Erster Blatt M- Jahrgang Samstag, Dezember 1921 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Drorf im- Verlag: vrühl'sche Uuiv.vuch. unö Sttinörudtrei R. Lange. SchnstletMng. Geschästrftelle vn- D ruderet: Zchulfttatze 7. Nr. 284 Der «letze,er 1») einet erf^cini täglich. out« Sonn, und feiert -• ». lReeetli*<9tv )«Preise: *n:h 64 btt Post ffik. 7Ä) rin d l Vestell. getb.oud) vtiShditerld)* r«n einzelner Tlummen infeig« höherer D.wale. ^rrnlprr d).Snfd)lün<: b rbi«9d)riftlrttunq 112; fr Druckerei. P erlag unb a)e,d)ös,.p.kle >1. für Drot »nach, richten: L,zeiger «letze». PekldeiloBte: Venflart «. M. UM*. linobmc H* 3njri?tr>ahlcn liegen zwei Jahre zurück . . Mit Verlaub, verehrter Offiziosus. es werden im ßanuar schon drei Zahre. dah von einer regierenden Mehrheit die Konjunktur so brav auSgenützt wurde! Welche Rechnung macht uns nun aber Denn Die „DarmftÜDter Zeitung- auf? etc will nur die Ziffern der Reichstagswahl vom 6. Zuni 1920 herangezogen haben, weil sie danach „aufzeiat“, dah die Regierungskoalition, „die Im Jahre 1920 41 Sitze stark war, bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag nichts eingebüht. vielleicht sogar einen Sitz gewonnen und sich also behauptet“ habe. Das ist des Pudels Kern; alles andere ist Dem Regierungsblatt „zu unsachlich und plump, als dah man sich überhaupt ernsthaft damit befassen sollte-. Die bisherige Koalition. auf Grund der „Kon stink tu rwahlen“ gebildet. sollalsowohlweite«regieren. als ob nichts vorgefallen sei. UnD das soll man ernsthaft gelten lassen! Run, die „DarmstäDter Zeitung“ hat bisher in un- aebunDen souveräner Weise mit grohen Kübeln ihr hohes Wissen unD Wollen über ihre verblüffte unD^lDtDcrftrvbcnDc ZwangSleser- schaft auSgegoMn. Wir vermuten, es wirb ihr jetzt nicht viel helfen, dah sie Die enDlich vollzogene Abrechnung des Hessenvolkes mit so staunenswenen Künsten erläutert. Es wird In der Darmstädter Götterhöhe Doch wohl ein Umschwung vollziehen müssen. Wenn wir auch noch nicht im einzelnen wisien. wie Die neue Koalitionsregierung aussehen wirD. soviel ist gewih: Der WilD-West-PublikationS- hengst wirD sich Zaum unD Zügel anlegen lasten müssen. unD fein Reiter WirD den roten Parteifrack nicht mehr zirzensisch zur Schau tragen dürfen wie bisher. Er wird sich in Der Zuschauerschar verlieren. Denn wir Dem neu zu sattelnDen Roh auch aeme ein wenig mehr Temperament unD Rasse gönnen als dem „Amtsschimmel“ In Der Aera Des alten Reiches. so soll sein Huf schlag Doch etwas behutsamer klingen unD Den ZwangSabonnenten eben noch erträglich sein. Die Republik wirb über Den LanDtags- lvahlen nicht zum Sturze kommen. Die politische Zivilisation kann unter einem veränderten Regime nur gewinnen. Denn gcraDe das demonstrative Beiwerk, das vom bisherigen hessischen Kabinen im Fahrwasser Der Wirthschen RcichSpolitlk In Szene gesetzt worden war. hatte einen Stich ins Groteske. Das sozialdemokratisch - Demokratische Peikschen- aeknall in RegicrungSerlassen unD Artikeln des Amtsblattes zeittgte bisweilen einen Dema- gpgenclfer unD eine Denunziationslust. Die lächerlich unD beännftigenD zugleich wirkten. Ein besonDerS drastischer Fall? Der uns zu Ohren kam. Darf nicht verschwiegen werden. In einer Lauterbacher Wahlversammlung, in Der MinistcrpräsiDent Ulrich selber sein Programm entwickelte, führte der dortige demokratische Führer Klage darüber, dah die höheren Verwaltungsbeamten so häufig nocki wider den heiligen Geist Der Republik sündigten. Zum Beweis führte er an, ein Der] Reparatur bedürf tiger W e gweiser hätte auf höheren Befehl in Den Serben Schwarz- Weih-Rot gestrichen werden sollen, worin die Mißachtung der neuen Staatsordnung Deutlich zum AuSDruck komme. Prüft- Dent Ulrich Donnerte Unwillen in Den Saal und versprach Untersuchung unD Abhilfe — aber was stellte sich heraus? Der besagte Wegweiser. Der. Den Farben Hessens entsprechen!), auf weißem Felde eine rote Umrahmung »eigen unD allerDings noch eine schwarze Aufschrift tragen sollte, hatte durch die Gesinnungstüchtigkeit eines Unterbeam- ten. Der sich über ..höheren“ Befehl hinwegsetzte. ein gelbes FelD erhalten unD prangte Demgemäß als Symbol hessischer Unentmegthctt in Den Farben Schwarz- Rot - V o l D l Der republikanisch besessene Don Quichotte'hatte keine Windmühle gefunden; da nahm er sich den Wegweiser aufs Korn . .. • • • Das im Reiche herrschende Verlegen- heitskabinett wird jetzt selbst rv i s inen Treuesten mit quälenden Vorhaltungen In Die Enge getrieben. Die „Frankfurter Zeitung“ warf mit Recht Die Frage auf. ob denn Herr Wirth unD sein Stab Den hochbedeutsamen Aufgaben. Die sie gerade jetzt zu erleDigcn hätten, sich gewachsen fühlten. Vielleicht wollte das Blatt damit nur Herrn Rathenau Den Steg in Die Regierung bereiten — aber einerlei, es ist wirklich traurig, bah in den Tagen. Da sich von außen her aller Augen auf DeutfchlanD richten, an Der Spitze des Reiches neben Dem Erfüllungskanzler nur eine Reihe ziemlich harmloser Parteihäupter thront. Die an Deutschland gestellten Fragen werden dringlich. Wir lesen heute mit lebhaftem Unbehagen die neue Rote des Wieder- herstellunaSausschusseS. Die in Schärfe unD Stil ein Werk Frankreichs ist unD Der politischen GrunDstlmmung entspricht, mit Der Herr Briand gestern reDnerisch seine Landsleute begrüßt hat. Gr weckte aufs neue den Haß gegen das kaiserliche Deutschland und wird mit seinen neuen Tiraden in Der Welt hoffentlich so wenig Beifall wecken, wie er es in Washington vermochte. Aber wir können Doch einige seiner Sätze beherzigen. Er sprach von Der französischen Volksgemeinschaft. Die jetzt Den Schwierigkeiten Der Welt trotzen müsse, um ans gemeinsame Ziel zu gelangen. BrianDS Politik des Biegens oDer Brechens ist jeDoch äußerst gewagt. Denn auch ein innerlich geeinigtes Frankreich toürDe aus Der ihm DrohenDen Gefahr Der Isolierung schwerlich als Sieger hervorgehen. Zunächst sinD es große Worte. Die Der pathetische Redner gesprochen. Wir Deutsche haben jetzt keine großen Worte, aber wir brauchen Den großen Zusammenschluß aller Dem eigenen LanDe Wohlgesinnten. 3n Washington brachte man Dem Rätsel Der Deutschen Seele ein Interesse entgegen. Das sich in Den letzten Tagen auch auf England verpflanzt hat. Was wünscht und will Das Deutsche Volk? Bettelt es nur um kurzen Aufschub seiner Zahlungen, hat es nicht ganz andere Lasten auf feiner Seele als die Ehinefen und Die Japaner? Wir können keinen Sturm und Aufruhr erregen, aber ein ruhiges unb offenes Programm einer überwältigenden Volks Mehrheit sind wir Der Welt schuldig. Auf Dem Stuttgarter Parteitag Der Deutschen Volkspartei sinD gute Richtlinien gezeigt worDen unD versöhnliche Worte DeS Vertrauens auch für anDerc Parteien gefallen. Es ist beklagenswert, daß Die große StunDe unseres Volkes noch nicht Die Volksgemeinschaft gefunden hat. Die sich langsam nähert, aber lei Der noch mit Zweifeln belastet ist. Wir sinD innerpolittsch hinter Den Weltereignissen zurückgeblieben. Das zu erkennen. heißt alle Anstrengungen machen, um Das Versäumte einzubringen. Eine Rede Briands. Paris, 2. Dez. (WC., Ministe-chräsident Briand ist heute Dormittag i^ll ülhr -in Le Havre etngetroffen. öt wurde tm Rathaulr empfangen und Dielt nach der Begrüßung durch den Bürgermeister und den Abgeordneten Siegfried, eine Red«, in der er |agx er sei nach Amerika gegangen mit einem TUtcnmateria!, anhand besten selbst ein mittelmäßiger Advokat mit Aussicht auf Erfolg Hütte plaidierm können; denn diese Akten feien dce Akten Frankreichs gewesen. Aus einer Konferenz wie die hon Washington, habe em Latch wie Frankreich nicht sichen dürfen. Es Dürfe nirgends fehlen, wo über Die grobes Interessen Der Welt verhandelt würde, sontz würde ein leerer Raum entstehen, und wenn eS eine Konferenz gebe, au» Der Frankreich hätte anwesend fern müssen, so fei es gerade Diejenige gewesen, die sich das hohe Ziel Neckte. Die militärischer! Lai-en zu erleichtern. AIS Frankreich nach Dem Kriege von 1371 so viele Gründe gehabt habe, in feiner isolierten Stellung zu verharren. habe eS bereits seine Mitwirkung bei gleichen Bemühungen nicht versagt, und alS man, tm Haag an Die Völker appelliert habe, die Rü- ftungni zu beschränken, habe ci Dte Antwort gegeben; Hier! SS habe den Vorschlag, Der gemacht wurde, angenommen; aber bvi einer c,u- tammenfünft, bet Der die Veschlus'e Einst imnng- keit erfoeberten. habe nur ein einziges Land, das Hintergedanken und döse Absichten hegte, d.ese V. r ch äge nicht angenommen und sie leien gescheiten D«e Franzoien seien sich also bemüht, in der Vergangenheit Mögliche getan zu haben, um den Krieg zu »rrmeiDen. Wenn es ein Land gebe, das über leben Verdacht In Dieser Beziehung erhaben sei. so sei es Frankreich Gr hätte nicht an Dem Edelmut des amerikanischen Volkcs gezweifelt und wohl gemuht. Dah jeder Versuch. Die diele Frank- nrichs in seinen Augen zu entstellen. Amerika von ihm abwendig zu machen. Frankreich als den Störenfried und Die Ursache des llnbe Hagens In der Welt hinzustellen, sich sofort verslüchttgen würde, wenn man auf die Tatsachen Hinweise. Frankreich habe sich nicht geweigert, die Vorschläge zur Einschränkung Der 6eeLüftungen zu unterschreiben. Wenn es sich um.Die militärischen Kräfte zu Lande handelte, lägen die Dinge freilich anders. 3n Deutschland gebe es nach tote vor sieben Millionen Soldat e n 250 000 Offiziere und Unteroffiziere in Der deutschen Polizei und ungeheuere Fabriken, die Ma'chinengewehre, Gewehre und Kanonen herzustelle, imstande seien Q4 gebe auch jenseits Deutschlands und Polens ein ungeheuere« Land im Zustande der Zersetzung, das zu unbekannten Zwecken eine Armee von IV» Millionen Menschen unterhält Frankreich, fuhr Briand fort, beschwere sich über niemand. daß man es allein lasse Jedes Land trage feine ebene Verantwortung In voller natürlicher Souveränität, aber wenn man Frankreich sich selbst überlasse, Dann möge man es auch von Dieser traurigen Freiheit Gebrauch machen lassen, damit es sich organisiere, wie es imstande sei, Frankreich habe durch diele Lage, die Die Qlatur ibm gegeben habe. Die furchtbare Ehre. Der Soldat Der Zivilisation und Freiheit zu sein. Seine Vergangenheit fei Die Der ganzen Welt. Er müsse lagen, daß Die Sprache Frankreichs in Washington vollkommen verstanden morgen sei. Als er Abschied nahm, seien Die wenigen Besorgnisse die wenigen 3rr- türtier, die sich durch eine üole Propaganda In gewisse Geister einzulchleichen vermocht hätten zerstreut worden. Er habe also die feste Heber- zeugung, daß auS der Konferenz von Washington nichts erwachsen könne, was der Freiheit und Sicherheit Frankreichs gefährlich werden würde. Briand prieS Die moralische Kraft Frankreichs. Die Franzosen müßten vor allem Vertrauen in sich selb st haben und welcher Meinung sie auch seien, mit welchem Eifer sie d.ese Meinung auch verteidigten, niemals Dürften sie In noch so heißem Kampfe vergessen. Daß. wenn dieser zu Ende fei. eS eine gemeinsame Partei gäbe, ein Feld, daS weit genug lei. um dir Ausmeick amkeit aller Franzosen zu verdienen. In einer Demokratie, wie die der Franzosen könnten die Bürger einer vor b r Meinung des a deren Ach u g h Den h eUel rtj au zugehen. Dann könnten sie lagen, daß Frank.etg) Die Gründe für fein Vertrauen In Die 3 ifunft seiner Vergangene et, seinem Genius ent'ehne Frankreich Durchlebe schlimme Augenblicke. Wie fönnte eS nach einem so schrectttchen Kriege ander» sein, wenn leib t die Völker. Die das Glück gehabt haben, abseits zu stehen, durch eine Art gegenteiliger Abhängigkeit der wirt- chastlichen unD finanziellen Interessen von Den Folgen dieses Krieges betroffen worden seien Während des Kampfes, schloß Briand. hätten alle Tkrbünbelen nur an den S e] gebaut, aber toie hätten, nachdem Monate und Jahre vergangen seien, die Meinungen nicht a u s e i n a n d e r g e h e n sollen? Man reibe sich unter Den Augen Der öffentlichen Meinung, die von Der Presse in einer manchmal allzu heftigen Art beeinflußt werde, aber m.hinter gäbe es gemetn'ame Interessen. man einige sich, man vermittele, man regele Die materiellen Interessen so gut man könne unb bleibe einig So handele man unter den Alliierten und so bemühe er sich trotz Der Schwierigkeit seiner Ausgabe, sie Durchzuführen Paris, 2. Dez. (WTB ) Ministerpräsident Briand ist heute nachmittag kurz vor 4 älhr In Paris angekommen ®r erklärte einem Vertreter Der HavaS-Agentur. Frankreich fei bereit, jeden Vorschlag. Der gemacht werde, um Die Rüstungen Herabzusehen, zuzustimmen. ®erm es alS Gegenleistung positive Garantien erlMge, die es für unerläßlich balle Morgen werde er Dem Ministerrat einen Ucberblitf über Die Lage geben und lich alsdann vor Dem Parlament in öffentlicher Debatte auS- fprechen Er hoste, daß Die. Die in feiner Abwesenheit die 'Xegter-mi kritisiert hätten, alsdann auf der Kammertribüne Die Gründe für ihre Haltung vorlegen würden. Stimmen aus England. Berlin. 