Nr. 258 Dr Lietzener lejeteer ertetinl taglid). außer Sonn, und Jeiertags. ®ona?li*t9ei«a«Ff fe: tJlh 5.50 einteL Troger- lohn, durch die 'Poft SLll emfchl. Bestell- Geld, auch beiJlteterteef Ben einzelner Nummern bfolge höherer (bemalt F.rnprech-LnteUlste: f£ir6ie5d>rift(ehung 112; ffir Druckerei, y er lag und U>eid)«i|ufie(Ie 51 gnterift für Drohtnach- richt"' Hnjeiger Äiefje«. PoUfdjedfonie: $ranfturi o. M. 11686. Erstes Blatt m. Zayrgcmg Donnerstag, 5. November 1921 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen druck und Verlag: vrvhl'fche Univ.-Vuch- und Sleindruckerei R. tauge. Zchnftleltung. -efchäftrftclle und Druderet: bchulstratze 7. Annahme ton Injeiett für die lagetnummer bi« um fRachm ttag porber odnejedeDerbindUchkkit Srttt für l mm Qbbe für njeigeno 34 mm Breite örtlich 55 Pf, ausmart» 65 Pf.; für Neklame» Anzeigen pon 70 mm Breite 250 Vi. Bci Platz« vorfchnft 20 Muftblag. Hauptschristleiter: Aug. u och Derontwörtlich für Politik. ?Iug. Goey; Tür den übrigen Teil: Aarl IBalther; für dem 2lnjelgenteil; Han» Beck, fdmthd) in Giestett Was wird in Washington? Das wird, die so feierlich angekündigte und nur unter sehr arosten Schwierigkeiten zu- sammengib fl-fre ,Ab.ü tung'kon'c.cn^ br'n- den. Deren Eröffnung auf den 12. Ändernder festgesetzt ist? Die Firma, unter Der sie geht, ist eine falsche. An Abrüstung denkt keine der teilnehmenden Mächte. Nicht einmal Präsident Hardlng, der die Einladungen verschickt bat; Denn er will sich mit einer Rüstungsbeschränkung begnügen. Drei Punkte stehen auf dem Programm der Konferenz, nämlich die pazifische Frage, zweitens die Begrenzung derRustungen, und drittens die Aufstellung neuervblkerrechtlicher Grundsätze für bte Kriegführung. Punkt 1. die Beilegung Der Differenzen zwischen Japan undAmertka im fernen Osten und parallel damit die Regelung der Beziehungen Großbritanniens zu diesen beiden Mächten, war Der Anlast zur Einberufung Der Konferenz. Der Schachzug Der smarten DankeeS ging dahin, die reichlich unbequem werdende politische und wirtschaftliche Konkurrenz Japans mit Hilfe des angestreblen angelsächsischen Konzerns einzutämmen. Aber in Tokio Durchschaute man dies Spiel, stellte seine Dorbedingungen und verlangte aus dem gleichen Grunde eine Erweiterung des Konfe- renzprogrammS, wobei man die Cekundanten- dienste Englands, das ja fürs erste noch der Bundesgenosse Japans ist, erzwang. Den Erweiterungsgedanken griff besonders Frankreich, das sich zurückgesetzt fühlte, mit Wonne auf. und als so aus dem Washingtoner Konzil eine Konferenz der Alliierten wurde, setzte auch Italien die Einladung durch. Die fünf alliierten DrostmLchte werden also unter sich sein; Denn Die Vertreter Chinas. Belgiens und Hollands sind nur zu den Verhandlungen über die Frage des Stillen Ozeans gnädig zugelassen. Die anderen Mächte sitzen tm Parterre, vor allem auch Deutschland, das ja. so meint man wohl in Washington, nicht mehr ab- rüsten kann, und ebenso Sowjetruhland, obwohl dieses fhyoeben durch sein Scbnlden- anerkennungSanfWM in empfehlende Erinnerung gebracht hat. Die aus Washington lancierten Meldungen. dast man sich mit Tokio Im Grunde genommen vorher über die pazifischen Streitfragen geeinigt hätte, haben sich als Humbug erwiesen. Japan strebt offen Mo Herrschaft (iber Ostasien an. wobei seine durch die lieber- völkerung bedingte ErpansionSkraft das treibende Element darstellt. Vor allem beansprucht es die uneingeschränkte Herrschaft über die Märkte Chinas, wo es gern eine Art Protektorrat errichten möchte, während Der Staatssekretär Huches soeben erklärt hat, daß „die erste Voraussetzung für eine friedliche Entwicklung im Stillen Ozean die Anerkennung deS Prinzips der offenen Tür In China" fei. Wenn Japan sich über diesen Punkt mit der Union einigt, so wird China, dem man gütigst gestattet, seiner eigenen Dezierung beizuwohnen, die 3ecbe zahlen. Immerhin wird Japan Zugeständnisse an die Union machen müssen, da England, das bereits mit Aufkündigung deS japanischen Bündnisses droht, gleichfalls an dem Handel in China interessiert ist. Erst wenn man sich über die pazifische Frage geeinigt hat. wird man an die RüstunaSbegrenzung Herangehen. Zunächst an die der Rüstungen zur See. in denen die Union. England und Japan bisher einen Wettlauf betrieben haben, der ihnen allgemach etwas kostspielig wirh. Weiter soll auch über die Abrüstung zu Lande beraten werden, aber Frankreich, das Ja die größte Landmilitärmacht darstellt. verfolgt nach der soeben von Briand abgegebenen Erklärung in Washington nichts als seine Sicherheit, was aus Der diplomatischen in die allgemein verständliche Sprache übertragen, bedeutet, daß Frankreich keinen Uni- fvrmknopf abbauen will, um Deutschland gegenüber weiter seine Politik der Sanktionen und Repressalien ungehemmt betreiben zu können. So wäre zu besorgen, daß statt der Abrüstung zum Schluß nur einige Bestimmungen über Milderungen Der Kriege brauche, was sich in der Praxis als durchaus wertlos erwiesen hat, herauskämen, wenn nicht die Amerikaner entschlossen wären, ein ganz besonderes Druckmittel anzuwenden, um eine Verringerung Der Rüstungen, sowohl der englischen See-, wie der französischen ßanbrüftun;en zu erzwingen. Dies Mi.'tel hat der Sera or Mc. Kellar angedeutet, indem er erklärte, die Union könne nicht zugeben, daß England und Frankreich den amerikanischen Pump in unproduktiven Rüstungsausgaben vergeuden. Dagegen steht schon jetzt fest, daß die neuerdings viel erörterte Frage eines Ausgleichs oder gar des völligen gegenseitigen Streichens der Kriegsschulden in Washington nicht zur Erörterung gestellt werden wird, und auch die Meldung, wonach sich an Die Abrüstungskonferenz eine weitere zur Beratung der Internationalen Finanzprobleme anschließen soll, ist bisher unbestätigt. TrotzDem Dürften auch Die VerhanDlungen in Washington letzten EnDeS zur Förderung Der Erkenntnis beitragen. Daß das Weltwirtschaft-Problem, Das Weltfinanzproblem, nicht zu lösen ist ohne eine Reute- gelung Der Repa r a tionSfr age, daß die WeltwirtschaftSkrislS nur zu bekämpfen ist. wenn Die Alliierten sich, zugleich auch im eigenen wohlverstandenen Iniere.se. zur Behebung Der ReparationSkrlsiS. Der Der Deutsche Wirt- schaftskörper zu erliegen Droht, entschließen. PariS, 2. Rov. (Wolfs ) Rach einer Blätter- metbung auS Washington schreibt die offiziöse Washingtoner .Post", lebe Di-tussion über Die Einschränkung ber Rüstungen zur 6 c e |ei unmöglich, wenn nicht vorher Die englisch-japanische Allianz aufgelöst werbe. Wenn man sich Darüber einige, Daß jebe Floate nicht eine gewisse Stärke überschreiten Dürfe, so sei DaS natürlich unter Der auSDrückllchen Be- Dingung, Dal) zwei Flotten sich nicht auf GrunD einer Allianz vereinigen Dürften, anDernsallS werbe DaS Verhältnis sofort umgestoßen unD eine Ration, Die ihre Flottenstärke hnabgesetzt habe, würbe Der Gefahr auSgeseyt, von zwei anbeten Rationen angegriffen zu werden. London, 2. Rov. (WB ) Balfour und die anderen Mitglieder Der britischen ^Delegation für Die Washingtoner Konferenz, Darunter LorD (Saban HigginS und Sir Maurice H a n k e y. sind heute vormittag nach Washington abgereist. Die Krisis im preußischen Kabinett. Berlin. 2. Rov. Die .Dofsische Zeitung" berichtet: Der Reichs Präsident hat heute mittag Den Ministerpräsidenten Stegertoalb empfangen. DaS Blatt bringt den Empfang in Zusammenhang mit Der preufrischen Kabinettskrise. Während die meisten Blätter die Lage in Preußen alS noch ungeklärt ansehen will Die ,Russische Zeitung" bereits wissen, daß ein Einvernehmen zwischen Dem Zentrum. Den Demokraten und Den ÖoAlalbcmofraten Dahin erzielt sei, Daf) zunächst Die alte Koalition wieder her gestellt und au 8 ihren Reihen ein neueS Kabinett gebildet werden füll, worin zwti Plätze für die Deutsche Rolkspartei freigchal en bzw. durch Platzhalter beseht werden sollen. Die Frage, wer Minifterpräs.dent we dm soll, wird Den Blättern zufolge wahrscheinlich biS Donnerstag. dem Tag les Zusammentritts deS Land- tages, noch nicht gelöst sein. @8 findet Diber voraussichtlich Die Berta ung der für Dvnne Stag an- beraumten Sitzung statt, um Den Fraktionen Zeit zur Beratung zu lassen. Berlin. 