Nr. (05 Der 6ienener Anzeiger mit der Dienstagsbeilage .rpnetUmschan' er. scheint täglich, außer Sann- und Feiertags. Monatliche Hezve-preisi: Wert 5 - etnschließlich Trägerlahn, durch die Pssl besagen Mark 5.75 etnlchlietzlich Bestellgeld. Fern sprech-Lnschlusf«: fürdieSchnstleirung 112; für Druckerei, Verlag und Ti: „Deutfche Allgemeine Zeitung" be zeichnet das Ultimatum als unerträglich uno sagt: Auch heute noch find die Deutschen bereit, zu einer Einigung mit den Gegnern zu gelangen und in Jahren härtester Arb.it herzugeb 'n, was sie auszub ringen vermögen, nenn aber der Oberste Rat ton uns verlangt, daß wir unsere D ft- feftungen entwaffnen sollen, in dem Au.geübt ick, da die Polen schnöde Gewalt gegen uns ver üben, dann gibt es auf diese Forderung nur einl Antwort, die einer ehrenhaften Nation würdig ist: Nein und tausendmal nein! Die „Tägliche Rundschau" schreibt: Uns bleibt nur eins übrig: Passiver nationaler Widerstand. Solange wir uns nicht selbst auf- geben, sind wir nicht verloren. Auch das fübreitve Zentrumsblatt „Gcrmani a" bczeickmet bie Forderung nach Entwaffnung der östlichen Festungen zu erfüllen, unmöglich in dem Augenblick, wo die Polen an den Grenzpsählen des Reiches rütteln. Berlin, 6. Mai. Das Ultimatum der Entente wird bshcr nur von wenigen Blättern besprochen. Wahrend die Blätter der Rechten es für unannehmbar erklären, schreibt der „Bor wärt s", die Hoffnung, daß die Räumung des Ruhrreviers in einem späteren Zeitpunkt zu billigeren Bedingungen als den jetzt gestellten erreicht werdeni rönne, fei außerordentlich gering. Ti? kommende Regierung stehe vor einer furchtbaren Entscheidung. Sie wird sich fragen müssen, ob sie zu Beginn ihrer Tätigkeit so wichtige Gebiete für ganz unabsehbare Zeit der militärischen Gewalt des Auslandes audfiefem oder ab*r Bedingungen aus sich nehmen will, zu deren Ersüllung Herkuleskräsde notwendig sind. Vie Zahlungsbedingungen für Deutschland. Paris, 6. Mai. Havas. Die Repa- rationsk-ommission hat in ben ersten Nacknnittaasfttmben ben Wortlaut 6c3 Schriftstückes veröffentlicht, welches gestern Nacht um 11 Uhr in offizieller Sitzung Herrn v. Oertzen zngesbellt wurde. Dieses Schriftstück enthalt die Bedingungen für bie von Deutschla nb zu leistenden Zah- lungen. Die Note bestimmt, daß Deutschland folgende Schuldverschreibungen aus- neben und der Reparationskommission aus^ händigen muß: 1. Schuldverschreibungen für 12 Mil^ liarben Goldmark, Serie A, bie am 1. Juli ju übergeben sind; 2. Schuldverschreibungen der 38 Milliarden, die am 1. November zu übergeben sind, Serie B; 3. Schuldverschreibungen über 82 Milliarden, die ebenfalls am 1. November zu übergeben sind, Serie C. Die Schuldverschreibungen werden durch bie Einkünfte und Hiffsguellen des Reichs und der Länder sichergestellt, und zwar genießt Serie A eine Priorität ersten Ranges, Serie B eine Priorität zweiten Ranges, Serie C eine Priorität dritten Ranges. Deutsckckand wird jährlich zahlen: 1. 2 Milliarden Goldmark: 2. nach Belieben 25 Proz. des Wertes seiner Ausfuhr oder den Gegenwert dieser Summe; 3. 1 Proz. auf seine Ausfuhr oder auf den Gesamtwert seiner Ausfuhr. Die zwei Milliarden sind vierteljährlich zahlbar, und zwar am 15. Januar, 15. April, 15. Juli und 15. Oktober. Deutschland wird innerhalb 25 Tagen 1 Milliarde Goldmark zahlen: ebenso wird innerhalb 25 Tagen die Garantiekommission gebildet werden. In derselben wird ein Amerikaner Vertreter sein tomten. Der Ausschuß wird bie Gelder der See- und Landzölle überwachen sowie diejenigen der 25prvzentigen Ausfuhrabgabe und alte anderen Abgaben, Steuern oder Einnahmequellen, die von Deuffchland vorgeschlagen und von den Alliierten angenommen werden. Deutschland wird auf Verlangen einer jeden Verbandsmacht Sachlieferun^en und Arbeiter für die zerstörten Gebiete zur Verfügung stellen. Die Note stellt fest, daß sie in keiner Weise eine Aetckerung der Bestimmungen barftelle, welche bie Durchführung des Vertrages sicherstellen. Amerika und die Entente, Washingtons. Mai. (Wolfs'' Havas meldet: Der britische Botschafter überreichte gestern im Staatsdepartement die amtliche Einladung der alliierten Regierungen an die bereinigten Staaten, sich im Obersten Rat, in der Reparativ ns kom- misscon und im Doffchafterrat vertreten zu lassen. Nach einer weiteren Havas-Meldung nehmen fast alle Neuyorker Blätter diesen Vorschlag günstig auf. Heben im englischen Oberhaus. London, 6. Mai. (Wolfs.) Im Oberhaus hielt Lord Curzon gestern eine ähnliche Rede wie Lloyd George im Unterhause. Dabei erflörte er nach Havas u a.: Ter letzte Gedanke, der uns kommen kannte, wäre der an eine WiederauinahnE des Kampfes. Auch die Franzosen mit denen wir uns in den letzten Tagen br'prncfm haben, sind weit davon entfernt, eine Wiederaufnahme deS Kampfes und eine Besetzung herbeizusehnen. Falls man wirklich zu einer Besetzung gezwungen sein sollte, bat mln in Frankreich nicht den geringsten Wunsch, in dem befefcten Okbiet pi bleiben: die Franzosen haben un-3 in dirier Beziehung wiederholt hie entschiedensten Versiclie- rungen gegeben Italien und Japan sind der glrirfvn Ansicht wie wir. Kurz und gut: die Vcr« Ixmbßregimmgcn würden einmütig nur mit dem allergrößten Widerstreben die Notwendigkeit einer Besetzung deutschen Gebietes inS Ange fassen. Die Besetzung wird nicht notwendig fein, wenn Deutschland, daS heute in der Lage ist, die Dinge m ihrer nackten Wirklichkeit zu sehen, sich ehrlich Mühe gibt, seine Beruf tickstungen zu erfüllen. Man bat alle möglich.'», Mittel erwogen und ist fch'ieß- lich zu der Ikberseugung gekommen, daß man u einer Drohung schreiten müsse, um Deutschland zu der Einiicht zu bringen, daß eS »mdlvh einmal aufhören muffe, die (veduld Europa- auf die Probe zu stellen. Weiter bemerkt Eurzvn, die Haltung Ame» rikas sei von roeittragarber Bedeutung, MimaC jetzt. Man habe in den Zeitungen le en föiuten, daß bie Regierung der Bereinigten Staaten c8 ab* gelehnt habe, sich mit der deutschen Frage »u befassen. Die (Geduld Europas imb Amerikas sei also ersckwpst und Teutfrfianb werde sich nicht ben: Befehl der Siegers beugen müssen, sondern nauf einfach die feierlidjcn Verpflichtungen zu erfüllen haben, die es durch UntcrfdTri t be FnetenS- vertvages angenommen habe. Tie alliierten Ro- gicrungcn feien in vollster lieberrbrflinrm ung zu diesen Forderungen gelangt. Er müsse anerkennen, daß noch rienttdS brsher auf bei vielen Stone serenzen, die feit ranrmrbr zwei Jalrren statt gefunden hätten, bie endgültigen Beschlüsse mit M- eher (Eintotüti gfei t yiftanbetretmmen seien, wie auf der jetzt abgeschlossenen Londoner Rtonfft» rercj. Bei keiner früheren Ittonfercns hätten sich die Teilnehmer mit gleicher Wärme und Herzlichkeit getrennt. Er bofie, daß Itoutfdianb sich vorn dem Ernst der Lage Rechensrfwft ablegen- und feine Haltung danach regeln werbe Er Ix>fTr ferner, daß die lange Zeit des Feilschens, der passiven Resistenz und brr Verscsteppung-versuche auf bec einen Seite und drs Ab wartens und ständigerr Unterhandelns auf der aitbe et Seite nunmehr an. ihr Ende gelangt sei und man sich überall, ein- scküießlich Teutschlands, in absehbarer Zeit dem Wer? des WieleraufbaueS Europas toibmen könne, das das höchste Ziel aller sein müsse. Lloyd George erffärte hinsichtlich bei W iede rau fba uS Nvrdsran kre ich-, bay es möglich sei, baß bis zu einem geni len Maß: auch Arbeitskräfte gestellt roürtei. Diese Fr ne erzeuge tedoch außerordentliche Schurigtaten, bi es auch in Frankreich ebenfo wie in England Gewerkschaften gebe Ter Prozeß, des Wiederaufbaus Frankreichs iDerb* vielleicht tont bis zehn Jahre beanspruchen Hieraus b.'faß.e sich der Premier- minister mit der geplärrten 25prvzen 11 g e >r Steuer aufbie deu ts che Ausfuhr, b"*n Ertrag voll fominen vm der SBieberterftelfurg bei bcutfärn Au s^chanbe's cKänce Eine .lli>mn i - fion werde ernannt werden, bic shren Sitz r i Berlin haben unb bie Einsammlung dieser Steuer bann- auf sichtigen würde. Keynes über die £aae- Aö In, 6 Mai. ^WTB.) Die „Kölnische Zeitung" veröffentlicht einen Aufsatz von Professor Maynard Keynes. Der Verfasser nennt die Entscheidung des Wiederhcrstel' lungsausschusses, daß Deutschlands ganze Zahlungspflicht nach dem Vertrage 132 Milliarden beträgt, zwar unzweifelhaft einen Triumph für den Geist der Gerechtigkeit, hält ober seine Kritik an dem Vertrage aufrecht. Auch die neuen Vorschläge des Verbandes seien unausführbar. Deuffchland könnte 26 Prozent Ausfuhr ober zwei Milliarden jähr- sich zahlen, aber keineswegs beides. Trotzdem kommt der Verfasser zu dem Schluß, daß Teuffchlarrd, da ein dauernder Welffriede das höchste Interesse aller fei, den Plan nicht zurückweisen sollte. Der polnische Aufstand. Oppe In, 6. Mai. (WTB.) Nach den bis abends vorliegenden Nachrichten ist die L a g - im Aufstandsgebiet unverändert ernst. Die polnischen Insurgenten veffuchen immer noch, nach Norden Boden zu gewinnen. Nachdem Groß-Sttehlitz von den Ausständi- lchen wieder geräumt wurde, werden nunmehr Angriffsvorbereitungen der Aufrührer in Richtung Cosel-Leschnitz festgestellt. Oppeln, 6. Mai. (DTB.) Tie Interalliierte Kommission veröffentlicht heute abend ein offizielles Kommun i o u e, das deutlich das Bestreben verrät, den ungeheuren Emst der Situation zu verschleiern und den taffächlichen Vorgängen ganze weise — Äutntolfrm In f Serien von Bonds nicht umgestoßen könne, sei es nöttg, ein sozusagen werden starres er bätte Zu zahle. verheirateter Rentner ohne Kinder: Reuten-Einkommen 8000 W. — Lroitalcnragss.euer 800 Mk. Der Todestag Napoleon». Pari-, 6. Mai. (Wolff.) Rach einer Havas-Meldimg aus St. Helena wurde -Hort die h^mdert jährige Wiederkehr des .DodeStages Napoleons I. feierlich bedangen. Per Gouverneur hielt am Grabe eine Rede über die Bedeutung des Bündnisses frtvUcfjrn Frankreich und (Snglaub im Weltkriege, legte einen Kranz nieder und pflanzte Jnx-t Bäumchen zu Ehren der französisch-bri- ischen Freundscyaft. in ferner Meise Fu lenlsprechen. DasAommuni- gu6 lautet: „Die Lage beginnt sich zu belfern. Die amtlichen Nachrichten, die heute an die Regierungskommission gelangt sind, lassen hoffen, daß bte Erregung von heute ab abneh- men wird und daß Aussicht bestcht auf schnelle Wiederaufnahme der Arbeit. Die Mitteilung der Interalliierten Kommission steht in schroffem Gegensätze zu den latsächlichen Verhältnissen, die eine unumschränkte Herrschaft Korfantys in dem von den polnischen Insurgenten besetzten Gebiete darstellen. System yn schaffen. Der Berichterstatter sagt weiter, es batte sich nun die Frage aufgeworfen, ob diese Kombination dem Vertrage entspreche, unb ob die Reparationskommis- sion das Aiecht habe, den Vorschlag des Obersten Rates anzunehmen. Müsse sie nicht vielmehr die Aufrechterhaltung des Rechtes Steuerveranlagung und Meinrentner. Aus sozialen Erwägungen hat die Novelle zum Einkommensteuergesetz insbesondere den Kleinrentnern weitgehende Ermäßigungen gebracht. Wer über 60 Jahre alt ist oder erwerbsunfähig, oder nicht nur vorübergehend behindert ist, den Lebensunterhalt durch eigenen Erwerb zu bestreiten, erhält bei der Einkommensteuer die Kapitalertragssteuer, je nach der Höhe des Einkommens aus Kapital, Pension oder Ruheaehalt, angerechnet. Die volle Kapitalertragssteuer (also 100 Prozent) wird angerechnet, wenn die Zinsen, Renten usw. nicht mehr als 5000 Mkl jährlich betragen. Die Anrechnung erfolgt jedoch nur bis zu einem Einkommen von 14 000Mk. Es verringert sich diese Anrechnung um je 10 Prozent für jedes folgende Tausend, also: 90 Proz. bei nicht mehr als 6 000 Mk 80 „ „ „ „ „ 7 000 „ 70 „ „ „ „ „ 8 000 „ 60 „ „ „ „ ,, 9 000 ,, 50 „ „ „ „ 10 000 „ 40 „ „ „ „ „ 11000 „ 30 „ „ „ „ „ 12 000 „ 20 „ „ „ „ „ 13 000 „ 10 „ „ „ „ „ 14 000 „ Vei allen anderen Einkommen dieser Art über 14 000 Mk. hinaus findet keine Anrechnung statt. Das schließt jedoch nicht aus, daß im sonstigen Erlaßweg oder Rechtsmittelverfahren, also auf anderem Wege, eine Ermäßigung der Einkommensteuer zugelassen werden kann, sofern dies mißliche wirtschaftliche Verhältnisse bedingen sollten. Zur besseren Veranschaulichung der Anrechnung mögen folgcnbe Beispiele dienen: Alleinstehender Rentner mit einem Ernten-(S ntommen von 5000 Mk. — Kapitalertrags fteiier 500 Mk. Resteinkommen 4500 Mk., Pas vertragsrecht des wledcrherftellungsausschusses. Pari«, 5. Mai. (Wolss.) Hinsichtlich der Vorvunehmenden Aenderungen am Frie- ben^hertrage, die durch die Berufung der Reparationspommission noch London eingetreten sind, erklärt der Sonderberichterstatter dcS „Petit Pärisien", daß die Reparo- tionSkvmmission nur nach Loudon gerufen worden sei, um diese Aenderungen zu sa 7i kt io n i ere n. Er berichtet darüber: Man hat in Bonbon an die Reparationskom- niission appellieren müssen. Warum? Man weiß, daß der Oberste Rat zwei Entschei- bungen getroffen hat: eine, zu mobilisieren, um eventuell das Ruhrgebiet zu besetzen, und eine andere, um Deutschland ein Ultimatum zu stellen, damit öS unter anderen Bedingungen gewisse Zahlungsmodalitaten amummt, yacf) bem Buchstaben des Vertrages müssen jedoch diese Zahlungsbediugungen festgehalten und mityctcitt werden durch die Repa- rationSpommlssion. Hier stelle sich eine delikate Frage: denn Art. 234 des Vertrages von Versailles bestimme rn der Tat, daß die Re- paratümSlommissiori bis uim 1. Mai 1921 fr™ $Qft zu Fall die Hilfsquellen und die Leistungsfähigkeit Dcnlsck-lands untersuchen muß. und daß sie alle Vollmachten hat, um den Zeitraum der Bezahlung anzugeben und deren Modalitäten abzuLnderm Des wei- •fTCTV fieht Art. 233 vor, daß zu diesem Ztvecke die Reparationskommission den 93er- die Möglichkeit geben muß. firn darüber zu äußern. Daraus ginge 6C~rtk-r das; der Vertreter absichtlich eine !^^^»"??^beit lasse sowohl hinsicht- m •rr^Qll.rrmi^art Nne der Zahlungsfristen. Benptelsweise könne die Neparationslommis- Iwn, intim sw herausfinde, daß die Gim nal)me ifüht der Bufammengef)drrgPeit mit aller straft 'zu telegen. Tas Wohl des preußischen Staates ilt bei unserer g^gemoärtigen poli iscken ©e amüaee eine wesentlich Voraussetzung für das Wahl des Reiches/' Mach einem Hinweis auf dl? finanziellen Aufgaben des Staats nateS gedachte Sieger» wald der notleidenden Volksgenossen in den besetzten Gebißen und fuhr dann sott: „Mit be» ■jonberer Trauer erfüllt es uns, daß wir die recht- mäßigen Vertreter Oberschlesiens infolge des ungeheueren Rvchtsöruches nicht in unserer Mitte legröpen können. Gegen d e Bergewalhgung d s Rechtes und gegen den brutalen Ueberfall auf fr:ed- Tidne Bürger lege ich auch an dieser Stelle schärfste Derwaltrimg ein. Unsere Sorge wird dalftn gehen, alles, was in unserer Macht sieht, zu tun, um Oberstb1esien seinen in der Vofsabstimmung klar zum Ausdruck gekommenen Wünschen znr Geltung zu verlassen. "Stegerwald schloß: „Trotz der burfien Wolken, die bas Leben sedes Einrelnen von zms imb des gesamten Volkes ve b isiern, wird der preußische StagtSrat, davon bin ich über» nennt, mit festem Glauben an die Zukunft unseres Trolles in vollem Bewußtsein seiner Berar'.twort- lichkeit an seine verfassungsmäßige Aufgabe Herangehen uich sein volles Teil dazu beitragen, unseren Kindern unb Enkeln ein alücklicheres Vaterland zu übergeben, als wir Lebenden es besitzen." • |V|4|.VHV. IVIVLUU JVUP |Vl VIC Frage, und der Oberste Rat habe sehr daran getan, die Reparationskom- >Mission über diesen Punkt in völliger Unabhängigkeit beraten zu lassen. Die kompetentesten Journalisten, vor allem Herr Fromageot, hätten bemerkt, daß das ins Auge gefaßte Arrangement keineswegs gegen den Vertrag von Versailles verstoße. Worin bestehe nun das Arrangement? In einer Kombination feststehender Jahreszahlungen von zwei Milliarden Goldmart mit abänderungsfähigen Annuitäten? Bestehe es in einer 20prozenttgen Abgabe vom deutschen Export? Eine mobile Annuität würde also gestatten, die Zahlungen Deutschlands mit seinen augenblickliche Hilfsquellen ins rechte Verhältnis zu bringen. Das sei gerade der Zweck des Artikels 234 gewesen. Der einzige Unterschied, der zwischen den beiden Systemen bestehe, sei der, daß nach dem Wortlaut des Vertrages von Versailles die Zahlungen Deutschlands von dem guten Willen der Re- parationskvmmission abhingen, während der jetzige Modus diese Zahlungen automatisch varriiere. Man erfährt daraus, warum die Reparationskommission sich etwas bedenklicher gezeigt habe über diesen Paragraphen als der Oberste Rat. Das System, das Deutschland vorgeschlagen werde, sei ebenso annehmbar als das des Friedensvertrages. Kein prinzipieller Grund scheine sich seiner Annahme eutgegenrustellen. — Der Berichterstatter neimt übrigens diese Frage eine Frage von untergeordneter Bedeutung, die in keiner Weise die allgemeinen Entschlüsse ändern könne, die in den letzten Tagen getroffen worben seien. Das habe Briand wiederholt erklärt. Wenn Deutschland, dem die Bedingungen der Alliierten zur rechten Zeit mitgeteilt würden, diese nicht annehme, dann werde das Ruhrgebiet am 15. Mai besetzt werden. er hätte davon 450 Mk. Einkommensteuer zu zahlen, wovon 120 Mk. (ein Betrag, der an bie Stelle des früheren Existenzminimums tritt) abzusetzen find, so datz der tatsächliche Steuerbetrag 330 Mk. beträgt. In diesem volle werden vom Stenerfiskus 170 Mk. zu- /JJSSSS!1' weil die volle Kapitalertragssteuer (500 Mk.