Nr. <8( Ter GldftntT Snjetger mit der Tienstagsbeilagt .r»«rt-Um!chao- erscheint täglich, autzer Sonn- und Feiettoqs. Monatlich« leiMetDreife: Marti 5.- «mschliehlich Träyerlohn. durch bt< Poft Ixzoqen Mark 5.75 ein>chlieglich Bestellgeld. Fern sprech »Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Druckerei, Verlag und iLeichasisstelle 51. Anschrift sür Drahinach. richten: Anzeiger Kietzen. poftfchecklanto: Srtnfturt «. M. 116R6. General-Anzeiger für Oberhessen Annahme von Anzeigen für die lagesnummer oi» zum Nachm ttag vorher ohne jede VerdindlichNeit. Preis für \ mm Höhe für Anzeigen v 34 mm Breits örtlich 40 *PL auswärts 50 Pf.; für Tfehlame« Anzeigen von 70 mm Breite 180Ps Bei Platz. Vorschrift 20° .Auf chlag. tzauplschriftleiter A.>g. (boeti. Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Ienz; für den Anzeigenteil: yans Beck, Lrstez Blatt äpf politischen sozialistischen Persönlichkeiten zu unterhalten. Die Kohlenpreife in England. London. 4, 2iug. (Havos.) Der Berbanb 12 und in ßouterbarf) 22 und 4 Grad. Zu dem vorgestrigen Gewitter wird noch aus Berlin die ganz außerordentlich grobe Rieder- schlagSmenge von 80 Millimeter gemeldet. fceiO seines Aufenthaltes in Paris, der etwa I Der DilldcunaSumschlag mach! sich recht deut- I eine Woche dauern werbe, mit zahlreichen iich auch in den Temperaturen bemerkbar. Die -- Höchst- und Minbesttemperaturen betrugen gestern in Gießen 21 unb 7, in Darmstadt 22 und der Kvhlenerporteure richtete an Lloyd George einen Einspruch gegen die hohen Fohlen- Preise und verlangte sofortige Preislenkung, wenn man den Absatz irgendwie erleichtern wolle, Aach den soeben veröffentlichten amtlichen Zahlen ist die Kohlenförderung in Großbritannien wieder normal. Die Förderung der letzten Woche übersteigt diejenige der entsprechenden Dorjahrswoche. Raisule. Paris. 4. August. (Wolfs.) Wie der Ljavasagentur auö Melilla gemeldet wird, fsoll (Ralfult der spanischen Regierung an- geboten haben, er wolle die gesamte spanische töone Marokkos pazifizieren. wenn man ihn ,'zurn Kalifen des Sultans für die spanische Sin- ÜsüchzonL ernenne. Aus dem Reiche. iLemokratischc Reform des preußischen Verwaltungsdienstes? Berlin, 5. August. In einer llnterre* foung mit dem Vertreter des „Berl. Sage- Llattee" erklärte der preußische Mini- sster desOnnern, daß er bestrebt sei. eine ^Erhöhung der Diensteinkommens der höheren Verwaltungsbeamten herbei- ^uführen. Ferner bezeichnete es Dominicus als ffeln Hauptbestreben, eine eingehende Reform ber Grundsätze für die Vorbildung und Aus- Dildung der RegierungSreferendare und Asses- loren durchzuführen. Er hoffe, der Regierung Än Oktober einen darauf bezüglichen Entwurf vorlegen zu können. Das Ziel der angestreb- rten Reformen sei die Beseitigung des Klassen- tunb StandeSgeisteS im Nachwuchs der höheren ^lZerwaltungSbeamten, ihre Durchdringung mit sozialem Verständnis und weitgehendem, volkswirtschaftlichem Interesse. Neuwahl des Staatspräsidenten in Baden. Karlsruhe. 5. August. (WTD.) 3n der gestrigen Schlußsitzung des badischen Landtages wurde die Wahl des Staatspräsidenten vorgenommen, dessen einjäh- -rige Amtsdauer abgelaufen ist. Einstimmig wurde der Iustizminister Trunk wieder- gewählt, zu seinem Stellvertreter der Minister des 3nnern, Remmele, gewählt. Beide nahmen die Wahl unter dem Beifall des Hauses am Bio MetaNarbeiterausstand in Braunschweig. Braunschweig, 4- Aua. (WTB.) In einigen hiesigen größeren Werken befinden sich ffell kurzem die Metallarbeiter wegen Lohnforderungen im AuSstand. Die Metallindu- ftriellen geben jetzt durch Fabrikanschlag bekannt, dah sie alle Metallarbeiter aussperren werden. Venn bis Freitag keine Einigung in den vom Streik betroffenen Betrieben erfolgt ist. Frankfurt a. M, 4. Aug. Der hiesige Metallarbeiterverband hat im Hinblick auf bie iweitere Verteuerung der Lebensmittelpreise den imil dem Verband der Frankfurter Metall-In- Idustriellen abgeschlossenen L o h n t a r i f am 1. August gekündigt. Der Tarif läuft Ende ttluguft ab. Lohnforderungen der Schuhfabrikarbetter. Frankfurt