f>rn. und SitiaOradtrei R. taugt. S^riflltitung, 6tfd)öftsfttUt und Oralerei: Schulftratzt?. Dav Verfahren qcccn Die Prrfsrftimmcn. iS n. Septemdor 1920. firn Doske Platz zu Dr. Bveliq ist Gyrnnasialbirektor in Soest in Westfalen und war früher Oberlehrer und Schuldirelwr im Auslände (Drüstel und Dar- Pa r iS. 5. Vov. (Wvlst - Slepahn Lausanne berietet ün ,'Slatin" über eine Unler- redung, die er mit Mitgliedern der japant- Schuldiyen des Kayp-Putsches. Serlin. 5. Tlot). >WB.) Zu dem Verfahren gegen Kapp und Genossen wird von zul-ändlger Seite mitflcteflt: Gegen ton 3a g o m und non Wa ngenheim wurde feiten« de« OberrelchS- anwalt« am 11. Juli Anklage wen en Hochverat« erhoben. Um 20. September eröffnete der (*rfte Strafsenat de« Reichsgettcht« da« .^auhtnerfahren fleacn die Genannten wegen der bc«ckfmcten Deschuldiguna Der Termin wr Hauptverhandlung nichts, ebne un« mit anderen jj vrrständig^n. 2 Dir werden urrendlicho Geduld mit Lhina baden, wie sie gestern der Türtei Gegenüber bc- wie en wurde und morgen g gen über Siutlanb bewiesen werden wird Denn cS ]et)t devieien ttnrb, das; der Friede im Stillen C^ean besser durch eine Entente al« durch ein Bündnis zu »Deien gesichert ist. so sind wir dereU. eine Sn- tente an Stelle des Bündnisses treten zu lassen." los die chinesische Frage b trifft, so beschrieb Dr. Kiro tu. der erste Berater für äufjerc Angelegenheiten, die japanische Formel folgendermaßeni 1. Dir stelle, je3e Rcben- bublcrfdaft in Lhina ein und unternehmen ,, , -------- 'i R publlen, au« 6cm Frankceich gewisse Bo.^lle werde ziehen tönnen finden zu solcher Sisyphusarbeit. Wir müssen und wollen ihnen helfen nach besten Kräften. d)tviiibf n dcS c11q,11,rh = j(iva11n*d)c11 Bundniss, s? D'e Abrüstunqskonferenz. London. 5. Vov. lWTB.) Senter melbei au« Dashinaton: Die verlautet, bitten die am^iron'schen Äonferenibereaterten berri«* einen enb-ü^igen AbrüstungSplan ro be ei'e' den He der Konferenz gleich zu Begirm unterbreiten würden. Staatsministerium- berufen wurde. 3m Mai 1917 wurde er Oberpräsident der ^d^vin,; Hannover, und in diesem Amt blieb er " kraft, auf den festen Willen, sie bis zum äußersten anzusttengen. Was 1919 alle getagt haben, halte ich auch heute noch für richtig. Das Versailler Diktat zu er- füllen ist eine glatte Unmöglichkeit. Wir müssen und wollen tun, waS wir können, in der bestimmten Erwartung, daß in nicht zu ferner Zeit auch die Entente zu der Erkenntnis kommt und in eine gründliche Revision willigt. Wer andere Vorschläge machen kann, soll sie uns nicht vorenthalten, verschonen aber möge man da« deutsche Volk mit den deutsch- nationalen Redensarten. die versteckt durch- klingen lassen, als gebe es irgendein geheimnisvolles Mittel, da« uns retten kann ohne versuchte DertragSersüllung. Din Wunder ist es geradezu, dah sich noch immer Männer trag durch Beschluß vom 24 Oftob«”- flott. E« kann nunmehr nur argen 3agow. Dannen heim und Schiele verbandest w-rden 9TT« Termin für bte Berbandlung ist der 7 De,emh-r in Aussicht Genommen nm-den Ein früherer Termin Ist nach der Geschäftslage de« Reichsgericht« unmSgllch befanden sich auher Iagow und Dangen heim weitere am Kapp-Putsch Veteiliate nicht in der Gewalt der StrafverfolnungSbebörden. Am 11. Ok- tober wurde aber Dr. Schiele auf Grund eine« fleqen ibn beliebenden Haftbefehl fefiaenommen Der Oberreichsanwalt verlachte sofort, da« Verfahren gegen Schiele so zu beschleunigen, dah auch gegen ibn zulammen mit b<*m Verfahren gegen Iagow und Dangenheim am 27. 10 verbandelt werden könnte Am 14. Oktober reichte der Verteidiger der Angeschuldigten Bauer. Vabfl, Erhardt und Schnitzler einen schriftlichen Antrag ein. die Genannten gegen SicherHeitSleifluna mit der Unter- fuchungSbaft zu verschonen. Der OherreichSanwalt beantragte die ITblebnung des Antts s D^ese Stellungnahme entspricht der Auffaffung^ s Aelchs. imnffier« der Tlufliz Der Erste Sb-oflenat erteilte aber durch Beschluh vom 17 Oktober den genannten Angeschuldigten unter getniffen Vedin» fluntjen sichere« Geleit. Angesicht« des Be- schlulle« stellte der Obereich«anwalt im (Sinnet, ftänbni« mit dem Seirf»«minifler der 3uflh den f krag auf Aufhebung de« Termin« gegen Saaov und Dangenbeim Diesem Antrag gab da« Aeich«- gericht statt Die Entscheidung war durchaus sach» gemäh. Da 4 Gericht konnte damit rechnen dah die Verhandlung auch gegen Bauer. Erhards. Pabst und Schnitzler in der nächsten Zeit möglich sein würde. Vach Aufhebung de« Tennfn« wurde die Erklärung Srhardt« in der Prelle bekannt. Er behauptete, daß er »*ar vor einem halsten 'oHr stch bereit erklärt hätte. stch unter gewissen Garantien dem Aeichsgericht zu stellen, bie’e« Angebot jetzt aber nicht erneuert habe, sodah die Entscheidung de« Voichggerlcht« auf da« alte seinerzeit unbeachtet gebliebene Erbieten »urücforeife. 3n ber Besvrechuna die der OherreichSanwalt hierauf fofort mit dem Verteidiger VechtSanwalt Gninfvach HerbeilüHrte, erklärte der letztere, bah er bei Einreichung seine« Antrags vom 14 Oktober de« Glauben« war, dah die Angeschuldigten tatsächlich beabsichtigten, zur Verhandlung zu fnmmen Recht«- anwalt Grünsvach brfufte bei ber Mrterrebuna auS. bah er nach Hen neuesten Informationen aflerblna« befürchten müll-, dah die Klient-m die frühere Tfb- ficht ber Gev?lluna aufaeaeben hah-n Der 06er- reichSanwglt beantragte hie*-auf b>e Aufhebung de« fieberen G"l-it^ Da« Aeichsgericht gab d-»m An^ ^inc Rcde 2d)cibcmainid. «aflel,«. Vov. (DB.) 3n einer Rebe, die ber Oberbürgermeister Scheibemann gestern in Kastei Hielt, schilderte er die stch in kurzen Zeiträumen immer wiederholenden Um» und Neubildungen ber Negierungen. Der jetzige Regierungswechsel |ei lediglich ein Sympton ber schweren Krankheit unsere« Volke«. Wir leben immer noch kn Fieber. Ein solcher Zustand kann nicht ewig bauern. Vei einem fieberkranken Menschen ist e« bem Arzt be- könnt, wann spätesten« bie Entscheidung fallen muh Wann aber fällt die Entscheidung für unser Volk? Da« weih kein Arzt und kein Politiker. Geht c« weiter hinunter, österreichischen oder russischen Derhältnisten zu ober gebt e« allmählich wieder hinauf? Wenn die in um gestrigen BJi.'ur, des Reichsverbandos ber Deutschen 3nbuftric zeigt, hätten sich lcnt iozialbemotratische Arbeiterführer mit ber po- litischen Vertretung des Gro-kapitals verbindet. .Dir sind sicher," fo prophezeit die Freiheit" »bah diele Polttik sehr ralch zuiammenbrechen Wer was die Führer ver'chulten, müllen die Massen buhen. Dir haben deshalb biefe Politik tn aller, ihren einzelnen ö:abien be- kmwft. Dir haben alles Ta an ge'eht. um an- Selichts der bevorsiehenben gro er u d ertschej- denden Kämpfe eine politische Linie zu verfolgen. . gesamte Arbekerklasie für ihre nächsten Aktionen einigen konnte. Die Rechts- iczialisien haben diese Politik zerschlagen, onden die Aussichten der Arbeiterklasse in dielen Knüpfen unendlich verschlecht.rt. Des er tragen ire Du Verantwortung und unsere Ausgabe mutz es sein, die Arbeitermassen gegen die c Politik OUfAU Luten ■** Der englisch-französische Gegensatz im Otten. zu schaffen bie allein I x 5. Ofob (DB.) Vach dem Lon- )t e^alickt. Ein j dcner Korrespondenten des Temp«" hak daS Zoreign Office die Absicht, am Quai rcn’ rir ? ^eist eszerrüktung leidet. . a*Pinfl,on* 5- Aov. (Wollt > >'ava« rage Mitglieder der ia-anische > D?!. gat v" schiede die Ermordung des Minister p:ä'identen einer Bandevon.Patrioten" zu. die antei Dem Ttamen .H o n i n" belaimt sind und die twr einiger Zek den Adteilunqsches für den fernen Ostet im japantsäu errettenbesondere in Gewalten die sie nich- zu .Bündnissen im Sinne der berühmten War. m.n^ Georae Washingtons an da« amerisanische Voss fiempesten. Die Schwieriofeit ifl nach I .’JtbeÄ „Daily EHronirle" nicht unlöshar, stelle Jur CFrmorbimq j,2 » h0T ungeheuere A'ifaabe. Hier kö"ne des japanischcn Miaiskcrpräsidenten.!§Ehlen ^r unvergleichlichen Defchicklich- reit und der Erfahrungen deS britischen Premier- . 2t3 in verhängnisvoller Weife fühlbar machen sollten die Ereignisse feüu Amoelenheit in Washington au« schließen. 75 crlin, 6. Vov. «Priv.