3. Rov. Die preußische Regierungskrise bat im Lause deS gestrigen Tage- keine weitere Klärung erfahren. Heute vormittag toerDen das Zentrum und Die sozialdemokratische Fraktion zu Beratungen zusammentreten. Um 12 Ubr wird Der AeltestenauSschuh bei LanDtags eine Sitzung abhalten. Die .Ross. Ztg." nimmt an, daß ber Ausschuß beschließen werde. Die für 1 Uhr mittags festgesetzte Pienar i'u-g nicht abzu- Dalten. Damit Die Fraktionen Bewegungsfreiheit für ihre Beratungen haben. Die französische Zerstörungswut. Berlin, 3. Rov. (Priv.-Teb) Gegen Den Rersuch Der Ententekommission. Die 'Betriebe Der Deu t schen Werke la h m gute g e n, protestierten gestern in einer Ueriamm- lung im Herrenhause in Berlin Die Arbeiter unD Angestellten Der Haup v rwaltung Der Deutschen Werke, Die die Zentrale für die vierzehn Betriebe Der Gesellschaft im Reiche Darstellt. Der Rersammlung wohnten Vertret-r Der Dirck ion. Der Dewerischasten unD Der An gestellter organisa- tionen bet Der erste VorsitzenDe des Betriebsrates, S t ü ck l e n. wieS darauf hin. daß ber von Der französischen Militärclique Diktierte Schlag gegen Die Deutschen Werke in erster Linie Die Taulenden von Arbeitern unD Angestellten Dieser Werke treffe. Dir P otestdundg bung habe Den len unzweideutigrn Rillen Der Arbcst- nehmet festzustellen, sich Die geplanten unerhörten Maßnahmen nicht mehr gefalle i zu lasten. Der zweite Vorsitzende Des Beiriebsrates, Becker, appellierte an Die Arbeiter unD Angestellten Frankreichs, daß ste Die Deutschen Kelle:en vor Arbeitslosigkeit unD Rot bewahren möicn. In einer einstimmig angenommenen Entschließung wirb festgestellt, daß blc 'Betriebe, Die f.üuer nur für Zerstörungszwecke gearbeitet haben, rtzt Dem WieDerausbau. Dem Ha-d l unb Der Verständigung Dienen. Die Deriannnelten erblickten in dem Vorgehen Der Entente eiret systematischen Feldzug Der französischen Militärtartei. der Darauf hinaus lause. Deutschland unb sein Volt zu vernichten. (£in tt)edäck>tnistaq für die deutschen Toten in Frankreichs Crde. P a r i S, 2. Rov. (WTD.) Zum Gedächtnis der in französischer Erde ruhenden deutschen Krieger hat der deutsche Botschafter Dr. Mayer heute auf dem Pariser Friedhof in Ivrh. auf dem ungefähr 100 deutsche Krieger beerdigt sind, in Gegenwart der Mitglieder der Botschaft und der übrigen deutschen Stellen einen Kran,; niedergelegt und hierbei eine Ansprache gehalten, worin er darauf hinwieS. daß die Feier allen in Frankreich ruhenden deutschen Kriegern gelte, deren ganz Deutschland in tiefer Trauer, aber auch in unsagbarer Dankbarkeit und Bewunderung gedenke. Der Kranz sei vergänglich und die Gedenktafel bescheiden, aber unvergänglich hochragend stehe das Denkmal der Tap' errichtet im Herzen des deutschen Volles. Die Gattin des Botschafters Mayer widmete einen Kranz für die deutschen Mütter und Frauen. Sämtliche Gräber wurden mit frischen Blumen geschmückt. Deutsche Arbeiter im zerstörten (gebiet Frankreichs. Paris. 2. Rov. Die von Den französischen Gewerkschaften eingdabcnc Kommission von Vertretern Deutscher Arbeiter und technischer Verbände hat sich dieser Tage in das zerstörte Gebiet begeben, um dort an Ort und Stelle Die Möglichkeiten einer aktiven deutschen Mitwirkung am Wiederaufbau zu studieren. Es wurde ein Sektor des KantonS von E h a u l n e S, der elf zerstörte Dörfer umfaßt, auSgewählt. der Den deutschen Organisationen zum Wiederaufbau überwiesen werden soll. Die Besprechungen zwilch.n ber deutschen Delegation, den Vertretern ber französischen Arbeiterschaft und den Repräsentanten der Einwohner der zerstörten Zone hat zu einem völligen Einvernehmen geführt. D.e Deutschen Delegierten haben sich bereit erklärt, mit 2500 deutschen Arbeitern und Technikern den Wiederaufbau dieser elf Dörfer, die eine Zone von etwa 30 Quadratkilometern umfassen, zu übernehmen. Für die technisch: Durchführung deS Unternehmens soll eine Aktiengesellschaft gegründet werden, in der beide Telle gleichmäßig vertreten sein sollen. DaS gut ausgearbeitete Projekt soll in den nächsten Tagen dem französischen Wiederaufbauminister Loucheur zur Genehmigung unterbreitet werden. Die Kosten deS Wiederausbaues sollen ausschließlich auf Reparation Skonto gehen. (F- Z.) Paris 2. Rov. (WTD.) Minister Lou- ch e u r hat heute vormittag eine Abordnung von Vertretern ber deutschen Arbei terver - bände und deutscher Sachverständiger auS Industrie. Handel und Landwirtschaft empfangen. die in Begleitung fron Delegierten deS französischen DewerkschaftsverbandeS und französischer industrieller, Handels- und landwirtschaftlicher Sachverständiger dem Minister durch den französilchm Gewerkschaf tSsekretär Marcel Laurent vorgestellt wurden. Laurent Dielt Minister Loucheur einen Dortrag über ein vorläufiges Abkommen, das den raschen Wiederaufbau fron elfDörfern in der sogenannten .roten Zone" an der Somme in der Gegend fron ChaulneS bezweckt, die die Delegation in den letzten Tagen besichtigt hat. Der Wiederaufbau soll fich tm Laufe deS Jahres 1922 vollziehen. Minister Loucheur nahm bkfe Erklärungen zur Kenntnis. ES wurde vereinbart, in gemeinsamer Sitzung am kommenden Montag die praktischen Voraussetzungen für die Durchführung des Planes zu prüfen ($ine englische Note über die russischen Borkriegsschnlden. London. 2. Rov. (WTD) Die britische Regierung hat gestern eine lang? Antwort a u f d i e S o w j e t n o te , in der sich die Dol- schewisten bereit erklären, die Vorkriegsschulden Rußlands anzuerkennen, rach Moskau gesandt. Die britische Rote ersucht um Klärung zahlreicher Punkte. Die Sowjetnote nimmt zum Beispiel Bezug auf die zaristischen Schulden, an denen Frankreich außerordentlich intereffiert ist. erwähnt jedoch nicht die riesigen Forderungen aus städtischen Anleihen, an denen dis englische Kapital in febr hohem Maße beteiligt ist. In der englischen Antwort h ißt es noch, die Sowjetregierung habe sich Damit auf einen Weg begeben, der zu dem beabsichtigten Zweck führen könne, nämlich Mr Zusammenarbeit mit den anderen Rationen. Indessen müsse die englische Regierung ausführlichere Auskünfte erhalten. bevor sie die weitere Behandlung der Angelegenheit beschliche. Die britisch? Regierung ersucht di? Eowje'regierung. sich deutlich Darüber auSzusprechen, was sie z. B. bezüglich der von der Regierung des Zaren feit dem Jahre 1914 auf genommenen Anleihen, der städtischen und Eisenbahnanleihen sowie der Verpflichtungen gegenüber ten ausländischen Eigentümern, te-en Güter in Rußland von Der Öotojetregierung konfisziert oder zerstört wurden, zu tun gedenke Die Wafsenlandnng in Irland. Berlin, 2. Rov. (Wells.) Zu ber Aeuhe- rung von Lloyd George im Unter Haufe daß ein Teil deS Deweismaterials für die Voroerei- tungen einer Waffenlandung in Irland den Maßnahmen der deutschen Regierung zu verdanken sei. wird von zuständiger deutscher Seite mitgeteilt: Die Aeu^ecungcn von Lloyd George beziehen sich wahr'chnnlich auf den Vorfall. der sich am 6. Oktober im Hasen fron Hamburg abgespielt hat. Bei Ueberholung eines Fischkutters wurden in dessen Laderaum Munition und Waffen entdeckt, die wegen des Verstoßes gegen die Reichsgrieye beschlagnahmt wurden. Im Lause der Untersuchung ergab sich, daß die Waisen und Munition für Irland bestimmt waren. Die die englische Regierung fron diesem Vorfall Kenntnis erhielt, ist hier nicht bekannt Die obrrfd)kfiirf)e Frage. Berlin, 2. Rov Wie nunmehr zur Kennt' niS Der deutschen Regierung g kommen ist, richtete Die Dotschasterkvnferenz an die polnische Regierung chie gleiche Rote über die Gefahren deS Eintritts Landfremder raL Ober* schielten wie diejenige, die dem deutschen Botschafter tn Paris überreicht wurde. Berlin, 2. Rov. iWrlsf) Zu Elegierten der gemischten Kommission für Ober- schiesien sind Geheimer Dergrat Runzel und Dankdirektor T e u S n e r (Schlesischem Bankverein) ernannt worden Der polnisch-tschechoslowakische HandelSvertraa. Wien, 2. Rov. (Wels) .P ager Venkvv* meldet aus Warschau: Der Außenminister Skir - m u n t hat tm parlamentarischen Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten erklärt. Der einstweilige pvlnisch-tschechoslowaki'che Handelsvertrag sei breit- u tcr djiiden. er werde jedoch erst nach Abschluß des politischen UedercinkommenS zwischen Den bci'e.i Staaten tn Krast treten. Den polnischen Blä tern zusoig« soll diese- politische Abkommen folgende drei 'Bedingungen enthalten: 1. Gegenseitige wohlwollend« *71 e u t ra 11 • t ä t für den Fast des Angriffes fron einer benachbarten Macht; 2 F^e.h-it deS MunitionStranSpor- t e S über die Grenze; 3. Einsetzung einer gemischten Kommission zur Regelungder Frage der Minoritäten. Zu Der Meldung über di? heutige Ankunft deS polnischen Ministers deS Aeuvern in Prag bemerkt „Venkvv", daß dieser wichtige Besuch wahrscheinlich den Abschluß der politischen 'Verhandlungen zwischen Polen unD Der Tschecho- slcwakei bedeute Aus dem Reiche. Generalstreik in Berlin? Berlin, 3. Rov. In Der gestrigen Plenarversammlung der Berliner Gewerkschaftskommission wurde eine Resolution angenommen, in der erklärt wird, daß. wenn Der Konflikt im Berliner GastwirtSgewerbe In drei Tagen nicht beigelegt wird. Die Rlenarversamm- lung entschlossen ist. Den Generalstreik In ‘Berlin zur AnwenDung zu bringen. AuS dem sächsischen Landtag. Dresden, 2. Rov. (WTB ) Der sächsische Landtag ist heute nachmiitag in Anwesenyelt sämtlicher Minister zur ordentlichen SitzungS- fesfion zusammengetreten. In den DegrüßungS- roorten gedachte Präsident FraeSdorff der brutalen widerrechtlichen Zerreißung Oberschlesiens, die er als Willkürakt bezeichnete und die die Erfüllung der Reparationsre'-l slichtungen völlig in Frage stelle. Ein ReßtSzustand würde die Zerreißung tb.