h> •r Ilt 4 . 1,50 Wf. . 3,- Ms l.-Wf. z.-Mk A»ah»e »oi 3i fir die lägesnumi . 0,50 Wl. . 1,-W. . 0,40 Ml. Ls TR Ter b i s Tl ,U itzung der Gr- rtunq der 8e rmciilerc- hort-- t Mchmigung folgt: ufgehoben. Tage der Ber- z u m 1 4. I u n i unterbrechen. Man hofft, daß die parlamentarischen Arbeiten nach Wiedern aufnahme der Sitzungen bis 5. Juli erledigt sein werden. Die Lage in Gberschlefien. London, 4.Juni (£233.; Ste Reuter nritaeteilk wird, zeigen hier eingegangene Trabrmeldnngen aus Lberschlesien kerne Bessereng der Lage. Tie Insurgenten sprengen Brücken und verhindern den I.urch- mvnks- unb rch tincn nach ans scstgeieht. ige der- Kr irigung hessi- tfjoben: mignng Swii* llaris erlassen: Dar Vertrauensvotum für dar Kabinett vr. Wirth. befuhr^ >ng der Ofe, 'eisterädori Jcncbmiguno Igt: a»sgehoben. 0,503)11 O.10M Französische Presscstimmen. Paris, 5. Juni. (MD.- Qhtittwe Lerne bespricht in der ,,$tctoirc" die gestrige A b- slimmung im Reichstag, (irr weist baraut hin, daß Kriegsmrrrrster Barchau die Entlassung der Jabresklasse 1919 für Ende Juni in Aus üht gefreut habe. Tas »ei eine intelligente DoliNk. Lews tritt auch für die Aufhebung der Sanktionen am Rhein etn, die gegen das reaktionäre Teundiarib Simons ergriffen worden seien. ScMurB-if»schlägt« vor, dem neuen- Teutsch- land in Oberschlesre« eine Prämie zu gewähren. Sie müsse nicht in der Zurechnung des gesamten Lberschlesien, sondern in der Uebev- tragung der Hallte des Industriegebiets bestehen Deutschland solle 20 Millionen Tonnen Kohlen von 40 Millionen Torrnen Jahreswrderung erhalten. Denn dreie Maßnahme auch nicht das alldeutsche Teun'chland befriedige, werde sre doch vom bemofratikhen Teuv'ckland als ein (Entgegen* ko MUI en anqefeyen werden Ter „Gaulois" sagt, die gestrige Abstimmung in kein Lieg, sie sei nicht einmal ein Er- iola, sondern erhalte das Ministerium Brrrn tn einer vrckären Lage dank einer Zufallsmehrtrit, bu man deshalb erzielte, weil 'überlegte Leute vor der Ge'sichr einer Aenderung der französischen Politik gegen TeutWanb zurückschrecken Ttese Haltung rxxf*icrtipe sich aber bann, tun die augenblickliche Regierung denke, Frankreich werde daran' verzichten, die volni'chen Interessen m Lberschlesien zu iarten"ntfcen. Es ser klar, baB dies die 'karte sei, 'auf die die Gemäßigten in Teutichland festen. . 0,05 M t'- Vie Neuregelung der Vrotversorgung. Berlin, 4 Juni sWolfz.) Im Reichstagsausschuß für Volkswirtschaft erklärte der Reichsernährungsmini st er in einer Tebatte über die Regelung der Brot der» s o r g u n g u. a., er sehe das Umlageverfahren als einen durchaus nützlichen Notbehelf an, das mit vollem Nachdruck durchgeführt werden müsse. Tie Politik des Ernäyrungsmini- steriums habe bereits im Februar zu einer bedeutenden Erleichterung geführt. Ein wer» lerer planmäßiger Abbau der Zwangswirtschaft niüsse angestrebt werden Ter Brotpreis stehe nicht im Zusammenhang mit dem Umlageverfahren, doch sei mit der Erhöhung des Brotpreises zu rechnen, und zwar schon deshalb, weil der Abbau der Zuschußwirrschaft unumgänglich notwendig sei Demnächst werde eine Kabinettssitzung diese Frage behandeln. Der Standpunkt des Ministers sei hierbei, daß die Belastung der Berbraucherschaft erträglich bleiben müsse. Mißtrauensvotum zu beteiligen und sich in diesem Passus der Stimme enthalten Abg Crispicn illnabb । leimt den Passus über Lberschlesien ab. Dem Vertrauens- Dotu m werden wir zustimmen, wenigstens seinem ersten Teil. Abg. Schul» Brvmbcrg Teutschnat : Wir werden alle brei Teile des Vertrauensvotums ablehnen, auch den Passus über Oberschlesien TaS Vertrauensvotum Müller- Fran ken 05.) besagt: Ter Reichstag nimmt v.'n der Regierungserklärung Meimtnid, erklärt sich bannt eünxTftmibcn, daß die Regierung ahe? da ran setzen wird, die üLenuimncncn Vervstidtungeu gegenüber den Alliierten zu erfüllen Ter Reiäp.- tag billigt die £ialtung der Reickgsregierung in der ol'ersck^esisäfen Frage. Ter Mißt rauen-antrag der Ko turn um st en wird sodann in einfacher Abstimmung a b g e I c ’b n t. Ter Mißtrau ensant rag ter Ten t i d> nationalen »vird in namcntlidjcr Abstimmung mit 261 gegen 77 Stimmen abgelehnt. Ta- für Ttimmen die Tcntschlnaiionalcn und die Kommunisten. Tas Vertrauensvotum irnrb in f(t icin ersten Teil (ohne den Passus über Oberschlesten- in namentlicher Mstimmung mit 213 gegen 7 < Stimmen bei 48 Enthaltungen angenommen. Eine Stimme war ungültig Ter Passus überOberschlesien wird sodann gegen oie Stimmen der äußersten Rechten angenommen. Abg. Schul»-Brvmberg (Teutschnat.) bestreitet, daß bannt der Gesamtanrrag angenommen sei und verlangt eine nxfomalige Abstimm nng. Präsident Löbe bittet' das S?aud, sich selbst schlüssig zu werben. Ein Zwang zu einer nochmaligen Abstimmung lüge tischt tor Abg. Schul z- Bromberg bemüht 'ich unter wachsender UnrulK des Haases an seinem Standpunkte festzuhalten und l>ehauptet, eine Wdje Wiederholung sei bei Gesetzentwürfen schon vor- gekommen. Präscheitt Löbe entgegnet, bei Anträgen sei es ledenstckls noch nicht geschehen. Abg. Koch (Tema meint, zweifellos habe sich der Antragsteller selbst schlüssig yi werden Nach einer längeren Geick-äftsbecatte, deren Abschluß laute Schlußrufe sordero, b-schließt das Shnic* gegen die Teutchnationalen, einige Volks- partriler und Kommunistat, daß eine nochmalige Abstimmung nicht nötig sei. Ter Antrag der Ko mmnnisten aut Erlaß einer allgemeinen Amnestie, wurde gegen die Stimmen der Kommunisten abgelehnt. Tosgleichen ein Antrag der USP. aut Gewährung von Straffreiheit. Ter Antrag Müller-Fran ken aut Nackv- vrüfung der Urteile der Sondergerichte wird durch die Sozialisten, das Zentrum und die äußerste Linke angenommen. VUIc anderen Anträge werden a'gHefynt- Nächste Sitzung am 14. Juni nachm. 2 Uhr Anfragen, kleine Notizen. Schluß der Sitzung 5y3 Uhr. & Stabt m eine N-rk, &S !r» belieben « an jedem ■ "QuimrtQ.-.- m. bormiUafl noch einen Rücktritt des Kabinetts Wirth oder gar eine Auflösung des Reichstag- als nicht unmöglich erscheinen ließ, ist in den Samstagnachmittagstunden eine unerwartete Lösung der Vertrauensfrage gefolgt. Die Regierungsparteien brachten un letzten Augenblick noch eine Art von Vertrauensvotum für das Kabinett Tr. Wirth zustande. Eine Gefamtabstimmung ihres Antrags konnten sie jedoch nicht hörbeiführen. lieber beide Teile des Antrages wurde besonders abgestimmt. Für den ersten Teil, in dem sich der Reichstag damit einverstanden erklärt, daß die Regierung alles daran setzt, um die den Alliierten gegenüber übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen, stimmten außer den Koalitionsparteien auch die Bayerische Volkspartei und die Unabhängigen, dagegen die Kommunisten und Deutschnationalen, während sich die^Dentsche Volkspartei der Stimme enthielt. Für die Demokraten bedeutet dies eine Enttäuschung, da sie damit gerechnet hatten, in der Deutschen Volkspartei eine Stütze zu finden. So ist nur eine verhältnismäßig schwache Mehrheit von 213 gegen 77 Stimmen bei 48 Stimmenthaltungen und einer ungültigen Stimme zustande gekommen. In einfacher Abstimmung wurde der Mette