Nr. 12? Der •leititt änjeigrr mit der Dienstagsbeilage „$pert-Umfd}ai- er. scheint täglich, außer Sonn« und Feiertags. Monatliche vcz«a«»reffe: IPork 5.- einschließlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 «iajchließlich Veslellgeld. Fernlprech.Anschlüsse' für die Schrift leilung l 12; für Druckerei Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Xnjeiger «leben. Poftscherttomo: .tranffirt a. M. I16M. Erft« Blatt \Z\. Jahrgang _ Zrettag, 5. Juni (921 Ä ''te£T W Lunatzm« von Anzeigen nh ▼ für bie lagtsnumm« bis GietzenerAnzeiger ' Ixjp QU noricknlt20'Ausschlag. General-Anzeiger für Gberhessen IW Drud und vertag: vrühl'sche Univ.-Vuch- ttnö Sleinönidcrei R. Lauge. Zchriftleilrmg, Gefchäftsftelle und Druderet: Zchulfttatze 7. fShRtH^ i/c’iefcelu Die Besprechung des Negierungsprogramms. Äba. Becker-Arnsberg (Ztr): Mr »vollen alle Opfer bringen, die die Durchführung des Ul- rimatums erfordert^ Mr erwarten aber auch, taii bannt endlich die Sanktionen beendet sind. Lloyd (George wird hoffentlich für ' Städte Duisburg unb Dü George wrrd honentlrch für die Befreiung der Städte Duisburg und Düsseldorf sorgen. ES sei tm gesetzlichen Sinne selbstverständ'.id?, toß die besitzende Klasse in erster Linie zur Erfüllung der Berpslicl-tungen berang exogen würde. Redner geht sodann auf die einzelnen Ste ue rpro»efte ein und erüärt, daß seine Partei mit der Börsen »"teuer und '.üvblemteuer einverstanden sei. Auch für die Genußmiltci wie Tabak, Süßstoffe und Zucker käme man nickt ohne eine Steuer hinweg. Unter allen Umständen müßte aber der Luxus erfaßt werden. Die Mretsteuer, so fchrrer sie auch fälle, sei nickt zu entbehren, wenn wir unserer Bautätigkeit roicbcr aufhelfen »rollen Redner betont die Notwendigkeit, die landwirrsclxrftliche Pnc> duktion zu föickem, fbnft könnten wrr unseren Ber- Vflichtungen nicht narfifbnunen. Die Frage d,n Enttvaffnung ttine keinen Anlaß zu wetteren Sanl- tionen geben Mr billigen auch die Haltung der Regierung in der Frage der Aufhebung der Ans- nüSmebeflwtm irrigen und ter Sondergerichte. Eine allgemeine Amnestte aber können wir nidit befürworten. Mr vnoteittcren gegen die Schandtaten Korsantys in Oberschlesien. Abg. Edler von Braun (D.-N.) bedauert, daß der Reichskanzler sich nickt klarer und bündiger über sein Programm ausgesprockien har. Eine Regierung, die das Ultimatum unterzeichnet hat, müsse »ick doch über alle Mittel und Wege klar sein die zur Erfüllung des Ultimatums rotwendig sind. Warum habe die Regierung nicht aus der soforti tm Aufhebung der Sanktionen b.-standeir gSarurn sei sie in Sberschlesien nicht energischer gewesen? Tas Ultimatum gebt well über das hinaus, was wir erfüllen fönnen. Der Wiederaufbauminister Rathenau hat zwar jetzt das Gegenteil behauptet, hoffentlich wird er uns di? Gründe seines plötzlichen Gesinnungswechiels klar machen können. Desgleichen mirb her Reichskanzler uns über seine Finanzplänc noch senaiierc Auskun t DUifc - ' < Berlin, 2. Juni. Tie Oberschtesten-Interpellation der Demo- fräsen und btc deutscknationale Interpellation wegen der Ergänzungsprüfung der Beamten der 'Besoldungsgruppe 6 werden innerhalb der gesetzmäßigen Frist beantwortet. Zum mündlichen Bericht des Ausschusses für BolkSwirtschan über die Erwerbslosigkeit, wird eine Ennckließung des Ausschusses angc> nvmmen, langfristigen Erwerbslosen eine geldliche Bechilf? zur Wiederbesdiaffung von Kleidern und Sckiih>mg zu gewähren, sie gegenüber den anderen Erwerbslosen besonders zu berürffichtiacn und ihnen die Unter ftüfcimg auch über 26 Wochen hinaus zu gewähren. Es folgt die Besprechung der Regierungserklärung gemeinsam mit dem Tommimiftifchen und unabhängigen Antrag auf Amnestie und Aufbebmrg der Ausnahmebestimmungen. Abg. Wels «5.): Tie Regierung ging mit der Annahme des Ultimatums den einzig richtigen Weg, um das Ruhrgebiet für uns zu retten und um in Oberschlesien nid>t eine vollendete Tatsache zu schaffen. Redner polemisiert gegen die Regierung Fehrenbach, diees nickt verstanden habe, sich das Vertrauen des In- unb Auslandes zu erwerben. Diese Regierung habe auch in der Frage des Wiederaufbaus versagt, zumal sie nickt genügend F-achminister h.wanzog. Ti? Ausnahmebestimmungen müßten abgebaut werden. Gegen eine allgemeine Amnestie habe er schwere Bedenken, da sie geeignet wäre, das Rerlstsgefühl weiter Volks kreise zu sabotieren. Tie finanziellen Lasten seien außerordentlick» febwer. Man rechne aber damit, daß nicht Neues barüber hinaus und willkürlich noch neue Lasten auferlegt werden, sonst könnte unsere Leistungsfähigkeit mit her übergroßen Belastung nicht <5djritt halten. Handel und Industrie mühten allerdings in erster Linie zu den Lasten her angezogen werden. Arbeiter und Angestellte, deren Em kommen bei der Teuerung nicht entsprechend mitgegangen sind, könnten bet weitem nicht so schwer belastet werden. Preiserhöhungen »vürden bei der geplanten Monopolisierung nicht zu vertneiden fein» sie müßten aber dem Staate zugute kommen. Die Erfassung der Goldwerte und die Heranziehung der Landwirt- sckaft usw. müßten so betrieben werden, daß die indirekten Steuern im Interesse des arbeitenden Boltes nicht zu sehr in Anspruch genommen werden müssen. Wir können jedenfalls nicht zugeben, daß die besitzende Klaffe schon übermäßig belastet sei. Tie neue Belastung des Kapitals ist die Voraussetzung für jede neue Belastung der breiten Massen. Tas Volk sei entschlossen, sich selbst wieder ans dem Abgrund herauszuarbeiten itnb dazu wolle die Sozialdetnokratie mitwirken. Solange aber der verbrech risch? Geist, der auf der Reckten lxrrscht, sich nickst ändert und solange dort nichtmonarchi- stisch empfindende Deutsche als Verräter gebranb- ntartt werden, bleiben wir Todfeinde. Von der Regierung aber verlangen wir energische Bekämpfung dieses Geistes, der das bcutich: Volk diskreditiert Wir sind gegen eine Politik, die sich gegen England rechtet, andererseits »varnen wir aber auck davor, allM überschwengliche Dank an die Mächte zu richten, die uns gegen Frankreich in O berschlesien unterstützt haben, denn sckließlick sind wir doch auf eine Verständigung mit Frankreick angewiesen. Wir begrüßen auch das Handelsabkommen mit Rußland, ohne uns in dessen innere Berhältniffe einzumischen. Unsere Handelsbilanz aktiv zu gestalten, ist nur möglich, durch eine große -Steigerung der Produktion. Wiederaufbau und Versöhnung sind ja wunderschöne Worte, weiter aber auch nichts. Kann die Regierung einen Weg zeigen, die Lasten ohne Ucber- bürdung der deutschen Wirtschaft zu tragen, dann wollen wir ihn beschreiten Wir aber glauben nicht an die Möglichkeit der Erfüllung ted Ultimatums. Tie Folgen der Unterschrift sind schon heute klar. Amerika hat mit uns keinen Frieden geschlossen. Redner polemisiert ebensalls gegen die auf 'die Tauer unerträgliche Ausfuhrabgabe. Dann geht der Redner auf die einzelnen Steuerplänc ein und »vamt sowohl bei der Mfftsteuer »oic bei der Grundsteuer, den Bogen zu überspMmen. Di,- För-- dcrung der landwirtschaftlichen Produkt io »i sei die Lebensfrage für Deutscklemo. Fede neue Belastung der Landwirtschaft aber müsse zum Zusammenbruch führen. Hätten Industrie und £mibnnrihian nicht die volle Freilieit, fid> selbst ju enttoide.n, dann würden alle Pläne der sttegte- rung idKitcni. Auch für Obersttstesicn habe die Regierung nur Worte gefunden. Es sei "bei. dem Ultimatum dasselbe Spül mit uns getrieben nxor - den, wie beim Versailler Diktat. Hier könne es nur eines geben: Helfe dir selbst und du »virst Bundesgenossen finben! Der Reickrskanzler habe vom natwiialen Gedanken geforodxn, aber mit gewissen Einschränkungen im demokrai ischen Sinne. Dabei habe in Frankreich gerade die Demokratie den nationole.i Gedank.n tm .mverialislischcn Sinne ausgestaltet. Mit der freiwilligen Entwaffnung der Ein wohn erwehren fei jeder Grund gefallen, die Wehren selbst aufzulösen, die so nicht mehr gegen tyi ^Friedensvertrag verstoßen. Die baiie- -rische Regierung halte an diesem Grundsatz fest Der Redner richtet an den Reichskanzler die bündige Frage, ob die Pläne der Regierung, die sich gegen die Landwirts chaft richten, tatsäclstich bestehen. Für bicfen Fall sagt er der Regierung schärfsten Kamps an. «Beifall und Widerspruch) Minister für Wiederaufbau Dr. Rathenau: Sie werden yeute vor mir weder ein Programm noch einen Bericht empörten. Das Arbeitsfeld, in das ich mich einzuarbeiten habe, ist groß und eine Inforrnationszeit von einigen Tagen wiro Dann doch möglich fein, ehe ich Rechenschaft ablege von dem, was geschehen ist und von dem, »vas geschehen soll. ES Ivar kein leichter Entschluß für mich, mich zu trennen von so einer großen Zahl wirtschaftlicher Gckilde, die ich zum Teil selbst gqdxtffen hatte. Was mir den Ente schluß erleichterte, hxir die Erwägung, daß mein neues Arbeitsfeld kein politisches ist. Nickt als Mitglied einer Partei.bin ich berufen. Ich entnehme dieser Tatsache das Recht, meinen Aufgaben kreis so unpolitisch wie möglich zu gestalten. Es ist feine Besorgnis vorhanden, daß dieses Arbeitsgebiet Jid» verquicken wird mit irgend etwas, was mit Kriegswirtschaft oder Zwangswirtschaft %u tun hat. Weiter betone ich, daß von meinem Arbeitskreis alles fern gehalten werden wird, was auch nur von weitem nach Schieberturn und Re- paranousgewimt aussiehr. Eure allgemeine Ökform des deutschen Wirtschaftslebens will ich nid# vor nehmen. Der Körper unserer deutschen Wirtschaft ist viel zu krank, als daß es möglich wäre, ihn t>on Grund aus umßugestalten. Große wirtschaftliche Reformen versprechen erst dann Erfolg, wenn das Bewußtsein des Volkes sich auf diese Reformen mit Freuden eingestellt bat. Ich will also mein Ann nach rein wirtschaftlichen und sachlichen Grundsätzen führen. Ich bin finaerreten in ein Kabinett dec Erfüllung. Wir müssen Wege finden, uns mit ter Welt roieber zusammenzufinden. Ter zwene Grund, der mich bemögen hat, das mir an gebotene Amt