Nr. 282 Der Hl«,«»er L»Zri-er trfodnt täglich. außer Senn» unb Feiertags. Bcna:lid»«r«,ua»pr<|r. ®’.a 5.50 rtn|d)L träger» I»bn. durch die Post TUl 6-5h cinfdkL Vest«2» gdb, auch bet 5»rchtericher» nr* rinjeln5 Pf. aurwärt» 65 Pf.: für Neklame» Sinjtiqen von 70 mm vr«i:e 250Df. Bei Platz. »odAn’t JO Stuf chtag. HaupischrsitlcN» Aug. Leer, BerantworUtch für Politik Slug. Goetz: für den übrigen Teil: Äatl IDaltber; für de» Anzeigenteil Han» Bech, sämtlich in Gießt». eS kann sie aber auch nach dem Urteil bewirken. auch widerrufen. Dem Verurteilten kann durch die Dvllftreekuncisbehärde ferner gestattet werden. eine uneinbringliche Geldstrafe durch freie Arbeit zu tilgen. Ist er ohne fein Verschulden außerstande. die Geldstrafe zu zahlen oder durch freie Arbeit abzutragen, so kann das Ge- icht (mit Zustimmung der Staatsanwalt- fchaft> anordnen, dah die Vollstreckung der Ersatzfreiheitsstrafe unterbleibt. Diese Gesetzesvorlage, die jetzt der De- schluhfassung des Reichstages unterliegt, soll mit dem 1. Januar 1922 in Straft treten. Der Reichswirtschaftsminister Schmidt über die Lage. Staffel, 30. Aon. (Wolff) Gestern abend sprach in der StaMbaUe ReichSwirtschafts- ministerRobert Schmid! über die deadche Wirtschaftslage. Gr gab dabei einen Ueberblid über die Arbeitslage der 3 n b u ft r i e. Die Te«- tilinduslrie beschäftige nur 80 Prozent ihrer Spindeln. Der Daumarkt liege ebenfalls vollkommen darnieder. In der 6ifcninbuflne fei eine große Zahl non Hochöfen nicht im Betrieb Auch in der Zement- und Wollindustrie, für die heimische Geldstrafe und Freiheitsstrafe. Dem Reichstag ist der Entwurf eine« Gesetzes zur Erweiterung des AnwendungS- «bietes der Geldstrafe und zur Einschränkung der kurzen Freißettsslrascn zugegangen. Das neue Gesetz bezweckt zweierlei: VnerseitS die Höhe der bisher verhängten Geldstrafen auf einen dem heutigen Geldwert entsprechenden Stand zu bringen, andererseits aber kurze Freiheitsstrafen durch Geldstrafen xu ersetzen. Sine Begründung für eine Hinausseyung der Geldstrafen erübrig! sich. Die geplante Ersetzung der Freiheitsstrafe durch eine Geld- strafe aber könnte leicht die Befürchtung er- wecken, als ob den Bemittelten gegenüber den Unbemittelten ein Vorzug dadurch ein- oerüumt werden sollte, daß sie durch eine Geldstrafe ein Vergehen sühnen könnten, das sonst eine Freiheitsstrafe verwirkt hätte. Das trifft selbstverständlich nicht zu. Erstens soll fortan auf eine Geldstrafe nur dann erkannt werden, wenn der Strafzweck dadurch erreicht werden kann, und wenn die Strafe an sich einen Monat nicht überschreitet, und zweitens ist durch den Gesetzentwurf dafür gesorgt, daß tm Falle der Unbemittelthrit der Verurteilte seine Arbeitskraft zu einer (evtl, ratenweise erfolgenden) Abtragung der Geldstrafe aus- mttzen kann. Wenn auch das Verhältnis von Geldstrafe Mi Freiheitsstrafe erst bei einer allgemeinen Reform des Strafrechts geregelt werden kann, so erscheint diese vorläufige Abänderung der geltenden Strafgesetze dringend wünschenswert. Bisher ist das Strafmittel der Geldstrafe nur in beschränktem Maße ausgenutzt: sbr Höchstmaß ist durchweg sehr niedrig. Auch tft die Vollstreckung der Geldsttafe unzureichend geregelt. Vor allem ist der Ver- urteilte nicht in der Lage, seine Arbeitskraft für die Erledigung der Geldstrafe einzuseyen. Er wird aus diesem Grunde häufiger die Soentualfreiheitssttafe absitzen müssen, als in seinem wie auch im Interesse der ANgemein- pett liegt. Der neue Gesetzentwurf will dem abhelsen. In seinem § 3 wird das Gericht angewiesen. überall da, wo nach den bestehenden Vorschriften Geldstrafe überhaupt nicht oder nur neben der Freiheitsstrafe zulässig ist, für eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als einem Monat auf eine Geldstrafe bis zu 50 000 Mark zu erkennen, wenn der Strafzweck dadurch erreicht wird. Der seit langem erhobenen Forderung, die kurzen Freiheitsstrafen eln- zudämmen. wird somit in der Hauptsache ent- spwchen. Dir Tragweite der Reuerung geht daraus hervor, daß künftig z. B. in milder liegenden Fällen des einfachen Diebstahls auf Geld strafe erkannt werden kann. Die Erhöhung der Geldsttafen. die in reichs- und landesrechtlichen Sttafvorschrif- ten bei Verbrechen, Vergehen oder Uebertre- hmaen angedrvht sind, erfolgt künftig automatisch um das Zehnfache: bei Verbrechen oder Vergehen wird die Geldstrafe aber auf mindestens 100 000 Mk. festgesetzt. Der gesunkene Geldwett rechtferttgt diese Verzehnfachung. Um nun auch die Geldstrafe zu einem brauchbaren Ersatz für die Freiheitsstrafe zu machen, wird sie bei Verbrechen und Vergehen auf den Höchstbettag von 50 000 Mark festgefetzt werden. Soweit die Geldsttafe nicht beigettieben werden kann, tritt die verwirkte Freiheitsstrafe an ihre Stelle, jedoch kann das Gericht nach Maßgabe der wirtschaftlichen Verhältnisse des Verurteilten, ihm eine Zahlungsfrist bewilligen oder gestatten, die eträfe in bestimmten Teilbeträgen zu zahlen. Das Gericht kann diele Vergünstigungen Rohstoffe genügend vorhanden feien, würden diele Indulinen an einer vollen AuSnützung der Äon» juntturlage durch den Äoblenmangel. Der auf die ZwangSl teferungen an die Entente Aurüdtufübren fet, verhindert. Die chemische Industrie leide unter der ausländischen Konkurrenz. die während deS Äricgeä stack geworden sei Die Landwirt- schäft habe fich dagegen wieder erbost. Die Hauptursache des Preissteigerung liege In der Entwertung der Mark. Die bisherige Unterlassung der Ettassung der Sachwerte lei ein Grund mit für den Dalutasturz. Der Tiefstand der Matt wirte katastrophal Die Tonne amerifani- scher Weizen koste beispielsweise jetzt 14 000 Matt gegen 240 Matt vor dem Äriege Der jetzige In- landSprciS betrage 7000 Matt Auch die Preise sürDutter undMilch seien ungerechtfertigt doch Abgesehen von Rußland. Dolen und Oesterreich fei die Teuerung in Deutschland am größten. Während deS Oktober kamen über 120000 Personen au« Dänemark, um in Deutschland zu hamstern. Sehr wichtig wäre eS. wenn man den Eisenmattt ebenso binden würde, wie wir die Preisgestaltung der Kohle gebunden herben. Würden wir die Stöhle freigcben. so gäbe daS Preisentwicklungen, die alle bisherigen in den Schatten stellen würden. Der Minister sagte zum Schluß: Ich überschätze nicht die Einsicht mancher Leute in den Sn- tenteländern. die heute schon erllären. daß die heutigen Reparationsforderungen undenkbar seien. Der Vorschlag der englischen Industrie laufe letzten Sndeo darauf hinau». einen Teil der deutschen Aktien in ihren Besitz zu bringen und damit einen gewaltigen Einfluß auf die Führung der deutschen Industtte zu erhalten. Die Washingtoner Konferenz. Die Abrüstung zur Lee. Pari». 30. Rov. (WTB) Rach dem Son» berberichterstaller der HavaS-Ag-mtur in Washington treten heute zum ersten Male fett einer Woche die Flottensachverständigen der dreigrvßenMächte zusammen Der Sitzung werde eine gewisse Bedeutung belgelegl da bekannt fei dah die Sachverständigen die technische Prüfung deS HugheSlchen Plane» so gut wie beendet hätten, wenigstens so weit er England, die Vereinigten Staaten und Japan berühre Die Erklärung deS Vizeadmirals Ä a t o. daß Japan nach wie vor eine Erhöhung der Tonnage Der- j d*A bernvn, in mündlicher oder schriftlicher I Form eingeholt werden. Daneben werde Amer.ka I auch wegen der Besprechungen von Stinnes • während seines Besuche» in London und der ge- steigen Unterredung RathcnauS mit britischen Beamten votttellig werden. Laut .Daily Telegraph" sind die bisherigen Versuche der deutschen Regierung, von Londoner Banken eine Anleihe von 20 oder 30 Millionen Pfund Sterling zu erhalten, um die am 15 Ianuar fällige Reparationszahlung zu erleichtern, vergeblich gewesen Die erite Frage, mit der sich daS Kabinett befassen müsse, sei die Ansicht der Sachverständigen darüber, ob mangels einer solchen Annahme Deutschland imstande sein werde, die 3anuarrate z u bezahlen. Die An- sich« der Sachverständigen geht — dem Berichterstatter de- .Daily TelegrapV zufolge — dahin, daß Deutschland unter solchen ilmuänben die 3 Einer Reuter- meldung au» Washington zufolae. ist Präsident Harding der Ansicht, daß nach der Regelung der augenblicklichem Fragen ein f i - nanz ieller Versuch unternommen werden soll, um ein ileberelnfommen finanzieller Ar t zu erzielen. Die Erörterung dieser Pläne ziele darauf hinau». daß die Finanzen aller Länder der Welt, inöbcTonbere die Kriegsschulden. auf einer tünttigen Konferenz erörtert werden tollen. SS besteht Grund zu der Annahme, daß derartige Vorschläge der amerikanischen Vertreter vom Präsidenten günstig ausgenommen worden sind SS wird allgemein geglaubt, daß. wenn feine Gedanken angenommen wetten, die nächste internationaleZtvnferenzsich damit befassen werde. Der diplomatische Berichterstatter de» .Daily Telegraph" schreibt, daß entweder beute oder morgen ernste dringliche Seiten de» ReparationS- prvblems von dem Kabinett behandelt werden, ebenso der Bericht BradburyS über daS Wiesbadener Abkommen und der no-ch nicht veröffentlichte letzte Bericht BrakchurvS über daS Ergebnis der von der Bcp^rat-.rnr tommisiion in Berlin argefleHlcn Versuche über d e finanzielle Leistungsfähigkeit Deutschlands Außerdem liegen. tem .Daily Telegraph- zufolge zur Zeit nicht minder wichtige Berichte deS Mitgliedes des I Schatzamtes. Sir Ba s i l Bla ck o 11. vor. Ferner werde der Rat deS gegenwärtig in London wei- | lenden britischen Botschafters in Berlin, Lord Crin Moratorium für Deutschland? PariS. 