Teil des Antrags angenommen: „Der Reichstag billigt die Erklärung der Reichsregierung über Oberschlesien". Eine Gesamtabstimmung des Antrags und damit eine eigentliche Bertrauenskundgebung war nicht durchzusetzen. Obwohl der deutschnationale und oer kommunistische Mißtrauensantrag abgelehnt wurden, hat sich die Hoffnung Dr. Wirths auf eine breite Basis für fein Kabinett nicht verwirklicht. Berlin, 4. Ium. Vor Eintritt in die Tagesordnung teilt Präsident Löbe mit, daß nach Mitteilung des Ministers des Aeußern es den Vereinten Bemühungen von Reichstag und Reicl^reglerimg gelungen ist, Ate Freilassung des Abg. Dr. Hartmann l>ard>* Plfctzen Tas deutsch-britische Abkommen über die Durchführung des Abschnitts 4 wm 10. Teil des Friedensvertrages betreffend bte Entschädigung dcutseher Gläubiger bet der Rückgabe beseblagitahmten britischen Eigentums wird in erster unb zweiter Lesung genehmigt und desgleichen in bitter Lesung. Zn dem Gntn-un eines Gesetzes stier d.e Verlängerung der (V-dtnngvbauer des Kapital- ^luchtgesetzes bis zum 30. Ium 1922 begründet '?lbg. Gothein (Dem - emen Zusatzantrag, der auch den Grundbesitz ein ziehen null unb beantragt ftumrnisfionSbe ratung Das Haus beschließt demgemäß. Zu der fortgesetzten Besprechung der Regierungserklärung ist nxb ein Antrag der Teutschnatwnalen eingegangen, der über den deut sch nationalen Mißtrauensantrag namentliche Abstimmung verlangt Außerdem liegt etn Mr tz- tr auen San trag der ft j m m u n i it e n vor wegen der Arbeiterseindlich^eit der Regierung sowie ein Antrag Rosenfeld (USPZ, der auch für Württemberg die Aufhebung dec Sondergericbte torbert Abg. Böhm ^bayr. Volksrariri) sagt der Re- gtennig rooblivofienbe Neutralität zu und spricht den Emwohnerwehren ivärmsten Tank aus Abg. Gräfe Tcut dxunj greift die Reichs- vegierung an, well sre üuer verschiedene vorge-, legenc F-ragen nickL gcannrurt.'t Haie So habe der ReichSkMizler sich nickt geäußert, ob mit seiner Besteuerungsabsicht der ("Ajlbrentc etwa die Vor- idüägc gemeint feien, di das Reick sivirtt'chafts- minifterium ausgestellt hole. Jedenfalls bedeute dieser Weg eine Derdrei achung der Besteuerung und somit'Harakirr der ganzen Pvoduknon. Wolle man die Erfüllung des Ultimatums mit der Auslieferung des Grunbbesitzos und der deutschen Ar» beiter ermöglichen, so ruiniere man nicht nur das letzte deutsche Besitztum, sondern man treibe auch die Arbeiter i-i Lohnsklaverei Ter Reichskanzler dürfe sieb aber nicht zum Gerichtsvollzieher der Entenic machen lassen. Beifall und Protest.) Auch die neueLeuck^e desftabinetts, Herr Rathenau, habe nick t sagen Tännen, wie er ine Frage der Qua- bratierung des Zirkels seines Ressorts lösen wolle. Es bartixlc sich nicht um ti? C'VröEe bei Not ' Deutschlands, es handele 'sich eimach um Tod und Leben Ten von den höchsten Gerichten anerkannten Standvunkt der bayeri-chen Regierung in ber Sache der Lrst20' Ausschlag. Haupischristletter: Aug. (Roch Tlerantwortllch für Polink: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteck, tzano veck, sämtlich in Bietzen. Tie Zahlung der „«iedergutmachung". Berlin, 5. Juni. (Wolff.l Der Repa- rattonskommissiotl wurden am 31.5 als zweite Rate auf die erste Milliarde Goldmark 5 0 Millionen Goldmark angeboten Dieser Betrag ist nunmehr in gleicher Weise tote die erste Rate von 150 Mi Ilio, nen Goldmark der Federal Reserve Bank in Neuyork in DoNars über* wiesen worden. Tic Abschätzung der abgcliefcrtcn Schisie. Paris, 4. Juni. ^Wolff.) Da die. Kriegslastenkommission über die Abschätzung der von Deutschland ab gelieferten Schiffe gehört zu werden verlangt hatte, wird die Reparationskommission heute die mündlichen Einwendungen der deutschen Sachverständigen entgegennehmen. «uüliefcrung eines Zeppelin». Friedrichshafen, 4 Jmri (Wolff j In Erfüllung des Ultimatums wird Ende nächster Woche das in der hiesigen Werft liegende Passagiei>Luftschiff „Nordstern" an Frankreich ausgeliefert werden Ueber die gleichfalls hier liegende „Boden- f e e" ist ein endgültiger Beschluß noch nicht erfolgt. Tevtfchlands Ausnahme in den Vdlkcrbuud. Paris, 5. Juni (Wolff.) Havas meldete Eine Depesche aus London an die Zeitun- gen meldet, daß im Laufe des gestrigen Tages eine Sitzung des Rates des Völkerbundes stattgefunden habe, in der mit großer Stimmenmehrheit ein Antrag angenommen worden fei, nach dem Deutschland bei der nächsten Sitzung in diesen auf genommen werden würdt Wir eM-ichen uns aber der Vervflichtlmg nicht, im Rahmen unserer Leistungsfähigkeit an der Erfüllung, der Lasten mitzuarbeiten Wir appeilinen an alle, welche an die Ilnausrührbarkeit des lllti- matums glauben, für den Antrag zu stimmen. (Beifall rechts und Proteste links.) Abg. Müller- Franken (S.): Die antisemitische Frage hier aufjurollen, sei ein Skandal. Tobet stehe seit, baß man aus dem ganzen Mühldamm keinen Juden finden werbe, der frecher fei als Herr von Gräfe. Wir hätten doch das Ultimatum nur schweren Herzens unterschrieben und unter dem Zwange des verlorenen Krieges. Die Tiutfdinalioralen, die doch die Schuls an allem tragen, sollten sich hüten, diese Frage immer wieder aufzurvllen. Wir verlangen in erster Lime direkte Steuern. Aber wir werden infolge des verlorenen Krieges auch mit erhöhten indirekten Steuern auf Alkohol unb Tabak einverstanden fein. Uns wäre es am liebsten, wenn die Partei des Abgeordneten Henke in die Regierung eintreten würde. Ihre jetzige Neutralität ist keine wohlwollende, sondern eine bewaffnete, die gefährlich ist. Den Erllärungen des Ministers Ra- thenau stimmen wir zu. Wir sind mit der Deutschen Volkspartei ganz einig, ivenn sie erklärt, sie wolle nicht in die Regierung Nun kommt der demokratische Abgeordnete Petersen und stört unsere Harmonie. (Heiterkeit.) Die neue Regierung will das deutsche Volk retten vor dem Unheil, in das es die vorige sozialistemeine Regierung geführt hat. Wir wollen keinem die Tür verriegeln, der sich an diesem Rettungswerk beteiligen will. Aber an das Steuer gehören nur die, die einen klaren Kurs wollen. Die deutschen Arbeiter würden sich dasExperiment einerMischmaschregittung mü einer antirepublikanischen Partei nicht gefallen lasten. Wir arbeiten nur mit den Parteien zusammen, zu denen wir das für ein 3jfammenarbeiten notwendige Vertrauen haben. Wir unterstützen darum das Kabinett Wirth in der Erwägung, datz es wie bisher sei >en Warten, Taten folgen läßt (Beifall bei den Soz.). Abg. Kurtage (Zentr.): Tte Deutsche Volks- Partei solle sich doch einmal die Folgen überlegen, die eingetreten waren, wenn die Mehrheit mit ihnen gemeinsam gegen das Ultimatum gestimmt hätte. Redner schließt ferne An Rührungen mit einer Polemik gegen bte Teutschnationalen und verliest unter wach'enden Entrüsttmgsrusen d.r Mehrheit Zeittmgsarti'el, die die deutichnalionale, aber auch die volksparteiliche Presse gegen die Regierung richtet, die er als schamlos und erbarm* lich bezeichnet. Abg. Crtspien (USP.) pvotesttert gegen die anttsernikischen Angriffe des Wg. Gräte. Ueber ferne Stellung zar Regierung brauche er nach den gestrigen Ausführungen des Al"i Henke nichts mehr