«r. 308 Der Siebener Hnjelaer erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags. Vezugrprrift: Monatlich Mark 3.60 undMK.-.65Trägerlohn, oierteljährlichNlack 10 80 und Mk.l95Trägerlohn; durch die Post viertel, jährlich Mark 12.- ausschliehlich Bestellgeld. Fern sprech. Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,tSeschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Hnitiger Siehek. poftscheüloMo: Sranlfurt a M. ums Erster Blatt KO. Jahrgang Zreitag, 5s. Dezember 1920 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen eil. Dr. vrvck »nö Verlag: Vröhl'sche Univ.-vuch- und 5teindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druckerei: Schnlstrafse 7. kür Politik: Aug Goetz, für den übrigen T " Reinhold Fenz: für den Anzeigenteil h. Pedt, sämtlich in Giehen. Annahme von Anzeige» für d.e Tagesnummer bi« zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit Preis für 1 mm hthe füi Anzeigen v. 34 mm Breit, örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.: für Reklame. Anzeigen von 70 mm Brette 150 Pf De, Platz, vorschrijt 20“. Ausschlag. Hauptschriftleiter. Aug. Goetz. Derantwortlig Jahreswende. Ein Kampfjahr, ein Jahr des Leides, ist bcrthingen. Es gehörte noch ganA zur Tragödie der Niederlage und Revolution und war vielleicht ind>t einmal der letzte Akt. Von der Minen Menschlichkeit, die alle irdischrm Gebrechen sühnen soll, haben wir noch nichts verspürt. Die erste Hülste war freilich noch lauter und polternder von Kämpfen unb Krämpfen erfüllt, als die letzten Monate. Als am 10. Januar die Ratifikationsurkunden ausgetauscht wurden und der „Friede" nicht wie ein lachender Knabe, sondern wie ein rechtes Sinnbild unserer unterernährten Jugend scheu bei uns einschlich, da ertönten nur dünne Glöckchen Mir Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen in den Gesandtschaften — aber sie verhallten gar bald unter Lösen Stürmen von außen und innen. In der Meichshauptstadt setzte der Januaraufruhr toegen des Betriebsrätegesetzes ein, es gab erbitterte und blutiye Kämpfe vor demReichs- tagsgebäude, an die sich eine Eisenbahnerbewegung anschloß, von der der Minister der öffentlichen Arbeiten mit Recht sagen konnte, sie sehe es auf den Umsturz der Regierung ab. In denselben Tagen forderte die Entente von Holland die Auslieferung des Kaisers. Ein freundlicher Lichtblick in dunkelster Zeit: das rechtschaffene Holland lehnte ab, und der damalige Notenwechsel gereicht den Mcrcht- haberii in London und Paris zur dauernden Blamage. Clömeneeau, der Deutschenfresser, verschwand zwar in dem ereignisreichen Ja- Innar von der politischen Bildfläche, aber bar» 'aus erwuchs uns wenig Trost. Sein Nachfolger Milleranb an ber Seite bes neuge- ttväylten Präsibenten Deschanel zeigte bas- Jetbe Zähnefletschen wie der „Tiger" selbst. «Die schreckliche Kette der Drangsalierung des fwehrlosen Deutschland zog sich durch alle iMonate hindurch. Wenn auch Frankreich infolge des Stirnrunzelns seiner Bundesge- ftiossen genötigt war, die Besetzung des Main- Uieber aufzugcoen, jo ijat es doch bis »auf den heutigen Tag trotz aller Konferenzen 'von Sau Remo, Hythe, Bouloane und Spa jes verstanden, England im Schlepptau seiner '.Gewaltpolitik zu behalten. Allerdings, England folgt ihm nicht aus Schwachheit und Unselbsländigkeit, sondern in der wohlberech- neten Absicht, das sich selbst zerfleischende Europäische Festland zugunsten einer anglo- iameritänischen Weltbeherrschung dauernd »auszuschalten. Vielleicht wird der neue Präsident Harding an Wilsons Statt etwas glimpf- ilicher mit uns verfalfren, nicht aus Herzens- 2cührung, sondern — weil eben der zweckwollen Rache wohl genug geschehen sei. iSchließlich werden wir nicht als Menschen, sondern als Abnehmer, Posten des Handels, behandelt, und Deutschland und Frankreich haben sich damit abzusinden, daß Recht sowohl wie Siegerdurst durch eine höhere, den atlantischen Ozean überbrückende Zweckord- nung abgelöst werden. Wir wollen hier nicht allen Daten der schlimmen Erfahrungen dieses Jahres folgen; wir wissen ja, wie sich gerade in den letzten .Tagen die Lage wieder in der schärfsten und ernstesten Weise zugespitzt hat. Trotzdem die Ausführung des Friedensvertrages uns in diesem Jahre allein an barem Gelbe über 41 Millionen gekostet hat, trotzdem wir wertvolle Reichsteile int Norden, Osten und Westen haben abtreten müssen, trotzdem unsere Unterhändler angesichts des Jammers unserer Kinder dennoch zur Hingabe weiterer -unentbehrlicher Milchkühe sich entschlossen .haben — sind wir noch nicht am Ende. Wir ioffen unsere spärlichen Polizeitruppen auf» lösen, sollen bis auf den Buchstaben des Friedensvertrages entwaffnen — und der Gegner nestelt darob schon an dem Damoklesschwert der Besetzung weiterer deutscher San- desteile. Rücksichtslose Zerstörung unseres Besitzes und Hemmung aller Wiedergesundung Deutschlands scheint die Losung werden >tU sollen. Und wie stand und steht es im I n n e r n des Reiches? Aus der trübseligen Chronik des Jahres leuchten zwei Ereignisse mit roten Lettern hervor: Der Kapp-Putsch im März und die Reichstaaswahlen im Juni. Der Lapp-Putsch mit dem Gegenschlag der Auf- ständigen im Ruhr gebiet und in Mitteldeutsch land hat bei all seinen bösen Wirkungen uni gerade infolge der schlechten Erfahrungen, die dabei gemacht wurden, eine heilsame Folge gehabt: Die Weckung von Vernunft, Klarl)ei! und Mäßigung in der Mehrheit des Volkes. Wir wollen behutsam und sicher, von Stufe zu Stuse, aus den Trümmern wieder aufftei gen. Die grimmigen Streiche, die von draußen auf uns niederfielen, hatten ebenfalls den revolutionären Rausch einigermaßen verflüchtigt. Wir bekamen infolge der Wahlen im Reiche die bürgerliche Koalition, die denn auch Fuf manchem Felde bereits aufgeräumt hat. Der Geist der Ordnung begann zu walten. Der Wille zur Arbeit richtete sich im Volke allmählich wieder auf. Die Zwangswirtschaft konnte zum Teil abgebaut werden. Der vorläufige Reichswirtschaftsrat verrichtet neben dem Reichstag eine vernünftige unb förderliche Tätigkeit. Freilich: viele, vielleicht die wichtigsten, großen Fragen sind iwch ungelöst. Die Finanzmisere sitzt ber Reichsregierung fast ebenso fest unb unerbittlich im Nacken wie bie brutale Faust oer Entente; aber bie richtige Erkenntnis des Notwendigen ist doch im Fortschreiten. Illusionen sind herabgedämpft: es glaubt niemand mehr recht an die Wunder ber Sozialisierung unb Gleichmacherei. In wachsendem Maße regt sich ber Wunsch nach einer Läuterung des geistigen Deutschlanb, nach einer Befreiung des Geistes von nieberdrücken- bem Materialismus, unb ganz besonbers nach ber Wiebergewinnung des ehrfühlenben, schlackenfreien, nationalen Gebankens in allen Klassen. Die Landtagsivahlen in Thüringen und Sachsen brachten gleichfalls den gesunden Trieb einer breiteren Volksmitte hervor, der freilich bei der Regierungsbildung in Sachsen unberücksichtigt bleiben mußte. Und nun schreiten wir, lichtlos, ohne Gesang und Sprache, über die Schwelle des Jahres 1921! Die Krisis der Beamtenbesol- dungsfrage ist unsere finstere Begleiterin, die leider noch einmal in vielen unbesonnenen Köpfen die unedlen Instinkte des Gewaltmäßigen geweckt hat. Wie ein Chor von Er- innyen aber, fackelschwingend, )türmen die französischen Gewalthaber gleich die finsteren Hallen der 15 Besatzungsjahre voraus und rufen uns tfu, daß sie uns auch dort noch nickt freigeben wollen. Was wird bie englisch- amerikanische Zweckmäßiakeitsordnuna bat- Über bestimmen? Von braunen fallt kein Lichtstrahl in unser Land, aber wir wollen uns die Herzen dennoch mit Hoffnung erhellen. Mit Hoffnung, bie sich an ben Stab des politischen Wirklichkeitssinnes hält, der uns atmen läßt, irgend ein Faktum würde den Franzosen einmal hatr gebiet«, i — mit Vertrauen aber auch darauf, daß der Geist des deutschen Volkes sich den Körper bauen werde, mit einer neuen Kultur wirklichen Fortschritts. Kein Ausland blendet uns mehr, da wir bie Wirklichkeit kennen gelernt haben. Der Idealismus ist kein besonderes Vorrecht der Pazifisten, unb ber nationale Gedanke hat wohl mit Realismus etwas, nichts aber mit Materialismus zu schaffen. Illusionen haben in der Politik keine Geltung, aber im Leben bringen sie eine aufmunternde Auf Höhung der Wirklichkeit, sie erheben „des Lebens flach alltägliche Gestalten" und bringen Frohheit und Mut des Wirkens. In der Volks gern ein de sollen wir die Ueber- spannung des Eigennutzes allmählich wieder verlernen und etwas Besseres als Geldver- dieneii zum Zweck des Lebens machen. Und wenn wir auch nicht mit Hölderlin, dem milden und rührenden Sänger der Nacht, entfliehen können ins Land des Olymps, wo mit den Himmlischen „tiefschattend aus den Schatten herab unter die Menschen ihr Tag gelangt", so dürfen wir in der Neujahrsnacht doch einiger seiner herrlichen Strophen gebenden, womit er bie Wonne ber himmlischen Musen beschwor, das Chaos der Zeit zu besänftigen: Ordne ben tobenden Kämpf mit Friedenstönen des Himmels, Bis in der sterblichen Brust sich das Entzweite vereint. Bis der Menschen alte Natur, die ruhige, große, Aus ber gahrenden Zeit mächtig und heiter sich hebt! Kehr' in die borstigen Herzen des Volks, lebendige Schönheit, Kehr' an den gastlichen Tisch, kehr' in die Tempel zurück! In solchem Walten würde wohl auch die Schärfe der parteipolitischen Gegensätze gemildert iverden, und wir durften uns eines eini- g c n Volkes freuen, das im praktischen Sinne und Schaffen auch im neuen Jahre als oberstes Ziel die Revision des Gewaltvertrages von Versailles erstrebt! Wir rufen nachstehend einige Hauptdaten des abgelaufenen Jahres in die Erinnerung: 10. 1. Ter Austausch der Ratifikationsurkunden. 12. 1. Linksraditaler Aufruhr in Berlin. Delri^s- rätegesetz im Reichstag unb Blutvergießen vor dem Reichstag. 15. 1. Auslieferungsforderung des Teutschen Kaisers an Hollatck. 16. 1. Ernennung deutscher Geschäftsträger im Ausland, auch im ehemalig feindlichen. 17. 1. Wabl Tesrhanels zum Präsidenten der fron* zösischen Republik. 18. 1. Rücktritt des Kabinetts Elemenceau. 16. 1. Erste Sitzung des Völkerbundsrates in Paris. 19. 1. Bildung des Kabinetts Millerand Beginn des Helfferich-Ersberger-Prozefses. 22^ 1. ZemiAwsparleüaL m ScÄ - 23. 1. Hollarck lehnt die Auslieferung des Kaisers ab. 26. 1. Attentat auf Erzberger. 28. 1. Ter erste KriegsgefangenentranSport trifft auf deutschem Boden ein. 3. 2. Ueberreichung der Ausliescrungsliste der Entente. 11. 2. Abstimmung in der ersten nordschleswigscken Zone (V* lür Deutschland, 3/< für Dänemark). 16. 2. Uebevgabe des Memelgebietes an dieEntente. 13. 3. Kapp-Putsch. 15. 3. Abstimmung in der zweiten nordschleSwia- schen Zone (mehr als 85 Pvoz. für Teulsch- land). 19. 3. Ter Versailler Friedensvertrag vom amerikanischen Smat zurückgewiesen. 22. 3. Rücktritt Noskes. 26. 3. Rücktritt des Reichskabinetts Bauer. 27. 3. Bildung des Kabinetts Müller. Bildung des neuen preußischen Kabinetts. 6. 4. Besetzung des Maingaues durch die Fran- 7. 4. Blutige Zusammenstöße mit ben Franzosen in Frankfurt a. M. 7. 4. Erste , Forderung Frankreichs nach Auslösung der Einwohnerwehren. 12. 4. Pwiest ber Nationalversammlung gegen die Besetzung des Vlaingaues. 22. 4. Englisch-italienischer Vorschlag auf Vertretung Deutschlands in San Remo. 26. 4. Konferenz von San Remo; offizielle Einladung an die deutsche Regierung nach Spaa. 11. 5. Ueberreichung einer Namensliste der „Kriegsverbrecher". 16. 6. Konferenz von Hythe. 17. 5. Räumung deS Maingaues durch die Franzosen. 6. 6. ReichstagSwahl. 9. 6. Temission des Kabinetts Nitti. 21. 6. Ernennung Fchrenbachs zum Reichskanzler. 22. 6. Konferenz in Boulogne. 28. 6. Programmrede Fehrenbachs im Reichstag. 4. 7. Beginn ber Spaaer Konferenz. 10. 7. Dünaburg von den Bolschewisten beseht. 11, 7. Abstimmung in Ost- und Wcstpreußen (West- Preußen 92 Proz. für Deutschland; Ostpreußen : 98 Proz. für Deutschland). 16. 7. Schlußsitzung ber Spaaer Konierenz. 7 Annahmc. b<5 polnischen Wassmsttils! ^ds- angebots durch Rußland. 26. 7. Entführung Törtens. 28. 7. Konferenz in Boulogne. 29. 7. Annahme des 200-Millionen-Kredits für Teutichland in ber holländischen Kammer. 2. 8. Die fremden Gesandtschaften verlassen Warschau. 9. 8. Konferenz in Hythe. 11. 8. Der bolschewistische Vormarsch erreicht die oflpreußische Grenze. 12. 8. Anerkeimung der Regierung Wrangels durch Frankreich. 13. 8. Eindringen der Bolschewisten in den polnischen Korridor 16« 8t Beginn der Waffenstillstandsverhandlungen in Minsk. 16. 8. Beginn der Unruhen in Oberschlesien. 19. 8. Bekanntgabe der russischen Waffenstill-- standsbänngungen. 20. 8. Beginn des Rückzuges der russischer Nordarmee; die Polen besetzen Brest-Litowsk. 27. 8. Englisch-deutsche Ernährungsbonserenz in London. 5. 9. Beginn ber Unruhen in Italien; Betriebs- besetzungen. 23. 9. Rücktritt Teschanels: Millerand wird Präsident der stanzösischen Republik. 24. 9. Neubildung d. stanzösischen Kabinetts durch LeygueS. 24. 9. Eröffnung der Brüsseler Finanzkonferenz. 7.10. llnteneiamirng des russisch-polnischen Waffenstillstandsvertrages. 10.10. Volksabstimmung m Kärnten (zugunsten Teutsch-Oesterrerchs). 12.10. Unterzeichnung des Vorstiedens zwischen Polen und Ittrßland in Riga 13.10. Sozialdemokratischer Parteitag in Kassel. 16.10. Spaltung der unabhängigen sozialdemv- krarischen Partei auf dem Parteitag in Lalle. 26.10. Tod des Königs Alexander von Griechen- lanb. 2.11. Wahl Hardings zum Präsidenten von Amerika 14.11. Landtagswahlen in Sachsen. 14.11. Wählen in Griechenland. 14.11. Wrcmgel räumt die Stirn. 16.11. Beginn der Dölkerbundstagung in Genf. 2.12. Ueberreichung der englischen Note über die Abstimm'mg der reichsdeutschen Oberschlesier in Köln. 2.12. Parteitag der Deutschen Volkspattei in Nürnberg. 5.12. Volksabstimmung in Griechenland Über die Rückkehr des Königs Konstantin. 11.12. Demokratischer Patteitag in Nürnberg. 16.12. Beginn der Brüsseler Sachverständigenkon- strenz. 28.12. Unterwerfung d'Armunzios unter die Bestimmungen des Vertrages von Rapallo. (Ein Nolemoechsel mit General Rollet. Berlin, 30. Dez. (WTB.) Der Vorsitzende der interalliierten Militärkontrollkommission, General Noll et hat an den Direktor der Frie- densabteilung im Auswärtigen Amt am 23. d. M. folgende Note gettchttt: . Zwei Monate nach Ablaus der sür bte Auslösung bei Sichcrheüspolizei beftimnuen Frist ist die interalliierte Mllitärkontrvllkommisfion noch nicht im Besitze aller Verfügungen, welche bie beteiligten Länder des Reiches behufs der Auflösung zu erlassen hatten. Außerdem erhielt sie keine Kenntnis, bau irgendeine Ausführuitasmaßnahnu zur Anwendmig ber ihr mitgcteilLcn Berftlgimg-n, getroffen wäre An keiner Stelle bes Reichs Iteilt.* die Kontrolle fest, baß die Aufhebung b c u Sicherheitspolizei burdjgeführt ober mich nur im Gange wäre. Sie stellt-' im Gegenteil fest, hau die gegenwärtige Oidu gS v.i .et r.i Ls anderes ist als die Sicherheitspolizei, verstärkt um einen Teil ber früheren blauen Polizei, unb daß die Stärke der Polizei in Zivilkleidung eine Vermehrung erfahren hat, die ich nach den Bestimmungen des Artikels 162 des FriebensvettrageS nicht rechtfertigen läßt. Tie int.ralliievte Militärkontrollkommission nimmt Akt von der Verletzung des Fr lebe usvertrages unb ber Not? von Bou.vg-ie, bie sich aus ben oben wiedergegebenen Tatsachen ergibt. Sie beehrt sich, zu verlangen^ daß die Siche» hcrtspolizei sofort vollständig aufgelöst wird und bie Gesamtstärke der Beamten und An- gestellten ber verfd’:ebenen Ar.en von Pvliz.