Nr. 5 Ter Gtetzenrr Ättjetget erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Monatliche Vetuaivreise? IRh. 4.25 einschl. Träger« lohn, durch die Post Mk. einschl. Bestellgeld. Mit.Sport-Umschau- Ulfe. 5.50 einschl. Träger- lohn, durch die Post Mk. 6.25 einschl. Bestellgeld. Fernsprech-Anschlüsse: wr die Schriftleitung 1! 2 Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift sür Drahtnach- richten: Hnielaer Ließe«. postschecktonto: Srantfurt a. M. H686 Erster Blatt . UL Jahrgang Zrettag, 7. Januar s92s Cd Anu.hme von Anjetgea M Ty für bie Tagesnummer bis GietzenerAnzeiger ■ • '.'lug. General-Anzeiger für Oberhefsen MM Drud und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und 5teindruckerei H. Lange. Zchrlfllettung, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulstratze 7. sämuich in Gießen. Die bürgerliche Bewegung. Ter Piäsidcnt des Reichsbürgerrats, Ltaatsminister vonLoebell, verbreitet folgende AÜsfülirungen in der Presse: 3e länger die beutfJ)en Bürgerräte ihre Arbeit durchftchren, und je weiter die Organisation sich ausdehnt, umso mehr hat sich herausgestellt, daß jenseits vom eigentlichen Programm des Reichsbürgerrats ein praktischer politischer Weg gesucht werden muß, auf dem das Programm zur Wirklichkeit nrirö. Im Mittelpunkt des Reichs- büraerprogramms steht wie im Brennpunkt der gesamten deutschen Politik und Wirtschaft die ftvage der Lösung des sozialen Konslitts, der durch den Krica verzögert und durch die Revolution zum Ausbruch gebracht worden ist. Man kennt in der deutschen Politik, wenn man von Einzelbestrebungen absicht und einmal nur die großen Grundlinien der parteipolitischen Programme festhält, zwei Wege zur Lösung dieses offenen Konflikts. Einmal den offenen Kampf, den heute zwar nur sehr wenige auf Seiten der Rechten, aber seit der Anwesenheit Sinowjews in Deutschland umsomehr auf Seiten der Linken zu predigen wagen, und dann den Weg des parleipolitisäien Kompromisses. Es mürb: zu weit führen, die Gründe zu erörtern, die besonders für deutsche Politik und Wirtschaft bei der einseitigen Festlegung auf diese zwei Wege maßgebend gewesen sind. Man müßte die gesamte, so oft behandelte Frage des Unterschiedes von politischer Dl)eorie und Praxis breit erörtern. Man müßte in einem kurzen Rückblick auf die inner- politische Geschichte Deutschlands seit dem Beginn der sozialistischen Bewegung nachweisen, wie stets der Versuch des offenen Kampfes und der Versuch der kompwmißartigen Verschleierung vorhandener Gegensätze für die gesamte deutsche Entwicklung gleich verderblich gewesen sind, wie aber trotzdem die maßgebenden Faktoren der Politik aus Mangel an Einsicht und aus Mangel an politisck>er Energie stets den Weg der Fehler wieder beschritten haben, ddur dann roürbc sich auch für den, der in den gewohnten Gleisen so festgefahren ist, daß er den Blick für jede höhere Leistung verloren hat, der Glaube aufbauen lassen, daß noch ein dritter W^g zur Lösung der sozialen Krise offen steht und mit Sicherheit zu dem von allen erwünschten Ziele führen muß. Würden wir in Deutschland die politische Taktik ebenso beherrschen, rote wir Meister der politischen Theorie sind, so würden wir lange erkannt hab eil, baj der soziale ökarnpf gegen völlig un- § leichwertige Faktoren geführt wird, und daß ans ieser Tatsache nicht etwa, wie man so oft sagen hort, „der Zusammenbruch des Bürgertums" und „der Sieg des Proletariats" sich ergeben muß, sondern daß in dieser Tatsache vielmehr der Grund für die Erfolglosigkeit sowohl des Angriffs der sozialistisch eingestellten Massen wie der Abwehr der Antimarxisten zu suchen ist. Kompromißpolitik in der bisher in Deutschland üblichen und durch die Arbeit von Natioiialversamnilung und Reichstag geradezu zum Gesetz erhobenen Weise muß zur dauernden Verschleppung der sozialen Krisis führen. Nur, wenn man errdlich auf beiden Seiten der im sozialen Kampf stehenden Gruppen die so unendlich einfache Tatsache der politischen Taktik begreifen lernt, daß die Lösung nur dann zu finden ist, sobald zwei völlig gleichwertige, in Geschlossenheit und Umfang der Organisation gleichstarke Faktoren sich der Aufgabe der Losung der sozialen Krisis bemächtigen, ist die Rückkehr wirtschaftlicher utü> sozialer Ruhe in Deutschland möglich. Voraussetzung für solchen Ausgleich ist natürlich, daß beide Gruppen das Maß der Stärke ihres Gegners kennen und infolgedessen beide einsehen, daß sich sowohl im offenen Gegensatz wie in dem ihm gleichwertigen Kompromiß die Unmöglichkeit der Einigung durch Geschlechter vererbt. Voraussetzung ist weiter, daß diejenige Gruppe, die auf eine längere Kultur zurückblicken kann und über ein größeres Maß politischer Einsicht verfügen muß, die andere Gruppe als die Vertreterin neuer emporkommender Massen furchtlos und mit Ruhe zu politischer Ausgleichsarbeit erzieht. Denn so sehr wir auch beute zur Aufstellung gleichstarker Faktoren im sozialen Kamps alle organisatorische Arbeit auf die Seite der Nicktt- marxisten intb der Verteidiger der Vorzüge des bisherigen Systems verwenden müssen, so darf doch umso weniger auf der anbem Seite verkannt werden, baß der Organisationsban der Sozialisten noch der Elastizität ermangelt, mit der man nach den Lehren der Geschichte letzten Endes politischen und Nnrtichaitlichen Fortschritt allein zu sichern vermag. Einer der Grundfehler der bisherigen Kompromiß- Politik mußte darin liegen, daß man zwar in ri tiger Grfenntniä der politischen und wirtschaftlichen Gleichberechtigung der sozialistisch organisierten Massen das moralische Recht mit der praktischen Fähigkeit verwechselte und nun den Führern, zum mindesten den nicht radikal gerichteten, doch das gleiche Maß an Willen zu sachlicher, ausgleichender Arbeit zuschrieb. Ja, man ging darin ort zu weit, daß man unter dem Eindruck der während des Krieges gemachten politischen Fehler und im Gesichtspunkt des allgemeinen politischen Erwachens die eigene ,Fähigkeit geringer einschätzte als das Können berjenigen, die bisher auf dem politischen Gebiete nichts, auf wirtschaftlichem Gebiete nur reine Organisationsarbeit geleistet haben. £rer muß der Weg nicht zu der Selbstsucht unb Selbstüberhebung vergangener Tage, wohl aber bis zu dem Punkte Eckgefunden werben, an dem sich die richtige Einung der eigenen Fähigkeiten unb das Ideal wlligen politischen Gleichberechtigung bie Wage halten. Wie sieht nun die Durchführung dieser Ge- Gesichtsvuntte in der politischen Praxis dieser Tage aus? Die Minderheitsregierung hat jvr zwar länger, als man erwarten konnte, gehalten. Sie lebt aber in vielfach Einsicht nur von der Gnade der Mehrheitssozialisten, die sich in ihrer Stellung zur Regierung einzig und allein von Varteitaltischen Wahlrücksichten leiten lasten. Je näher der Termin der preumachen Wahlen heranrückt, je mehr die Mehrhettswzia'sisten, nicht nur innerhalb der Partei, sondern auch innerhalb der Gewerkschaften starken Einfluß auf bie Massen toiebeigeroinnen müssen, um so stärker wirb die gefühlsmäßige und praktische Uebereinftimmung zwisck)en Mehrheitssozialisten unb Unabhängigen. Und bie gleiche Entwicklung ber Dinge vollzieht sich auch wieder nach ben Srommiutiften hin. Das »ktisckie Ergebnis ist, baß in Sachsen eine rein alistische Regierung möglich geworden ist, daß es in Bremen eine geschlossene sozialistische Front aibt, die eine parlamentarische und Regierungs- krisis durchführen tömite, kurz, es hat sich überall die wirtschaftspolitische Frage so in den Vorder- (jrunb aller politisck^en Probleme gedrängt, daß sich auch bei dem ehrlichsten Willen der Korn- proniißpolitiker die Spaltung d?s Volkes in eine inarxistisckic und eine antimarxistische Front gar nicht mehr vermeiden läßt.• Die Ereignisse in Sachsen und Bremen sind nur Vorspiele für Entwicklungen, die sich in den großen Ländern und im Reiche zwar nicht mit der äußeren Deutlichkeit aber doch mit gleich starker Wirkung werden vollziehen müssen Angesichts dieser Tatsache erhebt sich bie ernste Frage, ob wir ganz ähnlich wie in den Novembertagen 1918 einer zweiten Revolution dadurch entgegengehen sollen, daß der marxistisch gesinnte Teil start organisiert irgend ein markantes politisches Ereignis zu einem neuen militärischen Vorgehen gegen die Regierung, die einem Gewaltansturm laum stand halten könnte, benutzen soll, ober ob ber Weg einer unblutigen ehrlichen unb wirklich aufbauenben Einigung mit bem Marxismus benutzt werden soll. Diese (Einigung ist nur auf dem Wege burchzuftchven, daß durch die bei Volksentscheiden sich ergebende antimarxistische Mehrheit im beutfdjen Volke endlich den marxistisch beeinflußten Massen und ihren Führern deutlich die wahre Stimmung im deutschen Volke bewiesen wird, daß dann angesichts dieser Mehrheitsver- häjtnisse die Anhänger des Marxismus sich durch die Tatsache über die Unhaltbarkeit ihrer Anschauungen belehren lassen, um schließlich mit dem ganz überwiegend sozialistisch gesinnten deutschen Bürgertum bas positive soziale Aufbauprogramm »i gestalten. Wenn die bürgerliche Bewegung die Organisierung der Antimarxisten für diesen Zweck betreibt, so liegt in dies em. Ziel keine Parteipolitik in einem Sinne, den man in der Bürgerratsbewegung mit Recht abgelehnt hat. Es ist Politik höheren Stils, wie sie in Deutschland bisher nur vom Sozialismus durch bie Doppelorganisation einer politischen Partei und einer wirtschaftlichen Jnteres envertretung getrieben worben ist. Es ist keine Arbeit gegen die politischen Parteien, die wahrscheinlich innerhalb d:s Parlaments die Kompromißpolitik um ber auswärtigen Politik willen noch lange werden fortsetzen müssen. Es ist bie Klärung ber inner politischen Verhältnisse, bie unbedingt neben der Arbeit für bie Revision des Friedensvertrages einhergehen muß, wenn wirklich ein gesunder Wiederaufbau erzielt werden soll. Daß die Bürgerratsbewegung sich der Revision des Friedensvertrages angenommen hat, ist inzwischen durch praktische Arbeit hinreichend bewiesen. Neue zorderungen deutscher ttohlen- lieserungen. Berlin, 6. Jan. (WTB.) Das Ergebnis der bisherigen Verhandlungen zwischen den deutschen Delegierten und der Repara.ionskommisiion über bie Regelung ber deutschen Ko h- lenlieferungen nach Ablauf bes Spaa-Av- kornrnens ist nach Mitteilung ber zuständigen Stelle burchaus unbefriedigend. Tie Reparationskommission teilte in einer Note vom 27. Dezember der deutschen Kriegslastenkommission als' die von ihr in Aussicht genommene Regelung folgendes mit: 1. Mit Rücksicht auf die Transportschwierigkeilen bestehe die Wahrscheinlichkeit von Rückständen in ben beutschen Kohlenlieferungen auf Grund des Spaa-AbLmmens. Sie fei damit einverstanden, daß die Rückftäittx im Februar und März mit je 250 000 Tonnen im Monat ausgeglichen wurden, die in diesen Monaten ohne Anrechnung auf die sonstigen Lieferungen vorweg zu liefern feien. 