Dmrf und Verlag vrühl'sche Uaio..vuch- und Stcinbrnderei H. Lange. 5chnstleittinz, Sefchäftzfteüe und Driideret: Zchnlstratze 7. Annahme Hl Snjcfeci für btt laqonummcr bis .um Rachmittaq vorher ohne febe Ter binklid>kett preis ftir l mm Höhe für Anzeigen o 34 mm Brette örtlich 40 Pf. auselrte 50 Pf..- für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite I80Pf Bei Platz, vorfchnft 20' f Aufschlag. <>auptfchri,tleiter: Aug. Goetz Derantworlliitz für Politik: Aug. Goetz; für ben übrigen Teil: Dr. *Hftnbolb 3enj; für ben Anzeigenteil: Han» Beck, sämtlich in Bietzen. ltt. f28 Der Siebener Anzeiger mit der Dtenotagsbcilagt ,Lp»tt Umschau' er. ich eint täglich, außer Samt, und FeurtagH. Monatliche Vez.-asorelfe: Mark 5.- einschließlich Trägerlohn, durch bie Poft bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. 3er „sprech -Anschlüsse: fürdieSchriftleilung 112; für Druckerei. Verlag und Beschastsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten. Antelarr Sletzen. voftscheckfoats: firwffiirt tu M. 11684. E^es Blatt Ul Jahrgang Samstag, 4. Juni 1921 GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen wochenrLckblick. Vs vor vier Wochen das neu gebildete Kabinett Wirch die Annahme des UftünatumS beschlossen hatte, begnügte sich der neue Reichs kanjifer mit einer furzen Erklärung, der ferner fei Andeutungen über sein Programm zu entnehmen war Wahrend der Varianten- torischen Pause hielt er in Freiburg ein« Rede, in der er erklärte, nur die allerhärtesde Arbeit könne dem deutschen Volke die Frei- heir ,lchern, die durch die Annahme des nach seiner Ansicht erfüllbaren Ultimatums erkauft sei. Inzwischen hat sich die neue Regierung mit Uebereifer bemüht, den nächsten Verrpflichtungen, die uns die Entente auferlegte, nachzukommen. Kein Wunder, daß daraufhin Herr Briand im französischen Senat ihr eine gute Note erteilen unb einen „versöhnlichen Ton" anschlagen durfte, der mehr an die Adresse Englands, als Deutschlands gerichtet war. Denn Frankreich weiß wohl, wie wichtig es ist, jetzt durch ein gewisses äußerliches Entgegenkommen, das zu nichts verpflichtet, einen scharfen Konflikt mit England AU vermeiden, der ihm angesichts der noch ungelösten oberschfesischen Frage äußerst unangenehm wäre Das Frankreich nich» daran denkt, Deutschland gegenüber seine Politik zu ändern beweist das Weiterbestchen der englisch- fratrzösischen Strafmaßnahmen nach nunmehr vier Wochen seit Annahme des Ultimatums. ES verlautet nur aus Paris, daß die Aufhebung der „Sanktionen" vorgeschlagen werden solle, falls Deutschland bis zum 30. Juni die geforderten Abrüstungsmaßnah- men durchgeführt habe. Inzwischen hat sich auch die nach den Londoner Beschlüssen von -der Rccharativnskommission zu bildende Ga- -rantiekommission konstituiert, die die Anwendung der Artikel 241 und 248 des Frieben-3vertrags sichersfellen soll. Nach die- VrtiMn ist Deutschland verpflichtet, alle Gesetze, Verordnungen und Verfügungen bc- kannlzumachen und in Kraft zu halten, die 'für die vollständige Erfüllung des Friedensvertrages nötig erscheinen, ferner, mit dem gesamten Besitz und allen Einnahmequellen deS Reiches und der deutschen Staaten an .erster Stelle für die Bezahlung der Reparationskosten und alle anderen sich aus den er- -gänzenden Vereinbarungen ergebenden Lasten yu haften. Die Londoner Beschlüsse bestimmen tm besonderen, daß die Einnahmen aller deutschen See- und Land^lle und die Erträgnisse aller Ein- und Ausfuhrabgaben, sowie bestimmter von Deutschland vorzu sch tagender direkter und indirekter Steuern zunächst als Quellen für die „Reparationsleistungen" in Anspruch zu nehmen sind. Der Garanttelom- Mission wird die Verpflichtung obliegen, regelmäßig die Zahlungsfähigkeit Deutschlands zu prüfen und dafür zu sorgen, daß seine Einkünfte vorzugsweise zur Abtragung ber Wi edergutmachungsschuld verwendet werden. Somit bedeutet diese Kommission eine Hand, die dauernd den Puls der deutschen iDirtschäft fühlen wird, um festzustellen, ob die deutsche Leistungsfähigkeit bis zum äußersten im Dienste der Entente angespannt ist Mit der Garantiekommission, als dem ausführenden Organ der alliierten Mächte, wird Dr. Wirth vornehmlich zu verhandeln haben, wenn er sein Regierungspro- g r a m m durchführen will, das von dem abermals verkündeten festen Entschluß ausgeht, die durch die Annahme des Ultimatums übernommenen Verpflichtungen auszuführen. Der Rechenschaftsbericht des neuen Reichskanzlers unterstreicht die Pünktlichkeit, mit der alle Termine des Ultimatums bisher eingehalten wurden. Auch in der Entwaff- nungsftage wird dem Verlangen der Entente entsprochen werden, Bayern wird voraussichtlich keine Sc^vierigkeiten mehr bereiten. 23ie die Regierung des finanziellen Problems Herr zu werden gebenft, wurde zwar nur in sehr allgemeiner Form angedeutet, aber die Blütenlese neuer Steuerprojekte genügt auch dem größten Optimisten klar zu machen, wie ernst die Lage ist, die durch die Annahme des Mtimatums geschaffen wurde. Mit etwas verschwommenen Worten verspricht allerdings der Reichskanzler, die Folgen der indirekten Steuer vom Verbraucher fernzuhalten, die Lösung dieses Problems behielt er jAoch vorläufig für sich. Sehr problematisch ist auch die Besteuerung der sogenannten Goldwerte", jener sich in Privatbesitz befinbenben Werte, bie angeblich von der Währung unberührt blieben und „so gut sind wie Gold". Beachtenswerte Worte fand Dr. Wirth dagegen für unser gutes Recht aus Oberschlesien unb erteilte im Anschluß daran Herrn.< SJrtanb eine erfreuliche Lektion, wie widersinnig es ist, mit der Besetzung deutschen Gebietes und deutscher Städte, durch Zoll- schikanen und die oberschlesischen Umtriebe demokratischen Geist in Deutschland entwickeln zu wollen. Tie ganze Rede des Reichskanzlers verriet das Bestreben der Minderheitsregierung, sich für die Vertrauensftage eine breitere Basis zu schaffen. 3Lach LiinS hin scheint er seinen Zweck erreicht zu haben, denn seine Ausführungen wurden von der „Freiheit", dem Organ der Unabhängigen, gut ausgenommen. Das Blatt kanzelte bei dieser Gelegenheit die Kommunisten ab wegen chres „blöden Geschreis", chres „fortwährenden Gebrülls : Amnestie" für „Zuclühausurteile, die sie erst verursacht haben." Der Deutscl)en Volkspartei gegenüber ist Dr. Wirth weniger erfolgreich, denn die Parteikorrespondenz er» klärrt, einem Kabinett Wirth mit einem „so inhaltlosen, unklaren Programm" kein Vertrauensvotum bewilligen, noch viel weniger in ein solches Kabinett eintreten zu können. Mitbestimmend für diese Haltung mag die Wahl Dr. Walther Rathenaus als Wiederausbauminister sein, ber am zweiten Tage eine stilistisch viel gewandtere Antrittsrede hielt, als ber Reichskanzler. Der be- kanrrte Berliner Industrielle unb Publizist mit sozialistischen Gebankengängen spielender Theorien wird auch in anderen politischen Lagern nicht ohne heimliche Bedenken auf seinem Posten begrüßt. Bei ihm, wie bei der ganzen Regierung, die mit dem Programm: „Verständigung, Wiederaufbau, $crfbbming" schnelle und gründliche Arbeit versprich, muß man jedoch erst die Taten abwarten. Indischen hat der zweite Tag ber politischen Aussprache die Aussichten für ein Vertrauensvotum für bas Kabinett Wirth erheblich verschlechtert. Der Sprecher ber Deutschen Volks Partei, Dr Stresemann, hat ohne bestimmte Stellungnahme iiir Vertrauensfrage ausgedrückt, daß seine Parte: in sachlicher Opposition an der Zukunft des deutschen Voltes Mitarbeiten werde. Nach einer Privat- Meldung des „Berliner Tageblatts" entsprich dies einem Fraktionsbeschluß, wonach in einer Erklärung hervorgehoben werden soll, daß die Deuft'che Volkspartei an der Erfüllung der einmal übernommenen Reparationspflichten sachlich Mitarbeiten wolle, ohne das Wiedergutmachungsprogramm der Regierung als Ganzes anzunehmen. Nun hat aber der neugewählte erste Vorsitzende der Demokratischen Partei, Dr. Petersen, in seiner tHebe den größten Wert darauf gelegt, die Regierungsbasis zu verbreitern unb den Anschluß ber Deutschen Volkspartei gegen die ablehnende Haltung der Sozialdemokratie durch Wels herbeizufuhren. Herr Petersen hat sogar geäußert, die Demokraten würden die Konsequenzen daraus ziehen, n?enn die Sozialdemokratie wirklich grundsätzlich die Beteiligung der Deutschen Volkspartei an der Regierung ablehne. Da außerdem die Unabhängigen sich mit ziemlicher Sicherheit bei der Abstimmung über das Regierungsprogramm der Stimme enthalten roerbeit und Dr. Wirth eine klare, aufrichtige und eindeutige, die Ziele seiner Politik schützende Entschließung verlangt hat, so ist die Befürchtung gerechtfertigt, daß es im fetzten Augenblick statt zu einer Vertrauenserklärung ;u einer Kabinetts krise kommen wird. Die um so bedenklicher wäre, nun die Annahme des Ultimatums einmal beschlossen ist. Deutschee Reichstag. 111. Sitzung. Berlin, 3 Juni d92L Haus unb Tribünen sind bei Beginn der Sitzung nur schwach besetzt Das Haus erledigt zunäckü einige Anfragen. Auf eine Amvage des unabhängigen Abgeordneten H v r n wegen der Auf.eckung ton Waffen- Verschiebungen in Stettin wird regimntgefeitig criuiberi, das Ergebnis der Untersuchung steht noch nicht fest. Zu der • Befprechung der Regierungs- erkl ärung ist iukd ein Antrag Hergl Deuttchn.) eingegangen auf ein Mißtrauensvotum gegen die Regierung, ferner ein Antrag Müller- Iranfen «2.), die Arbeit der Sondergerichte unter dem Gei'ichtsvuntte der Begnadigung nachprüfen zu lassen. Rei chssustizmin i fter Schifter betont, die Anmestie sei bereits einmal abgefebnt, und er brauche nur darauf -u verwü en, daß die Gründe hierfür bereits erschöpfend ''-angelegt feien. In ^r Sache der Ausnahmegerichte 'ei zu sagen, daß oiese an und für sich unernribixhi feien unb verschwinden müßten, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben seien. Nur sechs sollen bis enu weiteres bestehen bleiben. Reoner tuienrt :err $um Schluß gegen die Kommunist che Patter. Was solle das Geschrei'über bie armen Lirer dieser Verhetzung heißen? Trefe find im Zuchthaus, die Führer aber hier in größter Sicher hei: IteL-h. Deffall.. Äbg. Stresemann Deittsä^ Voitspatter geht sodann auf die Rede des Reichskan»- lers ein. Die Auftähllmg der von uns bereits erfüllten BerMiättungen war wohl nach außen gerichtet Demi her Reichskanzler aber dadurch uns die inner Fretzeü gesichert >u haben, fo meine er bannt wohl die Freiheit tun noch hobt*rem Zwang, batn was uns aufertegt »vorden ist. geht weit bintrus über den .nvdensvertrag, ft. B die Beschränkung der Poi.r-.-i int Intereste der schvantenwsen Ausdehnung he»>Verbirtt>erruiii Auch das Verbot her Fabrikation von Viiftfabi fteuflei ist eine Zumutung, die unerhört ist In Wenn Frankneich an den Sanktionen feft- hie Difserentzcn, die iwch mit Banern tx-fteben, 'ich werden lösen lassen Die Reärtslatigierl brr Or- flcid»rganifattonai steht zweifellos fest strr Ver- bot ist also ein Eingaft in die 2xcrern4Treibeit. Auch in Di Unruhen bringt uns iw (5ntmaffnunq in ehte schnnerige Lage. Tas Kabinett Iran, sich bemühen, wenigstens die Bestimmungen des !>-riedensver 1 träges durclnufetzen Für die Sanftionen sind nach der Unierzachnuiig des Ultimatums die Voraussetzungen svrtgesallen. Dor Reiä^Unrzler unb der Minister des Aeußeren mögen daher an diesem Punkte energisch emfetzen. Wenn Frankreich an den Sanktionen fest- halte, so sei die Haltung Deutschlands vorgefteichnet. Da-u komme Briands Haltung in der oberschlcsi- [dtfn Frage. Es müßten auch Erwägungen darüber angestellt werden, ob ein Land die ihm auf-« erlegten Opfer bringen kann, wenn man ihm ein so wichtiges Glied wie Oberschlesien nimmt. Der Redner polemisiert sodann gegen die Exportabgabe, denn diese 9ldgabe sei ja nur als eine Indexziffer anzuseben und forme durch jode andere Abgabe ersetzt werden. Die Exportindustrie befinde sich in einer sehr unsicheren Lage, da sie sich aus ber Regierungserklärung kein Aare? Bild machen forme. Die Person des Wiederaufbauministers begrüße er gerne und bedauere es mir, daß nicht noch mehr solcher Köpfe dem Kabinette angehörten. Aber die Schlagworte der Kritik ließen sich doch nur auf die großen Betriebe anwenden, nicht aber auf die tabfeeidrn mittleren Betriebe, die in Spezial arbeiten großes leisteten. Die Haltung der Regierung lasse frier schwere Gefahren für diese Betriebe befürchten, und davor warne er, selbst auf bie Gefahr hin, daß diese feine Anschauung oon ber seines Freundes Stinnes abweicht. ^Beifall und Heiterkeit.) Ter Satz deS Wiederaufbauministers, daß wir erfüllen toimtcn, wenn wir wollten, erscheine ihm höchst gefährlich. Wer könne denn eine Garantie für untere Leistungssabigkeit übernehmen Irgendwo fei doch eine Grenze. Die Arbeiter Vertreter ». B. hätten erklärt, wenn uns Oberschlefien genommen würde, würde die Erfüllung des Ultinunums unmöglich fein. Aber wir wollen alle l-elfen, das Word bet .Regierung einzulösen. Wir stehen in sachlicher Opposition >ut Regierung, wir werden aber auch nur in sachlicher Form tu den einschlägigen Fragen Stellung nehmen. (Beisall.) 2lbg. Dr. Petersen (Dem): Tie Fra^.', ob Za ober Nein, war keine Frage der nationalen oder tnd)mat tonalen Gesinnung. Es handelte sich darum, ob wir uns durch Sanktionen noch da.' Letzfe abvresfen lassen wollten, ober ob wir bar Versuch machen sollten, unter Vermeidung roetlerer Sanktionen, das so weil als möglich zu erfüllen, was uns in die 3-eber hifti'"-* irnr lichen Materials ber Welt zusammen gebrochen ist. Wir hoffen, daß durch unsere Leistung der Gedanke des Schiedsgerichts und der allgemeinen Abrüstung erfüllt rvirt) Zu diesem Zwecke ist es nö'ig, daß wir eine Regierung bekommen, die int Reichstag eine breite Basis bildet und frei von Parteistänkerei ist. Dann werden wir auch das Bertvauen ber Entente finden, das nnr brauchen. Gewi st ist es richtig, daß wir innere Aufgab nur durch eine großzügige Steuerpolitik erreichen können 2luch diese Frage kann nicht nach dem Gesichtspunkte ber Besitz- ober Verbrauchssteuer behandelt werden Die kleinen Betriebe müssen geschützt werden. Tas Rrparations- problem hängt von der Valuta und von dem Vertrauen des "Auslandes für unsere Wirtschaftspolitik ab. Für die Besserung unserer Valuta ist Voraussetzung die Beschaffung einer erheblichen Anleihe im Auslande für unsere Rcpararionsleiftungenl Tos Vertrauen zur deutschen Politik und Wirt, schäft ist abhängig von einer Regierung auf breiter Basis, die emc lange Tauer hat. Tie .Kommunisten und Radikalen werden sobald wie möglich abgewirtschaftet haben. Von ernster Bedeutung war es, daß der Präsident des Reichswirtschaftsrates, 2lbg. Edler o. Braun, die Vorschläge des Reichskanzlers stark kritisierte, und bann, als ihm zuqerufen wurde, was er denn Vorschläge, erklärte: „Ich fitze ja nicht oben auf dem Ministersessel 7' Das ist eine Ban- kronerklärung, wie ich sie fürchterlicher noch nicht erlebt habe. 