-lschlestens niemals werden Der Prä- fitent fp ach Der oberfchlelifchen D vollening die Sympathie des sächsischen Volles aus und knüpfte hieran die Hoffnung auf die baldig? Revision der Dersaillrr unb Genfer Diktate Di? Lage Deutschlands. fuhr er fort, gebietet, daß die Pa t len ihre Gegensätze nicht Aum Schaden deS Volkes auS« tragen. Das VolkSwohl sei daS dIrrfle Gesetz. Anschließend hieran gab der Minister deS Innern. Lipinski, eine lange Erklärung über die Geheimorganisationen in Sachten ab und stellte fest, daß die gefemte Organisation ber vom Reichspräsidenten verbotenen Orgefch in Sachsen auf die Brüder von Stein überoegamen sei Die Geldgeber für die Orgefch unb die Drüber von S'ein seien die FinanAausschü'se der sächsischen Industrie. Es wurden m^h-ere Wasse^liger beschlagnahmt. Der Minister schloß: Die erlangte Mitgliederliste und daS g toonnene Material l sien e kennen, daß die Drigade Ehrhardt und tl? Organisation Elcherich als Drüder von Stein zusammenarbeiten und daß eine geschlossene Organisation der Konterrevolution in Sechsen besteht DaS Polizeiamt Leipzig wurde angewiesen, die Auslösung des Vereins herbeizt führen. sobald die Untersuchung abgeschsotsen und die Dcstrafung der ‘Beteiligten herbeigesühri werden kann. Das „Notaesi-tz" eines U. Z. P.'Ministers. AuS Weimar wird unS geschrieben: In Thüringen ist eS seit jeher Braucft. daS Reformation-fest zu feiern und auS diefem Anlaß die Schalen zu schließen, obwohl der 31. Oktober kein kirchlicher Feiertag ist (außer in Sachsen-Altenburg, wo er sogar kirchlicher Feiertag war). Der seit einigen Tagen bai Ministerium für Volksbildung leitende UDP - Winister Kreil hat nun ein .Rotgeseh" veranlaßt. wonach die Schulen nicht auSfallen dürfen, sondern nur gelegentlich im Religionsunterricht auf den Tag hingewiefen werden kann Es ist daS zunächst ein Mißbrauch deS Begriffes .Rotgesetz"; denn der Sinn die'eS Gesetze-, das der Regierung die Möglichkeit gibt, in dringenden Fällen ohne vorheriges Befragen be.3 Landtage- ein Gesetz zu erlassen, trifft auf diese Sache nicht zu. ES ist sicher nicht die Absicht des Volles, Der Regierung in durchaus nicht dringenden Fällen solche Befugnisse einzuräu- men. Hierzu kommt nun. daß daS Grley erst am 79 lSonnabend!) in die Hände der Schulleiter am Sih der Regierung gelangte, während eS auf wärt- gar nicht bekannt wurde So war die techmsche Durchführung de- Verbotes gar nicht möglich. Daß es übrigens erst Sonnabend heraus Itäme. sagte man chm voraus Ein M nllter. der in einem .Ministerium auf lange Sicht" so kurzsichtig ist. hat aber bewiesen, Dao er schon rein Rödj hiesigen Rathaussaal unter rrn aeschüfte sind einige Schah- und Otiefelarten. die besonder- beliebt und. in den hiesigen Geschäften völlig auSverkauft. Verschiedene Äummern sind bc^nxdl — 3n Ucbcreientmmuna m l tem Le- gesamt weit über 800 000 Hinterbliebene, sei Schlüsse deS Deutschen Industrie» und Handeln I c5 vorläufig, sei eS endgültig umanerlannt sind Bittenre D‘e Beei alS- rinder Ta- Gr- F nahn Ents dem Pfar. Grat Blum innig1 He' Heber Hi Im M L x. ,/tih Ä fynftt ““i bieli I technisch gar nicht an fernem Platze ift Da nun die Schüler in W erfuhren. daß da» G^letz gar nicht überall bekannt sei. traten sie teilweise in Streik, andere konnten beschwichtigt werden. 3n einigen Volksschulen setzte man Konferenz an und schickte die Kinder nach Hause. Der neue Minister hat sich dadurch zweifellos einen sehr schweren Stand gefdyafhn. denn eS steht zu erwarten, bah sich der größte Teil der Lehrerschaft an höheren und Volksschulen gegen ihn wendet. Verbot des „Ter Kommunist". fpd Frankfurt a. M., 2. *2lot>. Wegen eineS Irtifete .Dte Otinnefierunq der Eisenbahn ßeatnrü** wurde das hiesige kommunistisch? Oroan .Der Komma nist" bi» Z'im 6 November am Erscheinen verboten. Dirch ein Flugblatt teilt die ßeituno der komm'miftischen Partei mit. daß es ihr trotz vieler Versuch? nicht gelungen sei. in Frankfurt eine Druckerei au-findig zu machm. die eine .Ersatzzettung^ für die Dauer deS Verbots hevzustellen bereit ist. Zum Attentat auf den Abg. Auer. Berlin. 3. Rov Anher den am Freitag Verhafteten fünf Personen, gegen die sich der Te dac^t ker Mittäter'chst bei dem Atte-'- tat aus den Abgeordneten Auer richtet, sind iefot xtp e t weitere Personen verhftet word?n. Die der .Lokallanz “ aut München me'd't, wurden diese Personen aus Mangel an Beweisen indes wieder freigelassen. Aus.fielen. rm. Darmstadt, 2 Aov. Die hesii'che Rr- flierunq hat eine Vorlage an die Kamm« über die Abgaben für Iagdwatfenpässe und Fischerei karten a 'Sgearbe tet. Davachtoll das Ministerium ermäebt gt weiden, im Ei t> r- nehmen mü d-m Finanzministerium die Abgaben für 3agtevasie-pittte und F-sch rniterten zu regeln. 3n de" B-g'^>nd"Ng w'rd d^r^itt h:n^e* wiesen, baß d e G ldmtwe'tt ina eire Er^vteing der Llbgaben für die in Frage kommenden Passe und Karten erfordere, was aber nur durc» ein Gesetz erfolgen kann. Srtzunosber'cht • der Handelskammer Metzen vom 25. Oktober 1921. Der Termin für die Ersatzwahl im Wahlbezirk Lauterbach totrb auf den !5. November dS. 3». fest gesetzt ', zum Wahlkom- millar wird Herr 3- Diehm in Lauterbach bestellt. — Von dem Gedanken ausgehend, baß daS derzeitige System der Erwerbslosenfürsorge sobald wie möglich beseitigt werden muh, erklärt die Handelskammer ihr Einverständnis mit den Grund'ügen des Aeferenten-Entwurfs elneS Gesetzes über die Arbeitslosenversicherung. — 3n Gemeinschaft mit den übrigen hessischen Handelskammern bat die Handelskammer zu dem Gesetzentwurf üfter die Erhöhung der Gebühren im Post- und Telegra- dhenverkehr ihre Zustimmung gegeben trotz der- schweren Bedenken, die gegen eine weitere Verteuerung des Verkehr- bestehen. Es müsie aber dafür gesorgt werden, dah die Gebühren nicht über da- lOfache der Friedenshöhe hinaus- geben. Dementsvrechend wäre z. B die Erhöhung der Gebühr für Postkarten im Fernverkehr und Briese im Ortsverkehr auf 50 Pf., statt wie vorgesehen auf Z5 Pf., zu beschränken. ES müsse ferner unbedingt geordert werden, dah vor Genehmteung der Gebühren ein genauer Dachweis darüber erbracht wird, welche Ddarmah- nahmen in ber Verwaltung zur Durchführung gegangen und welchr finanziell m Ergebnisse die- stkben haben we>d^n. — Zur Erhöhung der Ei s en ba h n - G ü t e r- und Personen- *ta r I f e gibt dte Handelskammer folgende Er- »klärung ab: Die Handelskammer nimmt davon ^Kennntnis. dah ab 1. Avvember eine Erhöhung vber Eisenbihn-Gütertarise um 30 Prozent und ab 1 Dezember eine Erhöhung b.T Pe sonentarif e ebenfalls um 30 Prozent eintreten wird. In jjeberctnü immunq mit dem der ständigen Larif- krmmisfion der deutschen Eisenbahnen angegliederten Ausschuß der DerkehrSinteressenten gibt die Handelskammer ihre Uebewuaung dahin furib, baß die fortgesetzten, auf die gesamte deutsche Volkswirtschaft für die Dauer verhängnisvoll wirkenden Tariferhöbungen nicht der richtige Weg zur Ges 'ndung der deutschen Esienbahn- finanzen sind. Die Handelskammer gibt weiter c, „ a-r der bestimmten Erwartung Ausdruck, dah bald in eine ernsthafte Prüfung der Frage getreten wird, inwieweit eine Änderung Frachtsätze für einzelne Tarif ll assen, rtfentfernungen und Güter, z. W für LZettcrvorau4iag< für Freitag: Wechs lnd bewölkt, vereinzelte