2. Für bie Monate Februar und März 1921 solle Deutschland außer diesen Rückständen 2,2 Mlllionen Tonnen monatlich liefern. Derjenige Teil dieser 2,2 Millionen Tonnen, ber von Deutschlanb twtz aller Bemühungen aus irgendeinem Gru.id? nicht abtransportiert werben könne, solle zur Verfügung der Revarationskommission gelagert unb später nach ben Wünschen ber Kommission beschleunigt abtransportiert werben. Geschehe dies, so werbe das einer Erfüllung ber Lieferungen in den Monaten Februar unb März gleichgerichtet. Staatssekretär Bergmann Hai herauf auf Anweisung ber beutschen Regierung ber Repa- rationskommission mitgeteilt, baß bie beutsche Regierung nicht m ber Lage sei, Jid) mit dieser Regelung einverstanden zu erklären, vielmehr ihren der Reparationskommisswn in eingehenden Verhandlungen dargelegten Standpunkt, daß bie beutsche Leistungsfähigkett nicht einmal an bie in Svaa festgesetzten Mengen herwrreickft. aufrecht erhalten müsse. Sie werde spätestens Mitte Januar eine zuiammensassenbe Darlegung ihres Stanbpunkres übermitteln. Es handelt sich bobei um eme bereits feit langem in Vorbereitung befinblidje Denkschrift über die Wirkmrgen des Kohlenabkommens von Svaa. Bekanntlich batte die deuf'che Regierung in Voraussicht ber feit November bestehenden TransportschwierÄkeiten, um jede Möglichkett zu versuchen, bie in Spaa übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen, im Oktober bas Sief erfüll von 2 Mlllionen Tonnen erheblich überschritten. Der abnorme Tiefstanb bes Rheins und die badurch herbeigeführte Verschärfung bes aud) lei normalen Verhältnissen im letzten Kälenderviertcljahr des Jahres regelmäßig eintretenden Wagenmangels haben trotz dieser Vorlieferungen bie Unmöglichkeit herbeigeführt, bie in Spaa notgedrungen und gegen bessere Uebcrzeugung übemomm ne» Verpflichtungen auf Lieferung von 2 Mlllionen Tonnen ohne Rücksicht auf die Zahl der Arbeitstage im Monat zu erfüllen. Die Klagen ber beutschen Industrie, namentlich der Metall- und Textllinbustrie, ber chemisckrcn Fabriken usw über unzuieickienbe Versorgung bauern trotz ber gestiegenen Förberung unb der erfolgreich burchgesührten Umstellungsmaßnahmen auf Rohbraunkohle fort. Dabei wirb bie Aufrechterhaltung dieser erhöhten Förderung durch die anbauerrtb ungünstige Ernährung?- tage ber Bergarbeiter ernstlich gefährd t. Statt diese Tatsachen durch eine vernünftige Begrenzung unserer weiteren Lieferungen zu berücksichtigen, wird von uns nicht nur die restlose Nachlieferung alles dessen verlangt, was wir ohne unser Verschulden nicht bis (frtbe Januar werden abgeliefert haben, sondern wir sollen uns sogar damit einverstanden erklären, die Liefermengen noch selbst über die trotz aller Anstrengungen nicht erreichte Liefermenge des Spaa-Abkommens zu erhöhen. Dazu kommt, daß gleübjdtig Bestrebungen int Gange sind, entgegen ber uns von Lloyd George unb Delacroix in Spaa in feierlichster Form gegebenen Zusage, die Kohlenmenge aus Oberschlesien, bereit erhöhte Inanspruchnahme für Deutschland während des Spaa-Mkommens bisher kaum statt gefunden hat, noch weiter zu kürzen. Ferner besteht auf alliierter Seite bisher so gut ivie gar feine Neigung, bie Kohlend o rs chü s 1 e, ja selbst die sogenannten Golbmarkprämten weiter zu zahlen, deren Bewilligung einer der wesentlichsten Gründe dafür nur, daß wir schließlich dem Abschluß des Kohlenabkommens von Spaa zustimmten. Tie deutsche Regierung wird alles versuchen, um auf Grund eingehender sachlicher Darlegungen die Alliierten davon zu überzeugen, daß die jetzt von ber Reparationskommissivn ausgestellten Forderungen weit über bas Maß des Möglichen unb Vernünftigen hmcmsgehan. Der englische Sianbpuufi in der Lniwaffnungssrage. Paris, 6. Jan. (Wolfs.) Ter Londoner Korrespondent des „Matin" wlll aus unterrichteten englischen Kreisen erfahren haben, man sei englischerseits geneigt, bie Einwohner wehren in Bayern unb Ostprettßen in je brei Perioden von brei Monaten auflösen zu lassens so baß also bie gesamten Freiwilligenverbänbe in Deutschland Ende 1921 verschwinben würden. Die Haltung Amerikas. Paris, 6. Jan. । WTB.) Die Radio-Agentur veröffenllickftfolgendeDepesche ausWa sh in g- ton: Tie Regierung ber Vereinigten Staaten prüft augenblicklich bie Haltung, die sic, offiziell einnehmen wird angesichts des Verlangens ber französischen Regierung, von Deutschland die strikte Durchführung der in Spaa vereinbarten Entwafs- nungsklcmseln zu verlangen. Tas Staatsdepartement habe seine Ansicht übet eine eventuelle Besetzung des Ruhrgebiets zu erkennen gegeben. Der Standpunkt der Vereinigten Staaten scheine über diesen Gegenstand zu sein, daß Deutschland in dem Maße, in dem bie Umstände es ihm gestatten, abrüfttt unb baß es gut sei, ihm eine neue Frist zu gewähren. Der Tempsigibt biese Nachricht unter Reserve wieder. Ausnahme deutscher Spezialisten in Sowjet-Nußland. M o s k a u, 6. Jan. In einer amtlichen Kundgebung heißt es: Zur Unterstützung unserer Industrie ist eine intensive Vorbereitung zur Aufnahme von Spezialisten aus Deutschland in die Wege geleitet worden. Es wird beabsichtigt, aus Deutschland 5000 Spezialisten anzufordern, davon 4000 für die Metallindustrie, 300 für das Volkskommissariat für Gesundheitswesen. Um für die Abteilungen ber Wirtschaftsräte vorbildliche Wusterkommunen in bem Bezirk von Moskau zu organisieren, sinb 200 Mann an- geforbert. Der Orden der Äoten Fahne! Moskau, 4. Jan. (WTB.^ Der achte Rätekongreß hat auch einen Antrag Rykows angenommen, für Erfolge an ber Arbeitsfront ben Orden berRotenFahnezu stiften. Ftalienischc Einreiseverbote für Bolschewisten. Rom, 7. Jan. (WTB.) Die italienische Regierung verweigerte Sinowjew, Bucharin unb Balaboni, bie zur Teilnahme am italienischen Sozialistenkon- greß nach Livorno kommen wollten, das Paßvisum. Die Finanzkrifis iu Oesterreich. Dien, 7. Jan. ^WTB.) Wie bie Staatskorrespondenz meldet, hat der Bundeskanzler Mayr m ben letzten Tagen in Begleitung der Bundesminister der Finchrzen und Vollscrnährung bei ben in Wien beglaubigten Vertretern der Großmächte vorgesprochen, um ihnen die sich immer kritischer gestaltende finanzielle Lage des Staates auseinanberzusetzen, wobei er betonte, bafe sich die Staatsausgaben in der letzten Zeit derart gesteigert hätten, baß mit dem Zusammenbruch der staotswirtschast in kürzester Zeit gertdmet widm müsse, wenn nicht ohne reden Verzug durch die von der Repavationstommission k'ü einigen Monaten beantragten Auslandskredite einer wetteren Entwertung der österreichischen Krone unbl damit einer neuen Preissteigerung Ei ihalt geboten werde. Tie Vertreter ber Großmach.c bekundeten hierfür die Notwendigkeit einer raschen Dilfe besonderes Verständnis und sagten zu. ihre Regierungen unverzüglich in Kenntnis setzen zu' wollen. Eine internationale VerkchrSkoufercnz. Paris, 6. Jan. (WTB.) Ende Februar wird in Barcelona eüte internationale Berke hrskonferenz zusammen treten, die vom Völkerbund einberufen wird. Den Vorsitz dieser Konferenz führt der ehemalige ftanzösische Minister für auswärtige Angelegenheiten Gabriele D c n o t a u x. Die Kvnferentz beschäftigt sich mtt dem Personen-, Waren unb Durchgangsverkehr. Sie soll einen beratenden Verkehrsausschuß ernennen, der zu einem ständigen Organismus au8- gebaut werden soll. An ber Konferenz sollen die Mitglieder des Völkerbundes, Amerika mib die Staaten teilnebmen, denen man in Genf gestattet hat, sich an ben technischen Beratungen zu beteiligen. Deutschland kommt also für die Konferenz nicht in Frage. Stürme im sächsischen Landtag. Dresden, 6. Jan. (Wolff.) Zu Beginn der l)eutigen ersten Sitzung des sächsischen Landtags nach der Ferienpause verlangten bie Kommuni st en stürmisch bie sofortige Beratung ihres Antrags betreffend bie Unterstützung der Erwerbslosen, der gegen den Willen bes Präsidenten unter großem Lärm auf den Tribünen verlesen wurde. Der Tumult steigerte sich derart, daß ber Präsident sich kaum mehr verständlich machen konnte. Der kommunistische Abgeordnete Renner wies auf die getroffenen polizeilichen Maßnahmen hin, was erneut wilde Pfuirufe hervorrief und beantragte, daß der Präsident den Antrag betreffend bie Unterstützung der Erwerbslosen sofort auf die heutige Tagesordnung setze und' auch sofort eine Abordnung der Erwerbslosen im Hause empfange. Diese Anträge wurden vom Hause abgelehnt. Unter andauernden^ ungeheuren Lärm sah sich der Präsident gezwungen, bie Sitzung zu unterbrechen. Dresden, 6. Jan. (WTB.) Noch Wiederaufnahme der Sitzung bes Lanbtaas teilte der Präsident mit, daß je ein Mitglied der verschiedenen Fraktionen bestimmt sei, um mit dieser Abordnung der Erwerbslosen zu verhandeln. Darauf wurde die Tagesordnung ohne weitere Störung glatt erledigt. * Aus dem braunschweigischen Landtag. B r a u n s ch w e i g, 6. Jan. (Wolff.) Dek Landtag hat den Antrag dec Rechtsparteien auf Einsetzung eines KontroNausschus- f e s für die Anstellung von S ch u tz p o 1 i z e i- beamten, worin die Regierung ein Mißtrauensvotum erblickt, und weswegen sie die Vertrauensfrage aufgeworfen hat, mit 31 gegen 27 Stimmen abgelehnt. In der Gesamtabstimmung wurde dann die Regierungsvorlage wegen Vermehrung der Schutzpolizei inrit 30 gegen 28 Stimmen ebenfalls abgelehnt. Aus dem Reiche. Die Forderungen her Eisenbahner. Berlin, 6. Jan. (WTB.) Der Reichs- v e r k e h r s m i n i st e r hat den aus ben Verhandlungen des Staatssekretärs Stieler mit den Gewerkschaften des Eisenbahnpersonals am 5. Januar hervorgegangenen Einigung s v o r sch l a g über die Erhöhung ber Teuerungszuschläge zu den Beamtengehältern und Arbeiterlöhnen gebilligt unb ber ReichS- regierung zur Annahme empfohlen. Aus Flensburg. Berlin, 6. Jan. (Priv.