a. M., 5. August. (Wolff.) fäßte die „Schuhfabrikanten-Zeitung- meldet, wird sich am 19. d. M. eine Generalversammlung des Verbandes der Deutschen Schuh- und Schäftefabrikanten in Frankfurt a. M. mit Lohnforderungen der Scyuhfabrik- arbeiter beschäftigen. Diese Forderungen sind von den drei Arbeitnehmer-Organisationen eingereicht worden, die als Kontrahenten des Reichstarifvertrages für die Schuhindustrie diesen Vertrag unterzeichnet haben. Für alle Arbeiter und Arbeiterinnen werden auf die gegenwärtigen Löhne folgende Stunden- zuschläge verlangt: im Alter von über 21 Jahren 1 Mk., im Alter von 18—21 Jahren 0.80 Mark, im Alter von 16—18 Jahren 0.60 Mk., im Alter unter 16 Zähren 0.40 Mk. Die Arbeitnehmer haben Verhandlungen zwischen den beteiligten Verbanosvorständen vorae- schlagen. Für den Fall, dah eine Verständigung nicht erzielt werden sollte, ist die Kündigung des Zusatzvertrages des Reichstarifvertrages ausgesprochen worden. Landarbeiterstreik in Mecklenburg. Rostock, 4. Aug. (QDoIftj Die .Mecklen- bürge». Warte" meldet über den Stand deS Lands rderisrsireikS bis Donnerstag nachmittag: Der ganze Osten Mecklenburgs ist bisher ruhig. 3n der Wismarer Gegend erwartet man den Streikausbruch bis morgen früh. Die Stimmung wird unter den Landarbeitern als wenig streiklustig angesehen, jedoch pressen die F.lyrer die Arbeiter zum Streit. 3m Bezirk Neubukow wird auf etwa 16 Gütern, im Bezirk Güstrow aus 20, im Bezirk Luebz aitf 8 und im Bezirk Hagenow aus fast allen Gütern gestreikt. 3n der Rehnarcr unb Gadebuscher Gegend werden jetzt auch die Notstandsarbe»tei» verweigert Nutzer schwereren Ausschreitungen in Bautin »Derben auch aus zahl- reichen anbeven Orten (Senxilt taten gemech.t. Arbeitswillige werden gervaltsam vom Felde weg« geholt. Aus einem Gut bei Wittenburg wurde der Inspektor von streikenden Landarbeitern erschossen. Aus Stabt und Land. Gieven. den S. Aug. 1921. Wettervoraussage für Sarnötag; Vorwiegend bedeckt, leichte Niederschläge, kühl, wesrllch« Winde. Das nördlich Englands liegend« Ties scheint größeren Einfluß auf die Wetterlage des Kvn- trnents zu befpmmen, so dah trübes, zu Regen ; neigendes Wetter zu erwarten ish. Ü ” Amtliche Personalnachrichten. älebertragen wurden am 28. Juli dem Schulamtsanwärter Georg 'Satterer aus Haarhaujen die Lehrerstelle an der Volksschule zu Dirlammen, Kreis Lauterbach, am 30. Juli dem SchulamtS- anwärter Wilhelm G r e i m auS Fränkisch-Crum- bach die Lehrerstelle an der Volksschule zu Srns° bach-Srhuch, Kreis Erbach. " Zur hinreichenden Beschaffung vpn Bau st offen unb entsprechenden Kohlen- belieferung der Baustoffwer-ke sowie zur Bekamp- ung der» Baust oss Wuchers wurde seinerzeit die taailiche Baustoffbeschasfungsstelle ü r den D o l k s si a a t Hessen, Sitz Frank- furt a. M., Obermainstratze 51 (im gleichen Gebäude mit der Kohlenwirtschastsstelle für den Volksstaat Hessen und Hesi'N-Nassau«, gegründet. Diese Baustoffbeschaffungsstelle hat bis setzt zur Zufriedenheit aller beijcnigen Stellen und Interessenten. die ihre Hilfe in Anspruch genommen haben, gearbeitet, und ist derart ausgebaut, dah sie vor nicht langer Zeit vom Reichsarbeitsmini- sterium sämtlichen Ländern als mustergültig bezeichnet wurde. Infolge der strengen Melde- Pflicht der 'Baustoffwerke ist die Baustoffbeschaffungsstelle jederzeit in der Lage, die billigsten Baustoffe zu Dcrmitteln unter möglichster Ersparung der Frachtkosten. Dabei berücksichtigt sie hauptsächlich diejenigen Werke, die nach den Mitteilungen der Kreisämter unmittelbar vor der Stillegung stehen. Es ist deshalb im Interesse der Verbilligung der Baustoffe und Vermeidung weiterer Arbeitslosigkeit zu empfehlen, die staatliche hessische Baustoffbeschaffungsstelle' vor Vergebung von Aufträgen zu hören. Um die Interessenten über die Tagespreise der Baustoffe zu informieren, wird von der hessischen Baustoffbeschaffungsstelle am 1. jeden Monats eine Preisliste herausgegeben, die zum Selbstkostenpreis jedem zugesandt wird. Die Hamen derjenigen Baustoffirmen, die zu den