er- Während deutsche Gewerkschaftler tn Das neue preußische Kabinett. Leineri Ministerpräsident! QFnqTnnh und boe französisch-türkische Abkommen Amerika lehnt ein Vfinbn’s mH England und Frankreich ab. , 4 (WTB.s Der amert- VotfrfMftcr Harvey erklärte tn einer ytcbc in Liverpool. industriellerFrieDe ^^t das Ziel, baf) errcfdSf erreicht w-rden mfiHc. Wenn, wie er glaube. das nützlichste Ergebnis der Washingtoner ^onferen^ engere VvNtische TVikhinqen zwischen Droßbriton- nlcn und Amerika sein würfen, so müßte »ttlch ein enqeres und vorteilhafteres Zu- sammenwirken beider Länder auf dem Gebiete NS S'HnMa folgen. Zu den Aeußeninaen Lord Derbys vor einigen Taaen. daß die Vereinigen Staaten vielleicht ein-m Bünß - n k S Großbritanniens und F-nnk^schs bei- treten würden, erklärte der Botschafter, es lalle ibm das unglückliche Vos au die OHu. iionen über die Anltung der Bereinigten Stag, ten in dieser Beziehung xu zerstören. ES rönn€ nichts dadurch aewonnen werden, daß man die Wahrheit nicht fcNn wolle D-e von Lord Derby geäußerte Hvsfnung müsse als verqeblich anaeseben werden. Die Dat'ache sei unumstößlich, dah der Beittitt der Ber- einiaten Staaten zu iraenMnem dauernden Bündnis vollkommen unmöglich sei. qebenen Gebiete durch die Engländer er. obert worden. Frankreich beansprucht die toirt- schafrliche Priorität im gesamten Türkenreiche. Das Freundschaftsband zwischen Lloyd George, an dem auch andere Riesensorgen nagen, und dem französischen Premier, den die Rationalisten einen Leisetreter heißen, wird immer dünner. Aber auch der Bölkergegen- say wird sich immer mehr vertiefen. Diel- leicht gräbt sich Frankreich selbst die Grube, bevor es zu einem neuen Kriege kommt. Das deutsche Bolk will keine Säbel schleifen, aber es muh den Mut haben, die Dinge zu sehen, wie sie sind. Wenn die breite Friedenskvali- tivn der Böller zusammenbricht, muh die Koalitton der deutschen Parteien desto mehr Berlin. 4. Rov nschU»>s«: sur di» - chrivleilung 112; fflr Druckerei. Verlag und ideschafioftelle 51. >nlchttf» für Drahtnach» richten Iw)ei|cr Oletze». poltfchettouto: Ärewflurt a. w. I1M6. Frankreich weilten, um mit französischen Arbeiterverbänden über L*.‘ Teilnahme deutscher Arbeiter am Ausbau zerstörter französischer Dörfer zu verhandeln, verlangt der französische General Rollet in barbarischem Zerstörungsdrang die Abtragung und Der- nichtung der deutschen Werke, der einstmaligen großen deutschen Waffenschmiede, die heute jedoch nur friedliches Gerät und allenfalls eine geringe Zahl von Jagdgewehren herstellt. Das ist die ErfüllungSpvlittk der Gegenseite! Wir haben keine Rechtsinstanz, an die wir uns wenden könnten. And wenn jemand glaubt, die Böller würden sich allmählich versöhnen, die obligatorische Frie- denSpvlittk mit schönen Grundsätzen und humanen Zielen würbe sich am Ende doch durch- etzen, so ist er ein schlechter Zeitungsleser. Die Borzeichen der grohen Washingtoner Kon- erenz sind durchaus trübe und ungünsttg. Keines der beteiligten großen Böller denkt daran, seinen Egoismus, sein nationales Interesse, Rücksichten der Humanität unterzuordnen. Kampf ist die Parole! Er wird mit allen Mitteln und Künsten, in denen England besonders groß ist. ausgeführt werden. und wenn Frankreich durch die Haltung Amerikas enttäuscht wird, die es letzt durch die aufdringliche Rellamereife des Marschalls Fvch zu beeinflussen sucht, so wird der west- liche Militarismus uns das Leben noch sehr heiß machen. Wie selbstherrlich dieses Bolk In seinem Eiegergrößenwahn geworden ist. beweisen die heutigen aus englischen Quellen kommenden Rachrichten über das türkisch-französische Abkommen. Herr Briand weiß nicht nur Deutschland, sondern auch England kräfttg zu Leibe zu gehen! Er läßt türkische Truppen- Beförderungen auf der Baqdadbahn zu, will Smyrna und Thrazien der Türkei überliefern, und tut ganz so, als ob England nur ein Zuschauer von harmloser Deugier fei Dabei sind die von Frankreich den Türken über- Wochenvück blick. Die Vertreter der sämtlichen bürgerlichen Barteten haben bei Herrn ßelnert dem Präsidenten des Preußischen Landtags. die Rotwen- digkeit einer breiten Koalition betont, die also sowohl die MehrheitSsoztaldemokra- tle als auch die Deutsche BolkSpartei mit ein- schlietzen sollte. Die Fraktton der Deutschnatio- nalen will, wie berichtet worden ist. dabei zu Verhindern suchen, daß zur Leitung der preußischen StoatSgeschäfte ein Sozialdemokrat berufen werde. Auch die Sozialdemokraten haben. trotz der Schiffsbruchsbedrängnisse des Reichskabinetts, ihren Dürlitzer Beschluß noch nicht zu den abgelegten Kleidungsstücken in ihrer Rumpelkammer geworfen. Rur „augenblicklich" wollen sie mit der Partei StresernannS nichts zu schaffen haben, und das ist ja auch nicht fehr verwunderlich, denn die bekannte Erklärung der ..Rationalliberalen Korrespondenz", wonach die Haltung der Mehrheltesozialisten bet dem letzten bedeutungsvollen ReichStagSbefchluß eine Einigung mit dieser Partei ausschließe, wirkt noch nach. Sv verworren die Fäden des Parlamentarismus im Reich und in Preußen jetzt vor uns liegen, so lläglich und unzulänglich das Paneigettiebe der letzten Tage war — die grundsätzliche Einigkeit im Ziele eines in großer Koalition gewünschten Zusammenarbeiteng erhellt die allgemeine Lage, die freilich trostlos genug aussieht. Die Reichspolitik ist und bleibt das Bestimmende. Der schmähliche Zusammenbruch der oberschlesischen Hoffnungen batte zunächst einmal alle Anzulänglichkeiten der bisherigen Regierungsmethoden bis zur Racktheit enthüllt, wobei natürlich die mit Der Regierung ..tief Enttäuschten" und Blamierten einer gewissen Wartezeit bedurften, um zur dollen Besinnung und Neuorientierung zu kommen. Die „Frankfurter Zeitung" zeichnete eine Regenwurmperspekttve. wenn sie Immer wieder ausrief, der Sturz Wirths sei sinn- und zwecklos gewesen, da ja doch wieder ein Kabinett Wirth auferstanden sei. Rein, da ist doch ein erheblicher Anterschied, den selbst die Gegner Deutschlands richtig erkannt haben. Das erste Kabinett Wirth war eine anspruchsvoll aufgetakelte. breitspurig dem Derschlin- gungSrachen zufahrende Fregatte, das jetzige Kollegium der ..Persönlichkeiten" fährt auf schwankem Schifflein und repräsentiert das namenlose Anglück, das durch das Schicksal OberschlesienS über uns hereingebrochen ist. Drinnen und draußen muß dieser Anblick zu neuer Besinnung führen, und das klägliche Dersagen des Parlamentarismus und der neu- deutschen Demokratie wird die deutschen Wähler ernüchtern. Sin neues Ziel wird sichtbar: über die Sümpfe Inner- und außenpolitischer ErfüllungSprvgramme führt es hinaus zu richtigerer Einschätzung der Wirklichkeiten und zu wirksamerer Zusammenfassung der deutschen BolkSkräfte. Ein englischer Arbeiterführer für Frieden und Abrüstung. London. 4. Rov. sWTD.) Lloyd George hat an der gestrigen Anterhausdebatt« über die Washingtoner Konferenz nicht teilgenommen. Die Debatte verlief fehr ruhig. Der Arbeiterführer ElhneS vermied in feiner Rede jede Bezugnahme auf die Politik, die auf der Washingtoner Konferenz erörtert werden könnte und befchränkte sich auf die Darlegung deS Abrüstung-Problems. Bei Einbringung feiner Entschließung, in der erllärt wird, dah daS Unter- Haus der internationalen Konferenz in Washington warm zustimme und vertraue, daß die größten Anstrengungen gemacht würden, um zu einer Vereinbarung zu gelangen, die eine wesentliche ortschreitende Herabsetzung der drückenden Rüstungslasten sichere, sagte Elhnes. eine Generation, vielleicht auch mehrere, sei notwendig, um die im Kriege erlittenen Verluste wieder gut- zumachen. Der Völkerbund sei für seine Iwecke unvollständig. Die Vereinigten Staaten versuchten, durch eine Konferenz die Hauptgrundsätze der Zwecke, die der Völkerbund anstrebe durchruführen Die Washingtoner Konferenz sei in keiner Hinsicht eine Konkurrenz deS Völkerbünde-. Wenn die Konferenz nicht den Rüstungen auf den Grund gehe, bestehe wenig Hoffnung auf Verminderung der Rüstungen. Durchschnittlich wü'kxm 20 Prozent der StaatS- auSgaben zur Ausrechterhaltung der Rüstungen und neuen Kriegsvorbereitungen verwendet. Die internationale Finanzkonserenz In Brüssel habe bewiesen, dah die Welt sich diese Ausgaben nicht leisten könne. 3m letzten Kriege seien 9 Millionen Menschen getötet und 30 Millionen zu Krüppeln gemacht eher verletzt worden. Der Krieg kostete den TLi- ticnen. die an ihm teilnahmen, nicht weniger alS 50 Milliarden Pfund Sterling Für England Betrugen die Kosten 8 Mi l- liarden Pfund Sterling. Es »et die Pflicht der Staatsmänner und der Parlamente, ihre Augen den vernichtenden Folgen ,u offnen, die aus den verschwenderischen. unproduktiven Ausgaben entstünden: es gäbe feine größere Verschwendung, als die Aufrecht er Haltung von Heeren und Flotten. Den Staatsmännern und Wirtschaftlern sei keine bessere Gelegrnh it zur HeradfeNung der Ausgaben geboten, alS die augenblickliche Die Well brauche ein Beiftnrl. Mm ins Einzelne zu gehen: Die Politik der D e m o k r a t i f ch e n Partei hat ihr eine Krisis beschert. Ein durch trübe Erfahrungen etwas gewitzigter nationaler Znsiinkt hat sie nach dein neuen Gewaltstreich der (Sn- tente veranlaßt, dem alten RegierungSkurS eine Absage zu erteilen. Diese verliert ihre Bedeutung nicht durch das Berttauensvotum das dem provisorischen Kabinett Wirth gewährt wurde. Herr Hergt hat auf dem Deutsch- nationalen Parteitag in Gießen uns tiefere Einblicke gewährt in den Verlauf jener Verhandlungen. die eine feierliche Rechtsverwah- rung des Reichstags gegen die Lostrennung oberfchlefischer Landesteile bezweckte. Die 5>c- mvkraten und das Zentrum, ja sogar die So- 5ialdemvkraten, waren bereit, der von den Rechtsparteien voraefchlagenen Entschließung zuzustimmen. Der Reichskanzler in höchsteigener Derson hat die Linke umgeftimmt und von Der Pariser Botschaflerkonferenz daS „Rull unD nichtig" entgegennehmen müssen. Eine wachsende Mehrheit unseres Bolles wird ihm dies, wie so Diele andere seiner Fehler, nie vergessen. Dor was banale ihm wohl mehr wor Zwangsmaßnahmen der Entente oder vor einer sich anbahnenden breiten ReaierunaS- foalition. für die er nicht mehr die erwünschte Spitze gewesen wäre? Er zerriß das mühsam gewonnene, gemeinsame Band, und die Deutsche Dolkspanei warf ihm und seinen unbedingten GcsinnungSgenosien. den Sozialdemokraten, die Feyen vor die Füße. Dem .Vorwort?" zps Ige f iea bctliu'ii nächstes« ibe Grundsätze ür . ie 0 egirrungSb ld i g unter den vier Fraktionen vereinbart worden: Die D amten sind, unbeschadet ihrer pol tischen Mei- nungsäuherung verl si chtet, die V.rsaslung des Staates gegen jedermann mit allen Mitteln in Schuh zu nehmen und aktiv für die Attori'ät d:s gegenwärtigen Freistaates und der vo f f ung?- mc-ßigen Regierung einjutreten. Schasiunn eine- zeitgemäßen Difzipliralce'ehesi Schein-, d?- mokcat schen S lbstbestimmnngSrechtes des Vrl eS in Staat und Gemeinde, Sicherung und Ausbau der s"'i-lm Gesetze ^rb«n->ng einer darckufelfen- b i 3 stizreform, flößerc S^lbstäcki leit e pr u- bifchc» P orinzen: Aviplitte ungskestrebungen von Preußen find nicht zu unte- stützen. Aeber die Aus- einande-sehuna deS preuß-s^en S'^a'et mV der Krone Ho^e volle:n ko in e iS er ein Ei n erständ- niS der Parteien nicht erhielt werben. Hrute oor- m'.ttag findet beim Landtaaspräfttenten Leinert erneut eine interfraktionelle Delprechunng statt, in der das Kabinett endgültig gewählt werden soll. Berlin. 4. Rov. (WTB) Die soiial- demokratifch« Fraktion deS La d ag.-S beschloß nachmlttaa- mit 46 gegen 4 1 Stimmen grundsätzlich den Eintritt in die große Koalition. DaS Z:nt um nominierte für den Posten deS Ministerpräsidenten nach wir vor Stegerwald. Berlin. 5.Rov Der Desckluß der sozial- demokratischen Fraktion deS preuß.schen Landtags, ihre Anterhänoler zu Verhandlungen auf der Grundlage der großenKoalitionzu ermächtigen, hatte bereits aestern, den Blättern zufolge, die FraktionSvorstänoe zu Verhank lunfen über die Rcgiei-ungSbildung zufammengefüh t Als Ergebnis di 1er Besprechungen wurde von den Blättern folgende Ministcrliste angegeben: Präsidium Lei- nert (Soz.), Inneres Seoering (Soz), J.nanzen Dr. Leidig oder Dr von Richter (D Vpt). Anter- ticht Dr. von Lampe iD V t) Landwir schuft Dr. Wendvtfk (Sem.). Iustll Dr An Z h chofs (Ztr), Handel Otto Braun (Soz.), WohlfahrtSministc- riurn ein ZentrumSmann. bas unfruchtbare System Dinh durch eine großzügige nationale Politik zu ersetzen suchen. 2llso war die Dernonsttation gegen ihn bedauerlich und schädlich. Aber eS ist möglich, daß auch er, wie Wirth, wieder aufersteht. ES muß sich insbesondere zeigen, was die Zen- trumspartei aus den Wirren der Zeit gelernt hat. Sie tritt für die sogenannte große Koalition ein; hoffentlich seyt sie sich damit auch durch — falls Herr Wirth nicht zu gewichtig In der andern Wagschale styl, in der die Sozialdemokraten und Fürsprecher der linkspar- teilichen Koalition es sich gemütlich gemacht haben. Es war, schon unter Stegerwaü), eine Einigung im Sinne einer Koalition der Mitte in Sicht gewesen; zuletzt war erwogen worden, im Hinblick darauf, dah über den im Reichstag neu entstandenen Konflikt mit der Deutschen BolkSpartei Gras wachsen müsse, dieser Partei zwei Ministerstühle für spätere Zeit vorzubehalten und sie vorläufig mit Beamten, also nicht parteipolitisch, zu besetzen. Die Durchführung scheint an dem mangelnden Entgegenkommen Der Demokratischen Partei gescheitert zu sein. Ob Der Reubau auf anderem Grunde jetzt gelingt? Mit seiner letzten, gestern von uns veröffentlichten Meinungs- kundgebung einem Vertreter des Wolff- Bureaus gegenüber betastet Stegerwald mit finsterer Miene Die Gebreste unseres gegenwärtigen Parlamentarismus. Durch Rächt zum Tag! Wenn Durch Die zunehmenDen Röte unD Erfahrungen Des Deutschen Volkes Die auf Dem FelDe unserer RieDerlage emporgeschos- sene Vegetation einer neuen Treibhauskultur allmählich abgewelkt sein wird, wenn DaS neue Deutschland den rechten Blick Dafür gewinnt, was ihm Dem AuSlanDe gegenüber frommt, wenn es sich sammelt zum'Marsch auf klarer erkannten Wegen, Dann wirD DaS Parteileben sich vereinfachen unD eine gefünDere Form Des BerfassungSlebenS gefunden toerDen. besohlen, wenn eS kttne kostspielige Flotte und kein kestspieligeS Hocr zu unterhalten brauche Wenn Die Alliierten diese Lehre pr«- Digten, müßten sie sie auch auf sich anwenden. SS gäbe Menschen, di« be- reitS Die 2kuSstch'en deS näch ten Ztri.