-Tel.) Gestern abenb tagte in Flensburg eine von vierhundert Delegierten besuchte Sitzung ber Vorstände der Gewerkschaften, der sozialdemokratischen Partei, der Unabhängigen und der Vertreter der Betriebsräte. Wie vom „Vorwärts" berichtet wird, wurde mit sämtlicher;, gegen neun Stimmen eine Entschließung angenommen, worin jegliches fernere Zusammenarbeiten mit den Kommunisten abgelehnt und zum Ausdruck gebracht wird, daß das Verhalten der bis aufs Blut gereizten Sicherheitspolizei verständlich und gerechtfertigt erscheine. Berlin, 6. Jan. (Wolfs.) In einer Sitzung des Hauptauss chusses bet preußischen Larchesversammlung erwiderte Minister S e v e r i n g auf das Verlangen nach Auskunft über den Fall in Flensburg, daß der moralisch Verantwortliche für die traurigen Vorfälle ber Denunziant selbst sei, der von der Polizei in Flensburg angestellt war. Der Kommandeur der Sicherheitspoli-■ es, ungeachtet bcr ungmeem schwierig technisch- mujifaliidKit Arbeit, gerade dieses selten gehörte und größte Quartett, zu dem jeder die erforderliche innere Sammlung mitbrmgeu möge, zu Gehör r- hat sich! bereit erklärt, sich an dre Spitze des ir bildenden Festausschusses $u stellen. ProfesforVeln vom hiesigen Predigerseminar, der einen vorzüglichen Ruf als Redner besitzt, hat die Anspracht ikalischen und deklamatorischen Aufführungen umrahmt werden wird. Heimkchr aus Avignon. fd. Frankfurt a. M., 6. Jan. Dreizehn Kriegsgefangene, die schon jahrelang in den Gefängnissen von Avignon in Strafhaft geschmachtet hatten, trafen gestern hier ein. Sie waren auf Grund einer Eingabe an Mil Schlager am SamArg-Abend dürfte noch eme Besprechung aus Kaffe! über ein Gasts Vitt mn 3. Dezember 1920 interessieren. GS heitzt ba: „Hilde Scttager hat in Oesterreich tnti> euböeuW land bereits große Erfolge zu verzeichnen und das mit Recht.....Ihre Äirnft ift '.gcnj aui toi Rhythmus eingestellt.....Tresevielverherhenden Versprechungen erfüllte der wertere Dernaus des Abends voll und ganz und der erste Teil des Programms erfuhr seine stärkste Steigerung in dem „Speertanz", dem em ebenw einleuchtend einfaches, wie fein durchgeführtes Bewegungsmotiv zu Grunde liegt," usw. — Auch auf,die -sonn- tagsausführungen sei nochmals ausdrücklich hrn- gewiesen- nachmittags die neue erfolgreiche Ove- rette Lehars: „Wo die Lerche singt", abends Iferd beliebte Lustspiel „Im weißen Rößl". Kreis Lauterbach. O Schlitz, 4. Jan. Der bekannte Altmeister der Rutengänger Deutschlands, £D beringe- nieur S cherm ul y (Frankfurt a. M.), hat. als er im letzten Sommer auf Veranlassuimder Gräflichen Verwaltung am Eiseliberg nach Erzen suchte, auf unserem Friedhof in einer Tiefe von 12 bis 14 Metern auch eine Wasserader festgestellt. Wie zuverlässig die Wünschelrute hier gearbeitet, zeigt die jetzt beendete Ausschachtung des Friedhofsbrunnens, die die Wasserader genau an der von Oberingenieur Schermuly angegebenen Lebensmittel. *♦ Ausgabe von Sckinkenwurst. Die bestellte Schinkenwurst ist eingetroffen. Ausgabe bis einschließlich Montag den 10. d. Mts., von vorm. 9—1 Uhr und nachm. 3—5 Uhr im Lebensmittelamt. Samstag den 8. d. Mts. findet der Verkauf von vorm. 9—1 Uhr statt. Siehe Anzeigenteil. _ ** Kartoffel aus gäbe. Bon Mittwoch den 12 bis einschließlich Freitag den 14. d. Mt§ , vorm. 8—12 Uhr und nachm. von 2—4 Uhr findet im Lager, Grabenstraße 7, eine Kartoffelausgabe statt. Preis 35 Pf- das Pfund. ** D ie Kleinhandelsgeschäfte werden ersucht, die ZnckerbezugSscheine für den Monat Januar 1921 am Freitag, den 7. unb Samstag, den 8. d. Mts., auf dem Lebensmittelamr, Zimmer 13, in Empfang zu nehmen. Veranstaltungen. Freitag: Stadtkheater, 7 Uhr. „Am Tage des Gerichts . — Cafs Leib, 71/2 Uhr, Konzert und Vorstttlung der Chiemseer. — Lichtspielhaus, „Tie Tänzerin von Dschiapua" und „Tie ihr Glück verkennen". — Lichtspiele, Seltersweg, „Ter Leutnant vom 9. Lancierregiment" und „Ter lebende Schatten". ** Aus dem Stadttheaterbureau. Nochmals sei auf die morgige sechste und letzte Aufführung deS hübschen Märchens „Frau Holle" hingennesen, die am morgigen,Sam-5tag- Nachmitta g und zwar bcr VollSpreisen ftiit* findet. — Zum Tanz-Abend von Hrlde bringen will. , , , , Oberhessischer Geschichtsverein. Nächsten Donnerstag wird Professor Helmke über die Stetigkeit vorgeschichtlicher Besiedelung in der nördlichen Wetterau sprechen (siehe Anzeige in heutiger Nummer). — Ter erste Geschichtsvcveinsvortrag des Winterhalbjahrs hatte die Aufgabe, mit der modernen vorgeschichtlichen Forschung überhaupt bekannt äh machen und nach dem neuesten Stand der Wissenschaft eine zusammenfassende Vorgeschichte unserer Heimat zu bieten. Taber wurde auf die Quellen der Erkenntnis im einzelnen, auf die verschiedenen Fundstätten und Funde, nicht näher eingegangen, wie ja auch der Historiker eine zusammensassende.Landesgeschichte nicht einfach in der Weise darstellt, daß er feine Quellen, die Urkunden, aneinander reiht. Aber ebenso wie das jahrhundertelange Auf und Nieder geschichtlicher Zeiten, nicht nur an der Landesgeschichte, sondern ost noch übersichtlicher an den Geschicken eines einzigen wichtigeren Ortes sich beobachten läßt, haben auch die rocchfelvollen, Jahrtausende füllenden 1 vorgeschichtlichen Ereignisse an einzelnen bevorzugten altehrwürdigen Stätten tiefe Spuren hinterlassen. So werden sich die Darlegungen Professor Helmkes vor allem an die reichen Ergebnisie seiner Ausgrabung des großen Hügelaräberfeldes bei Muschenheim anschließen, dessen wertvolle Ausbeute an Tongcsäßen und Bronzen das Oberhessische Museum birgt. Ter^ Redner lÄrd dabei Gelegenheit haben, von den Stufen und Abwandlungen, insbesondere der Hallstattkultur in der nördlichen Welter au, ein um so lebendigeres Bild zu entwerfen, als er seine Ausführungen durch Lichtbilder der Gräber und Funde veranschaulichen LJ Lang-Göns, 5. Jan. Im Jahre 1920 wurden 25 Paare getraut, ferner waren zu verzeichnen 55 Geborene und 2 ' Qkftorbene. Die Zahl der Geburten waren 1882 auch 55. U Lang-Göns, 4. Jan. Zum 2. Kommandanten der Freiw. Feuerwehr wurde der Kauf- mann und Genossenschastsrechner Albert Schmrdt gewählt. Kreis Büdingen. r v 4 Orten berg, 6. Jan. Gestern abend Vrd Uhr fand der erste diesjährige Frau_en- abend unseres Frauenvereins stall. Frl. ötrtt au* Uebcrau, die neuangestellte Verbands ekretänn des Verbandes evangelisch-krkchlscher Fcauenveveme, sprdch in f*hr anregender Welfe über „Tie TTui* naben der Frauen vereine in der Gegenwart" und führte in emstündigem Vortrag die zahlreich erschienenen Mitglieder in die verschiede isten Arbeiten der Frauenvereine auf dem Gebiete der Armen- und Krankenpflege, der Pflege des kirchlichen, fittlicfoen. religiösen und seelischen Lebens ein. Der tiefe Eindruck, den die Rednerin machte, ging wol)l am besten aus dem allseits nach dem Dortvag ausgesprochenen Wunsche hervor, die Rednerin recht bald wieder zu hören. Der Abend wurde umrahmt von verschiedenen gemeinsam gesungenen Liedern und einem Eröfftrungs- und Schlußwort des Ortsgeistlichen. Ter nächste Abend findet am Mittwoch, den 2. Februar, statt — Am Abend vorher sprach die Rednerin im Fruuen- verein in Nidda und am Abend darauf tm Foauenverein in Fauerbach Kreis Schotten. c. Stornfels, 5. Jan. Ms äußerst angenehme WeihnacktSgabe wurde den Bewohnern unseres OrteS das längst.herbeigesehnte elek- irische Licht beschert, nachdem sie bei dem Petroleumnran-gel während der Kriegspchre die langen Wintermonate oft im Dunkeln verbringen oder mit den armseligsten Ersatzmitteln sich behelfen mußten. chö in Avignon. ge. Bad Orb, 5. Jan. Jü Abwesenheit ihrer Eltern spielten hier Kinder mit einem Revolver, von dem sie annehmen, er fei nicht geladen. Ein 13jähriger Junge zielte im Scherz mit der Waffe auf ein gleichaltriges Mädchen und drückte ab. Durch die Kugel wurde daS Mädchen chwer verletzt und starb hieran nach einigen 2ß9mc. Frankfurt a. M., 6. Jan. Die Gemeinde Elpenrod im Vogelsberg hat zu Gunsten notleidender Frankfurter Kinder e.ne Ihp menge Lebensmittel gestiftet, so daß mehrere hundert Kinder ein größeres Palet erhalten konnten. mc. Frankfurta. M., 6. Jan. Am Denkmal Senckenbergs in der Efckzenheuner Anlage blühen die ersten dieSjährigenSchncegl öckchen. LX Gelnhausen, 6. Jan. Heber den bereits kurz gemeldeten Raubmord ist noch imt- zuteilen: Als am DienStag abend eine Verwandte dem in der Kuhstraße wohnenden 76 Jahre alten Landwirt Konrad Bach eine Wurstsuppe bringen wollte, sand sie das Hans verschlossen. Da ine Tür auf wiederholtes Pochen nicht aufgemacht wurde, fragte die Frau in der Nachbarschaft nach und gemein am wurde die Tür geöffnet Den Eintretenden bot sich ein schrecklicher Anblick Man fand den alten Mann tot im HauSaang liegend, Hände und Füße mit Stricken gebunden. Da man äußere