nr.l Der «letzener WU« erscheint täglich, sicher Sonn- und Feiertags. Monatliche Ve^ugrpreise: Mk. 4.25 einschl. Träger- lohn, durch die Post Mk. 6.- einschl. Bestellgeld. Mit »Sport-Umschau- Mb. 5.50 einschl. Trägerlohn, durch die Post Mk. 6.25 einschl. Bestellgeld. Fernsprech. Anschlüsse:^ für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten. Lnrelaer «letzeu. PoftfcheÄ.nto: zraolju« a. M. 11686 Erster Blatt 1U Jahrgang Montag, 3. Januar 1921 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: YrühNche Umv.-Vuch- und Steüttruderei H. Lauge. Zchrlstlewmg, Geschäftsstelle und Druckerei: Zchulsttatze 7. Annahme von Anjeigea für die Tagesnummer bi* zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärt» 45 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz. Vorschrift 20*7f Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Ienz; für der Anzeigenteil: H. Bech, sämtlich in Dietzen. Gespaltene Abstimmung. Aus Beu then O.-S. nird uns geschrieben: Ter Gewaltbeschl der BotschafterVonseren-, die Reichsoberschlesier nach den Einl)eimisctzen abiTim» meu pu Lassen, hat in allen deutschen Kreisen Ober- sÄeftens wie ein Tonnerschlng gewirkt. Auch den Gutmütigsten, die noch an eine gerechte Plebiszit- regierung glaubten, sind jetzt die Awgen geöffnet. Frankreich will für die Polen retten, was Mi retten rst, auch um den Preis des Rechtsbruches. Artikel 88 des Versailler Vertrages soll nun einfach „an- gewendet" werden. Mit ferner Silbe aber spricht der Artikel 88, auch nicht deffen Anhang mit seinen sechs Paragraphen, von einer Spaltung des ge- meindeweffen Abstimmungswerkes. Wenn man schon die zwei Gruppen der Abstimmenden getrennt halten will, warum hat die Entente nicht den Vorschlag gemackst, die Abstimmung der Jßüger" vor der allgemeinen Abstimmung ftattfinixm zu lassen? Warum ist sie auf den -Vorschlag der deutschen Re- ttienmfl, über eine getrennte, aber gleichzeitige Abstimmung in Köln wenigstens in Verband!ungenl ermutretrn, überhaupt nicht ein gegangen? Tas brutale Diktat, das wieder einmal beliebt wird, ist au durchsichtig, als daß man nicht die Beweggründe erkennen könnte. Tie Franzosen, die von den Dolen so glänzend unterrichtet werden, wissen ganA genau, daß das WstimmungSeryebnis der Einheimischen, besonders in den Ortschaften, nicht eine halbe Stunde lang geheim gehalten werden kann. Ter Terror der Polen wird sofort wissen, wo er eimusetzien hat, um die Zahlen bei der spä- teren Abstimmung der Zugereisten zu „verbessern". Diese Gefahr, die die zeillich verschiedene Abstimmung mit sich bringt, kann durch keine behördliche Mastnohme verhindert werden. Die Note der Bvt- schafterhmsevenz spricht zwar von der Unmittelbar- ieit der Erörterungen zwischen der deutschen Rvgio- rmtfl und der interalliierten Kttmnrission in Oppelln, laber es handelt sich, wie 'weiter gesagt ist. lediglich darum, ,X>\t Frage der Beförderung der Stimmbe- rechtigten zu regeln". Also um eine Nebenftrge, Hie an der gewaltsamen Zerteirlung der A'stim- rnung und an den geheimen Absichten der Polen pichts ändert. Don dem neuesten Treiben der Polen, das auf tne tollsten Wahlstörungen hinzielt, macht sich der Außenstehende wohl kaum die richtige Vorstellung. Vor einiger Zeit richtete der Furstbisel»? von Breslau, Bertram, einen kirchlüben Erlaß an die katholische Geistlichkeit Oberschlesiens, sich jeder Wahlagitation zu enthalten. Was uuen dre Polen? Sie fügten sich dem väterlichen Rat des Kirchen- «obersten? O nein, sie brachten die polnische Volksseele, soweit sie darüber verfügen, zum Kochen und setzten es bei der interallLiierten Kommission durch, daß Derrn Bertram die Einreise nach Oberschlesien verboten wurde. Erst die Weihnachtsbitte des Papstes, verkündet durch Monsignore Ogno, den apostolischen Kommilsat für Oberschlesien, mutzte kommen, um den Fürstbischof ins Recht zu setzen. Ter Papst untersagt allen Priestern jedweder Nation aufs strengste, im Abstimmungsgebiet Propaganda Ku treiben, ihre Privatmeinung zu äußern und bei den Wahlen ihre Stimme abzugeben. Also die katholische Kirche wünscÄ die Unparteilichkeit bis zum Aeutzersten. Mrd sie von der interalliierten Kommiffion Unterstützt? Eine andere Protestbewegung gegen die polnischen Machenschaften: Tie Führer sämtlicher oberschlesischer Arbeiterorganisationen oller Richtimgen, man beachte: einscklietzlich des polnischen Proletariats, hatten am 30. Dezember im Zentralhotel in Kattowitz eine Konferenz, in der die unhaltbaren Sicherheitszustände in Oberschlcsün besprochen und eine Abordnung von fünf Arbeiterführern bevoll- mächtigt wurde, mit dem Chef der interalliierten Kommission in Verbindung zu treten und ernste Vorstellungen bei ihm zu erbeben. Wird General Le Rond zu sprechen sein? Wird der General die Protestresolution beachten, die der Magistrat und die Stichtverordneten von Tarnowitz soeben an die Kommission nach Oppeln eingesandt haben? In der Nacht zum 25. Dezember wurde ein Sprengattentat auf das Tarnowitzer Kaiser-Wilhelm-Tenk- i7ial verübt. Durch das Bubenstück wurden auch die Einwohner der Stadt schwer betroffen. Ter Schaden beträgt viele Tausende. Aehnliche Verbrechen sind in letzter Znt in Sckovpinitz begangen worden. Do bleibt die Rübe und Sicherheit, die die Ententekommission bei Uebernahme der Regie- rungSgewalt in Oberschlesien feierlich zu wahren versvrochen hat? Was geschieht gegen die neue Putschneigung der Wrsantykreiie? Was hat es für eine Bewandtnis mit den 25 000 Soldaten der Haller-Armee, die sich in Zivil in Oberschlesien rum treiben, angeblich zur Abstimmung beurlaubt? Was bedeuten die zahlreichen polnischen fFronttrupven, die in der Provinz Posen an der vberscklemchen und schlesischen Grenze im Quartier gelegt worden sind? Tie Mliierten haben vor ter Geschichte und vor ihren eigenen Völkern die Verantwortung, daß das oberschlesische Abstimmungsdrama nicht zu einer blutigen Tragödie wird. Die Entwaffnung. Berlin, 31. Dez. MTB.) Wie die Entwaffnung Deutschlands ist, geht aus einer Zusammenstellung der Blätter über die Herabsetzung der deutschen Landesstreilkräfte auf hie 100 000 Mann-Grenze hervor. Fast 40 000 Offiziere sind entlassen, nur noch 4000 bleiben im Heere. Alle Offiziere und Mannschaften des Beurlaubten- Standes wurden aus chren militärischen Dienstverpflichtungen entlassen. 5000 Geschütze, 5 Millionen Handfeuerwaffen, sowie SO000 Maschinengewehre wurden zerstört. Alle Lenkluftschiffe, 14 000 Flugzeuge, 26 Flugmotove wurden abgeliefert oder zerstört. Demgegenüber hat das französische Heer an Flugzeugen 3 Iagdregimenter, 5 Bombenregimenter, 7 Beobachtungsregimenter, im ganzen 928 Kampfflugzeuge und 512 Beobachtungsflugzeuge. — In Ergänzung dessen, was die letzte Note der deutschen Regierung über die Festungsfrage mitteilte, ist nachzutragen, daß beantragt war, der Festung Königsberg 390 Geschütze zu belassen, bewilligt wurden nur 30. Pillau sollte 75 behalten, bewilligt wurden nur 36. Der Festung Swine- münde wurden 32 Geschütze bewilligt. Die Festung Ulm, die Geschütze behalten sollte, erhält kein Geschütz, ebenso Küstrin nicht. Damit ist Berlin einem Einfall vom Osten schutzlos preisgegeben. Englische Stimmen. London, 31. Dez. (Holl. Nieuws- birreau.) Der „Evening Standard" bemerkt im Zusammenhang mit der gestrigen Kabinettssitzung, daß England, omoohl es im allgemeinen befriedigt sei über die Art, wie Deutschland seine reguläre Armee aufgelöst habe, doch mit Frankreich einig sei in dem Widerstand gegen das Fortbestehen irregulärer Streitkräfte. Das Blatt erklärt, wenn die deutsche Regierung nicht sofort einen entscheidenden Schritt tue, um rhre Verpflichtungen bezüglicy der Entwaffnung zu erfüllen, werde Frankreich ermächtigt werden, handelnd aufzutreten, was den sofvr, tigen Vormarsch des ganzen Heeres und eine weitere Besetzung bedeuten würde. Paris, 31. Dez. (Wolff.) Nach einer Havasmeldung aus London besagt eine Reutermeldung, der englische Minister des Aeuße- ren habe bisher noch keine Mitteilung erhalten, daß die deutsche Regierung den britischen Geschäftsträger in Berlin benachrichtigte, Deuffchland werde, falls die Alliierten die Weigerung der deutschen Regierung zur Auflösung gewisser militärischer Formationen nicht annehmen würden, die auf der jüngsten Brüsseler Konferenz gemachten Zugeständnisse in Sachen der Reparation zurückziehen. London, 31. Dezember. (WTB.) Die „Times" erklärt: Die französische und die englische Regierung seien sich einig, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausführung der von Deutschland übernommenen Verpflichtungen zu sichern. Die alarmierenden Gerüchte über bte Entwaffnungsfrage seien unzeitig, da die (Situation nicht für kritisch gehalten werde. Der „Daily Expreß" hebt in großem Druck hervor, daß Deutschland nicht in der Lage ist, mit den Alliierten einen neuen Krieg zu beginnen. Einberufung des Reichstag-? Berlin, 31. Dez. Der Fraktionsvor- stand der Unabhängigen im Reichstag hat durch den Abgeordneten Levebour an den Reichstagspräsidenten ein Schreiben gerichtet, in dem Ledebour im Namen des Vorstandes der Fraktion ersucht, den Reichstag sofort e t n z u b e r u f e n. Das Verhalten der Regierung bei den Verhandlungen mit den Ententemächten, insbesondere die Verheimlichung entscheidender Noten mache es dringend notwendig, daß der Reichstag seinen Einfluß bei diesen Verhandlungen zur Geltung bringe. Line veschwerdenole Frankreichs. Berlin, 31. Dez. (WTB.) Me der deutsche Boffchafter in Paris mitteilt, ging ihm eine Note der französischen Regierung zu, in der behauptet wird, daß Deutschland in einer Reihe wesentlicher Punkte gegen die in Spa übernommenen Verpflichtungen verstieß. Die Note schließt: Die französische Regierung nimmt, soweit sie beteiligt ist, schon jetzt M von diesen Verstößen, die Deutschland gegen