Mittwoch, 5. Oktober 1921 Erstes Blatt M- Jahrgang Nr. 253 Der Gießener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feierioos. Monatliche vetugspreise: MK. 5.50 einschl. Träger- lohn, durch die Post Mk. 6.50 einschl. Bestell- gelb, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Ferniprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Sietzen. poflscheätonto: $ranhurt a. M. 11636. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer oi» zum Nachmittag vorher ohnejede Verbindlichkeit. Dreh für l mm höhe für Anzeigern, 34 mm Breite örtlich 55 Pf, auswärts 65 Pf.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 250Ps. Bei Platz- Vorschrift20" „Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil t.TL: Aug.Goetz; für den Anzeigenteil. Han» Beck, sämtlich in Dießen. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vnch- und SLeindruckerei H. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schulstratze 7. Die Besatzungsdenkschrist. Don Dr. Hermann Pachnicke, Mitglied des Reichstags. 3m Hauptausschuh des Reichstags war bei Der letzten Etatsberatung angeregt worden, eine Liebersicht über die bisher durch die fremde Besatzung entstandenen Kosten und über die von der Gegenseite verübten Rechtsbeugungen zu geben. Diese Arbeit liegt jetzt in Form einer Denkschrift des Reichsschatzministers, gezeichnet Walther, vor. Der Eindruck, den sie hervorruft, ist geradezu erschütternd. Bis Ende Dezember 1920 haben die Ausgaben, für welche .die Besatzungsmächte vom Deutschen Reiche Erstattung erwarten, nicht weniger als 3528 Millionen Goldmark betragen. Legt man diesen Betrag anteilmäßig für Drei weitere Monate zugrunde, so sind es 3936 Millionen Goldmark, Die unS die Besatzung kostet. Das soll ein Dolk tragen, dessen Währung mit jedem Tage tiefer sinkt, und dessen Haushalt völlig zerrüttet ist. Zu solcher Höhe schwoll die Summe an, weil man anfängliche Versprechungen nicht gehalten und klares Recht gebrochen hat. S2 o u d> e u r führte bei den Versailler Verhandlungen auS, Dah die Besatzung im Rheinland die frühere deutsche Friedensbelegung nur wenig (Itgdrcment) übersteigen werde. Die deutsche Belegung betrug 70 000 Marrn, die feind- lidje Besatzung ist dagegen bet vorsichtiger Schätzung jetzt mindestens 120 000 Mann stark. Alle Beschwerden über diese UnbiHigleit verhallen wirkungslos. An Stelle der vertragsmäßig vorgesehenen 4 Mitglieder der Rheinland kommissivn ist tatsächlich ein Personal von rund 1300 Köpfen anwesend. Die Ansprüche, welche die Offiziere, die Kommissionsmitglieder, ja selbst deren Frauen stellen, gehen inS Maßlose. Der Begriff der Einquartierung, der eine glewisse Beschränkung vorauSseht, wird nicht festgehalten, auf'die Hilfsquellen deS besetzten Gebietes wird entgegen Der Haager Landkriegsordnung k in.riet Rü^sicht genommen. Die Einheimisch«! sind nicht davor gesichert, jede Stunde ihre Wohnung und Wohnungsausstattung zu verlieren und der Gemeinde rbdachlos zur Last au fallen. Selbst für Bordelle werden Privarwohnungen gefordert. Die Gemeindeverwaltungen sechen sich einer Zwangslage gegenüber, sie müssen zahlen und erwarten nun vom Reich die Erstattung ihrer Ausgaben. Die Verhältnisse sind unerträglich geworden, und geradezu fürchterlich wirkt der Ge- anke, dah dieser Druck noch viele Jahre dauern soll. Sieht denn Frankreich nicht, dah auch die deutsche Leistungsfähigkeit ihre Grenzen hat? Sieht es nicht, dah es durch cm Uebermaß der Belastung sein eigenstes Interesse verletzt? Treten zu den ohnehin unerschwinglichen Reparationssummen noch derartig hohe Be- sahungskosten, so muh die Stunde des Zusammenbruches kommen. Es ist wie auf handelspolitischem Gebiete: Etwa 6,2 Milliarden Mark beträgt jetzt die deutsche Jahres-Ausfuhr, 8‘A, die Einfuhr. Rur wenn sich diese passive Handelsbilanz in eine aktive umwandcln würde, wäre eine denkbare Möglichkeit zur Erfüllung unserer Zahlungspflicht. Aber eben diese Umwandlung wird bewußt verhindert, indem man Antidurn- pfnggesetze schasst und sonstige Erschwerungen der deutschen Ausfuhr bereitet. Genau so ist die finanzpolitische Praxis der Gegner. Statt an irgendeiner Stelle den Druck zu mildem, wird er an allen Stellen verstärkt. Frankreich will nicht, daß der niedergeworsene Feind sich erhebt; es fürchtet die Erhebung. Faß und Furcht bestimmen seine Politik. Hätte nicht England ein Interesse daran, das Emporkommen eines übermächtigen Rebenbuhlers in Europa zu verhindern, weil es an Amerika und Japan schon genug Rivalen besitzt, so würde jeder Zügel für die Herren Foch und Poincarä fehlen. Deutschland gibt sich redlich Mühe, das gegebene Wort zu halten. Es belastet seine Steuerzahler in einer noch nie dagewesenen Schwere, es zieht die Kräfte der Industrie, der Dankwelt und der Landwirtschchaft heran, um die Zahlungstermine einzuhalten, es sch eckt gegebenenfalls vor einem Eingriff in die Sachvermögen nicht zurück. Die vorgeschlagenen Steuern genügen kaum, um den Haushalt ins Gleichgewicht zu bringen, geschweige beim um die Reparationssummen zu decken. Der Gesamtbedarf nähert sich bei dem jetzigen Kursstand der Reichsmark dem Betrag ü_on 200 Milliarden. Ist es da zu verantworten, für die Durchführung des Friedensvertrages einen Posten von 21 Milliarden Mark aufzu- zwingen? Wer weiß, ob bei Fortdauer der Vergewaltigungen dieser ungeheure Betrag überhaupt ausreichen wird! Dor äleberraschungen sind wir keineswegs gesichert. Man schlägt Konferenzen vor, um eine internationale Sanierung herbeizuführen. In London wollen Privatleute von heroorragender Stellung zur Erörterung der Valuta- und Weltwirtschaftsfragen zusammentreten. Churchill gab der Meinung Ausdruck, daß man die Schulden gegeneinander aufrechnen, vielleicht streichen sollte. Aber was nützen alle wohlgemeinten Anregungen, wenn die Entente und namentlich Frankreich die Gelegenheit behalt, die Schuldsummen weiterhin ins üngcmeffcnc zu steigern! Herabgesetzt müssen sie werden, daraus kommt es an. Amerika scheint mit der Verminderung, möglicherweise der Zurückziehung seiner Truppen den Anfang machen zu wollen. Möge England ihm folgen. Dann steht Frankreich ganz allein da mit seiner Dcckrückungspraxis, und das grellste Licht der Oeffentlichkeit fällt auf das von ihm begangene Hnrccfrt. Die Denkschrift des Reichsschayministeriums verdient die weiteste Verbreitung. Dis in das letzte deutsche Dorf hinein soll die Kunde bringen, I wie man unsere Riederlage mißbraucht. Der fernste Staat der Welt soll erfahren, was es aus | sich hat mit dem französischen Edelsinn. Dann regt sich schließlich doch das Weltgewissen, und Frankreich wird genötigt, mildere Saiten aufzuziehen, wenn es vor dem Richterstuhl der Zukunft beste hen will, vor den wir alle einmal treten müssen. Der Nachcdnrft in Frankreich. Paris, 4. Oft. (WTB.) 5>;r Abgeordnete Bonnet hat den Ministerpräsidenten benachrichtigt, daß er die Absich: habe, die Regierung über die Strafmaßnahmen zu interpellieren, bie gegen den .hauptsächlich verantwortlichen Urheber des Krieges", den vorrnaligenKaiserWil- belm II. und die zivilen und militärisch e n C h c f s , bene i Verstöße . egen baS 1 öl er* recht und die Kriegsgebraucye zuzuschreiben seien, zu ergreifen sind. Die amerikanischen Truppen am hein. Paris, 4. Olt (Wolff.) Rach einer Meldung der .Chicago Tribüne" sollen die Truppen der amerikanischen Desahunasarmee am Rhein, die sich gegenwärtig zu Ehren des .unbekannten Soldaten" mit General Pershing in Paris 'aufhalten, nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, heute nach Koblenz zurückbesördert werden, sondern auf Anweisung Pershings in Paris bleiben. Das Wiesbadener Abkommen im Auswärtigen Ausschuss. Berlin. 4. CIL (Wolfs.) De. Auss chuß für auswärtige Angelegenheiten be- schästigte sich in einer vertraulichen Sitzung unter dem Vorsitz des Adg. Stresemann mit dem Wiesbadener Abk ommen Lvucheur-Ra- thenau. Von der Reichs reg ierung waren außer dem Wiederaufbauminister, der Minister des Aeu- ßeren Dr. Rosen, Staatssekretär im Auswärtigen Amt v. Haniel, sowie Beamte des Wiederaufbauministeriums, des Finanzministeriums und des Auswärtigen Amtes anwesend. Rach einem aus- sührlichen Vortrag des Reich-Ministers Rathenau trat der Ausschuß in eine Besprechung ein, bie gegenwärtig noch andauert. Die Heeresftärken der Völker. London, 4. Olt. (Wolff.) Wie der Washingtoner Berichterstatter der „Chicago Tribüne" berichtet, steht nach amtlichen Ziffern Frankreich mit einer aktiven Heeresstärke von 1 034 000 Mann an zweiter Stelle in der Welt ua, China an erster mit 1370 000, Deutschland mit 100 000 an letzter Stelle. Englands Heereöstärke beträgt 740 000 Mann, die Bereinigten Staaten kommen mit 140 000 Mann an vorletzter Stelle. Diese Ziffern sollen von der Washingtoner Konferenz im Rovem- ber erörtert werden. Eine Zusammenkunft zwischen Lloyd George und Briand. Paris, 4. Oft. (Wolff.) Der diplomatische Berichterstatter der .Chicago Tribüne" will wissen, daß Lloyd George bemüht sei, mit Briand eine Unterredung über die Teilnahme der beiden Premierminister an der Washingtoner Abrüstungskonferenz herbeizu» führen. Er wird demnächst unter dem Vorwand einer Besprechung über die oberschlesische Frage, Briand entweder in Hythe, Boulogne ober Paris sprechen. Wenn der Bericht des Volkerbundsrates über Oberschlesien dem Obersten Rat zugehe, sei beabsichtigt, eine Tagung des Obersten Rates abzuhallen, an ber nur Englanb, Frankreich und Italien teilnehmen sollen Eine Rede Lloyd Georges. London, 4. Oft. (WTB.) In seiner Rede inInverneß erklärte LlohdGeorge der.Westminster Gazette" zufolge: Wenn wir auf die Washin g t o n er Konferenz gehen, so wirb dies ein Ereignis sein, das bie Geschichte für Jahrhunderte berühren wirb. Der Premierminister sagte außerbem, bie Regierung werbe auf die irische Konferenz in London mit ber Inverneß-Formel gehen; bie Konferenz könne nur Erfolg haben, wenn man sich entschließe, auf den gesunden Menschenverstand der verschiedenen Völker zu vertrauen und nicht versuche, Extremisten miteinander zu versöhnen. Lloyd George ertlärte außerdem, die heutige Arbeitslosigkeit sei nicht eine gewöhnliche Handelsdepression, sondern sie sei auf die anormalen Verhältnisse und zerrüttenden Folgen des Weltkrieges zurückzuführen. Sie sei ein Wellproblem; man könne kein Geschäft betreiben, wenn die Schwanrungen des Wechselkurses fortbauern, es wäre dasselbe, als wenn man versuche, bei bewegter See auf einem Ozeandampfer Billard zu spielen. Des ferneren sagte Lloyd George, der Kredit Englands sei unendlich hoher als der irgendeines anderen am Kriege beteiligten Landes in Europa; er sei zuversich I ch, daß die Lage stabllisiert we.br, wenn die Rationen einsehen, daß gute Besprechungen mit den Rachbarn heute wesentlich stnd für die allgemeine nationale Wohlfahrt. Bezüglich les Arbeitslosenproblems sagte Lloyd George: Bisher sei kein Plan festgesetzt worden; wenn bie Regierung ihren Beschluß gefaßt habe, würbe sie bem Unterbaute Bericht erstatten, bas befugt sei, ein Urteil darüber zu fällen Männer, die arbeitswillig seien, würden nicht hungern, solange noch eine Brotkruste im Speiseschrank der Ration vorhanden sei. London, 4. Oft. (WTB.) Der .Manchester Guardian" fordert in einem Leitartikel eine R e u- regclung ber internationalen Schul- den als Mittel zur Behebung ber Erwerbslosigkeit. Churchill sehe ein, daß es zum Vorteil Englands sein werde, wenn es einen größeren Teil der von Deutschland geschuldeten Rechnung nicht eintreibe. Sogar in Frankreich dämmere endlich die äleberzeugung, baß bie Wohlfahrt in Frankreich in großem Maße von einer Art inbuftrie’Jer Gemeinschaft n\it Deutschlanb abhänge, unb baß sie bestimmt vernichtet werbe, wenn man versucht, das iUnmoglichevonDeutschlandzu erzwingen. Durch eine Stab.l.sierung ber deutschen Finanzen würbe England mehr gewinnen, als es je aus den Reparationen herauözubekom- men hoffen fönne. Wenn jedoch bie deutsche Mark den Weg ber polnischen Mark gehen würde, würden bie Hanbelsbeziehungen Englands mit bem Festlande noch mehr in Anordnung gebracht, als dies bereits der Fall sei. Die Völkerbundsversammlung. Genf, 4. Oft (WTB.) Heute vormittag beschloß die Völkerbundsversammlung die gestern abend unterbrochene Debatte über die wirtschaftliche Blockade. Aus Wunsch des Berichterstatters der Blockade-Kommission Schanzer (Italien) zog die holländische Delegation