Verletzungen mckuts vorfand, nimmt man an, daß ter alte Mann verhungert ist In seiner hinteren Stube sah es wüst auS. Alles war auf- aerissen und durcheinandergewühlt. Anscheinend hatte es bcr Mörder auf Bargeld abgesehen und Gold und Silber vermutet, da der Ermordete in dem Verdachte stand, Hamsterer von Gold- und Silbermünzen zu sein. w ri _ , , ge. Homberg (Bez. Kassel), 6. Jaw Aus der steil abfallenden Landstraße Homberg—Nieder- beisheim überschlug sich gestern nachmittag infolge Versagens der Bremsvorrichtung ein sich in rascher F^hrt 'befindliches Auto und seine drei Insas,en wurden hierdurch herausgesckrleudTtt. Von biefcn wurde der Autob.s tz r, Domäne,«Pächter Lehmann von der Tomäne Havdau bet Altmorschen, ge- töi^c und der Gastwirt Roß aus Altmyrschen, schwer verletzt. Ter Ehauffeur erlitt leichtere Hautabschürfungen. Tas Auw wurde zertrümmert. mc Wabern, 6. Jan. Die Wasserbaudirel- tion benutzt den augenblicklich niederen Wasserstand der Edertalsperre, um die Turbinen wir Erzeugung des elektrischen Strome- bedeutend tiefer zu legen. Die Talsperre wird nach Been- bigung dieser Arbeit auch bei niederstem Wasser- stände in der Lage sein, Strom yu erzeugen. Starkenburg und Rheinhessen. Tumulte gegen Westarp in Offenbach. Offenbach, 6. Jan. Gestern abend sprach Graf Westarp in Offenbach auf Veran- - , , laffung der dortigen Ortsgruppe der „Hessi- men, der auch hier einer wenig begüterten (Deutschnationalen) Volkspartei". Gleich Witwe, bei der er einige Tage wohnte, inre nQ(± 5geflinn seiner Ausführungen über den sauer erarbeiteten Spargroschen entwendet P^^iller Vertrag setzte ein unbeschreiblicher ^tte. .. , Tumult radaulustiger Elemente ** Diebstahl. Aus einer hiesigen Woh- i n, die in großen Massen erschienen und nung wurden im Oktober 1920 1 fub Etz- Zuwachs von außerhalb verstärkt toor- ,acc'f ° tl-Nau- heim die Anschlüsse erreichen wollen, sind die drei „Expreß"-Personenzüge, die hier um 6,12, 12,u und 6,10 ab geh en, und zwar auch Sonntags, zu- verlässige Zug Verbindungen, während für den Nahverkehr aber auch der Güterzug am 9Jtorgcn benützt werden kann. Auch von Butzbach nach hier bietet sich viermal am Tage Fahrgelegenheit. Zu den Gegenzügen der obengenannten Personenzugo kommt noch ein Arbeiterzug, der kurz vor fünf Uhr in Butzbach ab geht und um sechs hier eintnfft, aber nur wochentags verkehrt. Auf der Strecke nach Grünberg ist ein Werktagszug. der 6,50 Uhr nach Ettingshausen geht unb 8,30 11h > abends von dort zurückkommt, Arbeitern und Geschäftsleuten recht willkommen. Hoffentlich bleiben nun auch die Anschlüsse an der oberhessischen Eifenbahn immer gewährleistet. Bisher erlebte die Landbevölkerung, die an der Kleinbahn ausstieg und von hier weiter nach Gießen ober in Richtung Gelnhausen wollte, oft bittere Enttäuschungen. kann. Ä, **FürbiestimmberechtigtenOber- s chlesier! Tie Bereinigten Verbände heimat- treuer Oberschlesier teilen mit: Tie durch das AbstimmungSrcylement für die Einttagungsgesiiche in die Stimmliste vorgeschriebenen beiden Photographien müfjen vor kurzer Zeit ohne Hut aufgenommen sein, die Größc 4 mal 4 Zentimeter haben und mögliM Schulterbilder sein. Alle stimmberech'ttgten Oberschlesier müssen die bi* ben Photogrsphien sofort beschaffen, da bie Frist für die Einreichung der Anträge bereits ab 10. Januar nur für ganz kurze Heil läuft, lieber alles Nähere, auch über den Ersatz der Kosten für ixe Photographien unterrichten die Ortsgruppen. *♦ Zinsen für vorausbezahlte Umsatzsteuer. Der Reichsminister der Finanzen verfügt, daß auf Anzahlungen auf die allgemeine Umsatz st euer, die nach dem Ergebnis des Kalenderjahres 1920 oder des letzten Kalendervierteljahres 1920 in dem am 1. Januar 1921 beginnenden lerand und Foch am Sylvesterabend b e g n a bigt worden. Zusammen hatten sie noch 213 Monate zu verbüßen. Nach Angabe der Heim gekehrten, die mit einer Ausnahme aus Bayern stammen, schmachten noch 200 Deut-- Deranlagungsverfahren festzusetzen ist, Zinsen in Höhe von 6 v.H. vom Tage der Zahlung an die Bezirkskasse bis zum 31. März d. Js. vergütet werden, wenn der Betrag bis zum 31. Januar l. Js. eingezahlt wird. Auf Einzahlungen, die in dem Zeitraum vom 1. Februar bis 31. März 1921 erfolgen, wer- den 5 v. H. bis zum Ablauf des 3. Kalendermonats nach Schluß des Steuerabschnitts vergütet. Eine Vergütung von Zinsbeträgen p"^tig^atonn^bÄgÄ »n5a[. I tSÄÄ langen von den Betragen ausgehen, t>ie| ^mß sie trotz der außergewöhnlichen Trockenhett der ihren Steuererklärungen, die sie im Januar l [e^ten Wochen immer noch Wasser führt. Die 1921 abzugeben haben, angeben. gesamte Bevölkerung begrüßt dieses günstige Er ** Verlosung. Der städtisch. Pferde- gebnis bet Ausschachtung, das es ermöglicht, auf marktdeputatio n in Gießen hat das unserem hoch über der Stadt in der Buntsandstein - Ministerium d I die Erlaubnis erteilt, formation gelegenen Friedhof endlich den von allen anläßlich im Frühjahr 1921 dasclhst statt. Schliz-rn seit M-nsch-ngtt>mkn -r>°hnt-n itoA- tinbenben Pserdemarttes eine Verlosung von h°ssbrunn-n Pjerden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschi- ffricdberg, b Di- Stier t« nen und Geräten usw. zu veranstaltenmtt der Wnderlehr R-lchsgrün- Maßgabe, daß crsorderlichenfalls die Gewinne j0[( auch «n Hefiger Stadt sesllich be in bar ausgezahlt werden. Es dürfen bis zu werden. Um allen nationalgesinnten Ein 30000 Lose zu 2 Mark das Stück ausgegeben bohnern Gelegenheü zu geben, sich an dieser Ver werden. Der Vertrieb der Lose ist im Volks- anstaltung zu beteiligen, soll die Sache keinen ftaat Hessen gestattet. Ziehungsterminpolittschen Anstrich haben.^Bürgermeister^DrSeyd 24. März 1921. Während der Zeit der 93ei SiwdeMsch^Staatslotttrre^ist Arttündigu^, I ^^A^l^Re^^esttzt Ausgabe und Vertrieb der Lose nicht gestattet, ^ernom^en, die von münk ** Ein schwerer Junge. Der yu-1 mato rischen Ausführungen um sigen Kriminalpolizei gelang es tm Verein nut der Frankfurter, einen vom Untersuchungsrichter in Hanau lang gesuchten schweren Jungen in dem Kaufmann Karl Heinz Mahl von Schierstein festzunehmen, der auch hier einer wenig begüterten frei, v. Vlüskow, habe ohne Fühlungr- Äe mit der Polizeiverwalturrg Haus- igen vorgenommen, die ohne Ergebnis verlaufen seien. Ter Oberprasident der Regierungspräsident hätten sofort eine Untersuchung eingeleitet und Plüskow sowie die beiden anderen beteiligten Poli-eibeamten vorn Dienste suspendiert. Angestellten-Heimstätten. Berlin, 6. Jack. (Wolff.) Die Gemeinnützige Gesellschaft für Angestellten- Heimstätten teilt mit: Die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte überwies der Gemeinnützigen Aktiengesellschaft für Angestellten-Heimstätten mit Zu- stimmuna des Reichsarbeitsministers vier ** Operngastspiele des Hessisch en Millionen Mark zur Stärkung der Be- Landestheaters in Darmstadt. Ter triehsmittel als ziusfr-i-s Datt-h-tt Katerv-r-m b« n eine längere Pause emtreten wird. Dienstag kommt in der neuen Einstudierung des Landes LlUiotuaSvortoaen. theaters Mozarts „Cosi fan tute“ und .$em tii mal ‘ gegeteieba 1oiw"it»mmaab,ri i eft an b" Bon Ö'Sibert tut Auiitthrung. Der SSortertauf be= 5 Sinnt am Samstag, ben 8. Januar, um 2 Uhr ÄÄ g?!!! MnsUattenhandlung von ChaUier. am sttcheVmlt"2S0N WriäWidK*slaaüuh'er Beihstjt ** S»«i Pfeddersheim in verhältnismäßig leicht eingängig, so erfordert das OrtSllasse B. Eine sehr dringliche Anfrage richtet Anhören des großen fünf Sätze umfaßenden der Abg. Knoll an die Regierung bezüglich der Beethoven scheu Cis-Moll-Quartetts rote feiner Besteuerung des r ei chs steuer freie n Ein- letzten Quartette von Opus 127 ab, ,überl)aupt eine kommens, insbesvudere fragt er an, ob die gewisse geistige Anstrengung und Hingabe und em Regierung bereit ist, Schritte einzuleiten, daß bae I Verständnis für seine überreichen Musikalischen reochSsteuerfreie Einkommen bis zu einem Gesamt- Ideen. Es ist hier nicht der Ort, eine Analyse eimommen von 1500 Mk. und alle Kinderbei- dieses reifsten unb selbständigsten Beethoven zu Hilfen bis zu einem Gesamteinkommen von 2500 geben. Einige Notizen über das als Dank für Ine Mark von der Besteuerung seitens der Gemeinde Unterbringung des Neffen Beethovens, dem Feld- befreit bleiben. marschall-Leutnant von Stutterlein. gewidmete Werk, welches erst nach Beethovens Tod tm April ---- " 1827 bei Schott erschien, dürften sicherlich von Interesse sein Im Ausbau ist das Quartett im Xtts Stadt und (and. Gegensatz zu den früheren, ganz frei von den (Ti - 6, kq. 7 q-tw 1921 I äußeren Formen. Es waltet, wie es Beethoven in Gießen, den 7. Jan. 1W1. ^nen letzten Quartetten liebte, ein freies Phanta- BewirtschaftUNg de» Hafer». fieren darin: daher auch die Rezitativform als cts:, mm «Wer int lausenden Ueberleitung zu den folgenden Sätzen Das Quar- Serforgung bet Bevöttetung mit Safemäbtmitteln ^L" s°I^°s ttSte gewesen '^^-bens-tts und der gewerblichen unb Seetespserde, mtt dem * Siffr nötigen Futttrhafer unschwer aufgebracht werden würde, auch bann, wenn dem Landwirt die Ver- füttcrung des Hafers im eigenen Betrieb ohne einschränkende Bestimmungen gestattet würde. Diese Annahme hat sich als nicht richtig ewürfen. Es mußte daher eine Einschränkung dahin eintreten, daß jeder Landwirt eine Mindeitmenge Hafer ab- zuliLfern hat und hiernach die Verjütterung dieser Menge im eigenen Betriebe ausgeschlossen wird. Demgemäß ist durch Verordnung vorn 11. Dezbr 1920 lReich^Gesetzbl. S. 2042) die Erlaubnis zur Verfütterung .von Hafer entsprechend beschränkt worden. Die Reichsgetreidestelle wird die Festsetzung der MindestablieferungSschuldigkeit nm- gehend vkranla'sen. Die Minbestablieferuno wird, im Turchf.