die feierlich übernommenen Verpflichtungen begangen hat. Die alliierten Regierungen werden über die Verstöße zu befinden haben. Nach dem Prodoboll von Spaa sollten die Konttollbommissiouen berichten, ob die deutsche Regierung die übernommenen Verpflichtungen loyal erfülle. Deutschland bemühte sich nach besten Kräften und in voller Loyalität, den Anforderungen des Protokolls gerecht zu werden. In Den Ländern der Alliierten wurde der Erfolg dieser Bemühungen von den Staatsmännern wie im Parlament und in der Presse anerkannt. In der vorliegenden Note aber sollte offenbar, um den im Spaaprotokoll festgesetzten Termin vom 1. Januar zu wahren, alles zusammengefaßt werden, was nach Ansicht der Kontrollkommission überhaupt als Mangel ober Verfehlung in Betracht tommen konnte. Eine Unterredung mit dem Minister- prüfideutcn LuegyeS. Paris, 2. Jan. (Wolffs Ein Vertreter des „Petit Patijien" hatte mit dem MiuÄrrpräjiden- ten Lehgueseine Unterredana über die äußere Lage Frankreichs zu Beginn des neuen Jahres. Leygues gab seiner vollen Befriedigung über diese Lage Ausdnuk. Frankreich behübe sich im Einverständnis mit England Tas habe sich besonders bei den letzten Zusammenkünften gezeigt. Gin schwieriges Problem neben allen anderen sei augenblicklich Kirch die Frage der Entwaffnung Deutschlands gestellt. Er könne sagen, daß alles normal verlaufe. Die französische Regierlmg habe Deutschland alle Verstöße gegen die Bestimmungen ws Friedensvertrages mitgeteilt. Marschall Fachs Bericht sei von der interalliierten Militär Kommission in Versailles gebilligt worben. Tie Regierungen der Alliierten befaßten sich jetzt mit dieser Frage und es werde jedenfalls demnächst eine Besprechung zwischen den dlliierten Ministerpräsidenten über die Haltung ftattfmben, die man gemeinsam cin- -unehmen gedenke. Bei dieser Zusammenkunft wurden, aber noch andere Probleme, besonders die Orientfrage befrmbdt werden. Tos ivesent- liche Bestreben Frankreichs sei, mit Großbritannien in vollkommenem Einverständnis zu bleiben. Frankreichs Feinde hätten zuviel Interesse daran, die beiden Länder zu trennen, als daß man sich nicht bemühen sollte, das Einvernehmen so eng ivie möglich zu erhalten. Frankreich brauche im übrigen keine besondere Mühe hierzu aufzuwenden. Ein deutfch-englischeS Abkommen. London, 2. Jan. (WTB.) Die „Times" meldet, daß ein Abkommen von einem Sekretär des Auswärtigen Amts und dem deutschen Botschafter unterzeichnet worden sei. Dieses Abkommen regelt die verschiedenen Privatvermögen in Deutschland und die Abtretung des in England befindlichen Privatvermögens deutscher Staätsangehöriger. Amtlich wird folgende Note bekanntgegeben.- Der heutige Besuch des deutschen Botschafters im auswärtigen Amt hat keinerlei Bezug auf die Frage der Entwaffnung. Es handelt sich nur um die Unterzeichnung eines englisch-deutschen Abkommens, das die Rückgabe von Vermögenswerten betrifft, welche englische Staatsangehörige während des Krieges in Deutschland hatten und umgekehrt solcher Werte, welche deutsche Staatsangehörige in Großbritannien hatten Frankreich unb die Verfolgung deutscher Kricgsbefdjulbigten. Berlin, 31 De». (Wolff) Der deutschen Friedensdelegation in Paris ist nachstehende Note von dem französischen Minister für auswärtige Angelegenheiten zuge-- gangen: In einer Reihe von Schreiben aus der Zeit vom 30. Juni bis &um 17. Juli hat Herr Goep- vert an meinen Amtsvorgänyer das Ersuchen gerichtet, den Oberrevcbsanwalt in Leip-ig über eine Anzahl deutscher Reichsangehöriger, die von den deutschen Justizbehörden unter der Beschuldigung der Zuwiderhandlung gegen die Kriegsgrsetze verfolgt werden, die von diesem gewünsäiLen Auskünfte *u erteilen. Ich beehre mich Ihnen miZuteilen, daß da keine der in den erwähnten Schreiben genannten Personen auf der dem Schreiben vom 7. Mai 1920 beigefügten Liste von Beschuldigten enthalten ist, hinsichtlich derer im Protokoll von Spaa vom 9. Sfculi ein besonderer Wog für die Auskunftsbeschafftlng vorgesehen ist, b’e französische Regierung dem Ersuchen ferne Folge geben kann, lieber die Fälle hinaus, auf die srch das eben genormte Schreiben bezieht und für die dieser besondere Weg der Auskunftsbeschaffung zugelassen fft, beabsichtigt die fvcvrzösische Rsgienmg in der Äuskunftserteilung an die deut schm Justizbehörden nicht von dem üblüben Verfahren abyrgeben. Indessen wird dem Rechtshilfeersuckren der deutschen Justizbehörden und mehr nrxf) ihrem Ersuchen um Auskünfte, soweit sie Beschuldige betreffen, die auf der am 3. Februar 1920 übersandten Liste der Schuldigen, nutzt aber auf der besonderen Liste in dem vorgenannten Schreiben vom 7. Mai behandelten 45 Fällen Reben, feine Folge gegeben werden, da die französische Regierung hinsichtlich ihrer die ihr durch Artikel 228 und 23 des Vertrages von Versailles Merkannten Rechte unberührt aufrecht zu erhalten wünscht. Die Note befaßt sich dann mit der Frage des Rechtshilfeersuchen des Obervejchsanwaltes in den Unter» uchungen gegen die Kriegsbeschuldigten. Solche Ersuchen sind übrigens nicht erst , seit dem 30. Juni, fonbem schon seit Mitte März in großer Zahl von der Friedensdelegation gestellt worden. Die Note unterfdieibd drei Sorten von Fällen. Der diplomatische Wey soll barm ein- geschlagen werden, wenn es sich um Beschuldigte handelt, die weder auf der Liste der 45 Fälle, noch auf der großen Auslief erungsliste vom 3 Februar stehen, gegen die aber der Oberreichsanwalt auf Grund anderen Materials das Verfahren eing^leibet hat. Der in Spaa vereinbarte unnriti elbareSchrfft-- verkehr zwischen dem Oberreichsanwall und dem französischen Justizministerium soll dem Wortlaut der Vereinbarung entsprechend auf die Fälle bre am 7. Mai übersandten Liste der 45 Fälle beschränkt bleiben. In Sachen der Beschuldigten, die -war nicht auf der Liste der 45, wohl aber lauf der großen Kuslieferungslifte fteben, wrd keine Rechtshilfe geleistet. Die frary fi'd>? Regierung erklärt, sich den in dem Strafartikel des Friedens- vertrages vorgesehenen Anspruch auf die Auslieferung dieser Personen und ihrer Aburteilung durch fran-ösische Gerichte wohren -u wollen. Sie glaubt diesem Anspruch etwas zu vererben, warn ixe box Oberreichsanwalt für das deutsche Unters uchungs verfahren Mskunft be* schaffen ließe. Ter deutsch-ungarische Handelsvertrag. Budapest, 31. Dez. Die ungarische Presse begrüßt aufs wärmste den Abschluß des deutsch-un aarischen Handelsvertrages. „Pesti Hirlap'^ schreibt: Die Aufnahme der Wirtsazaftsbeziehungen z« Deutschland bildet ein Kettenglied in jenen mannigfaltigen Beziehungen, welche, durch das Kriegsende und die Revolution unterbrochen, jetzt durch andauernde, schwere Arbeit wiederhergestellt werdend sieben beit wirtschaftlichen Rücksichten muß jedoch das Handelsabkommen and) aus politischen Gründen freudig begrüßt werden. Bon dem Uebereinkommen ermatten wir die Erneuerung und Vertiefung der traditionellen Freundschaftsbeziehungen mit Deutschland. Diese Freundschaft bestand während des Krieges die größten Belastungsproben, als Ströme deutschen und ungarischen Blutes für dasselbe Ziel flössen. Nach dem Friedensschluß verleiht uns das eigene Unglück Verständnis für Deutschlands nationale Katastrophe. Die Interessen der beiden schwergeprüften Nationen fordern, daß sie sich in peinlicher, mühseliger Arbeit wiederaufrichten und mit Freundeshand unterstützen, sind ja so viele Feindeshände bereit, beide in den Abgrund zurückzustoßen. England und Rußland. Moskau, 31. Dez. (WTB.) In dem amtlichen Bericht über den Gang der Verhandlungen zwischen England und Som- jetrußland heißt es: Am 30. Juni schlug die englische Regierung vier gmnbfegenb« Bedingungen für die Erneuerung der Handelsbeziehungen mit Rußland vor: 1. Somjetrußland und England verpffichten sich jeder feindlichen Harrdlung gegen biet andere vertragschließende Partei zu entsagen. 2. Zwischen den beiden Ländern ftndet ein Austausch der Kciegsge.angenen sta t 3. Beide Länder bezahlen den Bürgern des anderen Landes die gelieferten Waren und die gegifteten persönlichen Dienste. 4. Die Bedingunaen für die Erneuerung des Warenaustausches sind auszuarbeiten. Die Bedingungen wurden von Somjetrußland angenommen, was der britischen Re^reruna am 7. Juli mitgeteili worden ist. Tste englische Regierung, die noch unlängst die Julibedingungen anerkannte, hat jetzt die Stellungnahme dazu völlig geändert. Heute lehnt England die im Juli übernommenen Verpflichtungen schroff ab. Die Sowiet- regierung hat daher beschlossen, ihren Vertreter Krassin zu Beratungen nach. Moskau zurückzurufen. vethmann hollweg f. Hohenfinow, 2. Jan. (Wolff.) Del frühere Reichskanzler Dr. v.B ethmonn-Holl- weg ist in der vergangenen Nacht nach Firner Krankheit verschieden. Die Beisetzung frnbel am Mittwoch nachmittag 3 Uhr in Hohenfuww statt. Theobald v. Bethmann-Hollweg wurde geboren am 29. November 1856 in Hohenfinow bei Eberswalde. Sein Großvater war der bekannte Kultusminister der liberalen Aera 1858—1862. Nach beendetem juristischen Studium trat Bethmann in den Verwaltungsdienst ein, 1899 wurde er Regierungspräsident in Bromberg, drei Monate später Oberpräsidenl von Brandenburg. 