-i aut das Maß mrückgefühtt wird, das sich aus ber Anwendung ber Bestimmungen des Friedensvertrages ergibt. Ich bitte außerdem, anschließend an mein Schreiben vom 17. öftrer Nr. 1176, daß sobald als möglich ber Kommission mitgrteiit werde der Bestand aller Polizeibeamten unb -Angestellteir in Zivil unb Uniform, nach Klassen a ordne!, ber in den verschiedenen Staaten des Reichs einerseits im Budget von 1913, anderseits im Budget von 1920 vorgesehen ist. Aus die Note wurde vorn Auswärtigen Amt folg ende Borantwort am 24. Dezember gegeben: Ich beehre mich, den Empfang der Note vom 25. 12. Nr. 1266 betr. die Auslosung ber Sicherheitspolizei zu bestätigen. Im Namen ber brutschen Negierung protestiere ich gegen die Festste!» stellung, daß Deutschland bie Bestimmungen deS Vertrages von Versailles unb die Note von Boulogne über bie Polizei verletzt hat. Tie beutfd'e Regierung erhebt Anspruch auf eine gcred/tere Beurteilung. Eine eing.hende B:anttvott mg der Note behalte itch mir 'vor und bemerke l>nitc nur Tot- -■'i:be5: T-ie deu-sck-e Regiemmg er!. >1* Ansang Oktober nach langn>ierig:.i Unte lnntTimne-i mit ben von Ihnen beauftragten Oftiziercn Klarheit, was nach Ansicht der Mittrollkommission zu geschehen hätte, um den Anforderungen der Note von Boulogne zu genügen. Erst tarni Tonnten bi? grin’blcgmben Versügunsen erlassen und bie Turch- sührungsbestimmmtgen ausgcarbcitct wer' en. Tre getroffenen Anordnungen rmtsprechen in jeder Hinsicht dem Fttedensvert ag und der Note von Bou- logue. -Selbstverständlich erfordert die UmLvbimfl* eines so großen Beamtenkörpers Ivie die l.euischcPo-- lizei es ist, gewisie Zeit, so daß es nur natürlich ist, weim das Ergebnis noch nicht überall für die Kontrolle erkennbar wurde. Wie wenig bie Behanp- tuns, baß die gegenwättige Ordnm^svolizci nichts anderes als bie nodj vefftärkte Sühnheitspolizel sei, ben Tatsachen gerecht tvirb, erg.bt sich aus ber Beunruhigmig, die in der öffentlichen Meinung durch bie tief eingreifenden Reorganisations- maßriahmen hervorgxrufen worden ift In weiten Kreisen entstcmb die Befürchtung, daß die Polizei in ihrer neuen veränderten Gestalt ihren Ausgaben nicht gewachsen sein würde. Der Botschafterkonferenj ist bie deutsche Note übermittelt worden, in ber n^en die Unterstellung protestiert wirb, baß Den schänd den Fttedensverttag in ber Poltzeifrage verletzt habe. Die deutschen Botsckjafter wurden angewiesen, bie Angelegenheit mündlich mit den Regierungen der Ententeländer zu bespreckMi. (Ein Entscheid der Entente in Ser oberschlefischen 8rage. Berlin 30. Dez. (Wolff.) Dem Vorsitzende» der Friedensdelegation in Paris ift folgende vom 22. Dezember datierte Note über* reicht worden: „Tie Botschafterkonferenz ist davon verständigt worden, daß die deutsche Regierung es a b l e h n t, das von den oerbünbeten Regierung gen angeregte Verfahren bei der BollSabicimmung m Oberschlesien anzunehmen. Tie verbündeten Mächte hatten mit ihrem Vorschlag kein anderes Ziel im Auge, als eine Lage zu schaffen, die es gestattet, die Bolksbefrlmung in Rui)e und OInnung vor sich gehen zu lassen. Um ein so überaus wichtiges Ziel zu erreichen, schien es den Verbündeten, das Ernvetttändnis der unmittelbar beteiligten Slegierungen vorausgesetzt, möglich, den Arttkel 88 des Fmedensoettrages in dem Sinne stmzuwenden, von dem die Note vom 30. November sich hatte leiten lassen. Da diese Lösung von den beteiligten Regierungen nicht angenommen worden ist, feben sich die verbündeten Mächte genöttgt, den Att-kel 88 schlechthin zur Llnwendung zu bringen, dem Bestreben jedoch, bei der Volksabstimmung Die Ordnung aufrechterhalten Jll sehen, für bie sie vercmtwottlich sind, haben sie die P, licht, die iriter- alüierte Kommission in Ober ch.e ien zu ermächtigen, Ausführungsbeftimmungen zu er- lassen, die geeignet erscheinen,.die öffentliche Ruhe am wirksamsten zu gewährleisten. Die Botschasterkonserenz hat daher, nachdem sie von den Antworten der deutschm und der polnr. schen Regierung Kemttnis genommen hat, beschlossen, die Abstimmung ber nickt im Abstrm- mungsgtt»iet cmsüs igen Stimmberechtigten spä ter als die Abstimmung der einheimischen Stimmberechtigten ftattiutiö i» lassen u»d »war an enter / Die Besteuerung des reichssteuerfreien |Ko mmisri°n bi. e? Einkommens. ersten vorbereitenden Witte tim nnrb. Starkenburg und Nheintzesfen. Jahr „nicht Ganzes' Blei oder (S'*PIU*rnhi Hus dem besetzten «cbleu Französische Rechtsprechung. sd. M a i n z, 30. Dez. Gegen neun Man- fd. C o b l e n z, 30. Dez. Unter dem Verdacht, den Landwirt Sesterhenn in Mayen ermordet zu haben, wurden die Frau des Ermordeten und der Förster Stiels festgenommen und dem Coblenzer Untersuchungsgefängnis zugesührt. H°bl, £>• Aus denr Reiche. Die Sozialisierung des Kohlenbergbaues. Berlin, 30. Dez. (WB.) Amtlich. In der Sitzung vom 21. d. Mts. >hcrtte das Reichskabinett beschlossen, wenn möglich, noch im Januar Oem Reichstag einen Entwurs über die Sozial:- f terun g des Kohlenbergbaus vo zulegeu. Der Reichsnnrtschmslsminister war b.au'tungt worden, den Soz'-alisierungsausschutz des vorläufigen Reichswirtschastsvats um Beschleunigung ferner Ar- beilen zu bitten, damit die Ergebnisse der Beratungen noch für die Aufstellung des Entwurfs benützt werden könnten. In Ausführung dieses Auftrages hat der Reichswi tsckiaftsminister an den Vorsitzenden des So^alisierunaSauSschusses ein Schreiben gerichtet, in dem er ine Absicht des Kabinetts mitteilt und ihn ersucht, aus fine Beschleunigung der Arbeiten des Berftänd-igungLaus- schusses Ku wirken. SSI M)t ba.^Dfrq Sund .„"iknyi,/ D'Anunzios Komödie Rom, 30. Dez. (Wolff.) Stefani. Das Abkommen von Fiume gilt als abgeschlossen. D'Annunzio hat eine Erklärung veröffentlicht, in der er sagt, es lohne sich nrcht, für Italien tzu sterben. Er soll im Begriff sein, Fiume tm Flugzeug zu verlassen. — Die Nacht zum gestrigen Tag ist ruhig verlaufen. .g einer wür- i c soll nun Bewaffneter Widerstand wegen Besitze nähme. rm. Hofheim i. Ried. 30. Dez. Als a». Mittwoch auf Antrag des Kommunalverban des mit Unterstützung eines Kommandos der Sicherheitspolizei bei einer Anzahl von Landwitten Beschlagnahmen von Kartoffeln usw. stattfinden sollten, da sie angeblich noch mit chren Ablieferungen im Rückstände waren, wurde von der Bauernschaft mit Jagdwaffen, Rübenmessern u. s. w. energisch Widerstand geleistet. Die Absicht der Beschlagnahme mußte aufgegeben werden. Wie wir erfahren, soll heute die.Aktion mit einem größeren Kommando der Sicherheitspolizei wiederholt werden. * rm. Darmstadt, 31. DeZl' In einer stark besuchten Dausbesitzerversammlung, die gestern abend in der Turnhalle am Woogsplatz stattfand, wurden nach Referaten dec Stadtverordneten Haury, Dr. Noell-- ner und Geschäftsführer Ziegler einstimmig eine Entschließung angenommen, in der nach Schilderung der Notlage der Hausbesitzer gegen die vielseitige weitere Besteuerung aller Art Stellung genommen wird. Dessen Nassau. sd. Marburg, 30. Dez. In Lindenau erhielt der Landwirt Leister bei einer Treibjagd einen S ch ro t sch u ß in das Bein. EL trat Blutvergiftung ein, die den Tod des Mannes zur Folge hatte. fd. Herborn, 30. Dez. In das Schloß Illingen drangen nachts Einbrecher ein und stahlen das dott in großer Menge vorhaw dene Silbergerät. rsi". es* K-llwe rn A uii her obersvle I Ä». I ■ »Bieferi ffll 3“ ßyir rottiti9< leben mck auc »beo'chlckl'ben * L Selterjtug^ mit mÄ j tzSurovalmM. gen bk W I [eitbynteip^^ Alle diele S Aus Stadt mto caito. Gießen, Den 31. Dez. 1920 Pflege der Leibesübungen zur Kräftigung des Volkskürpers ist für alle zur dringendsten Pflicht geworden. Diele Erkenntnis ist in breite Schichten unseres Volkes eingedrungen und hat die Turn-, Spiel- und Sportbetätigung zu außerordentlicher Bedeutung geführt. Die Sportbewegung ist zu einem Faktor des öffentlichen Lebens herangereift, zu dem Presse und Behörden fördernd Stellung nehmen müssen. Auch der Gießener Anzeiger will mehr als seither alle Sportfragen und -Bestrebungen unterstützen und zweckmäßig unb fachmännisch bearbeiten. Dazu bedarf es einer besonderen Beilage, in welcher nicht nur über die großen Ereignisse und Tagessragen ausführlich berichtet werden kann, l'ondern in welcher auch die Bestrebungen der einzelnen Vereine, ihre Leistungen und Wettkämpfe in die Erscheürung treten. Das Ziel wird erreicht durch die Angliederung der vortrefflich geleiteten Sport-Umschau Wochenschrift für Turnen, Spiel und Sport an die Verlagsfirma unseres Blattes. Diese seit September vorigen Jahres erscheinende Sportzeitschcift hat schon seither eine fühlbare Lücke in der Berichterstattung unseres heimatlichen Gebietes ausgefüllt. Wurden doch von den nächstliegenden Fachblättern in Frankfurt—Hanau bzw. Elberfeld—Hannover die Turn-, Sport- und Spielfragen unserer engeren Heimat gar nicht oder nur sehr spärlich behandelt. Nunmehr soll jedem Äser Gelegenheit zum billigen Bezug eines ausgezeichneten Sportblattes in Verbin- dung mit seiner angestammten Tageszeitung geboten werden. Während dec Monats Januar wird den Montagsnummern des Gießener Anzeigers die „Sport-Umschau" kostenlos beigefügt, damit sich die oberhessische Stadt- und Landbevölkerung mit ihren Vorzügen vettraut machen kann. Vom 1. Februar ab kann die Sport-Umschau in Gemeinschaft mit dem Gießener Anzeiger für 5.50 Mark monatlich bezogen werden. Außerdem kann die Sport- Umschau allein gehalten werden zum Preise von 9 Mark für das Vierteljahr. Diese Sonderausgabe der Sport-Umschau ist mit blauem illustriertem Umschlag ver- ehen, der außer einem amtlichen Dell wissen- chaftliche Aufsätze berufener Fachleute enthalten wird. Verlag des Gießener Anzeigers. Silvesterorakel. Der unterhaltenden Spiele, Scheine und Orakel, mit denen man sich am Silvesterabend im Kreise der Familie die Zeit verkürzt, gibt es nne ganze Menge. Tie meisten von ihnen haben rinen abergläubischen .Hintergrund und scheinen geheimnisvolle Mittelchen zu sein, tote man den Schleier der Zukunft ein wenig lüsten kann. Gar zu gern möchte man — besonders wenn man jung ist — hinter die Kulissen des neuen Jahves gucken, bn dem gerade der Vorhang als „Zeichen »um Beginn der Vorstellung" emporgezogen wird. Wie wird sich mein Sebert Anno 1921 gestalten? Wartet auf mich Liebe, Ehre oder Erfolg? . . . Tas am meisten Verbreitete Silvesterorak'l ist das Blcr- Ei« diplomatische Empfang in Frankfurt a M. Frankfurt a. M., 30. Dez. (Wolff.) Der großbritannische Generalkonsul Ges- ling, Doyen des hiesigen Konsularkorps, teilte dem Oberbürgermeister mit, daß die Mitglieder des Konsularkorps der Stadt Frankfurt am Neujahrstag einen B e s uch zu machen wünschten, um Grüge und Glückwünsche zum neuen Jahr zu übermitteln. Die Konsuln wünschten gleichzeitig, bei dieser Gelegenheit mit den Vertretern der in Frankfurt ansässigen Behörden und Korporationen zusammenzukommen. Der Empfang wird am Neujahrstage im Kucfürstenzimmer des Römers stattfinden. an deswillen v Mslhland. w ginge, bk ÄssM SdnMen emsü S&tbari fi «a tote g« mfflt - W ein yolmM Lb ftatb eines gE ititiloiig'eib, du mindesten- eines BDöllerung. Ab MMlld wer iammmbnid) iw Bleibe uns tarn habe Deuch to, Eisen unb Mdige LrbmÄ Dann verbleibe ein nufnahmesal dwtsche Jndusb Höchst inten Dr. Metschle ü flbftimtnuiti babe 2224000 -eben. Davon u>« Mutters vrr unb yolmslhe 980 000 svrach Volkszählung r sten vorhanden tob 504 000 rrhtigte. 400 Auswanderung Rabon natb b Ausland au5gt 300000 in den Mier erfaßt, die wohl alle z das jtoglcin a Tie gehem tote mir Mitt Mfcn Oberfd Ml nicht als Wtte die Enten! danach dem F Mlchtigung de Merkt: nicht A » zweiter S sein 5 Stande n y, um ein ? ^.abrulegen. segenich rSÜSS feil. 9eW- löten A letzter f ho £ fewfto U- Ä s^sS zwei Ange- -efänanis, ein Angeklagter 0 Jahre und fünf Angecklagte je 1 Jahr Gefängnis. Von den neun Angeklagten hatten sich sechs rechtzeitig durch Sb reife ins unbesetzte Gebiet ihrer Verhaftung entzogen. Der deutsche Handel in China. Der Auslandabteilung des Kaufmännischen Vereins von 1858 in Hamburg wird aus Tientssn berichtet: Wie überall in der Welt, so ist auch das Leben in China äußerst teuer geworden. Der Engländer ist dem Deutschen noch immer feindlich gesinnt und sähe ihn lieber heute als morgen wieder „repatriiett". Der Amerikaner läßt schon eher mit sich reden, und falls er einen tüchtigen Experten für sein Geschäft braucht, besonders in Strohborten, Häuten und Fellen, so stellt er auch einen Deutschen an, vorausgesetzt, daß er so stark ist, sich dies leisten zu können. In Shanghai haben amerikanische Banken solche Firmen, die bei ihnen „overdrasts" hatten, gezwungen, angestellte Deutsche wieder zu entlassen. Französische Firmen nehmen z. Zt. keinen Deutschen an; aber ein gwßer Teil der hiesigen Franzosen steht, so wideriprechend es auch klingen mag, dem Deutschen wohwollend gegenüber. Selbstverständlich gibt es auch noch genügend Franzosen, die im Deutschen nur den Hunnen sehen. ftür einen jungen Handlungsgehilfen, der lediglich allgemeine Kenntnisse in Buchhaltung, Korrespondenz usw. besitzt, besteht hier durchaus keine Aussicht, eine Stellung zu erhalten, da hierfür schon Chinesen genommen to-rden. Ein Deiner Teil von Chinesen hat die Absicht, selbst mit dem Auslande in Fühlung zu kommen, unb zu diesem Zweck ist ihm der jetzt billig arbeitend. Deutsche gerade gut genug; finden sich dock Deutsche in leitender Stellung bei solchen Unternehmungen zu einem Gehalt von 2j0 Dollar monatlich! Der Chinese will sofort Erfolge sehen, und kommt es nicht dazu, dann macht er seinen Laden schnell wieder zu und der Deutsch? s i h t auf der Straße. Wohnungen sind hier sehr schwer zu haben; auf Monate sind all' rre. werdenden Wohnungen weder belegt. Die ? -1o') nungsknappheit erklärt sich durch den großen ,.u zug von Nüssen. tter und grauen aus Darmstadt und Griesheim, bei denen gelegentlich von Haussuchungen deutsche Jnsanteriegewehre, Gas- und Handgranaten, 5000 Stück deutsche Jn- fanteriemunition und französische Maschinen- aewehrmunirion vorgefunben wurden, verhängte das französische Kriegsgericht außerordentlich hohe Strafen. Die beiden Haupt- l angeklagten hatten zudem noch einen Einbruch in eine französische Militärbäckerei ver- < übt. Es erhielten der Hauptangeklagte zehn Jahre Zwangsarbeit, klagte je 5 ~ " Amerikanische Rechtsprechung. BadEms, 30. Dez. Das amerikanische Polizeimilitäraericht in Boppard verurteilte zwei hiesige Einwohner, bei denen mehrere Waffen und zahlreiche Munition vocgefunden wurden, zu je 7 Tagen Gefängnis und zu 500 bzw. 100 Mk. Geldstrafe. rungsrats W c l ck e r sprach Tr. M etschke (Wetzlar) über die wirtschaftliche Bedeutung Oberschlesiens für das Reich. In seiner ruhigen unb eindringlichen Sachlichkeit wußte der Redner es jedem deutlich zu machen, welch ungeheure und unersetzbare Wette mit dem Verluste Oberschlesiens für Deutschland verloren gingen. Die gesamten Kohlenvorrate des oberschlesischen Bodens werden auf 166 Milliarden Tonnen ge^ schätzt, davon 113 Milliarden abbauwürdig. Btt einem jährlichen Abbau von 50 Millionen Tonnen (bisher ist diese Menge noch nicht erreicht) werde die erste Tiefenstufe, bis zu 1000 Meter, für mehr als 1200 Jahre rächen. Damit seien aber die ober* schlesiscken Kvhlenvorräte noch lange nicht erschöpft. rDberschlesien liefere mit seinen 44 Millionen Ton- nen Steinkohlen jährlich runb Vi der normalen > Jchcesförderung in Deutschland. Durchs das Ab^, ‘'immer *in.vt muü ’^nfMifrtrh 9/ Turnen, Spiel und Sport. Interessante Wettspiele. Nagern der Verein für Rasenspiele 1900 die Sofien nicht gescheut hatte, letzten Somttag bat banEbaren Spottanhängern Gießens ein internationales Fußballwettspiel zu bieten, setzte er die Fußballpropaganda in großzügigem Rahmen weiter fort, indem er für den Neujahvstag den in ganz Norddeutschland bekannten Berliner Sport* Club und für Sonntag den 2. Januar ,Lel« vetia" Frankfurt verpflichtete. Die Bev- liner treten in ihrer stärksten Aufstellung mit drei Repräsentativen an, so daß der Liga-Elf bc5 B. f. R. wenig Siegerchancen