Donnerstag, 3t. Januar 1929 179. Jahrgang Nr. 26 Erster Blatt Der Militärputsch in Spanien niedergeschlagen pzenl. sä itiA iti-ä lU.# inftitut für landwirtschaftlichen Realkredit unL Desitzbesestigung. das Zenttalinstitut für Siedlung und B o den ve r beste rung unter gerne infamer Ge- famtleihmg, im einzelnen selbständig, ihre Auf« W Annahme von Anzeigen für die Tagesnummcr bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich 8. auswärts 10 Reichspsennig: für Re- hlamean*,eigen von 7Q ir.ra Brette 35 Reichspsennig, Platzvorschrift 20v „ mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantworllich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein; für den Anzeigenteil Kurt §illmann, sämtlich in Biegen. gaben erfüllen. 2. Bildung regionaler milchwirtschaftlicher Organisationen, in denen die milch- wirtschaftlichen Delieferungs- und Dcrurbeitungs- einrichtungen zusammenzufassen sind. 3. Auf dem Gebiete des Viehabsatzes sind die vorhandenen Organisationen auszubauen und mit den gleichen Aufgaben zu betrauen. 4. Einrichtung einer Zentralstelle für Getreidebewirtschaftung, die die Aufgabe hat, ohne Ausschaltung deä inländischen Getreidehandels bei inländischem Lleberangebot re- gelnd einzugreifen und die ruinöse Wirkung der Weltmarktbreisschwankungen auf di« deutschen Getreidepreise abzumildern. 5. Beseitigung der Lkmsahsteuererleich- terungen, die der Import der ausländischen Agrarprodukt« gegenüber dem inländischen Handel heute genießt. iß-it il.g § iv.Z 61,<8 13,4 73-13 Initiative des Reichspräsidenten? Oie Parteien wieder einmal festgefahren. - Reichskanzler Müllers Koalitions Verhandlungen auf dem toten Punkt. gehen. Die Mißstimmung der spanischen Artillerie» offiziere hat noch einen weiteren, sehr tiefgehenden Grund. Spanische Artillerie ist bei den Kämpfen in Marokko nur verhältnismäßig wenig eingeseht worden, deshalb ging sie bei der Verteilung der Ehren leer aus und deshalb wurde sie auch gegenüber den anderen Waffen in der Beförderung benachteiligt. Auf alle Fälle ist es ein schweres Problem, das der spanische Diktator zu lösen h.it, das aber gelöst werden must, wenn sich die inneren Verhältnisse des Landes festigen sollen. General Orgaz in Ciudad Real. Die meuternden Offiziere verhaftet Madrid, 30. 3an. (hcwas.) General Orgaz ist heute früh um fünf Uhr, die von Madrid mit Last, autos abgefandten Jnfanterietcuppcn um neun Uhr in Ciudad Real angekommen. General Orgaz begab sich safort in die Kaserne, in der sich die Offiziere des Regimentes, das sich erhoben hatte, befaliden. General Orgaz Hal sofort die kom- incmdogenm'st über die Stabt übernommen. Sämtliche Offiziere des meuternden Artillerieregimentes wurden verhaftet. Der Oberstkommandiercnde dec Zivilgarde, General San jur ju, befindet sich auf dem Wege nach Ciudad Real, um eine Untersuchung der Meuterei einzuleiken. Die Regierung hatte durch Flugzeuge Aufrufe mit folgendem Wortlaut über der Stadt abwer- fen lassen: „Ganz Spanien ist ruhig! Ergebt euch sofort und kehrt in eure Kasernen zurück. Anderenfalls werdet ihr morgen bombardiert werden!" Eine halbe Stunde später nahmen die Artilleristen das ganze Material, das sie an verschiedenen strategischen Punkten der Stadt unter- gebracht hatten, wieder an sich und zogen sich in ihre Kasernen zurück. Die Zivilbehörden übernahmen wieder die Gewalt in der Provinz, und die Zustände wurden wieder normal Auch die verbindungcn nach aucroärta wurden sofort wieder hergestellt. Augenzeugen haben erklärt, das; die Flugzeuge von der Bevölkerung der Stadt 1/'°. 4 jo,166 Oie Forderung der deutschen Bauernschaft. Berlin. 30. Ian. (WTB.) Am 29. und 30. Januar fand im Gebäude des Reichsrates Oie Dertretertagung des Deutschen Bauern- rates statt, die sich vornehmlich mit der Neuregelung der Preis- und Absahver- h ä l t n i s s e für landwirtschaftlich« Produkte befaßte. In der hierzu gefaßten Entschtte^ng heißt es: „Wir fordern vom Staate die Einleitung einer Wirtschaftspolitik, deren Ziel es ist, zur Stärkung der Landwirtschaft und zur -Bet* best'erung der deutschen Handelsbilanz den Sn* landbedarf an Agrarprodukte n in erster Linie aus der Snlandproduk- tion zu decken. Zu diesem Zwecke ist die Einfuhr aller derjenigen ErzeugnMe. Oie m ausreichender Menge und Beschaffenheit t in S n= lande berg« ft eilt werden, zu erschwere n." , Zu den einzelnen Forderungen der deutschen Bauernschaft gehören: 1. Zusammenfassung der bestehenden großen landwirtschaftlichen Kreditinstitute zu einer Z en - tralanstalt. in der das Zentralinstitut für Personalkredit und Absatzwesen, das Zentral- Berlin, 31. Jan. (prlo.-IeL) 3m Anschluß an die heutigen Koalilionsbesprechungen der Reichskanzlers mit den verschiedenen Parteiführern, u. a. mit Herrn von Guerard, wird heule iu parlamentarischen Kreisen verlautbart, daß der Herr Reichspräsident den Reichskanzler Hermann Müller empfangen wird, um von ihm einen Bericht über die bisherigen Koalitionsverhandlungen ent- gcgenzunehmen. Es scheint sestzuslehen, daß der Reichspräsident die Znitiative selbst ergreifen wird, allerdings weiß man in parlamentarischen Kreisen noch nicht, nach welcher Richtung hin sich diese Initiative erstrecken wird. 3m übrigen wird uns aus volksparteilichen Kreisen milgeleilt, daß in Preußen noch keinerlei Fühlung mit der Bolfspartet genommen worden ist. Die Koalitionsverhandlungen sind, wie uns bestätigt wird, heule auch um keinen Schrill weiter gekommen. Verhandlungen miidemZenirnm. Die BolkSpartei soll auf ihre Bedingung verzichten. Berlin, 31. San. (DDZ.) Sm Reichstag wurden heute die Verhandlungen um die Regierungsbildung durch eineDesprechungzwi- schendem Reichskanzler und dem ^n- trumsminister Dr. v. Guerard fortgefuhrt. Im Anschluß daran fand eine Sitzung des Vorstandes der Aeichstagsfraktion des Zentrums statt. Muter der Lieberschrift „Rotwendige Klärung" schreibt die „Germania" u. a.: Wenn das Zentrum bei der Umbildung der Reichsregierung einen seinem politischen Gesicht entsprechenden Einfluß verlange, so sei dies eine Selbstverständlichkeit, die ihm niemand bestreiten tonne; niemand, der überhaupt den Willen zur Zusammenarbeit habe, könne in ihr einen Hinderungsgrund für die Koalitionsbildung erblicken. Auch nicht die Deutsche Volkspartei, die ihre Forderung auf Eintritt in die preußische Regierung noch immer mit den Koalitionsbe6 Zl45 i.US 1.015 ».*1 l.W J.5Ü< -9.S U,*6 1> SS I oder eine Erklärung der Aufständischen end- decken können. Der König hat seine Reisepläne in keiner Weise geändert. Er wird am Freitagabend wieder in Madrid eintreffen. Verhaftung von politischen Führern. Madrid, 30. San. (W.T.B.-Funkspruch.) Die Generaldirektion des Sicherheitswesens teilt mit: Heute mittag wurde der Führer der Konservativen, 3 o f e Sanchez ©uerra, der in Begleitung seines Sohnes Raffael gestern abend 10 Uhr mit dem aus dem französischen Hafen Bendre kommenden Dampfer Onsala in Valencia eingetroffen und unter falschem Ramen an Land gegangen war, verhaftet, als er versuchte, einige Teile der Garnison zu verleiten, sich der mißglückten Bewegung in Ciudad Real anzuschließen, ©uerra wurde mit seinem Sohne ins Militär- gefängnis von Valencia übergeführt. Aus dieser Verhaftung kann man entnehmen, so schließt die Mitteilung der Sicherheitsbehörde, welcher Art der Ursprung der Amsturzbewe- gung ist. Aus San Sebastian wird gemeldet,_ daß an der spanischen Westgrenze eine äußerst scharfe äleb e r w a ch u ng , Zensur und Paßkontrolle ausgeübt werde. Als Führer des gescheiterten Aufstandes werden, außer dem bereits verhafteten General Sanchez ©uerra, Alexander Leroux . Felix © a m b o a und Alba genannt, die sich zur Zeit in Frankreich befinden. Der frühere Kriegsminister A g u i I e r a , gilt als das Haupt der Bewegung, er soll bereits verhaftet worden sein. Primv de Rivera, Spaniens Diktator, hat seinen guten Grund gehabt, als er sich von den Aerzten wieder gesund schreiben ließ, denn ein noch längeres Derweilen auf dem Lager der Grippe hätte Um seine Stellung kosten können. Man kann sich von den merkwürdigen Verhältnissen in der spanischen Armee bei tms keine rechte Vorstellung machen, da die Voraussetzungen für eine solche Spaltung des Offizier k o r p 6 , wie sie in Spanien Tatsache tst, bei uns völlig fehlen. Das Offizierkorps der spanischen Artillerie setzt sich fast ausschtteß- llch aufl den Angehörigen des Adels zusammen. ES ist streng exklusiv und stellt die Herr- schaftSansprüche