Nr. 257 Dec »itbtntr Htidfltr ericheml täglich, außer Sonn- und JJeiertaas. monailid?rBnea>» zum Nach« »tag vorher ohne jede 1ierd«ndl>chbeit. Srtis itir I mm höhe hU nzeigeno 8»mm Breite örtlich 55 TI. au4wart» 65 ‘PL; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite250DL Bei platz« Vorschrift 20 Auf.chlag. Haup^schrNlleiter Aug. Goen Berantwortllch für Politik Aug. Goetz; für den übrigen Teil: flarl Walther; für den Anzeigenteil: Hane Beck, sämtlich in Sieben. Jur Erhöhung der Ausfuhrabgaben. Die Erhöhung der sogenannten sozialen Ausfuhrabgabe bildete den Degenstand eingehender Beratungen im WirrschaftSpolitt- schen AuSschuh und im AuSsuhrabgaben-AuS» schuh des ReichswtrtschaftSrakS, die inzwischen abgeschlossen sind. Gelegentlich der letzten großen Äusoe-kaussperiode im Herbst 1919 war die Ausfuhrabgabe eingeführt worden, um einen Teil der den Exporteuren infolge des niedrigen Standes der deutschen Wahrung enlstehenden Dalutagewinne der Allgemeinheit -uzusühren. Die Einführung der Abgaben verzögerte sich damals aus organisatorischen Gründen bis zum Frühjahr 1920. Da inzwischen der MarlkurS gestiegen war und die Valuta-Gewinne sich dementsprechend verringerten. wurden die zunächst eingeführten Sätze deS Ausfuhrabgabentarifs, die bis 10 Prozent abgestuft waren, erheblich abgebaut. Für eine Reihe von Ausfuhrwaren wurden die Ausfuhrabgaben überhaupt aufgehoben, für die meisten übrigen wurden sie soweit er- mähiat, dah sie im Durchschnitt etwa 2 Prozent betrugen. Durch den neuerdings etngetre- tenen rapiden Sturz der Mark ist die Frage der Erhöhung der Ausfuhrabgaben wieder akut geworden. Die fortschreitende Entwertung der deutschen Währung läßt die Expvriindu- strle bei allen Waren, bei deren Herstellung deutsche Arbeit Verwendung findet, zum Teil erhebliche Gewinne erzielen. CS würde auf die Dauer einen unmöglichen Zustand darstellen, dah, bei der gegenwärtigen Rot des Volkes und der trostlosen finanziellen Lage deS Reiches, dle Privatwirtschaft grohe Gewinne ein- streicht, ohne dah der Staat in entsprechender Weise einen Antell an diesen Dalutagewlnnen erhielte. SS ist in diesem Zusammenhang von Interesse, festzustellen, wie hoch der fiskalische Erfolg der bisherigen vcrhältntSmähig bescheidenen Sätze des AuSfuhrabaabentarifS war. In einer AuSschuhsitzung deS Reichswirt- schafisrats stellte kürzlich bei der Begründung des Antrags der ReichSregisrung auf Erhöhung der AuSfuhrabgaöen der Staatssekretär im ReichSwirtschastSministerium fest, dah der Ertrag der sozialen Ausfuhrabgabe im Rechnungsjahre 1920 die Höhe von 1 Milliarde 155 Millionen Mark erreichte Diese Summe fand in erster Reihe Verwendung für die Zwecke der Fürsorge für Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene, für Gebrechliche und in der Erwerbsfähigkeit Beschränkte, für Invaliden- und Vcteranenhilfe usw. Auch zum Ankauf von Lebensmitteln aus dem Auslande wurde der Ertrag der sozialen Ausfuhrabgaben gelegentlich herangezogen, z. B. zur einmaligen Beschaffung von Kondensmilch für die notleidende Bevölkerung Oberschlesiens und deS Ruhrgebiets. Dle Reichsregierung hat nunmehr beantragt. eine Erhöhung der derzeitigen Sätze des Ausfuhrabgabentarifs um 4 Prozent eintreten lassen. Hiervon sollen nur ausgenommen werden solche Waren, die ganz oder vorwiegend aus ausländischen Rohstoffen oder Halbfabrikaten hergestellt sind, und bei denen der Lohn nur einen kleinen Teil des Wertes der Fertigware auSmackt. Auslandswaren, bei denen einwandfrei feststeht. dah sie überhaupt keiner weiteren Verarbeitung im Inlands unterworfen werden, werben mit keiner oder nur einer geringen Abgabe (höchstens 3 Prozent) belegt. In dieser Form kam ein Deschluh im Ausschuß deS ReichSwirtschaftSra'S zustande. In der Erörterung hatte sich die volle Aeberein- stimmung darüber ergeben, dah dem weiteren Sinken der 'Park durch entsprechende Matz- nahmen Rechnung getragen werden mühte. ES wurde auch seitens der Industrie und Tcc Handels gegen eine Erhöhung der Ausfuhrabgabe kein wesentlicher Widerspruch erhoben. In der Begründung des Antrags der ReichSrcgierung kam zum Ausdruck, dah es unmöglich sei, bei einem Sturzder Valuta, der binnen 2 vdeU 3 Tagen die Mark wieder um 50 Prozent entwerte. zu behaupten, hier entstünden keine Valutagewinne. Denn sie tatsächlich nicht entstünden, so sei eS nationale Pflicht, dafür zu sorgen. daß sie entstehen, damit der deutschen Wirtschaft möglichst grohe Beträge an ausländischen Zahlungsmitteln zur Verfügung gestellt werden könnten. Die Entente hat die Aenderung der gewaltigen RcparativnSver- pflichtungen abgelehnt. Es muh also die nächste Sorge der Regierung sein, die notwendigen Zahlungsmittel aufjubringen. Wenn jetzt, wo erhebliche Dalulagewinne bei der Ausfuhr entstehen, sich die Möglichkeit ergibt, wenigstens einen Teil davon dem Reiche zu sichern, so muh davon Gebrauch gemacht werden, zumal das elnje „Erfassung an der Quelle- darstellt, wie sie vom ReichSwirtschaftSrat verlangt worden ist. In der Verwendung dec Ertrages der Ausfuhrabgabe wird künftig insofern eine Aenderung eintreten, als aus den Eingängen ein Sicherungsfonds gebildet wird, der zur Verfügung der ReichSregicrung bleibt und auf den für den Fall, dah bei der Leistung der Reparationszahlungen Schwierigkeiten entstehen sollten, zurückgegriffen werden kann. Der voraussichtliche Ertrag der neuen Ausfuhrabgabe wird, soweit sich die Verhältnisse heute übersehen lassen, sehr beträchtlich sein. CS werden zur Zeit die AuSsührungS- und die UebergangSbestimmungen seitens der Reichsregierung ausgearbeitet und eS steht zu erwarten, dah diese volkswirtschaftlich auher- ordentlich wichtige Mahnahme baldigst zur Durchführung gelangen kann.. Rücktritt des Kabinetts Stegerroalb. Berlin. 1. Rov. (Wolff.) DaS Preu- tzilche StaatSministerium ist zurück- getreten, nachdem alle Bemühungen deS Ministerpräsidenten, durch U m bi lbu n g des Kabinetts eine neue Regierung zu schaffen, die sich auf möglichst weite Kreise stützt, f e h l g e s ch l a- g e n sind. CS ist anzunehmen, datz der Rücktritt Der an la wurde durch einen Beschlutz der Land- tagSsraklion der Demokratischen Parte», worin eS heitzt, datz ihre Minister au> der jetzigen Regierung z u r ü e- rartmtent La Dienne, zu Ehren der im Kriege Gefallenen ein Denkmal enthüllt. Kammerpräsident Peret hielt die Ginweihungsrede und erklärte, die Gerechttgkeit wärde verletzt und der Frieden prekär werden, wenn nicht die Schäden geheilt würden, die das Land durch die a u s s ch l i e h l i ch e Schuld Deutschlands erlitten habe Frankreich wolle nur Gerechtigkeit E-s verfolge weder Hintergedanken noch Begehrlichkeit. Deutschland, dessen wirtschaftliche Quellen und Möglichkeiten beträchtlich seien, dürfe nicht auf Grund der Teilung Oberschlefien- den Dorwand suchen, sich seiner Verpflichtungen zu entziehen. Es sei notvendig, datz Deutlch'.and den Gerechtigkeitssinn der Alliierten annehme und dah e- sich darin bescheide. seine Derpstichtun- gen zu tragen. Rur für daS hätten die Toten Frankreichs das Opfer ihres LebenS gebracht, seien Millionen Menschen von den fünf Erd- teilen gekommen und hätten ihr Blut vergossen. Die Verbannung des Königs Karl. Budapest. 1. Okt. (WTB.) Wie die Blätter melden, hat der Svnderzug, der König K a r l zu dem englischen Kanonenboot zu bringen hatte, heute morgen um 5 Uhr die Station Battaszek passiert. Vor dem Zuge fuhr ein mit Militär bejeLter Sonderzug, und hinter dem Zug fuhr gleichzeitig ein mit Bewaffneten gefüllter Sicherungszug Die Züge hielten bei der Dvnaubrückc zwischen Battaszek und Baja. Der König stieg sodann In den Wagen. der ihn zu dem englischen Kanonenboot .,G l o w w o r m“ brachte. Die ganze Umgebung war von Militär stark besegi ..Pester Lloyd" zufolge fand die förmliche Uebergabe des Königs an die Entente nicht statt, da diese in Tihany bereits selbst durch einige höher« Offiziere die Bewachung des Königs besorgte. Cin Nat der groiren an die kleine Entente. Pari». 