zu sagen. Redner unterftüBi noch ermnal bte Anträge seiner Partei 'über die Abhebung ber Sondergerichte und die Amnestie Tann wendet er sich gegen >ie Absicht, das in das Ausland verschollene ftapital dadurch zurückziibringen, daß bs unter Zusicherung der Abgabeireiheit, zur Tecfung ber ©nienteforberungen lenutzt 'werde. Redner polemisiert fobarat gegen die Orgesch- organiiatianen. Tte Aburteilung der Kriegsver- brtxher in Leipzii iei nur eine gerechte Sühne. Es bestehe kein Aitlaß sie als Helden zu feiern, rote es die Preise der Rechten tue. Weiler fordert er die energische Jnangii,Niabme der Sozialisierung, die auch aut die Landwirtschaft ausgedehnt werden mußte. Bisher hätten bie Reckes ozialisten in dieser Frage völlig versagt. Unser Mi:rintrill in die Regierung tvar unmöglich, weil wir nicht mit bürgerlichen Parttim zusammenarbeittn können. Tte ietzige Regierung wird sich vielleicht noch ein Weilchen hatten, von Tauer rotrb sie nicht sein und fann sre auch nicht sein. £tne starke Regierung rotrb cs erst irt'ber geben, wenn bie Arbeiter selbst bie Regierung bilden. Tte kommunistische Bewegung sei bereits zusammen- gebrochen und kein Arbeiter mache sich heute nod) etwas aus ihr. Seine Partei lehne bie Anträge des Mißtrauensvotums für die Regierung ab und lehne es ab, sich von den reaktionären Parteien als Vorspann tum, Sturze der Regierung mißbrauchen zu lassen. sBeifall.s Abg. Külz (Dem.): Wir wollen nicht die Hände in die Hosen stecken unb zuiehen, wie bte Hoffnuno des deutschen Volkes zusammenbricht. Ein Vertrauensspruch des Herrn von Gräfe hätte der Regierung nur schaden können Normalisierung, Thvisieiung und Sozialisierung sind schließlich doch nur Erverimente. Dafür ist in ruhigen Serien vielleicht die Möglichkeit einer Erörterung. Heute lehnen rotr sie ab. Wir brainben starke demokratische Bundesgenossen, deshalb wollen wir die Deutsche Bolksvartei in bie finalitron hinein- gieren, ohne au» bte "Mitarbeit ter Mehrheirs- sozialdemokratie zu verzichten. Kritik sind wir auch unter den Kvalitionsvarteien gewohnt. Es faini ruhig einmal ein offenes Wort gesagt wt^n. Wir halten fest an den gcstr gen Ausiührimgen des Abgeordneten Peter'en Ob wir das Uli’.matum craiüen können, hängt auch von dem Gegner von gestern ab. Abg. (»Jener <Ä.): Leine bürgerlickv Reale mng ist in ber Laie, bie Sozialisierru>a durchs führen. Tas kann mir die ziÄbewußte beiiericßan Tie Sozialdemokraten, Ute sich mit den Bürgerlichen eingelassen haben, haben das Gefühl für die Solidarität ber Arbeiterschaft verloren, sonst hätten sie nicht in der Frage der Amnestie die Arbeiter gegen den weitzen Terror im Sticke gelassen Abg. Stresemann Deutsche Bolksp. ■ gibt bie Erklärung ab, daß feine Partei sich durch feine Angriffe in ihrer Stellungnahme hindern lassen werbe. Der Erllärung über Oder- schlesren roerbe feine Partei zustimmen. Im übrigen werbe sie aber Unterlasten, sich we be r a n e i n e_m $ertiauenä^ noch an einem Miß- Erstes Blatt Hl. Jahrgang ( Montag, 6. Juni Ml JJJJF d luabaic »«■ Anzeiger. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Drnd und Verlag: vrühl'fche Univ.-Vuch- und Zteindruckerei IL Lange. 5chriftleinmg, -efchäftrstelle und vruckerel: Zchulftratze 7. Vertagung deS Reichstags. Berlin, 4. Juni. lWolff.) Reichstag wird heute feine Arbeiten Aus Hessen. fnr T at. lieber die Einzelheiten tes Verfahrens Näheres mftzuteilen, ist im gegemvärttgen otabium nicht mögt ich: wir werden ims damit noch eingehender beschäftigen. Soviel ftebt jedenfalls fest, daß für alle Beteiligten sBehörde, Arbeitgeber und Arbeitnehmer) durch bic Neuregelung des Lotmad- zuge-o weenttide Erleichterungen erstrebt und aller Wahrscheinlichkeit nach auch rr.ueli werde» Tie aui 'diese Weise ersparte Ar eitskrait wird, was in Zeiten stärkster ivirtschaftlicl^r Anspannung be- tanders notwendig erscheint, zur besseren Erfasimig der Eintammen der freien Beimw verwendet werden können. Aus Stadt und Land. Gießen, den b. Ium 1921 Ein Gcwittersonntag. Der nach ben Cfcnnttetn der letzten Woche für Sonntag eine lllbttlhlung erwartet batte, wurde schwer enttäuscht. Älwn in den ersten Morgenstunden brannte die Smuw mit io unerhörter Oie- »alr berab. daß man sich selbst für fernen sonntäglich.» -Schmorbraten halten tomitc Tas Thermometer. das anr Samstag fchon 30 itzrad im schotten gezeigt batte, detterte am Sonntag vormittag nocd um einen Grad höher N.'itteldr-utsch- land batte teilweise 'Tempkwatuwn bis zu 3h WvjIk iie Sbcttcivnumnbli dien 'nürten am Sonntag morgen gleich das tammenbe Gewitter in urrrn >rfto- chen, und gaben norsvchtsbalber ihren Sonntags- ausstug^auf. ok^en dir Mittagsstunde rollten die ersten 4,ioinui. Bvn te ab gewitterte cs ununter - drochen bis nach DtUternadu 3irlnu rn Begleitung von nvUenbruchartigeni Arg-» Tic meteorologische Erklärung m der ungewöhnlichen Gewitterbö u nm g gibt der Gießener Wetterdienst ime folgt Tie Tevrc'mnen deren 3urnörtnrbcl in den letzten Tagen lebhafte Gewittertattgkeit verursachten, sind in nordöstlicher Richtung abgezogen. Tie starke Erwärmung der letzten ^agc hat somu ihr Enbc gehmben und damit auch bic Gewittcrbildung. Durch die Gewitter deS gestrigen Tages fielen in Gieße» 29,8 Millimeter Rege» Tie Niederschlagsmenge ist außerordentlich l-och unb erreicht etwa die Hälfte des gesamten Monats durchs chnrtts Die Gewitter entstanden durch einen Einbruch kalter nördlicher Luft tn unsere überhitzte Atmosphäre. Aus diesem Grunde waren die Gewitter stellenwei'e antzer- ordentlich heftig. Die Gewitter tarnen diesmal aus östlicher Richtung im Gegensatz zu den sonsti- gen Gewittern, die entstehen, lucnn sich im Sommer eine Tevrcssion mit ihren Gewitter sacken von Westen, alw von England her nähert. Nunmehr dürfte die (öewfttertättgteft ihr End: erreicht haben, da durch den Einbrnch bet kalten Nordwinde starke Abkühlung eingetreten ist. Das Hock liegt nördlich von England und wird uns für die nächsten Tage wolkiges, meist trockenes, etwas kühleres Wetter mit twrdwestlichen bis nördlichen Gewittern bringen. Wie in Gießen, gingen auch in der näheren und weiteren Umgebung in den letzten Tagen chtoere Gewitter nieder. Aus den zahl- rriden Meldungen, die wir hierüber er falten haben, heben nrir folgende Einzelheiten hervor. 