Der Widerhall in der deutschen Volksvertretung als Frankreich und Bolen. Pari-, 3. Febr. (DTB ) Am Tage her Ankunft des polnischen StaatSchef-, Marschall P i l s u d s k i, wird aus Anordnung deS llnterrichtSministerö in allen Schulen Frankreichs eine Stunde polnischer Geschichtsunterricht gegeben. Neuwahlen in England? London, 2. Febr. In unabbänaig-Iibe* raten Kreisen glaubt man, daß im kommenden Frühjahr oder Anfang Sommer Neuwahlen zum Unterhause stattfmden werden. Nach der „Morningpost" sollen ine Wahlen allerdings erst im November statt- finden. Ein Gefecht in -rordwestperfien. London, 3. Febr. (WTB.) Reuter meldet aus Teheran: Ein Trupp der Bolschewisten griff die Borlruppen der britischen Streitkräfte in Nordwestpersien unter General Jronside an. Die Engländer unternahmen einen heftigen Gegenangriff. Sie machten 27 Gefangene, erbeuteten 2Ma'tzhinengewehre und töteten 12 Bolschewisten. Tie Engländer hatten keine Verluste. Die bolschewist scheu Gefangenen erklärten, daß sie zur Borhut der bolschewistischen Persienarmee gehörten. Präsident Sarding. London, 3. Febr. (DTB.! Aus Va shingwn wird gemeldet, daß Präsident Harding Ailion ersuchte, zum 4. März, dem Tage der Einsetzung Hartungs in sein Ami, eine Sonderragung des Senats ein- zuberufen. Französische Marschälle. Paris. 2. Febr. (DTB. Die der „Ma- tin" mitteilt, sollen die Generäle Franchey d'Espera», Fayolle und L Y a n t ey zu Marschällen ernannt werden. Bon General Castelnau sei die Rede ge^sen. Tte Entscheidung hierüber habe der Muusterrat ocrtchoben. Senn, unb Aierlaos »»»«Nicht Ve'»S'0"!se: M». «.22 et«lchl Trlccr- lohn, durch kU-Post Tth. 6 em chl. Sestellgek MUeSfort-U»Id>ace Mk 5 50 eW<)l Träger, tohn, durch - Post Mk. 635 etaschl. AesieLzelZ. ^ernsprech-AnschUlfie: ftirbwSd)rifil?r treffen. Ich glaube mch mit der Kammer im Einverständnis Mi befinden, wenn ich namens derselbe:! den schärfsten Pwtest gegen ein solche- Diktat und gegen solche Forderungen auS'p.eck< — Die Erklärung wurde allseitig mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Daraus trat die Kammer in die Beratung der Tagesordnung ein. Karlsruhe. 2. Febr. >Wolfs.) Im Landtage gedachte heute vor Eintritt ui die Tagesordnung Präsident Kovk der niederschmet- kernden Situation, in welch; das deutsche Volk durch die Erklärungen bezüglich der Reparation gelangt ist. Was dem deutsche! Dol^ in dieser B> uehuna zugemutet wird, gebt hinaus auf die dauernde Versklavung und wirtschaftlich' Zerschmetterung mindestens auf ein Jahrlundert Es ist nicht die Aufgabe des Badischen Landlugas, dazu Stellung zu nehmen, aber ich glaube, es entspricht doch aller unterer Meinung und Empfindung, baß auch an dieser Stelle entschxdn Protest gegen die ungeheure Zumutung eingelegt wird, die das deutsche Volk niemals annehmen kann. (Zustimmung.) Wir haben uns viel gefallen lassen und werden uns viel gefallen lassen müssen, aber sich selbst zu vernich en, bas kann dem deutschen Volk nicht tu gemutet werden Wir haben heute die Derhandlungen bei Reichstages gelesen. Der Minister des Äeußern, Derr Dr. SimonS, bat in feiner männlichen, entschiedenen und fachlichen Abweisung aus unser aller Herzen aeforvchm. Wir stehen in dieser Hinsicht ganz bintrr der deutschen Regierung. (Allseitige Zustimmung) Einigkeit soll uns alle beherrschen, aber auch männlich entschiedener Stolz, der es uns nicht gesta'tet, milluwicken, das eigene Grab zu schaufeln. Wir hoffen, daß das deutsche Volk trotz aller nteberfdimeHeroben Qnrigifif fVH doch noch behaupten wird. (Zustimmender Beifall.) Stuttgart, 2 Febr (WTB.) Im Landtag hab heute Präsident Walter eilte Erklärung ab in der es heißt: Der Oberste Rat in Paris hat in seinen Dcschlüs- sen Forderungen ausgestellt, die mit ihrer unerhörten Höhe und Grausamkeit ein geradezu lähmendes Entsetzen hervorge- rufen haben. Diese Forderungen zu erfüllen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Sie bedeuten die Vernichtung der Eristenz des deutschen Volkes, die Sintanbaltung des Wiederauf- baus des deutschen Wirtschaftslebens und die Anlegung unerträglicher Sklaven fesseln über ein Menschenalter hinaus. Ein solches Ska- venjoch müßte dem deutschen Volk alle Lust und Freude an feder Betätigung von vornherein nehmen. Glaube und Hoffnung auf eine bessere, erträglichere Zukunft wären auf immer vernichtet, ebenso die Hoffnung auf eine Versöhnung aller Völker. Geschlossen und einstimmig lehnen deshalb alle deutschen Stämme und Länder das Verlangen der Entente entschieden ab. General-Anzeiger für Oberhessen Dmd uns Verlag: vrßhl'sche UntV.vich und Steinlridtrei 8. Lange. Schriflleitnng, Sefchäftrftelle und vrockerei: 5chu!straße 7. Die Äritif -tmerika». Paris, 2. Febr. lWolfs.s Wie Pertinax im „Echo de Parts" mitteilt, findet das Pariser Abkommen gewisse KritikeninAme- rika : 1. weil es oen Friedensvertrag von Versailles verletze, indem es die Zahlung auf 42 Jahre verteilt: der Friedensvertrag von Versailles habe auf direkte Beeinflussung des Präsidenten Wilson die G r e n z e auf 30 Jahre festgeseht: nur die gegenwärtige Generation solle leiden, habe Wilson erklärt, 2. sei man gegen das K o n t r oll- recht der Reparationskommission über alle Finanzoperationen der deutschen Regierung und schließlich gegen die 12prozentige Ex p o r t st e u e r, die notwendigerweise die Handelsbeziehungen aller Länder mit Deutschland beeinflussen würde, einschließlich derer, die das Abkommen nicht unterzeichneten. Per- tinar gibt zu, daß die Reparationskommission einschließlich des offiziösen Vertreters Boy- den am 27. August gegen die Verringerung ihrer Machtbefugnisse protestierte. Er gibt ferner zu, daß die Engländer am vorigen Freitag die Steuer um 2ö Prozent erhöht, aber die Entschädigungssumme um 70 Prozent herabgesetzt haben. Pertinar gesteht, daß bei einem Steigen des deutschen Kurses der deutsche handel einer äußerst kritischen Verminderung ausgesetzt sein könnte. Hetzereien des „Temvs". Paris, 2. Febr. (WTB/ Ter „Temps" Mögt in jeiaem heutigen ßtixartüd im Lu- dem Zlcicbt. Abbau der KriegSgefellfchosten. Berlin, 2. Febr. Der Abbau 6 et Kriegsgesellschaften macht, wie in der heutigen Sitzung des Ausschusses zur Prüfung der Knegsorganisatwnen mitoeteilt wurde, erfreuliche Fortschritte. Die Zahl der Angestellten geht ständig zurück und beträgt beim ReichswirtschaftSministerium 1400 gegen 4747 im Vorjahre, RnchSernährungS- minifterium 6W6 gegen 10 125 im Voriahre. Ein Entwurf betr. Auflösung noch bestehender Gesellschaften und Ueberhraflung iyreS Bermögens an daS Reich fei in Vorbereitung. Ein löblicher Doh'aufruf. B e r l i n , 2. Febr. (WTB.) Der Vorstand der Deutschen Demokratischen Partei erläßt einen Aufruf, in dem mit Rücksicht aus den Ernst der äußeren Lage die Wähler aufgefordert werden, in der beginnenden Wahlagitation für die preußischen" Landtagswahlen sich jeden verletzenden Angriffe- gegen eine andere Partei zu enthalten, um die Einheit und Geschlossenheit des deutschen Volkes zu wahren. Kundgebung der christlichen Volkspartei vnd der Rhein. Voltsvereiutgung. Köln, 2. Febr. Die Ehristliche BofHrcrtet und bie Rheinische Bo lksve reinigt! na verZistnt- licken eint Erklärung, tun ihre Bemü ungen, eine Völkerversöhnung anzu" atmen imb tm Westen eine Brücke zu bauen, durch die Beichlüst der Pariser .lonferen» endgüliig Vernichter wswen fmb. Für alle deutschen BolkSstämme könne es letzt nur mehr eine Losung geben: Fort mir allem inneren Zwist! Stärkung ver Reicksregierung, hinter der dar gemimte deutsche Voll stehen muß. AuS freien ÜrtitH gingen heraus stelle die Partei den jer tm Gang fr- finblichen Sahlkamp' mü der Parole ..Los von Preußen!" hiermit ein D« Anhänger ber Partei werden au'gcsocderi, bei den Preusenwahlen sich ber Stimme zu enthalten. Lberschlesien. Berlin, 2 Febr. (WTB.) Die ober- schlesischen Bergarbeiter Hoben die Arbeitgeber aufgefordert, eine sofortige 3Ovrd-. Lohnerhöhung eintreten zu lassen Man hofft, daß die Verhandlungen, die alsbald beginnen, ein befriedigende- Ergebnis haben werden -ommunifti'che Putfchpläne Magdeburg, 2. Fkbr. (WTB.) Vom Magdeburger Polizeipräsidium wird gemeldet : Ko m m uwi-stsTch^n Putschplänen sind die Behörden in S1 en ihr f «uf die Spur gekommen. Es handelt sich um einen Putsch, ber in den nächsten Tagen in Stendal vor sich gehen sollte. Durch die Ermittelungen ist eine ganze Reihe von Personen in Stendal belastet, o daß ihre Verhaftung angeordnet werden mußte. Spuren führten auch nach Magdeburg zu oem Lommunistenführer Albert Vater, dessen Verhaftung gleichfalls erfolgt ist, weil sich bei der Durchsuchung des Bureaus der K. P. D. belastendes Material vorsand. Die Verstöße richten sich gegen die Verordnung des Reichspräsidenten vom 20. 