-Tel.) Zur preußischen Kabinettsbildung begrüßt da« „Berliner D a g e b l a 11“ das endliche Zustandekommen der großen Koalition von der Deutschen Dolkspartei bis zur Sozialdemokratie. Zweifellos werde sich nach diesem Vorbild auch im Reiche eine gleichartige Koalition herausbilden müssen, um jene Stabilität und Homogenitätw: eine Politik auf lange Sicht ermöglicht. Der „D o r w ä r tweist darauf bin bah i <■<-> , ■ **. * ■ '•» । »*»•» uum durch die überraschende Lösung der preußischen 1$ W 1 £! n Protest gegen Krise die in der Deutschen Dollspartei Dorban- 2Lbf des lur lisch-französischen Vene Spaltung offenbar wurde. Abkommens zu übergeben. D r Korrespon- Die „Germania" hebt hervor daß alle 8 aubZ 8U bie englift« Regierung Fährnisse der Krise von ber Tatsache überstrahlt >Ä. ™ut>cn to2r.X' ^achoeis zu führen, wurden, dah die große staatSpoliMche Einsicht hÜ} Abkommen eine i Verstoß g'gen Lon- über die parteipolitischen Interessen einmal den ^ta glisch-ilalieni ch? Ad ommen Sieg davongetragen habe. 9«flen ben Okruag von S.vres darstelle. Der „L o ka l - 2 n z e i g e r“ vermag in der , die M i, s i o n Franclin B o u i t- neuen Kabinettsbildung angesichts der Umstände tw>,l. «"fljdäjer Seite eine erhebliche unter denen sie sich vollzog, und der schliehlich rwtFSöugeschtteven wird, beabsichtigt die c.tg- stch ergebenden Personalverhältniise mehr^als ein cr!)cb?n In gewagtes Experiment nicht zu er bilden London beunruhigt man sich nach dem Korrespon» ™ .Tägliche Rundschau" spricht ben T -)toH<6en bcr Wunsch au«, die Deutsche Dollspattei möge in I » rt . ber groben Koalition nicht als Vachtrab der Linken, sondern als Vorposten der Rechten wirken. Tas Organ der Unabhängigen die .Sreiheif. macht den Rechtsfozialisten bit- S5? über ihre .Politik der Dumm- hett . Vicht umsonst habe die Deutsche Volks- WMMsKMMMS Valuta als Tbermometer angesehen werben fann, so geht es todsicher hinab in ben StruA, aber die Valuta orientiert nur sehr cinfeWs. Der amerikanische Dollar gilt bei uns heute rund 250 gegen rund 4.25 Mark im Frieben. Unsere deutsche Mark glü aber In Amerika nicht mehr 2 Pfennig gegen 100 vor bem Kriege. Trotzdem aber bat Amerika 6 Millionen Arbeitslose, wir im Reich nicht 200000. Ich bin sehr besorgt um die Zukunft Deutschlands, sehe sie aber durchaus Nicht hoffnungslos an. Ich rechne aKuf den 27. Oktober festgesetzt worden Damals auf die unserem Volke innewohnende Lebens- "" Blatt |7|. zahrgang Montag, Z. November 1921 JÄ-rJäT V Q Linahme son 3»jftae« GietzenerAnzelger f ».>d n“ ufl « «. bei von Eilenbahnzüge« .»»ad_vcrdrach«Uch» An- 1921 an ernannt . ' Deutscher christlicher Hugend- tag 2Un Sonntag, dem 13. Aev-ember. soll u» ganzen Deutschen Reiche, von Ostpreußen M zum Bodensee, ein Reichswerdeiag ter «nst- lichen Jugendbewegung slattfmden 5he titM 125 000 Mitglieder, die im ReichLdund octäuu christlichen Vereine lunger Männer u^ ev«ag. Zünglingrverew« #u'arrmc g sch »s en llw wvi len die Zahne Ki Evangeliums ottfatten und auch in kleinen Orten und Gemeinden noch nicht destehe-v dafür ver^i und den Zufammenschlutz ctxmgelifd) denk^nver angelegt sei, auch zukünftig weitergeleitet. Die thüringische» Regiermtgserlasfe. Erfurt. 5. November. Auf Antrag sämtlicher bürgerlichen Abgeordneten, bic in dem von der chüringischen Regierung erlassenen Rotgeseye über der Wegfall des RefvrmationSfesteS und dis Feier des 9. DovemberS einen Rechtsbruch erblicken ist der T h ü r i n g i s ch e 2 a n d t a g auf Don tag eunberufen worden. Inzwischen hat der Minister den Rovemberfeiertag in einer Kund- ge6ung an das Volk begründet, und heute bestimmt der Minister des Innern und Redakteur der " unabhängigen Eisenacher VolksMtung. Hermann, wie der Revo- l u t i—ns feiertag zu begehen ist. Er ver- ordnet unter anderem, dah am 8. Rovember vor Schluß des Unterrichtes auf dis Wichtigkeit des 9.RovemberS hingewiesen wird, der für Thüringen ein BefreiungStag geworden ist, und dah die Lehrer darlegen, wie inmitten einer ungeheuren Niederlage ds« kaiserlichen Deutschlands die Begründung der Republik ein hohes Ziel für das Dolk und namentlr.. ür die Jugend bedeute. Der Erlaß enthält aber noch die weitere Bestimmung, daß es untersagt ist, am 9. November schwavzweitz- rot zu flaggen, well diese Farben antirepu- blikanisch, Volks- und staatsfeindlich seien. Aus Stabt und Land. Diesten, den 7. Nov. 1921. Amtliche Ucberwachnng der Wandl-rlagerbetricbe. ES kommt vielfach vor, dah Gewerbetreibende die Wanderlagsrsteusr dadurch umgehen, dah sie nicht Waren feilbieten, sondern Ausstellungen zur Aufnahme von Bestellungen veranstalten, die später vom Wohn- bzw. Fabrikorte auSgeführt werden sollen. Da da- mit der Tatbestand eines Wanderlagerbetris- bes nicht erfüllt ist. kommt in solchen Fällen die Erhebung der Wanderlagersteuer nicht in Frage. Ob diese Art des Gewerbebetriebs im Amherziehen einer Sondersteurr für die Gemeinden zu unterwerfen fein möchte, wird bei der in den nächsten Jahren vorzunehmenden Neuordnung der Hausiersteuergeseygebung geprüft werden. Vorläufig kann es. nach Ansicht deS Finanzministeriums, nur den Gemeinden überlassen bleiben, durch strenge Beaufsichtigung der ^Ausstellungen" zu verhindern, dah — sei eS während der Dauer der Ausstellung, sei eS nach Schluß derselben — Ausstellungsgegenstände den Besuchern der Ausstellung bzw. den Bestellern auSgehändigt werden; gegebenenfalls würde die Heranzi'ßung zur Wanderlagersteuer sofort in die Wege zu leiten sein. Die Handels- und Handwerks- kammern sollen sich an der Beaufsichtigung der Wanderlagerbetriebe beteiligen. Wctternorausiage für Dienstag: Wolkig, trocken, kalt, Nachtfrost, nördliche Winde. — Nachdem daS gestern von Schweden nach der Nordsee gezogene Tief heftige Winde und Regenschauer braute, M e« heute wieder ostwärts neigen, und Aufklärung eingctreten. Don der Ißcflfüfte folgt hoher Druck, so dah wir mit wolligem Wetter und bei nördlichen Winden mit starker Abkühlung rechnen müssen. Die Bäume haben jetzt chr Laub vollständig verloren und stehen nun alle winterlich kahl ( da. 3m Walde hat mancher Baum sein Leben lassen müssen, entwurzelt oder abgebrochen liegen viele Bäume da. Aus dem Bahnhof gab eS auch manche Störungen, die Lichter erloschen vielfach, von beladenen Waggons flogen Bretter und andere Gegenstände herunter, ja manche Wagen wurden chreS Daches beraubt. 3n den Strahen der Stadt erloschen die elektrischen Lichter, viels sind wohl zer- trümmert worden. Der Sturm wurde auch von einem heftigen Regen begleitet und brachte die vom Landwirt sehnlichst erwartete Feuchtigkeit l«nn noch mancher Acker ist zu stürzen und torubereiten für die Frühjahrsbestellung. Amtliche Personalnachrichten. Am ,22.: Oktober d. 3- wurde der Eichmeister Ludwvr Schmucker zu Darmstadt zum Eichmgister bei dem Eichamt Worm« mit Wirkung vom .i- äBtimbcr 1921 an ernannt — Am 27. Dtobtr 0. 3 wurde der Eichmeister Richard Schoßt zu Wvrms zum Eichmeister bei dem Eichamt Darmstadt mit Wirkung vom 1. Dezember Prag. 6. Nov. (DTB.) T'checho-Slowa- tstche« Prefsebureau. Die polnisch-tschecho- siowatischen Verhandlungen wurden heute fortgesetzt. Nach einem vom Minister Skir- munt gegebenen Diner wurden zwischen Skirmunt und Dr. Bencfch Verhandlungen gepflogen und Fragen erzielt. Am Minister im Au den- die Ei'enbabndirektioneL )igen Aussetzung von Bllohiulllgen hierfür ermächtigt. Die'e sollet minde->: rS 3003 bi« 5000 Mk. betragen, bei Drtriedsunfällen (3nt- gleistrngen oder 3ufannr.cn ftDÜ) wird dir Be- Lcbnung auf 10 000 All. bemeßen. D.e Gewährung höherer Beträge unterliegt der Genehmigung des Erpressungsversuch, um die österreichische Regieruna M o n oeiqwiirn yuy, I »u Interventionskäufen zu zwingen. Wahrscheinlich Berlin zu b> c g e 6 e n , um sich gu DergetütJ habe die Züricher Spekulation erfahren, dah eS der fern, dah die deutsche Regierung die Anord- österreichischen Regierung gelungen sei, einen nicht nungen durch führt, die von dem Garantiekomi- unbetrachtlichen Vorrat an fremden Valuten ohne tee 8ur Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Belastung deS heimischen Dalutenmarktes zu be- londoner ZahlungSstatut getroffen wurden, schaffen. Sie möchte nun die österreichische Finanz- ___________ Verwaltung nötigen, diese Valuten für eine Vtutzungs- «ktion in Zürich zu vergeuden. Die Regierung werde en und die Gewähr haben, datz sie bis zu jeder Funkftatton der Welt dringt Zur besonderen Denugtuung gereicht es. da', eine solche Botschaft, ausgehend vom Präst- tc7it?n der Vereinigten Staaten. 