Nr. 101 Der fttcgener Anzeiger mit der Dienstagsbeilag« „Sport Hmfd}aue er. jcherni täglich, au&tr Sonn» und jeiertaqs. Monatliche vezuarpreise: Mark 5.- etnschliehlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschlieblich Bestellgeld. A«r« sprech-LnschlLlfe: fürbieSchriftleimnq 112; für Druckerei, Verlag und (Lelchäfirstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Lmeiaer Siehe«. Postscheckkonto: SronffMrt a. M. 11686. Erstes Blatt IN. Jahrgang Montag. 2. Mai 1921 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drnrf und Verlag: Vrühl'fche Univ.-Vuch- und Steinöruderei R. Lange. 5chriftleitnng, Geschäftsstelle und vruckerei: Zchulstratze 7. L««Lhme oo« Anzeige« für die Taqeonummer vl» •um Nachm liog vorher ohne jede Leidindlichkeit Sreis fnr l mm HSde für „zeigen v 34 mm Steile örtlich 40 Dl. auswärt, 50 Vf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Stelle 180 Vf Bei Platz. Vorschrift20 ^Aufschlag. HauptschrifUeiler: Aug. Soey Aeranlworllich für Vofiiik: Lug Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Ienz; für den Anzeigenteil: Han, Deck, sämtlich in Diesten. Die Meinungsverschiedenheiten auf der Londoner Konferenz. Am SamStag iuib Sonntag haben in London allein Anschein nach höchst erregte Sitzungen stattgefunden, über bereit Endergebnis mir soviel verlautet, daß wahrscheinlich DeutsckLand mit einem kurzen Ultimatum neue Bedingungen diktiert werden. Die Londoner Herren nehmen von dem deutschen Angebot an den Präsidenten Harding keine offizielle Notiz. Bei einer Frage, deren Lösung die allerwichtigste Bedeutung für Europa und die Welt besitzt, arbeiten sie mit enter Hast, als könne die Menschheit und Menschlichkeit nur innerhalb drei Tagen noch aerettet werden. Die Wahrheit ist, daß sie, besonders die Franzosen, vom Teufelbe- fessen sind, und die ruhige Welt in ein Narrenhairs verwandeln Die von ihnen selbst gesetzte Frist des 1. Mai scheinen sie überhaupt nicht mehr für Menschenwerk zu hatten; eS ist eben der böse Wi lle, die Beugung von Recht und Vernunft, die heute triumphieren. Amerika will heute keine heilige Mission mehr erfüllen und besitzt auch vielleicht die .Eraft nicht, vernünftigeren Auffassungen zum Ziele zu verhelfen; es scheint jedoch in London vor neuen Zwangsmaßnahmen gewarnt zu haben und es hat seine Bedeutung, daß die Friedensentschließung Knox mit der damit verbundenen Ankündi gung eines deutsch-amerikanischen Vertrages gerade an dem Tag angenommen worden ist, an dem seine ehemaligen Verbündeten den Gipfel ihrer Tyrairnei erklimmen wollten. L o n d o n, 30. April. (WTB.) Die e r st e Versammlung der interalliierten Konferenz fand in der Downing Street um 3 Uhr nachmittags statt. Lloyd George führte den Vorsitz. Lord Curzon wohnte der Sitzung bei. Frankreich war durch Briand, Loucheur und B e r t h e l o t vertreten, Italien durch den Grasen Sforza, Japan durch Baron H a y a s h i und Kengo Mori, Belgien durch I a s p a r und Theu - n i S Es wurde die Lage geprüft, die durch die Verfehlungen Deutschlands gegen die Bestimmungen des Friedensvertrages von Versailles in der Frage der Entwaffnung, der Bestrafung der Kriegsschuldigen und der Reparationen geschaffen wurde. Die Sitzung wurde um 7.50 Uhr aufgehoben, nachdem der sofortige Zusammentritt einer Sach- verständigenko m mission für die Zahlungsarten und die Garantien beschlossen worden war. London, 1. Mai. MTB.) Der diplo- watische Berichterstatter des „Observer" schreibt über die gestrigen Beratungen des Obersten Rates, Italien habe die britische Ansicht unterstützt, daß jetzt, wo die Rcpara- tionskommission die Gesamtverpflichtungen Deutschlands festgesetzt habe, die K o n f e r e n z entscheiden müsse, wieviel bezahlt werden solle. Darauf sollte dann ein Ultimatum an Deutschland gesandt werden. Briand habe seine Trumpfkarte der sofortigen Besetzung des Ruhrgebiets ausgespielt und erklärt, erst nach dieser Besetzung solle die Frage der Art der Bezahlung aufgeworfen werden. Dem Berichterstatter zufolge waren die ^gestrigen Beratungen vollkommen auf eirem toten Punkte angelangt. Lloyd George habe vorgeschlagen, die Sachverständigen sollten drei Tage Zeit erhalten, um einen Plan betreffend die Bezahlung und die Garantien auszuarbeiten. Deutschland solle dann ein dreitägiges Ultimatum überreicht werden. Inzwischen dürften die Franzosen vom ersten Tage des Ultimatums an mobilisieren, ohne erst dessen Ablauf abzuwarten, da die französische Mobilisierung zehn Tage erfordere. Diesem Vorschläge Lloyd Georges setzte Briand eine glatte Ablehnung entgegen. Heute muß die endgültige Entscheidung über diese beiden Ansichten fallen. Tie Haltung Amerikas. Paris, 1. Mai. (Wolff.) Havas meldet- Nach einem Kabeltelegramm der „Chicago Tribüne" aus Washington soll die Regierung der Vereinigten Staaten dem Obersten Rat ernste Einwend un- •gen gegen die beabsichtigten neuen wirtschaftlichen Zwangs-Maßnahmen übermittelt haben. Nach einer offenbar inspirierten Nachricht hat die Bundesregierung vorgestern abend erklärt, daß sie chre vermittelnde Tätigkeit auch dann nicht aufgeben werde, wenn die Besetzung durch- gesührt werde. Die Meinungsverschiedenheiten. London, 31. April. «WTB.) Wie bereits gentNbet wird, ist der Oberste Rat heule nachmittags 3 Uhr zusammenzutreten, um die Maßnahmen zu beraten, die getroffen werden 'offen, um Deutschland zu zwingen, den Forderungen der Alliierten stattzugeben. Dem „Star" zufolge werden die Beratungen vielleicht bisMittwoch dauern. Vor der Sitzung des Obersten Rates fand eine Reihe von Vorbesprechungen statt, bei denen Versuche gemacht wurden, eine wichtige Meinungsverschiedenheit, die zwischen den Alliierten entstanden ist, zu regeln. Die Frage, über die den Blättern zufolge die Alliierten bisher keine Ucbereinftinunung erzielt haben, lautet: Soll Deutschland ein Ultimatum übersandt werden, oder soll ihm eine neue Gelegenheit gegeben werden, bevor das Ruhrgebiet besetzt wird. Großbritannien schlägt vor, Berlin eine neueNotezu übersenden, in der der deutschen Regierung eine Frist von sieben Tagen gewährt wird, um den Forderungen der Alliierten stattzugeben oder ein annehmbares Angebot zu unterbreiten. Frankreich widersetzte sich diesem Vorschlag und erklärte, Deutschland sei durch Nichtbezahlung der fälligen 12 Milliarden Gold- n.ark seinen Verpflichtungen nicht nochgekom- men. Eine sofortige militärische Aktion müsse dafür eingeleitet werden. Lord d'-lberuonS Bericht. London, 30. dlpril. (Wolfs-.) Reuter erfährt folgendes: Wenn auch der britische Botfclxlster in Berlin keinen neuen Plan aus Teitfdv land mitbrachte, so machte er doch klar, dry d.r Artikel 1 ungenau ist und falsch übersetzt wurde. ES ist noch nicht bekannt, ob dies die mögliche Grundlage für Verhandlungen bieten kann; man ist aber wenigstens der Ansicht, daß b.c Zweideutigkeit dadurch beseitigt ist. „Daily Mail" meldet: In Londoner oiplomatischen Kreisen verlautet, daß Deutschland sein letztes Wort gesprochen habe. Der diplomatische Berichterstatter des „Daily Chromcle" meldet: Lord d'Abernon habe der brittschen Regierung die letzten Informationen über die Stellung der deutschen Regierung gegeben. Die deutsche Regierung stehe schwach und die Rechtsparteien würden immer fester. Die deutsche Regierung sei, soweit festgestellt werden Eömie, mehr bereit, den Forderungen der Müerten nachzugeben als die deutsche öffentliche Meinung. Man sei der Ansicht, daß, wenn die deutsche Regierung den Alliierten auf gesetzlichem Wege entgegenkomme, dies den Sturz der deutschen Regierung bedeuten lvürdc. Vielleicht werde die Besetzung des Ruhrgebietes zur Erziehung des deutschen Volkes eher, als zur Erziehung seiner Regierung gut sein. Eine entscheidende Sitzung de» englischen Mabinctte. Paris, 30. April. (Wolfs.) Tie Sitzung d.'s Obersten Rates hat in Lo.bon heute uach- rfnittag 8 Uhr begonnen. Lloyd George ur.b Briand hatten um '.12 Uhr eine Unterredung, die 20 Minuten gedauert hat. "fceate vormittag hatte der aus Berlin angebmmene eng*- l ische Bo tschafter eine lange llrtcnebiina mit der Minifterialkommrssion, di- X!lai d George eingesetzt hatte, um die Reparattonsttage vorzulereiien. Tiese Kommission behebt bekanntlich an.- dem MTieg^miaiücr Mortti '*o:i Evans, dem Nolonialminitter Winston Churäist und d'm Minister für Indien Lord Montagu. d . er Unter rdr.mg begaben firh die brci Mv i ur mit Lord s'Abemon zu Llo d George, wo sich bereits Lord Curzon und die anderen englische Minister eingefunden batten. Tas eng lisch e jtabin e 11 hielt daraus (Fine Sitzung ab, dieerne St unbe bauerte, um eine PtÄfung der Angelegenheit vor* zunehmen. Line erregte Sonnfagsfitjung. London, 1. Mai. (Haoas.