5 1920, die die Organisierung militärischer Verbände unter schwere ©traten stellt. Faschingsfeierverbot in Bayern. München, 2. Febr. Der Ministerrat hat beschlossen, daß vom 3. Februar ab alle 2u£bazfciien eingeAettt werden. Reichstag kamen gestern die Parteien zu Sorte. Es gab keine Ueberraschungen Aber die Tagung verlief würdig und eindrucksvoll. Der Abg Schiffer sprach für die Regierungsparteien in ruhiger und sachlicher An- 1-hnung an die Ministerrede des vorausge- gangenen TageS. Zu der sachlichen Darlegung der Unmöglichkeit, die Pariser Zumutungen auSzuführen, weil sie weder mit der Ehre unseres Volkes noch mit irgendwelchen RcchtSsätzen in Uebereinstimmung zu bringen sind, sand Schiffer aber auch Worte des Schmerzes und der Empörung, die in der Rede des Herrn Dr. Simons durch fachliche und politische Absichten ziiruckgedämmt worden Warrn Die Rede Schiffers ließ den Geist Wit t «u fübrunfl d'S Frieden^vertraas mit Diel leicht nicht ganz zeitgemäßer Biederkeit zum Ausdruck kommen. Indessen stieg seine Rede doch auch wieder zu einer würdigen Höhe des BolkSempfindens emvor, als er vor weitergebender Schwächung der deutschen Widerstandskraft warnte, da sie die drohenden Gefahren des Bolschewismus noch stärke. Der sozialdemokratisckk Abg. Müller - Franken formulierte daS Urteil seiner Partei in einer wirksamen, der Regierung zustimmenden Weise, an der sich nichts aussetzen läßt. Gerade weil in den furzen Worten die ganze Unmöglichkeit und Rechtswidrigkeit deS Pariser Vorgehens verankert liegen und weil der Redner ausdrücklich erklärte, eine beuffÄc Regierung, die bereit wäre, solche Vorschläge für ausführbar zu erklären, werde sich nicht finden, ist diese sozial- demokra tische Kundgebung für das Ausland von größter Wichtigkeit. Aber auch ber Redner ber Deutsch-nationalen, Abg Hergt, nimmt im Chor der gestrigen Redner eine hochragende Stellung ein, die im deutschen Bolle gerade darum, bie toeügefambftr Beachtung finben wird, weil er frei und frisch bie innerste Erregung über die nationale Unbill, die unS widerfährt. zum Ausdruck bringen konnte Freilich, feine Kritik an der Rede des Herrn Dr. SimonS darf man nicht ernst und wörtlich nehmen, denn der Staatsmann mußte anders sprechen als ber parlamentarische Führer. Weder als Grundlage noch auch nur als Anhaltspunkt zu künftigen Verhandlungen dürften die Pariser Vorschläge dienen. Wolle bie Entente die Forderungen mit Gewalt durchsetzen, so zerreiße sie mit eigner Hand den Versailler Vertrag. DaS deutsche Volk wolle lieber ein Ende mit Schrecken als einen Schrecken ohne Ende. Während die Herren Ledebour und Dr Levi zwar ebenfalls der Entente keine Handhabe boten, ihre Dünsche mit dem Bande des Optimismus zu schmücken, haben die beiden Unentwegten eS nicht unterlassen können, in ber wichtigen Stunde ihr spärliches imb dünnes Parteisstppchen zu kochen. Aber der Reichstagspräsident konnte mit seiner Schlußansprack>e darüber hinausgehen, indem er die unumstößliche Wahrheit feststellte, daß die Entente sich nur schlimme und enttäuschende Tatsachen ersparen könnte, wenn sie ihr Programm fallen ließe. Er Warnte die Gegner am Festhalten ihres naiven Glauben- an die Unverwüstlichkeit der deutschen Arbeitskraft. In seine Warnung mischen sich, wie an anderer Stelle ausführlicher berichtet wird, weiterhin die Stimmen wichtiger Faktoren und Korporationen der gesamten deutschen Politik. Mögen sie draußen bei den Böllern rechtzeitig Gehör finden! Der beut' schen Regierung aber bleibt nun die Pflicht, in zäher, ausdauernder, aber auch charaktervoller und unbeugsamer Arbeit die Dege anzubahnen, die Dr. Simons angedeutet hat. Kundgebungen in beutWn Canötagen. Braunschweig, 2. Febr (Wolst.)'Bei Er- öfhnmg deS Landtags erklärte bn Präsident We,sel: Ich gCaubc im Sinne des Hames zu sprechen, wenn ich erflärt, datz^die braunschweigische Londesvcr:aminlung in den Forderungen der Euren te dn- Absicht der Bersllaoung de-S deutschen Volkes und den Ruin der beun g.nrcn werde, würde die Brüsseler Konsereni wenigstens bis »um 8. ober 9 Mar^ zu vertagen kein. Der „Petü Parisien" meint, daß sich über bi'ic deutsche Aufsaskmig wohl spretlren lasse, denn die Pariser Konstrenz habe daS ©Duem ter fünf Dn- nuiten, das Bergmann angenommen Hobe, nicht verworfen, es im Gegenteil in einem erweiterte Svstem mit einbegriffen, das die ganze Frage der deutschen Schuld lö>'e. Dis batten die Teutfdym oerabc gewollt, ali ste bie Feslletzung eurer Dau sckia.su mme cerlanqtcn. Eines ki klar: daß die b.*u scheu Sachverständigen sich sickerlich nach den Jnstrukttonen des Tr Simons richten und streiken würben, unb bas fer der Beginn ber Obstruktion gcaet bie Ent- scheibungen ber Konferenz Da) D a‘t sieht voraus, dog die Deutschen auch fn London wie tn Svoa das R«t-t bswispruchTn würden, am grünen Tisch unb aui glcifiem Fuß Prrn>iprenllaien zu diskutieren, d h die Ei't'ckeidnngen von Pi^rs wieder in Frag' zu ftrKet. Dren* Älbstckt habe lä auch Dr Simons im Reichsäg klar zum Ausdruck gebracht Tas , Petit Fournal" ist der Ansicht, daß es dos gute Recht bei deutschen fRcgenr^g fei, Gegenvorschläge zu rra ien. Ter Versa ller Verllvg ermästige Teut tbfanb bis zum 1. Mai alle ihm nützlich erschnnenben Ein- würst und Demerkm-gen yi mafe *, anderene ts aber verpflichte der Vertag in keiier Weik dre akl irrten R g enmee-’, btc deutschen Etnwendnr- gen zu diskutieren. Ste können da über unter sich beraten und ihre Tnllllxidung dem Parier Kabinett zur Kemtll'iS bringen TfibcTL Tte Alliierten würden, wenn sie klug seien, keine Abneigung zeigen, die Teutfchen an- iuhörrn. Tas Blall verweist auf dst Aeußerungen d-r englischen Handelswelt, Mis b'nen hervoraebt, daß in England keineswegs allgemeine Begeisterung über da s Pariser Abkommen herrsche. Das Blatt schließt^ Wenn Deutschland mi: ei.nem ernsten Vorschlag. b*r ernst lich erörtert werden kann, hervortrill. ist es unschwer, anv.inehmen, daß sich in dieser Richtung für dst ®liierten, ihre Entschädigung zu verwirk- int-Tt i von Aus Statt und Land. & i e fr c n, bot 3 %tbt. 1921 Ttv Flieger von Tsingtau. e l l a n g e l b, rgest llt rotrb, ** Reklame in der Eisenbahn. Die Anbringung der Werbeschiwec ist jetzt auch in den Abteilen der Personenwagen sowie in den Gangen der D-Zug- und Schlafwagen allgemein zugelassen worden. Die Anbringung der Wecbeschilder in den Abteilen der D-Zug-Wagen war schon diesen Sommer geregelt worden. Die amtlichen Anschläge Werren 'an der Wand angebracht, an der sich die tzeizungsstellvorrichtung befindet. Die gegenüberliegende Wand wird für Werbezwecke reigelassen. feur ufro. durchschlagen. In einer Babwtberfwlunfe sand er einen sehr »brauchbaren Freund", der meisterhaft Banknoten und Pässe zu fälschen ver- fittrib und rtmt auch einen guten Schweizer Paß verschaffte. Bon einem italienischen Schilfe nnirbe Plüschow aber in Gibraltar heruntergeholt und als Krisg-gesimaener nach England gebracht. Nach mclp reven erfolglosen versuchen In verschiedenen Lagern glückte ihm endlich der Ausbruch Eine abenteuerliche Flucht brachte ihn nach der erratischen Hanpt- stadt. In der Verkleidung eine« verkommenen Matrosen besuchte er Theater, Museen und andere Sehenswürdigkeiten der englischen Hauptstadt —- mitten im -riegel — bi- er sich aus einem holländischen Tamv'er einschleichen konnte, der ihn nach vlislingen brachte. Nach neunmonatiger Irrfahrt Km er so nach Deutschland, wo er bi- Krtegserfdt al- Frontslieger tätig war. »We kurze Ssizaterung de- Vorträge- Hann selbstverständlich nur Hnbeutunnen geben tmb entbehrt mit den tausenderlei köstlichen Linzrfheiten der Warben voll Leuchtkraft und Leben, mit denen Plüschow da» Bild seiner Abendeuersahrt gestaltete. Ehrlich begeisterter, starker und langanhalten- der Beifall dankte dem Flieger von Tsingtau für seinen zweistündigen Borte«. Am Anfang sprach Professor Bi gen er