-lnitt 4—8 Zenner auf den Hek ar, mithin 1—2 Zentner aus den preußischen Ptorgcn •betragen; bei der Verteilung auf die einzelnen landwirtschaftlichen Betriebe wird deren Ernteertrag unb foaferbebarf für Futterzwecke berücksichtigt werden. Der Hafer ist in zwei gleichen Raten bis spätestens zum 1. Februar unb 1. April abzu- ltefern, wobei aller im laufenben Wirtschaftsiahr an die Rcichsgetreidestelle oder auf Bezugsscksein bereits abgegebener Hafer neuer Ernte auf bi? Lieserungspslicht angerechnet werden wird. Die Ablieferung kann auf Bezugsschein oder an die Kommissionäre der Reichsgetreidestelle erfolgen. löffel, 3 silb. Kaffeelöffel, gez. A. B. 1872, eine,, größere Anzahl Taschentücher, gez. B., eine c^bie Hemdhose, 1 Untertaille und Taschentücher, _____ gez. v. B. mit Krone, gestohlen. Bor Ankauf\tet'n planmäßig aüfgepe'itschte Menge bic wird gewarnt. .. Durchführung der Versammlung zu verhtn ♦♦ Vor SInfauf roirb geroarnt. In . Hann forderten die Hauptschreier dazu der Nacht vom 5. zum 6. d. einem Versammlungsveranstalter mit Ge - Ä «Xalt aus d-m Saafe zu °ntf°rn°„ Stück Speck von jetzt hohem Wette «stöhlen, rade in dem Augenblick l^doch, cll. sie zu Bemertt wird, daß die Rauchwaren nicht dem Hand ar ei flich ketten übergehen rooll Metzgermeister, sondern einem geringen Mann ge- ten, erschien ein größeres Polizetaus- hötten, der sie nur zum Räuchern dorthin ae- b o t und entfernte die Ruhestörer. Graf geben hatte. Westarp konnte bann unter tosendem Beifall Landkreis Gießen. weitersprechen, doch aelang eS ben nunmehr Der Hahrplan der Kleinbahn. im Saale anwesenden Schutzmannschaften L L i ch, 5. Jan. Hier wird im allgemeinen der! nicht, eine baue r n b e U ” ' u neue Fahrplan der Wettettalbahn begrüßt. Es ver- ru v e r h i n d e r n, dte sich am Schlüsse be kehrt zwar ein Personenzug weniger, dafür aber Veranstaltung fortsetzte. inb die drei gebliebenen fgerfonenjügc nun wirk-1 Hessen NassaU. N. BÄ »Tm « ü in unsittliche-Mcis-^ M°Ä-n zügen oft großen Aufenthalt brachte. Nunmehr wird wurde iber noch fugenbliche Kaiser in Rodel )er Güterverkeln einem besonderen Güterzuge über- heim von jungen Leuten mit Sch i ag r i n tragen, zu dem sich noch ein gemischter Zug mit g e n bearbeitet. Er starb an den Verletzungen. H. Sjjjtei u A.) L»». PÄ DM rZtz '»6. Jf* r-*l KL &h£ ' S ^öoxtü; tne infrÄ ohjien und befk. Wtt werden rohi heinhessen. 1 m Offen-ach. Astern abend Mch auf Beran- WpatW.ti Wn über den ZN unbeschreiblicher l9er Elemente sen erschienen unt halb verstärkt tnor eien, Pfeifen, n der Marfeil e sichtbar von Füb- peitschte Menge bic mmluna zu verhin Hauptschreier dazu canstaltermitGe. : entfernen. ®e» jchoch, als sie zu n überaehen moll- ces Polizetaus ie Ruhestörer. Graf ter tosendem Beifall ma es den nunmehr i Schutzmannschasten e Unruhe im Saal sch am Schlüsse der iffatt. tn Maslenball. M,6. Jan.Mn ' an Wen Dtrgri'ri, f he Kaiser in Adel . mit Schia-rrn | an den Verletzungen. l Avignon. a. M-, 6. Jan. Drei )ie schon jahrelang in \ Mignon in Strafhall । ifeit gefiern hi«m jner Eingabe an Mil ^öeilerabenbbegnfl; en hatten sie noch iv> ich Angabe der Leuner Ausnahme aus ; 3®. S» ' amrehinen, er n - ’-’&’S KJy-S CS"«’ #£.S 6. •Äjfiii xivi ^Ä aufgemat- Jffes- •sSä».. lÄÄJfS* 0 vori^'/gn sein'- &**<* "* ft«! Di' ^”*aF f Gießener Strafkammer. Gießen, 4. Jan. 1921. Das Kindermädchen Barbara W von Bad- Kreuznach ift eines vollendeten Betrugs, verbunden mit einer qualifizierten Urkundenfälschung, sowie eines weiteren Betrugsversuchs beschuldigt. Sie hat einer Frau in der Gegend von Butzbach oorgespiegelt, sic komme ün Auftrage ihres Ehemannes, sie solle chr 300 Mk. geben, um Wolle -u besorgen. Die Frau gab auch die 300 Mk, ver- lanate aber von dem Mädchen Ausstellung einer Guütung. Die 2bt geklagte stellte auch eirre falsche Quittung über 300 Mk. aus. In einem werteren Fall versuckitc sie das gleiche Manöver. Die be- treffende Tyron war aber so klug, sre abzuwenen. Die Angeklagte wird dem Antrag des Staatsanwalts gemäß mit Rücksicht auf eme Vorstrafe zu einer Gefängnisstrafe von zusammen 4 Monaten imb 2 Wochen verurteilt. Der 14 Jahre alte Schareiderlehrling H. PH. aus Friedberg wird wegen schweren Diebstahls zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. Er hat wiederholt einem Kaufmann unter Benutzung eine- falschen Schlüssels, den er sich auch rechtswidrig an ff (eignet hatte, Geldbeträge von 40 Mk., 20 Mk., ö und 3 ,Mk. entwendet. Das Gericht nimmt zu seinen Gunsten an, daß seine Erziehung infolge der Abwesenheit des Vaters während des Krieges Not gelitten habe, berücksichtigt aber an- hcrerfeitS das raffinierte Vorgehen des Angeklagten. Ter Bahnarbeiter Christian E. aus Okarben wird wegen Sittlichkeit s verbreche ns zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Er hat mit feiner 11 Jahre alten Verwandten Louise W. unzüchtige Landlungen vorgenommen. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oefsentlichkeit statt. Zurückgewiesen wurde die Berufung des Konrad 3 aus Nieder-Ofleiderr. Das Schöffengericht Homberg hat ihn wegen Di e b sta h l s von,Draht zu drei Tagen Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte behauptet, er sei unschuldig und bringt Zeugen zur Gerichtsstelle, die bestätigen, daß er im Jahre 1914 Draht im Hose liegen hatte. Tas Gericht hat aber an der Identität des Drahtes, der im Sommer 1920 bei dem Angeklagten gefunden wurde, mit dem bent Landwirt W. gestohlenen Draht keinen Zweifel, da die Anzahl der Zacken, das Muster usw. bei beiden genau überein stimmte und der Angeklagte auch nicht nachweisen konnte, wo er den Draht gekauft hatte. Erfolgreich war die fBerufimn des Landwirts L. von Beltershain, der vom Schöffengericht Grün- berg zu 60 Mk Geldstrafe verurteilt war, weil er trotz ausgebrochenem Scheidettarrh seinen Bullen springen ließ: er soll sich hiernach gegen das Viehseuchengesetz vergangen haben. Da dem Beschuldigten aber nicht nachzuweisen war, daß er davon wußte, daß die Krankheit im Ort bestand, gelangte daS Gericht zu seiner Freisprechung. Auch! zwei Militärftrafsachen gelangten vor dem büngerlichen Gericht zur >Aburteilung. ES wurden wegen unerlaubter Entfernung, Urkundenfälschung usw. Strafen von 4 Monaten 3 Wochen Gefängnis, 50 Mk. Geldstrafe und sechs Wochen Mittelarrest ausgesprochen. Schöffengericht. Gießen, 4. Jan. 1921. Im April 1920 erschien der Sohn eines auswärtigen Goldwarenhändlers bei einem hiesigen Schneidermeister Und ließ sich im angeblichen Auftrag seines Vaters, der mit dem Schneidermeister in Geschäftsverbindung stand, Anzugsstvffc im Werte von 2125 Mk. verabfolgen. Tie Stone setzte er für rund 1000 Mk. in Frankfurt a. iM. ab und verbrauchte das Geld für sich. Wegen Betrugs erhält der Angeklagte, der in d.r Zwisclen eit ne en ähnlicher Betrügereien in Nürnberg, Frankfurt am Main, Lüneburg, Rathenow und Leipzig bestraft worden ist, acht Monate Gefängnis. Ein Hutmacherlehrling von hier kam im November vorigen Jahres in den Laden eines hiesigen Fahrradhänülers, um dort Gummilösung zu kaufen. Ta nicht gleich jemand erschien, benutzte er die Gelegenheit, um von einem Regal hinter der Theke zwei Taschenlampenbatterien zu stehlen. Mit Rücksicht auf bic große Jugend des Angellagten erkannte das Gericht auf die Strafe des geridtflidten, Serroeifeä. 'Die Strafsache gegen mehrere Eisenbahner und deren Frauen von Klein-Linden wegen Diebstahls mußte zwecks Ladung weiterer Zeugen vertagt werden. Anfangs Tczember v. I. machten drei schwere Jungen aus Köln eine „Luxitsfahrt" nach hier in der ausgesprochenen Absicht, Gaunereien zu begehen. Hier angenommen, ließen sie sich die Bärte abnehmen und gingen dann an die Arbeit. Einer von ihnen gab sich als Lokomotivheizer aus und schwindelte einem Kaufmann und einem Gastwirt vor, er habe an der Bahn Kartoffeln, Auslands- zucker und Mehl liegen, die die Eisenbahndirektion für ihre Angestellten und Arbeiter beschafft habe, und die er ihnen verkaufen wolle. Tie Leute pingen auf-fein Angebot ein und begaben sich mit «ihm an den Güterbahnhof, wo sich die Waren befinden sollten. Tort wollte er von dem einen 1500, von dem anderen 1600 Mk. haben, um die Waren, die im Besitz eines Lokomottpführers sein sollten, einzulösen. Tie Gießener waren aber nicht so dumm und wollten selbst mit dem Lokomotivführer sprechen und ihr Geld nur gegen lieber gäbe der Waren h.r- geben. Daraufhin verschwarrd der Gauner, wurde aber später auf Veranlagung der Gießener festgenommen. Bei der Polizei, vor Gericht und im Gefängnis legte er sich einen falschen Namen bei, und zwar denjenigen eines seiner beiden Genossen, die inzwischen Gießen wieder verlassen hatten. Es gelang ickoch, feinen richtigen Namen festzustellen, wobei sich ergab, daß man es mit einem wegen Diebstahls, Unterschlagung und Betrugs vielfach vorbestraften Burschen zu tun hatte. Mit Rücksicht hierauf ging das Gericht über den Antrag der Staatsanwaltschaft noch hinaus und verurteilte ihn wegen zwei Betrugsversuche und wegen Urkundenfälschung zu einer Gesamtgefängnisstvafe von einem Jahr, die er sofort antrat. Eine Frau von hier war wegen fahrlässiger falschen Abgabe einer eides staatlichen Versicherung angellagt Sie hatte eine Erklärung an Eidesstatt «unterschrieben, daß eine Frau von hier, deren Wohnung zwangsweise geräumt werden sollte, imb die ein ärztliches Zeugnis oorgelegt hatte, daß sie lebensgefährlich ertranft sei, am 31. August mit ihrem Zimmerherrn auf der £ie* bigshöhe getanzt Labe, während dieser Vorfall sich in Wirklichkeit acht Tage vorher abgespielt hatte. Dabei ergab sich, daß die Frau die eidesstattliche Versicherung unterschrieb, ohne daß ihr von. dem Inhalt Kenntnis gegeben worden war, und oftne daß sie wußte, worum es sich überhaupt handelte. Eine Fahrläsiigkeit konnte ihr nicht nachgewiesen werden, toeSyalb sie freigesprochen wurde. DaS Gericht wieS aber mit