'Unruhe rechts., Benn bfe oerfasfungs- mäßig berufene Vertretung des Deutschen Reiches eine Politik eingeschla«n hat, so hat sich der Reichs- wirtfchoftsrat dieser Politik anzuschlleßen Rufe rechts: Die Antwort kommt noch. Die Unabhängigen kommen für eine vernünftige demokratische Regierung nicht in Frage, wenn sie noch auf dem Boden des Rätesystems stehen, die Demokratie ab- lehnen und als wichtigste Fvröenrng bie Amnestie und die Aufhebung des Bc lagerungszuitandes bezeichnen. Wir freuen uns, baß die Mehrheitsst>zia- listen wieder in der Regierung sind, wir wollen sie auch nicht wieder m ber Regierung «müssen 34 tTflätv namens meiner Fraktion, haß wir im bknt>- ften Maße bedauern, daß bie Deutsche Volk. Partei nicht aud) habet ist ^Zurufe link Wir '. rauchen ihre Untersüitzung für die Polnik der deutschen Zw» • Unterstützrmg lugrfaiit Ijat, rniHin-- ich. haß sie aud) die Resolnlwn araubmet nstrd, die diese Politik unterftüti- (Wie sieht sie aus?) Wenn nnr diesen Block Ngang ber Tcbatte in biöer «Zorm zum >saminelti der Otev- fier nicht bei tragen wird Lfemi nnr die Politik nach gvosten ^i'ichtSpnnkten onontemt wollen, müssen wir aus her Polemik henruslommen Dm Reichstag must sich herüber klar fern, hast hu Entschtiestungen, die hier anflcrwinmat inrrben ober nicht, immer znm i'llisdrult bringen müssen, oast nnr Har, ausrichltg und eindeutig btc Ziele ber femtschen Politik stützen werden Es ist M r i die Telratte geworstm worden, ipie |tdx tu Regierung zur Ausbringung tKi nsfuhrabgabc stellt Oteroii; ist das zu- nächst nut enu Inderzister, aber dr-se Indet- zister wird doch bu Grundlage ber deutschen Zch. hingen sein und so lange wir btc i^rohc ber Verpflichtungen, die ans duster Inderzister heroor- g«chen können., nicht tarnen, ist eS austerordenlltch idtwr, i'ine andere Inderziffer an ilwe Stelle zu setzen. Gewiß sind dtes Iragen non end'.hei- dender Bedeutung für das wirtfchaftltckte Sckiicksal Deutschlands. Ader daraus eine Beunruhigung lrerzuleiten für -Handel unb Intnistne, liegt eine ranlassung nicht vor. Wir werden UNS ti den ntuhftni Tagen der Frage ber dauernden Mütel- beidxtffung in Gemeinsäiaft mit dem Reichswirh» sstiastsrat widmen, dessen tatkräftige Mitwirkung in ähnlichen Fällen sich schm wiederholt bä* währt bat. Abgeordneter HAllein (K.): (Tas Haus leert sich bis auf wenige Abgeordnete.) Wir würden es begrüßen, iocrut bie .Henrmmg ben Reichstag auseinander jagt und an die Massar appelliert. Tie Rochtsvppoi'ition entspringt nur dem Kankurrenzkampi um Ministersessel T« Zew» trumsdemokratie sitzt nicht stecknafestspitzemief. In die ichige Regrerung sind eine ganze Reche tun allen Möbeln, Mm Teil sogar recht alter Garnitur, hineingefommen. Erne neue Nummer ist Herr Rachenmt, der als etwas besonderes für sich rn Anspruch nitranl, unpolitisch ftu sein Tie Unabhängigen haben sich i n Lause ber letzten Wochen mit den anderen Parteien bemüht, ben EapituUftfe scheu Staat zu retten. Tie Unabhängigen srnd auch mit ber heutigen Regierung aus Tod und Leben verbunden, weil sie das Ultümuum unterschnebon haben, den Totensthcin für die deutsche Arbcier- schost Die unabhängige Partei ist ein politischer Laubfrosch. Tie Regierungserklärung enthält nur Gemeinplätze, kann also nicht als ein Programm angesehen werden. Ter Stomps gegen das Pool» tariat ist auch das Leirmotep Tx. DirtbS, Sauetf und Schmidts Es »eugi von enter grasten Korruption der beutxäai Steuerbehörden, dast an Mann wie Stinnes immer noch halb Deutschland au füruien kann und über so viel Geld verfügt, um als König der Teutschen Lolfopariet alle ferne .Hampelmänner tanzen lassen zu können. Redner schließt seine fast bi-.i türtbigen AuSsührungen tut vollständig leerem Hause. Nächste Sitzung morgen mittag 12 Uhr Kla'e Airfrggcn und Weiterbantung. Schluß 6 Uhr 45. • . i Kein Vertrauensvotum für die Regierung witthr Ser Tin, 1. Juni. (Priv.-Tefegr.) Dke Reichstagsdebatte über die Prvgro.mmerklä- rung der Regierung Winds dürfte laut „Vorwärts" heute yint Abschluß Eommen. Das Mißtrauensvotum der Deutsch- Nationalen wird gegen eine Keine Minderheit, die vornehmlich aus Kommunisten und Teutsch-Nattonalen bestehen wird, ab- gelohnt werden. Da durch diese Ablehnung der Regierung indirekkdas Vertrauen ausgesprochen wird, sind, tote die Blätter erfahren, die Kvalittonsparteien dahin überein* gefommen, kein 'Vertrauensvotum einzubringen. Tie englische Presse zur Rede WirthS. London, 3. Juni Wolff.» Zu der Reichs^ taßsrede Dr. Witths schreibt „Daily Ebro- niete", die Rede atme ehrlichen und aufrichtigen Geist, ben bie Alliierten anerkennen müßten, ohne zu kritteln. — „D ailY News" sagt, bie Rede veS RricMmrzters Ätache etnengutet Eindruck. Soweit England m Betracht fonrme, wird trotz mancher »egen teil tgen Anzeichen eine allgemeine Nri- MMg vorhanden sein, jedes ehrliche Bestreben auf Seiten Deutschlands ehrlich arrzuer kennen. Die „Time s" vergleicht die Reden Briands und Mrths. Während das Blatt an der Rede Wirths das staatsmännische Ergreifen der wat» ren Weltlage lobt, erklärt es, daß die Rroe Brianos den demokratischen Grundsätzen ivt versprechen mürbe Die pathetischen Rufe Tr. Wirths an bve Wliierten, iin Namen des demokratischen Grundsatzes, int Gewehre beiseite zu stellen, seien entweder sehr einsältiq oder ein bummer Versuch, (Andruck auf die britischen Einfältigen zu macken, euS deren unheilbarer Sentimentalität Deutsche land oft versucht habe, Vorteile zu ziehen. - Auch die „Morning Pos^ tritt für ein Bündnis zwischen England jinb Frankreich ein 5*4 Blatt erklärt, die Stimmung im eng loschen Volk sei fest zu Gunsten eines solches Bündnisses, es sei jedoch von größter Bedeutung, daß die oberschlesische Frage auf einer Grundlage geregelt werde, die Polen, England und Frank- reichalS gute Freunde ließe. Die tage in Sberschlefien. Oppeln, 3. Mai. (WTBs.Nach heute abend Lus Oppeln vorliegenden Mridüngen ist an der ganzen von den Insurgenten besetzten Linie eine lebhafte Wiederaufnahme berftambf* handlunaen festzustellen. Im kreise Oppeln mutzte Durama von den deutschen Ber- teidigern geräumt werden, die vier Tote und sechs Verwundete beklagen. Am .kreise Gr.-Gtrehlitz wurde Slawa durch einen polnischen Panzerzug vom Bahnhof Schimischow aus und durch die Artillerie der Aufständischen stark beschossen. Besonders heftige Angriffe, die ebenfalls durch polnische Artillerie vorbereitet und unterstützt wurden, richteten die Insurgenten gegen die deutschen Verteidiger östlich deS Ännaberges. Die heftigen Nachtangriffe der Aufrührer scheiterten völlig. Die Vorstöße, die am Morgen mit starken Kräften »mederholl wurden, endeten gleichfalls mit einem Mißerfolg der Insurgenten. Lebhafte Kampftätig- leit im Kreise Cosel. Bei BrzeSnitz und Gregorso- witz, Kreis Ratibor, versuchten die Polen über die Oder vorzudringen, wurden aber zurückgeschlagen. Im Kreise Rosenberg wird von den polnischen 'Aufruhrern na cf) wie vor geplündert. Ein weiteres Borrücken der englischen Truppen bei Stubendorf ist immer noch nicht erfolgt. Abg. Hartmann auf freiem Aust. Oppeln, 3. Juni. (Wolff.) Nach neuer-* omgs einavgangenen Nachrichten befindet sich der von den Polen verschleppt gewesene deutsch-nationale Abgeordnete Hartmann, Chefarzt des Knappschaftslazaretts Neu-Heiduk, wieder auf freiem Fuß. von der Reparationskommission. Paris, 3. Juni. (WB.) In Paris ist eine Abordnung deutscher Sachverständiger eingetroffen, die morgen vormittag über die Abschätzung der seit dem Waffenstillstand von Deutschland ausgelieferten Handelsschiffe verhandeln soll. Die Reparo- nonSkmnmisswn hat sich gegenüber den deuffchen Einwendungen gegen die Beschlüsse der südafrikani- . scheu Regierung in der Frage der .Li-midierung der 'deutschen Güter und Interessen in Südafrika dem Standpunkt der südafrikanischen Regierung an- geschlossen. Hiernach tauft das Ergebnis dieser Li- inrlbatümen Deutschland nicht auf das Reparationskonto gutgeschrieben werden. Au» dem Relehe» Ein Attentat auf Herzog Albrecht von Württemberg. Leutkir'ch, 3. Juni. (WTB.) Laut ,,Allgäuer BolkSfreund" wurde auf General- feldmarschall Herzog Albrecht von Württemberg, der yur Zeit auf .Schloß Zeil weilt, am Mittwochs gegen 9 Uhr, als er in Begleitung des Fürsten von Zeit von der Jagd zurückkehrte, aus dem Walde von hinten ein Schrotschuß abgegeben, der den Herzog und den Fürsten im Rücken traf. Ans der Demokratischen Partei. Berlin, 3. Ium. Die Demokratische Partei wählte den Abgeordneten Dr. P e t e rsen zum ersten und den früheren Reichsminister des Innern, Dr. Koch, zum zweiten Vorsitzenden. Au» Oessen. rnt Darmstadt, 2 Juni Der Finanzausschuß deS Landtags genehmigte heute in Fortsetzung seiner Beratungen zunächst Kapitel 75 bei Hauvworanschlags, Förderung einzelner Zweige der Landwirtschaft. Dann wird Kapitel 53, Qhjm- nasien, beraten und zugleich der Antrag Knoll, betreffend die Staffelung des Schulgeldes nach Einkommen und LZermögen, behandelt. Ka- pffel wird nochmals mit der Regierung besprochen werden. Bet Kapitel 54, höhere Bürger- fcf, irien und höhere Mädchenschulen, wird der 'Antrag des Abg. Schreiber, betreffend Zuschüsse zu den höheren Schien, abgelehnt, und eine Eingabe von Alsfeld hierzu für erledigt et» Itärt. Der Abg. Eisnert beantragt hierzu, daß im näd 'ten Voranschlag Staatszuschlisse nur den- langen Orten angewiesen werden, an denen sich andere höhere Schulen nickt beffnden. Ter Antrag wird angenommen. Bei Mapitd .58, Landcs- u niversit ät, beantragt Abg Dr. Osann, die Vergütung für die Assistenten ebenso *u stellen, tvic bieiemgen in Preuß«m, Bayer:« und Sackfen IM übrigen wird das tfajntef genehmigt. Auch Kapitel 59, Technische Hoff'schule, wird genehmigt. Auch bie unteren Kapitel finden ohne Debatte Erledigung. Damit fft ixr H auptstaatsvoron s chlog in erster Lesung durchberaten und beginnen ont Frettagoormittag 9 Uhr die gemeinsamen Beratungen mit der Regierung. Ans Statt und Land. Gießen, den 4. Ium 1921. Der Wochenmartt mar heute wieder außerordentlich stark befahren. Trotz deS überreichen Angebots von Gemüsen aller Art waren die Preise sehr hoch. Spinat kostete da» Pfund 40—80 Pf., römisch. Kohl 60—80 Pf., Menggemüse 40—80 Pf., Frühwirsing 1,80 Mk., Rhabarber 0,90—1,20 Mk, Gelberüben das Pack (etroa Vs Pfunds 1,50 Mk., Kernerbsen Pfund 2,.50—3,00 Mk., Gurketi das Stück 3—8 Mk„ Rettcch 0,50—1,00 Mk., Kirschen 4—6Mk, Erd- becren 8—10 * * * * s * * * *Hct. , t . Landbutter wurde von Begum des Marktes bis 10 Uhr mit 24—26 Mk. das Pfund verkauft. _ „ Eier kosteten 1,40—1,50 Mk. das Stück. Käse kostete das Stück 70—80 Pf. und Z w e t s che n h o n i g, der in genügender Menge vorhanden war, kostete 3,50—4 Mk. das Pfund. Auf dem letzten Frankfurts rMarkt war besonders groß die Zufuhr an Kopfsalat. Kleine Köpfe waren schon für 1 Pfennig zu haben. Für schöne Ware wurden aber immer noch 30—40 Pfg. bezahlt. Die Zufuhr an Kirschen und Erdbeeren war sehr gut. Tie Kirschen kommen meistens aus Nordbaden. Tie Kirschen aus dem südlicheren Baden kommen durchweg in sehr schlechter Verfassung hier an, da sie auf dem Transport leiden. Der Großhandel verlangt heute 3 Mark für das Pfund. Erdbeeren waren bereit» iür 6 Atari das Pfund zu haben. Für außergewöhnlich schöne Ware wurden aber noch höhere Preise verlangt und bezahlt. In Köln wurden dieser Tage unübersehbare Mengen Gemüse und Obst dem Markt zugeführt. Tie Marktverwaltung hatte Mühe, die Waren unterzubrmgen. Man hatte den Eindruck, daß diese Mengen ohne einen erheblichen Preisrückgang nicht abgeseyt werden konnten, aber dies traf nicht zu, da Riesenmengen Gemüse und Obst von Händlern aus dem unbesetzten Gebiet angetauft wurden, offenbar eine Folge der Aufhebung der Bestimmungen über die Aus- und Einfuhrgenehmigung. Erdbeeren, die mit 10 Mack da» Pfund vom Erzeuger feilgeboten wurden, verfielen der Beschlagnahme, ebenso Kirschen, die vom Erzeuger mA 6 Mk. ausgezeichnet waren. Im vorigen Jahre wurden um diese Zeit Landleute, die ihre selbstgepslückterr Kirschen mit 3Mk. das Pfund verkaufen wollt«!, vom Wucher geeicht zu 2000 Mk. Geldstrafe verurteilt. AVcttcrvoraussage für Sonntag: Wolkig bis heiter, trocken vis auf Gewittev- regen, warm. Unter dem Einfluß von Randwtrbeln der über dem Mittelmeer liegenden Tepresfon hat in ganz Teutschland eine lebhafte Gewittertatrgkett eingesetzt. Tas Hochdruckgebiet liegt immer noch über England und beherrscht immer noch die Wetterlage. Es ist für die nächsten Tage mit Fondauer der bisherigen Witterung zu redmen. In Gießen fielen bet dem gestrigen Gewitter 8 Millimeter Regen, die Höchsttemperatur betrug 26,6 Grad im Schatten, die niedrigste 14,9. In Lauterbach fielen 4 Millimeter Gnvittec- regen, Höchsttemperatur 26, die niedrig sie 16 Gr. An Darmstadt zog das Gewitter, ohne Otegen zu bringen, vorbei. Temperaturen 28 und 17 Gr. « ** Der Himmel im Juni. In diesem Monat macht die Sonne ihren größten Bogen, denn am 21. Juni mitternachts tritt sie in das Zeichen des Krebses, flammt am Mittag dem Sctnilelpunkte am nächsten und bringt die längste Tauer des Tages hervor, mit anderen Worten: es beginnt der Sommer. An diesem b enterten»- inerten Tage geht die Sonne schon 3 Uhr 39 Minuten auf, um erst 8 Uhr 24 Minuten zu bet* säüvinden Es nahen mithin auch die „hellen Nachte". Am 6. Juni.haben wir Neumond, am 12 erstes Viertel, ant 20. Vollmond und am 28 letztes Viertel des Mondes. Die Planeten zeigen folgenden Stand: Merkur, ixe Dauer der Sichtbarkeit nimmt wieder ab, gegen Mitte des Moiiats wird der Planet ganz unsichtbar. — Venus, dce Dauer der Sichtbarkeit wächst an bis auf IV- Stunden am Ende d. M. — Mars, flammt am 29. b. M. in Konnmktion mit der Sonne und bleibt daher unsichtbar. — Jupiter gdft von Mitte b. M an bereits vor Mitternacht unter und ist am Ende nur noch V- Stunde lang sichtbar. ** Ober hessischer Kun st verein. Tie Ausstellung, die seit 8 Tagen mit Arbeiten von Prof. v. Volkmann, Pros. Pellar, Knobloch, Heck- roth, Mueller-Leuten und Steinbach geöffnet ist, wird voraussichtlich idx>n nächste Woche teilroeife geändert. Die Ausstellung ist täglich mrt Ausnahme SamstagS von 11 bis 1 Uhr geöffnet. Festge nommen wurde in >)agen der Einbrecher, dec ün Ätärz 1920 m hiesiger Siad! über Nacht eine große Anzahl Diebstähle ausführte und ^dabei ine Treiftigteü besaß, rn die Schlafzimmer einzudrrngen. Er nannte, fick Wllhelm Lange aus Hagen, beißt aber rickng Karl Steeg. Zur fraglichen Zeit hat er sich nut einer Frauensperson, von Trier kommend^ Inet ausgehalten. Ein Teil der gestohlenen Sachen wurde noff> bet ihm vorgeiunden. Ferner war er noch int Besitz einer gelben Brieftasche aus Leder, einer schwarzen Geldtasche aus Leder, eines gefbert 3igarrenetnü', eines gelben Zigarettenetuis, eines lübenten Notizblocks, einer sübernen ^chlüsfeluhr mit Kette, einer silbernen Hervemchr ohne Kette, zwei goldenen Tamenichren mit Halsketten, eines goldenen Traurings, gez. „A. Reininghaus 31. o. 03", eines goldenen Traurings, gez. „C. Sflruf 31. 