Ul. Jahrgang Montag, 1. August 1921 Annahme von en 1,98 ML § 13 0,60 IRL 4,40 Mk. 2,40 ML 14,40 Mk. nicht meldet: ML ,00 20,00 Mk. 60,00 Mk. und nn Don 3n um und 10.00 Mk. für jedes 0.60 Mk. 15,00 ML Gehalt 1100 Mr. hiervon 10% --> J10,i Ermäßigung für Mann und Frau je täglich. 2,40 Mr wöchentlich monatlich, der minderjährigen Kinder täglich, 3,60 Mk. wöchentlich monatlich. 10,00 Mk. Ermäßigung für vier Kinder ä 15 ML Ermäßigung anstelle der Abzüge Person Ermäßigung für vier Kinder ä 3,60 Mr : Die Lohnsteuer. Obersteuersetretär Schäfer- Gießen, seinem urlprünglichen Aufbau war tn dem essen der Studierenden polnischer Staatsangehörigkeit an der Technischen Hochschule in o- ~ Weise sicher zu stellen, daß er sich verpflichtet, an der Technischen Hochschule ein Lektorat für die polnische Sprache und Literatur zu erricht ten. Ferner stellt der Senat in Aussicht, daß an der Technischen Hochschule Dorlesungen über die Wirtschaftsgeographie PolercS etnge- vorn französischen Entgegenkommen verlangen könne. Die Aufklärung der „Mißverständnisse". P a r i S , 31. Huli. (Wolff.) H a v a s Der englische Botschaftr ließ Vertagung der Washingtoner 5tonser< nz? Paris, 31. 3ull (Wolff Der Berichterstatter der „Retv Dort! Sabine" inWathing- t o n teilt mit, daß derbritischeBotschoster und sein japanischer Kollege dem Staats- sLkretär Hughes einen Besuch ab^estcttlel hallen, um ihn zu ersuchen, die vom Präsidenten Harbin g einberufene Konferenz zu vertagen Aach gewis en Andeutungen schice es daß di« Regierung der Bereinigten Sa ten viel itzt gezwungen werde, die Konferenz bis zum nächsten Frühjahr aufzuschicken. England und Frankreich vorläufig wieder einig? Don der französischen Entgegnung auf die unwillige englische Lektion, deren Inhalt den Zeitungen nicht vorenthalten worden ist, hören wir wenig oder gar nichts. Es ist nur Tatsache, daß Herr Briand Erklärungen abgegeben hat. rir. (77 Der »ithener Anzeiger mit der Dienstagsbeilage -Sport'Umschatt* er- scheint täglich, außer Sonn- und Feierlaos. Monatlich« Sernorpreife: Tlark 5.- einschließlich Triqerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einichließlich Bestellgeld. Ferniprech.Anschlüsse: ftr die Schriftleilunq 112; für Druckerei, Verlag und lkeichäflsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten Anteiger rießea. Poftscheätonto: granhurt a. M. U686. 15,00 Mik 95,00 Mk. cmlagungsbehörden eine große ÄrbeilsersparniS Gefolge haben dürfte. § 45 des Reichsei n tommensteuerges etzeS der Steuerabzug vom Arbeitseinkommen in der Weise vor- geseben, daß von dem auSzuzahlenden Lohn schlechthin ein Abzug von 10 Prozent erfolgte. Bei ttmsetzen dieser Gesetzesbestimmung in die Praxis zeigte sich jedoch sehr bald deren Un- durchführbarteit in der bestehenden Form. Starte Widerstände machten sich auS Arbeitnehmerkreisen gellend, well man die einbehaltenen Beträge im Verhältnis zum Einkommen zu hoch und damit die zahlende Steuer als eine auf die Dauer nicht zu ertragende Bürde empfand. Durch ReichSaesetz vom 21. Zull 1920 wurde dann in der Weise Abhilfe zu schaffen versucht, daß man für den Arbeitnehmer und seine Familienange^ö i en bestimmte Beträge vom Abzug freistellte. Mit dem vollzogenen Steuerabzug vom Arbeitslohn war indessen die eigentliche Steuerveranlagung des Einzelnen noch nicht überflüssig geworden. Diese erfolgte vielmehr, wie bei den übrigen Steuerpflichtigen, mit Ablauf deS Kalenderjahres. Die Rotwendtgkeil der Veranlagung ergab sich einmal daraus, daß in den vorn Steuerabzug freigestellten Beträgen nur die Kassenbeträge für Kranlen- und Invalidenversicherung, nicht aber die gesetzlich weiter zulässigen Abzüge, wie z. B. Ausgaben für Bahnfahrt, Beruf, kleidung, Berbandsbeiträge u. a. mehr berücksichtigt waren. Auf der anderen Veite waren in dem Lohnabzug nicht einbegriffen die Beträge, die für geleistete äleberstunden gezahlt wurden, ferner sonstige Einkünfte aus Kapital, Grundbesitz usw. Für die Deranlagungs- behörden ergab sich die Veranlagung dieses gewaltigen Heeres von Arbeitnehmern, das sowohl ben Hüttendirektor wie den Gelegenheitsarbeiter tn sich schloß, eine schier unüberwindliche Arbeit. Hierin soll das vom Reichstag unterm 11. Juli 1921 beschlossene Gesetz Wandel schaffen durch Anwendung deS nachstehend wiedergegebenen vereinfachten Verfahrens. ES werden künftig dem Arbeitnehmer 10 Prozent von den Gesamtbezügen — also dem Bruttoeinkommen — einbehalten. Dieser einzubehaltende Betrag ermäßigt sich jedoch durch Freistellung gewisser Beträge des Einkommens vom Abzug für den Pflichtigen sowohl als auch dessen Ehefrau und Kinder, und eines weiteren Betrags, der sogenannten Werbungstosten. Wenn nunmehr die .Desamtbezüge" dem Abzug unterworfen werden. |d schließt das in sich, daß auch tte für lleberstunden gezahlten Beträge, ferner Grati- ftkationen oder unter einer sonstigen Bezeichnung zur Auszahlung gelangenden Bezüge dem Abzug unterliegen. Sellher war nur der während der regelmäßigen Arbeitszeit verdiente Lohn dem Abzug unterworfen, während die darüber hinaus bezogenen Beträge erst bei der endgültigen Ver- • anlagung ersaßt wurden. Da aber fernerhin bei Eintommen bis zu 24 000 Mark mit dem erfolgten Steuerabzug gleichzeitig die Steuerschuld getilgt sein soll, mutzten alle Bezüge dem Abzug unterworfen werden. Der vom Arbeitslohn einzubehaltende Betrag von 10 Prozent ermäßigt sich für den Arbeitnehmer und'seine Ehefrau sowie die zur Haushaltung zähleiDen minderjährigen Kinder um nachstehende Beträge: 1. bei Zahlung des Arbeitslohns nach Stunden, für zwei angefangene oder volle Stunden für den Ehemann und die Eheftau üm je 0.10 Mark, für jedeS minderjährige Kind um 0,15 Mark: ll. bei Zahlung des Arbeitslohnes je nach Tagen, Wochen oder Monaten „ . , ... Hestern abend den Ministerpräsidenten dringend ein Abzug ist in diesem Falle nicht zu machen, da eine Steuer nicht zu zahlen ist. Beispiel III. Der Monteur W. hat einen Wochenlohn von 300 Mk., außerdem erhielt er für geleistete lleber- stunden 120 Mk.. also insgesamt 420 Mk. auS- gezahlt. Er ist Witwer und hat 4 minderjährige Kinder. Für ihn ergibt sich nachstehender Abzug: Wochenlohn 420 Md, hiervon 10% = 42,00 Mk. Ermäßigung für seine eigene 2 Stunden 0,10 Mk. = 0,30 Mk. Ermäßigung für die Ehefrau für je 2 Stunden 0,10 Md = 0,30 Mk. Ermäßigung für das erste Kind für je 2 Stunden 0.15 Md = 0,45 Mk. Ermäßigung für das zweite Kind für je 2 Stunden 0.15 Mk. = 0.45 Mk. Ermäßigung anstelle der Abzüge nach § 13 3x2 Stundens ä 0,15 Md = 0.45 (Steuerbetrag ---- 15,00 Md In allen Fällen ist der einzubehaltende Steuerbetrag auf volle zehn Pfennig nach unten abzurunden. Vorher ist bereits darauf hingewiesen worden, daß bis zu 24 000 Md steuerbarem Einkommen mit dem erfolgten Steuerabzug die gesamteSteuer- schuld als getilgt gilt, bei über 24 000 Md erfolgt, wie sellher, Veranlagung nach Ablauf des Kalenderjahres. Rur dann wird ein Arbeitnehmer, der nicht über 24 000 Md steuerbares Einkommen hat, der Veranlagung unterworfen, wenn er mehr als 600 Md sonstiges Einkommen, z. B. aus Kapllalvermögen hat, und zwar nur hinsichtlich dieses sonstigen Einkommens. Bisher wurden nur die Ermäßigungen für die Eheleute und Kinder beim Steuerabzug berücksichtigt Für alle nach dem 31. Zull 1921 erfolgenden LohnauSzahlungen sind nunmehr auch die anstelle der gesetzlichen Abzüge tretenden Ermäßigungen zu gewähren. Die weitere im Gesetz vorgesehene Vergünstigung, nach der auch mittellose Angehör g? sowie iL Kinder bis z > K Zchrcn zu berücksichtigen sind, die eigenes Arbeitseinkommen haben, tritt an dem vom Reichsminister der Finanzen zu bestimmenden Termin in Kraft (bis jetzt noch nicht geschehen). Des weiteren ist bestimmt, daß die anstelle der gesetzlichen Abzüge zu gewährenden Ermäßigungen auch für Die rücfliegenbe Zeit bis zum 1. April 1921 einzutreten haben. Dies soll in der Weise bewirkt werden, daß von dem in der Zeit vom 1. August bis 31. Oktober 1921 gezahlten oder füllig werdenden Arbeitslohn, außer den übrigen vorher aufgeführten Beträgen besonders abgezogen werden, bei Zahlung des Lohns nach Stunden — 0.40 Mk. für je zwei angefangene oder volle Stunden, bei Zahlung nach: a) Tagen = 1.40 Mk. täglich, b) Wochen = 8.40 Mk. wöchentlich, c) Monaten — 35,00 Mk. monatlich. Mit deis Schaffung vorstehend erläuterten