Der deutsche Kurs erklärte Llemenceau, man wisse, hab der Sieg Die der London, 2. Ott. (WTB.) Dem .Obser- gemischte Kommission wird aufgesord-rt. das Ab- Iahresveriammlunq des deutschen Museums. Die Tagung des Völkerbundes. Die Dölkerbundsversammlung hat heute abend Deutschland die Demokratie triumphieren: wen» jedoch der deut chen Demvkrat.e noch grot e Schwierigkeiten in dem Weg gelegt würden, so werd« die Reaktion eine neue Gelegenheit erhalten. Der diplomatische Berichterstatter d.S wCb crixt" ist der LMicht, baß hinter den 3 a n 11 i o Umfragen we i t mehr stecke als bc idem ersten Bild ersichtlich sei. Gr frage, weshal. ti? französische Regierung die 90 030 Mann sra^z f, dxr Truppen, die in Ruhrort, Suubirg und Düsseldorf ständen, noch nicht zurückgezogen p-de, wo doch di caDlierte Konferenz ve pslichtet l-l diese Truppen zurückcuzieheit. Die Antwort Piräus set kcmpliziert. Die WieLt»ade-ier Der Handlungen zwischen Loucheur und Ratbenau hätten zwei Seiten: die eine, die Reparation betreffend, set für den ©ebraud) der Alliierten. Die andere, wichtigere, werde geheim gehalten. Fafir ich sei daran, mit Deutschland einen Handelsvertrag abzuschließen, bei dem die französischen Rchstvfse und die deutsche Technik und Handels- crganisation einen wcit .reichenden Ginslus) auf die gesamte Industrie Europas aus üben würden. Die freier des Wafscnftillftandstages- Paris. 2. Oft. (TBST3.) Heute vormittag hat General Pershing, der während deS Krieges die amerikanischen Stteit- k äste in Frankreich befehligte, auf dem Grabe des unter dem Triumphbogen beigesetzten unbekannten Soldaten die amerikanische Ehrenmedaille im Namen der amerikanischen Negierung niedergelegt. Aus diesem Anlaß fand eine militärische Parade statt, an der außer stanzösischen Truppen auch ein Detachement amerikanischer Truppen aus Koblenz teilnahm. Der Feier wohnten der Präsident der Repttblik. Millerand. Krieasminister Bar- thou, die Marschälle Foch. Petain, Faholle und Franchet d'Espereh sowie der amerllanj. sche Botschafter in Paris bei. Die Mission Aaholle Alliierten liege. Wenn die Alliierten die demokratischen Elemente unterflünen, so werbe in scheu Armeen systematisch ihr wildes Dernich- tungswerk. das heute Fvankreich seiner legitimen Mittel zur Gütererzeugung beraube, wahrend seine anderen Alliierten glücklicher seien und ihre Wirtschaft entwickeln könnten, nicht nur ' vollbracht, um Frankreich zu schwächen und ihm die Rückkehr zum allgemeinen Wettbewerb zu erschweren? Hätten sich die deutschen Soldaten, die die französischen Bergwerke au her Betrieb gesetzt haben, nachdem sie die Fabriken verwüstet hatten, wohl träumen lasten, das) man ihnen für ihre -wirtschaftliche Wiederaufrichtung, tote man es im vergangenen Jahre in Paris, 1. Oft. (WTB.) Die Mission Fay olle, die bekanntlich Zwischenfällen tn Venedig ausgesetzt war, ist heute nach Paris zurückgekehrt. Harding und der Waffenfrillftandstaq. London, 30. Sept. (Wolff.) Au« Washington wird berichtet: Präsident Harding hat eine Proklamation erlassen, in der das amerikanische Volk aufgefordert wird, am Waffen- stillstandstage mittags, wenn die Leiche des amerikanischen „namenlofen Kriegers", der in Frankreich fiel, auf dem Rationalfriedbof bestattet wird, ein stilles, zwei Minuten dauerndes Gebet zu sprechen. Auf allen .öffentlichen Gebäuden werden die Fahnen auf Halbmast stehen, desgleichen auf allen Heeres- und Flottenstalio- nen sowie auf allen amerikanischen Botschaften. Gesandt schäften und Konsulaten in der ganzen Welt. 65 ‘Pf.; für Reklame« Anzeigen von 70 mm Breite 250 Ps. Bei platz. Vorschrift20' ^Aufschlag. Hauplschriftleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil ID . Aug.Goetz: für den Anzeigenteil: yan» Beck, sämtlich in (Stehen. bie Vorschläge der dritten Kommission über Rüstungsbeschränkungen. über die Lord! Cecil (Südafrika) 'Bericht erstattete, angenommen. Die Vorschläge bezwecken u. a den Kampf gegen die Anwendung von giftigen Gasen, der am besten durch Veröffentlichung der emschlagtgen Erfindungen geführt werden könne. Dte Regelung des Waffenhandels soll durch möglichst schneite Ratifizierung des Abkommens von Saint G -iam durch alle Staaten, auch Nichtmitglieder erzielt werden; ferner sind Mahnahmen zur Zerstörung München. 1. Oft. (WTB) Anläßlich der (Jahresversammlung des Deutsche« Museums fand heute im Festsaal der Akademie der Wissenschaften eine AusschußNhung statt, zu der u. a. Staatssekretär Lewald für big Reichsregierung, verschiedene Minister und Rar- dinal Faulhaber erschienen waren. Der Vor- sitzende Dr. Krupp von Bohlen gedachte mit ehrenden Worten des ehemaligen Kaisers Wilhelm, der dem Museum wertvoll« Stiftungen zugewendet habe, sowie des ehemaligen Königs Ludwig, to fteti Anteil an ton grohen Werke genommen habe. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dah In den deutschen Landen trotz der politischen Umwälzungen me bteßiebe zu den Wissenschaften und die Hoch'chahung menschenveredelnder Arbell schwinden möge: Der Schöpfer des Museums, OSkar v. Miller, gab seiner Freude über die Förderung und Unterstützung des Museumbaues durch das Reich und die bayerische Regierung Ausdruck DaS Museum soll in drei Zähren fertig werden Seit der letzten Tagung ift dem Museum eine grobe Anzahl wertvoller Geräte, Instrumente und Stiftungen zugegangen. Die Stif- hmgen in Geld beziffern sich auf 7Vt Millionen Mark darunter drei Millionen Mark von der Interessengemeinschaft der chemischen Industrie und 300 000 Mark vom Verein Deutscher Papierfabrikanten. Für Bauzwecke stehen jeüt 24 Millionen Mark zur Verfügung. ES wurde beschlossen, ein Denkmal Goethes im MuseumS- saal aufzustellen. An Stelle des sahungsgemäh aus dem Vorstand ausscheidenden Krupp von Bohlen tritt Generaldirektor Reusch- Oberhausen 11. a. wurden zu Vorstandsmitgliedern neu gewählt Minister Gröber. llnterstaatssekretär Schulz. Professor Haber-Berlin und Kardinal Faulhaber. Das Vorstandsmitglied von Linde wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Am Schlüsse der Sitzung feierten Kultusminister Matt und Staatssekretär Lewald die Bedeutung des Museums und die verdienstvollen Männer, die sich in den Dienst des Werkes stellten. Sie versicherten. dah die bayerische und die Reichsregie- rung das Museum als besonderes Kleinod immer am Herzen liegen werde. Im Vordergründe deS Interesses stehen ' heute einige bedeutsame Kundgebungen, die sich auf unsere auswärtige Politik und aus ; die Würdigung beziehen, die die neuesten Ei- , eignisse in Deutschland bei unseren ehemali- , gen Gegnern finden. In der Völker-! bundSversammlung, wo die Beschränkung der Rüstungen zur Debatte stand, hat der Vertreter Frankreichs. Noblemaire. eine vielbemerkte Rede gehalten, in der er von der Möglichkeit sprach, dah an der Seite eines freien und ftiedlichen Frankreichs ein fteies und ftiedlicheS Deutschland lebe. Unter der Voraussetzung, dah der Pakt, der zur Einschränkung der Rüstung zu schließen sei, von allen Mitgliedern peinlich gehalten werde, also, dah Frankreich auf die Durchführung seiner Verttäge rechnen könne, sei Frankreich sogar geneigt, nicht nur eine Abrüstung zu empfehlen, sondern einen vollständigen Plan zur Einschränkung der Rüstungen bereitwillig anzunehmen. Was der Franzose sodann noch hinzufügte, deckt sich mit englischen Auslassungen. die uns vom amtlichen Wolffbureau in nicht mihzuverstehender Absicht eiligst mit- geteilt werden. Es handelt sich nämlich um die moralische Hilfe für das Kabinett Wirch gegen seine Widersacher. Noblemaire stellt daS Verlangen nicht nur einer materiellen^ sondern auch einer „moralischen" Abrüstung I Deutschlands. Die Lage bleibe beunruhigend und gefährlich, wenn eS der Demokratie tn Deutschland nicht gelinge, in dem tragischen Kampf, den die letzten Tage gezeigt hätten, siegreich zu bleiben. Während der Reichskanzler und seine Freunde vielleicht glauben, auS diesen Worten Kapital schlagen zu kön- neu, wird man auf anderer Seite | den unerfreulichen Ettidruck nicht los. daß das alte Spiel, das schon Wilson im Bunde mü übereifrigen deutschen Demokraten und Pazifisten gegen Deutschland trieb, sich wieder erneuert. ES ift immer etwas verdächtig, wenn auswärtige Gegner der nationalen Interessen eines Landes in dessen innere Politik ein- greifen, indem sie eine bestimmte Richtung gegen die andere scharf machen. Sv zerteilt man Deutschland, um eS zu beherrschen. Wir wollen also diese ausländischen Kundgebungen nicht allzu ernst nehmen und hoffen, daß demagogische Ueberireibungen in den Bestrebungen zum Schutze der deutschen Republik künftighin draußen nicht mehr den ungünstigen und durchaus unsinnigen Eindruck erwecken, als gefährde wieder einmal die deutsche Iunftr- kaste alles bisher erreichte. Von dem angeblich so friedlich gesinnten Frankreich gibt eS doch auch noch täglich gegenteilige Beweise seiner Polittk. Die neueste Rede ClemenceauS. die er aus Anlaß eines zu seinen eigenen Ehren errichteten Denkmals vorgestern gehalten hat, ist noch voll grinrmiqer Unversöhnlichkeit und Härte gegenüber dem Gegner. Einen anschaulichen Beweis übrigens von der wachsenden Unbeliebtheit des nationalistischen Frankreichs hat die Mission Faholle geboten, die bekannt- lich in Italien öffentlichen Kundgebungen einer feindseligen Gesinnung begegnet ist. Der Sachverhalt "ist bisher wenig bekannt geworden und wurde von der deutschen Öffentlichkeit keineswegs ausaenutzt. weil man die Empfind-1 lichkeit der westlichen Nachbarn nicht reiften; wollte. Während Italien zu der ftanzösischen! Ehrenfeier in den Ardennen, die auch der Erinnerung an einige tausend gefallene italienische Soldaten galt, eine äußerlich beschei- bene Vertretung, bestehend auS einem subalternen Offizier mit einigen Begleitern, entsandte. hatte das tatenluftige Frankreich zu einer ähnlichen Feier in Venedig einen leibhaftigen Feldmarschall mit einem ganzen Stab von 'Heerführern aufqebvten. Und dabei sind an der italienischen Front nur einige zwanzig französische Soldaten gefallen! Die italienische VollSstimmung merkte das Mißverhältnis, und die Mission Faholle begegnete den peinlichsten Kundgebungen. Man spricht sogar davon, dah fte unter dem Schutze einer italienischen Wache heimlich und bei Nacht und Nebel wieder habe abreisen müssen. Ur. 231 Der siebener Anzete« erfcheint täglich, außer Sonn- und feiertags. Monatliche tze;üg5preift: Mk 5.50 einschl. Träger- lohn, durch die Post Mk. 6.50 einschl. Bestell- gelb, auch bei Dichterschei- nen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fernivrech.Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Druckerei. Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siegen. poitschecktonto: Sranrf«rt e. M. UM6. kommen über den Waffenhandel vorzuberei-1 die letzte Offensive vor Beendigung des Krieges ten, das noch vor der nächsten Völkerbunds- erklärte Elemenceau, man wisse, daß der Sieg 1 Versammlung der Internationalen Konferenz unter-l das Wert der Alliierten sei. Frankreich breitet werden soll. Der von der letzten 2er- • jC| nicht würdig seiner selbst, wenn es das Versammlung ausgesprochene Wunsch gegen die Der- verbiete sich bei dem Umfang der mo- rnehrung der Rüstungen wird vn^icholl, wie ^men Kriege von jetzt ab für jedermann, vom auch bie Forderns nach ^mfitdungsi über den I ^lIltarißmu6 -u lräumcIL Frankreichs Gewissen, S^n Mnbem6 2ori> Cecil schloß seine Dar- Frankreichs Gefühle und Frankreichs Wille seien legungen mit der Forderung nach einer groß- für den sieben Fra^eich werde niemals eoie anadeaten Weltpropaganda für die Rü- Gelegenhett vvrubergehen lassen, dies zu bewet- stungsdekämpfungen und mit einem Appell an [en. Deutschland habe ftch von Herrschaftsgelusten die Arbeitecllasfe. der Im Laufe der Debatte von letten lassen. Frankreichs Richtschnur sei, nicht zu verschiedenen Rednern angenommen wurde. Alle beherrschen und nicht beherrscht zu werden. 5ranf Steiner stellten sich auf den Boden des Korn- reich« Wille fei, in einem Stieben der G e - missionSberichtS rechtigkeit zu leben ober unterzugehen. Der ‘ T Tr n i r, fcuu »in- nrohe Rebe, in Redner fuhr in feinem Gefühlsetguß fort, indem Noble malte hielt eine große Red^ « K fagtc> tn Versailles habe man Deutschland auf txrr er Tagte. ,.^>ar ist b l e ™ 1 oie Knie gezwungen. Warum habe man ihm ge rustung Deutsch anbs. die ^lb^erunEr Aa vergessen? Man habe Deutsch- Mnteitorift für akrpflititungen er- neuer Rüstungen ist noch nicht beseitigt, so datz nld)t mcßr »äbl?n. Rach dem -^rm^ia1 to^öTe w'AE 213 Worilaut des Friedensvertrages hätten die Ver- überflüssig ist. so wenig wie d^e m Artikel 213 beutf(^n Armee abgeurteilt werden und die durch franzo fischen Antrag f müssen. Was sei daraus geworden? Richter und Staaten vorgesehene L»ef$uINgte, die Banditen von Leipzig, seien im sonderem R-chdruck erhob hte^uf ^ovlemaire » wordcn. und ihre Opfer die Forderung der m or all chen Aoru wng^e^nan ausgepfiffen. Gestern, so sagte Clemen- d^e wichtiger ^.die matemelle eu Nach sem^ ^^n wir Sieger. Daß man uns nicht so Ansicht hat sich diese moralische A Ich brinat uns zu fragen, ob wir es heute noch wiss^^nichtib sich^dori s-nd! Rach'einer vollkommenen Begleichung der mit Deutschland? Wir wissen nicht, vv sich oort Reparationen die Deutschland für seine barban- diese unentbehrache WEu^ d^ GnfteS und Verwüstungen schuldes stehe nichts höher als des Herzens vollzogen hat, oder wissen ^ankrrichs. ^m den Frieden auf- SU gut. daß sie noch aus starke Widerstände stoht^ j a hätten Frankreichs Alliierte Wir sehen wie auf der ganzen deutsch Llotwendigkeii begriffen, ihm ihren Beistand Äirita «Mn «Ä £ £* * ÜS?