angegebenen Preisen liefern können, werden auf Wunsch übermittelt. ** Das neue Fernsprechgebühre n- Geseh tritt am 1. Oktober in Kraft. Don diesem Tage ab sind für jeden Anschluß Grund- und Gesprächsgebühren zu entrichten. Die Grundgebühr beträgt für jeden an das Ortsnetz in Gießen herangeführten Fernsprechanschluß jährlich 560 Mark, für die Anschlüsse der Fernsprech-Vermitt- lungsstelle in Grvtzen-Buseck, Grotzen-Linden und Dvdheim (Biebers 380 Mk. Die OrtsgesPrächS- gebühren betragen 25 Pf.; mindestens sind monatlich die Gebühren für 40 Ortsgespräche zu entrichten. Die Zahlung von Pauschgebühren kommt vom 1. Oktober ab nicht mehr in Betracht. "DerMieterverein hiell gestern abend im Easd Leib eine teilweise recht stürmisch verlaufene B e r | a m m I u n g ab. Rachdem der diS- berige 1. Vorsitzende des Verein« sein Amt wiederhol.' niedergelegt und au« dem Verein ausgetreten ist, sollte zunächst die Wahl eirte« neuen 1. Vorsitzenden borgenommen werden. Bei dieser Gelegenheit kam eS zu unliebsamen Auseinandersetzungen zwischen dem Vorstand und den Anhängern des bisherigen 1. Vorsitzenden Dr. Riemann, wodurch di« Verhandlungen autzerordentlich erschwert wurden. Schlietzllch berlietien die Anhänger Dr. Riemanns den Saal und es wurde der bisherige 2. Vorsitzende G. Wettzbäcker zum 1. Vorsitzenden gewählt. Im weiteren Verlauf der Versammlung berichtete der neugewählte erste Vorsitzende über die bisherige Tätigten Oes Mietervereins, Besonders intereflant tjxiren hierbei seine Ausführungen über die Schas, ung von Eigenheimen durch S e 1 b ft b i1 f t Eine aus dem Vorstand des MielerveremS gegebene Anregung gab Veranlassung, in einer erweiterten Vorstandssihung, zu der ckne Reihe sozial gesinnter Persönlichkeiten ^ugesvgen waren, der Frage der Schaffung von Eigenheimen durch Selbsthilfe näher zu treten. Inzwischen hat bereits eine Versammlung von Interessenten italt- gefunden, die einen Vorstand gewählt und eine Kommission bestimmt hat, bie beauftragt wurde, mit dem Herrn Oberbürgermeister Fühlung zu nehmen, um Feststellungen zu treten, wt die ö.aot zu dem Vorhaben des Mietervereins steht, ob die Stadt insbesondere bereit ist, Baugelände zur Verfügung zu stellen, besgl .auch Baumaterialien aus städtischen Betrieben zu billigem Preise za liefern. Weiter ist an eine gemeinsame Beschaffung von Baumaterialien gedacht, desgl. an die Errichtung einer Geldbeschaffungsstelle, Um die notwendigen Zuschüsse von Reich, Staat unb Stadt zu sichern, hält der Referent die Durchführung der Wohnungsluxussteuer, sowie die Schaffung einer Iunggesellensteuer oder dergleichen für notwendig Nur durch Einsetzung aller Kräfte sei es möglich, in Gietzen für 1325 Wohnungssuchende Wohnung zu schaffen. An die Ausführungen des Referenten schloß sich eine eingehende Aussprache, die Im Gegensatz zu dem ersten Teil der Versammlung recht ruhig verlief. Zum Schluß forderte Vorstandsmitglied Maier die Mitglieder auf, für die Folge bei den Verhandlungen alle rein persönlichen Momente auszuschalten und lediglich der Sache zu dienen, denn was augenblicklich not tue fei, praktische Arbeit zu leisten zur Steuerung der Wohnungsnot. Bornotizen. — TageSkalender für Freitag: Lichtspielhaus Bahnhofstraße, „Berlin W". — Astortalichtsptcle, „Mit Büchse und Lasso". Landkreis Gießen. -m. Hungen, 5. Aug. Der hiesigen Gendarmerie ist es kürzlich gelungen, durch entnähme von Stallprooen bei Genossen der hiesigen Molkerei bedeutende Milchpanschere i e n aufzudecken Nach den chemischen Unter» suchungen waren der Milch In einigen Fällen über 20 Proz., in einem Fall sogar 35 Prvz. Wasser »ugesetzt. Auch in der Behandlung der Milch vom Melken bis zur Ablieferung in die Molkerei wird vielfach sehr unsauber verfahren, so daß sie oft schon auf dem Wege von der Molkerei biS zur Küche sauer ist. Mehrere Milcb- neferanten auS der Umgegend sind in die Sache verwickell und werden sich demnächst gerichllich zu verantworten haben. t. T r e i S a, L., 3- August. Zum Fried- hofswärter unserer Gemeinde wurde Philipp Rabenau ernannt Für Herrichtung , eines Grabes für Erwachsene erhält er 40 1 Mark, für das eines Kindes 30 Mk« an ihre Beteiligung zugefagt. diente, war schon vor eint« Sturm stark beschädigt, uni 815» » 9' n 1U AnlveS vier 7*tol91ö| NtfoHg ti i $ Cinen sb. W bei Vermisstes. Den Kirch turmshah« gestohlen. fpd. K i r n a. d. QL. 1 Aug. Von der allen Sementiskirche wurde in einer der letzten Qlachte von waghalsigen Spitzbuben der Hahn vom Turm gestoAen. Der vandentde Berg. Dt- 5*1 Jd 9^ !