von ber D eut s chen B o l k - vartet, der wir diesen wertvollen Abend zu verdanken hatten, einigeNStn* leitung-werte. Du- Selbstbc stimmungsrecht habe num un- Ovar geraubt, Nicht aber da- Recht zur Selbstbesinnung Selbstbesinnung bedeute aber Rückschau und Erinnerung. Stolz sollten wir sein m dieser (mnnerung, bw zugleich ein vekenntni- R w.chrholten Deutschland bedeute. Zu ber Er- mnerung gesell»e sich die Hoffnung und die deutsche Jugend werde es wohl erleben, bah sich Erinnerung »md Hoffnung te eurer Dirklichkert wieder fänden. ktzerbelstiche- Museum und Ssilsche Eammlunaen. Mücke, König, Luckner, Plüscko-o — fragt unsere deutschen .iun^ens, ob sie biet Männer kennen, fragt sie, ob ite die Bücher gelten hab-l von den AbEeu-rsährten der „Emden" uno „Styf'xx" der „Deutschland", bei „Seeadler-" und das Buch des Flteaers von Tsm,tau, Bückrer, die sich wie ipannenvste kXbcnUumonunrv' le^en und doch nur schlicht und recht wicklickeS Erleben schildern. Aber Erlebnisse, so einziganir, baü icccr Leier ehrt ick anerkennen must: „Tormerroetrer, sind da- Kerfs!" Und diese „S'erls" ^dics Wort sei hier nur im Sinne höchster Ancrkermu'g und Achtung gebraucht, suchten die Gefahr nickü um der <4efahr willen, nick»t aus besonderem Drange zum Abenteuer! icksen Stärkste Tribkraft war ihnen oie begeisterte Liebe und dic Eingabe für- Bater- lrnd, war ihnen der Glaube an inifer Biterland. Diese Strafte wußten iit Verein mit zielklarem Wollen icde Umnkglichkeit weg^uräumen, halfen Wollen lebe Unmöglichkeit toeg^uräuir die drückendsten Lei en und Entbehre Körper und Seele lächelnd trag n. Und d es strafte, vor allem Beg i erung und (Glaube sind überall, wo Jugend, wirkliche Jugend ist. Dlasterthcu, Mensckienverachtuns und Z^.iSnmS lrnd Kennzeichen der — von der Zahl der Lebensjahre nicht bedingten — Greisenhaftigkeit, tte sich selbst zu schwach fühlt, da- Leben w meistern und bettelarm dasteht, we l sie an kein Ideal mrfrr stlauben kann. Wenn in unserem deutlchcn Volke wieder Glaube und Begeisterung lebendig und mäch.rg norden, dann werden feine Wege wohl iviet^r zu einem fungcn und gesunden und großen Teulschiand füh- . ^vom bomwenden Sonntag an sind die Museen Mrc Sonntag- von U bi- 1 Uhr geöffnet gegen 60 Tfarntg Eintritt, am ersten Sonntag im Monat freu der gan; ander- geartete Fußbecher, von dem bisher nur ein getreue- G^-nstück aus Nierstein bekannt geworden ist. Rätselhafter, wohl sakraler Be- deuiung, ist eine künstlich zuvechtgebrochene ^dreieckige Scherbe in zwei ineinandergestellten 2Diabetikern, die ihrerseits von dem in einer bemalten Schale stchenöen Iusrbecher umschlossen war-m Als Rachbestairung land sich in dem Hügel ein Lerchen» ar ab der späteren 5^allstattzeir etwa bein Ende des echtsten vorcknTiftlichen Jahrhunderts entstammend'. Tie Grabansstattung läßt weslluh: Eulttweiuflüsse irr muten, so vor allem der Bronzearmring mit Lesen, der u.«. die Tote (nach dem val-rin^ handelt es sich um ein Frauengrabf schmückte. Einzig in finner Art ist das eine der beiden Gefäße, Oie ich in dem Grab sanden, ein cnhenkelter Ä'ugeüopt mit warzen verziertem Bauch. Auch die übrigen 14 Hüg'-l lieferten bedeutsame Ausbeute: sie kann wolst in absehbarer Zeit ebenfalls ausgestellt werden. Gegen 100 weitere Hügel werden infolge groster Rodungen bei N ieder-M ockstadt innerhalb fünf Jahren ver schleift werden. Ein eh - würdiges Denkmal heimischer Vorzeit fällt damit der Not unserer Tage zum Opfer. Und das (.st umso bctrüÄicber, als aus Mangeln an Geldmitteln bisher noch nicht abzusehen ist, ob man die einzigartige Totenstadt vorher für die Wissenschaft noch in einwandfreier Weise wird auswerlen können. Auch die übrigen Abteilungen des MaseumS wurden erfreulich bereichert. , Erwähnt ’cicn besonders alte Stickmustertücher; ferner verdienen besondere Beachtung die neuangefertigten Ausgüsse aus alten Ofenkachel- orm en, teils mit weltlichen, teils religiösen Darstellungen. lieber manches schöne Stück alten HauSrateS, mit dem fnimblüfe Geschenkgeber die Sammlungen, einem auch hiermit wiederholten Wunsche des ^lNuseumS nachkommend, in dankenswerter Weise bercicferiat, wird demnächst zu berichten fein. Wettervoraussage für Freitag: Wolkig bis heiter, trocken, kälter, östliche Winde. Der tiefe Druck ist noch nriter westlich zurück- gewichen, während der hoheDruck sich von Nordost- uueopa auvoehnt. Wir Haven daher Mit Frost- wetter zu rechnen. Veranstaltungen. Tvnner-tag: Postteller, 8 Uhr,Berfamm- lung der -O-erschlleiier. — Cai4 Leib, b Uhr, offen lliche Bersommlima des Mietervererns. — (^ewerkschastSl-auL, 8 Uhr, öftenttiche Versammlung der soz aLenwkvatischeu Partei. — Hotel ÄSHler, 9 Uhr, Verfammlrmg der Sektion Gießen des Deutschen und Oesterreichischm Alpen Vereins. — Castz Leib, 7*A Uhr, Konzert und Vorstellung der Ehienyeer. —Lichtivielrheater rote gestern. ** Kleine Mitteilungen. Zm Anzeigenteil ist eine Bekanntmachung über Betriebsabbrüche und Betriebsstilllegungen enthalten. Der - 12 der Bcrord- nung vom 12. Februar 1920 besagt im wesentlichen, daß Entlassungen zur Verminderung der Arbeitnehmer zahl nur vorgenommen werden dürsen, wenn leine Arbeitsstreckung in Frage kommt. — In dem letzten SchöfsengerichtS- be richt ipz Nr 21 unseres Blattes ist irrtümlich von einem Zimmermeister aus Leihgcstern die Rede, während eS Steinberg Heiden muß. — Da- neue sä chsische Porzellan geld, da- in der Meißener Manufaktur bergest llt wird, wurde uns aus unserer Redaktion vorgezeigt. Einzelne Stücke zeigen eine glücklich- Prägung- die Serie ist in der Kunsthandlung Htr» au-grftellt. — Im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße wird heute zum letzten Male der historisch- Film „Ku- tHanne die Große" gegeben. Der Film ist mit ersten Kräften glänzend gestellt und von Schünzel hervorragend inszeniert. Der Besuch kann empfohlen werden. nschen Stammes zu handeln. Die Bemalung der! Gefäße weist nach dem Süden, wenn auch tefUtehl, daß dic Töpferei, aus der sie hi-roorgegcmgen sind, nicht allzuwert vom Fundort entfernt tu suchen in; Die Keramik des Ni-tser-Mockstädter Grabe- bietet nämlich ein lehrreiches Bild von den Erzeugnis en bei hallstattischen Töperofens von SRtodb-un bei ren müssen. Die Neue Aula war, schon längrt überfüllt, al- Kapitänleutnant Plüschow, der Flieger von Tstngtau, ans Pcdium trat. Dort stand eine schlanke und doch, gedrungene Sec- mannsges'alr, ähnlich wie tr des Grasen Luckner; wie bet il/m. fiel cmch bei Plüschow vor allem bte proste Jugendlichkeit auf, so daß man ihn eher für einen Zwanziger denn einen D eistiger gelmlteu hätte Auch sonst ward men gestern abend oft sympathisch an den „Seeadler"-Lommandanten et* mnert: die gleiche schlichte, unvethorisck^ Erzäh- linntsweise, die gleiche feine und prägnante und humorvolle Art, Menschen und Situationen *u charakterisieren, das gleiche Temperament. Begeistert und begnftrmb sprach Plüichrw von ilio» schau, wo deutsche TüchUtgkeü und Zähigkeit eine öde Felseitküste in ein PavadieS verwandelt hatte. Er schilderte bas Eintreffen der Kriog^nachricht, den Jri-g selbst, di-sen einzigartig?n, orte fr hm Ver- ÄigSkantpf der kleinen owTtauienb Mann stvr- atzung gegen die kaierlich japanische Landlmacke und Marine, die von Land aus allein nicht weniger als 60000 Menschen gegen die dünnen Linien ber dazu noch sehr mangelhaft ausgerüsteten Deutsck^n oft vergeblich an rennen ließen, bis nach dreimonatigem Kampfe und zuletzt wvchenlang?m Und stärkstem Trommelfeuer die Uebcrgabe unver- fmeidlich war. Auf seiner Maschine, tic nach einem schweren Absturz notdürftig von einem Modell- sihreiner und chinesischen Arbeitern buMäblich zu- jammmd'li’tmt worden war, verließ Plüschow vor dem Endkampf Tsingtau, um wichtige Papiere in Sicherheit zu bringen. Ernige hundert Kilometer südlich, ber Haitschau landete er; die Mastixne chng habet vollends irr Trümmer Die dortigen sWnefen, die noch nie einen Fliogrr gesehen, hielten lihn zunächst für einen böten Geist, ber vom Himmel gekommen und der Mandarin behandelie ihn gleich einem regierrnben Fürsten mit Ehreneskorte und einem „herrlichen Diner'^, das au- einer Unzahl von Gängen unb neben anderem Leckerbissen auS k>eifisckflofsen. Schwalbenschnuntzstrpve und Regew- würwern bestand. Durch Scheinentfützrun- gen und andere Listen