anzun-ehmen, ist der, daß ick die ileberseugimg genwnncn Hecke, daß Frankreich den Wiederaufbau will. Man hat mir getagt, seien Sie vorsichtig, benn Frankreich ist es mit dem Wiederaufbau nickt ernsl. Ick habe mick aber davon überzeugt, daß es Frankreich mit dem Wieder au skwu ernst ist. Es ist für uns in der Lage des Bedürfnisses und des Schmerzes, in der wir wis befinden, schwer, objektiv zu blecken. Aber als Gtegeitiontrabent Frankreichs müssen wir Frankreich gegenüber objekiv» bleiben. Diese Objektivität besteht darin, daß wir davon sest;nhalten haben, daß Frankreich den Wiederaufbau will und zwar aus dem Grunde, well Frankreich tm Kriege üfmrr gelitten hat Es ist Tat>'achk?, dag 3,3 Mlllimen Hektor dieses Landes zersiä-rt worden sind, 370000 Häuser sind be»'ckÄ>igt. darunter 300000 vollkommen vernicklet. Tie Schulden Frankreichs' rnb ungeheuer an gewachsen und seine Handelsbllanz ist eine passire. Sie werden mit mir einig sein, ein Land, das sich in einer solchen Lage befindet, will den Wiederaufbau. Frankreich wird ihm auch wollen nt Gemein schaff mit uns und baraur kommt es an Daß Frankreich aber heute schon 'yewalnges und sehr Beachtenswertes an dem Wiederaufbau geleistet hat, ergibt sich aus folgenden Johlen. Es ist dem franzö^'cken 'St ?terauf5clim-jtiiierumt gelungen, von Lokalbahnen und Drüd : 60 Proz-nr wickerher zu stellen, von Fabriken 30—40 Proz, von Bergwerken 6 Proz, von 5? an'em allerdings nur 2,5 Pro; Tas ist doch eine kröchst respektable Leistung, teonbers für Frankreich und daraus gebt hervor, baß Frankreich du? ernstliche Abffchr hat, wieher au r inbauen. J&mn aber der Wiederaufbau von der einen Seite gewollt nnrd, dann sind wir vervsticktet, ihn zu leisten. Tamit komme ick auf die Worte der Erzellen; Edler von Brann zu sprechen. S. Er. 'Zuruf Tinks: Abgeorimeter!) T-erzereen Ste, es ist das ers:? 'Mak, toE.'ä) । iy; iti ^10^n von mir geschrtebeneii Aussatz verieseii, au» den ich auch ohne diese Verlesung zu sprechen getom- men »oärc. Im ineiem Aussatz habe ich-die fdXDtrften Bedenfen gegen btc Atuiahine des Ultimatums auSgesprocheit Aber weshalb ich bteic Bedenken gehabt habe, Ixxt der Abg. von Bvarm nidx getagt. Gr Ixrt nicht gesagt, datz 5s nicht bi? ;3ab(cit ge- ivetcn sind, die ich angegrii»ai habe, sondern der vor sehr unglücklich uitb ich bin fest überzeugt, daß schon heute auch aus'der Gegenseite die glridu Erkenntnis fid) Bahn gebrochen bat, daß dieser Index roeber unferen, noch bat Interessen uirserer Okgucr entspricht. Wenn es e. In der Sache der Einwohnerwehren habe er fofert das baperisd»? An- sucken unterstützt. Redner verliest daraus bi? englische Antwort an Baygm und stellt fest, daß er sich an das Ultimatum gehalten habe und sich durch nichts dagegen Ifinreißen lm'sen »Derbe, die Loyalität seiner Ecllärunq zu erschüttern. Redner warnt im übrigen, anläßlich kleiner Truppen- tvansporic wie B. der der bayerischen Wacht- kompagnie nach Bayern große Zeitungsartikel zu madxm, die auf Untenntnis beruhen uni» geeignet feien, Uiritinuniflfeiten bertoriurmen. Redner fcküeßt mit einem Protest gegen den anrifemt- tischeii Angriff des Abg. v. Braml auf das JVa- binett Abg. Hen kc ^USP.) betont die Notivendig- keit, die Sondergerichte auizuhebeii. Ttc Zulassung der Frauen zu den Schöffen- und Ge- scktworenengerichten stehe noch immer offen. Ter Tank, den Reichskmzler Wirth gestern nach Bayern geruhtet habe wegen der freiwilligen Abgabe der Waffen, sei an btc falsche stelle gelangt. Tas seien dieselben Leute, welche tu Unabhängigen und Kommunisten verfolgten und die tu politische Spitzeltätigfeii begünstigten. Ter ^Reichskanzler wolle den nationalen Geist in demokratischem Sinne entwickeln. Glaube er bas durch die InterniL- rungslager zu erreichen? Wenn die Steigerung der Produktion durch bas Lie'besgabew'ijfteni er* reicht werben solle, müsse feine Partei dagegen vroteitiercn. Tie Lanbnarrickaft bebüne keiner wej- teren Untentüpintg. Redner nxmbtt sich gegen bu mbtretten Steuern. Wie stehe der Äanaler zur Soziall ierung, wie zur Frage der Unterstützung bei stri-?gs befch-äbigten. wie zur Wohnungsfrage? Redner schließt mit bei nochmaligen Befürwortung der Anträge mit Aufhebung bet Ausnahms- besrimmungen. Die Regierung müsse sich dessen bewußt bleiben, baß ne 'tm Interesse der Arbeiter auf der Wacht bleiben müsse, wenn sie nicht mit deren schärfsten Mißtrauen rerfmen wolle, sBeifall links.) Näckste Sitzung Freitag 1 Uhr (kleine Anfragen, Interpellation Stresemann über enc Sanktionen und Weilerberattmg. Berlin, 3. Juni. (Prw>-Tetear./ Laut „Berk. Lokalanzeigeri' werden bie ReiDstagsfrat- rioner dec Regterungspa-Ieien heute vormit- ta g den endgültigen Wortlau: ihrer Erllärung zu her Programmrede des Reickskanllers festsesen. Die Grflärung wird voraussichtlich io formuliert ro^röen, daß 'omohl für dir Teutsche Bvllspartei als auch tüt die Unabhängigen feine Bedeickm belieben, mt sie zu stimmen ober zum mindesten sich der Stimme zu enthalten. tourt UlrimatumS im Reichstag cov Interpellation cingtJrauht, in der es u a. linfet: ,^Ist die deutsche Regierung der Auffalsimg, daß diese sogenannten Sanktionen mit dem F r irden-vertrage von Versaillo und mit denl Völkerrecht in Einllang steten? Glaubt die deutsche Regierung das ivinichaftliche imb staatliche Leben des Reiches in dem durch den Venrag von Versailles verbürgten Umfange aufrecktzu. i tot, glaubt die Regierung insbesondere die mit her Annahme des Ultimatums übernommenen Ber* vslichtungen auch nur aiuuHrnib rrsüllen \tt können, wetv, Tculfdüanb burd» die Ütesktzung unrt- sdxfftlich nndjtigcr Städte unb durch die Amt bauet einer Zollinie in zwei getraouc Zoll- unb Äitl- sctoflSgebietc verfällt und das ganze Rttcinlanb dem deutsdxm Einfluß unb der baitfdten unrtidxiftlichai Gesetzgebung i»£ steitzentem Maße entzogen wird? Wclclfe Schritte habficteigt die Mtegif« mng zu tun, um die Beseitigt» n g d r oben bezeichneten sogen. Sanktionen herteizufichom?" Da» französische vcho zur Reichskanzlerrede. Paris, 2. Ium «WTB.^ Zur geftngai Rede des RridZSkamders Dr. Wirth fdncibt bet „T em ps": Twtzdem in Deutschland eine neue Regierung toibanben sei, setze baS »Heid), wie man aus ter Rebe schließen könne, seine alte, feit dein Waffenstillsvcmd gewohnte Politik fori V : gebe in den Punkten nach, in denen Frankreich iud> England älter Nternunq seien, und es nehme bet Kämpf gegen Frankreich auf. da, wo England seine eigene Ansidtt habe Warum, fragt ter „Tem ps", »Dill Teutschland nicht rin sehen, daß cs in der pberschlesisckcn AtigriegenHeu von denselben Mächten m den Konflikt getrieben wird, die es in den Weltkrieg hinringerrssnt ixiben, nt dem alle Verheißungen feiner arbeitsamen Zu- funft verloren ginge,! Der ..TenrpS" wendet sich auri» gegen die ikrklärttna beS Reichskanzlers, daß btc Ein tuhr, inebetonberr die LupnSeinsuHr eingeschränkt werden müsse DaS sei fit'chl das Mittel, Frankrrid- an brr Unterdrückung der Sanktionen im Mfernlande zu miet- efneten. Auguste Gonvain gt t int „Journal des TebatS" feiner Verwunderung darüber Ausdruck, daß der Reichöfanzler erklärte, er verzichte aut Anleihen, um di - Schulden Deutsch- lands Mt bezahlen. Er hege die bevechttgie Hoffnung, die vorgeschnel>enen Zahlungen all rt and dem Ergebnis der Steuern bcqlridien zu können Frankreich aber müsse fort'abrcn, unter immer größeren Zinszahlungen zu leihen, um n'jften sür ben Wiederauf bau zu begleichen, :nabmtb Teutsckilai'b frine intaltm Produktionsmittel bei« mehre mit all den Kapitalien, die ;t ihrer Verfügung geblieben feien Iaroues Bamvilte schreibt in der „L i'be r tfe", für drei Wocken Unterwerrung verlaiige Teutschland ganz Lberschlesien, btc Räumung von R ihr ort, Tüsselburg und DutSburg unb die Unt 'tdrudnnq der Z.öllc am f)i rum verlange es nicht auch die Zurückberufung der Desatzungstruppen vum link-n Rhcinufet'-' Der „I n trän Hgean t" faßt sein Urteil über tne Rede deS RädskanzlevS txibiii miarnmen. at't- sdMtliche Versiändüpuii wohl, aber gcfühlSm Verständigung noch nicht. Ter ,,F igar o" schreck'. ;u der gestrigen Rede des Reichskanzlers Tr. Wirll», der Rrichskan^let glaube, nach den Beweisen guten Willens mußten die AUricrten offenes Spiel spielen. Es scheine, daß cs ihm noch nickt genüge, daß die Alliierten bet Bankier Deutschlands seien. Frankreich bäte ihm schon 60 Mllliardcn vorgeschotsen Jetzt solle man auch dem deutschen Volke da' 93er trau en au: sprechen. Dr. Wirth kündigte Briand an, wenn er eine demokratische Regierung erhalten wolle, muffe er ihm Oberlchtesien überLih'en. Tie Rolle sei vertauscht, Berlin verlange P'ander, d. h. cS verlange sic nicht, vielmehi, cs nehme sic sich. Denn die Franzosen nicht vor den Toren des Ruhrgeoietes blieben, dann würden die Deutschen m Oberschtcsten dnrn Angriff großen Stils unternehmen. Das Ultimatum in der Eutwaffnungtzfrage. Paris, 2. 