Dienstag, November 1921 M- Jahrgang Erstes Blatt GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drud nwö Verlag: vrühl'sche U»iv.'v»ch> uni> Strinörnderei R. Lange. Schristlritttng. Sefchästrftelle und vraderei: Schvlfteatze 7. Annahme van Anzti-e» für die laqetnumm.i bi» zum tzachm itag vorher ohnejebe BerbinbltdilietL Drei» Nr l mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite 6rthd) 55 Pf, ausroärt» 65 Pf.; für Beklame» Anzeigen von 70 mm »rette 2501)1. Bet Platz. DorfAnft 20 .Aufschlag. AaupilAnftleiter: Aug. Goetz DerantwortUch für Politik: Aug. (Böen; für den übrigen Teil t B : Aug.Doetz. für ben iBjeigentetl: »San»»edr, sämtlich in (Biegen. ßr. 256 Der etejeuer SajeUer «scheint täglich aijer Sonn, unö Jeiertagr. Vlonatlichevezva'prese: Mk 5JX) emlAL Träg«, lohn, durch die Post Mk. 6.50 einlchl. Bestell- gelb, auch bei Bichterschei- nen einzelner Nummern infolge höher« (Bemalt Arm prech.Lnfchlujie: für>ieSd)rifiletluM 112; für Druckerei, »«lag »ad (B»ld)üfisfteOe 51 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger tiefte». PollAeJtonto: «rrerithirt e. DI. 11686. Das (Ergebnis der badischen Landtagswahlen. Cine allzu große Ueberraschung bieten bte Dahlen In Baden nicht. Der Eintritt zweier neuer Gruppierungen, des Landbundes und der Wirtschaftlichen Vereinigung, die zusam- men 85 000 Stimmen aufgebracht haben, komplizieren den Vergleich mit dem Ergebnis der letzten Reichstagswahlen vom Juni 1920. Del der diesmaligen Wahl wurden insgesamt 898 000 Stimmen abgegeben gegen 943 000 im Sommer 1920. Die Wahlbeteiligung war also geringer. Der Ruck nach rechts offenbart sich in der großen Abwanderung von ben Demokraten, die 40 000 Stimmen verloren, und in der Zusammenschmelzung der Unabhängig gen, die von 102 000 aus 27 000 zurüdgingen, während ihre radikaleren Brüder, die Kommunisten. nur ein PluS von etwa 20 000 Stimmen zu verzeichnen haben. Die Demokraten sehen einen Grund ihres großen Mißerfolges besonders darin, daß zwei ihrer Parteiorgane in der Landeshauptstadt kurz vor der Wahl ins Lager der Deutschen Volkspartei abschwenkten. Aber das war ja auch nur ein Symptom dafür. daß die demokratische Politik an Einfluß unb Anhang schwer gelitten hatte. Der Zug nach rechts seit den letzten Reichstagswahlen zeigt sich darin, daß die neuen Wirtschaftsgruppen, die früher nicht bestanden, insgesamt 85 000 Stimmen aufbrachten, während Deutschnationale und Deutsche Vollspartri zusammen 47 000 verloren. Das Zentrum hat nur wenig Stimmen eingebüßt. Herr Dr. Wirth hat als Süddeutscher in dem sogenannten „Mufterländle" seine Hauptanhätzger. roährend der Zentrumsturm In anderen Ländern des Reiches ja bekanntlich, wie der deutschnationale Führer Hergt tn Gießen richtig ausführte, erhebliche Risfa zeigt. Vergleicht man die Gesamt- stimmenziffer der diesmaligen Wahl und der letzten ReichStagStvahl mit dem Blick auf die Einzelergebnisse, so tritt hervor, daß die Wahlenthaltung auch bei den Unabhängigen sehr groß gelvesen sein muß; annähernd 30 000 Unabhängige haben offenbar nicht gewählt. DaS Auftreten neuer Wirtschaftsgruppen ist in Baden so bedauerlich wie anderwärts. Es tritt dabei lediglich eine Zersplitterung im bürgerlichen Lager und eine Trübung der großen grundsätzlichen Gesichtspunkte zutage. Lloyd George über die b Irenpolilik. London. 31. Oft. (WTB.) Lloyd George erflörte in seiner UnterfxutSrede über die irische Politik der britischen Regierung, es sei wesentlich. bat) die Lage geklärt werbe, damit die Regierung wisse, welches die Ansicht des Unterhauses über die irische Politik sei. Zur Frage deS Bruches deS Waffenstillstandes von fetten der Sinnfeiner sagte der Premierminister, die Sinnfeiner hätten ihr Bestes getan, um die von ihnen gegebenen Garantien durchHuführen. Es seien x B. feste Garantien gegeben worden, nachdem die Regierung Beweise erhielt, bah Bor- bereitungen für eine Waffenlandung in Irland getroffen wurden. Ein Teil des diesbezüglichen BeweiSmaterials sei der Aktion der deutschen Regierung zuzuschrei- den und. so fügte der Premierminister hinzu, eS gefröre sich, daß bicS bem Unterhause mltgcteilt werde Lloyd George crflärtc weiter, baß feine U ober etn fünft, die im Laufe bet irischen Berhand- lungen ein gegangen werben sollte, ohne die Ermächtigung des Parlaments in Kraft treten würde. Hebe Einzelheit würde dem Parlament unterbreitet werden. Sollte ein Uebe rein kommen er- Jitelt werden, so würde das in Gestalt eineS Paraments beschlusses geschehen. Richts könne erfolgen ohne die volle Prüfung unb Billigung durch baS Parlament. Der Premierminister fuhr fort, das Unterhaus müsse entweder feinen Unterhändlern vertrauen oder fie ersehen. Er und seine Kollegen wollten willen, ob bas Unterhaus haben wolle, daß sie versuchten, den Frieden herbeizuführen. Denn das Unterhaus bas nicht wolle, so gebe es einen Mann, der froh fein wurde, zu seinem Souverän zu gehen und ihm zu sagen: 3ch überreiche Ihnen hiermit mein PortefeuilleLloyd George erflärte, wenn die getarnte Frage im Unterhause erörtert werden würde, fo würde dies das Ende der Konferenz bedeuten. Das Haus fei zu keiner der Bedingungen verpflichtet, über die man auf der Kvnfere z beraten falt', b s diese Bedingungen dem Unterbaufe unterbreitet werden Die Regierung werde sie dann empfehlen. Das fei jebod) ihre Angelegenheit, jene deS Unterhauses würde es fein, die Bedingungen zu verwerfen, wenn fie ihm nicht paßten. Rach dem gegen die Regierung erhobenen Borwurf, bah fie mit Leuten unterhandle, die bie Autorität der Krone nicht anerkennen und die mit Staaten verbunden seien, die alles verabscheuen, fo wolle er die Frage stellen, mit wem sie denn verhandln solle. Wenn überhaupt eine Konferenz ftaltfin- ben sollte, so müsse sie mit ben Leuten geführt werden, die für den Augenblick im Ramen der Afahrhrit des irischen Volkes sprechen. Lloyd George sagte, er gebe zu. baß fich alle ciunfeiner für eine Republik erklärt hätten, und baß alle Sinnfeiner die Autorität der Krone verwerfen. Wenn man aber aus diesem Grunde nicht mit den Sinns einem verhandeln wolle, so aebe es niemand in 3danb, mit dem man verbandeln könne. Es fei nicht das erstemal. daß Großbritannien mit Rebellen mit gutem Erfolg für das Reich verhandelt habe Der einzige Punkt, den da- Unterhaus entfcheiden müsse fei nicht der. ob man mit Rebellen verhandeln falle, sondern der, ob überhaupt mit ihnen eine Konfeenz fiattfinden sollte. 3m weiteren Verläufe seiner Rede sagte Lloyd George, der Beschluß, ben das HaaS zu fassen habe, fei von großer Bedeutung. Es handle sich darum, ob das Hau- der Regierung ,Ilgen werde: Gebt baS Verhandeln auf und unterdrückt zuerst ben Aufstanb und auferlegt dann Irland eine Regelung, bie dem Parlament gerecht erscheint. Ss handell sich hierbei um eine Kostenfrage. Lloyd sagte, er wolle ganz offen zu bem £>au|e reden. Wenn die Konferenz abge- brcchen werden sollte, was der Fall fein könne, fo wolle er nur, daß das Unterhaus daS Gefühl habe, daß es alles getan hat. was vernünftigerweise von England vor dem Dewisfen der zivilisierten Welt erwartet werden könne, um die Folgen davon abzuvxnden. Sollte die Konferenz abgebrochen werden, so würde das erste, was die Regierung tun müsse, sein, baß fie daS Haus «suchen müsse, die Streitkräfte der Krone in beträchtlichem Matze zu verstärken. Die Erfahrungen im südafrikanischen Kriege lehrten, Satz riefige Streitkräfte nach Afrika gesandt werden muhten, um dem Guerillakrieg zu begegnen. Er müsse bem HauS jedoch ausdrücklich lagen, daß. wenn es nicht unbedingt notwendig für die Ehre und Sicherheit des Landes lei, jetzt nicht die Zeit dafür lei, zum Unterhaus« zu kommen. um von ihm zu fordern, daß es den Steuerzahlern weitere grvtze Lasten aufbürbe und bie Zugenb von neuem aufforbere, bas Leben auf6 Spiel zu sehen. Bevor man bas tue, müsse mon vor allen Dingen erst daS englische Bolk überzeugen, baß keine andere Dahl besteht. Man müffa das britische Reich davon überzeugen und sich selbst. D« Premierminister erklärte, die Berhandlungen mit ben vinnfeinem gingen weiter. Er würde froh fein, toerm er in der Lage fein könne, mitzuteilen, daß die Ration, bie baS britische Reich mitbegründet habe, beschlossen habe, dem Zahrhunbertc allen S rett etn Ende zu machen. Er könne bem Hause jedoch nicht bie Möglichkeit v«heimlichen, bah er vielleicht d t e fu r ch t- bare Mitteilung werde machen muffen, batz eS unmöglich fei, ohne Gefahr unb Schande zu einer Regelung zu gelangen. Wenn diele furchtbare Stunde jedoch kommen sollte, unb »jemand. der an diesem Tische steht", das Unterhaus unb bas Land auffarbern müßte, größere Opfer zu bringen, bann müsse man bas Gefühl haben, daß alles getan wurde, was getan werden konnte. Jedermann müsse in bet Lage sein, zu seiner Wählerschaft zu gehen unb zu sagen Wir kämpfen für bie Sicherheit des britischen ReichsS, für seine Ehre, für Freiheit und Recht, unb wir haben alles getan, was in unserer Macht liegt, um ben Frieden aufrecht zu «halten unb unS trifft keine Schuld, daß er nicht zustande gekommen ist. Lloydt George sagte, wenn die Sicherheit Englands bedroht, trenn d e Krone nicht anerkannt wirb, wenn daS britische Reich verstümmelt und 3 and zu e n:m fremden Staat? gemach', werten sollte, wenn an Eng'andö verwundbar ter F anke es den Feiirden Englands frei wäre, Abmachungen zu treffen, um den britischen Handel zu bekämpfen unb wenn der britische Handel Angriffen an der irischen Küste ausaeseyt werden sollte, ohne bah Grotzbritannien das Recht habe, bte Küsten 3rlands zu feinem eigenen Ruhen zu benutzen. wenn auf Abmachungen bestanden würde, die ben Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Protestanten bedeuten würden, dann würde Grch- britannlen die notwendigen Opfer bringen, um ein solches Unheil abzuwenden Asquith gab seiner Befriedigung darüber Ausdruck, daß die Regierung endlich eine Politik eingeschlagen habe, für die die Opposition von Anfang an eingetreten sei. Asquith stimmte mit Cfahb George darin überein, daß die Konferenz der Regierung mit den Öinnfeinern streng privat und vertraulich sein müßte Es dürfe jedoch keine Regelung ohne baS Parlament erfolgen. Denn die Berhandlungen abgebrochen werden sollten, so werde man sich einer Lage von beispielloser Schwierigkeit und Gefahr gegenübergestellt sehen Die Neuregelung des Desoldungswesens. Berkin. 31. Olt. (WTB.) lieber bte Frage des Neuaufbaues des Besoldung S- wesens unb ber wegen ber weiter ringelte tenen Teuerung für bte Beamten zu treffenden Maßnahmen haben bie feit mehreren Tagen geführten Verhandlungen zwi- scheu ben Vertretern der Reichsregierung und den Beauftragten der Spiyenorganifationen zu einer Verständigung geführt. Wenn auch die Wünsche der Beamtenorganisationen nicht restlos erfüllt werden konnten, wurde doch eine Erhöhung der Grundgehälter zugestanden, die sich nottvendig erwies, koeil die sonst tvandelbaren Teuerungsbezüge in ein zu krasses Mißverhältnis zu den festen pensionsfahigen Bezügen gekommen wären. Auch der Ortszuschlag und derKinder- zuschlag sollen wesentlich erhöht werden. Dagegen kann der Teuerungszuschlag wieder in etn gesundes Verhältnis zu den Grundbezügen gebracht werden. Es ist ein Say von 20 Prozent vorgesehen. Der burch diese Maßnahmen erwachsende Mehraufwanb ist erheblich, aber tbegen ber veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse unvermeidlich. Der Beamtenschaft deS Reiches und der Länder wird durch die vereinbarten Verbesserungen, die mit Wirkung vom 1. Oktober ab gewährt werden sollen, eine wesentliche Hilfe in der derzeitigen Notlage zutell. Alle beteiligten Faktoren sind sich darüber einig, daß die Mehr-- auftvendungen an die Beamtenschaft mit größter Beschleunigung au»ge.zahll werden fallen. Die Reichsregierung wird die Gesetzesvorlage ben gesetzgebenden Körperschaften ungesäumt unterbreiten. Heber bie für bie Angestellten unb Arbeiter vorzunehmenben Verbesserungen wirb unverzüglich verhandelt werden. Rußland und die Großmächte. Riga. 29. Oft Die S o w j e l r e g i e r u n g teilt tn einer besonderen Rote den Regierungen Englands Frankreichs. 3 talienS ZapanS und Amerikas mit. daß, obgleicy ihr ber Beschluß der Brüsseler Kon- ferenj, oer die Kreditgewährung für die Hilfe zu Gunsten ber Hungernden von der Anerken- nung der Schulden der Zarenregierung abhängig machte, nicht offiziell mltgcteilt worden fei, fie angesichts der sterbenden Bollsrnassen dir Feinheiten ber diplomatischen Stilette unbeachtet lasse und hiermit mitteüe, baß sie unter gewissen Bedingungen bereit fet bie alten Schulden anzuerkennen. Die Svwjetrcgierung schließt sich der Ansicht d« Staatsmänner Europa» unb Amerikas an, bie ein Zunehmen der wirtschaftlichen Zerrüttung allerorts fest stellten. Der Kampf mit dem allgemeinen Zerfall fei unmöglich, solange Rußland In Trümmern liege und dessen 130-Millionenvvll an der Wiederherstellung des Weltfriedens nicht tellnehme. Die Sowjetregierung habe, um eine wirischaslliche D«ständigung unter den Mächten herbelzuführen, bem ausländischen Kapital Rechtsgarantien einperäumt, ferner den Privathandel hergeflellt, bieKlelnlnbjftrle denationalisiert unb das Pachtrecht für Großunternehmen ein geführt. Um vollends alle Hindernisse für ein Zusammenarbeiten mit ben Mächten zu beseitigen, sei die Sowjetregierung auch zum Rachgeben in ber wichtigsten Frage der Schuldenanerkennung bereit und erkläre, daß sie die Berpflichtung ben ausländischen Mächten und deren Staatsangehörigen gegenüber übernehme, die von ber Zaren- regierung vor 1914 abgeschlossenen Anleihen zu- rückzuerstalten. falls die Abtragung zu günfapen Bedingungen erfolgen könne. Selbstverständlich könne die Sowjetregierung dfase Berpflichtung nur übernehmen, falls die Großmächte mit Rußland einen endgültigen allgemeinen Frieden schließen und die gegenwärtige Regierunganerkennen. <£i bi -fern Zwecke schlägt die Sowjetregierung die schnellste (Bbiberu- fung einer internationalen Konferenz vor. die die gegenfe t g-n Forderungen prüfen und den endgültigen F.iedensvertrag ausarbeiten soll. London. 