wußte er dann der chinesischen Internierung und den englischen und fvanzössichen 8oUbeMtt*n yu entgehm. Als mehrfacher Millionär und Vertreter von Singers Nähmaschinen ftchr der Flieaer von Tsingtau dann nach San Franzisko über. In Neu York ging ihm das Gcld auS und er mußte sich als Tellerputzer, Chauf- KreiS Wetzlar. Der Streik in Wetzlar. fd Wetzlar, 2. Febr. Tie Kugellagerfabrik von Friedrich Hollmann ^at nunmehr auch ihren Betrieb geschlossen und bte Arbeiter rmgen Her- »veigerung ihrer ArbeüSPflichten entlassen. CS sdehen jetzt hier rund 5000 Arbeiter im Streik. Hesien-Nassan. Neue Elnnahmeauel'en für Frankfurt. mc. Frankfurt a. M„ 1. Febr. Der Maalsirat wird in den nächsten Monaten daS Reklamewesen auSbauen. Er übernimmt daS Drucken und Kleben der Vlakate in eigene Regie. Zu diesem Zwecke soll eine Gesellschaft unter dem Namen „Neklamestell^ gegründet werden, die alle Reklame der Stadt in sich vev- einigt. DaS Stammkapital soll 300000 Mk. betragen, ES ist beabsichtigt, alle städtischen Einrichtungen noch mehr als bisher zu Reklamezwecken heranzuziehen. Das kann schön werden! (Wir halten diesen Weg der Behörden zur Beschaffung von Geldern, wie imr bereit- mehrfach auSgefühtt hatten, nicht nur für ab- aeschmackt, sondern auch für eine Verzettelung der Arbeitskräfte, die für andere Zwecke weit fruchtbringender Verwendung finden können Auherdem erzielen die Behörden mit dieser in der Wirkung recht fragwürdigen, indirek- len Steuer keine Verbilligung der Waren, die doch von Städten in erster Linie erstrebt wird, sondern eine Verteuerung. Red.) ** Kurie Nachrichten uv- fteftei und den Nachda rstaaten. In £o 11 j r hielt am Montag ber LxruSbesitzerre cin «ne fort besuchte Io-re-vertemmlu -g ab, m der bv Herren LaipiSback» und Nl.oL!- oom HMisbesitzermrern Gießen über allgemeine Fragen de- Hau besitze-, MieternigungS- u:d WUrxe Schreibmaschine m bte Lam, aus ber sie a-<>*rn Tag; ft au.9- gefischt wurde. — text fettame Totenehrung be- gmg man « Frohnhausen au der Dill, ■» ** Bornatitzen. Fräulein Irma M. Betgr hat für da- Sonderkonzert de- Konzertverein- am Sonntag den 6. Febr «n ungemein oeizvvlles Bvaramm zusammenge- stellt. C- geht von den Mtitalienern Pergv - lese unb Searlatti über unser: baitfdvn Meister H-vdn, Mozart, Schubert, S^bu- mann, Regerbi- zum Komponisten d r Gegenwart Leo Blech, Getragenes und Ernstes, Mun- tevetz und Scherzhafdes, rote e- sich in Re.,ers -Mana Siegenlird" und Leo Blechr ,ÄnmW' verkörpert, mitemanbrr verbindend. Gesangsttch ntkb bietet die Bottraa-svlge Gelegeichü, dne in emrr nnsigen künstle isck»en Individualität kaum L *^T ^^emigte vielseitige Begabung in solcher Bollendimg zu zeigen —ImNaturheilver- e t n wird Dr med E. Scküütcr, ein alter erfoh- renn praklischer Arzt auS Hamburg, am Samstag den 5. Februar, abend» '/L Uhr, sin Katholischen Beretnshause erneu offentltckx i Bortrng halten über das -ibema: Die natürlichen Schutz- und Abwchrmittel des menschlichen Or- aani»mus gegen Infektionen. — Zu der Aus telsimg männlicher Kanmch-n, welche ter biente Kannichenmchtveven am kommenden Sonntag m der Tun-Halle de- Omraiafcum« in ber Sud- Anlage veranstaltet sind 120 Tete von fast allen Rasses gemeldet. Der Serin läßt gern ^genrnal die Tiere am ^ortntaq b-w rten Die Beucht können die Arbett ter Pre^r.i.'^-rS in aller Rute beobachten. Der ^e ndbund verlang von unterer Mogienmg bte ablrteruna von ->X)000 Stuck Zuchtkaninck«i Auch die hessischen Züchter sind auforforbert, gesunde starke Kanincken al'er Rallen zur Abgabe bereit zu stetten «um Ibungen sind an Ludwig Steinbrecher. Tarmftan, Lössels'st, um die Hinterlastenschaft einer Sctröiterung tllv-j ^uSd^'endl^ ^obere In der »i$tli<6en Abtei- Ium konnten 17 Ge.äße unb »rtgehZrige Metall- norde auS einem der 15 bisher untersuchen Grabhügel von Nieder-Mockstadt (Kr Büdingens neu ausgestellt werden. Al» ftaumbdlattunq batg der Hügel ein Brandgrab der mittleren Hallstatt- zeit (etwa dem achten vorchristlichen Jahrhundert cm gehöre nb). Die Lcichenasch lag tret m der Erde ^ursprünglich wtchl durch einen Hol»kasten Daneben war ein Service von 15 töp en, Schalen Dechrn ausgestellt, besten vefäßc durch ihre örc- phitbemalrmg bemerkenswert sind E» scheint 'ich Landkreis Gießen. x Steinbach. 2. Febr. D« Neuoervach- tung unterer ca. ö7OD Morgen großen Ge- m e i n d e j a g d für die näch'trn 6 Iabre batte ein überrcxchmÄes Ergebnis. Bisher war bi: Jagd an zwc: Gießener Iäzer verpach r; Teil I rro yahr für 660 Mk., Teil II für 6<0Mk Bei der vor erniaet Ta«n erfolgten neun Iazoverrachning blieben Höchillnetende: Karl Tertot von der Lre- bigshöye in Gieren für Bezirk I mit 6975 Mk., vch Niko laut, anfncttron.af ütntt tat staatlichen Branokasie :n G.eßen für Bezirk II mit 5115 Mk Tas geldlich Ergebnis der ^ag^auibeute soll im Jahre 1920 bei Den enorm Hohen Wlldprer en für beide Bezirke boo ten» 4000 Mk. betragen ►oben Der Genwuioerat l-at den Höchstbietenden den Zuschlag erteilt. Kreis Lauterbach. uv. Bo rn Do g c ls be rg, 1. F-.br. Ta> Lkt ist in unseren Gebtrgsoörfern btUijer geworden und von 30 Ml. das Laer aus 16 Mk. ge-allen. 31, man bieteid. Die ganze Gegend atmet jetzt erleichtert auf. Auch vom Hütten- b e r g, wo die öffentliche Sicherheit in letzter Zeit durch verschiedene Dorkvmmnisse s hr gefährdet gewesen sein soll, hat man keine .ikkagen mehr gehört. Tic Schutzpolizei unternahm dieser Tage nochmals eine Streite durch die Wälder bei Dornholzhausen, NiederNoen und KirchgönS, wobei sie nichts Verdächtiges mehr feststellen konnte. Ein schlechter Scherz. AuSder Wetterau, 2. Febr. In dem Torfe B. waren dieser Tage zwei Frauen eine» Nachdardorfes zu einem ©ttfTranx abends geladen. Auf dem Heimwege begegnete ihnen ein Auto. Sie baten den Fübver, nntfahreu zu dürfen, waS dieser auzb beveitwilligst gestattete. Wie erstaunt waren aber die Frauen, als sic, statt in ber Heimat, in einem DorfebeiHanaudas Auw verlassen konnten. eu «.^nzverguüaeu mr T barrroo n ütrru ng DfeoBttallet amroe. des en Jieirgerottn »ur Errlchrnng etneS für bu un Krie-e Ge 4denen Vecwendu g finden fod. — Vu- hclm Hem von B o h t g ö n s erhielr aui der Ijösten deutschen Qteilügehu4flrflun^ In Müv.ck« ür cettbubnfarbige Dpandottc» zwei Eh enrneise. wci erste Brei st, ie einen zweiten un) dritten Preis, owie ffir beste Grfamtleistunari' silberne Medaille. — InLaubach sprach am Mo :tai auf D ranlas- img ber Deutschen Volkspartei Tirettor Element über den Gewalt rieben von Verfai les Ter irod- einbalbfiünbigc Vottoag erntete reichen Scüall und wurde mit einem Hoch aur das Vaterland geschloßen. — In Heidelbach .Shti» H»fetb plant man ein Denkmal für o« Gefallenen, antu bte Mittel bunb Sammlungen und Veranstaltungen aufgebracht werden. — In Lißbera starb im Alter von 75 Jahren Altbürgermeister Karl Sevm. — Für em Kriege coen km al in Altenhain ktr. Schotten^ hat der .Kriegerverein 4200 Mark gezeichnet. Als Platz ist der Gabelounkt der'Straßen nach Schotten und Pelershariler Hot au.terfetcn. — In Siegen wurde ein 68jäbriger L^hmfor- mer von einem 4000 Kilo schweren Mantel, der »'ötzlich umstürzte, erschlagen. — Ein (Si tbrudb im !anbgerichtsgebäude wurde in der Dienstag Nacht in Fran ksurt verübt. Soweu bis jeti bekannt geworben, wurden nur BeidungSstücke gesttchlen — Siner Witwe in Offstein «Rheinhessen wurden vor einigen Tagen etwa 21 030 Mark in 50 Wark- chtmen aus dem Büfett geswhten l)odyfcfritlii bursche Martin Gorzellmneck hatte emen Mitz- arbeitet hinterrücks mit einem Hammer niedergeschlagen, nxü dtef r ihm anntV.ich einen Saibjgrot zu wenig gegeben habe. Urteil, 1 Jahr 7 Monate Gelängnr». Sin kräftiges ttrfeit fd. Neustadta H, 2. Febr Ta» Vckäfren- gertett vevuitellte den flauhnntn Hermann Stets aut Haßloch wegen unerlaubter Ansfvhr box, Holz nach dem Au»l nxrfb unb Cbr Vater d e aur eine mehr ill 50- lädrige Vnrf igkft zurü ß tckm kö men und m der Veretnsleituag einst graue Verdienste um da» Turnen haben. Hierüber unb über bte schöne Feier, bet ber bu Ehrung der 6eiben Mitglieder vor genommen wo eben ist, ist in di Svortz» Umsckvu des Gi ßnier An eg-» auS üb [('her Nm richtet, es fet aber noch erghteenb btnzugefügt. datz e» allgemein bedauert ron*;, drtz der Gau Hefien kernen Vertreter zu der Feierlichteü ente sandt hatte. --------- öertnVdbtce. Dessau, 2. Febr. Wolff.) Als heute morgen die Belegschaft der Gewerkschaft Li- betstedt den Salischacht brtre'en wollte, strömten ihr giftige Gaseentgegen, durch die 60 Mann betäubt wurden, 4 Marm find rot. 9 befinden sich noch im Schacht. Die SkttungN l Libellen fut» im Lange. Vrtflek Christine rönnen, oci wwn «uun im «u^nw* 6;„' Ma.