöaen wegsteuert. sondern noch weit hineingreift in die Substanz. (Lebh. Zustimmung rechts.) Mit der sogenannten Sozialisierung mit Erpropriation werden Sie den Kapitalismus nicht", beseitigen, sondern ihn nur durch die Fremdherrschift steigern. 1 Wenn die Welt einsehen soll, daß die Bedingungen 1 unerfüllbar sind, muß es zu allererst das deutsche trachtet, sondern in deck ordentlichen Etat ein- stellt als Ausgaben, bei denen sofort für Deckung gesorgt werden muh. Dazu kommen di? De- satzungskosten und Ausgleich ^zahlun en DaZ ergibt zusammen rund 70 Milliarden Papiermark, so daß ünfere Ausgabenseite zusammen etwa 155 Milliarden Papiermark aufweift Un'ere gesamten Einnahmen einschließlich des Rotopsers sind auf 55 Papiermilliarden beziffert, also noch nicht einmal auf den dritten Teil. Keine direkten und keine indirekten Steuern können au8 dem deutschen (Elftes Blatt M- Mrgang MtzenerAMger General-Anzeiger für Gberhessen erscheint. Der großer ©teuergeDanten. wte |ie zum ^enpier uu Den Steuergemeinschaften vorgeschlagen werden, werden sich die Steuerbehörden gewiß nicht entziehen. Aber gerade bei den Steuern ist eine gewisse Kontinuität von ungeheuerer Wichtigkeit. Deswegen sollen wir erst im Stadium der Beratungen auf dem alten Wege vorwärts schreiten, um zum Ziele zu gelangen. Aus der neuen Einkommensteuer mühten möglichst hohe Beträge herausgewirtschastet werden durch die Vermehrung der Technik und der Kontrolle. Weiter sei gedacht an eine Veredelung des Reichsnotopfers, eine starke Erhöhung der Körperschafts st euer und der Kapital- ertragssteuer. eine Aenderung der Besteuerung der Versicherungen und ein Ausbau der Krastfahrzeugsteuer. Auch eine ___________ _____ Wettrenn st euer fei vorgesehen, bet D:n| Wenn wir nun nach einem Weg aus den indirekten Steuern eine Erhöhung der Zolle Weltwirtschaftssorgen suchen, so sehen wir darin und den Ausbau der Kohlen-. 3m 'i das eigentliche Problem, welches gelöst wer- Tabak- und D ie r st e u e r. weiter der Aus den muh, und das bisher von den wirtschaft- bau des Branntweinmonopols, der lichen Führern der Völker noch nicht ernsthaft Mineralwasser steuer und 2L"dbvlz genug in Angriff genommen wurde: die vielen steuer und die Schaffung eines Suh st off zerrissenen Fäden des internationalen Handels Monopols. Bei dem Retchsnotopser muffe ein wieder zusammenzuflechten, den Güteraustausch beweglicher Faktor geschaffen werden, der der vom „Ueberfluh" zum „Mangel" vermittels der Entwertung des Gellres Rechnung trage und da- alten Kanäle zu leiten. Die Zollschranken, welche mit eine ungleichmäßige Behandlung der Be die Hochvalutaläntier errichten, sind nicht der I siher ausschließe^ Jetzt solle,zu einem bestimmten richtige Weg, die Wirtschaftssorgen der einzelnen Termin eine erhöhte Vermögensabgabe erhoben Länder, wie der Allgemeinheit zu heben. Es werden, die von Jahr au Jahr neu 8U heran ist zweifellos, daß der Schlüssel zu diesem Pro- lagen sei, um sich so blem für einen großen Teil in Deutschland und nissen anzupasten. Für Rußland liegt Cs ist ferner ebenso zweifellos, reiche Familien feien *5- . daß die politischen Führer der einzelnen Völker, sehen. Rach vorsichtiger Schatzung konnte mit vor allen Dingen aber Frankreichs, in entgegen- mindestens 7—8 Milliarden Jährlich gerechnet gesetzter Richtung dieses Problems arbeiten. So- werden. Weiter komme in Frage die B e st e u e f ortige Aufhebung der Sanktionen wäre ein r u n g des V er m o ge "wachs e «. Der elfter kleiner Schritt fort von dieser Politik aus allerdings schön durch die frühere Kriegsabgabe, jener Seite. In unserem eigenen Lager dagegen das Reichsnotopfei: und durch ^^.^^mmen- muß es Hauptsorge fein, eine «Steigerung Der steuer erfaßt ist. Aber eS scheint doch geboten. Arbeitsleistung eines jeden Einzelnen herbeizu- den nach dem 31. Zull 1919 oder^ wenigstens führen, ferner eine kluge Förderung des Exportes nach dem 3ft Dezenwer 1919 eEa^denen Ver des Ueberfchusses unserer eigenen Hauptboden- mogenszuwachs noch durch eine einma11ge schätz-Unterbindung der^LuM-etnsuhr. gr °h° Abgabe zu ersaslen zumal . 8clUnt>e w Besitzsteuer gering ist und soweit Die Gewinne. ..... Die spekulativer Ratur sind, durch die Ein- kommensteuernovelle frei gegeben sind. Getroffen IMAstaa. werden sollen grundsätzlich nur bie großen Zu- -Oeui|u)er Jteiajsiuge wachse. Eine sehr bedeutende Vermehrung der Berlin. 6. Juli 1921. Einkommen- und Besitzsteuer ertoarte bie Sinans- , r„ r. . . Verwaltung von einer erheblichen Verbesserung Die heutige Sitzung bes Reichstages stanb im Steuertechnik, wovon ein Mehr von 8 Mil- Zeichen ber Barben gegen bas Vorjahr zu erwarten fei. Steuerprogrammrebe Aus ber nur ganz geringen Vermehrung ber des Reichsfinanzministers Dr. Wirth. Steuer für Kohlen von 5 Prozent erwarte man ou Deainn Genehmigte das Haus eine Reihe ein Mehr von 32—36 Milliarden. Eine Norton ©ef?henttoü?fen u. a. den über die ander- läufige Uebersicht des Finanzministeriums- ergebe weite Festsetzung der Leistungen und Beiträge in daß nach Durchführung der ^Ergesetze m i Der Invalidenversicherung. Die dritte ßerung bie- etwa 80 Milliarben Gesamtfteucr’ fes Entwurfs sott morgen ftattfinben, ebenso bie einnahme zu rechnen fei. Sie taufenben brittc Lesung über ben Entwurf, betr. Wochen- birelten «Steuern würben sich inSgefamt für bie Hilfe unb Wochenfürsorge, ber heute in zweiter nächsten Iahre auf 40V2 Lesung nach ber Ausschuhfassung angenommen kämen die einmaligen Einnahmen vom Ver worbcm toar. Das Gesetz über bie Gewährung mögenszuwachs unb von ben ^5chkriegs von Beihilfen an bie Rentenempfänger aus ber geto innen, für welch letz tereelne Mllliar de Angestetttenversicherung wird nach kurzer Debatte angenommen werbe. Die inbirekten Steuern sollen angenommen. Die folgenbe Abstimmung über bas 36^ ^lMiarben ergeben Mißtrauensvotum bes Abg. Hoffmann (K.) gegen Der Reichsftnanzminister kam bann noch aus Den Reichsjustizminister in ber Angelegenheit Die Rote bes G a r a n tiekomitees -u spre 'Xaaoto ergibt Ablehnung. chen. Das Garantiekomitee verkenne nicht bie x 9 ’ „ . . „ Schwierigkeiten, in ber sich bie beutsche Regierung | Bei ber folgenben Beratung des Rachtrags- ba8 Komitee fei ber Ansicht, bah etats zum Reichshaushaltsplan für 1921 ergreift .. ß & g Bubgets noch eine burchgreifenbere Reichskanzler Dr Wirth bas Wort, um Reform erforbere. Die beutsche Regierung müsse in allgemeinen Umnffen bte Steuerpläne ber Mittel finden. Wenn nicht noch durchgrei- Regierung darzulegen. Er bespricht die Entwer- fenbere Reformen vorgenommen werden, mußten tung der Mark und die sich daraus ergebenDen un. gewärtigen Maßnahmen ber Alliierten gebeuren Folgen. Wenn wir letzt an die Steuer änge°t ^hen. Das fei eine klare Warnung, kaffe treten, müßten wir uns bewußt werden, tooIIten fie beachten, aber wir dürften fragen, daß jede Mark nichts weiter fei als em Groschen. auch von der anderen «Seite jene Sank- wie -eben jede Mark Einkommen au-H nichts weiter tioncn DZ>er bester gesagt Pressionen zum sei als ein Groschen. Der ordentliche Haushalt Qihbau kämen, die so große Wunden in unser weise 48,5 Milliarden Ausgaben auf, Darunter — - —rJLr c- 35.8 Milliarden, die für eigentliche Reichszwecke Dienen. Der außerordentliche Etat weise 59 Milliarden auf, darunter 26,6 Milliarden für bie Ausführung bes Friebensvertrages. Die 26,6 Milliarben zur Ausführung bes Friedensvertrages müßten zum größten Teil in den Etat ber Kontributionen übergehen, der in Zukunft em lausender Posten werde. Die Reparations'eistun- gen seien gegenwärtig gleich 3,3 Milliarden Gold- marf zu bewerten. Als Belastung für die deutsche Finanzwirtschaft sind für das laufende Jahr rund ' 15 Milliarden Papiermark in den Etat eingestellt. Wie hoch sich die Kosten tatsächlich belaufen werden werde erst die Entwickelung zeigen. Die Kosten ber Besatzung seien noch unsicher. Für bie ersten Jahre werbe man mit einerPapierbelastung aus bem Ultimatum von 42 Milliarben rechnen müssen. Dazu kommen bann bie Kosten ber Besatzung. Unter ber Voraussetzung, daß ber Gelb- wert im Innern auf ber gegenwärtigen Basis eine gewisse Stabilisierung erfahren werbe und Daß im Laufe der Zeit der Auhenwert des Geldes an ben Innenwert heranwachsen werde, werbe sich vielleicht alles zusammen jährlich auf 3 3 Milliarben Goldmark. b. h. auf 40 bis 45 Donnerstag, 7. Znli 1921 Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachm ltag vorher oynejedeDerdindlichkeit Preis für 1 mm höhe für Anzeigenv 34mmBreite örtlich 40 Pf. auswärts 50 Pf.: für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 180P1 Bei Platz- Vorschrift 20' , Aufschlag. Haupischrrftlerter • Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Doetz; für den übrigen Teil: Dr. Nernhold Zenz: für den Anzeigenteil: Hans Beck, Vrvü und Verlag: vrSHUche Univ.-Vuch. unö Steindruckerei B. Lange. Schriftlettimg, Se,ch-,.5ftelle und Vrocker.I: Schulftra». 7. I«m,u ist ein [ott alistischer 5la senstaat unter eine reue i Regierung in den Augen der ö^entlichen Mei- l Angelegenheit, über den ersten Teil der Marokko- Angelegenheit und über die Bemühungen der Regierung für die chinesische Industriebank ent» — Tageskalender für Donnerstag: Steins Garten Stadtvervrdnetenver- sammlung. — Handelskammer Ausstellung „Der Friedensvertrag von Versailles-. — Hotel Einhorn. 8 Ahr, Wohltätigkcitsabend des Wartburgvereins. — Eaf6 Leib, 8 Ahr, Mieterversammlung. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße „Tochter der Straße". — Lichtspiele Seltersweg „Die schwarze Schmach". Die Hafenbauten in Tanger. M a d r i d, 6. Juli. (WTB.) Rach einer Blättermeldung aus Tanger haben sämtliche f r e m» ben Äolonien der Stadt, ausgenommen die französische, gegen die Aebertragung der Hafen» bauten an eine französische Gesellschaft protestiert. einen, Intrige, Habsucht und Mißgunst auf der anderen Seite zeichnen den Weg, der die Hel^n des Romans schließlich dahin führt, wo Gerechtigkeit und Liebe den Schmuck eines trauten Heims bilden. Vornotizen. •* Aus dem Stadttheaterbureau. Die Aufführung von „Die deut, schen Klein st ädter" am vorletzten Sonntag hat sowohl bei Presse wie Publikum ganz Aus Stabt und Land. Gießen, den 7. Juli 1921. Wettervoraussage für Freitag. . „.Wechselnd bewölkt, zeitweise leichte Riederschlage, mäßig warm. Winde auS nördlichen Richtungen. Die Wetterlage hat sich wenig verändert, zwischen dem östlichen Ties und dem atlantischen Hoch gelegen, wechseln die Einflüsse beider Luft- druckgebiete auf die Witterung unseres Bezirks. * Die Beuthener Vorgänge. ö 0 b b ein, 6. Juli. (WTB.) Die interalliierte Äommtflton hat infolge der Borgänge die sich in Beuchen abgespielt haben, den erste ^'Bürgermeister von Beuchen, Dr. Stephan aus- gewtesen. < Bulgarien im Bunde mit Kemal Pascha? Havas meldet aus Sofia, es erhalten sich hartnäckig Gerüchte über eine angeblich bucharische Mission bei Kemal Pascha über Verhandlungen zwischen Bulgarien einerseits und der ru| f\| dfc n oowjetreglerung und Kema^Paschas anderseits, über die Ankunft einer bolschewistischen Mission m Warna und schließlich über einen angeblichen d) gewi ser dulgir scher Politi'er beim Exkönig Ferdinand und den Berkaufdes Porträts von Mustapha Kemal Pa- >cha in den Straßen von Sofia Die bulgarische Depeschen-Agentur dementiert in der täte- Deutschland und Amerika. 