3uni. (WB. Briandempfmg beuu abend den deutschen Gesandten Mayer, nachdem er vorher den Gerreral Weygand empsangen batte. Der diplomatische Berichterstatter der Agmre Havas glaubt zu wissen, daß der Besuch Mayers den Zweck hatte, die franzöfi'cke Regierung um Er- 1-nchterungen in den Bestimmungen über bie Auflösung bet Einwohnerwehren zu ersuchen. Ter deutsche Botschafter habe beim Vorbringen dieses Wunsches dem Ministervräsibenten die Versicherung ««jeben, daß bie Reichsregierung die militärischen Klauseln des Ultimatums bedingungslos und vorbehaltlos armebmc. Briand habe geantwortet, daß er sich nur an bie im Ultimatum verlangten Bedingungen holten töime. Havas fügt hinzu, daß die deutsche Regierung in der Note oom 30. Mai an General Nollet ,'ckon Lorbchalie in der Entwaff- nungsfvage gemacht habe, und daß der Vorsitzende der deutschen FriebenÄxlegation, v Mutius, gestern diese Vorbehalte gegenüber dem Direktor für ans« wärrige Angelegenheiten wiederholt habe. Tie Zahlung. Berlin, 2. Ium. (Wolff.) Laut der in. der „B. Z." heute verbreiteten Meldung aus. WasHingwir behaupi-' bie „Thicago Tribüne"^ Eine Interpellation der Deutschen Volkspartei; Berlin, 2. Ium. Die DeutscheVoirs- r r e i hat ates Anlaß der Forrführung der Sank- lunß Deutschlands an bic Entente in Löhe von 35 733000 Dollars infolge von .Kursschwankungen statt 150 nur 140 Millionen Goldmark betrage. Die Auffassung fei unrichtig, da der Dollar aus Grund der Goldparität von ca. 420 gutaeschrieben wird Zu der weiteren Meldung, daß Deutschland bereit sei, einen der Wechsel über 10 Millionen Dollars in wenigen Tagen einzulösen und daß Berliner Banken an der Arbeit feien, die Summe aufzubringen, hören wir, daß die 10 Millionen Dollars bereits vorhanden sind. Uebergabe der Rheinschiffe an Frankreich. P aris, 2. Juni. Die Uebergabe derRhein - lcyiffe an Frankreich gemäß des amerikanischen Schiedsspruches, die in Artikel 357 des Friedens- Vertrages vorgesehen ist, wird jetzt, wie Havas meldet, vorgenommen. Das erste dieser Rheinschisfe ist unter französischer Flagge am 1. Juni in den Hafen von Straßburg eingelausen. Die Lieferung von Holzhäusern. Paris, 2. Juni. (WTB.) Die Verhau d- Lungen über die Steuerung von Holzbau- fetit an Frankreich haben in den letzten Tagen einen guten Verlaus genommen. In etnqclxnben .Verhandlungen wurden zunächst die Konstruktion imd die Grundrisse erörtert. Neben der reinen Ho^bauwei'e sollen auch aenvifchte Bauweisen, bei denen GipSdrele, Betvnplalten usw. Verwendung finden, für die drei Hausarößen beabsickchgt sein. Für beide Bauweisen ist Vorsorge getroffen, daß die weitesten Kreise zur Lieferung herange-ogen werden können. Da diese Bauweisen für die Bevölkerung in den scrfbfrrten Gebieten eine Neue- rung bedeuten, wünscht die französische Regierung zunächst eine größere Borlieferung, di? es ihr ermöglichen soll, diese Bauroeisen bei der Bevölke-» rung kinLuMren, # Die Politik Belgien» Brüssel, 2. Juni. (WTB.) Agence Belgc. In der .stanimer erklärte bei der Beratung des Etats des Ministeriums des Auswärtigen Mini- sier Jaspar, Deutschland habe den ersten Beweis seines guten Willens gegeben. Man solle ihm Glauben schenken. Dü Regierung Wirths sei durchaus entschlossen, die durch den Vertrag von Versailles auferlegten VerpfliclKungcn zu erfüllen. Tie belgische Regierung werde ihr ihre Aufgabe gewiß nicht erschweren. Man betrete luinmehr den Weg, ter den politischen und wirtschaftliäxn Frieden .enhgilltig sichere. Belgien trete entschlossen für einen westlichen Block ein, der Frank- reich, England, Italien und "Beigien umsäsließen >nü!se, auf dem Belgiens Sicherheit beruhe In -dem Enteuuuonzert sei Belgien zu einer wichtigen MoUe berufen. Indent die Regü rung der Ver- cytigicn Staaten es abgelehnt habe, die unannehm- baren Vorschläge Deutschlands rveitcvzuleiten, habe s re der Sache des Friedens einen Treust ettviesen. , Ter Minister gab der Hoffnung Ausdruck, das; tüte velgrsch-englischc militärische Entente di? belgisä^ ivcmzösische Entente vervollständigen werde. Die Lage in Sberschleste». Oppeln, 2. Juni. (WTB. ■ Tie Lage In Oberschlesien hat gegen gestern feine wesentliche Aenderung erfahren. Tic schweren Ausschreitungen der Insurgenten im Mtetfe 9iosen- berg dauern an. Meldungen über die Fortsetzung des au in EtilIsland getiommenen 'Liormarsllus^ der englischen T.rnppen in der Gegend von Grol^L-tre liy liegen bisher noch nicht vor. Ter deutsche Bevollmächtigte in Oppeln imirte erneut bei der interalliierten Kommission ivegen ter Bersctüep rung des Abg. Hartmann vorstellig. Tic 'interalliierte Kommission teilte Gral Prafch.ua mit, sie bade 'Nachprscl>ungen eingcleitet und würte, lobäld wi? Niiendmöglich, iwn dem Ergebnis der zur Freilassung eingeleiteten Schritt' Kenntnis neben. Ter deuticlre Berwllmächtigte ist angewir- ien, nocl)diüälichst die sofortige Freilassung Hart- 'nann-. '»eiter zu betreiben. Die englischen Truppen. Berlin, 2. Juni. «Wolfs.» Heule trifft - htr voraussichtlich englische Komm a n- deur in Oppeln ein. ES ist anznnchmen, daß dann eine endgültige Entschei duug über die Verwendung der englisck)en Truppen erfolgt. Die Engländer stehen un- gefikln' 3 .Kilometer von Groß-Strchlitz cnt- sernt. Die Sachvcrstäudigenküinmiffion. Landoii, 2. Juni. (Wolff.) „Daily (^hronicle" schreibt in einem Leitartikel, der Vorschlag BriandS, eine Sachver- ft n il d i g en f v m Mission für die ober - »chlesjsche Frage ein,zusetzen, sei von der bvih iö;en Regierung mit zwei Vorbelwlteu angc nommen worden: I das» eine Roiiferciu des Obersten Rates stattfinden solle, um der stom Mission ihre Instruktionen zu geben, und das; der Sitz der Kommission sich in Oppeln befinden müsse. Tie französische Regierung habe in ihrer Antwort den ziveiten dieser Vorbehalte angenommen, jedoch gegen den andern Einwände erhoben. „Daily Ehro- nie le' hofft, daß Frankreich nicht auf seinen Einwänden belpirren werde. Streckung der Kohlenvorrate. Berlin, T Juni Wegen der durch die Ereignisse ui Qberfchlesien und den Berg üibeiterirreit im niederfchlesischeu Mahlen leoier hervorgernfenen Kohlenkalami tai richtet der Reichs kohlen kvm mifsar an das Reichsverkehr-Ministerium btc dringende Mabnnng, mit allen zur Bei sugung stehenden Mitteln eine S l re d u n a der zur Zeit im Besitz der Eisenbahn befi ch lühen Kohlenvorräte zu erzielen tiefem Wunsche des Reichsrohlentommiffaiiwll hie Eisenbahnverivaltung durch geeignete Be rriebsmaßnahmen Rechnung tragen, sie hofft fedoch, den Verkehr in vollem Umfang auf r^chterhalten zu können. Die Demiffion der österreichischen Regierung. Wien, 2. 3uni. >Wolff.) In der Sitzung des sozialen Klubs begründete der Bundeskanzler heute die Demission der Regierung. Er erklärte, da es her Regierung in drei Fällen nicht gelungen sei, die Vornahme bzw. den Beschluß auf länderweise Abstimmung über den Anschluß zu verhindern, glaube sie die Verantwortung für die möglichen Wirkungen dieser Abstimmungen auf die Kreditaktion, deren günstigen Fortgang sie feststelle, nicht übernehmen zu können. Gänzlich unhaltbar sei die Lage der Regierung durch die .Haltung der Großdeut-* scheu Volkspartei geworden. Wien, 2. Juni. (Wolff.- In den Besprechungen über die Kabinettskrise stimmt die gesamte Presse darin überein, daß die länderweise Abstimmung Über den Anschluß der unmittelbare Anlaß war. Die tiefere Ursache sehen die Blätter aber in der Verfassung Teutsch-Ocster- reichs, die den Ländern die Möglichkeit gebe, unbekümmert um die Zentratregierung in Wien eine eigene Außenpolitik zu machen. Mit Ausnahme der „Reichspvst" heben die Blätter den (Gegensatz zwiselben den Echrist- lichsozialen in den Ländern und den Christlichsozialen in der Regierung hervor. Die „Reichspost" macht die Anschlußpolitik der lro ßdeutschenParteileitung fa stausschließlich für die Krise verantwortlich, da sie die Erfüllung der von der Regierung übernommenen Verpflichtungen verhindere Die „Deutsch-Oesterreichische Tageszeitung"', das Organ der großdeutschen Volkspartei, schreibt demgegenüber, daß für die <Äroß- deutschen keine Veranlassung vorliege, die bisherige Taktik zu änbern. Aus Sem Reiche. Der preußische Haushaltsplan. Berlin, 2. Juni. (Wolff.) Zm neuen pren ßischen Haushaltsplan sind vorge- Wkm an Beihilfen zur BekämpNina von Typhus 20 000, zur Schaffung des Ersatzes für das ivegen der Gebietsabtretung wegfallende Leprakran- kenhans in Memel 505 000 Mark. Als Zuschuß für die Hochschule für Musik in C h a r l o t t e n b n r g mcrbcn 1685 280 M k. mehr gefüttert; für Wirtschaftsbeihilfen für Beamte und Volksschullehrer in den besetzten Wcbieten sind 63 550 000 Mk. angesetzt. Zur Verbilligung des K o b l e nt i a n s P ü r t s auf dem Wasserwege nach Ostpreußen weiden 1350 000 Mark verlangt. Lärmszenen im preußischen Laudtag. Berlin, 2. Juni iWB.> Der preuBifrfK Landtag nahm in seiner heutigen Sitzung gegen die Stimmen der sozialistischen Parteien und ter demokratischen Minderheit den Antrag des Rechtsausschusses auf'Beibehaltung terSondergerichte an In namenHicber Abstimmung nahm der Landtag sodann bei einer Stimmentljaltung mit 189 gegen 123 Stimmen ten Ausschuß cm krag auf Ge- nehiiiigung der Strafverfolgung gegen beit Ah- geordneten Scholem (K.) an Die Verkündigung des Abstimnmngtergebnisses führte zu bisher im Abgeordneten Sclwlem (K.> an Tie Verkündung des s z e n e n. Sie riefen vielstimmig : Pfui! 3hr Zu - Hilter!, pfiffen und mad)ten durch dauernden Lärm die Fortführung ter Sitzung unmöglich, fo daß diese um Gi/< Uhr geschlossen iverden mußte. Uus dem besetzten Gebiet. Sckießkreien btr Besatzungstruppen. Köln, 2. Juni Tie „Köln. Ztg." meldet ans Eschweiler: Heule nacht wurden bei einer Sclfießerci durch die Besatzuugstruppeit ein Zivilist und ein Polizeibeamter getötet, eine zweite Zivilperson schwer verletzt. Aus Stadt und Land. G i e ß e u , ten 3. Juni 1921 Welche Waren find Feindbundwaren'? Ter Verband Deutscher Hansfrauenvereine, Berussorganisationcn der teutjdjcu Haus fronen, unb ter Honsabund für Handel, Gewerbe und Industrie haben gcnieinßmi et.i Flugblatt heraus- gvgebeu, ans dem wir folgendes entnehmen: Im Fuhre 1990 find au> deutschem T Whisky , fvanzöiische Liköre, Magnat. Kauft feine französische 'Seiten, 'JJanümcriai, llidiie, Sianmete luib tcdinciiidx Artikel Kcrusi fein, französischen Seiden Lyon-, Samte England, englischen, belgischen, französischen Tuclie Valeneienncs, Brüssel Tülle Frankreich), englischen .Uramatien, (SjununiniäiiteL belgischen Leinen, cnglucben Baum UMllroarrn, englischen Hüte, franzö iülien Perl- unb "hallettestuteieccn, diusläntxfdx'n c^arne T. M. G .