Gesetzes. bei dem alle im Laufe der Zeit gesammelten Erfahrungen verwertet wurden, dürfte nunmehr ein gewisser Abschluß zu verzeichnen sein. Jedenfalls brachte es allen Arbeitnehmern wesenlliche materielle Vortelle, wie es auch für die Der- für den Ehemann und die Ehefrau um je 0.40 Mk. ----- ' ' “' verständigen, daß die britische Regierung sehr gern dem Vorschlag Briands zustimme und dementsprechend ihren Botschafter in Berlin beauftragen werde, sich seinem ftanzösischen und seinem italienischen Kollegen anzuschliehen, um einen gemeinsamen Schritt bei der deutschen Regierung zu unternehmen und dieser mitzuteilen, daß sie sich bereit halten solle, auf jede mögliche Weise den Transport von alliierten Truppen, den die Lage in Oberschlesien jeden Augenblick erfordern könne, zu erleichtern. Lord Curzon schlägt den 8. August für den Zusammentritt des Ober st en Rates vor, da sich der italienische Ministerpräsident nicht früher nach Paris begeben könne; Lloyd George werde den Sitzungen des Obersten Rates, die, falls der Wunsch der ftanzösischen Regierung dahin gehe, In Paris stattfinden würden, beiwohnen. Der Ton der englischen Antwort sei sehr herzlich, der britische Botschafter habe seine lebhafte Genugtuung darüber ausgedrückt, daß sich die Mißverständnisse der letzten Tage aufge- llärt hätten. London, 31. Zull. (Wolff.) Rach der „Westminster Gazette" erfolgte auf die britische Rote an Frankreich eine Verständigung zwischen den beiden Regierungen, die amtlich für beide Teile durchaus befriedigend bezeichnet wird. Lord Curzon wird am 3. August nach Paris reifen. Balfour wird ihm bet den Konferenzen mit der französischen Vertretung zur Seite stehen; auch die Anwesenheit Lloyd Georges g:lt als nicht ausgeschlossen. Paris. 31. (Juli. (WTB, Wie Havas meldet, hat Briand gestern abend dem französischen Botschafter in Berlin Laurent Weisung erteilt, sich feinem englischen und italienischen Kollegen anzuschließen zu cinrm Kollektivschritt bei der deutschen Vegi e ru n g, um diese aufzufordern, daß sie sich bereithalten soll, mit allen möglichen Mitteln den Transport alliierter Truppen durch Deutschland ^u erleichtern, welchen die Lage in Oberschlesien jeden Augenblick erforderlich machen kann.W a hr- scheinlich Fa rat dieser Kollektivschritt nicht vor Montag unternommen werden. Eine Rede Lloyd Georges. L o n d o n, 31. (Zuli. (Wolff.) Reuter: Bei der Enthüllung eines Kriegerdenkmals in Thame (Grafschaft Oxford) hielt Lloyd George eine Rede, in der er sagte, er glaube, daß Frankreich und Großbritannien auf dem besten Weg zur Verständigung seien. Die Schwierigkeiten seien beigelegt. „Wir erkannten" — so fuhr Lloyd George fort — „völlig die größeren Opfer an, die Frankreich einen Anspruch darauf geben, daß seine direkteren Interessen in einigen dieser Fragen Derüclfich- tigmv1, ^"ßen. Das britische Reich hatte nur das c’ e Interesse, daß der so teuer erkaufte Frieoe ein wirklicher und sofortiger Friede werde. Wenn es so schien, als ob er ul den europäischen Fragen immer hemmte, richtet werden. Danzig, 30. Juli. (WTW) Die Danziger Gewehrfabrik itz auf Beschluß be*' immer zur Geduld riet, immer auf Mäßigung drängte, so geschah das, weil dieser furchtbare Krieg uns den Wert des Friedens ge* lehrt hat. Seien wir darauf bedacht, unfern Kindern nicht das Vermächtnis eines kvnzen- ttierten Haffes zu hinterlaffen, der eines Tages ausbrechen könnte I Aus diesem Grunde wird die ganze Macht des britischen Reiches^ die im August 1914 in den Krieg geworfen wurde, heute in die Wagschale des Friedens geworfen." Ein amtlicher deutscher Vries. Berlin, 30. Juli. (Wolff.) Dee „TernpS" veröffentlicht den Inhalt einer angeblichen neuen deutschen Rote in der ober- schlesischen Frage. Wie von zuständiaer Stelle mitgetellt wird, handelt eS sich hierbei nicht um eine neue Rote der deutschen Regierung, sondern lediglich um einen Brief, worin noch einmal die deutsche Regierung erklärt, daß nach dem Friedensvertrag Deutschland nur verpflichtet ist, einem Ersuchen um Förderung von Truppentransporten nach Oberschlesien staitzugeben, wenn diese Forderung von dem Obersten Rate gestellt wird. Die Tagung dcs Obersten Rates. Paris, 1. Aug. (WTB.) Rach einer Londoner Meldung des „Petit Parisien' ist der T a g der Zusammenkunft des Obersten Rate- noch nicht endgültig bestimmt worden. Die englische Regierung laßt der französischen Regierung die Wahl des Ortes, da die französische Regierung du; Einladungen zur Tagung Habergehen lassen Paris, J. Aug. (WTB., Wie das .Iour- nal" mitteilt, wird Belgien nur au den Beratungen des Obersten RateS eingeladen werden, wenn andere Fragen als die oberschlesische, beispielsweise die Aufhebung der »Sanktionen", beraten werden Die Belgier leTbfl wollten, daß die Reichsgerichtsurteile über die Kricgsbcschuf bigten zur Sprache gelangen. Außerdem sei eS nicht unwahrscheinlich, daß von türkischer ober griechis cher Seite ein Ersuchen um Vermittlung erfolge. Anweisungen au General Lerond. Paris, 30. Juli. Havas. Im Einverständnis mit der englischen und französischen Regierung wurden dem General Lerond, dem Vorsitzenden der Interalliierten Kommission in Oppeln, Anweisungen erteilt, damit in Erwartung der nahe bevorstehenden Sitzung des Obersten Rates die enge Zusammenarbeit zwischen den alliierten Truppen gesichert werde mit dem Ziel, jeden Versuch eines eventuellen Aufstandes, sei es von polnischer oder von deutscher Seite, zu verhindern. Zett 30 Mk. Der Abzug gestaltet ftch tn diesem Falle wie folgt: Lohn 30 Mk., hiervon 10% Steuerabzug — 3,00 Mk. Ermäßigung für den Ehemann für je Die minderjährigen Kinder werden hierbei tnfolange berücksichtigt, als sie kein seDständiges Einkommen haben, Darüber hinaus alle Kinder bis zu 17 I«hren. auch wenn sie eigenen Arbeitsverdienst hck.m sollten. Weiterhin tannen mittellose Angehörige, die ein Pflichtiger in seinem Haushalt unterhalten muh, bei ihm berücksichtigt werden. Im letzteren Falle bedarf es eines besonderen, beim Finanzamt zu stellenden Antrags. Weiterhin hat man anstelle der im § 13 des RCStGes. vorgesehenen Abzüge (sogenannte Werbungskosten) eine weitere Ermäßigung der einzubehaltenden €tcuerbeträge vorgcs hcn. Hierbei ist von einer für alle Arbeitnehmer gleich hohen Summe von 1800 Mk. ausgegangenen worden. Hierdurch ermäßigt stch die vom Arbeitslohn in Abzug zu bringende Steuer bei Zahlung des Lohnes nach Stunden um 0,15 Mk. für zwei angefangene ober volle Stunden, bei Zahlling nach Tagen um 0,60 Mk täglich, Wochen um 3,60 Mk. wöchentlich und endlich nach Monaten um 15,00 Wk. monatlich. Hat nun ein Arbeitnehmer um mindestens 150 Mk. höhere Aufwendungen, mithin 1950 Mk. und mehr, dann werden auch diese berücksichtigt, wenn er den Rachweis über die tatsächliche Höhe führt. Der Antrag ist beim Finanzamt zu stellen. Einmalige Einnahmen, die neben den laufenden Bezügen gewährt werden, unterliegen in voller Höhe dem zehnprvzentigen Abzug, abzugsfrei bleiben Dienst auf Wandsentschädigungen. Rachstehende Beispiele über die praktische Gestaltung des Steuerabzugs mögen zur Erläuterung bienen. Beispiel I. Ein Delegenhütsarbeit'r, dessen Familie aus Frau und 2 Kindern besteht, hat sechs Stunden to Arbeit gestanden und verdiente während dieser L Aus Danzig. Danzig. 