einer Gesellschaftsschtchl dar, dte sonst in Spanien nicht mehr anerkannt werden. Snsbesondere wäre es völlig falsch, Primo de Rivera selbst für einen Vertreter solcher Sn» leressen und Sdeale anzusehen. , Schon mehrfach hat die spanische Artillerie sich gegen den Diktator erhoben. Der gefährlichste Ausstand war Ende des Sahres 1926. Damals gelang es Primo de Rivera und besonders dem König, durch geschicktes Verhandeln zu verhindern, daß in der Armee Bruderblut vergossen wurde. Denn gleichzeitig mit dem Todesurteil, das damals den Aufrührern verkündet wurde, gab man ihnen die königliche Begnadigung bekannt. Aber versöhnen konnte Primo de Rivera die artilleristische Fronde nicht. Sie wühlte im Lande weiter und hatte offenbar vor, in diesen Tagen zu einem entscheidenden Schlage auszuholen. Prima de Rivera kannte dtesen Plan und hatte seine Gegenmaßnahmen getroffen. Eine Garnison ist offenbar vorgeprellt und konnte leicht überwunden werden. Die zwei Regimenter Infanterie, die der Ministerpräsident alsbald in Marsch setzte, brauchten gar nicht mehr ein* zugreisen, da die Aufständischen inzwischen in ihre Kaserne zurückgekehrt waren. Zwar ist die Rachrichtenzensur in Spanien augenblicklich ziemlich streng, aber trotzdem darf man Wohl der äleberzeugung fein, daß nichts Ernsthaftes mehr passieren wird. . Diesmal werden die Kriegsgerichte voraussichtlich nicht so milde urteilen, denn einmal muß die Staatsautorität sich gegenüber diesem Geist des Aufruhrs durchsetzen. Ratürlich ist der Auf- ruhrherd nicht dadurch erstickt, daß man dre Rädelsführer aus den Sandhaufen stellt. Der Ministerpräsident hat schon angelündigt, er wolle durch organisatorische Maßnahmen Wandel schaffen. Gemeint ist wahrscheinlich eme we.tgresiende ilmorganifation der Armee, durch die die bisherige kastenmäßige Abgeschlosseichrtt der Arttllerie beseitigt wird; eine Alahnahme, die sich um so mehr für Primo de Rivera empfiehlt, als sie im Zuge der Zeit liegt, denn dte modernen Armeen gehen bei der veränderten ^attu ber IRachkriegszeit immer mehr dazu über, ihren Offiziersnachwuchs nicht nur spezialisttsch auszubilden, sondern in a l l e Waffengattungen einzuführen. Da heute schon jeder Zugführer fast der Befehlshaber eines gemischten Departements der verschiedensten Waffen ist. hat Primo De Rivera auch ein sachliches Docht für sein Bor- Ciudad Real mit Begeiferung begrüßt worden sind. Die Rlaschinen flogen in so geringer höhe, daß man die an die Meuterer gerichteten Rufe der Piloten, sich zu ergeben, deutlich vernehmen konnte. Oer Diktator ist zufrieden. Ter Aufstand ist erledigt. Madrid. 30.3an. (WTB.) Primo de Rivera, der nach Beendigung der Sitzung der Rationalversammlung die Sournalisten empfing, _be* ftätigte dabei erneut seine günstigen Eindrücke über die Lage in Ciudad Real und fügte hinzu: General Orgaz, der mit drei Bataillonen nach Ciudad Real aufgebrochen ist, wird dort das Kommando übernehmen. Der Befehl zur Entsendung von Kavallerie ist von mir wieder rückgängig gemacht worden. Die Rebellen haben ihren Platz nicht behauptet und die Bahnhöfe und öffentlichen Gebäude, die von ihnen beseht worden waren, wieder geräumt — Schließlich fügte Primo de Rivera, dessen Gesicht tiefe Gemütsbewegung zeigte, noch hinzu: Welche Torheit! Sch empfinde schmerzliches Bedauern für diese armen Leute; denn die Folgen Dieser Ereignisse werden sehr schmerzhaft sein. — Primo de Rivera machte dann noch Wttellung davon, daß er gemeinsam mit dem Finanzminister, mit dem Gouverneur der Bank von Spanien und dem Vorsitzenden der Börse eine Unterredung über eine etwaige Intervention auf bem Devisenmärkte gehabt habe, falls sich im Gefolge der derzeitigen Ereignisse eine solche als notwendig ertoeifen sollte. Primo de Rivera erklärte weiter: Der Aufstand ist vollständig beendet. Wir haben nicht einmal das Programm Professor Cassel zum ReparaiionsproSlem. Gegen Aufhebung des Transferfchutzcs und Kommerzialifierung der Reparationsfchuld Berlin, 31. San. (Priv.-Tel.) Sm Wirt- schaftsbericht der Commerz- und Privatbank ver-, öffenllicht der bekannte schwedische Rational- > ökonom Prof. Cassel einen längeren Aufsatz, in dem er sich mit dem Transferproblent beschäftigt und bemüht ist, die Irrtümer, bei der internationalen Diskussion des Repara-^ ttonsproblems aufzullären. Er betont wieder.^ daß der Dawesplan bisher In feinem Punkte eine wirkliche Klärung d -Sj Transfervroblems herbeigeführt habe, da, die DaweSzaylungen ganz und gar mit Hilf« von Auslandanleihen vollzogen worden seien. Rach seiner Ansicht wäre es vollständig unverantwortlich, den Transferschutz, der in seiner Bedeutung bisher nicht hätte hervortreten können, aufzuheben, ehe nicht sämtlich« realen Schwierigkeiten des Transfers genau aufgeklärt seien. Arn Schluß seiner Betrachtungen wendet sich Cassel gegen eine vollständige Kommerzialisierung der Reparationsschuld, was in Betracht komme, sei nur eine partielle Kommerzialisierung, über deren Aussichten angesichts der gegenwärtigen Verhält nisse er sich jedoch recht skeptisch äußert. Gr kommt zu dem Schluß, daß man besser daran tue, den Gedanken auf eine Kornmerzialisieruna ganz aufzugeben und sich damit vertraut zu machen, daß der Transferschutz bet- behalten werden müsse. Der amerikanischsHandelSattachö zur Lage der deutschen Wirtschaft. Keine günstige Entwicklung im vergangenen Jahr. Washington, 30. San. (WTB. Funkspruch.) Der soeben veröfsentllchte aus Berllu dem 11. Januar datierte Bericht des Han- delsattachös der amerikanischen Botschaft faßt die Darstellung der wirtschaftlichen Lage Deutschlands im Sabre 1928 dahin zusammen, daß sie weniger befriedigens war, als 1 92 7. Gut gehalten haben sich, so heißt es weiter, die chemische, die Kali- und Seide- und Elektrizitätsinduftrien. Auch sie jedoch konnten die Vorjahresziffern nicht erreichen. Die Daumwvll-, Woll- und Leder- Sndustrien seien erheblich zurückgegan- gen. Diese Entwicklung dauere sogar noch bis zum Berichtsdatum fort. Sehr gelitten hatten die Wersten und die Eisen- und Stahllndustrie durch Aussperrungen und Streiks. Der Zinsfuß sei hoch geblieben zum Teil wegen des fundamentalen Mangels an Snland- anlagekapital, wodurch insbesondere das Baugewerbe und ganz allgemein der Prozeß der Rationalisierung der deut.chen Sndustrie behindert werde. Die Zahl der Konkurse unb der Geschäftsaufsichten sei erheblich höher als 1927 gewesen. Der Außenstände l habe sich günstig entwickelt, zeige jedoch immer noch eine starke Passivbilanz und bilde weiterhin ein schwieriges wirtschaftliches Problem. Die Lage der Reichsbahn. Generaldirektor Dorpmüller kündigt weitere Rationalisierung an. Berlin, 30.San. (WB.) Der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahitgesellschaft, Dr. Dorp- müller, kündigte bei einem Presseempfang die Herabsetzung der Arbeitszeit vor allem durch Erweiterung des Begriffes des besonders anstrengenden Dienstes an und fuhr fort: „Damit ist bann aber die Grenze dessen erreicht, was wir unter den jetzigen Umständen erreichen können. Wir hoffen, daß unser Personal Verständnis dafür hat. Wir stshcn 1929 vor einem schweren Fahr, ebenso i wie die gesamte deutsche Wirtschaft. Sch glaube, - wenn eine Verwaltung in der Rationalisie- : rung vorangegangen ist, dann sind wir es. Aber, - obgleich wir schon 19 Werkstätten und 48 Werk' N w "d- N‘% $»nc •einen SeÄ von Soi r°$ Der. Mu ritt® h'er Jnbton her Un9 LK en logen 2,5 A £ Ä» Wag etwas schwacher M etaas zu, un6 bie oantungen, doch gingen 9- hinaus. Do; jijn ‘■■SNtttSu Ar> Mmattl war noert. Am Devisenmarkt Dollar 4,210750, gegen e" Kabel 4,8493. gegen b 29,76, gegen Mailand Börse. irlich zittern die gestri- ‘igzn Wrse ncch nach. 5 zu 'Lrziim bei den ErwnAngrn des beruhter, da dec- ttag bei ben. Dmlm nhn W- die sich mit ,cn beschäftigte und die, tabc, daß man gemißt I intervenieren. Hierauf ( ion gedeckt, zumal die I üiufsausträze M der ’cn. Der 0rbei£em*m! nnt> Derlae: vrihNche UnkerMtr-vuch- und Steinöniderel «. Eme In (Biegen. Schristleilun, und S-sch^trAelle: rch'illral- 7. rravksaü -■) i u n g>___ -—i— .ü(l;Urua) 22.07 59,'7» 2,3 112,M jf,'6 8,:o il.