- angerechnet wird. auf legelmäßige Zahlungen rechnen t5m- ' nH-dr bi eie 4 P AuS diesem Grunde habe der Oberste Rat d c.-'n " He n/ nicht nur eine Kontrolle der deutschen Sth’iib * V " geschaffen, sondern auch ein für alle Male Mack io b - s c die Zahlungsbedingungen auf 37 Jahre acJftcucr' die dies,, Jtaffdt. Damit ba5 gan^c System von drei! 360 Mk. belauft. Resteinkommen 12 600 Ml.. oon 1260 Mk. Einkommensteuer won geben ab für t>-€ beiben Ebo w°ie Heiden Kinder je IfO Resteinkommen 7200 Mk., er hätte davon 720 Mk. Einkommensteuer zu zahlen, von der 240 Mk. (2X120 Mk.) abzu- vtzen smd, so daß die Steuerpslicht 480 Mk. beträgt. In diesem Falle werden nur 70 Pro- zent von der Kapitalertragssteuer augerech- net, das sind 560 Mk. Es sind demnach 80 Mk vorn Steuerfiskus zurückzuerstatten. Rentner mit Frau und zwei Kindern, die kem eigenes Einkommen haben: Ä.-nttndEintommm 14 000 Mk 1 100 9RL Aus Stadt und Land. Gießen, den 7. Mai 1921. Vom Fundbureau dcr Polizei. Sn der zweiten Aprilhälfte wurden laut einer polizeilichen Bekanntmachung in Gießen folgend. Gegenstände gefunden: 1 Paar Tfomendanü- fchube, 1 Frühstückstäschchen, 1 Metermaß, ein Rechen, 1 Lederhandschuh, 2 Broschen, 1 Korh deckcheto, 1 Anhängsel, 1 WackStuchtasche, 1 Damen- harchtasche, 1 Kettchen, 1 Maschinenteil, 1 Brief» mit FnbaU^, 3 Trag gurte unb 1 Handbeutel As verloren wurden folgence GegenftLide angemeldet: 1 schnarre Bri>eftasd)e mit Mllftär- txöieren, 1 silbernes ^UkbaiOon, 1 braune Leder brieftasche mit 280 Mk. Inhalt. 1 SkunkSpelz, eine Brieftaf(he mit 300 Mk. ^nha.t und ein Trauring Während der letzten Spielzeit wurden i m Stad11 Heater gefunden: 12 Taschentücher, 2 Operngläser, 2 Gehäuse, 3 Ofolbtaühen, 2 Zwicker, 2 ZwickersutteraU.-, 1 Brille, 5 Paar Handschuhe, 10 einzelne Handschuhe, 2 Pelzman- schelten, 1 Gamasche, 3 Photographie-Kassetten, 1 schvarzes Svitzentuch, 1 Krcmenfchoner, zwei Schleier, 2 Scbergürtet 2 Pelzschwänze, 1 Zigarettenspitze, 4 Broschm, 2 Kettenarmbänder, enu- Rockniürel, 2 Hornpfeüe, 1 Kamm, 3 Spazier stocke unb 1 Spitzenkragen. Wettervoraussage fürSonntag: Vorerst noch heiter, zunehmende Bewölkung, später leichte Niederschläge, warm, südliche bis südwestliche Winde. Das Hoch liegt heute mit seinem Kern Iber Ungarn. Aus der Vorderseite der vor den »ritischen Inseln liegenden Depression bringen Übliche Winde weitere Erwärmung. Durch )as Auftreten westlicher Winde ist mit dem Beginn von Niederschlägen zu rechnen. ** Reichswohnungsfürsorge für Beamte. Zur Behebung der dringendsten Wohnungsnot der Beamten, Offiziere und verheirateten Unteroffiziere und Mannschaften wird beabsichtigt, beim Reichsarbeitsministerium einen Fonds zu schassen, aus dem Siedlungs unternehmen und gemeinnützige Bauvererne Zuschüsse zur Herstellung von Wohnungen für Beamte usw. erhalten. Auch die Reichsschatzverwaltung will einen Fonds bilden, aus dem entbehrliche Reichsaebäude Au solchen Wohnungen umgebaut unb unter umständen auch Neubauten erstellt werden können. Auf die Bitte des Reichswehrministers sind die Landesfinanzämter angewiesen worden, sämtliche entbehrlichen Militärgebäude zu diesem Zweck zur Verfügung zu stellen. Sie sind ferner ersucht worden, Vorschläge für den Einbau von Wohnungen mit Kostenüberschlag schirellstens vorzulegen, soweit diese Gebäude nicht für Diensttwecke verwendet werden müssen. Lluch Gebäude der übrigen Reichsressorts sollen für denselben Zweck nutzbar gemacht werden. ** Eine heimatkundliche Studienfahrt deutscher Lehrer und Lehrerinnen dura» Hessen wird im Einvernehmen mit dem LandeSbildungsmnt vorn 24. bis 30. Juli veranstaltet. Tie Leitung hat Pwf. Dr. Küster in Gießen. Tiefe Veransmltung soll den Teilnehmern. besonders lolc^n aus bem Niebcrdeut- schm Flachlande, eine wissenschaftlich begründete Anschauung des Hi'ifcfcn Landes- und Volks- turns vermitteln. Es finden Vorträge unb Vorführungen statt über Landes- und Volkskunde, Natur- und Kunstgeschiclite, Besuch des Oberhess. Museums und der prähistociscknn Sammlung. Auch Ausflüge sind in Ausftcht genommen, so ziun Rö- mischm Limes, zum Gleiberg, nach Schiffenberg, Wetzlar, Alsfeld. Auch Tarmstadt unb Main; soll besucht wnden. llcberaff wirb eine gediegene Führung durch die SehenSwürdigkeiLen geboten werden. ** 2n der Warenausgabetabelle des LebeiisnrittüamteS für die nächste Woche, bic im heutigen Anzeigenteil veröffentlicht ist, wird neben dm übfimen Waren auch eine Ausgabe ameriTaniicbcn Weizenmehl S an gekündigt. Auf tic LebenSnrittelm-arl'e 21 entfallen 800 Gramm, daS Pfund löstet 3,^0 Mark. — Brennholz wird in beliebigen Mengen, von V» Zentner an, vom Lager an den Babnltffen täglich von 8—11 Uhr norm, und 1—4 Uhr narfjm abgegeben. Bcjug- dx'ine werden von 71/»—12 Uhr norm unb 7.3 biS 5'/, Uhr nacknn im Bremißoffamt. Stadtt)ous, Gartenstraße 2, Nebengebäude (früheres OrtSge- ridyt) auSgcgeben. ” Neues Bankgeschäft. Die Firma Rosenthal, MarcuS & Co. zeim im Anzeigenteil ter heutigen Nummer die Eröffnung rhreS Bank- geschästes an. Inhaber sind die Herren Max 9tofxrqu Mtrat. Ein bayerisches Schützen- 'ttt nab erwünschte Gelegenheit zur Einlage einiger sckr:hvla::l»r Georg Buchner smel« in oct .^ivuchenoüen ZitherfoliS mit enter ^KD™J^ut|XT^rT^^1 und wußte bem tVten«'^RTUn^CTt '"»qrabiue Dirkungen zu ent- • u und fohr sein war auch die so el^ne L'eOdegle'tima durch die Zither. — Der ernen noeno ort wirklich gediegener und ovlLtüm- licher, bei derb-humorvoller, aber niemals anstößiger Unterhaltung Der bringen will, dem fä mit gutem Gennssen ein Besuch des Tegernsee« Bauern-Tlieaters empfohlen. ** Uebcr bie Musiktätigkeit der ^.l.i i ? r k a pe I len ha' en baß Rei I S minifierhim und der Teulsck» Mnft"e7verba b gemeinsame Sitbtlimen ausgestellt. Ta5 A lommen bestimmt in der Haupt,datz'di- -ewerbl-che außnbenst.'iä.e Mu itätg'-.v de Mi '.äimuftker grundsätzlich erst in Frage komme., darf, wen« Bmif4nnifi?cr nicht zur Verfüg-ma ü?hen ui:b datz das gewerbliche Kleiiispiel der Mili d-muü:er nur über ben für ben Ort zustärd'.aen ibtifde.-t can» tätiftl-CT bzw. gemrftrnütztge, Ärheus ad) t des Teittsd?en Musiker-Verbandes zu erfolse., bar ** Das L u st b a r tei t s v c /b 0 t für ben Pfingstsamstafl und ersten Piinastfeier- tag, über das nnr gestern berichteten, ist vom hessischen Gesamtministerium für diese beiden Tage in diesem Jahre aufgehoben morden. Bornotizen. — TageSkalender für Samstag:' Xxotel Einhorn, 8 Uhr, Tegenr'ecr Bauerntheater. — Cafe Leib, 8 Uhr, ffionyrt einer Kölner Truppe. — Lichtspieltheater, wie gestern. — Tageskalender für Sonntag: Wie SamSlag. — MitteilungauSdemStabtthea-' terbu reatt Alle Freunde Hornebmer Tanzkunst nx-rben es aufrichtig begrüßen, daß es der iTcrcfhxm gc(u :gen ift Hannelore Ziegler nat langer Pause wieder zu einem einmaligen Gastspi I zu verpflickitm. Tie-'es Gastspiel findet mit größtenteils neuem Programm am Donnerstag den 12. Mai statt. Vorbestellungen topfte man int Briefkasten des StabttbeaterS irttynl gm. — Ter Mildfhäubler-Verein lädt in einer An-eige alte früheren und jetzigen Dbilch-> Händler zu einer AuSipradie über die freie Milch- wirtschaft am Montag mittag in das GasthauS „Teutscher £of", Neue itoeq, ein. — Fraulein Therese Kübel veranstattet am Sonntag ben 22. Mai in der Neuen 9fula einet Liebera bend und wird Lieder von Bethcocn, Schubert, Brahms unb Reger finaen. Fräulein Kübel bittet uns. aus einer Be'prechung eines Lieberabends in einer Nachb'rrslabt. folgende Sätze mi^itcilei: „Eine ausgezeichnete Schulung, eine voi-züglichc Aussprache . verbinden sich mit einer Stimme von namentlich in der Höhe, zwar nicht altMgvoßcnr Umfange, aber von seltener Reinheit unb, auch in ben Klopftönen, warmer klanglicher Tönung. Eine außerordentliche AuS» druckssähigkeit in Dortrag. Charakter imb Minenspiel wurden, ohne getfünfbett zu sein, all den Der» fdÜcbenaTttgen Stimmungen gerecht . . — Die Ortsgruppe der De u tf eben BoP*» Partei veranstaltet am Montag alend tm „Hin^ benburg" eine Mitgliederversammlung, um Uc do» litisck-e Lage und int Zusammmhang bontit hie LandeSauS Äußsitz'mg in Dirm'a t v1 beforc.-1 en. — Tas 2. Bol kSkonzert der GußaD- Bock--Mu'ik'Stiftung findet an nächsten M rtirvch im Stadttheater statt. Tas Darmstädter Streich- Quartett büödjten dort unter G singsvotträ^eu einig-- 5hm* ben. Ttc kirchliche dreier am Vormittag nxir Drt- diönt durch zwei Sologesänge lur Orgel. Ein langer <.hwll»ge Fritz dreier (Bariton) fang ein ein Arwso aus Mendelssohns „Elias" und da- „Friede sei mit euch" ton Franz Schubert- . „ Kreis Lauterbach. * Walle nrod, 6. Mai Für den Glock en» font>S ianbie ein gehöre:er Wallenröder Herr Törtng in Motin hinterifa), durch Vermittlung teuter Schweser. her Fvau des KirckA:nvorsteher chemischen Fabrik) erbaut. Hierdurch ist nun ein ZngangSsvcg zum städtischen „Eich- >erg" nach der Ruppertsburg—Gonter-krrcher KreiSsttaße versperrt lvordon. Daher muß von bdr Fabrikverwaltung ein neuer Zugangsweg vom Eichberg nach der KrciSstraße angelegt werden, wodurch daun da- Wegenetz wesentlich verbessert wird. Kreis Friedberg. 4 Bad-Nauheim, 6. Mai. Die letzte V e r st e i g e r u n g des in den staLklichen Wal- rungen am W i n r e r st e i n zugeteilteu Rei- ^6 h 0 lz e s brachte einen geringen Rückgang »er Preise. 100 Eichemvellen kamen durch- 'chnittlich auf 160—200 M k. zu stehen. Da- <|U kommt für die meisten Stciaerer noch ein !>eträchtlicher Fuhrlohn, der bei der weiten Entfernung des Waldgebietes 100 Mk. für eine Fuhre beträgt. — Der Himmel fahrt- taa brachte unserem Bade nicht den von früher her gewohnten Besuch von AusftÜg- tern. An Ostern ist der Fremdendurchganys- verkebr größer gewesen als gestern. — Eine Kaiserin - Gedächtnisfeier veranstaltet am Sonntag die Deutsch-nationale Volkspartei. Die Rede wird Pfarrer AusfeÜ» (Gießen) galten. eit [Tabellen und Birnen erfroren ist. Zrvetschen, branchekundige 5242c & Vogler, Frankfart a. M. [5277A 5289 h flMotf'trofecJV Wenrünbcl 184®, 5819 IsteHenangebote Möbl. Bi mm er &. öerm. wen 6 tantenftr. 16 NI. »urch 3v< — nicht «rtei;te«rfcM- Für die Abteilungen Kurzwaren, Strümpfe und Wollwaren, Baumwollwaren suche ich tüchtige, Gesucht Meister für Abteilung Apparatebau, Insbesondere für Blech- und Ge- röetarbeiten sowie leichte Eisenkonstruktion. Für Verheiratete ist Wohnung vorhanden. 5279D MEGUIN A.G., Butzbach/Hessen. Hessen-Nassau, Oberhessen. Altbekannte Firma der Markenartikel-Branche sucht zum Besuch der Kolonialwarengeschäfte in Hessen-Nassau und Oberhessen jüngeren Reisenden. Fleißige und durchaus zuverlässige Herren, die den Kolonial waren handel dieses Gebietes oder eines Teiles davon bereits besucht haben, werden gebeten, Angebote mit Zeugnisabschriften, Angabe des Eintrittstermins und mit Lichtbild zu richten unter F. T 3614 an Ala-Haasenstein AbenSnmde war ld»n langer* Beit in ärztlicher Ter Frankfurter Ltagüwat bcr Zimmer ix-m 5. Mai ab Tie Stobtt'ecotbnrtcu in Darm- Itabt genehmigten gef.rm ifir kirren intb Erhv- luiiyiaufenthalte, Solbäder, Ixlitittbrnfurcn ulw. für etwa 1AX) erlx>Un:g4bcbürm e fftrber ben Se» trag von 400 000 ML — Tie voiclangriieflteii in H e i delb erg sind in Streif getreten. Tie Rci- 1 enden sind gepvungru, alte Arbeiten selbst zu Herrichten. MWMe» in dauernde Stellung. Offerten mit Zeugnisabschriften und Gehaltsansprllchen nebst Lichtbild an C. Laparose, Dillenburg. Wir suchen zum möglichst baldigen Eintritt eine gewandte junge Dame die perfekt stenographiert und die Schreibmaschine flott bedient Nur solche Bewerberinnen, die bereits ähnliche Stellungen bekleidet haben u. vollständig sicher arbeiten, wollen Angebote mit Zeugnisabschr. unt Beifügung v.Refe enzen,Lebenslauf, Bild, sowie Angabe der Gehaltsansprüche einreichen an MEGUIN A.G.j Butzbach/Hessen Abt. Sekretariat 5280D SemM sofort gesucht. 525g StzsMW & 60. Iliüiii ।. < liuyitttiiiiihiMiiiiiiiui ui ßräulein 18 9-, lucht Etellnna zu Lindern und zur Wetter- auSbilduna Im Haushalt mit Familienanschluß. Ost. des. unter E. L. 441 Kodolf n oe, Berlin W. .35. *Ltot6- bomer S trahe 33. Lackfabrik sucht bestens eingeführten Vertreter Angebote u Aufgabe von Referenzen erbeten an: M & B06, Cafidbrit. Bannen-Hlttraöaüien •* ffurze Nachrichten aus Dessen and den Nachbarstaaten. Lehrer Botzier feierte dieser Tage sein 25tähnges Lehreriubrianm m ff l ein-iJi n’bcn. T« Schüler halten ben Schulsaal geschnrückt und Wandervögel brachten brat Jubilar abc-'d- an Stil bim. — Ferdrnand Jung aus fflein-Linden hat da- Uivrmai rin Baufach zum Obrrbcufchrctär für ben mittleren Staats- w4> ffrt Athenfl gut befta: ben. — Tas von Piarrer Weidner mit Gliedern sauer Gemen d? ernprilbte und an mehreren oberhafischen Orten bereits erfolgreich ausgeführte LuterfeftsPÄ von Derrig nhrb heute abend auch in Lollar auf- geführt. Ter V^saunenchzc von fflern-Lrttben hat (ein; Mitwirkung zugefagt. — In bar- Le d> ist brr letzte Ältretercm von 1870/71, Buchner, rin Alker von 73 Jahren gestorben. — K Sa äsen mürbe gestern der Sparkassen re chner cher unter zahlreicher Beteiligung beerdigt. — In L i ch hat sich ein Kvnsumverein gebildet, an dem es bis letzt hier noch gefehlt hat. — In Münhenberg herrschte loofc des ungünstigen Vetter- an Dimmelfahrt reger Verkehr. Die Meinbahn tonnte die Besucher kaum befördern. Luch Ktoster Arr-durg, wo fick -ahlreiche Turner emoefunben harten, war stark belebt. — Auch viele ©iebener Ausflügler hatten sich nach beiden seit Canttüirtfcbaft. ± Grünberg, 6. Mai. Tie Wiesen zeigen rwch geringen Graswuck^, obwohl in mrr bis fünf Wochen dir Heuernte zu erwarten ift Tie Viehzüchter, die schon oonaes Jadr eine geringe Vtu* ernte batten, haben Mül>c, ihr Vieh durchzubrin- gen, da das Grünfutter infolge der Trockenheit fehlt. Die Älceärfct liefern in normalen Jahren schon Mitte April Futter. Tas Grünfutter ist aber für die MilchproduLion auöcrorbcnt- lich wichtig. Tie Milch- und Butterer >?ugmrg ist daher gegenwärtig gering Weiter hält die niebrige Temperatur das Waclptum zurück. * Aus der mittleren wetterau, 6. Mau Ter durchwrichenb? Regen tarn. geraK zur rächten Zeit. Auf Berg ackern war dre toom merfrudjt bi folge der geringen ®nitrr- feuchtigkcil fdKecfxt gesamt wib am gegangen. Tee Saat flxuii» still, wie bcr Iffi biuiifige Ausdma Heidt, uni» ei zeig tat sich bereits gelK* ‘Sn'jen an Hastr und Gerste. Auch dem hinter» getreibe kommt bte Feuchtigkeit sehr zu ualteu. Seit langen Jahren rum erstenmal „Ixrt der April dem Drin nid« die Aehre gqetgt" Auch tonnte infolge der Trodenchril das ,,Bufdte.i" .tor „Bestocken" kid)t, wie es wünsck-enswert wäre, geschahen. — Die Dickwurz gingen *ur Neige und 'fflee war noch nicht gavacltsen. Bereits wurde das eine eher anbac Stück Vieh 511m Verkauf vorgesehen. Die Milcherzeugung liest lehr nad) und mandx l'anblaite rütatm ihr Viel» mit Stroh und 'Tisteln. — Bor allem kämmt die Feuchtigkeit den Diesen zugute, bi nun das jeinc Untergras wackFen kann. — Jetzt lästt sich auch der Schaden des Frostes an der Obstblüte übersehen. Apr ko'en urb Psirstche können in biriem Jahre nicht geerntet iverden, höchstens an Bäumen in geschltziai fcöflageu. Früchte von Zwetschengrvhe nnr,e(n und fallen ab Auch den ffiq-ücn