« Zwecke ift im 3nlanb gering Der PlatinprelS fnrg von 300 000 Mk. da« Äi(o bis auf 400 0C0 X °ÄT.‘ A«k. (anf bann auf 80000 Mk. und tob sich N^sar,. bann imetor auf 300030 Mk Tat re-ulärr Qk- ^r" • ' • schält war derartigen Vorgängen gegenüber macht- los, und der tBlaiinbaibd spielte sich »um übet- miru 1' unegenden teile zwischen bändlet und Ätmfu- ?, 6" ' 1 163,5 ' 1466,30 Dari» . Schweiz 1371,40107 ,60 IC 11,43 101^63 8/4,10 Börsenkurse. Berlin Sur 8 Sur« Kurs 242,50 180,75 335, 279, 413, 3S9, 3 9,75 243,75 447/15 41111 343*^0 344,- 479,- XI,- 1'5,98 79,15 11,28 223.25 255 X 67,97 454,- 87 ,90 I7X>2 7935 11,32 Kurs 1. 2. 77. >0 190,50 386, - 465.- IX, 199, 2 2, 77,60 298, - 274,- «00,- 549,- 416,23 2)7,10 350,- Ä" 605,- 269,60 23 ,25 214,26 62,57 447,9) 2. 2. 77,50 68,50 68 75 67 76 180,25 300,50 241.75 214,7 201,- Spamen . . . öi- «oend- Ecklub- Lchlutz- Darum- 5' , Deut flriegsonl. 4*/, Deut 9teid)6flnL 3•/, Deut. Beichsanl. 4e, Dreutz Konsul» Darmstädter Bank Deutsche Bank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Nationalbank f. D. . Mitleid. Kreditbank. H.-Amerik Pakets. . Norddeutscher ßogb . Doch Gutzstahlwerk . D - ßiqemb. Berg». Gelsenkuch Berg». . ßarpener Bergbau . Ober schl L,send . B. . vberfchlos. Eismünb. . Phonir.Bergd Akt. . Bad. Anilin, u. Soda höchster Farbwerke. Llektr. A. L G. . . . öchuckert. Werke . . fetten. VuiUeaume . Daimler Bud-. Cifen».. Akt. . Ablerwerke 4'/.Hess Staatsanl. , Electron (friobeiin . auch auf die Entschädigungsansprüche, deren Erfüllung als unmöglich bezeichnet roirb. Die (Geschäftslosigkeit machte sich auf dem freien Verkehr bemerkbar, wo die Ttnbcni schwächer war. Deutsche Petroleum 1960, Mansfeldrr Kuxe 4875, dolzmann-Aktien 343 Mexikaner lagen schwach, deren KurSeinbutzrn schwankten zwischen 10 und 25 Prozent Mon- tanwerte verkehrten in überwiegend btbau> tetec Haltung Mannesmann unterlagen dem Angebot und dützten 9 Prozent ein Adler» werke Xleyer gingen mit einem Verlust von 6, Daimler von 2 Prozent hervor Benz-Motoren 252, Hamburg Paketsahrl befestigt. Elektrowerte schwächten sich ab, besonders Bergmann und A. E. G- Chemische Aktien unregelmäßig. »assaindustriepapiere konnten sich behaupten. Ter Schluß gestaltete sich ruhig Farbwerke Höchst, Elektron Griesheim schließen matt. Frankfurt a M.. 3. Febr. Verttner Devisenmarkt. menten ab Berlin, 2 Febr (B ö r s e n st i m • mungsbild) Nach den sprunghaften Steigerungen der ausländischen Devisenpreise an dem gestrigen Börsenruhelag ist heule infolge der w'^klslandslähigen tzaltung desNeunorker Markkurses bereits wieder ein kräftiger Rück- scklaa ringeireken. Geaenüder den lchlujkursen war die Tendenz der Börse infolge der Deckungen und Rückkäufe als leidlich irft zn tozeichnen, und fflr die Mehrzahl der Lktienvaviere traten lkurSbesserungen bis 10 Prozent ein, vereinzelt auch von 15 Pro-., für Felten u Guilleaume, Lösch, Rheinische Braunkohlen, Deutsch-Ueberiee, Goldschmidt, einige stolonialwerte sowie fürMerikaner uno eine Anzahl Balutopapiere von 20disv0Pro- zent, doch war im weiteren Verlauf die Zurückhaltung und Unsicherheit stark ausgeprägt. Die Börsenspekulation und das Publikum beobachten, anscheinend im Zusammenhang mit der durch die Pariser Beschlüsse geschaffenen ungeflärttn unsicheren Lage, eine auvge- )puxf)ent Zurückhaltung, so daß auch späteren das Geschäft sich nicht belebte und die Aursveränderungen, abgesehen von geringen Schwankungen in einzelnen der führenden Basiere, unbedeutend blieben Am heimischen Rentenmarkt zeigte sich etwas Angebot in alten preußischen und Reichsanleihen mit Ausnahme der Sprozentigen Reichsanleihe, die sich etwas höher stellte Frankfurt a. M., 2. Aebr (Börse n st i m m u nasbild.) Die Abendbörse verkehrte in aroner Geschäftsstille, da sowohl das Privatpuvlikum als auch die Spekulation im Zusammenhang der ungeklärten politischen Lage fidi zurückhaltend zeigten. Man verwies . »29,03 962,25 2165,30 2169,70 ---Ieb«ntwerpen . 476,50 477,60 4<7- 463 - mit 1 **43,95 1146,05 ------------ 1293,70 129«,80 inrd>Tl*c NaeBrietzten. FsroeUReltgionsgemernde. ©ottrt- tnnft in der 8gr»w '6 d Inlaae). SamSiag, b. fybt Forabb 5.15. fJtorg. 9 Predigt. AbvS 5 35 u. 6 15 Israel. Aeligi ans - GeletSchaft. Aebbatwift, b. Fedr Freitag a3d. 5 0.) r^mstag wnn 8 30 Predigt Vaf.ra 3.30 BibbaU w»{ierba» 59.20 Ao>c0agea........«8.83 Prag 117 83 Steibale.........88.80 w.en 111.88 Lionboe. ....... 97,83 Vati»................. ÄtB-Dorh ........23,80 3.1 £ ».■0 4.66 8.50 ÄL 7,25 JU. -,- Jtr 164 Z 22,60 Fe. 1,68 I Züricher Dedisenmurkt. wechsel auf; Schweizer Franke» Maeb.......100$. -211.- 11160 Veu6chlan6 100 »Hl - 10.- 10.25 *mi»R 100 «L - 1.76 1.75 Dtaa 100 «t - 8.10 8.10 pÄ 100 je - 44. - 4475 Conbon. 1 / — 24 - 24 07 3laüen 100 L. «= 2170 2141 «rsksel 100 5«. — 4625 46 65 Budapest 100 Är. = 1.16 1.16 Ne».York ..... 100 s -624 50 622 - «gram 10U JU — 4 60 4 35 (Iv einem teil bei Auflage wiederholt.) — U t b t r bie evangelisch'christ- l iche Liebestätigkeit 111 Hessen im Jahre 1919, soweit sie pfarramtltd) ftflgeftelll werben konnte, wurden bie üblichen Erhebungen veranlaßt, die folgendes ergaben: A. Milbe Gaben auf ton Gemeinden an Vereine und An statten eoan- g l sch christlicher s.ieto5tätiqke.t: A über. Mis ton einfd j Judenmif ion au-^idM. Ev V M iskoll'k e) 181916 Mk., Jirnerr Mission >ausschi. Lugusilol- Icltei 62039 Mk., '."ustav-Ädol'-Verein Resormatwnstestkollekle' 73 751 Mk., (nerg l;fdtone B?.ifleben ausschl. N u ahrs ollekte: a ias 0 le t (Ae * feere Mission) 12 708 Wt, PL.moruöl^lIekte (bedürft ge Tna bo anitn 1 bit ds Iiüa ites>' <843 Wart, Ausläi dische Traspora 7712 Mk., für die Miifd*en Okmiinbrn .\?üt cutelb 8860 Mk. u'. b Bürstadt 6824 E, ÖesjilcheL >iriwpelbelm 11 898 Mark, Bin g ckvSekte tL'utberlii tun-, 8002 Mk, '2Iu bedingt weigert, zu unterzeichnen, dann bleibt eben dieser Vergleichfcnrwurf ganz ein- lach rin Envrmtt unb die Zwangsmaßnahmen werden In die vorderste Linie rücken Das Zentrum gegen Ok hessische Lchulgesev- no v . l e. Mainz. 1 ysdr Lstie wird, tit das 8 cn t r irm gcarn die he 1111 che Schul- aisetzn ovel»e. Ein stacholite>>kag de» lü> licton 9hKhrt)dien4 tot e rooW 700 Tdlnel inet ut rv- novelle wurde eingehend behandelt unb mut) lan« ger Aussprache im Anschluß an bie AuSiübrungr« tot Rcferenien in ihrer ie»ignt ,zorm als unannehmbar bezeichnet, da ftr (1 kbrem letzten Ziel aui bie rriigumMalc Sckmle hinausgebe Iw statdoliken tvefienl stf en Mrndestwrderu g-m, hc tai aber voll baiür em, selbst im Falle dir 8te- airrunqskoaü ion darüber fnprtngt ot*r gar bet Lchulstrea, nötig werde Zum Mllchstrrlk in der Pfalz. Zweibrücken, 2 Febr. (WTB) Tie Odeo- suratsamoallschäft in Zweibrücken ei^itll folgendes Telegramm: In Sachcii des p.älz>säKn Milch- streiks fordern sofortige Freigabe der Verhafteten und Austobunfl 0 Irr baslbrichke in Hcfer Angelesenvlt, sowie Stnstellung aller nrfitlidim Berstchren gegen die Beteiligten, an- dernfall» passive Ressistenz BezirkS' urrfcmmhmg brr Freien ©a«sM qn b OHrfi. Wng, Stau jum putzen üervurraoräume tcfudjL 1331 ■ . Heron! b*l. 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Abteilung Gesangverein Liederlranz aegr. 1837. Sonntag den 6. $»e* brnnr 1921 . abends 7 llbr, in der .Ture« balle". Steinfirahe: MiniMilling mit Ball. Nur Mitglieder und einnelabenc Gaste haben Zutritt. 1X56 / akliilufil Samstag ben 5. Februar, abends 7 Uhr, .Turnhalle*: GllbelMgel- Geviillslügsseier mit Ball, l EZ3l.lLiohi.7I.T Stadttheater flfrcltaa, 4. Februar: 17. »>reltag-Abonn.-^orft. ®ö6 uon BerimingeiL tu 1.6’1» Ende 10 Uhr. uxQ MM loh. F.Koseleck MdI 2123 Feroipr. 2174 Seinfte ungef. Tafel. Margarine psd 12.00 Beft. Salatöl Spmp Hübcnfraut Phmb........2.80 Marmelade psd 4 00 Re. ZNichtmarmelade in l -Pfund, «läsern, per Klar .....6 00 kaferfiocken, lofe, pr. fuhe Ware. Dfd. 3 80 Baferfloden in i-psd - Paketen......5 50 in Pfb- Pafet 2.80 Hafermehl »« Pafet........3.00 cinsen. groste. grüne Pfund........5.