-tücriie, riiQliidit u Vigown aniej und sran- londKH oeiotii. iraiizösischen uns Brokate, englische tischen ; B. Raoy cat, fcanzo j . n, l- lgrsct.m Takakwareu. Es ui EbrenpüiäK eine-, jeb. -t T schon, daß er die öotiiebeiui auigr führt en Waren "ij-t kouic, ünteui deutsch-.' Eizuigiusfe, btt in dentfchen Industrien hergestcllt «inb, veilang. T»e Besichtigungen &ce oberhessischen und Lahnbergbaueö. Am Dienstag wurde nach den id>jn ge- schildenen Besichtigungen von der Gesellschaft teul-- idxr Meiallhüuen und Bergleute nach der Tagebau des Gießener B r a u nste i nhc r gwc r- ke s befud:t Ter LetNel>sleitcr Frei lag -ab einen technischen Uelertiüf über die Lagerstätten und Pros. Ha r r a s sow i tz zeigte die eigenartige KarstlandiäMk auf den Kallen, in deren Taschen und Mulden sich das Erz zum Teil mit Sauten unb Tonen wechs^lagentd befindet Ter größere Teil ter Eisen-Mangan-Erz? besitzt aber einen mulmigen Charakter. In der Lindener Mark hegt eine der bedeutendsten Lagerstätten Teulsch- lands dieser Art vor uns. Am Mittwoch wurde die Roteiseu- ste in-Grube Georg Joseph bei Gräven- ed südlich Weilburg befahren. Mit großem Jii- teresse wurden die neuen Tagesaulagen der neuer-' dings umgebauten Grube besichtigt und eine Be- fabrnng der 50 Meter^Sohle vorgenommen. Die wiifenschastlichen Verhältnisse wurden durch Prof. Harrassowitz, die tectuttschen durch Ttrcftor Haasters und Berg Inspektor Schür mann er* Läutert. In Wetzlar nxurbeu die gesamten Anlagen der Buderusschen Eiseiiwerke unter Führung mehrerer Herren der £>üttenDenualtung in r^rschiedv- neu Gruppen erläutert. Tie toeitaudgetebnten Anlagen des Werkes, die sich über ein großes Areal verteilen, zeigten ten Teilnehmern, weiche teten- tenbe Arbeit von den teitenteu Persönlichkerta, gefeiftet ivorten ist. Die Teilnehmer der Veranstal- tinig fanden fick schließlich zu einem genieinsamen Mittagessen in den schönen Räumen des Weilarer Kasinos zusammen, wo Generaldirektor Berggrat (Trödler die Berg- und Hüttsilsute begnibte. Ansprachen von Bergrat Hühn unb von Pros. Horrassowitz folgten. Wenn die Teilnehmer gerate von den Befictx- tignmgcn ter öbxn-hessischen unb Lahnbetriebe mit so größer Befriedigung nad) Saufe fuhren, so beruht dies zum großen Teil auf demiEntgegen- kommen zahlreicher Firmen und ein» zelner Herren, bic bte Durchsüßung ex* niöglichten. Der Naturkalender von Gießen. Ter phäuologische Kalender von Geh. Rat Hoffmann hat vielen unserer Leser Anlaß zu vergleichenden Beobachtungen gegeben. Wir wollen ihn daher auch für die Folge jeweils am Anfang des Monats betauntgeben unb bemerken nur nochmals, daß die einge- klammerten Ziffern die s^ahl der Beobachtungen innerhalb fünfzig Beobachtungsjahren bedeutet. Im Jüni steht die Natur auf ihrem Höhepunkt, unb leise machen sich schon Zeichen bev Niedergangs bemerkbar. Am 6. beginnt die wilde Hunds- oder Heckenrose (15) z.u blühen, ber öanu die Gartenrosen folgen. Am 9. ftäubt das Zittergras (6), am 22. die Gerste (25) und am' 11. hat die Walderdbeere die ersten reifen Früchte (21), während die Brombeere erst am 15. gnsängt zu blühen (6). Im (harten zeigt ani 20. hie Johannisbeere (36) die ersten reisen Früchte. Am 22. blüht die großblättrige Svmmer- und am 2b. Die kleinblättrige Winterlinde (92). Am 26 .beginnt das Muhen des Heus (31), am 28. blüht der Flachss (17) und am 29. der Hafer (26). Am 13. fliegt das erste leuchtende Johanniskäferchen oder „Glühwürmchen" (22). Wettervoraussage für Samstag: Vorwiegend ivolkig, trocken, keine ivesent- iid>e Teniperaturändernng. östliche Winde Die Wetterlage hat sich nur wenig verändert. Das über England liegende Hoch hat sich etioas verstärkt und wandert ansckfeinend langfam ostwärts. Vorerst stehen wir noch unter- bem Einstnß des über Ungarn liegenden Tiefs. Es ist aber allmähliche Aufheiterung zu erwarten. Tie Niederschlagsmenge betrug in Gießen gestern 1,7 Millimeter. i " Amtlich e P c r s o n a l n a cb ri d)t c u. Der Vizekonsul bt'i dem Kubanischen G c n c i gl f ou i ul a t in Homburg, Antonio Medina Barrios, dem das Efeguotnr des Reiches cv teilt morten ist, ist zur A-isübmig konsularischer Verriästungen im Volksstaat Hessen zngelo'sen worden — Ernannt wurde der Tirektor deS^ Renen Ginnnasnrms zu Darmstadt Geheimer Schulrat Tr. Üudiv Bnchhold zum Dir-'ktor des Ludwig GeorgS'Gpmnasium in Tannstadt mit Wirkung vom 1. April 1921 an: ter Privatdozent an der Technisäien .Hochschule Professor Dr. Fug. Wilh. Molden Hauer aus Darmstadt zum nichtplqn mäßigen auKerortemlicben Professor für allgemeine Elektrochemie an ter Technischen Hochschule zu Darmstadt Universitäts - Gottcsdienft. Am Sonntag vormittag 11 •/< Uhr findet in der 'Neuen Aula ein Univerfi- tatS'Gottesdicnst statt, yi tem in erster Linie die Angehörigen ter Universität eingelaten sind. Sell'swerständlich hat aber and) ieter andere Zutritt Die Predigt hält Professor Dr. B u 11 nt a nn ♦* T ie Gesellschaft der Gießener Kun st freunde hat sich ein Verdienst erworben mit (vbcünuit Tr Königs Vortrag über Goethes Farben lehre. Sachlich und bc- fdje.teit erläuL-rte Gcdeimral König den Kcrn- uunfi uüh Goclltes Lehre, die Erscheinung ter farbigen Schatten, oas Gesetz ter gegenseitigen Förderung der Farben und die bezeichnende Folgerung daraus, saß die Farben Enipfintmngsi'ache se«cn. Aus diesem einen Punkte brachte er seine Hörerschaft zum Verständnis des Für und Wider das sich im Lau' ter Zeit um die Farbenlehre Goeches spann Gleich bei ten ersten Veröffenl- : d üngen, ja schon bei ter Arbeit aur diesem (vc- birt, die sich feil ter großen Jtalienreise, von stets neuen Ecidrenimwen getrieben, in ihm vor- ■' täugte, (teilte er i et’ in ofienen W'öerspruch zu ' c.oton, testen E.ust.llnngen als Phpsiter ihm ent- ae.it waren In eaunt Versuch ließ Geheim rat e.-ug ten für Gtelhes Lehre und falsche Ein- st ing au» 11 laggetenteu Augenblick wieder auf- t > Ta:- durch em Prisma absdoifte Bild üui Fenster.-. Newton, so war sein Sostuß, toi nicht recht. Tas Licht der Sonne werte nicht . rlegt, sondern inc Farben seien Emyftnvimgen, ternorgeruren durch eine, allcrtenge ihm 'etter nicht yn\» klare. Verschiebung ter Bttdränder gegen ten Grund, aus tem sie erfdxiuen. Konnte Goethe für sich zu einem anderen Ergebnis tom in eit? Aber bei Streu "Jlovton —oxx-ite ist aurii beute noch nicht gelöst Tie Möglichkeit, die Farben als physikalische unb djemüd, Ereignipe einerseits unr phynologi' ch-psychow nidv Fnnktiv neu andererseits aufiufaiien, ist teure zwar als Problem erlamrt, aber nicht geklärt Ivette hat den Gegensatz auch gefühlt, unb eine Lehre sich geschaffen, die diesen Puiikt umging. Seine Fortee lehre ist in ihrem physikalischen unb chemischen Teil von ter Wissenschaft als unteawtiber er wiesen. Ter physiologische Teil dagegen, bet Ans gangs- unb Endpunkt aller Burbenlebre, teeiei neben ten gelungenen Deutungen eine J-ülle von Material, die einen ungeheuren Fleiß^ und Hart nädigleü erkennen lassen, die ter Schwere der Ausgabe und ter Bedeutung für Goethes Wesen und Wettanichairung ten größten Nachdruck verleihen. Goethes Erklärungen unb Lehre über bic physiologischen Farben erleben beide eine Rettung unb Würdigung in dem fünfbändigen von W. Ostwald geplanten Werk über Farbenlehre, dessen bet den ersten Bände ersdiienen falb. Goethes bc -sonterer Standpunkt bleibt ein genial geschauter, loeiut auch zur Gesamtdeutung ter Farbenerschei- nung imzuliviglicher Weg. ** Wann gibt es billige Pässe? Die Gebrllw für einen Auslandspaß wird neuerdings zur Pflege des Deutschtums im Ausland 'auf 10 Mark ermäßigt und die Gc buhr für den Sichtvermerk erlassen oder auf 1 bis 2 Mark ermäßigt. Zu diesen Reisen gehören Besuche von ^ierwMidhen in den abgetretenen 6k bieten und mit ter Wucht, deutsche Kulturgüter im Ausland zu erhalten. Dies gilt nach einet neuen Anordnung für Mitglieder von Vereint guitgai zur Pflege des Deutschtums ün Ausland, von T^rn und Sportvereinen sirr '2ißettfondc, deutsche Gelehrte oder Fachleute, für Berswnm Lungen, für Touristenvereine, wie tem Alpen vereine zum Besuche von Deutsch-Oestevreich und dem Riesengebirge 'sowie zum Besuch von Hochschulen 4um Studium in DeutschOesterveich, Prag, Brünn ober Danzig. Jahresixrsfe kosten 25 Mk., für das Studium nur 10 Mk Für ein mehr maliges lieber schreiten der Reickrsgiknze wird nur ter einfache 'Ausveisesickitvermerk berechnet. ** Grenzen der Gene^miguno von Gemeindesteuern. Die Steuer orbnungen der Gemeinden werden durch bic Reichsfinanzverwaltuug geprüft. Gegen eine übermäßige Ausdehnung dieses Reckst es wendet sich eine besondere Verfügung des Reichsministers des Innern. Er mißbilligt insbesondere oie vielsach beobachtete Hebung der Landesfinanzämter, gegen eine Steuer ordnung „vorsorglich" Einspruch zu er heben. Ob die Voraussetzungen des Einspruchs gegeben sind, hätten die Aemter selbst »u enischeiden. Es luäre ihrem Ansehen nicht förderlich, wenn sie sich unnötigerweise der eigenen Entschließung enthalten. Dem Einspruchsverfahren unterliegen mir neue Steuerordnungen, aber nicht Umlagebeschlüssc über߀orbiu'ter Berbänoc. Es kommen nur Ojenieindebeschlüsse in Frage, oie ein befon- deres Ortsrecht für die Dauer bearünbcit oder amuenoen, nicht aber die AuSsührung des Lanocsrechts. ** Reiche Heidelbeerernte in Aussich t. Aus dem Odenwald und aus dem Spessart wird gemeldet, daß die Hei bc (beeren sehr gut blühen und daß daher mit einer reichen Er.nte gerechnet werden darf. Voruotizen. — Tagest aTen der für Frei tag: Caf6 Li:ib, 81 । Hbv, offentticte VeriMnniIimg der So zialtenwkratisd-cli Partei. — Lichtspielhaus, „Tue Tänzerin Barberi» a". — Licktsptele, Seltersweg. „Die graue Elster" und „Die ^Dtarouifc von Ou " — Tic Vereinigte Komm unistis ä;c Partei hält, wie aus dem Anziigcnteil ersickü- lief» ist, Samstagabend im Eafö Leib eine off ent« lidjc Volksversammlung ab. — Marcello, ter Mann mit tem 6. Sinn, hält am Sonntag unb 'l’Lontag seine Ezperi- mental- Abende im Hotel Einhorn über Tele- pathie. Marcello hat, wie uns mitgeteilt wftd, seine Ezverirn »ttal Abende in allen größeren St'idlen Tcutsd>lands mit großem Ersolg abge halten. Landkreis Gießen. * Allendorf sLahns, 30. Mai Am Sonn» tag bifit ter hiesig- Kaninchenzuchtverein sein 15. Stiftuugssest ab. woran fast sämtliche Ver eine ter Umgebung teilnahnien. Verbunden hier mit war die diesjährige Berbandsausstellung tes Mitleldeulschen Kaninctien und Geslügelzüchter verbantes Fast sämtliche Raffen waren vertreten. Platzmangel tx-ibietet es leitet, die Namen ter zahlreichen Preisträger zu veröffentlichen. tt. Kirchberg b Lollar, 2. Juni Gestern te» ging unser Pfarrer, Dekan Gußmann, in aller Stille den Tag feiner 25jährigen Amtstätig^ feit in. unserem Kirchspiel Twtztem er sich jede libritngen verbeten balle, ließen es sich die Fraueu- unciue und der Kircheiworstand des Kirchspiels nicht nehmen, ihn zu diesem Tage zu beglückwünschen. Kreis Schotten. j. 2a u bad), 31 Mai. Für bic V ogels berg Überlandleitung iverden letzt mir Holzmaste ncrrooibet, te die Ifa en malte zu teuer sind. Ein Eisenträgec ter Hochspannungsleitung kostet heute rund 10 000 Mk., ein gewöhnlicher, mit Pew bestrichener Leimngsmast nur 1000 Mk. — Tie Versammlung der Deutschen Volkse Partei am S-mmtag erfreute sich guten Besuches. Parteisekretär Kraust lorad) über „Die Arbeit ter Deutschen Volkspanei". — Die Kriegs Notgeld und Briefmarkenausstellung bei Äcltkorrespantenz batte nickt allzu zahlreichen Besuch. Bei ter ländlicken Bevölkerung fehlt das Interesse für d.