hat der Frai'l vor vierzehn Tagen sehr zugeietzt. Nur Jribhkirschen bilden guten Ansatz und die spätblühndm Lauaktrichen; bei fast allen artberen ffirfdjb mimen fallen eben die Blüten herab, d.i der ^rudittriotcn sdpoarz, d. t). Margarine-Vertretung ju vergeben. S"chc steis;iae Herren als Vertreter, die bei der Kolonial' und Backer-ffundschafl beruorragend ein» aciügri und. Ed. Hex Gentech, Magdeburger Maraarine Inbuür ic,_Mag-Laubach Dcamfualtetei am letzten Doruitag in Laubach einen Liederabend mit Sutrm tüiifilmfcbcn Erwla — Mvrge.i feiert in tvhc Otto Schneider, Müglied der Landwirt- fdxififlannner und des Provintzialausfchustes, mit inner Chesrau Marie geb. Sack silberne vocUynt; gleilbzeittg sein Barer, HItbürgcnnrifier August Schneider, mit seiner Ehefrau Aise geb. öergert, das goldene Ehejubiläums alle rüfiifl und gesund Bürgermeister Schneider stand 27 Jahre als Drtd- oberhaupt unserer Gen»stnde vor. — In Ober- Ohmen üst die elektrische Lichtanlage schon geraume Zeit fertingciürflt, tonnte b.sher aber noch nicht in Betrieb genx>nrmc.i inerbcn, weil die Wasserkraft wegen der Trockenheit ftifiiegt . Jetzt wurde nunmehr ein Motor eingestellt, io daß die elektrische Beleuchtung uorgeilcm zum critenmal funktionierte. — Ein kriegsgefangener Franzose auS Ltwn versprach bei ffriegsend- fernen Quarncr- roirten in Ruppertenrod, sie später wieder au besuchen. Er hat Wort gefaltet und ist auf der Lochteit-reise mit seiner jungen Frau dieser Tage hier eingetroffen. — Eine vor kurzem in bat Waldern deS S chli tzer landes abgehaltene zweite Streife nach Dildschweinen verlief weiter ergebnislos, trotzdem etwa 50 Schützen zur Stelle toaren. Tabei wird die Anweenheit der Schwär^' kitte! durch erheblickien Flurschaden fast täglich neu bewiesen. Eriola durfte eine „Sauhatz" erst rin Winter bei Neuschnee haben — Um der Wohnungsnot tzu steuern, baut die Gemeinde Wißmar ein ViersamklienwohnHaus. ■— In ffr0fbrrf wurde der Lehrer Bedstlwld |um Vorsitzenden dcs SchulvorstandeS gewählt. — Dfarrer Martin in ff ö n i g i bera wurde am 1. Mai vorigen Jahre) nach WeilmLmler versetzt. T-ie hiesige Pfarrei scheint unbesetzt -u bleiben. Wegen der Wolnrungs- rnot wohnen nunmehr drei Familien im Pfarrhaus. Tie Anttsgeschäfte versteht Pfarrer Scknnid- Enrinbach — FLr Siedlungen und landwirtschaftliche Zwecke wurde von der Stadt Wetzlar das Lofgut Magdalenenhausen (108 £^Ttar) des Fürsten von B«runfe5s für 500000 Mark gekauft — In tzerborn wurde ein sechsjähriger Knabe, der sich an ein FuhriveiL^ehängt hatte, überfahren und getötet — Einer der ältesten Gafthöfc Marburgs der „Alte Ritter" am MaritFatz, Ijat seine Pforte geschloffen .Das HauS ist von der Stadt an gekauft und soll tu Bureauräumen beim bt werden. — Vorgestern wurde in der Gemarkung Wehrda die Leiche einer Frau, die kurz vorher ins Wasser griprungeu war, gelängt. Tie SZauhn. Bureau In Bafl-laakelB sucht per sofort oder suater tüchtige, erfahrene Kraft: Steno typ ist oder Stenotypistin für DaaeratBllui. Bedingungen: Verfekt in Ausnehmen KSabeUb. bevor».» il Uebertraaen, flotte •6nnb1d)rlft gute Gchulblldang. Aniänger zwecklos Cif. ul Lebens tauf, ^eugniöabfchr.. tlann sucht au ui 1? feunl möbl. Zimmer. Unaeb. u. 1558 an Herfa, berfembert. Der Vrand tonnte in kurzer Zi loscht rverHen. Die Banbc selbst entkam jebod) im Dunkel der Nack)t. Am Himmel- fahrtStage wurde der Haupträdelsführer Graeb tm Nitolausstollen erttdeckl, festgenommen und vorläufig dem Amtsgerichtsaefäng- niS in Herborn zugeführt. Zm Besitz des Graeb sand man einen Revolver und 29 Patronen, der später im Walde aufgefundene Koffer barg eine Menge von Drebeswerk- sengen und zahlreiche Betäubungsmittel. Wra*. Lchuhmacher- bedarsSartikel. dünnerem Manne ist ©elenenbett geboten, bei zufriebenftellenden Leistungen fick eine gute Zukunft au sichern. Schriftl. Angebote, mit Angabe des frühesten Etntritts- termins unter 5.316 an den (Siebener Anzeiger. Sniittr n. bftjucinfr NkbkWkkSitüß bietet Üchpenf.Beamten. Lcbrern und sonstigen Vertanen bergebUbeten Stände durch Änwerben von Mitgliedern für eine grofezngiae Be amieitberforfliinod-toe: lellidiaft. Schriftl Angebote unter 5181 an ben Tiefe. Anzeiger erbeten 2 Mlllttßkhilstli per sofort ob. später gesucht. K. K&mereif, Laadpde a. d. L. 51H8 6isirü4ii|tii)iiiib au vert Fcllinasbanfen, »878 Hau- Nr. K>. 1 Läuferichwein au verkaufen. . Rodbeim n. d. Bieber, HanS Nr. 5. IHaMee. Jbm*». * flr°r- retreleuakeck.einrlflCbr. Bauer«, neue Fatrrafl- ■edala uub ■lattai billig Aii verkaufen »Ms 4tHerweg l'Z III. TeutichcS «iniefter Huudchcu, 7Monaiealt. aii verkamen «-ustadt 49, Hmthd- v. 1 Liegen,- u. I Fleiner eitzkiuderwasen zu vk. 06841] Ebelüra«e 30 I. toriidcheu ober AitSbilfe für kl HauSh tagSüb. flef. t**4 tonrteuftrn fee 1 ■"> 1 Für einen bürgerlichen frauenlosen Haushalt ein braves, steiniges Mädchen f. sofort gesucht. Zu erfr. Babnbosstrafee 65 p. Mädchen tagsüber gesucht. (>6917 ______MänSbu rg 11. | Stetlengesuchej Juncea H&dehea da» sich im Haushalt vervollkommnen milchte. Mt Stelle »ls -lützk In gut. Hause, auch auSw. Sch r.Aug.u.0666',a.G.A. Bessere Beamtentochter Ende der 20er Jahre, in Küche u. HauS mit erfahren, muiitaL, sehr fol, sucht bis M 5. Stellg. als Stütze in nur beff. Hause (älter. Ehepaar ob. alt. allein f. Damel, Giefeen ob. nächste Nm geig Verlangt wirb iu erster Linie gute Behandlung, yereflegunn, Wohnung und Farntlien- anschiufe. Offerten unter T. 100 an Herfo, Mi't.-- Auuonc.» Eroed.. Filiale Wetzlar a. d. Labm [‘)288h Anst. st. Frau (&me.) sucht St. a. HattSh. 1. frnu nl Hattsh . wo sieihr schulofl Sllnb mitbr. t, geht auch aufs Land. Schr. Angeb. u. 5311 an b. Giefe. ?ln». lassen etne toartr t nwithr, fc «T.^rT Teil der Blüten erfwtm flL 9ha die »yelbäume, die eben in voller Blüte baftrim, berflncdjat eutr gute Ernte • Ob er-Widder-Heim, 5. Mai In vergangener Woche wurden hier einige Stücke gerodeter Waldboden verpachtet. 600 Quadratmeter erzielten 400 Mk jährliche Pacht, das sind für den Normalmvrgen etwa 1600 Mk. Dabei ist da- Land von gerinacr tWiCHSMÄDJl BOHNERWACHS | ICircbc und Schule* I- Lich, 6. Mai. Die Säle de- seit Ostern nach Friedberg verlegten Borseminars wcrden jetzt von der Volksschule benult die sehr an Platzmangel leidet, weil ein eüv* beillidKS Schulgebäude fehlt. Die SchuMaß- fen sind in der alten Stifl-schule, in der Büv- gcrmeistcrei, ijn evangelischen Gemeindesaal und nun auch noch im Vorseminar untergebracht. Die Stelle eines Schuwieners ist jetzt ausgeschrieben worben. ri. Lich, 6 ifrin. Im Walde, m der fo#6- nannten Meil^ch wu de am Himmelsahrtstag da- in der cynvyn Umqegend beliebe Wald-.u- swusfest gehalten, bat* auch die-mal ttutz bc > fallen Dctters gut besucht war Stebrtr war Mrsff>M»ar Weismmm aus Darmstadt. Auch hnrftr der 'lk>- famimdpr tun Weiteres mit Am TUcnb hrrit der Missionar hier noch einen gut besuchten IR®- stonSvorttag in der ffirche. vermliehteA. • Die älteste Zeitung der Welt befindet sich rn China unter dem Nomen „ffing Coo" Sie besteht fetzt über tausend Jahre, beim die erste Nummer erschien im Jahre 911 und seitdem nnrd sie tm chintv- fischen Staatsarchiv aufbewahrt. Auffallend ist, daß diese Zeitung in ihrer Einrichtung noch genau so nrie vor Jahrhunderten besteht, und daß in den langen Zeiträumen 15 ihrer Redakteure kurzerhand gekLpft wurden, weil der Inhalt des BlatteS dem maß gebenden regierenden Herrn nicht gefiel. Pferd leicht. (Ftnfpnnner, wegen Sterbefall sofort *11 verk. Heuchelheim, ffllefeener Strafee "x 06904 7 erstklassige Ferkri iu verkaufen. 1060‘J • Hcinr. Müblich Wwe., _ LL t fe in 01 91 r. 122. Zu verkaufen: Tentfcher Schäferhund Milbe» lehr wachsam. Hof- u-Bogleiidunb. sehr schön. Tier, ttnber- u. neflügel- fromm bei Karl Belten. Göbelnrob bei Grünberg IZahnsta ion-f «1 JfBtiÄtr ediitrhni (Zuchssarbef sehr wachs, ist urnftanbeoalber sehr preiswert au verk. IM 18 Näheres Vlockitrafee >. TjünjtlFgtiäliiifr mit Oabn wegen Platzmangel »u verkauf. cbr.K Inder! lege wag. AHDcrL Seltermvcg 52, Nebcngeb. r. ^uersragcu »wisch. 5-6 nachm. [06923 Sinött’Slappilillitn gerollt ii. g t erhalt., zu vert Su ertragen |7i»90h Hcrio, Plockstr ihe 5 verschiedene Mode! \ Kinderwagen Anrnqe und 5'chuhe zu verr Kirchcnvlatz 15. $irt8ri8t»i.3niiiftr zum Aus suchen, gutgeh. getr. Tqirticnubrcn bill. zu verkaufen. (06915 Koch, Mublftranc 2. Flachsanbau. Slrohsreien ftlachS, auch Werg und Aarn tausche sofort um gegen HauS- macherletnen, und Handtuchstoff geg. Arbeitslohn. Robert Ang-eteln, Dillenburg, «w Uferftr. 5, neben Postamt. Sin mit Telefon 622 angekchloffen. [5294 Sten Unna $111 Kunstschneiderin Glaubrechtttrake 5 IL Für 4 Bauplätze in aller- 25000,— als erste Hypothek gesucht. Gefl. Angebote u. 1 '689.5 a. d. Gieß. Anieiger. Borwärtsitrebende und Erfinder gute Berdienftmöglichkei- ren? Aufklärung und Anregung gebende Broschüre: Ein neuer Geist? 1000 ’Sohnntiiingtn, 800 epolitrlatttn zu vk Lteindach b.Glcfi , 06875 Hauvlstrane lOO. Gut erb. Sommeranzug ioivle I Aegcnmautet, Gr. 48. vreiSwert zu vk. Vabnbofftraspe 38 II, L fteiner HaD Amos mittlerer Gräne zu oer- kauken Schriftt. Angel» u. 08874 an b. Gtefi An» ftan neue Schülcrmiive, IlafHg. 'Gr fi' i.SO Mk. nebr. 3h hübet if9.5Rcm) fÜTU-omt, 1 P. Kinder ftiefcl Cät. 25) für 25 Mk.. IP k Saudaleu «Nr.24> Ar lb Mk. zu verkaufen 06843) etciustratze 90. Einige febr gut erhaltene Sonieer-änxttge tmitilere Gröfief, 1 fast neuer blauer Mllltär-eck, einige Paar getr. Etisfel zu verk. °—» Näherer» Sli-Ailan • IL Bauschutt u. Erde toeioeleJIlisr EamStaa, 7. Mai 1021 abendS 8 Ubr pünktlich Generalversammlung im BereinSlokal .Pottkeller^. 5315 Der Vorstand. SngtnO-i.etuiitnttn- gruvieL ifeufidinatio- nnltn Sollspattti Sonntag, den 8. Mai 1921 AuSflug 5274r «.Kloster Arnsburg Treffoimkt 9 Uhr pünktlich a. d. llnik-Bibliotbek. Effen mi.bringew Ebenso 3uvfgeigen und Ähnliche» Nachm. ges. Zusammensein. Rückfahrt von Llch 7 Ubr. Der Vorstand. la Wkweill garantiert naturrein sebr preiswert empfiehlt in ftlaschen und Gebinden Emil Schmal! Bierarohbdlg., Giefien, 7 ftrankfurter Strabe 7, Telephon 83. e*. Besonders güntttger Bezug für Wirte. 5i!m-5erien vollständigen, meterweise für ftamilien KlnoS hält grobe Auswahl „„.o Central - Drogerie Schulstrahe. | Verschiedenes] morgen Sonntag Ist meinSeWstgeWet. Damen-3rnear-(5ef(Böfl Sandory Neustadt 19. Kaufe — getragene Herren- und Damenkieider, Wäsche, Schube, Möbel all.Art. W. Schmidt Kirchenvlatz 15 lLadenj. Ltall pachte» Sw'lull ge,ucht. Schttfll-Anaeb. unu 06929 an den Gietz. Anz. erbet Tourenrad geg. Rennrad zu tauschen gesucht. Schriftl. Angebote unter 06854 an den Gien. Anz. Beamter, 28 I. alt, lucht Bekanntschaft mit Dame Mts OMiger Heirat. Schriftl. Angebote unter 06862 an den Äiffi. Anz. Start. AimtelUer, 26 ft., bl..schlank.Nichttanz^ lucht zw. fpät.lelrel d.Bekanm- schaft e. einfach. Mädchens i20-30 ft.i. Nur ernsthafte, uichranonnme schriftliche Angeb, u. 5219 an d. G. A Junger Deutsch Amerikaner wünscht die Bekanntschaft einer vermögenden iung. Dame im Alter o. 20 bis 26 ft., die einverstanden ist, mit nach Amerika au gehen. Offerten mit Bild unter ■. B. M Hayem iRheinland» postlagernd. ftrl, evgl.. 27 ft. alt lucht da sonst keine Gelegen!), gebot., auf d. Wege mit foL Herrn in sich. Stelt Zwecks später. ^c,rai zu werden. Schr. Angebote u. 06877 an den G. Anz. Diskretion Ebrensachel ■ Nr. 105 Zweites vlaü Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Sametag, 7. Mai 1021 Deutscher Mcicbstag. Berlin, 6. 1921. Prä'ident Loebe teilt zu Beginn der Sitzung nut, *»& ter Reichskanzler übet die Xhxtguthc der letzteii Tage tu® Erllärung ab geben möchte Unserem yotfd-ojter m London al gestern dos Ultimatum deS Obersten Rat« durch den englischen Premierminister übergaben worden. Außerdem ist int Lail sc der Nadn Der englische Text der Bc> sck»lüsse der $Ulitertcn über Ke Reparationen und ßaMuugdFo; bcrimgen eutpctroffen. Es sind um- swigr eiche Schri tsLcke. btc gegenwärtig der Prü- Turtg der f^cfiork' unterliegen Tas Kabinett wird alle Sargsalt darau, tciTfcnbct. die sachlichen Un- tetlagen für Ke (Snt irfieibung vorzuberciten, die dem nenen Kabinett -;b(rgt — Ucbcr die Auf- flcitbdbcto.’ginifl in Cbu-rf'lie[icn hat da- Kabinett gestern dem ausivärttgen Ausschuß Bericht erstattet. ES hat sich ereignet, woraus die alliierten Regierungen immer wieder mit gröfitem Nachdruck hin- gewiesen. Die Vorbereitungen zu einer gewaltsamen tolmfthen Mion sind so offen vor sich flcqanflen, datz über die aufrührerischen Zwecke und Wsidsten längst kein Zweifel möglich war. Heute hat sich dec polnische Olufstmtd bereits über das aan^r Gebiet bcrbccitct, das nach Sterben durch Die 'ogenannte Korfanth-Linie bezeichnet wird. Teilweise hat die Bewegung über diese Linie hinaus- gcgriften. (Hört: hört!) lieber die polnische Grenze find Waffen und Ausrüstungen nach Oberschlesien gelangt. (Hört, hört!) Die Aufruhrer sind nach vielfach vorliegenden Meldungen glämend bewaffnet. Ans weldicn Beständen sollen diese Mengen von Waffen stammen'? Tie Vorbereitung des Aufstau dcS läßt auch über die militärische Leitung der Bewegung keinen Zweifel. f£>ört, hört!) Daß polnische Offiziere und Soldaten, rocrtn cnrch keine regulären polnisch-n Trnvpeirkörver beteiligt sind, wird lanm in Abrede gestellt werden können. (Hört, hört!) Ofsenbar besteht der Plan, vollendete Tatsachen im Jntcrcsse Polens zu schissen und damit den alliierten Regierungen die Hände zu binden. Die polnisch? Presse in Warschau ruft die polnische Ge- sellschrst zur Hilfe für die Insurgenten. Auch liegen Anzeichm für Polens Mobilmachung vor. (Hört, hört!) Ten bitteren Ernst der Lage empfindet unser Volk in allen feinen -Suchten. ES ist das Schicksal heuer deutscher Mitbürger, der Bevölkerung eines beut] dyn Landes teils durch dert Friedensvertrag in die Hände der alliierten Möchte aelegt, und es muß mm mit zerrissenem Herzen sehen, wie unter den Augen dieser Mächte, entgegen ihrem verpfändetem Wort, unsere deutschen Brüder Opfer polnischer Gewalttaten werden, an Leib und Leben bedroht, an Haus und Heim ge- fäbrbct. Bon allen Seiten dringen Hilferufe zu uns. Unseren oberschlesischen Volksgenossen versichern wir, daß wir alles, was in unserer Macht steht, tun, um sie in ihren Rechnen und in ihrem Leben zu schützen. (Lebhafter Beifall.) Wir müssen daraus achten, daß nicht irgend welche Akte von Unbesonnenheit und Verzweiflung stattfinden. Es ist ja klar, daß die Gegner nur darauf lauern, um uns in Unreck- zu setzen, um vor der Welt sich der Schmack zu entziehen, daß sie ein wehrlos gemachtes Volk vernichtet haben. Mit Rücksicht auf die gesamte Lage müssen wir auch an die Deut schm ausyrhalb des ausständischm Gebietes die Aufforderung richten, die Aufgabe der Re- aierung durch b sonneues Verhalten -u unterstützen. So lehr unS das Blut in den ^ch.wn Hxljt, io überlegt muß alles fein, was in Oberschlesien zu tun ift Ich darf nunmehr die Note verlesen, Die gestern an die Besatzuirgsmächte in Lotidon, Paris uni) Rom gerichtet worden ift nadjöem wir am Tage zuvor bei diesen Mächten nachdrücklich Ein- sprach eingelegt und 90>büfe gefordert haben. Diese Note vom 5 Mai hat folgenden Wortlaut: Tas oberscheiisd« Abstimmungsgebiet befmbet fach beute zum gröb'en Teü in bet Hand pZnucher Banden. Die friedliebeid? Bevölkerung wird au s schlimmste terrorisiert. Morde mid Verschleppungen häufen sich Ter Betrieb der Gruben- und Hüttenwerke wird gewaltsam verhindert. Tie Zerstörung dieser to:r trollen Produttr'nsüätten i>t zu befurch» ten. Sborfantn matzt sich die Stellung eines obersten Leiters der Verwaltung an. Er ernennt Militär- und Zivilbannte und verhängt TrdrS- strafen. (Hört, hört!) Tie polnisttien Beamten fmd i" dimer bewaffnet und militärisch orgariiert. ^^re Aktion hat sich planmäßig und blitzartig über bä? ganze Land verbreitet. Die frv.b tdx Bevölkerung lewahrt demgegenüber bisher eine musterhafte Rul* Da^ Gelder ist gemäß bent Frieden von Versailles der internllivrten Kom- mission zur Verwaltung amxrrtraut; Tr:ipven der alliierten Mäctüc holten es besetzt. Bislier hat weder die Kvmmisfioii. die onenbar von langer Hand rorberer.eie Bewegung ;u verhindern, noch die Truppenmack2 den Aufruhr wirksam zu bekämpfen uermodü. Die deutsche Regierung verwahrt sich wiL» rholt dagegen, frift bie biShetr;e Zurückhaltung der großen Mehrheit der Ber 51- tecung so aufgefastt wick». als oo sie sich bei der Gewaltherrschaft der polnischem Beamten beruhten und daß die gegcnnmrtige Sachlage bn der bevorstehenden Entscheidung ül»er Oberschtesien in I Betracht gezogen wird. Die Bevölk rung kann verlangt, tute die alliierten Regicrungim irrer | schwere i BerantNwrtting teimi&t, uvver üg ich für eine derartige Stärkung der Besatzung:truppen argen, datz der Aufruhr binnen kürzester Zeit mb.