-g-s erwähnen. Der nächste Kriei w.'rke die Frauen und Kinder nicht weniger t5ten und verwunden a(« Die Männ i. und vielleicht b c 3*rflörung der Zivilisation bedeuten Die Ge! hrten c • ; ■ n non diesem Krieg ein entsetzliches Bild. DeS weiter^, sagte der Redner, man könne nicht auf Bündnisse vertrauen. iMe sich auf pegentoa-tift ober frübe-r Freu-dsch/'s-en und materielle oder wirt'chattiich? Int-r.'sien prün- deten Die Taifache trete immer deutlicher Kut.ige die grvßm internationalen Interellen pe^ meinsam in Btt^acht n«in<»en werden müst'en. und daß der künftige Fortschritt der Mensch^lt nur gesichert werden könnte b»rch die qm*'en Rationen die sich zum künftigen Frieden der Welt zusammentaten. Der von Den Demokraten Durch Die Zurückziehung ihre* Mitglieder herbeigeführte Sturz DeS Kabinetts Stegerwald war durchaus keine Dringende Rotwendigkeit, solange man nicht wußte, was Daraufhin eigentlich werden soll. Gewiß, auch Das preußische Ka- bmett war nur ein Provisorium gewesen, aber ^err Stegerwald, Der sich ja um Die große I gekräftigt werden. Koalition nach links und nach rechts redlich be- "uHte, ist gerade Der Träger jener ÖDeen, Die * _ P^is, 4 Rov. (WTB.) ...Journal De ®ebatö schreibt, offenbar beeinsiußt. Lord Eurzon habe aestern mit Dem französischen Botschafter in LonDvn über das kümlich ahne- schlossene französisch-türkische Ab- kommen eine ilnterreDunq gehabt. Der Minister habe zu Diesem Mschsuß einige Bvr- Denatte gemacht. unD Übermittelte Die Borb?« halte in einer Rote an den Quai D'Orsay Die englische Regierung soll die Einwondunq gemacht haben, daß Die vereinbarte Reglung die allgemeine Dolitik der Alliierten berühre. Die englische Regierung fei zwar praktisch nicht geacn Die von Der französischen Regierung ergriffene Initiative wolle aber darauf Hinweisen, daß es gut fein tDürbc. allgemeine Verhandlungen über dte Orientangelegenheiten anzuknüvf.'n. Auf alle Fälle würde diese Angelea-nheit demnächst Geaenstand eines Meinungsaustausches zwischen Paris und London sein. Einen Bericht des .Da-ltz Tel gr-aph" zufolge beanstandeten die mllitätttchen Sachnerständi en E'-plindS b sonders die Bestimmungen be ne'f^nd die Bagdadbahn und das Recht ter Tür'en Triipven zu befördern. S; sei kaum ,u glaube» daß die fran^öst^chen Staat männe- und m'lj ätischen Sachverständiaen nicht di? Gefahr söhen die auS einer solchen Bestimmung für die Sich-rbei- EnslandS und Mef-priamienS erwachte A «her- dem sei daS große Gebiet in Rord-S.-nNrna fog Frankreich der Türkei zurückerst^tten w-lle' von den Enrländern mit arabischer H lf? ervb'rt worden und ki'her kas fron Sich Man'a über dieses Gebiet noch nicht einmal bestttin werden waS die Handlungsweise der Fran.osen, über diese- Gebiet »u veifügen, ob^e imanSen »u f-ng?n noch zweifelhafter mache Der Manteldrief Zus- suf KemalS mache d er noch pti"l ch-ren Ein- ter Otertiag I-lbst. Dieser Brief bebrule nämlich, dah Frankreich dafür, daß eS für die Tdückerstattung Smyrna» und Th^a,ienS an die Türkei fovie für die Räumung ^Konstantinopels durch die Alliierten wirken wolle sich die wirt, schef liche Pri-rität im pesam'en tiir i'chen Re ch sichern könne. Gs bttibe adzuwarlen, welh» Hnl- tung Italien in dieser Frage einnehmen w^d» in Angora beabsichtige Verteidigung der ital etisbea toirt- ^"terestenzone die von dem fran ö i'ch- kemansttschen Abkommen scharf bedroht werd- Der Ber.chterstatter deS .Daily Telegravh" sch'ieh' ' L* Utsickenden un'er den Türken würden einseten. oav allem Großbritannien nicht versuch: ha'^e unter dem Vorwande der Freundschaft Konzeffto- ner von der Türkei zu erpresten. Der Berichterstatter der .Times" m-tdet aus Konstantinovel. tn dem .ad referendum-Ab- _ . - - , kommen", das von Zusius Kemal und F anllin 1 'L/a n d bic Vorteile vor Bouillon unterzeichnet wurde, sei. wie verkautet, Augen die sich für dides Land ^geden. und d.e vora-sehen, daß Alexand-ette Freihefm für bi m Stand fetzen wurde. Die Reparationen jj * türkische Einfuhr sein soll, die für die von de Erster viatt i?i. Jahrgang Samstag, 5. November 192t GietzenerAnzeiger »otichnllrv .«»sichlog General-Anzeiger für Gberhessen rWZ Omrf -«» Verl-,- vri!,l'Ich< Uwie.-Btid). enö Steiwtnitfmt R. £ll. Sine e^al'sche Stimme über die R paration^sraaen. London. 5. Nov. (WTB 1 .Westminster Ga»ette" schre'bt. die deutsch» Mark m r* f f c wei ter fallen, da neu-» R^vartt onen fällig to'r^cn .'Vb,> n-*ue R^va-öt o-S ah nn^ werde ;u e’nem lch'e bterev K "rse d'r Mar' f'hrem CJBrn der Re parat'on-?p^a n nicht a^-cinb^t treibe, werde em neue« Wien ober 7 ’jTanb in einem groben G^b'ete Europa? gefcha'f'a E? sei lächerlich. au behaupten, bab der Zusammenbruch der Mark daS Sr-e^n'S de it'cher Man'palat onen sei, da er für Deutschland eine Katastrophe sei. — Leibt« Grad. Nur wenige von denen, die stch an den Werten Leidl« erfreuen, werden wissen, bah der grßhte Maler bei 19. Iahr- hunderts auf dem Würzburger Städtischrn Friedhof beerMgl liegt. Er frit hier zusammen mit Ieinem getreuen Malgenosten und Freunde § oha an es Sverl die letzte Ruhe gefunien. ine eindrucksvolle Schilderung dieser al en Freunden der Kunst teuren Grabstätte findet sich in dem soeben bei Gebrüder Tlcmmlngcr in Würzburg erschienenen Buch .Würzburger Friebhofs- tcanberung- von Dr. 2 gust Memml-ger. Leidl, der bekanntlich eine gewaltige Körperstarte besah und in Münchener Künstlerweisen al« der ,2LLp- terlal der Darstellung zur Verfügung gehabt. Walter Reymeiein Don Juan voll vulkanischen Innenleben«, alle L idenschäften durchlebend. Rah l Sanzara (Schwester, die Führerin) ganz in zufällige Menfchcnform geprrchte fanatische Leidenschaft und Liebe in zwiefacher Wortdeutung. Dazu Grete Wittel« Weiblich'elt, Franz Schneider al« .(Begleiter** von überragender Gestaltungskraft. — Die Bühnenbilder Delavillas (Frankfurts ganz primitiv, nur Malerei, aber von stärkster Bildwirkung, gaben bem Spiel einen tressenden Rahmen. Dessenungeachtet blieb da« Pull lum in feiner Mehrheit unberührt und bereitete bem Stucke teil« zischende und pfeifende Ableh- nung .teil« Achtungserfolg Die Darsteller und die Regie hingegen wurden ehrlich und dankbar anerkannt Möglich, dah da« Stück im Rahmen intimen Kammerspiele- auf mehr Dersländ.ni« stöbt. Aus Stabt und Land. Gletzen, den 5. Nov. 1921. Versorgung der „Altrentner". DaS „Olttrentnergefetz", bas mit Wirkung vom 1. Januar 1921 in Kraft getreten ist, regdt die Versoraungsgebührnlsse der früheren Angehörigen der deutschen Wehrmacht und ihrer HiMerbliebenrn. soweit ihnen Dersorgung-gebübr- nlffe mir infolge einer vor dem 1. August 1914 beendeten Dienstleistung zuerkannt sind ober nach den vor bem ReichsversorgungSgesetze vom 12. Mai 1920 erlassenen Militärversorgung«- gesetzen noch zuerkannt werden können. Nicht darunter fallen die mit Ruhegehalt verabschiedeten Berufsoffiziere. Deckoffiziere und Beamten, für die da« PensionSergänzungSgesetz vom 21. Dez. 1920 gilt DaS nach § 1 de« Allrentnergesetze« grundsätzlich da« Relchsversorgung-gesetz gilt, ist erreicht daß alle .Altrentner , mag ihre Versorgung nach der Gesetzgebung von 1906/07 ober früherer Zeit erfolgt fein, im allgemeinen wie die -Neurentner" au« dem Kriege 1914/18 behandelt werden. Die Neuseststellung der nach früheren Mili- tärberforqung^gefe. en bewilligten DersorgunaS- gebührnisfe (Umanerlannung) erfo'gt ohne Antrag. Bei der Relhenfo'ge der ilmanerfennung wird ba« Hobe Lebensalter einer Reihe von All- rentnem. insbesondre auch der Kriegsteilnehmer von 18 7 0/7 1. und die beburftige Lage von Beschädigten und Hinterbliebenen berücksichtigt Mit der Durchführung de« Gesetze? sind vom ReichSarbcitsministerium beauftragt worden: a) die Hauvtversvrgungsämter hinstchtlich der Hinterbliebenen, b) d e V rsrrg' ng ämter h'nsichtllch all^r übrgen Vers rg ng berechtigten Da die LimanerkennungSarbeiten eine gewisse Zeit erfordern, ist feiten« des ReichSarbeitSmini- fterium« angeordnet worden, bah den Witwen Aus dem Reiche. Sine mtere'santr Abstimmung. D e r l i n, 4. Nov. (Wolff.) ImNechtS - a u S f ch u tz des Reichstages ist der Antrag der Deutschnationalen und der Deutschen Bolkspartei, sowie der Unabhängigen, der Sozialdemokraten und der Kommunisten auf Aufhebung der Verordnung des Reichspräsidenten vom 28. 8. mit 14 gegen 13 Stimmen abgelehnt worden. DaS nächste Programm de» Reichstags. Berlin, 4. Nov. (WTB.) Der Aelte- stenrat des Reichstages beschloß, am kommenden Montag und Dienstag die Berawn- gen über die Steuervorlagen fortzuführcn. 3n Verbindung mit den Steuervorlagen werden Interpellationen über die CBafutanot, Entente- forderungen auf Stillegung deutscher Werke, Verbot der Landung russischer Schiffe im Stettiner Hafen behandelt werden. Der Mittwoch bleibt sitzungsfrei. Auf der Tagesordnung des Donnerstags und Freitags stehen Interpellationen 'über LV* Preissteigerung, die Kar- wffclnot, Gettcideschiebungcn usw. Wegen des demokratischen Parteitages fallen die Sitzungen am 12. und 14. November au«; auch der darauffolgende Dienstag wird sitzungsfrei sein, da am Mittwoch Butz- ur* Bettag ist. Falls dann am Donnerstag und Frettag das Plenum tagt, werden das Schulgesetz sowie die Interpellation der Deutschen Volkspartei über die Vorkommnisse in der tzstalz auf die Tagesordnung gesetzt Beisetzung des bayrischen KonigSpaareS. München, 5. Nov. (WTB.) Gestern abend fand die Aeberführung der Leichen des ehemaligen Königs Ludwig und seiner Gemahlin Maria Therese von Wlldenwatt nach München statt. Du/schreiinngen m München. München, 4. Nov. (WTB.) Wie die „Münchc: r Neuesten Nachrichten" melden, kam eö heute in einer Versammlung der Nationalsozialistischen Partei zu großen Tumulten, wobei mit StühlenundMatz- trügen zugeschlagen wurde. Mehrere Revolverschusse wurden gewechselt Etwa 20 bis 30 Personen erlitten Verletzungen. Derl Saal muhte schließlich von der LandeSpolizet geräumt werden. Die neue Beamten-Besoldungs- resorm. Heber die Gründe, die zu der vierten Ergänzung deS Besoldungsgesetzes, d. h. der jetzig:n BesvldungSreform geführt haben, wird von berufener Seite folgendes ungeteilt: Die Grundsätze, die für diese Reform maßgebend waren, sind svlaende: Keine Aenderung in der Einreihung bei- Beamten in den einzelnen Gruppen und im Dcs ttungsd enstal er und keine grundsätzliche Aende^amg der Zusammensetzung ter Dchal sbe-üge (®iu brebalt. Ortszuschlag usw.), die mir in ein neue« Verhältnis zueinander zu bringen waren. Für die überaus grob» Dringlichkeit der Besvldungsreform sprach schon der Umstand, dah die Finanzverwallung mit Anträgen auf Vorschutzzahlung usw.. namentlich aus dem be- sedten Gebiet und dem Industrie-evier, buchstäblich überschwemmt wurde. Die Reform mutzte sich insbesondere auf das De> bältniS der Gehälter der höheren zu denen der nie cen Beamten erfttecken. Wie notwendig in diesem Punkte die Reform war, mag au« folgendem erhellen. Icht bezieht ein Beamter (verheiratet mit ztl-ei Kindern von 6 bi« 14 Jahren, Endgehalt, Ortsklasse C) bei Abrechnung der ReichS- einkommensteuer in den unteren Besoldungsgruppen II—IV da« Elf- ober Zehnfach«, in den gehobenen Desoldungägrupven V und VI aber nur Da« Acht- und Siebenfache, in den mittleren Besoldungsgruppen VII und VIII daS Fünffache, in den höheren Besoldungsgruppen X—XII das TIt oder Dreifache feine« FriedenSeinkommenS. Der bisherige Zustand war also ungerecht. Er brachte die Gefahr mit sich, dah die Verantwort- Grunde zu gehen. Ebenso mystisch, im Grunde grundlos zu sterben. Dieses .grundlos" trifft natürlich nur bedingt zu und bedeutet Kritik. In feiner Begleitung ein mephistophelisches Men- schenschernen, auch im Acuveren nicht al« Mensch gedacht DaS ilebrige Beiwerk und ohne bestimmende Bedeutung. Wollte man den Inhalt erschöpfender definieren, mutzte man ein Buch schreiben von mindestens dem gleichen Umfang wie das epLL E« ist die Arbeit eines Intellektuellen, den rasseeigentümliches starke« Sinnenleben, dichterische« Fühlen, da« nicht dichterische Berufung ist. zu l.tcrar'schem D:'e'ntnN dräng en. Line« Intelleltuellen. der von seinen Lesern oder Hörern weitestgehend Miifühlen ober doch sehr vttl guten Willen, soweit nicht gleiche« Innen- füblen vorhanden, verlangt. Der für daS 21c u- b e r c seines Handwerkes neben Dem Intellekt viel besitzt, vor allem guten routinierten Stil, reichen Sprachschatz, lyrische, wenn auch fla t sinnliche Begabung und reicht Kv'.orll der Sprache. 2C>ei e« ist ein Werk eben nur eine« Intellektuellen, bei an Fragen nur mit Beistand und Sinnen gebt, die den Dichter erfordern. ES fehlt an dichterischer Tiefe und fehlt vor allem an dramatischer Gcstallungskraft. Ein 2lutor. der ba« grobe Glück batte, in Gustav Hartung j Hande zu fallen. dessen Genie durch die Technik seiner Regie und den Reichtum feiner Erfindung alles Zehtende ersetzt und dadurch den äußeren Erfolg sicherte. Aber f-lbst ein Hartung hätte &i*r wohl versagen mässen, wenn er nicht diese« glänzende Ma- monatlich Vorschüsse in Hohe ber künftigen Der- sorgungsgedührnllse aewährt werden. Denn üe üb rigen un Einzel tolle eine Vorschntzgew rhr anL geboten erscheint, kann diese von ten Versergungs- beworben auch selbständig veranlatzt werden. ehe'sosehr die Gefahr der Abwanderung der tüchtiger Beamten nach Aufstieg in eine höhere Industrie. Schließlich hätte bei zu grober Nivellierung der Gehäller der Anreiz für da« Streben tüchtiger Beamter nach Aufstieg in eine höhere Klosse gefehlt. Die Neuordnung ber (Beamten- geholter hat hierin einen emigermaben gerechten Ausgleich zu schaffen gesucht. Bezüglich OrtSzu chlages ift bk ®r- Höhung in den höheren Ortsklassen etwa« gröber als in den niedrigen. Doch ist die Spannung zwi- sch-en den Dienslbrzügen in den einzelnen OrtS- tLaffen nicht vergröbert, ta statt des gestaffelten TeuerungszuschtageS ein gleicher Zuschlag du- tr tt DieKu.deizu chläge f>ilet wir'sameE t,ö''u-g erfahren. Statt 40, 50, 60 Mark betragen sie in Zukunft 150, 200 und 250 Mark. Der Teuerung«- zuschlag Höll sich auf relativ gleicher Höhe, da sich die Differenzierung nach den Ortsklassen wegen Annäherung der Teuerung-Verhältnisse in den einzelnen Orten als untunlich erwiesen Hal. Der Zuschlag in Höh« vor 20 v. H. ist jedoch nicht durch das neue BetvldungSgesetz. sondern durch einen Nachtvogsetat für das Iahr 1921 -u regeln. Zum Kapitel Dienstwohnung ist festzustellen: Nach dem Beispiel Preutzens, Bayern- und anderer Länder wird die bisher al« Ausnahme zuge- lastene schätzungsweise Festsetzung (unter Mitwirkung der örtlichen Deamtenvertretungs Regel an Stelle der bisherigen Demellung diese« Betrages nach bestimmten Hundertteilen de- Ort«- zuschlage«. Endlich bringt die Reform eine nicht unwesentliche Erhöhung der Pen'ionen. Warte- und Wi'wcngelder. Der Höchstbetrag deS Witwen» gelbe« ist von 9000 Mk. auf 28 000 Mk. herauf- gefetzt worden ber Mindestbetrag deS Witwengeldes von »30 Mk. auf 3000 Mk. Da« Pen- । fionsergänzungsge'etz vom 21. Dezember 1920 findet auf die neue Besoldung-regelling sinngemähe Anwendung. Lehrreich ist folgende äl eher sicht über die Steigerung bc« Gehalts der einzelnen Beamtengruppen nach dem neuen Defol^ungS- gcferenttouif gegenüber dem FriedenSeinkommen nach dem Stande vom 1. August 1914. Die ®e- haltssteigerung beträgt in: Gruppe BI. Bahnwärter, 1381 v H: Gruppe III. Schafiner, 1310 v. H ; Gruppe IV, Lokomotivheizer, 1280 v H; Gruppe V. Zugfsihrer. 