bleiben. .Helvetia" kommt mit dem bekannten international-repräsentativ spielenden Wunderlich, einer der vollen« detsten deuflchen Fußballspieler. Jedenfalls wirb ein guter Sport geboten werden, der dem Spick gegen Holland in feiner Weife nachstehen wird. Hossenllich macht der Wettergvtt kein allzu böses Gesicht. * ----- Lich, 28. De». Einen turnerischen UnterhaltungSabend, den der bewährte Turnwatt Fritz Schmü>t in schöner Weise vorbereitet hat, wird der hiesige Turnverein am Neujahrstage für die Oeffentlichkeit abhalten. Im Laufe befl Januars soll die Veranstaltung dann im geschlossenen Kreise der Mitglieder n-iedevholl werden. Gegen die vergewaMgnng Oberschlesiens l G i e ß e n, 30. Dezember 1920. Gegen die immerwährenden Versuche der Entente, die Bedingungen der Abstimmung ttt Oberschlesien für Deutschland so ungünstig nnenwg* lich auszulegen, hatten sich gestern abend im Ltavt- theater die Bürger Gießens zahlreich und m lettener Einmütigkeit zu einer Protestkundgebung zusammengefunden. __ Nach den Begrüßungswotten des Dberreflie* Termin und unter Bck>mgungen, dvc dre rnter- alliiette .Kommission ftftsetzen wird, d« alle Befugnisse hat, unmittelbar mit der deut ch-n Regierung die Frage der Beförderung der Stimmberechtigten zu veranlassen. Gttrchmigen Sre usw. (ge,.) LeygueS/' Weihnachtsfeiern. Weihnachtsfeier des Gießener Kriegervereins. Unter zahlveicher Beteilt gung feiner Mitglieder und von Gästen feierte am 3. Weihnachtsseiertag der hiesige Kriegerver.'in aus der Liebigshöhe fein WeihnacMfest. Die Festfvlge war äuüerft reichhaltig und ganz im Rahmen einer deutschen Weihnachtsfeier g?lxdten. Die Darbietungen fanden wohlverdienten Beifall. Sehr gut war der Einakter „Verloren und wiedergefunden"' gespielt; die Aufführung des KinderstückZ „Hänsel und Gretel" ging flott vonstatten unb machte viel Freude. Der Vorsitzerü« wies in seiner kernig«! Ansprache auf die Bedeutung der Weihnachten int christlichen Sinne hin unb ermahnte zur Einkehr und Einsicht in dreier schweren Zeit. Erne Ver> losung wertvoller Gegenstände ries recht fröhliche Stimmung hervor^ und eine von Santerab Margolf geschenkte Heine Standuhr brachte eine Einnahme von 147 Mk. Ein kurzer Tanz bildete den Schluß der Feier. ro. Villinyen, 29. Dez. Am 2 WeihnachtS- feiertage veranstaltete der hiesig»? Turnverein einen wohlgelungenen -Volksunterhaltungsabend int Strackschen Saale. Nach einer Begrühungsatt- sprache des ersten Vorsitzenden, Lehrer Walldorf, trug Fräulein Else Paul ans Darmfladt das Gr^ dicht „Der Glockeirguß zu Breslau" vor. Darattf wurde von guten Kräften das gleichnamige Trauerspiel aufs Beste borge führt und fand reichen Beifall. Nach einem lebenden Bild folgte von den Mit- spielenden vorgetragen das Lied „Wanderers Nachtgebet". Von der Jugend freudiger aufgeno’ “wen wurden zwe iPyramiden, Jeitles als Einb und vier Gesangsstücke. gießen. In einen Napf kalten WasserS wird Blei, Zinn ober ein leichtes, silberglänzendes Mischmetall gegossen, das vorher in der Kohlenschaufel über dem Herdfeuer flüssig gemacht worden ist. Wer viele Stückchen gießt, hat auch im neuen 'cht Ganzes" zu erwarten, unb wessen Zinnmasfe nichts als einen dicken, einförmigen Klumpen darstellt, der wird sich wohl mit einer Fortsetzung dessen begnügen müssen, was ihm das zu Ende gehende Jahr bescherte (unb EineöfsentlicheSitzun Ader Stadtverordnetenversammlung ist auf heute morgen 11 Uhr anberaumt mit der Maßgabe, daß, falls di.se Sitzung) nickit besch ußfahg tiLdm? zweite Sitzung auf IP/2 Uhr anberaumt rotb, die nach § 104 der Städteordnung ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden beschlußfähig ist. Ms einziger Punkt steht auf der Tagesordnung die Vorlage des Magistrats betreffend die Besteuerung des reufß(feuerfreien Einkommens. Wie wir ersah.en, bat Offenbach in ferner geftrigen Beschlußfassung über die gleiche Steuer die Mustersatzung des Ministetturns abgelehnt und ist bet" feiner eigenen Vorlage geblieben, der die Vorlage des Gießener Adagrsttats angelernt ist. Die Offenbacher Vorlage wurde jedoch durch den Zusatz erweitert, daß die Steuerpflicht für Ledige im Haushalt der Eltern bereits bei 6000 Mark steuerbaren Einkommens beginnt. In diestmPunkte hat sich also Offenbach der Mustersatzung des Mi- nistettums angenähert. Darmstadt hat zwar die MustLriatzung des Ministetturns angenommen, jedoch mit der Maßgabe, daß auch für Darmstadt andere Sätze ein» zutreten haben, falls das Miitistetturn die Ortssatzung einer anderen Stadt bewilligt, in der die Grenze des steuerbaren EilckoMmens höher ist als 6000 Mark. Das Ergebnis in Mainz, wo ebenfalls gestern beraten wurde, war noch nicht in Erfahrung zu bringen. lieber die Verhandlungen, die heute Morgen im Gießener StadtparlaMent fäattfinben, werden wir gegebenenfaUd unter „Letzte Nachrichten" berichten. Zu unferent Bettclst über die letzte Sitzung wird uns berickstiyend mitgeteilt, daß die Angabe, die „Freie Vereinigung" hätte sich der ablehnenden Haltunig der USP. bei der Bestrnerung des reichssteuerfteien Einkommens miA.sschlossen, nicht richtig ist. Es haben vielmehr von ihren anwesenden 8 Mitgliedern 5 für die Vorlage ter Stadtverwaltung gestimmt. Die ablehnende Mehrheit setzt sich aus 7 USP., 6 Mehrhtttssozialisten, 4 Demokraten, 1 Volkspatteiler und 3 Mitgliedern der Freien Vereinigung zusammen. — Der Irrtum war bei der Unübersichtlichkeit des Saales bet den Abstimmungen vom Pressetisch aus, leicht möglich. Veranstaltungen. Freitag: Stadtkhrater, 6V2 Uhr, „Wo die Lerche fingt". — Cafe Leib, 8 Uhr, Konzert imb 2^>rftelhmg der Ehiemseer. — Lichtspielhaus, „Ter Kurier von Lissabon" und „Liebe und Kaffer". — Lichtspiele, Seltersweg, „Das fliegende Aitto". Samstag: Stadttheater, 3V2 Uhr, „Wo die Lerche singt"; 7 Uhr, „Liselott von der Pfalz". — Hotel Einhorn, 7 Uhr, Ättillerie-Beoein 25jähr. Stiftungsfest. — PhilosophrnwaKi, 71/2 Uhr, Weihnachtsfeier der Freien Ticrnerfchaft. — Lichtspieltheater toie Freitag. Sonn tag: Stadttheater, 3 Uhr, „Frau Holle"; 6V2 Uhr, Wo die Lerche singt". — Hotel Einhorn, 8 Uhr, Mflitärstteichkonzett der Reichs- wöhrkapelle. — Lichtspietthsater wie Freitag. Wettervoraussage für Samstag: Unbeständig, Temp?vatur wenig geändert, Winde aus Westen und Südwesten. Das gestern noch über der Nordsee gelegene Tief hat statt an Intensität zugenommen. Es liegt heute mit seinem Kern über Dänemark und zieht langsam ostwätts. Vor Irland erscheint ein neues Tief, so daß nnr mit Fortdauer der unbeständigen Mitr^ru.ng zu rechnen haben. ** Das Jahr 1921 ist ein Gemeinjahr von 365 Tagen ober 52 Wochen und einem Tag. Der 1. Januar 1921 entspricht dem 19. Dezember 1920 nach dem alten Kalender. Der 13. Januar 1922 entspricht dem 31. Dezember 1921 alten Stils. Die Israeliten zählen das 5681. Jahr, ein überzähliges Schaltjahr. Am 3. Oktober 1921 beginnt ihr 5682. Jahr, ein überzähliges Gemeinjahr. Die Araber, Perser und Türken sowie alle sonstigen Bekenner des mohammedanischen Glaubens zählen ihre Jahre nach Mohammeds Auswanderung aus Mekka und beginnen am 4.September 1921 das 1340. Jahr. ** Mitteilung aus dem Stadt- theaterbureau. Aus vielseittgen Wunsch ist das hübsche Lustspiel „Liselott von der Pfalz" für Den Neujahrstag abends 7 Uhr noch einmal angesetzt worden. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß es die letzte Aufführung des Werkes ist. ** Oberhessischer Kunstverern. Ttt Ausstellung von Wetten des Vereins Münchener Aquarellisten wird am Sonntag, dem 9. Januar, eröffnet. Im kleinen Ausstellungsraum kominen graphische Werte von den bekannten Dresdener Radierern Berndt, Gelbke und Hegenbatth zur Llusstellimg. ** Ausgabe von Brennholz an Haushaltungen. An Haushaltungen wird wahlweise bis zu 10 Ztr. Hart- ober Weichholz ausgegeben. Siehe Anzeigenteil. ** Die Warenausgabetabelle des Städt. Lebensmittelamtes ist aus dem Anzeigenteil des heurigen Blattes zu ersehen. **DerVortrag des Reichstagsabgeordneten Graf Westarp, der, wie man uns Mitteilt, auf Einladung der Deulschnationalen Volkspattei am Dienstag den 4. Januar, abends 8 Uhr im Einhornsaal stattfindet, bedeutet nach den Vorträgen der Herren Lambach und von Graefe wiederum für Gießen ein bemerkenswert-s politisches Ereignis. Oberverivaltungsgettchtsrat a. D. Graf Westarp darf wohl das Interesse aller Einwohner Gießens für sich in Anspruch nehmen, zumal er als in der vordersten Linie der nationalen Oppositwn stehender Parlamentarier und im Jn- und Ausland angesehener Politiker in seinen Ausführungen Bedeutendes verspricht. „Deutsche Aufgaben" müssen mehr denn je einem lachend am Rande des Abgrundes tankenden und tändelnden Geschlecht und dem größtenteils in törichter Schläfrigkeit verharrenden Bürgertum ei gehämmert werden, damit das nationale Gewssse» unb das Verantwortlichkeitsgefühl dem VolksganKen gegenüber unaufhörlich geschärft bleibt. Katten im Vorverkauf bet Challier (Neuenweg) und an der Abendkasse. Landkreis Gießen. mit dem selten einer zufrieden ist). Wer bagtgen eine Muschel, eine schöne Mase oder rin Vogelnest zustande bringt, kann mit seiner Zukunft zufrieden sein. Auf Erfolg deuten Wegweiser, auf Geldgewinn deutet Moos; ist das Moos aber in Gestalt eines Kränzchens vorhanden, und ist der „Gießer" ein Backfisch, ein Haustöchtevchen, so winkt bereits die Hochzeit mit dem Symbol eines Myrtenkränz- leins: auch Herzen, Wiegen, Tove deuten darauf bin. Ein Kreuz ist jedoch immer ein bedenkliches Zeichen. Sehr torfdyieben ist die Auffassung des Orakels, wenn lange Fäden ober Tierköpfe geworden sind. — In vielen Gegenden ist noch beute das Schuhwerfen eine alte Silvestersitte. Am Abend vor Neujahr (ober wenn nachts bie Neu- jabrSglocken läutert) stellt sich das unverheiratete Mädchen mit dem Rücken gegen die Tür des Zimmers, streift ben rechten Schuh ober Pantoffel vom Fuße und wirst diesen rücklings über ben Kopf. Zeigt die Fußbelleibung mit ber Spitze zur Tür. so geht die Tochter im neuen Jahre aus dem Hanfs, d. h. sie verheiratet sich. Sieht dabei der Schuh oder liegt ber Pantoffel auf brr richtigen Seite, fo wird bie Ehe glücklich, andernfalls ist das Gegenteil oder eine doch hin und wieder getrübte Ehe zu erwarten. Bekannt ist auch das Werfen mit Apfelschalen zur gleichen Zeit. Ein Apfel wird, ohne abzuietzm, ringsum abgeschält, und die Schale wird über den Kops geworfen. Aus den am Boden liegenden Apstlschal-Kttngeln wird dann der Anfangsbuchstabe vom Namen des „Zukünftigen" herausgelesen. Zum neue« Jahr. Kivchengesang von Eduatt» Mörtcke. Wie heimlicher Weise Ein Engelein leise Mit rosigen lüften Tie Ettre betritt/ So nahte der Morgen. Jauchzt ihm fbr Frommen, Ein heilig Willlommeir! Ein heilig Willkommen, Herz, jauchze du mit! In ihm seiS begonnen, Ter Monde und (Sonnen An blauen G z lten Tes.Himmels beioegt; Lich, 29. Dez. Die Erri^ biner St riegerae ächtnis > - aud1. für, u s re S^ d! verw r Li hw iVr Vereine u>ib b MM SZ bann WIT icchvltnE i Sport. tot Sonntag tp 0,8 "””Ä etzte erduM t Mmen «w M d-n i° M littet Spo !. JaMv.E &Sy , einet der "8 Jedenfalls «Ä « det dm A H kein Mb«« ^Tn««r '6el'ötnni. ier Turnhalle s ^'Dr.Noell- !r .einJhmmig 1( 2 der nach QWifct ge- Wird. Te^k-r xn »«M CT «Mil (’S- ULK- ÄWII‘ S W?en Ai f;t tn«f ICT«» ^A»L KZ» z”*1 ’M k' - Dich.'01 “«K 5wg «;°°L 'ytrtof. 1 aiW ? "n ML ^Q.üentiiaft Ellern u. ‘ ’n?6 Tb- g* di- IL ®ie|eRet 'lrnchv Arteili, « feierte am «Wtoetin am ^-DitM-lge nt Rahmen eine it Die Datbie. kW. Seht gw und mihle *n£ i seiner kernigen Weihnachten in hntr zur Einkehr ^eit. Eine Lv- ier recht Wich- lornerd» Maraoli : eine Einmhw ildetedenSGi lmLNeihnachv- Turnverein ei® tlMSabend b BegrühmM Lehrer 8W, m^nbl &- au" Dot. Darrui tnamige Trauernd reichen VM te vm ten M- Wanderers?Ä' aer aufgenir V 6 als Einb ,3n Lindenau i einer Treid» Bein. U den Tod des In das Schlotz Einbrecher ein Nenaedorhan' EDRnxxnter Tonnen liefern Diese Menge sei mehr lalS da§ anderkhalbsache dessen, ioas Deutschland "für den fcmisbranb benötige, mehr als das drei fache deS Bedarfs der deutschen Gasanstalten im Frieden amb mehr als das achtfache des Bedar's der gesamten deutschen Seeschiffahrt vor deni Kriege Tie verheerenden Folgen des Spaa-Ab kommens seien bekannt: BetriebSernstellungen und -Einschränkungen, ungeheure Erhöhung der Produl tionsunkosten. Aus Teulsckstand, das 1913 einen Ausfuhrüberschuß an Steinkohlen von 24 Millionen Tonnen zu verzeich^ien hatte, würde mit dem Verluste Oberschlesiens mit einem Schlage ein Aoh. lenernrubrland werven, Ties bedeute die Unmög- lichkeit, die ungckcurc Lebensmittel- und Rohstois- ein fuhr zu bekamen, bedeute aber auch, daß unsere Industrie in die Abhängigkeit des Auslandes gerate. Aeußerst wichtig für das Wirtsä>aftsleben Deutschlands sei bic oberscklesifchc Eis ? nin - du strie, die im letzten Friedensjahr mchr als 46 000 Arbeiter beschäftigt habe Die Ergiebigkeit der oberschlesischen Eisengruben sei zwar nur unwesentlich im Verhältnis zur oberschlefischen Eisenindustrie an sich, die zum größten Dell angewiesen auf Zufuhren anderer in und ausländischer Erze sei, und zwar in nicht geringem Maße auf Zufuhr aus dem Vogelsberg und dem TUltalc. Eine wichtige Rolle im deutschen Wirtschafts leben spiele auch die Zinkindustrie. Ti; »berschlesischen Zinhruwn lieferten 171/, Proz. der Welterzeugung dieses M:tollcs und ständen damit nicht nur in Deutschland, sondern auch ganz tn Europa an erster Stelle. Ban meiter.n Industrien seien die Bleigewimrnng sowie die Kalk- und Port- landzementindustrie zu erwähnen Alle diese Bodenschätze fci?n für Deutschland um deswillen von unschätzbarem Werte, weil Deutschland, wenn ihm Oberschlesien verlor:n ginge, die Kleinigkeit von 24 Millionen Tonnen Steinkohlen einfsthren müßte, nur um den eigenen Bedarf zu decken (die Ansprüche der Entente gar nicht gerechnet) ebenso große Mengen von Eisen Zink und Blei. Anders ausgedrückt, ein polnisches Oberschlesien würde bedeuten: Still- stand eines großen Teiles unserer Industrie, Ar- Leitslosigkeit, Hungersnot und die Auswanderung mindestens eined Drittels der gesamten deutschen ^Bevölkerung. Aber auch von diesem entvölkerten Deutschland werde dann der wirtschaftliche Zu- fammenbaid) nicht abzuwenden sein. Bleibe uns jedoch Oberschlesien .'rhalten, Aann habe Deutschland noch Ausfuhrwerte an Kohlen, Eisen und Zink, um die teuere, ab:r notwendige LebenSmätteleinfuhr bezahlen zu können. Dann verbleibe uns aber auch in Oberschlesim ein aufnahmefähiges Absatzgebiet für die ro ?ft- dottsche Industrie. Höchst interessant waren auch die Angaben, die Dr. Metschke über die Aussichten für die Abstimmung machte. Die letzte Volkszählung habe 2 224 000 Einwohner in Oberschleiien ergeben. Davon haben 1800 000 polnisch als ihre Hoe Muttersprache angegeben, 93 000 di' deutsche «nh polmsche Sprache als Vervehrssprache und 980 000 sprachen nur deutsch. Bet der gleichen Volkszählung wurde festaestellt, daß in O«rschle- -säen vorhanden waren 533 000 polnisch sprechende tatb 504 000 deutsch sprechende Abstimmungsberechtigte 400000 Oberschlesier seien nach den AuSwanderungsstatistiken in den letzten zwanzig Jahren nach dem übrigen Deutschland und ins Ausland auSgewandert, und von diesen rund 300000 in den Verbänden der Heimattreuen Oberschlesier ersaßt. Diese heimattv:ucn Oberschlesier, die wohl alle zur Wahl fahren werden, bildetm das Zimglern an der Woge. Die getrennte Abstimmung in für die Entente nur Mittet zum Zweck. Tenn bte reichsdeutschen Oberschlester würden je nach Ausfall der Wähl nicht als voll angesehen werden. Weiter hätte die Entente dann einen Grund, die Gh-enie, bte nach dem Friedens vertrag unter „billiger Berücksichtigung der Wünsckw der Einwohner" (wohl- gemerkt: nicht Abstimmungsberechtigte:!!) festgesetzt werden soll, zu Ungunsten Deutschlands zu verschieben. AlS zweiter