^ Ter Sonderberichterstatter der Agentur Vaoas meldet: Die Vormitlagssitzung des Oberftrn Rates nmroe um 11 Uhr eröffnet, dauerte aber nur wenige Augenblicke, ba die Arbetten der Sachverständigen noch nicht zu Ende geführt waren. Es wurde daher eine neue -Sitzung auf na chmi ttags4 Uhr te> cinbart. Der private Meinungsauslausch zwischen den verschiedenen Verbandsvertterern dauerte daraufhin noch fort. Obwohl man vormittags noch zu keiner greifbaren Lösung gekommen ist und die Sachverständigen ihre '21-beiten noch fortt'etzen, ist doch der allgemeine Eindruck ein günstiger. kannttich hat sich Lloyd George gestern für ein kurzfristiges Ultimatum vor Beginn des Einmarsches ins Ruhrgebiet ausgesorcx^m. Briand widersprach diesem Vorgehen aufs entschiedenste und legte die schweren Bedenken dar, die der Ausführung des Vorschlages entgegenftebat. Lloyd George erklärte demgegenüber, er sei überzeugt, daß sämtliche Kreise der City wie auch die Arbeiterpartei gegzn jedes Eingreifen der Verbandsregierungen in Westfalen ’inb, wie auch gegen die Zahl von 132 Milliarden Goldm ark, welche Aahl die Revarat:onskommi''sion Teutt'chlpnd als seine Schuld mitgeteilt habe. .Die tibeiben Ministerpräsidenten verharrten Ms ihrem Standpunkt. Die französische Auffassung wurde von Briand in folgender Form bargefteUl: la Deutschland feine VQpslichttmgen nicht erfüllt hat. ist die Inkraftsetzung von Vergeltnngsmaßregeln gerechtfertigt unb für die Verbands.egiernngen ge boten. Tic französische Regierung muß infolgedessen alle hierfür notroenbigen Masmahmen er* greifen und vor allem die unbcrüiglidv Dtobil maduing der hierfür nötigen Mannschaften beschließen. Falls während dieser Vorbereitnngs- zeit Teutscl-land erneut den Versuch machm sollte, zu einer Beilegung zu Hammen, so w»rd die fran* Aoüfdy Regierung nicht- dagegen haben, daß tn< ^•aac einer neuen Erwägung imtcwgen wird Vorbedingung hierfür ist ieho lwigsbedingmigcn geben, rocidK die Re- parationslommission zur Beg'.eiämng seiner Sck>uld festfetzen wird, 4 in aller Form seine Verantwortlichkeit für die Ent- fef.selung drs Krieges anzuerkennen als Grundlage für die ihm auserlegten Friedensbedin*- gütigen, 5. seine Unterschrift unter die im voraus von den Alliierten festgesetzten Bedingungen, wie %. B. sofortige Zahlung von einer Milliarde Gold- murrt, Unterausttchtstellung der Zölle, Schaffung einer interalliierten Kommission für die deutsche Schuld usw. Gerade um die ganze Kette der Sicherheiten auszuaib.'iten, dauern die Besprechungen der Sachverständigen fori. Die Entscheidung des Obersten Rates wird voraussichtlich den Wünschen der französischen Regierung entsprechen. Sollte das aber wider Erwarten nicht der Fall sein, so bat Briand bereits gestern erklärt, daß er nicht zögern würde, seine vollkommene Handlungsfreiheit wieder zu neh men. Die Einberufung des Jahrgänge) 1919 wird noch heute abend nach Schluß der Sitzung des Obersten Rates von Briand verfügt werden. Sin belgischer Vermittlung-Vorschlag. London, 1. Mai. (WB.) Ter Sonderberichterstatter der Agentur §>avas meldet über die heute nachmittag um halb 5 Uhr abgehaltene zweite Sitzung des Obersten Rates, sie habe nur eine Stunde gebauert uvb es sei'm ihr rtn ernster Fo r tschr i tt erreicht woichen. Lloyd George habe mit Interesse einen V er m i'ttelun g s - v o r s ch l a g des belgiscch.ni Minister I a s p a r wi- gehört, dem er jtd) grundsätzlich angesckLossen habe. Ta dieser Vorschlag jedoch den fertigen Beginn der Zwangsmaßnahmen in sich schließe und Lloyd George von feinen Ministerkollegen dos for- meNe Mandit erbaltrn labe, sich i c b e r Zwangsmaßnahme z u svidersetzen, weim nicht vorher eine Ankündigung erfolge, habe er geglaubt, sich aufs Neue mit Ieinen Mmisterkollegen beraten zu müssen. Ter Sond'r- berid«tent öfter der Havasaga.iur fügt hinzu, eS sei wahrscheinlich, doß Lloyd George die Zustimmung seiner Ministerkollegen zu dem emgebrachten letzten Vorsäilag erchalten weid' In bieicm Taille könne Teutsck^and während d- unerläßlichen Vor- icreitung^cit für das französische Vorgehen tm Ruhrgebiet die Bedingungen d-'r Alliierten anreh* mcn. Wenn es jedoch lei seiner ablehnenden val- hmg bleibe, dann werde England seinen miHtäu-' schen intb maritimen Beistand für d rns Auge gefaßten Mannahmen der französiscken und Ldnt- scheu Tri'pven gc'.en. Mehrere alliierte Munster sollen heute abend um halb 7 Uhr den ins Ange gefaßten Plmi ausarbeiten. Eine endgü^ttge En:>- fcheidmig werde morgen vormittag getroffen werden. Ein kurze» Ultimatum in Aussicht: London, 2. Mai. Das Reu tersche Bureau meldet, daß die Sachverständigen der Alliierten mit Bestimmtheit darauf rech neu, zu einem Abkommen zu gelangen, durch das die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Alliierten beigelegt werden. Anstatt daß die Miierten sofort ins Ruhrgebiet ein- marschieren, soll Deutschland ein kurzes Ultimatum gestellt werden, nach dessen Ablauf die Zwangsmaßnahmen in Kraft treten sollen, wenn Deutschland sich ablehnend verhält. Der Standpunkt der Engländer. „Weeklo Dispatch" setzt die Öaltung der britischen Regierung in der Reparationsfrage näher auseinander. Darnach erklärten die Engländer den Franzosen: Be> setzt das Ruhrgebiet nicht sofort? Tie Repcr rationskommission Hal berichtet, daß Deutsch lands Gesamtverpflichtung auf 6600 Millionen Pfund festgesetzt werden soll. Tas hat die Lage geändert. Bisher schlugen wir in Ermangelung von Zahlen der Reparationskommission so und so viel vor. Die Deutt'chen andererseits boten so und so viel an. Jetzt aber, wo wir oie endgültigen Ziffern haben, ist es notwendig für die richtige Durchführung des Friedensvertrages und die Anwendung irgendwelcher Strafmaßnahmen, daß die Bestimmungen des Friedensvertrages fmmer gehalten werden, d. h., wir müssen unsere Forderungen auf dieser tatsächlichen Summe von 6600 Millionen Pfund Sterling begründen. Wenn Deutschland Zeit zum,Zahlen gewährt wird, dann muß es selbstverständlich Zinien, und, wie bei jeder gewöhnlichen Rechnung, mehr bezahlen. Deutschland bot 10 Milliurden Pfund an Es hat jedoch nicht erklärt — was oon größter Wichtigkeit ist —, innerhalb, welcher Frist es zahlen will. Wir wollen daher Deutschland ein Ultimatum übersenden und ihm erklären: Du schuldest unS 6600Millionen Pfund: du kannst diese Summe in Ra- 'cn zahlen; in solchem Falle miiRteft du aber eine größere Summe zahlen, die wir feiltet* zen werden und sie uns in einem Zeitraum bezahlen, den wir bestimmen werden. Wir übersenden dir diese Einzelheiten, die wir auf der Konferenz festgesetzt haben und du mußt uns imierhalb einer Woche sagen, ob du sie an- nimmst. Eine Kundgebung dc» inieruationaken Gcwerttchaf1»buudc». London, 30. Ajnil. (Wolff.) Tos Bureau des internationalen G.'werk- schaftSbundes erklärt nach jdenntnis- nahme der neuen deutschen Vorschläge betreffend die „Wiedergutmachung, daß diese Vorschläge «^eignet sind, den Gegenstand neuer Verhandlungen zwischen beit Regierungen der Entente und Deutschland zu bilden. Fndem der Internationale Gewerkschaftsbund auf seine in London im November 1920 und in Amsterdam am 31. März und 1 ilpril 1921 angenommenen Resolutionen verweist, erklärt er aufS neue, daß die Zuflucht zu einer PolitikderGe- wakt nur geeignet ist, den eben erst wieder erwachenden Frieden in der Welt Ml stören und den alten Ruinen neue hinzuzusügen. vir Annahme der $rieöen$entfd}lic6ung Anox. Washington, 1. Mai. »Wolfs.- Ter Se-* n at Hal die Fri edenSen tschl i efiu n g des Senators Knox mit 49 gegen 23 Stimmen an- genommen. Senator l'obgc, der in einer Rede diese Entfclstießung befürwortete, kündigte an, daß wahrscheinlich ein Vertrag mit Deutschland folgen werde, sobald die Entschließung Gesetzeskraft erlangt habe Washington, 1. Mai (Wolff.) Wie da» Reutersche Bureau zu her Sitzung des Senats be- ffchtet, in der die Entsckftießung ft" n o r angenommen mürbe, erklärten der Präsident und der Vertreter des Staatsdepartements, (ae- iiatvr Lodge habe eS klar misgespwchen, baß die Vereinigten Staaten nicht die Absicht hätten, die Alliierten im Sttch zu lassen. Weiter berichtet Reuter, daß Lodge in feiner Rede nock erklärt habe, im Mnfdrtnb an den Vertrag mit Teutsck)land würden auch 2'enräge mit den übrigen bisher feindlichen Staaten abgeschlossen werden. Englische Presicitußernugeu. Die englischen Blätter weisen überein- sttmmend darauf hin, daß die von der Wilhelm sttaße auf das englische Ersuchen um Aufklärung verschiedener >ttauseln der deutschen Vorschläge übermittelte Antwort wenig zur ft'larstellung der fraglichen Punkte beigetragen habe. „Daily News" spricht von der hofsnungs« losen Ungeschicklichkeit der deutschen Diplomatie, die dem Premierminister ein Bremsen außerordentlich schwer tnadfc. DaS deutsche Angebot könne nicht erörtert wer- den, wenn es nicht verstanden werde. Der diplomatische Berichterstatter bet „Daily News" meldet, es könne von Deutsck>- land keine Information über beit wichtigsten Punkt in den deutschen Vorschlägen, nämlich der Bedeutung des Angebots von 200 Milliarden in Annuitäten und über den Zelt' raum, über den diese Annuitäten verteilt werden, erhalten werden. Wenn die deutsche Regierung die in Paris vorgeschlagene Periode von 42 Jahren oder lieber eine noch kürzere Zeitspanne Vorschlägen würde, dann würden starke Einflüsse angewendet werden, um die deutschen Vorschläge als Berhandlungsgrund- läge an.uinehmen. „Daily News" zufolge wird in britischen streifen nicht daran gezweifelt, daß Frankreich die Absicht habe, komme, waS kommen wolle, in das Ruhrgebiet cinzumar- schicren. Wenn jebod) ein abgeändertes deutsches Xnaebot, das als befriedigend angesehen werden könne, zeitig eintreffe, so werde sich England der Besetzung des Ruhrgebiets energisch widersetzen. Im anderen Falle würde Lloyd George nicht nur der Besetzung des Ruhrgebiets zustimmen, sondern auch britische Truppen daran teil- nehmen lassen. Bevor eine endgültige Aktion unternommen werde, würden die britischen Vertreter mit Unterstützung des Grafen Sforza den Obersten Rat veranlassen, daß ein Ultimatum an Deutschland abgeschickt wird, worin Deutschland eine Frist von Stunden, vielleicht von Tagen gewährt wird, um sich zur Annahme der Bedingungen der Alliierten bereit zu erklären. Die „Times" spricht ebenfalls von bet Möglichkeit eines Ultimatums an Deutschland und bringt damit die Worte Lloyd Eoorges im Unterhause, es stehe ihm nicht cm. m laaen. nb eine neue 5. Seil SkaatsanwaltS 6*f8to breit scheu mmeSbrüber tn Sah k in L mar! imb im übrigen Deuts t, 'Äeue bisher öotgefe^tn. WU Stumpf (Innsbruck) ließ feilte Ansprache Arn wtom ffurlöfi ■a ■Mhmi nft in ertwter letzten To rrnrr-j. *ag-Throtnn e« TruAe^er Mterloufen: Der längste dem» Xbon^aetibaDcrb des vorigen Jahrü mcht 8, sondern nur 1.8 Kilometer betragen. schließung angenommen, die das Bekenntnis der Versammelten zum Anschtußgedanken zum Ausvruck dringt. in die ©orte ausMngen: „®erecf>rig?nt n> rb 5 113« auf bSu i? d-e Met-r imA ein erniges Volk, etn einiges Reich, am der LiebigSHSHe. Reden den üblichen Änsoca- cty-Ce fr ctt eid) und hieß sie fcfam jetzt herAlich willkommen tm Deutschen Reich. — Landeshauptmann Dr Tie Gießener Studentenschaft feierte den Einmg bej DonnemviidS nicht durch offqtelle», gemeimajnte Fen, sondern getrennt in den einzelnen Verbmbungshäufem oder auch in au-wärngen Lokalen, »um Teil schon in der Nacht «UH Sonntag Auch die Marburger Studentenschaft. die nunmehr saft vollzählig nun Sommen'emester ein getroffen ifk begrüßtc den Mai wieder in der altgewohnten Wc.ic, wie es vor dem Kriege üblich wrr. In sämtlichen Vereins I)äufern und den mte.iegcnbei AuSftug-vrten fanden die üblichen Maivüipen statt, denen sich, als die