Dred nn6 Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch. und Skinöruderei K. Lange. Schrlflleitnng, Stschijslrftelle uu6 Druderel: Lchnltzratze i. Programm der neuen Regierung Das ein schaftsklassen gebe prüfen fein. Daß botene Rücksichtnahme wird zu wir um den Milliarde Goldmark recht-eilig geleistet. Berlin, 1. Ium 1921. HauS und Tribünen sind sehr stark besucht. Am 9teaierungStisch lind neben den anderen Vertretern de- Kabinetts auch die neuen Minister Dr. Rosen und Dr. Rat Henau erschienen. Auf der Tagesordnung steht die Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung Neichstanzler Dr. wirlh: Man erwartet von der neuen Regierung Nr. \2b Der *irheiet Aozeiger mit der Dienstayrbeilage .Zport-Umlcha»- er- schein', tdgltd), außer Sonn- und Feiertagc. Monatliche Sezuarpresse: Marli 5.- einschließlich Trägerlahn, durch die Posl bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld. Aernipre'ch - Anschlüße: für die Schristleitung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten. Unielger Liehen. Postscheckkonto: Kranksurt a. M. 116S6. den tonten, bie durch mW OZehaltSabzüge ihre Steuern begleichen, eine lebhafte Bcunrutn- gung fcnxngerufen worden ist. Ich mutz beit Appell an alle Kreise richten, diese Erregung nicht Stulititom Unordnungen ausivach en zu lassen. ir müssen alles nm, rasch die Be.itzsteuern auch bei denen zur Durchführung zu bringen, die die Produktion in der vand haben. (Rufe b.t den Kommunisten: Ta werden Sie sich schön bte Finger verbrennen!) Eine gewisse Reserve liegt vielleicht auch noch in der Nachlaß st euer. Tie hm- sichtlich in der Besteuerung weiterer Berwand'.- davon 150 Millionen (Goldmark in bar und der Rest durch SchatzroEel, die nach dem Wunsche der Reparationskommission das Indossement von vier deutschen Großbanken tragen. Ich darf nicht unterlassen, zu erwähnen, daß diese Bankinstitute in äußerst dankenswerter Weise der Regierung ihre Unterschrift zur Verfügung gestellt haben. Die e rtrocAfet sind bis zum 31. August cmzu- lösen. Das ReichSnnmtzministerium hat die erforderlichen Vorbereitungen und Anordn 'n gen gc- troffen, um die Einlösung innerhalb dieser Frist sicherzusteUen. Am 31. Mai und d:r Revarations- Kommission weitere 50 Millionen Goldmark in Devisen angeboten roorben. (Zurufe bei den Kom- niimisten: „9teben Sie von her Amnesire!" llnrjfe rechtS.'» In der Abrustungs frage haben rort uns durch bie Annahme des Ultimatums den EntwafmungSbestimmmigni ber Pariser Note vom 29. Januar auf militärischem Gebiete, wie auf dem der Marine und des Luftwe'ens gefügt. Die Noten, die zur Durckführmig des Ultimatums mrt der von General Nollet geleiteten Militär - kontrollkommission und den anderen >lommissio nen gewechselt sind, werden in der üblichen Weise Dem Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten zu geben Tie bisher abgelaufenen Fristen sind auch auf bieiem Gckiiete cmgcbalten worden. Tie Reichstgierimg ist einmütig ber Ansicht, daß die Frage ber Entwafmung zu keinen weiteren 91 ei- knmgen führen, geschiveige denn Anlaß zu Sanktionen geben darf. Was an uns ist, werden wir deshalb tun, um unser Versprechen in voller Loyalität einzulösen. (Zuruf des Ab-geordneten $)off- mann: ..Erst können vor Lachen!") ."berr Ab- aeordncter Hoffmann' Für diesen Zuru' erhalten Sie Amncnic! (Stürmische Seitrfe.t , Biiher ist von der deutschen Regierung in Erfüllung ber Entwaffnungsbedingungen unter anderem folgendes veranlaßt roorben: Tie von der Militär - kontrollkomm ission festgesetzten Löchstbntände für die Bewaffnung und Ausrüstung des 100 000- Mann-Heeres sind unter Aufgabe des bisherigen deutschen Wider spruchs von uns anerfamti roorben. Die Befehle zur Lieferung des dadurch überschüssig roerbenben Materials sind erteilt. Tie Ablieferung ist im Gange. Tie sofortige Abgabe der von ber Kontroll kommissttm nicht zugestandenen Bestückung und sonstigen Ausrüstung der Lanbfestun- gen eiiisctztEich Königsberg, Lätzen, Boven und Küstrin ist angeordnet und wird unverzüglich durch' geführt. Tas gleiche gilt für die Küftenbe Festigungen. Die von der Kommission aufgestellte Liste der zur Herstellung des Geräts für das 100 000-Mann-Heer ermächtigten Fabriken ist anerfamtt. Tie nichtzugclasstnen Fabriken werden geschlossen. Tie in den Pariser Beschlüssen ent halt mm Forderungen, die sich auf Marine und Lu ftfahrt beziehen, sind teils bereits erfüllt, teils in schleuniger Durchführung begriffen. Tas Gesetz, das den Bau von Flugzeugen und Flugzeugmororen verbietet, gebt in den nächsten Tagen dem Reichsrat zu. Ein Verbot der Ausfuhr von Luftmaterial ist erlassen., 2er Kontrollwmmission ist mitgeteilt worden, daß -mr die Unterscheidung der zivilen Luftfahrt von j)er Untersagten militärischen Luftfahrt anerkennen. Tie fctDgramin. Ich will dieses Programn^ in kurzer Form zusammensassen in drei Worten. Sie heißen: Verständigung, Wiederaufbau, Versöhnung lAbgeordneter Hoffmann ruft: „Amnestie!"». Mit dieser Formel soll ausgcdrückt werden, baß wir alle unsere Kraft daran setzen roeröen, das deutsche Staalsschiff aus den klippenreichen Wogen ber Krisen und Katastrophen in das ruhige Fahrwasser friedlicher Entwicklung durch Werke des Fnedons imb durch einen Aufbau nach außen und innen wollen wir zeigen, daß es un5 ernst ist mit heil Bemühungen, unseren Verpflichtungen dis aufs äußerste n a ch z n kommen und durch Arbeit und Leistungen die Freiheit des Vaterlandes $u erkämpfen. Durch bte Annahme des Ultimatums ist eine Art Schlußstein auf bie bisherige Entwicklung gesetzt roorben. Die Absicht der Reichs- ttgterung ist eindeutig und klar. Sie will übernommene Verpflichtungen gewissenhaft und loyal erfüllen. Sie will zeigen, daß )te den Mttt hat, auch vom ganzen deutschen Volk zu verlangen, daß eS sich anftrengt, Leistungen allerhöchster Art zu vollbringen: denn nur bann, wenn man mit solchem Dillen an die Leistungen herangeht, kann man Höchstes vetlangen Hierin crblidi die Rcichs- regierung die einzige für Deutschland mögliche Politik. Nicht akademische Erörterungen, sondern aßein praktische Anerkennung des Leistungsprinzips, die für Deutschland und seine Lage Verständnis in der Well bewirkt Das Ultimatum stellt uns kurze Fristen. Einige finb schon obgefaufen. Wir haben sie eingehalten. (Bravo.) Auf finanziellem Gebiet tft bte bis zum 30. Mai *u zahlende eine Ausbau der indirekten Steuern nicht werden herum kommen können, ist uns allen klar. Mehrere Gesetzentwürfe sind ui Vorbereitung. Tabet spiLt das Branntwernmonopol, bu Btersteuer, bte Beteiligung der lei der T a - bat ft euer beftefrmben Vergünstigungen eine Rolle, ferner die E rhöhu ng der Zucker- steuer einschließlich der Süßswffsteuer, bet der bie Frage emes Raffinerie Monopols entschieden werben nnrb. Ber beit inbirelten Steuern, wird großes Gewicht darani zu legen fern, daß bte Steuer ohne Steigerung des Verbraucherpreis'^ ju tragen ist. (Zurufe: Wie? ^Lachen.) In einer Konferenz mit denLandesfinanzministern ist darüber beraten roorben, wie die Erträge de S Grund und Bodens in eine moderne Steuerst)rm zu bringen finb. Auch hier liegen noch manche Steuerquellen für die Länder vor. Tie Ausschäpiung dieser Quellen wirb nötig sein, damit bte gleichzeitige Finanznvt im Reich, den Ländern und Ge- mernben beseitigt werden kann. T« Arbeitder Notenpresse bedrückt einseitig die Lohn- und Gshaltsempsängcr und die öemen Rentner. Tie Last darf nicht borzugsweise aut dreie «chultern gelegt roerben. Die Regierung will sie sobald iotc möglich von diesem ungeftmben Mittet check Notenpresse befreien. Neben ber unvermeid.'ichen Belastung des Verbrauchs müssen wettere Einnahme- quellen gesucht werden. Ich denke in erster Linie an bat von ber Geldentwertung minder betroficmi Besitz an sachlichen Werten, bte sog. Goldwert:, die von der Aendenmg des Papiergelbwertes niit Betrogen worden sind, vottviegend solche, in bene* Gewinne sind aus Koniunlluren ober aus der Angleichung an die Weltmarktpreise. Es mutz verhindert werden, datz zu dem Kriegs- und Revolu ttonsgewinnler sich der Reparationsgewinnler gesellt. (Sehr aut!) Sodann muß die Z u s ch u ß> wirtschaft des Reichs zur Stützung der So - zialroirtschast tfn b ber Verkehrsver- roaltungen möglichst rasch abgebaut tver- den, abgesehen von den Ausgaben zur Schäftung wirtschaftlicher Werte. Erst später f t das große Problem der Währungsfrage in Angn' s zu nehmen. Heute ist es bet dem labt en Zustand unserer Volkswirtschaft dazu noch nid*t Zci: Im engsten Zusammenhang mtt dem Finanz- Programm steht das Wirtschaftsprogramm. Wir müssen unsere Volkswirtschaft einrichten auf höhere Produktion und Nationalwirtschaft liche Sparsamkeit. Wenn wir die Reparationsleisrungen ausbringen wollen, müssen wir nicht nur im Jnlande höhere Werte erzeugen, sondern auch unsere Einfuhr einschränken. Wir müssen alle Aktivposten ber deutschen Zahlungsbilanz steigern, die Passivkosten Niederhalten. Was wir im Jnlande erzeugen können, müssen wir auch im Jnlande selbst Herstellen. Die Einfuhr von Luxuswaren muß durch zollvvlittsche und steuerliche Maßnahmen beschränll werden Sehr rich.ssa!» Man muß aber der deutschen Regierung die Verfügungsgewalt über die Zollgrenzen geben, damit sie Ordnung halten und ihre Verpflichtungen erfüllen kann Es darf fein neues Lochim Westen geschafft werden Sehr richtig. Unsere Landwirtschaft muß auf die höchste Produktion eingestellt werden. Das gelingt nur, wenn die ganze Landwirtschaft sich energisch an diese Ausgabe madn. Tie Kultur- böden müssen durch rationelle Bearbeitung und Düngung vorbereitet werden. Tie Ausgaben hierfür sind nicht Verschwendung, sondern produktive Anlagen. Weitgehend müssen Motoren an Stelle der Zugtiere benutzt iverden. Tie agrarische Bodenssäche muß vermehrt werten. Tie Oedländereien müssen energisch und rasch kultiviert werden. Tie Beschäftigung der Arbeitslosen wird dadurch tnobufrio. Maschinen und Gerätschaften müssen geschossen werden Tie landwirtschaftlichen Genossenschaften müssen rasch und großzügig wett er entwickelt werden. Untere gesamte Wirtschaftspolitik muß auf größtmögliche landwirtschaftliche Produk- lionssteigerung emgeftellt werden Dadurch wird um'ere Ernährung gebessert und von der Auslandsversorgung unabhängig. Wir müssen den Inlandsmarkt mebr fördern als unsere Anstrengungen auf roeltwirtschaftlichemGebiete. Wir müssen aus dem Boden herausholen, was er her geben kann. Tas gleiche gelt für Salz, Kohle- und Erzkammern im heimischen Boden, auch für die rationelle Ausbeutung uniever Forst- bestände. Das Verkehrswesen im Innern des Landes muß ausgebaut werden zur technischen Höchstleistung Tazu kommt der Ausbau der Handelsflotte und der Ausbau von Kanälen. Wir müssen un'ere Erwerbslo'en produktiv beschäftigen. Das Siedlungswesen muß gefördert werden. Unsere gesamte Industrie muß auf Höchstleistungen nach Quantität und Qualität eingestellt werden, Normalisie- Ablieferung der überschüssigen Waffen der Polizei ist durchgeführt. Tie Anordnung, bte deutsche Polizei auf 150000 Mann zurückzuftchren, ist erlassen. Tie geforderten Maßnahmen zur Äenderungdes Wchrgesetzes und bett, die Ein- und Ausfuhr von Kfttegsgerät gehen demnächst dem ReichSrat zu. Tie Entwaffnung der Einwohnerwehren wird von ben Landesregierungen ungeordnet. Tie bayerische Regierung stand vor einer außerordentlich schwierigen Situation. Ich habe diese nicht verschärfen wollen, bin aber nicht untätig gewesen. Tie bayerische Regierung hat inzwischen die bekannte Erklärung abgegeben. Wenn danach die beteiligten Kreise sich zu den unabwendbar gewordenen Entschlüssen durchgerungen haben, so Oerbienen sie Tank (Gelachter links). Ich spreche namens der Reichsregierung die Erwartung aus, daß die Wafsenabgabe pünktlich innerhalb ber gesetzten Fristen erfolgt. Tie freiwillige Entwaffnung ist eine wichtige Tat auch für Deutschlands innere Einigkeit. In ber Frage ber Auflösung ber Organisationen glaubt bie bayerische Regierung, daß nach erfolgter Waffenabgabe die bayerischen Einwohnerwehren nicht mehr unter die Arttkel 177 und 178 des Friedensvertrages fallen; aber die Reichsregierung steht vor dem Ultimatum vom 5. Mai, und dies ermöglicht ihr nicht, die Einwohnerwehren von ber Liste ber aufzulösenden Organisationen auszunehmen. Tiefe Liste, die wir überreicht haben, mußte bie Einwohnerwehren unb die Organisation Escherich enthalten. Wir haben diesen Eingriff in das eigene Vcreinsrecht nur unter dem Truck der Alliierten vvrgenommen. Ich komme nun zu den Aufgabar, die sich auS dem wirtschastlichenTeildesUltimatums ergeben. Das Programm ist weit ausladend und laus "lange Sicht gestellt. Es gliedert