6 Ouli. (WTB.) Der .Times“ wird aus Washington gemeldet: Har ding und H u a h e s hatten eine Besprechung über die durch die Annahme der Friedensresolution geschaffene Lage. Wie berichtet wird, arbeitet Hughes' an AiTh V • V Q 9 * bcr ble mannigfaltigen, sich auÄ dem Kriege ergebenden deutsch -amerikanischen Probleme zur Erlediauna brinat Es wurde llargestellt, daß der Vertrag alle aus Waffenstillstand und dem Versailler Vertrag sich ergebenden amerikanischen Rechte und Interessen zu schützen habe. gang einer aus nach veralteten Beqttffen I &ien Reichsstadt stand der Treiberei gegen den "toe‘S an'sSbil^n« SÄ Xft.M . „ .n Herzensbildung bvrtrefflichen Eltern- , Stadtoberhaupt wieder an der Spitze der Verwal- paares. GesmuungSadel und Liebe auf der I tung zu sehen und die Leitung erneut in feinen Paris, 5. Juli. (WTB.) Die beiden Senatsausschüsse des Auswärtigen und der Finanzen haben die Berichte Briands und des Ministers der befreiten Gebiete über die Levante- - Die deutschen „Ersatzleistungen". Paris. 6. Juli. (WTB.) Die alliierten ' . 9J>e Zungen befassen sich seit einigen Tagen mit Maßnahmen, die-an die Stelle der im Artikel 238 des VersaillerVertrages vorgesehenen Restitutionen von solchen Tieren Gegenständen aller Art und Werten treten sollen, die wahrend des Krieges von deutscher Seite fort- S^uhrt, beschlagnahmt oder requiriert wurden Avraussehung für Liese Restitution ist bisher die Id.nt f z erung auf deut chem G biet cber auf dem ®cbtetc von Deutschlands Verbündeten gewesen Die hierzu nötigen Rachforschungen haben Schwierigkeiten mit sich gebracht und hohe Kosten verursacht, so daß man jetzt zum Abschluß von Ab- machungen zwischen Deutschland und den beteilig- t«n Ladern der Simtertcn gegriffen 6at. in denen an Die Stelle der identischen Restit tickion eine c i n- ' ® ?e Er sah leistung tritt. Wie der „Temps" mitteilt, srnd derartige Abkommen über Ersatz- leistungen von Belgien, Südslawien, Polen und i ^umanien mit Deutschland abgeschlossen worden die die Reparationskommission genehmigt hat Das I $rogwmm dieser Ersatzleistungen soll nach' dem Temps dasselbe Vorrecht vor dem allgemeinen Programni der Reparation genießen, wie es bereits den Restitutionen zuerkannt war. Landkreis Gietzen. [] Watzenborn-Steinberg, 6. 3uIL Die Kollekte für die Kinderhilfe betrug in unserer Gemeinde: Kirchenkollekte am 19 Huri' 250 Ml.. Hauskollekte am 3. Juli 350 Mk., zu. lammen 600 Mk. Drucksachenkarten gegen die ermäßigte Gebühr von 10 Pf. dürfen nur einen gedruckten oder mechanisch vervielfältigten Wortlaut enthalten. Der Absendungstag. der Absender sowie dessen Stand und Wohnort nebst Wohnung kann auf Drucksachenkarten handschriftlich angegeben werden. Es kann außerdem auf dem linken Teil der Vorderseite der- Drucksachenkarte eine Buchungsnummer angegeben oder ein kurzer Hinweis auf den Inhalt, oder auf Vorgänge, die die Sendung veranlaßt haben — S- D. ..laut Rechnung vom 15.6.“ oder „betrifft Auftrag vom 15.6.“ — handschriftlich niedergeschrieben werden. Weitergehende handschriftliche Zusätze, Aenderungen, Streichungen, Unter- streichungen. wie sie in einzelnen besonderen Fällen bei Drucksachen zugelassen sind- dürfen Drucksachenkarten nicht enthalten. Drucksachen in Form offener Karten mit solchen bei Drucksachen zugelassenen handschriftlichen Zusätzen! usw. müssen mit 15 Pf. freigemacht werden. Aus dem besetzten Gebiet. Ein bezeichnendes französisches.Krieas- gerichtsurteil. o !urt a- 2J-» 6. Juli. Vor einiger Zeit stellten in einer Wirtschaft zu Langenlonsheim in Rheinhessen französische Sol- | Daten die Behauptung auf, deutsche Soldaten hätten während des Krieges in Frankreich und Belgien Kindern Arme und Hände abgeschlagen. Der zufällig anwesende Dr. I ä g e r aus Volxheim im Kreise Alzey trat dieser Aeußerung entgegen und wies die Franzosen auf das Verhalten der Franzosen in Oberschlesien und auf ihre Verbrüderung mit den polnischen Insurgenten hin. In dieser Bemerkung erblickte das französische Kriegsgericht, vor dem sich Dr. Jäger zu verantworten hatte, eine schwere Beleidigung der französischen Armee und verurteilte ihn zu 15 Sagen ©efängnidunö 2000 Mark Geldstrafe. Also allein die Feststellung einer Tatsache genügte dem französischen Kriegsgericht, um darin eine schwere Beleidigung der französischen Armee zu erblicken Interessant wäre e6 nun, zu erfahren, worin das französische Kriegsgericht eine Beleidi- S gesehen hat, denn man kann schlechter- 5 nicht annehmen, daß die Franzosen eine Gemeinschaft mit den Polen als unwürdig betrachten, nachdem sie vorher die engsten Beziehungen in Oberschlesien mit ihnen unterhalten haben. ger auf dem Exerzierplatz beim Vorbeimarschieren den Truppen zurief, waren nicht so gehalten, daß sie mißverstanden werden konnten. Auch die T o - tu n g en fallen i h in nicht zur 2 a ft Dafür, daß er die Erschießung von drei Gefangenen, die an ihm vorbeigeführt wurden, billigte, traten Zeugen auf. Aber jeder von ihnen bezeugte verschiedenes. Es ist nicht nur nicht erwiesen, sondern widerlegt, daß Stenger einen derartigen Befehl erteilte. Was Crusius betrifft, so scheiden zunächst alle Handlungen am 26. August aus, weil Crusius nach dem Gutachten der Sachverständigen am 26. August infolge Geistesstörung feiner freien Willensbestimmung beraubt war. Anders liegt die Sache bezüglich des 21. August. Rach dem Gutachten der Sachverständigen war der Angellagte am 21. August zweifellos nicht derart geistesgestört, daß er nicht Herr seiner Entschließungen gewesen wäre. Aber an und für sich besteht eine strafrechtliche Verantwortlichkeit des Angellagten hinsichtlich der Tötung der Verwundeten. Das Gericht ist der Ansicht, daß nur eine fahrlässige Tötung vorliegt. Der Angellagte hätte als erfahrener Offizier sich sagen müssen, daß Stenger einen solchen Befehl nicht gegeben haben konnte und er sich also geirrt haben müsse. Bei der Strafbemessung wurde berücksichtigt, daß der Angellagte bei Begehung der Tat sich in einer ungewöhnlichen Lage befand und andererseits, daß der Erfolg den er herbeiführte, für das Ansehen des deutschen Heeres, das bis dahin unbefleckt war, von verhängnisvoller Wirkung war. Firma und Todfeind der Arbeiter. Diesem Staat I nung unbber führenden'Kreise der Grvßmächte'zu bewilligen wir keinen Groschen. (Beifall bei den diskreditieren. Hna2a3n9Ädnath (Dem.): SS ist vollkommen Das beunruhigte England, ausgeschlossen, daß wir Steuererträge in großem London. 6. Juli. Havas. Aus Malta wird Maße erhalten können, wenn nicht die Wirtschaft vom 5. gemeldet, wenn man aus den ununter» als solche ertragreich ist. Ich bin der Heber- brochenen Schiffsbewegungen, die von Malta aus zeugung. daß wir nicht viel herausholen werden, nach dem Orient statt, inden, Schlüs e zieyen darf weder aus dem werbenden Kapital, noch anderer- f° muh wohl die Lage in Konstantinopel sÄts aus einer Einschränkung des Konsums, son- und Umgebung eine Beunruhigung ein» dern daß wir unsere Verpflichtungen nur erfül-1 stoßen. Man will wissen, daß die britischen In» ten'können, wenn wir die Steuern praktisch her- teressen im nahen und mittleren Orient die An- ausholen durch eine Vermehrung der Leistungen Wesenheit der britischen Flotte in diesen Gewäs- unferer Volkswirtschaft. (Lebhafte Zustimmung ) lern notwendig erfcheinen lasse. Die Gesamtheit Abg. Geher (Korn.) stellt in seinen Aus» der Mittelmeerflotte mit allen Begleitschiffe', m t sührungen gleichfalls fest, daß alle Parteien, Ausnahme von fünf'Schiffen des dritten Geschwa- einschließlich der Mehrheitsfozialdemokratie. ihre ders (le:chte Kreuzer, die zur Zeit in Alexandrien Mitschuld an der Helfserichschen Kriegsfinanz» liegen) ist unterwegs, um sich in Konstantinopel Politik gehabt haben. Die Politik (fährt der oder in der Rähe dieses Hafens zu sammeln. Redner fort), die auf Schonung der Besitzenden Die Kriegsschiffe, die kürzlich nach Konstantinopel und Ausbeutung der Arbeiter hinausging, wird ausgefahren sind, haben große Mengen Muni- auch jetzt fortgesetzt. Auch das Ultimatum ist I ü°n aller Art an Bord. auf Sorten bet 2[rßeiterfgafl. untergruben wo» Eine neue Mobilisation Sowjet- den. Wir fordern die Konfiskation aller Der» * mögen, die über ein bürgerliches Existenzminimum w , •'»«TP«’’• hinausgehen Kopenhagen,^ I ili.. (WTB.) Politiken Der Etat des Reichstages wird angenommen, aus Reval: Aus Tokio toirb offiziell ge- ebenso eine Reihe weiterer Etats ohne ®ebattej a.n 1 $ e ” “ p P en in darunter der des Ministeriums des Aeußern, ?^laiewsk m Ostsib.nen von B ol s ch e wist e n des Innern und des Reichsarbeitsministeriums. fo„ eLIa 1 ®u heftigen Kamp- Morgen vormittag 10 Uhr: Kleine Anfragen. - Truppen besetzten die Schluß gegen 10 Uhr. Stabt OchE Einem Telegramm aus Moskau zufolge wurde ........... ... General Brussilow zum Oberbefehlshaber der gesamten S o w j e 11 r up p e n EoUCheiir über hie Mie«;bttbeni>r ernannt. Anläßlich der Ereignisse im fernen Osten tt-vuujeur uoer oie Wiesoaoener §at General Brussilow einen Heeresbefehl BCrljflnOiUttQSlt. I erlassen, in dem die gesamte Armee zur Verteidigung des Vaterlandes aufgerufen wird. Das Sowjetheer wird auf 500 000 Mann Elitetruppen veranschlagt. Kreis Alsfeld. Np. Ausdem Ohmtal, 6. Juli. Eine überaus schlechte Beerenernte zeigen unsere Gärten und auch unsere Wälder. Der Behang der Johannis- und Stachelbeeren ist so gering wi< lange Jahre nicht. Ebenso schlecht war der Ertrag an Erdbeeren. Die Himbeeren hingen zwar voll, allein sie reifen nicht und verkümmern Heidelbeeren gibt es nicht, sie sind hier in der Blüte erfroren. Kreis Wetzlar. Rehabilitierung des Wetzlarer Bürgermeisters. Wetzlar, 6. Juli. Man schreibt uns: BürgermeisterDr. Kühn zu Wetzlar, gegen den seit mehr als einem Jahre eine Reihe unerquicklicher Verfahren schwebte, hat aus Anordnung der Regierung zu Koblenz heute sein Amt als Br germeister wieder übernommen. Sämtliche gerichtlichen Verhandlungen, sowie das Disziplinarverfahren sind zu seinen Gunsten entschieden worden. Der größte Teil der Bürger der alten U Lang-Göns, 7. Juli. Das Fest der silbernen Hochzeit begehen Barbier Heinrich K. Spie« und seine Ehesrau geb. Müller, desgleichen der Landwirt Wilh. A. Rompf und seine Ehefrau geb. Ebel. ** »Die Rothersteins“ betitelt sich der neue Roman, mit dessen Abdruck wir in der heutigen Rümmer beginnen. Der Verfasser Erich Eberstein, schildert spannend den LebenS- gegengenommen. In der Orientfrage bemerkte Driand. daß eine rasche Regelung des Friedens mit den Türken und eine Aenderung der französischen Politik in Syrien, die Reduktion der Desahungstruppen auf ein Minimum gestatten würde. In der Frage der Lieferungen in natura I erläuterte Loucheur das System, den Ver- -OGS UTtCtl litt Handlungen in Wiesbaden und Paris StCttGCrsöCruRUS, au Grunde lag. Dieses System bestehe in L e i p z i a 6 Juli Im' Drohst etonnor. icniaen fieiftunaen*V1 Tn ^nnt 5>eutl^Ifanb bic“ Trusius wurde' heute folgendes llrt.il verkündet: l [(inaSr, liefere, zu Generalleutnant Stenger w:rd s r e i g e s p r v- M 6er?lL ®re 4)e n. Major Crusius wird wegen sahrläs- llart habe Eine für beide Teile vorteilhafte figer Tötung zu z w e i I a h r e n G e f ä n a n i s Weiter wird gemeldet, und Aberkennung der Berechtigung zum Tragen ^iete die der Uniform berurteilt; die Lknters?chungshaf?ll! ?