RtederfchlLgr. kühl, westlich« Winde Attantifche Tiefdruckvirbel ziehen von der irischen See nach Aordoften. Wir haben unter ihrem Einstutz mit unbcftänbifltr Witterung zu rechnen. und f«h der Bezüge deS neuen Gesetzes erfreuen Bnnen. Den Hinterbliebenen solcher Militärper- fönen, deren Dienstleistung vor dem 1. April 1920 beendet worden ist. also insbesondere den Opfern ber früheren Kriege, bringt das 21 (t- rentnergefey vom 18.Juli 1921 die Vorteile dcS Aeichsversorgungsgesetzes. Durch einen Erlaß des AeichSarbeitSministerS vom 25. Aucrust 1921 ist Vorsorge getroffen, daß diese Hinterbliebenen, die oft wirklich zu den Aermsten zählen, vom 1. Oktober 1920 an vorschußweise die ihnen nach dem neuen Gesetze gebührenden Bezüge erhalten tonnen. — Amtliche Verfonaknachrichten. Ernannt wurden am 26. Oktob. Franz Donder- s ch m i 11 auS Darmstadt »um Wärter an der Can- des-He'l- und Pllegcanstast.Philippshospitall' bei Godd.lau ipit Wirkung vom 19.3unl 1921 an. Heinrich Hübner aus H 'mmcldach zum Wärter an ber Lomdes-He I» und P teeanstakt »PhilippS- hotpital' bei Goddelau mit Wirkung vom 1 Cf- tober 1921 an. Ernst Schwarz aus Reckarpattach zum Wärter an der Landes-Heil- und Pflege- anftalt _PH livvshokpitall' bei Goddelau mV Wirkung vom 2. Ott 1£21 an. — He'-ertragen wurden am 23 September dem LH« E.)ristiin H ö h n zu Engelstadt eine Lebrerstelte an der Bvllsschute zu Iugeachrim. Kreis Di" am, am 30. September dem Schr lamtSanwärter 3 0 inne» Bernhard auS Friesenheim eine Lehrerstelle an der Bollsschule zu Eimsheim. Kreis Oppenheim. " ProvinzialauSschutz. 2tm SamS- t a g. dem 5. Aov. d. 3t*, vormittag» St- Ubr, finbet im RegierungSg Hände zu Dietzen. Lanb- gra.f-Philivp-Pl.ch Ar. 3. eine öffentliche Sitzung des ProvinzialausschufseS flott mit fol- genber T a g e s o r b n u n g: 1. Klage des O.AV. Friedbeg gegen den 0.AV. Die' er ttcicn Ersatzes der für die 5-imiLe der Christian Schneid« Wwe. in der Zeit vom 10. Zull 1920 dis 25. Januar 1921 auf gewendeten Unterst ützungskosten (8i .* Ahr) 2. Klage des O.AV. Sciebberg gegen den O.AV. Osten heim wegen Erstattung von Anterstützungskosten des Ludwig Albert Ham- mecschmidt. (8' ? Uhr.) 3. Teurcgttu'g der Besoldung des Bürgermeisters zu Büdingen- hier: Berufung der Stadt D dingen g:g"n bas Urteil deS KreisausschusseS des 5vreifeS Düdwgen vom 21. Juni 1921. (10 Uhr.) 4. Aeuregtlung ber Bcsclbung dec Gemeind beamten zu ‘Bübingen; hier: Berufung der Stadt Büdingrn und der Gcmeindedeamten gegen das Urteil des Krels- ausschusies des Kreises Büdingen vom 29. Hum 1921. (10 Ubr.) Kriegsbenkmünzenschwinbker an der Arbeit? Wie mitgeteiEt wird, sind in verschiedenen Orten Händler aufgetaucht. die Bestellungen auf die vom Kyffhäuser-Bunde gestiftete Kriegsdentmünze 1914 1918 sammeln unter Dem Vorgeben, diese Denkmünze unter dem festgesetzten Preis von 10 Mark d'schrsten zu können. Die Händler suchen nicht nur Einzelpersonen auf, sondern machen sich auch an Versitze heran und suchen diese zu Anzahlungen zu tJeranlaften. Vor diesen Leuten wird auf das dringend te ge- 6>atr:L D r K.) fhä s r Bund lä t l In n 21g n- ten berumreifen, auch ist die Denkmünze im Handel überhaupt nicht erhältlich. S.e wird auS- fchlletzlich verliehen, und zwar auf Grund von Anträgen, die an den örtlichen Kriegerverein zu richten sind, die von diesem nachgeprüft und dann Den oberen Verbänden d S ^vfshäu'e-- Bundes zum Zwecke Der 2LudfteIIung ein« Ber- leihungsurlunde zugcleitet werden. Die Uetxx- reichung Der KriegsdenkTnünze geschieht durch den örtlichen Kriegerverein, die Kosten ber Münze, die einheitlich 10 Mark einschl BcsitzzeugniS auS- machen, trägt ber Antragsteller. •• Oeffentliche Dücherhalle. 3m Oktober wurden 1717 Bände ausgrlishen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1133, Zeitschriften 109, Zugendschriften 154, Literaturgeschichte 4. Gedichte und Dramen 39, Länder- und Völkerkunde 47, Kulturgeschichte 23. Geschichte und Biographie 52, Kunstgeschichte 11. Naturwissenschaft und Technologie 71. HauS- und Landwirtschaft 4. Gesundheits- lehre 14. Religion und Ptz Vosovbte 20, SiaatS- wissenschaft 6. Sprachwissenschift 10, Fremdsprachliches 20 Bände. Äach auswärts kamen 41 Bände. "*DerGesangvereinHetterkeit hielt am bergancenen Samstag seine dieSläh- rige Abendunterhaltung in der Turnhalle am OSwaldSgarten ab. Der geräumige Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. 2lls AnfangS- chor wurde ..Der Fahlmann , von Sturm, mit großem Beifall ausgenommen. Aackdem der erste Vorsitzende die Gäste begrüht hatte, wurde die Operette „Die Dinzerliesel" von Llngehörigen der Vereinigung ehemaliger Kriegsgefangener und DereinS77rii gliedern flott und sicher zur Darstellung gebracht. Stürmischer Beifall lohnte die Darsteller nach je- dem Akt. Eine Sammlung zugunsten der Kriegsgefangenen von Avignon ergab die schone Summe von 340 Mk. BvrnotiHen. — TageStalender für Donnerstag. Hörsaal 44 des Vorleiungsgedäudes: Vortrag des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins. — Zohannessirche, 8 stlhr: EvanaelifalionSvor- trag. — Vereinsha'nS. 8 älhr: Mitgsiederverfamm- lung ter Zentrumspartei. — Ob.'rrealfchulL. 7 Mbr: Ikginn tc Vortrag reihe: Der F ie.e Sv r.rag ron V«failleS (Volkshochschule). — Hotel Einhorn. 8 Utr: Linier Haltungsabend. — Postkeller. 8i - lihr: Ob er schlesierv.rfammlung. — L.ch st>:ete hauS. Bahnhofstka^c. heute: .D« Spiclmann“. ab morgen bis einschl. Montag: ,Am Wedstubl der Zeit". — Astoria-L.chttpiele. deute: .Eher- chez la femmc“, ab morgen biS einschl. Sonntag: ^Marienetlen deS Teufels". — AuS dem Stadttheaterbureau. Der Lpielplan bat für kommenden Sonntag eine Acilderung dahin erfahren, datz für .Was ihr wollt" ber am letzten Sonntag mit fo grvtzem V.isall aufgenommere Schwank ,§5-Koller- wie- terhoil wird: dir Vorstellung beginnt um 3 Uhr. Abends wird um 6V. stlhr die Operette .Di« PvstmLifterin" wiederholt. — 2lm Donnerstag. Den 10. Aorember findet zu SchMerS GeburtS- — Theater-Verein Die Aufführung des „Freischütz" durch daS Hessische LandeStheater am Dienstag, 8. Otooember, beginnt um 61/, Ahr pünktlich und endet um A-, Ahr, sie wird von DeneralmusiQirektor BaMng geleitet. Erstmals wurde der Freischütz vom Theater-Verein in 1908 gegeben durch daS Großh. Hoftheater, unter Leitung von Hvfkapcllmeifter de Haan. Dieses Hahr liegt eine besondere Veranlassung zur 2luf- führung deS herrlichen Derks darin, daß eS vor 100I< bekannt ist. » r) Md« 'Borträge nunTnehr an Rahmen ber BcllLb'ch chulo weiter halten. Der nächste behandelt an Han) zahlreich« Versuche da» Sehen mit beiden A u a e n. Lllles 2iähere besagt eine Anzeige in der heutigen Hummer. — Volkshochschule Gießen. Am kommenden Sonntag, nachmittags 5 Ahr, hält Professor Dr. Bürker im Physiologisch?» 3n» stitttt den 10. Vortrag über: Gesichtsempfm- bung IV: Das Sehen mit beiden Augen. — Der Obst- undGartenban-Der- e l n lädt leine Mitglied« zur 2lbrechnung In der Wasserversorgung auf Samstag abend 8 Ahr in da» Kau . män n jsche Vereins Haus ein. — Ringkämpfe im Hotel Einhorte Wie auS dem Llvzeigentcll ersichtlich ist. wird am kommenden Sonntag der beste Mittelgewichrs- meister von Deutschland, van ber Hcyd zwei Kämpf« gegen bie hier bereit» bekannten Ringer Ehristensen und Hihler auStragen. Die Ring- kämpse geben am Sonntag bi» zur Entscheidung. — 3m Lichtspielhaus in ber Vahnkof- strafte wird von morgen ab bis einschließlich Montag der Afa-Zilm .Am Webstuhl der Zeit" gespielt. Kreis «Isfeld. § Oder-Ohmen. 2. Rov ülifer elektrisch e» Licht hat seither niemand ir d« Gemeinde gefallen, weil e» ganz unregelmäßig brenn! und sehr oft aanz rerhat Die Lichtanlige bat zur Krastguelle ei ten Aarb.Lall r-Mokor. Da geht run sehr oft Der Betriebsstosi »Mtz u rd wir srtzen tm Dunkeln. Eigentlich war W Verkr f ium Betrieb des Motors vorgcfchen. D« außergewöhnliche niedere Was'erstand diese» 3ah «8 läßt aber daran gar nicht denten ja selbst bei normalem Wasierstand wird Wass^rkrast nfch» auSreichen. Die Demcindc bat sich deshrlb entschlösse i sich an die vorüberziebe de elektrische La.rdeS- zentrale on^uschl eßen Zu dicsnn ?weke muß die Gemeinde ein Lran.formatrr.-nh^u.chen erbauen lasten. waS gegenwärtig in Angvist genommen wird. oa Ober-Ohmen, 2. Avv. Den Ochsen- baltcr 3 Scharmann von hier übermfft» b't 3; o b mitten in seiner Arbei t Der Mann, in den 60er Jahren, fuhr einen Mi tDarren au» dem Ochsenstall Mitten im Hof ftürzre er jiufammen; ein Herzschlag batte seinem Leben ein Ziel gefetzt. Kreiß Schotten. b. Schotten. 