1076 v. H : Gruppe VI, Sekretäre, 754 v H : Gruvpe VII. Cberfcfreiäre, 703 v. H.: Gruppe Vlll.Inspektoren, 6^1 v H; Gruppe IX. Oberinspektoren, 653 v. H.. Gruppe X, Reg erring«rtt'. 630 v H.: Gruppe XI, Oberregierung «röte 579 vH : Dru^v« XII. Ministerialräte 630 v. H.: Gruppe XIII, Ministerialräte 570 v. H: Gruppe B III Ministerialdirektoren 495 v. H. [et“ bekannt war. litt in den lebten Laoten )e nos Leben- an AtmungSbefchw: ihr wollt". 6 Uhr: .Die Postmristerin" — PhnsislogilcheS Institut, 5 Uhr: Phyftologischer Vv,1 ag — .Hotel Einhorn", 4 und 8 Uhr: Ringkämpfe. — Au- dem S t a d 11 h ea t e r b u r e 2 u. Die 5. DienStags-Abonncmentsvorstellung. die Wedekind- „LiebeStrank bringt, mutz w?g>-n des ObcreüengaftfpicU am Di.m«tag ausnahmsweise auf Montag den 7. verlegt werden. — 3m Interesse ber Volksgesundheit sei nochmals auf ble am Montag, den 7. November, abends 6 Uhr. im Hygienischen Institut (Eingang vom Hof) beginnenden sechzehn Verlesungen tb?r Gewervehygiene Gewerbekrank» beiten, 11 nsa11wesen und Arbeiter- s ch u tz aufmerksam gemacht. — Der Verein für Bewegungsspiele Gieren ve.anstaltet morgen abenb 8 Ubr in der Zurnbille des T. V. vor 18.6. Stein- stratze, einen Werbeabend für Amateuoe — Aingkämpse. Wie au 3 bem Anzeigen- tell ersichllich ist, finden morgen im Einhorn- Saale die Entscheidung «kämpfe ^tto.schm Hitzler und Ehristensen, sowie rxm der H hd gtgen Ehristensen ober Hitzler statt. Die erste Vorstellung beginnt um 4 Ubr, die zweite 8 Ugr. Vorverkaufskarten sind schon beute i Hotel Einhorn zu haben. Militär vom hiesigen Jiifanterieregunent hat Ermähigung. — Ast or ia-LtchtsPiele. Von Montag ab wird ter Grotzfilm §amld“ mit Asta Nielsen in ber Titelrolle gespielt. Kunst und Wistenschast. „Blut — du bist Blut" von Heinrich Anton. (Uraufiührung.) St. D a r m ft a b t, 3. Nov. 1921. Ein Spi'ck in brei Tellen (23 Szenen ll nennt der Autor sein Werk. ES ist kein Schauspiel, keine Lragöbie und lein Drama. Es ist aber auch nur bedingt ein .Spiel'. Die« ber Oani ber Handlung, soweit von einer solchen ober von einem Inhalt gesprochen werben kann: Lorenzo ta Ponte« »Don Iuan" (Mozart) um ein Vielfache« gesteigert und vertieft, soweit mersLlche Leitenlchasten und Gmpttndung-äude- rungen au# t us nb Lei em uni S eien zu ammen- gclrogen Nch in ba« Schemen äußerer Menschen- form pressen lassen Don Juan au8 dem Tosen auf« 5öd)f c gesteigerter sinnliHer Gier und auch ideal gesuhlter Liebe, die Ledensinh.ilt auSfüllt, blncinge:rie3en üi bl.» liefen menschlichen E end# (Hölle nennt er daS) und über diesen Weg. den ihn ein gleichaeartete«. aber ander; orientierte# Menschenschemen (ein Weib natürlich bis Ibn hastt, um feiner Gier dennoch zu ver.allen) in sv- »ialrolltilche älmstu,zbewegu"g die ir)n in schnellem Ausstieg zum Führer, dann zum v-rmeint- lichen Verräter, dann zum Mörder werden läht, ibn hinter Ker-kermauern bringt, entfliehen lätzt' ihn wieder in da- Leben der Gier stürzt, in dem er aber keine Statt mehr hat. Eine Dirne schleudert ihm in# D ^lcht: Du bist wüst und al I Der dann etwa« f rustisch mtzstisch den Tod erwürgt, um in vernteuttlicher Rückkehr zur Jugend selbst zu Wmrrifa gegen den Alkohol. Washington, 5. Nov. (WTB) Der Bubne^lin s etzt für bi« nächste Hatzr e n' Öum^e von lOMillionenDollarS '■egen 21 Mill. Dollar« des Vorfahre« für die Anwendung de« G^e»>eS gegen den Verkauf alloholischer Getränke vor. Die ArbcitAlosl'N in England. London. 5.Nov. (WTB) Die Za^l der Arbeitslosen betrua in der ve f'os'e"en , Woche 1 €63 900 gegen 1 423 792 In der Vorwoche. Englische Insfi^ in Indien. London, 5.Nov. (WTB) Das Gericht in Ealieut (Indien) hat 38 der Tellnatzme an der RebeMon in TRalt^ar Im Auanst dieses 3i5rc6 A-g lli"te abg'u-teTt 13 Persi-ea wardrn zum Tod" 22 zu lebenslänglicher Verbannung und Konfi-katton ihres Vermögen- berurteilt Dcgdadbtchn verborgten Bezrr"e bestfnTmt sei. Des^l^chen wird von nationalistischer Seite berieft t, bah die französische Regierung sich bereit erklärt habe, dafür, dah die Regierung von Angora den Vertrag bald rat fhie-e. dir türkischen Aasprüch' auf Z o n i e n und West- Thrazien auf brr nächsten Konfe-e^z ü^e*- F agra be? naben Ost nS zu unterstützen Da': G h im^bfommen. d S «wischen den Franzo'en und Kern l stm abg.schlos- ser. sein soll, sehe vor, dah die Franzo'en den Kenv'llsten zehn schwere H-u^itzen. über fünf ig F Ibacschc-He und grohe Mengen Maschinen- attreh'-e und Munstion a>'Shä"d gten. wa Ichwer- llch mit ke^ frarzös-'chen Neut-rl 11 e ta i-ni im türkllch-brttischen Kriege vereinbar fein würde. kicheren Beamtenstellen zu einem Monopol für und Waisen ber Unterklassen, die sich tnm die besitzenben Kreise mürben, und er bedeutete Teil in grober Notlage btfiiben. von AE Legen ---v----tnü Wirkung vorn 1. Cf.ober 1921 an laufenb EluH dem TlmtSverkündistnugöblatr. -tixiN. ten In gen ist. XIII« LUHNSS3 das solide, hochwertige Seifenpulver 21 - bet: n Mo- Aart: Missa Papae Marcelli von P a l e st r i n a: Zehn Lieder von Richard Wagner. Landtag-wahl Tie in der Bekanntmachung vom 14 Oktober 1921 — Qtr 236 der Darmliädter Leitung vom 15 Oktober 1921 — gelebte Frist rar Sinreichung oon Wakl^rrichläaea sür die am Sonntag dem 27 Aovember ia?l flatt- findende Landtag-Wahl Bu!t gem..f| Ar ilel IT Absatz 1 de« Danbfnn«ti>atL?efche« am Sonntag, dem 6. Aovember 1921. abends < Uhr ab 3n der Zeit vom 15 Oktober bi« 1 Aooembee 1921 wurden in Sieden gesunden 3 Fünf, ztamarkscheine. 1 Brosche mit Dame-.kopl l Aickri- drille. 1 Trauring 1 Änetfer. 1 Haarkamm eine Briesmappe, 1 Kinderpvrtemonnaie mit 3nball 1 Damen Handtasche mit Inhalt. 1 Ubrfene und 1 Slac«handlchub; verloren 1 brauner Mantel. 1 silberne Damenuhr mit Goldrand I schnurze Brickmappe mit Inh^ilt. 49 Mk in Paplertcheinen. 1 schwarzer Pelzkragen. 1 Lohn täte mit übc^ 200 Mark. 1 geschlungene goldene Brotche und eine braunlederne Briestasche mit Inhalt. Krci- Friedberg. Butzbach. 5. Aov. Der Aaub> Da« A m t « v e r kst n d i p u n g « b l a 11 15c vom 4 November en hält Lanht >a ” Die Be'chästigung weiblicher Angesrell.^.. Gast- und Schankwirtschusten. — Dienstnachrichten. — Gefunden, verloren. den Ober- und Aieder-Ingelheim, die grölte gemeinsame Wasdungen bei Tartoeiler Im Hun«- rüa besitzen, beschlossen, demnächst 3000 Festmcter Bauhof zu fällen und zum Helau) zu bringen. Die zu erwartende Einnahme wird auf mehrere Hunderttausend^ geschäht. mza. Mainz. 4. Aov. v- Zugdiebe. 2llS ein hiesiger Herr nachtS an Bvnn in den O-Zug etnstieg. wurde ihm im Gedränge die goldene Ubr mit Kette gestohlen. Fahrgäste bemerkten den Diebstahl und machten den Bestohlenen daraus aufmerksam. Der Dieb sprang in diesem Augenblick von dem fahrenden Zug ab. Der Bestohlene rief zum Fenster hinaus: ..Haltet den Diebl" vorauf es den Stationsbeamten gelang, den Flüchtling festzunehmen. Die gestohlene Uhr und Kette fand sich tn seinem Besitze vor. Der Bestohlene kommt dadurch wieder kn Besitz seines Eigentums. mza. Egelsbach. 4. Avv. Der bestöhle ne Dieb. Einem hiesigen Landwirt wurde Wäsche im Werte von über 10 000 Mk. gestohlen. Es gelang, den Dieb festzunehmen, der angibt, seinen Raub auf einem Handwagen nach Frankfun verbracht zu haben, wo ihm der Wagen mit Inhalt gestohlen worden sei. «reib Wetzlar. d. Wetzlar. 3. Aov. An Stelle be« von hier Dcrlcfxten R^gierang-astelsvr« Dr Scheuernt a n n (jetzt Oanbrat In Bad Pyrmont) ist der Gerichtsassessor Gail vom Amtsgericht Neuwied dem hiesigen LandratSamte vom Minister be« Innern zur Hilfeleistung überwiesen toorben. | Der Dorschen de be« KreiSauSschusie« hat Assessor Gatt auch zum Dorsitzenden der Krei-preis- Prüfung« fi eile ernannt. Bisher war Negierung«- und Kulturrat Dr Heiser, der auch von hier versetzt ist, Dorsihender der Ärcidprel«. prüfungsstellc. — Der KreiSauSschuh bat den Brvtprci- vom 1. Aovemder ab auf 6.60 Ml. fcflgefeftt Der Meblprei« hat ebeniall« eine geringe ErbShung erfahren, und -war kosten Rv^gen- mehl 2 HL. Weizenmehl 2.10 Mk. Derstenmehl 2.05 ML unb Kvchmchl 3.70 ML daS Pfund. d. Reiskirchen, 3. Aov. Die Arbeiten an dem hier im Dau begriffenen Ortsnetz sind soweit vorgeschritten, baf) voraussichtlich Mitte diese« Monat- da« elektrische Licht brennen wird. In den benachbarten Gemeinden Dollnklrchen, Dolpert-Hausen unb Weidenhausen wird bi« dahin auch die elektrische B-tteuchtung einsetzen. * W i h m a r. 3. Aov 3u her geRrigen Aoti; wird un« mitgeteilt, dah Lehrer Willig wider Willen und nicht auf seinen Wunsch versetz t wurde, da er einem älteren Kollegen die Stelle überlassen muhte. waz. W e tz l a r, 3. Aov. Das Mitglied des Provinziallandta^eS. Kommerzienrat et• Die Teuerung. Berlin, 4 Aov. (WB.) Die Teuerung nahm im Oktober infolge der rasch fortschreitenden Entwertung der Mark start zu. Aach den Berechnungen be« Statistischen AeichSam eS. denen die Erhebungen über die Ausgaben für Ernährung. Heizung, Beleuchtung. Wohnung zugrunde liegen, flieg die Reichrinderziffer für bte LebrnShaltungLkosten im Oktober auf 1.146 (ge genüber 1.062 im September): dabei tourten bc Ausgaben für die gleichen Lebensbedürfnis e Im Jahre 1913/14 gleich 100 gefetzt. Die Erhöhung der Lebenshaltungskosten im Oktober bedeutet eine Steigerung gegenüber dem Tormonat um 7,9 v. H.. gegenüber 41.4 im Januar 1S21 und 35,9 v H im Oktober v. 3- Heben einer mäßigen Steigerung der Ausgaben für Heiz- unb Leuchtstoffe unb Wohnung«miete txtranladten in der Hauptsache die erhöhten 2lufto n'uigen für b.c Ernährung da« Anwachsen der Inderziffer. Ley- tere für die Ernährung stieg allein im Oktober auf 1.532 (gegenüber 1418 im September). Zu dieser Erd öbürg traten teilweise die recht be- lnächtlichen Preissteigerungen für die vielen Lebensrnittel bei. Aur der BrvtprriS änderte sich durchschnittlich nicht. De Preise für eine Reihe von Semäsen liehen etwa« nach, dagegen wurden die Äartofieln wieder erheblich teuerer. Deson- derS grvh waren die Pr.i^erdödungen fürHül- |enfrüd)te, Fette, »er; auch für Fleisch und Fische zogen die Preise an, während für Aähr- mittcl die Preisbewegung nicht einheitlich war. Innerhalb de« Reiche« war die Entwickelung im DerichtSmonat insofern einheitlich, als überall Erhöhungen der Teuerungezahlen feslgestellt tour- Aus Hessen. Zur Neuregelung bet Beamtenbezüge. Die Gewerkschaft der hessischen D e- metnbebeqmten erhebt mit ausführlicher Begründung gegen die von der ReichSregierung festgesetzte Aeuregelung der Deamtenbezüge Protest unb fable folgende Entschließung- .De hessische Vemeindebeamtenschaft erhebt aus daS Entschiedenste Einspruch gegen die Ungeheuerlichkeiten, wie sie In der Neugestaltung bet Deamtenbezüge zutage treten, unb wie sie durch Reichsgesetz auf längere Zeit sollen sest- aelegt werden. Sie ertoartet dah der Deutsche Deamtenbund unter allen Umständen an der Festsetzung eineS Mindesteinkommen- fefthält, auf dem erst bte weiteren erforderlichen Steigerungen brr übrigen Gehaltsgruppen aufzubauen sind. Alle Versuche. diese Aeuregelung al« angemesien und den Zeitverhältnissen entsprechend hinzu- stellen. werden entschieden zurückgewiesen. Kein Beamter darf in seinen Gehalt«bezügen unter dem ReichSlohntarif stehen. Wir erwarten, dah der Deutsche Deamtenbund pflichtgemäh so weiter- handelt. baf) die Gefahr der Zersplitterung, bte durch diese Regelung hcrvorgerufen wird. auS- gefchaltet bleibt“ Luhns mit Rotband ist in den von früher bekannten Laden zu 2.25 das Paket zu haben icaon ? « Wied er Verkäufer ist LUHNS bei den bekannten Grossisten erhältlich mbrder Richard Schmidt aus DierSdorf. der wegen "Beteiligung an dem in der Pfeiffer- mühle bei Seehcim begangenen Morde zum Tode und 15 Jahren Zuchthaus verurteilt war, wurde heute früh in der Strafanstalt Butzbach durch das Schaffot hingertchtet, nachdem das Ministerium von seinem versa sfungsmähigen Begnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht hatte. Starkenburg und Nheinhessen. bfl. Darmstadt, 4 Aov Sämtliche Bereinigungen blbenber Künstler In Hessen haben sich beianntlich kürzlich mU dem Ständigen Hat für Äunf! pflege in Hessen zu einer ArdeitSgemei schäft '.usamme^g-schlo fei, die nunmehr aU erste« grmriischastliches Unter1 ehmen eine grobe Deutsche Kunstausstellung Im Zähre 1922 auf bet Math'.ldenhöhe plant Für da« Plakat ertäfct dir AcbeitSgemrinjchaft ein PreiSauölchreiden. Ingelheim, 4. Aov. Ein gute« Mittel zur Behebung ihrer Finanztzot besitzen bte ®cmeinben mit groben Waldungen. So haben jetzt auch die beiden Gemein- ZSltiaS, flijüiiaitriti!. tonal stillt oromoi die Schmerz,, fdjribet ble Oor-ifSure aiiS und nehi direkt zur Wurzel des ilkdels U» ine skvädli Len Nebenwirkungen. «Umsch er orobt' In allen «ooiheken erhältlich. \ 1014s« kenhauS au Lauterbach verbracht, woselbst er an den Folgen eines SchädellrrucheS erle- •i4t, Smiistiitz, Sörnao, Krrica- und -Ihr PALATOL habe ich alft wirkung-voll nusorobien bei elasche Vk 11—. HV.Qc schont und erhält Ihre teure Wäsche, Extrakt macht sie fein sauber (ohne Zauber!) Regelung bet Ingenieur-Be- tzei chnu n a Zwilchen Deutschland und Oesterreich Ztoifche^ Drat ch antz undMu'ch- Oesterreich Ifib 'Serba''b'unptn acg schloff wvr- tsm. wonach beide Staaten oegrnfritig ba« Reife- kin Oesterreich her Mit-sschulen. in D rtt ch a b Nr .HS^«-re • Le' ranstalt n'"> ane'ken- *nri D m t ist rine ÄrrlAÜctgMt b r ö ubterenben fm Besuch brr Hoch'chulen bc« deutschen Sprach- gtbi^e« grichaf«n Di se Frrizügiake't wirb aber erst effefttP werden, wenn die Hochschulstudien ebenfalls gegenseitig anerfannt werden Wie wir bbren, sind die Derbandiungen dazu hn Dange unb versprechen baldige« Ergebnis Bei der Cegenseitiaen Tlrerfrmnjnn her ?e ifchen Hochschulstudien unb ber PrüfungSberechtigungen mühte eine Reaelung der Ingenieur-Bezeichnung' «troffen werben In Oesterreich ist Ingenieur- Bezeichnung den Absolventen der Technischen Hochschulen Vorbehalten, tn Deutschland ist sie Vo^elfrri Aeuer ding- ist ja besann termahen die Ei endthnverwaltuna dani überge anaen. Werk- J^tluecn den Ingenieurtitel zunierkennen Wenn die Dereinbarung zwilchen Deutsch'and und vester- reich zustand? kommt must tn dieser Hinsicht eine Lotung gefunden weiden Erkennl man gegensei ig bic Hoch'cbusstubien an. so geht e« nicht, dah die Äf$t^?