eindringlichen Worten auf bic große Gefahr hin, Schriftstücke leichtfinnig und gutgläubig zu unterschreiben, ohne sie vorher durch- fielefen und sich klar gemacht zu haben, worum es ich eigentlich hanbelk. Ern Hamsterer aus bem Siegerland erhielt eine Geldstraef von 20 Mk. und ein Eisenbahner aus Wiefeck, der einen Hausgenossen Spitzbub" genannt hatte, eine solche von 100 Mk. Zwei weitere Privarllagen frtnbcn durch Rücknahme ihre Erledigung. Vereine und Veranstaltungen. U Lang-Göns, 3. Jan. Am Sonntag, den 2. Jamrar, veranstattcte die hiesige Ortsgruppe des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten eine Begrüßungsfeier zu Ehren unserer Kriegsgefangenen unter Mitwirkung des Gesang- vcrems „Frohsinn", Germania und Topvelauar- tettd. Ter Kriegsgefangene Lehrer Henrich schilderte seine Kriegserlebnisse. a. Stumpertenrod, 5. Jan. Im Dail des Gastwirts Stein hier fand am vergangenen Sonntag abend eine Abendunterhaltung des hiesigen Gemischten Chores statt. Musikstücke wechselten ab mit Gesängen. Letztere wurden unter der Leitlmg unseres Lehrers Cunz recht fckön zu Gehör gebracht. Starken Beifall fanden auch die Chöre mit Solo. Nach dem KXmzert fand eine Verlosung von Haushllltungsgegenständen ftatt. Gegen 12 Uhr begann der Ball. Die Musik würbe aus- geführt von der Kapelle Fvank in 'Groß-Felda x Wieseck, 6. Jan. Auf vielfachen Wunsch wird das Weihnachtsspiel der Kinder- kirche Hänsels und Gretels Weihnaclat im Walde", Weihnachtsmärchen in 2 Aufzüge,i und 3 lebenden Bildern, von Pfarrer Karl Kockott, nächsten Sonntag um >,?4 und 1 »8 Uhr wiederholt. Landwirtschaft. ** Pflügende Landwirte zur Jahreswende kann man Heuer allerorten sehen Zwischen den Jahren und auch mit Beginn des neuen Jahres sah man fleißige Landwirte mit Pflug und Gespann Decker stürzen, welche tm Herbst infolge der Trockenlieit zu hart waren. Ter Mangel an Herbstfcuchtigkeit ließ auch bte Herbstsaat nicht recht aufgehen, so daß der Landwirt mit Besorgnis nach der Saat schaute. Ter Regen unb dre gelinbe Witterung ber letzten 14 Tage haben vier Abhilfe geschaffen und die Felder stehen jetzt üpvig grün da. Auch der Raps berechtigt zu guten Hoffnungen. up. AuS dem Vogelsberg, 5. Jan. Die Wassernot in den Heinen Bachlaufen und Mühlgräben ist durch die Niederschläge der Feiertage behoben. Nun fallen die Wasser wieder über die kleinen Mühlräder, die wie in Sellnrod über ein halbes Jahr gerastet hatten. Trotz der reichen Niederschläge ist aber die Durchfeuchtung des Erdreichs noch nicht vollständig. In den Wassergräben, die in den Feldwiesen gestochen werden, rinnt noch kein Wasser. Durch die halbjährige Trockenheit saugt die Erde daS Wasser wie ein Schwamm auf. Darmstadt, 6. Jan. Unter sehr starkem Zudrang von Landwirten aus allen Provinzen Hessens fanb heute der dritte Vortragstag der Landwirtschastskammer statt. Der Vorsteher der Buchstelle "ber Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, Herr Wilde (Berlin^ gab zunächst einen Ucberbluf über die neue Steuergesetzgebung und ihre Wirkung aus die Landwirtschaft. Ter Redner machte insbesondere intereffcmtc Ausführungen über die Steuer zum Reichsnotopfer unb die RerchSeinkommensteuer, sowie über die Veranlagung zu ihr. Ter Vorsitzende der Larckwin- schajtskammer, Geheimrat Walter, hieß sodann Herrn Prof. Dr. Krämer i Hohenheim), welcher vor wenigen Tagen einen Ruf an die Gießener Hochschule als Professor der Tierzucht erhalten hot, herzlich willkommen und erteilte ihm das Wort zu seinem Vortrag über: „Ter Wiederaufbau bcrJRinbniebiucbt". Ter Redner nönend die Schäden, welche unsere Tierzucht durch den im Kriege bedingten Ausfall der Futtermitteleinfrcho erlitten bat und zeigte die Wege, welche zu einem Wiederaufbau unserer Tierzucht ftchven können. Erwies besonders auf die Notwendigkeit einer straffen Einhaltung eines bestimmten ZucktzicleS in der Tierzucht durch geeignete Sudmwibl und Leistung» Prüfung sowie aus Hebung der Futlerprobuktwn bin. Unsere wirtschaftlichen Verhältnisse unb der Stand unserer Valuta erivccmi, auch für die näd- • Sen Jahre noch, vor allem einen Wiebe rausbau •r heimischen Lanbzuchten und eine Steigerung eigener Futtermittel-Produktion. Seine klaren so cd lichen Ausführungen ernteten reichen Verfall. Tiefe Maßnalnnen, die unbedingt notwendig sind für den Wiederaufbau unserer Viehzucht, können aber nur durch Bereitstellung erheblicher Mittel durckaesührt weiden. Dcrmifcbfg». Dcr rote Hahn für Wucherer. mc. Mannheim, 6. Jan. Nachdem schon vor einiger Zeit in einigen badischen Schwarzwald- orten Brandstiftungen bemerkt worden waren, die offensichtlich aus Nackte getätigt waten, hat man mm in Espingen einen Zettel gefunden, auf dem 15 Landwirte verzeichnet warm, mit der Bemerkung: „Die werden alle auSgeräu chert, weil sie gewuchert haben". In der Nacht vor Silvester wurde die Drohung wahr gemacht und drei Wohnhäuser sowie drei Schemen angezündet, die bis auf die Grundmauern nieder gebrannt sind. Arn NeujahrStag ging wieder ein Haus in Flammen auf. An einigen anderen Ok bänden wurden die Zündschnüre noch rabhtritig entdeckt. Von den Tätern fehlt jede Spur * Hamburg, 6. Jan. (Wolff.) Aus dem Kon- tor der Bankfirma Emll Hecksher Wurde rin 9t cm- brandt gern älde im Werte von b Millionen Mark gestohlen. Es wird anscheinend versucht, bas Gemälde ins Ausland zu bringen. Berlin, 6. Jan. (Wolff.) Tie Berliner ffn- mmalpolizer verhaftete den 23:fiirr. Schlosst'r Fvcrnz H ersing aus Warendorf und bnt 33iähi Montageschlosser Alex Kler, die den Mil- lionenraub in der Bochumer Gegend verübten, wobei drei Ueberfallene daS Leben verloren und 1 680 000 Mark geraubt wurden. Ter dritte Täter, der Agent Wilhelm Müller, ist flüchtig. Bad-Nauhelm _ Hupfelds Kurpark-Casino, Diele, Bar, Weinstuben und Hotel auch Im Winter in vollem Betrieb. behördliche Anzeige». Bekanntmachung. Be 1 r.: Belohnungen von Dienstboten. Soweit es die Verhältnisse zulassen werben, sollen auch in diesem Jahre wieder Belohnungen an Dienstboten des hiesigen Spar- kajsebezirkes verteilt werden. Belohnungen können von 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten im engeren Sinne erhalten. Welche bei der Herrschaft Kost und Wohnung haben und sich darüber, sowie über gute Führung durch Zeugnisse aus weisen können. Von Vollendung der 5 Dienstjahre kann nur dann im letzten Dienstjahre abgesehen werden, wenn der Dienstaustritt durch Einberufung zum Heeresdienst, durch Auslösung des Haushalts, oder durch Gründung eines eigenen Haushalts erfolgt. ES werben hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach diesen Bedingungen auf eine Belohnung glauben Anspruch erheben zu können, «ufgesvck>ert, sich unter Vorlage ber vorhandenen! Dienstbücher, bzw. eines AnmeldeauSweises, eines Zeugnisses ber Herrschaft über gute Führung sowie eines etwaigen Sparkassenbuchs (bte Angabe der Nummer bes Buchs genügt ebenfalls) bei unserer Kasse ober brr Bürgermeisterei beS Wohn- vrtes bis zum 31. Januar 19 21 zu melden. Die Bürgermeistereien deS Bezirks wcroen ersucht, vorstehende Bekanntmachung auf geeignete Weise zur Kenntnis der Ortseinwohner zu bringen. Gießen, bat 4. Januar 1921. Bezirkssparlasse Gießen. _______________Zacheis.___________175V Bekanntmachung. Betr.: Skwphulösc Kinder. . Soweit cs die allgemeine Lage zuläßt, beabsichtigen wir in diesem Sommer wieder eine Anzahl unbemittelter skrophulöser Kinber, beren Eltern im hiesigen Spar- kaffebc-irk wohnen, auf Kosten unse- rer $affe zwecks Gebrauchs einer Babekur in Bad-Nauheim ober einer anbefti ber 5tinber- heilanstaltcn Hessens unterzubringen. Anmclbungen, welche burch bie Bürgermeistereien oder die Pfarrämter bis spätestens Ende Januar l. Js. emrurcichen sind, müssen mit ärztlichem Zeugnis belegt sein, aus welchem hervorgeht, da« die Kur notwendig ist, und mit einer amtlichen Bescheinigung, baß bie Ellern nicht in ber Lage frnb, bie Kosten selbst bestreiten zu Wunen. Gießen, den 4. Januar 1921. Bezirkssparkasse Gießen. ______________Zacheis.__1760 Jagd - Verpachtung. Samstag den 22. Januar l. Js, Nachmittags 1 Uhr, soll im hieftaen RarhouS die ber Gemeinde Wettcrfelb zustehende Jagd b> stehenb aus 1900 Morgen Feld unb 650 Morgen Wald öffentlich meistbie:end aus sechs weitere Jahre verpachtet werben. Wetterfeld ist Haltepunkt der Bahn Friedberg, Hungen, .Laubach, Mücke. Tie Haltestelle liegt mitten im Jagdgebiet. W etterfeld, den 4. Januar 1921. Hessische Bürgermeisterei Wetterfeld. Krauß. 223V In der Zett vom 1. September bis 31 .Dezember 1920 haben sich in unsevm Straßenbahnwagen nachstehende Gegenstäiide vorgefunden: 1 Derrenfkvck, 4 SpaziorstScke, 1 Reitstock, 2 Herrenschirme, 3 Damcnschirme, 1 schwarze Herrengeldbörse, 1 Damengeldbörse mit Inhalt, 1 schwarze Geldtasche, 1 schwarzled. Geldtasche m. Inhalt, 1 Gelbbörse, 1 schw. Leder Handtasche, 2 einzelne Herrenhanbschuhe, 2 einzelne Handschuhe, 1 Paar Handschuhe, 4 Paar Damenhandschuhe, 1 Paar Damen - Glacehandschuhe, 1 Paar Kinderhandschuhe, 1 Marktbeutel, 1 Sammetbeutel m. Inhalt, 1 Handbeutel, 1 grauer Brotbeutel, 2 blaue Damengürtel, 1 grauer Damengürtel, 1 Marabu-Pelz, 1 schwarzes Tuch, 1 wollene Decke, 1 Romanheft, 1 Buch, 1 Notizbuch (Kochbuchnotizen), 2 Bilder, 1 schw. Binder, 1 Taschenschcre, 1 Blumen körbchen, 1 Schnittmuster, 1 Taschenmesser, 1 Schlüssel, 1 Kochgeschirr, 1 EAopf, 1 Rolle Crepe-Papier, 1 Pack Stoffreste, 1 Rasiertops mit Pinsel, 1 kleiner schw. Kamm, 1 20Mk.-Schein, 17 Mk. Papiergeld, 1 einzelne Mark, 10 Tüten Zahlmarken. Die vorbezeichneten Gegenstände können bei der unterzeichneten Verwaltung, Zimmer Nr. 4, in Empfang genommen werben. 