2 M lDvlst.) .Daily 2EaiF jnfrlge verlautet. Dan die Minister im Finanzausschuß des Kabinetts finem Moratorium für Die deutschen Schulden grundsätzlich zu- stimmen und zu der Ansicht gelangt Inen, daß bei dem augenolickllchen Stande deS deutschen Kredits und der deutschen Finanzen kein anderer Weg möglich tet Man glaube, daß Die französische Regierung dem britischen Plane zußnnmen werde, vorausgesetzt, daß Die französischen Interessen gewährleistet Werdern .Daily Telegraph" weiß auf den versöhnlichen Ton DeÄ gestrigen Oeitartif.Il im .TempS" bin. Auch .Morning Post“ stellt ein Abkühlen Der französischen »ntrüflung fest. Der Pariser Berichterstatter des Tlaties sieht Anzeichen Dafür, dah Der britisch. Plan viel- leicht sehr bald eine günfllgeve Ausnahme in Frankreich erhalten werde als man ernxir ci hatte. Die .Time v" tritt in einem CxitartiM energisch für eine gemeinsame R ep a r a t i o n S- pvlitikEngiandsund F, ck'kretchs -u sch- land für Den Krieg zahlen zu lassen D-utichland sei der Angelpunkt Europas, das nicht gedeihen könne, solange Deutschland zwischen Re- volutrvn und Bankerott schwetx- Der ganze Kontinent sei unstetig, weil D utschsand unmögltche finanziell« Aufgaben aufgebürdet seien. Die Denkschrift brr englischen Industriellen. » Berlin. 3. Dez Zu der vor einiger Zeit veröffentlichten Denkschrift bet Bundes Der Industrt Wen. die eine Revision des Reparationsabkommen- vorichlua. schreibt die .Deutsche Allgemeine 3eitung". daß eS lich bei diesem Vorschläge nicht um eine endgültige Stellungnahme Des Bundes Der englisch n Ind istrietten handelt, sondern nur um ein Gutachten eines Unterausschusses. das noch einer weiteren Prüfung und Umarbeitung unterließt We^er Die Londoner Finanzkreise noch die englische Shwer- InDuftrie noch Die SchiffahrtSgruppe haben sich bisher zustimmend dazu geäußert. Die Vots'chafkerkonfrrenz. Paris. 2.Dez. (WTB.) Die Bvt- schaf terkonferenz bat In ihrer heutigen Sitzung beschlossen, ein kleines Truppenkontingent während der Volksabstimmung nach! Oedenburg zu entsenden, das aus den oberfchles!schen BesayungSiruppen entnommen trerde. Die Konferenz beschäftigte sich alsdann mit der albanischen Grenzfrage. Die Washingtoner Konferenz. Reuhork. 2 Dez (WTB) Funktvruch Der Wall>i""'oner Korrripond des .Qleunorf World“ teilt rr.T, daß wabrichetnlich der RüstunoSkonfe- renz ein bestimmter Vorschlag zu einer Ich lellen Erledigung der Frage der allgemeinen Einschränkung der Rüstungen zu Lande unterbreit?! wird, sobald die Frage der Einschränkung Der See- rüfhmge. entschieden sei Er glaubt, daß Italien diesen Vorschlag gemacht habe. Das 5sinattzproblem. D e u h o r k, 2. Dez. (WTB ) D?trch Funk- pntch. Beamte des Wash-nglo -er Schatzamtes versichertett. es sei wahrscheinlich, daß auf der bevorstehenden Konferenz der Entmt?banl:erS der amerikanische Vertreter Vorschläge darüber machen werden, wir Störungen des Wechselkurses zu vermeiden seien. Reuhork. 2.Dez. (WTB.) Dtrch Funkspruch. Der Vorsitzende der International Accevtance Dank. Paul Warburg, erklärte, auf die Herabsetzung der Rüstungen müsie eine Aenderung der ReparationS- bedingungen folgen, damit Deutschland in den Stand gesetzt werde, sie auSzuführen Eine Note des Wiederherstellunysousschusses. Paris, 2. Dez Die von Der Repa - rationskommisston an Die Deutsche Regierung gerichtete Mitteilung bat folgenden Wortlaut. Dir ReparationSkommi'sion erinnert Die deutsche Regierung an die mündlichen Ercklä» rangen, tie sie Dem Reichskanzler anläßlich ihres Aufenthalts in Berlin gegeben hat und die. tuq wiederholt, folgende sind: 1. Nachdem dir Lepa- ratirmL/ommlssion von den Arbeiten d«S ®a- Xantiefomiteti Kenntnis genvmm n und. die txm dem beut chen Reichskanzler gcie -ene-i Erklärungen, fottHz dt« feiner Vertreter bezü'lich der Maß- nabmen ang-chZrt hat. die die freut chr Regierung «griffen hat oder zu ergre.fen aede-utt. um die am 15. .Oonuar und 15. Februar fälligen Zahlungen stcherzustcll«r besteht sie nachdrück ich darauf, baß die d ursche Ttejie.ung an ihre Qtu m rffam eit auf die erfocberlb xm May.nahnren lenkt, um tte fälligen Zahlungen an ihrem Derfalltaae stch-r-ustsl.« » Die le t ch 2 egierung vl te die > chweren Folgen te> nte.-», die notwen- btgcrttxd e flir ®eu:f$lanb daraus entstehen werden, wenn es an den Fänigkeitstagen seine Zahlungen nicht leisten würde. Die ReparatianS- kommissivn fordert die deutsche Regierung dringend auf entweder bei ihren Staatsangehörigen die notorisch Im De- ftfye von au:lä bischen Gutha.en si d. oder bei den au-landischen ®elfrletfrem alle Anstren- aungen au machen, um die e^orderlichen ausländischen Devi'en zu erhalten. 2 Die ReparationS- lomntiffion ist überzeugt, da^ die Schwierig- leiten, die der deutschen Regierung begegnen, eng mit der neuerlichen Baisse deS Kurswerte-derMark zusammenhingen und einen mefrt finanziellen als wirtschaftlichen Charakter haben. Sie finden hohem Mahr durch die Tatsache b-dingt, daß eS die deutsche Regierung versäumt bat, beizeiten die erforderlichen Mittel anzuwenden, um das Budget derart inS Gleichgewicht au bringen, daß die öffentlichen Ausgaben nicht I w einem immer größer werdenden Maße durch 1 Kredite gedeckt werden, die von l Reichsbank । gewährt find und durch die Vermehrung deS $ki- pi ergeldumlausS, der die Folge dieser Kredite gewesen ist Die ReparationSkomm>s ion fordert die deutsche Regierung dringend auf, unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen zur Gesundung der Finanzlage zu ergreifen. gez. Dubois, John Dradbury. Berlin, 3. Dez. TDie die Blatter hören, tat sich der Staatssekretär im Reichssinanzmini- lerhim, Fischer, der alS Rachsolger deS StaatS- ekrrtärS Bergmann -um- Borschenden der beut- chm Kriegslastenkommifsion ernannt worden ist, vor einig-m Tagen nach Paris begeben. Er verhandelt dort zur Zeit über die Ahlung der am 15. Januar fälligen Repa ativnSzahlung, insbesondere über chre Sicherstellung. Paris, 2. Dez. (WTB.) Wie der mttteilt, hat die ReparattonS- kommissivn hallte nachmittag nach einstimmiger Genehmigung eine Rote an die deutsche Regierung abgehen lassen, da die endgültige Antwort, die sie gestern von der deutschen Regierung über die kommende Reparationszahlung erwar'.ete, nicht einge- trvfsen sei. Nach dem .^TempS" ist die 2lote der deutschen Regierung heute nachmittag burd) das Berliner Bureau der ReparattonS- kommission überreicht worden. Der Te^t selbst sei durch einen GLpreßboten. nach Berlin überbracht worden. Die ffrebifdftion. Berlin, 2. Dez. (WTB.) Der Re- par a t i o n s a u S s ch u ß des vorläufigen ReichSwirtschaftSratS beschäftigte sich mit dem Entwurf eines Gesetzes über die Errichtung einerKreditvereintgung der deutschen Gewerbe. Der Para- araph 1 wurde in folgende Fassung abgeän- oert: Zwecks Beschaffung von Dritteln in fremder Währung zur Erfüllung der dem Reiche kraft des Friedensvertrages und demselben folgenden Akte obliegenden Zahlungsverpflichtungen soll eine Anleihe ausgenommen werden. Aufgabe der Kredilverelni- gung ist eS. entweder die Anleihe selbst auf- zunehmen oder, falls die Aufnahme von dritter Seite mit Zustimmung der Regierung erfolgt. die Ersüllunq zu gewährleisten. Die Grundlage für die Gewährleistung sollen das Betriebsvermögen der Gewerbe die Grundstücke der Land- und Forstwirtschaft und die zur Bermietung dienenden Gebäude der QRltv glleber der Bereinigung bilden. Paragraph 8 erhielt folgend« Fassung: Mit der jeweiligen Zahlung de^ Amortisa- tionS- und Zinsraten der In Paragraph 1 bezeichneten Anleihe entsteht für die Bereinigung ein Ersatzanspruch gegen das Reich. Die Erstattung geschieht ausschließlich in der Ber- rechnung von In Mark ausgestellten Gutscheinen mit steuerlichen Ansprüchen deS Reiches gegen die Mitglieder der Bereinigung. Ferner wurde folgende Entschließung gefaßt: Der Reparationsausschuß erwartet, daß der endgültig« Gesetzentwurf betreffend die Kreditvereinigung der deutschen Gewerbe vor Zuleitung an den ReichSrat dem Reichswirt- schaftsrat zur Begutachtung überwiesen wird. Deutsch-dänischeDerhandlungen I Kopenhagen, 2 D z >WT2.) Wie ba3 Ritzauhureau berichtet, warben die brüt ch-^ä.n - i schen Derhandlungen nach der Sornrnerpau'e wieder ausgenommen. ÖSe^fo wir während des früheren VerhanolungszestraumeS über die Regelung einer Reihe von Fragen Einigkeit erzieti wurde, wie über dir näheren Bestimmungen für Option, über die Festlegung der Grr rze, über die S.nfeQung einer Kornrnnfion zur Auseinandersetzung über Vermögen und Scha drn, der durch die Grenzziehung durchgrscha ttcnen Gernot den und von anderen ös.entlich-rechtiichen D.rbän- ben, so wurde nunmehr vollständige Einigkeit über den Wortlaut einer Reihe weiterer Verträge erzielt Es wurde ein V.rtraa betreffend die Regelung der Wasser- und Di-Verhältnis ie im Grenzgebiete ausg rar beitet Rach di:se.n so.len gemeinschaftliche deut ch dänische Körper chaften innerha.b einer möglich i kurzen Frist Vor christe i bezüglich der Walserläufs und deren D nu. ung erlassen. Qtrei'.fragen über die Ausarbeitung dieser Vorschriften sowie über alle später entstandenen S agen bezüglich der Aenderung de bestehenden Verhä tnisse werden durch die Grenz- kornmission geregelt, gegen deren Entscheidung in den meisten Fällen bei der Obergrenzwasfer- Kommission Berufung erhoben w?r)en kann D.ele besteht aus je zwei von jedem Lande erianntei Mitgliedern, aus dem Obmann, um de sen E.» nennung die zwei Regierungen erforderlichenfalls de niederläadilche Regi.-rang eruche» werden Das Abkommen w.rd eine unparteiliche Entscheidung der Fragen ermöglichen, die von entschiedener Bebeudunz fit die Besitzer von ausgedehntem Wesenland sind und das durch Grenz- Wasserläufe btiDäJert oder in diese entmäifert wird. Deutsch« Waren in Italien. Rom. 2. Dez. (WTB.) Die Agenzia Stefani meldet aus dem Senat: Auf dir Anfrage Orlandos, was die Regierung zu tun aedenke, um der Ueberflutung durch deutsche Waren entgegenzutreten, antwortete der Minister für Handel und Industrie, Belotti: Deutsche Erzeugnisse strömen zwar in ungeheurer Menge auf dem italienischen Markt zusammen, aber das geschieht auf allen Märkten der Welt, vor allem in den Ländern mit höherem Wechselkurse, well die Entwertung der Mark die Einkäufe in Deutschland begünstigt. Die Lage in Wien. Wien. 2.Dez. (WTB.) In allen Betrieben und Werkstätten wurde die Arbeit wieder ausgenommen. Rur Heine Gruppen kommunistischer Arbeiter agitieren für die Fortsetzung des Streiks. Oeffentliche Gebäude, Banken und die Börse wurden unter Polizeischutz gest'llt. Das kommunistische Organ „Die Rote Fahne" wurde beschlagnahmt. Die gestern bei den Plünderungen Ergriffenen werden dem Landgericht eingeliesert. Wien. 2. Dez. (WTB.) Das Ministerium des Auswärtigen drückte hen Mitgliedern der diplomatischen Vertretungen, die bei den gestrigen Vorfällen zu Schaden gekommen sind, oder deren ExterrilvrialitatS- recht verletzt wurde, sein Bedauern aus und ordnete eine strenge Untersuchung an. Die Regierung wird alle gesetzlichen Mittel anwenden, um eine Wiederholung derartiger Ausschreitungen im Keime zu ersticken. Wien, 2. Dez. (WTB.) Rach einer hiesigen Korrespondenz nahmen morgens die sozialdemokratischen Arbeiter die Arbettwiederauf. wogegen die kvmmu- nistischen Arbeiter weiterstrctken. Während der gestrigen Plünderungen wurden insgesamt 174 Geschäfte und andere Unternehmungen gesck>ädigt. zumeist solche In der inneren Stadt. Bei den gestrigen Ausschreitungen wurden 334 Personen verhaftet; 20 Sicherheitswachleute und 26 Zivilisten erlitten Verletzungen. N11S dem Nelche. Derctungeu d«S Reichekabinetts. Berlin, 3 Dez. DaS R e i ch s k a b i n e t t hat gestern nachmittag die D:ratuna über den Entwurf deS Gesetzes zur Anpassung deS Strafgesetzbuches an die veränderten verfcisfungs- rechtlichen Berbältnisfe fortgesetzt. Ferner war. wie 1 die Deutsche Allgemeine Zeitung hört, die Koh- lenoeeforgungber ReichSeisenbahnen Gegenstand bet Erörterung. Amerikin sche Äonf'ilat«. Berlin, 2. Dez. (WTB.) Nach Mitteilung deS hiesigen amerikanischen Generalkonsulats erhielten die Leiter der amerika - nischen Konsulate in München. Breslau. Köln, Bremen, Königsberg, Koblenz. Frankfurt a. ClK., Hamburg und Dresden die vorläufige Bestätigung seitens der deutschen Regierung. und werden ihren Dienst fofort auf- nehmen. In Leipzig, Stuttgart und Stetttn werden ebenfalls in Kürz« Konsulate eröffnet werden. Zum Konsul in Frankfurt a. M. wurde I. O. Wood provisorisch ernannt Die Zuck erst euer. Berlin. 2. Dez. (Wolfs.) 3m ReiLtslaqS- ausschuß für Verbrauchssteuern wurde der Gesetzentwurf zur Ab. r» >:rung des Zuckersteuer- gefeheS weiter bchanfrelt Die MehrheitSfozial- bempfraten brachten einen Antrag ein, fraß die Zuckersteuer von 100 K log ramm Re.ngewlcht nur 50 Mark betragen soll, d h bie Hälfte der von der Regierung verlangten Steuer. Der Antrag wurde angenommen. Aus 5tr*ht vnb Pont). Gießen, den 3. Dez. 1921. Di« Llnssichten der Lehrlinge im Xiaiifmonndffdiib. Von sachrnännifcher Seite erhalten wir zu frrm gestern von un3 üfrrr diele Frage gebrachten Aufsatz svlgenbe Zuschrift: In Nr 283 des „©ießener Anzeigers" bringen Sie einen Artikel betreffend: .Sie Ausfichten der Lehrlinge im Kaufmannsstand." — Die allgemein gehaltene Fassung dürfte doch wohl eine Berich.igung dahin erfahren müssen, daß die in dieser Mitteilung vertretene Ansicht nur teilweise berechtigt ist. insofern nämlich, als eS sich um Lehrlinge auf kaufmännischen Kontoren handelt, sei es in der Industrie oder im Handel. 