1905 wurde er preußische Minister des Innern, 1907 B zepräsi- dent oes preußischen Staatsministierrnms unb Staatssekretär des Reichsamts des Innern an Stelle Posadowskys. Nach Bülows Rücvritt wurde Bethmann-tzollweg am 14. Juli 1909 Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident und trat von diesem Posten im Jahre 1917 -urück im Anschluß an die innerpolitischen VerhÄtnisse, die durch die bekannte Friedensresolution des Reichstages bedrngt wurden. Bethmann-Hollweg gehörte ?89O kurze Zeit dem deutschen Reichstag als Abgeordneter für Oberbarnim lReichs Partei) an. Seit 1889 war er vermählt mit Martha Elise o. Pfuel, geb', am 21. April 1865. Berlin, 2. Jan. (WTB.) Zum Hin scher- den des früheren Reichskanzlers von Bethmann-Hollweg erfahren wir Folgen^ des: Bethmann-Hollwm war bis -um letzten Tage geistig und körperlich frisch und rüstig Am vergangenen Mttlwoch zeigten sich die ersten Spuren einer Erkrankung. Nach einer Rückkehr von einem Spaziergang wurde er in seinem Schlafzimmer ohnmächtig porgefanden. Der Artzt stellte eine Rippenfell- und Lungenen t-ü n düng fest. Am Trmnerstag war Bethmann geistig noch frisch und vertznactzte einige Zeit in lebHatcm Gespräch mit einem Besucher. Am nächsten Morgen stellte der aus Berlin berufene Professor LazaruS fest, daß es sich um eine schwere doppelseitige Erkrankung handelte. Die Krankheit machte rapide Fortschritte. Abends zeigten sich leichte BewaßtM seinsslörungen. Die Nacht verbrachte der Kranke ziemlich ruhia Am Sanstag trat ein schwerer, Schwäche cm fall ein. Seitdem war der Kranke ohne Bewußtsein. Im Saufe des Tages f^^e^,eire lcichrs Besserung ein^utreten. In der zweiten Morgenstunde des Sonntags vQPtzied Bethmann-Hollweg1 Aus Stabt ttttb Land. Gießen, den 3. Ion. 1921. Die wichtigsten Daten des Jahres 1920 in Gießen und Oberhesteu. 11. 1. Hochwasser in Gießen. 13. 1. Einstellung des Straßenbahnverkehrs tn Gießen wegen Hochwassers. 15. 1. Große Eimchränkungen des Verbrauchs von Gas und Elektrizität im Zusammenhang nnt dem Hochwasser 22. 1. Schneiderstrerk in Gießen. 15. 1. Ankunst des ersten Kriegsgefangenentrans- vorts in Gießen. 1. 2 Erste Sitzung des Wuchergerichts für Die Provinz Oberhessen in Gießen. 1. 2. Einweihung des neuen Bootshauses des Vereins Rudersport in Gießen. 2. 2. (bis 31. 3.) Zwischensemester der Landesuniversität für Kriegsteilnehmer usw 25. 2. Ausgabe einer Anleihe der Provinz Oberhessen in Höhe von 10 Millionen für den Ausbau der Ueberlandzentrale Wölfersheim. 1. 3. Verdoppelung der Fahrpreise auf der Eisenbahn. 3. 3. Ausgabe einer Anleihe der Stadt Gießen in Höhe von 4,5 Millionen Mark. 10. 3. Letzter Kriegsgefangenentransport: das Durchgangslager Gießen hat etwa 36 000 Heimkehrer ausgenommen 26. 3. Eröffnung des Liebigsnruseums. 14. 4. Ein Kohlendieb durch einen Sicherheitspolizisten erschossen. 11. 5. Spielplatzwerbetag in Gießen. 28. 7. Beginn des ersten ordentlichen Vertreter - tages der evangelischen Theologen schäften Deutschlands und Deutsch-Oesterreichs in Gießen. . 18. 8. GeneralstreikdrohiM in Bad-Rauhenn wegen Verhaftung eines Felddiebes. 6. 10. Versammlung des Lahnkanalvereins. 11.10. Großfeuer in der Dampf Ziegelei zu Lich. 8.11. Großfeuer in der Eulerschen Zigarrenklsten- fabrik in Gießen. 29.12. Die Stadtverordnetenversammlung in Gießen beschließt die Erhebung der Grund- und Gewerbesteuer: zwei Tage später die Besteuerung des reichssteuerfreien Einkommens. * Zur Linderung der Wohnungsnot bewilligte die Stadtverordnetenversammlung am 17. April für Wohnungsneubauten 700 000 Mk., für Notwohnungen weitere 100 000 Mark und an die Baugenossenschaft von 1894 ein Darlehen von 200 000 Mark. Am 7. Juni wurde der Baugenossenschaft von 1894 ein weiteres Darlehen von 400 OfO Mark b w llig^ sowie ch Vorschuß von 100 000 Mark und dem Eisenbahnheimstättenverein ein Darlehen von 200 000 Mark. — Am 26 Mar erwarb die Stadt den Steins Garten für die Unterbringung eines Teiles der Stadtverwaltung zum Preise von 350000 Mark. Für die Herrichtung des Steins Gartens bewilligte die Stadtverord- neienversaMmlung am 23. Juni 235 000 Mark sowie für die innere Ausstattung am 24. Dez. weitere 175 000 Mark. Der Brotpreis für einen Bierpfundlaib betrug vor dem 1. Januar in Gießen noch 1,66 Mark. Vom 1. Januar ab kostete der Bierpfund- larib 8,35 Mark und am 1. Mai wurde der Preis für vier Pfund Brot auf 4,25 Mark erhöht. Ein Brötchen kostete vor dem 1. Januar noch 5 Pf., ab 1. Januar 8 Pf., ab 15. Januar 10 Pf. und vom 1. Mai 15 Pf. Der Aartoffelpreis im Kleinverkauf wurde am 14. Januar auf 18 Pf für das Pfund erhöbt und am 1. Februar auf 23 Pf. Für die Jrühkartosseln aus der neuen Ernte wurde am 15. August ein Höchstpreis von \30 Mark für den Zentner festgesetzt. Arn' 23. August wurde dieser Jrühkartoffelhöchstpreis auf 25 Mark herabgesetzt und am 1. September auf 22 Mark für den Zentner. Für die eigentlichen Herbstkartoffeln wurde die Zwangswirtschaft aufgehoben, später sedoch wieder ein Höchstpreis von 25 Mark für den Zentner eingefuhrt, als eS im freien Handel zu Unzuträglichkeiten kam. Als Protest gegen die hohen Kartoffelpreise traten die Wölfersheimer Clektrizitätsarbeiter am 20. September in den Ausstand, wodurch Oberhessen für einige Tage ohne elektrische Beleuchtung war. Die Fleischpreise wurden vor Aufhebung der Zwangswirtschaft zum letztenmal am 21. Juli erhöht und zwar für Rind- und Kalbfleisch aus 8 Mark und für Hammelfleisch auf 5 Mark für das Pfund. Eine Straßenbahn fahrt in Gießen kostete bis zum 1. ?lpril noch 20 Pf.; dann wurde der Fahrpreis auf 25 Pf. erhöht, am 7. Juni auf 30 Pf., am 30 Oktober auf 40 Pf. und neuerdings gar auf 50 Pf. DieTotendesJahres. 1. 1. Geheimer Kirchenrat D. Eck. 16. 1 Geheimer Regierungsrat Professor Dr. W. Will. 2. 2. Realschuldirektor Dr. Otto Knauß. 23. 2. Geheimerat Professor D. Dr. Siebeck. 8. 3. Professor Dr. Wilhelm Bousset. 12. 3. Geheimer Medizinalrat Prof Dr. Strahl. 16. 6. Geh. Rat Dr. Andreas Breidcrt. 17. 7. Geheimer Justrzrat August Metz. 24. 6. Geh. Hofrat Professor Dr. Hansen. 28. 7. Fürst Karl zu Solms-Hohensolms Lich. 29. 7. Fürst Wolfgang zu Psenburg-Mdingen. 15. 8. Geh. Kommerzienrat Dr. h. c. S. Heichelheim. 30. 9. Amtsgerichtsdirektor a. D. Geheimer Justiz- rat Heinrich Gebhardt. Neujahrsanfang. Das neue Jahr hat in Gießen einen ruhigeren Einzug gehalten, als seine Vor- Aänger. Die Äuchtkugeln und Raketen, die sich von dem Rückzug unserer Truppen hier vielfach noch in den Händen der Bevölkerung befanden, sind aufgebraucht oder abgeliefert. Nur wenige Leuchtkugeln, ganz vereinzelte Raketen stiegen trotz Verbotes um die Jahreswende in die Luft. Dafür wurde um so mehr bengalisches Licht abgebrannt und die sogenannten Frösche tanzten mit lautem Knall durch die fast menschenleeren Straßen. Tas regnerische Wetter, mit dem das alte Jahr non uns Abschied nahm und das neue Jayr uns begrüßte, ließ auch nicht den üblichen Straßenverkehr auffo mitten. Dafür spielte sich in den Cafts und den Restaurationen ein um fo lebhafterer Verkehr ab. zerr und Vorstellung der Chremfeer. — .Luhtlprel- theater wie gestern. * * * Aufgeklärter PelKdiebstahl. Es gelang der hiesigen und der Kassier Kriminal- polizei, den Pelzdiebstahl bet Kvetzschmar aufzuklären. Als Täter wurden zwei als Einbrecher bekannte Personen rn Kassel festgenommen und auch noch Pelze, die aus dem Diebstahl von Kretzschmar stammen, in deren Besitz vorgefunden. * ♦ Festgenommen wurde ein von der Staatsanwchtschaft Schweinfurt steckbrieflich verfolgter junger Mann. * * Besitzwechsel. Optiker Magnus veräußerte sein Hans, Blockstraße 10, an einen Herrn Wagner in Biedenkopf und erwarb das Anwesen der Heinrich Kri^b Erben, Stephansttaße 31, für 90000 Mk. • • Der Sanitätsverein zu Gießen hielt am 30. vorigen Monats eine außerordentliche Generalversammlung ab mit der Tagesordnung: Vertragskündigung der Aerzte zum 31. Dezember 1920. Verschiedene Mitglieder äußerten sich über die bedeutend erhöhten Gebührensätze der Aerzte und äußerten sich über die Wohltaten des Sanitätsvereins, der es auch den wirtsclaftlich schwachen Bürgern ermöglicht, die in der Privat- praxis der Aerzte normierten Sätze bezahlen zu können. Es wurde der Beschluß gefaßt, entsprechend der neuen Aerzteforderung den monatlichen Beitrag aus den Minvestsatz von 10 Mk. festzusetzen. (Siehe Anzeige im heurigen Blatte.) * * Die Lichtspiele Sel ters weg teilen uns mit, daß der Harry Pielfilm: „Das fliegende Auto" noch zur heutigen 1/29*U6r- Vorstellung auf dem Spielplan bleibt. Ab morgen nn. Dar m stadt, 2. Jcm. Die Silvesternacht ist hier verhältnismäßig sehr ruhig verlaufen. Im LalGestheater kam die „Fledermaus" tn wohlaelur.gmer Darstellung zur Ausführung. Von den Kirchtürmen wurde das neue Jahr durch Pv- saunenchörc feierlich eingeleiter. Die Schießerei beschränkte sich in der Hauptsache auf ein paar Frösche. 4 Bad-Nauheim, 2. Jan. Tas alte Jahr schloß nach altem Brauche mit einem feierlichen Silvestergottesdienste in der Tankeskirche. Ter Andrang dazu war so stark, daß der große Raum nicht alle Besucher ausnehmen konnte. Ter Gesangverein „Frohsinn" verschonte die Feier durch dem Ernst der Stunde angemessene Chöre. Um die Jahreswende erschollen vom Johannisberg feierliche Chvralmelodien des Posäunenchors. Aus den Straßen war das Leben in der Neujahrsnacht verhältnismäßig ruhig: lebhafteres Treiben herrschte in vielen Lokalitäten. In beiden Sälen des Kurhauses war zwangloser Gesellschaftstanz. Oeffentliche Siloesterfeiern mit Tanzveranstaltungen sanden außerdem noch in verschiedenen Cafes und Hotels des Kurviertels statt, so im Kurpark-Casino, im Rosenhof, im Hotel Bristol, welches u. a. Fritz Schlotthauer vom Mainzer Stadttheater und Carl Sau ermann vom Frankfurter Opernhaus als Bortragskünstler gewonnen hatte. Ter Neujahrtag und der heutige Sonntag gehörte noch den Vereinen und standen noch ganz im Zeichen des Weihnacktsfestes. Ter Gesangverein „Freisinn" hatte gestern in der Turnhalle einen! wH.'gelungenen Unterhaltungsabend: die Ka t h »- lische Vereinigung veranstaltete heute im Sprudel- Hotel eine vornehme Weihnachtsfeier mit abwechslungsreichem Programm und anschließendem Ball. Die erste Nummer der Sport-Umschau Wochenschrift für Turnen, Sport und Spiel liegt stets der Dienstags-Ausgabe des Gießener Anzeigers bei, die folgenden Nummern werden an den Dienstagen des Monats Januar kostenlos eingefügt werden. Damit ist unseren Lesern Gelegenheit geboten, sich von den zeitgemäßen Bestrebungen und von der Reichhaltigkeit dieser Sportbeilage zu überzeugen. Von Februar ab bezieht man die Beilage gemeinsam mit dem Gießener Anzeiger unter der Bezeichnung ,,Q i e ß e n e r Anzeiger mit Sport-Umschau“ zu M. 5.50 monatlich, einschließlich Trägerlohn, durch unsere Zeitungsträgerinnen und Zweigstellen in Stadt und Land. Durch die Post beträgt der Bezugspreis M. 6.25 einschließlich Bestellgeld. Selbstverständlich kann der Gießener Anzeiger auch ohne Sport-Umschau zu dem seitherigen Bezugspreis gehalten werden. Die Sport-Umschau als Sonderausgabe, mit blauem illustriertem Umschlag ausgestattet, ist von heute ab im Einzelverkauf zu M. im Buch- und Straßenhandel sowie in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers zu haben. Durch die Post beträgt der Bezugspreis M.3.