3n Rüddingsha usen schlug der Bliy am Freitag in die stvohgesüllte Feldscheuer des Giitspächters Engel und zündete. Die Scheuer brannte in kurzer Zeil bis auf die Grundmauern, nieder. Eilt anderer Blitz^ traf, ohne zu zünden, den Schuppen der Witwe Seipp. )n Queckbvrn fuhr am Freitag ein kälter Blitzschlag in den noch nicht bewohnten Neubau des Heinrich MMer II. und richtete an Dach und Wänden Schaden an. Die geschlossenen Fenster wurden eingedrückt. In der Gegend zwischen de» Dörfern Roth und Niederwalgern wurden eine Anzahl Fernleitungsmaste umgeworfen, in Wenkbach lichtete ein kalter Schlag an einem kaufe große Schäden an. Bei Ober-Weimar traf der Blitz das vom Felde zurückkehrende Gefährt das Landwirts und Metzgers Maus. Tie auf dem Wagen Sitzenden, der alte Herr Maus und feine Frau, sowie eine Nachbarin, wurden heruntergeschleudert und trugen Lähmungserscheinungen davon. Der 22= jährige Sohn wurde samt den beiden Pferden getötet. Ein schweres Unwetter bei M a r b u r g führte ein Zeitweises Versagen der Licht und Wasser leitung herbei. Um dieselbe Zeit ging über die Gemarkungen Weiters ha usen und Nessel b r u n n so starker Hagel nieder, daß am anderen Morgen noch die Eisstücke Herumlagen. Von einem Wolkenbruch wurde das Niddertal bernoffen. Die Wassermassen stürzten mit so ürebtbarer Gewalt zu Tal, daß an einzelne^ Stellen größere Teile von Aeckern weggeschwemMt wurden. Auf der Sttaße Ortenberg — Wippe n b a ch waren an einer Stelle durch Sturzbäche zentnersä-rvere Felsblöcke zu Tal geschwemmt worden, so daß die Straße längere Zeit nicht befahrbar war. In Bobenhausen blieb die Schafherde in den verschlammten Feldwegen stecken und tarntte nur mit größter Mühe gerettet werden. Vielfach wurden die Transso tinatvmij"tat io neu außer Tätigkeit gefetzt Der .Hagelschlag lyielt nur kurz an. Bei den Freitaggewittern wurden über dem Untermaingebiet und Frankfurt 30 Einschläge gezählt. Die ungeheuren Wassermengen verursachten in Sachsenhausen schwere lieber* clyvcmmungen, zu deren Beseitigung die Feuer- oehr alarmiert werden mußte. Schwere Unwetter- chäden werden aus dem Kin'zigtal gemeldet. Tas Dors Unterwaldbehr un gen bei Wüvchurg wurde innerhalb acht Tagen dreimal von Wolkenbrüchen schwer heimgeiucht, die an Gebäuden und 'Fluren unermeßlichen Schaden an- richteten. Ein großer Teil des rheinisch-westfälischen Industriegebietes und der landwirtschaftlichen (Ve= biete des Regierungsbezirks Arnsburg wurde von schwerst Wolkenbrüchen und iöagelgewittem be- tnoffen. Der Schaden in Feldern, Gärten und Wäldern ist beträchtlich. Große Wetterkatastrvphen werden aus den österreichischen Alpenländern gemeldet. Salzkammergut und Oberösterreich schweben in ,S?odynafiergefabr. Zwei Frairen und zwei Kinder fanden ben Tod. Nack, einer Havasmeldimg sind in Pueblo (Colorado) bei einer Ueberfchwemmungskata stvöphe nach Wolkenbrüchen 130 Menschett ertrun Ten. Die Stadt Pireblo ftanb ganz unter Wasser. Der Schaden wird auf 4 Millionen Dollars geschätzt. Jägerndorf, 4. Juni. CWTB.) Eine W i n d h o fe , die in der Nacht zum Freitag über das Ostrau-.starwiner Kohlengebiet hiw- wegging, richtete in den Orten P o r e m b a, Peterswald und Radwanitz große Verheerungen an. Die Gegendgleichteinem einzigen Trümmerhaufen. Die Tele- phon-_und Telegraphenleilungen sind zerstört. Der Straßenbahnverkehr und die Ueberland- bahnen sind vollständig lahmgelegt, da die Geleise unterwühlt sind. Gleichzeitig mit dem Wirbelwind ging ein Do lkenb r u ch nieder. Die Felder sind vollständig vernichtet und zahlreiche Däuser sind gänzlich zerstört oder abgedeckt. In der! Euaenkolonie bei Peters-- wald allein wurden 16 Prioathänser und 12 der Berg und Hüttengesellschaft gehörende Gebäude zum Teil vernichtet oder schwer beschädigt. Sämtliche Bäume längs der Straßen sind entwurzelt. Die Wiederaufnahme der Grubenbetriebe sowie des Verkehrs dürfte vor 14 Tagen unmöglich sein. Reitthalten der Straßen. Seit einiger Zeit ist wieder bte Unsitte ent* geriffelt, Papier, Obstschalen, Obstkerne unb sonstige Abfälle au’ Bürgersteige und Fahrbahn m roerfen. £>ieti>ucd> Werften nicht nur bi? Straßen renrnreinigt, fpnbcm and) Gcstchre» für Passanten Itenwrgcntteu. die durch Ausqlriten am CbfO- reiten unb berglricken zu Fall? kommen und sich rrtetiid' verletzen könne» Tas Polizeramt er» loartct, daß es mir dieses Hinweises Lebarr, um den IL lk-Iftanb abwftrflen, andern-alls bic Bolt- Ktbeamten mit Strörmizeiien vorgeben müffr.m 9 ** Dr. -Ing. ehrenhalber. Herrn Bergrat Alfred G r o c b I c r , Generaldirektor der Budernsschen Eisenwerke Wetzlar, ist von der Technischen Hochschule Darmstadt in erkennung seiner Verdienste um den deutschen Bergbau und das Ersenhürtenwesen und in Würdigung des ziel bewußten und weitaus- fttiauenben Ausbaues der Buderusschen Eisenwerke die Würde eines T r. - I n g ehrenhalber verliehen worden. Regierungsr at Dr. Liegert vom Gießener Kommimaloerbcrnd, der dieser Tage zum Direktor des Offenbacher Polizeiamts ernannt wurde, wurde am Freitag in Gegenwart aller Beamten in sein treues Amt eingeführt. Gleichzeitig nahm der bisherige Leiter, Regierungsrat Gebhardt, der als üreisdirektor nach Dieburg versetzt worden ist, Abschied. ** Ernennungen. Oberzahlmeister Welsch vom Stab I. R. 15 wurde zum Stabszahlmeister unb Zahlmeister Seifer t vom 1/15 zum Oberzahlmemer ernannt. *’ lieber Ziele und Wege dermusi- kalt scheu Völker künde sprach am Mittwoch Prof. Tr. E. v. Hornbostel aur Einladung der Gießener Hochschulgesell- schäft. ZähIreid'0 Lichtbilder, in denen die mannigfachsten Musil-rnstrumente, fast ausnahmslos m der Hand des Spielers gezeigt würben, und eine große Anzahl von Phonogramm- u. Grammophon- lüden, die woht manchen Hörer durch ihre Form überrascht haben, begleiteten seine Älusführimgen. — Auch die musikalische Völkerkunde sei wie die Völkerkunde überhaupt, von der Vergleichung jxr materiellen zriilturerzeugnisse ausgegangen Tre Uiftcrfuchung der Tonwerkzeuge l-abe weitgehende Ueterein Hinrnumgcn in entfernten Gebieten ans Lickt gebracht und damit die Wanderung ganzer Kulturen nachaewiesen. Sie habe auch zur Aufstellung von allgemeinen EntwicLuugsgeietzen geführt und dadurch auch eine gewisse Ehronologre ermöglicht. Aber nicht nur die Form, auch ^>ie Spielweise läßt eine Entwicklung erkennen Tie Beachtung der Spielweife eines Instruments fet daher für die vergleichende Forschung von größter Wichtigkeit. Ei>i neuer und besonders fruchtbarer Weg eröffnete sich, als man daran ging, die Intervalle uno Leitern der Instrumente mit fester Abstimmung zu messen. Tadurch erwies sich z. B. die schottische Sackpfeife als ein Abkömmling der arabischen, es rourben die temperierten gleich- tuftgen Leitern der Siamesen und Javaner ent- >edt. Ganz ergiebig für die Feststellung von Kul- turzusammenhnngen irmtoe aber die Messung her absoluten Tonliöl>en der Instrumente Tie .Her- tunft des afrikanischen Xylophons aus CItalien, der gemeinsame Ursprung melanesischer und bra» süiani scher Panpf eilen konnte so ehtroanbrm nach- gewiesen werden Eine »löchrige Bereicherung erfuhr die nrusikalische Völkerkunde durch ine Einführung des Phonograpl-en. Es gibt Völker, die keine Musikinsttumente haben, aber tem Volt ohne Gesänge Melodieführung, Sttmmfärtemg, Vor- tragsweife find vorzügliche ethnologische Wegweiser geworden. Ter Phoiwgraph liefert uns das Material auch Mir Lösung eines ganz anderen Problems: Tie Entstellung der Musik zu erforschen ist nicht möglich, da es ganz musiklose Völker nicht gibt, wohl aber kann man dem Ursprung der mehrsttmmigen Musik liachgshen, die manchen Völkern sogar dem oersischi-arabischen Kültur- lreis) fthlt So Fonimt die musikalische Völkerkunde aud) der Musikgeschichte zu Hilfe. — Ter äußerst lehrreiche Vortrag des bekannten Forschers war gut bemdit und fanö großen Beifall St. ** Maschinenbauschule Gießen. Ge- legattlich einer technischen Exkursion ins Sieg- tal