*«* getuorfcit mrd die £h tranig im Lande wieder l.ern- Itellt wird. Tie deutsch^ Regierung schließt sich br* fern 95erlangen mit allem Nacktdruck an u?;b ei fudit um eine Erklärung der dortigen Regierung, ob fte gesonnen ist, gemeinsam mit den anderen beteiligten Regierungen alsbald die zur Herstellimg der 9tnb' erforderlichen Tmlitä.rildjen Kräfte rinrzu setzen. Sic ist bereit, ein tatkräftiges imb schnelles Erngrciscn der Maditmittel der Alliierten zu ertädjtmr und ihnen alle gebotene Forderung zuteil werden zu lassen. Tic deutsche Regierung bedarf einer solchen Erklärung, um enh'dxnben zu kennen, ob von bcutfdier Seite Maßnahmen zum Schutze der ober* sckckefischen Bevölkerung %u treffen sind, die vom deuttchen Volke auf das entschiedenste geseibert werden. (Lebl-after Beifall.) Die deutsche Regierung vertraut, daß die alliierten Mächte die ilmen nach dem MiedenSver trage zu fallende Anfaabc tu vollem Umfange erfüllen werden, wie es ffrre Bo- volsmächtiaten Vertreter in Opreln der Bevölkerung am d. Mai öffentlich an gekündigt und wie sie es den deutschen Bevollmächtigten gegenüber wiederholt bestätigt haben. Hin^ufügen will ich noch, daß inzwischen die Anordnungen in die Wege geleitet sind, um die Reichswehr in den Stand zu setzen, in kürzester Frist dasjenige zu tun, was nach dem Ergebnis unseres Schrittes bei den alliierten Mächten als notwendig erscheinen mödyte. Mit diesen Erklärungen Muß ich mich für jetzt begnügen. Ich glaube, daß ich in Ihrer aller Namen und im Namen des deutschen Voltes spreche, wenn ich der schwer geprüften oberfdilefifdcn Bevölkerung iarrufe: Harrt aus, standhaft wie bisher! Auch Euer Weg wird allen finsteren Mächten zum Trotz aus dem gegenwärtigen Dunkel wieder ins Helle führen. (Lebhafter Beifall.) Abg. Ledebour (IL): Wir beantragen Besprechung der Erklärung des Reichskanzlers. Nach unserer Auffassung ist das dringend notwendig. Wir hatten erwartet, daß das ohnehin geschehen würde. Die Notwendigkeit ist verstärkt worden durch einige Ausfül-rungen des Reichskanzlers, die den Ansdrein erwecken, daß die Regierung von der Haltung, die sie gestern eingenommen hat, sich in eine Richtung hat abdrängen lassen, die büxmkliche Konsequenzen hat. Gerade weil die gegenwärtige Regierung nur eine Geschäftsregierung ist, ist es notwendig, daß der Reichstag für die politischen Geschäfte bic Verantwortung tragt. Abg. Braß (K.): Auch wir sind der Meinung, daß eine Besprechung folgen muß. Die Erklärung des Reichskanzlers entlrält schwerwiegend« Mitteilungen, besonders bezüglich der Verwendung bet Reichswehr. / Wir sind nicht gewillt, das deutsche Proletariat wie im August 1914 in den Krieg und in den Tob treiben zu lassen, ohne daß eine Aussprache im Reichstag erfolgt (Zuruf: Zur Geschäftsordnung!) Don dem Prinzip der Geheimdiplomatie unb van dem Bor-vollenbetv- Tatsachen-stellen muß abgegangen werden. .Abg. Müll e r - Franken (S.): Wir sind mit dem Reichskanzler darin ein^, daß der bitter« Ernst der Lage von allen Schichten der Bevölkerung empfunden wird. Unb gerade in dieser Stimmung müssen wir uns fragen, ob es im Interesse des deutschen Volkes unb besonders brr deutschen Arbeiter liegt, jetzt in erne Debatte etitsutreron. (Lärm auf der äußersten Linken.).Hierüber hat auch in den Verhandlungen, die vorgestern und gestern im Ausschuß für auswärtige Angelegenhci'en statt- gefunben haben, Einigkeit geherrscht. Vor dem Einsatz militärischer Kräfte muß natürlich das Plenum gehört werden. .(Zuruf Adolf Hosf- mamis: Müller fäfrrt wieder nach Paris!) Abg. Lcbebvur (USP.): Wirixn ein mal erleben wir, daß bei einer gcfafrrbnobei ben Situation die Haltung des Reick-stages eine Besprechung unb Beichtußfasstmg veihindei t unb es vertrauensvoll einigen Herren überläßt, die Geschäfte weilerzuführen, bie sich bereits tiotrec.urt haben. Tic letzten Erfahrungen sollten uns lehren, selbst zu entfdxibat, statt sie einigen von Eharakter und Gemütsart sehr angenehmen Herren zu überlassen. Ofsenc ÄuSspiuche kann niemals schaden. Tas bip'.omansche Geiximkrämerfysiem bat abgewirtschaftet. Reichskanzler Fchrcnbach: Die Lehaiip- tung von einer nächtlichen Linnesänderug der Regierung gehört in das Gebiet der Traume. Ick tonn nur feststellen, biß de Auftasfnng der Regierung heule nock gmiz bie gleiche ist. (Abg. Ledebour: Sie haben sich hier aber ganz anbcrs ausgibrückt!) TaS ist mir gar nicht eingefallen. Zck habe mit der Möglichkeit gerechnet, datz eventuell, wenn desenigen, bic in erster Linie letzt bie Pflicht haben, für Wiederberstcl'unq dec Ordnung m Oberschlesien zu sorgen, benagen, was dann? (Lärmende Zurufe in b lln.'erbreckllng.'n links, Rufe reckts, erneute länneibe Zurufe ItnK unb große Unruhe, bi der bic nächsten Worte des ReichSkmizlers brUig verloren gehen. Man hört nur noch bie y. Malt »ahn (JT.): Tie Erklärung, die der Reid'skanzler abgejebet hat, wird uns vcr cmlaiseii, eine Bespiedmug zu erzwmgcn. .Gelächter.) Sie hradt rcckrs werben mit ihren Aal kulatiouen sehlaelxn, und Si.- werden bäte» mit allem dbackidruck erfahren, • öS die V. K. P. D be- deutet Ick kann Zlmcn venidrm, die Monwbic, die hier gespielt wird, madu das dcutscke Volk rridu mehr mit Wir fpredm dieser Regierung, wir fpreckien jeder anderen Regierung, die tnrrd) Knl> iKDib’l aufgebaut wird das Reckt ab, über die Lebens- und Sclnck'alsfvagen her deulsdnm Ar- bciten'dxift «i cntfdieiben. (Gelächter und Zurufe: RdoSkmi !) Jetzt l>at daS deutsdx Volk hav Wort Stüvmifdxs Geläditer.) Ich verstehe nicht, wie der Wg. MÄlec-Fransen erklären fmur, cS liege keim Bevanlassung zu einer Be'pnedr.mg lot. Der Reichskanzler hat mit aller Deutliditeil gesagt, das; die ReickSwehr m Gang ge'etzt werden soll Gestern im -lusschuß haben die Dcnitschnationalen sclzou nach tem Kriege gerufen, und dazu erdärcu wir, daß die deutschen Arbeiter über ilyre wichtigste Lebensfrage sckbst zu entscheiden haben Deshalb ist es unbebuigt notwendig, in eine Bespredning etnyitreten, unb wenn wir sehen, daß die bürgev* lichcn Parteien einschließlich der Sozialdem7oratic (Zuruf bei den Kourmuiiisten: Wie immer!) es verhindern wollen, frier in bncitefter Oefsentlich feit diese Dinge davzulogen, Jo werden wir ihnen beweisen, daß wir bie Besprechung erzwingen werden. Ter Antrag auf siofbetigc Besprechung hnrt» gegen Kommunisten unb Unabhängige abgdelmt. — Unter großer Erregung unb Lacm fdXiefit Präsident Loebe die Silmng, indem er unter ftftr- rroifdxnn Beifall der bürgerlichen Parteien mit teilt, Hatz er die nächste Sitzung sestsetzcn wechc. Schluß 41/4 Uhr. An- dem Ueiche. Die Derteurrung des Druckpapiers. Berlin, 5. Mai. Don den Reichstagsabgeordneten der sozialdemokratisch. Fraktion, des Zentrums, der Deutschnatwnalen, der Demokraten, der Bayrischen Volkspactei und von dem beutschvolksparteilichen Abgeordneten Dr. Cremer ist dem Reichstag folgender Antrag zug.'gangen: 1. Die Reichsrepierung zu ersuchen, mit tunlichster Beschleunigung unter Anwendung der Verordnung gegen Preistreiberei vom 8. Mai 1918 die Gestehungskosten für Zellstoff, Holzstoff und Zeitungsdruckpapier durch genügend zahlreiche und eingehende Revisionen festzustellen und zur Prüfung der Preise an Hand der Revisionsergebnisse einen Ausschuß einzusetzen, dem Mitglieder des Reichstags, des Reichsrats, des Reichswirtschaftsrates sowie Vertreter der Zeitungsverle^er und der beteiligten Industrien m paritätischer Zusammensetzung angehören, 2. hierbei feststellen zu lassen, ob eine Preissenkung etwa durch Kartellmaßnah m e n behindert wird, 3. das Zeitungsdruckpapier in die Tarifklasse B ohne Erhebung eines Zuschlags für gedeckte Wagen zu versetzen, 4. um der deutschen Presse den lieber» gang von der gebundenen zur fre en Wirtschaft zu erleichtern, für die Monate April bis Juni 1921 je 6 Millionen Mark zur Verfügung zu stellen. Aus der GetperkschastSbewegung. mc. Frankfurt a. M., 2. Mai. Die Gründung des Gewerkschoftsbundes der GastwirtsangefteIlten auf christlichnationaler Grundlage wurde auf dem Ver- bcmdstag in Halle vollzogen. Der Bund der Hotel-, Restaurants- und Kaffeehausango- stellten (vormals Deutscher Kellnerbund im Genfer Verband) ist aus den Freien Gewerkschaften ausgeschieden unb hat sich den christlichen Gewerkschaften durch Verschmelzung mit dem schon bestehenden Reichsverband der Gasthcrusangestellten cmgeschlossen. Uns dem besetzten Gebiet. Marokkanische Mörvcr. fpd. Höchst a. M., 6. Mai. Der dreißigjährige Kaufmann Burkinann wurde in der vergangenen Nacht in der Nähe der Farbwerke von zwei Marokkanern des hier einquartirrten 63. französischen Infanterieregiments überfallen. Die Soldaten richteten chr Opfer durch Messerstiche in den Kvpf schwer zu und schnitten ihm dann den Hals durch. Burkmann verstarb nach wenigen tzerrn Collins Abenteuer. Roman von Frank Heller. 10. Fortsetzung. (Nachdruck txrbottn.) Eines schönen Tages im Mai sand ;et»sch Mr. Ingram in Gsthenburg Rv.cks eleganterem Bsaidng House Nr. 45 eine Annonce un „Dailv Telegraf', d c ed ich einen l'cüraben für btc Absichten dee Professors zu geben Ickten, «sie lautete in extenso so: „Psvckifckc Fondmng. Pvofeffor Peteftard aus Paris sucht für großes wiisensck»'tlicheS Werk Taten über verschiedene Fälle von Simmlerwut und Demxnibte Manien. Da eS bekannt ist, datz solche Geifiesrichtungen meistens mit hochgratt'.er Zerstreurhe t, seelischer Unruhe und^Gedäctti.is- jckwäckx Zusammenhängen, ive.ben Sic gebeten, bei enentu-l er B-antirortung JÜrigft mit»:itetiei, mroiciwir das bei Ilmen »ilb.vn Dollstäubige Diskretion wird von Professor Pelotarb .luyitfhert, der alle emgZandien Angaben ba'.t!b?.r bestättgt. Die unangenehmen Folgeerscheinungen, tnc bte Zerstreucheil unb bic Srf±lafrum des Gedächtnisses zu einer wahten Geißel ür oen macken, der darunter le btt, werden nach Professor Pc- lotards neuer psychischer Methode verhütet u b efirftir» geheilt. Man wende sich brieüid) an Professor Pete>- tard, Gothenburg Rvah, London NW." Bei einer Untersuckung der ülrtgen Zeitungen stellte es sich heraus, datz bic Annonce bes Proiessors, bie in alten Boa.binghäußern ar t bebtittert wurde, sich in so gut )mc allen rona b von „Taily News" unb „Ehnonicle" aurbem linte i Flügel bis zu „Pall Mall ©a^ette" und der ehrwürdigen „Times" aui'bem rechten Sie fta: b in „Pmter" unb „TitbitS" fte fanb sich in allen Monatsschriften vor und prangte :vie ber Rcktemebi der von Pear oder Black Mw White. Von Mai an Banftaiierte man in ©Ottenburg Rood eine beüänbig zunehme b Steigerung in der Post des Pvoiessors. Ier'en, unb ber rothaarige Mann verlieh noch xtft jcf> n Tag sein HauÄvr. Man sthrieo — rote Jules Dnme zu jagen pflegte — April 1908, wck wir Verla'en Gote^i- burg Road. das Haus Nr. 49, u b Dvoiri-or Pcloiard, um von ganz anderen Tinge.: xu nbn. Die Zeitungen, die den ganzen Frühlmg von dem internationalen Maiv.'ko-ons itt erfüllt ge-- wesen waren, hatten sich mm daneben mit einer eirabeimifdxn Angelegenheit zu befassen. Selten ober n;e hat eine solche Erregung in ber Deinen GescdirftÄre t Englands gehe recht — unb die Deine Geschäftswel: in England ift einer der Haupmerven des Lor.dos — wie in den vrei Docken, bie das Mysterium anbauerte. Man nxir mißttawsch gegen die ganze Welt, man batte Angst — Geld verlieren — unb befand sich, nachdem man sich in feinem Vertrauen zur Polini Öl sah, am dem Wege rx allgemeinen Vas war geschehen, ten diesen Zustand herbeizuführen ? Tie Sufnogetten waren tm Jahre 1908 noch sanfte Lämmchen, de ihren Hirten yiKtiten. War ttm das doMcke ©efDOtü nn,der ajyyxudx.? Muhten bte Beritt Sc^vrrgke^M. Augenblicken an Verbluiungen Tif Di. t nun den bon Arbeitern bei Farb'.perke bei brcr Blutttat überrascht imb Hofrcn in bte nahe »las er ne. Hier ivarben sie von dem wach!habenden fronAufifdKn Offizier, der iw Muifd)cn t^oii dem Mord Kenntnis erhalten hatte, an den Blutsvurrn erMnnl mit» sesd ^eiwmmen — Zu dieser Bluttat teilt die BesatzungSbchörbe u. a. mit: ,.Trotz' der oftmals ergangenen Berbotc und bet' diesbezüglich verhängten Strafen hat ein Wirt von Med zrvei Marokkanern eine Flasck)« >K)gnak verkauft. Die Soldaten, zrvn M schlechtesten des Bataillons, sind offenbar durch den verabfolgten Lllvohol verrückt K' worden und haben einen Streit hervor gerufen, der sehr traurige Folgen hakle. — Die ganze Garnison bejammert diesen bedauernswerten Vorfall, sie richtet an die schu»er betroffene Familie ihr herzlichstes Beileid und an die ^anze ^völkeruug den Ausdruck ihre» aufrichtigen Bedauerns. Sie gibt die formelle Zusick>entng, daß i^enugtuung statt- frnden wird und daß bic SckuUdigen eilte exeinplarisck)e Strafe zu verbüßen haben iverden." r fpd. Mainz, 3. Mai. Erne französische Schauspielertruppe bereist gegenwärtig bas besetzte Gebiet und gibt in zahlreichen Städten Gastspiele. Die deutsck)e Bevölleruna hält sich den Aufführungen voll stündig fern. fpd. Frankfurt a. M., 4. Mai. An den Zollgrenzstationen wird von den Franzosen die Zollschraube allmühlig scharfer avgezogen. Während man in den ersten Tagen die Reisenden noch ziemlich nnbe- helligt ließ, mehren sich seit Anfang dieser Woche bte Zollplackereien. Fast in jedem Zuge werden bei bat Reisenden Stichproben auf, verzollbare Waren borgenommcii. Auch die Nachprüfung der Personalausweise ist schärfer als bisher. Der Zolldienst aus den Laud- siraßen gestaltet sich nunmehr ebenfalls schärfer. Jedes Fichrwcrk, das eine dieser Stationen passiert, muß sich einer genauen Durchsuchung unterwerfen. Wie wir erfahren, soll neben den bereits bestehenden Zoll« stationen noch eine Reihe neuere eingerichtet werben, um das l»esetzte Gebiet gegen das unbesetzte mäglichst lückenlos abzusch.ießen. Bisher scheiterte bie Einrichtung der neuen Kon- trollftationen an dem Mangel an Personal. Gießener Strafkammer. Gießen, >4. Mai 1921 Die gestrige Sitzung wurde 'hmiptsäcklick durch bnnxh die Dechm b ung mehrerer Deiner Sachen in Anspruch genommen, bie für die Allgemeinheit ohne Interesse sind. Der W M au5 9tid> und G *S1. sind deS gemeinsamen schweren Diebstahl- beist-ul- bigt. Sie Pollen einem Kaufmann in fHriJhrdm für 12000 Mk. Kleiber stofte aller Art g ei buht en haben und zwar mittels Einbruchs. Ein bnlttr Teilnehmer ist ge'tor ben M. fall mc herbem ben MiiangeDagken L. imb ben geftorbenm Tritt m davon benachrichrigt friben, daß i >nc 1 bie Polt n auf "ber Spur fei, und ihnen gcfafe.i haben, »ich m Sicherheit »u bringen. ES handelt sick um nnen Indizienbeweis Dieser wurde nur bzljg'ih b k L. für ausreichend einige Tage unerlaubt von ferner Truppe Er wird hierfür zu einer Gesamtstrafe von 6 Wochen Mittelarrest verurteilt. Ein Landwirt von Großen-Linden tourte im Tezember 1920 dabei überrascht, als er nachts gegen >/zll Uhr mehrere Zentner Weizen* nnd Roggenmehl sowie Meie in seinem Dos tun den Wagon seines SckwiegerschneS, der in Lützeklrn^en wvlmt, auflnb Be de erhielten Strafbefehle Über je 600 Mark, weil sie versucht hätten, Mehl und Kleie unbefugt aus dem Bezirk des Kommun al verband Gießen audp führen. Ter Sehwiege'-s hn ließ den Strafbefehl recktskräftig werden, iväf renb der Schwiegervater Einspruch da* flcgen efolegte. Er behauptete, d:e Frucht fei von JL'ütKTln ten nach Großen-Linden gebracht wo den, um dort vermahlen zu werden, mb hätte, nad^ni dies gesckK!