11 a.lzn Landern, in allen Himmelsstrichen auf gefangen werden tann von Dollern, mit denen unsere Nation m Frieden unb Zreu.tdfchaft lebt. Nlöge dieser glück- liebe Zustand immerdar anbauem; möge der qlieben der unser eigenes Land beglückt, in allcr- nüchster Zu un't auch a.Tm an'ecen La/idern uird Böllern befrieden fein; das ist die ernste Hofs- runa des amerikanischen Volke«." gez. Warren, Das Erwachen (ie allerdings an erster Stelle steht. türlicheS Mast der ihr innewohnenden Ursachen auf Angliederung an Frankreich. Damit zurückgeführt, nämlich auf die Fürsorge für Die toerbcn natürlich offene Türen eingerannt. Clsast- Aufrechterhaltung des einfachen Lebens der Be» Lothringen gehört ja schon zu Frankreich. Entvölkerung seit dem Zusammenbruch, dem Friedens- scheidend für die Stimmung im ehemaligen Reichs- schlaffe und der Durchführung der Reparationen Imxbe jst die Frage, ob E.sah-Lothringen in die durch Den enormen Dalutenbedarf aud) irflcnZ) yna. Form selbständig werden und sich Oesterreich indirekt treffen. Die über das Finanz- ^mit von Frankreich loslösen soll. Die Programm der Regierung schwebenden Ver- -^utanamie „ Bewegung ist äuherlich in das Handlungen stnd grösttenieils abgefchloffen und Gewand des KamvfeS um die Konfessionsschule es kann als Zeichen des Vertrauens des Aus- flcfIeiI)et 3n Wirklichkeit steckt etwas ganz landes gewertet werden, daß e« zum erflen anZ)ercd dahinter Die französische Herrschaft hat Male ohne besondere Sicherstellung gelang. Die |cit jgig mit Geschick dahin gebracht, die Elsatz- Getreideversorgung und auch den großen Lothringer gründlich vor den Kopf zu stoßen und Teil Der übrigen Lebensmittelversorgung auf mep- in i^.cn StammessonDerheiten zu verletzen, rcre Monate hinaus zu gewährleMen. Die bereits a[Ä Slsaß-Lothringen noch bei DeutschlanD vom Nationalrate genehmigten Gesetze, Die not- toQr man drüben in Frankreich über Die Ver- wendige Einstellung der Zuschuffe, Der Beamten- aewältigung DerElsäffer und Das.Säbelregiment Der abbau und Die sonstigen Maßnahmen toerDen Das > s. - ” B - - ■ - *- ----*• Defizit Des Staates beheben unD Da« Vertrauen der Bevölkerung zum Staat umsomehr festigen, als Diese Durch Die von ihr übernommenen Opfer in w --------------- erster Linie zur aktiven Mitwirkung bei Der Herb«. eine Schuld, Die sich rächt. führung geordneter Finan-verbaltmffe berufen ist. cri)cnrrunngt> Gürtler äußerte sich zu einem Vertreter Der ansfchnNcs nack» ^erlitt, .AelchSpost' über das gegenwärtige Verhalten Des P a r l S , 5. 2lov. (WTB.) Der „TemPS" ZürlcherMarkteS gegenüber der Krone.'Eentllcht folgende Notiz: Wir glauben zu Der Züricher KwnenkurS in der Mutigen En daß die ReparationSkornrnts- Äj n 0 n beWn habe, sich in « iu In erbentionifäufen zu zwingen. Wahrscheinlich B e r l i n z u b e g e b e n , um sich zu vergewts. ^Jreufjen“ und dergleichen mehr. Heute muy ftch Frankreich mit denselben Klagen befaffen die es seinerzeit al« Agitationsmittel gegen Deutschland benutzt hat. Auch in Der Geschichte Der Völker gibt Gröönland begonnen habe. Ebenso habe auch der dänische Mvnopolhandel in zahlreichen Traktaten zwischen Dänemark und anderen Staaten Anerkennung gefunden. Die Anerken- nung, um die es sich jetzt handele, sei daher nach dänischer Auffassung nur eine formelle Anerkennung deS tatsächlich bestehenden Der« tentbeater sei die künstlerische Vollendung bc« Kasperletheaters. In Deutschland trete c« m*hrr noch zurück, während Za Pan da« Land de« Ma> rionettentheaters sei. Gegenst^ dem Thea'er habe cs den Vorzug, daß die Rollen nicht aew.'ch'e!t werden, daß e« frei von allem Persönlichem sei. während der Schausvieler sich doch meist in viele Rollen einleben müsse, worunter die stellung leide. Darauf wurde da- GeimeliÄe Puppenspiel ..Faust- borgefüßrt Fauf F.'mu- Ui« der HanSwurst und Mevbistopbele« treten al«'Hauptpei-sonen auf- DaS Stück «ll>et bekannt- lich mit dem Sieg Mephistopheles Faust traten einzelne Personen aus Der Rezitator trug Octiid)tc non OumBcnbcrg unö Tloraai- ftem Bor. Oanifn Hnfl na<# dm« -amiwtilnÄ, «btnfo eint aufUalifdx Clngcrtn Tkiontcr« Btt- Blufften Me Mn Schluß der -Botfttbn.nflen auf- l-.c cnBen Jan *inefen Btefafl unmBq id-e ÄörBcr- Bcrrcnfunflen feriiq 6rn»tcn. tonn man tagen. Baf> Herr 3bo PuBonny« dw ■Xetuei« erbrachte, tad Da« Marionettentheater mabrbaft künstlerische Leistungen batbielen dum. baten man weiteren Erfolg und größere Anerken- nung wünschen möchte. Kopenhagen, 6. Novemb. (Dolff.) Ritzau-Dureau. In den Kommentaren zu der Mitteilung deS norwegischen Mlnlstcri- ums dcS Acufzern. daß die norwegische Regierung sich weigere, die Souveränität Däne m a r k S über ganz Grönland an^uerken- nen. hebt die dänische Presse einstimmig hervor daß Dänemark« OberhoßeitSrecht prln- -----------ö. v . äipieü festgestellt und international anerkannt1 Zeitung erschien daß die „Germanur Mit teS des HauseS HabSbura an. Prag. 6. Nov. (WTB.) Die Nachrichtenabteilung des Ministeriums des Aeußern tcUt mit: Die Meldungen über den Ankauf der Habsburger Güter durch ein amerikani-, ----r - - _ k schos Konsortium sind bezüglich der Tschecho- mittag geplante ^erkutchung deS G e neral- Slowakei vollkommen unbegründet. Die streiks im Zusammenhang mit dem K^lner^ Habsburger Güter werden durch ein den Be- auSstand ist abgesagt worden. Der stimmunnen des Friedensvertrages entspre- zufolge kann dam t gerechnet ^rden^ daß chendes Gesetz in das Eigentum des tschecho- heute der FriedenSschluß zustande powakischen Staates gebracht, woran weder kommt. durch eine juristische noch eine diplomatische Dcr preußische LandeSaesundheitsrat. Intervention etwas geändert werden Tann. | Berlin, 2. Nov. (Wollf) Der preußische LandeSgesundheitSrat ist heute erstmalig im Ministerium für Drlkswohl'abrt zu» (ammeng t eten und von Staatssekretär Scheidt t^grüf.t worden. Die neue Körpers haft entstand au« Der Deputaüon für Das MeDuinalwe'en und dem Aprtße'e-rai Der tech'i'chen Äommi fiün für vharmazcutisLe Angelegenheiten. Zum Unterschied von Diesen werden aber Vertreter au« allen Kreisen der Bevölkerung in Den Landes- 'e^un>heitsrat berufen, um dics m auch Die soziale Tätigkeit au ermcg'.iten. Er soll sich gutachtlich zu allen bedeutungsvollen Fragen äußern. Der Präsident DeS LandesgesunDheilsrate« ist Mi- nisteiialdireltor Pro'r'sor Gottstein. Der deutsch« Städtetag. Berlin. 6. Rov. (WTB) Der deutsche Städte tag ist für den 11. November zu einer außerordentlichen Tagung nach Berlin einbe- •ufen um zu beraten, wie Die Mittel für Die Gehalts- unD Lohnerhöhungen. Die nach dem Vorgänge im Reich auch in Den Gemeinden notwendig geworden find, aufgebracht werden können. Die „Germania". △ DaS Landsturm-Insanterie- Dataillon Gießen ('XVIII 9» veranstaltete gestern in den Mauern unserer Stadt eine Zusammenkunft. die sich trvh des fchsvch^en Wetter« einer starken Beteiligung an« all n Kreisen Ober- hellens, ja sogar aus der Frankfurter..Deaend. erfreute. Am Samsta'abend fa d eine fad betuchte Vorfeier im SchüyenhauS statt, bei der Dk cbanallge Ta‘atUon«iruriI kpn» edierte. Am Srmntagvorrnittag fammeft Jt sich b’e fa dstürner auf dem Neuen Friedbofe zur Dedächtnlsseier. Die Landsturmkap-lle. Die 1914 mit dem Bataillon auszog. hatte sich -usammergefunden und e:ö‘hicte die Feier mit dem Eboral ,3ef»« m'inc Zuversicht". Die Gedächtnisrede hielt ÄrchkvLnt Dr. theol. Hermann aus Darmstadt. Er ermahnte die Lanbstürmer. an dem Geiste ber Baierlands' liebe unb DeS Obferfinne« festzuhalten, mU dem sie damals hinausn z^ei klev .Wir tr ten -um Beten" wurde ad^ieW) g fungen. Der ehemalige Ba'aMonSführer Oberst von Knobel«- d o r's f widmete den Gefallenen des Bttaillon« einen wa rnen Nahimf und legte einen K anz auf dem Ehrensriedbof nieder. Die einfache, aber würdige F ier schloß mit dem schlich en Soldatrn- liede .Ich halt' einen Kameradm". Da >ah erfolgte Frühschoppenknnzert in der .Ka Isruhe Die Zabl der Erschienenen war so gion. daß viele Gäste keinen Ploh mehr fanden. Cbcdt von Knobelsdorf hiell die Vegrüd i.nisan- spräche unb brachte ein Hurra auf Da8 Bataillon au«, worauf da« Festgedicht von A. Baycr- Gicßrn vorget"agei wurde. Run tru b: dieZ~r ebcmall en Bata'llc nS'ap lle au«- geführt Rektor Fifher-Gießen die t die Fest- rede die mit lebhaftem D'ifall aufgennmmen wurde. Buch'ändlcr Töpelmann verlas Tc'^- grammc und Briefe von vcrhfnde'ft n auswärtigen Kameraden. Dann wech'elten gesangliche und Humorist Ische Darbietungen miteinander ab. Die ganze Feier trug den Stempel eines ehtkamcrad- schastlichen Geister, und so war eS kein Wunder daß von vielen Seiten ber Wunsch zum Ausdruck kam: „Aul Wiedersehen iw rächflen Zahrel" A Der erste Dichterabend der literarischen Gcsellschast fand gestern abend im stark besetzten Hörs.ial der Unlherhlat statt. Der- Dichter be« Abends. Paul Ernst, sprach zur Einleitung einige erklärende Worte über Form und Inhalt Der Novelle. Dann trug er einige seiner schönsten Novellen vor. z. B. .Die Truhe". ..In einem HarzDvrfe, eine WilDDieb- i geschichte". .Der Bahnwärter", die ganz beson- . Deren Beifall ernteten unb ..Der Feind". 