Nr. 178 Ter ®i ebener 3n)etftr mH der Dienstagsbeilage „Sport.Umschatt" er. scheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Monatliche Vezva-vrels« Mark 5.- einschließlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. Ferniprech.Anschluste: svrdieSchnftleitung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Anzeiger Ziehen. poflscheasoato: $ronfhirt tt. M. 11686. Erster Blatt Ul. Jahrgang Dienstag, SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesien Vrvck mtö Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- vnü Steinöruderei R. Lange. Zchnftleittmg, Geschäftsstelle und Sruckerei: Zchulstratze 7. 2. Allgvst 1921 Annahme »ob Anzeigen für die Taqesnummer bi« zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen o 34 mm Breite örtlich 40 Pf, auswärt« 50 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mro »reite 180Tf Bei Platz. Vorschrift20' .Aufschlag. Haupischriftleiter: Aug. Goetz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil. Dr. Reinhold Jen,; für bee Anzeigenteil: Hans Leck, sämtlich in Viehen. Politische Reife? Don einem Auslands deutschen wird uns geschrieben: Als in den düsteren Novembertagen des Jahres 1918 unser ehemals stolzes Deutsches Reich aufgehört chatte eine Monarchie zu sein und eine Gruppe selbst- erwählter Männer zu Berlin es übernommen hatte, das Geschick unseres Daterlandes zu bestimmen, ent- fuhr mir der Ausruf gegen einen Nachbarn, einen Großkaufmann gefetzten Alters: „Wie ist das alles nur möglich, das ist ja der An ang vom Ende!" Mein Nachbar aber entgegnete: „Das ist der ganz natür. liche Lauf unserer politischen Entwickelung. So, wie bisher, konnte es ja nicht bleiben. Das deutsche Volk ist nun einmal politisch reif und sehr wohl imstande, sich selbst zu regieren.- Diese An. sicht aus dem Munde eines erfahrenen Landsmannes hat mich nicht nur verblüfft, sondern so beeinflußt, daß ich mir oornahm, sorgfältig zu beobachten. Was habe ich aber gefunden? 3n der Stunde der größten Not - den größten Kleinmut, ja die Zerfahrenheit an Stelle von Einigkeit; bei den wichtigsten Entschließungen die größte Uneinigkeit und Parteihader; in der Auswahl der führenden Männer - eine bebau rnsroerte Urteilslosigkeit und einen Miß. griff nach dem andern; in der Diplomatie Ungeschick und Mißerfolg, und der ganze Verlauf der deutschen Revolution so wenig originell, so undeutsch, so ganz nach russischem Muster, daß der außenstehende Beobachter sich erstaunt fragte: ist das noch wirklich das deutsche Volk? Dermalen im Reichstagsgebäude Reden gehalten werden und Szenen sich abspielen, wie sie vor November 1918 dort nie zu Horen und zu sehen ge» wesen sind, tönt immer vernehmlicher, immer lauter der Ruf nach zielbewußter Führung durchs unglückliche Land, der Ruf nach „dem starken Mann". Genies heroorzubringen und Männer von titanenhaftem Willen steht nicht in unserer Macht; wohl aber konnten wir gewöhnliche Sterbliche schon recht viel erreichen und viel Unheil in unseren schicksals- schwangeren Tagen abwenden, wenn wir durch Ueber- lequng und ernstes Wollen darauf hinarbeiteten, bei all unseren Entschlüssen auf dem Gebiete der Politik zuerst ans Wohl des Vaterlandes und erst in zweiter Linie an die Partei zu denken, der wir angehören. Jedoch nicht allein das Pateiintereffe steht für so viele von uns im Vordergründe — je weiter wir uns zeitlich von den guten Fahren, die wir hatten, entfernen, desto enger wird unser Interessen, und Gesichtskreis, man konnte sagen: unser Inleressen- und Gesichtskreis steht im umgekehrten Verhältnis zur Große unserer Not. Was uns nicht direkt be» rührt, ober gar unseren Gelddeutel, das geht uns — nach Ansicht so vieler - nichts an. Fe weiter von des Reiches Grenze - desto gleichgültiger der Deutsche, der nicht die Not der Grenzmarken am eigenen Leben zu spüren hat. Ober findet man im Herzen Deutschlands noch zahlreiche Leute, die Verständnis für das besetzte Gebiet, für die Drangsale unserer Brüder in den jetzt polnischen Gebieten oder gar für Oberschle- sien zeigen? Das meiste Sntereffe findet noch das Rheinland, nicht wegen der „schwarzen Schmach", sondern weil sich dort Geschäfte machen lasten. Wie wenige haben sich bereit finden lasten, sich dem ober, schlesischen Selbstichutz zur Verfügung zu stellen, als es dazu noch Zeit war. Nicht genug aber, daß der Deutschen Pattiotis. mus eine immer lokalere Färbung annimmt, nein, das Neueste auf dem Gebiet der Iersplitterungstendenz ist das Bestreben, das Standesintereste in den Vorder, gründ zu schieben. Da war es z. B. der um seine Existenz besorgte Handwerkerstand, der erklärte, er gebe im einzelnen Wahlkreise derjenigen bürger- ließen Partei, ganz gleich ob Deutsch-National, Deutsche Dolkspartei, Ienttum, demokratische Partei ober Deutsch.Hannoversche Partei, seine Stimme, welche Handwerker an aussichtsreicher Stelle auf die Wahl, liste gesetzt habe. Was sollte wohl aus den Wahlen in unsere Parlamente werden, wenn auch andere Berufsgruppen sich von ähnlichen Gesichtspunkten leiten ließen, z. B. die von der Sozialisierung bedrohten Hebammen, die Aerzte, die Lehrer, die Droschken. Kutscher ober die Totengräber? Ich will nicht sagen, daß eine berufsständische Volksvertretung an Stelle unserer heutigen parteipolitischen so sehr vom liebel wäre So lange wir aber politische Parteien haben und unsere Reichsver. fastung und Landesverfastungen bleiben, wie sie heute sind, können Bestrebungen und Gesichtspunkte, wie die geschilderten des Handwerkerstandes, nur schädlich wirken, die Stellung der bürgerlichen Fraktionen nur schwächen und den erhofften Wahlerfolg nur gefährden, ohne dem Handwerk auch nur den geringsten Nutzen zu bringen Politik ist bekanntlich eine Kunst, und zwar eine Kunst, in der sehr viele Deutsche noch sehr viel zu lernen haben, bis das deutsche Volk wirklich fähig fein wird, „sich selbst zu regieren". Die Beratungen des Sachverständigenausschusses. Paris, 2. Aug. (WTB.) Pertinax berichtet über die Verhandlungen des Sa ch v erst ä n d i g e n a u s f ch u s f e s, der die Aufgabe hat, die Frage der zukünftigen deutschpolnischcn Grenze in Oberschlesien zu beraten. Die Sachverständigen hätten sich in eine praktische Beratung eingelassen, also eine Debatte über den Text des Vertrages vorgenommen Dann hätten sie es für ihre Pflicht gehalten, die Arbeit derer zu studieren, die vorher mit der Frage sich be- schäftigt hatten. Sie hätten den ersten englisch- italienischen Vorschlag des Generals de Marini und des Obersten Percival geprüft, der von dem Grundsatz ausgeht, daß die Industriezone geteilt werden kann Schließlich habe man die Vorschläge Korsanths und des Generals Lerond geprüft, die die vorgenannten Grundsätze zugunsten Polens umfassen Endlich habe man den Vorschlag des Grafen Sforza in Betracht gezogen, der zwei Lösungen vorschlägt: eine. Die Die Einheit des Industriegebietes aufhebe, eine andere, die den größten Teil des Industriegebietes Deutschland zusprechen will. Der Sachverständigenausschuß habe Besseres gewollt. DaS sei Ihm aber bis jetzt nicht gelungen. Am Samstag hatten die englt chen Delegierten einen Grenzvorschlag gemacht, der wenig verschieden sei von dem ersten englisch-italienischen Vorschlag und nach dem zu dem Bezirke Rybnik und Pleß Teile der Kreise von Ratibor, Lublinitz und Rosenberg zugeschlagen werden sollen. Man sei also zu dem Vorschlag des Grafen Sforza zurück- gekehrt, der nun doch am günstigsten fet Gestern hatten die französischen Sachverständigen Vorschläge unterbreitet. Sie unterscheiden sich wenig von denen des Grafen Sforza, der den Polen günstig gesinnt sei. Die itcttienischen Sachverständigen seien von ihrem neuen Minister für Auswärtiges nicht autorisiert worden, sich durch Dokumente zu binden, die der frühere Außenminister vor zwei Monaten offiziell unterbreitet hatte. Die Sachverständigen seien des Krieges satt, so erklärt Pertinax, und bemühten sich, die Linie durch Einzeichnung der 6:Immen gemeindeweise festzulegen. Pertinax zweifelt, daß die Sachverständigen die Schwierigkeiten beseitigen können Das „3 o u r n a 1" sagt in einer kurzen Betrachtung, die Widersprüche, die vor einigen Tagen noch vorhanden gewesen seien und die das Problem undurchführbar zu machen scheinen, würden verschwinden, jemehr die Arbeiten der Sachverständigen voranschreiten. Die Truppentransportfrage. Berlin, 1. Aug. (Priv.