>en sei, wieder zurückgebracht Ire b n sollen. Diese Behauptung konnte nicht widerlegt werden. Wegen Begünstigung kam er mit einer (Mbflrafe von 100 Mark davon. Eine Verkäuferin von hier hatte eine Privatilage erhoben, mußte sie aber wieder zurück n e h m e n, da sich heute herausstellte, daß sie roch m i n de r j ä h r i g ist. Personen, bie einen ficfc6(iar'.CTi 93ertretet haben, können nämlich nickst elbst eine Prfoatklage erheben, milssen die- vielmehr durch ihren Vertreter tun lassen. Eine weitere Privatklage einer Verkäuferin aii3 Frankfurt a. M. gegen einen hi e- f ,i p.e n Kaufmann en bete damit, daß tiefer bie Beleih:rnng mit Bedauern zurücknahm, alle Kosten einschließlich des Extrabonorars des gegnerischen Anwalts übernahm uno eine Buße von 1 00U M k zuaunsten der Kriegsblinden zu zahlen versprach. Eine dritte Privatklage zwischen zwei Einwohnern von Allendorf a. b. Lahn wurde Zurückgezogen, nachdem sich herauSgest-llt hat«, daß die dem Angeklagten zur Last gelegte Aeuße- rung, die er bn einer früheren Prioatklaae im I Schöffengerichtssaal hatte fallen lassen, lediglich die Erwiderung auf eine unmittelbar HorauS- gegangene Beleidigurrg des PrivatllägerS gewesen war Auf die Privatklage eines hiesigen Schneidermeisters wurde seine Ehefrau, die mit ihm in Scheidung lebt, wegen Beleidigung Äu einer Geldstrafe von 35 M k. verurteilt. Hehlerin IJahr Zuchthaus. l) M a r b u r g, o.jJtai. Bei Auer Mühlen* revisivn in evrenr Nachbarkreise hatte man etwa 14 Zentner Weizen gefunden, für den keine rung (blaue Kartei auf die Marke 82 der Nähr- straße Nr. 28, „Gastiiaus zum Schwanen", unter* Mittelkarte C 125 Gramm Grieß, das Pfund gestellt sind, ist die Raube amtlich festgesdellt 1.90 Mk. Entgegen dem bisherigen Verteilung»-' worden. Die Sperrmaßregeln sind angearbnet. verfallen ist diesmal eine Vorbestellung burch Abgabe der Bestellmarken nicht erforderlich. Mit dem 15. Mai b. I. verlieren die Marken 72 unb 82 ihre Gültigkeit. Die Kleinhandelsgeschäfte haben sowohl die Bestellmarke wie die Quittungsund Bezugsabschnitte abzutrennen unb auf Bogen aufgeklebt bis zum 20. Mai b. Sf. ber Groß- Handelsvereinigung, Gießen, West-Anlage 31, ein* Behördliche Anzeigen 5246B 3. 4. 5. adlarlu«, Saurat 5O63B Gießen, den 4. Mai 1921. Der Oberbürgermeister. (LebenSmittelamt und Brennstoffamt.) Du Yottwuckr der Steuererklärungen sind zur Zett noch nicht fertiggestellt und rdiatm erst in 'N« oter Wochen oou bei Finanzämtern bezögen rocrtxm. 6§O9B Gießen, Butzbach. GrünberL Hunaen bet 6. Mai 1921. L« o wciy ämur. auSgegeben. Preise: Hartholz, geschnitten U an! c!?rJ*n Rentner, Weichholz, gttchnittsr *■ Mk für den Zentner. Für kleingehackteS Holz wird ein Zufchlao von 1 Ml. für den Zentner Abnahme größerer Mengen, mm» dewenS 50 8'ntner, wird ein Preisnachlaß von 1 Mk. für den Zentner gewährt. sonstige tunfhfdr Personen des bürgerlichen Rechtes, insbesondere eingetragene Vereine, rechtssähigc Anstalten unb Stiftungen, juristische Personen des öffentlichen Rechtes, insbesondere kirchliche Körperschaften, Anstal- len unb Stiftungen, rnchtreckcks fähige PersoTwnVereinigungen unb Zweckvernröaen mit Ausnahme der offenen Handelsgesellschaften, der Komm andit gesell- 1 dxiftcn und der sonstigen ErwerbSgesellschaf- ten, bei denen die Gesellschafter als Unternehmer (Mitunternehmer) des Betriebs anzu- sehen s ino. Ttädt. Brennftoffamt. . * 1 ade von Brennholz. Die 9Cb- aobe molat ui behebt gen Mengen von »/, Ztr XLlTukTrm^ ^mhöien ttflü'A von ®7".n Uhr vorm. und 1-4 Uhr nachrn von 7‘/r-12 Uhr vorm. tntb drennstoffamt. Stabt* Haus, Gartroür.S, Nebengebäude (früheres Die Steuerp süchtigen werden ferner darauf bin gewiesen, daß sie je- weilS nach Ablauf ihres Geschäfts- ja hr S (WirtschaftSjahrs)eineSteuer- errlarung ab lugeb c n haben. Denn i^ncn eine besondere Äu fforderung hierzu nicht zugeht, ist die Steuer- ernütuno binnen der Frist von drei Monaten nach Ablauf des Tages ab- iu gr ben, an de m daS IahreSer gebniS o.>aniies- saal: Pfr. Mahr Nackun. 4: JugendveieungLiig d Lukas gemeinde fweibl. ?lb:lg). Gemeinsame Besichtigung d alten Fnedttv'stapel le, Zusammen* funft im Lukassaal. — Tienstug, 10. Mai, abdS. 8 Udr: Jugendvereinigung b. LukaSgemen tb' (männl. Abllg.). — Am 1. Pfingstferertag findet m der Stadtkirche, am 2. Psingstfeiertag in bet Johanneskirche Beichte u. Feier d hl. Abendmahls statt, jedcSmal im Haupts»ttesd^ist. Sonntag, 8. Mui, vorm. 10: Kirchberg. — Hl. Abendmahl f. T a u b r i n n e n. — Nachm. 1%: Mainzlar. — 8. Mai. Wieseck. Dorm. 9: Beichte. 9yt: GotteL.enst. im Anschlutz Feier d hl. Abendmahls. Katholische Gemeinde. Samstag, 7. Mai, nachrn. 5 u. abdS. 8 Uhr' Gelegcnh. z. hl. Beickre. — Somttiq 8. Mn 6. Sonntag nach Ostern. Dorrn. 6',: Gelegenh. z. hl. Beichn. 7: Hl. Äiesse. 8: Austeilung d hl Kommunion. 9: Hochamt m Pr. 11: Hl Meste m. Pr. Nacl)m. 2: Christenlehre: da rau, Andacht. — Dienstag u. Freitag abds 6lA: SNaiandacht Diaspora. Gottesdienst am b. Mai Grünberg, vorm. 9>/-. — Kathol. Gottesdienst. L i ch, vorm. i/sb u. nachm. */>3. — Hungen, vorm. Vs 10 Uhr. MAGGI8 Würze in großen Originalflaschen Nr. 8 besonders vorteilhaft. Man füllt daraus das kleine Maggi-Fläschchen selbst nach und hat außer Geldersparnis noch die Garantie der Echtheit. °»l« r : Achtung auf unversehrten Plomb-nverschluß. . .7—7 Pratirvafj-Krim mH '6ä? e'iui« Corriuj la «llee ApoinOae u- 0re^e*We. Fortlaufend Eingang der lebtersdiienenen Neuheiten Mäntel und Kostüme in allen erdenklichen Ausführungen und 5toffarteri. Flotte Formen, alle Grössen und Preis'agen. Seidene Kleider, Hochsommer- Kleider in weiss u. farbigem Voile, Sportröcke, -Blusen, -Jacken. Morgenröcke,Unterröcke,Jumpers Nur gute Qualitäten. 111 Vorteilhafte Preise. Wagend Sdilötel Frankfurt a. V\X OoefhestraOe 9u. 11. /. Man verlange ausdrücklich MAGGI8 Würze. veuMer Beamtenbund Ortsgruppe Giehen Alle Beamten, Beamtinnen, Lehrer, Lehrerinnen usw. in Dietzen werden zu einer* Well-WMIHM gtgtn bi, roeitere Stlaflung her Stabt Sietzen in btr seich. Ortsklasse aus Dienstag den 10. Mai 1921, 77, Uhr abends, in das „Katholische Dereinshaus", Liebigstrahe ingeladen. Das Erscheinen sämtlicher dienstfreien Kollegen und Kolleginnen ist dringend erforderlich. I. A.: Max Detr^e, Eisenbahn-Assistent 5287 1. Vorsitzender. r eire aWMellen ertaube mir bewndm hlnzuvslsei Buchdruckerei GIESSEN :: 129 Verlobungsbriefe Verlobungskari^r ' ■ ————————— Natal-Saatmais - Klee- und Grassaaten Runkelrüben, Eckendorfer u. Orig. Kirsches Ideal-Futtermöhren Stangen- und Buschbohnen (beste Sorten) Gurken, Saaterbsen sowie alle übrigen Gemüse-, Blumen- und Feldsamen in nur guter, bekannter Qualität empfiehlt »,„C SamenhausHernrichHahn,Gießen Bahnhofstraße, Ecke Wolkengasse Telephon 1403 v ■—■R.T.G. WlAe VeWgeMg. Am 11. und 12. ds. Mts., jeweils ab 10 Uhr vormittags, werden wir unsere Restbestände ehemaliger Heeresyüter von ca.: 10 000 Feldmützen, 5000 Feldflaschen, 4000 Koch, geschirren, 2000 Deckengurten (neu), 13 000 Deckengurten,Gurtstoff,1000 Stallhalftern,700Kreuzleinen, 1000 Ilvilmützen, 2000 neue Packriemen, 1000 Verbindungszugtauen, 400 guqketten, 900 gugtauen, 400 Linheitszugtauen, 600 Wagendecken, 2500 Tornistern, 1 Anzahl Wagenfedern, Achsen und versch. Geschirrteile sowie andere verschiedenartige Güter auf unserem Lager Giehen (Ieughauskaserne) öffentlich zur Versteigerung bringen. Bedingungen werden vor der Versteigerung bekanntgegeben. Für Kleinverkauf kommt nur Mittwoch der 11. ds. Mts. in Betrachts während am Donnerstag den 12 ds. Mts. nur Grotzverkäufe getätigt werden. 52070 Reichstreuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Zweigstelle Frankfurt a. M. Steinweg 9. Telephon Hansa 9585 86. Ziegen- Zickel- Uanin- Nalbselle I tauft Ait hö ’ten Preisen 3 Ruh Stehen, or>trahe73. ßachdeckßrarhüen aller Art übernimmt 0G856 J.J. Krauskopf Tflrfbctfcrmriffer Bruchin a e 11, Tel. besonders billig. *08 BitleMuüer76verlanaen if nnf Frankfurt a. M.. |'vpi,afleröeiUaertfm25 Stets ffllögeotanntro Rpfert hihtenmeiie frei Boollene (Blefteo unO maseinmelle 00 unie;m wen Bieder hei Sieeen Berperks-1 Baubedarl G. m. t>. H. Sieben, SranliBrtet Strafte 13 Telephon 2169. «m, Prima Sütiflerloll ab hiesigem Lager ob. fiei Berwendungsirelle. C. Rübsamen. Telephon 1659. l G. fl.'übfnmcn, Fernsprecher 1659. verkaufen wieder neue solide iliS. Plans auf uniet bewfitjrtes WjMWm LMImleMCo. MMilJeW MPtzr Abseh. Ferkel n.be(ttr3u. Born müble, Tel. 31 v. l». Station Eberstedt b. D. — - ■ -■— Kränze’ Schleier Mtt Spargel per '43 fb. 4 und 5 M. heute einaetrossen. H. Kalbfleisch Telephon 1685. 5291 /löcMiniiX /BAUER\ I HoilkMlr.22Feni8pr.i669 ■ \ Qualitätsware 1 zu billigen P eiten, Darmstädter Pferdelotterie Frisches G.KÖNIGV FLASTER I Besten' 1 • Zu heben In Apotheken u. Drogerien Oki Hill OU« Orangen Zitronen Felgen Datteln Nüsse und alle Sorten Gemüse für wMiMr hiiliocre Preise empfiehlt täglich frisch Spanischer 1 Garten Ziehung am 25. Mal 588 Gewime ML 30 080 HaoptgewiDoe ML 15 000 • 5000, 1000 dsw. Lome ä 9k. 2.40 (Perto e. Liste Bk. LH) durch ”"A L r. Ohnac-e?, Carmstadt o.äll. LoseverkanlsstelleD. R. Mase Bahnhofstraße 43 Telephon 1077. Küdenfutter I» aelbe Hirie Mü 280 emonehlt Herrn. Stißel Gärtnerei, Lamenlrdlg. Lieh« eene Wir beehren uns, ergebenst mitzuteilen, daß wir am hiesigen Platze unter der Firma Rosenthal, Marcus & Co. im Hause Alicestraße 2 ein Bank-Geschäft errichtet haben. Wir empfehlen uns zur Ausführung sämtlicher bankmäßigen Geschäfte und sichern streng gewissenhafte und kulante Bedienung zu. Max Rosenthal. Louis Marcus. 53O5C Weiß Voile gute Qualität, doppelt- breit, für Blusen und Kleider,Mtr.30.00,2X50 Dentin lolkspiirlei Montag, 9. Mai, 81/, Nhr i58Wr Mitgliederversammlung im Hindenburg iusspraelie üligr die polilisclie Lage Der Vorstand. Sonntag den 8. Mai ötallicta Tanzkränzchea aus der Hardt. Gälte berzlich willkommen._________ 5293 Morgen, den 8. Mai Tanzmusik im Schiffenberger Tal ___________Echiffenberaer Wen 63. 06S65 KWinta „Zur Borg" Iu dem am 8. Mai stattflndenden 41. Stiftungsfeste ladet etgebenjt ein. 06923 Gesellschaftsverein Vurgundia. Iu diesem Feste steht Schmidts Berg- und Tal-Tunnelbahn zur aefl, Benützung ladet hierzu ergebenst ein _____________der Besitzer. UMlM-WM über abqelieserte Einkouimensteuer für Arbeitgeber, die vom Markenkleben befreit fiob: Halber Bogen = r»O Vf., bei 10 Stück — 45 Vf. (fiir 49 Arbei nedmer ausreichend! Ganser Bogen — 80 Vs., bei 10 Ctiltf — 70 Vs. Hur 117 Arbeitnehmer ausreichend). Zu belieben durch LrWW MimWr-Brnh u.skiniirntftrti Bekanntmachnng. Die 5>o!zversteiaerungen vom 3. und 4. Mai sind, insoweit der Zuschlag erteilt worden ist, nehmizt. Empfang d-r Abfuhrschrme bett. Zahlstellen, voi-überweisung und 1. .Abmhrrc^ Montagden 2 3 Mai. TreiS a d Lra., den 6. Mai 1921. 5269V Ofr-rörfterei TreiS Schneider. Gummischläuche (ür alle Zwecke u. in all Welten empfiehlt Carl Gaerthe Wetalar. Brennholz (nur größere Mengen», roirb zu billigen TageS» oreilen Nm., G f rf> e = 0,7 Rm , Kiefer — 65 Rm., Fichte = 17,4 Rm.: NuhknÜppel, Eiche — K) Rm. lGartenpsoft'-n), Fichte = 33,6 Rm. .3 m tg.); Nutzreifig, Fichte = 271 Nm Die Nummern diese- Lolzes sind nicht unterstrichen. Vorgezeigt wird nur baS öolz aus den Distrikten Dachholberhcide, DörnergruTtd unr Unter- roald Weitere Auskunft erteilen btr Herren Förster Menges »u FvrsthauS Baumgarten, Seipp ;u sörohen-Linden, §>eh su Leihgestern und die unterzeichnete Stelle. Das Holz mit tot und Uau unterstrichen« Nummern wird nicht versteigert. Giehen, den 5. Mai 1921 tzess. ObrrsSrsterei Schistenberg. Trautwein. 5267V Bekanntmachung. Der Doratrschlag der Gemeindc Queckborn rfi.r Rj. 1921 liegt vom 9 biS 15 Mm l. He auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei -,ur Einsicht her Internlenten offen. ES ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die AusmLrfier beizutragen haben. 5268V Qucckborn. ben 3 Mai 1921. Hess. Bürgermeisterei Luafborn. AlberE Bruchkranke können ohne Operation u. PerufM’örunR gehellt werden. Sprechstunde in flfelii, Bihnhifi-Hotel Leu. am t. Mal von 9-1 Uhr. 17211 I>r. med. Knopf, Spezialarzt L BruchJeld. I Wim i iftitmonlains werd-kachgem n vreis- mert gestimmt u.revar. G. Ebert, Klanermacber Lieft en, BloffüL 1L Stimmer u.Reparat.d. Fa. Rudolph. Giehen. Preis-ÄMa« s. WhrkMtur Smtt-elhln 30®. Taata=eiMta 23 $i. bem«-Äbsäte ION. Settn-lhlft 7N. nur Senntum. 32' Gediegene Arbeit. Gutes Material. <> <> <>’ Vortragsplan 5262D Statt Karten! Gießen (Krofdorfer Straße 5), 7. Mai 1921 Marburg (Wilhelmstrahe 38), 6 Mai (Sopran) O*8I< mit« und 4. in D Großen-Buseck, 7. Mai 1921 erteile Das Vor- ’ttrbn Lich, den 7. Mai 1921 nicht 1 mlen 5811 Direktion Spllih Eintritt freu Zu zahlreichem Besuch lobet freundlichst ein Tel. 1399 Max Stephan, Besitzer. Zum Ostend ansderLiebigshöhe 069-3 Tanzkränzchen Der Vorstand 06M53 Meyerhoff& Goslar Aes: Ze «UM- M M M Htm Sensationeller ÄriniinnlfaQ in 5 Ak!en. trngi kn«i cm t tnci, 6unv W bei Ernst Challier, Studentenkarten M. 2.50 beim Hausverwalter d. Universität geg. Vorzeigung der Ausweiskarte wurde Zehn! mit’ Teull Äber tonte Theater-Wochenprogramm des Tegernseer Bauerntheaters Eintrittskarten: M. 7. /. Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello, op. 74 Nr. 1, C-dur Jos. Haydn 2. Quartett für 2 Violinen, Viola u.Violoncello. Köchel- Montag. 9. Mai. abend* 8 Uhr: «.Aue der Art gewchlngen Lieder von Beethoven, Schubert, Brahms und Reger Welt, eine unerschöpfliche, erfrischende Quelle der Unterhaltung, Belustigung. Belehrung, die Schau, die alles außer der Zote enthalt. Nur 3 Tage bleibt Hagenbeck hier, eine Verlängerung ist. auch wenn der Andrang noch so groß ist, aus vielen Gründen vollkommen ausgeschlossen. Das Vorstellungszelt ist das g.'ößte Europas und faßt 6000 Zuschauer, Schöne Aussicht Lountag. 8. Mai. von nachmittags an p Ab Montag: • Das fabelhafte Doovel- y Programm W Die Jagd A e nach dem e »Tode,4.Teil^ * überbietet alles • " Daaewesene. • h Durch ein A ~ geschicktes • Einflechten der • d- Handlung der A V ersten drei Teile ■ T auf den • ♦ lebten Teil, ist ▲ k dieser für jeden H y verständlich. H Die Stund« d * um Mitter- • ® nacht. A y Ein logischer * « ÄriminalfaQ, k spannend A w bis znm letzten \ Augenblick. • 7 ist eineÄlasse für A w fick, den jeder ge- ” 4 sehen haben muß. G Gießen, 9. Mai 1921. Trauung: Hotel Großherzog 127, Uhr Gustav- Bock -Musik-Stiftung Kammermusikabend Mittwoch, den 11. Mai 1921 abends ZVi Uhr im Stadttheater Ausfuhr.: Darmslä !t. Streichquartett (die Herren Fritz Mehmel, Willy Volke, Fritz Brückmann u. Emil Andrei) Die Geburt eines Töchterchen zeigen hocherfreut an Für die anläßlich ihrer Vermählung erwiesene Aufmerksamkeit danken herzlichst Ludwig Hartmann und Frau Lina geb. Huber Dr. Theo Baum, Zahnarzt Beatrice Baum geb. Klee Vermählte S. Sonneborn und Frau Rösel, geb. Stern Emil Brück Marie Brück geb. Heßler Vermählte Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir herzlichen Dank. Heinrich Heller und Frau Mariechen geb. Dietz 3. Quartett für 2 Violinen, Viola und Violoncello, op. 18 Nr. 2, G-dur L. van Beethoven Eintritt unentgeltlich Dir Ausgabe der Eintrittskarten erfolgt nur an derKasse u d. Vorhalle des Stadttheaters am Montag d.9. Mai 1921 nachm. v. 5 Uhr ab. Diese Anzeige dient zu gl. als Progr. Der Vcrwaltungsrat der Gustav-Bock-Musik-Stiftung Oberbürgermeister Keller, Vorsitzender. W. Hagenbecks größte Raubtierdressurschau der Erde, die Tierschau ohnegleichen, des berühmten Hanseaten Wilhelm Hagenbecks reifstes und schönstes Werk, trifft am 9. Mai in Gießen zu einem dreitägigen Gastspiel ein. Die tiefen Wunden, die der Krieg, auch den Hagenheckschen Unternehmungen schlug, sind verharscht Da die Devisenpolitik den Kauf exotischer Tiere mit deutscher Valuta nicht gestattete, ging die Schau bereits 1919 mit dem letzten Aufgebot an Mensch und Tier ins Ausland, um von dort die von Herrn Direktor Carl Hagenbeck geleitete Auffüllung der Bestände vorzunehmen. Es war ein Triumphzug und ein unerhörter Erfolg! Der internationale Tiermarkt geriet gleichfalls in Aufruhr und Hakenbeck schlug in heißem Wettbewerb die zähe englische Konkurrenz. 22 Eisbären, 7 Tiger, mehrere Löwen verschiedenster Rassen, Elefanten. Lamas und andere exotische Haustiere gingen in ein-'n Besitz über, vervollständigten die noch vorhandenen ansehnlichen Bestände und schon stehen neue reiche Fänge in Rotterdams Tiergarten zum Abruf bereit. Nicht einen holländischen Cent ließ Hagenbeck in ausländischen Banken zurück, der ganze Gewinn eines über einjährigen Aufenthaltes in den Niederlanden ist zum Ankauf wertvollster Tiere benutzt worden, um die überragende Bedeutung der Firma Hagenbeck auf dem Gebiete der Raubtierdreerpoo( d-p/pfb. 7 26'/, 24 7,20 Wollt Le Havre ssrp Kllo 2^2 11 15,» 5'/, Hanf London Lstr4>.Io. 25,io 76 63 41 3utt Loudon Lstr.p.Io. 31 70 58 38 Weizen Neuyork c.p.B(t). 