Mitternachts'tunde nahte, die Umzüge und dir Beleuchtungen der 4^eaem4Mu;er und AuSsichtS- punkte an'chlossen In der Stadt selbst herrschte ebenfalls reges Treiben, das mit der Ankunft der Hafto-Naffeven auf dem MarknEatze um 12 Uln seinen Höhepunkt erreichte. Als btt RachanSuhr den Begiim des Mai anfibtbete. rourtx* unter Muickbeileitung das Mailred gesungen die Gläser geleert und dann ging- wieder vmlcf nun Iter- cinshaus auf Bergcsböbe Bon den Sdrtoümororu aus beoba<-hteten diele Leute, beondts dir nach dein Kriege hierher firmten, das eingig schöne Bild der Marburger studenrn'chen Äoi feier. Tie Maifeiern de r Arbeiter schar» sind, soweit bis fegt Meldungen tecfegei, übe red ruhig und ohne .'Zwischenfälle verlaüiien 3a Gießen feierten geste-n tu nntr.au bv Gewerk- Hus 6tm besetzten Gebiet. Mainz, 1. Mai. i Wolff.) Nach einer offiziellen Verlautbarung hat die interalliierte Rheinland ko mmifs io n hinsichtlich der neuen ZollbestiMmungen eilte weitere Ver- Mgung erlassen, nach der das Personal der Eisenbahnen, des Post- und des Telegraphendienstes sowie der StaatÄnonov^e im besetzten Gebiet ausgefvrdert wird, bei der Durchführung der Bestimmungen über den Zolldienst und die Ein- und Ausfuhr mit-uwirten und sich nach den Weisungen und Anorbnuimtn der Rheinlands Sommission ober ihrer Beauftragten zu richten. Für Zuwiderhandlimaen werden dem Personal die> ser Betriebe die in den Citpnanjen 81 und 82 (betreffend neue Zollgrenze) vorgesehenen Strafen an gedr oht. — Zu der morgigen „6i ppolhtot"* Aufführung im -Stadt:hearer wird un* von der Gießener Waldbühne geschrieben, daß sich in dankenswerter Weise Herr Teleky, Lber-Remssem: am Stadtthcater, bereitgefunden bade, d« Spielleitung zu übernehmen. Da in Ä’ürje eine Aufführung in Darmstadt vorgesehen ist, sei eS nicht wahrsäieinlich, daß noch eine zweite in Gieße« stmtsrnde. — Die Theaterkasse wird am Dv-nstag eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung geöffnet, bis dalstn werden noch Karten bei Cballier im Vorverkauf abgegeben. Die Aufführung sängL um 7 Uhr pünktlich an uäd schließt gegen 9, wodurch es den auswärtigen Besuchern möglich wird, noch am Abend heim zu sichren. — T« Hagenbeckschau trifft am nächsten Montag, 9. Mai, in Gießen ein und wird ihr dreitägiges Gastspiel auf dem Oswaldsgarten am nächsten Abend beainnen. lieber die Entwicklung des Hagen beckschen Unternehmens und bfe Dressur* gegiert SM 'obre irichk, üt Ju- ßcltmmenharrg. Das Blatt beyveifett die Zwcck- rnäßiqkeit eines solchen Schrittes, denn die Deutschen müßten allmählich wissen, daß es die Alliierten ernst meinen. Der einzige 23e^, um weitere Zwangsmaßnahmen zn vermeiden, sei für die Deutschen, den Beschlüssen der Alliierten und den Bedingungen des Friedensvertrages unverzüglich nachzukommen und!den Beweis ihres aufrichtigen Willens z-u aeben, die gerechten Reparationen, die sie schulden, zu leisten. „Morning Post" meldet, daß bis gestern nachmittag keinerlei amtliche Informationen in London bezüglich der Haltung der Vereinigten Staaten gegenüber den deutschen Vorschlägen eingegangen waren. Das Blatt sagt, die Lage enthalte beim Zusammentritt des Obersten Rats große Schwierigkeiten. Frankreich und Belgien scheinen augenblicklich die einzigen Länder zu sein, die endgültige Vorschläge zur Beratung bereit hätten. „Daily Telegraph" schreibt, die augenblickliche Haltung Deutschlands in der Reparations- und Entwaffnungsfrage lasse dem Obersten Rat kerne andere Wahl älS die Besetzung deS Ruhrgebiets durch französische und belgische Truppen, die unter alliiertem Mandat stehen. Die Sanktionierung dieser Entscheidung bedeute keineswegs, daß die britische Regierung und die britischen Sachverständigen bereit seien, die französischen Vorschläge als wirtschaftliche Sankt io neü und dauernde Garantren anKunehmen. Das Blatt teilt weiter mit, die amerikanische Regierung werde sich einer Meinungsäußerunig bezüglich der Politik der Alliierten enthalten, bis der Oberste Rat seinen Beschluß bekannt gemacht habe. gütigen. Tie Kommunrster __________ Malfeier aus dem Gleiberg. — Qn Marburg veranstalteten bie Gewerkschaften gestern Tudpniitng im Anschluß an einen Umzug church btt S-tföt aur dem JuLplatz eine Maifeier, i— An Frant- f u r t hielten sämtliche sozialistischen Parteien ihre Maifeiern ab, int Mehrheit!er tm Schumann* T Heater, die USP. in der Bi erhalle aus dem Festhallengelände, und bie Kommunisten auf dem Romer berg. Je nach Veranlagung her Redner nmrde aus *bie Bourgoifie geschnupft, r.b ndmcjü* lich hatte es dem mehrhrirssozialiurchen Redner die preußische Regierungsbildung angetan, btc eine wundervolle Maivavole abgegeben hat. Nach Den P-ur, Sonnenftrsße. ve!terBwe-r Bah Hof raße. Neu: monstratvmc; lß durch die Lttaßen der 'Stadt mit Musik u d v&flid) roten Fahnen m Bewegung, doch ta> -h ..-inlich istark eiitsetzender Regen dem Verlaus wefeatlichen Abbruch, da ein Friizug mit ttttTgefpamtien Regenschirmen immer etwas unglaublich lächerliches an sich hat. — In T a r m - stadt bewegte sich ein großer Temonstrationszug mit acht Musikkapellen und unter Teilnahme vieler weißgetteideter Frauen und Stinber durch du-L>mdt nach dem Marktplätze. Dort h.ellen der Staats* präfibent Ul rid» und anpere Redner «Ansprachen, doch wurden sie durch einen iemgetretenen Rcgen* fdjauer gestört. — In K aff e l führten die Straßenbahner gestern eilten Mai streik durch. Auch zahlreiche Wirn'chafteu mußten geschloffen werden, weil das Perfonal nicht arbeitete - — In Berlin l>aben die Maifeiern bet starker Beker* ming einen ruhigen Verlauf genommen. Zu einem bebaue fliehen Zwischenfall tarn es nur vor den Pharus-Säulen in der Müllers!raße, wo sich md>- rere luuwert Personen auf dem Bürgersteig an gesammelt hatten und den Fußgängerverl^hr vollständig verhinderten. Als eine Streife der Schuko poltet die Menge aufforderte, den Bürgersteig frei- zugeben, drang biefejofort auf die Beamten ein und dabei wurde ein Wachttneisler hinterrücks durch einen Messerstich erheblich verletzt. In der Notwehr machte der Beamte von ferner Schußwaffe Gebrauch und verwundete zwei feiner Angreifer, und zwar den einen durch einen Bauchschuß schwer, den anderen durch einen Schuß in den linken Unterarm leicht. Wcttci Voraussage fürDienst ag: Wolkig bis bedeckt, leichte NiedersdKäge, nachts Colt, nördliche Winde, in höheren Lagen Nachtfrostgefahr. Das Hodjdruckgebiet hat sich noch weiter westlich verlagert und liegt heule vor bat britisdseu Westküsten. Nördliche Winde bringet daher bic Gefahr eines Kälterückfalles. Gestern verursachten Rcuidwirbel der im Süde-c und Osten liegenden Zepreifionen leichte Miederschlüge i Gießeit 0,6, Tarvrstadt 1,0 Millimeter. Bortrottzeu. — Tageskalender für Montag: Post- keller, 8 Uhr, Mitgliederversammlung Cer Augenv- gnippe der deutschnalionalLn BolkSparier — Hotel Linhom, 8 Uhr, Xegemfeer Bauerntheater. — Cafe Leib, 8 Uhr, stvnzort einer .Kölner Truppe. — Ltcht, ptekdaus, „Peter Voß, der Mu.ivneudieb", -- Teil. — lid^pieie, Set:e.>Sweg, „djlombuie" „Staatsanwalts Br arche- VCbentaiett', 2. Teil und „Tu Betfetzungsfrierlühkriren der stafterin tn Potsdam". Dompteurs und Schöpfers der neuen Dveffurschule, die bas Tier nicht mehr durch Gewalt, lonbenf durch Güte und Ueberrdmng dem Dillen bei Menschen unterwerfe, wird uns nritaeteüi, daß dieser die letzten Tteffurprotieme gelöst habe und daß es ihm geglückt fei, nicht nur Xirw, bie sich in der Wildnis als Todfeinde geaenüberstehen, an ein friedliches Zusammenleben und em gemein- sames Arbeiten zu gewöhnen, sondern auch Tiere« bfe mau bis zu seiner Zeit für unzähmbar hielt, seinem Willen untertan zu machen Jeder habe wohl schon einmal auf einer größeren Bariets* bühne oder in einem großen Sirfuauntemebmen Gelegenheit «habt, die eine oder andere Hagen- becksche Raubtiergruppe $u bewundern,- waS die Hagenbeckschau mm selbst -eigen werde, das seien alles Neu)chöpfungen,- Dressuren mit jungen, kräftigen und ausgesucht schonen Tieren, die erst nach dem Kriege importiert wurden und noch die fesselnde Lebhaftigkeit deS in freier Wildbtchn gebotenen Raubtiers zeigten. Kreis Lauterbach. ♦ Schlitz, 1. Mai. In der letzten Gern eind erat s sitz una wurde ein zur Nutzbarmachung einer zweiten Quelle für daL Wasserwerk notiger Kredit bewilligt. — Der Strompreis wurde für BeleuchrungSzwecke um 50 Pf., für Kraft um 20 Pf. für böe Kilowattstunde erhöht. Kreis Schotten. i Saubad), 2. Mai. Infolge bet langen Trockenheit ist der Dasserftand bei Bächo bedeutend gesunken. Der Oberlauf bet Wetter, ebenso das obere Horlofftal sind fast vollkonnnen versiegt. Die Stadl Laubach mußte am Sam Stag die Wasi'erabgaüe für einige Stunden ein [teilen, da die Wasserversorguno Jnnd) bie Trockenheit gefährdet ist. — Im oberen Horlofftal fiel einem Wa lbbra nb cm etwa 500 Quadratmeter großer Waldstrich zum Opfer. Kreis Friedberg. Q. Bab-Nauheim, 1. Mai. Tu diesige Bol ksban k erzielte 19*20 bei einer Mitglicher«, zahl von 408 Personen einen Umsatz von mehr als 311 Millionen Mark. Tos ist «gen daS Dor* jabr 120 Millionen mehr Tie Haftsumme beträgt 2 124 000 Mark, b-c epareii lagen fhege» von 4 610000 aus 6 329 000 Mark. Ter Reingewinn beläuft sich aus 59 818 Mark. Q. Bad-Nauheim. 