-Tel.) Wie die Blätter hören, ist der bereits angekündigte gemeinsame Schritt der Ententemächte in der Truppentransportfrage nach Lbcrsche- sien bisher noch nicht erfolgt. Entgegen den Säulenanschlägen der interalliierten Kommission in Oppeln, worin verkündet wird, daß die Ruhe im oberschlesischen Abstimmungsgebiet jetzt im allgemeinen wieder hergestellt sei, stellt das „D. T.'' an Hand einer Reihe Rachrichten fest, daß besonders in den Landorten des Industriegebietes der polnische Terror weiter unumschränkt herrscht. Aus den Landorten des Krei'es Beuthen werden Mißhandlungen, zahlreiche Verschleppungen und Raubüberfälle auf Deutfchgesinnte gemeldet. Die Gemeindewachen, die den polnischen Banden entgegentreten sollen, erweisen sich als völlig unzuverlässig, da sie selbst zum größten Teil aus ehemaligen Insurgenten und Schwerverbrechern bestehen. In Roßberg im Kreise Beuthen versuchten in der Rächt zum 30. Juli starke polnische Banden nach Deftigem Ma- schinengewehrfeuer einzudringen. Der Abstimmungspolizei gelang es, die Insurgenten nach längerem Feuergefecht zu vertreiben. In derselben Rächt wurde der nahe der Grenze gelegene Ort 3amm von Polen ü b e r f a 11 en , die über die Grenze gekommen waren. Erst gegen Morgen konnten die Banditen über die Grenze geworfen werden. Auch auf Kostellih und Boroschau machten polnische Banden Vorstöße. Eine Erklärung Lloyd Georges im Unterhaus. London, 1. Aug Unterhaus. Havas. In Beantwortung einer Anfrage gab Lloyd G e • orge folgende Erklärung ab: Ich schätze mich glücklich, dem Hause mitteilen zu können, daß wir zu einem zufriedenstellenden Uefcereinfommen mit Frankreich gekommen sind, damit der Oberste Rat die Frage Oberschlesiens prüfen kann. (Beifall.) Der Oberste Rat wird in Paris am 8. 8. zusammentreten, um sich über die Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien und die Berichte der Abstimmungskommission auszusprechen Der erste Punkt der Tagesordnung wird der fein, zu entscheiden, ob bis zur Bekanntgabe der Entschließung betr. die Zuteilung Verstärkungen in dem Abstimmungsgebiet nötig sind oder nicht. Inzwischen haben der französische, der britische und Der italienische Botschafter in Berlin bei der deutschen Regierung einen gemeinsamen Schritt unternommen, damit Deutschland bereit ist. den Transport der alliierten Truppen durch Deutschland zu jedem Augenblick, wenn der Oberste Rat entscheidet, daß die Lage in Ober- schlesien dies erfordert, zu erleichtern. Londoner Prcsscftimmen. Alle Londoner Blätter nehmen in Leitartikeln zu dem in der vberschlesischen Frage zwischen England und Frankreich erzielten Kompromiß Stellung. „Daily Chronicle" begrüßt das erzielte Einvernehmen, schreibt jedoch: ,Wir wünschen jedenfalls, daß die Londoner Sanktionen aufgehoben werden; denn wenn die Londoner Santtionen nicht bald beseitigt werden, könnte ihre Beibehaltung trotz der Erfüllung unserer Forderungen durch die Regierung Wirth die Stellung dieser Regierung unhaltbar machen. Ein solches Ergebnis müssen wir vermeiden, solange wir es können." „Daily Telegraph" schreibt: „Das oberschlesische Problem ist noch ungelöst. Die Aufgabe der Losung kann erst in Angriff genommen werden in einer Atmosphäre, die von dem Druck, den das diplomatische Barometer in den letzten zwei Wochen verzeichnete, befreit ist." „Daily Telegraph" erklärt schließlich. Lloyd George habe bei der T^rfvlgung der Politik, für die er im Rate Der Entente eintrete, die gesamte britische Ration hinter sich. Die Angriffe gegen Lloyd George ;Jen tatsächlich Angrifte auf die Struktur des französisch-britischen Einvernehmens. Der „Obfcroer“ schreibt in einem Leit- ariucl. Obe rf chlef ien müsse in seiner Gesamtheit deutsch bieiben, richt nur auf Grund der Volksabstimmung, sondern auf Grund historischer, geographischer und wirtschaftlicher Erwägungen, sowie im Hinblick auf Den zukünftigen Frieden Europas. Hede Teilung müs'e verhäng, iL- volle Folgen haben. Es sei ein Unglücf, daß die andern Alliierten, um mit Frankreich zu einem Kompromiß zu gelangen, bereit zu sein schienen, Pleß und R y b n i k den Polen zuzugestehen. Wenn auch die übrigen Bezirke den Polen zugewiesen würden, wie Frankreich es verlange, würde die Verwirrung unbeschreiblich und die politischen Folgen in Deutschland Unheilvoll sein Die Durchsetzung des f anzosischen Te l ingsplrns würde die letzte Aussicht aus ein gemäßigtes und demokratisches Regime in Deutschland vernichten. Die Regierung Wirth würde fallen und die Deutschen würden zu der Lieberzeugung gelangen, daß die einzige Hoffnung in der schließlichen Wiederherstellung des Militär Ismus zu suchen wäre. Die Franzosen seien aber nicht nur vorbereitet auf diese Folgen, sondern sie wünschten sie geradezu herbei, um Deutschland endgültig zur Anerkennung der französischen Hegemonie gewaltsam zwingen zu können. Eine politischeund wirtschaftliche Kombination zwischen England, Frankreich, Deutschland und Italien würde das beste Mittel zur Heilung Europas und zur Beruhigung des Ostens sein. Die Tagung des Obersten Nates. Paris, 1. Aug. (Wolff.) Havas berichtet: Laut „Iournal" wird Briand persönlich die Einladungen zu der Tagung des Obersten Rates ergehen lassen, die unter seinem Vorsitz am Quai d'Orsay stattfinden werde. London. 1. Aug (Wvlft.) Havas meldet: Wahrscheinlich wird der Oberste Rat am 8. A u g. die albanische Frage erörtern, die nach den Absichten der QTlItlerten geregelt werden soll. Italien wünscht, daß gewisse Sicherheitsmaßnahmen beibebalten werden sollen. Man rechne Damit, Daß Paris sich auf die Seite LonDons stellen werDe, um Die Auffassung Der englischen, Der italienischen und Der französischen Regierung über diese Frage in Einklang zu bringen. London, 1. Aug. (WTB.) Wie das Reu- tersche Bureau erfährt, beantwortete vormittags Briand den Vorschlag, die Tagung des Obersten Rates am 8. August in Paris statt-, finden zu lassen, zusttmmend. Lloyd George, Lord Curzon und andere Regierungsmii- g lieber werden am Sonntag abreifen. Hier herrscht as Empfinden, daß die Tagung nur wenige Tage dauern wird, da die britischen Minister In London Dringendes zu erledigen haben. Der italienische Ministerpräsident und der italienische Minister des Aeu- ßern werden ebenfalls in Paris vertreten fein. « Vortrag der Amerikanerin Neveridge über Oberschlesien. Frankfurt a. M., 1. Aug. (WB.) In einer vom Verband heimattreuer Oberfchlesier einberu- fenen Versammlung sprach die bekannte Amerikanerin Rah Reveridge über Die oberschlesische Frage. Die Rednerin führte eingehend aus, wie das strittige Gebiet deutschen Charakter trägt und nur bei Deutschland weiter gedeihen fönne und behandelte dann die polnischen Greueltaten, die sie zum Teil 'selbst kennen gelernt hat. Der von starkem sympathischen Gefühl für Deutschlands Sache getragene Vortrag machte tiefen Eindruck. An die Reichsregie- runp wurde eine Entschließung gesandt, Die Die Einsetzung aller Kräfte für das ungeteilte Verbleiben Oberschlftiens bei Deutschland'fordert. Ferner wurde an den Präsidenten Har - Ding ein Telegramm gerichtet, in dem er gebeten wird, einzugreifen, damit Die oberschle- sische Frage gerecht entschieDen wirD. Sollten Die Ententetruppen nach Oberschlesien geschickt werben, so wirb bie amerikanische Regierung gebeten, auch amerikanischeTruppenzu entfenben. Ein Oberschlesierhilfstag in Wien. Wien, 31. Juli. (Wolff.) Heute fand hier der Oberschlesier-Hilfstag statt, der erkennen ließ, daß alle Deutschen Oesterreichs mit den in Oesterreich lebenden Reichsdeutschen zusammengewirkt hatten. Heute vor- mittag fand in der Bolkshalle deS RachauseS eine überaus zahlreich besuchte Festversamm- lung statt.worin eine Anzahl Redner die Bedeutung des Tages würdigte. Daran schloß sich ein Konzert der Kapelle der Wehrmachtbrigade. Heute nachmittag und heute abend fanden in vielen Bezirken Wiens Veranstaltungen statt, die sich entweder ganz oder teilweise dem Oberschlesier-HilfSwerk zur Verfügung gestellt hatten. Der Dundesminister für Handel und Gewerbe gestattete, daß Schönbrunn in die Hilfstätigkeit einbezogen wurde. Musikkapellen und Gesangvereine veranstalteten große Konzerte, auch die führenden Sym- phonieorchester der Stadt Wien stellten sich in entgegenkommendster Weife in den Dienst des Oberschlesier-HllfStageS. In allen Sttaßen wurden Blumen in den Farben OberfchlSfienS verkauft. Die Washingtoner Konferenz. Paris, 1. August. (Wolff.) Die „Chicago Tribüne" meldet aus Washington: Staatssekretär Hughes und der englische Botschafter Geddes hatten eine einstündige Unterredung, nach der bekannt wurde, daß England nicht weiter auf einer Vorkonferenz I zu den Washingtoner Verhandlungen bestehe | und gegen die Abhaltung der AbrüstungSkon» ferenz Anfang Rovember keine ernsten Einwendungen mehr erheben würde. Frankreich sei einem Beginn der Konferenz am 1. November nicht abgeneigt und inoffiziell hätten sich auch Japan, Italien und China mit diesem Termin einverstanden erklärt. Die Einladungen würden bereits nächste Woche ergehen. London. 