94 2377.295 169 Roggen iReib Chikaqo cp.Bp). 66 149 206 130 Thikago cp.BH). 38 747.100'/, 37 Thihago c p.Bsh. 71 129 180 60 Schmalz Lhllrngo cp.Bsh. 10 21 20'/, 10'/, Talg Neuyork c^p.Pfd. 6'/. 15'/. 13 5 «eis London sh p.Ztr. 7 26 48'/, 18'/, 3«Atr Neuyork c.p.Pfd. 3as 13 23'/, 6 Kakao London sb.p.3tr. 59 - 140 60 London sd^.Ztr. 54 127 110 38'/. K-Get Leinöl 'Boom. London sh p.ßtr. 26 114 98 23 modal London sb^Rtr. 29 110 80 25'/, Liverpool sh p.Ztr. 32 99 64 25'/, Palmöl Die VeltmarÜpreffe sind tivn ihrer mitees in dkenpork übernommen, die Weiterleitung der Einheitspakete an die Empfänger in Deutschland durchzu führen Das Deutsche Rote Kreuz, Berlin-Charlottenburg, Berliner Straße 137, wird weitere Auskunft gern erteilen. •* Die deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich, 169 an der Za bi, die noch in Avignon, Evers und Agay zurückgebalten w.uden, hoben insgesamt noch eine Strafzeit von 764'/, fahren M verbüßen: bei einem Mann wurde btc Strafzeit aut Lebenszeit ausgedehnt. Zehn Mairn haben 10, einer 13, einer 15'/«, fünf ic 20 Jahre Zuckftlxnis zu verbüßen. Drei Mann sind im Jahre 1914, vier im Jahre 1915, drei im Jabre 1916, 15 im Jahre 1917 und 81 im Jahre 1918 zur Murteilung gekommen. Bei fünf Mann ist der Beginn Der Strafdauer überhaupt nicht vermerkt. Alle übrigen.sind im Jahre 1919 und nach dein Fricdensschluß abgeurteilt worden. **DerBunbdertechnischcnAn- gestellten und Beamten versendet seinen Jahresbericht über das Jahr 1920. Aus der umfangreichen Schrift ist zu entnehmen, daß in dieser größten und anerkaimt äußerst rührigen Organisation oller Techniker im -Vorjahre eine Fülle gewerkschaftlicher Arbeit, und zwar nicht nur im Interesse der direkt beteiligten Mitgliedschaft, sondern darüber hinaus auch un Interesse der gesamten Arbeit-- nebmerschaft geleistet worden ist. Durch feine intensive gewerkschaftliche Arbeit bat der Bund erhebliche Verbesserungen der Arbeitsverhält- nifse der technischen Angestellten und Beam ten erreicht. Nicht weniger als 269 Tarifver träge wurden im Jahre 1920 von ihm abge schlossen. Das Bindeglied zwischen der Bun desleitung und der Mitgliedschaft bildete Die „Deutsche Techniker-Zeitung", die seit Mitte des Jahres achttägig mit fünf Fachgruppen- blättern erscheint. Bon der Rechtsschutzablei ■ lung wurden über 500000 Mark an Gehäl tern und 47 Zeugnisse erstritten. Für Stel lenlosen-, Streik, Gemaßregelten-, Mnall- und Hinterbliebenen-Unterstützung wurden über 730000 Mk. aufgewandl. Diese hohen Unterstützungssätze sind ermöglicht durch Die großzügige Beitragsreform, die der Bundestag Mitte des Jahres vorgeiwmmen hat. Tro? Beitragserhöhuung und ständiger Angriffe von rechts und links wurde der Mitgliederbestand gehalten. Er betrug Ende des Jahres 93 552 ordentliche Mitglieder und 8205 Hospitanten (Schülernritglieder). Die Zahl der Ortsverwaltungen vermehrte sich von 675 auf 828. ** Die Rehbockjagd begann am 1. 9Xni. Sehr gute Bestände dürften kaum vorhanden fern, da der Abschuß gerade in der Nachkriegszeit ziemlich groß war. ♦♦ Zum Raubvogelabschuß tir jetzt die günstigste Zeit. Bor allem müssen Krähen, Sperber und Habichte abgeschossen werden. So mancher Junghase fällt den Schnabelhieben der krähen zum Lpfer. Etwa neun Zehntel von allen ,.Vogelrupffrngen" entfallen nach genauer Statistik auf den Sperber und Habicht. Besonders sind Buch ffnken, Stare, Rebhühner, Tauben, Singdrosseln und Lerchen von den Raubvögeln bedroht. Auch der Mäusebussard mirfftc dorr, (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik fbebenben Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Bei der abermaligen Erhöhung für Elektrizität ist eS an der Zeit, einem Uebelftaicb abzuhelsen, der die eine Hälfte b-r Gießener Einwohner gegenüber der andern in großen Nachteil versetzt. Es ist nicht Schuld des Elektrizitätswerks, sondern des Krieges, daß die neuen Zähler nicht allgemein und zu gleicher Zeit angebracht werben können. Diese neuen, ungemein genauen Zähler zeigen auch den minimalsten Verbrauch an, während die alten, ungenauen, z. B schwache Birnen gar nicht notieren. So kommt cs, daß bei der Bezahlung für elektrisckies Licht mit zweierlei Maß gemeßen wird und bei gleichem Lichtverbrauch bt.‘ Inhaber neuer Zähler beträchtlich mehr M zahlen hoben, als die der alten. Die neuen Zähler weihen jetzt nur ganz allmählich bei Neuanlagen ober elektrischen Reparaturen gegen die allen ausgetmpcht uno solange in Gießen zweierlei Zähler enfheren, muh ein gerech er Ausgleich hei ges^ellt werden. Ties läßt fid) sehr leicht bewerkstelligen, indem bei der Monatsberechnung etwa 20 bis 30 Prozent der zu zahlenden Summen den Inhabern neuer Zähler abgezogen imb denjenigen alter ZWer als Teuerungszuschlag hinz.iaddiert weiden. Dann erst tritt die gerechte Verteilung ein, auf die alle einen Anspruch haben. Büchertisch. — Tas neue Reichsversorgungsge-- f e & für die Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen mit seinen einschneidenden Aenderungen bezüglich Rentengewährung, Heilbehandlung, Ausgleichs-, Kinder-, Orts- und Teuerungszulagen, Heiratsund Kapitalabftndung, einfad)? und erhöhte Witwen-, Waisen- und Elternrente, Sterbegeld, Erlöschen, Ruhen und Uebertragung der Rente ufro. und mit den amtlichen Aus führungsbestimmun gern Verlag Josef Lehner, Tonamvörtb. — Lu ngen krankheiten und ihre Verhütung von Univ.-Prof. Tr. M. M ichae- lis. Rasen-, Hals- und Luströbrenerkrankungen rtm Tt. (rdxiermener. 15 z. T. sarvige W-ulbungcn Preis gebunden 6 Mk. feinschl. aller Zuschläge» Mar Hesses Verlag, Berlin W. 13. — In gemeinverständlicher Darstellung wird über Lunge, lieber anflrengung, ungenügende Betätigung derselben gesprochen, werden die wichtigsten Erkrankungen wie Lungen- und Rippenfellentzündung,Bluthusten und besonders die mit Recht gesürch etc Lungen tuberkulöse abgehcmdelt. Tr. Ecy'.ermeyer verbreitet sich über die Erkrankungen bre oberen Lrittweg? vom einfachen Schnupftn und ferner Verhüt'.mg bis zur Kedlkopftuberkulose und dem Krebs. Gute. ?um Teil mebriach Abbildungen untentüpen die flaten Aussübrungen. Dazu eine Fülle betzerzi genswerter Ratsclläge. — Der Vereins-Vorstand, Handbuch für das gesamte Verrinswesen. Verlag Josef Leb ner, Donauwörth.-- Handel. Mainz, 6. Mai. Mainzer Waren börfe. Bei starkem Besuch der Börse mar bic Geschäststäiigkcit im allgemeinen lebhafter. HÜlsen f r ü ch t e waren allgemein teste-. , r s o.adere Linsen. Futtermittel zogen im Preise stärker an. Es fanden große Umsätze in Futterkuchm und anderen rceien Futtermitteln statt. Im Sämereien ist immer noch Nachtrag, besonders nach Wicken, Erbsen und Lu^rnc. Tie Tendenz in Rauhfutter ist besonders fester, die Preise etwas höher Berlin, 7. Mai. Börienstrmmung s- b i l d. Tie Börse war an Der äncen geschäft-los, doch war ^ie Grwchstimmung evoas gebessert bei überwiegend mäßigen Shrrördbö: inigen. Meitümer bis 20 Prozent höher. Deoi.ai still. Frankfurt o. M., 7. Mai Vö rsen- stimuiungsbild. Infolge der sckHverwvqe br &reignrf»e ist eint weitere Einichränkunei .\ r llntcntehmungdluft auf allen Markten ;u aästen. Da das Pttblikum nach wie vor äußerste Zurückhaltung übt, wickelt fich das Geschäft ausschließlich durch die deruismaßi e Speklilaiwn ab. Von Riontanwerten, die zunaäht vollständig vernachlässigt waren, kamen erste Rvtierungen nut für Pbönir Bergbau zustande, die 6 Prozent an zogen. Teutsch-Lutemburg schioächten sich ettvao ob. Ad er ftlctjer, auch Daimler wurden un Kurse ermäßigt. Von chemischen Wetten nagten Badische '.Hut in nach unten. Tic übrigat Papiere bt-je? Martti waren betawt. Elettrowettr konnten sich ettvas befestigen. Ein lebhafteres Geschäft entnn.leite um in mexilMtischen Anlerlien. Ter Schlutz b.r Böric war ruhig. Tie Mursveränderungen nach oben und unten waren geringfügig. ScknnahrKa Neu leicht erholt. Privatdiskont 3’/< Prozent. Frankfurt a. M.. 7. Mai. Berliner Deviftnmartt. 1170,301177,70 1174,801177,20 924/15 925,95 919,05 Berlin 1205,25 1207,75 1548,45 1551,55 17,89 91,85 31,04 16,73 91,15 30,96 139,85 320,65 268,20 66,03 523,45 140,15 321,35 263,80 66,18 524,55 Geld Brief 6. Mai. 2335,15 2339,85 544,45 545,55 1016,45 1018,55 1203,75 1206,25 1543,45 1546,45 Börsenkurse. Frankfurt Kopenhagen . Stockholm . . , Helsingfors. . . Italien .... London. . . . . Neuyork . . . Paris..... Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (altes). Deutfch'Oefterr. Prag..... Budapest. . . Bulgarien . . Konstantinopel 17,85 91,15 30,96 Schluß- l-Uhr-Schluß Ansangs- Kurs Kurs Kurs Kurs 141,90 335,85 262,92 550,55 141,60 334,65 262,32 65,30 549,45 Geld Brief Datum: 4. Mai. Amsterdam - Rotterd. 2335,152329,85 Brüssel-Antwerpen . 521,95 523,05 Christiania...... 1018,95 1021,05 920,95 16J8 91,35 31,04 Datum: 6.5. 7.5 6.5. 7.5. 5'/. Dtsch. Kriegsonl. 77,50 77,50 77,50 77,50 4°/. Dtsch. Reichsanl. 69,- 3'/. Dtsch. Reichsanl. 70,- 71,75 4e/e Preuh. Konsols —,— —68,— 68,37 Darmstädter Bank . —,— —,— 180, - 180,- Deutsche Bank . . . -,- 292,25 291,- Disconto-Gestllschast -,— —244,50 Dresdner Bank. . . —,— 221,- 211, — Nationalbank s. D. . 186,25 186,- Mitteld. Treditbank. 176,- 176,25 H.-Amerik Pakets. . -,— 157,- 158,- 157,50 Norddeutscher Lloyd. -,— 142,12 142,- Boch.Gußstahlwerk. —,— -,- 502,- D.-Luxemb. Bergw.. —293,- 290,- 290,- Gelsenkirch.Bergw. . 315,- 312,- 314,50 Harpener Bergbau . —447 - 446,75 450,- Oberschles. Tisenb.-B. 283,- 282,- Oberschles. Eisenind. . 272,- 270,- 273,50 PhönipBergb -Akt.. 635,- 624,- 636,- Bad. Anilin- u. Soda —, — 490, - 488,- 487,- höchster Farbwerke. 408,50 409,50 406,25 413, — Glektr. A.E.G 283,- 280,50 280,25 Schuckett-Werke. . . -,- -,- 235,75 236,55 Felten-Guilleaume. . -,- - 532,- 540,- Daimler....... 183,50 182,- 186,- 180,- Bud.- Lisenw.-Aki. . -,- 535,- 540,- Adlerwerke 220,- 219,50 215,- 216,- 4°/eHess.Staatsanl. . -,— -,- Elektron Griesheim. 398,- 398,— 403,- Marknotterungen. Für 100 deutsche Mark lourben gezahlt: Datum: 1.7. n. 4.5. 6.5. Zürich Fr. 125,10 8,55 8^5 Amsterdam JL 59,20 4,29 4,30 Kopenhagen . . Kr. 88,80 8,45 8,50 Prag Är. 117,80 110,25 -,- Stockholm . . Kr. 88,80 1 6,50 6,50 Wien............Kr. 117,88 ) 924,- — London Sh. 97,8) 7,43 7^48 Paris Fr. 125,40 19,50 18,60 Neuyor» $ 23,80 1,50 1,51 Züricher Devisenmarkt. 6.5. 7.5. Wechsel auf: Schweizer Franken Holland........100 Fl. = 199.- 199.- Deutschland 100 MK. = 8.675 8.525 Wien.........100 Är. — 1^55 1.45 Prag 100 Är. — 7.825 7.80 Parts 100 Fr. - 45.40 46.50 London \ £ = 22.40 22.35 Italien 100 ß. — 27.90 27.- Brüssel 100 %r. - 45.40 46.50 Budapest 100 Är. — 2.60 2-70 Neuyork 100 S — 563.- 561.- Agram.........100 Är. = 4.05 4 05 Bukarest 100 L. = 9.03 9.35 Märkte. Frankfurter Piehmarkf mc. Frankfurt, 5. Mai. Ter gestrige Kleinviehmarkt nnes nach amtlichen Aufzeichnungen eine ziemlich starke Beschickung auf. Es waren in getrieben 39 Rinder, darunter 7 aus der TsckHrcftosl wrkai. 524 Kälber, 210 Schafe, 234 Schweine. Es wurden befahlt für den Ztr Lebend- gewicht- FeinsteMastkä ber800—900 Mk, nrtlLie Mast- und beste Scugtebcr 600—7.50 Mk., geringe Mast- unb oute Saugkälber 500—600 Mk., Mast- lammet und Masthämrnel 500—575 Mk, ge- r jigere Masthämrnel und Schase 400—500 Mk., Sckrveine 80—100 Kg. Lebendgewicht 1250 bis 1350 Mk., vollsleischige unter 80 ;tg. Lebendgewicht 1100—1200 Mk, vollfleischige von 100 i 120 KP LebendgewicA 1250—13.50 Mk, voll lletschige von 120—150 Kg. Lebendgewicht 1250 dis 1350 Mk, Fetchchweftte über Iw Kg. 1250 bis 1350 Mk, unreine Sauen und geitfm. Eber 1200—1250 Mk, Ferkel keine an getrieben. Ter Markt wurde bet lebhaftem Geschäft völlig geräumt. Letzte Nachrichten. Polnische Lügen. Berlin, 7. Mai. (WTB.) Tee amtliche Funken stat'vn in Warschau verbreitet emen Funk- soruch „A n ?l l l v", in dem es heiU, baß m dein iSebtvtc des Teutschen Reiche- bts Rerchs- wehr, die Orgesch, d« LanbeZschutzver- Samstag, X. ölai eine, Fiugzeuggeschwabe» und flmo« nt o b i 11 n r in a t i o «ten ,mn ttamaie liegen b-e Ainnunbischrrn tu Cutndiieitai mobialiert nun» tt1”- -ti’ Auist^ndischen bditru in bei mtnunrn der Ivibeii ietzicn Tage berate So. bi tat im Rcichsnxhi und Äiiqebbhge bet f r an,u troff hi. iMleidüietho ivtrb »xmeidc», bau die Ober* ichlefische Bollsturtei ,tä' für beit 'lumanb erklärt habe, und ^ablrvtdK Mitglieder b'r, Bartet in bic Reihen der Insurgenten cmgcttetcn inen. UeberalL wv b.e Jnsur,7enten Herren der Lotte seien, lehrte bcu normale Leben nncbc. utrütf. Tic Arbeiter ber Eisenbahneii unb Straßenbalmeu hätten den Streik Ivenbet, brr mn bru G. -ilien ioefbauere. Tw polilischen Parteien Crite i# würden btt Frage einer Aufsta ib - r eg ierun g bcftncdet. Tos Wotsfbureau sagt bierzu: Dw in ot-icut, Wit dei amtlidxn Funkslatwii der Wat|chr.uer Regierung verbirittten Awifiprutb entwltcjieu Meldmigen sind vom er neu bis tum letzten Äk>rt erlogen. ES tst nicht wahr, bau ein c i n 41 g e r *0i e t d> e- io et) t j o I b a t C b e t i (b I c* fielt betreten bat, wobtugegin po.m die Cb* Visiere tmb Mannschailen mit t»lnt drm .vetrte» material in Scharen bas unglücktÜtx Land buu1>- ziöhan. Es ist nülu wahr, buit es bat '.‘luiflän- bitten an einer einzigen Stelle gelungen ist, inc Mederkishr nonnaiei Perbälmisse irr ^amiÜhien Ter gcfamie Bcrtehr ruht. Alle Ohitbfii und Industrien stehen still. Allerdings Ixrl sich bcc Ober* [d'Iciifchc ^II'XtxiTtei für den Auistau» ccftärt. Tiefe Partei ist at-er letuc beuridr Partei, fon* isrn ernt i>on Korfantv auhicmadite pol (^rünbimg Die Behauptung, die ovlütscheu Parteien Llerschlesiens besprächen die Bildung einer Aufslandsri'gierung, ist freie Erftnbung Korfanw» Englischc und fran^fittr Meldungen zum Polenaufstand London, 7. Mai. 1WTB.) „Daily Tele giaph" meldet zu der polnischen Aussttrnd» beroeguug in Oberschlesien, daß man den baldigen Rücktritt der polnischen Regie r u n g erwartet. Aus jeden Fall scheine S a pi e ba nicht int Amte bleiben zu wollen. Wie Reuter erfährt, greift ber pol nische Ausstand beträchtlich um sich des Ausstande- scheine zu sein, die Kon trolle über ganz Cberschlesien zu bekommen, um1 so jedem Dom Obersten Rat gefaßten Beschlüsse ztivorzukoinmen. Tie „Morning Post" sogt, daß sich die deutsche Bevölkerung öem Polenanfitand gx^eitübcr bisher ruhig verhallen bal>e. Mau könne sich jedoch schwer oorfteUcii, daß sie sich auf die Tauer eine Vergewaltigung durch irreguläre polnische Streitkräfte gcialkn lassen werde. Paris, 7. Mai. >WTB.) Wie das „Echo de Paris" mit teilt, entsprechen die \>< adnidrteu, daß französisch« So 1 da ten Lei den Un ruhen in Oberscklesien getötet worden seien, nicht der Wahrheit. Das Blatt belmnptet fbggr, Mfe sich die Aufständischen nach einem Verübte oer. Warsck)auer Regierung beim Hermmohen bet alliierten Truppen zurückgezogen hatten. e i*> Aus deut hessischen Landtag. rm. Darmstadt, 6. Mai. Der fünfte Ausschuß des hessisch enLanbtages b< riet am Mittwoch unter Vorsitz seines Prä, sidenten. Köhler zunächst den Arttraa de>. Abg. Bornemann bctr. die Der gesell schaftung der Standesherrscha s ten und Fideikommisse. Danach sollen, aller Grundbesitz der Standes Herrn unb sonstige landttnrtschaftlich benutzten Liegen schäften über 200 Morgen zum Zivecke ber Bewirtschaftung in den Besitz der Allgemeinheit übergesührt iverden. Äe Regierung machte geltend, daß die BesrimnntTtgen der Reichsversassung eine Durch sich rung des Antrags unmöglick) ntachtetr. Nach lebhafter Aussprache wurde ber Antrag gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt. Die Bor stellnng ber Gfremetnbe Langsdorf bett die Aufteilung eines Waldkomplexes für Siede tungszwecke wurde oer Regie rung überwresen. Eine längere Aussprache veranlaßte hierauf die Vorstellung der Stadt Alsfeld bett, den Homberger Wald. Ter Ausschuß beschlleßt, den Anttag der Regie- rung mit dem Ersuchen zu überweisen, die. Angelegenheit auf gütlichem Wege mit ber Stadt Alsfeld zu erledigen. Endlich entspimtt sich noch über den Antrag der Abg Ei ßner t und Schitdbach, der bic Re gierung ersucht, einen Gesetzentwurf vorzu legen, durch ben aller Prrvatbefitz an Forsten, Grundstücken usw. bei beab- sichttgler Veräußerung zunächst ber (Yemerndc anzubieten sei, eine längere Aussprache. Nach der Mitteilung der Regierung ist eine Land orHnuna vom Reiche zu erwarten, die ein Verkaufs recht des Waldes für den Staat unb des landwirtschaftlichen Geländes für die Ge- meinben vorsieht. Der Antrag wird abg«/ lehnt unb ber Regierung als Material über wiesen. Bayern und das llltrmawm. Berlin, 6. Mai. Der ,Lok.