Dnd 11» Derlog: BriblW UnIo.Gich. ind Sttinbriderei H. fange. Srittleitnng. «tfd>äfirtellt und Draftrti: Sd|ttl1tra>t 7. dem Die D'e Eröffnung der Main-Grotzschiffahrt Allgemeiner Deutscher Sparllassentag. Steqerwald über die Regierungskrise. 05er! in. 3. Oloü (WTB.) ®eqenübcr einem 'Vertreter de« WTB äuherte sich der preußische Ministerprä idant Steqerwald fher ten Äüd- tritt der preuhischen Legierung wie folgt: Der Reichsbankpräsident in London. Der II. November nationaler Feiertag in Amerika. Konstantinopel, 3. 2Ioü (Havas.) Der Führer der kemalistifchrn De'egatwn. die nach Persien abge'andt wurde, bat der nationalistischen Aca ening leteg oph ert. die B'r'andlungen betreffend eine türkisch-persische Entente seien zu Ende geslhrt. Da? 2l5fr>n.nen sei von den Delegationen beider Parteien unterzeichnet worden. fraftirm der Deutschen Bolk-paNet an den Leich«- Präsidenten), welche die Gesundung der poliUsch- pariomentarischen Berhäitnllke in Preuhen gefährden. 3n Zukunft wird Preuhen bei der Gestaltung seiner parlamentarisch:n Der. ä tzni sc nach eigenen Lezepten arbeiten müssen, ohne auf die Vorgänge im Leich Rücksicht nehmen zu können. In anderen Ländern arbeiten die Gegner der Demokratie und be« Par.amentarismuS an deren Unterhählung. in Deutschland wn dieL die demokratisch orientierten Parteien selbst. Die Säufifl- । ktti der Legterungswechiel in Deutschland und aaiu besonder« die Lrt und Weife, In der sie vor uh gehen, sind nicht geeignet, da« parlamentarische System den breiten Bo.^schichten be^ehrens- tDcrt zu machen Dor allem ist die"öbstruktivn ein undemokratische« Wittel, gleichgültig, ob es aus | der ©trabe oder In Parlamenten angewendet wird | In England kennt man solche Hilf-mittel der I Demokratie in dieser Form nicht. 2 Die Erfahrungen der letzten Tage haben bewiesen, bah der preubifche Ministerpräsident wohl bei der Otcubilbung der Legierung, nicht aber bei der LegierungSumbildung ausreichende Initiative enttoideln kann. Sei LegierunaSumbil- dungen ist er eingeklemmt zwischen den Parteien auf der einen und dem Kabinett auf der anderen Pari«. 3. Lov (Wolst.) Lach einer Mel» düng der Havas-Agentur au» Washington hat der Äongrcb eine Resolution angenommen, nach der der erste Tag de« Abschlüsse« de« Wafsenstillstande «, also der 11 2kovem« bcr. zu einem nationalen Feiertag erklärt wird. ^och in Amerika. Pari«, 3.Lov (WTB) Lach einer Havas-' Meldung au« London erfährt Leuter. dab Marschall Zoch die Einladung der kanadischen Legierung. vor seiner Lückkehr nach Frankreich auch Kanada zu besuchen, an genommen hat. (istzolleS gegen deutsche (Erzeugnisse. Brüssel. 3. Lov. sWD ) Tlaence Delge Um der Bedrohung entgegenzuwii^en. die der belgischen Industrie darau« etivächst, dah infolge de» Marksturzes deutsche Erzeugnisse in Belgien einbringen. f|i man dem Demedmen nach entschlossen, deutsche Erzeugnisse über den gewöhnlichen Zoll mit einer Zusatzadgabe zu belegen, die bl« zu 20 Prozent des Werte« der Erzeugnllse geben kann Die Mastnahmc tritt wah schein!ich 2infanq der lrmmenden Woche in Kraft. Um dollblntcr- gehung auszuschtiesten. soll b ablicbtiqt lein, auf da« System der Ursprungserzeugnlsfe zurückzu- greifen Der frühere Xiöiiiq Karl auf Madeira interniert. Pari«, 3. Lov. tWolff.) Da« .3ournaT meldet bah die Derhandlungen mit Portugal über die Ueberwachung Karl« IV.. der auf Madeira interniert werden soll, vor dem Abschluss stehen. London, 3. Lov. (WTB.) Wie Leute, erfährt, erhielt der Botschaftsrat dne Lote der ungarischen Legierung, worin diele MC Absicht au«brüdt, die gesamte Dynastie Hab«burg vom Throne au«zuschlleben Die Nationalversammlung von Angora will Frieden mit den (ttrostmächten. Konstantinopel, 4. Lov. lHava«) Die Latlonalverfammlung von 2 n g o r a hat beschwi- sen. nach Frankreich. England und Italien eine Mission zu senken, die die 5rtcbcn«bextngunfen der Legierung von Angora mltteilen soll. Ebenso ttnrb eine Mission nach den Bereinigten Staaten abreiten, um Derhandlungen zweck« Abschlusses einer Anleihe zu fgbren Di- türkisch-persische (Vntente. Aschaffenburg. 3. ^.(Wl^ll) Sier bcr Sröfsnung der Main-Drob sch if f • fahrt und des neuen Häsens von wurde heute vormittag durch einen Fe'tatt begangen. an dem etwa 403 Personen teilnahmen, darunter Derlreter der Leicksbeborden sowie der Legierungen von Preuhen. Day'rn. Württemberg. Baben und H:llen. Für die bayrische Legierung batten sich ei gefunden Minist-rnra ibrnt 2e-- ch e nf elb 'owie StaatSminister D Schwey-r Dr Krausnecl und Oswal). Don üen .^lamenten de« Leiche» und der Länder toaren über 100 Abgeordnete al« Däste erschienen An die S f abru^g bcr kanalisierten Mainstreckc über zwei bayn che Staustufen auf dem Maine schlvb hd) eine Lund- fahrt durch den festlich ge'chmuckten ^ifen fejft in dem ein reger Verkehr herrschte. Bom Lerchs- ver!ebrSminister ® roner war ein Telegramm cinpclaufcn. in dem er die be ten Glückwünsche zur Eröffnung des Safen« übe irrtie te- Ministerpräs dent LerchenseId, h ext eine kanalvvlitifche Lede. S« fei ^ne Fügung des Schicksal» hab in diesem Augenblick der bedeu- teufte Träger der Kanalibre zu Grabe getragen werde. ®rohe Schwierigkeiten und langwierige axrfcmMungtn 6a5e ba» Tert £ ubenmnben gehabt Zur Ausführung grober StuI tu rauf gaben gehöre auch die Lch f'ung einer neuen Derkehr-- ftrabe und die Ausnützung der natur uchen Hckfs- Zur Washingtoner Konferenz. Pari«, 3. Lov. (Wolff.) Lach einer Mel- bung einer Lachrichten-Agentur au« Tltntyort berichtet der Wachingtoner Korrespondent des .Lew Pork Herolds dab die Delegierten der Bereinigten Staaten auf der Sntwallnungs- konserenz den Gedanken bet Errichtung einer freiwilligen Gesellschaft der La rtonen mit einem i n ter n at t o n a I e n Gerichtshof als das beste Mittel zur Herab- setzung der Lüstungen ö" Nasser.und zu Laiche betrachteten Sie batten die Absicht di^mDor schlag als einen Zu'atz zu dem Pakte von Parts^ also dem Dölkerbundsstatut. euvubnngen. - Lach der Ehicago Tribüne" handelt es fich um den ursprünglichen Hardingschen Plan einer Gesellschaft der Lotionen, der an die Stelle des Dvllerbundes treten solle. Der Gesamtwert der abzutretenben Werksanlagen und deS etwa betragenden; Steile« der WallerversoraungSanlagen beläuft sich I auf 285 Millionen Doldmark. Dazu kommt der CSkrt der unerschlossenen Kohlenselder, der mit 240 Millionen Doldmark sehr niedrig geschätzt tft Der Wert der abiutretenben Forsten und Domänen beläuft sich auf etwa 5,5 Mill. Goldmark. Aus dem Reiche. Die Kredithilfe der Ii'duftrie. Berlin, 4. Lov Der Leichsverband ber deutschen Industrie hat stch heute mit der Kredichllse bet Industrie b schältigt Heber den Stand brr bisherigen Be'rrcchu anS- ländifchen Fchanzgruvpen teilt der •Co,a.1^ mit: Zwilchen t>eden Zinan-gruppen einerseits und äutfchm Industrie anbererfeit« »urbe Fühl mg in k« Frage einer Industrieanleibe genommen, ohne hab b;6ber ein greifbare« Lng bot herats- ^dommen wäre. Lur von einem sehr kapital Sämtllche Sifenerzgruben Obersch'e- sien« fallen an Polen Ihre ®cfamteneugung beträgt 61060 Tonnen Ehrlich Bon tn«gcfamt 37 Hochöfen auf 8 Hochöfenwerken bleiben nur 15 auf drei Hochöfenwerken deutsch, und zwar die Obersch'es'sche Sitenlndustrie mit der I «lienhutte, die Donner-marckhltte und Bor'ia-Wrrk. Don der 3abre«cne igunq an Lo^cifen 1923.in einer Hobe von 576 000 Tonnen behalten wir eine Prvduk- tion«möallchkdlt von etwa 170 000 Tonnen, ver- Tieren also rund 400 030 Tonnen Loheisen. 03'm 18 Stahl- und Wallwerken werden 9 polnisch, darunter b e CBBmhrcfb* tte unb die Königs- und Laura-Hütte. Don 25 6len- unb Stahlgiehereien bleiben nur 10 deutsch Don 16 in Betrieb befindlichen Z n'- und Dteler gr-iben behält D utlch- kand nur 4. unb zwar einen Teil der staatlichen Friedrlchsarube unb drei private Gruben mit einer Förderung in Z'nkrrzen von iährllch rund 39 000 Tonnen (bisher 256 000). in Bleierzen von jühilich rund 5000 Tonnen (bisher 22 000 Tonnen) Somit behalten tote von der Zinkerzsorde- rung nur 14 v H Di Obersch'eNen 83 v H der gesamten de-t'chrn Z nker'förderung aufbrach e, verliert Deutfch'-ind 75 v. H der ac,amten ,,'nk- erxförbcruni. Don der oberschlesisch n Bleierzförderung bleiben un« etwa 23 v H Sämtliche Zink- unb Bleihütten gehen an Polen über, ebenso bie zwei vorhandenen Blei- unb Gilber- bütten mit einer Produktion von 2000 Kilogramm SUber (1919). dem Wettstreite zwischen S senbahn unb Dasscr- ftraben sei eine Gemeinschaft geworben, deren sicht- bare« Zeichen sich in dem neuen Werk des Aschaffenburger Hafen« darstelle Die Häsen. Bthnhöic, Schienen unb Wege, alle bienten dem einen Zweck bcr wirtschaf lichen 6n f iltung unb der Einengung und Den erlang der Güter. Aber nur dann könnten die Wasierstratzen ihrer 21 >fgäbe gerecht werden, wenn sie Massengüter zu befördern imstande seien. Höchstes Ziel müsse fein; Verbindung von Main unb Donau, eine SchiffahrtSlinle. die durch Ausbau der oberen Donau und Einbeziehung Württemberg« in den Derkehr-krei« noch ergänzt werden müffe. Für Bayern eröffne fich damit eine reiche Zukunft. An Kohlen und Erzen arm, sei e« reich an eilenden Nüssen und trag- fähigen Wallerstrasten. Der hesslfche Ministerpräsident U l r i 4) er- I klärte, dab die Abstchten unserer früheren Feinde, die Mainlinie wieder herzustellen, an dem festen Willen zur Leichseinheit scheitern würden. mnaqier aoa ckijtiae« für die lageenummer bis rum Nachm itag vorher obnejede Verdindlichtzeit. Sreit fir 1 mm hdde für nzeigen v 34 mm Breite örtlich 55 Pf. au»®ärts 65 Pf..- für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 250PI Bei Platz. Vorschrift 20 Huf chlag. Haupischriftleiter .lug. i^oetz Verantwortlich für Postiik. 31 ug. Doetz; für den übrigen Teil: flarl Walther : für den Lnzeigenteü. yan» deck, sämtlich in D'ehen. Dürnberg. 