Nr. 305 Erstes Blatt 179. Jahrgang Dienstag, 51. Dezember 1929 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Rcichspfennig, Platzvorfchrist 20 mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr Wilh. Lange. Berantwortlich für'Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. richten: Anzeiger Siehrn. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. VrilS und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vllch- und Steinöntderei H. Lange in Stehen. Schriftleitnng und Gefchäftrstelle: Schussttahe 7. (Er)d)etni io glich, anher Sonntags und Ferenag». Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätler Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Vezugrpreir: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspsennig für Trägerlohn, auch bei Richter» scheinen einzeknerRummern infolge höherer Gewalt. Zernsprechanschlüffe llnterSammelnummcr2251. Anschrift für Drahtnach» Am Ende eines schweren Lahres. Äon Professor D. Dr. Martin Schian, Genei alsuperintendenten in Äreslau. Manchem mag der Ton meines Silvesterrück- blicks Ende 1928 zu ernst gewesen fein. Wer so empfindet, der sei gebeten, diesen Aussatz lieber erst gar nicht zu lesen. Ich habe es immer ab» gelehnt, in künstlichem Optimismus zu machen. Wer sich an Silvester um keinen Preis aus einer behaglichen Punsch-Stimmung bringen lassen will, der ist zu solchem künstlichen Optimismus gezwungen. Da tue ich nicht mit. Iahresschluh ist immer eine ernste Sache, aber diesmal besonders! Ich weih, abgesehen von 1917 und 1918, nur noch das Jahr 1922 zu nennen, dessen Ende ähnlich ernst war; 1923 hatten wir am Jahresende doch schon wieder etwas Grund zur Hoffnung auf bessere Zeit. Sehe ich recht, so gibt ein Rückblick aus 1929 in dreifacher Hinsicht Anlaß zu sehr ernstem Rachdenken. Erstens: Das vergangene Jahr hat die Schwierigkeit unserer wirtschaftlichen L a g e, die schon vordem sehr groß war, un- oemcin verschärft. Lange Monate waren den Beratungen über die Revision des Dawes- Plans gewidmet. Tas Ergebnis, der B o u n g- P l a n, ist furchtbar drückend und hart. Daß das nicht von allen Seiten so scharf und klar gesagt worden ist und gesagt w'.rd. wie es g:sch:hen müßte, ist eine Folge teils der innerpolitischen Schwierigkeiten (die Regierung hält trotz alledem die Annahme für notwendig und glaubt daher ihn so freundlich als möglich hinstellen zu sollen), teils einer überoptimistischen, jedenfalls völlig unrealistischen Aufsassung, namentlich bei der Sozialdemokratie, die nun einmal selbst die unerhörtesten Forderungen der früheren Feindmächte für tragbar hält. Immerhin bringt der Boungplan wenigstens für die nächsten Jahre einige Erleichterungen. Aber der Dawesplan war für diese Jahre unerfüllbar; wenn der Boungplan etwas leichter ist, so bedeutet das also noch lange keine wirklich ins Gewicht fallende Verbesserung unserer Lage, Und die finanzielle Situation hat sich gegen Ende des Jahres so katastrophal gestaltet, daß eigentlich kein Mensch mehr aus noch ein weiß. Das Reich ist am Ende, die Länder sind am Ende, die Städte sind erst recht am Ende, die Industrie zeigt böse Krankh-.itsersch:inungen, die Landwirtschaft ist schwer krank. Dank über Bank kracht zusammen; mühfarn gesammelte Säargrcschen gehen verloren; Betrügereien im großen sind an der Tagesordnung. Tie Arbe'.tölofi,k:it nimmt erschreckende Dimensionen an; Arbeitslosenunruhen beginnen die Städte zu erschüttern. Das ist das Ergebnis des Jahres 1929. Zweitens. Man wird feststellen müssen, daß das vergangene Jahr in wachsendem Maße gezeigt hat. daß die Regierungsformen, die wir seit zehn Jahren haben, nicht geeignet sind, um der schweren Lage, in der wir uns befinden, zu begegnen. Dabei handelt es sich für mich nicht um die Frage der Staatsform. Ob Monarchie, ob Republik — das ist, wie die Dinge liegen, eine Frage der Doktrin, nicht eine Frage des praktischen Lebens. Warum, will ich hier nicht ouseinandersehen. Die Frage der Stunde ist, ob diejenige Spezies einer republikanischen Regierungssorm, die wir haben, und die wir handhaben, ein geeignetes Instrument darstellen kann, um uns aus unserer Rot herauszubringen. ilnferc Regierungen sind, wenigstens im Rerch, seit längerer Zeit fast aktionsunfähig. Sie find innerlich so wenig einheitlich, deutlicher gesagt, so völlig zerspalten, daß sie zu kräftigem Entschluß nicht kommen können; zeitweise kommen sie überhaupt zu keinem Entschluß. Sie sind dermas.en an Fra.t.onsmehrheiten und Parteirücksichten gebunden, daß ein Handeln ganz nach sachlichen Gesichtspunkten, wie es unbedingt sein müßte, überhaupt nicht zustande kommen kann. Das ist das Fazit der Erfahrungen dieses schweren Jahres. Mit Stresemann, dem großen Toten dieses Jahres, ist der Reichs- regicrung der führende Kopf, der energischste Charakter, die starke Autorität genommen; für seinen Rachsolger bedeuten alle die tausend Abhängigkeiten, denen ein Minister unterliegt, viel mehr als für ihn. So ist also durch sein Ausscheiden die Regierungskraft des Reichs erheblich vermindert. Stresemann hat einst, 1923. in schwerster Krisis mit Einsatz seiner ganzen Energie, mit entschlossener Opferung aller Popularltäts- und Parteirücksichten (Beamtenabbau!), da^ Steuer herumgeworfen; wer aber könnte das jetzt tun? Drittens: Dos vergangene Jahr hat eine Erkenntnis vollends reifen lassen, die zu großen Sorgen Anlaß gibt. Sie knüpft an die Stlarek- Enthüllungen in Berlin und ähnliche Geschehnisse an. Man soll nicht verallgemeinern; man darf nicht übersehen, daß auch jetzt ein gesunder, lernsester Stamm im deutschen Boll vorhanden ist. Aber daß der alte solide Sinn, die selbstverständliche Rechtlichkeit und Zuverlässig leit, die peinliche Gewissenhaftigkeit und Ehrlichkeit bei uns weithin ins Wanken geraten find, vielfach als ganz überholt angesehen werden, . das ist einfach Tatsache. Das Jahr 1929 ist nicht das erste, dos diese Tatsache über allen Zweifel hinaus klarstellt; aber cs hat sie in zahlreichen sehr bösen Borkommnissen so evident gemacht, daß nur noch an ihr zweifeln kann, der ganz bllnd ist. Gewiß: der Krieg trägt an Vor den neuen Kämpfen im Haag. zu machen, ein möglich st großes Maß an Widerstandskraft zu sammeln, den Versuch zu machen, die Rervenkrise zu überwinden. Denn es ist durchaus nicht so, daß die Haager Schlußkonferenz etwa lediglich repräsentativen Charakter hätte, wie das noch im Herbst angenommen wurde. Eine sehr große Zahl von Fragen, die teilweise politisch, wirtschaftlich und finanziell einschneidenden Charakter haben, ist übriggeblieben, und um sie wird am Freitag das große Ringen anheben. Eine Delegation, die dann nichts hinter sich hätte als ein in sich zerklüftetes, mit sich selbst zerfallenes deutsches Volk, stände von vornherein auf verlorenem Posten. Wie immer man also zu der gegenwärtigen Reichsregierung stehen mag, — wir machen keinen Hehl daraus, daß wir nach dem Haag ihre schleunige Restaurierung in personeller und sachlicher Hinsicht für erforderlich halten — für die Zeit des außenpolitischen Kampfes gilt es, Disziplin zu holten und Rerven zu bewahren. Auch die Etappe kann nützliche Dienste leisten, und wenn es gelingt, etwa auf der Linie ReichZkanzler- Reichsbankpräsident die staatspolitische Kraft der deutschen Ration zu sammeln, dann werden äleberrumpelungsmanöver der Gegenseite, wie sie zweifellos nach dem Muster der ersten Haager Konferenz wieder versucht werden, scheitern. pariser Erwartungen. »Das Fernbleiben Dr. Schachts lebhaft begrüßt. Paris, 30. Dez. ($11.) Rach dem Abschluß der Kammerberatungen wendet sich nunmehr die politische Aufmerksamkeit der Haager Konferenz zu, die am 3. Januar im Haager Binnenhof beginnt. Die Hoffnung der Gläubigermächte, noch vor Beginn der Haager Konferenz eine geschlossene Einheitsfront gegen Deutschland zustandezubringen, hat sich nicht in vollem Maße erfüllt. Man spricht von etwa zwanzig noch offen gebliebenen teils wichtigen, teils nebensächlichen Fragen, die der Entscheidung im Haag trotz aller Anstrengung überlassen werden müssen. Als völlig ungelöste Frage ist die der Ostreparationen zu betrachten, da sowohl Ungarn als auch Bulgarien bisher nicht einen Schritt von ihren Forderungen abgewichen sind. Die Vertreter der Gläubigermächte sehen die Bereinigung der Ostfragen als eine unumgängliche Voraussetzung für das Inkrafttreten des Boungvlones an, während man in Deutschland bekanntlich anderer Auffassung ist. Mit Mißbehagen stectr man daher in Paris fest, daß H zam und Bulgarien dem „guten" Beispiel Deutschlands, das sich in fast allen Fragen nachgiebig erweist, nicht gefolgt seien. Eine zweite nicht minder kritische Streitfrage ist die Wahl des Sitzes für die Internationale Bonk, über die man sich in Baden-Baden zwischen den Sachverständigen geeinigt hatte, ohne daß die Regierungen, insbesondere die englische, Basel selbst als dauernden Sih der Bank anerkennen wollen. — DaS Fernbleiben Dr. Schachts von der Haager Konferenz wird in Paris lebhaft begrüßt, da man davon eine Erleichterung der Haager Verhandlungen erhofft. England und Frankreich haben die zwischen ihnen bestehenden Streitfragen, die vor allem die Zahlung der französischen Schulden an England betrafen, mehr oder weniger bereinigt. Ob und in welchem Umfang dies auf Ko st en Deutschlands geschehen ist, läßt sich zur Stunde noch nicht feststellen. Die sog. Kommerzialisierung der deutschen Schuld wird Montagnachmittag von der „Liberte" zum Vorwand genommen, den guten Willen Deutschlands bei seinen Wiedergutmachungszahlungen erneut anzuzweifeln. Das Blatt spricht von den Bemühungen der Reichsregterung, das Ansehen des deutschen Kredites im Auslande mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu erschüttern und so die Unterbringung der deutschen Obligationen auf dem internationalen Markt zu erschweren. Englands Vertretung im Haag. Henderson bleibt zu Hause. London, 30. Dez. (TU. Funkspruch.) Schahkanzler Snowden und Handelsminister Graham werden mit den anderen Mitgliedern der britischen Abordnung für die 2. Haager Konferenz am Reujahrstage von London nach dem Haag abreifen. Obwohl die Vorarbeiten für die Konferenz sich nicht ganz so günstig entwickelt haben, wie man bei Abschluß der ersten Haager Konferenz auch auf englischer Seite erwartete, rechnet man offenbar auch heute noch damit, daß es gelingen wird, in den drei wichtigsten noch ungeklärten Punkten der Reparationsbank, den nichtdeutfchen Reparationszahlungen und der tschechoslowakischen Schuldscheine zu einem Heber» einkommen zu gelangen. Dom englischen Standpunkt aus werden die mit der Internationalen Ban t zusammenhängenden Fragen als weitaus am wichtigsten angesehen. Jedes Eingehen auf die deutsch-englischen Fragen wird in diesem Augenblick geflissentlich vermieden. — Die ;,D. Ä. Z.".findet es bedeutsam, daß sich der englische Außenminister Henderson nicht unter den Mitgliedern der englischen Abordnung für den Haag befindet. Die Gründe, die das ..Foreign Office" zu dieser Zurückhaltung bestimmten, entbehrten nicht eines weitgehenden Interesses, nachdem sich in jüngster Zeit die Anzeichen gemehrt hätten, daß Tar- dieu und Briand im Haag mit neuen politischen Forderungen auftreten wollten. Vorbereitungen im Haag. Nnterbringungsschwicrigkeiten. I m H a a g, 29. Dez. (TU.) Die Vorbereitungen für die zweite Haager Konferenz sind irn vollen Gange. In den lehken Tagen haben die Hotels soviel Telegramme erhalten, daß sie ihre Räume zwei- und dreifach vermieten könnten. Alles will rund um den Dinnenhos wohnen und Schevenfng.n, ter b.I ebte Arfenth. lt vom Aug st, wird heute ängstlich gentieben. Die Unterbringung der Abordnungen, für die die Gesandtschaften sorgten, ist nicht ganz einfach gewesen; die meisten muhten geteilt und in verschiedenen Hotels untergebracht werden. Die französische Abordnung hat ihren Hauptsih wieder im Hotel des Indes aufgeschlagen, wo ungefähr 35 Personen wohnen werden. Hier sind die Räume für die Minister und ebenso wie im Sommer der Empfangs salon für Briand reserviert. In demselben Hotel wird die rumänische Abordnung mit neun bis zehn Personen absteigen. Auch die deutsche Abordnung konnte mit ihren 60 Mitgliedern nicht in einem Hotel geschlossen untergebracht werden. Der Kern der Abordnung wird im Central Hotel wohnen, ungefähr 30 Personen dagegen in dem zwei Minuten weiter gelegenen Viktoria Hotel. Im Central Hotel haben auch die E n g l ä n d e r und dieT s ch ech e n ihren Wohnsitz aufgeschlagen. Heber die Anzahl der Teilnehmer und besonders der Journalisten ist noch keine Hebersicht möglich. Man erwartet, daß die Presse nicht so zahlreich vertreten fein wird wie im Sommer, und daß sich viele kleinere Blätter nicht Disziplin und Nerven! Wenn die beutfd)e Delegation am Donnerstag ohne Herrn Dr. Schacht nach dem Haag reisen muß, um dort den Endkampf um den Poung- plan durchzufechten, so ist das vielleicht das sicherste Kennzeichen für die überaus kritische psychische Verfassung, in der sich Deutschland heute befindet. Unter normalen Verhältnissen und bei normalen Zuständen im Reich wäre es wohl selbstverständlich gewesen, daß der Reichsbankpräsident, der mit seinem Memorandum und dein geglückten Vorstoß gegen die Auslandsanleihepläne Hilferdings ein erhebliches Maß an Verantwortung für die Behandlung und ©eftaüung des Reparationsproblems von Deutschland aus vor aller Oeffentlichkeit übernommen hat, dies Verantwortlichkeitsgefühl auch praktisch durch offizielle Teilnahme an den Haager Verhandlungen betätigt hätte. Und es ist fein Zweifel, daß die Mitarbeit Schachts im Haag für die deutsche Delegation eine bedeutsame Verstärkung ihrer Fronten nach außen und nach innen gewesen wäre. Es liegt uns fern, Schacht allein die Schuld daran zuzumessen, daß er nicht Mitglied der deutschen Delegation ist. Die grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten über gewisse taktische Fragen, die zwischen ihm und dem Kabinett zweifellos vorliegen, sind natürlich nicht so ohne weiteres zu überbrücken, und, man kann von einer gradlinigen Persönlichkeit nicht verlangen, daß sie Grundauffassungen abschwört, die sie vor wenigen Wochen erft zum Ausdruck gebracht hat. Es wäre vielleicht richtiger gewesen, wenn das Reichskabinell sich zu größerem Entgegenkommen an die Gesichtspunkte des Reichsbankpräsidenten verstanden hätte. Denn daß Schacht von dem besten Willen beseelt ist, seinem State r= lande zu dienen, darüber ist wohl nicht der geringste Zweifel erlaubt, auch wenn man wie die Minister an feinen Methoden wenig Freude hat. Es kommt aber jetzt nicht auf persönliche Verärgerung und Verstimmung an. Eß gilt, die Kräfte auf die schwere Aufgabe zu konzentrieren, die der deutschen Delegation im Haag bevorstehen. Und wir müssen leider sagen, was wir schon eingangs fefti gcstellt haben, daß die seelische Verfassung des d-ut- ichen Volkes uns recht kritisch erscheint. Wir haben den Eindruck, daß unter der Wucht der wirtschaftlichen und finanziellen Erscheinungen maßgebende Kreise in Deutschland die Nerven verloren haben. Denn anders ist die Tragikomödie, die sich vor Weihnachten im Reichstag abspielte, als kaum eine Woche nach dem erteilten Vertrauensvotum der Finanzminister das Regierungsschiff verlassen mußte, gewiß nicht zu verstehen. Wir wollen nicht flau machen. Aber wir halten es für besser, die Tatsachen mit ihrem ganzen Ernst zu erkennen und uns daraus einzurichten, als daß wir die Dinge in rosarotem Optimismus betrachten, um bann nachher vor vollendeten Ereignissen vollends zusammenzubrechen. Wer das rapide und nicht lediglich saisonbedingte Anwachsen der Erwerbslosenziffern verfolgt hat, wird fid) keinen Illusionen darüber hingeben, daß wir auch ohne die rührige und geschickte kommunistische Revolutionspropaganda binnen kurzem vor gewaltigen inneren Spannungen stehen müssen, zu deren lleberwindung eine starke Staats- autoritär gehört. Das amtierende Reichskabinett besitzt gegenwärtig diese Autorität infolge zahlreicher eigener Fehler wohl kaum. Um so dringlicher ist die Aufgabe, sein Ansehen nach außen eben in diesem Zeitpunkt mit allen Mitteln zu verteidigen, und gerade deshalb hätten wir es gern gesehen, wenn der Reichsbankpräsident mit nach dem Haag gefahren wäre. Dr. Schacht ist — das ist in den letzten Tagen von sehr angesehenen Persönlichkeiten der Linken bestätigt worden — heute einer der populärsten Erscheinungen im öffentlichen Leben Deutschlands, und ihm wäre es vermutlich gelungen, ohne große Schwierigkeiten hinter der deutschen Delegation eine geschlossene Front für die Re- parationsoerhandlungen zu schaffen. Da er nicht mitgegangen ist, sind alle staatspolitisch gerichteten Persönlichkeiten und Parteien, g leichgültig wo immer sonst sie stehen, verpflichtet, nun von sich aus den Versuch dieser Entwicklung sicher Schuld; die Inflation nicht minder. Aber es sprechen auch andere Um- stände mit. In breiten Volksschichten sieht man über Verstöße gegen Treu und Glauben viel leichter hinweg als früher; wo man die christliche Sittlichkeit grundsählich nicht mehr als Maßstab gelten läßt, da werden auch die einfachsten Mo- ratbegriife schwanlend. Parle'.gisichtspunite durchkreuzen oft die moralischen Erwägungen. Rie- mand ist da, der scharf durchgreift; dazu trägt auch der Umstand bei, daß scharfes Durchgreifen unbeliebt macht; der Betroffene oder fein Anhang rächen sich vielleicht durch öffentliche Angriffe. die niemand gern auf sich zieht. Aber, vom Moralischen ldas sich ja nach dem berühmten Wort von selbst versteht oder doch verstehen sollte!) ganz abgesehen: dieses Versagen der öffentlichen Sittlichkeit rächt sich auch auf anderen Gebieten. Auf dem wirtschaftlichen Gebiet; denn wer will noch Geld sparen, wenn es möglich ist, daß die Bank, der ers gibt, infolge unsolider Geschäftsführung zusammer.bricht? Sogar auf dem außenpolitischen Gebiet: der alte Ruf Deutschlands gerät ins Wanken, daß die völlige Verachtung aller Sittlichkeit durch den Kommunismus, daß die unsichere Haltung der Sozialdemokratie in diesen Fragen die bedenkliche Entwicklung fördert, ist deutlich. 1929 zeigt, daß sie bereits sehr erhebliche Fortschritte gemacht hat. Alles in allem: eine recht unerfreuliche Bilanz am Jahresende. Gibt es denn tcine erfreulichen Momente? Wir dürfen sie nicht übersehen, weil wir uns nicht über Gebühr das Herz schwer machen dürfen. Aber ich weih ihrer freilich nicht viele aufzuzählen. Daß die zweite Zone des besetzten Gebiets geräumt ist. ist ein solches günstiges Moment, dessen sich nicht bloß der Westen, sondern das ganze Volk freuen soll. Daß — wenn der Boungplan angenommen und wenn seine Ausführung in die Wege geleitet ist — das ganze Rheinland bis Mitte 1930 geräumt fein soll, ist höchst erfreulich. Rur sind diese Zugeständnisse mit dem Boungplan sehr teuer erlauft. Vielleicht gar — Gott verhüte es! — mit dem Herzblut des Volles! Und jedes weitere Zugeständnis läßt Frankreich sich teuer abkaufen: so müssen mir nunmehr hart um das deutsche Saargebiet handeln. Hnd diese Errungenschaften sind noch dazu in Frage gestellt: was wird, wenn das ausgesogene Deutschland den Boungplan nicht erfüllen kann? Oder sollen wir die durch Scheitern des Volksentscheids herbeigeführte innerpolitische „Älärung" als günstiges Moment buchen? Darüber wäre viel zu sagen; aber hl er ist nicht der Ort dazu. Ich für mein Teil fürchte, daß die Parteivcreingenommenheit b:t Befürwortern und bei Gegnern in weiten Schichten so groß sein wird, daß aus dem Schicksal des Volksentscheids aus beiden Seiten falsch: Lehren gezogen werden. Wir bei unserer Art brauchen mehr, um das Richtige zu lernen. Auch die Absplitterung der TeuNchnationalen Arbeitsgemeinschaft und der in der Bildung begriffenen Christlichsozialen Partei hat noch keine Klärung erheblichen Hm längs herbeigeführt; wohl aber hat sie zur weiteren Zersplitterung beigetragen. Welches wird das Schicksal dieser Reugründung bei den nächsten Wahlen fein? Aber Eines darf als günstiges Moment an- gesprochen werden: das deutsche Volk hat auch 1929 den mühsam neugewonnenen Sinn für Ruhe und Ordnung wenigstens in dem Sinn bewahrt, daß keine größeren Erschütterungen zu verzeichnen waren. Das ist nicht viel. Aber wenn man an dieArbeitslosigleit und Rot von Millionen denkt, ist es auch nicht wenig. Es ist keine Bürgschaft für einen kommenden Aufschwung, aber es liegt wenigstens die Hoffnung darin beschloßen, daß nicht alles verloren ist. Wir stehen mitten in schwerer Krisis. Im Reichskabinett krachen d'.e Ballen. Unter unserer Wirtschaft schwanken die Fundamente. Die Parteien befehden sich heftiger denn je. Dennoch müssen wir Mut und Hoffnung behalten. Selbsterkenntnis? Selbstbesinnung! Zusammenstehen! Es gibt keine andere Losung für 1930. Möge 1930 besser sein, als es 1929 war! wieder den LuxuS eines eigenen Berichterstatters gestatten werden. Ob dies an der Gesamtzahl allerdings etwas ändern wird, ist fraglich; denn man darf nicht vergessen, dah im Haag diesmal auch die Interessen vieler kleiner Staaten zur Sprache kommen sollen, wie $. B. Oesterreichs, Bulgariens und Ungarns, die sicher jetzt auch mehrere Pressevertreter entsenden werden. Während für die Presse wieder der Rittersaal eingeräumt wurde, ist für die Arbeiten der Konferenz nicht wieder der Flügel der ersten Kammer gewählt worden. Die Sitzungen werden in dem gegenüberliegenden Flügel, wo sonst die zweite Kammer des niederlan- dischen Parlaments tagt, stattfinden. Der Sitzungssaal der zweiten Kammer, in dem auch öie feierliche Eröffnung der Konferenz stattfmden wird, ist weit geräumiger als die erste Kammer unö bietet in gewöhnlichen Zeiten 100 Abgeordneten Daum, während der Senat nur fünfzig Mitglieder zählt. 3n der Mitte zwischen den Abgeordnetenbänken ist der große ovale K o n - f e re nz tisch aufgestellt worden. Reben den Abgeordneten, die an dem Tisch Platz nehmen werden, können noch 100 bis 150 Personen m dem Saal Platz finden. Die Pressetribünen sind sehr enge — 25 Personen au beiden Selten des Saales — doch wird es vielleicht möglich fein, einem Teil der Presse an den äußersten Enden des Saales und in der sonst für die Minister reservierten Galerie Plätze anzuweisen. Das ist aber nur für die Eröffnungssitzung von Wichtigkeit. denn es ist sicher anzunehmen, daß die übrigen Arbeiten der Konferenz ebenso wie tm August unter Ausschluß der Oeffent- lichkeit und der Presse stattfinden werden. Gegen das deutsch-englische Liquidationsabkommen. Scharfer Protest des Grotz- und Ncbersee-- handels. Berlin. 30. Dez. (Tel.-Un.) Der Reichsverband des deutschen Groß- und Ueberseehandels hat in der Freigabe des deutschen Eigentums in England am Montag an den Reichsaußenminister das nachstehende Telegramm gerichtet: „Gegen die Unterzeichnung des Abkommens mit England, wodurch der Raub von 14 Millionen Pfund beschlagnahmten deutschen Eigentums sanktioniert werden soll, erheben wir nochmals schärf st en Widerspruch erwarten vielmehr, daß noch in letzter Stunde unter Hinweis aus die in deutschen Wirtschaftskreisen hervorgerufene Entrüstung und Erbitterung nachdrücklichst ersucht wird, eine Lösung zu finden, die zum mindesten für diesen Verzicht eine gleichwertige Konzession bietet. Eine solche kann in den bisherigen Zugeständnissen nicht gefunden werden. England nochmals ernstlich vor Augen zu führen, daß durch sein Vorgehen dauernde vertrauensvolle Beziehungen zwischen beiden Staaten nicht eintxeten tönen, ist nach Ansicht der von uns vertretenen Kreise gleichzeitig im Interesse der ungestörten Entwicklung des internationalen Handels zur Stunde die dringendste Aufgabe der deutschen Regierung." Moldenhauers Finanzprogramm Tilgungsfonds und Kapitalbedarf. Berlin, 31. Dez. (Priv.-Tel.) Von verschiedener Seite und u.a. auch vom Politisch-Gewerkschaftlichen Zeitungsdienst ist kürzlich die Befürchtung ausgesprochen worden, der neue Finanzminister, Professor Moldenhauer, beabsichtige, die ursprünglich geplante Steuersenkung trotz des Schacht- fchen Tilgungsfonds dadurch zu erreichen, daß er mit den Steuererhöhungen für den Verbrauch wesentlich weitergehen wolle als ursprünglich geplant. Der PGZ. weist diese Vermutung jetzt als unbegründet zurück. Das Steuersenkungsprogramm wird — wie an dieser Stelle schon gesagt wurde — erst zu einem späteren Zeitpunkt, vermutlich erst mit dem Beginn des übernächsten Etatsjahres, in Kraft treten. Dagegen sollen die Steuererhöhungen soweit sie nicht schon beschlossen sind, mit dem Beginn des Etatjahres 1 930 zur Ausführung kommen. Es heißt u. a.: „Dadurch wird die Möglichkeit geschaffen. den Tilgungsfonds aufzufüllen, zugleich aber der Wirtschaft Garantien für künftige Steuersenkungen gegeben. Wie uns weiter mitgeterlt wird, sollen auch bereits maßgebende Kreise der Industrie und der ihr nahestehenden Parteien mit diesen Absichten im wesentlichen sich e i n v e r - standen erklärt haben. Die Hinausziehung des Inkrafttretens der Steuersenkungen wird um so eher vertretbar sein, als der Zwang zur Schulden- tilgung praktisch eine Zufuhr von Kapital an die private Wirtschaft, also eine Verflüssigung des Kapitalmarktes, zur Folge hat, vorausgesetzt, daß die öffentlichen Körperschaften nicht die vom Reich zurückgezahlten Schuldenbeträge erneut als Anleihen äufne h m e n — aber dagegen sollen Sicherungen bereits erwogen werden." Kommunistenunruhen in Köln. Köln, 30. Dez. (WTB.) 3n der heutigen Sitzung der Stadtverordneten ergriff nach Ablehnung einiger kommunistischer Anträge der kommunistische Stadtverordnete C tz b o r n unaufgefordert das Wort und setzte trotz wi verholter Aufforderung durch den Ob.roürzerm i,t.r f ine Rede fort. Die bürgerlichen Parteien verließen darauf den Sitzungssaal. Eh- born, der, umgeben von seinen Parteifreunden, weiterredete, wurde schließlich durch Po- lizeibeamte in Zivil aus dem Sitzungssaal entfernt. Bor dem Rathause und an verschiedenen Stellen der Altstadt kam es zu Zusammenrottungen. Die Polizei ging gegen die Demonstranten vor und verhaftete mehrere Rädelsführer. 