(0 Viktoria-Erbsen, gelb Pfund....... 3 00. 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Ium m den letzten begrünbet den Antrag ungen erstattet Hot, he rotrfitd? SdxifraibCTt ju sondern der Fortsetzung 6. Viutibniif verboten.) den einen Schritt jnr Tür. mit -um mit btt Tätigkeit de» . Wie Ansätze |» 16j Die '»lot der nkreise der Selbü» Äei> Ion geroünidx. Beu al Welt hak uns gezwungen über b dauert 6e- und roerf ? Tac Sode '.-egann mich tatsächlich zu nrter» eil',-?ien, mb ich nahm mir vor, die beiden genau ju beobachten. An diesem Abeich ahnte ich aller* dmgs noch nufX, das ich bereits an der Schwelle eines höchst eigenartigen TeranaS stand. Wrr harten gm Schlug noch einen Vunich .. auch Rv^bilanz, Inven- hiT, AvntokorrentonSzüge, Abschreibungen, 5>anb- lungsnnkosten uiti Fabrikationskosten den Betiieds- vorstehenden Preußemvalilen bafrn der ganzen ff fcn, inSb sondere Berlustrechnung Abg Giebel (6.) Müller-Franken, wonach weit über ihre iachlich' Bedeittung hinaus- ,.ug. Da? AgitakionSbcdürsniS der MehrbeitSsozialdemokratie und diebe- J3d) verstehe dich nicht," sagte er. ,^Mrrf k ledeniaÜS nichts von einem nächtlichen Unwesen bekannt." Man «ob eS ihm an, daß er mit 'ich selbst fömyfte mrd so viel Anih-bens wegen eines HundeS sicher nicht "«0° ans ©gmfüut machte Schlted» sich satztt er: „Also dann meinetaegci, aber redetiakktz möchte ich, dotz du den Lund ieünrachst." (Fortsetzang folgt.) .^Zch habe den Lund getauft," antmorwie der Söhn, mchm seine Mütze und ging gcr Tut. Aber der Stier ries ihn zurück. „Warn ein wenig," Sagte er. ^34 anftl erst noch einmal mü dir reden!" Ter Söhn machte an der Tnr Lalt, iber ich tib sehr wohl, nrt ungeduldig er war Wo- aber batte der Litt Vlötzlich? Ich er* suumte allen Ern.'LS. Er hatte vo.i ) einem Sessel erhoben, und über sein Gesicht zsg arte mahririn» Bläsze. Das Geheimnis des Allen Roman von Sven Elvestad. Der fritiKte hessische Finan-miuisterDr. Decker »ewfieutlichr eine inlereisanre, zu- igknmenfassende Darlegung der letzten parla- m-rttanstfra BerhauLlungen über Die 9äroelle ,um 92x>upiergde6, die er auch uns »um Ld- ( crui »uidiwte. Da hier »meuellod tat grünb- cher kennet dieser wichtigen Fragen ^on kommt, geben mir dem Lluftatzc kleinen Abkürzungen gerne Raum: entleiben und des deutschen Zollsysb Dittschaft nicht nur Deutschlands, ganzen Welt ehr unerträgliche Zwangsjacke an- legen. Tie Sozialdemokratie oes stieichstaqcs richtet an die Arbeiter aller Länder die Äufforbenmg, Abg Tr Löwenstein (U.6.) dae Verholte» des Reichswittschaft-rates n* der Regierung iit dieser Frage, das daS größte Mißtrauen der Arbeitnehmers chafl bervoraeruken habe. Ter Gesek entwurf erscheint daher in keiner Weife ausreichend Seine Pattei hab' ben«rnu!fe einen Aländerang»* tmtrag formuliert, der den Wünschen der Arbeitnehmer besser entspreche Abg Tfl reell (Jhom.): Der Gesetzen tnmrtz wäre, diese Vorschläge für ausführbar -u er klären, wird sich nicht finden. (Lekchafter Beifall.) Sie loüibf das Vertrauen weder des Inlandes, noch des Anslmches verdienen, denn sie würde sich einer Unwahrheit schuldig machen. (Lebhafter Beifall Sehr wahr! Tie geforderten 42 Fohr.-s-ahlunaen würden die Leistungsfähig kett des deutschen Volkes um em oiclmches übersteigen. (Lebhafte Rufe Sehr richtig?) Tie Forderung einer 12wwzentigen Ab- s-abe von der gesamten Ausfuhr, ebenso der auf 12 3<4re bcvedRrtt TttgungSplan stehen in Widerspruch »u der im vertrag von Versen les ''estgeleaten in 30 Jahren zahlbaren festen Summe Tie Aus- nchrabgabe würde ein Zwang für die aanze Welt, auf dem deutschen Markt teuer einzukausen, und eine Lerabdrückung der Lebenshaltung und eine Verelendung der deutschen Arbeiterschaft bedeuten. Tie geplante Boni volle der deutschen Auslands anleiben und des deutschen Zollsystems würde der „SemeSwegs," antnxntrtr er, ivährcnd er noch msen anderen. Hei' en Ge^newnd herabnadm, den er mit grösster Vornan Mxntbdre. ,,Tos fach gleüMallS Sohrn." sagte er. .Deo kleinen Dinger ixt?" fvagtt «h erstaunt. .Run. ixe Dirnen wohl oder taim lehr ^sahrlich feüt?- 6t sah nrxf) euren Angendlür schweigend an. „(55 smd die gefährlichsten Aaften^d-.e es gibt," ragte er. „Sehen ■soie, dieser kleine Torn birr nxtr vor wenigen Jahren noch mtt bem Gift der Brillenschlange getränkt. Vtellen sie sich vor. ixiB man ihn mit einem Pu'kerrvbr auf einen Menschen abrch«eßt. Der Getroffene nxri>_ im ersten Augenblick nur einen leisen stich füW«n; un nächsten aber wird er auch bereits tot »ein. Glauben Sie nun afto, daß es eine gefährliche Dane ist?" fragte er, indem er die Gegenstände an ihren Platz jurudtjrng „Aber ich habe hier auch noch andere Sachen, die nicht weniger ungemütlich smd. Sehen oie, m der kleinen Flasche da hegt bei»‘pteT5- toei’e eine tote Taetrefliege Er iriterb-Ji* sich plötzlich unö führte mim e rl ttt, 8. Krhr Am RegwamgOtrsch: RZchs'anzler ift.r- b r Teutscken Tcmokcatuchn P-.r^ei, te-' Ba ettf.e Volkspatte, und des Bäuerischen Bauernhundec habe ut) folgende Erklärung abameLe.i: Tie m.s noDgelegten Roten enchch.en Znmutur.gu, die w - der mit den Bestimmungen des Fnedensoerrrages, noch mit der tÄtre und b?n nnrtjdjaitiicbrn Lebens Bedingungen des deutschen Bolles vereinbar sind (Lebhaftcr Bestall.) Mit Schmerz und Empörung, aber auch m vollem Bewutzliem unserer durch den furchtbaren Ernst der Snrtüage gegebenen Berrnt- iDortmifl erheben wir feierlichst Einspruch gegen den Mißbrauch der Gewalt (Lebhafter Bei^ckl.) Tie ErklärunffTn des Reichsministers des s?leu6em billigen itnr (Lebhafter Beifall. > In ter Enllvon- nungsfraae wollen wir die von uns übernommenen Verpflichtungen im Geiste lower Auflegung aussühren Aus bcmielben Geist loftxler Auslegung Heron- legen wir Becrealirung ein gegen diejenigen Entschiietzungen die oft nii'tftch gegen den Friedensvettrag verstoßen od?r die in ihm gezogenen Grenzen zu unseren Ungunsten überschreiten. (Sehr ttchtig!) Tie Berantworw'g b^* für, da« durch unsere roeUcrgelifi*.' Schwäckfung auch die Widentai.b5kraft gegen von au feen und innen drohenden stfe.ahren d.s Bolschewismus gelahmt wird, trifft die Alliierten. (Sehr nxihr!) Tie Vorschläge, die uns von den 'XHiierten unter Abänderung des Bertr^ages vorgelegt ftnb — bar-* über dürfen wir Feinen Zweifel lasten — sind für uns unannehmbar und nicht geeignet, die Grund läge für Bcrhandlungen zu bilden. Sie roürixm nicht die Gesundung b'd deutschen Volkes herbeifuhren, sondern die wirtschaftliche und voliftsche Verelendung des deutschen Bolles nach sich lieben Turch ihre Rückwirkung, tue sie in ökonomisckttt und srmrnDieller Beziehung aut alle anderen Böller ausübe, würde fte auch diese in unseren Untergang verstricken Tas deutsche Boll wurde als Abnehmer und B erb rau her ans der Weltwitt'chast auSid'eibni. Aus oicier La-e atü ge zu weisen die bte deutsche Leiituiigrsähigkeit nicht vernichten, ist bte Absicht der Reichsregierung. Möge es ihr gelingen, mir der Grundlage neuer, diesem Gesichtspunkt entsprechenden Borschlägen etne Einigung zu erzielen, btt die Welt sruckt- barer Arbeit tifütrrt. Tee Regierung wird uns an ihrer Sette sehen, wenn ihre Vorschläge ab- gelehnt werden und de Entente an ihren Forderungen festhält, die die Bernichtung des deutschen Bolles in Geg^iwatt und Zukunft bedeuten. (Stürmischer Beifall.) Abg. M aller-Franken (6? gibt im Auftrag der sozialdemokratischen Fraktion eine Erklärung ab, in der es u a heißt: Tie sozialdemokratische Fraktion des Reichstages stimmt den Aus- 'ührungen deS Reichsaußenministers über die Un- ausführbarkeit der Pariser Borschlage zu. (Lebhafter Beifalls Eine deutsche Regierang, die bereit Te*i Reichstag ist bekanntlich vor nachten eine Itoodle zum Rotoperg:setz . _ gangem, die den b.'sch^idernn Titel „Entwurf ei .es '*)e$e> zu b.scht,u,ttzten Erh-bung des Rc.chö • otopterS u.io de. Unlezsabgaa.' von Zermäge..s uivachs" trägt, aber auch recht wichtige »achtiche . lue^irige.i oeS Robo^i .