-rut 105 All.. Roi- kraut 130-150 All. Oberi chkrabi 50-60 All.. llnterioblraM 50—80 All. Svinat 160-200 Mk. Tomaten 200 All. Zwiebeln 110 All.. Gelbe Rüben 150—180 All. Rot? Rüben 80 All C4trxm,*mi'ie,n 800 All . Endivien 50—150 Mk Meerrettich 300 All her Zentner Butter da« B'und 34-« All. Aevfel 160-2*0 All Birnen 150—750 All der Zentner Dänse 9—11 Mark ba« Pfund * Oberbessilcher Kunstverein. Die AuSstess'-ng hessischer Künstler verbleibt nur noch knr»e Zett 14 Bilder grlangt«m an Stelle b-r zum Teil verkm,s»en neu zur Ansstellunq Die nächste neue Ausstellung deren Erbstnung in 14 Tagen erfolgt wird auber den Arbeiten vom Bund zeichnender Künstler Deutschlands auch Werke von R Surrt». Prof R. Kaiser. Prof. Sllützel. I. G Buchner-München and E. FmeS» Or«-oberg l rinnen Ferner wurden Oonbera j*- Ärdunaen von Pros PH Frank mit Pros La"g» bnmmer^Berktn. Pros 9). von B-llmann mit Th. Ester-ZtarlSrube vereinbart. Aach zweisäbriaer Paule werden Mich die bekanntesten öhirrt- Küntzler-Berkin mit ihren nenetfen Werien im Jamia- hn Kunstverrin Ihren Einzug halten — Dm- Süddeutsche Illustratnrrn*»und ha» sich ben Monat F-chrnar und der .st'mstl-rb-nd Äaritnibc den Mo"ai März für etne A '«stell ing grsiche-t Wie alsi^brsich haben auch bleie« 3a5r neu ein- tretende Mitalleder für ba« Jahr 1922 schon von jetzt ab mit ihren AngebSria<-n zu ben noch In diesem 3”5r stafstndenben 2u«stell maen freien Ofntttf Anmefdunoen nimmt der D-tt»onb tz-« Oberb-ff'fAen Kunst verein« entgegen. Ebenfo liegt eine Anm-ltzeliste zum Einzetchnen al« Muglied hn Kunstverein offen. •* Steuerelnzahluna Da« dritte stiel her ReichOei n komm er st-i, er JQ21 auf vorsäu'i*»e S'ei'erbescheibe kann bi« zum 15 Aovember 1921 r.oit ohne Kosten bei der Bezirkskasse bezahlt werden **DieHesfifcheArbeitSoemeln- schnfksürblldendeKunstin Darmstadt erläftt ein Preisausschreiben für Erlanonnq von Entwürfen zu einem Plakat für die Aus, stellung ..Deutsche Kunst Darmstadt 1922“. Der die näheren Bedinoungen enthaltene Wortlaut de« Preisausschreibens kann auf dem hiesi- sten Stadthaus. Berastraste 20. Zimmer Ar 24, während der Dfenststunden von Interessenten eingesehen werden. fkz. Frankfurt a. TL, 3. Avv. Zum Raubmord in Enkheim Die F-ststellungen der ttnteriuchunaSk^nmt s vn haben ergeben, baf) am Freitag den 28. Oktober gegen 7'- Ubr abend« rin junger Mann mit einem Frhrrad die Bsrstg- Allee panieren wollte. Er sei aber wieder umgekehrt. weil sich an ber Mordittlle zwei verdächtige Männer umbcraetricbcn hätten. Erst später habe dieser junge Mann mit zwei Fra-ien den Rückw^i nach Enkheim angetreten. 3m Interelle ber 2"f lärunq der Mordtat werden die in Frage tommHii'e i Personen er'uchl sich auf Zimmer 369 des Fragst rter Prl zeipr s ^ium5 iu melden fpb. Frankfurt a. M, 5. Aov. Bei einer Haussuchung in ber Ringelstraste. die au« Aniah bc« Snkbeimer Raubmorde« ftattfanb. entdeckte die Kriminalpolizei ein grobe« DiebeSnest. Hier fand man ein annze« Warenlager gestohlener Wäsche und Porzellan. daS au« dem Parkbotel In Mannheim stammte unb von ber 23jährigen Elise Brückner, bte tn dem Hotel bedienstet ist. nach hier geschafft worden war. Die Diebin hatte da« DiebSgut von Mannheim mit der Bahn nach Frankfurt geschickt. Auf Deranlastung der hiesigen Polizei wurde die Drückner in Mannheim festgenommen. • Frankfurt a. M. 3. Aov. Anläblich d«S Unglück« von Oppau bat der Derei n für chemlscheIndustrie in Ma nx, drm auch da^ Weck Fit ^richSbütte bei Laubach in Oberfrffrn arg bM rine Spende von 25 003 Mk geftifet. fpb. Marbu rg. 5. Aov. In ber Sandgrube der ®cmcinbe Berndorf wurden der 56iäbriqe Rottenführer Friedrich Oe hl und der Ikjähnge LandtoirtSsobn Kari Dämmer von einer plötzlich abstür-mden Öanbtoanb verschüttet. Die beiden Derschütteten konnten nur noch a I« Leichen geborgen werden If Marburg. 4. Aov. Zu dem am nächsten Montag beginnenden Schwurge- rlcht liegen acht Fälle vor. — Die hiesige lanbwirtschaftl. Wtnterschule zählt 82 Schüler. Eine Anzahl funccr Leute muhten zurückaewielen werden. — Gin« nervenleidende hier studierende junge Dame machte ihrem Leben freiwillig ein Ende. vbm. Unterrosphe, 4. Aov. Folgenschweres Unglück. Einer hiesigen Witwe wurde von der Deichsel einer Dreschmaschine so heftig aeaen das Knie gestoben, dah ihr die Zkniescheib« vollständig zersplitterte. Aach Aebersuhrung tn die Marburger Rllnif mußte der Bedauernswerten das Bein abgenommen werden. Jetzt ist sie ihren Verletzungen erlegen. Zwei elternlose Kinder beklagen ihren Tod. Vermisstes. Zürich, 4. Aov. (WTB.) Wegen K i t • cbene 1 nbruchS sind die beiden Berlinei Wlchelm Kroener und Flieger Otto Krause scstgenommen worden. Man fand bei ihnen für 200 000 Mk. zahnärztliche Instrumente, die im Dezember 1920 au« einer Berliner Fabril durch Einbruch gestohlen worden waren. • Häusliche Arbeit al« Schön» heitSmittel. »Die Hand, die wochentags den Besen fuhrt, wird Sonntags sich am besten karefsieren^— Dieser DerS aus dem Osterspaziergang des »Faust- erhält eine Überraschende Bestätigung, von der Goethe gewih noch nichts ahnte, durch die Beobachtung einer englischen Schönheitsdoktorin Margaret Hallam, die soeben ein Buch „©cfunbbcit und Schönheit für Frauen und Mädchen- veröffentlicht hat. Sie behauptet, das) die Dienstmädchen die schönsten Arme hätten, und zwar leitet sie diese Auszeichnung der dienstbaren Geister von ihrer Berufötättgkeit her. Das Mn von Teppichen, bag Bettenmachen, ürsten und Putzen sollen den ArmmuS- kein die beste Hebung und damit der Form des Armes eine hohe Dollendung verleihen. Mi!) Hallam hält überhaupt körperliche Xlcbun- «en für das wichtigste Mittel zur Erlangung einer schönen Figur und ebenmäßiger Formen, unb f(c meint, dah die häuslichen Arbeiten eine sehr gesunde Beschäftigung seien, die tn den vergangenen Jahrhunderten sehr viel zur Schönheit der Frauen beigetragen hätte. ^DaS Amwenden der Matratzen und da« Schütteln der Betten bringt die Muskeln der Taille in Tätigkeit,- schreibt sie, „unb das Klopfen von Kissen und Teppichen verschönert die Arm- sorm. Alle die verschiedenen Bewegungen, die beim Auflegen von Tischtüchern, beim Legen von Wäsche usw. notwendig sind, bringen eine 9rohe Anzahl der wichtigsten Muskeln in Tätigkeit. Auherdem wirkt häusliche Arbeit anregend auf die Leber unb vertreibt schwer-' mutige Stimmungen schneller als irgend etwas anderes. Wenn aber eine Frau plötzlich in Zorn gerät — unb wo ist eine von uns, die so sanftmütig wäre, bah sie nicht einmal einen Wutanfall bekäme! — bann finb 10 Minuten Arbeit mit bem Teppichbesen ba« beste Mittel, um sich „abzuregen- unb in eine gleichmütige Stimmung zu kommen.- Stirn men nns dem Publikum: arziltch emoloblen aeaen: ßidif. C Gründer«. 4. 3od Der diesige Bürgerverein Lrföäfiigte sich imr'n mit ber Wohnungsfrage S, wurde bcschlo'ien, eine Eingabe an bte Dabnbeb rde gu malten, um btrie «er Erbau unq einer Anzahl Wohnungen zu ve gniaffen. Aks Grund bafüi tou bi angegeben, baö bte Bahn früher schon »tmal Woonungen für ihre Brainten erbaut habe „ab dah unter Den Wohnung suchenden sich auch Bahnbecimtr bejän» ben. Die Stadt habe vorerst durch Umbau be« Brauhauses schon etwa« in bte’er Beziehung getan. In ter Frage ter Geländestellung totib Die etabt tocUqcbmbc« »itgegatfommen zeigrn. — Ruch bte Frage ber Aufhebung ber 5 c a I- LxU Le‘ Ofgcnträ-tig hier durch Umlauf einer Eingabe an ba« Ministerium viel hon sich reden P'<*wt. kam rar Sprache, unb e« wurde alHeltig bebauert. bah etne derartige Detoerunq entstehen konnte. Untrnntni« der Sache Feindschaft gegen höhere Schulen, mitunter peri bnsich-? Angel ege . ,- b'tlen. baten wohl manchen veranlaht. feinen Jiamcn unter diele« Schriftstück zu letzen. Man war sich darüber einig, bau ein solche« Doraehen nicht tum Bort eile unsere« Städtchen« eu'sch.agen würde, und brichlost die Sache mit Ccbtorijen «u übergehen in bet Annahme, dah die höhere Behörde der Eingabe doch (rin Gehör leihen würde. Kreis Lauterbach. lta. Frischdvrn. 4. Aov. Hier ereignete sich während der HerbstkirmeS ein M n - glückssall mit tödlichem AuSgang. Der auf dem Sisenbacher Hof beschäftigte Taglöhner H fiel die Treppe vor bem Himmlers chen Saale herunter. Der Derungluckte wurde In bewußtlosem Zustande tn da« Kran- I 01 iV 3m Namen der trauernden Hinterbliebenen: H. Neh und Kinder Danksagung Für di« vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen, sowie für die reichen Dlumeti spenden sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Danksagung. Allen denen, die an dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen Anteil nahmen, insbesondere dem Marineverein Gießen sowie für die vielen Blumen- spenden unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. 3 d. 91.: Emilie Geller geb. Köpper. Gießen (Wilhelmstr. 47Ill), 3. Nov. 1921. Todes Anzeige Donnerstag, den 3. d. Mts. verschied nach kur-:m, schwerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Heinrich keitz Vahnsteigschaffner i. R. im Alter von 73 Jahren. 3m Namen der trauernd. Hinterbliebenen: Heinrich Neitz. Gießen, Buddestraße 3. Die Beerdigung findet Montag, den 7.No- vember, nachmittags 21/, Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. Danksagung Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange meiner lieben Frau sage ich auf diesem Wege innigsten Dank. Jakob Hormel. Lollar, den 5. November 1921. 0IUM i-5-MRl-Wmz (auch kleiner oder größer) in Gießen oder nächster Umgebung fof ob. spät gesucht. Zahle Mietpreis den Baukosten entsprechend. Schrift!. Angeb. mit Mietpreis unter 014413 an den Gieß. Anz. erbeten. I VOrmiefungen | Existenzgründung. Größere Labenraume mit Eiiirlcßuing, nebst Wohnung, fof. behebbar. Ebendaselbst sind größ. Nänme in 2 Etagen, über 2000 qm. ah vernitcten. ii.n Emil Kleinen. ckllsvaedlirl, ftr. Latiterb. ÄlSdllerles großes Zimmer A» vermieten. Gut geeignet für drei freunde. Restauration mnn _„@diöitc 21 uei sicht". [ Mletgosuche ] Wer tnnweht seine • — 5 Bim. lVobn. gea. Pa t.-Wobn.,3gr n. 2 kl . n. m.Znbeh.,gin 1.4 22? Schr.Ang. u.014308g G. A. 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November 1921 Aus dem Aeichswirtschaftsrat. Berlin. 4. Rov. (WTB ) Dir Beratung der Autfchuhbctnchr? über die Erfassung der Sachwerte wurde eingel eitel durch Ma ecober- meister Hansen, tec Anträge b - selbständigen Hanbwertt bc-orürbe'c, wonach die Handwetts- unb ®nb*!oTn.Tier als Truppe ber zu schaffenden Ärebik-ereinigung gelten soll Ctwfrrban-ur Bern Hard: Die Erfasiung der Sachwerte fei unvermeidlich geworben. Das Xrebttang bot der Industrie hätte die erträglichste Form die'er Orfaffung geboten um so bedauerlicher sei es bah jert grobe Teile der Industrie, bi« Unterfcrben nur vom Markte ferngehalten l Zweifellos smd von einem Tel ber Landwirte zu hohe Prei'e genommen worden. Heber die Konzessiv ierung der ö.tneren Aufkäufer wird unterhandelt; aber das allein kann nicht» helfen, die Landwirtschaft foHte mehr als bisher die Äartofieln an den legalen Handel liefern Der S twurf eines Fahrzeugsteuer- steuergeletzes wird bdxi lieloi angenommen. ebenso die Anträge sozialpoliltschen Ausschusses zu dem Gesetzentwurf über d.e Rot- stanbsmastnahmen zur Unterstützung ber 3 n - validen-Rentner. Rach diesen Anträgen fcllen die Invaliden- urb Altersrenten um 3X0 Mark, die Witwen- und Waisen-Renten um 2K0 Mark, unb die Waisenrenten um 1200 Mark erhöbt werden. Damit ist bie Tagesordnung crl'bigt; die Ansetzung ber nächsten Vollsitzung wirb bem Dor- sitzenden überlasten Schlutz 6‘♦ Uhr nachmittags Aus dem besetzten Gebiet Mahregeln zur Verhütung des Aukdet kaufs. Koblenz, 4. Nov. (WTB.) Der Re ich S ko m m i f sa r für die befcyken rheinischen Gebiete legte der interalliierten Rhein- landkommistion eine Polizeiverord- nung des Oberpräsidenten der Rheinprv- vinz vor. welche an die Stelle der bisherigen „Verordnung über den Kleinhandelsverkauf" an Ausländer treten soll. Diese Verordnung galt bekanntlich nur bis 5. November. Die neue Pvlizeiverordnung weicht von der alten darin ab, dast nicht mehr der Verkauf sämtlicher Gegenstände an Ausländer verboten ist. sondern eine Liste bestimmter, wichtiger Gegenstände aufgestellt wird, deren Verschleuderung ins Ausland verhütet werden muh. Die interalliierte Rheinlandkommission erklärte sich mit der Verordnung einverstanden, und zwar unter der Bedingung. dah nur bis 1. Dezember gelten soll; sie erklärte ferner ihr Einverständnis mit den gleichlautenden Verordnungen, die von bei- Verwaltungsbehörden im übrigen Telle des besetzten Gebietes für die gleiche Zeit erlassen würde». Aus Stabt unb Canb. Sieben, ben 5. Rov. 1921. Der Nebergang aus der (Yrundschulc in die höheren Lehranstalten au Qstcrn 1922. Das Grundschulgesetz, daS vierjähriges Verbleiben sämtlicher Kinder in der (S»runb- chule vorsieht, gewinnt in Hessen erstmalig Geltung für bie Ostern 1921 In bie unterste Klaffe aufgenommenen Kinder. Für bie Ostern 1919 und 1920 in die Grundschule angenommenen Kinder gelten in Hessen besondere UebergangSbestirnrnungen, bie im folgenden zufarnrnengestellt werden sollen, damit die in Betracht kommenden Eltern ihre Mahnahmen danach einrichten können; 1. Ostern 1922 und 1923 kann der Eintritt in die höheren Lehranstalten noch nach, dreijährigem Besuch der Grundschule erfolgen. 2. Die sich zur Aufnahme meldenden Schüler müssen ein Zeugnis mit Roten für die einzelnen Unterrichtsfächer vorlegen und eine De- cheinigung des unterrichtenden Lehrers, dah ie bemüht waren, sich folgende Äenntntffe anzueignen . a) Fähigkeit, deutsche und — falls in VI eine Fremdsprache beginnt — lateinische Schrift zu schreiben und mit richtiger Betonung geläufig zu lesen; b) ziemliche Sicherheit In der Rechtschreibung der in der Sprache des täglichen Lebens vorkommenden Wörter. Der 6d)üler muh fähig fein, ein kurzes und leichtes Diktat in deutscher und eventl. lateinischer Schrift ntederzuschreiben; c) in der Grammatik soll ein Schüler in den deutschen Bezeichnungen kennen: Satzgegenstand, Satzaussage; Ge-1 schlechtswort, Dingwort, Eigenschaftswort, Zah!wort. Zeitwort; Biegung der Ding- und Zeitwörter, letztere nut in den Hauptzetten in ber Wirklichkeitsform ber tätigen Form; d) hn Rechnen Kenntnis ber vier Grunbrechnungs- arten in unbenannten ganzen Zahlen, im Zahlenkreis bis 1000. dabei auch bie Division mit zweistelligem Devisor. 