1. Rov. De ordentlich« Krei»tagsfihung fand am 31. v M im KreiSbirettvr Boeckmann statt. D:e Rechnung und der Berwaltunasbericht aus dem3aßre 1919 wurden und arrstandet enigegengeno nmen. Ster Kreisvoranschlag für 1921. ber mit etwa 2 Mill Mark in Einnahme und Ausgabe abschließt, xeigt bas gewaltige Anschwellen der La'tea und Bedürfnisse des Kreise». Die Ausaabrn flr bie KreiSstraßenunterhaltung belaufen sich allein aul ca. 1’4 Million, die Gemeindeumlaqen wurden auf 815 000 Mk. feftgeleo.L Der Kreistag gab In einer Entschließung an die Regierung seiner Meinung AuSdruch daß da» feitbedae Kreisumlageverfahren. da» für bie ohnehin sichrer belasteten Gemeinden immer unerträglicher wird, auf die Dauer in Meter Weile nicht dell»-hallen ©erben könne, und fordert von ber Regierung, da» Verfahren entfprechenb zu ändern und den Kreisen noch andere Sinnahmequellen zuzuwesten. Ein gemeinsame» Esten, bei dem Hr« Är«t»birettor Boeckmann untere» schwer gevrtften Bat «land«» gedachte, schloß sich an die Sitzung fpd A1 r ichftein. 2. Rov. Bei der Itu» Verpachtung der Pfarrwiese w'ird« eir fährllchei Pachtprei» von 12 000 Ml. «zielt, gegen 580 All bet letzten Pachtzeit. KrciS -ricd-crg. gw Butzbach. 2. Rod. 3n ber Rächt vorn Montag Aum DtenStag gegen 3 Ahr branqen zwei Einbrecher hier in eine Gerberei ein Ein Wacht« des Dießen« Wach- und Schließinstitut» bemerkte die» und durch dao zielvewußie Vorgehen des Wachbeamten war eS den Dieben nicht möglich au entfliehen; sie konnten am Morgen gegen ,8 Ahr in einem Nebengebäude, wohin sie mittels einer Leit« geflüchtet waren, mit Hilfe von PvNzeibeamien festgenommen werden. Stern Wachmann wurde eine Belohnung zuteil, und der G«bereibesitzer vor großem Schaben bewahrt Starkenburg und Nhetuhcffeu. bn. Mainz. 2. Rov. Infolge de» wilde» Anstürme» der Käufer auf die Schuh- tag eine Aus ühruna von Maria Stuart" außer Abonnement Natt, die am Sonntag, den 13. Rov., nachmittag- 3 Ahr. bei kleinen Preisen Bleber- holt wird, um besonder» auch den auswärtigen ____w_________ Schülern Gelegenhett zu geben, einer ungekürzten nicht mehr zu hoben, well sie in den letzten Darstellung diese» Werke» beiwohnen zu tonnen 1 Wochen zu Tausenden gelaust wurden. Aus Stadt und Land. Gießen, den 3. Rov. 1921. Rcichsversorstringsacsetz und Hinterbliebene. Das RcichSversorgungSgeseg vom 12. Mai 1920. das mit Wirkung vorn 1. April 1920 in Kraft getreten ist. konnte aus verfchiadenen Gründen erst jetzt richtig in Vollzug gesetzt werden. 6d)on lange vorher tourDe jedoch alles daran gesetzt, um wenigstens den Hinterbliebenen. bie am schwersten unter der Rot der Zeit litten, die Vortelle des neuen Gesetzes rnögsichst bald zuzuwenden. Schon am l.Mai 1920 wurde zu ihren alten Gebührnissen ein laufender TeuerungSzuschlag (40 v. H.). vom 1. August 1920 an eine weitere, nach Ortsklassen abgestufte, laufende Teuerungszulage (bis zu 70 v. H.) gewährt. Bedürftige Hinterbliebene konnten auch durch die Fürsorgestellen Vorschüsse auf die ihnen nach dem ReichSversorgungSgesetz -u- stehcnden erhöhten Bezüge erhalten. Eine durchgreifende Maßnahme stellte der Erlaß deS ReichsarbeitSministers vom 28. Oktober 1920 dar. der hauptsächlich für W i t w e n u n d Waisen eine beschleunigte vorläufige Amanerkennung ermögllchte. S)a die enbgültige Amanerkennung ^). t. die Aeber- leitung der alten Bezüge in Gebührnisse des ReichSversor^nngSgeseyeS) meist längere Vorarbeiten erheischt, wurden einstweilen in einem vereinfachten und abgekürzten Verfahren, in dem Fürsorgestellen und VersorgungSbehörden zusammenwirkten, di: nötigsten Feststellungen getroffen und die Fälle nach ihrer Dringlich- kett gesichtet. Dann setzte das Hauptversorgungsamt die neuen Bezüge umgehend fest und wies sie zur ungesäumten Zahlung an. 3n Zweifelsfällen wurden wenigstens die Beträge gewährt, die den Berechttgten unter allen Amständcn zustanden. Run ist das Geschäft der vorläufigen Amanerkennung der Hinterbliebenen im großen und ganzen beendet. Daneben hat bereits die endgültige Amanerkennung der Hinterbliebenen eingesetzt mit dem Erfolge, daß heute ins- teuanifte b-r ®r-»'*n>'rte. nach ihrer tnirtfdvxft- ü-at auf Prüfung b r Frage der Personentar fe für b:n Wochmderkchr xugestimmt bahlngehenb. baß ber seit 1. Oebtcmber g-'ltenb« Aotftanbstarif für 3dt!arten von jeder Verte cru g au genommen, der RotstaiiDStaris durch Wiederci-f tzrung von Mcnatsnedenkar'en und Gestzwistertarton crgin t und die Ausgabe von Jahre»- und Hald.atzis- farten mit Preisermäßigung angevrdnet wirb — Gegen bie mit Wirkung Dom 15. Ot^ber an- flcorbneic fünffache Erhöhung der Wagcn- Uanb»gelber wird bie Handelskammer mit den übrigen hessischen Handelskammern Elnspr ch erbeben. — Die Hand- ISkammer hat bie Er- rlchtuna einer Dampfkessel-Inspekt'vn für bie Provinz Obe r bei f en mit dem Ditz« In Dießen beantragt, da sich h «für cln dringende» Wb'?rf'i^ tz:rau»ge!.«lll tat. — HUt te. g Karten Abi. b rang ber Vorschriften über die Sonntagsruhe im HanbelS» gewerde. wonach im Debürfnissalle bte höhere Derwaltungsbetzörbe berechtigt s.in soll, für einen Sonntag in jedem M.mat eine BeUäfti- gungSbauer di» zu drei Stunden und außerdem die untere Verwaltungsbehörde für 2 »vettere Öcnntage im Jahr eine B.fchäfllg n, bi» zu 6 Stunden, jedoch nicht über 6 Ahr abend» Jiinau», zuzu lasten, kann sich bie Handels- ammer nur bann «inverstanben erllären, wenn di« Frage einhettsich für daS ganze Reich geregelt olrd. — Die Handelskammer flimmt Der geplanten Abänderung beS Oe- IeyeS über die D c s c U f ch a f t e n mit b c • schrä nkter Haftung zu. welche eine dem gefunlerei Geltwe t entsprechrnbe Er''öd ng d S Drundkapitals von 200)3 M. aaf 2)0 020 2HL tags wirb bie HandelSkamm« tn DemrinKhan mit ben übrigen he'fichrn Hanbanbtim Maschinenschreiben, möglichst stenographiekundig, für einige Stunden täglich nachmittags gesucht. Schristl. Ang. MSbl.3 » ner mit 1 ob 2 betten, mi voller SenL in Quicm Haufe au ucrin. mm (Sociheilratzc 40 Dio trauernden Hinterbliebenen; Familie Lehrer Granllch Dina Brück geb. Horn und Kind nebst sämtl. Angehörigen. mit Lchuopen ob. Laaer- 1 Idmoocn An mieten aef. vor olle» alsGanzeszu betrachten ist. bte auSdrällllche 21ufforberung zur Gewalt, Ber- ftüsse gegen die 123 und 124 der Reichsverfassung. 2Iuffo 2djxiitL Änneb unter 014407 an den Wieh. ÄnA- Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgange unseres teuren Entschlafenen,besondersden Herren Kollegen, dem Mähnergesangverein von Rödgen, Herrn Pfarrer Groth für die trostreichen Worte am Grabe, sowie für die reichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Wcutlidits ÜJiöhtn gesucht. 11643 Tcubcrt, Selter-w. 7V. trHbevn f>_ . eines Grünen, der sie nach Hummer Sicher bracht- Tw fofort oöduf'erte Qkrmuainfl. daN die Hur» Sanbibcten--- (BerichtsfoflT. ein derart: Mer KomrnvvistenfShr«. Verkäuferin mit fluten Beuflnlffcn rer foiuru forute r'U44' Aushilfe-Verkäuferin bid (5nde Dezember art iiauibanü B. KlfoRer, Maikinratze. crhdffc*. Drocerln Soll, Balin ttoretratle 11. Lehrlinft inche v. lofort für meine Ifcbcrbanblnnfl. Lohn achib. (5hem in. nur flut. 2dJülbilba.. sende ie bü- geschr. Änaeb. m. Vttbibilb u 1taficn1porttcfted am 10. und 11. Dezember von den Rmateurratfahrern benutzt werden Aber auch Netteres, selbständiges Mädchen f. Lüche u. HonS gesucht. Free C. Berg, Dtousdura 4. sch.-n wadrsch tilich einarössereS Lagerder geham fierten Lebensmittel unterhielten. sand durch dl« einqdeilcle Untersuchung 2e- fidftflung. Richt Weniger wie 20 Zentner Du t ter wurden In einem Schluv! Winkel gefunden. Da die Ceite aus dem b fetzten Oeblct flammen. fnZLU die Dauer dorthin verschoben werden. dg. Rieder la hnftein. 2. Rov. Tür- germeifterposten find Feite übergab sie der Obhut Srtgo-Böro-gMBweo, MW a. I Theaterplatz 14. remrfatfon soll ein Sechstagerennen frönen, welches Ende Februar ftat,finden wird. — Ti c Bergvrü fungSfahrt auf den 5 e l b be r g für Auwmobile und Motorräder kam am Sonntag auf der 12 Kilometer langen Strecke im Taunus durch den Franlf.trler Motorrad-Club unter starker Beteiligung zur Snt- scheidung. Trotz der teilweise schlechten Deschassen- heit der Strasse, der olden Kurven und der starken Steigungen bis zu 13 Prozent wurde die bisherige Bestzeit von 12 13 unterboten. Direktor Schulze-^-tepratd verbesserte mit einem Mer- cedeSwagen den Rekord auf 11:41. 