30. Juli. (WTB.) Die interalliierte Kommission für die Verteilung ehemaligen Reichs - und Staatseigentums hat dem Senat der Freien Stadt Danzig seine ersten Entscheidungen bekannt gegeben. Weitere Entscheidungen können voraussichtlich in den nächsten Tagen mit* geteilt werden, Heber wichtige Fragen wird eine Stellungnahme der Kommission zurzeil noch nicht erfolgen, z. B. über die Zuteilung der Danziger Werft, der gesamten Eisenbahnen u. a. Die Kommission wird am SamStax Danzig verlassen und voraussichtlich im Oktober zurückkehren. Der Freien Stadt Danzig sind u. a. zugeteilt worden: das Polizeigefüng- nis, Polizeipräsidium, Stadttheater, Postge- bäude. Ferner ist der Freien Stadt Danzig die Technische Hochschule unter Bedingungen zugeteilt worden, die in einem Aebereinkommen zwischen dem Danziger Dertteter, Präsidenten Sahm, und dem polnischen Vertteter niedergelegt worden sind. Darnach erklärt sich der Senat der Freien Stadt Danzig bereit, die Inter- und daß sodann eine Formel gesunden wurde, mit der die „M1 ß v e r st ä n dn i s s e" geklärt werden. Aber selbst von dieser Formel, die doch nicht die Hauptsache ist, erfahren wir nur einen Teil. Lloyd George gibt seinem Kollegen in Paris einen bunten Lappen, um seine Blöße zu bedecken. Briand d a r f in Berlin noch einmal das Ersuchen stellen, die deutsche Regierung möge sich bereit halten, e t ■ wa notwendig werdende Verstärkungen für Oberschlesien durch Deutschland hindurch zu lassen. Der englische und der italienische Botschafter sollen das gleiche Ersuchen stellen. Vielleicht erhält das deutsche Volk jetzt vom Kabinett Wirth einen Auftuf, es möge über die neue Einigung der Alliierten, die uns das Kommandowort „Stillgestanden I“ einträgt, nicht lachen, oder wenigstens nicht laut. Diese Komödie wäre aber zum Lachen, wenn sie nicht wieder so erschreckend offenbarte, daß Deutschland draußen überhaupt nicht mehr mit dem Ernst behandelt wird, der einem großen Volke zukommt. Die französische Presse fühlt eS übrigens, daß die „Formel" von keiner Heilwirkung ist. Das „Journal des D6batS" kündigt an, es drohe noch ein unangenehmerer, neuer Konflikt. Die britische Regierung wolle Deutschland fast ganz Oberschlesien übertragen, nur die beiden Bezirke Rybnik und Pleh sollten an Polen abgetreten werden. In diesem Punkte werde aber Frankreich nicht nach - geben können. Auch der „Matin" meint, von dem Bittern der Auseinandersetzung werde immer etwas übrig bleiben. Pertinax schreibt im „Echo de Paris", die Fassade habe man gerettet, Frankreick müsse aber mit dem Verschwinden deS Bündnisses rechnen und „der Augenblick sei gekommen", nm das Opfer klar zu umschreiben, das man für die gemeinsame Sache Ermäßigung anstelle der Abzüge - 3,60 Mk. - 20,40 ML Steuerbetrug — 21,60 ML Beispiel IV. Der Staatsbeamte D. hat einschlleßllch aller Zulagen einen Monatsgehalt von 1100 ML R. ifl verheiratet und hat 3 minderjährige Kinder und eine 23jährige Tochter in seinem Haushalt. Die Kinder haben sämtlich keinen Verdienst. Auf gestellten Antrag wird auch die 23jährige Tochter beim Abzug berücksichtigt, so daß sich ergibt: zu zahlende Steuer 1,05 ML Beispiel II. Der Arbeiter M. erhält tägliche Lohnzahlung. Die Entlohnung beträgt 35 ML pro Tag. Er hat Frau und 4 Kiicker und außerdem ist seine mittellose Mutter bei ihm im Haus. Für letztere hat das Finanzamt auf Antrag den Abzug gestattet. Hier ergibt sich folgende Berechnung: Lohn 35 ML, hiervon 10% 3,50 ML Ermäßigung für Mann und Frau je 0,40 ML = 0,80 ML Ermäßigung für jedes Kind 0,60 ML (= 0.60x4) -- 2,40 Mk. Ermäßigung für die Mutter =-- 0,60 ML Ermäßigung anstelle der Abzüge nach MMerAnzeiger ■ " ^JF Haupstchrisileiter: *21 uq. General-Anzeiger für Gberhessen ZMZ _ _ . M AnzeiqentkiU ^ansBech, Druck und Verlag: Vrvhl'sche Univ.-Vuch- und $teinörn(ferei N. Lange. Schriftleitnng, Geschäftsstelle und Vrnderet: Schulstraße 7. sämtlich in 1 Für einen Sefl davon ist schon jetzt nacygLLneten, ' daß Stücke gleicher Art im Auftrage Frauendorf ers nachgegossen und ziseliert worden sind. drei Schülp der höheren Le' 'Denn diese Mnrtchtung ~ durch DeroTuMti Klassen für ‘Begabtere vom zwerren Grundschul- jahr an oder durch Sondsruntercicht auSgedau» und zu einer dauernden gemacht wird, so wird die wirtschaftliche Schwierigkeit auf sozialem Dege gelöst zum Wohl der deutschen Bildung." DMerkmEiL»s heute geschlofseu wvr-- den. Infolgedessen sind gegen 1300 Arbeiter, Angestellte und Beamte entlassen wvrden. wenn sie bei der Aufnahme die hierfür nötigen Fädigkeiten in der deutschen und lateinischen Schrift, Rechtschreibung, Grammatik und Rechnen Nachweisen können. Aus Stabt und Land. Gießen, den 1. Aug. 1021. Die Landcsunivcrsität für die Sklassige höhere Lehranstalt. Don der Landesuniversität wird uns folgende Entschließung übermittelt: „Der Gesamtsenat der he fischen Landek-Uni- versitcit Gießen erhebt schär-fsten Einspruch gegen alle Versuche, die neunklassigen höheren Lehranstalten aus achtklassige zu vertürzen, weil'durch diese Experimente die für den llniversttäts- Un erricht unbedingterforderlicheDor- bildung nicht mehr gewährleistet, da-' ganze Bildungswesen in Derwirruntz gebracht und die Gesundheit der durch Unterernährung geschwächten Schülergeneration schwer geschädigt würde. Maßnahmen zur Bekämpfung der Futtermittelnot. Berlin, 30. Juli. 3m Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft fanden am 29. Juli 1921 unter dem Vorsitz deS Staatssekretärs Dr. Huber Beratungen über Maßnah - men zur Bekämpfung der infolge der Dürre entstandenen Futtermittelnot statt. Der Vorsitzende betonte einleitend, daß nach den aus den verschiedenen Reichsteilen vorliegenden Rachrichten von einer Gefährdung der Ernte im allgemeinen nicht gesprochen werden könne, daß aber in einzelnen Gebieten des Reichs die Rauhfutter- und Futterpflanzenernte unter der Dürre außerordentlich gelitten habe. Die Sorge für Abhilsernaßnahrnen gegen örtliche Rotstände der Landwirtschaft falle zunächst in die Zuständigkeit der Länder. Immerhin bestehe aber auch für das Reich nach seinen Zuständigkeiten die Möglichkeit, auf bestimmten Gebieten, so durch Maßnahmen der Ein- und Ausfuhr und die Frachttarifpolitik helfend einzugretfen. Im einzelnen ist aus dem Ergebnis der Beratung folgendes hervorzuheben: Sowohl von den Vertretern der Landesregierungen als auch von den Vertretern der landwirtschaftlichen Organisationen wurde besonders Gewicht darauf gelegt, daß jene Rotstandsgebiete, die ganz besonders unter der Dürre zu leiden haben, bei der Belieferung mit Taufchmais zeitlich vorzugsweise berücksichtigt würden. Die geringen Bestände an Kraftfuttermitteln, die sich noch im Besitz des Reiches befinden, namentlich Kleie und Gerstenfuttermehl, sollen nach Maßgabe des Rindriehbestandes, jedoch unter Berücksichtigung der besonderen Rottage einzelner Reichsteile, den Ländern zur Verfügung gestellt werden. Die Vertreter der Landesregierungen und die Vertreter der Landwirtschaft gaben einstimmig dem Dünsche Ausdruck, daß die im Juni zugelassene teilweise Ausfuhr von Oelkuchen aus ausländischen Saaten im Hinblick auf die in den letzten Wochen eingetretene Futternot baldigst gesperrt werde. Zum mindesten müsse diese Regelung einer sofortigen Rachprüfung unterzogen werden. Um wie bisher den Viehhaltern zu ermöglichen, sich die Futter- und Streuvorräte der öffentlichen und privaten Waldungen wie in den Kriegsjahren zunutze zu machen, soll die Bekanntmachung über Streu-, Heide- und Weide- Nutzung vom 13. April 1916 ausrechterhalten bleiben, wonach die Besitzer von Forsten und anderen nicht landwirtschaftlich genutzten Grundstücken auf Anordnung der höheren VertvaltungS- behörde verpflichtet sind, die Wertung von Fullrr- und Streumnterial jeder Art und das Weiden von Vieh zu gestatten. Als besonders wirksames Mittel zu einer baldigen besseren Futterversor» gung der Viehhaltungen der gefährdeten Geviete wurde von den Vertretern der Landesregiei-ungen in voller Liebereinstimmung mit der Vanbnnrt- schäft und dem Futtermittelhandel die Einführung von Oiotstandstarifen für Futter- und Streu- mittel bezeichnet. Von der Regierung wurde die unverzügliche Entscheidung über die einzelnen Anträge und Wünsche zugesagt. Wettervoraussage für Dienstag: Vorwiegend heiter und trocken, sehr trxmrt, Südwestwinde, schwache Gewitterneigung Die Wetterlage hat sich wenig verändert. Infolge der südwestlichen Luftströmung und der laden Sonnenbestrahlung ist wei.erhtn mit starte, Erwärmung zu rechnen. Wesentliche Riederschläge ind nicht zu erwarten. Der Gewerkschaftskongreß in Lille und die Internationale. Paris, 31. Juli. (Wolfs.) Auf dem Gewerkschaftskongreh in Lille empfahl gestern der Kommunist OKonatte den Anschluß an die Moskauer Internationale, während I v u h a u x im Rarnen der Mehrheit auf die Rotwendigkeit hinwies, in der Internationale von Amsterdam zu verbleiben. Bei der Abstimmung wurde der Antrag der Mehrheit, wie Havas meldet, mit 248 Stimmen angenommen. Paris, 31. Juli. (WTB.) Die Tagesord- tfnmg, die der Gewerkschaftskongreß in Lille ineffern genehmigte, wurde mit 15?2 Stimmen ter h N er t>V 2Ii eine n n Arb u ve bandes angenommen. Die Minderheit, zu der die Anhänger der Mockauer Internationale gehören, .erhielt für ihre Tagesordnung 1325 Stimmen. «5 Delegierte enthielten sich der Abstimmung. gelegt worden ist. Düsseldorf. .30 