sich in das finanzielle, das Wirts chaftspro- grernnt unb bie sozial-ethischen Aufgaben. Wenn wir 1921 dieselbe Ausfuhr haben, rote 1920, haben wir über 3Vi Milliarde^ Goldmart $u leisten. Tiefe Summe ist außer - ordenllich groß: aber ein theoretischer Streit darüber, ob wir sie leisten können, führt zu nichts. Wir müssen zu Taten schreiten unb beweisen, wie groß unsere Leistungsfähigkeit i st. Die Sache der Frei hei t ist selbst mtt schwersten Opfern nicht zu teuer erkauft. «"Beifall, Gelächter aus ber äußersten Rechten und auf der äußersten Linken.) Ein forgiältiger und genauer Zahlungsplan muß aufg.ft.llt und dem Garanti' -rungs- komitee not gelegt werden. Wir müssen, um die Devisen der Annuitäten zu decken, bestimmte Steuerquellen bezeichnen, die wir für Rc- paration szweckc zur Verfügung stellen können. Wir werden uns in kurzer Zeit über diesen Plan mit dem Garanttekomitee unterhalten müssen. Der Aus s'u hri ndc x ist unglücklich, brutal und roh. Die Wirkung aus die Weltwirtschaft wird dies bald zeigen. ES wird nach emem neuen Inder geforscht werden müssen. Ob er gefunden werden kann, ist noch nicht abzutz-hen. Tie Arbeiten in dieser Beziehung sind im Gange. Jedenfalls müssen wir danach streben, auf irgendein« Weise eine Summe als Einnahme zu schassen, die gleich hoch ist wie die schwankende Ausfuhrabgabe. Ich will nicht verfehlen, an dieser Stelle bei dieser wirtschaftlich bedeutunysoollen Angelegenheit bar- aus hinzuweisen, daß die Stunde des Reichs- wirtschaslsratSzurMitarbeitandem deutschen Geschick.gekommen fern wird. Heute noch besteht eine starke Spannung zwischen der Kaufkraft des Geldes im Jnlande und Lllislande Diese Spannung wird ausgenützt werden müssen. Es wird Sache des Reichswirtscha tsratS lein die Vorarbeiten in bie,er Richtung alsbald fertigsirftcllen. Wir müssen sehen, die Reparationssumme als jährliche ZluSgaben auszubringen. Halt man Ausschau nach neuenSteuerauellen, bann lenkt sich zunächst der Blick aur die Sohle. Ter heutige KoYlenpreiS i t bei uns Diel niedriger als der Weltmarktpreis. Tas wäre nid* möglich, wenn bei unS nicht tv. freie Kohlenwirtsckxrft durch- geführt wäre. Durch diese Zuitrnde liegt etne Reserve vor uns, die, wenn nottg, rur bte Reparationsleistungen eingesetzt iverden kami. xw ä t> a n- nunq zwischen Inland- und Weltmarktpreis muß ieben falls au-ge- niitzt werden. Es fragt sich mir, nne tvs geschehen kann. Ties wird demnächst zu klaren sein. Es muß ein Weg gesunden iverden, der cre Differenzierung zwischen _ v a u s - b'rand - unb Industriekohle gestattcft Im übriqc.i eilt es, auch bt: übrigen Steuern auszu- tauen, so bc:" sie hinreichend sind, Rarara- ttonskosten zu decken, aas Be'tteoen der Rcichs- fman$Derrr-aInmg nnrb habet von dem Gesichts- ruuft geleiter, datz die De sitz steuer^da, wo dies onne Schädigung des WreNchattsprozeffes durchgefichrt werden kamt, auegebaut werden mutz. Ich denke dabei an den Au sbau der Korpe r- 1 cha ftssteu e r, ei en ftärferm Aus bau der Bors en st euer uick> dann daran, daß Nicht allem neue Steuern beschosst werden, sondern bap, auch 2 urchftrhrung ber bereits verabfa redeten Steuern füxrrgeMt wird. (Sehr rissMS') Durch Ausbau der entsprechenden Organs anon können mehrere Milliarden noch gefördert roerben. Es tat eine große Menge von Geduld dazu gehört, un Lause eines Jahres fcte Veranlagung der B:-- , r'tz- und Einkommensteuer zu überwachen. Dir sind vorwärts gekommen, be'onders rt den leften zwei 'I*L>naten sind erfreu.! he Erolge er- Nell worden. Sie dürfen ni>ht D*fennatz daß m 3nnd^mt von Nnzrigen für bte Taqernummcr bi» iym 'Jlad)tn Nag vorher o!iN«jebeLeidinbl>chl.tft. Preis Ihr I nun höbe für Anzeigenv 34 mm Breil« örtlich 40 *Pf. auirolrH SO Vf., für Rtblame. Anzeigen von 70 mm «BiciuiSO'pf Bei Platz. öorfd)nft 2011 . Aufichiag 5aupi|d)ri(tlctter: Auq. Cvoetz verantwortlich für Politik: Aua. Goetz; für ben übrigen Teil: [)r. Remholb Ienz; für ben Anzeigenteil: ?,an»veck, sämtlich in Gtetzen. ru ng und Typisier un g werden dadet eine große lkiolle spielen. Qualttä.Sleistungen ans allen Gebieten find für uns unbedingte Voraussetzung, tvtim wir allmählich in btt itVlttoirudwi bin ein- wachsen wollen. Durch QualltäiSleistnugen, nicht burd) Schleuderartikel iverden mir dra.ttzen Ab satz bekommen, ronm die Valutabedrängni' iiady lätzt. Ter Werkbundgedanke, ber schon Fortschritte gemackst hat, muß neu belebt werben. Nicht minder wichtig jft die Organisation unseres Wirrschastslcbens. In ber Industrie haben sich im Kriege unb nach dem Kriege EntwicklunirStormen berau»gcbilbct, die auf bad nachdrücklichste in ihrer Bedeutung für die gesamte Volkswirtschaft geprüft roetben müssen. Die Nationalwirtschaft und produktive E f f e ft ft e i g er it n g müssen planmäßig gefördert werden. Hier und da hött nran, Deutschland müsse wieder ein Agrar- float werden. DS ist vollkommen unmöglich Nicht Agrarstaat ober Industriestaat heißt die Parole, sondern Aararstaat und Industriestaat (Beifall.) .ES muß eher eine Industrialisier rung ber Landwirtschaft erfolgen im Sinne einer stark gefteigelten Technik, nie ober ein Zurückgreifen auf eine überwundene Wirtschaftsform. Im übrigen dürfen Landwirtschaft und Industne sich nicht gegen üb crftrbeii alS Feinde, sondern als Brüder, die sich bewußt find, daß jetec in seinem Teile beitragen muß zur Ue6envinbung unserer Ivirtschaftlicheu Nöte Ein gewaltiges ArbeitSsslb für viele, viele Inlroc ist mit die eil kurzen Erwägimgen gegeben. Dos Urogramm kann nur gelöst roe den, wenn auch die richtige sv'zial-ethifche Einstellung der deutschen Volksseele genronneu werden kann, imo das ist ein Problem des sittlichen Wiederaufbaues ber Nation Wir müssen soweit nrit möglich bie inneren Gegensätze zur Ückstel len, dürfen uns nicht unsere besten Kräfte zerreißen An die Stelle ber Mutlosigkeit uno Vevzaallicit muß baS Bewußtsein treten, baß ent Volk von der gefdndxtlüfxm Vergangenheit und den rotttschastlickfen Leistungen wtt das deutsche auch bte Notzeit überwinden Tarnt und imstande ist, trotz harter Lasten sein Schicksal zu meistern. Dazu ist notromdia, baß in ollen Kreisen des VvllvS der soziale friedfertige Geist platzgreift, der unbedingt niürocnbig ist, um ben sozialen Fortschritt zu erhalten, und die Arbeits fteudigkeit zu heben. (Erneute Zurufe der Abgo .Hossmann unb Höllern: Amnestie' LLmuestie! Prä« fibent Loebe: Akerne Herren, lassen Sie hoch den Herrn ReichS7an>'ler aussprechen: vielleicht kämmt er noch auf dieses Thema! Große HeiterLett, erneute Zurufe von ben Kommunisten. Amnestie' Der Abg. Remmel wird wegen fortgesetzter Zuruss zur Orbnung gerufen, s- In den letzten Wochen unb Tagen ist unser Blick nach Südosten gerichtet gewesen, wo unsere oberschlesischen Brüder unter dem Truck korfantyscher Banden unerträglich zu dulden haben. 2llS bie Abstimmung ben Polen nicht ben erhofften Sieg btachte, al<3 bie überwiegende Mehrheit des oberschlesischen Volkes sich für Teutfchland entschied, hat 'lorfanto ben Versuch unternommen, sieh mtt Waffengewalt in den Besitz des Landes zu setzen. Ttr deutsche Regierung hatte dies kommen sehen und eS an Warnungen nicht fehlen lassen Trotzdem kamen Kampfmittel in gewaltigem Umfange über die polnisch-' Grenze, trotzdem wurden 80 000 Polen von diesseits und jenseits der Grenze bewaffnet. Ter Auf st and war bi - inS einzelne vorbereitet unb brach auf ein Losungswort aus Nicht um eine spontane Volksbewegung handelt cs sich hierbei, sondern um eme künstl ich entfachte und von außen gestützte Rebellion. (Lebhafte Zustimmung.) Und was ist die Folge? Terror, Verwüstung, Plünderungen der polnischen Insurgenten unb Eindringlinge spotten jeder Beichreibmig. Unermeßlicher Shaden ist an gerichtet. Tie Landwirtschaft liegt darnieder. Ttt Ernte ist auf das schrverste gefährdet. Gruben- und Hütten- betriebe stehen vor dem Zusammenbruch. Schon macht sich in den von OberschlesM, belieferten Gebieten der schwerste Ävhlenma^E bemerkbar. So sieht das Land aus, im Februar vorigen Jahres im^W stand des Friedens und Gedeih! ber interalliierten Kommiss treuen Händen über geben ■ -Hört? hört!) Tie verlassene oberfchleii^ völkerung hat zur Selbsthilfe g?grÄ t-au» und Hof, Weib und Kind ;u äußerster Notwehr bat sich ein obfl Selbstschutz gebildet. Ihrer Selbstbehe^I i'ie bisher bewahrt hat, bringen roiÄ Bewunderung entgegen. Das heuÄ schiessen vorg-ht, muß um so verdcM dem erscheinen, der die Geschichte de^M bie ich Ihnen hier nicht zu roiebeO Insurrettion kann nie Recht fcha® nie zu pottnsschem Gebiet etn seit 700 Jahren keinem polmscher^W angehört, uno in dem eS »gar nacÄ herDorragenber Polenführer nie Nationatisten gegeben hat. Noch dem Krieg hat btt Reichstagswah« deutschen Charakter des Lanbes^^I roenip bie mit ben gröbsten Mlni'che Aqitotüni hieran ändern IH ine große 2lbstimmung ergeben, nis für «'ie noch sicherer zu machen, ■ Polen, die die Emigrantenobsttmm^W Sie hoben sich getäm cht- Ttt T a tÄ gegen die Polen ausgeschM möchte nxm die Stimmen der (rm.Ä Erster Blatt M. Jahrgang ' vonnerstag, 2. Juni 192| GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesten Hbfltninumg übo&ravt nicht gdten hüten. Ich frage, war die Abstimmung so geweim, daß sie mrr bamt die Entschcümng bdn-^n. sollte, wenn ''re »ugvnfkn BolenS andWaia. T« Abstimmung -at uns eme Mehrheit von V* Million Stimmen gebracht. Tas Ergebnis ivLve noch viel günstiger .gewesen, wenn nicht alle erft nach 1904 Zuge- ÄOfltncm von der Abstimmung ausgeschlossen worden waren Tie Polen beziffern die dadurch für Teutschlan" verloren gegangenen Stimmen aus 120000. Aber schon aus dieser Abstimmung ergibt sich das deutsche Recht auf Oberschlesieu. Auch geographische und wirtschaftliche Gesichtspunkte weisen nach derselben Richtung. Jede Teilung Oberschlesiens würde bei der Kompliziertheit der pnrttchaftlickrcn Organll sation m Oberschlesien den Ruin der abgetretenen Teile nach sich ziehen, die nur in engster Bcr- bmdung mit dem Deutschen Reich: bestehen können. Selbst von /freunden der Polen ist die Unfähigkeit dieser Volkes, ein so hoch entwickeltes und kompliziertes Wirtschaftsgebiet verwalten zu können, zugegeben worden. Auch die Ansicht, daß Polen etwa wirtschaftlich durch Oberschlesien genesen könnte, oder daß es möglich sein könnte, durch Oberschlesien Polen vor dem wirtschaftlichen Chaos zu bewahren, ist irrig. Würden Teile Oberschlcsiens vonisch, so würden diese auf den Tiefstand des fcihtifdjen Wirtschaftslebens herabgedrüat werden. Polen hat zu seiner wirtschaftlichen Entwick- nmg Oberschlesien gar nicht nötig, denn es verfügt selb st über reiche Kohlen- und Erzfelder, die es nur zu entwickeln braucht, anstatt seine Land nach fremder, hochentwickelter Industrie auszustrecken. Zudem hat Deutschland sich bereits in seiner Note vom 1. 4. 