30 Rov. (WTB ) Der Londoner Berichterstatter deS .TempS" weist darauf hin, daß die britische Regierung sich der Meinung von Sir Iohn Braoburv. deS Vertreter- Englands in der ReparationSkommssion. angeschlollen zu haben scheine. Deutschland nach der ersten ober zweiten Reparationszahlung ein Moratorium von zwei oder drei Zähren zu gewähren. Der Korrespondent wies auf die Artikel 233 und 234 deS Frieden-Vertrages hin und auch auf § 13 Anne« 2 deS Teile- 8 über die Reparationen, um festzustellen. daß für ein Moratorium dieser Art nicht die Einstimmigkeit der ReparationS- tommission. sondern ein einfacher Mehrheitsbeschluß erforderlich ist C^inr Tagung internationaler Lachverftändiqen in Paris. Pari-. 30 Rov (Wolff.) Wie die .Thicago Tribüne" au8 Reuyott meldet, veröffentlicht .Enning World" eine Depesche au8 Washington der zufolge die Bereinigten Staaten die Einladung zur Tagimg eine- internationalen Sachverständ'gen-AvmiteeS ange-’D.m- men haben daS im Dezember in Paris unter den Auspizien der ReparationSkommislivn zusammen- treten und sich mit der Befestigung der Wechfel- furic befallen foIL Der oder die Bansiers. von denen sich die Vereinigten Staaten vertreten zu lasten beabsichtigen, würden der Tagung nur alS Referenten beiwohnen und nicht zum Al'schluß brnbenber Abmachungen ermächtigt sein Der Bericht werde jedoch einer Finanz konferenz vorgelegt werden ähnlich derjenigen, die im vergangenen Frühjahr im Weihen Hause abgehalten trrurbe. Reuyork. 30. Rov «Wolff) Die Federal Reserve Dank wird wahricheinsich unoffizielle beratenbe Teilnehmer zu der Konferenz von Bankier- der Entente entsenden, die in Pari- oder London die Frage erörtern wird, wie die im Zusammenhänge mit den deutschen ReparattonSzahlungen fielenben Valn taschwankungen zu verhtnd.-rn sind Amerika wurde von den Ontcntebanficrl eingeladen, sich an der Konferenz zu beteiligen. Ratheuau in London. London. 30. Rov (Dolfs) Dem volisischen Berichterstatter der .Daily Masi" zufolge hatte Rat Henau gestern abend eine Unterredung mit Schatzkanzler Str Robert Hörne, um die Fraae der deutschen Reparationszahlungen an England zu erörtern. Eine weitere Zusammenkunft zwilchen Rathenau und Horne iit wahrscheinlich bevor Rathenau London wieder bcrläbt Rechenau trat gestern zweimal mit den Direktoren der Bank von England zusammen, um die Finanzlage vom Bankstandpunkt auS zu erörtern .Daily Rkail" berichtet weiter, daß die Frage eines Moratoriums für Deutschland von Horne eingehend erörtert wurde. ES wird oifiziell mitgeteilt, daß diese Frage später vom Kabinett behandelt werden wird ES könne zuverlässig mitgetelti werden, daß die führenden Banken für diesen Beschluß eintreten. (Fine Konferenz im britischen Tchavamt. London, 30. QIdp. (WTB 1 Der Berichterstatter deS .Daily Telegraph^ schreibt Im Hinblick auf die Tatsache, daß die britilche Regierung der Ansicht sei. die gesamte ReparaiionS- fiage im Lichte der augenblicklichen chaotischen Flnanzverhiltmste zu erörtern, fand gestern nachmittag im Schatzamt eine Konferenz von Sachverständigen statt, die über drei Stunden dauerte. Daran nahmen u. a. teil der Schahkanzler, der britische Botschafter in Berlin, Lord d A b e r n o n und Sir Iohn Brad- burn. Sin von diesem verfaßter Bericht tourbe cingcbcnb erörtert und beraten und gewis'e Vorschläge entworfen, die Amerika vorgelegt werden sollen. Churchill über den Unsinn der bisherigen Politik. London, 30. Rov. (WTB.) Winston Churchill sagte bei einem Festessen, daS von den Danken jenseits deS Kanals geaeben wurde, daß die internationale Politik durch einen Da- ranttehertrag von Amerlla England und 3aban dazu bestimmt fei, den Frieden im Stillen Ozean zu sichern. Aber waS Europa anlange, lei ein anderer Garantievertran von drei Mächten notwendig Dieser Vert ag tonrte durch eine freundschaftliche Vereinigung von Großbritannien, Frankreich und Deutschland gebildet werden und würde Surova gestatten. sich wieder zu erholen und seine finanzielle Wohlfahrt wieder herzustellen. Dag-gen werde man allerdings einwenden daß M erlei Hoffnung bestehe, jemals eine solche Zusammenstellung zustande zu bringen, die gestatten würde, den Gefahren und Schwierigkeiten die Stirn au bieten. Aber die auamtbsicksiche Wirtschaft^läge in Europa habe diese Gedanken mit einer Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit immer wieder hervorkehren lassen, die daraus gerichtet seien, sie zu verwlrlllchen. so schwer eS auch fein dürfte. — Zur Reparationsfrage fa ;t- Churchill, er fei erfreut, zu fehen, daß die Staatsmänner aller Länder fett einigen Monaten einen Weg ein- schlügen der dem .guten Sinne der Ffnanzleute" entspreche. Er stellte mit Freuden fest daß die einfache Tatsache der Zahlungen von eln-nn Lande an daS andere nur durch Waren- ober Sachlieferungen erfolgen können Da- sei auch anerkannt worden durch die tüchtigsten Sachverständigen der verschiedenen Länder Ehurchill fuhr fort: Wir haben in einer Periode gelebt, in welcher die Staatsmänner sich ernstlich einbilde» ten, daß ein Staat von 60 oder ? 0 TUJ l - Honen Menschenelnemandern Staat, der sich in einer anderen geographischen Lage befindet, zwölf Millionen Pfund ötcrHpg bexa bien kann. DieS sei unmöglich Ssienbahnlinien Sch'fse intf> Güterwagen, die vorhanden sind, würden nicht auSreick-m können, um tm Laufe eine- einzigen IahreS die Waren zu befördern, die notwendig fein würden zur Bezahlung der Zinsen für eine solche Summe. Die Vorschläge Vanderlipö. Pari». 30. Rov (Wrllf ) Rach einem Bericht der .Chicago Tribüne" au» Reuyott war ter getarnte Dortrag Danderlip« auf dem Cedanken auf gebaut; SS ist für die Alliierten ebenso unmöglich, ihre Schulden bei den Vereinigten Staaten zu zahlen, wie e» für Deutsch, lanb unmöglich ist. die Alliierten zu bezahlen. Vanderlip hat nach dem Bericht vorgeichlagen: 1 Daß die Alliierten den gerechten Tharakter ihrer Schulden bei den Vereinigen Staaten in ge'enltcher und moralischer Hinsicht anerkenne« sollten. 2. Daß die Vereinigten Staaten zwar die Bezahlung der Summe verlangen, aber sich gleichzeitig »u rtnem Verzicht auf den gesamten Betrag bereit erklären sollten. Derjenige Betrag, der dann tatsächlich eingehe, sollte nach dem Vorschlag Va"d-'lipS zum ’Bteberaufbau ber europäischen Zivilisation und deS europäischen Ge. 'chäftt leben- sowie für die Anleihe an fremde S'aaten zu besonderen Zwecken verwendet werden, z. D. *ur Verbesserung des eu.-vpäifchm Transportwesens und zur Erleichterung wifsenschafl- [ Scbcr^rnv'äußerte Dandettw int Verlaufe feineS BortragS. abge'eben von Frankreich gebe zu dah der Reparation-Plan kn seiner le'tzigen Gestalt unmöglich auSzu- führen fei, und dah Deutschland finanziell zu- farnmerjTTO5,ai werde, wenn die 3abtu’ig4bebir- cur^en nicht abaTändect würben. Vanderlip er- uärte den Vorschlag ein Ls englischen 0taat5- Mannes, bte alliierten Schulden bei den Bereinigten €laaten >u erlas en unt r der Voraus- setzunL baß die ÄlliieTten ihre 5otberu - en an Deutschland um fr.m gleichen Decrag h«ab'eyen, für eine ungesunde Opecarion Dach eimr MÄdung der .Thicagv Tribüne" au- Washington hat Prä'i^ent Ha rbln g auf di« Frag? der Annahme te r f erd die Vorschläge Vanberups erflärt. die Ve eirigtrn Staaten te- absich.tg en, di: Frage der änderten Schulden und ihrer De-ahlu tg jetzt nichtanzuschneiden. Auch von leiten irgendeiner anderen Regierung lei die Sraae nicht zur Sprache gebracht worden. Dur in den Vlält-'-rn Hit'en au- Europa kämmend« DerfünlichkLllen sie diskutiert. Die letzte Note Englands an Frankreich. London, 29. Dov (Wolff ) 3n der letzten 2vte akn die französische Regierung dat die b r i t i s ch e Regierung die Dufmerksamkeit der französischen auf ole Tatsache ngelenkt, dah Frankreich das interalliierte Finanzabkommen vom 13.8. noch nicht raffiniert habe, Indem fest gestellt wurde bah oie Reparationssumme von einer Milliarde Doldmark, die Deutschland am 31. August bezahlt hat, oertetll tverdm solle: ersten- um die Kosten des Desatzungsheere- zu bestreiten und zweitens um den PrioritätS- forderungen Belgiens Genüge zu tun. In der Zwischenzeit sei diese Summe der belgischen Re- ntening au'g^hündtgt worden, bl? ihre cf its wiederum einen Teil Großbritannien überwiesen habe, trotz de- SonderabkommenS außerhalb de- Bereiches der Reparationskonvention. Die Rote weist darauf hin. dah von Großbritannien nicht erwartet werden könne, bah e- verschiedene andere erstehende Finanzabkommen ratifiziere, wenn Frankreich nicht das Heberetnkommen vom 31. August ratifiziere Die britisch? Regierung ersucht auch um Einz lhelten darüber, welche Schritte Frankreich zu tun gedenke, um die Interessen der übrigen GiäubigerDeutschlandSzu schützen, wenn das Wiesbadener Abkommen In Kraft gesetzt werben sollte. — 3m Zusammenhang damit, fährt die Reutermeldung fort, fei es interessant, bah sich Rathenau, auf den mit Loucheur zusammen baß Wl Sbabener Abkommen zulüchzufUhren fei. augenblicklich In London aufhalie und aller Wahrscheinlichkeit nach eine Unterredung mit dem Schatzkanzlsr haben werde. Trotzdem Rat Henau augenblicklich keine offizielle Stellung in der deutschen Regierung einnehme, sei man der Ansicht, dah der Besuch mit dem Wiesbadener Abkommen Zusammenhänge. Die militärischen „Tantlionen". London, 30. Dov. (Deuter.) Soviel In unterrichteten Kreisen bekannt ist. ist kein Vorschlag an die Dotschafterkon- ferenz gemacht worden, die mllitärl» schen Sanktionen am Rhein auf» zu he ben. SS verlautet, daß die ganze Frage lange erwogen worden ist, aber eS sei noch kein Schritt selten- der Dotschafterkonferenz unternommen worden. London, 30. Dov. (Wolfs.) Einer Dach- richt de- „Petit Journal" zufolge wird sich die Botschafter ko nferenz am 2. Dezember mit einer Dote der englischen Regie- rung beschäftigen, in der von der Aufhebung der militärischen Sanktionen am Rhein und von der Beschränkung der militärischen Kontrolle in Deutschland die Rede ist. (Sin Vertreter der deutschen chemischen l Industrie in Paris. Pari-, 30. Dov (WB.) Al- Vertreter der Interessengemeinschaften der deutschen chemischen 3 n bu ff r le hielt sich Generalkonsul Karl von Weinberg au« Frankfurt a. M. mehrere Tage in Pari« auf, um mit Den Vertretern des Reparationsausschusses über Lieferungen zu ver- hcmdeln, die sich au« den Destimmungen des Dertcage- von DersaUleS für Die deutsche chemische und Farben-Industrie ergeben. Die Meldung der .Chicago Tribüne". Dah Die Reise deS Herrn von Weinberg nach Pari- in Irgendeinem Zusammenhang stehe mit der Reise des Herrn StinneS nach London, entspricht nicht Den Tatsachen. Das französisch-türkische Abkommen. Konstantinopel. 