Juli. (WTB.) Heute morgen erschienen in der Wohnung des Reichs- tagsabgeordneten Erkelenz (Demokrat) drei französische Geheimpolizisten und erklärten ihn ür verhaftet. Er wurde vor die s r a n - zösische Besatzungsbehörde g bracht, wo ihm der Zivilkommissar ertUrtc, er habe den Auftrag, ihn wegen seiner Anfang Jüli im „Berliner Tageblatt" und in der Grenzlandkorrespondenz erschienenen Artikel zu belehren. Die Belehrung erstreckte sich u. a. auf die Mitteilung, dah die Behauptung, die Arbeitslosigkeit am Rhein sei in olge der Sanktionen entstanden, falsch sei, was sich schon daraus ergebe, dah in allen Staaten Arbeitslosigkeit herrsche. Auch andere Angaben Erkelenz' wurden als nicht zutreffend hingestellt und z. B. behauptet, die Besahungs- truppen hätten keine 400 Wohnungen in Düsseldorf benötigt Hinsichtlich der erfolgten 83 Ausweisungen wurde mitgeteilt, dah nur 19 davon auf politische Gründe zurückzuführen, die anderen aber im Interesse der Desatzundsbehörden aus hygienischen Gründen erfolgt feien. Der Kommissar bestritt auch, dah überhaupt eine Verhaftung des Abgeordneten stattgefunden habe. Gr sei lediglich gerieten worden, zu er cheinen. Durch eine Gegenüberstellung mit dem Führer der Geheimpolizisten wurde festgestellt, dah dieser die Verhaftung ausdrücklich ausgesprochen hat Schließlich wurde der Abgeordnete entlassen, nachdem der Kommissar erklärt hatte, es handele sich um einen jungen Beamten. Die pfälzische Industrie gegen die „Sanktionen". Reustadt, 29. Juli. Die gutbesuchte Jahreshauptversammlung des Verbandes pfälzischer Industrieller, an der auch der bayerische Handelsminister Hamm und Vertreter der pfälzischen Behörden teilnahmen, stimmte nach einer eingehenden Aussprache über die durch die Sanktionen und die Annahme des Ultimatums geschaffenen Lage einer Entschließung zu, in der betont wird, daß die infolge der „Sanktionen" eingetretenen wirtschaftlichen Schädigungen geeignet sind, den wirtschaftlichen Zusammenbruch der pfälzischen Industrie herbeizuführen. Reichsregierung und die bayerische Staatsregierung werden dringend ersucht, mit aller Kraft für die Beseitigung der Sanktionen einzutreten. Minister Hamm wies u. a. darauf hin, die wirtschaftliche Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit Deutschlands sei, daß der deutschen Wirtschaft die dringenden Daseinsbedingungen wiedergegeben werden. Verbotene Sammlungen für Oberschlesien. fpd. Mainz, 31. Juli. Der Delegierte der interalliierten Kommission für die Provinz Rheinhessen hat durch Verfügung vorn 25. Juli 1921 für Rheinhessen entschieden, dah Sammlungen in den Kaffeehäusern zugunsten von Oberschlesien verboten sind. Endgültiges Fiasko der französischen Kunstausstellung in Wiesbaden. Wiesbaden, 29. Juli. Die französische Kunstausstellung in Wiesbaden-Biebrich betritt taum ein deutscher Fuh. DaS Liebeswerben um die Seele der Rheinländer stellt sich als ein kläglicher Mißerfolg heraus. Selbst an den sogenannten Freitagen, an denen kein Eintritt erhoben wird, ist der Besuch der Ausstellung kläglich. Herr Tirard hat die Ausstellung bis September verlängert, und die KreiSdeleiierten entfalten eine fieberhafte Propagandatätigkeit durch Artikel, die den Zeitungen aufgezwungen werden. Aber alles nützt nichts, solange weiße und farbige Kulturträger so merkwürdig wie in Bovvard und anderen Orten für die französischen Kultursegnungen wirken. Als den einzigen Weg aus der durch die Aufhebung der breiflaffigen Vorschulen geschaffenen Lage erkennt er die von der hessifchen Unter- richtsverwalkung getroffene Einrichtung, dah Schüler einer Volks» oder Mittelschule nach " ‘ tjähren in die Sexta allen ausgenommen werden. tLsö deutsche Rote Kreuz uud die Not in Rußland. Berlin, 30. Juli. (WTB) Das deutsche Rote Kreuz bot zur Linderung der Rot in Rußland dem rusiischen Roten Kreuz seine Hilfe an. In kürzester Frist soll zunächst ein Sanitätsschisf des deutschen Roten Kreuze- mit ärztlichem Pflege- und Enlseuchungspersonal 'sowie mit McQikamenten und ärztlichem Behelfs- material nach Petersburg gesandt werden. 3m Einvernehmen mit dem russischen Roten Kreuz beabfübtigt die deutsche Rote-Kreuz-Hilfe in erster Linie eine planmäßige Bekämpfung der Seuchen in den Hauptepidemieherder.. Die deutsche Regierung Hai, wie schon bekann. gegeben wurde, ihre weitgehende Förderung zugesagt. Eine Vereinigung ist bereits von mehreren nationalen Lotekreuzgesellschaften unternommen Vdrden. und Hllfsbestre ungen der Internationalen Rvlekreuz- Hilfe für Rußland stehen zu erwarten. 6 Millionen Auswanderer aus dem Wolgagedict. B e r I i n, 31. Juli. Dem „03erl Tag?bl." wird Wien gemengt: Berichten aus Moskau zufolge befinben sich etwa j e ch s Millionen Auswanderer aus dem Wolga-Gebiet dorthin unterwegs. Am 20. Juli erreichte die Menge Tambow. Dort wurden die Geschäfte und Magazine geplündert, die Pferde der dortigen Feuerwehr und Kavallerie geschlachtet und an Ort und Stelle verzehrt. Amerika und Rußland. Riga, 30. Juli. (WTB.) Rach einer Meldung der Associated Preß hat die Sowjetregierung die Bedingungen deS Han* elssekretärs Hoover angenommen und vorerst die in Rußland gefangen gehaltenen amerifam Bürger freigelaffen. Als erste der Freigelafjenen traf gestern Frau Harrison, eine bekannte amerikanische Journalistin, in Begleitung des amerikanischen Senators France hier ein. Frau Harrison und Senator France werden •auf ihrer Heimreise Berlin berühren. Die Kartoffelernte. Berlin, 30. Juli. (Privattel.) Der Verband deutscher Kartoffelinteressen- ten tritt in einer Mitteilung den übertriebenen Meldungen über eine angebliche Katastrophe in der Kartoffelernte entgegen. Die Früh- lartaffeletnte war gut über mittel, und die Herbst- kortoffelernte dürste sich, zumal auf schwererem Boden, wieder erholen, sobald Regen kommt. Zur Zeit lasse sich die Herbstkarioffelernte durch- auS noch nicht übersehen. Aus dem besetzten Gebiet. Der Abgeordnete Erkelenz verhaftet! Berlin, 33. Juli. (Privattel.) Wettermeldungen aus Düsseldorf zufolge wurde der demo- Ira ische Reichstagsabgeordnete Erkelenz von der Besahungsbehörde verhaftet. Die Gründe, die zu der Verhaftung führten, wurden nicht befanrit gegeben. Es verlautet, dah Erkelenz schon seit vier Wochen von der Besatzungsbehörde kontrolliert worden sei. Die Verhaftung des Abgeordneten Erkelenz ist, wie die .Franks. Ztg." noch erfährt, auf ein Mißverständnis untergeordneter Organe zurückzu- ühren. Wie die städtische Rachrichtenstelle zu der Angelegenheit mitteilt, sollte Erkelenz, der inzwischen auf freien Fuß gesetzt wvrden ist, den, kommandierenden General eine Auskunft über einen von Erkelenz in einer Berliner Zeitung veröffentlichten Artikel geben. Zu diesem Zwecke hatte Erkelenz eine Vorladung erhalten, die aber von den mit der Ueberbcingung der Vorladung beauftragten Organen der Besatzung irrtümlicherweise als ein Verhaftungsbefehl aus- Aus dem Reiche. Die netten Steuern. Die bevorstehende Erhöhung der Bier- und । der Tabaksteuer ist, wie nach der „5.3.“ , verlautet, mit folgenden Sähen in Aussicht genommen. Die Bterfteuer soll durchweg auf das Vierfache erhöht wenden, so daß der jetzt . ür die unterste Stufe (2000 Hektoliter Bier- erzeugung) geltende Steuersatz von 10 Mark für > edes Hektoliter künftighin 41 Mark betragen würde, von den folgenden 8000 Hektolitern werden 42 Mark, von den nächsten 10 000 Hektolitern 43 Mark ust. zu entrichten fein. Bei den Tabak- : prod ukte n werden die bisherigen Steuersätze für 1000 Stück Zigarren bei Kleinverkaufspreisen bis zu 100 Pfennigen für das Einzelstück verdoppelt. Die Belastung des Deckaufspreijes dürfte sich demnach bei Zigarren zu 40 Pf. von 18 auf 26 Prozent, bei 75 Pf. von 14 auf 28. bei 100 Pf. von 15 auf 30 Prozent erhöhen. Bei Zigaretten zu 10 Pf. das Stück soll sich der Steuersatz auf 41, bei einem Verkaufspreis von 40 Pf. auf 50 Prozent stellen; für feinge- chnittenen Ra uchtabak blci t die prvzen.ulle Belastung unverändert, während für Pfeifentabak gemeinhin eine Verdoppelung Platz greifen soll. Ein weiterer Kredit von Holland. Berlin, 30. Juli. (WTB.) Die Reichsbank teilt uns mit, daß sie sich durch Vermittlung des Hauses Mendelssohn u. Co. n Amsterdam einen weiteren Kre- )itvon50Mil!i0nenGoldmark be- chafft hat. Die Gesamtsumme der durch Men- )elssohn u. Cv. beschafften