— monatlich einschließlich Bestellgeld. Die Sport-Umschau wird als Beilage zum Gießener Anzeiger und als Sonderausgabe zusammen zunächst in einer Auflage von über 25000 herausgebracht und stellt somit ein einzigartiges Empfehlungs- und Ankündigungsmittel dar für Anzeigen, die sich an die Sport-, Turn- und Spielkreise und - Vereinigungen in Oberhessen, sowie in den Kreisen Marburg, Wetzlar, Dillenburg und Siegen wenden. Der Geschäftswelt wird diese günstige Reklamegelegenheit ausgezeichnete Erfolge und den Vereinen die ersehnte umfassende Verbreitung ihrer Sport-, Spiel- und Versammlungsankündigungen bringen. Anzeigen für die Sport-Umschau werden jeweils bis Freitag vor Erscheinen in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers entgegengenommen, woselbst auch Jede weitere Auskunft gerne erteilt wird. Verlag des Gießener Anzeigers. Der Heberschuß aus den Einnahmen des Abends wird zur Neuanschaffung der abgelieferten Zmn- pseifen der Orgel in der Bvnifatiuskirche verwandt. Eine schöne Weihnachtsfeier bot heute auch die Ortsgruppe der Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener ihren Mitgliedern in der „Waldlust". Ter Turnverein 1860 wiederholte heute vor vollem Hanse in der Turnhalle des bei der Weihnachtsfeier des Vereins mit so viel Beifall aufgenommenen Weihnachtsmärchen in d-vei Bildern „Weilmachten im Zauberwalde", nachmittags für die Kinder, abends für Erwachsene. Fd. Frankfurt a. M., 1. Jan. Auf Anregung des Doyens des hiesigen KvnsularkorpS, des großbritannischen Generalkonsuls Gosling, sand heute mittag im Fürftenzimmer des Römers ein Peusahrsempfang des KvnsularkorpS statt, an dem u. a. die Konsuln von Belgien, Italien, Teutscb-Oesterreich, F.ankreich, Großbritannien, Niederlande, der Ifchoci/vslowakischen Republik, Spa- men, Norwegen, Schweden, Schweiz, Türkei, Kolumbien, Mexiko, Dänemark, Finnland, Chile, Venezuela usw. tellnahmen. Bon den Frankfurter Behörden 'hatten sich eingefunden txc Spitzen der Reichs- und Slaatsbehörden, der Rektor, der Universität, das Präsidium bet Handelskammer, die beiden Bürgermeister und eine Anzahl Magistratsmitglieder. Geneualkonsul Gosling wies m seiner Begrüßnngsanspvache daraus hin, daß dank der Vernunft und dem Arbeitswillen der benfenben und intelligenten Elemente der Arbeiterschaft bte bisher obwaltenden Schwierigkeiten glücklich über* wunden seien. Es sei zu hosten, daß das fleißige und energische deutsche Volk im Jahre 1921 der Faktor der Wiederherstellung des neuen Deutschland sein werde. Oberbürgermeister Voigt erwiderte bestätigend, daß das verflossene Jahr für dos deutsche Volk ein ungemein schweres gewesen sei und das die großen Hemmnisse, bie der vollen Entfaltung der aufbonenden Eigenschaften des beut- scheu Volkes entgegertftänben, in dem Mangel an Kohlen und Rohstoffen und der Teuerung aller Lebensverhältnisse zu suchen leien. Nur bte Wieder- erkenntnis und lebendige Betätigung der Gemeinsamkeit und Zusammengehörigkeit der Menschen und Völker könne einen schönen Sonnenaufgang besserer Zeiten bringen. — Mir kurzer zwangloser Unterhaltung der Beteiligten schloß der Empfang, dem die historischen Räume des Römer einen würdige nRahmen verliehen. [i Marburg, 1. Jan. Der gestrige Neu- icchrsmarkt brachte unserer Stadt einen gewal- ligen Verkehr, besonders seitens der fugendlichen Landbevölkerung, die in zahlreichen Lokalitäten dem Tanz huldigte. Für die Verkaufs -und Spielbuden reichte der Markwlotz bei weitem wiche aus, auch dre angrenzenden Straßen und Plätze müßten noch m Anspruch genommen werden. Die Neuiahrsnacht verlief, mit wenigen Ausnahmen, ruhig. Veranstaltungen. Montag- Stadttheoter, 6Vr Uhr Opern- I ga ft Uriel des hessischen Lonoestheaters „Tie lustigen I Weiber von Wiwdsvr". — Caft Lech, 8 lEyr, Kon- gclangt der Film „Die lebende Fackel" zur Vorführung. Näheres siehe Anzeige. ** Druckfehler. Im letzten Leitauffatz ^Jahreswende" muh es naÄrlich heißen, daß die Ausführung des Fnedensvertrages uns in diesem Jahve allein über 41 Milliarden (nicht Millionen) gekostet hat, was unsere Leser wohl schon selbst berichtigt haben werden. Kreis Friedberg. Eine neue Rosensotte. fd. Bad-Nauheim, 2. Jan. Auf dem hiesigen Güterbahnhof tourben süns pyramidenförmig verpackte Rosmftöcke angehalten, die sich durch ihre merkwürdige Schwere auszeichneten. Als man der Sache nachging, entdeckte man in jedem Kübel je einen Zentner feinsten Weizenmehls. ♦ 4 Bad-Nauheim, 2. Jan. Eine große öffentliche Versammlung zur Gründung eines Konsumvereins sand heute nachmittag im Thalisienhof statt. Sic war aus allen Schichten btr Bevölkerung gut besucht. Der Leiter des Gießener Konsumvereins, Diener hielt einen ausführlichen Vortrag über das Konsum- und Genossenschaftswesen und gab in der Aussprache Erläuterungen dazu. Der Verein kann bereits als gegründet betrachtet werden, denn die dazu nötige Mitgliederzahl ist schon weit überschritten. Ein Ausschuß wird die Vorbereitungen treffen. Starkenburg und Rheinhessen. Verhaftete Mörder. fd. Mainz, 2. Jan. Im benachbarten Armsheim ist vor einigen Tagen die ledige Milchhändlerin Schwenk von angeblichen Hamsterern überfallen und in ihrer Wohnung erdrosselt worden. Die Mörder entkamen mit dem Schmuck, den Sparkassenbüchern und dem Bargeld der Getöteten ungehindert. Nunmehr wurden als die Mörder die Gelegenheitsarbeiter Wenz aus Mom- bach, Deister aus Gau-Mgesheim imb Klein aus Geifenheim verhaftet. Anstifter ist Wenz gewesen. Die Verhafteten haben bereits ein Geständnis abgelegt. Die Stillegung der Opelwerke. rm. Rüsselsheim, 2. Jan. Der Betrieb der Opelwerke wird auch weiter stille stehen, nachdem durch die Stellungnahme der Arbeiterschaft zu dem Schiedsspruch des Schl ichttmgsaus sLusses sich verschärft hatte. In einer Abstimmung der Arbeiterschaft, in der etwa 1500 Mann anwesend waren, haben sich mir etwa 250 bereit erklärt, bat Schiedsspruch anzunehmen. Kreis Wetzlar. Dynamitaltentat in Ehringshausen. Fd. Wetzlar, 2. Jan. Im benachbarten Ehringshausen hatte man auf Grund von Anzeigen in der letzten Zeit bei bestimmten Personen Haussuckiungen nach Waffen vvrgenommen. In der Neufahrsnacht wurden nun vor die Türen des Bürgermeisters, deS Wachtmeisters Jacob und eines Sattlermeisters Dy na mitpa t r o- nen gelegt, die explodierten yyb einen bedeutenden Sachschaden an richteten Ungezählt: Frnßer» scheiben gingen in Trümmer, dagegen sollen Menschenleben, soweit bis jetzt feststeht, nicht zu Schaden gekommen sein. Der Anschlag wird mit den Haussuchungen in Zusammenhang gebracht. Wir erfahren hierzu noch von einem Mitarbeiter: Zu furchtbaren Ausschreitungen ist es hier während der Neufahrsnacht gekommen. Junge Leute, die zum Teil in den Bergwerken be,chäftlgt find, hatten sich Dynamit, Handgranaten und dergleichen Dinge zu verschassen gewußt und suchten dannl Rache an den Leuten auszuüben, bie dem modfenlangen Unfug der Jugend entgegengetreten waren. An ter Bürgermeisterei, in der der Bürgermeister wohnt, brachten sie Dynamit zur Entzündung. Hausein- gang, Flur und Treppe sind furchtbar zugerichtet, alle Fensterscheiben zertrümmert: verletzt wurde zcun Gluck memanb. Dem Polizeijergeunten awr- sen sie eine Stielhanbgranate tn dis Zimmer, so daß alle Möbel, Fuschoden und Decke schwer besckädigt sind. Einem Sattler meister legten sie den Sprengkörper in den Haus- s l u r, der vollständig zertrümmert ist, ja die Decke wurde durchgeschlagen und die Türen eingedrückt. Auch das Eishuus ist an'/httneiä» durch Tynimit schwer befd>äbigt. Tie Stcherheil.spol i-ze> traf noch in der Neufahrsnacht von Wetzlar ein und sperrte das Dorf ab. Der KreiSral und die Polizeibch^iid^ aus Wetzlar trafen gestern früh ein. Zwei Polizeihunde verfolgten bte spuren bis zum Nüßchen Till. Mehrere Personen, darunter ein ehemaliger Felbwebel, wurden verhaftet. 