5. 05", bereu Eigentümer noch nicht bekannt sind. Tie Sacken sind zweifellos auch hier gestohlen worden. 2i£ Eigentümer werden ersucht, ihre An- prüche her der Krimiitalpolrzei Gießen geltend zu machen. ** Die Warenausgabetabelle des Lebensrnittelmntes für die nächste Woche ist tnt heutigen Anzeigenteil veröfsentlicht. — Tas Brennstoff amt kündigt in ferner üblichen Wochen bekannt niachung auch dre Ausgabe von Brennstoffen für bat Hausbrand an sowie die Ausgabe von Brennstoffbezüigsscheinen für Zen- traWizungen und größere gewerbliche Bettteve. e* Die Sozialdemokratische Partei veranstaltete gestern abend im (Safe Leib ehti öffentliche Versammlung. Retckstags- abgeorbneter Otto Huß-Bochum sprach über die Grundzüge der Sozialisierung und Reichstagsabg. Löffler-Oberschlesten über dic obcrschlesischc Frage und den Point scken Terror. Beide Redner sind hervorragende Bergarbeiterführer und haben aus berat Ber g ar beiter kongreß, der heute in Gießen zu Ende geht, über die gleickat Themata schon gesprochat. Heber bie Löfflersche Rede haben wir bereits tn unserer Tienstagkmnrmer das Wesentliche berichtet, während wir zur Soziali>terungsrebe Hues auf den heutigen Bericht über bie gestrige Berg- arbeitertagung verweisen. In der Aussprache meinten zwei kommunistische Redner, daß die Sozial iftermtg nur mit Gewalt durffige führt werden könne. Ein Redner der USP. fragte, ob btr Mehrheits sozialdemokratie gedenke, die Sozialisierung mit bürgerlicher Hilfe durchzuführen, ob sie sich viel davon verspreche und ob die Sozialdemokratie anderiffalls die «L>ozialisierung mit Gewalt entführen wolle. Prof. Sommer stimmt den Ausführmtgen des ReichStagsabg. Löffler über Oberschlesieit bet und machte hierzu noch einige ergänzende AusftihnMgen. Bornotizen. — Ta ges kalender für Sams tag: Postkeller, 8 Uhr, Hauptversammlung des Vereins städtischer Beamten. — Cass Leib, 8 Uhr, öffentliche Versammlung der V. K. P. D. — Licyt* spieltheater, wie gestern. — Tageskalender für Sonntag: HvtÄ Einhorn, 8 Uhr, Experimentalabend Morello. — Lichtspieltheater, wie gestern. — Aus dem Stadttheaterbureau: TaS neue Lustspiel von Leo L-enz „Bettinas Berlobuna", das am kommenden TonnerStag hier zur Ausführung gelangt, hat, wie schon erwähnt, in Bad-Nauheim einen großen Erfolg gehabt. Tie dortige Zeitung schreibt: Bettinas Verlobung habe sich als ein großer Erfolg entpuppt. Die cinsach humorvolle Hmidlung bestelse darin, daß Bettina, die in drei Wochen mit einem Streber Derbeiratet werden soll, in Wirtlichkeit dessen Freund, einen anständigen Kerl, zum Mann bekommt. Wie das gemacht wird, müsse man sich ansehen und werte seine Freude daran haben. Nach ter gestrigen sehr freundlichen^ Mfftahme des Stückes zu urteilen, habe Hof rat Stcmgvetter mit Bettinas Verlobuirg einen Treffer gemacht. - Seine 7 5. Jubelfeier begeht der Ber- einigte Männerchor Harmonie Gemütlichkeit (Dirigent Musiklehrer Wb. Kasten) am 18., 19 und 20. 3 um auf der Liebigs höhe. Ter Lahmalsängerbund hat seine Dritwirtung bc chloffen. Am Somuag, 19. Juni, vorm 912 Uhr. findet tm Stadttheater ein Ehren'mgen der 16 Bundesvereine statt. Bei diesem Singen wird das deutsche VolVlied wieder zur besonderen Geltung kommen. Ein Teil des ^Reinertrags vom Ehren mgen wird ber hessiscken Kinderhilfe zugeführt Zu den übrigen Veranstaltungen haben hiesige Gesangvereine und die TmnerQbaft chrc Mittvirkuna zugesagt. Tie Ansschüff' haben ihre Arbeiten soweit erledig!, unö " darf aut ein gutes Gelingen des Festes gerechnet werden Nahe res wird noch terrch Inserat und Plakate bekannt gegeben. — Tie Oberhessi icke Gesellschaft ür Natur- und Heilkunde veranstaltet morgen eine botanisch qenfoaHtfye Ef kursion ins Biebertal. Tie Leitung Haden Privatdozent Dr. Funk und BrrvaidozeM D' Hummel übernommen. Am Brebertalbahnhof ist 8.30 ITbr morgens Abfahrt • Gin ftonjert StreichmZartette und Dio linsvlostücke) veranstaltet für wohltätige Zwecke Herr Wilhelm Schüttler am nächsten Mittwoff' abend im Saal des Hotels Grotzherzog. Wir her weisen auf die heutige Anzeige — DaldgotteSdienst Der Go en g Arbeiterverein veranstaltet am Sonntag 12. Juni in Gemeinschaft mit dem Evang. Bund iind dem Wartburgverein einen Frü^gvttes dienst auf dem Schiftenbery, bet dem außer dem Bläserchor des WartburgverevrS die Gesangs- abteilung des Evang. Arbeitervereins mitwirkei' wird Tie Predigt hat Piorrer Dechtvl-Heimei übernommen. Hessen^Nassau. * Der „R ote See" Ein merkwürdiges Natursfftauspiel bietet ter „Rote See" bei Groß- Almerote. An Stelle eines abgebauten Basaltstein brucks — der schöngefvrmte SLulenbasalt war allerdings auck eine Sehenswürdigkeit, beten Zer ftdrung von vielen Naturfreunden bedauert wurde — hat sich auf dem Boden des Bruchs rin See von nicht geringer Tiefe gebildet. Seme Eigentümlichkeit besteht darin, daß er andauernd blutrot ge färbt ist. Tie Farbe entstammt einer Schicht von hochrotem Schieferton, die in den Seitenwänden ein gelagert ist, sowie aus dem Basalt auSqesaugten Eisen. Ter zwischen den Höben deS .Kauftmgei Waldes eingetettete See wird viel besucht. In die- fern Falk, bemerkt hierzu ter „Kosmos", ist ander begonnenen Berfffuintelung ber Natur zufällig das Gegenteil, nämlich rin Landsckastsibvll eigener Art geschaffen worden. Vie freie vutterwirifchast. Die Zwangswirtschaft iür Butter mir am 1. Juni zu Ente. In Berlin fand am gleiche.! Tage die e r fte B ut ter auktivn statt. Ter Deutsche Buttevau'l'ttonsverband hat laut „Boff Zig." im „Haus Oldenburg' einen Butteraumons- mal mit einem elektrischautomatischen Bersteigerungsapparat, wie er schon fat Jahren in Holland für Lebmsmittelversteigerungen verwmidt wird, eingerichtet. Schon lange vor Beginn der Auktion hatten sich bie Muser eingefmwen, die sich in einem benachbarten Lagerraum durch die zahlrrichev „Partien" kosteten. Mit langen Stechern ließer. sie sich Proben heraufhol«, die sie mit nachdenklichen Mienen kosteten, um sich zu jeder rin« zelnen Partie Bemerkungen notieren. Dann ging eS hinüber ui den Auktionssaal, ber eigentlich rin hübsches kleines Theater bar- stellt. Tie 200 arnphttheatralffch an geordneter Klappsitze sind an bie Buttergrvßhandlangen ftb 200—400 Mark int Jahr verpachtet. Der Apparat selbst ist eine große, fast die ganze Breite ter gegen!tberliegatben Wand einnehmende Scheibe, die zunächst die Zahlen von 100—1 in kreisrunder Aiwrdnung trägt. Das Innere des Zifferbtattes enthält ferner die Nummern ber einzelnen Sitzplätze, die mit dem Apparat elektrisch verbunden sind. Tie Versteigerung vollzieht sich nicht von unten nach oben, wie bei Antiquitäten, die mit ber Zeit besser werden. Ta man die- von bet Butter nicht sagen kann, wird von oben nach unten gesteigert. Ter große Zeiger nimmt von 30 Mark seinen Ausgang. In ter gestrigen Versteigerung waren etwa 1400 Faß (zu einem Zentner), zumeist von ber Oldenburgischen Molker« - Zentral - Genossenschaft, zur Stelle. Tie einzelnen Partien schwankten -wischen ent und zehn Faß. Tie Qualitttt war im großen und ganzen dieselbe. Tie Partien unter 1 dtieben sich nur durch den Grad ber Frische Denn die Molkereien haben in den letzten Wocher Waren aufgespeichert, um sich des freien Handel? nun um so lebhafter zu erfreuen. Die erste Partie wird aufgerufet — 5 Faß —, bei 20 Mk. meldet sich ter erste Käufer. Ter »weite hat Angst — er lauft für 20,10 Mk. Der brüte hält sich noch auf 19,90 Mk., ber vierte fällt schon auf 18,80 Mk., t>anm geht c4 m rascher Folge auf 16,70 Mk., und bie sechste Partie Mcwi bei 17 Mk. unverkauft. Tie Oldenburger brauchen ja niffsts zu verkaufen, wenn sie ntckt wollen Em paar weitere Partien gehen zu 17,20 bis Während ich sprach, Ma. John», herrschte Totenstille, außer im Anfang, wo ick meine — Ihre Absichten bet der Gründung ber Gesellschaft auseinanbersetzte. Aber nachdem ich meine Wit* lei Lung gemacht hatte, brach em Sturm amt Ausrufen und Gelachter los, man bot mir ton allen Seiten Aktien an, zu zwei Mund, zu ein P^utd zehn, zu ein Pfund Aber ich bat um Ruhe und ^ite: Gentlemrn, ich will henWusügen, dotz ick s bezahle, was ick für einen guten Kurs ansehe, sechs Pftrnd per Aktie. Mr. Johns: S« hätten da fein sollen! Ente sollte Sturmflut der Freute, rott fit ntrr da entgegen strömte, habe ich nxh nie gesehen, Freude, Dcmkbarkeit, ymoa1hte. Er tn doll, rief man von allen Seiten, und überall ich fonniges Lächeln. Ah, Mr Jphn-, es fit sckön. glückliche Menschen um sich zu sehen, und das wurde mir heute yitefL bank Ihnen. - Aber seien Sie ruhig, Sie werden selbst Freute daran baten, Tt>ntn Sie daS nächste Mal am die Sdn> kommen daß sie nur gerettet werden könnte, tuenn ugenN* ejtie bekannte Persönlichkeit in die Bresckc träte. Sofort dockte ick an Sie, ’.’.’h. JobnsAtr. Johns, sagte ich mir selbst, ist der rechte Manu, denn er glaubt an die Gesellsffiaft, und er hat fte mit gegründet. Ader, was soll ich tim? ifk-be ich zu Mr Johns und wünsche ihn zu sprechen, so ist er gewiß be'chäfttgk, werde ich vorgelassen, so sagt er: Mon Dieu, Professor, daran IZabc iff» feine Zeit zu benfai, ich Ixibe tntic Eisen int ’^vuer. Unb bodr wußte ick in meinem Innern, daß Sie etnorrifen unb bie Gesellschaft retten n>ürben, wenn Sie nur Ruhe uni) Frieden harten, über die Sache nackzudenken Rude unb Frieden, sagte ich mir, das ist eS. ivas Mr. Johns brauch:, und darum ließ ich Sie gestern at so imjtrrmoniöfcr 'Seite in diesen stillen Win lei fuhren, wo ich hoffe, datz Sie es so halbwegs gehabt hoben? Eh b.e-i, Uii Jobns, nn idem ick 3bnfit alp unter meinem Tacke eine Frei iatt iür bu ?iacht gegeben hatte, dielt ick miet für beredxigt, mir dieselbe Freihei! unter dem Jhreii zu nehmen, unb ■ Zutorlommenhrit einpkntgeii ivutbe. Wie Si> ick । • mit ein biß.hcn Kunst, nicht wahr . . . altes fiel zu meiner Zufriedenheit aus, und Ihr Wern ist ausgezeichnet, namentlich Ihr Lasite, ich mit derselben auacrlaenen Hös- lichkeit einpsarlgen wurde nne zu Hause bet Ihnen. Tenn wer keirnt Mr. JohnS nid»? Alle kennen Mr Johns. Ich fand zu meiner Betrübnis, baß btc Stellung der Tigammagesellfffxtft fick nach verschlechtert hatte, denn neue Gerüchte über Mr. Maxwells Experimente harten zu zrrtulreren begonnen, unb bie Aktien der Gesellschaft standen nicht einmal mehr auf Part Gleich nach Beginn der Verhaubllmgcn ergriff ich bas Wort unb sagtet „Gemtemai, Sie flennen mich alle, Ste wissen, baß ich es war, der die Brittsche DigammageieHl- schaft gestartet hat. Ich tat es in bester Absicht, ick wollte ber '2nigemeuiT)cit ein gutes Speku- latronspapier schaffen, das allen erreichbar war- ich iDotite ber >stadt Shor.nvrch, bv Dh ^peksönlich frbäven gelernt habe, Arbeit schaffen, btc Wiiien- fchast enmiutem, mit einem Worte, unterem ge- ineinsamen Bateilande England Ehre machen. Ich sehe, daß meine Handlungsweise mißdeutet worden ist, daß böse Zungen bte Solidität ber Tigamma- aesett'ckaft an zwei fein, daß bie Lage ber Gesell- i haft 'ür ben Augenblick Prekär schemt Nach reiflicher Ucbertegung, meine Herren, habe tm daher den Entschluß gefaßt, den ick Ihnen ieyt nun eiten will Ta ick oerjentge bin, der bie Gesellschaft ge* T. mtbet bat, will ich auck tn ihre vorübergehenden •%i inigreiun emgmfen und mache mich hicr- Mt • Llunig, die Aktien aller jener Personen anzu- ciufe», hie es wünschen, ^itroeber hier oder noch besser morgen in meinem Kontor." *. — bmg brr Ä bt-taiiii: Bieber, Rodheim, Gießen, den 4. Juni 1921. 83®D Die Beerdigung findet Montag den 6. Juni nachm. 3 Uhr statt. Herzliche Bitte Ito Str. 10000 Strahe 71. QM 6371D Herbstein, den 27. Mai 1921. A> S I Mechr. 11: .1Pintk-i'htx*r f. d. MatthäuLgeincvldL: Pfr. Mahr. Abds. 8: Ärrwunmo brr tmftrmtet* bet VN. Danksagung. die vielen Beweise herzlicher leil» Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme bei dem Hinscheiden meines lieben, unvergeßlichen Mannes sage ich allen auf diesem Wege meinen innigsten Dank. 3m Namen der Hinterbliebenen: Frau Anna Decker. Heute morgen um 3 Uhr verschied nach längerem, mit Geduld ertragenem Leiden mein guter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater, unser allezeit gern treuen Rat gebender Bruder, Schwager und Oheim lerer Gegend brächten, bot iva-re Wunder qenrirft. So motzt Sommer wie reroetrnde yigni ebtai großartigen Stand, stellenweise roitrbr äfltrouigt durch die schweren Regen aas Kvrn umgclegl, doch ohne Nachteil für die (inite selbst, da es meisten« schon abgedLdt hatte T* durch die Trockenheit Bietzen (Lrednerstratze 34), den 3. Juni 1921. MM ir Putter öir em in sand am glätte1, uttion ten. ter )(* Aus dem Nidder ta I, 3. 3im< Dee Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unse^ res lieben Entschlafenen sowie für die zahlreichen Kranz- und Vlumen- spenden sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. 08139 Die trauemden Hinterbliebenen: Zamilie Kari Glaum. Klein-Linden. den 3- Juni 1921. Mobiliar-Versteigerung. Montag den 6. d. M., nachm. 2 Uhr pünktlich, kommen im Cafö Leib. WaMorftratze, meistbietend gegen Barzahlung zur Versteigerung: y 2 kompl. la Betten, 1 Chaiselongue, 2 Vertiko». 3 zwettür.kleiderschränüe. 1 Brandkiste, 1 Bücherschrank. 2 Nähmaschinen, 2 kommoden, 1 konsol- schrank, 1 Waichttsch, 6 s. g. Stühle. 