30 Avril. Aus bet acstrigen Stabtoerordnetenversamm* lung ist zu berichten, daß für einen neu zeit-uh eingerichteten Erweiterungsbau des ftäbtijd)en Krankenhauses 180000 M7. bewilligt nnni)ai. — Mit der Uebern ahme der stäbtischen Polizei in ben Staatsdienst und Anstellung von 10 Warwmeisteru konnte sich bie Versammlung nicht emrerstinden erllären, da s«e fürdKete, baö ein Teil bet Selbst- Verwaltung der Stadt verloren gehe. Ferner wurden erhebliche Bedenken laut, wie man diejenigen Polizeibeamlen nnterbringen folle. btc vom Staate nicht übernommen würden. — Ter Gewerbe»- schule wurde ein Zuschrtz von 2300 Mark bewilligt. — Frl Leieune, bfe als Nacdfalgerm für ben verstorbenen Stadkv. Kolter in btt Bet* sammlimg ein treten sollte, hat bie Ueberrurtmte de» Amtes mr! GefündbeitSrückfichecn abgetehnt. vesikn Naf>au. Raudü-rrfälle. fpd Frankfurt, 1. Mai. Jrn Nach^ Hu* dem Reiche. Sin erledigte» Abschiedsgesuch des Minister» Simon». Berlin, 30 April (Wolff? Zn den Nachrichten über eine angebliche Keife im Kabinett erfährt tv- W T-B von zuständiger Seite: TS ist richtig, daß der Minister deS Auswärtigen vor einiger Zeit dem RkichSvräfidenten ein Abschieb-aefum fergdegt hat Maßktebend für den Entschluß bc4 Minister- war sein Gindruck Über bie Stellnngnobme her deutschen S^entlicben Meinung feiner Politik Mit Rücksicht auf bic von ihm mtnflHtrten Berhantffunaen mit Amerika batte sich btt Minister zugleich bereit erklärt, bie Geschäfte seine- Ref ort- vorläufig meiteryufflbren. Der ReichSvräsibent bat ba* Gesuch ab- gelehnt, di iricbt rnrr das Kabinett bfe Vorschläge des Reichsminister- über die Forttübrimo der von ihm mit Amerika begonnenen Verband* lunaen billigt, sondern auch die Reichstagsdebatte gezeigt bot. baß bic Volksvertretung in ihrer vroßen Mehrheit diese Fortrübnmg wünscht. • Für den Anschluß Oesterreichs. Berlin, 1. Mai. (Wolff) Der Oester- retchtsch-Deutsche BolkSbund. dem Marmer und Frauen aller deutschen Stämme «ohne Unterschied der politischen Parteien an- Wren, veranstaltete gestern Abend tm über- füllten Marmorsaal deS Zoolvaischeit Gar- tenS eine Riesenkundgebung für den Anschluß Tirol- unb überhaupt ganz Deutsch- Oesterreichs an das Deutsche Reich. Die Eröffnungsansprache hielt der Präsident des Deutschen Reichstags, Löbe, der uafeich Borsitzender deS VolkSbu.-che> ist bie Tiroler als Pimtiere für die andern bcu: ' Vereinfachung und Vereinheitlichung der kteichrverwaltung. Berlin, 30. Ahnst. (WTB.) Die Kommission zur Vereinfachung u tt b Vereinheitlichung ber R ei chSver wa l tung ist dm 30. Aprst unter dem Vorsitz des Reiä>s- ininisters Koch tm Rridismrnisterium deS Innern Tu ihrer ersten Sitzung zusammen getreten. Die der Kommission von den Vorsitzetiden vor gelegten. Fragen wurden mehreren Unterkommi'iivnen üJfer> wiesen. Die .Kvnttniffian hat für die Arbeit dieser UnterauSfcbüffe folgende vorläufigen Richtlinien aufgestellt: 1. Eine Herrinnenmg der Zahl bet Ministerien ist zurr Förderung ber Arbeitsfähigkeit des Kabinett- imb zarr Bettneibung von Reibungen in den Ministeriallnstnn'.ieii ?rforderlich. 2. BerlnSgen-derwnsttmgen, Betrtebsverwal-- hm gen und andere Vermal timgen htfif selbständigem .Arbeitsgebiet ohne unmittelbar Politische Bedeutung sind, soweit ihre een träfe Behandlung über* hmrpt erordetlich ist, ans ben Ministerien möglichst VuSzuscheiden, und an die Zentrale ber Reiche mittelbehArden absugeben, dir rnSglichst selbständig ha gestalten sind. Dabei ist! zu prüfen, nttoierwit *et dem AnSban dieser Stellen bie Gesicht-omrkte ter Selbstvermrilhmg ober ber Privatwirtschaft- skich-n Organisation-sornten anwandbav sind, ©olde Verwaltungen sinh grtmdsützlich dem Fachmim- steriirm unterstellen 3 Da- Reich R'dient sich Aur An-fübrung seiner Mffgdben grilndsätzkich brr Lanhe- irrtW Geimdnbevermaltimgeu Aufgaben Wirtschaftlicher imb finanzieller Art. bie ft dl aus befon bereu Grünben zur llebrrtragung an bic Landesbebörben nicht eignen, können au- deir Mi- nisterieu nn bie Lande-frnanrämter üle^tragen weiden. Selbständige mittschastliche Reid>sitellen, bic außerhalb Bersin- bestehen, sind möglichst zu be- ff ihn en oder ben Finanzämtern anzu gliedern Tftr die VerTehr-nrinistericn ist hie UebertTtraung biSlxw Zentraler Aufgaben an ihre TTufienMürben besau brrs mi Prüfen. 4 DeiN Beamtem! achwu ch- bes Reiches rmiß be'onbere Sorgfalt gesichert terrhrn. Es fkNiffifblt sich aber tricht. daß Re«tehniniste- rien, die keinen eigenen Unterbau bnbnr, sich tfe-rn eigenen BeOmtenuadiMuch- beranbfQen. Ein tüchtiger BeaNttenst-kch ist, soweit er nicht aus der Rfick'-s'vermglhmg imb hrSbffonberc ben Vetnebs- bernxie Brümbs. die Arbeiterschaft burd) fuße, wohlwollende Worte von bat Arbeffgebern zu trennen, hätten nicht viel Eindruck ganacht. Frankreich wolle danach nidNS von ben deutschen Arbeitern, aber alles von ben Unternehmern, es wolle die deutschen Bwiken, hie deutsche Industrie zu feinen Gunsten „mobilisieren", genxnermafxn eine ungeheure Htworbek auf bic heut)dx Wirt schaff legen, bic Deutschland ber^nfen müsse. Tie deutsche Arbeiterschaft werde es aber sein, die btc Hauptlast zu tragen habe; sie werde nicht nur bie Verdienste der beuiithat Unternehmer erarbeiten, sondern auch raxf) die auSländifchen Kapitalisten ernähren müssen, für die Arbeiterschaft selbst werde dann nickt einmal das Errstenznrimurum übrig bleiben. Auch ideell sei diese Fnmarbeit bür aus- fänbiidie Kapitalisten ein ungeheurer Schaden für bic deutsche Arbeiterschaft. Suff Zahrchunderte hinaus mürbe ihr jede Grieyenbeit genommen, die kapttalistische Wittschaff in einem für sie günstigen Sinne zu ändern. Der Rebner hielt übrigen» den Frtebensvertrag, bei vernünftiger Au-legutt-, für erfüllbar Zuvor müsse aber eine gnomügige Fi- nanz- und BettoaltungSrefottn bunbaeführt werden Herr Beckmann trat hierbei mit werbender EindrinalichLeit für bü Gedanken ber „Fveiwitt- schafÜichen Bewegung", wie Sähnmgireftnm Geldreform, Bodenreform uffn ein ffll bwffe bod> Pliegenben Pläne, btt cm Rahmen eine- futyn Berichtes nicht tot erachten miebergtegben werden können. ernreien sich alS schöne, geistreiche Theorie Die es aber mit ber praktischen Iimbfübnmg ui unserem schwerfälligen StaarSrnganiSmuS ans- 'iebt darüber verriet ber Redner nicht- »etbefferter Tartogangi- und Schlafwagenverkehr Die durchgehenden Wagen und Schlafwagen un Sommerfahr- Plan haben io;ben toirch befett jroeiten und endgültigen Entwirr' oerf tote bene mecntlitoe Verbesserungen rhalteu 3o mirb u. a ter Zuo von ber Friedrttostraße 10.07 ratom über Sänget- b"»klirrt « M bis Sitebaben rsirmgcTQiTrT. eoemo fern G->ten>ng an 5Vrfm rvriebriAfttosr 7.9) »nn. »„ Zmr »ntezT M SaerbriMen. ebeitfo fein gienet, «ns « »nun »ötibemrr Bahntof 9 25^^ 8*ge Ifmn Sdiefroa-en m brfnqen." RttmenS bin Städt Berlin sprach I dni sorgten Musik, Geftrng, Tanz tttw. für Ker- Oberbürgermeister Böß herzliche Willldm- Tie Kommunisten veranstalteten ihr: menäroorte. Ent stimmig itniwe eine Ent- Aus Stadt und Tand. Gießen, den 2. Mat 1921. $um ersten Mai. 1841 vollendete Emanuel Geibol das Ltü> „Manderschaff^ft das die geflügelten Worte bietet „Ter Mai ist gekommen, bte Bäume schlagen auS; Ta bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu HauS." Zehn ^alyrc später freilich schreibt Frtedrich Hebbel, daß seine „plaisirs champstres m Wolkenbrüchen, Ueberschioemmimgen, Stürmen" bestanden, „welche die Bäume entwurzeln usw. Einen solchen Mai habe ich noch nicht erlebt: wohl dem, ber einen iDarnten Ofen hat!" Und wieder setzt, nach 70 Jahren, ist der Wonnemonat ein kritischer Monat erster Ordnung geworden, da uns von unserenFein- ben neue schwere „Sanktionen" — der Name ist wol>l deshalb gemäht, weil nichts ihnen heilig ist — angebnobt werden. Allein nicht erst, jetzt ist ber 1. Mai ein kritischer Tag und zugleich ein politischer Tag geroorbät, sontern schon vor 30 Jahren ist er in das Parteigetriebe gezogen worden Jnr Juli 1889 veranstaltete die Internationale Ärbeiterverrinigung einen Kongreß und erklärte auf dicseni ben 1. Mai eines jeden Jahres zum Wellfeiertag des vvoletarifchen Volles: vom Jahre 1890 ab wird die Maifeier" ein sozialistisches SdLagwott: einen literarischen Niederschlag finden wir nn Jahre 1896 in Arno Holz' „So- zialaristol'raten" in dem Satz: „Feinet Lunftblatt. Hal mer mein Personal zu de letzte Maifeier je- f(benft" Boni „lieben Mai" zu veben wird uns heute recht schwer gemacht: ber Dichter aber, dem wir dieses geflügelte Wort öerbanftn, ist gerade vor hundert Jotucn geworben. Es ist der Lübecker Christian Adolf Overbeck, Deien Kinderlieb „Fritzckeu an den Mai" zuerst in Johann Heinrich Vos;' Musenalmanad) vorn Jahre 1776 erschien und mit seinen Anfangsversek: „Ävnrm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün" dauernde Volkstümlichkeit gtrrvnnen hat, und von $Mart der Kvntpositivn gewürdigt wurde. Ter vergessene T-itoter mahnt uns in fernem „Trost für mancherlei Tränen": ,Laßt unS besser werden: Gleich wirds besser sein," eine Mahnung, die 'heute gewiß 'zeitgemäß ist. Overbecks Lied bietet daS erste geflügelte Wort vom! .Mai. Ihre ZM ist nicht eben groß, aber einige flammen von großen Dichtern. In der „Rxiignation" hat ber 25iä'hrigt Schiller das entiagungSvvlle Mott ausgesprochen: Des Lebens Mai blüht einmal und nicht roiebett7: aus ganz anderer Srrnrmung Hingt des eben so alten Heiniid, Heine erstes Ofebitot im „Ltzrischen Intermezzo": „Im Tvunberftoöncn Monat Mai, AIS alle Äirofpcn sprangen. Da ist in meinem Hei-zen Die Liebe aufgegangen. Im roimbtridiönm Monat Mai, WS alle Vögel sangen, Ta hab ich ihr gestanden, Mein Sehnen und Verlangen." Nicht vergessen möchte ich hier LenauS zugleich leben-frisches und schwermütiges Gedicht „Ter Poslilton" mit feinen EingangSverfen: JßiebTito war bic Maiennacht, silberwölllein flogen. Ob der holden FrühlingSpracht Freudig hingezogen." Zum Schluß aber sei noch Hermann Adam Don Kamps Lied „Der Mai" genannt und bic Hoffnung au-gespvochen, daß trotz allem auch für Deutschland seine Worte einmal Wahrheit werden: M es neu Macht der Mai. Landwirtschaft. Der Himmel im Mai. Ämrnnt der Wonnemond, so gibt es schon lange, schöne Taae. Allerdings stehen noch die drei Eisheiligen bevor, uni) manches *5» Brm wnmt Aschaffenburger frofen ist daS erste Svhl-nschiff hntxü W ttntlabunq gekommen. Der Baifrrftanb bat sich etwas gebessert, der SchiffSoerlcir biteb trotzdem weiter schwach. Frankfurt, 1. Mai. Am Freitag weilte m der Gutleutkaferne, dem jetzigen Quartier der Schutzpolizei, eine ffommif- sion der Enten te, die an der Hand gekrackter Listen die Waffenvorräte auf ihrem Befand prüfte und sich insbesondere darüber vergewisserte, daß die Aafscnbestünde sich nicht vermindert haben. 0 M a r bur g, 1. Mai. Em 6 tb rot h bter» paat da- vielleicht auch anderwärts auf raucht, janb sich Dorgeftmt bei einer Arbeiterfrau ^etn Eigentlich hatte die letztere zunächst nur btt Frau gefeiert, die ihr aller lymb ct^tt, wahrend dn Mann sich in die Stube schlich und Trat ber Au»- räunrung eme4 Schranke- sich b'.iaäte Zum Glück wurde er habet gefiert, woraus das Paar die Flucht ergriff. •« »ur-e Nachrichten aus Dessen und den N achbarstaaten. In Grünberg feiert die Familre ffrtebriA lahmer das Fest ber Silbernen Hochzeit. Gieichzeitti halt bte älteste T«bter Hochzeit, roShrend sich btc zweite Tochter am gleichen läge verlobt. — Ter Deutsche Zugendbund, OttSgviovc £ au bad), begann qe* ftnst seinen btet.