« <3,45 fl.HL statt enabteilungen geschloffen haben, können und müssen noch weitere geschlossen werden. Es ist auch nicht zu vertreten, daß wir 30 R e i ch s - bahudirektionen haben, von denen die größte zehnmal so groß ist, als die kleinste. Will man aber einer Stadt die Direktion nehmen, so wachsen die Widerstände ins Gewaltige. Hier ist aber ein Zusammenwirken mit den Restarts der Reichs» und Länderregierungcn erforderlich, damit nicht etwa durch Häufung der Ersparnismaßnahmcn eine Stadt zum Erliegen kommt. Die nächsten fünf Jahre werden für die Reichsbahn in finanzieller Hinsicht besonders kritisch sein. Wir werden diese schwere Periode mit unserem Personal überwinden, wenn wir recht bald l a n g f r i st i g e A n l e i h e n zu erträglichen Bedingungen bekommen, wenn uns die aufcrlegten Lasten Erleichterungen gewähren, wenn wir in unseren Rationalisierungsplänen nicht gehemmt werden, wenn uns der Wettbewerb mit anderen Verkehrsmitteln unter gleichen Lasten und gleichen Rechten freigegeben wird, wenn dis deutsche Öffentlichkeit mehr Verständnis dafür hat, daß wir nicht mehr die reiche Verwaltung der Vorkriegszeit sind und uns in der Ausstattung unserer Bahnanlaaen einer größeren Bescheidenheit befleißigen müssen, wenn Reichstag, Personaloertretung und Schiedsrichter ihre Forderungen für das Personal den finanziellen Möglichkeiten anpassen. Wir leben und sterben mit der deutschen Wirtschaft: denn wir sind keine Produzenten, sondern Transporteure von Produkten. Das Warlestandbeamtengesetz. Die zweite Lesung. —An den HaushaltS- ausschutz zurückverwiescn. -Berlin, 30. 3on. (V.D. Z.) Auf der TageS- otftmmg steht die zweite Beratung des Warte- standsbeamtengesetzes. 3m Haushaltsausschuh ist die Regierungsvorlage in verschiedenen Punkten günstiger für die Wartestands- beamten gestaltet worden. So soll nach der Ausschuhvorlage der Wartestandsbeamte nur zur Ueb-ernahme eineS solchen Amtes verpflichtet f-zin, das »richt einer niedrigeren Besoldungsgruppe zugeteUt ist als der nächstniedrigeren Besoldungsgruppe seiner bisherigen Laufbahn. Die Zwanas- pensionierung soll nach den Ausschuhbeschlüssen unterbleiben, wenn sie eine unbillige Härte bedeuten würde. 3n einer Entschließung ersucht der Ausschuh die Regierung, dafür besorgt zu fein, daß Wartestandsbeamte, die längere Zeit auher- planmähig beschäftigt werden, wieder planmäßig angestellt werden. Abg. Laverrenz (Sn.) erklärt, die deutsch- nationale Fraktion halte den vorliegenden Gs- setzentwurf für verfassungsändernd und für eine nicht unbedenkliche Verletzung der verfassungsmäßigen Grundlagen des Derussbeamten- tums. Der Redner verliest aus einer früheren Rede des jetzigen Reichsjustizministers Koch Ausführungen, die sich gegen das jetzige System der Annahme versassungsändernder Gesetze richten. Der Redner beantragt schliehlich die Herbeizitierung des Reichsjustizministers und des Reichsinnenministers. — Dieser Antrag wird gegen die Stimmen der Deutschnatiomalen, der Kommunisten, der Christlich-Rationalen Bauernpartei und der Rationalsvzialisten abgelehnt. Abg. M o r a t h (D. 93p.) erklärt sich grundsätzlich gegen verfoffungsändernde Gesetze. Hier aber handele es sich darum, die Rechtsverhältnisse der Warte- staudsbeantten au» dem Zu st and des Provisoriums in dendcsDeftnitivums zu überführen und die Wartestandsbeamten i n den Dienst zurückzuführen. Die Ausführungen des deutschnationalen Redners hätten eine Berechtigung nur gehabt gegen die ursprüngliche Regierungsvorlage. Die vom Ausschuß verbesserte Vorlage finde aber die Zustimmung der Beamtenspitzen-Organisationen. Die Regierung sollte jedoch durch eine Erklärung die Sicherheit schaffen, daß die Verpflichtung zur vor- übergehenden Dienstleistung nicht zu Schikanen benutzt wird. Die Dolkspartei werde der Vorlage zustimmcn. Abg. Bernhard (Dem.) bezeichnet das Gesetz in der Ausschuhfassung als eine toefent» l i che Verbesserung Les bisherigen Rechtszustandes. Die Demokraten würden aber nichts dagegen einzuwenden haben, toenn das Gesetz zur nochmaligen Lieberprüfung an den Ausschuh zurückverwiesen wird. Bei dieser Gelegenheit könnte die Regierung auch erklären, aus welche Weise eine Schädigung von Arbeitern und Angestellten als Folge der Reuregelung vermieden werden kann und wie die Verhältnisse bei der Reichsbahn zu regeln sind. Der Redner beantragt die Zurückverweisung an den Ausschuh. Abg. Groh (Zentr.) betont die Rvtwendigkeit einer Aenderung des bisherigen RechtSverhält- nisseS der Wartestandsbeamten. Die Personalabbauverordnung habe sich als ein Fehlgriff erwiesen. Das jetzt vorliegende Gesetz werde hoffentlich so durchgeführt werden, dah nicht neue Deschwerden daraus erwachsen. Be- sanders mihlich seien die Verhältnisse bei der Reichsbahn. Mit der Zurückverweisung an den Ausschuh würde das Zentrum einverstanden fein. Abg. Rohmann (Sog.) erklärt, das Bedürfnis für eine Aenderung des Rechtsverhältnisses der Wartestandsbeamten fei von allen Parteien anerkannt worden. Die Sozialdemokratte stehe zu dem Artikel 129 der Reichsversassung, der von den wohlerworbenen Rechten der Beamten spricht. Der Göhenkult aber, der mit diesem Artikel getrieben wird, und der jede lebendige Reform des Beamtenrechts u n m ö g - I i ch machen will, liege nicht einmal im 3nter- effe der Beamten. Reichsfinanzminister Dr. Hilfer- d i n g erklärt, der vorliegende Entwurf habe leineswegs die Wirkung, die Verfassung zu ändern. Hier solle doch eine Verbesserung der Verhältnisse einer Kategorie von Beamten erreicht werden. Bei der endgültigen Reurege» lung des Beamtenrechts werde die volle Anrechnung der Wartezeit möglich sein, jetzt aber fei sie wegen der finanziellen Wirkung nicht möglich. Eine Ablehnung der Regierungsvorlage würde nur eine Verschlechterung der Lage der beteiligten Beamten bedeuten. Damit schließt die allgemeine Aussprache. Rach )rblehnung der Aenderungsanträge der Oppo- iilionsparteien wird 8 1 der Vorlage mit einfacher Mehrheit angenommen. Für § 3, der die Zwangspensionierung der 60- jährigen Beamten ausspricht, wurden 252 Stimmen, dagegen 137 Stimmen abgegeben: 16 Abgeordnete der Bayrischen Vollspartei üben Stimmenthaltung. § 3, der versassungsändernd Frankreich und die elsässische Aulonomiebewegnng. Jiicflin antwortet auf poimar^ö Kammerrede. Paris, 30. 3an. (WB.) Der „Straßburger Kurier' veröffentlicht einen offenen Brief Dr. Ricklins an Poincare, in dem es heißt: 3ch mache Ihnen jedes Recht ftreitig, in der Kammer in meiner politischen Vergangenheit als Untertan des De u t s chen Reiches herumzustöbern. Für meine Handlungen während dieser Zeit bin ich Frankreich keine Rechenschaft schuldig. Frankreich hatte nach dem Frankfurter Vertrag sein Dis inte res se- ment an Elsaß-Lothringen erklärt und das Clsah konnte sich nicht ewig in der Pose der trauernden Witwe gefallen. Rotwendig- ketten wirtschaftlicher und besonders politischer Art brachten es mit sich, daß die Elsässer und Lothringer selber die Derteidiguirg ihrer 3nter- essen in die Hand nahmen, und Frankreich wird anerkennen müssen, dah unsere Kämpfe nicht unfruchtbar getoefen sind. Denn außer dem wirtschaftlichen Aufschwung Elsaß- Lothringen» unter der deutschen Verwaltung eroberte es sich in hartem Kampfe ein Det- fassungsstotut, da» an» im Rahmen des Deutschen Reiches eine Freiheit und politische Unabhängigkeit sicherte, die weit entfernt sind von der unwürdigen Sklaverei, in der wir seht gehalten werden. Sie, Herr Ministerpräsident, hoben hervor, dah ich im Elsah-Lothringischen Landtag eine Rede mit dem Ruf: „Cs lebe Elsaß-Lothringen, es lebe Deutschland, es lebe der Kaiser!" beendet habe, und haben dadurch den Eindruck erweckt, als ob es sich um eine im elsah-lothringischen Parlament vor meiner Präsidentschaft ungebräuch- ttche Kundgebung gehandelt habe. 3n Wirklichkeit aber schlossen auch die Reden meiner Vorgänger bei Beendigung der Legislaturperiode mit der gleichen Formel: „Es lebe der Kaiser!" 3ch war es. der als erster dieser Formel eine demokratische Wendung hinzufügte, indem ich ein Vivat für Elsah-Lothringen und für die deutsche Fraktion, von der wir ein Teil waren, ausbrachte. Was die sogenannten separatistischen Tendenzen betrifft, die Sie den von mir am 8. Rovember von der Kammertribüne gesprochenen Worten unterstellten, so wiederhole ich: Diese Bewegung hat nichts verbrecherische». Separatistisches, und darf sich nach meiner unerschütterlichen Ueberzeugung nur im Rahmen der unantastbaren französischen Legalität ent- wickeln. Elsaß-Lothringen ist entschlossen, das Schicksal Frankreichs zu teilen, und bleibt ein unlösbarer Bestandteil der französischen Republik. Dr. Ricklin erinnert dann daran, dah er am 23. Oktober 1918 im Reichstage für die Trennung des Elsaß Dom Deutschen Reiche eingetreten sei und im Rovember folgende Formel für die Beitrittserklärung zu Frankreich vorgeschla- gen habe: „Elsaß-Lothringen kehrt in den Schoß Frankreichs zurück mit der Versicherung, daß seine Muttersprache, seine religiösen Einrichtungen ihm verbleiben und daß seine wirtschaftlichen 3nteressen gewahrt werden." Dies sind, so fuhr Dr. Ricklin fort, die Hauptforderungen der autonomistischen Bewegung, und Sie, Herr Ministerpräsident, wagen von mir. der ich mein Leben im Dienste des Elsaß verbracht habe, zu fordern, dah ich mich der politischen Bewegung gegenüber gleichgültig zeige, die im Begriffe steht, den letzten Kampf gegen die Affimilierungsbestrebungen zu liefern, der auf die Vernichtung alles dessen abzielt, was uns am teuersten und heilig st en ist. Tiefes Opfer, Herr Ministerpräsident, werde ich nicht bringen. 