-Anz." meldet aus München, baß der bayerische Ministerpräsident von Kahr heute abend nach Berlin abgereist ist, um in der entscheidungsvollen Stunde den Standpunkt der bayerischen Regierung zum Ausdruck zu bringen. - ^Kaffee wird billiger durch 3ugabe von Webeds CarlsbaderXaffeegewürz €s veredelt das jfroma, verbessert die färbe, erhöht die Ausgiebigkeit des Getränkes. 2)ie alte, bewährte Würfelpackang ist wieder überall zu haben. । —■ < Unterhaltung»Erhebung > Selehmng iner £xmb Gegr.i- tzu versehen, bei steht aus einem kleinen Platz vor dein hübschen TenfmnL das ihrem Schutzherrn Friedrich WiMoic gleiche ?Ert habe Helm I. „die danwaren Nachkommen der hier aus beruht der Reiz. den ■ vom Hause de-5 Stadt schrei - imponierende ich in den if au; tn Meyers Klassiker-Ausgaben en ae mürden, daß Krebse stürben, wenn demung, Mn eimm f'fovarai, der aus dem ganzen tti,ra¥<5LIDirb itnb nnttdt wurde und die Jahrhunderte überdauert Ä"L LL/ÄLT3i,,ater**w1 ...” L' -■ , - , luinni ivnwn, näher, die ud> aus eine innerer beuhflen nakionalen ostvrben seit L>gc angepaßte Gcistrsrichtwig bezic!>en. • * k id>led» ffte war stelle, tai .egenden Dinges möglich genau irre bergeben will, etwas über die Zeichmrng. welche die Künsfferhand macht zur genauen Feststellung seiner Wettvvr- ftrilung, die in der Kunst lebt So wie die £nmi>- gct$eben, jetzt in Arhffds GraphisckHM Büchern erscheint. Zeichnen — fo sichre.bt Thoma da -- die 'Bedeutung biete Wortes ist klar Es ist die Fähigkeit des Menschen, mit feiner Hand Gegen ■ stände und öebanfen mit Zeichcrr tyr versehen, bei beten Wiedersehen er sich und andern bic Erinne vung wachrusen kann an eine Wahrnehmung durch besehenes, Gehörtes und Gedachv's Jvdoch ich will vom küriftlerischen Zcichneil reden, vorn Zeich •icn, welches die Ersclieinung des die Surne cr- Lchr meint, bic Mm er wußten immer, was sie ssollten tmb warum. Nein, neht, die großen Menschen hoben das nie gemißt, wie ihr eures wisset, da- Gewaltigste bei ihnen ist angeboren und geht in der Tiefe unsichtbar fort, das Kleine flattert und fliegt oben in der Erscheinung dahin, wie^das schiss die Wellen verbergen urtb Lin Srohstadt-orf. Man schreibt uns aus Berlin: „Ein Gwß- stadtdorf?" Ter Leser schüttelt verwundert den .Kopf ob dieses Widerspruchs in einem einzigen Wort. Aber es stimmt schon! Denn ihm an des Rätsels Lösung gelegen ist. muß er sich schon mit1 mir in eine Berliner Eteitrifche ,etzeu und mit ntfo dem benachbarten Neukölln fahren, das ja un merllich in Berlin SO übergeht Wir steigen an ber Richardstraße aus, die ihren Namen nach dem Tempelritter Richard ans Tempelhof trägt, bem Begründer des einstigen Rixdorf: wie aus einem zu eng gewordenen flfod ist es bann allmählich aus bic 1 em bescheSxMen Namen herausgewachsen und hat fick als moderne Großstadt bekanntlich in „Neukölln" umgetauft. Was aber nicht verhindern tonnte, daß inmitten seiner hoben neuzeitlichen Wohngebäude, Asphal: straßen elektrischen Bahnen und Bogenlampen das „Böhmische Torf" unberührt erhalten blieb, dem unsere Forschungsreise gilt. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts siedelte ber preußische Sol' datenkönig Friedrich Wilhelm I. hier auf den da maligen Köllnischen Wiesen aus Böhmen aus gewanderte Bauern an. und um ihre und ihrer Nachkommen Hofsitzc handelt es sich bei diesem Torf im Herzen der Großstadt. Schon in der Richardstraße fallen uns ber einzelte Häuschen echt ländlickien Charakters aus mit hohen, ziegelbelegten Giebeldächern, Fenster laden und Hofeingängen. An dem einen liest man eine Inschrift in altmodischen Buchstaben: „An denken v. b. grv. Brande v. 28. April 1849, der alle unser Habe beraubt hat und mit Gottes Beistand in dem selben Jahre wieder erbaut wollum ist. Maresch und Sttatow." Ein etwas böhmisches Deutsch, aber fromm und dankbar gemeint. Tanr. biegt der Ortskenner — ein Zufallswanderer fiu det's nicht! — links in die Kirchgasse ein und schrist jedem Menschvi eigenlünffick ist. fo daß er sie wie ferne GesichtÄirrdung durch die Welt traget muß, aus ber Nätselforsckrec teilt Wesen ergründen »vollen, fo mögen wohl auch keine zwei Künstler berd her, alle beschlossen, die richterliche Entscheidung im Städtchen abzuwarten, griffen nach den Felleisen und Patoten: »veil aber her Postmeister diese ernstlich verteidigte, so nahm jeder, was ihm in die Hände viel, um doch cm Unterpfand für das Seine zu besitzen: bann verteilten sie sich zwilchen den beiden Wirtshäusern, die sich bei bem Lärmen eröffnet batten. Der erste Lärm am Markte entstand morgens durch die Kinder des Postmeisters, die in dem jer» bro ebenen Postwagen Berstecken spielten und bei dieser Efelegenheit in der Ecke desselben einen un gemein alten stinkenden Krebs mit einer Inschrift gefunden hatten, die sie laut dem Postillon vor- sangen: Wenn ihr ihn riecht, ivenn ihr ihn seht. Em Schneider har ihn angenäbt AlS Sinnbild, wie es lana 'am geht Auf bitter großen Wagen: Er wird's bet Leuten klagen Nach brernt heißen Tagen. einem besonderen Messer weggeschob: sind, entsteht die glatte Fläche des Pergaments. Tie größeren Abkölle, die beim Beschneiden entstehen, werden 'U vnfferanbängern usw. ober zum Verschluß von ."trügen oenvendct: die ttcin- ren Abfälle werden 'U Leim verarbeitet bet 3um Lackieren von 2trob- hüten bient Tie Blütezeit des Pergaments, durch der größte Teil der Wissenschaft vev-- Schm die Wellen verbergen uitb Segel und Wim- vel, Has leichte Gerüst, in der Luft flattern. Auch Bonaparte weiß nut ba5 Kleine, was er tut, nur mo Instrumente und Maschinen geschoben werden. Seht ihn — warum erbleicht ihr? warum flieht ihr? warum zittern stolze Männer vor bem kleinen Wann? Da stellt die siegende Kvaft in ihm gezeichnet, die Natur des großen Unbewußten, was Tausende zwingt und beHerrscht Die teilten Vorbereitungen macht die Klugheit, die fleinen Anzettelungen spinnt ber Kops, bas gewaltige Herz gibt ter Tat die ungeheuren Geburten, und weiß von sich nichts. So siegt, so herrscht, so fährt der Korse hin. Die Klugheit faßt nur ein mürbes oeu, der Instinkt greift in die ewige Kette, woran Jupiter Himmel und Erde bangt. Bona- vatde trägt dunkel den Geist der Zeit in sich und wirkt allmächtig durch ibn, ohne Klügelei fühlt er die Fortschwingungen der furchtbaren Revvlu- ttonsbewegimg, und hält fein Volk frisch darin. Zum Krieger ward er geboren, nicht zum Regatten, er übt sein Talent und wird es üben. bic gleiche Art habe?, wie sie Zeichnen; darauf beruht der Reiz, beit solche Handzeichnungen auS üben. Es könnte als Beweis dienen, daß jede Seele. genommenen Böhmen" gewidmet haben, wie cs auf dem Sockel heißt. Erne Plaitotte am Sockel Izrigt uns Böhnrisch-Rixdorf, wie es Anno 1755 aussah. Sehen wir uns nun das von 1921 an. Ein wunderschöner mächtiger Kastanienbaum mit zahllosen Blütenkerzen wacht an der Schwelle des Böhmischen Torfes. Ein paar Sckwitte links — und vor den überrafchten Blicken öffnet sich eine richtige Torfstraße. Zur Linken dicht bei dicht eine Reihe von Scheunen aus Lehm und Fach werk, und rechts hinter Staketenzäunen und bunt- blühenden Vorgärten die niedlichen Bauernhäus- che.. mit ihren Ställen und Schuppen. Tie lärmende Großstadt ist versunken. Wir sind aus dem Lande. Hähne krähen, Hühner gackern, hier und da schnurrt ein Kater in der Sonne, Kaninchen hüpfen auf den Höfen umher, und über« allem duftet der Flieder und schimmern die Obstblüten. All die ländlichen Hänschen gruppieren sich ehrfürchtig um einen altersgrauen größeren Bau mit hoben Bogenfenstern und einem Türmchen mit Glocke und Uhr: die frühere böhmische Kirche, aus der heute helle Kinderstimmen tönen. Dann macht die Dorfstraße einen anmutigen Knix und labet unS zur Betrachtung eines besonders reizenden Winkels ein: unter hohe, brellästige Bäume geschmiegt, weltabgekehrt, aber in putziger Selbstgefälligkeit drei Heine schnrucke Bauernhäuser, Hau und gelb gestrichen und auf den Wänden und Fensterladen mit drolligen Ranken und Blumenmustern bemalt. Bunt ausgepicht stehen sie m ihren Fliedergärten zierlich da, wie eine Schöne vom Lande zu Pfingsten, wenn sie auf den Liebsten wartet. Ein Bildchen zum Berlieben. Eine an- l-eimelnde Stätte des Friedens und ländlicher Sonntagsstllle. Doch plötzlich weht ein verlorener Ton herüber, und man erschrickt, — das Signal einer Elektrischen, wir sind ja in Berlin! Noch eine Welle schreiten wir zwischen den Zäunen und Gemüsegärten des Böhmischen Dorfes hin, bann verliert es sich allmählich in eine dyrraL tertöte Laubenkolonie, unb bahinter starren schon wicber die grauen Wände der modernen Mietskasernen zum Himmel. Nur noch ein kurzes Stück Wegs, und wir treten schon wieder resigniert auf bas proaische Pflaster Gwß-Berlins, von eiligen Menschen umhastet, von dröhnenden Straßenbahnen lünwafiert. M Büttner. 1 JBic entnehmen die köstliche kleine Schilde 7 duck) der deutschen Klein- 1 . devausgegeben von Ludwig Bäte und .tert MeV er-Rotcr mund, das im Verlag von Johann Ofeorg volurartl), Rothe,isclte Xcuringer ^Jaib« Erschienen ist unb und bic Poesie um» Beichaulich- kett ber alten deutschen Mrinstadt fünftlerüd, ucr- anidjauen wüt. Wir ftnten in bem von Gerdarb Wede^hl »nchnernch lehr an>medind. Tie Diederbeievuno Romantik fdheint übngni.'. ob mit ': Unrecht, lassen wir dahingestellt, im Zug d ui liegen. Achim von Arnims Werke 1 neuen Regicnmg kenntlich, letzt mitten in ber I Nacht, die alle anderen Lampen zum Himmel, | als bewachende Sterne erhoben hatte, durch eine juntolnde Laterne über ber Türe ausgezeichnet, \a dem die rotglimmende Pfeife des in der Tür ilehenden Postmeisters sich wie eine schwächere '.ifobrnformc verhielt. „Tas wundert mich," sagte der Postmeister zum Postillon, indem er seinen r?chajpelz fester umschlug, „wie Er mit feinen Pferden bei dem Wege so glücklich durchgetommen ist. Hat Er irgendwo Roripann genommen?" — Aber da war keine Antwort zu vernehmen, denn in ber Postkutsche tobte es mit Schelten und Fluchen, wie in einer Schenke am Sonntage, einer stampfte mit den Füßen, ber andere zerschlug die mürben wachstuchenen Kutsch- ivänbe, der Postmeister vernahm nichts als die Worte: „Unanftänbigfeit! Gute Gesellschaft! Faule Fisc^! Seefische, Stinte, Austern, Heringe! — Za, wie die Heringe sind wir eingepackt, aber Kann ich imr erst zu meinem Hieber kommen, da will ich es gewiß nicht auf mir sitzen lassen." Ter Postmeister öffnete selbst die Türe der Postkutsche, aber nie - ntanb bezeigte Lust auszufteigen, so innig waren alle von bem Handel ergriffen. So mochte es noch zehn Minuten fortgetobt haben, die Pferde waren ichon erlöst und latschten wie auf Pantoffeln mit hangenden Köpfen durch das geöffnete Hvftor, schon toollte dem Postmeister die Geduld bredrn, als die Postkutsche wie das trojanische Pfew unerwartet ihren Bauch öffnete und ein großer Teil der Reisegesellschaft aus dem von dem Fußsfompfcn brechenden Wagenkasten mit halben und ganzen Beinen hinausrutschte. .Da mußte ber Postmeister lachen, daß ihm der Bauch erschütterte. „Seit breißig Jahren", rief er, „denke ich jeden Posttag: nun, diesmal kommt ber alte Kasten nicht wieder bis zu uns, sondern bleibt unterwegs liegen, und teilte geschieht's, daß er im Stllleftchn auf ebenem Pflaster zusammenfällt." Keiner half den Passagieren, ber Postillon rief die Magd vom Kafsee- tochen, den Postsekretär vom Kopieren der Brief- adressen fort, um das Mirakel zu sehen, alle standen umher und warteten der Entwicklung. Kaum aber war die Gesellschaft aus erftereni Schrecken auf festen Fuß einigermaßen hergestellt, so richtete sich aller gegenseitige Zorn gegen den Postmeister, er wurde wegen des schlechten Postwagens, wegen der schlechten Pferde abgedonnert. „Weim wir in England wären," rief enter, „ich macht? Ihnen den Prozeß als Tierauäler und Menschenschinder." „Darum ist es gut, daß wir in bentlcten Landen sind," antwortete der Postmeister sehr gefaßt: „was geht mich das an, ich habe nur über die Sach? zu berichten: den Postwagen stellt der Postmeister von der ersten Station, wo er aus- fährt, weil er das Mindeste dafür forderte; nach der Vorschrift muß er noch zehn Zentner mehr tragen, als er heute geladen hatte, die Pferdestellung ist meinem Nachbarn als Mindestforderu- bem überlassen, und well er sich mit bem Scharfrichter gut steht, fo hat er freilich nur schlechte Pferbe. Ihr Unglück tarnt mir recht lieb sein, denn ich erhalte dadurch vielleicht die Stellung des Wagens und der Pferde, Sie müssen es nur höheren Orts anzeiyen." — „Das werde ich auch," rief ein Passagier mit imponierender Stimme, ich 'bin ohnehin vom höchsten Landestollegw zur Untersuchung der hiesigen Gerichte abgesendet, das soll auch abgetan werden. Herr Postmeister lassen Sie mir gleich den Herrn Stadlsckneiber wecken, ich werde bei ihm schlafen." — „Ater vergessen Sie nicht," rief ein junger Mjann, ,Haß wrr uns morgen sprechen." „Ich glaube, wir haben schon zuviel über die Sache geformten," entgegnete der imposante Mann; „ich habe morgen viel zu hm, haben Sie nichts gesagt, habe ich aud) nichts gesagt, haben Sie nichts gehört, habe ich auch nichts gehört, wir haben vielleicht alle beide im SMaf geredet, und damit wünsche ich eine gute Nacht." Schon war die Ntogd bereit, den fremden Herrn mit einer Laterne zum Stadtschreiber zu führen, wahrend der Postillon an sein Triukiwld erinnerte „Keinen Pfennig geb' ich," rief der Mann, „ich werde Bericht von dev ordnungswidrigen Art, wie wir gefahren finb, an mein hohes Kollegium senden." „Ich gebe auch fern Trinkgeld," rief der Student, „ich gebe mein Ehremvort, daß keiner aus der Gesellschaft ein Trinkgeld geben soll; oder er hat es mit mir zu tun!" Tie dicke Dame stimmte damit überein, auch die musikalische Familie war einstimmig, und bic andern waren schon nach demselben Grundsätze heimlich davongcgangen. Der Pomllon drohte, der Postmeister versicherte, er laf|e keinen fort, bis das Trinkgeld bezahlt sei. Ta bornierte ber Napoleon. Unsere linksrheinischen Volksgenossen ha- 'en zur Erinnerung an ben hundertjährigen Todestag Napoleons I., am 5. Mai, wohl etnai mehr „Feierstimmung" ertragen müs fort, als wir im übrigen Deutschland. Der Deutsche hat in dieser Stuitde, die ihm aufs i-eue oas Gefühl brennender Schmach beschert und in der wir mehr an das Morgen als an na^ Gestern denken mü.ssen, begrcislicherweise keine große Luft, dem Genius des korsischen Eroberers liebevoll zu folgen. Die Franzosenfeiern berühren uns nicht. Die Zurüstungen, die im besetzten Gebiete gemacht wurden, um mit dem Ruhm des Welteroberers zugleich auch den Frankreichs unseren Landsleuten ostentativ herauszustellen, werden hoffentlich das Gegenteil bewirken, nämlich aus der Er- ,’nncrung an die Befreiungskriege die Zuversicht zu schöpfen, daß auch dem neuen Deutsch- lanb, wenn nicht durch Krieg, so doch durch ben Sieg des Rechts, der Tag der Befreiung wieder kommen werde! Wir dürfen die Persönlichkeit Napoleons I. auch heute noch so schauen, wie sie sich E r n ft M 0 r i tz Arndt darstellte, der mit folgenden Sätzen ihren ethi- 'chen Wert treffend zu wägen wußte: Man darf den Fürchterlichen so leicht nicht richten, als es die meisten tun in Haß und Liebe. Die Natur, die ihn geschaffen hat, die ihn so schrecklich wirken läßt, muß eine Arbeit mit ihm vorhab n, die kein anderer so tun kann. Er trägt daS Gepräge eines außerordentlichen Menschen, eines erhabenen Ungeheuers, daS noch ungeheuren scheint, weil cs über und unter Menschen herrscht und wirkt, welchen es nicht angehört. .Bewunderung und Furcht zeugt der Vulkan und das Donnerwetter imb jede seltene Naturkraft, und sie kann man auch Bonaparten nickst versagen. Geh nach Italien, schlage LiviuS auf, frage bic Römergeschichten und versetze daS Alte mit neuer Geistigkeit, mit größerem Prunk