hatten die beiden oberen Klassen der vrer- semestrigen Maschmkmbauschule Gießen Gelegenheit, ine bekannte Lvkomotioftibrik '2lrn. Ju ri g bei '.Kirchen a d. Sieg zu beiiditigen. Unter sach- hmbtger Führung wurde der Fabrikatronswerde- gang großer «taarsbahnlokomotiven sowohl als kleiner Schinalspur-Jndustrielokomotiven in ben einzelnen Stadien der Hentellung gezeigt. Ten Besuchern bot sich beim Durcstschrciten der einzel- nen Werkstätten, Schmiede, Schweißerei, Steffel* bau, mechanische Werkstatt, Montage rntb Straft» zentrale, rin vorzüglicher Einblick in ine Einrichtung irrob die melgestalttge Organisation eines modernen Bririebes. ** Landwehr-Insanterie-Regi- ment N r. 116. Die Regimentsverrinigung lftelt im PostkeUer eine gut bemditc Mitgliederversamm- lintg ab. Der Vorsitzende »rächte Mitteilung über bic Zusammenkunft bes Regiments 116 am 21. August in Gießen Auch das Landwehr-Regiment wird sich daran beteiligen. Es finden Treib» «zottesbienst, gemeinsefaiftiches Essen und tamerab- sckaftlidies Zusammensri» statt. Regimentsabjutant Cbcrleutnanr Rühl ist beauftragt, eine Regiments- geschichtc herauszugeben. Tic Borstandswabl ergab bic Wiederwahl der bisherigen Kameraden. Pornotizen. — Tageskalenber für M on ta g: Gewerkschaftshaus, 7 Uhr, Versammlung der Invaliden . Alters- »nb Uniallrcntenemptänger. — 5?otel Einhorn, 8 Uhr, Er verimentalabenb Ma- rello - Postkeller, 8l/2 Uhr, Versammlung bet Sdnihmacherzwaiigsinnung — Lichtt'piclbaus, „Figaros .Hochzeit". — LichNviele, Seltersweg, „Das Tal öer Bcrgeltttng" und „Das Meisterwerk". — De r Bund z u r P f le g c v o n M u si k unb Literatur wird nächsten Frefta.i fernen zweiten Aberrd iu **'Marello-Abend. Gestern unb heute gastier! im Eirfarwaale der „Psrxfaloge irnd Menterqrbantenleier Movello". Bei den gestrigen Vorftchrungen löste Morello zunächst eine Reihe rom 'Pullitum gestellter Aufgaben in bester Seife In der cweiten '.Ibtetlimg suchte er in verhältnis- rnäßi«i tarier Zeit alle bet einem fingierten Raubmord beteil gren 'Lerftnen und f^ccTenftänbe. Tie emylnen Exprr mente, die sämtlich mit Kontakt IVriihrung audnehrim wurden, zeigten, daß Marei tt tut dem Gebiete der Tetevarhte Gedanten- Iritn öiuttf rn leisten vermag De» Schluß HL- bete» Tutgeümtwnr Erveri mente mit einem hypnotisierten Medium — Von d?n Lichtspielen Seltersweg wirf) uns unrgetrilt: Das heutigen Pro- grannn „Das Tal der Vergeltung", Wili>» tariffilm in 6 Akten unb ,,T a s Meisterwerk", Lustspiel in 3 Men. gelangt nicht wie wnsr bis Donnerstag, sondern nur bis einschließlich Mittwoch zur Vorfübrung, da schon von Donnerstag ab der dreueÜige Harr v-Di el-Film „Der Reiterohne Kopf" beginnt. Das ursprünglich festgelegte Programm „Ter Feuerrefter" gelangt nicht zur Bormbrung. Landkreis Girtzen. m Hungen, 3. Ifaft Mehrere, an vergebenen Stellen unserer Gemarkung stehende mächtige alte Eüfaäuiae, die Freude fefas Natur- reundes, wurden von rudfater Hand so beschädigt, daß sie unbedingt absterben müssen. X Wieseck. 4. Juni. In der gestrigen Gemeinderatssitzung wurde ein vom Kreis- bau amt auf Ersudren der kirchlichen Behörden ausgearbeiteter Voranschlag über Wiederherstellungsarbeiten im P f arr hotis über etwa 14-000 M. der BautaUttnisswn überwiesen. Es handelr sich u. a. üm Arbeiten, wie sie in normalen Zeiten vor dem Aufzug eines neuen Psarrers üblich find und 1918 „auf bessere Zetten" verschoben wurden. — Wegen Erhebung der Svrunggelder wird nochmalige Rückspoacke mit öer Behörde beschlossen und bic Versetzung von Bordsteinen an Stoatzenübergangen zu Einfahrten genehmigt Ent- sprachen wurde einem Gesuch über Hilfsbedürftigkeit, ein weiteres an eine andere Gemeinde gewiesen Genehmigt wurde die Umwandlung eines K a s s e b a r l c h e n s von 30 000 Mk in ein Umottisarionsdorlehen und 'dem Ferdinand Seibert und Konsorten rin Gesuch um Sau- kvstenzuschuß. Tte Milchversvrgung ürnerhalb der Gemeinde soll probeweise dem freien Handel überlassen werben. Kreis Friedberg. S Friedberg, 4. Ium. In bei gestrigen tverorbnetensitzung wurden die Rechnungen der technischen Werke geprüft und von den Stadtverordneten unterfchrteben — Tie Korbweidenanlage, die als Notstandsarbeit ausgeführt werden soll, verursacht ehren Kvstenauf- ivand do» etwa 17 000 Mk : davon übernimmt das Reich V«, Hessen -’/< und die Stadt 1/6. — Es wurde beschlossen, den Ortszulchlag für die Angestellten unter 26 Iahten von 80 auf 100 Proz. zu erhöhen — Die Frage des Baukostenzuschusses für die Baugenofsenschaft „Daheim" wird zur Klärung her fftianziellen Lage an ben Finanzausschuß verwiesen. — Es würbe einstimmig beschlossen, auf den einen Bau der Mnsterschule ein Stockwerk aufrubciten. Die Kosten, etwa 265000 Mark, wurden bewilligt. Die Atbettcn sollen an die Friedberger Iimungen vergeben werden, nach dem Beschluß der Mchrhett. Der Plan zum Ausbau eines Stockes auf den Settenbml der Schiller- schule wurde zur Aufstellung eines genauen Dor- anschlag es an den Bauausschuß übentriefen. — Die Fowernng der $)totftanfaarbeiter, den erhöhten Skundenlohn von 4.20 Mk rückwirkend vom 1. Avril zu erhalten, wurde gegen die Stimmen der beiden Rechtsparteien angenommen. 4 Bad Nauheim, 3. Juni. Jin musikalischen Leben unseres Bades, das int Laufe der Saison doch immer mit einer ganzen Reihe fünft - letlicher Veranstaltungen aufwarten Tann, bedeutet bet gestrige Liederabend von Elaire Dur rin ganz besonderes Ereignis Die bedeutende Künstlerin, die vor Antritt ihrer Gastrrise nach Amerika hier zum letztenmal öffentlich in Deutschland auftrat, lang u a. Lieder von Schubert, C. M. v. Weber, Wolf. Der starke Beifall deS Publikums gestaltete sich wiederholt zu stürmischen fitanb- gebungen für die Sängerm. Kreis Wetzlar. Wetzlar, 5. Juni. Ter Semrnariit Deid>- mann von hier wurde auf Bem Heimwege von einem Ausflug am Junker Iöhannesplatz von zwei Männern awfahalten, die ihn dann zwängen, mehrere Tage hmduvch mit ffmen unter peinlichster Vermeidung menschlicher Siedlungen in westlicher Richtung zu marschieren Bei Vallendar erst Le- lang eS dem lungat DÜanue ckraft) Zufall, )td) aüs den Händen seiner Entführer zu ferneren Tre Leute, die bewaffnet waren, wollten ibn zwei- ftltas in die Fremdenlegion versckLeoven Hessen Nassau Schließung der frankfurter Lichrimrltheater^ fpd. Frankfurt a. M, 5. ^Uni. Samt liche Frankfurter Lichtfpieltheatn. mtt Ausnahme der Ufa Bühne im Strinweg, haben sich unter dem Druck der ungünstigen wirtt'chaftlicben Der- faltninc genötigt gp'ehen, ihren Angestellten >um 30. Juni zu kündigen und vom 1. Juli ab die Theater zu schließen. Die Betriebe müfitn 40 $rov ihrer (lrinnahmeiT in Form der Billettsteuer an die Stadt ab führen, außerdem muffen sie Um satz-, Gewerbe und Einkommen ft euer entrichten, haben also ein Mehrfaches an Dovvelbesteuevotg mthub ringen. Durch bic Schließung werden mehrere hundert Personen brotlos. mc. Frankfurt a. M. 5 Ium Bor ernt'* gen Wochen beschloß bet Magistrat, daß in den fsomtltcnbäbern während bet Badezeit der Schuljugend die Benutzung bet Badeanstalten bunt* Personen verschiedener Gerechter nicht erlaub: sei Das