öfr i*n Dandeq/an mit «wer Wanderung nach der Betterauelle aui dem Sorgen- los. — Ter im 73. Jahrgänge erscheinende „A l f* »elder Anzeiger" mutzte wegen Unrtiitabilität fern Erscheinen einstellen — Ttreftor Wagner mm der Lraunvohiengrube „Erlkönig" bei Ober- Erlenbach gab an b c Einwohnerschaft txm Ober» Eschbach gegen Beiugsichnn vollwertige Brann- Mjle zum ermäßigten Preise von 7 Mk für oen Zenter ab; bei Vrjeg-beschädigtni undffnegSt^nter- I ltelenen ermäßigte sich dieser Preis aut 6'Mk. — 3m ff reife Büdingen veranstaltete die leutschnotionale PolkSvartei in den letzten Tagen mehrere gut befudxe öffcnttidx? Versammlungen, io qi ben Orten Kefenrod, Hitzkirchen, Burgbracht, EckartSbausen, Dievach atm Haag, Himbach unb Langenberg heim. Besonderer Wert nxirbe dabei auf ben ÄuSbau ber Organisation gelegt. — lie älteste Einwohnerin ron Schlitz, Frau Friederike Merz feierte in großer Frische ihren 91. Geburtstag. — An SclL.'Ndorner Bald bet ff ö n i g* stein im Taunu- wurde ein 17jähriger Arbeiter beim Hol zahl oben von einem um iü rzen den Baumstämme erfcHagen. — Mit einem Üvsten auf wand •xm 200000 Mk soll an der Nidda bei Höchst ein Strandbad emgerichtct werden. Auch die Gemeinde 9heb wird sich voraussichtlich finanziell an ber Errichtung des Bades beteiligen. — Aus der Fahrt nach Frankfurt wurde etn Nieder Mädchen, Kaum 18 Jahve alt, vom fflapverstorch überrascht unb gebar ein gesundes Töchterchen. Mutter und fftnb kamen ins ffranfenhaus. — Durch die hochherzige Stiftung eines Ehepaares konnte in Breitenau an der Lahn ein kleines ffloftet mit bormher»igkn ffrankenfchwestern eröffnet werden, die gleichzeitig auch eine ffinben- bewahrschule leiten werden — Der Hauvtlehrer Hack aut Wiesloch hatte nach Frankreich ein Gesuch um Naturalisation alt Franzose gerichtet. Darauf leitete die Schulbehörde gegen den Mann ein Disziplinarverfahren ent, daS letzt abgeschlossen mürbe und auf Dienstentlassung lautet. — Aus bet Zahnradbahnstrecke Efrhroege — Heili- genstebt werden augenblicklich BersuchSfahrten mit einet sicbenachsigen Lokomotive besonderer Bauart ausgeftchrt, ine bei geringtmrt ffvblen- herbraud) auf einer Steigung 1:20 250 Tonnen befördert, während bte bisher im Betriebe befindlichen Maschinen nur 100 Tonnen bei derselben Steigung hesörd-rn können. — Mit einem Stamm- kavftal von 2040000 Mk. ist die Gesellfdxtft m. b. H. „Hessische Heimstätte" in Kassel gegründet worden. Die Gesellschaft wird ausschließlich nicht genügend leistungsiähigen Familien und Personen gesunde unb zweckmäßig eingerichtete Wohnungen — soweit möglich in Ein- ober Zwei- fttnrnienMufem mit ausreichender Garlewzugabe — Nt billigem Preise beschaffen. Msilüfterl ist nxxh ein richtiges SchneelSfterl 9&xf) immer nuufyt ine Zunahme bc4 Tages gute Fortschritte: sie beträgt in diesem Monat 1'/, Stunden. Die Sonne geht zu An fang d M. 4 Uhr 32 Min. auf, 7 Uhr 23 Min. unter, yi Ende de- Mai erbebt sie sich schon 3 Uhr 47 Min., tun erst 8 Uyr 9 Mtn. ui verschwinden. Die Mondphasen im Mat sind: Am 7. Neumond, am 14. erstes Viertel, am 21. Vollmond und am 29. letztes Viertel. Von dem Planetenstande ist Ku fügen: Merkur wird sichtbar in der zweiten Hälfte d M. am Abend, zuletzt */, Stunde. —4 Bonus ist anfänglich XJV am Ende d. M. */» Stunden als Niorgensdern sichtbar: am 21. d M. erreicht der Planet 1 oieher seinen größten Glan-. — Mars Nähert sich immer mehr ber Sonne und wird in den ersten Tagen d. M. ganz unsicht- bar. — Jupiter steht in den ersten Tagen d. M bei Sonnenuntergang hoch im Meridian und ist daher von jetzt an nur noch am ivestlichen Himmel zu sehen, am Ende d. M. 3»/, Stto> den. — Saturn steht Mitte d. M. bei Sonnenuntergang im Meridian, geht aber von da an bereite vor Taaesanbruch unter, so daß er zuletzt nur noch 3»/2 Stunden lang sichtbar ist. Das Buschobft nimmt eine Mittelstellung ein zwischen dem Formobst und den eigentlichen Obstbäumen. Es ist in allen Fällen zum Anpflanzen da zu empfehlen, wo dem Gartenbesitzer die nötigen Sachkennmisse für die Formobstzucht fehlen und die Anlage doch bald einen E rtrag ob:verleit soll. Ein Hochstamm braucht zur richtigen Ausbildung seines Stammkörpers bis fünfzehn Jahre. Erst von da ab ist auf größere Erträge zu rechnen. Das Buschobft bittet keinen Stamm, erspart sich also diese Zeit. Endlich bringt das Buschobft ost bessere und größere Früchte als der Hochstamm. Auf dem Raum, den ein alter, votttragender Hochstamm für sich beansprucht, können sechzehn Buschbäume stehen. Die schwachwüchsigen Obstsorten eignen sich für die Anzucht als Buschobft ganz besonders. An Buschbäumen gibt es nicht viel zu schneiden. Der Boden unter den Bäumen ist offen zu halten, es dürfen keine Unterkulturen betrieben, noch bart Gras und Unkraut darunter geduldet werden. • — Massen beschlagnahm« von Eiern. Die Wuchertzolizer in Mühlhausen tn Thüringen hatte vor einem Monat 40 000 (her beschlagnahmt, woraus der Preis aus 86 Ps yirüd» gegangen war. Tie Grosthänld.er leiteten nun tn den letzten Wochen, um die Wucherpvlizer zu um* gehen, ihre Eier nicht mehr über Mühllvusen, sondern über Treffurt. Aber auch hier sind letzt auf Veranlassung ber Mühlhauser Wuckserpolrzet S5 000 Eier beschlaVwhnn Wochen. — Trockenheit und Viehbestand Wegen ber immer noch andauernden Trockenheit ist daS Grünfutter sehr knapp. Wie aus Mainz gemeldet wird, müssen viele liai btüirte in der dortigen Gegei d fb.cn DteIHestand vermindern, wodurch natürlich daS Ochsen- unb Rindfleisch billiger zu haben ist als vor einigen Wochen. Während man nun aber aus der einen Seite Tiere abschasst, leat man anderseits jetzt so viel Ferkel zur Mast em, Wie dies selbst tn Vorkttegchahren nicht der Fall war. Kein Wunder, daß daher fünfwöchige Ferkel mir 200 bis 225 Matt bezahlt werden. Kenner der Verhältnisse belxtiüxtcn, datz bei der Übergroßen Zahl der Aum Fettmachen eingelegten Ferkel mit billigen Mastschvevien tffaaL [i «Marburg, 30. Avni Am 17. August v. Q. kam e» in Ziegenhain pi Demonstrationen und Ausschreitungen zwecks Herabsetzung ber 5ebrn»mitteLprriie. Die Äenge zog schließlich nach Treysa, wo ein Beamter belästigt wurde Gestern hatten sich deshalb eiroa ein Tuyend Angeklagte vor der diesigen Straf» kaimner wegen Land sriedenSbruchS zu verantworten. Die Berhandtung endete mit der Verurteilung von zwei Angeklagten zu je 4 Monaten und einem Angeklagten zu 6 Wochen Gefängnis. Die anderen erzielten Freisprechung. fiocbfdiultKt dir lebten. Neue Ordinarien. Hk. Marburg, 3u. Apnl. Wie imr ter*n, smd zu ordentlichen PiVsessoven an der Universität Marburg ernannt worden: der md .Honorarprofessor für gerichtliche Medizin, Mrrixir*i Gckh. Med-Rat Dr. Heinrich Hildebrand, bet a. o Professor der Phnsiologie wch Abtcüuugs- ix>rHd)cr am physiologischen Institut Dr. Frucht) Kutscher, der a. o. Professor der tiotantr Lx Mar Nordhaus en, bte a. o. Professoren in der medizinischen Fakultät Tr. Oskar Wagen er, Direktor der Poliklinik für Obren-, Nasen- unb Halskrankhciten, Tr. Eduard Müller, Direktor ber mebij. Poliklinik und Dr. Hans Serbel, Direktor des Zahnarztliä^n Instituts. • P Mardnry, 30 April. An der hiesigen Universität habilitiert sich morgen Dr. ing. H. Dieterle mit einer Antrittsvorlesung über „Chemismus und Technologie". TCircbc ttttö Scbitk. Lernmfttclfreihest. fp. Frankfurt a. 1. Asai. Der Sludt- rat bewilligte gegen die stimmen der bürgerlichen Bereinigung 150000 Mark zur Entführung der unbeschränkten Lern m ittcl s reihe iran ben hiesigen Volksschulen. Nur Religionsbücher müssen dir 5knider aus eigenen Mitteln beschaffen. — Ter Evangelifche ffirche nge- sangverein für Hessen hielt am vorletzten Sonntag fein 37. Jahresfest in Alzey ab. Von nah und fern — auch anS Ober he ff en — waren die Vertreter der anaeschlossenen Vereine und viele Hunderte ans bet Um.wg^nd nach Alzey getont men und bekundeten, daß die wahrend des ffrtegrs naturgemäß zurückgegangene Pflege des kunftmäßi^en ffirchmaesanges in der letzten Zeit wieder erkreulicherweise eine ganz erheblich? Äuf- wärtsbewegung zeigt. In dem FestgotteSdicnst wirkten 15 De reine mit über 600 Sängern und Sängerinnen mit. Ter Schriftführer, Reallehrer Weide, berichtete über den derzeitigen Stand deS Landesvererns. Tmiach zählt Siarfcnburg 90 Vereine mit 8 Lhorschulen, Rhemhessen 52 Vereine mit 2 Chor schulen und Oberhessen 44 Vereine mit 1 Chor schule, Msaminm 186 Vereine mit 11 Chors chulen. 6 Lick, 30 April. Am Himmelfahrtstage findet im Wattdistrikte Meilbach roiebtr nach allem 'Brauche der in der ganzen Umgebung bei i 1200 Bibliotln'ken gelpünbt, von denen aber nur noch 367 ausländisch- Zeitschriften lwlten. Xnw rcicliüen au-gestalt et sind mit ausländischen Zeitschriften die beiden grossen StaMsbibliotheken 6t Bettin unb München, jene mit 566, biefe mit 543, eS schließen sich an: Pie T«M'che Bücherei m Leipzig mit 443, da« Patentamt in Beilln mit 276, das Institut für «eeverftbr und Weltwitt- fchafl cm der Universität lliel mü 238, die Uni- versitatsbibliothek Gießen mit 229, ba5 Statistische ReichSoant in Beilin mit 226, daS Ibero- Omerikanisclie Institut m Hamburg mit 223, die ScikfenbergiidK- Mbliotltzck in Frankfurt a. M nrü 213 Zeitschriften usw. Jn^esamt werden die 3394 Zeitlchriften durch das Verzeichnis m 8010 ÜrentVarcii nachgewirsen, von denen 4125 auf die flneutlidm Bibliotheken entfalle, 3394 au^äubiidx Zeitschriften, das scheint ajif den ersten Wick eine große Zahl zil sein. Indessen bei näherer Tnrchsicht tmb besonders bei einem Vergleich mit dem 1914 erfdjmencn Ge- famlzeitschriftenverzeichnis erweist hd) das neue VerzeidmiS, wie eS m der ®onr?e heißt, doch als ein erschreckendes Dokument der trostlosen Verarmung, ber un sere öffentliche« Bibliotheken auf dem Gebiete ber auSländis chen Literatur anheinrgesall« sind." ES fehlen noch fast 4000 ausländische Zeitschriften, die wir vor dem Kriege hielten, von denen ber größte Teil von hol^m wifsenfchaftlichar Wett ist. DaS