ihren Antrag auf die Vertagung der gesamten Blockadefragen auf die nächste Völkerbundsversammlung zurück. Auf Grund des gestern angenommenen neuen Abstimmungsmodus für Paßabänderungen tritt sie artikelweise in die Abstimmung ein. Die Versammlung nahm die verschiedenen Kommissionsanträge über die neue Fassung des Artikels 16 an. Danach steht dem Rate das Recht zu, ein Gutachten darüber abzugeben, ob ein Bruch des Paktes vorliegt oder nicht, wobei die des Pakt- bruches angeflagten Völkerbundsratsmitglieder und die Mitglieder, gegen die sich die kriegerische Aktion richtet, nicht mitstimmen dürfen. Der Rat hat den Mitgliedern den Zeitpunkt für den Eintritt der wirtschaftlichen Maßnahmen mitzuteilen, jedoch kann er gewissen Mitgliedern eine Verschiebung der Maßnahmen gestatten, falls damit der Zweck besser erreicht wird. Schließlich wurde ber Kommissionsantrag* angenommen, wonach ber Abbruch der Beziehungen nicht mit den Staatsangehörigen des paltbrüchigen Landes, überhaupt gleichviel, in welchem Lande sie (eben, sondern nur mit den Bewohnern des betreffenden Staates gefordert wird, entgegen dem Anträge des französischen Delegierten Rechnaull. Vor der Abstimmung wies besonders eindringlich der schweizerische Delegierte Graf Motta auf die Unmöglichkeit hin, dem französischen Antrag Folge zu leisten. Der französische Delegierte legte zwar von neuem grundsätzlich die französische Ausfassung dar, betonte aber in einer vielbemerkten Wendung seine vollständige Heberclnftimmung mit ber großen Rede von Roblemaire vorn letzten Samstag. Bei der Abstimmung enthielt sich dann die französische Delegation der Stimme. Rach der neuen Fassung des Artikels 26 sind bie Beschlüsse ber Versammlung nach ber Ratifikation spätestens innerhalb von 22 Monaten gültig. Dis dahin sollen bie wirtschaftlichen Sanktionen im Geiste ber heutigen Beschlüsse gehandhabt werben. Genf, 4. Oft. (WTB.) In ihrer heutigen Sitzung nahm bie Dölkerbunbsversammlung nach Erledigung bes Blockadeartikels den Antrag der ersten Kommission (Rechts- und Verfassungsfragen) an, der die Beratung des argentinischen Antrags auf Abänderung des Artikels 1 des Pattes auf das nächste Jahr verschiebt. In der Debatte sprachen die Delegierten von Uruguay, Chile unb auch von Spanien. Sie drückten der argentinischen Republik ihre Sympathie und die Hoffnung aus, baß Argentinien künftig wieder an dem Völkerbundswerke teilnehmen werde. Gleichzeitig verliehen sie ihrem Verständnis für das Ideal Ausdruck, das dem argentinischen Anträge zugrunde liege, und bekannten sich zu dem Gedanken der Universalität des Völkerbundes. Cs wurde jedoch hervorgehoben, so von Bianco- Uruguay, daß man nicht die besonderen Umstände vergessen dürfe, unter denen der Völkerbund geschaffen worden sei. 3m Zusammenhang mit dem Fernbleiben Argentiniens berührten bie Delegierten der südamerikanischen Staaten auch die Frage des Beitritts der Vereinigten Staaten, welcher, gleichviel in welcher Form, ein erstrebenswertes Ideal sei. Diese Verschiebung des Eana- dllchen Antrages auf Streichung des Artikels 10 zeigt, wie Bianco-Uruguay weiter ausführte, kaum ein Hindernis, da es offenbar den Vereinigten Staaten nicht auf irgendeinen Artikel des gegenwärtigen Paktes ankomme. Schließlich erledigte die Versammlung in ihrer Dormittagssitzung die von der vorjährigen Versammlung aufgeworfene Frage, in welcher Weise kleinere Staaten, die nicht in der Lage sind, bie Döikerbundsbedingungen innezuhalten und daher nicht Mitglieder werden können, oder auch sonst bem Völkerbund fernstehende Staaten in die Arbeiten beö Völkerbundes eingeschlossen werden können, z. D. in den verschiedenen Kommissionen des Völkerbundes. Da keine Aufnahme- gesuche von Heineren Staaten zur Zeit vorliegen, auf die die entsprechenden neuen Bestimmungen Anwendung finden formten, verzichtet die Kommission auf ihren Abänderungsantrag und will die Ergebnisse ber bereits bestehenden praktischen Zusammenarbeit von Richtmitgliedern mit dem Völkerbünde abwarten. Die Versammlung bil- ligte diese Auffassung der Kommission. Eine Abordnung der Laarbevölkerung in (Senf. Genf. 5. Oft. (WTB.) Die frier weilend* Abordnung der Saarbevölkerung gab beute in einer Unterredung mit Pressevertretern übet den Zweck der Mission Erklärungen ab. Sie legte ausführlich bar. warum bie Einführung bet Frankenwährung das Saarg b.ci wirtschaftlich vernichte unb in einen aussichtslosen Kampf um bas französische Absatzgebiet bringen muffe. Die G.klärungen würben von den Pressevertretern mit Mi,all ausgenommen. Polnischer Terror Berlin, 5. Oft. Rach einer Melbung beS Lokalanzeigers aus Ratibor warf in O dchc zle- w i tz (Kreis Rybnik) ein Pole eine Handgranate in ein Gasthaus, in dem bie Hochzeit eines zurückgekehrten deutschen Flüchtlings gefeiert wurde. Acht Personen wurden schwer und vier leicht verletzt. Rach einer Mellmng deS Lvkal-AnzeigerS aus Pleß entstand heute früh am Kriegerdenkmal eine sehr heftige Entladung von Sprengstoffen, bie zur Folge hatte, baß ber Krieger von bem Denkmal heruntergeschleudert würbe unb zerbrach Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß Der Anschlag von einem Polen verübt wurde. England und Rußland. London, 4. Oft. (Wolff.) Dem .Daily Telegraph" zufolge ist die Kreditgewährung an Rußland von der Haltung der Sowjetregierung in der Frage der Anerkennung ber russ Ischen Schuld abhängig gemacht worben. Die Frage der Regierungsneubildung. Berlin, 4. Oft. (Wolff.) Die .Rational- liberale Korrespondenz" teilt mit, bie Deutsche Volkspartei fei für ein Zusammengehen mit den Unabhängigen zwecks Herstellung einer Regierungsfront von Stresemann biS Breitscheid nickt zu haben. Eine Möglichkeit, die Verhandlungen durch Hinzuziehung der Unabhängigen zu erweitern, bestehe nur, wenn gleichzeitig aus die Teilnahme der Deutschen Volkspartei verzichtet werde. Berlin, 5. Oft. Wie die Dlätter melden, haben die Demokraten und das Zentrum ihre Zustimmung zu einem etwaigen Eintritt der Unabhängigen in die ReichSreglerung von folgenden drei Bedingungen abhängig gemacht: 1. müssen sich die Unabhängigen auf Den Boden der Weimarer Verfassung stellen, 2. müßte eine Einigung über ein gemeinsames Reylerungspro- gtamm erzielt werden, 3. müsse die Koalition auch die Deutsche DolkSpartei umfalfen. Das Frauenstimmrecht in Belgien. Brüssel, 4. Olt. (WTB.) Die Senats- kommission für innere Angelegenheiten hat heute nachmittag den DergleichSvor- schlag angenommen, der bezüglich des Frauenstimmrechts vorgelegt worden war. Danach werden die Frauen zur Stimmabgabe bei den im Rovember stattfindenden Ersatzwahlen der Provinzräte zugelassen. Die Lage in Marokko. Melilla, 4. Oft. (HavaS.) Die letzten Rachrichten melden, daß im ganzen Ge b i e t e R u h e herrscht. Die Operationen werden morgen wieder ausgenommen. Die spanischen Truppen haben in den genommenen Stellungen große Mengen Getreide und Munition gefunden. Schätzungsweise standen im letzten Kampf den Spaniern, deren Zahl 25 000 betrug, 30 000 Aufständische gegenüber. Der König und die Regierung haben den Oberkommissar zu dem glänzenden Sieg, den er errungen hat, beglücftoünscht. Aus dem Reiche. Das Wohnungsbauprogramm. Berlin, 4. Oft. (Wolff.) Irn Reichstag--- ausschuß für Wohnungswesen wurden bie Richtlinien zu bem verstärkten Wohnungs- Programm für bie Jahre 1922/23 in - ihren wesentlichen Tellen angenommen. Abgllehnt würbe bie Bestimmung, baß ein bem Reichswirtschaftsministerium anzugliebernbes Reichs kommissaricu für Wohnungs- unb Sieblungswesen begrünbet werben soll. Eine wesentliche 2unberung ber Vorlage trat ferner Darin ein, baß nicht, wie in ber Vorlage vorgesehen, neben bet gemeinschaftlichen Detwenbung ber Mittel zu 25 vom Hunbert bie privatwirtschaftliche Verwendbarkeit vorgesehen wird. Der WohnungSauSschuß des Reichstages yat noch 2 Anträge angenommen: 1. der Ausgleich zwischen den Mieten in alten unb neuen Wohnungen ist alsbalb herbeizuführen, 2. bie Wohnungsluxus st euer muß seitens ber Gemeinden und gemeinnützigen Verbände zur Förderung des Kleinwohnungsbaues verwendet werden. Die Steigerung der Postgebühren. Berlin, 4. Oft. (Priv.-Tel.) Dem .Lokal- anzeiger" zufolge wird sich der Beirat der Reichspostverwaltung in den nächsten zwei Wochen mit bem ®edu frrenenttourf befassen, ber eine Steigerung der bisherigen -atze auf etwa das Zehnfache vorsieht. Künftig sollen LImstände eingesührt toerben, im Gegensatz juftooDt” t|t Schillers »05 allen TT bisher. Es wird dem Geschworenengericht dadurch g i e“ vorgesehen, und zwar werdet ein -X rtro - auch ein grober Einfluh auf das Strafmaß ein- Dachläufe sind gana ausgetrvcknet. besonders hat das Vieh unter dem Wassermangel sehr leiden. du Die nächste Oberschlefier er so" ge^cht sein v e r f a m m l u n g findet morgen abend 8> Uhr können was bisher nicht immer der Fall war. im Postkeller statt. * Zn Sinne dieser strafmildernden Pendenz liegt, - Aus dem S ta d t t b e a t e r b u r ea u. es daher, wenn bei allen Delikten mildernde! Als erste Klassikeraufführung nach „Was ihr Fahrraddieb st ah l. Gestohlen wurde am Dienstag ein Fahrrad Marke »Opel Blitz" mit schwarzem Rahmmbau und Felgen, im Werte von 1000 Alk. Bor Ankauf wird gewarnt. ** Silberne Hochzeit feierten gestern Zugführer Emil Kallenbach und dessen ®bc= rau geb. Luckmann. •* ..D i e Frauen von G n a d e n st e i n“. Mit erschütternder Tragik vollzieht sich in diesem von Thea v. Harbou und Joe May verfahten Film, der biS Donnerstag im Lichtspielhaus abrollt, das Schicksal einer Frau, die ihrer Liebe ein Opfer bringen zu können glaubt das die der menschlichen Ralur gesetzten Grenzen überschreitet. Margareth? Schön und Grete Dierks verkörpern die Hauptrollen in so hervorragender Weife, dah der Zuschauer völlig in den Dann der Handlung gezwungen wird. ^ornolizerr. — Tageskalender für Mittwoch: Stadttheater. Beginn der Winterspielzeit, „Was ihr wollt". Hessen-Nassau. Die Edertalsperre ohne Wasser. spd. Kassel, 4. Okt. Wenn schon im Sommer 1920 die Gebiete, die der Lieberlandzentrale Sdertalsperre angeschlossen sind, unter einer Wasscrnot zu leiden hatten so entwickeln sich jetzt infolge der seit dem Frühjahr andauernden Dürre lccadezu katastrophal? Verhältnisse Die (Sbertal- Perre ist schon fast leer; sie gibt täglich ea. eine Million Kubikmeter Wasser für die elektrische Stromversorgung ab und wird in etwa 10 Tagen Aus Stabt und Land. Giehen, den 5. Okt. 1921. Menschen, die sich selbst verkausen. Es gibt auch heute noch Leute, die glauben, den eigenen Körper schon bei Lebzeiten zu wissenschaftlichen Zwecken verkaufen zu können. Wie wir vom hiesigenAnatomischenIn- st i t u t erfahren, melden sich, wenn auch nicht allzuhäufig, Leute, teils brieflich, teils mündlich. Meist werden diese Menschen wohl durch »itterste Not zu diesem Schritt getrieben Worten sein. Die Persönlich ihren Körper anbieten, geben in der Regel an, sie hätten von einem Freund oder sonst wem erfahren, daß die Anatomie Menschen ankaufe. Einer meinte ogar empfehlend, er lebe ja doch nicht mehr lange und die Anatomie werde bald Die Freude haben, ihn zu bekommen. Aus unserer Rachbarstadt Marburg wird hierzu gemeldet, dah sich immer häufiger Leute an das dortige Anatomische Institut wenden und für den Todesfall ihren Körper anbieten. Fast täglich würde dort das Institut von Menschen aufgesucht, die einen solchen Eigenverkauf gleich auf der Stelle abschliehen wollen. Roch zahlreicher seien die schriftlichen Angebote. Die Mehrzahl der Meldungen komme übrigens von jugendlichen Personen. Der Unfug sei in Marburg so groß, dah die Universität selbst in einer Bekanntmachung dagegen Stellung nehmen muhte. Solcher Selbstverkauf ist selbstverständlich ein Unding. Einen Ankauf von Menschenkörpern hat es nie gegeben und ist auch gesetzlich unmöglich. Und wie sollte die Universität auch vorgehen, um dann wirklich in den Besitz eines o gekauften Körpers zu gelangen? Den Leuten, die sich beim hiesigen Anawmischen Institut melden, wird denn auch gleich gehörig der Kopf gewaschen. In letzter Zeit sollen übrigens )ie Angebote in Giehen abgenommen haben. So hätten sich in diesem Jahre erst etwa sechs briefliche Anerbieten eingestellt, wozu noch einige persönliche kämen. Neue Briefmarken. Wie die „Boss. Ztg." erfährt, hat die Reichs- druckerei soeben nach den Borlagen des Briefmarkenwettbewerbs eine neue Reihe von