1. Rov. (WTB.) Die Botschafter- konserenz bat b schlossen, datz in Budapest Schritt« getan werden sollen, um die schon am 4. Februar des vorigen und am 5. April diese» Iahre» geforderte Absetzung aller Habsburger zu verlangen, und datz in den H-mptstädten der kleinen Entente von dieser Entscheidung Kenntnis geben soll zugleich mit dem Ratschlage, die Sorge, den Frieden in Mitteleuropa auf Grund brr FriedenSveriräge zu gewährleisten, de» Alliierten zu überlassen. Prag. 1. Rov. (WTB.) An Sonntagabend legten die Ententevertreier dem Minitzerpräsi- denten Denesch die Ergebnisse der Verhandlungen der Botschafterkonserenz betreffend den Standpunkt der kleinen Entente zu den Ereignissen in Ungar i vor Den Staaten der Heinen Entente wurde mitgeiellt, die Botschafterkonserenz erkenne den Standpunkt der kleinen Entente vollkommen in bem Sinne an. datz die Thronentsagung auf die ganze HabsburgerDynastie auS ubebn'n ’ei unb dah Exkönig Karl au» Ungarn au gewie'en und le i Grotzmacht n üb rg ben w rde Ti Tolkbafter- konserenz steifte weiter fest, datz der Vertrag von Trianon in jedem Falle durchgefuhrt werde. Der dritte Punkt der Forderungen wird von den verbündeten Mächten gleichfalls in vollem Matze anerkannt. Die verbündeten Rlächte sind auch damit einverstanden, datz die Staaten der kleinen Entente gemätz den Bestimmungen der Frieden»- Verträge an der Sntwasfnungsaktion mitwirken. Die Form dieser Mitarbeit wird genau nach dem Wortlaut der Vorschriften deS FricdenSvertrages von Trianon beftimmi werden. Die verbündeten Mächte sind der Meinung, dah unter dieses Umständen fein Grund zu einer militärischen Aktion vorhanden sei und verlangen. dah sich die Heine Entente dem Wunsch« der Botschafterkonserenz anschliehe und danach iht weitere- Vorgehen einrichte. Die tschähoflowallfche Regie-ung stellte im Einvernehmen mit der jugoslawische und rumänischen Regierung fest, datz eS notwendig sei. alle diese Verhandlungen im Interes e der Wahrung deS Friedens noch zu Ende zu führen und namentlich bezügllch des weiteren Vorgehens der ungarischen Regierung und der ungarischen gesetzgebenden Körperschaften Vorkehrungen zu treffen, damit die endgültige Regelung dieser schwierigen Frage nicht hlnausgeschoben werde. ES bleibt abzuwarten, wie Ungarn die Anordnungen der Bot- schafterkonferenz durchführen wird. Danach wird daS weitere Verhalten eingerichtet. Die Verhandlungen über einige Fragen werden demnach fortgesetzt. Cs kann aber erklärt werden, datz im Prinzip ein grundsätzliche» Einvernehmen in allen wirklich wichtigen Fragen erzielt wurde, und datz das weitere Vorgehen der kleinen Entente vollkommen im Einklänge mit den Dispositionen der verbündeten Mächte stehen wird. Polen und die kleine Entente. Graz, 1. Rov. (Wolff.) Die _TageSpostE meldet auS Belgrad: Die polnische Gesandtschaft ist zu der Erklärung ermächtigt, datz die polnische Regierung bereit ist, die Kleine Entente gegen die Restauration bei Habsburger zu unterstützen und der Kleinen Entente beizutreten, da deren Interessen eng mit denen Polen- verbunden feien. Ein Notenwechsel zwischen der englischen und der Lowz. tregierunq. Lvn don, 2. Rov. (WTB, Die So w, et- regierung hat am 26. Cttobcr eine Rote an die englische Regierung gerichtet, in der gegen bie Derch ingung russischer Flüchtlinge nach Sibirien Einspruch erhoben wird. Die englische Regierung hat gestern auf diese Rote geantwortet und erklärt, die Unterhaltung der Russen im Klima Indien- und Iran» habe sich alS unmöglich erwiesen, daher habe man andere Ctaaun zur Unterbringung juchen mästen Di k in anderes Land ihnen Obdach gewähren tollt, sah man sich gezwungen, die Flüchtlinge nach W l a dito o st o t zu bringen. Die britische Regierung milcht sich in keiner Weise i£ die inneren Angelegenheiten RutzlandS ein. AngeschtS der Tatsache, datz es sich um 8 8 1 unbetoaffnel» Russen handele, sei die Be'chwerde der 6cto]et- regierung völlig unbegründet. Die gegenrevolutionäre Bewegung in der Ukraine. Kopenhagen. 1. Rov (WTB ) .Berling» Tidende" wird auS HelsingsorS gemeldet: DaS am'tich? Bvlschetoistenblatt .Istoestsia" teilt mit, dah in der Ukraine fünf gege-r Dolutiondre Organisationen entdeckt toorben sind. AuS diesem An- lah wurden 4 75 Verhaftungen vorgenommen. Unter den Verhafteten befinden sich mehrere frühere Minister der Regierung Pe [jura. In der 11. Sowjetdivison wurden 58 Offiziere verhafte! und zu Strafarbeit verur-e,ll unter bet Anklage, unter den Soldaten anttbolschetoistische Propaganda getrieben zu haben. e Habt, hielt zusammen mit dem dritten Äanbi- zc!M £(jt ;r 'fjDfi lange -crm At Luhni mo( stische in den Dahn. 21 n i t n t i o n neccn die St^llu^g^vflicht tschechischen Berg- und Hüttenrevieren Aus bem beseiten Gebiet. Die amerikanlsHen Trupven am Rhein. London, 1. Rov. (WTB.) Chamberlain erklärte im Mnterhause. daß die amerikanische Regierung der britischen Regierung ihre Absicht mitteilte, die Stärke des amerikanischen DesatzungSheereS am Rhein herabzusehen. Chamberlain fügte hinzu, über die Frage, ob es notwendig wäre, die Truppen zu ersetzen, sei bisher nichts entschieden worden. Der innere Awiefpast in der Tschechoslowakei. Wien. 1. Rod. (Wolff) Ein Sonderbericht der ..Reichsvost" m^tbct auS Prag twm 29. Oktober: Die Mobilisierung der Tschechoslowakei voll'ieht sich unter em em aewaltiaen m-l tärischen Aufaebot 2In al^en Dch^llnlen und Drücken entlang ziehen sich Postenketten der Legionäre. Mitten im Lande stehen an Strastenkreu- zungm Maschinengewehre. Die Artillerie bfo-^tert die Bahnhöfe. Trotzdem benennet die Mobilmachung dm schwersten Hinderni'sen nicht nur bei den Deutschen. Unter t«tVcren werden massenhaft Zettel verbreitet, die d-n kurzen Tert tragen: Früher hieb es: Seine Pflicht tun und elnrürken, ietzt heißt e^: Ginrücken und seine Pflicht tun. Eine in Taus nden Exemplaren verbreitete Flug'ch ist wendet sich unter dem Ti^el -Die Republik in Gefahr" voll Hohn gegen den Staat und die Renie- runn und an die deutsche Bevölkerung. <38 finden zahllose Versammlungen fWt. In denen Beschlüsse gegen die Einrückung gefasst werden. Die blutigen Zusammenstöße bei diesen ® l'genheiten mehren sich Aebnlich wie in Gras- lth suchten die tschechisben D'börden in Böh- Wisch-Leitha die Versnmmfunaen mit Waf- ferartoaP xu sprenaen. Schließlich schoß da- tfche- ; ch'sche Militär in hi» unb-waffnete Menge. Drei - Tote und 21 Verwundete bl eben am Platze. Wel- . chrn Mmfana in deutschen Gegenden die Bewegung , gcnen den Kr>ea angenommen bat Adqt die Tatsache dast im De?irk Mährisch-Dchonbera am dritten T/me nach der Einberufung von 18 000 Stel- luna^pll'ch'ia'm nur 3000 erschienen war»n. 2lber auch in tschechischen Dezirken versagt die Mobilisierung teilt vollkommen, teil- geht sie sehr schlavp vor s>ch Ferner bricht sich eine starke kommuni - Das italieuiftf).rnfftfd)e Handelsabkommen. R v m. 1. Rov sWTD ) Der -Messaaero" teilt Wit die Uote^-z-ichnung de? italienisch-rus- fischr n Abkommens stehe unmittelbar bevor. Ss bestehe aus »ehn Artikeln welche im etnaeT-en be'aen. beide Regierungen lchlötten ein Vv läufiges Abkommen behufs Erleichterung der *B5i herauf nähme der Han^el*be,ieh'ingen und vetvllichten sich, sich aller feindlichen Handlungen cm den ©rmraen und aller Propaganden gegeneinander im Innern der Länder xu enthalten. Die in R 'bland lebenden Italiener könnten zurückkehren. Dride Reose-ungen verpflichten sich ferner, von feder 2lrt Dlockade Abstand zu nehmen und an- Irre die Wiederaufnahme der Handelsbe'iehunaen hsodernden Hemmnisse zu beseitigen. Den italienischen und russischen Schiffen würden in den Hären beider Länder dieselben Begünstigungen zuteil. tote den Handelsschiffen anderer Länder. Die auf Grund des Abkommens in Rußland zunelas- fenen Personen würden alle Waren auöführen können mit Ausnahme von Alkohol. Die amtlichen Vertreter