AuSkunftSbureoer legt eS daher allen, die noch in ber Lage find, anSläitzbifche Zeit- fchciften M kmffen, dringend ans Herz, wenn irgend möglich, nur «lche Zeitschriften vt bestellen, bte noch nicht m dem neuen Berreichnis vertreten ftnb, damit unser Bestand an ausländischen Zeitschrift« soweit cffS nur irgend möglid?, Dem ber Vvv- trvgSzeit nahe kommt. DaS GefomkverzeichutS bet ausländischen Zeitschriften ist vom 'lluSkunftS- burcau der deutschen Bibliotheken, Berlin NA. 7. Unter den Linden 38, zu beziehen. * mc. Frankfurt a. M, 1. Mai. eff Schauspieler Heinrich George vmn hro, [igen Schauspielhaus, der ohne Urlaub in Tarrn- flabi in Unruh's „Priirz Louis Ferdinand" bi* Hauptrolle spielte, obwohl er hier gebraucht wurde, ist in der gestrigen Sitzung des Bü^'ensche.d^ gerichteS für koittraktbrüchig erklärt worden. Er kann aifo vorerst nkfr nrehr auftreie*. Qcr bat an das Oberschiedsgericht in Berlm Berufung etn- aelegt. Bom Landgericht wurde er wegen seine» ffontroftlwucheSzu 3600 Matt GeULttat, zahlbar an d e Neue Thoater-Akttengesellschaft tn Frank- ftoft, verurteilt. Echt;er alber Liköre Vertretung: August Wittich, Gießen. Fernruf 1408. Telegramme: August Ufrtleh.JMftu Dachpappe, Asphaltklebemasse Dachteer, Carbolineum empfiehlt 5075h Carl Gaerthe, Wetzlar. LicilspielsSeitersifeg Heute bi» einwehL Donnentac 1 Colombine die Geliebte de» Apachen 6 Akte. Hauptrolle; Emil Janmngs. ä Staatsanwalt Briands Abenteuer, II. Teil Dem Wellengrab entronnen 5 Akte- . o061 a Die Beisetzungsfeierlichkeiten d. Kaiserin in Potsdam. Sichern Sie sieh neltiff PlAtee! 129 Seite gegen unreine Qaiü. SRüefier. SnStchea. täglich irisch ein reffen b, ■ Pusteln ul». Spezial- emofiebk au bllltglttu W «rat Dr B." tau TogeSoreilen «n ■ «ril Dr. S." Dazu Zcckoeh-Creme(nit5t fettend Dgc: ..Barm zu empfeilen tfi Zucker s Paieat-MedliieaJ. Buchdruckerei Nitschkowski Ludwlgslr. 4 (HESSEN :: Fernty. 724 TogcSoreilen — ffi. Koch,«^^. Verlobungsbriefe Verlobungskarten apart» Muster große Auswahl tt! i eine ScMMailiMD erlabe mir teiooten Mnzwelsgi | a. fetthattig).J» allenApoth Drogerien, Parfümerie» u. Zrtteurgelchätt^ ertzältllch^ Zilm-Serien DoOftimbiaeu. meterweise sür Samilieu ffino» hält große ÄuSwabl y^.c Central - Drogerie Schul ftrahe. Schutt u. Asche kann abaefabren werden. Lewllsichm! 3hnmet 5071 Badühofstrade 12. Drioat-eaimels-SiDBfe JeniH“ Gieben. Sabnbofftr. 00 Tel. 1007. - Gegr. IWO. 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Die hiesige französische Zollbehörde und die Reaierungskommission einerseits U7td die englischen und belgischen Behörden andererseits sind in Verhandlungen eingetreten, um den französischen Zollbehörden das Recht zu übertragen, auf Fragen der genannten Regterungen bte Legalisierung der Ursprungszeugnisse vorzunehmen. §Itzung5bericht fer Handelskammer Eiehen. Auszug. Bezüglich der Neuordnung deS Eisenbahnwesens vertritt die Handelskammer die Auffassung, daß an dem bisherigen Syslrm der beutfd/C.i Eisenbahnen grundsätzlich feityutjal- len sei und daher Vorschläge, welche auf eine lle&ertührung der Reichseisen bahn in gemein» wirlsck?astliche oder gar privatem rlschoftliche triebe abzie'en, bekcMrpft werden rnüisen. . Eine gesunde Dezentralisation sei' in dem Sinne an» zustreben, daß angemessen große Eisenbahn-Verwaltungsbezirke eine größere Selbständigkeit erhalten. Tie Handelskammer lehnt die Bildung von Wirtschaftsprovinzen nn Sinne sich abschließender, eine einheitliche Wirtscl-astsvolttik des Reiches verhindernder Neubildungen ab. Hingegen tritt sie nach wie vor für die in der Reicks- Verfassung verankerten Berirkswirtsck-aftSräte ein, deren Aufgabe in der Wahrung der sp-Kifisch rv- gionalen Jntere'sen der leweiligen Wtrtschafts- gebicte hefteten müsse. In Begutachtung eines Gesetzentwurfes über die Statistik des Warenverkehrs mit dem Auslande haben sich int hessischen Handelskammern in einem gemeinsamen Bericht an klick Automobil rädern oder Pferdrhu en zum Opier zu fallen, gelang es ihm, dem feindlichen Auw bis zur Ecke von Aldvych zu fo gen. Ter wrrnjT war so dickt, daß 12 bl 1000 fick immer nur ern Da ar Räderl äugen vorwärtsvressen bann e Ent- lick fchwenkre sein Chaufteur, der interna iltn gc- sckickr zu fein schien, einem Autobus und etiem Lastwagen gerade vor der Nase nach A.doych hinaus; Phllipp machte einen kühnen Sprung, leitete sich vor einem blu dürftigen Ltvton xe r- verv-Auto m ein freundlich summendes freies Auto- taxi, uni) die Jo b wurde unter gleichmäßigeren Verhältnissen Kingsway hinunter nach Hotborn fortgesetzt. Aut d«n Trottoirs von Holborn, und Oxsorv-Strect yojen tausend böpsige Sä»ren nack Westen; aus den Swtionen der unten d'.'ck-en Eisenbahnen wurden d e Menschenma sen ftoß-oeise hinausgesckteudrrt, ganz so wir das Warer aus einem gebrochenen Leitungsnohr strömt; und zwischen dar. Trottoirs war die Straße ein etu’tier dröhnender Rararaft von Fu^rwe ten, über benen der Benzmrauch in weißen Wirbeln sprühlr nn? der Sckaum eines Wasserfalles. Ter Abendllimmei darüber war gelbrot. wo er nickt von den Bogenlampen zu grünblau gebrochen Würbe. Plötzlich schwenkte 12 M 1000 in eine Ouergösse und blieb da stehen; u b Phi ipp stuckte, als er sah, daß seine ganze Jagd ihn nur $u_bem wohl bekam'.en öaire Nummer 118b Do d-S treet gerührt hatte. Mr. Bateson sprang heraus, aber während Philipp seinen Chaufteut bezahle,^bestieg er wieder jpin Auto und setzte sich an das Steuer. bas LondeS-Arbeits- und Wirr schäft Samt babin ausgeiprvckrn, baß s» sich her Notwendigkeit emer besseren Ausgestaltung bet Statistik des Warenverkehrs nickt verschließen, daß aber bei einer Neuordnung des statistischen Verfahrens dem Handel und der Jnduftr« nicht neue Ers'ckwemn - gen durck eine zeit- und arbeit raubende Beant roortung non allerlei Fragen in den ftattftftckc-n Anmeldcfchemcn erwachsen dürfen; im einzelnen haben sie eine Reihe von Berbeiferungsvvrschlägen gemacht. In Begutachtung eines Erlasses des Reick» verkchrsministeriums über dir beabsichtigte Be- schrenkung der Haftpflicht txr Eifenbahr» auf 20 M. pro Kilogramm haben sich dic dessifchen Handels- rammrrn dem Beschlüsse deS Verkehrsausschusses des Deutschen Industrie- und Handclsrages an geschlossen, in welchem vor der Durchsüdrung einer olckm das Ansehen Deutschlands aufs '"cktttrste sckädmcnden Nkaßnahme gewarnt wird. Bezüglich brr Versicherung des Frachtguts gegen Verlust, Minderung und Beschädigung dürse diese erst von der Grenze ab eintreten, bis zu welcher- die Haftung der Eisenbahn als gesetzliche Pstickt bestehen bleibt, d. h. von 20 Mk. für ein Kilogramm Warenwert ab. In ihrer gutachtlichen Stellungnahme zu den von der 2>tab t Gießen geplanten Steuern hat sich die Handelskammer gegen eine Einführung einer F r e m de na bg a bc als Der kehrsleindlich ausgesprochen, ebenso hat sie die Verbrauchsabgaben für Trauben-, Obstund Brarmtwcin ato handelsfeindlich grundsätzlick abgelchnt, hingegen die Warenhaus- und Filialfteüer zum Schutze des ortsansässigen Kleinhandels gutgeheißen. In Unterftützima einer Eingabe der hessischen Arbeitgeberverbande für das Baugewerbe an den Landtag wird die Haiib.'lskammer gegen bte Vergebung von staatlichen Bauarbeiten an die Bauhütte in Frankfurt a. M. Einspruch erbeben. In Wahrung der Interessen der Elektro- Installationssirmen ihres Bezirks bat die Handelskammer gegen die Vergebung von elektro- technischen Lieferungen durch die Eien- bahndirektion Frankfurt unter Ausschluß jeder Konkurrenz an zwei Frankfurter Firmen im Betrage von jährlich 6 Millionen Mark Protest eingelegt. Aus Anregung ihres sachverständigen Mitglieds hat die Handelskammer den Vorort des hessischen Handllskammcrtags gebeten, namens der hessischen Handelskammern gegen dic einseitige Bevorzugung der lanbwirtscha tlichen Genossenschaften zum Nachteil des Handels bei der sogen. M aisaktivn entschiedenen Einspruch zu erheben. Tie Handelskammer wird inGemeinschaft mit den übrigen hessischen Handelskammern sich für eine Erhöhung der Wertgrenze bei Postaus- trägen von 800 auf 3000 Mark, für eine Beschleunigung in der Herstellung von P o ft - scheckkontenver zeichnissen sowie für eine Beseitigung von offenbaren Ungleichheiten bei der Frachtberechnung von Warenladungen in 10-, 12Vz- und 15-Tonnenwagen einfetzen. Tie hessischen Handelskammern haben gemeinsam gegen die Uebertragimg der letzten W e tn- zuckerverteilung an die Landwirtschaftliche Zenkralgenossenschaft Emspruch erhoben. Tas Landes - Ernährungsantt hatte in einem Rundschreiben an die Kranken- und Heilanstalten des Landes diese aufgefarbert, auch nach Aufhebung der Eierbewirtschaftung den Eierbedan bei derjenigen Finna zu decken, welche im vergangenen Ja hie die Geschäfte der Landes- Eierstelle geführt hat. ©caen diese einfeitige Bevorzugung einer einzigen Firma zum Nachteil des Handels haben die hessischen Handelskammern Widerspruch erhoben. (Schluß folgt.) An» Stabt ttnb Catib. Gießen, den 2. Mai 1921. Eine Mahnung an die S-aturverwüster. Gegen zweckloses Sammeln von Tieren und Pstanzen wendet sich die bekannte Zeitt'chrift „KvS- moS" in den folgenden beherzigenswerten Worten: „Wir möchten bei die'er Gelegenheit wiederholt betonen, daß ein Sammeln nur dann Wert hat. wenn cs fustenratisch nach wissenschaftlichen Grundsätzen erfolgt Gegen die finntote Sammelwut, bie leidec besonders einen nur allzu großen Teü her Sckickjugend erfaßt hat, müssen wir energisch Front machen und erachten eS als Ehrenpflicht ledcs einsichtigen Naturfreundes, namentlich der dazu in erster Linie berufenen Herren Lehrer, hiergegen anzukämpsen. Turck die Jagd nach seltenen Arten sind manche der Gefahr vollständiger AuS- rot hing nahegebracht. Es gilt d,es ebenso vorn Schmetterling- wie vorn Käser- und Pslcnr^niam- meln Nur wer durck Einsicht in das Natu heben d n i'ckul ig 'n Re v kr vv. >e ne, LebenSäi ß rnngat ?eit»mten hat, Mitt zur Anlagt einer Sanrrnliny ^rtcktigt va- bloße Legion gen und Aup spießen ober Abreißen und Pressen der Natuvobjektt du.ig ij lutuig r?:c nedxnit dK< 2lneignLn von totem Gedäcktm-kram!' Prämien für da» Freimachcn von Wohnungen. Eineii neuartigen Weg zur Gewinnung ix>n Wohnräumen Ixit die Stadtverwaltung inLiegnitz