1. August. (Wolff.) Die „Mor- ning Post" meldet: Die Washingtoner Regierung hat den Vorschlag der britt- schen Regierung, eine Vorkonferenz vor dem Zusammentritt der Konferenz über di« Frage des Fernen Ostens einzuberufen, ab- gelehnt. Ein Vertrauensvotum für die italienische Negierung. R o m, 2. August. (WTB.) Der Senat hat mit 146 gegen 17 Stimmen, bei 21 Enthaltungen, eine Tagesordnung angenommen, die der Regierung das Vertrauen ausspricht. Rom, 1. Aug. (WTB.) Im Senat er klärte der Minister des Aeußern beim Abschluß Der Debatte über Die Regierungserklärung, Italien müsse Die aus Dem FrledenSver- trage sich ergebenden Verpflichtungen achten, auf Denen sich Italiens Politik aufbauen müsse. Italien müsse seinerseits verlangen, daß aL'e Mächte, die den Vertrag unterzeichneten, Italiens Rechte ihrerseits achten. Bei zweifelhaften Fragen werde Italien den Geist Der Versöhnlichkeit sprechen las en. Die äußere Pol tif Italiens müsse im weseittlichen von wirtschaf l.chen Ee.ichlSpunk- ten geleitet sein. Denn Italien brauche Die ausländischen Rohstoffe und die ausländischen Märkte Durchaus erforderlich sei, daß das Gleichgewicht am Mittelmeer nicht weiter zu Italiens Rachteil gestört werde Demzufolge sei die Unantastbarkeit und Die Verwirklichung der durch Den Dreiverband Italien zugesicherten Vorteile sicherzustellen. Es bedürfe daher einer Verständigung mit Den Alliierten unD einer Politik im Geiste loyaler Zusammenarbeit. Der Minister erklärte weiter, Italien habe in Angora wegen Der Zwischenfälle von Adalia Protest eingelegt und seine Seestreitkräfte in Konstantinopel verstärkt. Der Zweck dieser Maßnahme sei einerseits eine Warnung, andererseits sei sie als möglicherweise notwendig werdender Beitrag zurDerteidigung Der Meerengen durch Die Alliierten gedacht. Es fet unbedingt erforderlich, Daß Die Meerengen für Die ftiebliche Schiffahrt geöffnet bleiben. Bezüglich A l baniens erklärte Der Minister, Italien fei am meisten an Dem Schicksal Des Rachbar- lanbes interessiert unD müsse Darüber wachen, Daß Die von Italien zu Gunsten Der Unabhängigkeit Albaniens geschehenen Schritte nicht zum Vorteil ar Derer, unter Schädigung Der Freiheit Albaniens und Der lebenswichtigen strategischen Intcrcfien Italiens aus laufen. Sollte gegen alle Voraussicht und gegen Italiens Wunsch Das von Italien aufgestellte Programm undurchführbar sein, so müsse Die ganze albanische Frage nochmals auf Det Grundlage Der vorherrschenDen Interessen Italiens geprüft toerDen, Die von Den Alliierten bereits anerkannt feien. Der Minister gab bann bie bereits gemelbeten Erklärungen über Cbeifcßte* sien unb sagte schließlich bezüglich des Vertrages von Rapallo, er werbe alles tun, um Italiens Verpflichtungen zu erfüllen unb werbe nachdrück- lich forbem, baß bie Rechte Italiens geachtet werben. Der Minister schloß mit ber Bitte um bas Vertrauen bes Senats. Die Erklärungen des Ministers wurden beifällig ausgenommen. Aus dem Memekgebiet. Memel, 1. Aug. (WTB.) Der Präsident des L andesdirektonums, Oberbürgermeister Altenberg, hat, wie das „Memeler Damps- boot" meldet, am 23. 3uli dem Oberkommissar Petisne fein R ü ck t r i 11 s g e s u ch überreicht. Der Oberkommissar hat dieses RücktrittSgesuch am 30. Iuli angenommen und folgendes Schreiben (in ülebersehung) unter dem 31. Iuli an Oberbürgermeister Altenberg gerichtet: Durch Schreiben vom 23 Ouli haben Eie mir mitgeteilt baß Die augenblicklichen Verhältnisse Ihnen nicht gestatten, in Ihrem Am' als Präsident des Landesdirektoriums zu verbleiben, und mich gebeten, Ihr Ausscheiden zu genehmigen. Ich kann leider Ihrem Wunsche nicht entgegentreten. Ich bedauere auf das Lebhafteste. Daß Sie Ihr Amt niederlegen, zu dem Sie besonders befähigt waren und bas Sie mit so großer Hingabe im Interesse des Gebietes verwaltet haben. Ich bin überzeugt, daß Sie trotz des von Ihnen gefaßten Entschlusses, welche Stellung Sie auch einnehmen, nicht auf hören werden, für das weitere Gedeihen des Gebietes zu wirken. Im Anschluß hieran meldet das „Memeler Dampfboot", Petisne verhandle zur Zelt mit den führenden Männern des Memelgebietes über die Rembesetzung des Präsidiums. Kautskh für die Einigung des Sozialismus. London, 1. Aua. (WTB.) In einem au) der heute in Stratford abarhaltenen Iahreskon- ferenz des sozialdemokratischen Verbandes verlesenen Briefe zollt Karl Kautskh dem Kampfe gegen den Bolschewls mus Anerkennung unb erklärt, die Einigung l m Sozialismus sei unerläßlich besonders im gegenwärtigen Zeitpunkte, in dem die britische A r - beiterschaf t der Vorkämpfer (prizesighter) be«1 Kur über annehmen. Aus dem Reiche. Gegen die Erhöhung des Drotpreifes. Stückladung und Waggonladung Dischofsheim und WormS verhängt. Aus dem besetzten Gebiet. Güterstanungen. 'Berlin, 1. August. Infolge neuer öu- lerstauungen an der R h e Inzollgrenze Im Bezirk Mainz wurde, Blättermeldungen aus Mainz zufolge, eine ausgedehnte Sperre für Eilgut, Frachtgut, Ast oria-Lichtspielen ajanau eine Interessengemeinschaft abgeschlossen und firmirren deswegen von heute ob eben.alls Astoria-Lichtjpiele. Die Leitung bleibt nach wie vor in Hunden von Direktor HÄerlond. ** Ihren 8V. Geburtstag feiert reute Fräulein Luise Han st ein, Lehrerin i. R., Steinstr. 51. Vornotizen. — Tageskalender für Dienstag: Lichtspiechaus, Dah.ihofstrahe, „Der LiebeSkorii- dor" und „Tropengift"' — Astorialichtspiele. „Die geheimnisvolle Kugel" und „Katinka". — DleSemester-SchlussPrüfungen der Altceschule |l den Donnerstag um 3 U h r für die Haushaltungssc^ile in der S t e i n- trabe 10 unb Freitag 3 .11 b r für die Schülerinnen der Weltznah-, Schneider- und Hand- arbeitsklafse Brandplatz 4 Part, statt. Die Ausstellung der von den Schülerinnen angefer- tigten Arbeiten ist Sonnen st raste 2 am Freitag von 11—1 und von 3—5 Uhr geöffnet. Prüfungen und Ausstellung sind öffentlich. Kreis Lauterbach. Hessen-Nassau. Schwere Waldbrände. nie. Frankfurt a M.» 1. Aug. In der Umgebung von Frankfurt brachen am gestrigen Sonntag eine ganze Anzahl von Walddränden aus, die teilweise sehr schwerer Natur waren. So ist am Sandplacken im Taunus unterhalb des Feldberges eine Wawparzelle von mehreren Hektar vollkommen niebergebrannt Die riesigen Rauchwolken waren bis in die späte Nacht hier zu beobachten. Durch Eindämmung des Feuers wurde man seiner nach angestrengter Arbeit Herr. — Nach Bad Homburg zu kam ein zweiter Waldbrand auf, dem zahlreiche ältere Bestände zum Opfer gefallen sind. — In den hessischen Staatsforsten um das Jagdschloss Mönchbruch entstand durch rauchende Spaziergänger um die Mittagszeit ein weiterer grosser Waldbranb. Die Feuerwehren der umliegenden Ortschaften mussten mit voller Mannschaft aus- rücken um den Brand wenigstens einzudämmen. Die Walbparzelle von über 5000 Quadratmetern ist vollkommen ausgebrannt. Hier ist der Schaden besonders gross, da es alte Bestände waren, die dem Feuer zum Opfer fielen. — Ein Grossfeuer vernichtete schliesslich noch im Darmstädter Stadtwald am Samstag mittag ungefähr 50 Morgen Kiefernbestände. — Kleinere Waldbrände werden aus Idstein, vom Niederwald, aus dem Spessart bei Lichtenau, von Weinheim an der 'Bergstrasse und Gross-Gerau gemeldet. Auch brennende Getreidefelder mussten vielfach unter grosser Mühe gelöscht werden. Wie der „Bert. Lokalanz." aus Mägde«' dura meldet, wendet sich die Aerztekammer für die Provinz Sachsen aegen die beabsichtigte Bcotpreiserhöhung. Die beträchtliche Erhöhung des Preises würde zur Folge hoben, dass zahllose Kreise der Bevölkerung noch mehr der Unterernährung mit allen ihren übten Folgen preisgegeben würden. Neue folgenschwere Unruhen und Kampfe seien zu befürchten Die Ein spanischer Gelehrter als Gast der Landesuniversttat. Trotz der Ueberlaftung der letzten Semestertaae und trotz der tropischen Schwüle war der grosse Hörsaal der Universität am Mittwochabend (27. Zuli) voll