3ch werde die elsässische Bewegung nicht im Stich lassen. Großer Warenhausbrand in Berlin Das Warenhaus Tietz in der Chausseestraße ein Raub der Klammen. Berlin, 30.Ian. (WTB.) In dem Warenhaus von Tietz in der Chausseestraße im Norden Berlins ist heute abend gegen 8.30 Uhr Feuer ausgebrochen, das einen so großen Umfang annahm, daß die Feuerwehr mit 14 Zügen ausrücken mußte. Da auch die Nachbarhäuser gefährdet sind, wurde deren Räumung verfügt. Das Warenhaus bildet um 9.15 Uhr abends vom Erdgeschoß bis zum Dachstuhl eine riesige Feuersäule. Die Flammen schlagen 10 bis 15 Meter über das Doch hinaus. Der Brand ist bereits in der mittleren Friedrich- fkraße sichtbar. Ungeheure Menschenmaffen haben ich in der Chauffeestraße zusammengeballt. Sämtliche Stockwerke sind vollkommen In Flammen gehüllt: da» hau» ist nicht mehr zu retten. Die Feuerwehr hat große Mühe, die Dachstühle der angrenzenden Häuser zu schützen. In da» brennende Gebäude einzudringen oder auch nur Leitern anzulegen, ist vollkommen unmöglich. Die Wehr muh sich daraus beschränken, die umliegenden Gebäude zu schützen. An der Rückseite des brennenden Warenhauses liegt ein großer Neubau. Das ganz« Waren- haus sollte in der nächsten Zeit umgebaut werden. Von diesem Neubau stürzten um 22.30 Uhr unter großem Getöse die Eisenträger der Dachkonstruktion zusammen. Wenige Augenblicke vorher waren die dort arbeitenden Feuerwehrleute zurückgezogen worden, die sonst unweigerlich von den niederstürzenden Gebäudemassen erschlagen worden wären. Von Zeit zu Zeit stürzten mit lautem Krachen Decken des brennenden Gebäudes ein, ebenso die Zwischenwände in dem alten Gebäudeteil, der demnächst abgerissen werden sollte. Gegen 23 Uhr hatte das Feuer auch auf d i e o b e r ft e n Stockwerte des alten Hofgebäudes übergegriffen, die bis dahin verschont geblieben waren. Auf dem Hofe hatte das Feuer reiche Nahrung an dem noch stehenden Baugerüst des Neubaues gefunden. wie stark gefährdet auch die dem brennenden Gebäude gegenüLerliegeuden Häuser sind, geht daraus hervor, dah dort ganz plötzlich die valkone uachgaben und auf d i e Straße stürzten. Der Polizeipräsident lieh darauf sofort die ganze Straße vor diesen Häusern räumen. 3n einigen Wohnungen singen die Gardinen Feuer, so daß man schliehlich sogar die Vorderräume der gegenüberliegenden Häuser räumen lassen muhte. Die wobei konnten nicht in Sicherheit gebracht werden, da man sie vor Hitze nicht anfasseu konnte. Durch die geborstener Fensterscheiben bringt der durch den Wind niedergedrückte Rauch em und zwingt die Bewohner, ebenfalls die Vorderräume zu verlasien. Um 1,30 Uljr nachts stürzte mit großem Krach der Rest des inneren Geoäudes in sich zusammen. Es steht jetzt nur noch die Vorderwand, die aber gleichfalls einzustürzen droht, so daß auch die Straße weiterhin gesperrt bleiben wird. Das ganze Gebäude bildet nur noch einen riesigen Trümmerhaufen, aus dem andauernd Flamrnen- garben emporschlageir. Ganz besonders gefährdet ist immer noch das RedenhauS Ar. 12, daS deshalb sehr stark von der Feuerwehr besetzt ist und seit Stunden dauernd unter Wasser gehalten wird. Auf eine Löschung des Brandes selbst hat man bereits seit längerer Zeit verzichtet, da es Wahnsinn wäre, Menschenleben aufs Spiel zu setzerr. Dis in die frühen Morgeir- stunden war es den übermenschlichen Anstrengun- den der Feuerwehrmannschaften gelungen, den Brand in der Chausseestraße zu löschen. Hm 4,37 Hhr gab die Brandleitung die Meldung „Feuer aus". Die Ursache des Brandes. Soweit sich bisher ermitteln läßt, ist das Feuer im Gebäude des Warenhauses Tietz in der Ehausseestraße gegen 20 Hi;r Im Erdgeschoß entstanden. Mehrere Angestellte, die um diese Zeit dort beschäftigt waren, haben plötzlich bemerkt, daß an der Decke die elektrische Lichtleitung sowie Stoffe und Papier in Brand geraten waren. Das Feuer hat sich dann so rasch ausgebreitet, daß die Angestellten das Gebäude fluchtartig verlassen mußten. Es waren gestern an dem Haufe riesige L i ch't r e k l a m e n für die »Weiße Woche" angebracht worden, die heute abend zum ersten Male versuchsweise beleuchtet wurden. Dadurch ist wahrscheinlich eine starke Heberlaftung des Licht- nehes entstanden, die zum Kurzschluß führten. Auch die Bausachverständigen, die während des Brandes anwesend waren, hielten diese Version für das Wahrscheinlichste. Daß der Brand in kürzester Zeit das gesamte Gebäude ergriffen hat, hat wohl feinen Grund darin, daß in einem Trep- penschacht in der Mitte des Gebäudes H o l z- verschlüge bis zum Dach gebaut worden waren, die man mit Dekorations ft offen z u Reklamezwecken bespannt hatte. Auch die große Anhäufung an Weiß- und Wollwaren zur „Weißen Woche" hat die Ausbreitung des Feuers sehr begünstigt. Aus dem brennenden Gebäude hörte man in gewissen Abständen Detonationen, die wohl aus dem Parfü- merielager kamen. ist, würde also nicht mit qualifizierter Mehrheit angenommen fein. Artikel 1 des Gesetzes wird mit einfacher Mehrheit angenommen. Zum Art. 2 begründet Abg. M o r a t h (D. V.) einen Antrag für die volle Anrechnung des Wartegeldes, diese volle Anrechnung aber soll beim 3nfrafttreten des neuen Reichs- beamtengesetzes erst wirksam werden. Reichsjustizminister Koch erklärt, er Ijabe niemals gesagt, dah das bei dem vorliegenden Gesetzentwurf und schon feit dem Bestehen der Weimarer Vecsafsung immer angewandte Verfahren der Annahme versaffungsändernder Gesetze verfassungswidrig sei. Er habe die Forderung aufgestellt, daß solche OLenterungen in der Verfassung selbst zum Ausdruck gebracht werden. Bis Aur Durchführung dieser gesetzt stechnischen Tcrbelferung könne man aber die Annahme des vorliegenden Gesetzentwurfes nicht aufschieben. Der Antrag Morctth wird angenommen und mit dieser Aenderung auch der Art. 2 der Vorlage. Der Rest der Vorlage wird in der Aus- schußfasfung mit einfacher Mehrheit an, enom nen. Der Antrag Bernhard (Dem.) aus Zurückverweisung der Vorlage an den Haushaltausschuß wird mit großer Mehrheit angenommen. Donnerstag: S^euervereinhZi» lichungsgefetz, Handwerksnovellc Aus dem Finanzausschuß des Hessischen Landtages. D a r m st a d t, 30. 3an. 3m Finanzausschuß wurde eine Eingabe des Gewerkschaftsbundes der Angestellten auf Maßnahmen zum Schutz der älteren Angestellten durch die Regie- rungsantwvrt für erledigt erklärt, zumal da sich der Landtag in seiner Weihnachtstagung ebenfalls mit dieser Frage beschäftigt und Beschlüsse gefaßt hat. — Ein Antrag Dr. Werners (fraktionslos) auf Befreiung der Blindenhunde von der Hundesteuer wird durch die zustimmende Regierungsantwort für erledigt erklärt. Voraussichtlich wird aber ein Antrag auf gesetzliche Festlegung der entgegenkommenden Haltung der Regierung im Hundestenergesetz eingebracht werden. — Ein vollspartellicher Antrag, bei Holz - Verkäufen durch den Staat die früheren Zahlungsbedingungen, d. h. zinslose Stundung, bis zum Ende des Rechnungsjahres einzuführen, wird angenommen; ebenso ein Zentrumöantraz, die Zahlungsbedingungen dahin abzuändern, daß die 0i ein Antrag Angermeier (Korn.) bet Regierung zur Berücksichtigung überwie en. nach dem die Einziehung von rückständigen Gefällen und Steuern durch Postnachnahme verboten werden soll. Ein Tell der Ausschuß- mttglieder vertrat jedoch einen gegenf eiligen Standpunkt. Aus aller Welt. Das Eisenbahnunglück bei Sünching. Regensburg. 30. 