229B Gießen, den 5. Januar 1921. Elettrizitätsweicke u. Straßenbahn d. Stadl Gießen. _______________________Sto11e._______________________ )nnung8krankenkasie der Bäckerinnung Gießen. Bekanntmachung Betrifft: Neuwahl von Vertretern und Ersatzmännern zum Ausschuß der Jnrrungs- krankenkasic der Bfickerinnung Gießen. Die Wahl der Arbeitgeber und Arbeitnehmer finbet am D ienS tag, dem 8. Februar 19 21, und zwar von nachmittags von 2—7 Uhr ununterbrochen statt. Die Arbeitnehmer und Arbeitgeber wählen tm Gewerbchaus, Kirchstraßc 16. Zu wäÄen sind 6 Vertreter und 6 Ersatzmänner, und zwar auf feiten der Arbeitgeber 3 Vertreter und 3 Ersatzmänner, auf feiten der Versicherten 3 Vertreter und 3 Ersatzmänner. Die Beteiligten werden zur Einreichung von WahlvorschlSgen (Vorschlagslisten) aufgefvrdert. Es werben nur solche Wahlvorschläge berücksichtigt, die spätestens 2 Wochen vor bem Wahltag bei bem Vorstand em gereicht werben. Die Stimmabgabe ist an die Wahlvorschläge gebunden, d. h. feder Stimmzettel muß genau mit einem ber Wahlvorschläge üvereinstimmen. Die Wahlvorschläge fittb geionbert für die beteiligten Arbeitgeber und Versicherten auszustellen: sie müssen von mindestens je 4 Wahlberechtigten ber betreffenden Gruppe untersekfc net fein. Jeder Wahlvorschlag fbü fv viel Bewerber benennen, als Vertreter und Ersatzmänner zu wählen find. Die einzelnen Bewerber find getrennt nach Vertretern und Ersatzmännern, unter fortlaufender Nummer aufzuführen uno nach Familien- und Dor-(Ruf-)Namen, Beruf und Wohnort (SBobnung) ZU bejeiebnen. Bei Versicherten ist auch ber Arbeit- bei bem sie beschäftigt sinb, anzugebeu. Mi: den Wahlvorschlägen für Berirchaete ist von jedem Bewerber eme Erklärung darüber vorzulegen, daß er zur Annahme der Wahl bereit ist. Nach ber Zulassung können die Wahlvorschläge von den Wähleril int Geschäftszimmer des Geschäftsführers, Gewerbehaus, Kirchstr. 16 patt., werktags von 5—6 Uhr (Samstags 3—5 Uhr) eingesehen werben. Daselbst liegt auch bas Arbeitgeber«' und Mftgliederverzeichnis zur Einsicht offen imb sinb Emsprücheaegen bie Richtigkeit ber sich bar aus ergebenden Wahl- unb Stimmberechtigung bei Vermeidung des Ausschlusses spätestens 2 Wochen vor dem Wahltage unter Beifügung von Beweismitteln bei bem Vorstand der Kasse ernzulegen. Der Wahllefter ist befugt, bte Wahl- und Stimmberechtigung zu prüfen. Es empfiehlt sich daher, einen Ausweis hierüber zur Wahlhandlung mftzubringen. 206D Gießen, den 6. Januar 1921. Der Vorstand der Jmrungs fron kenkasse der Bäcker-Innung Gießen. L. Keil, Vorsitzercher. Anmerkung: Die Melde- und Zahlstelle unterer Kasse befindet sich jetzt tm Gewerbe Haus, Kirchstr. 16 Part. Geschäftsstmtden: werktags 5 bis 6 Uhr (Samstags 3—5 Uhr) Kscherei-verpachtung. Donnerstag den 13. Januar l. I., Horm. 10V- Uhr, werden nachverzeichnete Do- manial-Fischereien im kleinen Saale des „Deutschen Kaiser" in Alsfeld öffentlich an den Meistbietenden auf 12 Jahre verpachtet. 1. Fif chereibezirk Nr. I der Hess. Oberfö rsterei Alsfeld: Die „Eifa" (■= 4575 Mtr.), nebst den beiden Mühlgraben in der Gemarkung Eifa: die „Forellenbach" in der Gemarkung Rainrod (— 1300 Mtr.), nebst dem Mühlgraben an der Hardtmühle und „F o r e l l en* b a ch" in der Gemarkung Schwarz. 2. Fischeretbezirk Nr. IV der Hess. Oberfö rsterei Eudorf: Der „Alsfelder Mühlgraben" in der Gemarkung Alsfeld (— 670 MtrJ -is unter die Holzmühle. 3 Ftschereibezirk Nr. I der Hess. Oberförsterei Grebenau: Die „Fo- rellenbach" (ober Jossabach), bas „Bornwasser" nebst Mühlgraben, der „Erlen" und „Schwarzenbach" nebst Teich, der „Krebs- bach" und andere in den Gemarkungen Bieben, Eulersdorf, Grebenau, Reimenrod, Udenhausen und Wallersdorf. 4. Fischereibezirke der Hess. Oberförsterei Romrod-Nord: Nr. I, die „Schwül m" in der Gemarkung Altenburg (= 3150 Mtr.1 nebst Weißschem und Haberkorn- ichem Mühlgraben. Nr. IV, die „An tri fit" in der Gemarkung Zell £= 2250 Mtr/» .bis zum Einfluß des Göringer Bachs und Nr. V, die „A n - trifft" in den Gemarkungen Zell und Billertshausen (--- 570 und 1900 Mtr ). Die Bestandszeit beginnt bei sämtlichen Fischereien am 1. Januar 1921. Nähere Auskunft erteilen die oben bezeichneten Oberförstereien. Die Pachtliebbaber. deren Befähigung zur Pachtung nicht bekatmt ist, wollen sich rechtzeitig vor der Verpachtung bei uns ausweisen. Alsfeld (Oberh.), den 4. Januar 1921 Im Auftrag: Hess. Oberförsterei Eudorf zu Alsfeld. Brill. 224D Bekanntmachung. Ausgabe von Schinkenwurst. Die bestellte Schmkenwurst ist eingetroffen. Ausgabe bis einschließlich Montag, den 10. d. Mts„ von vorrn. 9—1 Uhr unb nachrn. 3—5 Uhr im Lebensmittelamt. Samstag den 8. d. Mts. findet der Verkauf von vorm. 9—1 Ubr statt Preis 13 Mk. das Pfund. Nicht rechtzeitig abgr- holte Wurst wird anderweit verkauft. Kartoffelausgabe. Von Mittwoch, den 12. bis einschließlich Freitag, den 14. d. Mts., voritz. 8—12 Uhr und nachm. von 2—4 Uhr findet tm Lager, Grabenstr atze 7, eine Kartofselausgabe statt. Preis 35 Pf. das PftrÄ. 214B Gießen, den 6. Januar 1921. Der Oberbürgermeister. (LebcnSmittelamt). 2067 ist unsere neue Femsprech-Nummer. Wit bitten, bei Anruf darauf achten zu wollen. Göbel & Appel __________Inh.» Heinrich Appel.______181c !!! Nußduttcr!!! (Iflfelmnroarine) verkaufen wir frisch eingetroffene Sendung bi5 SamStas den 8. Januar 1 A 50 das Pfund nur »u.....± Ecke SchloBg. Baß & Co. Kirchenpl. 10 __Telephon «143.__________019 t MkUwle! 1 Wegen günstigem Abschluß zahle bi6 15. bß. MtS M. 6.50 für 100 Gramm Frauenhaare. 187 Süstind Nur Neuenweg 29, kein Laden. Tel. .»17. Wir geben ab solange Vorrat: Lhlorktrlirrin (56*/e) zu M. 36.— pro Zentner Nähguru Sone 1 zu 60 Pf. bte Rolle, Sorte 2 zu 40Pf. die Rolle Verkauf nur an Eisenbahn-Bedienstete. Ehern. LebensmlttelaasschnB Br Eisenbahn-Bedieiatete. aller tri 1ÄÄ1Ä wert i auch H dir & 5 nW(nßt Mtt W Men xj auch beit flunoen < arbeiten a^sen-nr akrdan, deutsche P VM-n £>110 *We Jle. u prägt, u unb^ LZam ( Äfar jflä 5 feine Statt Karlen! Else Pirr Paul Kochan Zanken herzlich für die anläßlich ihrer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten. Grotzen-Linden Hamborn Januar 1921. ...........................-...........................rai Nur 6 Tage nur tadellose, wirktguteWaren aus uns-Lagerbestanden. Wir heben als besonders preiswert hervor aus. Es handelt sich um 4.25 Paar M. Giessen UV«« MNMMMWMMAM SMeAkÄM Nach sechsjähriger Pause 231c ^Wirsing während unseres leutc irisch eingetroffen. I u Preise meiner Annonce in der morgigen Ausgabe. Dennhausen (Nheinpfalz) »»»» ^rö-Etipft ta teüatitetelers Mittwoch, 12. Januar: liWlllUl! 0305 eingetroffen. am Lederschuhwerk IrMMEitta OMI Montag 10.1. Dienstag 11.1. Anfang 7 Uhr. 0397 Donnerstag 13.1. Freitag 14.1. Samstag 15.1. Mittwoch 12.1. <2Hst© willkommen. V. e. Funk. L. C. Pfeiffer Lteinstrahe 11. Tel. 448. I uunndiiusuiiy 205e Haltestelle der roten Linie :: Verkauf nur 1. Stock Besichtigen Sie unsere Schaufenster! Kaufen Sie während des Ausverkaufs bitte vormittags! C+rimnfp dünne, feine baumwollene, gewebte, Damen-Öirumpie schwarz, weiß und farbig . . • M- 12.50- VirtAeirciriirnr'JrcL schwarze, fein gestrickte, B’wolle, fürd.Alter Kinderstrumpie v- 2-4 Jahre m. 1L5O,5-8 m. 15.00,10-14 m. i?.oo; Auf alle nicht im Preise besonders ermäßigten Artikel, ausgenommen Kurzwaren Wolle, Garne gewähren wir während dieser 6 Tage einen Sonderrabatt welcher an der Kasse abgezogen wird. 232c Die Vermählung ihrer Binder Martha und Rudolf beehren sich ergebens! anzuzeigen Otto Müller und Frau Katharina geb. Diegel Jakob Krehbiehl Lollar ä „...—- —-ä heule irisch eingetroffen. AnssöiArisiig. Forderungen an den Siachlatz der am 15. Dezember 1920 zu Gietzen verstorbenen Fran Julie Becker Ww. sind innerhalb 8 Tagen, bei Ber- meidung der Nichlberück- sichrigung, an den Unterzeichneten cinzureichen. Gietzen, 7. Januar 1921. 210 2L DickorS Testamentsvollstrecker. Weihnachtsfeier des IV. R. 8. u. B. (Sektion Gießen) Rudolf Krehbiehl und Frau Martha geb. Müller Vermählte kiebigshöhe Samstag den 8. Januar BTÄNZS Preise der Plätze: M. 25.-, 21.-. 18.-, 15.-, 12.-, 10.-, 7.-. Der Vorverkauf beginnt Samstag den 8. Januar, um 2 Uhr, in der Musikalietp Handlung von Ernst Challier.pl5P Dienstag, 11. Januar: Cosi fan tutte (So machen1» Alle) Komische Oper in 2 Akten von W. A. Mozart. Anfang 61/, Uhr, Ende 91/, Uhr. Um Samstag. 8. Jan. 1921, abendS 7 Ubr, im groben 2aale des Hotels Einhorn Stiftungsfest. Reichhaltiges Festprogramm unter Mitwirkung von Mitgliedern deS Stadt TbeaterS (Stehen. Die Musik wtrd auSgeiührt von der Kapelle des Retchswebr-SchüvenregimentS Nr. 22. -» DF Kein Weinzwang'. “WS 'Um Sonntag den 9. Januar, nachm. 3 Ubr Ausflug nach dem Phlloeophenwald. Der 96 Zuschneide - Kursus beginnttDlontag,10. Januar 1921 Lina Petti, Roonstratze 30 p. Tiefland Musikdrama in 1 Vorspiel u. 2 Akten von d’Albert. Anfang 61/. Uhr, Ende 9 Uhr. MMA im Stadtmissionssaal, Gietzen,Löberstrahe14 Sonntag den 9. Fanuar. nachmittags abends 8'/, Ubr. Montag den 10. und Dicnötaa den I I. Januar, jeden Vormittag 9 Uhr Andacht. 10 bis 12 Ubr u. nachmittags 2btS 5 Ubr Behandlung des TbemaS: Die M-MeMm Det Met Alles. Am 10. nnd 11. Jau^ abends 8'/r Ubr Evangelifattonsvortrag. Redner: Herr Lebrer Zantop auS Basel, Herr Pfarrer K o ch u. andere. (Eintritt frei für jedermann. 