Kredite erhöht sich damit auf 250 Millionen Goldmark. Auflösung des Thüringischen Landtags. W e i m a r, 30. Juli. (WTB.) 3n der Landtagssitzung wurde der Antrag der Unabhängigen auf Auflösung des Landtages einstimmig angenommen. Der Antrag der Rechten, den Auflösungsantrag bis zum 33. August zu vertagen, um die Arbeiten des Untersuchungsaus» chusses in der Angelegenheit Müller-Brandenburg zum Abschluß zu bringen, wurde abgelehnt, desgleichen der Antrag der Demokraten, den Unterausschuß trotz der Auslösung des Landtages beizubehalten. Der Abstimmung ging eine große politische Debatte voraus, worin über die Ur- achen und die Rotwendigkeit des Rücktritts der Regierung sowie über die Auflösung des Landtages von allen Parteien nochmclls Stellung genommen wurde. Der Zeitpunkt der Reuwahlen ft noch unbestimmt. „Die wieder Krieg!" Berlin, 31. Juli. (Wolff.) Unter dem Losungswort,, Die wieder Krieg!" wurde heute im Berliner Lustgarten eine riesige Kundgebung der Mehrheitssozialisten, der Unabhängigen, der Gewerkschaftskommission, desFrie- vensbundeö der Kriegsteilnehmer und weiterer 16 Organisationen veranstaltet. Etwa dreißig Redner sprachen gegen den Revanchegeist und für eine friedliche Außenpolitik, für einen neuen Geist in der Jugenderziehung und für Sicherung der republikanischen Staatsform. Alle Redner hoben hervor, daß der Krieg weitergehe, so in Polen und der Türket. Immer noch schmachten zahlreiche Kameraden in Gefangenschaft. Bei Sieger und Besiegten sei der wirtschaftliche Druck ungeheuer. Ungeheuer seien auch die Menschenopfer und die finanziellen Verluste. Der Kriegsgedanke müsse allgemein bekämpft werden. Das wichtigste sei die Propaganda für die Verweigerung des Kriegsdienstes, der Munitionsherstellung und de.' Waffentransporte. Die Reden fanden brausenden Beifall. Aehnliche Friedenskundgebungen wurden an etwa dreihundert anderen deutschen Orten sowie in England, Frankreich und den Vereinigten Staaten veranstaltet. Die Zusammenstöße in Stettin. Berlin. 30. Juli. (WTB.) Amtlich. Die in der Presse über den Zusammenstoß zwischen Reichswehr und Schupo in Stettin verbreiteten, teilweise ungeheuerlichen Rachrich- ten geben dem Reichswehrministerium und dem preußischen Ministerium des Innern Veranlassung zu folgender Richtigstellung: 1. Der Anlaß der bedauerlichen Vorgänge bedarf noch der Feststellung. Diese erfolgt durch die ordentlichen Gerichte. Es wird insbesondere noch fest- gestellt werden inüssen, ob, tote anfangs als feststehend gemeldet wurde, ein Angriff der Soldaten vorliegt und wer geschossen hat. 2. Schon jetzt kann gesagt werden, dah politijche Motive oder die Kasernenfrage bei dem Zusammenstoß keine Rolle spielten. 3. Wie immer in solchem Falle fand sich der Janhagel ein und nahm gegen die Polizeibeamten Stellung, doch ist der Zusammenhang zwischen den ORUitarperfoncn und dem Janhagel in keiner Weise sestgestellt. 4. Es stehl etnwandsfrei fest, dah Offiziere an dem Vorfall in keiner Weise beteiligt sind. 5. Der Vorfall wird die beteiligten Behö.den veranlaßen ein ähnlich gutes Verhältnis und eine gegenseitige Unterstützung von Schutzpolizei und Hecresange- hörigen, tote sonst im Reich, auch in Stettin anzubahnen Die Münzfälschungen des Herrn v. Frauendorfer. München, 30. Juli. (WB.) Zu dem Fast der Münzfälschungen deS Ministers von Frauendorfer teilt die Staatsanwaltschaft mit, cS stehe fest, daß Frauendorfer seit vielen Jahren von seltenen alten Medaillen Abgüsse Herstellen. ziselieren unb dabei ein Verfahren an* wenden ließ, das die Herstellung der Abgüße in ber Grdßc der Originale ermöglich c hierdurch ist die Feststellung der Fälschung er- jchwert Es steht wetter fest, daß aus dem Besitz Fiauendoifers Rachbildungen seltener alter Me- löaUlcn als echte Stücke in den Verkehr tarnen. *• Die neuen Sitzgelegenheit en der Stadtverordneten, deren Bequemlichkeit in einer der letzten Sitzungen viel Kopfzerbrechen machte, sind mittlerweile Im Sitzungssaals eingebaut toorben. Sie find schon und bequem. Die Anordnung der Tische hat nunmehr die Form, wie sie in Parlamenten üblich ist, sie bilden Äncm Halbkreis zum Magistratstisch. Jede- Pull ha' eine verschließbare Schublade, damit die Stadt- Väter Anträge usw in der eigenen Versenkuna verschwinden lassen können und nicht erst zu warten brauchen, bis die- in den Kommissirmen pc- chieht. "Gesellschaft der Gießener Kunstfreunde. Der Vortrag von Prof. Wilhelm Worringer -Bonn über das Porträt tn der antiken Plastik mit einem Ausblick auf die moderne Entwicklung wie- in fefselndsterWesit an einer wohlausaewablten Reihe von antiken Porträts nach, wie sich die Strukturveränderunger der Menschheit vollziehen. Am PerilleS des 5. Jahrhunderts wurde die Schicksallvsigkett des klassischen Menschen, die Unbestimmthett deS Ausdrucks, an einer Alexanderbüste die erwachende Leidenschaft, das Einsehen, Schicksalhaften erwiesen. In der römischen Kunst tritt im Gegenfat- zu dieser Dynamik Statik, mimischer Ausdruck, ein. Richts wird betont wie die Willensenergie, fci? ihren zugespitztesten Ausdruck in der ®ara- callabüste bei beginnenden 3. Jahrhunderts findet. Im Gegensatz hierzu zeigt eine Büste des Kaisers Probus die erwachende Seele, der Wille wirft nun als magisches Prinzip. Diese Dtieelung „Verchristlichung'', dieses Verlegen deS ganzen Lebens in den Blick, der den Menschen nur noch zu einem »Innenraum deS Ausdrucks" macht, wie der Redner sich ausdrückte, zeigt ihre AuS- drucksparallcle in der gleichzeitigen Architektur, etwa der hagäa Sophia in Konstantinopel. Al- letzte Endphäsc, als äußerstes auf die Spitze treiben, folgt leere- Glotzen: die letzte Steigerung erzeugt Leerheit und der Raum wird abstrakt, im Bilde drängt sich der Goldgrund vor. Ein kurzer Ausblick auf die moderne Entwicklung, etwa bei Poelsig. die der späten Antike in vielem entspricht, schloß den feinsinnigen und geistreichen Vortrag. D- o *• Volkshochschule. Vorige Woche ging, tote uns mitgeteilt wird, das 5. Semester zu Ende. Es war als Sommerfemester naturgemäß nicht so stark besucht wie das vorhergegangene Wintersemester, doch war die Beteiligung bet den meisten Veranstaltungen durchaus befriedigend. Ganz besonderer Rachdruck wurde dieses Mal auf Führungen und Ausflüge gelegt, die In großer Zahl stattfanden. Die TeUnehmer an den heimatkundlichen Kursen lernten geschichtlich und künstlerisch wichtige Orte und Denkmäler unserer Heimat aus eigener Anschauung kennen. Ferner wurden Fabriken und technische Anlagen besichtigt und geologische und botanische Wanderungen veranstaltet. Einige Kurse werden sogar noch m den Ferien gemeinsame Ausfluge unternehmen, ein Beweis für die rege Teilnahme der Besucher an der Arbeit. — Das nächste Semester beginnt im Oktober. Al- GröftnungSfeier ist ein Dante-Abend geplant, bei dem Prof. Dr. Franz über „Dante und die Gegenwart" spricht und ausgewäJ e Abschnitte auS der „Göttlichen Komödie" vvrgetrazen werden. R ä h e r e s wird rechtzeitig betanntgegeben, " Die Rotlage der Studenten, Bow Ausschuß der Gießener Studentenschaft wird uns geschrieben: In der Samstag- Rummer des Gieß Auz. war angeregt worden, bei Unterstützung notleidender Studierender zuerst die bemittelten Studenten heranzuziehen. Schorf in diesem Sommerfemefter sollte innerhalb der Studentenschaft eine Sclbftbefteuerung eingc führt werden. Infolge verschiedener Schwierig- leiten mußte leider dieser Plan unterbl Iben. Iw kommenden Wintersemester jedoch wird die Selbst- Erneuerung durchg führt werden. Auch ohne einen Zwang sind in diesem Semester von den belfer- gestellten Studierenden wiederum n a m h a f te Beträge für ihre weniger bemittelten Kommilitonen zur Beifügung gestellt worden. Rach vorsichtiger Schätzung müssen an hiesiger Universität 200—300 Studenten unter dem Sristenz- mintmum lebe«. Um diese große Zahl zu unterstützen, reichen die von der Studentenschaft aufgebrachten Mittel bei weitem nicht aus Daher st vor einiger Zeit der Verein .6 t u den ten- b i I f e" gegründet worden, um weitere Mittel zu ammeln und zu verkeilen. Möge die Bürgerschaft bei Beurteilung der Lage der Studenten stets auch derjenigen gedenken, die hungernd auf ihrem Zimmer an ihren Büchern sitzen **Die Zuckerdezug»scheinefür August können von den Kleinhandelsgefchäften morgen auf dem LedenSmittelamt, Zimmer 8, in Empfang genommen werden. •• DaS Fest der silbernen Hochzeit begehen am 2. August Heinrich Lang und Frau Bahnhofstraße 41 Bornolizerr. — Lageskalender für IRontag: Brandplah 4p, 6 Uhr, Mitgliederversammlung des LheatcrvereinS. — Hotel Großherzig. 