Ä8 Sffäfa snn?' deur- anzurechnen. Die Kosten des Verfahrens werden Sefn emer französischen ins Auge fasse, um der Reichskasse auferlegt biefe Lieferungen in natura vorzunehmen, hie in <>- x», ♦ nA . . _ feinem Falle eine jährliche Zusahzahlung in De- “ 11 r 1 8rb.r un bung tm Pro- vifen oder Gold ausfchliehen könnte. Betreffs die- . Le ?-9 ePtTmUft u s wird u. a. ausge- ses Punlles scheint es, daß die Wiesbadener De» Sa ®en^ra,r F^Zer am Worgen sprechungen beide Teilnehmer zu einer Erwägung E?* ??haltes gab, veranlaßt haben und daß diese Regeluna auf tot m Anschuldigung der Auslieferungsliste die 52 Prozent, die Frankreich von den jährlichen angenommen ist, erbrachte die Verhandlung fei- Zahlungen Deutschlands zu komme, anwendbar sei. " rrJt,c ^te 6ler ®ten- % ungefähr könnten in natura nach gegenseitigen ' npr m,f h<>m ---r^:---- Angeboten und Rach fragen und nach Entschei- ' werden ^^ostschen Regierung geleistet ** Personalnachrichten. Aebertra» 9en Durde am 30. Juni dem SchulamtSanwär- ter Wilhelm A l b a ch aus Griesheim eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Willofs, Kreis Lauterbach. — In den Ruhestand versetzt wurde am 4. Juli der Direktor an der Universitätsbibliothek, Geheimer Hofrat Pro-. > ■ -------------o fessor Dr. Hermann Haupt zu Gießen mit ?vßerordenUichen Anklang gefunden, und es Wirkung vom 1. September 1921 ab auf fein deshalb von vielen Seiten, nicht zuletzt in Rachsuchen unter Anerkennung seiner dem d^sfe selbst, der Wunsch nach einer bal- Staate geleisteten Dienste. ^lgen Wiederholung der famosen Aufführung ** D i e ßefcbD^nufiiinn im Gie - ^^^esprochen worden. Diesem Verlangen ße ner Stadtw ald lst ftr di/Fvlgk nur ommt die Direktwn nach und setzt für Diens- solchen hiesigen Einwohnern gestattet die im ben l2' eine zwecke und letzte Auf- Besitz eines für das Kalenderjahr 1921 ver- De/^orvorka>ck'ÄIelnftäbter“ ^n- lungerten Le seh o lz s ch e i n e s sind, ©e- m Sun n !5ihr hn9 in mäh Beschlusses der städt. land- und forstwirt- Hi” ?•'Schriftliche Dor» schaftlichen Deputation soll die Verlängerung 9 an ble Äa^c bcö StadttheaterS jedoch nur für die Personen erfolgen, die bis» Ä"S“S".»2» » »'Ä’Ä 5S”s“S les, Bergstr. 20, vorzulegen. Kräften. Die Leitung des Konzerts liegt in den ’* Der Vorstand des Gieß.ener Händen des Musiklehrers und Kapellmeisters H Mietervereins sendet uns über seine Tätig» Weller, Gießen. Die Leitung der Aufführung ,Der keck und Arbeitsteilung folgende Rotiz: Die Der- Rack Wächter" von Theodor Körner liegt in" den einigung der W o h n u n g s 1 o s e n und Woh- Händen von Frau Mendelssohn-Bartholdy. n u n g s s u ch e n d e n ist als Zweigverein N des Gießener Mietervereins vor kurzem gegründet worden. Der mit Arbeit überhäufte Vorstand Gießener Stadttheater. des Gießener Mietervereins war der Ansicht, daß (RntifnioT bei anders auch den Wohnungslosen und -Suchen» iDCUlPtCl Des Mainzer StadttheaterS. den geholfen werden müsse, er seht seine Ehre Der letzte Walzer. nicht daran, alles allein machen und besser wissen Operecke von Oskar Strauß, zu wollen, sondern hat sich in den letzten Wochen Gießen, 6. Juli 1921. mit Erfolg bemüht, durch Arbeitsteilung, Korn- Gastspiele haben immer den Vorteil daß Missionen, Heranziehung von sozial denkendm Per- man Vergleiche ziehen kann Bei aller Achtung n^-ulom. vor ben WiU SS aricöer ohne toeüeref WiJ2211 c das Zusammengehen mit dem ihnen fremden giieaer ohne weiteres Mitglied des Gießener Orchester. Die Rauheimer aewöbnt im ÄonA.-rt- hiJqirt>^inÖ l|t" buteressen werden durch garten zu spielen, entfalteten zumal anfangs llchlAt d7r9M?w9nb ? Un? ed lS ^mrxbic viel tonale Stärke. Das ließ sie die Straick;- 'ÄSÄ Set- SÄ-Ä'ÄÄ'y“ jö» -pÄ Znn “JfF i7,?.' o , 2300 Mitglieder des Gießener Mieter- L e 11 i hatte es jedoch schwer, sich durchzusetzen Dom IrÄhtJf w U"f xU f-00 3n 9utcm Sinllang stand das Töchtertrw An» Äo^derllch-n SchE nuschka. H-mmiIchka. Pclrnschla (»ebtnig Erl. zunächst mit 50 rtrtitalSn g°grün° BackMch U^rtb?ckchm°on dem Gepäckstück entfernt. Zur raschen Fest- Mainzer länger bableiben könnten. Die Bekannt- telluna der Hingehörigkeit eines verschleppten schäft war kurz. Aber man wirb sich freuen, trenn Gepäckstückes ist außerdem empfehlenswert, im I sie wiederkommen. z* Gepäckstück selbst, sei es an ber Innenwand der Umhüllung ober in sonst geeigneter Weise, nochmals bie genaue Adresse des Eigentümers ersicht- Il($ 3u machen- Zum Schlüsse sei ben Reisenben noch bie V ersicherungihresGepäcksam Gepäckschalter empfohlen. Die Versicherung bietet befonbere Vorteile baburch, baß bei Verlust, Minderung unb Beschäbigung unb Lieferfristüberschreitung bis zur Höhe ber Versicherungssumme der volle entstandene Schaben einschließlich des entgangenen Gewinnes ersetzt wird. ltheater. äta-ttheaters: ar. Oetzl^ -rs. fu une- W" hnI-A-ih« u! S^hSi ®tr > schiede" 5 fe i*u«ä*s ist f» ß Sttrüi 6®9 Seif’ r®1”® W *” HM w °° ,en^Lv,^ n. 8#8; »*“S» -chmach-^-d ^blihe, »«.SieiTt KL IA n Weilt in ich nach,L,9' n w&s ;»te ■•äs,?: Ns-ü 6e< ®lai>ttbeatea ■'Hin leanftalte ,^ 'd« »MdI ’enD(Soijeit-u,^ lR9 von altfieiannttt ««eg. in £ 0 Kapellmeisters A 5 ^üDhruno,Dei liegt tn dev Pn-Darthyi^ #«• «.-im lM'O i. » fÄw :r «©>* ^nc^“9* ■ Strauß. r n, L Juli 1921. den Ttortell, daß Bei aller Achtung 6 man sagen, bah Anbettacht dessen, vielfach ba$ Tchau- allzusehr zurüchu- ijer vor allem vor- nelbrtveglichkcit und Lchwierigleiten bot t dem ihnen sremden ewohnt im Kon-ett- en, zumal ansang-, lieh sie die ölraulj- i ni^t an öirfungi- rausheben, ab; den mrde es schvx ^da- fähigen Tenor Her« !, sich -er Klangslut nehme, oder nicht on Ottilie Ginn- , sich durchzusehen. s Tdchtertriv Anita (hedwia Sri, er). Ein niedlicher i-Gra-ie Babuschka, ch der unentschiedene th, Ernst Siadck, tmcr die tragischen mit dem Komischen ad unterstützt wurde chensverlen Mutter Higer Töchter, Ann, te als General seine len können. Auch der Höh-- * gut und auch DU sn Teil auig?M"> e ist auhcrordenillL [Honen berechnet und ein füreinander^ che Dcrurteil.cn um auf den unberechen« romantik zusammsi- f). dah die operett. iertjubiläum ber^ ef)en würde s«e noch Irinnen, wenn die „TsitMan"'- VAH4 freuen, wt™ flelung der Frage über die DezirkswirtschaftS- war rate beantragt. - Die hessischen Handelskammern lichen ... - . . • f _ .___ra4x* am aas zirtn At Datum. 75,20 74,45 74,29 594 40 695,60 597,99 599,101 Lloyd Georges und der anderen Konferenzr 1246,251248,75 1267,201269,80 I ^eder unterrichten will. In der Unterredi iunfl 953,50 966,50 958,50 951,50 7.7. Schweizer Franken 09586 Wieseck, 7. Juli 192L 7532 Wieseck, den 6 Juli 1921. Schöne Figur Guter Sitz XXX CQPog»xxaxaaoujxa e^obanniö- u. Stachel- «,^7. ..„ »3* Alle -US s*h J beeten, la, offeriere tuttflSDCtDrCulCF' AFf'TflifllttflOti *u Tapesvreisen. 09601 aaaahGUa 100 100 100 100 11,78 99,90 28,17 195.- 7.87 2J25 7L5 47.30 22.13 28.65 46.90 2.20 596— 3.95 8.60 11,82 100,10 28,23 97,80 27,37 Fr. Ar. L Kr. 100 Fl. 100 MK. 100 Ar. 100 Ar. 100 Fr. 1 £ 100 ß. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sowie für die überaus zahlreichen Dlumenspenden allen innigsten Dank. Familie Ludw. ph. Schmidt. 98,- 27,43 v. Müncdow'icke Vbfb und toemüicflärtneret, SelterSweg 52 II. 195.15 7X8 7*90 47.55 22.15 29.05 47.20 2.20 594.- 3.90 8.85 baß^ bie etiiblen* auf ber Kriegsakademie sich auf Fächer erstrecken, bie Gegenstand ber ge- tvLHUen Prüfung bilden ober mit ihnen in sachlichem Zusammenhang stehen. Prag . . Paris . . London . Italien . Brüssel . Budapest Neuyork. Agram. . Bukarest . 100 £. -- Märkte. Wechsel auf Holland Deutschland •• • • • I Wien..... • • Meiner werten Kundschaft zur gefälligen Kennt- nisnahme, dah sich mein Geschäft von jetzt ad wetzstelngaffe l pari. — befindet Gleichzeitig empfehle ich mich für <11! e in mein Fach einschlagenden Lrbe-ten m laubeeer und solider Ausführung bet billigster Berechnung, heinr. ptticher, Schuhmachermeister. Gott dem Allmächtigen bat eS gefallen, gestern unser liebeS Kind Herbert nachdem eS schon früh die Schmerzen bleiet Wett trug, im zarten Atter von 22 Tagen zu sich zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Kling. Bildhauer, und Frau. gegenliste zu haben bei HER SO. Plockiiratze 5.7548h Brüssel-Antwerpen Christiania..... Kopenhagen . . . 5tockholm . . . . Helsingfors. . . . Italien...... London...... Neuyork Paris Schweiz Spanien Wien (altes). . • Deutsch-Oesterr. . Prag....... Budapest agte Middleton, es wurde beschlossen, die Einzel- leiten über die Dubliner Derhandlunaen geheim zu halten. Was seine persönliche Auffassung angehe. so habe er keinen Grund, mit den erzielten Fortschritten unzufrieden zu sein. Der Preb Association zufolge verlautet zuverlässig, dah die ©treittrdfte der Ärone angewiesen worden sind, allmählich alle Gewalt- mahnahmen einzu stellen. um das Frte- denSwerk nicht zu stören. Man rechne mit der einstweiligen Einstellung der Feindseligkeiten in 5.50-4.50. (h«H<5«) 2.00-6.00 Mm W 3 00-450. Erbsen 1.80-2.00. Wirsing 1^40-1 .«>. Weihkraut 1.40-1.60. Kohlrabi Rüben (Pfund) 1.40—1.80, (Pack)0.5L—0.60. Salat 0.30—0.70. Zwiebel 1.30-1.80 Mk. Müllcr'schc Badeanstalt Wasserwärme der Lahn am 7. Juli: 160 R Handel. Berlin, 6. Juli. B ö r se n ft i m m u n g « - bild. Die Börse eröffnete m ermatteter Haltung insbesondere auf daS Bekanntwerden der Wir h- schen Steuerpläne. Der Montanmark lndessen blieb behauptet. In der zweiten DorsenstunVe setzte sich dann eine merlliche Befestigung auf fast allen Märkten durch im Hinblick auf den auhergewohn lick unaünstioen Reichsbankausweis. der eineZu- nahme an Schatzwechseln von 15 Milliarden Mark und eine Erhöhung deS Danknotenumlaufs von 3.33 Milliarden Mark als Folge der ReparattonS- Jer6ttede2auterba ch—G edern von der Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. mit der Begründung abgelehnt, dah bei den gegenwärtigen schwierigen wirtschaftlichen und betrieblichen Verhältnissen die Einführung eines Fahrplans tote in der Dorkriegszeit nicht in Ertoägung gezogen werden könne. — Die Handelskammer hat sich dafür eingesetzt, dah die hessische Regierung einen vom Fulda—Lahnkanalverein erbetenen Betrag zur Durchführung der Dorarbeiten für eine QH a i n—W eserverbindung durch die Wetterau bewilligt. — Die Einlegung eines Abendzuges auf der Strecke Hungen- Mücke und die Wiedereinführung des Aachmittags-EilzugeS auf der Strecke Fulda—Diehen wurde bei der Eisendahn- direktion Frankfurt a. M. beantragt. . « willen Die Bewohner Wetzlars vcr- S^bamit den Wunsch für ein ferneres, gedech- bin^'Srfen des rehabilitieren Bürgermeisters. Erwarten, dah ihnen zukünftig der^ttS^ “"J -f.Lr AuSeinanderfeyungen zwischen ihrem und einem gröberen Teile der fn^roibaetcn erspart bleiben, da fte letzten 22iaur kosten der Allgemeinheit erfolgen. U5tieber!