30 Dov. (WTV.) Die französische und die nationalistischen Delegierten sind am 26. d. MtS. in Dacanct in Verhandlungen «ingetteten. Sie haben in vollständiger Ueberctn- fllmmung bte Modalitäten der Aus^ühiung des französisch-türkischen Abkommen- feftgcleat Pari-, 1. Dez (WTV.) HavaS meldet auS Adana, bah gestern früh Duedin Pascha mir den nationali' ischen Truppen und Derwal» tungSbearnten in Adana ein gezogen sei Dach- dem bte Türken die öffentlichen Dienstzweige übernommen hatten, verliehen die französischen Tcupven untr Ehrenbezeigungen der tÜrülcyen Truppen bte Stadt. Konstantinopel, L Dez lWTB.) Die türkische Presse berichtet, bah der ÄounnlfTar für Die nationale CSzTteibirung Raft Dascha Angora verlassen und sich nach 3nebolu begeben habe Die Anwcs.nhert des Generals stehe Lu Zusammenhang mit dec Ankunft einer engli chen Delegation in diesem Orte. „ Argentinien und Lowjer.Russland. Buenos Aires, 30. Dov. (WTB.) Die Regterung hat die Vertreter der Sowjets ermächtigt, nach Argentinien zu kommen. Die Lage in Portugal. London, 30. Dov. (Wolff.) Die .TlmeS" erfährt, bah die Sage In Portugal sehr ernst grwrrden sei, und Dah sich bolschewistische Wühlereien über bas ganze Land verbreiteten. Die Konservativen unb gemäßigten Parteien erklärten, sie seien nicht tn ber Lage, ber efftremist ischen Bewegung Herr zu Derben. Die meisten Gesandten ber ausländischen Mächte haben ber .TimeS" Aufolqe viele CBtiefe erhalten, in benen ihr Geben bebrogt wirb. Demselben Blatte zufolge wird die Frage einer ausländischen Intervention in' Form eines Mandats jetzt von den Mächten ernsthaft erwogen. Frankreich. 3talicn und Spanien sollen in Frage kommen zugunsten einer Lösung ber augenblicklichen KrisiS. AuS dem Freistaat Danzig. Berlin, 1. Dez. Dach einer Meldung bes .Berliner LvkalanzelgerS" gehen heute die Danziger f re i p a a t l i ch e n Eisenbahnen an Polen über. AuS diesem Anlaß verabschiedete der Danziaer SenatSpräsidsnt Lahm die Beamten, Angestellten unb Arbeiter in feierlicher Sitzung. Der Parteitag der Deutschen Dolkspartei. Stuttgart, 30. Dov. (WTB.) Der Parteitag der Deutschen Volks- Partei wurde durch eine Sitzung des Zen- tralvvrstandes eingeleitet. Für ben leicht- erkrankten Parteivorsitzenden Dr. S t r e s e - mann führte der preußische Finanzminister Dr. von Richter den Vorsitz. Aus dem Reiche. Die Ginssliederung Pyrmonts in Preuße». Berlin, 30. Dov. (WTB.) Der Staats- Vertrag zwischen Preußen und Waldeck-Pyr- mont über die Eingliederung Pyrmonts in Preußen und In die Provinz Hannover ist nunmehr in Arolsen abgeschlossen worden. Für Preußen unterzeichneten Ministerialdirektor Meister, Geh. Finanzrat Mackensh und Geh. Regierungsrat von Kamele, für Waldeck-Pyrmont der Landesdirektor Schmeeding. DeamtrnwÜnsche. Berlin, 30. Dov. Die großen De- amtenverbände nahmen gestern in Berlin zu einer Teuerungsaktion Stellung. 3n den Besprechungen wurde beschlossen, eine neue Erhöhung des Grundgehalts zu verlangen. Gleichzeitig soll eine Erhöhung des Teuerungszuschlages gefordert werden. Daneben gehen Bestrebungen, für die Beamten eine mechanische Anpassung der Bezüge an die jeweilige Wirtschaftslage zu schaffen. Die Kredllhilfe. Berlin, 1. Dez. Zu den gestrigen Blätter- Meldungen über bte Präsidialsihung bes Reichs- Verbandes der deutschen 3ndustrie, erklärt Der Retchsverband, bah da- Präsidium sich mit ber Frage der tm Ausland aufzunehmenden Kredite unb ben von dem Reichsverband für die Aufbringung bte^er Kredite gjorbrten Voraussetzungen überhaupt nicht befahl habe, tndbefon- bere habe auch Herr Hugo StinneS über feinen Aufenthalt tn London mit keinem Worte gesprochen. Die Tagung beS Prä- fibiums habe vielmehr ber Erledigung laufender Geschäfte gegolten. Der Ausschuß für Kredit- Hilfe deS ReichSverbandeS habe sich gemäh ben vorn Reichskanzler ihm übermittelten Wünschen mit der Wahl von Kommissionsmitgliedern beschäftigt. Unsere Kartoffelversorgung. Berlin, 1. Dez. Wie bte Blätter auS bem Reichsmmlsterlum für Ernährung unb Ganbtoirf- schäft erfahren, hat das Ministerium die Regierungen Ser Länder ersucht, in den Erzeugergeoie- ten für Kartosfeln Verhandlungen zwischen Land- wirtschaft, Handel und Verbraucher ctiAuIeiten zu dem Zweck, den unmittelbaren Abschluß von Lieferungsverträgen herb^itzüb- ren. Als Preise sollen nach Möglichkeit die in den Erzeugergebieten von ben örtlichen Kommissionen ermittelten Angemessenheitspreise zu- grunde gelegt werden. Dricfe DismarckS an feinen Sohn. Berlin, 20. Dov. (Wolff.) Wie der Verlag für „Politik und Wirtschaft" Berlin, Potsdamer Straße 45, mitteilt, erscheinen demnächst bisher unveröffentlichte Briefe deS Altreichskanzlers an feinen jüngeren Sohn unter dem Titel „Bismarcks Briefe an seinen Sohn Dilhel m". Das Buch ist besonders um deswillen interessant, weil Bismarck darin in meisterlicher Weise zu einem Knaben über politisch« Vorgänge spricht. ZsuHorr? über Mt Deutschen Werke. Der erste stellvertretend« Vorsitzende des interna tiDncIcn GewerkschastLbundeS, der französische Sc-ziallstenführer I o u h o u r, der als Mitglied der von der internationalen Ar- beiterschutzkonfetenz gebildeten Kommission zum Studium der deutschen industriellen Werke Die Studienfahrt durch Deutschland mitgcmacht hat, erklärte einem Mitarbeiter der Vosslschen Zeitung über die von der Kommission gewonnen Eindrücke u. a.: Wir haben die Ueberzeu- gung gewonnen, daß in allen Werken, die wir besichtigt haben, die Bestimmungen und Vorschriften des Friedensverrrages loyal und vollkommen erfüllt sind. Dach unserer Ansicht sind die Forderungen der intcrallii.'rtcn Militär- kommiision zum mindesten überflüssig. Eine zuverlässige Sicherheit freilich g'gen die Erneuerung der Produktion von Kriegsmaterial kann schwerlich durch technische Veränderungen allein geboten werden. Die beste Garantie besteht in der Entschlossenheit der Arbeiterschaft, sich jeder unerlaubten Herstellung von Kriegs- gerät zu widersetzen. Klara Zetkin. Düsseldorf. 1. Dez. 3nfotge deS Metallarbeiters) rett- haben die französischen Behörden in Düsseldorf bas Auftreten von Klara Zetkin verboten. Die steuerliche Wertermittlung der Grundstücke. Berlin, 28. Dov. ier Reichs tu gsauslÄutz für Steuerfragen wandte sich Der Frage Der Wertermittlung zu. 2lbg. Westermann (D. Vp.) erklärte, Dah bei Der g?t>Ianten Vermögenssteuer Die hohe Bemestung des gemeinen Wertes die Deräutzerung des DranDbe'i es zur Folge haben müsse, uuD befürDotkte einen Antrag, wonach für bte Bewertung ber bauernb bem Betrieb gewidmeten Degens!ände ber Dauernde gemeine Wert abzüglich einer angemessenen Abnutzungsquote mahge-ctb fHn solle All? Ur« tragswert bei land- unb for-wirtschaftlichen ober gärtnerischen OrunDflüden soll bas Fünf- un Dz wa nz ig f ach e DeS Reinertrags gelten, den sie nach Ihrer wirtschaftlichen De- ftimmuna orDnungSmäßlger oder gemelaüblicher Dewirtschaftung unter gewöhnlichen Verhättnt fen mit entlohnten fie.nDcn ArbitSträf^en tn Durchschnitt der letzten drei Jahre gewähren tonnten. Molkenbuhr.(Soz.) trat dem Llntrag entgegen, weil Dessen Bestimmungen zu Dehnbar seien. P o h l m a n n (Dem.) wie- zunächst Darauf h'.n, Dah alle Parteien mit Ausnahme Der Deutsch- nationalen Den Paragraphen 139 Ab!. 2 ReichS- abgabeverordnung gestrichen sehen wollten. Hierüber beftünDe Einverständnis mit Der Regierung. Hinsichtlich Der Streichung deS Paragraphen 152 Ab). 2 bis 5 geh« Die Vorlage Der Regierung fehl. Del der Landwirtschaft müsse an Den Bestimmungen ker Reichsabgabmor)nung frstgeh-rl- ten werden. Dur mutzten andere Zeitbegrenzungen (Drei Jahre) für Die Wertermittlung eingeführt werden. Ministerialrat Dr. Dorn: Die näf>.Tcn Bestimmungen über die Anlegung der im Paragraphen 154 ber Reichsabgaben Ordnung vorgesehenen Grunds! ückSvei-eich risse erlassen rach Absatz 4 die Landesregierungen tm Einvernehmen mit Dem Reichsminister Der Finanzen. Diese Reglung ist hn Hinblick Darauf getroffen. Dah die Grunds! ückSbewe'. tung von Dm Ländern auch zu eignen Zwecken durchgeführt werden muh. und Einheitlichkeit der Hauptgedanke der vorgesehenen Reglung ist. Zur Zelt schweben in säst allen Ländern Eiwägungen über Die 11 m - gestattung Der Grund st euer n, die Anlas; zur Ueberprüsung der bi-her übllchrn Methode der Grundstücksbewertung unb zur Deu- feststelluna der Werte gab. Da- Reichsfinanzamt ist bereit- vor längerer Zell mit Den Ländern in Verbindung getreten, um tm Anschluß an diese Arbeiten Die Anlegung Der Grundstück-Verzeichnisse mit möglichster Beschleunigung sicherzustelien. Dr. Röslcke iDntl.s verwies Darauf, tast heu'.» Der UnterfdtlcD zwischen dem gemeinen Wert und Dem ErtvagSwert gewaltig sei, ein gemeiner Wert sei nicht lonflrulcrbar. Tragbar sei mir eine Steuer auf der Da,18 des Ertrags. Der Redner befürwortete Wiederherftellu nz De1- Reichs- abgabenorönung. Herold (Ztr.) führte aus. Dah Die Dachfrage nach lanbwir tschaftlichem Be- fltz fo groß fd. bah ber Ertrazsvert nicht bem Verlausswert ent pr.