31. Oft 4WTB.) Die Rote der Sowjetregierung an die britische Regierung ist nachmittags beim Auswärtigen Amt eingetroffen. DaS Reutersche Bureau berichtet hiezu, die Rote kö^ne vielleicht zu wichtigen Ergebnissen führen, indem sie natürlich die gesamte russische Frage in den Dordergrund stelle. Laut »Cve- ning Standart" herrscht In der Eith keinerlei Begeisterung für die in ber Rote Tschitscherins enthaltenen Borichläge. Der Vorschlag Rußlands laus« auf das Ersuchen um Kredite hinaus. Grundbedingung dafür müsse jedoch sein, baß Rußland selbst ein erzeugendes Land werbe unb bie Kontraktgefetze anerkenne, wie fie in den west- ll$en*2änbern bestehen. Amerika und Lowjet-Rnstland. PariS, 1. Rov. (WTB.) Die der Eonder- berichterstatter des .Matin" aus Washingwn meldet. wirb die arnerikamsche Reginung ben Russen vor jeder Konferenz zunächst 3 Bedingungen stellen: 1. Ausgabe bei Systems des Terrors, sowie jeder Agitation Im Aus lande. 2. Wiederherstellung eines normalen politischen und wirtschaftlichen Regimes, mit dem man verhandeln könne, und 3. Garantien, daß dieses Regime dauernd sei und das Privateigentum schütze. Die Wandlung in England. Lon dvn,31. Oft (Wolff.)'Dn; nationalliberale Bund wird auf |einer Zahres- Deriammlung am 24. unb 25. Rovember in Rew- caftle an Thyne eine Anzahl von Entschließung en behandeln, u. a. über bie Frage ber Arbeitslosigkeit die Rüstungen, ben englischen Hanbel unb die Repavationen. Sirre ber Entschließungen besagt es bestehe keine Hoffnung aus ein Wieder- aufleben des Handels unb aus völlige Behebung ber Erwerbslos gleit wenn bie Reg erring nicht u. a. folgende funbamentalen Veränderungen in ihrer bisherigen Politik vornehme: Reuregelung ber internationalen Schulden unb soweit wie möglich Streichung ber burch ben Krieg entstanbenen Schul b. Herab.Atzung der deutschen Reparationen unb Entschädigungen, ein ernstlicher Dersuch zur Heri>eiführung eines wirklichen Friedens zwi'chen len europäischen Rattonen. Beseitigung aller Beschränkungen für ben britischen Handel einschließlich 3nbustrieschutzgesey. Ein weiterer Antrag besagt alle Versuch? zur Di derhcrstel- lung des Handels unb des E.vxrbs seien zwecklos, wenn nicht der Frieden-vertrag abgeändert unb der freie Handel w.cber her- gestellt werbe. Asquith wird im Zusammenhang mit dieser liberalen Konferenz am 25. Rov.mbcr eine Rede halten. London, 31. CiL (DB ) 3m Unterbau# teilte Sir Robert Horne mit, baß bie britische .Regierung nicht in Unterhandlungen mit ter amerikanischen Regierung über bte Streichung dereuropälschen Kriegsschulden stehe Zu den Pressemeldungen, bat) bie amerikanische Regierung beschloßen habe, daß auf ber Washingtoner Konferenz keinerlei wirtschaftliche Fragen erörtert werben sollen, erklärte Home, baß Fragm dieser Art eher geeignet seien, Schwierigkeiten zu erzeugen, al# zu einer Lösung zu führen. Poincar^ in London. Bonbon, 31. Ott. (Wolfs.) D?r bormaltgc Präsident ber französischen Repub.lk. Poln - cars, ist gestern zu kurzem Aufenthalt In London eingetragen, um an einer Fe t lichtest in ber Londoner Universität tellzu nehmen. Poincars frühstückt morgen mit bem König im Buckingham-Palast. Die ftragc der Herabsetzung der BesatzungSkosken. Paris, 31. Oft. (WTB.) Wie de. .Lemps" mttirilt, ist die hier tagende Kommission zur Herabsetzung der militärischen Besatzungskosten nicht in der Lage, ihre Arbeiten, wie vorgesehen, zum 1. November abzuschließen. Der Bericht deS kürzlich an Ort und Stelle entsandten Unter auSschuffeS über die Bedürfnisse der Be- sayungSarmee unb die von ihm festgestellten Mißbräuche haben den Anlaß dazu gegeben, weitere Auskünfte, namentlich,wie der „TempS" mitteilt, vom englischen Kriegs- Ministerium einzuhvlen. Die nächste Vollsitzung wird kommenden Donnerstag statt- fin.de n. Tie Zurückziehung der amerikanischen Truppen vom Rheins Washington. 1. Nov. (Reuter.) Wie verlautet, teilte Präsident H a r d i n g bei einer Besprechung mit Porter, dem Vorsitzenden des Repräsentantenausschusses für auswärtige Angelegenheiten, mit, daß er gegen die Llnnahme jeder Sntschließuna sei, welche die unverzügliche Zurückziehung der amerikanischen Truppen am Rhein vorfehe. Tic amerikanischen Delegierten für die Washingtoner Konferenz. Washington. 31. Oft. (HavaS.) Den amerikanischen Delegierten für die Washingtoner Konferenz ist der Rang von Botschaftern verliehen worden, damit sie den Delegierten der anderen Länder gleichgestellt roerden und sich in der Lage beftnden, von den Botschaftern der Vereinigten Staaten im Auslande Bericht elnzufordern und ihnen Instruktionen zu ertellen. (Sin Lozialiftenkongreft in Frankreich. Paris. 31. Oft. (WTB.) Auf dem Svzialistenfongreß wurde heute vvr^ mittag die Frage der internationalen Politik beraten. Renatwel vertrat den Standpunkt, der Sozialismus sei das Rückgrat der Republik. Die deutsche Arbeiterschaft dürfe nicht an die Wand gedrückt werden, rief Renaudel aus. denn in Deutschland liege das Herz der sozialistischen Einheit. L e d e b o u r ergriff das Wort und erklärte den Teilnehmern, daß er über die Politik der Verständigung mit ihnen völlig einig sei bezüglich der Abmachungen von Wiesbaden und daß er die Loyalität der Regierung Winh anerkenne, die aufrichtig po zifistisch sei. Nach dem HavaSbericht fügte er hinzu, daß sie von den besten Absichten im Hinblick innerdeutscher Einigkeit beseelt sei. Die Verbannung des früheren Königs Karl. Budapest. 31. Oft. (WTB.) Wie dte Blätter melden, tverden Exkönig Karl unb Zitain der Nacht zum Mittwoch von Tihany nach Duna Foeldvar gebracht, wo sie von dem inzwischen dort eingetrosfenen Kanonenboot „Glowworm" ausgenommen tverden sollen. Für die Ueberführung werden die gegenwärtig in Tihany weilenden Militärvertreter Englands. Frankreichs und Italiens Sorg? tragen. Die (Entente schützt Ungarn. London. 31. Oft (WTB.) Reuter glaubt zu wissen, daß die Regierungen der Kleinen Entente benachrichtigt wurden, das die Großmächte jede aktive Intervention gegen Ungarn im gegenwärtigen Augenblick durchaus nicht billigen. Die türkischen ^riedensbcdiugnngcn. Konstantinopel, 1. Nov. (WTB.) Aach einer Havasmeldung wird aus Angora berichtet, daß die Nationalversammlung folgende Beschlüsse gefaßt hat; Die Türkei wistenschairlich vorgebildete Fachleutr gen? wird, schon jefjt recht gering, so drohe Mich bi dieses ihrer ’a’-e bcburften: td) im Lr-slande ebenlo tote der und. dort teiÜDeife noch in schlimmerem OEabe «tigen. werden v e.- WcttervoraussagO für Mittwoch: Packung au- dem Handel bezogen und so abge- tagun geben werden, und Arzneimtttri, die dem freien inneren trieb Hier der Schematisierung deS Tarifs zu Heuern und der Betriebsorganisation die Berufsorganisation entgegenährt Dunstig und wollig, strichweise Riederschlä^te, kühl, nacht- kalt, nördliche Winde. Heber Schweden hat sich ein stark ausgeprägtes Tiefdruckgebiet entwickelt. Aördliche Luftströmungen bringen und wieder stärkere Abkühlung Leichte Mederderschläge sind nicht au-golft Bereit, rat allen Mächten, anher Griechenland, Frieden zu schließen unter folgenden Bedingungen: I. Vollständige Neutralität Im griechisch-türkischen Konflikt. 2. Anerkennung der vollen Anabhängigkeit der Türkei. 3. Ratifizierung der Kapitulationen. 4. Entfernung der griechischen Flotte aus der neutralen Zone. Revolution in Paraguay? Pari«, 31. Oki. (WTB.) Rach einer Meldung des „Äew Bork Herald" aus Washington verlautet dort in unbestätigter Form aus Buenos AireS, daß in Paraguay eine Revolution auSgebrochen ist und die Regierungshäupter nach Argentinien geflüchtet find. — Bund zur Pflege von Musik und Literatur. Der Bund, besten eifrige Tätigkeit in seinem Kunststreben noch von der Veranstaltung der Haaft-Deckvw-Festspiele im vergangenen Sommer bei unseren Kunstfreunden in bester Erinnerung stehen wird, beginnt am nächsten Samstag mit zwei Gastspielen des berühmten Badener Kün stier- Marionetten-Thea- t e r s sein diesjähriges Winterprogramm. Infolge des täglichen Ansteigens der Preise, die die Unionen derartiger künstlerischer Veranstaltungen gewaltig erhöhen, und dec Gedanke, daft ein gemeinsames Vorgehen von Vereinen in gleichgerichteten Bestrebungen duIfeilig Heden kann, hat den Bund mit dem Kaufm. Verein und dem Aus Stabt und Land. Dietzen, den L Rod. 1921. Glirftenrr Dantefeier. Die Feier, zu der die Volkshochschule am SamStag eingeladen hatte, war von einer ein- dringlichen Schlichtheit und fachlichen 'TDürbe, der sich wohl keiner der zahlreichen Zuhörer, die den groben Hörsaal der Universität bis in die Türen füllten, entziehen konnte Sie war ein schöner Beweis für den Millen aller, die zu ihrem Zustandekommen betrugen, weit entfernt von jeder Modestromung, auch nicht einen Stein unbenutzt liegen zu lasten, der zum Aufbau unserer Gegenwart und Zukunft dienen könnte. Für die Besucher der Volkshochschule war sie gleichzeitig, wie Prof. Mittermaier in seiner Begrützung hervor- hob, ein bebe itungsvoller Austakt dec beginnenden CBinterarbcit Die Festrede hatte Professor Franz von der Universität übernommen. SS gelang ihm auf« beste, ein Dill» vom Leben und Schaffen DanteS zu entwerfen, das jedem Laien fatzbar war und das gerade in feiner Einfachheit und Klarheit aus vchrckt und Tritt den Kenner und Beherrscher deS Stoffes Dcre.nl Besonders fein war die knapve und eindringliche Darlegung der Göttlichen Komödie, der der zweite Teil des Abend« gewidmet war. Hier kam auSschlietzlich dec Dichter zu Morl. Sorgfällig gewählte vesenlllche Stücke au« dem Hanvtwerk DanteS d.e vorher durch den Redner des Abend» «Lllteriutz bei der Erläuterung deS Epos Der» Aus dem Reiche. Verschärfung deS Kampfe« im Berliner Sast- wirlSgewerbe. Berlin, 1. Rov Der Kampf im Berliner Gastwirtsgewerbe erfuhr eine weitere Verschärfung. T e Arbeitgeber lehnten den neuerlichen Vorschlag bej Demobilmachungskommissars, die Angelegenheit mit drei unparteiischen Personen erneut dem Schiedsgericht zu übertragen, ab. Darauf fordern nun die Berliner Gewerkschafts- kommtssionen und der Afabund in einem Aufrufe in der .Freiheit" die gesamte Arbeimehmerschast Droh-DerlinS zur Sclidarcküt für die GastwirtS- gehllfen auf. Hierbei wird bemerkt, die organisierte Arbeitnehmerschaft Grotz-BerlinS solle in einen Lieferung-streik für alle bestreikten DastwirtSbetriebe eintreten. Berlin. 1. Rov. Auch gestern kam eS wieder zu Ausschreitungen der streikenden Kellner. In das Restaurant ..Traube" in der Lellziger Strafte versuchten 6—80) Streikende gs- toaltlam einzudringen. Die vier Schupobeamte, die vor dem Lokal posttert waren, waren gegen die Menae machtlos. Erst nachdem gröbere Polizeiabteilungen auf Lastautos fjerbcigee.lt waren, gelang es. die inzwischen auf 2000 Personen an- gewachsene Menge zu zerstreuen. Einige Beamte gerieten hierbei in Bedrängnis. Einem von ihnen wurde der Säbel entrissen. Der Angreifer wurde von einem anderen Beamten durch einen Degenhieb unschädlich gemacht. Die Industrialisierung deS ReckartaleS. Heidelberg, 31. Okt. (Wolff.) Der Stadtrat weift in einer Dorlage darauf hin, daft die in Angriff genommene Umgestaltung des ReckarS zur GrvftschiffahrtS- sttafte und die Anlage bedeutender Kraftwerke eine wachsende Industrialisierung deS gesamten ReckartaleS zur Folge haben werde. Der Stadttat beantragte, haft das gesamte, zwischen der Eppelheimer Canbffraftc und der Bahnlinie Heidelberg—Wieblingen und der Eppelheimer Gemarkungsgrenze gelegene Gebiet der Erschließung alSIndustriegelande Vorbehalten bleibe. Zum ersten Ausbau und zur Erwerbung der Grundstücke sollen Mittel In Höhe von 3 450 000 Mk. bewilligt werden. Der Anschlag auf Auer. Berlin, 1. Rov. Blättermeldungen aus München zufolge sind dort 5Personen verhaftet worden, die verdäcktig erscheinen, an dem Attentat gegen den Abg. Auer beteiligt gewesen zu sein. Bei den Verhafteten wurden Haussuchungen vorgenommen. Redner wandle stch bann zu den akademisch gebildeten Angestellten, die der Fürsorge Ltandesgenof en In b?fonbevcm Ma' e bei hier bat die Industrie, wie Dr. P, der ihr selbst Aus dem besetzten Gebiet. Saarbrücken, 31. Okt. (Wolff.) Die Kreiskonferenz der sozialdemokratischen Partei deS Saargebiets hat in einer gestern abgehaltenen Sitzung eine Sntschlie- ftuno angenommen, in der es heißt: Die sozialdemokratische Partei deS Saargebietes hat die in der ob ersch le fischen Frage gefällte Entscheidung neben der Entrüstung auch mit schwerer Besorgnis erfüllt über das Schicksal des Saargebiets. Die Entscheidung über Oberschlesien hat das Derttauen in den Völkerbund, dem das Saargebiet als Teil der deutschen Republik zu treuen Händen übertragen worden ist, stark erschüttert. Wenn das Selbstbestimmungsrecht und der wirtschaftliche Zusammenhang vom Völkerbund so wenig geachtet und so sehr einseitigem politischen Interesse untergeordnet wird, wie es in der ober- schlesischen Frage geschehen ift steht auch für das durch und durch deutsche Saargebiet das schlimmste zu befürchten. Die sozialdemokratische Partei des Saargebiets legt deshalb schon beute entschieden Verwahrung dagegen ein, haft vom Völkerbund die Entscheidung über Oberschlesien als Präfudizfall angesehen werden könne, wenn das Schicksal des Saargebiets vor der Entscheidung steht. leicht für eine Qknberung wirten. Eine Polltti her drohenden Grste ist veriehn, da wir ja als , uu y. k* Machtsoktor auSzeschallet sind. "Dir sind durch | schlossen. Minimum gri y'.icher Sicherung, ihnen gnwmmen zu werden, wenn die Forderungen auf Beseitigung der Ehrcngerichtsbarkeit, des Ra-weises ordnungsmäßiger wissenschaftlicher Vorbildung, der Bezeichnung dec Zugehörigkeit zu einem bestimmten Stand, wie Arzt, Rechtsanwall verwirklicht würden. Die Ausführungen des Redners gipfelten in der Forderung, haft sich alle Akademiker, den verlorenen Krieg zu einer Schicksals gemein» schäft geworden, und* wie eS in der einen Krieg S- zeit als Seldstvcriländlichrcll galt das Leden furf bedrängte Vaterland zu opfern, so mutz jcyt die noch größere wirtschaftliche Rot des Reiches durch ebensolchen Lp, ,1001 -Rachid lobann ein Spiel “ 7^^, 'nsbelondere die -labrnnilch gebildete r» H^nu Sachs' .Ser fahrend Schüler im Para. l° fuhrt- Redner an zahl- ^^nb zurn Schlust .Solo-Marionetten", bie re^n^'V,£CTÄ®le..btCr ™ Ä.an»lcrtoD.rU rn6 aU TortragitonfKcl. Tanzchine'em Klavier- Siele lainbem Tüchtigen jur Manie geworben mit erftaunllen Leistungen zeigen Die J 'S. qcrabe in Baoaltuna !gj,CTbBotftcI2n9 gib, noch einmal eine Wieder- Preuhrn« e« nur ,u hdufig vorlomme, dah tuch- unübCTir,ffbaren .Solo-Marton-tt-n". tigen Rtg'.e^ungSas essoren, dte 12 Jahre und Hin- -. *—k;p mifriftnna beß Rlarionetten- qer auf Anstellung wa te en. Gew.