(een Z. 3uU3u einem fnefiflen 'Tffifilenbcfiber kamen drei Manner, um Wei „ tn e h l zu taufen; sie wollten iHm-ahlen was ’ iJrfanae. ®cr Müller entschloh sich auch, ihnen *JF&erTu geben. Als er spater seine Leute L ob die drei Männer bezahlt hatten waren M bereits mit dem Mehl verschwunden. Schnell Ste der Müller mit seinem Gefolge zur Such^ G unb in tonnten mit Hilfe eine« hmzntom- ^ben Wachtmeisters von D-itzbach die ^^i Man- Zt im Wäldchen an der Hallestelle Kirchgöns er- !stschen. Das Mehl wurde ihnen abgenommen, aber Ji der Müller haben wollte, gab ihm der &Xne£er b“e SntLort. baB e« für den Rnm- ±mtMrtan£> betotagnaBrnt fei. Mtt trauriger Mene zog der Muller von bannen. ..b D"' »7. äs ihrer Heidelbeertöpse bemächtigte, die beeren in einem mitgebrachten Korb auSschuttete “nb fb^o^urg. 6. Juli. Der tommuniftltoe «♦nhtrnt "Aafob Deter wurde von seiner Partei ausgeschlossen, weil er anlählich eine« katholischen Feiertages an der Ausschmückung von Altären half. _ Landwirtschaft. Die Mainzer llvunderkuh. fpd M a i n z, 6. Füll. 'AuS Mallm wird gemeldet:'Auf dem städtischen Gut Windhäuser Ho, befindet sich eine Kuh die z. 3t nicht weniger als 331/2 Liter Milch täglich liefert. Die Tätigkeit der Handelskammer. Dem Tätigkeitsbericht der Handelskammer (Sieben entnehmen wir. Don Zigarrenversandgeschäften wird die Abänderung deS § 45 Abs.2 beS Ta bakste ue r- aesetzes angestrebt wodurch bezweckt werden soll, dah von Gesetze« wegen künftig der Stiem- verkauf von Tabakwaren zu niederen als Den auf den Banderolezeichen aufgedruckten Prellen gestattet wird. 3m Interesse des Kleinhandel«' zu dessen Schuhe ja die Bestimmung be8 § 45 geschallen worden war, hat sich die Kammer gegen diese Bestrebungen ausgesprochen. — 3n Gemeinschaft mit den übrigen hessischen Handelskammern hat sich die Kammer gegen den Gesetzentwurf über Lohnftatistik erklärt weil keinerlei Bedürfnis für die.Anstellungl besonderer Erhebungen über die Lohn- und Gehalts- verhällnisse der Arbeitnehmer bestehen. — Der Freistaat Heften ist das einzige Land im Aeichs- geblet, welches noch die Z w a n g s b e w l r t- schastung mit Zement und Kalk aufrecht erhalten hat. Die hessischen Handelskammern haben sich nunmehr gemeinsam für die sofortige Aushebung dieser Zwangswirtschaft eingesetzt. — (3n einem Teil der Auslage wiederholt.) Der Friede mit Amerika. Paris, 6. Juli. (WTB.) Die Ehicago Tribüne meldet' aus Washington. Präsident H a r - ding habe erklärt, bah die Bereinigten v.aalen an der Festsetzung der deutschen Entschädigung ixterefftert seien, und dab, solange nicht die deut- eben Reparationen bezahlt, und die anderen Der- tragsverpflichtungen erfüllt seien, die amerikanischen Truppen am Rhein bleiben würden. Es sei zu erwarten, dah ein einsluvreiches KabinettSmitgiied raten werde, sie während der Derhandlungen zwischen Amerika and Deutschland und zwischen Amerika und den Alliierten über die sich aus dem Frieden ergebenden Fragen am Rhein zu belassen. , , Paris, 6. Juli. (WTB.) Rach emer Meldung der Ehicago Tribüne au» Washington gedenkt Staatssekretär HugheS die Wirlschafts- dedingungen de« Dersailler DertrageS zur Grundlage des Friedens mtt Deutschland zu machen. Die französische Kammer und die Vorfälle in Deuthen. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum 5. Juli. 6. Fult . 1051*50 1053,60 1058,20 1061,10 . 1251 20 1253,80 1260,20 1262,25 . 1620,85 1624,151635,35 1639,15 . 128,10 128,40 126,60 126,90 . 361,10 361,90 362,60 363,40 . 277 20 277,80 279,45 280,05 " 75,04 7=^2 leistungen aufwies. , Frankfurt a. M-, 6. Huli. B ö r s e n st i m m u n g s b i l d. Das Geschäft zeigte bei im allgemeinen nicht erhebltch verändertem, ledoch viKach zur Abschwächung neigenden Kursstand eine weitere Verkleinerung der Umsätze. Der Auftragseingang aus dem Publikum labt nach. D« variable Markt verkehrte grohtentells ruhig, abgesehen von einzelnen Werten. Don Montan- afticn waren bei ziemlich mafngem llmjab Ober bebarf weiter befestigt 328,50 (-p 41/2). Gelsenkirchen zu 400 behauptet. Deutsch-Luxemburger, Phönif. Laura einige Prozente niedriger. Auch der Markt der Slektrowerte lag ruhiger bd etwa« abgeftoä»ten Äurfttn. ®er iS- war anfangs noch überwiegend fest bei ziem ttcyen Umsätzen, später ftilUr und mehr rückgängig. Am Einheitsmarkt, der eine "nmer noch recht rege älmsatztätigkeit aufweist, war die Kursentwicklung geteilt. Frankfurt a. M., 6. Full. Büchertisch. — Martin Andersen Rexö, Stine Menschenkind, Dierter Teil: Das Fegefeuer. Berechtigte Uebersetzung aus dem Damschen von Hermann Kih. Umschlag- und Einbandzeichnung von Feiger. Preis geheftet 15 Mark, gebunbeu 23 Mark. Derlag von Albert Langen in München. — Mit groher Freude wird dieser vierte Teil des blutvollen und beseelten Romans, Stine Menschenkind" begrüßt werden. Was immer auch der Dichter an innerer Rot und äuherem Jammer vor uns ausbrellet, — es herrscht statt galliger Verbitterung unzerstörbare Lebenszuversicht in seinem Werk. — Gustav Harders Ja al ahn. Die Geschichte einer Jndianerliebe. 10.—13. Auflage. 271 Seiten mit 7 ganzseitigen Bildern aus dem Leben. Gebunden 15 Mt — Gustav Harders 2 a Pal 0 ma. Eine Geschichte von Lust und Leid aus den Lagern der Indianer und Mexi- lauer im Westen Rordamerikas. 7.-9. Auflage. 241 Seiten mit 7 ganzseitigen Bildern aus dem Leben. — Gustav Harders Wille wider SMizeMM stets neu zu haben bei Herio, Piocketraße. ni ■ 11 .................. Mille. Eine Herzensgeschichte auS den JnManer- bütten Arizonas. 6.-8. Auflage. 270 Seiten. Gebunden 15 Mk. (Agentur deS Rauhen Haufe« Hamburg 26.) - Die sonnige Dcrgwelt AN- zona« tut sich in diesen Büchern vor den Augen des Lesers auf. und ihre braunen Bewohner sind bie Helden der Erzählungen. Sine Herzensgeschichte in de« Wvrre« vollster Deutung spielt Heb ba ab: ein beiher Kampf Swischm Hab und Liede so leidenschaftlich und zäh. wie niei! u.Spiele auf »emvswMsgprle». 2' Uhr: Gemeinsamer Abmarsch Mlt Musik von d« Turnhalle Sonnenstrahe, Neuen Baue, P hll0 s 0p h ENW (ll d , (Eintreffen ßQ,%reiübungcn, Schau- und Riegenturnen, Konzert, a Volksbelustigungen, abends Tanz. 7298» (Eintritt: 2 Mark: für Iugteilnch^r l M^k^ Der Vorstand. Die Blätter melden, dah der Premiermimstet von Dordirland, Sir James Craig, sich heute abend nach London begeben wird, wohm gleichfalls zwei Teilnehmer an der gestrigen Dubliner Konferenz reiften. Einer von ihnen. Lord Middleton. wurde heute von Llotzd George in der Downingstreet empfangen. Dem Evenlng Standard" zufolge verlautet, dah Middleton. der zu der Freltagkonferenz nach Dublin zurückkehren wird, sich über d^e Ansichten Lloyd Georges und der anderen Konferenzm,t- Pari« 6. Juli. (WTB.) Wie die Blätter melden, hat'der Abgeordnete Andrs Lefebre die Absicht, in der Kammer eine Interpellation elnzubringen über die Vorfälle, die sich V B e u t b e n ergeben haben und die zum Tode de« französischen MaforS De Montalegre geführt haben. Die Verhandlungen mit den Iren. Qonbon, 5. Juli. (WTB.) General S m u t fl ist vormittags In Kingstown gelandet unb begab sich nach Dublin, wo er mit dem Burger» meister eine Unterredung hatte. Während seine- Aufenthaltes In Dublin wird er Gast deS Bürger- Reformkorsetts u. Büstenhalter in tadelloser Ausführung Bulgarien Konstantinopel ... “ Züricher Devisenmarkt. 6. 7. Irland. Das nationale Bewuhtsein in der Türkei- Konstantinopel, 6. Juli. HavaS. Der Kommissar für auswärtige Angelegenheiten von Angora erklärte vor der Rationalverfammlung. dah bie Beziehungen der Türkei zu der M o « - lauer Regierung einen günstigen Ausbl'ck bieten Bald würde auch eine rasche Derdrndung mit der persischen Regierung hergestellt sem. Die Regierung von Angora lei überzeugt bafe Franlreich den Kriegszustand mit der Türkei habe schwinden lasten wollen. Der Redner schloh mtt der Erklärung, dah die türkische Auhenpolltik un° abläHla die Anerkennung der nationalen Rechte verfolge dah aber das türkische Doll 'innerhalb der Grenzen des Reiche« sein eigener Herr sein wolle. Verurteilte Holzschieber. Karlsruhe, 6. Juli. (WTB.) DaS Schwurgericht fällte gestern nach viertägiger Derhandlung daS UrteU gegen den Ho lz h a n d - ter Fries und Genossen. Die Angektaaten fastch- ten Ausfuhrbewilligungen des Reichskommissars für Ein- und Ausfuhr und vollzogen mit diesen öAkbunaen von 50 000 Kubikmeter Holz nach Rotterdam Im Werte von 3 850 000 holländischen Gulden. Der eine Angellagte erhielt 21/2 Jahre ; Gefängnis. Fünf Angeklagte erhielten ein Jahr , bi« sechs Monate Gefängnis. Ein Angeklagter 1 wurde freigesprochen. , Reichhaltige Auswahl Reformhaus Kreuzplatz 5 vir» Dah die Errichtung von P r e i« Prüfungsstellen nur als eine vorübergehende Maynayme betrachtet worden ist, beweist der Schluhsatz der ' Bekanntmachung des Bundesrats vom 25. September 1915, wonach der Reichskanzler den Zeitpunkt de« Auherkrafttretens der Dervrdnung zu bestimmen hat. Rachdem für alle freien Artikel wieder Marktpreise bestehen, halten die hessischen Handelskammern diesen Zettpunkl für gegeben und haben demgemäh die hessische Regierung gebeten- bei der ReichSregierung auf bie alsbaldige Aushebung jener Derordnung hinzuwirken. — 3n einem gemeinsamen Bericht haben sich die hessischen Handelskammern für die alsbaldige Aushebung der gesetzlichen Dorschriften über Die Erteilung der DrohhandelSerlaubnis mit Lebens- und Futtermitteln. Wein und Sobat» waren ausgesprochen, mit der Begründung, bat) der freie Mark! wieder hergestellt ist oder in Kürze wieder hergestellt sein wird, so dah es nicht im Interesse der gesunden Entwicklung un- serer Wirtschaftslage liegt, berarttge Mahnahmen der Kriegswirtschaft noch länger aufrecht zu erhalten. — Die hessischen Handelskammern haben ich mit der im neuen Entwurf einer 5er n- prechgebührenvrdnung vorgesehenen Einführung der Einzelaebühr an Stelle der Dauschgebühr einverstanden erllärt. aber eine Festsetzung der Sinzelgebühr auf 15 Pf- statt wie vorgesehen auf 25 Pf. beantragt Duherbem laben sie bie Begrenzung ber Dauer der Orts- gespräche auf 3 ober 5 Minuten und bie Ein- ührung dringender Gespräche int Ortsverkehr ür eine Rotwendigkeit erklärt. — Der Entwurf einer Derordnung betrestend Beiräte für die Reichseisenbahnen sieht eine sehr un- gleichmähige Behandlung der amllichen Interessenvertretungen vor: so ist die Zahl ^ Vertreter der hessischen Handelskammern auf 3 festgesetzt Die Handelskammern haben die Zurückstellung deS Entwurfs bis zur endgültigen Re- Statt besonderer Anzeige. Mein lieber Mann, unser guter Vater, Sohn, Bruder und Schwager, der Forstmeister Adolf Keil wurde uns heute durch einen jähen Tod entrissen. Frau Emma Keil Ehrhard Keil Nora Keil. Schotten, den 6. Juli 1921. Die Trauerfeier findet Samstag den 9. Juli, vormittags 11 Uhr, im Sterbehaus, die Einäscherung in Friedberg statt — Von Blumenspenden und Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. 