^Z.tzc^» vor schlägt. Die :rahinge.i über dir Regerungsvor chiäg im rars- ■ djub oe. fleich^tageS waven recht gründlich 8er apch r. die tm ganzen «e- idmüxrte Abgabe m die Reichs läse abzusühron sei. ^knt den bürgerlichen Parteien wurde versucht, nSbesondere dte hätten, bee in dieser unter- chredSlosen Behandlung aller Stanfri im wesentlichrn Rechnung getragen. Aus den zwei Term men wurden drei, die Zahlung»- .fiten wurden weiter hinausgesetzt, überdies aber fand eine ganz allgemeine Vorschrift Annahme, »onach die bet'ckKemiigtr Ettiziehung überhaupt icht m rrsolaen hat, soweit der Abgabepflichtige glaubhaft macht, daß die beschleunigte Entrickllmg ber Abgabe die Gefährdung der wirkschastlichen >ristrnzen. die Ent^'hung des für die Fortführung des Betriebes erforderliche Kapitals ober die Beentträch'igimg teS angemessenen Unterhaltes für ihn ober leine Famllie «ur Folge haben würde; in vielem Fall kann auch die Zahlung in den im G,'fe» über das Reichiwlovser vorgesehenen Teil- 1 ftrogeu bewilligt werden. Der Minister gab über dies end iniieir Anregung hin die Erklärung ab, daß ber Begr-ifs „Fortführung des Betriebes" auch die notwendige weitere Entwicklung mtt umfasse Ferner wurde ausdrücklich festgelegt, daß ber Steuerpflichtige diese Vergünstigung auch schon im Beranla.gungSver fahren in Anspruch nehmen kann. Endlich aber wurde auch beschlossen, daß, soweit gegen dm von der Steuerbehörde m erfassenden vorläufigen Steuerbescheid Ein sprach erhoben wird, die Einziehung der Abgabe, soweit sie angrivedten ist, bis zur Zu strllnng des Einsvruch^b.'scheideS auS zu setzen ist. Damit war sachlich das an Milde erreicht, wac- wic beantragt batten, und so war auch uns die Möglichkett gogeftm. dem Gef?tzeStorso, wie er danach verabredet werden sollte, zuzustimmen Denn aber dabei zur Schonung der deutschen Witt schäft etwas erreicht wurde, so ist dieses nicht in letzter Linie auf unser (rintreten zurückzuführen. Freilich war der Weg bis in diesem Erfolg nickst leicht. Wiederum tauchten die ganzen Probleme auf, die uns bei ber Verabschiedung des NotvpferS ''elbst m ber National versa minlung beschäftigt haben Ersatz ber Vorlage und eines Teils des NotvpferS überhaupt durch Zwangsanleibe bildeten wiederum bet Gegenstand eines Teils der Besprechungen, m denen eine Rede des Reichs' van km äsidenten den iWwnift bildete. In ein dringlichen Dorten stellte er dtt Not des Reiches nochmals dem Ausschuß unb der ganzen Öffentlichkeit vor. Er bekannte 'rch als Freund der Zwangsanleihe, und eS ergab sich aus seinen Dar- legingen wiederum, wie recht wir srinerzett batten. Ada. tzerg t Lasur «itwaifnungs'rage b klarere Llll.uugnahme und tuten entichttdeneren Boll Da. nx> von 600 OnnruibeKttLera 400 fern vemd ax*aben. ree tue iküiicr bin ourgemten Minbent tnr Bem m* «5nx köioun. ba zeigt ftck daS Elend des ipQ und auch btt* icneai, die ie «xtooigm-ien hab- n Lebhafter Beisall int Sbaufe und auf bat Tribünen? Die Äbg.ott>ncien li > pten UoMA Dr Levt (L > Adolf Hoffmann Ä i und i? c bc* bour (U6B.) erklären unter lebhasD der- spruck ber Ü.-edrhei', der Präiident -et nicht ber rechtiat gewesen, m bw Debatte ttnGugrisen. Tie X^otbneicn Müller- Franttn (6.) und Trtwborn(Z) erllä en dog?gen bei Prästt dent habe nicht die bMt*ortnum>fb mann wird crsttcki tnr.xh schallend-» Ärfäticet.) Tee. Verlesung der betetts in b-r Pivse oeröstentlichtae Entscdlieitzmg des baDnijdxn tanbtagc« grgai die Cntentrfotbcaineöi wird mit großem Beuall auf- grnminn en. In der dritten Lesung wird der Notetat für 1920 bewilligt. Sodann folgt die zweite Beratung des Reick-siuurSbalts bet Titel ..Dehnnim- nerium" Der Titel wird genehm.gr mit t^m brau gestellten Anträgen The Neuordntma ber Mili- ichtSordnung wird gegen die Linke abg*- - Angenommen wirb die Änieg-mg, ein Berzetchni» der vorhandenen Wasfen anzuseitigen Ter Musiker-Antrag ber Sozialdemokraten wird adaelehm. Ter Antrag BrÜninphauS auf Bermeh- rang der Hauptleute wird mit den Stimmen bet bürgerlichen Parteien gegen die Linke angenommen, desgleichen der glricpe Antrag aus Erhöhung bet Schlußsumme des 1b;p tel» 4 aui 221 Millionen Matt Ter unabhängige Antrag aus StreichunW des Posten- für Sportbekleidung nnrb abgelehnt Zum Titel ..Marinew-sen" wird der gemeinsame Antrag BrünttighauS auf 8ermebriina der Ü'opi- tulantenstellen angenommen. Ebenfalls angenommen untb der Antrag Müller-Franken (6. > aus Einführung der kaufmännischen Buchiührung in Willn lmShrvcn. Ter „Meine ÄYeuier" w rb gegen die Linke und einzelne Temofraten bewilligt und ber Titel genehmigt. TaS Gesetz über die lieber. gangSwtttschatt wird bei Zweidrittel-Lumsenhett der Mitglieder mit Kveidrtttelmehrhett angenommen. Es folgt die zweite Beratung deö Gesetzes übet die Betricbsbilanz und die Betriebsgewinn- und sie jetzt noch bedrücken .6* wahr!, Nut dtt oll- yrx-ue Endow ftrung nmd den Fiiedeu der Belt sichern und dtt Borau. »etz^tigen de» wahren Bö^ kcrbunde» schäften, der da» jea der so»ialmi'a ngt Ter gerne msorne An, rag ber bür «erlichen Parteien ttnfl, ha« die AuskunstSettettung sich auch am dte Unterlagen der Bilauz grünten muß, eine Lerpllichtung zur Bvttegimg von Biltittzimterlagen aber nicht besteht Tamit schließ! die Tratte. Der unakchäwpge Antrag wird geo-n die Linke ubgelchnt mb f 1 m der AuSsckmnfassung angenommen. Auch zu 8 la roetoen der jntrooangiflt nxt der wztaldems* kvatische 2lr.tcog abgrietmi. Der bürge liche triff angenommen Ter Rest des Gesetzes wich nach den Bricktzüslen deS AuSscha se? genehmigt Es folgt der LuÄckurßberick» für btt Geschäft so rd- Tiimg, dunb den beantragt wird, bie Genehmigung zur Stvafvertzo^gung ber Abgeordneten Eichhorn. Tettber und Ernst « verjagen. Das bt»- schließt demgemäß. lern A.trag Oe? ->fchäftS- ordinrnesanSsckRifs''S gemäß beschließt dod Xxa? «tanfhtinmmg eine4 Autzschus e- >ur Untersuchung ber gegen den 5rnäbatngSettnuJtt zi. Dermes erbe Mn en Borivürte Tonnerstag 1 Uhr: Weheg-tttz. BiersteM-r. Seme Boriagen, Lxner-.s7ireroel!ati«ni. - Schluß dUbr Was^reillft du nur eigralltch mtt bem vund'^ fragte er irmidrr. „Tu weißt doch daß ich dtett aufsäs-igen Tiere nicht leSen mag . . ." „Tas scheint aber erst in letzter Zeit so «r sein," arrtroortrtr der Sohn. „Bor einem Fabre noch haltest du doch selbst sogir brei ömtbe pr gleicher Zett." „Nun gut," dann hat sich eben mein Keichmack inzwischen geänbert Und nun mag ich bie Hunde ebei n -cht mehr." „Ich ar.n dir mal etwas jagen, Brttr: tttz ar pflichtet, der von der Landrt-entralbehörve )u bestimmenden Demobilwachungsbehörde Anzeige zu erstatten, bevor sie 1. Betriebsonlagen ganz ober teilweise abbrechen oder bisher zum Betriebe gehüriae Sachen in anderer tone dem Berriw entziehen, insbesondere veräußern ober betrieb-untauglich machen. Jo fern hierdurch die gewerbliche LeistungSsühtgkeir brt Unternehmens wesentlich verringert wird. Diese Vorschrift findet aus »um Betriebe gehörige Rechte fhmgemä&e Anwendung; 2. Betriebsamagen gwrz oder teilweise nicht bo nu-en, sofern hierdurch •) in Betrieben ober fdMtarJxpen BctriebS- teilen mit in der Regel iDortaer als Mei- Hundert Arbeitnehmern zehn Arbeitnehmer, b' in Betrieben ober selbständigen Betriebs- teilen mit in der Regel mindestens zwei- hundert Arbeitnehmern fünf vom hundert der im Betriebe beschäftigten Arbeitnehmer- Sbl jedenfalls aber wenn mehr als fünfzig rbcitnehmer fnr Enilassuna kommen. Die Arviarpflicht besteh, nicht bet Unterbrechungen und Einschränkungen in der Betriebsführuna, die durch die Eigenart brt Betrieb» bedingt srnv. Die 8eeW4fiflte Maßnahme darf ohne Kr- frimnrung der zuständigen DernobilmachungSbe^ dörde im Falle t mrv vor Ablauf von sechs Wochen, im Falle 2 nicht vor Ablauf von vier Wochen noch Srr Erstattung der Anzeige getroffen werben. Wirb fit nirtz inner bald eines Monat- nach Ablauf der im Sähe 1 diese- Abfahrt und Im Falle brt fi 4 Abs. 1 Nr. 1 inner halb etnrt Monats nach Abtaui der dort festgesetzten Fristen getroffen, fo ist unter den Voraussetzungen brt Abs. 1 die Anzeme erneut zu erstatten. Muh eine Maßnahme der im Abs 1 Nr. 2 bezeichneten Art mholae unvorhersehbarer Ereignisse sofort getroffen werden, so ist die Aryrige unverzüglich, spätestens innerhalb von bcei tagen, nach. «i nolen. Unverzüglich, sväteftenS innerhalb von drei Tagen nach Erstattung der Anzeige, sind die im betroffenen Betrieb ober selbständigen Betrieb«,eile vorhandenen und die für ihn bestimmten ßorrdtr an Ötofh- und Betriebsstoffen, insbesondere Brenn- stoffen, und Halbfabrikaten vollständig und mäht» heikSgemäh der zuständigen DemobilmachungSbo- hörde mitzuteilen. w Als Arbeitnehmer im Sinne dieser verord- nung gelten die Arbeitnehmer im Sinne brt Bv- trieb« rätegesetzrt. 