-ch?. Der Redner befürwortete einen Antraa, Der bei Bewertung deS Vermögen- Die Vorschriften Der R^ich-adgab^norD- nung Über Die Wer termittlung gelten taffen will. Dr. Pvpitz wies Darauf hin. bah der Gegensatz zwischen Wertgewinnen unb Ertrag-Wert in einer Weife betont ioerbe. Die sich auS Der Sach« nicht rechderrige^ taTTe. steuere wivenschaffliche ®p» kenntoisfe unD neue Rechtsprechung se.ei sich Darüber einig. Dah al- gemeiner Derr nicht Der jetot ili ge Derkau f -prriS gelte; Dies fei auch ins besondere nicht da- Ergebnis der Rechf prechung DeS pveudischen Cbir» verwaltungSgeriches. Vielmehr let dies zutreffend Davon angegangen, Dah all» GefichLspunLe, Die für Di» Beteiligten bei Der Bewer umg regelmäßig In Rechnung gestellt toürDen, Derückf.chklgr trerben müßten. Darunter solle aber für Grundstücke. mögen sie lanbwirtschafllrch ober ml Wohnzwecken genutzt fein. Der 3rtra^. Di» Berücksichtigung afler Gefick '.Spundte, Die für Den Besitz nach Den gegebenen autzerorDenttlchen VerhäU- niffen von Belang find, soll durch Die Regierungsvorlage fichergestellt toerben. Dr. Hertz iälLP ) führte auS. bte Landwirt- schalt verdiene keine Moniere steuerliche Berücksichtigung. 3D re Prd'e überfliegen well bte Er- ^uzungskosten. Heidemann (Komm) forbert Die Zerschlagung deS GrohrrundbestheS. Dr. Becker CS). Dp) bemerkte, bi» Parteien ber Linken schienen Dem Bedenken gegen die Feststellung des o em einen Werte- nicht ganz ab* lehnend genenuberviheben. MU der Auslegung bei R«g.»^una-r>rrrreters über 16 unb 17 ßnnr er fbch einverstanden erklären, doch sei man nicht sicher, daß slr immer qeübt werde. De- Helf- frrlch (Deutfchnatll) hielt die Erklärungen DeS Regie -ung?r-e".reters üxr dieVerwertungsgrunk^- sähe für wichtiger als die gedruckte Brgrüirbung des G detzes Cr womte vor Dem Qk ruf’en ber Grunblagen ber Bewertung ber Rdchsabgaben- orbmr'g, mit ber man sich ben besonderen Der- ßältni'fen anDalfen könne Die Wertermittelung Der Grundst ück? werde am besten von Den Fliians- ämie-n abg.trennt unb be'vnderen Behöiden. In Preußbestes» lungcn aussucht ober Waren an tauft, bedarf hierzu einer OegltlmatlonÄfarte für die Dauer be» Kalenderjahre-. Anträge von 3nlertPenten mfiffen jetzt bei ben Dürgerrneistereien, In Dießen beim Polizeiam! einaereicht werben. Anträge auf Er teiluna eine« Wanbergewerbeschelne» für oa- Hahr 1922 müssen al-bald bei dem Pollzeiamt Gießen (Zimmer 4) gestellt werben. •• Amtliche Persvnalnachrlchten. Ernannt wurde am 14. Dooember 1921 ber Kanz- leiselretär Heinrich Schröber In Darmstadt -um Kanzleiobersetretär bet bem Ministerium der Justiz. — Ernannt würbe am 21. November 1921 ber frühere elsah-lothringische Oberauffeber Dcvrg Gebhardt in Dobdelau zum überplanmäßigen Hauptwachttnelfter am LanbgedchtS- gefängniS in Darmstadt mit Wirkung vom 1 De- zembrr 1921 ab. — Ernannt würben am 22 November ber Oberfustizlnspektor Zohann Peter Lang-Dorf m Darmhabt zum grfchäft-letten- den Oberjustizinfpektor bei bem Landgericht ber Aus Bürgers Dichterwerkstatt. (Neue Briefe.) .Bor allen Dingen (offen Sie sich getagt fein, bau Sie alle 3hve Episteln, Briefe unb Senb- ichreibcn In einerlei Format, wie ich auch tun werbe, schreiben müssen, bamit man sie desto bequemer tn baS Archiv legen unb hernach ohne Mete Umstände In ble Druckerei schicken Bann, öie beiten aUbann auf bem Tttul Rosalia, wie ich aber bdben werbe, weiß ich noch nicht. Ich denke 5>ofius Pomposius." Mit solchen Worten kennzeichnet Gottsried August Bürger den Bdes- wechsel, ben er mit bem geistreichen Göttinger Prose'sorentöchterlein Phllippine ® a t lerer führte, bereit- von vornherein alS eine Ilteraclr<6' Anoe'eienhclt: a^er t vtzdem wird uns diese li » iel De l lu g au sch ußrciche unb Int r- essante Korrespondenz auS ber empfindsamen Zeit erst letzt alS Duch geschenkt in ber -atzenden AuSgave. die Dr. Erich ^b'tcin bei Der Di terich- tchen Verlag?buchhanbiung in Leip lj veran''ai et bat Der Drll-stovchscl ist nicht nur ein wichtige» kulturgeschichtliches Dokument baS unS in oen GetprSchS- unb Ver'e^rskon 6er De, ther-Epo-che cinführt, fonbern er ist auch für bte Kenntnis Der cigenartNen Persönlichkeit b.S Levnoren-Dich'.crS von grö'^se Bedeutung. Bürger war ber Poeli’che Mentor ber ebenfalls dich enben Phi'.ippine, Die »In ganz anmutiges lyrtschrS Talentchen befah; er tritil’crt ihre Olrbclten und rät ihr. wie fies beffer machen toll. Dabei aber erzählt er auch mancherlei von feinem Leben, das gerade damals durch feine .Dvppelliebe" tragisch umbüfiert wurde, und aus seiner Dlchterwerkslätte. in der eS ber fonst fv leichtsinnige Sturm- unb Drangpoel mit seinem Schaffen sehr ernst nahm. Er öagl Über feine prosaische Tätigkeit als Amtmann. .Heute ist Gerichtstag." schreibt er am 16. September 1777. .Don einem Amtmann, ber heute ein grieSgrimmendes Löwengesichl machen, bte Beine übereinanberschlagen unb bas Kinn in bte Hanb nehmen muß, werben Sie wohl nichts Lieb- lick'rS verlangen unb erwarten." Unb an einer anberen Stelle schildert er seine Berufstätigkeit: .WaS die liebe Poeterei betrifft, so Ist mir 8 in biefem Jahre Wohl schon zehnmal ans Herz getreten sie abzuschwächenl Der Himmel verzeih mirSl Ich habe manchmal schier mit ihm getankt. Lieber Gott, sprach ich. wenn Du mir - verlieben hast, bic Herzen unb Sinne ber Menschen mit Ge'ang zu vergnügen, so solltest Du mir auch l die Plackereien abnehmen, die mli jenem immer in ben Haaren liegen. Dein Tröd'l ist ja so voll Mcntch.'rigesichkern. dir sich d.m Vlakereien für- wahr mit well mehr Pünttllchkelt unierzöaen als ich: warum verdammst Du denn nun gerade mich zu so Tausenderlei Drcirraeschästen? WUlst Du damit, baf: Ich bte unglückliche Leier zerbrechen unb in# Feuer werfen soll? ®utl So gib mir wenigslcnS würdigere Geschäfte, bte ber Aufopferung wert ftnb Aber lieber Gott! Sinb denn etwa die Geschäfte deS OpserS wert, wenn Hinze bem Kunz nachgesagt hat. er sei ein FlurschÜtz geworden, und bann Kunz ben Hinze verklagt; unb ich mich bann, anstatt eine .Mannerkeufch- Helt" zu fingen, blnsetzm, Nichtswürdigketten an- hören. Nichtswürdlgkckten aufschreiven. Über Nichtswürdigkeiten Zeugen abhören und über Nichtswürdigkellen Urteil sprechen muh " Bürger verbirgt in diesen Briefen hinter burschikoser Lustigkeit unb Derbheit bte Inneren Qualen, Die ihn Damals durchwühlten. Aber manchmal bricht Doch fein Gefühl ergreifend Durch .Sie glauben kaum, meine Liebe," hettzl eS am 6. November 1767, »waS für ein arme-, geplagtes Gefchöps ich feit Monaien Din. Ich werde stündlich hierhin. Dahin unb dorthin, kurz, nach allen Winden gezerrt und wett) oft kaum, ob Ich ein Männchen oder ein Weibchen bin. Meiner Ober- fläch: sieht man"6 nicht an. waS für ein Wust von Sorgen, Gram unb Bekümmernisten mein Herz bilafiet." Und am 17. Juli K88 ruft er auS: .O. es ist ein elend jämmer.ih Ding um De# Me f-.c t Vt-bml Man hofft unb heft immer, e# soll befer werden; man hofft endlich einmal, ein :rod«ne* Fleckchen «u erreichen, aber siehe da! Man Datei immer tiefer tn ben Sumpf hinein und Datei und Datei — und watet solange. bis man vollends gar tn Den 6ihr hinein- plumpst.'' ,O, waS für ein geplagte- lastbares . Tier bin tch!" stöhnt er «in andermal. .Ich schwimme in einem unabsehstchm Meere herum und errekbe schwerlich du anderes Ufer al- Da-, welche- an mein Grad grenzt." ^luch die .Vers» macheret" aewährt ihm keinen Trost. Derrn er nimmt fte sehr ernst und erzählt Dem DvaustoS- Dichtenden Fräulein: .Ich habe e» gar kein Hehl. Dah ich ble meisten mrlner Gedichte wohl 10 irnb 20 Mal abg schrieben habe Was fte an Präzision Des Au-Druck-, Leichtig'eit. Wvhlklang. kurz an jeder Art Poetischer Doll komme hell. c5 Id nun viel oDer wenig, an sich had.'n, Doi rührt lediglich von Diesem öfteren Schreiben unb Abschreiber! her Den Laien lätzt lich'S allenfalls wohl wetsmachen. bah man In poetischer Begeisterung ein schönes Gedicht, so tote eS Da lieht, ohne e.n Wort nachher zu LnD m, auf DaS erst« Blättchen Papier htngetoorfci hab« Allein die GeweihtTN wisstm, was sie Davon hallen sollen . . Halle Slr sich hübsch zu Hau- ein eigenes Buch, wie td), worein Si« alle Ihr« Gedichte für sich tn- R«l?« schreibt Ich Dave noch ein anDete# Buch zur Kladde Hierin steht alle#, wa- ich von Jugend auf geveNell hab'. D-.de» Such ist mir teurer und werter al- irgendein andere-. Denn ich iann Daraus ersehen, wie d « anfangs rohen Bären nach «nb nach geleckt und enD'.ich da-. Da# fte nun ftnb, geworXn. Unb Das ftnb mir Ek#Dellen sehr ürterelfante erlnnerungöi.* gtfl I aCen Qanbeittiten batten Zveigveretne th-, Ttr- | ach-' Leer . unsere Man q«| Tatti ein solcher Händler Swtt zu zwei 3 einem Abnehmer aus gehalst. D-i einem Bllvh wnc dlebstas einem gtö Zentrifugen MenWeider ZanSisvulnueu göltioatoren Sülllusüfinen ErnteluusLiuen Oel'unU un'erer elekirii rüA endlich in absehbare n Lichtanlage ihe. 3m Umschal- marsch schelle meldeten sich für den Posten drei Bewerber. Die letzte Veneralversammlung wählte nun den Sohn des seitherigen Direktor«, Heinrich Hildebrand. der am 1. Oanuar 1922 fein 2lml aatxUL RLTER. WEWßRMD tung des Dcul chen Rrichsausschusse' für Leibesübungen. die am kommenden Sonntag in Berlin wird eine Massenku dgelung der Hofrat Levi ______ ____ rechnung Izw Uedernahmo ter Zinsen aus dem Knegsfonds in dir lau erde Dechi una vor. Dir eiter Dcfheimer teilt mit, buh da« Defamt- Turnen, Sport und Spiel. — Da« Duchmachergefetz Der RelchS- taLsauSschust für Derbrauchsfiruern verhandelte am Dienstag weiter über den Entwurf des Renn- toett- und Lotteriegesetzes. Dach den dabei ge- ‘“"'■«niifrnteu m. Krrickenkon rukiL n I. nr. «nnb. 2 i< H. SehUii- ■ :ksa». Elmhll u flute teieaMlaltuplele au dI ww- Lclterswra 64 II ützunz zu leihen, wenn auch stattfindet« wird eine Ulaffcnfu ’.bgelung der wi Haltnisse auf nennenswerte! Sport verbünbe ttxrben. Wik fte bisher kaum da- Hilfe nicht gerechnet werden könne.! gewesen ist. Sämtlich« Verbände Haden ubeiauA tuch weillr^in eine segrnsreich- Lillig- starke Detciltguna zugrsagt. so dast der Zweck, die «fl! eine cistige Mitglieder an maßgebenden Stellen von der Michtiak.il der Leibesübungen zu überzeugen, ficher erfüllt wirb. Merduna neuer Worms schlägt eine andere De- HENSREN^EREl ö. c^TUTTGRRT- Tagung des Landesvereins Dom Roten Kreuz. nn. Darmstadt, 33. Dov. Der Landes- verein vom Doten Ärtuj hiell heute in Darmstadt im Saale der vereinigten Gesellschaft unter dem Dorsiy des Oberkonsistvi'ialprü'identen I? nn» A B iimnn, Fekrrl 1. a. lileaaihlMi üftt.ia&t ax trete «leseld. 