ä S fit .5? fchen den I u n ke r n unb ber e m o tr i . befi VZdtftieden sicherstellen wolle bis zum außer- I unb ba können wir uns unsere Sicherheit die mit | cvt»n oihpr b»r ixuififtlfcbe Ozean sei sehr der Sicherheit ganz Europas zusammenfällt. ge- sten ©te^e f^r X In der SS« nnh qn»r ober will bestreiten, daß tn wieder gut zu machen, die heute offenbar seien. bWt Lnto tot MmM XtÄÄ ÄÄ Das fei so führte Noble- den ebenso wie England und Frankreich. Das sei wS einfach der Sinn des Eingreifens der Vereinigten Staa- Lr Wlllk' nicht noch ^einmal' biTXeuel bS ten an ber Seite ber Alliierten gegen Deutsch- I ™ »Heben- in biefem ©elfte arbeite land gewesen. Es wäre ein fdtfamer Epilog, Frankreich im Völlerbund und werde jetzt auch wenn sie die^verireter der Ztvilifation 35 ÄÄ Ä nes Landes und auch des Völkerbundes in fol- Menschlichkeit tun^ugeben, für bie [i€ äu f5nnen; -ri sÄ würbe »on „ielfa^ W ÄÄ- kundgebungen unterbrochen, ^um Schluß beglück- derartigen Versuch finden sollte, dann wünschten zahlreiche Delegierte den Redner. ^äide die Desavouierung durch die Völler nicyt 2llle späteren Redner. Fisher (Snglanb), auf v-arten lassen. Gebe es beiipielsweise Hymans (Belgien) und auch Lord Cecil jemand, der nicht erkenne, daß die finanzielle schlossen sich der Rede an und hoben die SBe- Viederlage Frankreichs in diesemAugen- deutung ihrer Darlegungen zum deutsch-ftanzöfi- bIid für Frankreich die gleichen Folgen w e eine schen Problem hervor. So gab Fisher zunächst Viederlage der Waffen haben wurde? Heber- dem Verständnis Ausdruck, das England der fran-1 yas wirtschaftliche Leben nicht alle Zweige i zösischen Auffassung entgegenbringe. Iedoch feien Tatigkett? Es gebe keine alliierte Regierung, nach feiner Ansicht die friedlichen Gefichle nicht ^us Gründen eines umfangreicheren 03er- nur auf der einen Seite deS Rheins, der Friede x^hrs die Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Europas und der Welt werde erst möglich, wenn xäkigkett auf Kosten Frankreichs brgünsti en Frankreich und Deutschland ihre Gegensätze etwas krolle- das wäre Verrat. Hätten die deut- vergessen hätten. Er zitierte bei dieser Gelegen- - - -........ beit Deispide ritterlicher Gesinnung deutscher Kriegsteilnehmer und sagte schließlich, daß nicht nur Frankreich, sondern auch England den Frieden wollte. Frankreich und England, erklärte er wörtlich, sind in der letzten Zeit auf dem diplo- I matifchen Boden Europas nicht immer einig ge- I wefen. Aeußem Witt ich aber nichts darüber, meine Herren. Beide Staaten verfolgen das gleiche Ziel, beide wotten für den Frieden arbeiten, selbst wenn sie in den Methoden nicht überetnftimmen. Hymans (Belgien) sah in ilcbereinftimmung Englands und Frankreichs ein bedeutsames Ereignis, in das auch bie tn Der Versammlung vertretenen Leinen Staaten bie größte Genugtuung empfinben. Lorb Robert Cecil ber bie Debatte beschloß, bezeichnete bie IRebe Noblemaire- als bas große Ereignis ber gegenwärtigen Tagung. Er ift ein-1 I verstanden damit, daß man der Freundschaft Englands für Frankreich Ausdruck gibt, hält es aber für unehrlich, wenn man nicht auf gewisse Mißverständnisse, die in der öffenttichen Mmnung weiterbestehen. hinweist, die allerdings durch Reden, wie die der ftanzösischen Delegierten zer- streut werden können. Er hoffe, daß RoblemaireS Rede tn England, vor allen Singen aber auch m Deutschland, gelesen werde und schließt nut Den Worten „3n dem Kampfe zwischen Dem Deutschland der Hunker und dem Deutschland der Demokraten muß der Völkerbund sich auf bie richtige Sette stellen unb allen benen seine hilfsbereite Hanb reichem Me bort für ben Stieben arbeiten. Hieras wurde einstimmig ber Antrag Schanzet auf Annahme Kommissionsanträge angenommen. Erstes Blatt Ul. Jahrgang GietzenerAnzeiger Montag, 3. ©ftober 1921 Annahme von Anzeige« für bie lagesnummer bis ;um Nachmittag vorher ohne jede Derdindlichkeit. Preis für t mm höhe für Anzcigen v 34 mm Steile örtlid) 55 Pf, auswärts Spa getan habe, Geld geben würde'. Ober hätten Sie glauben können, bah man bie gerechte Reparationsschulb, wie im Mai bes Iabtes, auf bie Hälfte berabfehen werde? Frankreich verzichte ebenfotoenig wie auf bie Anerkennung des ihm Geschuldeten auf Bürgschaften für feine Sicherheit. Frankreich müsse gemäß bem Friebensvertrag baä Vorrecht ber Repa- rations schulb vor allen beutschen inneren Echulben verlangen. Es müsse gemäß bem Frid>ensverttag forbem, baß jeher Deutsche wenigstens ebensoviel Steuern zahle wie jeder Franzose. Das seien Klauseln ber Billigkeit, deren keine bis jetzt auch nur ben Versuch ber Erfüllung gefunden habe. Jede Verminderung der finanziellen Verpflichtungen Deutschlands dadurch, dah man ihm die Gesamterfüllung erleichtere, ver- I ringere zu gleicher Zeit die Bürgschaften für Me | Sicherheit, deren Verlängerung nach dem Wori- laut des Friedensverirages als Strafc für Verfehlungen von feiten Berlins zulässig sei. Zum Schluß sprach Elemenceau noch von einer mangelhaften Vorbereitung Frankreichs für den Krieg unb forderte, im Frieden wie ftn Kriege das ewige Eine Rede (Hentenceaus. Lritwort nicht zu vergessen, daß das Vaterland Paris 2. Oft. (WTB.) Georges ^le- über allem stehe. SmU p°-! Aus ben -nqlisck-n «'tt-chtung-u litis che ^ede, in der er sagte, das heutige dcutsch-franzSsischen Verhältnisses. Fest sei ein Fest des siegreichen Frankreichs. - - - Franfteich habe gewollt, unb Frankreich habe voll- \ Jr D "_u^ndertt^Derichtttftatter Es | I brach, Di- RaUjWe „erben, d^SchiÄar und Sbuttttadfagtc |wÄnme «Itoi General-Anzeiger für Gberheffen Pnid «nd verleg: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Sthriftldtung, Geschäftsstelle und Druckerei: 5chulstraße 7. r dem Reich hierüber in Verhandlungen 1! i WwM mit Zuversicht in den Wahlkampf eintritt. oder ISlam. Wenn Opfern befohlen, ihr M. Trc V* mals mit tritt. Sitzung des Landesausschusses der Demokratischen Partei. MN» »ir.aus-lE »gern, wird den zu graben. Wenn — 3m Dom zu Münster werden nach einem Bericht der »Kunstchrvnik" Wiederher- Die Vorgänge in Indien. London, 2. Oft. (Wolff.) Reuter meldet aus Calicut: Die Lage in Milattur gestaltet sich sehr ernst, die Aufständischen stellen die Hindus vor die Alternative: Tod *’ Treibriemendieb st ah l. Am Samstag vormittag gegen 12 Ahr wurde an der Baustelle in der Senkenberger Strahr ein etwa 12 Meter langer und 10—12 Zentimeter breiter Treibriemen entwendet. Vor Ankauf wird gewarnt. •* Desihwechsel. Das Anwesen Reustadt 21 — 23, in dem ein Kolonialwarenge- schäft betrieben wird, ging durch Kauf an H. Günther aus Steinbach über. Der neue Besitzer führt daS Geschäft unverändert weiter. ** Der Verban d der Getreide- und Futtermittelhändler Deutsch- Aus Stabt und Land. Gießen, den 3. Ott. 1921. Wettervoraussa-c für Dienstag. Frühnebel, wollig, meist trocken, tags etwas kühler, nachtS kalt. Winde aus nördlichen Richtungen. Ein von der Atlantik herannahendes Tief bringt uns Bewölkung und stellenweife Rieder- schlüge. Durch die nördlichen Winde werden wir mit stärkerer Abkühlung zu rechnen haben. mW? Ixbetaufni .‘tr Themis LriiShnm In ’rtunftfe 'veilägiger reber- : Nationen Diel ti: dir l'ttcn. cd' .-»M braue 3 ««m. rm. Darmstadt, 2. Oft Der Landesausschuß der Deutschen demokratischen Partei in Hessen tagte heute zwecks Ausstellung der Kandidatenliste. Zum Eingang der Derhandlungen ging der Dorsitzende, Herr Finanzminister Henrich auf die durch den Aebertritt Dr. Streckers zur Sozialdemakratie geschaffene Lage ein. Man war mit ihm einmütig dec Auffassung, daß der bisher vor Dr. Strecker im Austrag der Partei bekleidete Posten des Präsidenten des Landesbildungs- a m t e s durch einen von der Partei vorzuschlagenden Dertrauensmann neu zu besehen ist Damit soll aber in keiner Weise der von der Partei angestrebten Dereinfachung der Regierung vorgegriffen werden. Da nach übereinstimmender Meinung der Regierung und der beiden anderen Koalitionsparteien die Ausführung der Dereinfachung bis nach den Wahlen verschoben werden soll, s ohat die Besetzung des der Partei zustehenden Regierungspostens, die aus politischen Gründen nötig ist. für die Zell bis zu den Wahlen keinerlei hindernde Wirkung in der Richtung der Dereinfachung. Der von der Partei vorzuschla- gende Ersatzmann für Dr. Strecker kommt darum lluch nur für diese kurze Zeit für das Amt in Betracht In Bezug auf den» Kandidatenvorschlag stellte man sich auf den Standpunkt daß provinzielle gegliederte Listen einzureichen seien. Durch daS Ausscheiden Dr. Streckers als Parteikandidaten für die Landtagswahlen werden indessen erneute Derhandlungen der Pro- vinzialverbande nötig fein, die aber innerhalb kurzer Frist erledigt fein müssen. Ebenso einmütig einigte man stch über die Richtlinien für ein W^bivrogramm Rach Besprechung wahlorganisa- torischer Fragen schloß der Vorsitzende die Derhandlungen mit der Feststellung, daß die Partei A't'; w des Atlantischen Ozeans am Aeguator, während der Stille Ozean sich fast dem Indigo nähert. Alle diese vier Meere gleichen sich jedoch darin, daß in der Rähe der Küste die Farbe sich ändert und grün wird, oft ein so starkes Grün, daß es fast schwarz erscheint Wenn bad Wasser bewegt ist, wanbelt sich daS Grün zu einem bräunlichen Tom bei einem ruhigen Sonnenuntergang leuchtet die Oberfläche in einer ganzen Skala der zartesten Färbungen, Rosa, Topas, Smaragd und Purpur. Es gibt auch örtlich begrenzte Ursachen, die die Farbe des Seewassers beeinflussen und ihnen an bestimmten Stellen eine ausgesprochene beständige Schattierung verleihen. Ein Grund von weißem Sand ruft eine grünliche oder apfelgrüne Farbe hervor. In der Dai von Loango erscheint das' Wasser infolge des roten Grundes in einem tie- len Rot. Rings um die Küsten von Reuseeland gibt es Meeresstellen, an denen zahllose schwimmende rote Tierchen eine Karmoisinfärbung des Wassers zur Folge haben. An den Küsten Japans ist die See gelb, und wesllich von den Kanarischen Inseln hat sie ein scharfes Grün. Im Hafen von Lima in Peru ist das Meerwasser olivfarben, während in der Rähe des Kap Palmas und längs des Golfs von Guinea das Schiff oft durch eine See von Milch zu fahren scheint. Alle tropischen Meere nehmen gelegentlich die Farbe deS Feuers an; man nennt bte Erscheinung Phor- phoressenz, unb sie wird burch Tausende von schwimmenden Tierchen oder durch die toten Körper gewisser anderer Fische, die ein intensives Licht ausstrahlen, hervorgerufen. Landschaften kleinere Anstalten auszubauen hätte, indem die Eigenart des besonderen Stammes mehr betont würde. In den maßgebenden Kreisen wählte man den letzteren Weg unb überlieh die Schaffung eines Fleilicht-Museums bei Berlin der Zukunft. Das dänische Beispiel hat bewirtt, daß in Husum, Meldorf unb Kiel mehrere kleine Flellicht-Museen entstanden, während ein deutsches, erst während des Weltkrieges entstandenes, das Haderslebener, jetzt durch die Abtretung von Rordfchleswig in dänische Hände gelangt ist. Auch in Königsberg in Preußen unb in Oldenburg sind Freilicht-Museen gegründet, in Bremen wird darüber verhandelt. In Stade ist ein beschränkter Versuch mit der Errichtung eines Elbmarschen- hvfes gemacht, in Zelle ist ein vaterländisches Museum erbaut, das auch die älteren Wirtschaftsbetriebe in seine Sammlungen aufgenommen hat. Auch in anderen Sammlungen werden die Aufgaben eines Freilicht-Museums zumtell behandelt. so in Altona durch die Berücksichtigung der Elb- und Hochseefischerei, im Germanischen Museum zu Nürnberg, im Bayerischen Museum zu München, im Städtischen Museum zu Hameln. Eine größere Anzahl ländlicher Wohnräume ist im Museum Flensburg, im Thaulow-Museum zu Kiel, im Museum Meldorf, in der Sammlung für deutsche Dollskunde in Berlin aufgestellt. Auch die Wiederherstellung der großen Burgen des Mittelalters, der Wartburg, der Marienburg unb der Hohkönigsburg ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen. Ein Rechtsqutachten über die oberschrefische Frage. Berlin, 1. Oft (Wolff.) Der bekannte ame- rikan-s-che Rechtssachverständiqe David Hunter Miller erstattete sein Rechtsgutachten über die o b e r s ch l e s i s ch e F r a g e, die augenblicklich dem Döllerbundsrat vorliegt' Miller ist eine Autoritär auf dem Gebiete des Völkerrechts. Er war juristischer Berater im Staatsdeparte- ment zu Washington, kam mit einer Mission beS Obersten House nach Europa unb wurde später juristischer Beirat der amerikanischen Kommission für bte Friedensverhandlungen. Auf der Pariser Konferenz war er Rechtsbeistanb Wilsons. Miller hat sich in erster Linie mit der Ausarbeitung des ersten Teiles des Friedensverttages befaßt, der di? DölkerbundSsahungen enthält. Er gilt deshalb als einer der besten Kenner des Gedankens, aus dem heraus bet Bund geschaffen wurde, sowie der Prinzipien. nach denen er handeln soll. Außerdem war Miller bei der Ausarbeitung zahlreicher anderer Bestimmungen des Friedensverttages beteiligt Unter Heranziehung der allgemein anerkannten Prinzipien des Dölkerrechts kommt Mil- ler auf Grund des Friedensvertrages und aus seiner Geschichte zu dem Ergebnis, daß nach dem Resultat der Dollsabstimmung Oberschlesien ungeteilt Beim Deutschen Reiche verbleiben muh. Die Reichsregierung lieh das Gutachten des bedeutenden Rechtsgöehrten dem Dölkerbundsrat ht Genf sowie den Regierungen der Entente- ffaaten überreichen. Paris, 1. Ott (WB.) Dem „3ournat deS D6bats" wird aus Gens gemeldet, daß der Urteilsspruch in der obetschlesi^chen Angelegenheit vom Döllerbundsrat jedenfalls nicht vor acht bes zehn Tagen erwartet werden könne. Der Korrespondent deS Blattes läßt aber keinen Zweifel darüber, daß man sich übet eine Formel noch nicht geeinigt habe. Aus dem Reiche. Die Frage der Unabhängigen. Berlin, 2. Ott Die Reichstagsfraktion der Unabhängigen sozialdemokratischen Partei erklärt in einet Antwort auf die Anfrage der Sozialdemokratischen Partei, ob unb unter welchen Bedingungen die USP. bereit wäre, in das Kabinett Wirth einzutreten, bevor die USP. die genaue nBedingungen formuliere, frage die SPD., ob alle Koalitionsparteien bereit sein würden, die wichtigsten Punkte des Programms der Unabhängigen zu akzeptieren, wie: Schuh der Derfassung, der durch eine entsprechende Iustizresorm und gesetzliche