>• Sie 1 8j(r®' 8^9 )tn Sie bsvvlnül W-R StaaBl' V> TidW v 5tüd i & WO ® x aber Mitt aceiKi Ä obtafiM Mm H MU nicht i teiuni des 1 Ziüd Jrscheiiiigun genannten 1 mb Trvhv SberSOßti Ziffer 1, 211 bo llsto. if 3. Für enti Sterbe ^nannten, t «iMs oder Wdvmgs le'» oder bi ßeta Anord ÄrvMnas ftnb, ünfihli Wnben a »u 5 6tid 1 Ni zu 10 e Lis zu 50 S Lis zu 250 t «über 520 Sü Df. 2 findet Sie Srb. M Derlvcr NLUilchci 0« für die g 1«be Ertrag ledvll 3euanii Merken um j„ üafle?. emerkc ■M.’fen sogleich erhol bi Mrtz< , Derbro Sturm, vollständig zusammen. Der unter Denkmalsschutz stehende Baum, der mit seiner prachtvollen Krone der ganzen Gegend zur Zierde "gen Wochen durch einen io man mußte auf feinen vollständigen Zusammenbruch gefaßt fein; eines der schönsten Wahrzeichen unserer Stadt ist damit vernichtet. Bad-Rauheim, 5. Lug. Bis zum 4. August betrug der Gesamtbesuch der Kurgäste und Passanten 34 007 Personen. — Butzbach, 5. Aug. Wie wir hören, ist der Berlauf der Regimentsfeier der ehemallgen 168er am 21. August 1921 in Butzbach folgender: 10 Uhr vormittags Gedenkfeier auf dem Fried- Hofe und Kranzniederlegung^ daran anfchlietzend kameradschaftliche Zusammenkunft auf dem Markt- Brands. fpd. Münster t L.. 4 Aug. Gestern nachmittag um 5 Uhr entstand in dem Kesselhaus der QLöbelschreincrei von Cckacdt & Eo. Feuer. Den Feuerwehren von Münster unb Kelkheim gelang es nach etwa IV,stündiger angeftrenaler Lösch- arbeit, den Brand auf seinen Herd zu beschränkeir Das Kesselhaus und da« Maschinenhaus sind den Flammen zum Opfer gefallen, der Betrieb de« Unternehmens kann jedoch aufrechterhalten werden. Der Schaden ist groß, da die Versicherung nur in der Höhe des Dorkriegswertes bestand Das Feuer wird auf Selbstentzündung zurückgeführt. fpd. Berleburg. 4. Ang. QBabrid>ttnii. ••• rt9’ s- W nfl- ,xi-s Cnl de» «»tSvn-kündiguntztz-latt. ** Da- Amtsverkünbigungsblatt -Tr. 112 vom 4. 3uguft enthält: Verkehr mit ^Zündvaren. — Aufhebung btr Äaffce-6rfa6» tettitdoeorbniinfl. — MatznaHmen aepen Woh- «MncsmanfleL - Gebühren für amt-tierärztliche Men st Verrichtungen. — Höchstsätze für die ®r- txrteLofenunterÖ Übung. — Verbrauchsabgaben. — 3udt ctxrb rau<6 s vegelun g. — Zurückdatierung 6er Schluhprusung für Kriegstellnehmer - Kur- M in Sommerveredelung von Kirschbäumen. — «Schottener Sommerrnarv. — Aenderung der Ortssatzung über den Bezug von Wasser aus 6em Wasserwerk der Gemeinde Burkhardsfelden. Dienstnochiichten Sie D e l »ungsdauer des Gesetzes über Maßnahmen gegen Dobnungs- euangel vom 11. Mai 1920 (Reichs-Gesshbl. e. 949 )wtrd bis zum 31. März 1922 verlängert. Die Gebühren für amtstierürzt- ilicheDi, ost Verrichtungen. Für die nach- benannten Dienstgeschäste der beamteten Tier-" ta^le werden folgende Gebühren festgesetzt und^ur Staatskasse elnqeAogen: i L Für die auf Grund des § 16 des Reichsvieh- teuchengeietzes vom 26. Juni 1909 vorgeschriebene «rmtsticcärztliche Beaufsichtigung der Biebmärkt^, Tierschauen und Ausstellungen bis au 25 Stück Pferde oder Drotzvieh etnschl. 15 Mk., bis zu 50 Stück 30 ML, bis AU 100 Stück 50 Ml., bis ml 250 Stück 100 ML, bis zu 500 Stück 200 QHL, Kis zu 1000 Stück 300 Ml, über 1000 Stück <00 Mk. 3t zwei Stück Kälber, Schase, Ziegen Schweine ober Hunde, oder je zehn Stück Geflügel oder Kletntiere werden für ein Stück Drofwteb aerochnet. Die Gebühr wird für jeden Taa erhoben, an dem eine Untersuchung stattfindet. Etwa be= Hebende, auf Grund früherer Dorschriften abgeschlossene Verträge werden hiermit ausgehoben, soweit nicht in einzelnen Fällen durch das Mini- ,‘terium be» Innern anders bestimmt wird. 2. Für die Ausstellung von amtstierärztlichen Bescheinigungen und Zeugnissen auf den unter 1 genannten Märkten usw. bis zu 5 Stück Pferde und Großvieh einschl. 