-rIchafller usw. Ke wohl dte Glanzlelltunq bei der Besetzung von Landcats- oder Regierongs- ,0;ff'- (in ci*cr vcl s'ümllchen Fas- ratSstellen vorgezogen würden, und zwar Leute, Sa^Si äs: Mm" ^tg^f^cr °n'b°r spricht über .Mü.mer brauchen wir". verwallungSpolitischen Torheiten werde letzten LltNdkfctS wirken. Sndes unser deutsches Volk zu tragen haben. Wie C ©rünberg, 31. Ott. Am StmStag abend weit wir in der Derherrlickxlng dieser Phrase schon spractz im ^Rappen ' Finanzminister Sen r ich gefpmmcu seien, dafür führte P. als charakte-1 für die Demokratische Partei. Zunächst ristisches Beispiel die von dem Preuftifchen Land- I beschäftigte er sich in längeren Ausführungen mit tag. einem Pa l nvnt mit bür. e lich^r Mehr!eit, I der gegenwärtigen Reichspolttik. Wir mästen un- beschlosfene Resolution an, in der die Regierung icrit früheren Gegnern und auch dem neutralen ersucht wird, daraus hinzuwirken, dah A r b e i -1 AuSlande, bei denen wir — od zum Tell durch lerfetretäre ohite jede Wissenschaft-! unS selbst vers^uldtt — während des Krieges liche Schulung zum GerichtSassessor- nichts alS Hatz und gar keine Sympathie fanden, e la men zu gelassen werden sollen. Der durch ein- Politik, die bestrebt ist, daS AnitzerstL - - - - .....' zur Erfüllung des Fr,edenSt>ertrag geringen Lohn haben Dürften, da Ri» wenig bd sich trug, fehlt noch jede Spur. mc. Frankfurt a. M. 31. OIL Der fett- Senge Spielleiter am Reuen Theater. Dr Auboll Frank, wurde in gleicher Eigenschaft nach München an die Kammecspiele berufen und hat diesem Ruf Folge qeleifteL Er wird in den nächsten Wochen Frankfurt verlaften. rm. Kelsterbach. 31. OtL D e bei der hiesigen Ekplostvn Schwcrvcrwundeten find alle drei im Krankenhause in Frankfurt gestorben, und atoar: Gz Schier aus Mainz. Emil Dielmann aus Reichelsheim L W. und Hans Sandbrink aus JrankfurL deren es über 300 000 im Deutschen Reich gibt, und die zusammen mit ihren wahlberechtigten Frauen und Töchtern eine politische Macht von säst 3 i Millionen Wahlstimmen bilden, zusammen- schlieften. um dieser Gefahr zu begegnen. Die Ausführungen des RednerS fanden den ungeteilten Beifall der Derlammlung. Aachdern Dr. P noch auf zahlreiche Fragen auS b r Zu- Schuitag aaszuwahlen. - I horerschafL die Einzelheiten seines Vortrages be- •• Der den Apothekern zu gebil- trafen, 2Uj4tunft unb Material für leine Sättigte Teuerungszuschlag auf jede Arz- [egungen gegeben hatte, fanden die internen An- nei. die auf schriftliche Verordnung eines Arztes gclegrrcheiten deS Vereins ihre Erledig-rng: inS- abgegeben wird, wird, nach einer amtlichen 2e- besondere wurden Professor Dr. Heuser zum kanntmachung. mit Wirkung vom 25. Oktober dS. Rechner und Stzaatsanwalt Dr. Kn au st zum Is. ab bis auf weiteres festgesetzt für daS un- Schriftführer gewählt. Der erste Vorlltzenbe. Pro- besetzte hessische Gebiet aur 1,20 Ml., für bas fessor Dr. Eger, schlotz bann die Versammlung, besetzte Gebiet aus 1,60 Mk. Wir seither sind -Der Verband der evangelischen vorn Teuerungszuschlag ausgenommen; Arznei- weiblichen Jugend in Hessen wird in mittel oder Arzneien, die in abgxbeferliger Acheilgen vom 3.-6. Dezember eine Jagend- Packung auS dem Handel bezogen unb so abge- t a g u n g haben. Die Tagung soll vor allem der geben werden, unb Arzneimittä, bie dem freien inneren D«?tiesung und Glaubensstärkung dienen. Verkehr überlasten ftnb, wenn sie unoermischt P. Thiele, der Vorsitzende dcS Deutschen Der- und ungeteilt abgegeben werden. bandeS, vom DurckhardthauS in Berlin, hat die ülnsinnigeS GerüchL Die Eisen- Leitung. Er wird u. a. sprechen über ,Junge bahndirektion Frankfurt schreibt und: ES ist Mädchen von freute" .Die ©onne, die mir lachet", vielfach das Gerücht verbreitet, die Eisen- --Unser ^l u^> unsere Abgabe bahnverwaltung halte anaesichtS der,bevor- L . Eh^pE ©€org\amge, stehenden Tariferhöhung die leeren Guterwa- ^rftrafte19 gen zurück und stelle sie auf abgelegenen ' Vorno^izen Strecken oder Stationen auf. So sehr dieses _ $age9latenber für Dienstag. Gerücht den Stempel der Unwahrheit auf der etabttfreater. 7 Uhr: .Der Schwarzkünstler". — Stirne trägt, hat eS doch anscheinend stellen- Irhanneskirche, 8 Uhr: GvangellsationSvortrag. weise Glauben gefunden. GS sei daher auS- — Aus dem Stadttheaterburen u. drücklich festgestellt, dah diesem Gerücht auch DaS erste Operngastspiel deS Hesti- die leiseste Svur einer tatsächlichen Grund- schen Landestheaters mit Gad Maria von läge fehlt, und baß felbstveiständllch ein fol. Webers .Fr ei Ich ü »" w>vd v°rnusfi»t.,ch am ch-s D°rfahren mit de" V«tzen nach D.-Nstag ben s ^vv-rnber tts, denen die DeichSeNenbahnverwaltung den De- unb nac2ammE>ahnhofen stattftn- zeige in der heutigen Rümmer, dende Ansammlung von Wagen für den Kar- 1 — - ~ - - wffelversand, die in geschlossenen Zügen nach dem Osten gefahren werden, zur Entstehung ■ • -V0 ^10 $ -j/t. tem SW w Z-Ä -SAS X-2ua*me:ünaI _na< j£rw schoss« ■ 3&d weitere < WM *• fyrfaiilung 1 M btt Sie^ .titn Dctt- ^m*cu lall unb Fr Tersie dtN cm 21 2o M 5Hi Pailuen j Pmenl nicbdgerc kit 19 3utolafl ton 20^108 ©efrälie «schen bau Arbeit cherhessen unb xtbanb ab 1. Jun ür ba Kreisen Tübingen unb S = a 30 Prozent c siafäN legte bc Beiam Lei der nm L. 1 tilgen Teiloiung üäiiifi'ung homir k$ lulehens der 5 «td« folgende Sffi Serie U Nr. 2,12,20, Seit II Nr. 357, 362 633, 637, 655 823, 833, 848, S« U Nr. 1208, 12 U91,1510, II 1757,1762, I 5®« H Nr. 1044, 19 2004, 2159, 2 S®« II to. 2320, 24 2510, 2529 . & wirb bit$ nrit ffxnhts gtbtadjt, ba tmdMungtn d« SubtkaHt b® b71) Bayreuth (Leopoldstr. 19) Gietzen (Neustadt 13) Oktober 1921 Gebrauchte Werkzeugmaschinen speziell vrehdänte u.Revoloerbanke II Nr. 2. 12, 20. 48, 54, 85, 224 II Nr. 357, 362, 480, 434. 549, 633, 637, 655, 796, 807, 808, 823, 833, 848, 859, 1109, 1158 H Nr. 1208, 1251, 1325, 1474, 1491, 1510, 1682, 1691, 1711, 1757, 1762, 1812, 1816, 1847 Arbeitövcrgcbnng. Für bu Feldbereinigung Langd sollen Montag bat 7. November 1921, vormittags 10 Uhr, auf Jagen M en cöffittit yemkratö-e i’.c't die fr- wi'KÜ er- Sindnlfitr K ew D-Moife litt a « jfchLi^i af bu nuytii bet Die unstreitig schönste Stärke-Wäsche Freitag den 4. November, vormittags 10 Uhr, will die unterzeichnete Markgenossenschaft einen abständigen Eber auf dem Submlsstonsweg nach den bekanntzugebenden CTür die anlätzlich unserer Vermählung O erwiesen« Aufmerksamkeit sageywir herzlichen Dank Fritz Becker und Frau Lina geb. Pausch 4 Los« geteilt, abzugeben. Interessenten wollen Angebote pro cbm bis zum Donnerstag, den 10. November, bei uns abgehen. Gietzen. den 29. Oktober 1921. SS Großwäscherei Edelweiß Schützenstr. 12 Telephon: 487. Lieferzeit ca. 8 Tage Eilwäsche 1 bis 3 Tage. II Nr. 1944, 1948, 1982. 2004. 2159, 2180 H Nr. 2320, 2437, 2442, 2510, 2529 Lchltckttung-anHschutz der Provinz Lberhcsicu. Berfronblung vom 29. Oktober 1921. Für die Siebener Damenschneide- tclen ®ebt. Imheusrr, 7L Kramer, Kugelmann Aachs und Fr Gerstenbauer hat der Schlichtungs- ausschutz am 24. Aovernber 1920 Löhne fest- ade! L Die Parteien vereinbarten aber dann um 20 Prozent niedrigere Löhne, die 612 jetzt galten. Dom 1 Aovemder 1921 sollen nun die Löhne des Schiedsspruches vom 24. Aovember 1920 mü einem Zuschlag von 20 Prozent gezahlt werben. Die Gehälter der Werkmeister, die »wischen dem Arbeitgeberverband der 3 dust tr tn Oberhef sen und dem Deutschen Werkmeister- verband ab 1. CVuruar 1921 vereinbart wurden, sind In den Äreifen Gietzen, Friedberg. ‘Bübingen und Schotten vom 1. September an um 30 Prozent erhöht worden. Diesen Sep- tembersLtzen legte der Schlich tungsausschutz zehn Büchertisch. — Gottfried Keller. Zwei Srzählun- gen. — Stieler: .Winteridyll" Verlag Carl Ztoch. Vürnderg. Dom Verlage vorzüglich aaS- aestattet, eignen sich diese Dändchen gut zu ®c- schenlzwecken Donnerstag,den 3Jovemuer ab 8 Uhr abends: Versteigerung. Mittwoch, den 2. November 1921 .nachmittag» 2 Uhr, versteigere ich Neuenweg 28 (im Larven) gegen Barzahlung 1. zwangsweise: 1 gold. Herrenuhr mit Aettt, 1 goldene Damenarmbanduhr, 3 Zephir. Herren. Hemden und ein Nachthemd (neu), 1 Schlafanzug, 1 Aktenmappe, 1 Handkoffer, 2. freiwillig: 1 (Beige mit Kasten (gut erhalten), 1 AohlendÜgeleisen, 1 Lederhandtasche, 1 P. Tennis- schuhe (neu) und verschiedene Bilder. Versteigerung bestimmt. Versteigerung. Mittwoch, den 2. November, vou 2 Ubr ab, versteigere trh Brandgalle 3: 1 Sofa mit Umbau , leitbeni 1 Beuüelie mit Matrave, mehrere andere Bettstellen. I ffüdjenfdjronf mit Äufiao, 1 Was tu und Wrtnamasch'ne, 1 arvsten Lchltestkorb. 1 bexikon- fchränkchen. 3 runde Virtkniche, 1 breiarmiaen (9a4- lüster. 2 oüwennitbe, 1 Nähmaschine. 1 Betrol-um- o'en. 1 Ei?schränkchen. 1 Hasderd mir Tifch. 1 Laich. torf. 1 Äroutbobel mit 6 Mene'n. 1 Sietder'tander. 1 Blumentisch (etcbeivmu ftikbalorfe. 1 Tlfch. 2Stühle tSichenna'urbolr«, Bilder. Viiqeletten. 2tb"b^eng, 1 Luiawaw 2 Herreuan^tiae. Neder»>eher. Damen» unb Sinbertleiber. 2 Bauern rocke. 1 Huber. 1 .»löte, ■ 1 Statue. 1 Relief, 1 f lernen elettrifchen LOirer foroie OauSbaltunadgelenstände aller Art lernet 50 Paar neue 4vrren» und Damenhands-bube. 6 Haar Socken. 10 Äroflen. 90 korbemdeu cgen ber DerstLndiaung mit dem Arbeitgeber, die er nach §86 3bL 1 des BetnebsrätegÄetzes versuchen mutz, Irrtümlich mit einem Angestellten verhandett. der nicht berechtigt war. den Arbeit- aeber hierin au vertreten. Dies stellte sich erst in der Bcrbanbijng vor dem LchltchtunoZau-ichutz Hevau4. Die Frist von einer Dochr. welche die Drr- standigungsverhan'lung bauern darf nach deren ßdx.Urn der chd,ltchtungsauäschutz e ft angrrufen ttxrlen soll, hatte also bei der Anrufung des Schlichtung Sausschusses noch nicht zu laufen begonnen. 3m Bericht vom 27. Oktober muh es im Fall 'Bauarbeiterverband gegen Ad ermann in der viert- bxto. brUtlenten Zeile Heiden .Die Gntscheidung ist endgültig. 5« Jon v® ?«8ä ■S5! * s» (Es wird dies mit dem Anfüaen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, datz die Einlösung dieser Schuld» ^Verschreibungen bei der LtadtKaff« Gietzen bei dem Bankhaus Delbrück Schicki« L Co. zu Berlin und bei der Mitteldeutschen Creditbank ,u Frankfurt a M. »«folgen kann und datz die Dcrztnsung mit End« iFebruar 1922 aushdrt. von den in frllhrren Jahren ausgeloften Schuld- Derfchreibungen sind noch n.cht zur Rückzahlung vor. aelegt worden: Serie II Nr. 990 ju 1000 TL, Nr. 1262, 1417 und 1443 zu 500 M, Nr. 1960, 2130 und 2174 ja 200 TI. Nr. 2454 zu 100 TL soll bie "Bergung# gckllf4»ft mit der Hebung des Motorbootes beginnen. Dir beiden 2 ngeschuldigten, Kapitän unb Steuer- mann, wurden heute abend der Potsdamer Stcatsanwaltschaft zugeführt. Wie wir weiter erfahren, feierte der Potsdamer Jachtklub am Sonntag Abschied vom Da"ersport und unternahm daher den Dampferaus'lug, ter am morgen gegen 9',, Ubr Lxgann und sich über Gaputb. Werder urB Schwie orsee crfiredte Da sich die ALckfadrt ertxb.id) oerzögerte, tü.zte ber Damp- fertübrer die Fahrs.recke ab. um Potsdam möglichst bald ju erreichen Dabei schlug er statt des Rechtskurses £i Lfurt ein. Ferner gaben die beiden Angeschuldigten zu. datz auf dem Dampfer stark gezecht wurde, und sie selbst Schnaps unb Bier tranken. Weiter kommt als Zattor für den Zusammenstotz in Frage, datz ber Stcrnbampfcr .Kaiser Wilhelm" nicht genügend unb nicht vvrschrtstSmLtzm beleuchtet gewesen ist. Dies wurde tn letzter Zeit wicdcrbolt von mehreren Zeugen bemerkt unb gemeldet, ohne datz Abhilfe eintrat Eine giftige Luftwelle. Berlin, 1. Aov. Der oldenburgische Ort Zetel ist nach einer Meldung des .Lvkalanz." vou einer giftigen Luftwelle beimgefucht worden. Personen sind dutzendweise heimgesucht worden und erholten sich erst nach mehreren Stunden wieder. Turnen, Sport und Spiel. — DieMannschaftS-Meisterschaf- tendeSDeutschenFechter-BundeSka- men am SamStag und Sonntag in der sächsischen Hauptstadt durch den Dresdner Fechtklub hot zahlreichen ^schauern zur Gntscheidung. Die Beteiligung an den Wettkämpsen wat recht rege. So hatten sich neben den Dresdner Kämpfern Die besten Fechter aus Berlin, Hamburg. Frankfurt am Main, Offenbach und Mainz cingefunben. 3m Säbel- und auch im Degenfechten stellten sich je neun Mannschaften zum Kampfe. Die Frankfurter unb Offenbacher schossen jedoch den Bogel ab. Hermannia Frankfurt holte sich uie Meisterschaft im Säbelfechten, während der Offenbarer Fechtklub auf die Meisterschaft im Degen Beschlag legte und die Frankfurter auf den zweiten Platz verwies. Die Dresdner und Berliner" Vertreter belegten hier den dritten bzw. vierten Platz Die Meisterschaft im Florettfechten, die von fünf Mannschaften bestritten war. gewann der Dresdner Fechikttrb. — Der 3nternationale ätonau- ttsche ÄongreÖ hat dieser Tage in Ma - Ebcr-Vcrstcigcrnnq. Die Gemeinde Ober-Bessingen beabsichtigt «men kienstuntouqlichen Eber auf b-ra D ge des schrot» lichen Angebots zu verkaufen. Angedote find bis jum Mittwoch den 2. November, vormittags 11 Uhr. an unterzeichnete Bürgermeisterei zu richten, wo alsdann die Eröffnung erfolgt. Bekanntgabe der Bedingungen dalelbst. Oder-Besfinaen, den 31. Oktober 1921. 6.1,*.»,™»«. |laD Unterhaltungs-Abend unter Mitwirk'ing von Richard Hellborn Ilse Wissendorf Kurt Richter Tisch - Bestellung: Telephon Nr. N66 Einlaß nur In b-schräriktem Ma Sei F. SELB OLD. 014338 Aus dem Amtsverkündigung-blatt. - Das AmtsverkündigungSblvtt Ar. 151 vorn 31. O Uber citbäL; B.rbote Pc- rieb kt-er Druckschriften. — Ergärzui g te3 Artikels 181 der Lanbgemcinb.ordnung — Aufhebung bet Bekanntmachung über den Verkehr mit Butz- unb Brennholz — Landtagswahl. — Schulbesuch der jüdischen Kinder an jüdisdxm gefttigen. — Ginsendung ter Kircher chnungen. — B t> markt zu Hungen. — Feldbereinigung Beltershain. Bezugsrnöglichkeiten von Bauholz sowie der übrigen Baustoffe kann die Staatlich Hessische BausttfsbeschaffungSstelle, Sitz Frankfurt a. Äk.. Obermalnftr. 51, Fernruf Autt fansa 7734, Sprechstunden vormittag- von 8 bis Uhr, je^e zeit Interessenten loste lös vermitteln. Die ifraelititoen Schüler tönnen an Odern auch die beiden letzten Tage und am Laubhüttenfest die beiden Beschluß tage dem Unterricht fern- bleiben. ! kt. s? fite s&s kNit ««M Zunft ubt, un-Hgr abehtie. Eingesandt (Für Form und Inhalt aller unter dieser ^tubA stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei BerantmortungJ Die Telephonzelle unb die Wertmarke! Ort: Gietzen. Bahnsteig I. 