8 Ruppertenrvb30 Dov. Die Fertig- Lüd-Änlage I« II. Puppenhauö Au verlaufen, §chr. An«, u. OImHU nn d. Qhek- Hua- 1 ichen Konfum-Veretns. ftnan.leÜe Hilfe nicht g Gr erhofft auch weillr^in fcueinieft iki t»t-n In • l f »i.rch o-e All- '»Xi Ui< '1 d w «Ut mtAi i_____ T$*djlad}tpferöc }u vert (fldrbenteid). Ik^^j «ie<;euer Lir L - «g^^ütüllan. leite von 150—4 0 Viund bei tiieornTern-amSitlnftH« hol. Rodbenn Ltraye. 1 ** Kaufe getrnnene Cerren« enb TnrntuHribrr, Tckode. fV-irtie, Möbel v>w. 6 iiibtll) Link finit, dienen, SteuUobl 22. Hier Aahltc dieser sofort die zuviel erhaltenen 303 Hart gutwillig zurück. Ltarkenburg und Nheinhessen. mw. Dla inz. 33 Dov. Deiche Deute Kirchliche Nachrichten. Israel. Religions-Gesellfchafll Sabbat feier, 3. 5 ex. <>nl:ag ubb 4 03. Samstag vvrm. 8.30. Dachm. 330. Sabbatausgang L.1S. Mochengollesdiensl. morg. 7.03, ob£>« 4.00. P. S. vreiswert ah ver- taufen. -lad. bet 015082 — Anlagenmusik Donnerstag von 12 bis >r [nur bei günstiger Wilterungs. 1 Armee- Aualeich jetzt eine Wafferleltung _ hl uabei von dem Grundsatz aus. dast bei den mißlichen Wasserverhälrnissen, wie wir fte hoben, die Grbauung einer TDaficrldtuna In erster und das Anlegen von elektrifchem Licht in zweiter Linie kommt. Unsere Leitung wird von einer besonderen Quellenanlage oberhalb des Ortes nen mit einigen kurzen Qualitstsfliegerrennc» eingeleitet, wobei Dutt-van Xcnpen ein '2Hann» schaftsrennen beftrcUcn. — .Volk In D o t*. die D>erbeveranslal» KreiS Lcholteu. A Ober-Seibertenrod, 20. Dov Mit der Dachbargemetnde Unter-Seibertenrod baut die gespeist. Degenwänig werden die ei'emen Zu- leitunasrohre adeat. In Unter Seibcrtenii>d sind die Drbeiten soweit sortaeschritten, dast man mit den HauSanschlüssen beschälliat Ist. tz Aus dem Dvgelsoera, 30. Dov. Gegenwärtig werden unsere Ortschasten wieder ab- geklopft von log. T u ch r e i f e n b e n. die ihre -Tuchreste" mit viel Ueberredringskunst an den Mann zu bringen fuchen Zuerst fordern sie für fehlten "etwa 100 Flaschen Lein. Die GrmiUelun- gen ergaben, dast t-er Hausbursch: des Hotels mit feinem Sohn den *2i>etn gestohlen halle. In ihrem Dditze wurden noch 11 Flafchen Dem gesunden, den übrigen wollen sie getrunken haben. bta. Huaenheim. 33. Dov. D dem Sammel- fondö 415 483 Tlt betragt, und gibt dann Wahlen aus ter Kriegswirtschaft le.' Deibandes wonach die Ausgaben etwa 17 878 003 HL betragen. Der Do.an chlag wird bann ge.i.hmigt. 2ehr schöne roethe Pels- ■eriltir t tL Madch ■ill, KreiM ii ■tue a v. 200 UL •*—j We»l. 2Lcn 17 111. Deethoven 3. Alter norwegischer Iägermarfch iLbarokterstück). O. Schmeeling. 4. Die Dölker- schlacht bei Leipzig (Gröhes ronaemälde». X Schreiner 5. Armeemarsch Dr. 205. wv Dolgt. Landkreiv Gietzen. X D) i e s e ck. 30 Dov. Deß langjLhrige verdienstvolle Direktor unseres Landwirtschaft- ic.ad des Kr ieges hrrz ichcn Dank au3; er erkennt besonders die Heranziehung freltol'liger Hilfskräfte an. Die Degieran; ist bereit dem Der^-aad Provinz Starkenburg tn Darmstadt, und der Hu- MzinfpeÜvr Hemrich DhomaS in Dingen »um getchüftsleitenbev Oberja ^.Infpektor bei dem Amtsgericht tn Darmstadt I. beide mit "DirLung vom Dienstantritt ihres Dach.olgrrs ab. am 23. Dovember der TlIi.äranrDactec Martin August Schomburg in Mainz und der Militär- anwäne: Augast Hünicke in Dretzcnheim zu 2mtsgdll en bei dem Amtsgericht Mainz, beide eil Xt.f n; vom 1 Dezember 1821 ab - 5> i e Aohleapreise find von ab, 6* uns tätlich mltaelttll wird, j« nach lllLt und Sorte bis 10,53 ML für ben Lcntner ab Hoche crh.hl worden. Dor d-em Kn ge stellte sich der Rentner Gas kohlen durchschnittlich auf 0,® ML. heule kostet die verschlechterte Kohle 24,45 Mt. ab Hoche. Sie 1(1 lonut rund 35mal teurer geworden Ob in diesem De trage die «hLhte Kohlensteuer hnbcflrt”en ist, steht noch nicht fest, rnbalich ist es aber, dast zum 1. Januar dne »ei c e j1»d11cnpretler16ung statt i bet. well sicherem D»m hrnen nach wi brr H< ha dlungrn über ätbSf.unfltn der Berg arbeit, rlohne statt- <-)ctunben haben. Auch die Dahn will oder must -hce $t :f,'! noch bedeutend erhbhen. damit das grobe Dckizll vermindert wirb. T>as Publikum kann bafer in kurzer 3dt mit weiteren Gr Höhungen roch nen, benn es olelbt nicht aus, dah die 1 Voar «ast neue HerrcaLackjchuhk, rtzr. 4A, t S»ubli«blitte», i .irnmerichankcl. fast neu. vars al> ^eiiinachis. nHtent iu oerikd. ronrtne flinberfetbea '. 4 siabr. ! alles gm erb-, billig i ot tQübcUniir. 2 ». von mindestens MO Mark angenommen wrrdeE dürfen und aus den Denndah.ie.t den Duch-nache« das L«gea von Veitea nur zu fetten Oads gestattet. dagegen die 23errtbmi uj zu Xoia-i'atet» odds verraten sein soll Die Steuern für Duch» macherwetten wurden bei 10 Prozent de3 2i>etl* i aiatzeS de lassen dagcgci wu.de der &ir. des Gntwurses geurrchcn. ü*x den Deichs,i a vminifltx ennach igen sollt». Dot-liiaterun e.n h.: e auch xu anderen als kiffen tilgen Lei rungsvrüsunge» für Pferde zuzullf en Der ^otvdetrte. b i Xab* rennen und anderen fport ichcn Berannal.ung« ist demnach Dero Dien Bestraft wird toer ohna (iriaubni# grwerbsmtdig lüettcn adfchlich Der Paragraph, der die geu-erbemöstige Düs'orte: u g zum Metten unter Strafe ste.lt. erfuhr ei.iige Abänderungen. Uebcr dl« Der w<-.düng der Steuereinnahmen entspannen sich iebh.rfte Debatten. Mührend der QM v twurf bi Hälfte des Stcuerauskvmm.nS den G.i dstaaten zuweilen »LL die ihrerseits brtteicrltl davon der P. er besucht zur Derfugung zu stellen haben, gaben Dbg. Drubn > Dn ). Dr Decrmann «D Dp.- und Adg. Peine (SPD > die fchr bcgrüdenSwertc 2 iregu rg. einen Teil der Gelder zur Asrderung der L «i b e S ü b u n g c n verwandt zu sehen Di. Abstimmung hierüber wurde bis zur zwctien Lesung ausgesetzt. — Das Deuyorker Sechstage reu- nen, das am Sonntag seinen Anfang nimmt» wird von 15 Mannschaften bestritten die bcielts alle an Ort und Stelle ringelroffen si id. baru itex auch die deutsche mcrikanischr 3llan schufi A ü tt» llobum. In üblicher Meile wird da- lange Den- •Meten, Lanbgraf-Phllipp-Ptatz Olt. 3. statt ml: folgender Tagesordnung 1. Klage des «Jtotfl Diener tn Dad-Dauheim wegen Heranziehung zu ben (^elä nd^rwerbskosten In der Landgraferstraste 8 /, Uhr. 2. Derufung der Gemeinde 0? Inflebau’ei gegen das U tcil d«s Kreis- au< chuf es K «lfes ll'icst n t>un 31 März 1021. H älhr 3 Detufung des Feldfchützen Deuter zu Dieder-Deifel gegen das Urteil des Kreisaus- stchusses brt Kreises Fried berg vom 12. August 1621 y . Uhr. 4. Deurvgclung der Besoldung der Gernel!,debeamttrn In Ober-Dbllstadt' hier: 'Berufung des ®em et aber «inert Areidenbach In Lbet-Ddllslab« flogen das Urteil des Kreisaas- schuffes des Kreises Friedberg Dom 12. August 1521 Uhr. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter Vieler Dubrik stehenden Artilel übernimmt die Dedaltion dem Publikum gegenüber keinerlei Herantroortung.) -Dill sich die Grünberger Geschäftswelt nicht wehren gegen die Zustände auf bet Butzbach- Licher Dahn, durch die sie sehr gefchädigt wirb7 Die von Lich lommenben Dachmiltagszüge hab« fast regelmähig eine solche DerspLiung dast die De scnbeii feine Besorgungen machen können, obwohl der sahrplanmühige Ausentaall von etwa !'/ Stunden aus reichen würde. Sine energische teil des Deraandes. Ministerialrat Dr. Krad dank! im Damen des All cfrau.nvereinL vor allrm d mDro'he zog- lichen Paare für dir der Arbeit-gemei ischasi zwischen Lern Doten Ärau und dem Alice-Frauen- verein gewahrte Untcrininu-.g Den umfangreichen Dechenschasts- bericht über dir Die fcitlgc KriegSaroeit bcS Doten Kreuzes trägt der Defcbäftsfübrer Mafor Appun vor. Der Bericht soll in Druck ecf.cheincn Hierauf wird nach kurzer Au-Ivrache beschso'scn, das Ber:ins)latt wie feilster erschei en gu lassen und ben Iwllgvereinen nähr zu legen, sich zum Abonnement von 1—2 Oient'/laren zu derpslichterr, auch das von den Deu scheit Doten Kreuz tn Berlin herauSgegebene .Grka" wird enllfvhlen. MintsteriaOirektor Dr. Kratz berichtet hieraus über den Z u s a m rne n s ch l u st d e S Doten Kreuzes und dcü Alice- Frauenverein nach beni Derliner BorbiL) auf Grund der in Bunberg beratenen Satzungen der deutschen Do'.