3 Mk., bis zu 10 Stück Vierde 5 Ml., bis zu 50 Stück Pferde 10 ML. *Äher 50 Stück Pferde 20 Mk. Die Dorschrift der Ziffer 1, 2lbs. 2 wegen der Berechnung von Kälbern usw. ist finngemäf) anzuwenden. 3. Für jede amt-tierärztliche Untersuchung «nes LierbqstandeS, ausgenommen die in Ziffer 1 genannten, bis auf Grund deS ReichSviehseuchen- gesetzeS oder der hierzu vom Bundesrat erlassenen Ausführungsvorschristsn, sowie der auf dieses Wtftft oder diese Äusführunasvorlchristcn gegrün- weten Anordnungen der Landesregierung, der DerwalturmS- ober Polizeibehörden vorzunehmen nind. einschließlich der in jedem Falle auszu- lleüenhen amtstierärztlichen Bescheinigung: bis zu 5 Stück Pserde oder Grohvieh cfnf$L 5 Mk., bis au 10 Stück 10 Mk.. bis zu 25 Stück 15 Mt. Ibis zu 50 Stück 25 Mk., bis zu 100 Stück 35 Mk, dis zu 250 Stück 50 Mk.. bis zu 500 Stück <5 Mk.. »über 500 Stück 100 Mt. Die Dorschrift der Ziffer 1, 2L»s. 2 findet ebenfalls sinngemäße Anwendung. Die Erhebung der Beträge erfolgt entweder dnuxb Dsrwendung von Stempelmarken oder durch Die staatlichen Kassen nach näherer Anordnung. 4>er für die gebührenpflichtigen Geschäfte zu zah- ilende Betrag ist von dem beamteten Tierarzt auf stedem Zeugnis, jeder Bescheinigung usw. zu ver- «merken und in dem zu führenden Tagebuch einzu- trogen. einerlei ob der Betrag durch Stempel- marken sogleich entrichtet oder später von der De- girtitoffe erhoben wird. Diese Bestimmungen treten am 15. August 1921 in Wirksamkeit Derbrauchsabgaben. Bei den Städten Hnd größeren Gemeinden besteht das Bestreben, »ihre Ortssah,ingen über die Erhebung von Der- »drauchsabgaben Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt; Saturn: 1.7.1 L 3.8. 4.7. Zurich .......... Fr. 125,4) 7,35 7,37 Amsterdam Fl. 59, D 3,95 3,93 Kopenhagen Kr 88,3) 8,10 8,10 Prag Kr. 117, iO Stockholm Är. 83,8) 6,- 6,- W>en Kr 117,88 - - London Sh 97,8) 5,22 6,- Paris Fr. 125,4) 15,75 15,- Neuyork I 23,8) 1,20 1,21 Züricher Devisenmarkt. 4. 8. 5.8. Schweiz« Franken 100 Fl, » 18-.25 185.- 100 an = 7.375 7.45 100 Kr. = 0D75 0.675 100 Är. =1 - 7.55 7.60 100 Fr. = 46.45 46.85 1 £ = 21.70 21.75 100 L. - 25.525 26.10 100 Fr. - 44.80 44.90 Budapest 100 Är. 1.50 1^25 NeuyorK 100 I = 608-50 602.- Agram 100 Är. = 3.30 3.40 vukarest 100 ß. 7^5 7.60 Dechlel auf Holland ...... Deutschland Wien ....... ........ Pans ....... London ...... Italien Deekd»e Sedfienmarkt, Börfenkurfe. Berlin für 159,50 Kirchliche Nachrichten 580, 248, 278' 164, 179, 158, 404 414, 625, 3.8» 77,50 404,50 407,- 625,- 330,- 289,75 925,- 335*50 335 - 1679,20 34735 82,46 630,65 103,10 103,10 20,27 20,33 10 ,60 103,90 20,47 20,53 283, 000 404, 339, 331, 293,95 294,55 293,70 82,28 82,46 82,78 626,35 627,65 629.35 künftige Kriege legte. Kerenski bei Briand. Paris, 4. August. (WTB.) Minister tag dotil 8 00. Rach«. 4-30. Sadd«ausgmig 855 Wrchengvttesdienst. morg. 6.30. abds. t.OO 41b. 3.8. 77,60 79,30 68,80 71,- 170, — 301,76 262.50 214, - 158,50 164,50 178,75 165,- 534,- 405,- 414,- 631,- 330,- 284,74 r97,- 409,50 341,75 334,50 286,75 558, — 260,- 619,76 289,- 68,50 348,- Kurs 4.8. 77,50 78,50 76,90 70,90 170, — 302,70 262,75 214, - 189,-. 165,25 176,86 155,84 529,75 400,- 407,- 615, - 831, — 285,25 92 ),- 381,- 339,75 333,- 284,- 544,- 246,76 619,- 280,- 69,- 340,- 1256,75 1258,8012^6,70 1259,30 1680,80 1684,20 2675,80 ------- 124,60 124,90 124,83 347,18 347,85 347, >5 4.8. 77,50 Geld Brief Geld Brief 3. leguft 4 August 2517,46 3522,55 2512,45 2517,55 696,85 608,15 60o,35 607,65 1044,95 1'47/ 5 1041.45 1043,55 Fnedberg. 4. August. Der gestrige Markt war mit 586 Ferkeln und Läufern beschickt. Der Handel war ein recht lebhafter. ES wurden bezahlt für Ferkel bis zu 6 Wochen 60—80 Mk., für solche von 8—8 Wochen 80 bis 110 Mk.. und für 8—12 Wochen alte Tiere 110—170 Mk. Trotz der drängenden Erntearbeit wies der Markt einen recht guten Besuch auf. Frankfurt Abend- Abend- Schluß- Schlutz- Kurs Kurs Kurs Datum: 6 */. Dtsch. Änegsanl. 