Maßnahmen gegen antirepublikanische Maßnahmen wirksam gemacht werden müßte, gründliche Erfassung der Goldwerte und Sozialisierung des Bergbaues. Sie ersuche die Leitung der SPD., das Resultat der Feststellungen mitzuteilen. Die Einschränkung des Brennrechts für Kartoffeln. Berlin, 30. Sept. Im Interesse der Der- sorgung der Bevölkerung mit Speisekartof- seln ist auch in diesem Iahte wiederum eine Einschränkung der Verarbeitung von Kartoffeln in Brennereien erforderlich. Durch eine in diesen Tagen im Reichsgesehblatt erscheinende Verordnung hat daher der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft angeordnet, daß nur da- Verarbeiten von selb st gebauten Kartoffeln in landwirtschaftlichen Brennereien unb lediglich in Höhe von 2 0 P rozen t des Drennrechts gestattet ist. Ein Aufkäufen von Kartoffeln zur Verarbeitung in Brennereien ist verboten. Die Landesregierungen sind ermächtigt, zur Durchführung dieser Vorschriften nähere Bestimmungen zu treffen. Diese im Interesse dec Speisekattoffelversorgung notwendige Einschränkung des Brennrechts für Kartoffeln dürfte auch für die Landwirtschaft erträglich sein, da ihr die Möglichkeit gegeben ist, an Stelle von Kartoffeln Mais zu Sviritus zu verarbeiten, und bekannllich die Maisschlempe als Futtermittel erheblich wertvoller ist als die Kartoffelschlempe. Der Kellnerstreik in ‘Berlin, Berlin, 2. Oki. Wie das „Berliner Tageblatt" vom Vorsitzenden des Vereins der Berliner Hotelbesitzer erfahrt, ist im Laufe des gestrigen Nachmittags ein großer Teil der Streikenden in ihre Arbeitsstätten zu- rückgekehrt und hat sich mit den bewilligten Lohnerhöhungen einverstanden erklärt. Gegen abend hatte bereits weit über die Halste der Kellner in den Berliner Hotels Hie Arbeit wieder ausgenommen. Das ReichSwtttsckmftSministerium hat Arbeitnehmer und Arbeitgeber für morgen zu einer unverbindlichen Vorbesprechung eingeladen. Wie die Blätter melden, ist es an einigen Stellen zu Zwischenfällen gekommen. Berlin, 3. Okt. Der Streik im Berliner Gastwirtsgewerbe geht unvermindert weiter. Am Sonntag waren fast alle großen Betriebe geschlossen. Ver- schiedenllich kam es zu Ausschreitungen der Streikenden. So drang ein Trupp Ausständiger in das Restaurant von Hiller Unter den Linden ein, wo eine große Anzahl Gäste, darunter auch Herren der auswärtigen Diplomatie, die in ihrem Hotel nicht perpflegt werden können, beim Mittagessen war. Die Kellner wurden von. den Ausständigen geschlagen. Erst nachdem polizeiliche Hilfe herbei- geholt worden war, konnten die Eindringlinge aus dem Lokal entfernt werden. Aehnliche Vorgänge spielten sich in mehreren anderen größeren Restaurants ab. Der frühere König von Württemberg f. Stuttgart, 2. Okt. (Wolff.) Der frühere König von Württemberg ist im Alter von 73 Jahren heute vormittag verschieden. -trag' f J&gin Feuilleton. Freilicht-Museen. Die schon recht stattllche Zahl von Freillcht- Museen, die es heute gibt, stellt Geheimer Baurat K Mühlke in einem Aufsatz der „Gcenzboten" zusammen. In Skandinavien wurden bekanntlich zuerst solche Freilicht-Museen begründet, und hier bat Sfanfen bei Stockholm schon lange vorbildlich gewirkt. Die ländlichen Betriebe Schwedens werden hier durch Ueberführung entbehrlicher Bauten ober ihrer Rachbildung dargestellt, in einem Zoologischen Garten werden nur nationalwichtige Tiere gehegt, auch einen Stamm nomadisierender Einwohner, Lappländer, mit ihrem Betrieb, unb die verschiedenen Typen ländlicher und handwerklicher Bauten werden vorgeführt. Delekanierinnen in der alten Volkstracht sind als Wärterinnen angestellt und führen ihre Tänze vor. Eine Ergänzung zu 6laufen bildet das benachbarte völkische Rationalmuseum, das „Rordi che CHiuleum“. Kleinere Freilicht-Museen haben die alte DischofS- stadt Lurnb, ferner Zönköping am Eüdende des malerischen WetterseeS, unb ebenso Rorwegen auf der Halbinsel Dygboe am Fjord Christiane, und am Ueberlandswege nach Bergen im Gudbrand- tale nach dem Städtchen Lillehamer, unb Dänemark in bem Vorort Lyngby bei Kopenhagen. Auch in Deutschland ist man nach diesen Vorbildern der Frage der Errichtung von Freilicht- Museen näher getreten. Vor dem Wcl kriege wurde viel erörtert, ob ein gemeinschaftliches Freisicht-Museum in der Landeshauptstadt errichtet werden sollte oder ob man in den einzelnen Aus Hessen. Aus bem Finanzausschuß. rm. Darrnstadt, 2. Oft. Der Finanzausschuß des Landtags kam in seiner Beratung am Samstag nochmals auf die Dorlage bett, die Gewährung von einer Million Mark für das Oppauer Unglück zurück, da die Abg. Knoll und Ruh inzwischen hierzu Anträge gestellt hatten. Der erste Teil des Antrags Knoll wird für erledigt erklärt, der zweite Teil, der die Ueber» wachung explosionsgefährlicher Betrieb? betrifft, geht an die Regierung zur Einleitung weiterer Schritte. Zu dem Antrag Ruß betr. die Regelung der Schäden durch das Reich und das Land wird festgestellt, daß Baden auch die E^plosionSschäben vergütet, während Hessen nur für die eigentlichen Brandschäden eintritt. Die Regierung wird ersucht, die notwendigen Schritte mit den Rachbarstaaten zu übernehmen. Die Dorlage der Regierung betr. bas Wasserst rahengesey löst eine längere Aussprache aus, ba zum Ausdruck kommt, daß die hessischen Verhältnisse anscheinend doch in dem Vertrag nicht hinreichend gewahrt und geklärt erscheinen. Der Finanzausschuß beschließt daher, der Vorlage zunächst noch nicht beitreten zu wollen. Die Beschaffung einer Prv- jektionsanlage für Bad-Rauheim wirb bewilligt. — Auch die Regierungsvorlage betr. den Erwerb der Grubenselder Ernst und Friedrich V. von der Stabt Frankfurt unter den vereinbarten Bedingungen wird gutgeheihen. — Die Vorstellung des Hessischen Beamten- a u s s ch u s s e s betr. Gewährung einer einmaligen Beschaffungsbeihilfe findet von feiten der Regierung wenig Unterstützung, doch be» schließt der Ausschuß, daß das Ministerium noch- landS yat im Anzeigenteil der SamStagS- nummer ein Flugblatt veröffentlicht, das sich gegen haltlose Gerüchte über angebliche Getreideschiebungen durch den legitimen Getreidehandel wendet. Der Verband erklärt, daß er gegen jegliche Getreideausfuhr sei und bei der Reichsregierung den Antrag gestellt habe, sie möge ein Gesetz einbringen, das die Todesstrafe für derartige Schiebungen vorsieht. Bornotizen. — TageskalenderfürMontag. Hör» saal 44 der Universität, 4 Uhr, öffentlicher Vortrag über den Entwurf eines neuen deutschen Strafrechts. — Großer Hörsaal, 8 Uhr, Beginn der Proben des Akademischen Gesangvereins. — Astoria-Lichtspiele: Ab heute bis einschl. DonnerS» tag „2c granb jeu“. — Lichtspielhaus: Ab heute bis einschl. Donnerstag „Die Frauen vorn ®naben* stein" unb „Knoppchen ißt Hasenbraten". — AuS bem 6tabttbeaterbureau„ In der Eröffnungsvorstellung von »Was ihr w o l l t", am kommenden Mittwoch» sind in den Hauptrollen beschäftigt die Herren Teleky, Goll, Volck, Juhnke, Leutl-eiser, Helldom und Döring, sowie die Damen Koop, Türk und Keller. Die Spielleitung führt Direktor Stei. goetter, der das Werk auf unsere Bühne eingerichtet hat. Landkreis ließen. . k Allendorf a. d. Lumda, 30. Sept. Begünstigt durch das schöne Wetter der letzten Wochen ging hier die Kartoffelernte sehr rasch vonstatten. Sie ist bereits beendet. Der Ertrag ist so gering, daß die hiesigen Verbraucher noch 4—6 Waggon Kartoffeln von auswärts beziehen müssen. — Die Landwirte haben trotz der Trockenheit bereits mit der Aussaat der Winterfrucht begonnen. — An der Dahn wurde Weißkraut auSgeladen: der Zentner kostete 85 Mark. w. Bersrod, 2. Olt Unsere Gemeinde ist seit 1908 mit noch sechs anderen Gemeinden bem Gruppenwasserwerk „Dieberg" angc- schlossen. Trotzdem Wasser genug vorhanden ist, so daß die sieben Gemeinden versorgt werden können, müssen unsere Einwohner schon den ganzen Sommer über, mit wenigen Tagen Ausnahme, bte trotz Wasserleitung in guter Pllege erhaltenen Brunnen benutzen. Darum hat eine Bürgerversammlung und der Gemeinderat einmütig beschlossen, eine eigene Wasserleitung zu bauen, um bem ärgerlichen Zustande ein Ende au machen. Ueber die Abfindungssumme ist man in erregten Sitzungen noch nicht einig geworden. Auf die demnächstige Schlußsitzung in dieser Angelegenheit ist man sehr gespannt — Die Vorarbeiten für ein Ehrenmal ber im Weltkriege Gefallenen unb der übrigen Kämpfer sind so weit vorgeschritten, daß die Aussührung nunmehr vergeben werden !ann. Es kommt vor die innen und außen erneuerte Kirche zu stehe ch und wird nur die Worte enthalten: Denen, die starben unb kämpften fürs Vaterland im Weltkriege 1914—18. Die Ramen der Gefallenen aber werden den Feldern der Brustwehr der Empor» bühne aufgemalt Kreis Lauterbach. X V e i t s h a i n, 30. Sept. Unsere Gemeinde beabsichtigt zuerst eine Wa sserlei tung zu bauen unb sich später der elektrischen Ueberlandzentrale anzuschliehen. Kreis Schotten. nt. Ulrichstein. 1. Okt. Die K caft- pvst zwischen Ulrichstein und Schotten erhält vom 1. Oktober ab folgenden Fahrplan: Rur werktags :ab Ulrichstein 11.10 Uhr vormittags nach Ankunft der Kraftpost von Mücke. Ankunft in Schotten 12 Uhr mittags zum. Anschluß an den Zug um 12.55 Uhr nach Ridda. Rückfahrt von Schotten 5.20 Uhr nachmittags nach Ankunft des Zuges 5.06 Uhr von Ridda. Ankunft in Ulrichstein 6.20 Uhr Die Verbindung zwischen Schotten — Gedern wird vom gleichen Tage ab aufgehoben. Kreis Friedberg. Bad-Rauheirn, 1. Oft. Die Geschäftsführung der 86. Versammlung der Gesellschaft deutscher Raturforscher unb Aerzte hat der Bade- unb Kurverwaltung Dad-Rauheim aus dem ®e- schästsüberschuß als Grundstock zur Beschaffung eines Projektionsapparates (Epidio- skop) den Betrag von 15 000. Mark unter der Bestimmung überwiesen, daß der Apparat unter Kontrolle der Bade- und Kurverwaltung allen Interessenten gegen entsprechendes Entgelt zur Verfügung zu stellen ist unb daß er spätestens in drei Iahren gekauft fein ipufj, anbernfalls bei Betrag der Vereinigung der Dad-Rauheimer Aerzte überwiesen wird. Die Firma Ernst Leih, Optische Werke in Wetzlar, hat einen Universal- Projektionsapparat in Schrankform nebst Zubeböl zu dem Preis von 36 400 Mark angeboten. Der noch fehlende Betrag von rund 21 000 Mars könnte aus laufenden Mitteln der Badestanstall Dad-Rauheim bestritten unb im Voranschlag für mc. $r< i e i)äft war gut un Käufer Mim MM tyell zur 1 ■rg JU W 'c'ten der . •jirft Arbeit Die nächste Wiederherstellungsrate aedeckt! Paris, 1. Okt. (WTD.) Zu der Mitteilung des Garantiekomitees, daß der am 15. R o v e m - her fällige Betrag der deutschenQIus- fuhrabgabe bereits durch deutsche Gegenleistungen ausgeglichen sei und daß Deutschland an dem genannten Taae keine Zahlungen zu leisten habe, schreibt der „Temvs", die am 15. Rovember fällige Summe der Ausfuhrabaabe für das Vierteljahr vom 1. Mai bis 31. Iuli werde vorläufig auf 310 Millionen Mark geschäht. In dem gleichen Zeitraum hätten die deutschen Sachliefe- i ungen, namentlich diejenigen an Frankreich (Kohlen, Kohlenvrodukte. Farbstoffe, pharmazeutische Produkte, Wiederaufbaumaterial usw.) einen Wert von 151 Millionen Goldmark gehabt. Die Liese- 7 ungen vom 1. August bis 15. Rovember würden mindestens ebenso hoch, geschäht. Infolgedessen fei der am 15. Rovember seitens Deutschlands fällige Betrag gedeckt. Paris, 1. Oft (WTD.) Wie der „Temps" mitteill, hat gestern eine offiziöse Sihung der Reparationskommission unter dem Vorsitze von Dubois stattgefunden. Zeder der Beteiligten habe seinen Standpuntt außeinanber- geseht und die Abteilungen der Reparations» kvmmissivn hätten Auftrag erhalten, die verschiedenen Auffassungen miteinander in Einklang zu bringen. ®ie Untersuchungen würden in der nächsten Woche fortgesetzt unb sobald ein Einverständnis erzielt fet, werde eine offizielle Vollsitzung abgehalten werden. Das Blatt weist daraus hin, daß die Verweisung des Wiesbadener Protokolls an die Reparations- kommission die ZuMmmung sowohl der fran- zösischen wie der deutschen Regierung habe. Der . Temps" glaubt feststellen zu können, daß die alliierten Vertreter den lebhaften Wunsch an «ben Tag legten, zu einem Einvernehmen zu gegangen, das den französischen Interessen unter jSBibrung deftenigen der Alliiertzn günstig wäre. Das Blatt füljrt auS dem Wiesbadener Prvto» '»koll einige Stellen an, in denen es heißt, daß die französische Regierung vor der ReparationS- kommission den deutschen Standpunkt unterstützen werde. --- Italien als Vermittler. P a r i S, 2. Okt. (WTD.) Die Dotschafter- konferenz hat heute vormittag eine Anregung der italienischen Regierung bei den alliierten Regierungen zur Kenntnis genommen, die Kabinette von Wien und Budapest zur Entsendung von Devoll- mächttgten nach Rom aufzufordern, um dort unter den Auspizien des italienischen Ministers deS Aeuhern ein Abkommen über die Frage des we st ungarischen Ge- b ietS zu schließen. Die Konferenz hat diesen Vorschlag angenommen und die alliierten Vertreter in Oesterreich und Ungarn beauftragt, die nötigen Schritte zu diesem Zweck zu unternehmen. 0 A tifl die Astoria-Lichtspiele Seltersweg 81 Telephon 2166 Achtung! Achtung! —v m feinster Auanuirung liefert Mäßige alte Preise! an. Die Anklage vertrat Amtsrichter Aeuroth. Verteidigung führte Aechtsantvalt Dr. Katz. hviien er« in Fahr, stein 11.10 ' Krastpost 1 Uhr mit* 12.55 Uhr nZLOUHr ; 5.06 Uhr 6.20 Uhr n-Ge« vufge- spd. Frankfurt a. M, 2. Ott. Weil die »am Trägerpersvnal der hiesigen 3c,ltun- Junge sich selbst geswtzen habe, nicht für erwiesen, so daß er sich keiner Amtsüberschreitung schuldig gemacht hat. Pin Waggon Kürbis, Weisskraut, Rotkraut, Wirsing, Zwiebeln und Acviel ciuaetrofsen. Verkauf TieaStari früh von 8 Ubr auf d. Vraud platt (am (viugang d.Botanischen Garten-). 