3. Lov. (WTB.) 2luf QI l em i e b utschen 6 r a r fa r f ntaa i* c re Aelh. interessanter Fragen aus dem Debi:e des Sparkasfe-iwrsens b?bandelt worden. Dargennei- fier ® b c r l c - Dresden rtf-rimte über die Sparkassen und Bank'n und hob besonders hervor, dast bie Sparkassen baS Denengewicht zu der immer tote ter um sich greifenden Zentralisation der Bankm bildeten. LeteerungSrat Ott» Dunzlau führte au«, dast die Lachfrage nach zweiten Hypotheken mit der bald zu erwartenden Wiederbelebung der Bautätigkeit eine erhebliche St-igerung rrfabren werde, wo'ür bie Svarkallen beizeiten rüsten müstten. Präsibent ®ebcimcal Kleiner-Berlin sfr ach über bie Aufgaben ter Sparkallen zur Pflege bes Kommunal- und StaatSkreditS. Sparkallendirekwr Bel-Köln gab einen Ueberblid über bie Gesetzgebung der Sparkassen und forderte eine engere Fühlungnahme bcr Sparkallen mit den Parlamenten sowie eine gröstere Bewegungsfreiheit. In einer einstimmig gefaxten Gntschliestung wurde auf die Hemnnrngen hingewiesen, die du-ch die Steuer- retetrebung bmt Cra-toefen bereitet Verden und Abhckfe gefordert wird. Deutschlands Verluste in Oberschlesien. Die Berkuste. tHe Deutschland durch die Will- rtrr der Entente in Oderschlesien erleidet, lallen sich allmävllch zadlenmästig genauer erfasseir Don ber Bevölkerung de« gesamten Adstim- muna«gebiete«. die nach den Angaben bc« öta- tf st Ischen Lc'.chSamte« rund 1 950 003 Si wohner betrug werden rund 965 000 Einwohner den Polen überantwortet. Da« find rund 49 t> H welch rück'tchtßloser Weise «ich ber Spruch bcr Entente über ba« Adst immuna«ergebni« hinweg- fetzt, gebt bacau« hervor, dast in den jetzt ab- iutretenden Gebieten neben 281 192 polni chen Stimmen Nicht weniger al! 220 953 deutsche Stimmen abgegeben toorbm sind. Also nur um den Pclen bie wertvollsten Telle Oberscheslen« zu verschallen, werben fast ebenfo^ide gefirmte tote polnisch Def innte dem polnischen Leiche ^"^Don^der gesamten Dodenfläche b-n« 2b- stimmung«gebieteS. die 1 093 eid)a|itftelie 51. «nichrstl für Drohtnach. richten; Anzeiger ckiehe». peßfchecktsnto: SraiMert a. m. 11686. -Berlin, 3. Lov. (Wolff.) Don zustän- ! dlg-rLi.- wird mitflttdU: Der WM nettSfeite ocrblnbcrt bie DLrfaffung. Berfasfungs- LeichSbankpräf identen in Londoit gemäh kann der Minllterpräfident keinen Mintster bezweckte attsschliehlich die Erörterung bank- zum Lücktritt anhalten. Im Leich steht über bicfen i^ckwischer, den Geschäftsverkehr der Reiche- Dingen noch der Leichspräsident. _ Hank mit der Dank von England betreffender 3. Zu dieser Sachlage kam noch ein Person- ^gen. Mit Anleihe-oder Kreditverhandlun- Höbet Umstand; Ich bin im Avrll bei der end- ftant) cr überhaupt nicht im Zusammrn- aül-igcmWahl zum ^wisterprasb-ntenge die h insbesondere hat der ReichSbankprasi- &0,la^Dtraiie g^tnlblt »orber, un» bdt auch mit dem Hau,« DochlckM Iclncrlcl berartlg« TerMnMungen ttaflefeltet ober g°. Einbeziehung der Sozialdemokratie eine Legierung führt. bilden, die al« alte Koalition angesprochen werden --------- konnte. Für diesen Umstand sollten aud) bie Äretjc «« hom HpifhemlrtfcbQftsrttt. ber Deutsch-Demokratischen Partei Derstandnts UUS OCHl JteiO)5Um:L|u;uf zeigen, die jetzt in Zuschriften an die Presse an Berlin, 3. Lov. In der heutigen Litz- meinem Der halten Herumzumakeln suchen. ung ReichSWirtschaftSrateS Berlin, 3. Lov Die Fraktionen de« zunächst die DermögenSsteuer- Preußischen Landtag« berictrr> heutevor- ß f (a ln zweiter Lesung angenommen mit genommen werden sollen. Eine Entschuestung Erster Blatt 17b Jahrgang Srettag, 4- November 1921 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen dem Standpunkt, zur Zeit könne eine Koabtion mit ber Deutschen Bollspartei nicht in Frage kom- Dagegen feien sie für bie sogenannte alte I genommen werden fouen. ^ne Koalition aus Zentrum. Demokraten unb Sozial- hex Derbrauchergruppe, von der Rctchsregte- bcmDtralen, die evtl, später durch den Eintritt der rung schleunigste Maßnahmen zu verlangen, Teutschen BolkSpartei, ber zwei Sire tm Kabinett um ßer sprunghaften Preissteigerung, inobe- freigehalten werden sollen, verbreitert werden Andere der ungerechten Preistreiberei und der könne. Die Demokraten erklärten lltch zunehmenden Verkäufe an daS Ausland, ent- wurde na* ‘Sg? Sitbuna rin^gror:n Äoalition mll ebcnfalt» angenommen Einschluß der Deut'chm To k Partei. Dte Frak- Hierauf nahm daS Haus noch den Bericht tion der Deutschen Bclkspartei sprach sich gleich- Ausschusses über die Erfassung der Sachfalls für eine Koalition auf breiter Grundlage entgegen, der die Luyanwendung der au8. Sachwerte für die Erledigung unserer Lepa- Berlin 3. Lov ^?nn^n^Bol?s- rationspflichten nur auf dem Wege der hei- Da rlt°e i b f^oV mtt ten anderen bürgerlichen willigen Kredithilfe für möglich hält zu wel- Fraktionen M Preußischen Landtage« to gen i^er chem Zwecke die deutschen Erwerbsstande zu Haltung der bürgerliche Pa tteen in Irr Frage einer KreNtgemeinschafl zusammengcschlossen der preustischen Te-'imngeMTdung Füllung zu werden sollen. nehmen. Die preustifche Landtagsfraktion per Hie Sitzung über diesen AuSschußbericht ^1'4fu^nnaM>TwrU2eiiunnto6^ m,uÄ>uiBe aas Sreitag hormtüag vertag. Staatsgesckä t? ein Sozialdemokrat berufen we.be. Die Fraktionen der U S P. und der KPD. bc« Preußischen Landtage- veröffentlichen zur Tegi?rung8frife in Trmf-en Gif ärungen. in denen He sich für die Bildung einer rein sozialistischen Legierung oussprcchen. Sowohl die Unabhängigen aT« auch die Kommunisten stellen eine Leide von Ford runden auf unb d e komm i- nistifche Fraktion fragt die SPD und die ULP.. ob sie bereit seien, unter den von ihnen angegebenen Bedingungen die Legierung in Preuhen zu bilden, die sie harlamertonfcb unb austerparla- betragenden ; mentarisch unterstützen würden. 1. Sin Berliner Blatt schrieb dieser Tage: „Das Kab-.n-tt S egerwa d ist zur ckgrtr.'ten, weil es seine innervvlitisch: Aafgade (Schafsung einer breiten Koalition) necht gelöst hat.'' Damit ist nicht bcr Kern bcr preuhischrn Legierungskrife getrogen. Der L icktr tt bcr pr-ustischrn Leaierung ist vielmehr und letzten Snbe« nicht auf Borgästge in Preu he n. sondern auf solch: im L.'ich: zurückzuführen. In Preusten war eine grohe Koalition schon seit vier Wochen mög'.ich Mit ihrer Ber- wirklichung wurde zuruckgeb atzen, um durch Preuhen gleichzeitig auch für da« Lerch eine Gesundung ber parlamentarisch-polüllchen D?r- hältnille herbeizufahren. In Preutzen waren die Srtcien die in bie LegierungSkoalmon ein- ogen werden sollten, b.e Lehmenben iAntell- men an ber Verwaltung das grofjt?n ßandrt), fleuern' und nun find cs wieder Borgänge tm zugute kommen muhten o^e ,nu.f an ben Brief ber Leichstags-I Lte besonderen Interessen emzelner Lander. AuS twrtqen englischen Ätitanjlonscrn fiegt een Q&igcbot vor, daS sich auf 25 Milliarden Pa- ptermarf beläuft. Die Vos der (Entente bedrohte« deutschen Werke. Berlin, 4. Nov. < Pr'ivatteleqr.) Wie die Morgenblätter berichten, hat die sozialdemokratische Reichstagsfraktion eine Inter- Vellattvn eingebracht, in der gefragt wird, was die Reichsregierung bisher getan und was sie weiter zu tun gedenke, um den Forderungen der Entente nach Zerstörung der Deutschen Werke zu begegnen. Die Interpellation dürfte im Laufe der nächsten Woche zur Beratung kommen. 3m Reichswirtschaftsrat wird heute die Angelegenheit der deutschen Werke zur Besprechung gelangen. Berlin. 4. Rov. Die Arbeiterschaft der Deutschen Werke in Spandau nahm gestern in zwei großen Der- sannnlungen zu den ZerstörungSforderungen der Entente Stellung. ES wurde mitgeteilt, daß voraussichtlich in den nächsten Taaen eine Arbeiterkommission bei dem General Rollet vorsprechen wird, um ihm über die Wahrheit und die Forderungen der Arbeiter zu berichten. Sollten die Verhandlungen ohne Erfolg sein, dann lehnten die Arbeiter es ab, irgendwie an der Zerstörung der Werke mitzuarbeiten. Keine Schraube solle von einer Maschine entfernt werden, kein Stein wea.ge- bracht, kein Hammer für die Entente berührt werden. Sollten Arbeiter nach Spandau kommen, um für die Entente die Arbeit zu leisten, wolle man ihnen gründlich heimleuchten. Alle Arbeiter Deutschlands mühten in dieser Angelegenheit solidarisch sein. Die Anterstühnug von Rentenempfängern. Berlin, 3. Rov. (WTB.) Der Reichs- ra t nahm in ofkn'Iidrr Sitzung unter dem Vorsitz deS Rcftchsministers des Innern Dr. Köster den CMebcriinirf über ti? Rots andsmahnahmen zur Antrrstützung von Rentenempfängern au3 der Invalid-eiversicherung nach den Tc ch'üstcn des Ausschusses mit der Aenderung an, bah auf Antrag Preußens beschlossen wurde, 10 Prozent der Kosten den Gemeinden und 90 Prozent dem Reiche aufzuerlegen. DaS Att»ntat auf Auer Berlin, 4. Rov. Wie aus München gemeldet wird, hat der bayerische LandtagSab- gcordnete Auer eine Anzahl weiterer D r v h- triefe erhalten. 3n einem der Briefe heißt es, daß Auer Weihnachten nicht mehr erleben werde. Gegen den früheren Einwvhner- wehrführer Kanzler ist ein Ermittelungsverfahren wegen Aufforderung zum Morde eingeleitet worden. Aus Stabt und Land. Dietzen, den 4. Rov. 1921. •* Amtliche Personalnachrichten. Am 31. Oktober wurde der Oberassistent Karl Hirsch zu Darmstadt zum Sekretär bei der Bibliothek der Zentralstelle für die Gewerbe mit Wirkung vom 16. April 1921 an ernannt. ** Invalidenversicherung und Heilverfahren. Die La desve'sichrrurgs- anstalt Helsen schreibt und: Vom 1. Oktober 1921 an sind die Beiträge zur Invaliden- und Hinter- bliebenenver sichern ng erheblich erhöbt worden. Sie betragen von diesem Tage ab wöchentlich zwischen 3.50 und 12 03 Mark, gegen bisher 183 biÄ 2,80 Mark. Diese wesentliche Verteuerung ber Beiträge können manchen freiwillig Versicherten veranlassen, nicht mehr, wie er es bisher flewn fjat, für jede Woche eine Beitragsmarke zu kaufen und sie in die Quittung starte einzukleben. fonbern künftig nur das Mindestmatz an Beiträgen zu leisten, was das Gesetz zur Erhaltung der Anwarlschaft verlangt. Run genügen allerdings 20 Wochrnbftt'äge, die innerhalb zweier Jahre, vom AuLsttllu-gZtage der Quit- tungskarte an gerechnet, entrich et werben, zur Erhaltung der Anwartschaft auf die gesetzlichen Leistungen ber Invaliden- und Hinterbliebenenversicherung. Die gesetzt chen L istunge.i bestehen in Gewährung von Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenrenten. Ra- lürlich sind diese Renten, wenn alle 2 Jahre nur 20 Beitragsmarken verwendet werden, niedriger, als wenn für iede Woche eine Beitragsmarke gellebt würde. Die Höhe der Rente richtet sich neben der Höhe der Beiträge hauptsächlich nach der Anzahl ber W^chenbeiträge. die geklebt wurden. Wer nur das Mindestmaß an Beiträgen leistet, hat aber keinen Anspruch auf die freiwilligen Leistungen der Landesversicherungsanstalt. insbesondere nicht auf daS vorbeugende Heilverfahren. DaS Heilverfahren Mir Mwendung drohender, oder zur Beseitigung bereits bestehender 5ntxUtDrtat t't aber mindestens ebenso wertvoll, wie die Rente. Für bte jüngeren Versicherten, die das Leben noch vor sich haben, ist die Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit, resp. Arbeitsfähigkeit sicherlich von größtem Ruhen, wie ber Bezug einer Rente. Die Landes- ve ft ich: ru i'^sanst allen, die das Heilverfahren im Interrs e ter Ce und^rhallung ihrer Ver icherten schon von jeher gepflegt und dadurch Hundert - tausenden EeiunbheU und Arbeitsfähigkeit erhalten oder wiebergegeben haben, können unter den heutigen Verhältnissen, die eine ungeheuere Steigerung ber Kosten mit sich gebracht haben, ihre Ausgaben auf dem Gebiete des Heiwerfah- iens nur bann erfüllen, wenn ihnen Beiträge in entspreche'.der Höhe zufll.