löt. 179 Der 6id*a»« »irzei-« mit Hr SHeestagslxiliig« „Siert-Hrnftbea- er- hpttni täghdj, culZer 5et n m o ral i sche r ist. Wir haben in den letzten Wochen und Monaten manche Enttäuschung er- ttten .aber das eine hat sich doch gezeigt: Wir smd nuht Illusivnsmänner gewesen. Wenn man einmal m der Politik eine feste Richtung eingeschlagen hat und wenn man diese Richtung inne chalt, dann^muh man doch in der Welt Beachtung .Lindem (oebr richtig.) Diese Beachtung in der «Welt baut sich aufaufdeutscheCharakter- Festigkeit. (Bravo.) Der Weg der uns vor- xgAeichnet ist ist der Weg des Rechts, ist der Weg, der nicht bezeichnet wird durch das blanke Schwert ist der Weg, der dorthin weist, wohin die Sehnsucht aller Völker geht: es ist der Weg der Barmherzigkeit und Liebe; er weist zum wahren Menschentum. der Weg, auf den die Welt ein Recht hat, es ist der Weg zum Glück und zur Wohlfahrt.' (Bravo und Händeklatschen.) Es wird mancher unter Ihnen sein, der an den alten -Fahnen hängt. Ich nehme es niemanden übel. Das ist Historie. Manchem wird es schmerzlich sein, wenn er an die alten Zeiten denkt. Allein die heutige Politik des Reiches kann sich nicht wnkleidLn mit Illusionen der Macht, denn diese Faktoren sind nicht mehr vorhanden. Bremen muß ein Ausgangspunkt auch für die Gesundung des Welthandels sein. Dieses Wiederausblühen ist nur möglich unter dem Gedanken des 'Rechtes .nicht unter dem Gedanken der Macht. Wohin der Machtgedanke führt zeigt das traurige Schauspiel Oberschlesiens. Wir wollen keine Diktatur in der Welt, wir wollen nur eines, daß deutsches Land, das duoch deutsche Arbeit und durch deutsche Kultur zu großer Blüte empor gewachsen ist, daß dieses Land nicht unter polnischer Diktatur dem Ruin preisgegeben wird. (Bravo.) Dort haben Sie den Mißbrauch der Gewalt gesehen und ich glaube, niemand in Bremen verkennt den großen Gedanken der Stunde, die uns bevorsteht, wo sich zeigen soll, ob in Oberschlesien das Recht oder ob die Gewalt, ob die Unvernunft oder die wirtschaftliche Vernunft in Oberschlesien herrschen sollen Ich habe genügend dargetan, wie wichtig es für die ganze Welt ist, dah an Stelle,des Machtgedankens der Gedanke des Rechts zum Durchbruch kommt. Wir hören Stimmen des Rechts und des Friedens in der ganzen Welt Aus Amerika, aus England hören wir diese Stimmen. Wenn diese Stimme auf der ganzen Welt rechtzeitig im Toben des Weltkrieges zur Geltung gekommen wäre, die Welt stände heute anders da, als in dem jetzigen ungeheuren Elend. Wir wollen jede Stimme des Rechts und der Vernunft, ob sie jenseits des 2Ileeres oder jenseits des Kanals ertönt, mit Dankbarkeit begrüßen. Mit herzlicher Freude haben wir gehört, dah aus dem Munde führender Staatsmänner auf der Seite unserer früheren Gegner das Wort vom Glück und der Wohlfahrt der Völker wieder öffentlich ausgesprochen wird. Liebe Volksgenossen! Das deutsche Volk weih von vergangenem Glück und Wohlfahrt zu erzählen. Waren es nicht glückliche Tage, wo die Welt auch in Bremen yt Frieden ihren Geschäften nachgehen und den Werien der Wohlfahrt und des sozialen Gedankens leben konnte? Wenn wir heute das Wort „Glück und Wohlfahrt" auf die Lippen nehmen, so tun wir es in dem Gefühl, Glück und Wohlfahrt verloren zu haben Das grohe Weltgeschehen hat diesen Friedensgedanken verschüttet und allein Machtgedanken zur Geltung gebracht. Wir sprechen von Glück und Wohlfahrt, weil dieses Land der Sehnsucht hinter uns liegt Aber wenn drüben heute von Glück und Wohlfahrt gesprochen wird, so frage ich Sie, ob, seitdem der Waffenstillstand dem deutschen Volke die .Waffen genommen hat, dieses Ziel, die Wohlfahrt und das Glück der Völker zu erneuern, wirklich das Ziel der führenden Männer gewesen ist. Schauen Sie hin auf die Politik der letzten drei Jahre, auf die Politik der letzten Monate. Mit ewigem Drohen tritt man uns gegenüber. Damit macht man keine Wohlfahrt, sondern nur neuen Haß Wir haben in den letzten Tagen wieder erlebt, welche schweren Wolken wieder über unser deutsches Vaterland heraufgezvaen sind, welche neuen Drohungen ausge prochen worden sind, während wir glaubten, dem wahren Gedanken der Liebe und Der Versöhnung in der Welt zu dienen und damit den Völkern neues Glück und neue Wohlfahrt zu bringen. Ich nehme es niemanden in dieser großen Halle übel, wenn sie an der Politik der letzten Monate Kritik üben. Ich habe nichts dagegen, wenn hier und dort der Ruf an mich herantritt: Herr Reichskanzler, Sie sind einen falschen Weg gegangen! Trotzdem würde ich, wenn noch einmal die schwere Entscheidung zu fällen wäre, eine Regierung zu bilden, wieder allein den Weg des Rechtes gehen. Ich würde mich keinen Augenblick besinnen, diese Politik noch einmal zu machen. (Bravo und Händeklatschen.) Ich habe die Antwort auf das Ultimatum von London gegeben, auch unter diesem politischen Ge i t fünfte. Will man in ter We t den großen D danken der sozialen Demokratie Rechnung tragen, dann darf man die Politik der deutschen Regierung nicht sabotieren, die getragen ist von Dem Vertrauen der arbeitenden Welt und Handelswelt. Eine solche Sabotage würde ich auflasten als eine Sabotage der großen Ideale der Welt. Eine solche Sabotage wäre es, wenn trotz der Abstimmung in Oberschlesien Korsanty und nicht das Recht in Europa zur Geltung kommen würde. Es ist eine große gewaltige Stunde die für die Machthaber Der alliierten Mächte in Dieser Woche anhebt. Ich weiß nicht, ob man in der ganzen Welt die Zeichen der Zeit richtig versteht. 2lber es darf nicht geschehen, daß man den großen Gedanken bed Selbstbestnnmungsrechts verletzt In einem Augenblick, wo alle Machte moralischer Qlatur mit eherner Stimme in die Welt hinausrufen müßten: Achtet das Selbstbestim- mungs recht des oberschlesischen Volkes, das mit aller Macht und Klarheit sich ausgesprochen hat, achtet den Gedanken der Demokratie in der Welt, den Gedanken der Freiheit, wenn ihr nicht das unglückliche Europa dem 2iuin, dem Elend und endgültigen Untergänge weihen wollt. (Bravo und Händellatschen.) Von die em Gedan.'en getragen, daß das Recht der Selbstbestimmung Oberschte- siens geachtet werden muh, haben wir zur Zeit unsere Politik eingeschlagen, die Politck der ehrlichen Erfüllung des Friedensvertrages. Ich weiß, daß wir in den politischen Idealen nicht alle einig sind. Mein Ideal, das ich persörllich erkämpfe und für das ich jederzeit bereit bin einzutreten, ist das der demokratischen Freiheit der d eut sch e n V o lks r ePu b N k (Befall)Wr verlangen, daß man unsere Ideale und unser aufrichtiges Streben achtet. 2Hu6 nicht heute allen, die an dem Geschick Europas mitarbeiten wollen, klar sein was es bedeutet, Den größten Teil des deutschen Volkes zu mißachten das sich jetzt in den bitteren Stunden der Erfüllung des Ultimatums beleben läßt durch Den Gedanken, durch Arbeit zur Freiheit zu kommen? Ich frage vor aller Welt: Haben Sie je ein Voll gesehen, das solche ungeheure Opfer auf sich nimmt, wie sie durch unlere Steuergesetzgebung, gerade auch von den Lohn- und Gehaltsempfängern von der deutschen Arbeiterwelt, von der Angestelltenschaft und Beamtenschaft verlangt werden? Hat uns nicht der große Gedanke geleitet, durch Arbeit, durch Opfer die junge deutsche Republik wieder zur Freiheit und zu neuer Wohlfahrt zu führen? Die Wohlfahrt aller Voller ist eng untereinander verflochten. Sieht die Welt um uns nicht ein, daß man heute ein Volk nicht isolieren kann? Schauen Sie hinüber nach England. Sind dort nicht 2 Millionen Arbeitslose, die um ihr täglich Brot ringen ? Schauen Sie hinüber nach Amerika. Sind es dort nicht doppelt so viele wie In England? Schauen Sie rings herum, wie das Wirtschaftsleben zu- sammengebrochen ist, wie die Tausende wirtschaftlicher Fäden zerrissen worden sind durch das große Schicksal der europäischen Kriegskatastrophe. Wie war es im Jahre 1914? Heute sind es sieben Jahre danach. Was stand am Eingang dieser siebenjährigen Epoche? Ein Ultimatum, das unglücklichste, was Die Welt gesehen hat, jenes Ultimatum