Redner sprach Professor Kinkel, der zunächst seine Freude darüber aussprach, daß alle Stände und Parteien zusammengelommen waren, um ein Bekenntnis ihres deutschen Empfindens abzulegen. Diese Jhnt^rbung solle ein Protest sein gegenüber der Willkür der Entente, aber auch eine moralische Untmrü&ung der oberschlc- sischen Landsleute Tas schlechte Gewissen, das aus der Entente spreche, wenn sie nach einer Hintertür aus den für Teutschland günstigen Bestimmungen deS Friedensrertrag^ suto sei eine Gewähr für bte Gerechtigkeit unserer vsache. Es bestehe 6tc Öofftumg, daß bte Abstimmung uns OberscUesicn auch dann erhalten weiche, wenn es der Entente gelänge, ihren Willen durchtzusetzen. Als letzter Redner sprach Oberlehrer Dr. Lenz, her anschaulich die VernichtungSpolittk der Sieger schilderte. Die Entente möge den Bogen aber nicht über spannen, denn was 60 Millionen Deutsch?, zur Verzweiflung getrieben, vermögen, daS habe die Welt noch nicht gesehen. Schrecklich würde dieser Bcrzw:illmig5kamvf sein und der Untergang des Abendlandes mitsamt der stvlzen Liegerherrlichk'it Der Entnttt würde Wahrheit w.r den. Das deutsche Volk müsse aber danach streben, wenigstens in den großen vaterländischm Fragen ein einmütig aeschlos en-er Volkstörver zu w.'rden lind was der felsenfeste Will: des deutschen Voile Wiegand 'm Schlecht len wegen, Heinrich Erb II. Wwe. in Scho den back', Johann Schlosser in Schadenbach, H. Bohlitsch in Äulendieboch und Gastwirt Jäger in Rohrbach, gegen die der Deutsche Landarbeiierverbarch Frank- mrt a. M. Antrag auf Verhandlung gestellt hatte, wurde aufgegeben, ihren landwirtschastlichenArbeit- nehmern mit Wirkung vom 1. Oktober 1920 die durch Schiedsspruch des SchlichtungsauSschusseb in Gießen vom 28. Aprll 1920 festgesetzten Tariflöhne fTariftiertrag vom 4. Tezemöer 1919 und Zuschläge) zu zahlen. In einer weiteren Sache schlossen die Parteien einen Vergleich • Sitzung vom 15. Dezember 1920 Die Entlassung der Stteckenarbeiter der Vie- bertalbahn Karl Steinmüller und Wilhelm Schmitt von Rodheim a. d. B. und Heinrich Römer II. von Vetzberg wurde für ungerechtfertigt erklärt, weil ihr keine Arbe tSstrcckung bis auf 24 Stunden wöchentlich vorausgegangen war: der Verwaltung der Biebertalbahn wurde auferlegt, den Arbeitern den Lohnausfall zu vergüten. Die sinn 31. Dezember 1920 gegenüber den sämtlichen Angestellten der Versorgungskuranstalt Bad-Rauheim und des DersovgungslazarelteS Gießen ausgesprochenen Müubigungen wurden für unwirksam erklärt, weil die Arbeitgeber sich nicht gemäß g 74 des Betriebsrätegesctzos mit den Be- liicbsräten der Anstalten „möglichst längere Zeit vorher über Art und Umfang der erforderlichen Entlassungen und über die Vermeiduna von Härten bet letzteren ins Benehmen gesetzt" yat:en (d. h nicht den ernsten Venuch gemacht hat: en, durch Verhandlmigen eine Einigung zu erzielen: vergl. StammCTtiar von Feis-Si^er). Die Weiterbeschastiyungssache eines Bankangestellten wurde der Verständigung der Beteiligen überlassen. Eine weitere Sache wurde abgesetzt, da die Parteien eine Verständigung it Aussicht gestellt hatten. Zn einer anderen Sache schlossen die Parteien einen Vergleich Schachecke. Leute bringen wir die drei Preisttäger der „Zveizügerabteilung" des ProblemturnierS der „Wochenschau". Diese Aufgaben bilden mit den drei in letzter Samstagsrrummer gebrachten Aufgaben zusammen die Lösungsprersaufgaben des LSsungsturniers der „Wochenschau", dessen Bedingungen wir in voriger Spalte brachten und die man dort nachlesen wolle. Unsere Löser werden während der Feiertage Muße zum knacken finden! Der erste Preisträger wird von den Preisrichtent wie folgt beurteilt: „Für mich die Strone des Turniers! Leitticher erster Zug, prächtiges Daupt- spiel und starke Verführungen!" (Tr. Hermann von Gottschall. > „Unzweifelhaft an erster Stelle! Konstruktiv hervorragend mit sehr gutem Anfangs- psg und scharfer Pointe Eine meisterliche Sei» jtirng!" (Ado ftmtmer.) Nr. 54. 1. Preis „Etelka". Air wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, Zn keiner Not uns trauten und Gefahr! Wir Worten frei sein, wie di: Vat:r waren. Eher bat Tod, als in bet Knechtschaft leben! Wir wollen trauen auf den höchsten Gott Und und nicht fürchten vor derMocht der Menschen! Diese Worte des Rütlischwurs, der Ausllang der letzten Rede, Bangen als Leitmotiv aus der ganzen Sünbgebung. Zum Schluffe wurde folgende . Entschlietzung einstimmig angenommen und wird an das deutsche Auswärtige Amt und die Vereinigten Verband' der Heimattreuen Oberschlefiw übersandt werden. „Eine aus allen Schichten der Bevölkerung G«ßens stark besuchte Versammlung erhebt einmütig schärfsten Pwtest gegen den von den Alli- erten gemachten Vorschlag, die im Reick: wohnenden abstimmungsberechtigten Oberschlesier nicht n ihrer Geburtsgemeinde, sondern in Köln und nickst am gleichen Tage wie die in Oberschlesien wohnenden Obcrschlesier abstimmen zu lassen. Sie erblickt in diesen Vorschlägen einen bewußten Versuch, den Friedensvettrag in Bestimmungen, die den Polen und der Entente nach den Erfahrungen bei trüberen Abstimmungen als ungünstig erwiesen haben, zu brecheii. Die Versammlung erwartet von der Reick>Sregierung, daß sie mit der Festigkeit, die das fliecht verleiht, auch von der Gegenseite Vertragstreue fordert. Die Bhauptnng der Entente, daß sie bei verttagSmäßiger Ausführung der Älbstimmung die Ruhe und Ordnung in Oberschlesien nicht gewährleisten könne, ist ein leerer Vorwand. Die Ausreclsterhaltung von Ruhe und Ordnung ist sichergestellt, sobald die Entente den au len Willen hat Die Versammlung sendet den schwer um ihr Selbstbcstimmungsvecht kämpfenden Brüdern in Oberschlesiern deutschen Gruß und ist der festen Hoffnung, daß sie allen Vergewal- hgunaen und Rechtsbeugungen zum Trotze durch ihre Abstimmung ihr schönes veimatSland deutsch erhalten werden." lCird?e unb Schule. Q Aus dem Schlitzerlande, 29. Dez. Die Not spende für die Innere Mts fron hat auf dem Lande recht erfreuliche Ertrage ein- gcbvacht. So gingen tn dem kleinen Znrchsptet Quea 2160 Mk. ein, wozu noch 145 Mk. Zkivchew. kollekte für den gl cito Zweck kommen. In der llernen Psarrei Kreutzers Grund imrrben nahezu 800 Mk. für den guten Zweck gespendet. z= Södel, 28. Dez Nun hat auch unsere Gemericke wieder ihr altes Geläute, wie wrr cs aus der VortriegZeit gewohnt waren. Von der Firma Rincker in Sinn find zwei neue ®rotne* glocken geliefert worden, die zusammen 43 000 Mk. kosten Diese Kosten werden Mn Dell von der Gemerndekasse bestritten, zum Teil durch reichlich eingegangene freiwillige Spenden gedeckt. Wrr haben fetzt wieder drei Glocken, von denen die'eme die Insckrift „Ehre sei Gott in der Döhe", die andere „Den Menfck-en ein Wohlgefallen" trägt. Die Inschrift des alten Glöckleins aus der Frte- denszeit lautet: „Friede auf Erden". © Schlitz, 28. Dez. Obwohl unsere Stadtschule schon seit Jahrzehnten über 8 Lehrkräfte verfügt, unterblieb doch bisher die Bestellung eines Schulleiters. Erst jetzt ist ste durch die Ernennung des Lehrers Adolph zum Rektor erfolgt. Es hatte das seinen Grund darin, daß muii altem gräflichen Präsentatüm-Srecht die Kirche Anspruch auf die Rektoratsstelle hatte. Bis vor nicht allzu langer Zeit ist auch ein „geistlicher Derr" immer Inhaber der Stelle gewesen. Er hatte den Unterricht rn der obersten Knabenklasse und mußte gleich' zeitig die Pfarrei Willofs mitversehen. Es sind zum Teil bedeutende Schulmänner und Theologen gewesen, die die Rektoratsstelle inne hatten. Genannt seien nur Johann Unger, ein Zrglling des Waisenhruses in Dalle, und daun Johann Ferdinand S ch l a z, die vor 100 Jahren um das Schulwesen große Verdienste grhabt. Besonders di- Erinnerung an den letztgenannten, dessen Grabstein mit der einfachen Inschrift: F. Scklaz" am unserem Friedhof noch, erhalten ist, verdient weder einmal oufgefrifcfrt zu werden. Er war ein Geistesverwandter der Auskläriing und wird mit Recht als der „Rockvw SüddeutschandS" be^nchnet. Schlaz, der Reformator des ^cksitzerländer Schulwesens und Verfasser des „Denffmmdcs" und vieler anderer Schulbücher, war frier als Oberpsarrer tätig .und wurde Inspektor der Schulen. Ws Lehrer und Schulauffickrtsbeamter hat er eine sey-nsreiche pädagogische Wirksamkeit entfaltet, als em Bahnbrecher auf dem Gebiete der Schulreform hat er mit den Größten seiner Zeit in engem schriftlichem Verkehr gestanden. Geboren war Scklaz in Markt- Jppersheim in Ansbach-Dayreuth, er starb hier 1839 als Konsistorialrat Er ist der Großvater deS als religiösen und theologischen Schriftstellers sowie durch seine schönen .Ander: roeitbin bekannten D. theol. Georg Christian Dieffenbach, der 1901 als Oberpfarrer und Kirchenrat hin verstorben ist. Schlichtungsausschutz der Provinz Obcrhcssen. Sitzurrg vom 9. Dezember 1920. Für den Arbeiter Richard Frey auS Wetter- seid, der von der, Fi ma Bauxit werke, Gewerkschaft Vereinigte Preiß 4/5, Grube Langsdorf, kündigungslos entlaßen worden war, hatte der Bergarbeiterverband Anttag auf Wiedereinstellung ge- stclllt. Der Anttagsieller wurde zur Entscheidung der Frage, ob ein Grund zur fristlosen Entlassung vorlag, auf den ordentlichen Rechtsweg verwiesen. 8 6 5 3 3 2 Matt in zwei Zügen. Nr. 55. 2. Preis „todR gewinnt". Weiß: K ab, D c3, T f8. T b4, S c6, Leö, f4, B e3. (8) Schwarz: Kc4, D h8, Th6, Sb2, S ß5, Lb8, L fl B c7, c5, c4. g7, h7, (3, f2 (14) Matt in zwei Zügen! Nr. 56. 3. Preis „Sommemachtstraum". Weiß: Kcl, Df6, Sa6, Sa3, Lab, Lf3, Bd5, d5, e2 (9) Schwarz: Kd4, Seb. Sg6, Lbl, Bc4, c2, d6, f7, f4, (9) Matt in $nei Zügen! Berichtigung. Der dritte Preisttäger der Dreizüger, bte wrr in voriger Nummer b achten, nxrr zum Turnier in zwei Fassungen eirwefanbt wo öden, wovon br.t eine ebenlösig war. Wir brachten zufällig bteie falsche Fassung. Folgendes ist die ttchttae, be allein für das Lösungsturnier in Bettacht kommt. III. Preis .H2 02 Nr. 11,a-. Weiß: Kd7, Del, T a2, Sb6, Se2, B a5, k2. (7) Schwarz: Kc5, La6, Lf6, Sal, Sg5, B b7, c6, b5 (8) Matt in drei Zügen. krßklssßiie Müöinastii eufibrik sucht rübriae lllM6s Vertreter für die Bezirke Ober» dessen,tbürina Staaten, Cassel, viest. Offert, unt. 0. PI. 194 an Rudolf Masse, Mannheim. Generalvettrleb bzw. WencralbcDot uns. Torfmaierialien. Cfen- auAÜnbcr ufio. wird er- neben. StandeSaernäkeö Einkommen. Schr. Anaeb. unter 13765 a. d. Gieß. Anz. Hausbnrsche vom Lande nefuebt. Ernst Bal «er« 13858 Mäusvurg. StöfgfnmaMf DomcnttndHerren »nm Verkauf von Seife, Sei'envulver.Lederfelten Maschinenäl an Prioai- kundfchafi bei hohem Verdienst gesucht. 1 SRI Iss gronnartetlUDlitjDoiDer- Soöti! Seoul Fran kfurta.M.-West Adalberistraße 71. Tüchtiger Klempner und Installateur gesucht. 13737 Heinr. Meckel, Wetzlar. 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Klrcblicbe Nachrichten Evangelische Gemeinde. Staotkirche. Freitag, 31. T«z., abds 8: SilvestrrgotteSoienft Pfr. Becker -Johannes- k i rche. Frei.'ag, 31. Dez., abds. 8: Silvester» gotteSdienst. Pfr. AuSfeld. Samstag, 1. Januar NeujahrStag Lvllekte für die Orttarmen. Stadtkirche. Bonn. 9>A: Oberl. Liz. Te. Adolph. Abds. 5: Pfarrafi. Ramge. — Sonntig, 2. Jan., vorm 9l/>: Ordination d neuernoimtcn Pfarvasnst. Müller. 11: Sttuberf. t. i>. Markus» jem. Pfr. Becker Abds. 5: Pir. Mahr. — Jo- hanneSkirche. Borm. 9Vi: Pfr. BechlolS- Heimer. 11: Kinderkirche f b JodannkSgem. Pfr. AuSfcld. AbdS. 5: Pfr. ?luSttL Va8: ll: Gelegenh hl. Beichte. 7: Dl. Messe. 8: Austeilung d. hl. Kvmmun. 9: Dochamt m Pr. 11: Dl. Messe m. Pr. Nachm. 5»/,: Fest-Andacht m. Segen. 5 u. 8: Gelegenh z. hl. Beichte. — Diaspova-Gottcsdienst am 1 Jan. In Grünberg vorm. 9V». — Sonnig, 2. Jan. Sonntag nach Neujahr Vorm. 6»/,: Gelegenh. z. hl. Beichte. 7: Dl. Messe. 8: Anstellung d hl. Kommunion. 9: Dochamt m. Pr. 11: Dl. Mess« m. Pr. Nachm. 5V-: Andackit. — Freitag, vorm. 7 Uhr ist Segensmesse. — Ka t ho l. Gottesdienst. Lich. 31. T^z., abbs 8: Silvester- predigt m. Dankgottesdienst. 1. Jan. Bonn. 10 u. nachm. V-3. 2. Jan Bonn. I/38. An den Wochentagen jeden Morgen 7V* Uhr GoUcsdienN. — Düngen. 1. Jan., vorm. 8. — au bad). 2. Jan., vorm. 10 Uhr. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion den Publikum gegenüber keinerlei Brrantwortung.) „FriedenSbier." Auf das „Gimgtfanbt" im ,,Gießener Anzeiaer" ist zu erwidern: Das 13prozentige Bier wird aller- dmas m Schiltigheim bei Sttaßkmrg gebraut, der Inhaber der Brauerei ist jedoch ein Badener. Bon den in dem Artikel erwähnten Brauereien rührt das Bier nicht her. Dem Verfasser deS „Eingesandt" scheint nickt bekannt zu sem, daß unsere leistungsfähigen Großbrauereien durchweg Auslandsmalz beziehen und ihrcrse ts 12prozeiitigeS Bier ins Ausland liefern. Äuch unsere kleineren Brauereien sind größtenteils aus AuslandSmalz angewiesen, da von dem im Deutschen Reich vorgesehenen Malzkonttngent bisher nur eine kleine Menge gelie.ect w.w^en konnte. Auch aus Frankreich wird Mal» nach Deutschland eingeführt. Würde die Einfuhr des in Schütigheim gedräuten Bieres untersagt werden, so würde Frankreich sichttlich mit Gegenmaßnahmen antworten. Es ist ganz unverständlich, wie der Verfasser des „Emgesandtt' einem Wirtschaftskriege das Wort reden kann, da gerade Deutschland ein groß-S Interesse daran hat, endlich au? seiner wirtschaftlichen Isoliertheit herauszukommen und neue Verbindungen, auch mit seinen früheren Feinden, anzubahnen. Uebrigens wird auch da; 8prozentige m Deutschland gebraute Bier zumeist aus AuslandSmalz h:rgestellt. Bei dieser Sachlage habe ich keine Bedenken getragen, den Verschleiß b?S Bieres aus Straßburg zu übernehmen. Ueberdres ist mir bekannt, daß das Bier in ganz Deutschland vertrieben wird. Bemerkt sei noch, daß */ln Liter nicht zu 4 Mk., sondern zu 3.23 Mk. verkauft werden. Nach alledem a'cubc ich, daß wir Deutsche daS Vier unbedenklich trinken können, ohne baß hieraus der Vorwurf hergeleittt werden kann, nur „unterstützten" damit den fanatischen Sieger. E m i l S ch m a l l, Biergroßhandlung. Biiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiimiiiimiiiiiig E X Unser erster, nach sechsjähr. Z = - Pause wieder stattfindender - llnventur-Ausverkaufl = i : = l beginnt am Montag i - j l den 3. Januar 1921 \ » | s | : = |Wagener & Schlötel) - Frankfurt a3L, Qoethcstraßc 9 u. 11 : = : : — = : = = Wk.ijer Ansverkauls Isl d. Ceichafl v. M7, ü. geschlossen = aiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii« e,,n') Zuvrrl. Mädcken, dem an guter Dauerstellung liegt, in kleinen, ruhigen Haushalt gesucht Marburger Str. 110. W. MchkN? für Küche und HauS bei bobem Vobn gefuchi. 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Berlin nicht als imgünftii 30.12. 29- 12. 30.12. (uhmft sein wird, läßt sich 77,')0 itbeii Boden neu ge- 343,50 676. 284, 340, 339, 430'- 432,50 435,- 7, 23, Panflavin gei. feien. Entstehen begriffen, imb im Ausland wird eine Dom chen. 29.12. 77,50 324, 385. 239, 785, 333, eifrige Propaganda betrieben. Aber viel wichtig noch als die Höhlentouristik ist die Gewinnung 1 IG,89 81,85 12,92 409,- 583,- 344,75 320,- 679,- 30.12. 8,97 4,40 9,- 179,75 199,- 907,- 2,67 23,- 1,35 460,- 316,50 282, 5 329.50 246,- Maciä-Verkündi< 1652 mn 1. M nit Loge! mnt 225,25 244,50 258,55 74,08 42-t,2O in der näck schwer sagen. 1461, 224,75 244,- 257,45 73,92 427,80 179,50 199,- 191,75 550,- 408,25 !400 - in Venedig bis zum Jahre Der 25. Marz hat frch tn 29.12. 