3m übrigen überraschten die F chrräder mit HchsSrnotoren wieder durch ihre Leistungsfähigkeit. — iSine Automvbil-Sportwochein Bad-Nau heim veranstaltet der A. D. 2. S. nn nächsten Jahre. Der Deschlutz wurde auf dem Herbstgautag des 21. D. A T. in Dad-Aauheim auf einen Antrag deS bekannten 2lennsabrers 2ll- feeb Köllner gefasst. Der Borstand hat die weitere Ausarbeitung des Projektes übernommen. — Die Lawn-Tennis»22eltmeister- schäften auf gedeckten Plätzen sollen, wie das Zentralkomitee der Schweiserifctzen Lawn-Tennis» Association von seiner Berner Sitzung berichtet, im Februar in St. Ak o r t tz statifinden. nn. Darmstadt, 1. Dvv. Wegen Ter- gehen gegen die §§ UOil 130 b. StGB.. Ber- brettung Vzw. Anschlag anfrcizenber Schriften und Anrei^una in etn?r den öffentlichen Frieden aefahrdenoen Weise verschiedener Klassen der Bcvöllerunq zu Gewalttätigkriten. hatte ttch heute der 33 Jahre alte Metallschleifer Wendelin Berkau, geboren in Mainz, wohnhaft In Rüsselsheim und Führer der dortigen KommuniftischenPartechvorder Straflaminer zu verantworten. B. hat am 29. März d. I. zu der Zeit, als die kommunistischen Unruhen in ^anz Mitteldeutschland irn Gange waren, in Rüsselsheim ein ihm von der Berliner Zentrale zugegangenes Plakat angeschlagen, in dem unter der Ueber* schrift: An das Deutsche Proletariat zur Bildung bewaffneter Wehren. zum Kampf für Beschlagnahmr der Wohnungen, Derhinderung von Truppentransporten und Daffensendungen, zum Generalstreik aufgefvrden wurde. Der Angeklagte bestreitet den Anschlag des Plakates Ftir unser kauf mlnnlsches Bureau saehen wir zum sof >r- ti»070 an Tannelrrn, Auuonrcn ^rvcd., 3tU 67, Sranfiurt a. M. Illü52c to Zimmerleute zum sofortigen Eintritt gesucht. Sagewerk Giehen Erdkauterweg 20. 0HaT Kamille Philipp tirawlich Familie Chrl-tlan Graulich Familie Karl Rau 1. ■et»al allen An|ehArlren. Hattenrod. Nieder«Beasinaren, Ber-rod. 2. November 192L Die BeentUrun< findet Freita». den 4 November, nachmittags $*/< Uhr. statt mm Ärcid Wetzlar. bz. Dehlar. 2 TIoo. 166 3e8re werd^.i tn diefrm 3afirc zw« '3ruffcdbttr alt. die beide noch fn «*reuüd>-T körperlicher and geistiger Rüstlgtalt Ihrem fchö^en. aber anftren- aenben 'Berufe nsch^hrn. Am 26. OÜober vollen- bet» Herr Anton Sibmaxn sein 85. Lebensjahr. 1Beni.«c Indien IhAter, am 8. Detzember wirb fein Bruder 81 Jahre all. Beide Sanner tun Ihr« F kdardcir heiur noch mit H lfe ihrer Töchter, die ihnen treu »ui Seite ftthen. Berd« haben bi schwerer Seit auch dem Baterkande treu flt- btent Der 2Lerllachen. Wäschest üde oder KlcibciTcftc zuruckdedaiicn ober Vid>t- bitbtx anferUgen lassen, um auch späterhin bre Crlamung ber Leichen herdeisüh.en zu können. M Frisense I bei gutem Geholt sucht Krlta llenkeimnnn, Herren» il Lamenirtleur« aefchäst, Butzbach. die Be.ufrfahrer werden auf der Bahn nicht mühig feilt Bv.Uiusijt sind neben tunen Sir---- rennen auch die so beliebten Sechs-. Acht- ^vollstunden-Mannschln:er-Aab- Büchcrtisch. — Helsen» Kunst 1922. Herausged« Ehr. Bauch, Dill schmuck von Oho 11 vbelob d c. Der lag Elweri in Marburg Der neue xXit)rgang dieses künstlerischen HeimatbucheS enl- HÜU u. a. folgende Beiträge: .Die Stlacligurer an ten Grabdenkmälern des Marburger t Uner- melfterd“ von Dr Küch. Direstor des Marburger Stadtarchivs: »Der Schrein ber heiligen OllfQ- bethE von Dr. .Koblhausen: ..Da.> Friedberger Äakrameafshäusch?n" von Dr. Schmitts .Die WU- Ungsbäufer Malerkolonie in neuerer Seit" von Dr. Berlin: .Heinz von Lüder" von Dr. Kneisch. Besonders wertvoll wird bas Büchlein aber durch die vorzüglichen Dildbetgaben, btt In der Hauptsache von Ubbclobbe flammen. — Q r n U W. Freistler. 3u n ae Triebe, Aoman llmschlag- und Cmbano» zeichnung von Johannes Drobek. Derlag von Albert Langen tn Bkünchen. — S ktzzieren auf Wanderunge« von A Rinneberg. Derlag von Otto TUaltc, Ravensburg. bester mSdl. »er L 12. iu Maurermeister Rinn VeuchefbeiW. LMietgesucheJ |stell Ctuune» (»bcuaar. de-; I - ■ । ' rufJidim. finberlo». futbt A AtHMAHA« 1 i-rziMli?.W« Wcl ever. bibber akiioer Oifi teri^unnncfeUelieut in 2matarteUunfl, fuchi für sofort ober 11 Siou. fröL möbl. immer. MSak elc-kir.^Ka i elofen ob-BentrnlbrUiina. l'.i te ober Ludieil der 2tabt. illorflenfnfieeox Arn non 6d)V. Vinncb. ni.‘Brei?aiifl. unt. 0144-M a. b. Glotz. Anz. Junger.Qaufmann sucht al8 T'nitermiffer oer fof. gemütl. Zimmer mduL mit Pension und in Nahe der Alten Klinik. Beit mit Wäsche wird ne- stellt. Schrilil. ?lnaeb. u. NU418a. b.r. Ang, u. 014417 n. d.«.Anz Lagerraum Mädchen nm liebsten vomrande, für Stil die u. Hnu»orbeit per 1. ob. 15. Dezember gesucht: eutL auch nur »Ür tnn<*Über. Zn erfragen ^öberttratze 11 v. «w. Älleinmädchen das schon in vest. Häusern lä'lg ronr, büinnL kochen kann. fof. ob. |räu gesucht. Debolt 2’0 l)it monntL öinf >millrnba!i6, 3 "Werf., yionnttfroii oorbb Ang m.Reunn rt $>ran 8. Betts, 0tfenbaeh s-M., 6nrk «r.15 Katbol. 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Dienstag abend wurde eine Kiauter-Traanurte bei Hausen aus dem Wege nnd) Wichen verloren Der rebLirlnr>er wolle dieselbe Seg. Belodnung abgeben . Weber, SelterSweg 07 Briefta«chc ibrninieb.i ul NotiAbttch 2am6tag, 29. dS. oornt, i>kl Ltr -Seltersw. ver- lerei. D. >ind. g. Be obn M«n bei Challier u. in der Ferberschen Buchhandlung lilerarMe Gesellsehafl, Hieieii. Sonntaff, den 6. Xov. 1921, abend» S Ehr. In der Xenen Aula der I nlvernltAt: 1. Dichter-Abend AIS vollwertigen Ersatz für teuere Eier empfehlen wir- DoDei „3 Lier in der Tüte" Paket 1.65 llcue ©rindern gam Bfd. 5.50, gemahlen Psd. 4.80 Neue holländische Dollheringe Stück 1.40 Neue norwegische Dollheringe sm 0.85 iien^ Mki WWc Filialen in allen Stadtteilen 1 Waggon Maljkaffee Pfund 4.50 1 Waggon Üaogeo-Mamrooi Pfund 8.75 1 Waggon Haserflocken Pfund 4.60 ©erftenfaffee Pfund 4.00 Kornfafiee Pfund 3.80 ©emßleüüöeln Pfund 7.00 Snvventeig 7 70 TeiagrauvcnUi-v IHagnet« Ijaferflocfen 1-Psd. 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Gs dürfte unlere« Erachtens ber Reichstag resp. bie Steuer- rommtHlon an biet er wichtigen Angelegenheit um so weniger ohne eingehendste Prüfung unb De- achtung vorübergehen, als der. i S bie für die gesamte deutsche Oefsentlich'eit. i tSbe'oidere b.e beutWK Presse, so außerordentlich wichtigen Vermittlungsorgane. wir bie beutschenAnnon- cen-Erpeditionert. heute infolge der ungerechten Beurteilung und Bewer'ung ihrer Arbeitsleistung durch die gegenwärtigen 'Bestimmungen des Umsaysteuergeseyes von 1919 vor ber Vernichtung stehen. Amerika und der Kriegsausbruch. Das Novemberheft der Zeitschrift World Work" veröffentlicht Abschnitte aus den Lebenserinnerungen der amerikanischen Botschafters in London. Walther H. Page, die bemerkenswerte Angaben über die Vorgänge kurz vor Beginn des Weltkrieges enthalten. Page erzählt zuerst, wie er in den letzten Zulitagen von Washington den Auftrag erhielt, bei Sir Edward Grey anzufragen, ob eine amerikanische Vermittlung erwünscht sei und Aussicht auf Erfolg habe. Ueber den Erfolg seines Schrittes schreibt Page: „Sir Edward Grey ist voller Anerkennung für unsere Gesinnung und unsere Bereitwilligkeit, aber auf dem Kontinent wünscht man keinen Frieden — die herrschenden Klassen wünschen ihn nicht. Aber sie werden ihn oald wünschen, und dann wird unsere Gelegenheit kommen. Unsere Regierung ist die einzige Regierung eines großen Landes, die nicht in irgend einer Hinsicht in den Konflikt verwickelt ist.“ Diese Antwort befriedigte Washington nicht. Page wurde beauftragt, ein Telegramm von Wilson dem König Georg zu überreichen, in dem es hieß: „Ich empfinde es als ein Vorrecht und als meine Pflicht, Eurer Majestät im Geiste der ernstgemeinten Freundschaft mitzuteilen, daß ich eine Gelegenheit begrüßen würde, im Interesse des europäischen Friedens zu wirken, ent- weder in diesem Augenblick oder zu irgend einer anderen Zeit, die man für geeignet halten mag.“ Diese Depesche hat Page anschei^ nenb spät am 1. August überreicht. Das Angebot Wilsons wurde abgelehnt. In seinem Bericht nach Washington führte Page auS: „Die Vereinigten Staaten sind die einzige unbeteiligte Macht. Sie werden daher höchstwahrscheinlich in der Lage sein, eine nützliche und historische Rolle zu spielen. Diese Rolle wird dem Präsidenten Wilson eine grobe Gelegenheit geben. Sie wird uns voraussichtlich politisch und ganz gewiß winschafstlich nüyen.