an Serbien. Und ist es jetzt nicht wieder ein Ultimatum gewesen, das für die Welt entweder das Zeichen Der Verständigung oder vielleicht noch einmal das Zeichen neuer Zerstörungen für Europa sein kann? Auch Europa kann nicht noch einmal durch eine neue Katastrophe, durch neuen Wirrwarr, durch einen neuen Krieg hindurchgeführt werden. Todesschatten lagern auf dem Kontinent, der ein Bringer des Lichtes und der sittlichen Freiheit für die ganze Welt hätte fein können. Der europäische Gedanke, der den Blick loslöst von engem Kreis und ihn lenkt auf das gemeinsame Schicksal Europas und damit der ganzen Welt, dieser Gedanke muß als 2tuf bittend und flehend und ermahnend und hoffend in die ganze Welt hin- ausllingen. Der Gedanke, daß man die Welt nicht mit Ultimatums und Bedrohungen und Brüskierungen bessert, sondern daß man sie nur retten kann, wenn man sich am Verhandlungstisch zusammen niederläßt und über die Probleme der Weltwirtschaft verhandelt. Denkt kaufmännisch I Denkt verzeihend! Denkt in Liebe der gefallenen Brüder, Die auf allen Schlachtfeldern ihr Leben ließen! Denkt in Ehren aller Millionen, die in dem Glauben an die Erlösung der Welt auf allen Schlachtfeldern ihr Leben gelassen haben! 2lber denkt groß und denkt versöhnlich! Möget Ihr auch denken an die, die Erbrechen getan haben in a l l e n Rationen. 2Tber überlegt immer, ob es politisch und ob es klug ist, heute über das zu reden, was man morgen noch ausgraben kann. Denkt großzügig, denkt an die Welt! Das deutsche Denken hat sich nicht immer bewegt innerhalb der Grenzpfähle unseres Volkes. Es hat darüber hinausgegriffen in die weite Welt. Gerade hier in Bremen ist der Boden für den grohen Gedanken bereitet, daß die Welt schließlich doch einig ist in der Wirtschaft. Mit diesem Denken und Fühlen werdet Ihr in Bremen nicht nur Eurer Vaterstadt und unserem Vaterlande, sondern auch Europa und der ganzen Welt den größten Dienst erweisen. Run, liebe Volksgenossen, gerade in diesen Stunden, wo wir Den großen deutschen Gedanken der Solidarität Europas in aller Welt vertreten gehen wir der En scheidung über Obe Schlesien entgegen. Es ist eine schwere Stunde nicht nur entscheidend etwa für eine Regierung. Um Personen handelt es sich nicht. Ich habe mich in den letzten Wochen manchmal gefraat. wie es möglich ist, dah im Osten Deutschlanos ein neuer Staat eine solche Politik betreiben kann, wie es Polen getan hat. Was hätte ein polnischer Staat für dir Welt bedeuten können, wenn er sich innerhalb seiner natürlichen Grenzen bewegt hätte! Haben Sie je in der Welt ein Volk gesehen, das durch deutsches Blut und durch den Tod unserer Brüder zum Leben erweckt worden ist und uns derart schmählich behandelt hat, wie gerade das polnische Voll? Wir hätten den Wunsch gehabt, nachdem Polen zum Staate erwacht ist. uns mit diesem Volke zu verständigen, um dem Gedanken der europäischen Kultur gemeinsam zu dienen. Und was begibt sich jetzt vor unseren Augen? Im Osten greift Polen weit in russisches Gebiet hinein. In Litauen ist die Grenze nicht geregelt Die Frage von Wilna ist noch offen und in Galizien herrscht Den Ruthen en gegenüber die Politik Der Macht, ohne einen Gedanken an Recht und Versöhnung. Und nun auch das frevelhafte Beginnen gegenüber Dem deutschen Volke, ein zweites I f a b- Csd t b- ringen zu schaffen und einen ewigen Brandherd zwischen großen Völkern der den europäischen Kontinent aufs neue im Laufe des Jahrhunderts ins Unglück stürzen kann. Ich glaube wir alle, die wir hier vereint sind, haben nicht Den Gedanken in uns aufgenommen, dah, nachdem Millionen Kreuze auf allen Schlachtfeldern stehen, diese Frage aufs neue Das arme Europa in Elend und Verzweiflung stürzen soll. Warum keine Verständigung? Well p o l 11 i s ch e Leidenschaft und grenzenloser Hochmut in Warschau Die Welt nicht zur Ruhe kommen lassen will. (Bravo!) Darum geht unsere Mahnung hinaus über das ganze Erdrund: Löst die vberschlesische Frage, nachdem das Volk gesprochen hat löst sie gerecht, löst sie so. daß nicht im Osten ein neuer Brandherd entsteht der Deutschland und die ganze Welt aufs neue dem Ruin entgegenführen ran. Sieb en Ia h r- hunderte lang ist Oberschlesien in deutchem Vesitz gewesen, von Deutschland zur Höhe Der Wohlfahrt und zum Reichtum emporgetragen, zu jener Kultur, in der auch die soziale Gerechtigkeit eingebaut ist Diese Bewegung war nicht zu Ende. Dars ich es Ihnen offen ausfprecheiv Dor Dem Kriege war Deutschland gewiß reich und manche Frage wäre zu lösen gewesen, wenn die Versöhnung zwischen Desth und Arbeit Im deutschen Vaterlande überall gepflegt worden, wäre. Oberschlesien und seine arbeitende Bevölkerung wird unter deutscher Herrschaft und unter deutscher demokratischer Freiheit andere Tage genießen als etwa unter Der Herrschaft polnischer Illosionisten, die nur Den Gedanken nationalistischer Verstiegenheit kennen und darauf sinnen, durch Gewalt Da« alte deutsche Kulturland in ihren Besitz zu bringen. Wir sehen Der Entscheidung mit klaren Augen, gewiß mit klopfendem Herzen, aber in dem Bewußtsein entgegen, daß ein Volk, daS für sein gutes Recht ist, niemals untergehen kann Ich vertraue auf die Einsicht der großen führenden Rationen der Welt, daß unsere Stimme nicht ungehört im CRatc der Völker verhalten wird. Wir werden nicht dabei sein bei dieser Entscheidung. Es ist gut, daß wir nicht Dabei sind, Denn die Verantwortung für eine gerechte Entscheidung liegt bei Denen, die uns weder nach London berufen, noch zur Abrüstungskonferenz eingeladen haben. Es ist nut ein Zeichen dafür, dah wir jetzt umsomehr, wo wir nicht mehr das Schwert führen, der ganzen Welt dienen, wenn wir den Gedanken Des Rechts und der Gerechtigkeit als deutschen Gedanken in der Welt vertreten Ich sehe nicht ohne Hoffnung in Die Zukunft Ich weih, was diese Hoffnung für uns bedeutet. Ich weih, dah man enttäuscht werden kann. Als ich heute morgen durch die Weserwerft ging, Da sagte ich mir, Bremen war Der richtige Platz, in letzter Stunde eine Mahnung in Die Welt! hinauszugeben, daß wir in DeutschlanD bereit sind, zu arbeiten und zu opfern, aber nicht ohne einen großen Impuls. Der a l 11 Die Ar* beit beleben kann. Denn nur Die Begeisterung für eine große 3Dee ist Die Quelle großer Taten. Die Begeisterung für Den Gebankm, wieder Durch Arbeit emporzusteigen, Dieses Ziel muß uns alle beleben, jetzt unD immerbar. (Bravo!) Ich hoffe von Der Bremer Arbeiterschaft unD Kaufmann- schäft, daß sie uns in Der Stunde Der Entschet- Dung unterstützt und daß nicht politischer Streit unsere Arbeit zunichte macht. Das wäre unseren Gegnern gerade recht, wenn in Deutschland irgendeine Torheit begangen würde vor Der grohen politischen Entscheidung. Daher: keine Putsche! Gerade, in diesen Tagen, wo große politische Entscheidungen reisen, keine Störungen l re Deutschland! In dieser Stunde [ei' nen Gedanken an Gewalt! Von Der großen Elnheltslinie, Die Die Rcichs- polltik vorgezeichnet hat und von Der Politik der Erfüllung des Friedensvertrages darf es fein Abirren geben. Wir wollen In solchen Stunden kein Schwanken auf Den Dahnen des Rechts, den Bahnen der Arbeit und des grohen Gedankens der sozialen Republik, des Gedankens bet Freiheit und Wohlfahrt unseres Vaterlandes. Ich vertraue auf die, die uns ein faires Spiel zugesagt haben. Eine E ittäufchung des oberfchlesifchen Volkes in der Hoffnung auf feine baldige Aufrichtung wäre das größte hifto- rifche llnglüd, das Europa widerfahren könnte. Wir haben Schweres übernommen, und ich weih, daß alle deutschen Stämme dem Gedanken der Einheit die schwersten Opfer gebracht haben. Was haben wir gerettet aus dem Sturm und Drang deS Weltkrieges? Die Macht ist in Trümmer gesunken Der Wohlstand ist vernichtet und die Herrlichkeit ist versunken Eines aber haben wir gerettet: die Einheit des Reiches, die Einheit unlerer Wirtschaft und die Hoffnung, daß wir In der Einheit, in der sozialen Freiheit, In der Demokratie und in der Gerechtigkeit unser Glück und unfere Wohlfahrt wieder