'Bahntelephonzellr Zeit: 9'/, Uhr abends. Gin Aeisender stürzt in voller Hast in bis D^epdonzelle, um feine Angehörigen von feiner Ankunft zu benachrichtigen. (?8 Hingen, das amtierende Fräulein meidet sich: .Haben Sic schon die Bkx tmurlc eingew^rfen?" — .Acin." — .Dann wollen Sie bitte das Schild über dem Apparat beachten. " — Da steht: .Aur gegen Ginwurf der Wertmarke, die auf dem Postamt 1 In der Bahnhofstratze abzuholen ist. kann telephoniert werdetr" — Bette Sache! Woher die Werimarke. da da« Postamt 1 längst geschlossen ist? Als er unbefriedigt den sonderbaren Ort verlätzl. meditiert er über die Aütz- lichkell dieser öf en lichen Telephon eile, für die man ein« .Wertmarke'' braucht, die erst auf dem Postamt abgehott werden mutz, und a fpnuni zu dem Schlutz: Warum fegt man eine solche Zelle an. wenn man doch erst nur dan» telephonieren kann, wenn man auf dem Postamt gewesen ist unb glücklich erstanden hat — — .Die Werttnarfe". • Aus dem oberen WettertaL 31- Ott. Wieder einmal bereitet die Verwaltung ber Bu fr- bad)—Cid) er Eisenbahn, von der man — je länger je mehr - den Eindruck gewinnt, datz sie fein grvtzes Verständnis bat für ihre Aufgaben als Lederin eines gemeinnüMgen 3n- stttuts, und datz sie die Bedürfnisse der 'Bevölkerung mitzachtet. unseren Gemeinden eine unliebsame Uederraschung. Jetzt, wo die vorschreitende Witterung eS nötig machen wurde,. datz die Reifenden noch einen Abendzug hätten, lätzt sie diesen a u s f a l l e n, so datz die letzte Moalicch- leit zur Heimkehr für die nur nach Gietzen Fahrenden der Zug 1.35 ist. Noch schlimmer ist es für die aus weiterer Ferne Kommenden. Die müllen — wenn fie kein teueres Fuhrwerk bezahlen können — einfach übernachten. Auch die Geschäfte in Lich werden aefchadigtz Sa neue Fahrplan sieht nur so kurzen Aufenthalt dort vor. datz es nicht möglich ist, lo dieser Zeit Besorgungen au machen. Wie man frört, beabsichtigen Die Ortsvorstände Widerspruch zu erheben gegen diese Misiachtung der Interessen ihrer ©emeinben, die zu der Bahn alljährlich bedeutende Züsch affe leisten unb nun sehen müssen, wie man ihre Interessen nutz- handelL Wir hoffen, datz der Forderung, den Zug 7.00 Uhr abends ab Lich in der Richtung Orünbcrg wieder einzurichten, baldigst Folge geleistet wird, unb datz die Gemeinden bet Den Staatsbehörden Schutz finden. dem Nathans zu Langd: 1. das Beilegen von Zementtöhren, 2. di« Herstellung des Notharad«ns, Herstellung des Scheroettgrabens, Giss;euer Strafkammer. G i« tz e n, 28. Oktober 1921 Dte Wirt'ch?s «in 2. G. aus Karlsrutze, die t 'Bab/Baubeim in einem Hotel angestellt war. ha ihre Bertrauengfldl unb beso ders er .Zug von autzrrgtwöhk'kicher AiedertrLchtigfel ben fU bei dem BubeDtebftabl an den Tag gelegt hatte: sie stand ruhig dabei, als der Buffe sein Kindermädchen, das er für Die Täterin hielt, mih handett« und aus dem Dienst jagte. Bur ihre bisherige Unbesch-llenheit unb ihre Jugend konnten rtilbemb berücksichtigt werden. Dem Antrag der I Staatsanwallschaft entspreche'^ erhielt flc eine Gefängnisstrafe von anderthalb Iah.en. Freisprechung erzielten die Bicbfränb- ler 2. W. aus Düstcldors unb G H aus Friedberg. die vom Schöffengericht Gietzen toeicn Betrugs zu Gcsängnts- und Geldstrafen verurteilt worden war. n. Sic hatten zur Zeit ber Zwangs- vi.tschast mit dem Geschäftsführer des Biehhan- delsv rbands h e die 2i«ferung ton Auslandsvieh vereinbart, tatsächlich aber I.llandsv.eh geliefert. Die erneute B weisoufn ihme fcflaltctc sich wesentlich günstiger für die Angeklagten, als tn ber ersten ; Instanz GS ergab sich, datz sie annehmen konnten, di? Tectreter des B.ehhandel»verbandS seien tatsächlich .im.Bilde". es ergab sich Wetter, datz der von ihnen geforderte Preis für Ialands- wie für Ausl^ndsvieh nicht zu hoch und datz der erlhebte Gewinn — wenigsten- ihren nicht zu widerlegenden Angaben nach — bescheiden war. Die Staats- Mavallschast erkannte an, datz nicht ein einziges Betrugsmerkmal nach-uwri c.i lei Oiner der An- detlngien. Der Händler de L. aus Oldenburg, war schon vvm Schöffengericht freigesprochen worden. Zwei wettere Sachen find ohne besonderes Interesse. Gietzen Geschäftsstelle, ßbberftrafre 28II. Tenn«r»tnn, den 3. November, 7 Uhr abeubS, iu der Cbcrrcfllidnilr (Eingaug triemartfttrafre) beginnt die Vortragsreihe Der Friedensverirag von Versaillet in Politiker, rechtlicher n wirtschalllicherffinsich! Bor tragende: Prof. 0f.ttsmelitt,Prof. vr.Mtttermaier Syndikus Dr. Zeidler. Tann 12 dis 14 Ctundcu. Gebühr 10 Mark. Mnmelbeeeee 11567v vor ben Stunden in der CberreaHtbnle. dir vorher- Ctoa tx* drachl, dch i auf dna ^oartungen item über- ?ütt solche rghnW n unb bie lerhöutchw u Plrcövi lM«'uch« gelegen p Ferbe inctg jdbojrt. e aber, ob- Jir halb- ®:&bt unb :ud) vlefoch xbe toftea iriat bester 35-32 X0 bvlrtschast- riebe, ror- Sie M- Der ^lai i Tim all fefüfret. baf uift getäiigi 'A}t biidi» Sonnt»c. den ß. Xov. 1921, abend« 8 Uhr. in der Neuen Aula der UnlveroltAt: 1. Dichter-Abend Gießen, 1. November 1921. 115Ö8D Leihgestern, den 1. November 1921. 11587V Watzenborn, den 1. November 1921. 11560 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Sophie Gibb geb. Textor und Angehörige. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir Allen herzlichen Dank. Margarethe Kämpen und Kinder. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Philipp. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgange unseres teueren Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. veutschnationale Volkspartei Freitag, 4. Nov. 1921, abends 8l/< Uhr im Hotel Einhorn: Oeffentlicher Vortrag des Herrn Oberst von Tylander „Männer brauchen wir!" (Eintrittskarten zu 2 Mark (Sitzplatz) und 1 Mark (Stehplatz) bei Emst Ehallier und an der Abendkasse. Zahlreichen Besuch erbittet H566v Der Vorstand. iii' neew 111^111111111 mmi Wenn Sie outen Tee trinken wollen sa kaufen Sie Darjeeling.......Pfund Mk. 40.— Orange Pecco..... „ „ 36.— Teeepitxen ....... „ „ 30.— am Seltersweg 59 11555 Emmericher Waren-Expedition ________ | Wohnungstausch j Wer tauNcht teilte 4—5 Zlm. Wobn. neu. Part. BZobn. Zgr u. 2 kl. Zim.m.Zubeh.,am 1.4 28? Schr.Ang.u.0143tNa.tfl.A. | Vermietungen | OotmflhL Zimmer gen- eine ©tb. HaiiSarb. ah verm. 014332 Nord Anlage 39. Bin!. 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Giehen (Ludwigsplatz 4), den 31.D6L 1921. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 2. November, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. lll4l Gießen, den 1. November 1921. 014329 Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme beim Heim- gange unseres unvergeßlichen Karl Ludwig danken wir innigst. 5amllle Wilhelm Dürbeck. Danksagung. Für die in so reichem Mähe erwiesene Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir Allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Familien Eidmann und Schiemangk. Lollar, den 1. November 1921. ei4Me Vertrauensstellung! Alte, bestens fundierte Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, die auch alle sonstigen Dersicherungszweige betreibt, sucht zum Abschluß von Lebensversicherungen ohne ärztliche Untersuchung auf dem Lande bestberufene Herren, die gute Beziehungen zu Land: wirten besitzen und tunlichst schon erfolgreich im Lebensversicherungswesen tätig waren. Radfahrer mit eigenem Rad bevorzugt. 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U550D VA- Die vor oer s-r 55$ 2° **Sa£ üidC v- ^rL'. ti-1 haben 51 Juuerlanve •x;‘ L1|1 allen ei ä v'. gA letel STdCeni in 2ach bi^em Lan yqralil’iK 2tbci Lab 'ch 61:E. anademmen« finden, dem grv Titiid sind, un M Severflchal Senge unMW1 MMngsMe so viel gesprochen 58et6tRüuno ^’r. »erden, und sur Stat» ist ritia. ab Die aul »ann. Sie in da eigenen Zton. DnSt Vornan 281 5ottsehung. -Dem Sol 2*-1 Jock, bis m -u L'° I*1'u" fltboii betam iemm @r «twi kiner A _ -Och Id) SM3? u‘tits Oahr ^wasl Uditi w f,en Vorsicht an ’ie ai «llem.' Arhr' 1 Li Dar Nehm Die sog. 3i der au einer Teuerung zahle kn leider in un| und gerade jegt Den Teuerungsu kr Zissern beta diese Zchlen eic rechnet sind, toc hinter ihnen Der -elften Im Anlla Nacheinander di dvndenveWed artiger Deise b blick in die Ne Teuerunggzahle stors in einem versurn". Wad) tiftif werden dj soweit Nahrung, in Frage komme, messen, die den 1 milie Don zwei G von 12,1 und ' barstellt, gür dl •Seitraum Mae 42000 Gramm Aähmiltel, ?0( ®ramm Gemüse öraimn Schellfis ©ramm Fen, 15 vramm Dörrobs ^r, 28 Liter L :o W \ 8®tte t>r M trift 1 b "b Übfrn>fl4 btn. -chn'a 'm Oltts e lr rbeit von QU| i fln »ch 4'itnöoniN Jbtn «.tu Tkh? riderin 14 in u. ouhfl 0113t emmerjch, tflhtmi.t, t Wfittkij Ion hirnnlif CaiiS itluftn noeb. ii u|ül’ _8rurrbfifi nb. • Krnm'k b ii rr.Vrtf.-y 1 Ämtb. un n :n Gtfk. »ni Mübnina gr# ragt wirt W -looooffl! ichk. Pcrftleni ftifillgung ifl 1*1«« 9e «iin >r*o, flllttli lirvrd. ®3Ö -isenten ^wtlchr ke bnnatn Börse reine W tw !Sj? tuest« IE >äSD Bann ®t iMf it »ue fieiter julafrii6”£ linier 8««o* »rtlüflung w floiiol» “■'» ötnjM*üi iwTSror- luii blf ter »Irä’ileinS imfrf# loä'tr. tr ^na- unt. ;.d.Rtlch»v- Ä* ÜBBÜK iHJe littet«- Di“ va»e Itt. 256 Zweller Blatt Siehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen)_________Dienstag, November 1921 Die englischen Auswanderer vor verschlossenen Türen. Sie Irbdiilofiattii, die sich in England so ftarf bemerüiar macht. bat bcuu geführt. bnl die ätegteruiuj bie 21u»lDanterer. ctoegung nach Äräf- len unierftuote. um die unnützen Sifer au4 der Hetmai zu entfernen und eine \irlci4)terung für vle SurudMcibcnOen zu verichässen. 2tlan machte bi den Dominions für diese Beilegung Reklame unb malte besonders den Australiern in glühenden Farben den groben Autzen, der ihnen durch das Etnströmen vieler Tausender englischer Bürger für bie Ausbeutung der Naturschätze geboten werde Aber die Dominions toollen von diesem ihnen so ofsensichtllch autgebrangien Segen nichts wissen, unb es stellt sich heraus, daß eine Periode wirtschaftlicher Krisen, wie augenblicklich herrscht, der ungeeignetste Zeitpunkt ist. um eine grobe ÄuSwandererlewcgung hervoczurusen. Wie der Sekretär der englischen Arbeiterpartei Arthur Gceenwood In einem Aussatz der »Daily News" hervorhebt. haben die englischen Dominions aus das energischste gegen die Einwanderung aus dem Mutterland« protestiert. Die Verhältnisse sind ja in allen englisch sprechender! Ländern der Wett sehr zugespitzt, überall herrscht Arbeitslosigkeit. So erklärte der Hohe Kommissar für Kanada. Sir George Perley, bat) Kanada sich entschieden flegen jede Einwanderung aus England zur Wehr etzen müsse, well auch Dort sehr viele Arbeiter unbeschäftigt seien. Die Zahl der Arbeitslosen beträgt allein in Toronto 30 000. Dieselbe Erklärung wurde von der Regierung in British-Eo- lunwien abgegeben, und eine dringliche Warnung erlassen, ja nicht ohne Geld oder seste Stellung nach diesem Lande auszuwandem. Auch das australisch« Arbeitsamt hat sich mit der Einwanderungsfrage eingehend beschäftigt. Es teilte mit, bat) sich In Sidney eine grobe Anzahl kürzlich angekommener Rlänner befindet, die keine Arbeit finden, dem grftbten Elend ausgesetzt und ehne Wittel sind, um nach England zurückzukehren. 3ete Gewerkschaft In Australien weist eine grobe Wenge unbc'«bafügter Mitglieder auf. Die groben Ausiedlungsplane in Australien, von denen jetzt so viel gesprochen wird, tonnen erst nach langer Vorbereitung der Verwirklichung entgegengefüw werden, und für die Anlegung von Eisenbahnen unb Wegen ist zu blefem Zwecke mehr Geld nötig, als die australische Regierung aufbringen kann. Die englischen Auswanderer stehen daher in den eigenen Dominions vor verschlossenen Türen. Das Geheimnis der Indexziffern. Die sog. Onbejfltffcrn, durch die der Grad der zu einer bestimmten Zeit herrschenden Teuerung zahlenmühig angegeben wird, spielen leider in unserem Leben eine große Rolle, und gerade jetzt werden mit der neueinsetzen- den Teuerungswelle neue Steigerungen die- 1er Ziffern bekanntgegeben. Was nun aber Hefe Zahlen eigentlich bedeuten, wie sie errechnet find, welche wirklichen Tatfachcn sich hinter iynen verbergen, darüber find sich die meisten im Unklaren, und dazu trägt auch das Durcheinander dieser Ontekzissern viel bei, die von den verschiedenen Aemtern in verschiedenartiger Weise berechnet werden. Einen Einblick in die Methode der Feststellung dieser Teuerungszahlen gewährt Dr. Friedrich Lüb- swrs in einem Auffay von „ReclamS Universum". Rach der Methode der Reichsstatistik werden bte Kosten der Lebenshaltung, soweit Rahrung, Wohnung und Beleuchtung In Frage kommen, an einer Rormalration gemessen, die den Bedarf einer fünfköpfigen Familie von zwei Erwachsenen und drei Kindern von 12, 7 und l*/t Jahren In je 4 Wochen darstellt. Für die Ernährung sind in diesem Zeitraum folgende Mengen angenommen: 47 000 Gramm Roggenbrot, 15 000 Gramm RährmiNel, 70 000 Gramm Kartoffeln, 30 000 Gramm Gemüse, 1500 Gramm Fleisch,. 3000 Gramm Schellfisch, 1500 Gramm Speck, 4500 Gramm Fett, 1500 Gramm Salzheringe, 3000 Gramm Dörrobst, 3500 Gramm Zucker, zehn Eier, 28 Liter Dollmilch. Die Kosten für diese Kriegerehrungen. (Sieben, ben 31. Ott 1921. 