3an. (TU.) Die Staats-, anwaltschast Regen-burg hat gegen den Führer des verunglückten Schnellzuges, Oberlokomotivführer Kümmel aus Regensburg, Haftbefehl erlassen. Kümmel ist ein Mann anfangs der 50er Jahre, der immer ein besonnenes und ruhiges Wesen an den Tag legte und großes Vertrauen bei feiner vorgesetzten Behörde genoß. Er gehört feit 1924 dem Stadtrat Regensburg an. Auch in feiner Berufsorganisation hat er sich 3ahre hindurch in führender Stellung betätigt. Rach einem Sonderbericht der , Münch. Telegrammztg." ist der Schnellzug mit einer Geschwindigkeit von etwa 60-Stunden-Kilometer in den Güterzug hineingerast. Vom Güterzug find vier Wagen ineinandergefchoben, in die sich die Schnellzugslokomotive h neingebohrt hat. Die Wagen find auseinandergetürmt. Die Aufräumungarbeiten waren gegen Mittag beendet. Der Lokomotivführer beruft sich darauf, daß die Signale infolge deS dichten Rebels nicht sichtbar waren. Erst als das ihm entgegen^:ei!tc Bahnpersonal mit roten Laternen winkte, sei er auf die Gefahr auf- merkfam geworden und habe dann sofort gebremst. Leider befand sich der Zug nur noch 50 Meter von dem haltenden Güterzug entfernt, so dah der Zusammenstoß nicht mehr zu verhindern war. Schwerer Verkehrsunfall Im Verner Oberland. Ein Lastautomobil mit Baumaterialien fuhr bH stark ansteigende Landstraße von Thun nach Goltz i w i l zu. Verschiedene Schlitten hatten sich trotz des bestehenden Verbotes angehangt, um sich hinaufziehen zu lassen. Bei einer Kurve geriet da? Auw, obwohl es mit Schneeketten versehen roar, ins Schleudern und rutschte rückwärts. Etwa fünfzehn Personen, die sich auf den Schlitten befanden, wurden gegen die Straßenwand gedrückt. Drei Personen waren sofort tot Ein Tunnel unter (ßa» gesetzt. Der 3 nhalt eines Eifenbahn-Tank- wagens, nämlich Chlorwasserstoff. auf dem Privatgleis einer Ehlorsabrik in Estaque (Süd- frankreich) ist ausgeströmt und hat sich In einem in der Rühr gelegenen Eisenbahntunnel verbreitet. 3nfolgedesien konnten die Personen züge den Tunnel nicht passieren. Die Reisen- den wurden durch Lastautos weiter befördert. Di« Güteyüge passierten den Tunnel, nachdem die Eisenvahitbeamten vorher mü Gasmasken versehen worden waren. Die Wetterlage. toruat- MitWoch. d.30.Jan.1929.7*aMS- ontnet «jnarn etotcit® -omo. • oeaccti • ntn die Temperatur an. Oi< timen teromde» Qru el OtucMA nl nxeresmvrau umacrrceeri#» Lenoreto Wettervoraussage. Wettervoraussage für Freitag: Tefh wolkig, teils ausheiternd, Frost, jedoch tagsüber milder, trocken. WitterungsaussichtenfürEam»tag: Wenig Aenderung der Wetterlage. Lufttemperaturen am 30. Januar: mittag» —3,1 Grad Celsius, abends —- 2;5 Grad Celsius: am 31. Januar: morgens —6,3 Grad Celstusi Maximum — 2,2 Grad Celsius, Minimum — 12,8 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter lieft am 10. Januar: abends —2,5 Grad Celsius: am 31. Januar: morgens —2,1 Grad Celsius. — Son nenscheindauer 3% Stunden. wintersportnachrichten der hesi. Wetterdienststelle. Vogelsberg (Hoherodskopf): Heiter, — 10 Grad Celsius, 30 bis 35 Zentimeter Schnee, gekörnt, Sport Möglichkeit für Ski und Rodel sehr gut. — Herchen Hainer Höhe: Heiter, —10 Grad Celsius, 30 Zenti Meter Pulverschnee, 5 Zentimeter Neuschnee, Ski und Rodel sehr gut. Odenwald (Tromm): Heiter, — 10 Grad Tel sius, 50 Zentimeter Pulverschnee, Ski und Rodel sehr flut — Neunnrchen: Heiter, —12 Grad Celsius, 50Lentimeter Pulverschnee, Ski und Rodel sehr flut. Taunus (Kleiner Feldberg): Heiter, —4 ©rat Celsius, 58 Zentimeter Schitee, etwas verharscht, Ski und Rodel gut. Saucrlond lWinterberg)' Heiter, — 5 Grad Celsius, 50 Zentimeter Schnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut Schwarzwald (Feldberg).' Wolkig, 0 Grad Celsius, 125 Zentimeter Schnee etwas verharscht, Ski und Rodel gut — Ru h e ste i n: Heiter, — 3 Grad Celsius, 68 Zentimeter Schnee, stark ver harscht, Ski und Rodel sehr gut JO>‘ in d ömniftürf 5 einen Lagen Le üb» ! chard brriM alten « wuchs die QIi .Mr; das 2 bereits mit e letzte Toi 104 867 Duker der älteste So ill üi« 6! bnichlet. ist e ,7 vollem. jLfanb von u As- gare allein versorgen- 2uS Ä Ef ft "N ejnDru chard, von 3c dieser ausschl' chardsch-n §a, «Stift des lvai schen Handmr »i Den vrundst legte, wie an läumsschrist e chard, der Huthanölverk Lehrzeit erloe anoeren, dann mungen, späte« sabril Lhuchc 1. Februar 181 Hutgeschäft g zeitig eint tz nehmen tnlti immer mehr, Schuchards ' inhaber in d 1895 In Fin wurde. Dils tung des ; öchuchard iienft fand u 1831 In das August ®Ti diesem Dünst brachte an tzi der sich in li höht hatte, t stieg weiter konnte die £ Deutsche De • Mt* 3: Wetterlage. Ä? ’’ Säte*11«»* "* «SSft VennHre GmvMungSmzeige in derSamstagsnummer desGießenerAnzeigers durch sorgfältige und öirtfame Sahausstattuna werben soll dünn geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Donnerstag in der Geschäftsstelle auf! «US der Provinzialhauptstadt. Stehen, den 31. Januar 1929. 50 Jahre HuchauS Schuchard. Lm morgigen Freitag, dem 1. Februar, kann baÄ HuthauS W. & G. Schuchard in Dietzen auf sein 50jährigeS Bestehen zu- rückblicken. Damit vollendet sich das erste Hatv- iabrbundcrt eines Gießenrr Geschäftshauses, dessen Bedeutung für das Wirtschaftsleben in unserer Stadt bisher wohl nur wenigen Mitbur- aern in vollem Ausmaße bekannt geworden ist, die aber recht eindrucksvoll ersichtlich wird, wenn man sich vor Augen hält, datz die Jubilarfirma allein im letzten Borkriegsgeschäftsiahr einen versand von über l’/i Millionen Hüten aufzu- weisen hatte, also eine Menge, die ausreicht um die Männerwelt einer bedeutenden Weltstadt ganz allein für ein Jahr mit neuen Hüten zu 'erforgen. Aus Aniah ihre- halbhundertjährigen De- stehenS hat die Firma W. & G. Schuchard eine Festschrift tm Druck erscheinen lassen, die sowohl im Text wie auch im Bildschmuck eine würdige und eindrucksvolle Jubiläumsgabe darstellt. 3n dieser Jubtläumsschrist wird im ersten Teil oon OberkriegsgerichtSrat Koch in fesselnder Weise über die Vorfahren des Hauses Echu- chard berichtet, das seinen Ursprung in einem alten Lauterbacher Hutmachergeschlecht aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts hat. Was der Geschichtsschreiber an Hand eine» reichen archivalischen Stoffe« in dieser Jublläumsschrift über das Lauterbacher Hutmachergewerbe und damit über daS Hutmachergeschlecht Schuchard berichtet, ist ein wertvolles Stück oberhessischer Heimatgeschichte, das sicherlich bei allen Lesern große» Interesse finden wird. Ausgehend von Dem ersten Hutmacher des Geschlechtes Schu- chard, von 2oh. Hermann Schuchardt (1692), bis zu dem jüngsten Sproh des alteingesessenen ober- hessischen Geschlechte-, dec am 15. April 1924 In Dietzen das Licht der Welt erblickte, wird in dieser aufschlutzreichen Abhandlung der Schu- chardschen Familiengeschichte ein seingczeichneteS Bild des wacker vorwärtsstrebenden oberhessischen Handwerkertums und des daraus während des letzten HalbjahrhundertS entsprungenen kaufmännischen Unternehmungsgeistes gegeben. In anderen Fachbetrieben um. besuchte dann die Akademie für Sozial- und Handelst» issenschasten in Frankfurt a. M. und kehrte hierauf wieder in die Firma zurück, deren Prokurist et am 13. Juni 1908 und deren Teilhaberschaft ihm am 1. Oktober 1912 übertragen wurde. Der Mitinhaber Georg Schuchard scn. verstarb am 26. Februar 1913 infolge eines Herzschlages nach einem Leben rastlosen und erfolggekrönten Schaffens. Am 1. Avrll 1906 wurde der derzeitige Mitinhaber Fritz Schuchard, der zweite Sohn Wllhclm Schuchards, als Lehrling in die Firma ausgenommen; nach dem Abschluß seiner Ausbildung, die ihn ebenfalls über die Akademie für Sozialund Handelswissenfchasten in Frankfurt a. M. und fi6et die Handelshochschule Berlin führte, kehrte er am 1. Oktober 1911 in das Geschäft zurück. Er wurde dann Prokurist des Hauses und nach dem Ableben von Georg Schuchard sen. Mitinhaber der Firma. Die Herren Georg und Fritz Schuchard, sowie der größte Teil des Personals standen während des Weltkrieges unter den Fahnen, so daß naturgemäß der Geschäftsbetrieb in Ermangelung zahlreicher wertvoller Kräfte, ferner auch infolge der vielfachen Hemmungen in der Rohmaterialienversorgung schwer zu leiden hatte. Der Wiederaufbau des Ge- fchäftes nach dem Kriege wurde jedoch von den Geschäftsinhabern mit Unterstützung bewahrter Mitarbeiter in emsiger Schaffensfreude und mit kaufmännischem Weitblick durchgesührt. Bon den Angestellten sind 3 seit über 40 und 13 seit über 25 Jahren in dem Hause Schuchard tätig, gewiß ein Ehrenzeichen für beide Telle. Das Unternehmen nimmt heute nicht nur in unserer heimischen Wirtschaft, sondern auch un deutschen Hutgroßhandel eine achtunggeaietende