1921 bereit erklärt, den Polen unter Vorzugsbedingungen die für seine Wirtschaft erforderlichen Kohlen und sonstigen Erzeugnisse aus Overschlesien zu liefern, solange die polnischen Kvhlengebiete noch nicht erschlossen sind. Ferner hat Deutschland in der gleichen Note weitgehende Hilfe bei der Erschließung der polnischen Bodenschätze an geboten. Gestützt auf ttnser gutes Recht und auf das Abstimmungsergebnis und auf die zwingende Logik der wirtschaftlichen Tatsache, bat das Volk Oberschlcsiens und ganz Deutschlands alle Herausforderungen, an denen es auch schon vor dem Aufstande nicht gefehlt hat, Ruhe und Besonnenheit entgegengesetzt. Erst als durch den Aufstand Leben und Eigentum der deutschen Bevölkerung des Abstimmungsgebietes unmittelbar bedroht war, hat sie zu dem unerläßlich notwendigen Mindestmaß der Abwehr Zuflucht genommen. Die Regierung hat ihrerseits ihre Hcütimg durch die Notwendigkeit bestimmen lassen müssen, alles hintanzuhalten, was unseren Gegnern Gelegenheit geboten hätte, unsere gerechte Sache zu verdunkeln imd das eigene Unrecht auszumerzen. Tic Regierung hat die Grenze imtf) Oberschlesien gesperrt. Die polnische Grenze nach dem Abstimmungsgebiet - ist n o ch offen. Daß Has deutsche Volk mit leidenschaftlicher Hingabe an seinem Oberschlesien hängt, haben viele Kundgebungen der letzten Zeit, am eindringlichsten die des vergangenen Sonntags im Berliner Lustgarten bewiesen. So hat das deutsche Pvlk in voller Einmütigkeit eine Selbstbeherrschung entfaltet, wie sie sich wohl selten finden läßt. Aber nun verlangen wir auch, daß dieses alte deutsche Land unlösbar bei dem Deutschen Reiche verbleibt, das durch die Geschickstc und seine Leistungen Anspruch darauf hat (Sehr wahr!), und daß dem gesetzlosen Missetäter vom 3. Mai die nachdrückliche Lehre erteilt wird, daß es nicht genügt, durch einen Ausstand sogcmannte vollendete Tatsachen zu schaffen, um einen Zustand von Tauer und Recht herbeizuführen. Die Demokratie hat ihren Aus druck gefunden im Plebiszit. Dieses Plebiszit in Oberschlesien kann nicht umgangen werden, besonders nicht von Mächten, deren Vcisassnng einen demokratischen Charakter hat. (Sehr gut.) Der Hexenkessel In Obcrichlcsien muß üt Ordnung gebracht werden unter gerechter Würdigung und Wahrung des Plebiszits, sonst wird aus Oberschlesien ein neuer Brandherd, der Europa aufs neue in Brand setzen kann. (Beifall.) Die Verhandlungen in den französischen gesetz- gebend'm Versammlungen haben wir mit äufierfter Spannung verfolgt. An Worten hat es nicht gefehlt, an Worten fehlt es überhaupt nicht aus der Welt. (Sehr wahr! und Heiterkeit.) Eine Frage möchte ich doch an die Gegenseite richten. Wie denkt sich Frankreich die Lösung der von Briand angeregten Frage: Der demokratische Geist muß sich in Deutschland entwickeln? Sollen etwa die Sanktionen der letzten Zeit, die R heiu'zvl l g r en * e, die Besetzung roei ter en den tschen Gebietes und deutscher Städte und das Fraternisieren französischer Truppen in Oberschlesren "den demokratischen Geist in Deutschland stärken können? ^Beifall.) ©tcht ’mttn nicht ein, daß all dieses das Gegenteil von Dewvkratte ist? Legt doch end lich bte Flinten weg, wir haben ja kaum so viel, uün den Verbrechern entgegen treten zu können. Briand spricht in feinem Svott von der äugen-- Müfiichen Regierung in Deutschland, indem er flirre Dmrer anspielt Cs ist das Ziel t wahren Patrioten endlich eine Regierung bekommen, die aus eine breitere parla- ,i arische Mehrheit sich stützt. Diese kvrr gefunden durch röte sachliche Politik, V' alle, die guten Willen» sind, uw ein ( Programm rm* Laufe her nächsten Wock'e k das Ideal dieser Regierung wird sein Et Verwirlliclnmg einer friedlichen Tk- V m deutschen Volle da« Lel>m rettet, 11 ient und bomit dir Wettwin- , 1 bringt. Wenn da» auch da- P und Frnnbreichs ist. so haben sie die , (Z^nise der den Kommunisten: Aw deS Ptättdenten). den demokratischen 5 tragen und im Cittid^nd -der dn Willen der Bevölkerung zu ent- ech demvkratisch-n Grundsätzen uim ist Die innen- itolitiT ist M Bolllrk ans» änfo-rstr verknüpft ^ordneten Remwele rfibinmunifl , Dräsiderrten tzweinro! tur Ordnung Rirrirt auS dew Zentrum Tic Hipe |n den Köpf geitiegm Unruhen [totrb sich die Regierung I mög11 di der Mittel be- S die ordentlichen Gesetze Jhnbgeben. Der Au-nah m e • I 6)roß-D awbu rg wird Votort krben. Die Regierung beabsichtigt Mhntichurstände möglKw't! schnell au1 Mic noch bestchm. Die Regierima ijt darüber tn Berhonolungen mtt den Landesregierungen getreten. Der schrittweise Abbau der Zwangswirt s ch a f t hat zunächst eine Preissteigerung zur Fr^ge gehabt. Tas wird voriLergchen. Mij allen Mitteln muß die landwirtschaftliche Produktion gehoben werden. Das einzige Mittel, um den Schroll rgeist nied^rzudrücken, ist ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage yu schaffen, um dadurch die Preissenkung zu erleichtern. Das deutsche Volt bat manchmal im Lause »einer Geschichte auf Stimmen ausdern Auslande gehört, ja sogar solchen Stimmen Vertrauen geschenkt. Dieses Vertrauen ist leider oft schmählich betrogen worden. Trotzdem läßt das deutsche Volk die Hoffnung nicht sinken, daß in der Welt der Sinn für Recht imd Unrecht nicht auch für unser Bolt für immer erloschen ist. Lloyd George hat neulich erklärt, er wolle fair play gelten lasse n für Deut s ch- land. Warum will man nicht noch einen Schritt weiter gehen? Das demokratische Deutschland bat durch ine Annahme des Ultimatums eine ungeheure Last auf sich genommm. Wir erwarten, daß England und seine Führer uns das einräumen, was England fair chances nennt. Sie wissen, daß 'das beutftbe Volk eine schwere Ausgabe übernommen hat, und desl-alb sollten die Alliierten in ritterlicher Weise einem Volke entaegenkommen lLachen rechts), das unmenschliches geleistet hat. Lachen Sie nicht, der Gedanke für Recht hat in Oberschlesien dahin geführt, daß die Entente den im Kampf für das Recht gefallenen Soldaten und Offizieren die Särge mit Blumen überschüttet hat. Wir erwarten, daß die Wliierten in ritterlicher Weise dem deutscher Volke, das Unmenschliches geleistet hat, fair djangeS geben werden, um nichtz die Schwierigkeiten zu vergrößern, denen nnr gegenüber stehen. Die siegreichen Völker sollen nicht ohneweitercs den Gedanken von sich weisen, wie ihnen zuMute wäre, wenn sie nach j>en ungeheueren, unmensch- lichenLeistungendeSKriegesauchdcn Leidensweg gehen müßten, den das deutsche Volt gehenmuß. Welche wirt sckiaft liehen und finanziellen Reformen notwendig sein werden, läßt sich zur Stunde in allen Einzelheiten noch nicht sagen Reformen fallen nicht vom Himmel, sie müssen mit Fleiß durchgeführt werden. Goethe sagt: Ist wirklich das Bedürfnis zu einer Reform in einem Volk vorhanden, so ist.Gott für sie und es gelingt? Diese Reformen können nicht damit beginnen, daß, wie man mir schnöderweise vorwirft, man beit nationalen Sinn im Volke untergräbt Die Unterdrückung irgendeiner Nation hemmt die Gesänchte der Welt und ihrer Kultur und zerstört Menschheitswerte. Die freie Entfaltung einer Nation kann die gesamte Menschheit höheren Zielen entgegen führen. Der nationale Gedanke kann sich aber nur auf wirklich demokratischer Basis entfalten, der sich loslöst vom Machtprinrip. (Rufe bei den Kommunisten: Amnestie! Amnestie! Wir haben die Macht nicht mißbraucht. (Lebhafte Rufe: doch!'» Zum Schluß rufe ich alle ohne Bntex schied der Partei auf (Abg. Bros: Gewährt Amnestie), unS zu helfen. Das Reichskabi"''tt ist ergänzt worden durch die Er- uen-mng Dr Rathenaus zim Wiederaufbauminister. Diese Wahl ist erfolgt frei von allen parteipolitischen Gesichtspunkten, nur aus dem Gedanken heraus, eine organisatorische Kraft zu gemimten, die sich im Kriege bewährt hat. (Adolf Hoffmann ruft: Eine Krähe macht noch feinen Sonimerft.Ich darf Sie nochmals bitten, helfen Sic uns, damit wir nicht zu einem unbedeutenden, ausgebeuteten Ländchen in Mitteleuropa herabfinken. Helfen Sie uns, die großen Leistungen, die wir übernommen haben, 51t erfüllen. Ich richte diese Bitte auch an diejenigen, die bisher gegen die Unterzeichnung des Ulttmatums waren. Sie werden uns zuerkennen, daß wir für daS Wohl deS Landes nach bestem Ermessen entschieden haben. (Beifall, Rufe bei den Kommu- nisten: Amnestie, Amnestie. Große Unruhe, demon ftratiber Beifall bei den Reaierungsparteien.l Pr äl ident Loebe schlägt vor, bie 'Aussprache über die Regierungserklä-- rung aus morgen mittag zu vertagen. Naci» langer Gcschä ftsordnungsdebatte, in der Abgeorll- neter Lcbcbour beantragt, auch den Ausschußbericht über bte Aufhebung der Sondergenchte und über die Amnestie mit dieser Aussprache zu verbinden und in der ferner Abg. S t'm 0 n (USP.- teantragt, den Ausschutzbericht über eine einmalige Beihilfe für Erwerbslose, die länger als 26 Wochen erwerbslos fmb, vor der Regierungserllärung zu besprechen, wird die Tagesordnung für Donnerstag 1 Uhr wie sollt festgesetzt: Interpellation der Deutschuationalen und Demokraten betreffend Oberschlesien, Beihilfe für Erwerbslose und Besprechung der Regierungserllärung in Verbindung mit brr Amnestie und den Sondergerilsten. Schluß 3/<6 Nbr. ’ ♦ ’ Pie Stellung der Parteien. Berlin, *. Juni (Priv.-Telegr.) La.it „Bvsssischer 3eitung"Jtn6 gestern «nmittelbar nach der stiebe des Reichskanzlers bie Fraktionen zusammen getreten, um zu der Regierungserllärung Stellung zu nehmen. Die Fraktion der Deutschen B 0 l k S p a r t e 1 hat noch keine bindenden Beschlüsse gefaßt. Das Blatt glaubt aber aus dem Umstande, daß sie auf dem Standpunkt steht, daß das einmal unterschriebene Ultimatum auch loyal durchgeführt werden müsse, die Möglichkeit inner Unterstützung des Regienmgspnogramms durch die Deutsche Volkspartei schließen zu dürfen. Mit Rücksicht auf die Teut'che Bolkspart.n habe man iimerchalb der Kvaliironsparteien aus die Einbriut- ,7ung eines ausdrücklichen BertrauenSvo- tums verzichtet und sich aus ttne Formel .weinig t, di- ungesShr dahin laute, daß'der Reicht? tag dir Crllärungen der Regierung zur .Mtnnrni* nehme und sich damit cinverstanden erlläre, daß dir 'Negierung alles daran setzt, um die übernommenen Pflichten ertz'illen Wie M-? Aatt glaubt, dürften für diese Formel auch die Uimbhänsrigen stimmen. Es scheine TH j eine Mehrheit für das RegiermigSprogtajmm gesichert zu fern Pressestimmen zur Regierungrertlärung. Berlin. 2 Priv.-Telegr.) Die gef’rtge Pvog-ramwred? des Reichökantzkrs Wirch fiiibct die unriitgef cfrrftntte Zustimmuna der Ü 0aliti0n-pref se. Germania betont man habe durch die Rede den überzeugten Eindruck tvii der dntidjat Energie gewonne^i, mit brr bte Regierung des 10. Ma: an die Eiwpftmg ihres Wortes Herangeht, und 'hrfft, daß nc*) im cemichen Bowe eine Mchrheft findet, die der Vernunft und damit dem Vaterlanbe zu dem Erfolge >wrhüst. mu dem ttcr uns nun curmal aus absehbare Zeil Fufneden geben müssen. Das „9 er I. Tageblatt" sagt: Tie Rede des Kanzlers ist rin Bekenntnis zur Tat, zur Bereitwillig teil in systematisch auflxiuenber Arbeit Deutsäfland stark zu machen, um Genevatümen bin- durch die Wredergutmacl. ttngsschuw ab tragen zu können. Ter vorwärts" beizeichne! als einheitlichen Gedanlen der Rede, daß die Annahme des Ultimatums viel mehr sein müsse als eine bloße (Scste, daß Leistungen voUbro.üt werden müßten, die jedem Zweifel an Deut'chlan» gutem Willen, seinen Verpflichtungen ttad, ut nimen, in der Welt ansvotten. Das Blatt fimrint diesem Grundgedanke,! Lu und sagt: Seine energische Ausführung ist die Vvraus'eyuna aller writerenPvlitik. Für lange Zett Iiinaiis wird frinc deutsche iRegi> rung von ifrrrt ab'veichcn können, ohne das Land, dessen Gesckncke ihr anvertrmtt sind, in allerschwcr- sles Unheil wu stürzen. lieber die Stellung der beiden Randparteien der RegierungsLoalitton, der Deutschen Bol ks Partei und der Unabhängigen, aus deren Unterstützung die Minder heitsregieuung angewiesen ist, geben sowohl bie beiden volkspartri- udKii Organe, die Deutsche Allgemeine Zeitung und Tägliche Rundschau, als auch die unabhängige Freiheit feinen Mfschlliß. Das letztere Matt erklärt, daß das Regierungsproaramw wohl manches richtige und zutreffende enthalte, daß es jedoch weit hinter bent zurüeDleibc, was die Unabhängigen als MindesLpwaramm formuliert haben. Während die „Tägliche Rundschau" sich mit einem Stimmungsbild begnügt, beschränkt sich die „D eu tscheANgeineine Zeitung" in ihrcim Kommentar auf eine Inhaltsübersicht der Rede und betont nur, daß Dri Wirth keinen Zweifel gelassen habe, daß es seiner Regierung daraus an» fommt. die gegangenen Verpflichtungen in gewissenhafte!, loyaler Weise bis zmn äußersten zu erfüllen, uM durch Arbeit und Leistungen die Freiheit des Vaterlandes wieder zu gewinnen. Die deutsch-nationaie Presse letynt den Teil der Rede, der sich auf die Erfüllung des MtimüttMls bezieht, schvoft ab und findet nur zustimmende Worte für die Aussühumgen über Cb-er- s chlesien. Etttentedruck auf Bayern. Berlin, 1. Juni. Nach einer Meldung der „Täglichen Rundschau" aus Münckfen gab der englische Botschaftsrat S e c d s in Abwesenheit des bayrischen Ministerpräsidenten, dessen Stellvertreter, dem Kultusminister, folgende Erklärung ab: Ich bin beauftragt, kategorisch zu erklären, daß dicAnwendungvonSanktionen nur vermieden werden kann, wenn die von Bayern im Ultimatum geforderten Bedingungen restlos erfüllt werden. Die Bedingungen enthalten die Forderung sowohl der Entwaffnung, als auch der Auslösung der Einwohnerwehr. Der f r a n zö fische Gesandte gab bereits am Montag eine ähnliche Erklärung ab. Oberschlesien- Selbstverteidigung. Berlin, 1. Ium. Tie Bos ische Zeitung" meldet aus Breslau: General Höfer ontmortete auf hie Forderung der Deputation der interaHiier^ ten Kommission, oen deutschen Selbstschutz zurilck^ zuziehen u. a.: Tie deutsche Bevölkerung mußte zur Selbstverteidigung fchrriten, da die Machtmittel der interalliierten stvinmisston zu ihrem wirksamen Schutz nicht ausreichen. .Ter Selbstschoitz tritt für den R echtsz ustand em, für desson Wiederherstellung die restlose Vertret- bung der polnischen Aufrührer vom oberschlenschen Bodcn Bedingung ist. Ti? Forderung, den Selbstschutz aus feiner jetzigen Stellung zurückzuztc'hen, bevor der Rcchtszilstmid in Obcrichleften wi?derber gestellt sei, ist nndurchführlwr. Sr stellt den in berechtigter NvtioM 'handelnden Selbstschutz den polnischen Insurgenten gleich und solche Glcick>- fteUung mit jenen, die oen Rechtszustand