-rartiae Veranstaltungen. Ausgestellt hatten: -Notgeld: j- Schuritt, Güßen; Brres- marken: Fr Engel, Gießen, sowie Ehr Kreiling, Wüstck Tie V<-ransuiltung, die hauptsächlich als Propaganda gelten sollte, brachte ter jungen Crr^ gruppe iühliadie neue Mitglieder - Vü in an-, deren Städten, hat man and) hier damit begonnen, Vorarbeiten nz>- die ,,'Bolttettaine" zu tref.cn. Sn wurde ein ieter Briefkasten „angebohrt", um dir ReklamLicküter ananngeu zu können Ob das Stcaßenbild einer Stkiniüite dadurch besonders ver> schönen wird, mag dohmgestM bleiben. Mfrn Nassau • mc Frankfurt o M, 1 ^’Vuni. Äwh- t*m r* dot «Rtgcn Tagen gelungen ist, einen Mann, der sich an Ti einen Mudchen in unsittlicher Weise verging, auf frischer Tat i«stAUnehmen, treibt sich nod) ein weiterer llnyolb in ocr 3tabt und Umgegend umher, der spielende kleine Mädchen an sich lodt und imter Drohungen sich an den Kindern sittlich veracht Die Polizei setzt alles in Bewegung, dieses Menschen habhaft -u werden. • * Kurze Nachr i chten au« dessen und den Nachbarstaaten: Ter ehemalige Offizierstellvertrvier xxmrizb 'JJcüoä .11 Morn oagnie der 116er) von Grosten-Buserf wurde nachträglich mit Wirkung uom 22. November vorigen Jahres zum Leutnant befördert. — Am Sonn« lagnachmittag findet in Steinheim ein Bor- trag ftatt über „Die neuzeülichen Düngemittel, nSb?sondere deren Anwendung zur fcyacffiucht und dfetreibe". — Am Zam^tMpiiachmiNag findet in Zungen ein Ti-eldrund-anq mit am'dtli srendem Vortrag über „Tie neuzeitlichen Düngemittel, ins- i*fon(XTe deren Amoendtmg zur VackNuchr und (*fctmbe" statt. — Tie Zahl der Äurgähv in "ad Lalzschl irf nahm m den lebten Tagen , Hedi iw za ftt betrug am 31. Mcu 906. — I# d^meindevcrtretuirg von Kros dori Oi leider q hat die Errichchng einer Waldschule be 'chtosfen. — In Aydach wurde die bereits vor dem Kriege angeregte Zusammailemmg der Feld narf nunmehr in einer großen Proteswersamm, ung wegen der hohen Höften abgelehnt. ^odyfcbulnacbrtcbfcn. Hk. Heidelberg, 2. Juni. Dem Ber- mchmen nach hat der Heidelberger Historiker M). Hofrat Prof. Dr Oncken den Ruf an die Universität Wien abgelehnt. Gerichtssaal. TaS Urteil im Prozeß Neumann. Leipzig, 2. Juni. «Wolff.) Das Urteil im Prozeß Neumann wurde nach^ mittags verkündet. Der Angeklagte wurde wegen Mißhandlung Untergebener in zivölf -Wien und wegen Beleidigung eine» Unter ^ebenen zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt Im übrigen wurde er freigesprochen. Die Untersuchungshaft wird auf Die Strafe angerechnet. Berlin, 2 Juni (Wolfs Bor dem Landgericht begann der Prozeß wegen der Ermordung des Talaa t Pascha Ter Raum für das Publikum war dicht gefüllt. Unter den Zuhörern waren viele orien- talifd)« Typen ar bürg, 1. Juni An einer um* fanqreidwn Berhandlung beschäftigte sich das Landgericht mit oen Bortommnissen, die sich am VlbeiiD des Oktober in Niederwal- flem gelegentlich der Kirmes zutriigen. Damals lani es bekanntlich iroifdycn Iron- b auf er Burschen, etwa 40 Mann, und oen Burschen von Niederwalgern zu Streitigkeiten, die damit endigten, daß auf dem frirmesplan alles kurz und klein gesdüagen und auch sonst noch im Dorfe Gewalttättg- teilen verübt wurden B Mark die bei ihm und feilten vchlern befdiiaß* nahmt worden, mitgenommen ih toben. Bei euumi .tungen Burschen in Wteseck wurden Waren nn WnUe lütt rOwx 420 Mik, Lei entern andern in Rödgen solche int Werte von 1100 iltf. und bet cmem Teuren nt Alten - Bu ie ck bldv im Werte von ul*r 3400 «t bowfuitfw Irr Alten- n 1 Woü^ belatiuii Mehrer. > r ivtieiei Angc-fwate ivurdnt mangels auSTfidxmvu tvtueue» irrstie.moareu Ein A r b c 11 e t aus B u r g > o l m s, Der zur Zeit im huntoen Landgeridnsgefangnis ctraic verWiu, baue hier an einem Bett ent Bein ab aerifftii, um es bet einem brabfütuiau n Ausbruch «u berat tum Wigcn Sachbe' chadig ung er* bitt er zwei Wochen Gefängnis Versctned<»,te andere Sachen iütb tür Dee All* gemeinlxtt olme besonderes Untereste. Stciiugravhif. -- Bad-Nanheim, 2 Juni Ter Bezirk Gießen im L» e s s i sch- Ra s sa u i, cheu Verband Gabelsdergericher Stenogvarhert dielt am J«mtag unter L^ttmg des TsorsivcitDen St Uv scher, Wieserk seinen Bezirkstag fnrr ab, her von Brrtrederu aller Vereine beschickt wat In? Neuwahl des Bezi r ks vor stan des hatte folgend, (rraeebma: 1 Borsipendei '.'lug Seibert (ÄeseUschast (V/tefcnk 2 Bors Irnebrich mopp Ge- iellsthast Gießen), & at! Ellh Ries lBerein Gieren) und fr ad veitler Schülerverern Gyiw- nasium Gieße» Bdctuossttt wurde u. a . nut Dem rbar ein We11schreiben nerbiuuwu, das in den Abteilungen 60 und 80 Silben als Se^uloiueu* schreiben, in den Abteilungen von 100 Sillwu aut* roärti« als Berbandowetrstl-reiben galt Tie Orr* gebnissc des Berbaitds>vettfd>rei'bens toerbtu aut dem am 3 Ju 11 in Ne u *Bfen burg statt- findenden 4 2 Berbandstag bekanntgegeben. -tagen hK tnntnrufrr ,’wxvk Der tfcr ual l u Ha unserer wi s feai chaf 11 ich« >« ?tox ' *u n <4ff4f tew bi der Mit wteven t No« besprochen Das Meiumit ?rtmtffun .staubte lUt) drt llervftjstikung nxti atmeben zu r?nncn, dk bcbcunamn! Ausmdi'unaen text Povtrssor £=r. Mrnt» Pstttt, Iirrftvr der leuiidwu »iurfxrti in -e.p' i I. uhninan tktijbjcfin. rirrktvt der RoM chtldsch^ti Bür^'chek tn l-ranfhirt, Tt dhei* itoph '2Sd)fT, Bchtn'ttxkar Der Preustoche» Staat* btblwibrf in Bertu' Poofeswr Tn Ernst "Kard »uatd. Oberbibliothefar an der fnübrreit Unten uiaii> und Laudo. - btwttwl TLiaßluicg, tut Truck rridrflten zu as-n T.r . unter Dem Titel ..Du- Not der nniiemdwiitlidKii f^orithunn in Deutschtand" ecirbtamt und fann gegen (hirienbunq unt 2 Mark vorn ?'3 nmnt tyrunhurl bc^cn nhTbtn Bedeut img und Bet bimste Der deutschen svonchung und ÄpsnitchaN um alle Zweige menftinlXT TLttgbnt mtb ui bdannt, Dau man xnd ^»rtc über die Aw- ftdlung verlieren braucht, bau es eine Bflutu des Deuncbcn llloUrs ist. alles aufinbieteit bei ')äoi Der ivissenschanttchrn ,n)fsd»mg zu neuern. üertnifd?tcs. • Berlin, 2. 3uni Wie das froiti^« bei »er ,.Ta,Hed4atf bend>iet, hat Der trassieret Der früuifl»beTtu*r Filiale brr BfrUner vis konto-Gesellsdnist, ll nterschlus, 700 000 Mark unterschlagen. Der einet ange- seheneit «mitasderaer Familie at^ehorende. TefrauDant ist uernaftri tourtJen • Ehemuitz, 2 3uni «Wolff > Dei: ..Neuesteir Nadtricven" zufolge irnrrbe das Der Familie von Iki n fiedel gehörige 3d)to6 Schar senstei n im Zschopcutlal in Der »er« aaiwvneii ^uidit dttrch ,reu er Mm gröstteti Teil vei Nichte! Auch Der Stall und das 'SinfdxifLjgcbäiiDe nmrte ein Raub Der flammen. Die Gittfhelutng-Sitrfache des 3euerS ifi nicht Defarmt ICircbiicbc Nachrichten Israel, lief igion feem ein D c Ducmr in der Synagoge (SaMUilagc) Sams vag, 4 3inu Vorcd'd 7.4?». Morg b 3i>. AbdS. b "*> und 9.30 Uhr. Nnnjt und wisicnschnft 3h Verbinduug mit Der großen Aus stcllung „Das Deutsche Buch", dir während dei 3ianfturter >xrbstmesse des Uiunt Jahres wranflaltft wurtx-, hoben beruieru' Männer der Dcutidien Griehrtenwelt in eurer R-iye von Bor 3'' r a c l. R e l i a i o u S - Gesellschaft, - .9.30 - WochengolwSdicnst: nuuN-Merei selbst betreibe. Unter Zusicherung prompter Bedienung halte ich mich bestens empfohlen. Hochachtungsvoll Ludwig Weber. 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Die Frau müsse diese beiden Kliltur- sphären möglichst vereinigen, mögliäist einander nüherbringen. Die Kultur eines Volkes wurzele letz ten Endes in seiner Familienkultur. Die Frau müsse daher olles ablehnen, was samilien-erftörend wirte Jede Kultur sei aber nur dann ein Fort schritt, rorrtn Bleibendes sich mit Werdendem verbinde. Die Frau müsse sich gerade heute das Erhalten, das Beschützen, das Verinnerlichen zur Pflicht machen Nichts sei so sehr geeignet, das Idoal der Zeit, die Bereinigung des richtig verstandenen Individualismus und des richtig verstandenen Sozialitrus, Persönlichkeit und Gemeinschaft, zu fördern, als die Fmnüie. Das Familienleben müsse aber von den mannigfaltigen Bedrohungen der Goaenroart in wirtschaftlicher und geistig-sittlicher Äeziehung befreit werden. Fräulein BernayS sprach in diesem Zusammenhang ausführlich über die Wohnungs-, die Hausangestellten-, die Fvaueneiwerbsarbrits-, Erziehungs- und andere Fragen Das abgegriffene Won, daß die Frau ins Haus, in die Familie gehöre, müsse immer wieder hochgrhallen werden. Auch die Kinder gehörten vor allem m die Familie, die sich gegen zu iveitgehendc Ansprücte der Schule wehren müsse. Bei den be vorstehenden Schul kämpfen dürfe auch nicht vergessen werden, wie tief unsere Kultur im Religiösen wurzele. Familienfreude und Familienglück müßten die Frauen vor allem fördern. Aus der Familien- freude erwachse die Freude an der Heimat und daraus schließlich die Freude