der beiden Länder würden da- Recht bähen, mit den Regierungen frei zu verkehren. DaS 2lbkommen solle sofort in Straft treten. Der Parteitag in Frankreich. Pari«, 1. Rov. kWTD) Auf dem svzia- kistischen Parteitag wurde heute unter dem Vorsitz von Paul Doncourt die Aussprache über die nationale Politik der Partei fortgesetzt. ES sprach u. a. der elsaß-lothringische Delegierte Weill, der Hessin den nationalen Dlock angriff und zu seiner Dekämvfunq • ein Zusammengehen aller LinkSvarteien vorkchlug. R e n a u d e l verlangte. bah in bat Parteiprogramm folgende Punkte aufgenommen würden Sozialisierung. Herabsetzung Irr militärischen Dienstzeit auf sechs Monate Ausstellung deS fiskalischen Programms auf der Grundlage der von den sozialistischen Abgeordneten im Parlam-nt gemachten Vorschläge und Einrichtung der Einheitsschule. Endlich verlangte Renaudel eine ausgedehntere VolkSreaie- rung mit einem wirtschaftlichen ArbeitSrat. Re- naudel trat schlieblich für den Dlock der Linken ein. aber er wünschte, baß kein Kartell mit Or- ganisa»ion»n geschaffen werde, die in ihrer Mitte Erwählte des nationalen DlockS haben. Mm dieS zu vermeiden, schlägt er vor. das genaue Programm. das d'"-chaelührt werden soll, als Grundlage für das Kartell bienen zu lassen. Mitwirkenden kann man nur Gutes sagen. Karl Juhnke als bärbeißiger Ehemann unb Karla Keller als seine geklagte Frau, svielten ihre Rollen mit gutem Einfühlen in die Gedanken les Dichter-. Cläre Türk und H^inz Dech stein gaben ein tnfenb gto.eichnete? Dienerpaar ab Ein rechter Bramarbas war Karl V o l ck alS Kavitän: Fredy Döring traf seinen vertrottelten Junker gleichfalls gut. wenn man ihm auch manchmal mehr von Innen kommende Komik gewünscht hätte. Die Spielleitung, für die Hofrat Stein- gv e tte r verantwortlich zeichnete, hatte für ein flotte« Spiel gesorgt, und auch die Bühne war st'laerecht und zweckmäßig auSgestattet. Alle- in allem also eine Vorstellung, an der man seine Freude haben konnte. —r. Aus Stabt unb ßanb. Dietzen, den 2. Rov. 1921. " Aus unserer Redaktion. Anstelle des aus unserem Redaktionsverbande ausgeschiedenen Redakteurs Dr. Zeng, der eine Stellung in Rostock übernommen hat, ist am 1. November Herr Karl Walther eingetreten. Münchi vom im b Werke Geöffnet v •• D i e Ausprägung von Metallgeld. Dir Ve such; wegen der Llusprägung von Ein-. Zwei- und Dreimarkstücken aus einer Metallegierung werden demnächst abg schlossen werden. Die neuen Münzen werden zu Beginn deS neuen Jahres zur 2Iu6hrägung kommen, und zwar In der Gröhe der alten Silbermünzen. ” Zur Landtags toa hl erläßt bcr Landestoahlle'.t^r so^gnd *3 Eanrhn ch ing: D.e In der Be'aantmachung vom 14. Oktober 1921 — Ar. 236 der Darmstädter Zeitung von 15. Oktober 1921 — gelette Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen für die am Sonntag, den 27 Ro- bember 1921, stattfindrnde Landtagstoihl läuft ge- mätz Artllel 17 Ab! ah 1 des Landtag'wahl- Ans bem Reiche. RrtbenauS ihn und seine Frau auf bkk Weise vor dauernder Zwic- tra^t b wahrt. B i d em solchen Ausbau deS Werkes kann es nicht anSbldbm tast sich ge- legenUich in der Führung der Handlung Längen ergebm, die man aber infolge ter reichen Wort- unb Situationskomik vergißt, mit der Gortt fein Lustspiel au "gestattet btt. So kommt et. bah das Danze befriedigt und bi- zum Schluß unterbau. Wie mit dem Werke selbst, ist eS auch mit den Personen Auch hier ist eS e i n e Hauptfigur, eben der fahrende Schüler, he- Schwar-lünstler". um den die anderen stch gruppieren, um ihm als Degenstand seiner Sch lmenst eiche zu dienen. Es ergibt fich so eine Paradervlle. die sehr gut besetzt sein muh, wenn daS vp'.el gelingen soll. Bei der gestrigen Aufführung wir diese Bedingung besten- erfüllt Elie Koop wutzte ihren Robert mit so viel schelmisch r Grazie und gewinnender Liebenswürdigkeit za gestalten, bah sie stets im Mittelpunkt deS Ganzen blieb. Ihr namentlich ist der Erfolg zu danken, den das ÄistspiSl hatte. Auch über hie übrigen gA, — Shaw unb sein Kritiker. .HauS Herzenstnb", das neue Drama George Bemard Shaws. das bei unS in Deutschland bereits vielfach au'gnführt toorben ist, geht gegenwärtig auch in London über die Bretter und wird von der Kritik nicht gerade freundlich behandelt. So hat man auch verschiedentlich getadelt, daß Shaw gar kein Wort in diesem Drama für die Sch ild Deutschlands an bem Kr ege gefunden habe Auf solche Ausstellungen hin antwortet 6 ato in feiner witzig-aeistvvllen Weise einem Kritiker in der .Daily Rews". .Ich will keine Einwendung erheben," schreibt er, .gegen die Meinung Mr. Baughans über mein Stücke er ist schon g:nug gestraft Ich fühle, daß ich ihm sein Leben verdüstert habe, und ich kann nur versichern, daß ich solche Stücke schreiben würde, wie er sie gern hat. wenn ich könnte: eS ist nicht böser Wille, sondern nur angeborene Unfähigkeit, die mich davon abhält Aber er hat eine praktische Andeutung gemacht die ich zur Kenntnis nehmen muß. In den vergangenen Zeiten, als selbst der lleinste Schauspieler im Theater daS hatte, was man ein Benefiz nannte, indem er KW 3 iir " , qsinin Wt», Sotels K»LS* Knie« daten Herrn Eisenbahnsekretär D e t r 6 e am ccrmtag unb Montag, den 3). und 31. Oktober in Garbentrich. Steinberg und Lich gut besuchte Versammlungen ab. Sr legte dar wie sich die Koalition der Mitte nicht nur im Reich, sondern ganz besonders in Hellen gut bewährt habe und wie eine stärkere Radikalisierung nach rechts und nach links bin den vollständigen Zusammenbruch zur Folge haben müsse. Hessen sei von schweren Erschütterungen verschont geblieben, die Finanzen seien im Vergleich zum Reich und anderen Ländern gut in Ordnung. 1918 und 1919 hätten noch rechnerische Meberschüsse ergeben und 1920 bis 1921 würde das voranschlagsmäßige Defizu voraussichtlich verschwinden oder wenigstens bedeutend kleiner werden. DaS verdanken wir bem günstigen Eisenbahnvertrag, den der Minister Henrich mit bem Reich geschlossen habe. — Zwei deutschnationale Gegenredner fanden nur Widerspruch in der Versammlung, während die Aus- fichrungen der beiden demokratischen Redner mit lebhaftem Beifall begrüßt wurden. Don der Straßenbahn. Wie die Direktion mitteilt ist seit bem 1. Rovcmber der FriedhofSverkehr auf her Straßenbahn geändert Der erste Wagen fährt ab Marktplatz 1.30 Mhr viertelstündlich, der letzte Wagen ab Friedhof 5.05 Mhr nachmittags. — Promenadenkonzert am Samstag dem 5. Rovember. mittag- 12—1 Mhr. Musikfolge: 1. Radetzky-Marsch von Zoh. Strauß ( Arme-'- marsch Rr. 145): 2. Fest-Ouvertüre von E. L -t- ner: 3. a) Marsch der Landsknechte a. b. 15. Zayr- hundert, b) Trinklied a. d 16. Jahrhundert von I. Schreck: 4 Wotans Abschied von BrünhUdo und ycuersauber a. d. Musildrama .Die Walküre" von R. Wagner: 5. Stets zielbewußt! Marsch von Fr. Meister. ♦♦ Bühnenvolksbund Wie in allen größeren Städten Deutschlands hat sich audj in Gießen eine Ortsgruppe des Bähnenvolksbundes, Bereinigung zur Theaterpflege in christlich'deutschem Bollsgeist, unter Leitung von Frau Mendelssohn-Bartholdy. gebildet Die Ortsgruppe, der sich bereits zahlreiche hiesige Vereine ange- schlossen haben, tagte am Montag zum ersten Male und beschloß, demnächst durch einen größeren Vortrags- und Werbeabend mit ihren Zielen und Bestrebungen an die Oeffentlid^eit zu treten. ♦♦ Zum Konzertabend Gieseking. In der im „Gießener Anzeiger" erschienenen Besprechung des Klavierkonzertes Walter Giese- kingS war einerseits das Können des Gastes anerkannt, andererseits aber auch eine Verwunderung darüber ausgesprochen worden, daß er in ter Auswahl der von ihm zum Dortrage gebrachten Werke einen recht eigentümlichen Geschmack bewiesen habe. Daß Gieseking sich andernorts von noch „seltsamerer" Seite zeigt, geht aus folgender Rotiz hervor, die wir In der Berliner Presse finden: „Am 18. Oktober veranstaltete die Kestner- Gesellschaft zu Hannover in der Aula der höheren Schulen einen Klavierabend mit dem auch in Berlin bekannten Pianisten Walter Gieseking. Auf Wunsch des Vortragenden Künstlers tourbe an diesem Abend das über dem Podium neu angebrachte, von Känstlerhand gemalte große Eiserne Kreuz mit den Zahrcszah.en 1813. 