75890 haben sich in einem gemeinsamen Bericht an das Hessische Landes-Arbeits- und Wirtschaftsamt dahin ausgesprochen, dah den Städten nicht das Recht gegeben werden dürfe, Steuern auf Energiequellen (Elektrizität. Gas) eimu- führen. — 3n einer gemeinsamen Eingabe Haden die hessischen Handelskammern die hessische Regierung auf die groben Gefahren aufme^sam gemacht welche mit der Errichtung von Stadt- banken für die Steuerzahler der betreftenden Gemeinde verbunden sind. — Ein von der Handelskammer unterstützter Antrag des Der- bandes Deutscher Lumpengrvhhandlungen und Sortierbetriebe auf Dersetzung von Lumpen aller Art in die W a g e n l a b u n g s k l a s s e D wurde von der Eisenbahndirektion aus einer Reihe von Gründen abgelehnt — Ebenso wurde ... eine von der Handelskammer befürwortete Einrechnen die von den PronwtionSordminaen auf Verbesserung des Zugverkehr^« aM oorge^rieben Ist. Boraussttzung ist habet 6. Jnholt ♦ Liter Frau Frosch Neustadt in. — Tel. 1051 ÜÄ! die Verhau Daraus und die 6t Waffen wei höhere Sch Mbedingl z o»?/8 U 6c$toi das «lonallftifi Mchtigui LK M&i auch n Dorsch ym Deichs Sesey erho Ü, ob die Höhe M raf Wvort a retti vor sinister a r da- mt d» in kurzer 8 bei Kapitel 2bg. < AusMruni fteCung bei und ©emei den höher übernehme/ der ZreislL Lote 3 kvm kann. Zu gegen die „ ner festste!! lchrer dem aber der D Einzelfälle Kammer bi Dildungstm Wg. 5 Me lalsächl Je. Jo sch Meiertai J dargestei feen nur Staats Sründen a 36g. c gtenmg bei terMiebener töteten ®W< durch die ' werde. StaM Sie Wit ii 1% Haltung . Da. « ft? ql yptaatei •ttötn. 2!t ©finniges llngeöot In MMgiiiWi. Mäntel 55-,58-, extra vr ma 68.- ML. v. St., GebirgSltolleureifeu, extra vriina, p. Stück 85.- Mark, Fabrradichläuche. extra vrima, p. 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Juli ins Cafe Leib einberusenen Mieter-Versammlung bat der Mieter-Verein nichts zu tun. — Unsere ordentliche Hauptversammlung findet noch in diesem Monat statt. Der Vorstand. gezuckerte ' DOW Dose 7.00 NW eÄ:. . . . D°,. 5.00 RlsSe Sleöeier Stück 1.65 a.55 V ovaler Tisch, 1 Vertiko «lackiert» u. 1 Tisch- tclevbonstation zu verk. p» erir. im Stadttheater bei Hauöverw. Keim. 2 vollst. Botten, 1 Sofa, 1 Tisch. 1 Kommode and Nachttisch zu verkaufen Mtthlstraflo 10 I. [09589 ru kaufen STlUvier flefudjt. Schriftl. Angebote unter 0&>53 an d. Gieff. Anzeig, Alte Geiget 0954;, _$>nminftr. 29 I. UeibknbW ™ Abr.Mignon, Wetzlar, Heffenstrahe 17. [ (Btfinletnmeöl '/^Pfund-Paket ülaisgrieB weih . . . Pfund SW«! Mr erstklasfige Marke ffidiL^rrtreterflriudit. Angebote unter K. N. 3249 an Itudolf Mosse, KOIn. 7533ss Zrlseurgehilft Friseuse und Lehrmädchen gesucht. 7538h Gebrüder Henkel W tzlar, Silhöferstr 14. Junger Mai n VMM gesucht. Stellung selbständig u. dauernd bei hohem Gehalt. 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Wenn 6ein Großvater hört, das) wir uns duzen, wie tv Aner Kinderzeit. — ich, die alte Haushälterin aus -aumtepos und du, die junge Gräfin Rvtherstein, oaS gäbe wieder schönen Verdruß! Du weißt, er kuag'j überhaupt nicht leiden, wenn wir zusammen schwatzen." -2ch, Großpapa ist ja im Garten. Ich ,ah's vom Fenster oben, wie ihm Federlein mit gewohnter Feierlichkeit Zeitung, Fußbant und Pfeife zu den Grünbuchen nachtrug. Darum schlüpfte ich dann ja rasch zu dir herab. Es ist zu hübsch, wemn du von vergangenen Zeiten und von meinen Eltern erzählst. Aber fahre nun fort! Papa und Mama liebten sich also heimlich. Lind dann? Was geschah dann?" »Dun, dann heirateten sie einander heimlich ontben tn England. Wie das eben früher Mode war. Das weiht du ja wohl schon." „Hatten sie sich sehr, sehr lieb?" Zwei wunderschöne, veilchenblaue Augen, von langen dunklen Wimpern beschattet, starrten ge» spannt zu der alten Frau auf. Diese fuhr mit iprer verarbeiteten Hand ein wenig ungeduldin Uchtbraune, lockige Haar des junge? Mädchens. Hessische Volkskammer. 99. Sitzung. et. Darmstadt. 6. Juli. Am Regierun^St sch: Staatspräsident Ul- rich. Finanzminister Henrich und Aegierungs- pertreter Präsident Adelung eröffnet die Sitzung um q45 Llhr Bor Eintritt in die Tagesordnung erledigt daS Haus kleine Anfragen. Auf die „kleine Anfrage" der Herren Abg. Loos und Genossen vorn 1. d. Mts., betreffend das Veamtenbesoldungsgeseh, beehrt sich das Mini- flerium der Finanzen namens der Regierung das Folgende ergeben ft zu erwidern: Sine Anweisung von Borschüssen auf die einzelnen Beamten gruppen und Beamten nach dem mrzlich verabschiedeten Besoldungsgesetz zu stehenden Mehrbc-üqe ist nicht beabsichtigt und empfiehlt sich auch nicht, da es — ganz abgesehen von den grundsätzlichen Bedenken, die gegen die Gewährung von Borschüssen bestehen — infolge der vielen von dem Reichsrninister der Finanzen zu dem bemerkten Gesetz erhobenen Beanstandungen noch nicht sicher ist, ob die Mehrbezüge überhaupt und in welcher Höhe gezahlt werden können. Die Beanstandungen werden raschestens ihrer Erledigung zugeführt — Antwort auf das Beanstandungsschreiben ist bereit- vor einigen Tagen an den Reichsfinanz- minifter abgegangen; es steht also zu erwarten, bah mit der Anweisung der endgültigen Bezüge in kurzer Frist vorgegangen werden kann. Für die im Ruhestand befindlichen Beamten usw. und die Hinterbliebenen sind die neuen Bezüge unter Berücksichtigung der zu dem Ruhegehaltsgeseh und dem Hinterbliebenengesetz erhobenen Beanstandungen biS auf Ausnahmefälle vorläufig ermittelt und auch zur Zahlung angewiesen worden. Staatsrat Seipp verlieft eine aus sachlichen Gründen ablehnende Regierungsantwort. Flbg. Schreiber (Dem.) fragt, ob die Regierung bereit sei, dahin zu wirken, dah den Hinterbliebenen der beim „Ingelheimer Mord" getöteten Elisabeth Roos die zugesagte Entschädigung durch die Besayungsbehorde endlich ausgezahlt werde Staatspräsident LI l r i ch erwidert, die Reichs- reaierung sei bestrebt, eine erheblich höhere Entschädigung als 25 000 Franken zu erhalten, und die Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen. Darauf wird in die Tagesordnung eingetreten und die Spezialdebatte zum Etat bei Kapitel 53, Gymnasien usw., fortgesetzt. Dbg. Zilch (Zentr.) wendet sich in längeren Ausführungen gegen die Ablehnung der Vorstellung der Bürgermeisterei Alsfeld u. a. Städte und Gemeinden, die nicht gedeckten Ausgaben zu den höheren Lehranstalten auf den Staat zu übernehmen und verlangt eine andere Regelung der Freistellen dahin, baß auch Schulen, die auf Rote3 kommen, die Freistelle bewilligt werden kann. Zu den Ausführungen des Äbg. Kaul gegen die „reaktionären Oberlehrer" mochte Redner feststellen, daß der größte Teil der Oberlehrer demokratisch gesinnt sei, zum mindesten aber der Republik nicht feindlich gegenüberstehe. Einzelfälle sollte man nicht allgemein vor die Kammer bringen, sondern dem Landesamt für Dildungswesen mitteilen. Abg. Kaul (Soz.): Obwohl ich die Schwierigkeiten nicht verkenne, die einer Vereinheitlichung des Schulwesens entgegenstehen, bin ich doch der Ansicht, baß eine Innere Vereinheitlichung des höheren Schulwesens unbedingt geschaffen werden muh. Es ist ein Gesetz über das höhere Schulwesen, gleich dem Volksschulgeseh, unbedingt zu schassen. Ich mache keineswegs einzelnen Oberlehrern den Vorwurf reaktionärer Gesinnung, sondern dem ganzen Geist, unter dem die tatsächlich demokratisch gesinnten Oberlehrer eben so sehr zu leiden haben. Die Verstöße am Schulfeiertag waren keineswegs so gering, wie es bargeftellt wird. Man sah in den Schülerzügen nur schwarz-weiß-rote Fähnchen und im Mittelpunkt stand das Lied „Deutschland über alles", das unter allen Umftänben eben ein nationalistisches Parteilied ist. Abg. Schreiber (Dem.) bespricht die schwierige Eristenz der höheren Schulen auf dem flachen Lande, die vielfach schwer bedroht ist. Es müsse unbedingt dafür gesorgt werden, dah diese Schulen, die kulturelle Rotwendigkeit sind, erhalten bleiben. 2lbg Reh (Dem.) tritt ebenfalls für die Erhaltung der höheren Schulen auf dem Lande und in kleineren Städten ein. Abg. Dr. Osann (D. Dpt.): Auch wir sind der Ansicht, dah die Erhaltung der höheren Schulen auf dem flachen Lande im Interesse des Staates selbst liegt, und dah diesen Schulen, soweit sie gefährdet sind, Staatszuschüsse gewährt werden. Auch für die Anwärter auf den höhe- Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhefsen) Donnerstag, 7. Juli 1921 ren Schuldienst (deren Lage und Verhältnisse Redner eingehend schildert) würde das Aushören dieser Schulen von größtem Rachteil sein. Abg. Hattemer (Ztr.) (schwer verständlich) tritt ebenfalls für diese Anwärter ein und befürwortet die vorliegenden Wünsche auf Ausbau der Realschulen zu Oberrealschulen, besonders für Dad-Rauheirn. Abg Air ft ab t (Sem): Wenn der Abg. Kaul konsequent wäre, hätte er nicht ein Gesetz für die höheren Schulen, sondern ein Schulgesetz verlangt, denn er ist doch auch für die Einheitsschule usw. Man müsse aber doch erst die Erfahrungen auf diesem Gebiete abwarten. Erst wenn wir das Ganze wirllich überschauen können, wollen wir ein großes Schulgesetz machen. Abg. Frau Balser (Dem.) tritt für eine Aufbauschule für Mädchen ein, damit begabte Schülerinnen der Volksschulen die Möglichkeit haben, sich entsprechend weiterzubilden und zwar auch hier mit der Einrichtung von Iahresnoten. Abg. Brauer (Hess. Dpt.) mißbilligt den ständigen Wechsel der Beamten auf dem Lande, die nicht bobenftänbig werben unb bie Bevölkerung niemals richtig kennen lernen. Man sollte unbebingt bie Schulen auf dem flachen Lande erhalten, damit das besser werde. Abg. Wünzer (D. Dpt.): Es ist unverständlich, dah Abg. Kaul sich noch immer über das Lied „Deutschland über alles" aufregt. Es ist durchaus kein Parteilied, sondern ein Bekenntnis der Liebe zum gemeinsamen Daterland, das jeder fingen kann. Wenn Herr Kaul meinte, aus Rücksicht auf das Ausland sollte man das Lied nicht fingen, so kann er sich darauf verlassen, dah das Ausland, besonders die Franzosen, es gar nicht verstehen würden, wenn wir das Lied nicht mehr fingen würden. (Bravo.) Präsident Dr. Strecker möchte auf die einzelnen Wünsche kurz eingehen. Im allgemeinen ist au sagen, dah die Schuldinge noch derart im Flusse sind, dah eine gesetzliche Regelung noch nicht angebracht erscheint. Die festen Llmrisse der deutschen Aufbauschule stehen fest. Wir haben diese Frage ständig im Auge. Die Erhöhung des Schulgeldes hat sich durchaus ^bewährt, wir konnten einer ganzen Anzahl hon Schülern Freistellen bewilligen. Die Staffelung allein scheint uns jedoch noch keine Lösung der Frage unb wir erörtern bereits eine allgemeine Schulsteuer, zu ber auch Junggesellen unb kinderlose Eltern herangezogen werden sollen. Die Reform der Lesebücher haben wir dauernd im Auge. Die erheblichen Kosten spielen hierbei eine Rolle. Das Schulfest ist im allgemeinen so verlaufen, wie wir es gewünscht haben. In Zukunft allerdings wünsche auch ich. dah das Iugendseft unter der schwarz-rot-goldenen Flagge vor sich geht, die allein für deutsche derartige Feste in Frage kommt. Das Lied „Deutschland über alles" ist eigentlich ein altes demokratisches Lied. Es ist zu bedauern, dah dieses Lied zu provokatorischen