in frivolster Weise brachen und Elend und Not über unsere oberschlesische Heimat brachten, wird von der dcutschgesinnten Bevöllerung Obrrschlesiens mit tiefster Entrüstung abgelchnt. Ter geschästsführende Ausschußderdent- schen politischen Leitung unterstütztc beim Gkncral Levond die Antwort Höfers in dringlichen Darlegungen. Nach der „Bosiifchen Zeitung" veritärkte stch die Anariffstätigkeit der Polen auf der ganzen Lime weiter. Bei "Rotenberg wurden aktive Hallerfoldaten gefangen genommen. Nach ihren Aussagen sind das 16. und 27. polnrsck?e Jnfanterieregimem in die dortige Front cingc- gliedert. Nach weiteren Aussagen soll sich auch das 80. Regiment dort beft'nden. In Lublnntz haben neue Tnippenauslabungen von über die Grenze gekommenen polnischen Freiwi ligen Ttatt» Da- ?lusbleiben der oberschlesischen Kohle. Berlin, 1. Juni Die Reparativns- ko m m i s s iv n bestätigte den Äättern zufolge den Empfang der deutschen Note vom 21. Mai über das Ausbleiben der oberschlestschcnl Kv h l c infolge des Aufstandes Mit dem Bemerken, daß sie die Wichtigkeit der Frage würdige und sich mit der oberschlesi>o'ien Plebiszit kvminis- sivn darüber in Verbindung setzen werde. Demission der österreichischen Regiernng. Wien, 1. Juni. ^Wolff.) Nationalrat. Nach Erlediguna des Einlaufes bringt Tr. Weißkirchner folgende Zuschrift des Bundeskanzlers zur Kenntnis des Hauses: Die Bundesregierung bat sich vei> anlaßt gesehen, dem Herrn Bundespräsidenten die Bttte um Enthebung vorn Amte zu unter- breiten. Der Bundespräsident hat die Bundesregierung ihres Amtes enthoben und gleichzeing die scheidende Bundesregierung unter meinem Bvr sitz mit der Fortführung der Geschäfte bi4 zur Bildmig einer neuen Regierung b’traui. Ter Präsident bemerk:, die Zuschrift werde dem Haupt- aus'chuß zur ivritcren Behandlung angewiesen und er halte es im Einvernehmen mit den Parteien btv NationalralcS nicht für angängig, heute in weitere Berhandlunaen einzutreten. Tie nächste Sitzung werde auf schriftlichem Wege cinbemfen. Aur Hessen« Der llächste hessische Laudlag. an. Darm stadt, 1. Juni. Der yeMcüe r-r .tuog wird vv7Misnh:llch bis arm 21. d. Mts. cmbmifon werden, da bis ba2kn die Berattpiaen des BoranfttzlagS bottchigt üein dürften An» 5taM und Land. Gießen, den 2. Ium 1921 Die erste Landbutter auf dem Wochcnmarkt. Nacktoern die Butterzwangswirlschaft >ei gestern aufgehoben ist. wurde aui dem i’tuhgen Wochen markt die erste Landbutter zum ^er» kam'gebracht und mit 24 und 2b Mart abgeletzt. Man erwartet, baß der Preis für Butter, wie tt andereil StLdrcn, aud> in Gießen zurückgcht Tic Donnerstags-Wochcnmarktc, die bisher scdwack: befahren waren, werden ti neuerer Zeit immer reicher beschickt. Tic Preis für Frischgemüse, Spargel und Irschen blullii am derselben Höhe wie am verivngenen Sam>.ag Feste Milch und Butterpreise sind in Alsfeld zuslandegetzornMsn. Tic Stcw: Verwaltung schloß mit der dortigen Molkerei einen Vertrag auf Weiterbriieferung ixm Milch und Butter für die Bevölkerung Dee Molkerei Der pflichtete sich, die Milch nicht teurer als 2,20 Mk das Liter, und das Pfund Butter nicht hoher all 23,50 Ms. zu verkaufen. Wettervoraussage für Freitag: Borwiegeno wolkig, zeitweise Niederschläge, kühl, nordöstliche Winde. Das nordwestliche Tief ist über Skandinavien abgezogen, lieber England hat sich hoher Druck aus- gebreitct. Bon Südosten her dehnt sich ein Tiefdruckgebiet über Mitteleuropa aus, das uns mit seinen nordöstlichen Winden schon starke Abkühlung gebracht bat und zeitweilig auch Niederschläge" ver urfadjen wird. ** Der Boranschlag der Stadt Gießen für das Rechmoiasjahr 1921 schließt mtf 19 525 015 Mk. in der 4ktriebe und 10 159 53t Mark 'in der Bcrmögensrechmaig ab. Ae Gesamt- summe b'trägt demnach 29 684 552 Mk. gegen 29 029 688 Mk in 1920 Ungedeckt ist ein Fehlbetrag von 4 700 145 Mk. ' Zum Polizeidirektor von Offen- bach ivurde Kreisamttnann Dr. Siegert, der Leiter des Gießener KommunalverbandS, ernannt. ** Die ZuckerbezugSscheine für Gewerbetreibende sind morgen auf dem Lebensrnittel amt, 8immer 8, in Empfang zu nehmen. Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag: Turnhalle, Oswaldsgarten, 8V4 Uhr, öffentliche Versammlung der drittschen Bolkspartei. — Physikalisches Institut, 8V4 Uhr, Vortrag über Goethes Farbenlehre. — Schühenhaus, 8 Uhr, Militärton?,ert. — Katholisches VeveinShauS, 8^2 Uhr, Vortrag über „Student und AuSlaichS' polittk. — Postkeller, 8T/3 Uhr, Zusammenkunft deS L. I. R. 116. — Hotel Kobel, 9 Uhr, Hauvwer- sammlung der 168cr-Bersnrigung. — Lichtspieltheater, wie gestern. — Aus dem Stadttheaterbureau Am Tomierstaa, 9. Juni, findet wiederum ein Gastspiel "des Nauheimer KurtheaterS statt, unk zwar wird diesmal das neue Lüftspiel „Bettinas Verlobung" von Leo Len^ gegeben. Es sei schon jetzt auf die reizende Komödie hingenncsen. die am Bad-Nauhrimer Kurthcater, tne alS eine der ersten Bühnen das Werk brachte, den bisher größten Erfolg der Sommerspielzeit zu verzeichnen hatte. Wir werden noch näher auf daS Stück zu rückkommen, machen aber heute schon nachdrücklich darauf aufmerki'am, daß Borbestellimgen, bie mÜ der Post aufgegeben find, stets an bie Kasse des StadttheaterS imb nicht an ,^as Stabttheatcr" zu richten sind. Wirb die Anschrift „Stabt- tbeater" gewählt, so wird von der Post aus die Bestellung nach Nmiheim nachgeschickt, was unlieb fame Ber/ögerungen zur Folge hat. — Wir madm nochmals au, den vom Verein der Gießener Kun st freunde heute abend 8>, Uhr MnMich im Physi:'ali"chen Institut, Eingang Stephanftraße, veranstalteten Vortrag de- Geh. R. Prof. Tr. Koenig über Goethes Farbenlehre aufmerksam. Turd> OftwaldS neue Farbentheorie ist der Streit um die Farbenlehre aufs neue entbrannt. Die Newton die Goethe, hic Ostwald. Hie Künstler, hie Gelehrter: Ter Eintritt zum heulrgen Vortrag ist frei, Gäste sind wlllkommen. — Tas wegen der Erkrankung ber Sängerin ausgefallene Wohltätigkeitskonzert von E. Felchner zum Besten hilfSbebürfttger Kranken der Chirurg Univ.-Klmik finbet nunmehr am 19. Juni 'abends 7Vg Uhr in ber großen Aula der Universität statt. Karton ftnb im Vorverkauf bei E Ehallier zu baben. — Eine Bufam mcnF 11 nf i^Ucr Angehörigen des ehemaligen Großh he ss'is chen Res.-In f.-Regt-. 254 findet air 21 August in Gießen statt Anfragen ftnb an Herrn bürstav Petri, Gießen, Bleichstrnße, 30, Tr lephon 55, yu richten — T ie sozialdemokratische Par tei veranstaltet am Freitagabend im Easö Leib eme öffentliche Bersamrnlung Laut Anzeige werden Reichstagsobgeordnete'. Otto Hu6 über bic „Grundzüge bet -sozialisieiung" und ReichStaao abgeordneter Löffler (Oberschlesien) über „ti" ckbi-rschiriische Frage und ben volmicden Terror' sprechen Kreis Büdingen. A Büdingen, 31. Mar. In der H a u p t» Versammlung des Tie r schütz v e r ei n S für Hessen begrüßte ber an Stelle des au» Gesundheitsrücksichten zurückgctretenen Geb. Ober» schulrats Dr. Sch^uermami neugewählte 1. Vor sitzende, Ministerialrat Tr. Bach au6 Darmstadt die .whlrrich erschienenen Mitglieder. Gerade bpi Tierschutz könnte dazu beitragen, auf den Willen und die iiksinnnng bet Menschen, namentlich bei Jugend, rinzuwirken, gegen Selbstsucht, Drutali tät und Genußsucht. Ten Jahresbericht erfarttcK der 1. Schriftführer, Pwfefsor Völz ing au. Darmstadt. An Okfdxmton erhielt der Tiersckmtz verein im letzten Vereins fahre 999,10 Mk. Tic Mitglieder zahl hat erfreulich sugarommen und bc trägt jetzt 4502. Tie Zeitschrift erscheint in rinn Auflage von 6500 Stück. Tierfd)iißLiienbcr wui den 5ö 226 Exemplar« abgesetzt. Minifterialober sektetät Kratz auS Darmstadt trug alSdann bic Rechnung für 1920 vor, die geprüft und richtft befunden worden war. Bei Feststellung des Bor anschlags für 1921/22 wurde beschlossen, anftati bet geringen Geldprämie für hervorragende Verdienste um den Tierschutz künftig Ehrendiplome zu verteilen. Im vergangenen Jahre erhielten 12 Erwachsene und 2 Schulkatder Auszeichnungen. Ferner wurden d« Verdienste mehrerer Kreis- fchulräto, darunter aus Oberhessen Tr. Alle-, Gießen, und Süß, Friedberg, durch Ehrenurkunden «würdigt. Hieraus hielt Lehrer Hofmann aus Büdmgen änen Vortrag über -TaS Geistes- (eben der Titre". Zum Schluffe übttfmadjte mxh Protriior Tr Volkmar Grüße und Wünscht M Oftenback- bahn insgesamt 171720 Mk durch -treissteuern zu decken sind. ES befiehl jedoch begründete ipoff mmg, daß sich im lausenden Jahre die Einnahmen erhöhen Ns Dringlichkeitsantrng wurde nun Ach lud dem Verkauf des fi'ceisTtrin brutto in Ebs- botf für 32 000 Mk zugestimmt Gberhesfischer Kunftotrein. Öfteren, 1. Ium 1921. Nach dem Geschäftsbericht über bas Jahr 1920. bet von dein Vorsitzenden in der gefingen Muglirdcrversannnlunv erstattet tourbe, nahm bic günftige Entwicklung, in welcher der Oberbeffifdx flunftoerein feil mehrerett Jahren sich bestndet, mvch int Jahre 1920 einen erfreulichen Fortgang. CS waren ausgestellt: 410 Oelgemäldt, 198 Aguarelle, 160 Originalradierungen, 72 graphische axbeuen, üoltzlckMMir und dergleichen. 158 3txh ranmtn und 85 Plastiken, ^ufanonet 1023 Lun'> werkt folgende Äürtültrvereintgmtgen hatten die Äußftellmia be. dürft: die Künsttervereinigung „Der 5türm", 'Benin, bte 'lünftjervrrtinigunq „Tnri- Stäbtc-'öunb" Tarmstadt Franffun- Moin±, Verein Berliner «ünftler, 2lus>>llrr Verband Mün- ebener Münftirr und Freie Vereinigung hefstscher jtün frier. Verckaust wurden 171 fiuirithxrfr Drr Besuch der Ausstellung roar auch iw BenchtStahre überall« rrge und gibt Zeognis von dem lebhaften tunfilenicben Interesse aller Kreiie der Btvöskerung An Sonntagen belief sich der Besuch auf einige Hundert Personen. Nack döm Abschluß der NachTrung für das Geschäftsjahr 1920 betrugen die (f um ahmen 254/1,31 Mk., die Ausgaben 14682.35 Mk, sv daß ein jrafsenbestand v^n 10 788 96 Mk vertreibt Aus diesem lkassenbrstand ftnb noch aus- »u geben 4000 Mk an u3dx Gtw.irner ton An rechtscheinen aus den Jahren 1919 und 1920, die noch feilte Auswahl getrosten haben Das Vermögen des Vereins dal sich von 8891,19 Dick, un Jahre 1919 auf 9488,96 Mk im Jahre 1920 erhöbt Für Verlosung von 9brrcdjtfd---aicn, tnc Weihnachten 1920 stattfand, wurden 3000 Mk verteilt und unter 28 Anreck)t schein en verwendet Der Mitgltederbestand betrug Ende 1919 350, mit Schlitz des Jahres 1919 traten 12 Mttglieber au5, während im Laufe des Jahves 1920 113 eintraten, so daß der Mitgliodervestand Ende 1920 451 betrug Kirche «nv Schule. Allgemeiner hessischer Jugendseiertag. Das Landesamt für das BSdungswesen vev- öftenflicht stn Regierungsvrgan eine Verordnung, in der e# heißt: „Wir befliintnat, daß in diesem Jahre und in bat künftigen Jahren am 2 4. Iuni eine, wenn und jpo immer möglich, von allen Schülern und scliülerrmten eines Ottes gemeinsam begangene und aus ihre Gemüter nachhaltig roirfenbe Feier vermtstaltet wird, bei der gegenüber unserer gegenwärtigen inneren Serri Hat bett und Uneinigkeit das Gefühl der Einheit und Zusammengehörigkeit aller tum AmSruck Lmtmt Noch dem Beumel brr schon früher an tnarutrn Orken üblichen I.1 • genbjeftc rührt man die gesamte Sdruttugend einer Stabt in gemeinsamem Zuge »u einen' geeigneten Plav, nx) Augcnbiwrlt. Singen, runte- rinbe und spott.iche Uetemgm. Wetttarnpst, mufv* katiicch-dtklamawrische Darbietungen, .n>ch bccma tifdr Aufführungen siattfinden, Lieder »um Bor trage gelangen und cinr Ansprache gehalten mtrb, in bQ unter Anschaltung aller txrrteipol'Nschen lenbrivicn der feste Glaubt an d» Zukunft des deutschen Bolst-s >einen Ausdruck nudel. 9 Büdingen, 31. Mai Zu der lthttn fkrei-leheer kon seren » war auch Ministr rialDat Dr Bach erschienen Aus dem 3abre>- dcricht ist #n etunchmtn. baß tm »kreise 134 Schul klassen bestehen: zwei wurden neu erricht«, jt eint in Büdingen und Carted) Vier Gemeinden haben keine eigenen Schulen. Dte Schulen trriaflen in 34 einklassige, 27 zweiklasftgv, 6 brriHamac, brei vierklasfige, 1 sxtoklassigr und 1 -ebnNassige Von den 121 dennitiven Schulstellen finb 117 endgültig befept, Di er erledigt Die Zahl der Sdntlfinber be- trägt 6693; durchschnittlich kommen 50 Schüler aut eine Lehrkraft Doch sind rnxb eini« xlaffcn mit 80 und mehr Schülern vorhanden Die Mehrzahl der -Schüler ist evangriisch katholisch sind 174, tiraditiid) 113 und altlutherisch 74 Unter den 141 Lthrckrästen befinden sich 9 Cebrerinnen Es fand ein reger Wechsel statt 5 Lehrer traten in den Ruh.stand, darunter der fKeftcr der hessischen Lehrerschaft, Lehrer Strack in C ileobaufen nach 56 Tienfhabrcn. 