8s ist leider richtig daß aus naheliegenden Gründen sich viele junge Leute beiderlei Geschlechts m'ßr zu der Kontoristen-Laufbahn drängen, so daß dort ein Uebcrangebot zeitweise herrschen mag. Andererseits aber liegen die Verhältnisse in Den mit dem Publikum direkt in Verkehr stehenden kaufmännischen Groß- to.e Kleinhandelsbetrieben. Hier fehlt es sehr an tüchtigem Nachwuchs schon seit Zähren. Die Arbeitgeber dieser Zweige deS Handels wissen kaum die notigsten fachmännisch ausgebildeten Hil SIräfte zu beschaffen und sind um tüchtige, bcar»ch:Lundige Einkäufer. Verkäufer und Verkäuferinnen sehr verlegen. Diese Dstriebe haben da) allergrößte Interesse daran, junge Kräfte, die Lust und Liebe zum praktischen kaufmännischen Beruf haben, her- anzubilden GS ist doch wohl sehr gewagt, die einzelnen Großhandelsbetrieben für den ganzen Aussichten für Lehrlinge in der Industrie und Handel alS maßgeb :nb zu erachten. Bei Erörte- rung der Lehrlingsfragr in den Lohnverhand- Vormotrzen. Taa e S ka len ber sür SomStag. Atzvria-Ächtlpirle. beute und morgen: .Das Rattenloch- unb .Sie Geliebte RoSwotsb-". TageSkalender für Sonntag. S^rdtth>ater. I Uhr: ,Der Vetter aus 5>L g$>a“. — Hörsaal des Vor!« u gSgcbäube.', 11- . Uhr: Festsii u g der Odecgessi.chen Gelellfchast für Natur- und Heilkunde. — Neue Aula, 8 Ufrr; 2. Dich ter-Abente — LiterarischeDesellschaft Aus den Will-Veiper-Abend am 4. Te^mber ii de. Aula der Universität sei noch einmal besonders hinge- wi llen. Vesper gehör: zu unser«» leimten Künstlern Hoffentlich spricht er vor einer zahlreichen Hörerschaft Die Literarische Desellschast zählt etwa 30.' M tg lebet. Wenn diele Gewicht daraus legen waa man doch erwarten sollte, daß die Desellschast bestehen bleibt unD ihre schöne Sendung toc.ter erfüllt. Io ist die erste Voraussetzung, daß bei den QL'cnfrm, die oecanfta'let werden, ein hinreichender B.luch gewährleistet wird S.e Desillschas: trenbei sich an Li weitesten Kreise, Anteilnahme für unsere schöne ßit.ratur zu wellen und läDi bedeutent-e Lichter nach Dießen an. Wenn daS Interesse für das Unternehmen nachläßt und die Mitglieder selber bei den Abenden versagen. so ist die Gesetlschasl gezwungen, sich auf- zulösrn W.r hossen. daß diese em ie Mahnung nicht ungebört verhallt. — Ser Dich er w.rd iertragen lhr sche D.cht naen aus feaiea B ch rn unb Handschr ften. und Märchen aus .Gare Geister", die ja. wie wir vor kurzem berichten tonnten, zu Weihnachtm in ne^er gefch-nallvo ler unb präg»- tiger Ausgabe erschienen sind. (Siehe Lnzage.) Landkreis Gictzcn. • Darbenteich, 2.Dez. Am Donnerstag fand hier ein Lichtbildervortrag statt, veranstaltet von der Liga zum Schutze der deutschen Kultur, in deren Auftrag Dr. Falkenberg das Thema behandelte .Was treibt unser deutsches Wirtschaftsleben zum Bankerott". Die Veranstaltung war gut besucht und reicher Beifall belohnte den Redner für feine trefflichen Ausführungen. Am Schlüsse erfolgte die Gründung einer neuen Ortsgruppe. X Wieseck. 2 Sev Missionar Schä - f e r. geh-ren im bmachba-trn Annerod, wirb cm 2. Advent in der hiesigen K rchr einen Lichtbitdervortrag talten über Heu- Guinea, dem am nächsten Donnerst»g ein FllrnvoNrag folgen wir), dm H in» Wendefr Gießen Im Saale von Krieger hält über .Sie falsche Rechnung" sAenbernng des Versailler Friedens?): diesen Vortrag oera iftaüei die Liga zum Schutze dec deutschen Kultur. langen mit den Angestellten, sind es auch nur einzelne Grvßhandelsfinnen gewesen, die erklärten, kein Inter.sse an der Heranbildung von Lehrlingen zu haben. Der weitaus größere Teil der Arbeitgeber im Handel dürste in dieser Frage auf einem ganz anderen Standpunkt stehen. Richtig ist. daß viele Eltern ihre Kinder vorerst einmal in eine kaufmännische Lehre stecken, um eine imtzbringonde Unterkunft für diese zu schaffen, ohne sich klar darüber zu fein, ob der junge Mensch überhaupt in diesen Beruf paßt. Deshalb ist eS friS Bestreben der Arbeitgeber, die Aufwandsenifchadigung ',ür Lehrlinge in bescheidenen Vren»en zu h-nlten, damit nur solche junge Leute den kaufmännischen Beruf wählen, die auch Lust und Liebe dazu haben. — Sie Eltern tun also gut, nach reiflicher Uebcrlcgung der Berufswahl. ihre Kinder mehr dem praktischen kaus- mär.nischen Beruf zuzuweisen und sie zu tüchtigen kaufmännischen Fachleuten in den einzelnen Branchen heranbilfren zu lassen, zumal auch die Ver- dienstmöalichkeit nach der Lehre hier sehr vielseitig und günstig liegt. 63 wird dann der aroße Mangel an wirklich geschulten, branchekundigen kaufmännischen Hll.s'rästen mit deo Zell behoben werden. 2L K. • *♦ Oberhessischer Kunstverein. Die gegenwärt g grze'-t? Ais e lung rerö'ei>t voraussichtlich nur noch 14 Tage: K der nächsten Woche wird ein? teilweise A?nderung vor- genvmmen Ein allseitiger Brsuch dieser reichhaltigen Ausstellung ist bringen) zu empsehlen Sie ist SonntagS, Montags un) M ttwochZ von 11 bis 1 unb am Mittwochnachmittag auch noch von 3 biS 5 llßr geöffnet. "DaS Schwurgericht hält am Montag, den 5. Dez^m'er, eine Ei)ung in der gegen Nathan Katzengold von Lodz wegen Sittlichkeits- Verbrechens verbandelt tri fr Di? Anklage vertritt Staatsanwalt Änauß. DvrauSfichtlich kommen ferner noch je ein Fall wegen Abtreibung und Meineides zur Deroandluvg. ** Schulgeldrück stände. Unter den heutigen amt leben Bekanntmachungen Der 6 ab’ Dießen befindet sich auch dis Mahnung ö.t Stadtkasse für das im November diese- ZahreS fällig gewesene 3. Ziel Sh tlgelfr deS Realgymnasiums. der Oberrealschule und b»v H Herrn "nd Erweiterten Mä'Xhenschule. Sie Abgabe kann noch bis e nschließ.ich 10 Dezember fr 3 ohne Kosten an die Ätadtkasse Dießen entrichtet werden. Starkenburg und Rheinhesscu. spd. Offenbach. 2. Dez. Auf Grund einer Besprechung der Gewerbeinspektton mit den in Frag« kommenden Arbeitnehmervertretern wurde für di« Dewerb« der Metalle, Maschinen, Spinnstoff«, Holzstoff«, Schuhwaren, das chemische und graphl'cheGewerbe für Arbeiter über 16 Jahre bis zum Ende d. Zs- eine Verlängerung derAr- beitSnahme bis zu täglich zwei Stunb«ni festgesetzt. Für das Lcderwarcn-. Seifen-, Kartvnnagen- und das Schrifigieherefgewcrbe war die ArbeitSverlängeruna schon vor geraumer Zett bis End« des ZahreS genehmigt worden. Hesfen-Nasfan. ][ Marburg. 1. Dez. Di« strenge W i n t e r k ä l t e hält noch immer an, hier wurden gestern und heute früh 10—12 Grad EeksillS festgestellt. Die Lahn ist völlig zu- gefroren. In vielen Ortschaften macht sich Wa'sermangel keme kbar Irfo flc'cff n müssen die Geltungen stundenlang gesperrt werden. — Von heute ab wird die e l e k t r i s ch e S ch a u- fensterbeleuchtung mit kleinen Einschränkungen versuchSwe se freigegeben. Vom 15.Dezember ab wird der Fahrpreis der Straffenb^hn, die in dieser Woch« auf ein z hnsährtgeS Bestehen zurückblickt, von 50 auf 70 Pfennig für die einfache Fahrt erhöht. — Bei einer hier vorgenommcnen polizeilichen Nachfuchung In sämtlichen hiesigen Kolonialwarengeschäften wurden in verschiedenen Gefchästg« größere Mengen Kaffee. Zucker, Hülseufrvchte usw. festgestellt. Eine Beschlagnahm« konnte nicht stattfindcn. veil die GcschäftSbesitzer erklärten, baß fte diese Waren zu den alten Preisen abgeben unb nichts zurückgehalten würd«. — In den Ortschaften südlich unserer Stadt macht sich eine Bewegung gegen die von d«k Ma bur er 6 a tv ivrd c e 1« sa m u g 6«- fck.lcsseoe Lahnrequlterung lnr«ryall> deS Stadtgebiets geltend. Es wird befürchtet, daß dadurch die Hochwassergefahr in den fr«, ttefsenden Gemarkungen vermehrt wird. (Siebener Stadttfteater. Saflore: „DaS Posta-'t.- Lolstoi: „Dr ist an allem schuld." Gießen, den 3. Dez. 1921. Zwei grundverschiedene Welten sind eS. derei Bertrete» gestern Im Stadttheater zum Wor kamen. Sa ist erst daS traumschöne, sehnsuchtS- burchgllibte Spiel deS großen Inders Rabin- branatß Sagore. aus dessen Schöpsungev untere geschäfiSbeslissene Zeit am liebsten Sensa- ttonöttHire müßen möchte. Es wird nicht gelingen allzu tief schürft dieser Sichter, alS daß er mit einer Rellamemarke abaeftempclt werden könnte Trieb in die blaue Fsme, in da- Land des Schönen, eine Ätrxberfcele erfüllend, die in einem todgeweihten Körper wohnt unb sich lehnt nach einer Botschas: deS Königs, bis die'er Allmächtigc, der Tob. sie wandern laßt — daS ist der Inhalt des .Postamts". Ein großer Gestalter gebt den feinsten Regungen eines kindlichen HerzenS nach, und läßt die Personen in seiner Umgebung von diesem Winzigen geleitet werben. Wohl sind es nicht deutsche Männer und Kinder, in deren Gefühl der Dichter einführt. aber doch durch geßcime Bande deS Blutes gleich ihrem Schöpfer un5 so vesensnah«. daß wir sie verstehen, wenn sie auch mit fremden Zungen reden. • Ein anderes Bild, daS der Rulle Tolstoi bittet Wahr, brutal wahr: Sie Welt der Zufel- seligkeit, des mit SchnapS getränkten Boden-, dem der Irrwahn deS Kommunismus unb daS bolschewistische Blutgespenst entwächst. Vertierte Menschen, deren Lachen zum höhnenden Grinsen wird. * Sie Sarftcfiung stand In Heiden Werken aus ?iner anerkennenswerten Höhe. Tagvres Schöpfung — von Hofrat Öteingoetter selbst mit liebevollem Verständnis in Szene ge'etzt — vermittelte die Bekanntscfrift mit Tilltz R e r i n, der die tragende Rolle anvertraut war, und über die sich Dkl Gute- sagen laßt. Zu wünschen wäre allerdings gewesen, daß sie den Tonsall gelegentlich geändeii. Höhen und Abschwächungen hätte wechseln lassen. Ihr Spiel blieb so etwa- einförmig. zeigte sonst aber verständnisvolle Auslassung. Don den übrigen Mitwirkenden gefielen vor allem Kar! Volck als Madbav und Adolf T e 1 e k y, der den auf feine Bücher eingeschworenen Artt treffend zeichnete. Auch Paul M ebner t unb Hermann Stichel verdienen Lob. • Tolstois Spiegelbild russischer Verkommenheit bekam Geben durch dir lö tuchrn Typen, die Advst Telekh und Karl Volck im Vrrein mit Rose Rubner unb Karl Juhnke sch f ?n. Auch bkr bars die Spielleitung (Adolf Teleky) nicht vergessen werden. • Ser Wend legte erneut Zeugnis von dem ernsten Streben unserer städtisch«» Bühne ab, Gute- in würdigem Gewände und sauberen Vorstellungen zu bringen. —r. • . 1 — Sie Gießener VortragSver» e l n t g u n g hat sich durch den 3. Vortragsabend g?stern drn Dank vieler Musikfreunde erworben. Eduard Möricke ('Berlin), ein Großneffe deS fchwäbi chrn Dichters, gab einen feinsinnigen Aufbau der Geschichte deS beulfcßen Liedes Besser alS alle Vokalkonzerte es vermitteln könnten, boller als alle Werke erläuternder Art eS Mitteilen lönnten. wirkte da- begeisterte Wort des slrmmunzsempsindlichcn Musikers Di« önt altung des deutschen Liebe- auS ben Herzen der vier Meister Schubert. Schttmann. Brahms. Wols darwslellen. gelang ihm ausgezeichnet Er hatte aber auch eine hervorragende H l'« in der Stimme von 3 au Ida M ö ricke-Ba ß ler. Was er mit Wort und Beispiel am Klavier erst als da- Desentlichr der Komposition un) der Absicht des Äomooniften (largclcgt hatte, fl ei freie sich dann in ihren» Vortrag mit allem zauberischen der Empfindung in Rhythmus und Melodie. Bon Schubert. der Autr't ben nuifilallftfren Forderungen eines lyrischen Gedichts gerecht zu werden unter- nahm. alS dem Wurzel stock, au- dem der rau- 'chende Baum des brutschen Liebes aufstreben konnte,- und her im Klavier ben Stimmung-boden schul, über dem bie flnnlich-süste Singtocift auf- biüßte, beide noch In mnxd-fcmolMium L ander - leben, führte der Vortrag zu Schumann. Ser schuf bann in bem Klavierteil beS Ciebei das lyrische Geben ber Seele, bie hinter bem Wort des SichterS schwingt, ein vollständige- unb wesentliche- mustkalischeS Gebilb Brahm- schöpft In weiterer Srbwaktung Schubert- au- ber Stimmung be- Gedicht- eine Melobie mit eignem Rhythmus, ber oft In Feindschaft mit dem Wort und feinen De'etzen lebt Mit Hugo Wolf endlich war die Bereinigung von Wort. Stimmung unb lyrischer Seele gesunden Sv frei zumal, daß selbst heiterste Stimmung ihren musikalischrn Au-druck kand. Woll war Höh« unb Erfüllung be- beut- fchen Liebe- Er hat ben Sichter so innig In sein Erleben aufgn»-*mm«n jeweils fraß er sozusagen bai Gedlchi noch «In zweite- Mal schuf unb es im Urfcboß ter Doekie rußmb zu feiner Vollendung im mufikalitch.n Ausdruck bringen konnte Ist es ein Zufall, daß dieser Er üller dieser Wächter am UcgrunZ) der Poesie dem entsetzlichen End« h» ber Irrenanstalt entgegengehen mußte? Unb er in franker*Ahnung deS Verhängnis es eine unerhörte Schassens zeit burchmach?» mußte. In frer er in Ekstase oh 8—10 Lieber an einem Sag« schus? W.r es ist eine große Hoffnung baß gerade auS solcher Tragik der Quell springt, au- fr.m wir In Derbüferten geiste-arrnen Zeiten tief Inneres Leben Ich^pfen. Man sollte öfters zu solchen Quelle» ge.ührt werde». Sch. fteS&Vamcttfltt UMfelhnachtsaiisstellung Empfehle; KrhloUc1 ünb angenommen 13E7D Fuchs & Co.,Marbu 9ld)tmiß! Landwirte! Arbeiter! nebst 3 Enkelkindern. 8ung! 8ung! 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Verwandten und Bekannten die tra-.r ko Nachricht. daS heute frfih 2 Uhr mein* lieb* Frau, una« re 4 re Matter. >ch*"i*rvr- mutier. Großmutter, SehwvaUr. t-chwtxerlii, Tante und Patin Katharine Bender geb. Pfaff nach ’a eem, ec'iwer m. mit Geduld retra'i*pci. Ari( l»r.mr«t II «• 11ari>dr r'i AebalaterlaeÄ aufiuri S>i..t Lonni.D iSUtzr Wagenen L Schlote! brankiur a. M. — Ooeiheair 9-1L Pelzbcsetztc Mantel u Kostüme in den modernen Velour de Laine- u. Ve-our-Gaba tln> Sioft n sind wieder In grösserer Auswahl e nyerollen. Sonntage von 2 bis 6 Uhr geöffnet. , Am Dienstag, den 29. November 1921 entschlief nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unser inniggeliebter Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Zoellner im eben vollendeten 47. Lebensjahre. Statt besonderer Anzeige Oott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute abend meinen Innlgstffellebten Mann, unseren treusorgenden, lieben Vater, Großvater und Bruder Herrn Christian Enders Ober-Postschaffner i. R. plötzlich und unerwartet in ein besseres Jenseits abzurufen. Die tieftrauemden Hinterbliebenen: Marie Enders Wwe. geb. Birkenstock Helnr. Enders und Frau Frieda geb. Roeder Ferd. Nennstiel und Frau Elise geb. Enders Carl Enders und Frau Magda geb. Pattberg feine drei Kinder. Sin brnKbnl&brtgei MLdchen war lofott tot, ein »ebniäbnyr JUiije flarb auf dem Transport nach dem Äranhnt-cj» und ein MnfzehnjLdriger (Zunge liegt mit fchwe« rem Kvptichuh darnieder. Her Xafenbe warf ferne drei Ai’J>er von der »weite« Stage au! den Hof hinab. Iprang ihnen bann Irfber nach und wurde kheK-nxdegt in öte Jcrenanflalt gebracht Bogt lebte feit einiger 3ei! oon feiner grau getrennt ml: ti en !ie5je&ijat)rlgen Mädchen »u- 'amnwn. QUA tU Frau beute nachmittag |urüd- kehrte und ihn gut Xcbc (teilte, beging er in einem LnfaÜ von Raserei die Guttat Neukölln, Köllnische Allee 48. i2ß38A Schnupfen! Grippe! Erkältung! .Adr FAlATOk davr t el» »trtnn«e»el nii»rto;ieri bei £.