Zwecken von gewissen Kreisen ausgenuht wirb. Der Auffassung bes Abg. Wünzer ist beizustimmen. Freistellen können im allgemeinen nur an ausgezeichnete Schüler vergeben werben, man wirb also an ber Rote 2 festhalten müssen. Wo besondere Gründe vorliegen, soll das Lehrerkollegium entscheiden. Die Sorge für bie Anwärter auf den höheren Schuldienst beschäftigt uns dauernd. Zur Oberlehrerfrage ist doch tzu sagen, dah noch, nicht alle Oberlehrer die republikanische Einstellung gefunden haben, die ein friedliches und gedeihliches Zusammenarbeiten mit ber Regierung gewährleisten. Achtung vor ber Republik unb ihrer Verfassung müssen wir unbebingt verlangen. Die rebellische Stimmung in ben Oberlehrerkreisen ist burch bie Presseangriffe gegen meine Person geschaffen worden. Sie erschwert den Weg zur Derstänbigung. Solange freilich, wie jetzt in ben Südwestdeutschen Schulblättern bei jeder Gelegenheit ber Kampf bis aufs Messer angebroht wirb, so lange ist eine Verständigung schwer. Die Herren sollten es doch lieber nicht auf eine solche Machtprobe an kommen lassen, in der die Regierung sicher die stärkere ist. Es fragt sich doch, ob solcher Kamps sich lange über zwei Monate Gehaltssperre erstrecken wirb. Redner nimmt bann Stellung gegen bie antisemitische Agitation der Verbände „Deutsche Zagend". Was die höheren Schulen aus dem Lande betrifft, so ist die Regierung bie letzte, bie solche Schulen ohne zwingenbe Rot aufheben wird. Hier hat aber das Finanzministerium ein gewichtiges Wort mitzusprechen. Jedenfalls dürfen Sie uns das Vertrauen schenken, bah wir auch biese Frage mit dem ganzen fachmännischen Ernst behandeln, ben sie verdient. Damit schlieht bie Debatte. Der Ausschuß- antrag wird angenommen, ber Antrag Schreiber, betr. Erhaltung der höheren Schulen auf dem Lande, ebenfalls. Rach der Pause werden eine Anzahl von Kapiteln ohne wesentliche Debatte erledigt. — Zu Kapitel 57, Volksbildung (Landeswanderbühne usw.), und 57a, Forderung der Kunst, „Ra, ich denke wohl, du dumme kleine Do! Warum hätten sie einander denn sonst aller Welt zum Trotz geheiratet?" „Lind sie waren glücklich nachher? Sehr? Vollkommen?" „Das toik ich meinen! Der Himmel auf Erden war's, besonders seitdem du zur Welt kamst und — obwohl ihnen dein Großvater das Geben schwer genug machte." „Lebten sie denn bei ihm hier auf Mon» repvs?" „Bewahre! Er wollte ja von deiner lieben Mama nie etwas wissen, die, wie er sagte, durch die bürgerliche Heirat seines Sohnes Karriere zerstört hätte. Dein Vater war nämlich im Auswärtigen Amt und sollte eine Fürstin Onskaja heiraten. Darm hätte er einen Gesandtenposten bekommen. Llebrigens hätte ihr dein Großvater die Bürgerliche vielleicht noch verziehen, wenn sie nur nicht auch eine Schauspielerin gewesen wäre, die ihre eigene Familie deshalb verleugnete und verstieß." „Ist es denn etwas Schlimmes, Schauspielerin zu lein?“ „Gar nicht. Besonders, toenn man Talent hat und so eingezogen und zurückgezogen lebt, wie deine Mutter. Heutzutage heiraten ja viele Adelige Schauspielerinnen, und man denkt anders darüber. Aber damals war's schon etwas Llner- hörtes, daß der Träger eines uralten Ramens kurzweg eine einfache Schauspielerin heiratete, die noch nicht einmal berühmt war. Gar bei ben Rothersteins, bie sich immer für besondere Menschen hielten." bespricht Abg. Reiber (Dem.) bie Rheinische i Musikwoche unb polemisiert gegen volksparteiliche Presseäußerungen, bie es beanftanbeten, baß Präsident Dr. Strecker und andere Regierungsvertreter der Musikcooche beigewohnt haben, was in direktem Gegensatz zu den hier geäußerten Wünschen des Abg. Köhler stehe. Abg. Dr. Osann (D. Vpt.- beanstandet ebenfalls diese Rotiz. bie unangebracht war. De- bäuerlich war bei ber Musikwoche eine gewisse Gegnerschaft in Mainz. Abg. Engelmann (Eoz.) führt das ausschließlich auf bie ungünstige Zeit zurück, in bie bas Konzert fiel. — Das Kapitel wirb bann angenommen. Zu ben Kapiteln Universität unb Technische Hochschule stellt Abg. Herbert (Zentr.) einen Antrag, ber bie Errichtung einer Zoll-Hochschule betrifft (auf ber Tribüne aber nicht verstauben wirb). Abg. Kaul (Soz.) rügt Wieberum den reaktionären Geist der Lehrkörper der Llniversität und Hochschule. LI. a. beanstandet Redner, daß das amtliche Derzeichnis des Lehrkörpers der Llniversität Gießen noch sämtliche Orden aufzählt, die die Professoren besitzen. Abg. Detters (Soz.) fordert, daß die Regierung bestrebt ist, Ausschreitungen der Studenten, wie jüngst in Gießen, zu verhindern. Anerkennen müsse er, daß ein großer Teil der Hochschullehrer bemüht ist, Bildung und Wissenschaft in alle Volkskreise zu verbreiten durch Vorträge usw. Die Verpflegung in ben Kliniken sei viel- fach unzureichend. Der Redner fragt an, ob die Regierung der Llniversität bei den Anwendung des Friedmannschen Mittels gegen bie Tuberkulose Hindernisse in den Weg legen würde. Schließlich bespricht der Redner das Verhalten der Studenten selbst, das vielfach zu wünschen übrig lasse. Die Mensuren üben eine verrohende Wirkung aus. Der Staat sollte alle diejenigen zurückstellen und nicht anstellen, die die Spuren dieser Roheit im Gesicht tragen. (Heiterkeit.) Abg. Din gelb eh (D. Vpt.) nimmt gegen diese Ausführungen ironisierend Stellung. Es wäre interessant, die Antwort des ehemaligen Ministers des Innern ober des Iustizministers zu hören. So reaktionär sollten doch die Herren der Linken nicht sein. Was den Aufwand betrifft, ben bie ötubenten treiben sollen, so steht bem boch entgegen, daß heute 70 Prozent der Studenten mit einem Monatswechsel von unter 600 Mark auskommen müssen. Kein Arbeiter käme damit aus. Das spricht doch von größtem Pflichteifer unb stärkstem Ibealismus. (Bravo.) Abg. D. Dr. Diehl (Hess. Dpt.): Es muß unbedingt anerkannt werben, daß kaum jemals so viel gearbeitet wurde wie heute. Die zerhackten oder ungehackten Gesichter sind keinerlei Maßstab für das Können der Studierenden. (Sehr richtig! Heiterkeit.) Daß die Orden in dem Derzeichnis mit abgebrueft wurden, ist wohl als Schönheitsfehler zu betrachten, doch find dafür nicht die Professoren und der Rektor verantwortlich zu machen. Dermutlich ist ber Druck einfach pro Kilo vorgenommen worden. Gegen bie Wünsche, den Einfluß des Lanbesbildungsamtes auf die Uni- versitätsverwaltung zu vergrößern, müsse man entschieden Stellung nehmen, das würde zur Gefährdung der akademischen Freiheit führen. Abg. Dr. Büchner (Dem.) stimmt dem Abg. Dingeldeh zu, daß die Studierenden fleißig arbeiten, doch kommen immer noch Ausschreitungen von Korps vor, die im Interesse des Ansehens und auch dem Ausland gegenüber vermieden werden müßten. - Redner fügt Spezialsälle an. Abg. ilr ft ab t (Dem.): Gegenn die akademische Freiheit darf nicht eingeschritten werden, das schließt aber nicht aus, daß man gegen Verflöße Stellung nimmt. Die Mensuren sollte man nicht anders als Sport ansehen. Sie sind dann immerhin noch ästhetischer als der Boxsport. Auswüchse auf 'diesem Gebiete sind bestätigt. Die schlagenden Derbindungen erkennen heute die nicht- schlagenden voll an und sind durchaus gleichberechtigt im studentischen Ausschuß, der einen wesentlichen Fortschritt bedeutet und sehr erfolgreich ' arbeitet. Abg. Kaul (Soz.) bespricht nochmals die Ordensaufzählung in den Derzeichnissen und 'bezeichnet diese als Prvvokatton. Er verteidigt und erläutert dann in längeren Darlegungen sekne Anregung, den Einfluß des Landesbildung Samtes in der Verwaltung der Llniversität zu vergrößern. Mit den Mensuren brauchte man sich gar nicht zu befassen, aber sicher ist, daß die satisfattion- gebenden Studenten sich immer noch als eine besondere Klasse fühlen. Rächste Sitzung nachmittag- 3 Llhr. „Aber Mamas Angehörige? Warum verstießen denn die meine arme Mama?" „Die Trolls? Ach, die waren auf ihr Geld, das sie mit ihrer berühmten Troll-Schokolade verdient hatten, genau so hochmütig und eingebildet, wie die Rothersteins auf ihren Adel. Die füllten sich entsetzlich blamiert vor ber Welt, daß eine von ihnen sich einbildete, Talent zur Bühne zu Haden. Schauspielerin, das war denen nur etwas Minderwertiges, Verdächtiges, und wenn Doris Troll nicht eines Tages kurzweg durchgegangen wäre — fteitoiHig hätten sie sie nie ziehen lassen- Dafür enterbten sie bie allen Trolls denn auch, unb deiner Mutter Geschwister gaben ihr nachher nicht einmal den Pflichtteil, der ihr doch gesetzlich zugestanden hätte. Obwohl sie damals in bitterer Rot war und die schwerste Zeit ihre- Lebens durchmachte. Denn der alte Troll starb just zwei Wochen nach deinem Vater. 3a, ja — ein gutes versöhnendes Wort von den Ihren damals hätte deiner Mutter vielleicht Kraft gegeben, weiterzuleben. Aber so —" „Mama starb bald nach Papa, nicht wahr?" „Ja. Am Typhus, den sie sich bei seiner Pflege zugezogen hatte. Kaum drei 3ahre waren sie verheiratet." Die alte Frau seufzte tief auf. Do, die auf einem Schemel zu ihren Füßen saß, legte den Lockenkopf schmeichelnd an die Knie der Haushälterin. „Lind dann kamen wir nach Monrepos, und du wurdest mein liebes, gutes Mütterchen, ohne das ich sicher zu Grunde gegangen wäre. Aber weißt du, was mich wundert? Daß Großpapa uns überhaupt auf nahm, nachdem er doch fo häßlich gegen Warna war," Aus Stabt unb Land. Gießen, den 7. 3ult 1921. *N Landes-Llniversität Gießen. Zum Rektor für die Zeit vom 1. Oktober 1921 bis 30. September 1922 wurde der ordentliche Professor für mittlere und neuere Geschichte Dr. G u st a v R o l o f f gewählt. " Eingaben an das Kreisamt, die dienstliche Angelegenheiten betreffen, werden vielfach unter der persönlichen Adresse des Referenten mit oder ohne den Zusatz „KreiS- amt" versehen. Das Kreisamt weist nochmals darauf hin, daß die Einsender sich alle Nachteile, die aus einer derartigen unrichtigen Adressierung entstehen, allein selbst zuzuschreiben haben. *• 'S i c Einteilung ber S i e n ft • geschäfteam KreiSveterinäramt G i e- ß e n. Die amt-tierärztlichen Dienstgeschäfte des Kreisveterinäramts Gießen werden vom i. 3uli dieses Iahres ab wahrgenommen: In den Gemeinden Gießen, Allendors a. b. Lahn, Großen- Linden, Heuchelheim. Kirchberg, Klein-Linben, Lang-Göns, Leihgestern. Lollar, Watzenborn- Steinberg unb Wieseck durch den Kreisveterinär- arzt Professor Dr. K n e II, Gießen, Wilhelmstr.21 In den übrigen zum Dienstbezirk des Kreisveterinäramts Gießen gehörigen Gemeinden durch ben Amtsveterinärarzt Dr. Stein, Gießen. West- Anlage 51. Alle mündlichen, telephonischen und schriftlichen Ersuchen usw. aus den erstgenannten Gemeinden sind an das Kreisveterinäramt Gießen, Wilhelmstraße 21, Fernsprecher 1632, die aus den zuletzt bezeichneten Gemeinden an den Amtsveterinärarzt Dr. Stein, Gießen, West-Anlage 51, Fernsprecher 1080, unmittelbar zu richten. Der Antrag auf Vornahme der Llntersuchungen von Kadavern in Seuchefällen auf der Kreisabdeckerei Garbenteich ist aus dem ganzen Kreis Gießen an den Amtsveterinärarzt Dr. Stein direkt zu richten. Die Dienstbezirke und die Dienststellentätigkeit der Kreisveterinärärzte Blume in Grün- berg unb Dr. Engelmann in Ribba bleiben un- oeränbert. Steuervortrag Der