8 Uhr, Versammlung des D. D A. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. ..Der LiebcSkorridor" und ..Tropengift'. - Astoria-Lichkfviele. „Die geheimnis» volle Kugel' und „Katinka". — Die Arena Delie gibt z. Zt. auf dem OSwaldSgarten allabendlich ihre Vorfkellungen. Die Truppe verfügt über gute Kräfte, deren Leistungen meist über daS DurchfchnittSmaß derartiger Darbietungen anderer -Unternehmungen hinausgehen. Die Einlagen der Clowns zeugen von wirklich gutem Humor Den Hauptanziehungspunkt bildet die Besteigung deS lo Meter hohen TurmscileS. welche durch Abbrennen von Fe»er- veu besonder« wirkungsvoll 'gestattet wird Tinge, die Lehmann auhta^ti, wagten, tov er lick befanb. Es Ebene also fein, datz die Sprengstoffe heimlich erngftührt wurden. Rach dieser Rich- tung verdächtig sei Meyer-Heintz, der der typische Provokateur gewesen iet Krim inatebedommif f ar SilberSdorf wird befragt, ob bei der an die Polizei gelangten Mitteilung, baf) sich Dynamit in der Lehmannschsi Wohnung besinde, auch angegeben war, daß sich die Sprengstosse in bestimmten Behältnissen oder dergleichen bei Wohnung befänden. <&t teilt mit, daß der Anzeiger diese detaillierten Angaben nicht gemacht habe. Landwirtschaft. Taectttegeln vom August. 3m August viel Regen — ist dem Dein kein Segen. Bläst im August der Aorb — so dauert gutes Wetter fort. Stellen sich Anfang August Gewitter ein — so wird es bis zu Ende sein. Laurentius heiter und gut — einen schönen Herbst verheißen tut. An Laurentius — — man pflügen muh. Lorenz und Barchel (24. August) schön — wird der Herbst auch gut ausgehn. Freundlicher Barchel und Lorenz muh rein fein — soll guter Dein sein. — Jst'S hell an dem LaurentiuStaa — man Früchte sich viel versprechen mag. Oft Lorenz ohne Feuer — gibt schlechten Wein eS heuer. 15. August. Mariens Himmelfahrt Sonnenschein — bringt viel Obst und guten Wein. Hat unsere Frau gut Wetter — wenn sie zum Himmel fährt — gewiß sie dann und allen — viel guten Wein beschert. 24. August. Gewitter am 'Dartholomä — bringen Regen und Schnee. Barcholomä — Bauer sä'! Wie sich Dartbolomäus hall — ist der ganze Herbst bestellt. 28. August. Alm die Zeit von Augustin — ziehn die warmen Tage hin. Hochschulnachrichlen. Jubiläum der Straßburger Atoiberfität 5 r a n f f u 11 a. M, 31. Juli. (Wolff ) Unter starker Beteiligung der akademischen Kreise nahm die von den ehemaligen Straßburger Korporationen und der Studentenschaft der Frankfurter Alniberfltät gemeinsam veeanstaltete Geden k- feier zur Erinnerung an die vor 300 fahren erfolgte Gründung der Straßburger Al n l b e r | i lä t einen durchaus würdigen Verlauf. Als studentischer Vertreter sprach cand. jur. Herpel, der die Berührungspunkte zwischen der F anffurter und der Straßburger Hochschule als Bollwerke deutschen Geistes hervorhob, dann Prof. Dr. War E. Mayer, als ehemaliger Straßburger Dozent, und der frühere ©tra burger lln.versitälsbib io- chekar Prof. Dr. Marckwald, der die Entwicklung der dortigen Alnlberfität in ihrem deutschen Charakter von der Zeit des ausgehenden Humanismus bis an die Schwelle der Gegenwart schilderte. Zuletzt gab Studienrat Dr, König allgemeine Ausführungen über daS Thema: .Das <8llah und wir" und bezeichnete dabei die „el)ab- lvthrlngische 3bee“ als die Idee Volksdeutscher Menschen im fvanzösifchen Staate. * — Dei den (Siebener Studenten- auSschuhwahlen entfielen auf die Listen deS HochschulringeS deutscher Art (völlisch) 46 Eitze- dieses Ergebnis bedeutet gegenüber den Wahlen vom vorigen Semester eine Zunahme von 14 Sitzen. Die übrigen Listen bekamen zusammen 4 Sitze, davon erhielten die „Alien Richtinkorporierten" 3 Sitze, während der freien (jüdischen) Liste ein Sitz zufiel. Kirche und Schule. Hsnnalkundliche Studienfahrt Deutscher Lehrer durch Hessen. Darmstadt, 29. Juli. Durch die Gefilde der gesegneten Wetterau, am Rande des Voaels- beiaes hin, führte die Fahrt tiefer ins Hessenland hinein zur Besichtigung deS durch seine Lage und seine Geschichte ausgezeichneten Städtchens Büdingen. Die hier verlebten Stunden werden den Teilnehmern in steter Erinnerung bktben. Das altertümliche, ins Tal deS Seemenbachs eingebettete Städtchen mit feinen gut erhaltenen Mauern und Tünnen, das in den verschiedensten Stilarten erbaute Schloß der Grafen von Isen- burg-Büdingen, der lauschige Park, nicht zuletzt die entgegenkommende Art der Bewohner, machen dieses Plätzchen zu einem durchaus empfehlenswerten Aufenthaltsort, zur Perle Oderheffens. Die von Friedrich l., Bardaroffe, in Gelnhausen errichtete Kaiserpfalz, die schon von dem Dichter Schentendorf besungen wurde, blldete einen weiteren Punkt des Programms. Es war ein erhebender Augenblick, als nach vollendetem Rund- gang aus hundert Kehlen angesichts der Burg- trümmer daS Alhlandsche Lied von dem gefangenen Kaiser Rotbart ertönte, der einst kommen werde, des Reiches Herrlichkeit von neuem zu begründen. Am Abend langten die Kursteilnehmer In 5) a t rn- stad t an, daS am folgenden Tage besichtigt wurde. Die auf der Mathildenhöhe gelegene Künstlerkolonie hat Darmstadt weit über die Grenzen Hessens, ja ganz Deutschlands hinaus bekanntgemacht. Sie wurde nach einem Gang durch die schön gepflegten Wälder der nächsten Umgebung und einer Besichtigung des Jagdschlosses Kranich st e i n ausgesucht. Der Rachmittag war aus- gefüllt durch einen Sang insLandeS museum. Recht gemüllich gestaltete sich bex Abend, an welchem von dem Darmstädter Lehrer verein im Saalbau eine kleine Feier veranstaltet worden war. Der Präsident des Landesamtes für das Dil- dungswesen. Strecker, begrüßte in längerer Rede die vollzählig erschienenen Lehrer der Studienfahrt, ebenso je ein Vertreter der Oberlehrer- und Volksichullehrerschaft Darmstadts. Dialekt- dichter Robert Schneider erfreute die Anwesenden durch seine Dialektdichtungen in Darmstädter Mundart. Auch Friedland, Schlesien und die Lüneburger Heide kamen zum Wort. So verflossen die Stunden sehr aich und mit dem Lied »Deutschland, Deutschland über alles", das stehend gesungen wurde, knüpften sich die Bande fester Landkreis Gießen. tt Tret * a. Lda., 29 -3un. Für bu UDtt» schlesierhilfe wurden hier durch den Ortsausschuß Dom RoSen Kreut 1330 Ml. erhoben, die Gemetndekaffe fpenbete 100 HL, fx> bah 1*30 ML gor Ablieferung gelangen konnten. -reis Ariedberg. fpd. Ilbenstadt /Oberfr.), 31. Zull. Die au des Lehrers Christian kam bei einem Absprung von einem Wagen, besten Pferde durchgingen, so unglücklich zu «Zoll, bah fic nach kurzer Zell verstarb. Hcssen-Nassa«. DLe 5tanrfutter Daffenfundaffäre. frb- Frankfurt a. M., 31. Juli, Die am Samstag den 16. Juli gelegentlich der Daffen- funbe in der Wvhlerschule verhafteten Herren Pape und Knapp haben gegen den Polizeipräsidenten Shrier Strafantrag wegen Frai- Leirsberaubung gestellt, well man sie entgegen Jen gesetzlichen Bestimmungen vier Tage inhaftiert hatte, ohne bah sie dem älntersuchungs- rubter vorgeführt wurden. Das must „luwetAÜg» kch, spätestens innerhalb 24 Stunden" geschehen. Die Staatsanwaltschaft hat dem Strafantrag ftati- gegeben. Auch das beim Studien rat Dr. 3ung vorgefundene schriftliche Material stellt sich nicht als derart belastend heraus, wie die Polizei zuerst der Presse bekannt .gab. Was man bei Jung vorfand, sind lediglich Derzeichnisse von Mil- aliebecn der DeuUchnationalen Dolkspartei. Mu den Dafsenfunden haben die Papiere nichts zu tun. Unwetter im Westerwald. fpd. Montabaur, 31 OalL äleber dem Westerwald enllud sich am Frlltag ein schweres Gewllter, bei dem der Blitz allerlm Unfrei! anrichtete. Auf einer 21rbd.6itä;te in der Dähe der Stadt traf ein Blitzstrahl eine Gruppe tarn 4 Arbeitern. Drei wurden betäubt, der vierte, der einzige Verheiratete von den Leuten, wurde vom Blitz getötet. — Bei Rabolshausen erschlug der Blitz den Landwirt Adam Derk. — Durch Blitzschlag wurden ferner viele Getreidehaufen in Stanb gefetzt und vernichtet. * [J Frvnhausen, 28. Juli. Zwischen hier toib Friedel Hausen rannte gestern nachmittag ein, mit drei Personen besetztes Auto aus Frankfurt gegen