-tnuytrn unb (Orl»v<. 5 (knupue kenne t nirtit mehr dm Utiii'pr-inlaiL euem ia leiben tieineit bau* im Cbeitbipei unb CMI» wur.-e b rch melirve iFinrtibmh*. von Bru 1. Lücken uns 2'emen m 2 7 nucn bedvL-e i rou war In I Innen ivea." ttalaiol »11 Haven in Rrotheken. tr.geilen ante Stelormbn lern Atnlitie IN ti—. IlsWh nüömaf^tnen ad CD ober- n Srooen der» prrikn emsfiebli [12Ü67 APölkittmi^L" Größere Sendung Mdenschneiderund 1 Schrotmühlen Wan rlcberroiml TrtirieH. kerwurh garbellenleberwnrtt Telit.•t-cbcrtuucft L'ieiiwu ti Hcroelattourtt £d)i ifemuel fler. hartes 1. RuSfL» biverie Rüle *• Ableben dl n »ellenen annet. der unt al exeil ein wann- berxiffer Freund und treuer Berat« r war. bede itet unt allen <1 len unersetzlichen Verliui — S<-in An lenken wer I n wlj eiet- In dankbarer und uuaualötchacher Eriuneruaff in hoben Ehren ballen. • Berlin-Neukölln and Badenbnrffor Möble b. Gielen. 81 Nov. 1921. DieProkuristen, Angestellten u. Arbeiter der Zoellner-Werke, Aktiengesellschaft für Farben- und Lackfabrikation vorm. S. H. Cohn. 12mA Mai,ndei«.2De5 eaM ,u drei Jahren Ze'tung-da't. die anderen -u einer He >u Oefängnlssrrafen oon funp viertel 3abeen bis drei ÜLnaien verurteili. Am 29. November 1921 verstarb nach schwerem Leiden das Mitglied unserer Direktion Herr Heinrich Zoellner Sein Hinscheiden erfüllt uns mit lebhafter Trauer. Der Verstorbene hat als Vorbesitzer unseres Unternehmens durch eisernen Fleiß und ungewöhnliche persönliche Tüchtigkeit das Werk zu seiner jetzigen Bedeutung emporgehoben. Seine großen Verdienste um dasUntemehmen und seine vortrefflichenCharaktereigen- senaften sichern ihm bei uns ein ehrendes Andenken. Berlin, den 1. Dezember 1921. Puppen. Puppenwagen PiBpeeteleteie a. -Stabei PiHHiltil liHliiihln« «ai Berte CkrliiHiaiüaaite ■«•■•tiBicr, le eew r eaieüaeB, IHteera Hebteere ilteee Rlaaiietreeeele Dvdcrn. -------- epirlplait her frankfurter Theater. 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Fichtenderdstangen Moritz Straub. 12651D 03 189 310,65 32u,35 78 ,2V 7'.M,8U 5a 5a 5a, 5a, 5a, 5a 5b, 5b, 5b. 5b, 5b, 5b, 5b, 5b. 5 6 7 8 i 9 10 i 11 i 12 13 i 14 i 15 i 16 i 17 I 18 i 19 ( 1.12. 1,20 1.45 3. - 2.12. 2,45 1,32 3,- 13 4 3 99,6 j »,-3U 369,<0 8bd,l0 890,90 1.7.14. 125 40 66 20 88 80 11780 88 80 117.80 97 hü 125 40 23.80 bes aus Los 1 . 2 . 3 6,77 215,75 3 V 3 66,60 24,30 29,25 24,61 25,96 32,44 32,38 41,86 19,41 34,11 34,10 37,17 34,88 35 67 37,07 34,86 2632 40,87 37,73 -31 = 24 (Bukett, den 29. November 1921. Der Oberbürgermeister. 6.65 -.47 d Hichelsachfen, 1. Dez Mehrere von hier aebürt fl.-_ jetzt In Amerika lebende Si wvbncr lüfteten einen namhaften Geldbetrag zur In- slandse.-)ung unserer N rchenorgel, so bah drefe nun bald in Angriff genommen werden kann. abzuliefern. Dicht verkaufte Mehlmengen sind Mittwoch den 21. Ccymber 1921. nachmittag- von 1—4 ilfrr, an das Mebllaaer Süd-Anlage 10 Stadt. Brennstoffamt. Berkaus von Brennholz: Abgabe in Mengen von >/, Zentner bi- zur Höchst meng!' non 20 Zentner vom Lager in der Gabelsbergerstratze Bezugscheine werden im Brennstossaml au-gegeben. Bekanntmachung. Behufs einer Ergänzungswahl des Dorstande» unserer Gemeinde für Herrn Leopold Mayer, dessen Dahlzeit abgelausen ist, liegt die Liste oller Stimmberechtigten unserer Gemeinde tret logt lang zur Einsicht der Beteiligten in der Wohnung des Unterzeichneten offen. Nur während dieler Zeit Können Einwendungen gegen den Inhalt der Liste zugelaffen werden. Aeuyork. Agram . Warschau Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Aeuyork . . Die altbewährte Bimssteltife Aus Stabt und Land. Mieden, den 3. Dez. 1921. Tie gefährdete Strohe,»Hahn. MMRMrm ■ea itt BaüJW uauL-bumeuu ü. ua^. wtejeu Brot: Wochenmenge 1850 Gramm Brot oder 1370 Gramm Mehl. Sonderausgabe de- Leben-mittelmnt«: Trvckenmilchpulver 90 Gramm 5.40 Mk. 4. Sonderausgabe von 2rotmehl oder Brot durch die Bäckereien, ly, Pfund Weizenbrvtmehl zu 2.30 Mk. das Pfund und !> ', Pfund Roggcnbrvttnehl zu 220 Mk. da- Pfund oder die entsprechende 2a>imenge (4 Pfund) 2lu-gabe in der Zett vom 5.—18. Dezember 1921 (Abt. 88i, 91a, l . 88a) I . 88a) l . 91b) Er. 284 Zweiter Blatt Eiehen, den 2. Dezember 192L ^tadttasic Dieben. Montao, den 5.Dezember 1921, vormittags 9* Uhr, beginnend, versteigert werden: 0,9 Nm. stiefernscheit 3.12. Franke» 18 >. .'5 2.20 0.15 5.70 37.80 21.11 22 10 36.50 0.77 522. — 1.80 0,14 Amsterdam-Aotterd. 6 o?,‘0-3706,70 7242,7 72 7,25 Drüffel-Antwerp«. 12d>,7013 1,301 •'.‘*»4,65’14 1, 5 Ehristtanco . —----------- Fr. Fl. Nr Nr. Nr. Nr Sh. Fr. er.hnüDPt' Fichtenbnüppkl Bucheureii.j Buchrnstö^c Fichtenstöche 751,70 758,30 824,15 825,*5 18 , ! 190,90 203,79 234,21 14U^>51411,4’ 1538,45 1 41, 5 384 ,1»3'53,1 4095, 04.04.1U 2777,202987, - 2993.— ® leben, den 3. Dezember 1921. 126718 Der Oberbürgermeister. (LebenSmittelamt und Brenn stoss amt.) «us den Waldungen der Stadt (Biegen, Bezirk Försters Arft, Forsthaus Hochwatt, und zwar den Abteilungen 1, 2, 8, 11, 13, 19, 20, 21, 26, 28, 29, 33, 88, 91, 92 sollen am Stadt Eebensmittdamt. Warenausgabe für die Woche vom 5. bis 11. Dezember 1921. Dicht rechtzeitig abgeholte Ware verfällt. Sämtliches Holz ist entrindet (Ääferfällung), je. doch mit der Rinde gemessen. Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an den obengenannten Förster. Nähere Aus. kunft erteilt auch die Oberförfterei Bietzen. Degen ausreichende Sicherheit wird Iahlunos. frist bis 1. April 1922 erteilt. Hc’upt'vrd^rung, durch chstleistui.gen und gesteigerten Arbeitswillen Mehrwerte zu schaffen und so der (Mbe- ttoertunfl von nutzen her (Mn- halt »u tun, sei immer wieder daraus ausmerd fam gemacht. wieviel jeder durch vernünftige- Matzhatten im Sinkaus dazu bitrtgen kann weitere Verteuerungen zu verhindern Freiwillig vvrgenommene, vernünftige Änfchränkungcn sind ein Gebot unserer Zett. f Irden 1XC. Graupen 1200. Wiesen Heu. lose, 310 bi- 32?. ic'ertvu. g.-.'rc“ . 323—343 N eetze a. lose, 3oO, >.i B.ies Geld Bttef Datum: 1. *Deu L ve totfl unb soll es auch weiter tun. 3J besteht die ©efabc. das) unsere Strahenbahn, wenn sie weiterhin noch unnmlabfer wird, schltctzsich Zuschüsse erfordert. die nicht mehr geleistet werden kSnnen. und ganz fitUaelegt werden muh. wie e- schon in einer flanken Ae.he non Städten der Fall gewesen ist »ab daraus nicht nur dem Oinjelnen Schaden er- wachsen kann, sondern auch der Gesamtheit. ist unzweifelhaft. Schon rein äutzerlich gibt eine Stra- tzenbahn dem Stadtbild cttoaä Belebte- Sie ist eben etn Sinnbild regen Leben- und wirt'chaft-- fortschrittlicher Gesinnung, ein Wahrzeichen der ÖtaN. da- zu erhalten jeder bemüht sein muh Wer eS sich also gestatten kann, soll auch hier nicht an unrechter Stelle sparen, sondern lieber ein Erhöhte- Fahrgeld zahlen in dem Bewußtsein, dadurch nulgt helfen zu haben, den Weiterbe'trieb unterer Siebener Glektrischen zu sichern — r. Dah in den gold^en Zetten vor dem Kriege atle- billiger war als jetzt, ist eine Wahrheit, die nicht bestritten werden kann, und die man gegenwärtig di- zum UeberDcub oft erörtert hört. Bon der allgemeinen Preursirigerung, die ein N^reg. m>6 razu etter von dem Aus matze, wie wir ihu führen mutzten und zumal ferner, wenn er verloren wird, stets im Gefolge hat, ist eben abchtS verschont geblieben. Beller wird e- jedoch auf lernen Fall, wenn man jeden Dag nur auf hie Teuerung schimpft. Sesprtetzlicher wäre es, wenn jeder an seinem Teil dafür sorgte, dah die Berschloch'E.ung u'srrer Leben-Haltung nicht noch schlimmer wird Wege dazu find in letzter Zett mehrfach gewiesen worden. Abgesehen von der Hauptforderung, durch Höchst leistui,gen fleigerte.i ArbettSwlllen Mehrn: or. Bahrs Zahnpulver „fir. 23“ vom Zahnarzt verordnet* daher 1lW*2D „das rechte Zahnpflegemittel11. Kreuz-Drogerie, Bahnhofstraße 51. Landarbctterverband Gau 20 hat die vberdessi- schen und Starkenburger Tarife für Tagldhner urü> Dienstboten zum 1. Januar 1)22 geLndigt ™ £*ri 1. 3anaar 1922 jeden aber die buben- atn ©ane 3. Der hessische Verband landwirt- schaftlicrer Arbeitgeber ba 5?i brr süddeutsche- Gcmeinscha't landwtrtschattlicher Arbetgeber in sofortige Ltellungnah.-r.e zu den Löhnen der Saisonarbeiter i Bayern. Fulder. Polen» an- fletegt und Bestunmung allgemeiner Lohn'äye vorgeschlagen Die vereinigten Nrieg-beschü- digten-Berbönde (AeichSbund und Sin- het:Soerband) beabsichtigen für die Nt tder der NriegShinrerbliekerien uird Nrieg-be'chärigten eine Weihoachrsbescherung zu rera«statten und bitten die Bewohner GiehenS um ihre Untcrfhinung Die Spenden werden in diesen Tagen durch Mitglieder der Berbände eingesammelt. ÄS wird jedoch gebeten. daraus zu achten, bah die zur SammeltäriA- keil verwandten Listen die Ilnterfchr st beider Verbände und den Stempel de- Polizetamt- tragen. Kreis Schotten. tz Gedern, 1. Dea Degen starken Austreten- von Masern und Diphtherie ist die sttrd aber Wohl Fälle denkbar, wo solche Gnthalt'amkeit urmemüntiia und schädigend wirkt. Da ist die Sira tzen bahn Auch sie hat da- Aahvgeld erhöhen müllen. Wenn man in Vorkriegszeiten für zehn Pfennig fuhr, so ist man feftt genötigt, da- Fünffache diese» Betrage- zu »ahlen. Unb e- ist wohl sicher, boh e- dabei «1^1 bteiben wird. Da- Destzit bei unserer pädtischen Sttatzenbahn ist nicht nur nicht behoben. sondern im Gegenteil infolge der letzten Cojmeiböhu.igen und Materialverteuerungen noch grötzer geworden, so bah eine writere Taris» erböhung unau-bletblich ist Sah in letzter Zett Jall die sämtlichen auswärtigen Sttatzenbahnbe» hiebe — so in Berlin, Frankfurt und Marbutg — aleichfalis stch vor diele aiottDenbftfeit gestellt laben, ist natürlich kein Trost, aber immerhin beachten-wert Allo wir müllen damit rechnen, t>ah wir In Dietzen in nächster Zeit auch auf eine Grhöhung de- Fahrgelde- gefatzl fein müssen Hier ist so etn Fall gegeben, bei dem e- wrfcblt wäre, etwa zu sagen. .Da- Fahrgeld S wieder teurer getoorben. allo laufe ich lieberf wäre einmal entgegettzuhalten. bah dabei nicht die AbrwYung der CtiefcPoblen und bei ungünstigem Wetter die der Nleidung in Anrvch- raing gebracht ist. Wir wollen damit weder dem Hirnmel tvenn er schlechte- Wetter schickt, noch ven Schneidern oder Schuhmachern, wenn sie teurer geworden sind, einen Vorwurf machen, son- dern stellen nur anheim, die Rechnung zu überprüfen Marknotierungea. Für 100 deutsche Mark wurden gezahltt 91a, 92) 88a) 88a 88a 883! 88n, 91b) 91a, 92) 88.1) 83a) 88ti 88a) 88a) 88a) 88 b) 91a, b, 92) Die Versteigerung findet in der Wirtschaft .Jur Stabt Cid)-, Sicher Sttatze 59 statt. (3n einem Teil der Auslage wiederholt.) Lloyd Georges Reiseplan. Pari-. 2. Dez (WTD) Dem .Matin" wird au- London berichtet, in den Greifen bei Downing- ©treat erkläre man. bah Lloyd George die Hoffnung habe, dem Präsidenten der Vereinigten ten Staaten seinen Plan, mit Hilfe eine- Moratorium- Deutschland wieder in die Höhe zu bringen, persönlich entwickeln zu können. Man schlietzc darau-, bah es wahrscheinlich sei. bah Lloyd George Dr A a I h e n a u empfangen werde, um aus seinem Munde ein Slpofe über den deutschen Standpunkt zu hören. Soziale Gesetze in Sachsen. D r e - h e n. 2. De- (WTD) Der HauShaltS- au-fchuh deS Landtage- Hal ein Gesetz über die Alter-rente sür Kleinrentner angenommen Das Gesey bezweckt, den Kleinrentnern ein einigcrmahen sorgenfreie- Alter durch Renten zu gewahren. Die städtischm Nörperschasten be- 'chloisen ebenso, den Minderbemittelten eine Bei- Hille zu gewähren teil- in Raturalten. teil- in bar 2llS minderbemittelt im Sinne dieses Beschlusse- gllt jeder, dessen Sinkommen den Betrag der ihm zusteh nden Beträge der Arbett-losenunteistüyung nicht überschrettet. Da- Programm de« preußischen Landwirt. schaft-ministerk. Starkcuburg und Nhcinhcsscn. bl-. Au- R h e i n h e s f e n. 2. Dez Wie man 1 i 0 c Straßen auch hrut,zutage noch Herrichten kann, zeigt in nachahmenswerter Weise die rheinhcssische Dorigemeinde Wackernheim. Aus einer von der Bürgermeisterei cinbcrulenen Bürgetverfammlung erNätten sich die sämtlichen Besitzer von Pferdefuhrwerken bereit, da- für den Reuban von Straßen und für die AuSbelle- rung alter scha' ha te S ratzen erserd.rli he Ltein- material von der Bahnstation kostenlo- anzu- sahren. Jeder Besitzer stellt zu diesem Zweck sein Gespann einen halben Tag (ang zur Verfügung. 