01*11* Frau Frosch, Telephon 1051. Wir halten an Sonn- und Feiertagen sowie an Samstag - Nachmittagen keine Sprechstunden ab. L A.: 10667D Dr. Reinewald, Hals-, Nasen-, Ohrenarzt W Gesellschaft der Bade- i i dem ®t* Leschaliung I sSvidio- ter der De« oral unter [hing allen mtgelt zur «tcftcni ir Isoll^ Nauheimer Srnft Letz, Universal« .st Zubeho, 000 fflrf ideflanfiau -Wg sm Achtung! Wir kaufen jederzeit zu höchsten Tagespreisen Ällteisen, Lumpen, Knochen, Papier und sämtliche Metalle. Bestellungen werden nboebolt »>»», Jol). Schneller & domp. JSTÄÄM mc. Frankfurt a Ak.. 2. Okt. Die durch die Esplotion von Oppau hier angerichteten Schäden an Fenstern. Gebäuden usw werden auf 120—150 000 Markgeschätzt. Wie man fetzt hört, beträgt der Schaden in Oppau selbst und in der näheren Umgebung rund 1500 Millionen. Dabei ift die eigentliche Fabrik mit über 500 Millionen beteiligt. Mannheim, 2. Okt. (WA.) Aach der achten und neunten Totenliste sind die erkannten Toten auf 3 7 3 gediegen. Unerkannte Tote werden jetzt 75 gezählt. Die Zahl der Termihten betrug nach den letzten Veröffentlichungen 177. spd Dürkheim, 2. Okt Gin nachahmenswertes Verhalten betätigten die Bewohner von Dürkheim und Umgebung, die sich mit einem Auto mit TB c i n, enthaltend 435 Liter in Flaschen und 1374 Liter in Fässern nach verschiedenen Krankenhäusern, darunter in LudwigSbafen, fuhren, wo er für die Verwundeten abgegeben wurde. fpd. Oppau, 2 Okt. Die endgültige Zahl der Toten des Oppauer Unglücks ist noch nicht fest gestellt. Mit den 421 Toten, die daS Durgermeist eramt Ludwigshafen verzeichnet, ist die Höchstziffer der Todesopfer nicht erreicht. Von den 200 Vermissten dürfte ebenfalls keiner mehr am Leben sein. Ferner sind in die Zahl 421 diejenigen Toten, die Frankenthal, Mannheim. Schwetzingen usw. hatten, nicht eingerechnet NMWMMIack Ortsgruppe Gießen während d nähert. darin, ich ändert ier bewegt rräunlifr’1 ng leucht r zarwsien b PE n. die dre ihnen.an beständige t-v-ibem « S°rbe. eint das nent ttc* 'usecland . fchwiv" iiung des , Japans mW" >afenv°" livfarbea. mas und oft durch Ille y ^orbe des g 9P )tcnS inienst^ Turnen, Sport und Spiel. 1. Internationale- Wettschwimmen in Darmstadt. Am SamStag und Sonntag sand im Hallenschwimmbad das 1. Internationale Wettschwimmen statt. Der Zuschauerraum war bis auf den letzten Platz gefetzt. Auch der ehemalige Groh- heczog befand sich unter den Gästen. Die Wett- lampse wickelten sich programmähig ab. Mancher deutsche Rekord wurde verbessert. Die Resultate vom ©amdtag: 1. I. Seniorstassel 5 mal 50 Meter bei.: 1. V. f. v. S München 2,27; 2. Hellas Magdeburg 2,283/6. 2. Zuaendbrust 200 Meter: 1. K. Ortemann, Zung-Deutschl. Darmst., 3,22; 2. 4) Käufer ein. Um die Mittagszeit begann ■um daS grotze Packen, alles suchte möglichst qr.ell zur Dahn zu kommen, um noch vor Sonn- g zu Hause zu fein. Die Dahnverwaltung hatte eshalb einen Ansturm zu bewältigen, wie et den der Fall war, zumal auch der Ausflügler- ! [uitb Arbeiterverkehr sehr stark war. Der Höchster Streit. mc. Höch st (Main), 2. Okt. Am SamStag vriammeLten sich die Mitglieder des christ - chen Gewerkschaftskartells, um zu rm Streit mit der Farbwerksdirektion Stellung .'i nehmen. Die Versammlungsleiter brachten zum LuSdruck. daß mir strikte Einstellung auf dem Standpunkt der Gewerkschaften hier von Vorteil .b könne, alle Eigenmächtigkeiten der Arbeiter ien von Ucdel Warnen müsle man weiterhin I ^unverantwortlichen Hetzern, welche im Generalstreik treiben, besten Ausgang b-V- mmen ungewitz sei. Es könne absolut nicht , ie Befürchtung von der Hand gewiesen werden, ?af) er sehr zu Ungunsten der Arbeiterschaft WMalle. fpd. Frankfurt a.M., 2.Oft. Ueber die Wiederaufnahme der Arbeit in den Betrieben ker Chemischen Fabrik Griesheim-Elektron in 4 .trieshcim a. M., der Farbwerke Höchst und «der 3cunftfeibefabrifen in Kelsterbach wurde in 4 - und Arbeitnehmerorgani- Hlationen folgende Vereinbarung getrof- arung fand SamStag nachmlltag statt und hatte dus Ergebnis, datz sich 1212 Stimmen dagegen »ad 236 dafür erklärten. An der Abstimmung beteiligten sich etwa 45 Prozent der früheren Belegschaften. Die Abstimmung in Höchst und Kelsterbach findet Montag bzw. Dienstag stall. Schwurgericht. (Sieben, 1. Oktober 1921. Unter Ausschluß der Öffentlichkeit wurde heute gegen Elisabeth Rohrbach von Gießen wegen Abtreibung verhandelt. Geladen waren 14 Zeugen und 2 Sachverständige. Ursprünglich war Anklage von der Strafkammer erhoben worden; diese hatte aber auf Grund der vor ihr stattgefundenen Verhandlung den Fall an das Schwurgericht verwiesen, weil die Angeklagte der Abtreibung gegen Entgelt dringend verdächtig erschien. Die Geschworenen verneinten, diese an sie gerichtete Frage, bejahten aber die weitere Frage, datz die Angeklagte mit Einwilligung einer Schwangeren, die ihre Frucht vorsätzlich abgetrieben habe, ihr die Mittel zur Abtreibung beigebracht und bei ihr angewendet habe. Wildernde Umstände wurden ihr versagt. DaS Gericht verurteilte die Angeklagte zu drei Jahren S' Monaten Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust. Schärfend kam bei Ausmessung der Strafe in Betracht, dah die Angeklagte wegen Abtreibung bereits mit IV» Zähren Gefängnis vorbestraft war, und dah daS Mädchen, dem sie zur Abtreibung der Leibesfrucht die Mittel beigebracht batte, an den Folgen des Eingriffs, der eine eiterige Bauchfellentzündung zur Folge gehabt hatte, gestorben ist. Die Angeklagte, die bis zuletzt geleugnet Halle, erkannte das Urteil sofort als rechts träf- fc22 vorgesehen werden Sine Regierungsvorlage ■ »tragt daher, der Finanzausschuß wolle sich Mit der alsbaldigen Anschaf,ung des erwähnten ^vjettionsapparateS zum Betrage von 36 403 larf einverstanden erklären, vorbehaltlich 6in- ellung in den Staatsvvranschlag 1922. Starkenburg und Nheinhesien. Der Buchdruckerstreik ht Darmstadt. rm. Darmstadt, 2. Oft. Der Buch- ruderftreif ist, wie wir bereits kurz mittet« 1 konnten, am SamStag eingetreten. ES er- beinen keine hiesigen Blätter außer dem ; olksfreund, der die Forderungen der Buch« itder unter Vorbehalt bewilligt hat. Die : vteitenden erklären, dah die am 24. Septem« < t durch das Schiedsgericht festgelegten Ansätze unter Aichtkenntniö der Darm- rluer Lebenöverhältnisse bestimmt seien und Ließfalld für die heutige Teuerung aus« ichen. Da auch das amlliche Organ, die crmstädter Zeitung, nicht erscheinen kann, der Strett auch für das Ministerium, Be« ; den ufw. sehr unangenehm, wenn er sich rauszieht. ES sollen schleunige Derhandlun- 1 angebahnt werden. Xlreie Wetzlar. Groh-Rechtenbach, 2. Oft. Eine stlich-nationale V 0 l ks ve r sa m m- : n g Ler Rechtsparteien fand heute nachmlltag dem Orte im Freien statt Der Zudrang * ben Orten des Kreises Wetzlar war auher« 2enlltch stark. Die Versammlung wurde durch fr bei und Gesang einge leitet. Als Redner traten .l* Lehrer Martell- Frankfurt a. M. und !»chhänbler Sonnenschein-Warburg. Ihre ! esjuhrungen sanden lebhaften B i all. ♦ Hochelheim. 30. Dept. Gestern mit- Jrg gegen 12 Uhr entstand hinter der Scheune W Gastwirtes Jung an einem Strohhaufen ein • 5« Neuenweg 42. Schöne toerbillio iiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiim durch Favorit-Schnitte. 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Die Interpellation der Deutschnationalen über den Stand der Valuta wind innerhalb der ^eschäftsordnungsmäßigen Frist beantwortet toer- In der fortgesetzten Beratung der Interpellationen und Anträge -um Schutze der Republik tifto. beantragt Abg Bartz (Ä.), den kommunistischen Antrag auf eine allgemeine Amnestie mit der Debatte zu verknüpfen. Der Antrag wird angenommen. Abg. Marx (3.) appelliert an das ganze Voll, das Trennende zurückzustellen und zum Schutze der Weimarer Verfassung zusammenzu- fleben. Für die Deutschnationalen sei es einigermaßen prekär, über Ausnahmegesetze zu klagen. Gebe eS doch kein Ausnahmegesetz, an dem sie nicht beteiligt gewesen seien. Aber die Bestimmungen deS Präsidenten seien gar kein Ausnahmegesetz. denn sie richteten sich nut gegen Auswüchse Sie seien ein Notbehelf, den der Staat zu seinem Schuhe nicht entbehren könne. Seit Monaten wird von feiten der Deutschnationalen systematisch an der Beseitigung der leitenden Persönlichkeiten gearbeitet. Äem Wunder, daß die Regierung sich dagegen schützen mußte. Das Zentrum steht geschlossen hinter dem Kanzler Wirth. Wie man ihm den Vorwurf eines Rückzuges gegenüber Bayern machen kann, ist unverständlich. Die Ausnahmebestimmungen müßten wie gegen rechts auch gegen links zur Anwendung gebracht werden. Jedenfalls sollen Feiern von echt nationalem Empfinden nicht verboten werden: nur wenn ein parteiwidriger Charakter zutage tritt, muß ein Verbot erfolgen, denn sonst hätten wir die Gewalt sicher verloren. Wir sittd nun einmal ein geschlagenes Volk und müssen den Tatsachen Rechnung tragen. Die Vorwürfe der Rechten gegen Erzberger, als sei er ein Schädling im deutschen Volke, mußten zu solchen Erregungen führen, wie sie in dem Morde Mm Ausdruck gekommen sind und wenn gegen den Reichskanzler jetzt schon ein ähnliches Treiben einseht, so wird dies, wenn dem nicht Einhalt geboten wird, zu ähnlichen Ereignissen führen. Ein Mann, der in diesen schweren Zeit- verhältnissen in selbstloser Weise seine Persönlichkeit einseht, um unser Volk zu retten, bedarf der allgemeinen Unterstützung und unsere Partei steht hinter ihm, selbstlos und treu, wie sie in Der ganzen Zeit der Rot auch nicht einen Augenblick die Hand vom Ruder des Staatsschiffes gelassen hat. Es kann auch einmal der Augenblick kommen, wo auch unsere Geduld ein Ende hat < Zustimmung); mögen darauf unsere parteipolitischen Gegensätze und Kämpfe verlegt werden, bis zu ruhigeren Zeiten, damit wir alle zusammen- siehen können zur Entscheidung gegen die Rot unseres Vaterlandes. (Beifall.) Abg. Thiel (D.Vpt.) erwidert den Ruf zur Sammlung, bedauert aber, daß die Ausnahmebestimmungen ihrer ganzen Tendenz nach sich gegen die Rechte gerichtet haben. Unsere Auffassung, daß ein Mißverständnis vvrliegt, wurde auch schon durch einen Artikel im „Vorwärts" widerlegt, der ausdrücklich betonte, daß es sich um einen Komps gegen den Rechtsdolschewismus handele, die praktische Anwendung brachte uns aber den Beweis, daß der Begriff ..Rechtsbol- schewiSmus" gegen alle Richtkoalitivnsparteien zur Anwendung gelangt ist. Berliner Blätter, wie z. D. der .Lokalanzeiger" wurden in ganz unnötiger Weise verboten. Wir bedauern das aufs tiefste: der Reichskanzler hat aber gesagt, cm Eingriff in die kommunistische Presse hätte mit Rücksicht auf die Stimmung in Arbeiterkreisen nicht erfolgen können. WaS gerade aber hier an Verhetzung geleistet wird, überschreitet jedes Maß. Der Redner verliest Auszüge aus kommunistischen Blättern unter zunehmenden SntrüstungSrufen der Rechten und entrüftet sich über die Absicht der Kommunisten, die Leitung ihrer Blätter den durch die Immunität gedeckten Abgeordneten zu übertragen. Auch der ,.D 0 rwärts" habe gedroht, das Gesindel der Rechten an den Laternenpfahl zu hängen. Wie kann ein (Blatt, daS eine solche Sprache führt, von Mordverhetzung der Rechten sprechen. Die Deutsche Volks Partei hat mit allen ihren Veranstaltungen der letzten Zeit unter dieser Hetze zu leiden gehabt; sozialistische Feiern dagegen Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Montag, 5. Oktober 1921 wurden nicht beanstandet. In Chemnitz wurde ein Achtbildervortrag der Deutschen DollSpartei iIugendbund» über den Versailler Vertrag verboten uni) zwar mit Rücklicht aus die erregte Stimmung der Arbeiterschaft Wo bleibt der 2chuh der Verfassung, der allen Bürgern zugute kommen soll? Rur was zur Linkspresse schwört, wird gestattet, alles andere verboten. Die Pclitit der Presse nimmt erschreckende Formen an und seht sich über alle gesetzlichen und polizeilichen Reftimmungen hinweg, und die Polizei hat weder die Macht noch vielleicht auch den guten Willen, den Schutz deS Burgers zu gewährleisten. Wird schließlich einmal eine Versammlung gestattet, so kann die Polizei ihre programmäßige Störung nicht verhindern Der Redner wendet sich dann gegen den Vorwurf einer Benachteiligung des Volkes durch die Landwirtschaft und bedauert, daß den Landwirten durch wilde Aufkäufe Ueberpreise gezahlt werden, die natürlich von den Bauern genommen werden. Die breiteste Oefsentlichkeit habe ein Recht daraus, zu erfahren, wie sich die Preisbildung bet der Landwirtschaft gestaltet Die Regierung habe die Pflicht, für die Aufklärung des Volkes zu sorgen. Der Redner kommt bann auf die Unru hen der Kommunisten im Siegerland zu sprechen, durch die ein Schaden von zirka 30 Millionen Mark verursacht worden sei. Die sozialistischen Demonstrationen an der Porta Westfalica gegen die Regierung Kahr und Stegerwald, weiter die Demonstration in Kiel gegen die verfassungsmäßige schwarz-weiß-rote Handelsflagge, ließen in weiten Kreisen des Volkes Defürch ungen aufkommen, daß die Staatsautorität im raschen Schwinden begriffen sei. In dem Zusammenschluß der alten kameradschaftlichen Vereinigungen sehen wir eine Rotwendigkeit: diese selbst haben die Macht, Clemente auszuschalten, die egoistische Zwecke verfolgen. Aber andererseits wollen wir auch nicht in die Epionenriecherei verfallen. Der Redner protestiert gegen die Unterstellung, als ob seine Partei zugegeben habe, daß die deutschnationale Partei an dem Morde SrzbergerS die Schuld trage; er polemisiert gegen die gestrigen Ausführungen ScheidcmannS. Glauben Sie wirklich. daß dieser von Ihnen eingeschlagene Weg zum Ziele führt? Warum verteilte der Reichskanzler die Vorteile, Licht und Schatten, nicht gleichmäßig? Warum mußte aus seiner Gedenkrede für Eiberger der Parteimann unb nicht der Staatsmann herausklingen? Gegen die terroristischen Gewaltakte der Linken hat er kein Wort gefunden. Er hat nicht gesagt, wie die Bürger entschädigt werden sollen, die ihnen zum Opfer gefallen sind. Die in Aussicht gestellte Vorlage zur Unterstützung des Mittelstandes begrüßen wir. Für die Gehaltsfestsehung der Beamten treten auch wir ein, bitten aber, damit nicht wieder bis zum letzten Augenblick zu warten. Wir bedauern, daß