Bcweantt führte fedoch tariert Besck.lusi nicht durch, Wjtaur Lehrerinnen verschiedener Schn - len sich weigerten, ihre Schülerinnen m Dem Bata- unb Schwimmunterricht in talcfr Anstalten zu begleiten Der Magistrat beschloß daraufhin in seiner gestrigen Sitzung, daß dieienigen Schüler und Schul ernt» en bzw deren Eltern, ebenso das Lehrverional, welckte sittliche Bedenken n?e- acn des Badens in Familienbädern baten, vom Besuch dieser "Badeanstalten befreit bleiten sollen fl Marburg, 4. Juni. Die das stüdti- sche Gaswerk bekannt macht, wird Dom nächsten Montag ab die Gasabgabe wegen geringerer Koh lende lieferung, die auf 'Den Aufstand in Schlesien zurückzuführen ist, ein gefchränkt — Auf dein heutigen Wochen- markt wurde zum ersten Male nach langer Zeit Butter angeboten Das Pfund kostete 26 Mark. ** Kurze Na chri ch ten aus Hessen unb den Nachbarstaaten. I^i Lich stutd am Sonntag eine mit gutem Züchtermaterial reich ltth beschickte große Ziegenßdau statt. Ein Festzug bewegte sich nad) dem Fest platz, woselbst die Tier Ptämtiemng erfolgte — In Burkhards ft'r der alte "Brauch, daß Die Gräber von Freunde» der Bersiotbenen aufgeraoricn wurden, ab geschafft. Zum Totengräber unb Friedhofswätter hat die (Gemeinde den Kock Dolph angenommen. — Aui Veranlassung ter Frauenqrupve Des Deutschen Vol7sPartei sprach am Frettag in Bad Na i beim und am Samstag m Fried berg Frl Tt. D e r n a p s über „Tie deutsche Familie und die 'Ifolink" — Aus dem Avignon-Lager ist nad* 4' jähriger französischer Gefangenschaft ThanSar Strauß in 'eine Heimat gemeinte Nieder ' Qöllftadk iuuidgeflebrt — In Vilbel fuanb tiefer Tage am Etsriibahnüdetgang an der Fi>f> Tfttum: 3. t\ 4. 6, 3.6. 5e/eDtkb *neo*anL 77,50 77,50 77,50 4 */e DM. Kk *p«heh. 165^- 166,50 1Ö4JS '.HorbbcutjAfr Vle^b. —145, - 143,36 Bock Vuhftaldwerk . -, - 451,- D.»Viqfmb Serqu- - - 306,- 300,- (Beneiüiird). Pfrow . 312,- 314,- 7107,75 Zarpener Dcrqbau . -,- 439^50 Oderschld. Eisend.-B 315,- 315,- 317,- Ober|ct)(e|. (tiferrtnb. . 275,- 275,- 268,50 Phömi.Bcrgd -Aki. 706 - 730,- 700,25 Lab. Um! in» u. Saba 525, - 526, - 530. - Höchst«, Farbwerk« 422,50 424,- 422,- Ll.ktr D L.« .. 276,- 5d)ii(hert-*IBfrhf . . , 240, 5«lten»®uilleaum«. . 563,- 565,— Daimler ,- 187,- Bnb.» (Elfen» .‘JOtl . —-,- 5kl,- Ablerwerk, -,— —, - 240,25 4e/-6«fl.StaotsflnL . 72,10 Elektron Grieaheim 410,- 416, 403,25 4. 6, 100 deutsche Mark nmmm gezahlt! Datum: 1.7.14. 3. d 4 6. Zürich Fr. 125,10 8£5 8,97 Amsterdam Fl. 59,20 4,5'» 4,56 Kopenhagen Ar. 88,80 8,67 8,90 Vraa Ar 117,80 108,75 Stockholm Ar 88,80 6,80 6 86 Wien Ar 117,88 944,50 London Sh 97,80 7,86 9,43 Varis 125,11) 18,75 - , - Neuyork | 23,80 1,56 — Süridjn Devifenmarkt. 4. H. 6. 6. Wechsel auf: Schwerer Frank» Holland........100 FI = 19rordentlichk Unterstützung der Bertrustungsbestvebungen Der Vorschlag, ,Meinaknen" hemu^ugeben, will die krasse iraan- Monifixfd* Gewarnst«ht noch verstärken. Der Berg- arbeiterverband leimt sie entschieden ab Wir fordern von ber ReichKregierirng, daß sie dir in Ber - wlg der am 5. August! imd 22. Sepfember 1920 gegebenen Berfpoechon, einen tHesetzentwurs iwr.y»- legen, der die tatsächliche Sozialisierung des Bergbaues bezweckt, ohne BerHögetunq crnlüsi — Ferner be.rrüßt di.- Generalversammlung den Beschluß des -Ausschusses des Allgemeinen Deutschen Gewerkschastsbundes aotit 19 und 20. Januar zur ^fvage der ÄvWlffrsrerung der Kvhlerrwirtschaft : dieser Beschluß entspricht unserer Auffassung von der dringlichen vvffWvirtschaftliclieu und sloats volitffchen Nvtwendigfeit der Uebersührung des Kohlenbergbaues aus der privatfapitalisdischen in die gemernwirtschaftsiche Betriebssorm Die Ge- neooSverianmüim g erwartet von ber Reichsregierung, daß sie alsbald der svsfenmtischen Vers.hlep- Vungspolitrk der SMalisierungsfeinde ein Ende macht und dem Reichstag ein Gesetz vc>rsetrieb2 oerhwidelt. Ter Schlichrungsausichuß entschied traf Antrag der Parteien über die streitig gd)Kt6enai ^feiHömnegta U a. nxwai 6xtidrv- txmgen notroenx# über ber tSnfntixmr nxb Ioffnng von Äafctlaieen mr die EmsL-Ilung von Arbeitern, tton Em las sungsgiLnüm und Vori chrtsten über das Verhalten un Betrieb, ferner über lxe VRndigungs- früt ber rx rübergehender Etnstrtlung für aer he- iiürante Arbeit, über die Frage der Jbnrttnung tws rn die Arbeite: raUtnuYn Fach- oder Kort- büdungchulunterricht? der iugert>ltdjm Arbeiter EsA^eitS^eir, über die Art der Beitreibung von Gridftvaten und uon Zahl ungen für kn Arbeitern edictmt- Ware imd über die Minoirkung der Anxtlerrate« oder Betriebsrates bet der Verhän- gurta non OfeUxirafen Crirzahlungex in eine Ar- bci tenrohl M.hTt»£aiie). In einer Arbettsordnmiqssaa» in* der Zfe gacccnfebttfanon verständigte, rieb die Parteun durch Annahme ^er vom rchl ab tune -sa.; ' d» ß in einer ähnlichen Sache unlängst Michioffenen Fafe hing der streitigen Bestimmung 2sn Eimoruch des Betriebsrates det Buderuo- idim Eisen werte in Lollar gegen die fristlose Entlassung nneo Nachtwächters tomite nicht ihutge geben werden Die CiUschridung ist endgültig nach §.87 des BetriebsrütegisetzeS Gictzenor Strafkammer. Gießen, 31 Mai 1921. Tie Arbeiter L. St. und B A in veldender- Sstiegen im Februar v. I in die Wohnung des »wiris Jakob Fuhr dort rin imd entwen • beten 2 läidjniubrcu und 4 50 Mk Bargeld Urteil: Je 4 Monate Gefängnis 'luf die Berufung des stellenlosen Handlungsgehilfen K. L von Gießen, ber vom Schöffengericht wegen Tiebstabls von Militärkleidungs- stücken zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt worden war, wurde die Strafe auf 2 Wochen (ifesämmis herabgesetzt. Die Strafkammer nahm lediglich Bei Hilfe zu einem Diebstahl des flüchtig gegangenen Kaufmanns S. von hier an. Freisprechung erzielte der Händler Sch. aus Lauterbach von der Anklage des Preiswuchers Er hatte in Billingen bei Laubach Zwetschen zu 68 Pf. das Pfund auftaufen lasten und sie in Lauterbach zu 90 Pf. verkauft Tas Schöffengericht erblickte hierin Wucher und er tarnte auf 400 Mk. (Geldstrafe sowie Einziehung von 400 Mk. übermäßigen Gewinns. In der De rufungsverliondlung gelang cs dem Ang «'klagten, nachzuweiserr, das; er unter Bercchmmg alle, Un kosten (Risiko, Fracht, Schwund, Arbeitslöhne uff.) nicht mehr wie 10 Ps. am Pfund verdient hatte; er wurde demgemäß freigesprochen. Zufolge Unregei Mäßigkeiten in der Mühle 5t. bei Utphe hatte der .kommunalverband im Juni v. I. die Schlicßuiig des Mühlenbetriebs angeordnet La aber die Mahlgänge noch voll Getreide lagen, ivurde am 28. Juni v. I. ein Gendarm beauftragt, die Mablstühle, die Der siegelt waren, wieder aufzuscstltesten, bis sie leer gelaufen waren Als er in die Mühte kam, fand er dort eine groste Menfäienmenge vor, die unter Schimpfworien und Lärm ihr in die Mühle gr S ebenes Getreide he rausverlangten. Obwohl ihnen er Gendarm erklärte, daß er nur den Auftrag habe, die Mahlgänge zu Offnen, im übrigen aber die Kommission des 5tommunalverbandes, bereu Eintreffen bcDorftanb, über bie Rückgabe bei Vorräte zu beschließen habe, wurde Die Haltung der Menge immer drohender, so daß ber Gendarm es für ratsam