1870/71, 1914/18 und dem Spruchbande: „Wohl bem, der seiner Väter gern gedenkt" mit einem Tuche zugehängtl" Wenn man daS gelesen hat, versteht man, warum Gieseking zum Vortrage Werke ausländischer Komponisten unb solche deutscher Tondichter, die den Stempel der Dekadenz tragen, auswählt. Der GesangvereinCvncorbia hielt am Sonntag im Katholischen DereinShause bei Musik. Theater unb Tanz einen wohlgelungenen Fam lienabenb ab. Alle Auf ührungen waren gut gelungen unb wurden allgemein mit Beifall aufgenommen, ebenso wurden die vom Verein nörgelt agenen Lieber mit großer Befriedigung angehört. Der Gesangverein Eoncorbia hat an diesem Abend wiederum Letoi.'fen, daß er in ber Lage ist ein großes Fest mit gutem Gelingen auS eigener Kraft abzuhallen. Die Stimmung war allgemein vorzüglich. Qung und alt wird auf seine Rechnung gekommen sein. •• Im Lichtspielhaus in der Bahnhofstraße wird zur Zeil die Film-Oper „Der S v i e I m a n n“ mit großem E 1ola aufgeführt Al? Sänger wirken der Tenor Willi D e y l e r und Fräulein Janka Major (Sopran) mit bestem Gelingen mit nämlich eine Handvoll Billett- an feine Freunde zu seinen Gunsten verkaufen durfte, da verstand man sich an diesem seinem <3bren- abend auch dazu, daß er feine winzige Rolle durch irgendeinen Zusatz etwa- vergrößerte. Er durfte also bei dieser Gelegenheit — so meldet die Sage — seine Rolle, die sich auf die Worte „Mylord, der Wagen wartet" beschränkte, etwa folgendermaßen ausschmücken: „Mylord, der Wagen wartet, und ich ergreife dabei die günstige Gelegenheit, zu bemerken, daß der Mann, der seine Hand gegen eine Frau erhebt, unwürdig deS Ramen- eines Briten ist." Auf diese mit stolzem Pathos gesprochenen Worte hin fiel die Kapelle mit einem Tusch ein, und der Held deS BenesizabendS tonnte ein Solo tanzen. Dann ging bat Stück in der gewohnten Weife weiter. Wie ich Mr. Baughan verstehe, wünscht er, daß Mr. Brember Wuls in der Rolle des Eaptain Shotover sagen sollte: „Ihr Vater hat sich selbst gewaschen, und ich ergreife dabei die günstige Gelegenheit, zu bemerken, daß der Krieg hervorgerufen wurde durch da- natürlich: und skcupello e Der'angen Deutschlands nab Ausdehnung auf Kosten schwächerer Völker und durch die Rotzwendigkeit, eine tüchtig: Dividende zu erlangen für das große Kapital, da- dort und in Oesterreich in der Rüstungsindustrie angelegt war." Dann sollte die Ratlonalhymne gespielt werden. Ich m iß bekennen, daß diese Andeutung meinem Sinn für Humor außerordentlich gefällt Ich glaube, daß damit ganz London ins Theater gezogen würde, und ich werde sofort Mr. Brember Will- bitten, diese Bemerkung aus Gefälligkeit gegen mich und Mr Baughan einzufügen." — Ein Stammbuchblatt vonSpitz- toeg. Meister Spitzwey. der geniale Maler und Klalliker des Altmunchener Humors, ist heute so berühmt geworden, wie eS sich der bescheidene Mann bei Lebzeiten nie träumen Wettervoraussage für Don ner Stag Wolkig, meist trocken, küht nacht- kalt, nördliche Winde. Das gestern über Skandinavien gelegene Ties ist langsam ostwärts gezogen. Von der BiScaha hat sich hohe:- Druck über Frankreich und Westdeutschland ausaebreilet. Wir haben für morgen mit wolligem, doch meist trodenem Wetter zu rechnen. Rördliche Winde bringen uns stärkere Abkühlung. Bornotizen. — Tageskalender fürMittvochr Stadttheater, 7 Mhr: „Fuhrmann Henschel-. — IohanneSkirchc, 8 Mhr: CvangelisarionSvor- trag. — Astoria-Lichtspiele, heute und morgen: „Cherchez la femme!“ und „Die Bertel- gräsin-, ab Freitag: „Marionetten deS Teufels-. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, heute und morgen: „Der Spielmann-. — Aus dem Stadttheaterbureau. Für den nächsten SonntagnachmiUag mußte eine Stückänderung eintreten Es wird stau der angelegten Vorstellung .Was ihr wollt" der Schwank .Paragraphenkoller" gegeben, der am vergangenen Sonntagabend mit so außerordentlichem Beifall ausgenommen worden ist. — Künstler-Marionette-n-Thea- t e r. Am nächsten Samstag finden in der -leucn Aula der Universität zwei Gastspi^e des Äünft- ler-Marionelten-Theaters aus Baden statt. Dio Vorführung der Gliederpuppen Ivo Puhonnys durch den Leiter des Mario: eltcn-Thcaters. Herrn Direktor E. Ehlert auS Berlin, bedeutet einen hohen künstlerischen Erfolg und gut gelungenen Versuch, daS uralte Puppentheater in künstlerischer Gestaltung neu zu beleben. So hat daS Theater überall, wo es gastierte, reichen und wohlverdienten Bci'all gefunbm. Durch günstigen Anschluß an Frankfurt, wo das Theater augenblicklich 3 Tage b.i der Zentrale für gemeinnützige Kunstpslcge wellte, ist es dem Bund zur Pflege von Musik und Literatur im Verein mit dem Kaufmännischen Verein und dem Gewcrbe-Verein gelungen, auch für Gießen ein Gastspiel zu ermöglichen. — Hotel Einhorn. Am 6. Rovember findet im Festsaale der mit Spannung erwartete Entscheidungskampf zwi ch?n dem Mittelgewichtsmeister Ehristensen und dem Altmeister Michael H i h l e r um den Goidpokal statt Der Kamps geht bis zur Entscheidung Einige Dariete- Rummern werden ihn cinleiten Räheres ist aus dem Anzeigenteil ersichllich: Vorverkauf Im Hotel Einhorn. — Der Verein für Beweg u ngs - spiele Gießen beginnt morgen Donnerstagabend fein diesjähriges Winter-Hallentraining für Turnen und alle Sportartei in der Turnhalle der Stadllnabenschuls, Rord-Anlage. Die Leitung der MebungSabende liegt in den Händen des Sportlehrer- Schneider mit Mntcrstützung der Sportwarte der einzelnen Abteilungen. Reben vorbereitenden Mebungcn für Fußball, Leichtathletik und Hockey sind dieses Jahr erstmalig Boxen, Ringen und Selbstverteidigung in das Programm auf genommen worden. Gleichzeitig wird ein Massagekursus abgehaltcn. Die Beteiligung ist für alle Mitglieder Pflicht Zu jeder näßeren Auskunft ist ber Leiter. Herr Sportlehrer Schneider, Infanterie-Regiment 15. gerne bereit (Siehe Anzeigenteil in heu iger 'Kummer.) — E i n neueS Konzert-TafS wird, wie auS dem Anzeigenteil ersichtlich ist, in den nächsten Tagen in dem bekannten Ho el „D r o tz- herzog von Hessen" eröffnet werden. SS findet täglich Kür.stler-Konzert sta t so baß lich für Ausgehlustige eine neue ‘ÜKÖalißfeit ble et. die Abendstunden in angenehmer We.se zu verbringen. — Die Literar ische Gesellschaft bte sich zum Ziel gesetzt bat, berühmte Dichter und Schiiststcller nach Gießen zu berufen, eröffnet am nächsten Sonntag ihr dle-jäbrige- Winter- vrogramm. Für diesen ersten Dichtcrabend ist es ihm gelungen, den Dichter PaulTrnft aus Sonnenhofen in Ober baßem zu gewinnen, Im Jahre 1868 in Elbingerode im Harz geboren, stammt Paul Emst aus einer Bergmannsfamllie. Er ftu- bi:rtc zuerst Theologie, toinbte sich aber dann dem Studium der Phllosophie und Rativnilökono- mie zu, biS er sich bann zu der vollen Erkenntnis durchrang, daß die Kunst der Boden fet auf dem wirkend, er allein seinem Bolle sein Beste- zu geben vermöge. Paul Ernst, ein großer Freund italienischer Schönheit und VolkSart, Hai lange Zeit unter der südlicheren Sonne zugebracht ja. er ging sogar mit dem Gedanken um. ganz In Italien zu bleiben, und nur die Sorge, er möge sich dadurch seinem eigenen Volle entfremden, hat ihn wieder zurückgezogen. Er lebt jetzt in Svnnen- ließ. Wir wenden daher nicht nur feinen Bildern und Zeichnungen, sondern auch feinen Gedichten und anderen schriftllchen D'kenntnissen unsere Aufmerksamkeit zu. denn auch mit bet Schreibfeder wußte er seiner Persönlichkeit prächtigen Ausdruck zu verleihen Ein bisher unbekanntes köstliche- Stzitzwei-Dvkument wird aus der Sammlung Darmstaedter der Preußischen Staatsbibliothek im „KlmstWanderer" veröffentlicht ES stammt auS der Früh zell des Malers, da er den Apothekerberuf an den Hagel aebängt Halle und alS einsamer Klausner und L.'benS» künstlet um seinen Stil rang. Damals schrieb er im Juni 1836 einem befreundeten Schauspieler ins Stammbuch. .Seitdem in der Welt der Wert der ehrlichen Gesichter so gefunden ist — totU fast jeder eins zu machen weiß —, darfst Du mit noch so aufrichtigen Augen, noch so unaelünftelten Worten und Mienen jemanden Deine Freundschaft versichern: man glaubt Dir nicht: man gibt Dir ein Stück Papier, und daraus mußt Du schwarz auf weiß bekräftigen. tvaS Du so ehrlich gefaat. geguckt und versichert hast. Man möchte schwarz werden! Wenn Sie nun. mein lieber Derstl. einmal jemand fragt: „Wer ist denn der Mohr auf der anderen Seite drüben?" bann sagen Sie ihm: „Das ist so ein guter Kerl, der mich recht gern gehabt hat. eine ehrliche Haut, nicht Immer von üblem Humor — ich weiß nicht, ob Sie ihn kennen, ein gewisser Spitzwea. ‘Haler auS München." Aus der gegen üb ?