'S^aÄ Ausladen der Steine haben die übrigen Bürger übernommen und die Mitglieder des De- meinderates führen dabei unentgeltlich die Aussicht. Da auch noch der im Dors ansässige Lastauto- und Dampfwalzenbesiher sich zum Frondienst für den Straßenbau bereit erklärt hat. so 1 ist die Gemeinde Wackernheim in der glücklichen 2agc wohl in ganz Deutschland der bllligste Sttatzenbauer zu sein. Handel. Mainzer Produktenbörse. Mainz, 2. Dez. Fnsolge de? Ssitrze- der Devi'en war auf der heutigen Börse da- Geschäft im allgemeinen sehr flau D.e Staufer hielten zurück und eS tarnen wenig effektive Abschlüsse -ustande. Stärkere 2lachfrage bestand nach Futter- arlikeln, welche wenig an gebe ten waren. Weiter sehr fest waren Sämereien. SS notierten per 100 ÄUo: Weizen 735-760 Mk., Aoggen 600 bi- 625. Hafer 600, Gerste 720—800. 3nL Weizenmehl 00 1250—1400, Weizenmehl mit Au-land-- mehl gern. 1150—1300, 3nl. Weizenmehl 0 1150 Aogg^ln.ebl. 7proz., 8:5-950, Weizenklrie, obre ©ad. 420—450, Arggenklele. oh e Sack, 420—,50. Mai- 720—750. Mai-schrot 740—760 Futtermev! 500-520, 3taL Luzerne 5000—6000, Provenc. Luzerne 6000—6500. 3tal. Rotklee 6020— 7000 Deutsche Linsen 1500-1600. Weihe Dohnen KOO' Vittoria-Gibsen. geschält. 1150. Diktorja-Grdsen' ungeschält, 1100, Durma-AeiS II. 1800, Hofer-' csslavill- pcfliilea ■ef *4Mm) >»' DrUnftfS* wi nt«M- «* krioiUo M 6rtot. Äi,** - |«|e(UI6 le hi L#ei6«l«e «. Dre|«rU* gegen Abtzabe der Leben-mirtelmarke 50. Die Bäckereien haben die eingegangenen Marken, zu 100 Stück gebündelt, bis Dirn-tag den 20. Dezember 1921 an da- Lebensmittelamt Zimmer Ar. 8 b,92) — 175L3.ALm.23.49 fm | gefellschafl ertappte auf feinem Aundgang bei Doch emft gesprochen S- ist wohl sicher bah ' ?X19Vn bcr Gemarkung eine Wil. Bequemt ichkeitsfahrten. wie sie in den billiacn derer bände von acht Burschen und Man- Bvrkrieg-zetten üblich waren, heute kaum noch nern* ausgerüstet mit Gewehren und Flobert, Vorkommen Wer jetzt die Glektrischc benutzt, tut und beladen mit Hafen. Daraufhin bekam ®eil er an Zefe Weg oder sonstwie sparen er einen Drohbrief, daß er sich vor der 2ln- arbeitet de- .Bersiner Tagcblatti* über fein V- >gram!, bah nn« Mnci .' luotnelc die He» i-un,i bet laichw.rt chailltch.n Production fei O;ne l'e.mcbiuna der Anbaufläche und bte ÄuUi.ie- runj von Ceblanb werde *ur S.neichung die'e- Ziele- bu < Der Mini'i r werde tm Landtag einen chenitmirt einbringen, in dem ein 100» THillionen’Änbit dafür gefrr.e t werde Ufeitrr tmll de: Tll '.ifler die Iwarchwlrtlchaff.iche ^IcX'» lung dadurch unterTtunen, dasi ci:> -'eil 7er §achi- fumme von den Pachtern durch Sachle: rungen in yenn von Aaturalte > aufgednicht solle. x-Uir Frage der Getretdeat'Il.sterung ciflärte der Minister, b-afr für die iJriassung und Verteil »ng der landwirtfchalllichen Grreugntlle ba# Xe ch»- emäbrunfleminlhcrium und aus p euf i14>nn G» biet der preul ilche Staatekonir^sif ar fü: cinäbrunfl zuständig sei <33 fei tedoch bcablich» l tiflt, den Staai-konimi'lar dem Va chwirtf b ist-- > Ministerium zu unt-r'teilen. Io bah di. Zr.st.wdig» , feit in dieser Hinsicht sur Pn-utzen tkinn c.us den । Landwirtschaft-Minister übergehen tmr'e Hin- ! sichtlich der Frage bcr Zwang ..strlfchist führte der Minister au-, er glaube nicht, dasi beute mit einer Oriteucrunfl der t ist die Napitalertragstener vom l.Zanual 1922 ab bei den AlnanzlBezirk--lassen anzumelden und zu entrichten. Bi- zu diefem Zeitpunkt hat die Anmeldung noch bei den unterzeichneten FinLnzämte.-^ zu erfolgen. 12666V G i e h e n. den 2 Dezember 1921 Finanzamt Dietzen. Grünberg. Butzbach und Hungen. B1 m s die H d n d mit brsdoK ISO m » Das im Monat Aovember d HS. fällig gewesene 3. Ziel Schulgeld de- Realgymnasium-, der Oberreallchule und der Höheren und Erweiterten Mädchenschule kann noch vi- einschl. 10. Dezember dieses Jahre- ohne Nosten Gictzen bezahlt werden. — 65 . - 54 . = 67 , — 33 . = 56 . = 58 . -125 . -120. = 114 . =119 = 121 , =100 . = 185 . = 117 . , Gießen, den 2. Dezember 1921. ö Der Vorstand der ifrael. Rellgionsgemetnbe (Biehen. 7,12 6,73 201,2» 214,75 28A)3 29.97 61,10 66,40 Bekanntmachung. Bau*, Werk* u. Nutzholzoerfteigerung der Stadt Gtehen. tlus den Waldungen der Stobt (Biehen lIferst* Bxtrtei II, J^örftrr Arfi, Forsthaus Hochwatt) soll das «ochsithenb verzeichnete aufgearbeitete Holz öffenllich meistbietend oerpeigert werden: Fichtenstännne Los20 (Abt. 88^, i>, =252SLl.ALm.30,06fm 913, 92) = 20 . 2. . . 1/J4 , Die Versteigerung findet am Montag den 12. Dezember 1921, beginnend 10 Uhr vormittags, in der kiesigen Gastwirtschaft .Zur Stadt Lich-, Lichcr Straße 59, statt. könne. Deraubung einer deutschen Prinzessin in Pari-. Pari-. 2. Dez. (WTB) Gestern Vachmit» tag wurde 6er Prinzessin Hohenlohe, die tu einem groben Naufbause auf dem sinken Hier der Seine Ginkäufe besorgte, die Handtasche, welche I Schmucksachen tm Werte von 6)0 OX Franken enthielt. gestohlen. Die Llntersuchungen sind eingeleitet. Gießen, den 2. Dezember 1921. 126638 Der Oberbürgermeister. Bekanntmachung. 2. 12. Schweizer 100 Fl. - 18 .25 100 Mk. - 2.H) 100 Nr- — 0.16 100 Nr. - 5.->0 100 Fr. = 38.60 1 £ — 21.25 100 L ” 22.70 100 Fr. «= 37.25 100 Nr. — 0.825 100 1 = 52?.- 100 Nr. — 1.85 100 Är. — -.15 Hotel Schütz 12G82o Margen Sonnt**: Große« Familienkonzer Anten* V«8 l’hr abends 906#ke 8 | Gießener Hochschulgesellschaft | Samstag, JO. Dezember, S'/2 Uhr pünktlich, "" großen Hörsaal der Universität: Vortrag von Professor Dr. E. von Aster: frei Han- 12U25c Katalog gegen Einsendung von 30 Pfennig Porto 196MD Gießener Konzertverein j5 Aiuwei-karte 12661v »lllllll KlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllUllflllllUIIIIIIUlilllUIIUIIIUIliinM C. Haas jr. «frrniifmrtct 3trohc 59. Televboii 1682. Eintritt frei! 016710 Sonntag. I l.Deiember 102t. nachm. 5Uhr. lu der Neuen Aula der Universität „Nietzsche‘ Ödste sind willho innen öäpe willkommenI Der Ortsgruppen fDhrrr. Die neugeschaffene Mittelklasse und III. 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Dezemder 1921 5= Dietzen (Nord-Anlage 91) Modfenz tSchlotzstratze 33) Ende Fröhlich Max Bermann Verlobte Hedwig Dieter August Trebbe Verlobte Zu $aufc: Somstog den 17. und Sonntag den 18. Dez. 1921 Ihre Verlobung zeigen an Lina (Braf Otto Jäger Demeinderechner Heinrich Darnick Ottilie Darnick geb. Hahn Vermählte Tanzmusik im ©omürioos, Viesen. ?1n da- nom Rlnnfchen Wännerrbor, fB)e#lar, Dcrauüohcte flomert Ichliekt sich im gut gebe,ten kaal ^^öffentliche Talizmusit an. wozu ircundL einlabct Gastwirt Vra ■ n. Gustav Trinkau», Seltersweg 50 Inheiden, den 4. Dezember 1921 Dietzen Settcrsroeg 79 a Alrchenplatz 14 |fA| 1- Weißstück LY '■ v,/ Graustück HU flTß ti erwtklAsxixe lUmrofm wäre M M W WM VOU gröiiier Lririrbi M1ARKE-: J.STÜCK-NCHF.A.Q. WEIN BRENNEREIEN ry n •»rsr’.’ HANAU Vm» 8S1*-- - >• MULLERS Eier sind teuer.darum nehmen Sie Orangeat ♦ gilronat | Rosinen » Haselnüsse Jucker sowie alle sonstigen Gewürze Sultaninen ♦ Korinthen 11702 gratis Bahnhofstr 607777. 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Ss day vir und imfe oder naji das 6aa Indien. 2 lr(ten ausfprecherr (LebHaller Beilall - Sem anrna Headen: .Rull und nichrtfl!" lenen wir feierlich ein .Ewig gültigF entgegen (6tünnt- scher Beilall ) Diesem Gewaltspruch tonnen wir uns niemals fügen. Schamloser konnte niemals öffentlich über em Bolf gelogen werden, als es in Washington über uns geicheben tft Frankreich muh zu dem Bewuhlletn kommen, bah dort, wo nur Hast gesüei wirb, auch nur Hatz geerntei werben kann Die lange kann (Europa. wie lange kann die Dell den Mililarrsmus und den Imperialismus Frankreichs, der jede da gewesene Form übet trifft. noch ertragen Hier muh ein Ausgleich erfolgen, und habet wird auch das deutsche Recht wieder zur Erörterung gestellt werden CM erfolgten Begrützu n gsanfp i achen der Gäste. Tie Red« Dr. Stresemanns. Daraus gibt Dr ©Irefemann feinen Bericht über die politische Lage Er führte u a. aus Riern als bat ein Dort davon in den Bkiffenfnilflanbebebinuungen gestanden, bah Deutschland verpflicht, l wäre, die Penüonen und Renten für die Kriegsverletzten und .'Hinterbliebenen aller Balfer zu übernehmen, bie gegen uns getimpit Haden Die Männer, die hochcedoutend sind in der Welt und bie von .moralischer Abrüstung D.ut'chand#" sprechen, foliten ibre eigene Moral angel chl» bieles TieHtSbruches erst einer Prufu untere Anschauung kommt auch in den andern Ländern mehr und mehr offen zum Ausdruck Ritti Hat das kürzlich in einem Auflatz bargelegt Erführt bann au», bah das. tnovi Deutschland verpflichtet sei, nach dem tatsächlichen Dortlaut und Sinn des Frieden» von Berfailleä über die Summe von 40 Milliarden Dvlomark gar nicht hinausgehen konnte (Hört! börtl) Das Dort von .Wiedergutmachung . moralisch an gewendet auf Deutschland, muh allo wett eher auf untere ehemaligen Gegner angewendet werden Dr. Strefemann verwetst auf die Arbeitslosigkeit in andern Landern 3n Amerika gibt es Z Millionen Arbeitslose, in dem englischen Weltreich, in dem bie Sonne nicht untergebt, ist auch wirt- schaftlich oaefeibe Problem grober Arbeitslosigkeit mit 1» , bis 2 Millionen Arbeitslosen, denen das siegretche England ferne Arbeit verschaffen kann (Hort! hort!« 2j)ir sind bafl Land der geringsten Arbeitslosigkeit Trotzdem muh sich lebet darüber klar fein, bah diese Blüte nichts anderes als eine Scheinblüte ift. GS ist vor kurzem nachgcw.esen worben, bah di« Gesamtproduktion unserer Guter noch um mehr als 40 Prozent hinter der de» Hahr«» 1413 turud- stebt Gs muh auch daraus hrngewiesen werden, bah tmr drei Hauptsäulen unserer Produktion und unsere» wirtschasUichen Wohlstandes ganz ober nahezu gant verloren haben es ist dies bas Saargebiet. da» Ruhrgebiet und Ober- schielten Bem Standpunkte eine» gesunden Wirt- schaftslebens au» betrachtet, das auf gebaut ist aus den alten, gesunden, soliden kaufmännischen Grundsätzen, muh daher bie Forderung einer Aenderung brr heutigen wirtschaftlichen Verhältnisse das Liek jeder nationalen Partei fein. Hierin b«g<* tnen sich unsere Gedanken mit denen einzelner kunbci des ZeindbundeS und deren wirtschaftlicher Führer Bef 1 er werden kann es in der Deik nur durch die deutsche Dirtschaft und ihre we'twirilchaftllchc Auswirkung. T eint englische Initiative auf Aenderung der KrtegsenstchadigungSbedingungen. dann ist die Frage. Gibt et« demgegenüber ein deutsches Programm? Auch diele Frage vermag ich. soweit es die deutsche Reichsregierung betrifft, nicht zu beantworten Gerade in diesen Tagen und Stunden sind die Dinge sehr im Fluh Ader vom Standpunkt der deutschen BolkSwirtlchast, der all- gemein wirtschaftlichen und nationalen Interessen ist das erste bie Herabsetzuna der Äricgüent- schädigungSlumme — Ich gebrauch« auSorück- lich immer diesen Ausdruck. was foll der Aus- druck .Reparation"? Unb ferner. em Moratorium. eine Stundung ohne Herabsetzung bet Kriegsentschädigung bringt die De'lwrrrichaf: nrchl au» dem jetzigen Zustande heraus Gs hat aar fernen Smn. in Jahre 1921 etwas Jnr.u». liches zu stunden auf das Jahr 1423 5\dc Summen haben fernen Recht »gründ, fie find un- möglich G» ist ein Dahnsiin, bah etn Bo:.' dir .je1 amten Äncgfl.lten eines DeUkr ege» tragen ioU Ferne: Sollen wir in Sachleistungen ober mit dem Goidre. bet Aeichsbanl dezadleu? B>i: tonnen nur mit Sachleistungen bezahlen «L.or richtig!» Gin dauernder Aufkaul von 2üic-Lanb#- devilen wurde die Mark immer weiter finken lasten Bäht man uns aber m Sachleistungen zahlen, bann mute man uns mcht zu. sie nur zu einem kleinen Teile uns guttchrci^en zu lassen und uns im übrige; den Bankier der ganzen Dell spielen zu lasten Deichen Bkg man zur Beseitigung de» Deli-it» geh: da» wollen wir in aller Ruhe unsren Sachverständigen überlasten Die Staatoei'enbahnen Preußen» und Deutschlands bürten nicht dem Privatlapital anügelidert werden weder die Rechte de» Staates, noch die Interesten des Pri- vatlapimls noch die Rechte der Beamten — — aber der wirklichen Beamten — dürfen dabei zur kurz kommen. Die Sndentlcheibung über den Weg liegt bet bet Partei, die hierübe: das lerne Dort au sprechen bat Ich begrübe da» Bor-* liegen der Industrtevvrtchläge, wie andererseits die Grklärung der Arbeitnehmer, sie würden diele Borfchläge prüfen, weil fie auch überzeugt feien, bah das Defizit nicht weiter durchzuschleppen sei Gngland hat sich durch den Frieden non Ber» laUles zu einer Ohnmacht in Europa aerdamrnt. die ohnegleichen ist in der DeUgeschichte G» hängt DÖllia von Amerikas Gntfcheibung ab Herrn Briands Blicke find stets auf PoincarS gerichtet, auf bifjenigen. die weiter recht» stehen, denen er glaubt, Platz machen zu muffen, wenn seine Worte und Taten nicht deren Ideen entsprechen. Gs dürste in Frankreich noch eine Qüiäeinanbedcfiunfl kommen zwischen den reinen Politikern auf ber einen und den Wirtschaftlern aus der anderen Seite. Diese Wirtschaftler erkennen mehr und mehr, bah kein Land wirtschaftlich mehr mit Deutschland verknüpft ist als Frankreich selbst Wünscht bie französische Ration und wünscht Brianb. bah sie bewahrt werden vor deutichcr Rechenfchastslolberung, fomöge man zunächst feine Politik revidieren. Untere Feinde sähen es gar zu gerne, wenn Teile Deut'chästerreich» mit Teilen Deutschland» zusammen losgelöst vom Deutschen Reiche sich zu einer neuen süddeutschen katholischen Monarchie verbänden. Wer jetzt cintritl für eine aktuelle Lösung der monarchischen Frage in Süddeutschlanb, der lege sich die Frage vor. ob er damit nicht die Akt legt an die Einheit des Deutschen Reiches. Gibt es eine Mögstdkeit die Sozialdemokratie zurückzubringen vom K la ffenfampf gebauten ? Ift der Ausbau einer BolkSgemeinschäft über dem Klosteufanws eine Utopie, bann ist auch bet Gedanke seiner parlamentarischen QüiSnrirfung eine Utopie. Die Gärung ist im Sozialismus am stärksten Der