O r t s g e - Werbeverein, Hanbwerkerbund unb Kaufmännische Verein veranstalteten gestern abenb im Aquarium einen Vo.rtrags- a b e n b, bei welcher Gelegenheit Steuersyndikus Holthaus-Essen über Steuerfragen sprach. In seiner Einleitung wies der Referent darauf hin, daß bie Steuerpflichtigen nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte hätten, über bie eine Aufklärung dringend notwendig sei. Die Steuergesetzgebung sei heute so vielseitig, baß ber Gewerbetreibende sehr oft nicht wisse, wieviel Steuern er im Laufe des Hahres bezahle. Vom Reichsfinanzminister sei eine straffere Veranlagung ber Steuerpflichtigen in Aussicht gestellt worden. Das gelte in der Hauptsache wohl für Gewerbetreibende und Kaufleute. Auch sei mit einem weiteren Ausbau der Gewerbesteuer unb einer stärkeren Belastung ber Gewerbetreibenden zu rechnen. Der Rebner hält bie beseitige Berechnung ber Unterlagen für bie Gewerbesteuer für zu kompliziert, teilweise zu Härten führend und schlägt vor, die Steuer nach bem Ertrag zu ermitteln, für kleinere Betriebe aber ein Existenzminimum zuzulassen. Weiter bespricht der Redner ausführlich die Bestimmungen ber Reichseinkommen st euer, insbesonbere bie Unterlagen für die Steuererklärung. Bei dem Einkommen aus Grundbesitz weist er besonders darauf hin, daß bei dem Mietwert bet eignen Wohnung der Friedensmietwert nebst den ortsüblichen Zuschlägen einzusetzen ist. Bezüglich des Einkommens aus dem Gewerbebetrieb hält er es für dringend notwendig, baß bie Gewerbetreibenden über ihre Einnahmen unb Geschäftsunkosten Aufzeichnungen führen. Die Berechnung des Einkommens nach dem Umsatz ober dergleichen sei unzuverlässig, könne auch infolge der Verschiedenartigkeit ber Betriebe unb ber Verhältnisse nicht allgemein Verwenbung finben. Der Redner bespricht bann ausführlich, welche Geschäftsunkosten, Abschreibungen usw. in Ansatz gebracht werben bürfen, um das Reineinkommen zu berechnen. Er weist besonders darauf hin, daß bei Mehraufwand im Haushalt infolge Mitarbeit ber Frau im Geschäft Abzüge zulässig finb, ebenso ist bei Reuan- schasfungen, soweit es sich um Ersatz hanbelt, bie Ueberteurung abzugsfähig. Bei bem Einkommen aus Kapitalvermögen macht ber Redner auf bie Auskunftspflicht der Danken aufmerksam, bie ber Steuerbehörde bei ungenauen Angaben bie Möglichkeit bietet, ben Steuerpfllchtigen zur Aussage ber Wahrheit zu zwingen, wenn er sich i*cht großen Unannehmlichkeiten unb finanziellen Schäbigungen aussehen will. Rachtragsangaben seien .jetzt lnodj möglich Der Rebner bespricht bann weiter bas Einkommen aus Arbeit, sowie fon- „Ra, aus gutem Herzen hat er uns nicht genommen, das kannst bu mir glauben. Er tat es einerseits dem Romen Rotherstein zuliebe, andererseits, weil dein Papa es in feinem Testament ausdrücklich bestimmte: im Falt feine geliebte Frau stürbe, solltest du hier eine Heimat finden, und mich dürfe man alsdann nicht trennen von dir." Frau Wenks Blicke wurden finster. „Gehaßt hat uns der alte Herr redlich dafür, dich um deiner Mutter willen, mich, weil ich dieser allzeit treu ergeben war und nie vergessen konnte, wie unrecht et an ihr gehandelt hatte. Uebrigens habe ich mein Brot hier nicht umsonst gegessen, und deine Erziehung hat ihn auch wenig genug gekostet! Wenn unser Herr Pfarrer unb sein Fräulein Schwester sich nicht aus purer Rächstenliebe deiner angenommen hätten, du wüßtest bei Gott nicht mehr als jebee; Dorfkind in Vichelstein. Immer hieß es: „Kein Gell) da!" Aber wenn et’S auch, weiß Gott, nicht dick hat, ich meine, dazu müßte er Mittel unb Wege schaffen, um dich jetzt, wo du erwachsen bist, in standesgemäße Umgebung zu bringen, damit du dich auch im Benehmen vervollkommnest. Sprachen und Musik allein tut's nicht zur richtigen Bildung . . Eine bitterböse Falte stand auf Frau Wenks 6 tim. „Sind die Rothersteins denn so arm?“ fragte Do. „Du sagtest doch einmal, es gäbe einen Familienfonds, und die Graienegget hätten einen großen fürstlichen Besitz, unb Großpapa bekäme eine Apanage." (Sortierung folgt) S^li^row^a 81 JnhJL/tab^Hcuvii Heute ble elnechL Sonntag: ufiD. betci ans arzl unm vete bleil Sie ®< vand«! den E'°. Sli* 5 5-' ^erloh" SW? W-Hli' LdirSchr .-, Dnii Vlchnstl' flitticlg yirffflrt । (J*e man das i rvhin ken men Äep stige Einkünfte, behandelt dann eingehend die allgemeinen Abzüge, die jeder Steuerpflichtige machen kann, um Aum Schluß noch über die Steuersätze, so- ivie über die steuerfreien Summen für den Steuerpflichtigen und seine Angehörigen Aufklärungen zu geben. Bezüglich der B u ch f ü h r u n g der Gewerbetreibenden steht der Referent auf dem Standpunkt daß für kleinere Betriebe eine besondere kaufmännische Buchführung nicht notwendig sei, Laß aber unbedingt Notizen geführt sowie Rechnungen, Frachtbriefe ufto. registriert werden müssen. Mit einem Appell an die Anwesenden, bei der weiteren Ausgestaltung der Steuergesetzgehung mitzuarbeiten und dadurch einer übermäßigen Belastung der Gewerbetreibenden vorzubeugen, schloß der SUbner seine interessanten Ausführungen. Kreis Alsfeld. 4- Alsfeld, 6. Juli. Am vergangenen Samstag fand hier auf Einladung einiger ober- hessischer Kameraden eine gemütliche Zusammen- funft von Angehörigen hauptsächlich des Reserve- Infanterie-Regiments 1/222 statt, der Freiherr v. Rotsmann, Führer des 1/222 und Major Dett- weiler, Führer des 11/222 beiwohnten. Auch zahlreiche Gießener 222er waren der Einladung gefolgt. Rach einem Begrühungstrunk fand unter einheimischer Führung eine Berichtigung des altehrwürdigen Städtchens statt. Rach dem Mittagsmahl hielt Lehrer Funk (Alsfeld) eine der Gröhe des im Kriege Geleisteten und dem Ernst der Zeit an£ p^ßte An prache, in der er betonte, baß Treue und Kameradschaft im Feuer der Schlachten erprobt, am Wiederaufbau des Reiches Mitarbeiten mühten und dah auch da die 222er nicht fehlen würden. In würdiger Form wurde der treuen Gefallenen gedacht. Alte, liebgewordene Lieder, ernste und heitere Ansprachen verschönten die harmonische Feier. Als die Gießener um 6 Ähr heimfahren muhten, begleiteten sie alle Teilnehmer zur Bahn, wo nochmals Ansprachen gehalten und Lieder gesungen wurden. Alle gelobten, am 21. August zum 116er Tag zu erscheinen. Mit ganz besonderer Freude wurde die Rachricht entgegengenommen, dah die von Herrn Oberstleutnant Freiherrn v. Rotsmann verfaßte Geschichte des Regiments bis zum Abtransport in die Karpathen im Laufe der nächsten Monate erscheinen würde. Kreis Schotte«. x Ruppertsburg, 6. Juli. Die Sammlungen für die Kinderhilfe haben hier die Summe von 1405 Mk. ergeben, darunter 300 Mk. Erlös aus den Theatervorstellungen, welche Schulkinder und Jugend am 19. Juli unter Leitung von Lehrer DebuS gaben. 350 Mk. wurden direkt außerdem von hier eingesandt. — Am 2. Juli sprachen hier der Geschäftsführer der nationalen Gewerkschaft Jörg von Berlin und Arbeitersekretär Guckes von Wetzlar. Die Versammlung war trotz des schönen Sonntagnachmittags gut besucht. Die Redner wußten die Notwendigkeit und den wirklich sich auswirkenden Nutzen für )ie Arbeiter darzustellen. Am Abend sprachen »ieselben Herren in Laubach, wo die Ver- ammlung gut besucht war und ihre AuS- ührungen dankbar, mit Billigung, entgegen- genommen wurden. Hessen-Nassau. K Marburg, 6. Zulr. Der 21jährige Dach- deckergehilfe Andreas Ungemach aus Sarnau stürzte bei Vornahme von Reparaturen am Durschenschostshaus .Arminia" so unglücklich vom Dache, dah er noch am gleichen Tage seinen Verletzungen erlag. Ängemach hatte bei der Arbeit verschiedene Vorsichtsmaßregeln anher Acht gelassen. ra. Biedenkopf, 6. Juli. Mit Genehmigung des Bezirksausschusses erhebt die Stadt für die Folge eine Kurtaxe. Sie beträgt bei einem Aufenthalt bis zu 14 Tagen für eine Einzelperson 5 Mk., für eine Familie 20 Mk., bei längerem Aufenthalt für eine Einzelperson 10 Mark, für eine Familie 30 Mk. Gießener Strafkammer. Dieben, den 1. Iuli 1921. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen den in Neuseeland geborenen Knecht P. W. N von Dad-Nauheim wegen Vornahme unzulässiger Handlungen an einem Mädchen unter 14 Zähren verhandelt. N. wurde unter Einbeziehung einer Strafe von 6 Monaten Gefängnis, die er im April 1920 wegen einer gleichen Straftat erhalten hatte, zu einer Gesamtstrafe von 15 Monaten Gefängnis, abzüglich 3 Monate 1 Woche Untersuchungshaft, verurteilt. Die Ehefrau K. Pf. von Queckborn war von dem Schöffengericht Grünberg zu 3 Tagen Gefängnis und 1500 Mart Geldstrafe verurteilt worden. weil sie fortgesetzt in ganz erheblichem Maße Milch durch Wasserzusah verfälscht hatte. Ihre Berufung wurde verworfen. Das Schöffengericht Vilbel hatte zwei Angestellte der Gewerkschaft Erlkönig zu Ober-Erlenbach wegen Unterschlagung von etwa 35 Zentnern Braunkohlen zu Geldstrafen von je 200 Marr verurteilt. Die heutige Hauptverhand'ung ergab die Unschuld der Angeklagten, die demzufolge frei- gesprochen wurden. Bestätigt wurde das Urteil Des Feldgerichts Laubach, durch das ein Landwirt von Altenhain zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt worden war, wen er einem Nachbarn Unkrautsamen auf den frisch bestellten Acker gestreut hatte. Gießen, den 5. Juli 1921. Der trotz seiner 20 Jahre schon wiederholt und nicht unempfindlich bestrafte W. K. aus Beienheim, der nur bei Passenden Gelegenheiten arbeitet und die meisten nicht für passend findet, hat sich mit Betrug und Urkundenfälschung ziemlich erhebliche Geldbeträge erschwindelt. Er ging zu einem Krankenkassenarzt in Friedberg, gab sich als Mitglied der Ortskrankenkasse aus und lieh sich auf Krankenkassenformularen Krankheitsatteste ausstellen. Diese versah er eigenhändig mit den vorgeschriebenen Kon- trollvermerken des Kassenkontrolleurs und damit gelang es ihm, den Krankenkassenrechner zweimal zu täuschen: beim drittenmal wurde er ertappt; um das Verfahren zu vereinfachen, hatte er die Geltungsdauer des Ältestes verlängert, indem er vor das Datum eine 1 setzte; der Frau des Kontrolleurs, die wußte, daß der Arzt sonst die Bescheinigungen nur für die Dauer einer Woche auSstellte, fiel dies sofort auf, sie ging der Sache nach und so kam der Schwindel ans Licht. Strafe: 1 Jahr Gefängnis. Der Schütze H. D. von der 1. Kompagnie des Infantereiregiments 15 stand in zwei April- nächten zum Schutz der Kasernen und Kantinen auf Posten. Man hatte aber den Bock zum Gärtner gemacht, denn beidemal stieg der Wächter, nachdem er eine Fensterscheibe eingedrückt hatte, in eine Kantine ein und stahl. was ihm in die Hände fiel: Geld, Zigaretten, Schokolade, Seife. Er leugnete zuerst hartnäckig, gestand aber angesichts der erdrückenden Beweise schließlich seine Schuld ein. Das Gericht nahm die Sache sehr ernst: Das Reichsheer müsse vor derartigen Diebsvolk nachdrücklich gesichert werden. Strafe: 3 Jahre Gefängnis und Dienstentlassung. Dur um dem noch jungen Angeklagten die spätere Rückkehr ins bürgerliche Leben nicht zu erschweren, sah das Gericht davon ab, ihm die bürgerlichen Ehrenrechte abzuerkennen. Hinter verschlossenen Türen verhandelte das Gericht gegen den Unterfeldwebel QL S. von der 1. Kompagnie deS