Stellung ein, die in Verbindung mit dem Festhalten an den bewährten Grundsätzen kaufmännischer Gediegenheit ui}ö sorgfältiger Bedienung der Kundschaft dem Hause Schuchard auch für die Zutunst ein verheißungsvolles Wirken ermög- ^^HCXNIU>*CMU3PIO > GRIPPE auch über das Grab hinaus ein ehrendes Andenken bewahren. , •• Dienstjubiläum. Am morgigen 1. Februar kann der Portier Gustav Schmidt tn der Medizinischen Klinik auf seine 2öjahngc Diensttätigleit in diesem Institut zurückblicken. •• Personalien. Ernannt wurden der Kanz- leigehilfe Christian Gehringer zum Kanzlisten beim Derwaltungsausschuß der Üandesuniverfüal Gießen mit Wirkung vom 1. Februar 1929 an; bet Lehrer Adam Ditter au Rainrod, Kreis Alsfeld, zum Lehrer an der Volksschule zu Klimbach, Kreis Erbach, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an. — In den Ruhestand versetzt wurde der Ober, letzter an der Oberrealschule zu Alsfeld Gustav Herrmann auf fein Nachsuchen vom 1.Februar Frankfurter Eym"donie-Orchesters, 7.3V Dßr, hn Stadttheoter. — Eisverein: Großes Konzert, Sam- pion-Polonaise, Feuerwerk, 7 bis 10 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Pal und Patachon in „Die blinden Passagiere". — Große Gießener Karneval- Gesellschaft: Bunter Abend im EafS Arnend. — Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die beiden erfolgreichen Uraufführungen Leonhard Frank- „Äarl und Anna" und Werner Johannes Guggenheims »Das Dors Sanft Justen" werden in dieser Woche wiederholt. Am Freitag. 1. Februar, ist die erste Wiederholung des Schauspiels aus den Bergen. Auguste Prasch-Greven- berg. Ehrenmitglied des Meininger Landes- theaterö, spielt wiederum die Rolle der Frau Lanz. Frau Prasch-Gcevenberg wird ferner tn Molnars .Olympia" die Fürstin Eugenie spielen. Zu dieser Rolle ist sie als Gast vom Stadttheater Gießen verpflichtet worden. — Die Wedekind- Morgenfeier .Zirkus" am 3. Februar ist wegen Erkrankung von Pamela Wedekind vorerst verschoben worden. Dafür wird im Rahmen des Kammerspielzyklus zusammen mit dem Goethe- Bund Gießen noch im Laufe des Februar als dritter Tag ein Gastspiel der .Musikalischen Ko- mödien" von Dr. Fischer stattsinden. — Am 3. Februar wird als Fremdenvorstellung auf vielseitigen Wunsch die seinerzeit mit so großem Erfolg aufgenommene .Kleine Komödie" von Siegfried Geyer wieder in den Spielplan ausgenommen werden. — Als nächstes Gastspiel des Frankfurter Reuen Operettentheaters ist für Freitag, 8. Februar, die Erstaufführung der Operette .Vvette und ihre Freunde" vorgesehen. — Der Goethe-Bund schreibt uns: Infolge Erkrankung mußte die für die dritte Morgenfeier in dem mit dem Stadttheater gemeinsam veranstalteten Kammerfpielzyllus eingeladene Künstlerin Pamela Wedekind absa- gen. Die Intendanz des Stadttheatörs und der Vorstand des Doethe-Bundes sahen sich daher zu einer Programmänderung veranlaßt. Es findet an Stelle dieser Wedekind-Feier, die später nachgeholt werden soll, als 3. Tag im Kammerspiel- zykluS am Sonntag, 24. Februar, eine Morgen- feier mit einem Gastspiel deS Theaters der musikalischen Komödien von Dr. Erich Fischer statt. (Siehe heutme Anzeige.) •* Dr. jur. Franz Mobus t. Ain 19cJanuar starb an einer Gallenant',ündung im Krankenhaus in Tokio der Lektor der deutschen Sprache an der Ko-Togakto (Hohen Schule) in Uranka (Japan) Dr. Franz Mobus un Alter von 37 Jahren. Franz Mobus stammte aus Königswinter, besuchte die Realgymnasien in Koblenz, Bonn und Gießen, studiert« hier und in Berlin die Recht« und erlernt« auch gleichzeitig die japanische Sprache am Orientalischen Seminar. Als kriegssieiwilliger Feldartlllerist machte er den Weltkrieg von Anfang bis zu Ende in Frankreich. Rußland. Galizien und Ru- manien mit, war Gerichtsreferendar in OieBen. Kammerstenograph im Hessischen Landtag, wurde nach bestandenem Gerichtsassessorexamen HllsS- rcbaftcur am Wolffschen Telearaphenbureau in Frankfurt, Paris und Mannheim und erhielt dann den ehrenvollen Ruf nach Japan. Mit Franz Möbus. der sich hoher Wertschätzung erfreute, ist ein guter Deutscher dahingegangen. Ehre seinem Qlntenferu. •• Fräulein von Klipstein 1". Äur^ nach der Vollendung ihres 90. Lebensjahres am 25. Januar ist Frl. Meta von Klip st ein am 28 d. M. verstorben. Um die Verewigte, deren Lebensgang wir in unserer Rr 22 vom 24. Januar berichteten, werden zahlreiche -Mitbürger. die ihr nähertreten und sich ihrer freuno- scha t ichen Schätzung erfreuen durften, aufrichtig trauern. ** Eine treue Dienerin. Am 28. Januar verstarb im Katholischen Schwesternhaus nach längerem Leiden Frl. Magdalene Zahn. 57 Jahre war sie ununterbrochen als treue Hülfe in der ya» milic des Geheimen Justizrats Dr. G u t f l e , s ch tätig, deren größtes Vertrauen sie besaß und mit der sie Freud und Leid treulich getragen Hot. Ausgezeichnet mit mehreren Orden für die treu geleisteten' Dienste erhielt sie nach 40jähriger Tätigkeit von der Großherzogin Eleonore das Ehren- kreuz mit Brillanten zum erblichen Eigentum. Alle, die dem Hause Gutfleisch nahestchen, achteten die nun Verewigte hoch und waren ihr von Herzen zugetan. Sie werden dem guten, treuen „Lenchen Berliner Börse. Berlin, 31. Ian. (WTB. Funkspruch.) Die Unsicherheit betreffs der Diskontpolitik der Bank oon England läßt auch im heutigen Frühverkehr eine Geschäftstätigkeit noch nicht aufkommen. Auch der uneinheitliche Verlauf der Neuyorker Börse mahnt zur Zurückhaltung, dagegen werden von dem heutigen Zahltag keine Schwierigkeiten mehr erwartet Vorläufig taxiert man unveränderte Kurse. lichen wird. . Akademische Skiwettkämpfe. Arn Sonntag, 3. Februar, finden auf dem Hohe- rodskopf die diesjährigen akademifchen Skiwettkämpfe statt, zu denen die Hochschulen Franlfurt, Marburg, Darmstadt und Gießen an- treten. Für den Langlauf haben 8 Mannschaften, darunter, außer Konkurrenz, 1 Mannschaft von Altakademikern gemeldet. Für die siegreiche Mannschaft hat die Medizinische Fakultät der Landes- Universität Gießen eine wertvolle Plastik gestiftet, das Werk des Gießener Bildhauers K ö d d i n g. Die Meldungen zum Einzellanglauf sindsehr zahlreich eingegangen, weil am Sonntag die Mög- lichkeit besteht, die Gruppe V des Deutschen Turn- und Sportabzeichens im Skilauf zu erfüllen. Der Geländelauf ist für Altakademiker, Studenten und Studentinnen ausgeschrieben. Letztere können hierin das Turn- und Sportabzeichen erwerben. Zum Sprunglauf haben die Hochschulen Gießen, Frankfurt und Darmstadt gemeldet. Daten für Freitag. 1 Februar. Sonnenaufgang 7.39 Uhr, Sonnenuntergang 16.49 Uhr. — Mondaufgang 0.29 Uhr, Monduntergang 10.38 Uhr (letztes Viertel). . 1844: der Botaniker Eduard Straßburger tn Warschau geboren; — 1874: der Dichter Hugo von Hof- mannsthal In Wien geboren; — 1910: der Dichter Dao Julius Bierbaum in Dresden geboren. Caeßcttoi’ Wochcnmarttprcise. GS kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 140 bis 170; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 25 bis 30; 'Weißkraut 20 bis 25; Rotkraut 25 bis 30; gelbe Rüben 20 bis 25; rote Rüben 15 bis 20; Spinat 50 bis 60; Unter-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 25 bis 30; Rosenkohl 50 biS 60; Feldsalat 150 bis 180; Tomaten 80 bis 90; Zwiebeln 20; Meerrettich 50 bis 120; Schwarzwurzeln 50 bis 70; Kartoffeln 5 bis 5',; Aepfel 20 bis 40; Dörrobst 35 bis 40; Honig 40 bis 50; junge Hähne 100 bis 110; Suppenhühner 100 bis 120; Tauben 80 bis 85; Rüsse 70 bis 80; das Stuck; Eier 18 bis 20; Blumenkohl 70 bis 140; Salat 40 bis 45; Endivien 40 bis 60; Lauch 15 bis 20; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 50 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3,80 bis 4,50 Mark. Bornotizcn. — lagestalenber für Donnerstag. Gießener Konzertoerein: Symphoniekonzert des 1929 an. , , _ , c ,, •• Provinzialausschutz Oberhessen. Am Samstag, 2. Februar, vorm. 81', Uhr beginnend, findet im Sitzungsfaale deS Rcg.erunas- gebäubed zu Gießen eine öffentliche Sitzung des ProvinzialauL fchusses der Provinz Oberhessen statt mit folgender Tagesordnung: 1. Gesuch des Landwirts Karl Arnold in Alsfeld um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft mit Branntwcinausfchank; hier: .Berufung gegen die Entscheidung des Kreisausschusses des Kreises Alefeld vom 6. Dezember 1928. 