ßen. Kostet doch heute die Durch, ührung ei es einzelnen Heilv:r,'ahre.is mehrere taufend Mark. Die Landesversicherung bringt deshalb ihren schon vor Jahren gefaßten Beschluß, caö sie das Heilverfahren nur für die Versicherten übernimmt, die jährlich mindestens 30 Wochenbeiträge geleistet haben, erneut zur Ketmtnis der bei ihr Versicherten. Dieser Beschluß ist besonders wichtig für die Personen, .bte als unflä big D.schä.tig e cder alZ freitoiCij Versicherte nicht regelmäßig B^it.äae entrichten. Im Interesse dieser Personen wird deshalb dringend ersucht, der Versicherung größte Aufmerksamkeit zu schenken und wenn es die Verhältnisse nur irgend gestatten, möglichst jede Woche eine Marke zur Invaliden- und Hinterbliebenenver- sicherung zu verwenden. Sie schützen sich dadurch am besten und sia.e sten vor späteren Anannehm- lichkeitm und Ablehnungen. **WinterkleidungfürMinder- bemittelte. Die Firma Karl Frensdorf in Gießen hat der Stadtverwaltung 50 Herren- Winter-A st:r zur Verteilung an die minderbemittelte Bevölkerung und Kriegsbeschädigte kostenlos zur Verfügung gestellt. Mit Rücksicht auf die in der Bevölkerung herrschende große Kleidernot ist diese Gabe ganz besonders dankenswert. *• Falsche Hundertmarkscheine. Wie aus Fran s rt gemeldet wirb, sinh dort falsche Hundertmarkscheine mit dem Datum vom 1. Rotz ember 1920 ausgetaucht, die sich insbefVndere durch Fehlen dec Faserstre'f n kennzeichnet». Vorsicht beim Einwechseln ist geboten. ** Dorsicht beim Baumfällen. Von zuständiger Seite wird uns geschrieben: In der Zeit des Baumfällens werden an den Straßen und in den Ortschaften die Reichs-Telegravhen- und Fernsprech'e.tungen durch umstür^ende Bäume oder durch herabfallendc Aeste häufig beschädigt, weil die Personen, denen das Vaumsäl'en obliegt, in der Regel die zur Sicherung der Telegraphenanlagen gegen Beschädigungen erforderlichen Vorkehrungen überhaupt nichr oder in ungenügendem Maße treffen und es unterlassen, von den bevorstehenden Arbeiten der nächsten Postanstalt rechtzeitig Mitteilung zu machen. Da auch fahrlässige Beschädigungen ber Telegraphenanlagen im 5 3 8 des Reichs-Strafgesetzbuches mit Strafe bedroht sind, wirb ben Daumbesitzern empfohlen, bie nächste Postanstalt von ber bevorstehenden Daum- fällung so zeitig zu benachrichtigen, bah bie Entsendung eines Beamten zur Sicherung ber Leitungen veranlaßt werben kann. Daburch erspart sich der Daumbesiher Angnn eh mlich'eiten. alle Kosten für die Sicherung dec Telegraphenleitungen trägt außerdem in diesem Falle die Tetegraphenper- waltung. ** Der Gießener Eisverein hiell am Montag eine Sitzung ab. 3m Hinblick auf bie ungünstigen finan ie len Verhältnisse bes Vereins unb bie außerorbentlich gestiegenen Kosten und Löhne sah sich ber Vorstand genötigt, die Mitgliedsbeiträge nicht unerheblich zu erhöhen, und zwar wurden festgesetzt: Eintrittsgeld auf 3Mk, Mitglicbsbftlrag auf 15 ML. Deila ten auf 2 Mk. (die erste frei) Tageskarten auf 3 Mk. (für Kinder unter 12 Jahren 1 Mk.), Kunstlauf- (arten auf 3ML Ohne tiefe Echo ung wäre das Fortbestehen des Vereins gefährdet. Bornolizeu- — TageSkalender für Freitag: Stadtthcater. 61/? Ahr: „Die Postmeisterin". — Zohanneskirche, 8 Ahr: EvangeliiationS- vortrag. — Hotel Einhorn, 81 4 Ahr: Vortrag der Deutfchnationalen Volkspartei. — Hotel Grvhherzog, ab heute bis 14. November, 9 Ahr vorm. bis 5 Ahr nachm.: Gemäldeausstellung. — Die Gemäldeausstellung „Deutsche Kunst" (Werke der Malerei, Plastik und Graphik Münchener, Pfälzer und hessischer Künstler) wird heute nachmittag im Saale des Hotels Grvßherzoa von Hessen eröffnet. -Dichter-Abend: Paul Ernst. Die Literarische Gesellsch ft bittet uns, nochmals auf den am Sonntagabend in ber Reuen Aula statt- finbenben Dichter-Abend aufmcrlfim zu machen. Es sei bringenb zu wünschen, bah ber Gesellschaft ein voller Saal beschieben ist Denn bie Gesellschaft muß. ben Zeitverhältnisfen Rechnung tragend, für ihre Darbietungen eine weit größere Summe ausbringen, als es bisher der Fall ge- w.scn ist. Ihr Weiterbestehen ist aber nur bann möglich, wenn alle Kreise das kleine Opfer bringen, durch ihren Besuch und Beitritt die Gesellschaft lebensfähig zu erhalten. Rur bann kann sie ihr Programm, das sie für den Winter aufge-'teUl bat. durchführen. Ist es ihr doch gelungen, eine Leihe l hervorragender Schriftsteller unb Dichter nach i Gi hen zu gewinnen. Will Delper. Paul Keller. W.lh.lm ton Scholz. B.austwll er. Fcr e. i'l c.ne Dante - Gcdächtnr.f'ier unb ein Gastivie. Mainzer Stadttheaters vorgesehen. ,S. Aa-,cizc.) — Wie wlr bereits mittellen tonnten, findet morgen ade rd 8 Ahr im Saale hes Hotels Einhorn ein Wohltätigkeitskonzert zu Dunsten derRotleidenden von Oppau statt, wobei Kammersänger Lieder, der gefeiertfte Loewe-Ir.tecprel, die schönsten Perlen des Loewc- schen BalladenlchatzeS zu Gehör bringt. Die gesamte Einnahme abxücl. der geringen An losten für Saalmiete usw. flieht den Rolleidenden von Oppau zu. — Wahlversammlung. In der am nächsten Montag. Z. Rovember, abends 8l t Ahr. im Katholischen Vereinshaus staUftndenden öffentlichen Versammlung der Deutsch-Demokratischen Partei wird Finanzminister Henrich über die Bedeutung der Landtagswahlen am 2Z. Rovember sprech:n unb im Zusammenhang damit auch bic ReichSpolirik behandeln. Das zweite Referqt .Die Frau in der Politik" hat Frau Martha Dönhoff übernommen. — Das Lanbst - Inf. - Batl. Dietzen (XVin, 9) hält am lo nmenden Sonntag hier eine Zusammenkunft ab. Vrrm t ags findet aut b;m Reuen Friedhof eine Gedächtnifteier. nachmittags eine Veriammlung auf ber LiehigShöhe statt. Rä- heres siehe im Anzeigenteil. Wettervoraussage für Samstag: Wollig, strichweise Regen, kühl. Rordwcst- Winde. — Aebec G ohbritannien hat sich ein Tiefdruckgebiet entwickelt unb zieht langsam ostwärts. Morgen liegen wir auf feiner Rückseite unb haben mit wolkigem, regnerischen Wetter zu rechnen. Landkreis (Yictzcn. • Lonbvrf, 3. Rov. De'ern abend sprach hier im Bönge eschen Saale Lehrer Hui aus Gießen in einer demokratischen Wähler- Versammlung als erster Redner zur diesjährigen Landtagswahl. Der Redner gab einen Ae'oerblick über die Arbeiten des verflossenen Landtages. Seine Ausführungen fanden in der Versammlung lebhaften B.ifall. Bei (Srcfrnung ber Aussprache meldete sich kein Gegenrebner zum Wort. x Wieseck, 2. Rov. Die Liga zum Schuhe der beutschen Kultur eröffnete mit einem Vortrag des früheren Sowjetbeamten E r t e [ • Berlin über die Hungersnot in Rußland ihre Winter arbeit in unserer Gemeinde. Als Leiter der hiesigen Ortsgruppe konnte Pfarrer Sattler nur einen kleinen Hörerkels begrüben mit einem Hinweis auf die Arbeit und Ziele der Liga. Gespannte Aufmerksamkeit folgte den anschaulichen Aussühru gen des Vortragenden, tie Herr Wendel- Gießen nych vom volkswirtschaftlichen S andpunkt aus ergänze Ein Redner, dec der ASP. angehorte, machte ben Krieg unb bie russische Ankultur sür bie Hungersnot verantwortlich: in weitxn Kreisen Däitschlanbs sei Hungersnot ohne Bolschewismus. 3m Schlußwort wiberlegte ihn der Referent mit dem B ich eines seiner Genossen. Kreis Büdingen, kl. Hirzenhain, 3. Rrv- Der Zweig- Verein HirzenhaindesD. H. C kann demnächst auf fein 40jähriges Bestehen zurückblicken. Ec beabsichtigt daher am Samstag, den 12. Rov.. abends 8 Ahr. in der Kantine Der Eisenwerke eine diesbezügliche Feier zu veranstalten, bei der auch Kapc'lm.istc - QL Hermann von O.te b rg feine Mitwirkung z.uacfagt hat. Außerdem wird der Abend au g füf:t mit civnt Theat rstück: ..Heitere Bilder aus dem oberhessischen Gemeindrleben". sowie mit humoristischen Vorträgen. Ferner sinh vorgesehen einige Reigen sowie Gcsangsvortcäge. Von den Drüabrrn bes Vereins finb hier noch wohnhaft Lehrer-Bürgermcister Hensel sowie Gastwirt G. L a n b m a n n. Auch die Zweigvereine ber Umgegend sind zu der Feier etnac- laden. Kreis Lauterbach. sb. Aus dem Vogelsberg. 1. Rop. 3n Hochwaldhausen wird nächstes Jahr eine rege Bautätigkeit emsetzen. Mehrere Kriegsbeschädigte von auswärts, die vorläuft z zur Miete in 3lves- hausen wchnen. find die Bauherren Die Bauplätze hat ihnen Herr Berlit von K is'el. der Gründer von Hochwaldhausen, unentgeltlich überlassen. Kreis Friedberg. bz. Rieder-Rvsbach, 2. Rvv. Gestern verunglückte der Landwirt An ton Seibel infolge Durchgehens feiner beiden Pferde so schwer, datz er nach dem Friedberger Bürgerhospital gebracht werben mutzte. Außer fönst gen Verlehun en hat er sich einen schweren Beinhruch zugezogen. Starkenburg und Rheinhesse». o. O s f e n b a ch. 2. Rov. 3a der Leberwaren- fabril JM>n Eebr. Strauß cntiiar.bc.i zwilchen dem Werkführer und dem Ta.lebeobmann Drf'-renzcn. die deranlah:cn. am Montag ohne Anrufung b.r tariflichen Schlich- tungäir.fian’c.i bie Arbeit niederzulegen Die Arbeiter wollen nicht eher in ben Betrieb zurückkchceri. bis der Weat^hrer entlaßen ist. Dieser wilde Streif hat, da es siw nur um etwa 10 Arbeiter handelt, na.ürlich auf die 2k- teftslagc in der Offenbacher Lederindustrie »einen Einfluß. m. Rüsselsheim, 2. Rod. Rach einem Beschlüsse des Gemeinderats sollen ?air Vermeidung von unlauteren Preistreibereien bei der Reuverpachtung ber Gemeindegrundstücke, die demnächst zur Verpachtung gelangenden Gemcindcgrundstücke unter Zestset- ’.ung eines normalen PachtyreiseS öffentlich verlost werden. Zur Verlosung werden dieöaul auch Landbewerber zügela' cn, di. bisher noch nicht im Besitze uud Trutzitießung von Acker- und Pachtland gewesen find. d Mainz. 2. Rov. Die R h e i n s ch i f s - fahrt ist durch den verlchlechker ea W-asserstand teilweise brach gelegt. Es bilden sich überall Sandbänke, die durch den aufgeliekac.i Level die Sicherheit ber Schiffe ccfäbrbcn. Dar Argeboi in Schleppkraft ist erheblich »urüdeeg ingen. Das Angebot in Leerraum ist über Bebarf groß. Die Talschi pplöhne find in kurzer Zelt von 333 auf 400 unb jetzt auf 600 dis 650 Pcozeni über Normaltarif in die Höhe gegangen. w. Worms. 2 Ro v Tödlicher Anfall. 3n ber Heyl schen Fabeck Speyecdom verunglückte bei Beginn ber Arbeit ber 14i't Jahre alte Fe-brikarbeiter Hotis Deich Der junge Menfch stand auf der stillsteber.ben Ausreckmasch ine. um bas Getriebe zu ö:cn. 22äd- renb befkn ließ ein gleichzeitig mit ber Fütztung ber Maschine betrauter Mitarbeiter den Motor anlaufen, wodurch die Walzen, auf deren De'.chei- mann stand, in Bewegung tarnen, was zur Folge hatte, baß er umftel und unglücklich rweifr mit dem Kopf zwischen die beiden Walken geriet. Mit zercfuctschtcm Kopf fiel er bann tot b tob. Da Zahrläfsjgkeit seitens deS Führers corzu- liegen scheint, wurde sofort eingehende Unter- fuchung ctngelcltcL Kreis Wetzlar. w. Hömshe i ni. 2. 