-l:egenben ©eite steht die wvhlgelungene Porträtsilhouelle Spiywegs. Reuyork. 1. Rov. (Wostf.) Funllpruch. Der Bürgermeister von Reuvork hat den Komponisten Richard Strauß offiziell empfangen. der ihm für den unter den Klängen deutscher Musll bereiteten hochherzigen Empfang dankte. ^-irchveU Heil tj.erke Mai ^tlleh und ei» für den Wirderaufbau verabschiedet denen > geletzes am Sonntag, den fl. Rovember 1921. er besonders für die Mitarbeit unb das Vertrauen abends 7 Mhr ab. dankte, das ihm allerseits während fetter Amts- •• Zur Wahlbewegung. Von benw- zeit entgegen geb rächt würbe. Staatssekretär kratjscher Seite wird uns geschrieben: Der Spitzen- Müller sprach namens ber Beamte schäft und fanbibat der ob.Thesfischen Liste Landtag-Lbge- der Angrstellten und bankte bem scheidend«» Mi- orbneter Präsibent des Bildungsweiens M r - nister für bat von ihm allen Beamten unb r * 1 "" ' ...... — *•' Echter alber Die Perle der Liköre itt Str Btthti- ift LUt A Hotel lovvsber trvanLe Ultfli* oft. Ne >ter un6 ffntl am Dinter- ib W et iul 6on- m Hchrr flammt • Sr Ito» jer dam itaGfoi»' rkcnntoi/ auf den B?M w r jreinb xi! lange nuit lL garq I” er «dgr rMbat Sonne-' U etLs unge» aurffU- hal bat lei unb Nlifltn äug«. Sie Lej. Syrabe !" Zu jeder Sport' 5, gerat unnut > fe Wv. , tn Ha .Droh' bat N Ml Ilai aberwleaea. Familie Karl Stark Familie Emil Rau Frau Helene Appel geb. Korbacher. 1921. Frau Marie Thieriot geb. Heim Familie Theodor Zutt Familie Ludwig Wagner Familie Konrad Dürr Gießen (Weserstraße 15), den 2. November Die Beerdigung findet am Freitag, dem 4. November 1921, nachmittags um 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 11,04 Gestern nachmittag 21/, Uhr entschlief sanft unsere lieb', treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Schwester Frau Seory Heim Ws geh. Heb im 79. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Reformbutter Sanitas (Vegetabile Margarine) l'nglaelerfen Voll-Rei* Weatf. Pumpernickel Voll ml Ich-Zwieback .Vatnrrelnc Marmeladen Alkohol fr. Obif- «.Trauben wein Haferflocken, Mark, Mehl Grütze und Grieß Reformhaus Gießen. 11598c Marionetten desTeufels. 10 Akte. K 3. JO, b ui Ab Freitag Der große Erfolg! Nur noch heute und morgen! , Cherchez la femme (Herzogin Satanella) In der Hauptrolle: Lncle Doraine. | Mietgesuche | Keltere ftrnu anebt kleine Wobnong; übern, evtl. daS Reinigen von Bureauräumen dafür ob. Bsiege eine-alt. Herrn ob. Dame. Schr.Ang. u. 014366 o.(8. ?1. Seit. Herr sucht nut möbl. Simmet in bess. Hanse. Schr. Knqeb. unter 014324 I an b. Giegener Anzeiger. Zwei befreunbete Studenten suchen in beitem Hanse je . 12 Zimmer. Schr. Ang, tu 11563 a. G. A. Akademiker, nicht mehr Student, sucht möbl. Zimmer. Schrift 1. Angeb. uni. 014368 a. d. (Vies, An». Tlöbl. Zimmergei. Wdbc Mitte Balmvositr. Schr. Ang, u. 014373 a. d. ®. Ana. 8ksuM ciii Zimmer ohne Bervsi'gung. Schr. Ang. u. 014382 n.b.® VIiu. Bureauräume sowie Privatwohnung gesucht. 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Vorbereitende Hebungen für Fußball, Handball und Hockey. 4. Leichtathletik. 5. Turnen. 6. Ringen. 11610» 7. Voxen. 8. Selbstverteidigung japanischer Urt. 9. Massage nach schwedisch - finnischer Hrt Uebungsabenbe jeden Donnerstag, erstmalig am 3. November, abends 81/, Uhr in der Turnhalle der Stadt-Knabenschule, Nord.Anlage. Beteiligung aller Mitglieder Pflicht. Der Vorstand. Zentrumspartei Mitglieder-versammlung Donnerstag, den 3. November 1921, abend» 8 Uhr, im Vereinshaufe. Tagesordnung: 1. Bericht über den Parteitag in Frankfurt a. M. und Landtagswahl. 2. Dortrag des Herrn Dr. Laufenberg, (Bleien Freunde der Partei find willkommen. 11617 Der Vorstand. BimöeeröträDchep6™?^; 014400] Landgasse 43. ( Kaufgesuche ] Gcbr. modernes Etz zimmer, komi'l., zu kaufen gesucht. Schr. Anaeb. unt. 014372 an den Gietz. Anz. Kontrollkasse National gegen bar ges. An geb. erb. n. J. A 17 298 (10640>s) an den G. Anz. 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A Sonntag, Sa 10,zwilchen Thoma-.'vertag Leipzig« die Ansicht, bah auch nicht ausgesprochene )cachtoögel zu'- Zua-c.t oes Rachts ziehen; toue ater Ixer in d'.esem Falle der Grund des nächtlichen ZugeS ist, bleibt wo HI unertoielen. Die Tiere zogen in diese. )lacht unter vollkommen vt.tedtcm Himmel (hatten also keinen führenden Himmelskörper, und muhten nut dem Bicbcrqcben zur Aesung biS zum Morgen , •• X?. * . 4 (t A« o 2.'. I.ir.en Rasto.t gefunden Haien. Areit Wetzlar. d Wetzlar. 1. Rov Der Kreisau-schätz hat eine Bergnügungssteaerordnung erlassen, nach der ter Kr«-cS für alle im Bezirke tes Krelles Wetzlar stattfindenden Vergnügungen bis aus weitere» eine Vergnügungssteuer in Höhe von 5 Prozent der Satze erhebt. w.< Ite di« Städte und Landgemeinden des KreiseS festgesetzt baten. d. Dornholzhausen, 1 Rov An Montag l.achmifag sand hie. im Saale ter Gastwirtschaft Dch.eserstem die V e f a in m (u n fl des WrrttchaftSbundeS (Gr pp. W hl t und HesfeN-2lasiaui statt, in ter yrc| D. o r • neffer (Gieten) über das Thema .Die Rot- tocnbigteit teS wirtschaftlichen v usammensch'.u ses' 'prach Der Redn«. crnl.te mit seinen aus merk- 'am verfolgten 2 ssühningen, die von dem Gedanken getragen waren, durch Oini.it U und Arbeit wirtschaftlich wieder in die Höhe -u kommen, reichen B ifall. 5>ic Versammlung war namentlich auch von den umliegenden Ortschaften gut besticht. Hcffen-Rasfau. Frankfurt a. M, 31. Okt Gestern abend gegen 11 llhr hat Ich in G n kh e i m eine a tot 11 e Bluttat abgespielt, ter leider anch ein Menschenleben zum Opfer gefallen ist. An ter Mauer des neuen SchulhauseS Halle sich eine Gesellschaft junger Mädchen niedergelassen. die mit verschiedenen Burschen aus Vilbel eine lebhafte Unterhaltung führte. Der 24jährige Sohn Wilhelm deS Schuldieners Heiliger kam auS bei elterlichen Wobnung. um i achzufeh.m, ob fein« 17jährige Schwester sich auch unter ter Gesellschaft befinde, um sie eventuell mit nach Haus zu nehmen. AIS Heiliger sich entferne i wollte, kam es zu einem kleinen Wortwechsel, wobei einer der Dilbeler Burschen einen Dolch zog und dem Heiliger einen Stich in die rechte Kopfseite beibrachte. Der junge Mann tour so schwer q troffen, dah er von ter Rettungswache na dem Heiligen-Geist-Hospital verbracht werdet muhte, wo er heute früh um l/}4 llfor seinen Verletzungen erlegen ist Als Täter tourte der 20jährige Arbeiter Beyer auS Vilbel verhall« Beyer leugnete zuerst, mil der Tat etwas zu tun zu haben, gestand aber später sein Verbrechen ein, nachdem ihm die Polizei nach- gctoicfcn hatte, dah er selbst Verletzungen am Kopse davongetragen Halle. sj M a r 6 u r g. 1. Rov. 3n den letzten Rächten wurden hier t>erschietene Ginbrüche verübt. In ter Südbahnhofswirtschaft fielen den Dieben Ehwaren und Zigaretten und in einet Damenschneiterei wertvolle Stoffe und verschiedene Kostüme in die Hände. 