am Staate. Wenn man von dem mebr juristischen Begriff des Staates zu dem so unendlich tieferen des Vaterlandes gekommen sei, möchten die Frauen noch einen Schritt weitergehen und in dem Baterlandc vor allem das .Kinderland sehen. An dem Willen der Frauen müßten die Versuche zerschellen, unsere glorreiche Vergangen beit mi verdunkeln, indem die Frauen den Kindern das Gefühl für wahre Heldenhaftigkeit, auch do- Gefühl der Liebe für die verlorenen und besetzten Gebiete großer;iehen, denn Straßburg und Danzig seien altes deutsches Kulturland. So seien die Herzen der Frauen die beste Wacht am Rhein, und der inneren Erneuerung, aufgebaut auf dem Boden national-religiöser Kultur, weche irgend einmal auch die äußere Erhebung folgen. Frau RegierungSrat Pfaff dankte für die Gießener i>raivmgruvpe der Deutschen Dolksportei, indem sie den Eindruck des ausgezeichneten Bor träges zusammenfaßte und besonderen Nachdruck auf das Wort legte: nicht nur Anhören, auch Handeln. Landtogsabgeordneter Dingeldey, der Vorsitzende der Hessischen .Landespartei der Deutschen Volkspartei sprach dann über das Thema: Rückblick und Ausblick. Denn man die Annahme des Ultimatums auch für verhängnisvoll halte, so glaube doch niemand, daß dieser Entschluß rstangrIndem Verantwortungsgefühl entsprungen sei. Die Ablehncr könnten dafür aber auch die Achtung der Gegenseite verlangen, omh eS sei aufS Tiefste zu bedauern, daß gerade in Hessen eine hervorragende Stelle in diesem Zusammenhang von „kitschigem Nationalismus" ge- sprockien habe. Wer das Ultimatum abgriehnt habe, Kt überzeugt gewesen, daß die Feindforderungen überbrupt nicht erfüllbar, ja, daß sie vom Gegner überbrupt nickt fo gemeint seien, lieber die Un- durckführbarkeit seien sich alle Wirtsckzastssachver- stündigen, von der Großindustrie bis zu Rathenau, einig gewesen. Wenn man von der Rücksicht auf Oberschlesien spreche, so müsse man dock fragen, ob wir dnrck die Llnnabme in der oberschlesischen Frage auch nur einen Schrill vorwärts qetonrmcn seien. Deutschland müsse jährlich 40 Milliarden Papier- mart an die Entente jahh-n, also seine sämtlichen Steuer ein tun rte einfach verdoppeln. Es sei aus «schloißm, diese Milliarden aus der deutschen Wirt ickask herauszuholen. Die neue Regierung sei sich über fern rt nod) nicht einig über die Art der Ulti matumsdurchführung. Die Erklärung Dr. Wirtte sei mrr eine allgemeine, phrasenhafte Umschreibung des Wiederau!dauprogrammL 9iad) den Plänen de neuen ReichswrnschaftSministers gehe man von dem phantastischen Gedanken aus, daß sämtlicher Grund u nd Boden aut das löfache des Frie densivertes gestiegen sei. Don diesem Werte müßte, 20 Prozcm: an das Reich abgegeben werden, also das DreifachedesFriedenswertes Es sei aber z. B. in dem reichsten Gebiete Hessens, im Weinbau lNteinHessens mrr höchstens eine siebenfache Steigerung festgestellt worden. In den Städ- Herrn Collins Menteuer. Roman von Frank Heller. 27. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Wie harte sich das am hellichten Nachmittag in einer großen Londoner Straße adsprelen können ? 3», wie zum Teufel! Und wer konnte so frech gewesen sein, einen solchen Coup zu wagen? Ja, wer -um Teufel! Und warum, warum zum Geier? Was war die Absicht, der ^öm des Ganzen? Drei Fragen, die Mr. Johns Gehirn unaufhörlich nnÄierkäute, und die alle in der zweiten en» halten waren: Wer, wer steckte dahinterY Er hatte versucht, die Männer im Auto zu bedrohen und zu bestocken, keine Antwort. War es ern Gegner auf der Börse, der ihn aus dem Wege räumen wollte? In London! Eine Räuberbande Y Tas Wahrscheinlichste — aber mte batte es gelingen lönnen? Steckte Tully dahinter? Dann sollte sie der Teufel holen. Professor . . . hatte er auf dem Türschild gelesen, was zum Kuckuck chatte em Professor mit ihm zu schaffen? Er tarnte dock deinen Professor. Viellerckt — grausiger Gedanke •i— war es ein Vwij'ekvor, der seine teuflischen Künste an ihm ausüben wollte? Mr. Johns gitterte vor Entsetzen, und sein lockiges Haan sträubte sich auf seinem Kopfe. Seine Gefangenschaft in dem fremden Raume Wurde durch regelmäßige Llusbrüche der Raserei Ktetzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) ten würde diese Ausgabe nur eine Verdreifachung der Mieten zugunsten des Reiches zur Fol-n hader .schon dieses eine Projekt zeuge von hirnverbranntem Diletanttsmus Es test, he die große tte'abr, daß aus dem wirtschaftlichen Druck der Feinde hranti versucht werde, beißumstrittene theoretisch.- Forderungen durchzuiühren Es sei auck uirorr Iländlich, daß die neue Regierung noch damit groß tue, wie pünktlich sie die Forderungen der Feinde 'Inhalte und nicht aus dem Gefühl heraus bandele und spreche, daß sie mit alledem stets em Stück der deutschen Würde pveisgebe. Die Deul'cke Volks- Partei incrbe alle Anforderungen der Regierung, die aus diesem Geiste heraus, aus Drletontismu-. und radikalem Sozialismus geboren seien, aufs schärfste bekämpfen und einem solchen Kabinett kein Vertrauen entgegenbringen können. Sie werde aber nicht Opposition um der Opposition willen treiben, sondern positive Vorschläge machen. Die schweren Fragen der Zukunft dürften nicht von sozialdemo kvanschem Geiste gelöst werden: wir Haden das Ultimatum angenommen und das Bürgertum muß bezahlen. Dtan dürfe auch nicht die Tat sack» ncr gkssen, daß ein großer deutscher Arbeiteroerband in diesen Tagen an streikende englische Bergarbeiter 1 Million Mark und 3 Mk pro Mitglied zur Verfügung stellte, aber nichts für die gefäfrbdtn oberschlesischen Kameraden übrig habe. Solange internationale Interessen den eigenen vaterländisclfen Interessen noch vovangrstellt würden, sei das tiefste Stadium deutscher Entwicklung noch nickt überschritten. Es stehe uns auch schlicht an und Helse uns gar nichts, wenn der Reichskanzler von der Ritterlichkeit der feindlichen Völker spreche. Das Bürgertum müsse sich der Verwirklichung phantastischer oder dogmatischer Theorien, jeglichem wittschaft- lichen Experimente entgegenstcllen und auch erkennen, daß die Sozialdemokratie trotz der heutigen Not nichts verlernt und nicksts vergessen habe. Das Bürgertum müsse aber auch die einzig richtige Folgerung ziehen und die ihm gemeinschaftlichen Ideen auf wirtschaftlichem Gebiete auck gemeinsam verteidigen. Das Bürgertum werde fich zusammen - finbrit, entweder mit oder über die Demokraten bin weg. Auch weite Kreise der deutschen Arbeiterschaft hätten ringt ft fren, daß mit der internationalen Ber- britbenmg nur aus Kosten der deutschen Arbeiterschaft Ernst gemacht werden könne. Jedem Volle, in dem nicht gesundes Nationalgefühl und Nationalbewußtfrin lebendig bleibe, droht Be'.fall und Versinken in Machtlosigkeit und Ruhmlosigkeit und Ehrlosigkeit. verband der Bergarbeiter Deutschlands. 23. Generalversammlung in Gießen. 5. BerHandlungstag. Gießen, 2. Kmi 1921. Die Beschwerde kom m ts sion erstattete nach eingehender Prüfung Bericht über die vom Verbandsvoritand vollzogenen Ausschlüsse ixm Ver k-ands Mitgliedern wegen verbandsschadiqendcn Treibens. Diesen Ausschlüssen lagen tumcift kommunistische, syndikalistische T reibe- reien zugrunde. Dir Kommission war der s2üif* fassung, daß die Ausschüsse zu Recht erfolgt sind. Der Vcrbcrndstag bestätigte nach eingehender Debatte gegen wenige Stimmen die Ausschlüsse. .Eine längere Debatte entspann sich über die Beitragszahlung der zur Reichswehr eingerückten V trba nds m i t g l i e d e r. Eine Reihe Redner trat für Ausschluß dieser Kollegen rin. Die Reichswehr sei eine reaktionäre, gegenrevolutionäre Einrichtung, die sich mir gegen die Arbeiterklasse richte und eine Stütze des Kvpi tals sei. Bon der Gegenseite wurde entgegnet, daß die Reichswehr eine Hüterin der jungen deut schm Republik werden müsse. Aus diesem Oftnnbe müsse die Reichswehr aus den Reihen der Arvelltrschast gebildet werden. Cs wurde sodann beschlossen, daß Mitglieder, die zur Reichswehr eingeriickt sind, als beurlaubt gelten und danach behandelt werden. Ohne Debatte und einstimmig wurden die Streik-, Gemaßregelten-, Arbeitslchen', K^ranken- und Sterbeunterstützungen ganz wesentlich erbiet So beträgt z. B. die Streikunterstützung 28 bis 96 Mk. pro Woche. Für G^rirau und jedes Kind unter 15 Jahren wird em Extra zuschuß gt mährt- Rach der Stottttenberattmg nahm der Kongreß das Referat Waldhecker sBockum) über die A r beitsgemeinschaflen entgegen. Zu diesem Tagesordnungspunkt liegen ins gesamt 31 Anträge vor, wovon 22 den Aus tritt aud ber Ar beits gemein schäft ver langen. Waldhecker betonte, daß die Anerkennung der Gewerftckaften als gleichberechtigter Faktor des Wirtschaftslebens, die Bildung von Arbeit? Gemeinschaften, in denen sich Unternehmer- uni Arbe^tnrimrerorganifatimten gleuhbered.t.gt ge,icn Überständen, rmmerbin, wie man auch sonst über Die Arbeitsgemeinschaften denken möge, als etn Erfolg, als ein Fortschritt zu bezeichnen fei. Tami: 'olle aber nicht zum Ausdruck gebracht werden, als ab innerhalb ber Arbeitsgemeinschaften sich alles reckungslos vollziehe. Die Arbeitsgemein schäften seien abi'olut kein Dogma für den Berg- arbritervervand. Tie Arbeitsgemeinsaiaften form ten nack rose vor als ein geeignetes Mittel zur Venremng der wirtschaftlichen Interessen der ^ncorbectrr an i i hen n»erden Alles Bestreben müne darauf geruhtet sein, tne Arbeitsgemern- idiaftoi zugunsten dei Arl>?:tnehiner zu benutzen. - r Tätigst-ir in diesen ließe auch die Zusammen- der ^tolk-si'.'rrtfchan flarrr erkennen Tie «'vroerftchaflen seren ihnen bet halb beige treten, um auch ^ie «xn'erkickiaftlich organi'i.rten Arbeiter an der tvübrimg Der Wirtschaft zu betritigcn Von Die'ern Gesichtspunkte aus betrachtet, seien Die A rb?.t sgemrinschasten auch rin braudckares Mittel ;ui üanips um die Eroberung der roiri- • (hfl f 11 i chen M ach t und fttr die Sozialisie rung der Wirrfchail. Sie seien Die toniequente -Yorttübrung der äarisvettraTSpo'.i ik der Gewerk- -chafien uno Ihirten die volle Anerkennung der Gleichberechtigung bei Arbeitnehmer mit den Unternehmern und b:c kollektive Regelung des .'lrbeiterreckito.' zum Ziele. Er ersuche den Ver bandstag, der iveiterm Mit arbeit in der Arbeit-- Gemeinschaft zuzustimtnen, bis die Eriüllung des Artikels 165 der Oleid^Dcriafiung öftentlich-reclit Uche Iiuevessenvertretung der Arbeitnehmer ge- Idtajfen habe Pieper-Dortmund hielt dos Korreferat. Er plädierte für Austritt aus der ArbeitS- g e m e i n s ck a f t. In dieser werde nur Harmonie- imielci mit den Ihv.ernr hinein getrieben. Tie Ar beitsgemeinschaften würden immer und immer wieder den Interessen der Arbeitnehmerschaft zu- imdeihandeln. Tie darin erreichten Botteile seren nur scheinvortrile. Tas Gebot der Stunde sei: scharsstm .