60 Mann Sicherheitspolizei patrouillieren das Tors ab und haben die beschädlgten Gebäude ab- gesperrt. Den Schaden schätzt man auf50—100 000 Mark. Ein weiterer Bericht eines unserer Mitarbeiter besagt: Ein Tynamitanschlag wurde in der Sll- vesternacht gegen 12 Uhr auf das hiesige Bürger- meiftcreigebäude, das AmtsgerichtSgebäude, die Wohnung des Polizciwachtmeisters und die Wohnung eines anderen Einwohners verübt. Bei dem Bürgermeistereigebäube wurden vorher alle L e i tun g sdräht durchschnitten, wodurch der ganze Ort in Tuntel gehüllt war. Der Eingang zum Bürgermeisteramt ist vollüändig zertrümmert: die übrigen Gebäude sind ebenfalls nicht unerheblich beschädigt. Auf den Polizeiwaclit- meister wurde, als er um 12 Uhr nach Hause ging, eine H and g rana te geworfen, die jedoch glücklicherweise nicht explodierte. Außerdem wurden verschiedene schar fe Schü s s e in seine Wohnung durch die ^Fenster gefeuert. Menschenleben sind bei dem Anschlag nicht zu Schaden gekommen. Tie Explosion ist weithin hörbar gewesen. Trei verdächtige Personen sind festgenommen worden. Zur Aufrechterhaltung der Ruhe mtb ö sentlichen Sicherheit sind 50 Mann Sicherheitspolizei in Eh rings- hausen ,eingetroffen. Es her lautet, daß der Arn schlag seinen Grund in einer polizeilichen Suche nach nichtabgelieserten Militärwaffen habe. Aus dem Amtsverkündiaunqsblatt. ** Da s AmtsverkündigungSbiatt Nr. 192 vom 31. Dezember enthält: Sberfütterung von Hafer. — Verkehr mit Süßstoff. — Reinigung der Schulräume. — Brennhoffausgabe an Kriegsbeschädigte und -Hinterbliebene. — Einsendung der Abdeckcreiverzeichrtti'je. — Bi:h"euckjen. — Feld- beremigungen Münster, Klein-Linden und Lich. Bersütterung von Hafer. Unternehmer landwirscbasllicher Betriebe dürfen ihren selbst- gebauten Hafer aus der Ernte 1920 an das im Betriebe gehaltene Vieh verfüttern, soweit sie ihn nicht nach den Bestimmungen der Reichsgetreidestelle über bie Minbestabltesemngsschuld:gkeit von Hafer abzuliefern haben. Tie Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung tn Kraft. Der ansteckende Scheidenka t a rr h ist unter den Rindviehbeständen der Gemeinde Langs dorf erloschen. Die P s e r d e r ä u d e ist unter dem Pferdebe» stand des Otto Rück zu Stockhausen erloschen. Die Maul- und Klauenseuche ist in Sauter erloschen. Die Gemarkung Sauter wird dem Beobachtungsgebiet für das Sperrgebiet Queckborn angegliedert. Kirche ttnö Scbule O Schlitz, 1. Jan. In dem unter „Kirche imb Schule" in der gestrigen Nummer des Gieß. Anz. gebrachten Bericht ist ein Druckfehler unter» laufen. Der Reformator des hiesigen Schulwesen- heißt S ch l e z, nicht Schüaz. 2lußerbem muß es am Schlüsse des Berichtes heißen: Schlez ist der Großvater des durch seine schönen Kinder lieber bekannten Georg Ehr. Tieffenbach. Vereine und Veranstaltungen. ** Die Freie Turnerschaft Gießen veranstaltete am 1. Januar irn Restaurant „Philo- sophenwald" ihre diesjährige Weihnachtsfeier, die sickV eines überaus zahlreichen Besuches erfreuen konnte. In ferner Begrüßungsansprache qcdachte der 1. Vorsitzende der im Kriege (ie- sallenen Mitglieder und übergab dem Bereul eme Gedenktafel. Hieran schlossen sich Blitzstabwindübungen der aktiven Turner an. Ein vom Schüler- tumnxrrt 3 i r II er eingeübter Fahnenneigen mit Gesang der Schülevabteilung wurde exakt vorgeführt und fand ungeteilten Beifäll. Es folgte ein flott gespieltes Theaterstück Marmorgruppen beschlossen das Programm. — Am Sonntag schloß sich ein Familienausflug nach der .„Karisnuhe" an Vermischte». Eine Räuberbande. Magdeburg, 30. Tez. (Privartel.) Eine Räuberbande plante int benachbarten Pechau einen lleberfall. T« Kriminalpolizei erhielt Kenntnis davon und umstellte das Gehöft. In der Tunkelheit wurde bei der Durchsuchung des Gehöftes ein Schäfereibesitzer, der die Krimüvalboam- ten für Eitibrecher hielt und nur sie schoß, von den Kriminalbeamten, die ihrerseits diesen für einen Einbrecher hielten, erschossen. Die Bande rribst hatte Zeit zu entfliehen. Sie wurde aber in Magdeburg ermittelt und festgenommen. * Ludwigs Hafen a. Rh., 31. Dez. (Wolff.) In der vergangenen Nacht wurde in den Räumen des Metall- und Fabrik arbeiterverbandes in Sudwigshafen schwerer Einbruch verübt. Der durch Hausbewohner verständigten Polizei §elang es, bie Verbrecher nach einem hartnäckigen Fe'uergefecht festzunehmen. Bei dem Feuerwechsel wurde ein Schutzmann erheblich verwundet. Einer der Diebe erhielt einen Bauchschuß, ein zweiter mehrere Arm- und Bein- Ifdjüfie. • (Erfurt, 3L Dez. (SBofff.) Im Werk Erfurt der Deutschen Werke A -G. wurden umsan ffreiche Verhaftungen vorgenommen. Es handelt sich um Diebstähle in Pistolen teilen, die nach einem thüringischen Waffenort verschoben und dort zu Pistolen verarbeitet wurden «WtlhelmSvaven, 31. Dez. (Wolfs.) In der verflossenen Nacht gegen 2 Uhr wurde der Verwalter d^r Postanstalt in Sande von fünf maskierten Männern aus dem Bett geholt und unter Drohungen gezwungen, die unter seiner Verwaltung stehenden Wertsachen herauszugeben. Die Räuber erbeuteten für etwa 50 000 Mark Postwertzeichen und 150 Mark Wechselgeld. Handel. Berlin, 31. Dez. Börsen st im° mungsbild. Nach den gestrigen erheblichen Steigerungen trat bei Börsenansang ziemlich unvermittelt ein empfindlicher Rück schlag ein, der mit stärkeren Realisationen wegen der unbefriedigenden, verwaltungsseitigen Mitteilungen über die Gefchäftsaussichten in den gestrigen Generalversammlungen der Bismarckhütte und der Gelsenkirchener Bergwerksgesellschaft wie auch mit den ungünstigen Ziffern des Rcichsbankausweises begründet wurde. Von Montanwerten erfuhren Bismarckhütte, Buderus, Harpener und Thale Rückgänge von 20 bis 25 Proz., die anderen Montanwerte von 8 bis vereinzelt 15 Prozent. Die übrigen Jndustriepapiere büßten bis 10 Proz. ein und nur Hamburg-Südamerikaner waren um 30, Rheinische Metall um 22, und Deutsch-Uebersee um 40 Proz. rückgängig. Eine unverändert feste Haltung bewahrten Goldschmidt, Bergmann und A. E. G., und die in diesen Papieren sich fortsetzenden Aufkäufe, die Goldschmidt bis 820, Bergmann bis 360, und A. E. G. bis 330 leigerten, bewi rkten im Verlaufe eine we- entliche allseitige Kurserholung, von der be- onders die anfangs am stärksten gedrückten Papiere Nutzen zogen. Das anfangs stille Geschäft belebte sich im Verlause wesentlich. Bank-, Valuta- und Rentenwerte waren ws- nig verändert. Devisenpreise mäßig rückgängig auf die Erwartung einer Besserung des Markkurses im neuen Jahre. Die zu Ein- Leitskursen gehandelten Jndustriepapiere erfuhren mit wenig Ausnahmen überwiegend weitere Kursbesserungen. -Frankfurt a. M., 31. Dez. Börsenstimmungsbild. Tie Verstimmung, welche an der Mittagsbörse auf dem Montanaltienmarkte vorherrschte, wurde auf die wenig befriedigende Mitteilung bei der Gelsenkirchener Ges. und Bismarck- hütte Mrückgesührl, auch gab der Ausweis der Reichs bank zur Zurückhaltung Anlaß. Tie Tendenz gestaltete sich an der Äbenübörse wieder fester, be- svrü>ers am MonLmmarkt, wo sich für einzelne Werte Nachfrage emstellte. Buderus mäßig erholt 737.—, Oberbedarf 341 fester. Unter den Banken waren Nationalbank für Teutschland höher 201.—. Tie Umsätze gestalteten sich im allgemeinen nur in Kassaindustriepapieren etwas lebhafter, bei vorwiegend fester Haltung. Am freien Verkehr überwog Kausinteresse für Rastatter Waggons. 453V,— 456.—, ferner wurden genannt: Holzmann 361.— Benz schwächer 257.—. Elektro Bergmann sanden zu 365 Aufnahme, stiegen somit um weüeve 8 Prvz. Sckuckett 288, Lahmever 268.— je Zr, Proz. höher A. E G. 336V,. Unter den chemischen Aktien Scheideanstalt bevorzugt 921.—. Spiegel und Spiegelglas wurden bei lebhaften Umsätzen mit 540 20 Proz. gesteigert. Maschinenfabrik vorwiegend fest bei sehr bescheidenen Umsätzen. Tas Geschäft ließ später nach, doch gestaltete sich die Tendenz am Jahresschluß fest. Äuslandswette blieben vernachlässigt- »Schuhs. Aug. Wessel lebhaft 285.— plus 5 Proz., ebenso stiegen Metall Tannhorn 5 Prvz. "auf 290.—. Lothringer Gement 610.— schwächer. Fränkische Schuhfabrik 315,75 rationiert plus 158/* Prozent Frankfurt a M., 3. Ian. ,50 2H-25 . 1108,841111,15 1110,851113,15 574 976, 971,50 973,50 16,98 1135 Börsenkurse. 399, 343,50 341, 576, 345,75 339, 340. 432,50 429,- 435,- 425,- 7, 324. 285, 16,85 81,65 1 i ,98 16,89 81,35 12,92 319,- 284,50 501,- 295,- 31.12. 77,50 201,- 179,75 Wien . . . Lonbo». . Pari» . . New-Pork Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen 329.50 246,- 289, 785, 333, 336,50 288,- 7,60 902,- 23^25 2 >1,70 257,20 72,92 431,15 17,02 81,97 11,39 224,25 2'2,30 257,80 7',08 431,95 31.12. 9,05 4,39 9,20 255,30 253,30 73,44 433,45 200,75 254,70 257,70 73,29 432,65 179,50 199,- 194,75 550,- 408,25 400,- Marknotirrungen. Datum: 2,57 23,- 1,38 30. 12. 77,50 66,10 65,90 62,75 130, — 326,50 247,- 219,75 200,25 179,50 195,50 194,50 549,- 407,- 400,75 574,75 344,- 319,- 665,- 574,75 Kurs 31.12. 77,50 66,20 65,75 62,50 180, — 327,- 248,- 219,50 202,- 181. — 194,36 192,25 548,- 399,50 393,- 533ch0 337,- 319,57 655,25 570, - 459,25 332,60 287,- 505,- 294,75 London New-PorK. . . Doris...... Schweiz Spanien . . . . Wien (altes). . Deutsch-Oesterr. Prag...... Budapest . . . Bulgarien . . . Konstantinopel. 30.12. 8,97 4,40 9,- 30.12. 77,50 Drüssel-Antwerpen . Thristiania...... Kopenhagen Stockholm fielfingfors Italien........ Amsterdam. Rotterd. 2287,70 2292,30 2287,70 2292,30 ------ 452,- 453 - 455,5g 456,50 1148,85 1151,15 1134,85 1137,15 1141,35 1143,65 1138,85 1136,15 1443,S5 1446 45 1454,50 1437, 223,75 — • Datum: S •/, Deut. Ariegsanl. 4 */• Deut. Reichsanl. 3*/, Deut. Reichsanl. 4•/, Preutz Konsuls Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto Gesellschaft Dresdener Bank . . Nationalbank f. D. . Mitteld. Creditbank. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Loyd . Doch Gußstahlwerk . D.« Luxemb. Berg». Gelsenkirch. Bergw. . Harpener Bergbau . Oberschl-Gisenb.. B. . Oberschles. Eisenind. . Phönix-Bergb. Akt. . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. Tlektr. A. G. G. ... Schuckert. Werke . . Fellen» Guilleaume . Daimler Bud.. (Elfen*»,. Akt. . Adlerwerke...... 4 '/.Hess Staatsanl. . (Electron Griesheim . Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 30. Dez. 31. Dez. Frankfurt Berlin Abend» Schlutz- Schluß. Schluß- Kurs Kurs Kurs Züricher Devisenmarkt 31. 12. 3. i. Wechsel auf: Schweizer Franken Holland.......100 Fl. = 206.10 206 2.) Deutschland 100 Ttiu = 9.0c 8.95 Wien 100 ßr. --- 1.575 1.50 Prag 100 Ar. =■ 7.40 7 30 Paris 100 Fr. --- 39.- 38.70 London. 