Freimarken fertiggeMt. Es sind dies Marken im Werte von 60, 80, 100, 120, 150 und 160 Pf , die Bilder von Schmieden sowie Berg- und Landarbeitern aufweifen. Der Entwurf stammt von dem Münchener Maler Paul Reu, der bei dem Driefmarkenwettbewerb mit dem ersten Preis ausgezeichnet worden war. Der (Entwurf eines neuen deutschen Strafrechts. Bortrag von Prof. Dr. Ritter von Frank, derz. Rektor in München. Giehen, 4. Okt. 1921. In überaus dankens- und anerkennenswerter Weise hat es der Hessische Richterverein ermöglicht, Prof. Dr. Ritter von Frant aus München in einem Bortrag über den Entwurf eines neuen deutschen Strafrechtes Horen zu können. Bei dem hohen Ansehen und der groben Achtung, die Prof. v. Frank in Theorie und Praxis allgemein genieht, war es nicht zu verwundern, dah eine große Anzahl Juristen und Richtjuristen zusammenkam, um den trefflichen Ausführungen des groben Gelehrten zu folgen. Haben doch die älteren Juristen in Hessen fast alle ihre strafrechtliche Mrsbildung an der Universität von Frank, als er hier las, erhallen und kennen ihn alle Juristen aus seinem, immer gern zu Rate gezogenen Kommentar über das Reichs- strasgesehvuch. r. Dah das z. Zt. noch geltende Reichsstrafgesetzbuch schon lange nicht mehr den modernen Ansprüchen entspricht, war man sich lange Jahre 5or dem Kriege bewuht. Bereits im Jahre 1902 perief das Reichsjustizministerium eine Kommis- lion, der weitere folgten, bis der große Krieg tte Arbeiten, nachdem ein Entwurf im Jahre 1909 erschienen war, unterbrach. Eine neue Kommission stellte im Jahre 1919 einen neuen Entwurf her, an welchem Frank selbst beteiligt war. Er wie kaum ein anderer war daher berufen, seine Zuhörerschaft mit dem Geiste dieses neuen Ent- geräumt. Es gibt Fälle, die sich in den Tatbestand einer strafbaren Handlung einordnen lassen, die aber leicht sind, bei denen der verbrecherische Wille und die Folgen ganz gering sind. Hier soll der Richter unter ilmftänben ganz von Strafe absehen können. Dagegen soll bei ungewöhnlich großen verbrecherischem Willen und schweren Folgen der Richter über das Strafmah hinausgehen können. (Beide Reueinführungen bezeichnete Frank als recht bedenklich) Boraussetzung der Strafe ist die Schuld. Diese ist wieder bedingt durch die Zurechnungs - f ä b i g t e i t. Rormalerweise sind alle Erwachsenen zurechnungsfähig. Wer an Geistesmängeln, Bewußtlosigkeit, krankhafter Störung derGeistes- tätigleit, Geistesschwäche leidet, ist nun noch nicht ohne weiteres unzurechnungsfähig; er muh von diesen Mängeln auch beeinflußt sein. Der „Ausschluß der freien Willensbestimmung" hat sich nicht bewährt. Zurechnungsunfähig soll nunmehr sein, wer das Llngesetzliche der Tat nicht einzusehen vermag. Daneben führt der Entwurf neu ein die verminderte Zurechnungsfähigkeit. Im Falle dieser ist die Strafe zu mildern, daneben die obenerwähnten Sicherungsmahnahmen. Das Strafmündigkeitsalter wird auf 14 Jahre Heraufgeseht, das jugendliche Alter auf die Jahre zwischen 14 und 18 verlegt. Die Zurechnungsfähigkeit Jugendlicher ist zu verneinen, wenn wegen mangelnder sittlicher Reife das Llnterscheidungs- vermögen als noch nicht völlig ausgebildet zu erachten ist. Die Lehre vom Bor sah und Fahrlässigkeit "erfährt keine Aenderung. Der viel- umstrittene Eventualvorsatz wird beibehalten, desgleichen die Lehre vom strafrechtlichen Irrtum. Doch wird diese Lehre weiter ausgebaut. Wer z. B. irrtümlich eine Tat für erlaubt hält, soll milder bestraft werden. Ist der Irrtum schuldlos, soll Straffreiheit eintreten. Die Lehre vom B e r s u ch bleibt dieselbe. Der Versuch mit untrüglichen Mitteln ist milder zu bestrafen. Borbereitungshandlungen bleiben mit einigen Ausnahmen straflos. Die Regelung der Teilnahme ist nicht glücklich geregelt. Richt bestraft werden kann, wenn nach bürgerlichem oder öffentlichem Recht die Rechtswidrigkeit einer Handlung ausgeschlossen ist. der Fall der Rot- wehr oder des Rotstandes. o - - zwar werden „Das Lager" und ,Die Piccolomini" noch im Oktober gegeben, während »Wallensteins Tod" am Geburtstage Schillers zur Aufführung gelangt — Internationale Ring- undBoxkämpfe in Gießen. Am Samstag beginnt hier, wie un£ mitgeteilt wird, im großen Saale des Hotels Einhorn eine internationale Ringkampfkonkurrenz um die Siegesprämie von 6000 Mk. Außerdem winkt dem 1. Sieger ein sehr wertvoller Goldpokal. Ebenso werden große Boxkämpfe um „Extrabörsen" Kreis Schotten. •• Ruppertsburg, 2. Okt. Auf Veranlassung des Kreisobstbauvereins wurde in unlerer Gemeinde eine Ortsobstausstellung veranstaltet. Die hiesigen Obstz ich er haben ihr möglichstes getan, und all das schöne ausgestellte Obst, auch Gemüse und Kartoffeln, Konserven und Trauben, wurden sehr bewundert. Vom oberen Vogelsberge, 1. Okt Durch die Trockenheit haben viele Quellen versagt und liefern gar kein Wasser mehr, be- onders sind es solche, die an Bergen gelegen, ast den ganzen Tag über der Sonne ausgesetzt waren. Viele Gemeinden sind genötigt, neue Quellschürfungen vornehmen zu lassen. Manchmal wurden die Quellwasserleitungen einen ganzen Tag lang abgestellt und das Dorf nur jeden zweiten Tag mit Wasser beliefert. Kleine ausgetragen. Bis jetzt sind 10 Ringer und Boxer von Ruf gemeldet und die Bedingungen sind derart ausgeschrieben, daß nur die Besten in bie Entscheidung eintreten können. Fast alle Kämpfer, die gemeldet, sind Vertreter der Mittelgewichtsklasse, und gerade in dieser Klasse sind die flottesten, hervorragendsten Kämpfe zu erwarten. — Vor den Kämpfen wird ein auserlesener Varietß-Epielplan die Besucher unterhalten. — Unter Kontrolle des 3nternatio- naten Ringer-Verbandes, Sih Berlin, ist von diesem die Leitung der Kämpfe und Berichterstattung über ehrliche Durchführung dem bekannten Frankfurter Sportlehrer Karl Fürst übertragen worden, so daß für einwandfrei geführte Kämpfe garantiert werden kann. Wettervoraussage für Donnerstag: Wolkig, vereinzelte leichte Riederschläge, mild, südwestliche Winde. Der gestern in Richtung Rordsüd über Mittel» eurova liegende Hochdruckrücken hat sich in ein ausgedehntes Hochdruckgebiet verwandelt das vorläufig keine wesentliche Zugrichtung aufweist. Unter diesem Einfluß und dem des westlich Englands stehenden Tiefs, das langsam nach Rordosten zieht, haben wir für morgen keine Aenderung des Wetters zu erwarten. Landkreis Gießen. i). M a inzla t, 2 Oll. Die Feier des fünf» u d warzi sten Dienst ubiluun s der Deka atskran- kenlchwester Elisabetye G r ö l z verlief in schlichter, würdiger Weise. Eine größere Airzahl Gratulanten l -tte sich eingefunden, darunter alle Dekanats-- rn. Unter entsprechenden Ansprachen wur- den ^schenke überreicht vom Dekanat, den Vorständen der Frauenvereine Daubringen und Mainzlar. Kreis Büdingen. n. Lindheim, 30. Sept. Trotz entgegenstechender Gerüchte ist unsere Hauptsehenswür- digkell, der Hexenturm, immer noch vorhanden. ES war allerdings beabsichtigt, das alte Gemäuer abzutragen, was jedoch vom Denkmalsschutz verhütet wurde. Rur ist es schade, daß der jetzige Besitzer des Parkes, worin der Hexenturm steht, niemand zur 'Besichtigung einläht. Vielleicht ist es der Behörde möglich, die Erlaubnis des freien Eintritts in den Park an gewissen Tagen und Stunden zu erlangen. Geschichtsfreunde und Schulen sind dafür gewiß dankbar. Kreis Alsfeld. i. Elbenrod, 3. Okt. Die Kartoffelernte ist nun auch hier ziemlich zu Ende. Wenn auch die Erträge bei weitem nicht an die des Vorjahres heranreichen, so kann immerhin von einer guten Mittelernte gesprochen werden. Den eigenen Bedarf hat fast jedermann, auch der geringste Arbeiter, geerntet. Die diesjährige ® e treideernte war gut und lieferte reichen Körnerertrag. Die Wiesen lieferten dagegen eine völlige Mißernte. Die Folge ist nun eine allgemeine Futterknapphcit. Schon seit Wochen sieht man auch die reichsten Bauern mit ihren großen Viehbeständen auf der Weide. Wie groß die Trockenheit unseres Jahres ist, beweist die Tatsache, daß unser sogenannter Schulbrunnen, der noch niemals versagte, zellweise' tetn Wasser hat. — Um der allgemeinen Landnot abzuhelfen, hat die Regierung zu Siedlungszwecken Teile der hiesigen staatlichen Waldungen abhvlzen lassen und an die unbemittelte Bevölkerung pachtweise abgegeben. Gegenwärtig ist man mit dem Sprengen der Wurzelstöcke beschäftigt. Kreis Lauterbach. X Lauterbach, 4. Oll. Zu zwei öffentlichen größeren Wählerversammlungen, die, wie man uns mitteilt, trotz der für die Landbevölkerung ungünstigen Jahreszeit außerordentlich gut besuch! waren, hatte die Deutschnationale Volkspartei am vergangenen Samstag und Sonntag nach Schlitz und Lauterbach eingeladen. Als Redner sprach der für bk bevorstehenden Landtagswahlen in Oberhessen als Spitzenkandidat in Aussicht genommene Prof Dr. Werner-Butzbach über die politischen Vorgänge im Reich und in Hessen. Obwohl auch Gegner zahlreich zur Stelle waren und den Redner häufig zu unterbrechen suchten, kam eine Aussprache nicht zustande. Prof. Dr. Werner erntete ür seine ausführlichen Darlegungen allseitigen Beifall. Wurfes bekannt zu machen. . Wie das Reichsstrafgesehbuch. geht der Entwurf davon aus, daß ohne Schuld keine Strafe. Doch ist das Verfchuldungsprinzip schärfer her- vcrgehoben als bisher. Das äußert sich namentlich bei den sog. qualifizierten Verbrechen, z. D. bei der Körperverletzung mit tödlichem Erfolg, bei welcher nunmehr stärker als bisher gefordert wird, dah der Erfolg, der Tod, voraussehbar war. Je höher die Schuld, desto höher die Strafe. Dieser Grundsatz äußert sich namentlich beim Rückfall. War bisher zur Konstruktion des Rückfalles erforderlich, daß unter gewissen Voraussetzungen ein und dasselbe Verbrechen mehrmals begangen werden mußte, genügt nunmehr, daß der Verbrecher auch durch verschiedene Verbrechen rückfällig werden kann. Es 'oll damit der Gewerbs- und Gewohnheitsverbrecher getroffen tverden. Das bewirkt einen größeren Sch.ih der Gesellschaft vor dieser Kategorie von Verbrechern als es bisher der Fall war. Weiterhin soll man diese Verbrecher durch Verweisung in Sicherunqs- Verwahrungsanstalten auch über die Zeit der Strafhaft hinaus, bis zu 3 Jahren, unschädlich machen können mit der Möglichkeit der toiberruf- tKfcen Entlassung bei guter Führung. Bei der Verhängung von Geldstrafen sollen mehr als bisher die persönlichen Verhältnisse des Verbrechers berücksichtigt toerben. Es soll daher dem rrlcrcJ>ur$ bie Möglichkeit des bedingten Straf- wlsschubs, auch bei Freiheitsstrafen, mit einer Bewährungsfrist Gelegenheit gegeben sein, ohne strafend vorzugehen, den Verbrecher zu bessern. Degen Jugendliche, die nunmehr alle zwischen 14—18 Jahre alten umfassen, soll auf Freiheitsstrafe nur dann erkannt werden, toenn sonstige Erztehungomasmahmen aussichtslos erscheinen Als solche sollen, auch für die über 18 Jahre alten emgesührt werden Verweisung in Heil- und Pslegeanstalten. Trinkerheilanstalten, Arbeitshäuser, Verwahrung Gewerbs- und Gewohnheitsverbrecher, endlich Ausenthaltsverbote. Lind uoar Wl bie Cmaf’nabm™ der Richter treffen können, Nicht wie bisher die Verwaltungsbehörden Die Verweisung in ein Arbeitshaus ist nunmehr bei allen Delikten möglich. Eine große Ausdehnung erfährt das freie richterliche Ermessen. Der Richter soll nicht mehr der Sllave des Gesetzes sein, nicht durch formelle Postkarten in Ortsverkehr 50, nach dem Reiche 75 Pf. kosten, Telegramme werden auf 50 Pf. für das Wort, Briefe auf 1—2 Mk. je nach Gewicht kommen. Die erneute Preissteigerung wird mit dem Defizit der Reichspostverwaltung — zwei Milliarden, 45 Millionen — begründet. Für die bedürftigen Volksschichten. Berlin, 4. Okt. (Priv.-Tel.) Das „Berl. Tageblatt" will zu der vom Reichskanzler in seiner letzten Reichstagsrede angefünbigten großen Aktiv n für bie bebürftigen Volksschichten — besonders für Rentner, Pensionäre unb notleibenbe Angehörige bes Mit- telstanbes — erfahren haben, daß die Reichsre- rtegung beabsichtige, die Aktion möglichst noch vor . dem Einbruch des Winters in Gang zu bringen. Ein Teil der Aktion soll sich aus die Invalidenrent- ner beziehen, wofür eine Erhöhung der Sozialrenten geplant sei, während ein anderer Teil des Llnterstützungswerkes eine Unterftübung aller bedürftigen Kreise vorsieht. Man denkt hierbei vornehmlich an die Kleinrentner. Für die Mtion werde ein Milliardenbetrag aufgebracht werden müssen. Wiederbeginn der Kriegsbeschuldigtenprozesse. 