0Iov. Aus Anregung von Dr. Koch unb Bürgermeister Schneider wurde hn Anfang dieses IahreS in unserem Ort in« Schwei nczuchtstation des te cbelten Land- schweins für die Rh:i.p.ovin; er bezogen 19 Mutterschweine und einen Eher von einer anerkannten Zuchtstation der Rh inprvvin^, allerbestes Zuchtmaterial. Vorige Woche wurden die Tiere von Oeloncnücrat Delinger und Dr. Koch besichtigt und in das Stammbuch eingetragen. Die Herren sprachen sich 'e5r anevfen- nend über daS vorzügliche Zuchtmaierial ouS. Hcüeu-Raüau. mc Frankfurt a. M., 3. Rvv. Auf bei Taunushöhen find in ber 2lacht vom Mitt» woch zum Donnerstag erneute Schneefälle emgetreten, bie sogar sehr stark gewesen si id. Auch die Rhön unb der Schwarzwald nicken Neuschnee. Es scheint also doch mit dem frühen Win ter Ernst zu werden. g. Frankfurt a. M., 3. Rov Gestern nachmittag um 4 Ahr wurde ber ermordete FuhrmannRik in Enkheim auf dem dortigen Friedhof beerdigt. An ber Trau.r.Her rahm ein gro.er Teil der Einwohnerlchast teil. Pfarrer Kaiser wies in feiner Grabrede auf bas scheußliche Verbrechen hin, dem ein braver arbeit au.ee Mann zum Opfer gefallen fei. Er sprach bic Hoffnung aus. bat bet Täter feiner gerechten Strafe nicht entgehe. An bcm Grabe wu ben ^aßlrc.che Kränz« nicbergelegt. — 3n ber Anterfuchuna lind dis jetzt neue Momente nicßt zutage getre cn. Die Cinwohrerichaft von E^.theim »üh t l bjaflc Klage über bie A. s.cherhell, die in bca letzten Tagrii in ber Amg dang des O.t . herrscht Seit der Mordtat find ber its v riftiebentlich Personen aus bcm Wege nach En.h^im angehalten worben. spd. Frankfurt a. M.. 3. Rov. TdK wir hören, wirb auch für ben Stablbnirt Groß- Frankfurt ebi gener.lle; Verbot des Karnevals und tar evalifti cher Au fü tu g n tixliy rend ber fommenden Kar. eriakze t cr.af en. m. Biebrich, 3. Rvv. Ein umfangreicher Brand brach tu der letzten Rocht kurz vor 2 Ahr auf ungef ä ti Weft. im Pap'erläget der 3emcntfabrit Dycker hoff & Widmann auä. Das Feuer fand in den '^apiervorrutea reiche Rahrung und griff so sch e.l um sich, daß der Bau in kürzet Zeit eingoischert war. Rur dem raschen encn:gischen Eingreifen bet Freiwilligen Feuerwehr Biebrich unb einiger Fabrik- wehren ist eS zu txrdanfcn. baß das Feuer au’ feinen Herd beschränkt blieb. g. Wiesbaden. 3. Rvv Rach einer Statistik des Be t hrsbureaus wu den in Wiesbaden in ber Zeit vom 1. Iarwar bis 31. Oliotxrr ki i,s IabreS 113 008 Fremde gezählt und zwar 39636 Kurgäste und 93322 Passanten. Frankfurter Uraufführung. Ludwig Berger: „Griseldis". Frankfurt, 3. Rov. 1921. Dem mittelalterlichen, von Boccaccio in die Weltlilera'ur cingeftchrien. Sag-nftoff der ,,©ri- feldU“ hat der jüngste Bearbeiter Ludwig Berger eine neue, psychologisch vertiesende Wendung gegeben. Verschiedene Mott', e. die im Zeit- * unbedinnien grenzenlosen Herrenrechrs des Mann S rerstä.idlich fein mochten, f nd falfcn- aclaneu: nicht mehr, um die Treue und Ergebung seiner Gemahlin in harten Proben zu prüfen quält und verstößt ber Herzog D iselbis. fonbern JretoüUg verlaf t diese bas Herzegsschloß, weil fte sich — ein moderner Zug - ihrem Manne innerlich fern suhlt unb bei dem Verlust des Kindes seine Hilfe schmerzlich entbehrt. Die vor nicht- zu ücklattenbe Ei e such, des Herzogs die ihn an bic Eitern der Griseldis und ben neugeborenen Sohn, ja sogar an das Heimatstal feiner Gemahlin nur mit Mißgunst und Reid denken läßt, wird erst in langer Trennung und ganz allmählich geheilt. Durch ihr bei den Mönchen aufgAvachse'eS Si .b Fftrian kommen Mann und Frau wieder zusammen, und die wilde Liebe der Griseldis, ihre herrliche Mütlerlichkell für Sohu und Gatten löst den Konflikt zu reiner Harmonie Diese innere Entwicklung hat Ludwig Berger bt seinem oicraltigen Vvlksstuck „Griseldis geschildert ES ist ganz gewiß mehr ein auf bic Bühne gebrachter Ehrvnikausschnitt als ein nach den Regeln der Technik zusammengefügtes Drama, es gebt in diesen 21 Bllbern äußerst grablinig — unb ohne jede Gegenaktion — vor. And trotz- bem sei bem De snsfer fein Werk gedankt. Er bat den naiv volkstümlichen Ton einer primitiven Zeitform recht glücklich getroffen, unb seine Knüttelverse haben Klang unb. Wobllaut. Auch Humor steht ihm zu Gebote, unb bei ber liebenswürdigen Belebtheit, die viele Szenen erfüllt, sieht man gern über einige Sentimentalitäten und Anwahrscheinlichkelten hinweg. Doch wären, besonders im 2. Teil, wo bie Versöhnung ber beiben Gatten gar zu träg — unb doch von jedem Hörer lange vorher erkannt — sortfchreitet, entschiedene Kürzungen anzuraten. Der Dichter selbst, sonst Regisseur am Berliner Stadtttzeater, war l.irem Werk ber belle Degeberciter, unb bas Frankfurter Schauspielhaus ging auf seine künstlerischen Ab ächten in feinfühligster Weise ein. Die Aufiührung wirtte in prachtvoller GeschloNcnheit. Gerda Müller, deren Griseldis von hohem S eien adel getragen war, und die In schlichtesten Tönen bis Hohelied bes reinen Weibtums erklingen ließ, gab eine ihrer schönsten, bcm Gedächtnis verbleibenden Leistungen, und neben ihr rang der Herzog, von ®arl Ebert mit voller Kunst gespielt, aus ben Tiefen seines Zweifels um Licht unb Liebe Auch der prächtige Adl von TUerunder Eng lS, ber Vater Elaus Rodert Taudcs. ein Pdlloioph deS guten Herzens, unb bie köstlich: Eharatterlype ber Frau Hartmann als Renata seien mit aller Anerkennung genannt. Eindrucksvolle Bühn ndUd.l stammten von Max Beffeckcr. — Die Aufnahme bes Publikums äußerte sich zuletzt in starkem Beifall für bie Darsteller und vielen Hervorrufen bes Dichters. Dr. G e o r g S ch o t t. — Die getrocknete Bibliothek. Der berühmte Ehinakenner Di'. G. E. Morrison hatte während fcänes langjährigen Aufenthalte- im Reich der Mftte die vollständigste Sammlung von Ehinalitcratur zusammenoebracht, die c- bisher gegeben. Diese Bibliothek, die auch viele seltene Handschriften enthielt, wurde nach Morrilon- Tode von den Mitsuis. den japanischen RotschlldS. angekauft. die für diese Bücher schätze eine eigene Bit liothek erbauen unb sie?um Mittelpunkt elnc- 3nstituts für orientallschr Forschung machen wollen. Bevor dieser Plan aber ausgeführt werden konnte, bat bie einzigartige Bücherfammlung ein ungewöhnliches Schicksal gehabt Die kostbaren Bände wurden glücklich ?u Schiff von Peking nach einem japanischen Hafen gebracht und lagerten dort in zahlreichen Kisten in einem Speicher Anglückliche.weise kam kl ylich ehe Aeber’chwem- murg, die den Speicher überflut te unb die ganze Bibliothek mit Sectoafler burchirantte. 3m Abendlande toä-.be man wohl daraufhin diele kostbaren Schätze für verloren angesehen haben. Aber bie MtisuiS gaben die Bücher nicht auf, sondern sie ließen alles an Löschblättern zusammenhringen. waS in Japan aufoutreiben war, und beschäftigten viele Taufende von Händen so lange, bis jede be-1 schädigte Buchfeit« mU einem Löschblatt bedeckt war. Dann wurde der ganze Syifcnfdi mit ben | kostbaren Büchern belegt, die nun mit größter Sorgfall in der Sonne getrocknet wurden. So wurde die Bibliothek gerettet, wenn sie auch freilich chre alte Pracht nicht toicbererlangt hat. — Sin Meister der Spitzenkunst. Der bedeutendste Lehrer unb Anreger auf dem Gebiet der Tertilkunst, den Deutfchland besaß. Ist vor kurzem mit Albert Forkel babingc- qangen. Wie wir einem In ber .Kunstchrcmik" verösfenllichlen Nekrolog entnehmen, strebte er mit seiner ganzen Persönlichkeit nach dem Reuen unb Schöpferischen. daS an die Stelle der schlechten Arbeit de- 19 Jahrhundert- Icbmdlg d Handwerk und beseelte Maschinenkunst fetzen lcllte. Sein Hauptgebiet war die Spitze, und ffy: bie Veredelung der solange verachteten Ma chinenspltz« hatte er al» Direktor der Kunstfdule für IcitU- Inbuftrie in Plauen sowie als Qeiter ber Vogt- ländischen SticLer-Fach chule ScrDcrra;,e.'.b<5 geleistet. Bekannt wurde fein Rame zuerst durch die Brüsseler Ausstellung von 1910. Damals wurde da- Ausland auf ben Mann aufmerksam, ber bie MaschinenspiUe in so ebser Form barbot, bah ihr kein Makel oer mechanischen Hrrstelluna mehr anhaftete. Forkel bat als erster erkannt, bah bie maschinelle Herstellung die Soitze eben- sowenig zu schädigen braucht wie irgendein andere- Gewebe. Die Mängel der Maschlnenspitze sah er hauptsächlich in bcm geistlosen Qlacba^men der alten handgearbeiteten Spitzen, unb so schuf er denn neue Formen, bie die durch die Maschine bedingten besonderen Gebundenheiten berücksichtigt«' JLrücher Sedkf«r»«v. 31 ni L. TS. bcn TScrt der einzelnen CetQung oder die Ge- Veld B.ies Dell) Briet 2. Non. 3. Non. Druck eine gleiche Kurs Kurs Kurs Kurs erf 920, Selten L Dulüeaume 1195, ICO 80Pid.a Stiche. DereinSbonk 485, gezahlt: 2,30 Sinner Para-Likör SnSwim! 11606 A gewährt zielten Kr Kr- Fr. 1353. 893, 96), 810, >,02 181/20 22,93 61,10 L 11. 2.57 134 2.75 7,87 201,25 23,53 100 L Märkte. 2.10. 2,82 1,50 3,- 100 100 10U 100 1 100 100 100 100 100 Kr. r Kr. 18 .25 2.75 0225 1X14. 125 40 59.20 88 80 11780 88 80 117.80 97.80 125-40 23.80 H82, 1500, 970. 910, Schuckert-Werte. . . Adlerwcrte Daimler 4*. Hess. StaatSarU. Electron Griesyeim 9 5, 900, 779, 3. 11. 77,50 69.- 81.80 70 30 675,- 505. 695, 560, 521, 590, 530, 700, 590. b 2, 575. 500, Oie Seibcbnlhing r alten,feinen jCluali/af mad)f nach Jirfroftfrefm btt neuen (Steuersatz, folgende erhöhte 240 2422,- 712 855,75 900,50 898.- 810,- 789.75 750,- 65 50 68.50 1040,- 1101,- 200,75 23,47 31.10. 77 50 69 25 81 50 65 25 720 - 670.- 605,- 650,- 712 - 590 - 565 - 587 - 31. 10. 7?,'O 7t 25 84,75 68,- 785,- 718 - 40 50 60 Saturn: Amslerdam-Aotterd. Brüssel-Antwerpen. Lhristiania Kopenhagen Stockholm Helstngsors Italien London Leutz ort....... Paris Schweiz Spanten Wien (alteS) . . . . Deutfch-Oefterr.. . . Prag Budapest Buenos Aires . . . Bulgarien Konstantinopel . . . Vermischtes. Maxim Gorki in Berlin. Berlin, 3. Aov. Einer Blättermeldung Rufolge ist der russische Dichter Maxim Gorki gestern abend in Berlin ein» getroffen. Folgenschweres Du omobilunglück. Wien, 4. Aov. AuS Wieuer-Aeustadt wird gemeldet: Heute abend trafen vom Urlaub zurückkchrcnde RcichLLehrsoldaten hier ein. die durch ein 2a ft automobil nach Kirchschlag befördert werden sollten. Unterwegs stürzte dasAuto übereineBö- s ch u n g und begrub die Insassen unter sich. Bis setzt sind 1 3 T 01 e geborgen worden, darunter ein Generalstabsarzt. 