8,95 4,37 9,- 77,50 66.10 65,90 62,75 180, - 326,50 247,- 219,75 200,25 179,50 195,50 194,50 549,- 407, - 400,75 574,75 344, — 319,- 665,- 574,75 ^.c deutsche Kaliindustrie wieder zur Au«!uhrindustrie zu werden beginnt. So ist lest nut Italien ein Kaliab kommen gerro-sen worden, und Verhandlungen mit den Donaustaaten nnö Rumänien dürften ebenfalls zu Abfchlüscn tuhren. Auch 'Jltamfa, das sich bekanntlich wahrend des Weltkrieges bemüht hat, sich unabhängig vom deutschen Kali zu machen, wird bald wieder beut- Kali kaufen. Aber wir dürfen niemals oer- geisen — und das jetzt in England angenommene Farbeneinfuhrverbot liefert dafür einen Beweis —, daß wir noch einen sehr schweren Kampf um die Wiedereroberung des Weltmarktes zu führen haben weiden. reite für Kaffee und Zucker, loelche Waren die Grundlage der Ausfuhr von Guatemala bilden, sind in der letzten Zeit erheblich Die geschäftliche Lage des Landes ist bislang 1 ru bezeichnen. Aber wie es 16,85 8 .65 1 ,98 tragsfähigkrit deS Ackerbodens wäre ivohl für de« Ernährungszustand und die Arbeitsfähigkeit deS aesamten Volkes von rettendem Einflust. So zeigt fdjon der Ausblick in die nächsten Folgen der bt> Sn neuen Ausbeutung des Plwsphorreichtums un- er Höhlen ungeahnte Möglichkeiten von tocit*i gehender Bedeutung für die WiederaufrichUingll eines unglücklichen Volkes." der Tungmitte! für den bungembeu Boden neu gi geben Tie Wirkung auf Ernten nsfall und Ei 223,75 2 1,70 257,20 72,92 431,15 961,50 953,50 1M8 16/>2 81,65 81,85 12,98 13,02 206.10 9.05 1.575 7.40 39.- 23 22 22 90 40.95 1.15 657 50 4.10 „NeujaHrseier" zu verschenken; bieje Bezeichnung Ziel: vielmehr länglich auf solche, die unS „Xt5- neue Jrchri' zur Osterzeit beschert. ?lber man hielt sich nicht nur an dreien einzigen Termin. An den Niederlanden würbe Der Jahresanfang am Karfreitag ober Mrsmnstg begangen, m manchen Landschaften am Tage von So wurde tn den Landern, in denen man die altrömische Ueberlieferung und den lateinischen Kalender nicht tonnte, der 1. Januar als Jahresmrfang einfach gestrichen. Hinsichtlich uni er er einheimischen Ueberlieferung war das nicht fo kurzerhand möglich, denn sie war in natürlichen Vorgängen begründet. Diesen patzten sich bte Sendboten der neuen Lehre, so gut es ging, an; mit wechselndem Glück. So wurde in unseren deutschen Gauen der Jahresanfang in Verbindung mit Ostern begangen das zugleich das AuferstthungAest des SBcfb» Heilands und der neu verjüngten Natur war. Nur scheinbar steht dem entgegen, was Dr. Martin Luther gegen die Gregorianische Kalenderreform vom Jahre 1582 schrieb. „Wir Christen sahen unseren neuen Jahrestag am heiligen Ehrist- tagc, wie die Jahreszahl zeiget, datz man schreibt: im Jahr nach Ehristr Geburt." Ja, wann feierte man damals Christr Geburt? Nicht am winterlichen ,Heiligen Wend" oder tn der „Heiligen Nacht", sondern ein Vierteljahr später, am 25. März, zu Frühlingsansang, und so fielen zwar nicht, wie es sprichwörtlich heißt. Ostern und Pfingsten, wohl aber oft das Christfest, i»5 Osterfest und Neu ahr auf einen Tag! So ist and? der — ohne solche Erklärung kaum verständliche — Beschluß des Landtages zu To rgau vom Jahre 1626 zu begreifen, der allen Kmdern das damals sehr überhand genommene Besuchen bet ihren Paten verbot, um sich Neujahrs- oder Osterei« zu holen. Lm L Jlvruar hat niemand Marknotierungen. Datum: Glitsch lWlor ' bfflbtnbttrg, «ginnen am icrHagbtm wuar 1921, M 8 Uhr, :em Verelnttokal n>a6“, Bahnhof , einen sänger- iterricht men u. Herren, richlßgeld L M. ehlich Lehrmiiiei. Zungen zu Be> ZUnierrichiSoher , 1. forschenden. ytQbtoberlefretät lieih, Norden' tt Voritand Stolze - Lldrcv D, Ziehen. 2302,70 2 07,30 2287,70 229 2,30 450,25 451,25 452,- 453,- ll''6,30 1169,70 1’48,85 1151,15 1153,80 1156,20 1141,35 1143,65 ag den 2. Jan.. itt.>/,3llbe, e> lfl, $lattnira6e: mmeckB aitarieiizüchstk । -Liebhaber, willkommen! Einbermr. Frankfurt a M., 31.De). Berliner Devisenmarkt Frankreich bis ins 13. Jahr hindert, tn Spanien bis zum Jahre 1850, in Florenz und Pisa bis zum Jahre 1794 erhalten. Nur wenig vorher, am 30. November 1766, ordnete Kaiser I o s e j 11. durch ein Handschreiben an, datz die bi i dahin zu Weihnachten und Ostern üblichen Gratulatronen künftig am 1. Januar der Hose abzugeben seren. Damit trat der Jahresanfang des altrömr- schen Kalenders auch für das Heilige römische Reich deutscher Nation wieder tn fern altes Recht, das man ihm in Frankreich im 10., in England und Skandinavien tm 11. Jahrhundert strer rg gemacht hatte, und das man ihm in Frankreich schon cm Jahre 1564, in Spanien im Jahre 1575, in Rußland tm Jahre 1706 nnebergab. Nach und nach traten überall die einstigen kircAichen Bedenken gegen ferne heidnische Ableitung vor allgemeineren Rücksichten zurück, und so bezeichnet letzt der 1. Januar als „Neujahrstag" den JahreS-. an fang in aller Welt. Geld Brief Geld Brief Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen ?w2h'olm *. Wien . . . . London. .. Paris . . . New.York Wechsel auf: Holland Deutschland Wien Prag Paris London. Italien Brüssel Budapest New-Pork Agram 319,- 284,50 501, - 295,- Zürichrr Devisenmarkt. 30. 12. 31. 12. 224,25 2 2,30 2)7,80 7 ,C8 431,95 Datum Amsterdam» Boller Brüssel-Antwerpen Thristiania.... Kopenhagen . . . Stockholm .... Helfingsors. ... Italien London New-PorK. ... Paris....... Schweiz Spanien Wien (altes). . . Deutsch-Oesterr. . Prag Budapest Bulgarien .... Konstantinopel. . Frankfurt Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs Der Jahresanfang. Das Jahr ist rund. Ein Ring, em Kreis, der sich unablässig von einem Dag zum anderen öroht; daher sprechen wir auch vom „Jahreslmif". 3m übrigen eine Zeitspanne, bte durch den Gang der Gestirne, vor allem der Sonne, bestimmt wird, lud) das ein ewiger Kreislauf. Mer dennoch erkennen wir die Wendepunkte: einen Tag, an dem Ite Sonne am höchsten steht und einen anderen, en dem sie am tiefsten fischt, — der längste und ter kürzeste Tag! — dazwischen je eine Tag- und Aachtgleiche. Temzufolge erscheint uns jetzt das Lahresrund vierfach gegliedert; wir rechnen mit rier Jahreszeiten. Unsere Vorfahren, die tn dreien Trugen noch nicht so fein unterschieden, rechneten für mit zweien: Sommer und Winter. Doch auch die dazwischen liegenben Wendepunkte waren trnen vicht unbekannt. Ter Frühlingsanfang namentlich trat vor aller Augen deutlich in die (Srfdyrinung So wurden aus den anfänglich zwei Jahreszeiten allmählich drei, noch später kam als vierte der Derbst hinzu. Wann aber war der entsdxndende Dendepunkt für das ganze Jahr? Ter Jahresanfang? Der Neu ahrstag? An zwei verschiedenen Zeitpunkten wurde der begangen. Im Winter, wenn die Tage immer kürzer wurden, glaubte man, datz es mit bem Lichte, mit der Sonne, mit allem Leben ganz, zu Ende gmge, bis dann das ^onnenrab — in immer Heiteren Kreisen — wieder aufwärts rollte und tot neues Jahr erschien. Schon die alten Römer, Schweizer Franken 100 Fl. =206.10 ----- Datum: Se/e Deut Urltgsanl. *•/, Deut. Neichsaul. 3e/e Deut. Nexhsanl. 4e/e Preuh Konsuls Darmstädter Banst. Deutsche Banst . . . Disconlo Gesellschaft Dresdener Banst . . Nationalbank f. D. . Mitleid. Creditbank. H.-Amerist Pakets. . Norddeutscher Loyd . Boch Guhslahlwerk . D.» Luxemb. Berg«. Gelsenstirch. Bergw. . Harpener Bergbau . 6berschl.Eiseno.-D. . Oberschles.Eisenind. . Phönst.Bergb.Astt. . Bad. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerke. Elektr. A. G. G. Schuckert- Werke . . Fellen- Guilleaume . Daimler Bud.- Eisenw.» Akt. . Adlerwerke 4*/,Hess.2taatranl. . Electron Griesheim . HöhlendüngerS. Tie österreichische Regierung hat durch das sog „Höhlendüngergeietz" olle Vorkommen der Art rür S ailSrigenkum erklärt und in der .Höhlcnkommifi'ion" eine eijene Ve^ Hörde einge eyt Fast alle Höhlen besitzen .'inen geradezu «unerschöpflichen Reichtum an prähistorischen Fäkal en und Sbia(benab!qgerungen, die meist unter meterhohen Schichten JalnHunderte alten FlodermauSguanos begraben liegen: doch weist auch die Muttererde beträchtlichen Gehalt an leicht löslicher Phosphorsäure auf. Für die chemischen Untersuchungen und die Feststrilung deS Höblen- düngers steht eine staatliche Sonderanstalt, daS Höhlenlaboratorium von PeggMi, zur Verfügung, und in der Peggauer Höhle Ixit man audi schon mit der Gennnnung begonnen. Tie Ergebnisse dieses Hohlendünger abbaues lassen sich zahlenmäßig nickt angeben, doch ist mit ganz gewaltigen Erträgen zu rechnen, auch wenn man die sehr wahr» sck^rinliche Entdeckung neuer Lager noch nicht in Diedmung stellt. Tic Drack-enhöhle bd Mixnitz in. Steiermark lätzt allein einen Ertrag von mehr als 71/3 Millionen Kilogramm reiner PhoSphvr- säuve im Werte von mindestens 225 Millionen Kronen erwarten; dock kann sich die förderbare Menge auch leicht auf das Doppelte erhöhen. Bedenkt man, datz in Oesterreich weit mehr als 1000 Höhlen schon entdeckt sind, so fieljt man, datz es sich 'liier um Milliardenwerte handelt. Der Weltbedarf an Phosphorsäure beträgt gegenwärtig 3,9 Millionen Tonnen im Jahr, di? Welt- sörderung nur 2,2 Millionen. Tas Riese.idcnzit an Phosphorsäure, das mit eine Ur ad« der heutigen WirtschaflSnot ist. wird durch bte nennt Höhlendüngerftoffe beträchtlich verringert werden. „Unabsehbare Konsequenzen lätzt die Erschlietzungt des österreichischen Höhlcngebietes erwarten", sagt der Verfasser „Nicht nur, datz Oesterrrich und Deutschland, vorn Zwang zur Einfuhr landwirt- sclwftlidrr Tüngemutel aus svernden Staaten befreit, die Stärkung des heimischen Geldwertes mit verbesserten Aussichten unternehmen könn.'n, es wird auch die Möglichkeit zur Zuführung genügens lieber die Angestellten Verhältnisse in (Guatemala schreibt uns die Auslandabteilung des Kaufmännischen Vereins von 1858 in Hamburg: I" der letzten Zeit ist eine große Anzahl deutscher Angestellter für deutsche Häuser nach hier gekommen, womit der Beoarz für die nächste Zeit gedeckt fein wird. Wir raten daher nach wie vor davon ab, ohne feste Stellung hierher zu kommen. Dermilcbtef» Oesterresths unterirdische Riesenschätze. Das arme Oesterrrich ist wirtschaftlich so völlig gebrochen, daß an seiner Wieder au frichtung gezweifelt wird. Aber wo die Not am größten, da ist auch die Hilfe am nächsten. Wie Edgar Vilnai in der „Umschau" nrittrilt, bergen die neuent- deckte nHöhlengebiete des Landes autzer- ordentlicfi große Werte, die bei ganz bescheidener Einschätzung hin reichen, um die gesamten KriegsschuldenOesterreichs zu decken Wir haben bisher hauptsächlich von der! wissenschaftlichen Bedeutung der großen Höhlen gehört, bereit sich in jüngster Zeit eine eifrige Höhlenforschung annimmt. In Vilnois Aufsatz wird nun die wirt schaftliche Seite beleuchtet. Da ist schon die Bedeutung der HWen als Sehenswürdigkeit für den Fremdenverkehr nicht zu unterschätzen E. werden bequeme Spaziersteige in das unterirdisch Eis gehauen: ein riesiges Höhlen Hotel ist im verändert. Im freien Verkehr wurden Neckarsulmer S bewertet, 360, 362. Dartsche Maschinen ft 370 Geld genannt. Holzmann waren ab» geschwächt 363, 364. Benz-Motvren 263. Mans- selder Kuxe 4725. Aus dem Gebiete der Auslandswerte ermätziat.n Deutsch Petroleum ihren Kirrs- stand 2080. Mexikaner lagen vernachlässigt. 5proz. Goldmex. 690, 4Vrprv;. Irrig. Anleihe 511 schwächer. Von Elektrvpapieren trat weiteres Interesse für Bergmann hervor, mit 345 zogen fae um 7Proz. an; auch AEG. fest 324 plus 2Proz. Chemisch Attien behauptet. Tellus Bergbau 430 rationiert stiegen um 8, Fränkisch Schuhfabrik 295 rat. 5 Proz. Adlerwerke Kleyer lagen im Angebot und verloren mit 333 7 Prvz. Als höher an zu führen sind Badisch Maschinen 369, Metall Dannhorn 280, beide je 5 Prvz. gesteigert. Loko- motivf. Krauß waren stärker gesucht 409, plus 11 Proz. Karlsruher Maschinenf. 552, tKus 17 Proz. Kaliwerte fanden zu höheren Kursen Ausnahme. Bochumer stellten sich auf 550, plus nüchtern, praktisch, stellten hierüber Berechnungen an. In der Zeitrechnung ihres yveiten Königs Numa findet sich demzufolge bet 1. Januar als Jahresanfang bezeichnet. „Januari" leitet sich von Janus" ab. Tas bedeutet so viel wie „Durchgang" und ist zugleich der Name eines Gottes, der zwei Gesichter hat, mit deren einem er rückwärts — auf das alte Jahr — und vorwärts — auf das neue schaut. Unsere germanifchen Vorfahren waren mdjt so genaue Rechner; astronomische Bsobachtungen lagen ihnen ferner als den Seefahrern der Mittri- nteeriänber. Gewiß entging and) ihnen der ,Sonnenstillstand" in der Winterszrit nickt; sie begingen jbn in heiligen, weihnachtlichen Nackten. Aber mel sinnfälliger trat ihnen der Jahresanfang zum L e n z b e g i n n in die Erscheinung. So rechneten sie mit dem Jahresanfang vorzugsweise erst mit dem Frühlinysanfväv (In einem Tell der Auslage wiederholt.) Klara Zttkin. Paris, 30. Dez. (WTB.) Die bet „Matin" berichtet, wird Klara Zetkin, wenn man ihrer habhaft wird, verhaftet werden. Man wirb vor allln Dingen die Papiere, die fie sich verschafft hatte, prüfen. Wenn sie keine belastenden Schriftstücke bet sich führt, wird fie an der Gren-e ab* geschoben werden. Rtmbüvrrfall. X Gelnhau sen, 29. Dez. Ein aufregender' Vorgang mit ttaaifchen Folgen hat sich in Obern- bori bei Bad Orb zu getragen. In der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch erschienen vor dem Pforr-, Haus vier unbekannte Personen, bte; unter einem Vorwande Ein laß begehrten. AlS ihnen der Zutritt gewährt worben war, überfielen fie oen Pfarrer, knebelten ihn und raubten die Wohnung aus. Wertgegenstände, Geld u a m. fielen in ihre Hände. Darauf begaben sich die, Einbrecher in die Kirche und plünderten dort gleichfalls in ausgiebiger Weife. Inzwischen war telegraphisch der Landjäger in Bad Orb benach» ridjtigt worden, der fick mit dem Stadtdiener auf den Weg nach Oberndorf begab. Unterweg - kamen; die vier Einbrecher heran, die den Polizeibeamten' Auriefcn: „Hände hoch!" und Schüsse ab gaben. And) der Landjäger machte fron seiner Sckmtz-. Waffe Gebrauch und erschoß den einen der Gin* • brecher, der ein gewisser Wilhelm Busch aus Frank-, furt sein soll. Ein anderer Einbrecher wurde festgenommen. Tie beiden anderen Einbrecher entkamen. Das deutsche Wirtschaftsleben im Zahre 1920. , Von Ernst Collin. Wir entnehmen die nachstehenden Ausfuhr tomgen der „Deutschen Industrie", dem Organ des Reichsverbandes der deut chen Industrien: Versucht man, die Entwicklung des deutschen Wirtschattslebens während des vergangenen Jahres durch eine Linie zu veranschaul'^hen, so wird man unschlüsiig fein, -»6 man das Ende dieser Linie nach oben ober nach unten weisen lassen soll. Bedenken wir, daß dieses Wirtscha tsjahr als das uoeite nacb der staatlichen Umwälzung und der Beendigung des Krieges, ein Jahr ungeheurer, als vereinigte Au-w:rkungen des Krieges, der Revolution und des Friedensverttages zu betrachtender Schwierigkeiten gewesen ist, daß der Ausblick gerade am Ende des Jahves mehr denn je in Dunkel gehüllt ist, datz aber doch gewisse Merkmale der Besserung — wenn auch kaum deö Aufschwungs — vorhanden sind, und daß wir von einem ernsthaften, nach Wiederaufbau zielenden Wlllen sprechen dürfen. AlS erschreckend muß die Klarheit bezeichnet werden, die uns das Jahr 1920 über die Lage Unserer Reichs!inanzen gebracht hat. Es möge genügen, festzustellen, daß die schwebende Schuld des Reiches aus diskontierten Schatzanwrifungen fich von 85,3 Milliarden am 15. Januar auf rund 148 Milliarden Mark am 10. Dezember vermehrt hat. Es ist überflüssig, immer wieder darauf hinzuweisen, wie eng die Gestaltung unserer Wirtichastslage mit der un crer Reickfs- f inanzen zusammen hängt, und wie die Gesundung des Wirtschaftslebens erst die der Finanzen zur Vorbedingung hat. Ms ein für die deutsche Wirtschaft verhängnisvoller Faktor hat sich ferner die zunehmende Inflation, d. h. die Vermehning des llmlaufs an papiernen Zahlungsmitteln, erwiesen. Betrug der Umlauf an Reichsbanknoten 35,7 Milliarden und an Tarlehnskassenschrinen 13,8 Milliarden, also zusammen 49,5 Milliarden am 31. Dezember 1919, so weist die Reichsbank nach ihrem letzten uns vorliegenden Bericht in der ersten Dezemberwoche einen Banknotenumlaus fron ,rund 64,7 und einen Umlauf an Darlehnskassen- febemen von