3. Schüler, beren Zeugnis für Deutsch unb Rechnen minbeslens bic Äote „gut“ aufweist. Derben ohne Prüfung ausgenommen. Bei allen übrigen ist bic Aufnahme abhängig von einer Prüfung. Dei der Aufnahme In bic höheren Lehranstalten foll, den befonberen Verhältnissen entsprechend, weitgehend Gebrauch von der probeweiicn Aufnahme gemacht werden. Erweist sich In einer Probezeit bis Pfingsten, dah ein Schüler den Anforderungen der Sexta einer höheren Lehranstalt nicht entspricht, dank- soll er nach der Grundschule zurückverwicsen' werden. ** FaischeHundertmarkscheine. Wie *r»ir bereits gestern furx mitteilten, sind von den RttchSbanknoten zu hunoerl Morl vom !. November 1920, bie sich seit Januar Im Verkehr befinden Föllchungcn aufpclaucfct, die lcich: als solche kennlich sind. Die echten Roten tragen auf der Rückseite einen kupferbraunen Streifen, der nicht auS ousgedruckten Färbst ichen sondern au8 Pflanzenfasern besteht, bie in bi# Panier eingelassen sind unb sich mit einer Radel ablö'en lassen, ferner auf bem rechten und linken unbedruckten Rand etn Wasserzeichen über den Re mwert, daS auf dem einen Rand kn heller, auf dem andern in bunller Ausführung erfdxtnl Das Pu l k m iann sich durch Prüfen dieser beiden Merkmale leicht vor De.l sten schützen DaS Reich bin bircltorium bat für bic Aufdeckung von Frlschmünzeitocrk- ftätten unb für Mitteilungen, bic zur F.stnatzmc von Herstellern unb Derbreitern falscher Rrich> banknoten führen. Delohnungcn bis 10000 Mk. ausgesetzt. W. Die Deutschnationale Dolks- Partei hielt gestern abenb im Hotel Einborn eine Dersammluna ab. in der Oberst v. Ty l an - der sprach. Der Dorsitzende hieh bic Erschienenen willkommen unb erteilte dem Referenten bat Wort zu feinem Dortrage „Tfänner brauchen to l r“. Oberst u. Tylander führte eingangs aus. wie cS jetzt zur Stunde ber gröhten Rot Pflicht jcdcS Deutschen ist. da- Daterland zu retten. Dazu muh man sich vor allem Rechenschaft darüber oblegen, wie wir stehen. Rur bann können wir den Weg finden, ber au« unserem Elend hcrauSsührt. Wir müssen unfern Blick auf die Umwelt richten, bie uni feindlicher gegen- überslehl als je zuvor. Dom Standpunkte weltpolitischer Erkenntnis aus entwickelte er deshalb ein Dilb unserer Lage. Er wieS darauf hin. bah noch in diesem Monat ein weltgeschichtliches Ereignis vor sich gehen wird, die AbrüstungS- konferenz In Washington. Der Gedanke der Abrüstung ist dabei nur ein Aushängeschild, eine Erfindung, um bic Welt über ble wahren Gründe der 3ufammenfunft hinwegzutäuschrn. In Wahrheit handelt es sich um ganz andere Dinge, die. tote der Dortragende In überzeugender Weise barlegte, In ber Frage bestehen, wie sich in Iukunfl die beiden groben angelsächsischen Mächte, Eng- land unb bic ‘bereinigten Staaten von Roro- amcrlla, zucinanber stellen werden. Dah es früher oder später einmal zu einem Konflikt kommen muh. Ist sicher. England aber sucht in der Gegenwart mit allen Kräften auS inneren Gründen diesen (Zusammenstob hinauszuschieben. England, bic Union unb Za van finb die Mächte, bic in naher (Zukunft mit- und gegeneinander fechten werden; die Gegensätze zwischen ihnen wenigstens noch zeitweise zu überbrücken, ist 3weck ber Washingtoner Konferenz Aus bicscm Mit- und Gegeneinander der genannten drei Mächte ergibt sich bie günstige Stellung, In ber sich die vierte befindet. Frankreich, das auf Grund dieser Gunst der Verhältnisse eine Machtpolitik treiben kann, zu der es eigentlich in keiner Weise befähigt ist. Sowohl Amerika wie England buhlen um seine Gunst. AuS ber Erkenntnis bi cf er Lage der Weltpolitik ber Gegenwart muh nun Deutschland die richtigen Schlüsse ziehen. Der Redner legte an Hand des belgischen Markabkommens unb bcs Rathenau • Louchcur - Vertrages bar. tote unsere leitenden Kreise bisher in ihrer Politik nach Frankreich orientiert haben. Dadurch aber stiehey wir England, wo sich schon Anzeichen der Er- kennmis von ber Unmöglichkeit des Fortbestehens der Versailler Debingungen bemerkbar machten, vor den Kopf, was sich In Obcrfchlcsien bitter gerächt hat. Immer wieder zeigt sich so in ber Führung unserer politischen Geschäfte seit bem Waffenstillstände bie Linie des RachgebenL ^rianb reist jetzt nach Washington mit Der aus- gesprochenen Absicht der .Sicherung Frankreichs gct.eii Deutschland". b. h put Dem Dillen uns >en Rhein au rauben. Unter« Politik ber Orten« tierunq nach Frankreich hin war also sallch. Schall» an unserem verkehrten Hanbeln Ist blt Tatsache, bah wir keine Männer mehr haben, weder an der Spitze noch Im Volke. So war es. wie der Vortragende barlcqte. aber schon lange vor dem Kriege. RlaieriaiiHmus und Egoismus batten uns untere Mannhafilllttl geraubt, wozu viel der Umstand beitrug, dah an ber Spitze Volksfremd« standen Zetzt müs'en wir mit diesem Geiste endgültig aafräumen. Fährer können wir licht erziehen, die müllen i>on allein kommen unb werben kommen, wenn wir wteber Männer, wenn wir wieder Persönlichkeiten In unserem Volke haben werden Lharaktere müllen wir heranbilden Dazu gehört, fester Wille. Uneigen- nünigfelt und Treue. Richt auf bem Wege ber Gewalt können wir unser Volk wieder in die Höhe führen, sondern durch Erziehung unb Aus- harung. Unb wenn wir so In unterer Jugend ein neue# Geschlecht Im Geiste unserer Väter heran- ziehen, wirb einst ber Tag kvmm-n. an dem das Reiä> toieb?r zu neuer Blüte m oa^eflcr Bei all banlte dem Redner für seine auf- sch'uhreichen Darlegungen. Der Vor'i end- mohute sodann auch scinerlclts zur Einigkeit und schloh mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf daS deutsche Vaterland ble Versammlung. Landkreis Wicftcn. • Burkhardsfelden 3 Rov Eine zu« Besten ber Verunglückten und D schädigten von Oppau vcanstatt« Haussammlung er- Sab unter Beteiligung der gan,en Stnwvhne,schäft en für unser Dorf sehe stattlichen Betrag von 1050 Matt. • LangaönS, 3. Rov Die hie'lgc Orts- gruppe des hessischen Bauernbundes, eine ter starrsten Gruppen dieser Organisation, bat einstimmig beschlossen, für die Gifte der Dcutschnotlonalen DolkSpartel c n- zutreten. — H u n g c n. 4. Rov. Del Instand'ehuiig der Tclegraphenlcttung verunglückte am Mittwoch der hiesige Silcnkxibnarbe'ter Friedr R i ck c l bei der Station Dorheim AIS er einen Mast crstlipen bette und oben arb i e c. brach ter Mast plötzlich ab und begrub Im Fallen den Dcrunglück- Icn unter sich Wahrfchc n'ich war der In der Erde befindliche Teil deS Maste) faul geworden Mau brachte Rickel mit einer Tragbahre in das Stationsgebäude, wo sich ein Arzt seiner annahm. Durch ten Fall hat bet Verunglückte Quetschungen erlitten, kam aber im übrigen mit dem Schrecken davon Er dürfte in ewigen Wochen wieder her- gestellt fein. Kreis Friedberg. bnz. Bad-Nauhclm. 4. Nvv. ($tn wegen FalfchspiclenS verhafteter AuS- fänber wurde gcftem vormittag dem Untersuchungsrichter zur Vernehmung vor geführt. Bei der Vernehmung stellte cs sich heraus, dah man es mit einem vlelqcfuchtcn Verbrecher zu tun habe. Als der Verhaftete in das Arrestlokal zurückgefühtt werden sollte, ging er dem ihn begleitenden Gefängnisaufseher durch und konnte seine Spur bis gefiern abenb nicht gefunben toerben- Turnen, Sport und Spiel. — D i c neuen Schy>imm-Weltre- korbe. Ein Blick In bic Liste ber In diesem Zähre verbesserten Schwimmweltrckorde zeigt in erfreulicher Weife den Aufstieg der deutschen Dchtolmmlciskungen. Don den elf Höchstleistungen für Herren, die In diesem Zähre neu geschaffen wurden, find drei von Deutfch.'N, drei von Amerikanern, zwei von Australiern, zwei von Schweden unb eine von belgischen Schwimmern aufgestellt. Der deutsche Druftmeifler Rademacher- Magdeburg schuf über 200 und 400 Meter neue Welthöchstleistungen, während sein Klubkamerad Froelich im 100-Meter-Rückenfchwimmen den bis- hc-rigen Weltrekord deS Am.rikaners Kealoha verbesserte. Wir geben nachstehend eine Liste ber in diesem Zähre von dem internationalen Schwimmvcrband anerkannten, früher geschaffenen Höchstleistungen und fügen daran ble neuen Rekorde. ble noch der Bestätigung harren Herren: 100 Meter beliebig: 1:00,4 Kahanamoku-Ame- ri!a ausgestellt 1919 (anerkannt) 1:03,2 Kahnna- moku 1921 — 100 Dards beliebig: 53 Sek. Kaha- namoku (1919); 52 2 Sek. Kealoha-Amerska (1921) — 200 Meter beliebig: 2:21,6 Norman Roh-Au- stralien (1919), 2:19.8 Danu-Amerika (1921); 400 Meter beliebig: 5: 14.6 Norman Roh-Australien Der Schutz im Vlut. Roman von Horst Dodcmcr. Sv. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Auch Moria wurde hart gegen ihr eigen Fleisch unb Blut, Der Zunge touräc ihr zu unbequem. Unb neulich hatte ber Rcgicrungsasies or von Holtenau Besuch gemacht. Sr hatte einen bienstlichen Grund vorgeschützt. Sich ertunbigi. ob die neue Brücke über bie Gbbcr in ber Dorf- gemartung auch vollkommen den Anforderungen entspräche. Unb dann fein Entzücken über bic herrlichen GaNcnanlagen g?äuhert. Der Delo- nomicral Netz fein Licht leuchten unb der Re- gierungsassellor tat. als höre er aufmettlam zu. Die Zeil verging, er Mich zum Abendbrot, machte Gretel tüchtig ben Hof unb bankte sehr herzlich für bie Aufsorderung. halb einmal wieder zu kommen. — urj> war schon zw«:r.al wieder da g.wesen Die Gretel fab es gern, der tollte ter HanS .ben Ausitieg" nicht verdauen. Und Maria hoffte bann auch, zeitweilig tvenigsten». aus bem langweiligen Leden hier herauszu'o-rmen. Selbst aber wog e sie es nicht, den Dorschlag ihres Bruders Mann unb Schwiegervater zu unterbreiten. .Sprich du mit den Männern! Ich hab hier schon lange nichts mehr zu sagen! Zcdcnfalls sträube ich mich nicht dagegen. HanS mutz unbedingt wenigstens so lange toeü weg auS dem Haufe, bis Gretel verheiratet Ist. Das leuchtete Ernst Sitten sofort ein. Die Geschwister verstanden sich auch ohne viele Worte. Er war überzeugt, datz er seinen Willen bet ben Wärhahns durchsetzte. Der Celononuetai hörte ihm ruhig zu. Keine MuSket zuckte in seinem Gesicht. Als Srnst Sitten der Atem ausging, fragte er ruhig .Sind Sie nun fertig 7“ .Ader jai Ich meine. Ich hätte mich ganz deutlich au gebrült“ sagte er hochmütig .Drr l cht deutlich fogit* 1 Uno m inc Antwort soll noch deutlicher werden. Wir beibm finb in zwei ganz verschiedenen Weltanschauungen grvtz geworden. Ihr lauft bem Del Oe nach« Immcrzu, für Geld kann man ben Teufel aus bem Sise Polla tanzen scheut Ich kann mir verstellen, datz baS m.tunter Spatz macht! Wir aber, wir stehen erst einmal breitbeinig auf unserer Mutter Erbe. Unb ich sage au herbem: Geld Ifi Dreck und Land ist Dreck! Gold in der Tasche lockt hinaus inS Weite zu gierigem Gewinn, zu Lust imO Freude. DaS Land aber ruft unS zur Arbeit im Schweitze unseres 21n- gefichts. Mich kümmerts nicht, ob einer klüger babei wird ober bummer bleibt, ich weitz aber ganz bestimmt eins: Land hall die Familie, folglich auch im weiteren Sinne bie Volksgenossen zusammen. Dom Lande kommt bie Kraft. Ich bin nur ein Vvlksfchüler gewesen, aber ich hab' doch manchmal m Geschichtsbüchern später geleten. gelesen mit meinem gesunden Mcn'chen- verstand: Und da hab ich noch immer gefunden, datz ein Voll stark Blieb, klang? es sich auf fein Land verliest. Reichtum bat aber noch jedes verweichlicht, fchliestlich in Stücke geschlagen. Wern Standpunkt mag in Ihren Augen schrecklich rückständig sein, ich last auch einen anderen gelten: Ader meinen SEndpunkt vertrete ich; ich warte auf bic Stunde, in der meines Enkels Blut nach dem Lande schreit, schreit, Herr Sitten, das uns Wärhahns gehört. -Hab totsn man etwas Ueb gewinnen soll, must man eS sehen möglichst ftünb- lich! Also ich bemalte Hans hier! Unb wenn er ein morscher Ast ist an unserem Stamm, fo bricht ihn eben das Leden alS Sturmwind abl DaS tut weh, daS Ist traurigi Ader wenn der mottche Ast »erlaufen muh, dann aut meinem Lande. Auch Fäulnis gibt festen E d«S Ära ft DaS lehrt bas Leben. Nämlich durch die 2Iuf- erstebung. ble wir Landleute als Zdcbtraft, Dung genannt, in die Heimaterde einpflügen. Auf b c Familie angewandt: will'S Go.t, so wirb b?r 3ungc bas warnenbe Beispiel, — wenn nicht für meine Familie. tt>nl sie klein ist. so für de Allg?mcinheit, | he Völlige Visen hier Im Umkreise Und beshald lai; ich nicht feier! Ich tu meine Pflickü unb binde den jungen Baum, wie cs stets gemacht werden soll, fest an einen Pfahl. Der Pfahl ist meine Streng? unb baS Band der Liede zu meinem Blut. Wirb der Stamm wurzelfest. kräftig, mag das Band taufen unb ber Pfahl dazu. Beide haben ihre Pflicht getan. Der Baum trägt später feine Früchte, dann kommt Pfahl und Band wie-'er an die Reihe — und fo gchts fort in alle Ewigkeit. Ein Fehler ist freilich gemacht worden, HanS wurde zu locker angebunden. Wer die Schuld hat, geht Sie nichts an, die Hauptsache bleibt, ich weih eS — unb handle nun tote ich s must!" Ernst Sitten lieh bie Unterlippe hängen. Gegen b j c Stirn rannte er nicht an. cs war doch zwecklos. Unb den Stanbpuntt soll man ehren. .Da habe och Ihnen nur guten Erfolg zu wünschen, Herr Ocfonomicrat!" .Danke! Da- war auch bic einzige Antwort, die ich gelten lassen kann!" . . . Hans abneie erleichtert auf, als Geld Ernst wieder abgefahren war, besah sich im Spiegel, stdch sich ben allen Flaum, der auj feiner Oberlippe sprostte, glatt unb lachte höchst zufrieden mit sich rnb bei Welt. Dusel muhte ber Wensch haben! Sein Lebtag würde er alS An denken an daS .Oagbabenteuer" sein rechtes Bein ein wenig nachziehen, der Bellhied Hane eine ©ebne durchschlagen, sehr hinderlich war Ihm das b im i Gehen nicht — aber nun brauchte er ganz sicher nicht aU Gemeiner zu bienen. Unb das war bie einzige Sorge, die er bisher gehabt hattet 14. Ernst Sitten hatte seinem ilrrrmite freien (3ain gelassen, alS er vom Oefenomierat zu feinet Schweflet gekommen wat. .An meine Ratschläge hast bu dich nicht gehalten. Unb beine Ausgabe war wahrhottlg nicht schwer! Sieh bu nun allein zu. wie bu mit deinem Wanne unb beinern Schwiegervater fertig wirst Du bist zu bequem gewesen — unb daS Leden ist KambsI Zum Donne-w'tter, w e kann ein Mensch überhaupt ohne Aufregung leben!" Maria traten bl« Träm.n In ble Aug-n. ihrs Lchuttern zuckten von unverhaltenem Schkuyzen. .Diese öintftnigteil hier hat mich m£ut>e gemacht.'" -Die Elnlönigkeit hättest bu nicht auf« kommen lassen sollen! Die Heiden Männer fest in der Hanb zu behalten, wäre für dich doch kein Kunststück gewesen! Der Heimer Ist ty-rbummeUi Herdenvieh! De hl tau 6 auf die Felder, rein ht den Kuhstall, fetzt fkb abends hinter feine Flafche, wie ein aufgezogenes Uhrwett. Kein Schwungs keine Tatkraft ist in dem Wanne!" (Fortsetzung folgte (1919); 5:13,4 'Hormon '192;,. — 500 Meter beliebig: ö: 55.6 ‘.Morman "2to9 I1919): 6: 49.5 Arne Dorg-^iU er und alle Fachleute für praktisch undurchführbar und in gleichem Ginne sprachen sich eine Reihe von Reoncrn au8, die nach ihm zu Worte kamen. Die Bersammlung fahre nach mehrstündigem Verlauf folgende Entschliehuna. die an daS Reichsftnan^Ministerium, das Preußische Land- wirtschaftSministerium und in erweiterter Form an den Reichstag abgcsandt wurde: ,Die am 2. Rovember abends im grvhen Toole deS KriegervereinSbauses tagend« öffentliche Volksversammlung (!) hat mit überwältigender Einmütigkeit und mit noch Tausenden zählenden Stimmen in der vom ReichSrat beschlossenen Reichsweltzentrale eine schwere Gefahr für den gesamten Rcnnsport und die Finanzen des Reiches erblickt. Eine hohe GtaotSregieruna wird von der Versammlung dringend gebeten, dieses technisch undurchführbare Gesetz aozulehnen, das keinerlei Steuern einbringen wird, hingegen das Renn- wettgrseh anzunehmen und so auszugestalten, dah auch die dann konzessionierten Buchmacher lebensfähig sind" — Oesterreichim Internationalen Flugsportverb and. Der Kongreß der Federation Aeronautique Internationale, der, wie bereits gemeldet, in Madrid tagte, nahm auf Vorschlag deS spanischen Verbandes den Oester- reichischon Aero-Club wieder als Mitglied auf. * « Büchertisch. — Deu tsches Märchenland 1922. El- kvertsche DerlaaSbuchhandlung, Marburg. Der Kalender .Deutsches Märchenland" hat sich gleich bei seinem ersten Erscheinen neben den zahlreichen sonstigen Kalendern mH gutem Erfolg behauptet. Otto UbbelohdeS Kunst wurzelt in Hessen. Wer Hessen kennt, wird manchen bekannten Winkel in den Bildern Wiedersehen. In diesem Jahrgang sind auch Bilder auS anderen Veröffentlichungen AbbclohdeS eingestreut. So aus den Märchen-Puppensvrelen von <3. Benda. auS I ,Schneider, Hässliches Sagenbuch", dem gleichzeitig mit vorliegendem Kalender in der Herstellung 5c- slndltcheii 16. Jahrgang der .Hessenkunst", sowie 6 Koch« eöfllichem Buch .Prinz Rosa Stramin". Die bekannten Heimathefte des Künstlers .Au- schöner alter Zeil", .Lahnburgen", .Rings um Marburg" sind gleichsam .Märchen ohne Worte". Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag. 6. Rov Reformationsfest. Kollekte für die Gustav-AL-vlf Stiftung. In der Stadtkirche. Vvrm. 9», Ht>r." Pfr. Mahr. 11: Kinderkirche s d. Matth'uSgcm.: Pfr. Mahr. Abds. 5: Pir. Becker. Beich e u. Feier d. hl. Abendmahls f. Mot Haus- u. Marku sgem. — Montag, 7. Rov. abds 8: Bereinigung d. konfirm. männl. 3u;e d d M.tthäusgcm. — — Montag, 7 Rov., abds. 8 Gemeindeadrnd m. Bibeldefprechung, zugl. Hlferve sammluig der Markusgem. — DienStag. 8. Rov., rachm. 4* Zusammenkunft d. Frauent>?reinS d. Matthäus- gern. — Donnerstag, 10. Rov., abds 8: Bereinigung d. tonf. weibl. Jugend d. Matthäusgrm. — In terIohanneskirche. Bvrm. 9 ? Uyr: Pfr. D?ck)tolsheimer. 11: Kinderkirche f. d. Lulas- gern.: Pfr. Bechtollhrimrr. AbdS. 5: Pfr. AuS- feto. Beichte und Feier des hl Abendmahls f. Lukas- u Io anne.grm. 8: Bibelbesp echurg im Johannessaal: Pfr. Ausfeld. — Montag, 7. Rov., abds. > 8. Iugendverernigung d. Lukas- gem„ werbt. 2lbllg. — Donnerstag, 10. Rov. abds 8 Uhr im Johannistal: B r^ammlung der kirchl. Bereinigung d. Johannes gern. — Freitag, 11. Rov.. abds. 6: Bereinigung d. tonf. Mädchen d. Iohannesgem. Wieseck 6 Rov. Borin. 9'4: Gottesdienst (Tchülerchor). Opfer f d. Gustav-A^olf-Stistung. 108/,: Kinderkirche. AddS. 7'/-: Lutherfeier von D. Albrecht Thoma Opfer f. b. neue Glocke. — Donnerstag, 10 Rov. abds. 8: Mädchenabend. — Sonntag, 6. Rov Reformationsfest Boim 10: Kirchberg. — 11: Hl- Abendmahl f. Lol » lar. Kollekte. Rachm. li/g: Loltar. — Rachm. li/»: Daubringen. Katholische Gemeinde. Samstag, 5. Rov., nachm. 5 u. abdS. 8 Uhr: Gelegenh. z. hl. Beichte. — Sonntag, 6. Rov 25. Sonntag nach Pfingsten. Borm. öy»: Gelegenh z. hl. Beichte. 7: Hl. Messe. Kommunion d. Männer u. Jünglinge. 8: AusteUung d. hl- Kymmunion. 9: Hochamt m. Pc. 11: Hl. Messe m. Pr. Rachm. 3: Christenlehre; darauf Andacht f. d. Abgestorbenen. Kathol. Gottesdienst. 6. Rov. Hungen, vvrm. 8. — Laubach, vvrm. 10 Ahr. Handel. •* Einfuhrzvllpolitik in Lettland, Südslawien und Rumänien. Das InstitutsürWeltwirtschaft und Seeverkehr Kiel besitzt den vollständigen Wortlaut der neuen lettländischen und südslawischen Zolltarife, sowie der rumänischen Verordnung betreffend Behandlung der Luxuswareneinfuhr. Es ist bereit, Interessenten über die für deren Waren in Betracht kommenden Zollsätze bzw. Sinfuhrbestimmungen (bei Luxuswaren) Auskunft geaen Kostenerstattung zu erteilen. Anfragen, die möglichst genau umschrieben feil müssen, sind zu richten an die Rachrichtenabteilung des Instituts Kiel. Datum: 3. 9k>r, löffeln 200-250 Mack. 5.11. 8,18 341,75 23,97 72,90 Chriftiania . Kopenhagen. Stockholm . . HelsingfvrS . Italien. . . . London . . . Reuyork . . . Schweiz . . . . Spanien . . . . Wien (altes) . Deutsch-Oesterr. Prag Budapest. . . . Buenos Aires Bulgarien. . . Konstantinopel 414,55 4.5,45 939,05 940,95 914,05 915,95 229,77 230,23 170*,3 1711,75 43 ' ,*6 4329*35 3146,85 3153,15 >,22 242, Z5 24,03 73,10 Amfterdam-Rotterd. 6993,- 7007, Brüssel-Antwerpen. - - Frankfurt a. 1. 5. Rovemver. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief 7,83 7,87 200,75 201,25 23,47 23,53 4. Rov. 799?,— 8008,- 1648,35 1651,65 319 ,80 32)3,20 Züricher Devisenmarkt. 4. 11. 28-2,10 2867,90 379 ,20 3803,80 4693,30 «7C4 0 852,60 3 4,40 S 9,15 84T.76 804,15 1*05,75 204,79 205,21 1513,45 1516 56 3796,20 3303,80 2747,25 2762,75 bis 5500, Provsncer ßuwne 53X)—6QOO. 3taL 2totk.ee 6000—ZC03. 3nL Ro k « 6500—<500, Deutsche Linsen 1300—1450, W^»re Off nen 800 bis 900, Viktoria-Erbsen geschält 953—1000, Viktoria-Erbsen ungeschält 850—1000, Burma- Reis II. 1200—1303. Halrrslocken 850. Graupen 930, Wiesenheu lose 240 -285 Wi f.nbcu geprrtzt 233—320, Kleeheu lose 300. Äie heu gebündelt 320. Haferstroh 90—120, Roggntsrrvh 33—95, Kar- (In einem Teil der Auflage wiederholt.) eine neue Fnukenstat-on. Par-iS. 4 Rov. (WTB.) Rach einer Meldung der .Chicago Znbune' auS Washington wird Präside:ck Harding beute abend 8 Uhr Greenwicher Durchschnitte,! die neue Furcken- fiation Long-ISland durch r.ne Bot- 1 chaft an die ganze Wett einweiden Die neue Station wird, wenn sie f^tiggcstellt ist. gleichzeitig und unabhängig von anderen, in fünf verschiedenen Richtu aen Verbindungen zu g ben im Stande sein. In ihrem Aktions-Rudi'-ts liegen Europa, Südamerika und die Länder jaileitä des Stillen Ozeans. 3546,46 4^29,35 Haferstroh 4320/5 533), >5 t?“'-’" *** Wechsel auf Schweizer Franken Holland 100 51. - 185.- 13 .5) Deutschland 100 VN- — 2.45 2. <5 Wien 100 Kr. - 0.2) 0.20 Prag 100 Kr- — 5.15 6.25 PariS 100 Fr. = 39.56 39.65 London 1 £ =■ 21.15 2L15 Italien 100 L. = 21.75 22.- Brüssel 100 Fr. — 38 30 38.40 Budapest 100 Kr. — 0.55 0.60 Reuyork 100 $ = 536.- 537.- Rgram 100 Kr. — 1.60 1 60 Bukarest 100 2 = 3 755 2-65 Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Saturn: 1.7.14. 2.11. 4.10. Zurich Fr. 125 40 2,57 2,35 Amsterdam Fl. 59.20 1 34 1,25 Kopenhagen Kr. 88 80 2 75 2,40 Prag Kr. 117 80 47 25 Stockholm Kr 88.80 2,30 2,- Wien Kr. 117.80 2372,- London Sh. 97.80 — Paris Fr. 12540 6,36 Reuyork $ 23.80 -,4S -,43 Märkte. Mainzer Produkteu-Dörse. Maina, 4. Rov. Die Tendenz der Ddrse war infolge des wilden GmporschnellenS ber AuS- landsdevisen ausnehmend fest. Weizen und Roggen waren ziemlich anaeboten, doch hielten die Mühlen mit Käufen sehr zurück. Die Preise waren bedingt durch die Devisenhausse stark anziehend. Rach Mehl und Futterartikeln war bei festem Angebot sehr grobe Rachfrage, insbesondere für Futtermittel sind die Preise fortgesetzt steigend. Das gleiche gilt für Sämereien, ©erfte war äußerst fest und die Käufer sehr zurückhaltend. In Hülsenfrüchten war nach allen Artikeln bei weitrrste g nden Prris.m starke Rachfrag:. Rauh- futter war wenig angeboten und außerordentlich fest. Cs notierten per 100 Kilo loco Mainz: Weizen 700—760, Roggen 550—600, Hafer 500 bis 550, Futtergerste 500—560, 3nL Weizenmehl 00 1C53—1250, Inl Weizenmehl Spez. 0 950—1025, Weizenmehl mit AuslandSmchl gemischt 1000—1300, Roggenmehl 7O°o 750—775, Weizenk^eie ohne Sack 350—3.0, Ro^g nkleie ohne Sack 350—370, Mais 600—625, Waisschrvt 615 biS 640, Futtermehl 450—463, 3taL Lrrzerne 4520 EmPfa»gSvorbereitun"en für Exkaiser Karl ■z auf Madeira. Parts, 4. Rov (WTB ) Rach'tiner HavaS- meldung aus F-anchil auf der Inse. Madeira sind don alle Dortchrungen zum iZ.npsa ig deS SHaifert Karl und seiner Gemahlin Zita getroffen worden. Auruhert in Otruf ilem. London, 4 Rov (WTB.) »in offizielles Ccmmuniqu4 besagt, bah In Jerusalem Unruhen auögebrochen smd. Rach diesem Com- muniquS soll die Polizei am Mittwoch vormittag eine klein« Bande Araber der unteren Klassen zerstreut haben. Ader sie bildete sich von neuem, um das israelitische Stadtviertel anzugreifen. Ss wurden Schasse gernet>teU zwischen ben Arabern und den Bewohnern des israelitischen Viertels. Eine Bomb« wurde ge- wcrfen und mehrfach mit dem Messer gekämpft. Vier Israeliten und ein Arader u>nDen getötet, 15 Personen verletzt, ein Haus geplündert Verschiedene Verhaftungen wurden vor.e ommen. Feinschmecker unb Kaffeekenner elften es: Bohnen- fr kaffee, Korn, Berste ober malz müssen U/s \ ml« Pfeif!«r 1 Dtllers Kastee-essenr \ gekocht (ein Kein anderer 5u|at| ist (» rein u. so aurgereichnet im Srschmach. JJ haben Sie noch nicht selbst versucht? Zu haben In den elnschlsg Seschsste» Sroher Silberpaket JTIk.3.00- Original-Dcfe ILk. J.6O anslavin- paftilleu jei DntaftfUw »n IR*»- — »d—Np M SrW. TihtllNch le hi H»el|«t7$ Zentner an vom Lager in der Vabelsb rgerftraOc. Bezugfcheine werden im D ennstoflaml ausg g b n Pre.fe: Hartholz geschnitten 15 Mk. für den Zentner Weichholz 13 Mk. für den Zentner. KleingehackteS Holz 1L0 Mk. für den Zentner mehr. Bei Abnahme von mindesten- 50 Zentner wird ein Preisnachlatz von 1 Mk. für den Zentner gewährt. Gießen, den 4. Rovember 1921. 117136 Der Oberbürgermeister. (Lebensmittelamt und Brennstoffamt.) Nullen Vcrftciacvima. Die Gemeinde Ronnenroth beabsichtigt Mittwoch, ben 9. November, vormittag» 11 Uhr. einen schweren abgängigen Süllen öffentlich meistbietend zu oersteigern. Nonnenroth, den 4. November 1921. Hessische Bürgermeisterei Nonnenroth. Hoppe.__11721D Bekanntmachung. Lur den Beständen des Gefangenlagers können een Montag, den 7. ds. Mts. ad Baracken und Llnzelmaterialien vorerst nicht mehr abgegeben werden. Gießen, den 3. November 1921. Stabtbauamt r an lein erteil' «ranröf. Unterricht. 2 Kontoristinnen, 1 Schneiberin als Veidiiie. Tie Berufeberatnng und ArbcitS Permitt- lvng für Musiker findet werktags von 10 bi<< 12 Udr statt. 1171GB Vergebung von Bauarbeiten. Jur (Erbauung eines Deamtenwohnhauses in Büdingen sollen nach dem Ministerialerlah vom 16. VI. 1893 und 24. II. 1921 nachstehende Arbeiten und Lieferungen im öffentlichen Wettbewerb vergeben werden: 1. Erd- unb Maurerarbeiten 2. Steinbauerarbeiten 3. Zimmerarbeiten 4. Eisenlieferung 6. Grodschlosserarbetten 6. Dachdeckerarbeiten 7. Spenglerarbeiten 8. Blitzableiter-Anlage. Zeichnungen, Bedingungen und Angebot-unter- lagen können auf unserem Amt eingesehen werden. Angebotsvordrucke werden zum Selbstkostenpreis, solange Vorrat reicht, abgegeben. Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit Aufschrift „Angebot Deamtenhaus Büdingen- versehen bis zum Eröffnungstermin am 15. November 1921, vormittags 10' , Uhr, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Büdingen, den 4. November 1921. Hessisches Hochbauami. __________________Frey.____________1174OD Bekanntmachung. Aus ben Waldungen der Stabt Giehen, Bezirk der Försters Geisel in Giehen, unb zwar au» ben Abteilungen 56, 64, 65, 107 sollen am: Mitttr ') ben 9. November 1921, vormittag» 10 Uhr beginnend, versteigert werden: 13 Nm. Iichtenscheitholz 56,7 , Fichtenknüppelholz 133,2 , Fichtenstockholz. Die Versteigerung findet im Sladthau» Berg- strahc 20, Zimmer Nr. 6, statt. Dietzen, ben 4. November 1921. Der Oberbürgermeister. 117298 NWsUs-VMM über abgelieferte Einkommensteuer für Arbeitgeber, die vom Markenkleben befreit finbe halber Bogen = 50 HL bei 10 Stück - 45 Pf. (für 49 Hrbci neunter ausreichend) (Lanzer ^ogeu — ko Pf., bei io Stück — 70 Ps. (für 117 iHrbd nebmer ausreichend). Zu beziehen durch Lnsi'i-k Uiicfritit^Saib i.Ltciiiriillttti Schulttrabc 7. Holzvcrknttf. Die Gemeinde Mainzlar beabsichtigt nachstehend angeführtes Holz auf dem Submissionswege zu verkaufen: a) löFichtenstümme 4. AI. 25 29 vurchm. m. 14,I5Fstm. b) 18 , Sa. 20-24 , , 11^7 , c) 34 . 5b „ 12 19 , , 12,54 . Das Holz ist mit Ninde gemeffen, ist aber entrindet. Angebote sind, nach Klassen oetrennt, pro Fest- meter bis zum Montag, dem 7. November l. Zs., nachmittags 4 Uhr, auf unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo auch bei der Eröffnung bte weiteren Bedingungen bekanntgegeben werben. Das Holz lagert in der Nähe der Kreisfttatz« Mainzlar - Treis a. d Lda. Mainzlar, am 2. November 1921. 116368 Hessische Bürgermeisterei. Dogel. Der grohe yolzverkuus aus Standesherrlichen unb Gemeiudesorsten findet am Montag, dem 5 Dezember ds. Is., von 10 Uhr ab, im Lenz'fchen Zelsenfteller in Gietzen statt Dlt Fürstlich Solms'sche Forstoerwaitnng Lich (Ober- htsien) bietet dabei aus ben Nev'eren Cid), Hohensolms unb Höringhausen ans Festmeter Stammholz Eichen 240, Buchen 400, Wertzduchen 18, (Erlen 45, Doppel 5, Elsbeere 2, Fichten 1350, kiefern 320, Derbstangen Fichten 550, Neis- unb Bohnenstangen Fichten 50, Naummeter Noller. Eichen 135, Weih- buchen 45, Erlen 30. - Los Verzeichnisse sowie Verkaufsbedingungen durch die Forstoerw Itung, nühere Auskunft unb Führung durch die Förster U674D ÄIB.llIo6illan)etfltigtniig. Montag, den 7. November 1921, von nach, mittags 1 Uhr ab, versteigere ich DalUorftratze 38, Im llafö Leid dahier, geg n Barzahlung: 1 kompl. helleichenes Schlafzimmer (2 vollst. Betten, 1 Spiegelschrank, 1 Waschkommode mit Marmorplatte, 2 Nachtschränkchen mit Marmorplatten), 1 Nähmaschine, 1 Nühtischchen, 1 Divan, 1 Trumean- fplegel, 1 Dertiko, 1 Ausziehtisch, 6 Bohrstühle und verschiedene andere Stühle, 1 Ofenschirm, 2 gewöhn» licke Tische, 1 elektr. Zuglampe, 1 Zimmerteopich, 1 wrammophon, 1 Biolme, 1 Küchenschrank m. Glas« aufiatz, 1 Anrichte, 1 Ofen, 1 Sportliegewagen, Porzellan wie Kaffee- und Teeservice. Teller. Wein, unb Biergläser, 1 vollständiges K nderdrahtbett, Kinder» Wäsche, Bett- unb Tischwäsche, Äletberftoffe, Tischdecken unb Läufer sowie viele andere in einem Hau», halt vorhandenen Gegenstände. - Versteigerung desttrn L Die Sachen find gut erhalten. 11730 Junker, ScciWchikhtt, Plsik^izt 4 L Wer auf Qualität sieht, kauft W MAG Gl5 Fleischbrüh-Würfel. 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L nen W [innen zu W atttrbi WR« dem M LuSgabr den Mai gefordert für 1921 ES inert für die ■ Milliard« Wae. 6, bk Lände Einnahme Bidiarbe imzeS tv Io bah ss nahmen f Stat blei Dü'tardt otbeniltd ton 21 bution i SW s 4 fri tingdld ben ot denen TWa W s hing i 38.? * schuft otbent imfitix Io dah -geben 6 । «I«ren trügt bai de 1 ttBm V deraus Dille es al entfch Ruhe tveg trirb einstig Mfi 8t Arft pinftit Ihne h-chvN pM «zeit Mai 3nbup Segen ?.egiet cmne -ller' Ml Mitglied des Wirtschaftlichen Verbandes deutscher Zahnärzte 014441 .peren S«c durd> Cebrmx* de» eclbsMäl gen WaschmOtel» „PerUT". Ohne Chlor oder «hSdbdie fteswidtefle 1 Wäscht und bleicht gleichzeitig bei nur einmaligem '/»stündigem Kodien Alleinige Fabrikanten Henkel » Cie. DÜMeldoH, auch der _Henko“. Henkel » Wasch- und Bleuh-Soda. Kr. 260 Drittes Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen)Samstag, 5. November (92| Deutscher Reichstag. 