3n der Dolzengasse gab die Polizei einige Schüsse ab, durch die ein Teilnehmer an der Kundgebung leicht verletzt wurde. Etwa 30 Personen wurden zur Hauptwache gebracht. Oer Weifenschah für Deutschland verloren. Hannover, 31. Dez. (WTB.) Die städtischen Kollegien beschästigten sich am Montagabend In einer mehrstündigen Beratung mit dem Verkauf des Welfenschatzes. Der Welsenschatz war von dem Herzog von Braunschweig und Lüneburg an ein Kons orti um von Kunsthändler» verkauft worden. Der Das Geheimnis der Papageienkrankheit. Die sonderbare sogenannte Papageienkrankheit (Psittakosis), die schon vor kurzem in Berlin- Dahlem im Hause des Geologieprofessors Harbort aufgetreten war, und die dort nicht nur den Tod des Gelehrten und seiner Haushälterin verursacht, sondern auch sechs weitere Personen befallen hatte, ist nun auch in Reu-Kölln festgestellt worden, wo zwei Familien von der Krankheit befallen wurden. 3n Berlin sind somit jetzt 12 Personen von der Krankheit befallen worden, und drei Todesfälle haben sich ereignet. Man nimmt an, dah die Erkrankungen auf Papageien zurückzuführen sind, die kürzlich mit dem Dampfer .Cap Arcona" aus Südamerika nach Deutichland gekommen waren. Der Papagei, der bei der neuen Liebertragung in Reu-Kölln offenbar die Ursache ist, ist der tierärztlichen Hochschule überwiesen worden. Lieber die merkwürdige Krankheit äußert sich in der „Rachtausgabe" der Direktor des Hhgie- nisch-Baltericlrg schen LlnlersuchungZamtes West- end. Dr. Elke les, wie folgt: „-Unter Papageienkrankheit versteht man eine meist in Hausepidemien auftrelende schwere Allge.neinerkran- kung des Menschen, von der man annimmt, daß sie von Papageien auf den Menschen übertragen und durch einen spezifischen Erreger hervorgerufen wird. Die Al'gemeinerkrankung äußert sich in hohem Fi:'.er, Benommenheit und Unruhe, Herz- und Blutgeä'-schwache, doch kann das Krankhe'tsbilb in Cinzecheisen auch davon abweichen. Recelmäh'g. aber meist erst nach einer Reihe von Tagen, bildet sich eine Lungenentzündung von eigenartigem Chara.ter aus und die.e beherrscht nunmehr das eigentliche Krankheitsbild. Die Ursache der Krankheit ist noch ungewiß, und nach dem eigentlichen Erreger wird noch geforscht. Für die Bevölkerung besteht kein Grund zur Beunruhigung. Erkrankungen können nur dort auftreten, wo in den letzten Wochen Papageien frisch gekauft worden sind, während sich für die Altbesitzer von Papageien keine neuen Gesahrenmomente ergeben. 3edenfalls ist beim Ankauf von Papageien zur Zeit besondere Vorsicht geboten. Auch mit dem Ankauf verwandter Vogelarten (z. D. ausländischer Fittiche) sollte man einstweilen vorsichtig sein. — Bei den Papageien selbst äußert sich die Krankheit darin, daß die kranken Tiere j still und traurig mit gesträubten Febern da- I sitzen, die Rahrungsaufnahme verweigern und vor allem an schweren Durchfällen leiden." Neue Erkrankungen. Berlin, 30. Dez. (WTB.) Rach einer Mitteilung des Polizeipräsidenten ist damit zu rechnen, daß in Berlin ein neuer Fall von Papageienkrankheit vorliegt. 3m Bezirk Friedrichshain tarnen in jüngster Zeit bei einer Familie, die Papageien hielt, vier Erkrankungen vor. Die 70jährige Mutter starb im Rovember, zwei andere Familienmitglieder genasen. Eine 31jährige Frau liegt noch krank zu Bett. Von den in dieser Familie gehaltenen Papageien sind vi er eingegangen, so daß man damit rechnet, es könne sich auch hier um die Papageienkrankheit handeln. Der Polizeipräsident macht im Anschluß an diesen Fall abermals darauf aufmerksam, daß im Umgang mit Papageien größte Vorsicht geboten ist, insbesondere soll man sich von den Tieren nicht beißen, küssen, noch sichRahrungsmittel aus dem Munde nehmen lassen. Die staatliche Gesundheitsbehörde ist damit beschäftigt, zu untersuchen, ob der am 27. Rovember angeblich an Lungenentzündung gestorbene Stenograph bei der Reichsprefsestelle, Dr. Specht, auch ein Opfer der Pavageienkrankheit war. Besonders verdächtig in dieser Richtung ist die Tatsache, daß die Gattin des Verstorbenen am 5. Dez. im Krankenhaus Bethanien ebenfalls unter lungenentzündungähnlichen Er'cheinungen geworben ist, sowie die Tochter an Lungenentzündung erkrankte, die jedoch bald wieder genas. Zu gleicher Zeit waren der der Familie gehörige Papagei und eine Katze e i n gegangen. Auch in O'egnih? Die „Germania" meldet aus Liegnitz: Eine ältere Ehefrau, Elisabeth Köhler, mußte dieser Tage in ein Krankenhaus gebracht werden, da sich infolge einer angeblichen Kopfgrippe gewisse geistige Störungen zeigten Man nimmt an, daß es sich ebenfalls um einen Fall von Psittakosis (Papageienkrankheit) handelt. Die Erkrankte hatte in ihrer Wohnung neben vielen anderen Tieren auch Papageien gehalten. Herzog hatte sich aber bereit erklärt, von diesem Vertrage zurückzutrctin, wenn Hannover den Welsenschah mit den Hrrrcnhäus.r Gartenar.lagen übernehmen wol.e. Die Gosamtbelastung für die Stadt Hannover würde insgesamt 10 Millionen Mark betragen. Der vom Oberbürgermeister als äußerst günstig veet.etene Antrag wurde vom Magistrat angenommen, im Bürgervorsteherkolleg.uitz ab r m.t den Stimmen der Sozialdemokraten und Kommunisten abge - lehnt. Auch ein Komprom.hantrag, nach dem einige große Stücke des Welfenschatzes für etwa 4 Millionen Mark an den Staat abgetreten werden sollten, verfiel der Ablehnung. Damit dürfte der Welfenschctz für D utschland verloren sein, da der Herzog nur bis zum 1. 3anuar von dem Verkauf an das erwähnte Konsortium zurücktreten kann. DerEhristlich-sozialeVolksdiensi. Berlin, 31.Dez. (Priv.-Tel.) Durch den Zusammenschluß der Christlich-sozialen Reichsvereinigung und des Christlichen Volksdienstes ist nunmehr in unserem politischen Geben eine selbständige christlich-soziale Gruppe entstanden,' die sich künftig bei allen Wahlen bemerkbar machen wird. Der christliche Dolksdienst hat seinen Sitz hauptsächlich in Süddeutschland. Er hat in Württemberg erhebliche Wahlerfolge erzielt und konnte auch bei den letzten badischen Gandtagswahlen 35 000 Stimmen auf sich vereinigen. Parlamentarisch dürfte sich an dem bisherigen Verhältnis der christlich-sozialen Reichstagsabgeordneten zu der deutschnationalen Sezession und zu der neuen Fraktionsgemeinschaft mit den christlich-nationalen Bauern nichts ändern. Wie sich die Dinge organisatorisch im Gande entfalten werden, bleibt abzuwarten. Dem Vernehmen nach will sich eine Reihe Abgeordneten der preußischen Provinzial- Gandtage als auch der Gandtage verschiedener Gänder, so in Thüringen und Hessen, der neuen Partei anschliehen, die namentlich in den evangelischen Kreisen auf starke Zustimmung stößt. Oie neue Polenregierung. Berlin, 31. Dez. (Priv.-Tel.) Rach wochenlangen Verhandlungen ist es dem früheren polnischen Ministerpräsidenten, Professor Bartel, gelungen, ein neues Kabinett zu bilden, in dem nur vier neue Gesichter auftreten. Besonders interessant ist der Wechselim 3nnenmini- Zerium, wo der bisherige 3nnenminister, General S k l a d k o w s k i, durch den Wojwoden von Wolhynien, 3ozewski, erseht wird. Der neue 3nnenminifter hat schon während des Krieges in der polnischen Wilitarorganisation eine Rolle gespielt und gehörte ün 3ahre 1919 der ukrainischen Rationalregierung des Hetmans Petljura an. Er gilt im allgemeinen als eine derjenigen polnischen Persönlichkeiten, die der Minderheitenfrage wenigstens ein gewisses Verständnis entgegenbringen. Der zurückgetretene Innenminister war ein Verfechter der schärferen Tonart und wurde für die treibende Kraft im Kampfe gegen das Parlament angesehen. 3m Außenministerium, das durch Zalew - s k i beseht bleibt und im Kriegsmini st e- r tum , das weiterhin Pilsudski Vorbehalten bleibt, treten keine Aenderungen ein. Auch sind noch einige Vertreter der sogenannten Oberstengruppe im Kabinett geblieben, so z. D. Oberst Prystor als Arbeits- und Wohlfahrtsminister, gegen den sich insbesondere die Opposition der Sozialdemokraten richtet. Wan wird abwarten müssen, ob es diesem rekonstruierten Kabinett nunmehr gelingt, mit dem Sejm ein Auskommen zu finden. Die Vorstellung im Parlament soll nach den bisherigen Meldungen am 9. 3anuar stattfinden. Auiohilfsdienst. Der Ausbau des Autohilfsdienstes auf den deutschen Landstraßen hat im vergangenen Jahre recht gute Fortschritte gemacht und mit Abschluß diese» Wahres tonn die Autohilfe auf einen guten Erfolg zurückblicken. Für das kommende Jahr ist ein weiterer großzügiger Ausbau des deutschen Streckennetzes geplant, und man rechnet damit, daß mit dem Ende des kommenden Jahres e t w a 3 b i s 4 0 0 0 Kilometer de s deutschen Straßennetzes von dem Autohilfsdienst ersaßt werden können. Bis dahin sollen in erster Linie die großen Verbindungsstrecken zwischen den Großstädten erhoffen werden. Dazu gehören die großen Aussall- traßen von Berlin, München, Hamburg, Frank- urt, Leipzig und Dresden. Es wird im kommen- >en Jahre zunächst daran Gegangen werden, das Ausfallftraßennetz der deutschen Großstädte zu organisieren. Daran anschließend wird der Ausbau der weiten Strecken erfolgen. Leider sind die Mittel stark begrenzt, so daß mit der Organisation des Straßenhilfsdienstes auf dem gekirnten deutschen Straßennetz nicht vor drei bis vier Jahren gerechnet werden kann. Bereits in den ersten Monaten des kommenden Jahres sollen die großen Ausfallstraßen Münchens für den Straßenhilfsdienft herangezogen werden, nachdem sich, die seit einigen Monaten in Betrieb befindliche Strecke Berlin— Halle—Leipzig außerordentlich gut bewährt hat. Aus aller Wett. Ein deutscher Motorsegler in Seenot. Während des im Kanal herrschenden Sturmes wurde an der Küste der GrafschastKent in Südengland ein vom Unwetter offenbar stark mitgenommenes Schiff beobachtet, das schwer gegen den hohen Seegang ankämpfte und sich bemühte, Kap South Foreland zu umsegeln. Von Deal aus eilte ein Rettungsboot dem Schiff zu Hilfe. Cs handelt sich um einen dreimastigen Motorsegler aus Hamburg, der anscheinend durch den Sturm von den Kanalinseln her nach Rorden an d e englische Küste verschlagen war. Das Deck des Seglers war mit Trüm- merftücfen besät, die in wirrem Durcheiir- ander über die Reeling hingen, so daß die Mannschaft des Rellun^sbooles den Ramen des Schiffes nicht feststellen konnte. Es hatte eine Ladung Holz an Bord, durch die es offenbar über Wasser gehalten wurde. Eins । einer Rettungsboote war von den Wellen fortgerissen worden, die Kommandobrücke und die übrigen Deckaufbauten war schwer beschädigt, die Brüstung zertrümmert, die Segel hingen in Fetzen herab. Trotzdem lehnte der Kapitän des Seglers die angebotene Hilfeleistung höflich ab, indem er erklärte, er sei soweit gekommen, und werde nun auch versuchen, ohne fremde Hilfe Ramsgate zu erreichen. Keine Rakelenenlsendung in den Weltraum. Die Weltraumrakete Professor O b e r t s, welche bekanntlich vom Ostseebad H o r st aus den Flug in den Aether antreten sollte, steigt nicht. Professor Obert hat kurz vor Weihnachten einen Nervenzusammenbruch erlitten, der ihn zwang, alle Arbeiten einzustellen und in seine Heimat Siebenbürgen abzureisen, wo er auch vorläufig zu bleiben gedenkt. Dammbruch. 3n Charleroi (Belgien) brach der Damm der zu den Solvay-Werken gehörenden Kläranlage, die mehrere tausend Kubikmeter Flüssigkeit enthielt unb sich in einer Höhe von einigen hundert Meter befand, unter dem Druck des Wassers und floß mit rasender Geschwindigkeit den Hang hinunter nach dem Dorfe Couillet. Es riß Kohlenhalden sowie Endmassen und Kies mit sich und drang in etwa 13 H use. ein, w: e) .*/, m hoch stieg, so daß die Mwoynec in die oberen Stockwerke flüchten mußten. Der Straßenbahnverkehr zwischen Chatelet und Charleroi ist unterbrochen. Der Schaden kann noch nicht geschäht werden. Stockungen in der weserschiffahrl. Infolge des Eisganges auf der Weser hatte man das Wehr bei Hoya herausgenommen, um es vor Eisschäden zu schützen. Da nun aber die Wassertiefe nicht mehr ausreichte, um Schiffen mit zwei Meter Tiefgang die Talfahrt zu ermöglichen, follte das Wehr wieder aufgerichtet werden. Dabet entstanden Dchwiertgketten. Infolge Des geringen Wasserstandes sind zunächst zwei Schiffe und später etwa 21 Bockschiffe bei Dörverden f e st - gekommen. Hm die Schiffe freizubekommen, hat man bann versucht, eine F lu t w e l l e zu erzeugen, indem man aus der Edertal- sperre zehn Millionen Kubikmeter Wasser ablieh. Durch Ausnutzung der aus der Edertalsperre entnommenen Zufluhwassermenge ist es gelungen, die bei Dörverden aufgehaltenen Schiffe wieder flottzubekommen, so daß sie größtenteils die Schleuse bei Hoya passieren konnten. Verhaftung eines ungetreuen Kassierers. Der Kassierer des Ravensburger Arbeitsamts Kirsinger, der am 24. Dezember mit 18 000 M k. Arbeitslosen-llnterstützungsgel- d e r n flüchtig gegangen war, ist in L i f f a b o n verhaftet worven, als er im Begriff stand, die Ausreise nach Brasilien anzutreten. 3m Kraftwagen bei lebendigem Leibe verbrannt. In der Nähe von Wimbledon (England) ereignete sich in der letzten Nacht ein schwerer Zusammen- stoß zwischen einem Kraftwagen und einem Motorrad. Durch den Anprall geriet der Benzinbehälter des Kraftwagens in Brand. Die Flammen breiteten sich so rasch aus. daß die Insa s s e n .ein englischer Fliegerleutnant mit seiner Frau bei lebendigem Leibe verbrann- t e n. Der Motorradfahrer, der auf die Motorhaube gestürzt war, wurde ebenfalls ein Opfer der Flammen, während fein Begleiter mit schweren Brandwunden gerettet werden konnte. von einer Lawine verschüttet. Ein Sohn des D:trieb3l.it.rs der Zug^pitz- bahn, der 22 3ahre alte Hörer der Technischen Hochschule in Wien, Karl Haas, ist bei der Talfahrt vom Zugspihplatt durch eine Lawine tödlich verunglückt. Als seine Begleiter, darunter seine Schwester, merkten, dah Haas fehlte, gingen sie zurück und stießen auf die Lawine, die ihn verschüttet hatte. Cr konnte erst später in den Schneemassen aufgefunden Werdern Eine Londoner „Ausstellung italienischer Kunst". 3n London fand die Vorbesichtigung der unter dem Patronat des englischen und des italienischen Königspaares stehenden „Ausstellung italienischer Kunst 1200 bis 1900“ statt, die vom 1. 3anuar b:s zum 8. März 1930 geöffnet sein wird. Die Ausstellung umfaßt mehr als tausend Werke der italienischen Kunst, vornehmlich Gemälde. Von deutscher Seite haben zu der Ausstellung Werke beigefteuert das Kaiser-Friedrich-Museum und das staatliche Kupferstichkabinett Berlin, die Kunsthalle Bremen, das Wallraf-Richartz-Museum Köln, das Landes museum Darm st ad t, die Akademie Düsseldorf, die Kunsthalle Hamburg, die Alte Pinakothek und die staatliche Graphische Sammlung München, sowie das Kupferstichkabinett Stuttgart. Oie Wetierlaae. Montag. Seydlyjorcr Oslo 'S Ta Coruna / Wien 2. o-/ o Klaoent int £nf fo ’ariSz^Frankf. ------\al. Oerdeen Tho\navn-'^.X/\ ZZßösS^ rm ©wontenfoi 0nener. <>naro Dedtcxt.» woitifl. • ordrcKl • Reoei» W Schnee aGraupeln e Heoei K Gewitter ©Windstille. O- sehr ttente» Ost nissige» Südsüdwest sturmucnei »tordwesl Oie Piene fliegen mit dem Winde Sie oeiden Stationen dienenden Zah» ien geben die Temperatür an Pie Limen »'eromaeo Orte mit gleiche^ «at M*e/csniVeau umaer« Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 201, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben ode- zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemein- schuldner zu verabfolgen ober zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 23. Januar 1930 Anzeige >gu machen. Hessisches Amtsgericht zu Gießen. ßca. Umzugs- u.ftn» standsetzungskosten abzitgeben. Schritt!. Au ged. unter 08320 an den Gien. Anz. Wurnung! Es wird davor gewarnt.einevor 14 Tagen auf betrügerische Art abb. neE. Singer- nähmalch. (Färb, schwarz» m.runb. «oft. Nr. 1601054 aniukaus.o. wen. z. veräußern. Ein etwaiger Käufer ob. Besitzer wird geheim »ich imeifl. ftnteressc umgeb. au meld, ^weck- dienl.Mitieituiig. werden belotmt. Näber. bei Reitz, Aftcrwcg 44 p (Sicken. 108071) Außerdem gewähre ich auf alle regulären Waren trotz me ner weit und breit bekannten niedrigen Preise einen Sonder-Rabatt von 10% Die Beerdigung findet am 2. Januar, nachmittags 3% Uhr, von der Friedhofshalle aus statt. l-2 möbl. Zimmer an zuverl. Mieterin abzugeben. Zu etfr. Wcstanl. 31 v. 08213 in Kleiderstoffen, Seidenstoffen, Mantelstoffen sowie sämtlichen Baumwoll-Waren und Aussteuer-Artikeln zu fabelhaft niedrigen Preisen Todesanzeige In der Nacht zum 31. Dezember entschlief sanft mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwiegervater und Großvater TauscMmmy Jrdl. ioitn.C-Zim • Wobna., 1. Si., geg. .» Zim. Wodna. zu biU. FriedenSmtete zum 1. 11. 1930 zu verm. Schr. Angeb. u. 08329 a.d.Gn. Anz. |Stellengesuche| smroer- ftlegsDefdidölgler sucht für baldigst Beschäftigung auf Bureau ufro. Gelegenheitai! Schmiedcdohr- mafchine, Tischhohr maschine Schleismaichine, Schlciibock, Schraubstöcke, Ambosse, Feld schmieden uciE. bill. H. Thomas. Schiilenbergeru ei 6 ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Zu verkaufen: Drei ein- u. zweischläfrige Bctien, Eisenbahn-Falirbeam en-Vere:o GieBeo. Nachruf. Wir setzen hiermit die Mitglieder von dem Ableben un eres lieben Zuckerkranke Wie Sie hren Zucker los und wieder arbeitsfähig werden, teile ich jedem Kranken unentgeltlich mit. Fr. IjÖw. Walldorf L 25 (Hessen) Frau Margarete Haas geb. Gerhard ist heute nach kurzer Krankheit im Alter von 73 Jahren sanft entschlafen. i kauft 08311 | L. Warnen ' «liehen. 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Nähere Auskunft durch Herrn Hegemeister Salek, Salzböden. Zuschlag bleibt der Gemeindevertretung vorbehalten. Salzböden (Kr. Wetzlar), 28. Dez. 1929. Der Gemeindevorsteher. Bodenbender. 10816D Tüchtige Friseuse 1. Kr., ab 10. ftan. nach Alsfeld lHesseift gefacht. 100-120 Mk. Ged alt, fieie Kost u. Logis. Offenen an Fritz Schmidt, Frankfurt (Main), Mechlildftr. 30. km / Plockstr.16. Stoffspezialhaus SchreibmaschiQBn von 20 RM. an auch in Raten. 98360 Mföhreitas'.binen Gießen Selterswea 89 Hut 4291 Reparatur Werkstatt lür Schreibmaschinen aller Systeme Heute nacht verschied unsere liebe Mutter, Groß' mutter und Urgroßmutter Susanne Fiedler Witwe geb. Schwabe im 89. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Fiedler Krebsmühle Beuern. TglSieij fionnoninms| werd, fachgemäß t u, vreiswert ge- r stimmt u. revar | G.Everi^r Olefien, BloiNLll ♦ Televhon 2403. ♦ Verkant 0. neuen | u. gebr. Lilav r 1. ftebr. 1930, besieh, aus 2 Zimmern u. Wohnküche. - ,^>l) Zu erfrag. 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RWR. 3e mehr in den letzten Jahren von der Notwendigkeit einer Volksgemeinschaft geredet worden ist. um so mehr haben wir uns offensichtlich von ihr entfernt. 3e mehr von allen Seiten die Schicksalsverbundenheit zwischen Stadt und Land betont wurde, um so tiefer wurden die Klüfte, die sich zwischen beiden aufgetan haben. Manchmal möchte es fast scheinen, als seien alle theoretischen Erkenntnisse über Zusammenhalt und Zusammenarbeit in Deutschland nur dazu da. damit in der Praxis genau das Gegenteil gemacht würde. Ein Wort darüber, wie dringend erforderlich die Lleberbrückung politischer, wirtschaftlicher, fo- ziFer und kultureller Gegensätze für unser Volk und Vaterland ist. dürfte sich eigentlich erübrigen. Wichtiger erscheint es im Augenblick, noch einmal die Ansprüche des Landes anzumelden und kurz zu begründen, weshalb heute das Land dasR-cht und diePslicht hat. besondere Ansprüche zu erheben und durchzukämpfen — auch auf die Gefahr hin. daß dadurch vorübergehend die Gegensätze vertieft werden. Es gibt eigentlich kaum ein Gebiet', auf dem das Land gegenwärtig nicht in verhängnisvoller Weise hinter den Städten, vor ollem den Großstädten, zurückgestellt und benachteiligt wird, sowohl wirtschaftlich wie kommunalpolitisch, aber auch allgemein-poli- tisch. Seit 3ahrzehnten betreiben wir eine Wirtschafts- und Bevölkerungspolitik, die im Gegensatz zur weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Lage Deutschlands einer ungesunden äleber- Industrialisierung und Zusammenballung von M en schen m a s sen in der Großstadt die Wege ebnete, statt darauf bedacht zu sein, die Grundlage der deutschen Wirtschaft. die Landwirtschaft, den 3ungbrunnen des Volkes, das Landvolk, die Urzeiten des Staates, die Landgemeinden. leistungsfähig und kraftvoll zu erhalten, d. h. also die bodenständige Wirtschaft, Bevölkerung und Gemeinde. Es ist erstaunlich, welche Unkenntnis heute in weiten Kreisen über den Anteil herrscht, den diese drei Gruppen schon rein zahlenmäßig in Deutschland haben. Gewiß ist es verständlich, daß einer Großstadt imponierende Gröhe rein äußerlich betrachtet Tausend von Landgemeinden in den Schatten stellen kann. Gewiß wirkt ein modernes 3ndustriewerk mit gewaltigen Hallen und ragenden Schornsteinen plastischer als Hunderte von Bauernhöfen. Gewiß sticht rein äußerlich der vielgeschäftige und vielgewandte Großstädter den Mann vom Lande aus — aber diese Vergleiche bleiben, wie schon gesagt, rein an der Oberfläche haften. Trotzdem haben sie sich, begünstigt durch bestimmte politische und wirtschaftspolitische Tendenzen, weit mehr durchgesetzt, als es der deutsche Staat und die deutsche Wirtschaft noch lange vertragen können. Es ist erst wenige 3ahrzehnte her, seitdem in Deutschland die Stadt — wirtschaftlich wie bevölkerungsanteilsgemäß — das absolute Ueber- gewicht des Landes brach, bis schließlich das Land nur noch in der kommunalen Gliederung einen kleinen Vorsprung behielt, wobei immerhin besonders unterstrichen werden kann, daß die Einwohnerzahl der Landgemeinden heute noch ungefähr die gleiche wie die der Städte ist. Das Anwachsen der Städte, der staunenswerte Auf- bau einer Riefenindustrie waren aber wirtschaftlich weitgehend und in der Arbeitskraft ausschließlich vom Lande her ermöglicht worden. Das Land hat jahrzehntelang wertvollste und beste Kraft hergegeben, ohne dafür entsprechende Silvester-Notlandung. Von Or. Friedrich Koch-Wawra. 3ch wollte nach Berlin starten und wartete geduldig im Flughasencafe zu Böblingen. Da endlich kam der Wetterdoktor Daubert von seinem Turm heruntergestiegen und rief durchs Fenster: „Sie können starten! Das Tief ist westwärts abgezogen. Maintal klar. Thüringerwald 1000 Meter Sicht." Wir sahen zu dritt am Fliegertisch. Prohaska, der sparsame Tscheche, der eine unversicherte Maschine fliegt, fragte nach dem Böhmerwold. „ilnb wie stehts in der Rhön?" fragte Sei- bold. der dicke Hannoveraner. Dr. Daubert tat etwas, was er selten wogt. Er munterte uns auf. Das Wetter wäre überall prima, und es sei durchaus zu empfehlen, möglichst bald abzuschwirren. Ec garantierte sozusagen. 3aro Prohaska, mißtrauisch, wie Tschechen oftmals sind, nannte olle Wetterdoktoren Schießbudenfiguren und riet dem Hannoveraner ab, während er das 'Schachbrett neu besetzte. 3ch aber glaubte; denn ich hatte es eilig. 