der Reichskanzler kein Wort zum Schuhe unseres so vielfach angegriffenen Rechtes gefunden hat. Wir wollen hoffen, daß wir bald zur Ueberbrückung der Gegensätze kommen. Verschwinden muß aber der Kampf gegen das schwarz-weiß-rvte Zeichen, das uns von Jugend auf ans Herz gewachsen ist. Reichsminister des Innern Dr. Gradnauer: Ich will nicht auf alle Einzelheiten eingehen, die der Vorredner genannt hat. Unser öffentliches Leben war zweifellos aufgewühlt. Wir müssen unS aber darüber klar sein, daß diese Ereignisse eine Folge der ruchlosen Tat von GrieSbach sind. Genau, wie nach dem Kappputsch zur Abwehr reaktionärer Bestrebungen alsbald eine gewaltige LinkSbewegung einsetzte. war cs auch hier der Fall. Rur Griesbach war die Veranlassung der Ausnahmebestimmungen. (Grof-e Unruhe und Protestrufe links.) Die Unterstellung, als ob diese Bestimmungen sich gegen alle richten, die nicht zur Koalition gehören, trifft nicht zu. Sie sollte sich nur gegen Elemente richten, welche die Sicherheit der Republik gefährden. Das sind die Grundsätze gewesen, die mich bei der unangenehmen Ausgabe, die Bestimmungen durchzuführen. geleitet hoben. Ich habe wahrlich kein Vergnügen daran. Sie, meine Herren von der Rechten, trifft allein die Schuld. (Lärm und Proteste rechts.) Auch gegen die Linke wäre ich eingeschritten, wenn mir die Mitteilungen des Vorredners bekannt gewesen wären. Ucbrigens habe ich auch Blätter der Linken verboten. Das Verbot des Präsidenten richtet sich aber In Wirklichkeit gegen den Rechtsbolschewismus. Das wollen wir nicht vergessen. Wenn der Vorredner die Geschichte vom La ter nen pf a h/anzog, so möchte ich erwidern, daß der Inhall des Artikels ein ganz anderer war. Hier wurde vielmehr jede Gewalt abgelehnt. Allerdings ist unter dem ersten Eindruck von GrieSbach gegen manche Versammlungen der Rechten vielfach schan'verfahren worden, schärfer, als es heute für nötig befunden wird. (Großer Lärm rechts, l Ich "begreife nicht, daß die Herren von der Rechten mit einem Male sich fo über die Angriffe aus die Pressefreiheit auf regen. (Erneuter Lärm rechts ) Präsident Kieffer läßt den Platz vor der Tribüne räumen.) Ich selbst habe mich in dieser Angelegenheit ganz zurückgehalten und die ganze Sache dem Rcichsrats-Ausschuß übertragen. Dabei bin ich davon ausgegangen, daß nicht ein einmaliger Verstoß, sondern nur die ganze Tendenz für das Verbot einer Zeitung maßgebend fein sollte. Bei Verleumdungen sollte nicht ohne weiteres ein Verbot, sondern vielmehr durch gütliche Verständigung ein Modus gefunden werden. Hieraus geht hervor, daß daS Ministerium bemüht war. Schwierigkeiten auszugleichen. Ausschreitungen sind ja vorgekommen und es kann kein Zweifel daran fein, daß wir sie ebenso wie die Landesregierungen mißbilligen. Es soll alles geschehen, um solche in Zukunft zu vermeiden und die gewalttätigen Elemente zu Der- hmderm, solche zu wiederholen. Solche Ausschreitungen wären ja auch nur Wasser auf die Mühlen der Reaktion. Auch die Linke mag bedenken, daß der Satz „Gleiches Recht für alle" noch heule Grundsatz der Regierung ist. Es ist bereits eine gewisse Entspannung eingetreten, und das Verdienst daran nimmt die Regierung für sich in Anspruch. Wäre sie nicht so verfahren, wäre es schlimmer gekommen. Wenn alle sich befleißigen würden, sachlich zu handeln, kämen wir weiter. Daran ändert auch das Spottlachen der Rechten nichts. Sie kann durch dieses Lachen nicht die Schuld fortwaschen, die auf ihr lastet. Wir können jetzt nicht die leidenschaftliche Kampfesweise der Rechten gebrauchen. Wir müssen unsere Situation mit Würde ertragen. Thüringischer Minister Freiherr von Brandenstein wendet sich gegen eine Schilderung des Abg. Thiel (DVP.), der sich über ein Verbot einer Tagung des deutschnalionalen Handlungs- gehilfentageS in Weimar beschwert hatte. Die Versammlung sei auf eine Sedanfeier hinausgelaufen. die nicht gestattet werden konnte (stürmische Protestrufe rechts), wenn nicht Zusammenstöße mit den Kommunisten geradezu provoziert werden sollten. Heute werde sich schon ein Weg zur Abhaltung der Versammlung finden lassen. Damals aber mußte alles geschehen, um der Republik keine Steine in den Weg zu werfen. Abg. Koch (Dem.) meint, die Leidenschaft müsse in dieser Zeit vor der Tür dieses Hauses Halt machen. Wir können keine Politik ä la Don Quichotte gebrauchen, sondern eine Politik der Versöhnung, eine Politik der Mitte. Wir verurteilen die Kugelt dieHerrn Strese- mann zu gedacht war, genau so wie die Tat von Griesbach. Wir haben auch nichts gegen die Regimentsfeiern. Auch wir wollen die Wehr- tüchtigkeit unseres Volles erhalten. Das erreichen die Herren von der Rechten aber nicht dadurch, daß sie durch Betonung ihrer Parteizwecke die Halste des Dolles zurückschrecken. Rational sind wir alle, aber nicht nationalistisch. Wir wollen keine künstliche Scheidewand zwischen unseren Brüdern errichten. Andererseits müssen die Maßnahmen zum Schutze der Republik etwas energischer gehandhabt werden. Cs dars nicht wieder zu der gerügten (Laxheit der Staatsanwälte kom- men. lieber die Angelegenheit Weißmann schwebt mysteriöses Dunkel. Solange ich Reichsminister war. ist Weißmann jedenfalls nicht nach Bayern Lesandt worden. Die Landesregierungen dürfen künftig keine Agitation mehr gegen Reichsregierung treiben. Ein deutschnativnaler Kandidat, der fein (Betreibe verschoben hatte, wurde von feiner Partei gehallen. Hier liegen die Keime zu der gewaltigen Erbitterung gegen rechts. Wir wollen die Sicherung einer einheitlichen Politik des Reiches. Wir können aber keine gute Außenpolitik treiben, wenn unsere Innenpolitik nicht llappt. Wir können nur im Geiste der Versöhnung leben und müssen aus dem Kabinett der Erfüllung ein Kabinett der Versöhnung machen. (Beifall.) Abg. Beyer le (Bayer. Dp.) betont, daß wir am Abschluß einer unerfreulichen Krise stehen, die nicht notwendig gewesen Ist. Wir werden aber daraus lernen, wie es in Zukunft zu machen ist. Auch der Reichskanzler hätte zum Teil klüger getan, die Kunst des Schweigens zu üben, sonst hätte sich wohl der Rücktritt des Herrn von Kahr vermeiden lasten, dem der Redner einen bewegten Rachruf widmet. W i r haben uns nicht von ihm getrennt. Wir erblicken in ihm noch heute den Hort und das Symbol der staattichen Ordnung. Kahr ist nicht em deutschnationaler Mann, sondern genießt noch beute unser uneingeschränktes Vertrauen. Das offen zu erklären, find wir ihm nach den gestrigen Angriffen schuldig. Aber auch die neue Regierung wird ebensowenig einen Putsch von rechts, wie einen von links zulasten Auch wir haben den Ausnahmezustand in Bayern stets nur für vorübergehend gehalten. Rach den Tagen der Räterepublik war er aber unentbehrlich. Die Ixtßtrifdxn Sozialisten 'ind hinsichtlich der Ver- trimungen des Reichspräsidenten ganz anderer Ansicht^ als die Berliner. Die 'Bayerische Volks- Partei steht auf dem Boden der Weimarer Der- sastung Sie wird aber niemals Schindluder mit sich treiben lassen und energisch für die Achtung der Rechte der Einzelländer eintreten. Die Pflege deS föderalistischen Gedankens ist ein Grundsatz unserer Verfassung Gegen bie'en Gedanken bat die erste Verordnung des Reich?präs d n.e 1 entschieden verstoßen. Zweifellos ist dies nicht gleich erkannt worden und erd der Konflikt mit Bayern hat in Berlin die Rügen geöffnet und bewiesen, daß mit dieser Verordnung der Entwicklung des Föderalismus nicht gedient war Der Redner protestiert sodann gegen die Deutsch- nationale Partei, die sich lediglich von 'IVirtei- interesten leiten laste und beute für die bayerischen Wehrverhältnisfe eintrete, während fic dieselben früher energisch bekämpft hab- Der Redner nimmt sodann zu den einzelnen Anträgen Stellung und lehnt die gegen Bayern gerichteten Einträge ab, stimmt aber dem deutsch- nationalen Antrag auf Aushebung de r Verordnung deSReichspräsiden- t e n z u. Abg. Frau Klara Zetkin (Komm.). Auch wir wollen die Republik schützen, obwohl eS eine Bourgeoisie sei und nicht eine Proletarierrepublik. Die Verordnung deS Reichspräsidenten sei nur em bayerischer Ausnahmezustand. Jede Gewalt wirkt abstoßend und ihre Durchführung widerspricht der Verfassung. Merkwürdig ist es nur, daß wir unS in diesem Kampfe gerade in der merkwürdigen Gesellschaft deS Herrn Hergt und Genossen befinden, der Väter aller bisherigen Ausnahmegesetze. Der Wille deS Reichstages muß dem Minister scharf zum Ausdruck gebracht werden. Wir fordern die Amnestie für Max Holtz (große Unruhe), der durch eine Hölle gegangen ist, ohne zum Mörder zu werden, nicht aber für die Kriegsverbrecher und nicht für diejenigen, die die Monarchie wieder einführen wollen, auch nicht für die Mörder Erzbergers und ihre Hintermänner. Alle öffentlichen Einrichtungen der Republik müssen von den republikfeindlichen Elementen gesäubert werden. Abg. Dr. Levi (Komm. Arbeitsgemeinschaft) sagt, der Mord an Erzberger fei nur eine Fortsetzung der politischen Moröe, die feit zwei Jahren an der Tagesordnung feien. Der Redner richtet scharfe Angriffe gegen die Justiz und betont, daß die Gerichte Proletariern gegenüber keine Rücksicht kennen. Die Reichsreaierung will der braunschweigischen Regierung die Polizei- zuschüsse kürzen, weil diese zum „Stahlhelm" gehörende Polizisten entlassen hat. Das Reichsgericht vermag nicht gegen v. Iagow vorzugehen. Aus solchen Verhältnissen heraus mußte die Mordatmofphäre entstehen. Präsident der Braunschweigischen CtaatSregie» rung Oerter: Braunschweig hat 54 Polizisten entlassen müssen, well sie dem „Stahlhelm" angehörten, der sich anmaßt, die öffentliche Ordnung schützen zu wollen. Dies ist aber nicht Aufgabe privater Organifationen Wir werden diesen Weg auch weiter gehen. (Lebhafter Beifall auf der äußersten Linken.) Trotz des schlechten Rufe#, den Braunschweig genießt, ist festzustellen, daß während der Revolution in Braunschweig, abgesehen von zwei Fällen, wo diese von Militär verursacht wurden, kein blutiger Todesfall erfolgt ist. Abg Dr. Rosenfeld (Unabh.): Trotz ihre# zentnerschweren Materials sind die Deutsch- nationalen moralisch gerichtet. Sie tragen die Verantwortung für den Mord an Erzberger, wie auch für die Tat des Fähnrichs v. Hirschfeld. (Abg. Dr. Helfserich ruft: Unverschämtheit!) Die Riesendemonstrationen haben gezeigt, auf wessen Seite die Arbeiterschaft steht. In der Verteidigung der Republik ist sich die gesamte Arbeiterschaft, auch anderer Parteien, einig. Roch ist nichts geschehen, die Republik stchenustellen. Bei den weiteren Ausführungen des Redner- gegen die Rechte erhebt sich im Hause wachsende Unruhe. Zwischenrufe kommen von rechts und links. Schließlich greift Vizepräsident Dr. Bell ein und erteilt dem Abg. Henning wegen des Rufes „Dummer Lümmel'' und dem Abg. K u h n t (Unabh.) wegen des borangegangenen Zurufe- „Deutschnationale Kanaille" einen Ordnungsruf Der Redner schließt mit der Forderung. die Einheitsfront der Arbeiterschaft gegen Der Schuh im Vlut. Roman von Horst B 0 demer. 3. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Und neben ihr hatte der Fremdling im Konzert gesellen, vielleicht war's Zufall, daß er dasselbe Abteil benutzte, — vielleicht auch nicht! Anscheinend ein ursolider junger Mann aus nicht unDermögenbem Hcmse, denn eine dicke, goldene Uhrkette hing an seiner Weste. Der Landwirt war ihm sofort anzusehen. Er konnte ihm ja einmal ein Wort an den Kopf werfen! „Sie waren doch auch im Konzert, Herr!" Der Kopf fuhr Heinrich Wärhahn herum, so erstaunt war er über die Frage. Vergewll- lern wollte er sich, ob er auch wirklich gemeint war. .Ich war auch bar Aus gepreßter Kehle kamen die vier Worte. Emst nickte der alte Herr. »Auch noch ganz erschüttert, nicht wahr? Za, unsere Gürzenich-Konzerte!" .Es war für mich ein Ereignis. Ich stamme aus Hellen von einem Rittergute!" Das .Rittergut“ betonte er, denn Dauer wollte er diesem Herrn gegenüber nicht sein. „Li, ei! Vielleicht werden Sie gar selbst noch einmal Herr RittergutSbellher!" .Sogar zweifellos, beim ich bin bas einzige Kind meines Vaters!" Lachend schlug der Komponist dem Herrn, mit dem er sich soeben unter hallen hatte, auf« Knie. .Wohl dem. der vorsichtig ist in bet Wahl । feiner Ellern!" . . . Und bann wandte et sich! wieder an Heinrich Wärhahn. „Sie lieben sicher Musik sehr!" .Ganz gewiß, aber sie ist noch Reu land für mich! Heber Musik kann ich mich noch gar nicht mitunterhalten, meine Liebe für fie habe ich eigentlich erst seit einigen Wochen — seit ich am Rhein bin — entdeckt!" .0! O! Herr, was haben Sie da bis heute versäumt!" „Sehr viel, darüber bin ich mir vollkommen klar! Ich bleibe noch ein paar Monate in Pop- pelSdorf und hoffe, hier noch recht oft gute Musik zu hören. Das wird auch ein Gewinn sein, den ich mit nach Hause nehme!" »Ja, Herr, da sollten Sie sich in die Werke unserer großen Komponisten von einem Sachverständigen einführen lassen!" Heinrich Wärhahn packte mit fester Hand zu. Die Gelegenheit war günsttg. .Wer sollte das wohl tun?“ .Ra, zum Beispiel der Komponist Joseph Sitten, das bin ich nämlich!" Der alte Herr lachte schallend, als habe er soeben den besten Witz von der Welt gemacht. .Herr Sitten, gnädiges Fräulein, wenn ich mich vorstellen bars, Landwirt Heinrich Wärhahn, unb ich nehme dankbar mit großer Freude den Vorschlag an!“ Der Komponist hielt ihm immer noch lachend die Hand hin. „Topp — eingeschlagen! Die Sache hat ihre Richtigkeit! Wollen Sie übermorgen nachmittags um fünf zu uns kommen?