20 Stellen nnirben neu oesevl Die 68 Fortbildungsschulen deS >1 reifes umchigteii 71 Waffen mit 987 Schülern. An diesen Bericht schloß Schulrat Maurer noch (ine längere Ansprache über die Ziele und AufM>en der Volksschule. Frn- williye (fcvnbilbirnfl^htrft für die Lehrer sollen auch in btefem Sommer in Stockheim abgehalten löerben. Professor Dr Mefser (Gießen» nnrb etwa fünf Vorträge über philosophische Probleme halten. Weiter fanden noch eiryrelxnbe Llerhanblungen über die Versetzungen der Schüler und über die Tau«, den Anfang und Schluß der FvttVildungsfchulen statt. Hochschulnachrlchten. Berlin, 1. Juni (Wolfs.) Die wissen- schaftliche Literatur Dänemarks seit 1919, die von deutschen Bibliotheken bisher wegen brr schlechten Valuta nubt bndxifh werden tr»untf und in allen iTnfiemthnhhdicn fftrivn stark vet mißt nmrde, rst irtu als Geschenk der bän> schenAkademicber Viften schiften bei her Not gemesttschast bTi Tante- der deutschen Bisfenschast Periidrrt fein (ficricbtslaal. Leipzig, 1. JUm. lWolst., Im l^,ehen mtb Umgelmng für bat 12. Juni ansgeschriri'enen Reit- und Fahr-Wettbttverb auf Bühlers j>arht finb M vollen, (stange Der TUrnierplad ,md bic 3u frfxmertriMhte werden vollständig neu bergerichtet unb schcrn jetzt kamt man all morgendlich die dem nächstignt Teilnehmer bei eifriger Ari»eit icbcit 'JLud) der Hartenvorverkaw bat bereits lebhaft ein gefetzt, unb es empfiehlt sich rechtzeitige Bor vermlscbte». Berlin, 1. Ium. Nach einer Lbieldung des „Berliner Tageblatts" er kran Men m Düren bet einer tzockSeitsfeier 30 Lochzeitsgäste unter Bergiftungscrschetnungen. Ttc Ursache I der Erkrankungen ist nLx6 nicht aufgeklärt. Hausfrauen, verlangt nur _ _ _ _ Dr. Oetkers Backpulver^ Ctimmung, Denken, Tätigkeit sowie jede *3 Bewegung des Körpers sind abhängig rom Gehirn. Mattigkeit, Niedergeschlagenheit,Er- schöpfung. Nervenschwäche und allgemeine Körperschwäche sind Zeichen mangelnder NervenkrafL Wollen Sie steh munter fühlen, mit klarem Kopf und kräftigem Gedächtnis, wollen Sie Arbeit und körperliche Strapazen leichter ertragen, so nehmen Sie Kola-Dultz es bringt Lebenslust und Tatkraft, die Erfolg nnd Glück verheißen. Nehmen Sie Kola-Dultz eine Zeitlang täglich, es wird Ihre Nerven erfrischen, Unlust wird verschwinden und unter seinem ElnfluÜ worden Sie von Unternehmungslust erfüllt sein. Verlangen Sie Kola-Dultz umsonst! Jetzt biete ich Ihnen eine Gelegenheit Ihre Nervonkraft zu beleben. Schreiben Sie mir eine Postkarte mit Ihrer genauen Adresse, und ich sende ihnen sofort umsonst und portofrei eine Probe Kola-Dultz. groß genug, um Ihnen gutzutun nnd um Sie In die Lage zu versetzen. seine wundervolle Kraft zu würdigen. Wenn es Ihnen gefällt, können Sie durch jede Apotheke mehr beziehen. Schreiben Sic aber wegen der Gratisprobe sofort, ehe Sie es vergessen, direkt an E Schwarz, priv. Apotheke. 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Die Angebote sind verschlosten, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis spätestens Donnerstag den 16. Juni b. I., vormittags 11 Uhr, postfrei bei unserem Amte, Stephanstraße 18, einzureicken, wo sie in Gegenwart der etwa erschienenen Bewerber eröffnet werden. Züschlagsfrist: 3 Wochen. Gießen, den 1. Juni 1921. Hessisches Hochbauamt Gießen ___________ 3. D.: Kuhlmann. 6262D Bekanntmachung. Betr : Aushebung bce Schwt kartt-nz loanars für bic Berarbritung von Hafer w Futtermitteln Gemäß Btriüguna des >xflifenM»ng für die Verarbeitttng «m Hafer Lebensmittriamt). verfteigerungderheuernte. Die auf den Wiesen des Prooinzialwasierwerks in Gemarkung Inheiden anfallende Heuernte (zirka 24000 qm WiesenflSche) soll Montag, den 8. Juni 1921 norm. 10* Uhr an Ort und Stelle versteigert werben. Zusammenkunft im Hrovinzialwasierwerk. Gießen, den 2. Juni 1921. 6245D Direktion des Provinzialwastenverbs Inbeiden. Befanntmachnng. Sckg>n seit Jahren übernimm f bic untttHeich- nete Sparkasse Öre Aufbewahrung her von ihr ausgestellten Sparbücher gegen AuSbankn^ung eines Lnnttrley^ng^'drnus, Die Hrnterieger werben Mertnrr* benackrrikb rigt, daß auf Grund her Beschluss? des Vorstandes und Auffictttsrat-^ vom 4. und 10. Mm 1921 mit Wrrfung vorn 1. Juli 1921 ad für bcric ^ufb-'nxtbrunq eine Javrevgedühr von 1 Warf für jedes aust»ewahrre Svorbuch und Kalenderiahr im voraus yu entrichten ist. Die Sparckasse ist eonächtigt, die Gebühr lebeemaf aus dem Guthaben des tzntterlegers -u entnehmen. Gießen, Den 31. Mar 1921 Büürktzsvarras'e Gwßt-AnL29.TeL871. KL Beriandgeschäst um* ständeh fof. abzng. Eign, sich a. s. Kriegsbesch. Zur Vagerübern. ca. 3000 Mk. erforberL Schr. Angeb. u. 0801 an ben Gieh. Anz. EnnMlaesdnniedetee Firroenechild etwa 1.50 Meter frei aus- bängettb, zweiseitig beschrieben, mit elektrischer Blinklichtbeleuchtung, auch für Hotels, EasöS usw. abzugeben. 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Nach dem gleichnamigen Roman aus dem Zeitalter Friedrichs des Großen. 7 Akte. bitten wir höfl. die Nachmittagsvorstellung besuchen zu wollen. ♦ Lichtspielhaus, Bahnhofstrafle. , **eute'etzter Tagt Nur Freitag, Samstag und Sonntagi Der große deutsche Prunkfilm Lotte Neumann in: ■ ■ a „Dieverbotene Frucht“ DieTanzerm Barbenna Lietzener Anzeiger sGenctal-Anzeiger für Gberhessen) Nr. 126 Zweite; Blatt Donnerslag, 2. Jnni J92| verband der Bergarbeiter vcullchlandr. 23. Genera loerfammlung in Götzen 3. BerhandlungStag. f. Gießen, 31. Mai 1921. Set Eintritt in die eigenrftdy Tagesordnung fdtn ein Begrüßungsschreiben der italienischen Bergarbeiter Mr Verlesung, worin der Hoffnung ‘?(n»brud gegeben wird, daß die Verhandlungen getragen sein möchten txm dem Weifte internal.onaaer Solidarität Ein weiteres Glückwunschtelegramm ist erngetwficn ton ban Internationaleir Ra t Don Mo kau, der g’ddRcthg zum Kongreß der 3. Inter- nationale einlädt. Tie e genrliche Tagesordnung beginnt svdatm mit bem Korreferat über dre Tätig- keitSber rchte. Korreferent Dresch- Zaarbrücken ist her Mrinnng, daß die gegenwärtige LZrrrschaftSkrise die StaiT.otierflärung des Kapitalismus kn, unb daß dabei die Kämpfe auf bent Rücke., der Ard.nterichafl ausgesochten würden Im weiteren Verlauf seiner Rede warf er bem VerbandSrvrsiand vor, daß er durch die lieber» 'chicktei-.abkommcn den 3nt/*rcfic:t der deutschen aber auro ter aus'ändi'ckvn Kollegen schäft zuwider- gebar.bo mmen sei Ucb< rprobiiftion entstanden unt doch hätten die llntenrehnrr es verstanden, die Betriebe schließen und Lux* arbeiten jn lassen. Dre Opposition ver.ange vor allem AuStntt aus der Ar bei t S g emer n s cha ft. 9£urf: das Interna- fiondle Arbeitsamt befriedige nicht die Arbeiterschaft. ES sei zumeist zusammen gesetzt aus den Vertretern dec Regierungen, die Arbeitnehmer seien dort in der Minderheit. Von der Amsterdamer Znternatlonale komme keine Hilfe für die Arbeiterschaft, daS Heil flörrnc man nur von der roten Internationale in Moskau erwarten. Die Oppo- fttion fordere daß zu Informiationszwecken Bergarbeiter am Kongreß der roten Internationale um 1. 3;ii4i kn Moskau teilnehmen. D.'v Verband müsse ai drtr Kln senLrnrpforgani'al.an nm^eüaltct werden Der Kampf mit dem Kapital müsse anfge» nvmmTn werden, damit aus i'tr einen Million ArbritSo'ei nicht mehrere Millionen würden. Engelbardt-Suderwich: Tas Gerede der kommnnistischen Opposition von der Einigkeit fei nicht weit her, denn wer nicht für die Moskauer Richtung sei, der werde von den eigenen Massengenossen teroorifw-t. M em pel-WichlrngS Hosen wünscht, daß die ix>lttiscken Debatten auf der Generolver- tamm'una nuSgeschaltet werden, dafirr soll praktische Gewerkschaftsarbeit aeleifiet werden. Ter Iugendfrage solle man mehr als bisher Bsachtung schenken. De Wet-Holland überbringt ein her*» licltes Glückauf der hollänbifthen Kameradschaft. Weiter ist ein 18 Seiten langes Telegramm ien auf dem ton unu gewählten Schleichwege in Euere $Sänlr gelangt, wünschen wir den Beratungen der Generäl - verdamm'ilug die besten Erfolge imb hoffen, daß in glüiftfdx'rer Zeit auch wir wieder im Interesse der Bergarbeiter mitraten und -taten fötmen." Ein weiteres Glückwunschschreiben ist von ben Kameraden aus Deutsch-Oefterrrick ein gegangen. Sodann wird in b?r gestern begonnenen Aus spräche über die Tätig keitsberichte fort- gefahren. Umbreit, der Vertreter des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaft-bundes fordert, daß die Bergarbeiter energischen Protest gegen das Vorgehen der >lalffnduitriellen erheben. Tiefe Unternehmer hätten im Auslande unermeßliche Gewinne erzielt. Ter bem vorläufigen Reicksirirtsckafts- rat zur Begutachtung unterbreitete Gesetzentwurf über die Regelung der Arbeitszeit im Stein- und Pechkohlenbergbau entfmäche irdv ben berechn? ten Forderungen der Bergarb? terschast. Man müsse sich scharf gegen die Bemühungen der Re gerungen einzelner Lander wenden, die die -Schäftung eines Gesetzes über die Scbichtzeit zu verzögern versuchen. Bezüglich der Franken - löhnung im Saar gebt't wies Umbro ü auf d-.e wirtschaftliche und politisch' Leite derselben bin. Die wirtschatlifche Seite sah sich anfänglich sehr verlockend an. T-ie. Folge davon fei, aber eine ungeheure Verteuerung gewesen Anderseits fei auch eine ungeheure Verteuerung der Kohle dadurch entstanden, wodurch der Absatz der- Ott einem Teil der Auflage wiederholt.) Der neue Milchprelr für Sietzen: 5.35 Ulf. Mft schweren Soroen verfolgten feit vielen Docken die Städte die künftige Gestaltung unserer Milch oeriorgung. Die fcü langem txm der Land- wirifchaft geforderte Aufhebung der Zwangswirt imaft ist mit dem 1. Juni Tatsache geworden Es ist im Interesse brr Städte zu bedauern, daß die Zeit spanne zwischen bem Erscheinen der reiche gesetzlichen Verordnungen und der Ausführungsbestimmungen des Äeffi'chTN LandeSernähmtgsamres und dem Beginn der freien Milchwinschäft nur toenioe Tage b tragen har Die hessischen Städte, sowie die b’natftba rten S'ädte Frankfurt und Di-sbaden traten miteinander in Fühlung, um gemeinschaftlich die Schritte zu tun, bi’ yrr Sicherstellung der Ver- feraung der Kinder und Kranken imb-'inngt erfor d riich sind. Sie waren fick einig darüber, daß jeoe P re is treiberei von vornherein zu unterbind e n ist. Um dies yu crroicken haben die Städte ausnahmslos von bem ihnen aar Grund roicksgesetz- tkh*r -Serorbnung zwtehenden Recht der fton- zessionierung des Milch Handels Gebrauch g’madit und entt'proch nde Verordnungen erlaßen. Es bar? habet für di? Folge in GieJ e n :mr iytjetria*’ Milchhmdll treiben, her vom .- t äbti- schen Leb?nsmit t c samt zugelasfen ist. Die zuaelassenen Händler dürfe» die oorgesckrie- baeen Ein- und Beckaufspveise nicht überschreiten; SSL «irtcttintbci wurde Ttc politische Seite b€r5i c oaargebrt mögüdxü an 7rrankretck Mzulchlreßen. Durch die Franken,vährung würde eS unmoglllh, die Produkt- des Saargebietes m xeuUdjlanb abzu,etzcn, das dann gezroungener» motz-n fich ant den weitcuropäiscken Markt ein- Itnlen mülle. Um breit gibt noch Kenntnis davon, datzvor enngcr Zeit Vertreter der Amsterdamer xtrarmaironafc das SaargeEnet zu Informations- txii>cn- Es sei bet französische Ge- merndMlietuIrTcr Metrlxim gewesen, der vor der saararbeiterichuft ausgeiühtt habe: wenn ihr fron- joiud) werden wollt, dann müßt ihr euch für die ,vr Internationale Arbeitsamt mache sich zur Aufgabe die Sammlung von Material über sozialpoli.i che Fra^ gen. Es sei auch eine Tenkfchriil ui verschiedenen obtatben ausgearbeitet worben über bk Verbält- ni c in Oberschlesien. Des weiteren feien umfangreiche Erhebungen an gestellt worden über bw Pvodultion in allen Ländern oer Welt, um Wirlschafl. irisen, wie mir fk jetzt erleben, für die Zukunft zu verhindern. In Teutschlrnd sei eben- wlls eine Zweigstelle des I. A. gegründft worden, die unter der altbewährten Leitung des früheren Gewerkschaftsführers Schlicke stehe Bei der Abstimmung der zu dm GescktSfts- berichten gestellten Anträge wird über ben geforderten Anschluß an die Moskauer Internationale besonders abgestimmt, weil es über diese Frage grundsätzlich zu entsch-iden gelt. Ter Anschluß an den Rat der roten Gewerkschaft in Moskroi wird mit allen gegen 7 Stimmen ab- gelehnt (Zuruf t bk böse Sielen! ^wei Anträge, bk eine bessere Ausbildung utw -Schulung der Betriebsräte verlangen, werden einstimmig angenommen. Weiter w!ri> eine Entschließung angenommen, btc sich gegen den wahnsinnigen Putsch der Kommunisten in Mitteldeutsch- lan b und gegen die feige Flucht oer Führer im kritischen Augenblick wendet, aber sofortig' Auslobung des Belagerungszustandes und Beeitigung der Sondergerichte fordert Einstimmige Ätmabme findet eine Resolution, du den d.'m ReichSnnrtschaftsamt vorliegen en Gesetzerrtwurf auf Regelung der Arbeitszeit im 'Skin* und Pechkoblenbergbau als ungenügend verwirft und eine gesetzliche