6513,15 6556,55 6993, - 7007, - 1373,6013'6,40 -,- 2627,35 2632,85 28 '2,10 2867,00 3546 ‘ - 3,55 379 \2( 3803,80 4355/0 4364,40 4693,30 <7i 4 0 31 ,65 3.6,35 353,60 3 4,40 776,70 778,30 619^15 846,76 750,70 752,30 804,15 *06,75 191,55 191,95 204,79 2)5,21 1413/5 1416,45 1513,45 1516,55 3576,40 358' ,60 3796,20 3303,80 2577,40 2582^0 2747,25 2752,75 77,50 70,60 84,90 70,- 630,- 683,- 540,- 520,- 695,- 675,- 650,- 525,- 515,- 1265 - 1300 - Halde Tausend bereits überlbauen ist 3m Aa- men der Künstler sprach Prvseifor Adolf Setter- C'.cXt geradezu beäng igende Formen angenommen. 2ün wildesten und aufgeregtesten ging es, wie immer, am Hartl der uunoticrien Werte her. ®rü später lenkte daS Geschäft in normale Bah- 7,98 180,80 22,92 60,90 zeichnungen von L Martin wird befisch« ßanbltbaft“ von Lttheim und lingsmärchen- von Pfaff eine eefn reicherung unserer Sammlung bilden. Berlin, 3. Aov Börsen st immungS- bild Sa ter Berfall der deutschen Währung leider immer tpeitcr? Fortschritte macht, was m dem heutigen Soda dürfe von ungefähr 210 und einer entsprechenden Höherbewertung der anderen Devisen tum Ausdruck kommt, beeilte sich dir Börsenspekulation und ihre Gefolgschaft, ihre am Montag ahgegcber.e Ware ?urück-ulaufen. Die Stcigcronge-i am Devisenmarkt ballen bereits am Vormittag eingesetzt und erreichten ihren Hohr- 3'1.65 21.17 22.75 38.50 lk60 538.- 165 3.20 1050, 4'0, GaLsL» Älsikum (5aUm (Sold N2 40rot 50grün.60orange.SOqdb Cavalier ÖO Pf. Cabind M.125 Pt d.$t OirPrrisrrbobung ist fo nirbrig de» messen, dast sie nur einen Teil unserer Helbstnrehrkosten betPi Sie werden durch eintn wirklichen $xrnu% für kn Preisauff*lae w Venitzze * werde, andererseits den f i n a n< Börsenkurse. Frankfurt Berlin 1-Uhr- 1-Ubr- Schlub- Schlust- Wechsel auf Holland Deutschland .... Prag Paris London Italien....... Brüste!....... Budapest Aeuyork....... Agram....... Bukarest OLerhesfischer Kunfivereiu. Sonderausstellung des Berbandes bildender Künstler Hessens und der ^Bereinigung Darmstädter Künstler Diesten. 3. November 1921. Sie Ausstellung ist reich beschickt und zeigt Hm etweinen viel Bortre'ttiche» 3m ganten aber fpi^ell auch iie die mistlichr Lage der Kunst in unterer 3rl Un1er»r Kultur fehlt AichuZniaeben- des fast noch völNq Untere OefkentNchtell ist. jum Teil wie es scheint mit Absicht, toeik davon entfernt, über dir vhrteffrältiqtetten de» äußeren Leben« hinw-q auf der Brsis non Imponderabilien ®tmeinen 81 der oäne amtliche Prclsnvtieruug gebandelt Dio Marktpreise liegen um fo viel über den ö > preisen, als sie di« nicht unerheblichen GcMichts- Verluste, Spesen und Händlergewinn In sich schließen. Saturn: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen ... Stockholm . Wien.... London. . . Pari«. . . . Aeuyork . . St. 3L Kr. Kr. Kr Kr. Sh- Fr. ML 4. 1L Schweizer Frankes Marknotterungen. Für 100 deutsche Mark wurden 920.- 1070, 123 J.- 1350, auf Deutschland Ze i t unterlassen Saturn. 5®/, 2-tsch. KriegsanL 4V .Dtsch. Aeichsanl. 3"/<»Stfch. AeichSänL 4e,„ Preust. Konfol« Hamburg-Pakets.. . Aorddeutfcher Lloyd Eomm.u Privatbank Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Discontv-Gefellfchaft Dresdner Bank. . . Mitteid. Lreditbank. Aattonalbank f. D.. 185.- 0.2J 5.15 39.58 21 15 21.75 38 30 0.55 534- 1.60 3 751 vunkt während der amtlichen Kurssestse.7u.ng. wo infolge ter Materialknappbeit die Aachfrage ti-vh glatt bewilligter starker Erhöhungen nur teilweise befriedigt werden konnte. 3m öffehch- verkehr patte das wegen des Auckfchlages am Morttag anscheinend doch etwas stutzig gewordene Privatpub ilurn rerlchi tentlich Berkaufsaufträge für variable Werte erteilt. Daher bot die Börse, obwohl die llmwertungshausle wieder mit voller 530, 118), 1233, 115<, 1156 - 11 8,- 1200,- 1435,- 1549,50 960, - 1150,- 978,- 1490,- 900,- 9t0,- sollten. Wenn dies geschehe, und die finanziellen Aeparat.oie bestimm irgen heradgr- setzt und den Zahlung-Möglichkeiten angepattt würden, wenn dazu ein mästigeS Schuhivllsyst 'M der Bereinigten Staaten käme, so wäre damit schon sehr viel geschehen, um die BvrauSiehunget» einer Besserung der Wcchellu ^Verhältnisse wiederherzustellen. Simpson bo)ft. tab ter Kon- greb Dchiitte In dieser Richtung unternehmen ttxrte. Fall- jetoch etwa« derartige« nicht zustande komme, so fei der finanzielle Zusammenbruch Deutschlands voraus- z u ) e b e n. durch bcn die Legierung in die Hande von älnverantwortlichen fallen toürce; eine Möglichkeit, durch die Frankreich ernster bedroht n>ürbt als cs durch deutsche Heere janato bedroht werden könne. Tie japanische Abordnung in Washington. Washington, 3. Aov. sHava« ) Dis hauptsächlichsten Mitglieder der lapanifchen Llb- ordnung für die Llbrüstung-kvnferenz, darunter Admiral Kare, find m.t So.d.-rjug hier cln- fletroffen und wurden am Bahnhof van Staats- lilictäc Hugbes und Vertretern anderer amerikanischer Behörden empfangen Die japanische Abcrdnung ist nunmehr vollzählig. • Stockholm. 3. Aov. tWolff.j Ein furchtbarer Sturm hat in ganz Schweden schwere ÖAä’'cn angcrichtcl. 3n Aor.botten bat man fett Menscbengedenken nicht einen solchen Schneesturm erlebt. war ferne Mitteilung, datz der Qbcrhesfrfche | Koafr ernseGie, tetn ganz embertltches Blld. und Äunttbcrtm in der letzten Fett einer, groben Zu- erst später wurden die anfänglichen Abschläge roachs von Mitgliedern harte, so dast daS erste j be lwc-.ke wieder bereingrbrachL Tkü Geschäft bat schastllchen Interesse der Künstler erfreulich. 3n diesem Sinn« sind auch, abgesehen von anderem, die Berkänfe zu begrüben, die die Ausstellung bis jent zu verzeichnen hat. Besonders Slücklich hat dieses Mal auch die Siebener .'unstfammlung gelaust. Auster zwei Kohle- Handel. Lin neuer Pesfagierdienst nach Südamerika. Bremerhaven. 4. Apv. (WTB) DaS Ostmannsche Telegraphenbureau meldet: Der Damrser ..S e y d l i N" des Aordde.itschen LloydS trat heute mit 400 Passagieren feine erste Beile nach Südamerila an und eröffnete damit einen neuen Passagierdienst Bremen, Spanien, Brafi- lien. Argentinien. Die Abfahrt rief begeisterte Kundgebungen unter den Passagieren und Zuschauern hervor. (In einem Teil der Auslage wiederholt.) Gin Amerikaner über das enropäische FinanA Problem. Paris. 3. Aov. (WTB.) Der zweite Vizepräsident der amerikanischen Firma Marschall» Fleld & To., Simpson, hat einem Vertret« der europäischen Ausgabe der .Thicago $dDunt* in Chicago ein Interview gewährt, i 1 d.m c »unter anderem erklärte, die einzige Vlöglichkeit für Europa, die Rohmaterialien zu bemblen, fei die Bezahlung in Waren. Aach Simpsons Ansicht ist es weit tveniger notwendig, bah die fremden Rationen in Amerika bezahlen, als bab in Amerika für jedermann in Industrie und La:ck>winfchaft Arbeit gesichert werde. Durch die verschleppend« Taktik deL Kongresse- seit dem Waffenstillstände sei Amerika aller Vorteil verloren gcaangen. den es früher aus seiner Aussuhr gezogea habe Simpson verlangt vom Kongrctz den schleunigen Erlih eines MoratvriumSvon I0bis 15 Jahren für alle Schulden europäischer 2 a t i 0 n e n in Amerika und fordert ferner, bab die Gläubiger-Staaten, denen dieses Moratorium Voch. Duhstahlwerke 1300,- - , Bud.-Gisenw.-Akt.. D.-Luremb. Bergw.. H0G - 1'50, Delsenllrch. Bergv.. 10b0,- 1210, Harpener Bergbau . 147-r - 1575, Oberjchl. Sisenb.-B. 960,- 1180, Oberfchlef. Tifenind.1 00,- 1160, Phönir-Bcrgb .AU. 1480 - 15 0, Bad.Anilin-u. Soda 205, - 1020, Höchster Farbwerke. 880 - -, Allg SleNr.-Gcs. . . 930,- 1080, Darmstadt- Aus seinen Ausführungen , . bcrvorgeoobcn zu werden, datz der Zusammen- schlub aller hessischen Künstler zu einem groben Verbände bcvorstcht. Das ist besonders im wirt- neu. Sic Kurssteigerungen betrugen für die Mehrzahl der Montan-, CI k rizitäts-, Maschinenfabrik-. chemischen ufw 2Ui«n bis zu 100 Proz. und darüber. Nr Hölch, Qb^rbedars. Anglo Guano. Schwa, nkopi'. Hannoversche Waggon Deutsch Atlantisch.' Telegraphen und Schubsadrik Demet» Dessest um nur das Wichtigste heraus- zugrellcn. betrogen dre Kurssteigerungen 220 bis tcilDcifc 400 ProzenL AeaMaiwnSneigung bestand zum Teil für Waggonfabrik- und Schitt- labrUuwte. Auch für BankaLien machte bis Hausse bei allerdings erbeb!ichen Umtäbcn keine nennenswe len Fortschritt«. Mi: Aückgängen bis 100 Prozent sind zu erwähnen 'Tatetfahrt, Hansa, Barmer Bankverein. Bing. Lo en.z und Tüiksde Tabak-Aktien. Von festverzinslichen Werten bestand für Anleihen der deutschen Länder und Städte bei weiter steigenden Kurfen starte Kauflust. Hypotbetenpfandbiiese ballen ruhigeren Verkehr Don Auslandsanleiben festen Mett- kaner und Türken ihre Aufwä 1 tsbewegung fort, wie überhaupt die Dalutavapicre Wetter fliegen. Sin enorm-« Geschäft herrschte in den zu Slnheits- kursen gehandelten Industriewertert, wo mit neuen Kurssvrüngcn »u rechnen ist. Frankfurt a. M. 3. Aov B ö 11 e a • stimmungSdild. Aach den stürmisch erregten ‘Bödentagen des vergangenen MonaiS trat eirc ruhige Geichäftsperiodc ein: bei Eröffnung machte sich eine gewiss« Zurückhaltung bemerkbar Die Tendenz war zunächst nicht ganz cinbcitlid), später fester Hierfür stimulierte der DollarlurS. AuS- lanb^tpcrte höher. JÄcritaner gefragt. Oesterreich ifche Werte fanden rege Beachtung. Von un- nctierten Werten lagen Deutsch« Petroleum wiederum sehr fest. Hansa Lloyd 780. Ahenania 1300. WanSfclder Kur« 23 000-23 500. Zunge Ufa 505—510. Aus dem Gebiete der Montanpapiere trat ein« Kursb'fserung ein. Ebenso fanden ökltrotoertc zu b.Tieren .Kursen Aufnahme. Für Anilinwerte trat eine mähige Kurserböhung ein. GrcfleS Intercfse zeigte fich für Bankaktien SchifsabrtSaktien fchwantend. Der Schlub war nicht ganz einheitlich. Privatdiskont 3'/. Prozent. Frankfurt a. AL, 4. November. Berliner Devisenmarkt. kinnung des einzelnen 3binffler« q*‘ant ift Sa« kann gerade aus der geschilderten Sachlage heraus nur von Fall zu Fall möglich sein. Die Künstler, die zur Zeit in unterer An«- stellunn vertreten find, find zum qröhten Teil keine Fremden mehr. ®. Bracht- Dirm^n^t. der bod’bftaate erfreut unS mit hinenbfriteben. fonnfg-n Landlchiften Anna und Adolf B " v e r - Danm^nd» find mit ihren reizvoll-m Landschaften und Sttlleben in teilweife lehr QrhfIeatcra ist toif dem W a »’i ekaenem Skll Seine Landschast"n sb'f .Sie Landstrastc" und .Aachmlttag im An- . H. «nael-Berl'n M. H-cker ll»-s b«r .Mn'ch'lstscher"! F Barth-Darm- stad' (,V"^'Ühling". A S n de r-W^rmS (Im- prekstenistischc Landtch.ift«lliz>en). Weniner erfreulich ist PH Klüter- Ofsenbacst der mit te'n-r ost vlnmven Malerei seine Tt-izc feiner Dbtefte vernichtet l.Svi'altvr in Ttotbenbura“). Sein« .Kreuzigung'' möchte wohl .Grpref'ioni«- mu6a fein? Sie Hinterglasmalereien von TKartba Kalkmann- Franffun ftnb bei aller Feinheit noch zu b"fangen L. v. .Hofmann- Weimar hatte in feinen früheren Werken zweifelst»« viel m^hr zu Tagen als hx den jetzigen, von denen er rhr-i? a-»wandte aber etwas leere Vertreter geschickt bat Und fchltestlich da« ganz Erkreulich» an dieser Ausstellung: G A l t h e i m - Sannftabt q'bt an- bester zukitnslffchercr Tradition heran« keine für ttnf**re Heimat sv bezeichnenden Landfchaft-n: herb und teile fchwina"nd. mit fbarfamftem Aufwand unaufdringliche- Mittel aber vnn einer Wiking, die nicht to-ltstk (.Oberhessische Landschaft", .Abend"). S. Eimer bittet in seinen .