140. Sitzung Berlin, 4 Hohem5er TLaä) Erledigung einer ganzen "Reihe Anträge führte bei Einbringung der neuen Steuergesetze Reichsernährnngtmmister Dr. Hermes aus: Di» hodUaenben Steuergesetzentwürfe suchen dem Gedanken Rechnung xu tragen, bah alle« versucht werben muh. durch Vie Tat zu beweisen, bah unsere ganze Lei stungt fähig keil in ben Dienst unserer Verpflichtungen gestellt werben soll. Jede vorhandene Steuer quelle muh bis aufs 2 u berste ausgefchöpst werben Sine Uebedpannung bet Steuerbelastung mühte aber ben Zusammenbruch des Wittschas Liebens ber bet führen unb damit die Quelle verstopfen, au« der die Einnahmen fliehen sollen. Gigantisch wie der hinter unS liegende Kampf sind auch die Folgen für uns. Wir haben aber Sie Zuversicht, bah die neuen Steuerlasten von bem deutschen Dolle getragen werden können, wenn alle Kräfte, die das deutsche Volk besitzt, vereinigt und zu höchster Leistungsfähigkeit angespannt werden Die Gesetzentwürfe gehen von Dem Grundsatz auS, keine neuen au beantragen, sondern ben Ausbau der bestehenden Gesetze zu erzielen. Die neuen Einnahmen müssen möglichst rasch unb ohne erhebliche Störungen des Wirt- 'chastslebens fliehend gemacht werden. Grperi- merte Müssen vermieden werden. Dei den Entwürfen steht der Sntwud eines Gesetzes wegen der Aenderung des KohiensteuergeseyeS noch aus. Die Gesetzentwürfe haben das Ziel, einen gerechten Ausgleich zwischen der 'Belüftung des De brauchers und des Besitzes zu schaffen. Bleibt man bei der Scheidung von Steuern unter dem Gesichtspunkt der Derbrauchs- unb Defitzbelaslung so ist bezüglich ber Belastung des Derbrauches die Erhöhung der Umsatzsteuer und der Äoblenfleucr besonders hervorzuheben Aus den Ausbau dieser Steuern biS an die Grenze des Möglichen kann nicht verzichtet werden. Den Hauptteil der Besihsteuer bildet die Dermögenssteuer. An Stelle des in Wegfall kommenden Teile« des Rcichsnotopsers soll auf die Dauer von 15 Zähren ein Zuschlag auf die Dermögenssteuer treten, der einen vollwertigen Ersatz für das ReichSnotopser bildet Mit allem Rachdruck werde ich auf eine rafte Orteb gung h~r laufenben ‘Beranlagungiarbeitcn hinw.rken, wöbet ich mir von dem neueingerichteten Buch- und Detdebsprüfungsamt besonderen Ersv'g verspreche. für welchen Zweck jetzt 25 Millionen und für das Jahr 1922 rund 50 Millionen angefordert werden. Aus die Bedürsnilse der Lander und Gemeinden ist in den Gesetzentwürfen weitgehendste Rücksicht genommen, denen im Kapitai- verkehrssteuergesetz, bei der DewerdeanfchaffungS- und bei der Kraftfahrzeugsteuer eine Besteuerung zugedacht wo ben ist. Der Beilage der Kleinrentner ist in dem DermögenSsteuergeseh Rechnung getragen, indem sie nicht nur von der Vermögens- steuer ÄLaelaffen werden, sondern ihnen auch da- b-EH entrichtete Rvtvpfer wiedererstattet wird, Mehrertrag der vorg sch'r, gegen Weitern wird mit 40 biS 42 Millionen zu veranschlagen sein, eine Summe, die allerdings nicht ausreicht, um unsere Verpflichtungen aus dorn FriedenSvertrage und bem Ultimatum zu erfüllen. Bisher waren an AuSgabet auf den ordentlichen Etat 48'/$ Milliarden Mark nötig Dazu werben nunmehr neu an- gefordert 65,8 Milliarden, so dah die Ausgaben für 1921 sich auf rund 114’ < Milliarden belaufen. CS werden u a. an gefordert. 55,1 Milliarden für die Ausführung des FriedenSvertrageS, 2,9 Milliarden für die Erhöhung der TeuerungSzu- fchläge. 6,6 Milliarden an Mehr-Überweisung an die Länder und Gemeinden. Dach den bisherigen Einnahmeanfätzen für 1921 wurden erwartet 44 2 Milliarden Dach den Ansätzen deS dritten Nachtrages werden weitere 17 Milliarden erwartet, so dah sich zusammen 61,2 Milliarden an Einnahmen für 1921 ergeben. Auf dem ordentlichen Stal bleibt also allein ein Fehlbetrag von 53 Milliarden Mark. Ohne die Kontribution hat der ordentliche HauShaU von 1921 einen Ueberschuh von 2 Millionen, denen Ausgaben für Kontribution in Höhe von 55 Milliarden gegenübergestellt sind Don den Kosten für die Ausführung deS FriedenSvertrageS, die mit 26,6 Milliarden eingestellt waren, sind rund 20 Milliarden auf den ordentlichen Haushalt übergegangen, von denen auf die Mehrausgabe entfallen sollen 19 Milliarden auf die ReichSeisenbahn. Der ordentliche Haushalt für die allgemeine Reichsverwal- tung soll für 1922 bereits einen Heberschuh von 38,7 Milliarden Mark ergeben. Dieser lieber- schuh wird aber völlig verschlungen durch die ordentlichen Ausgaben für Kontributionen, die einstweilen mit 37,6 Milliarden angeseht sind, so dah sich ein Fehlbetrag von 48,9 Milliarden cigeben würde. Die ReichSregierung steht auf dem Standpunkt, dah alles geschehen muh, um unseren Verpflichtungen auS dem verlorenen Kriege soweit als möglich nachzukommen. Auch daS deutsche Wirtschaftsleben hat nach dem Zusammenbruch nicht aus Derzweiflung oder Trotz die Hände in den Schoh gelegt, sondern hat in rastloser Arbeit und ungesäumt mit seinem Wiederaufbau begonnen. Dur so kann der ernste Wille des deutschen Volles bekundet werden, dah eS alles, was in seinen Kräften steht, zu tun entschlossen iji, um der eigenen Ruhe und der Ruhe der Leit willen. Ein wirksamer Ausweg aus unserer ungeheueren Finanznot wird sich erst dann finden, wenn sich bei unseren einstigen Gegnern die Erkenntnis durchgefcht hat, dah im 3ntcicffc_ ihrer eigenen Völker die durch die Entscheidung über Oberschlesien wesentlich verschärfte Lage des deutschen Volles durch eine vernünftige Anpassung seiner Verpflichtungen an seine Leistungsfähigkeit erleichtert werden muh. Schon mehren sich im Auslande die Stimmen der Einsicht erfahrener Männer. Das find die ersten Anzeichen wirt’chas lecher Wcl.Vernunft Eine wirksame Unterstützung erhoffe ich von dem Ergebnis der Verhandlungen, die mit Vertretern der Industrie, des Handels und der Landwirtschaft wegen einer Kredithilfe von der bisherigen Regierung eingeleitel worden sind und im gleichen Sinne von der gegenwärtigen Regierung wciler- gcführt werden. Ich weih, dah die vorgelegten Gesetzentwürfe an die politischen Anschauungen aller Parteien Anforderungen stellen, weih aber auch, dah di scs hohe Haus sich feiner Verantwortung vor dem deutschen Volke bemüht ist. Ich darf die dringende Bitte aussprechen, die Beratungen über die Entwürfe noch in diesem Jahr zu Ende zu führen. Möge die Rot des Reiches or. Bahrs Zahnpulver „Nr. 23“ vom Zahnarzt verordnet, daher 11592D „das rechte Zahn pflege mittel“. Kronz-Drogerie. BabnW. 57; Brog, i VnieM m [reizplüz. hinwegfuhren über Parteianschauung und Pattei- tänibfe und mögen Ihre Beratungen eine Quelle be« urtf so bitter nötigen Frieden- unb der inneren Festigung werden, zur allmählichen Gesundnna unseres beute aus laufend Wunden blutenden deutschen Vaterlandes, iBeifall.) Bon 45 Anträgen, die auf der heutigen ^geSordnung standen, wurden 25 erledigt. Don allgemeinem Interesse ist eine Anfrage der deutschnationalen Abgeordneten Frau Dehn, die darüber Beschwerde führt, bah eine bereits begonnene Gedächtnisfeier anlähltch des Todes der Kaiserin am 25. Oktober unmittelbar vor der Gedächtnisrede verboten wurde. Die Regierung läht erwidern, bah die Veranstalter es unterlassen hatten, die Erlaubnis des preuhischen Finanzministers, de- Eigentümers von Grund und Boden Sanssouci, einzuholen. Das Verbot der Polizeibehörde sei zu beanstanden: eine Verletzung des Versammlung-rechtes erfolgte nicht. Weitere Anträge der Deutschnationalen betrafen die Rückerstattung der beim Lohnabzug zuviel erhobenen Steuer. Regierungsseitig wird erwidert, bah die Finanzämter angewiesen find, in Fällen, wo es sich um besonders bedürftige und in Rot befindliche Steuerpflichtige handelt, auf Antrag der Steuerpflichtigen deren Veranlagung vorweg zu nehmen. Durch diese Anordnung ist die Der- anlagungearbcü auherordenllich erschwert worden. In Zukunft muh von solchen Vergünstigungen unter allen Umständen abgesehen werden. Die Au-sprache über die Steuervorlagen wurde darauf auf Blontag 1 Uhr vertagt Schluh 3.15 Uhr. Kunstturnen in (Sieben.') In vielen ötäbten unseres Vaterlands fanden schon Werbeveranstaltungen der Deutschen Turnerschaft statt. Die besten Turner baten sich stetS gern und freudig in den Dienst der guten Sache gestellt. Auch die Dietzen er Tumerschaft glaubte, eS der Bevölkerung unserer Stadt schuldig zu sein, ihr zu zeigen, was deutsches Turnen heißt. SS war dem schaffensfreudigen AuSschutz der Giehener Turnerschaft gelungen, wirst ich die Besten für ihre Veranstaltung zu gewinnen. Hier im Stadttheater gaben sich "ber 2„ 3., 4. unb 5. Sieger bei den diesjährigen Meist erschaf ts- kämpfen der Deutschen Turnerschaft in Hannover ein Stelldichein. Gs reihten sich würdig em die Kreismeisterin und der KreiSmeister deS 9. KreiscS in Frei- und Handgeräteübungen. Kein Zufall war es auch, bah der Deutsche Meister am Reck und ber Kreismeister am Pferd zugegen waren. Richt unerwähnt seien die beiden auswärtigen Fechter, die schon öfters berufen waren, ihre Waffe im Auslande zu vertreten, so in London und Stockholm. Wirklich eine seltene Auswahl auserlesener Kräfte, die sich der (Siebener Tumerschaft zur Verfügung stellte. Den Rahmen des Ganzen bildeten die Abteilungen der beiden hiesigen Turnvereine, des MännerturnvereinS und des Gießener Turnvereins. Lieblich muteten die Hebungen der Schülerinnen des T. V. an den Schwede kanten an. Mit ganzer Seele hängen diese jüngsten Turnerinnen an der schönen Tumfach.', helle Bcg ifterung leuchtete aus ihren glänzenden Augen. Run folgte die erste Glanznummer: Kunstturnen am Pferd. Man staunte, selbst ben Tümer überraschte die Fülle der Hebungen, die hier formvollendet geboten wurden. Das Keulenschwingen ber aktiven Turner des M. T. D. sprach allgemein an und zeugte von grobem Fleiß und langer Hebung. Die nun folgenden 6 tob Übungen der Turnerinnen des T. D. gaben ekn Bild deutschen Frauenturnens, das später durch die Freiübungen der Turnerinnen des M. T. V. ergänzt wurde. Beide Abtellungen führten ihre Hebungen durchaus korrekt auS und ernteten wohlverdienten, reichen Beifall. Gins aus 8 Turnerinnen der beiden hiesigen Damenabteilungen zusammengestellte Riege brachte unter Leitung des Gautumwarts Freiübungen alS AuS- brudeformen. Sine neuzeitliche Art des Frauenturnens, dem Wohl in Zukunft Rechnung zu tragen sein wird, und die in ihrer schönen Ausführung allseits gefiel Die beiden nächsten Abteilungen stellten einen Gegensatz — vielleicht unbewußt entstanden — dar. Turnen der Schüler des M. T. V. an drei Pferden und Turnen der Turner über 45 Jahre — Hier schon die ersten Regungen eineS späteren Könnens, doN noch die elegante Gewandtheit, die kraftvoll in Erscheinung tretende Spannkraft früherer Hebung Die Kunstfreiübungen brachte eine Hederraschung nach der anderen. Frei-, Stab- und Keulenübungen wechselten in bunter Folge. Turner und Turnerinnen boten hier Gipfelleistungen und fanden durch reichen Beifall dargestellte Anerkennung Vom Kunstturnen am Barren und Red kann man nur sagen Sine Hebung überbot die andere, sei eS in Schwierigkeit, Reihenfolge, Zusammensetzung. Herrliche Leistungen: prachtvolle, jede MuSkel- anipamrung zeigende Ausführung liehen unS die Meister an bleien Geräten sehen Wenn nun noch die Darbietungen der bereinigten Fechler- riegen angeführt werden. Io mutz anerkannt werden, bah in ihrer Hebung System liegt, der Fernst eben de bekam in gedrängter Form ein Bild deutschen Fechtens. Zuerst Schulfechten — bann Afsautfechten in den vier Waffen: Florett, leichter unb schwerer Säbel und Kampf hegen — man sah, bah Meister die Klinge führten Auch ihnen wurde reicher Beifall gespendet •) Infolge eines Mißverständnisses verspätet. Deutsches Pfadfindertum. Hns wird geschrieben: Heber das Pfadfinderwesen in Deutschland herrschen vielfach recht sallche Anschauungen. Darum scheint es nötig, über die Ziele der Bewegung nochmals aufzuklären. Aufgebaut ist die ganze Bewegung auf ben Pfadfindergeboten, deren hauptsächlichste sind: .Auf die Ehre eineS Pfadfinders muh man unerschütterlich bauen können" und .Gin Pfadfinder ist treu seinem Gott und seinem Bat erlaube.“ Das Streben nach innerer unb äuherer Reinheit und Reinlichkeit. Treue zu Heimat und Vaterland, frommer Glaube und treueste Erfüllung selbst der lleinsten alltäglichen Pflichten sollen den Pfadfinder auszeichnen. Daneben treiben wir auch körperliche Ausbildung in allem, was unser Pfadfinderbuch uns sagt: Spott. Spie! und Wanderungen und alle-, was für einen deutschen Jungen dazu gehört, der wirklich ein echter frischer deutscher Junge (ein will. Vielfach wird unsere Bewegung mit dem Schlagwort .Militärisch“ abgetan, und man sucht damit gegen uns Propaganda zu machen. Will man uns etwa zum Vorwurf machen, dah wir beim Marsch durch Ortschaften in geordneter Gruppenkolonne, statt al- Hammelherbe marschieren, will man uns vorwersen. bah wir halten und nbrnarschieren lallen, wie es jeder Turnverein auch tut, unb dazu Kommando- geben? Sragt einmal alle die Jungen, die frische knutsche Jungen fmb, waS sie lieber wollen. Strammheit und Ordnung oder Latlchigkeil und ein Durcheinander. Patteipolitik treiben wir nicht Wir zählen Jungen auS allen Kreisen zu den Unseren. Die Söhne von Arbeitern stehen neben den Jungen reichster Kaufleute nebeneinander in Reih unb Glied. Die Jungen sollen bei uns erkennen, bah fie alle aufeinanber angewiesen sind und bah nur Zusammenarbeit aller Klaffen de- Volkes uns unser Ziel erreichen läht. 2uch hier in (Sichen besteht seit kurzem ein Pfadfinderkorps Jungen, die Pfadfinder werden wollen, wenden sich an den KorpSleiter. cand. Phil. Ferdinand Heß, Hofmannstr. 8II. Die Veranstaltungen kann jedermann auS dem Anschlag In der Rickerschen Hniversltätsbuch- handlung, Bismardstrahe. ersehen. Aus Stabt unb Canb. ® lehtn, den 5. Rov. 1921. •• Die Ausleihung von HeereS- pf erden. Soweit in Zukunft Leihpferde durch die Truppenteile noch zur Abgabe kommen, find für die Verleihung folgende Bestimmungen des ReichSwehr-Ministeriums vom 8. September 1921 maßgebend: .Bewerberkreis. Die Pferde sind in erster Linie an die Landwirte unb SiedlungS- genoffenfchaften, in zweiter Linie an Gewerbetreibende auSzuleihen. Wirtschaftlich schwache Bewerber sind bei gleichen Voraussetzungen hinsichtlich der Zuverlässigkeit und Gewähr für gute Pflege und Fütterung den bessergestellten vorzuziehen. — Zurüdziehen ber Pferde. Die Heeresverwaltung hat das Recht, die Pferde jederzeit zurüdzuziehen: a) bei dringendem Bedarf auf Anordnung deS Reichswehrministeriums: b) 6ci VettragSverstoben: c) zur Deckung von Fehlstellen an der Sollstärke. 