2 e i p z i g, 5. Okt. Bor dem Reichsgericht beginnen in nächster Woche wieder die sogenannten Kriegsbeschuldigten- prozesse. Die Verhandlungen erstrecken sich zunächst nur auf Armeefälle. Aufhebung des bayerischen Ausnahmezustandes. Berlin, 5. Okt. Wie dem B.T. aus München gemeldet wird, wird die bayerische Regierung gemäß ihrer Verabredung mit der Reichsregierung heute eine Verordnung herausgeben, durch die der Ausnahmezustand in Bayern vom 15. Oktober an aufgehoben wird. Eine interessante Abstimmung im Münchener Stadtrat. München, 4. Okt. (WB.) Der Stadtrat lehnte mit den Stimmen der Bürgerlichen unb Mehrheitssozialisten gegen die Unabhängigen und Kommunisten einen Antrag ab, wonach Wäsche und Kleidungsstücke im Werte von 80 000 Mark aus der städtischen Warenausgabestelle des Roten Kreuzes für die Rotleidenden in Rußland über- wiesen werden sollten. den elektrischen Betrieb ganz ein« stellen müssen. Zu einer einigermaßen befriedigenden Abhilfe dieser Rollage Hai der Aveck- verband des Lieberlandwerkes Edertalsperre die Erbauung einer neuen Dampfzentrale in der Umgebung von Kassel beschlossen. Das neue Werk soll mit heimischer Braunkohle gespeist werden. Der Konflikt in der chemischen Industrie. fpd. Ried, 4. Okt. Die Gemcindevertre« tuna bewilligte in einer gestern früh stattgefundenen dringlichen Sitzung vorläufig 100 000 Mark zur Unterstützung der bedürftigen AuS- gefperrten. Hiervon sollen die Verheirateten der Höchster Farbwerke die Woche 100 QRL, die Ledigen 75 Mk. Zuschuß erhalten. In besonderen Fällen ist die Wohlfahrtskommission auch berechtigt, einen höheren Zuschuß zu gewähren. 8 nie. Frankfurt a. M., 4. Okt. Der StreikderZeitunaSträgerinnenist durch Bewilligung erhöhter Lohnsätze beendet. Das neue Abkommen läuft bis 31. Dezember 1921, jedoch mit dem Recht Der Kündbarkeit auf 1. Dezember 1921, wenn inzwischen eine wesentliche Aenderung der Lebenshaltung fpd. Frankfurt a. M., 4. ölt. Der Postsiedlungsverein Frankfurt a. M. legte am Rebstöcker Wald den Grundstein für 120 Wohnhäuser. Jedes HauS erhält drei Aar Gartenland. Die Baukosten für ein HauS sind aus ungefähr 96 000 Mk. veranschlagt. Der Bau der Häuser soll derartig beschleunigt werden, daß bereits im Frühjahr 1922 die ersten Wohnhäuser bezogen werden können. mc. Frankfurt a.M., 4. Okt. Allen in der Frankfurter Wohlfahrtspflege befindlichen Personen soll zum kommenden Winter wie im Vorjahr eine besondere Beihilfe gewährt werden, die sich auf Schulkinderpeisungen, Zuschüsse zu den Kosten fzr Milch, des Brennmaterials und der Lebensmittel erstreckt. Der monalliche Aufwand beträgt hierfür 645 000 Mk. Die Ge- samtkostev ,'! r den Lauf des Winters belaufen sich auf Z?00 000 Mk. Landwirtschaft. ** Der Kartoffelpreis. Das Bezirksamt B e r n e ck in Oberfranken fordert im Amtsblatt die Bauernschaft auf, der Preistreiberei in Lebensmitteln ein Ende zu machen und erklärt, daß 35 Mk. für einen Zentner gute Speisekartoffeln ein durchaus angemessener Preis sei. ra. Krofdorf. 3. Okt. Der Ertrag bet Kartoffelernte ist weit geringer als man hoffte. Infolge ber bürftigen Futterverhältnisse ist bic M i lcherzeugung sehr zurückgegangen. Diele Lanbwirte müssen Heu unb Stroh anlaufen, um ihren meist geringen Viehbestand durch den Winter zu bringen. B. Aus dem südlichen Vogelsberg, 3. Okt. Mit der Kartoffelernte brauchten sich die Landwirte in diesem Jahre nicht lange aufzuhalten. An dem überaus geringen Ertrag ändert die Tatsache nicht viel, daß auf einzelnen feuchten Aeckern eine gute Durchschnittsernte zu verzeichnen ist. Mancherorts können die einheimischen Richtselbstder- sorger nur mit Mühe beliefert werden, wenn der Bauer sich die Steckkartoffeln für das kommende Jahr sichern will. Mit einer nennenswerten Ausfuhr von Kartoffeln aus hiesiger Gegend wird wohl in diesem Herbst nicht zu rechnen fein. — AuS verschiedenen Anzeichen schließen die wetterkundigen Landwirte, daß ein früher und strenger Winter kommt. Die Rächte bringen bereits eine selbst für das rauhe Klima des Vogelsbergs überaus starke Abkühlung. J_ Aus dem Vogelsberg, 2. Okt. Die Aussaat des Roggens ist in vielen Gemeinden bereits beendet. Man sieht schon vollständig grüne Roggenäcker. Bei Dirlammen und Rixfeld ist die junge Saat auf einzelnen Aeckern fingerlang. ’ Holzhausen, 2. Okt. Eine Anzahl hiesiger Landwirte errichtete auf Anregung der KreiSstelle Friedberg des Verbandes der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften eine Landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft mit dem Anschluß an die Landwirtschaftliche Zentralgenossenschaft in Darmstadt. # Wenings, 3. Oft. In dieser Woche werben bie Fohlen — 32 an ber Zahl —, bic während des Sommers auf der Fohlenweibe »W e n i n g s" waren, von ihren Besitzern wieder abgeholt. Trotz der Trockenheit haben bic Tiere ein wohlgenährtes Aussehen. (8erid)tsfaal. Berlin, 4. OIL (Priv.-Te^) Der Arbeiter B o e h n k e, welcher am 22. Rodember 1920 in der Stargarder Straße in Berlin flammen mit dem dafür zu 12 Jahren Gefängnis verurteilten Arbeitsburschen Rieding die Witwe Gillrrt ermordete unb beraubte, würbe zum Tobe verurteilt. Mainz, 3. Oft (WTB.) Das Schwurgericht verurteilte heute den Arbeiter August S e m m aus Weisenau, der nach vorausgegonge- nem Wirtshausstreit in dem genannten Orte einen anderen Arbeiter auf der Straße durch einen Stich in den Hals getötet hatte, unter Zubilligung mildernder ilmftänbe zu 2’/2 Jahren Gefängnis. vermischtes. Sine neue Art der Herstellung des Wasser» stoffeS. Paris, 4 Ott. (Wolff.) Dem »Matin" zufolge soll es einem französischen Gelehrten namens E1 au ö c gelungen fein, eine neue Art ber Herstellung des Wasserstoffes gefunden zu haben, die es gestatten würde, mit den Deutschen in der Herstellung des Ammoniaks zu lonturrieren. Rach dem neuen Verfahren läßt man Wasserdampf durch glühende Kohlen liehen. wodurch man etne Mffchung von 'ZßaHerftüfr und Kohlerwryd erhält Diese gaSartige Mischung wird unter einem Druck von 35 Atmosphären auf 270 Grad unter Aull abgekühlt, wodurch sich da- Kohlenoxyd verflüssigt und von dem Wasserstoff "trennt, den man nun in reinem Zustand« erhält Lus diese Weise soll man 220 Kubikmeter Wasserstoff in der Stunde Herstellen können. Die Zusammensetzung diese- Wasserstoffes mit Stickstoff unter sehr starkem Druck ergibt dann Ammoniak. • fd. Koblenz, 4 Oft. 3n mitternächtiaer Stunde wurde die einsam gelegene Sauermüyle bei Gemünd von einer Dtcnopfigcn Räuberbande überfallen. Währenddem die Hausbewohner mit gefalteten Händen nieberfnten muhten, raubten Die Gesellen das ganze Haus aus. Mil den aufgcfundenen Leben-Mitteln veranstaltete die Bande in einem nahen Zagdhause ein Trinkgelage, bei dem sie die ganze Hauseinrichtung zerschlugen und dann zum Schluh den Hofhund vergifteten. Stenographie. — Der Bezirk (Stehen DabelSber- aerscher Stenographen veranstaltete am Sonntag in W i e s e ck seine die-jähriae Ä c r 6 ft- bezirkstagung, verbunden mit Wetlschreiben in den Abteilungen 60 bis 260 Silben, sowie Schön- und Richtigschreiben unter sehr starker Beteiligung. 2lm Wettschreiben nahmen 217 Domen und Herren teil, wovon 203 mit Preisen au-gezeichnet werden konntau^Die Ltenographen- Dcicinigung Wieseck hatte eine gröbere Anzahl von Ehrenpreisen zur Verfügung gestellt. Das Eraebnis des Schön- und Richtigschreibens wird bald bekannt gegeben. Bon den hiesigen Qkreincn konnten u. a. folgende Preise errungen werden: 260 Silben: 1. und Ehrenpreis: Ernst Pfeiffer, (Diehen Des. — 240 Silben. 1. und Ehrenpreis: Karl Röhm. Diehen Des. — 220 Silben: 1. und Ehrenpreise: Fidel Ballen, Dieben Des., Heinrich Danh, Diehen Des. — 200 Silben: 1. und Ehrenpreis: Walter Schmidt, Drohen-Linden. — 160 Silben. 1. und Ehrenpreis: Babette Eckert, Die- hen Damenverein. 1. Preise: S. Dingel, Diehen Des.. Georg Wahl, Diehen Des., Melitta Eharak Diehen Damenverein, Karolinc Post, Wieseck, T.lla Wadenpfuhl, Diehen Des.. Karl Kolbe, Dieben Verein von 1861; 2 Preis: Zohanna Werner, Diehen Des. — 140 Gilben: 1. und Ehrenpreise: Lina Wahl, Diehen Damenverein. Gustav Hvreyfeck. Heuchelheim, Karl Werner. Wie- fed; 1. Preise: Kurt Kiel, Diehen Des.. Wilhelm Kray, Diehen Ges., Emllie Prang. Diehen Damenverein. Otto Hoffmann, Heuchelheim, Karl Kolb. Wieseck, Minna Deibel. Wle- seck. Waller Kirchner. Wiefeck, Gustav Römer, Wieseck: 3. Preise: Heinrich Hofmann. Diehen Des. Luise Zinher. Dieben Damenverein. — 120 Silben: 1. und Ehrenpreis: Wilhelm 3lge, Drehen Verein 1861: 1. Preise: Hedwig Meyer. Diehen Des., Wilhelm Lud. Wieseck, Hermann DVrr, Äen* chelbcim. Anna Schweitzer. Diehen Des., Eltse Michel (Sieben Des.. Lina Werner. Wieseck. Hans Wöhrmann. Wieseck. Karl Hartmann, Lollar, Emma Keller, Wieseck; 2 PreiS: Adolf Kling. Wieseck; 3. Preis: Emilie Dörner, Heuchelheim. Lollar, 3 Oft Die Stenographen-Der- etnigung ^Stolze- S chretz" m Lollar hielt am 25. September ein Verein-wett schreibe n ab. E- wurden ausgezeichnet in den höheren Abteilungen: 12 0 Silben 1. Pr Wilhelm Keller; 140 Silben: 1 Pr Karl Müller; 160 Silben: 1. Pr. Adolf Keil. Die Preis- DcrteiLung wurde bei dem am 1. Oktober abge- haltenen Stiftungsfeste, da- einen sehr schönen Verlauf nahm, vorgenommen. Empfindliche Haut Ä» Myrrholin-Seife Am roten Band wird LUHNS erkannt!ff Luhns-Seifen mit dem roten Band sind überall im Land bekannt si (Barbing, den 1. Oktober 1921. Gießen, den 1. Oktober 1921. 10659 ff affrc,roti,3>ft).2&0(123.00, 19.00 | Tee. . Psd. 34.00. 80.00, 20.00 f.»,e Uassee-Mischong Zlfi 6.00 ffnrtoKe(me6f . . "P'd. 4.00 Weizengrieß Pfd. Besonders ttAhttdtt in Schweinefleisch- u Tomaten- *> ffn preiswert! vvl/IIVIl fauce.....I-Pfnnd-Dose T. & G.- Kaffee T. & G.- til Die Verlobung meiner ältesten Tochter (Erna Magdalena mit dem Fabrikanten Herrn Joseph ärcuter, Giehen, gebe ich hierdurch bekannt. Frau Hedwig v. b. Leck. gebranol nn Pfund LL* 26.-, 28.-,30.- /W Hochwertig 30/> Fettgehalt. V wohlriechend Zu haben in allen Colonialwaren-Handlungen Alleiniger Fabrikant: ~Dxvvmo4fd.6.00 do., Schokol.-Cieschni., Pfd.7.00 Maisarief,. weih . Pfd. Haferffocken la . Pfd. Linsen.....Pfd. Bohnen, weih . . Psd. Reis . . Psd. MO, 4 30, Mischobtt .... Psd 4.50 4.00 4.30 4.80 2.20 3.80 3.50 Meine Verlobung mit Fräulein 1 (Erna Magdalena v. d. Leck, t älteste Tochter des verstorbenen x Senators Herrn Heinrich v. d.Leck t und seiner Frau-Gemahlin Hedwig r o. d. Leck geb. Koehne, beehre ich t mich anzuzeigen. Joseph fireuter. ! Hans Schmitt Julie Schmitt geb. Doge! Vermahlte r r Gießen (Doethestr. 35), den 5. Oktober 1921. | BüfsMW Giehen Geschäftsstelle: Löberstratze 26 II. Stginn dcs neuen SeincücrS: 24. Lktobcr. Alles Nähere über die Veranstaltungen, Gebühren ufro. ist aus dem BeneiiBnis ö. Mr6eltsoein?lnf®aite!i. Uorfrags- eeihen unö dlemeafariurfe öes 6. Semefters au ersehen, das in den Buchhandlungen zu haben ist. Preis 1 Mark. !0M3v ÄW.NÄ SieW Unser diesjähriges Winterfest M bestehend aus Konzert, Dorträgen und Ball, findet am 22. Oktober d. I. in den Raumen des Gefellfchastsvereins statt. — Wünsche betreffs (Einlabung von Gästen erbitten wir bis zum 12. d. M. an Herrn Heinrich (Erle (£. Kalk- hoff Rachf.), 2vest-Anlage 5. Der Vorstand. | Zestsaa! Hotel Einhorn i I Ab Samstag, 8. Oht. 1921, und folgende Tage abends 8 Uhr: Große internationale • Ringlampse »Boxkämpfe Anmeldung von 10 erftffaffigen Ringern und j 1 Boxern. Siegesprämie 6000 Mark und Lold- : pofal. hierzu der glänzende Darietd-Spielplan. j 013228 3n‘/:6tnnl)f’3T^6arüntitflojh,&rb fX dv M sow.BrutiNiff.j,Wanzeu,AlSbe v 1 h b.Mensch.ii.Tier. „Rie*olda-‘ V a- gcsch. Mittel. Wund, unschädi. f Bert. nur: Kubl. Kirchenol. 10 p. Tapezieren einschließlich Tapete pro qm schon von Mark 3.80 an. 104J8 Franz Bock, Liebigstrahe 93. DIIIIIIIIIIIIIIIIIIIlI!IlIIII!IIIIII!IIIIIIljIIIIIIII!I!IIl!iI!I!lII!IIII!II!IIIIi!IiIIIII!