4'/. Disch. Reichsanl. 3 •/, Dtsch. Keichsanl. 4n 0 Preuh Äonlol, Darmstädter Dank . Deutsche Dank . . Disconlo.Gesellschaft Dresdner Bank. . . Nationalbank f. D. . Mitleid. Credilbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Dock.Butzstahlwerk . D.-Curemb. Serge.. Gelsenkirch. Dergw. . Harpener Bergbau . Vderschles. Lijenb.-D. Überschlej. Lisenind. . Phönir.Bergb -Aki . Bad. Anilin» u. Soda Höchster Farbwerk«. Elektr. A. E.G Schuckert.Werke. . . Felren-Guilleaum«, . Daimler Bud.» EisenwAkt. , Adlerwerke **/<> tzess.Staatsanl. , Elektron Griesheim. Märkte. Frankfurter Pferdemarkt ^-^ranffurt a. M. 4. Aug. Der August-Pferbemarll war vvn rund 1200 ArbettS- und QrxuSvferb-n beschickt. War am Montag und ®ien^tag das Geschäft flott, so flaute es am Mittwoch merklich ab. Für die besseren Klassen sehlle g- an Käufern Die Preisregelung für Arbetts- und Wagenpferde kann erst bann ein* treten, wenn die Lieferungen von Pferden an die Ontente ausgehört haben Für Schlachtpferde bestand wenig Äachfroge Frankfurter Schweine- und Aleinviehmarkt. Frankfurt a. M, 4. Aug. Llmtlicher Be- rrcht. Bei Schweinen herrschte langsamer, bei Kleinvieh lebhafter Handel. Der Markt wurde geräumt. 21ufgetrieben waren: 933 Kälber, 264 iSdjafe und 337 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht: für Kälber bester Qualität 700—800 Mk., für Kälber mittlerer Qualität 600—700 Mk., für Kälber geringerer Qualität 450—550 Mk., für Hümmel *300 biS 550 Mk., für Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht 1000—1200 Mk., alle schwereren Schweine, etnschl. bester Qualitäten, 1250—1350 Mark, Sauen und Sber 1100—1200 Mk. Autzer- dem wurden 43 Rinder ohne amtliche Preisnotierung gehandelt. Die Marktpreise liegen um Io viel über den Stallpretsen. als sie bie nichk unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewinn in sich-schliessen. Präsident Briand hat gestern den ehemaligen russ schen Ministerpräsidenten Kerenski empfangen. England und der griechisch-türkische Krieg London, 4. Aug. sReuter.) DaS 'Reute,. sche Bureau erfährt, daß die 'Berichte auS Athen, wonach bie britische Regierung von ihrer bisher eingenommenen vollkommen neutralen Haltung in bem Streite zwischen den Griechen und und den Türken abgewichen sein soll, vollkommen unbegründet sind. Die britische Regierung hat nicht die geringste Absicht, so hettzt eS in Der Erklärung deS Reuterschen BureauS weiter, eint Oonberaftion hinter dem Rücken der Alliierten zu unternehmen, und bie eine oder andere Partei zu unterstützen. Die Mitteilung, bah bie Engländer für Den Bormarsch der Griechen auf Konstantinopel seien, wirb als absurd und der Wahrheit enkgegengeseht bezeichnet. 3n Wirklichkeit wurde die griechische Regierung von den Alliierten gewarnt, 6a der Bormarsch auf Äonflanlt- nopel nicht geduldet werden würde. Sin russisches Lazarettschiff hn Stettiner Hafen. Berlin. 4. August. Der Derl. Lokalanzeiger meldet aus S t e t t t n : Heute lies das Regierungsschtss „T r a n £ 6 a l r der russischen Sowjetrepublik, ein früherer Dampfer der Hapag. unter den Abzeichen eines L a - zarettschiffes mit Kriegsgefangenen und Heimkehrern, darunter acht Deutschen, in dem hiesigen Hafen ein. Sein Versuch, einige im Hafen liegende Schiffe durch Hissen fei» nerrotenFlaggezu grüßen, fand keine Gegenliebe. Ilm daS (8rbe Carusos. Neapel, 4. August. (WTB.) Havae. Wie die Zeitungen berichten, hat C a r u s 0 im Jahre 1919 ein Testament zugunsten seiner unehelichen Kinder gemacht. Die Witwe Carusos hat aber die Zimmer versiegeln lassen, um die Interessen ihres rechtmäßigen Kindes Gloria Caruso zu sichern. 