3um • Schlüsse gab er noch zwei Novellen a'i« seiner sehr zu empfehlenden Sammlung ..Komödianten- - gcschlchten". Die Zubörer zeigten sich Dem Dichter , geg-n'ber sehr dankbar und spendeten ihm zum Schlüsse begeisterten Beifall- Rcich«verkehrsmüiisters. " Für die Haussrau. Billig:, wohlschmeckende Suppen mach: man von üb i^ebliL.c- nem ©cmüfe, wie Wiising- oder W.ihlohl, nen, Ka vt .n Erb'ei, indem mai drc G müfereste mit' Fleischbrühe aus Maggi« Fle.schb<ühwürfeln verdünnt mit etwas Schvitzrnehl bircher unb über seingeschnitlene Brotscheiben an richtet. — ain Llück gute alte Zeit im bestes Sinne de« Wortes ist der Kaffee-Onkel, den man fo sreundsich. und vertraut überall sieht, wo Pfeiffer & Dill er« Kaffoe-Sssenz zu haben ist. Die «hte Pfeiffer L Diller hat Vie gute Eigenschaft, daß sie Kaffee- beb-en. Ke n Gerste rdw Ta z ranz übe-rafchend ergiebig mach: unb Dabei zugleich ben D.'chmack nicht minder überrasche ib feiner unb angenehmer. Wedekind schon Werke«. - 3nIagenfonMert Frankfurt a M. « Aov. DieRaub- Überfälle in ten einsameren Stadteilen mehren sich in unheimlicher W--Ife. 3n der vergan- aenen Michl wurden im Ostend wiederum -wei schwere Uebersülle verübt. Am RSderbergweg überfein drei Burschen einen Poliz^ibeamten in Atoll, schlugen ihn nieder, raubten ihn au« und Heben ihn besinnung«lo« liegen Erst nach einer langen Zeit wurde der Betäubte von Passanten aufgesunden. — Dann versuchten zwei Männer dreimal nacheinander in das Ostvarkreftaurant einvdringrn Beim Zweiten Einbruch v r'uch verlebten sie den Wirt durch einen Revolverschuß am Kopf 71n dritter Drr'uch In früher Morgenstunde verlief für die Einbrecher gleichfalls er- D^e Deisetzunq des Königs Ludwig. München. S. Nov. (WolN) Der erste Beile Nu " "«feie'-lichs^i ♦ • " 6 t Kreistages, de« R«ch« la gsab^erad^Len Clnb. I wurde angeregt, ob nch die grobe Kenel- rmd Mafchinenanlage des zur Schließung von der I Entente De. urteilte:! Rrichswerls D-1 cang nicht' für bK E.richeung des Ten und vieles andere, dessen Auf<äblung zu weit führen würde. Kieinplastiken von Bey r er und W e i n m a n n-München bereichern da« Bild. Bon Graphikern zeigt K. Dauer-München eine sehr schöne Auswahl von Dildnillen nach geschichtlichen Persönlichkeiten und hervorragenden Zeitgenollen. Neben ihm tft noch Sepp Frank-M ünchen so reichhaltig vertreten, daß man von einer SondevauSstellung diese« Künsl- ohm. Marburg. 6. Nov. 60tä6rtge« Mi eterjubilü um 3n dem Zeitalter der Mieleinigungsämter verdieru es gewiß ctiPOßnl au werden, daß es hier eine Familie gibt W der es im Oktober 60 Zähre waren, baß ftelbre Mielswohnung inne hatte Es ist dies der Ojftab" moche m llster Sebastian Rabe. Barfüßerstr. 3 wohnhaft lern nicht oergellen und fahrt Ivri -ulcvx telige' 23ater leerte den Keich des Leidens dis inr Neige, nicht mir sah er fein auf das Bene «s Landes gerichtetes Lebens werk wrflivt. er mußte zu feinem Schmerze nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches auch noch die ta einen Augenblick der Unordnung und Derwir- rung ertc'.gte Preisgabe von wesentlichen und für das Bestehen des bayerifchen Staates un- entbehrlichen Rechten erleben. Eingetreten in die Rechtemeine« Barer« an treuen Bekenntnis zu meiner daye- rischen und deutschen Heimat bin ich verpflichtet, dien seslzuhalren. Das schulde ich der tteberliefn- naxi meines Hauses, brr Geschichte und Zutun st Dre tn den lernen Tagen mir zum Ausdruck godrochten OefüMe bere-yiigen zu der Hoffnung, daß das bayerische Doll, feinem gefunden Sinn entsprechend. aus feiner jetzigen Bedrängnis fich mit Dolles HUfe wieder emporringen wird. gebnislos. X Hanau. S. Roo. DaS durch Ausnühtng der Dallcrkräfte de« kanallfferlen Mains vom p-nustischcn f Ina e erruft e r M a t n kra f t w e r k gehr feiner Dollendung entgegen und wird dann die Bersermmg eines großen D biets mit Sleftd- Altöl durchAuf uhren haben, da fkft bte Äretfc 5yinau Stadl und Land. Gelnhausen. Sckrtuchtem. Fulda und Hünfeld »um Brzuge von Slektrizitä! vertraglich verpfltchlel haben Um nun m der Zett ungünstigen WafferstandeS über eine ni6- reichende Reserve verlltpen zu können, haben die rn tc reffte r ten Kommunalverwaltungen des -Ke- gierungsb'ztrks Ka'fel mit dem Staate verhandelt, der fich bereit erllärt Hai. ein Dampfgrost- kraftwerk auf Braunkoblenwerken des Re- aierungfb'ulrf« Kaffel zu errichten. Die Baukosten werben auf etwa 60 Million«! Bknrk ge- schSktt. die von den Kommunal verbänden, allo den Streifen Hanau. Dein Haus en. Schlüchtern. Fulda und Hünfeld aufzubringen fein werden, da der Staat infolge finanzieller Schwierigkellcil kaum in der Lage fein wird, dntrtien zu können. 3n der Kreistags'itzung teilte der Vorsitzende mtt^ daß llch ter Kreistag des ftinbfrctM Hanau mit einer dement'prechenben Doriage demnächst zu befallen baden werde. Don einem Mitgliede des hJ)r *e tu wg krch a'gefpi t DeR lch^wchr- ollizlece iru^i b.ibe oarge au# oer Kirchr. hinter diesen nahmen der vormalig' Kronprinz Ruppre^.t. Prinz Leopold. Prinz 2"alb-rt de Denernlilä! und andere hervorraa^nde Pe smlich- kett-n Aufstellung. Der erste Teil de« ZmeS mit Hunderten von Abordnungen MVtr t£ hier an den Särgen vorbei. Turner. MUitär- re-ri i unxen. Studentenv rbindu gen u-£> an cre Korporatiouen folgten. Um 9 Uhr begann ble Zraucn-retnonic mit der 6t'ifegnung ter Leichen. Den Schluß des ersten Teile« de« Zuge« blldetc diegesamteDarnison der Stadt München^ Die TruppTnabteiltineen zngen Im Parademar'ch an den Särgen vorbei. Nachdem der Zug die LudwigSkirchc palllcrl hatte, wurden die beiden Särge aus die Leichenwagen g-hoben, die mit je sech« schwarz verhängten Pferden bespannt waren. Die Ghrenkomvagnie präsentierte, d'.e Musik spie'tr ten Präsent emarfch und die Geschütze gaben den Trauersalut. An die beiden Leichenwagen, die mit Kränzen behängt und mit ten fönig iften Znbgnien geichmück' waren, schloß sich die G e i st l i ch k« 11 an. U mi t Fxir hinter dem Leichenwagen ginnen die anwesenden Mlt- glieder des HnufeS Wit elSbach. die © e n e r 5J e. unter ihnen Ludendorsf, andere habere Olliziere deS ehemo.ltgen Heeres, ta« Präsidium de« Landtage«, die Vertreter der Parteien, der Ministerien und andere Vertreter der bayerischen StaatSregierung. der Krei«regierun- gen die Abordnungen ter Städte und Unltx'rfl- tätSbehörden. Staalöbeamte usw. Wi den Propyläen wurde der ?ug mit Fanfanenllängen emp- sannen Aus dem Kön'gSvlah batten taufende von Schulkindern Ausstellu g gn vmmen Die ö ufen ter Staat-gaferie waren von 800 Sängern besetzt, mit denen Mallenchöre mit Instrumentalmusik- stücken und Militärkavellen abwechfelten. Dann nahm der Zug den Weg zum Dom. •BewnVflknttT. b) «okbatenleben, Marsch von —1 * ÜQ® Ar beiter v erein feiert am ©oartaa, 13. L W:s . sein Stiftungsfest. Berrntttags 9* Uhe findet in tzirche ein Fe st g ot tesdienfi statt, bei dem «Pxr- er Austetd die Festpoed'.at hält. Der Pv- tzarme-.chor Kecn-Lf-Ben und he Deiat»g^dl.-i- tinw tes Bereins arrben k>m Gottesdienst ver- Helte" 3bmM ist ein Familien- ebenb twi Saale des Hotels Einhorn bestehend «in mustka.Vcken Darbietü gen, GesangSvv^rä^« ^Ansprachen, Tdeaterauftührungen usw D« Fetz- anspoache hat Studien rat Pros. Dr. Schmoll übernommen. _ em Ltcht spielha u« fTatrhofftrafe totrb von heute ab bis einschd Freitag der Hennv- Pctten-Fllm .Die Geier-Wally gespielt «reis Vüdinqen. v Ortenberg. 6 Nov. In einer öf- kentllchen Wählerversammlungln der Post", die von Rechtsanwalt Holzapfel geleitet wurde, sprach für die D eu t s ch e Bolts- Partei am Freitag abend Reallehrer Kahl cu« Darmstadt. 2 -sgebend von der derotitehen- xm ßanbtng«inaM beleuchtete ber Redner zunächst ba« finanzielle und wirtschaftliche «lend, in ba« U>ir durch die Annahme des Dersailler Frieden«, des Lorbnner Ultunatum« und des WlrthsLen Erfüllung«Programms gekommen fe'en. Ueder 1300 Mark an jährlichen Steuern auf den Kopt ber Bevölkerung mäste das deustche Boll aus- bringen. Noch schlimmer al« ber wiNfchat'Uche fei ber moralisch« >^usamment>ruch. die national; WLedeloNaie t und pvllti'ch.» H-uch--lel wei er Kreise Die Sehnsucht nach dem alten Deutschland Ber Autorität.'Zucht tmb Vitt« t« Itesbasb mehr und m-hr Im Wachsen. Zum Schluß formierte 'der " ebner Besonbers auch b'e Partei ber Nichtwädler Aum Gang an bie Wablume aus. Reicher Beifall lohnte ihn Da eine Ausfvrache nicht so'.gte, konnte ber Leiter ber Bersammlung dieselbe um 11 Ubr fchlicden. - Der Redner Ivrach am Abend vorder in D « l ß » A t d d a. am Tage daraus tn Altenstadt und Gebern. Dermischles. Ein Mord. Berlin, S. Nov. Gestern abend wurde in Neukölln die 3nßabertn einer Kohlenft and- ler« sprechen kann. SS gewähri einen eigenen Reiz, sich In diese Blätter zu vertiefen, tn denen stärkste Eigenwilligkeit mit bewußten Anklängen an Motive historischer Kunst sich vereint, oft Io stark, daß wörtlich« Sntlehnung von Motiven gewagt wird lz. B. di« Drücke auf dem -Blatt .Die PUgernden". von Altdorfer« Tod des hl Quirinus). Das mag ein besonderer Reiz dieser zum Tell sehr starken Werte sein. Sine Reihe der oben «wähnten .Zinsbilder" umfaßt gute Graphik verschiedenster Richtung. Der Besuch der Ausstellung ist zu empfehlen. W. tnc. Oppau. 