3m Wal b. 3- regten wir an. bab bei einer beabsichtigten Ehrung von gefallenen Kriegern durch Errichtung von Denkmälern irgendwelcher Art Sachverständige und Künsller zur Beratung sowie zu Entwürfen oder Ausführungen heran- RahrungSmengen werden am Schlüsse jeder Dersorgungswoche für den damit ablausenden Bienvochenabfchnitt berechnet: zunächst, soweit sie auf Marken noch erhülich sind, bann insoweit sie im freien und Schleichhandel zugekauft werden müssen. Diese Preise des freien Handels werden amtlich unter Mitwirkung eines Ausschusses berufener Sachverständiger für den 15. jedes Monats festgcstellt und dann aus den Preisen vom 15. des einen, und boin 15. des nächsten Monats Durchschnittspreise für den ersten, sowie für den 23. und 8. des Monats berechnet. Zu diesen RahrungSmitteln tritt eine in der Reichsstatistik vorgesehene Menge Brenn- und Leuchtstoffe, die nach den ortsüblichen Preisen angeseyt werden. Für die Heizung nimmt man eine Wohnung an, die aus zwei heizbaren Zimmern, 1—2 Schlafkammern und Küche besteht. Die auf diese Weise errechnete Zahl wird Teuerungszahl 1 genannt; sie betrug beispielsweise für die 4 Wochen vom 29. August bis 25. September 1921 in Leipzig gerade 1000 Mk. Während die statistischen Aemter der großen Städte ihre Teuerungszahlen selbst berechnen, haben sonst die Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnern nur die Verpflichtung, die amtlich verteilten RahrungSmittelmengen und -preise festzustellen und an die statistischen Zenttalämter zu melden. Es ist dann Aufgabe der Landes- zentralümter, die TeuerungSzahlen für alle in Bettacht kommenden Gemeinden des Landes zu berechnen und dem Statistischen Reichsamt zur Deröffentlichung zu berichten. Die von den Zentralstellen berechneten TcuerungS- zahlen, die besonders für die Ortsklassenein- tcilung der Gemeinden dienen, bieten aber nicht immer brauchbare DergleichSmöglichkeit, da bei der Feststellung der Preise verschiedene Grundsätze beachtet werden. Don manchen statistischen Aemtern werden außer für Rührung, Wohnung, Heizung und Beleuchtung auch noch Indexziffern für sonstige Lebensbedürfnisse, insbesondere für Kleidung. berechnet. Jedoch ist eS außerordentlich schwierig, eine Bedarfsumme aufzustellen, die das Existenzminimum für die vielfachen Lebensbedürfnisse festlegt. Eine gewisse Willkür ist da nicht zu vermeiden. Dor allem müssen Mindestbeträge angeseyt werden, die von keiner Seite als zu hoch angegriffen werden können. Dabei ist zu berücksichtigen, ob die notwendigen Gegenstände überhaupt erhältlich sind und ob sie trotz der Teuerung auch wirklich angeschafft werden. ES ist möglich, Lebensbedürfnisse wie Genußmittel, Körperpflege, Ausbesserung von Kleidung, Abschreibung auf Wirtschaftsgegenstände, Ausgaben für Verkehr-, Kultur- und UnterhaltungSzweckc und Abgaben zu beziffern, während Reuanschaffungen von Kleidung, Wäsche und Schuhwerk nicht berücksichtigt werden können. Die auf diese Weise entstehende Teuerungszahl 2 wurde z. B. in Leipzig für den Dierwochen- abschnitt vom 29. August bis 25. September mit 454 Mk. angegeben. Die Schwierigkeiten, den gegenwärtigen tatsächlichen Bedarf an Kleidung, Wäsche und Schuhwerk zu erfassen, sind so groß, daß darüber erst genaue Erhebungen in Arbeiter- und Angestelltenkreisen an den verschiedenen Orten vorgenommen werden müssen. Der Bestand an Dorhande- nem ist so verschieden, der Bedarf so individuell, daß diese Berechnungen willkürlich bleiben müssen. gezogen werben möchten. Wir wollen doch ben teuren Gefallenen in der Heimat ein Denkmal von bleibendem Werte errichten, ben örtlichen Verhältnissen unb den zur Verfügung behenden Mitteln angepabt. ein Denkmal, auf bas auch die kommenden Geschlechter gern ihre Blicke lenken, und durch da» sie an die eindrucksvolle, schwere KriegSzeit und deren Opfer gemahnt werden Ze zwangloser sich eine solche Ehrenbezeigung der Oenlichkeit einfügt, desto lieber und vertrauter wird sie uns. Soweit wir bisher aus Mitteilungen in unterem Blatte ersehen konnten, scheint im allgemeinen das Verständnis und der Wllle zur müi- bigen Lösung dieser Ausgabe zu herrschen Wir berichteten, bah in Lollar die Sängervereinigung eine Ehrentafel eingeweiht ha: 3n Erainfeld find auf einer Höhe in einem Granitslein die RameN verzeichnet, in Hirzenhain find sie in eine Säule in der Kirche eingemeihclt nach Entwurf von Bildhauer Ködding. Auf zwei Tafeln mitten im Dorf sind in Grebenhain die Gefallenen angegeben. Auf dein Friedhöfe in Hausen ist am Waldrande ein Granitblock mit Tafel errichtet Fauerbach hat ein Denkmal auf dem Friedhöfe, in Flensungen war die Wethe. 3n der Kirche zu Lllrichstein befinden sich zwei Holztafeln von Waler Delte-Riederram stabt zu beiden Seiten deS Altars. 3n der Ausführung begriffen sind Denkmäler in Wetterfcld. ein Riesenkreuz auf einer Höhe, In Rödgen nach Entwurf von Architekt Burg, in Schlitz eine verjüngte Säule nach Angabe von Pros. Walbe, in Ortenberg eine große Tafel von Waler Veite, in Ruppertenrod auf dem Friedhöfe ein Denkmal nach Entwurf von Prof. Walbe. Andere Orte haben eine Ehrung beschlossen, so Orienberg eine Gedenktafel nach Pros Waldes Entwurf, Lang-GönS ein Denkmal auf dem Kirchenplatze. 3n Grünberg ist noch keine Einigkeit erzielt. Obbornhofen plant eine Kriegerdenkstätte aus dem Friedhöfe ober Kirchenplaye Dodenhausen plant ein Denkmal auf dem Platze vor der Kirche, umgeben von großen Linden unb Fichten. Eine ähnliche Anlage plant Lollar bei tem Friedhose von Kirchberg. Ein Entwurf für diesen Ort ist ausgestellt in der Ausstellung von Entwürfen zu Kriegerdenkmälern in Wainz, die mit Llntcrstützung der staallichen DerfotungSstclle für Kriegerehrungen von der Mainzer Kunstgewerbeschule veranstaltet ift Wir können den Besuch dieser Ausstellung, die bis zum 6. Rovember einschließlich geöffnet ist, auS eigener Anschauung empfehlen. Sie mannigfaltigen Entwürfe, zuwellen den gegebenen Verhältnissen vorzüglich eingegliedert, geben Anregungen und erleichtern oft die Wahl des Denkmals und deS auSführenden Künstlers. Die Entwürfe des Architekten Ehr. Musel in Main; lassen z. B. ein vorzügliches Anpassungsvermögen und Formgesühl erkennen Erwähnt sei von ihm nur eine alte gotische Türfüllung, in die er eine prächtige Gedenktafel hineinkomponiert Hal. Auch der Regierungsbaumelster Wickvp, Architekt in Köln, hat geschickte Denkmäler mit gärtnerischen Anlagen entworfen. Sehr schöne farbige Holztafeln. dem Eharakter der Landkirche angepaßt, finden wir im Entwurf von Maler Rücken-Mainz im Auftrage des Bayerischen LandeSamtS für Denkmalspflege für die Orte Waldbrunn. Amberg, ilrfa&t, Königshofen a. T. Ebenso sind gute Arbeiten vertreten von dem schon erwähnten Maler Velte-Rieder- ramstadt für EichelSdorf—Einartshausen, Rieder- ramflabt, Traisa. Riederweisel. Laubach. Auch vom Geh. Oberbaurat Walbe in Darmstadt sind gute Entwürfe ausgestellt, gleichfalls vom Bildhauer Karl Schäfer in Langen verschiedene Sieintafeln. Erwähnt seien noch die Arbeiten von Architekt Ernst Weinschenk und Bildhauer Wodo-Lowih, Mainz. Architekt Eberle unb Bildhauer Preisinger in München haben ein schönes Kapellchen entworfen, ebenso Architekt Wagner-München. Gute Kapellen unb Tafeln zeigt auch Dilbhauer Valentin Kraus- München. Wie man einen alten freistehenden Daum mit schöner Krone zu einer Komposition vorteilhaft benutzt, zeigt der Entwurf zu einer Ehrengedächt- nisstätte des Bayerischen Kriegsbundes für München. Unter dem Daum steht eine schlichte Kapelle, an die sich eine Mauer schließt, die ben Raum abgrenzt unb durch eine einfache Pforte über Eck Einlaß gewährt. ____ Gute GlaSgemälde stellt Albert Fiegel in München aus Erwähn, seien noch tue räumlich gut eingefügten Plastiken von Professor Franz Shrenhofer. Bildhauer in Bozcn. sowie gute Tafeln. Säule« u. a. von Prof M. Heilmcier, Brldteuer in Qiürn- berg, gleichfalls aus Holz geschnitzte Engel, eine Tafel tragend, von Bildhauer Heinz Schieftel- Würzburg Siretlor Pros Elsässer. Architekt in Köln «erungszuschi1sse für Kriegs- befdjäbiflte und Kriegshinterbliebene. Allen' Kriegsbeschädigten, die 50 Prozent Rente unb mehr beziehen unb allen Krleger- witwen welche Rente erhallen, werten auf Grund cineS Erlasse# des ReichsarteitSministerS vom 24. September 1921 taufende monatliche Teue- rungszuschüffe gewährt, die für die Zeit vom 1 August bis Ente Rovember dS. ZS. durch bie städtische Fürsorgestelle für K B. u K H zu Gießen. Asterweg 9. auSgezahlt werten. Die Zuschüsse für Schwerbeschädigte betragen 30 Mk. unb für jeteS zum Haushalt gehörige Kind unter 18 Jahren — für welches Rente bezogen wird — 15 Mk. pro Monat Außerdem erhalten Schwerbeschädigte die 70 Prozent Rente und mehr beziehen und nicht im Erwerbsleben stehen, einen besonderen Zuschuß von 20 bzw. 45 Mk. Der Zuschuß für die Kriegerwitwen beträgt pro Monat 25 Mk. und für jedes renten beziehen de Kind 15 Mk. monatlich. Dieser Zuschuß wird jedoch durch die zuständige Postanstalt und nicht durch die Fürsorgestelle auSgezahlt. 2kußertem erhalten Kriegerwitwen. wenn sie e^werbSunsähig im Sinne deS § 31 Absatz 3 des ReichSversor- gungsgesetzes oder nach § 37 Absatz 2 desselben Gesetzes einer erwerbSunsählgen Witwe gleichgestellt sind unb nicht im SwerbSleten stehen, 15 Mk pro Monat. Die Auszahlung teS letz- Der Schutz im Vlut. Roman von Hör st Bodemer. 26. Fortsetzung. (Rachbruck verboten.) .Mein Gott, da bringen Vie bald wieder einen Bock, biS zu hundert Mark sind Sie mir allemal gut! Und ter Herr Papa wird doch nicht so sein, und 3hnen ab und zu ein paar Taler geben I Der versteht doch auch zu leben 1“ HanS bekam einen roten Kops Sein Vater rückte keinen Droschen mehr heruuS. und was er von seiner Mutter zugesteckt bekam, war nicht ter Rede wert. Sie hatte versprochen, ihn nicht mehr heimlich zu unterstützen, wenigstens sagte sie das. Der erste, der Verdacht schöpfte, war Großvater. ,34) feh dich oft mit ter Büchse weggehen, — ater daß du waS mit nach Haufe dringst, hab ich nie gehört!" .Gin paar Mal daneben geböllert. Großvater Das Wild hält nicht mehr und die Jagd ist dieses Hahr schlecht!" .Ach waS! 'An Hasen ist kein Mangel!" Weiter sagte Großvater nichts, aber Hans merkte, testen Verdacht war erwacht, und da hieß eS vorsichtig sein. Maria war noch bequemer geworden. Halte Tage lag sie auf dem Langstuhl und knabberte an Süßigkeiten 3hr Körverumfang nahm be- ttächtlich zu. Sie zuckte die Achseln. War daS ein Wunder bei dem langweiligen Leben? Wenn die Kleider zu eng wurden, mußte man neue haben. Da ergaben sich R isen nach Kastel vvv allein. Sie nahm ihre Tochter mit, ,damit sie aus dem Stallgeruch kamt und wann heraus- kam", mit ihrem Manne war wirkllch kein Stach mehr zu ntachen. Lind ter HanS fiel ihr auf die Rerven! Der Tag war sicher nicht mehr fern, an dem wieder einmal eine Dummheit von ihm zum Vorschein kam. Wenn man ihr auch lerne Vorwürfe machte, ihr Marrn wagte eS nicht, Großvater übersah sie jetzt in geradezu kränkender Weife, so traf sie doch jeteS Wort härter als den Zungen. Mochten die Männer sehen, wie sie mit ihm fertig wurden, ihre weiche Hand hatt? nichts erreicht, vielleicht hatte die harte teficre Erfolge. 3n Ruhe wollte sie gelassen fein, verpfuscht war ihr Leben doch. Kamen solche träte Stimmungen, dann ließ sie ihre schlechte Laune an ihrem Mann« aus. Dessen Wlllensttast hatte start nachgelassen, immer sester setzte er sich hinter die Rheinweinslasche. Er zuckte gleichgültig die Achseln und antwortete: .Tu hast einmal gesagt, mir habe mein Vater daS Rückgrat gebrochen. Du hast ganz recht! 3ch bin wahrhaftig nicht mehr .herrlchsüchtig'. Mag sich die Jugend rumplagen l Dringt Gretel einen tüchtigen Landwirt an. immerzu, mag er sich mit meinen Vater rumärgern!" Maria erwiderte nichts. Sie war ater nicht gewillt, das zuzulasten. Es kränkte sie, daß ihr Mann anschrir.e J> Hans auch aufgab ilm omebr verwöhnte sie ihre Tochter, kaufte ihr die schönsten Kleider, die modernsten Hüte. Rahm sie neuerdings stets mit, wenn sie nach Kassel zum Theater oder Konzert fuhr. Lehrte ihr LieteS- lieter fingen, möglichst rührselige. Bald war ter hübschen Gretel ter Kopf vollständig verdreht Mit seiner Mamsell redete Ehristvph Wär- hahn oft über die Enkelin. .Das Mädel wird noch ganz verdorben, altes Haus!" .Es wär ein Hammer, Herr Oelonomierat! Sie wissen doch, ich war immer gegen .den Schuß im Blute!" .Wie ein Dauernmätel steht Gretel doch wahrhastig nicht ar»! Lind einen Schwung hat sie im Leibe — alle Wetter! Sin^S Tages meldet stch haS Wärhahnsche Blut, und das ist der Tag dann, auf den ich lau re'" Kams auf den Punkt, war ihr Herr empfindlich. Die Mamsell kniff die Lippen zusammen, suchte nach einer Antwort, d»e ihre Ansicht zur Geltung brachte ohne zu verletzen. Sagte schließlich: .Sie mögen ganz recht Halen, Herr O^to- nomieDOil Ader solch du» .Rlljchunz" ist doch immer eine verteufelt gefährliche Sache. baS sieht man doch an Hans!" .Das verstehst du wirklich nichtl Wäre ter Zunge sofort scharf angepackt worden, er wäte ein Mordä^rl geworden! Es ist noch nicht zu spät! Rkanche Hoffnung muß ja begraben werden, geb ich zu. weiter aber noch nichts. 3ch glaub felsenfest, er wird noch einmal em ausgezeichneter Landwirt! Denn, alte» Hau», wenn er auf ter Schale auch nichts getaugt hat. geistig hat er viel mehr los als sein Vater! Wenn das Leben Han» erst tüchtig geprügelt hat. bricht über Rächt die kühle Hkmunft durch! 3ch möcht da» gern noch erleben, e» ist wirklich das Einzige, um was ich den Herrgott noch bitte!" Die Gaste begriff nicht, wie ihr aller, sonst uiDernünftiger Herr stch so benennen konnte. Wie lange gedachte ter denn noch zu leben? Die Treppen kam er In ter letzten Zeit noch langsamer herab, und der Atem ging ihm auch schnell au». Sie fürchtete, große Ausregungen könnten den Oekonomierat aufs Totenbett werfen. Seinethalben drückte fie über Hansens zahllose Streiah. Adalbert Züschen grüßte ernst. Vein Haar war säst weiß, feine Züge scharf geworden. Fröhliche» Reiterleben und Ostafrifo rächten sich. Seine beiten Zungen waren jetzt feine Wett, die Baronin war viel aus Reisen. Der Rcgierung»assessor fragte, wer bie Damen seien. .Schwiegertochter und Enkelin de» Oekono- mterat» Wärhahn! Das Mädel Hai sich in ter letzten Zeit tüchtig rau-gemacht!" .Leben wohl in sehr guten Verhältnissen? Der Oekonomierat Wärhahn soll doch ein ganz hervorragender Landwirt fein?" „3ft er auch! WaS ater sonst die Familie an betrifft, lieber Holtenau . . Ater erkundigen Vie sich wo ander», wenn 3hnen daran liegen sollte, ich eigne mich nicht zum Splitterrichteri Lind da kommt ter Zug! Leben Sie wohl — unb auf baldiges Wiedersehen in Züschen k" Der RegierungSassestor wußte es einzurichten, daß er die zehn Minuten bis Wabern mit den Damen in einem Abteil fuhr. Darrn ßand e» bet ihm fest: er würde sich nach den Wärhahn» sehr eingehend erkundigen. lFortsehung folgt) Berlin 1-U$r- 1-UJr- Schluß- Ans. Saturn: Schweizer Franken Für 100 deutsch« Mark wurden gezahlt: 2,60 7,05 ,56 Astsrra .'A< Amsterbam-Rotterb. 6033,95 6016/5 Brüssel-Antwerpen. 1258,70 1281,30 100 1 100 100 100 100 100 KurS Kucs Kurs 31.10. 28.10. 