3ch wollte spätesteps vor Dunkelheit zu Hause sein, um beizeiten die Silvesterbowke zu brauen. Ich ziehe also meine Maschine auf den Platz, lasse den Motor mit allen Touren laufen, kontrolliere Benzin, Oel und 3nstrumente, verpacke mich gut in Pelz und Leder, stecke zwei Butterbrote und eine Flasche Kassee in Greifnähe, schnalle meinen Körper fest an den Sih und rolle zum Start. Der Luftpolizist sieht das Bordbuch nach. „Wohin soll ich abfertigen?" „Berlin — ohne Zwischenlandung." Ich überprüfe noch einmal den Kompaßkurs, Mißweisung und Deviation, rolle die Korte on und sehe auf die ilhr. 10 ilhr 14. Der Schuhmann hebt die Rechte. Ab dafür! Meine Maschine geht sehr schnell auf 1000 Meter. Startzeit 6 Sekunden, Steigzeit 5 Minuten. Das heißt: Binnen 6 Sekunden hebt sie sich vom Erdboden ob, in 5 Minuten kann man sie auf 1000 Meter bringen. So schwebe ich von dannen. Wenn mancher nur wüßte, wie einfach und gefahrlos das Fliegen ist. etwa im Vergleich zum Motorradsport, bei Gott — die deutsche Sportfliegerei wäre um zehn Jahre weiter. Jetzt sehe ich Heilbronn links im Reckartal liegen und fliege genau kursmähig über den bunten Steinbaukasten Mergentheim an der Tauber. Es ist zwölf ilhr mittags, als ich bei Schweinfurt den Main überfliege. Ich verzehre meine Butterbrote und trinke den heißen Kaffee. Eine überaus zufriedene Stimmung kommt über Gegenleistungen zu erhalten. Warnend ist vom bevölkerungspolitischen und wirtschaftlichen Stand- punkt immer wieder von Freunden des Staates und des Dolksganzen darauf hingewiesen worden, daß die dauernde Schwächung des Landes d i e Gefahr einer Katastrophe für das Ganze einmal akut werden lassen muß. aber die Warnrufe sind bisher beinahe ungehört verhallt. Dabei sollten doch die dauernd steigenden Arbeitslosenziffern, die Betriebsstillegungen in der Industrie, die sozialen Spannungen in der Stadt, auf der anderen Seite die Unrentabilität der Landwirtschaft, d i e Abwanderung vor allem aus den gefährdeten östlichen Grenzgebieten eine nur allzu deutliche Sprache reden! Diese Schwierigkeiten lassen sich zweifellos nicht alle auf einen Generalnenner bringen, aber sie hängen doch weitgehend zusammen mit der Disparität zwischen Stadt und Land. Man kann im Augenblick nur der — zwar wenig erfreulichen — Hoffnung sein, daß die in den Großstädten immer mehr spürbar werdenden Folgen des wirtschaftlichen und völkischen Abgleitens des Landes zu einem Umschwung führen. Ein Teil unserer Großstädte hat infolge des rapiden Geburtensturzes schon keinen Geburtenüberschuß mehr, sondern teilweise einen Sterbeüberschuß. Vorläufig liefert das Land noch aus feinem Ueberschuß, der die Großstädte trotzdem weiter wachsen läßt. Aber auch auf dem Lande sind zum Teil die Geburtenziffern erheblich gefallen. Was geschieht bann, wenn bas Land einfach keinen Ueberschuß mehr abgeben kann? Es gibt Bevölkerungspolitiker, die hier Ansätze zu einer Gesundung sehen wollen. Die Sache hat aber eine sehr bedenkliche Kehrseite, und rein wirtschaftliche Rechnungen gehen dabei nicht auf. Dazu kommt ein anderer Gesichtspunkt, den die Ueberspannung politischer Gegensätze, die sich aufs Wirtschaftliche übertrug, viele völlig vergessen ließ: Die Schicksalsverbundenheit der produktiv schaffenden Arbeit in Stadt und Land, d. h. die Verbundenheit von Arbeiter und Dauer. Arbeiter und Bauer find diejenigen, auf denen am drückendsten die Lasten ruhen, die ein Staat zu tragen hat. Sie sind entweder an den Boden oder an die Grenzen gebunden, denn auch der Arbeiter in der Großstadt kann sich den Lasten nicht entziehen, die innerhalb der nationalen Grenzen zu tragen sind. Wenn je das Wort von der Schicksalsgemeinschaft auf zwei große Gruppen zutreffend war, so ist es heute der Arbeiter uno Bauer. 3n beiden großen Gruppen müßte, wenn vorwiegend wirtschaftliche Vernunftgründe sprächen, die Erkenntnis sich Bahn brechen, daß die extreme politische Betrachtung und der rein politische Kampf dem klar erkennbaren gemeinsamen Gegner ermöglicht, sie beide politisch und wirtschaftlich zur Ohnmacht zu Verurteilen. Der Bauer ist von Qlatur aus national, weil jeder, der mit der Scholle verbunden ist, einfach national fein muh. Großen Teilen der deutschen Arbeiterschaft wird vorgeworfen, sie seien international eingestellt. Es ließe sich manches dazu sagen; in diesem Zu- sannnenhang genügt es, festzustellen, daß dem an die Grenzen gebundenen, für die nationale Wirtschaft schaffenden Arbeiter eine internationale Gesinnung nicht von benen vorgeworfen werden kann, die in ihrer wirtschaftlichen Betätigung nicht an nationale Grenzen gebunden sind und sie vielfach auch vom nationalen Standpunkt betrachtet. nicht respektieren. Man redet so oft von dem Vorrecht der Politik über die Wirtschaft. Diese Auffassung i" aber nur bedingt gültig. Sie findet jedenfalls ihre Widerlegung bann, wenn politische Unvernunft die wirtschaftliche Vernunft erschlägt. Das Deifpiel Stadt und Land, besonders aber Arbeiter und Bauer, erbringt heute vielleicht den besten Beweis dafür. „Wenn ich einmal der Herrgott war.. " Neujahrswünsche für das deutsche Volk. Selbst für den nüchternsten Menschen kommen mitunter Augenblicke, in denen er wünscht, das Schicksal nach seinem Willen lenken zu können. Die Silvesternacht ist eine Wunschnacht, und das Reich der Phantasie läßt in solchen Stunden Wünsche lebendig werden, die wir klugen Erwachsenen sonst als unerfüllbar gar nicht aus- zusprechen wagen. Und weil gerade unser deutsches Volk eine Anzahl solcher Wünsche auf dem Herzen hat, haben wir einige hervorragende Männer und Frauen gefragt, was sie dem deutschen Volke zum Reujahr wünschen würden, wenn an ihnen der Vers des alten Studentenliedes Wahrheit würde: „Wenn ich einmal der Herrgott wär..." Krau Katharina von Oheimb, die bekannte Parlamentarierin: „Vielleicht habe ich einen gewissen historischen Anspruch darauf, die Silvesterumfrage zuerst zu beantworten, denn ich selbst bin ein Silvesterkind. Ich bin meiner Mutter sozusagen gerade in die Silvesterbowle herein- gefallen, denn als die Glocken des alten Quiri- nusdoms zu Reuh am Rhein das neue Jahr einläuteten und Böllerschüsse von den alten Festungswällen dröhnten, machte ich mich auf den Weg. Ilnb weil ich fo zwischen den Jahren geboren bin, hat sich eine bemerkenswerte iln- sicherheit über mein Geburtsjahr eingeschlichen. Ich stehe im Standesamtsregister noch vom Jahre 1879, im Kirchenbuche aber vom neuen Jahre 1880 her stammend, eingetragen. Vielleicht war der Standesbeamte, als mein Vater mich anmelden ging, noch etwas in rheinischer Silvesterstimmung und die Eintragung wurde darum falsch. Wer kennt die Launen des Schicksals, die so entstehen können? Meine liebe Mutter jeben» falls, die es ja wissen mußte, schilderte immer wieder meine Geburt in Verbindung mit Sil- vesterbowle, Glockengeläute, kurz nach zwölf ilftr. Jedenfalls stehe ich, wie es auch sei, zum Jahreswechsel und Jahresanfang in besonderem Verhältnis. — Wenn ich einmal der Herrgott wäre, so würde ich für einige Jahre zunächst einmal wieder der Verbündete Deutschlands werden. Allzulange, so scheint es mir, war Gott der Verbündete der ©läubigerlänber. Als Verbündeter Deutschlands also und als Herrgott würde ich unfern Gläubigern einmal klar und deutlich sagen: „Wenn Ihr ein neues Europäer- tum. einen wirklichen Weltfrieden anstrebt, so seid auch gegenüber den Schuldnern gerecht und gebt ihnen Gleichberechti- gung.“ Den Frauen von Deutschland würde ich befehlen, sich um ihre Rechte zu bekümmern, damit auch Ehefrauen und Mütter in der Familie eine wirkliche Gleichberechtigung haben und nicht eine solche, die auf dem Papier steht." Siegfried von Kardorff, der Vizepräsident des Reichstags: „Wenn ich einmal der Herrgott wär. würde ich dem deutschen Volle endlich beibringen, daß es sich staatspolitisch konsolidieren muß. Den bürgerlichen Parteien würde ich sagen: „Zieht endlich einen Strich unter die Vergangenheit, schafft endlich eine Verbindung zu einander in der Gegenwart, in der wir leben und wirken müssen. 2m Interesse Deutschlands stellt das Trennende in den Hintergrund, das Verbindende in den Vordergrund. Schafft durch Bereinigung und Verfeinerung des politischen Kampfes eine Derlehrsmöglichkeit zwischen Öen bürgerlichen Parteien." Denn nur so können wir Fortschritte machen. Rur so werden wir auch in der Finanzpolitik den innerpolitischen Ausgleich finden und dazu gelangen, die Privatwirtschaft vor Experimenten durch Staat und Kommune zu schützen. Denn nur so können wir die Wirtschaft lebensfähig machen. Der Zusammenbruch der Wirtschaft, welcher unter den jetzigen Verhältnissen ernstlich zu befürchten ist, ist nicht nur unheilvoll für Staat und Unternehmer, sondern in viel höherem Maße noch für die Arbeitnehmer im weitesten Sinne. Alles das würde ich. wenn ich einmal der Herrgott wäre, versuchen, dem deutschen Volke klar zu machen — hoffentlich würde das Volk auf mich hören. Gott sagt: „Jeder ist Arbeiter" — aber heute will jeder Handel treiben oder Beamter fein — da fehlt die beste Qualität: nämlich durch Arbeit Steuern verdienen für Arbeitnehmer und Beamte." Prof. Dr. Arthur Kamps, der Direktor der preustischen Akademie für die bildenden Künste: „Wenn ich einmal der Herrgott wär, würde ich zuerst einmal für öic Gesundung unserer Wirtschaft sorgen. Obwohl mich die Wirtschaft als Künstler an sich eigentlich nichts angeht, liegt es doch auch für mich klar, daß eine gesunde Kunstpflege nur dort gedeihen kann, wo die notwendigsten wirtschaftlichen Lebensbedürfnisse eines Volkes erfüllt sind. Hätte ich diese gesunde Basis für eine neue Blüte der Kunst geschaffen, fo würde ich ferner für folgendes sorgen: Erstens: daß unsere Künstler etwas weniger nach dem Ausland schielen, daß sie sich weniger abhängig besonders von den Franzosen machen. Daß sie schaffen aus dem eigenen volksmäßig bedingten Empfinden heraus. Zweitens: würde ich den Künstlern ilar machen, daß Politik nichts mit Kunst zu tun hat. Die Kunst ist um ihrer selbst willen da. Je mehr sie aus sich s e l b st schöpft und aus den Tiefen der wahrhaft künstlerischen Seele, um so mehr wird sie auch die wahrhaften Seelen aller Volksschichten ohne ilnterschied der Partei ergreifen können. In diesem Zusammenhang muß man immer wieder betonen, daß die beste Kunst für das Volk gerade gut genug ist. Die Abhängigkeit aber von zeitlichen Problemen, der Politik, die kollektivistiiche Kunst, wie sie gerne genannt wird, wird ihre Wirkung immer nur auf Zeit, Und zwar auf eine begrenzte Zeit, mich, als ich satt und warm in den perlmutter- grauen Mittag fliege, aus dem Sonnenstrahlen wie Messerbündel zucken. Ich begegne einem großen Bussard, der offenbar meinen Kurs kreuzen will. Solche Begegnungen sind nicht sehr beliebt. Denn ein Vogel im Propeller — das kann schweres Unheil bringen. Die rotierende Masse des Propellerholzes wird zentrifugal mit einer solchen Kraft nach außen geschleudert, daß der Propeller sogar an einem simplen Spatzen zersplittert. Ich weiche also bereitwillig dem Vogel aus, gehe gern um fünfzig Meter herunter. Der Vogel gleitet mit. Ich breche nach oben aus, der Bussard hinterher. Ich knalle die Maschine steil gegen den Wind, hänge mit 80 Grad in der Kurve, der Vogel wartet das Manöver ab und kommt wieder zu mir. Ich schieße wie ein Habicht herunter, fliege neben einem O-Zug her; der Herr Bussard folgt mir auf den Fersen. Da tue ich gar nichts mehr und mache dem Tier die Silvesterfreude: es schwebt neben meinem Prvpellerwind gratis mit: ein geflügelter Rassauer. Auf der Höhe von Koburg habe ich den Vogel verloren. ... Roch gute drei Stunden bis Berlin. Ob ich im vollen Tageslicht noch werde landen können? Ich gebe ein Zähnchen Gas zu. Da plötzlich fängt's an: Brrr-zick, brrr-zick. brrr-zick. ... Ein Zylinder macht nicht mehr mit. Das wohltuende. singende Surren hat unangenehme Zwischentöne. Bald setzt auch der zweite Zylinder aus. Ich werde fürchterlich böse auf Armbracht, den Lausejungen, der sicher gestern abend das Oel nicht abgelassen und heute morgen statt mit angewärmtem Frischöl den Motor mit dem eiskalten, zähen Schmieröl zu Tode geschlaucht hat. Run ist die Bescherung da. Alle Scheußlichkeiten eines zerstörten Lagers können jetzt über mich kommen. Gebrochene Pleuelstangen, heißgelaufene Kurbelwelle, gebrochene V entilfeöem, feftgeHemmte Kolben. Kabelbrüche ... es ist nicht auszudenken. Rur herunter und nachsehen, was los ist! Fliegen heißt landen können. Wenn ein Flugzeug 1000 Meter hoch liegt und ohne Motorkraft herunter soll, kann es eine zehnmal fo große Strecke, also 10 000 Meter weit gleiten. Liegt der Platz, auf den man aufsehen will, näher als 10_ Kilometer, muß man die Strecke in so zweckmäßigen Kurven ausfliegen, daß man genau in- Öen Platz hineinkommt; Öenn ein Flugzeug kann nur in einem ganz beft mmten Winkel den Erdboden angleiten. Hat man das ein paar hundertmal gemacht, fo ist auch das Landen nicht schwerer als Schwimmen oder Radfahren. Ich fasse ein längliches Rasenstück ins Auge; das beste, was im ilmkreis von 10 Kilometer zur Verfügung steht. Also los auf das Rasenstück neben dem Häuschen, wo mir der Schornsteinrauch so trefflich die Windrichtung über Grund angibt! Ich finge den Fliegermarsch, pfeife das Lied vom Vater Radehki und spirale herunter, der Mutter Erde zu und tröste mich mit der Gewißheit: Oben geblieben ist noch keiner! Sie sind alle wieder heruntergekommen. Es fragt sich nur — wie. Roch 50 Meter, 40, 30, 20... Abfangen, aus- schweben, aussehen! Roch einen Meter weiter, und ich wäre gegen einen Gartenzaun gerollt. Ich springe heraus und stürze an den Motor. Das alte Jahr beschert mir die letzte Freude. Dem Motor fehlt gar nichts. Die Züicdung ist verstellt. Als ich den Verteiler offne, kommt ein gütiger Mann auf mich zu, ganz Backenbart und graue Koteletten, darauf ein grünes, spitzes Jäger- Hütchen. Ein Hund mit müden Schlappohren schleicht nebenher. „Kann ich Ihnen helfen?" „Ja, warten Sie einen Augenblick und helfen Sie mir. die Maschine zurückzurollen bis an die Hecke! Ich muh in der gleichen Richtung starten." Die grauen Augen messen mit väterlichem Wohlwollen erst mich, dann meine Maschine. ..Hier starten? Sehen Sie mal dort drüben hin auf das Stoppelfeld! Ich werde Leute holen und Ihre Maschine dorthin bringen lassen. Da haben Sie einen halben Kilometer glatten Start. Die paar Büsche werde ich umlegen lassen." So kann nur ein gewiegter Kenner sprechen. ..Ich muß dringend nach Berlin, Herr Oberförster." „Sie müssen — man glaubt Vieles zu müssen in der Jugend, wenn der Himmel am blauesten und die Welt am schönsten und die Last öcr Enttäuschungen nicht schwer ist. Ich bin ein alter Kriegsflieger, junger Mann, und möchte Ihnen den guten Rat geben: Bleiben Sie bei mir im Forsthaus bis morgen! Telephonieren Sie nach Hause! Ich werde unterdessen Ihre Maschine zudecken und festbinden lassen. Bewachung für die Rächt bekommen Sie auch. ilnd morgen starten Sie dort drüben. Aber wenn Sie durchaus müssen — ich helfe Ihnen auch dabei." Es ist. als hätte ein überaus gütiger Vorgesetzter zu mir gesprochen. Verzichten auf ein ganzes Silvesterprogramm — so etwas tut man nicht gern; doch diesem Forstmann zu widersprechen, das würde ich nicht wagen, und wenn ich 100 000 Flugkilometer hinter mir hätte... Auf dem weißgedeckten Tisch im Försterhaus brennen sieben Kerzen um einen knusprigen Wildschweinskopf. Ein selbstgekelterter Hagebuttenwein gibt der Bowle die solide Basis. Der Forsteleve Cchtermaher spielt Klavier. 3m Ofen prasseln die Duchholzscheite. Ein Geruch von Tannenzweigen und gebackenen Aepfeln hüllt das altertümliche Zimmer in ein würziges Aroma und Sattheit und Wohlbehagen. Als im Radio die 3ahreswende verkündet Wird, ergreift der Oberförster meine beiden Hände und läßt die fliegerische Diskussion in einen Reujahrswunsch ausklingen. „Richt wie ein offenes Rasiermesser durchs Leben rennen, junger Freund! Langsam! Ein tüchtiger Flieger ist ein bedächtiger Flieger. Ein Prosit auf unseren Gast und seine brave Maschine!" Abergläubisch, wie Flieger nun einmal sind, schleiche ich hinaus in die sternenklare Silvesternacht und gieße meiner wackeren Maschine auch ein bißchen Bowle an den glitzernden Leiv. Etwas auf die Tragflächen, ein bißchen auf den Steuerknüppel und den Rest auf das Sorgenkind, den Zündverteiler. Oie Gtistsseen. Eine Silvestergeschichte. Von Friedrich Freksa. Winterdämmerung stand in der geweihten Treppenhalle des Altfräuteinstifls. Eine alte Dame in schwarzseidenem Kleid und Häubchen stieg langsam und leise die mit grünem Linoleum belegten Stufen der Muschelkalltreppe hinab, während sich gleichzeitig in der dunkeln Wand des Mittelgeschosses zwei geweißte Türen öffneten, aus denen zwei andere schwarzseidene Fräulein sich über den dunkelgrünen Boden geräuschlos zur Treppe bewegten. Alle drei stießen im gleichen Moment vor der letzten Stufe zu- «sammen. „Mein liebes Fräulein Klementine! Mein liebes Fräulein Amelie!" klang es von der Treppe herab. — „Mein liebes Fräulein Franziska! Ein fröhliches neues 3ahr!" ertönten zwei dünne Stimmen. Rach dem Durcheinander der Ramen stiegen die Glückwunschsilben des neuen 3ahres zitternd im Treppenhause empor und verfangen. Die drei alten Fräulein nickten einander zu. „Habe eben bei Fräulein Report einen Reu- jahrsbesuch gemacht!" sagte die eine. — „War bei Fräulein Tiburtius!" die andere. „Habe Fräulein Kibusch besucht!" klang es von der Treppe. ilnd dann nickten alle Drei sich wieder zu. Die von der Treppe herabkommende Dame verneigte sich und zog geräuschlos dem Ausgange zu. der sich ebenso geräuschlos hinter ihr schloß. Die beiden zurückgebliebenen Fräulein lächelten einander an. „Liebe Amelie!" sagte die eine. „Liebe Klementine!" die andere. älnd sie erhoben die Hande in Brusthöhe, spreizten die Finger und berührten sie tippend. 3m Augenblick reckten sie ihre schwarzen Gestalten. ihre Augen glänzten. Reckend sagten sie gleichzeitig: „Heute werden wir ja sehen, wer recht behalten hat, meine Liebet" faßten cinantet auSLden En nett Wenn fat Berlin die Freie deutsche Volksbühne am Silvesterabend für die vielen Hunderte ihrer Hörer Jahr für Jahr Beethovens 9. Symphonie aufführt, so tut sie es doch nicht um des Schluhchorcs willen, den man bei einiger Sophisterei als politisch ansprechen könnte, sondern zweifellos aus dem Gefühl heraus. daß diese Kunst eine ewige Wirkung haben wird. Drittens' würde ich den Künstlern sagen, daß sie ihre Kunst nicht gar so problematisch auffassen, daß sie sich nicht verstandesmäßig so beschweren mögen, sondern daß sie mehr auf das eigene Gefühl und die eigene Seele lauschen mögen. Viertens: unserer Jugend, soweit sie sich der künstlerischen Laufbahn widmet, würde ich sagen: Laßt euch in eurer Arbeit, die if)t_ mit genau so viel Hingebung leistet wie früher, nicht allzu sehr verwirren von all den vielen Strömungen, die euch fortzureißen und zu verschlingen drohen. Lernt auf euch beharren, lernt, daß Ruhe und innere Sammlung für die künstlerische Entwicklung unerläßlich sind — denkt immer an das Dichterwort: „Bilde Künstler, rede nicht." Fünftens: Wenn ich einmal der Herrgott wäre, würde ich unser Ausstellungswesen reformieren. Die Ausstellungen in ihrer jetzigen Form mit ihren Hunderten von Bildern zerstreuen und ermüden den 'Betrachter eher, als daß sie ihm eine Stunde der Sammlung schaffen. Als es noch keine Ausstellungen gab, so ungefähr vor zweihundert Jahren, stand die Kunstpflege in viel höherer Blüte. Der Kunstliebhaber ging in das Atelier des Meisters und sah sich das geschaffene Kunstwerk an, das er vielleicht bestellt hatte, er konnte in Ruhe sehen und genießen. Seitdem um IZZO die ersten Kunstausstellungen in Paris erfunden wurden, sind wir au immer größeren Ausstellungen gekommen, die ja sehr häufig nicht der Qualität, sondern der Quantität dienen müssen. Eine solche Bilderausstellung kommt mir vor, wie wenn ich Hunderte von Orchestern zu gleicher Zeit spielen lassen würde. Sechstens: Wenn ich einmal der Herrgptt wär, würde ich für ein Weilchen einmal die Grenzen sperren für jene törichte Einfuhr von fremden Bildern, die nicht gekauft werden, weil sie gut, sondern weil sie ausländisch sind. Ich würde nur Meisterwerke herein- lassen, ich würde den Deutschen begreiflich machen, daß sie fremde Kunst importieren, aber kaum deutsche Kunst exportieren. Man sieht in Frankreich beispielsweise im Verhältnis sehr wenig deutsche Bilder. Siebentens: Wenn ich einmal der Herrgott wär, würde ich jene alten Partrizierfamilien wieder schaffen, die in dem Deutschland Bodes die vornehmsten Kunstsammler gewesen sind. Ich würde weiter unseren Aristokraten des Geldes und der Geburt raten, einmal in England etwas zuzuschauen, wie außerordentlich die englische Aristokratie die englische bildende Kunst durch Sammlungen und Mittel unterstützt." Dr. jur. u. phil. Erich Frey, der bekannte Berliner Strafverteidiger: „Wenn ich einmal der Herrgott wär, würde ich folgendes wünschen: 1. ein in wirklichem Deutsch geschriebenes Strafrecht: 2. ein Strafrecht, das gerecht wird dem Schaden, welchen der Täter durch feine Tat der Allgemeinheit zugefügt hat: 3. ein Strafrecht, welches gerecht wird der Stärke des Bewußtseins, mit dem der Täter , das Recht übertreten hat: 4. Richter, welche gerecht werdet: den Straffolgen, die zu übersehen sie imstande fein sollen: 5. die Lösung der Frage: Warum man straft? Summa summa rum: Ein gerechtes Straf - R e ch t." Prof. Or. Hermann Zondek, der bekannte Berliner Arzt: „Wenn ich einmal der Herrgott wär. würde ich auch im neuen Jahre nur eines tun: Medizin studieren. Spezialfach: Heilung des kranken Körpers der deutschen Wirtschaft. Ich bin nämlich der Ansicht, daß diese Gesundung der deutschen Wirtschaft das Fundament bildet für die körperliche und geiftigc Gesundheit des gesamten Volkes. Walter von Molo, der Präsident der Tichierakademie: „Wenn ich einmal der Herrgott wär, ich würde, würde, würde ... und würde vermutlich ebenso beschimpft und mißverstanden werden von „Anbetern" und „Verächtern" ... und ich hielte es nicht so gut aus, wie er. Wenn ich also einmal der Herrgott wär. würde ich dafür sorgen, daß ich es gleich nicht mehr wäre." Earl Diem, der Generalscktetär des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen: „Ich würde die .T ä g l i ch e T u r n st u n d e" einführen, und zwar für Schüler u n d L eh - r e r , ich würde für jedes Dorf einen Spielplatz bauen und in jedem Städtchen einen Sportplatz, eine Schwimmbahn. — Ich würde bei der H e i - ratserlaubnisdaZDeutscheTurn-und Sportabzeichen fordern, und dann wäre ich gewiß, dah wir ein gesundes deutsches Volk bekämen." Daten für Dienstag. 31. Dezember. Sonnenaufgang 8.05, Sonnenuntergang 16.01. Mondaufgang 9.02, Monduntergang 15.56. 1747: der Dichter Gottfried August Bürger in Molinerswend am Harz geboren; — 1877; der französische Maler Gustave dourbet in La Tour de Peiltz gestorben; — 1899: der Operetenkomponist Karl Millöcker in Baden bei Wien gestorben. Daten für Mittwoch, 1. Januar. 1484: der Reformator Ulrich Zwingli in Wild» haus, Schweiz, geboren; — 1618: der spanische Maler Bartoloms Esteban Murillo in Sevilla geboren. Mademoiselle Docteur im Kriege. 3m französischen Feldlazarett. V. Aus dem neuen Buche: „Spionage!* von H. R. B e r n b o r f f. Verlag Dieck & To., Stuttgart. In Deutschland aber holte man zum großen erfolgreichen Schlage gegen die feindliche Spionage aus. Annemarie Lesser arbeitet wieder in Berlin. Die Erlebnisse der letzten Jahre sind nicht spurlos an ihr vorübergegangen. Sie hat sich ein seltsames Leben anoewöhnt. Tagsüber bekommt sie niemand zu Gesicht. Auch Matthesius ist es nicht möglich, sie aus ihrem stillen Zimmer im dritten Stock des Hauses in der Könitzgrätzer Straße herauszulocken. Die wichtigste Nachricht erreicht sie nicht sofort, wenn sie am Tage einläuft. Wenn der Abend dämmert, wenn die Lampen im brüten Stock des Hauses entzündet werden, erscheint sie. Sie kommt dann über die mit tiefen Teppichen belegten Korridore und setzt sich still an ihren Platz. Ihre Augen leuchten, ihr Teint glüht, Morphium und Kokain haben ihre Wirkung auf diesen Menschen nicht verfehlt, dessen Gehirn in diesen Nächten scharf, präzise und fast hellsichtig funktioniert. Sie ißt fast nichts mehr, ein paar Scheiben Toast mit Kaviar, den sie mit schwerem Burgunder aus großen eiförmigen Gläsern herunterspüll, ist ihre einzige Nahrung tagaus, tagein. Selten gelingt es Matthesius, der den Verfall dieser immer noch bildhübschen Frau mit Entsetzen sieht, sie zu bewegen, noch ein paar weiche Eier ihrem Menü beizusügcn. 