>IIIiiIIIIIIIII!IIiI!I!II!II!!IIUWIW = Mein Lager enthält in allen Abteilungen = noch große Warenposten [ zu alten Preisen | Decken Sie daher ihren Winterbedarf schon jetzt, denn alle neu hereinkommenden Waren sind | wesentlich teurer | | Fritz Nowack | = Wäschefabrik und Ausstattungshaus. io642c = ^IIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIlllllllllllllllllHlllllllllllllllllHUIIIIIin^ WIIlllIl>IIiIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII!IIIIIIIIIIIIIlI!IIIIIIIIIIII!III!III!IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIsIIIIIIlIIIII!III!IIWIU I Warn denn in die Ferne netten I = und warten bis vor Weihnachten mit dem Einkauf von Geschenken? = | Heute == schon sollen Sie sich Ihren Weihnachtsbedarf in | la Offenbacher Lederwaren | M wie Damentaschen, Brieftaschen, Geldscheintaschen, Porte- || M monnaics, Aktenmappen, Zigarren- und Zigaretten-Etuis == == sichern, ehe es teurer wird. D Dies tun Sie am besten im | Offenbacher Lederwarenhaus | j Gießen,Kirchenplatz8,(Stock | M denn hier werden Sie noch 10647c M I zu alten und bekannt billigen Preisen bedient. | Ml!IIlIIlWIIIlIIIIIlI«IIsIIIIIlIIIIIIliIIIIIIIIIIIIIIiIIII>IIIiI!IIIIIIIiIIIIlIIIIIII!IIIIIII!II!!III!ttIi«II!!II!IIIlttll»lslM Dr. Geyer ist vom 8. d. Mts. ab verreist Vertreter die Herren: Dr. Meyerhoff Dr. Richter San -Rat Dr. Schliephake Wenig gebrauchte, gar. betriebsfähige iSaalbau Cafö Leib AM Weil der WW» WM MWWwlle und dazu Heinrich Madig. Gleichstrom-Motore Frankfurt eu M. Tel. Hansa 9861. 10H55A sofort zu Äußerst günstigen Preisen ah Lajrer lieferbar. 5 PS. 1200 Umdr.. M. 350.—: 8 PS, 1400 Uindr- M. 460Ü-; 12 PS. 650 Umdr.. M. «900.-; V- PS. 1180 Umdr., M. 6900.-. 30 PS. 1100 Umdr., M. 121XM).-; 45 PS. 700 Umdr., M. 17000.-. Zwischen- verka .f Vorbehalten. A. van Kalck 4 Co.. Färberei Holland chemische Waschanstalt’ Vom 1. Oktober ab befindet sich unser Geschäft in der Hut-Umpreßanstait der Firma 1WA M.Oberlies,Piockstr.12 Sachgemäße Ausführung u. schnellste Lieferung. ZW Xen renoviertes Konzert lokal. "WZ ES ladet ein Hans Kirzingcr, WeikeS Braubauö 3m Drauerei.Ausschank empfehle mein prima gelagertes Weizenbier. [0,me Kaffae-Tee-Kakao in anerkannt guten Qualitäten noch zu seitherigen Preisen empfiehlt Heinrich Driesch Seltersweg Nr. 70. 10674c Frische Fische! Heute und morgen eintreffenb: Arische Bratschellniche . Pfd. Mt. 2.80 nrotze Slordfeeschellfische Pa. Seelachs ohne Kops Mslße ÜiautfijMüifit . Psd. Ml. 4.50 3kut $o06trigt3 'S,M "M 3.50 Neue MatjeS Psd. ML 7.- Armee-Suppen in Würfeln a zirka 300 Gramm Erbsen. Erbsen mit ReiS und Vobnen mit Reiser Würfel Mk. 1.20 10 . . 11.— eine Kiste (105 Würieli M. 108.— fnIL Liste Kaffee, Kaffee-Ersatz, Tee, Kakao, Spirituosen und Zündhölzer werden tnfofae Erhöhung des GoldzolleS und der ReichS- oboaben teurer und einofehlen wir deren Ankauf noch zu allen Preisen. Gebr. Berdux BahnhofitraBe 27. 013207 20. Groher Poften reinwollene schwarz, zum Aussuchen, Große 7—10, Paar Mk. in allen Grützen staunend billigen Reinwollene Oructata aller Irl wert 4U Brthl’liehe üalv.-Draalerel. EL Langt. QUOtn Wiefeck. den 5. Oktober 192t. [10661 Danksagung. ftür die vielen Beweise herzlicher Anteiluahme bei dem unö so schwer be- tronenen Verluste, sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenfoenden, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Hartmann, Al en- Buseck, am Grabe der Entschlafenen, dem hiesigen Frauenchor für den erhebenden Grabgefang, sowie allen lieben Mitbürgern, welche uns so hilfreich zur Seite standen, sagen wir allen unseren innigsten Dank. JmNamen d. trauernd.Hinterbliebenen: Heinrich Kreiling. Strahenwart. N gi jrf te Nin 6tn 013202 genommen. flirt n. M. 1062üss 9554c HermeS. 1062tz lüit.Sdimnti'stftfall flicht Ludw. Stiun XVII., zu neachelhelm, Schreineret ha 15 — 30 Waggon I Heute u. morgen erhalte la gebrannter lOMflC ®rSSn Seefische August Wallenfels 17 Marktplatz 17 Mehrere tatt 10652v W. SMslkW Lieoigitr. 71, Tel. 1685. vernichtet verblüffens Anmeldungen rechtzeitig erwünscht. Ausführliche Druckschriften kostenlos d. die Schulleitung. Mager Bleich Nervös Unreine Haut f Schellfische per Pfd. Mk. 2.50 Goldbarsch ver Pfd. Mk. 4.00 Donnerstag eintreff. Toilettenseise 3 M 5.00 Suche fof. eins., nnabb. Mädchen od. junge Frau zur Führung des Haushalts. Schriftl. Anaeb. unt. 013177 a. d. Gieh. An». zur sukzessiven Lieferung im Monat Oktober ab unserem Werk Bieber bei Gieben abzugeben. >«»h Bergwerks- u. Baubedar 6. m. b. H., Gienen, Franks. Str. 13, Tel. 2169. Tel.°Adr.: Baubedarf. Möbl. Zimmer wenn mögt, mit Pension, sür Schülerinnen gesucht. Anyeboie mit Preis an Privat - Handelsschule doppelt stach geruchlos, in Apotheken n. Drogerien 136»C Well. Belnllegen in allen Größen lagernd Monats- Versammlung Donnerstag, 6. Cftob., abends 8.30 llbr im Einhorn-CafS. 10658v] Der Vorstand. Eltern! deren Söhne tu Töchter eine wirklich gute Ausbildung für den kaufmännischen Beruf erhalten sollen, wenden sich am besten an den Fachmann u. erkundigen sich daher bei der Hansa- Schule Gießen Seltersweg73. Fernr.821 Pri vJiandelslehranstalt von I. Kunzeimann, Diplom-Kaufmann und Diplom - Handelslehrer EinzigeSchuleamPlatze, deren Inh.zugl.Schulleit., Lehrer u. Fachmann ist. Halbj.- u.Jahresklassen. 11. Okt. beginn der — neuen Winterkurse. AnmeldgX täglich. Prospekt frei.] Men M Hockey- Abteilung Morgen Donnerstag abend 81/« Ubr elitkt'&riünnnlttnj im Aau arium. Erscheinen Pllicht. [10667t Der Leit--«. Kontrollkasse National gegen bar ges. Angeb. erb. u. J. JL 17 258 (106408s) an den G. Anz. Wb g* Säcke. ,*S1 Hist. d. Weet-Anl. 11. Bür vierjährig, gefunden ungen werden geeignete Adoptiveltern gesucht. l0WD Angebote erbittet das Stadt. Wohlfahrtsamt. Malzkaffee-Fabrik [Spezialmarkei sucht für Oberhessen । Fixum und Provision tüchtige» Reisenden Bedingung: Klarer Nachweis oish. Erfolge [sonst Meldung zwecklos) u. fk sitz in diesem Bezirk. Weitgehendste U Nützung unö Aussicht für glänzende Exi Ausf. Anaeb unter F. B. R. 1630 (10 an den Giehener Anzeiger erbeten Kleiner Stall in der Nähe Walllorstr. zu mieten gesucht, oism Eugen Find, Walllorstrahe 611. Vogtsche Handelsschule Gießen Goethestr.32 Tel. 2064. Am 9300c 10. Oktober 1921 beginnen neue Halbjahres- u. Jahreskurse in sämtl. kaufmänn. Fächern. HitiMallldnScliiiHiifali UntcrriWbkgiitn Montag, den 7. Nmniber Aufnahme finden Schüler wie Schülerinnen, die möq» lichst das 16. Lebensjahr erreicht haben sollen. Neuanmeldungen sind an den Unterzeichneten zu richten, der jede weitere Auskunft gerne erteilt. 10538V Der Ssrtor her LanbmtsWlichcn Lchulc Dr. Schad. MM Außerordentliche Generalversammlung findet erst am 13. Okt. 1921 2 Zchreiner- gehilfen (Bauschreiner) f. dauernd b. Tariflohn iz.Z Mk. 7.50) foiort gesucht. 10604 Ltto LMhookn, Oberhausen - Nbld., Ludeudorffftr. 72, Tel. 518. machen frisch, jung, ge- und und schaffen jugend- risches Aussehen. In Apotheken u. Drogerien. Prospekte durch Dr. Kramer 4t Co., G. m. b. B., Fraiklnrt a. M. 180. wa?A Giegen: Gebr. Hiebei, Kronen-Drogerie, Wall- torstrahe 29. cb.Ä...SIeh- Lampe naturEiche dunkel gebeizt, Gut erh.kletner Irl.ekar mit Seidenichirm, billig I Ofen zu kaufen gesucht zu verkamen. 013L21 Schr. Angeb. mit Preis u. Bleich,tcaffe °.6 II. I 013209 au den Gieh. Anz Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben Entschlafenen sagen wir hierdurch unseren tiefgefühlten Dank. $rau )oh. Loh 111. Witwe 10660V und Kinder. Dutenhofen, den 4. Oktober 1921. Atigcr BaiMchr gesucht. Friedrich Rau, 013230^^ Neustadt 57.__ Junger, zuverlässiger Laufbursche sofort gesucht. 10657 Buchhandlung Dr. Wolfgang Metzer [norm. Freeöi, Seltersw. BlMrLausjuMgcs. 018234 C. G. Kleinbeun. heiftungsfähiges Hlargarine-Werk sucht einen tüchtigen und zuverlässigen Vertreter bei hoher Provision Schriftliche Angebote unter 10588D an den Gießener Anzeiger. Große SAMA Solch« MWllM get. SchrWchk treffen heute und morgen frisch ein. 013223 Ferner empfehle alle fiolonifllioiiren. LS. SM» Bahnhofstr. 59. Tel. 66. Besonders billig.' Baumwollflor. schwarz ßOO alle Größen..... Mako-Ersatz, m. verst. "7 EO Ferse und Spitze. . • .* B'wollflor.fein.GewL-beip58 verst.Ferse u-Spitze^utf B’wollen.Füßlinge,ver- K60 stärkte Ferse u. Sp. JJrtoat-ößnöels-Sfljute ,Rmes“ US iiiiiiniiiiiiin Gieffcu, Bahnhofstr. 60 Tel. 1097. - Gegr. 1909. 10. Okt. neuer ===== Beginn Aö-u-Mesliirse Anmeld. tägl. Prosp.srei Mle SleilöW sucht zu kaufen Mül'sSe Srutferet Schulstraffe 7. 4M1 Ml 5—l 3immer, zum 1. Januar beziehbar, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unt- 013210 an den Gieh. Anz. Klelderachrankl poliert, 2» oder 3tür., zu kaufen gesucht. Schr.Ang. u. 013211 an d. Gietz. Anz. sofort oder baldigst gesucht bei guter Berpsle- gung und gutem Lohn. Meldungen oder Bor- stellnngen bei Lkimttke in VuhbM Haus Valdfriedcn, Einhäufcrm ü h le. Gesucht nach Bad-Nau- beim sofort ob. 15. Okt. -in lucht., gut empfahl. 9)löb *cn °b. einf. etüftc für ArzthauShalt von 2 Per- fönen. Einige Kochkennm. erwünscht. Borzustelien in Gietzeu, Bcrgstr. 9.^«« Statt besonderer Anzeige. Vorgestern abend verschied sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau IN* Sleup Witwe geb. Waliber im 70. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Adolf Horn Familie Karl Steup. Burkhardsfelden, Garbenteich, den 5. Oktober 1921. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 6. Oktober, nachmittags 2 Uhr, in Burkhardsfelden statt 61M01 Das famit-Noien-Älta das begehrteste Modenbuch der Frauenwelt, ist soeben erschienen. Preis M. 6.—. ""c lapa-Mw- £: -------- Schirme werden anoeieftijt im P zum Werben O C1 für Pelze u. Fensterleder werden nn- Heute Donnerstag und Freitag einireffend! Schellfische Kabeljau Goldbarsch Lachssorellen empfiehlt loeT,c Georg Wallenfels gegenüb. d. Engelapatheke ä G .Meine fftau war JÄT über 50 Jahr« m. eioerhShllchen Yttätte B ftetn gelunbeS Fleckchen ■ batte lie auf dem Leib, ■ Durch Zucker’« Patent v Medizioal-Seife wurden die Flechten tn 3 Dachen beseitigt. Diese Seife ist Tausende wert E D ' Dazu Zuckooh Creme nldjlfetlent und fetthaltig) In ollen Apotheken, Drogerien und Parfümerien erhältlich In Sieben in der Drog. Minterboff, Kreuzplatz 9 10, Löwen-Drogerie und Viktoria-Drogerie. wenn Sie ffch alte Stoffe auffärben, und Sie erzielen ein neues» oder eine schöne Bluse bei Verwendung der neuen irli-Marbel noch Ghem.SImmermann. Arti-Stoffarden sind unübertroffen an summ n. Oöjtheii. Alle einschlägigenGe schäfte legen ^hnen die reichhaltige Musterkarte zur Auswahl des Tones vor. [9691 ss [Stellenangebote | Lack- Vertreter von alter bekannter Lark- fabrik mit anerkannt erft- klasfigen Fabrikaten und Spezialitäten für Gieben u. Umgeg. bzw. angrenz. Gebiet l°»“A w- gesucht, Herren, welche daselbit bei bess. Malergeich. u. sonst. Abnehm. out eingef. und, werd, um Angeb. u. E. E. 1464 an Ala-Haa- ecnwtela & Voller, Köln, mit Ang. üb. bish. Tätigkeit u. Ref. gebeten. Jüngerer Herr oder Dame für Korrespondenz, Maschinenschreiben und einfache Bureauarbciten sofort a e s u di t. Selbstgeschriebene Angeb. unter 10646 an den Gieh. Anz. Saubere* Mädchen für kleinen Haushalt so- fort gesucht. 013189 Bruchstraffe 19 II. Aelterer Herr sucht eine eins. ält. Haushälterin, die Gartenarbeit versteht. Bu melden in Wetzlar, Neustadt 56. 013201 JnngeS ord. Mädchen für öorm.,eotL benannten Tag gesucht. 013214 Schillerstraffe 5 p. 5010 Ml. KfiS'Ss: Zinsen sofort zu leiden gesucht. Schr. Angeb u. 13197 an den Gieh. Anz. erfahren Kaufmann wünscht fich an kl.od.minl. Unternehmen mit Kapital tätig zu beteil. Anaeb. u. Nr. 1841 an Herfo, Mitt. Ann.-Erv., Plockstr. 5."^"b ZweiFreundinnen, Häusl, erz.. w. die Bekanntschaft zweier Herren l. A. v.28 btS W I., in ges. Stellg., zw. Heirat kenn. z. lern. Nur ernstg.Ang., w. m. mit Bild, u. 013188 q. d. G. A. Sancrmicter Zimm. Schriftl. Angeb. uni. 013194 a. d.Gteh. Anz. Offizier sucht 1—2 möbl. Zimmer f. fof., mögl.Nähe Kaserne. Hanptm Paetzolt, I.-N 2./17>,öieue.Slot. ..n.-ia Solider Student sucht für sofort gemütl. Zimmer. Schriftl. Angeb. unter 013215 an den Gieh. Anz. mit Motorbetrieb. 1 Schneidergelilire bei höchstem Lohn fof. ges. Maffsckneiderei Angermanu, (Srüuberg [Oberhesseni._______013144 Klempner und Installateur gefucht. Heinr. Meckel, Wetzlar. Tel 613. Kartoffel». Student, Gutsbef.-Sohn, fucht in nurbeff.Haufe vernehm möbl. Zimmer. Bed. : eleftr. L. m. Tischt., mögl. Zentr.-Heizg. Teilw. Bez. m.Lebensmitt. mögl^Schr. Ang, u. 013205 a. d. G. Anz. Junger Techniker sucht per sofort möbl.Zimmer mit ober auch ohne Pension. Sckr. Angeb. unter 013203 an den Gieh. An». Mödl. Wohn- uni) Lcklchinmr von höherem Angestellten im Staatsdienst (See- offtzier a. D.) in beff. Haufe sofort zu mieten gesucht. Schriftl. Angeb. uut. 013236 a. d. Gieh. An». Leeres Zimmer Su mieten gesucht. Schr. lng. u. 013216 a. d. G. An». Kleiner Laden mit ober ohne Wohnung ’ sofort ob. später zu mieten gesucht. Angeb. u. Nr. 1842 an Herso, Mill. A.