2 Eisschränke, 1 Küchenschrank, Tisch, Etagere und 2 Stühle, 1 Sch aukelstnhl.versch.Sessel,! Gasherd, 2 Serviertische, dio. Tischdecken, Spiegel, Nipp- u. Aufstell- sochen, Nickel-, Kaffee, u. Milchkannen. Porzellan, RerglSser, Töpfe, Lampen u. v. a. Haushaltungsgeräte. Derfteigerung bestttnmt. L. Althofs, WaLtorftraste 16. kkmtaliiiiii- HstSNlM aller Systeme werden schnellste nd und billtast audaembrr Göbel * Appel. Inh. laterltb 1ml Selter»weg 73. Drnchaciißn aller Irl 'S . V|-.i Jia Brüü’scMe vtüe. vrueLsrsl, K. Laag«, llelea ....................................................................... Borwartt ltrebeude und Erfinder gute VerdienstmdgUchkl ' len ? Äuikiaruna und Boregoug gebende vro schüre: Et« neuer »etfi sendet grau» 24k F. Erdmann & Co. der am 1. Irrnt erfolgenden angSwirtschaft in Mllck und Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer herzensguten Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Veronika Weisel geb. Seipp sagen wir unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Weisel, Gemeinderechner. ttirchttche Nachrichten. Evangklischt GemeiNdt. Sonntag, 5. Ami 2 itndi Ttmttoh* In brr Ltadtkirche. üjrm * Utn, Ttzristenlehrc für btr NerlLmfrrnnrrbrn Kus ortudgemetnöc: Warvaichchcnl Ramge 91/2: bleiben muß. Es wird deshalb von den Butter- iammelflellen leine Butter xnrtyt angenommen." Eine ähnliche Meldung kommt aus dem Eveise (Kummers dach. Tort hat hie Stadtverwaltung die Annahme bet ihr aus dem Äteife übenviefenen Möllere ibutter verweigert, weil sie holländische Sützrahmdutter pveiswürdiger bezietzvl kann. Es wird buuugefügt dast die nach stüln bestimmte Molleverbutter nunmehr dem Berderben ausgesetzt fei, und daß s« Vit Rücksicht darauf MM ErzeugerchSchstprers von 22 Mark je Pfund zum Waber'» CarlsbaderJCaffeegewürz gibt nicht nur mit gutem Bohnenkaffee ein köstliches ffetrönk, sondern macht auch fferste und Korn wohl“ schmeckender und bekömmlicher. Seine Jfusgiebigkeit sichert Jhnen in jedem falle eine bedeutende Ersparnis. Überall wieder zu haben/ Gestern nachmittag 3 Uhr verstarb plötzlich nach längerem Leiden unser inmgstgeliebter Sohn und lieber Bruder Wilhelm Müller Kellner im Alter von 16 Jahren. Tiefbetrübt zeigen dies an im Namen der trauemden Hinterbliebenen: Jakob Müller und Frau nebst Kindern. Gießen (Lieber Straße 149), den 3. Juni 1921. Die Beerdigung findet Montag nachmittag 21 /, Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 08122 nähme bei oem yin>a)eu>en unterer neoen unvergeßlichen Tochter Marie sowie fir di« zahlreichen Kranz, und Dlumenspenden und die ttostteichen Worte des Herrn Pfarrers Dörr und die liebe, volle Pflege der Schwester Lina sagen wir innigsten Dank. Die ttauernden Hinterbliebenen: Kamilie Römer. Heuchelheim, den 3. Juni 1921. 6357D Hotel Einhorn Eonntas brn 6. und Montan den 6. d**t abends 8 Uhr: 2 Experimental - Abende hes HlfT*fT|rtMWf*T51. etPfTtaniai-WWIoffi Marello über Telepathie (Gedankenlesen) Mysterien des 6. Sinnes. garte« in, Borvertani im ZtgarreuhauS Han» U Ueterleu. i'iarftplau h yot1 JVtlialen. P reite der »litte: F^rrsttz 7.- Marak, L Platz 5.— Mark. Gallert« 1— Mark e*. Müschen heim, Melbach u. Frankfurt a. M., den 3. Juni 1921. ®48D Herr Gastwirt Ludwig Schlierbach im 64. Lebensjahre. Die trauemden Hinterbliebenen: Familie Schlierbach. • Besten ' Zu heben in ApoHiot«« u.Dro9erton - PFLASTER Veld, Kleidungsstücken, Wäsche und Hau spenden erbitten wir auf das Poftschecknonl der DezirkslparKasse Herbstein beim Postscheckamt Frankfurt a. TR., andere Gaben an die Bürgermeisterei Herbstein. Allen Wohltätern im voraus herzl. Dank. Durch ein größeres Drandunglück, in der Nacht vom 25. auf de» 26. Mai d. J., dem drei Wohnhäuser mit Scheuern und Stallungen zum Opfer fielen und auch die angrenzend« Apotheke stark beschädigt wurde, sind 7 Familien obdachlos geworden und haben au Kleidern und Haushaltungsgegenfländen das Meiste eingebüht. Da bei der heutigen Teuerung ein Wiederaufbau für dre Beschädigten aus eigenen Mitteln geradezu unmöglich ist, wenden wir uns an weitere Kreise mit der herzlichen Bitte um gütige Spenden an "" " usrat Geld- brr IodanneOfirche Born, K lttnr, Wgl öbnümlrtre fflr tn# Nmif-mtermm-rnu aut N r x"L*nww*Kmnnbe: Bharniisestn'' Mill irr. Str Bett*?! Ännrnrr 11 Hit btr fli» ta-.Sirmcmbr PH '^it**»nincT '.llibd > Bidel- befprrtwwn h* Vtehmwrf*«! Mr Whofyb VLdi Iunr uoaii ll1« Ute tintet rin m brr ^nim ff uia statt, bin hrm Sxu Prof Dt XteUnvnm dir Pre- biflt bä : 5. ?aex. Nieseck. Storm. 9>CVntvt'v nr. 10*/<: Srnthrrfrrrfr 9Wwn 1 (^drittens m jw* firm, märet! CxiMimh — H-mniaa > 3um. vorm 10: ti r h Ubr* Äclcgeichnt z tzl Vrteiir — Sc»mnag, (Nwix 3. Ssrmlag ledi ’öinwnent. Bonn ü>, CMrgdib p hl Vrirttte 7; ,\)l. Steife X.nnnnonon 5«r Männer in* x>ünflhngr 8: Äutteilimp brr bi ftUDiimmion 9: Luxlramt mit tebv.it 11 fc*i Mrsse mit teteai Narte». 2: CTiriitmlrbre, bi- rauf Ärtbete mit üm® Statt) reotirfrbtrn ft 5. Imn V11-. i^S. — 2 .Im Prozetz weg«, her (Srnutteaw Talaat -P«schas gaben die lveschworencn ihren Wahrspruch auf Nichtschuldig ab, woraus die Freisprechung des Angekla-ften Teilirian er- folgte. Der vaftdcsehl ge»m ibn wurde ausgehoben. Nach Schlutz her Bcrhandiuug wurde der $rev]t sprvchene von fernen zahlreich armrienben armenischen Landsleuten mit Älückwunschbczeugunßen überhäuft tin W" oft« X® ÄETettlll 'm, «Öö fr sSs ***>"' && fit 1*' emen etwas beffemr D6atz rw Die fla* ^ckwen für int £xarmrf fnü> durch die -)heto- noch äraas gedessett nxxtm, doch fällt öie Ern« iowotzl nati, Menge jotb Okur nur mittel «ms Tatzer teudyci die schon ledaltenen tter- Aeigenmrr'n noch hdtoerc Preist' als voriges Jäte. So wurden dtejer Tage bet ernrr Smangerina in Ortenderg unter uiwebruten Ändvang txm oteinewn, die bödftrn ■ßm* ersntt, her hödinr *l;rrJ für einen Morgen war 76(», her mehhgih.* 160, der Durctechutttstprers 600 Ttf an. T> d t m ।l a b L 2. Juni, tirote Besichttauns der landrairtschastlrchen Versuchsstation in Dawtfteot nahm barte voantltag der s^vtMrzausichutz m t^em-npchaft mit txTidiebetiet 3tcätcciuig»berneteni vor '2er teuer de» Institutes, Meb Rat Bwf Dr. Wagner. Kalte die (Vüfcuuig ubetnjnünen und toiuu* bu Beftul^r an banb oft überraschender Resultate überzeugen, welche au ^norden llvtz vorteilhafte S&tftntg »tne geeignete Dmtgung mit stunstdün^rn zu rrjndnt vernrag Bon besonderem Interesse mären gerade btt wgctabiltdflt Per-uche um Bb^u.lvrscknr, deren Wichngteit gerade rnt Hinblick auf ix-n mit Zeit herrschen den Manara« an Vlvchchvri lUire von alL gemeutem Interesse iit Bet der Be ichttFUNu ton zum Au^ckruck, bar leibet nur allzu rnentg imrtf rare der lebcrytl benxtrx(lt»t teftcnL* erteilten ÄurkHuisk und Aufklärung ^brauch machen, jbroote der Besuch nur rtbem Landwrrt aus das brrngaibft eempfohlen werden kann lCh»<^c oö Schule. Lana-Gons, 2 3uni Das christliche Waldfest, daS am Somttag rm >.xnt»n»Id statt- fand, war von mehreren laute»td Menschen hr- techt. Es ft»v«ben Marter Weder, Bvth, TriOffler und IÄe. Die Postrunenchove tuu VangXSön» und Umgegenb unter der bernährten Leitung des Dte vekvors Boller trugen sehr txrf tzur BerschotterunH doS 3efiea bei -automatisch«» a t, wie er sch« sa: mitte(üenWMiflc . der Mim hatV die sich in em® rch tw zchltckha M Stetem licte die sie mit mte ! M & /eber ein- : notiaai dm 8WWi«l mes rheatrr dar M Mgondve« nb Achtet. Ter «M- st die Mye Ante )0-l ui worunter der emzclnm Set- elektrisch veckmdm zieht sich mte«n man bitf w ” nd) am otet nat Icker nimmt M terung NE» 5), zEst M der schwankt , ^mlitÄ rotre an Tie Partien ’S"“" ft"w ®? Heute mittag 12 Uhr entschlief nach kurzem Krankenlager unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Georg Schäfer, Wagnermeister im 75. Lebensjahr. Die trauemden Hinterbliebenen; Familie Friedrich Hofmann Familie Johannes Schmandt Familie Georg Schäfer Witwe Familie Wilhelm Schäfer Familie Ludwig Schäfer nebst allen Verwandten. Heuchelhehn, Gießen, Eberstadt, Jena, Steinberg, den 3. Juni 1921. 6368 Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 21/* Uhr statt Detektiv- lduillei?Är."o" Frankfurt a. N , Berjaritr. 10. Weit bekannt«* Bureau für Erledigung »Uer Ver1rnMrnsaiigete|enheiten Beobachtung - Erralttelung Heirats-Auskünfte gÄirfeeenhafl u. diekreL Totenh.: HMmer 3517. riinimillHlllllHn:llllIiniiih^g|i durch die warn« Wr^-rung meat sete gut auf* «gangen. Die Gartensivächse haben unter allerlei Ungeziefer, das ntü ndeur )ahr ntrte auftritt, wie Srftfloh und dergleichen, sehr &u leiden Die L-bstauSsichten find durch die anhaltenden Nachtfröste fcljr vermindert ivorden, auf den höhen hat der spracht weniger Sd^ibai angerickuet wie im Ia( Dirnen geben nvtz schönster Bfttte nur schlechte Ernte, edemo sämtliches Lteinobfc tzächstens Mitteilernte, desgleichen AriiWfcf, mäiyrenb btr i*1 teven Aevfri ie nach Sorte unb besonders die- icitigen, die voriges Jahr nicht getragen hatten, Weißnähkursus beginnt Antig, hn 20.3m Unterrlchl vormittags Anmeldungen werden btk »um 15. Clnet etn* gegengenommen. (*144 Marga Petter, txtnbarbeite Itbrmn, Neuenweg 1b I. Malta f. Bohnenstangen sehr billig ab-ugeben bei ! E. Diirr L Co.. Vtebtflftr. 61, rel-ph. U!» Sommerfrische gesucht für 2 Knaben, 13 u. 10 att.beibrirerVeroflegung, tn 'chöner legend, ^e- Zahlung gut- Tchr. ring, u. 08137 an den G. Anz. Privat. Tanzunterricht erteilt »u jeder Tagedzeii Carl Schmidt 249 tanhlebm Wetzstein gaff« A G.KÖNIG7 Dunges, kiuderl. Ehepaar sucht möbl. Wohu- uud Schlafzimmer IN. Kochgelegenh. Schristl. 1 Angeb, u. 080014 a.d.G.Anz. ty Anständiger Herr sucht 3imiutriil§SdilafilelIt 'auf einige Wochen. Schr. Ang.u.63v4a. d.Gietz.Anz Laden am Selteröweg, |StrcuA: platz, MäuSburg oder Marktplatz au mieten gesucht. Schrift!. Angebote unter08147 a. d. Gietz. Anz. I Wohnungstausch | Tausch. Suche meine3—4 Zim - Wobn. in bess. siidl. Lage gegen 3—O-Zim.-Wobn. au tauschen. Schr.'Angeb. unter 08029a. d. Gien. AnA. BoIjniiiiflStüujdi. Schöne > Zim. 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Zum erstenmal tagte die Stadtverord- Netenversammlrnig gestern im neuen großen Sitzungssaals des Sterns (harten. Der Saal macht tn feiner Ausmalung einen guten Ein^ druck, hat aber den großen Fehler, daß die fltuftif völlig un-ureichervd ist Als dies auch nom Oberbürgermeister festgeftetlt wurde, rief ein Stadtverordneter dazwisckxm: „Da ziehe e Teil aus kommenden Freitag vertagt werden mußte. Obwohl besonders wichttge Punkte nicht auf der Tagesordnung standen, zog sich die Beratung bis nach 8 Uhr hin. Am Anfang der Schung wurde eine Protestkundgebung gegen die Vergewaltigung Oberschlesiens angenomnten, von der sich nur der Unabhängige Fmtrier ausschloß. Von weiteren Beschlüssen seien erroälynt die Erhöhung deS Dasscrpreises um fünf Pfennige, oie Festsetzung neuer Straßennamen, ein Kredit von 90000 Mark für die Quäkerspeisung und die Neuordnung der Krämermärkte. • Anwesend sind: Oberbürgermeister Keller, sämtliche Beigeordnete und 37 Stadtverordnete. Zu Urkundspersonen werden gewählt die Stadtv. Erhardt und Kreiling. Oberschlesieukundgcbung. Dor Eintritt in die Tagesordnung verliest Oberbürgermeister Keller solamdeEntschließung: „Die Stadtverordneten-Versammlung der Stadt Gießen erhebt, um der einmütigen Stimmung der Bevölkerung Ausdruck zu geben, flammenden Protest gegen die durch unerhörte polnische Gewaltakte versuchte Verletzung des Friedensvertrags und Vergewaltigung des durch die Abstimmung begründeten deutschen Rechts. Die Stadtverorducten-Vcrsaminlung er'uck: die Reich-- regterung. für das bedrängte oberschlesische Volk und für das Verbleiben deS ungeteilten Landes beim Deutschen Reich mit größtem Nachdruck einzutreten." Stadtv. Fourier (USP.) erklärt, mit dieser Entschließung nicht einverstanden zu sein, weil er ihr keinen Wert beimesse und weil Kräfte am Werk seien, wie 1914 einen frisch-fröhlichen Krieg heraufzubeschwören iOho!-Rufe.s Im übrigen erklärt sich die Stadtverordnetenversammlung damit einverstanden, daß triefe Entschließung an den Reichskanzler übermittelt wird. • Das bei der Bezirkssparkasse aufgenommene Darlehen von 31/, Millionen Mark wird in eine feste Anleihe umgewandelt, die mit 41/? Proz. verzinst und mit 1 Prvz. getilgt wird. — Stadtv. Krausmüller sagt, die Privatbautätigkeü müsse unbedingt einsetzen, wenn die Wohnungsnot nur einigermaßen behoben werden solle. Er beantrage, Privaten Baugelände zu sehr billigen'Ereifert' 'unter gewissen Voraussetzungen sogar kostenlos und Baumaterialien (Holz, Bausteine, Sand usw. zu Selbstkostenpreisen zu geben unter der Bedingung Maß keine Spekulation mit den Neubauten betrieben werden dürfe. Vorschüsse, die an städtische Beamte und Ruhegehaltsempfänger gezahlt worden sind, werden entsprechend dem Vorgehen deS hessischen Staates niedergeschlagen Die Kautionspflicht der städri'chen Beamten und Bediensteten bei der Stadttasse wird aufgehoben, und tnc buiterlcgien Sicherheiten werden zurückgegeben. Die Mauium ftohe in keinem Verhältnis mehr zu den tRirienbeträgcn, trie durch die vand ter Beamten gingen, und es seien bessere Sicherlxiten vorhanden, nnc t^egenbuchführung und tägliche Ausnahme des Lasscnbestantes Eine trfte 6 9 D o t b e f non 320 000 Mark wird von der Stadt an die ^Baugenossenschaft von 1894 für den zweiten Bauabschnitt an der Licker Straße genehmigt. Der Betrag soll bei der Bc- urkssparkassc zu den Bedingungen, die der Stadt auch sonst gewährt werden, auf genommen werden. T.r Zahreszu schuß d e r Stadt für die Gewerbeschule wird von 12000 auf 20 000 Biark erhöht — Stadtv. Grade regt die Verstaatlichung dieser Schule an. Es sprechen noch die Stadtv. Lwhn, Noll, Görtz, Ärausmüller und Frau Naumann, meist in gleichem Sinne. Der städtische Zuschuß zu ten Bureaukosten des Ortsgerichts wird von 500 auf 1000 Mk. für das Fahr erhöht. Für die Futterbeschasfung werden dem Kaninchenzucktvcrein Gießen 300 Mark zur Verfügung gestellt. Neue Straßennamen. Nicht weniger als fünf neue Straßen wurden gestern aus der Taufe gehoben. So heißt fünftig die Verbindungsstraße zwischen Ludwig- und Friedrichstraße „An der Warte", die Sttaße entlang der Main-Weser-Bahn, zwischen Damm- und Schillerstraße „Im G a r t f c I b", der Feldweg entlang der Gelnhäuser Bahn, und zwar auf der Ostseite des Bahnkörpers „G r ü n i n g e r Pfad", der Feldweg auf der Westseite dieses Bahnkörpers ,z6 r b f a u t e r re e g" und die Derbin- dungsstratze zwis«l)en Kirchstraße und Sandgasse „Am Pfarrgarten". Stadtv. Kraus müller (D. Bp.) zweifelt, ob die Bewohner damit einverstanden sein würden, im „Weg" oder „Pfad" zu wohnen. Die Stadt- verordnetenversammlmig habe seinerzeit in dem Kampfe: Mülststtaße oder Mühlgasse ja auch nachgeben müssen. Stadw. Vol'z (Soz.) bcantmgt, derKaiser- Allee den alten Namen Grünberger Straße wieder zu geben. Die Kaiser-Wloe passe niefrt mehr in die heutige Zeit, denn Wilhelm II. habe Deutschland und die ganze Welt ins Unglück gestürzt. Stadtv. Dr. Ebel «Dem.) und auch Bcrae- o ebnetet Dr. Freh halten es für Größenwahn, wenn jemand in aner Straße flott Gasse wohnen wolle. Man möge den guten alten deutschen Be- zrichnmrgen wieder zu ihrem Rechte verhelfen ©tobt. Meyer (USP.) regt an, der verlängerten Bismarcksttaße über die Stephanstraße hinaus eine neue Bezeichnung zu geben. IM übrigen möge man die neuen Straßen doch nach den Namen berühmter Kommunisten taufen; das sei ja jetzt modern Stadtv Kling lDeutschn.) sagt, der Sbaldtv. Volz meine fernen Antrag ja gar nicht ernst. Er müsse sonst fragen, ob die sozialistische Republik ■» wacklig fei, daß sie zu solchen Mitten greifen müsse, um sich zu halten. Die bürgerlichen Parteien besäßen ja noch die Mehcheit. SJatn Sxrr Volz die Mehcheit habe, dann könne er die Kviser- Alee ruhig in Cohnstvahe umlaufen. Stadtv. Courier (USP.) srimNtt dem Antrag Volz zu. Im übrigen seien aber nicht die Straßennamen, sondern das Hauserbanen die Hauptsache. Stadtv Dr. Ebel (Dem.) spricht gegen den Antrag Bolz. Es sei unwürdig, dem toten Löwen irock einen Fußtritt zu versetzen. Stadtv. Müller sBürgerverrinl fordert, den Äntvag Lolz an die Baudeputation zu verweisen. Stadtv. Detters (Soz.) wendet sich gegen bif Ausführungen Dr. Ebels. Er halte die Be- znchnung Gründerger Straße für richtiger. Der Name Kaiser-Allee fet nur durch die Grvßspurig- feit und Speichelleckerri des früheren Oberbürgermeisters entstanden. Stadw. Erhardt (Dem.) meint, mit dem gleichen Rechte, mit dem die Monavchir ihre Sttcr- nen um taufe, könne die Republck dies tun. Man möge sich aber mit einer Umläufe begnügen, zumal sich die Leute an die Kaiser-Allee gewöhnt hätten. -Anzeiger für Gberhesten) Samstag, 4. Juni 1921 Ltadw Kling Dattickm.