3n dieser Verfassung empfängt sie in den Nachtstunden die in Berlin eintreffenben Agenten, nimmt ihnen ihre Meldungen ab, vergleicht sie, zeichnet, rechnet und ist unermüdlich in ihrer oerantwortungs- schweren Arbeit. Die Schachfiguren auf dem großen Brett des Weltkrieges werden zum Endkamnf bereitgrstellt. Die Frühjahrsoffensive des Jahres 1918 durchschlägt die Front des westlichen Gegners. Was kommt nun? Das hängt zu einem nicht unerheblichen Teile von der Stimmung unter den Truppen des französischen Heeres ab, das hängt mit der Frage zusammen, wo wollen die Franzosen den Schlag, den sie erhalten haben, parieren und wieviel Kräfte stehen ihnen zur Verfügung? Wo wollen sie den Hebel zum Gegenstoß ansetzen? - Flucht auf Tod und Das zu erkunden, ist unendlich schwer. An den bedrohten Stellen, überall da, wo die deutschen Trup- pen die feindlichen Linien durchbrochen haben, ist das Heer des Gegners so weit zurückgezogen, daß nur die vorgeschobenen Posten beider Armeen eine flüchtige Fühlung miteinander haben. Diese vorgeschobenen Posten sind beim Gegner besonders stark, ein dichter Schleier verhüllt die Marschoperationen bert eigentlichen Truppe, die deutsche Oberste Heeresleitung befindet sich im unklaren, was der Gegner vor hat. Diese Unkenntnis wiegt um so schwerer, als man nun befürchten muß, daß man bei einem Großangriff des Feindes an einer bestimmten Stelle, erst zeitraubende Truppenoerschiebungen vornehmen muß, um ihm mit Erfolg begegnen zu können. Die neuen Agenten in Frankreich schlafen zwar nicht, man erhalt aber nur Nachrichten aus vereinzelten Abschnitten, aus denen man die Gesamtlage nicht kombinieren kann. Da holt Mademoiselle docteur zu ihrem letzten großen Schlage aus. Sie gelangt zuerst nach Spanien. Es ist unbekannt, und es laßt sich heute schwer nachprüsen, ob die Fama recht hat, die behauptet, daß sie borüjin an Bord eines Unterseebootes gekommen ist. Ihren Weg in dieses Land weiß man nicht genau, sie selbst kann darüber auch keine Auskunft mehr geben. Fest steht aber, daß sie im späten Frühling des Jahres 1918 in Barcelona erschien. Sie war in der etwas auffallenden Tracht einer Südamerikanerin, sie war die Gattin eines Plantagenbesitzers aus den amerikanischen Südstaaten, die sich den fpanifdjen Stellen des Roten Kreuzes zur Verfügung stellte und große Summen von ihrer heimallichen Plantage mit- brachte, die dazu dienen sollten, die Wunden des Krieges zu mildern. Sie entfaltete eine zielbewußte, umfangreiche Tä- tigkeit. Ihrer Energie gelingt es, ein paar Frauen zu veranlassen, um die Erlaubnis der Reise einer spanischen Roten-Kreuz-Delegation durch die Feldlazarette der französischen Armee nachzukommen. Nur aus Frauen wird diese Delegation bestehen, diplo- malische Beziehungen werden in die Waagschale geworfen, Vorstellungen werden erhoben, es dauert geraume Zeit, aber schließlich wird den Spanierinnen die Erlaubnis zu dem Plane gegeben. Leben Niemand tum den sieben Frauen, die außer Anne«- Marie Lesser an dieser Fahrt teilnehmen, ahnt auch nur im entferntesten, was es mit der vornehmen, aber etwas exaltierten und reichen Südamerikanerin, die jetzt in ihrer Mitte weilt, wirklich für eine Be< wandttns hat. Man stellt eine Autokolonne zusammen. Lebensmittel, Wäsche und Genußmittel werden auf zwei große Lastautomobile verladen, zwei schwere Personenkraftwagen werden besorgt und die Fahrt beginnt Die Reise geht die Westfront entlang. Don Feldlazarett zu Feldlazarett, von Etappenort zu Etappenort fährt die Kolonne der mUbtätigen spanischen Damen, von den franMschen Offizieren ritterlich empfangen und geleitet. Von Süden nach Norden geht die Reise zurück von Norden nach Süden, immer ein paar taufend Meter hinter den vordersten Feldlazaretten entlang. Auf der Rückreise kommt man eines Abends, es ist jetzt schon in der Mitte des Monats August, in ein kleines Feldlazarett an der Marne, das die Offiziere und Krankenschwestern „St. Marie de Notre Coeur" getauft haben.' In dieses Lazarett sind im Laufe des Tages eine große Anzahl Verwundeter eingeliefert worden, Offiziere und Mannschaften, die bei einem plötzlichen Angriff der Deutschen verwundet wurden. Das Feldlazarett ist überfüllt. Auf die Frage der spanischen Damen an den Chefarzt, was sie für die Verwundeten tun könnten, erwidert der Arzt lakonisch: „Mit anfassen". Die Damen lassen sich das nicht zweimal sagen, die Automäntel fliegen herunter, weiße Lazarettkittel treten an ihre Stelle, und die Schwesternschaft dieses Lazarettes hat eine plötzliche, aber erwünschte Verstärkung erhalten. Annemarie Lesser wird der Oberschwester zugeteilt, sie erhält die Aufgabe, die Verwundeten, die von den Dperations* und Verbandstischen der Aerzte kommen, in einem großen Zell zu betten. Mehr als 100 Feldbetten stehen bereit, um die Unglücklichen aufzunchmen. Aus dem Operationsraum bringen die Träger zwei Offiziere. Einen französischen Generalstabskapitän, der bei einer Autofahrt hinter der Front eine Schrapnellkugel in die Schulter erhielt, und einen belgischen Sappeuroffizier, der zu Jnformattons- zwecken einem französischen Infanterieregiment zugeteilt war, und der jetzt mit einem Jnfanterie|chuß im Bein daliegt. Die Träger bringen die Bahren mit den beiden Offizieren in das Zell, die Oberschwester bemüht sich um den Kapitän und Annemarie Lesser faßt mtt an, um den belgischen Oberleutnant zu betten. Sie schiebt ihm die Stiften unter dem Stopf zurecht, und der Offizier, trotz seiner Verwundung völlig wach und bei gutem Verstand, bittet um eine Zigarette, die man ihm aus der Tasche seines Waffen- rockes reichen solle. In dem Augenblick, in dem Annemarie Lesser sich über ihn beugt, um ihm Feuer zu geben, in diesem Augenblick stutzt der belgische Offizier. Die Farbe weicht aus seinem Gesicht, er starrt die Krankenschwester an, schlägt ihre Hand mit dem Streichholz zur Seite, ruft: Ordonnanz, Kameraden, schnell her, es ist eine deutsche Spionin — Der französische Generalstabskapitän ruft ihm unter Schmerzen zu: „Wer ist es denn? Wo ist die Spionin?" Der Belgier zeigt auf Annemarie Lesser. Sie ruft: „Reden Sie doch keinen Unsinn, ich bin ein Mitglied des Roten Kreuzes, ich bin aus den Südstaaten von Amerika hierher gekommen/ Sie ruft das mit einem gutmütigen Lachen und sie fügt hinzu: „Sie sehen Gespenster, mein Lieber!" Aber ihr Herz krampft sich zusammen. Sie weiß, wer der belgische Offizier ist, der sie erkannt hat. Es ist Renä Austin, damals belgischer Leutnant, mit dem sie in Brüssel geflirtet, der sie schon einmal entlarvt und dem sie mit knapper Not an Bord eines holländischen Schleppkahns enttarn. Der Belgier läßt fid) nicht täuschen. Er richtet fid) hoch in feinem Bett auf und schreit, daß das ganze Personal zusamn^enläuft und die Verwundeten unruhig die Köpfe drehen: „Ich weiß es ganz genau. unter, und siehe, da, die beiden allen Fräulein schienen über die Stufen hinwegzuschweben, ohne sie zu berühren, aber das mochte ein Geheimnis der Winterdämmerung sein. Im zweiten Stock vor dem Zimmer Rr. 57 machten sie halt. Fräulein Amelie schloß mit einem kleinen Messingschlüssel die Weiße Tür auf und sagte: ..Run, Clementine, riechen meine Zwiebeln nicht gut? Ich lasse sie noch ein wenig nachdünsten. Geschmorte Zwiebeln sind doch ein wahres Himmelsfutter!" — And sie öffnete die Tür der Heinen Gasküche, schaute in den Topf, rührte um, während Fräulein Klementine ein schwarzes Lorgnon hervorzog und einen schnellen Blick in den Aluminiumkochtopf warf. Fräulein Amelie ging zur Tür, schloß ab und zog den elektrischen Draht der Klingel aus einer Kupferschlinge. ..Run, meine Liebe," sagte sie, „sind wir von dem Profanen des Tages verschont," , Beide glitten in das kleine Wohnzimmer, das mii zierlichen Möbeln des Spätrokokos eingerichtet war. Ganz unwirklich war dieser Raum mit seinen vergoldeten Stühlen, bem geschwungenen, rosadamastenen Sofa, den chinesischen Vasen auf kleinen Konsolen, einem ovalen Stand- spiegel, der fast Menschengröße besaß und ein wenig zu feinen Gelenken hin- und herschaukelte. Zwei Bilder zeigten zwei sehr schöne Damen in der Tracht der Zeit, die eine in Gold-, die andere in Silberbrokat gekleidet. Fräulein Klementine schaute aus und nickte. „Damals galten wir noch etwas," sagte sie, „damals nahmen uns sogar die Erwachsenen ernst, und das alles verdankten wir unferm lieben Poeten Perrault!" Qh, Klementine, die Menschen von heute zaubern mit Elektrizität, haben das Fliegen gelernt, musizieren rund um die Erde herum!" Und dabei wies sie auf ein paar Kopfhörer, die in einem seidengeflochtenen lila Körbchen lagen. Fräulein Klementine nickte. „Gewiß, meine Liebe, wir sind abgedankt, sitzen im Fräulein- stift, haben es warm und gemütlich, lesen die Zeitungen, vernehmen vom Leben unb haben den heimlichen Stolz, doch etwas anderes zu fein als diese Menschen!" Bei diesen Worten tarn aus ihrem weiten Qlermel eine Hand hervor, die man sicherlich für die Hand einer Fünfundzwanzigjährigen gehalten hätte. Fräulein Amälle lächelte. ..Wachen wir es uns beide bequem," sagte sie, öffnete einen Schrank und entnahm ihm einige Kleider. Die Damen gingen in das Schlafzimmer. Eine Leine Rokokouhr, die ein porzellanene« Posthaus bar- ftellte, öffnete sich. Viermal läutete sie Hing, kling, kling, Hing! und heraus fuhr der Postillion, und eine Spieluhr fang: „Malborough s’en va-t-en guerrc!“ Wieder öffnete sich die Tür. In zwei chinois- seidenen, rot- und goldgewebten Oetoänbern, mit weißen Turbanen, die mit Diamantagraffen geschmückt waren, traten die beiden Damen wieder ein. Ihre Bewegungen waren leicht beschwingt. Das waren nicht mehr die alten Fräulein aus dem Stift, das waren zwei junge maskierte Wesen aus einer andern Zeit. Beide lächelten einander an. Amelie hatte eine Mouche über der linken Augenbraue, während Klementine die Mouche im Grübchen der rechten Wange trug. „Run wollen wir zaubern!" sagten sie unb hoben die Hände. Da sprangen die grünen Zweige aus der grünen Tapete lebendig hervor und wölbten sich über dem Zimmer zu einer Gartenhecke. Sommerrosen blühten, die kleinen Paradiesvögel hüpften aus dem Rand der Tapete hinauf in die Zweige, Meisen gefeilten sich dazu und zwitscherten. Zwei Kakadus wiegten sich in Ringen. Don einer schwarzen Marmorsäule schwang sich ein kleiner schwarzer Sklave mit Goldkrone herab, kreuzte die Arme vor den Damen und fragte: „Befehlen Ihre mächtigen Hoheiten Kaffee oder Tee?" ..Kaffee!" befahlen die Damen. Der kleine Sklave eilte hinaus in die Küche. Bald hörten sie eine Mühle knarren. „Also meine liebe Feekusine," fragte Klementine, „was hast du gestern abend für einen Sll- vesterscherz den Menschen mitgebracht?" Amelie zog aus der Tasche einen Spiegel heraus, einen dieser kleinen runden Spiegel, wie sie die Damen brauchen, wenn sie die Gesichtstoilette au machen pflegen. „Wie merkwürdig!" tief Klementine. „Dasselbe habe ich auch den Menschen mitgebracht!" Und sie zog einen ähnlichen Spiegel hervor. Beide schauten sich an und fragten gleichzeitig: „Was hat dein Spiegel für eine geheime Kraft?" Amelie zwinkerte ein wenig mit den Augen, sc» daß die Mouche auf der Stirn hin und her hüpfte, und sagte: „Mein Spiegel hat die Cigen- tümlicbfeit, daß er dem Menschen ein Traumbild erstehen läßt, in dem er alles sieht, was im nächsten Jahre geschehen soll, so wie er es wünscht. Ich habe große Erfolge gehabt. Ich war zuerst bei Fräulein von Rasch Sie ist dir doch bekannt als die lustige Lautensängerin, die im letzten Winter so beliebt geworden ist. Und sieh, ich versetzte dies Mädchen, als es ausgehen wollte, in Schlaf, nahm feine Gestalt an und begabte eS zu träumen von dem, was es unternehmen wollte, ging in die Gesellschaft des Herrn Generaldirektors Botheim. Als um 12 Uhr die Silvester scherze begannen und Blei gegossen wurde, begann cch mit meinem Spiegel zu kokettieren, und ich sage dir. es war eine fröhliche Märchenstimmung, in die die ganze Gesellschaft hineingeriet. Fünfzig Leute fühlten, das neue Jahr würde ihre Wünsche erfüllen, unb die kleine Rasch wird sehr glücklich werden. DaS ist das Feengeschenk für sie ins nächste Jahr." Klementine wiegte den Kopf, schürzte ihre Lippen und sagte ein wenig herb: „Halte ich für bedenklich, liebe Amölie. Ich habe in meinem Spiegel das Geheimnis gebannt, daß die Menschen ihre Zukunft wirklich sehen. Zuerst war ich bei dem Herrn Staatsminister, als er sich gerade rasierte, und schob meinen Spiegel vor den seinen. Als er sah. was das nächste Jahr ihm bringen würde, schnitt et sich vor Schreck. Aber innnerhin, er weiß, was ihm bevorsteht. Dann schwang ich mich in meinem bewährten Zauber- mantel durch die Straße und kam in eine Dar. wo die Menschen schrien und johlten. Ich lieh den Widerschein meines Spiegels in die große Fensterscheibe fallen. Sie starrten in den Hellen Fleck und sahen dort alles, was ihnen geschehen würde. Und die einen weinten und die andern lachten. Ich bin emsig gewesen die Rächt über, war in der Reujahrsstunde bei vielen, denn ich meine, die Menschen müssen früh genug die Wahrheit erkennen." Amelie schüttelte den Kopf. „Du bist sehr bitter geworden, Klementine," sagte sie. „Soll man nicht bitter werden," murrte Klementine, „wenn man nur einmal im Jahre die alte Feenkraft bewähren kann? Ich bin viel zu tätig gewesen in meinem Zauberleben, und ich bin sehr ungern alte Stiftsdame, um überhaupt noch unter den Menschen weilen zu können." „Wer wird nun wohl das Bessere gestiftet haben mit feinem Spiegel?" fragte Amelie. „Ein ganzes Jahr müften wir darauf warten." Klementine schüttelte den Kopf. „Rein, wozu finb wir Feen? Befragen wir die Kanzlerin." „Sie könnte uns nach den Regeln des Bundes abberufen," meinte Amelie, „so daß wir nicht mehr unter den Menschen weilen dürfen. Und wie schön es auch auf unferm Feenstern ist. die Menschen sind doch sehr interessante Geschöpfe." Älementinc richtete den Kopf auf. erhob sich, schritt zu dem ovalen Spiegel, legte beide Härrde auf die glatte Fläche, und siehe da, der Spiegel riß und öffnete sich und zeigte den Eingang in ein zierliches Rokokoportal. Alsbald erklangen Glöckchen, und von weih- und silbergekleideten Pagen geleitet kam in einem hellblauen Gewand, mtt einem goldenen Krönlein auf dem Kopf, die Kanzlerin des Feenreichs hereingeschritten. Sie lächelte etwas überlegen und sagte: „Weine lieben Feen, ich wußte, daß ihr mich heute berufen würdet, um mich zu befragen, wer den Menschen das bessere Geschenk gebracht hat. Klementine, kannst du denn niemals deine sonst so liebenswerte Eigenschaft verleugnen, die Erzieherin zu fein? Glaubst du beim. Menschen können erzogen werden? Ebensowenig wie dir das bet der kleinen Feenprinzessin Pürpüse gelungen ist, ebensowenig gelingt es dir bei den nieöern Menschenwesen. Sehen sie ihre Zukunft, so erschrecken sie, aber sie glauben nicht daran. Du, Amälie verstehst dich auf das Geschlecht, unter dem du lebst, besser. Alle deine Menschen haben einmal im Leben Erfüllung ihrer Wünsche für das nächste Jahr gesehen unb wenigstens eine gute Stunde gehabt. Qlbet vor der Enttäuschung vermagst du sie nicht zu bewahren. Würden wir die Spiegel vereinen, dann wäre es ein rechtes Feengeschenk. Der Mensch könnte dann selbst zwischen Wunsch und Schicksal wählen. Aber wer unter den Menschen wäre dieser Wahl gewachsen? Darum befrage ich euch im Ramen meiner Gebieterin, der Königin, wollt ihr mit mir zurück- wandeln und euch ausruhen von diesem Erdenleben, oder darin weiter beharren? Die Menschen der Tage brauchen Feen nicht, und Ujr selbst lebt doch sehr mühsam dahin." Im Augenblick schwanden die Feengewänder, die Blumen kehrten in die Tapeten zurück, der kleine Mohr stand wieder auf feiner Säule- Zwei alle Fräulein saßen kopfnickend auf dem Sofa. Ein wenig abgeblaht sah der Samaft der Möbel aus, nut die Spiegelpforte stand noch offen. „Wolll ihr mit mir kommen?" fragte die Kanzlerin. Da wackelten die beiden alten Damen mit den Köpfen und sagten: „Liebe Fürstin Rid Es Sün, lassen Sie uns noch ein Weilchen hier, es ist sehr schwer, einen so behaglichen Ort. an bem man lange gelebt hat, zu verlassen." Und Arnölie fügte hinzu: „Auch haben wir ben Rundfunk. bet uns mit allen Orten ber Erde verbindet." „Lebt so glücklich ihr könnt im neuen Jahr!" sagte die Feenkanzletin. „Wenn es vorüber ist, komme ich wieder!" Unb das Tor des Spiegels tat sich zu. An ber Tür klopfte es. — „Herein!" riefen die beiben und sagten: ..Wie gütig, Fräulein v. Siebenspeer, uns aufzusuchen!'^ „Ich muh den beiden Kusinen doch zum neuen Jahr gratulieren!“ und sie schüttelten einander die Hände. Fräulein v. Siebenspeer schnüffelte in 6er Lust. „Was haben Sie hier für einen feinen Geruch?" fragte sie. „Ein Reujahrsgeschenk!" sagte Amalie. Lochschulnachrichten. Ernannt wurde Professor Dr. Andreas D- Schwarz von der Universität Zürich zum ordentlichen Professor für römisches und deutsches bürgerliches Recht an der Universität Freiburg i.D. der besser der „Unheimlich, vorher noch von keinem ßi brechuna überflog, nach heftigem eil en wurde urm und Gewitter zum größten ver- Lie- ver- Bei- In ebenso interessanter Weise sprach der Redner an den folgendenTagen auch inGroßen-Linden und in Lang-Göns über den Zeppelinflug um die Welt. Die Zuhörer in beiden Orten dankten dem Vortragenden gleichfalls mit herzlichem Beifall. Ein Oberheffe über die Wettfahrt des „Graf Zeppelin". O Gambach. 30. Dez. Unsere Schule anstaltete im Saale der Gastwirtschaft „Zum kühlen Grunde" ihre Weihnachtsfeier, die so stark le" genannt würde, und Luftfahrzeug ohne Unter- !. Die Fahrt führte hier dervorträge; der Abend wurde weiterhin schönt durch zwei Theaterstücke, die großen fall fanden. Kreis Friedberg. Teil durch dichten Nebel, der alles durchnäßte. Nach kurzer Rast in Los Angeles erfolgte die Abfahrt noch L a k e h u r ft am 27. August, 0.15 Uhr. Die 4 8 2 2 Kilometer lange Strecke wurde in 51 Stunden 57 Minuten zurückgelegt (Ankunft 29. August, 7.12 Uhr). Ueberall war der (Empfang ein äußerst begeisterter, und die Welt-Luft« K wurden sehr gefeiert. An Stelle des in ika zurückbleibenden Dr. Eckener führte Kapitän Lehmann am 1. September, 7.18 Uhr. den „Graf Zeppelin" in die Heimat zurück, wo er nach Zurücklegung von weiteren8487Kilometer am 4. September, 8.49 Uhr, in Friedrichshafen glücklich landete, von den Angehörigen und einer ungeheuren Menschenmenge stürmisch begrüßt. Philipp Lenz, der insgesamt rund 50 Fahrten zurückaeleat hat, verstand es vorzüglich, als „Mann vom Bau^ seine Ausführungen mit feinem Humor zu würzen, so daß der stürmische Beifall am Schluß wohlverdient war. Pfarrer Bremmer (Klein-Linden) dankte dem Vortragenden für seine ausgezeichneten Ausführun- gen, wünschte ihm fernerhin glückliche Fahrt und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die durch deutschen Geist, deutsche Technik und Arbeit vollbrachten Leistungen mit dazu beitragen möchten, das deutsche Volk in der Welt auf den Platz zu stellen der ihm gebühre. Zum Schluß wurde das Deutschlandlied gesungen. schon Posaunenchorverbandes bei dem hiesigen Posaunenchor, dem ältesten in Hessen, zu Gaste, um gemeinsam eine Freizeit zu begehen. Rund 45 Bläser nahmen an der Freizeit teil, die von dem Vorsitzenden des Oberhessischen Verbandes, Pfarrer Lenz (Gießen), und Chormeister B o l - l e r (Lang-Göns) geleitet wurde. Tägliche Andachten und Bibelbesprechungen, gehalten von dem hiesigen Ortsgeistlichen, Pfarrer Bremmer, ferner von Pfarrer Lenz (Gießen), Pfarrer Weber (Holzheim) und Prediger Trippler (Groß-Rechtenbach). leiteten die Arbeiten, namentlich Neueinstudierungen von Posaunenchorliedern, ein. U Großen-Linden, 30. Dez. Am 1. San. 1930 vollenden unser Mitbürger Invalide Konrad Seth fein 84. und der Metzger Samuel Meyer sein 80. Lebensjahr. Beide Jubilars erfreuen sich noch guter Gesundheit und geistiger Frische. t Allen darf a. d. Lahn. 30. Dez. Die Weihnachtsfeiertage zeigten sich als Höhepunkte unseres kirchlichen Lebens. Sowohl Pfarrer Schultheis von Großen-Linden als auch Pfarrer Bremmer aus Klein-Linden sahen jedesmal ein bis zum letzten Platz gefülltes Gotteshaus. Am ersten Weihnachtsabend fand in der Kirche eine liturgische Feier statt, bei welcher der Kirchenchor durch drei Lieder mitwirkte. — Am vergangenen Sonntag veranstaltete die „Ev. Iugendvereinigung Klein-Linden" im Saale der Gastwirtschaft Luh dahier ein Konzert. Zur Aufführung gelangte eine Weihnachtsmusik für dreistimmigen Chor und Solostimmen und Orchester von Rudolf Löw, Die Leitung lag in der bewährten und sicheren Hand von Lehrer Rau (Klein-Linden). Die Begleitung am Klavier hatte Lehrer Roth, e' enfalls aus Klein-Linden, übernommen. Sämtliche Darbietungen, sowohl des Orchesters, als auch des Chores und besonders der Solostimmen, zeugten nicht nur von gewissenhaftester Einstudierung durch den Leiter, sondern vor allem auch von größter persönlicher Hingabe jedes einzelnen Mitwirkenden und genauester Erfassung der Be- Deutung des Ganzen. Bei einem solchen harmonischen Zusammenwirken aller Kräfte, bei einem so glänzenden Stimmenmaterial, über das die (Zugendvereinigung Klein-Linden verfügt, und einer so bewährten Zeitung konnte der Erfolg nicht ausbleiben. * Watzenbor n, 30. Dez. Am Samstag und Sonntag gab der unter der Leitung des Chormeisters Georg Harnisch stehende Gesangverein „Germania" ein gut besuchtes Konzert. Als M.twirkende waren die Herren H. Klingelhöfer (Cello), O. Bender (Obligatgeige) und Musiklehrer Fritz Leib, Gießen (Klavier), gewonnen worden. Der erste Teil des Konzertes wurde mit dem Marsch „Heil Europa" von Fr. von Blon eingeleitet. Rach einem sinnvollen Motto folgten verschiedene Chöre und Musikstücke. Zusammensa.fend muß gesagt werden, daß Chor und Kapelle ihr Bestes gaben und den lebhaften Beifall des Publikums voll und ganz verdienten. Den zweiten Tell der Dortragssolge füllte die Dollsoperette ..Der Jäger aus der Pfalz" aus. Die Rollen dieses Stücks waren sehr glücklich verteilt. Sämlliche Spieler und Spielerinnen leisteten Erstaunenswertes. Die Spieler sahen sich oft zu Wiederholungen genötigt. Mit dem Erfolg der Operette kann sowohl die Spielschar, als auch der Verein sehr zusrieden sein. 0 Grüningen, 30. Dez. Dieser Tage tonnte der Gemeinderechner Wilhelm Arnold auf sein 2 5. ®ien ft Jubiläum zurückblicken. Herr Arnold versieht mehrere öffentliche Aemter und ist als Direktor der Spar- und Leihkasse, Unter- erheber der Gemeinde Grüningen und Vorsitzender des Gemeinderechnerverbandes Hessen eine über die Grenzen des Ortes toeitbefannte Persönlichkeit geworden. Anläßlich seines ®icnftjubi- läums beglückwünschte der Gefamtverband in seiner jüngsten Sitzung ihren Vorsitzenden und verlieh ihm in Anbetracht feiner großen Verdienste um den Verband als sellene Auszeichnung den Ehrenbrief. Die hessische Regierung ehrte den Jubilar in einem Anerkennungsschreiben. In den 25 Jahren feiner Tätigkeit als Gemeinderechner hat er fein Amt mit großer Gewissenhaftigkeit und zur vollen Zufriedenheit der Gemeinde verwaltet- Der Gemeindevorstand be- ich kenne sie. es ist eine, deutsche Spionin, es ist Mademoiselle docteur." Der französische Generalstabskapttän zuckt bei diesem Namen zusammen. „O," ruft er, „wenn Sie das genau wissen, Kamerad, dann machen wir einen guten Fang ', und er winkt zwei Aerzte heran, die In das Zell treten, um sich nach der Ursache des Lärmes zu erkundigen. „Nehmt diese Frau fest, es ist eine Spionin." Aufgeregt will Ren6 Austin erzählen, wie er diese Frau einmal enllarvt hat, da geschieht etwas Unerwartetes. Annemarie Lesser beugt sich zur Erde. Sie greift mit schnellem Griff den Mantel des französischen Kapitäns mit dem Koppel, das an ihm hängt und das die Revolvertasche hält, springt auf die Zeltbahn zu, reißt sie zur Selle und läuft zu den Automobilen. Die Aerzte hinter ihr her, sie rufen: .Haltet die Spionin!" Zwei Soldaten, die bei den parkenden Wagen stehen, fahren zusammen, heben die Gewehre, da schlägt die fliehende Frau, die sich schon den weißen Kittel vom Leibe gerissen hat, einen Haken, und springt mit Kräften, die ihr keiner zutraut, mit einem Riesensatz über eine Hecke. Sie fällt hin, rafft sich auf, läuft zehn Meter bis zu einem Wäldchen. Schüsse krachen hinter ihr, sie verfehlen ihr Ziel, aber peitschen die Muskeln der Frau zum Aeußersten aus. Sie hort die Verfolger hinter sich, sie läuft durch den Wald, den Revolver des Offiziers entsichert in der Rechten, den Mantel über der linken Schulter. Sie läuft um ihr Leben. Als das Wäldchen zu Ende ift, überquert sie im sinkenden Abend eine Chaussee, sie wechselt die Richtung und läuft auf den Kanonendonner zu, der deutlich vernehmbar ist und der ab und zu durch das ferne Knallern der Maschinengewehre unterbrochen wird. _ lieber eine Wiese, die von Granattrichtern übersät ist, gelangt sie wieder in einen Wald. Dor ihr liegen Anhöhen, kleine Berge, die sie sich anschickt hinaufzusteigen. Sie kommt 200 Meter well, da hört sie hinter sich das Keuchen ihrer Verfolger, sie sieht zwei Soldaten, die heranlaufen, das schußfertige Gewehr in der Hand. Sie findet Deckung hinter einem Baum, die Soldaten kommen über eine Lichtung, da hebt die Frau den Revolver, ein paar Schüsse krachen--. (Schluß folgt.) Oberbeffen. Landkreis Gießen. 4. Wies eck, 30. Dez. Am Samstagabend hielt die Spar - und Darlehnskasse Wieseck im Lokale von Gg. Keller ihre ordentliche Generalversammlung ab, die einen außerordentlich guten Besuch aufwies. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates. Bürgermeister S ch o m b e r, gab einen ausführlichen Bericht über die am 15. Oktober vorgenommene gesetzliche Revision. Direktor Kolb gab an Hand von Zahlenmaterial einen umfassenden Geschäftsbericht, der zeigte, daß auch das abgelaufene Jahr für die Kasse ein Jahr der Aufwärtsentwicklung gewesen ist. •Hm den zunehmenden Geschäftsverkehr reibungslos abzuwickeln, sah sich der Vorstand der Kasse veranlaßt, außer dem Kassenraum noch einen atocüen Raum als Wartezimmer einzurichten. Gleichzellig wurde Telephonanschluh angelegt. Den Mitgliedern ist schon feit längerer Zeit Gelegenheit gegeben, täglich ihre Geldgeschäfte an der Kasse zu tätigen, während die sonntägliche Kassestunde nur noch von 11 bis 12 älhr ist. Bei der Ergänzungswahl von Vorstand und Aus- sichtSrat wurden das Vorstandsmitglied D e ch und die Mitglieder des Aussichtsrates Deibel und Seibert einstimmig wiedergewählt; ebenfalls ein Zeichen, daß die Mitglieder mit der Geschäftsführung ihrer Kasse zufrieden find. Zum Schluß richtete Bürgermeister Schomber einen warmherzigen Appell an die Anwesenden, in echt genosfenschaftlichem Geiste weiter mitzu- arbeiten an dem Ausbau der Kasse. Wieseck, 31. Dez. Am 1. Januar sind es 2 5 Jahre, daß der älhrmacher Wilhelm P e p p l e r hier ein Ahrmachergefchäft eröffnete. Wenn auch der Gründer diesen Iublläumstag nicht mehr erlebte, so ist es doch noch in den Händen seiner Frau, die es verstand, dem Sohn das Geschäft zu erhalten. z Rödgen. 