°Erp., Plockitrahe 5. 10671h | Vermietungen] Pension Brandl i BntmihlJliaunTm.VwpfL Einfach möbl. Zimmer mit Penfion zu verm. eines Kaplansgasse 10 [Wirtschaft „zur Traube"). | Mietgesuche | Ruhiger Student sucht schönes Zimmer Möglichst mit eleftr. Lilvt. Offerten unter F. W. O. 140 an Rudolf Ro**e,Srnnf: zu verlaufen. Krofdorf, Rodheimer Str. 197. Dauerhrennep.Wasciimäscl]. zu verkaufen. [013232 Wetzstcingasse 33. 2 naflbanmpol. Vertikos n. 1 nnßbaemp. ÄasElehtiseh tbeides wie neu) 1 Gasznr lampe [Messing) zu verk. Zu erfragen bei Hersc, M.A.E., Plockstr. 5. I'°—h für die Werkttätte per sofort gesucht. 10679D Misei^iiierk SfliBesreutöer&ßo., s.m. b.S., MW, Tüchtige SleooljpisliMeo möglichst zum sofortigen Eintritt bei guter Bezahlung gesucht. Schriftl. Angebotenebst Zeugnisabschriften unter 106800 an den Giehener Anzeiger erbeten._______ Mädchen, solid, für kl. Haushalt, erwachs. Pers., bei gutem Vobtt möglichst "er soiort gesucht. Babnhosstraffe 49 I. Föf herrschäliE Haushalt ein im Kochen und HattS- arbeit erfahrenes, zuver- läffifleS 013134 Mäcta und ein jüngeres Zweildcta Haferstroh Roggen- und Weizenstroh Torsstreu und Torsmull liefert arei hch. Müller jr., Nieder-Vreidenbach (Kreis Alsfeld), Telephon Romrod Nr, 7. Färbe zu Hause nur mit Heitmann? Farben Marke„FuchsKopf im Stern” Einfach-Praktisch-Billig! Erhältlich, in allen Drogenhandlungen und einschlägigen Geschäften. JllNßks MaSche« tagsüber für Konditorei, Cafö u. Hausb. ». 15. Oft, auch später gesucht. Schr. Angeb. mit.Gehaltsansvr. unter 10649 a. d. Gieh. An». Erfahrenes, anständ. Mädchen für Küche u. Hausarbeit gesucht. Tagmädchen vom ^ande nicht ausgeschlossen. . Schön, (tzieffen, 10677 BiSmarckstr. 43. Mädchen ober nnab- bangige Fran für vormittags gefucht. 013226 Gr. Steinweg 16 III. | SteUeng^suchej Junge Frau, in all. Zweigen des HauSh. erf., sucht Stelle als Haushälterin bei alleinst. Herrn, wo sie evtl, ihr 3jähr. Söhnchen mttbr. fnnn. Schr.Angeb. u. 013213 an b Gieh. An». Suche f. meineTochter, 18I. alt, die Jahr eine HauShaltungSfdmle besucht hat, Stellung als Stütze in besserem Hause, evtl, bei einzeinerDame. Familienanschluh Bedingung. Schriftl. Angeb. tt. 10675 a. d.Gieh. An», erb. Inteil. Dame, eu, Mitte 30, lüchi. i. Haush., vertr. m. Krankenvfi. u. s. gew. im Näh., zuverl. u. arbeitSfr., sucht vaff. Stellei.frauenl. HauSh., eu. wo Frau leib. G.Zeugn.vorh. Schr.Ang. u. 10678 an den Mieh. An». V«rS4lluf« ] Vir Auftrag geb >r Heiner verkauf». Anzeigen weTÖtn a«beten, unter alten oer« artigen Angeboten ihr« Adreff« (Strafe., Hausnummer unbStodi- werd)zuv«rSff«utlich«n. Soll»!« Wbrej|f nerbedu bleiben, |o wolle man Ichristliche "Jlngebele unter der U'iAelgenniimmer forbem. Auskunft über Adressen u f. f. durch öle GelchSsissselt« kann nicht erteilt werden. Zwei Gespanne gute Arbeitspferde zu verkaufen. Näheres durch 10670h Karl Rösslnger, Gieffen, Neustadt. i-5imintt'?mklhalls mit Garten und in Kürze frei tverdender Wohnung im fübl. Stadtteil zu vrk. Schriftl. Angeb. u. 013225 an d. Giehener Anzeiger. Gut erhaltener Kinderwagen zu verkauf. Io,.,,. Selterswcg 32 Hinth. !! Bücher!! 12 Bde. Kanlm. Wissen, neu, Büchergestell, gr. ttNohus vreisw. zu verk. 013120) NorJ-Anlsfle 7 p. Leere Kisten zu verkaufen. 10673 Driesch, ________SelterSweg 70. 1 P. getr. Damen-Halh- schuhc,Gr39,2'fLZrinder- schtthe, Gr. 35 u. 36. z. vk. Bruchstraffe 15 v. Wintermantel LL tadellos erb., zu verk. oisw Nord-Anlage SO II. •U18OJ 2 getr. Demenmüntel b. zu verk. Lelwlgstr. 40, Gartenbaus I. rechts. Federtasche preiswert zu verk. Schr. Ang, u. 013209 an d. G. A. Geschäftshaus in guter Lage zu verk. durch L. W. Heger, 013Ä41 Steinstrahe 57 I. Äelteres Pferd verkauft Emil Schmelz, Weickartshain. 10664 i§äieiitani«6tnll1ti°n?' mit ob. ohne Stall zu vk. UI3IW] Kaiier-AUee 61. Einen noch flut erhaltenen Laudauer ei nie Hosgut Birklar. Ein gut erhaltenes Herr.-Üeberxleher, wenig getragen, billig zu verk. '^'^oethestraffe 31 v. Ueberzieher für schlanke Fig. zu verk. 013231 Wetzsteiug. 33. 1 Paar fast neue. schw. Damenfvangenschuhc Gr. 37, vreisw. zu verk. "13211 Kl. Mflhlgegee HI L Borzüal. Effbirnen ab- zugeb. Hammttr. 1 [0,Sirl Kaufgesuche | tebende Hausmäuse kauft 10596B Medizinische Beteriuärkli n i k. 'Solls, juferli.Stttfit zu kaufen gesucht. Schr. Angebote mit Preis unt. 10627 an den Gieh. Anz. werden gestochten. Groffer Steinweg 3 I» Welcher oerh. Schneider kann wöchtl. einigeSmcke miimachen? Schr. Angeb. u. ','1314-~> an d. Gieh. Anz. öeimlieriii ^™‘n in und auher dem Hause an. Näheres 0i3192 Grabenstraffe 12 II. | Donnerstag, 6. Qktbr* I nackmiitafls 2 Uhr, wird ein mittelgroher^ gut erhaltener Kassenschrank öffentlich versteigert. Spar- II. C edil-Verein Laubach für Stadt ud Land eingetr Gen- ffeuscbast mit nnbeschr. Haftung, in ViQuibQtion. IMI( ÄtVtMo 012983 Klein, Ebelstrnhe 16. 5lüdil)il|t in Sfltein für Quinmner flesucht. Schriftl. Angebote unter 013204 au den Gieh. Anz. »erleid Schriftl. Angeboie unter 013235 an den Gieh. Anz. wer flickt Säcfc? Angebote Hinter der Wett-Anlage 11. luMa Kinofreunde! Zuverlässige Herren oder Damen erhalten freien Eintritt in Kinos gegen kurze Miticiluna über Filmwirkung. Näh. unter Angabe von Alter, Berus, Tätigkeit an Post- fach 128 wiain» 1. loaMng 9500 qm Ackerland in den IW* Eichgärten sofort zu verpachten. Schriftliche Ang. bote an M. Her». Neuen Baue 23. Acker in der Schwarzlach ober derenNähe »upachtenges. oder wer gibt feinen ab? Schriftl. Angeb. u. 10605 an den Gieh Anz. erbet 100 bis 250000 Mk. gegen prima Sicherheit u. flu-e Zinsen von nachweislichrentablem Unternehmen gesucht. Evtl. Beteiltgum, nicht ausgeschlossen. Offerten u. Nr. 1834 an Herfo, Mitleid. Ann.- Erved., Giehen. 10532h Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Tberhefsen) Mittwoch, 5. Vttober 1921 nr. 235 Zwettes vlaü Landes- zenvcrein. 5. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) ©hmöe allem. Bleich rich, Ouftyminifler v Brentano, mlntfler Henrich, die Präsidenten der Baler ist ihre Lau- ob das. was gehört, auch sie war zuckten. »Froh bin ich, datz Sie konnnen! schon seit gestern weg! Künstler haben nen — besonders Musiker f“ Da erkannte Heinrich Wärhahn, berg, 1. Oft. Der hiesige Schäl- . der durch den Krieg cingcgangen war. Hal sich wieder neu organisiert. Als Dor- sihender wurde Dachdeckermeister Meuer ac- wählt. er vor einer knappen stimmte . Maria empfing ihn. I war sie, ihre Mundwinkel „3d? störe doch nicht?" Kreis Büdingen, k. Ortender SXi war WärhohnS Eigenliebe doch sehr verletzt. Sr wurde förmlich. .Wenn man von einer Dame so etwas behauptet. muh man es auch beweisen können!" .Wer natürlich kann ich das! ätns hier ist doch der alte Sitten ein guter Bekannter! Zweifellos ein genialer Mensch, aber verbummelt! Seine Söhne halten ihn, sie verdienen ein Heidengeld im Diamanten handel, der Alte spielt sogar mitunter eine lächerliche Figur! Wenn er nicht gefährlich werden könnte, möchte es fein! Nämlich als Schmarotzer! ätnd deshalb will niemand Fräulein Sitten heiraten. Es würde ein teures Vergnügen werden. Vielleicht können Sie es sich leisten.' Käme noch hmzu, auf die Dauer geht ihr Vater vom NHeine nicht weg, das bringt er einfach nicht fertig — denn man würde ihn schnell vergessen, mrd die Weinkisten kämen nicht mehr ohne Rechnung in sein Haus!" Etwas Wahres mochte daran sein, Heinrich Wärhahn fühlte es. aber natürlich übertrieb man .Wenn er wirklich die Weine — und er führt gute — kostenlos ins Haus geschickt bekommt, dann mutz man ihn doch auch sehr gern haben!" „3ft auch auf seine 2Lrt ein Prachtkerl, gar nicht zu leugnen! üleberall ist er bei Sängerfesten Preisrichter — und Sängerfeste finden hier in Massen statt! Sr kommt viel herum, ist ein guter Gesellschafter — und dem Rheine hat er viele schöne Volkslieder geschenkt, na, da ist man nicht so. Ohne den alten Hupp Sitten ist nun einmal ein Sängerfest nicht denkbar. Das weitz er, und bas nutzt er!“ Heinrich Wärhahn bedankte sich kurz für die 3. Ein milder Dezembertag! Die Wärhahnschen Gespanne waren auf den Feldern und pflügten die letzten Stoppeln um. Der Herr war drautzen, irgendwo, da galt es -u schaffen. Stets hatte er das Fernglas bei sich, keine Bummelei entging ihm. Sonst hagelte ein Drmnerwetter auf die Knechte. Trotzdem hatte er nie über ßeutemangel 3U klagen. War eine Stelle bei ihm frei, meldeten sich zehn. Er zahlte nicht mehr als die andern Bescher, aber man atz bei ihm ausgezeichnet und reichlich. Heden Mittag und Abend prüfte er das Leuteessen, und Sonntag abends schnitt er dem ganzen Gesinde selbst die Würste vor Da bekam jeder ein tüchtiges Stück in die Faust, und so gute Wurst, wie die Mamsell Auguste ülhlemann machte, gab's nirgends auf Erden. .Der Saul braucht Hafer in den Leib, wenn er tüchtig schäften toa - und der Mensch gute Kost", war Christoph Wärhahns ständige Redensart. Was das mehr kostete, kam dreimal wieder ein. Außerdem wagten die Leute keine hochgeschraubten Forderungen zu stellen, weil sie wuhten, für jeden, der ging, sprang sofort ein anderer ein. Christoph Wärhahn fühlte, datz er ansing zu altern. Seinen Sohn vermitzte er doch an allen Ecken und Enden. Wer fein Lebtag mit Anspannung aller Kräfte gearbeitet hatte, der ertrug es nicht mehr, ging etwas aus dem gewohnten Gleise. An den langen Winterabenden kam einer wie er wenn er Tag für Tag allein saft, leicht ins Grübeln. Na, nächstes Hahr würde das wohl ganz anders fein, da war eine Frau im Hause, — das beruhigte ihn immer wieder. Er grift nach den Briefen seines Sohnes und rieb sich vergnügt die Hände. Der war ja ein vernünftiger Kerl, dem ging der Verstand nicht durch! ilnb wenn seine Herzal^rliebste nicht allzuviel Dukaten mit- brachte, so war das noch lange kein Llnglück. Wenn griff ans Herz! Lind hatte ihm nicht sein Vater gesagt, er brauche auf Geld nicht ängstlich zu sehen . . .? Eine gute Frau, die .einen Schutz im Blute“ habe, sei für das Geschlecht der Wärhahns das Allernötigste. Lind die da vor ihm stand mit zuckenden Lippen, war eine gesunde Frau, und den Schutz im Blute hatte sie sicher auch. Den Kopf wart er in den Nacken, fatzte nach ihren Händen, ein schwacher Versuch von ihr, sich frei zu machen, aber er lieft nicht locker. .Sie muffen hier raus, Maria!" Rauh klang seine Stimme. 3hr stürzten die Tränen aus den Augen. Noch fester umklammerte e? ihre Hände, zog die sich ein wenig sträubende schlanke Mädchengestalt an seine Brust. Fünf Minuten später wühle Heinrich Wärhahn: sie hatte wahrhaftig einen tüchtigen Schutz im Blut . . Es war ein abgekartet Spiel! Hessische Volkskammer. 108. Sitzung. St. Darmstadt. 4 Ott. Der Hessische Landtag trat heute nach längerer Pause zu einer Tagung zusammen. Die Tribüne ist dicht besetzt. Auskunft und ging an den Rhein bummeln Der Wmd pfiff ihm ums Gesicht, streute welkes Laub aus den Rhein. 3n wilden Schlägen pochte sein Herz . . Hm Kerne mochte das ja ftimmen, was ihm der Kommilitone gesagt, aber wenn es so war, dann mutzte Maria ja geradezu ein trostloses Leben führen! Herrgott, da tat man ein gutes Werk, man ritz sie aus einem solchen Hammerdasein heraus. Nach Godesberg fuhr er, sobald ihm die Erkenntnis gekommen war, mit scharfen Augen wollte er sehen, Am Regierungstisch: Staatspräsident III - Finanz- Der Schuh im Blut Roman von Horst Dodemer. ... datz jetzt feine Stunde geschlagen hatte. Maria litt, das Zur Regierungsvorlage die Errichtung einer Försterschule teilt Abg. Eiftnert (Svz.) in seinem "bricht u. a. mit, daft die Schule ihren Sitz in S ch o 11 e n erhalten soll und daft an Baulichkeiten erforderlich sind zwei Schulräume, eine Dienstwohnung für den ständigen zweiten Forstlehrer und eine Dienstwohnung für die Lehrförster, wofür 600 000 Mark erforderlich sind. Abg. Köhler (DVp.) tritt dafür ein, die Försterschule nach L a u b a ch zu verlegen, wo man bei Verwendung deS dortigen Gymnasiums erhebliche Summen sparen könnte. Abg. Reiber (Dem.) erbittet von der Regierung Auskunft über den Gang der Ausbildung. Abg. Herbert (Z.) teilt mit, daft man nach eingehender Prüfung sich für Schotten entschlossen habe. Es wäre wünschenswert, daft die Vorlage heute verabschiedet wird. Abg. Knoblauch (Soz.) wünscht ebenfalls vorerst Auskunft über den Lehrplan und tritt für Beibehaltung von Schotten ein, wo ausfchlieftlich Staatswälder zur Verfügung stehen. 