1 £ — 23 22 23.20 Italien 100 L. — 22 y0 22.75 Brüffel 100 Fr. = 40.95 40.80 Budapest 100 Är. — 1.15 1076 New. York 100 ? = 657 50 658 25 Agram 100 Är. = 4.10 4.15 (In einem Teil der Auftage wiederholt.) Siljiing der Stadtverordneten. Gießen, 31. Tez. 1920. Einziger Beratungspunkt ist die Magistrats- Vorlage über die Besteuerung des reichssteuerfreien Einkommens. Ter öffentlichen Sitzung, die um Vrll Uhr beginnen soll, gehl eine nichtöffentliche Sitzung voraus, die sich bis 11 Uhr hinziehl. Anwesend sind Oberbürgermeister Keller, die Beigeordneten Kling spor, Krenzien, Rosenberg, Seib, sowie 29 Stadtverordnete. Zur UrkundsPersonen werden erwählt die Stadw. Müller und Grobe. Oberbürgermeister Keller teilt einleitend nochmals mit, ivie sich die hessischen Städte verhalten haben. Aus den Mitteilungen, die wir zum Teil bereits in unserem Hauptblatte wiedergeben konnten, sei noch erwähnt, daß wie von der Stadtverwaltung Mainz mitgcteilt wird, die Stadt- vewidneten-Versammlung gestern die staatliche Mustersatzung unter Betonung der Zwangslage in der sich ine Stadt befindet, mit knapper Mehrheit angenommen hat. Wie der Oberbürgermeister ferner bemerkt, werden in nächster Woclie in Tarmstadt Verhandlungen zwischen den Vertretern der Hess. Städte und dem Ministerium stattfinden, um eine gerechtere Fassung der Steuer einzuleitcn. Tie letzige Fassung sei nur für ein Jahr. Vermutlich wird sich auch der Landtag erneut mit dieser Steuer befassen. Stadw. Schmäht (Freie Ver.) beantcrgt unter der Zwangslage die Magistvrtsvorlage an* zunehmen, da es keinen Zweck habe, weitergehende Anträge zu stellen. Tie weitaus größte Mehrzahl der Freien Bereinigung Ijabe in der letzten Sitzung für die Magistratsvorlage gestimmt uni) werde auch letzt dafür stimmen, denn nur so habe man Aussicht aus Anteilnahme am Ausgleichs ouds, während andererseits der Ausfall durch noch unange* nehme re Steuern gedeckt werden müßte. Stadw. Beckmann (USP) stellt fest, daß sich die Auffassung feiner Partei seit der letzten Sitzung nicht geändert habe. Stadtv. Detters (Soz.) erklärt, daß ferne Patter nur für den Antrag Mann stimmen werde, durch den Arbeiter karrm betroffen würden. Tie Anforderungen für Wh u gsbouten in der nächsten Zeit würden außerordentliche Mitter erfordern. Stadtv. Krausmüller (D. B.) stllt fest, daß ferne Fraktion geschloßen auf dem Boden der Magistvatsvorlage stehe. Er freue sich, daß er damit Seite an Seite mit der Freren Bereinigung stehe. Stadtv. Urstadt (Dem.) erklätt, bte Steuer sei schmerzlich wie alle Steuern urtb werde noch schmerzlichere Steuern im Gefolge haben. An der e teuer fei aber nicht die Schlechtgleit der Regierung, sondern die Not schuld. Es fei anderer- stits wertvoll, wenn in allen Volksgenoffen das Bewußtsten geweckt werde, daß alle an den Lasten gemeinsam tragen müßten. Praktisch müße man sich heute auf den Boden der Magistratsvorlage stellen. Im nächsten Jahre sei die Lage anders. Der Ettvag einer Mietssteuer dürse nur für Woh- mtngebauten aufgewendet werden. Dtadkv. Bekter? bemerkt, nochmal), datz feine Patter der Steuer nur angesiärts der Notlage zustimme. S .adtv. Schmäh! beantvagl Schutz der Debatte. Stadtv. Mann (Soz.) beantragt formell nochmals fernen Antrag. Stadtv. Erhardt (Dem.) schlägt für den Fall der Annahme der Magistratsvorlage folgende Resolution vor: 1. Tic Stadtverordneten Versammlung hält die Musterordnung der hessischen Regierung für unannehmbar. 2. Tic Stadtverordneten'Dersammlnng nimmt aber unter dem Zwange der Verhältnisse die Steuervorlage^ der Stadtverwaltung an. 3. Die Stadtverordneten Beriammlung hofft bestimmt, daß Verhandlungen der Reginrmg mit den Oberbürgermeistern der hesiifchen St.idtc über eine gerechtere Fassung der Steuer sobald wie möglich eingeleittt werden. Stadtv. Fourier (USP.) spttcht gegen die Anträge der Stadtverwaltung und Mann, die „Roßtäuscherpolitik" seien. stadtv. Mann glaubt nicht an eine Wirkung der Resolution, wenn nicht die Tatsachen iür sich sprächen. Htadtv. S chm ahl beantragt Abstimmimg der Resolution nach den einzelnen Sätzen. Wenn der Stadtv. Mann nicht an eine Wirkung der Resolution glaube, könne er sich von seiner Vorlage erst recht keine Wirkung bcrlDTCilxm Aus eine teilweise persönliche Auseinandersetzung zwischen Unabhängigen und Mehrh.itssozia- listen konnten wir bei der Enge des Raumes nickt etngefcn. Tie Abstimmung. Es entsvinnt sich eine ?lussprache darüber, welcher Anttag der weitergehende sei. Es wird beschlossen, über den Anttag Mann zuerst abiuftimmcn. Der Antrag Mann wird mit 2b gegen b Stimmen abgciefjnt, der Antrag der S ta b t - Verwaltung mit 22 gegen 12 Stimmen angenommen. Tic Resolution Erhardt wird im ersten lind zweiten Absatz einstimmig, im brittni gegen die Stimmen der Unabhängigen, die damit ihr Mißtrauen gegen die Regierung ausdrücken wollen. Schluß der Sitzung 8/*12 Uhr. Die Entwicklung der französischen Finanzen. Paris, 31. Dez. (WTB.) Im Senat wie- gestern bei der Diskussion über die vorläufigen! Haushaltszwölftel für Januar und Februar der Finanzminister Marshall nach, daß trotz bet Hoffnungen, die der Sieg eröffnet habe, die sich aber nicht verwirllicht hätten, das Land gewaltige fiskalische Anstrengungen gemacht habe. Die monatlichen Einkünfte, die anfangs 1919 589 Millionen betragen hätten, seien in der ersten Hälfte des Januar 1920 auf 1400 Millionen und in dem dritten Bietteljahr des Jahres 1920 auf 1688 Millionen gestiegen. Im Oktober 1920 aber habe man infolge neuer Einnahmequellen die Einnahmenziffer auf 2208 Millionen Franken herausgeschraubt. Die Einnahmen aus kurzfristig gen Äileihen, die im Jahre 1919 4 Milliarden! betragen hätten, würden im Jahve 1921 die Summe von über 37 Milliarden erreichen. Für die ersten 11 Monate des Jahres 1919 hätte sich ein Defizit von 21 Milliarden ergeben, das aber im Laufe des Jahres 1920 auf 11 Milliarde« herabgeschraubt worden sei. jSaxinSaät C> Ärztlich empfohlen bei Darmträgheit. Hämorrhoiden. ■ Übereil erhältlich Gießener Konzert-Verein Sonntag den 8. Jaanar 1911, naehmittaii 5 Uhr, In der neuen Aula ■weiter Kammermualkabend des Schörg-Quartetts Werke von Mozart, DvorAk und Beethoven. Elntrlltikarten: 7.-. 6.-, 5.-, 3- M. bei Ernst ChalHer und an der Abendkasse. Studentenkarten M. 2.50 nur im Vorverkauf beim Hausverwalter der Universität gegen Vorzeigung der Aus weisk arte. 49v Die ttr das 6. Kontert ansgegobeneu Abonnements- karten haben Gültigkeit Telephon 2143. 019 38 Lehnheim, den 30. Dezember 1920. Bürgermeisterei Lehnheim. Wickhardt. Bullen-Verkanf. Wegen Inzucht kommt ein Bulle der Gemeinde Zum Verkauf. Reflektanten können ihre Angebote schriftlich bis zum 8. Januar 1921 einreichen. Nähere Bebtngungen können vorher bei der unterzeichneten Stelle eingesehen werden. Universal Fußbodenöl anerkannt beste Qualität liefern nur an Wiederverkäufer 30 Oelwerke Gebr. Adler, Coblenz-L. van Bearles Bleichsoda wird stets in gleicher vlüte nnb Beschaffenheit hernestellt. Man verlange datier van Barries . nach Freigabe des Wortes Bleich, soda .ourch die Reichsbehörde beute auch ganz minder- tunlcr öer fälschlichen Benennung Bletchfoda verkauft werden. Paket M. 1.60. sAv va<1 Baerle A Co., Worms u. Rh. !!! Nutzbuttcr!!! (Tafclmargarine) verkaufen wir frisch elneettoffene Sendung bis Samstag den 8. Januar das Pfund nur zu..... Ecke SchloBg. BaB & Co. 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Januar entschlief sanft nach längerem Leiden meine inniggeliebte Schwester Fräulein Berta Nölting Vorsteherin der reichsdeutschen höh. Töchterschule in Riga. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Frau Johanna Laspeyres geb. Nölting. Gießen, den 3.Januar 1921. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. ^ald. ordentl. MWen ges. f. Priv.-HauSh., monatlich 120 M. Lohn. Im Sommer evtl. HauS- ob. i I' Todes-Anzeige Allen Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren lieben, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Herrn Konrad Schmidt Sonntag den 2. Januar, nachmittags */,l Uhr, entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser treubesorgter Vater, Bruder, Grogvater, Schwiegersohn, Schwiegervater, Schwager und Onkel Heinrich Laux im 53. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Fran M. Laux geb. Damaskp Marie Brunotte Wwe. und 2 Kinder Anna Laux und alle Angehörigen. Leihgestern, Watzenborn, den 3.Jan. 1921. Die Beerdigung findet Dienstag den 4. Jan. 1921, nachm. */»4 Uhr, statt. 013 Für die uns erwiesene Teilnahme, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Groth bei dem Heimgange unserer lieben Mutter Frau Elise Fink sagen herzlichen Dank die trauernd Hinterbliebenen Rödgen, Amerika und Alsfeld, Haus m. gutgebendem Kolonial- Statt besonderer Anzeige! Samstagmorgen 21/< Uhr verschied nach kurzem schwerem Krankenlager unsere liebe, gute, treue Mutter Frau Ww. Elise Frank geb. liassauer im Alter von 64 Jahren. nach kurzem, schwerem mit großer Geduld getragenem Leiden im Alter von 65 Jahren zu sieh zu rufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilk. Kd. Schmidt Familie Karl Schmidt III. nebst allen Angehörigen. Lang-Göns, den 2. Januar 1921. der kleinere Reparaturen selbst ausführen kann. Es kommen nur bestempfohlene Fahrer in Frage. Unverheiratetem kann eventuell ein Zimmer gestellt werden. Angebote unter F. 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Allen Freunden, Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Schwester Marie Textor geb. Winter im Alter von 74 Jahren plötzlich und unerwartet dem Herrn entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Familie Georg Textor II. ,, Karl Textor „ Georg Heß XIL „ Wilhelm Seipp III. 028 Marktttrastc 25, Am oberhessischcn Ba.,n- Nach langem, schwerem Leiden wurde heute morgen unsere liebe Mutter, Großmutter und Urgroßmutter Fra Wrer Wwe. geh. 8 durch einen sanften Tod im 8L Lebensjahr erlöst. Die trauernden Hinterbliebenen: Lehrer Chr. Römer und Familie, Münster Pfarrer Karl Simon n. Familie, Zotzenbach FranPrarrerSimonWw.il. Familie, Berlin Lehrer Ernst AIbach u. Frau, Hennweiler Luise Albach, Lugano. Heute früh 2*/- Uhr entschlief nach Kurzem, mit großer Geduld ertragenem Leiden vor seiner Konfirmation mein herzensguter Sohn, unser treuer Bruder und Neffe alter Schön in seinem 14. Lebensjahr. Um stille Teilnahme bitten im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Vie Mutter und Geschwister. Gießen (Hillebrandstr. 