3m Wartesaal btf Hauptbahnhofs beschlagnahmte die Polizei qfrneji Sack mit 85 Pfund Schweinefleisch. Der Eigentümer meldete sich nicht, weShalb vermutet wird dah eS sich um gestohlene Ware hantelt. toa. Odenhausen, 30. Okt. Für die Oderschlesier wurden heute in unserer Ge- meinte 467,20 Mk. gesammelt. DaS Gell wurde durch den Vorsitzenden des Roten- Kreuz°-Vereins, Lehrer Höchst, nach Giehen abgesandt. — Die Kirchenkollekte für Oppau ergab den Betrag von 53 Mk. 3n nächster Zeit wird durch die Bürgermeisterei auch noch eine HauSsammlung zu demselben Zwecke veranstaltet. ä I. Hattendorf (Kr. Ziegenhain), 31. Okt. Run hat auch hier daS e l e 11 v i I d) c Licht endlich seinen Ginzug gehalten. Am ergangenen Dcnnerstag fand die Ginschaltung deS StromeS stall Am gleichen Tage b.gann die Klrm e S, die bis zum Sonntagabend dauerte und zugleich als Lichtfest gefeiert tourte. (J Lohra, 1. Rov. Am Sonntag tourte hier in feie diäter Weise zum Gedächt iZ der 35 Kriegsgefallenen au« unserem Orte ein Denkmal eingetoeiht. Die Weiherete hielt Pros. Wedekind au« Marburg. Super ihm sprachen noch Pfarrer Wolf, Pjarrer D ü d l n g Lehrer Geiger und ein ©emdntebertretcr. Kirche und Schule. js Marburg, l.Rov. 3m PhilippShaust fand die Ermittelung des Ergebnisses der Kirchenwahlen in der lutherischen Diözese Marbur.vK rchhrin-F an cnb?rg-Döbl statt In»« gesamt wurden 13 676 gültige ö.Immen abgegeben. Davon entfielen auf die Liste Landau 12 232 und auf die Liste Heerinann-SpeckSwln- kel 1444 Stimmen. Dorn Wahlvorlchag Landau gelten als gewählt in ter Gruppe A Superintendent Landau- Marburg, Pfarrer Werner- Eappel, Pfarrer K o ch - Frankenberg; Gruppe ö: Bürgermeister Garthe- Wangershausen, Zim- mermeifter Müller-Riederasphe, Bürgermd* fier a. D Prediger- Kirchhain; Gruppe C; Lehrer Flor-Schto i Sd.rg und M urer B. Stauzebach- Bürgeln. Don ter Liste Heer- Der Schutz im Blut. Roman von Horst Bodemer. 27. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) 13. SS tourte nichts mit HanS. Zur Arbeit hatte er keine Lust, zu Dummheiten umsomehr. Sobald man ihm gut zureteto, gelobte er Besserung, oft mit Tränen In den Augen. Und fünf Minuten später ledte er sich die Lippen, Pfiff sich etnS und überlegte, was er nun anftellen könne. Lief ihm einer seiner Spietzgesellen über den Weg, warS um ihn geschehen. Und die Spietzgesellen waren tollste Sorte! . Eine Stufte später tob er dann in Fritzlar in einer Kneipe, in der er sich Kredit zu verschaffen getouht hatte gegen Lieferung landwirtschaftlicher Produkte, am Klavier, spielte die ruppigsten Gassenhauer und die Arbeiter groMtcn bei Bier und Lembacher Kcrn dazu. Qlatürlid) kam Grobvater bald dahinter, dah Äartcffeln und Getreide sackweise verschwa-rten, datz Ster un^ Hennen fehlten. Da legt« sich HanS uneter mehr und mehr auf die Zagd Zwei Arbeller, die abends auf) eine Kosten tranken. — sie waren bekannt als Wilddrete — brachten ihn bald so wert, datz er nachts mit ihnen in den Züschener Waldern jagte. Dort gab es noch Hirsche und Wildschweine, das lohnte sich bester, denn dem Wirt kam es in erster Chile auf die Masse an. Llusgeprägte Feinschmecker waren seine Stammgäste ja nicht. Und für ihr Seid wollten sie den Teller voll haben. Ratürtich im Hinteritüdchenl DaS erstemal schlug Hans das Herz doch tüchtig an die Rippen. Der Teufel auch! Hinter jedem Dusch konnte ter Züschener Förster stecken und rufen: .Halt! Hänte hoch!" Und tat manS nicht gleich, bekam man eine Kugel ins Felll... 21ch was! Der Wald war groy. und ter Förster lag nachts meistens, wie andere Leute, im Bell. Außerdem waren sie zu drill! Sin paarmal war'S gut gegangen. Vater halle ihn zu Hause in ter letzten Zeit sogar eingeschlossen, alS ob das etwas helfe, wenn einer wie er an die frische Luft wollte. Das gewöhnte er ihm nach und nach ab. Die Wilddieberei wurde zum Vergnügen für ihn. Sr schott wie Gift! Die anderen waren aufs Wildbret versessen, ihm gab'S Spatz, sich an das Wild zu pirschen und bei schlechtem Düchscnlicht doch einen guten Blatt- schutz zu leisten. Das blieb die Hauptsache, denn, ging ein Stuck Wild flüchtig ab. bekam man's nicht, Rachsuche war ja ausgeschlossen, und dcm Baron tourte gemeldet, datt to.-i'-tounte3 ober verludertes Wild gefunden worden war. Dann patzte man natürlich auf die nächtlichen Schietzer — und erwischte sie doch einmal. Hans sagte sich daS. aber in der Geladr lag ein Reiz, ter ihn bei mondhellen Rächten immer wieder in die Züschener Wälder zog . . . Ter Oekonvmieral machte seinem Sohne Vorwürfe. ,Du patzt auf den Zungen nicht genug auf!* ,3a, was soll ich denn tun?" Cki war schwer darauf zu anlloorten. Hans hatte eben vor nichts mehr in ter Well Achtung .Herrgott, er hat so gute Anlagen! Gin hingeworfenes Wort und er versieht mich! Ob er pflügt oder auf ter Mähmaschine sitzt, ausgezeichnet macht er seine Sache, solange er gerate will" . . . .Und dann ist er plötzlich auf und davon. Irgend etwas ist ihm durch den Kopf geschossen, — natürlich eine ausgefallene Dummheit!" Der Oekonomierat machte ein nachdenkliches Gesicht .Das versteh ich oben nicht! So ein heller, sehniger Kerl und plötzlich ein Schlappstiefei, wenn ihn irgend eine Verführung lockt!" Der Henner sah finster vor sich hin. .Gr bat eben zu viel .Schutz im Blute"! Und abzavfen können wir ihm das nicht. Wenn ich ihn auch halb tot prügelte!" Da ging ter Oekonomierat wieder unter seine Hainbuchen. Hier war er noch immer zu einem festen Entschlüsse gekommen. Diesmal ater sah er keinen Weg. ter zum gewünschten Ziele führen konnte. Datz .der Schutz im Blute" zu grotz sein konnte, war natürlich nich'.S als eine bequeme Ausrede Henners. Ater dem immer wieder zu sagen. Hättest du gefälligst Hans früher die Hosen straff gezogen, hatte heute keinen Zweck mehr Man konnte den Zungen doch nicht nachts an die Kelle legen! Unb sich ein Versprechen in die Hand geben taffen? Der Zunge hätte es sofort getan, mit Tränen in den Augen, wäre auch ganz vergeblich gewesen. Um das hatte er sich in fünf Minuten doch nicht mehr gekümmert. Hans mutzte einmal ganz gehörig reinfallen, vielleicht nahm er dann Vernunft an Wieder war er mit den beiden Arbeitern im Züschener Forst Wilddieben. Herbst war es, ber Hirsch schrie Da war an mondhellen Rächten wahrscheinlich auch ter Baron in feinem Revier, jedenfalls ter Förster, um starte Hirsche ju verhören. Ausserdem sollte nächstens Zagte bestich nach Züschen kommen und zwar ter Ober- Präsident. Für den tourte natürlich ein Hoch- geweihter auSgemacht. Siner wechselte mitunter durch'S Züschener Revier, ter war ein 61aalte kerl. Auf einer Lichtung, unweit ter Hadamarer Grenze, lieh er seinen Kampfruf erschallen. Seit Hans den gesehen, stand bei ihm fest: den Hirsch, einen Sichtzehnender, lieh er keinem andern. Schon einmal hatte er den Finger auf ihn krumm gemacht, einer der Arteiter war unvorsichtig gewesen und ter Hirsch war mit seinem Rudel in langen Fluchten abgegangen. So wütend war er in feinem ganzen Leben noch nicht gewesen! . . . Die Arbeiter bekamen eS mit ter Args» zu tun, wollten in ter näch ten Zeit nicht wildern. Die hatten einen guten Freund in Züschen, ter ihnen gegen .Abgabe" mitteilte, wie es auf dem Schlosse und im Förster hause aite sah Schon ein paarmal waren sie unvorsichtig gewesen, well Hans sie gedrängt hatte, mitiu- kommen. Sie lehnten ab, in ter nächsten Zell mit ihm zu gehen. Grwischen wollten sie sich nicht taffen. .Traurige Dante," hatte Hans gesagt. .Habt wohl Angst, euch könnte mal 'ne blaue Bohn« um die Ohren fliegen, ihr Zammergestelle?" Viel hätte nicht gefehlt, und er hätte Hiebe bekommen. Da ging er eben allein! Zwei Tage hatte er den Hochgetoeihten nicht mehr schreien hören. Hatte ihm einer den Hir'ch vor bet Ras« weg- getajeffen! Er ging nach Züschen zu den Zuträgern. (Fortsetzung folgt) cpfciffer&DiUer !ir.!’- »e ^2^ a>< fö> ^vruL-n ") IM#1'' ’,J4'iin. Denn I der Union e gütigst geftat rutoohnen, di 3npan Zuge müssen, da kl digunq des tz'eichsallz c rsstert \\t Erst t Me ge( ■ouftungdbe die der Äüs, England un betrieben hc bstsptelig tDl Ie|u). das |q ^llt, verfolg Siebenen Q ^Sicher! ™bk ongei hS: "j n. 6o k ®ilb, t6« Pro gte ftS ^tznzösl Ä $■» Ä®"«' Fn gegen ^uiben L,W-° 9> tvvn, mmm-SpeckStomkel m Gruppe C: Frau Bürgermeister Mu eller tn Marimrg. 