einen Baum, dec aus den Wurzeln gehoben wurde. Die Insassen kamen mit dem Schrecken davon, das Auto ging In Trümmer. Brände. -m. Bellersheim, I. Aug. Gestern nach- Rnittag um 1/22 älhr brach auf dem hiesigen H 0 f- gut In einer Scheuer Feuer aus, das diese in kurzer Zeit einäscherte. Infolge der Dürre und des überaus reichen Getrewevor» rates züngellen rasch mächtige Feuergarben zum Himmel empor und hinterliehen eine groste Glut -innerhalb der noch stehenden llmfussungSmauern. Die Scheuer war dicht gefüllt mit sämtlichem »Korn, Weizen von 21 Morgen sowie Heuvorräten. Die Feuerwehren von hier, Obbornhofen und Wohnbach waren lange Zeit bemüht, das Feuer auf feinen Herd zu beschränken, was auch schließlich gelang, trotzdem fast kein Wasser zum Löschen vorhanden war. Dieser ilebelftanb hätte bei ungünstiger Windrichtung verhängnisvoll werden können und berechtigt zur Mahnung, sparsam mit dem Wasserverbrauch zu sein. Ohne Wasser find die Wehren machtlos. Heber die Entstehung des Brandes ist bis jetzt nichts bekannt. Der Schaden dürfte durch Dersicherung gedeckt feien. fpd. Sindelfingen, 31. ^ull In den staatlichen und städtischen Waldungen wütete ein zweitägiger Brand, der etwa 60 Hektar vernichtete. fpd. AuS dem Rhein-Maingebiet, 31. Juli. Bei Miltenberg entstand durch FuntenauSwurs einer Lokomotive em Brand, der 800 Obstbäume und mehrere Hektar Wald vernichtete. — In Berod im Westerwalde zerstörte ein Brand zwei Wohnhäuser und die dazu gehörenden Wirtschaftsgebäude. — Don den Staatswaldungen bei Schaidt in der Pfalz wurden mehr alS 100 Morgen Hochwald vernichtet. — Bei Thaleischweiler verursachten leichtsinnige Burschen einen Wiesenbrand, der auch 6ie_ umliegenden Weizenfelder eines Landwirtes einäscherte. Hierbei 'verbrannten mehr als 170 Haufen Getreide, Die leichtsinnigen Burschen wurden Verhaftet — Bei Heu | e 11 ftam m richtete ein Brand in den Waraungen groben Schaden an. Das Feuer entstand durch den FuntenauSwurf eine« Zuges. Ss hätte gelöscht werden können, wenn der Zug wenige Augenblicke seine Fahrt unterbrochen hätte, fv dast daS Personal und die Fahrgäste in der Lage waren, den entstehenden Brand zu unterdrücken. — RichtSwürdige Du reichen stockten auf dem Rdmerh 0 s "bei Frankfurt mehrere dochbsladene Getreidewagen an, die vollständig abbrannten. Den Schandbuben ist man auf der Spur. Gerichtssaat. Frankfurter Sondergericht. Frankfurt a. M, 30. Juli Die Ehefrau des AncIcUagten Lehmann gibt an, dast ihr nur Weihnachtspakete ins HauS geschickt worden feien, sie will also eine Zusendung von Spreng- stvfsen nicht erhalten haben. Dast sich unter ihrem Stuhl Patronen und Sprengstoffe befunden hätten, scl ihr nicht bekannt gewesen, auch nichts davon daf, sich in der Küche in einem Loch unter der Treppe Sprengstoffe befunden hätten. Der Kriminalbeamte Gehrmann berichtet über die Haussuchungen bei Lehmann. Er fand zwei Bomben, zwei Handgranaten, zehn Päckchen Dynamit u. a. Als man die Sachen entdeckte, war Frau Lehmann sehr verlegen und fagte: „ Ich habe immer gesagt, er soll die Finger davon lassen." Frau Lehmann behauptet gegenüber dieser Aussage, dah sie gesagt habe, .das bat mein Mann von ber Partei". Zu dem Funoe in der Lehmann- schen Wohnung bemerkt Kunz, daß die Eheleute Lehmann oft stundenlang nicht zu Hause waren. Der Schlüssel zur Wohnung lag an einem bestimmten Versteck, und viele G'nossen und Zlücht- um Gast und Gastgeber. Der nabe Kanonendonner fremder Geschütze vermochte der guten Stimmung keinen Abbruch zu tun. • tL Kirchberg b Lollar, 29 Juli. Gestern begingen Dekan © u h m a n n und Frau das Fest der silbernen Hochzeit. Lande!. Frankfurt a.. TL, 1. August. Züricher Devisenmarkt. 3i .7. 1. 8. Wechsel auf Schweiz« Franken Holland 100 FL = 188.- 18 <.- Deutfd)lanb 100 Wfc. = 7.50 7.65 Wien 100 fit. = 0.70 0.70 Prag 100 fir. = 7.65 Var» 100 Fr. — 46.35 46.65 London 1 £ = 21.78 21.74 Italien 100 ß. — 25.55 — Brüssel 100 Fr. - 44.60 44.90 Budapest 100 fir. — 1.60 1.60 Neuyork 100 $ — 610.- 650.- Agram. ....... 100 fir. = 3.5) Bukarest 100 £. •= 7.60 7.65 Vermischtes. Eine Zugentgleisung. Der litt, 1. August. (Priv.-Tell) Streckende Die die Morgenblätter aus Angermünde melden, ist der Vorzug des D-ZugeS 18Sa ß - nitz — Berlin unmittelbar am Bahnhof Angermünde entgleist. Tote sind nicht zu beklagen, jedoch wurden mehrere Personen verletzt. Die Sttecke ist nach beiden Richtungen vollkommen gesperrt. Der Verkehr wird über Freienwalde—Eberswalde aufrecht erhalten. Streikende Kartoffellutscher. Berlin, 1. August. (Priv.-Telegr.) Kartoffelkutscher überfielen am Berliner Dordbahnhof Händler und Geschäftsleute, die dort Kartoffeln abttansportieren wr Illen. Sie fielen den Pferden in die Zügel und rissen zum Teil die Führer der Wagen von den Sitzen. Einige Kartoffelsäcke wurden von den Wagen heruntergehvlt und der Inhalt zertreten. Erst, nachdem die Polizei Verstärkungen erhallen hatte, konnten die Wagen mit Kartoffeln unter polizeilicher Bedeckung abfahren. * ♦ Vielweiberei in Frankreich. Der Freispruch eines Mannes, der wegen Bigamie angeklagt war, durch ein Versailler Gericht hat die Frage der Einführung der Vielweiberei in Frankreich, die bereits während des Krieges öfters erürtett wurde, wieder in Fluh gebracht. In einem Aufsatz des „Petll Blou" erklärt Jean Heß, dast „Frankreich von ftemden Elementen aufgefogen werden wird, wenn es nicht die Vielweiberei einführt". Er fordert die Regierung auf, dem Beispiel des Gerichtes zu folgen und Bürgern, die den Mut und die Mittel haben, zwei oder mehrere Frauen zu nehmen, die gesetzmäßige Erlaubnis dazu zu verleihen. Hest sagt, die Krisis sei auf dem Lande schon so grost, dast Dauern die Ackerbaugebiete verlassen, weil sie mit einer einzigen Frau das Land nicht bestellen und von ihr nicht genug Kinder haben, die ihnen helfen können. Sodann sei die Zahl der Unverheirateten und erwerbslosen Frauen so gewalttg, dast ihre Versorgung ein unlösbares wirtschaftliches Problem bietet. Allen moralischen Bedenken gegenüber erklärt er, dast Vielweiberei die natürliche Form der Ehe sei und dast man damit nur zu dem Brauch von Kulturen und Religionen zurückkehre, die ebenso klug und verehrungswürdig gewesen seien als die unseren. Er spricht die Ansicht aus, daß die Frauen selbst einer solchen staatlichen Verordnung keinen Widerstand leisten würden. Ob es sich hierbei nicht um HundStagSphan- tasien handelt? • Woher kommt das Abtragen ber Kleider? »Warum tragen wir unsere Kleider ab?" Diese so wichtige und doch noch io wenig beachtete Frage wirft ein Textilsachversiänbiger auf und gibt durch ihre Beantwortung zugleich wertvolle Hinweise, tote wir unsere Sachen am besten gegen Abnutzung schützen können. Die meisten bedachten ja das Abträgen der Kleider als etwas älnvermeidllches, wogegen man doch nichts machen kann. Aber geht man den habet sich abspielenden Vorgängen auf den Grund, so findet man eine Menge inte restanter Tatsachen. Alle Kleider werden dadurch abgenutzt, dast man sie dem Sonnenlicht, der Luft, dem Regen, der Tätigkeit von Bakterien und mechanischer Spannung aussetzt. Der gefährlichste aller dieser Einflüsse ist das Sonnenlicht. Deshalb sollten nicht benutzte Kleiber stets im Dunkeln aufbewahrt werden Aber das Licht greift nicht jeden Anzug in gleicher Weise an. 6tn dunkler Stoff wird weniger mitgenommen als einer in leuchtenden Farben. Deshalb halten bunfie Sachen länger als bunte. Die roten und gelben Lichtstrahlen wirken weniger zerstörend als die blauen, violetten und ultravioletten Strahlen Richt alle Fabrikate werden in gleicher Weile durch die Sonne mitgenommen. Während Wolle und Seide der starken Einwirkung von Sonnenlich: rasch «liegen, sind Baumwolle und Leinen viel widerstandsfähiger. Trotzdem ist das Tragen baumwollener Sachen nicht so sparsam, da die Farben auf Baumwolle sehr viel rascher verblassen als auf Wolle. Wenn ein gefärbter Wollstoff dem Sonnenlicht ausgesetzt ist, so wird zuerst der Stoff von den Strahlen angegriffen und die Farbe dadurch geschützt. Bei der Baumwolle aber wird zunächst Ser Farbstoffs mitgenommen. Von reinem Regen und rein« Luft leiden Kleider wenig. Aber (In einem Teil der Auflage toieberbolt) Beratung des Eackderständigenau-fchufses fih Oberschlesien. Paris, 30. Juli. (WTB.1 Die erste Sitzung des neu eingefetzten Sachdcrftün' di g e naussch usses für die Obcrfchleb- sche Frage hat gestern am „Quai d' Orsan" stattgefundcn. Aach der Aufstellung eines Arbeitsplanes begab sich die Konferenz fofort ar die Arbeit. Wie der „Petit Parisien" schreib«, haben die Mitglieder des Ausschusses fidi verpflichtet, strengste Diskretion üb-' die Verhandlungen zu wahren. Das Blatt glaubt jedoch zu wissen, daß alle Ausschuß Mitglieder von dieser ersten Fühlungnahme einen sehr günstigen Eindruck gehabt haben, so das) sie die Hoffnung hegen, dem Obersten Rat einen gemeinsamen Drenzvorschlag unterbreiten zu können. Amerika and die oberschleslsche Frag«. Pa r iS, 30. Juli. (WTB) Die .