2. Klage Der Georg Ruppel VI. Wwe. in Obbornhofen wegen Entziehung des Allmendgenuffes: hier. Berufung der Gemeinde Obbornhofen gegen Dar Urteil des Kreisausschusses deS Kreises Gießen vom 29. September 1928. •• Disfest findet heute abend von 7 bis 10 Uhr auf Der Eisbahn an der Moltkestrahe statt. Bei dem vorgesehenen Konzert, der Lampion-Polonaise und Dem Feuerwerk dürfte es Den Veranstaltern an Zuspruch sicherlich nicht fehlen. _ _,, , _ *• Der Friedberger Frühj ahrS- Pferdemarkt findet am Fastnachtdienstag (12. Februar) statt. MU dem Markt wird, Wie bisher, eine Prämiierung verbunden werden. Es ist Damit zu rechnen, Daß dazu zahlreiche Anmei- Düngen einlaufen werden. •• Reichswettkochen mit GaS. Man teilt uns mit: In unserer Zeit der Rekorde, ter Wettkämpfe nicht nur auf allen Gebieten des Sportes, sondern auch auf den Gebieten ter Arbell ist es eine neuartige Idee, Die Hausfrauen auch zu einem Wettstreit in ihrem ur- eige.ften Feld, der Küche, aufzurufen. Gele- gentlid) der vom 19. April bi- 21. Juni in ^Berlin ftattfintenten Deutschen Ausstellung von Gas und Wasser soll ein Reichswettkochen Durchgeführt werden, dem Ort-- und Länderwett- wchen vorausgehen sollen. Die Aufgabe für die bei diesem Wettkochen mitwirkenden Damen besteht Darin, zu beweisen, daß Da- die sparsamste, sauberste und schnellste Feuerung in der Küche ist. Es ist auch in Gießen vorgesehen, ein Wettkochen zu veranstalten. Die Vorarbeiten sind bereits im Gange. Den Grundstein des heutigen Hauses Schuchard legte, wie aus Dem zweiten Teil ter Jubi- lLumsschrift ersichtlich ist, Wilhelm Schu- ta r D. ter 1866 bei seinem Vater in das uthandwerk als Lehrling eintrat. Rach ter Lehrzeit erweiterte er seinen Gesichtskreis in anderen, darunter auch ausländischen Unternehmungen, später war er in ter Darmstädter Hut- fabrtl Schuchard tätig, bis er schließlich am 1. Februar 1879 in Gießen am Kreuz ein eigenes Hutgeschäft gründete. Damit begann er gleichzeitig eine Hutgrohhandlung. Das junge Unternehmen entwickelte sich im Laufe ter Jahr« immer mehr, so daß am 1. Januar 1884 Wilhelm Schuchards jüngerer Bruder Georg als Mit- 'nhaber in das Geschäft eintrat, das am 1. Jan. 1895 in Firma W. & G. Schuchard umgeändert wurde. Wilhelm Schuchard übernahm die Leitung des Jnnenbetriebes, während Georg Schuchard sein Haupttätigkeitsfeld im Rei.e- dienst fand und dabei von dem am 1. Februar 1881 in das HauS eingetreteneil Angestellten August Greb unterstützt wurde, der heute noch diesem Dienst obliegt Das Geschäftsjahr 1884/85 brachte an Hüten einen Umsatz von 3843 Dutzend, ter sich In 1885'86 bereit- auf 4610 Dutzend erhöht hatte. Der Umsatz im Geschäftsjahr 1888/89 stieg weiter auf 11 426 Dutzend. Seit 1889/90 tonnte die Firma ihre Tätigkeit auf das ganze Deutsche Reich, feit 1892 93 auch auf äußert deutsche Länder austehnen. Am 1. Oktober 1895 wurde das Geschäft vom Kreuz nach dem eigenen Grundstück Seltersweg 44 ver.eft, wo die Sitma einen Lagerneubau errichtet hatte, ter zu Beginn des neuen Jahrhunderts durch einen toeitcrcn Anbau vergrößert wurde. In erfreulicher Weise wuchs die Ausdehnung des Geschäfts Jahr für Jahr; das 25. Jubiläums^Sefchäftsjahr schloß bereits mit einem Umsatz von 50 041 Dutzend, da- letzte Dorkriegsjahr mit einem Versand von 104 867 Dutzend Hüten. Am 1. April 1901 trat ter älteste Sohn Wilhelm Schuchards, ter letzige Firmenteilhaber Georg Schuchard j u n., als Lehrling in das Geschäft ein, später sah er sich lmer ein 2? Tag L?'Onnmi 5 >» StadiraN 8en°6- ÄÄ ?bKricht der 1 Ä3n Är eln« en. (grff .s. tcXnL?“8 nur "och JA entfernt, R ü wchr hu dn- iaa'® Bernet Oberlanb. 1 Saumoteriallen fuhr bh ’&e oon Iljun nachTol- Eliten Jatlen sich lrOh "Sehangt, um sich W einer Kurve geriet da? chneeketten versehen mar. ch" rückwärts. Etwa >ch auf den Lchiitttn de- elrabennxinb gebrüdt m sofort tot niet ®q» geseht i Sisenbahn-Tauk. b'.omifcrfloff, auf dem »rfahrif tn Gfrague (Süd- nnt und hat sich In einem KsenbahMmul derbrcitck die Personen züze passieren. Die Reifen» iu:o8 weiterdesörderi. Di« «n Tunnel, nachdem dir -er mit GaSmaSken der- Für den Rauchtisch eines gastlichen Hauses! STAU Fl A Die neue Waldo rf-Asto ria -Zig a rette sy&ss SS-- Te-# Schnee, @rab nttrb««1, $5»l***' 6 ,, Schn^' o Grad ... Mag beginnt eine meiner grien Kainsensationen des Jäte Wollen Sie viel Geld sparen, dann lesen SCHMÜCKER Sie mein morgen erscheinendes Inserat Gießen / Marktstraße 4-8 — Das führende Kaufhaus _ _ Danksagung. Ftir die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres Heben Entschlafenen sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers, dem Personal des Hotel Schütz und der Altersvereinigung 1878-1928 sagen wir unsem herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Geschwister Hauswald. Leipzig, Porsdorf, Krumhermsdorf, den 30. Januar 1929. 0283 Ausruf. Der Hilfsverein für die Geisteskranken in Hessen wird in den nächsten Tagen mit einer Haussammlung an die Einwohnerschaft herantreten. Er bittet, ein bescheidenes Echerflein auch hierzu beizusteuern. Auch kleine Gaben werden dankend entgegengenommen. Es wird aber auf eine recht weitgehende Beteiligung der Bevölkerung gerechnet. Der Verein macht es sich zur Aufgabe, Nervenleidende und Geisteskranke, die geheilt aus der Anstaltsbehandlung entlassen sind, wieder im Wirtschaftsleben unterzubringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich und ihre Familie wieder selbst zu unterhalten. Es ist dies eine bei der heutigen Lage sehr schwierige Aufgabe. Sie muh aber gelöst werden, wenn nicht die Geheilten alsbald unter dem Drucke der Not und der Arbeitslosigkeit wieder ein Opfer ihres alten Leidens werden sollen. 915D Der Hilfsverein für die Geisteskranken in Hessen._________________ Zwangsversteigerung 47^8 Freitag, den 22. März 1929, vormittags 9 Uhr, wird im hiesigen Amtsgerichtsgebäude, Zimmer 106, das im Grundbuche von Gießen dem Wilhelm Zakob in (Siehen zugeschriebene Anwesen 3n den Eichgärten Nr. 37 9170 Flur 3, Nr. 225 = 277 qm Hosreite, Flur 3, Nr. 2246/io = 795 qm Grabgarten, geschätzt auf 5855 RM. versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht ausgehängt. Gießen, den 28. Januar 1929. 3.91. des Hess. Amtsgerichts Gießen: Leo, Ortsgerichtsvorsteher._______ Zagdverpachtung. Donnerstag, den 7. Februar 1929, nachmittag» 2 Uhr, wird in der Gastwirtschaft Ed. Schepp die Gemeindejagd, zirka 180 Hektar Feld, aus die Dauer von sechs Jahren öffentlich verpachtet. 9090 Lindenstruth, den 31. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei. ________J.V.: Schäfer._________ Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatenc Voranschlag für 1929 liegt vom 1. k. 2H. ab eine Woche lang auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. 9380 Beuern, den 31. Januar 1929. Bürgermeisterei Beuern. Linden st ruth. Sreltng.öen l.Wam, nachmittags ab 2 Uhr, versteigere ich im »Löwen", Neuenweg 28: 3 Kommoden, 2 Flurgarderoben, 1 Küchenschrank, 1 Küchentisch, eine Wafferdank, i Sofa, 1 Lhaiselong., 1 Diwan, 1 Ladentheke, 1 Warenschrank, 2 Regale, 1 kl. Tisch, einen Waschtisch, 1 Vertiko, 1 Glasschrank, 1 Kinderbett, 1 Bett mit Federzeug, einen Bücherschrank, Nähmaschinen, Grammophone für Wirtschaft, zwei Schreibmaschinen, Maskenkostüme, Gasbackofen, 3 Küchenherde, fünf Oefen (gut erhalten), Herrenmäntel- 1 Küchenwaage mit 13 Gewichten, drei Handwagen, wollene Kinder, sümpfe, Oamen-Väder, 1 Pferde- Schlitten, 1 Drehbank, 5 Itacht- schränkchen u. n. v. a. Versteigerung bestimmt. Ludwig Harimetz Auktionator und Taxator 77euenweq 28 Telephon 1414 Prima, gutkochende empfiehlt billigst ?4ia SmeMllsWMWa Bahnhofstraße Telephon 1403 Holzversteigerung. Dienstag, den 5. Februar L 3., werden in der willschen Wirtschaft zu Treis an der Lumda von %11 Uhr an aus den Staats- wald-Forstorten: Alte-Unner, Fortbachseck, Hege, Scheid. Himberg, Holzgeschirr und Zipfenwold versteigert: 9140 Fichte-Derbstangen 1. Klasse 39 Stück; 2. Klasse 29 Stück; 3. Klasse 76 Stück. Eiche-Ruhknüppel (2,20 m lang): 1 rm (Holzgeschirr Nr. 1012). Scyeifer rm: 65 Buche, 10 Eiche. 1 Kiefer, 4 Fichte. Knüppel rm: 88 Buche, 56 Eiche, 27 Kiefer, 8 Fichte. Reisig 1. Klasse (Knüppelreisig) rm: 16 Kiefer. Reisig 2. Klasse (Stammreifig) rm: 68 Buche, 72 Eiche, 41 Strobe. Reisig 3. Klasse rm: 176 Buche, 76 Eiche. Stöcke rm: 18 Buche, 15 Eiche, 7 Kiefer, 14 Fichte. Auskunft erteilen Herr Förster Bing zu Treis a. d. Lda. sowie das Forstamt. Gießen, den 29. Januar 1929. Hessisches Forstamt Gießen. Zagdverpachtung. Freitag, den 15. Februar 1929, nachmittags 3 Uhr, soll die Feldjagd der Gemarkung Alsfeld (Oberhessen) auf dem Rathause zu Alsfeld in vier Abteilungen auf neun Jahre verpachtet werden. Die Gemarkung ist zirka 7000 Morgen groß, und es grenzen drei Abteilungen an Wald. Zu Abteilung 4 gehören zur Zeit zirka 100 Morgen Waldjagd im Stadtwald Dümmling. 