6 Rvv. Die Geldspenden fir unter zerstör!es Dorf belaufen sich jrtzl rund 80 Millionen Auch Let-easmttiel unv Liebesgaben gehen noch tagtäglkft tn gt osten Menge« ein. becen Werl sich ebenfalls aus einige Millionen halftert. Trotzdem ist die Not in Oppau noch überall groTk 3« w.rd mit align verfügbaren Mitteln gearbeitet, um die teilweise noch recht provisorisch unteigediachten Sinwohner «och vor tknlriu kälterer Iblltei-uno sicher in Baracken unt.T»ubringen Auch dieAulräumungs- arbeiten In her Fabrik geben rasch oon ftaitei^ bcd> dürfte immerhin noch mbl lang« Zeit ins Land geben, bl« an einen Neuausbau gebaftl werden kann. • Da« Ideale Krankenhau«. Un« fere Krankenhäuser find bet all dem Segen, den sie schaffen, nicht gerade gemütliche und beHogliche Aufenthaltsorte, und zwelfellos stößt die .Krankenhausatmofphäre- manchen ab, wirkt ungünstig auf die seelische Stimmung, deren Dlchtlgkett für Die körperliche Heilung Ja immer mehr erkannt wird. Degen diesen unwirtlichen und unwohnlichen Charakter der Hospitäler führen bie amerikanischen Reizte seit einer Reihe von Jahren einen erbitterten Kampf, und ein großer Arzt der Bereinigten Staaten hat erst kürzlich erklärt, ba« gewöhnliche Krankenhaus stelle „eine seelische Beleidigung der Kranken" dar. Dieser Arzt, der Brosellor der Chirurgie an der Universität Anschließend an die Trauerfeier hielt der Drzbischvs von RegenSburg da« feierliche Requiem, wobei die Domkapitulare assistierten. Nach der feierlichen Libera wurden die Särge von ReichSweßi-soldaten nach der Gruft der Wittel«- bacher unter dem Hochaltar getragen, wo Faulhaber bie Einsegnung vornahm. Prinz Rupprecht begleitete bie Särge der Eltern nach der Gruft. Damit war die Trauerfeier beendet. — Sin Zwischenfall Ist nicht vorgekommen. Eine Kundgebung deS Prinzen Rupprecht. Wie die Blätter melden, erläßt Prinz Rupprecht eine Kundgebung, wo in er dzt. Dillenburg. 6. Nov „Ter Herr Bergwerk«direktor--. Als Reseateollviler. Ciubeit ber Rechts- und Staatswillenschas- tcn. Fabrikanten!ohn. Bergwerksdirettor gab sich hier unb in ber Umgegenb ein junger, elegant auftretenber. sich Vargos eeimenbcr Mann, an- gcdlich von Dera, aus. sand öinaana ta_el“e LiJige Familie, deren Namen er in ster Rach- batichaft mißbraucht Haden toll, unb machte Ni Dillenburg. Haiger unb anderen Orten Z«V- usw Scheiden, bie stettenweUe in die Tausende geben Jetzt ereiUe ihn sein Schicksal. 3n S^fts- leiben holte man chn au« dem etation«geMube ber Bohn, wo er den ersten Zug nach Dillenburg adwanen wollte, v- dürste sich, baetne Reihe Anzeigen gegen lhn boÄiegt, vor Gericht l!k WWWMl« Hammer-Orchester-Konzeri fris Martha Birnbaum DiebesteMarks-Zigarre ^h. Brück Möbelfabrik kaufen Sie bei der Inhaber: Th.IDtinert Frau Marie Elise Inderthal Wwe tote Hochwertige Schnellbohrmaschinen Paral'slschraubstöcke Zentr. spann. 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Gießen (Marburger Straße 27), Schweidnitz i. Schl., Lindenau, den 6. November 1921. U769D Die Beerdigung findet Mittwoch den 9. November, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. veutsch-vemottalische Partei Montag, r. Nov., abenbs 8*. Uhr im Uathol. Vereinshaus: tecMer zur Bearbeitung von Werkzeiehnungen u d für Baustelle gesucht. Eintritt muß sofort 5 erfolgen. * ■ LG. Bnlzbach/Hesseo. Abi. Sekretariat. möglichst unverheiratet, zur Bearbeitung lausender Korresponbenz, Registratur, Statistik. Erfahrung im Lobnwesen erwünscht. ’Bebingung: flott in Stenographie (möglichst Stolze-Schrey) unb Schreibmaschine. Selbstgeschriebene Angebote mit Lebenslauf und Zeug, nisabschristen, Referenzen usw. an (11774 SkMlWOMiWlützWM Hr. 261 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (Sen ral-Anzesyer für Gberhesfen)Montag, 7. November 1921 UrgrunD feiner öriinbung, cingcgrabcn uxir. den in den ein besseres Abdruckverfahren, indem er eine selbst hat von seiner epochemachenden Leistum richteten Druckerei (Nachdruck verboten.) 81. Fortsetzung Maria. dig erste den ®c- Zeit in hat tut paar Monaten ttrivt du das denn kein Kampf, der einfehen. aber in ein ihn soweit haben. 3ft dich reizen könnte?" Die Fäuste ballte sov-es, wie Eltern ihren Kirrdern schulend du bist daS Familienoberhaupt!" einmal?" die Gretel machet du unglücklich!" so — ach du lieber Sott! Dem Henner der Alte daS Rückgrat gebrochen, und nun er'S mit meinen Kindern!" Ihr Bruder zog die Augenbrauen hoch. BorbereitungSarbeit. di« Durcharbeit in meinden. mindestens dastelb« Mah an Anspruch nehmen dürfen. Dies« Durcharbeitung der Materie .Hätte ich einen Mann, der mit mir kämpfte, dann fetzte ich meinen Willen auch durch! Aber .DaS sind Redensarten! Mit toten kommt man nicht vom Fleck! Unb die stimmen nicht einmal: An Hans J’fll er mit einer Rarrenliebe! 'Dir schiebt er die Schuld zu, datz er so geworden ist! Ich glaube, ganz unrecht hat et nicht! Und HanS wär das zweite S.ten in deinem Feuer: Pack den Henner tüchtig an — und Ion dafür, bah sich Herr von Holtenau ost sehen Iaht nur Io kannst, du Stellung um Stellung stürmen, schließlich bist du völliger Sieger! Meinst du. ich wäre vorwärts gekommen im Lvt>m. wenn ich nicht jede Schwache meiner Mitmenschen benutzt, ad und zu auch einmal eine Finte gv schlagen hätte, damit der Hieb dann um Io besser fad?... So. das wär eS! Unb in zwei Stunden reife ich nach Frankfurt, ich habe dort Geschäfte! Deutsch- lanb wird ein verdammt reiches Land, das spüren wir In England drüben manchmal recht schmerzlich. 3n meiner Branche delo-.ders, seit in Südwest Diamanten gefunden werden!" . . . Gretel hatte an der Tür grlauscht. _ Onkel Ernst war ein Mordskerl! Und wie großzügig er anc" anpackte! Natürlich stand sie zu ihrer Mutter: daß Grotzvater HanS ihr vorzog, der so enl'chc.denden Solenhofener Steine kam. Alo ci 1791 leinen Datei verloren hatte, wurde der junge Mann, der zuerst auf der Universität 3n- grlstadt die Rechte studierte, auch Schauspieler wurde aber des LebenS bei hcrumziedende:' DaS gibt sich wieder mit der Feit! Deine Liebe werde ich auch nicht gewesen fein!" Der (Erfinder der Lithographie. (Zu SenefelderS 15 0. Geburtstag. 6. November.) Die Lithographie oder Steindrua ist eine Erfindung, die nicht nur dem künstlerischen Schaffen ein ganz neues Gebiet eröffnete, sondern sich auch in Handel und Gewerbe, in LuxuS und Mode eine wichtige Stellung erobert und ein ganzes neueS Handwerk inS Leben gerufen hat. Der Erfinder dieses wichtigen DerviclsältigungS- verfahrenS. AlohS Senefelder. verdient an seinem 150. ®cburt3tage ein Blutt dankbarer Erinnerung Mit den Fü' en stampfte Maria aus. Um dergleichen Redensarten war ihr Mann (n brr [e:,ten Zeit nie verlegen. Die schienen ibr von war eS aber doch, bah Herr von Holtenau zwar in ben letzten vier Wochen zweimal geschrieben, sich aber noch immer nicht triebet hatte sehen lassen Da mutzte man dem Zufall ein wenig zu Hilfe kommen und österS einmal nach Kassel fahren, wo er atz und nachher seinen Kaffee trank, wutzte man ja . . . Herr von Hvllenau war erfreut, die Damen Wieder zu sehen. .Furchtbar gern hätte ich mir erlaubt, die Herrschaften -u besuchen, aber die Arbeit — wir müssen jetzt ost die Nachte zu Hilfe nehmen, — ja schläft man sich am Sonntag gern auS!" ES war eine AuSrede. Maria kniff die Augen zusammen, hatte ihre Tochter gelehrt, immer gleichmäßig liebenswürdig und zurückhaltend zu lein. Unb die fpirite ihre Rolle sehr gut. Zu Hause aber bekam der Henner von feiner Frau die Leviten gelesen. .Patz auf. es wird nicht- mit Holtenau, und da bist du. Grotzvater und HanS schuld! 