Äartcn- Tpielepn" ein We^k von Ttanq Wie beruhiat schon ganz allein die solide Mcisterschalt der T-chniki Hi-rher gehört auch der hinge G Psass - Sarm- stabt Diese eigenwillige Tka-ibunq. die sich w"hl unschwer noch von manchen Anlläng-»n freimachen wir^. g"h5rt zu den .Künstlern, die mit Glück unb Aussicht am Herauskommen einer n-uen Avmantik (nicht qanx wörtlich zu nehmen) arbeiten Ihnen wirb, besonders wenn iie auf fo ciq^nünnig fachlicher handwerklicher Grundlage fteVn ein Teil her nächsten Zukunft gehören Di»lleicht lvürt mancher ganz "nbcwustt die Verwandtschaft bitter Kunst mit Bildern wie A Aoack» (t) nazare- nischer ,Dergpr«di if. die besdalb mit viel innerer Derech'launq auf dieser A isstellung zu Gast ist. Die D r a p h i k ift tvenjq vcNreten L. M a r- lin - AlSfcld zeigt eine Aeihe Landschaften in Kohke. die intAr-'lfant sind. ab*r nicht alle gl'ich- tocrtlt Sie Blitter von L G n de r « - Offenbach verraten manchmal allzutehr den Buchgcwerbler. dem selbständig? Gravhik nicht immer gedeiht. Dvn Pia/ ik ist «henlalls nur tnenH da Auster Ä. Hudler- Oflendach der einige Kleinvlastikcn -cigt, ift nur noch I Ködding - Giesten vertreten. .Ser Apollinisch " ist ein neuer Beweis für bq« AIngen dieses Künstlers um seine Form. Sa« Werk leidet aber noch an einigen UnauS- gegllchenb üten. Sic W'sstellung tnurbe durch eine fieiae Feier eröffnet Ob'rbüraerm'ister Keller fand herz- liche Worte der Begrüstun,^. DelondcrS ersreulich Lchlichtungsausschu»; der Proviuz Lberhesien. Verhandlung am 3. November 1921. Vier An'«stellten des Lebensmittel- amtet der S:ad: © eben ist am 6. Oktober zum 31. Dezember 1921 gekündigt worden wegen StM- leguog des Betriebes, von dem nur die Brot- markenveriellung vorläusig bestehen bleibt Dem Siitffru4) geyn die Klndig m? konnte nicht startgegeben werden, denn bei Stillegung eines Betriebes besteht kein Einspruchsrecht, auch gibt e« kein Lech: auf Weiterdefchäftigung in einem anderen Betrieb« desseBcn ArdeitgeberS. wie sie hier verlangt wurde. Da es sich um ältere Leute handelt, wurde der Stadt cmpsvhlen, ihnen zu helfen, anderwärts untctiutoatmen. Auch der Einspruch zweier Schwestern und eines Bureauangestellten der Versorgung»- kuranstalt Bad-Aauheirn. ke-en tncqcn Auslösung eines Teillaiarrttrs gekündigt worden toar. mufjte erfolglos bleiben, schon well die Einspruchsfristen nach dem BetriebZrategcsed und der Verordnung vom 12 2. 1925 nicht eingcbaUcn worden waren. In zweien der Falle wurde der Anstatt die Weiterbefchäftigung unter Arbeit«- streckung zusammen m.t dem Personal empfohlen, das nach dem 1. Januar 1922 bleiben soll. Die Entscheidungen find in a'lcn Sachen endgültige, soweit der SchlichtungSauSschuy unter Berufung auf die Bestimmungen des Bctriebs- rätegeseveS angerufen worden tvar: soweit er auf Grund der Verordnung vom 12 2. 1920 anqcrufcn wurde, erhielten die PaNeien eine Woche Frist zur Stellungnahme. Zwei toeiterc Kündigungsfachen erledigten fich durch Derüändig-lnq der Parteien, eine durch Zurücknahme deS A.ttrags Bülchcrtiilch. — Die besten deutschen Romane. Zwölf Listen zur Auc-wahl Mit einer geschichtlichen Einleitung von Adolf BartelS. lKleine Literatur-Führer Dd. 1). 7. Auf! ige 31.-35. Tausend. (Verlag von Koehler L Dolckmar A-G., Leipzig.) --------- 6,36 ,50 —,48 Billige Kleider und Blusen erhalten Sie durch Selb*tfarben wie neu mit Wiki-Haushaltfarben Waschechtes Schwarz auf wollene Strümpfe. kcböo*(e Gardinen färben. Herrliche Eierfarben. 40jahrlge eigene Facbkenn-nis-e der HereleJer. Beste Güte. 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Spiritismus und Seelenlehre im Lichte der Lehre Christi ist das Thema, über welches am Freitag den 4. November, abcndd 8 llbr, im „IK-licnfcQer", Bahuhofftrafie, gesprochen wird. Eintritt 1 Mark. Ncdner B. Kren, Dortmund. _______Jedermann ist herzlich eingeladen. 014477 W Ar. 259 Zweites Elan Lietzener Anzeiger (Gen ral-An;eiger für Gberhesjen)grettag, 3, November 192| Deutscher Reichstag. 139, Sitzung Berlin. 3. Roo Mzeprns.deTtt Kieffer erö.f «1 tfr C.r,ung mit gef4^fULv<3 111:11 rtlung^n D«e 3ntertele fcalimen über die Verhütt liste in E«r $faU. die iöcel*flelflwa:.langen von vornherein begegnen jui tonnen. 21g ID a r m u t b Staat 'chätige. 2bg Dr Hern (U.) begründet den Antrag feiner Partei, daß jeder Steuerpflichtige zunächst auf Grunll ige feiger Steuerer lärunq den S'.euer- betrag an das Reich abführe, und im Falle der Verzögerung Der ugezin'en zahlen mfif'e 2bg Dr Helfferich (D.-N ) mißt die Hauptschuld der Komrliz>er'heit unserer Verwaltung bi' die Beamten wüßten selbst nicht mehr BZcheid Die Steuergesetzgebung müsse reformiert werden, desgleichen die Verwaltung, sonst fehe er eine Katastrophe voraus Staatssekretär Dr. Zaps spricht sich gegen den unabhängigen Antrag auS, der die Verwirrung bei den schon jetzt überlasteten Finanzkassen nur noch vermehren und den Zusammenbruch der Verwaltung -b< schleunigen werde 2hg Becker (D Vp) betont, daß in diesem Jahre die grobe Koalition von Helfferich bis Dr. Hertz zwelsello- vorhanden sei, bedauert jedoch, daß die Lohn- und Dehaltsempsänger in gewissem Sinne benachtelligt seien, und stimmt dem 2ntrage Gothein zu • Die beiden Anträge wurden sodann dem Stcueraukschütz übzrttncfcn. Morgen nachm.t ag 1 Ubr Anträge und Interpellationen wegen der Schließung der Deutschen Werke und Steuerdebatte. — Schluß gegen 6 Uhr Jur Geschichte von Schwarz-Rot-Gold und Schwarz-Weih-Rot. Die Erörterung über die deutsche Reichs- sahne und ihre Farben will nicht zur Ruhe kommen, und die Entschließung der Deutschen Nationalversammlung für Schwarz-Rot-Gvlb wird von den verschiedensten Seiten angegriffen. Zu diesen Vorkämpfern für die alten Farben Schwarz-Weiß-Rvt gesellt sich auch der bekannte Geschichtschreiber Hans Sei» brüd in einem Aufsatz der „Deutschen Politik-. in dem er die geschichtliche Entstehung der beiden Farben erörtert, lieber den Ursprung der Farbenzusammenstellung Schwarz- Rot-Gvld liegt Dunkel gebreitet. Es ist unsicher, ob sie von dem schwarzen Roch dem roten Kragen und den goldenen Knöpfen der Uniformen der Lüyower von 1813 herstammt, ob es zunächst die Farben einer Landsmannschaft in Jena waren oder ob sie gar der freien Der Schuh im Vlut. Roman von Horst Dodemer. 29. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Nach hundert Schritten muhte er wieder stehen bleiben. Kein Gedanke, er kam nicht nach Hause. Da- Knie schwoll an, schmerzte sürchterlich. Allo die Büchse entsichert und g.'wartet, wer hinter dem Hunde kam . . . Und dann fühlte er auf einmal eine Mattigkeit in allen Gliedern, ein Brennen Im Kopfe. Nur weiter — weiter. 3r wankte, brach zusammen. Blut sickert^ aus 1 einem Knie, Blut von seinem Gesicht, vom Arm und rechten Handgelenk. (Sin B.ausen im Ohre, da griff er mit letzter Kraft nach der Iagdflafche, trank mit gierigen Zügen den Rest Schnaps aus. Die Spannkraft kam wieder! Sich erwischen lassen, al- Wilddieb auf die Anklagebank, das hätte gerade noch gefehlt! Also wieder hoch! Das Knie, das Knie, der Schmerz war -urnWahi.sinnig- werden. Wenn er ieyt wenigstens einen seiner Spießgesellen bei sich gehab: hätte. Da oäie überhaupt alles ganz anders gekommen. Der Hund wär im Handumdrehen stumm gemacht wor- den Auf dem linken 5tnie lag er wollte sich gerade am Büchsenlauf Hochziehen, da dellle da oben bei dem toten Hunde ein anderer ane toll. Irgend ein kleiner Kläffer. Jetzt allo galt es Da lag ein Grenzstein, hinter den gekrochen und die Büchse entsichert. HanS Wärhahn Uetz sich nicht fangen! Aus dem Nebel kamen zwei Gestalten, schutzkenig die Büchse, da entfiel dem Sünder der Mut, ein IDimmern kam von seinen Lippen. .Hände hoch schrie eine stimme, er hielt sie hoch sie zitterten, fünfen, ohnmächtig lag Hans Wärhahn am Grenzstein. Phantasie eines jungen Mädchens entstammen. das der neugegründeten Burschenschaft chre erste Fahne frtdie. Zedensalls i-at Schwarz-Rot-Gold als Farbe der Burschenschaften seine Bedeutung gewonnen und das cd)idtal dieser ^-ewegung geteilt, die bekanntlich in der Reaktionszeit unterdrückt und dann 1848 emporgehoben wurde. Jedenfalls war die schwarz rot goldene Fahne die Flagge der 1848er Revolution. Selbst der Bundestag in Frankfurt schaffte sich eine solche Fahne an und h.ßte fie; Friedrich Wilhelm IV. lieh sie sich vorantragen, als er am 21. März 1848 seinen Umritt durch Berlin hielt: die Fahnen der preuhischen Armeen erhielten eine schwarz rot- goldene Schie fe, und die Nationalversamm- lung in Frankfurt arbeitete unter Meier Fahne die Reichsverfassung aus. Doch mit dem Scheitern der Revolution versank auch die schwarz rot goldene Fahne wieder, und sie blieb weiter ein Symbol poli.ischer Schi sucht. Als aber Bismarck diese Sehnsucht erfüllte, da griff er nicht zu den alten Farben, sondern die Norddeutsche DundeLvetf<.s,ung brachte eine neue Fehne, Schwarz-Weiß-Rot. Bismarck hat erzählt, er habe König Wilhelm diese Farben Damit erklärt, baß sie die Zusammenfassung des preuhischen Schwarz-Weih mit dem brandenburgischen Weih-Rot taiftcllten. Diese Deutung war aber auf des Königs brandenburgische Gesinnung berechnet. Eine andere, und zwar die richtige Erklärung findet man in der Tatsache, dah die neue Fahne in der Verfassung des Dorddeuls.I en Bundes zunächst nicht als Fahne des Bunde), sondern als Flasg? der Marine eingeführt wird. Die Fahne wurde daher auch als die Zusammenstellung des preuhischen Schwarz-Weih mit dem auf allen Meeren anerkannten h a n - seatischen Rot -Weih begrüßt, und der preuhische KrieqSminister von Roon gab diese Deutung zu. Erft von der Marine aus ist Schwarz-Weiß-Rvt auch aufs Land gewandert und dann die Fahne des Deutschen Reiches geworden. Sie erscheint hier als eine Symbolisierung der Vereinigung des legitimen preuhischen Königtums, das im Schwarz-Weih ausgedrückt ist. mit dem allgemeinen gleichen Stimmrecht des Reichsta'.es, für das das demokratische Rot sinnbildlich war. Auswanderung und Arbeitslosigkeit. Pastor Nelke schreibt auS Montevideo dem Deutschen AuSland-Inst.tut, Stuttgart: .Dor mir liegt ein Bericht an die deutschen Handelskammern in den La-Plaia-Ländern Gr spricht von der Desser-ung des Arbeitsmarlles in Deutschland und dem 2ücgnngc 1 er Eiw rbsloslg- keit im Reiche. Besondrrö interessant sind die prozentualen Angaben nach dem Stande vom 15. Oktober 1920, weil diese einen Vergleich mit den hiesigen Verhältnissen gestatten. In dem Bericht heiht es: Die Entwickelung der Erwerbslosigkeit in den Groh- und Industriestädten ist zur Zeit nahezu stationär und in Anbetracht der hohen absoluten Zahlen immer noch al- ungünstig zu bezeichnen. Aus je 1000 Ein- wohner kamen am 15. Oktober: in Droh-Berlin 22,5, in Breslau 13,8, in Chemnitz 16 3. In Dresden 19.5, in Dortmund 0,1, in (Slberfclö 10.9. in Effen 0.5, in Fürth 62.6, in Hamburg 22 8. in Leipzig 25 8. in Nürnberg 9.3. in Plauen i. Vogtl. 