©htcago Tribüne" meldet auS Washington, es sei endgültig bclannt geworden, bah Amerika nickt den Wunsch geäußert habe, die S ch i e d s » richterrolle in der Oberschlesischen F age zu übernehmen. Botschafter Harvey werde ber Sitzung des Obersten RateS nur als Beobachter beiwohnen. Frankreich besteht auf der Truppenentsevdung Paris, 30. Juli. (WTB- ..Petit Pari- sien" zufolge bestätigte der franzos sche Minister- rot gestern unter dem Vorsitz von Millerand den Entschluß der französischen Regierung in bezug auf die Entsendung von Truppe uver- Härtungen nach Oberschlesien. Frankreich Beitritt den Standpunkt, daß es in dieser 5ragt umso weniger nachgeben könne, als es sich durch zwei diplomatische Schritte bei der deutschen Regierung fest gelegt habe. Ehe die französische Regierung auf diese Mah- nähme verzichte, die sie für unerläßlich hatte, scheine sie, wenn möglich, unter ihrer eigenen Verantwortung handeln zu wollen. Eine Erklärung DriandS. Paris. 30. Juli. (WTB) In ber gestern unter dem Dorflh MillerandS abfleta'tenen M t - nisterratSsihung gab Ministerpräsident Drianb eine eingehende Schilderung feiner Unterredung mit dem englischen Botschafter sowie über die Beratung des englischen Ministerrates und übermittelte eine eingehende Erklärung über die Antwort, die er der englischen Regierung zu erteilen gedenke Seine Ei (lArung w r)e 1 du Mini errat einmütig gebilligt Rorthcliffe bei Hardinq. London, 31. Juli. (WTB > Laut »Times* au4 Washington empfing Präsident H a r b i n g Rorthcliffe In einstündiger Audienz, trofobent ber englische Botschafter feine Vorstellung verweigert hatte. Eine Konferenz der baltischen Staaten. Helsingfors, 30. Juli. (WTB.) Die Konferenz ber baltischen Staaten wurde am Donnerstag beendet. DaS Protokoll ist heute unterzeichnet worden. Das Ministerium deS Aeuhern veröffentlicht eine Erklärung, in der es heißt: Da die friedliche Befestigung der neuen osteuropäischen Staaten von vitaler Bedeutung für die bei der Konferenz vertretenen Staaten und für einen bleibenden Frieden In Osteuropa ist, haben diese Staaten beschlossen, auf Grund der Gemeinsamkeit ihrer wirtschaftlichen und politischen Interessen die Minister deS Austoärtiaen der baltischen Staaten von Zeit zu Zeit zu Konferenzen z u - sammenzuberufen. Die nächste Konseren., toirb in Warschau abgehallen. Die Konferenz spricht den Wunsch auS. bah die schwebenden ober abgeschlossenen Verhandlungen über wirtschaftliche Abmachungen zwischen gewissen an der Konferenz beteiligten Staaten vervollkommnet würden durch den baldigen Abschluß von Handelsverträgen und llebereinkommen über wirtschaft' liche und DerkehrSsragen zwischen den übrigen Teilnehmern an der Konferenz. Vorberatung des pazifischen Problems. Paris, 31. Juli. (WTB.) Die »Chicaar, Tribüne" meldet aus London, bah wahrscheinlich in diesem Monat in Amerika, und zwar an der pazifischen Küste, entweder in den Vereinigten Staaten oder in Kanada, eine Vorkonferenz zu den Washingtoner Aorü st ungsver- hanblungen stattfinde. Es stehe nur noch die amtliche Antwort ber beteiligten Länder aue Teilnehmer sollen die Vereinigten Staaten, das Britische Reich alS Ganzes uno Japan sein. Der Zweck dieser nicht formalen Konferenz sei, dar pazifische Problem zu besprechen und die Tagesordnung für diesen Gegenstand für die formelle Konferenz im Rvvemder vorzuprüfen Dom württembergifchen Landtag. Stuttgart, 29. Juli. (Wolfs., Der Württembergische Landtag hat sich heute bis zum Herbst vertagt, nachdem zuvor das viel umstrittene PfarrbesoldungS- g e f e h angenommen wurde, wobei jedoch die dazu gehörende DeckunaSvorlaae ab = gelehnt worden war. Zu der deshalb befürchteten Regierungskrise ist es nicht gekommen. Die Regierung erklärte, daß sie im Herbst eine neue Deckungsvorlage einbringen werde. Der Deittag des württembergifchen Staate zur Reckarkanalifatton mit 30 Mlllionen Mark wurde angenommen. ht Städten ist die Luft fetten rein, fit enthalt Säuren und alle Arten von Mikroben, die bi» Stoffe schädigen. Die Mikroben, die die Stoff, anareifen, aebeiben am besten unter warmen und naßen Bedingungen. Man soll daher Kleidci möglichst trocken bürsten, um fie von Staub frei- zuhallen. Baumwolle- und Wvllefasern fink sehr elastisch und stark: Tie können daher ein gehöriges Reiben aushatten. Erst wenn Die Stoffe durch das Sonnenlicht gelitten haben, läßt ip>c Widerstandskraft gegen solche mechanischen Spannungen nach. Morgen legtet wum M Hort abzusehen. Todes-Anzeige. Heute früh 1 */. Uhr verschied unerwartet infolge eines Schlaganfalles meine liebe, gute Schwiegermutter, unsere Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elise Haubach Witwe geb. Klingelhöffer im Alter von 63 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Luise Haubach geb. Löhr. Gießen (Hinter der West-Anlage 9), den 30. Juli 1921. Die Beerdigung findet Dienstag den 2. August, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 010577 Statt Karten. Unsere liebe Mutter, Großmutter und Schwiegermutter MSMliWllkWckM geö. WrschStz ist gestern im 82. Lebensjahr sanft ver. schieden. Die ttauernden Hinterbliebenen: Senatspräsident Albert Heß Clara Wiener geb. Heß Landgerichtsdirektor Karl Wiener und 3 Enkel. Coburg, Telle, Gießen, am 1. August 1921. Don Beileidsbezeigungen bitten wir ■ IM li ( 1918 anftf t hotte Dos Seschi-d führ mir bei Giohlmfrnai nur möglich, Nachbar ade siche Laus u bisher, honnl Dolb Ist ' sthr wohl im ficht au; ben hat mich fii' daß ich mir Was t)( der größten Zrrfahrrnhe tiqften (Ent]1 ParUihadei eine bebau «er M T'.\rf«ier K s Ä hä! %ernlprt.' ßrbieSchn für Druck S> Snlchrift^ zranlstirl !!! Achtung!:! Am 4. Angnet erscheint im Lichtspielhaus BahnhofstraBe 34 der große Berliner Sittenfilm nach dem bekannten Roman Die neue Rasse von Olga Wohlbrück, In der Hauptrolle: 8290c ManiaTschatschewa Gerhard Die Geburt eines prächtigen Sonntagsjungens zeigen in dankbarer Freude an Lehramtsassessor Adolf Sd)ob und Frau Ena geb. Sauer. Gießen, 31. Juli 1921. Gießen, 31. Juli 1921 Gießen, Gartenstraße 19, 1. August 1921. 8365 stellv. Gerichtsvollzieher in Dießen. Plockstr. 4. Bekanntmachung 8403D 8405B Herausforderung! Gießen, Kirchenplatz 8,1. Etage Verkauf direkt ab Fabrik Geöffnet von 9-7 Uhr Achtung! Achtung! Offenbacher Lederwarenhaus 8400c Kein Laden I Beachten Sie bitte die weiteren Anzeigen! 010587 Grolle Auswahl in Damentaschen, Brieftaschen Aktenmappen,Geldscheintaschen,Portemonnaies Zigarren- u. Zigarettenetuis in allen Preislagen Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Erstklass. 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Wachtel Kaufhaus Katz ß Ausverkauf vom 25. Zull bis 9. August Aöenbsv.?MrgelW. 6 Teile, 36 Akte. In der Hauptrolle: Eddie Polo. Burfdienldjnfi öettertetl fjeudjelBelm. Tienstaa, den 2. Aus. abends 8 Uhr, Äußerordentl. GeoeralveraamniL in d Wirtick. Odi. Kröck »Zur Stadt Gießen". Vollzähliges Erscheinen dringend erwünscht. 010588 Der Vorstand. Dienstag den 2. August 1921 Offenbacher Lederwarenhaus [ | Kein Laden Eröffnung 4 Wochen. Gießen, den 27. Juli 1921. Stadtbauamt Gießen. Braubach. Warnung! Da mich meine Frau Katb. Dunkel geb Stein böswillig verlassen bat, warne ich hiermit jeder- mann, ihr etwas zu leiben oder zu borgen, da ich für nichts mehr haste. oi«eo August Dunkel. Gießen, Anneröder Weg 32. Arbeitsvergebung. Für die Kleinwohnungsbauten an der verlängerten Bleichsttaße sollen nachstehende Arbeiten vergeben werden: 1. Schreinerarbeiten (16 Loses 2. Weißbinder, und Änstreicherarbeiten (12 Lose) 3. Installation der Ent- und Bewässerung und Gasleitungen (3 Lose) 4. 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