« Krruzvereine. Die neue Bereinigung schliefst alle Kräfte deS Roten Kreuzes im Deich zu gemeinsamer Wohls ihrtsarbctt zusammen. Sie soll dahin wirken, dast alle deutschen Männer und Frauen ohne Unterschied des Standes, deS religiös« Bekenntnisse- und der politischen Ge'i mung sich als Mi acbet:cr an dem gesamten Wirken beteiligen können. Die Vertretung Hessen- tn dem deutschen Verband beträgt zu- sammen neun Personen, davon vier das Dole Kreuz und fünf der Alice-FrauenverM^ Die Satzung des Hllftschen Verein- wird demNchst gemeinsam beraten, auch die Zweigvereine sollen entsprechende Vertretung e-tzalten. Lanbaerfchts- direktor Dr. Wiener (Diesten) regt auch c-en An- schluh der Sanitätslolonnen an, die hirraus grosten Wert legen. Santtätsrat Dr. Reben tisch (Ossenbach) glaubt, dast auch die Schwestern frage hierbei erledigt werden müsse. In der weiteren Debatte wird zur Sprache georacht. dast das Rote Kreuz auf vielen Gebiet« helfen kann, daS alte Rote Kreuz must In verbesserter Form neu aitf- erstchen, eS muh aber rasch gearbeitet toetben. Der Anschlust wird hierauf gutgeheisten. Dach einer Reihe weiterer Mitteilungen schliestt mit herzlichen Dankesworten der Dor- sitz«de gegen 2 Uhr die Versammlung. t u n g s r a ! Tlaför a D Beck, Hauptmann a D W a l d e d e r. Baron v. Oettinger. <^e- re amjjnr Becke r, D. MÜH l b e r a e r.Haup:- f:aaf.L1 ebird.or MÜHlberger, De i ru^'^s- bäume iiicr a D Dolsskeh 1, 5abnlanl Röhm. Kommerztenrat Ho 1 e p h und Dc>b- nungs.at Dothermel. In bei Vorstand: Ceb. ILb^tnal.al Happel, Präsident Debet, Staatsrat Dr v. W e b e r, Ministerialdirekter tungsbau ist der Transformator aufgeflellt worben. Die Hochspannleitun^ nach Dieder-Ohmen wird zur hr umfangreichen Rechnung n für die Jahre 1912—192J 2l ttK-ibcn genehmigt und der Dorstand en tieft.t Diretlor De «Heimer trägt den Doranfchlag für 1 92 2 vor, der in Otnnabmr und Aufgabe mit 46 000 Md abtchlicstt. Med -Rat Dr J3 o a I • llutzbach bvbauert den Rückgang der Mi teil Der bl und von v-Fugdieben < li Äau mmn aui te: Schweiz beflieg ira hiesigen Hau. tbnh chof ben D-oug nach Sranflürt. w> fiel Itzm au', dast tm C‘anje brt Wageus mebrerc Perlomn hanben, die ihm ben Weg oerlpcrrien Als er im Wagen Platz genommen und er bann nach ferner Brieftasche sehe« wollte, war he vcr.chwanden. zweifellos war er ein Opfer de: g:werbs«sstigen l^-v-tgd.ebe geworden, die im Gange ein fünft- lich<^ Gvd.ä.-.ge verursacht hal:cn. Die Brieftasche en'chiclt einen Sch.ck auf 103 000 Mark, 400 schwel;erlfche und 103 französische Jrant- fcheinc, fc.nn - ine gslbcne Brosche und buxrfc G«'ch2'tep^pic-.r Au ile ^wdeverlanaung ter Brosche und des Geller Hai der Bastohlene eine von 25 000 Mark ausgesegt. -Wein- I. In einem hiesigen H?tel kam man Smo'ina. wenig flrir^f. scht. ?,ia- au urtf 101 0777 frankfurter 8tr. 11 I. Hildebrand, sah sich gmZtiat. mit Dü ffiJjt auf fein Alter und ein Augenteiden, sein Amt uiederzulegen. Dach Ausiordeiung durch die Orts- /T At/» A iuverkaufen. (hClQC ®d)t.« aeU. x-zv,y> unter an ben Gies», ttmelncr. Vernickelte Rolli1»ube, oeriteflbnr. mit Doppel- »nneliaa.. 110Sl.. I aroHe Puvve mit edr. Laaren DjUttanb. infitioacn. für lüv M. zu oert C15KW ^riebrictilr. 15 11L Gut erhalt, oern. Kckttiit schütze. Wr.26 A" BOWL ah ucrfniifen. 2-tzr. Ana. n. 015.7" an b. 'Hieö. stnu t Werten, 1 Saktter- Nädmaiw., I W i#berb. Jr.(»inmachtovLLaröi,. •ffer, 1 neue De, mal- wnage mit (tzeir chien. neue Kinder-TchUtten 'oroie Serren - Mäntel, 'Illiter, Lamen-MSntel und 'Äletbrr und ante ilrbcitcricbnbe zu rer- kaufen 01W12 Dcrm!schtes. Sine CprhifflttL Manila, 1. Dez. (WLB.) Sine Springflut verursachte beträchtlichen Schaben in der Provinz (Lavez auf Anapv- Mau hat etwa 1400 Lote festgefiellll • Der Lltcs!e Mann der Weill Mag auch die Wlssei'schafl dem methusalemi- schen LUter skeptisch geaenüberst^hen. bat einige Leute sich zulegen, so fchwciat deehalb die Kunde von uralten Menschen doch nicht. Mir dem Anspruch, der älfefte Mann der Welt zu fein, tritt ein Türke Djurou Schemdi» auf, der jetzt Paris besucht hat. Wie er ben Berichterstattern erklärte, ist er 146 Jahre alt und hat sich danach gesehnt, DariS zu bt* fuchen, feit den Tagen, da er zuerst von Dapoleon I. und seinen Taten hört«. Der greife Türke wird und als ein grosser, noch ganz aufrecht gehender Mann geschildert mit durchdringenden Augen in einem ganz runzligen Antlitz, daS allein von feinem hohen Alter Kunde gibt. Sein Gedächtnis, Gehör und Gesicht sind noch fchr gut. Gr hat fein Leben hauptföchlich adS Träger in Konstantinopel verbracht, teilte aber mit, dast er stets an den Vorgängen in Europa großen Anteil genommen habe. DaS von ihm angegebene Geburtsjahr 1775 Ist auch auf seinem Past verzeichnet, wird dadurch aber freilich noch nicht über jeden Zweifel erhaben. bat Meter eine Hobe Summe, bann gehen sie herab bis zu 33 Mark das Meter. Wird der Stofs -um Schneider gebracht, bann rLt bitter von der Verarbeitung ab. weil der Stoff ba<, wcvvimiui vn im« Machen nicht wert fei. Jüngst hatte in einem | (u n g ab, die erste feil bem Jahre 1913. AuS Äiirrah 0lM07_TammHr. 4« IIL Hcbrere Ttect t'-F.i*en bJXGO ab» tgeben ölSflOO yobaunesstraHe 8 L Nene.', moberaefl und rei i baiilfle» Ifllel-SeroKe (Slemmer. Sero) für 12 "ikrf nen Ait ver» ki fen. Lcür. Änaeb. u. OtmiS nn ben Giefr 21ny Kleines, fast »enes Mikro top N12«flS vlockstr. M v briMipk». w. neu. in IL 2ttin । n 41 ro.fltfo.’yiaiu f 13j0 IQt An oert bwr ?tna. n 12321 an b. fl. Bütnlmbn i mit grofjem Doftcn Bleisoldaten Ati oert '-15572 1 Stein «trabe «6p. )a#-. Wasser- und Gkektrizitütsprci e ganz be- ;:A±tlt4 (leigen muffen, wein die ULLtilchen Cbe- trtaz-e nicht mir Unterbdan^ arbeiten sollen •• Provinzialausschub der Provinz Cberbeffen Am Samstag, bem aiaai 8 /, Uhr, findet es Provinzialausschusscs Bllv«, Pelzsachen und sonstige Schniuckgege.,- flünbc von bebcutcnban öelamitoert verschüxut- ben. Die Täter find noch nicht ermittelt. wzt Bechtheim, 30. Rod. Don einem 3a g b u n f a (I würbe ter Dautechillter Schuch bi ei betroffen. Schuch war mit (einem Baler und einigen Oagbteilbabcm beim grcltiercn in der Mo. z:rnHeimer Gcmar ung. Dercin- bM < •> All Ofit Oi.vw Atirebrabe 11 L »Ltzlt j tcS Verw Lunglra eJ und teJ 'S: t.tanX- abge- nem ! laufen find muhten Reuwahlcn stattlinden, ihn. und es werben gewählt. In ben Derwal - Tnmrmntintrt, blaut Litewka '.ii verkaufen ^udwiftstr. 46 ». 1 ■Öiareete lehliHschibe Ni 31. orrn .'.Iui-ai.4 »-43L btU |.üL Brieleeu, 2rl- tert1 rotflS4_l llä^nadnnL rchlitt ckiube Ä7i artel>en*ro. 2 Paar oernid Tomen- 8d)littld)iibe, fau neu, zu uertauirn O13.'ü5 Ctcubanftrafce 6. ^Crepedechine- RlncA mit CobHautn U. DlUbc efltfcreuimneiT.. Unihänbe d. bitt, au oeit ttäb. Marktstr. r. 1. St. troffenen Aenderungen soll bte Konzession als Buchmacher nur an einzelne Personen erteilt werbet'. und nicht an Gesellschaften. Z.rner sollen die Buchmacher bei Ausübung ihrer TillgfeU von der LanbesbehSrde zu befrtnmenbe An eichrn tragen. I'/. Stunden ausreup«, DeS weit-'ren gelangte ein bchcutung« ol;r 2ln- Vorstellung, die von der Cia1 un ertrag deS Abgeordneten DrüningShau^ D. 2.» zur stützt würde, könnte vselletcht selbst der sonst sehr Annahme, ber verlangt, bi*1 auf bei Reinvlätz n, tauben Bahnleitung die Obren ... von ben Buchmachern nur Wellet sähe l.n De läge | °n DeschädigteQ $d)äferbünöin bistia aii oertniifen ie* i au oerkaui. Stbr. Änaeb. dtaulfuner Snage dü. * u. 12523 tu» b. Ätev- Laz. Dl ÄHftrau<>*r Heiner PertoHfi-Hextliti rerte- eM r-, » Irr ei(n Mt» «rr! ,-et n .-rbefn tn »>ns, ifrireh-, Ao mn«"««« >d ätei» rtrl)jne«rd • Seil >te | Kaufgesuche | Zehn Ztiid fereÜM aulfleroactlen, fafort get ^,8 Lhirurg. KlinU. Klavier argen Varzabluna *■ taufen aeluül ®4>TlftU fln rbo e uni. 01*xK-4 an brti W f enrr Wind «et. 015608 Daubringen, den 1. Dezember 1021 Die Beerdigung findet am Freitag nachmittag 2 Uhr statt 12584D !! Horridoh! !! MeMWZ Bahrenfelder Margarine-Werke A. L. Mohr, G. m. b. H Uti/bD M«kS MM« Haus W nelteiltcn etgesuche j WÖbl.Siutmcr, evtl, mit Belten, von Ulna. An- ncfteiltc» (Tmierma gef 3 MM-MklWU Bedeutende Margarinefabrik auster Konzern gojähr. erf. oiww nt>Aii6olrn r Notar-Urkund, beweis. SOjfthr. erfolgr. Prnxia Prosp.fr. F. Kiko, Herford. im Namen der Hinterbliebenen: Martha Himmler geb. Andrear. Für die zahlreichen Beweise der Teilnahme bei dem schweren Verluste sagt herzlichen Dank Üt ■6kl. Ibamer an nur tub. Ocrrn au vermieten •iw Steiattraire 15 I. ffunaer Nauimann fudjt fic1> mit cn. 5000 Mark an schon beklebendem eu?L neu in nrünbenben C^e* Ichakt au bcteiltoen. Lchr. Ang.n.OlV'2 an b. Ä-Anz. Marburger Etr. G Molüeftrage 8. Rauchlose Troisdorfer Zagdpalronen Marke,Tiger' garantiert Versager- und rostfrei, vorzüglicher Durch- schlag, grösste Gleichmähigkeit des öchusies, hervorragende unübertroffene Patrone; öcsgl. 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'Brr erhalten mit ber 'Bitte um 3bbrud lol gtnbe Zuschrift Der 7Ui2;4eifen5obn-'BertiM(turg irirb : energisch genug arbeite Die durch bie Demvbii- muchung verursachte Ueberfüllung der Eisenbahnen mit Menschen wird von der Verwaltung mit allen Kräften bekämpft Der heutige Bestand ist um etwa 50 000 Köpfe niedriger als ber be» Jahres 1919 Ein rascheres Vorgehen bat sich vor allem mit Rücksicht auf bk heute noch geltenden ^entobtlmachungevorschriften nicht ei möglichen lassen Ihre Aufhebung ist beantragt Ein A.beitszeitae'e ist im Entwurf fcrtiggeftellt, das unter grunbs yliche. Wahrung des Achtstande:'- tages einer gerechten und wirtschaftliche' Verwendung des Perfonais den Weg ebnen soll. Das Gedingeverlahren ist auf Dem größten Dell der Gebiete, für die es anwandbar tst. wieder eingeführt und hat die Leistungen, vor allem in den Werkstätten erheblich gesteigert Der vor- •tdi’Jgen Au-wähl ber neu einzu stellenden Kräfte und der Weiterbildung der Bediensteten zum Zwecke der Erhöhung ihrer Leitungen wird besondere Beachtung gewidmet Diese Maßnahmen, benen wie zu hosten — da- Personal daS nötige Verständnis entgegenbringt, werden in ver- hältnismahig kurzer Zeit dazu führen, bah ber Aufwanb der zu leistenden Arbeit entspricht. Dabei bars freilich nicht außer acht gelassen werden, daß in zahlreichen Zweigen des Ellen- bahndiensteS der Perfonalstand nicht völlig abhängig ist von ber Stärke deS Verkehr- Die volle Ausnutzung bei Personals ist erst bann zu erzielen, wenn der Verkehr sich dem Friedensstand wieder wenigsten- genähert haben wird Die Angleichung der Einnahmen an die Ausgaben kann aber nicht erreicht werden, wenn nicht in ber Tarifpolitik die frühere Zurück- Haltung aufgegeben wird Dem Sturz ber Mark kann nicht anders begegnet werden aiS durch Erhöhung der