1353,60 1356,40 1354,60 1357.40 1047,95 1050,05 1047,95 1050,05 8^88 W 8,93 8.97 Dattan: Amsterdam. Stottert. Lrüsseb Antwerpen . Christiania Kopenhagen Stockholm helstngsor» Italien London ..... NeuoorK .. Paris Schweiz Spanien Wien (altes). . . . . Veutsch-Oeslerr. . . . Prag Budapest . Bulgarien Konstantinopel.... (Sn einem Teil der Auslage wiedsrholl.) Zum Zusammentritt des Obersten Rats. P a r i s. 4. Aug. (WTB) HavaS. Die e r H r Sitzung des Obersten Rates wird am Blontas vormittag um 11 Uhr ftaiilinben. Die Einlabung Belgiens bleibt Vorbehalten, bis entschieden ist. ob die Frage der Aburteilung der KriegSbeschuldigten unb bie der .Cant Nonen- durch den Obersten Rat besprochen werden wirb oder nicht. Die cnbgiltlgc Dnlschci bung über die Entsendung von Verstärkungen nach Oberschlesien ist der Prüfung durch den Obersten Aal vordehallen worden, bei sich in den ersten Pariser Sitzungen damit befassen wird. London. 4. Aug. (WDB.) Der diplomatische Berichterstatter des „Sa i l h Telegraph" schreibt: Leider scheint begründeter An- tatz zum PefsimtsmuS vorhanden zu (cm wegen der Hartnäckigkeit, mit der die Presse in Franlreiw erklärt, datz leine endgilNgcr Deschlüf se in der oberschlesijchcn Frage aesatzt werden könnten. Dem .DaUv Telegraph" zusolge kann aus der Tatsache daN Lord Curzon vvn Spezialisten der 2ldteilung für Oftfraaen des Auswärtigen Amtes bcglctlet ist, geschlossen werden, datz auch die tür M| d>< Frage zur Erörterung kommen werde. Racheuau und Loucheur. Paris, 4. August. (WTB.) Der „Petit Partfien- sieht sich heute vormittag veranlaßt, die gestern von ihm verbreitete Nachricht, Minister R a t h e n a u habe den Versuch gemacht, eine neue Unterredung mit Minister Loucheur vor der Tagung des Obersten Rates herbeizuführen, zu dementieren. Lord DryceS gegen den Versailler Vertrag. London, 4. Aug. (WB) Aus Reuyort wird berichtet, datz die Rede Lloyd Bryces tm politischen Snstitut, in der er den Frie - densvertrag von Versailles angriff, tr der amerikanischen Presse grobe Beachtung finde Befostders hervorgehoben wird die Erklärung, da? der Friedcnsvertrag von Derfailles nur den Keim Alle Diejenigen, welch!.' gestern abend wegen Ueberfllllung die Dorstellunn Berlin W nidj' besuchen konnten, werden bdflichst gebeten, ttedi Möglichkeit die -rachmittagSvorstclluvg zu br Zsrael.ReligtonSgemetnde Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag, 6. Aug. Dorabd. 7 30. Morg. 8.30. Abds. 8.15 und 8.55 Uhr. SfraeL Aeltgions - Gesellschaft. nutzen. ftabbatfeier, 6, Aug. Freitag abb. 7.15. Sams-' Die Direktion des Lichtspielhauses. Die Nothersteins. Roman von Erich Ebenstetn. Copyright 1919 by Greiner & Eomp., Berlin W 30. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) „Ra. das dachte ich mir ja! Die gute Dame bat wohl nur als Borwand dienen müssen. Hast du übrigens Wenbloh nicht gesehen. Rüdigers „Doch. Einmal flüchtig auf der Stratze." , er dir nicht, weshalb er -Sonntag nicht kam?" »Rein. Wir wechfeiten nur ein paar Worte, bann trennten wir uns. Er schien es sehr eilig ju haben. Bon Grafenegg war gar nicht die Aebe.“ Anneliese pretzte die Lippen zusammen, und eme zornige Falte stand auf ihrer weitzen Stirn. Er hatte es also nicht einmal Ber QKübe wert gefunden, einen Grutz an sie aufzugeden. »Aber ich Weitz, wem ich das verdanke!" dachte ne erbittert. ^Wollte Gott, ich konnte es Magelone einmal h2imzahlenl" Cs fiel allen auf, datz Rüdiger verändert war 'eit seiner Heimkehr. Er sprach wenig, war meist zerstreut unb in sich gekehrt: er machte sich letzt rutzeroldentiich viel zu tun in der Wirtschaft. So ^el, Hatz er oft nicht einmal zu den Mahlzeiten erschien. Seine Tätigkell erstreckte stch jebt vor- zugLweije auf die Waldwirtschaft. Tagelang ging ct bei jedem Detter mit dem Oberförster die Walder ab, verhandelte mit Holzknechien und Lestmurtte große Waldparzellen zum Schlagen., Hertha jagte einmal zu Do: .Rüdiger hat grobe Plane im Kopf. Er denkt sogar an einen Sabrilbau. 34) hoffe nur. bah ihm alles gelingt und Papa, der noch nichts weitz davon, zuletzt einverstanden ist." 3n Grafenegg verlieh er sich ganz auf den Meter, der etn redlicher, schon seit fünfunbAtoaniig Jahren erprobter Diener war. Für alles übrige zeigte er wenig 3ntereffe. Weder der Wechsel der Mamsell, über den Carola ihm weitschweifig berichtete, noch Dos Anwesenheit, die ihm von den einzelnen Aamilien- mitgliebem mit sehr verschieden gefärbten Randbemerkungen mitgeteilt wurde, erregte leine Aufmerksamkeit. 