Regelung der Arbeit s- zeit in allen Bergbaubetrieben fordert. Desg idren iinbet einstimmige Annahme eine Entschließung gegen das emodrenbe Verhalten der Unternehmer im Kalibergbau, die einen vor Monaten vom Reickisarbeitsministerium verbindlich er 11 arten L-chiedsspriich nock; immer nicht erfüllt haben. Einstimmig angenommen werden auch die Sympathieerklärungen für die 5t am er oben in Waldenburg nub auf der Grube Fernie im Bezirk Gießen, die sich im Streik befindcm. Einstimmige Annahme findet auch ein Antrag auf Förderung der Iug-mdlick-enbewegung, ter weiter die umgehende Schaffung eines ReichS- jugendschutzgefetzes verlangt. Eine Entfckließun der Opposition, die die Taktik des Vorstandes mißbilligt, das Vorgehen der Opposition in Bielefeld rechtfertigt und dem Vorstand vvrwirft, daß feine Taktik zur Verflachung und Verwässerung des Klassenkampfes führt, wird gegen wenige Stimmen abgelebnt. Ein Antrag, wonach die gehässige Schreib- weffe der Bergarbeiterzeitung gegen die Kommunisten unterbleiben soll, wird ebenfalls abgelebnt. Vermischte». Eier-Wnchtt. Würzburg , 1. Juni. Tor Eierwucher steht im oberen Rottal in voller Blüte. Ter Bevölkerung hat sich bereits eine ständig wachsende Erregung über das Treiben der (Jierauffäufer bemächtigt. Nunmehr ist der Derbraucherbund Pfarrkirchen gegen verschiedene Firmen vorgegangen und bat die Beschlagnahme von 40 000 Eiern bewirkt Die Eier werden nach München verbracht. --- Handel. BerIin, 1. Juni. B örfenftimmungö* bild. Die Steuerwrlagm, welche heute nachmittag im Reichstag von der Rogierung angekimdigl werden, verstärkten die an der Börse ohnehin bestehende Zurückhaltung. Das Geschäft hielt sich daher wiederum in reckt engen Grenzen, wobei aber mäßige Kursrückgänge überwogen. Umfangveich war das an den Markt kommende Material aber nicht, so daß nur bri einzelnen Papieren rok Bochumer Gußstahl, Buderus, Rheftntahl und Zellstoff Daldhos Kurs- ernlmßcn von 10 bis 12 Proz. zu verzeichnen waren, vöscbaktien erfuhren nach einer anfänglichen Abschwächung nrkber eine Steigerung von 25 Proz Regere Umsätze gitnricfdten sich im Verlaufe hin und wieder nur in einigen führenden Papieren des Montan Marktes. Sonst schleppte fick das Geschäft träge hin, wobei aber nickt zu verkennen ist, daß die Kurst gute Widerstandskraft gegen weitere Rückgänge zeigten und daß es vereinzeli $u leichten Kurserholungen tarn. Gut behauptet blieben im allgemeinen auch die Bank- und Valutopaviere. Am Rentenmarkt war der Kursstand für heimische und ausländisch Pavicre nur unlrbeitenb verändert, ßm Dcmfenbandel waren bk Umsätze, bei wenig veränderten Kursen nickt besonders groß. Frankfurt a. M., 1. Ium. Börten- sttmmungSbtld. Auch tr Äbcndbörie stand unter bem Druck der $u erwartenden iteuervar- lagen. Es macht, sich lei dem sticken ftockaft eine schwächere Haltung geltend und es unterlagen besonders Jndustrieaktun Schwankungen Am Montanakttenmarkt mar das Geschäft lustlos. Zu erholtem Kurie gingen Btckerus aus dem Markt, welche 10 Prrz. gewannen. Teutsck^Luremburger schwächer. (3ektn.zftätswertr unrrgclmäßig. AEG. büßten 3 Prvz., llahmeper sowie ^-e!:cn u. Guilleaume behauvict. Unter den chemischen Pamerm stmiben Farbensab-ik Bayer rm Ang.'bo: 436.—, Scheideai.stall 4 Proz befestigt, auch G i>5hnm gut gehalten Zellstoi Waldhrs verloren weitere 8 Proz. Für Balutapipier^ erihdt fick festere Stimmung. Mexikaner ickickem im regeren Verkehr. 4vroz. Ungar. Goldrente lebhaft 64'», 4vroz. Ceiterr. Goldrc te 54* *. Tcursckic Petroleum 782, 785. Julius Sichel 602, PH. Lolzmann 299. Armatur vilpert tarnen mit 230 ytr No uz. Zzeb- baftrs Interesse bestand für ®bem. Wester tn Meer 280 ex kl BeMgsrecht plus 10 Mannes nuum Htirvad) mit 584 mmus 1 b ' Der ®ßel.Antn»erp«n . 519,45 320,55 527,45 528,55 (Tbrifhania...... 964,- 966,- 962,50 .»54,50 Kopenhagen 1113,851116,15 1118,851121,15 Stockholm . .... 144 ',05 1444,95 1448,55 1451,45 ßrifingfors 127,10 127,40 126,10 126,40 Italien 328,65 329,35 331,65 332,3" London 244,25 244,75 245,60 246,12 Neuyork 63,13 63,32 63^0 63,44 Paris . . 518,45 520,55 527,45 529,05 Schweiz 109«,90 1101,10 1106,351106,65 Spanien 819,63 821^5 Wien (altes). . • . . — Veulsch-Oesterr. . . . 14,83 14,87 Prag......... 91,50 91,70 Budapest 26,72 21,78 Bulgarien — Konstantinopel. ... — Börsenkurse. 826,65 828,35 14^68 14,72 91,80 92,- 26,72 26,78 Datum: 5*/e Dtsch Änegsanl. 4°/e Disch. Reichsanl. 3*/, Dtsch. Reichsanl. 4°0 Preuß üonsols Darms:ä^1er Dank . Deutsche Dank . . . Disconto-Gesellschast dresdner Bann. . , Rationalbank f. D. . Mitteld. Tredilbank. j).-?lmcrik. Pakeff. . Norddeutscher Lloyd. Boch Gußstahlwerk . D.-Luxemb. Dergw.. Gelsenkirch.Bergw. . Harpener Bergbau . Oberschles. Eisend.-B. Oberschles. Eisenind. . Phönix-Bergb -Akt.. Bod. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. LIeI.tr. A.E.G Schuckert-Werke. . . Ielren-Guilleaume. . Daimler Bud.- Eisenw.» Aki . Adlerwerke Hess.Staalsanl. . Elektron Griesheim. Frankfurt Berlin Abend- Abend» Schluß» Schluß» Kur- Kurtz Kurs Kurs 31.5. 1.61 77,50 77,50 72*25 ibi;: 305,50 251,- 167,'- 164*75 166,50 —300’- 465,'- — 291,- 262, - 690,- 693,50 516,- -,- 423,- 421,25 288,- 569'- 184,- -,- 570,- 242,- 240,50 402^- 403* - 31.5. 1.6. 77,50 77,50 76,20 75,80 72,10 71,70 69,20 69,50 181,25 181,50 307,55 309,50 252.- 251,50 224,50 224,- 184,- 183,25 165,- 164,12 145,50 -,- 446,- 444,- 305, - 297,- 317,84 309,25 468,- 457,25 293,12 295,75 263,50 259,- 698,- 689,25 520,- 520,- 427, - 424,84 291,50 287,- 236,- 235,25 576,75 572,75 186.- 193, - 579,50 565,- 241,- 240, 72.60 73,50 403,- 405,- Marknorierungkn. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt: Datum: 1.7.1 L 31.5. Zürich Fr. 125,10 9,10 Amsterdam Fl. 59,20 4,61 Kopenhagen Hr 88,83 9,20 Prag ftr. 117,80 Stockholm flr. 88,83 7,- Wien Kr 117.88 London Sh 97,8) 8,18 Paris Fr. 125,40 19,25 Neuyork I 23,80 Züricher Devisenmarkt. 4,62 108,75 942,'- 7,97 19, — 1.6. 2.6. Wechsel auf: Schweizer Franken Holland 100 Fl. = 196.- 196. 0 Deutschland 100 Mk. = 9.10 9.025 Wien .... 100 Är. = 1.325 1J25 Prag 100 Är. = 8.40 8.325 Paris 100 Fr. = 47.80 47.95 London 1 £ — 22.20 22.21 Italien 100 L. — 30.05 30.15 Brüssel 100 Fr. - 47.80 47.95 Budapest 100 Är. — L45 2.40 Neuyork 100 $ = 570 - 570.- Agram 100 Är. » 4 35 4.335 Bukarest 100 ß. = 940 9.45 Märkte. Frankfurter Pferdemarkt. Frankfurt a. 9JZ., 1. Juni. Auch der Iuni-Pferdernarkt zeigte nicht die erwartete stärkere Besckickung. Während in den Monaten Januar bis 2lpril noch 1500, oft bis 2000 Pferde auf getrieben waren, standen diesmal rund 600 Tiere zum Berkaus. Zunächst entwickelte fick der Markt lebhaft, nahm aber bann gegen das Ende einen schleppenden Gang an. Für gute Pferde wurden nach wie vor febr hohe Preise angelegt. Dagegen ließen die Preise für mittlere und geringere Klassen noch. Ebenfalls war der mit ganzen Gespannen und Wagen aller Art gut beschickte Markt in feinen Preisen von sinkender Tendenz. Ter Markt für Sckckacktpkrde verliert immer mehr an Bedeutung. Tie hier gezahlten Preise waren gering. Müller'sche Badeanstalt. Was«'erwärme der Lahn cm 2. Juni 1 18 Grad R ^mräderhnchkungrn werden mit fofvrti.ier Kem» Iwn«-nlzickmq bestraft Aui dirie Weift hofft man. dem mm wirten iiälx-re Prrife für Milch dfttcn in b 1 $r* ■ rennen z \c (ytre-f.-nm "'?aßnv ln birften «edoch genügen, um dieft Treibeirint akK'ald |u verändern I'ie wieb-rholl zu dwta ■ «enN- imtbeinuiui, daß bi Aiiche'.ain 7 t r Zwcma^w r >' aft ivfort ein lebhaftes Steigen der Preise für dr frei ge g-'bmen 2Sanm eriolgi ist leibe? aui ’.ri der >".'i'.ch lutam getrften Sckvei' die Stidk.- l»-i der Kürze der Zeit in b-pien «ich verpflichteten, die Städte auch weiterhin mit •■i’inxmbfrei Milch zu v.-rforgen unb au’ eine Erdöbun-i her gegenwärtig b fbrbmbm Unkviienfvan'ie für da Einsam mein imb 9erartx.'üai. brr Milch zu verzichten Geg.-n die geforderte Erbötnmg br' S allpre’ftS wurden mit Rn ffi irt auf di große Notlage b Bevölk. ung die scktv. rueii Backen kn? laut 'lut unter b m Truck der V5 iwn 2 50 Mk verlangten imb erklärten, sich aut eine Minderung ihrer For bemng nickt einlassen z» rönnen. Die Stadtever treter versuchten nntbcrlxüt eine Lxrabfttzimg des neuen Stallpreisrs zu erreichen Do ein Entgegen kommen nickt erzftlt werden konnte, wurden die Verlundlimgen tun läufig abiebrocke" Tie Städtische ^ebensmitteldeoutation fxu in ihrer gestrigen Sitzung ebenfalls zu der Fragr der Milckveriorgung Stellung^ genommen imb h rzu die Veiiretrr her landwirtschaftlichen Organisationen der U mgegenb zugezogen. Auch die ft Verhandlungen führten zu keinem Ergebnis. Dk Verhältnisse für Gießen liegen nun so, daß die Landwirte die Mllckli sermig einstellen und ihre Milch durch Verbuttern oder aut andere Weise zu verwerten suchen, wenn seitens der uigelahenm Milckhändler Dom 1. Fpni ab der von ben Landwirten verlangte Stallpreis hon 2 50 Mk für das Liter nicht bezahlt wird. Diese Folge wurde von Vertretern der Landnärtschast ausdrü^ftich in Au^ sicht gestellt. Die Städtische Leben-> mitte Imputation verschloß lich nicht den fd>tx*rm Lkdenken, die ber Erh-bimg eines Stallpreises von 2 50 Mk für das Liter Milch burch bk Lanbnnrt schäft mtgrgenflelxm, da ein großer Teil bar Bevölkermig fdxm heute nicht in der Lage ist, bk mir Ernährung ihrer Kinder und Kranken unbedingt benötigte Milck zu kaufen. Zumal zu dem Stallpreis von 2.50 Mk noch die Unkosten für Beförderung der Milch nach Gießen, Bevarbeitung. Auskräaeriofti in der seitherigen L>öhe hinzukommen, so daß sich der Cer* brauckerprei s a u f 3.35 Mark stellen wird. Durch die neuen rrich^aesetzlicken Bestimmungen ist die Festsetzung von Milchhöchstpr-isen für den Landwirt misgescklossen. Da beiten in voller UnaMiängt^leÜ vollendet unb Deutschland bas Ergeb is mitget Üt Taih'tHanb habe angcrommnL Brumd wies aut di Gemhr hin, die eine Abänderung des Bschlusses der Re» parationskommis ton mit sich bringen würde unb für btc er btt Verantwortung nicht übernehmen lärme. Er sagte, 132 Milliarden Goldmark fuen 270 Milliarden Francs. DaS set d^ch immerhin eine Summe Geldes. Gefetzt, man wolle erklären, baß es sich um eint Abänderung des Ber aüler Vertrages handele, bann würde nichts mehr existieren, weder der Fneden-vertrag noch "btt Reva- ratümstammislion. Warn brr Sri eben fnertrog einmal zerrissen fei, dann könne man sich roabl eme Politik ausdenken der man folgen könnt, lt?ie Politik aber würde dazu führen, bah Frankreich t klim würbe. Tu och den Verft.i ler Vertrag werd« bestimmt, daß Teutschland als ixrantipjrtfidier Teil alles bezahlen müfk. Da es dies aber otch: könne, habe man ihm einen Teil seiner Schülp crlaffen. Tos sei der Vertrag, den die gegenrvär- tiat Regierung anzuwenden habt. Sie habe alles daran? gemacht, was möglich gtrotltn fei. Ottraus wendet Tid) ‘Srianb btoeft an £>enj unb sagt: Angenommen, wir besetzen dre Ruhr. Was soll bann geschehen? Wir müßten auch btt anderen Iahresllas en mobil' t?ren. Ibt'er Land ist fest in seinem Patrio'.römus. Fst ts aber möglich, ihm solche Leistungen an Mat chenrnateriol und Geld abwkrbern, die durch die von Ihnen empwhleno Politik nötig werden würde? Tie genaue Höbe unserer Schuld ist nicht zu bef'tmmen: fk wech'clt jeden Tag. Tte RevarationAommt'ivn hat eine bestimmte Summe lestgtietzt. Teutchtanb frt nach» gegeben und beginn! »1 zahlen Ter Miniüerprä- sident schloß mit ben Worten: Tte Regierung stellt unzweweutig bk Vertrauensfrage und lehnt selbstverständlich den Antrag öern ab. Tte Resolution L>ery wurde barour mit 269 gegen 8 Stimmen abgelehnt. Das Urteil gegen die marokkanischen Raubmörder bestätigt. M ain z, 1. Juni. lDTB.) Tte wegen Moi> des an dem Kaufmann Burgmann vom Iran» zösifck«: Krtegsgenht zum Tode brnr zu lebenslänglichem Zuck-chaus verurteilten l ttden Marokkaner harten gegen das Urteil Berufung eingelegt Tas Rsnswnsgericht hat die Berufung verworfen. 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Juni abend« 8.30 Uhr im Katholischen Vereinshaus W 4 Wm lat EHlf kl ^ederHatte Erl ist da- beste, den ieiutteu ÜtieUmarfee der Porkrieaszeit ebenbürtige * Schndvfiegemittel. Hk S«rr Vrolcfior Dr. *päüler, Dmftand bet Deutsche.. v«r- W such—Anstalt für ßtherinbulrde ht Irtlbcrg L S. 1rdbt da. l [ >«b«r u. o.: „Stad) den üorgenommtnen Trüfunaen I * «nfftziUt Vederpaste «rt deine den, Leder sck,2dlIch«ri A Vestandtella, Ift ,el»r,parscun hn Gebrauch unb er. Fi haltbaren Hochglanz Daa mit Sri beban. | delle Schuhzeug nimmt Wasser nicht an." ®u5 den 32 Zeichen soll da» Wori f'pf au. lammenncletzt werden. Federuutnn fann nch kokten lo^ an der PreiSaufgabe beteiligen. Lchlutz der Wen- bewerbung 31. Äunuit 1921. 