Tarife Heute sind die Sähe des Gütertarifs durchschnittlich um das IZsache des FriedenSslandes erhöht Die neue Steigerung um 50 Prozent erhöht sie insgesamt um daS 2vsachc deS JriedensstandeS. ES gibt wenig Waren, vor allem keine, die für den Verbrauch der Eisenbahn in Betracht kommen, deren Preis sich nicht stärker gesteigert hätte. Roch schonender ist bisher ber Personenverkehhr bebanbelt worden. Die Steigerung beträgt hier in der 1 Klasse ungefähr daS lOfache, In ber 3. und 4 Klasse daS «fache des Friedenspreises Die deutsche Volkswirtschaft wird sich daran gewöhnen müllen, daß künftig die Teuerungswellen, wie sie namentlich bie letzte Zeit unS gebracht hat, rascher und entschiedener alS bisher durch Tariferhöhungen aufgefangen werden Dabei wird innerhalb der Grenzen der Möglichkeit den berechtigten Forderungen der Wirtschaft durch schonende Behandlung schwächerer Reichs- und Volksteile immer noch Rechnung getragen werden können Unter der Voraussetzung, daß eS gelingt, weiteren Ausgabesteigerungen auf die bezeichnete Weise zu begegnen, wird der Haushaltsplan für 1922 durchgefübrt werden tonnen, in dem die Ausgaben durch die Einnahmen ausgeglichen sind, das Defizit also beseitigt ist. Das AeichSverkehrSministeriunl ist davon überzeugt, daß auch ein privatwirtschaftliches Unternehmen im wesentlichen nicht anders vorgehen würde. Die Preisbewegung auf allen Gebieten. namentlich hinsichtlich der Erzeugnisse der Großindustrie, bestätigen diese Annahme. Freilich wird nicht verkannt, daß die Industrie, wenn sie daS Eisenbahnunternehmen mit ihren sonstigen Zweigen in Verbindung gebracht hätte, in der Lage wäre, den Bahnen auf dem Gebiete der sachlichen Ausgaben Erleichterungen zu verschaffen ES sei nur an die bessere ‘Belieferung mit hochwertiger Kohle erinnert Auch ble Preise für Schienen und Schwellen wie für Fahrzeuge konnten von der Leitung des Gesamtuntemeh- mcns zugunsten der Bahnen beeinflußt werden Wie groß dieser Vorteil wäre, läßt sich nicht sagen, well sich nicht beurteilen läßt, wie weit und namentlich wie lange die Industrie ihre sonstige Preispolitik beeinflußen lassen würde durch die Rücksicht auf das Bahnunternehmen. Hinsichtlich der Personallosten wäre eine wesentlich: Erleichterung beim Uebergang zur Pri- vatwirllcha'r nicht zu erwarten Die Mnzelbezügc töim:en gewiß nicht herabgesetzt werben, und die Erfahrungen im Steinkdienbergdau zeigen, baß es auch der Prrvatwirr'chaft nicht überall und nicht immer möglich ist. d,c Arbeitsleistungen auf die Friebenstz he zu bringen. w,c die- in ci-.rel- nen Werk« allerdings gelungen ist. Der raschen Bei ;toierigc organisatorische Ausgaben bie Kräfte ber Verwaltung außerordentlich in Anspruch genommen haben, so bie Zusammenschweißung deS Beamtenkörpers. Daß auf allen Gebieten bie schärfste Dirt- schaftSkontrolle durchgesührt werden muß. und daß zu diesem Behuf die Verfolgung ber Selbstkosten jedes einzelnen WirtschastSvorgangeS eingeleitet ist, fei hier noch erwähnt. Zufammenfaffend ist hier zu sagen ES ist nicht richtig, daß die deutschen Bahnen alS Reichs- Unternehmen nicht zur Gesundung gebracht werden könnten. Die Voraussetzungen für diese Gesundung sind in 1> ^jähriger mühevoller Arbeit geschallen worden Durch Annahme privatwirt- Ichastlicher Grundsätze in der Organisation deS Unternehmen- und in der Führung ber Geschäfte kann dieser Prozeß beschleunigt werden, ohne daß die Wiedergabe Der Bahnen tn Privathände notwendig wäre und damit die Preisgabe der politischen und volkswirtschaftlichen Vortelle, die dem deutschen Volke auS dem Reichsbetrieb erwachsen sollen. Aus Stabt und Land. Gießen, den 1 Dez 1921. ** £ntri(htungbcrLmfanftfuer. gegenwärtig gellende Umfunfteueraefefc bestimmt in §37. bah Zahlungen auf die Umsatzsteuer innerhalb zwo er Wochen nach der Bekanntgabe des Steuerbescheids zu entrichten lind. Der Steuerbescheid wird nach Ablauf eine»- Steuerobschnttts. der bei der allgemeinen Umsatzsteuer das Kqlenberjabr und bei der Lurusskeuer bat Kalenderviertei fahr umfaßt, erteilt. Anzahlungen auf die Llmsaysteuer- schuld werden nach einer Verfügung des Xeichefmanzministers vom 20. Dezember 1920 dis zur Fälligkeit, d. b bis zum Ablauf zweier Vvchen nach her Bekanntgabe des Bescheids, spätestens aber bis zum Schluß des Dritten Xalenbernwnatc nach 2lblauf des Steuer- abschnlltS mit 5 Prozent verzinst. Vach einem hem VeichSrat zur Zeit vorliegenden Entwurf betr. Abänderung des Umsatzsteuergesetzes soll dagegen der Steuerpflichtige verpflichtet werden. innerhalb eines Monats nach Ablauf eines jeden Kalendervierteljahrs eine Vorauszahlung zu leisten. Dies würde zur Folge Haben, daß die Steuerpflichtigen im April 1922 gleichzeitig die Umsatzsteuer leinschließlich ßuntöfteuer) für 1921 und die in dem Entwurf Dorgefefrene Vorauszahlung für das erste Vierteljahr 1922 zu entrichten hätten. Der VeichSfinanzmlnister macht auf diese Tatsache in einer Verfügung vom 4. Oktober d. IS. aufmerksam und empfiehlt daher, von der Möglichkeit freiwilliger Vorauszahlungen ausgiebigen Gebrauch zu machen. Die Steuerpflichtigen werden alsdann im April 1922 zu den borgefchriebcnen Vorauszahlungen auf die Umsatzsteuer 1922 wirtschaftlich leichter imstande sein. An der Annahme der neuen Bestimmung durch den Reichstag dürfte nicht zu zweifeln fein. SHU öltfieitfiihiinöe oor Mi unö Saite. (Beöenlel Der hungernden Böael! •• Reifeprüfungen für Richt- fchü 1 er unbRichtschülerinnen finden Im Frühjahr 1922 statt. Der mit 1.50 Mark stem- vripslichtigen Meldung, bk bei bem LanbeSaml für da« BildungSwesen. Qlbtcilimg für Dchul- a TflcIegenbeitcn, einzureichen Ist, sind hinzuzu^ fügen: Lebenslauf, Leumundszeugnis. Rachwels deS Bildungsganges und ber Vorbereitung auf die Prüfung, sowie ble letzten Schul- jnb Privatzeugnisse. Genaue Angabe der 21nbC Ich habe ihm auch den einen und anderen guten Rat gegeben: mehr konnte \i) leider nichr tun. Ich besitze ja nicht». Ich stehe völlig machtlos ba." .Ra, da siebst bu ja P* Auch ich habe ihm gute Ratschläge gegeben: etwa» anderes konnte auch ich nicht tun. Er verlangt da» Unmögliche." .Hast bu ibn heute gesehen?- .Ja. ich habe ihn am Bahnbof gesprochen Er fuhr in die Stabt und wollte sich tooN dort nach Hilfe umsehen. Mit dem Adendzug ist er nicht zurückgekommen: ich habe scharf aufgcpaßt, als dre Reisenden r»orbiix PDrbcüamen; er war nicht dabei " Dirte ernsten Dinge wurden zwischen ben beiden Freunden verbanbeit. Sie sprachen von einem Dritten, der ins Unglüa gekommen war. Daß die Sache ihnen aber kbr nahe ging, war au# ihren Bliencn und ihren gedämpften Stimmen zu entnehmen. Inzwischen war e# spät geworden Der Apc>- iheker bemerkte eS, und aus den ungcbulbigcr. Blicken, die er nun fortgesetzt nach ber Uhr warf. eker gab ihm da- Fläschchen, bas er soeben gefüllt hatte, und der Äabitän steckte eS in Die Recktasche, knöpfte ben Mantel zu unb schickte sich an, zu gehen Der Apotheker öffnete ihm die Tür. aus bet Straße würbe ein breitet Lich-tst reifen sichtbar. .Gehst bu nach Haufe?" fragte er. .Ja," antwortete her Kapitän. In bi cf em Augenblick strich ein Vogel nahe an ihren Köpfen vorbei Der Kapitän sah auf -Das wat ein Vogel," sagte er. .Hast b* bie Flügelschläge gehört l Wat eS vielleicht ein fD(4«3f Geräusch vorhin?" .Bein, nicht im mindesten.“ antwortete der Apotheker, und gleich darauf wiederholte er noch einmal natiinnenb: .Richt im mindesten." .Gute Rächt!" rief ber Kapitän ®r war bereits auL dem Lichtflteifen in bie Finsternis tinauögetreten, unb bet Apotheker konnte ibn schon nicht mefcr sehen. .Gute Vachtl" rief ber Apotheker bem andern nach, ging bann ins Haus zurück, schloß bie Hüt hinter sich zu unb löschte Licht Unb nun logen das Ha-s und bk Straße unb die angrenzenden F-.lixr unb Wiesen in nächtlicher Stille unb Unfern iS ba Rur in der Ferne brang aus dem Bah*- hofSgebäude ein Lichtschein in» Dunlel, i Fortsetzung folgt) schrieben sein braucht. Als solche werden an» gesehen alle für den Druck bestimmten Vorlagen, mögen sie geschrieben oder auf mecha» nische Weise hergestellt sein oder in einem Druckblatt aus einem Werte bestehen. •• Preiserhöhungen in bet Z t» garreninbuflrte. Der Deutsche Xabafoer- ein schreibt: Die Zigarrenindustrie coar vor etwa fünf Wi chen infolge des Markfturzes gezwungen, ihre Preise zu erhöhen. Seitdem ist der Gulden mit dem die Ztgarremndustri« vornehmlich ihre 'Rohstoff« befahlen muh, um mehr als 4-3 Mark, also um etwa 100 Prozent teurer geworden Da auch alle anderen Herst ellunaskosten, wie z. B. Löhne und die Dandervlensteuerbelastur.g, infolge ihrer progressioen Gestaltung erheblich ge- st legen sind, Hal sich die Zigarrenindustrie genötigt gesehen, mit hfortiger Wusung die Preise um einen sehr erheblichen Sah zu erhöhen. ** Was darf als Ka f f ee m i f chu ng bezeichnet werden? Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft gibt hierüber in einem Rundschreiben an die Landesregierungen Aussschluh, und zwar dahingchend, dah ala .Kaffeemischung- nur ein Gemisch verschiedener Sorten von Kaffeesorten angesehen werden kann und dah demnach Bohnenkaff« nicht als .Kasseemtschung" in den Handel gebracht werden darf. Zum Schuhe der Verbraucher vor Täuschungen sei darauf hin- gewtesen, dah di« gesetzlichen Bestimmungen über duftere Kennzeichnung von Waren vom 26. Mai 1916 für Kassee-Grsaymittel sowie Kaffeemischung noch ihre Gültigkeit haben. Landkreis Hießen. * Lang-Göns, 30. Rov. Am Won tag hielt Dr. Falkenberg im Auftrag« der Liga zum Schutze der deutschen Kultur einen Vortrag über die geschichtliche Entwickelung des deutschen Bauernstandes. Der rege Besuch zeugte von dem Interesse das der Liga auS allen Schichten der Bedölter-ung entgegen gebracht wird. Dieses Interesse erhtell seinen besonderen Ausdruck in der Gründung einer neuen Ortsgruppe in Lang-Göns, die bereits jetzt über etne stattliche Witgliederzahl verfügt. • Reiskirchen, 30. Rov. Gendarmerie» Oberwachtmeisler Glaub und Ehefrau begehen am nächsten Montag das Fest der Silbernen Hochzeit. KreiS Wetzlar. A HörnShe tm, 29. Rov. An der Ferttgftelluna des Denkmals für die Gefalle neu des Weltkrieges wird fetzt eifrig gearbeitet. Es kommt vor die Kirche in die Friedhofsmnfasfung zn stehen. Die Kosten betrugen rund 30 000 Mark. Hessen-Nassau. raaz. Weilburg (Lahn), 29 Rov. Hier sand dieser Tage der 2 Bezirkstag dos vchu h- macher-FachverdandoS für Rassau statt, der von allen Innungen Rassans gut besucht war, auch waren Vertreter hon verschiedenen Behörden und Körperschaften zugegen, auch waren von den benachbarten Druöerverbänden von Hessen, Pfalz. Kur Hessen und Waldeck '3wrf1 an dsmitgl feder anwesend, Dem Berdand gehören trotz seines turyn Bestehens von 19 Innungen des Bezirks 13 mit annähernd 3000 Mitgliedern an. ES wurden einige Entfchlleftangen über Wander lager, ImmngSstatuten, Pfusch^rdnn und Schwarzarbeit andenrmrmcn uno Durch den Vorstand an Tic nxrogebenben Stellen wettergeleitet. — Der nächste Bezirkstag findet im Früh^yr 1922 in Marburg a d Qaftn statt. bax. Dassek, 29. Äov. Tragischer Loo. Auf dem Nachhausewege auS der Schule balgten sich mehrere Mädchen in der Hollän- dkscyen Strafte. Hierbei geriet eine 10 Jahre cHte Schülerin unter ein Auto und wurde über- fahren. Im Roten Kreuz, wohin das Mädchen überführt wurde, erlag es bald seinen Der- letzungen. ra. AuS Rasfau, 30. Rov. Die Ertragnisse der für Zwecke der Waisenpf leg« im Jahr« 1920 abgehaltenen Hauskollekt« betrugen für den Ientralwaisenfvnds 181 237 Mk. und für den Landarmenverband wurden im Kreis« Biedenkopf 16607 Mk eingenommen Im ganzen betrug die Anzahl der Waisen 624, für öle im Rechnungsjahr 1920 ein Pflegegeld von 145 756 Mk. gezahlt wurde. - >» - Vermischtes. • Ser widerspenstig« Mount Everest Die Ansichten auf bi« Bezwingung des höchsten Berges der Erde, di« die kürzlich zu ruck- gekörte vvroereitend« Mount Everest-Expedition machte, fmb sehr günstig. Di« kühnen Pioniere der Alpmisnk hoffen im nächsten Jahr den Berg zu ersteigen Ader andere Sachverstäirdige sind weniger hoffwingsfreudig und heben die ungeheuren Schwierigkeiten hervor, die der widerspenstige Mount Everest gerade in feinen höchsten Höhen darbietet Siner der erfahrenden englischen Bergsteiger, George D. Abraham, faftt seine Bedenken in einem interessanten Aulsay zusammen. .Sicherlich Hai die neue Ervebitton viele Erfahrungen gesammelt". schreibt er. .Rur Männer von besonderer Körperstärk« und im besten Alter werden für die Erreichung so grober Höhen geeignet sein. Zwischen 30 und 35 Jahren erscheint als das beste Alter. Bisher hat man die Grenze von 24 000 Fuft noch nicht überschritten, und die gröft- len Gefahren beginnen erst, wenn eS gilt, die noch fehlenden 6000 Huh zu ersteigen. Lieber eine Höhe von 24 500 Jufj hinaus bedeutet jeder Schritt für den Bergsteiger einen Kampf mit seiner Müdigkeit und Schwäche, und der Mangel an Sauerstoff wird das Leden der Bergsteiger bedrohen Bisher hat noch kein Mensch über 26 000 Fuft sich erhoben ohne künstliche Zufuhr von Sauerstoff. Don den hier zu erwartenden Schwierigkeiten kann eine Vorstellung der Derfuch des Herzogs der Dbruzzen aeben, der bei feiner Besteigung des Bride Peak eine ungefähre Höhe von 24 500 Fuft erreichte und damit den gegenwärtigen Höhen- rekvcd im Bergsteigen aufstellte Die Schnelligkeit, mit der man sich sor Ide wegen konnte, betrug kaum 260 Fuft in bet Stunde, und an manchen Stellen stieg man in einer Stunde nur 160 Fuft. Mit gröberer Schnelligkeit wird man sicherlich auch Beim Mount Everest nicht empvrkommen, und in den höchsten Hohen wird eS noch viel langsamer gehen. Jedenfalls werden Lager in bisher unbekannten Höhen errichtet werden muffen. Sine Reihe von aufeinanderfolgenden Tagen mit gutem Wetter wird notwendig fein. Vollkommene Windstille wäre kein Vorteil, denn die Schrecken der Bergkrankheit find bei solcher Witterung am schlimmsten, und viele Alpinisten haben schon die Erfahrung gemacht, baft ein mäßiger Sturm in groben Höhen viel angenehmer ist. Aber starke Orkane wären doch sehr hinderlich und eine frühere Expedition nach dem Mount Everest wurde durch solch einen Sturm am Vordringen gehindert, der fast drei Monate dauerte. Glücklicherweise bietet der Mount Everest, was das Wetter an belangt, unter all den groben Erhebungen des Himalaja die besten Bedingungen. Sehr viel toirb von den Kulis abhängen, von denen viele in einer Höhe von über 14 000 Fuft zu leben gewohnt sind und daher ein vorzügliches Training mitbringen. Für die europäischen Teilnehmer an der Endbesteigung dürften aber Jahre geduldiger Hebung nötig sein, und man sollte sehr langsam und vorsichtig vorgehen. Wenn der Mount Everest in einem einzigen Ansturm genommen werden soll, so ist das ein Spiel mit Menschenleben, dessen Erfolg zweifelhaft bleibt." *DaSverfallendeKonstantino- p e l. Der wachsende Verfall Konstantinopels wird tn dem jährlichen Bericht des Polizeipräsidenten dar Stadt erörtert, der mitteilt, baft in den letzten 13 (Zähren jährlich durchschnittlich 1500 Häuser abbrannteu, ohne wieder aufgebant zu werden. Die Trümmer dieser Häuser bedecken «tn Gebiet von fast drei Quadratkilometer. Da die Stadtkassen vollkommen leer sind, so ist der Aufbau ganz unmöglich. (Za, der Stadt fehlen selbst die Mittel, um für die Feuerwehr die nötigen Werkzeuge zu beschaffen, und so sollen die Kosten dafür durch eine Anleihe aufgebracht werden, die ausländische Versicherungsgesellschaften geben wollen. WeihnachkS-Biichcrtisch. — Deutsches Knabenbuch. Ein Jahrbuch der Unterhaltung, Belehrung und Beschäftigung. Mit einer Kunstbeilage und vielen Tondruck- und schwarzen Bildern. 31 Jahrgang. 288 Seiten. G'-vft-Ottavfvrmat K. ThienemannS Verlag, Stuttgart. — Das Deutsche Knabenbuch und das Deutsche MSdchenbuch sind tn dem seit der Ausgabe der ersten Bande verflossenen Menschenalter zu bekannt geworden, als baft man über sie noch viele Worte machen mühte. An Reichhaltigkeit des Inhalts, der für jedes Interesse etwas bietet: spannend« Erzählungen, Bilder aus Geschichte und Technik den Knaben, Anreaung für Her, unb Geist in bunter Fülle den Mädchen, Belehrung und Beschäftigung ihnen betbea, find fie nach wie vor unübertroffen. Geschäftliches. Zur 3u f tlatung über die Mar- garlnebrctl« Dtrb uns Don den Bielefelder Margarine-Werken A L. Mohr. G. m. b. H., mitgeteilt: Die Morgartnepretie werden von einer Kommission der Fabrikanten, welche im Margarineverband zuiammengeichlosten find, festgesetzt Diese Kommission legt dem Reichs- ervährungS-Ministerrum die )en>ctlig feftgelegten Prelle und die zugrunde gelegte Kalkulation vor Das ReichSernährungs - Ministerium konnte gegen die von der Kommission vorgelegten Preise keine Sinwenlumgen erheben Handel. Frankfurt a. M„ 1. Dezember. Berliner Devisenmarkt. Geld Vries Geld Vries Datum: 29. Nov 30 Nov. Amfterdam-Rotterd. 9840,15 9369,85 9691,30 8708,70 Brüssel-Antwerpen. 1813,15 1816,85 152^.35 1631,65 Thristiania 3946,C5 3953,95 3471,50 3478,50 wper.hagen 5119,85 5130,15 4495,26 4564,50 Stockholm 6488,50 6501,50 5744,25 5755 75 Helstngfors 449,55 450,45 599,60 40^60 Italien........1123^51126,30 394,- 996,— London 1098,901101,10 974,- 976,- Reuhvrk 27537 276,53 2*4,75 245,25 Poris 1910,55 1914,45 1698,30 1701,70 Schweiz 5284,73 6295,30 4645,35 4554,65 Spanien 3828.35 3636,35 3346,65 3353,35 Wien (altes) .... Deutf ch-Oesterr.. .. 7,23 7,27 7,08 Prag......... 293,70 294,30 257,70 Budapest 34,71 34.79 32,76 Buenos Arres . . . 88.40 88,60 78,52 Bulgarien Marknoti erungER. Für 100 deutsche Mark wurden grzahll: 7,12 258^0 32,84 78,72 Datum: 1.7.14. 29.11. 30.10. Zürich Fr. 125.40 1,91 2,20 Amsterdam Fl. 59.20 1,01 1,18 Kopenhagen Kr. 88.80 2.02 2,35 Prag Kr. 117.80 -,- Stockholm Kr. 88.80 1,60 1,75 Wien Är. 117.80 London VH. 97.80 1,09 0,96 Paris Fr. 126-40 5,25 6,92 Reuyork $ 23.80 -.36 -.42 Züricher Devrsemnartt. io. 11. 1.12. Wechsel auf Holland Deutschland Wien Prag Paris London Italien Brüssel Budapest Renhork Agram Warschau Schweizer Franken 100 Fl = 187.- 187.- 100 Mk- = 1,90 2.40 100 Kr. = 0.16 0.15 100 Kr. -- 5.60 5.60 100 Fr. — 36.45 37.— 1 / — 30.98 21- 100 L - 21.45 22HO 100 Fr. — 34.65 35.50 100 Kr — 0*675 0.725 100 $ =626.- 625.- 100 Kr. = L80 1.85 100 Kr. = —,14 0,15 (In «irrem Teil der Auslage wtedrrholl.) Die von Frankreich gefordert« Seemacht. Paris. 30. Rov. (WTB.) Der Berichterftatter des .Mattn" in Washington berichtet. Bt- vtant'chabe Staatssekretär Hughes die Forderungen Fvankveichs in bezug auf seine Marine Übergeben. Frankreich verlange 300 000 Tonnen GrvfNchifse, die saft auSlchlietzlich leichte und rasche Kreuzer feien, und 90 000 Tonnen Unterseeboote. Ilallen wist dne ähnliche Forderung stellen und BivianiS Verlangen unterstützen. Die Ansicht wurde vertreten, datz tn ungefähr 3 Wochen die Konferenz ihre Arbeiten in öen groben Listen beendet haben werde. Frankreichs Sandheer. Paris, 30. Rov. (WTB ) Rach dem Bo- richt des Heeresaussä^rsses der Kammer, der gestern verteilt wurde, wird Frankreich mit (einen Kolonien am I. Januar 1922 820000 Mann unter den Fahnen haben Rach der Entlastung des ersten Kontingents Öer ZahreS- (tafle 1920 649 000. im Mal nach der Einberufung der ersten Hälfte der Rekruten 777 000 Mann. Dide Anzahl fällt zellweillg nrtt der Sn-laffnnU des ersten Teiles der Soldaten der IapresLasse 1920 auf 661 COO Mann, um im -ioDember nächsten Jahres die Stärke von 818 000 Mann zu er- reichst. Danderltp über di« europäische» Schulden. London, 30 7lov ("5X£T In einer Bebt in Reuyork har her amerikani