3m Falle a müssen die Pfcrbe innerhalb 48 Stunden im Standort abgeliefert werden — Leihgebühr und H a f t g e l d. Die Leihgebühr unb daS Haftgelb werden vom Truppenteil festgesetzt. 3m Bedarfs- alle kann für die ganze Dauer des Ausleihcns die Leihgebühr auf 1 Mark pro Tag und Pferd estgefetzt werden. — Kündigungsfrist. Degen unvermutetes, freiwilliges 3uvüdbringen ber Pferde gewährt Kündigungsfrist (etwa Htflgig) Schutz." — Es wird aber ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dah in Zukunft Anträge wegen Heberlassung von Leihpferden nicht mehr an die Landwirtschaftskammer in Darmstadt, sondern direkt an die Truppenteile zu richten sind. Die Landwirtschaftskammer bat, wie bereits schon wiederholt mitgeteilt worden ist, mit der Ausleihung von Pferden nichts mehr zu tun. AIS Truppentelle, die für die Verleihung von Pferden noch in Betracht kommen, seien genannt: Reichs- wehr-Art.-Regt. Fulda mit 16 Pferden, Reichswehr-Art.-Regt. Fritzlar mit 24 Pferden. Bei f - wehr-3nf.-Regt. Gießen mit 2 Pferden. Gs dürfte sich empfehlen, zunächst mit den fraglichen Truppemeilen sich schriftlich wegen der Heber laffung der Abgabebedingungen inS Benehmen zu setzen oder telephonisch anzufragen, wann die AMragsteller zur 3naugenscheinnahme des Pser deS und Abholung desselben beim Truppenteil Rücksprache nehmen können. Ein selbständiges unangemeldete- Hinfahren zu den Truppenteilen ist nicht ratsam. " Das Lderkonfistvrium bat an die evangelischen Dekanate und Pfarrämter deS Landes folgende- AuSfchreihen erlassen: .Wie im Boqabre, fo soll auch in diesem Jahre und weiterhin mit dem herkömmlichen Totenge- d ä ch t n i S t a g eine Trauerfeier für unsere Gefallenen ober infolge des Krieges Verstorbenen verbunden werben Es ist am Sonntag vorher den Gemeinden davon Kenntnis zu geben. Wir erbnen ferner an, bah an dem genannten Sonntag in Zukunft eine K i r chen kv 11e k te zu Gunsten ber vom Evangelischen Landeskirchentag errich teten Kriegsstiftung erhoben werden soll. Indem wir auf daS die Kriegsstiftung betreffenbe Ausschreiben vom 25. April b. Is Hinweisen, hoffen unb erwarten wir, bah die Erträge dieser Kollekte dazu beitragen, daß wir unter Vermittelung der Pfarrämter unb ber im Dienste bet kirchlichen Gemeindepflege arbeitenden kirchlichen Frauenvereine recht nachbrüdlich unb weit- gehenb »zur Linderung von KriegSnot aller Art" beitragen können. Die Kollekte kommt allo lediglich unseren hessischen Gemeinde- gliedern zugute, und zwar in erster Linie solchen, beten Rotlage damit zusammen hängt, daß sie im Krieg Angehörige verloren, und es ist anzunehmen, und mit Rachdrud darauf hinzu- weifen, bah bei einer Erhebung die Gemeinden recht lebhaft ihrer Dankespflicht gebenlen. Sic am Sonntag vorher anzukündigende Kollekte ist den Dekanaten zu übermitteln, die sie in der üblichen Weise spätestens biS zum 31. Dezember d. IS. an ben ZentrallirchenfondS ein senden und an uns berichten werden." "Dieneuen Schlafwagen 3 Klasse. Wie bereits mitgeteiit, werden vorn ReichSverseh rsministerium Schlafwagen dritter Klaste in Dienst gestellt, unb zwar vom 15 Rovern der ab. Die ersten dieser Wagen werden voraussichtlich in den Schlafwagenzug, ber zwischen Berlin unb München verkehrt, eingestellt Weitere Schlafwagenzüge dritter Klaste sind in Aussicht genommen für die Str erben Berlin— C st Preu tzen I und Berlin—Köln. Landkreis Gieren. tt. TreiS a. Lda. 3. Rov. Die in diesem Tagen dahier vvtgenommene HauSsamm- lang für die durch das GxplofionSunglüd in Oppau Geschädigten ergab den Betrag von 1834 Mark. — Bei der heute stattgefundenen Heuverpachtung der hiesigen Pfatteiädet wurden 41 900 Mark jährliche Pacht gelöst gegen 1103 Mk seither Die Verpachtung der Wielen findet erst in einigen Wochen statt. Die Pächter der Aeder sind der größten Mehrzahl nach Arbeiter. ein Zeichen, wie groß ber Landhunger in unserem Volke ist. Ärcie crtiotten. B Burkha r ds. 3 Rov Die Wasser« m e n g e unserer seither auSgiebigen Wasterlcitung ist derart zurüdgegangen. daß sie selbst bei möglichster Einschränkung nicht mehr ausreicht. Das Daster, soweit es nicht tu H.tuShaitungSzweclkn benutzt wird, wird aus her Ridder geholt. Die ulb für die Wasserknappheit ist In der allgemeinen Trockenheit zu suchen Srcie Sricbbcrfl. o. Friedberg, 2. Rov. Wie milgeteiü wird, steht die Gründung der ,W e 11 e r n u e r MuseumsgeseUfchast" unmittelbar bevor. 6te verbürgt dem Friedberger Ge>chichtsverein alljährlich die notwendigen Geldmittel, um das Friedberger Museum nebst Stadtarchiv und Stadt- btbltothek zu einem e t l c r a u c r m u f e u m“ auszubauen, woselbst künftig die Bodensunde. Altertümer und Archtvalien all der Orte des Kreises Friedberg würdig und stcher untergebracht toer* den sollen, die Mn Lokalmuseum besitzen. Starkenburg und Rheinhefftn. g. M a i n z, 2. Rov. DerWertvonSchki- leraussagen Ein Lehrer der Fortbildungsschule erhielt von einer hiesigen Finna ein Schreiben. worin er aufgefordert wurde, für einen der Firma entstandenen Schaden von 12 000 Mk. zu hasten. Den Schaden soll der Lehrer dadurch verschuldet haben, daß er einen bei der Firma bediensteten unb von blcfer kurz vor Beginn deS Foi IbilbungSschulunterrichtS mit dringenden Depeschen zum Postamt geschidten fortbildung-schulpflichtigen Jungen sofort mit zur Schule genommen haben soll, ohne ihn vorher die Depeschen aufgeben zu lasten Durch die spätere Aufgabe der Depeschen fei ein Schaden von 12 000 Mark entstanden. E- stellte sich heraus, bah die ganze Geschichte von dem Zusammentreffen des Lehrers mit dem Schüler auf der Straß? eine blanke Erfindung des Jungen gewesen ist, was blefcnddjllch- lich auch zvgab. Was wäre geschehen, wrlfn der verlogene Bursche etwa noch einen Kameraden gefunden und diesen zu der gleichen falschen Au-sage veranlaßt hätte? Hesfcn-Rasf«^u. d. BomWesterwald. 2 Rov. Die meisteü unserer Wälder bringen in diesem Jahre eine gute Eichelmast. Rachdem die tauben uifb wurmigen Früchte bereit- gefallen sind, bat ber Frost auch die reifen, gesunden Früchte gelöst und der Sturm sie heruntergeschüttelt. Allenthalben ist man eifrig damit beschäftigt, die Früchte xu sammeln. um sie zu verkaufen. Fleißige Sammler können dabei einen schönen Tagelobn verdienen, da sie für den Zentner 55—60 Mk erhalten, während für Saatgut, wozu allerdings au-gesuchte. gesunde Ware gefordert wird, 80 Mk., ja 100- 120 Mk. bezahlt wird. Birkenau, 3.Rov. Sine zweite Hei- belbeercrnte. 3m Walde fand man Sträucher mit nahezu reifen Heidelbeeren Auch Im Hntcr- toalbe sollen halbreife Heidelbeeren mastenhast zu finden sein. Bet etwa- schönem Wetter wäre in diesem Jahre mit einer zweiten Heldeibeerernte zu rechnen. Bttchertisch. ReueStaatSbürger künde. N. Teil: Unter Hessenland Von Rektor O Kinkel. VerlagSbuchhdlg. Emil Rotb, Gießen Katt 10 Mk. 3n übersichtlicher, allgemein verständlicher und belehrender Weise gibt der Verfasser eine Heber- sicht über Hessen, wie eS wurde, wie sein Volk arbeitet und wirtschaftet: wie e» fein Land regiert und verwaltet. Man bedauert nur, daß er bn politisch-historischen Teil des Buche- mitunter etwas einseitig urteilt, sonst kann seine Arbeit empfohlen werden, namentlich auch, weil sie im zweiten Teil eine gut gelungene Kritik deS Versailler Vertrages und seiner verheerenden Folgen bringt. — Musikalische 0 ttl l e 6 r e in Einzeldarstellungen von H W. von Walters- häufen: „Die Zauberfkute. eine operndrama- tifche ©tuble“, „Das Siegfried-3dhll oder die Rückkehr zur Ratur" und ,*er Freischütz, ein Versuch über die musikalische Romantik". — Drei« Masken-Derlag, München — R o s i t t a. Roman von Franz Karl G i n * fei). Berlag L. Staadmann, Leipzig. — Dieser Roman des stillen österreichischen Poeten handelt von einer tragischen Sehnsucht eines Rordländers nach dem Süden und ist vor allem durch seine seinen Stimmungen zu empfehlen. * .* - - «f verleiht mit*«, jutmdfrtschee * * 1 Wl Jl • Andlu u. «le rein, ttrin Teint B I txatbil Alle* din erzeagt die «cht« Schonhcil^SSSu Oberen te h*b«e Kein schmerzhaftes Rasieren mehr! 2dt 3obren von einem leichten, ober nie weg« aubringenben HautauSIchlag in der Bort- unb Hals- neaenb geplaat hatte ich schon die verfchiebenften Mittel versucht, aber altes ohne Erfolg. Da mir bas Nakieren besonders auälenb würbe, glaubte ich baburch. bah ich mir die feinsten franzSslschen helfen auS ber Tchwclz kommen lieb, ba» Ucbel etwas abmtlbern zu können. Auch dieser Versuch blieb vollkommen ergebnislos. Zufällig kam mit Ihre 51 öfterieift „Leoelra" in bte Hände. Ich mach'e einen Versuch damit, unb eS ist mir nach bem Erwla ein Bebürfni», Ibnen zu bekennen, bah diele belle an Güte alles übertrifft, was ich je gebraucht babe Nicht nur, bah dieser unangenehme und lästige Haut ausschlag binnen wenigen Tagen vollkommen verschwand, ttebe ich nicht an, zu erklären, daß feit bem (Hebraucb Ihrer „Leoelra6 bat» Rasteren, das mir früher eine lästige Vsticht war, jetzi in keiner Weife mehr beschwerlich ober unangenehm HL ja ich könntc sagen, bah eS beinahe ein Vergiüigen Ien als Rost dieser Oefen eignet sich vorzüglich a.ich ein Körper Namens SilunDum. Die T?mver.-.tnr des elektrischen Lichtbogens erreicht sogar 4)2) Grad: in den Bogenlicht-Oefen werden die zu erhi:>cnd.m Metalle dieser Glut unmittelbar auigJeat. Solchen Temperaturen gegenüber verlieren die Metalle ihre Widerstandskraft Ellen unb Stahl schnelzen bei 1100 bis 1402 Grab, Gold und S.'.oe. noch eher, Platin bei 1820. Tantal unb Wollra.n in bei Nähe von 3000 Grad Bemerkenswert ist ferner, daß neuerbinaä auch die Soment-m »,r. bk man zu 6.0) Grab b rech e at, berhoffe wo-- ben ist. dadurch, daß man be i eletir . . Lichtbogen In hochgespannter Luft brennen ließ. Zum Metten derartig ! ? er ? ; e.aturet kann man natürlich bie Flüttigkrii unb Gas- thermometer nicht gebrauchen, inan bcntzt bann vielfach ein entsprechend toibe a:. bif äbige* Thermoelement, das n: t seiner Oni'teik in den Ofen gebracht wird, helfen Tein '.rat :r .Lmc(,cn werden sott unb dessen freie Enden mit einem na < Temperaturnraden geeichten Galvanometer nei bunben sind. 3nftrumente zum Messen hoher Temperaturen heißen allgemein Pnrrr eter 3n der Technik benutzt man gern daS Ho'.born-Kurl baum-Pyrometer Das ist ein Fernrohr, mit dem man ein flüssiges Metall ober die Glut eines Ofens betrachtet, unb bamit bie Leuchtkraft eine» im Fernrohr (an der Stelle des vom Obiektiv entworfenen reellen B lde5 ber Glühmasfe) befind l ich en, elektrischen Glühfadens vergleicht 3 ft de: Glühfaden heißer als der Öfen, bann hebt er »ich hell ab, im umgekehrten Fall, dunkel; hebt er sich gar nicht ab, dann besitzen Ofen unb iMüMaben bie gleiche Temperatur. 3m Stromkreis des Glühfadens befinben sich ein Regulierwiderstanb tum Einstettcn verschiedener Stromstärken unb bamit verschiebener Helligkeiten, außerdem ein nach Wärmegraden geeichtes Galvanometer. Wenn auch die bei dieser Einrichtung erzielte Genauigkeit nicht allzu groß ist, so besitzt der Apparat doch den Vorzug ber Handlichkeit unb Bedienung auch von weniger funbtger Seite. Die Erforschung der menschlichen Hörgrenz«. 3n der Erforschung ber Hönähigkeit bes menschlichen OhreS finb genauere Ergebnisse erzielt worben durch bie neuesten Untersuchungen von Professor Martin G i l b e m e i ft e r. über die Hermann Radestock in der „Naturwissenschaftlichen Wochenschrift" berichtet. Gildemeister hat für seine Forschungen ganz neue Apparate konstruiert, durch die viel sichere Ergebnisse möglich waren. Bei 51 Versuchspersonen, die aus Schülern. Studenten, Mädchen. Lehrern. Beamten, Kaufleuten. Landwirten unb verschiedenartigen Arbeitern bestauben, hat er seine Versuche burchgeführt. Alle diese Personen im Alter von 6—47 Jahren besaßen, wie durch sorgfältige Voruntersuchung gestellt wurde, ein Normalgehör. Aus den mmen- gestellten Hörproben ergibt sich nun jff Reihe interessanter Tatsachen. Verhältnisman^ feilen hört jemand mit dem rechten unb linken Ohr gleich aut; vielmehr ist ber Hörunterschieb zwischen bei- ben Ohren öfters sehr groß unb bleibt genau so groß auch nach vielen an verschiedenen Tagen vorgenommenen Prüfungen. Eine allgemein? Bevor-, zugung de- rechten oder linken Ohres in der Hörfähigkeit ist nirgends nachzuweilen. Eine große Rotte aber spielt da- Lebensalter. Kinder und jungen Leute bis zu 20 Jahren hören die hohen Töne am besten Doch findet auch hier schon eine langsame, allmähliche Abnahme statt die dann von 20 bis Mitte der 30er Jahre immer deutlicher hervortritt. Bis Mitte ber 40er erhält sich bann ber Durchschnittswert auf annäherr.b gleicher Höhe und finit bis zum Greisenalter wieder sehr beträchtlich herab. Die Abnahme der Hörsähigkett beträgt vom 6. bi- zum 47. Jahre durchschnittlich 7000 Schwingungen, geht also von 20 000 bis auf 13 000 herunter Die Schwankungen des Hörens, bie durch da- körperliche Befinden von einem Tage zum andern veranlaßt werden können, betrugen nie über 200 Schwingungen. Herbstgang. Von Stephan Zweig. Traumstill die West. Nur ab und hu ein heisrer Schrei von Naben, die verflatternd über Stoppeln streichen. Der düstre Himmel drückt wie mattes, schweres Blei ins graue Land. Und sacht, mit leisen, sammetweichen Schleichschritten geht ber Herbst durch Grau und Einerlei. i In worteschweres Schweigen wandre ich hinein, der unbefriedigt von dem Sommerglanz geschieden. Die letzten lauten Wünsche schlummern langsam ein. Mir wird der Herbst so nah. Ich fühle seinen Frieden. Mein Herz wird reich und groß im stillen Einsamsetn. Die Schwermut, die die dunllcn Dörfer überweht, hat meiner Seele diel von ihrem Glück gegeben. mein Abendgang wird fegenr-fromm wie ein Gebet, und glockenrein und abendmtld scheint mir mein Leben, seit es des Herbstes düstres Druderwort versteht. Nun will ich ruhen wie das müde dunkle Land .. . Tiefselig zieht mein Träumerschritt in leise Stunden, und sanfter fühle ich der Sehnsucht heiße Hand. Mir ist, als hält ich einen treuen Freund gefunden. der mir oft nahe war und den ich nie gekannt .,, Ba h nhofsff AsLsria iG.KÖNIG/ 1 V'-Z- />_____ UIUC xxDoaxxaoo PFLASTER Apotheken «.Drogerien Benzin - Station und Oei-Station Garagen Gießen 11714c r t : : : <4flfnrf OfVUft' "Nier (flerantie fnmf tBrut rnfnrf m/UfUlt und dklflen Qopi», Llcider- und -riU 3v|Ull Mn IlFaLch-NMli-» Ancrweg l. I Hochwertig30/o Fettgehalt. " \V wohlriechend Küchen Herrenzimmer K»l ülfinvi|RiMi*i« Bifilieiihitri 97Ö6* U<14/^3cKO^in'9' kttdid- vmlnltanns «im»a In ütrlrt). 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