Bankerott von Moskau wirkt über die Kommunisten hinaus Die Republik hat keine moralischen (Srobcrungcn gemocht, auch in der Arbeiterschaft nicht, lieberaII, wo eS sich um da» Bekenntnis ’etne» Deutschtums handelte, hat jeder Arbeiter seine nationale Pflicht getan. Zwei Bor- auSletzungen müssen für die Deutsche BolkSparier freilich dabei gegeben fein: erstens keine unberechtigte sozialistische Führung, zweiten-, keine Aufgabe nationaler Grundsätze. Sind diese beiden Borbebingungen erfüllt, so darf der Gedanke der Koalition nicht an Ressort- und Personenfragen scheitern Leider sind einzelne Gruppen der Deutschnationalen so matzlo» in ihrer Agitation, bah man den Gindruck hat, als gäbe es keinen I Feind mehr links sondern nur noch die Deutsche | Bolfepartci Soll denn eine Politil des Rechts» block» -um Ziele führen? Wäre eine rein bürget- i liche Regierung in dieser Zeit überhaupt wünschenswert? Könnte sie sich halten auch nur । gegenüber einer passiven Resistenz von linto! Die Hauptsache ist aber Zentrum und Demokraten waren überhaupt nicht gewillt, mit un# gegen die Svzialdemvkra tie zulammenzugehen Zwingt man uns zu einer solchen Politik des Rechtsblock-, so werden wir nicht feige sein, un# ihr zu entzichen: aber wünschenswert ist sie nicht Die Frage ber Hinzuziehung der Deutschnatio- nalcn Bolttpartei zur «Koalition haben wir im Reichstage vertreten Dazu sind aber auch von den Deutschnationalen Voraussetzungen zu erfüllen. Ich wünschte eine Politik in Deutschland, die über bie Koalition zur nationalen Einheitsfront führt Wir haben kein Zweiparteiensystem in Deutschland, und solange wir das nicht haben, wird die Politik parlamentarisch nur eine Politik einer Arbeitsgemeinschaft fein tonnen Unter Panier muh fein, bah die Dolkspartei die Partei der deutschen Volksgemeinschaft ist. Sie weist niemanden zurück, der dem Da'.erfände txenen «rnli Der Kampt um bie Seele des deutschen Bürger# muh gehtpri »erben. G» ist ber Gnt- wickln igSkamv» vom deutschen Pd'ltster zum beut- Ichen Staatsbürger Gs kommen jeo< manche Send- bPki zu uns und Ipoechen von Pvtlo- ivpbir in englischen Dort»». HerlerIer«?j Man sollte den deutschen Philosophen mehr Achtung M.ig^genbringcn Sotxn hnb die Inder gekommen mu ber Philosophie Jtobintranulb Tagores von der Philoiophte des Waldes, bte s,ch zuruckziehl von dem Lärm da brausten ®r sagte, trir müllen aufhören mit der Philosophie de» aulgercgien Biedres, bie bw Philo'ophic der alten German« gewesen fei bie Sturm. Kampf. Schill brach, üplc- ’.ung des Lel'ens bedeutet Wenn da# die alt- '^manische Philofophie ist. fo halte ich daran fest mit der «Jmph.ibu'ig, bah der Herrgott bte Bklt nicht nur für bie anderen geschaffen hat Auf dem Fei en Helgoland ist das Vieh gedichtet worben da» «vir alle empfinden als unleres Herzens Schlag Deutschland. Deutschland über alles! «Brausende minutenlange. immer wieder ein- letzende Bcifalleflünne.) Tann erstattete Pros Dr Kahl seinen Bericht über die Bef orm der Rechtspflege. In der Aussprach« forderte Reich-tagsabgeordneter Freiherr von Lersner von ber Regierung den Kampf tn ber vchuldfrage — Dr Stabtier erhärte, er fei früher ZentrumsanHanger gewesen, aber wegen des Kampfes gegen tfr-tbcrqer zur Bolts- Partei gekommen — Ädg Dr Ding1bey. Darmstadt, stellt bte Forderung der Herabsetzung der Leistungen au» dem Beifall ler Bert rag Die grobe Koalition wollte er nur bei Annahme bestimmter von der Partei zu erhebenden Forderungen eingehen. — Reichstagsabgeordneter v S ch o ch (ftürmiKh begrubt) dankte für die Anerkennung, die der alten Armee und ihren Heertsthrern gezollt wurde, während sonst m Deutschland fe-.n Tag veröde, an dem man nicht den Sieger von Tannenberg mit Schmutz bewerte. Abgeordneter Keys er. Dresden, pob hervor. bab ber Parteitag auch bie Pflicht habe, Kritik zu üben. Die FraktionSpolltll entbehre ber einheitlichen groben Linie (Widersprach ) Man frage tm Lande, leid ihr Opposition-partei oder leib ihr Regierungspartei 7 Geben Vie uns die Richtlinien, damit wir die Leute im Lande von der Aotwendigkeit der groben Koalition Überzeugen können Unsre Fraktion ist nicht mehr Herrin der Tertiachen gewesen, sondern von den Tatsachen geschoben worden. Dr. Dietrich. München, brachte die Zu- stimmang ber bayrischen Partei za den Ausführungen Dr. Strefemann». — Abgeordneter Leidig fordert das Vertrauen der Partei zu ihren Führern and zur Fraktion. — Reichstagsadaeordneter Maretzky trat dec Kritik des Redners au- Dresden entgegen. Singegangen ist e;ne Sntfchliehung D r. Sarlfson-Dingeldey ufw .Der Parteitag billigt die Ausführungen der Abgeordneten Dr. Strefemann und 'Dr. Kahl und spricht den Fraktionen der Deutschen Dolkspartei im Reichstag und im Preustischen Landtag fein volles Vertrauen aus ' Ferner eine Gntfchlleyung Becker, Dr Lohmann usw.. .Der Parteitag erwartet, bab bi« Reichstagsfraktion reden Versuch, an ber Unabhängigkeit, ber Unablebbartctt und der gseichmäbigen Ausbildung ber Richter zu rütteln, entschiedensten Widerstand leisten wird" Abgeordneter Dr Strefemann. Ich bin dem RocLtsanwalt Dr KcOkr für feine Kritik dankbar Opposition muh fein. Wäre daS Verbleiben im Kabinett Fehrenbach vielleicht em« gradlinige Politik gewesen 7 Diese Frage beant- «vorte ich mit Rein Das Kabinett Fehrenbach hat da- ganze Schicksal Deutschlands in bie Hanb HarbingS gelegt, ohne biplomatifche Vorbereitungen getroffen zu haben. SS war felbstverstänblih. bah unsere Fraktion «S ablehnte, ein Mitglied als Schild Halter für eine ganz anders geartete Koalition herzugeben Ader genau wie in bei 2Ca- tionalDeifammlung entbindet uns auch letzt die Opposition nicht an der sachlichen Mi.arbeit an der (Mcftgebung. Geben Sie unS 240 Mandate, bann tonnen Vie eine grabftntge Politik haben (Stürmische Zustimmung I Heute müssen wir ben schweren Weg einer Kontpromihpolitif gehen Rach Annahme eine# vchkuhantrags wurde bei der Abstimmung das Bertrauensvo» t u m Dr Sar Issvn-Dingeldey unter lebhaftem Bei» fall mit allen gegen ein« Stimme angenommen. Einstimmig angenommen wurde ber Antrag Becker-Lohmann über die Unabhängigkeit ber Richter Angenommen würbe weiter eine Sntschiietzung Berlins, die bie «chleunigste Beröfsentlichung ber Gegenliste verlangt, und ein weiterer Antrag Bern ns auf Sinsetzung eines überparteilichen Ausfchusses zur Schaffung eine# Denkmal» für Cbetldrlefien und bte entrißenen Dedtele 5arm wurden bte Verhandlungen auf Freitag vertagt. 5od)fchu!nnd)rid)tcn. •• Landwirt'chatliche Lehr tätig* leit An, 25 inb J*' Xoorwibcc beteiligten sich Gehe mrat O 11 c p i u #, Profefsor Kraemer, Professor K n 111 und Dr Bur! vm Landwirtschaft', chen Institut Gntzei an einer Vortragsreihe für prahl(4k VanNwrte in Sordach in Waldeck Die Landwirte bracht.n den lehrreichen Auslührungen der Bortragcnb.n ein lehr l«l>- halten Interesse entgegen, und mehrfach wurde der Wunsch laut, die Herren möchten auch fernerhin durch Addalte>> von Barträgen die Landwirt» fchaft fördern Helten. «uv dem «mtvvcrkündlgungädlatt. •• DaS Amtsverk-ndigung-hlalt Ar 173 vom 2. Dezember enthält Svende für die Opfer von Oprau — Dienstn ach richt en — Aende» rung ber Ortsfatzuna über die Benutzung der Ge- meindeviehwage zu Gohe^nrvb. - Aenderung bet OrtSfatzuna über den Bezug von Wafser aus dem 'Dafferwerk .Glückauf' für bi« akmeinbc Lollar — Felbbere.nigl ng Xabcit#Paulen. — Bekanntmachung de» PolizeiarntS. — Orgebnlfl« der Hauptkörungen (Forilenung) Da» Bhnifterium be» Innern bat bem Can- beSverbanb ber Polizei beamten Durt tem'nergs tn Stuttgart bie Erlaubnis erteilt, Lvf« einer am 12 Januar 1922 zugunsten btt ScfttUung et ne» SrholungsheimS für kranke unb «rholung»- beburfr.ge Polizei, eamtc zu veranstaltenden Geldlotterie innerhalb be# Bollsstaates Hessen au vertreiben. Der Dienst mann Heinrich Wilhelm Frank in Sieben bat feine Tätigkeit al' Dicnstmann aufgegeben Anlprüche an die hinterlegte Sicherheit finb bei OHcibung ber Richtberuckfichtiaung binnen 14 Tagen bei bem Polizeiaml anzumeiden Büchcrtisch. — Die Mufikwelt. Monatsheft« für Oper und Konzert Verlag Ioh. Aua. Bo&me. Hamburg 11. — Das dritte (Dezemoer-) Heft des neuen Jahrgang» reibt sich leinen beiden Borgdngerit würdig an. Au» bem reichhaltigen Inhalt heben wir besonder» die Arbeiten von Joies Loslen .Auf bem Wege zu einer neuer Musikkultur" and Dr RudvlfMengelberg .Mahlers 8. Symr'hvnie" hervor Kirchliche Nachrichten. Svattqelische Gemeinde. Sonntag. 4 Dezember. 2 Advent. In bet Stabtkirche. Börm 9 Upr: Pfr. Mah Beichte u Feier b. hl Abendmahls f. b Mauhausgemeindc Uachm. 2. Kinbertirche s b. Matlhäusgemeiiide Pfr Mahr AMs. 5. Pfr Becker Be ch^e u Feier d. hl Adendmahls f. b. Martusgemeind«. — Montag. 5 Dez. odd». 8 Uh,. 'Beteiligung b. konf. männL Jugend b. Matthäusgemeinde Montag 5. Dez^, abö». 8. Gameindcadenb m. Bibelbefpr«4, Uhe: Pfr. BechiolSheimer. Borm. 11. Kinderkirche f b 2ufaÄgemciiröc: Pfr BcchtolsHeimer Add. 5 Pfr AuSfelb Beichte u. Feier b. hl. Abendmahl- f b. Iohanne-gemeinde. Add4 k Bibel- tclprcdumg im IohanneSfaal. Pfr Becker Montag. 5. Dez abdS. 7»/>: 3uge;ibt>ervintgang b. LulaSgemeinde (weibl Abtlg ) — Fvewag, 9. Dez. aob-, > .6. Vereinigung b. kvnf Vlübchen b. IohanneSgemelnbe. Wiefeck. 4 Dez Vvrm 9* . Gotte-dienst 11 Kinberkltche. AbM Zu. Missionar Schäfer- Lichtbilber-Dortrag über Reu-G inea Opfer für die Rheinisch? Mission und Oberhessische Bo Ito- Mission. Mädchen abend dieser Woche sällt aus Sonntag. 4. Dcz 2. Advent. Borm. 10: Kirchberg — Rachm. iy3: Dau bringen. — Rachm. li/3: Mainzlar. Kalyolische Gemeinde. Samstag. 3 Te.Z- nachm. 5 u abds 8 Uhr: Gelegeny Z. hl. Beichte. — Sonntag. 4. De^. 2. 2ldv. issvnntog Bonn. 6>Gestgenh z. bL Beichte Z. Hl Messe 5tomnuxnion b. Manner j. Jünglinge 8. Austeilung b ht. Kommunion 9 Hochamt m. Pr 11 Hl. Messe m. Pr. ulachm 3. Thrist entehr«: bar auf Adventsandatt. 4: Iüng- lingSkongregarion Kat hol Got teSbienfl. 4 Dez Li ch, Dorrn, f/,8. — Lauba ch Dorrn 10 13hr. Spuren im Sdmee. Roman von Sven Slvestad. Ermächtigte Liebersetzung. 3. Fortsetzung. (Aachbruck verboten ) .Ich meine, bah Sie bei dem schönen 'Deller «men Deinen Spaziergana machen sollten, Herr Larsson," erwiderte der Apotheker ziemllch bestimmt unb lab habet wieder nach der Hpr. Ss tnar jetzt hold zwei .Richt wahr, es ist drautzen prächtig “ wandle er sich an den Kapitän. .Hundekall'- erUärlc dieser .Aber Sonnenschein." behauptete ber Apo- theier. .Herrlicher warmer Sonnenschein Herr LanSfon muh unbedingt dies«- löstliche Detter zu «inem Deinen Sr^ustevgang benützen." Jetzt begriff ber Provisor endlich bah der Apotheker mit dem Kapitän allein lein wollt«, und da er zugleich einen ungeduldigen, fast drohenden Ausdruck hi den Augen des Abothekers wahrnahm. griff er eilig nach Hut und Mantel und entfernte stch. Als die beiden allein waren, schauten sie einander an. .Hast du die neuesten Zeitungen gelesen?- fragt dber Apotheker. .Bein, aber ich bin hierhergekommen. um das Reueste zu hören. Das ist das einzige, was mir jetzt am Herzen liegt. Dann j.st die Frist ab- getaufen ?‘ .Wie du tocii": um zwei -Ihr." .Unb er hat noch nichts von sich hören lassen .Aejn." .Wann haft du ihn zuletzt gesprochen T* .Bor drei Tagen - .Davon hast Du mit nvchS gesagt ' .Ich habe dich feitber nicht gesehen." .Aber das muh ja am Blontag gewelen sein, unb da war ich doch der letzt«, der die Apotheke veriieV. Grtnnetst du dich nicht . .Doch. Unb erinnerst du dich nicht, bah ich an jenem Abend, al# ich die Läden vvrteyte, ein sonderbares Geräusch hörte?" .Ja. ich erinnere mich Du meintest. «S |H vielleicht «m vorübert liegen der Bogel gewesen " Gs war fein Bogel Vs war ein Mensch, ber brauben in ber Dunkelbeit staub Unb es waren bte*«» Menschen schwere Atemzüge, bie ich gehört hatte Gr war es “ Der Kapitän nahm leine Mütze ab unb knöpfte den Mantel auf Dann trocknete er sich den Schweib von der Stirn .Gib mir einen ©tubl.“ bat er .Ich suhle mich ganz schwach unb zitterig “ Der Apotheker schob ihm einen Stuhl bin. .Sv. es war der Dokwr. der branden stanb," murmelte der Kapitän. .Dann hat er also aus mein Geben gewartet, damit er mit dir reden tonnte DaS wollte er?" ,Gr wollte, bab ich um leben Preis biS heute nachmittag um zwei Uhr die Sache geheim- halten sollte. DaS habe ich ihm auch vcrtprvchen. Gr wollte versuchen, sich bei einigen Freunden in Kopenhagen Geld zu vertchassen und ist noch am ’cfbtn Abend dorthin abgereist " .Und nun erwartest du leine Rückkehr um zwei Uhr?“ .Gr vertproch. ein Viertel vor zwei zu tde- Pionieren, aber jetzt warte ich nicht mehr darauf." „Die Zeit ist aber noch nicht um!“ bemerkte der Kapitän mit einem Blick nach ber Uhr. .ES fehlen noch zwei Minuten." .Ich wart« rroitbem nicht mehr darauf," bemerkte ber Apotheker. .Doktor Slobin ist tot“ Mit bieiem Worte schob et dem Freunde bte Zeitungen bin. Dieser zerknüllte di« Blätter zwilchen den Singern, leine Blüte «achten bie be» Apotheker» Unb an# beetem erschreckten unb unsicheren Blick flackerte die 2Lngft. bte ihn während de» lettten halben Tage» bedrückt hatte .'Dann ist es geschehen?" fragte der Kapitän .Gestern abend auf Der Söhre nach Malmö Man bat ihn über Borb (bringen sehen SS ift ihm also nicht geglückt, Geld auf^utreiben.