2anbe8forftmelfter Dr. Weber: Die Vorlage ist notwendig geworden für unsere Forstwirtschaft. Wir bauen in der Försterschule auf der Dolks- schulbildung auf. Schotten ist nach sehr eingehender Prüfung gewählt worden. Was für uns gegen Laubach spricht, möchte ich hier nicht erörtern. nur soll festgestellt werden, daft Ersparnisse dort nicht gemacht werden könnten lieber den ganzen Bildungsgang werden noch eingehende Vorlagen gemacht werden. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 3. Oft. Zur Wiederbeschaftuna neuer Orgelpfeifen anstelle der während deS Krieges abgelieferten stiftete Graf Wilhelm von Schlitz genannt von Görtz 1000 Mark. — Gegenwärtig sind Bemühungen im Gang, unserer Höheren Bürgerschule, die bis dahin mit der Ober-Tertia abschloft, noch eine Unter-Sekunda anzugliedern. Kreis Schotten. k. Ober-Seemen, 1. Olt. Auch im benachbarten Lichen ro t h wurde kürzlich ein Kriegerdenkmal durch den Ortsgeistlichen Breidenbach seiner Bestimmung übergeben. Gastwirt W. Henning legte für die 8 Gefallenen des OrteS einen Kranz im Auftrage der Angehörigen nieder und Bürgermeister OchS übernahm das Denkmal in den Schuh der Gemeinde. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 3. Oft. Die von der Stadt Wetzlar angekauften Kartoffeln sind im An- rollen. Der Preis beträgt pro Zentner 68 Mark. Alle gröberen Werke hier sind bestrebt, ihre Arbeiter und Beamten hinreichend mit Kartoffeln zu versorgen. sie nur sonst gesund und fröhlich war und natürlich aus anständiger Familie. Es war nun einmal so in den heutigen Zeiten, ein Mädchen, das hunderttausend Mark mit in die Ehe brachte, war für hunderttausend Taler verwöhnt! Und das rümpfte die Nase, wenn es im Wärhahnschen Hause hinter die Kulissen gesehen hatte. Dein Hung wie er waren reiche, selbst bewuftte Bauern, die Enkelkinder mochten den Au fit leg Wetter fort- setzen. Und deshalb war er auf Henners Andeutungen lieber gar nicht erst weiter in feinen Briefen eingegangen. Sonst wurde der womöglich stutzig. Kam wieder ttn Frühjahr und sagte. .Vater, ich hab nichts Paffendes gefunden drautzen in der Welt, in der Nachbarschaft laufen reiche Bauerntöchter genug herum, die mich gern nehmen!" ... Gin Narr, wer sich nicht an die Natur hielt Die gab die letzten Fingerzeige! Wenn Starkes mit Feinem vernünftig gepaart wurde kam etwa- auf die Wett, das einen Fortschritt verstellte. Ob sich das nun um Vieh oder (betreibe, Blumen oder Rüben handelte, erst mutzte veredelt werden. Und wenn die Veredelung anfing zu zart, zu wenig widerstandsfähig zu wer- den, dann griff man ein und führte urwüchsige Kraft der schvach gewordenen Pflanze zu. Fehler liehen fich allmählich ausgleichen, der 2lnfang ®°r immer ein gewagter Wurf. Wenn nur die Väter mit solcher Erkenntnis auf die Kinder sahen, gab's vielleicht dann und wann ein schvarzes S-- bictungen die Besucher sehr befriedigt haben. Landkreis (Rieften. " Heuchelheim, 3. Oft. infolge ber Zu- fammenlcgung ber Heuchelheimer Gemarkung kommt ber vielbenutzte Feldweg Kinzenbach— Heuchelheimer Mühle für bie Folge in Wegfall. Aus Stabt unb Land. Gieften, ben 5. Oft. 1921. Die Hntereffenvertretung der geschädigten Ausländsdeutschen E. D. Berlin W. 9, Schellmgsfratze 1, ersucht sämtliche Kriegsnoteninhaber, welche reichsdeutsche Rückwanderer unb Flüchtlinge aus bem ehemaligen General-Gouvernement Warschau sind, um Angabe der genauen Adresse an obige Geschäftsstelle zwecks Geltendmachung der GntschädigungS- anfprüche. " Naturheilverein ®ieften. Am Freitag veranstaltete der Naturhettverein im Cin- hornsaal einen öffentlichen Vortrag. Der Redner des Abends, Dr. meb. Wilhelm Winsch aus Berlin, sprach über ben Wert ber Wärme Sur Erhaltung des Lebens und der Heilung von Krankheiten. Er sprach nach kurzer Einleitung über ben Wärmehaushalt des menschlichen Körpers, der selbst auf 37° E. geheizt fei unb eine kombinierte Wärmeregulierung besitze. Die Wärme sei auch ein vorzügliches Mittel zur Erhaltung unb Erhöhung ber Gesundheit unb zur Heilung von Krankheiten. Die Abhärtung des Körpers werde am besten erreicht durch richttge Kombinatton von heitz und falt, wie der Redner das in zwei seiner Schriften „Heber Wärmekultur" und „Der Weg der Selbsthilfe in gesunden und franken Tagen" genauer avsgeführt hat. Die Wärme habe sich als ein vorzügliches Heilmittel bei den verschiedensten Krankheiten bewährt, so bei allen Erkältungskrankheiten und Katarrhen, bei Geschlechtskrankheiten, bei Nierenleiden und Zuckerharnruhr, bei Eiterungen und Dchmerzzuständen. bei Schwangerschaft und Geburt, bei Augen-, Ohren- unb Nasenleiden. Die sehr zahlreiche Versammlung spendete reichen Beifall und es kam noch zu einer interessanten Aussprache. Hm Anschluft an diesen Vorfrag fand am Sonntag die 1. Konferenz hessischer und benachbarter Naturheilvereine im Katholischen Vereinshaus statt, an der sich aufter dem Verein Gietzen die Naturheilvereine Fulda, Wetzlar, Hersfeld, Gersfeld unb Qllar- burg beteiligten, auch waren Gäste aus Wies- baben, Frankfurt, Darmstadt und Hanau erschienen. Die Verhandlungen nahmen einen sehr anregenden Verlauf und alle Teilnehmer drückten ihre grobe Befriedigung über das Ergebnis ber ämter unb RegierungSfommisiare. ?)räfibent Adelung eröffnet die Sitzung 0>» Uftr unb widmet zunächst dem verstör- denen 2lbg. Wilh. Seel-Mainz (Soz.) einen längeren Nachruf Hm Namen des Präsidiums hat der Schriftführer Abg. Stnoll einen Kranz r.icbergelegt Die Abgeordneten haben sich von den Plätzen erhoben und erheben sich wieder, als der Präsident die Katastrophe in Oppau bespricht, erläutert, was bisher geschehen ist und bittet. Turnen, Sport und Spiel. Ossian btm Wallenstein geschlagen. Unter weitaus bester Dreijähriger, der nach feinem zweiten Platz im Derby von Erfolg zu Erfolg geeilte Weinberger Offian, hat am Montag in dem mit 140 000 Mk. ausgestatteten G l a dia - toren-Rennen auf der TrunewaD-Rennbahn die Bitternis einer Biederlage kennen gelernt, einer Niederlage, für die es kaum eine Erklärung gibt. Das Wilamowih-Rennen am Donnerstag sah Wallenstein als überlegenen Sieger gegen König Midas und Graf Ferry und da man Ossian bedeutend höher als diese beiden Altersgefährten einschäht und zudem für Wallenstein die weite Distanz gefürchtet wurde, schenkte man dem Fels-Sohn unbedingtes Vertrauen. Aber es kam genau so wie am Donnerstag. Mit derselben Überlegenheit zog der Oppenheimer, der sich in den letzten Wochen bedeutend verbessert hat, an die Spitze und durchs Ziel. Ein Lob gebührt Jockey Zimmermann, der den Vierjährigen anfangs schonte, hn richtigen Moment jedoch nach vorn brachte und dann unwiderstehlich von den anderen wegzvg. Ein Trost ist den Waldfrieder Züchtern trotz der Niederlage von Ossian geblieben. Sie können sich rühmen, das weitaus erfolgreichste Pferd, das in Deutschland "je gezüchtet wurde, in ihrem Stall zu haben, denn Ossian hat in diesem Jahre eine Gewinnsumme von 507 000 Mk. erreicht und damit den Rekord von Herold um 19 250 Mk. übertroffen. Unter atemloser Spannung begab sich das achtköpfige Feld auf die 2800 Meter lange Reise. Vor den Tribünen lag Lorbeer an der Spitze vor dem geschlossenen Rudel, dessen Beschluß Harlekin, Gallipoli III und Geiser bildeten. Ohne wesentlich: Veränderung kam das Feld uijter Führung von Lorbeer bis zum Einlaufsbogen. Hier legte sich Ossian neben Lorbeer, dahinter Wallenstein und Geiser, während die übrigen erledigt waren. In die Gerade bog Ossian mit der Führung, wurde aber an der Distanz von Wallenstein erreicht und überlegen mit drei Längen geschlagen. Ebensoweit dahinter besetzte Geiser den dritten Platz vor Lorbeer und dem Oesterreicher Gyere Velem. — König Wilhelm als Sportsmann. Der am Sonntag tn seinem Jagdschloß verstorbene König Wilhelm II. von Württemberg ist seit langen Jahren eine Säule des deutschen Renn- spvrtS und der Vollblutzucht gewesen. Sein umfangreicher, von Landstallmeister von Lippe geleiteter Rennftall stand seit Jahren mit an der Spitze der erfolgreichen Besitzer und sein bei Stuttgart gelegenes G e st ü t W e i l hat alljährlich eine Reihe guter Pferde hervorgebracht, die für die rotschwarz gestreiften Farben zahlreiche Siege erringen konnten. Bekannte Pferde aus älteren Jahren sind u. a. Perchant, Schmetterling, Kannegießer, Prince of Wales, Hegau, Blauer Dunst, Heil Dir, Licht, Traum, Hausfrau, Tausendschön und aus neuerer Zett u. a. Harlekin, Turteltaube, Hü- teger, Herserrier, Hanswurst, Halunke, Blindgänger, Wackerbart und Romanze. Es verlautet, daß des Königs Tochter, die spvrisreudige Fürstin Pauline zu Wied, die schon fett längerem unter dem Decknamen „Stall Runkel" ein Trabergestüt und einen kleinen Rennstall unterhält, nun auch den Stall und das Gestüt des verstorbenen DaterÄ übernehmen wird. — DonderDertreterversammlung des Deutschen Ski-Verbandes in Stuttgart ist nochmachzutragen, daß durch den Anschluß des Oesterreichischen an den Deutschen Ski-Verband die Hauptverbandswettläufe des D. S. V. zu- künfttg alle drei bis vier Jahre tn Oesterreich auS- aettagen werden sollen. Zum diesjährigen Haupt- Derbandslauf soll auch die Schweiz eingeladen ^werden und neben den Deutschen und Deutsch- jOefterreichern wird man auch Deutsch-Böhmen am flCtart sehen. Dr. Diem teilte mit, daß zu den Kampfspielen nach Garmisch-Partenkirchen Son- '» Verzüge mit besonderer Preisermäßigung in Aussicht genommen sind und zwar ab Frankfurt a. M., Berkin und DreSlau. Aus den Berichten ist zu entnehmen, daß an Verbände im letzten Jahre eine erfreuliche Aufwärtsbewegung festzustellen ist. Wandern und Reisen, Bäder. A Nidda, 2. Oft. Gestern abend feierte der Hiesige Zweigderein des VvgelSber- gerHöhenklubS sein 40jähriges Bestehen. Lehrer Link von Rudingshain, Mitglied des Niddaer Zweigvereins und des Gesamwvr- standeS, überbrachte die Glückwünsche des Ge- samwvrstandeS und des ZweigvereinS Schotten und HvhervdSkvpf. Zur Unterhaltung trugen die Musik- und Gesangsvorträge des Kaiser-OrchesterS und der Gesangsabteilung des hiesigen B. H. E. viel bei. Zwei Theaterstückchen, die die gegenwärtigen Verhältnisse zum Teil in Vogelsberger Mundart vortrefflich schilderten, fanden großen Beifall. Die Jugendgruppe des V. H. C. Nidda führte einige schöne Dollstänze auf. Der Zweigverein Nidda wurde im Oktober 1881 von 24 Männern unserer Stadt gegründet, von denen nur noch fünf am Leben sind. Gegenwärtig zählt der Zweigderein Nidda 192 Mitglieder. Kandel. Sperrung der Dörsengalerie. rnc. F r a n k f u r t a. M., 4. Oft Zufolge unliebsamer Vorkommnisse — die Besucher hatten sich am Börsengeschäft mit Zurufen beteiligt — f>at der Dörsenvorstand angeordnet, daß die Galerie der Börse künftig gesperrt bleibt Frankfurt a. M.. 5. Oktober. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 3. Okt 4. Okt ürnTtertMtm. Stottert. 9045,95 4054,05 3976,- 3984,- Brüffel-Antwerpen . 889,10 890,90 864,10 865,90 (Tbriftiania...... 1550,90 1554,10 1503,45 1506,55 Kopenhagen 2272,70 2377,30 2237,75 2242,25 Stockholm . . . . • .2832,15 2837 85 2762,20 2767,80 helsingfor, 179,30 179,70 182,30 183,70 Italien........ 504,45 505,55 459,50 490,50 London 473,- 474,- 462,50 463,50 Neuoork 127,37 127,63 123.87 124,13 Paris 899.10 900,90 879,10 880,90 Schweiz 2213,75 2218,25 2155,302159,30 Spanien 1663,301666,70 1610,851614,15 Men (altes) Deutsch-Oesterr. . . . 7,48 7,52 7,53 7,57 Prag 129,60 129,90 129,60 129,90 Budapest 17,98 18,02 17,48 17,52 Bulgarien ..... — Züricher Devisenmarkt. 4. 10. 3. 10. Wechsel auf Schweizer Franken gollcmd 100 Ft « 184.25 184.50 eutschland 100 9JÖL - 4.575 4.50 Wien 100 flr. * 0.325 0.35 Prag 100 flr. =» 6. — 6.10 Saris 100 Fr. = 40.65 40.75 »ndon 1 £ = 21.44 21.48 Italien 100 ß. - 22.75 2L85 Brüssel 100 Fr. - 40.- 40.20 Budapest 100 Hr. — 0.80 0.80 Neuyor». 100 | = 574.- 576. - Agram. ...... 100 ftx. = 2.50 2.50 Bukarest.......100 ß. ■= ^90 5. - Marknotterungen. Für 100 beutlche Mark wurden gezahlt: Datum: L7.lt 3.10. 4.10. Zürich Wt 125,40 4,52 4,62 Amsterdam . . . Fl. 59,20 2,46 2,49 Kopenhagen Är. 88,83 4,50 4,60 Prag Är. 117,80 77,- 77,- Stockholm Är. 88,80 3,55 3 65 Wien Är. 117,80 2107,- London LH. 97,80 4,13 Paris Fr. 125,40 11,25 11,36 NeuporK . I 23,80 0,79 -,81 Märkte. Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt. • Frankfurt a. M., 5. Oft Der heuttge Gemüse- und Obstmarkt war sowohl von Grvß- händlem, wie von Erzeugern, auhervrdentllch reichlich beschickt Trvtzd«n stiegen die Kartoffeln nicht unbeträchtlich im Prelle. Es tmiröen heute für den Zentner 83—90 Mk. gezahlt. Auch das Gemüse erhöhte den Preis. So kostete Rotkraut der Zentner 80—90 Mk., Wirsing 130 Mk., Spinat 110-130 Mk., Zwiebeln 90—100 Mk., Römisch-Kohl 70—90 Mk. Weiter wurden bezahlt für 100 Köpfe Blumenkohl 200—400 Mk., Sellerie 200—400 Mk., Eßkarol 80—110 Mk., Kopfsalat 60—110 Mk., Tomaten tn Steigen per Pfund 1,50—1,60 Mk., lose 1,10—1,20 Mk. Der Obst- mar k t war sehr stark beschickt, insbesondere von Erzeugern aus dem Main- und Taunusgebiet. Gin Rückgang der Preise ist nicht zu verzeichnen. Aepfel (Kochvbft) fofteten der Zentner 100 bis 120 Mk., Tafelobst 140-250 Mk.. je nach Qualität. Birnen wurden mit 130—180 Mk. bezahlt. Kastanien aus dem TaunuSgebiet kosteten 210 bis 220 Mk. Das Angebot in Preiselbeeren und Brombeeren war schwach. — Butter stand auf 29—31 Mk., Handkäse (sog. ^offäfe) per Hundert 75 Mk. e sw. Die Schweinemärkte stehen im Zeichen der Futternot. Der Handel ist überall schleppend. Gelöst wurden tn Fulda für Ferkel 60—130 Mt., für Läufer 500-700 Mt, in Wein- heim für Milchschwerne 30—100 Mk., für Läufer 200-500 Mk. Büchertisch. — Die Kulturgeschichte der Deutschen im Mittelalter. Bon DibliothekS- direttor Prof. Dr. Georg Steinhaufen. 3. verbesserte Auflage. Preis geheftet 10 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. (3n einem Teil der Auslage wiederholt) Ans der Völkerbnndsversammlnng. Genf, 4. Oft (WB.) Die V ö l t e^b u n d S- versamrnlung nahm gestern abend eine von der ersten Kommission vvrg-Zchlagene Neufassung des Art. 26 mit unwesentlichen Aenderungen an. Danach wird für Paktabänderungen eine Zweidrittelmehrheit der Versammlung einschließlich aller anwesenden Delegierten der im Rate vertretenen Staaten gefordert, für die Ratifikation der Abänderungen eine einfache Mehrheit der In der Versammlung vertretenen Staaten und der Gesamtheit der im Rate vertretenen Staaten. Die Ratifizierung hat nach 22 Monaten zu erfolgen. Jedes Mitglied, das eine Abänderung bis dahin nicht ratifiziert, kann im Laufe des Jahres dem Generalsekretär Kenntnis von seiner Weigerung geben. Es hört dann gleichzeitig auf, MltgliÄ) des Völkerbundes zu sein. Dann trat die Versammlung in die Debatte über die Abänderungsanträge zu Art. 18 ein. Swinderen (Holland) machte den überraschenden Vorschlag, angesichts der ungeflärten Rechtslage und der großen Lücke in den Beschlüssen über die Wirtschaftsblockade sowie der besonderen Bedürfnisse der kleinen Staaten die endgültige Beschlußfassung aus das nächste Jahr zu verschieden. Inzwischen soll das Problem der Wirtschaftskrisis noch einmal sorgfältig geprüft werden. Der Antrag wurde von dem Berichterstatter Dchanzer (Stallen) und von Lord Robert Cecil bekämpft. Die Weiterberatung wurde auf Dienstag vertagt. Die Konferenz tu Datrloch. London, 4. Oft (WTD.) .Daily Mail" äußert die Ansicht, daß ein auf Deutschland zur Erfüllung seiner Verpflichtungen auSgeübter Zwang nur noch ein weiteres Fallen des Markkurses Hervorrufen könne. GS wäre möglich daß die Konferenz in Gairloch bebeutfame Veränderungen m der internationalen britischen Politik zeitigen werde. Von Von, 4. Ott (WTB.) Auf den Konferenzen in Gairloch erörterte der Premierminister mit den Sachverständigen für Handel und Finanzen die allgemeine Weltlage. .Daily Chronicle" zufolge wird anerkannt daß eine dauernde Lösung des ErwerbslosenprvblemS von der Wiederherstellung normaler Handelsbedingungen abhängen müsse. .Daily Mail" berichtet, in den Konferenzen tn Gairloch sei darauf hin gewiesen worden, daß der Friede im nahen Osten und in Polen eine Vorbedingung für die Besserung der Währungen und für das Wiederaufleben des Handels sei. Ein wichtiger Teil der Erörterungen habe die Frage der deutschen Reparationszahlungen betroffen. Laut .Daily Mail" herrscht in gewissen industriellen Kreisen die Ansicht fefjr stark vor, daß, wenn man Deutschland im gegebenen Augenblick zwingen würde, seine Verpflichtungen zu bezahlen, dies nur zu einem weiteren Fallen der Mark und zu ernsten Wechselkursschwankungen führen würde, wodurch dem Wiederaufleben des Handels ernster Schaden zugefügt würde. Beschüsse der Regierung in dieser Frage könnten nicht gefaßt werden, bevor Lloyd George am Donnerstag mit dem Kabinett in London beraten habe. Dem Blatte zufolge besteht jedoch die Möglichkeit, daß Aenderungen von großer Bedeutung in der internationalen Politik der britischen Regierung das Ergebnis der tn Gairloch ftattgefunbenen Konferenzen fetn könnten. Amerika als Gläubiger. Pari», 4. Okt (WB.) Rach einer bung einer Nachrichtenagentur aus Washington wird nunmehr die Nachricht betätigt, daß die amerikanische Regierung nicht die Mög- Üdjtett einer Diskussion der Frage der Interaü»- ierten Kriegsschulden auf der Entwaffnungskm»- ferenz in» Auge faßt. Der türkische Heeresbericht. A n g o r a , 2. Oft (WTB.) Offizielles Eot» muniquS. llnfere Truppen haben den Feind östlich von Eski Schehir angegriffen. Die Griechen mußten sich nach Westenzurückziehen, llnfere fliegenden Abteilungen drangen bis KeS- kin, nordwestlich von GSki Schehir, vor. Sie zerstreuten feindliche Ansammlungen in dieser Stellung. Außerdem hat unsere Kavallerie die Bahn- station Kar Köj, nördlich von Dozöjuk. besetzt. Der Feind erlitt Verluste. Wir haben Gefangene gemacht Arstadt als Nachfolger Dr. Strecker». Darmstadt, 4. Okt. (WTB.) Der Landtag erteilte heute seine Zustimmung dazu, daß an Stelle des zurückgetretenen Präsidenten des Hessischen LandesbiloungSamtes, Dr. Strecker, das Mitglied der Demokratischen Partei Prof. M r- stadt dieses Amt für den Rest der Legislaturperiode übertragen wird. Urflabt war der Vorgänger Streckers in demselben Amt. Zusammenschluß der Hand- und Kopfarbeit«. Berlin, 4. Oft. Auf dem Düsseldorfer Kongreß der A f a teilte der Berichterstatter Süß mit, daß zwischen den Arbeiter- und Angestelltenverbänden ein Organisationsvertrag abgeschlossen worden sei. Durch Annahme der Satzungen nach den Vorschlägen des Vorstände» wurde der Zusammenschluß der freien Arbeitergewerkschaften mit den freien Angestelltenver- bänden vollzogen. Die Abstimmung tn den Höchster Farbwerke«. Höchst, 4. Ott (WTB ) Das Ergebnis der Abstimmung der Belegschaften der Farbwerke in Höchst über die Vereinbarungen der Gewerkschaftsvertreter mit den Arbeitgebern der chemischen Industrie wurde heute mittag bekanntgegeben. Danach haben 5880 Arbeiter mit „Hein“, 648 mit .Ja" gestimmt. Die Vereinbarungen können al» abgelehnt gelten. Etwa 60 Prozent der Arbeiter haben an der Abstimmung teilgenommen. behördliche Anzeigen Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B. wurde heute eingetragen: Die Firma Wetzel, Georg L Eo., Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Gießen. Gegenstand des Unternehmens ist: l. her Vertrieb von Tabakwaren; 2. der Betrieb der dem Herrn Otto Georg tn Gießen übertragenen Generalagenturen: a) des Allgemeinen deutschen Versicherungsvereins a. G. In Stuttgart, b) der Württembergischen Feuerversicherungs- gesellschaft a. G. in Stuttgart, sowie die llebernabme der Vertretung weiterer Versicherungsgesellschaften, soweit deren sachlicher und örtlicher Wirkungskreis nicht mit den vorgenannten Vertretungen des Herrn Otto Georg follibtert; 3. die llebernahme und Ausführung sonstiger Agenturen sowie von Kommifsionsgeschäslen. Das Stammkapital beträgt 31 000 Mk. Der Gefellfchastsvertrag ist am 17. September 1921 festgestellt. Geschäftsführer sind Otto Georg, Karl Wetzel und Franz Königstein, sämtlich Kaufleute in Gießen. Die Gesellschaft wird durch mindestens zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer und einen Prokuristen vertreten. Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen im „Deutschen Reichsanzeiger". Die Gesellschafter sind: Otto Georg, Karl Wetzel und Franz Königstein, sämtlich in Gießen. Karl Wetzel bringt in die Ge- Mschaft ein das von ihm begründete und senher unter seinem bürgerlichen Namen geführte Handelsgeschäft mit Tabakivaren samt den ihm übertragenen Vertretungen für mehrere Firmen. Der Gesamtwert dieser Einlagen ist auf 8000 Mk. festgesetzt. Gießen, den 28. September 1921. 10 6086 Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B. wurde heute eingetragen: Die Firma H. Weimer, Hoch-, Ties- und Sisenbetonbau, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Gießen. Gegenstand des Unternehmens ist die Ausführung aller im Hoch- und Tiefbau sowie im Eisenbetonbau vvrkvmmenden Arbeiten; An- und Verkauf von Baumaterialien; insbesondere der Fortbetrieb des zu Gießen seither von dem Unternehmer Heinrich Weimer sen. betriebenen Hoch- und Tiefbau- und Eisenbetonbau- geschäfts. Die Gesellschaft ist befugt, gleichartige und ähnliche Unternehmungen zu erwerben oder sich an solchen Unternehmungen zu beteiligen. Das Stammkapital beträgt 300 000 Mk. Der Ge- sellschaftsvertrag ist am 19. September 1921 festgestellt. Geschäftsführer sind: Heinrich Weimer sen. und Heinrich Weimer tun., beide in Gießen Jeder Geschäftsführer kann die Gesellschaft allein vertreten, Heinrich Weimer jr. kann jedoch die Gesellschaft nut in Höhe von 60 000 Mk. allein verpflichten. Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen hn „Deutschen Reichsanzeiger". Gesellschafter sind: Heinrich Weimer sen., Heinrich Weimer jr., Otto Weimer, Heinrich Weimer sen. Ehefrau, Luise geb. Kraft, Elisabeth Rau geb. Weimer, sämtlich in Gießen, Ludwig Weimer in Hachborn. Heinrich Weimer sen. bringt in Anrechnung auf die Stammeinlage das seither von lhm in Gießen betriebene Hoch-, Tiefbau- und Sisenbetongeschäst in die Gesellschaft ein, bestehend aus der Firma, den am 30. September in Angriff genommenen Arbeiten, die Verträge darüber, allen vorliegenden Aufträgen, den gesamten Gerätschaften und Utensilien. Der Gesamtwert dieser Einlage ist auf 227 600 Mk. festgesetzt. Gießen, den 29. September 1921. 10 607B Hessisches Amtsgericht. Wiaäenleöec Alk wert Oie BrütHW HnüL-ScntfereL fi. £ana?. (Siegen Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B. wurde heute eingetragen: Die Firma Glaskontor, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Gießen. Gegenstand deS Unternehmens ist der Handel mit Fenster-Roh- und Spiegelglas sowie verwandten Artikeln. Das Stammkapital beträgt 20 000 Mark. Der Ge- sellfchastsvertrag ist am 6. September 1921 fest- gestellt. Geschäftsführer find: Alexander Wolf und Rudolf Wolf, beide Kaufleute tn Gießen. Die Gesellschaft wird Vertreter durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer und einen Prokuristen gemeinschaftlich. Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch den „Deutschen Reichsanzeiger". Gesellschafter sind: Alexander Wolf in Gießen, Rudolf Wolf in Gießen, Karl Mende In Leipzig. Die Gesellschaft ist vorläusig bis zum 31. Dezember 1930 und von da ab auf unbestimmte Zeit eingegangen. Gießen, den 26. September 1921. 10 609B Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. Die Gemeinde Röthges im Kreise Gießen be. absichttgt einen sehr gut erhaltenen liegenden ein» zylindrischen Benzinmotor (Gasmotor ensabrllr Deutz) von 5 PS, 220 minütlichen Umdrehungen mit Dentib steuerung und magnetelekttischer Zündung gegen einen neuen oder sehr gut erhaltenen Elektromotor von 12 PS in offener Bauart mit Kupferwickelung, Feuchtig. keitsschutz, Riemenscheibe, Schleifringanker mit Dürsten- abhcbevorrichtune 500 minütlichen Umdrehungen, 220 380 Bolt bei 380 Dolt Betriebsspannung mit Doüastanlaffer, Ampere» und Voltmeter nebst Schalttafel zu tauschen. Entsprechende Angebote find bis zum Dienstag, den 18. d. Mts. bei dem Unterzeichneten einzureichen. Gießen, den 3. Oktober 1921. 10644B Der obere Baubeamte bei der Kreisverwaltung Gießen. Cellarius, Baurat. Bekanntmachung. Sn unser Genossenschaftsregister wurde heute bet dem Spar- und Dorschußverein Beu em I, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, in Beuern eingetragen: Der 'Direktor deS Vorstandes Phllipp Lindenstruth V. ist durch To- ausgeschieden, an seine Stelle ist Georg Stein gewählt. Giehen , den 30. September 1921. 10 606B Hessisches Amtsgericht. Iahrslaklor w habe Id) durck Sedrai'.H ulh Overweyeri» Vedyl, av e9un Mschied, Silage !lk.^ Der sä »S KrdieSch' tot vruc SlnlW, ^ten: J zrontf»^