11 nb die Gretel hat den RegierungSassesfor rechtschaffen lieb. Ihr verbaut ihr alle brei bie Zukunft!" .Ich hab'S Batet vorgestellt, batz hier alles anders werden mutz . . ." .Und was hat er geantwortet?" Der Henner zuckte bie Achseln. Datz ihm fein Batet gesagt, da solle er einmal bei sich anfangen und bann feinen Zungen fetter an die Kandare nehmen, gestand er natürlich nicht rin. .Redensarten hat er g~b auch ! Bettuch du doch dein Heil, wenn dir fvriel an diesem Holtenau siegt!" .Nur sind! .Auf .Und Gemeinden wird nicht bloh die Frucht haben, bah die Gemeinden möglichst vielseitig in daS Interesse an dem Neuwerdenden hereinaezogen werden, sondern bah auch die Herren Pfarrer durch die gründliche Durcharbeitung deS Slostes mit der Sache vertrauter, zum Urteil reifer, zum Handeln fähiger werden. Docendo discimuS Durch diese Verzögerung der abschliehenden Beschlustfastung über die Kirchenverfastung wird ja das kirchliche Leben der Landeskirche in keinerlei Weise gehindert werden. Wir können In den seitherigen Formen ungestört weiter arbeiten. Wir können die Erfahrungen, die andere Landeskirchen, die rascher handeln, mit ihren neuen Derfastungen gemacht haben. unS zunutze machen. Dielleicht kann auch die Dielgestaltigkeit deS evangelischen Kirchenwefens vermieden und mehr Einheitlichkeit erreicht werden, indem die kleineren Landeskirchen in den Formen der Kirchenverfastung an die gröberen sich anschliehen ober auch umgekehrt. Der Schutz im Blut Roman von Horst Döberner. Der Reichsoerband der deutschen! Ä ” Industrie und die Kredlthuse. ttol er hier in tue Nabe der für feine Erfindung „®ut, wenn bu nicht die Kraft hast, brinen Willen durchzufetzen. werde ich versuchen, ob ich. eine 5rau, mehr erreiche!" .Bitte." der Henner öffnete bie Tür, fügte spöttisch bbrxu: .Batet ist brüben In seinem Arbeitszimmer!" Dor Erregung tanzten Maria die Nerven aus ber Stirn. Nun war schon alles einerlei, Din Zurück konnte es nicht mehr geben. Lieber rin Enbe mit Schrecken, als ein Schreien ohne önoe Der Atem pfiff ihr auS der Kehle. alS sie bei ihrem Schwiegervater rintrat Der runzelte bie Stirn, schob den Kops vor. .WaS ist denn nun schon triebet loS?" Maria bl.ed vor Ieinem Schreibtisch stehen, stemmte die Fäuste auf die Tischplatte. Einen Halt mutzte sie haben. _Ss geht so nicht weiter!" .Meinst bu ba mit HanS, mit deinem Manne cber mit dir selbst?" .Hans kommt bei dir immer zuerst — und ich zuletzt!" Weit lehnte sich ber Ocf morn ter at in seinem Sessel zurück, streckte bie Brine lang aus. Hetzt galt es für ihn, bie Ruhe zu behalten, sonst gab eS ein Geschrei wie bamalS. als er HänSchen mit Fug und Recht bie Holen straff gezogen .Solltest bu da nicht lelbst schuld kin? liebet- genS war eS nicht böte gemeint, datz ich dich zuletzt nannte!" .Ader es ist bezeichnend für deine Denlungs- art!" .Ich bin ein Mensch, hab natürlich meine Fehlet! Bemüh emich noch Kräften ml ihnen fertig zu werden, wie daS meine Pflicht ist! . . . Willst du ab?r nicht ^ur eigentlichen Sache kommen V Denn ohne Grund ist man nicht so erregt, tote bu eS bitt!" .Allerdings will ich zur Sache kommen! Wir. dein Sohn mit feiner Familie, to tben einfach zu lächerlichen Figuren turch kitt'" Er toufte, wo hi-aus nun fein« Schwiegertochter wollte, blieb ganz ruhig. (Fortsetzung folgt.) handeln hast, ist doch ganz klar. Stellst ihm einfach vor. datz die Schwiegereltern eines Re- gierungsasfesforS doch irgend etwas lein muffen. Der Dickkopf wird das nicht von heute zu morgen die Verteilung an die einzelnen Kinderheime. " ArbeitSgerneinf cha «t Deutfcher Ersinder-Schutz-Berbände Uhl i b m Doriih von ©ebrimiat Pros. Dr. Somme r, Gie- 6en wurde am 16 Oktober in Kalte! die ArbeitS- gem'einfchaft Deutscher Srsinder-Lchutz-Verb.nde «gründ.t. ?u ber sich die nachstehende-, Verbände zufammeng s hios e, i a'en QU'gern, ire E- sinder- Berband in Berlin, 2lnobacher Str. 28. B.tt)e,i!che Etfinder-Schutz-Vereinigung in Nürnberg. Adam- straste 67. Deutscher Erfinder-Schutzoerband in München. Iahnstr. 20. die Gesellschaft zur Errichtung eines deutschen Erfindungs-Instituts. Dietzen, und der Reichsverband für das Erfindungswesen in Mannheim. Waldparkdamm 43. Das Arbeitsprogramm erst reckt sich vorläufig auf folgende gemeinsame Angele,fenh iten Patenlge- seyresorm. Schul de'.be'ä np utg. E sindungS-In- flitut Erfinbungswisfenfchaflen, Dücheretz Propaganda. gemeinsame Beranstaltungen. Borprüfung von Erfindungen, Beratung und Tertoertung. In den Vorstand wurden die Herren G >eimrat Prof Dr. Sommer. Dietzen (1 Doriitzender). Schriftsteller Otto Wiesner. Be-lin istellv Dor- sirender). Karl Leih, Nürnberg (Schrift übrer und Geschäftsführer), Ingenieur Pb- Wisotzky. Mün- chen (Schatzmeister). Ober Ingenieur Aug. Dörg«. München, und Od.tingenteut Richard Dietrich, Mannheim (Beisitzer) gewählt. Die Prclse-Ab- tctlung wurde von den Herren Ziv.-Ing. tturt Friedländer. Herausgeber der .Patent-Welt", Unabhängige* Dr uhand-Orgai des Ce Intu tqö- und Derw.rtungSwe'enS für Erst ider, Industrie und Handel. Berlin SW 19. und Schriftsteller Cito WieSner. Berlin, gemeinsam übernommen. Die Stadl Kassel hatte eS sich nicht nehmen lassen, die Dersammlung durch mehrere etabtrflte zu begrützen und stellte für den im nächsten Zähre Berlin, 5. Noo Die heutige autzerordenlliche Mitgliederversammlung des Reichsverbandes der Deutschen Industrie wat sehr stark besucht. Die Debane. die schlietzlich zur Annahme einer die grundsätzliche Bereitscha* t zur Kredit Hilfe aussprechenden Resolution ’ubrte, nahm sieben Stunden m Anspruch und ver- lief teilweise sehr lebha't Gegen die Weiter- sührung der Zdreditunterhandlungen erhob sich eine beträchtliche Opposition Der Dorstand hatte eine Refolutton vorgelegt. die unter der Voraussetzung datz die Reichsreg.erung den ernstlichen Willen zur Durch'ubrung einer sparsamen Finanzwirtschaft auf allen Gerieten, insbesondere zur Beseitigung der Mitzstände bei den Betriebsverwaltungen bekunde und gewillt fei. dabei tue begründeten und sachkun- bigen Ratschläge der Industrie nicht wie bisher zu mitzachten. das Festhalten an demMünchenerVefchluh vom 27. Seplembe' empfahl, wonach von der Industrie unter Ausnutzung ihreS Auslandskredites Geld oder Devifen zur Derfügung gestellt werden können In der beute vorgelegten Resolution des Vorstandes wurde ferner beantragt, den für die Verhandlungen bereits eingesetzten Ausschutz zur Fortführung dieser Derbanblungen zu ermächtigen, sowie dazu, datz in Gemeinschaft mit deutschen Banken in Besprechungen mit ausländischen Finanzleuten über Form und Höhe einer Anleihe eingetreten werde. Der AuSschutz soll die Verhandlungen mit Beschleunigung betreiben und dabei auch die Frage der Rechtsformen, der Haftbarkeit und der Unterverteilung auf alle am gewerblichen Leben beteiligten Kreise durcharbeiten. In dieser Form wurde nach der .Franks. Ztg “ die Resolution nicht angenommen, sondern man einigte sich nach langer Diskussion, nachdem u.a. Reichsbankpräsident Havenstein nachdrücklich für das Festhalten an der Kreditaktion eingetreten war, auf folgende Fassung: „ , „Der Reichsvetband der Deutschen Industrie ermächtigt seinen für die Behandlung der Angelegenheit eingesetzten AuSschutz, der angemesten zu ergänzen ist, unter Zuziehung der deutschen Banken die Verhandlungen zunächst mit der ReichSregie- rung mit dem Ziele weitgehender geldlicher Stützung des Reiches für ReparationSzwecke fortzusetzen unter folgenden Voraussetzungen: ES muh gleichzeitig Sicherheit dafür gegeben werden, datz Reichsregierung und Reichstag eine sparsame Finanz- Wirtschaft auf allen Gebieten des StaatSlebenS unverzüglich eintreten lasten und daS Wirt- fchaftSleben von allen die freie Betätigung und Entwicklung hemmenden Festeln befreien. Insbesondere müssen die Reichs- und sonst in östentlicher Hand befindlichen Betriebe derart behandelt werden, datz sie nicht weiter die östentlichen Finanzen belasten. sondern sie entlasten. Ein Ziel unserer inneren Wirtschaftspolitik mutz sein, alle in der Wirtschaft vorhandenen, nicht voll beschäftigten Kräfte wieder zu produktiver Arbeit zu bringen. Die Produktion mutz die Sicherheit haben, dah durchihreMitarbeit auS unprodu t tiven Unternehmungen solche gemacht werden, die solche Erträge bringen, datz sie zur Verzinsung deS geplanten GolddarlehenS ausreichen und dadurch die jetzt vorübergehend und freiwillig eintretende Industrie entlasten." Jur neuen Verfassen; der evangelischen Landeskirche. Bon einem hessi'«km Geistlichen erhalten toä fragende Zuschrift Die Revolution. in ber wir sichen, hat uni er bei Umtoui-u gc i und Umg rltungen. die sie eti 'jvb.a* t bat u.rd bringt, auch eine neue Der- |aoi Holtenau toir. stand ihr die W?lt offen . . . Von hinreitzender Liebenswlrdigkeit war sie zu ihrer Mutter, auch der Vater körnte . sich wahrlich nicht über sie beklagen. 2erge.sich । teinem Vater zu kommen. Schweizer Franke» ftuben. 100 L Kreis Friedberg ,43 über eine derart kurze Distanz sonst so gut wie gar unbekannte im vor ein Gifeubcchnunfall. Böhme, Haml 1.7.14. 125 40 59.20 88 80 11780 88.80 117.80 97.80 125 40 23.80 100 100 100 100 100 1 100 100 100 100 100 L. - Fr. -- Är. — $ = ÄT. = 4.10. 2.35 1,25 2,40 47 25 2.« 2372,- Datum: Zurich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . v Aeuyork . . 5.11. 2..T 1.19 2 30 1.90 5L -- THt --- Är. - Är. — Fr. = der fpv. Fukda, 4. 77ov. 3n der verflossenen Nacht brach in den Schuka-Werken in Lehn- h^rz Feuer aus, daS durch die bort lagernden, leicht brennbaren Degenstände leicht um sich griff- Das Feuer griff auch auf den Hauptbau und ein anderes Gebäud« über, die ebenfalls vollständig auSbrannten. und Konzert. Verlag Ioh. Aug. Böhme, Ham- bürg 11. — Diese nunmefr im 2 fkihroanne er- 'cheinende Wouatsschrrft bietet auch in len beiden uns vorliegenden Nummern ihrer neuen Folge 192! 