ülassenkampf gegen das Kapital. Rur der bringe der Arbeiterklasse Befreiung aus Dem ^wcke des Käpftalismus. Die Parole Der 23 Ge- neralversammlung der D.-vgardeiter fei: Heraus aus den Arbritsgemrinschaften. Tie Debatte über biciet Tagesordnungspunkt wurde aus Freitag vertagt. Der Bcrbandstag nahm bewegt ine Abschieds- trotte des belgischen Delegierten Delhi er in deutscher Spraaie entgegen. Dieser gibt der Hoff- tnntg Ausdruck, daß Der Geist des Volkerhosses lind der RevanchTpolitik durch die Solidarität der rntmtationalen Arbeiterschaft verdrängt, daß der Militarismus und Cl-auvrinsmus in allen Ländern beseitigt werde und dadurch Striege zwischen den Völkern unmöglich würden. Dir Lehre Marx': Proletarier alter Länder verriniat Euch, bringe der internationalen Arbeiterschaft Befreiung. -Bewegung und lebhafter Beifall.) Verbaiidsvorsitzcnder Husemann dankte für die herzlichen Worte des belgischen Ähmerd>en. Er würdigte die Tatsache, daß die Belgier als erste wieder aus dem deutschen Mtoatgrcfo erschienen fe.at. Was der letzte Internationale Bergarbriter- tongrei; tu Gcnl beickFossen habe: Nie wvrder Krwg! müsse Wahrhrit ioerben. Im Auftrage des Ber- bandstages übermittell er den belgischen Kameraden herzliche Grüße und Glückauf. Ter Verbands tag brachte hierauf ein Hoch auf die Bergarbeiter-Internationale aus und singt stehend den ersten Vers der Internationale. An» Liefen. Die Kosten für die höheren Scholen in Hessen. Auf den von 28 hessischen Städten und Land- gaiteiribcn am 4. Oktober 1920 dem Landtag des Lolfsltaatrs Hessen mit der Bitte um verfafsungs- gentäi^ Erledigung unterbreiteten tortrag, die hessische Regierung möge vom 1. April 1920 ab die durch Sck/iilgrid und sonstige Einnahmen nicht gedeckten versönlicben Ausgaben für die höheren Lelwanstallen auf die StaotÄasse übernckk/men, hat das hessische LandesaMt für das Bildungswesen dem Landtage eine ablel-nende Antwort erteilt. In ber Ablehnung ist o wichtige Frage nickt einmal itmt Gegenstand einer Verhandlung im Plenum des Landtages gemacht worden ist. Die von ber Regierung jur Begründung ihrer ablehnenden Haltung angeführten Gründe können in ferner Weise als ausschlaggebend anettatnt werden. Dir stellen hiermit erneut den förmlichen Antrag, die Slaatsregierung möge nochmals in eine Prüfmig der F-rage crntretcn, in welcher Wriie eine gerechter? Verteilung der .Kosten für die höheren Schulen unter angemessener Entlastung der noilebeibcn Gemernden terbrigeführt werden kann. Wo der Wille ist, itt auch ein Weg!" markiert, in denen er heulte und seh gegen die Türe warf. Gegen halb acht Uhr halte er sogar die Scheiben des einen Fensters eingeichlagen - ob es auf die Stvasc ober den Hof ging, nnißw er nicht, fo völlig desorientiert war er. Die einzige Folge davon war, daß das elektrische Lickt erlo>ck, nxmnir Mr. Jobns breirtertri stunden- in atgrunbririer Finsternis verbriTrgen mußte. Aut ferne laut gerufenen.BetLierungen, sich zu benern, nafnrmte das Licht wieder au', und Mr. Johns, der plötzlich rafenben Hunger verivurte, stürzte sich aus einen gedeckten Millagstisch, der tm Zimmer stand, und dinierte vortvriflir- Bei der Zigarre — eine Kiste Henry Cfay stand da — verbrachte er rin txiar Stunden in bunw'nt Grübc- lefen, die um Mitternacht von einem letzten Wutzanfall abgelöst wurden. „Bringt chn nur lfer, euren verbammben ro brüllt c l*ren. Regelt zu ßal-en. Stöminr fribst. Aber im nächsten Augenblick sprang Mr. Jodns in einem neuen Butan »all wieder ant und stürzte auf den Neuankömmirng kos. ..Der zum Teufel sind Sie?" ries er. „Sind Sie Professor P^otard?" Ter Fremde bervachkett ihn überrascht und Srcttag, 3. Juni 1921 Tn< alid), fein ifinb nach aus- ivärlS in emr größer *4i lltminnbeit ? Da» Irfirn aflr bv' Brilrebungen ber Einheit^- imb Grunbschufe, tee Begabten von Anfang nn für eine bobere Bübung roitzut>tnrivm. ronut diese nadtter dai Kindern mangris Lfertendruinns ImHx*- rrr Lebranstätten am oder m nächster Rave ihres Wolmortes unnn^iick gemadü wirb man ferner die fiäudize ■IfenejuTung bei Schulbildung, io kommt e» aamabiich zum Jhiridiuft der Kinder brr mittleren Bkvöllbrungtzickutnnt von den böberen Lelnanstälten e-5 tu auch unzweckmäßig, roam die höhere:i Schulen f'ckließljäi nur wd; in dm großen hessisckien Städten sind Wir hraudxm im mientlidnt Leden auck Manner, !* in Öcinrmt Verbaltnissm tn kleineren 3labten und Gemeinden aiifgcroadtfai sind und auch Die Verbaltnisfe aus dem Lande aus eigener Ans,Hauung fntnen. Die Freie Vemnigung Hai auch in Erwägung grflHIt, ob nickr gese tz! id> bie 51 reife und Provinzen zu ben Kvftrn für dir bohrten schulen heran-irziehen feien, wie dies z B bei ten Oteroerbd duihm schon viel sack hr ö nlichm Körperschaftm fveiwillig tun w rin. Darm stabt, 1. Jmä. Der Finanz- auSschUß be» LMidtaaes setzte Heute sein? Beratungen bei Kapitel 66 Lflnbr-ernabrimgaamt fort Matetd 67 bis 70 geben zur 'Zemerkimg feinere Anlaß Im Kapitel 71 ».eiso rmesfungs- tmttcr soll von der Regi-rung ^lufkiärung über Dir wesentliche Erhöhung her Gebührensätze verlangt werden. Kap.tel 72 wirb angeiwmmen In >bn- vittl 73 Landwirtschastluves Unten ickto und Ber- sudiswesm wirb dir baldig.- Verlegung Der landwirtschaftlichen VersiockMat chn nad) <4tciten ge- ferdett. Am Donnerstag vo?mittag '...12 Uhr folk Deren Besichtigung stattftnden JVaintcl 74 wird genehmigt In Mtanirt 76 roirb auck die Regierungsvorlage betreffenb bi. Erhöhung des Beitrags an die Landroirtschaftsüammer grutbmigl, so oaß der Ofefanttbctcag jetzt 712!»!) trägt. Bri Kapitel 62 Fördorung ber Vmrbc*- grirf-idjtc beantragt'der Abg Recker, tatz r mit rom 23. Mai 1921 an laufender 14tägiger KündigrnigS« sagte: ,^Sas meinen Sie? Ich En Mr Ernest J^pis, MitÄied der Londoner Börfe." „Sie? Blödsinn 1' heulte Mr olms. „In birfem Maskeraden kostinu, das nicht einmal gut genug ist, einen Straßenkehrer dran zu kriegen!" „Was?" sagte der Fremde mit dem Ylusdruck der gröfecn Verwunderung. , „Nick gut genug, einen Straßenfehrer dranzukriegenllnd irae doch aus jeden Fall gut genug, die ganze Börst dranzukriegen." „Tie Börse/' wiederholte Mr Johns er» blrickend. „Was haben Sie tn diesem Auszug am der Börse gemacht. Sie elender SckwmdrerY" „Nichts Großartiges, Mr. 3dyn§, aber auf leben Fall "emxrs, das Sie gmq Dewitz billig^' werden." heraus mit ber Sprache'" schrie Mr Johns „Vas haben Sie getan?" Der Fremde machte unwillkürlich erneu Schritt zurück, als er erwiderve: ,Lch habe alle Aktien ber Tigammagesell- febaft gekauft." Mit geballten Fäusten stürzte Mr. Johns auf ihn zu und brüllte: „Er redet irre! Er ist wahnsinnig.' Ich bin mit entern Verrückten en gesperrtÄlle Aktien der Digarnrnagesellfchaft gekauft — die Gefellsthaft hat fünfzehntarsärck Aktien!" ÖortfeÖW WflLJ frist für ’nxrffein ctCärt. Nachdem vom 12. 3JKai an die Arücü^eit aus wöchentlich 24 ©tintben her- ubgcketzt worden und gelegentlich Verhandlungen ixn Dem Staatskommissar am 23. Mai durch Nach- Iflöben festgestellt worden war, daß diese Arbeits- streckimg nicht -um Ziele geführt hatte, war am 23. Mai die Berechtigung, Kündigungen auszu- spvechen, anzuertennen: nah § 12 der Verordnung vom 12. Februar 1920 über Einstellung und Entlassung usw. durften nach der geltenden Recht- sprecknrng Kündigungen nicht ausgesprochen werden, bevor nicht eine angemessene Zeit hindurch versucht worden war, den Betrieb bei 24stÜ7rdiger Wochen arbeitszeit mit der vollen Arbeiter-ayl weit er zuführen. — In fünf weiteren Fällen soll eine von Betriebsleitung und Betriebsrat gemeinsam vor- Zunehmende Nachprüfung entscheiden, ob die Kündigungen, wie von dem antragstcklenden Fabrik- arbeiterverband behauptet wurde, wegen Nicht- boachtung der Vorschrift über die Auswahl der zu entlassenden Arbeitnehmer, wie sie der 8 13 der Verordnung vom 12. Februar 1920 enthält, für unwirksam oder ebenfalls als am 23. Mar ausgesprochen galten sollen. In der Antvagssache des Zentralverbandes der Bäcker usw. gegen die Bäckerznxingsrnnurw für Vilbel und Umgegend aus'Abschluß eures Tarif- Vertrages hatte die 3imimg den ihr nicht an gehörenden Geschäftssühver einer Ernkaussgenossen- schast, der ihre Müalieder sämtlich angeschlossen waren, Mit ihver Vortretun^ beauftragt. Der Schlichtinigsausschuß ernannte diese Vertretung nicht an, da der Geschäftsführer der Einkaufsgenossenschaft nicht als GesMstssührer der Innung bestellt war und die ErnLauss genossen schäft keine wirtschaftliche Vereinigung im Sinne der Der- ordmmg vöm 23. Dezember 1918 über Tarifverträge usw. ist, d. h. kerne solche wirtschaftliche Vereinigung, tzu deren Aufgaben nach der Satzung ober der Uebung der Vereinigung die Regelung von Arbeitsbedingungen -wischen Arbeitgebern und Drbeitnchncern g^hört^, (srche 8 6 de- RegierungS- entwurfs einer Dchltchtungsordnung rm Reichsarbeitsblatt Nr. 12 vom 31 Mär- 1921 >. Die Berhandlang wurde ausgesetzt. Landwirtschaft. Urbttvahme von Saataetreide. Tie Rerchsgetrerbestelle hat sich be- Jüglich der Uebernahme des Saatgutgetreides bereit erllärt, für den erübrigten Bestand von Brvtge- treibe imb Gerste 1000 W. pro Tonne aut den jeweils in Frage kommenden Höchstpreis als P r ä- mie »u zahlen. Für Hafer und Handelssaatgut von BrotgetrcLe und Gerste will sre ledoch kern Aufgeld vergüten. Auf eine erneute Petition der tetr. Firmen wurde ihnen mit geteilt, bak'sie Hafer und sonstiges Getreide, welches sre als Saatreserve Mrückstellen, evtl, mit Genehmigung her Reichs- getreidestelle als Saatreserve yt erhöhten Preisen »erkaufen dürfen. Pferdeprrise. mc. Frankfurt a. M., 1. Juni. Obgleich der Pferdebestand in Preußen fest der letzten Zählung eine ausgiebige Steigerung aufweift und argen den Bestand von 1913 nur mit 150000 Tieren Kurückbleibt, befinden sich die Pfrrdeprnse ständig un Steigen. Während 1913 Pferde je nach der Gattung mit 650—1250 ME., IVrlährrge Fohlen mit 500—700 ME. bezahlt wurden, beträgt heute deren Preis 14 000—35 000 ME. pro Tier bztv. 6000—18000 Mk. für Fohlen, ja vereinzelt werden Pferdepreise van 40000—50 000 Mark angelogt. Daber ist der Austrüb Ku den Märkten fortwährend rm Steigen begriffen. Man hofft nunmehr den Preiswucher durch eine Pferdeeru- ächr aus den OA ändern zu unterbinden, da eure Ltnftchr aus Belgien, Holland oder Schweden nach lern Stande der Valuta nicht gut möglich rst * Gie ßen, 31. Mar Erne Ortsgruppe des Deutschen Schäferhundevereins, Sitz Grafrath in Bayern, wurde vor turpem für Greben und Umgebung gegründet. Ter deutsche Schäferhund als ältester aller Rassehunde ist heute em Zuchtprodukl erster Güte und wird infolge feiner vorzüglichen Eigenschaften als Spürhund von der striminalpolize'. aur der Suche nach Verbrechern mir Erfolg vielfach verwendet. Auch in Greben sind ermge Hunde, die infolge ihrer Eigenschaften die gröbte Arrwartschaft mu emen späteren Dienst in der Polizetoerwaltung haben. Diele neue Ortsz- gruppe wird dre Llusrildung von Schäferhunden zum Polizeidtmst im Lause der nächsten Zeit beginnen. Ter Vorsitzende dreier Ortsgruppe, Ml- helm Hansmann^Nrehen, Bahnhofstrabe 71, wrrd allen Liebhabern und Imterck> freien Verkehr nmröat Ehem. Rhenta lebhafter ümgesetzt 738, 737. Julius Sichel 602. PH. Dolzman n293. VeiLhwerke 100 gemratt. Mexr- kanische Werte verkehrten zu durchweg festen ftstr- sen. 5proz. Gvldmexikaner hatten gröbere Umsätze zu verzeichnen. Deutichckleberi« setzten ihre Auf- wärtsbeweguug fort Mit 1159 stiegen Tic 9 Proz. Zu lebhafterem Geschäft kam eS in Oberbedarf, welche 7 Protz, mrzogeit. Sonst lag der Montan- aftieimunft rrchtg bei behaupteter Tendenz. Zu befestigten Kursen gckhen Chemische Aktien hervor. Elektron Grresheim, Scixi^eanftalt fester, Elberfelder Farben, letztere 242, 4 Proz. erholt. Sproz. Preuß. Schatzanweiswtgen von 1924 heute erstmals 99.20 Geld notiert. Am Kassamdustriemarkt fanden regere Umsätze in Zellstoff Aschaffenburg statt, welche nrrt 475 10 Proz. gesteigert wurden. Siemens Glas 830 gewannen 4, Wayh & Frey tag 413 7 Proz Hydrometer 285, plus 6 Pvoz. Bad. Anilm, Zellstoff Waldhos mäßm gebessert. Tie Börse schloß bet befestigter Tendentz. Frankfurt a. TI., 3. Juni. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 1. Juni. 2. Iunt. Amsterdam« Rotterd. 2167,802172,202197,802202,60 Brüsfel-Antwerpea . 527,45 528,55 536,95 538,05 Crfcriftiania...... 962,50 964,50 976,50 878,50 Kopenhagen 1118,851121,151141,351143,65 Stockholm 1448,55 1451,45 1478,50 1461,50 Helsmgfors 126,10 126,40 125,10 125,40 Italien 331,65 332,35 338,6b 339,35 London 245,60 246,12 250,25 250,75 Neuyork 63,30 63,44 64,05 64,19 Dans......... 527,45 529,05 537,45 538,55 Schweiz 1106,351106,65 1132,35 1134,65 Spanien 826,65 828,35 844,15 844,85 Wien (altes). ... Deutsch-Oesterr. . . . 14,68 14,72 14,38 14,42 Prag......... 91,80 92.- 93,15 83,35 Budapest 26,72 26,78 26,57 26,63 Bulgarien Börsenkurse. Datum' 5 •/, Disch. Äriegsanl. 4 •/» Dllch. Reichsanl. 3 •/, Disch. Reichsanl. 4 •/« Preuß Äonsols Darmstädter Band . Deutsche Bank . . . Disconto« Gesellschaft Dresdner Dank. . . Nationalbank f. D. . Mitteld. Lreditbank. H.-Amerik. Pakelf. . Norddeutscher Lloyd. Doch.Gußstahlwerk . D.«Luxemb. Dergw.. Gelsenkirch. Dergw. . Harpener Bergbau . Obersckles. Lisenb.-D. Oberscyles. Eisenind. . Phönix-Bergb «Akt.. Bad. Anilin« u. Soda Höchster Farbwerk«. Elektr. A. E. G Schuckert-Werke. . . Felten-Guilleaume. . Daimler Bud.- Eiftnw.« 2lkt. . Adlerwerke 4°/» Hess.Staatsanl . Elektron Griesheim. Frankfurt Berlin Ibent» Abend- Schluß- Lchluh- Änr» Rsx» KurS Kurs 1.8. 2.6. 1.6. 2.6. 77,50 77,50 77,50 77,50 - - 75.80 76,20 72,25 -,- 71,70 72,70 - - 69,50 69,70 181 - 181,50 182,- - - 309,50 309,75 - 251,50 252.- • ’ 224,- 224,- - 183,25 183,25 164,75 165,- 164,50 -165,25 164,12 164,12 - - 143,75 444,- 450,- 300,- 297,- 299,- - - 309,- 309,25 307,25 — - 457,25 452,25 304,50 295,75 299,75 262 - 259,- 258,50 693,50 698,- 689,25 697,75 - - 520,- 520,- 520,- 421,25 422,- 424,84 423,50 288,- 287,- 293,50 236,- 235,25 235,50 569,- 572,75 566,- 184,- 193,- 179,75 570,- 565,- 579,- 240,50 242,- 240,- 230,- 73,50 72,50 403,- 406,- 405,- 402,- Marknotierungkn. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt r Datum: 1.7.1 r. 1.6. 2.6. Zürich Fr. 125,10 9,07 8,90 Amsterdam Fl. 59,20 4,62 4,53 Kopenhagen «r. 88,83 8,85 Prag Är. 117,80 108,75 108,25 Stockholm Är. 88.80 6,90 Wien............Är 117,88 942,- 944,- London 5h 97,80 7,97 Paris Fr. 125,40 19,- Neuyork I 23,80 — Züricher Devisenmarkt. 2. 6. 3. 3. Wechsel auf: Schweizer Frank« Holland........100 Fl. = 196?50 196.25 Deutschland 100 Mk. = 9J)25 8L5 Wien.........100 Är. = 1J25 1.30 SPrag 100 Är. = 8.325 8.30 iris 100 Fr. = 47.95 47.30 nbon \ £ = 22.21 22.24 Italien 100 ß. - 3&15 29.90 Brüssel 100 Fr. - 47.95 47.30 Budapest 100 Är. * 2^0 2.35 Neuyork 100 $ = 570.- 572.- Agram 100 Äx. = 4.325 4.25 Bukarest 100 2. = 9.45 9.45 Merkte. Frankfurter Schweine- und Kleinviehmarll. Frankfurt a. M.. 2. Ium. Amtlicher Bericht. Die Preic-billuurg blieb un Vergleich zu den letzten Märkten ohne wesentliche Veränderung. Ter auffallend geringe Vürtneb an SctJvernen wurde bet lebhaftem Handel äusverbauft ^er Kälber- und Schafmarkt wurde u:rttT schleppendem Geschäftsgang nicht geräumt. Aus getrieben waren: 915 Kälber. 172 Schate lnti> 196 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebendgewicht für Kälber beste Quält- tätet von 800—900 Mk., für Jfdlbej mittlerer Qualitäten 700—800 Mk., für NälSS geringer Qualitäten von 550—650 ME., für Hammel 350 bis 500 Mk. und für Schweine unter 80 Stg. Lebetdgewickü von 1000—1150 ME., alle scküvo- reren Schwein einschlreßlich bester Qualität« 1200—1300 Mk., Sauen und Eber 1100—1200 Mark. — Außerdem wurden 16 Rinder ohne amtliche Pressno tterung gehandelt. — Tie TZcrtix preise liegen um so vrel über den stallpoeisen, aU sie ine nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händlergewiim m sich schließen. Müller'sche Badeanstalt. Wasserwättnr her Lahn am 3 Juni: 17 Grad 8t (In einem Teil der Auflage wiederholt^ Deutsche „Streikbrecherkohle^. London, 2. Imn. (WTB. Im Unter- Hause wurde von Regrerungsselle mir geteilt, dav seit Ausbruch des Bergarbetter- stretks 94 000 Tormen deutsche Lodl e, bte aut Grund der Reparattonsbefttmmungot gelteTrrt wurden, in England etngefübri worden sind. Die englffche Regierung habe keine Kennttn- von irgendeinem Protest Deut'chlands. An übrigen set auch rm Friedensverirag leine Bestimmung enthalten, die bte Wiederausfuhr der trag- ltchcn Kohle aus Frankreich und Belgien verbiete Deutschland zahlt die Kosten. Paris, 1. Ium. (Wolff.) In der geskriacn slrachtsitzung der .stammer hat Frmrntminister Do unter auf Anfrage erklärt, bü Ä oft en für die Mobilisierung der JahreSklasse 1919 ficken Deutschland yi. Tie Frage könne nickst einmal gestellt werden, da kein Zweifck bestehe, daß die BesatzungsSostut als bevorrecksttgte Ansprüche zu gelten hätten. Niederlage der Bolschewisten in Sibirien. Parts, 2. Juni ^WTB.) Nach einem Mw bcktelegramm der ,,Chigaco Tribüne" ist die bolschewistische Negterung von Wladtwostok durch einen Bolksausftand am 26. Mat gestürtzt worden. Tie Aufftändischcn geben bte von ihnen gebildete Regierung als demokrait ck>-cupubltka- nisch aus. BAD-WAUHEIWI N'aehmittasitee: Mittwoch», Samstag» u. Sonntags mit Tanz und Vorführungen. TÄglich abends: Heitere Künetlenplele und vorzügliche Konzerte der Hauskapelle. DQr Eine Sehenswürdigkeit! Ottl Eisgetränke und Liköre. Mokkastube. Riplo tonangebend. Gesellschaftliche Ver- Uiülc anstaltnngen. UVoinctiiho Früherüokskarta ^•D ”“IliblUUü HervorragendeQualitlteweine. Mvet-Uoipefip Elog. Zimmer m. erst Früb- letel gttick. Autohalle. Stallung. Behördliche Anzeigen Stöbt. Arbeitsamt Gießen Liebigftratze 16, Teleph. 2054. Es können eingestellt werden: a. bei biesiaen Arbeilaebern: LProvistonSreisende, 1 Maschincnbantechniker, 1 Stenoaravh und Maschinensckn-eiber, 1 Zinngtener, 1 Ziseleur, zwei Friseure, 1 Wagenlackierer, 1 älterer Sattler, 1 alt. Bauschlosser, 1 Schreiner, 2 Schneider, 3 Glaser, 1 Zimmermann, 1 Weißbinder. Lehrlinge: 1 Lackierer, 2 Schmiede, 1 Gärtner, 1 Glaser, 1 Mechaniker, 1 Friseur. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 Weihbinder, 1 Hiaarrcninetster, 2 jüng. landwirtsch- unechte, 5 Schneider, 2 Friseure, 2 Schreiner, L Zimmer« lente, 2 Stetnmetze, 1 Wagner, 1 Sattler, mehrere Hauer, 1 Hammerschmied, 1 Feuerschmted, 1 Werk« »eugschmied. 1 Anstreicher, 2 Automobtlmonteure, 1 hinuer Kellner, 1 Krnslfabrer, 1 Schuhmacher, 1 Werkteuadreher, 1 Werkzeugschleifer, 1 Werk- -euasräker. Lehrlinge: t Schlosser und Elektromonteur, ein Bäcker, 1 Schmied. ES suchen Arbeit: Schriftsetzer, Buchdrucker. Schreiner, Kausleute. Schreiber und 3letsende, Packer, Hausburschen und AuSläuser, Maschtnen- schiosfer, Bauschlosser, 1 Schubmacher, 2 Kranken« vlleger, 5 Sattler und Polsterer. Bäcker und Metzger, mehrere Kellner, 3 Kraftfahrer, 1 Former, Schmiede, 2 Buchbinder, Mechaniker, 1 Klavier« svieler. 1 Heizer, 1 Käser, 1 Wagner, 2 Gärtner, 2 Dreder, 1 Tapezierer, Elekiromonteure, ein Drechsler, 1 Konditor, 1 Handschuhmacher, 1 Friseur, i m n