beschritten. Sie gewähr! für ba-5 Freimucken von Wohnungen Prämien nach folgenden, von der Zentral stelle des beul schon Städtetages bclanni gegebenen Grundsätzen: Wer eine selbständige Wohnung mü Küche inne hat uiid sie dadurch freimacht, daß er seine Haushaltung mit einer anderen ver einigt, so daß zwei Haushaltungen in einer Wohnung geführt werden, unb wer auf bte Dauer von fünf Jahren auf den Anspruch auf eine neue Wohnung in Lieanitz verzichtet, bann eine Prämie aus Mitteln bet Stadtkasse erhalten. Tie Prämie famt auch auS freiem Antrieb nach auswärts ziehenden Familien und einzelstehen den Personen mit eigenem Hausstand gewährt werden, wen« dadurch die Wohnung für das Wohnungsamt verfügbar und auf fünf Jahre auf die Zuweisung einer Wohnung in Lieg «itz verzichtet wird. Die Prämie für jeden freiwerdenden Wohnraum beläuft sich bis auf 300 Mk. bziv. bei Wegzug bis auf 500 Mk ** Werbungen für dic Fremden^ legion. Am Frcitoo berichteten wir kurz, daß ein junger Mann aus Freienseen bei Lauback sick zur Fremdenlegion anwcrben ließ. Hierzu erfahren wir nock folgende Eir.zckbeitcll, die über daS skruvcllo'e Vorgehen der franMiicken Aatnten Auft'chlutz geben und zugleich als Warnung Diener mögen. Seit einigen Wochen hielt fick in der Faorik des Rheinlandes, in der der Freienfoener alS Heizer arbeitete, ein besser gekleideter Herr auf. Er verfachte verfchiedentlick junge Leute durck große Versprechungen, Kneipereien usw. zu be wegen, mit ihm nach Hamburg zu fahren, nro er angeblich ein Schift b'säßc. Mtt dnn Fretensaencr schloß er „Freundfcha t" und veranlaßte ihn, sich mit ihm auf ein Schiff zu begeben. Er erzählte dort, auf dem Schiffe erhalte er nach einem Jahre Dienst^ik 70 000 Mk. und könnte e5 außerdem bis zum Kavitän bringen. Der junge Mann fiel auch auf diese Bersvrechilng.h'nein unb benab sich zu dem Agenten. Seit dem 22. Avril find bKde verschwunden. Die Angelegenheit ist der Staatsanwaltschaft in Duisburg übergeben worden Landfrris Gicßcn. o-o. Heuern, 50. April. Im Gegen» satz zu früheren Jahren wird schon 'jetzt fleißig Holz eingefahren, da die alten Dor- täte meistens aufgebraucht sind. Aber die Zuweisung des diesjährigen Hol zeS durch ben Gemeinderat ist gering. Jede Haushaltung erhielt gleich große Mengen an Scheit- und Stockholz und Reiset und bte mit Viehwirtschaft noch Reiser oder Stockholz Im Gegensatz zu unterem Ort und einigen der Nachbarschaft soll die Holzzuteilung tn der Gründerger Gegend ausreichend sein LrciS Düdlngen. " Büdingen, 30. April. Am letzten Somv tag wurde hier her Kreisseuerw^ hrtag tieranftaltd Aus dem ausführlichen Bericht des Kreisieucrwchr- infpektors Göckcl war ersichtlich, daß im lkreis Bübingen 5153 Feuerwel)ricute den Feiterlöschdtenft oerfeben, davon 737 freiwillig und 4416 bet der Pflicktfeuerwehr und Hilfsmannfckoft. Im fitucr- lösck)dienst stehen 118 Spritzen, 51 mit unb 67 ofrv Saugvorricktung An Schläuchen sind vorhanden 12 610 Meter, gegen 11 906 Meter im Hahrv 1913 Mechanische Schiebeleikern stehen im Kuns 11, tragbare Schiebeteikern mit Stützen 34, Leitern mit Stützen 30, ohne Stützen 96. Hakenleitern 126 unb Tachleitern 50, neu angefchafft wurden zwei Leitern mit Slützstongen, selbsttätigen Fallhaken mit AuS liebfeil. 43 Orte besitzen Wasserleitung. Seit dem 1. April 1919 sind 21 Brände gemeldet worden Kreis Lauterbach. — Lauterbach, 1. Mai. Nach bet Statt» stik des AreigesundheitSamteS für bar Jahr 1920 sind im Steife Lauterbach 386 Per tonen gestorben; die Sterblichkeit hielt sich un aefähr auf der Höhe der letzten Jahre, der Durch schnitt der letzten 10 Jahre betrug 391 Lebend geboren wurden 698 Amber. ES oleibt also ein Geburten übe richuß von 312. Aus 1000 Emwohnei kamen 23 Geburten und 13 Sterbefälle. Im Jahre 1919 sind 450 Linder lebend geboren unb 386 Personen gestorben. Tai ergibt einen lieber schuß von 64. 1918 sind 277 lebend geboren, gestorben 541, HebersÄuß 264. 1917 sind 305 lebaii geboren, gestorben ö6v, lieberschuß 62. Der Ge lundhectSzustand der Bevölkerung war im Jahve Mit einem kurzen Wink den lebergeflribeten Chmp- Tcur oerabsck'edend, rollte er fort. Onenbar hatte d-.eser 4ür den Tag frei bekommen. Nach einem Augenblick des Zögerns beftLotz Phi'üw, bte Verfolgung des Herrn aurxugelten; der Diener tn- terqf:erte ihn augenblicklich mehr. „WonS! Zum Angrisi aut seine Tugend!"' murmelte Herr Lollm unb eilte ihm nach „Bevor die Nackt um ist, muß ich mit ihm im klaren sein." Lange vor Mitternacht war es, und gegen i/,l Uhr war Mr. Bateson ohne nennenswertes Zögern mm feinem Teer.tr verkauft. Lesest — so lautete der Name des Chouiteurs — erwies sick als ein intelligenter junger Pa.fer, der infolge einer imeriebigten Angelegenheit mit M. Lö- pine genötigt war, im Auslande zu leben, ein Umstand, den Mr. Bateson dozu ausgenükt batte, um ihn im Notfälle zum Gel-orfam einNischüchtern. Mr. Bateson lenkte fall nie selbst, und Lescot halte eben erfahren, daß er in nächster Zeit unmöglich frei bekommen konnte. Fo g ick war eä ia fo gut nne sicher, daß er bet der Ausführung von Mr. Batefvns Plänen gegen Mr. Wa ter- Mitwirken sollte, und er lauschte mit offenem Munde, was Philipp über diese zu erzäbsen hatte. Vor die Wahl zwischen einem fetten Bis en und lebenÄänglickem Zuchchaus gestellt, zögerte er nicht lange. Bevor er und Wiliw sich trennten, batte er Herrn Collin Treu und Glauben geschworen, mit wenig Gewissens.'i fen, berat er liebte Mr. Bateson ungefähr cben^djr nxe lein eener Herr. Und nun kommt die Erzählung von Philipp Collins Rache an ben Brillern Bat non. Ter Freitag des 26. Februar 1906 brach tn London mit einem gelbgrauen Nebel jener speziellen Art an, die man dort Erbsen fuhren n ebd zu nennen pflegt. Ue'e.alL b:innen in ben Häusern wie draußen aus den Straßen, brannten bi*- Gaslaternen unb die elektrischen Lampen m rot- gelben unb grünb auei Tumtfreifen, aber verbreiteten nickt mehr Licht, als wären cS Talg- dock-te gewesen. Ter frühe Margenoerl'ehr der Straßen wickelte sich im Schneckentempo ab; man sah kaum einen Meter vor sick: unb in dem fiebrigen Brei, der bte Trottotrö b deckle, arbeiteten sich die Fußgänger mühsam durch, Lei einer urnrut hörlichen Begleitung von brüllenden, singenden und hustenden Autohuven. Hie urb ba tauchte ein Riesen schatten im Nebel über dm Köpfen der Wanderer auf, und em hilfloser Jfatvous prallte mit einem Kxach an ben Trotrotrranb. Wegweiser und Fackelträger beeilten sich, chr Geschäft zu beginnen, unb sie verdienten gut, berat nur ,chr geübte Fußgeher urb Rutscher konnten ben De? frühen. Nachdem sich der Nebel gegen ri-9 Uhr noch etwas verdichtet hatte, lichtere er sich eve halbc Stunde später wieder, aber er hmr nock schwer genug über bet Stickt, um es allen, hie nicht erbgesesfene Londoner waren, unmöglich zu machen., sich allein vorwärts zu bringen. (Fortsetzung folgte 1980 tnf Ler^DniS ziemlich gut, wesentlich geringer war bic Zahl ber Erkrankungen an bcn akuten InskktwnZkrmlkheiten, wie B. Diphtherie und Scharlach wir im Vorjahr«. Die Diphtherie- fälle waren so zsemlich auf beit ganzen Krers verteilt, während btt Schariachfälle zu Anfang des iIalwe4 in bern südlichen Teil des Kreises, honpt- fääiltch m ^Tciarftet an, Obe -TOjo3 u b Metz x^ Gehaag auf traten. Zu Ende des Jahres herrich'e in Ilbeshausen eine Scharlarliepibemie. TyvlstiS" fälle kamen 3 m Landenbausen in einem £xmfe bcr. Im Li lang des Jahres trat b e Errpte ui «nr-elnen Orte.« der Kreises stark am, es starcen an derselben 17 Personen. Gerlchtssaal. 0 Marburg. 1. Mai. Dor eirriyer Zeit Wirtete sich ein Fuhrhalter in Ziegen Harn einen fremden Kutscher namens Richmann, der bas in ihn gesetzte Vertrauen schwer mißbrauchte. Als er einen Rri senden nach Treysa an bte Bahn fahren sollte, fuhr er mit den höben Pferden samt dem Wagen nach Staffel nub suche dort baJ Gespann M verkaufen. Sem Herr kam noch gerade zur rechten Zeit. Der Kutscher wurde vor einiger Zeit verhaftet und gestern vom Landgericht zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt Vermischtes. * Stern lo se Welten. In alten Märchen auf niedrigster Kulturstufe stehender Volker wird berichtet, die Sonne fei so unbescheiden gewesen, immer scheinen zu wollen. Da habe man nun die Nacht zu Hilfe gerufen, um die Sonne wenigstens von Zeit zu Zeit zudecken zu können. Daß es aber Wellen gibt, m denen keine Nacht die Sonne verdecken und den hypothetischen Bewohnern Dunkel bringen könnte, ist wohl wenigen bekannt. Die moderne Astronomie hat Beweise erbracht, und zwar find es die „mehrfachen Sterne". Der bö* fgnntcfle ist wohl bet „Däumling" im Himmelswagen Heule wissen wir, daß dort, on die 100 Lichtjahre von unserem Erdenball entfernt, fünf leuchtende Sonnen gemeinsam ihren Neigen tanzen. Ein System von fünf machtvoll strahlenden Sonnen. Welch ein Schauspiel für die Planetenbewohner dieses Sternenreiches. Ein Wettstreit des Glanzes. Ewiger Tag in unerschöpflicher Fülle der Erscheinungen und Bewegungen miteinander wetteifernder Sonnen. Und nie würde durch die Atmosphäre eines bewohnten Planeten das Flimmern auch nur eines Sternes bringen. Was mögen wohl biefe fonnenüberfluteten Bewohner für Begriffe und Empfindungen von Licht und Finsternis haben, da sie doch nur das Dunkel in der Tiefe des bewohnten Bodens kennen? Und was haben diese Planetenmen- 'schen wohl für Möglichkeiten und Formen, die erhabenen Gedanken an eine Unendlichkeit zu bilden? Es wäre der Phantasie eines Verne oder Lüßmitz würdig, ein Bild dieser Sternen- kullur zu malen. yandet. Berlin, 30 April BörsetestisttmungA- bild. Die Haltung ber Börse schwankte. Die Hbgabeneiaung überwog vorübergehend. Dann waren aber leichte Besserungen bemerkbar, da immer wieder die Meinung zum Vorsä-ein Tarn, daß man nicht aNe Hoffnung auf Vermeidung drS SchlmrmNen aufzugeben brauche, da sich immer noch die TOögüdyteit von Verhandlungen u-ine. Die Kur-veräiiderungen bewegten sich zumeist im Nalmven von 2—5 Prozent Stä.f^r gebdkft waren Däfch, die 14 Prozent und Th. Gvlbsäpnibt die 17 Prozent tiettovett. PhSnir verloren 8, Nhrin- metall 9 und Oren stein u. Koppel 6 Pro^nt Dagegen waren Gebr. Böl^ler um 10 Prozent höher. Bun Koloiiialwerten erfuhren Olcannrrnen betrachte liche Steigern 115m. ' Deutsch-lie^ersee und (Sliftri» zitätsuktien büßten den vorüberael,enden Gewinn von 13 vollständig wieder eia. Am Anlagemarkt bi d tc die St tg TJit^ter 3 pro- Deutsche 9 ei: i- Lnleche um P/» Prv^iu eine auffallende Erschei- irung. 