22 eine reiche Fülle interessanter Aufsätze aus dem gesamten Gebiet unseres musikalischen Le- bcnS. DoS Okwberheft. daS Bruckner gewidmet i ist, ist insbesondere für fBettbrer hide» Ton- l mcificrä wertvoll. 38.40 1X60 537.- 1.60 Handel. Der detrtsch-franzof.fche Handel. nicht gefahren werden. — Ein Autornob!l-Wekfr«kord ist auf dem Autodrom von DallaS (Amerika) ausgestellt worden. Der Kondukteur Haugdahl bedeckte die Meile (1609 Meter) mit stehens dem Start in 44 Sekunden, waS einer Stun- dengeschwlndigkeit von 131 645 Km. entspricht. fand eine grobe patriotische Demonstration dem Quidnal statt. Ohl Pellendiebstahl. Berlin, 5 Aov. Siner Blättermeldung Vüchertlsch. — 3n derBücherei für Politik und Geschichte deS Drei-MaSken-VerlogS sind u. a. erschienen: .Das Geldproblem der Welt" von Gustav Sasse! sowie .Der Weltkrieg und (S D Morel", ein Beitrag zur englischen Dorgeschichte deS Krieges von Lujo Drentano. — Gotts rieb Keller: DaS Fähnlein der sieden Ausrechten mit einem Kupfer und vielen Zeichnungen von Gustav Traub Sieben Legenden von Gottsri d Keller, mit einem Kupfer und vielen Zeichnungen von Gustav Traub 3n Pappband 16 Mark Verlag Franz Hanfstaengl, München. Dem Geist der Dichtungen sind auch die Zeichnungen TraubS vortrefflich angepastt. sie find reizend in allen Einzelheiten, wundervoll in aIL*n Linien — D i e M u s i k w e 1 t Monatshefte für Oper Wechsel auf Holland....... Deutschland . . . . Wien........ Prag........ Paris........ London ....... 3talien....... Brüssel....... Budapest...... Aeuyork....... Agram....... Bukarest...... 185.- 2.45 02) 5 15 39.55 21 15 21.75 38 30 0.55 534.- 1.60 8755 5.6C -.41 ______________ ege gefallene Soldat in dem Grabgewölbe am Denkmal Victor Fr. 3L Är. Är. Är. Är. Sh. Fr. Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: anstalt" 5-inzu treten Führungen burti die einzelnen Fü s-rae-Dienststellen Die AussteNunns- leitung. Zentrale für vrivate Fürsorge franf- furt n M.. Stiftstr 30 Hh nimmt miSwärtige Anmeldu"g-n zur fachmämrif.-hen Füb'-ung d'irch dir Kind-b'lfSnusstrNung entgegen: bei gröberer Beteiligung 1 Mk für die Person mc F r a n k s u r t a M . 6. Rov Die Preise aus den LebenSmittelmärkten gehen sprunghast in die Höbe. So kostete am Freitag vormittag noch das Schmalz in allen Geschäften 24 Ml., am nachmittag muhte man schon 26—27 Mk. pro Pfund anlegen, um überhaupt diese» kostbare Fett zu bekommen. Auf die Kunde von der neuerlichen Preiserhöhung für Sier aus den Markt von 3 20 M k.aus 3,40 Mk. konnten die Frankfurter Geschäftsleute froh ziemlicher Vorräte nicht Zurückbleiben und erhöhten den Preis ihrerseits auf 3.60—3.70 Mk. daS Stück Aehnlich liegen die Dinge auch auf dem Markte der Kolonialwaren, während Mehl künstlich zu- rückgehalten wird, denn anders ist eS nicht zu erklären, dah fett einigen Tagen in Frankfurt nur in ganz wenigen Geschäften noch Mehl zu haben ist. v ffla. Frankfurt a. M., 6. Aov Au - tomobikunglück. Aus der steil absaNenden ©trabe vor Marktheidenfeld nabe der Glososcner Drücke, rannte eh mit Frankfurtern besetztes Auto in vollster Fahrt gegen einen Grenzstein und überschlug sich, wobei es die Insassen unter sich begrub Fast alle Personen erlitten mehr oder minder schwere Derlehungen. Sine Frau muhte dem Würzburger Sviial zugesührt werden. Der Krastwagen ging vollständig in Trümmer. Dzt. Herborn. 4. Aov. Daß in einer Familie mehrere Personen auf einen ?aq Geburtstag feiern können, dürfte wohl feiten Vorkommen. Sine solche Feier konnte gestern die Familie deS Spengle-meisterü Wilhelm Dender begeben; anher Herrn D. sind seine Ehefrau und seine Tochter Erna am \ bleichen Tage geboren- Smanuel« beigeb'tzt Aach einem ZrouergotieÄ- thenfle in der Kirche Santa Maria Dcgli Angelt txaxßte sich der Zug unter Glockengeläute und Salutschüssen zum Denkmal, von einer groben Menschenmenge begeistert begrübt. Aach der Feier Kirche und Schule. H. K. Berufung. Wie wir hören, ist der Oberregierungsrat Geh. Aegierungsral Dr Karl Forchin Berlin-Lichterseide. Mitglied de« ReichS- PatentamtS. zum Honorarprofessor an der Berliner Technischen Hochschule ernannt worden. Geheimrat Förch. der aus Bechtheim (Rheinhessen) gebürtig ist, studierte in Sieben. Strahburg und Münster, wurde Assistent bei Pros. K. Schering am phystkalstchen 3nftitut der Technischen Hochschule zu Darmstadt und erhielt 1900 ebenda die venia legendi für Physik. 1607 erfolgte seine Ernennung zum Mitgliede deS AeichspatentamtS. ForchS Arbeiten liegen auf dem Gebiete der Photographie und der Physik. — Die Wagnerverein igung veS Kreise« Giehen hielt kürzlich bei Gastwirt Sauer eine gut besuchte Versammlung ab. 3m Mittelpunkt der Tagung stand ein Referat von Sekretär Kirchner- Giehen über Handwerkerfragen. Der Redner behandelte zunächst den Entwurf zu dem neuen Reichs- handwerkergeseh, da« vvr einiger Zeil bereit« ausführlich im „Giehener Anzeiger" besprochen worden ist. Weiter erläuterte er die Bestimmungen des älmsatzsteuergesehes. insbesondere Steuerpslicht, Veranlagung, Buchführung. Steuererklärung, Rechtsmittel. Strafen usw Zum Schluh sprach er noch über die für den Handwerker wichtigsten Bestimmungen der Arbetterverficherunng. Die übrigen Derhandlungsgegenstände der Tagung betrafen allgemeine Berufsfragen (Berichte, Preisregelung usw.). Landkreis Kieken. X. Mainzlar. 4. Aov Heute abend hielt hier Herr Wendel au« Gieren im Auftrage der LigazumSchutzederdeutschen Ku ltur einen Vortrag über .Schlagworte undTaten". Seinen aufschlußreichen Ausführungen fv'gte d r Versammlung mit arühter Aufmerksamkeit ond zollte reichen Beifall. 3m Dezember wird Die Liga hier einen Lichtbildervortrag halten lassen über Entstehung des Bauernstands — Die Firma vcheidhauer u Giebing, die hier die Fabrikation feuert eil er Produkte betreibt, läbt zur Zeit am Bahnhof einen siattlich-n 71 e u b a u auf- führen. der in den nächsten Tagen fertig wird. Tier Deamtenfamilien sollen darin Wohnung Paris, 5. Aov (WTB.) Der .TempS" veröff.'nt iht die Sia i'tik de« deutfch-fran- zöfischen Handels in der Zeit vom 1. Januar bis 31. August dS. IS Die 8mfuhr habe den Wert von 1 758 975 000 Franks erreicht. 3n diesen Werten sind etwa 6 Millionen Tonnen Koh» 4t Friedberg. 7 Aov. 3m Ging!aale deS Lehrerseminar« sand eine Mozarts e i e r statt Seminarmusiklehrer H Müller hielt einen Bortrag über MozarlS Leben und Wirten. Seminaristen ergänzten die anschaulichen Schilderungen durch Bortrag von Sonaten, Liedern usw. dieses groben Tonmeisters. Starkenburg und Rheinhessen. Dta. Darmstadt. 4. Aov. Der »wohlgesinnte" Dieb. Einer hiesigen Dame war kürzlich ein Teppich gestohlen worden. Darauf erhielt sie folgende Postkarte: »Wann Sie wissen täten, wohin Ihr Tebbig gelaufen ist. hätten Sie Ihre Ahnongfe in der Zaithung gespaart, denn von Selbst kommt Er nicht zurück gelauffen sonstll! Dringen Thuhe Ich Ihn ober auch nicht, denn bei Ihnen ist so doch nichts zu hohlen aufia notwendige Nahrung wurde ihr durch eine schmale Oefsnung der Hintertür geschoben. Die Kinder, die durch die Ritzen der Fensterläden neugierig hindurchguckten, sahen eine alte Dame, gekleidet in die Tracht der 60er Jahre deS vorigen Jahrhunderts, steif und starr in tiefem Nachgrübeln am Tisch sitzen. Schließlich nahm sie die Nahrung, die ihr gereicht wurde, nicht mehr an. Sie klagte Nachbarn, die sich erkundigten, daß sie krank sei. Aber die Medizin, die ihr der Arzt verschrieb, nahm sie nicht. Als man mehrere Tage nichts mehr von ihr gehört hatte, erbrach man die Tür und fand sie nun tot. Det der Durchsuchung ihrer Hinterlassenschaft entdeckte man verschiedene Dankbücher, in denen Werte von 300 000 Doll, verzeichnet waren, und man fand Juwelen und Dargeld im Werte von 50 000 Dollars. Verwandte ober Freund« der Verhungerten konnten nicht festgestellt werden. • Da» .Sowjet-Mäbel". Gin an- mutiges und interessantes Bild von der russischen Damenwelt unter Den gegenwärtigen Verhältnissen entwirft ein kürzlich auS Moskau zurück- gekehrter Engländer in einem Londoner Blatt .Wenn man von dem Sowjet-Mädel plaudern will", schreibt er. .so muß man von der russischen jungen Dame überhaupt sprechen, denn wenigstens drei Viertel aller russischen Frauen sind jetzt in den zahlreichen DureauS der Sowjetregierung angestellt. Hier begegnet man einer früheren Hofdame der Zarhi, die Seite an Seite mit einer früheren Putzmacherin arbeitet, oder eine hochkultivierte Dame im mittleren Alter, die wenigstens sechs Sprachen beherrscht, unterwirft sich willig den Anordnungen einer jungen Kommunistin, die aus dem niedrigsten Proletariat stammt. Sie alle helfen mit vereinten Kräften, immer mehr Verwirrung und Einordnung in das Labyrinth der bolschewistischen Bureaukratie