- sagt, dai; auf die Republik dock wieder die Monarckrie folgen könne, was er -agar sehr hoffe Man muffe bann m.eder unuaufen .ard fern- aus der llmtouiem gar nickt !äusergruppen 1 und 2 an der Bleickstvaße werden auf dein Submissionswege an Loh (Dutenhofen), für 3 an Schindler (Steinbach) und Keßler (Steinbach) übertragen. Die hiesigen Schreiner hatten mehr als die doppelte Summe gefordert. Zur Errichtung von zwölf Beamten- wohnungen, dic vom hessischen Staate in Gießen gebaut werden, hat die Stadt einen lieber« teuerungSbeürag von 208 220 Mk. zu leisten, die bewilligt werden, lieber die Art der Wohnungen usw. ist noch nichts näheres bekannt. Es sprechen dazu die Stadtv. Fourier, Gröde, Simon, Goertz Die Weiß binde rarbeiten für trie Neubauten an der Kaiser-Allee werden im Submissionswege an verschiedene Submittenten in zwöll Losen verteilt. Für eine andere Verteilung sprechen die Stadtv. Kling und Krausmüller. Stadtv. Urstadt beantragt Mir Tagesordnung, daß die Sitzung um 1/38 Uhr beendet und daher nur die wichtigsten Punkte der wetteren Tagesordnung herauSgegrisfen werden Der tLnirag wird angenommen. 3m nriterrn Verlause der Sitzimg imtb noch- walS aus'üdrllch ha rüber bebaltirrt auf welch« iag di? mdnöifentlidr Sntzuni trdegt merten soll unb über den Beginn der nächsten Stadtvervnd- netensitzimg Es wird teschloss.-n die Sitzung auf nächsten ,vreuag. nachmittags I Uhr. an^uhrsaunten unb die Punkte der txrrtagicn uiditbffenilidKn Sttz- ung txm > ,4 Uhr ab zu erledigen An Baugesuchen werden bewilligt ent ?in- teu an das Wohnhaus der inrina Schasfstnedk für die Schanzensnaße, ein Wohnlmu.- .vnuiz Winkler an der Älafborfer Straße Ter stirtn.t ?lndreaH Euler wird zum Fabrikneudau rin städtisch Grabengelände tennlligt Der 3'abrilnculxm wird teil« weite hinter die genehmigte 3tnißenfLudit1au£ zu rück verlegt Es sprechen dazu die Stadtv. Ebel, Kraus- müller und Gröde. TlnderGießenerDolksschnle stttd irhit Stellen definitiv zu desetzew Die Stellen sollen besetzt werden mit fünf etxrnaeltsäten brri lülholifdicn Lehrern und ztvei evangelischen Lehrerimten Für die Qu äker spe t s ung werden wn- tevc 20000 Mk bewilligt, da Speichen nickt in dem Maße eingegangen ftnb. wie man erwartet barte Die Speisungen sind bamü bu> »um Sommer gefiebert. Die fträmermärttc bn dem Frühjahrs- und Verbstpferdemarkt sollen auf ackt Tage verlängert locrben. Bei der Beratung handelt e-.« sich darum, an wieviel Tagen te> Marktes muimerr werten darf Es sprechen dazu die Stadtv ,3rau Lorenz und Noll. Beschlossen wüt, daß der Markt ackt Tage bauert, daß aber nur an ztvei • voll musiziert werden darf. Der Preis für Kunsteis wird auf 10 Mk. festgesetzt, für die Pächter der Mühl* und Pökel zellen aut 8Mk. Stadtv Goerz ist der Aitsickt. da ßder rechtzeitige Bau eines Brunnens 20 —30000 Mk. erspart hätte. Bürgerm. Krenzien teilt mit, daß das Mtohmuücrial nicht zu erlangen nxir. Die Pachtpreise für Kühl - und Pökel- zellen im Schlachthaus werden für den Quadratmeter auf 250 Mk. festgesetzt. Stadw. Fourier spricht im Namen leiner Fraktion gegen die Erhöhung, da sie von beit Metzgern auf die Verbraucher abgewälzt wette. Oberbürgermeister Keller weist auch hier daraus bin, daß die Preise bedeutend geringer seien als in anderen Städten. DieStadw.pdhu unb Goer u sprechen für die Erhöhung, um das Defizit des Schlachthofes auszugleichen. Bei den SchankwirlschastSgesuchen von Karl Jakob Lwckscheid für KaplanSqasse 21 und von August Walwasy für Asterweg 12 tntrb die Bedürf- nisfragc verneint. Friedrich Schäfer wird die (Jt- laubnrs zur Erweitenmg feines Schankwittschasts- detriebeS im öaufc Neuen Bäue 5 erteilt, ebenso die Erlaubnis zum^Ausjchank von alkoholfreien Getränken auf dem Sportplatz ter Freien Turnerschaft „An den Bahnhöfen". Die öffentliche Sttzung wird kurz nach 8 Nhi geschlossen. Magener&ScMötel Frankfurt e. M.. GoeOteatraOa 9 und N. 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Der Wilhelm Walz Ehefrau, Hedwig geb. 'Pawlak ist Prokura erteilt; dt die Firma Ghriftian Magnus, Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Christian Magnus in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Schuhwarenhandlung. Der Christian Magnus Ehefrau, Auguste geb. Gäbel ist Prokura erteilt Am 24. Mai 1921: a/ die Firma Leopold Rosenzweig, Gießen. Inhaber ist der Handelsmann Leopold Rosenziveig in Gießen. Angegebener Ofe- schäNszweig: Handel mit getragenen und neuen Kleidern. Möbeln usw.: b) bezüglich der Firma Wilhelm Möser, Gießen: Den Kaufleuten Karl Möser und Alwin Wolff in Gießen ist Gesamt- prokura erteilt. Am 28. Mai 1921: a) die Firma Karl Hahn, Gießen Inhaber ist der Schieinermeistei Marl Hahn in Gießen Das Geschäft ist auf den Schrei- nermeister und Möbelfabrikanl Wilhelm Hahn in Gießen übergegangen, der es unter der bishengen Firma weiter'ührt. Der Wilhelm Hahn Ehefrau, Safi: ^eb Schlärb ist Prokura erteilt Angegeb.ner Aelcliäils zweig : Schreinerei mi Motoren betrieb und Mübelsabrck; b) die Finna 3aUti Wetterhahn, Gießen. Inhaber ist der Kanniurnu Sally Wetter Hahn in Gießen Angegebener Ckschäffs zweig: keche-, Futter^ undDüngermittelHandlung en gros. Ter SaTIi) Wetterhahn Ehefrau. Franziska geb. Engel tft Protura erteilt Jur zWMMm tflelgei Toiletten Gardinen Handschuhe Teppiche Portteren Federn schnellstens UMM & Mr Segrwüet 1848 ®ear8noef 1848 Sietzev. üenenroeg L 5ettersive8 79a DeM.DeiMlerslratzeNr.Z Herren- u. Damenhüte aller Art werden zum Reinigen, Färben und Umpressen angenommen Matratzen in jeder Ausführung Beste Verarbeitung! Billigste Preise! K. Böhling, Kaplansgasfe 14 Werkstatte für Polstermöbel u. Betten Gegründet 1875. ''gkbnist ein. Abfahrt (Bie| 'ammenftunft i Ankunft Buhl B?d)tigun. NthNlNg btt ' ' Met unb K , 3ugenb Ian; ™*fa&rt na SöMe lepflriton OK SM- Ml MMlW werden in unserer mechanischen Werkstatt als Spezialfach sauber ausgeführt, desgleichen alle vorkommenden Reparaturen an Fahrrädern sowie Vernickeln und (Emaillieren in guter Ausführung bei billigster Berechnung. Neichhalttges Lager in Kahrrüdern, Nähmaschinen und Gummi Aßmann & Schneider Telephon 1248 ori?6 Kaiser-Allee 47 arnj An.a. Hessisches Amlc.glicht Bekanntmacheing. 3it unicr esellschansregister wurde iwite be* jughai bei Aiiienges.llschafk t^ießen. i Vollbad xirn9ctUfll11 Amtliche Borstand^milaiiedei mit • 'tuLnaluw- des stommkrzienrars Heinrich Schaff- ftattunb fce» Archuektoi »mrs Mttxr und aus dem Vorstand ausgeichi^deu. AlSVon^and-mitglirb neu- gewählt wurde Earl .Haubach Gießen, den 31. Mai 1921 63236 Hessisches Amköaerrch:. Trohe hoizversteigerung. tslag den 9 Juni 1921 vor- mittags 10 Uhr anfanqcno, soll auf Bahnlwi'L i ch wlgendes vol; orfentiuh meistbietend •nminllu gegen Darzahlung versteßrerk werden 1. zrrka MO^n ^richtet.-. Fichi nhM;, 1,10 bts l,8o Meter lang, 2—12 Rtn. ftarf 3 -1 vau>>'n F,chtenstangen, 8 — 12 1 ter lang, zum Teil au-gcputll ^mtltdvo von in S\L Gartentan-n b*m ^^^ung.>urtten fleeynct. auch sind noch , werfe Bolmenstangen baunidicn. Tti <>oh «nrh tn kleineren 'Kirnen ausgeboten Auskunft erteilt Wilhelm Sun in Stift sOberheiseui m Versteigenmg bestimmt 633*>n ffijoxi, Gerichtsvollzieher m Lich. 4. Sonderausgabe von Zucker. Gegen Abgabe der Lebensmittelmarke 22: 1 Pfd. Zucker (RücKage füt Einmachzwecke aus den Pronatsanteilen für Januar, Februar und März 1921) zum Preise von 4 Mk. das Pfund. Gegen Abgabe der Lebensmittelmarke 23: Pfd. Einmachzucker, hiervon wird bis zu 1 Pfd- in Kandiszucker geliefert. Preis für geniahlenen Zucker 4.10 Mk. .das Pfund, für Kandiszucker 4.75 Mk. das Pfund. Die Ausgabe erfolgt durch die Kleinhmrd?lsgesck)äfte bis einschl. 5. Juli, 1921. Die Kleinhandelsgeschäfte haben die erngegangenan Lebensmittelmarken getrennt nach Nummern, in Bündeln von 100 Stück, unter Angabe des Zuckerbestandes am 8. Juli 1921 dem Lebensmittrlamt, Zimmer 8, einzureichen. 4a. Ablieferung von Zuckermarken d u r ch d i e K1 e i n h a n d e l s g e s ch ä f t e. Die- lenigen K'leintiandelsgeschäfte, welche mit den am 3. Ium 1921 zur Ablieferung fälligen Zuckermarken für Mar noch im Rückstand sind, werden hiermit dringend arffgefordert, die Marken bis svälestens Dienstag den 7. Fmri 1921 beim Lebensmittelamt, Zimmer 8, abzuliefrrn. 5 Ausgabe von Weizengrieß. Gegen Boizergung der Lebensmittel Ausweiskarte werden m den hiesigen Kleinhandolsgeschäften in der Beit uom 1—11. Juni 1921 auf den Kopf 185 Gramm Werzengrreg zum Preise von 1.90 Mk. das Pfund ausgegeben. Die Klernhandelsgefchafte haben auf den Ausweiskarten einen entsprechenden Vermerk yr machen. Städt. Brennstoffamt. 1. Abgabe von Brennholz. Die Abgabe erfolgt in beliebigen Mengen von Vi Ztr. an vom Lager An bett Bahnhöfen täglich von 8—11 Uhr norm und 1—4 Uhr nachm. Bezug- scheine werden täglich von 7i ..—12 Uhr vorm. und . v"^y llhr nachm., Samstags nur von 7v» bis 12 Uhr ix>nnitta^ im Breunstoffamt, Stadt- Iwua, Gartenstr. 2, Nebengebäude (früheres Orts- ?c.ri**\ ausgegebem Preise: Hartholz, geschnitten M llir den Zenttrer, Weichholz, geschnitten 12 Mk. hlr den Zentner. Für klemgehackteS Holz wird ein Zu.chlao von 1 Mk. hn den Zentner beredinett Bei Abnahme größerer Mengen, tnin- «’ S .50 öeittiter. wird ein 'Preisnachlaß von 1 Mk. rur den Zentner gewährt. . 2A’äuA9abCKl><211 Brennstoffen für de n H a u s b r an b Gegen Vgabe der Marlk 1, 2 und ? der Hausbaln-ngskvblmkart.' blaue Kartei ie 2 Ztt. Kohlen oder 3 Ztr. Koks 3 Ausgabe von Brennstoffbezug- ' cheinen für Zentralheizungen und » V " erbl, che Bc.'. riebe Die noch nicht abgeholten Bezugscherne fmb spätestens bis 8O >’ "21 mi Brennstonamt, ftrafte 2, Nebengebäude ^ftul«« OrtSgericht ab- Aulwlen ‘3u£ga5< üon 7i/_.-12 Uhr vorm. und 2' -451/, Uhr nachm ( a. amerif. tzeereSbest.l, Soonbemhen Khaki, 2 engl. rn. Kragen u. 2 Klaovmanlchetien, amertk. 3 m feit Kragen u. 2 Brusttaschen v. St. M. 110.—, Saal des Hotel QroBherxog von Hessea Mittwoch den 8. Je*l abends 8'/. Ehr KONZERT Ausführende: Das Streickquartett, Herren: W. Schattier, H. Blas. Ph. Groß, E. Schneider sowie Schülerinnen und Schüler von Herrn Wllh. Schattier. Mttwirkende am Klavier: FrL Hedw. Vefke, FrL Hain Roth (Schülerin von FrL Körner) und Herr Heinr. Blaß. Zorn Vortrage kommen: Quartette von Beethoven und Grieg. Violinstücke von Wolfermann, Bchroeder, Bohm, Grieg, Hubay, Ries und Rode. Kartenvorverkanf zu4H.belErastC'halller Der evtl. Kassenüberschuß wird wohltätigen Zwecken zugewendet. EINHORN ÜonntsK nachmittag 5—7 Ehr — Fünf-Uhr-Tee = Neues Orchester. 06842 Liebigshöhe Sonntag den 5. Juni: Tanzkränzchen Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr. Lichtspielhaus BehnhofotraBe 34 Erstklass. Künstterkonzert .Figaros Hochzeit* m s mit Alexander Helsel. Hella Hoja, „ Eduard Winterstein td-H. Heute der große deutsche Prunkfilm: DieTänzerin Barberina Hauptdarsteller: Harry Liedtke Reinhold Schünzel Rosa Valetti Paul Hartmann Lyda Sahnonova Anfangszeilen prlxL *, • und 8.15 Uhr. Trotz der großen An- Stadl-Theater Leitung: ücrsina C telne oetter. Donnerstag den 9. Juni abends 7 Uhr „MW VMW" Lustspiel in 3 Akten von Leo Lenz. Aasfenöstnung 61/» Uhr. Ende 9*/< Uhr. Der Tororrhauf Habet ftntt: fttBc Dienstag und Mittwoch von 10-1 Uhr. Donnerstag von 10-1 und 8*/,-6 Uhr an her Ibrotrrko|h Ilchtung! Tanzvergnügen! Sonntag den 5. Juni MesliMWW ttötrlBWilfjimBiftiKlil Grotzen-Bufeek 0811H la Atzriug-Vicr. Apfelwein ZieWW in M (Lotalschan) 6SSD Statt Äarten' SOL. Dau dring en, den 4 Jwn 1021 Sonntag den 12. Zuni 1921 vorsrittag» Prämiierung, nach«. PreißvetTteilunq, Tanz und Volksbelustigung Mr fite Sjfiff b. ßrtriift iß betens gefergt. ““dÄ"’" Gastwirt L. «ans Anm Gehrte Ernst Steinbrecher Verlobte Ihre Vermählung geben bekannt Wilhelm Lehr und Frau Marie geb. Kaiser Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Anna Lehrmrmd Adam Klein • Marktplatz 17 SchlsgHOfle 15 Bietzen Bietzen, den 5. Inw 1921 .......................................... Die glückliche Geburt ihres zweiten Jungen zeigen hochersrent an StadtoberaWent W. Wallbott und Frau Marie geb. Aey. Bietzeu, MoWr. 11 (S- 3t «ach. SchMepemhaus) | ............... JfUt Die Geburt eines gchalden Mädchens . zeigen hocherfreut an Hugo Henkel und Frau Bietzen (Äeplansgafie TQ, ben 2. Imn 1921 eaeh , lus iim ■erstraßei? «72c mit ent- en n Ladenmiete n Wh Spezialfach saud« i Reparaturen an :n t Aitsfichrung bei WenMßtlmmi rei-er 41 1M . Juni halte ich wie folgt: *1*1 umtHiW i«w , MM !S”eS w [onäder ,l„ur » lSiH U** Gießen zur Aufbewahrung von unsere neuzeitlich eingerichteten Vereinigter Mannerchor Harmonie-Gemütlichkeit geerOudet IBM Dirigenti Herr Musiklehrer Albert Kiste« am 18., 19. u. 20. Juni 1921 in sämtl. Räumen der Liebigshöhe 75. Jubelfeier ■ erbende* mit stneei Ehrensingen des Lahntalsängerbundes im Stadttheater (einTeil des Reinertrags wird der hess. Kinderhilfe zugeführt) und unter gütiger Mitwirkung hiesiger Gesangvereine und der Turnerschah. Ausführliches Programm wird .noch durch Inserat und Plakate bekanntgegeben. 6327 Der FestausschuB. Wem SMllW 0061900 Sportplatz an bür Hardt Sonntag den 5. Juni 1921: eaiv GlM AAAM unter Teilnahme von Sportklub 1880 Frankfurt, Kiekers Offenbach, T.u.Sp. 1860 Marburg» Hockey-u.Tennisklub Hanau, Sportverein Bad-Nauheim, v. f. B. Giehen. Herren- und Damenwettspiele Spielzeiten vorm. 8—12, nachm. 