der Worte, mit etwas politischer Sentimentalität, so findest du, was der Mann ist und wohin du ihn stellen sollst. Die ernste Halttmg, des Südens tiefverstecktes Feuer,' das strenge, erbarmungslose Gemüt des ckorsischcn .Insulaners, mit Hinterlist gemischt, eiserner Sinn, her furchtbarer sein wird im Unglück als im Glück, innen tiefer Abgrund und Verschlossenheit, außen Bewegung jmb Blitzesschnelle; dazu das dunkle Verhängnis der eignen Bnift, der große Aberglaube d?s großen Menschen an seine Parze und an fein Glück, ben er fo auffallend wägt — diese ge- loaltijien Kräfte, von einer wildbegeisterten Zeit ergriffen und vom Glücke empor gehalten, wie mußten sie siegen! So standen die Römerfeld- Herren in der Schlacht, kalt unb bodj begeistert, und blickten über das Würgen und Den Tod von Zehn tau senden ruhig hin, so jagten sie mit grau-' Kirnet Freundlichkeit die Könige aus ober führten die Schladstopfer gebückt zum Kapitol, so endigten fte mit Gewalt, was sie mit Freundschaft begannen, oft gerecht, feiten mlld, nie edelmütig, öfter grausam. Sieb die Aemile, die Scipioncn. die Sulla, und du findest dies Bild unter älteren Menschen. ..Mo wat der Herr doch nicht schuld daran," sagte ber Postillon, „alle behaupteten ihm ins (Mtcbt, er habe verdorbene Fische in seinem Eß- tober, unb Darüber wollten iit ananber mit Piste- len u Lebe geben: >vas fmuitr ich dazu sag,m, e- roch nhrcdtvd) schlecht, ba» war aani rirf-.iin angen äbt jeixteii. von Krebsen, rote Vie zerbrochene postiittsche. Von Achim von Arnim^ llntev gellendem Blasen des vom Ueberfohren woueticbten Posthorns schwankte die ungehenie ichwarze Vontorschc wieder einmal durch die Reihen kteiner Häuser deS Städtcteits dem Marttplatze ;u, alfi ob cs das Ratdaus wäre, welches sich wice-cr iritzuset>en Lust habe, nachdem eS vor dreißig Jahren int Feuer ausgegangen war. Hier am Marne hielt btt Kutsche vor bem langersehnten Postticnise, bei Tage durch das neue Schild ber einem Ort zum andern übernnttellen Nachricht«, gleichgültig in welcher Sprackte. aurzusprichem. dzw. #ur beliebigen Zeit unb dellelüg oft wieder abzuhöreu. ~ ES ist außerdem die Lbvordnung getroffen, daß die soeben aufgenommnten Gespräch unnrittribar nach der Aufnahme, ialls erforderlich, rviltorft wiedergeochen, bzw. weitergri' Soll z. B. eine sehr wichtige drahrtos übermitirite telephonische Nachricht aus großer Entfernung fo fort nieder geschrieben, bzw. gedruckt weiten, fo ton: ^>s bereits erfolgen, während die Nachricht oufgespeichert ivird. ferner ist vorgesehen, ben Gesprädisträger ausWectzsÄbar anzuordnen, um ibn in gesvoochemwr Zuftmide anhernritig zu oerwen den. Auch für den Fikntz ist diese Grfinbung von allergrößter Bedeutmrg. — ----- .... arvei n unter bem Wagen durch!refe, am weich m iic ge ialntnt werden, davon möchte der KreöS auch wohl Hans Thoma über das Zeichnen. Ein grnndsSÄickes Geleitwort über Zeichen« fünft gibt Hans Thoma dem schönen Bond.' feiner Zeichnungen mit, der, von 29. F. Storck heraus in ihrer Urtiefe nur einmal aus'der Welt ist. daß sic nur durch die ihr eigenen Z-eicten sich ay lennend anderen mittellen kann. Wenn das Wesen der Welt als Wille und Vorstellung geoackst werden kmm, so ist die Vorstellung das, was da Mensch dem Willen gegenüber, dem wir alle mr- bedingt unterworfen sind, als Einziges hat, in dem das Sein das Lebens sich in Tat um setzen kann, in einer Art von Schöpferwillen als Beglaubigung unserer Vvrstelluna, die wir wohl als das wunschlose Schauen der Kunst an sprechen dürfen, das ein Gegensatz, ein Ausruhen ist vom begehrlichen Wollen. Ob Wild einander erkennt? Diese interessante Frage wird in einem Aussatz durch allerlei Beobachtungen bejaht, die ein Kenner des Waldlebens in „St. HnberttiS" bei - bringt „Unsere Waldriere", so schreibt der Verfasser, „müssen sich doch durch die öftere Begegnung gan» sicher gegenseitig erkannt haben imb babei empfinden, daß jene gefährlich, diese aber ungefährlich sind." Ganz besonders charakteristisch bafftr ist das Verhallen ber Rehe Wenn Wildsauen aus bem Walde herauStreten. dann schrecken oir friedlich auf einer Wiese äsenden Rehe urplötzlich zusammen tmb stieben jählings davon. Tas Ebel wilb dagegen nimmt von dem Schwarzwild gar tonte Notiz unb äst ruhig weiter, während baS Schwarzwild in angemessener, respektvoller Entsernung bleibt. Wagen eS die Sauen in ihrer Fraßgier, dem Rotwild zu nahe zu kommen, so bekommen sie ein paar kräftige Schläge von diesen und verliehen sich sofort Beim Tamwilh, das ja zumeist rn Rudeln auftritt, übernehmen die jungen Hirsche die Verteidigung gegen die Wildsauen, und diese wissen ga» genau, daß mit den jungen Herren nicht zu spaßen ist, weshalb sie sich meist nicht siech benehmen. Der Hase hat vor Rehen gar keine Angst. Er hüpft ruhig herum, auch ivenn Rehe ober Edel- und Damwild in ber Nähe sind; ja er sitzt sogar ganz gemütlich zwischen ben Rudeln. Ganz anders aber, wenn er Wilb- sauen wittert. Dann schießt er schnell davon unb läßt sich nicht mehr sehen. Auch Fasanen, bic auf Lichtungen stehen, lassen Hasen, Karnickel unb Rehe ruhig an sich herantommen, ohne weg- zuffiegen. Aber schnell rote ber Blitz sind sie fort ivenn Schwarzwild ober gar ein Fuchs auf bem. '.Clane erscheint Bei brütenden Schnepfen tont man beobachten, baß sie Rehe ganz ruhig in ihre Nähe kommen lassen. Die Schnepfe kennt dar Reh und weiß, daß es ihm trichts tut. AehnliH ist cS mit Rebhühnern. Man kann feststelle», daß Hasen, Karnickel und Rehe ganz nahe bei einem Rebhuhngelege äsen, ohne daß btt Herme sich int geringsten stören läßt. Komm! aber mal eine Katze in bie Nähe, dann fliegt die Henne sofort weg. „An einer brütenden Fasanenhemtc," crzähll der Verfasser zum Schluß, „führte mich mein Weg mehrere Male in der Woche vorbei. Tie Harne hatte sich darauf versessen, ihr Nest zwei Schritte vom Wege anzulegen. Sobald ich ohne Hund kam, blieb bie Henne fest sitzen, wenn ich aber einen fcunb mit hatte, fo strick sie schon am 20 Schritte Entfernung ab. Sie sah sicherlich den Hund nickt als ihren Freund an. Wäre dies nur einmal vor- gekommen, so hätte ich es bem Zufall zugeschricben, aber an der dreimaligen Flucht mußte doch oct Hund schuld sein. Nach meinem Tafürhalten erkennt also das Wild seinen Freund und Frint».^ Wie Prnpnnent gemocht wirb. In früheren Zellen, wo viel auf Pergament geschrieben wurde, bildeten die Pergamaitmachec eine besondere Handwerksklafsc. Halle üben nur noch wenige diese Kunst, denn den Luxus öcs Gebrauchs von Pergament können sich nur ttodi wenige leisten. Nach einer Darstellung in bet „Pavierzellung" wird Pergament auf folgende Weise gemacht Zunächst wird das Leder gc> 'Volten unb gewaschen, dann weißes Pulver in bie Oberfläche eingerieben und das Leoer zum Trocknen aufga'vannt. In dia'em Zustand ist es sieilich ber allerungeeignetste Gegenstand, um darauf zu schreiben. Erst warn die Unebenheiten mit grapljischeS Institut. Leipzig .dreibändig n u - schienen, unb bic Einleitung des Hera:is.reb.-r> Alfred Schier, der bic iilleressante Lebaisgachidne Arnims unb überbauet bic Zeit der Rvmanttr eingehend bebanbelt, kommt aud» ben Erwägungen «tü. bas war ganz ricktv-i. Listigen die Nase steckte, ob eS akn oder Krebst Daren, wer tonnte ba» iviffon, Line wichtige verbeffrrung der pouisenschen Leiegraphonr. Triegrapl^ne imb bekannt!ich Vorrichtungen zur Aufnahme imb Wiedergabe von Lauten, rnsbe'vn- derr Gesprächen. Tie Auftpeicherimg bzw. das ZustmidetoMmen von Lruten ober Gaprachen tyrrb hierbei durch ein Ma-gnetisierun gewerfalmai erreicht, d. h. es wirb ein in ferner Längsrichtung bewegter ober rvutierenber Körper, z. B. ein Stahldraht, Stahlband, Walze oder bergt, luiter bem Ein Nuß kleiner Elckttomagnete, entsprechend den Sautlvirfungen magnetisiert, wobei bic aurgefod(betten magnetischen Kräfte nuttels bettelben Svstems, durch bas bie Magnetisierung be? Körpers erfolgte, auf rin ober mehrere Tricplvne übertragen, bzw. durch diese die Gespractx wieder gegeben werden. Ta man schon vor Jahren ben Wen dieser Erfindung erkannt I^atte, backÄtigten sich in- und ausländische Firmen und Jngarieure, jetwch ver- gebHth, damit, das Telc^ratAon, dessen grnnd- legendc 3bet von dem dänischen Ingenieur Ärulsar stammt, für den pravisckeii Gebrauch nutzbar zu machen. Tic erzielten Erfolge ließen viel zu rvOn- lck.m übricL Wenn auch ber ton Poulsen 6e» ickrlltene Weg uwttatbar richtig ist, fo birgt doch Das von ihm m Anw.m>lcnq gebrachte Magnetfo 'ierungSveiTabren rinen grotzen Fehler, ber bann besteht, datz die Bmrrckrung zrrr Bewegung des id.nellMifmtvn lbaprädisttägerS technisch unvoll- foatmen ist, da z B. für ein Gepräck von ftalb- nünbiger rauer in; awrm; Trabff an ae von zirka 5000 Meter erwbtrf-. h tfo Die vou> cnscke Erirndimg ist jetzt, nazhtrm man )itb bngchhdj bemübt Itattr, bie ihr anhaftenden Mängll vi bcrittgcn. durch ein neue« «er fahr en Ermaßen fiberfr.lt, daß mr TugenMvr ntcht zu über eben ist, welche B-- iwiihmg daS neue Tetegnwbon insbefon>re für bie brabiloie Tefeptvirie, ,o für ben gesamten '.stfochrtchtendumn haben wirb. Es oanbe t sich hier» i 1 irm eure einnbimg von internationaler fk Gesundheitliches Turnen Körperbildung - Kurse f.Frtuen u. Kinder, Einzelunterricht Frau HellaZenz,KaiserAllee24H Kleln&Stlefel Fulda GA SämtL Maschinen für Schreiner Wagner Sägewerke usw. Oüngegips, Bims-Zementdielen 5 cm dick, u. Zement, ständig auf Lager. Blms-Zementdlelenwänife werden prompt und solid ausgeführt Aufdermauer & Laberenz tilpeornamentenseaehäft “"D Gießen, Lahnstraße 5, neben der Lahnbrücke. (Yendarm I. Hocherl in Dtentngen schreibt: Ave, welche an Gesichts-Ausschläge leiden, möchte ich Obermatzer's Medizinal Herba 9eite emoseblen. 3961id Herba Leise au haben in allen Avoth., Tran- >« i Dachpappe, Asphaltklebemasse Dachteer, Carbolineum empfiehlt 5075h Carl Gaerthe, Wetzlar. AMMWii • ■ Wetzsteingaste 2 — Besitzer: Hans Kirzinger Empfehle mein höchstzulassig eingebrautes Weizenbier bestes Frühjahrs- und Sommergetränk per Glas 1 Mark, grober Krug 2 Mark. Verkauf in Flaschen <971 über die Strohe, große Flasche 2 Mark. uNiiimiiiiiiiiiiiiiiiHiiuiiniiMniiiiiiaiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiu |Louis Rothenberger! i Gießen Frankfurt a.M.,West = = Nevenwef 22 Adalbertstraße 26 E Telephon176'2124 Telephon: Taunus 4904 = = Alteisen - Metalle • Lumpen - Papier I sowie sämtliche Rohprodukte Antiquitäten. mn I ärfuiimwimmuiUMirtniiimimimiiiniiimimniuiiinranriimmiiiiifi „^Welßstückkalk blendend weiße, großttücki - • ♦ Preis MK 45. dd5. Paket. Ali rH , - Fabrikanten-Hc-Hk«?! seidort. DEUTSCH ER- WEINBRAND. -es -sff // _ OAC.STÜCK MACHE A.6. WEINBRENNEREIEN OluJlUCty, Vertreteri August Weidig, GieBen, SteinstraBc 50. Telephon 776. Schokolade Alleinige Fabrikanten: Ptlzold 8 Aufham A.-G., Dresden. Vorrätig in den meisten Spezial-, Delikatessen-, Kolonial waren - Geschäften und Konditoreien. (“"ss PlockstraBe 10 Hexenküche ges. gesch., Jp das ideale Abbelzmittel Kronengrund das altbewährte ölfreie Grundiermittel /Tjr WKSHHk Intarsien SM. Schablinen A > Künstler-Oelfarben M liefert gut und preiswert Nordwestdeutsche" Farben-und Lackindustrie Zweigniederlassung GieBen M H H H M ►< ►< ►< >< ►< M H M M •< •< »> M M H H ► < berechnung erteilen 4437D D.R.G.IL714 645 WW KMHWl! UW Die mit der WMk JllillS' । versehene Negenanlage macht das Gießen mit dem I Schlauch ober der Gießkanne entbehrlich, erhöht mühelos die Erträge des Gartens und macht den Gartenbesitzer von der Witterung unabhängig. Entwürfe über zweckmäßige Anlage und Kosten- Installattonsfirma Gürtnereibesitzer Sm Wmi üoöoii wehet Telephon 1590 Neuenweg 40 Tel. 1057 Schiffend. Weg 19 CUBA / M CO Wanderer Dipl.-Ing. Fritz Schilling Telephon ninRnn Frankfurter Nr. 2040 UluUGII Straße 23 \ WWÄ Transatlantischer Dampferdienst via Spanien und Portugal für Passagiere, Fracht und Post nach SUD-AMERIKA Rio de Janeiro, Santoe, Montevideo, Buenos Aires H ivana, Vera Crus NORD-AMERIKA New Orleans mit modernen Drei- b. Doppelachrauben-Schnelldam- pfern regelmässig in kurzen Abständen ab Amsterdam Moderne schnelle Fr acht dampf er nach obengenannten Hit en sowie nach Pernambuco and Bahia S peilen er 14 tätig. Frachtdlenet nach New York I ttber P^M^^^rZhrd^Tdf7 UeaellAcUatt m Amsterdam oder die in den meisten L^-____Groa»tAdtenbefiudlichen Vertret uogen (fieber- und Stossbezllgel in LnnMStslinsMmng Spezialität Gebr. Seelbach Polsterwerkstätte (Sieben, Süd-Anlage 20, Telephon 1627. lilaschinen- schreiben | mit alten Fingern unter Ausschaltung des Gesichtssinnes erlernen Sie gründlich in der 'Vogt’sehen Privat-Handelsschule, Gießen, Goeihestraße 32. Tages- u. Abendkurse. 30 Unterrichtsmasch. 15 verschied. Systeme. Beginn täglich, j SWMk- M WflfloematraBED Holflenofliün in allen Qualitäten und gangbaren Grösten stet? vorrättg.Anseritgung von jedem Man schnellstens. (WiederverkäuserRabattj s Ernst Ra« SlaWroyl-rNciNMensabril Walltorstr. 37 Tel. 968 Einzige- Unternehmen diel. Branche am Platze. Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß wir in unsem Geschäftsräumen unter Leitung eines sachkundigen Juristen eine Ste uerbera tungsstelle eingerichtet haben. Gegenstand der Beratung: Notopfer, Einkommensteuer, Besitzsteuer, Erbschaftssteuer, Kapitalertragssteuer, Körperschaftssteuer, Grunderwerbssteuer sowie samt1. Kommunal- u. Kirchensteuern Sprechstunden: täglich 10 bis 12 Uhr vormittags, im Bedarfsfälle auch in der Wohnung des Kunden. Mitteldeutsche Creditbank Filiale Gießen. 1240 Cigarren’GgnossenschsftsfabrlkSieHen Mm Wie: lalllorsMe A e. B. m. b. H. GegrBodel 1907. Telephon W Wir empfehlen als ganz besonders preiswert unsere neu eingeführte Qualitätsmarke Nr. 11. Verkaufspreis p. Stück M.1.- Gleichzeitig offerieren wir unsere hervorragenden Fabrikate in den Preislagen zu 40 no 60, 70, 80, 90 Pfennig bis zu M. pro Stück; ferner 06844 Zigaretten-, Rauch- und Kautabake erster Firmen Vorteilhafteste und billigste Bezugsquelle für Wiederverkäufer! Die Geschäftsleitung. Säemaschinen Schrotmühlen Pflüge Grasmäher Getreidemäher in erstklassiger Ausführung 570D A. J. Tröster, Butzbach Fabrik landw. Maschinen und Eisengießerei Lieferung aller landw. Maschinen und Tranamiaslonatelle. MS SWWsW mit gut eingerichteter Werkstätte, Dorratsräumen, Hofraum, eine Parlerrestube (zu Laden passend) und Wohnung ist Sterbefall halber sof. zu verpachten. Auch Kann Installation und Kupferschmiede angelegt werden, da letztere nickt mehr am Platz« ist. Vorräte, Maschinen und Werkzeuge müssen käuflich übernommen werden. Späterer Hauskauf ermöglicht. I. August Kurtz Ww. Msseld (Oberhessen) 5139 9Httergaf|c 2, direkt neben dem Marktplatz. MAswetWlliel beseitigt schmerzlos Warzen. Tätowierungen. Lebernetfen uiw. ohne Stechen oder Schneiden nach einmalmct Anwendung. KebrauchSan» Weisung vorher gratis. Zu haben bei: Friseur Hermann Schenk ttaplauSaaffe 18. «710 Landwirtschaftliche maf tbinen u. Geräte aRer V rt kaufen Sie norieilhait bei MlM.M.SlMMS. Fernsprecher 10 Aufstellung von Motoren u. Maschinen mit allem Zubehör Mud. ffli)d)intiii6lo|ietti e. Stnrithranftitlt Verlangen Sie Angebot. 4766c KASSr .. u unerreicht In Bauart und Leistungen ANKER-WERKE A.-G. BIELEFELD < «tA AnkSL- Reg' Generalvertreter and Masterlager: Max Goldschmidt, GieBen Bahnhofstraße 76 Lager von Scheckrollen und Kontrollstreifen. 06857 Umbau Älterer Registrierkassen für höhere Ein stell Fähigkeit. aller Systeme, auch von Schreibmaschinen, durch etaatl geprüften Werkmeister unter Garantie. Auskunft kostenlos. ■ * Baumaterialien liefert billigst vom Lager und ab Werk fn?t K. Köhler, Lieh fct === Ständig auf Lager: ----------------- Träger, U-Eisen, Zement-Schlackensteine Schlackensteine (Buderus), Schwemmsteine, Gail- sche Klinker, Schlackensand, gelben Sand, Kalk Zement, Dachziegel,Tonwaren aller Art (Tonrohre Viehknppen und Schweinetroge), rauhe und ge- hobelte Br etter, Dachlatten und Spalierlatten, sowie sämtliche in das Baufach schlagende Artikel „Patentcln Allen Knlturstaaten“ __ ■ __ ■ ■ Original „Weiger“ Strohpressen ' • .........im........................................................... fttr Stiften- bzw. Bcbroaldreeeher. Hreltdreecher, Hotor- und Dampfdreecher lieferbar. Gebrüder Weiger Wolfenbüttel.