“ In feinen weiteren Ausführungen schildert Page anschaulich, wie der Kriegsausbruch die Botschafter Deutschlands und Oefterreidi-Un- aarns, die beide ihre Botschaften dem Amerikaner Übergaben, tief erschütterte. Zum Schluß schildert Page eine Unterredung, die er am 4. August nach Versendung des Ultimatums an Deutschland mit Sir Edward Grev hatte. Aus ihr fei der folgende Wortwechsel wiedergegeben: „Erwarten Sie. daß Deutschland das Ultimatum ennimmt?“ so fragte Page. Grey schüttelte das Haupt. ..Rein, selbstverständlich weiß jeder, daß es Krieg geben wird. Es gibt ein Deutschland von Mannern wie wir, das Deutschland der Lichnowsky und Zayow. Dann aibt es aber ein Deutschland der Kriegspartei. Die Kriegspartei har jetzt die Oberhand.“ Unter der Einwirkung der Aufregung jener Tage, die vorher- gegangen waren, verlor Grey etwas die Fassung. ES kamen ihm Tränen in die Augen, als er zu Page sagte: „Sv sind denn die Anstrengungen eines langen Lebens für mich umsonst gewesen. Ich habe das Gefühl eines Mannes, der fein Leben verschwendet hat.“ Aus Stabt unb Canb. Dietzen, den 3. Rov. 1921. ♦♦ Eine wichtige Entscheidung für Grundbesitzer. Die vielumstrittene Frage, ob auf Grund des Zuwachssteuerge- seyeS vom 14. Februar 1911 Zuwachssteuer bei Grundstücksverkäufen zu zahlen ist, wenn infolge der Vergleichung des ErwerbSpreifeS und des Veräußerungspreises ein zahlenmäßiger Zuwachs sich dadurch ergibt, daß das in Goldmark auSgedrückte Anfangsvermögen mit dem in Papiermark bestehenden Endvermögen verglichen wird, ist vom Bezirksausschuß in Aachen in verneinendem Sinne entschieden worden. Der Kläger hatte ein 1908 für 23 000 Mark gekauftes, durch Neubauten auf einen Wert von 34 000 Mark gebrachtes Haus 1920 für 57 000 Mark verkauft und war deshalb von der Gemeinde I. zur Zuwachssteuer mit 2039 Mark herangezogen worden. Auf seine Klage hat ihn der Bezirksausschuß aber von der Steuer freigestellt. In den Gründen heißt es, bei der rechtlichen Beurteilung des Falles sei davon auszugehen, daß das Gesetz aus dem Jahre 1911 stamme und den rv ^-bienten Ko j ti k urg^toinn hib: beste em wollen. D i e ä u jener Zeit maßgebenden Gesichtspunkte seien daher für die AuSlegungdesGesetzesauSschlag- gebend. Der Gesetzgeber habe den Gewinn treffen wollen, der infolge von Maßnahmen der Gemeinschaft den Wert des Grundeigentums unverhältnismäßig gesteigert habe. ES sei aber nicht die Absicht des Ge» seygeberSgewesen.einenreinzah- lenmäßigenMehrwert, der aber rein hier in Wirklichkeit Derlust bedeute, noch im Wege der Steuer zu treffen. Irreführend sei die Bezeichnung Mark für Einkaufs- und Verkaufspreis. Denn 1908 habe die Mark Goldwährung dargestellt, 1920 Papierwährung. Das habe der Gesetzgeber nicht voraussehen können. Es wider- preche allen wirtschaftlichen Anschauungen, die Papiermark deS Jahres 1920 lediglich auf Grund der gleichen Bezeichnung der Goldmark des Jahres 1908 gleichzuseyen. In Wirklichkeit habe her Kläger keinen Gewinn, sondern Verlust bei dem HauSverkauf gehabt. Er sei daher von der Steuer freizustellen. •• Wissenschaftliche AuSste 1 - lung. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, trifft in den nächsten Tagen das Volksmuseum „Der Mensch“ hier ein und wird im Hotel Einhorn für kurze Zeit zur Ausstellung gelangen. Don Behörden und wissenschaftlichen Autoritäten werden die auS dem Atelier des UniverfitätSplafttkerS und Präparators E. E. Hammer - München stammenden Präparate und Modelle als das Beste bezeichnet, was bisher auf diesem Gebiete gezeigt wurde. Dee Besuch der Aufstellung wird dem gereiften Publikum in weitgehendster Weise empfohlen. Die Präparate sind in den meisten Fällen direkt nach der Natur hergestellt und durch Abgüsse von Leichen aus der UnivelfitätSklinU München gewonnen. •• Entrichtung ber Umsatzsteuer. Durch ben zur Zeit dem Reichs rat Doriicaenbcn Entwurf eines Griene« bclrtMcnb Abänderung des Umkioflcuergcleiu« vorn 24 Dezember 1919 füll der Steuerpllichiige verpsiichtcl n?ceben. Innerhalb eines Monat» rach Ablauf eine« jeden Kale ndervierteljadres eine dem erzielten Umlatz entsprechende Vorauszahlung zu leisten 0 r ft mal« hätte diese Dorauszabluna im April 1922 zu erfolgen Da aber gleichzeitig mit diesem Zeitpunkt die Umsatzsteuer für 1921 zur Veranlagung kommt und bic festgesetzte Umsatzsteuer innerhalb 14 Tagen nach Zustellung bes Bescheids zu egt- richten ist, so machen wir toieberbolt auf bie schon jetzt statthaste freiwillige Vorauszahlung für die Umsatzsteuer 1921 aufmerksam, ba es tanr wirtschaftlich leichter sein wird, die im April 1922 rwrgeschri denen Vorauszahlungen auf bi< Umsatzsteuer 1922 zu leisten Diese freiwillig« Vorauszahlungen werden vom Tage der ,Gablung dis zum Tage ber Fälligkeit, spätesten« bis zum Olblauf breicr Monate nach Schluß be« Steuer- abschnitt« mit 5 Prozent verzinst. " Fahrradbiebstahl. Am 31. Dftcber ds Is. nachmittags zwischen 5 unb 6 Uhr. wurde auS dem Hose Frankfurter Straöe 53 dahier ein daselbst ausgestelltes Fahrrad (Marke CpeL Fabrikrummer 392 644) entwendet. Vor Anstutf wird gewarnt. •* Fichtendeckreiser. Wie wir hören, bat die Stadtverwaltung noch einige hundert Wellen nachträglich angefallener Fichtendeckreiser abzugeben. Landkreis Gießen. *Großen-Buseck. 2. Rov. Am Dienstag» abend fand im Saale be« Gastwirt« Brück eine stark besuchte Versammlung ber Deutsch- nationalen Volk-Partei statt. Dce Redner, Prof. Dr. Werner- Butzbach unb Eifer- Muschenheim. ernteten mit ihren klaren, sachlichen Ausführungen reichen Beifall. Jttrcie Büdingen. )( Ortenberg, 2 Rov. Der zweite Tag be« Kalten Marktes brachte zunächst ben Rindvieh- unb Schweinemarkt Ueber 100 Kühe wurden aufgetrieben, sofort entwickelte sich bd großer Rachfrage ein überaus flottes Geschäft. Die Preise bewegten sich zwischen 7000—12 000 Mark. Die Preise für Schweine zogen bei geringem Angebot sehr stark an, Ferkel kosteten 120-150 Qlif., Läufer 500—700 Mk. Auch ber Pferdemarkt war am zweiten Tag noch lehr groß, fast alle Tiere waren am Schluß verkauft. Die VormittagSzüge brachten immer neue Menschen- massen, so bah Tausenbe unb Abertausende den Markt bevölkerten, unb schon um ble Mittags- stunbe in ben Straßen, an ben Ständen und tn den Wirtschaften ein oft fast lebensgefährliche« Gedränge herrschte und sich überall ein glänzendes Geschält entwickelte. Glücklicherwejse hielt ba« schöne Weiter bi« zum Qtbenb an. bann setzte ein vorübergehender Regen ein. Die Eisenbahn war trotz mehrerer 6rtra3Üge und weitgehendster Vorsorge kaum in ber Lage, ben Verkehr zu bewäl- tiv e i Am dritten Tage f au le der Terf h wesentlich ab, leider war auch da- Wetter sehr unbeständig. — Der hiesige V. H. L. unternimmt am nächsten Sonntag, ben 6. b«. Mi-., eine Wanbe- r u n g nach Usenborn. )( Usenborn, 2 Rov. Da« für Sonntag den 6. Rovember angesagte Kirchenkonzert muß um 8 Tage verschoben werben. Jftrciö Lauterbach. la. Schlitz, 2 Rov. Ein bedauernswerter U n g I ü d i f a 11 mit tödlichem Au-gang ereignete sich hier. Die 77 Iahre alte Ww Anna Kaih. Adolph stürzte im Hau« die Treppe herunter und erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß sie, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben, daran kurz darauf starb. Kreis Schotten. § Groß-Eichen. 2. Rov Sin folgenschwerer Unfall trug sich in einem hiesigen Hause zu. Dort weilte allein in der Küche ein vierjähriges Töchterchen, dessen Mutter vor vier Iahren verstarb. Eine Verwandte führte den Haushalt und die Aufsicht über das Kind. Die Frau war xum Hol,stalle gegangen, um Holz zu holen Während dieser Zeit kam ba« Kinb dem Herbfeuer zu nahe, seine Kleider fingen Feuer unb bas arme Kind verbrannte. § Aus dem Vogel«berg, 2. Rov. Die Herbstbestellung geht Ihrem Ende zu. Der Schuh im Blut. Roman von Horst Dodemer. 28. Fortsetzung. (Rachbruck verboten.) .Keine Spur, bei und wenigsten« ist der Hirsch nicht gestreckt worden, vielleicht wo anders ober er ist vergrämt, bann wirb er eines Tageschon toicbcrtommcn!