neu aufbauen können. Dies wird Opfer kosten von allen Seiten Allen denen, die noch an den alten Zeiten hängen, nehme ich daS nicht übel Aber nehmen Sie die neue Verfassung deS Reiches hin und lesen Sie die einfachen und schlichten Worte, die an der Spitze stehen, wo eS beißt: „Das deutsche Dolk einig in seinen Stämmen und von dem. Willen beseelt, sein Reich in Freiheit und Gerechtigkeit zu erneuern, hat sich diese Verfassung gegeben“ und — ich darf ergänzend hin zufügen — den deutschen VolkSstaat gegeben Lassen wir ans nicht niederdrücken von dem Gedanken an das was hinter uns liegt Gewiß, gedenken tolr’ dann und wann In Treue und Gebet der- gefallenen Brüder, die au Millionen auf den Schlachtfeldern ruhen. Aber wir wollen un» nicht berabbrüden lassen. Auch über bie Gräber wollen wir wieder vorwärtsschreiten und die Menschheit vorwärtSführen zu großen Zielen, vorwärts und wieder aufwärts zum Licht, zum neuen Glück und zur Gerechtigkeit für; unser Deutsches Doll. (Bravo und Hänbeklatschen.) Der Kampf um Oberschlesien. London, 3. August. (WTB.) Der „Manchester Guardian" berichtet, auf Selten der französischen Sachverständigen mache sich das Bestreben bemerkbar, in Oberschlesien nicht nur die polnischen, sondern auch die deutschen Interessen zu berücksichtigen. Paris scheine bereit, die Berechtigung dessen anzuerkennen, was London schon vor vielen Wochen vorgeschlagen habe, nämlich, daß die unanfechtbar deutschen Gebiete sofort Deutschland, und die unbestreitbar polnischen Bezirke den Polen zugewiesen werden sollen. Die britische Regierung werde zweifellos darauf drin gen, dah das gesamte o b e r sch le s i s ch e Problem in nach st er Woche geregelt wird. Die „CEteftminfter Gazette Kste könne leider nicht annehmen, dah Setzung des Tages der Jusarmnen- kunft des Obersten Rates das Ende der Mei- uungSverschiedercheiten der Alliierten in der überaus wichtigen oberschlesischen Frage bedeute. Die Einwande, die bisher gegen die Konferenz vorgebracht worden seien, seien unzweifelhaft auf die Furcht zurückzuführen, dah Liese Meinungsverschiedenheiten am Konferenztisch zum Ausbruch kommen könnten. Es jsel jedoch wesentlich, dah der Oberste Rat nicht auseinandergehe, ohne die Frage endgültig entschieden zu haben. Der Konflikt in Ober- Ischlesien bedrohe den Frieden Europas jetzt «und in Zukui f . Der Willen ausdruck der ober- .fchlesischen Bevölkerung müsse von den Alliierten angenommen werden. Die Pariser Konferenz Daris, 2. Aug. (WTB.) Wie der „Petit Pacisien" mitteilt, sind zur Tagung des Obersten Rates durch Briand fünf Staaten eingeladen w t)en: Italien, Eng and, Amerika, Japan und Belgien. Fünf Puncte stehen auf der Tagesordnung: an erster Stelle die Frage der Entsendung von Verstärkungen nach Ober- schlesten, an zweiter Stelle das oberschlestsche Problem, an Dritter Stelle die Orientfrage, an vierter Stelle die Frage der Aburteilung der Kriegsbeschuldigten und endlich die Ernährung Rußlands. Rach diesem Blatt werden die Arbeiten des Obersten Rates mindestens eine Woche bauern. Protokolle über den dritten polnischen Ausstand. , Berlin, 2. Aug. (Wolff.) Heber den dritten polnischen Auf st and im ober» ischlestfchen Abstimmungsgebiet wurden Protokolle und Berichte zusammengestellt, die ein anschauliches Bild des Wütens der polnischen Insurgenten geben. Zu der am 28. Juni abgeschlossenen Zusammenstellung verösfentlichen Die deutschen Parteien und Gewerkschaften Ober» Schlesiens eine Einführung, worin hervorgehoben wird, wie Hunderte Deutschgesinnter das Opfer fanatisierter Banden geworden sind und Zehntausende deutschgesinnter Oberschlesier von ihrer Wohnstätte vertrieben wurden. Die Zusammenstellung kann nicht beanspruchen, ein vollständiges Bild der Zustände zu geben, sie soll nur einen Ausschnitt darstellen aus jenem grausigen Gemälde, das, mit Blut, Tränen und Jammer gemalt, dereinst zeugen wird von den namenlosen Leiden des gequälten und gepeinigten und von aller Welt verlassenen friedlichen Pvlksteils in Oberfchlesien. Eine Anklage «von gewaltiger Wucht fei dieses Buch gegen diejenigen, die die Derwallung des Landes zu treuen Händen übernommen, die ihnen (übertragene Mission aber auf das Lchmählichste schändeten. Die einzelnen Abschnitte behandeln die polnischen Gewalttätigkeiten, wie Verschleppungen, Zwangsaushebungen, Munitionstransporte und die Praktiken der polnischen Insurgenten. Der letzte Abschnitt ist der Marteillchkell der Franzosen gewidmet. Die Not in Nuhlanv. Kopenhagen, 2. Aug. (Wolff.- „Poli- iftfen“ wird aus Riga gemeldet: Amtlich wird mitgeteilt, die Cholera wütet im Gouvernement «Samara furchtbar. Allein in der Stadt Samara kommen täglich 400 neue Fälle vor. Eine un- igeheure Anzahl flüchtender Eltern hat ihre Kinder zurückgelassen. Im Gouvernement Samara gibt es bereits über 40 000 solcher verlassener Kinder. — Trotzki erklärte in einer Unterredung, daß 'bad verbreitete Gerücht einer Mobilisierung Sowjet rutzlands gegen Polen, Rumänien und Lettland eine freche imperialistische Lüge fet, *ba die Rote Armee zur Zell drei- bis viermal geringer fet alS vor 8 Monaten. Dagegen würden chiele neue Offiziersschulen errichtet, um die Schlagfertigkeit des HeereS zu verbessern. Kopenhagen, 2. Aug. (Wolff./ „Politiken" veröffentlicht ein Petersburger Gerücht, wonach die Sowjetregierung gegenüber den Menschewiki erklärt habe, dah sie der Lage in Ruhland nicht gewachsen fei. Sie sei bereit, mit allen Parteien das Schicksal Ruhlands zu bestimmen, und verlange, dah das eingesetzte Hilfskomitee, In dem Idie Bolschewiki nur schwach vertreten seien, die (Macht übernehmen solle. Kopenhagen. 2. Aug. (Wolff., Das Moskauer Blatt „Jswestja" meldet: Die Zahl der Hungernden Bewohner in Ostruh- I a n d, die auf Moskau marschieren, beläuft sich auf über 6 Millionen, die die Gouvernements Tambow, Pensa, Warvnesch überschwemmen und sich ohne Ausenthall vorwärts bewegen. Am Die Rothersteins. Roman von Erich Sbenstein. Copyright 1919 by ©reiner 4 Evmp., Berlin W 30. 22. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Die besah gute Manieren, ein sehr gewandtes Wesen und hatte sich eine große Vielseitigkeit ungeeignet. Besonders gut verstand sie sich auf Frisieren und allerlei raffinierte Toilettentricks, waS Anneliese sofort herausfand und ausnüyte. Weniger glanzend waren ihre wirtschaftlichen Kenntnisse. Gröbere Arbeit, besonders Frühausstehen, waren ihr ein Greuel. Doch wuhte sie dies recht geschickt zu verbergen. Ihr Traum war, endlich eine gute Heirat zu machen — etwa einen Verwalter oder Oberförster, Der sie aus einer Dienerin zur Herrin gemacht batte Da sie einige Ersparnisse besah, hielt sie die Sache trotz ihrer fünfundvierzig Jahre nicht für aussichtslos. „6lc ist eigentlich eine verkappte Kammer- hmgfer, aber keine Mamsell," meinte Hertha, „ich bin nur neugierig, waS Rüdiger dazu sagen wird l" Rüdiger, den man bereits Sonnabend zurück- ertoartet hatte, war noch immer nicht gekommen. Die Geschäfte zögen sich unerwartet in die Länge, schrieb er an seinen Vater. Doch hoffe er, Montag oder Dienstag bestimmt mit Magelone zu- rückzukehren, Magelone fei übrigens etwas unwohl und läge meist zu Bett, weshalb er sie bisher erst ein- ober zweimal habe sprechen können. Es scheine Influenza zu fein. »Das ist eine Lüge, oder die gute Magelone fHhrt Rüdiger an der Aase herum,“ sagte Hertha am Abend des Tages, nachdem der Fürst diesen Brief erhalten hatte, Au Do. „Durch Zufall weih stch von Waldemar, dah seine Schwester Edith 20. 