hielt, sich zu dem Bürgermeister nach Utphe zu begeben. Bet dem Versuch, mit seinem Fahrrad die Mühle zu verlassen, wurde er daran gehindert. Die Tumultuant en hatten das ganze Gehöft umstell! und ließen den Gendarmen nicht lseraus. Leider gelang eS nur, zwei Personen zu ermitteln, den Landwirt K. Schn III. und Den Guts vermalter E. Schr, beide von Utphe. Sie hatten sich heute wegen Landfriedensbruchs zu verantworten und erhielten je sechs Monate Gefängnis, Schn außerdem wegen Beleidigung des Gendarmen weitere drei Tage Ge fängnis Der Maschinenschlosser P. L. von Kostheini, der, zum Jahrgang 1899 gehörend, noch nicht entlassen werden konnte, war im Frühjahr 1919 zu dem Freikorps Hessen rin getreten und diente in Friedberg Am 14. März 1919 wurde er dort zur Babnhofswache kommandiert, verliest aber im Per lauf der 24stündigen Wacbzeit ohne Urlaub it is das Wachlokal und iveigertc sich auch, als ihn der Wachhabende im Wartesaal antraf und aufforderte, mit zur Wachstube zu kommen, diesem dienstlichen Beseht Folge zu leisten Er würbe deshalb heute wegen zweier militärischer Vergehen zu 21Mvnaten 3 Tagen Gefängnis verurteilt Schöffengericht. Gießen, 3. Imn 1921. In der heutigen Schössen gerichts- Sitzung rourDc in der Privatklagcsache des Schuhwarenhändlers Mar Emanuel aus Wiesbaden gegen 3 hiesige Schuh Händler das Urteil verkündet. Zwei von ibn en wurden zu je 1000 Mk. Geldstrafe verurteilt, während ber dritte eine solche von 1200 Mk. erhielt Auch wurde bem Privar- tläqer Du? Bcmgnis zur Beröffentlichunfl des Ur teile- zugesprochen. — Wir kommen aur die Sache noch näher yrrütf. GerichtSsaal Rrumanu freigesprochrn Leipzig, 4. Juni. (Wolff.) In dem Prozeß gegen den früheren U-Boot-Kvm Mandanten Karl Neumannvor dem Reiche Gericht wurde der AngeNagte freige 1 pro chen. Leipzig, 4. Juni. (Wolff.) In der Begründung des Urteils im Prozeß gegen den Kapitän Neumann beißt es: Der An- geschuldigte torpedierte das Lazarettschiff „Do. ver Last le" Er hak den Erfolg, daß habe Menschenleben in Verlust geraten könnten, in seinen Litten mit ausgenommen Tie Tat ist als im In lande begangen anzuschen und nach deutschem Strafrecht zu beurteilen. Maßgebend ist, ob der Angeschuldigte in den Grenzen des thm erteilten Befehls handelte und und daß der Untergebene durch den Befehl seines Vorgesetzten gedeckt ift Zm Recht samt-- licket Kulturstaaten ist dies anerkannt. Das deutsche Gesetz ist in dieser Hinsicht strenger als andere Strafgesetze. Irgendeine Grau-/ s amkeit, wie es in den Anschuldigungen der Alliierten heißt, ist nicht er wies en. Leipzig, 4. Juni. (Wolff.- Tie eng lischt Kommission, die anläßlich der L r reg spro zesse hier anwesend war, kehr: am Montag nach London zurück. Dcreirdt um den dritten BiSmarckdand Berlin, 4. Juni. (DTL.) In da Bo- rumnqstnstanz in benr Streit um die Ver> offenrttchuug des dritten Bandes ,,B i S- u» arcks Gedanken und Erinnerun- fl e ir“ wurde das Pom Bakner ä ammergericht am 3. Tezemda 1920 er-angene U 11 e 11 ba • bin aßgeändert, d.tß Der Verlag Eotta bereck- tigt ist, den Brief Kaiser Wilhelms II. an den Fürsten BGmarck vom 14 Juli 1689, den Dries des Kronprinzen grriebndj Wilhelm, des späteren Kaisers Friedrich III. an den Fürsten« Btsmarck oom 17. August 1881 und 28. September 1886 zu peröffentlichen und gewerbs- mäßzg zu verbreiten Irn ubnarn bleibt das Verbot der Veröffentlichung bestehen vermischtes. Eine neue Art des Mädchenhandels fpd. Frankfurt a M , 5. Juni 3n meld) ge- rotfienloftr Weis« der Mäbchenhandcl selbst in der Großstadt betrieben wird, davon werden jetzt einige Fäll, bekannt. 9n den Badeanstalten befreunden sich Wer« berinnen, meistens Ausländerinnen, mit badenden jungen Mädchen und verleiten diese nach einigen lagen Bekanntschaft zu röter gemeinsamen Reise nach bestimmten Großstädten ins besetzte Gebiet Hier fallen dann die Opfer größtenteils Wüstlingen anheim. Bei der Anbiederung an bie unerfahrenen Mädchen spielt die Zigarette die Hauptrolle. Zunge Mädchen, die früher einen Widerwillen gegen das Zigaretten» rauchen hatten, wurden in wenigen lagen leidenschaftliche Raucherinnen und gerieten vor allem durch den Nikotingenuß in das Netz ihrer Verführerinnen Selbstmord einer Schaufpielerfamilie. Berlin, 4. Juni (WTD ). Der augenblicklich in Berlin gastierende Schauspieler Harry Walden, sowie seine Frau und deren 20jähriger Sohn öffneten sich heute nacht in der Wohnung gemeinsam mit einem Rasiermesser die Pulsadern. Am Wiederaufkommen des Sohnes wird gezweifelt Dem Vernehmen nach find alle drei Morphinisten. Berandung der Mannheimer Gemäldegalerie. Berlin, 4.Funi(WTB.)Wie der „Lokalanzeiger" aus Mannheim meldet, find in der letzten Nacht in die Gemäldegalerie des Mannheimer Schlosses drei bewaffnete Räuber eingedrungen und haben neun Gemälde im Werte von 500 000 Mark geraubt. • Dz. Matnz, 5. Juni Bvr einigen Ta gen stach ein französischer Soldat in* der Heiligen Grab-Gasse einen französischem Lffizier nieder und flüchtete in em Haus. Gegenüber dem deutschen Publikum, das fidian sammelte, äußerte der Soldat, der Ssfi - zier sei eiir Menschenschinder Er schikaniere die Leute, dcrß es nicht mehr aus- zuhalten sei. Ein Offizier mit einigen Solda teil umstellte das Haus und nahm den Täter, der sich verzweifelt zur Wehr setzte, fest Spielptan der Frankfurter Theater. — Opernhaus. Tiarstag, 7. Iran: Ri- «rtetto ^Jhttnxxf), 8.: Rhemgvü» Tomtcrelag, 9 . Hoftmauns Erzahluirgru Freitag, 10.: Tic Apackeu 5autitafl, 11.: Tie Walküre Smntag, 12.: Madame Butfersty Montag, 13 Tie Zauberst öfe Dienstag, 14.: Stegsrteb. Mittwoch, 15.: Migmm — Schauspie l-F erzen V7m 5. Juni bis em fehl. 9. Ibtlr 1921, Handel A nl st e r d a m, -1. Juni (Wolsft) Tie Händlerkvrporationen der Börse beschlossen die Sch l ießuna der Börse an den Samstagen ber Monate Zunt bis Oktober (Hit Regierungskommissar hatte demgegenüber die Schließung nur in den Monaten Juli und August anempfohlen. Diesem Vorschläge schloß sich ber Finawz- minifter an. Heute, am ersten Samstag des Juni, begannen bei Eröffnung Der Fondsbörse die Börsenanaestellten ein Konzert mit Singen ttitb Pfeife n und steckten Feuerwerkskörper an Ein Teil von ihnen verließ schließlich den Saal. Infolge dieser Vorgänge kam es zu keinerlei Geschäftsabschlüssen Frankfurt a. M., 4. Iran Börsen- ftim mung4bilb. Tic Franktater und Hamburger Börsen fmb bem Beispiel Berlins und anderer deutscher imv AustackSbörsen nicht gc- wlgi, am Samstag W schließen Tie Fvanffurter Börse verlegte für diesen Tag die BörsenstunDe aur 11'. bis 12' Uhr Es wurden Bedenken laut, ob tn dieser Zeit bie Gesihäffr Dollftänbig zum Ab scblun nctracM werden können Es hat sich ge- yigt, baf. bieie Neuemrichtung noch praktisch aus- peobiert roerben muß, Dom es kam zu mancherlei Unznträglickferten, die fick besonders aut Dem Markte der Indusmoakncn rmitdUm Ter Ver kein konnte fick bei -Eröffnung nur jebr schlevoeuo entwickeln, wurde aber im Verlaufe belebtn bei »onrhegenb fester Tenderrz. Lebhafter war das Geschäft in Phönir-Akwen, die aut die große Ma pitalserböbung mit 24 Prvz. höher etnfewen, obr.r alleckinc- den höchsten Tageskurs voll behaupten ui tdrmen. Auch txr übrigen Mvutanvarnere waren durch biefe Auffvärtsbeweäung begünftigt Mannes, mann wurden 2.5 Droz, höher bezahl: Haliwert.' lagen etwas besser, ohne baß iröod) von befont» rem Intevessc gri^axtim nxnden tarn. (Keftro- aiticn lagen ruhiger. Bon den Werten des Anilin- lonzerns waren Badvcke Anilin 6 Pro; , Elektrori Grie^erm 4 Pvvz höher Prioatdistart 3’/,*. Frankfurt a. M., 4. Fxni. Fvaukmrter Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 3. Juui. 4. Ium. Antwerpea-Brüsiel . 