111,7, in Solingen 2,0 Erwerbslose (HauptunterstühungS- Smpfänger). Der Deutsche Hilfsverein Montevideo, der mit dem hiesigen Arbeitsmarkt ganz genau bekannt ist, ist nicht imstande, einen ebenso günstigen Bericht aufzustellen. Nach seinen drei lebten Monatsberichten betrug die Zahl der Hauptunterstützungsempsänger im Oktober 157, im November 108, im Dezember 114, oder wenn wir die Seelenzahl der Deutschen Kolonie auf rund 2000 ansetzen (in Wirklichkeit ist sie etwa- geringer), so kamen am 1. November aus je 1000 deutsche Einwohner in Montevideo 78, am 1 Dezember 54. am 1. Januar 57 Unterstützte, eine erschreckend grobe Anzahl, die nicht einmal erreicht wird von der Zahl der Erwerbslosen in Hamburg, wo die Lage am ungünstigsten fein soll. Doch sind die Verhältnisse hier besonders deshalb so ungünstig, weil der durch die Weltkrisis erregte und nun hin und her flutende Strom der wandern- den Menschrnmasse in Montevideo als einer Der Züschener Förster sprang zu. rih chm die Büchse weg. leuchtete ihm mit feiner elektrischen Lampe ins Gesicht!" .Herr Baron, der junge Wärhahn f »2ch was. — das ist doch ganz unmöglich!" .Ich kenn ihn doch. Unser guter Hektor hat den NichLsnutz freilich übel zuge ichtet, bU die brat« Hundeseele ins GraS beiden mutzte, llnb da liegt das Geweih!" Adalbert Züschen beugte sich über den Ohnmächtigen, legte die Hand auf das Herz, das schlug. Der Förster leuchtete den ganzen Körper ab. .Hier am Knie, Dmmerwetter. hat er »ich ins Dein gehauen — mit dem Beil da: Der läuft uns nicht davon, und zu sich wird das Kerlchen schon wieder kommens" .Deden Sie gleich nach Haule, Steuert! Der Selbstfah er soll a g? bannt w rd n Sie schrcn ibn selbii hierher. Unb den Mund gehalten; Keinen Menschen mitgebracht' S.e Haden mich doch verstanden?" »Zu Befehl, Herr Baron!" Adalbert Züschen schlug fernen Zagbstock auseinander und setzte sich darauf. Der Zunge kam schon wieder zu sich, Und nun die geladene Büchse über» Knie gelegt und auf jedes Geräusch geachtet, die Frage wars noch, ob der Lümmel allein Wilddieben gewesen Dar. Als alles ruhig blieb, kam der Baron ins Sinnen. Dar er denn als reifer Mann besser gewesen als dieser unerzogene. verwöhnte Zunge? Hatte nicht auch er Wilddieben wollen m fremdem Revier und noch trief gemeiner V Denn er nicht zum Ziele gekommen war, war das feine Schuld? Du beugte er sich wert nach vorn, sah Hans Wärhahn ins Gesicht. Sin hübscher Kerl, nach seiner schönen grvtzen Hafenstadt und als einem Knotenpunkt ^uhlrcicher Eisenbahn- und Dampferlinien fiele Elemente absetzt, die in der Stadt feine ober keine passende Arbeit Hoben tonnen. Vielleicht hält bte 5t 1 ft. Huna dieser Tatsache den einen oder den anderen Au-wanderungS- lustigen zu seinem Besteig in seinem Heimat lande fest Dazu führe ich noch einige andere Tatsachen an. die ein grelles Licht auf Zric hiesigen Verhält' nisse werfen 1 Drei Schweizer (Melkers kommen mit großen Hoffnungen hier an, denn Uruguao ist als ba- Land grober Rinderherde 1 weltbekannt, und M.lker werden hier öfter» geiucht Sie bekommen als .GttngoS' (Fremde« 12PefoS MonatSlohn bei freier Station, fie stellen einen Vergleich an zwischen buben und drüben und finden alsbald, dah sie brühen bat Ll->c In einer Woche verdienen. Nltt d m nächsten Dampfer fahren alle drei wieder nach Hause 2 Angehörige b e s s e r e r S t ä n b 4 bi durch die untlualtcbe.i Folgen des Xncie» au.» i .rem Berufe h.oau.gewv len sind. z. B Os.iz'.ere, denken bei dem Berufswechsel Wenn ich schon mit den Händen arte ten soll, bann tue ich es lieber in der <5rembe, und wandere aus Sie täuschen sich mächtig. denn in der Fremde steigen fte beim Berufs- wechsel nicht 1—5. sondern 5—10 Stufen herab. 3. Gebraucht werden im Au( l inbe meistenteils nur brazos. b h ganz gewöhnliche Arbeitskräfte: Tellerwäscher. Hausburschen, Diener, Dienstmädchen usw 4 Dor e.ner Auswanderung aufs Geratewohl kann nicht bring?nb genug gewarnt werden, ebenso vor der drüben jetzt weit verbreiteten Meinung. dah die LebenSverbältniste im Auslande bessere wären als die in der Heimat. 5. Der Deutsche, der au5 dein höchst kultivierten Lande kommt, muh stets diran denken, dah er hier drauhen mit den Angehörigen der tiefer stehenden Nationen den Kumpf um» Dasein ausnehmen muh. in dem er sicher unterliegt. wenn er auch hier die in der Heimat üblichen Ansprüche anS Leben stellen will." Turnen. Sport und Spiel. — Gin deutscher Erfolg beim Gordon-Dennet t-R e n n e n ter Freiballone. An dem Sieg des diesjährigen Freiballon-Rennens um den Gordon-Bennett Pokal durch den Schweizer Ballon ^Zürich", der mit 100 Km. Dorsprung vor dem Zweiten die berühmteste Trophäe für den Lustsport gegen Amerika, Frankreich, Italien, England, Belgien und Spanien gewann, hat auch Deutschland einen großen Anteil. Der Sieger Armbruster hatte sich wegen finanzieller Schwierigkeiten mit dem Ballon „Zürich" begnügen mü.sen, der schon im Zähre 1912 von der bcutfd en Firma Riedinger-Augsburg aus Eontinentalstoff hergestellt war. Der Erfolg des Ballons gegen die mit allen Erfahrungen der Zwifck-cnzeit hergestellten Ballons der Gegner stellt daher der deutschen Industrie wieder einmal das beste Zeugnis aus. — Die Funkstationen des Weltluftverkehrs. Das Reichsverkehrsministerium (Reichsamt für Luft- und Kraftfahrwesen) gibt die folgende Uebersichl der dem Weltluf.'verkehr dienenden Funkstationen bekannt: Deutschland: Nauen iWellenlänge: 4700); Dänemark: Lyngbh (5000); Schweden: Karlsberg (4000); Norwegen: Christiania (8000); Estland: Reval (1900); Oesterreich: Wien (5600); Polen: Warschau (2100); Rumänien: Bukarest (3000); Zugoslavien. Belgrad (4000);; Tschecho-Slowakei: Prag (4000); Ungarn: Budapest (3000); Italien: Rom (11 000); Spanien: Carabanchel (2000). — Heinrich und Max Suter, die besten schweizerischen Sttahenfahrer, haben sich als Teilnehmer an der Rundfahrt durch die Lombardei einschreiben lassen. — Gründung eines Internationale n Damensport-DerbandeS. In Anwesenheit der Vertteter von Groß-Britannien, der Tschecho-Slowakei, der Vereinigten Staaten von Nordamerika. Spanien und Frankreich ist in Paris ein Internattonaler Damensporwerband gegründet worden. Der Sitz des Verbandes ist Paris. — Die Wiederanbahnung der internationalenDeziehungen. Wie wir erfahren, hat der holländische Rennfah- rer-Derband seine Aufnahme in den Deutschen I Mutter war er geschlagen. Unb datz er ein solcher Tunichtgut geworden war, lag zweifellos an Ieiner Erziehung. Gin Zarnrner, vatz ber alte, biedere, tüchtige Wärhahn das erleben mutzte. Als der Förster mit dem Wagen kam. axxr HanS schon längst wieder zu sich gekommen. Fiedecschauei. schüttelten ihn, aber er bih die Zähne aufeinander. Ewig würde man ihn hier ja nicht liegen lassen, und was aus ihm wurde, war ihm jetzt ganz gleichgültig. Der Baron sah ihn nicht an, schien mit seinen Gedanken sonstwo zu sein, er hätte ihm auch gar nicht geantwortet . . Dor Schmerzen zuckte HanS aber doch zusammen, als er auf geladen wurde. Unb bann ging es nach Fritzlar hinein — zum Arzt . . BiS der ihn verdurrden, war es taghell getborden. .So," sagte der Baron, .jetzt bring ich Sie zu Ihrem Großvaters" Hans war matt, er verspürte nur Sehnsucht nach dem Bett. Der Celonemierat war schon auf, als der Wagen verfuhr. Er trat aut die Freitreppe hinaus. Der Baron legte schnell zwei Finger auf den Mund, sagte dann rasch .Der Zunge mutz schleunigst zu Bettl" Die vor den Kopf geschlagen war Christoph Wärhahn, als ihm Züschen erzählte, was sich in den letzten Stunden zug, ragen. D.e Fäuste gegen die Stirn gedrückt, fatz er da und stöhnte Kein Wort brachte er über die Lippen. Dem Baron tat der gediegene, alte Mann in der Seele weh St erhob sich, legte die Hand auf bte zuckende Schulter des CJonrmieratel .2llfo für mich ist die Sache erledigt I Unb mein Förster hält den Mund. Für den steh ich grade! Hosferttlich nimmt nun der Zunge Der-1 ruinft an!" 1 Rennfahrer-Verband als Ortsgruppe nacbge- sucht. Stcherltch dürfte dem Gesuch entsprochen werden. Gictzcncr Strafkammer. Sieben. 2. Nov. 1921 Der Gefangenaufseher R von Attes- stadt, der nebenher auch noch Gerichtsvolle zieher- und Gerichtsdienerfunkttonen am Amtsgericht Altenstadt versieht, hatte zwei Schwerverbrecher, die im Haftlokal in Untersuchungshaft sahen, so nachlässig in ihren Zellen untergebracht, dah sie aus 0 rechen konnten. Als am Abend des betr. Tages die Frau des Gefangenaufsehers, der selbst dienstlich abwesend war, den Gefangenen das Essen bringen wollte, merkte sie zu ihrom Schrecken, dah diese sich auherhalb der Zellen befanden. Sie nahmen ihr den Schlüssel ab, sperrten sie ein und entwichen alsdann, nachdem sie die Wohnung de- Gefangenaufsehers einer eingehenden Durchsuchung unterworfen und neben Kleidern usw. auch über 6000 Mark mitgenommen hatten. Sie sind bk heute noch nicht wieder fest enoinmen. Obwohl R. schon zweimal wegen fahrlä.s;ger Gesangenbefreiung Dorbefira t ist. wurde trotzdem wieder auf eine Geldstrafe, und zwar 300 Mk.. erkannt, weil nachgewtesen war. dah R. mit Arbeiten überlastet ist und selbst mehrmals schon auf die unzulänglichen Verhältnisse am Haftlokal in Altenstadt hlngewiesen hatte, ohne dah Abhilfe eingetreten war. Wegen e.neS Fahrradblebstahl- war ber Schaffner S. aus Frankfurt a. M. vom Schöffengericht Al enstadt zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt worden. In her Berufungsverhandlung gelang es ihm. den vor dem Schöffengericht gegen ihn geführten Indizienbeweis dermahen zu entkräften, dah das Gericht sich von seiner Schuld nicht überzeugen konnte und ihn srelsprach. Erfolg hatte die Berufung der Staatsanwaltschaft gegen ein Urteil des Schöffengerichts Lauterbach, das den Konrad D. und Volprecht Sch. von Lauterbach wegen Wilde r n s zu 500 Mark Geldstrafe verurteilt, den Mitangeklagten Georg Sch. aber freigesprochen hatte. Es wurde nachgewiesen, dah D. seit 1919 fortgesetzt gewildert hatte, anfänglich mit Georg Sä)., später mit dessen Vater Volprecht Sch., mit dem zusammen er zuletzt auf dem Rückwege von einer Zagdpartie abgefangen wurde. D. hatte die Wilderei in großem Stil und mit großer Dreistigkeit betrieben. Er wurde wegen gewerbsmäßiger Wilderei zu 6 Monaten, Volprecht Sch. zu 4 Monaten unb Georg Sch. zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Aus dem Amtsverkündtgnngsblatt. ** DaSAmtSverkünbigungSblatt Nr. 156 vom 3. November enthalt: Umlage zur Lanbwirtschaftskammer. — Ausstellung von Leumundszeugnissen. — Aufnahme von Blinden in die Blindenanstalt zu Friedberg. — Beschaffung von Tierkadavern zu Unterrichts- zwecken für die Institute der vet.