3^ xpoozentige Reichsanleihe gewann 31/« Puvzent. Ungarische Anleihen Logen durchweg et» was an. Die Tevisenpreise ne. Isen stch höher. Ter Verkehr darin vollzog sich unter Schwankungen. Frankfurt a. M., 30. April. Bör- senstimmungsbild. De po iii chen Sorgen beherrschten auch am Wochenschlusse die Börse. Es bestand daher eine große Geschäftsstille. jedoch blieb die Grundstimmung vorwiegend behauptet. Selbst der Devisenmarkt war gestern abend wesentlich ruhiger und die erziehen Steigerungen einzelner ausländischer Zahlungsmittel neigten zur Abschwächung, besonders Neuyork. Bon Auslandswerten waren Mexikaner unregelmäßig. Deutfch-Uebec- fee ruhiger, aber behauptet. Schleppend volb- zogen sich wiederum die Umsätze in Montanpapieren. doch war die Tendenz eher etwas gebessert. Phönix unterlagen mäßigem Angebot und gaben zum ersten Kurs 7 Proz. nach. Daimler-Motoren verloren 2 Proz. Benz lagen schwach. Die Werte des Anilinkonzerns waren vorwiegend gut behauptet. Badische Anilin schwächer. Die übrigen Jndustriewerte zeigten ein ruhiges Aussehen. Schuckert begehrt, plus 3 Prozent. Aber Licht und Kraft, AEG. und Bergmann abgeschwacht. Unter Berücksichtigung der ungeklärten politischen Lage blieb der Gesamtverkehr bis Schluß lustlos. Schiffahrtsaktien gaben nach. Theodor Goldschmidt $0 Prozent niedriger. Privatdiskont 33/< Prozent. fd. Frankfurt a. M., 1. TO it Wie wir erfahren, hat der finanzielle Teil des diesjährigen Frühjahrsmeffegefchäftes einen uite erwartet günstigen Abs chluß gebracht. Frankfurt a. TL, 2. Mal Berliner Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 29. April. 30. April. 914.05 915,95 916,55 918,45 16,89 88,47 26,78 16,85 88,27 26,72 140,15 315,35 260,55 63,89 501,55 138,40 316,3 262,30 66,19 513,05 17,27 90,10 30,03 17,23 89,90 29,97 138,10 315,65 261,70 66,05 511,9-5 Amsterdam. Notlerd. 2305,15 2309,85 2317,65 2122,35 Brllssel-Antwerpen . 501,45 502,55 511,45 512,55 Thristiania 102',45 1023,55 1023,95 1026,05 Kopenhagen 1183,501191,20 1195/01198,20 Stockholm . . . . • . 1520,95 1524,05 1544,45 1547,50 Helsingfor». ..... 139,85 " "" Italien........314,65 London 259,95 'Jleunork 65,75 Pan» 500,45 Schweiz 1147,35 1149,65 1154,80 1157'20 Spanten ... Wien (altes). Deutsch-Oesterr. Prag Budapest. . . Bulgarien . . Konstantinopel Marknotierungen. Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt! Datum: 1.7.11 29.4. 30.4. Zürich Amsterdam Kopenhagen Vraa Stockholm Men London ..... . Varis Neuyork Fr. 125,10 8,75 Fl- 59,20 4,35 Är. 88,80 8,60 Är. 117,80 112,75 Ar 88,83 6,70 Ar 117,88 1012,- Sh. 97,83 7,35 Fr 125,40 19,84 I 23,80 1,47 8,65 432 8.45 6,60 7'35 10,62 1,51 VSrienkm-se. Frankfurt Berlin Ebenb- Schluß- Schluß- Schluß- KnrS Kurs Kurs KnrS 71,50 Boch Gußstahlwerk . 295. 283, 195,50 230, 398, 295, 315. 73. 405, 175.25 145,- 509,- 427,50 29 4. 77L0 30.4. 77,50 620,50 508,- 484,- D.-Luxemb. Bergw.. Gelsen Kirch. Ber gw. . harpener Bergbau . Oberschles. Eifenb.-B. Oberjchlei. Lifenind. . Phönix-Bergb -Ajtt.. Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. Elektr.A.E.G Schuckert-Werke. . . Fellen-GuUleaume. . Daimler Bud.- Eisenw.» 2lkt. . Adlerwerke s'/a Heff.Slaotsanl. . Elektron Griesheim . Datum: 5\ Disch. ÄrieysanL 4 ®/e D>lch. ReichsanL 3e/e Dtsch. Beichsanl. 4e/e Preutz Äon(oli Darmstädter Bank. Deutsche Bank . . . Disconto-Gesellschast Dresdner Bank. . . Nationalbank f. D. . Mitleid. Lreditbank. 170,50 H.-Amerik Pakets. . Norddeutscher Lloyd.. 149,50 29.4. 30.4. 77,50 77,50 68,60 68,80 70,50 72,10 68,60 68,30 180,- 180, - 293,50 292,- 246.50 246,- 211,- 210,50 189,- 188,75 179,50 179,- 176,- 174,- 146,- 140,25 430,- 296.— 294,- 318,- 314,25 434,75 426,- 286,- 285,25 261,12 257,25 633,50 620,50 510,- 512,- 433,- 429,50 280,50 280,- 239,75 235,25 529,75 525,25 192,75 191,50 545,- 540,- 230,- 227,25 74,- 72,25 400,75 400,- Züricher Devisenmarkt. 30. 4. 1.4. Wechsel auf: Schweizer Franken Holland........100 FI. = 20?L5 200.25 Deutschland 100 ML. = W 3.625 Wien 100 Är. = 1.49 1.50 Prag 100 Är. = 7.70 7.75 Paris 100 Fr. = 44.20 44.- London \ £ = 22.60 22.56 3taüen 100 ß. — 27.35 27.25 Brüssel 100 Fr. - 44.- 44-- 'ßubapeft 100 Ar. =• L45 2-625 NeuyorK 100 I = 571.- 569.- Agram 100 Är. = 4.- 4- Bnkarest 100 ß. = 9.20 9.25 (3n einem Teil bei Auflage wiederholt.) (Eine öeutjdiefiote übet öie unzulängliche Arbeit des Wiederherstellungsausschusses SerliiL 30. Aprü. tWTB.l.Am 24. April übergab die Krtegslastcnkommiffion ber Reparationskommisfion eine Note, m ber es heißt: Nachdem der zur Prüfung des Scha^ dens gebildeten deutschen Delegation Gelegenheit gegeben worden ist, sich zu bcn Forderungen der alliierten Mattste zu äußern, beehrt sich bte deutsche Regierung, ber Repa.atlMtsL-mmis.ton zur Frage ber Reparationsoerpilichtungen folgende Mitteilung zu machen: Tie von den alliierten Regierungen der Reparationskornmission eingereic^en Schadensrechnungen sind zum überwiegenden Teil in einer Weise ausgestellt worden, btt es nicht gestattet, zu einer klaren Erkenntnis der berechneten edwöen und ihre Bewertung zu gelangen. Sie enthalten in sehr vielen Fällen nur die Eird-iffern der einzelnen SchadenSgruvpen. Das voräelegte Matenal blieb für eine umfassende und systematische Stellungnahme un»ulänalich. Fn einer beträchtlichen Zahl von Fällen ist der Nachweis gelungen, daß die Schaden posten zu Unrecht ein» gesetzt oder zu hoch bewertet ober mehrfach in Rechnung gestellt worben sind. Damit ist die materielle Zuvrrlässigkrit der Schadensrechrrungen ernstlich erschüttert worben. Die beutidje Regierung kann mit Rücksittst aus b:e Unzulänglul)- feit ber Un-uverläsiigieit des ihr zugäng tch gemachten Materials und mit Rücksicht aus bte Stürze der ihr zur Aeußerung gelassenett Zeit nicht an- wi«berch)lt Verwahrung ringc-egt ber Nle4tr110e■ 11 allen Xf HMcllei fchädigungsforberung gegebenen Zeit nnb bte Unzulänglichkeit ber Unterlagen tarier gegen F)v- roote RonnefeldtsTee M ek ir amtlich oid ausgiebig billig iro Vrbrioci ertemren, 6of chr in Dreier Sberaus Wmtfomen Frage billiges Gehör int Sinne des Artikel- 233. Absatz 2 des Versailler Vertrages gewährt warn den feu Aut Deistmg der deutschen Negiertmg t>3m 28. April ist seitens der Striegsla::enk)mmt7!tan eine Erklärung äbersardr worden, wo. in es hrrßt, datz sich die txmtfdic Regierung n id>t in der Lage fidit, am 29. Aprr. über den Zah^ lungsplan zu verhandeln. Tie deutsche Regierung habe vor wenigen Tagen der amen* konischen Regierung einen neuen Brün übte* mittell, auf rockhcn die Antwort noch ausltche. Tie deutsche Regierung möchte es unter bteiai Umständen zunächst bet Reparation - )ommis s ro« überlassen, ih.e.serts einen Plan auszuste l-n. tw sichtlich dessen sie seboch alle Vurb^chalte macht. 6te verweist habet aui bte bet beu Verhandlungen über bte Höhe der Entschädigungssumme von thrae Vertretern abgegebenen Erklärung.-«, at welchen bte Unzulänglichkeit der ihr zur Prüfung bet Ente den ist. Auf Weisung der ReichSregierung tnnf 28. April hat dieKriegslasten t j m m t f| toi das mit ber Note vom 2ö. April bjn der Ra» vonrmisfü.ni gestellte Verlangen eui liebed< fübumg ber G o l d m r l l i o r be ber Reichs« bank aus bte Bank be France mit einem Schreiben beantwortet, in bem es heim: Tte deutsche {Regierung glaubt, daß das in ber Note ber 5Repara* tisnsvommission vom 22. April enthaltene Ersuchen auf 'Ablieferung von einer Milliarde ©olbauxrf in die Gewölbe ber Bant von Frankreich, aiT dessen rechtliche und tatsäch.rche U bu.ch ikhrbirfc-ü hier nicht nochmals angegangen we b.m soll, nicht aufrecht zu erholten ist. Ter Reichs t aa txit ferner ein Gesetz befchloffen, bas aus bte Verfügung über Gold weiterhin dis zum L Oktober 1921 verbietet und strafbar macht. Abänderung Der deutschen Vorschläge? Pari 30. April. iWTB.) HavaS meldet an8 Neuyork: Die allgemeine Meinung g« ht doh n, daß die Revarations.rage der Ha uptg-gen stand gestrigen Beratungen des Kabinetts war. Qu er. wissen Kreisen redmet man damit, baß dir bt schenBor schlage derart a b ge u uü «. tt den, baß fie für bie Verbandsregrerungen uxxd* Wiederaufnahme der Bcrhanblungen annehmbar werden können. Ein Attentat in Riga. Riga, 29. April. (WTB-) Bei einer Schule in der Nähe von Baus? wurde, dem „TOemrieii Dampfbvot" zufolge, auf das Automobil des Mitt i st e r p r ä f i de n t e n, der zu einer Volksversammlung fuhr, eine Handgranate geworfen. Der Mimstervräsitant b.L'b unverletzt. Dec Attentäter, der Solbatenklcidung .trug, konnte bisher nicht verhaftet werden. Aus der Kommuniftenpattei. Berlin, 30. April. ^Zriv.-Tekegr.) Nach einer Meldung des Derl. Tageblatts au5 Halle veröffentlicht der Landtagsabgeordnele Höttge anläßlich feines Ausscheiden- aus der kommunistischen Partei einen Aufsatz, in dem er mitteitt, daß die kommunistp- sche Partei in Deutschland nunmehr eine Sekte fei. In Anhalt, wo die kommunistische Partei stärker gewesen fei als in fast allen aroheren Gebieten Deutschlands, feien TOaffate auStritte erfolgt. Es lägen Abmeldungen garo- -zer Ortsvereine vor. töördmf ä l Mollkeilr22 - Fernipr. 1669 J Dar ^Nordree •Paradier N Gramm »Stücks Bikloria-Erbsen, gelbe Speisebohnen, weitze kondensierte, gezuckerte Dollmllch , 8.- die Dose. Verkauf erfolgt bis auf weiteres von 8 bis 12"/. Uhr vormittag» und 3 bis 5 Uhr nachmittag» im Alten Stadthaus, Gartenslrahe 2, Nebengebäude ffrilheres Ortsgenchl) an jedermann. Samstag» erfolgt verkauf nur von 8 bis 12 Uhr. Heute and folgende Tage: Peter Vofl Oer MIHIonendleb Stäöt tcbensmitfclamt Sonderausgabe. Freibank Verkauf von 1 Uhr ab MUMSS-MM über abgelieferte Einkommenstrner für «rdeilaeber. die vom TOarftnfleben befreü flub Halber Baac» = SO XU., bei io Stück - 45 «f Ifflr 49 Ärbci neumer anSre'ckendi •en Erd- ww Maurer-, Zimmer-, Dachdecker», Spengler-, Glaser-, bcklasser-, Schmiede-, Installation», und Weitzdr cherarbeuen sow e die Eisen- und Träger. Tieferung sollen im öffentlichen Wettbewerb »«geben werden. .