3a, er schien sie kaum zu bemerken. Selbst als Hertha in einem Augenblick des Alleinseins ihm erzählte, datz Waldemai Ruhland hier gewesen war. feine Heimkehr aber leider, obwohl er eigen« deshalb fast eine Wo4>e langer geblieben fei als ursprünglich beabsichtigt getoelen, nicht mehr abwarten konnte, blieb Rüdiger falt. ^So?" sagte er glei4>flüülg. .Unb wo ist Waldemar jetzt?" .Wieder in Baron Sewingers Zagdichloh, wo er noch immer an den Fresken tm Speise- |aal zu arbeiten hat." .3ch dachte, die leien längst beendet < Er ging doch schon im Mai bin!" tagte Rildiger und sah dabet abwesend in die Lust. .Za. 2Iber er hat inzwischen ein Bild dort gemalt, daS im Herbst in Wien ausgestellt werden soll unb mit dem er sehr geheimnisvoll tut Dicht wahr, du fährst mit uns hin, um es anzusehen) 34) bin fo schrecklich neugierig darauf!" »Gewitz kannst du fahren. Ob ich werde mix* kommen lönnen, Weitz ich noch nicht. . « .Aber Rüdiger! Wo Waldemar dein bester Freund ist!? SS mutz dich doch interessieren!" Rüdiger schwieg. Seine Gedanken waren sichtlich mit anderen Dingen beschäftigt »Du!" rief Hertha, ihn am Arm rüttelnd. .Hörst du denn nicht worüber ich mit dir rede?" »Doch. Verzeih . . . mir gehen so viele Dinge im Kopf herum. Wen meintest du Übrigens mit dem .unS?" Wer soll noch mit?" .Dun. zum Beispiel Dorothea, - Wir konnten ihr dann gleich Wi/N zeigen, und Waldemar würde gewitz gern den Cicerone machen! Heber- jaupt — ich habe mir das schon so hübsch aus- redacht" . . ihre Stimme nahm einen beredten, ast schmeichelnden Klang an, so datz Rüdiger ie ganz erstaunt anlab. /Dir führen Do ins Theater, zeigen ihr die Museeri, bringen sie zur Tante Klemmy . . . ach mach doch kein lo erstauntes, abwetsendes Gesicht. Rüdiger! Du bist heute unausstehlich! Warum lollten wir denn dies nicht aussühren? Es wäre doch ein so harmloses Vergnügen! Schlietzlich" — fügte sie boshaft bbuu — .wenn dir unsere Selells4)aft nicht genügt, kannst du dir ja Magelone Mitnehmern Die wirb gleich dabei sein!" Rüdiger fuhr zusammen unb wandte sich stirnrunzelnd ab. Sie sah, datz lein Gesicht sehr rot wurde. .34) mutz dich Ishr bitten, Hertha, ,0lch unpassende Bemerkungen zu unterlassen!" sagte er gemessen. .Da, tote du willst. Es war ja nicht höle gemrint. 34) dachte nur —" .Unb ich denke," unterbrach er sie schroff, .datz dem Vorschlag ganz und gar nicht patzt zu dem Programm, das Dorotheas Grotzvater für ihre Zukunft entwarf! Wozu sie erst mit bei, Vergnügungen der Grossstadt bekannt ma4>en wenn sie doch ins Kloster soll!?" .Soll-'!! Sie will aber gar nicht ins Kloster " ries Hertha heftig. .Deitzt du das fo bestimmt?" meinte Rüdiger. .Sie scheint weder belonders aufgeweckt noch temperamentvoll, und ihr Wunsch, wieder nach Monrepos zurückkehren zu dürfen, worum sie mich am ersten Abend ihres Hierseins sehr dringend bat, deutet jedenfalls darauf hin, bah ihre Ratur Stille und Sinlamtett dem Derkeh, mtt Menschen vorzieht. Carola meinte auch erst gestern #4 mir, wir müssten diese Relgung respektieren und fördern — wenn auch nicht ge- rode durch eine Rückkehr nach MonrepoS Si schlug vor, Dorothea Probeweile als Gast zu der Aebtissin von St. Agnes zu geben. Das Weiterc wird sich dann ja finden." Herthas Blick war immer finsterer geworden während dieser Worte Rüdigers. Run sagte sie hohnvoll und bitter: .So! Das schlug Carola vor? und du findest eS natürlich gut! Du denkst weder darüber nach, was Carola veranlaht, Dorothea unter die Ob Hut der Aebtissin zu wünschen, die ihre Freundir. ist und in ihrem Sinn dahin wirten würde, diele Seele für den Himmel zu präparieren, noch hältst du es der Müh« wert Dos Charakter zu studieren, ehe du über ihr Schickstll entscheidest. O, Rüdiger, i/,2 Ubr bei Sauer. Abfahrt Punkt 2 Uhr iEr>razug>. 010736 Der Dorstaud. Die Beerdigung findet am Samstag den 6. August, nachmittags 27, Uhr, in Griedel bei Butzbach statt 010761 Bayern-Verein SamStag, den 6. 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