7. erreichten sie die Stadt Tambow, nachdem sie entgegengesandte Truppen geschlagen hatten. Sie plünderten alle Vorräte und töteten sämtliche Pferde der Kavallerie, Feuerwehr und Droschken. Die Untersuchung ergab, datz die Truppen, denen der Schuh der Stabt anoertraut war, sich weigerten, auf die Menge zu schiehen. Hungersnot in Sibirien. Berlin, 2. Aug. Wie der .Lokllanzerger" aus Riga meldet, berichten dort eingetro fsne sibirische Flüchllinge, datz auch ganz Sibirien infolge der groben Trockenheit vor einer schrecklichen Hungersnot stehe. Das Getreide auf den Feldern sei verdorrt V Außerordentlich zahlreich seien die Feld- und Waldbrände. Amerikanische Lebensmittelsendungen. London, 2. Aug. (Wolff.) Hoover erteilte dem in London weilenden Leiter des amerikanischen Hilfswe.kes für Europa den Auftrag, sich sofort nach Riga au begeben, um mit den russischen Sowjetbehörden über die Einleitung eines amerikanischen Lebensmitteltransportes für Ruhland zu verhandeln. Hoover teilt mit, dah die Lebensmittels nwungen über Danzig tm Einvernehmen mit Rußland sofort beginnen können. Er schäzt die Aufwendungen, die das amerikanische Hckfeto.rl in Rußland erfordert, auf Ii/4 bis 1>° Milliarden Dollars monatlich. Die erste Lebensmittels endung gehe wahrscheinlich nach Petersburg. Auher Lebensrnitteln würden auch Arzneien gesandt. Das Hilfswcrk in Berlin. Berlin. 2. Aug. Laut „B. T." fand gestern in den Räumen des Auswärtigen Amtes eine Besprechung einer Reihe von Herren und Damen statt, die dem Hilfswerk für das hungernde Ruhland ihr besonderes Interesse entgegenbringen. Auher dem Minister des Auswärtigen waren u a. anwesend: der Reichskanzler, die Minister Gradnauer und Rathenau, Gerhard Hauptmann, Frau Gorki und Cb.rftkutnant Draudt als Vertreter des deulschen Roten Kreuzes. Ein dentsch-schwrizerifchcr Vertrag. Berlin, 2. Aug. (Wolff.) Die zur Zeit hier stattfindenden deutsch schweizerischen Verhandlungen über den Abschluß eines allgemeinen Schiedsgerichts- und Vergleichsvertrages verlaufen befriedigend und kamen heute zu einem vorläufigen Abschluh. Der schweizerische Bevollmächtigte Pros. Max Huber verläßt voraussichllich heute Berlin. Die Verhandlungen werden in kürzester Frist in Bern wieder ausgenommen. Anläßlich der Abreise der schwei;e° rischen Delegierten findet beim Reichsminister des Aeuhern ein Frühstück statt. Aus dem Reiche. Eine große Unterschlagung kommunistischer „Treuhänder". Berlin, 2. Aug. Wie dem „Vorwärts“ mUgeteilt wird, wurde die Unter ft üöungä- kommission der Berliner Arbeiterschaft, die den Zweck hat, die wegen ihrer politischen Ueberzeugung Verfolgten und Inhaftierten sowie deren Angehörige zu unterstützen, von den beiden kommunistischen Treuhändern Paul Eckert und Karl Hagen um 345 000 Mark bestohlen. Die beiden Treuhänder haben im Rovember vorigen Jahres die genannte Summe von dem Bankguthaben der Unter» ftühungskommission abgehoben und sind damit verschwunden. Die als Kassierer und Revisoren tätigen Kommunisten der Kommission wußten durch lügenhaften Kassenbericht die Veruntreuung bisher zu verbergen. Erst dem zum Vorsitzenden der Unterstützungskommifsivn neu» gewählten Wehrheiissozialisten Emil Barth gelang es, die riesenhafte Unterschlagung zu entdecken. , . ———>aaw— Aus Stabt und Land. Gießen, den 3. Aug. 1921. Gin Dankschreiben für die Avignon-Spende. Die Vereinigung ehern. Kriegsgefangener Oberhessens (Ortsgruppe Gießen) hat zu Beginn des Jahres eine Sammlung veranstaltet, an der sich auch einzelne Gießener Firmen, sowie die hiesige Bezirksschule beteiligten. Die Sammlung wurde im Januar geschlossen. Die Vereinigung war darauf in der Lage, ihren Kameraden 2000 Stück Zigarren durch die deutsche Friedensdelegation in Paris zu überweisen. Der Vereinigung ist einen Tag zu Magelone nach Wien fuhr und dort sehr viel mit ihr beilammen ist. Edith schrieb, sie machten täglich zusammen Einkäufe und verbrächten die Abende gemeinsam mit Bekannten in Vergnügungslokalen. „Aber Magelone ist doch noch in TrauerI" tagte Do ganz bestürzt. „Auch bann sie doch Rüdiger nicht so schändlich belügen!" „Du kennst Magelone noch nicht, wenn du dies für unmöglich hältst. Sie lügt sehr ost und äußerst gewandt, kann ich dir sagen I Die Trauer aber saß nie tief bei ihr. Ratürlich weiß sie, dah Rüdiger eS ihr sehr übel nähme, wenn er wüßte, daß sie sich schon jetzt vor Ablauf des Trauerjahres in öffentlichen Vergnügungslokalen zeige, darum stellte sie sich vor ihm wahrscheinlich krank. Wien ist ja so groß! Da brckucht sie nicht zu fürchten ihm zu begegnen, besonders da sie weiß, daß Rüdiger selbst kein Freund von Dergnügungs- iokalen ist. Er besucht höchstens das Bürgt Heater ober die Oper, und die sind jetzt geschlossen." »Ich dachte — du sagtest doch —“ murmelte Do nach einer Pause beklommen, »Magelone lieble Rüdiger?" „Rein. Ich sagte nur, er liebe sie insgeheim. Magelone will ihn vermutlich nur heiraten. ' Do sagte nichts mehr, aber die Sache beschäftigte sie noch lange, obwohl sie den Kopf voll anderer Dinge halte, die ihre beständige Aufmerksamkeit erforderten. Denn feit jenem Morgen, da die Gräfin sie anfgeforbert Halle, für die entlassene Mamsell ein» zuspringen, hatte sich eine $an$ neue Welt für Do gufgetan. Dar Pflichten kreis, nach dem sie sich instinktiv gesehnt, war auf einmal da und spannte sich wie ein Retz um sie. In schüchterner Aengstlichkell hatte sie sich anfangs bemüht, Fühlung mit den Dienstboten nun vor kurzem folgendes Schreiben aus Ävignon zugegangen: (Abschrift.) Liebe Kameraden! Wir gelangten heute in den Besitz Eurer Zigarrensendung, die uns durch Vermittlung des HauptauSschusses für Kriegsgefangene bei der deutschen Friedensdelegation in Paris zugegangen ist. Indem wir nun den guten Eingang bestätigen, beeilen wir uns Euch im Rainen all unserer Kameraden den herzlichsten Dank auszusprechen für diesen schönen Beweis alter Kameradentreue, die Ihr uns auch in der fernen Heimat bewahrt habt. Wir wissen wohl, dah in der Heimat noch immer der Gedanke an die Gefangenen, die fernen Brüder besteht und wie aufrichtig freut es uns, von Euch zu hören, daß bei Euch in allen Kreisen dieses Gedenken sich erhält, llnb gerade die Beweise der Liebe und Treue aus der Stätte unserer Sehnsucht geben uns ja immer wieder die Kraft zumWeiter» yarcen und Hosten auf den balligen Erlösungstag Zwar scheint sich dieser nicht bewahrheiten zu wollen, Denn noch immer lastet die dunkle Ungewißheit auf unserer Seele. Im Monat April sind 11 und im Monat Mai 17 unserer Kameraden Aur Entlassung gekommen, da sie ihre Strafe in Diesen Monaten vollendeten. Jetzt zählen wir noch 115 Mann und unter diesen bat die weitaus größere Zahl noch recht hohe Strafen iu verbüßen. Wann wird nun für uns der Tag Der Freiheit kommen und wann werden wir endlich die liebe Heimat Wiedersehen? Roch ist keine Entscheidung gefallen und müssen wir weiterharren im festem Glauben an die Treue der Heimat. Rur aus ihr vermögen wir die Kraft zu nehmen, das Los weiter zu tragen und hoffen bald wieder zurückkehren zu können. Run bitten wir Euch noch, allen Gönnern und Freunden, sowie Herrn Kommerzienrat Schirmer, für ihre Opferwilligkeit zu danken und stets unsere Anerkennung allen zu versichern. Mit den besten Grüßen von allen Kameraden bleiben wir in unverbrüchlicher Kameradschaft stets Euer dankbarer Hilfsausschuh des Depots Special des P. G. d'Avignon» France. (6 Unterschriften.) Kurse für Säuglingspflege. Schon früher wurde In ben Zeitungen auf Säuglingspflege-Kurse in Volks- und Fortbildungsschulen, welche die Zentrale für Mutter- und Säuglingefürsorge durch hierfür geeignete Schwestern abhalten läßt, hingewiesen. An vielen Or en Hessens haben, wie wir Horen, bereits derartige Kurse, deren Rotwendigkeit immer mehr eingesehen wird, stattgefunden und stets den besten Erfolg aufzuweisen gehabt. — Die Schülerinnen der Fortbildungsschulen. sowie die Mädchen der Ober* klassen der Volksschulen werden mit den wichtig- tigsten Forderungen der Säuglingspflege in sechsstündigen Kursen bekannt gemacht. Da gerade unsere Volksschülerinnen der vielbeschäftigten, oft überlasteten Mutter in der Pflege des Säuglings besonders an die Hand gehen, sie darin sogar nicht selten vertreten müssen, haben sich die Kurse als überaus zweckmäßig erwiesen und die Aufmerksamkeit, der Eifer und die Freude, mit denen die Teilnehmerinnen demselben gefolgt sind, haben ge>- zeigt, tote sehr diese Belehrungen im Bereiche ihres Interesses liegen, umsomehr, als manche der Mädchen In der Säuglingspflege schon allerlei Erfahrungen besitzen. 