zu bringen. Wie grob aber auch die Verschiedenheit des Standes und der Weltanschauung unter diesen Mädchen sein mag, eins ist ihnen gemeinsam, sie sind säst alle hübsch. Ich glaube sagen zu können, dab die Moskauer Frauen zu den schönsten der Welt gehören. Es ist eine vollkommen natürliche Schön§?it, eine Schönheit der eleganten Haltung, der freien Bewegung, des seelischen Ausdruckes, eine Schönheit, die über das vollkommene Fehlen aller Toilettenkünste triumphiert. Gab es doch in den letzten drei Jahren keine Kleider und keine Stoffe zu kaufen, fehlte es doch an Mode- blättern, die den Zufammenhang mit der übriaen Welt aujvc^terbielten. Zu dieser Ze t muhte d.e Russin leben, so gut sie konnte, ohne elegante Schuhe, ohne neue Hüte, ohne Haarnadeln, Puder, Lippcnpoinade und die tausendundein andern Dinge, die die Dame des WestenS für ihre Erscheinung braucht. Und trotzdem hat sich das Sowjet-Mädel Eleganz und feinen Stil der Kleidung bewahrt. Wie sie daS fertig bringt, ist ein Geheimnis und spricht sicherlich für ihre Ge- schicklichteil und Intelligenz. Ich bewunderte besonders einen Rock, der mir ganz nach der neuesten Mode zu fein schien. »Das ist ein folge haben Diebe au« dem Gelbschrank Prinzessin Friedrich von Sachsen- Meiningen eine wertvolle Perlenkette der Prinzessin gestohlen. Deren Werl auf über eine Milium geschätzt wird. alter Vorhang," erklärte mir die Trägerin, .bei dem die Schnur und die Troddeln milverwendet sind." .Aber der Hut?" fragte ich, .der tann doch aus keinem Einrichtungsgegenstand gemacht fein." .Die Pappform," eröffnete fie mir, .flammt von dem Bureau, in dem ich arbeite, und der Siofl ist ein gesticktes Handtuch, aus jenen Zeiten, da unsere Handtücher reicher verziert waren als unsere Röcke." Das Sowjet-Mädel, mag eS von aristokratischer oder proletarischer Herkunst sein, ist in einem beständigen Zustand der Verliebtheit. Liebe ist ihr so notwendig, wie die Lust, die sie atmet. Während der Dureaustunden wird von nichts anderem gesprochen al« von Liebe und Liebhabern. Sie sind so kindlich und Linsach In ihrer Liebe; aber wenn sie getäuscht werden, sind sie verzweifelt. Ich glaube sagen zu können dab es mehr Selbstmorde auS enttäuschter Liebe in den letzten drei Jahren in Rußland gegeben hat, alS aus Hunger und Entbehrung." * Intermez zo am Postschalter. AuS Oldenburg wird und geschrieben: Ein heiteres Intermezzo spielte sich vor einigen Tagen an einem Postschalter deS hiesigen Postamtes ab. Zwei Bauersfrauen, di« einen Brief nach Amerika senden wollten, erkundigten sich bei dem Schalterbeamten, wie daS am besten zu bewerkstelligen sei. Besonder« da« Schreiben der mit englischen Brocken durchsetzten Adresse macht« ihnen schier unüberwindlich« Schwierigkeiten, und sie waren deshalb glück- sich, al« der hilfsbereite Beamt« ihnen dieso Arbeit abnahm und den Briefumschlag fein säuberlich mit der Anschrift versah. Doll Dank für seine Freundlichkeit schob ihm eine ber Frauen mit einem Augenzwinkern einen Zweimarkschein hin und sagte: „®öt könnt ji 'n Lüttjen för drlnkenl" Aber zu ihrer Verwunderung lehnte der TJeamte lächelnd und mit der Demerkung ab, daß e« ihm untersagt sei. Trinkgelder anzunehmen, worauf die gute Frau treuherzig erwiderte: .Na, mien Jung, denn will ick di wenigsten« 'n paar Drief- marken affköpen,anner«kummst du jo gornlch up diene Kostens" Gesagt, getan, und damit glaubte daS wackere Weib- leln, sich ordnungsgemäß für den Liebesdienst des Deamlen revanchiert zu haben. Echlichtungsausschuh der Provinz Lbcrhessen. Verhandlung am 4. November 1921 Die Mitglieder des Arbeitgeberverbandes für Handel und Gewerbe und die „Tkreinigten Fuhr- werkSbesiher e. D." in Giehen sollen von der lau- senden Lohnperiode an die Löhne der Transportarbeiter um 25 Prvz. erhöhen, die am 6. September mit Wirkung vom 16. Aug 1921 vereinbart wurden. Die Pserdehandlung Tlugust FrenSdors in Giehen soll einem Arbeiter, bei dem mit Rücksicht auf besondere Verhältnisse auhertarisliche Abmachung besteht, 30 Mk. Wochenlohnzulage zahlen. DaS Postamt Friedberg hat seine Postheiser, die zur Tkrtretung beurlaubter und er- kontier Unter beamten beschäftigt worden waren in der letzten Zeil nach Rückkehr der 'Beamten zum groben Teil entlassen. Die Reihenfolge der Sntlaffungen wurde nach den Verhältnissen der einzelnen Helfer mit dem BetrtebSobmann vereinbart. Die Helfer, die hiernach zuletzt zu entlassen waren, sollen bei Bedarf zuerst wieder eingestellt werden. Einer der Helfer, dem gekündigt worden war. beanstandete die geplante Reihenfolge der Wiedereinstellungen. Der Schlichmngsausschub auSschub muhte sie jedoch alS richtig anerkennen Der Postverwallung wurde noch zu erwägen gegeben, ob zur Vermeidung längerer Arbeitslosigkeit von Posthelfern wöchentlich abwechselnder unbezahlter Urlaub der noch verbleibenden Post- Helfer zu ihrer gegenseitigen Ttertretung eingesührt werden kann ~ _ Ein Arbeiter der Megu in AG in Butzbach wurde mit seinem Einspruch gegen fristlose Entlassung auf den ordentlichen Rechtsweg verwiesen Da der Betriebsrat die Entlassung gut- geheihen hatte, bestand kein Anrufungsrecht nach §86 des BetrtebsrätegefeheS In einer weiteren Kündigungssach« verständigten fich Die Parteien. Turnen, Sport und Spiel. — Tagung deSVereinigtenDeut- schen FlugverbandeS. Nach der in Königsberg i. Pr. kürzlich beschlossenen Vereinigung trafen sich in Nürnberg nochmals die Vertreter der deutschen Luftfahrtverbände aus allen Teilen des Reiches. Mit einer Filmvorführung über oen Luftverkehr wurde die Veranstaltung im Luitpoldhause eröffnet. Daran schloß sich ein Degrüßungsabend im Hotel Witlelsbach In Anwesenheit von RegierungS- vertrelern, Dehörden, Stadtverwaltungen und Verbänden. Nach den Derichlerstattungen der Geschäftsführer und Schaymeister wurde den Dcfchlüssen der Einigungökommifston zugestimmt und d e r Zu s a m m'e n s ch l u ß zu einemAllgem. Deutschen Flugver- bandvollzogen. Zum Präsidenten wurde einstimmig Oberbürgerm. Dr. Lutter-Essen gewählt. Die weiteren Verhandlungen betrafen noch Organlsationsfragen. Der Tagung schlos- fen sich Dcslchtlgungen mehrerer Industrieller Werke In Nürnberg an. — Fritz von Opel alS Rekordbrecher. Neue Amateur-Weltrekorde im Radfahren hinter Tsiolorführung stellte der bekannte Automobil- Rennfahrer Fritz von Opel auf der 1600 m langen Opelrennbahn bei Rüsselsheim auf. Er legte trotz starken Windes unter amtlicher Kontrolle 1 km hinter Motorführung mit anliegender Rolle in 38.8 Sek. zurück, was einer Stundengeschwindigkeit von 92 289 km entspricht, und bedeckte 1 km mit 50 cm Rollenabstand in 40,1 Sek. <89 776 Stunden- 18 .5) 2.35 0.20 5 5 39.65 2L15 len Die auf Grund bo «yriebtiUDcrtraa^ von beschädigt. 5 Personen erllttrn «SheDlich« Tkr- I Versailles geliefert wurden, und uic mit | letzungen. Der Zugverkehr ift bii auf I 892 313 COO FrorckS auf Das Reparalionitontn ge- gesperrt. f * Franksurt a. M.. 6 Aov. Die für die Zeit Dom 23 Oktober bi« 19. November unter t Cethma der Zentrale für private Fürsorge in den Römerballen des RathaufeS veranstal'ete w L KinderbilsSauSstellung" ist in D ut'ch- , ülometer). Die Leistung de« jungen Rennfahrers sand die cn sie ihrer- Art Sie gibt an Hand ftatl- I verdient volle Anerkennung, wenn auch Weltrekorde siifckien und vorwiegend plastischen Ma'e ials Auf- flänmq aus allen Gebieten der privaten und öffentlichen Iuciendwvll'ch-tspflege OTrhnbcn mit der Ausstellung sind Vorträge von Ober- bürgeimeifl-'r Dr. Luvpe-Aürnbrrg Bürgermeister Diäf Frnnkurt a M.. P-of von Dübrtna-Stein- mübfe Rektor l>afverl-Frankfurt a. M Dr W. Polligkeit-Frankl-urt a M.. sowie Filmvorsuh- pingen über da« .Frankfurter Jugendamt", .Auf den 7vegfck>nde". .Tuberckulofenfürtorge" und „21'b-iten D Inder der Frankfurter Blinden- fd)rieben wurden, enthalten. Drurtchlanb habe also nur für 866 482 000 Franks Waren innerhalb neun Monaten nach Frankreich eingesührt. In der gleichen Zeit des Jahres 1921 habe Frankreich nach Teulschla-d cin^cfübr* für 1 622 940 000 F a ckS TDarc Das bc2^ut- eg nüter bc. g eichen Zeit des Iah.e^ 1920 eji e D rd^ppe u.ig ter fian- >! chen Einfuhr nach Deut chlanD, da diese im vorigen Jahre 812 423 003 Franks betragen habe. Die gleiche Einfuhr Deutschlands nach Frankreich in den erben neun Monaten deS Vorjahre« betrug 1530 098 000 Frank«; darunter waren Kohlenlieferungen im Betrage von 494 171000 Franks enthalten. Der Hand«! mit Argentinien. Paris, 5. Aov tWvlst., Wie die HavaS- Agentur aus Buenos AireS melb.rt, hat die Regierung beschlossen, von deutlchen Firme n 70 WaggonS. 17 Krane und vrr sch Irdenes Ha'»enmaterial im Gesamtwerte von 850 000Ptaster zu taufen. Frankfurt a. M.. 7 November. Züricher Dedifemnarkt. 5.11. 4.1L