6270ss Al- Preise find ausgesetzt: L Preis 3000 U. 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Ma±Weiüstäcaali( [:Q; Zreitag, 5. Juni 1921 er Nr. 7S 2 imi 1921 »chulstraße 7. MMS 3. it iris, 2 3mm lDTB.) Zur gtftngei Dr. Wrrty fdncibt ort rS 9tcid)öfan4erii Dr. Ps": Twtzdem in Deutschtmid efnc neue 9* für chomber, Marl, Bürget meister, Wieseck, 6 13. Har tm amt, Joh. Gg., fliadstlvächter, ÄssenHeim. normen ocnpremcn erjr (fr?- des Reicks kanrlers Korfantys in iien. ra Zulassung der ft-rauen den Schöffen- und idyuo cenengericfjten stehe noch immer osten. 1. 2. 3. 4 1. 2 3. 4. 1. 2. 8. 9. G. 7. mit daS verspätet ringesandt werden, , nidst deren unterschrieben sind, daß der Abstimmende zlvri fetsfrei ermittelt werden kann, mit Ann n Rede kantler die rnr teren Unterstützung. Redner wendet sich mbtretten Steuern St; stehe der Äfl wenn dos Reformen also mein sachlichen 6. 7. Da» französische (5cho zur Reichskanzlerrede. Sd)äfer, Marl, Bürgermeister, Watzenborn-Steinberg, Wahl, (ticorg, Bürgelmristereisesretär, Sllsfeld, Tahmer, Mari, Maschinenm.ister, Vilbel, 5. von mehreren Abslimmenden in einem Briefumschlag gesandt werden. Die gültige Vorschlagsliste A des Gewerksdiaftsbuntes für bcffa'dx (frmeindebeamte . unterfdmcben Wilhelm Bechtold) lautet: na t»i bauten sei, setze das Meid), wie man Rede ndtiestcn förou*, iebie alte, Ull stund gewohnte Politik fori Jvlxmn Emil Ahlbrand, Erainfeld, stand aus beiden Vor- sdilagslislen, er hat fid) rechtzeitig für die Liste A entsdneden. Ersatz wurde für ihn inner halb der gesetzten Frist nidst benannt Daher enthält die Liste B unter Rr. 1—7 vorgesdilagene Mitglieder, unter Nr. 8—13 vorgeschlagene Ersatzmitglieder Tie Stimmzettel sind lnmdschriftlich oder im Wege der Vervielfältigung herzustcllen. Es kann nur für unveränderte Borsd>lagslisten gestimmt werden. Als veränderte Vorschlagslisten gelten audt solche, in denen die Reil-enfolge der Vvrgesdüagenen geändert nxnben ist. Es genügt, das; der Wähler die Bezeichnung der Liste (also A oder B angibt), für die er sich entsdreiöet. Gießen, den 25. Mai 1921. Ter Wahlleiter: Weicker, Oberregierungsrat. (Landgraf-Philipp-Platz 3.) Verordnung betreffend den Verkehr mit Arzneimitteln. Vom 21. April 1921 wuf Gründ des S 6, Abs. 2 ter (frwrbeorbnung vom 26. Juli 1900 (Reicks-Gesetz!;!. 5. 871) wird verordnet wie folgt: i», 1. Zu den Gegenständen, die nach 8 2 ter Verordnung, betreffend den Verkehr mit Arzneimitteln, vom 22 Oktober 1901 Reid)S^fr?sevbl. 5.3801*) und dem zugehörigen Verzeidmis 13 außerhalb der Apotheken nicht feilgehalten oder verkauft mcrten dürfen, treten hinzu: Stifte, Sonden oter Meißel aus Laminaria, Tupelodolz oder anderen quellsähigen Stoffen 8 2. Tiefe Verordnung tritt mit dem 1 Mai 1921 in Mrast Berlin, den 21. Avril 1921 Der Reichspräsident: Ebert Der Reichsminister des Innern: Koch. *) Bergs. Amtsblatt der Abteilung für öffentliche Gletimb- heitSpflcgc Nr. 315 (A. 1601 vom 4 November 1901. 4. Becker, August, Gemeindercdmer, Glieder Wöllstadt, 5. Emrich, £>einnd>, Ratsiehreiber^ Nidda, 3. Wrinthäter, Marl II., Mreisstratzeuwart, Usenborn, Eine Interpellation der Deutschen Bolkspartei! Berlin, 2. Junr. Die DeutscheVolks- r t e i har xiä flLnlcB der Fortführung der San!- glaube, nach den Beweisen guten Dilb die Alliierten offenes Spiel spielen. Es scheine, daß es chm noch nickt genüge, daß die Alliierten der Bankier Deutschlands seien. Frankreich habe chm schon 60 Milliarden vor gescholten Jetzt wlle man auch dem deutschen Volke das Vertrauen au' sprechen. Dr. Wirth kündigte Brian d an, wenn er eine denwkrarische Regierung erhalten wolle, müsse er ihm Obenchlesien überlassen Tie Atolle sei vertauscht, Berlin verlange Pfänder, d. h. es verlange sie mtfjf, vielmehr, es nehme sie sich. Wenn bic Franzosen nicht vor den Toren des Rubrgebietes blieben, dann würden die Deutschen in Oberschlesien einen Angriff großen Stils unternehmen. Vorschlagsliste A. Mitglieder: Keßler, Karl, Mreisstraßenivart, Gießen, Bechtold, Wilhelm, Geschäftsleiter, Gienen, Jung, Motirab, Kreisstraßen wart, Alsfeld, Braun, Hans, Geschäftsleiter, Alsfeld, Schmidt, Mourad, Mreisstraßeuwart, Lardenbach, Morler, Johannes, Geschäftsleiter, Bad-Nauheim, Ahlbrand, Johannes, Mreisstraßenwart, Crainfeld. Ersatz-Mitglieder: Müller, Emil, Massengehilfe, Gießen, Dahn, Marl II., Mreisstraßenwart, Lehn heim, Sdiroth, Wilhelm, Massengehllfe, Büdingen, Müller, Mari, Mieisstraße»wart, Solms Ilsdorf, Hoffmann, Marl, Massengehilfe, Friedberg, Seipp, Wilhelm, M reicht raßen wart, Leihgestern, Götz, Mart, Mreisstraßenwart, Rixfeld. Tie gültige Vorschlagsliste B des Gewerkschaftsbundes hesfiscte Gemcindebeamte lautet: Vorschlagsliste B. 1. Mroner, Johann, Stadtassistent, Vilbel, «. von der Vorschlagsliste abweichen, 4. einen Vorbehalt oder Protest enthalten. AmtzverkündigungMatt für die provinzialdirettion Gberhesfen und für dar Kreisamt Eichen (Erlernt nach Bedarf: Montag. Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post ,u beziehen gegen Md 2.60 oieNehShrlich. Bekanntmachung. Betr: Wahlen zum Mitglicderausschuß der Hessischen IkriidK- rungsanstall sür gemeindliche Beamte 'hier: in der Provinz Lberhessenj. Hiermit werden sämtlickte Wahlbered»igte ausgesordert, bis Freitag den 24. Juni 1921 einschließlich ihren Stimmzettel an den Unterzridmeten portofrei einzusenden. Es ist unzulässig, die Stimmzettel mehrerer Abstimmenden in einem Briefmnichlag rinzusendcn Jeder Wahlbeved)tigte hat eine Stimme.' Befinden fid) in einem Umschlag mehrere Stimmzettel eines Wählers, so gelten sie als ein Stimmzettel, wenn sie gleichlautend sind, andernsalls sind sie nicht zu zählen. Ungültig sind Stimmzettel, die Lauatzme p»n XRjriaea sür btt Iagc»numj*er bi» zum Nachm ttag vorher ohne jede Dcrbindlichhcn. Preis sür l mm HSde für Änzkiqrnv 34 mm Brette cnlich 40 ‘Pt. auswärt» SO Pf.: sür Reklame, Anzeigen von 70 mm Dre,te t80Ps Bei Platz. vorschnst20 . Auffcklag. stäup tfchriftletter: Aug. Goetz Verantwortlich für Polink Aug. «Bceq für den übrigen teil: Dr. Reinhold ßenj; für den Anzeigenteil: st an. Peck, sämtlich in Gießen. Tank, den Reichskanzler Wrrth neuem nach Bayern gendüet habe wegen der fvnwilligen Abgabe der Waffen, sei an bie falsche Stelle gelangt. Tas feien dieselben Leute, welche tie Unabhängigen und Kommunisten verfolgten und die bte politische Spitzeltätigkeil begünstigten. Ter Reichskanzler wolle den nationalen Geist tn demokratischem Sinne entwickeln. Glaube er das durch die Intern rungslager zu erreichen? Wenn bte Steigerung der Produktion durch das Liebesgabewystem erreich: werden solle, müsse feine Panter dagegen protestieren Tie Landurrtichast bebune feiner wei- 2. Seid, An ton, Mreisstraßemvart, Rockenberg, 3. ~ ' ---- lnmatums im Reichstag eine Inter- tton eingelwackt, in der e< u a. teifet: t die deutsche Rechnung der Auffassung, e sogenannten 3antiionen mit dem ' i te- crtrage von Versailles und mit Nkcrrecht in Einllang stehen? Glaubt icke Regierung das roirtidxifllidK und front- ben tes> Reiches in dem burd) den Vertrag fallles verbürgten Umfange auirecktzu-itek- ubt die Rocherung insbesondere die mit her te des Ultimatums ülx-rnommenen 8rr- 2by. Edler von Braun lT.-N.> bebauert, daß der Reichskanzler fid) nicht klarer und bündiger über sein Programm ausgesprod)en hat. Eine Rc cherung, die das Ultimatum Unterzeichner hat, müsse lick doch über alle Mine! und Dege klar sein rie wxr Erfüllung des Ultimatums notwendig und. Warum bäte die Regierung nickt auf der soforti nm Aufhebung der Sanktionen betonten, fEarum sei sie in Oberschlesien nick: ci-c:-- chscher gewesen? Tas Ultimatum geb.- weit über das hinaus, was wir erfüllen können. Ter Wieder- aufbaunrinister Rathenau hat zwar jetzt das Gegenteil behauptet. Hofsenllick wird er uns die Gründe seines plötzlichen Gesinnnngsweck'els klar machen können. Tesgl icken wird der Reickskanzler uns über seine Finanz picktc noch genauere Ävskrmst DUiito ““ ' e . oaitn trrtoty, Bewußtsein des Volkes sich aus biete Frankreich angewiesen. Wir begrüßen auch Handelsabkommen mit Rußland, ohne uns in dessen innere Verhältnisse einzumisdxm. tun gen auch mir annähernd . rfüllen \tt wenn T-eutsdüand durrl, bte Besetzung ivirt- ) ividxifler Städte und durch die Amtbaurt ollinie in ztvei getremite Zoll- und Virt- ckietc ivriällt und das gan w Rheinland dem n Einfluß und der bei. inten nnrtfdxiftltdxii bung steigendem Maße entzogen Wellte Schritte teadsichtigt die Regst- . tun, um die B e s e i t i g n n g d,-r oben test sogen. Sanktionen herteizuführen?" Grundsätzen führen. Ich bin füiQerreten in ein Kabinett bet Erfüllung. ?3rr müssen Wege finden, uns nut der Welt wieder zusammenzufmden. Ter zweite Grund, der mich betrogen bei, das mir angeborene Amt anzunehmen, ist der, daß ick bte Ueberzeugung gewonnen bäte, daß Frankreich den Dtederaufbau will. Man hat mir gesagt, seien Sst vorsichtig, denn Frankreich ist es mit dem Wiederaufbau nickt cmfi. Ich habe mich ater davon überzeugt, daß es Frankreich mst dem Wiederaufbau ernst ist. Es rft für uns in der Lage de? Bedürfnisses und des Schmerzes, in der wir uns befindet'., schwer, obktri'j zu bleiten. Ater als Gegenlvntratett FrankreickF müssen wir Frankreich gegenüber objektiv bleiten. Diese £b> leftimict bejtrbt darin, daß wir daran fesczuhalten haben, daß Frankreich ben Wiederaufbau will und zwar aus dem Grunde, weil Frankreich im Kriege schwer gelitten hat. Es ist Tatsache, baß 3,3 Millronen Hektar teeses Landes zerstört worden sind, 370 000 Häuser und brickädigl, darunter 300 000 vollkommen vermchtet. 2te Schulden Frankreichs ind ungeteuer angewachsen und seine Handelslnlan; ist eine passive. Sie werden mit mir einig sein, ein Land, das sich in einer solchen Lage befindet, will den Sie» beraufbau. Frmikrrick wird ihn auck wollen tn Gemeinschaft mit uns intb darau' 'ommr es an. Tatz Frankreich ater heute schon «vewalnges und seHr Beachtenswertem an dem Wiederaufbau geleistet hat, ergib: sich aus folgenden Zahlen. Es ist dem franzö^'cken Drchrrauf^a.iwmi'':errum gelungen, von Lokalbahnen und Brück : 60 Prozent nnederher zu stellen, von Fabriken 30—40 Proz , von Bergwerken 6 Pro?, van Häu'em allerdings nur 2,5 Proz Tas ist doch eine höchst rrivettable Leistung, ic'onders für Frankreich and daraus gebt hervor, datz Frankreich bic ernstliche Absicht hat, wiederaufzubauert. Wenn ater der Wiederaufbau von der einen 'Seite gewollt rotrb, dann sind wir verpflichtet, ihn zu leisten. Tamit komme ick nur bte Worte der Erzrilenz Edler von Braun zu sprechen, ö. Er. 'Zurur links: Abgeordneter?) "Berzetbetl Sie, es ist das ers: Mak, tat *ü) Ta4 Ultimatum in der EutwaffnungSfragc. Paris, 2. Juni tWB. Ariand empfmg beuu abend den beundm Gesandten Mayer, nachdem er vorher den General Weygand empfangen batte. Der diplomatische Berichferstatter der Agmce Havas glaubt zu wissen, daß der Besuch Mayers den Zweck hatte, die französische Regierung um Er- l.nchterungen in den Bestimmungen fiter die Auslösung der Einwohnerwehren yi ersuchen. Ter deutsche Botschafter habe beim Vorbringen dieses Wunsches dem Ministerpräsidenten die Versicherung gegeben, daß die Reithsregierung die mllitärischeu Klauseln des Ultimatums bedingungslos und cor- tehalllos annehme. Briand habe geantroortet, daß er sich nur an bie im Ultimatum verlangten Bedingungen hallen könne. Havas fügt hinzu, daß die demsche Regierung in der Note vom 30. Mar an General Noll et schon Lortehalle in der Entwafs- nungssrage gemacht habe, und daß der Vorsitzende der teut'cken Friedenstellgruron, v MutuS, gestern diese Vorbehalte gegenüber dem Direktor für aus« roärtige Angelegenheiten wiederholl habe. Tie Zahlung. Berlin, 2. Ium. ^Dolff.) Laut der tn der „B. Z." heute verbreiteten Meldung auZs Dashingtou betynuptw' die „Chicago Tributre"^ Berlin, 3. Ium. (Priv>-Telear., Laut „Bett. Lokalanzeigeri' werden die Reichsmgsfrak- riomm der Regferungspatteien heute vormittag ben endgültigen Wortlos: ihrer Erllärung -j her Programurrede des Reickskan^ers fefriesen. Die Erklärung wird vorousstcktlich io formuliert rvuden, daß sowohl für dic Teutscte BollSpartet als auch für die Unabhängigen feine Bedeickn testeten, für sie zu stimmen aber zum mindesten sich ter Stimme zu enthalten. Soziali'urung, wie zur Frage der Unlrrftü&ung der sbriegsbeschädtglen. wre zur Wohnurtgssrage? Redner schließt mit Der nochmaltgen Befürwortung der Anttäge aut Aufhebung der Ausnahms- testimmungen. Tre Reavrung müsse sich dessen teTvußt bleiten, daß ne im Interesse der Arbeiter auf der Wache bleiten muffe, wenn fte nrcht