30. Dez. Am Sonntagabend bereitete der Gesangverein Konkordia einer sehr zahlreich erschienenen Zuhörerschaft in Wagners Saalbaa einige unterhaltende Stunden. Zwei nett gespielte Theaterstückchen wechselten mit schön vorgetragenen Chören unter der Führung des Dirigenten R i c v l a t, Großen» Buseck. Lebhafter Beifall lohnte die Bemühungen der Sänger und Spieler. * Grohen-Buseck, 28. Dez. Eine wohl- gelungene Weihnachtsfeier veranstaltete am 2.Weiynachtstage der hiesige Gesangverein „Heiterkeit. Die Chöre der Sänger zmg- ten von guter Schulung und stellten erneut unter Beweis, daß der verdiente Chormeister des Vereins. Konrad R i c o l a i, die Sängerschar in sicherer Führung hat. Die Darbietungen der Sänger fanden mit Recht den lebhaften Beifall der zahlreichen Besucher. Die Auffüh- rung eines Dauernvolksstückes und einer Posse gelang gleichfalls in vortrefflicher Weife und brachte den Darstellern lebhaften Beifall ein. Der übliche Tanz beschloß den Abend. “ Heuchelheim. 30. Dez. Die hiesige Kleinkinderschule, die bis jetzt von dem Verein Kinder freund mit Unterstützung von freundlichen Gönnern unterhalten wurde, mußte in der Inflationszeit geschlossen werden. Am 1. April d. I. unter Leitung von Fräulein Steinberger. Tochter des Amtsgerichtsras Steinberger in Gießen, wieder eröffnet, zeigte fie sich jetzt öffentlich in der überfüllten Kirche unter dem Christbäumchen. Rach einer Ansprache des Geistlichen zeigten die Kleinen ihr schönes Können. Gesänge und kindliche Vorträge wechselten miteinander ab. Dann erschienen vier weißgekleidete Briefträger mit Körben voll Paketen. Jedes von den 75 Kindern erhielt ein besonders verpacktes und besonders adressiertes Paket. Welcher Jubel über die schonen Christ- geschenke bei den Kleinen! Gesang der Gemeinde schloß die schöne und würdige Feier, die den Anwesenden zeigte, welch inniges Verhältnis zwischen Lehrerin und Kindern besteht. Fräulein Steinberger hat gezeigt, daß sie ihrem Berus gewachsen ist unb daß sie es bis jetzt verstanden hat, eine Schar von 75 Kleinen in liebevoller Weise musterhaft zu leiten. Eine Freude für Ellern unb Derem. Hoffentlich ist nach dieser Probe die Anstall für die Zukunft gesichert, mildtätige Freunde werben sich gewiß wellerhin ,ur Unterstützung finben. zumal die Oberleitung in altbewährter Hand liegt. OO Ä1 e i n - ß i n b e n, 30. Dez. Sell dem 27. Dezember weilten viele Mitglieder des Ob erhessi» grantm von den Kindern selbst ab gewickelt und daran anschließend die Bescherung vorgenommen. Die Kindergärtnerin Frl. Krauskops und ihre Helferin Frl. Bopp haben sich um daS volle Gelingen der Deranftallung besonders verdient gemacht. — Der hiesige Turnverein (D. T.) hielt am 2. Weihnachtsseiertag feine Abendunterhaltung unter Mitwirkung der Kapelle des Musikvereins im „BergwirtS- haus" ab. Rach einer Begrüßungsansprache deS Vorsitzenden Christian S t ö h r wurde ein vieraktiges Schauspiel flott und wirkungsvoll aufgeführt, bas den lebhaften Beifall der Zuschauer fanb. Mit Tanz wurde die Veranstaltung beschlossen. — Der K r i e ge r v e r e in hielt seine Abendunterhallung im Saale des „ßftoen“ ab. Der Vorsitzende Karl Diehl XII. hieß die Besucher im Ql am en des Vorstandes herzlich willkommen. Darauf wurde ein Lustspiel in flotter Aufführung herausgebracht und den Mitwirkenden mit lebhaftem Beifall gedankt. Warme Worte der Anerkennung für den Vorstand und die bei der Theateraufführung Mitwirkenden sprach am Schluffe des AbendS der Kommissar i. R. W ö r n e r. Groß-Eichen, 30. Dez. An einem der letzten Abende stürzte ein hiesiger Einwohner infolge der großen Dunkelheit (die Straßenlampen brannten nicht mehr) in die durch unfern Ort fließende Streitbach. Er fiel so unglücklich, daß er nach Gießen in die Klinik gebracht werden mußte. Ein zufällig hinter ihm hergehender Mann hatte das Unglück bemerkt, sonst Hütte der Unglückliche in dem durch Regengüsse ange- schwollenen Bach schließlich den Tod finden können. — Wie man hört, sind die Verhandlungen ter Gerne nde mit . c i Freiher nvon Riedesel bezüglich Ankaufs des sogenannten „Buchholz" soweit gediehen, daß der Wald für einen Preis von 60 000 Mark nunmehr in den Besitz der Gemeinde übergeht. Ein Stück deS Waldes hat bereits die Gemeinde Klein-Eichen erworben. * Lardenbach-Klein-Eichen. 30. Dez. Die Weihnachtsfeier des hiesigen Männer- gesangvereins „Eintracht" im Saale der Gastwirtschaft von Ioh. Diehl fand den ungeteilten Beifall der zahlreichen Anwesenden. Während der erste Teil der Veranstaltung nur dem Weihnachtsgedaillen und der Weihnachtsstimmung in Wort, Bild und Musik Rechnung trug, kam im zweiten Teil der Humor in Gesang, Vortrag unb heileren Konzertstücken zur Geltung. Außer den Chören des Vereins unb einem gutgespielten Theaterstück sanden die Lied- und Gedichtvorträge der Kinder besonders großen Anklang. Zmn Dank für die schönen Leistungen brachte ihnen der Weihnachtsmann die leckersten Süßigkeiten. Mit einem Schlußwort des zweiten Vorsitzenden fand die erhebende Feier ihren Ausllang. * S e 11 n r o b , 30. Dez. Dieser Tage fand hier die alljährliche Weihnachtsfeier unserer Schule im Saale des Gastwirts Schleuning statt. Nach der Begrüßung durch Lehrer Bell wurde die Vor- tragsfolae durch das neu eingeführte Mundharmonika-Orchester eröffnet. Anschließend wurde nach Lieder- und Gedichtoorträgen ein mehraktiges Wech- nachtsspiel aufgeführt, das allgemein Beifall fand. Nach weiteren Liedergesängen und Gedichtoorträgen schloß die Feier mit Dankesworten des Lehrers W e i m e r für die schöne Feierstunde. Kreis Alsfeld. -er. Homberg a. d. Ohm, 28. Dez. Unsere Volksschule veranstaltete in der Stadthalle eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier. Rach einleitendem Gesang der beiden Oberklassen hielt der Schulleiter eine Ansprache, in der er die Bedeutung des Weihnachtsfestes und die Beziehungen zwischen Schule und Elternhaus behandelte. Hierauf wurden verschiedene nette Theaterstücke aufgeführt, wodurch allen Teilnehmern eine rechte Freude bereitet wurde. Die Veranstaltung darf in allen Teilen als wohlgelungen bezeichnet werden. Die K l e i n k Inder s ch u l e veranstaltete in der Kirche eine Weihnachtsfeier, mit der nach dem Gesang von Weihnachtsliedern und Gedichtvorträgen als Abschluß eine Bescherung der Kinder verbunden war. —. Der Gesangverein „Frauenlob" brachte am zweiten Weihnachtsfeiertage ein QU i - litärkonzert, verbunden mit Gesangsvorträ- gen. Den instrumentalen Teil des Programmes bot eine Llbteilung der Marburger Reichswehrkapelle, während der Sängerchor des Vereins den gesanglichen Teil bestritt. Sämtliche Darbietungen offenbarten hervorragendes Können und fanden den wohlverdienten starken Beifall bet zahlreichen Besucher. * We11saasen. 30. Dez. Dieser Tage hat unsere Gemeinde von ihrem hochverehrten Lehrer Roth und seiner Familie Abschied genommen. 2lach löjähriger Tätigkeit verließ er unfern Ort, um eine Stelle in Offenbach anzutreten. Ein Lehrer ün besten Sinne des Wortes greift zum Wanderstab, der wohl wußte, daß es an seiner Schule nicht allein auf das Vermitteln von Kenntnissen ankam, sondern mehr noch auf echt christlichen Geist als dem Fundament eine3 Charakters. In einem Dor.e ausgewachsen, in dem ihm dieser Geist als beste Gabe an die Wiege gelegt wurde, stand er in seiner Gemeinde nicht nur geachtet unb geehrt als Lehrer, sondern auch als mutiger Bekenner seines evangelischen Glaubens, in beibem ein Dorbllb seinem Dorfe mll seiner Familie. Ein treuer Kamerad einst seinen Mitkämpfern im Kaiserin-Augusta°Regimcnt draußen im Kriege, ein treuer Kamerad nicht weniger daheim jedem in feinem Dörfchen, der nach Rat und Hilfe suchte, ein treuer Freund dem, mit dem ihn sein Beruf in seiner Schule zusammenführte. Aufrecht, gerade, kerndeutsch, so weilte er unter uns, so bleibt er uns im Gedächtnis, so wird ihn auch seine neue Heimat achten und lieben lernen. Dorthin begleiten ihn unsere besten Wünsche. Preußen. Kreis Wetzlar. s Mudersbach, 28. Dez. Am 2. Weih» nachtsfeiertage veranstaltete der Gesangverein „Harmonie" in der Gastwirtschaft von wtrohmann eine Weihnachtsfeier, bestehend aus Konzert, Gesang, Verlosung und Tanz. Die Veranstaltung war so gut besucht, daß der Saal bis auf den letzten Platz beicht war: u. a. waren auch Sänger von Groß-Altenstädten er- schienen, die einige Chöre gut zum Vortrag brachten. Rach gesanglichen Darbietungen deö veranstaltenden Vereins hiell Werkmeister E. Willershäuser eine gutdurchdachie Ansprache, die daS Thema «Weihnachtsfreude und Wechnachtssrieden" behandelte. Die Musik wurde von dem Streichorchester Zimmermann aus Erd- Hausen in flotter Weise bestellt. Allen Darbie- tungen wurde starker Beifall gespendet. Die Veranstaltung war tu allen Telle« wohlasllma«, * Klein-Linden, 29. Dez. Eine Feierstunde seltener Art vereinigte heute abend einen überaus großen Teil unserer Gemeinde In der „Deutschen Eiche", deren Saal dicht besetzt war. Herr Philipp Lenz (Friedrichshafen), ein Sohn unserer Gemeinde, seit Jahren Angestellter der Zeppelinwerft und zur Zeit Bordmonteur auf dem Luftschi f f „G r a f Z e p p e l i n", sprach in einem zweistündigen Bortrag mit vielen Lichtbildern über „D i e Weltfahrt des „Graf Zeppelin". Den Abend eröffnete der verstärkte Posaunenchor durch zwei Musikoorträge, worauf Pfarrer Lenz (Gießen) Gelegenheit nahm, der Gemeinde Klein-Linden und insbesondere dem hiesigen Posaunenchorverein den wärmsten Dank des Oberhessischen Posaunenchorverbandes für die erwiesene Gastfreundschaft anläßlich der Freizeit auszusprechen. Sodann sprach Philipp Lenz über seine Erlebnisse und Eindrücke während der Weltreise. Zunächst wurde im Lichtbild die Entstehung des Luftschiffes vor Augen geführt und die erforderlichen technischen Einrichtungen erläutert. Am 15. August, 4.25 Uhr, begann der Start in Friedrichshafen. Die Reise führte über Ulm, Berlin, Danzig, Königsberg, Litauen, das russische Steppen- und Sumpfgebiet, das nicht bewohnt und sehr schlecht passierbar ist, und wo zur Zell 35 bis 40 Grad Käste herrschen, das große Uralgebirge, in dem riesige Waldbrände festgestellt wurden, Sibirien mit seinen endlosen Wäldern, Sümpfen und Wüsten nach Jakutsk, wo für die dort verstorbenen zahlreichen deutschen Kriegsgefangenen ein Kranz abgeworfen, der von einem Priester vor der Fricdhofskapelle aufgehoben wurde. Nach weiterer beschwerlicher Fahrt über fast unbekannte, kalte Gebiete wurde endlich der Stille Ozean gesichtet und freudig begrüßt; am 19. August, 18.24 Uhr, erfolgte die Landung in dem japanischen Flughafen bei Tokio. Der 1 ä n g ft e Teil der Weltfahrt, 11 ?47 Kilometer, wurde in 101 Stunden 49 Minuten durchflogen. Zur Bewältigung dieser Strecke braucht ein Eisen- bahnzug 16 Tage, ein Schiff sechs Wochen, das Luftschiff etwa 4/ Tag. Die Passagiere sowie die Be- satzung des „Graf Zeppelin" wurden von der deutschen Kolonie aufs herzlichste begrüßt und allen Teilnehmern der Fahrt reichlich Gelegenheit gegeben, Land und Leute kennenzulernen. Die zweite Staffel führte von Tokio nach Los Angeles (Abfahrt 23. August, 15.13 Uhr, Ankunft 26. August, 5.16 Uhr — 9 653 Kilometer in 79 Stunden und 3 Minuten) über den Großen oder Stillen Ozean, besucht war, daß der große Saal schließlich keinen Platz mehr bot. Unter der Leitung der Lehrer Lahm und Li Iler brachten die Kinder ein Weihnachtsspiel in sechs Bildern mit Musik und Gesang zur Ausführung, wobei sie Vorzügliches leisteten. Die Ausführung und die begeisterte Darstellung der Kinder hinterließen bei den Zuschauern einen nachhaltigen Eindruck. Kreis Schotten. V Gedern, 30. Dez. Rach dem vor einiger Zeit ein Ausschuß $ur Gründung eines Kran- kenpflegeverems von einer Bürgerver- fammlung bestimmt worden war. ist nunmehr die endgültige Äonftituierung dieses Vereins erfolgt, da über 400 Bürger ihren sofortigen Beitritt zu dem Verein erklärt hatten. Die Verst an d s w a h l hatte folgendes Ergebnis: Dekan Widmann, 1. Vorsitzender, Bürgermeister Müller, 2. Vorsitzender. Lehrer Häusel. Schriftführer, Inspektor W ö r n e r . Rechner, als Beisitzer: Pauline Bender Wwe., Alwine Funk, Greta Raumann, Lina Oberheim, Dr. med. Hugo Bach, Mar Rothenberger, Wilhelm Birx, Friedr. Hof und Karl Müller I. Das Ziel des Vereins ist, hier eine Schwestern st ation in vollkommener Anabhängigkeit von anderen Einrichtungen unterer Stadt zu unterhalten. Man hofft, daß die neue Ortsschwester an einam der nach- ften Sonntage hier eingeführt werden kann. — Einser städtischer Kindergarten hielt seme diesjährige Weihnachtsfeier im Saale des ^Dergwirtshauses" ab, der bis auf den letzten Platz besetzt war. Aach Degrüßungsworten von Lehre« Häusel tourbe ein reichhaltig-« Prv- absichtigt, ihm für feine langjährigen und wertvollen Dienste eine Ehrengabe zu überreichen. O Holzheim, 30. Dez. Die Weihnachtsseier- tage brachten unserem Orte am Heiligabend einen liturgischen Gottesdienst, bei dem der Gemischte Chor unter der Leitung von Wilhelm Engel mittoirtte. Rach dem Gottesdienst wurden etwa zwanzig Ortsarme von der Kirche mit Geschenken bedacht. Am zweiten Weihnachtsfeiertage veranstaltete die Sonntagsschule im Christlichen Dereinsheim eine Weihnachtsfeier für ihre Zöglinge. Pfarrer Weber hielt eine eindrucksvolle Ansprache, der Gemischte Chor fang Weihnachtslieder, die Kinder sagten Weihnachtssprüche auf. Mit der Bescherung der etwa 160 Kinder fand die Feier ihren Höhepunkt. Von den Vereinen veranstaltete die Bruderschaft Holzheim des Iungdeutschen Ordens am dritten Feiertage eine Weihnachtsfeier, bei der nach einem Dorspruch von Bruder Wilhelm Jung III. der Großmeister Heinr. Zeist II. herzliche Willkommensworte sprach. Hierauf hielt Pfarrer Weber eine Ansprache, alsdann folgten musikalische Darbietungen von Kaufmann Paul S e i p und Landwirt Wilhelm Grieb. Weiter wurden zwei Theaterstücke aufgeführt, und schließlich bei Kaffee und Kuchen nach einem Schlußwort von P. S e i p der Abend mit einer Verlosung abgeschlossen. * Birklar, 30. Dez. Am letzten Freitag Freitag wurde in unserer Gemeinde der Veteran Heinrich Schock unter zahlreicher Beteill- gung der Einwohner zu Grabe getragen. Rur noch eine kurze Zeit, bis zum 21. Januar 1930, bann wäre es ihm vergönnt gewesen, seinen 89. Geburtstag zu feiern. Schöck war Mitbegründer des hiesigen Kriegervereins und dessen langjähriger Präsident. Der Kriegerverein erwies ihm die letzte Ehre und entbot ihm den letzten Gruß durch Abgabe eines dreifachen Saluts. Weiter wurde er geehrt durch Riederlegung eines Kranzes seitens des Bezirkspräsi- denten, Herrn Häuser, der die Verdienste des Verstorbenen um den Verein nochmals besonders hervorhob. — Am zweiten Feiertag hielt der hiesige Gesangverein „Harmonie" fein Weihnachtsvergnügen ab. Der Vorsitzende des Vereins, Herr Wagner, begrüßte die Erschienenen mit einer kurzen, kernigen Ansprache. Es folgten dann einige Jiroentui-i/tusreiftauf i>om 2.-17. Jan. 1930 um meine Bestände in Damen-, Mädchen- und Kinder-hanteln Damen-, Mädchen- und Kinder-Kleidern Strickkleidern usw., Trikotagen, Strümpfen und Kleiderstoffen in nur erprobt guten Qualitäten und neuesten Formen gänzlicfi zu zäumen Stabe ich die Preise ganz bedeutend herabgesetzt! J. Steife t JKaifctplatÄ 6 $pe%ialgesdi3 Zimmer und i0508D Wohntüchel zu vermieten, viäh. bet Juwelier Brück, Kreuzplak 8. 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Frankfurter Hypothekenbank Gegründet 1862 Aktienkapital............ 10005000 Reichsmark Gesetzlicher und außerordentlicher Reservefonds 5500000 Reichsmark Gesamter Darlehensbestand.....rund 215000000 Goldmark Gesamtumlauf der Goldpfandbriefe und Goldkommunalobligationen . . . . rund 203000000 Goldmark Wir legen hiermit zur öffentlichen Zeichnung auf: Goldmark 5 Millionen unserer 8% Goldpfandbriefe Reihe 13 nicht rückzahlbar vor 1.0ktober1934 Zinsscheine April-Oktober (in Hessen mündelsicher) zum Vorzugskurse von 96,— % (Börsenkurs dieser Reihe 96,50%) Zeichnungen auf diese Goldpfandbriefe können an der Kasse der Bank (Gallusanlage 8) oder durch Vermittlung sämtlicher Banken und Bankgeschäfte vom 2. bis 22. Januar 1930 einschließlich erfolgen; früherer Zeichnungsschluß bleibt vorbehalten. Die Goldpfandbriefe sind an der Frankfurter Börse amtlich notiert; seitens der Reichsbank sind sie zum Lombardverkehr in Klasse A zugelassen. Die Stücke sind sofort lieferbar; sie lauten auf Goldmark (1 Goldmark = 1/2790 kg Feingold) und sind eingeteilt in Abschnitte zu GM 5000, 2000, 1000, 500 und 100. Frankfurter Hypothekenbank Herdorf Köln ng j Prütungsber. Oberrealschule HS u. Reform - Realgymnasium In w » ▲ r— m. Internat. Kl. Klassen, kL 1 tSad LiebenSteiIlHeim.Schularb.unLAnlelt.zv Heinrich Böhringer Gießen, Goethestraße 22 | Grüningen Großen-Buseck | Neujahr 1930 nölen SI dem Dru fach schio> geringer Hessens i meinten sassung li ter Hmfti scheu Qkr Uniemch vvrütergd ringfte. i diente Die ter gtfuni losbauen Mittel za zur absch untemehn grenzten < big. 3n günstigen beihliä triebez ätadffina Clektrizitc gelegt, ei: tion burd auf, bä? ist ausreic Sttotitetw Vetriebsei und eine die motor die Sandg fenfungen, Ä’tet1 stenbau betten; e bauesgi bauten, immer tvü sich in ers 'n den näc lomnten; Dogenpoi Jahre- bedelmai qenwärt' von In diese' .um and wrglos J schau und schall un> Renten auch rna' zeichnens unb Psit wäre, für den durch dei hoben w wird an negative Beginn 1 viele Ei' Jahre auch su> (Siesten l schiclsaiscl zeichnete! schließt. Denn Allgemei zunächst tilgen, da sorgfältig und den leistungsk nanzen Nr. 505 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Dienstag, 3'. Dezember 1929 an der Jahreswende 1929/1930. neuer und modern eingerichteter Wagen zeitgemäß verbessern; Erweiterungsbauten im Elektrizitätswerk und im Schlachthof wurden in Angriff genommen; dem von der Regierung für Gießen vorgesehenen Pädagogischen 3 n ft i t u t durch städtische Hilfe der Weg zur Verwirklichung geebnet; schließlich noch an zahl- reichen weiteren Aufgaben positiv gearbeitet. Weitere Aktivposten unserer Gießener Kommunal- bilanz für 1929 sind die endliche Bereinigung der Strahenbahnfrage Gießen— Wieseck und die weitere Steigerung des künstlerischen Niveaus unseres Stadttheaters, sowie eine sehr aktive und erfolggekrönte Derkehrswerbung. Anreihen wollen wir hier — obwohl es sich dabei nicht um städtische Schöpfungen handelt — die Einrichtung des Fernsprech-Selbstanfchluh- a m t e s und die Verbesserungen im Bahnhofsgebäude, die beide mit großen Annehmlichkeiten für das Publikum verknüpft sind. Es ist also, trotz aller Bedrängnisse der Zeit, eine ansehnliche Liste von positiven Taten, die unsere Stadtverwaltung und der Stadtrat, letzterer am Schlüsse einer gedeihlichen vierjährigen Amtsperiode zum Nutzen der Bürgerschaft, beim heutigen 3ahresschluh aufwe'.sen können. Demgegenüber sind aber auch eine ganze Anzahl Minuspunkte als Ergebnis dieses Jahres vorhanden. Als hervorstechendsten — für den man allerdings die Verantwortlichkeit vor allem der überaus pro* duktioen Reichsgesetzgebung und dem Lande Hessen zuschieben muß — darf man wohl die bedauerliche Tatsache ansprechen, daß es auch in dem nun scheidenden Jahre noch immer nicht gelungen ist, die schon langst fällige Steuersenkung herbeizuführen und damit der gesamten Wirtschaft, wie auch (direkt und indirekt) dem einzelnen verstärkte wirt* schaftliche Schaffenskraft zu verleihen. Weitere Schattenseite ist die obenerwähnte vorübergehende Stilllegung der städtischen Bautätigkeit, durch die nicht nur die Fertigstellung der Bauten verzögert, sondern auch die Arbeits- und Verdienst* Möglichkeit weiter Kreise des heimischen Gewerbes und Handwerks empfindlich beeinträcht'at wurde. Sehr zu bedauern ist ferner die empfindliche Stet* gerungderArbeitslosigkeitinden letzten Monaten und die damit eng verknüpfte Beeinträchtigung in unserem heimischen Geschäftsleben. Mit schmerzlichem Bedauern müssen wir auch vermerken, daß in der hochbedeutsamen Viehhof-Angelegenheit im Jahre 1929 kein entscheidender Fortschritt erzielt wurde. Die Stadtverwaltung hat un dieser Aufgabe auch in den letzten zwölf Tstonaten eifrig gearbeitet, leider waren aber die Schwierigkeiten, die sich dem Abschluß dieser Frage entgegenstellten, bislang noch unüberwindlich groß. Hoffentlich bringt das neue Jahr nun endlich die Verwirklichung dieses wirtschaftlich weittragenden Projektes. Don dem Minus in der Gießener Bahnhofsfrage wollen wir hier nicht weiter sprechen, da es sich in dieser Sache angesichts der Finanzlage der Reichsbahn für die nächsten Jahre doch nur um eine rein akademische Erörterung handeln wird. Die im Früh- fommer projektierte und damals auch im Grundsatz schon beschlossene Autobusverbindung Gießen — Klein-Linden ist unter der Wucht nachträglicher wirtschaftlicher Bedenken sang- und klanglos wieder in der Versenkung verschwunden; die Schaffung einer Straßenbahnverbindung nach dem südlichen Vorort ist aber anscheinend nicht nur technisch ein schwer lösbares Problem, sondern einstweilen auch wirtschaftlich nicht gerade allzu verlockend. Bittere Klage zu führen ist über die immer noch andauernde stiefmü11erliche B e - handlungunseresStadttheatersdurch den Staat. Für das Darmstädter Stadttheater, genannt Hessisches Landestheater, gibt der Staat alljährlich Zuschußbeträge von einer Million und vielleicht auch noch mehr, Mainz erhält — berechtigterweise! — nach den bisherigen Ziffern etwa 30 000 Mark im Jahr, für das Gießener Stadttheater, die einzige Bühne von ernster künstlerischer Bedeutung in oer Provinz Oberhessen, aber hat der Staat jährlich nur ganze 5000 Mark übrig. Es ist ganz richtig, wie das demokratische Stadtratsmitglied Schulrat Fischer im November in einer öffentlichen Versammlung sagte, daß dies ein empörender Skandal ist! So fördert Darmstadt im hessischen Sibirien die Kunst und Volksbildung! Wir meinen, der neue Stadtrat hätte die ernste Verpflichtung, sich einmal gründlich zu überlegen, ob wir bei manchen Wünschen des Staates weiterhin so entgegenkommend sein sollen wie bisher, solange dieser „Theaterskandal" des Staates fortbesteht! Der Ausbau der Straßenbeleuchtung kam in diesem Jahre leider nicht mehr voran, ebenso ist auf dem Gebiete der Baulanderschliehung nicht allzu viel geschehen. Man hat auch nichts von der in absehbarer Zeit notwendigen Erweiterung des Friedhofes gehört. Ein Schmerzenskind dieses Jahres war ferner die mangelnde Pflege unserer Anlagen. Diese kurze Aufzählung der wichtigsten Minusposten in unserer städtischen Jahresbilanz 1929 mag genügen., da es sich bei einer solchen rückschauendc Betrachtung natürlich nur um einen Blick in groß« Linie handeln kann. Das Schluhergebnis : Auf gesundem Fundament ist im Jahre 1929 ein gutes Stück Aufbauarbeit geleistet worden, dessen wir uns freiten wollen. Daneben steht noch manches bedeutsame Stück zu leistender Arbeit, wir sehen ernst mahnende Zeichen einer schweren deutschen Zeit, dia zu größter Vorsicht bei allem Beginnen zwingen, jedoch ist kein Grund zu mutlosem Pessimismus oder zu angstmeierischer Schaffensunfahigkeit vorhanden! Die Weiterarbeit an unseren kommunalen 2lufgaben kann in guter Zuversicht auf glückhaften Abschluß geleistet werden, wenn wir äile mit Besonnenheit, hingebendem Eifer und klarer Zielsicherheit bei der A u s w e r t u n g aller Möglichkeiten tätig lind. 3n diesem Sinne auch im neuen Jahre 1930 auf ans Werk! Die städtischen Vetnebe im Ähre 1929. Oie Bau-Bilanz. — Oie Arbeit der Feuerwache. Elektrizitätswerk und Straßenbahn. Elektrizitätswerk: Straßenbahn: Stromerzeugung Auf Fahrscheine einschl. Fremdbezug beförd. Personen Monat 1928 1929 1928 1929 Januar 1 084 621 1 130 852 136 688 134 837 Februar 1 093 531 969 292 133 564 118 048 März 1 004 955 927 335 125 772 138 284 April 758 180 878 525 152 764 133 272 Mai 793 922 895 711 164 896 163160 Juni 773 551 853 032 163 880 167 800 Juli 748 439 904 990 187 120 223 120 August 859 453 872 455 156 340 161140 September 893 082 967 959 138 616 157 220 Oktober 985 580 1154 119 158 712 154 040 November 1 099 644 1177 190 146 864 144 660 Dezember 1 126 657 1190 000 145 540 140 320 11 221 615 11921 460 1810 756 1835 901 3m Laufe des 3ahres 1929 wurden folgende größere Arbeiten ausgeführt: Die Errichtung einer Transformatoren-Station nebst Verkaufsraum und Wartehalle für die Straßenbahn an der Volkshalle, die Erbauung zweier Transforma- toren-Stationen in Wieseck für 20 000 Volt Betriebsspannung, weiter eine Transformatoren- Station in Klein-Linden für die gleiche Spannung, eine Transformatoren-Station in Watzenborn- Steinberg, sowie eine Trafo-Station am Wartweg zur Versorgung des Seltersbergs errichtet. Ferner wurde mit dec Umstellung des Bahnhofs Gießen von Gleich- auf Drehstrom begonnen. Der Bahnhof Gießen wird künftig mit Drehstrom, 20 000 Volt beliefert. Ende November d. 3. ist mit dem Bau eines größeren Schalthauses begonnen worden. Der Nohbau soll bis zum 1. März 1930 fertiggestellt sein und die 3nbetrieb- nahme des Schalthauses Ende September 1930 erfolgen. Das städtische Gaswerk konnte im 3ahre 1929 die Gasabgabe gegen das Vorjahr um rund 260 000 Kubikmeter auf 3 627 000 Kubikmeter steigern; in dieser Zunahme ist der Gasverbrauch der Gemeinde Wieseck mit 35 250 Kubikmeter eingeschlossen. Die erfreuliche Zunahme ist nicht nur durch den Einbau von Naumheizungsgasöfen, sondern auch durch die vermehrte Verwendung des Kochgases entstanden. Dank der hohen Wärmeeinheiten des Steinkohlengases und der auf den Markt gekommenen, mit hohem Nutzeffekt arbeitenden Gasgeräte bürgert sich das Gas immer mehr ein, und es wird die Zeit kommen, in der feste Brennstoffe in den Haushaltungen nur noch in Ausnahmefällen zur Verwendung gelangen. Einige Siedlungsgesell- schaften lassen in den Küchen ihrer Mietwohnungen nur noch Gasgeräte einbauen. — Die größte Togesabgabe belief sich auf 12 000 Kubikmeter gegen 11 300 Kubikmeter im Vorjahr, die geringste auf 6930 Kubikmeter (2. Pfingsttag) gegen 6510 Kubikmeter im 3ahr zuvor. Das Gas- rohrnetz, das durch den starken und langanhaltenden Frost im Winter 1928/29 außerordentlich gelitten hat, erfuhr eine Erweiterung um 1090 Meter und hat nun eine Länge von 56,6 Kilometer. Neuanschlüsse wurden 53 ausgeführt. Gasmesser sind mit Ende des 3ahres 8310, einschl. 