3m Verlauf dieses Unterrichts erkannten diese immer wieder, daß Gewissenhaftigkeit, Pünktlichkeit und Sauberkeit die Grundpfeiler einer zielbewuhten guten Säuglingspflege sind, daß diese Eigenschaften sich in der peinlichsten Reinhaltung 1. an sich selbst, 2. am Körper, der Wäsche, dem Bettchen, kurzum der ganzen Umgebung und zu allermeist der Rahmng des Kindes erweisen; die Pünktlichkeit aber besonders in einer ganz genau geregelten Pflege. Die richtigen Griffe beim Halten und Tragen, beim Baden und Anziehen des Säuglings, werden an einer Puppe erlernt. Die Kurse tragen hoffentlich dazu bei, daß die Mädchen für ihren Teil sich bemühen, die ihrer Obhut anvertrauten Heinen Geschwister nid)! durch unsachgemäße Pflege und mangelhafte Sauberkeit zu Schaden kommen zu lassen, sondern ihrerseits zu helfen, daß die Säuglinge zu gesunden und fröhlichen Kindern heranwachsen können. Eine besondere Bedeutung erlangen diese Belehrungen in den heihenSommermonaten, der für die Säuglinge gefährlichsten Jahreszeit, welche die Säuglingssterblichkeit, zumal bei unzureichender Pflege, überhitzender Lagerung und un* Öneter oder zu reichlicher Rahrung, oft auf das >elte anwachsen läßt. Es wäre sehr zu wünschen, daß an recht vielen Orten den schon gegebenen Beispielen nachgeeifert würde und seien an dieser Stelle Schul- und He- meindevorstände, welche beabsichtigen diesen Unterricht bei fich einzuführen, darauf aufmerksam gemacht, daß sich ein baldiger diesbezüglicher Antrag bei der Zentrale für Mutter- und Säuglings - fürsorge empfiehlt, um eine rechtzellige Einstellung in den sehr besetzten Stundenplan zu sichern. *• Das Wetter Im August soll nach dem hundertjährigen Kalen der die tr» pische Hitze des Juli bis zum 5. fortsehen. Dann soll endlich der langersehnte Regen kommen, und zwar in recht ausgiebiger Weise bis zum 19. August Die letzten Tage des Monats sollen dann weder Sommer- noch Herbflcharakter haben, sondern feyr unbeftänbla fein. — Es kann auch anders kommen ♦ * Personalnachrichten. Lieder» tragen wurden am 26. Juli dem Lehrer Wti heim Hölzinger zu Appenrod die Lehre. stelle an der Volksschule zu Fauerbach bei Ridda, Kreis Büdingen; dem Lehrer Hermann Kaiser zu Sichelsachsen eine Lehrer- stelle an der Volksschule zu Wallernhausen, Kreis Büdingen. - Uebertragen wurde am 27. Juli dem Schulamtsanwarllr Otto Müller aus Sellnrod die Lehrerstelle an der Volksschule zu Volkartshain, Kreis Schotten — Kirchliche Dien st nachricht. Am 29. Juli l. I. wurde dem Pfarrer Rudolf Laut zu Dietzenbach die erste evangelische Pfarrstelle zu Ridda übertragen. "• O b erschlesierspende. Am öamAtag» abend wurde i bei einer Sammlung im Eafc Astoria für Die hart bedrängte Bevölkerung in Oberschlesien 212,30 Mk. aufgebracht. Besonderer Dank gebührt den jungen Damen, welche sich als Sammlerinnen betätigten. — Die Sammlung, welche Landgerichtsdirektor Wiener zum Bester der Oberschlesier veranstaltet hatte, brachte die erfreuliche Summe von 387,1Z Mk. ♦♦ Ausgewiesen aus Mainz wurde von Der französischen Behörde der ehemalige Geschäftsführer der Vereinigung ehern. Iriegegefan- gener Oberhesten, Herr Peter Heß, Gießen, well er in einer Versammlung Der R. e. K. Mainz über das Thema „Der Krieg-gefangene und sein Verhältnis zu den Heimatbehörden" sprach. Kreis Büdingen. Die Rot der Kleinstädte. spd. B ü d i n g e n, 2. August. Der HauS» Haltsplan für 1921 schließt in Ausgaben mit 1 046977 Mk. ab. An Einnahmen sind 994 697 Mk. aus Gemeindemitteln und 152 300 Mark aus ReichSzuschüssen vorgesehen. Kreis Schotten. O Gedern, 1. Aug. Als ein Opfer der »■ Hitze verstarb hier der 1. Kommandant der Stciv/r willigen Feuerwehr Heinrich Koch II., er war in der Frühe des heutigen Tages mll Frucht- abschneiden beschäftigt, wobei er einen Hitz- schlag erlitt, der seinen raschen Tod hrLbeiführlc Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 2 Aug. Der Darmstädter Brotpreis wurde in einer gestern vom Lebenc- mittilamt ei iberuf.nen Versammlung des sozia'» Politischen Ausschusses und Der PreiSprüfungs- stelle auf 5.50 Mark für den Laib festgesetzt, der Brötchenpreis wurde auf 20 Pf. für 50 Gramm bestimmt. Das Krankeobrot wird in Zukunft nur für Unbemittelte zu billigerem Preise abgegeben, während es tm übrigen den Bemittelten überlassen bleibt, sich Weißbrot tm freien Verkehr zu beschaffen. Kreis Wetzlar. d. Groß-Rechtenbach, 1. Aug Eine auf Veranlassung des Provinzialausschusses der Rheinprovinz der Vvlksspende für die vertriebenen Ausländsdeutschen zu Düsseldorf in den Gemeinden der hiesigen Bürgermeisterei veranstaltete Sammlung für die Ausländsdeutschen hat den Gesamtbetrag von 2783,45 Mark ^«11. Es wurden gesammelt in Dornholzhausen , Ebersgöns 56,25, Groß-Rech'enbach 229 50. Hochelheim 190, Hörnsheim 302, Klein-Rechtenbach 83,50, Lüyelllnden 935 20, Münchholzhausen 195, Riederkieen 194. Oberkleen 171, Reiskirchen 71, Vollicktrchen 223 50, Volbertshausen 47, Weikenhausen 49, zusammen 3783,45 Mari. Heflcn-Nafluu. Erhöhung des Milchpreise-. Wiesbadens. August. In einer Besprechung von Vertretern des Bundes he s s.- nassauischer Städte, in der auch hie Vorsitzenden der Vereinigung rnilchproduzie- render Landwirte von Oberhessen und Starkenburg anwesend waren, wurde beschlossen, den S t a l l p r e i S für ein Liter Milch von 2.20 Mk. auf 2.50 Mk. zu erhöhen. Die durch die anhaltende Dürre entstandene Fuller- rnittelknappheit rechtfertige diesen Beschluß, der zum 6. August in Kraft treten soll. zu betommen und vorerst zu erfahren, worin eigentlich die Tätigkeit Fräulein MMers bestanden hatte. Man sagte es ihr bereitwillig. Schon darum, damit man nicht nun selbst die Arbeit der Miller übernehmen müsse. Aber schon am zweiten Tag waren ihr die Leute von Herzen gut. Sie war so sanft und freundlich mit ihnen, ließ fich so gern belehren und gab sich redliche Mühe, allen Forderungen gerecht zu werden, dah selbst der Meier, der sonst als besonders unfreundlich gegen jedermann galt, anerkennend sagte: »Alle Achtung vor der kleinen Komtesse! Die wird in acht Tagen alles besser weghaden als die Miller, die ohnehin zumeist für ihre eigene Tasche arbeitete.“ Dos Tag hatte dadurch eine feste und ,ehr ftrenge Einteilung erhalten, die stand, wie daheim in Monrepos, um 4 Ühr morgens auf, nur daß sie dann nicht im Park herumschlenderte, um mit Blumen und Vögeln zu plaudern, sondern direkt in den Kuhstall ging und den Abtransport der Frühmilch überwachte. Bis halb sechs Halle sie dann in der Milchkammer zu tun, wo die Blechkannen zi'.m Verkauf gefüllt wurden, die Butter abzuwiegen und die Magermilch nach den Ställen und der Käserei zu schaffen war. Aus der Milchkammer ging's in die Gärtnerei. Denn der Milchfahrer nahm auch gleich das zum Verkauf bestimmte Gemüse in ’bie Stadt mit. Bei dieser Gelegenhell versäumte Do nie, sich auch gleich einen Strauß Blumen für des Fürsten Frühstückstisch geben zu lassen, seit sie gemerkt Halle, wie sehr er sich Darüber freute. Danach äab's im HauS allerlei vvrzuberellen für das Frühstück. Rat zu halten mit der Köchin über daS Menü. Die frische« Anzüge für die Kinder berell zu legen. Den Hausmädchen die Tagesarbeit anzuweisen usw. Wenn all dies besorgt war. holte He Hertva ab, um mit ihr beim Fürsten zu frühstücken, denn dieser nahm vorläufig nur die Hauptmahlzeiten mit den übrigen Familienmitgliedern gemeinsam ein. ' ,Es ist ja viel neller und gemüllicher, toenn wir drei allein sind," sagte er, ..da wird wenigstens nicht gestritten, und man muß sich nicht stets ärgern. Wenn Rüdiger wieder da ist, müssen wir s ja ohnehin wieder ändern." Arn Vormittag, toenn der Fürst wie jetzt, seit er sich wieder wohler fühlte, meist las oder schrieb, war Do gewöhnlich frei. Da speiste sie mit den Kindern im Park oder ging mll Hertha spazieren Zweimal hatten sie dabet „zufällig" Waloenmk Ruhland getroffen. Aber Do hatte sich zu Herthas stillem Aerger sehr zurückhaltend gegen ihn