2Lif M» env -einen Pfarrei-Klassen verteilen «ich bie anc.egebe- nen Stimmen toic folgt: Stadt Marburg 2ifte Landau 153?, Heermann 232, Klasse Frvnhausen Liste Landau 1613, Heermann 23, Klaise Wetter List« Landau 2470, Heermann 92, Klasse Kirchhain Liste Landau 2149, Heermann 312, Klasse Rauschenberg Liste Landau 2312, Heermann 369, Klaffe Frantenberg Liste Landau 1Z38, Heermann 310, Dekanat Döhl Liste Landau 711, Heermann 101. D Ziegenhain, 1. Rov. Del der am Freitag hier erfolgten Ermittelung des Ergebnisses b« Kirchenwahlen in der reformierte: Diözese Ziegenhain-Homberg tvurde für die Liste Heustner 9j33 gültige Stimme: und für die Liste Finis 4251 gültige Stimme, fest gestellt. Ruf die einzelnen Klassen verteile' sich diese rund wie folgt: Ziegenhain: H. 199) F. 195; Frankenberg: H. 595, F. 662; Homberg H. 1546, F. 2635; Marburg: H 974, F. 85; Reu ttrchen: H 2833. F. 469; Treysa. H 1594. F. 20= Dom Wahlvorschlag Heustner sind gewählt worder auS der ersten Gruppe: Superintendent Heust1 u e r - Ziegenhain und Metropolitan Rausch' Reukirchen; auS der -weiten Gruppe: Pros. D Dorn Häuser - Mar'.u g rmd Gant tobt 3 usti Lützelwig. Dom Wahlvvrschlag Finls sind ge> wählt aus der dritten Gruppe: Lehrer Töpfer- Oberbeisheim und Landwirt R u p P e 1 • Gut Sauerburg. Aus dein Amtsvcrkündigungsblatt. — DaS Am tsder kü n di g un gs blat t Rr. 155 vom 1. Rovember enthält: Die Iahres- berichte der DewerbeaussichtSbeamten. — Derbot der Pflugschleifen. — Erhebung der Fleischbeschau- gebühren. — Äenstnachrichten. — Feldbereinigung Mein-Linden. — Da« Auf stellen der Kehricht- gefäste. — Strahensperre. Dem Hilssverein für Derussarbeiter der Inneren Mission S. D. in Derlin-Zehlendorf ist die Erlaubnis zur Sammlung von Geldspenden durch Werbeschreiben an die Rlilglieder und Freunde des HilfsvereinS für da» Gebiet de» Dolksstaates -Hessen erteilt Dem Des lügelzu chiverein Ornifl zu Sprend- trugen «KreiS Offenbach) ist die Erlaubnis erteilt, eine Verlosung von Rutzgestügel und Gegenständen, die in der Geflügelzucht und Lm Haushalt Verwendung finden, zu veranstalten. Dürgermeister Rühl, Otto Zimmer HL, Heinrich ßeitmer, Hermann Koch, Georg Qeibner II., Georg 3immer IV. und August Schwarz wurden als Vorslandsmitglieder der Wassergenossenschaft .Oberau" zu 03Illingen verpflichtet. Vermischtes. * Vturmverheerungen unter den H^golänber Hummerkörben. Die furrhtoaren Stürme, die in der lebten Zeit im Rordseegebiet gewütet haben, sind auch dem Helgoländer Hiimmersang verhängnisvoll geworden. Die Helgoländer Hummerfischer haben ihre sämtlichen Hummerkörbe, etwa 2000 an der Zahl, verloren. Das ist ein harter Schlag für die Helgoländer Fischer. Der felsige, tangbewachsene Meeresboden um Helgoland ist das einzige Gebiet an der deutschen Rorbseeküste, wo der Hummer gefangen wird. Dor dem Kriege kamen jährlich 20—30 000 Stück hn Werte von 45 000 bis 70 000 Mark zum Verkauf; gelegentlich war der ,5ang sogar noch gröber. So sollen im Jahre >650 40 000 Hummer und 1791 sogar 50 000 Stück verkauft worden sein. Seit auf Helgoland 1892 die Staatliche preustische bilogische Station errichtet wurde, hat sie eS an der Förderung oeS Helgoländer Hummerfanges niemals fehlen lassen. Allerdings erwies sich Die Reede der Insel megen des mangelnden Schutzes alS ungeeignet für hie Durchführung der geplanten Züchtunasver- such«, wie solche an der amerikanischen und süd- n^rwegischen Küste, neuerdings auch in Holland mit Erfolg betrieben werden. Ern geeigneter Ort für die Hummerzüchtung wäre der großartige Helgoländer Hafen, der jedoch infolge des Diktats von Den anles der Zerstörung verfallen ift Alle Versuche, ihn zu diesem Zwecke, für die Anlegung künstlicher Austernbänke wie überhaupt für biologische und Fischereiz wette zu erhalten, sind leider ergebnislos geblieben. — Der Hummerfang geschieht mittels sogenannter Hummerfallen oder -korbe, die an einem mit Flotten versehene.' Tau versenkt werden, nachdem sie vorher mit Fischen oder zerstampften Krabben beködert toor- ben sind. Rach einigen Stunden werden die Xötbe wieder betaufgenommen. Drr Helgoländer Hummer beherrscht den deutschen Markt fast auS- chliestlich und galt von jeher als eine der feinsten Delikatessen. Die bei Helgoland gefangenen Hum- ner werden biS »um Verland in groben Fisch- ästen, die auf der Reede von Helgoland in jrofjer Zahl verankert liegen, aufgehoben und gefüttert Auf diese Weise ist es möglich, zu allen Zeiten frische Hummer zu bekommen, auch im ! rengen Winter, wenn die Kälte den Fang hindert, sowie während der Sommerschonzeit, Ritte Juli biS Mitte September. Rachdem der Helgoländer Hummerfang während des Krieges io aut wie ganz geruht hatte, wurde er 1919 wieder in vollem Umfange aufgenommen Die Preise fliegen aber dauernd und erreichten ichliehlich eine solche Höhe, dah die beliebte Hummermayonaise, die man früher um wenige Mark in jeder halbwegs guten Gastwirtschaft bekam, heute nur noch in Luruslokalen zu haben ist. Desgleichen sind .Helgoländer Hummer" gekocht, mit Spargel, Hummersalat usw. heute mir noch zu Luxuspreisen zu haben. Ein grober Teil des Fanges geht übrigen- zu hohen Preisen in die Konservenfabriken. Turnen, Sport und Spiel. — Ue6er die Vorbereitungen zu den Deutschen Kampfspielen 1922 wurde am Sonntag in einer Sitzung des Kampfspielausschusses des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen von den einzelnen Referenten Bericht erstattet. Für den Kunstausfchuh referierte Regierungspräsident Pauli. Auf Ausschreibung von Wettstreiten wurde grundsätzlich verzichtet. ES wird ein grobes Massen- Freilichtspiel von Laien im Deutschen Stadion durchgeführt, ferner werden die Werke deutscher Dichter und Musiker in Theatern und Konzertsälen zur Aufführung kommen. Museen und Galerien sollen unter Hlch- kundiger Führung besucht werden. — Für den Werbeausschub erstattete Generaldirektor Ger- schel Bericht. Danach werden laut Vereinbarung mit dem DerkehrSministerium die Kampfspielplakate auf allen deutschen Bahnhöfen zum Aushang kommen. — Ferner referierte Generalsekretär Diem über ilnterfunjt und Verpflegung. Es wurde vereinbart, das Döberitzlager mit einer Belegstarre von 5—6300 Köpfen zur Verfügung zu stellen. Auheichem stellt die Stadt Spandau Quartiere, die Stadt Berlin Turnhallen zur Verfügung. Des weiteren wird die Zentralstelle für Fremdenverkehr sich mit den Pensionen und Hotels Berlins in Verbindung setzen, um dem Massenandrang gewachsen zu sein. — Der Wiener Austria-Preis, die wertvollste Zuchtprüfung des Herbstes im Rachdarlande. gelangte am Sonntag in der Freudenau zur Entscheidung. Diesem klassischen Rennen sah man diesmal mit ganz besonderer Spannung entgegen, da der Zweijährige P a st o r f t u, der drei Reimen im Kanter gewonnen hakle, hier seine Klasse gegen ältere Pferde bestätigen sollte. Er löste seine Aufgabe glänzend, denn er gewann leicht gegen die beiden Dreijährigen Bocula und sein« Stallgefahrtin Ocanla, Pastorfiu, im Besitze des Fürsten Tassilo Festitecs, wird in Oesterreich und Ungarn als AuSnahmepferd bezeichnet. — Deutscher R a d f a h r e r sä e g in Holland. Der BreSlaue» Thomas vertrat die deutschen Farben bei den Radrennen tm 1.9100. 31. Dkt. 2. 11. Schweizer Franken 100 L 2,50 100 100 100 100 100 8,02 170,20 22,28 59,60 Datum: Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm . Wien.... London. . . Paris. . . . Reuyork . . 100 Fl 100 Rtt. 100 Kr. 100 Kr. 100 Fr. 1 JB 7,98 169,80 22,22 58,40 31.10. 3,05 1,62 3,05 L. - Fr. = Kr. --- r = Kr. = Wechsel auf Holland....... Deutschland .... Wien........ Prag........ Pari-........ London ....... Italien....... Brüssel....... Budapest...... Reuyork....... Agram ....... Bukarest...... 