rund 12,3 Milliarden, also insgesamt von 77 Milliarden, d. h. gegenüber dem Jahresanfang eine Vermehrung um 27,5 Milliarden Mark aus. An die Spitze derjenigen Eveignisse, die daS Jahr 1920 als eines wachsender wirtschaftlicher Schwierigkeiten kennzeichnen, steht das S Paa er 4to bien ab to m m en vom Juli, bas uns für ein Halbjahr (vom 1. August 1920 bis 31. Januar 1921) die Verpflichtung der Lieferung von monatlich zwei Millionen Tonnen Kohle, und in der Hchiptsache von Steinllrhle an die Alliierten auf» erlegte. Ob nad) dem 31. Januar des nächsten Jabres unsere Verlragsgegner auf der gleichen Ablieferungsmenge bestehen werden, durch die unsere Industrie an den Rand einer Katasttophe geführt werden würde, steht noch immer nidjt fest. Was in das deutsche Wirtschaftsleben immer wieder ein Gefühl der Unruhe hineinttägt und ständig die Gefahr wachrufi, daß erreichte Erfolge wieder vernichtet werden, sind die andauernden Forderungen unserer früheren Gegner, Forderungen, die sich auf den F r i e den s v e r t r a g gründen, aber nicht immer in diesem ihre rechtliche Begründung sinden. Nur erinnert sei an die ja immer noch nickfit vollständig geklärte Frage der Dieselmotoren, deren geforderte Vernichtung unausdenkbare Folgen für unser Wirtschaftsleben gehabt hätte. Und der Kampf, den die deutsche fRegienmg monatelang um die verlangte fast völlige Ablieferung unserer Handelsflotte geführt hat, zeigt ebenfalls, wir der Friedelisvertrag ein um den Hals der deutschen Wirtschaft gelegter Strick ist, den derjenige, der ihn in Händen hat, jeden Augenblick zuziehen kann. Es ist ein Gemeinplatz, zu sagen, daß die Wiederherstellung der Kaufkraft unseres Geldes davon abhängig sein wird, ob wir unsere Ausfuhr auf die Höhe unseres Einfuhrbedarfs bringen Titanen, wenn wir uns nicht gar bemühen müssen, sie über diesen hinaus zu steigern. Erstarkung der deutschen Produktionskraft bildet hier die eine Möglichkeit, dies zu erreichen, Revfiion des Frie- tensvertrags die andere. Daß der Friedensverttag ton Versailles, dessen für unser Wirtschaftsleben torl)ängnisvolle>» Folgen wir in diesem Jahre bereits in ihrer vollen Schwere kennengelernt haben, ’o umgestaltet wird, daß die deutsche Wirtschaft ihre im Tienste der Weltwirtschaft liegenden Auf- rist L. Wolsf, 21. Fritz Reiber u. Frau, 22. Tele gravhenasnstent D. Becker u. Frau, 23. Pfarre: Bechiolsheimer u. Frau. 24. Prof. Dr. Hevdtng u Frau. 25. Kirchenrat Strack u. Frau, 26. Frat Kommerzienrat «Georgi, 27. Lehrer Wörner, 28. Avo- theker Pascoe, 29. Frau Dora Nassauer, 30. Ober- mustkmeiner Löber, 31. Pfarrer Autzfeld, 32. In» stallationsmeisrer Karl fiolb u. Frau, 33, Karl Luncker u. Fran, 34. Adolf Fischer u. Frau, 35. Suß* Lchman u. Familie, 36. Medizinal rat Dr. Walger, 37. Geschwister Helienbein, 38. Frau Müller geb. Helfenbein. 39. Bäckermeister Schomber u. Frau. 40. Fabrikant Georgi u. Frau, 41. Apotheker Schwie der u. Frau, 42. Direktor Stolte u. Frau, 43. Land gerichtSrat Neuenhagen u. Frau, 44. Kaufmann Karl Horn u. Frau, 45. Frau Mathilde Lotz- 46 Georg Lotz u. Frau, 47. Verlagsbuchhändler Otto Roth u. Frau, 48. Rektor Knauß u. Frau, 49. Schretnermeister Amon Wagner, 50. Karl Ludwig Keil ii. Frau, 51. Hallenmetster MalkomestuS u. Frau, 52. Prokurist K. H. Kuhl u. Frau, 53. Kom merzienrat Adolf Noll, 54. F. Baumann u. Familie. 55. Bauunternehmer Becker u. Frau, 56. Bäckermeister Sommer, 57. Amtsgerichtsrat Jäckel u. Frau. Allen Gebern sei herzlicher Dank gesagt. behördliche Anzeige». AusBc mit Brernihslj en ßliushllltuiige« An Haushaltungen wird wahlweise bis zu 10 Ztr. Hart- ater Weichholz ansgegÄen. Dn Preis ist für den Zentner Hartholz aus 11 Mk. unh für den Zentner Weichholz aus 9Mk. festgesetzt. Das Holz wird auch zerklemert geliefert und kostet der Zentner 1 Mk. mehr. . D-e Zahlung hat aus dem Brennstoffamt m den Geschäfts stunden von 8—12 Uhr lor mittags zu erfolgen. Die Holzbezugskatte ist vor zulegen. Ev werden abgefertigt: Bezirk 7: Montag den 3. Januar 1921 „ 13: Dienstag den 4. Januar 1921 6: Mittwoch den 5. Januar 1921 12 Donnerstag den 6. Januar 1921 ' 5: Freitag den 7. Januar 1921 „ 11: Samstag den 8. Januar 1921 ' 4: Montag den 10. Januar 1921 ,, 10: Dienstag den 11. Januar 1921 , 3: Mittwoch den 12. Januar 1921 9 Donnerstag den 13. Januar 1921 2: Freitag den 14. Januar 1921 „ 8: Samstag den 15. Januar 1921 „ 1: Montag den 17. Januar 1921. Die Holzausgabe findet in der Zett v-oül 8 brs 12 Uhr vorm'ttags und 1—4 Uhr nachmittags gegen den bei der Bezahlung ausgehändigten Gut- slAin statt. Die Bezirke 2, 3, 4, 11 und 12 erhalten das holz am dem Lagerplatz Gabelsbergerstraße, die übrigen Bezirke auf dem Lagerplatz An den Bahnhöfen. — Die Holzausgabe sür größere Fuhrwerke -cfolgt nur auf dem Lagerplatz An den Bahnlwferi. Gießen, den 29. Dez. 1920. 13857B «Stöbt. Brennstoffamt. □□□□□□□□□□□□□□□ □ Statt Karten! g o § Blei (Biaflföt 1921g Neustrelitz_____________ Gießen, wilhelmstr. SZ - □□□□□□□□ Lang-Gönr Ober-Hörgern Neujahr 1921. Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Firma H. Schaffstaedt, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen eingetragen: Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 17. Dezember 1920 ist das Stammkapital um 700 000 Mari erhöht und beträgt jetzt 1 500 000 Mark. Gießen, den 23. Dezember 1920. 13862 B Hessisches Amtsgericht. Ihre Verlobung geben bekannt Ottilie Debus Hans Hotz Launrbach Fronhansen (Lahn) Neujahr 1921. Ium Jahreswechsel allen meinen stunden, Freunden und Gönnern herzliche Glückwünsche! G. A. Montag, Tapetenhaus LSwengasse 20 „„„ Telephon 726 Holzsttbmission. Die Unterzeichnete bringt im Wege des schrist- lichrn Angebots am 24. Januar 1921, m vormittags 10 Uhr ab, im Lenzschm Felsenkel^r zu Gießen, Liebigstraße 5, folgeiwe tm Wrrtichasts- jahre 1920/21 teilweise gefällten und noch zu fällenden Nutzhölzer zum Verkauf: 9614 Fstm. Fichten-Stammholz, 2302 Fstm. Kiesern-Stammholz, 6239 Fstm. Na. el-Gruüen!angholz, 845 Rm. Natel-Grubensdempelholz, 3105 Rm. Fichten-Zelluloseholz, 40 Rm. HainbuchM-Nutzrollen. Angebote fiitb verschla fen mit der Aufschrift ..Holzsubmission in Gießen" bis spätestens Samstag den 2 2. Januar 192 1 abends cm die Freiherrlich Riedeselsche Rentkammer in Lauterbach, Hessen, cinzuveichm. Losverzeichnisse mit Verkcmfsbedingungen wwten Kaufliebl-abern gegen Erstattung der Selbstkosten zugesandt. Lauterbach, Hessen, den 21. Dez. 1920. 13810V Freiherrlich Riedeselsche Rentkammer. "SÜr die Elisabrth-Klcinkinderschulc spendeten Gaben für Ablösung von Nenjabrsgliick- münsrben: 1. Frau Bänninger. 2. Stadtverordneier Winn und Fran. 3. Kommerzienrat Schaffuädk und ftrau. 4. Frau Kominerzienrat Heyligenstädt. 5. Fabrikant Karl Haubach und Frau. 6. Pfarrer BechtolSheimer und Fran. 7. Prokurist L. Woltf. 8.Weichensteller l.Kl.Michel. stWagenmeitter Georg Wcndcroth und Frau. 10. Schubmachermcttter Den und Ar au. 11. Fabrikant Eugen Kauffmann und Familie. 12.Postfckrelär Nicklas und Fran. 13.Svar- kassekontrolleur Haas ». Frau. 14. Avotbeker Pascoe. 15. Frau Hermann Dender Witwe. 16. Hermann Qüld) und Frau 17. Friedrid, Seibel und Frau. 18. Kaufmann Feiser und Frau. 19. Medizinalrat Dr‘ Ällen^Gcbern fei herzlicher Dank gesagt. Gießen, den 31. Dezember 1920. ______________Bechtolöbcimcr._________13861D Bekanntmachnng. Dom 1. Januar 1921 ab vergüten an Zinsen von Spareinlagen 3'/,°/«: (13855 Der Spar-, und Dorschußoereln BeuernI und Spar- und Dorschußverein Beuern II sowie die Spar« und Lcihkasse E. G. Großen,Buseck und die Spar, und Dorschubkasse Akt.-G. Gr.-Buseck. Die^Gläubiger. die nicht damit einverstanden sind, haben dies sofort dem Dereinsvorstand zu melden. Heinrich Braunu.Frau,Meseck Gastwirtschaft und Mehgerei □ [ Theater-Cafe Ernst Ludwig mit verstärkter Kapelle o l Allen unseren werten Gästen die besten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Carl Wörner u. $raiij ODODaDDnaaoDaoaoooooaanooaonoDDo □ □ □□□□□□□□□□ca □DDiaaoacaanooD ano □□□□□□□ □□□□□□□□ □□□□□□□□□□□□oPdd do □□□□□□ 0000° PpaoaaDaoaaa°°a°^°5S Gießen, 31. Dezember 1920. ................-..... □□□□□□□□□□□ODODDO □□□□□□ □□□□□<□□ f{iiii)iiiiiiiniiiiiiiiiiinuniiiiiiiniinniranniiitiiniiiiinniniinniiiinunp Rrnplro.Siphon 2II0P bl ,le,ert 1B !•*•«’ fl*waneahtan yluuRoQuUul) Ullul all Auestatteeg etllrala ■.grell- wert Sie BrWeeke Üilv.-Drneaerei. B.liaag«i, Qieflea bi.uiiuiiiiiaiiiiuiiiiiuiiuiuiüiuimuiiiiuuuiiiiiiiiuuuiuiHimuumiiH s Mariechen Adolph Carl Pfaff : Verlobte Gießen. 1. Januar 1921. • | satten! Marie Sommer Willy Koch Verlobte Garbenteich Gießen, Garienstt.l Neujahr 1921. .......................................... ! Marie Gemmer Heinrich Würtz Verlobte Gießen, 1. Januar 1921. ............................................ .v.'ttr..: Kätha Ganz, verw. Adam Heinrich Ganz Vermählte Wieseck Büdingen 2. Januar 1921. .............................. .v;.Tr.J xdd00D0D' g seiner Üßill D 0 0 0 fegSSSSSSS tof«« ** zM w- U" 0 0 0 0 0 0 D 0 0 Werner 3 Sätbetti.^ond -SS 0 Wünsche ffl 0 Freund« jeinglUÜ ° U Ves £id 0 nooaOOÖODODO DgDD0QDDDDOD 0 ? 2IHtn $reu j fofflie nnferen ro hklölüd 0 5 M® 0 a QDDODDDDÖDDt OOODDODDaODI 0 Zum Zahreswec a z gesegnetes l □ Edgar i ° Werkzeug., Ho OODaQDODDDC □ODDDDODDDC 0 d Unfern wer g wandten, J a wünschen w 1 glückli j Karl B T 0 DDODDDDDODOI OODDDDODDDD1 □ Allen we, ©öni ° ein glück! ° "e ° Trust D o Unio.-Taf^ im OOODOODDöooo gDODnonnaooD vnehrien die I ?TIück-uni 0 - Äontab(Et ffla pH?.;; 0 L die! s Feh! 5 ®«tk» 8 unb Q st 0 0 ö D 5 3 0 0 Q 6 D 0 v v ^°°°°°° °°°°°°> ca □□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□3 □□□□□□□□□□ooodq□□□□□□□dq□□□□□□□।DDDDOQDaDaDoaDODoaa00000oaoacraa a 2*2 o n rr* rvt r _ - 0 0.., ____ _ □DüOOODDOOODDDQDDnOOOOODODDODCD O Ein glückliches neuesIahr o Unseren werten Gästen, Freunden und wünscht allen Gästen und Bekannten Familie Ioh. Seibel, Ludwigsplatz D «a>< O •25.0 0 000000000 000000 0000 0000 0 000 Klinikstraße 21 11TM 1 o zum neueu Jahre! um A. Hopfeld, Eisenbahnhotel ............. Gärtnerei die besten ein recht glückliches neues Jahr! •......— Hotel Schwab OtlMi neues Jahr! iMie OflCM Walltorstrahe 23. oiteis 0 DÖODDDODÖDDODODDDD'ODOODOOODDO-DO 000000 0 0000 00000 0 000-000000000 ODD OOOOOOO DO 000000*000000000000 O Allen Verwandten, Freunden und Bekannten c T. Fehl und Familie OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO ooooooooooooooooooooooooooooo 0000000000000000000000000000000 Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten 011706 LudwigHaas,Metzger,Meseck 200000000000000000OOOOOOOOOOOOL 0000000000000000000000000000000 Dau- u. Möbelschreinerei, Niegelpfad 20 o u - -...... • ' - - D 2 flTM o o000000000000oooooooooooooooooo 0000000000000000000000000000000 Familie Karl Dolkmann, Lollar August Lotz, Meseck O irr»? 00000000000000000000000000000oa □□OOOOOOOOOOOOOOO OOOOOOOooao00 uoooooo-o 00000 00000 OOOOOOO 00 0000 OOOOOOOOOOOODOOODDOOOOOOOOOOOOO □ODOOOODDODDOOOOODDDODOOOOOOOOO □000000000000000000000000000000 □□OOOOOOOOOOO000000000OOOOOOOO( O OOOOOOO OOOODDOOOOT3000 0 OOOOOOOO OOOOOOOOOOOOOODOOOOOOOOOOOOOOOO OOOOOOOO00000OOOOO00OOOOOOOO000 OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO D D D D DOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO □OOOOO OOOOOO □□□□□■OOOOOOO OOOOOO □DOOOOOOODOOODOOOOOOOOOOOOOOOOO OOOO OOOOOO 000-00000 OOOOO OOOOO 000 DQOOODOOOOOOOOOOOOOaODDOOOOOOOO DOOOOOOOOGOODOOOOOOOOOOOOOOOO30 □OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO□□□□OOOO oo□□□□□□□□□□□□ooaooooooooaooooo dooooooooooooaoooooaooooaoaoooo □□□□□DOOOOOOODDOOOOOOOOOOOOOOOO □OOOOOOOOOOOOOODOOOOOOOOOOOOOOO OOOOOO□□□□□□□OOOOOOOOOOOOOOOOOO Ö 00OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO □□□□□□□□OOOOOOOO□□□□□□□□□OODOOO o □"ooooooooooooooooooooooooooooo oaoaaaaoDa□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□ oaaoooooooooooaoooaoooaoooooooo □□ooooooooooooooooooooooooooooo □□□□□□□ DO DO □□□ODO’ODO OOO □□□□□□□ □□□DDODDDDDDDDOODDODDODDOODDODD 0 0 0 D D D D D D D D D 0 D 0 0 0 D 00030300□OOOOODDDODODDDOOOODOOO DOOODO3OOOOO03000000000000000DD OOODOOO OOOO OODODOIOODO OOOOOOO oo DO□□OOODOOOOOODODOOOOOOOOOOOOO DD DDDDDODDDDDDDÖDODDDDDODD DO-OD □oooooooooooooooDoaaooooooooooc DOODOODDDODDDDOODOOOODOOOODDOOO 000000000OOOO000000000000000000 o 0 D D D o 0 o D o 0 0 o o D 0 0 0 0 2 D D O O ODOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOODO □ODDDDOOOODDODDODDDOOOODOOOOOOO OOOOOO0030000000000000000000OOO OOOOOO OOOO 000.00000 OOOODO OOOOOO o D D D D O D D 0 O O 0 0 D 0 O DDODDODODDDDDOODODDOODDOÖODDDDD □OODDODDDDODDDODDDDDDDODDDDDDDO O O Dekorationsmaler- und Weibbindergeschäft g Goelhestrahe 54 Gießen Roonstraße 32 g □□□□□DDODDDDDODODOOOOOOOOODDDDO □□□□□ooaoooaooaoDoaoooaaaoDoaao OOO000000OOO00003OOOO0000000000 OODOODODOODOOOOO30ODO□□OOOOOOOO 0033000300OOOOOOOO0030OOOOOOOOO 00003000DD03ODDODDOODODODODDODD D ■D 0 D D D D 0 0 D 0 0 a a 0 0 a 0 0 o 3 3 D 3 0 3 O 0 3 D D D 3 D D 3 0 D D D 3 3 3 D 3 D 3 D 3 3 3 3 D D 3 3 3 0 3 3 3 3 3 D 3 O 3 0 3 3 3 3 3 D O 3 3 3 0 D 3 D 3 0 D 3 D 3 D D O 3 3 3 3 3 D O 3 a o 3 0 3 3 3 3 3 O 3 3 3 3 3 3 D D 3 3 D 0 0 12 3 D D 3 3 3 D O 3 3 3 3 O 0 3 3 3 o D 0 3 O 3 3 3 3 D 0 3 3 3 D 3 3 D 3 3 D D 3 O 0 0 3 0 0 0 3 3 3 3 3 D 3 3 a 3 3 D 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 D 3 3 3 3 3 3 0 D 3 3 3 3 3 3 ö 3 3 O a 3 3 o D D D 3 D 3 3 3 3 3 3 O 3 3 3 3 3 3 D D 3 3 3 3 O 3 3 3 3 3 3 3 3 3 3 0 3 3 0 3 3 3 3 3 3 3 3 3 D 3 3 D D 3 3 3 3 3 3 3 3 D 3 3 3 3 3 D P 2 n 0 0 0 2 2 3 3 D 3 3 3 D 3 3 D 3 0 3 O 3 O 0 3 0 0 3 3 O D 3 D 3 3 0 0 0 2i ö o 3 0 3 D D 0 0 D D O C c D 0 D D 0 D ü D D D a D 3 3 3 D 3 3 3 O o ll 3 3 3 3 D 3 D O 0 D D D D 3 D 3 3 3 C 3 3 3 3 D D C 3 3 3 D 3 3 3 3 0 O 3 3 0 3 0 D 3 3 3 3 3 O D 3 3 3 3 3 3 3 3 D D 3 3 3 D D 3 D 0 D 0 c 0 3 3 3 3 3 0 3 3 3 3 3 0 D 3 D 3 D 3 3 2 0 3 3 3 3 0 D D 3 3 3 O a a 3 0 D D D D 3 3 O 3 3 3 3 O 0 3 3 3 3 D 3 D 3 3 a 3 D 0 D D 3 3 0 3 O O 3 3 3 3 C o D 3 0 3 3 3 3 3 3 D 3 3 D 3 D 3 3 3 3 3 O 3 3 3 0 3 D 3 3 0 O D 3 3 D 3 3 3 C 3 3 3 3 3 3 3 3 3 0 3 2 D 0 o 3 D 0 o D 3 3 3 0 D 3 3 3 3 3 3 2 2 D 3 D D 3 C 2 0 0 D 3 3 D D O 3 3 0 3 O a 3 D 0 30 3 0 3 D 0 3 3 3 3 3 3 0 O D 3 3 a 3 3 D D 3 C D 3 D D 3 3 0 3 3 3 3 3 3 0 3 3 D 3 C D 0 3 m >s (Bitfctn Mim 3 D O D D 3 3 3 O D 3 D D 3 3 D D D 3 3 3 3 3 0 3 D 3 D 0 3 D 3 3 0 2 3 3 3 Q 2 3 D 3 3 3 3 0 ü 3 3 3 O 0 3 3 3 3 D 3 D 3 O 3 3 O 2 O 3 ö 3 3 3 3 3 0 0 O 8 3 3 3 3 0 3 3 hmzuztigNl nk g Meiner werten Kundschaft und Bekannten ter Meyer Unseren verehrten Gästen, allen Partei- und Sportsgenossen, den Mitgliedern des Gesellschaftsvereins,Treue "sowie unfern Nachbarn, Freunden und Bekannten diebestenNeujahrswünsche! 8 3 Meiner werten Kundschaft sowie allen lieben Freunden und Bekannten herzliche Segenswünsche zum neuen Jahr! Rudolf Schneider und Frau Meiner werten Kundschaft sowie Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Ernst Dunkel und Frau Univ.-Taft und Konditorei, Plockstr. 5 120- Familie Jul. Körner Am 1.Ian. 1921 v-11 -1 Uhr Frühschoppen Meiner Kundschaft, allen Freunden und Bekannten die besten Neujahrswllnsche 3 3 0 3 3 3 3 Men Freunden, Kunden und Gönnern □ Meiner verehrten Kundschaft von Lollar unb Umgegend sowie allen Freunden u_ Bekannten die besten Glück- und Segenswünsche zum Jahreswechsel I Georg Schnell und Frau Schuhmachermeister Lollar, den 31. Dezember 1920 Unserer werten Kundschaft u. Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel! 0 D D D O DO Eduard Weisel und Frau Mineralwasserhandlung, Schotlstraße 10 ism 3 3 Unserer werten Kundschaft, sowie Freunden und Bekannten die besten Wünsche zum neuenIahr! Wagner & Hollmann Meiner werten Kundschaft zum Jahreswechsel die besten Glückwünsche! Unserer werten Kundschaft sowie Freunden und Bekannten zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche! Familie Georg Hebstreit die herzlichsten Glück- und Segenswünsche! Konrad Emmerich und Frau die herzlichsten Glückwünsche zum neuenIahre! Allen unseren werten Gästen u. Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre! Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahre! allen meinen Kunden, Freunden und Bekannten August Gissei und Frau Bayrischer Hof 0000003333033030003330300333033 3 02)0 330000000 3 03000 33OQ3 0333 300 Ium Jahreswechsel meiner werten Kundschaft, Freunden u. Bekannten die herzlichsten Glückwünsche! Familie Hermann Löber Central-Caft Allen Freunden, Bekannten und Gästen die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre! Jos. Schwab und Familie ein glückliches neues Jahr! W. Feuerbach Maler- und Weißbinder-Geschäft Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! □□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□OOOOO0003 330303330□□OOD0333030303□□□□□□ Glück- und Segenswünsche ° zum neuen Jahre! 0 Philipp Stemel u.Frau, Heuchelheim □ Mühlenbesitzer Karl Fiedler Großen-Buseck Der werten Kundschaft die besten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Hotel Grotzherzog von Hessen Besitzer: Carl Schneider wünscht seinen werten Gästen, Freunden und Bekannten und einer verehrlichen Einwohnerschaft Gießens und Umgebung ein frohes neuesIahr! Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten zum Jahreswechsel herzliche Glück- und Segenswünsche! Werner Darth und Frau Bäckerei, Konditorei, Taft, Ludwigstr. 44 Unseren werten Gästen, Kunden Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Ium Jahreswechsel wünsche ich meiner verehr!. Kundschaft ein gesegnetes glücklichesneuesJahr Edgar Borrmann, (KTenmaren>, Werkzeug., Haus. u. Küchengeräte-Handlung Men Freunden und Bekannten sowie unseren werten Gästen u. Kunden wünschen wir viel Glück im neuen Jahr! Unserer werten Kundschaft sowie allen Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr Rühl & Hof Wilh. Krause Ludwigsplatz, Ecke Gutenbergstrahe Meinen verehrten Gästen, Freunden und Bekannten herzlichen Glückwunsch Meiner werten Kundschaft sowie Gästen die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Ernst Hebstreit und Frau Konditorei und Cast Jakob Schlosser Spengler u. Installateur, Krofdorfer Str.16 0 Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! allen Kunden, Freunden und Bekannten Friedrich Engel und Frau Antiquitäten „IM Wünsche meinen werten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Meiner werten Kundschaft ein gutes neues Jahr! Wilhelm Balser Schneidermeister, Bahnhofstr. 31II. Unseren werten Gästen, Lieferanten, Freunden und Bekannten wünschen wir ein gesundes, glückliches neues Jahr! Franz Rathenow und Frau Gasthaus zur deutschen Eiche, Kl.Linden Allen werten Gästen, Freunden Gönnern, Bekannten ein glückliches und frohes Meiner werten Kundschaft, Freunden □ und Bekannten 0 zum Jahreswechsel die besten Glückwünsche! § Hermann Ostwald Ww., Meseck □ 0000000000030300003003300300030 □000033030000003000030300030000 D o Meiner verehrten Kundschaft zum Jahreswechsel 3 Meiner werten Kundschaft sowie Verwandten und Bekannten diebesten Glückwünsche zum neuen Jahr! Eduard Seibert und Frau Druckerei, Gießen, Steinstraße D o»17 »• D OO 3D 03 M3 3 D3D 3 □□□□ 0 03 DO 0033 3 003 □□□DDD00000003030003033030033□□ 611710 g D «ö. Den geehrten Kunden, Freunden und Bekannten meine herzlichste Gratulation zum neuen Jahr! i Friedrich Kestler, Rotzschlachter □DDODDDDDDDOODaDODDDODDDDDDDOOO - 0 M Stahlmatratzenfabrik und Möbelschreinerei g Ernst Rau, Walltorstrahe 37 □ 6,177» Meinen verehrten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches Prosit Neujahr! t Fr. Kuppel, Cafe Leib sowie meiner werten Kundschaft von (Biegen D und Umgebung zum Jahreswechsel ° die herzlichsten Glückwünsche! Otto Georg norm. H. Kühn Seuersweg 36 iseir 303ODDD33D0DD0033330D3O0DD3D0D0 Mi« PfiS Ado *I!!Ä ! r,2L?S krau. 33, jfi 11 brau, 85. H «I Wolg! Müller U * u. strvi. 'Keker $iWje Kaufmann M stoh. unaust il tzrvu. et, Mi SarlüuS er Malkomeslür, *u, 63. Ko» mann u. Kamille.’ stau, 5K Acker, al Ml u. grau, anl gesagt. 0- 13860D g Meinen Freunden und Gönnern ein l glückliches Neujahr! g Bäckerei Stritter, Neustadt - □ □DDDD3DDD3DDDDDDDDDDD3D3DD3DDDD M. Betzold und Frau Licher Straße 57 „;8„ 000DD300DD33D00ÖD033DD0DDD0D33D 0003033003030003000303330033000 O □dddododododdddddododooddoddddo 3 3D3DODODDODDODDO030DDDDOOOOODOD DOODOODDDDODOCOODOTDDDOOODDOOOOD SB ^^°°°°- 0 c c 3 3 D D D D DO D 3 OO O O 3 O O 3 3000000030000030000003000033030 Unserer werten Kundschaft sowie Verwandten, Freunden und Bekannten wünschen wir hiermit ein gesundes glückliches Neujahr! Karl Borger und Frau Wetzsteingasse 16 Joh. Bohl und Familie 16’M D 00ÖD33Ö0DDD0033D00DD00033033ÖÖ0 3 0330DOOOD3D00ODDDD33DDODDD00303 ,wilhcl»str.L □300003030000330000303000000330 Q " D O | Cafe Astoria 1 o Wir wünschen allen Freunden und Gönnern o . ' ■ *" ' *’ * *■* * • OSODOOO00330330DOOO003303003300 Familie August Guntrum Bahnhofstraße 31 „Solmser Hof i m inhalier len. l Schmidt ). grosses Tanzvergnügen Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt la Bohnenkaffee und Kuchen ZU jeder Tageszeit 3u zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein 021726 Max Stephan Telephon 399 neuer Besitzer. Telephon 399. BturagS Stung! Sonntag den 2. Ianuur 1921 «Sil. auforuRienfeln in» lag] öes Betgnügnagsoereins iiaiia, Gietzen aus der 021729 Liebigshöhe Beginn 4 Uhr Beginn 4 Uhr Freunde und Gönner sind herzlich willkommen. __Der Vorstand. Zigarren ' haft unÄ Alanten belieben Q ett Mereo, jjntl. Auu setzen, zu richtest. Verein „Feodora" hält Freitag den 31. Dezember im Dereinslokal „Jur Harmonie", Wolfstratze 21, seine Hotel Schatz 13801c Cafe Leib Weihnachts-Feier mit Tanzvergnügen ab. Gaste willkommen. o,i,8o Der Vorstand. Nonjahrwtag und Sonntag den 2. Januar Ms Familienkonzeri Anfang '/,8 Ehr abends „M Ludwigsburg ', Heuchelheim. Sonntag den 2. Januar 021673 Großer Ball Anfang 6 llbr. Es ladet ein B. V. F. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. — Der Squ. ijt g?it 1 zt. 12846 Ernst Ungsdopi. 5 Damen, 1 Herr 021784 Heinrich Rasch II. (Aites schloss). 021776 Din unter Nr. 958 an das Telephonnetz angeschlossen. [ckereggen "ieseneggen Graft Han. SiaMMMiiWrlk unö MMrelaerel MüskleelMK mit vollst. Reinigung. Kein Nachreinigen. Beste Ausbeute. MaskrelslöW Pntxmühlen.SclirotmaMI- mflhlen, Rübenmflblen, Falt.- Sehneldmascliüien (Nur Qualitätsware). H L. Neuner’* Gras- tu Getreldemäher in aner, ? könnt bester Ausfuhr.» Stahlhaspelwender. L. Neuner** Dreschmaschinen in allen Grützen, verschied. Bauarten und vollkommenster Reinigung empfiehlt: 11257 Hans Kick, Frankfurt a.M.>8N Schneckenbosftratze 35. Televbon Römer 2389 tzandwirtschastl. Maschine» u. Ackerbau Geräte Ab 1. Januar täglich großer Konzert eines Damenblasorchester 4 51111(1? UjJ.Me Hz I W.i’j'fcrig,, Verein der Gastwirte vonGietzen und Umgegend Wir machen unsere Mitglieder hiermit nochmals auf« merksam, daß unser Winterfest am Donnerstag den 6. Januar im Hotel Einhorn stattfindet, und wird gebeten d. Karlen bei Kollegen Hch. Llges (Hotel Hindenburg) baldigst abholen zu wollen. 13874D Der Vorstand. □ □□□OODODOOOODDÜDDDOflDDOOD'DODaa Iwte Do- ■taer M- Gmt Universalpflüge Wendepflüge Jutzmühlen Uezimalwagen Nähmaschinen Straße ,z äurte R ? lub‘ Die ffaikner auf Linüenhöhe Roman von Reinhold Ortmann. ^Nachdruck verboten.) Fortsetzung 72. „Man ändert zuweilen seine Entschlüße. Zu- ntal, wenn sich |o außergewvhrüiche Drstge ereignen. Aber du darfst unbesorgt jein. Wsnar er, rote du sagst, krank ist, werde ich ihn mit aller Schonung behandeln, aus die ein Kranker Anspruch hat/' „Und ich soll ihm nicht .nitteilen, über was du mit ihm sprechen möchtest?" ,^Jch weiß das selbst noch nicht ganz genau. Sage ihm, es 'handle sich um eine brüderlül)? Ans- pi-ache. Oder sage ihm, was du für gut hälft. 1/e Hauptsache ist, daß er kommt." ,,Er wird kommen, dessen bin ich gewiß. Tenn er rsl dir nicht feindlich gesinnt. Nie bat er tn Groll oder Haß von dir gesprochen." „Nun also--! Ich werde ihn von sechs Uhr ab erwarten. Sollte er es ablehnen z-u kommen, so wirst du mich benachrichtigen — nicht wahr?" Gerda versprach es, und sie begehrte zu imfttn, rote lange der Bruder in Tresenbrunn zu bleiben gckenke. „Tas hängt von den Umständen ab. vorläufig habe ich mir von meinem Blatte Urlaub aus unbestimmte Zeit geben lassen." „So sehe ich dich also jedenfalls wieder. Tenn anri} wir haben noch über *n art dürfet r-ben »>t in der ersten Stunde oiÄleicht kesser noch un- «Vorteil bleibt. Eines n;ur sage ich >chon jcs ich wecke nicht zugeben, daß du fortgchst, ohne dich mit dem Bater ausgesöhnt zu haben." Er fuhr nicht aus, nrie sie es insgeheim gefürchtet 'haben mochte. Er machte imr eine Hcmd- bewegung, als schöbe er etwas von sich fort. „Darüber unterhalten wir uns später. Es ist jetzt nicht das Wichtigste. — Ueb-rigens höre ich von dem Amtsrichter, daß Germering noch keinen Anwalt hat. Er hoffe, keines Verteidigers zu bedürfen, sagte er. Ich meine aber, daß ent tüchtiger Rechtsbeistand ihm fdyxn jetzt von ^Nutzen sein könnte. Hältst du es für denkbar, daß Bennewitz seine Verteidigung übernimmt? Er hat rn Stvas- sachen und besonders als forscher Redner einen großen Ruf." Traurig schüttelte. Gerda den Kops. „Ich fürchte, daß er ablehnen würde. Auch der Vater gehört ja zu denen, die an Germerings- Schuld glauben. Wäre es auch nur, sveil er Signes Tod durchaus gesühnt sehen will. Es empört ihn, daß sie in den vier Wänden seines Hauses nicht sicher loar vor dem Anschlag eines Verbrechers. Und er klammert sich au diesen gräßlichen Verdacht, nur um einen Schuldigen zu haben." „Wie es scheint, hast du mit einem Mal eine recht geringe Meinung von dem Gerechtigkeitssinn des Vaters. Zu den Leuten, die blindlings urteilen, gehörte er sonst eigenllich nicht." „Diesmal aber ist er nicht nur blind, sondern iauch intbanfbar," erwiderte sie mir überrafctenbcr l Heftigkeit. „Tenn Germerings Scharfblick und Dtr Ptifyn-. AnJtOfr Kodier broiuetit. O* w atf>cn lanyr naebf ober 6>'s(anynoi6 tue ( qwun*n Aaf C, 1L Ur. 308 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) ßreitag, 3j. Dezember |92 Arr- Ktadt und Land. Gießen, den 31. Tez. 1920. St. Sylvester. Jedermann feiert zwar Sylvester, aber warum der 31 Dezember diesen Namen trägt, das wissen wohl die wenigsten. Ter Papst Sylvester, der erst; feinet Namens, der vom Jahre 314—33a aut dem Stuhl St. Peters saß, stack am 31. Dezember, und deshalb wird der i^hresschluß nadi ihm ,Syloester" genannt. Diese Bezeichnung bat sich übrigens im Volk erst verhältnismäßig spät eingebürgert, und noch heute wird int norddeutschen Bolksbrauch der letzte Tag deS Jahres mit der schönen Bezeichnung „Llltjahrsabend" charakterisiert. Man hat dem heiligen Sylvester, von dessen gchchichtlickier Bedeutung nur sehr wenig bekannt ist, allerlei rührende Eigenschaften beigelegt und ihn rn der Zeit, da der Name Sylvester noch nicht so allgemein eingebürgert war, phantasievoll dar- geftellt. Ein hübsches Beispiel dafür findet sich in dem „Tamen-Konservations-Lexikon" ans dem Jahre 1840, in dem St. Sylvester in echt bieder- meierischer, aber dem Lexikon-Stil wenig ange- voßter Weise besungen wird. „St. Sylvester," so heißt es hier, „ist der letzte Leidtragende an der Bahre des scheidenden Jahres, das, als Greis zum liebenden Kinde geworden, noch vor kurzem die fröhlichen Weihnachtsspiele gespielt hat und nun zur ewigen .Heimat wieder eingeben will, wo nur ein reiner Kindessinn waltet. Mit ernstem Antlitz steht St. Sylvester als letzter und getreuester Hof- fchranze vor dem sterbenden König und löscht die letzte Fackel. Unter tausendstimmigem Jauchzen — man vernimmt es von fern — naht sich der neue Herrsche mit lächelnder Jugendkraft mit seinen neuen .Hoffnungen, mit seinen neuen Wünschen unb den — alten Tränen. St. Sylvester aber hört nock einmal genau und andächtig auf das fromme Singen der Witwen und Waisen und das ,,Nu?i danket alle Gott" der christlichen Gemeinde, lauscht den frommen Wünschen, den schmerzens- neichen Gebeten so mancher Vereinsamtm, bei denen das Herz hinter dem Brustgrtter erstarren will, windet sich bann unaufhaltsam durch die "Menge der heiratslustigen Jungfrauen, die ihn sehnsüchtig umstehen und aus seinen Augen das künftige Glück ober Unglück ihres liebeskranken Herzens lesen wollen, und schließt bann leise bi: Tür zur Grabeskapelle. Vom Turme aber erklingt die zwölfte Stitnde, Und alle Erinnerung wandelt sich nun in Hoffnung." B. ** Reicksheer, nicht mehr Reichswehr; seine Bekleidung und Ausrüstung. Tas Reichsheer tritt am 1. Januar nack der Verkleinerung an Stelle dec vorläufigen Reichswehr. Bekleidung ’imb Ausrüstung sind soeben durch eine besonder Verordnung des Reichspräsidenten und des Reichswehrministers dafür bestimmt worden. Die Uniform bleibt im allgemeinen die gleiche, aber so einfach als möglich und für alle Berwendunssarten einheitlich. Die Dienstmütze, ähnlich der früheren Einheitsfeldmütze für Offiziere, erhalt auf dem Besatzstreifen einen weißmetallenen Eichenlaubkranz mit der Reichs-Ädler-Kvkarde, darüber die Kokarde in den Landes färben des Truppenteils. Die Lcmdes- angehörigkeit des einzelnen Soldaten ist nicht maß- gebQid. Das Schuhzeug wick im Gebrauch geschwärzt. Die Waffengattung Und die Beainten- schaft wird durch die Waffenfarben gekennzeichnet, der Truppniterl durch seine Nummer auf dem Schulterstück oder der Schulterklappe. Die Mann- schaftsdienstgrade werden durch Dressenwinkel unterschieden, die der Unteroffiziere durch ein; mattfilberne Tresse. Offizierdienstgrade tragen Schulterstücke. Jriedensorden werben im Dienst nicht getragen, wohl aber im .Kriege erworbene Orden und Ehrenzeichen, Rettungsmedaillen, Ber- wundetenäk^eichen, Dienstehrenzeichen, Dienstaus- Zeichnungen uni) Fliegerabzeichen. ** Militär-Streich-Konzert. Am Sonntag, den 2. Januar, abends von 8 Uhr ab, konzertiert die Kapelle des Reichswehr-Jnfailririe- Regiments Nr. 15 mit einem sehr abwechslungsreichen Programm int „Einhorn" Ein Besuch kann nur empfohlen werben. — Die Musik: „Ein Weihnachtsmärchen" Charatterstück für Streich- gumtett mit obligaten Quartetten in ber Entfernung, welches am heiligen Abenb in ber Johannes kirche von ber Regimentskapelle gespickt würbe, war eine Komposition von Obermusikmeister Löber (Opus 92b). — Die beiben Männercküre würben bei bei gleichen Veranstaltung nicht von Solbaten gesungen, sondern von Angehörigen der Regimentskapelle unter Lcktung von Obermusitmeister Löber. •• Tie kinderrei chste Familie in Hessen dürfte in einem Landorte des Kreises Oppenheim ein Paar werden, das bereits auf- gckoten ist und demnächst getraut werden wird. Der Marrn ist Witwer und bringt 13 Kinder aus seiner ersten Ehe, während die Braut ebenfalls eine Witw: und 16 Kinder als Morgengabe mitbringt, fo daß die Familie bann 31 Seelen zählt. — Vivant seguentes! Kreis Alsfeld. Np. N i eb e r-O hm en, 29. Dez. Bei ber hiesigen Kaufmanns-Witwe Fröhlich ivucke em frecher Einbruch ausgeführt. Tie beiden Ein- bred’er, zwei Taugenichtse von 16 bzw. 21 Juhcen, hatten sich tagsül>er aus dem Heuboden verborgen gehalten. Bon hier aus drangen sie mehrmals, trenn niemand im angrenzenden Laden auwefeno war, in dielen, 'plünderten die Ladenkasse uno stab len Würste, Hosenträger und andere Lvachen. Bald merfte die Familie die Abgänge in ihrem Laden und schlug Lärm. Nun suchte man nach beii Spitzbuben und fand sie im Heu veclteckt. Ter ältere gab Fersengeld, der jüngere wurde festgehatten und von der hiesigen Gendarmerie gefesselt. Dessenungeachtet ging er durch. Zuverlässigen Nachrichten zufolge soll er in Gießen festgenommen worden sein. np. Ober-Ohmen, 29. Dez. Dem hie- figelt Fisckvreipächter