Infanterieregiments 15. der unter Mißbrauch seiner Dienstgewalt in drei Fällen mit Untergebenen unzüchtige Handlungen vorgenommen und dies in einem Fall vergeblich versucht hatte. Auch er hatte zuerst geleugnet und zuletzt ein Geständnis abgelegt. Strafmildernd kam in Betracht, daß er sich bisher tadellos geführt hatte sowie der Ämftand, daß er — eine Folge der Wohnungsnot — von seiner Familie getrennt leben mußte; strafschärfend muhten aber die Gefährlichkeit und die entsittlichende Wirkung seiner Handlungsweise berücksichtigt werden. Strafe: 2 Zahre Gefängnis, Degradation und Dienstentlassung. Hochschulnachrichten. Deutscher Studentenlag. X Erlangen, 5. Zuli. Heber die weiteren Verhandlungen ist noch zu berichten, daß am Vormittage des 2. Juli die wirtschaftlichen Fragen zur Behandlung standen. Dr. Schairer, der Vorsitzende der studentischen Wirtschaftshilfe sprach über das „Wirtschaftsziel der deutschen Studentenschaft", über die derzeitige wirtschaftliche Not, über die Wege, die herausführen sollen, nicht Almosen, sonders Selbsthilfe. Er zeichnete den Typ des Werkstudenten, der die Befreiung des deutschen Studenten aus allen Wirtschajtsabhängigkeiten zur Autonomie bringen soll. In der Aussprache, bei der zuerst Reichskanzler a. D. Michaelis zu Worte kam. konnten die meisten Sprecher ihre Zustimmung zu den vorgetragenen Gedanken zum Ausdruck bringen. Leitsätze im Sinne des Referats Schairer fanden Annahme. An die Vollsitzung anschließend traten besondere Ausschüsse zusammen, die Ginzelftagen berieten, und in der Nacht ihre Tätigkeit fort- festen. Am Nachmittag begaben sich Die Gäste. Vertreter und die gesamte Erlanger Studentenschaft mit Chargierten in Wichs im Sonderzug nach Nürnberg, wo eine Toten-Ge» dächtnisfeiertn der St. Lorenzkirche ftatt- fand. In der Vollsitzung am 3. Juli wurde u. a. der Bericht des Hauptausschusses angenommen, der sich mit der Deckung der Kosten oes Studenten- tageS und auf die Hnterstützung der schlecht- stehenden Drenzhochschulen bezieht, was durch Aufbringung von Mitteln aus der Studentenschaft geschehen soll. Dementsprechend wurde die Kopfsteuer von 2,50 Mk. auf 3,50 Mk. erhöht. Die Ausführungen des Professors Dr. Symank. des Leiters des Hochschularchivs, wurden mtt lebhaftem Beifall ausgenommen. Es sollen in Zukunft noch Ausländsabteilungen errichtet werden. Der Ausschuß für staatSbürger- liche Erziehung legte dann dar. daß es notwendig sei, an den Hochschulen politische Abende und Hochschuleinrichtungen für EtaatSbiftgerkunde einzurichten. Daran sollen sich Arbeitsgemeinschaften und DiSkusftonSabende angliedern, deren Leitsätze und Anträge angenommen wurden. Daraus folgte der Bericht deS Referenten des AuslandsausschusseS. Es soll ein Ausland- a m t für die direkten Beziehungen mit den Ausländern und ein Amt für Grenz- und Ausländsdeutsche errichtet werden, da eine Vereinigung beider Aemter technisch unmöglich ist. Dann folgte der Referent des Ausschusses für Leines- Übungen, der erklärt, daß die Auswirkungen durch die einzelnen Studentenschaften erreicht werden müssen. Es sollen Aemter für Leibesübungen errichtet werden. Der Beratung btt wirtschaftlichen Fragen lagen die vorn Wirtschaftsausschuß angenommenenRichtlinien zugrunde mit näheren Ausführungen über QlrbeitS- vermit.lung, Genossenschaften, Studentenspeisung, Wohnungsfrage, Darlchensbank, Versicherung, Wirtschafts körper, Studien- und Berufsberatung, Statistik und Körpermessung, Krankenfürsorae. Diese Probleme besprach Regierungsrat Mahrn a n n, der die HnterftüHuktK der maßgebende» Stellen zusicherte. Vermischtes. * Die Jugend und das ungeteilte Reich. Am 17. und 18. Juli d. Z. findet tn Eisenach der Zuaendbundtag des Gelverk- schaftsbundes der Angestellten statt. Für das Schicksal des Reiches wird nicht nur der Wille der Jugend maßgebend sein, sondern die Eigenschaften, die in dieser Jugend lebendig sind. Ein körperlich und geistig gesundes Geschlecht muß eS sein, das die Zukunft des Reiches trägt. Darum muß es die Kraft haben, der Verweichlichung und den zehrenden Volksgiften zu entsagen, dafür aber in frischen Wettbewerb um die höchste Leistung von Kraft und Geschicklichkeit einzutreten. Diesem Zwecke werden die sportlichen Wettkämpfe dienen, für die als höchster Preis der Besitz des Reichs-Zugendbundwimpels winkt. Zusammen mit dem Zugendbundtag wird auch der dritte Bundestag des GDA-Wanderdüne des abgehalten werden. Briefkasten der Redaktion. 6. 5ch., hier. Nach den bestehenden Bestimmungen muß der neue Hauseigentümer, sobald er Kenntnis von der bestehenden Versicherung erhält, innerhalb vier Wochen der Versicherungsgesellschaft mitteilen, daß er seinerseits die Versicherung nicht fortsetzen will. Hnterläßt er diese Mitteilung, so muß er die Prämie weiterzahlen. ; Behördliche Anzeigen Bekanntmachung. Leseholznutzung in den Waldungen der Stadt Gießen. Die Leseholznutzung im Gießener Stadtwald ist für die Folge nur solchen hiesigen Einwohnern gestattet, die im Besitz eines für das Kalenderjahr 1921 verlängerten Leseholzscheines sind. Gemäß Beschlusses der städt. land- und forstwirtschaftlichen Deputation soll die Verlängerung jedoch nur für die Personen erfolgen, di« bisher noch nicht wegen Forstfrevels bestraft und bedürftig sind. Zur Verlängerung sind die Leseholzkarten auf Zimmer 19 des Stadthauses, Bergstraße 20, vorzulegen. Gießen, den 4. Full 1921. 75183 Der Oberbürgermeister. I. B. r vr. Rosenberg. Bekanntmachung. Aus dem Vermächtnis der Geh. Kommerzienrat Dr. Siegmund Heichelheim Eheleute gelangt am 15. August 1921, dem Todestage des Geh. Kommerzienrates Dr. S. Heichelheim, die Hälfte der zur Verfügung stehenden Jahreszinsen mit 1220.- Mk. in Gaben nicht unter 100.- Mk. an in Biehen wohnhafte würdige und bedürftige Personen zur Verteilung. Anmeldungen nimmt das Städtische Wohlfahrtsamt, Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 10, bis spätestens 20. Juli 1921 einschl. entgegen. Gießen, den 6. Juli 1921. 7517B Der Oberbürgermeister. (Wohlfahrtsamt.! Verdingung. Die Anlieferung der im Rechnungsjahr 1921 zur Unterbaltuua der Ufer« und Alukbauwerke am hessischen Teil der unterhalb Gießen erforderlichen 100 cbm Wafferbautteine soll in einem LoS öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen find bet Hess. Hochbauamt Gießen während der Dienststunden zur Einsicht offen gelegt, woselbst auch die norgeschriebenen An- gebotSsormulnre abgegeben werden. Hinsichtlich der allgemeinenBertragSbedtngungen wird auf die Ministerialerlasse vom 16. Juni 1893 und 24. Februar 1911 verwiesen. Mil entsvrechender Aufschrift versehene Angebote sind bis Mittwoch den 3. Auanft Isd. IS., vormittags 10V, Ubr, portofrei bet der unterzeichneten Behörde einzureichen. Abgabe der Bedingungen nach auswärts kann nicht erfolgen. Zufchlagsfrist 3 Wochen. Main», den 27. Iuni 1921. Hess. Wafferbauamt Mainz. __________________S B.- Pabst.___________17527pz Bekanntmachung, Der Voranschlag der Gemeinde Heuchelheim, vom Gemeinderat durchberaten, liegt vom 11. d. Mts. an eine Woche lang auf dem Amtszimmer der unterzeich. neten Bürgermeisterei zur Einsicht der Interessenten offen. Einwendungen dagegen können während dieser Zeit schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage vorgesehen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Heuchelheim, den 6. Iuli 1921. Hess. Bürgermeisterei. Kreiling 7522V Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: Arn 2. Juli 1921 a) die Firma Import und Handelsgesellschaft Denner, Krumm L Sauer, Gießen. Gesellschafter sind die Kaufleute LouiS Denner, Eduard Krumm und Johann Josef Sauer, alle in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Großhandel in Lebensmitteln, Drogen, Material- unb Farbwaren, Kaffeegrvßrösterei. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. Zull 1921 begonnen. Den Kaufleuten Georg Kreuder und Albert Wallenfels, beide in Gießen, ist Sinzelprokura erteilt b) Die Firma Pascoe & Co., Gießen. Gesellschafter sind Apotheker Friedrich Pascoe und Erika Pascoe, beide in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Fabrikatton und Vertrieb chemisch-pharmazeutischer Produkte und Likörfabrikation. Die offene Handelsgesellschaft hat am 28. Zuni 1921 begonnen, c) Bezüglich der Firma Wächtersbacher Braunkohlenbergwerke Petri L Co., Gießen: Die Firma ist erloschen. Die Prokura des Dergassessors a. D. Theodor Petri ist erloschen. Am 4. Zull 1921 die Firma Heinrich Wolff, Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Heinrich Wolff In Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Schuhgeschäft. Der Heinrich Wolff Ehefrau. Olga geb. Wanger, ist Prokura erteilt. Desgleichen in Abteilung B: Am 2. Zuli 1921 bezüglich der Firma LandeS- prvduktenvertrieb, Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu Gießen: Die Gesellschaft ist aufgelöst. Die Gesellschaft wird durch einen Liquidator vertreten. Der bisherige Geschäftsführer Christian Zughardt ist Liquidator. Gießen, den 5. Zuli 1921. 7515B Hessisches Amtsgericht Bekanntmachung. In unser Genoffenschaftsregister wurde heute be« züglich des Spar- und Dorschußvereins zu Wieseck, Genoffenschaft mit beschränkter Haftpflicht eingetragen: An Stelle des bisherigen Direktors Philipp MSser V. ist der bisherige Rechner Karl Dorfeld und an deffen Stelle Karl Schäfer UL zum Rechner gewählt worden. Gießen, den 2. Iuli 1921. 7516B Hessisches Amtsgericht. Sonntag den 10. Juli, nachmittag» 3 Uhr rMssionzsest (EvaugelisationS-Beriammlung) in Burkhardsfelden im Garten der Frau Hoffmann (früher Meuz). yettredner: Herr Missionar Domav u. andere. _____Jedermann ist herzlich eingeladen. 09478 T on-Firstziegel zu Dachreparaturen und Neudeckungen sehr billig TMtckttlltiStt Lm gfSfü UMMMkM weil Ole VEstve Mt-DautettL E. kwge. Sieseo Bernhard. Statt Karten! Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungens zeigen hocherfreut an Stabsarzt Dr. Haenisch und Frau Marie geb. Krönig. Gießen (Friedrichstraße 8), den 6. Iuli 1921. ..................................—...........-2UL Für die vielen Aufmerksamkeiten bei ihrer Vermählung sagen auf diesem Wege herzlichsten Dank Adolf Hoh und Frau Marie geb. Gode Gießen, Lauterbach, den 7. Iuli 1921. ............. ....LSL Nadelgrubenholz "”id eingeschnitten tn Längen von 080 bis 5m u. 7-20cm Mittendurchmeffer in größeren Mengen franko Waggon für jetzt und später lieferbar zu kaufen gesucht. Rur Offerten mit Pretsang. werden be- rücksicht. Helnr. Weber,HeligroShaell. .Htrnbere Bersrod. 25.S1is1ungzsestderGesang- vereinr Zangerkranz und Bundezsestdervolttsanger- bundes Chattia am 10. und 11. Juli. Der Festwirt: ” Ludwig Decker. Der Vorstand. Schmach Ein Notschrei ao die Menschheit! Zu der Abend-Vorstellung haben Vorzugs- und Freikarten keine Gültigkeit Letate Vorführ an® t&g L 9 Uhr. ______________7524c Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Erstklass. Künstlerkonzert Heute letzter Tag: WrtM Ab morgen bi« In kl. Sonnt»«: Leontine Kühnberg in AmKreuzweg der Leidenschaft Drama In 4 Akten. Ferner: DleChrlstus- Passlon Nach dem gleichnamigen Drama । von Professor Georg Fncha