gefüllt zu dem Vortrag, den auf Einladung des Rektors der Professor der alten Geschichte an der Universität Barcelona, Dr. Pedro Bosch h Gimpe ra über „Die spanische Ethnologie im Lichte der neuesten archäologischen Forschungen" hielt Zu Beginn der Sitzung begrühte der Rektor, Professor Dr. von <8 l d e n, den Gast, der wahrend des Krieges In Spanien nicht nur für deutsche Wissenschaft, sondern für die deutsche Aation etngetreten ist und jetzt in Deutschland weilt, um die Beziehungen zwischen spanischer und deutscher Wissenschaft weiter auszubauen und den Austausch wissenschaftlicher Bücher und Zeitschriften zu organisieren, der auch unserer Landes- Universität zugute kommen wird. Prof. Bosch, der einer uralten katatonischen Familie entstammt, bekannte sich In seinen Eingangsworten als Schüler deutscher Wissenschaft und Freund des deutschen BolkeS. Das Thema, daS er gewählt hatte, führte die Hörer in historische und ästhetische Probleme der ältesten spanischen Geschichte und Kunst ein, die durch die Forschungen deS letzten IahrzehntS mächtig gefördert worden sind und an denen dank vorbildlicher Liberalität der spanischen Gelehrten deutsche Forscher gemeinsam mit ihren spanischen Kol egen arbeiten konnten. Die griechisch-römische geschichlliche Ueberlleferung über Spanien lässt zwei Phasen erkennen, von denen die erste etwa vom Iahre 600—300 vor Aerztekammer hält es daher im Hinblid auf baä allgemeine Wohl und die Wiedergenesung des kranken Bolles für geboten, das unbedingt zur Lebenshaltung notige Brot in der bisherigen Preishöhe weiter zu verabfolgen. Für das über bie jetzige Brolmengs hinausgehende Brot könne ein entsprechender Mehrbetrag gefordert werden, internationalen Proletariats geworden fei. Die britische Arbeiterschaft sei schon allein start genug, um den Imperialismus der herrschenden Staaten Widerstand zu leisten. Die Beratungen über die Steuervorlagen. Berlin, 1. August. (WTB.) Die Beratungen des Reichskabinetts üb ex die n e u e n Steuervorlagen wurden heute nachmittag weitergeführt. Die Reife des Reichskanzlers nach Bremen macht eine Unterbrechung notwendig. Sie werden am Mittwoch nachmitlag wieder aufgenommen. Die durch die Presse gehenden Mitteilungen über Sinzelheiten und Die Tendenz der Beratungen des Reichskabi- netts beruhen auf Kombinationen. {Sie Wahlen znm Verbandst«« der Metallarbeiter. Berlin, 1. August. Laut „Freiheit" waren bis zum SamStag folgende Ergebnisse der Wahlen zum BerbandstagederMe- tallarbeiter bekannt: Für Amsterdam 403, für Moskau 73 Delegierte. Die Metallarbeiter haben sich also mit gewaltiger Mehrheit für die Erhaltung der Einheit des Ber- SaudeS ausgesprochen. , heim, Thomas Würz-Dom-Älsenheim, Kirchenral Wahl-Beienheim und Lehrer Beder-Dorn-Assen- heim. * [j Friedberg, 1. Aug Gestern ver - s ch leb im 79. Lebensjahre einer der angesehensten und beliebteren Bürger unserer Bater- tabt, Kommerzienrat Karl Trapp. Der Ver- lotbene war bis vor einigen Iahren der Inhaber der Sabril photographischer Papiere Trapp u. Münch, die unter seiner Leitung einen gewaltigen Aufschwung nahm und sich eines Welt- ruses erfreute. Auch im öffentlichen Leben unsrer Baterstabt nahm er eine hervorragende Stellung ein, so als langjähriges Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und des Prcbinzialtages, als Gründer und Borsitzender des Derschönerungs- verelns usw. Besondere Berdienste aber erwarb er sich um das musikalische und künstlerische Leben unserer Stadt. Der Musikvercin verdankt seinem langjährigen Borsihenden In erster Cinie sein Gedeihen und Aufblühen. Es ist Wohl 'keine ge> meinnützige Anstalt zu verzeichnen, die seiner stets offenen Hand nicht viel zu danken hätte,- dabei übte er, wenn auch meistens im stillen, eine grosszügige Wohltätigkeit aus. □ Friedberg, 29. Iuli. In einer gut- besuchten Versammlung im Ratskeller fand gestern abend die endgültige Gründung eines B e r e i n s ü r Feuerbestattung stall, welchem sofort nahezu 60 Mitglieder, davon ungefähr ein Viertel Frauen, beitraten. Es Ist beabsichtigt, dem Verein eine Sterbekaffe anzugliedern, aus welcher in eintretenden Todesfällen den Hinterbliebenen ein Teil der Kosten der Einäscherung erstattet toiii). Zum ersten Voisttzenden wurde Buchhändler Scriba §swählt. Die Mitgliedschaft ist nicht an den Ort gebunden und können auch auswärtige Mitglieder ausgenommen werden. Starkenburg und Rheinhessen. rin. Darmstadt, 1. August. Der Hauptvoranschlag der Stadt Darmstadt ist soeben erschienen. Er schliesst mit nahezu 60 Millionen Mark ab, von denen etwa 8 Millionen ungedeckt bleiben. Die Unter- bilanz ist über IV/b Millionen Mark höher wie Im Vorjahre. Durch Berwaltungseinnah- men will man etwa ItPA Mill. Mk. decken, wahrend durch Steuereinnahmen etwa 25 Millionen aufgebracht werden sollen. Nahezu 10 Millionen hat der Staat für Volksschulen, OitSpolizei usw. zurückzuvergüren, während de i Rest von 8 Millionen durch neue Gemeindesteuern oder durch Heranziehung des Steuerausgleichsfonds aufgebracht werden muss. Versprengte Reste einer UrbtorTenntg an verschiedenen Teilen des Küstengebietes sitzen. Iin britte Iahkhunbert werden die Idern des Süboftenr durch die Karthager verdrängt, auch tie des Ostene müssen fremden Eindringlingen weichen, und ir dem Tafelland« tritt uns nun eine keltisch-iberische Mischbevölkerung entgegen. Das ver.chwommene Bild, daS sich aus Dürftigen Quellen gewinnen lässt, erhält er ft durch die Ergebrnsse der archäologischen Forschung Form und Farbe. Mit HUse vorzüglicher Lichtbilder zeigte der Vortragende, wio sich unter dem Einflüsse ber archaischen griechischen Kunst Kleinasiens, Insbesondere die S aot Phokäa, die bie Mullerstabt bes spanischen Mainake war. bei ben Iberern eine höchst eigenartige Skulptur entwickelte, bie zu so bebeutenben Werken, wie dem berühmten Frauenkopf von Elche führte. Je mehr die zeitliche Entfernung von den griechischen Quellen wächst, desto stärker werben die Motive um= stilisiert. Die gleiche Kultur tritt unS in einer reich bemalten Keramik entgegen, deren beste Quittungen auf dem Gebiete des Ornaments liegen. Im dritten Iahrhunbert verschwindet diese Kultur aus den Küstenländern. Die Idem werden in das Innere des Landes gedrängt. Wie die archäologischen Funde zeigen, gelingt es ihnen, die primitive La Töne-Kultur der eingesessenen Kelten durch ihre überlegene Kultur zu überwinden, die sich nun im Sinne einer immer stärkeren Stilisierung weiter entwickelt. Die letzte Phase dieser Kultur fönnen wir In den Funden der reichen Stadt Nurnantia verfolgen, die als letzter Posten ber Frechheit der alten Bevölkerung Im Iahre 133 dem jüngeren Scipio erlag. Dem Fachmann gaben diese Ausführungen eine Fülle von überraschenden neuen Ergebnissen: Dinge, bie bisher isoliert und unverständlich waren, fügen sich nunmehr flat und überzeugend in grosse Zusammenhänge ein. Aber auch dem Fernerstehenden boten sie Anregung und Genuss durch die Einführui^g In spannende geschichtliche Fragen und die Aufrollung des ästhetischen Problems des Verhällnlsses zwischen klassischem und primitivem Kunstempfinden, bas uns In ber Gegenwart besonders am Herzen liegt Es muss hervorgehoben werden, dass Prof. DoschS eigene, von schöpferischer Initiative und strenger Krllik erfüllten Forschungen einen wesentlichen Anteil an diesen Ergebnissen haben. Lebhaster, spontaner Beifall der Versammlung banfte bem Vortragenden. Der Rektor der Universität gab diesem Dank Ausdruck In einem Schlusswort, in dem er die Hoffnung aussprach, dass bas wissenschaftliche Zusammenarbeiten der Gelehrten beider Nationen auch in der Zukunft reiche Früchte tragen möge. Nach der Sitzung bereinigte ein gemütliches Zusammensein den Dor ragenden mit einem grossen Teile der Dozenten der ilnlberfität In einer spanischen Ansprache feierte Prof Gmelin den Gast als Vertreter oer ritterlichen Nation, deren wahrhaftige und bornehmc Neutralität während des Krieges das deutsche Volk nie vergessen wird. Während die Klange der spanischen Nationalhymne tönten, dankte Prof Bosch dem Redner und Wesensverwandtschaft ideal.ft fcherWcltaufsasfung schloss mit bem Gebanken, dass eine tiefe. Innerste beide Rationen miteinander verbindet. Der Besuch des spanischen Gelehrten Ist unS das Zeichen einer Freundschaft, die uns In einer Zeit, wo unser Volk arm an Freunden ist, doppelt wohltut, und zugleich ein Symbol dafür, dass blr deutsche Wissenschaft die alte