8), 2. Januar 1921. Die Beerdigung findet Mittwoch den 5. Januar 1921 nachmittags 3 Uhr auf Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen, für die Kranz- und Blumensvenden und für die vielen erwiesenen Aufmerksamkeiten während ihrer langen Krankheit sagen wir auf diesem Wege unfern innigsten Dank. Großfirma in der Nähe sucht für ihr Personen- Auto nüchternen u. unbedingt zuverlässigen Chauffeur Für alle Zweige deS Versicherungswesens werden von erstklassiger Gesellschaft tüchtige, gebildete Herren als Außenbeamte für Platz und Reise, sowie Mitarbeiter im Nebenberuf gesucht. Weitgehendste Unterstützung und hohe Bezüge werden gewährt. Bewerbungen mit Angabe der bisherigen Tätigkeit und evtl. Erfolge erbeten unter B. S. 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Jan. 21, 8 Uhr: Vortnrner- Nitzung in d. Turnhalle. (>6v Der Tcrawart Ur. \ Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Montag, 5. Januar 1921 VieKalkner aufLinöenhöhe Römern von ReinholdOrtmann. kNachdruck verboten.) Fortsetzung 73. Ter Weg ytr Familiengruft der Falkner mar ihm wohlvertrant, und der tempebartige Aufbau, der ftc fdjBttütftc, grüßte ihn schon von Weitem. Er hatte kaum mit der Möglichkeit einer unerwünschten Begegnung gerechnet; aber als er sich dem Ziel ieines Weges näherte, sah er, daß er nicht der einzige war, der an diesem Vormittag Frru Eignes Grab besuchte. Auf der marmornen Bank, die tm Halbrund bte mit Steinplatten bedeckte Gruft Umschloß, saß ein barhäuptiger Mann, der etwas Weißes, anscheinend ein Skizzenbuch, aus seinen Stmeen hielt, und der ersichtlich ganz in die Arbeit des Schreibens oder Zeichnens vertteft war. Ta er fern Gesicht nicht sehen konnte, glaubte Erich erst, seinen Bruder Achim vor sich zu haben, und er beschleunigte seinen Schritt. Bald aber wurde er seines Irrtums inne. Diesen da kannte er nicht. Es war ein gut gekleidete Dreißigjähriger mit breiten Schultern und dichtem Haupthaar. Es war kern Zweifel mehr, daß er wirklich zetck>- nete. Er hatte das Raherkommen Erichs nicht bemerkt; denn er hielt in seiner Tätigkeit auch nickt ein, als der junge Tagesschriftsteller schon dicht hinter ihm stand. Heber seine Schulter hinweg konnte der Scharfäugige das Blatt mit der anscheinend fast vollercketen Zeichnung Überblicken. Es war eine in kühnen, sicheren Strichen l)iW* rtoorfene Skizze der gesamten Grabanlage. Aber der Künstler hatte sich nicht auf dre Wiedergabe der Wirklichkeit beschränkt, sondern er hatte vor die leere Fläche der Tempelfront eine überlebensgroße Figurengruppe gesetzt. Und ym diese allein mußte es ihm zu tun gewesen sein. Alles andere war nur der flüchtig behandelte Rahmen für die beiden bis in die Einzelheiten liebevoll ausgeführten Gestalten des gedachten Grabmals. Von allem Herkömmlichen freilich war dieser Entwurf sehr weit entfernt. Er hatte nichts von der erhabenen Ruhe und dem sänftigenden Frieden, denen man in Werken der Friedhosskunft zu begegnen gewöhnt ist. Riesenhaft und drohend, von den Sckmltern ab- wärts durch ein weites, in losen Falten berab- fallendes Gewand verhültt, erhob sich die Knocben- gestalt des Todes, eben im Begriff, ein wider- sttebendes junges Weib in ihre Arme zu ziehen. Mit überzeugender Wahrheit kam in der Haltung des stark bewegten weiblichen Körpers zum Ausdruck, was ein lebenstrotzendes und lebensdursttges menschliches Wesen an Kräften des Widerstandes auf bietet, um sich dem Griff des unbarmherzigen Würgers zu entwinden. Tie Hoffnungslosigkctt der verzweifetten Gegenwehr drückte dem Ganzen einen Zug von Brutalität auf, der doch nicht ohne künstlerische Größe war. Meisterhaft gelungen aber war der Ausdruck des von dem schauerlichen Knochenmanne abgewandten, auch in seiner namenlosen Qual noch wunderschönen Antlitzes, m dessen Zügen sich viel weniger Angst umb trotzige Auflehnung und leidenschafttich wilder öom zu spiegeln schien. Als Darstellung eines Frauenraubes hätte diese Gruppe sicherlich auch den t)od£ sten Anforderungen genügt, die an ern plastisches Kunstwerk gestellt merben können „BerzeihOi Sie die Unterbrechung, mein Öerr!" sagte Erich plötzlich, indem er neben den Zeichner trat. „Ihr Entwurf ist sehr schön/' Ohne sich überrascht oder gar bestürzt zu zeigen, hatte der Hnbekannte flüchtig au7gesehen, sein Gesicht mar noch jung und von fernen, burchgei- | fügten Formen; aber die zchamrnegezogenen Die Sukonst der höheren Schulen Reffens. Aus einer oberhessischen Kreis- stadt erhalten wir folgende Zuschrift: Nach dem Gesetz über die Kosten der höheren Schulen vom 21. März 1914 haben die Gemeinden, in denen sich höhere Schulen befinden, sämtliche sachliche Ausgaben und pro zentuale Anteile an den persönlichen Kosten der Schule zu bestreiten. Die Höhe der fach lichen Ausgaben ist infolge der allgemein eüv getretenen Teuerung enorm gestiegen, noch mehr aber sind die persönlichen Kosten durch die neue Besoldungsordnung gewachsen. Die Gemeinden sind selbst bei dem besten Willen, die höheren Schulen aufrecht zu erhalten un- möglich in der Lage, die außerordentlich hohen Beiträge zur Unterhaltung der Schulen zu leisten. Falls der Staat nicht helfend eingreift und eine anderweitige Regelung des obenerwähnten Gesetzes vom 21. März 1914 nicht erfolgt, ist die Existenz der höheren Schulen bei den derzeitigen Verhältnissen auf die Dauer in Frage gestellt. Die sämtlichen interessierten Städte mit höheren Schulen haben sich daher schon lange an die hessische Staats- regierung mit der Bitte um Aenderung des Beitragsvcrhältnisses zwischen Staat und Gemeinden gewandt. Entscheidungen hierüber sind noch nicht getroffen, obwohl es dringend an der Zeit wäre, diese äußerst» wichtigen Fragen so bald wie möglich in der hessischen Staatsregiecung und int Landtag zu behan deln, damit vor Beginn des neuen Schuljah res Klarheit für die Schulen, für Staat und vor allem für die Gemeinden, die die Kosten aufzubringen haben, geschaffen wird. Das hessische Finanzministerium teilt auf Einga ben mit, daß im Hinblick auf die Finanzlage weitergehende als die z. Zt. vom Staat aufgewandten Mittel für die höheren Schulen nicht bereit gestellt werden können, der Staat würde nur diejenigen höheren Schulen, an deren Bestand die Allgemeinheit ein Interesse daran habe, in ihrer Existenz erhalten, leistungsschwache Gemeinden würden seitens des Staates Zuschüsse aus dem Ausgleichsstock erhalten, manche Gemeinden würden eventuell gezwungen, ihre höheren Schulen eingehen zu lassen. Es wäre außerordentlich bedauerlich, wenn in diesen Erklärungen des Finanzministeriums eine Bevorzugung der großen Städte zu suchen sei, wenn die höheren Schulen vom Land verschwinden würden und sich die zukünftige Beamtenschaft nur aus dec städtischen Bevölkerung rekrutierte. Denn den auf dem Land wohnenden Familien wird es bei der herrschenden Teuerung zukünftig unmöglich gemacht, ihre Kinder die höheren Schulen einer Stadt besuchen zu lassen. Höhere Schulen müssen auch auf dem Land unbedingt be stehen bleiben. Wenn der Staat, wie wir wohl verständlich sinden, aus Sparsamkeitsgründen nicht alle z. Zt. bestehenden Schulen besser sinanzieren und erhalten will, so soll er selbst unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse, geographischen Lage, Zugvecbinoung und bergt, bestimmen, die und, die Schule bleibt bestehen und erhält eine entsprechende staatliche Unterstützung, der und der Schule muß die staatliche Subvention und Beitragsleistung entzogen werden. Jedenfalls müssen die interessierten Gemeinden umgehend die Stellung der Regierung und des Landtags kentten, damit sie rechtzeitig über das Schicksal ihrer höheren Lehranstalten bestimmen können. Auch im Interesse der Eltern und deren Kinder, sowie der Lehrkräfte (Versetzungen!) ist eine baldige Entscheidung dringend erwünscht. Mit einer Vertröstung und Verweisung auf den nebelumwobenen, berüchtigten Ausgleichsstock, von dem alle finanzschwachen Gemeinden, besonders die großen Städte Rettung und Erlösung aus ihrem Finanzelend erhoffen, ist den Gemeinden nicht gedient. Hier so rasch wie möglich klare Entscheidungen zu treffen, ist unabweisbare, dringendste Pflicht der Regierung und der Abgeordneten. Au» Stabt und Land. Gießen, bat 3 Jan. 1921. Aufruf und Einziehung der ReichSbank- noteu zu 50 Mark vom 30. Nov. 1918. Die Reichsbank ruft nunmehr durch öffent siche Bekanntmachung ihre 50-Mark-Nvlen mit dem Datum vom 30. 11. 