mit deren schärfsten Mißtrauen tetfjten wolle. (Bet- lall links.) Näcksu Sitzung Freitag 1 Uhr (kleine Anfragen, Jnterpellatton Stresemann über tne Sanktionen und Weiterberattmg iiteinfubr cinflcfdxtäntt niertxit müsse Das t daS Mittel. Frankreick an brr linier* 1 ter SanktünliH im Mvtentlanbe zu inter- Auguste Gonvain gi t un Journal e ba td" seiner Ufenpunixtung darüber f, daß ter Reichs lauter erflärte, er irr» iT Anlethen, um bi Schulten Teittsd»- ii tezasilen Er hege bic bcrrdjria'c Htft- »ik v.'rgcschriri>enen Zcchlunpen all t ’ au5 pebnis ter Steuern begleichen zu können ich aber müsse forttahren, unter immer t Zinszahlungen zu leihen, um dt' Masten i Wiederaufbau zu begleichen, :ntil)mt£» and seine intalt.it Produlttmsmittel her» nit all ben MoDitalff, bi? zu ihrer 2aß die Sätze des 8 4 auf die Hälfte »rmäßigt werden. Darmstadt, den 26. April 1921. Hessisches Landes-Arbeits und Wirtschaftsamt. Raab. Bckanttttttnchttnll betreffend die Mänderung der Bekanntmachung, die Verordnung des Bundesrats vom 24. Juni 1916 über de» Handel mit Lebens und Futtermitteln betreffend vom 5. Juli 1916 Reg Bl. S. 138 . Vom 26. Slpril 1921. Ter § 1 Absatz 2 ter Bekanntmadnmg vom 5. Juli 1916, die Verordnung des Bundesrats vom 24 Juni 1916 über den Handel mit Lebens und Futtermitteln betreffend (Reg. Bl S. 138) erhält folgenten Zusatz: Ter Provinzialaussduß erhebt von deut Besdüverdeführer Gebühren und Ersatz seiner Auslagen. Auf die Beredmung der Gebühren faxten die Artikel 115 und 117 des Gesetzes, die Verwaltungsrechtspflege betreffend, vom 8. Juli 1911 flieg Bl. S. 265) und die H-r 1 bis 5 und 8 der Verordnung, die Gebühren im Verwallungsstreitversahren betreffend, vom 23. März 1912 (Reg. Bl. S. 1881 mit ter Maßgabe entiprcdjente Anivenduixg, daß für die Wertberedminxg der Zeitpunkt maßgebend ist, in dem ter Pvovinzialaussdaxß mit der Angelegenheit befaßt ivirb, und daß die Sätze des 5 i auf bte Hälfte ermäßigt toerd n Dar m (labt, ten 26 fllpril 1921 Hessisches Landes-Arbeits und Wirischastsamt. Raab. B e t r.: Staatsmittel für die Versorgung der Hebammen. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Unter Bezugnahme auf unsere früheren Verfügungen, insbesondere auf Diejenige vom 29. Juli o. Js., empfehlen wir unter Benutzung des mitgeteilten Musterformulars umgehend au berichten, welche Ruhegehalle und Unterstützungen im Rj. 1920 ausbezahlt worden sind. Gießen, den 30. Mai 1921. jkreisamt Gießen. I V.: W e l ck e r. Vertreti k Briefnblege-j Unverbindliche Vorschllg« Heue Or$Mlsütlons-( m. b. H. i-b«*.* Frankfurt am Ha I □■■■■ I Der tägliche in Ihrer Registratur ü behoben durch Einführuni Preiswert um Schnittbohnen..... Corned beef .... Wll„6 Bohnerwachs® 10.00 Seife, Doppelriegel „ examm Seifenpulver. . . . Äleiel)fovn ..... lOteStomm-* Puddinopulver nur tri.r&mlirn S»°k°r-A-schm Himbeersaft......8l0l, Schmalgarantiert rein .... Blu Margarine 12.50,1 Kaffee Kakao i$> oo dsund iv.oo 23.00,26.00,28.00 18.00, 20.00 Bekanntmachung. Betr.: Walzarbeiten der Kreisstraßen. Tie Kreisstraßenortsdurchfahrt in Großen-Linden „Moltkestraße und 2llte Heerstraße" wird wegen Vornahme von Walzarbeiten vom 1. 3uni ds. Is. bis auf weiteres für den Turchgangsverkehr gesperrt. Gietzen, den 31. Mai 1921. Kreisamt Gießen. I. B.: Welckcr. Bekanntmachung. Tie Sperrung der Kreisslraßenortsdurchfahrt „Watzenborn Steinberg" wird aufgehoben. Gießen, den 30. Mai 1921. Kreisamt Gießen. I. V.: W e l ck e r. An den £berbürgcrmciftcr zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Unter Hinweis aus unsere Bekanntmachung vom 6. Februar 1920 — Amtsverkündigungsblatt Nr. 21 vom 10. Februar 1920 — bringen wir die nachstehende Bekanntmachung zur allgemeinen Kenntnis. Gießen, den 30. Mai 1921. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. £) e ß. Bekanntmachung die Abänderung der hessischen Ausführungsbestimmungen zur Verordnung zur Behebung der dringendsten Wohnungsnot von» 30. Januar 1920 < Reg/-Bl. S. 56) betr. Vom 26. ?tpril 1921. In den Vorschriften zu § 4 der hessischen Ausführungsbestimmungen zur Verordnung zur Behebung der dringendsten Wohnungsnot vom 30. Januar 19 2 0 (Reg. -Bl. 3.56' wird folgender zweite Absatz eingefügt: Der Provinzialausschuß kann von den, Beschwerdeführer, wenn der Beschwerde nicht oder nur teilweise stattgegcben lvird, Gebühren und Ersatz der Auslagen verlangen. Auf die Berechnung der Gebühren finden die Artikel 115 lutb 117 des Gesetzes, die Venvaltungsrechtspflege betreffend, vom 8. Juli 1911 (Reg.-Bl. S. 265) und die 8§ 1 bis 5 und 8 der Verordnung, die Gebühren im Verwaltungsstreitversahren betreffend, vom 23. März 1912 i Reg.-Bl. S. 188) mit der Maßgabe entsprechende Amvendung, daß für die Wertbereclmnng der Zeitpunkt maßgebend ist, in dem der Pvoviirzialausschuß mit der Angelegenheit befaßt wird, und daß die Sätze des 8 4 auf die Hälfte ermäßigt werden. Darmstadt, den 26. April 1921. Hessisches Landes-Arbeits- und Wirtschaftsamt. Raab. Betr.: Die Ausführung des Körperschaftssteuergesetzes. An den Oberbürgermeister zu Gießen und die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Nach 8 0 der AusfühMngsbestimmimgen zum Körperschafts- steuergcsetz haben die Gemeindebehörden eine Nacktweisung über jeden Körperschafts-Steuerpflichtigen anzulegen, der in oem Ge- meindebezirk den Ort der Leitung hat, Grundvermögen, Gewerbeoder Handdlsanlagen einsäiließlich der Bergwerke oder eine Bc- triebsslätte Hur Ausübung von .Handel und bewerbe oder Handelsanlagen einschließlich der Bergwerke oder eine Betriebsstätte zur Ausübung von Handel und Gewerbe einschlteßlich des Bergbaus (8 20 Nr. 3, 8 21 des Landessteuergesetzes — RGBl. 1920 S. 402) besitzt. Die vorgeschriebenen Nachweisungen erstrecken sich nur auf solche Tatsachen, die aus den Akten der Gemeindebehörden entnommen werden können. Tie Nachweisungen sind jeweils bis 1. April jeden Jahres den, für Ihre Gemeinde zuständigen Finanzamt vorzulegen, das sie nad) Walnung in seinen Akten zur jährlichen Ergänzung und Wiedervorlage zum nächsten Termin wieder an Sie zurückgibt. Iß dieses Finanzamt für die Veranlagung nickt zuständig, so gibt cs die Nachweisungen an das Inständige Finanzamt weiter. Die Nachweisungen, die am 1. April 1921 vorzulegen waren, sind erst cinzureickren, wenn Sie im Besitze der Vororucke der Nachtveisungen sind. Aufstellung und Einsendung hat sodann umgehend zu geschehen. Tie Vordrucke der Nachiveisungen iverden Ihnen nach Fertigstellung des Trucks durch die Finanzämter zugehen. Gießen, ben 30. Mai 1921. Kreisamt Gießen. I. V.: Hemm erde. Betr.: Fälsclmng oder unbefugter Vertrieb von Einkommensteuer- tiiarfcn. An die OrtSpolizeibehördeu und die Gendarmeriestationen des Kreises. Um eine rasckie und durchgreifende Verfolgung der in letzter Zeit häuftger vorkommenden Fälle von Fälschungen oder unbefugtem Vertrieb von Einkommensteuermarkeu zu gewährleisten, weisen wir Sie an, von allen ihnen zur Kenntnis fommenben Fällen von Fälschungen und unbefugtem Vertrieb von Em- konimenüeuermarten uns Anzeige zu machen. Gießen, den 30. Mai 1921. Kreisaml Gießen. I. V.: Hem in er de. Betr.: Pilztafeln. An die Schulvorstände des Kreises. Der Verein ,^Jugendfpende für zlriegerwaisen E. V.", Essen, welcker seinerzeit den Vertrieb von Pilztafeln übernommen hatte und gegenwärtig nod) über gewisse Bestände dieser Tafeln verfügt, teilt mit, daß er denjenigen Sdncken, die den Ankauf lmh 100 der kleinen Tafeln zum Preise von^ je 30 Pfennig für die Reihe (6 Tafeln- vermitteln, 6 große Tafeln unentgeltlich stellen werbe, währenb beim Verkauf von 200 kleinen Tafeln die 6 großen Tafeln auf 'Pappe, unb zivar gleichfalls kostenlos, geliefert werben. Anträge auf Zusendung von Tafeln sinb unmittelbar an ben vorgenannte:! Verein zu .riebten. Gießen, ben 31. Mai 1921. Kreisschulkvmmission Gießen I. V.: Hemmerbe. Dicnstnachrichtcn des »rcisamtcs. In ber Gemcinbe Wölfersheim (Kreis Friebberg) ist die Maul- unb Klauenseuck)e erlvsckicn. Tie Gemeinde fällt somit ins freie Gebiet. t Nachweisung über den Stand ber Maul- n nb K lauen se u ehe m Hesse n am 15. Mai 1921. Gemeinden Gehöfte (Gutsbezirke) ms- davon ins- davon Kreis gesamt (Sp. 1) gesamt (Sp. 3) neu neu Spalte 1 Spalte 2 Spalte 3 Spalte 4 Ta'mstadt . . . 1 1 1 1 Bensheim . . . — — — — Ticbu g . . . . — — — — Erbach . . . . . 1 — 1 — Gvoß-Gerau . . . — — — — Heppenheim . . . . 1 — 1 — Offenbach . . . — — — — Greßm .... . . 1 1 1 1 Alsfeld .... . . 4 2 14 6 Büdi gen . . . — — — — Friedberg . . . . . 1 — 1 — Lauterbach . . . . . 2 — 4 4 Schotten . . . . . 1 — 2 — Mainz .... . . 2 —1 2 — Mzey .... e g — — — — Bingen .... . . 1 — 1 — Oppenheim . . — — — — Womts .... — — — Bekanntmachung. Betr.: Aenberung ber Ortssatzung über bie Benutzung der Ge- meindeviehwage ber Gemeinde Bettenhausen. Auf Grunb Beschlusses ber Gemeindevertretung ber Gemeinde Bettenhausen wirb nad) Anhörung des Bürgermeisters dortselbü unb des Kreisausschusses des Kreises Gießen mit Genehmigung Hessischen Ministeriums bes Innern verorbnet, Wie folgt: 1. § 5 ber Ortssatzung über bie Benutzung ber Viehwage ber Gemeinde Bettenhausen vom 18. Dezember 1887 wirb aufgehoben. An seine Stelle tritt folgende Bestimmung: Tie Wiegegebühren werben auf Grunb eines nad) Artikel 187 ber LGO. zu erlassenben Gebührentarifs festgesetzt. 2. § 6 ber erwähnten Satzung wirb geänbert, wie folgt: Sogleid) nad) stattgefunbener Wiegung sinb die vcr falleneii Wiedegebühren nebst ber Gebühr für bie Tätigkeit bes Wiegemeisters an biesen auszubezahlen. 3. Vorstehende Abänberungen treten mit bem Tage der Veröffentlichung im Amtsverkündigungsblatt in Kraft Bettenhausen, ben 28. Mai 1921. Bürgermeisterei Bettenhausen. Roth. Gebüßrcntarif. Auf Grunb bes Artikels 187 ber LGO wirb mit Zustimmung Hessischen Ministeriums bes Innern folgenber Gebührentarif erlassen: 1. für jebes Stuck Vieh bis zum Gewicht von 100 Kilo .............1- Mk., für jebe weiteren angefangenen 100 Kilo mehr . 0,50 Mk, 2. für anbere Gegenstände, als Heu, Stroh, Fruckft usw., für 1 Zentner..... . . . 0,20 Mk, für jeben weiteren Zentner mehr.....0,05 Mk, 3 für bie Tätigkeit bes Wiegemeisters für jeben ausgestellten Wiegeschein .... 0,50 Mk Bettenhausen, den 28. Mai 1921 Bürgermeisterei Bettenhausen. Roth Druck der Brühl'schen Untoerfitäts-Buch. unb Sttinbrudurel 9t Lauge, Bietzen. Hamburger Kaflei Thams & Ga Preis Aufgabe Was bedeuten diese 32 Zeichen? Wae lat EK1» Ledenvatte Eri ift da- brüt, ben itinffen lÖeUmartee der Vorkriegszeit ebenbürtige Lchnbvilegeinitttl. yroteflor ®r. Päbler, Vorstand brr Daosche» v«r- such». !nstau für ßtbennbulrd« tu 3rtlbero L S. Ichrrtb« da. rOb«T u. a : „Äad> ben öorqenomntentn «rüfunaen enthalt Ccbcrpalte Lei keine bem fieber htablldJen ‘Beftonbtelle, ift |«!>r Iparfam hn (Bebraud) unb er. tetlt haltbaren Hochglanz. T>ae mit Erl bebau. beite Schuhzeug nimmt Wager nicht an." AuS den 32 Zeichen soll da- Dort f'Fi *u- sammengcletzt werden. Jedermann kann ,ich kosten Im' an der 'Sreiflaufnabe bctciliaea. Schluß der Den. bewerbung 31. August 1921. 8270is Al- Preise sind an-gelecht: I- Preis 3000 n. Brei- 2000 jt IIL Preis 1000 n, 20 Preise zn 100 Preise zu ie 3 Tosen Ledert»«sie Sri. dem Prosoekt, welcher tn besseren f°’tcnl°8 *" baden Ift zu ersehen. Do Mcht erbaltiich.wolle man denProtoekt oonun» verlangen (2^nrubfl.i EH- Gesellschaft. 6359 DratnatfieH ieöet llrt SÄSS Abfallholz otti öie BctiOiW Uluo.-Lackecei. n Lllllge. chleiea ,lb ®er du- 10 Mk. ---------------------------- A. WeUHSfer. t.CAl 3.20 4.50 3.75 4.25 6.40 !laMgWevolIlielliigeI.»0.45 Feinste schottische Blolfnns-öeringe . Stück 0.85 («irtf“n?* EüHsOertnoe Pfund 3.00 Llttafklae WluA-MimelM äBgW'lÄ ~5.40 iSHnleiitSEZ.ziil Schade& Füllgrabe Bahnhofstr. 26 Ludwigstr. 20 Walltorstraße 24. esic IQ DUUins.....Pfund Mlrels......rhnb Sonfilißnig.....$hinb 3iöend)enlohü?rg.. Wunl> NeiMl'MlltiHelllSe Pfd. Seine Blarmelaöe in@läfö yfflMkl! für Wiese und Garten gibt billig ab »257 Edgar Borrmann, Sisenbandlun«. Giehen. MlitSrhofen Mahorbelt •*•»« Paar 120 Mark. Rost, Töngesgasse 38. Smpf. mein gron Lager in Ctitn nnö Herd» :tütriin|ta rtfel-a?kMtlntliti Stiknntjtn zu billigen Preisen. Holzrechen v.»,L0M.an V. Dürbrtf Rtlts. leeeiveg 18 luMliiben • Teleohon 2104. m Frische Seefische Freka« früh v. Fang eintrefienJF* or>- fehle - («041 la Ist. Kateljan o. L dto. im Ausschnitt la Ist MM la Ist. toedit C. G. teM Bahnhofstr. 59. Tel 66 hochherrschaftliche Villa c». 6000 qm ©arten, 14 Zimmer usw. in oberbeU Städtchen bet Gienen bei 200 Mille «ntablnna zu verkauf. WolU, Haos * Cs., 6. m. b. 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