1144 Vorausbezahlungsgasmesser, gegen 8152 am 31 Dezember 1928 angeschlossen. Das städtische Wasserwerk wurde infolge des langanhaltenden und trockenen Sommers sehr stark beansprucht. Die Förderung des Pumpwerks ist von 2 872 865 Kubikmeter hn 3ahre 1928 auf 3173 000 Kubikmeter gestiegen, während die Brunnen- und Stollenanlagen im Stadtwald und bei Großen-Duseck durch den niedrigen Grundwasserstand ganz bedeutend nachgelassen haben. 3nsgesamt sind 3 442 000 Kubikmeter Wasser abgegeben worden, gegen 3 157 800 Kubikmeter im Vorjahr. Die größte Tagesabgabe wurde mit 13045 Kubikmeter gegen 11942 Kubikmeter im Vorjahre, die kleinste mit 5429 Kubikmeter gegen 6108 Kubikmeter im 3ahre zuvor festgestellt. Dc-s Wasserrohrnetz ist um 1460 Meter verlängert worden und hat einschließlich der Zubringerleitungen von den WaFergewinnungsstät- ten die stattliche Länge von 117,9 Kilometer. Das Rohrnetz hatte während der langen und strengen Frostperiode des Winters 1928 29 eine harte Belastungsprobe auszuhalten. Außer den 26 Aufgräbungen bei Wasserrohrbrüchen muhte es noch an verschiedenen Stellen freigelegt werden, um kleinere Schäden zu beseitigen. Für die Unterhaltung des Wasserrohrnehes wurden rund 25 000 Mark mehr als in den Vorjahren verausgabt. Die Zahl der Hausanschlüsse stieg um 48, die der Gartenanschlüsse um 41 auf insgesamt 2905. Wassermesser sind 3150 und Hydranten 430 vorhanden. Das Wasserrohrnetz der Gemeinde Queck- born, die unentgeltlich mit Wasser beliefert wird, erfuhr keine Erweiterung. — Das Wasser aus den verschiedenen Dersorgungsanlagen wurde wieder, wie in den Vorjahren, durch das Ehemische Antersuchungsamt der Provinz Oberhessen chemisch und bakteriologisch untersucht. Das Wasser Gießen Jahresschluß. Wieder rüsten wir uns ;u dem bedeutsamen Schritt über die Grenze, die das Gegenwärtige, das Bekannte und Vertraute trennt von dem Zukünftigen, Dunklen und Ungewissen. 3n dieser Stunde auf der Brücke von einem Ufer zum andern hält jeder, der nicht tote ein Kind sorglos und unbeschwert nur dem Tag lebt, Rückschau und Selbstprüfung, in der Familie, im Geschäft und auch im Gemeinwesen. Reben befriedigenden und erfreulichen Ergebnissen werden da auch mancherlei enttäuschte Hoffnungen zu verzeichnen sein. Natürlich können nicht alle Wünsche und Pläne in Erfüllung gehen; wenn es anders wäre, würde ja das Leben seinen größten Reiz für den tätigen Menschen verlieren: den Kampf, durch den erst der rechte Mensch gestärkt und erhoben wird. Aber wir fürchten, das 3ahr 1929 wird an seinem Ende für viele doch weit mehr negative Ergebnisse enthalten, als man bei seinem Beginn anzunehmen geneigt war. And was für viele Einzeleristenzen in Stadt und Land als 3ahresschlußbilanz für 1929 gilt, hat auch für die Bürgergesamtheit unserer Stadt Gießen Gültigkeit in der Feststellung: es ist ein schicftalschweres, ein von vielfacher Not gekennzeichnetes 3ahr, das in wenigen Stunden ab- schlieht. Wenn wir heute unter dem Gesichtswinkel der Allgemeinheit rückwärts schauen, so wollen wir zunächst die erfreuliche Tatsache gebührend würdigen, daß unsere Stadt dank der vorsichtigen und sorgfältigen Führung durch die Stadtverwaltung und beit früheren Stadtrat durchaus gesund und leistungskrästig dasteht. Die städtischen Finanzen sind in Ordnung, den Derpslich- tungen unseres Gemeinwesens steht ein weit größeres Vermögen gegenüber und die kommunalen Steuersätze sind, wenn sie auch unter dem Drucke der allgemeinen Wirtschastsnot vielfach schwer empfunden werden, immer noch etwas geringer als in den übrigen großen Städten Hessens und in den vergleichbaren anderen Gemeinden des Reiches. An der geordneten Verfassung unserer städtischen Finanzen ändert auch der Umstand, daß vor wenigen Woch-en die städti- schett Bauten wegen Mangels an den für diese Unternehmungen erforderlichen flüssigen Mitteln vorübergehend ftiHgelegt wurden, nicht das geringste. Diese Maßnahme der Stadtverwaltung diente vielmehr nur dem Zweck, eine Gefährdung der gesunden Lage unserer Finanzen durch Drauflosbauen ohne ausreichende Bereitschaft flüssiger Mittel zu vermeiden. Gescheiterte Anleihepläne zur abschließenden Finanzierung dieser Dau- unternehmungen machten den natürlich zeitbe- arenzten Entschluß der Stadtverwaltung notwendig. 3n Verbindung mit den verhältnismäßig günstigen Steuereingängen trug auch der gedeihliche Gang der städtischen Betriebe zu dem zufried-nstellenden Stand unserer Stadtftnanzen bei. Das Gaswerk und das Elektrizitätswerk weisen, wie weiter unten dar- gelegt, eine erfreuliche Steigerung ihrer Produktion durch Erschließung neuer Absatzmöglichkeiten auf, das finanzielle Rückgrat dieser Betriebe ist ausreichend stark, so daß Erneuerungen und Erweiterungen nicht etwa aus den laufenden Betriebserträgen selbst bestritten werden müssen, und eine Anzahl weiterer Cigenbetriebe (z. B. die motorisierte Müllabfuhr, der Steinbruch und die Sandgrube) ermöglichen ansehnliche Ankostensenkungen, die sich auf der Ausgabenseite des Haushalts natürlich auswirlen. Dank ter gesunden Finanzlage war es auch im verflossenen 3ahre möglich, einer Reihe von Erfordernissen und Wünschen der Bürgerschaft zu genügen. 3m Straßenbau konnten erhebliche Fortschritte erzielt werden; auf dem Gebiete des Wohnungsbaues ging es weiter voran; die Schulhaus- bauten, in einer langen Reihe von Jahren immer wieder zurückgestellt, gediehen nun endlich in erfreulicher Weise und werden hoffentlich in den nächsten Monaten endgültig zum Abschluß kommen; die Straßenbahn konnte ihren Wagenpark durch die Anschaffung einer Anzahl Das Erbe des Herrn von Anstetten. Vornan von I. Schneider-Foerstl. Arheber-Rechtsschuh durch Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. 38 Fortsetzung. Nachdruck verboten. Anstetten verneinte apathisch, sah dann schweigend in die Ecke gelehnt und lieh den Blick über die Weinberge schweifen, die sich an den sonnen- beschienenen Hängen hinaufzogen. Als man durch Grinzing kam, war das Leben und Tosen der City längst verstummt. Es war ganz ländlich still herauhen, nur ab und zu gellte ein Hupensignal! Das Rattern eines Motorrades schlug für Sekunden Lärm! Dann wieder Ruhe! Der Wagen nahm die vielen Kurven, die nach dem bekannten Ausflugsort führten, mit Eleganz und Leichtigkeit und hielt dann ohne jeden Ruck vor der Riesenstrahe, von der aus sich der Blick an dem grandiosen Bilde Wiens satttrinken konnte. Anstetten bestellte für Bernd und sich eisgekühlte Limonade und sah sich, während er den Ober damit beauftragte, flüchtig um. Es war noch früh an der Zeit und von den Tischen waren nur einige wenige schon besetzt. Ein halb Dutzend Kellner sahen in weihen Zacken und ebensolchen Beinkleidern an die Brüstung gelehnt und warteten auf die Flut von Gästen, Die zwischen vier und fünf Ahr cinzusehen pflegte. Ganz unvermutet legten sich Hans Peters Hände auf die des Sohnes und blieben daraus ruhen: „Es bleibt mir nicht mehr viel Zeit, Bernd! Die Mama wird bald kommen. Aber ich möchte nicht wegreisen, ohne dich gebeten zu haben. Daß Du ihr immer Der treubeforgte Sohn bleibst, bet du bisher gewesen bist." 3n Das verzweifelte Gesicht des jungen Mannes schauend, setzte er rasch hinzu: „3d) bin krank, Bernd! Todkrank! Wie du ganz richtig bemerkt hast. Am nun die Mama nicht durch den ganzen Verlauf meines Siechtums zu ängstigen, habe ich diese Reise angetreten — von der ich voraussichtlich nicht mehr zurückkommen werde." „Vater, wie kannst du mich so in Angst versetzen!" „Richt so laut“, wehrte Anstetten. „Es ergibt sich keine andere Gelegenheit, mit dir darüber zu reden. Du mußt mich hören. Das Fieber hat mich vollständig in der Gewalt. Es hat mich lange genug geschont! — Fünf 3ahre! 3ch hatte kaum mit Dreien gerechnet und habe allen Grund, dem Geschick dankbar zu sein, baß es mir diese ungetrübte Frist des Glückes gönnte. Denn es ist ein Glück gewesen, Bernd, in des Wortes vollster Bedeutung, bis an Den Rand mit Liebe und Seligkeit gefüllt. Deine Mutter hat mir gegeben, was eine Frau einem Manne nur immer zu geben vermag. — And du — du hast mich geliebt, mein 3unge.“ Er neigte sich herab und küßte, ehe Bernd es hindern konnte, die unruhig zitternde Hand, die auf der gemusterten Decke lag. „Vater", stammelte er hilflos. „Laß mich, mein Bub! Es ist das einzige und letztemal. — Du und Mutter, ihr benötigt mich nicht mehr. Cs bleibt nur Klein-Peter, um dessen Zukunft ich mich sorge." And als Bernd schwieg, well ein Sprechen für ihn unmöglich war, fuhr er eindringlich weiter: „Du bist schon ein Mann, Bernd! Er noch ein Kind. Du kannst mir das Gehen so sehr erleichtern, wenn ich dein Wort hätte, daß Du Vaterstelle an ihm vertrittst, wenn ich nicht mehr bin.“ Das junge Gesicht glitt tief auf Die Brust herab, um Das Aufschluchzen zu unterDrüden, das ihm Brust unD Kehle zusammenschnürte. „Willst Du, BernD?" Ein stummes, hilfloses Zucken Des jungen Mundes. Bernds Hände schoben sich in die des Vaters, während das faßie Gesicht sich tief darüber herab- neigte. „3ch nehme Dein Schweigen als Versprechen an“, ging Anstettens Stimme über ihn hin. „Was ich irgendwie fehlte, das habe ich redlich zu büßen und allezeit gut zu machen gesucht — Bewahre mir ein liebes Gedenken. Bernd! Sei Deiner Mutter ein guter Sohn unD Dem Kleinen ein treuer Bruder. And Bernd — dort kommt die Mama," unterbrach er sich, „wir wollen ihr entgegen gehen, mein 3ungel“ Er taumelte, als er sich erhob, und griff dankbar nach dem Arm des Sohnes, der sich ihm bot. Brunhllde kam mit raschen Schritten näher und reichte jedem eine Hand, »Was macht ihr für ernste Gesichter? Es wäre besser gewesen, wir hätten uns in den Menschenstrudel gestürzt. Der da unten flutet Dann vergißt man wenigstens für ein paar Stunden, daß man Sorgen hat. — Aebrigens haben wir gar keine," lachte sie etwas gezwungen auf, „Papa wird völlig gesund aus Ungarn zurückkommen; wir werden Dann ein frohes WieDersehen feiern. Man Darf nichts schwerer nehmen, als es ist! Auch so ein bißchen Kranksein nicht! Winke uns einmal Den Ober herbei, Hans Peter, ich habe mir eine Tasse Mokka ehrlich verdient." Sie ahnt nicht, wie krank der Vater ist, dachte Bernd gequält und sah ab und zu verstohlen nach ihr hin, wie sie mit gutem Appetit ihren Kuchen knabberte und Den Mokka trank, Der aus Der Rickelkanne floß. Der junge Mann war dankbar für ihre bloße Gegenwart. Sie wirkte ungemein beruhigend auf ihn. Vaters Worte erschienen ihm mit einem Male nicht mehr so düster. Vielleicht war dessen große Sorge Doch unbegründet. Man sah gerne schwarz und gab sich trüben Gedanken hin, wenn man sich nicht wohl fühlte. And der Papa hatte doch schon so viele Fieberanfälle glücklich überstanden. Warum sollte es gerade zu einer Katastrophe kommen. Auch Anstetten gab sich Mühe, seine Depression zu verbergen und als Brunhllde einen Scherzartikel, den sie für Klein-Peter gekauft hatte, aus ihrem Täschchen nahm, fand er sogar ein Lächeln dafür. Man fuhr gegen sechs Ahr nach Wien zurück. Am Bernd über das eigentliche Reiseziel des Vaters zu täuschen, hatte Brunhllde es verneint, als ?r fragte, ob er mit zum Bahnhof kommen Dürfe. Es war besser, sich zuvor „ADieu“ zu sagen, als zwischen einer großen Menge von Gaffern. So standen sich Vater und Sohn in dem kleinen Mietzimmer seiner Studentenwohnung noch einmal gegenüber. Es fielen nur mehr vereinzelte Worte, tropfenweise, von jäh erwachten Ahnungen durchschauet. „3ch kann also auf dich rechnen, Bernd", sagte Anstetten, als Brunhilde sich für einen Moment entfernt hatte. „Mein Ehrenwort, Papa!" Bernd ließ es sich nicht nehmen, noch die Treppe hinabzugehen und die Eltern bequem in dem Wagen zu bladeren. Er winkte so lange, wie dieser noch zwischen den anderen Fahrzeugen sichtbar blieb. Mit hängenden Schultern ging er nach seinem Zimmer zurück, warf sich auf den Divan und wühlte den Kopf in die Arme: „Vater!" Erst nach Mitternacht erhob er sich aus dieser unbequemen Stellung und suchte sich zurecht- zufinden, erinnerte sich an alles und schlich mit Halbstarren Gliedern nach seinem Bett hinüber. Ganz scheu und schüchtern schlug die Hoffnung, daß er den Vater trotzdem Wiedersehen würde, in seinem Herzen Wurzel und brachte ihm einen erquickenden Schlaf, der voll der seligsten Träume war. Gemäß der getroffenen Vereinbarung hatte Anstetten nach seiner Ankunft in Bombay ein Telegramm an seine Frau geschickt: „Angekommen. Befinden gut“ Die Anterschrift fehlte. Er durste keine Vorsicht außer acht lassen. 3m Hafen sah er sich sofort um, welche Schiffe tagsüber eingelaufen waren. Cs lagen ein Franzose und ein 3taüener vor Anker. Laut Der Auskunft eines BeDiensteten war noch ein Russe zu erwarten. Der Letztere würde wohl am 'günstigsten für feine Pläne fein. Kurz nach 6 Ahr lief vieler ein. Eine Menge Passagiere strömte 10 Minuten später über die Landungsbrücke und flutete Dem 3nncren Der StaDt zu. Anstetten mischte sich unter all Das rufende, kreischende, gestikulierende Volk und ließ sich mittreiben. Auffallend oft wandte er das Gesicht nach rechts und links, schien auf etwas zu warten, und fühlte eine gewisse Depression, als er sich immer wieder enttäuscht sah. Man war nicht umsonst volle fünf 3ahre von 3nDien fortgewesen. Der Bekanntenkreis hatte sich infolgedessen stark gelichtet. All die Droschken, Autos und sonstigen Fahrzeuge, die an ihm vorüberflihten, trugen Insassen, deren Gesichter ihm fremd waren. Sonst hatte bald aus diesem, bald aus jenem eine Hand gewinkt, eine Stimme gerufen, ein Kopf sich geneigt, heute blickte er in lauter fremde, gleichgültige Züge, die keinerlei 3nteresse für ihn hatten. 1 (Fortsetzung folgte entsprach stets den Anforderungen, die an ein gutes Trink- und Gebrauchswasser zu stellen sind. Das städtische Volksbad hat unter Berücksichtigung des ungewöhnlich harten Winters naturgemäß einen geringeren Besuch aufzuweisen, als im Jahre zuvor. Der Besuch ging von 161 042 im Jahre 1927 auf rund 145 000 zurück: im Februar 1929 z. B. sind nur 8856 Bäder abgegeben worden, während im Februar 1927 15 360 Bäder verabreicht worden sind; das ist eine Abnahme von 42 v. H. Im allgemeinen geht auch in Gießen, wie in den meisten Bädern des Deutschen Reiches, die Frequenz zurück. Eine Zunahme war nur bei den billigeren Brausebädern und bei den Schwitzbädern zu verzeichnen. Die Schwitzbadeabteilung ist durch ein elektrisches Lichtbad vervollständigt worden, das sich eines guten Zuspruches erfreut. Den Schulen stand das Schwimmbad wieder jeden Dienstag von 9.30 bis 17 Uhr zur Verfügung, die Sportvereine hatten von 19 bis 21.30 Uhr von Montag bis Freitag die Schwimmhalle belegt. Das Schw.mm- beckenwafser wurde täglich dreimal umgewälzt und monatlich erneuert, es war stets klar und durch die dauernde Chlorierung, die es nach der Filtrierung erfährt, fast keimfrei und hygienisch einwandfrei. Der Wasserverbrauch des Volksbades im Jahre 1929 stellte sich auf rund 45 000 Kubikmeter, oder je Bad durchschnittlich auf 310 Liter. Während des Berichtsjahres wurden die Eingangshalle und die Warteräume renoviert. Ner Betrieb im Gchlachthof. Im städtischen Schlachthof wurden in der Zeit vom 1. Januar bis 30. Dezember 1929 geschlachtet: Ochsen 85, Bullen 37, Kühe 946, Rinder 2377, Pferde 77, Schweine 11617, Kälber 6715, Schafe 480, Ziegen 74, Ziegenlämmer 6, Spanferkel 1, Schaflämmer 2. Eingeführtes Fleisch: Kälber 188, Schafe 21, Ziegen 1, Ziegenlämmer 5, insgesamt 51724 kg; eingeführt und auf Trichinen untersucht: ganze Schweine 34, halbe Schweine 11, Fleischstücke 899. Wohnungsbauten der Stadt. Im Laufe des Jahres 1929 wurden durch die Stadt Gießen folgende Wohnungsbauten errichtet: Wohnungen 1. Gabelsbergerstraße 3: ein Wiegehaus 1 2. Marktlaubenstraße: ein Marktlauben- aebäude 12 3. Asterweg: zehn Wohnhäuser 60 4. An der Kläranlage: sieben Häuser 32 Zusammen 105 Wohnungsbauien in Gießen in den Jahren 1926 bis 1929. A. Wohnungsbaulen (fertiggestellt und im Bau begriffen) 1926 1927 1928 1929 1. Stadt Gießen 27 21 26 105 davon sind Notwohnungen an der Kläranlage 27 — 20 32 2. Private und Baugenossenschaften 52 235 70 260 B. Sonstige Bauten. 1926: keine. 1927: Westanlage: Goetheschule; Rodheimer Straße: Behelfsschulbauten. 1'928: Johannesstraße 3: Kulissenhaus; Gabelsbergerstraße: Behelfsschulbauten. 1929: Gabelsbergerstraße: Wiegehaus*; In den Eichgärten: Pcstalozzischule: Schillerstraße: Um- und Anbau an der Schillerschule: Wetzsteinstraße: Um- und Anbau an der Gewerbeschule; Grünberger Straße: Transformatorenhaus mit Wartehalle und Bedürfnisanstalt; Aulweg: Transformatorenhous; Hammftraße: Elektrizitätswerk-Schalthaus; Morkt- laubengebäude*. * Bereits in der Wohnungsstatistik enthalten. Tiefbauten im Jahre 1929. Im Iahre 1929 wurden vom städtischen Tief- bauamt an Tiefbauarbeiten ausgeführt: Kanäle 1195 m; Fahrbahnen : 3400 qm mit Mansfelder Schlackensteinen, 3040 qm mit Großpflaster, 9090 qm mit Kleinpflaster, 7570 qm mit Gußasphalt, 13 050 qm mit Colastränkdecke,17 900 Quadratmeter Oberflächenbehandlung mit Kaltasphalt (Colas), 3700 qm neue Chaussierung. Bürgersteige: 3710 laufende Meter Bordsteine, 3930 qm Kiesbefestigung, 4370 qm Plattenbelag, 135o qm Mosaikpflaster, 3100 qm Guh- osphalt, 930 qm Klinkerplättchen. Ferner wurden vom Tiefbauamt folgende Arbeiten ausgeführt: Aeuherrichtung der Waage, 7000 Meter Drainage auf dem Flugplatz, Herstellung einer Rodelbahn auf dem Trieb, Uferbefestigung der Wieseck zwischen Gartenstraße und Bis- marckstrahe, Regulierung der Uferbefestigung der Wieseck, Herstellung eines Flutkanals auf einer städtischen Wiese in der Gemarkung Queckborn, 2300 qm Rinnenumpflasterungen, 650 m Bordsteinregulierung, 800 qm Fahrbahn- und 750 qm Dür- gersteig-AsPhaltreParaturen. Die Tätigkeit der Feuerwache. In der Zeit vom 1. Ianuar bis 30. Dezember 1929 wurde die städtische Feuerwache insgesamt 20 6 m a l alarmiert. Bon den Alarmierungen entfallen auf: Kellerbrände 7, Zimmerbrände 7, Dachstuhlbrände 2, Kaminbrände 8, Balkenbrände 3, Autobrände 3, Bergaserbrände 2, Wald- und Rasenbrände 3, sonstige Brände 24, Großfeuer 1, nach auswärts 3, Heben von Großtieren 8, Posten bei Eisganggefahr 23, Hilfeleistung bei giftigen Gasen 2, sonstige Inanspruchnahme (Kellerauspumpen, Schachtdeckelcinsetzen, Beseitigung von Erdsenkungen) 47, Blinder Alarm 13, Unfug 50. Wirtschaft. Das Bierbrauereigewerbe 192Z/28 und 1928/29. Im Zusammenhang mit der bevorstehenden Zinanzreform sock bekanntlich auch eine Erhöhung der Bier st euer vorgenommen werden. Es ist daher interessant, näheres über den Stand des Bierbrauereigewerbes in den Rechnungsjahren 192 7/2 8 und 1 9 2 8/2 9 zu erfahren. Rach einer Uebersicht des Instituts für Konjunkturforschung betrug die Zahl der gewerblichen Brauereien, die Bier hergestellt haben, im Rechnungsjahr 1928'29 — 4721 gegen 4621 in 1927/28; hiervon waren 1927'28 = 2719 und 1928,29 ----- 2767 nicht abgefundene Brauereien mit über 500 Hektoliter Iahreserzeugung. Außerdem haben 1927/28 = 27 631 und 1928/29 = 35 584 Hausbrauer Bier hergestellt. Die Biererzeugung stellte sich 1928/29 auf 55 Millionen Hektoliter gegen 51,6 Millionen Hektoliter in 1927/28, der Malzverbrauch auf 9,85 Millionen Doppelzentner gegen 9,59 Millionen Doppelzentner 1927/23, und die Verwendung an Zucker- stoffen auf 97 189 Doppelzentner gegen 74 838 Doppelzentner 1927/28. In den Berichten der Landesfinanzämter wird der Stand der Brauereien im allgemeinen in wirtschaftlicher Hinsicht und in bezug auf die Technik der Dierbereitung als gut, der Stand der Großbrauereien als sehr gut bezeichnet. Infolge der günstigen Geschäftsergebnisfe feien zahlreiche Brauereiinhaber imstande gewesen, die Betriebe durch Reu- und Umbauten zu erweitern und technisch zu vervollkommnen. Von der Iahreserzeugung erzielten 1928/29 die 102 (1927/28 = 95) größten Betriebe mit über 100 000 Hektoliter Iahres- ausstoß je Betrieb eine Produktion von insgesamt 28,8 (25,3) Mickionen Hektoliter — 52,4 Prozent (51,0 Prozent) der gesamten Diererzeu- gung. Im einzelnen entfielen 1927/28 und 1928/29 auf die Landesfinanzamtsbezirke München rund 14 Prozent, Berlin 10,1 Prozent, Rürnberg rund 9,5 Prozent und Münster rund 8,5 Prozent der deutschen Diererzeugung. Was den deutschen Bierverbrauch anbetrifft, so übersteigt die für 1928/29 berechnete Derbrauchsmenge erheblich die Vorjahrsergebnisse. Der Verbrauch ist von 47,95 Millionen Hektoliter 1926/27 auf 51,17 Millionen Hektoliter 1927/28 und weiter auf 54.55 Millionen Hektoliter 1928/29 gestiegen. Auf den Kopf der Bevölkerung entfielen in diesen drei Iahren 76,1, 80,8 und 85,6 Liter Bier. Die versteuerten Mengen Inlandbier betrugen 1925/27 46,75, 1927'28 49,9 und 1928/29 53,16 Millionen Hektoliter. Und der Gesamtertrag der Bierabgaben bezifferte sich 1927/28 auf 372,2 Millionen Mark gegen 281,6 Millionen Mark 1926/27. In 1928/29 haben die Dierabgaben die Gesamthöhe von 397,1 Millionen Mark erreicht. Die Durchschnittsbelastung des deutschen Bierverbrauchs durch Reichssteuer und Zoll je Hektoliter Bier ist von 5,87 Mk. 1926'27 auf 7,27 Mk. 1927/28 und auf 7,28 Mk. 1928'29 gestiegen. Auf den Kopf der Bevölkerung entfielen an Reichssteuer und Zoll für Bier 1925/27 4,47 Mk., 1927'28 5,88 Mk. und 1928/29 6,23 Mk. * • Die Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 27. Dezember berechnete Croßhandelsindexzisfer des Statistischen Rerchs- amtes ist gegenüber der Vorwoche von 134,1 auf 134,0 leicht zurückgegangen. Von den Haupt- gruppen hat die Indexziffer für Agrarstcffe um 0,3 v.H. auf 125,7 (126,1), die Indexziffer für Kolonialwaren um 0,3 v. H. auf 114,3 (114,7) und die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren um 0,1 v. H. auf 129,1 (129,2) nachgegeben. Die Indexziffer für industrielle Fertigwaren ist mit 153,2 unverändert g blieben. * Schöfferhof-Binding-Bürgerbräu A.-G., Frankfurt a.M. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 1928/29 aus Bier und Nebenprodukten einen Ertrag von 15,36 (13,59) Mill. Mk., wovon Unkosten 8,02 (7,06), Steuern 5,63 (4,79) und Abschreibungen 0,23 (0,23) Mill. Mk. erforderten. Aus dem einschl. 0,10 Will. Mk. Vortrag verbleibenden Reingewinn von 1,58 (1,62) Mill. Mk. werden wieder 20 v. H. Dividende auf das erhöhte Stammkapital von 6 (5) Mill. Mk. vorgefchlagen. Nach dem Bericht konnte der Bierabsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr durch Erweiterung des Kundenkreises, günstige Sommerwitterung und hohe Apfelweinpreise gesteigert werden. Die Betriebe wurden weiter planmäßig ausgestaltet. Im neuen Geschäftsjahr habe sich der Absatz etwa auf der Höhe des Vorjahres gehalten. (G.