“ Heinrich Wärhahn brachte es nicht fertig. Fräulein Sitten anzusehen. Sein Blut drängte nach dem Herzen und wurde in wilden Schlägen in den Kops getoirbelt. .Es wird mir eine große Freude und eine Ehre sein! — Dielen Dank, Herr Sitten!" Da hielt der Zug in Bonn. Heinrich Wärhahn war froh, daß er jetzt aussteigen konnte. Als er sich empfahl, nahm er einen sehr warmen Vlick aus veilchenblauen Augen mit. Rad) Hause gehen — jetzt — in dieser linden Spätherbstnacht? Ach nein, hinter eine gute Nasch« gesetzt in einer traulichen Rische und die Augen geschlossen und gedacht, eine fäß neben ihm mit einer schmalen, weißen Hand, an der ein paar schone Diamanten blitzten — mit einer Altstimme, die so ruhig klang, daß sie wildeS Blut wohl zu bändigen verstand! Tine Heine Villa von nur sechs Zimmern, in einem mäßig großen Garten, in den Weinbergen, aus halber Höhe, bewohnte Joseph Sitten mit seiner Tochter und einem Hausmädchen. Er hatte sich vor einigen Jahren das kleine Anwesen, von dem aus man einen köstlichen Fernblick auf 'Godesberg, Bonn, Rheintal und Siebengebirge hat, gebaut und sehr hübsch eingerichtet Der größte Raum neben einem breiten Altan, war das Musikzimmer. Ein Bechsteinslügel stand da fast mitten im Zimmer, ein paar lauschige Ecken mit beq" einen Sesseln gaben dem Raum ein sehr gemütliches Aussehen. Durch breite Fenster flutete das tiießt herein . . Das erste Mal war Heinrich Wärhahn mit klopfendem Herzen den Hang hinaufgestiegen, einen Rosenstrauß für Fräulein Sitten in der Faust. Aber alle D mgenheit war rasch von ihm gewichen, er tourte feßr herzlich willkommen geheißen. Der Komponist in einer kurzen bequemen braunen Samtjoppe begrüßte ihn mit einem Schlage auf die Schuller. .Also guten Tag, und nun machen Sie kein so feierliches Iesicht! Dat kann ich für den Tod nicht ausstehen! . . Ein Rlann von Lebensart, der Fremdling aus Kurhellen. Mari-a, Rofen hat er dir mitjebracht!" Fräulein Sitten stand neben ihrem Vater hielt Heinrich Wärhahn die Hand hin, schüttelte die seine kräftig. Sie trug ein loseS, weiches Gewand mit einem tiefen Halsausschnitt, hieß ihn mit freundlichen Worten willkommen. Da schlug Heinrich Wärhahn das Herz stark an die Rippen .Hinjeseht da in die Scke, Fremdling k Eine jute Flasche Rheinwein fleht auf dem Tisch, meine Tochter wird Ihnen den Iöttertrant kredenzen, ich werde Ihnen vorspielen mit den nötigen Erläuterungen, damit Sie den Begriff von einer musikalischen Ahnung bekommen! Aber rauchen verboten, dat is 'ne Sünd und Schande, wenn man einen juten Tropfen im Hla« hat!" Joseph Sitten fhielte. Heinrich Wärhahn brauchte nicht mehr die Augen zu schließen und sich einzubilden Maria Sitten säße neben ihm. Es war eine holde Wirklichen geworden, und wenn er sie ansah, lächelte fie. Von ihren schlanken weißen Händen konnte er den Blick kaum los- reißen. fie sah eS, und stützte den Kobs in die Hand, er sollte sie bewundern — diese Hände. Unb im stillen mußte sie lachen. Er versteckte seine breiten Dauernsäuste unter dem Tisch. In ihren weichen Händen war dieser sehnige Mann Wachs. Run, vielleicht lohnte es sich, ihn zurechtzukneten. Und der Vater spielte, phantasierte mit zurückgelehntem Kopfe, sprang dann auf. .Herrjott. ich hab auch Durst. Rläbef, schenke deinem alten Vater ein, und bann setz du dich an den Flügel!" 1 Fortsetzung folgt! nicht beginnen können. Diele O b st b ä u m e, durch Winterfrost und dergleichen Schaden Schweizer Franken ge- 100 31 - 184.- 100 3r. 100 Ar. Ar. 100 L. gezahlt-. 117,80 2177, b- 2 « Kr U6 6t 11 Ql 10 A 163,20 7,53 7,57 123,10 123,40 127,35 127,65 Erhältlich in den Osram-Verkaufostelien,“ 10101» 100 100 2072,902077,10 2577,05 2582 60 2017,95 2022/55 2147,85 2152,15 1508,451511,55 1610,841614,15 429,95 115,62 835,85 Ar. Ar. Ar. 21 A 462,50 124,37 874,10 4.48 12,12 0,85 59,20 88,8) 117,80 88,80 1OO Ml. -- 100 Ar. -» 100 Ar. => Paristen" wirtschaft« unterliege. s-t- |in r' Kester. Diele Kleeäcker, die noch mit Winterfrucht dazu, dies in unauffälliger Weise durchzuführen, bestellt werden sollen, sind noch nicht gestürzt, I ohne daß die Pflanze beschädigt wird. Ist diese gu 21 dic für hab ein« gan 162,80 459,c 0 429,05 11',38 834.15 er! (tr m 21. Kri cnd Geld Dries 30. Sept. 3696,30 3703,70 809,15 810,85 1.7.14. -r. 125,40 Kl-; r Sh. 97,80 Fr. 125,40 I 23,80 4,39 12,- -.81 7,88 7,92 1.10. 4.75 2,57. 4.76 3*80 „Sanktionen"? PariS. 1. OIL (WTD.) .Petit schreibt, dah es nach Aufhebung der lichen .Sanktionen" steinem Zweifel 171,20 495,50 463,50 124,63 875,80 arg bcil Air fair Fr = 2. - d n, sp Datum: Zürich . . . Amsterdam Aopenhageu 4.90 0.575 6.20 41.10 21.51 22^5 40.40 1X825 577.- 2.55 5.25 Markus tienmgea. Für 100 deutsche Mark wurden Datum- Amsterdam» IRotterb Vrüssel.Antroerpea Thristiania. . . Kopenhagen . Stockholm . . helsingfors. . Italien .... London.... NeuvorK . . . Part» Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (altes). veutsch'Oesterr Prag Budapest. . . Bulgarien . . Konstantinopel no mm en haben, dürften durch die Trockenheit ganz dürr werden und etngehen. Die Dienen konnten diesmal den Rotklee, besten Diäten röhre durch die Trockenheit kurz gedlieben war, im August fleihig befliegen, und mancher Imker war erstaunt über die vollen Stöcke. Das Jahr 1921 lieferte mit Honig fast keine Schwarme. Die Fütterung muh jetzt beendigt sein, da sich die Dienen in den kalten Dächten zusammenziehen und nur noch wenig Dahrung nehmen. Stockholm Wien. . . London . Vari» . . NeuyorK. 184.50 4.50 0.35 6.10 40.75 21.48 2LS5 40.20 0.80 576.- 2.50 5.- SanbeL Frankfurt a. M.. 3. Oktober. (Berliner Devifemnartt. Züricher Devisenmarkt. 1. 10. 3. 10. . 100 . 1 . 100 30.9. 4,95 2,70 5,- 80,- 3,90 Vermischtes. — Die Toilette deS Chrhsanthe- m u m L. Die Dlüte der exotischen Pflanze aus dem fernen Osten, des Chrysanthemums, das bei uns so heimisch geworden ist. beginnt jetzt wieder, und es finden grobe Ausstellungen statt, bei denen die schönsten Exemplare mit prächtigen Preisen ausgezeichnet werden. Um aber nun diese prunkvolle Schöne der Dlumenwelt in ihrer ganzen Dollendung erscheinen zu lassen, bebarf sie einer sorgfältigen Toilette, denn die Datur hat meist noch einige Unvollkommenheiten übrig gelasten, die die Kunst entfernen muß. Eine elegante Dame, die sich zum Dali schmückt, unterwirft sich nicht langwierigeren Prozeduren, als es bei der Toilette der Fall ist, die der Züchter mit seinem Chrysanthemum Dormmmt; der Sachverständige hat für diese Chrh- santhemum-Toilette fast ebenso viel feine Werkzeuge wie ein Operateur im Krankenhaus. Mehrere Stunden verbringt er bisweilen mit einer einzigen Dlüte, um sie herzurichten. Zunächst werden mit seinen Scheren alle mihförmigen Blumenblätter abgeschnitten. Es gehört sehr viel Hebung (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Llodh George reist doch zur Abrüstungskonferenz. London, 30. vepL (WTD.) Laut ,DaM Wall" hält man es jetzt für fast sicher, dah Lloyd George sich im Dovemder oder Dezember nach Washington zur Teilnahme an der Ad» rüstungSkonferenz begeben wird. Der deutsch-cnnerikanische FriedenSvertag. Washington, 1. OtL (WTD.) Dach einer gestern abend spät zustandegekommenen Derein- barung beschlob der Senat, dab bei den kommenden Beratungen über die FriedenSverträge mit Deutschland, Oesterreich und Ungarn die Redezeit für jeden Senator auf 1 Stunde festgesetzt sei. Die Besprechungen beginnen am 14. Oktober. Bevorstehende Aufhebung der militärifchen 'S dab auch das Ende der militärischen .Sanktionen" nahe. Der Wiederaufbau von Oppau. Mannheim, 1. OtL (WTB.) Der durch die Explosion zerstörte Ort Oppau soll nach neuzeitlichen StadtebauplSnen völllg wiederauf- gebaut werden, und zwar 100 Meter von der Fabrik entfernt. — Exkaiser Wilhelm hat aus Dovm sein Beileid mttgeteüt. Kellnerstreik in Berlin. Berlin, 1. OtL (WTB.) Heute mittag ntn 12 älhr soll in sämtlichen Berliner 2o< taten die Arbeit n t eDer gel eg t werden. Gholeragefahr in den russischen Häfen. London, 1. Ott. (WTB.) Wie mitgeteill wird, hat die britische Admiralität in Deval ein Edikt erlassen, wonach alle russischen Häfen wegen der Cholera für gefährlich erklärt werden. 91 Ji Sefl wird die Blume gekämmt, darnach geprebL indem man sie zunächst in Wasser taucht und dann ihr eine schönere Form verleiht, und zuletzt wird sie noch .aufgebürstet". Selbst den Farbtönen des Chrysanthemums hilft man auf künstliche Weise nach, und so bedarf es sehr geschickter Hände und langer Mühen, bevor die „Toilette" vollendet ist. Dame Chrysanthemum ist aber dann auch von einer fleckenlosen Schönheit, die die Preisrichter auf der Ausstellung entzückt. 'Die spanische Mode in London. Gegenwärtig ist in der englischen Hauptstadt alles Spanische Trumpf, llberall hört man spanische Musik, und auch die Mode zeigt starken Einfluß des Spanischen. »Wir haben spanischen Besatz auf den Kleidern, spanische Kämme im Haar," erklärte eine bekannte Tanzlehrerin dem Mitarbeiter eines Londoner Blattes, »und ebenso ist die spanische Mode das Haar über der Stirn hoch und leicht gewellt bis tief über die Ohren herabzuziehen, allenthalben beliebL Datürlich macht sich der spanische Einfluh auch auf die Tänze sehr stark bemerkbar, und besonders gern wird heute ein volkstümlicher spanischer Onestep getanzL Es gibt schon eine ganze Reihe englischer Frauen, deren Kleidung, Haar und— Zigarette sie zu einem recht brauchbaren Modell für das übliche Bild der Spanierin machen würden: fehlen nur noch die Castagnetten, aber die werden auch sicher mit den nächsten spanischen Tänzen ihren Einzug halten. Manche bringen diese Dorliebe für alles Spanische geradezu mit der Gewohnheit des Zigarettenrauchens unter den Damen in Verbindung. Es scheint, dah die englischen Damen, wenn sie eine Zigarette zwischen den Zähnen halten, sich schon halb als Spanierin fühlen und sich dann natürlich bemühen, dies auf der ganzen Linie zum Ausdruck zu bringen." uei hin die Un der .l-h toel aus gier nach Sie in fltbi 3te hin Ci? soll «6 6t< bei Dir DH Seid iufr ®le« Gerichtssaal. Mietwucher. fpd. Koblenz, 30. Sept. In letzter Zeit mehrten sich in Koblenz die Fälle,/in denen von Vermietern für möblierte Zimmer wucherische Preise verlangt wurden, so dah das Gericht einschritt. Das Schöffengericht hatte die Angeklagte, eine Frau Zimmermann, die einem alleinstehenden Mädchen 200 Mark für ein bescheidenes Zimmer abver- langt hatte, zwar freigesprochen, doch legte der AmtSanwalt dagegen Berufung ein. Das Berufungsgericht war der Ansicht, daß Mietwucher vorliegt, hob das ilrteU auf und verurteilte die Angellagte zu drei Monaten Gefängnis und einer Geldstrafe von 100 Mark. mc. Frankfurt a. M., 2. Oft. Dor dem Schöffengericht wurde eine Beleidigungsklage zwischen zwei Familien verhandelt. Das wäre an sich nichts besonderes, denn es kommt leider fast alle Tage vor. Interessant ist aber, w i e sie sich gegenseitig ärgerten. Wenn nämlich die Hausfrau der einen Familie ihre Treppe fein säuberlich putzte und fegte, versammelte der über ihr wohnende Hausvater seine gesamte umfangreiche Familie und schickte die verschiedenen Personen in ganz kurzen Abständen mit irgendeinem Auftrag auf die Straße, so dah iein ewiges Geläuf bet der putzenden Hausfrau entstand und der Zweck ihrer Arbett illusorisch wurde. Ein Wort gab dann das andere und das Ende vom Lied Vergleich Dorrn Schöffengericht und eine beiderseitige größere Buhe für Oppau. ra. Leipzig, 29. Sept. Wegen ge- wervSmähigen Glücksspieles sind am 15. Oktober v. Z. vom Landgericht Gieße n der Fuhrwerksbesitzer Emil Z a d e ck und drei Mitangeklagte namens I e s ch k e, D i - ton und Hamacher zu je 500 pHL Geldstrafe verurteilt worden. In Bad-Nau- h e i m war im Mai 1919 ein „Internationaler Sportverein" und ein „Bund 1919“ gegründet worden. In beiden Vereinen wurde Dem verbotenen Glücksspiele gefrönt. Es herrschten zwar besondere Bestimmungen über den Einttitt neuer Mitglieder, jedoch fand ge< gen Einlaßkarten für 20 Mk. jedermann Zutritt. Die Angeklagten sind nun für schuldig! befunden worden, ihre Räume den Vereinen zur Verfügung gestellt und selbst als geltet der Spiele und der Vereine fungiert!zu haben. Sie sind demnach als Inhaber der Spielklubs anzusehen. Gegen das UrteU hatten Die vier Angellagten Revision eingelegt, diese wurde jedoch vom Reichsgericht mangels Rechtsirrtums als unbegründet verworfen. überschüssige Knospen von der Blume abgeschnit- teiL und die Blumenblätter werden so gebürstet, dah sie jede rlnvollkommenheit verdecken. Daraus Wechsel auf Holland Deutschland Oien Prag i)aris London ....... Italien ...... Brüssel Budapest ..... Heugori. ..... Agram. ..... Bukarest 3896,10 3903,90 861,60 863,40 1498,50 150L50 2187,80 2192,20 2737,25 2742,75 170,80 ----- 460,50 494,50 re< iln der, folg über gab, eine konir des Die gasgefüllte Ospam-Nitra-Lampe wendet man \topteilhaft dopt an, Wo neben großen Lichtfülle auf genin-- gen Stromverbrauch VJeiA gelegt vVird. die Monarchie, die Deutsche Dollspartet und die Deutschnativnalen sicherzustellen. Abg. Graf Westarp (Deutschn.) gibt namens feiner Partei eine Erklärung ab. in der es heißt: Aus dem Material gegen uns hat der Reichskanzler nichts gegen uns Vorbringen können. Aber er hat uns auch nicht die Ehrenerklärung gegeben, auf die wir Anspruch haben. Der Abgeordnete Schcidemann Hal ebenso wie der Abgeordnete Rosenfeld uns die Schuld an dem Meuchelmord an Erzberger zugeschoben. Wir weisen dies als eine bewußte, wider besseres Wissen vorgebrachte Unwahrheit zurück. Dasselbe trifft für die Anschuldigungen gegen unseren Kollegen Helfferich zu. Ilnfere Fragen nach dem Geheimbund und dessen Zusammenhang mit dem Mord sind unbeantwortet geblieben. Wir haben kein Dertrauen -um Mi- ntfier des Innern, noch zu den untergeordneten sozialdemokratischen Stellen. Doch in den letzten Tagen sind in Preußen rechtsstehende Blätter verboten worden. Wir beschweren uns ferner darüber, daß uns jeder Schuh gegen den Terror der sozialdemokratischen Parteien versagt lvorden ist. Wir sehen in den "Verordnungen Maßnahmen, die uns für vogelfrei erklären und protestieren dagegen. Wir protestieren gegen die systematischen Verleumdungen und Derhetzungen der sozialdemokratischen Parteien gegen uns und hängen die Drohung, unsere Parteigänger an den Latemen- pfahl zu hängen, hiermit niedriger. Damtt schließt die Debatte. Die Abgg. Kaiser (S.) und Hoffmann (K.) werden wegen beleidigender Zwischenrufe