verhallen. ,Er pibt sich solche Mühe, Dir zu gefallen, und du btst so unfreundlich gegen ihnk" warf ihr n vor, alS sie wieder allein waren. nur gegen ihn?" ..Richts. Bloß ... ich finde ihn ein wenig zudringlich Auch sagt er einem so viel Schmeicheleien — das liebe ich nicht." ,Well du ihm gefällst. Du solltest stolz darauf semi Er ist ein sehr bedeutender Mensch." Do errötete und schwieg Rach Tisch Halle sie wieder in dex Milch- lanuner zu tun, wo der größte Teil der MlltagS- mllch in der großen Zentrifugen maschine zu Butter verarbeitet wurde. (Fortsetzung fttlgQ ®ertd)tsfooL ^tonffurter Sondergericht Frankfurt cl 'TlL. 1. Für heutigen Verhandlung wurde der 3n- teeflagte Lehmann mittel» Tragbahre vom IllUersuchung-gefängni- nach dem Gericht-saal gebracht. Die Ehefrau des Angeklagten Gilles bekundet «. a.. bat) sie gehört habe, bah Dynamitpatronen |um Fischfang im Main benützt worden seien. Es werden dann die Zeugen vernommen, die Auskunft über die Dynamilentvenoung in Ikirtenftein geben sollen. Der frühere Staatsanwalt Dr. Maier, der die beteiligten Zeugen zuerst vernommen hat, sagt au-, daß der Verdacht sich aus den im neuen Erichstollen tätigen Weber lenkte der nach der Festnahme geständig gewesen sei, bat) er sich fortlaufend Patronen ungeeignet bade. Von dielen Patronen habe Weber dem C tied eine Anzahl überlassen Weber erklärt, bab ihm nicht- davon au- Frankfurt mitgeteilt worden sei, welche Vedeutung die Patronen haben sollten. Au- der Vernehmung der Zeugen über die Spreng st ofsentweno ungen in Parten- fron ergibt sich auch dah die Perforieruna der Umhüllung ber Patronen Geheimzeichen enthielt, die eine genaue Feststellung ermöglichten. wohin die Fabrik die Patronenkisten sandte. Sin werterer Zeuge sand Im Garten de- Weber In einem Kasten eine Zigarrenkiste mit Iagdpatronen, Sprengstoff und Zündschnur, die er dem Staatsanwalt Dr. Maier übergab Techniker Gottlieb Müller erkennt in einem bet Lehmann gefundenen Heft feine, RküllerS. eigene Eintragungen wieder, so in-besondere über Feldküchen, Benzintanks ufw. Diese Eintragungen seien von ihm während de- Kapp-Putsches auf Grund der Meldungen von Kurieren gemacht worden Es kam auch die Meldung. dah Rittmeister d. Reufville verdächtig fei, den Kappisten an- -ugehören. Um die- auszukundschasten, habe man zwei fpartalistifch gesinnte Studenten zu feinem Trupp gesandt, damit sie sich anwerden lassen sollten. Vie wurden gefragt, für welche Regierung sie kämpfen würden, woraus sie antworteten: für Kapp Da ihre glatte Erklärung auffiel, schränkten iie nachher chre Antwort dahin ein, dah sie für de siegreiche Regierung kämpften. b. Frankfurt 2. Aug Der Zeuge Kaufmann Friedrich M ü l l e r hat Im Herbst 1918 vom Reich-patentamt ein Geheimpatent aus einen von ibm erfundenen Sprengstoff erhalten. Rach- bem er sich mit seinem Verwandten Esch in Verbindung gesetzt hatte, kam eS in seiner Wohnung 8u einer Zusammenkunft mit einem angeblich russischen Major, der kein Wort Deu tsch sprechen konnte, und einem russischen Leutnant. Im Walde oet Bad Homburg sollten Versuche über die Güte de- Sprengstoffes vorgenommen werden. Als Müller dort daS Pulver mischte und seinen Rock ausgezogen hatte, war aitf einmal seine Begleitung unter Mitnahme der im Rock befindlichen Papiere. die die Erfindung behandelten, ber- sthwunden. Müller erstattete am nächsten Tag Anzeige. ®r traf dann den angeblich russischen Major, der sich al- Kriminalbeamter entpuppte, während der Leutnant ein Verbrecher namens Weidner gewesen sein soll. Dem Gericht liegt die Abschrift eine» Vertrage- über den Verkauf der Erfindung an die Militärbehörde der «tappe Mainz für 550 000 Mark vor. ES wird behauptet, bat) dieser mit der französischen Behörde abgeschlossene Vertrag eine von Esch gefälschte Unterschrift trägt waS dieser bestreitet. Der Zeuge Trißler bekundete, dah ihn Esch wegen der Erfindung im Gewerkschaftsbau- angesprochen und dabet geäuhert habe, sein Schwager habe so viel Schwaczpulver zu Hause, dah man damit das Polizeipräsidium in die Luft fvren- aen könne und den Hauptbahnhof dazu. Dem Zeugen waren für Vermittlung de- Verkaufs ber Erfindung nach Rußland 100 000 Mark versprochen worden Landtagsabgevrdneter K n o t h al- Zeuge erklärte, dah nach dem 4. August 1920 keine K.-O. bestanden habe. Rur beim Kapp- Putsch sei eine Organisation in Tätigkeit gewesen. Frankfurt. 2. Aug. Aus Antrag der Verteidigung wurden noch mehrere Zeugen dernom- men. Der Arbeiter Wilhelm Dender erklärte dah die meisten Meldungen in Lehmanns Buch über Autos, Tanks usw. von ihm fdbft stammten unb zwar gelegentlich des von ihm geübten Auf- Varungsdienstes beim Kapp-Putsch. Kunz äußert sich noch einmal eingehender über seinen Aufenthalt in Rußland und besonder- über die russisch-pvlnische Front. Zum Schlüsse seiner Darlegungen erwähnt er, dah im Kapp- Putsch ein General die Todesstrafe über ihn verhängt habe, der General habe ihn aber nicht be» kommen können. StaatSanwaltschaftSrat Ramin hielt bann sein Plaidohe r. Er vertrat die Auffassung, daß .Stuna ber geistige Organisator gewesen fei und charakterisierte bann daS Verhalten der Beschul- vigten die versuchten, ihre Aussagen abzufchwa- chen ober ganz zu leugnen. Auf den Zeugen laste ber Terror der Partei. Der Adjutant Feindt -scheine die Seele deS Berliner Unternehmens gewesen zu fein. Kunz habe sich bis mindesten- Hum 30. September in Berlin an ber ReichS- tellung der Kampforganisation beteiligt. Armbrecht war in ber Reichserekutive und damit ist er auch als Mitglied der K. O. anzusehen RlS Hauvkbeteiligter neben Kunz kommt in Frank- lurt Lehmann in Frage, dessen Buch bestimmt fortlaufende Rotierungen über militärische Machenschaften aufzunehmen. Dah dem Lehmann Dynamit ins HauS gelegt wurde, glaube er nicht. SS handle sich um ein Delikt, das in jeder Hinsicht die Staatssicherheit zu gefahren. Wenn ein Staat die im Innern befindlichen schädlichen Bestrebungen nicht ausmerze, so gehe er zugrunde. Daher sehe er alle Vergehen, einen Staat zu erschüttern, als sehr schwer an. Der Staatsanwalt beantragt gegen Kunz, ber nicht aus niederen Motiven, sondern au# politischen Idealen gehandelt habe, drei Jahre GefangniS. gegen Armbrecht zwei Jahre Gefängnis, gegen Lehmann 2V- Jahre Zucht- bauß, gegen Herwegh.1^ Zähre Gefängnis: gegen Ritter, Bauer. Dousrain und Schwarz je em Zcchr Gefängnis, gegen Walter Helmboldt, Waßmuth, Faber, die lebig» «ch als Kuriere wirkten, je neun Monate Gefängnis. Gegen Weber und Frl. Sem bot h beantragt er Freisprechung, da ihnen Dynamit- Verschiebung im Sinne ber Verordnung nicht nach- Setoiefen sei Kirche und Schule- D. Mittel-Seemen, 2 Aug Zu seinem Iah res fest hatte der Zweigverefn Schollen Dee Gustav-Adolf-Siiftung diesmal un= Ter Dorf ausersehen, Im Mittelpunkt ber Seiet (und Mülhausen sind 7«mzöstsche Truppen fott standen bie Ansprachen des Festredner«, Plairer 1 Hilfeleistung abderiufl * j» * i .. ——, i rw > h ..... a k i — r h.i. /-v* > . t . •. ____ — — Datum-. Amsterdam - Notterd. 2475,- 2480,- 2512,45 2517,55 statt ber sämtlichen Berlin Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs 175. 422, 273, 598, 336,50 284,- 181, 166, 406 421. 640. 122,85 349,15 288,57 80,91 619,85 339, 342, 123,15 349,85 289,17 81,09 620,65 2.8. 77,50 890 - 410 — 340,50 343,- 124,)0 34h,65 294,45 82,78 627.85 Kurs 1.8. 77,50 899,60 408,- 341,- 243,75 295,- 558,- 268,- 613,- 290,- 67,75 350,- Vermischtes Brände. Börsenkurse. Frankfurt 176,- 152,84 546,— 408,- 420,- 638,- 329,50 278.50 895,- 409,75 342,- 340,75 295,- 560,- 270,- 690,- 288,50 67,10 349,- 77,- 71,20 170,- 301,75 263,- 214,- 183,- Kurs 2.8. 77,50 79,25 76,90 71,20 170,- 302,- 263,- 214,- 187,25 164/0 180,- 154,12 530,- 409,50 419,75 641,- 333,- 124,40 349,35 295,05 82,96 628,65 Kunst und Wissenschasl. Saruso f. Reapel, 2. Aug. (WTD.) Der berühmte Tenor Earuso ist heute morgen hier g e - storben. Earuso, der In Reapel geboren war, Ist nur 48 Iahre alt geworden In Deutschland ist er während seiner zwanzigjährigen Künstlerlausbahn nur wenig aufgetreten. Seine Haupterfolge hatte der gefeierte Tenor in Amerika 599,40 600,60 609,35 610,66 1026,45 1028,551041,45 1043,45 1223,75 1226,25 1218,75 1251,25 1650,80 1654,20 1683,30 1686,70 Brügel.Antwerpen . Thristiania Kopenhagen Stockholm Kelsingfor« Italien........ London ..... NeuyorK Vans......... Schweiz Spanien Wien (altes). . • • • Deutsch.Oesterr. . . . Prag......... Budapest. Bulgarien Konstantinopel.... 1.8. 77,50 Frankfurt a. M., 2. August. Berliner Devisenmarkt. Veld Brief Veld Dries 1. August. 2. August. 1331,151333^5 1351,601354,40 1043,95 1046,06 1048,95 1051,05 933 *9,27 9,13 9J7 101,90 102,10 102,45 102,75 20,62 20,38 21,17 20,23 Datum: 61, Disch. ÄriegsanL 4•/, Disch. Reichsanl. 3 •/, Dtsch. . 2. Aug. (Privattel.) Hier sind 8 Wohnhäuser und 4 Scheunen nicbergebrannt. Per Schaden wird aus 1 Million geschätzt. B. Rieder-Bessingen 2 Aug. Gestern abend brannte unweit unteres Dorfes, nach Ober» Bessingen zu, ein Weizenhausen ab. Es liegt Brandstiftung vor. Durch zufäMg in ber Rähe wellenbes Feldschutzpersonal wurde ber Täter in seinem freve^aften Werk gestört, so baß, icht, nur ein Teil verstanden bie Ansprachen des Festredner-, B! Vogel- Darmstadt. Im Festgottesdienft wie auch in ber im nahen Walde abg.-ballencn Rachversammlung wirkte ferner her Gederner Kirchcn- — (8in Luther- Fund, ber in Conbon gemacht wurde, erregt dort großes Aussehen. Wie dem .Kunstwanberer" mitgeteilt wirb, wurde dieser Fund in ber Allanschen Sammlung religio) er Traktate unb Bibeln gemacht. Bei der Prüfung der Sammlung, die von der »Londoner Bibliothek" erworben worden war, stieß der Schriftführer dieses größten Privatinstitutes feiner Art, Hagberg Wright, auf zwei alte Rlanustripte. In denen er die Handschrift Luthers erkannt haben will. Ein Fachausschuß nimmt jetzt eine endgültige Prüfung der Stücke vor. auf deren Ergebnis man gespannt fein darf. Handel. Berlin, 2. A g. Börsenstlmmungs- bild. Infolge der am Devisenmarkt clngctre- lenen Preiserhöhung für auiUnbildje Zahlungsmittel setzte sich heute zu Bertehrsbeginn die Auf- wärtsbewegung in den zu schwankenden Karlen gehandelten unb unliniierten Papieren bei teilweise beträchtlichen Umsätzen fort. Der Kursstand erhöhte sich für bie führenden Montan- und 3n- dustrlewecte durchschnittlich um 5—7 Prozent. Bergmann, Kbln-Rvt .weil .r unb Lint-Hcsfm.inn erfuhren Kurssteigerungen von 10—20 Prozent. In den zu Etuhettskursen gehandelten Industrieweiten war ber Auftragseingang bei den Großbanken, wenn auch gegen gestern etwas geringer, doch noch umfangreich genug, so daß auch hier die Mehrzahl der begünstl jten Werte weitere, teilweise erhebliche Kurserhöhungen eifubr. Im Großverkehr wurden die in den lebten -sagen f0 erheblich gestiegenen Kurie von der deiuss- mäßigen Spekulation unter Hinweis auf die kommenden Steuervorlagen, deren Verösfenllichung in der nächsten Zeit zu erwarten ist, zu Realisationen benutzt, so daß sich der Preisstand teilweise etwa- senkte. Am vchifsahrts-, ‘Bauten- und Rentenmarkt stand der Verkehr wesentlich hinter dem auf anderen Gebieten zurück. Die Kursveränderungen waren hier belanglos. Frankfurt a. M., 2. Aug. Börsen- stimmungsbild. Der SinhettSmai k der 3n- Duflrtcattten zeigte auch an ber Abenbbörse eine urtDcrminberte Geschästsbelebuna. Die gegenwärtige Bewegung ist zu sehr mit Dem Devisenmarkt verwachsen, WaS infolge der Aufwärtsbewegung auf diesem Gebiete begreiflich erscheint. Es waren wieder verschiedene Spezialwerte stärker gefragt Unter piberem blieben gesucht Gebrüder Zung- hans, zirka 350 genannt. Rege beachtet waren ferner Löhnberger Mühle, Zementwerk Heidelberg, Süddeutsche Drahtindustrie. Zuckersabrik Offstein. Im freien Verkehr war das Geschäft sichtlich ruhiger. Maschf. Luh-Darmstadt 320, Gebr. Fähr 453, Reckarsulmer 408. Wolf-Duckau 450 448, Phönix Bergbau setzten ihre Aufwärts- bewegung fort. Rheinstahl mit 610 etwaS schwächer, Oberbedarf und Earv befestigt Scheideanstalt zogen auf 715 air fönst sind chemische Aktien wenig boachtet. Zellstoff Aschaffenburg 820, Rohrenkessel Dürr 510, stellten sich 9 Prozent höher! dagegen büßten Gritzner Maschinen mit 604 20 Prozent ein. Bergmann-Werke 350—347, Lahmeyer 273,50 gehandelt. Del regeren Umsätzen wurden Hapag mit 181 gehandelt. Schan- tungbahn lagen im Angebot 518. Der Schluß gestaltete sich feft gesanoverein mit. Gesänge des Shors und der Gemeinde wechsetten mit Ansprachen des Der» einsvorsihenden, des Rechners, sowie des Orts- aeistlichen ab. Freiwillige Gaben zum Besten dreier evangelischer Diafporagemeinden Hessens wurden gespendet. Wandern und Reisen, Bäder. = Schlitz. 31. Juli. Die Zugendgruppe Laubach des D. H. E. stattete gestern und heute dem hics.gen B. H. (&.-;,tovigt>eiein einen Besuch ab. Ucber 100 jug.'nd.iche Laubacher Wanderer kamen von Lauterbach über den Steinberg gestern abend hier an und sanden bei den hiesigen Älubmttgliebecn gastliches Quartier. Abends wurde Im Guntrurnschen Saal ein stark besuchter .D e u t s ch e r A b e n d' veranstaltet. Heute lernten die Laubacher auf einem Rundgang die Sehenswürdigkeiten unseres aüertüm!ld>cn Städtchens kennen. Gin erfreulicher Erfolg des Laubacher Besuchs ist bie (Srünbung einer Zugend- gruppe Im hiesigen V. H. C. — Nächsten Sonntag wirb vom hiesigen Zweigverein bas althergebrachte Sisenberafest gefeiert, woran die Gelangvereine Laubach und Felda teilnehmen werden. — Lauterbach 31. Huli. Der Zweigverem deS D. H. 6. beging seinen vor 40 Zähren erfolgten Grünbungstag burch eine schlichte (8rinne- rungsseier. Aus dem Amtsvcrkündlgungsblatt. ** DaS AmtsverkünbigunaSblatt Rr. 111 vom 2. August enthält: Gebühren für amt-tierärztliche Dienstverrichtungen. — Beurlaubung beS Medizinalrats Dr. Walger. — Straßensperre Die Gebühren für a m t - t i e r ä r z t- ltche Dlenstverrlchtunaen. Mil Wirkung vom 15. August 1921 wird bestimmt: Alle amtS- tierärzlllchen Verrichtungen, die auf Grund von Vorschriften des Reichsvlehseuchengeseye- vorgenommen werden, sind als Dienstgeschäfte der beamteten Tierärzte zu erachten. Die Gebühren für diese amtstierärztlichen Verrichtungen sind nach Tarif zu berechnen und von den Pflichtigen sofort zu erheben. Die Vereinnahmung zur Staatskasse hat durch Verwendung von Stempelmarken zu geschehen. Von dieser Erhebungsart kann jedoch mit der, von Fall zu Fall auf Antrag zu erteilenden frefonberen ministeriellen Genehmigung abgesehen und Einziehung der Gebühren Dura) Vermittelung der Beztckskassen und Unlererhebestellen angeordnet werden. Den beamteten Tierärzten, sowie den zu deren Vertretung etwa verpflichteten prakllschen Tierärzten ist eS nicht gestattet, Zahlungen für amtStie.ärztliche Verrichtungen entge^enzunehmen, ohne gleichzeitig Stempelmarken in tarifmäßiger Höhe zu verwenden. Kreisarzt Medizinalrat Dr. Walger ist vom 1. bis 13. August beurlaubt Vertreter: Amtsarzt Dr. Schüppert, Ludwigstraße 45, Telephon Rr. 1284. D l e Sperrung der Kreis st raße .Lindenstruth—Grünberg" ist wieder aufgehoben worden. Die Ahr ohne Wasser. fpd. L i n - Q. 2. August. Die Ahr gegenüber der Stadt ist vollsländta auSgetrock- net, eine Erscheinung, wie tte bisher noch nicht beobachtet worden ist. Leider ist dadurch der reiche Forellenbestand vollständig vernichtet worden. brannte. Der Brandstifter, der in Richtung auf Ober-Defsingen floh, konnte leider nicht ergriffen werden Im Dvminialwalde Königstädten wurde duoch den Leichtsinn abkochender Ausflügler eine Waldfläche von 50 Morgen durch Brand vernichtet. Gin Ausflügler- weigerte sich, an der HilfSarbeit teilzunehmen, im Gegenteil, er stellte feinen Photographenkasten auf und versuchte den Brand auf der Platte festzuhalten. Die Rettungsmannschaften nahmen dem jungen Künstler den schwarzen Kasten weg und ließen ihn so lange Mitarbeiten, bis das Gesicht genau so schwarz war wie die Innenflächen ber geliebten Kamera. — Ein Grohfeuer vernichtete bei H 0 m b er g in der Pfalz dreiBauernhöfe, wobei den Flammen fomtliche Getreidevorräte zum Opfer fielen. Durch Funkenauswurs ber Kleinbahn gerieten bei Katzenelnbogen Mittelfischbach. D.imSrrth unb Rettert verschiedene Kornfelder in Brand. Der angerichtete Schaben ist erheblich. — Ebenfalls buvch Funkenanswurf wurde im 6labt* Wald bei Hachenburg eine größere Fläche zerstört. — Hirtenknaben zündeten bei Buben- hausen ein Feuerchen an, durch das ber Jungwald am Marberg in Flammen aufging Saarbrücken, 2. Aug (Privattel.) Die „Saarbrücker Ztg." meldet aus Mülhausen, daß ein gewaltiger Waldbranb in b en Vogesen ausgebrochen ist. Der Waldbrand erstreckt sich über den ganzen Bergrücken bis zum Hart- mannswellerkopf. -Per ganze Wald bildet ein ungeheures Flammemncer unb erleuchtet nawts bie Rhemebene taghell. In dem während des Krieges durch Granaten gespickten Gelände er» । folgen fast ununterbrochen E-olosisnen so daß j die Feuerwehr völlig machtlos Don Allütth •Mhm: 8und) . . . mfterbam Kopenhagen fBien . . . London . . Pads . . . NeuyorK. . CBeböfltmtM Lt.lt ........Fr 125,43 »L 59,2) Är 88,9) ........Ar 117,4) Ar. 88,8) Ar 117,88 Sh. 97,8) ........Fr 125,40 ........I 23,83 l.t 2.7 7,55 7,32 4,03 fl| 8,40 8,20 6,10 6,05 -1-1194.