** Der Kapitän sah lange stumm ba, unb auch ber Apotheker s hwieg. aber beide empfanden dies« Stille, in der nut das regelmäßige Ticken der Uhr zu hören war. als sehr brüdenb. Dem Kapitän fiel in seiner Riebergeschiagenheit nicht» ein, al» immer wieder zu flüstern: . Friede seiner Alche! Friede seiner Atche! Der Aprtheker beobachtete ben Freund still- 'chwe.genb. In diesem Augenblicke mehr al» je zuvor erkannte er, wie sehr sich besten BeHnbtn wahrend der letzten Monate verschlimmert hatte. Er erinnerte sich des Näschchen». ta» er ihm am vergangenen Montag «um letzten Male gefüUi hart«, und versprach sich, ihm feine Billen um das .Zeug" nie mehr zu erfüllen. Immer noch herrtchte die drückende Stille in dem Raume Da Ichlug die Uhr drei T.rrtel. unb in ber Still«, die darauf folgte, ertönte ba# Klingeln de# Telephons. Der Laut duochkuhr die beiben wie crnscharfarschlrlseuer Pfeil Enprtzt fiarrtc-: fie bas Telephon an. al» erwarteten De. an» der Hellen Rtckelglocke, die in den schräg cm fallen den Stoa Men der Winter- tonne funkelte und noch schwach tm Rachklang beb t«, etn blähe», spukhaftes Geficht auf tauchen zu sehen. Dritte» Kapitel. .Willst da nicht hören, wer anläuld?“ frog’e der Kapitän mit einer Stimme, tne ruhig unb gelassen Dingen sollt«, aber heiler unb slästernd war. 31# bei Apotheker diese Stimme vernahm, schauderte er zusammen. Der Kapitän war auf- gestanden und starrte leinen Freund mit flackernden. unsicheren Blicken an. unb bem Apotheker war «S offenbar sehr unbehaglich, diesen Vllcken ausgesetzt zu sein. St« übten eine gattz lähmende Wirkung auf ihn aus .Gs hat angeküngelt.'" flüsterte er aefsteS aknvesenb Darm sah er nach der Upr. .ES har angellrngelt !" toicöerhoftt et noch einmal .Gewitzt rtef der Kapitän unb Iahte ihn am 3m. .Irgend jemand steht am Telephon unb wartet Reitz dich julammen, Mensch!" Trotz ♦einer «nllchlossenen Stimm« schien der Kapitän alle Fassung verloren zu haben Seine Aufregung teilte sich dem Apotheker mit Dieder sah dieser nach der Uhr Der grobe Zeiger hatte sich inzwischen um ein paar Minuten striche in das letzte Viertel vor zwei Uhr hittein bewegt. .Aber er ist doch toll" tagte der Apotheke geistesabwesend unb verwirrt. Der Kapitän schob ihn heftig zur Seit« und ging an# Telephon (Fortsetzung folgt) Unterhaltung ♦ Erhebung ♦ Selehrung > Wie die Lehre Christi Weltreligion wurde. Don Prof Dr. Th. Dirt.*) Gin jeder mag nach feiner Fasson selig werden, das war der Grundsatz der Alten. Eine Fülle von Göttern, von Kulten gab es: sie waren ursprünglich Dativnalgötter, Lokalgötter gewesen; das Geben selbst hatte sie erzeugt, und sie alle duldeten eüuxFber neidlos. Für die Aufklärung aber waren sie jetzt schon Halbwegs zur Fabel, zur Allegorie geworden: in diesem Sinne las man feinen Homer und Dergil. Die Kultbilder, die in den Tempeln ftonben, waren vielfach 600, 700 (Zähre alt: sie wurden ausgebessert, neu lackiert: aber fte waren tote verstäubt und altersmorsch, und man hatte sich .gleichsam an ihnen müde gebetet. Rur Aesculapius. der Arztgvtt, kam bei dankbaren Verehrern jetzt niehr und mehr in Aufnahme: er war der Heilende, der Heiland auch für die Seelen. Anregender aber war es, dab der Orient ganz neue Götter brachte, internationalen Eharakters, deren Dienst mit klingendem Sauber und aufregendem Geheimnis umgeben war: erst Isis, dann Serapis, Mi- thras Die fonben ungeheuren Zulauf: die Welt wurde ein grober religiöser Jahrmarkt mit frommen Schaubuden, die konkurrierten. Die Isis zog vielleicht am meisten: sie war längst schon die gröstte Attraktion. Kaiser Earacalla war es. der ihren Dienst endlich auch unter die Staalsreli- gtonen mit aufnahm, derselbe Kaiser, bet auch dem Serapis auf dem Quirinal den prachtreichen Tempel baute. Aber ganz anders als diese drei Götter trat Christus auf Dicht durch prunkenden Kult, er wirkte durch das Wort, die Predigt, die Agitation, die furchtlos von Stadt zu Stadt, von Gasse zu Gasse getragen wurde. Man wubte, dah Christus selbst die Mission, die Weltbekehrung befohlen hatte: Wer Ohren hat zu hören, der höre! Eine planvoll umfassende Propaganda: nur Buddha, nur Mohammed haben ein Gleiches mit gleichem Erfolg getan. Der Christengott nahm sich aus dem Alten Testament die Losung: .Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ Dieser zornig ungestüme Monotheismus hat gewiß mächtigen Eindruck gemacht. Eine grobe innere Logik war in ihm: auf der Erde herrschte nur ein Monarch, der Kaiser: tote soll es im Himmel anders sein? Weg mit der plan- und sinnlosen Vielgöttereil Ein Wille waltet, tote im Himmel, so auf Erden. War eS dies, toaS die Menschheit so rasch gewann? waS die (Seelen der Vielen packte? oder war es das andere, wovon das Gebet spricht: „und vergib uns unsere Schuld und erlöse uns von dem Heftel“ ? Das Sündengefühl war in den ,Völkern längst wach geworden und die angstvolle Gewistheit, oab es im Jenseits einst Lohn und । ßtrafc gibt. Aber auch die Mysterien der Isis, 'auch die des Mithras verhieben Gnade und ewige «Erlösung. SS tarn hier tote dort nur auf den «Glauben an. Warum glaubte man Christus mehr? !Gewtb. er prebtgte Dachstenliebe und Ernftrnachen ' mit der Tugend. Aber die christliche Tugendlehre !war im Grunde, keine andere als die längst von den Griechen in allen Schulen verkündete. WaS schliestlich toirNich den Sieg gab, das war der straffe Zusammenschlub. die Gemeindebildung. Vergegenwärtigen wir uns das damalige Leben und was ihm Inhalt gab. Zur Zeit der freien Demokratie eines Perikies oder der Grac- dxn, damals wäre eine religiöse Massenbewegung und Propaganda undenkbar gewesen. Das Volk nlar ausreichend anderweitig beschäftigt: es erschöpfte sich völlig im Staatsleben, im Klassen- kllntpf, in der Bürgerpflicht, die jeden heranzog u#tb Den ganzen Menschen brauchte. Seit die ro- mischen Kaiser Orient und Ohtbent beherrschten, war in allen Städten, in Ephesus, Thefsalonich, Athen uff. die demokratische Selbstverwaltung als staatsgefährlich unterdrückt worden. Dur ein enger Rat vornehmer Leute besorgte die Stadtgeschäfte, genau dem hochadligen Senat entsprechend, der in Rom tagt Wohin immer die Chrislusboten kamen, fanden sie also das Stadtvolk mübig; es hatte nichts als das bibchen Theater. Musik, das Turnen mtt seinen lumpigen Ehrenpreisen. Auch alle Klub- bildung war verboten. Aber heimlich bildeten sich trotzdem die christlichen Gemeinden: sie umgingen daS Verbot: und da hatte endlich die Menge, in der eine Fülle von Begabung und Tatkraft schlief, und die nach Betätigung hungerte, ein Feld gewonnen. sich zu regen. Die gähnende Leere des Lebens war tauSgefüllt; denn die Gemciuden waren zunächst durchaus demokratisch konstituiert: jedes Mitglied konnte sich tätig rühren, mit abstimmen, mtt »orbeten, selbst sich hinstellen und zungenreden. Aber die Gemeinde leistete mehr: sie wirkte mtt praktischen sozialen Mitteln: sie schuf die soziale Selbsthilfe, da die Reichsregierung nicht half. DaS griechische Genossenschaftswesen war dafür dn Vorbild: Armenversorgung, .Krankenpflege. Altersversorgung, Degrabniswesen. Die Gemeindediener oder Diakonen gingen von Haus zu HauS und sahen nach den Kranken, nahmen Register der Hilfsbedürftigen auf; die verarmten Witwen wurden alö Pflegerinnen angestellt und sahen sich selbst dadurch versorgt; der Bischof oder EpiskopuS. d. h. der Gemeindeaufseher, verwaltete die Gemeindekasfe und vergab die Hnterstühungen. Auf den Altar deS BetraumeS wurden die einlaufenden Almosen niedergelegt, und der Spender ermutigt durch die Verkündigung, daß der Lohn tm Himmel nicht auSbleibe. Die ,Caritas' wurde zum Kampfmtttel. .Seht, wie wir unS untereinander lieben!" so hieb eS da Wer aber nicht Christ war, dem wurde Hilfe zunächst nicht gewährt: die Hilfe war ftreng exklusiv Sie war ein Zugmittel. Wer beitrat, konnte auf sie hoffen. Hnb auch der Kampf der neuen Lehre gegen die Brandopfer, den Opferdampf, hat gewiß ganz überyuaenb gewirkt, auch auS ökonomischen Gründen. Schon Seneca und ebenso Apollonius von Tyana lehrten ja damals, daß Gott, der überirdische, solche Opfer nicht wolle und brauche; und wie kostspielig waren sie! Längst suchten die Frommen sie irgendwie zu umgehen oder zu schmälern; wir lesen, bab man den Göttern oft schlechtere, räudige Tiere schlachtete und für sie vom gesunden Vieh nur die ungeniebbaren Teile, Köpfe und •) Aus besten Charakter köpfen Spät- romS «2. Auflage. Verlag von Quelle L Meyer, in Halbleinenband 32 Mk.). Auch dieS Werk teilt den Erfolg feiner übrigen Bücher, von denen immer neue Auflagen aufgelegt werden. Man kann wohl mit Recht Tagen, bab BirtS Darstellungs- Jun(t weiten Kreisen erst die Antike erschlossen hat. Klauen, abschnitt; gelobte man dem Handelsgott Hercules den Zehnten des Geschäftsgewinns, so wurde von dem Zehnten in Wirklichkeit oft genug nur der dritte Teil aus den Altar gelegt Die neue Lehre untersagte solchen Aufwand. Das Geld tarn der Gemeinde zugute. Die Evangelien, durch die heute ChristuS auf uns wirkt und sich der Herzen immer neu bemächtigt, waren noch gar nicht da. immer noch leben- big aber die Stimmungen aus jener Zeit der Mr- gemeinde, als noch beim Pfingstwunder die Flammen sich auf die Häupter der jünger niederlieben; es gab immer noch christliche Wundertäter, die sich insbesondere auf die Dämonen verstanden: bei Dennung von Jesu Damen fuhr allemal der Teufel aus dem Besessenen, und eS wird uns versichert die Heiden konnten solch Wunder nicht verrichten. Auch mit solchem Spuk glaubte man für Christus zu werben. Man mub die flackernd entzündbare, ekstatifche Seele des Südländers kennen, um das zu verstehen. Ein schöneres Wunder dagegen war die sittliche Reinheit im Gemeindeleben Jene erste Zeit des Christentums, die noch tief bis in das zweite Jahrhundert reicht, steht durch sie wie verklärt da und wie von einem Dimbus umschimmert Es war die kurze Idealzeit praktischer IesuSliebe, der Verwirklichung der göttlichen Forderungen Jesu und seiner Sendboten, die einzige Idealzeit, die die Menschheit — oder doch ein Ausschnitt der Menschheit — erlebt hat und nach der totr unS umsonst zurücksehnen Heiligung des Lebens, vor allem im keuschen Wandel; paradiesische Harmonie; eine Gemeinde der Heiligen Auch die aubenstehenden Weltleute wie Plinius sehen mit Staunen die makellose Sauberkeit dieser seltsamen Leute. Aber es war ein Gutsein mit Furcht und Zittern. Die Angst vor dem jüngsten Tage stand wie mit Peitschenhieben dahinter Christus selbst hatte ja den Tag als nahe verkündet, wo er kommen werbe zu richten die Lebendigen und die Toten; so sprach auch Paulus au den Philosophen in Athen yon ihm nur alS dem zukünftigen Richter. Schon aber begannen die Konflikte mit bem Staat; die ersten Glaubensopfer fielen. ES konnte nicht anders sein. Ein Geheimhalten war nicht durchführbar: allein schon, wenn der Christ über die Strabe ging, sah er rechts und links Götterbilder an den Wegscheiden, auf den Märkten; wenn er zu Schiff fuhr, war auch da das Bild des (Saflor und Pollux oder der Isis als Patronin geweiht; es mubte auffallen, wenn er das Zeichen der Adoration nie machte. Genossenschaften, die sich selbst besoldete Beamte hielten, waren immer noch untersagt; der Betrieb einer christlichen Genossenschaft oder Gemeinde wurde um das Jahr 111 in Kleinasien aufgedeckt, die Teilnehmer mit dem Tode bestraft. Aber der Kaiser Trajan machte sich klar, bab eine Durchführung solchen Strafverfahrens allerorten unmöglich sei; die Sekte der Gottlosen war schon zu verbreitet. Darum befahl er den Statthaltern möglichstes Dichtbeachten: nur in akuten Fällen sollte zugegriffen werden. Hnd das ist lanL? Zeit die Richtschnur der Regierung geblieben. Bben damals fiel auch der römische Bischof Ignatius alS Märtyrer: im Jahre 156 Polykarp, der Bischof von Smyrna. der sich übrigens nicht sehr tapfer zeigte. Bekennernaturen, die sich nicht zurückhalten konnten, gab es zu allen Zetten; auch lieben sich Anlässe nicht umgehen, wo für den Kaiser die göttliche Verehrung, für die Staatsgötter das Opfer gefordert wurde. Wer es verweigerte, war gottlos, war Atheist, war des Todes. Das Sterbenlassen in Massen war in jenen Zeiten nichts Desonb«es; schon Septimius Severus hat unS das gezeigt; eS betraf die politischen Widersacher. Warum sollten nicht auch die Christen sterben? Hnd sie taten es gern. Ihre Seelen drängten sich danach. Der Himmel stand den Bekennern offen. Die Engel neigten sich zu ihnen. Glorie umgab sie. Hnd die Wirkung? „Die Verfolgung wirkt nur als Lockspeise für unsere Sekte; totr werden um so zahlreicher, je mehr man unS hinmäht. Das Blut der Christen ist fruchtbarer Samen," sv lautet eine der exaltierten Stimmen aus jenen Zeiten. In Wirklichkeit hat es im Reich eine planvolle Verfolgung der Chrislenhett in den ersten 200 Jahren nicht gegeben; nur an einzelnen Orten, too das Volk sich durch die Christen, die sich spröde abgeschlossen, provoziert glaubte, wurden Hetzen gemacht; dieser oder jener Statthalter griff dann einmal zu. Es waren immer nur durchaus lokale Erscheinungen, und die Zahl der Opfer keineswegs sehr grob, wenn wir die Massentötungen, die sonst geschahen und von denen ich sprach, vergleichen. Aber die Christen selbst erhoben laut wehklagend und anllagend ihre Stimme, feierten die Damen der Gerichteten, und so wurden in der Tat auch die Märtyrer zu Werbern für die Christensache. Blut war geflossen. Die Kampfesfreudigkeit wuchs: .Christus unser Kaiser und König!" Sagen aus Hessen und Nassau. Einen für jeden Hessen und Nassauer sehr lesenswerten Sagenschatz hat KarlWe hrh a n in Frankfurt a. M. gesammelt und In Hermann SicstdlatlS Verlag, Leipzig-Gohlis, herauS- gegeben. Es begegnet uns manches Bekannte darunter, aber der Herausgeber bietet auch Sagenstoffe, die