“ Unb er kam wieder! In einer tollen Rächt, ber Sturm heulte durch bie Wälder, Regenschauer prasselten eine halbe Stunbe vom Himmel, ber Mond war oft van schaellsegelnden Wollen oer- bedt Ein Weiter, wie cs ber Hirsch in ber Brunst liebt. Da vergißt er zeitwriliz alle Vorsicht. Sein Kampfruf fordert bie Gegner heraus. Den Hochgewrihten erkannte man an seinem tiefen Basse eine Melle weit. Die Kugelbüchle, die Hans tagsüber im Walde in einer dichten Tannenschonung versteckt hielt, zitterte vor Aufregung in seinen Händen. Der Schweiß perlte ihm auf ber Stirn. Näher unb näher pirschte er sich an ben Achtzehnende'- heran Gr konnte ihn noch nicht sehen, aber höchsten- dreihundert Meter fta. b er von ihm auf ber groben Waldblöde. Da würbe ihm alles gleichgültig, wenn er ben Hochieweihten nur mit einem guten Blatischuy auf bie Dede legte. Unbedingt mußte er im Feuer zu lammend rechen unb baim bas Beil heraus unb schleunigst bas Geweih, gelöst, bas Wildprct konnten bie Füch e Haden. Dann würde er auch Ruhe bekommen, tat keinen Sch äit mehr in fremdes Revier . . An ben letzten Siämmen des Hochwaldes schob er sich auf allen Vieren vorbei, buchte sich hinter einem Baumstumpf. Wieder einmal jagten Wolken über den Mond, unb feiner Regen sprühte! ihm in s Gesicht. Rur eine Sorge hatte er, bau • ber Hirsch Unterbetten weiter wech ein könnte. Er lauschte auf sein Schreien. Zweifellos entfernte er sich Zog er schon jetzt zu Holze? Cs war kaum anzunehmen. Aha, da drüben am Waldrand schrie jetzt ein junger Hirsch, den wollte sich der Achtzehnenber wahrscheinlich laufen. Allo versucht, weiter vorwgns auf bie Walbdlöße zu kommen, auf einen Fleck, von bem aus man weiteren Uebcrbltd hatte — unb sich nalürlich unter bem Wind gehalten. Solch eine Pirsch war etwa- anderes, als einem armseligen Halen bas Lebenslicht auSzublalen . . . Zehn Minuten später hatte er einen einsam stehenden Wach- dolderbusch erreicht, der deckte ihn gut. Unb nin die Aug^-n aufgemacht! Roch konnte er nichts sehen, aber ber G.weihte rih mit den Läusen vor Erregung den Boden auf, schrie wie toll inb jagte bann in langen Fluchten hin und her. ilnb der vcrfl..... .Schneid r“, so nennt man junge Hirsche, schrie bald hier, bald da. Die grotze Frage war-, ob er den Achtzehnender, ben bie Liede ganz verrückt, gemacht hatte, gut vor bic Büchse bekam. Han« sah nach dem Himmel. In ein paar Minuten lief keine Wolle mehr unter ber Mondsichel. Wenigstens eine Viertelstunde nicht. Die Viertelstunde mitte er nutzen! ... E: schob sich näher an den Hirsch heran, ein Weidmann hätte seine helle Freude an solcher Pirsch gehabt, — wenn fie ehrlich gewesen wäre. Der Hochgeweihte bi ich unr-b g, jagte in langen Fluchten umher, geduldig h.etz es warten, bis er an seinen Standort juradtearte — und sich zu hüten, bem Prachtkerl nicht in ben Winb zu kommen . . . Aas einer Uiertcttlunbe । wurde eine ganze, da zeigte ber Hirsch auf fünf- I unbzwanzig Gänge gut bas Blatt . . Die Büchse lag fest an HanS WärhahnS Schulter, ruhig krümmte sich ber Finger am Abzug, bas Korn brohte bei schlechtem Lichte zu verschwirtben, jetzt — gerade wollte bet Hochgewechie sich auf ben Läusen Herumwerfen, — fuhr bas Feuer aus bem Roh e. Roch drei, vier Fluchten unb er brach zusammen. 5>an« lub von neuem; versuchte bas tDei6tour.be Tier hochzugehen, einen Schuß auf den Hals unb bann bas Bell gezückt unb das Geweih gelöst . . . Der Prachtkerl war noch nicht txtendet. versuchte auf bie Läufe zu kommen, es blieb Hans nich^ anderes übrig, als ihm ben Fangschuß zu geben, höchst ungern tat er bas, war der Förster oder ber Baron im Reviere. konnte ihm da« schlecht bekommen Er hatte leine Zeit zu warten, bis dieses Prachttier im Wundbett v.rendet war. Roch ein Röcheln, bie Läufe schlugen ein paar Mal au«, bann ftreJte sich ber Hirsch zum letzten Male. Unter- besten hatte HanS die Büchte wieder geloben, er legte sie neben sich, nun das Beil heraus . . . War bas eine schwere Arbeit, wenn man nicht verstaub, das Geweih zu lösen. Haben wollte er es unbedingt, unb wmn er auf Tob unb Leden darum kämpfen mußte. .... Ra endlich! Roch zwei Hiebe. Hirnschale und Geweih war gelöst, ilnb nun sich schleunigst aus dem Staube gemacht, hinein nach Fritzlar, damit seine Fährte oeraxt- tert tour-'c Denn ber Baron Icp’e auf sie natürlich sofort ben Hund an . 3n langen Sätzen, das Gewehr über der Schuller, rille er durch ben Hochwald, nun quer ben Feldweg an Hadamar vo.bei. und dann eril einmal in Fritzlar irgendwo das Geweih versteckt. 3a, wo denn? Sei Atem pfiff ihm vom raschen Laus aus der Kehle, über und über war er in Schweiß gebadet. — da blieb er stehen unb überlegte, wohin er das Geweih einstweilen schaffen könnte. I er nicht bei sich. lFortsetzung folgt) Ach was, er trommelte einfach einen seiner Spießgesellen heraus. Würde der sich ärgern. Langsam ging er weiter, noch eine halbe Stunde und er war in Fritzlar. Unb nun fingen die ‘-Rebel an zu steigen, kündeten ben herannahenden Morgen an, hüllten ihn ein, ba lachte Han« schadenfroh auf, Glück mußte bet Mensch haben! Kaum hatte er ba« gebacht, wurde er über ben Hausen geritten, ein großer Hund biy sich an seine Brust fest, versucchte seine Kehle zu erwischen. Schnell hielt Han« die geballte linke Faust vor ben Hal«, mit ber rechten Hand suchte er bas Bell frei zu bekommen. Der Hunb bellte, biß ihn in« Gesicht. Also man war hinter ihm her. Da« Bell bekam er frei, ber Hunb hing an seinem Handgelenk, schnell griff die linke Hand zu. Der Hied war nicht stark genug, glitt ab von Fell, traf mit ber Schneibe sein Knie. Beinahe hätte er vor Schmerz auf geschrien. Unb das Bell mußte es schaffen, bie Büchse bekam er doch nicht von ber Schuller. Der zweite Hieb saß in ben Weichen des Tieres, e« heulte laut auf ble Unke Vorberpfote lag auf feinem rechten Auge Kraft hatte Hans für btei, er packte bie Pfote riß ben Hand zur Seite, da« Beil blitzte, mit ber Schneibe schlug er dem treuen Tiere den Schädel ein Unb nun schleunigst weiter! Gr kam nicht hoch! Sein Knie war angefblittert einen Stof -gesplittert, einen Stol hatte Da stützte er sich auf feine Buch'«. D-.e Schme-zen machten ihn wah-finnig. Rur muhsettg humpeln tonnte er. Aber fort — forti Hinter dem Hunde kam natürlich der För- s'er! Ober gar bet Baron! Dann schoß er sich eine Kugel durch den Kopf. Stoppelfelder werden vielfach -nm zweiten Male gepflügt und a-be Lust u. Leid in 6 Kapiteln. Fenier: fttWc Mia May in „Bettelgräfin Holzverknnf. Die Gemeinde Mainzlar beabsichtigt nachstehend an' geführte» Holz auf dem Submissionswege zu o«ri»auf«n: a) 15Fichtenstämme 4. Äl. 25 29 Durchm. m. 14,15Fstm- b) 18 „ 5a , 20-24 , „11,37 , c) 34 „ 5b, 12-19 „ , 12,54 . Das Holz ist mit Rinde gemessen, ist aber entrindet. Angebot« sind, nach Klasien getrennt, pro Festmeter bis zum Montag, dem 7. November I. F»., nachmittag» 4 Uhr, auf unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo auch bei der Eröffnung die weiteren Bedingungen bekanntgegeben werden. Da» Holz lagert in der Nähe der Kreisftrahe Mainzlar - Treis a. d. Ldo. Mainzlar, am 2. November 1921. 116366 Hefsifche Bürgermeisterei. Bogel. Bekanntmachung. Jugendorganisationen, auch Fugendabteilungen Ivlcher Vereine, die ihrer Dercichnung nach deine Iugendpflegevereine sind, z. B. Fugendabteilungen der Inrn«, Ruder-, Schwimm-, Ballspieloereine usw., vorausgesetzt, dah der Zweck dieser Vereine in der Pflege von Leibesübungen besteht, erhalten unter den tarifarischen Voraussetzungen Fahrpreisermähigung 3u den Wanderfahrten und zur ^Beteiligung an spart- lid)tn Veranstaltungen, z. B. Austragung von Wett« dämpsen. Vereine, die die Fahrpreisermähigung in Anspruch nehmen wollen, muffen jedoch al» zur Inanspruchnahme berechtigt behördlich anerkannt sein. Diese Anerkennung wird für Vereine, die ihren Sitz im Stadtaediet Gletzen haben, durch das Städtische Wohlfahrtsamt ausgesprochen. Anträge auf Anerkennungsind demgemäß an den Oberbürg rmeifler zu Eiehen, Wohlfahnsamt, Garten, straß« 2, Oderge!chof,, zu richten. (Es ist a) der Name, Sitz und Zweck des Verein», b) der Name und die Wohnung des Vorsitzenden anzuqeben. Ferner sind die Satzungen de» Verein» beizufügen Die Benachrichtigung von der Anerkennunq und nähere 'Mitteilung über die bei Bestellung der Fahr, karten zu beobachrenden Vorschriften erfolgen durch die zuständige Eisendahn-Direktion. KAthe Haack Harla Lax ko W in dem dramatiechan Zeitbild aui schweren Tagen d Am Webstuhl der Zelt • •eclii gewaltig erjrr ifende Akte. Ferner diu Lustspiel-Bei programm. H Atz Dleeetae iu 8. Meveaber: HM Henny Porten in „Die Geier-Wally**. •esoesieisseeeose !! Horridoh! !! 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