599,40 530,60 527,40 528,60 Holland 2197,80 2202,20 2202,80 2207,20 London 249,25 249,75 248,50 249,- Varis 529,40 530,- 52*,40 529,60 Schwei; 1118,801121,201119,901122,10 Spanien 831,60 833,- 834,10 835,90 Italien 335,70 336^0 334,60 335,40 £if|abon.Oporto. . . — Dänemark 1123L0 1126,101141,40 1143,60 Norwegen 974,- 976,- 966,50 968,50 Schweden 1453,50 1456,50 1471,- 1474,- Helfingsorr New-Por» 63 £8 64,02 6<20 63,35 Wien (altes) .... — Deuffch-Oefterr. abg. 14,60 14,64 14,48 14,52 Budapest 26,60 26,65 26,77 26^3 Prag 93,50 94,10 ®n einem Teil ber Auflage wieder holt.) Schwere Zusammenstöße zwischen Polen und Franzose» Berlin. 4 3imi (Priv -Telegr., WRe bie ,ÄDffifdr Zeitung aus Oppeln meldet, ist <* tn WatLiroiB zu idimeTen Zusammen st ätzen zwischen Polen und Franzosen n-bmmen Ein von Fran»,en geleiteter LebenOmilteltrcmsoort stir bte Kattoimtzer Besatzung wurde von Insurgenten an ber Stabt grenze au wehalten Es kam zu rmrm. (ifefeckt, in dessen Perl au' bie Franzosen Dir pol - Nischen S 1 raßen l a,r rtkad< n stürmte n, die Insurgenten verfelaten unr> das polnische Stanöauartier m Bomivdiütz au*oben Etwa 20 Insurgenten wurden getangen genommen Iir I-ranzosnt nahmen rine Säuberungsaktton um- scheu Nattonßtz und Bogutschütz vor luch hteroe, kam es M lebhaften Feneraefechten znnscken Franzosen und 3rtfurgenfen B-i bm 2xtxffumni in Kattowitz muwen mehrere Leute aus bem Publikum verletzt, Datunfrr eine Frau tötXidi In ort Nackt feuerten bte IM urgenten t>?n salenee M,. nen auf die Stadl ab. In Beuthen find die Insurgenten rvi in Da» Weichbild der Stadt erngeDaznani und haben Diele (Geschäfte gröl ändert Tas in der Stadt anwesende französische Milttär ist gegen be Plünderer nicht eingef(ftrttten. 3n Tee» njroix hat der französische Cameraf de BrondH Den Bahnhvi Den Polen übergeben Nack einer Meldun-i des ,^erl L^kalanc ' triften in Oberfcklesien immer mehr leguläre Manische Truppen ein Bn Tarnowip wurde ein- stompagnie uniformwrter polmscher Truopen unirr Führung eure» berittenen vvlni chr i LfftzierH gesehen Auch bei Rosenberg rrfnrir-n bte Zäsur- ernten Verstärkungen durch reguldtt. polnisch» Militär, das über Maschtnengovehre und Artillerie veriügt Äeuberuoqeu der Sowjewolitik? Paris, 1 ’jum' VTB Näck mern'Kabeltelegramm der „Chigaco Tribuns au5 N>- rhrngton soll das Sraatsde Parte ment eme Erklärung Lenins erhalten haben, m der gewisse gnntf * Bleichitrastc 10, H. L SntltiitigKÄiSr 3 sechs Wochen alte kurzbaar. Jagdbunde gut, Abstammung, desgl. Jagdbiindin im 2. 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Studentenkarten M. 4 — (Stehplatz) beim Hausverwalter der Universität gegen Vorzeigung der _________________Ausweiskarte.______________6402 Mn.MUWlMeWNM. Versteigert werden Freitag, 10. I. Mts., aus den Domanialwalddistrikten Brauhof, Schiffenberg, Hasenkopf, Beunde, Iellnrod, Tempel, Dörnergrund, Wachholderheide, Schinderskopf, Altgehegt, Rehhecke: 1. Stämme, Eiche 2 Kl. 2 Stück = 1,82 Fstm., 3. Kl. 9 Stück = 7,24 Fstm., 4. Kl. 38 Stück = 21,18 Fstm., 5. Kl. 2 Stück = 0,70 Fstm., 6. Kl. 33 Stück = 5,59 Fstm.; Esche 5. Kl. 1 Stück — 0,52 Fstm., 6. Kl. 33 Stück = 5,62 Fstm., Buche 4. Kl. 1 Stück — 0,43 Fstm.; Kiefer 2. KL 3 Stück = 3,21 Fstm., 3. Kl. = 40 Stück — 25,03 Fstm.; Fichte 2. Kl. 4 Stück — 4,33 Fstm., 3. Kl. 12 Stück = 11,07 Fstm.; Derbstangen, Eiche 1. Kl. 46 Stück — 2,95 Fstm., Fichte 1. Kl. 194 Stück — 18,17 Fstm.; Nutzscheiter, Eiche — 27,2 Rm., Buche — lORm. Die Nummern dieses Holzes sind schwarz unterstrichen. 2. Aus den Distrikten Schiffenberg, Hasenkopf, Beunde, Sommerberg, Häuserborn, Schinderskopf und Altgehegt Brennreifig Rm.: 135 Buche, 329 Eiche, 10 Kiefer und 365 Fichte. Beginn der Versteigerung vormittags 8 Uhr im Distrikt Schinderskopf 22 an dem Derladewerk des Bergwerks. Vorgezeigt wird nur das in diesem Distrikte lagernde Holz. Weitere Auskunft erteilen die Herren Förster Menges zu Forsthaus Baumgatten und Forstwatt Hetz zu Leihgestern. 6412B Gießen, den 4. Funi 1921. Hessische Oberförsterei Schiffenberg. Trautwein. la Heu, Klee u. Stroh off. zum billigsten Tagespreis waggonweise [6408A Alfred Neuland, Fulda, Lindenstr. 20. Telephon 270. Telegr.-Adreffe: Neuland Lindenstr. Ab heute bis einschl. Mittwoch Xnr 3 Tage! Nur 3 Tage! Fabelhaft sensationeller Wild-Westfilm in 6 Akten. Ferner: Sein Meisterwerk Köstliches Lustspiel in 4 Akten. Ab Donnerntag: Harry Piel in: DerReiterohneKopf 3 Teste. 6410c N Bund zur Pflege von Musik und Literatur Freitag den 10. Juni, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula Ein deutscher Abend unter freundlicher Mitwirkung von Frau Konzert- u.Opernsängerin ElseLandshoff (Sopran),Berlin Herrn Vortragsmeister Wilhelm Wassermann, Karlsruhe (Ehrenmitglied des Badischen Landestheatere). Lieder von Schubert, Weber, Brahms, Strauß. Rezitation: Goethe, Schiller, Dehmel, Liliencron«. Eintrittskarten zu M. 7 —, 6.— und 4.— (sämtl numeriert) sind in der Musikalienhandlung E. Challier und an der Abendkasse zu haben Studenten erhalten im Vorverkauf gegen Vorzeigen der Ausweiskarte auf allen Plätzen 1 M. Preisermäßigung. — Die im Abonnement für den 2. Abend ausgegebenen (grünen) Karten haben Gültigkeit [6403v Der Reinertrag des Abends fliesst der Gedächtnisspende der Universität zn. 3. Abend: Dienstag den 28. Juni: Festspiele der Haae-Berkow-Spiele aus Jena. Bekanntmachung. Die Nutzholzversteigerung unter beschränkter Konkurrenz vom 12. v. Mts. ist nicht genehmigt worden. Sie wird am 10. lfd. Mts. unter freier Konkurrenz wiederholt. Gießen, 4. Juni 1921. 6411B Hess. Oberförsterei Schiffenberg Trautwein. WM Bademltnt ein -- Handtüchern ist in verschied. Breiten — am Lager. Cfflbdebaus \afomon 6397c e//4r^3ZrC7333Z3I7 blendend weiße, großstückige Ware für Weißbinder und chcminche Industrie stets frisch zu haben Carl Haas ir„ Frankfurter Straöe 59 Telephon 1682.4221c Perkals und Zephirs für Oberhemden, Sporthemden und Hemdblusen weit über 50 verschiedene Dessins, 6395c Meter von Mk. 15.50 an Fritz Norvack S5ÄM2 Zu verkaufen: 1-2 Wagenladungen Tuffsteine, vier neue Räder, für Break oder Jagdwagen passend, 2 Paar gebogene Scber- briumc, einige Linden- brctter, 20 mm dick, für Kerbholzschn., 1 Fensterrahmen, 4 Flg., Gr. L88X 1,02. OCTO* West Anl. 44 li H neier KinSttWaM preiswert zu verkaufen Großen-Linden, *«•] Kaiserstrahe 111. Neuer, nie getragener Herren - Anzug für Gröhe 1,75 m preiswert zu verkaufen. Näheres 06tv'-'] Rodbeim. Crr. 25. Feldgr. Anzug f. nrittl. Figur, 1 P. 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