Achtung, die flr befass, nicht verloren bat Gießener Stadttheater. Schwank von Arthur Hoffmann Giessen, 31. Quli Verständlicher konnte einem der Htz-Koller wohl kaum werden als in einer Zeit, da man durch die dauernde blödsinnige Hitze sich selbst vorn Tropenkoller bedroht vorkommt. Wenn der Himmel einen Koller hat, warum auch nicht der cholerische Held eines kollerischen SchwankblchterS Es gibt Menschen, die vom Genuss herrlicher Erdbeeren und wenn sie billiger sind als in diesem Iahre, bie Nesselsucht bekommen. Warum soll man nicht einen Menschen auf die Bretter bringen, dessen Gehirn beim Anblick eines Juristen rot anläuft und bem bie ausgleichende Gerechtigkeit die Strafe zudiktieri. einen Juristen zum Schwiegersohn und einen zum stillen Teilhaber in der Drossschlach- teret zu bekommen Warum sollte ein Akten- mensch eine über fünfzig Iahre alle Präsidial- Verordnung nicht für ein wirksamere- Kampfmittel gegen Dienstmäuse halten, als eine Mausefalle? Warum? Warum, sollte die- weniger möglich fein, als ein mlllelafrlkanifcheS Klima in Deutschland? Warum sollte es einem Kritiker nicht einmal mehr Spass machen, vom Weller zu toben, als von einem Schwank? Well er sonst dem Schwanke em ft haft zu Leibe geben und mit Kanonenkugeln nach einem Spatz schiessen mühte. Aber soll der Spatz st» mal ungestört im Staub vielbegangener Landstrassen plustern und sich nachher auf eine Telearaphenstange schwingen und ein paar individuelle Töne aus der eigenen frechen Kehle piepen dürfen Wan kann schon seine Freude an dem drolligen Gesellen haben, der piepst und piepst, sich den Schnabel wetzt zu neuem Spott und abermals piepst und piepst Immer das eine Thema, immer die eine Melodie. Was Hoffmann an Bosheiten über Juristen zu sagen weiss, ist erstaunlich Der Faden seines Witzes reisst nie ab, wenn der Faden der Handlung auch mehr als dürftig Ist. Die Witze machens, fie erobern sich das Lachen der Zuhörer, allerdings auch einige komische Situationen, wie der Schluss des zweiten Aktes. Die sonst flotte Aufführung wurde berichte- deutlich gehemmt, da infolge ber Hitze bei einigen Darstellern bas Gebächtnis auszusetzen schien Die Hauptrolle bes Grohschlachtermelsters Feistmann würbe von Rudolf Goll nach jeder Hin sicht köstlich auSgebeutet. Reben ihm ist unbe- bingt Richard HelldornS Registrator Käsebier zu nennen Seht anerkennenswert waren die Leistungen der Damen Karla Keller. Eläre Türk, Vera Do ndz lej und Luise Hammel Bon den Herren waren mit teilweise vortrefflichen Leistungen noch beteiligt: Karl Iuhnke. Harry R o e b e r t, Wladimir Brande». Georg H e - ding und Fredtz Döring ” Aus Stabt und Land. Giessen, den 2. Aug. 1921. Erwerbung des Landsturmlagers durch die Stadt Gießen. Das Landsturmlager auf dem Trieb mit ^sämtlichen Baracken unt> allem Zubehör wurde von der Stadt Giessen -um Preise von 1 300 000 * !Mark angekauft. Die Verhandlungen tour- ^jden gestern im Beiseln von Vertretern Der 03er- *|liner Regierungsstellen abgeschlossen Wettervoraussage für Mittwoch: Soweit auS den gestrigen Avendmeldungen zu ersehen Ist, scheint sich das Allantische Ties etwas nach Sübosten auszudehuen. Vorerst wird die heisse, trockene Witterung noch anhalten. Wahrscheinlich wird stärkere Gewittertätigkeit auftreten. Durch Störung der Funkempfangsanlage der Giessener Wetterdienststelle ist es möglich, bass für einige Tage bie Prognose nach "ben Meldungen von 7 Uhr abends des vorhergehenden Tages gestellt werden muh. ** Zum Dr. honoris causa der Staat»- .Wissenschaften wurde von der philosophischen Fakultät Generaldirektor Jakob Hildebrand in Zillertal-GrdmannSdorf ernannt. In der Promotionsurkunde heiht es: „ben in Wleseck bet Giessen geborenen Landsmann, der jetzt alS Vorsitzender des Verbandes Deutscher Leinen-Industrieller an der Spitze seines Fachzweiges steht, den verdienstvollen Förderer des einst in Deutschland heimisch gewesenen Flachsbaues, der während des Krieges Die Organisation leitete, die diesen alten, deutschen Zweig mit größtem Erfolge wieder zu neuem Heben erweckte, — den verständnisvollen ' «Pfleger der Forschung, der das Forschungsinstitut ber Lelnenlnbustric schaffen half, dessen Vorsitz er .zugleich einnimmt". / ** Berufung. Wie wir hören, ist der .durch hie Emeritierung des Geh. Med.°RatS Barfurih freigewordene Lehrstuhl der Anatomie an der Universität Rostock Profefsor Dr. Kurt Glze in Giessen angeboten worden. Dr. Elze, der erst im Frühjahr d. I. an die Giessener Universität als Prosektor am anatomischen Institut unter Ernennung zum Ordinarius berufen wurde, ist aus Halle a. Ö. gebürtig. Er war Assistent bei Pros. Wieders- heim in Freiburg i. B. und von 1909 bis 1912 ^Projektor bei Prof. Hochstetler in Wien. Im jaf)re 1912 habilitierte er sich in Heidelberg, bekleidete hier die Stelle als erster Prosektor Llm anatomischen Institut und erhielt 1918 den Titel ausserordentlicher Professor. Slze'S Arbeiten betreffen Anatomie und Entwicklungsgeschichte des Menschen, ferner vergleichende Anatomie. •• Fuhrwerke. Das Polizeiamt Glessen bringt erneut zur Kenntnis der Fuhrwerk, besitzer, bass nach ber Polizeiverorbnung vom 13. Oto- Dember 1891 jede» Fuhrwerk, welches nicht ausschliesslich zur Beförderung von Personen bestimmt Ist, an sichtbarer Stelle mit bem Namen (Firma) und Wohnort des Eigentümers in deutlicher Aufschrift versehen sein muh. " Der Bund deutscher Frauenvereine hat seine Verbands- und Verelns- vvrsltzenden herzlich und dringend gebeten, sich für bie Beschaffung von Pflegest ellLn für Klnber aus den besetzten Landesteilen zu verwenden. Es kommen In Betracht Kinder aller Gesellfchafkskreise im Alter von 13 bis 15 Iahren. Wir hoffen, dass sich viele Familien der Äinbcr unserer bedrängten LandSIeute Stenographie. ' Der Oberlabnbeziri deS Mtttelwestdeutichen StenvgravhenbmrbeS _S t o l z e - S ch r e Y" hielt am 31. ,3 uli m Wctzlar seinen Bezirkstag ab Dle Tagung wurde mit einem Wettschrei- ben etngeleüet. dem sich eine geschaftlichc 611- anschloss Aus dem Jahresbericht ist zu ent- — Schlitz, 31. Iuli. Der Leiche der 15jäh- rigen Marie Hatz aus Groh-Gerau, die in ber Familie bes Postmeisters Malsh weilte und beim Baden in der Schlitz ertrunfe n ist, folgte ein äusserst zahlreiches Trauergelelte. Den Eltern bringt man hier allseitige Teilnahme entgegen. z. Grebenhain, 1. Aug Die Bezirks- asse Grebenhain, welche nahezu 3D Iahre lang )ter bestand, wird mit dem 1. Oktober d. I zu einer Untembebungäftelle umgewandelt, und zwar Im geringen Umfange wie bisher, fo dass ihm künftig nur 10 Orte angeboren werden. - Ende ber vorigen Woche gingen beim Korn- abmachen, wäh end her Frühstückspause, die beiden Psecde der Witwe Marie Keissner mit ber Ge- treldemähmaschlne durch, wobei Die Maschine total vernichtet wurde, so dass nur noch Deichsel und Achse ganz blieben. Glücklicherweise sind Pferde und Menschen nicht zu Schaden gekommen. Kreis Friedberg. Butzbacher Iubiläums-Gewerbeausstellung. ♦ Butzbach, 1. Aug. Die Butzbacher 3ubi- läums-Gewerbeausstellung ist pünktlich am Samstag eröffnet Horden. Die Bertreter der Behörden und die gelaßenen Gäste waren über» rascht, bei dem Rundgang ein bis in die kleinsten Einzelheiten fertiges Ausstellungsbild vorzu- inben. Das oberyessische Handwerk bietet eine ausgezeichnete Uebersicht feiner Erzeugnisse. Der Seiler und der Schmied, ber Kunstschlosser unb der Installateur, ber Schneider, der Friseur, ber Maler unb ber Gärtner — sie alle sind vertreten, Die Tischlerei zeigt eine grosse Auswahl ebenso gediegener, wie geschmackvoller Möbel, unb bie oberhessische Weberei führt einen Webfachs für gewirkte Decken im Betriebe vor. Die eisenverarbeitende Industrie, namentlich auch die Fabrikation landwirtschaftlicher Maschinen hat sich mit äusserst interessanten Modellen und Produkten beteiligt, und eine mit grosser Sachkenntnis zusammengestellte Ausstellung Butzbacher Altertümer, namentlich eine Sammlung wertvoller Urkunden aus bem Mittelalter vervoll- stänbigt das Ganze. Wie gross die Anziehungskraft des Gebotenen auf das Publikum ist, zeigte der erste Sonntag der Ausstellung, der einen auswärtigen Besuch von über 2000 Personen brachte, so dass auf dem Ausstellungsterraln ein so buntbewegtes fröhliches Leben herrschte, tote es sonst nur bei grossen Veranstaltungen zu finden ist. Da auch die Verpslegungsverhältnlsse in Butzbach, bem Herzen ber gesegneten Wetterau, ganz vortrefflich sind, so dürste der