3 —7. Tageskarten 2 Mk. flötete - temiiias roetb.fadigesL u.peei» wert gestimmt u.resar. G. Eberl, Bromcter «ietzkli. VE. 11. Sttimner u.Mieparstb. Fa. Rudolsk, Gietzen. MMtärhosen Mahar bett ,W4sb «*st re* Mark. Rost, s-ßr LöngeSaaffe 38. Ta3*n-Reste llpncu eieiflie dimmer bcionbcr» billig. "W Bitte Mutier 76 vcrtanaen Achtung! Zmlidtn-, Altrri' i. llnranrentcnempfänntr! Qesfentliche Versammlung am Montag den 6. Cluni abends um 7 Ubr im Saale de« GewerkschastSbauseS. Lchanzenitr. 18 Tflnedorbuuna: Eure wirtschaltliche Notlage und Eure Selbsthilfe. Referent (Sauletter V. Hilttnaer. Darmstadt. Hb.'äD________________________Die (Üaulcitune. Schuhmacher-Zwaugs-Jnnung im Bezirke der Stadt und des Landkreises Gietzen. I Btjirt: 6Her,en.®ief«t Versammlung am Dieuötag den 7. 3unk abend» 81Uhr im Postkeller. Tagesordnung: Wicht. Preisbesprechung. Der Vorstand. Hotel Schütz Sonntag den 5. Jen! Familienkonzeri An laus Vi8 Ehr abends | Sommerstoffe j Doiles, Batiste. Frottes, Muffelme Täglich Eingang von Neuheiten 6U6c | j Fritz Nowa-K S835M! | Momoloioi-DereioÄto. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimitmiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Mt Rücksicht auf die Maul« und Klauenseuche ist die geplante Besichtigung der Bestände der Schweine zuchtvereins Langgöns zurzeit nicht tunlich. Wir laden daher unsere Mitglieder und ihre Damen aus Samstag den 11. Juni zm WöMllng öer Hlalil)ineefo6rtl Itöftet in Bnßiad) »rgebenst ein. Programm: 1 Abfahrt Gietzen 12“ mittags nach Butzbach, Zusammenkunft um ll1/. Uhr am Dahnhofseingang, Ankunft Butzbach 12“ 2. Besichtigung der Maschinensabrik und Vorführung der neuen Sämaschinen, Hackmaschinen, Häufelpflüge, Hackpflüge, Kartoffelerntemaschinen, Schrotmühlen usw 3. Kaffee und Kuchen im Hotel Heffischer Hof: für die Jugend Tanz. 4. Rückfahrt nach Belieben. 6361 Sonntag ben 5. Juni: GrchMWl im (Barten von WWMvriWM ausgeführt von dem 20 Mann starken Wie- secker Orchester unter Leitung des Herrn Philipp Groh Anfang 8l/< Uhr. Morgen Sonntag Ssseilliilik U«m-a auf der Hardt im groben Saal. Anfang 4 Nhr. Gifte »illoimiten._______, <887 Cafe Leih Sonntaa den 5. Juui grotzer Tanzvergnügen Anfang 4 Uhr. *,* EH labet freuiUlüfcft ein Friedrich Rep^oL Weihes Brauhaus Kietzen, Wcvsteing. BeÜtzer: Hans Mriingcr. Enu»fehle mein Hochprozent. Weizenbier Berkaus in ßltihben über die Str atze. «rotze Masche »t 2.-, Heine Flasche IHt. 1.-. Der gleiche Breis im Branerei-Andickank. Sonntsiz 6t zrSt!S«snl«mi melier iriulei mit eefiwlnne die »uneit in Äcytst gastiert. 06186 Es labet eraetzemt em_________Has» Äinineer. Schöne Aussicht Beliebter Ausflugsort. Herrlicher, schattiger Garten. Morgen Sonntag nachmittag. Große Unterhaltungen nebft ÄtnherDerfniifcx, *>te Mursthäpßea, Eierlaufen ufto. Bei einbrechender DunKeHeit Grotzes Feuerwerk. (Eintritt frei! Eintritt frei! 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Tur Dkftzft.' bei den verstaatlichten Betrieben, wie Bost und Eisen bahn, seien folgen des Krieges. Staatliche Berg- werke machten rrhebiube Ueberschüfse Tie Sozialisierung der Bergnxrlc habe die höchste Arortts- Willigkeit der BeygartTiler tur Folge Die Bergarbeiter wollten stau brutalen Egoismus den hu matten Menschhertsgedanken, statt Ausbeulung ozialiftische Gemermvirtschaft. Aus dem Amtsverkündigungsblatt. »* DaS AmtSverkündigungSblatr Nr. 79 vom 3. Juni enthalt: Bekanntmachung deS ReichSrninisters für SBiebcrmifbau. — Siche- mng des Bauhol^bedarfs Kr Wolimnigsbouten ermäßigten Preisen. — Straßensperre. — Ern- sendung der Kreisabdeckereiverzeickmisse. — Tienst- nachrichten. Degen Vornahme von >bmalnatronsarbetten nrid) die Kreisstratzenortsdurchsahrt Harbach fett SamStag, 28. Mat, bis ans werteressür den Titrch« gangsvcrkehr «sperrt. TaS Ministerrmn d-es Innern hat der ft a d 11- scheu Pserdemarktdeputati'on in Greben die Erlaubnis erteilt, anläßlich des im Herbst 1921 daielbst slattftndendat Ptetdemarktes eine Verlosung »u veranstalten mit der Maßgabe, daß ersorderlichensolls die 'Gewinne nach dem vor- gelegten Berlosungsivlan in bar ausgezahlt werden dürfen. ZichungSterrntti: 29. September 1921. Es dürfen bis zu 30000 Lost zu 2 Mk. das Stink ausgegeben werden. Ter Wert der Gewmne muß mindestes 40 Prozent des Bruttorrlosss aus dem verbau der Lose betragen. Ter Vertrieb der Lose ist wt Hessen «'tattet W^end der Zeit des Vertriebs der Lose zur 1. «lasst einer Preußi'ch^SütHeutt'chen Staatslottenc dl Ankündigung, Ausgabe und Vertrieb der Lose nicht gestattet. Tas Minrsterrum des Innern hat d?m Krvchew- lwrstand zu Schotten die Erlaubnis erteilt, 80000 Lose einer Geldlotterie /Schottener Ktrchen- banlotterie) innerhalb des Bollsstaates Dessen «u vertreiben. Ter Preis edres Loses ist mir 3 SRI ^ausschließlich 60 Pf. Rcichsftempelobgabe) festgesetzt. Tie Ziehung ''Inder am 20. und 21. Oktober ds Is. in TarnrTtnbt statt. Während der Zeit des Bertriebes der Lose zur 1. .Aasst erner preußisch-sLdeutschen Staatslottene ist Ankündigung, Ausgabe und Vertrieb der Lose nicht gestattet. Schwurgericht. Millümenschieber ötrurteilt. Berlin, 3. Juni. Bor dem Magdeburger Landgericht hatten sich gestern fünf Kaufleute zu verantworten, die Dertvbjekte S 70 Millionen Mark, darunter Zehn- tausende von Militär stiefeln, SBoH- decken,^^hlhelme usw. in Berlin, Magde- Kreisfag. Gießen, 2 Juni 1921. (Vettern sano unter bem Vorsitz des Ob-Reg. Rats Welcker eine außerordentliche Sitzung bei Kreistags statt. Zu dem Nachtragsvoran schla g der Sretskasse für 1920 wies der Vorsitzende daraus hin, daß infolge der wetteren Pretssicige- nmgen Erhöhung der Gehälter der lstreisbeamten uno der Pslegegeldsätzr in allen Anstalten, besonders aber infolge Erhöhung des Anteils des Atci- es an den Provinzialumlagcn die A i'stellmig eines Rachitvagsoovanschlags für bie Är eis lasst für 1920 ersolgen mußte. Hiernach stünde einer Mrhr- cinnahmc von 114 400 Mk. eine Dtehrausgabe von 1365500 Mk. gegenüber. Ter ungedeckte Betrag von 1251100 Ml. müsse durch Umlagen ausgebracht werden. Nucl)dcm der Vorsitzende den Voranschlag rubrilwcisc vorgetragen batte, wurde dieser vom Kreistag einstimmig genehmigt. Erhöhung der Tcuerungszuschläge der Ä'reiSbeamten von 50—65 Proz. Der Vorsitzende wies darauf hin, daß der Staat die Teucrungszuschläge für die Staatsbeamten ab 1. Januar für die Ortsklasse C—E von 50 bis 70 Pvvz. erhöht habe. Da für die .ftreisbeamten bie gleichen Grundsätze Geltung hätten, habe der Arcisausschuß beantragt, daß die tn btc Ortsklassen C—E fallenden Kreisbeaintcn tnr Teuerung sz uschlag entsprechend erhöht würden. Nach kurzer Ausspracl)e wurve der Antrag genehmigt. Pflegegeld in den Landeshctl- und Pflegeanstalten und der Friedberger Blindenanstalt. Die Pllegegetder fern im letzten Jahr wiedethvlt erhöht worden, rooburt- die Kreiskasse ganz erheblich belastet worden sei. Ta es sich um eine vorn Kreis freiwillig übernommene Verpflichtung handle, sei es billig, datz die Zuschüsse der Ottsarmenverr ände entsprechend erhöht würden. Ter >1retsaussch«uß habe eine Erhöhung aut 800 Mk. ab 1. Juli 1920 für entsprechend gehalten Ter Antrag wurde einstimmig genehmigt. Weiter bemerkte der Vor itzende, daß die Kleidergelder in der Blindenanstalt goatj bedeutend erhöht worden seien Da eS sich ünt ortSarme Kinder handle, sollten diese ZkleLergeldeÄ von den betreffenden Ortsarmenverbänden getragen tragen werden Auch diesem Antrag stimmte der Kreistag einstimmig zu. An Stelle des verstorbenen ehemaligen Stadtverordneten Simon wurde Oekonom Preiß zu Gießen zum Mitglied der Flurschadenabschätz- ungSkommisswn gewählt. Neuwahl bet Kärkommisstonen. ES wurden aut'Vorschlag des Kversausschusses gd- wShlt: Simmentaler Zuchtrichtung: Zu Mttglic- dern Bürgermeister Holler, Ob.-Hörgern, und Karl Hahn, Bellersheim, und zu Erlatznntglrödern Lud. Tamer, Röthges und Wilh. Weil, Lang-Göns. — Vogelsberger Zuchtrichtung: Zu Mitgliedern Hermann Belten, Göbelnrod, Mtbürgermeister Hirz, Watzenborn und zu Ersatzmitgliedern Hermann Dvn-Eiff, Grünbera, WSh. Kreiling III., Heuchelheim. — Für Schafe: Als Mitglied Oberverwalter Büchsenschütz, Lick und als Ersatzmitglied Schäfer Otto stlauS, Billingen. Dtri)rint der Bergarbeiter Deutschlands. 23. Generalversammlung in Gießen. 6. Berhandlungstag. Gießen, 3. vUmt 1921. 1 In der Debatte übte die Arbettsge- vteinsctaft tarnen abwechselnd Redner für und «gen diele Emrtchtung zu Starte. Tie Gegner der Arbeitsgemeinschaft oer- < langten, daß der Verband ovorsland der Vergär bei «beil der nächst en Konfevn» deS A. D G. B. einen i Antrag auf Äickhevimg der Arbeitsgemeinschaft stelle J „ Hue führte aus, daß man btc ^rqaebei Ar- ' bettS gerneinschaft nicht nach parteipolinschen Ge- ftckttSo linkten beurteilen könne. Auch btc Bftür Wörter der Ar bei: sgrmrins (fetten hätten an dieser Insittuttan vieles ausuftetzm Notwendig sei, daß Einheit und Geschlosienhcn der bartgdm 'Irfvtter schäft Herges«eilt werd.-, dann wäre vielleicht auch, die Frage der Arbevsgemeinschaft erledigt. Tenn nur. durch- die Einheitsfront deS schaffenden Prole tarütts Deutschland: toime die Arbeiterklasse als maßgebender ökonomischer Faktor den AuSschlag ist» deutsc^n Wittsch'aftslcben geben 3u einer Richtigstellung stellt Huä test, daß bie Reich)werke keine Defvftle machten, fern dem bereits eine größere Rentabilität als trüber, und als manch s privattapftalistische Graß unternehmen, erreicht hätten Auch würden diese Werke hAeren sozialen Anforderungen genügen Sobami wurde der Dorftandsresolu- tio n gegen 42 Stimmen zu gestimmt, wonach die 23 Gener chversamMlung des Verbandes her Berg arbette- Deutschlands bie Arbeitsgemeinschaften nach wie vor als ein geeignete^ Mittel betrachtet Mir Vertretung der wirtschaftlichen Interessen der Berufsait gehörigen IM weiteren Verlauf der Verhandlung kam eS zur Abstftntzmmg über einen Antrag, der die Unterwerfung der Gewerkschaften unter die diktatorischen Anordnungen der Moskauer Zentrale mit Entschiedenheit ablebnt, und verlangt, daß der Bergarbeiter- verband an seinen fveigeroerffchattlichen Grundsatz mchedingter Selbständigkeit gegenüber allen Partei^ politischen und religiösen Gruppen festhält. Die Entschließung enthält weiter ein klares Bekenntnis Mm all^nneinen Deutschen Gemerkschaftsbunde und *rr Amsterdamer Gewerkschaftsinternatronale Wer llch an Spaltungsbestrebungen gegen freigewerk- schaftliche Organisationen betätige, gegen den nrüffe mit den schärfsten Mitteln vorgegangen werden. Weiter mir b'm dieser Entschließung fest gelegt, daß der Ausschluß von Mitgliedern berechtigt ist, wenn ste sich an Bestrebungen beteiligen mit Abtrennung des Bergarbeiterverbandes vom A D. G. B. uno der Amsterdamer Gewerkschaftsinternationak?. Weiter wurde beschlossen, daß der Jnternatio- rrale st ongreß m Moskau auch nicht auf Kasten der Bezirks, oder Lokalkassen des Bergarbeft^r. vabandes beschickt werden dürfe. Gegen 7 Stimmen sand eine weitere Entschließung Annahme, daß DerbandSgekder des BergarbeiterverbandeS nicht für die kommunistisch: notc Ht'fe verwendet werben dürfen Ten Höhepunkt der Tagung bildete das Referat des Reichstagsabgeordneten Huö über die Sozialisierung im Bergbau Tas SozialisierungSproblem habe weltpolitische Bedeutung. Tie in jüngfhr Zeit in unerhörtem Umfange austretenden privatkapitalistischen vertan stungsaktionen zwinge, die Uebertragung der .Eohlen macht an eine gesetzlich bestimmte Vertretung de> ganzen Volkes dringlicher zu fordern. Nicht um egoistische Berufsintevessen zu fordern, sondern um die wichtigsten staatsbürgerlichen Rechte eines feden volksgenoisen vor der reaktionärsten 53er- geroalhgung durch ein Konsortium von übermäßigen Trustmonarchen zu schützen, deshalb fordere man die Sozialisierung der volkswirtschaftlich nrichtigftvn Bergwerksindustrie. Durch den 93er- scriller Frieden habe Deutschland über 70 Prozent her Eisenerzeugung verloren. Doch müsse man fordern, daß die deutsche ErrbergarLeiterschaft im Maße der Gewinnung beschäftigt werde In der stalttndustrie sei Deutschland so günstig gestellt, daß es das Deltnronopol behaupten könne. Türen ftmnern rlnende Erhöhung der stalipreise sei die Ab- satzmö ftichkeit immer geringer geworden. Der jetzige TBieberairbtiumintfter Walter Ra t Henau habe in der lctzterl Zeit selbst erklärt, daß der Versailler Stieben und das Londoner Abkommen eine erhöhte irlschafte-schövfung erfotberlen. Um dieses zu ermöglichen, müsse man aber auch zur Umstellung unseres heutigen Wirtschaftslebens schreiten und die priratkapftalrstischen Spekulationen eftrdämmeft. Tatimh würde e< auch möglich, bie produktiven Kväite mit dem guten Willen zur Wiederaufbau- arb-n' zu erfüllen. Die Sozialisierung bedeute vollkommene Uebertragung der Der- t'ügungsgewalt über die ganzen Bodenschätze an die Allgemeinheit. Ftt (Snglanb, Tschecho-Slowakei, Belgien und Frank-" reich seien gleiche ^eftrtbimqen im Gange, nur würde man es dort mit dem Start Nationalisierung bezeichnen Auch der jetzt in England so viel pro- regierte Gilden sozialismus, d. H, Schaffung von SelbstvermaltungSköwerschaftm, Habe große AeHnlichkeit mit den deutschen Sozialifie- runasVorschlägen. Auch der GildcnsozialiSmus basiere «yir'ber Forderung: Uebertragung der Ber- fügungsgewall an die Allgemeinheit. Ueber das Wesen de> Kommunismus herrschen selbst unter den deutschen stvmmunisten falsche Auffassungen. Tie Fdcolc de^- WrnmuniSmus könnten erst über den Sozialismus verwirklicht werden. .Kommums mus bedeute Gemeftrschaftsgeist, Brüderlichkett, aber nicht H änberten Ainnen stell Tie feste Grundstemmung bei Marktes trat im Starlaufe nt roritemi leichten Datum: 5 *!„ Dtsch. Krieoranl. 4 •/• Dtsch. Reichoanl 3 •/» Dtsch. Reichsanl. 4•/» Preutz. Äonfels Darmstädter Dank . Deutsche Dank . . . Disconlo-Gesellschast Dresdner Bank. . . Nationalbank f. D. . Mitteld. Lreditbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher ßlogb. Bocklbuhstahlmerk . D.-Lu^emb. Berg«. Velsenkirch. Berg«. . Äarpencr Bergbau . Oberschles. Lisenb.«B. Oberschles. Lisenind. . Phönir.Bergb.'Akt.. Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerk«. Slektr.LL.G Lchuckert-Werke. . . Felten-Guilleaume. . Daimler Bud.» Eilen«.