8 2 Innerhalb der im «1 Abs. 2 festgesetzten Frist und im Falle brt § 1 Abs. 3 innerhalb von 4 Wochen nach Erstattung der Anzeige darf ohne sÄenehmigung der zuständigen Demobilmachung«, behörde eine die ordnungsmäßige Führung ort Betriebs beeinträchtigende Veränderung der Sachoder Rechtslage nicht vorgenommen werden. Insbesondere darf über die im z 1 Abs. 4 genannten Vorräte nur im Rahmen der ordnungsmätzen Führung des Betrieb- verfügt werden. I 3. Tie zuständige DemobilmachungSbehörde hat tm Benehmen mit Betriebsleitung und Betriebs Vertretung, geeianetensallS unter tzeoan- ziehung von Sachverständigen, insbesondere der zuständigen Yochorganisativnen (z. D. wirtschaftliche Setbstverwaltungskörper, GtßenhandelSstel- len) und brr amtlichen Berufsvertretungm, unverzüglich aufzuklären, welche Umstände die bv- absichtigte Maßnahme veranlassen; die Aufklärung muß innerhalb der an § 2 genannten Fristen durchgefühtt fern. Die Aufklärung bat sich auch darauf zu erstrecken, welche Hrlfsmaß- nahmen zur Behebung wirtschaftlicher Schwierigkeiten brt Betriebs angezeigt erscheinen. Die Landrtzentralbehörben und-die zuständigen DemobilmachungSbehörben werben ermächtigt, alle Anordnungen zu treffen, die geeignet erscheinen, die tatsächlichen Verhältnisse brt Betrieb« auf- zuklären und Zuwiderhandlungen gegen 8 2 zu verhindern. i 4. Die zuständige Temobilmachungsbehörde ist ermächtigt, 1. im Falle brt 8 l M. 1 Nr. 1 dir im S 1 Abs. 2 festgesexte Frist auS zwmyrnben Gründen um einen Monat und. falls weiterhin zwingende Gründe vor liegen, um weitere zwei Monate »u verlängern. Die Vorschriften bet tz- 2. 3 bleiben entsprechend anwendbar; Ä. im Falle brt § 1 Abs. 1 Nr. 1 und 2 die an 6 l Abs. 4 genormten Vorräte, im Falle bei I 1 Aos. 1 Nr. 1 auch die vom Abmmch ober der Entziehung bedrohten ober betroffenen Gegenstände lSachen und Rechte) zu be* schtagnahmen und zugunsten brt LandrtfiSlus zu enteignen. Statt der Enteignung kann die Uebertraguno der Gegenstände aus eine von der Demobilmachungsbe Hörde zu bestimmende andere Person mrtgrforodyen werden. Die Beschlagnahme darf nur innerhalb der m 86 2, 4 Abs. 1 Nr. I genannten Fristen erfolgen: die Enteignung oder Uevertrasung muß spätestens binnen 2 Wochen nach Ablauf dieser Fristen ersolyt sein. Tie Beschlagnahme hat die Wirkung, daß ohne Genehmigung der DemobilmachungSbehörde die BornaAmr mm verSnderunyen et tat betroffenen likarnftänöen verboten ist und daf; rrdjtordert- liche Verfügungen über fie nichtig sind Den rechtsgeschäftlichen Verfügungen stehen Lerfügungen gleich, die im Wege der Zwangsvollstreckung ober Arreswvllzieknmg erfolgen. Der von bet Beschlag, nähme Betroffene ist verpflichtet. die Gegenstände während der Dauer der Beschlagnahme zu tret* wahren und pfleg! rch ra behmtdein. Tie Beschlagnahme verliert ihre Wirkung mit der Enteignung ober Uebcrtragimg ober, falls eine solche nicht statt- findet, mit dem Ablauf her im Abs. 1 Nr. 2 gv- nannten Fristen. Tie Ausübung der im Abs- 1 festgesetzten Befugnisse erfolgt durch Zustellung änrt entsprech«^ den Deschlufses an den Inhaber oder Letter brt Betriebs. Sobald die (Enteignung> ober lieber^ tragung-anordmmg dem Betroffenen »ugebt, geht das Eigentum an der Sache oder das entzogene Recht auf den Landesslskus oder die üt der Anordnung bezeichnete Person über. Gegen die Fristverlängerung nach Wf. 1 Nr 1 kann Einspruch bei der LanbeszentralbehSrde erhoben wecken. Tie Beschlagnahme und Uebcrroeifung wn Brennstoffen im Sinne der Verordnung vom 24. Februar 1917 (Rerch^-Gesetzbl. S. 167) erfolgt lediglich durch den Reichskommissar für die fiüblen- Verteilung und die von diesem ermächtigten Stellen entsprechend den hierfür geltenden Vorschriften. Die Enteignung oder Uebertragung an eine andere Person nach Abs. 1 Nr. 2 hat aogen an* gemessene Entschädigung, die den Tagespreis brt Tages der Beschlagnahmte nickt übersteigen darf, mi erfolgen; entganjmer Gewinn ist nicht zu erstatten. Durch die Enteignung ober lieberttagimg darf bie orbnungSmäßiqe Fuhnrng bet übrigen Teile brt Betriebs nickt beeinträchtigt werden, sofern nach Lage ber Sache eine Weiterführung bes Betriebs ht Frage kommt. Gegen bte Ftfb- fttzung ber Entschädigung ist innerhalb von sechs Monaten von ber Zustellung brt Festsetzung--- beschlussrt an ber ordentliche Rechtsweg zuläftig. Die Bestimmungen der Verordnung zur Behebung der dringendsten Wohnungsnot vom 9. Dezember 1919 (ReichSgefekblatt S. 1968) bleiben unberührt. 8 5. Ist eine Anzeige entgegen 8 1 nicht erstattet. fo sind die Befugmsie der Demobil- machungsbehörde aus Ktz 3 und 4 an die dort genannten Fristen nicht gebunden. 8 6. Die Bestimmungen dieser Verordnung finden keine Anwendung, a) wenn die im H 1 Abs. 1 bezeichneten Maßnahmen auf Anordnung oder mit Zustimmung erner dafür zuständigen Behörde ober mit behördlichen Befugnissen auSgestatteten Stelle erfolgen: b) auf Maßnahmen gemäß 8 1 Abs. 1 Nr. 2, bie lediglich als Mittel in wirtschaftlichen Kämpfen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern verwendet werben. 8 7 Der den Vorschriften bet tzh 1. 2. 4 ober bat nach § 3 Abs. 2 ergangene» Anordnungen vorsätzlich zuwider handelt, wird mit Geldstrafe bis zu hunderttausend Mark und mit Go- fängnis bis zu einem Jahre ober mit einer dieser Strafen bestraft. Bei Fahrlässigkeit tritt Geldstrafe bi- zu fünfitgtaufenb Mark ein. Neben der Strafe können bte Gegenstände, auf die sich die Zuwider Handlung fcsttM, ein* gezogen werden, ohne Unterschied, ov sie dem Tater gehören ober nicht. 8 8. Der ReichSwirtschaftSnmnster und ber Reichs arbeitsmimster erlassen gemeinsam bie et> fnrber(tcf>en AuLführungsanWeisungen. 8 9. Die Berorbnung tritt mit dem Tagt der Verkündung in Kraft. Berlin, 8 November 1920- Der ReichswirtsckaftSminister: vr. Gcholz. Ter Reich-ar bei tsminister: vr. B raunS. Stadt, tebensmirtdamt m «e Dose 6.— Wt 9 50 Mk. Sterilisierte «ronmück (Värrmnarke) Wurstkonserven Etdien Bohnen Kernseife QünbCTirnr Atzi-chttN tag von 9—12 U-r Norm, und 9—6 Uhr naztwn. S«nSta«s nur von 9—12 Uhr tont 1307B Gießen, bat 81 Jmnmr 192L Der Cbert ürgetmm ft*r. (Lebeti^ mftttUmt) Sonberausaabe: Sckavaneschmaltz zu Tagrttnnfen Cornedfeef “ ~ Für bie FrldbereinigKng Stünlte^ sogen gnr alsbaldigen Ausführung vergeben werden: l. Planieren von Gewannwegen. 2 Lose 38000 m 2 Anfahren von Stücksteinen. 8 Lose 70 eba 3. Aufsetzen von Steinen 70 ebtn 4. ChaujfttrungsarbeiUn 280 qm 5. Anfahren von Röhren 400 Ztr. 6. 'Drainagearbeiten 4000 m Die Derdtngungsunterlagen liegen auf ber Bürgermeisterei Münster offen, wo auch die Angebote txr. schloffen, mit entsprechender Susschrist oerseheu und postfrei in Prozenten bei Kostenanschlags eixgu* reichen sind etöffnungstmnta am Mittmoch den tz. Febr. 1921, vormittag« 10 Uhr, m der DamerfcheA Wirtschaft zu Münster. Gießen, den 31. Januar 1921. stefstsche AulkurlnfpeKtion Gießen tz. Steinbach, vaurat. ItzOSV ZtammholzverW^ 1. Aus dem Gemeindewald Wißmar sollen im Wege de- schriftlichen Angebots verkauft werden: a) Lichen: Distrikt 22b vreiterod Los 1 Nr. 1 — 1 Stamm 3. Ä1. — 1^9 Fm.. Los 2 Nr. 2-12 ä 11 Stämme 4 Jtl — 8,60 Fm., Los 3 Nr. 14-168 = 146 Stämme 6. Ä1 ä 63.87 (Jm. b) Fichten Distrikt 17 Asteldach Los 4 » 97 Stimme 2. ÄL = 125,78 Fm., Cm 5 » IN Stämme 8. ÄL = 108F1 Fm 2. Aus dem Demeindewald val-böden: Fichten: Distrikt 13a Faberftück Los 1 I. JD. = 25 Fm., Co« 2 II. ÄL « 60 Fm.. Los S in. ÄL = 26 Fm , Los 4 IV ÄL 10 Fm Distrikt 12 Hardt Los 1 L 81 «3 Fm.. Los 2 n. ML c 7 Fm.. Los 3 m. ÄL « 17 Fm.. Los 4 IV. ÄL ~ 7 Fm. Die Gebote sind für den Feftmeter - getrennt nach Losen und Gemeinden - bis zum 16. Februar ds Fs. mittags 12 Uhr an das BOrgermeifteramt in Krofdorf abzugeben und müsten den Dennerd enthalten. daß Bieter sich den hier gültige« allgemeinen tzohoerkaufsbedingungen unterwirft Nähere Auskunft erteilt 8» 1. Förster Curas m Wißmar, zu 2. Hegemeister Saleck in Salzbäden. firofborf, den 81. Januar 1921 __Der Bürgermeister _______1328V Sch ml VrMWkMmU Am Montag den 14. Februar 1921. vor» mittags von 10 Uhr ab, nerftetgert die Oberfärftertf Strupbach ht der Wirtschaft Äupp in Erda ans den Distrikten 43 u. 45, Talderg: Eichen: 12 Stämme L ÄL ä 22,69 Fstrn., 9 Stämme 2.