31.10. Veld Brief 29. Dkl London . Italien . Brüssel . Budapest Neuhork. Agram . Bukarest Ghristiania . . Kopenhagen. . Stockholm . . . HelstngforS . . Italien..... London .... Neu York .... Paris..... Schweiz .... Spanten .... Wien (alteS) . Deutfch-Oefterr. Prag...... Budapest. . . . Buenos Aires Bulgarien. . . Konstantinopel 77,50 7U25 54,75 68,- 785,- 718,- 77,60 69 25 81.50 65.25 720, _ 670 - 605;- 550. _ 712,- 690,- 565 - 587,- 1300*1 31.10. 3,05 1,62 3,05 2^0 Geld Brief 31. Oht. 6193,80 6206,20 1288,701291,30 2427,65 2432,45 3456,503463,50 4145,65 4154,15 291,70 295,30 726,75 728,25 711,25 712,76 180,31 180,69 1318,65 1321,35 3316,65 332: ,35 2402,652312,45 2152,10 2357,40 3406,55 3413,45 4035,90 4094 10 279,70 2*0,30 694,30 695,70 699,30 700,70 177,57 177,93 1288,701291,30 3246,75 8253,25 2382,66 2337,35 29.10. 3,12 1,66 3.10 - HOO, - 1080 - 1470 - 960* - 1000, - 1480, - 905, - SSO, - 930, - 1195, — 9b5, - 900, - 779, Kurs 28. 10. 77,50 70,- 82,- 64,- 780,- 800,- 535,- 542.- 720,- 600,- 631.- 520,— 560,- zrjM.uujmHmütÄenzll pcrrüwm oder dieLerLmfsomjeM erhöhen, ha» 5en ivtr uns zu Ltzterrm enheh/osien. in der ÜKei^MM-damit-eu^eua- den unserer ÄNertzMUÜelL tzua litäts-Siczaretten den 5ej-mDiens?zu erweisen.^LLir Sitten hiervon Kenntniszu nehmen und bemerken ausdrüMch,daß wir nach wie vor mir die edelsten^ verwenden. - 505,- - 695,- - 560,- -P 521,- - 530,- - 118),- - 1233,- - 1160, - — 11:8,- - 1435,- - 960, - - 978,- - 1490,- — 900,- - 900,- - 920,- - 1233. - - 855,75 ,- 898,- 789.75 - 65.60 1040,- Vofrfsche Handelsschule Gießen Goethestraße 32 Teilnahme an den neu begonnenen Tages-Kursen noch bis Anfang November möglich. Prospekte frei. 185.75 3.- 0.25 6.20 40.20 21.44 22.25 39.10 0.70 546.- 1.75 3*50 Saturn; 5% Srfch. KriegSanl. 4* «Stieg. ReichSanl. 3' . Stsch. ReichSanl. 4e/e Pceuh. KonsolS Hamburg-Pakett.. . Norddeutscher Lloyd Eomm.u.Privatbank Sarmstädter Dank . Seutlche Bank . . . SiSconto-Gesellschast Dresdner Bank. . . Mitleid. Creditbanl. Nationalbank f. S. . Börsenknrle. Faillfurr (In einem TeU der Auflage wiederholt.) Sine englische Stimme der Dermmst. London, 31. Oft. (WTV) Laut „Suuday TimeS" sind sich die meiden Sachverständigen darüber klar, dah der Sturz der deutschen Mark in grobem Mähe auf die groben Rc - parationSsorderungen in diesem Jahre zurückzuführen ist. In NegierungSkrctsen werde lebhaft daran geglaubt, dah Deutschland die nächste Zahlung im Zanuar nicht leisten könne. DieS würde womöglich die Besetzung des Ruhr- gebietes durch Frankreich und den wirtschaftlichen Zusammenbruch Deutschlands bedeuten. Die Auswirkung auf die französische Währung und den englischen Handel würden verhängnisvoll sein. Das britische Schatzamt befasse sich daher ernstlich mit einem Plane, der eS Deutschland ermögliche, seinen Verpflichtungen nachzukommen, ohne bah daraus sein Nuin folge, und man hoffe, bah Frankreich, das sich jetzt über die Lage klar sei, bei diesem Plan Mitarbeiten werde. Wenn Deutschland auf diese Weise unterstützt werde, so sei eS nur natürlich, bah es gewisse Zugeständ nisse mache. Eine der Bedingungen werde es vielleicht sein, bah sich Deutschland verpflichte. ieoo, 485, Wechsel auf Holland. . . Deutschland Wien .... Prag .... Paris.... Boch. Gußstahlwerke 1425, Bud.-Gisenw.-Akl.. S.-Luremb. Bergw.. 1800, Gelsentirch. Bergw . 1200, Harpen er Bergbau . 1500, Sberschl. Gisenb -B. 1250, Oberschles. Lisenind. 1080, Phönir-Bergb.» Akt. 1500, BadAnilin-u.Soda 11OO, Höchster Farbwerke. lOöO, Allg Elektr.-Ges. . . 112), Festen 4 Guilleaume 1150, Schuckert-Werke . . 960, Adlerwerke...... 1050, Daimler....... 800, 4* e Hest. StaatSanl 65, Electron Griesheim 1CKX), Stiche DereinSbank 450, MM in Stücken und gemahlen. Carl Haas |r„ frankfurter etrnlicö». ____Televhon K40L "-e kaufen ihre Ringe am vorteilhaftesten, desgt. sämtliche Gold• u. Silberwaren und Juwelen bei u.v O. Gümblein Bruchstraße 19 II. Billig schneidert dabei leicht, modern and so tön, wer Favorit - Schnitte benutzt. **c Zu haben im 7,98 8,02 7,88 7,92 171,80 172,70 163,80 164,20 2 5,22 22,28 22,37 22,43 56,40 53,60 58,15 58,35 Hanfseile ans Je lanalalerigem erbtrin auf _ in allen Siarken emvkeblt Carl Gaerthe Wctzlar. llwb Klavierstlmmen and Reparaturen. W. Schlüter. Klavicrmacher. ** ** ßTn&er V Wa&ser gtfrnKatarrh, Hurten uxw Datum: 1.7.14. Zürich.........Fr. 125.40 Amsterdam......Fl. 59.20 Kopenhagen......Kr 88.80 Prag..........Kr. 117 80 Stockholm.......Kr 88.80 Wien..........Kr. 117.80 London.........Eh. 97.80 Paris..........Fr. 12540 Neuhork........$ 23.80 Handel. Bremen, 31. Oh. (WTB.) Der Norddeutsch« Lloyd nimmt Anfana 1922 dl« direkten Beziehungen zu den Bereinigten Staaten wieder auf und richtet zu diesem Zweck als Neujahr in Neuhork eine eigene Lloydvcnrslung ein. Berlin, 31. Oft. Börsen st immungs- b il d. In der Hausseperiode an der Börse ist heute wieder einmal eine kleine Stockung insofern eingetreten, als die Börsenspekulation unb ihre Gefolgschaft, in minderem Mähe auch daS Publikum, die jetzigen hohen Kurse teilweise auc Realisation benutzten. In der Kursbildung der sogenannten variablen Papiere trat daher nicht mehr der biS jetzt einheitlich geschlossene starke Zug nach oben hervor, wenngleich neue Kurssteigerungen überwogen, wobei die Berliner Notizen teilweise den inzwischen an anderen deutschen Pläyey erreichten angepaht wurden. Die I?onnefeldfsTee M M. iromitl»! oed aoigietrig. billig In VitbraooS Miede rligea 1n Illen Stadtteilen teten Zuschusses hat durch die Fürsorgestelle yi geschehen. 21 jb im Erwerbsleben stehend wird angesehen, wer durch rereLmä dge Arbeit ci en ArbZiSver- dienst hat, ober ErwerbSlvsenuntecstützung bezieht oder auf ®iu J> v.riiche ungs^f.icht ger Deschä,- tigung ein hinter den Be.rägen d>.r L.werbslolen- f. te 'lützu g nicht wrsent.lch zu ückblcibend.S Krankeitgrst) erhalt. Die Auszahlung der Zuschüsse erfolgt durch die städtische Fürsorgestelle in der in dec heutigen Nummer unseres BlatteS erschienenen Delannt- machuna feflgelegten Neihensolge Zur Empfangnahme der Zuschüsse find mitzubringen: bei Ren- tenbe scheid, das Rentenbuch. die ©tammtaiien- Nummer sowie bei Verheirateten daS Familien- stammbuch ober Gebuctsurlu iden der Äinter. Sie Auszahlung kann nur dann erfolgen, wenn diese Papiere vollständig und auch in Ordnung sind. Kriegsbeschädigte, die diese Unterlagen nicht zur Hand haben, tun gut, dieselben an zuständiger Stelle vervollständigen zu lassen. Als Schwerbeschädigte gelten auch Friedens- rentenempsänger, wenn sie wegen ihrer Dienstbeschädigung eine Militärrente von mindestens SO Prozent Rente beziehen. e L U. BonderLanbes-Universität. Der Assistent am Zoologischen Institut. Prosefsvr Dr. Arthur L o o h. Ist .mit Rücksicht auf seine groben wissenschaftlichen Verdienste von der Kgl. Sozietät der Wissenschaften zu Up- lala zum ordentlichen Mitglied der Sozietät erwählt worden. Der Urkunde liegt ein Handschreiben bet von Sven G. Hebln, dem Sekretär der Sozietät. Professor Qooh war von 1896—1914 an der staatlichen Medizinischen Hochschule in Kairo Professor für Biologie und '^aroHtotogie. Insvktze des Krieg ausbruch s wurde er ohne irgendwelche Entschädigung aus seiner Stellung eutlassen, erhielt von den Engländern die Erlaubnis zur Rückkehr nach Deutschland und war 3>/, Jahre Im Heeresdienst in Belgien tätig. Dann hielt er sich in Leipzig auf, biS ihm Geh. Rat Spengel eine Assistenten- stelle am hiesigen Zoologischen Institut anbot. Professor Looh ist zur Zeit ber beste Kenner der parasitischen Würmer des Menschen und ber Tiere und hat auf diesem Gebiete eine grobe Anzahl von ülnterluchungen veröffentlicht. Seine bedeutendste Entdeckung, die für die Hygiene einen auherordenillch hohen Wert hat. ist die Aufklärung der Biologie des Ancylostoma duodenale, des Grudenwurms, der in unseren Breiten die Bergarbeiter- ober Tunnelkrankheit, in ben Tropen bie tropische Chlorose ber Canb- arbeiter verursacht. Erst dadurch, daß Looh erkannte und durch Versuche an Tieren und sich selbst feststellte. bah bie Zugenbstadien bieses Wurmes bie Haut beS Menschen an beliebigen Stellen zu bucchbohren unb von hier auS zum Darme zu gelangen vermögen, war eine erfolgreiche Verhütung bleser auch bei unseren Bergarbeitern weitverbreiteten Krankheit möglich. KreiS Wetzlar. K. Krofdorf. 29. Ott Heute begann die Liga zum Schuhe deutscher Kultur auch hier ihre diesjährige Winterarbeit. Herr Grtel auS Berlin, der längere Zeit russischer Sowjetbeamter war, hielt einen Vortrag über daS Thema: „Sie Hungersnot in Ruhland und ihre wirtschaftlichen Ursachen". Der Vortrag fand reichen Beifall. Hessen-Nassau. va. Dillenbu rg. 31. Ott Zur Erwerbung des alten Stadtturmes am Graben auS Privatbeslh in daS Eigentum deS Historischen Vereins haben die Stadtverordneten 500 Mk. bewilligt. Bet der Verpachtung städtischen Geländes zu Scbreberaärten wurden hohe . Preise erzielt viS zu 60 Mk. pro Rute. Kurserhöhungen betragen für bie variablen Papiere vielfach biS zu 109 Proz. und gingen über dielen Satz für eine ganze Anzahl hinaus. Wit Ste'gerungen von über 230 Pro; find zu erwähnen Paketfahrt. Phönix, De eilf«haft für elef- tr.fche Unternehmungen, Gothaer Waggon. Otavi, Erdöl. Deutsche Petroleum. D.e Kursrückgänge blieben demgegenüber vereinzelt, erreichten aber doch teilweise 100 Proz., bei Rütgerswerken, Kund Hannoverschen Waggon-Aktien 230 I Pro-. D es genügte, um tn ben Händler- kreifen ein gewisses Gefühl der Unsicherheit auf- kommen zu lassen, so dah auch späterhin in den hoch im Kurse stehenden Papieren Schwankungen eintraten. Ausgesprochen fest lagen Valutawerte, besonders Mexikaner und Eanadas infolge der mit erneuter Kraft einfeyenden De- visenyauffe, wobei aber die hohen Kurse vom Vormittag sich nicht behaupteten. Am Markt dec unnotierten Werte herrschte anfangs gleichfalls RecllcsutlonSlust vor. doch erholten sich die Kurse später wieder. In den zu Einheits- kurfen gebandelten Devisenpapieren lagen ganz enorme Kaufaufträge des Publikums vor. so dah mit üoertolegenb neuen starken Kucs- sprüngen zu rechnen ist. Don den festverzinslichen Werten bestand besonders Nachfrage für Hyvo- thekenpfandbriefe sowie seitens des Auslandes für Anleihen der deutschen Länder, besonders Bayerns und PreuhenS. Frankfurter Fruchtmarkt. mc. Frankfurt a. M., 31 .Olt. Der heutige Fruchtmarkt zeigte M fester Tendenz sehr stark ansteigende Preise. Weizen und Roggen stellten sich z. D. im Waggon um 6—7000 Mk. höher. Trotzdem wurde feht stark getauft Insbesondere waren Hülfenfrüchte und Getreide begehrt Es notierten amtlich für 100 Kilo Frankfurt Hafer 505 Mk,. Welzen 660 Mk., Roggen 550 Mk., Gerste 675 -700 Mk., Weizenmehl süddeutsches) 920 Mk., Weizenmehl (norddeutsches) 875 Mk., Roggen 690 Mk.. Weizen kiele 310 Mk., La Ptata-Mais 505 Mk.. Linsen 1230-1400 0111., Erbsen 700—825 Mk.. Weihe Bohnen 600—700 Mark. Grünkern 900 Mk., Haferflocken 800 Mk., Viktoria-Erbsen 650 Mk., Futtererbsen 500 Mk.. Trockenschniyel 155 Mk., Treber 180 Ml., Kur- tofseln 90- 100 Mk., Zwiebeln 100—110 Mr Stroh 40—45 Mk., Heu 125 Mk. Burmareis 1100—1400 Mk., Dreeningreis 800 Mk., vaigon- rel» 1000 Mk., Valenciareis 1400 Mk. Der Nachfrage wurde nicht vollkommen Genüge geleistet. Frankfurt a. M., 1. November. Berliner Devisenmarkt. Märkte. Frankfurter Schlachtvieymarki. Frankfurt a. M, 31. Ott. (Amtlich ) Der Rindermarkt wurde bei lebhaftem, der Kleinvieh- Handel bei langsamem Handel geräumt. Die steigende PrebStendenz auf dem Rinderrnarst hält weiter an. Auf dem Klelnviehmarkte lagen bie Preise fest. Arn Schweinemast war das Geschäft gedrückt: bie Preise gaben etwa- nach unb es verblieb Üeberftanb. Im einzelnen ist zu bemerken. Aufgetrieben waren 1476 Stück Grotzvieh, bavvn 242 Ochsen. 74 Bullen. 1151 Färsen unb Kühe: ferner 235 Kälber, 400 Häm- mcl unb 1578 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zenter Ledendgewich!: für Ochsen 700 bis 1000 am., für Bull ei, 550-850 Mk., für Färsen unb Kühe 300—950 Mk., für beste Färsen unb für beste Kühe bis 900 Mk.: ferner für Kälber 700—1050 Mk., für Hämmel 400—550 Mark, für Schweine unter 80 Klgr. Lebendgewicht 1100—1350 Mk., von 80 bis 100 Klgr. 1400—1500 OUT., alle schwereren Sorten Über 100 Klgr. Lebendgewicht 1450—1550 Mk., Sauen und Gber 1300—1400 Mk. Die Marktpreise liegen um so viel über den Stallpreisen, als sie bie nicht unerheblichen Gewichtsverluste, Spesen unb Händlergewinn in sich schliehen Sine benmglütfte Fifchprelstreiberei. Berlin, 1. Nov. Der „Derk. Lokalanz." berichtet auS Hamburg: In Euxhaveii hat heute die Fischauktionnichtstattfinden können, weil die kaufenden deutschen Händler sich weigerten, Gebote abzugeben zu den von den zahl- ceichen ausländischen Käufern wahnsinnig hoch getriebenen Preisen. Der Vertrag von Vngvra. Paris. 31. Oft (DTB.) „Scho de Paris" veröffentlicht heute vormittag das französisch-türkische Abkommen, das am 20. Oktober in Angora abgeschlossen wurde; es umfaßt 13 Paragraphen. Das ..Ccho de Paris" betont nochmals, es handele sich nur um ein Svezialabkommen, durch das ein effektiver Friede zwischen Frankreich unb der Türkei hergestellt werde. Nack dem .LempS" muh das 2Ibtommeii innerhalb von zwei Monaten, gerechnet vom 14. November an. ausgeführt werden. SS enthält u. a. folgende Bedingungen: Die Bagdadbahn wird auf der Strecke Bozanti—Nisi- bin von einer französischen Desellschaft betrieben werden. Die französischen und türkischen Behörden erkennen sich gegenseMg das Reckt zu. sowohl auf syrischem wie auf türkischem Se- biet auf dem Schienenweg Truppen zu befördern. 3m syrischen Gebiet von Alerandrette wirb eine Üntcrverwaltung eingerichtet, um die Rechte der türkischen Bevölkerung dort )Ui Geltung zu bringen. Die türkische Sprache wird dort zur Amtssprache gehören. In Siliclen wird der Schutz der Minderheiten durch Maßnahmen gesichert, wie sie die verschiedenen europäischen Friedensverträge zum gleichen Zwecke enthalten. Schließlich soll durch besondere wirtschaftliche Maßnahmen verhindert werden, daß Nordshrien durch eine Zollgrenze von dem anliegenden türkischen Gebiet abge- schnitten wird. DaS „Journal des D^batS" hebt eine Unterscheidung hervor, auf die anscheinend amt- licherseltS Wert gelegt wird. Das Blatt stellt fest, daß es sich nicht um einen Vertrag, sondern einfach um ein Abkommen zu dem Zwecke handelt, an der cilicischen Grenze den Frie den wiederherzustellen. Bis zum 4. Januar nächsten Zahres müßten die französischen Truppen Ciliclen geräumt haben. KriegSvorbereitrmgen in Sowjet-Rußland? PariS, 31. Okt. (WTB.) Nach einer Ha- vasmeldung aus Warschau veröffentlicht eine Depesche aus Moskau ein Dekret über die R c- frutictung von fünf ZahreS- k lassen. Em Dampferunglück auf dem Wannfee. Berlin, 30. Oft. Auf dem Wann- sce sind heute zwei Dampfer zusammen- gestoßen. Ein Dampfer sank. Nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen find 1 0 Personen ertrunken. Berlin. 