227D_______ Fritz Nowack Wäschefabrik und 2lusstattungshaus. dauert unser Saison - Ausverkauf OherhessGeschlchtsvereln Donnerstag, 13. Januar, abends 8l , Uhr, Httreial »es Physlkal. Inatllotß (Eingang Stephanstra»e) 3. Vortrag des Winterhalbjahres. Professor Helmke: „Stetigkeit vorgeschichtlicher Besiedelung in der nördlichen Wetterau“ (mit Lichtbildern). • Eintritt frei [217D] Gäste willkommen. Jur Richtigstellung der Erklärung des Herrn Schmoll in Nr. 2 des G. 21. bemerke ich, datz es unwahr ist, wenn Herr Schmall behauptet, ich habe ihn zu seinen Ausführungen in der Versammlung des Mietervereins vom 22. Oktober v. Is. veranlaßt. Ich habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dah er diese nur bringen soNe. wenn er die Richtig- kett derselben vertreten könne. Wenn er seine Ausführungen machte, ohne deren Unterlagen auf chre Richtigkeit zu prüfen, hat er allein die Ber. antworttmg dafür zu tragen. Herrn Schmall tst auf seine Anmeldung vom Versammlungsleiter, nicht von mir, das Wort erteilt worden. Soweit tch mich erinnere, ist der Name des Herrn Henn von Herrn Schmall erst genannt worden, nachdem chm derselbe von verschiedenen Seiten aus der Versammlung zugerufen worden war. 178 Dr. Carl Riemann 1. Vorsitzender des Dietzen er Mieteroerein». mit Holzsohlen,zum Schnüren und mit zwei Schnallen, mit und ohne Filzfutter, wieder vorrätig bei Franz lieumeler Sonnenstraße 20 Fernruf 1212 Freunde und -Gönner sind herzlich eingeladen. Anfang 7 Uhr. Saalöffnung 6 Uhr. Hemdentuche80 cm brelt-,einfldige uod “arkMe l&oo, 13-50 Damen-Hemden prima Qualitäten mit Ho Stickerei M- 45.00 Damen-Beinkleider reicher Stickerei^ . . . . M- 50.00. ^O-OO /ArcOHpn außergewöhnlich billig, prima Drell oder fessel, aus^ 30.00 KOrseuen gehofft oder reiche Spitzengarmerung . . ou.uu, Blusenflanelle Baumwolle, prima Qualität . Meter M. 22.50, lO.OU 9.50 Um mein Lager für die in Kürze eintreffenden Frühjahrs- neuheiten zu räumen, gewähre ich vom 7.-20. Januar auf meine bekannt billigen Preise 5°/o Rabatt blau Cheviot schwarz Cheviot Marengo M.72.— p.Mtr. M. 72.— p. Mtr. M.11O.— p.Mtr. Anzugstoffe SÄ’ Hosenstoffe Kostümstoffe M. 79.— p.Mtr. M.95.— p.Mtr. M.42.—p.Mtr. Hauskleiderstoffe »-Ä Sämtliche Futter und Zutaten für Schneider und Schneiderinnen zu billigsten Preisen. Fernspr. 269 Bauer Moltkestr. 22 Für die uns anlätzlich unserer Silberhochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst Martin Balser u. FrauLina geb.Pitzer Gietzen, Landgraf-Philipp-Platz 6. 0344 haubemetze dovvett, in allen Farven wieder vorräiig. 203 Stück 3 Mark. Franz Bette. Mass, ff« la Baukaft per 10 t 1700 M. la Düngekal! ver Ztr. 6 M. ab Werk Bieber prompt lieferbar. 0258 Bis zu 50% Können Sie sparen beim Einkauf von AM-K.MNMWW W Louis Treff S-Sie. V ®fte u. Veile SireM'M- u. SWöeteWii^cMel-Wüiiig. Untertaillen “ÄÄ“”8 od Batlätmit 20.00 Stickereien 2.50 Bettdecken d™k6g™ßer Posten. doppelBChläHge Waerelb6£ 90.00 Tischdecken gewebt u. gestickt, weiß u. farbig. M. 100.00,75.00, 60.00 Küchenhandtücher ?Ä™nteLeine^att 16.00 Außerdem ausgelegt: Servietten, Spültücher. Stickereiröcke, Gardinenreste. Handschuhe, Spitzenreste, farbige Unterröcke, Handarbeiten aller Art. Feldsalat Ä. Seitz 0285 Neuenweg 52. findet vom 10. bis 22. Januar zum ersten Male wieder mein großer SOnAMklW statt. Wie in Vorkriegszeiten sind sämtliche Artikel meines reichhaltigen Lagers im Preise bedeutend zurückgesetzt. Mein Ausverkauf bedeutet daher eine einmalige besonders günstige Gelegenheit zur Deckung des täglichen Bedarfs in Wasche, Weißwaren usw., wie zum Einkauf von Braut-Ausstattungen. Beachten Sie die billigen Dreile meiner Annonce in der moraiaen Ausgabe. 211c ahnern vereinbart wurde, zu niedrig, rerseits hält das ReiäS'rnanz innste ium an itaifehmg nach Ortsklassen teil, um Unge- jieiten zu vermeiden. Auch and eS über it den Eisenbahnern vereinbarten Sätze nicht sge'hen. Im Reiä^rerkch Smiuisterium wur- ie Besprechungen mit den Eisenbahner« .geführt. Berlin, 7. Jan. (Priv-Tel.) Namens einer ren Anzahl seiner Kollegen sendet ein Eisen- ibeam ter der „Boss. Ztg." den Vorschlag freiwilligen Tienststunde zur Heber Produktivität der Berkehrsonstallen. von der Notgemcinschaft der deutschen Wissenschaft. Zerlin, 7. Jan. (WTB) Die Notgenschaft der deutschen Wissenschaft faltete heute unter der Leitung ihres Präsi- rt, Staats Ministers a. D. Schmidt-Ott. Sitzung. Schundt-Ott eröffnete den Abentt •inem Appell an das gesamte deutsch^ Voll, helfen daran, daß die deutsche Wissenschaft •em fälligen Zusammenbruch bewahrt bleibe, nermeßliche Folgen für die Kultur, Wirtschaft Volksgesundheit haben müsse. Der einst so geschätzte Gtelebrtatberuf gehe der Verödung gen. Hunderte von Millionen sein erfordere an dem Unheil auchTnrcin beschränktamlMaße uern. Diese gewaltige Not treffe das gesamte dessen Ansehen hetlrroen geht, wenn die nschast dahinsinkt. Alle Berufsstände. vor die Industrie, die Banken, der ®rofaanbd die Landwirtschaft, müßten mit den größten tln ernschveften. Die Worte des Vor ft Yen den n unter den Teilnehmern der Sitzung leb- t Widerhall, der in manchem tresstichen Vor- ! zur Ahhilfe der drohenden Not zum Aus« kam. Bremer Zicherheitrverhältnlffe und die Reichsregierung. Druck der Brßblichen Unt»#TfHäle.®uieuen| am LeMuM MlIerefeiÄb nuat vt London fr W Fu von einer nicht me Zeit zur statt. Wie in Vorkriegszeiten sind sä Preise bedeutend zurückgesetzt. Mei, besonders günstige Gelegenheit zur De waren usw., wie zum Einkauf von 2 Preise meiner Annon Schwerste fon Einsch Äderen bt wbon and N die (?■ Arun- v "chen ti den ömiflen < ^briten vsfenbar sicher «kn SN ™Wrie pbss d'° Uft togt, i «nh fcy. kiebigshöhe Samstag den 8. Januar BTANZS Der 06 Zuschneide - Kursus beginntMontag.10. Januar 1921 Lina Petri, Roonstratze 30 p. It A am ( Mfar L'npoli nS 9leöo< K i,L k»- K n war i WWW im Stadtmissionssaal, Bietzen,Löberstratzel4 Sonntag den 9. yanuar, nachmittags 2>/i, abends 81/. Übt, Montag ben 10. und Dienstag den 11. Januar, leben Vormittag 9 Ubr Andacht, 10 bi« 12 Ubr u. nachmittags 2'/, btS 5 Ubr Bebandluna des TbemaS: Die geUVsWmWW Ott MM @0165. Am 10.and 11. Jam. abends 8'.Ubr EvangeNsattonsvortrag. tonb sü mußte u unb ost Pflanzen renz mu ber Welt vechssum Mit ^rutalitih bereits bi mungäf' den das J Reichsrean Mslag-Ni vns zugem stiimming Wen tt trne zahlrei bar Mnj geklügelt h teilig für Wwmun geraubt m geboren fi Zeitpunkte stmmunqs sch- Seaml Ganz besonders preiswerte Ang Hemdentuche80 cm br6it-feinfMige 1 Damen-Hemden srima QnaUtaten m Damen-Beinkleider reicher Sticken 'Zrvrc^Hpn außergewöhnlich billig. prima ] ixOFdCLLCII gehofft oder reiche Spitzengai Blusenflanelle Baumwolle, prima Quali Damen-Strümpfe schwarz, weiß und Kinderstrümpfe Füßlinge prima Baumwolle, fein gewebt Herren-Socken fein gewebte und gesl Normal-Hemden prima Qualltät*mit Knaben-Waschanzüge Freunde und -Gönner sind herxlich eingeladen. Anfang 7 Uhr. Saalöffnung S Uhr. Oberhess Geschichtsverein Donnerstag, 13. Januar, ebenda 8* , Uhr, Höriaal des Physlkal. Instituts (Eingang StephanstraÄe) 3. Vortrag des Winterhalbjahres. Professor Helmke: „Stetigkeit vorgeschichtlicher Besiedelung in der nördlichen Wetterau“ (mit Lichtbildern). • Eintritt frei [217D] Gäste willkommen. S Ur)/ tinschl- L eport ZÄ ps'S SnlW »OW Schrisll. Angebote unter 0289 an den (Sieb. Ana- Gebildete Dame über- nhnmt AuSfübruug aller schriftlichen Arbeiten. Schr. Angeb. u. 0275 an den Gietz. Anz. Frau emvf. sich t. Ankert, von Knaben- u. Mädchenkleidern im Hause. 0291 Sonucustraste 11. Für die uns onlählich unserer Silberhochzeit er» wiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst Martin Balser u. Frau Lina geb. Pitzer Gießen, Landgraf-Philipp-Platz 6. M44 Um mein Lager für die in Kürze e neuheiten zu räumen, gewähre ich auf meine bekannt bi 5°/o Rafc blau Cheviot schwarz Chi M.72 p. Mtr. M.72—p.N Anzugstoffe Ä*’ Hosenstol M. 79 p. Mtr. M. 95—p.A Hauskleiderstoffe Sämtliche Futter un für Schneider und Schneiderinnen z foä ! gM". $ w z- rechnen fmne tungtn en fach den ö kommen o Frist erst wirft habe einer die Note gea> bneite welche Ki (?r st ai das er m Frage bt von 5ral tyroojitäi gänbhd) i sich eine s nen „M oder, er bi und §oßc Paul Kochan danken herzlich für die anläßlich ihrer Verlobung erwiesenen Aufmerksamkeiten. Großen-Linden Hamborn Januar 1921. im Katholischen Vereinshaus Samstag, dem 8. Januar, abends 7 Uhr verbunden mit reichhalt Familienprogramm wie Vorträgen,Theater,Variete-Vorführungen Verlosung und Ball. Musik des Reichs-Schützen-Regiments 22. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt Der Wirt : H. Rusch Redner: Herr Lebrer Zantop auS Basel. Herr Pfarrer Koch», andere. (Eintritt frei für jedermann. 227V sdineibttin L>ause noch Kunden an. Meoaladt 18III Türe UnlS._________0973 Perfekte Büglerin empfiehlt fich außer dem Hanse. Thiel. onJ Kaiser-Allee 38 H. Anfang: 7 Uhr. VJ9 7 Gäste willkommen V. e. Funk. Am LamStag, 8. Jan. 1921, abends 7 Ubr, im großen Saale des Hotels Einborn 25 jähriges Stiftungsfest. ReickbaltigeS Festprogramm unter Mitwirkung von Mitgliedern des Stadt-TbeaterS Gießen. Die Mufik wird anSgeiübri von der Kapelle des Reichswebr-SchNvenregimentS Nr. 22. DT Kein Weiozwang! “WS Am Sonntag den 9. Januar, uachm. 3 Ubr Ausflug nach dem Philosophen wald« mit Holzsohlen, zum Schnüren und mit zwei Schnallen, mit und ohne Filzfutter, wieder vorrätig bei Franz Heumeier Fernruf 1212 Sonnenstraße 20 MM Jur Richtigstellung der Erklärung des Herrn Schmoll in Nr. 2 des G. A. bemerke ich, daß es unwahr ist, wenn Herr Schmoll behauptet, ich habe ihn zu seinen Ausführungen in der Versammlung des Mietervereins vom 22. Oktober v. Is. D“anla&t. gd) habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dog er diese nur bringen soNe, wenn er die Richtig-. keU derselben vertreten könne. Wenn er seine Ausführungen machte, ohne deren Unterlagen auf ihre Richtigkeit zu prüfen, hat er allem die Der» antwortung dafür zu tragen. Herrn Schmal! »st auf seine Anmeldung vom Versammlungsleiter, nicht von mir, das Wort erteilt worden. Soweit ich mich erinnere, ist der Name des Herrn Henn von Herrn Schmoll erst genannt worden, nachdem chm derselbe von verschiedenen Seiten ans der Versammlung zugerufen worden war. 178 Dr. Carl Riemann 1 Vorsitzender der Gietzener Mieterveremr. Nur 6 Tage Montag 10.1. SÄÄC Dienstag 11.1.