Besuch ber Ausstellung für jedermann sehr lohnend sein. Bienenzucht. tt. Friedberg, 1. Aug Die diesjährige 55. Wanderversammlung des Ober- hessischen unb Kurhessischen Bienenzüchtervereins wurde heute vonnittag tm öaalbau hier durch den Vorsitzenden des Oberhessischen Vereins, Lehrer Buss-Leihgestern, mit einer Ansprache über den Wert des Wachses und des Honigs eröffnet. Schulrat K mpel-Kassel hofft, dass dieser ersten gemeinschaftlichen Tagung noch recht viele anders folgen werden und preist den Inneren Gewinn, den die Beschäftigung mit ben Bienen bringt. Die nächste Wanderverfammlung soll In Eschwege ftati- flnben. Sobann begrüben Tierzuchtinspektor Schml t»Kasssel und Schulrat S ü h° Friedberg tm Namen der Kasseler unb Hessischen Regierung die Versammlung. Den Hauptvortrag hielt darauf Lehrer M a t e r n-Kassel über . Welchen Einfluss haben die neuesten Forschungsergebnisse der Men- delschen Vererbungstheorie auf die Bienenzüchtung? Es gibt vererbbare und nicht vererbbare Eigenschaften der Bienen, wie es Abt Mendel auch für Pflanzen nachgewiefen hat Die vererb- baren müssen herausgezüchtet werden In bezug auf Rasse, Honigertrag unb Schwarmfähigkett. Der sehr geistreiche und wissenschaftliche Vortrag fand allgemeine Anerkennung, wen» auch nicht alle Anwesenden mit seinen Resultaten einverstanden waren. Als erster sprach Lehrer H e ck-Dudenrod. der tm Gegensatz zum Vortragenden die DickelscheLehre verteidigte unb burch Hinweis auf ein Versuchs- völkchen bewies. Seine Ausführungen bestätigte Lehrer H e n f e l-Hirzenhaln, der Redakteur der „Diene". In ben schlechten Völkern muh ber Drohnenbau beseitigt unb Drohnenbau aus guten Völkern eingefügt werben. Alle Verjuche ergaben, bass eine befruchtete Königin nur einerlei Eier legt. Lehrer Freuden st ei n-Marbach behauptet, dass Arbeitereier befruchtet, Drohneneier unbefruchtet seien, also bie Königin nicht einerlei Eier lege. DaS Ergebnis ber Menbelschen Theorie ist, dass wir Völler auf Honigertrag züchten müssen. Für unb gegen Dickel sprachen noch verschiedene Redner, ohne dass die Frage entschieden werden konnte. Den zweiten Vortrag hielt Lehrer Braun-Holz- haufen v. b. H. über „Die Bedeutung der Bienen- wohnuno für die Bienenzucht". Die Wohnung mit beweglichen Dau war schon lange vor Dzierzon bekannt. Pfarrer E h r i st-Rodheim v. d. H. hatte beweglichen Bau im Honigraum, Pfarrer Buckel- Reichelsheim i. d. W. auswechselbare Strohringe Im Honigraum, Dzierzon nahm die beweglichen Rahmen auch in den Brutraum unb der Mobilbau war da. Bahnbrechendes leistete Alberti mit seinem Blätterstock. Die Anforderungen an einen brauchbaren Bienenstock find. Geringe Anschaf, ungskosten, schnelle Betriebsweise, gute Rentabilität keine Abstandsstifte, keine Aahmenfüsse, 1 Hirzenhain spricht für die Vierstöckigen mit 7tot- • maJjnaD. H e ck-Dudenrod weiht auf die Bedeutung der Brette hin, Herr Schneider auf den Wen ber Drohnen. Hense 1-Hcrzenhaln macht bekannt,' dah der Feindbund 75 030 Bienenvölker von uns verlangte. Durch Dermitllung des Vorsitzenden deS Deutschen ImkcrbundeS. Prof. Frey, ist die 3af)I auf 23 000 Stöcke in Lüneburger Stülpern mit je 36 Pfund Honig herabgesetzt worden, zu deren Lieferung die Provinz Oldenburg sich bereit erklärt hat Zu (Shrenmitgliebem des Oberhessischen Vereins wurden ernannt: Hermann Röder-Dor» gleicheS Rahmenmah u. a. m. Die Blenenwohnuni muh auch die Heranzucht junger Königinnen unb schnelle, möglichst stichlosc Entnahme des HonigS ermöglichen. Eine wettere Sorbemng ist schnelle und bequeme Fütterung. In oer Aussprache betont i i. vclum»« uh;tuen v,‘‘7 » »nf । •• 'Firmenänderung. Sie Lichtspiele Freuden st ei n-Marbach die große D-dcutung osten u. Osten von den Iberern bewohnt.dat Tafel-, zung Seltersweg, InH. A. Habcrlanb, haben mit ben Iber Brettwabenstöde mit Bienenflucht Hensel' land von einer keltischen Bevölkerung, wahrend > nehmen, dass die Zahl der Vereine uno ^ugweo Ehristus. die jüngere bis zur endgültigen Eroberung des Landes durch die Römer reicht In der iqueme Fütterung. Wchen lmittve Qa durch ihre ch nun bn n8 tixiter « ßnnen Tuimaniia «bheitda i lüngenn aim. , 31 M -Koller Vvhl ian durch die Dom Tropen' der Hiiniml ;I Trbberren leiem oll man nicht Ingen, deslor r rot anlall t Ht die Strafe Sroßlchlach i ein Jte^' le Präfidia ' eres M’ -In- ME'' )jes men ^er -in» ij,°° D°il - SS S**s dürft" V. Ä v Nrt er- Ä t 7 auch mehr 1 Luns aum A° * iye be' sjicll ait S. Kieler Herbstwoche für Kunst und Wissenschaft. Die diesjährige Kieler Herbstwoche für Kunst und Wissenschaft weist ein Programm von einer nicht mehr zu Übertreffenden, fast verwirrenden Fülle künstlerischer, wissenschaftlicher, sportlicher und anderer Darbietungen auf mit unvergänglichen Perlen vorzugsweise deutschen Geisteslebens Es würde zu weit führen, die Programm-Rum- mcm hier im einzelnen anzuführen. (RähereS im Anzeigenteil.) Die Besucher Kiels dürfen davon überzeugt sein, dab ihnen auch sonst der Aufenthalt an Der Kieler Förde angenehm gemacht werden wird. Für Verpflegung und Unterkunst bei Gäste sorgt ein besonderer Verkehrs- und Woh- nungsausschuh. Bei Bestellungen auf Karten von auswärtigen Besuchern empfiehlt sich möglichste Beschleunigung. Hede gewünschte Auskunft erteilt die .Kieler Herbstwoche ", Kiel, Rathaus, Zim.210. Vermischtes. Münzunterschlagungen. Berlin, 1. Äug. Dlättermeldungen aus Dessau zufolge ist der Vorsteher des anhaltischen Münzkabinetts Dr. Ho Hannes Mann in 2er- poldshall wegen Münzunterschlagungen in Höhe von % Millionen Mark verhafte t worden. Mann verübte nach seiner Festnahme Selbstmord. Automobilungluck. Regensburg, 1. Aug. Der Fränkische Kurier" meldet: Gestern nachmittag stürzte das Automobil des Inhabers der Vereinigten Kunstinstitule A-G., norm. Otto Troitzsch, Bare l l a, aus Berlin-Schöneberg, unterhalb der Steinernen Drüde in die Donau. Barella ist t o L Frau Barella und ein anderer Berliner Herr konnten gerettet werden. Frau Barella, die den Wagen steuerte, ritz ihn beim Ausweichen vor der Stratzenbahn mit aller Wucht Aiirüd, so dah er in voller Fahrt die Böschung yinabglitt und 'm der Donau versank. Wien, 1. Aug. (WTD.) Wie eine Lokal- ko rresponbenz aus Wiener-Reustadt meldet, fuhr ein Automobil, worin sich mehrere Mitglieder der schwedischen Hilfsaktion, darunter der Direktor Struve sowie die Baronin B e d-F r i i s, befanden, gegen einen Kilometerstein, wobei sämtliche Insassen aus dem Wagen geschleudert war- bei. Sie erlitten, ebenso wie ber Chauffeur schweie Verletzungen • Regensdura, 1. Aug. Der , Fränkische Kurier ' meldet: Gestern brach in dem gewaltigen Bretterlager von Cottmann-Lugano Im Hascngclänbe Feuer aul, das nach Bulgarien verlaustes Holz Im Werte von vier Millionen M vernichtete. Dank der Windstille wurden eine Reih'' Petroleumtanks und die grobe Lagerhalle dee Rordbayerifchen LlohdS vor der Vernichtung bf wahrt. Einqefandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik sichenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung) Zur Gietzeuer Zerienordnung. Zu den Ausführungen deS Herrn Restsi Fischer in Rr. 173 des „Giehener Anzeiget " Mächte ich alS Mutter daS Folgende bemerken Gerade vom Standpunkt oer Gesundheit der Kinder auS liebe sich manches gegen den Vorschlag deS Herrn Rektor Fischer elnwendci Legen wir die groben Ferien jedesmal in die Zelt der ganz groben Hitze, dann werden die Kinder von den groben Ferien längst nicht das haben, was sie haben sollten. Bei heitzen Rächten ist be- Schlaf ber Kinder schlecht. Frische frohe Wand< - Lungen sind an glühenden Sommertagen unmöglich. Wäre diesmal der Zull Ferienmonat gewesen, so würden die Lehrer nach den Ferien chre Kinder müde, matt und — erhollrngs- bebürftig in die Schule wieder einziehen lebet: (ZS ist schon ganz gut, wenn die Ferien nicht in die allerheitzeste Zeit fallenI Trifft nun eine so unglaubliche Hitzeperiode, wie wir sie jent haben, in die Schulzeit, dann wird eS nicht blotz nach meiner Meinung, sondern nach der Meinung vieler Eltern kein Schaden fein, wenn wirklich einmal ein paar Schulstunden ausfallen. Abnorme Zeiten fordern abnorme Matzregeln. Die Gemeindeschulen sind ja ganz einverstanden gewesen mit der ungeordneten Verlängerung ihrer Ferien, so werden sie auch die wenigen Male Schulausfall wegen grober Hitze noch zu ei - tragen vermögen. Die Gesundheit der Schulkinder ist allerdings die Hauptsache, aber sie führt keineswegs zu dem Ergebnis des Herrn Rektor I Fischer. Eine Mutter. Butzbach 8432V frajzUurt az>G Clbeftr. 