bisher noch nicht veröffentlicht wurden oder in neuer Form jung und alt Genuß bereiten. In den beigefügten Quellennachweisen begegnen totr auch unseren alten „(Siebener Familienblättern". dem „Sonntags- grub“ und den mannigfaltigen Verdiensten unserer lokalen Forscher. Wir geben aus dem Buche folgende eindrucksvolle und poettsch durchwehte Geschichte wieder: DaS Stoppelkalb bei Dillenburg. In der Dillgegend, wo der Bergbau gepflegt wird, lebte ein Steiger namenS Wilhelm. In heimlicher Weise schürfte er gern für sich, well er hoffte, durch die Entdeckung ergiebiger Erzadern auf einmal reich zu werden. Finster stach sein Blick auf den Boden, alS ob er durch die Erdrinde in verborgene Tiefen spähen könnte. Er sprach nur wenig, und mit niemand hatte er freundlichen Umgang. Eines Abends kam er, verdrieblich vom vergeblichen Suchen, durch den Scheider Wald. Fäustel und Eisen auf der Schulter, ging er am Lützelbach hinauf, um einen näheren Pfad nach Medenbach einzujchlagcn, wo er zu Hause war. Der Herbsttvrnd schüttelte di? Bäume und stieh ihre Häupter zusammen, dab He ächzten und stöhnten. Dazwischen rauschte der angeschwvllene Dach, und Debelstreisen zogen im fahlen Mondschein über ihn hin wie Geister. Plötzlich hörte der einsame Steiger mit starker Stimme feinen Damen rufen Er wandte sich um, konnte aber niemand sehen. Als er weiterschritt, erscholl zuweilen etwas, als wäre es ein höhnendes Gelächter. Mit einem Male aber rief es nicht weit hinter ihm. .Halt! halt? warte mir!" Das war nicht eines Menschen Stimme. Der Mann, der sich sonst nicht fürchtete, fing an zu laufen. Was hinter ihm herkam. holte ihn bald ein Ihn schauderte, als eine schwere Last auf seinen Rücken plumple und ihm zwei haarige Deine Racken und S^ati umschlangen. Er wollte schreien, aber er vermochte nicht, nur einen Laut hervorzubringen. Umsonst war auch sein Bemühen, das Ungetüm von sich abzuschütteln. Laut blökend klammerte es sich nur noch fester um ihn. Aus feiner Stirne brach kalt der Schweif) hervor. Dun suchte er über den Bach zu kommen, um nach dem nächsten menschlichen Anwesen dem Feldbacher Hof. zu flüchten. Das wilde Wasser aber vertrat ihm überall den Weg. Erst ganz bachaufwärts nahe der Quelle, als er sich anschicken konnte, hin- durchzuwaten, lieb die unheimliche Last von ihm los. Drüben atmete er tief auf und wagte dann, den Blick rückwärts zu wenden. Da stand auf der anderen Seite ein Mistgeschöpf. das ihn mit glühenden Augen anglotzte. Er wubte nun, dab er das Stoppelkalb vor stzch hatte, das im Herbste, wenn der Wind über die Stoppeln weht, in dieser Gegend schon öfters gesehen und von dem mancher einsame Wanderer fast zu Tode geängstigt worden war. Während der erstarrte Bergmann es noch betrachtete, richtete eS sich auf die Hinterbeine, schüttelte sich und verwandette sich plötzlich in eine riefengrobe Mannesgestalt, die ganz ähnlich wie Wilhe-hn gekleidet war und wie dieser Fäustel und Eisen auf der Schulter trug. Ein niedriges, gellendes Gelächter, von dem der ganze Wald dröhnte und zitterte, erschallte aus dem Munde des Fürchterlichen, der dann dem erschaudernden Steiger zurief: .Du bist ein gutes Reitpferd, hast mich trotz dem bester, Esel getragen. Warum hast du auch nicht gewartet, du einfältiger Mensch! Dann wäre ich neben dir hergegangen, statt auf dir zu reiten. Ich wollte dir ja ein Geheimnis entdecken, das dich reich machen sollte. Dicht wahr: Silber willst du finden, und weiht nicht, wo und wie? Dun, ich kann dir noch heute soviel zeigen, dab du zum reichsten Mann deS ganzen Fürstentums werden sollst, wenn du so gescheit bift, mir zu gehorchen." Sobald der habsüchtige Bergmann von Silber hörte und von Reichwerden, bekam er wieder Mut und antwortete hastig: .Sllber? Ei, wo denn?" Als Antwort aber kamen ihm die Worte entgegen: „Das sage ich dir noch nicht bis du mir versprichst, das zu tun, was ich verlange - und zeigen mub ich dir das Erz selbst, sonst findest du es nicht." „Was soll ich denn tun?" — „Dur eine Kleinigkeit! Das erste Stück Silber, zu dem ich dich führe, verkaufst du und gründest aus dem Erlös ein Wirtshaus zu Wetzlar neben dem Dom — sonst nichts." „O, wenn es nur das ist," lachte verächtlich der Steiger, der an eine Verschreibung seiner Seele an den Teufel gedacht hatte und sich nun sehr erleichtert fühlte, .so komm herüber und zeige mir den Ort!" „Halt! Das geht nicht so geschwind, wie du denkst. Erst brich den Mistehweig, der hinter dir an der alten Eiche grünt und reiche ihn mir über den Bach herüber, dann darf ich kommen; denn hier ist meine Grenze." Wilhelm tat, wie ihm geheiben war, und gleich darauf stand der gespensttge Bergmann neben ihm. In demselben Augenblick aber ging ein tief klagender Ton durch den ganzen Wald. Eulen und Fledermäuse kamen zwischen den Stämmen hervor und umflatterten quiekend den Bergmann und seinen rätselhaften Gefährten. 2luf8 neue stieb der Herststurm rafenb durch den Wald, flutend tobte der Bach, und wimmernd schwebten die toeiben Debelgestalten darüber hin. Stärker als die Wildheit der Natur war die Macht des unheimlichen Gesellen. Drohend hob sich sein Arm, sein Mund donnerte ein unbekanntes Wort, und aller Lärm und jeder Ton verstummte. Darrn wandte er sich wieder Wilhelm zu: „Jetzt will ich meine vorige Gestalt annehmen und dich dahin bringen, wo du eine reiche Silberader finden wirst. Halt aber nur den Mistelzweig fest, den ich dir hier zurückgebe, und sprich während der Reise kein Wort, sonst bist du verloren." Ehe Wilhelm etwas erwidern konnte, war die Verwandlung schon geschehen, und daS Kalb, dessen Augen wie Feuerbrände rote Helligkeit verbreiteten, fuhr dem halb Ohnmächtigen zwischen die Deine, so dab er dem Tiere verkehrt auf dem Rücken Jab, und sprang in groben Sähen den Lützelbach entlang, bis es an die Dill kam, über diese hinweg, dann an Niederscheld vorbei, die Herrentoiese bei Dillenburg hinauf, über den Zim- merplatz, an der Eberhardt hin, den Friedhof links lassend, biS zum Galgenberg, wo um Galgen und Rad gespenstige Gestalten schwebten und Nagend schrien und winkten. ( Hier blökte daS Kalb so furchtbar, dab alle Berge ringsum den entsetzlichen Ton Wiedergaben, worauf die Geistergesellschaft plötzlich verschwand. Der Ritt jedoch ging ruhlos weiter, an SechS- delden vorbei, vor der Haiger-Hütte her. an der Struth, dem schönen Wald entlang, rechts vorn Rodenbach das Robbacher Tal hinauf, biS er in die Gegend führte, too jetzt die Grube Aurora ist. An dieser Stelle warf das Dier den Reikcr kopfüber ab, stand dann mit einem Male wieder in Bergmannsgestalt da. schüttelte den fast Besinnungslosen und schrie ihm inS Ohr: .Hier ist die Silberader! Hier schlag ein!" Als Wilhelm völlig zu sich selber kam, war er allein. Doch brauchte er geraume Zeit, um sich von Schauder und Entsetzen zu erholen. Dann aber erfüllte ihn fein alter Sinn. Er hieb den Boden an, und bald lieh ihn der grauende Tag daS ver- beibene Silber entdecken Den ersten Klumpen Erz. der ihn schon zum wohlhabenden Mann hätte machen können, legte er zur Erfüllung seines Vertrages beiseite Rüstig arbeitete er dann weiter, biS die Sonn« hoch hinaufgestiegen war und ferne Menschenstimmen ihn mahnten, feinen Schatz zu bergen und fich zu entfernen 3m nahen Dorfe kehrte er ein, ftiUte Hanger und Durst und legte sich biS gegen Abend zum Schlaf nieder. In stiller Mondnacht fetzte er die Bergmannsarbeit fort. Auf einem Karren, den er in Niederrod* bad) erstand, fuhr er feine reiche Ausbeute nach Wehl ar, wo er sie Dctiaufto. Sara sah er sich beim Dorn um. Hnd wirklich stand ein Haus gerade leer, das er sogleich erwarb und — ganz wie ihm gedeihen war — zu einem Wirtshaus machte Reichlich kamen auch die Gäste Doch war der neue Wirt sehr häufig fort Mit Pferd und Wagen fuhr er hin nach Dillenburg und.von dort zu feiner Silbergrube Was er nachts schürfte, schaffte er bei Tag nach Wetzlar Wie er in feiner Gier auch tätig war, fo wollte sich doch kein Reichtum bet thm häufen Sr war in feinem Haus auf lauter fremde Menschen angewiesen Do stahl der Knecht, da nahm die Magd. Der Ruf der Wirtschaft sank. Es lärmten drinnen wilde Trinker, die borgten und nicht zahlten Das Ackergut, das Wllhelm nach und nach mit dem Erlös der Erze erlangt hatte, zerfiel, das Vieh mißriet Jagte er den Knecht, die Magd davon, so erhielt er ein Gesinde, das noch diebischer und gewissenloser war. Alles Mühen erschien ihm jetzt vergeblich. Mistmutig gab er sich dem Trünke hin Seine Grube sah chn nur noch teilen, und chS dann Krankheit zu ihm kam, blieb fic ganz verlassen. Als völlig verarmter, segensloser Mann wurde er des LebenS überdrüssig. Eines Tages spülte die Lahn seinen Leichnam an 4 Hf er. Wohl hatte er am Lützelbach dem Unhold sich nicht mit Blut verschrieben, in Wahrheit aber war er dennoch dem bösen Geist der nächtlichen Gestalt verfallen. Denn trefflich kannte sie die alte List: Wo Gottes Haus steht, da baut der Teufel gern ein Wirtshaus daneben. Der Wirkungsgrad der Wärmekraftmaschinen. In der Lehre von der Wärmeenergie gibt es zwci Hauptsätze. Der erste, allgemein bekannte, besagt. dah die Wärme eine besondere Form der Energie barftellt, und dast sie zahlenmüstig (nach Mayer, Joule und Helmholtz, mit mechanischer Energie verglichen werden kann. Nichts aber lagt uns dieser Satz darüber, ob eine Hmwandlung von mechanischer — in Wärmeenergie und umgekehrt. stets stattfinden kann. In der Tat. mechanische Energie läßt sich wohl stets in Wärme verwandeln. aber Wärme in mechanische Arbeit nur unter gewissen Hm- ständen. Der zweite Hauptsatz gibt hierüber genauen Ausschlust; eS kann darnach zwar eine bestimmte Wärmemenge von einem Körper höherer TerNperatur von selbst auf einen solchen niederer Temperatur übergehen sz. B. vom Dampfkessel einer Dampfmaschine nach dem Kondensator», abe. niemals ist der Hebergang in umgekehrter Richtung von selbst. 1>. h. ohne besondere Energiezuführung, möglich. Verfolgt man die Energieumwandlung weiter, so findet man. dah der theoretische Höchstbetrag der mechanischen Arbeit, die aus Wärme gewonnen werden kann, gleich ist einem Bruchteil der abgegebenen Wärmemenge, der durch das Verhältnis von Temperaturdifferenz zwischen dem wärmeren und dem kälteren Körper zur Temperatur des wärmeren Körpers gegeben ist. wobei die Temperaturen absolut zu messen sind, d. h. als Summe von gewöhnlicher Temperatur und 273 Grad. Besitzt der Dampf eine Temperatur von 197 Grad, der Kondensator eine solche von 30 Grad, so beträgt nach dem zweiten Hauptsatz der höchst erreichbare Wirkungsgrad (197 -s- 273) Grad mlnu* (30 4- 273) Grad, geteilt durch (197 + 273) Grad, das gibt 0,355 oder rund 35 Prozent. Der theoretische Wirkungsgrad wird jebod) bei keiner Wärmekraftmaschine erreicht und kann nicht erreicht werden. Der praktisch vorhandene Wirkungsgrad beträgt bei den Dampfmaschinen durchschnittlich nur 15 Proz., d h es gehen 85Prvz. der von den Sxohlen erzeugten Wärnrnmenae verloren. Sin- bet di - Verbrennung stn Arbeitszhlinü.r selbst statt wie bei den Explosionsmotoren lGaS-. Benzinmotor usw.), so wird ber Wirkungsgrad wesentlich Höher und erreicht beim Dieselmotor etwa 30 bis 34 Prvz. Auch bei den Dampfturbinen findet eine wesentlich bessere Ausnutzung der Wärme statt als bei der Dampfmaschine, aber wie gesagt, kann auch hier die Leistung nicht über bi* Grenze hinaus- gehen, welche die Datur unerbittlich vorschreibt. Wegen ihrer groben Wirtschaftlichkeit hat die Turbine die Dampfmaschine vielerorts verdrängt und wird es künftig noch mehr tun; schon hat man neuerdingS In der Schweiz eine Lokomotive gebaut, die mittels Dampfturbine getrieben wird, und damit ein wichtiges Problem seiner Lösung näher gebracht, bei dessen allgemeiner Ausführung mar allerdings auf grobe, praktische Schwierigkeiten stöbt. Ch. Der Gülerzvg zu Lande und zu Wasser. Von einer neuen praktischen Erfindung, einer Art Güterzug, der die Eigenschatten der Amphibien in sich vereinigt, wissen französische Kolonialzeitschriften zu berichten. Danach Haden zwei belgische Erfinder namenS Goldschmidt und Vander- bangel vor kurzem einen Eisenbahnzug konstruiert, der sowohl auf Schienen fahren alS auch im Wasser schwimmen kann. Die damit bisher angestellten Versuche sollen zur vollsten Zufrie- denheit verlaufen sein Dieter .Amphtbiumzug" soll insbesondere auf dem belgischen Kongo zur Verwendung gelangen, wo zahlreiche Strom- schnellen emc regelrechte Flublchifsahrt behindern Der neuartige oufl besteht aus einer Schlepper- Lokomotive. Die mehrere Wtggon-Kähne mit einer Tragfähigkeit von je 15 bis 23 Tonnen ziehen kann D^ vollständige Zug kann biS zu 363 Tonnen Fracht befördern Im Verlaufe der angestellten Probefahrten hat bie’er seltsame Eilen- bahnzug mit gröbter Leichtigkeit sein« Schienen verlassen und ist auf dem Walser weitergeschwommen. auf dem er sich mittels einer Art Schiffsschraube fortbewegt. Dann ist er fbzu- fagen wieder an Land gestiegen, wieder auf feine .Schienen gebracht worden und hat die Fahn auf festem Boden fortgesetzt Die Lokomotive und jeder Waggon dieses originellen Zuges werden aus zwei seitlich nebeneinander liegenden Schwimmkästen gebildet, die durch ein gewölbtes Mittelstück untereinander verbunden sind. Auf dem Lande befindet ljch der Zug auf einer einzigen eingemauerten Schiene im Gleich- Jlewicht, wahrend er im Wasser auf den Seitenästen schwimmt. Die Räder werden auf dem Lande durch den gleichen Motor angetrieben wie die Schraube im Wasser Für die Fort.