- 5,24 16,25 16, 1,24 1,21 Schweizer 100 ■ 187.50 7.475 0.69 100 TMl - 100 At. =■ Wechsel auf «»Hand »utschlantz • • • • • Ölen . Züricher Dedlfenmarkt. 2. 8. Prag 100 Ar. ■ 7.6O peri» 10» Fr. — 46.55 London 1 Z = 21.75 Italien 100 L. — 25.90 «rüffel 100 jr. — 44.90 Budapest . 100 Ar — 1.66 NeuyorK. ..... 100 S e 610.- Ägram. ....... 100 Ar. ■ 3.49 Bukarest ..... 100 ß. = 7.55 3.8. Franke» 18ii. - 0.676 7.65 46.94 21.70 25.80 41.85 609.- 3.40 7.00 lIn einem Teil der Auflage wiederholt.) DaS Schicksal des Kabinetts Wirth. Hamburg, 2. Aug. (WTB.) Die .Reue Hamburger Zeitung" veröffenllicht eine Zufchrift von führender parlamentarischer Seile, In ber zur Frage des Rücktritts deS Kabinett- Wirth Stellung genommen wird. Unter Berufung auf die bekannten Aeußerungen des Reichskanzler- und des RcichSjustizminister- Dr. Schiffer Itelll die Zuschrift fest, dah «Ich da- Mintstenum vollständig klar über die Rotwendigkelt deS Rück tritt- sei, fall- es in der oberschlesischen Frage und in der Angelegenheit der Sanktionen keinen Erfolg erziele. Es wird hinzugefügt, da- Parlament teile in seiner übergroßen Mehrheit Den Standpunkt der Regierung unb werbe nicht- tun, um bie Konsequenzen hlntanzuhalten, bie die Re- !|krung selbst zu ziehen entschlossen sei. Wörgich »eiht es banö Von ber Sntscheibung für Ober- chlesien unb bie Sanktionen hängt also da« Schick- al deS Kabinett- Wirth, das Schickfal Deulfch lands und barüber hinaus das Schickstil eines großen Teiles der Well ab. Diese Entscheidung wurde eine vernichtende Wirkung aber nicht bloß aus- üben, wenn sie zu Ungunsten Deutschlands und der Gerechtigkeit erginge, sondern auch, wenn sie ganz ober zu einem wesentlichen Teile hinaus- flc^ngcrl würbe. Eine weitere Verschleppung, sei es durch Verschiebung der Konferenz ober burch Internationale Verwaltung des Industriegebiete« unter Aussetzung der endgültigen Zutellung wäre ebenso unerträglich tote eine positiv ungünstig« Entscheidung. Sine pazifistische Stimm« zmn Rheinland- Problem. Brüssel, 1. Aua. Die Presse bespricht ein Werk deS Brüsseler Uniberfi- tätSprofessorö Leclaire, das unter dem Titel ,.D l e w e st l i ch e Frage" erschienen ist unb In seiner Stellungnahme zur Schaffung eines selbständigen RheinlanveS großeö Aufsehen erregt hat. Auf historischer Talsachenerklärung kommt der Verfasser zur Ablehnung eine- autonomen Rheinlandstaa» tes, betont vielmehr die Notwendigkeit einer pazifistischen Politik gegenüber Deutschland. Auch das führende Blatt der Liberalen, der „6 0 t r", hält die Möglichkeit der Derwtrlltchung eines autonomen Rhein- staate- für sehr zweifelhaft, zumal die Politik Lloyd Georges Deutschland den Rücken gestärkt habe. Die britische DesahungSzone am Rhein. Köln. 1. Aug Wie die .Rhelnifcke Zeitung" aus zuverlässiger Quelle erfährt, wird die britische Desatzungszone Im Rheinland, die seit einiger Zelt teUtoelfe unter französischer Besatzung stand, in vollem Umfange wieder hergestellt werden. Köln und Bonn werden wieder ausschließlich britische Besatzung erhalten. Sin Teil der Stadt Köln toar bekanntlich bisher von den Franzosen besetzt gewesen. Sin letzter Versuch der sranzösischen Kunst- fropaganda. Aug. Mit Wirkung vom L August ah hat die AuSsteUung-leitung der französischen KunstauSstellun g I n Biebrich die Erhebung jeden Eintritt#- gelbes beseitigt. Ss ist zweiselhast, ob mit Dieser Maßnahme ber klägliche Mißerfolg der französischen Kunstpropaganba beseitigt werben kann. Dl« mißliebigen Aufrufe. fpd. ® ronberg, 1. August. Am Freitag morgen erschienen vor der Dürgermeisterei Dronbera im Kraftwagen zwei französische Offsziere, um am schwarzen Brett die Aufrufezurvberschlesier-Spenbe abzureißen. Mit otesen Siegestrophäen lleladen, traten sie den Rückweg nach Röntg- tein an. — Der Feinb leistete keinen Wider- tanb. SiegtoMeu ber Angora-Türken. Angora. 2. Aug. (WTB.) Die große türkische Rattonalversammlung hat In feierlicher Sitzung sich bafür erklärt, den Krieg bis -um endgtltigen Stege forizusehen. ber allein bie Verwirklichung ber nationalen Ve flrebungen gewährleiste. Sie gab der Regierung unbeschränkte Vollmacht in dieser Hinsicht. Die Regierung erklärte sofort, baß sie bie Mobilisierung fortfetzen unb sich aur einen Winter» felb - ug einrichlen werbe. Diese S-klärun- tourbe von der Versammlung mU Beifall ausgenommen, bie fernerhin beschloß» keine Intervention ber alliierten Mächte vor enbgilttger Beendigung des Kriege- zu erbitten. Hühneraugen -Hornhaut Schwielen o. \fiarzen tgr dee onpjtZ*ne neHtone^e* b«e*r*- 11 Hi 1*0 S - In Apethekew ■ Drefedee erhiKlick. Drogerie Soll, Bohnhofetraße 51. Ift fw KINDERN EHL* HZ ' pnth/iI♦ Aliwnmilrh enthält befte AlpenmiUh Neuheit: Neuheit! Getreidehändler in Sieben, sowie durch die zum Kassenöffnung 61/, Uhr. 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Mts. betreffend Ausführung des Gesetzes über die Regelung des Verkehrs mit Getreide für die Ernte 1921 (Amts- Naschinen- schreiberin nach Wetzlar für sofort gesucht. Schrtttl. Angebote unter 8475D an den (Siebener Anzeiger. »Xwr h0shUNi> Art Wolfshund, Zauve- 3J alt, billig zu verk. bei Heinrich Ruvvel II., 8431 Bettenbausen. 1. 2. TageSordung: Mitteilungen Entgegennahme der Berichte Entlastungen Reu wählen. Heute letzter Tag: 1. Die geheimnisvolle Kugel Sensationeller Detektivfilra in 5 Akten. 2. KatinkaLu^p Erika Gläsner Achtung! Linmachgurken! Morgen, Donnerstag früh, kommt eine prachtvolle Sendung frifchgrüner Gurken, tote Pfeffer-, tzssig-, Salz- und Salat-Gurken aus dem Braudvlatz zum Berkaus. Da die Ernte zu Ende geht, bitte ich die Hausfrauen ihren Bedarf igu decken. 010670 Heinrich Hnhn, Steinstr. 70. Donnerstag, 4. August abends 8 Ubr: Melusow. Bollz. Erschein, eriorberi 8496v De« Vorstand. HWMVkÜMlkk Komödie in 3 Akten von M. Glasi und E. Klein. 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Io wolle man ^christliche Angebote unter der Unieigeimummer forbern. tlnehunft über Adressen u. f. f. durch Die SelchLft»stelle kann nicht erteilt werden. Vorstehende Bekanntmachung bringe ich hier» mit den Beteiligten zur Kenntnis. Gleichzeitig mache ich darauf aufmerksam, datz, wenn die Belieferung der versvrgungsberechtigten Bevölkerung ungestört weiter erfolgen soll, die Erzeuger, denen das Ablieferungssoll bereits mit- geteilt wurde, sofort mit der Lieferung von Brot- möbliertes dimmet mit zwei Betten zu mieten gesucht, evil. auch 1 bis 2 leere Zimmer mit Küchen- benutzung, für sofort oder 15. Aug. Schr. An geb. u. 010664 an den Giesi Anz. Junges kinderl. Ehepaar sucht sofort einfach mübl. Zimmer mit 2 Betten. Schristl. Angebote unter 010678 an den Giesi. Anz. Kleiner Laden mit 1 bis 2 Nebenräumen, möglichst Zentrum der Stadt, füc sofort ob. spät, zu mieten gesucht. Schristl. Angeb. u. 010663 an d. 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