- Akt. . Adlerwerke 4'/. Hess. Staats«!. . Elektron Griesheim. Tendenz. Oberbedarf 316 zogen ,7m freien Verkehr wurden Deutsch« Petroleum 782—790 gehandelt. Julius Sichel 600, Ph. Holzmann 298^, DianSfeldrr stuxe 467->. Mexikaner gegen den ermäßigten Stand der Mit- lagsbörse gut behauptet. Chemische Rlnmania <43 Zellstoft Aschaffenburg mit 506 rarionxnl, plus 26 Proz. Ter SckLutz bewahrte eine teste Tendenz KurSbefserungen, besonders am Montamnarft. zutage. Mit morgen beamtet der für die Sommrr- monatc Funi. Iulc und August an bet Samstagen angeführte Börsenschluß Frankfurt a M., 3. Fmn. Börsen- ft r m m u n g s b il d. Tf feste «Stint murg konnte sich weiter erhalten, um so mehr sich «ich ine Kautausträge des Privatpu blikurns etwas verrn ehrten. Bevorzugt waren Fndnfttteafttoi, tu denen sich lebhaftere Umsätze entwickelten. Zu den stärker begcchrlen Werten gehörten Zellstoft Afchastenburg, Ehernifchc Goldenberg Trtdtweberet Besigheim zogen ebenfalls an 543V?- illbeNelder Farben setzten ihre Befestigung fort, mit 45V'/? gewannen ste weitere 4» ? Pwz. Badische Anilin bei regerer Nachfrage 5 Proz. höher, desgleichen Elektron Griesheim feit Zfo Reaktion aut die vovautgte. gangene Steigerung gaben TLutsch-Uebersee Id Prozent nach. Bergmann stellten sich aut 311. Montaiialtien lagst zmar rubtger, bewahrten aber Chemischer Untersuchunaraml für die Provinz Dberhesfen. Aus dem Tätigkrit-'cherick! M Amtes hh 1920 entnehmen mir folgenbe. b<\mber# für die Landwirtschaft interessanten Em:elbeiteti' Tem Milchverkedr wurde nrrher besondere Aufmerf'amkett g.^tenft. doch mußte die Kiortrolle mfofgr der m einteln.m Bezirken tuf getTttnr-n Maul^ und fllaumimdK vortitzergeb nd ausgesetzt werben Die \ot* der fest gestellt.» ' n f(bimgen war wieder ganz enorm hoch Bo ' 1367 Boll milch proben wurden beanstandet wea.m >lafTer» »ufatzes 123 Proben, megnt Frn."Nzuges 25.5 Pro ben, wegen Walserzusatzes bet rm Zufotze'.^ vo- Natron eine Probe Die Wasterzusätz.' mären mitunter er heblidi hoch unb betrugen tn etr leinen 'v'.fien über 100 Prozent Tie beliebtest.- Fälschung -ar wieder d-r Fettentzug bup brr Zufatz reni Magermilch >11 r Bollmilch. Bon ben im Verstbr ertebenen Misch- proben mußten 36,2 Prozent wegen Verfälschung ober Minderwertigkeit bemtftanb.n werben Ofomm über dem Boriabre mit einer V >»nstand'mg»zisser vrm 37,2 Pnotent haberr sich die Verhältnisse im Milchverkestr faum gebessert Einr Besserung wird erst ein treten, wenn b.-r mieberfwlt anner gte Alts bau der Nabnmgsmittelkvntrolle speziell b r Milfo kontrolle, die in einzelnen «lrftsen nari imzuläugltch ist, dnrchgeführt ist. Ter dnrchsckntittlicktz- JVrtt.fbalt her in Perkedr gebrachten Milch betrug 3.13 Proz . der der Stallproben 3,48 Prozent Bon ten unter suctften Magermilchproben wurden mehren wegen starker W.ftseruteg N ■ FÄlen betrug der Dasserzusatz über 260 Prozent Rach der Aufhebung bet Zwangsbetvirtschas hmg von Fleisch unb Durstwaren nahm btc Verfälschung der Wurstwaren wieder :rbrblid) zu Bor allem bildeten nicht dellartert.- und übermäßig hohe Zusätze ron Stärkemehl zur Durst die 11 r farfx zur Beanstandung Tic Verwendung von Pferdefleisch bei der Herflellung der Wnrst konnte in keinem Falle nachgennesen werden Weitere Beanstandunm'n brtraren Butter mit zu hohem Wassergehalt. Brunnen- und Quellwasser mußd-n verschiedentlich wegen starker Berunrein'guug durch organische Zerseyungsprvdukte und iauchehalftck' Zullülse beanstandet werden. Müller schk Badeanstalt Wasserwärme der Lahn att 1 Juni 17 ifo-cu-* 1? On einem Teil der Aullage wiederholt.) Ter Kampf um die Aushebung der Eanktionen. Pans, 3 Ium WTB.^ Ter dipl^matesche Derichterftatter der „(Sbtgacj tiibune" teilt w t, datz die F^ri>'n,ng \u einer liebere in fünft zu gelangen über das Tatuni bet Räumung von Düsseldorf und Du 1 sbur a-R unr 0 r t und über die Aufhebung der Zollgrcn-e aur dem rechten Rheinuser die wahre Urfodx dafür sei, daß England aut pforliqen Zusammentritt des Obersten Rate- bestehe Obwohl br an. gegebene Grund de- englisckien Mtnftderprasidentnt die oberschlesische Frage fei, begreife man in Frant- reich, daß die Sanktionen bestimmt aut'der Tagesordnung ericheinen werden. Die amerikanische Regierung teile den Standpunkt der englischen, italienischen unb iapanischcn Rcinrrong, daß die Erhebung enter 26prozenriitn AuSttchr- abgobe längH des Rheins dem deulchen Außen- handel schädlich sei. Tic Regierung Wirth habe bereit- mossiziell Borsiellungen bet jeber einzelnen der alliierten Mächte erheben, um bte Räu- jnuria der genannten Städte und die Aull)ebung der Zollgrenze am Rhein zu erlangen Tod» feien die bayerische Weigerung zur Eiitwastttung unb die Vorgänge vor dem Reicbs«ien'cht4chv' zwit scharie Trümpfe für die frmrzöjifchv These rtnet Verlängerung der Sanft tonen Der deutsche Botschafter bei Briand. Paris, 2. Juni »WTB. Mmftterprcill- bent Briand wirb heute abend den deutschen Botschafter Dr. Mayer empiangen. Vorher hotte er eine Besprechung mit General Wygand. Rückgang der Bevölkerung-zifser tn Frankreich. Berlin, 3. Juni. Nach Blätterniel düngen auS Paris schützt „Petit Parisien" nach dem Ergebnis der letzten Boltszählung die Bevölkeruttgsoermindernna in Frankreich trotz des ^utvachses durch Elsaß-Lathringen auf ly, Millionen._________________________ MlilWU wichtig für pserdebefitzer! Unter dieser Bezeichnung erscheinen letztzeilig In den Tage»»eilangen BerSstentlichunaen der Rheinischen Bierde- und BieboerslcherungS."5eiell- schait »u Köln a. itib-, mit welchen den Vanbrolrien bte Berstcherilna Ihrer Bierde mit einer „Wrnob* Urämie" von 3 Prozent angeboten wird Tiefe Grundvrämie stellt aber nicht die tnffat6lld)c Ge« famtleiftung der verstcherunge-nebmer dar, sondern ste ist lediglich eine ngch'chukvllichtige Vorprämie und wird tn dem Tarif der genannten Gesellschaft auch als solche bezeichnet. Außerdem wird in der erwähnten Bekanntmachung die stotte Weiterentwicklung der Ge>'ell- schäft damit gekennzeichnet, daß ste in dem letzten verstchenmgSjabre eine Brämieneinnahme von 28 Millionen gebabt habe. An stch ist dieser Betrag richtig angegeben, eS ist aber verschwiegen, daß in dieser Geiamrorämie Mk. 2082 737.18 Nachschufo Prämien, ö b. 15 Prozent der Vorprämien der Btey» lebenSabteilung enthaften stnd. Hieraus ergibt stch unzweiielbait. wie es mit der sog. „tornnburämie*1 auSstehr. c. b- daß diese wie auch in ben «vor jabren mit Nachichnß belastet ist. Tie Prämien- leistung eines Landwirtes ist demnach nicht, wie eS nach den Inseraten den Anschein erweckt, 3 Prozent, fonbern unter Einrechnung der Zuschlagsprämie für Unbrauchbarkeit und dec Nachichuhprämte über 4 Prozent. Es liegt sonach in der Reklame, welche von der Gesellschaft betrieben wird, eine ostenstcht liche Berschteterung der tatsächlichen Berhältniste. welche hterniir richiiggestellt werden soll. «6130jä Besser als bitte re Wlandeln u.Zitronen dabei billiger, bequemer und gesünder sind Dr. Reppins Backöle „Bittermandel und Zitrone“. Versuchen Sie auch Dr. Reppins Vanillin- pnlver, Backpulver und Kam-Aroma. < Generalvertreter: Robert Völker, z — Kassel, Fünffensterstraße 4. — Unterhaltung ♦ Erhebung > Selchrung »es B neuem Leben an Hk erfor An [en darüber unb dar unter sind für uns von und Abt Mi 1. die । nerr Lan den; Aus lid) abi hni etwa lecken, e, bie ii '?(! Kr ihm der M bei ort m. Wir Demel M! 15. Aa ton V- — ... . .----- — Farbe er spinnen nnrt. Nack» der Merten < Poetenreichtum. Ernst bon Wolzo gen setzt im Juncheft von „Westermanns Monatsheften" 'seine Lebens- errnnenmgen fort und beschäftigt sich batet viel mit Lilrencrons Persönlichkeit. Wenn Wvl- y>gcn nach Hamburg tan, daun pflegte er Liltar- crrm in irgendeine bessere Austernstube mitzu-- fchleppen, weil er wußte, eine wie große Freude ihm cm -anspruchsvoll Kusammengestelltes Malst in vornehmer Aufmachung bereitete. „Er selber betonte bet solcher Gelegöcheit bte Vornehm beit äußerlich durch Anlegung fernes alten, ober pern- lich sauber instandgshattenen Bratenrockes nebst glacäletemen Begräbnishandschuhen. Es waren wohl die einzigen, die er besaß. Und niemals unter- ließ er es, beim Fortgehen g Eon» ausgewählt und in einen warmen Raum ge» legt. Nach zwei Wochen benäßt bie* schrnutzv loeiße Motte, die sich in dem Kokon entwickelt hctt. das eine Ende des Kvkons mit ihrem Speichel, drängt bte Seidenfäden beiseite und kriecht cu5. Tie 'Jltotten beginnen augenblicklich das Paarungs- geschäft, und jedes Weibchen legt etwa 400 Eier, worauf es stirbt. Tie Eier inerten non dem Züchter gesammelt, sorgfältig daraufhin unter- lucht, ob sie Zeichen von Krankheiten aufweisen, und dann zu werteren Züchtungen txrroatbet. Dir Kokons, die nicht zur Züchttmg dienen, werden zunächst Tampf ausgesetzt, um alles Leben bann töten und dann m heißes Wasser gebracht. Auf diese Weise lösen sich die Seidensäben, st daß he aufgewickelt und zur Fabrikatton dcj> > sendet werden können. Okkultismus und Geschäft. „ Mit OkkulttSmus ist letzt ein blühendes Gfe* stbäft zu machen. Es ist Hochkonrunkttir m P|ych>« crnalyse, in Telepathie, Hypw>- und MvgnettS- nms, und weil all diese Truge doch sehr stark vach nüchterner Wissenschaftlichb-i! rtechen und da die breite Masst mehr das wrmderbare Tunke! als das Licht der Wissenschaft Itebt, so bat sich das okkulte bewerbe in fixer Anpassungef älngbeit dazu bequemst einen starken odiufs Mittelalters «n rvrr Gefchäftsgebarmrg einzuschmugtwlu - der letzte Sckirei der Mode ist bre Astrologie. Es wird wieder aus der Konstellation^ der Sterne gedeutet rtne anno Wallenstein und Senf. Viel zu wenig beachtet von Aerzten, Polizelbehorden, Wvhlfahrtsmrnist.- rien und anderen berufenen Faktoren macht sich in ganz Deutschland eine immer mehr anschwcllende Welle geradezu geheimniskramender Leidenschaftlichkeit bemerkbar. Und Bcrlrn ist, wie sollte dus auch anders fein, fern Wellenbrecher, lonbem etu Staubecken. Tiefes psvchische Fieter wird hier geschäftstüchtig ausgebeutet und gesteigert. Ollulte Salons nehmen den geheimen Gesellschaften für Nacktänze ihr Publikum weg und verdrenen eme Stange Gold oder, um der Zeit Rertmung zu tragen, einen Ballen Papiergeld. Hellseherinch- tutc schießen wie Pilze nach dem Regen aus der Grbe, in einer dieser Schwindelbuden, die m einem Berliner Vorort liegt, sind aus Wochen hm aus die Karten für die Spreäistunden vergeben. Erne stadtbekannte Tarne, die sich noch vor wenig Wochen ausschließlich mit Heiratevermittlungen beschäl- tigte, hat sich als astrologisches Institut ausgetan und verkündet in dicken Lettern von gl len An-> schlägen an den Litfaßsäulen, bar» sie wohl, dank einem Sonderabkommen mit den Planeten, altern in der Lage sei, Zukunst und Sch^rckscu ihrer Schütz- lmge aus den Stemmt zu lesen. Dte gute, olle, ehrliche Kartenlegerin übt an ihrer schwarzen Kumt Verrat, und seiÄst am unromanttschen Weddmq draußen, im aufgeklärten ^cteunenmertel, wo bi schweren Jungen „Tinge drehen", übt die Volks.« astvologin statt der Karten-- und Kafteegrundprv- phezeiung mit magischer Gebärde ffrr neues astvo logisches Gewerbe aus. Dieses Psychisckn Fieber mag eine Folgeerscheinung des Krieges sein, ihre auf Täuschung und Geschäft zulamende Spitze tft Berliner Eigenbau. Tem plumpen Schwmdel, der überdies bte Nerven arg in Mitleidenschaft yefrs und der Hysterie den Acker bereitet, ist Tür und Tor geöffnet. Gehör und Gesicht. Ein bekannter Gelehrter machte kürzlich irt einem Vortrage aus zwei nicht genügend gewürdigte Unterschiede zwischen dem Gehörsinn und dem Ge- sichtssinn, bzw. den übrigen Sinnen, aufmerksam Während das A u g e die verschiedenen Lichtstrahlen, von denen es getroffen wird, zu einer Gesamt - cmDiinbimg bereinigt, zerlegt das Ohr eine ein mein cieb. Von Rabindranath Tagore. (Aus dem Kinderbuche „Der zunehmende Mond".'» Dies Lied von mir will feine Musik winden um dich, mein Kind, wie die zärtlichen Arme der Liebe. Dies Lied von mir will deine Stirn Wenn äu allein bift, wird es an deiner Seide sitzen und dir ins Ohr flüstern; bist du rn der Menge, wird es dich einfrieden mit Entrücktheit. Mein Lied ttxro ein Flügelpaar für deine Träume sein, es wird dein Herz an die Wrenge des Unbekannten reißen. Es wird wie der getreue Stern zu xxhrpten sein, wenn finstere Nacht über deiner Straße liegt. Mein Lied wird in den Sternen deiner Augen sitzen und deinen Blick in das Herz der Dinge fuhren. ran gern fit W rung Das Al der Wurm auf einen Zwerg und kapselt stch hier selbst in einen Kvkon em. Drei Tage lang bauert Dteic Arbeit, und dann ist das Werk vollendet, ernt Hülle von l ’ a Zoll Länge und 8/< Zoll Durchmesser. Ter jwfon testeht aus einem zusammenhängenden doppelten Seitenfaden von etwa 3500 rigung der Temperatur übt der Mangel an Sauer - stoft auS. Denn auch das Samenkorn unterliegt einem Stoffwechsel, der in der Hauptsache in der Aufnahme von Sauerstoff Intb in der Abgabe von Kohlensäure und Wasser besteht. Fehlt der Sauer stoff, fo stirbt Zwar das Korn nicht, aber es geht in eine Art von Dauer- und Ruhezustand über, der sich vielleicht mit jenem Zustand vergleichen läßt, den eine jahrelang ohne Nahrung gdanene Hefezelle annimmt. Sie stirbt nirirt ab und läßt sich durch geeignete Behandlung wieder zu neuem Le7 erwecken. Ebenso das Samenkorn. Ein Mangel__ Sauerstost tritt insbesondere dann ein, wenn es zu ties in den Boden gefat wurde. Die darüber liegenden Bodenschichten verhindern bann den Zutritt der Luft. Man hat aus altem Ackerboden, der dann aufgeforstet wurde, Samenkörner entnommen. de- lel bil eh üd 'jcegcitnann des Juli dichtes Dunkel die Wiesen bedeckt unp der vlätschemtde Reger eriren Schleier nach dem andern über die tolummembc Erde breitet, so ist diese Ein tönigtat des Reaena^stätschers wie da tmrcnrde Dunkel selbst. Die düstere, dicht Bauntrcihe, bie Dornsträucher, Die aus der Tablcn Heide auf tauchen wie Köpfe vo €d)ivinunern mit triefenben Haaren, Der G ruch des feucksten Grases und der nasse Erte, Der Kirchturm, der aus der undeui bülten üniUwert^‘I langer (hntorrthrng dieser flarTm Killte zeigte sich YUtten umlagert, Mporrvgt, alles sind« keine mefcntlicte Vermtndeows der fltimtaft Wmer wurden zwar glashart, sie zeigten keinerlei Lebensfähigkeit mehr, und es konnte an ihnen insbesondere auch keinerlei Art von Stoffwechsel fest- gestellt werden. Nach langsamer und vorsichtiger Diedererwärmung, die derart ausgeführt wurde, daß beim Auftauen keine Sprengung des Zellftofs- gaoebes eintrat, ließ sich bei ihnen eine fast unveränderte Keimkraft feststellen. Berauerel behauptet auf'Grund ferner Umersuchunycn, daß bie Keimkraft auch bei Temperaturen von — 200 Grad im Ber lause von drei Millionen Jahren nur ganz unwesentlich verringert weiden würde. Der Betraa der Verringerung würde ungefähr ebenso groß fein, als ob das Korn bei einer Temperatur von plus 10 Grad einen Tag lang an der Lust gelegen hätte. Einen viel weitgehenderen Einfluß als die Ernied- Wie Seide entsteht. Haben Sie sich schon einmal überlegt, wenn Sie sich Ihre seidene Muse anziehen oder den Seidenschlips umbinben, wie viele Seidenwurmer ihr Leben laifen mußten, damit bet Stoss entstehen konnte? Der Schlips hat bas Opfer von wenigstens lausend Seibenwürmern und bte Bluse bas von 20 000 erfordert. Der arme Seidenwurm ist ein der Jnsektenwelt ausgehenden Geräusche nur sehr selten, ja nicht einmal den Tritt einer Katze oder einer Maus. Ter Gehörsinn des ersteren Tieres ist jedenfalls mrf stärker entwickelt, als derjenige des Menschen, indem die Katze selbst aus größerer Entfernung und im Schlafe vernimmt, wenn eine Maus durch das Zimmer läuft. 