1918 auf. Die Besitzer werden auf gefordert, diese Noten bis zum 31. Ja nuar 1921 bei einer Dienststelle der Reichs bank in Zahlung zu geben oder gegen andere gesetzliche Zahlungsmittel umzutauschen. Mit dem 31 .Januar 1921 verliert die ausgerufene Note ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel, was zur Folge hat, daß nach diesem Tage niemand mehr verpflichtet ist, die 50-Mark-Noten vom 30. M vember 1918 anzunehmen. Es empfiehlt sich deshalb, schleunigst alle 50-Mark Noten dieser Ausgabe bei einer Reichsbankanstalt, öifentlichen Kasse, Bank, Sparkasse oder Geldinstitut m Zahlung zu geben ober umzutauschcn. Nach dem 31. Januar 1921 erfolgt die Einlösung nur noch bei der Reichsbanlhauptkasse in Berlin, aber auch nur bis zum 31. Juli 1921. Mit letzterem Zeitpunkt erlischt für die Reichsbank die Einlösungspflicht überhaupt. Um jedem Irrtum vorzubeugen, wftd aber ausdrücklich darauf hingewiesen, daß es sich bei diesem Ausruf lediglich um die Reichsbanknoten zu 50 Mark mit dem Datum des 30. November 1918 handelt. Unberührt vom Aufruf bleiben sämtlich: übrigen Reichsbanknoten, Reichskassen- scheine und DarlelMskassenscheirre, also auch die anderen auf 50 Mark lautenden Darlehnskasseu- scheine und Reichsbanknoten. Alle diese Geldzeichen bleiben gesetzliches Zahlungsmittel, müssen also von jedermann auch ferner in Zahlung genommen werden. MTB. Acnderungen in der örtlichen Verwaltung der Zölle und Verbrauchssteuern. Frühere Benennung: Jetzige Benennung: Hauptsteueramt Gießen Hauptzollamt Gießen Zollabfertigungsstelle am Bahnhof Gießen Zollamt Gießen-Bahnhof Steueramt Friedberg Zollamt Friedberg Salzsteueramt Bad-Nauheim Zollamt Bad-Nauhcim Ortseinnehmerei Lauterbach Zollamt Lauterbach Ortseinnehmerei Nidda Zollamt Nidda. ♦ " Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 8. Dezember 1920 der Amtsarzt bei den Kreisgesundheitsämtern Büdingeii^und Schotten Tr. .Ludwig W i l l m an n zu Bad-Salz- Hausen zum Kreisarzt bei dem Kreisgesundheitsamt Lauterbach mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an. — Am 22. Dezember wurde Der Ministerin!sekretär bei der Buchhaltung des Ministeriums der Finanzen Philipp Gänzler zu Darmstadt vom 1. April 1920 ab zum Burecu inspektor beim Katasteramt ernannt. — lieber tragen wurde am 25. 9loöember dem Lehrer Jakob Ackermann M Maar, Kreis Lauterbach, unter Zurücknahme des Dekrets für Goddelau, eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Fürfeld, Kreis Alzey. — Entlassen wurde am 21. Dezember die Lehrerin an der Volksschule zu Lich im Kreise Gießen Emilie Köhres auf ihr Nachsuchcn vom 1. Februar 1921 ab aus dem Schuldienst. — Erledigt ist eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Schulstelle an der Volksschule zu Fricd- berg. — Ernannt wurde am 22. Dez. 1920 W. Pettscher zu Grebenau zum Kanzleigehilfen bei der hessischen Oberförsterei Grebenau vom 1. Juni 1920 an; Adele Hoffmann zu Friedberg zur Kanzleigchilfin bei der hessischen Oberförsterei Friedberg vom 1. April 1920 an. — Ernannt wurden zum Kreisamtmann: 1. Kriegsgerichtsrat Konrad Wolf-Büdingen, 2. Rog.-Asfefior Tr. Erich Kayser-Bingen, 3. Reg.-Asseffor Erich W. Jourdan-Worms, 4. Reg.-Assessor Tr. W. SB t nT e I m a n n » Friedberg. — Ernannt wurden: zum Vorstand der LandesgendarmerieLir eklion Po- [ifreiamtmann Tr. Hermann Usrnger - Darmstadt ; zum Polizeiamtmann ber dem Polrzet'amt Tannstadt Kreisamtmann Dr. Karl Ahl- Darmstadt ; zum Regierungsrat der dem Kreisamt Darmstadt Regierungsvat Karl Rudolf Schäfer -Schotten; zum Kreisamtmamt Reg.-Assessor Dr. Theodor Krebs- Heppenheim. — Ernannt wurde am 1. Tez. 1920 der Lehramtsassesfor und Kandidat für das landwirtschaftliche Lehramt Tr. Hermann Schad zu Friedberg mit Wirkung vom 1. Dez. 1920 zum Landwirtschaftslehrer. ** Die hessische Brandversiche- r 11 n g Stamm er erinnert wiederholt an die Bestimmungen des Notgesetzes, betreffend die Erhöhung der Leistungen der Brandversicherungsanstalt für Gebäude bzw. macht sie aus ' ' Merkblatt, welches bei Brandschäden anscheinend nicht hinreichend beachtet wird, aufmerksam. Schutz gegen Schreibmaschinendiebstahl. Tic Handelshuiimer Gießen macht Interessenten darauf aufmerksam, daß eine Frankfurter Grcwievanstalt wur Verhinderung des Diebstahls von Schreibmaschinen diese mit einer nicht entf entboten Eingravierung der Firma oder des Namens des Besitzers veffieht. Tic Arbeit wird am jeweiligen Standorte ter Maschine ohne sonstige Betriebsstörung aue-gefuhrt und nimmt pro Niaschftte 1/1 ©tunbe in Anspruch: der Preis der Gravierung stellt sich auf 10 Mk. bis zu 15 Buch staben, für jeden wetteten Buchstaben 50 Pf mehr In Frankfurt, wo wöckxmtlich durchschnittlich zirka 125 Schreibmasckinenbiebstähle polizeilich gemeldet wurden, merken jetzt, nachdem zirka 3000 Schreibmaschinen mit dieser Gravierung versehen sind, fast feine mehr gemeldet. Tie Handelskammer ist bereit, die M>tessen derjenigen Firmen, die ihre Maschine mit der Eingravierung versehen lassen wollen, zu sammeln und sie nach Frankfurt a. M. weiterzuleiten. Schlußtermin sirr Meldungen 10. Januar 1921. Kreis Schotten. X Ulrichstein, 30. Dez. Heute fand in der Gastwirtschaft von Mannstiel eine gutbesuchte V e r- sam mlung von Bürgermeistern und Gewerbetreibenden aus Ulrichstein und den umliegenden Orten unter Vorsitz des Kreisamt mamt-5 Tr. Rftckfuß aus Schotten statt, die fid) mit der Hebung und Förderung der Hausindustrie im Vogelsberg beschäftigte. Tie Forstbehörde mar vertreten durch Forstmeister Leo Ulrichstein) und Forstmeister Keil iSchotten), die Gewerbeinspektion durch GemeSerat Tr. Gerhardt, die Gesellschast zur Förderung des oberhessischen Handwerks und .'ihuiftgcroerbev durch Tr. »trausmiiller, Baurat Kuhlmann und Architekt Burg. Tie sehr eingehende Aussprache befaßte sich mit der Beschaffung von Holz, mit Verbesserung der Arbeitsmethoden, Schaffung neuer Industrien und besserer Regelung des Absatzes. In ^tracht kommen u. a. Messer fdjmicbe, Rechenmachr, Schllckler, Drechsler, Löffel schnitzer usm. Es wurde die Gründung einer Vereinigung der Hausindustrie im Vogelsberg beschlossen, die in einzelnen Fachvereinigungen gcgliebert ist und unter ßeitimg von Rechenmacher Heinrich Güulher I. iRedgesk)aiu>, Schindlernleister Johs. Korcll I. ! Helpershain) und Kreisamtnumn Tr. Rirckfuß steht. Ö Ulrichstein, 30. Dez. Unser Gebirgs städtchen hatte vorgestern außergewöhnlich seltenen Besuch. Es waren der Bürgermeister und die Stadtverordneten von Bad-Nauheim, die von der Oberpostbirektion Frankfurt a. M. zu einer aus gähnten Postautofahrt durch Ober helfen eingeladen worden waren. Die Postdirektion wollte damit der Stadt Bad-Nauheim Dank erweisen, weil sie bei der Errichtung der Postautostation Bad-Nauheim behilflich gewesen ist. Die Besucher kamen über Friedberg, Büdingen, Nidda und Schotten und fuhren nach einem einfachen Mittagsmahl über Laubach zurück. Kreis Friedberg. O Butzbach, 30. Dez. Wohlgelungenc 23er- anftalhmgen ber Liga zum Schutze der deutschen Kultur sanden dieser Tage in Griedel und v 0 ch - Weisel statt. Redner war jedesmal Pros. Schl ar b, defsen Ausführungen lebhaftes Interesse entgegengebracht wurde. In Griedel bildete sich im Anschluß an den Vortrag eine starke Ortsgruppe der Liga. — An das Lazarett in Gießen wurden durch die Geschäftsstelle der hiesigen Zeitung über 500 Mk. für das Weihnachtsfest abgeliefert, die durch fteiwillige Speicken gesammelt worden sind. = 23 ab-Nauheim, 30. Dez. Ein Mieter- schutzverein wurde hier gegründet. — Als weitere Vereinsgründung ist am 2. Januar die Gründung eines Konsumvereins durch den ftoni'umöerein Gießen geplant. — Die Täter, die kürzlich den Einbruch in das Goldwarengeschäft von Hofmann verübt und dabei SBarcn im Werte von über 10 000 Mk. entwendet haben, sind in Essen festgenommen worden. Es sind vier Spitzbuben, ein Italiener Gippi, zwei Ge- lwüder Stolp und ein gewisser Brandt. Ihren Raub hatten sie noch in Händen. — Tie häufigen Einbrüche der letzten Zeit veranlaßten den Hausbesitzer- und den Detaillistenverein, Schritte zur Sicherung des im Winter fast kaum belebten besseren Geschäftsviertels zu tun. Der Ausbau der hiesigen Wach- und SchließAesellschaft soll baldigst erfolgen. Eine Bürgervenammlung wird sich in den nächsten Tagen mit der Angelegenheit befassen. Starkenburg und Rheinhessen. Schändung von Gartenanlagen. Offenbach a. M., 30. Dez. In den städtischen Gartenanlagen haben Diebe während der Christnacht von 54 wertvollen Nadelhölzern, darunter Blautannen, Nord- mannstannen und Cypressen die Kronen abgcschnitten inib dadurch die Bäume für immer verschandelt. * * Darmstadt, 29 Dez. Än Tezembev dieses Jahres fand hier eine sameradsct*ntlicke Zusammenkunft aller ehern. Artilleristen vom Artill - Regiment 25 und Res.-AniU.-Regt. 25 statt. Tie Anremrng lncrzu kam von den gedienten Ar- ttllcristen des Regiment» au.< dem besetzten (Gebiete, denen dorr unter den heutigen Verbttlnissen jede gesellige Zusammenkunft vLn ter Be apungs- behörde unterbunden wird. Aus Nay und Fern strömten die alten und jungen Regimenlskameraden aus cttlen Teilen des Hesienlanbes zu ihrer alten Gamisonstad^ Darmstadt, so daß schon lange vor Beginn des Tagungsprograium» alle Räumlichkeiten überfüllt waren. Vormittags fand auf Dem Walbfriebhvf ee — ich verstehe es wohl. Aber Ihre widerstrebende Todesbraut hat nicht das Aussehen einer allegorischen Gestatt. Ist das Gesicht vielleicht ein Porttat ber Verstorbenen?" „Meinetwegen mögen Sie es dafür nehmen.' — Und nach einer kleinen Welle: „Haben sie sie etwa gekannt?" . „Nicht von Angesicht. Obwohl es etgenllich meine Pflicht gewesen wäre, fte feratn zu lernen. Sie war die Frau meines Bruders."^ Ter andere klappte sein Skizzenbuch zu unb stand auf. Jetzt trat das Fefudiettge in fernem Benehmen ganz unverhohlen zu Tage. „Tann habe ich mich wohl bet Ihnen wegen der Freiheic zu entschuldigen, dte ich mir da genommen. Es sei hiermit geschehen. Gupmi Tag'." Der Vorstand 24v /.ulneloe SchrHHieuhelten erlaube mir besonders hlnznielsen 129 □ A. Topf&Soehne,Erfurt o o Ächtung! Achtung! FS Neuenweg 18 Mäuaburg 5 bei gutep Kettenwagen, Leiterwagen. 18 yehp ppeywoot 2h 31D Heinrich Neuling 016 Telephon 935. Schifferiberger Weg 18. *mo3antiiili I 6 Akte. 6 Akte. 14-16 Ferner: 44c Das lustige Beiprogramm." 17 Rechtskoilsuleilt Ltmel 115 Pfleger Großes Lager in Oefen und Herden, schwarz, vernickelt und emailliert, Kesselöfen mit Guß, Emaille- und Kupferkessel, Kochgeschirre aus Guß, Emaille und Alluminium, verzinkte Geschirre, Haushalt.-Gegenstände u. Maschinen, Holzwaren, Küchen-, Tafel-, Dezimal- und □ D 8-10 10-12 12-14 liier leiht einem Studenten Uy zur Beendigung seines II Studiums einige tausend Mark geg. sehr gute Sicherheit? Sehr. Angebote unt. 06 an den Gieß. Anz. erbet Damenhemden usw- Versteigerung bestimmt. liefert: Schwefels. 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