-med. Fakultät der LandeSuniversität. — Unterrichtsbeginn an der Landwirtschaftlichen Schule in Buybach. — Feldbereinigung Rabertshausen. — Dienstnachrichten. Unterri chtSbeglnnanderLand« wirtschaftlichen Schule in Butzbach. Der Unterricht an der Landwirtschaftlichen Schule in Buybach beginnt Montag den 7. November 1921, vorm. 9,30 Uhr. Landwirt Karl Horst I. unb ßanbtoirt Ioh. Jäger von Oueclborn wurden als Mitglieder des Wiesenvorstandes für die Gemeinde Quedborn verpflichtet. — Heinrich Friedrich Ärieb zu Allertshaufen wurde als Wiegemeister unb Heinrich Sch neiber zu Allertshausen als stellverttetenber Wiegemeister für ble Gemeinde Allertshausen verpflichtet. Büchertifch. - Neue Staatsbürgerkunde. Zweiter Teil Unter Hessenland. Bon Rektor O. Kinkel. Verlagsbuchhandlung Emil Roth, Gießen. Kart. 10. Mk. Christoph Wärhahn konnte sich nicht erheben, auch nicht sprechen, aber auS seinen Augen sah nackte Trostlosigkeit. Da ging Adalbert Züschen schnell . . . Man munkelle zwar allerlei, drstirnrntrS er» stchr man aber nicht, wo sich Han^ den .Unfall" zugezogen. Weit von der Wahrheit redete man nicht vorbei. Aber seine Kneipgelage mit den Arbeitern kamen Wärhahns zur Kenntnis In Maria bäumte sich der Stolz auf. Wenn si« nicht mehr ein und auS wutzte, dann schrieb sie an ihren Bruder Srnst nach London Mil Mann und Schwiege "Vater ver land sie sich doch nicht mehr. Die nahmen dann kein Blatt vor den Mund und schoben ihr alle Schuld zu. Ernst Sitten, der im Lause der Zahre sehe reich und recht stark geworden war, kam sofort Geschniegelt und gebügelt! Hari und kalt waren seine Gesichtszüge geworden. Mit herabhängen, den Mundwinkeln hörte er seine Schwe ler an Und dann sagte er mitleidslos. -Hier kommt der HanS nicht wieder ins Glerchgewicht! Er mutz sich den Wind ordentlich um die Ohren wehen lassen, — keine Gelegenheit haben, wieder mit dem nächten Zuge an öie heimatlichen Fleischtöpfe zu g fangen. Wir werden ihn zum Brüder nach Kapstadt schicken, ber mag ihn nach einer Diamantenmine in Rhodesien weiter befördern Da lernt er die Zähne heben — und wenn er sich macht, sehr begabt ist ber Zunge doch — kommt er vorwärts. Da unten trägt jeder den Mar schall tzab im Tornister, vor allem, wenn er einslutzreiche Verwandte hat. W'.r werden wachsame Augen hab m, unb schlletzlich haben die Wärhahns auch Geld. Geld regiert die Welt natürlich, daS mutz man erst gründlich begreifen!" (Fortsetzung folgt) |5L B. 27/21 I TA1 des v ffiod die Schuhwarenhändler 1.) 2) y Behördliche Anzeigen Giehen, ben 27. Oktober 1921. 116818 Nr. 1 Inhalts 11699b Hornberger, Rechtsanwalt. Detr.. Andas' M dem Heinrich Weisst Unionzeiss) Sranffurta.ÜL ItaiservtrZö über dj 1 2. 8. S. 6. Toae-ordniinn: nm 1. 153 152 172 169 165 160 155 2001-3000 über 3000 L 5. Louis Reih Karl Herbert bet Die i bet 'Savn Sinteid)\ 27. Hot« titel 17 6. Aov Dar De 3nb( irhlen to in ihren anzuhalt Die standen ei Fehlanze Die Ion uni 2or- uni Angabe vv m la schein b ®i ZMaler-X T Anstreicher- Veißbinder Geech A. Belitz , L Liebigetrafle 83 Ä X TeL9*5 > 2001 - 4000 I 8001 -14000 14001 20000 über 20000 III. Dorsteh nde Bekanntmachung tritt mit 16. Oktober 1921 In Kraft. Darmstadt, den 13. Oktober 1921. Ministerium des Innern. Ulrich. Bericht de» Foritanbeo über die letth. tötlnfe t MicrUnitnnMblnae und Enilaitung deö tiorftanöei flen^CTiinn der Statuten 2'ßabl uo i 14 Ausschubmttaliedern 2 Sttehe»:er, verschiedenes. (12 AitSwärtiact Der Gerichtsschreiber des Amtsgerichts gez. Keitzer, Obersekretär. Für die Abschrift: ÄS? <8* auherhalb der Sperrzeit. In der Sperrzeit 350 Pf. für di, Kwst. AlinaeL und Kleintransformatoren 350 Pf. für den Monat Die monatliche Gebühr der Elekirizitätszähler beträgt: für Tinphajetnähler . . 150 Pf. für alle übrigen Hehler . 300 . für Dcpticlturih/.tjler . . boorelte Gebühr. Die Gebühr für Wähler für Kleinmotore, Bügel. Bekanntmachung. Nachstehende Bekanntmachung bringe ich hiermit Zur öffentlichen Kenntnis. Md. 2515 . 25.60 . 22 15 „ 27.65 zu Gießen, Angeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Engisch, daselbst, wegen Beleidigung hat die Strafkammer des Landgerichts in Gießen auf Berufung der Angeklagten das Urteil des Schien, gerichts Diesten vom 27. Mai L Is. am 24. September 1921 für Recht erkannt: 1. Die Angeklagten: „ 150 „ , . Koänw-cke 100 Pf. für die Kwst. Wert । fiorGOtilüins 30 80 28.85 14.20 29.60 32.60 23.30 JtMkr Irün^ortnrbtitrrodboDÖ OrtSverwnltung Gießen Bureau Dchanzenstrahc Ix Televdon 18. Tonntag. den 6. November nnchmittaaS t Ubr im toctverridiflftÜbouS QuartalS-Persattttttlnttg. raae»ordnu ng: L Geschäft»' und Kassenbericht vom 3. Quartal- 2. Bericht und Stellungnahme zur Idjrueüeabee Vobnberoennnn. Srhäduna der Beiträge. Brrfdjtebenes. IttVYlD yhifllieber aller Bentf»amvven find *u vieler Bersamntiuna eingeladen. Tie Qrteumtniituna. d ;*T Damenfrisieren Shampoonieren f (Kopfwaechen) U mit neuestem elektr. Warm- / lultetrom Trookenapparat T empfiehlt m T Bernh.Dosch Herren- il Damen-FrUeiJfgHcMIl Hk Neuen IIKne 12 Ecke WeldenirAaee 3. 4. ffür Keil- und ! tfür Äraftbetnebe mit Doppeltarif' 0-1000 Kwst. 155 Ps. für die Kwst. 1001-2000 . 154 ' me d iachgetn. tu vrels- wer neifiinmtu.repnr. G.Eber), KlarlBrmacher Sletjen, Blofltr. 11. Ltlmnieru Nev'rat.d An. Rndoi^d. Gtehen. hochstämmigeStachel' und lolfün'ntsbeerd, tadellose aelunde Ware, in den beiten Sorten empfiehlt “**• «ärtner-i Werter, Sich. Buvdacber 2trahe 27. t™..~......"♦»»*«»■ Jeder Herr findet bet mir reichhaltige Buswahl in neuen u. getragenen Sakko*, Smoking», Froch- und Gehrock-Anzügen, wie auch (Tutawaps, Ulster, Paletots, Tovereoats. Auch für korpulente Herren paffende»! Leichte u. schwere hochgefchlaff. Joppen sowie IDaffenröcke. Gebrauchte Sakko* mit Westen in allen Grötzen. 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Novbr 1921 und der Zechenpreise für Steinkohlenbr Kettr find die Höchstpreise für Kohlen und Koks durch Be» schluh der städtischen Brennstoffdeputafton vom 2. November 1921 mit Wirkung vom 5. Novbr. 1921 wie folgt festgesetzt: Fettstückkohlen elfen, Heizkörper usw. ist monatlich auf 100 bzw. 150 Vf festgesetzt. Direktion der Elektrizitätswerke, Ueberfaiibanlage und 5trabenbahn der Stadt Giehen 116861'. St ölte. ISopmÄt! Dor Arbeitsaufnahme auf dem Zlmmerplah Sägewerk Trdkauterweg wird gewarnt. SentralDrrbanb dcr 3immtrer, Zollst. Wco. Auskunft erteilt der Vorsitzende. Max Emanuel Wiesbaden Schuhwarenhändlers, Privatklägers, vertreten durch Rechtsanwälte Homberger und Dr. Aaron in Gießen gegen * w .. V . p Kl! 1 OOO^cntnernnte SpeisfrkMßln habe notb abiun,*bfn. Fe. itellunaen nimmt entgeg. i Ernsi Pertbel, ‘et-.üetx« >,Irrweg 20. Dir voMmmkoslrAMmmschme Xocht.trocPnel u »chntidel die Kopien! lyroepert 4L0 fovtrnlos > Der Oberbürgermeister. 3.*3S.: Kreuzten. Vckauntmacdunq — die Gebühren der Schornsteinfeger betreffend. Vom 13. Oktober 1921. Luf Grund des § 43 der Schornsteinfegerordnung vom 4. März 1921 lBeg.-Bl. S.48) wird hinsichtlich der Gebühren für die Schornsteinreinigung das Folgende bestimmt: L Die mit unterer Bekanntmachung vom 30. Jan. 1920 (Beg.-Bl. 5. 29) veröffentlichte, durch § 49 der Schornsteinfegerordnung vom 4. März 1921 aufrecht, erhaltene Festsetzung der Feggebühren wird dahin abgeändert, dah die Ziffern 4 und 5 unter I dieser Sehanntmachung folgende Fassung erhalten: 4. Für das einmalige ^einigen eines engen russischen, in das Gebäude eingebauten Zentralheizung»., Wäscherei., Schreinerei., Metzgerei-, Schmiede-, Hotelküchen., Gostwirtschafts-Schornsteins, sowie eine» russischen Bäckerei- oder ähnlichen getoerb. ttd)en Zwecken dienenden Schornsteins ohne Bück, fickt auf die Stockhühe.......2 Mk. 6. Für die Reinigung von weilen, steigbaren, in das Gebäude eingebautenZentralheizungs- oderBäckerei- fchornsteinen und Schornsteinen für größere F«ue. rungen zu gewerblichen und ähnlichen Zwecken, welche in ihrer Höhe ganz ober teilweise freistehen, für jeden laufenden Meter.....50 Pf II. Auf die Gebühren der Schornsteinfeger, wie Jle unter J der Bekanntmachung vom 30. Januar 1920 Reg.-Dl S. 29) und oben unter I festgesetzt sind, werden hiermit unter Aufhebung des durch unsere Bekanntmachung vom 1. Dezember 1920 (Reg Bl. S. 345) zugebilligten Teuerungszuschlag» bi» auf Weiteres folgende Teuerung»zuschlage bewilligt: l. Für die Kehrbezirke der Städte Darmstadt, Mainz, Offenbach, Giehen von 150 vom Hundert. 2. Für die übrigen Kehrbezirke des Landes von 240 vom Hundert. Soweit Schornsteinfegermeister keine Gesellen oder Lehrlinge beschäftigen, dürfen sie nur die Hälfte diese» Teuerungszuschlags erheben. Die hiernach von den Zahlungspflichtigen zu erhebenden Gesamtaebührenbeträae können auf volle fünf ober zehn Vb'nnig nach oben abgerunbet werden. Schuhhändler Karl Herbert .. Louis Reih in Gießen sind der Beleidigung des Privatklägers im Sinne der §§ 185, 186, 200 StGB schuldig und werden Reiß in eine Geldstrafe von zwölshundert, ersatzweise zu achtzig Tagen Gefängnis, und Herbert zu einer Geldstrafe von eintausend Mark, ersatzweise zu siebenzig Tagen Gefängnis, verurteilt. 2. Die Kosten des Verfahrens einschließlich der dem Privatkläger erwachsenen notwendigen Auslagen fallen den Angeklagten, unter Gesamthaft für die Auslagen, zur Last. 3. Dem Privatkläger wird die °3<otel Dckiib tfortron über HanSlörberei und vereinfachte» Baiikoertabren mit oraktifchen ___________________ttorlübriinnen.______ taliMe$llirs!iei«.Uieta (Einlabung zur 1. orb. Mitglieber-Verfammlung auf Sonntat ben IS. November, narfim. 2 Ubr, im Hotel Schwad (ÄcllenfeUerk Uabnüoiftrafce,