vom Präsidenten zur Ordnung gerufen. Es folgt eine Reihe persönlicher Bemerkungen. Der Antrag, alle Anträge dem Rechtsausschuh zu überweisen, wird gegen die Stimmen der Deutschnationalen und Kommunisten angenommen. Die Entlastung des Abg. Wendelin Thomas (K.) aus der Hast wird mit den Stimmen der Linken beschlossen. Der Dörsenumsahsteuerantrag geht an den DörsenauSschuh. Dach kurzer Geschäftsordnungsdebatte darüber, ob die Beratung des Antrages wegen der Reform der ReichsversicherungSord- nung und wegen des Oppauer Untersuchungsausschusses noch gleich erfolgen soll, sieht das Haus hiervon ab und vertagt sich wobei Reichsarbeitsminister Braun erflärt, dah eine solche Vertagung in keiner Weise die Entschädigung des Oppauer Anglückes verzögern werde, da die Vorlage ja doch erst an den Reichsrat gehen müsse. Der Termin der nächsten Sitzung wird erst nach dem Stande der Beratungen in der Steuer» komission angeseht werden, nicht aber nach dem 3. Dovember. Schluß gegen 7 Ahr. Landwirtschaft. — Beschäftigung ausländischer Landarbeiter. Die hessische Regierung hat mit Rücksicht auf die ungünstige Arbeitsmarktlage in Deutschland angeordnet, dah ausländische Landarbeiter nur noch eingestellt werden dürfen, wenn nach Anhörung des zuständigen Kreisamtes das Landesamt für Arbeitsnachweis in Darmstadt die Genehmigung dazu gegeben hat. Die Genehmigung wird nur erteilt, wenn der Bedarf an Landarbeitern durch Zuführung geeigneter deutscher Arbeitskräfte aus anderen Bezirken nicht genügend . gedeckt werden kann. Sie wird von Bedingungen abhängig gemacht werden; besonders F davon, dah der Arbeitgeber sich verpflichtet, geeignete Wohnungen für einheimische Land- ' arbeiter herzustellen. Im nächsten Jahr wird in Hessen die Zahl der Ausländischen Landwirtschaftlichen Saisonarbeiter mit Rücksicht auf die erhebliche Zahl der inländischen Arbeitslosen wesentlich eingeschränkt werden. * Aus dernordöstlichen Wetterau, Oft. Infolge des sonnigen Herbstwetters sind die (Srntearbeitcn sehr weit gediehen. Die Kartoffelernte ist durchweg gering ausgefallen, besonders auf Aeckern, die mit Mist, der durch die Sonnenglut verbrannt und den Boden sehr heiß gemacht hatte; Böden, die künstliche Dünger im Frühjahre erhielten, lieferten zufriedenstellende Erträge, auch waren auf diesen Aeckern die Kartoffelstengel grün geblieben. In diesem Jahre sieht man ganz wenig Kartoffelfeuer, da das trockene Kartoffeskraut sorgsam zusammengerecht und als Streumittel nach Hause gefahren wird. Die D i ck w u r z sind trotz der Trockenheit gut geraten, was den Futtermangel einigermaßen behebt; auch kommen sie fast schmuhlos in den • ■ Vv.v* Märkte. sb. Fulda, 1. Oft. Auf dem letzten Dieh- markt waren aufgetrieben: 5 Dullen, 21 Ochsen, 11 Stiere, 261 Kühe. 99 Rinder, 13 Kälber und 7 Pferde, zusammen 527 Stück. Bezahlt wurden für das Stück: Dullen 4000—5000 Mk.. Ochsen 6000—7000 Mk., Fahrstiere 4000—5000 Mk., Stiere ein Jahr alt 2000-3000 Mk., Kühe 4000—6000 Mark, trächtige Rinder 3500—4500 Mk., Iung- rinber 2000—3000 Mk., Kälber 800—1000 Mk. da. Marburg. 1. Oft. Auf dem letzten Wochenmarft kostete (Butter 28—30 Marf bas Pfund. Eier 1,90—2 Mk; als 2,20 und 2,30 Mk. für daS Stück verlangt wurde, gab's Auseinandersetzungen und die Marktpolizei muhte sich ins Werk legen. Handkäse 1,20 ML bafl Stück. Kochkäse 7 Mk. das Pfund, Käsematte 3,50 Mk. das Pfund, Weißkraut 1 ML. Rotkraut und Wirsing 1.40—1,50 Mk. das Pfund. Blatt- aemüfe 80—90 Pf. das Pfund, Kopfsalat 1,50 Mk. der Kopf, grüne und weihe Bahnen 4 Mk. daS Pfund, Möhren 1 Mk. das Pfund, Dlumenkohl 3—6 Mk. der Kopf, je Gröhe, Rettiche 30 bis 80 Pf. das Stück, Suppengrünes 25 Pf. das Päckchen, Zwiebeln 80—1,50 Mk das Pfund. Oberkohlrabi 50—100 Pf. das Stück, Meerrettich 1 Mk. die Stange, 1L0 Mk. das Päckchen, Endivien 2Mk. das Stück. Kartoffeln 65—70 Pf. das Pfund, Tafeläpfel 1,80—2 ML. Kochäpfel 80—120 Pf., Tafelbirnen 2 ML, Kochbirnen 60 bis 120 Pf., Zwetschen 2,50—3 ML. Düsse 8 ML. Weintrauben 4 ML. Preihelbeeren 5 ML, Kastanien 5Mk. das Pfund. Geld Dries 1. DM. Büchertisch. — Gscherich-Heft Dr.2. Inhall: Der Kommunismus in München. 2. Teil: „Die arbeitenden Kräfte". Verlag .Hei- matland"-München. Die Escherich-Heste, die in etwa 14tägigen Abständen in dem Verlag »Hei- hatland"-München erscheinen, sollen zur geschichtlichen Wahrheit beitragen, und wer sich für unsere so wechselvolle Zeitgeschichte interessiert — gleichviel, welcher Partri er angehört — wird ssie gerne lesen. — Städtebaukunst. Don Stadtbaurat Deigevrdneter Diplom-Ingenieur H. Ehlgötz. (Wissenschaft und Dildung, "Band 160.) Preis 12 ML Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. — Goethe, Reineke Fuchs. Mit Illustrationen nach den 57 Radierungen von Allart van Sverdingen. Eingeleitet und heraus- gegeben von Dr. Johannes Hofmann. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Goethes »Reineke Fuchs", der unter den Erschütterungen der französischen Revolution entstand, war selten so zeitgemäß tote jetzt. Die so tragikomischen Schwächen und Fehler der Menschen unserer Tage scheinen in Goethes „unheiliger Weltbibel" lebenswahr toidergespiegelt zu sein. Der ganz besondere Reiz dieser neuen ^jidgabe liegt darin, daß sie zum ersten Male mit den nach Goethes eigenen Worten besten bildlichen Reineke-FuchS-Darstellungen geschmückt ist. Aus zahlreichen Aeußerungen Goethes wissen wir, wie lebhaft die geistvollen Radierungen EverdingenS seine Phantasie zu allen Zeiten beschäftigt und schließlich in erster Linie mit angeregt haben, dem alten Tiergedicht neues, unsterbliches Leben einzuhauchen. — »Für unsere Kinder", so lautet bet Titel einer neuartigen Kinderzeitung, die im Verlag Dürer Haus in WrihenselS a. S. erscheint. Herausgeber ist Lehrer Robert Theuermeister. Die Dlätter bringen Märchen und Sagen, Datur- beobachtungen und Heimatliches, Spiel und Scherz. tote überhaupt die Destellnngsarbeiten,! Operativ« beendet, dann stehen die übrigbTetben- bevvr Regen eintritt, der durchgreifend fein muß. den Blätter ganz gleichmäßig, alle in derselben nicht beginnen können. Diele O b ft b ä u m e, die s Form, Gröhe und Entfernung. Sodann werden 16,48 16,o2 17,88 17,92 l ' AmtsverlündigungMatl für die provinzialdirettion Oberhessen und für dar Kreisamt Gießen. ^ch-'nt nach Bedarf: Montag. Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich. 9k. I 10 3. Oktober 19^1 Inhalts-Hebersicht: Abgeltung der Anträge der Kriegsgefangenen auf Nachbewilligung der Löhnung und Entlad,q-..na für infolge der Gefangennahme erlittene Verluste. - HauptKorungen im Bezirke des Kreisoeterinäramts Kiesten. - Viehseuchen. - ^cldbcreiniqunq Berg. ______heim. - Straßensperre. Bekanntmachung. Detr. Die Abgeltung der Anträge der Kriegsgefangenen auf Rachbewilligung der Löhnung und Entschädigung für infolge der Gefangennahme erlittene Verluste. Durch Verfügung des Reichsfinanzministeriums, Reichszen- tralstellc für Kriegs- und Zivilgefangene, in Berlin, vom 23. Vlli. 21. Ar. 433 A. IX. ist nunmehr die Abgeltung der Anträge.der Kriegsgefangenen auf Rachbewilligung der Löhnung und Ent- fchädigung für die infolge der Gefangennahme erlittenen Verluste endgültig geregelt. Aach dieser Verfügung können ehemalige Kriegsgefangene, die bis jetzt keinerlei Gcfangenenlöhnung oder Entschädigung für die infolge der Gefangennahme erlittenen Verluste erhalten haben und sich gegenwärtig in einer sozialen Aotlage befinden, einen Anspruch auf eine einmalige Hnterstühung lvegen entgangener Löhnung oder abgenommener Gegenstände bei der Gefangennahme erheben Als soziale Aotlage gelten insbesondere gegenwärtige Bedürftigkeit, anhaltende Ärbeilslosigkeil. Krankheit des Antragstellers oder seiner Familienangehörigen, große Kinderzahl oder mit der Kriegsgefangenschaft unmittelbar zusammenhängende Gründe. Ansprüche von Kriegsgefangenen auf Aachzahlung von Dif- fercnzbeträgen. die durch eine währegd der 3cit der Gesangen- fc£aft cingctretene allgemeine Erhöhung der Löhnung entstanden sind, können nicht berücksichtigt werden. Anträge von ehemaligen Kriegsgefangenen, die gemäß dieser erlassenen Verfügung einen Anspruch auf eine einmalige Unterstützung herleiten und im Landbezirk Gießen wohnen, müssen b i s z u m 2 5. Oktober!. Zs. bei dem Kreisamt Gießen, Zimmer 25. und zwar am zweckmäßigsten mündlich unter Vorlage des Entlassungsscheins gestellt werden. Diese st gesetzte Frist zur Einreich ungderSnt- s ch ä d i g u n g s a n s p r ü ch e muß unter allen U m fl ä n - d c n e ingehalten werden, da die vorhandenen Mittel durch die eingehenden Anträge mit aller Bestimmtheit verbraucht werden und daher keinerlei Aussicht besteht, daß nachträgliche Ansprüche berücksichtigt werden können. Unsere Bekanntmachung vom 9. Zuni 1921 lAmtsverkündi- gringsblatt Ar. 84 vom 13. Juni 1921) und die daraufhin gestellten Anträge sind gegenstandslos geworden, weshalb in jedem einzelnen Falt erneuter Antrag erforderlich ist. Die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises werden angewiesen, vorstehendes zur Kenntnis der Beteiligten zu bringen. Gießen, den 28. September 1921. Kreisamt Gießen Kriegsgesangenenheimkehrstelle. 3. V.. Hemmerde. Bet r.: Hauptkörungen im Zähre 1921 im Bezirke des Kreisveterinäramts Gießen. An t)cn Cbrrbürflcrmrifter zu Hießen und die Büraer meisteeeien der Viiiitmcmcinhrii des Kreises. Für die diesjährigen Hauptkörrrngen im Dienstbezirke des Kreisveterinäramtes Gießen werden nachstehende Termine bestimmte 1 . 17. Oktober 1921: Grüningen 9 ilfjr, Holzheim 10'' Uhr. Dorf-Güll 1 Uhr, Garbenteich 2' Uhr, Hausen 3' . Uhr 2 . 18. Oktober 1921: Hungen 9 Uhr,' Inheiden 10 Uhr Trais-Horloff 11 Uhr, Utphe 12' . Uhr. 3 . 2 0. Oktober 1921: Langd 10 Uhr, Rodhrim 11' . Uhr Steinheim 1 Uhr, Rabertshausen 2 Uhr. 4 . 2 1. Oktober 1921: Obbornhofen 10 Uhr, Bellersheim 11 Uhr, Bettenhausen 1 Uhr, Langsdorf 2 Uhr. 5 2 4. Oktober 1921: Lich 9 Uhr, Birklar 10' , Uhr- Mu scheu heim 11' Uhr, Cberstadt 1' Uhr, Ober-Hörgern 3 Uhr' 6 2 8. Oktober 1921: Steinbach 9 Uhr. Albach 10' Uhr Annerod 12 Uhr. Oppenrod 1' Uhr, Burkhardsfelden 3 Uhr- Reiskirchen 4 Uhr. 7 . 2 8. Oktober 1921: Rödgen 9 Uhr, Trohe 10 Uhr Gioßen-Buseck 11 Uhr, Altcn-Bufeck 1 Uhr, Wieseck 2 Uhr. 8 3 1. Oktober 1921: Darrbringen 9 Uhr, Mainzlar 10 Uhr, Staufenberg 11 Uhr, Ruttershausen 1 Uhr, Lollar 2 Uhr 9 2. A o v e m b e r 19 2 1: Gießen 8 Uhr, Heuchelheim 9 Uhr Klcin°Linden 11 Uhr, Allendorf (Lahn) 12 Uhr, Groden-Linden l'/e Uhr. 10 4. Aovembe r 1921: Watzenborn 9 Uhr, Steinberg 10 Uhr, Ceibgcfictfl 11 Uhr, Lang-Göns 1 Ubr Wir empfehlen Ihnen, die Termine, soweit sie für Ihre Gemeinde in Betracht kommen, ortsüblich bekannt zu machen, die Faselhalter rechtzeitig von dem Termin in Kenntnis zu setzen und sie anzuweisen, das Eintreffen der Körkommifsion abzuwarten und während der Besichtigung zugegen zu fein. Es wird gewünscht, daß der Bürgermeister oder dessen ^Stellvertreter dem Termin beiwohnt. Sämtliche Körscheine und Sprungregister sind zur Prüfung bereitzuhalten. Die Körkommission wird bei den einzelnen Terminen eine Besichtigung der Stallungen. Sprungplätze und aller mit der Haltung und Pflege der Fafelliere zusammenhängender Ein rrchtungen vornehmen. Diejenigen Biehbesitzer. die beabsichtigen, Fafelliere zur Körung zu bringen, haben diesbezügliche Anträge umgehend bei dem Vorsitzenden der Körkommission, Amtsveterinärar-zl Dr. Stein zu Gießen, zu richten. Gießen, den 29. September 1921. Kreisamt Gießen. 3. D.: Schmidt. Bekanntmachung. B e t r.: Ansteckender Scheidekatarrh in Dorf-Güll. Unter dem Rindviehbestand der Gemeinde Dorf-Güll ist der ansteckende Scheidekatarrh amtlich festgestellt. Es gelten die in nachstehender Verordnung vorgesehenen Maßnahmen. Gießen, den 29 September 1921. Kreisamt Gießen. 3. D.: Welcker. Verordnung. Bet r-.: Maßregeln zur Unterdrückung des ansteckenden Scheidekatarrhs des Rindviehs. Aus Grund der §§ 19. 20 und 27. sowie des § 79 II des BVG. und tz 1 Absatz 4 der Ausführungs-Vorschriften des Bundesrats zum gen. Gesetze werden mit Genehmigung Großh. Ministeriums des 3nnern vom 29. März 1913 zu Ar. M d. 3 II 1589 zur Unterdrückung des ansteckenden Scheidelalarrhs des Rindviehs die nachstehenden Schuhmaßregeln für den Kreis Gießen angeordnet. § 1. Sobald der Ausbruch des ansteckenden Scheidekatarrhs in einem Orte festgestellt worden ist. darf weibliches Rindvieh nur dann zur Begattung durch einen unverdächtigen Gemeindebulleu zugelasfen werden, wenn es durch einen vom Kreisveterinärarzt zu instruierenden Ortseinwohner auf das Vorhandensein der fraglichen Krankheit untersucht und für unverdächtig erkannt worden tst. Wird bei dieser Untersuchung ein Tier als verdächtig erkannt, so ist dasselbe so lange als mit der Seuche behaftet zu betrachten, bis seine Unverdächtigkeit durch den Kreisveterinärarzt festgestellt wird. § 2. Alle kranken und verdächtigen Tiere unterliegen der polizeilichen Beobachtung mit der Maßgabe, daß ein Wechsel des Standorts nur mit polizeilicher Erlaubnis gestattet ist. Wird solche erteilt, so find die angeordneten Maßnahmen auch auf den neuen Standort auszudehnen. Die Benutzung der Eiere zur Feldarbeit und ihre Ausfuhr behufs sofortiger Ab schlachtung ist zu gestatten, jedoch dürfen die Tiere anderweit nicht eingestellt werden. Als verdächtig sind den gleichen Maßnahmen zu unterwerfen alle mit feuchekranken in derselben Stallung untergebrachte männliche und weibliche Rindviehstücke. § 3. Das Verbringen von Kühen und Rindern eines Seuchenortes zu den in anderen Orten aufgestellten Bullen ist verboten § 4. Bach dem Erlöschen der Seuche in einer Stallung ist die Desinfektion derselben sowie der Stall- und Putzgeräte nach Angabe des Kreisveterinärarztes und unter polizeilicher Überwachung vorzunehmen. " § 5. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Anordnung werden, insoweit nicht nach bestehenden gesetzlichen Bestimmungen eine höhere Strafe verwirkt ist. nach §74 Ziffer 3 des RVG. bestraft Dienstag, 4- ©lieber 1021 Mitnahme von Mnjelge« für die Tagesnummer oi» 2k A )UM Nachni Itag vorher ohne jede Verbindlichkeit. ■ M vreir für l mm höbe für ■ Anzeigern) 34 mm Breite I HF ■ örtlich 55 Pf, auswärts I ■ 65 'Pf.; für Reklame' A Anzeigen von 70 mm ■ Breite 250Pj. Bei Platz- f öorfdinfi 20' „ Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik Aug. Goetz; für den übrigen Teil i D : Aug.Goetz; für den Anzeigenteil: Han» Beck, I: Zchulftratze 7. sämtlich in Gießen. sartikel an Landfremde mit eiserner Strenge 'ieten, sonst würde das Volk in seiner Der» :Hung zur Selbsthilfe greifen. Die .Volkszeitung'' sagt, daß sich der Un- e in den breiten Devoltcrungsllassen so start crkbar mache, daß mit jeder Stunde ein Aus- ch möglich fei Innsbruck, 3. Ott (WTD.) Die Han» stammet erläßt einen Aufruf an d i e v ö l k e r u n g, fie möge ruhiges Blut be- ■ren und nicht durch panikartiges Zufammen- istern den Mitbürgern die notwendigsten Be- sarlikel wegnehmen und die Qaicr volendS löpfen. Andererieits ,ordert die Handels- mer zu geschloffenem Zusammengehen auf im ammenwirken aller Ärcife gegen daSDvr- jen fremder Aufkäufer. Das „Alpen- )" spricht in diesem Zusammenhang von den ehcueren Preisschnellungen in Innsbruck, die in der Erhöhung der Indexzahlen von 177 260 von August biS Oktober am örtlichsten drücken. tie Befugnisse der Saarregierung. C^en f, 3. Oft. lWTD.) Wie bekannt, hat Regierungskommission des Saargebietes um Beitritt zur Berner Konvention von ) nachgesucht, wogegen die deutsche Regung Einspruch erhob. Der Völker» berat forderte ein Guiachten von der bc- mden technischen Verkehrs- und Transitmission. das nun vorliegt und in der gestrigen ung des Völkerbundsrates bekannt.egeben .de. Das Gutachten hält den Beitritt der fterungskommission des Saargebietes zur Ber- Konvention für ü b e r f I ü f f i g. Diese Kon- tion ist allen Signatarmächten gegenüber dem irgebiet ebenso in Kraft wie in den Gebieten dem Abkommen beigetretenen alliierten und .ziierten Mächte. Dor allem der Eisenbahn- isport zwischen dem Saargebiet und Deutsch- d unterliegt den von dem Abkommen auf- ellten internationalen Transport estimmungen. Regierungskommission des Saargebietes ist ein befugt, das saarländische Eisenbahnnetz allen Angriegenheiten zu vertreten, in denen - Anwendung ober eine Revision der Kon- tion in Frage kommt, und das genau so wie mdeine der Signatarmächte. Falls irgend- : der Detriebsverordnungen des S.iargeoietes den im Abkommen vorgesehenen intemationa- Transportbestimmungen in Widerspruch steht, rs Dache der Regierungskommission des Saar- ieteS, diese internationalen Bestimmungen chzusehen. Aach Ansicht der Kommission sen die von der Regierungskommission deS irgebiete5 geleiteten Eisenbahnlinien in einer sonderen Rubrik In der Liste der Eisen- nen angeführt werden, auf die das Berner kommen Anwendung findet. Der Völkerbunds- beschloß, das Gutachten der Reaierungs- :misfion des Saargebietes zu übermitteln. Der Ruck nach links in Schweden. Stockholm, 3. Oft (Wolff.) Das enbgül- ! Wahlergebnis zurZweitenKammer deS chstages liegt jetzt vor. Die Sozia l d e m o - 11 e n erhielten 640 000 Stimmen und 93 Man- e (früher 75), die Konservativen 454 000 Stim- i und 62 Mandate (früher 71), die Liberalen 000 Stimmen und 41 Mandate (früher 48), Bauernbund 185 000 Stimmen und 21 Man- e (früher 29), die Linkssozialisten und Kommu- en zusammen 127 000 Stimmen, die Linkssozia- >n 6 Mandate (früher 5), die Kommunisten 7 indate (früher 2), die bürgerlichen Parteien loren also zusammen 24 Mandate an die sozia- schen und kommunistische Parteien. uer uxuaivKii uuv uvi ui -vuyuiiv- lungcn über ihr Angebot eintritt. Daraus wurde die Aufforderung der Mehrheitssozialisten und der Unabhängigen zum Eintritt in die Regierung und deren Antwort besprochen. Eine grundsätzliche Ablehnung der Mitarbeit der Unabhängigen wurde weder von den Demokraten stoch vom Zentrum ausgesprochen Die Verhandlungen über die Regierungsneubildung wurden darauf auf Mitte nächster Woche vertagt. Die Besprechungen beim Ministerpräsidenten Stegerwald über die Regierungsneubildung in P r e u ß c n hat gleichfalls kein positives Ergebnis gehabt. Cs wurde beschlossen, daß jede Fraktion ihre Grundsätze für weitere Verhandlungen und ihre Forderungen an die künftige Re- gierungSpolitik schriftlich formulieren soll Daraus soll bann darüber in einer neuen Besprechung bet Fraktionsführer mit dem Ministerpräsidenten Stegerwald, die am nächsten Donnerstag ftattfin- den soll, beraten werden. Die Stellung der U. 5. P. zur Regierungsbildung. Berlin, 2. Olt. Das Schreiben der cechtSfozialistifchen Partei an die Unabhängige Partei mit der Aufforderung zur Beteiligung an der Regierung hat folgenden Wortlaut: Werte Genossen! Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion hat in ihrer heutigen Sitzung über die zur Verbreiterung der Regierungsbasis gegebenen Anregungen beraten. Die Debatte ergab, daß für die Sozialdemokratische Partei nur eine ilmbilt'ung des Kabinetts Wirth in Frage kommt. Dabei wurde betont, daß die Position des .Kabinetts Wirth inner- und außerpolitisch gestärkt würde, wenn die Unabhängige sozialdemokratische Partei, die bisher das Kabinett Wirth wohlwollend unterstützt hat, bereit wäre. Mitglieder in das Kabinett zu delegieren. Durch Beschluß unserer Fraktion bin ich beauftragt, Sie zu fragen, ob und unter west', en Bedingungen Sie bereit wären, in das Kabinett Wirth einzutreten. Gleichzeitig ersuchen wir um Stellungnahme zur Heber den Kurs der Deutschen Bolks- partei macht der ReichStagSabg. Dr. Fritz Mittelmann in der „Ratl. Korresp." folgende Ausführungen: .Von unserer Seite ist seit Monaten betont worden, daß der eventuelle Eintritt der Deutschen Dolkspartei in die Regierung an die Bedingung geknüpft fein müsse, daß mit dem bisherigen System grundsätzlich gebrochen werde. Daß die gegenwärtige Reichsregierung dem Vaterland nicht von Segen war. beweist schlagend die Entwicklung unserer Valuta. Als die Deutsche Volkspartei noch in der Regierung faß, stand der Dollar auf 56; in diesen Tagen stieg er, zum Teil freilich infolge der verdammenswerten Spekulation, bis auf 130, also auf mehr als das Doppelte. Das Mißtrauen des Auslandes gegenüber der Entwicklung in Deutschland kann nicht schärfer zum Ausdruck gebracht werden, als in diesen nackten Zahlen, die politisch und wirtschaftlich eine erschütternde Sprache reden. Alle Reden des Reichskanzlers Wirth, daß er der Erfüller des Hltimatums fein wolle, und all die hochtrabenden Erklärungen des Herrn Rathenar. daß wir die Bedingungen deS Hltimatums erfüllen konnten, wenn wir nur wollten. haben der Welt keinerlei Vertrauen eingeflößt. Am Ende dieser Politik steht vielmehr der katastrophale Zusammenbruch unserer Währung, die Tatsache, daß wir im Begriff lind, mit vollen Segeln auf österreichische Verhältnisse zuzusteuern. Den Hrgrund alles Hebels erblicken wir in der falschen Orientierung unserer auswärtigen Politik. Wir haben vom ersten Tage an bezweifelt, daß Herr Rosen in der Lage fein würde, sich mit feinen an sich nicht einmal schlechten Ideen im Kabinett durchzufeyen. Der beherrschende Kopf in der neuen Regierung war vom ersten Tage an Herr Rathenau. der nicht nur feine besondere, stark nach der soziali- frischen-Sette hin orientierte Wirtschaftspolitik hat, stndern der auch den Ehrgeiz besitzt, die auswärtige Politik des Reiches maßgebend zu beeinflussen. Es ist stets ein Fehler, auswärtige Politik lediglich von rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten aus zu betreiben; geradezu verhängnisvoll muß diese Damen aussuyren ioue. "en ei er <5111013 anrrag gtoi zu wetteren Debatten der Vertreter der verschiedenen beteiligten Staaten Anlaß. Balfour (England) ermahnt dann die Parteien, auf eine Fortsetzung der Debatte m der bisherigen Weise zu verzichten, da daraus nichts Gutes entstehen könne. Sie könnten dem Völkerbundsrat sowohl hinsichtlich der Festsetzung, der Abreise der Hnter- suchungskommission, als auch hinsichtlich der Wahl ihrer Mitglieder volles Vertrauen entgegenbringen. Zum Schluß wird der Kommissionsantrag von der Versammlung einstimmig angenommen, nachdem Griechenland vorher seinen Antrag zurückgezogen hatte. Die oberschlesische Genf, 3. Oft (WT2.) Wie man von gutunterrichteter Seite versichert, wird der Völker- 6 u n b 0 r a t seine Entscheidung über die ober- schlesische Frage Samstag, spätestens Sonntag bekanntgeben. Die Hilfe für das hungernde Rnftland. Kopenhagen, 3. Oft. (WTD.) Aus Hel- sinfors wird gemeldet, daß die amerikanische Hilfsaktion in Petersburg 9 Speise- an st alten eröffnete, die täglich 60 000 Kinder speisen können. Die Sowjetbehörden baten die amerikanische Regierung, auch Speisen für Erwachsene zu liefern, was jedoch abgelehnt wurde. Die Sowjetregierung hat eine Verordnung erlassen, nach welcher Pässe für Auslandsreisende wieder eingeführt worden sind. Ein Paß mit Reifeerlaubnis von Rußland in das Ausland kostet 300 000 Rubel. Erregte Stimmung in Tirol. Wien.'3. Oft. (WTD.) Die Blätter berichten aus Innsbruck über die große Erregung und Erbitterung in allen Devolkerungs- schichten wegen des bisherigen Mißlingens der Kreditaktion und des 2luf.'aufs der Geschäfte durch valutastarke 2£uffäufer Der christlichsozial? Tiroler Anzeiger" verlanat von der Landesregierung, sie möge den Verkauf der dringendsten Be- Aus dem Reiche. ©in Beschluß deS Reichstagsausschusses für daS Wohnungswesen. Berlin, 3. Ott. (WB.) Der Reichstags- ausschuß für Wohnungswesen nahm folgende Entschließung an: Es ist anzustreben, daß in den Zähren 1922’23 mindestens je 200 000 Wohnungen erbaut werden. Zur Deckung der unrentierlichen Baukosten sind 1922 und 1923 von den Ländern und Gemeinden mindestens je sechs Milliarden Mark zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zwecke ist das Wohnunasabgabegeseh vom 26 Zuni 1920 weiter auszubauen. Sollte es nicht möglich fein, für das gesamte Reich die Baukosten eines Zahres unmittelbar durch eine Erhöhung der WvhnungSabgabe aufzubii gen, so ist es den Cänbem zu überlassen, ob die neuen Einnahmen unmittelbar zu Zuschüssen oder zur Verzinsung und Tilgung der notwendigen Beträge Verwendung finden sollen. Der kerste Gewerkschaftskongreß der Afa. Berlin, 3. Ott. Arn Sonntag wurde in Düsseldorf der erste Gewerkschaftskongreß des Allgemeinen freien Angestelltenbundes (Afa) eröffnet. Der Vorsitzende Aushau s e r wies in einer Ansprache auf die Notwendigkeit hin, jetzt, wo die EntscheidungS- kämpfe zwischen Kapital und Arbeit bevorstehen, eine Einheitsfront der Hanb- und Kopfarbeiter zu bllden. Zum Tode deS früheren Königs von Württemberg. Stuttgart, 3. Oft (Wolff.) Anläßlich deS Ablebens des Herzogs zu Württemberg wurde von der württembergischen Regierung an die Herzogin Charlotte zu Württemberg ein Beileidstelegramm abgesandt, in dem es u. a. heißt: .RiemalS wird in den Herzen der Württemberger die dankbare Erinnerung ausgelofcht werden, welch edler und hinaebender Fürst der Verewigte dem Lande und dem Volk so lange Zett gewesen und was er ihnen auch im Wandel 8»«"1 ff * ■ StetabruAerei N ßongt «üben 83 M 5 835,85 10101» Erhältlich in den Osram-Verkauföstellen-,i 7,53 123,10 16,48 X’ A letzten sa Driefve- Hnabhat laut ven tzchlvien lichB neteDr- einstinn^ DllSpa btn^ut spricht i bigung „2orw< den Mn Gründ« Crispie toidlun< sonders sei uni müsse- ' ZenttM sein, _, 1 einseitig gegen BÄ die ■ ausdn nug S ten, dc fernblc neigun seitigke -Bi Borfit) heute n bei Ä fortgefel) liche Mi lenden listen b! 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Dasselbe trifft für die Anschuld gungen gegen unseren Kollegen Helfferich »J Untere Fragen nach dem Geheimbund und desse Zusammenhang mit dem Mord sind unbeantwort« geblieben. Wir haben kein Vertrauen zum M> nisler des Innern, noch zu den untergeordnete sozialdemokratischen Stellen. Roch in denflehte Tagen sind in Preußen rechtsstehende Blatte verboten worden. Wir beschweren uns ferne darüber, daß uns jeder Schuh gegen den Terro der sozialdemokratischen Parteien versagt morde ist. Wir sehen in den Verordnungen Maßnahme, die uns für vogelfrei erklären und protestiere dagegen. Wir protestieren gegen die systematische Verleumdungen und Verhetzungen der sozialdemc kratischen Parteien gegen uns und hangen di Drohung, unsere Parteigänger an den Laternen pfähl zu hängen, hiermit niedriger. Damit schließt die Debatte. Die Abgg. Kaiser (0.) und Hvffman (Ä.) werden wegen beleidigender Zwischenruf vom Präsidenten zur Ordnung gerufen. Es folgt eine Reihe persönlicher Bemerkung« Der Antrag, alle Anträge dem Rechtsaus schuh zu überweisen, wird gegen die Stimme der Deutschnationalen und Kommunisten ange nvmmen. Die Entlassung des Abg. Wendelin Thoma (St) aus der Hast wird mit den Stimmen de Linken beschlossen. Der Dörsenumsahsteuerantrag geht an de DörsenauSschuh. Mach kurzer Geschäftsordnungsdebatte bat über, ob bie Beratung bes Antrages wegen de Reform ber Reichsversicherungsorb nung und wegen des Oppauer Untersu chungsausschusses noch gleich erfolgen svk steht das Haus hiervon ab und vertagt sich wo bei Reichsarbeitsminister Braun erklärt, ba1 eine solche Vertagung in keiner Weise die Ent schädigung des Oppauer Unglückes Verzöger werde, da die Vorlage ja doch erst an den Reichs rat gehen müsse. Der Termin der nächsten Sitzung wird erf nach dem Stande ber Beratungen in ber Steuer komission angeseht werden, nicht aber nach der 3. Rovember. Schluh gegen Z Uhr. red Un Peru folg. $eid übet Lege gab, eine kviw des 8esia dem. *$tr Dit. Defc Wft bett IV Das Kreisamt kann bei besonders mildem Verlauf der Seuche von den in dieser Verordnung enthaltenen Mahnahmen mit Ausnahme derjenigen des §3 für einzelne Orte ganz ober te greife entbinben. (Ziehen, den 11. April 1913. Grohherzogliches Kreisamt Gießen.__ Bürgermeisterei Holzheim vom 11.-15. Oktober 1921 zur Cin- 'X