Krebs gelang es tm Verein mit dem Flurschützen einen starken Fischreiher zu erlegen, der 1,55—1,60 Meter klafterte. Ter Fischräuber hatte iwch eine y2 Pfund fchwere Forelle tm Schnabel. np. Ruppertenrod, 29. Dez. Für die charitativen Anstalten unseres Heisenlanbes, besonders die armen Binder, ließ Lchrer Stvack durch seine Schüler eine Sammlung milder Gaben vornehmen, die einen Betrag von 322 Mk. ergab. Die Hauswllekte, die ihr folgte und dte dem gleichen Zweck dient, ergab 327,90 Mk. Kreis Büdingen. Wiederverpüchtunq des Kurhauses Bad-Salzhausen. Salzhausen, 29. Dez. Das Kurhaus Bad-Salzhausen mit Hotel- und Wittschaftsbetneb konnte in den lebten Jahren nicht verpachtet werden, weil die vorhandeneti Bewerber nicht tm Besitz des erforderlichen Inventars waren nnb solches in der Kriegszeit nicht zu beschaffen war. ES hat sich nunmehr Gelegenheit geboten, ein vollständiges Hotelinventar zum Preise von 170 000 Mk. zuzüglich 2 Prozent Vermittlungsgebühr zu erwerben, bestehend aus der vollständigen Einrichtung für 28 Zimmer, darunter 7 Doopel- zimmer, für Speisesaal uitb Küche, ferner die er- socderlick)« Bett- und Tischwäsche, Küchen und Tafelgeschirr. Ter Wert wurde von zwei verschiedenen sachverständigen Seiten nnb sogar zu etwas 'höherem Preise abgeschätzt, als zu dem schließlich der Erwerb möglich 'war. — Das Kurhaus Baa- Salzhausen wick zum Teil für Zwecke des Landes- siedlungsamts verwendet (Bureauräume und Be- amtenwohmlngen), fo das; es für den Augenblick nur in beschränktem Umfang für Hotel- und Wirt- schaftsbetrieb verpachtet werben !ann. Tie Benutzung für diese Zwecke wick jedoch später wieder in vollem Umsange möglich sein. Eine Verpachtung wick nach den bisherigen Ersahrungen ernstlich nur in Frage koinmen können, wenn ber Staat das Inventar besitzt und es bem Päckster gegen angemessene Gegenleistung (Vet^rnfung, Abnutzung usw.) iiberbassen kann. — Es ist im Interesse des Bades unbedingt erforberiich, das Kür- Haus, wenn zunächst auch nur teilweise, wteber seiner eigentlichen Bestimmung zurück^ugeben. Es schien baber ongezeigt, die Gelegenheit zum Erweck des ersockeÄick)Qi Inventars zu benutzen. Es beabsichtigt, den Betrag von 170 000 Mk. + 3400 Mk. Vermittlungsgebühr, zusanimen 173 400 Mk. im Vernrögenstelle des StaatSvor- anschlags 1921 einzustellen. Eine entsprechende Regierungsvorlage liegt vor. Hessen-Nassau. X Hanau, 29. Tez. In Kopenhagen ist im Oktober d. I. ein Schmuckgegenstände enthaltendes Paket int Werte von etwa 120 000 Mark nach Hanau aufgegeben worden, jedoch nicht angekommen. Tas Paket war nicht als Wertpaket, sondern als einfaches Paket aufgegeben worden. Landwirtschaft. Etwas Hoffnung auf Hebung unserer Milch- verso rgung. Es wird uns geschrieben: Im Laufe des Tezembers konnten bereits einige landwirtschaftliche Brennereien in Gang gesetzt werden, und zwar verarbeitet man nicht wie früher Kartoffeln, sondern jugoslawischen und südamerikanischen Mais. Hierbei fällt als wertvolles Nebenprodukt Die Maisschlempe an, welche an das Milchvieh verfüttert wird und die Mllch-- ergiebigteit außerordentlich günstig beeinflußt. Es liegen bereits die ersten Nachrichten vor, daß die gute Wirkmig der Schlempefütterung schon deutlich im Aussehen des BiehstandeS und in den täglichen Milchmengen zum Ausdruck kommt. Wie äußerordentlich wichtig diese Besserung der Futterverhältnisse ist, zeigt das Beispiel eines oberhessischen Gutshofes. Zu Anfang Dezember, d. h. vor 2(ufnaErnte des Brennereibetriebes, stand eine tägliche Milchmenge von 120 Liter zum Vergleich. Jetzt dagegen erbringt der gleiche Viehstand 390 Liter täglich also eine Steigerung von über 200 Prozent! Leider hat die überwiegende Mehrzahl der landwirtschaftlichen Brennereien den Betrieb wegen Kohlenmatigels noch nicht aus- nehmen können, und es ist infolge des abnormen Nieder Wassers unserer Ströme und des chronischen Wcumvitmangels auch überaus )d>wer, vor Ablauf vieler Wochen Kohle zu beschaffeii. Auf Veranlassung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft haben zwar die Kohlenwittfck>afts- stellen und die Landes kohlensrillen versprochen, ihr Äiöglichstes zu tun; aber etwaige günstige Folgen sind, wie die Dinge heute liegen, vor Februar kaum zu erhoffen. Ganz besonders int Hinblick auf die Leiden der Kranken und der KinDcr in den Großstädten muß aber gefordert werden, daß alles geschehe, um eine Besserung unserer erbärmlichen Milchpersorgung nicht an ber Feuerungsfrage zuschanden werden zu lassen. <5crid?tsfaal. rin. Darmstad t, 29. Dez. In recht bedenklicher Weise haben im Laufe des letzten Jahres zwei bet der hiesigen Sicherheitspolizei eingestellte Wachleute das in sie gesetzte Vertrauen gebrochen. Man kanr eines Tages dahinter, daß der 25 Jahre alte August S chö n e m e i e r von Minden in Hannover wichtige Tagesbefehle feiner Trujipe den Franzosen gegen Entgelt zur Verfü- gung gestellt hatte. Er war gestänoig, sowohl vor verschiedenen Beämten der Sickerheitspolizri, wie vor dem Untersuchungsrichter und dem Aimtsgericht, daß er hierfür 1500 Mark erhalten hatte, will aber in eigennütziger Weife gehandelt haben. Trotzdeni wurde von ber Anklage bes Lmidesverrats abgesehen, ba Sch. sein Anstellungsbekret noch nicht erhalten hatte. Später wiberruft er biefe Angaben uitb will nur in bcutschem Interesse zur Beseiti- gung bes unberechtigten Verdachtes gehandelt baben. Durch bett Verrat einer früheren Geliebten bes iiiitcmgeklagten 27jährigen Ober Wach! meisters Nikolaus Stoll von Eiweller bei Saarbrücken stellte sich heraus, das- auch biejer an ber Sache beteiligt war. Trotz weiteren Leugnens würbe gegen beibe Angeklagte auf je 1 Jahr Gefäiignis abzüglich je 3 Monaten Untersuchungshaft erkannt. 2lns dem ArttLsvcrküudrKUttqsfilatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 191 vom 30. Dezember eittyält: Kartoffelversorgung. — Beschaffungsbeihilfe für die Angehörigen von in Gefangenschaft befindlichen Kriegsteilnehmern, verschleppten und internierten Zivil- gefangenen und vermißten Mannschaften. -- Vergütung für den Unterricht an der Fortbilbungs-> fchule. — Ausweise polnischer Arbeiter. — Viehseuchen. — Dienstnachrichteti. Kartvffelversorgung. Die von ben Kceisämiern auf Grmib unserer borgen art nteir Bekanntmachung vom 26. Oktober 1920 erlassenen Anordnungen treten mit dem 31. Dezember 1920 außer Kraft. DieAusweise polnischer Arbeiter. Die polnische Regierung beabsichtigt die Ausstellung besonderer Passierscheine für polnische Arbeiter, die ohne Polnische Ausweispapiere nach Deutschland gekommen sind, und die jetzt in ihre Heimat zurückkehren wollen. Hierfür ist zwischen dem Auswärtigen Amt und dem polnischen Generalkonsulat in Berlin folgendes Verfahren vereinbart worden: Die juftänbipen Ortspolizeibehörden fordern von den sich bei ihnen abmeldeiiden Ar- beiteni die mit Lichtbild versehene Arbeiterlegitimationskarte, etwa vorhandene Heimatpapiere sowie Gebühr für den polnischen Pasfierschelli in Höhe von 5 Mk. für den Arbeiter ein, und übersenden diese Papiere sowie die Gebühr je nach Zuständigkeit an das polnische Generalü>nsulat in Berlin oder in Breslau. Die Konsulate stellen daraufhlli Passierscheine aus und übersenden sie den deutsäicit Behörden zur Aushändigung an die Arbeiter. Die Passierscheine haben nur in Ver- bntbuitg mit der mit Lichtbild versehenen Arbeiterlegitimationskarte Gültigkeit. Zugleich ist bestimmt worden, gemäß den §5 3 iuwb 6 Ms. 1 der Paß- verorbnung vom 10. Juni 1919 (ReichZ-Gesetzbl. S. 516), daß die in ihre Heimat zurückkehrenden polnischen Arbeiter für bas Verlasleu bes Reichsgebiets als befreit voin Pa^- und Sichtsvermerkszwang (§ 1 ber genannten Paßverockmung) gelten, sofern sie sich durch die mit Lichtbild versehene Arbeiterlegitimationskarte ausweisen können. Die Maul- und Klauenseuche ist in Staufenberg amtlich festgestellt worden. Es wird ein Sperrbezirk gebildet, bestehend aus der Gemarkung Staufenberg. Mvche uitö Schule — Die Unerschwinglichen" Schnl- bücherpretse. Man schreibt uns: Vieltzrck gehen neneckings durch die Presse Notizen, welche sich über die angeblich unerhört ^hohen Preise der SchuLbücher entrüsten, ja von einem „Bücherwucher" nick anbereit schönen Dingen spreche demgegenüber muß doch daraus hingetviesen nx Den, daß gerade die SchuLbüchTrpreise bei weite nicht so gestiegen sind, wie es byrety das Sink des Geldwertes eigentlich bedingt wäre. Tie Scku buchverleger sind ohnehin scksvn bemüht gewefe ihre Ladenpreise so niedrig Zn galten, wie • angesichts Der imgeljeuer gestiegenen Herstellung Kisten möglich war. Tatsächlich sind die Schu büchev im großen Durchschnitt auf "das Vier- b Fünffactr?, nur in Ausnahmefällen aus 'oas Fün fache und mehr gestiegen. Man wird aus d-: Vergleich mit den Preisen für andere Gebrauch, gegenstände erkennen, daß sich die Steigerung b. Schnlbuchpreise in verhältnismäßig beschetdete Grenzen gehalten hat. Das Publilmn wird V also damit abfinden müssen, d.tß auch bic Sd u (TÜdjerpreijc allmählich der durch das intnufbörlid Sinken des Geldwertes bedingten Teuernr.g folger Es möge auch überzeugt jein, daß'bee>Slls»iibr.ä Verlag alles tut, rvas in seiner Kraft steht, ui diese auch für ihn höchst unerfreuliche Erscheimm in ben erreichbar engsten Grenzen zu fctften. Vermischtes. * Neuj ah rsg r atula t io n. Bo einem vornehmen Herrn wirb erzählt, da ihm sein Diener am" Neujahrsmorgen wie gk Wöhr lick, zwei Wachskerzen vor das Bel brachte uitb bazu sagte: „Ich bringe Jhner hier das icbische Licht, aber ich wünsche vw Herzen, daß der Himntel Eurer Exzellenz sei ewiges geben möge." Erfreut über diese fein Gratulation schenkt der Herr dem Diene einen Dukaten. Darauf hin will aufi der Ofen Heizer sein Glück machen und gratuliert fol genbermaßen: „Ich mache Eurer Exzellen hier das irbische Feuer an, aber ich wünsch von Herzen, daß Ihnen der Himmel das ewig anfteden möge!" Dieser Gratulant soll fei neu Dukaten bekommen haben. . . Zweibrücken, 30. Dez. (WDB.) Eine schrecklichen Fund inachtc gestern ein von leint Frau getrennt lebender Arbeiter. Bet ber Duck suckmtg eines Koffers fand er das Skelett eine Kindes. Bei der Fesluahme der Frm gab diese Uhr CarMen. Montag, 3.: Lohettg^-.. Dienstag, 4. Der Waffenschmied. Mlltwoch, .: Fidelio. Ton nerstag, 6.: Der Prophet. Frc: ag, 7j Ailligow Samstag, 8.: Iphigenie auf Tauris. Sonntag, 9 mrcfjnt. 31/2 Uhr. Prinzeß Taufendhän'cchen, abend 7 Uhr: Der fliegende Hollnäder. Montag, 10. Der Bettelstudent. Dienstag, 11.: Hoffmatms Ei Zählungen. Mittwoch, 12.: Die Boheme. - Schauspielhaus. Sonntag, 2. Jan., mvckn 31/; Uhr: Im weißen Rößl, abends 7 Uhr: Dk König ber dunklen Kammer. Montag, 3.: Mari Sküatt. Dienstag, 4.: Maß für Maß. Mittwck 5.: Die Räuber. Tomtersiag, 6.: Robert wt Bertram. Freitag 7.: Pygmation. Im Operr- hcms: Llntigone. Samstag, 8.: Peer Gynt. Som tag, 9., nadjint. 31/2 Uhr: Nemtzehn-hundert-nemi zehn!, abends 7 Uhr: Robert und Berttam. Mon tag, 10.: Maria Stuart. Dienstag, 11.: Hamlci Mittwoch, 10.: Der lebende Leichnam. Vrieskasten -er Aedaktron. Auskunft Ub 1. Jagdauffeher, die an ein Jagd innerhalb ihres Dien st bezirk teilnchmen, sind berechtigt, aber nicht vei pflick-tet, die Jagdpässe der übrigen Teilnehmer z prüfen. Außerhalb ihres Dieirstbczirks find i dagegen zur Prüfung der Passe nickst berechtig Ebeniowenig können Jagdaufseher ohne Paß o der Jagd teilnchmen. 2. Nach innerer Aiisiä können Sie Befrritmg von ber Pflichtfeuerwel beantcagen. „Tailkbarkelt ist ein Faktor, mit dessen Einstellung man sich von vornherein jede Richtung verdickt. Auf so unsichere Bmidesgenoffen wick Germering sich hoffenllich nicht veckrsjen." Gerda, die bisher wacker standgehalten hatte, weil sie sich vor dem Bruder nicht schtxlch zeigen wollte, war plötzlich am Ende ihrer Kraft. Schon zum Gehen bereit, brach sie mit einem Mal m Tränen aus. „Ach, er !hat hier ja überhaupt keinen, ber sich auf feine Seite stellt," schluchzte sie. „Ihm, der so vielen geholfen hat, will jetzt niemand helfen." Sie fuhr zusammen, beim sie fühlte unvermutet bes Bruders schwere Hand auf ihrer Schulter. ,,Steht es so um dich. Schwesterchen? Das ist freilich eine böse, eine sehr böse Geschichte." Sie machte eine ungestüm verneinende Bewegung; aber sie ließ das Taschentuch nicht von den Augen. „Ich weiß schon, was du vermutest. Aber es ist nicht so. Ich habe npr Mitleid mit ihm — weiter gar nichts." „Um so besser. Obwohl es bereits eine recht gefährliche Art vo.n Mitleid ist, aur der ich dich da ertappt habe. Wer ich mische mich nicht ein. Du bist alt genug, um dein Herz selber in Acht zu nehmen. Nur in einem Punkte möchte ich dich noch berichtigen. Ich habe allerdings vorhin gesagt, daß ich (Permering nicht helfen kann. Davon aber, daß ich ihm nicht helfen will, ist keine Rede. Er hat mehr als einmal neben mir als mein Sekundant auf ber Mensur peftaiibeit und hat mancher unkommentmäßigen Hieb aufgefangen, Der ; "'n zu gedacht war Wenn sich mir jetzt eine Ge- l lefKutieit bieten sollte, ihm Gleiches mit Gleichem (Kovtstzung folgt) zu vergelten, an meiner Bereitschaft soll es nid fehlen." Nun erst sich sie aus tränennasfen Augen ihm auf.' „Das ist gut von dir, Erich," sagte sie leti „Ich glaube es ja selbst nicht, daß du etwas n ihn tim kannst. Aber wenn er wenigstens erfüdr daß es noch einen Menschen gibt, der an tfr glaubt--" „Was hält dich berat ab, es ihm zu schreiben Einen unverfänglichen Brief würde man ihm g< miß nicht vorenthalten." t „Ich?" wehrte sie erichrocken ab. „O, daran il nicht M denken. Daß ick mich um ihn sorge, dar er niemals erfahren — nie — nie ?" „Wunderliche GeschWe — chr Weiber! /.Ibe davon verstehe ich eben nichts. Einstweilen gckr e für den armen Germerng ja auch manckies Wiä tigere als das. Wirst tm morgen wieder zu nu kommen, kleine Schwester?" „Jeden Tag, wenn du willst. Ich fren^ mu ja, daß ich dich l)abe." Es war ihr, als sei sie dem Bruder plöbltck ' nahe gekommen roie nie zuvor, und ohne, bah/ ihr etwas eigentlich Ttöstliches gesagt hätte, tiah> sie doch einen schwacheii Hoffnungsschimmer nti sich fort. Erich 'hatte khr seine Begleitung nicht ang boten; aber bald nach ihr verließ auch er ben Ga>> Hof, um einen Spaziergang längs des Bahndämme mrd burd? die Felber zu machen, bis er van W anderen Seite her Die letzten Häuser von Tuicn brmtn wiedererreichte. Da lag auch ber Frievtoi und da das Gittertor ifferi stand, trat er ent. der Geschäftsbücherfabrik W. Oldemeyer Rachs., Hannover sind sämtlich zu haben bei w .KleeNachf.,^ SkevgglVSWeseWO „töoüelsöHoef u. Tamenabteilung Gießen e. V. Samstag, den 8. Januar, 8 Ubr, „Kranff. HoP General - Versammlung. Tagesordnung: L Neuwahl des Vorstandes. 2. Jahres- und Kassenbericht. 3. Satzungsänderung. 4. Berelnsweltschreiven. 5. GabelsbergerS Geburtstagsfeier. 6. Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagc?ordtnr«g btttefr wir dringend um vollzähliges u. vünkrl. Erscheine«. 13803c Ter Vorstand. B.V. IN Vertreter für Giehen: Gebr. Iullmann, Fernspr. Nr. 542. um Cognakbrennerei Scharlachberg, G. m. b. H., Bingen a. Rhein. Stottern Montag Dienstag Mittwoch । Donnerstag Freitag Kurzschrift Kurzschrift ' Rechnen 1 Handels- III Schönschr. I Masch.-Schr. Schönschr. Masch.-Schr. Schönschr. syvvrwwwTOWvwwwwa 0>l«M mit dem heutigen Tage unter der Firma amu uv m genügen xugv unier oer yirma _ SWWWzSAMkSM c3 chtung! Achtung! bei dem 13387c ita läusburg Neuenweg 18 OTMfT | HesLmc.nn & Halle G,KÖNIG'J B000I PFLASTER Einkauf von 021780 ,6 Teppiche Dekorationen Eigene Werkstätte Ersatzteil-Lager 13837 RMlochlknt Gtiiwl als Pfleger. KL 030C Oaooc j Die DJlarFe bes verwöhntesten Feinschmeckers lehre (For- lehr.(Wechs.- mularkunde) u. Scheckk.) ein Samen en gros- und en detail tSefchäft eröffnet haben. 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