30. Oft. (WTB.) Zu dem Dampferungluck auf dem Wannsee erfahren wir noch folgendes: Der Dampfer „Kaiser Wilhelm" ist in den Dampfer „Storkow" der Sterngesellschaft beim Haveleck hin- elnaefahren. Der Dampfer „Storkow" ist gesunken. Berlin, 31. Oft. (WTB.) Zu dem Dampferunglück auf dem Wannsee wird um 12V, Uhr nachts gemeldet: Am Sonntag stießen ein Motorboot und ein Dampfer, beide der Sterngesellschaft gedörla. zusammen. DaS Motorboot, das aus der Richtung Kladow kam und ungefähr 90 Personen fassen soll, wurde von dem Damvfer inderMittege- rammt. Der Stembampfet war leer, da et erst kurz zuvor einen Potsdamer Zagdflub befördert hatte. Dieviele Personen umgefommen find, konnte noch nicht festgestellt werden. Bisher wurden 16 oder 17 Personen gebor- gen. DaS Unglück geschah in der Mitte deS WannseeS. Die näheren Feststellungen über die Schuldfrage erfolgen zur Stunde. Berlin, 31. Cltober (WTB.) Nach ben bisherigen Feststellungen waren beide Dampfer vorschriUSmähig beleuchtet. Schuld soll den Führer des DampferS „Kaiser Wilhelm" treffen, der nebst dem Steuermann verhaftet worden ist. weil er anaebllch eine falsche Fahrstrecke benutzte. Die Leichen ber Ertrunkenen wurden z. T. geborgen, doch fehlen noch mehrere Personen. 100 Fl. - 186.- 100 auf. - 3.10 100 Kr- = 0.27 100 Kr = 5.10 Fr. =* 39.90 £ -- 21.45 L. = 2L85 Fr. « 38.80 Kr. = 0.725 t = 545 - Kr. = 1.80 ... 100 fi. = 3 75 Marknotieruugen. Züricher Devisenmarkt. 31.10. 1.11. kein Piergeld mehr zu brücken, sondern sich - ,56 ' entsprechend zu besteuern. Amtrverlündigungrblatt für die provinzialdirettion Gberhesfen und für dar Kreisamt Bietzen. (Pridjeint nach Bedarf: Montag. Vienatag. Downerstag unö Freitag. Nur durch die Post beziehen gegen Mk. 2.50 vieNeljührlich. 9?r. 155 , 1 November 1981 Inhalts-Ueberstcht Die Jahresberichte der Gearerbeauffichtrb,amten - Verbot der Pflug'chleifen. Erhebung der Fleilchbeschaugedühren. - Dienstnachrichten - Feldbereinigung klein Linden. - Das «usstellen der stehrichtgefäfze - Straßensperre Betr.: Di« Jahresberichte der Gewerbeaufsichtsbeamten für 1921. «n das Polizeiamt Bietzen und die Bürgeemeistereien der Landgemeinden des Kreises. Die für den diesjährigen Jahresbericht der Gewerbeaussicht-- beamten erforderlichen Grbcbungen sollen in gleicher Weise wie in bei Vorjahren, und zwar derart vorgcnommen werden, bah für jeden Gewerbebetrieb von dem Gewerbeunlcrnehmer selbst ein besonderer Fragebogen und zwar nachdem Stand am 1. Otto b e r 192 1 au-gefüllt wird. Zu diesem Zwecke werden Ihnen von un- Verzeichnisse der in Ihrem Dienltbezirl besindlichen und der Aussicht der Dewcrbe- inspektionen unterliegenden Betriebe mit der erforderlichen Anzahl Fragebogen nebst Hedersicht (Ar. II, III) unmittelbar übersandt werden. Die Bürgermeistereien und Lokalpoltzeibehörden werden hiermit angewiesen, die Fragebogen (III) an alle Personen, die nach den unten (Ziffer 1) ausgeführten Gesichtspunkten für die <8r- Hebungen in Betracht kommen, möglichst umgehend zur Beantwortung zu verteilen und nach Wtedercinlungen das den Bürgermeistereien usw. mitüberfandle Derzeichni- (Formular II) zu ergänzen und richtig au stellen. An diejenigen Bürgermeistereien, in deren Gemarkungen bisher keine Gewerbebetriebe, die in da- Derzeichni- auszunchmen waren, bestanden, wird gleichsall- ein Verzeichnis (II) nebst einigen Ihnen unau-gesülll zugebenden Fragebogen (III) zum etwaigen Eintrag oder zur' Fehlanzeige gesandt. Im Falle de- Mehrbedarf- bleibt e- Ihnen überlassen, weitere Fvrmularien von uns zu beziehen Sind die eigentlichen Fragebogen (!!!) mit weiteren Ziffern bezeichnet, so ist die- zu berücksichtigen. _ Wir bemerken ferner wegen richtiger Au-füllung der Berzelch- nisse da- Folgende I. Aufzunebmen in da- Derzeichni- sind: 1. a) alle gewerblichen Betriebe, in denen in der Regel mindesten- 10 Arbeiter beschäftigt werden: b) Ziegeleien und über Dag betriebene Brüche und Gruben, wenn darin in der Regel mindestens 5 Arbeiter beschäftigt werben (§ 154 Ads. 2 GO ): c) Hüttenwerke. Zimmerplätze. andere Bauhöfe, Werften und Werkstätten der Tabakindustrie. auch wenn in ihnen in der Regel weniger al- 10 Arbeiter beschäftigt werden (§ 154 Ads. 2 GO ): d) Bergwerke. Salinen, Aufbereitungsanstalten, unterirdisch betriebene Brüche und Gruben, soweit sie der Aufsicht der Bergbehörde nicht unterliegen, auch wenn in ihnen in der Regel weniger alS 10 Arbeiter beschäftigt werden (§ 154 a GO ). 2. Alle Werkstätten, in denen durch elementare Kraft (Dampf Wind, Wasser, Gas, Luft, Elektrizität usw.) bewegte Triebwerke nicht blost vorübergehend zur Derwen» dung kommen (Derordnung vom 9. Juli 1900 und Bekanntmachung vom 13. Juli 1900 — RGBl S. 565 ff ). 3. Werkstätten, aus die gemäst § 154 Abs 4 der Gewerbeordnung die Bestimmungen der 135—139 b GO. ausgedehnt sind (Werkstätten der Kleider- und Wäfchekonsektion siehe die Derordnung vom 17. Februar 1904 — RGBl. 0.62); wegen der Werkstätten der Tabakindustrie vgl. oben I, 1c. 4. Sonstige Anlagen, für die der Bundesrat gemäh § 120 e a. a O. besondere Dorschriften erlassen hat Als solche kommen nach Maßgabe der diesbezüglichen Bekanntmachungen in-besonderc in Betracht: Steinbrüche und Steinhauereien, Glashütten und Glasschleifereien, Anlagen zur Herstellung elektrischer Akkumulatoren, Anlagen, in denen Thomasschlacke gemahlen oder Thomasschlackenmehl gelagert wird, Anlagen zur Bearbeitung von Faserstoffen usw. (Lumpensortierereien), Rohhaarspinnereien, Haar» und Borstcnzurichtereien, Bürsten- und Pinselmachereien, Anlagen zur Vulkanisierung von Gummiwaren. Anlagen zur Herstellung von Präservativs, Sicher- heitspessar-ien, Suspensorien usw , Anlagen zur Herstellung von Bleifarben und anderen Bleiprodukten, Bäckereien und Konditoreien. Maler-, Lackierereicn und Anslreicherwerk- stätlen. Buchdruckereien und Schriftgiestereien, Gast- und Schankwirtschaften. II. Bei Betrieben, die im Fahre 1920 eingestellt worden sind, ist eine dahingehende Bemerkung im Derzeichnis zu machen. Die von Ihnen biS zum 5. Aovember 19 21 wieder einzusendenden Verzeichnisse «Formular II) nebst Fragebogen i Formular Illi wollen Sie auf ihre Vollständigkeit prüfen und für pünktliche Einhaltung dieses Derminunterallen Umständen besorgt sein Im Anschluh hieran verweisen wir auf die Vorschriften in den §§ 241 bis 243 der Ausführungsverordnung zur Gewerbeordnung vom 20 März 1912 (Reg.-Bl. S 48). Wir erwarten, daß die Ort-Polizeibehörden aus der Erhebung der Arbeiterzahlen Anlast nehmen werden, die vorgeschriebenen Revisionen der gewerblichen Betriebe, die den Dorschriften der §§ 135 bis 139 a । GO. unterliegen oder für die auf Grund des § 120 c GO besondere Anordnungen erlassen sind, vorzunehmen. Giehen. den 29. Oktober 1921. ___________Kreisamt Giehen. I. D.: Welcker.____________ Bekanntmachung. Betr: Derbol der Pflugschleifen. 3nbvm wir nachstehend die Polizeiverordnung vom 30. Dezember 1899 erneut veröffentlichen, weisen wir die Bürgermeistereien der Landgemeinden an. dieselbe ortsüblich bclanni- zugcben. Die Gendarmerie wird hiermit beauftragt, Zuwiderhandelnde zur Anzeige zu bringen. Giehen. den 26 Oktober 1921. Kreisamt Giehen. 3. D.: Welcker. Polizci-Bcrordnnng für den 5rr»iS Gießen. Auf Grund des § 366 Pof. 10 des ReichsstrafgefeHes und der Artikel 103 und 109 des Polizeistrafgeseyes wird Hiermit unter Zustimmung des Kreisausschusscs mit Genehmigung GrohH. Ministeriums des Innern vom 22. Dezember 1899 zu Ar. M. d. 3. 37 296 verordnet wie folgt: § 1. Der Gebrauch von Schleifen zum Transport landwirtschaftlicher Geräte (Pflüge, Eggen usw.) und anderer Gegenstände auf den chauffierten Straßen und Wegen ist verboten. § 2. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehende Bestimmung unterliegen den in § 366 Pos. 10 des ReichsstrafgefeHes bzw Artikel 103 und 109 des Polizeistrasgesehes angedrohten Strafen. § 3. Gegenwärtige Vorschriften treten mit dem 1. Januar 1902 in Kraft. Giehen. den 30. Dezember 1899. Grohherzogliches Kreisamt Giehen. v. Bechtold. Betr.: Die Erhebung der Fleischbeschaugebühren. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir sehen uns zu folgendem Hinweis veranlaßt: In § 27 Absah 1 der Jleifchbeschauordnung ist ausdrücklich gesagt. .Den Beschauern ist in allen Fällen unterlagt, von den Besitzern Gebühren zu erheben". Zweck dieser Bestimmung ist, jeden Geldverkehr zwischen Beschauern und Interessenten zu unterbinden und dadurch bem früher stark eingerittenen Trink- gelderunwesen zu steuern. Auch können auf diese Weise der Kreiskasse Beschaugebühren entgehen. Eine Kontrolle in dieser Richtung ist dadurch sehr erschwert, wenn nicht ganz unmöglich. Wir beauftragen Sie daher: 1. den Fleischbeschauern zu untersagen, künftig Beschaugebüh- ren von den Metzgern entgegenzunehmen und für letztere die Schlachlkarten zu lösen. Falls die Karten fehlen, haben sie die Dornahme der Abstempelung abzulehnen und sind berechtigt, die durch das Entstehen unnötiger weiterer Gänge ihnen zustehende Gebühr nach § 23 Absatz 3 der Fleischbeschauordnung zu liquidieren und dem Rechner die Unterlagen für die Erhebung dieser Gebühr zu liefern, 2 die Interessenten (Metzger) daraus hinzuweisen, bah sie künftig ihre Schlachtscheine selbst zu lösen unb bem Beschauer bei Vornahme ber Besichtigung abzuliefern haben. Auch ber Rechner ist in biefem Sinne zu bebeuten. Es bürste sich empfehlen, babei bie Metzger barauf hin- zuweisen, bah es sich, zur Erleichterung ber Sache für sie selbst, empfiehlt, mehrere Schlachtscheine auf Vorrat zu lösen, bamit Mttwoch, 2 November 1021 .Innayme dow Snieiaei für die laqetnummer bi» rum Nachrn;tag vorher ohnejed« lierdindlchheit. vrei» mr l mm hohe für ■Jinrriqfno 34 mm Breit« örtlich 55 Pf. aufwärts 65 Df.; für fRehlame. Anzeigen von 70 mm Breite 250Ps. Bei Platz- Haup^christleiter Äug. tpoetz VerantwoNllch für ‘Politik Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Karl Walther; für den i: Schulsttahe 7. Anzeigenteil: nans Beck, sämtlich in Gieße». bem Zug fuhr gleichzeitig ein mit Tetraff* 'n gefüllter Stcherungszug. Die Züge hicl- bet der Dvnaubrücke zwischen Bänaszek Doja. Der König stieg sodann in den Wa- , der ihn zu dem englischen Äanonenboof lowworm" brachte. Die ganze Hmge* g war von Militär stark besetzt ..Pester yd" zufolge fand die förmliche Mctcrgabe König- an die Entente nicht statt, da diese Tihany bereits selbst durch einige höhere iziere die Bewachung deS Königs besorgte. (fein Rat der qronen an die kleine Entente. Paris, 1. Aov. (WTB.) Die Botschalteo- erenz bat b schlossen, bah in Budapest Schritte ln werden sollen, um die schon am 4. Februar vorigen und am 5. April dieses Jahres ge- >erte Absetzung aller Habsburger verlangen, und bah in den Hauptstädten ber inen Entente von dieser Entscheidung tntnis geben soll zugleich mit bem Ratschlage. Sorge, den Frieben In Mitteleuropa auf mb der Friebensve^träge zu gewährleisten, Alliierten zu überlassen. Prag, 1. Aov. (WTB.) An Sonntagabend en die Ententevertreter dem Minitzerpräsi- ten Denesch die Ergebnisse der D.rband- gen der D o t s cha s l e r k o n s e r e n , bc- fend den Standpunkt der kleinen E n- tte zu den Ereignissen in Ungar, vor. Den .aten der kleinen Entente wurde mitge eilt, die tschafterkonferenz erkenne den Standpunkt ber nen Entente vollkommen in dem Sinne a,. bah Thronentsagung aus die ganze ibsburgerDynastie au- udehn'n (ei und \ Exkönig Karl aus Ungarn au ^ewie'en und Großmacht n üb rg ben w rbc. Ei kvtschafter- ferenz stellte weiter fest, das) der D'rtrag von ianon in jedem Falle durchzeführt werde, r dritte Punkt ber Förderungen wird von den bündeten Alächten gleichfalls in vollem Moste •rfamtt Die verbündeten Alächte sind auch da- einverstanden. dast die Staaten der kleinen tente gemäst den Bestimmungen der Friedens- träge an der Sntwaffnungsaktion mitwirken. : Form dieser Mitarbeit wird genau nach bem ort laut der Vorschriften des FriedenSvertrages , Trianon bestimmt werden. Die verbündete» ächte sind der Meinung, bah unter biete® nständen fein Grund z u einer militä - schen Aktion vorhanden sei und Der- igen, bah sich bie flclne Entente dem Wunsch« : Botschafterkonferenz anschlieste und danach ihr itereS Vorgehen einrichte. Die tschochoslowakifche Regierung stellte in» nvernehmen mit der jugvslawisch'n und rumänte en Regierung fest, dast es notwendig sei, alle se Derhanblungen im Interes'e brr Wahrung ; Friedens noch zu Ende zu führen und nament- > bezüglich des weiteren Vorgehen- der unzarten Regierung und der ungarischen getetzgeben- n Körperschaften Vorkehrungen zu Ircficn, damit • endgültige Regelung dieser schwierigen Frage ht htnausgeschoben werde. EL bleibt abzu- irtcn. wie Ungarn die Anordnungen ber Bot- afterkonserenz burchführen wirb. Danach wird s weitere Verhalten eingerichtet. Die Verhand- igen über einige Fragen werden demnach fort- fehl ES kann aber erklärt werden, bah im cinzip ein grundsätzliches Einvernehmen in allen rkllch wichtigen Fragen erzielt wurde, unb dast s weitere Vorgehen ber kleinen (Silente voll- mmcn im Einklänge mit den DiSpofitionen ber rbünbeten Mächte stehen wird. wiegend ouS ausländischen Rohstoffen oder Halbfabrikaten hergestellt sind, und bei denen der Lohn nur einen kleinen Teil deS Wertes der Fertigware auSmacbt. Auslandswaren, bet denen einwandfrei feststeht, dast sie überhaupt keiner weiteren Verarbeitung im Inlaitde unterworfen werden, werden mit keiner oder nur einer geringen Abgabe (höchstens 3 Prozent) belegt In dieser Form kam ein Beschlust im Ausschuß deS ReichSwirtschaftSra'S zustande. 