-V. 13. Januar.) * Vergleichs verfahren bei der Hausrat G. m. b. H. Für die in Zahlungsschwierigkeiten geratene Hausrat G. m. b.H. hatte der Frankfurter Magistrat bekanntlich die Bürgschaft für einen anteilmäßigen Ueberbrückungskredit von 200 000 Mark in Aussicht gestellt, um so eine langsame Liquidierung der Gesellschaft zu ermöglichen. Nachdem aber jetzt der Landesausschuß in Wiesbaden als Gesellschafter eine gleiche Maßnahme abgelehnt hat, hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft beschlossen, das gerichtliche Vergleichsverfahren zu beantragen. Eine Schädigung der Gläubiger soll dabei unter allen Umständen vermieden werden. * Uebergang des Kasseler Bankhauses L. Pfeiffer auf die D. u. D. - Bank. Das Bankhaus L. Pfeiffer, Kassel, mit seinen Kasseler Depositenkassen und Filialen in Dillenburg, Fulda, Hersfeld, Marburg und Wildungen wird zum 1. Januar 1930 auf die Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft übergehen. Der Betrieb der Filiale Kassel der D. D.-Bank wird mit dem der Firma L. Pfeiffer unter dem Namen „Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft, Filiale Kassel" in dem Gebäude der Firma L. Pfeiffer vereinigt. * Gebrüder Stollwerk A.-G., Köln. Die G.-V. genehmigte den Abschluß per 30. Juni 1929 und setzte die Dividende auf wieder 9 v. H. fest. Wie mitgeteUt wurde, entspricht der Absatz der Erzeugnisse mengenmäßig dem des Vorjahres. Das Weihnachtsgeschäft war befriedigend. Die für das Ostergefchäft bisher getätigten Verkäufe zeigen eine erfreuliche Zunahme gegenüber dem Vorjahre. Die bis heute durchgeführte Rationalisierung habe sich als erfolgreich erwiesen, komme jedoch durch wiederholte Lohnerhöhung nicht entsprechend zur Auswirkung. Die allgemein ungünstige Wirtschaftslage mache sich auch in vielen Betrieben der Schokoladeindustrie bemerkbar. Die weitere Entwicklung lasse sich daher noch nicht so weit überblicken, um über das voraussichtliche Geschäftsergebnis bereits jetzt Erklärungen abgeben zu könne^ Frankfurter Börse. Frankfurt, 31. Dez. Tendenz: ruhig. — Die letzte Börse im alten Jahre verkehrte insehrstil - le r Haltung, was jedoch keine besondere Verwunderung auslöste, da man sich allmählich daran gewöhnt hat, den immer wieder aufkeimenden Optimismus gänzlich beiseite zu schieben. Trotzdem war man heute eher enttäuscht, da man damit gerechnet hatte, die Banken würden heute Deckungen vo-neh- men; auch hatte man mit einigen Neuengagements von Spekulationskreisen gerechnet. Von all dem war aber nichts zu bemerken, so daß die Tendenz einen sehr stillen Charakter annahm. Nachteilige Momente lagen nicht vor. Einer lebhafteren Geschäftstätigkeit stand heute eigentlich nichts im Wege, zumal die gestrige Neuyorker Börse fest geschlossen hatte. Man führt die Zurückhaltung auf die ungünstigen Geldmarktverhältnisse zurück, und gerade die Geldknappheit war vor allem der maßgebende Faktor der sich immer stärker ausprägenden Geschäftslosigkeit. Material kam im allgemeinen trotz des heutigen Zahltages in nur geringem Umfange an den Markt, so daß im Grundton der Börse eine gewisse Widerstandsfähigkeit nicht zu verkennen war. Am Kunstseidemarkt waren Bemberg mit minus 4 v.H. etwas stärker gedrückt. Aku büßten 2 v.H. ein. Am Elektromarkt bestand für Chadeaktien bei einem Gewinn von 2 Mark etwas Interesse. Siemens lagen mit minus 2,75 v. H., Licht und Kraft mit minus 15 v. H. und AEG. mit minus 1,25 v. H. etwas im Angebot. Von Chemiewerten eröffneten J.-G.-Farben 1 v. H. schwächer, dagegen bestand für Scheideanstalt einige Nachfrage, bei einer Besserung von 1,5 o. H. Montanaktien lagen fast leblos, bei geringfügigen Abschwächungen. Don lokalen Papieren traten Metallgesellschaft auf den befriedigenden Abschluß mit plus 1 v. H. etwas hervor. Danken lagen wenig verändert. Zellstoff Aschaffenburger 2,5 v. H. gedrückt. Waldhof dagegen nur wenig verändert. Renten im allgemeinen ohne nennenswertes Geschäft. Für Schutzgebiete mit Auslosung bestand stärkere Nachfrage, bei einem beträchtlichen Gewinn. Auch im Verlaufe trat keine Belebung des Geschäftes ein. Es kam verschiedentlich Material heraus, so daß die Kurse bei der bestehenden Aufnahmeunlust meist leicht nachgeben mußten. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 v. H. gesuchter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1855, gegen Pfund 20,410, London gegen Kabel 4,8815, gegen Paris 123,92, gegen Mailand 93,26, gegen Madrid 36,50, gegen Schweiz 25,1250, gegen Holland 12,1025. Berliner Börse. Berlin, 31. Dez. Die letzte Börse des Iahres schien die Hoffnungen, die man noch vormittags auf sie setzte, nicht erfüllen zu wollen. Zwar wußte man schon vormittags, daß bei dem fast völligen Fehlen /etlicher Anregungen e’.re freundlichere Tendenz nur durch Stühungskäufe der Banken zustande kommen könnte, doch rechneten weitere Kreise mit einer Bankenaktion, und da sie diese ausnützen wollten, kam etwas mehr Ware an den Markt. Da nun die Banken wenig Aufnahmeneigung bekundeten, und auch die Spekulation zum Iahresultimo und vor Reujahrsunterbrechung keine Au'nahmeneigung zeigte, ergaben sich zu den ersten Kursen überwiegend kleine Abschwächungen, denen aber auch einige kleine Besserungen gegenüberstanden. Es lagen zwar einige höhere Dividendeverteilungen vor, die auch auf die betroffenen Papiere nicht ohne Einfluß blieben, doch hemmte die Geschäftslosigkeit das Aebergreisen auf die übrigen Märkte. Heber den Rahmen von 1 bis 1,5 v. H. gingen die Veränderungen bei Lorenz minus 4, Daimler minus 2, Hugo Schneider minus 2, Karstadt minus 2, Polyphon minuS 2,75, Rheinische Braunkohlen minus 2,5 und Akkumulatoren minus 2 v. H. Anderseits gewannen Maschinen Buckau 2,75, Miag und Feldmühle Papier 1,5, Deutsche Atlantische Telegraph 2,5; Buderus 1,25 v. H., Chadeaktien 4,75 Mark, Essener Steinkohle 2 v.H., Chemische Heyden 2v.H., Deutsche Linoleum 1,5, Rheag 2 und Berliner Handelsgesellschaft 1,5 v.H. Rach den ersten Kursen trat keine Belebung ein, so daß die Börse die ungünstigen Momente wieder stärker in den Vordergrund rückte. So sprach man davon, daß das Sonderabkommen mit Amerika zu Schwierigkeiten mit den übrigen Gläubigerstaaten im Haag führen könnte. Anderseits tauchten Gerüchte auf, die von neuerlichen kleinen Exekutionen wissen wollten. Daraufhin ergaben sich ziemlich allgemein Abschwächungen bis zu 1 v. H. Stärker gedrückt lagen Kunstseidewerte (Aku minus 2,13 V.H., Bemberg minus 2,5 V.H.) Ferner Berger minus 2. Siemen' m'nus 2 und Es'e- ncr Steinkehle minus 1,75 v. H. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer wenig ver^noeru Vermischtes. 3agb auf Alkoholschmuggler. Die amerikanischen Prohibitionsbehörden gehen gegen die Alkoholschmuggler im ganzen Küstengebiet mit verstärkter Energie vor. In Newport an der Narragansett-Bay wurde von ihnen das zum Alio- holschmuggel benutzte Motorrennboot „Black Duck" am Eingang züm Hafen überrannt. Die Schmuggler versuchten unter dem Schutz des Nebels zu entfliehen. Bei der Verfolgung wurden drei Leute von der Besatzung des Schmugglerbootes getutet und einer verletzt. Weiter wurden zwei Schmugglerfahrzeuge aufgebracht, deren Besatzung rechtzeitig mit Hilfe der Schiffsboote an die Küste geflüchtet war. Ein in England registriertes Schmugglerschiff namens „Flor del Mar" wurde in Brand ge st eckt. Schwere Tumulte in Samoa. In Apia auf Samoa kam es bei einem Umzug der samoanischen Bevölkerung zu schweren Tumulten, die als die s ch l i m m st e n bezeichnet werden, die seit der Uebernahme des Mandats durch die neuseeländische Regierung vorgekommen sind. Den Anlaß gab ein Versuch der Polizei, mehrere Teilnehmer der Demonstration, die polizeilich gesucht wurden, aus dem Zug heraus zu verhaf- t c n. Ein weißer Polizist wurde zu Tode geprügelt, zwei Samoaner getötet, zwei Polizisten und etwa 30 Eingeborene verwundet. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 o H., Lombardzinsfuß 8 o. H. Xnndhirt a M Berlin 'ranlhirt a Berllr ff ii re ; Ul. ffiir Schtuv ft ui Äniang- Kur 4d).uB-l ffure ! •UH ffnr Lch.ug 1 Kur | tUnianfl- Kur Datum 30 12- 31. 12. 30 12 31 12. Damm 30 12 31 12- 3- 12. 31 12. 6% Leu iche ,i «chsameiyr Hamburg-Amerila Pake» Hamb. Sltvam. Dampslch. « 98,25 96,6 97 96,5 ron 1P27 ....... 87,4 — 87,5 — - r — — 172,5 — 7% Deutsche Reichkanleihe Hansa Damr sl hiss .... 1< — — 142.5 — von 1929....... . 99 — 98,75 —— Norddeutscher Lloyd . . . . t 97,75 96,6 96,9 96,25 D>. Lnl.-Ablös.-Schulo mit du«' tag. Deutsche Creöilanst. . 11 116 — 117 117,75 los.-Rechten..... . . 50 — 50.1 50,1 Barmer Bankverein . . . Berliner Hanvelogeielllch. . 1< 116 116 116 116 $ccol. ohne AuLIos. Rechte 7,2 7,1 7,13 7,1 1 171-5 —- 172 173,5 8% Hell, volttslaat von 1929 Gommerv und Prioat-Bank 1> 148.5 147,75 148,25 147.75 (rückzahlb. 102%) .... 88,25 — 88.5 — Darmlt. u. Nationalbaak . 1 227,5 — 227,25 227 CbcTbclfcn Provinz.Anleihe mH Deutiche Bank..... 1 142 142 141,9 141,75 Aurlol.-Rechten...... 44 — — * Dleconto-Gesellschast, tat. 1< 142 — .141,9 — Deutsche flomm. Sammelabl. Dresdner Bank..... 1 142,5 142.25 142,5 142-25 Anleihe Serie 1...... 6% Franks. Hnp.-Bant Goldpsc 46,5 — 46,5 —■ ReichSbcnu ..... 273,5 — 273 273,5 XI I l unkündbar bis 1934 . 96,5 —- — —■ 01.(5.®........ 157.25 156 157 156,6 7% Franks. Hnp.-Bant Goldpsc 82 Bergmann . . (Bellt. LielerungSgelelllchast 207 207,13 unkündbar blö 193} . . . . . — 1 — —— 161 4Rheinische Hvp.-Bant 79,25 Licht und Krall 1 145 5 144 146 145,75 tilqii. Vvlopse........ 8% Pr. LandcSpsandbricsansialt stellen 4 Guilleaume. . . Gel. f. Elektr. Untern.. . . . IV, . 10 114 143 114.5 143,75 143,5 P sandbrirjc R. 17..... 8% Pr. Lande^psandbricsaiistalt 98 98 Hamb. Gleite »Werke . . . Rhein. Elektr....... . 1 129,25 139 Äomm.-£bl. R. U>..... 7% Pr. LandeepsandbriesanKalt, 95 95 — Schlei. Gle’t- ..... Schlickert 4 Go. . . . . 10 . 11 — 147 174,75 145 173,5 Psandbricse 91.10 89 — 89 — Siemen« 4 vaiske .... . 16 — 2Z3 275,75 273,5 C.C 0. obg. Borkriegi-Obligalton Transradio..... . . . 8 _ 118 rückzahlbar 1992 ..... - — — Latzmever 4 To.. .... . 10 162 — 161,5 4% Oetterreichilche «oldrke.. 24 — 24,4 •— Buderus..... • • . . 6 — — 62,75 64,6 4.20% Ccfterr. Silbern' — — — — Deutsche Erdöl..... . . 6 — — 93,25 93,13 4% Oeslerreichilche Einheitliche Ellenrr Steinkohle . . . . , . t —- — 134 136 Diente.......... — —- 1,9 21,25 —— Geilenkirchener . . . . . . . 8 129 — 129.5 124 4% Unnarttdif Goldne.. . - 21,4 —— — 139 — 140,25 139,5 4% UngorildK EtaatSr. v- 1910 19.75 — 19.5 — Hoelch Eilen....... . 6V, — — 109 109 4)'3% tCSfll. von 1913 ... 20,8 I 20,75 1 - Ilie Bergbau ...... . 11 — 218-5 216 4% Unoaiixfie Itroncnrle.. . . 1.9 1,95 ftlocknenverke . . . . . — — 92 91 13 4% Türk. Zollanleihe v. 1911 - t ,3 -- .75 Püin-Ncueilen . . . . 1 — — 107,5 107,25 4° Türkische Bagdadbaha-An 6'8 Nlannesman- .Mvdren . . . . 93 92 93.25 93.25 Serie 1..... 4% deegl. II 6,8 — —> «tau,selbe, Bergbau . . . 103,5 —- 103.25 103.5 6,8 — 6.8 CbtmdVei. Et en.eoao . . — — 70 6% »rumänische vereint«. Rente CberidM fioftroede . . . — —* 93 92.6 von 1903 ’ ■ • • • 4^-;, »k:maniltf)e veremh. Reni E— — —— Phönix Bergbau..... - 60, 101.5 — 101,9 101.75 Rhe'nliche Braunkohlen. . . 1< 238.5 —— 238.5 236 vo, 1913 ...... — ** ! — Rhetnllahi ...... . . < 104.25 104 104,25 104,5 4% Rumänische vereinb. Hicme — — ■ — Riebeck Montau - . 7 — trän Hurt a 'Vl Berlin 3anfnc fen. ^chiuh. •Uu Lchiuh I Aiilang. Berlin, 30- Dezemb r Geld «riet ffure Kur ftur-: | Kur> amerikanische Noren . . . Belgische Noten ...... Dänische Noten ........ Holländische Noten ....... Italienische Nolen........ Norwegische Nolen....... Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Nolen ...... Schwedische Nolen..... . Schweizer Noten . ...... Spanische Roten ........ Tschechoslowakische Noten..... Ungarische Noten ..... Devisenmarkt Berlin 4.169 58,28 111.78 20,36 4.189 58,52 112,22 20 44 16.50 168,96 21.89 112.22 58,92 2,50 112.67 81.57 56.51 12.402 73.27 a.2H. Dalum 30- 12. 31. 12. 30. 12. 31. li. Bereinrgre Slahlw - . Cltro. Minen . . 16’/. ka> werke AicherZleben ... i fta werke Welieregeln ... lo Qai w. i e Salnöeiiurtä .15 st. ® starden-IavuKrte . . ► 12 Dynamit Nobel.......6 Scheiveaniialt........ u Goldichmidl ........ b Rlllgerswerke ........ K MetaUgeleUichaft ...... 8 PHUlpv ftoiimann . ... 1 Jemen werk Heidelberg ... 10 Eemeniwerk ffarlftaöt ... 10 Wapg « ,r> tag .... 8 SchultdeiS Patzenhoser ... 15 Oltwerke.........12 Ber. Bianzstost......18 Bemberg........." »ellktoli Waldhos .... 18% Houston Aichass.nburg ... Charlottenburger Walia ... 8 Deliaucr ®oi.......0 Daimler Rtoloren ...... V Deutsche Linoleum ..... 121 rw r- ul g r . ..... r uuow Loew ..... 1< Rat. automobil ....... e Orenktein 4 Koppel ..... 6 y-nnhnro Tietz ...... 10 Sveniko - - strankt. Mmchmea......A Grlyner ....... 6 Heyligeastae» .......o stunghan«. 6 Lechwecle. 8 Maiakramverte Hvchg a. DL 8 i’hafl. 10 Eevc. Roeder.......io itioigi 4 Haessaa ...... . 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Tanada Um uat) Sotto > • 168,38 I 701 58,385 111,89 111,91 112,42 10,48 21,835 20,392 4,1705 16,43 81.135 56,10 2,045 .462 58,725 12.385 7,407 73.07 3.019 18.78 81.41 1.978 5.43 4,125 3-896 20.83 168,72 1,705 58.505 112.11 112,13 112.64 10,50 21.875 20,399 4,1785 16,47 81,295 56,22 2,049 .0,464 58,845 12,405 7,421 73-21 3.625 18,92 •1,57 1,982 5,44 4,133 3,904 1 20,92 163,64 1,718 58.495 112,05 112.09 112,51 10.502 21-88 20.401 4.1800 16,455 81.175 55,64 2,055 0.461 58,86 12,375 7.413 73,18 3.024 18.81 81,58 1,975 5,435 4.135 3,926 20.917 168.98 1.720 58.615 112.27 112-31 112.73 10.522 21.92 20.441 4.1880 16,495 81.335 55,76 2,059 0,463 59,98 12.395 7.427 73,32 3,030 18,85 81.74 1,979 5,445 4,143 3,934 20,957 Unserer werten Kundschaft, Gästen, Verwandten, Freunden und bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre! Foh.Heß,Metzgermstr., u. Familie „Gastwirtschaft zum Adler", Leihgestern i -03ZD Meiner werten Kundschaft, sowie Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahr! Wilhelm Seipp Eisenhandlung, Leihgestern 1083ib Lollar Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten em glückliches neuesFahr! Familie Georg Beierdörffer Lollar i <399U Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahre! | Karl Espich und Frau ! Lollar r Möbelhaus, Oaubringer Sir. 21 r 7 1,7 7 77 ,,, 77177777 7 7,7,7 ,,7 , 7. Meiner werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel! i.sisd Albert Fuchs und Frau, Lollar Herren- und Oamen-Friseur FhrenweftenGästenundGönnern i die besten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Heinrich Hettche und Familie \ Gastwirtschaft „Zum Schwan" l Lollar, Neujahr 1930 I >334b * Ihren weften Gästen u. Gönnern ein recht fröhliches neues Fahr! Heinrich Hofmann u. Familie Lollar Gasthaus zur Linde und Tabakwaren - Großhandlung I 336b Unseren Geschäftsfreunden undBekannten ein gesegnetes neues Fahr! Familie Christ Holzmühle, Lollar 10532b Meiner werten Kundschaft, Gästen und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! KarlHosmannll.u.Frau,Lollar Unserer werten Kundschaft, Gästen und Bekannten ein glückliches neuesZahr! Familie Ludwig Hofmann VI. Gastwirtschaft und Metzgerei „Zum Löwen", Lollar 103320 Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten wünschen wir ein glückliches neuesFahr! Heinrich Koob und Familie Gastwirtschaff „3um grünen Äaum",Lollar 1040GD Meiner werten Kundschaft, Freunden ; und Bekannten ein frohes neues Fahr! i Rudolf Krehbiel und Familie i Lollar, Gartenbau, Hauptstraße -034ib; Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahre! Georg Kreipl und Familie Bäckerei, Lostar I >3441 Meiner weften Kundschaft,Freunden u.Bekannten die besten Glückwünsche zum neuen Fahre! Crnsi Wilh. Kutscher, Lollar Bauschlosserei * Heizungsanlagen 10446b Meiner werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten 13342b die herzlichsten Glückwünsche zum Fahreswechsel! Heinrich Moos VII.u. Familie Metzgerei und Wirtschaft, Lostar Unseren weften Kunden u. Gaffen die besten Glückwünsche zum Fahreswechsel! Konrad Moos und Familie Metzgerei und Gastwirtschaft Lollar, Neujahr 1930 1033|D Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahr! Conrad Nürnberger und Frau Metzgermeister, Lostar 10333b Unseren werten Kunden, Gästen, Verwandten und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahr! Familie Carl Dolkmann Lollar, Metzgerei und Wirtschaft 1 1336b Unserer werten Kundschaft, t Verwandten, Freunden und Bekannten | die herzlichsten Glückwünsche I zum Fahreswechsel! Heinrich Pempfer und Frau Friseur, Lollar 10339b Unseren werten t Gästen, Verwandten und Bekannten r die herzlichsten Glückwünsche I zum neuen Fahre! K. petrasch, Lollar Wirtschaft'„Zur Bergschenke" I Hauptstraße 173 * 10345b t : Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahre! ; Schuhhaus Garlpfaff,Lollar Hauptstraße 100 : ‘0349b ............ ............................—— Unserer werten Kundschaft, Gästen und Bekannten ein glückliches neuesFahr! ZriedrichRingleb undFamilie Lollar, Lumdaffraße „Zum Sachsenhäuser Hof" 10343b I Herzliche Glückwünsche zum neuen Fahre! KarlRömeru.Zamilie,Lollar Fahrräder, Radio, Nähmaschinen ..... Unserer werten Kundschaft von Lostar und Umgegend,sowie a.en Verwandten, Freunden und Bekannten ein frohes Neujahr! Schuhhaus Schnell Lollar, Hauptstraße 94 I 1340b MeinerweftenKundschast, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Fahr? Stempelfabrik und Druckerei G. £. Weimer, Lollar ■0337b Meiner weften Kundschaft die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel! 3ofob pfeiffer,Milchwirtschast Hofgut Heibeftshausen bei Gießen I 1335b Lützellinden Meiner verehrten Kundschaft, sowie Bekannten und Verwandten herzlichen Glückwunsch zum Fahreswechsel! Otto Spengler, Lützellinden (Kreis Wetzlar), Tabakwarengroßhanblunq I 4371 n Unserer werten Kundschaft Gästen, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum Fahreswechsel! Familie Louis Geißler II Gastwirtschaft, Staufenberg i03(Ob Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten die besten Glückwünsche zum neuen Fahr! Familie Ludwig Zecher V. Gastwirtschaft „Zur Stadt Staufenberg" Staufenberg 105171) Steinbach Unserer weften Kundschaft, allen ; Freunden und Bekannten herzlichen Glückwunsch zum neuen Fahre! Grnfl Oamasky und Frau : Bäckerei, Steinbach 0-3J6' Unserer werten Kundschaft, allen Gästen, Freunden, Verwandten und Bekannten herzlichen Glückwunsch zum neuen Fahr! Fohann Deuker u. Frau, Steinbach Bäckerei und Gastwirtschaft 10735b Unserer werten Kundschaft, Gästen, Freunden und Bekannten die besten Glückwünsche zum neuen Fahr! Familie Paulus Gerhard I. Metzgerei u. Gastwirtschaft „Zum Ritter" Steinbach 10631b I Meiner werten Kundschaft, Freunden, | Bekannten und Verwandten | ein glückliches neuesFahr! | | Christoph Größer und Familie I I Kohlen, Laumaterlalien, Oefen, Herde, r landw. Maschinen, Eisenwaren, Steinbach | loßxjb 2 Unserer werten Kundschaft, allen Gästen, Freunden, Verwandten und Bekannten herzlichen Glückwunsch zum neuen Fahr! Ludwig Hahn II, Steinbach Metzgerei und Gastwirtschaft 1 >/34b Meiner werten Kundschaft sowie t Freunden, Verwandten und Bekannten | herzlichen Glückwunsch i zum neuen Fahr! Familie Peter Hahn Milchhandlung, Steinbach r Unseren verehrlichen Mitgliedern die besten Wünsche zum neuen Fahre! Landwirtsch. Konsumverein e. G. m. d. H., Steinbach Oer Vorstand 106-'M Meiner werten Kundschaft. Bekannten und Verwandten ein glückliches neues Fahr! Ludwig Schwalb, Steinbach Fahrräder, Nähmaschinen, Zentrifugen Rauchwaren 10 .791 Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Fahr! Heinrich StellerII undFamilie Oefen und Herde, Maschinen-, Bau- Materialien-u Kohlenhandlung, Steinbach lo»i8b Watzenborn-Steinberg Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neuesFahr! Familie Georg Buß II, Metzgerei Watzenborn l063.b Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Fahr! Christine Faber und Familie Carl Philipp, Watzenborn „Zum goldenen Stern" 104-ob Unseren werten Gästen, Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Fahr! Carl Häuser X. und Familie „Wilhelmshöhe", Steinberg 10488b Unserer verehrten Kundschaft sowie Verwandten und Bekannten herzlichen Glückwunsch zum Fahreswechsel! Heinrich Degen und Frau Friseurgeschäft und Rauchwaren Watzenborn-Steinberg I -633b Meiner werten Kundschaft sowie Freunden und Bekannten herzlichen Glückwunsch zum neuen Fahre! Wilhelm Lecke und Familie Milchhandlung, Steinberg 1048ib Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten wünschen wir ein glückliches neuesFahr I Ludwig Häuser und Frau Bäckerei, Steinberg 10480b Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahre! Georg Häuser XIV. und Familie „Zur Krone", Steinberg 10485b Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Fahr! Georg Philipp V. Wwe. u.Familie Metzgerei, Watzenborn 10483b Unseren weften Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neuesFahr! Friedrich Müller und Frau Brot- u. Feinbäckerei, Watzenborn 10479b Wißmar Wieseck 1O78OD 107-17D | 1U552D r 10784D Gießen 10777V Unserer werten Kundschaft, Verwandten, 10482V die r öd; Parole für Dienstag, 31. Dezember 1929: Die 8^811(8 08,30 Cafe Astoria Silvesterfeier im U.C Plockstraße 5 Konzert 08312 Rehessen, Speisennachd. Karte. Sichern Sie sich rechtzeitig einen Platz Hausverwalter Ritter. 10/toD Prof.Soetbeer verreist Hotel Schütz 08318 I0855D und Tanz 10757D 08313 Karl Schmidt/ Gießen, Jteuenweg 42,Tel. 3075 Tel. 2417. Narktütraüe 14 10806V Silvester Slimimngs-Konzerl Kleidern. 10767V Beginn des Unterrichts: Montag, 6. Januar 1930. Einlaß- u. Verzehrkarten nur am BOfett erhältlich- Dunkler Anzug erwünscht! Oie besten Wünsche zum neuen Jahr! Unseren werten Besuchern und Gönnern die besten Wünsche zum Jahreswechsel Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues 3afyr! (Anschließend gemütl. Beisammensein) am 1« Januar 1930, nachm. 4 Ohr im großen Saale des Waase» und Gewichte aller Art empfiehlt u. stellt eichfähig her Familie I.Äecker Maler- u. Anstreichermeister Frankfurter Str. 33 Freunden und Bekannten herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahr! Familie Karl Lein Cafe Leib Der Vorstand. Theodor Reeh und Frau i Gastwirtschaft und Metzgerei / Wißmar \ 1079 u; Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden u. Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahr! Familie Gustav Weller Brot- und Feinbäckerei, Dieseck 10^550 Gieben. Südanlage 7 / Unterricht in allen weiblichen Bandarbeiten Zulchneidcn u. Anfertigen der Wäfche, Hand- u. Malchinen- nähen, Stickereien jeder Art. Aenderung von Wäiche und Heinrich Wagner Spenglerei und Installation Wieseck Mitglieder des Goethe-Bundes erhalten gegen Einlösung des Gutscheines Nr. 2 (grünes Gutscheinheft) ab Donnerstag, den 2. Januar Karten zum er- mäßigten Preise von Mk. 1.— Unseren werten Gästen, Freunden und bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahre! Familie Heinrich Hormann Gastwirtschaft Zum kühlen Grund Wieseck Unseren werten Kunden, Freunden und Bekannten Am Neujahrstag: Tanzmusik 1078 ID Wilhelm Vorfeld u. Familie Wieseck Unserer werten Kundschaft, Gästen, Freunden und Bekannten wünschen wir ein gesegnetes neues Jahr! Georg SommerVI. u. Familie Metzgerei u. Gastwirtschaft „Zum Löwen" Watzenborn KyffhÄufer-Technikum Frankenhausen wlrkS-Abt. Schwach-u-Starkstromt Alt türMasch.- u. hitfirüt f, landm. Flurt. Autotnobilb. 31. Dezember Silvester-Feier Tanz r Ein glückliches neues Fahr | wünscht seiner verehrten Kundschaft, • Freunden und Bekannten Zohs. jzeitschmi'dt \ Zigarrenfabrik Watzenborn-Gießen D632D t Ärot- und Feinbäckerei, Wieseck 1U554D Anläßlich meines rsjährigen Geschäfts, jubiläums entbiete ich meinen werten Kunden, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum neuen Jahr! Uhrmacher Wilhelm Peppler Wieseck .................................. Unseren werten Gästen, Kunden, l Freunden und Bekannten zum neuen Fahre herzliche Glückwünsche! Paul Drescher und Frau : Metzgerei und Gastwirtschaft, Wieseck^ ; | Unserer werten Kundschaft, Verwandten, I Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! Familie Karl Stark, Sattlermeister r Wieseck Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein frohes neues Fahr! GeorgSchmandtXI.u.Familie Glektro-Installation, Watzenborn Wilhelm Äittendorf, Gastwirt in Wißmar Meiner werten Kundschaft sowie Freunden und Bekannten herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! WilhKreiling,Diehhändl.u.Familie Wieseck 10778V Unserer werten Kundschaft, Verwandten,Freunden und Äekannten ein frohes, neues Zahr! Metzgermeister Emil Schäfer und Frau Wieseck Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Fahr! Familie Karl Schmandi III. Spenglerei, Installation Glektr. Licht- u. Kraftanlagen, Steinberg Meinen werten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Fahr! Unserer werten Kundschaft, Gästen, Verwandten und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Otto Haas und Familie Metzgerei u. Wirtschaft, Wieseck, Alkestr. Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten dleherzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre! Heinrich Sommer und Familie Maß- und Schuhgeschäft Watzenborn, Bahnhofstraße 55 1J487D Restaurant Zum Löwen Neuenweg Ar.28 Heute abend ab 8 Uhr: Unseren wertenGästen,Kunden,Freunden und Bekannten ein glückliches neuesZahr! BrüderinNot Spenden für das 1083UD RoteKreuz werden auch vondem Vanlhaus Herz & Lo.,Gießen Neuen Baue 23. entgegcngcnommen. Meiner werten Kundschaft, allen Freunden u. Äekannten ein kräftiges prosit Neujahr! Sonntag, S. Januar 1930, abds. 8 Uhr, Neue Aula Lichtbilder-Vortrag von Professor Dr. Franz Behounek Mit dem Luftschiff zum Nordpol (Meine Erlebnisse als Teilnehmer an der Nobile-Nordpol-Expedition) Eintrittskarten zum Preise von Mk. 2.- Im Vorverkauf In der Musikalienhandlung Challier u. an der Abendkasse. Studentenkarten gegen Ausweis zu Mk. 1 bei Mittwoch, den 1. Januar 1930 5-Uhr-Tee mit anschließendem Familienkonzert Unseren werten Kunden, Freunden und l Bekannten ♦ ein glückliches neues Fahr! | Ludwig Groß und Familie - Kolonialwaren u.Holzschneiberei,Wißmar | 1079. D| Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten die besten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Rudolf Süßmuth, Bäckerei Wahenborn^Steinberg 10489V .........................—..............r | Unseren werten Gästen, Freunden und r Bekannten I ein glückliches neues Fahr! \ Lichtspielhaus Heute letzter Tag Die Schleiertänzerin mit Evelyne Holt Ab morgen (Neujahr) bis einschl. Samstag, 4. Januar Indizienbeweis (Ein Spiel der Leidenschaften) Kriminalfilm in 8 Akten mit: Suey Vernon Olaf Fjord Ruth Weyher Bernd Aldor Ferner: Ein reizend. Lustspiel mit Laera la Plante in Ich hab* für Sie ein bißchen Sympathie! Astoria-Lichtspiele Nur Dienstag u. Mittwoch das sensationelle Doppelpiogramm i. Eddie Polo in seinem neuesten Schlager Geheimpolizisten II. Schlager Der schwarze Zytelon Ein Eilm aus der mexikanischen Steppe Voranzeige: Für alle großen tu kleinen Kinder Gießens und Umgebung findet am Samstag, dem 4. Januar 1930, nachmittags 3 Uhr eine Märchen-Vorstellung statt, mit dem entzückenden Film Dornröschen Kleine Preise! Von 30Pfg. aufwärts Unseren werten Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Georg Kolb und Familie Wieseck, Kirchsiraße 10785V l Meiner werten Kundschaft, Freunden j und Bekannten | herzlichen Glückwunsch zum neuen Fahr! I Karl Faah und Frau, Wieseck ♦ 10t51D ............................... > ' ■ Meiner werten Kundschaft sowie Freunden und Bekannten die besten Glückwünsche zum neuen Fahre! Glektromeister Karl Wallbott und Familie Installationsgeschäft Watzenborn-Steinberg 1Q4g4D Unseren werten Gästen, Freunden und r Bekannten herzlichen Glückwunsch zum neuen Fahr! Otto Hofmann und Familie ; Gastwirtschaft, Wieseck i 1078 Di ein glückliches neuesFahr! । August Seibert und Familie r Wieseck, Kirchstraße 10786 Di MMi«k mit Kinderbescherung zum neuen Fahr! Familie Wilhelm pausch I. Drogerie, Wieseck 107121 Wilhelm £eib und Familie \ Gastwirtschaft, Wißmar lOtoiLi Unseren werten Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Fahr! I Heinrich Schnell und Familie ! Metzgerei, Wißmar d_ ||_ Grau- und ■ Qllf Weiß-Stücl flW fl von bester Quali- 1*1111* tät und größter W M WW WWM Ergiebigkeit zu billigstem Preis C. RÜbsamen, Gießen Fernsprecher 3659. 23031) oniiiiiiuiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiininiiiiiiiiiyiiiiiiD Herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel allen unseren lieben Gästen, Kunden, Freunden und Bekannten Unserer werten Kundschaft, Verwandten, ; Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche I MI-MS Unterricht im «Vcin= und Glauzbügelu beginnt wieder am 6. Januar. Anmeldungen jederzeit erbeten. Frau M. Balser Wwe. Landgraf-Vbilivv-Platz «, Tel. 337S. Donnerstag—Freitag Billige Fische u. Filets im [08335 Fischhaus Cuxhaven 10783D Meiner werten I Kundschaft, Gästen,Freunben u.Bekannten r herzliche Glückwünsche zum neuen Fahre! io«86d t Georg Philipp und Familie r Metzgerei und Wirtschaft ♦ ,3ur goldenen Nuß", Steinberg ♦ Meiner stunds Sc ei FciMtz1 Meiner q Nr. 595 vierter Blatt Dienstag. 51 Dezember 1929 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberbeffen) Ein glückliches neues Jahr beste Neujahrswünsche! Bruchstraße 22 iO79 1D Mb r 1069 1 105630 Gasthaus zum Deutschen Hof Am Oswaldsgarten 106490 10581D 107/60 K jen beste Glückwünsche zum neuen Jahre! Der Vorstand 176460 106 «0 Asten Opelfahrern 106,60 Licher Straße 29 1Ud79D Opel-Jager 105440! — Fritz Keinzerling und Frau Mineralwasser-Großhandlung w Mi Meiner Kundschaft, Freunden und Bekannten die besten Neujahrswünsche! Konsum-Verein Gießen und Umgegend e.G.m.b.S. Linsern verehrlichenlNitgliedern wünscht seiner verehrten Kundschaft, Freunden und Bekannten Meinen verehrten Gästen,Freunden und Gönnern wünsche ich ein fröhliches neuesZahr! Meiner werten Kundschaft sowie allen Freunden und Gönnern ein glückliches neuesZahr! Wilhelm Hofmann, Schuhmacher, Gießen Paul Bender und Familie Bäckerei, Konditorei u. Eafs, Schubertstr.2 ' I0542D Unserer werten Kundschaft, allen Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel! MeinerKundschast,allenFreunden und Bekannten Allen Geschäftsfreunden und Bekannten die besten Wünsche zum Jahreswechsel! FamilieW.Feuerbach Gießen, Marburger Straße 2d 105560 Meiner werten Kundschaft und Gästen, sowie asten Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie Karl Haas, Bäckerei, Konditorei, Eafe Äleichstraße 21 Allen Gästen, Kunden, Freunden und Bekannten zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche Karl Voller und Frau Gastwirtschaft und Metzgerei 107440 Ein gesegnetes neues Zahr wünschen ihren Freunden, Gästen und Gönnern Schuhmachermeister B.Amend und Frau Hundsgasse 4 'imbfdwft allen nten einWgeö \ hüti iar193° -Tee Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! Familie Kunz, Metzgerei, Äleichstraße 29 106140 Meinen werten Kunden, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahr! Friedrich Äornemann Motorrad- und Fahrrad-Handlung IO774D Meiner werten Kundschaft, allen Freunden und Bekannte n ein gesegnetes neues Zahr! Moritz Köhler, Gießen Lederhandlung, Kurz-, Weiß- und Dollwaren, Neustadt 19 Cafe und Konditorei Amend 107430 Meiner werten Kundschaft sowie Gästen, Freunden u. Bekannten zum Jahreswechsel die herzlichsten Glück- und Segenswünsche! Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Zahr! Herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel allen Kunden, Freunden und Bekannten Wilhelm Fleckenstein und Frau 105590 Unsrer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! L Best und Frau, Bleichstraße 11 IU705D Unserer werten Kundschaft, Schülern, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahr! Gießener Privat-Fahrschule Inhaber Heinrich Appel Meiner werten Kundschaft, sowie Freunden und Bekannten ein frohes neues Jahr! Oberhesstsche Fleisch- und Wurstwaren Wilh. Zager » Bleichstraße 18 1 Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahr! Willy Keller / Bäckerei, Konditorei, Cafs Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Zahr! meiner Kundschaft sowie Bekannten und Freunden meines Hauses glückliche Fahrt ins neue Jahr! ^reunb«n unb Allen Lesern, Mitarbeitern und Freunden des Gießener Anzeigers wünschen wir ein gesegnetes neues Jahr! Schristleitung und Verlag des Gießener Anzeigers Unseren werten Schülern, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahr! Tanz-Lehr-Znstitut Sd'uffe, Gießen I0672D -ues Zch! Änlilie "ei^mor lnt* Sütnllie i Dißmar ____Ml- Unseren werten Gästen und Gönnern herzlichen Glückwunsch zum neuen Fahr! Ernst Hebstreit und Frau Restauration und Eas6 Gießen, Frankfurter Straße 62 1)5430 2lllen unseren verehrten Gästen, Bekannten und Freunden herzliche Glückwünsche zum neuen Zahr! H. Horstmann und Frau Theater-Cafe Ernst Ludwig kind Uhr, Neue Aula g von Behounek m Nordpol nehmer edition) -Im Vorverkauf -siu'anÄ ■;sss iuar Karten zum er Unserer werten Kundschaft sowie unseren Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Fahr! Heinrich Faulstich und Frau Wirtschaft und Metzgerei 107470 ** 1930- Heinrich Balser und Frau Elektroinstallateur 105640 Mrambtn unb Itn neues Hk! ’ und Familie \ Wim ; ......... l'IOODt Unseren werten Gästen sowie den Alterskameraden 1879-1929 herzlichen Glückwunsch zum neuen Fahr! Familie M. Behold Restauration „Burg - Bräu - Lauterbach" Licher Straße 57 10)020 Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! Karl Krug, Mehgermeisier, und Familie Marktplatz 23, Telephon 1472 106520 Zum Jahreswechsel wünsche ich meiner verehrlichen Kund- | schäft,allen Freunden und Bekannten ein i gesegnetes glückl.neuesFahr! i Edgar Borrmann Eisenwaren-, Werkzeug-, Haus- und | Küchengerätehandlung 10651 Di Unserer werten Kundschaft, asten Freunden unb Bekannten herzlichenGlückwunsch zum neuen Fahr! Bäckermeister Wilh. Dippel u. Frau Erednerstraße 46 IU54IO Gg. Götz und Frcku Tapezier-, Polster, u. Dekorationsgeschäft Sübanlage 12 08247 künden,Freunden! ulen itueG&r!| unb Stau t hMi / Dißmnr I 1079 ht Em glückliches neuesFahr i wünscht feiner werten Kundschaft : sowie allen Freunden u. Bekannten : Rudolf Blüm Möbelfabrik / Lager Steinstraße 63 106390! Heinrich Dippel Gastwirtschaft 106480 Heinrich Greilich und Familie Restauration „Zum Gambrinus" Klinikstraße 21 >05400 Familie"*0"1" M5TD Allen Freunden und Gästen herzlichen Glückwunsch zum neuen Fahr! Karl Faber 103830 Mer / eichrrmW \ :6h. 33 bvj Gastwirt Oechert und Frau Kühler Grund 1 '5860 lz Swinbtn unb in ent« 3obr! Steinstraße 73 IU641D 106110$ Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Zahr! Familie Heinrich Trechsler Meyer mit dem Schuh ruft allen seinen Kunden Prosit Neujahr zu! j8313 1 r 1 Ein frohes neues Jahr | wünschen wir unseren Kunden und - ■ •* | EOfMWffiss nehmen Veranlassung, Ihnen für »w:-« ♦ • w im oltan likrn hamiaconn Trana u die im alten Jahre bewiesene Treue n OH Walltorstraße 71 10537I I >5850 iÜÖOP I 'G1-9D $ranffurter Straße 41 Sonnenstraße 7 105651 k Neils & Kraft l 'S. 51 r 107041 SCHUH HAUS fOHO-D zu unserem Hause zu danken. Wir tun es mit dem Versprechen, Ihnen durch hohe Leistungen und interessierte aufmerksame Bedienung die Anhänglichkeit reich zu lohnen Meiner Kundschaft, allen Freunden und Bekannten die besten Neujahrswünsche! Unseren werten Kunden, Gästen Freunden und Bekannten ein glückliches beginnen wir mit herzlichsten Donk für treue Kundschaft und zugleich mit größten Leistungen, um im neuen Jahre Sie noch öfter bei uns zu sehen und Ihnen immer mehr zum vorteilhaften suf zu verhelfen. Allen meinen werten Kunden, Freunden und Bekannten ein herzliches neues Zahr! Telephon Nr. 2833 I0M6D Unserer werten Kundschaft, allen Freunden und Äekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! Heinrich Meier und Frau Oachbeckergeschäst / Walltorstraße 46 1 >7080 Herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel allen unseren werten Gästen, Kunden, Freunden und Äekannten Earl.Heckmann und Frau Metzgerei und Gastwirtschaft ,3um alten Schühenhof", Kaiserallee 30 I »5‘ D VW8 Zum Hahreswechsel wünschen wir unserer werten Kundschaft, allen Freunden u. Bekannten ein glückliches neues Hahr! Sebastian Niebergall Burg Gleiberg Unserer werten Kundschaft, allen Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum Hahreswechsel Willy Hoelters und Frau Bäckerei, Konditorei und Lase i 348U Meiner werten Kundschaft, allen Freunden und Äekannten ein glückliches neues Hahr! Heinrich Willwohl, Friseur, und Frau Meiner werten Kundschaft und Gästen, Freunden und Äekannten herzlichen Glückwunsch zum neuen Hahr! Cafe und Bäckerei L Müller, Äahnhofstr. 52a Karl Lapp und Frau Dachdeckergeschäft und Bauklempnerei, Oiezs^r.7 Meiner werten Kundschaft, Freunden und Äe.annten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! Gg. Adam Hainer, Schreinermsfr. 0/J9b Seinen Kunden die besten Glückwünsche ZUM neuen Fahre! Krauterhaus Hung 08 72 W. Schmid und Frau „3um Braustübel", Wolkengasse Unserer wetten Kundschaft sowie Freunden und Äekannten ein frohes neues Hahr! Georg Schilling und Frau Bäckerei, Konditorei und Cafe Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neuesZahr! Cmil Malkomesius Sattler« und Tapeziermeister I036UD Meiner werten Kundschaft und allen : Äekannten ein frohes neues Zahr! Ferdinand £mf Garl Flett Nachfolger Kunst« und Bauschlosserei * Gießen 1 7U6D Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum neuen Fahre! Familie Kimpel, sicher Str. 57 1 >70, v Herzlichen Glückwunsch zum neuen Hahr! Bäckerei Schomber u. Sohn, Walltorstraße 1 >5560 Meiner werten Kundschaft sowie allen Bekannten die besten Wünsche zum Hahreswechsel Rudolf Leisler / Möbelgeschäft / Gießen Neuenweg 23 Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten ein frohes neues Hahr! Meiner werten Kundschaft, Freunden und Gönnern wünsche ich ein frohes neues Hahr! Walter Hermes, Äahnhofstraße 45 Buch., Papier, il Schreibwarenhandlung, Zeitschrlftenvettrieb 0820b Herzlichen Glückwunsch zum Jahreswechsel allen unseren Kunden, Freunden und Bekannten Heinrich Weimar und Familie Konditorei und Caf6 / Brot- und Feinbäckerei Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten die besten Glückwünsche zum neuen Hahr! Frih Wintterlin und Familie Bäckerei und Konditorei Bruchstraße 20 Otto Nahnefeld, Cafe Xeib I >7120 Unserer werten Kundschaft von Gießen und Umgegend sowie allen Bekannten ein kräftiges Prosit Neujahr! Meiner werten Kundschaft sowie Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum neuen Hahr! Gg. Marx Nachfolg. Karl Herling Marktstraße 12 1)64 <1 Meiner wetten Kundschaft, Nachbarschaft Freunden und Bekannten herzlichen Glückwunsch zum Hahreswechsel! Gustav Loichinger u. Familie Restaurant „3um Graf Zeppelin" Dilhelmstraße 49 106121 CafeAstoria wünscht feinen verehrten Gästen, Freunden und Bekannten glückliches Neujahrl930 Meiner werten Kundschaft sowie allen Freunden u. Gönnern ein glückliches neues Hahr! H. Pfeiffer, Gießen, Wolkengasse 16 Schuhmachermeister und Schuhhandlung i Mi4Ub Meinen werten Gästen, Freunden und Bekannten ein frohes neues Hahr! Meiner werten Kundschaft herzliche Glückwünsche zum neuen Hahr! Hübner, Schneidermeister l Bahnhofstraße 44 )7ID| Meiner wetten Kundschaft, Freunden und Äekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Hahr! Wilhelm Nebhuth * Seilerei NodHeimer Straße 56/58 M/IUD Meiner Kundschaft, allen Freunden und Äekannten die besten Neujahrswünsche! Bäckerei Lange, Neustadt 47 r>54H Familie Körner | JPfeiD' Oie besten Glückwünsche zum Hahreswechsel entbietet seiner Kundschaft Otto Heyder, Schleiferei Dehsteingasse 8 >07070 Meiner werten Kundschaft sowie allen Freunden und Äekannten herzlichen Glückwunsch zum neuen Hahr! L. Kronenberg, Bäckermstr., u.Frau Gießen, Löwengasse 23 10 J180 Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Hahr! Adolf Stumpf, Schuhmacher Teufelslustgättchen 11 <3/4D Wilhelm Oöpp und Frau Mineralwafferfabttk, Alten-Buseck 08304 Heinrich Schlapp,Oaubringen Spenglerei und Eisenwaren '0360C Meiner werten Kundschaft, sowie allen Verwandten, Freunden und Bekannten wünsche ich em glückliches neues Hahr! herzlichen Glückwunsch zum neuen Fahr! Zum Jahreswechsel wünsche ich meiner verehrlichen Kundschaft, allen Freunden und Bekannten ein gesegnetes glückliches neues Fahr! Familie Foh. Steinbach Fahrrad- und Nähmaschinen-Handlung Eigene Reparaturwerkstatt, Ludwigstr. 62 I Iöl3b Unseren wetten Gästen, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahr! Familie Ludwig Gerlach Gasthaus „Germania", Bieber 10826D Zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche Unserer werten Kundschaft, Gästen und Bekannten ein frohes neues Hahr! Familie Fritz Strasser Restauration Rheingold 1 1577D Meiner werten Kundschaft die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahr! Wilhelm Lucke, Oaubringen Unserer wetten Kundschaft sowie Freunden und Bekannten ein glückliches neues Hahr! Karl Paul und Frau Bäckerei und Konditorei ♦ Bahnhofstr. 62 IU74 D Prosit Neujahr! Meinen wetten Gästen, Freunden und Bekannten herzlicheGtückwünsche zum neuen Fahre! Hans Schmitz „Zum Dentilche", Sonnenstr. 13 I I566D Meiner sehr geschätzten Kundschaft herzlichen Glückwunsch zum Fahreöwechsel! Therese Stein Haarform-Salon Qidwigsplatz 4 08316 Unseren werten Gästen und Bekannten die besten Neujahrswünsche! 31. Nahnefeld, „Pfälzer Hof" IÜ6">>D Den geehrten Gchühenbrüdern nebst Familien sowie Freunden u. Gönnern ein glückliches neues Hahr! Schühengesellschaft 1926 Gießen e. V. ZusammenkunstmitFamilie 1. Januar, 15.30 Uhr, im Dereinslokal (Liebigshöhe) I0/I3L Unfern werten Gästen und Kunden ein recht fröhliches neues Fahr! Weinstube und Kolonialwarenhandlung Fritz Seibel und Frau D57 D Unseren wetten Gästen und Bekannten herzlichen Glückwunsch zum neuen Fahre! Familie L. Wenner Rest. „3um Andres-', Eonnenstraße 29 10 17D (Sin glückliches Neujahr wünscht Bäckerei und Konditorei Lass Stritter / Neustadt 24 IJM/D Allen unseren Gästen von nah und fem herzliche Glückwünsche zum neuen Fahre! (Saf6 Schwarz Konditorei und Konfitüren 1J743D Heinrich Rausch und Frau Metzgerei und Wirtschaft, Neustadt 78 KhS'D Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahr! Hch. Schöck und Frau Lebensmittel, Schubertstraße 2 "8231 Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neuesIahr! Metzgerei Otto Don-Eiff Bismarckstraße 14 10? OD Hans Theis und Frau Restaurant »Zum Krokodil* 1087QI Unserer wetten Kundschaft, Freunden und Bekannten ijsöid ein gesegnetes neues Hahr! Eberhardt Voß und Frau Brot- und Feinbäckerei, Dau bringen Karl Dill und Familie EasL und Restauration „Anneröder Mühle" IO6/7D Meinen werten Gästen, Freunden und Bekannten ein frohes neues Fahri Wilhelm Erb, Oaubringen »Zum Blauen Hecht" I03Ö5D Meiner wetten Kundschaft, Freunden und Bekannten herzlichen Glückwunsch zum Fahreswechsei! Ernst Grölz, Oaubringen Schuhmacher iojwd Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein frohes neues Fahr! Willi Schomber Lederhandlung und Besohlanstalt 1071 iD Meiner wetten Kundschaft, Freunden und Belannten ein glückliches neues Hahr! Fakob Reis, Schreinermeister Daubringen iclöbl Familie Römer Restaurant „Germania" 1 >58?D (Shr. Spies und Familie Sattlerei und Lederwaren Neustadt 8 10642D K.K. Stein und Familie Beuern längs. Chttstbaumstanb Frankfutter Str. Ecke Wetzlarer Weg, bei Gastwirt Seokler KatseraNe« bei Gaftwitt Heckmann 082 (Sin frohes neues 3ahr wünscht feinen Kunden, Bekannten und Nachbarn Louis Zutt Gießen, Lubwigftraße 64 Lebensmittel, Obst, Gemüse, Südfrüchte Wein und Spirituosen 10669D Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Hahr! Ludwig Weber und Frau Krofborfer Straße 30 106471 Ein besseres . neues3ahr und von nun an Nord-West “1 Schuhe — Unseren werten Kunden, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Fahr! Fulius Misch Bäckerei * Neuen Baue 9 10775D Prosit Neujahr! Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten herzl. Glückwunsch zum neuenFahr Fa. Fean Weisel Mineralwasser-Großhandlung Sonnenstraße 6 I0567D \ Unserer werten Kundschaft sowie allen Bekannten i herzliche Glückwünsche zum Fahreswechsei! Friedrich Rau Schlossermeister I056ID Franz Soldan und Frau Restaurant z.schwarzenWalfisch Seltersweg 50 10553D ein glückliches neues Fahr! ! Gastwirt Rühl und Frau Alten-Buseck 10818D Ludwig Reuß und Familie Bäckerei, Konditorei und (Safe Seltersweg 46 1053>D Hohann Emil Schäfer Malermeister und Gastwitt Oaubringen I0367D Karl Röflnger und Frau Hessischer Hof IO545D Meiner werten Kundschaft, Freunden 11 und Bekannten die besten Glückwünsche ; zum neuen Jahre! | Will,. Waller XIV, Metzgerei Oaubringen ij363D | deiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten herzl. Glückwunsch z. Jahreswechsel August Weimer, Oaubringen Weißbinderaeschaft i"364D Kohlen- und Kolonialwarenhandlung ? Meiner werten Kundschaft, Gästen und | Bekannten ; \ die besten Glückwünsche I zum neuen Zahre! Ludwig Weimer, Oaubringen | Metzgerei und Wirtschaft 1)3660 i Garbenteich Unserer werten Kundschaft, Gästen, Freunden und Bekannten wünschen wir ein glückliches neuesFahr! I Familie Heinrich Lotz Metzgerei und Wirtschaft Garbenteich 10478D t Großen-Buseck Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten ein gesegnetes neuesFahr i Otto Meuter und Familie Brot- und Feinbäckerei, Großen-Buseck 10789b Großen-Lin-en Unserer werten Kundschaft, Gästen, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! r Ludwig Dem und Frau Saft und Konditorei, Großen-Linden 10524b Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Fahr! Ludwig Jaber und Familie „Zum Mbstock", Großen-Linden I0522D Meiner werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues 3ül?r! Otto Hofmann II. und Familie Schlosserei und Elektro-Fnstallation Großen-Linden 103200 Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten die besten Glückwünsche zum neuen Jahre! Heinrich Krahl und Frau Brot- und Feinbäckerei, Großen-Linden 103230 Meinen werten Gästen, Verwandten, Freunden und Bekannten ein glückliches neues jafyr! Elisabeth Lang und Familie Wirtschaft,3um Schipka-Paß^ Großen-Linden 103180 Unseren werten Gästen, Verwandten und Bekannten ein glückliches neuesFahr! Heinr.Menges Ww. u. Familie Gasthaus »Zum Oft Wer*, Großen-Linden 105210 IO6350 Meinen werten Kunden, Freunden und Bekannten ein frohes neues Fahr! Louis Fr.Reuschling, Heuchelheim Spenglerei und Fnstallations - Geschäft 103970 Meiner werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre! HeinrichKlinkel,Maßschneiderei Klein-Linden—Gießen 104350 Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neuesFahr! Familie Ludwig Luh II. Tabakwaren, Klein-Linden 104370 Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum neuen Zähre? Unserer wetten Kundschaft,Gästen undBekannten wünschen wir ein gesegnetes neues Zahr! Familie Eduard Abel Dwe. Brauerei und Gastwirtschaft Krofdorf, Silvester 1929 108251 Meiner geehrten Kundschaft, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Fahr! Heinrich Bechtold und Familie Elektro-Fnstallationsgeschäst Gießen-Klein-Linden 105HD Unserer wetten Kundschaft r sowie Freunden und Bekannten r zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche \ Karl Schwarz und Frau i Metzgerei, Hausen bei Gießen | 10628b | Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Fahr! Otto Engel, Holzheim Brot- und Feinbäckerei 107220 Carl Sack, Zigarrenfabrik Heuchelheim-Gießen 1 >3-)80 r Unseren werten Gästen, Freunden und | Bekannten | ein glückliches neuesFahr! Earl Lennertz Wwe. und Familie r Gastwirtschaft »Zum Rangierkops* t Klein-Linden t 1043io t ।:............. .. r...... ..........,u 11 Meinen werten Gästen, Freunden und t Bekannten r ein glückliches neuesFahr! : Eduard Moos, Gastwirt Krofdorf Unseren werten Gästen, Freunden und | Bekannten z ein glückliches neues Jahr! | FamilienRudolfu.philippZung r Gasthaus »Zur Burg*, Klein-Linden I 1 >434b j | | Unserer werten Kundschaft, Verwandten r : und Bekannten «h herzlicheGlückwünsche zum Jahreswechsel! I | Friedrich Stein und Familie » | Brot- u.Feinbäckerei, Klein-Linden t I | ,TITT--,T-T TrinTriirffi^r'T Unseren werten Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neuesFahr! Emst Daubettshäuser und Familie Uhrmacher, Krofdorf 103220! Unserer werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Fahr! Wilhelm Weitzel Wwe. ! Fnh.: Hugo Weitzel und Frau | Brot- und Feinbäckerei, Lang-Göns t l,125? j | Reinhold Dolk, Klein-Linden ? Schuhmacherei t 104300 Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten I" ein glückliches neuesFahr! Marie und Richard Jung Znh. d. Firma Philipp Zung XVI. Kolonialwaren, Eisen- u. Baumaterialien Klein-Linden 104460 i Meinen wetten Gästen, Freunden und Bekannten | HerzlicheGlückwünsche zum neuen Zahre! Wilhelmine Müller | Turnerheim, Klein-Linden 104430 Unserer werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum Fahreswechsel! Anton Mohr und Familie Schuhlager, Maß- u. Reparaturwerkstätte Klein-Linden 104400 Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten die besten Glückwünsche zum neuen Fahre! Schuhhaus Wilh.Weigel II. Klein-Linden 104410 Heinrich Äeppler II. Manufakturwaren und Konfektton Lang-Göns 107250 Meiner werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum Fahreswechsel! August Luh, Schuhlager Leihgestern 106340 Fritz Hinterlang und Familie Metzgerei und Wittschaft Klein-Linden 104480 Christoph Kaiser und Familie Fein- und Zwiebackbäckerei Lang-Göns 107230 Meiner werten Kundschaft, Verwandten, , , . ttt <. 11 * Freunden und Bekannten Friedrich Iung VII. und Frau r Auio-Reparakurwerkstätte die herzlichsten Glückwünsche und Fahrrad-Handlung, Mein-Linden || zum Fahreswechsel! Unserer werten Kundschaft, Gästen, Freunden und Bekannten wünschen wir ein glückliches Neujahr! Georg Luh und Familie Bäckerei und Caf6, Klein-Linden 1J438D