6c£e 'Xai/erflr' 5Ö Polstermöbelhaus A.Wehrheim Löberstraße 17 Gießen Löberstraße 17 6372c Teppiche Neuheit! Neuheit! Die W0e ManjaTschatschewa • Giessen Bran dplxti gegenüber dem > MWcmrm W L. l Tienstan den 8. August. «Ubrabcnds.belMitglied Hupseld, Eiicubabn Hotel auherordentlicht oZ Senerawerfammlung. nach dem bekannten Roman , neue Raeee“ von OSga Wohlbrück In der Hauptrolle: Kaufhaus Katz ß Ausverkauf vom 25. Juli bis 9. August «üenhU.Tllbtartfm. 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Fr. £ L. 29.7. 77,50 79,40 77.- 70,70 170,25 303,- 29.7. 7,50 4, - 8,35 6*05 Geld ‘Brief 29. Juli. 1.7.1 L Fr. 125,4) Kl. 59,2) Kr. 88,3) Kr..117,j0 Kr. 88,8) Frankfurt a.. M., 2. August. Berliner Devisenmarkt. 100 Fr. 100 ftx. ioo r 100 Kr. 100 L. 188.- 7£5 0.70 Kurs 1.8. 77,50 77* — 71,20 170,- 361,75 263.- 21<- 183,- 9,27 102,10 20,158 1323,651326,35 1331,151333,85 -,- 1343,95 1046,05 üchen LlntererheberS Amend zu 311enl>drf a. d. Lahn ist der Kaufmann Heinrich Keiner zu Allenvorf a. d. Lahn zum staatlichen Unter- «Heber bestellt worden. Veld Brief 1. August. 2475.- 2480,- f 91,40 6b 0,60 1026,45 P >28,55 1223,75 1226,25 1650,80 1654,20 123,15 349,85 289,17 81,09 620,65 16,25 1,24 Börsenkurse. Frankfurt 292,- 558,- 269,- 589,- 289,75 68,— 346,- 176,- 152,84 546,- 408, - 420,- 638,- 329,50 278,50 895,- 409,75 342,- 340,75 295,- 560,- 270,- 590,- 288,50 67.10 349,- 9,23 9,27 101,60 101,90 21,37 21,43 214,- 183,- 165,- 173,- 152,50 Brüssel-Antwerpen . 599,40 600,60 Thristiania...... 1036,45 1038,55 Kopenhagen 1224,75 1227,25 Stockholm ....'. 1653,30 1656,70 Helsingsor» 124,65 Italien . ....... 340,65 London 288,45 Neuyork 80,53 Paris 617.85 1.8. 7,55 4,03 8.40 188.- 7.50 . 0.70 7.65 46.35 21.78 25^5 44.60 L60 610.- 3.50 7.60 Saturn: 5 e/„ Disch. Kriegsanl. 4e/e Disch- Reichsanl. 3*/e Dtlch. Reichsanl. 4°/0 Preutz Konsols Darmftäöter Dank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschast Dresdner Bank. . . Nationalbank f. D. . Mitteld. Creditban*. H.-Amerik. Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Bock.Guhstahlwerk . D.-Luxemb. Dergw.. Gelsenkirch. Bergw. . tzarpener Bergbau . Oberschles. Tisenb.-B. Oberschles. Lisenind. . Phönix-Bergb -Akt.. Bad. Anilin, u. Soda Höchster Farbwerk«. Elektr. A. T. G Schuckert-Werke. . . Felten-Guilleaume^ . Daimler . Bud.- Lisenw.- Akt. . Adlerwerke 4°/,Hess.Staateanl. . Elektron Griesheim. Wechsel auf Holland Deutschland .... Wien ........ Prag........ Daris ...... London Italien ...... Brüssel Budapest ..... Neuyork. ..... Agram..... Bukarest Datum: Zkrich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag .... Stockholm. Wien. . . . London . . Paris . . . Neuyork. . Handel. Zunahme Her Konkurse in Frankfurt. spd. Frankfurt a. Äl.. 1. 2hig. Die Zahl der Konkurse hat sich im Monat Zull weiter auf 292 erhöht gegenüber 279 im Bormonat, und 140 Konkurssachen im gleichen Monat drs Vorjahres. Marknotieruugen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: italienischen Außenpolitik, die oberschlesische Frage werde vor den O b e r st e n D a t kommen. Sie sei sehr heikel. Italien werde sich bei der Besprechung dieser Frage betcstigen und dabei seine eigenen, tatsächlichen Verhältnisse im Auge behalten, sich aber natürlich vor allem auf den Vertrag von Versailles stützen. Es werde jederzeit den Geist der Versöhnung an den Tag legen, sowie den Geist der Gerechtigkeit und der Achtung vor den Rechten eines Jeden. Angesichts des Ernstes der Lage und der Tatsache, daß man am Vorabend einer wichtigen Entscheidung stehe, glaube della Loretta, keine weiteren Erklärungen mehr geben zu sollen. Zum Schlüsse bat della Loretta den Senat, ihm sein Vertrauen zu bewahren. Ablehnung der Washingtoner Dorkdnferen- durch England. London, 1. August. (WTD.) Die „Mor- ning Post" meldet, die Washingtoner Regierung habe den Vorschlag der britischen Regierung, eine Vorkonferenz vor dem Zusammentritt der Konferenz über den fernen Osten einzuberufen, abgelehnt. Die griechischen Forderungen in Kleinasien. Paris, 1. August. (WTD.) Rach einer Agenturmeldung, die das Echo de Paris wiedergibt, versichert man trotz aller offizieller Dementis in beftunterrichteten Kreisen, Ministerpräsident ©unarid werde in 14 Tagen nach Paris und London reisen, um die griechischen Forderungen in Kleinasien zu verteidigen. Man füge sogar hinzu, daß er die Frage der Besetzung von Konstantinopel durch die Griechen anschneiden werde, was, wie man in Athen erkläre, die einzige und radikale Lösung des Problems im nahen Osten sei. Reue Zollschikane gegen den deutschen Weinhandel. Mannheim. 30. Juli. Die Ausführung«« beftimmungen zu der Verfügung der Interalliierten Kommission in Koblenz über die Crbeburtf der Abgaben auf Tabak und Weine bringen ebenfalls eine schwere Hemmung des deutschen Weinhandels, der vor lauter Bestimmungen und Erschwerungen durch die Ganktioner. ohnehin schon nicht mehr ein noch aus weih. Die Delegierten des leitenden interalliierten Zollausschusses haben die deutschen Hauptzvllämter angewiesen, den Vetriebsinha^ern auf'uneben, von nun an bei Abgabe von auswärtigen Deinen cm Verbraucher dte Menge der a gegebenen steuerpflichtigen ausländischen Weine in ein besonderes Register einzutragen. Danach haben die Betriebsinhaber vom Monat Iuli an jeweils zwei Steuererklärungen abzugeben, getrennt nach Inlands- und Auslandswcinen und nach Faß« und Flaschenweinen. Die deutsche Eteuerbehörd» hat die eingehenden Beträge getrennt zu verrechnen und an die Rheinlandskommissivn abzuführen. Das Danze bedeutet einen erneuten Eingriff in die RegierungsverhLltnisse des Deutschen Reiches. Verhaftung der Ecbmuckrauber der Marburger Elisabelhkirche? Frankfurt, 1. Auaust. (WTB.) Bei einem nächtlichen Einbruch in der Fcllner- Sttaße wurde der 58jährige, vielfach vorbestrafte Adam Schreck aus Königstein und der 26jährige Schlosser Adam Schulmeyer aus Frankfurt verhaftet. Beide stehen unter dem Verdacht, an dem vor einigen Monaten in der Marburger Ellsabethkirche begangenen Einbruch als Hehler oder Täter beteiligt gewesen zu sein. Markte. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 1. August. Amtlicher Bericht. Bei außerordentlich großem Auftrieb von Großvieh gaben die Preise nach. Bei Schweinen hielten die Preise trotz des ebenfalls großen Auftriebs noch an. In allen Viehgattungen herrschte lebhafter Handel und de Markt wurde nahezu ausverkauft. Im einzelnen ist zu bemerken: Aufgetrieben waren 1566 Stück Großvieh, darunter 28 aus der Tschccho-Slowakei. Davon 289 Ochsen, 87 Bullen, 1190 Färsen und Kühe; ferner 222 Kälber, 78 Hämmel und 1047 Schweine. An Preisen wurden angelegt p. Ztr. Lebendgewicht: für Ochsen 400—725 Mk., für Butten 400 bis 600 Mk., für Färsen und Kühe 180—675 Mk. für beste Färsen, und 650 Mk. für beste Kühe; ferner für Kälber 500—800 Mk., für Hämmel 400—500 Mk^ für Schweine unter 80 Kilo- giomm Lebendgewicht 1100—1300 Mk., von 80 bis 120 Kilogramm Lebendgewicht 1300 bis 1450 Mk., über 120 Kilogramm Lebendgewicht 1300—1400 Mk., Sauen und Eber 1200 bis 1325 Mk. Die Marktpreise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen und Händler gewinn in sich schließen. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. OIL, 1. Aug. Der heutige Markt zeigte reichliche Zufuhren von allen Sorten Obst. Während anfänglich hohe Preise verlangt wurden, wurde zum Ende des Marktes zu bedeutend geringeren Preisen verkauft. Besonders traf dies bei Aepfeln, Birnen und Zwetschen zu. Der Gemüsemarkt war dagegen fast gar nicht befahren. An ausländischen Gemüsen waren Blumenkohl, Rotkraut und Weißkraut vertreten. Gurken fehlten ganz, gelbe Rüben traf während der Markt- zeit eine Sendung ein und wurde zu hohen Preisen verkauft. Reichlich vertreten waren Cinmach» Gurken. Preise dafür fest. 3m Großhandel wurden bezahlt: Aepfel 1.20—3.00, Birnen 1.70—3.50, Zwetschen 3.80—4.50, Pflaumen 3.30—3.80 Reine- llauden 3.80—5.00, Mirabellen 4.50—5.00, Tomaten 1.80—4.00, Blumenkohl ?.5O, Weißkraut 0.90—120, Rotkraut 1.60—1.80, Wirsing fehlt, gelbe Rüben 1.30—1.80, Kohlrabi 0.60—0.90, Bohnen fehlten, Salat 0.80—1.60, Endivien 1.20 Berlin, 1. August. Börsen st im- mungsbild. Die Aufwärtsbewegung an bei Börse zieht weitere Kreise. Heute war der Geschäftsverkehr namentlich in den zu Einheitskursen gehandelten Industriewerten wieder besonders umfangreich und wurde außerdem durch dte Limiterneuerungen erschwert. Dank der von den Großbanken und den Maklern getroffenen Vorbereitungen konnte er indes ziemlich glatt bewältigt werden, wenn auch wiederum über eine erhebliche Verspätung der Kursfeststellung zu klagen ist. Cs folgten wiederum teilweise wesentliche Kurssteigerungen. Auch in den unnotierten Werten war das Geschäft noch groß, doch büßte es gegenüber der ungestümen Vorwoche immerhin etwas ein. In den zu schwankenden Kursen gehandelten Papieren waren die Vmsätze besonders im Anfang groß, poch ließen sie später nach. Von heute wurde hier eine ganze Anzahl Papiere neu notiert. Die ersten Kurse erzielten zumeist Steigerungen bis zu 10 Prozent. Auch sonst bildeten Kursgewinne bis zu 10 und 15 Prozent, namentlich am Montan- und Industriemarkt, für die bekannten, führenden Papiere die Regel. Für einige Papiere, wie Phönix, DiSmarckhülte und Deutsche Kali betrugen sie 20 Proz. Einbußen bis zu 20 Proz. in Augs- burg-Rürnberger. DHeinmetall und Otavis taten der festen Grundstimmung keinen Abbruch. Die übrigen Märkte waren wenig verändert. Die Devisen waren bei abbrückelnden Kursen still. Frankfurt a. Q2L, 1. August. Dör- senstimmungSbild. Der Markt der unnotierten Industriewerte hatte weiter bei lebhaftem Geschäft Kursaufbesserungen . aufzuweisen. Besonders fanden Casseler Faß bei anreizendem Preise, 775—780, reges Interesse. ManSfelder Kuxe waren mit 5225 im Verkehr. Es wurden ferner genannt: Benz 236, 237, Chem. BrvkhuiS 445, Wolf Bukau 460. Gefragt waren Julius Sichel 600—605. Der CinheitSmarkt zeigte wieder Hausfenotierung. Lebhafte Nachfrage bestand für Luxsche Ma- fchinenf., Spinnerei Ettlingen, Lokomotivf. Krauß, Löwenbräu München, Zuckers. Offstein, Karlsruher Maschf^ Schnellpresse Dresden und 'Riedinger Maschf. setzten ihre AufwärtS- bcwegung fort. Filzfabrik Fulda, 370, stiegen 10 Prozent, Spinnerei Hammerson 585, plus 5 Proz. Fest lagen Hapag, welche auf 175, Plus 3 Proz., stiegen. In Montanaktien zogen Buderus 8, Rheinstahl 7, Deutsch-Luxemburg 4 ^Prozent an. Elektroaktien lagen ruhig, aber gut behauptet. Bergmann gewannen 4 Proz. - Scheideanstalt, welche gesucht blieben, stellten sich auf 712, neue 696. Chem. Albert 650, plus 6 Prvz. Zuckerfabrik Offstein kommen mit 495 8Ut Rotierung. Chem. Ultramarin lebhafter, 385. Eisenwerk Meher stiegen auf 625. Lunsch- Industrie wurden mit 345 rationiert, plus 20 Prozent. Die Abendbörse schloß fest, bei lebhaften Umsätzen. ........Kr 117.88 1189,- ........Sh. 97,8) ........Fc. 125,40 16.12 1 23,80 1,22 Züricher Devisenmarkt. 1. 8. Frankfurt, 1. August. Getreidemarkt. Die ungünstige Wirkung der Trockenheit macht sich besonders in Futtermitteln bemerkbar. Diese Wirkung wird noch unerfreulicher unter Derücksichttgung des ungünstigen Standes der Valuta, da wir auf eine gewisse Einfuhr aus dem AuSlande angewiesen sind. Sehr geklagt wird über das Wachstum der Kartoffeln, das unter der Trockenheit leidet. Es zeigt sich auch heute größere Zurückhaltung in Getreidefrüchten. Gerste ist gesucht. In Hülsenfrüchten lauten die Forderungen wieder höher. Die Kauflust nach Futtermitteln erhöht sich weiter. Begehrt sind Oelkuchen. ReiS lag fest. Rach Herbstsämereien, besonders Hafer zur Rachsaat, besteht rege Kauflust. Rauhfuttermittel erfuhren eine weitere Preiserhöhung. Heu anziehend. Stroh ruhig. Das Geschäft war wenig belebt, da die hohen Forderungen vielfach zur Zurückhaltung Anlaß gaben. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Italien und die oberschlcsische Frage. Rom, 1. August. (WTB.) Della Loretta erklärte im Senat bei der Besprechung der 2093 m Behördliche Anzeigen 8430B Versteige» nun 8429B ODDDDODODDDOODODOOQDDDaoaDOOODD 840ID Gießen, den 30. Iuli 1921. Hessisches Amtsgericht. versteigern. Eberstadt, den 30. Juli 1921. Bürgermeisterei Lberstadt. Lö brich. Es wird um gefl. umgehende Rückgabe aller aus der MMhkl dcs ßtitßfWöcrtiiis entliehenen Bücher ersucht. 3m August bleibt die Bibliothek geschlossen. Biehen, 1. August 1921. z 84350 Die Dibliothekskommission. (Bros. Vertretnng: August Wittich, Gießen. Fernruf 1408. Telegramme: August Wittich Kurhaus Hofheim i.Taunus 1 Bahnstunde von Frankfurt r. M Sio^erkir Ur BrhelangsliedSrttlee und nervös ErsehSpIte, Preise- Proep.durch Dr.Schulze-Kahleyss Prokuristen des Gesamtgeschäfts die Filiale (gießen au vertreten und zu zeichnen. Das stellvertretende Borstanbsmitglied Otto Hoffa in Cassel ist ausgeschieden, BanOirektor Otto Wolff In Cassel ist zum Borstandsmllglled bestellt. Gießen, den 27. Iuli 1921. Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt B. wurde heute bezüglich des Hel'sischen Bankvereins, Akliengeseuschafl C-assel, Filiale Gießen, eingetragen: Die Prokura des Heinrich Grünewald in Dietzen, des Ab.xiham Hofmann bafelbst, lotete des Karl Leiner in (Saffet und des Adolf Ludelvig daselbst ist erloschen. Dem Eduard Herkenrath in Gießen und Paul Griebel daselbst ist Gesamtprokura in der Weise erteilt worden, dah jeder derselben berechtigt ist, in Gemeinschaft mit einem anderen Prokuristen der Filiale Gießen oder mit einem Borstandsmitg'ied oder mit einem Vergebung von Bauarbeiten. Zur Errichtung eines SchulhauseS In Rommelhausen sollen die Arbeiten des Rohbaues, d. i Grd-, Maurer-, Sleinhauer-, Zimmer». Dachdecker-, Spengler- und Grob- schlviserarbeit. sowie sämtliche erforderlichen Lieferungen. bas sind Bruchsteine, Russensteine, Schwemmsteine, Lehmsteine, Sand. SchtearAkaU, Weitzlall. Z.ment, Tonrohre, Tonp'.atten, Bibcr- schwanz^ieeel, Dachlafen upv. öffentlich vergeben werden. Angebo s.wrdrucke und Zeichnungen können bei dem Oberbnufcfrelär in Altenstadl ein- aesehen und zum Selbsttostenpreis abgegeben werden. Dir Angebote sind verschlofsen, kostenfrei und mit der Aufschrift .SchulhauSneubau Rommelhausen" verleben bi- zum Montag, 15. August, 3 älhr nachmittags, bei der Bürgermeisterei Rommelhausen einzureichen, woselbst die Oeffnuna erfolgt. 83700 Zuschlagsfrist 3 Wochen. Büdingen, den 29. Iuli 1921. Der obere Baubeamte der Kreisverwaltung Büdingen: Fr»h. Beknniilmnchuug. 3n unser Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen: Am 15. Iuli 1921 a) die Firma Robert & Maria Oberlies, Gießen. Gesellschafter sind Kaufmann und Huimacher Robert Cberiiti und Maria OberlieS, beide in Gießen Angegebener Geschäftszweig: Hutmacherei und Ampretsungsanstalt, Spe- zial-Herren-Art.k.l Die offene Ha delsgesellschaft hat am 1. Juni 1919 begonnen, b) Bezüglich der Firma Chr. Bieker, Gießen: Theo Bieter ist in das Geschäft als persönlich haltender Geselllchaf- ler eingetreten und wird dasselbe von ihm und dem Kaufmann Ch.istoph BLLr In Gießen unter der seitherigen Firma rveitergeführt. Die offene Handelsgesellschaft Hal am 1. Juli 1921 begonnen. Am 18. Iuli 1921 die Firma Otto Bingei, Gießen. Inhaber ist der Tapezierer Otto Bmgel in Gießen. Angegebener Geschäftszweig: Polsterei und Möbelschreinerei mit Diedcrlage. Der Anna Bingei in Gießen ist Prokura erteilt Am 22. Iuli 1921 bezüglich der Firma Eh. F. Roll, Gießen: Dem Kaufmann Hermann Fiebig in Giehen ist Prokura erteilt Am 23. Iuli 1921 die Firma Heinrich Bruft- meher, Märki'che Dentalindustrie. Welter-Ruhr, Zweigniederlassung Giehen. Inhaber ist der Kaufmann Heinrich Brustmeyer zu Wetter-Ruhr. Am 25. Iuli 1921 die Fi.ma We se & Petri, Dietzen, Gesellschafter find die Kaufleute Max Weise und Ludwig Petri, beide in Giehen. Angegebener Geschäftszweig: Gebend- und Sutter- mittel-Grohhandlung. Am 26. Iuli 1921 bezüglich der Firma Georg Wink, Giehen: Die Firma ist erloschen. 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Lebensjahr noch nicht oollenbet haben, 30 ., vorn voll. 18. Ledensj an 45'7,, vorn voll. 19. Lebensj. an 60” o, vorn voll. 20. Lebensj. an 70'7o, vom vollendeten 21. Lebensj. an 80 ',, vorn voll. 22. Lebensj. an 85° vom voll. 23. Lebensj. an 90“ 0, vorn voll. 24 Lebensj. an 95 7O, vom voll. 25. Lebensj. an die vollen Beträge. Brwe, düngen sind fchriftt unter Beifügung eines Lebenslaufs und von Zeugnisabschriften bis zum 27. August 1921 beim Unterzeichneten einzureichen. Giehen, den 28. Juli 1921. Der Oberbürgermeister. (Wohlfahrtsamt) _________________Or- Frey____________8399B Versteigerung. Freitag den 5. August, nachmittags 1 Uhr, läßt die Gemeinde Eberstadt einen abgängigen Zuchteber sowie einen überzähligen schweren Bullen im Hofe des Faselstalles meiftbv. ,enb