3n der Erörterung hatte sich die volle Ucfccretn* stimmuna darüber ergeben, daß dem weiteren Sinken ber Park durch entsprechende Maß- nahmen Rechnung getragen werden müßte. ES wurde auch seitens der Industrie und dc: Handels gegen eine Erhöhung der Ausfuhrabgabe kein wesentlicher Widerspruch erhoben. In ber Begründung deS Antrags der ReichSregierung kam zum Ausdruck, daß es unmöglich sei, bei einem Sturzder Valuta, der binnen 2 vde» 3 Tagen die Mark wieder um 50 Prozent entwerte. zu behaupten, hier entstünden keine Valutagewinne. Wenn sie tatsächlich nicht entstünden, so sei eS nationale Pflicht, dafür zu sorgen. daß fie_ entstehen, damit der deutschen Wirtschaft möglichst große Beträge an ausländischen Zahlungsmitteln zur Verfügung gestellt werden könnten. Die Entente hat die Aenderung der gewaltigen Reparationsverpflichtungen abgelehnt. Es muß also bie nächste Sorge der Regierung sein, die notwendigen Zahlungsmittel aufzubringen. Wenn jetzt, ^wo erhebliche Valutagewinne bei ber Ausfuhr entstehen, sich die Möglichkeit ergibt, wenigstens einen Teil davon dem Reiche zu sichern, so muß davon Gebrauch gemacht werden, zumal das eine ..Erfassung an der Quelle- dar- stellt, wie sie vom Reichswirtschaftsrat verlangt worden ist. In der Verwendung des Ertrages der Ausfuhrabgabe wird künftig inso- Dle preußische Regierungskrise w'/d vvh den Blättern auf die Krise im Reiche zurückqeführl Die Verhandlungen über die grobe Koalition in Preußen hätten bereit- zu einer weitgehenden ötniflung geführt, als ber Verlauf ber Krise im Reiche neue Schwierigkeiten geschaffen habe Die Sozialdemokraten Haven wegen bei Derhaltens ber Deutschen VvllspaNei bei der Regierung:! i'e im Reiche erklärt, bah sie nicht mit der Tolks Partei zusammengehen können. Gleichzeitig haben sie, laut .D. T." und .L.-A ", eine verschärfte Opposition gegen daS Kabinett Stegerwald angekündigt und auch burchblicken l f/ni, dast sie darüber hinaus gegebenenfalls zu t/i M tteln ber Obstruktion greifen würben, um d/.> gegenwärtige Regierung zu stürzen. AuS bietet Situation hätten bie Demokraten geltem bie Konsequenzen gezogen unb ihre Minister auS bem Kabinett ab berufen. Hinsichtlich ber Aeubildung te» Kabinetts nennen die Blätter zwei Möglichkeiten, entweder Herstellung einer großen Koalition von der Deutschen Dolttpartei biS zur Sozialdemokratie oder Bildung der sogenannten alten Koa- lition aus Zentrum, Demokraten und Sozialdemokraten. Die Aussichten für die ersten Möglichkeiten werden allerdings von den Blättern als äußerst gering bezeichnet. (Eine neue Note der Botschasterkonferenz. Berlin, 1. Olvv. (Wolfs.) Dem deutschen Botschafter in Paris ist gestern folgende Aote der Botschafterkonferenz übermittelt worden Die Ausmerlsamkeit der Dottch'.sierkonterenz ist auf die Gefahren hingelenkt worden, die der Eintritt landesfremder Personen nach Oberschlefien für die Aufrechterhaltung der Ordnung in diesem Lande haben könnte Die Konferenz ist überzeugt, bah die Ruhe, die augenblicklich in dem Abstimmungsgebiet herrscht, unb deren Fortdauer von so großem Wer: ist. nicht gestört wird wenn keine von außen herein- getragene Aufreizung ki: D obUerung dazu treibt, von ihrer Haltung abzugehen viv CMKV 11VUU, »»» VUUHV nicht behoben fei. ^od) in Kansas City KansaS Eith, 1. Aov. (WTB.) Auf bem Kongreß ber amerikanischen Legion wurde Marschall Fock feierlich empfangen. Auf bie Begrüßungsansprache deS Generals Pershing antwortete Foch mit einer Rebe, in ber er die KrieqSleistungen ber amerikanischen Armee im Weltkriege feierte. Eine Rede des französischen Kammerpräsidenten. Pari-, 1. Aov. (WTB.) Arn heutigen Alterheiligenfest wurde in Drndelure du Poiton, 5)c- van-ment La Dienne. zu Ehren der im Kriege Gefallenen ein Denkmal enthüllt. Kammerpräsident Peret hielt die Einweihungsrede und erklärte, bie Gerechtigkeit würde verletzt und der Frieden prekär werden, wenn nicht die Schäden geheilt würden, die daS Land durch die ausschließliche Schuld Deutschlands erlitten habe Frankreich wolle nur Gerechtigkeit Es verfolge weder Hintergedanken noch Begehrlichkeit Deutschland, dessen wirtschaftliche Uuellen und Möglichkeiten beträchtlich seien, dürfe nicht auf Grund der Teilung Oberschlesien» den Dorwand suchen, sich seiner Dervstichtungen zu entziehen. Es sei notwendig, daß Deutsch'and den Gerechtigkeitssinn der Alliierten annehme und daß eS sich darin bescheide. seine Derpstichlun- gen zu tragen. Aur für daS härten die Toten Frankreichs daS Opfer ihre- LrbenS gebracht, feien Millionen Menschen von den fünf Erdteilen gekommen und hätten ihr Blut vergossen. Die Dcrbannnng des Königs Karl. Budapest, 1. Ott (WTB.) Wie bie Blätter melden, hat der Sonberzug, der K ö- n ig Karlzu dem englischen Kanonenboot zu bringen hatte, heute morgen um 5 LIhr die Station Battaszek passiert Dor dem Zuge fuhr ein mit Militär bdeflter Soadet-ug, unb Hin- Polen und die kleine Cntente. Graz, 1. Aov. (Wolff.) Die .Tagespost^ meldet aus Belgrad: -Die polnische Gesandtschaft ist zu ber Erklärung ermächtigt, daß die polnische Regierung bereit ist. die Kleine Entente gegen bie Restauration der Habsburger zu unterstützen und der Kleinen Cntente beizutreten, da deren Interessen eng mit denen Polen- verbunden seien. (?in Notenwechsel zwischen der englischen und der ^otvj. tregierunq. L o n d v n, 2. Aov. (WTB , Die S o w j et- regie rung hat am 26. Oktober eine Aote an die englische Regierung gerichtet, in der gegen die Derb ingung russischer Flüchtlinge nach Sibirien Einspruch erhoben wird. Die englische Regierung hat gestern auf diese Aote geantwortet und erklärt die Unterhaltung ber Rusten Im Klima Indien- und Iran- habe sich als unmöglich erwiesen, daher habe man andere (Staaten zur Unterbringung suchen m isten Da k In anderes Land ihnen Obdach gewähren will, 'ah man sich, gezwungen, die Flüchtlinge nach TD l a bl- to c ft o t zu b"Ingen. Die britische Regierung milcht sich in keiner Weite die inneren Angelegenheiten Rußland- ein AngeschtS der Tatsache, daß es sich um 881 unbetoaflnetg Russen handele, sei die Be'chwerde der Sowiet- regicrung völlig unbegründet. Die gegenrevolutionäre Bewegung in der Ukraine. Kopenhagen. 1. Aov (WTB ) .Berlings Tidende" wird auS HelfingsorS gemeldet: DaS am'lich? Bvlschewistenblatt .3-westija" teil! mit, bah in ber 11 f r a i n e fünf gege-r volutionäre Organisationen entbetfi worben finb. AuS diesem An- lah wurden 475 Verhaftungen vorgenommen. Unter den Verhafteten befinden sich mehrere frühere Minister ber Regierung Pe [jura. In der 11. Sowjetdlvis on wurden 58 Offiziere verhaftet unb zu Strafarbeit verurteilt unter der Atlllage, unter den Soldaten antibolfchewistifche Propaganda getrieben zu haben. Älstoria RzürirÄs. Anrch die am fMvßer mÄmst hvtauV KewaÜize StermÄUllM wrdieKaljf zesteK.uujemlZulKtätenzll vcrrüwm oder dieSerLl^pmjeM erhöhen, ha- öeu wkr uns zu Ltztevem «chchtosteir in -er Ü-erzerMM-^amit-euFrvrm» iwinnfaw anerkannten. tzua 8tätS-2iaarettsn -en Kej-en Dienst zu erweijen.^Löir bitten hiervon Kennüüszu nehmen und bemerken aus-rüMchLaß wir nach wie vor nur die edelsten- 15 WJ p V rJfl MW Billig schneidert dabei leicht, modern and soiön, wer Favorit - Schnitte benutzt. ***€ Zu haben Im Druck der Brühl'schen Universitäts-Buch, und Lteindruckerei. R. Lange, Gieften. sogenannten txiriablen Papiere trat daher nicht Prag. mehr der bi- jetzt einheitlich geschlossene starke Stockho olm tUcn teilweise den inzwischen an anderen deut- P, schen Plähep erreichten angepaht wurden. Die R< Wien. London üri6. . 'euyork Deutschland aus diese Weite unterstützt werd«, so sei eS nur natürlich, daft eS gewisse Zugeständ nisse mache. Sine der Bedingungen werde es vielleicht sein, tati sich Deutschland verpflichte, kein Papiergeld mehr zu drucken, sondern sich entsprechend zu besteuern. Bekanntmachung. Betr.: Straftensperre. Die Strassensperre der Kaiser-Allee zwischen Moltke- und Georg-Philipp-Gail-Strafte ist wieder aufgehoben. Gieften, den 28. Oktober 1921. Polizeiamt Giessen. Lauteschläger. Vogi'sche Handelsschule Gießen Goethestraße 32 Teilnahme an den neu begonnenen Tages-Kursen noch bis Anfang November möglich. „.c Prospekte frei. yr. 2^1 «••Sani« lcbn,cö)d«l predl'l £ M« Ml in Stücken und gemahlen. Carl Haas |r„ frankfurter EtratzcLS. Televhon li«L «-o Klavierstlmmen und Reparaturen. W. Schlüter. Klarlermaeher. ***• 15 beholtalraOe 15. Handel. Bremen, 31. Oft. (WTB.) Der 01 deutsche Lloyd nimmt Anfang 19 direkten Beziehungen zu den einigten Staaten wieder auf und zu diesem Zweck als Neujahr in Äeuhoi eigene Lloydvertr^tung ein. Berlin, 31. Ott. Börsen st immri bild. In der Hausseperiode an der 28 heute wieder einmal eine kleine Dtockur sofern eingetreten, al- die Dörsenspeki und ihre Gefolgschaft, in minderem Mähe au Publikum, die jetzigen hohen Kurse teilwel Realisation benutzten. In der Kursbildur mehr der btS jetzt einheitlich geschl Zug nach oben hervor, wenngleich neue Kurs- stetgerungen überwogen, wobei die Berliner Ro- tizen teilweise den inzwischen Bckanutmachung. Betr.: Das Aufstellen der Kehrichtgefäfte. Die mangelhafte Ausstellung der Kehrichtgefäfte. besonders aber die Verwendung ungeeigneter Kehrichtbehälter (wie Holz- kisten. Eimer und dergl.) führt häufig zur Okrunreinigung der Straften Ferner muh es als ein Miftstand bezeichnet werden, wenn lange vor und nach stattgehabler Leerung die Gesähe auf den Bürger st eigen stehen und den Verkehr hemmen. Die Polizeibeamten sind angewiesen, diesem Uebelstand ihre verschärfte Aufmerksamkeit zuzuwenden und Derstöfte gegen die Bestimmungen der Artikel 111. 112 des Polizeistrafgesenes und § 366 Ziffer 9. 10 Reichest rafgeseybuchs, die das Herausstellen der Gesähe auf die Strahe usw. und die Verunreinigung von Straften und öffentlichen Plätzen unter Strafe stellen, zur Anzeige zu bringen. Dir machen darauf aufmerksam, dah eine ordnungsmähigc und reinliche Art der Aufbewahrung des Hauskehrichts durch die Verwendung der mit Deckel versehenen Kehrichtgefäfte. wie sie von hiesigen Firmen in den Handel gebracht werden, lehr gefördert wird. Diese runden Kehrichteimer mit Tragbügel und daran befestigtem Deckel verhindern das Herausscharren und Verschleppen dcs Kehrichts durch Hunde, erleichtern die Entleerung der Behälter bei der Abfuhr und sind, wenn sie, wie vorgeschrieben, innerhalb der Hof reiten an den Eingängen aufgestellt und nach Entleerung alsbald entfernt werden, für das StraftenbUd nicht miftständig. Da die Kehrichtabfuhr morgens 8 Uhr beginnt, empfiehlt es sich, die Kehrichtgefäfte erst in den Früh st und en des betreffenden Abfuhrtages herauszustellen und nach der Entleerung alsbald wieder zu entfernen. ® i e 6 e n, den 27. Oktober 1921. Polizeiamt Gieften. Lauteschläger. Hanfseile ans l» lenalokriaem Schlei«, ans In aüen Starten emofiebll Car! Gaerthe Wcylar. llwb PonnefeMt’sTee MJL iromtflMb and awgieM^ billig In Verüriatt H\td< r me> In 1111n 111 i11»»Ien fhn&er V lüa&ser geyrnKatarrh, Husten nxie Hungersnot in Ruftlar ihre wirtschaftlichen ilrsachen". Der Dortr« reiche» Beifall. Hessen-Nassau. va. Dillenbu rg, 3l. Ott Zur Srw LeS alten Stadtturmes am Grab« Privatbesih in das Eigentum des Hiftr Vereins haben die Stadtverordneten 50 bewilligt Bei der Verpachtung städtische ländes zu Schrebergärten wurden Preise erzielt bi- zu 60 Mk. pro Rute der I Sie I I#u6 W iiMBiw«"“! lest«" 1919 war DlCl den, uni e>W folge des n I Ählnng G MgemeiuhG Abgaben bei fQlDn,d)eLl Da injro'i®5] die Cßalutaj ringerten, 4 Lätze des I Prozent aj Für eine - Mc AuSsuh für öle mell rÄ daß zenl Mtrugei lenen rapide der Srhöhun afut gtirorbe der beulfdien strie bei alle deutsche Arb rchrbllche Dauer einer dah. bei de und der tro cheS. die P streicht, o.)n Weise einen erhielte. Es ist ir tcresse, festzi Erfolg der scheidencn war. 3n eine schastSratS ft< M Antrags Höhung der1 tür im Aeil der Erttag AechnungSj arde 155 Lumme fan die Zveckc l und Kriegsh in der Erlve daliden» uni Anlauf von vurde der ben gelegen maligen Des notleidende des Auhrge Die Ac tragt, eine des Ausfich treten lasse, men werden tbiegenb au halbfabrilc bet Lohn i ^r fertigt denen eint feiner tuet tenvorsen Et"er gen, belegt. 3n die M des - Jn Sötte, inmmunn» hinten der "ahmen Ae vurde auch gegen .-^gninbui “’n zum ■ einem eh *a9en di, VENE, zu tutagetDin so se V' daß Mas blichen Z M Si^etun Ätunji Ä« d? .Ung» «in, 1° "116 k ""16«, hi?*1 sie immer die erforderlichen Scheine zur Verfügung haben und nicht daraus angewiesen sind, in jedem einzelnen Falle auf die Dienst stunden des Rechners zu achten. Gieften, den 27. Oktober 1921. ______________Kreisamt Gieften. I. V.: W e l ck e r.______________ Ticitstnachrtchtcn des Krcisamtcs. Das Ministerium des Innern hat auf Grund der Bundesratsverordnung vom 15. Februar 1917 (Reichsgesetzblatt ö. 143) dem Hilfsverein für Berufsarbeiter der Inneren Misiion E. D. in Berlin-Zehlendorf die Erlaubnis zur cammlung von Geldspenden durch Werbeschreiben an die Mitglieder und Freunde des Hilfsvereins für das Gebiet des Voltsstaates Hessen bis zum 31. März 1922 erteilt Das Ministerium des Innern hat dem Geflügelzuchtoerein Ornis zu Sprendlingen (Kreis Offenbach) die Erlaubnis erteilt, eine Verlosung von Rutzgeflügel und Gegenständen, die in der Geflügelzucht und im Haushalt Verwendung finden, zu veranstalten. Es dürfen bis zu 3000 Lose zu 2 Mark das Stück aus- gegeben werden. Der Vertrieb der Lose ist in der Provinz Starkenburg gestattet. Ziehungstermin: 15. Januar 1922. Bürgermeister Rühl, Otto Zimmer lll., Heinrich Leidner, Hermann Koch, Georg Leidner II.. Georg Zimmer I V. und August Schwarz wurden als Vorstandsmitglieder der ^af{ergenDffen- schgst „Oberau" zu Villingen verpflichtet.__________________________ i&ita mit ina(t)iiiia. Betr.: Feldbereinigung K l e i n - L i n d e n: hier: den allgemeinen Meliorationsplan. In der Zeit vom 1. bis einschlieftlich 14. Rovember 1921 liegt auf dem Amtszimmer der Hessischen Bürgermeisterei Klein-Linden der allgemeine Meliorationsplan nebst Erläuterungsbericht und Priifungspiotokoll zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet bafclbft statt Dienstag, den 15. Rovember 1921, vormittags 9-10 ilftr, wozu ich die Beteiligten mit der Androhung einlade, daft die Richterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich und mit Gründen versehen einzu reichen. Friedberg, den 17. Oktober 1921. Der Hessische Feldbereinigungskommissär: Dr. Ian n, Regierungsrat. Kr. 117 öO 2,60 2^50 Kr. 88.80 Kr. 117.80 *■ « EW — . vh- 97.80 — . — 7,05 Ir. 12540 — , $ 23.80 -,56 -.66