7 fr Merung . jr< A. Reicks, Ä'.euerm, SQ* qer ^icr L wb hS ftan bje g beuh'd Arbeite CÄ 1 'llc Mai »U'-ü f« raIefc der ^L^taTi druck. S-Nd Nere? M Kuttel. K Rabinöranath Tagore über die Verwirklichung der Zchönhett. Der Name Rabinvranath Tagores, ovr wenig Jahren in Teutschiland kaum getarnt, ist heule in Aller Munde. Seine Bücher, bte in Riesenauf- ' lagen Heron skommen, findet man überall m ber Hand begeisterter Leser. Augenblicklich befindet fick, ber indische Ttchter auf einer Europareise Tie schule der Weisheitt' in Darmstadt versendet fleiHrg Rällamenotizen, die zum Besuch der „Darmstädter Tagoro-Woche^' (9.—14 Juni) auf* fordern, ausführlich von den Eigenschaften Tagores, der Art seines Umgangs unb Uierkehrs erzählen imb B-rhaltungsvorschläge erteilen. Ob btefer Tamtam wirklich dem Wesen bes großen Inders entspricht? bon dem doch "Grag .Keyserling selber bekennt, daß er bte letzte Stufe ber Bollerwung auf dem Wege ber Verinnerlichung erreicht habe, baß er uns allen als höchstes Sinnbild ber Vollkommenheit, bte fetue menschliche Gröhe fttli und reht offenbart, gelten könne. Ob bte Stillen im Lande, bie wirllrch Wertvollen, denen Einkehr in sich selbst das Höchste ist und an bte sich Keyserling vor allem wendet, durch diesen überttte- beneti aufs Aeußerüche eingestellten Persönlichkeits- klllt nicht abgeschreckt werden? — Wer zum Beispiel eine der wundervollen Aufführungen des „Kömgs ber dunklen Stamm er" im Frankfurter Schauspielhaus erlebte, dte trarnnyrrtc Lyrik, die allumfassende Güte ttnb Menschlichkeit dieses rn- difck'en Legenbenfpiels willig in ferne Seele ein* sttönten ließ, bte kristallklaren unb himmelstiefen CMxntfcn vom König der dunklen Kammer, das heißt, tont Gott, ber in uns und aus uns wirkt, erfühlte, für ben tarn ein Wissen vom äußeren Menschen Tagore, der zudem noch in fremder Sprache sprickst, wohl kaum eine Steigerung bedeuten. In Rabindranath Dagores Bücher möge lick' jeder, der bte Weisheit indischer Dichtung liebt, versenken. Er wird in ihnen überall 'ben Tickt er finden, dessen Werk weder nach Sprache imti Ort begrenzt ist, bemf man kaum die zweimalige Uebersetzung ins Englische und bann ins Deutsche mrmertt. Ern Weiser wird zru ihm sprechen, ein großer Ethiker, ein Gottsucher, dem es gelang, ben seltenen Einklang mit Natuo unb Gott £i finden. Sämtliche ms Deutsche übersetzten Werke Ta* gores, eine gan^e Anzahl Lyrik-, Prosa-- und Dvamenbück>er, sind im Münchener Verlag von Kurt Wolff erschienen. Ter folgende Abschnitt ist das Schlußstück des Kapitels „Bon ber Verwrrk- licharng der Schönheit' in dein Neuesten philosophischen Werke des Inders ,-Sabhana" "(Ter Weg zur Vollendung). Wenn wir sagen, baß Die Schönheit überall ist, so meinen wir bannt nicht, daß wir das Wort HüßlichLeit ans unserer Sprache * verbannen sollten; bas wäre ebenfo töricht, 'als wenn wir sagten, es gäbe keine Uw Wahrheit. Gewißlich gibt es Unwahrheit, aber sie liegt nicht im System bes Weltalls, sondern in ber Unvollkommenheit unserer Erkenntnis. Ebenso gibt es Häßlichkeit als Der* zerrten Ausdruck der Schönheit in unferm Leben unb in unserer Kunst, ber seine Ursache hat in unferm unvollkommenen Erfassen ber Wahrheit Wir können bis zu einem gewissen (trabe unser Leben in Gegensatz stellen zu . dem Gesetz der Wahrheit, das in uns ist und das in allem ist, unb ebenso können wir auch .Häßlichkeit erzeugen, indem wir dem ewigen Gesetz der Harmonie, bas überall ist, widerstreben. Durch imfern Wahrheitsfnm erkennen wir bas Gesetzt Der Schöpfung, unb durch unfern Schönheitssinn erkennen wir bie Harmonie bes Weltalls. Wenn wir das Gesetz in der Natur et tarnen, so gelangen wir zur Herrschaft über bie Kräfte der Natur und ireidesveicher, ein damals viel beliebtes Spielzeug, Das man vielleicht als den Borgangcr des hrnttigen "LuppenHauses betrachten kann. Einige dieser Spei- d>cr waren noch mit Weizenkörnern gefüllt, die bei erneuter Aussaat mx keimen begannen. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß hier eine absichtliche Täuschung vorlag, die ton fetten eingeborener angeblicher Finder ber Mumien ins Werk gesetzt worben ipüt. Als man barm später wirklichen Mumien u^izen entdeckte, tonnte man die vollkommen hart geworbenen und keine Spur ton Feuchtigkeit mehr aufroetfenben Körner nicht mehr zum Keimen brin gen. Dagegen sind in ben Silberbergwerten von Atttka bzw. unter bat bort weggeworfenen un- t rauchbaren Gesteinen, bte ben Boden mehrere '.Vtcter bvch trbetrten, rroch teimsähige Samen, allerdings nickt ton (Getreide, sondern von Gartenpflan ;en ttefunben worden. Ihr Alter wird auf unqefäbr 2000 geschätzt. Ern allgemeines Durchschnittsalter für bte Kemtfähigkerl der Getreidesamen läßt sich nach Re la ms „Universum" nicht angeben, und auch bei der Lnchat Getreideforte hangt sie sehr von den iß erat Umständen ab Früher glaubte man, daß । re Kälte die Krimfähigteit beeinttächtioe, baß sie as Samenkorn geunsu-rmaß'-n attöre Neuewings at ber f^t-Asische Forschet Paul Becauerel ben ^-TweiS enmaaX. daß d>ena de körne r foyrr seh' tiefe • Temperaturen ertragen, ohne dadurch irgendwie ;u j^iden. Er setzte solche Körner »m rerschiedataH | hmetbearten der Temperatur der flüssigen Luft ' also einer Kälte von — 193 Grad, aus Auch bet langer (Sintorrthrng dieser starka: Kälte 1 keine wesenllickre Unb wenn meine Stimme sttll ist im wutyvwu» wii euvu duuv I 2ob, wird mein Lied in dein lebendes öera Steter Länge, unb daS Material M ferner Ardeu | sprechen. Alter und Aeimsähigkeit der Getreide;. Wie lange behält bas Samenkorn bes Getreides feine Keimkraft'? Diese Frage hat schon mehrfach bat Gegenstand pflanzatphysivlogischer Unter- suchungat gebildet, die allerdings dadurch auf'mancherlei Schwierigkeiten stoßen, daß fich bas Mter ber zur Verfügung stehenden Proben nicht immer einwandfrei feststellen läßt. Eine Zeitlang glaubte man, daß sich die Keimkraft unter Umständen bis über fünftausend Jahre lang erhalte. Diese Ansicht wurde durch Versuche mit dem sogenannten „Mu ntienweizen" gestützt, einer grobkörnigen Weizen forte, die vor ungefähr fünfzig Jahven aus Weizen- fömem gezüchtet hnrrbc, als deren Fundort die Gräber ägypttscher Mumten bezeichnet wurden. Die Aegyptet pflegten ihren Toten mancherlei Beigaben in das Grab zu legen, den Kindern auch kleine Ge- Sklave der Mode geworfen. Der dieser strengen Götttn zu Millionen bin geopfert wird. Früher war die Eeidenfabrikation nur in ben Länoern üblich, wo der Seidenwurm von Natur Dorfant. In Edina besteht sie seit über 4000 Jahren, hat sich von dort nach Indien und Japan verbreitet und kam dann später auch nach Frankreich und Sübeuropa. Bei Der Züchtung der Seitatraupe muß die größte Sorgfalt auf bie Auswahl der Tiere verwendet werten. Krankheiten verbreiten sich unter den Seitenwürmern sehr rasch, und deshalb beziehen heute die malten europäischen Züchter ihre Eier aus China und Japan, ivodurch fie bie beftr Gewähr für erne geiunbe Aufzucktt erhalten. Tie Eier sind gelb und ähneln Rübfamen. Sie werden in Brutofen gebracht, die eine bestimmte Därme haben, und nach Ablauf ton 30 Tagen kriechen die Sadenwümter aus. Ein Seidenwurm streift Dermal feine Haut ab und ist schließll 3V2 Zoll lang. Er ist weiß mit braunen löerbcn mächtig; toeim wir das sittliche Gesetz rn uns erkennen, so gelangen wir zur Herrschaft über uns selbst und werden frei. Und ebenso: Je mehr wir die Harmonie in der Natur verstehen, desto mehr nimmt unser Men an ber Freude der Schöpfung teil, und desto wahrer unb universaler wird der -Ms- druck der Schönheit in unserer Kunst. Je mehr wir uns der Harmottte in unserer Seele bewußt werden, desto umfassender begreifen wir die Glückfeligkeit des Weltgeistes, und der -Msdrnck der Schöicheit in unferm Leben ftrebt in Güte und Liebe dem Unendlichen zu. Dies ist das letzte Ziel unseres Daseins, daß wir uns immer bewußt sind: „Schönheit ist Wahrheit, Wahrheit ist Schönheitt'; wir müssen die gan^e Welt in Liebe erfassen, denn aus ter Liebe wird fite (geboren, die Siebe erhält sie und nimmt sie wieder in ihren Schoß zurück. Wir müssen zu der voll- Eommcnen Freiheit und Wette oes Herzens gelangen, bie uns oie Kraft gibt, uns in bas innerste Zentrum ber Dinge zu versetzen und die Fülle der selbstlosen Freude zu kosten, die Brahma eigen ist. Die Musik ist die renrfte Form der Kunst und onljer ter unmittelbarste Ausdruck ter Sdwitbeit. Ja, wir empfinden Die Offenbarung des Uneiwlichen in den endlichen Formen ter SckiSpftmg selbst als Musik, als Mumne, siclstbare Musik. Der Abendhimmcl, ter unmnüDlich seine Sternbilder wiederholt, I£.2rnc voll Staunen über das Geheimnis ieiner ersten Aeußerunq immer wleter das erste Wort lispelt und ihm mit nue endender Freude lauscht. Wenn in der trauen wegen der- ttmberjk’ Die Zeit ter Aufforstung ließ sich häufig noch aus dem Alter der Bäume und den Forstakten ermitteln, derartige in großer Tiefe liegende Samen tarnten noch nach 100 Jahren, doch läßt sich auch hier eine Grenze sowie eine durchschnittliche Mterszatzl für die Keimkraft nicht feststellen, da, wie schon erwähnt, sowohl die Getreidesorten selbst sowie auch die äußeren Umstände eine sehr weitgehende Rolle spielen. Ebenso kommt den Kunstgriffen, mittels deren man die alten Sarnen xu neuem Leben erweckt, eine gewiße Bedeutung zu. Es handelt sich darum, Feuchtigkeit, Wärme unb Luft im richtigen Verhältnis eünvtrEen zu lassen, um bas Protoplasma von neuem zu beleben. Die Beziehungen zwischen bem Mter unb ber Keimkraft bes Samens bilden ben Gegenstand vielfacher Forschungen. Die Natur dieser Forschungen bringt es aber mit sich, daß ihre endgültigen Ergebnisse erst in Jahr hunderten abgeschlossen vorliegen tarnen — müssen doch ine Beobachtungen über fo lange Zeiträume ausgetehnt werben. TSne, bte ans bem Herzen ber Nacht aufsteigen und in Dem einen Ton des unaufhörlichen Regens, ber oie Lüfte erfüllt, zusammenfließen und sich verlieren. Daher entlehnen die wahren Dichter, oie Seher, wenn sie bas Weltall besingen, ihre Ausdrücke am liebsten der Musik. Selten nehmen sie von der Malerei die Symbole für die Entfaltung von Formen, für bas Zusamm«rfließen von Warben und Linien, bas in jedem Augenblick auf der Leinwand des blauen Himmels vor sich geht. Sie haben ihren Grund dafür. Denn der Maler muß erst Leinwand, Pinsel und Farbenkasten haben. Vorn ersten Pinfelstrich bis zur vollendeten Darstellung seiner künstlerischen Idee ist noch ein weiter Weg. Uno wenn dann das Werk beendet ist, so ist ber, Künstler fort, das Bilo steht verwaist ba, Oie liebende Hand seines Schöpfers berührt es nicht mehr. Aber der Sänger hat alles in sich. Die Töne kommen unmittelbar aus seinem Leben heraus. Sie sind nicht Stoff, Den er draußen gesammelt hat. Sein künstlerischer Gedanke imi) fern Ausdruck sind Geschwister, sehr oft sind sie Zwillinge. In der Musik offenbart sich das Herz unmittelbar; es hat nicht unter der Sprödigkeit fremden Stoffes zu leiden. Wenn daher die Musik auch wie jede Kunst auf ihre Vollendung warten muß, fo offenbart sie doch bei jedem Schritt die Schönheit bes Ganzen. Als Ausdrucksmittel sind selbst Worte Schranken, denn ihr Sinn muß erst durch das Denken erklärt werden. Aber die Musik bedarf keiner Erllärung; sie drückt aus, was Worte nie auszudrücken vermögen. Uni> was noch mehr bebautet, Lied nndi Sänger sind unzertrennlich. Wenn der Sänger scheidet, so scheidet sein Lied mit ihm; es ist ewig eins mit dem Leben mto der Freude oes Meisters. Dieses Weltenlied ist keinen Augenblick von seinem Sänger getrennt. Es ist nicht aus fremdem Stoff gemacht. Es ist ferne Freude selbst, die Darin nie endende Gestalt annimmt. Es ist das Herz aller Herzen selbst, bas sich in Musik durch bas All ergießt. In jedem einzelnen Ton Dieser Musik ist eine VoMommenheit, die die Offenbarung bes Vollkommenen im Unvollkommenen ist. Kein einziger ihrer Töne ist vollenbet, doch jeder spiegelt oie Vollendung. Was macht es, wenn wir ben genauen} Sinn dieser großen Harmonie nicht zu Deuten verstehen? Ist es nicht, als wenn die Hand die Saite berührt und durch die Berührung ihren ganzen Wohfklang hervorlockt? Es ist die Sprache der Schönheit, die Sprache der Liebe, oie ans dem Herzen ber Welt kommt und geradeswegs zu unferm Herzen geht. Gestern abend stand ich allein in der Dunkelheit, bie von Schweigen erfüllt war, unb lauschte ter Stimme des Sängers ewiger Melodien. Ms ich mich schlafen legte, war mein letzter Gedanke, mit Dem ich bie Augen schloß, baß, wenn aitch mein Bewußtsein im Schlummer schwindet, ber Tanz bes Lebens in ber Arena meines schlafenden Leibes doch seinen Fortgang nimmt, im gleichen Rhyll)- mus mit den Sternen. Das Herz pocht weiter, das Blut rinnt durch die Adern und die Millionen lebendtaer Atome meines Leibes vibrieren im Eiullang mit bem Ton der Harfenseite, bie von Oer Berührung bes Meisters erklingt. heillicbe Tonempfindung in ihre Bestandteile. Tieft Fähigkeit des Zerlegens ter Töne läßt sich durch Uebung ungemein steigern. Bekannt ist es, daß bei Leiter eines Orchesters jeden Fehlgriff eines seiner Untergebenen sofort heruushört. Biel größer ist je doch das Kunststück, ivelchcs jeder Weriführcr einer Spinnevei uns vormachen kann. In einer solchen drehen sich Tausende von Svirrdeln mit einem pfeifenden Geräusch; trotzdem hört es ter Werkfübrer sofort, wenn der Faden irgendwo reißt und eine Spindel infolgedessen stehen bleibt. Er weiß auch sofort die Stelle anzugeben, wo sich ber Unfall er« eignete. Der Hauptunterschieb zwischen tem Gehör sinn unb bar übrigen Sinnen liegt aber Darin, baf jener nie ruht, auch wenn nrir schlaf«!. Das Ohr macht stets. Um uns vor ber Gefahr zu warnen. Da für ist bas Gebiet ber Wahrnehmungen unseres Ohres viel kleiner, als bas Gebiet bes Auges oder des Gefühls. Es ist auf bie verljältnisrnäßig kurz« Skala beschränkt, wie sie von ter Orgel geboten wird. Alle ~'