7,88 7,92 163,80 164/20 22,37 22,43 58,16 68,35 Marknokiernngen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: Amsterdam-Rotterd. Brülsel-AnNoerpen. Ehristiania..... Kopenhagen ..... Stockholm...... HelsingfvrS..... Italien........ London ....... Reuyork....... Paris........ Schweiz....... Spanien....... Wien falte«) . . . . Deutsch-Oesterr.. . . Prag......... Budapest....... Buenos Aires . . . Bulgarien...... Konstantinopel . . . 184.75 2.80 0.25 5.10 89.66 21.18 21.70 38.75 0.675 541 — 1.80 3.476 6193,80 6206,20 62 l 8,75 6231,2S 1288,70 1291,30 1301,15 13-J3.85 2427,65 2432,45 2497,20 2502,50 3455,50 3453,50 3406,55 3 113,45 4145,6? 4154,15 4165,80 <164 20 294,70 295,30 297,70 29S.3O 726,76 728,26 739,25 740,76 711,25 712,75 716,25 716,76 180,31 180,69 181,31 181,69 13 IP,65 1321,35 1341,15 1343,85 3316,65 332.>35 3146,65 3353,25 2402,55 2312,43 2437,55 2442,45 1.7.14. . Fr. 125.40 . Fl. 59.20 . Kr. 88.80 . Kr. 117 80 . Kr. 88.80 . Kr. 117.80 . Sh. 97.80 . Fr. 125.40 . $ 23.80 1.11. 3,- 1,61 3.20 Handel. Frankfurt a. M., 2. November. Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief 185.75 3.- 0.25 6.20 40.20 2L44 22.25 39.10 0.70 646.- 1.75 3.50 Haag mit bestem Erfolge. Er gewann den Groden Herbst-ProiS gegen Storm, Guignard. Dickentman und Snvek. — S le Rundfahrt durch bie Lombardei. daS alljährlich zum Austrag kommende klassisch: italie ;i chc S:raher.re^rren findet am 4 Rovember statt und wird, ebenso tote tm Vorjahre, deutsche Beteiligung am Start lehen. Als schärfste Gegner für die bi den deutschen Herrenfahrer, G e b r. Huschte, müssen bie J a- lienei Dirardengv, Azzini, Ferrario. Brunerv. die Franzosen H Pelissier und Alav.'ine. lotoie bie Belgier ThyS und 21er 18 angekben werden. (In einem Teil der Auslage wiederholt.) Gin Interview LedebourS. Paris, 1. Rov. (WTB.) Ledebour hat einem Vertreter des „93eilt Parislen' eine Unterredung gewährt, in der er sagte, er könne nicht im Hamen der deutschen Arbeiterschaft sprechen; denn er vertrete nur die Anhänger der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei. Deutschland müsse wieder aufbauen. Seine Partei habe immer von der Regierung verlangt, dah sie auSftihre. 2lber kann sie tn Geld ausführen? Er antwortete: Reinl Sr schlage daher die Reparation in Ratur vor. Das Wiesbadener 2lbkvmrnen bedeute ja eine Orientierung In dieser Richtung hin. Der Vertrag von Versailles sei austerordenllich gefährlich für die wirtschaftliche Tätigkeit Deutschlands, und feine Züricher Devisenmarkt. i. n. H.S.Ü. Motorräder neueste Typen 3 PS neuestes Modell sofort lieferbar imb0 Auto-Schneider Marburger Str. 68 Telephon 2057 Selbst- in Gobelin gefertigte Xj lUUlID Fantasie u. Plüsch sowie Matratzen empfiehlt zu billigsten Preisen uMB Franz Vockf ClcblglUabe 93 yiiiiiimiiiiimiiiiiiiiiiriiiitiHiiiiiiiiiiiiummiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniMiwc |Louis Rothenberger! = Gießen Frankfurt a.M.,West a s Neuenwef 22 Adxlbertetreße 20 | 'lelephon 1762124 Telephon. Taunus 4904 | Alteisen Metalle - Lumpen Papier sowie sämtliche Rohprodukte Antiquitäten. ,en | nimiiiiiiiuiu.'iiHiiimiiiiiiuiiiiiiiiiimimiiiuiuuuiiuiuuim4iiiiiiimi Auswirkung gestalte auch die WiederherstelluT^ des französischen Handels und der französischen Industrie schwierig. Die welenllichste Ursache davon sei die Wechselkursfrage. Diese Lage könne nicht andauern. Deshalb freue er sich über daS Wiesbadener Abkommen; es stelle eine Verbesserung der framofischen und der deutschen Beziehungen dar. Aber daS französi che VcL müsse ver- stcberr, wiederholte Ledebour, dah Deutschland in Arbeit, aber nicht in Geld liefern könne, was seine Wirtschaft lahm legen würde. Schliehllch sprach sich Ledebour über die Entscheidung über Oberschlesien aus: Das deutsche Volk sei der Ansicht, dah die Entscheidung des VöUcrbundsrates ungerecht sei. Die Teilung Oberschlesien» sei ein Unglücf für Deutschland Ledebour verglich Oberschlesien mit ber. französischen RorddePartementS. D»e Teilung zerstöre die wirtschafillche Entwicklung Oberschlesiens. Im übrigen leien ja auch die Entente-Länder von den Schwierigkeiten überzeugt; denn sie hätten ja eine besondere wirtschaftliche Regelung für Oberfchlesien für die Dauer von 15 Jahren beschlossen Aber ob eS ungerecht sei oder nicht, Deutschland müsse versuchen, den Schiedsspruch auszusübren. Die deutschen Arbeiter wollten mü den französischen Arbeitern den Frieden. Sie wollten jeden Hab unter den Völkern bekämpfen, gegen alle Kriegshener vorgehen, aber die deutschen Rationalisten hätten in Berlin eine grobe Anzahl (Stimmen bekommen wegen der Entscheidung über Oberschlesien. Belgische Justiz in den Rheinlande». Berlin, 1. Rov. Am 8. Oktober waren im Saale eines Ärefelber Restaurants ehemalige Offiziere vom Infanterieregiment R r. 5 6, die sich dort zu einem k a • meradschaftlichen Wiedersehen einaefunden hatten, von belgischem Militär verhaftet und nach Aachen adtranSporticrt worden. Dlättermeldungen zufolge wurden sie jetzt von dem belgischen Kriegsgericht, obwohl die Zusammenkunft nachweislich frei von jeder politischen Tendenz war, zu Gefängnis und Geld st rasen verurteilt, und zwar erhielten zwei je vier Monate Gefängnis und je 5000 Ml. Geldstrafe, und 28 Angeklagte je drei Monate Gefängnis und je 10000 Mk. Geldstrafe. Brennstoffe für BesatzungSqnartiere. fpd. K v b l e n z, 31. Okt. Das BesatzungS- amt der ameri kanischen DesayungS- b e h ö r d e verfügte, bah bie Quartiergeber für die bei ihnen wohnenden Amerikaner für ausreichende Beheizung unter eigener Verantwortung zu sorgen Haven. Alle beschlagnahmten Räumlichleiten müssen in der Zeit vom 1. Oktober bis 30. April geheizt werden. Eine Millionenstiftung für die GoethegeseN« Rach einer Meldung oes „Lokalanz." hat bas kürzlich verstorbene Fcl. Heyden in ihrem Testa ment fast ihr ganzes Vermögen im Betrage von über 5 Millionen Mark ber Goethegesell- schaft tn Weimar vermacht. Man fordere ausdrücklich „Pfei!z Spar- Glühkörper und achte aufdieJ^fejr-Schutzmarke iK* Achtung! "W A Weißkraut Kraut u. gelbe Mrata cinnetroffen. Berkaus Donnerstag von 8 llbr an Brandplatz (am Eingang vom Boianlschen (Hartem. H6C61 ________tfonn Frosch, aw5t.s~ Obsthochstämme, gwergobst, Beerenobst empfiehlt neflec Wilh. Belte, Lich ' Telephon 12. Behördliche Anzeigen Vergebung von Wasserleitungsarbe iten. Für dir (Erweiterung des Wasserwerks der Gemeinde Treis a. d. Lumda sollen die erforderlichen Arbeiten und Lieferungen getrennt oder zusammen öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Bedin- gungen können im Bauamt Landgraf-Phllipp-Platz 3, Zimmer Vr. 22, eingesehen werden. Angebote, deren Unterlagen daselbst käuflich, sind bis zum 15. November d. 3». vormittags 10 Uhr bei dem Unterzeichneten einzureichen, woselbst die Eröffnung in Slnwesenheit etwa erschienener Bewerber stattfindet. Iuschlagsftlst 3 Wochen. Dietzen, den 31. Oktober 1921. Der obere Daubeamie bei der Kreisverwaltung. ______________Tellariu», Baurat. 11596B iPefüiiiitiiinrhiiiifl, Es wird hiermit bekannt gemacht, dah Materialien aus dem Abbruch des Gefangenenlagers nach 4 Uhr nachmittags und Samstag nachmittags nicht mehr abgegeben werden. Bietzen, den 31 rktober 1921. 11602B Stadlbauamt Sieben. I. V.: Köhler. Rein und mifieroTdeplHrh ergiebfpf Zu haben in Spart die 6alfw von Hafte« u-Gerfce! den Gefchäftcn. VeckSrkA» Schwache, Kranke and Genesende Stillende Mütter und Säuglinge Kinder in der Zeit des Wachstums Schulftratze Herrenzimmer Küchen 014314 furAfrlfttft. Mcd 1 Mvevfitätte. tel-211. SSM. nuntel Schlafzimmer Speifezimmer,Wohnzimmer Wödineilnnen kauf. Ihren Bedarf an ©ammi-Bettnonen ßrrlflfltaten Bcrhanonoffra Bangem •— unö Bäönninelu sehr preiswert in der Cnittalbrogptie Teppichs, Gardinen, Dekorationen Einfache möbel,Sofas,Kleinmöbel In großer Auswahl zu den billigten Prellen! 11374c MAWim versende gegen Nachn. 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