9080 Angrenzend an die Abteilung 4 wird ab 1. Februar 1930 die Waldjagd, welche von diesem Zeitpunkt vom hessischen Staat auf die Stadt übergeht und zirka 800 Morgen umfaßt, verpachtet. Die Jagd weist einen guten. Wildbestand auf. Nähere Auskunft durch die unterzeichnete Stelle. Alsfeld, den 29. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei Alsfeld. ______________Dr. Völsing.___________ Vremlholz-Slibmission des Graf zu Solms-Laubachschen Forst- amts Laubach am 5. Februar, vormittags 10% 2ihr, im Gasthaus „Zur Traube" in Laubach aus den Förstereien: 9260 Oberseen: 550 rm Buchenschciter 1. Kl., Freienseen: 190 rm Buchenscheiter 1. Kl., Jägerhaus: 1370 rm Buchenscheiter 1. Klasse. Gonterskirchen: 275 rm Buchenscheiter 1. Klasse, Ruppertsburg: 210 rm Buchenscheiter 1. Klasse. Losr rzeichnisse werden auf Wunsch zu- gcftellt. Offerten mit der Aufschrift „Holzsubmission" sind bis zum 4. Februar abends, einzureichen. Nutzholzverfteigenmg Die Gemeinde Crumbach versteigert am 2. Februar 1929, von vormittags 11 Uhr ab, bei Heinrich Waldschmidt folgendes Fichten-Nutzholz: 8190 la 9,85 Festmeter 1b 49,31 2a 59,46 2b 51,56 3a 27,20 3b 4,07 4a 5,47 206,92 Festmeter Crumbach, den 25. Januar 1929. Herrmann, Bürgermeister. Warum quälen Sie sichmitlhrenNerven? Weshalb gebrauchen Sie nlchtmlt Vertrauen das gute, bewflnrte Doppelherr das schon Tausenden geholten hat? Eine Probe'lasche kostet nur 2.20 Mk., sicher ein billiger Versuch, wenn Sie bedenken, daß Sie dadurch ihre Nerven wieder zur Ruhe bringen, also wieder gesund werdefn; bekanntlich sind die Grundursachen der meisten Krankheiten auf ein zerüttetes Nervensystem zurückzuführen. Eine gründliche Kräftigungskur mit Doppelherz wirkt Wunder bei den verschiedensten Schwfichezusiä-den, Neurasthenie, Kopfschmerzen, Blu armut, Appetitlosigkeit, Herzklopfen, Mattigkeit. In fast allen Apo- t‘ eken und Drogerien Ist Doppelherz erhältlich, bestimmt In der Haus Hindenburg, Medlzinal-Drogerie H.EIges, Seltersweg 68a; Drog. E.Karn, Schulstr.; Löwen-DrogerieW.Kilbinger Nachf., Seltersweg; Drog. Gebt. Michel, Walltorstraße 29; Drogerie Hans Noll, Ludwigsplatz und Neustadt; Kaiser- Drogerie Ernst Noll, Lindenplatz 5; Kreuz-Drogerie A. Noll, Bahnhofstr.51; Drogerie C. Seibel, FrankfurterStraße; Drogerie 0. Winterhoff. Kreuzpl. 9/10; Viktoria - Drogerie Gießen • Lollar, Apotheker E. Guth. 262V Der erste diesjährige kostenlose ^Pholo-llnlerridr beginnt Freitag, 1. Februar, abends 7.15 Uhr, im eigenen Vortragsraum Photo-Spezialgeschäit \Winterhoff / Kreuzplatz 9 / Sie brauchen 0324 Stärkung. Festigung Ihrer Gesundheit, ruhigen Schlaf! Warum versuchen Sie nicht das Wörishofer Nerven-Präparat ein idealer, naturreiner Stärkungstrank gegen Uebcrarbeitung, Nervosität usw. Kräuterhaus Jung, Schulstr. 5 Suche überall Persönlichkeiten »ur Uebernahme v. Filialen. Monatlicher Verdienst 160 Mk. Kenntnisse und Kapital nicht nötig. Auch alS Nebenverdienst geeignet. Kein Neifen noch Hausieren. Angenehmes Arbeiten im Hause. Nikoinn* P. Reib. 929V Hainttadt Kreid Offenbach, Postfach 28 Tüchtige, abschlußfichere Buchhalterin mit schöner Handschrift zum baldigen Ein- tritt gesucht. Schrift!. Angel), mit Zeugnis- abschr. u. GehaltSanfvr.u.0301 a. d. G. Anz. Tüchtige, sachkundige aus der LebenSmittelbranche werden zum baldigen Eintritt in dauernde Stellung gesucht. Bewerberinnen, nicht über 22 Jahre alt, wollen unter Beifügung von Zeugnisabschriften und Lebenslauf sich melden unt. 916V an den Gieß. 2lnz. Masken- Schuhe rosa, grün, gold, schwarz und weiß (nicht gestittet) Ich iuche für mein Gemtfcht-Waren- geschati zum mönltcbn sofortigen E'nuin einen branchekundigen jungen Mann alö HäNdoiMI. Wolmuna u. Beköstigung im Haufe. Angeb. nm Gebaltsanforücheit ». Lichtbild ei bittet Heinrich Linde, Aue, Weits, b. Beriebnrg. | Vermietungen Schöll mööl. Zimmer foi. zu uerm., cv.l. mit Pension 0315 Reuftadt 5s I, Laden allerbeste LageiSel- tersmeg) zu verm. Schr. Angeb. u. 0821 an den Gteh. Anz. Stellenangebote! VertretüF zum Verkauf leicht- verkauft, elektrischer Apparate a. Private gcfl. hohe Provision gesucht. Muster werden gestellt. Schriftliche Angebote unter 814D an d.Gteü.An». BeiterBroterwerb ist eine Strickmaschine, Karat, fr. [708D D. Kirich, Würzburg, Sanderrtng 6. taiir der auch Zentralheizung bebtenen f„ gesucht. Tauschwohnung erforderlich. Schriftl. Angeb. u. 9221) an den Gieß. Anzeiger erbeten. Tüchtiger, lediger Chauffeur gesucht. 132D Hubn, Rittergasse. Junger [,zeD WMiei auch Schlosser oder Jnstauatcur, der sich als Elektriker ausbilden will, sofort gesucht bei freier Station. Heinrich LeMoni, Schlosserei u.Jnüal- lanonSgeschäft, Wtilfersbelm, Oberh. Sohn achtbarer Eltern als MW für tflufmünn. Büro flPfutöt. Bewerbungen umer ^lr. 1163 au Annoncen-Erped. Germer & Wagner Neuenweg 50.9IID Lehrling. Für meine Kolonialwaren' u. Feinkosthandlung fuche ich für Ostern einen Lehrling. 4 Schr. Anaeb. unter 93Q. an d.Gien.Ani. 5uuü.£aBlftün oder MWI für täglich l bis 2 Stunden vormitt. gesucht 921D Weftaulage 46 l. Zur Fü rung des HausbatlS einer dl» lerenDa »e wird em zuverlafstges, älter. Mädchen nicht unter 3;')3Qbr„ gesucht. Eintritt 1. März. Alteenstr. 14 v. Suche für sofort em otbentl, tüchtiges USWe« im Alter von 20 bis 25 Jahren. 1913V Buderus - Haus HirzenbaiNiHeffenl Für einen kleineren Haushalt in Mainz w. em zttverl., iletsziges Mädchen daö auch Liebe zu Kindern hat, für 15. tsebt. gesucht. Bewe rbermnen wollen sich vorstellen bei Frau Anna Georgi, Weferstr. 2. «ts Flettztges, ehrttcheS Mädchen täglich btS geg. 2 Uhr gesucht 0318 Welckerstr. 14 1. Borzufvr. zwischen 14 u. 16 Uhr. Ordentliches Mädchen für Küche u. Haush. gesucht 8570 Blockstraße 9, , Laden. Stellengesuche Junge Dame sucht für tagsüber Beschäftigung,evtl, als Stütze oder zu Rtndern. Schrift!. Angebote unter 0307 an d. Giesi. Anz. erb. Junges,, sehr begabtes, von d. Schule empfohlenes Mädchen im 16. Lebensi., sucht zu Ostern Anfangs steUung in kaufm. Büro. Stenogr. bereits 120Stlben und k. perfekt Maschine schreiben. Erw. wäre Gelegenh. auch zu sonst, kaufm. Ausbildung. Schr. An geb. u. 0302 a. d. Gu.Anz. Fräulein a. gut. Fant. iRheinl.', 25J..sncbt Stelle als Kinderpfl.. Klankenpfleg. ob. in befs.HanSh.Schr.An- geböte tt.0314 a.G.A. | Verkäufe | Wniflmer «Nudel beste Abstammung, Umstände halber in gute Hande billig abzngeben. Näh. t. d. Geschäfis- stelle d. G. An». 0300 Grotzes Geschäftshaus m. Nebengebäude, in bester Lage, für jedes Geschäft geeignet. in Aletcld zu verkaufen. Schr. Angebote unt. 9341 > a. d. (Äien.Anz. Fracht- u. Etnfoän- "ffiSF Sffilitien zu verkaufen. 0323 Müblftraßc 22. Harmonium Büfett Vertiko Stanbfpiegel Salontisch Serviertisch div. Stühle wcgzugShalb. preiswert zu verk. 0319 DommnroBe 361 ßetienmäDhl SÄOenionn? abzugebeu. 931D Babnbofftr 42 y. Zwei^lasken- kostüme zu oertauten. 0308 Kaiferallee 49 y. Schwarze Wollstoffe Schwarze Seidenstoffe Schwarze Samte Weiße Wollstoffe in riesengroßer Auswahl, gediegenen Qualitäten, zu den denkbar niedrigsten Preisen L. Bernard Plockstraße 16 Größtes Spezial - Stoffgeschäft am hiesigen Platze 582 A Klein&Stiefel Maschinenfabrik, Fulda 880 Unsere Maschinen machen Sie leistungsfähig Fragen Sie bei Bedarf bei uns an Verschiedenes Qcsscntlicher Dortrag für jedermann; Thema: Anpassung des Christentums anbeidnischeLitten und Anschauungen am Freitag, dem 1. Febr., abds. 8 Uhr. i. Ncalghmnasium, 2 Treppen iCcke Ludwig- u.Ltsmarckstr.l. Redner W. Fftrle. Eintritt frei! 0311 Besucht die Bändels- schuleJKnnzelmann I Brauner W01 veiziwm auf dem Wege Licher Straße, Kaiserallee, Neuenmegverloren Abzugeb. gegen Belohnung auf d. Fun d- biiio d. PoUzeiamis. Aut dem Wege Glesien—Annerod ein WA! 03DI smellengeiövle Verloren. Abzugeb gegen Belohn. 1 Wtlbclm Noll Gienen, Neustadt 57. I Vereine I Beteln neiit. 6ilfiB-£olöiingtt Hauptveriammlg. Sonntag, 3.Febr.» nachm. 4 tlhr. Restauration zur „Stadt Lich". Alle Hitiatic- der nm amilte sind herzlich c ngeiaden. Q.SM Der Vorstand. Turnverein 1846, Die Schwimmstunde fällt heute aus. *”0) Erste Retchsknrz- sebriltgesellsehatt „Babelsberger" n. Damenahtellanfl e. V. Gießen Samstig, 2.Febr., 20.20 Uhr: In fämilichen Nätl- men der Stadt Lieh. Prämiierupg der originellst. '.'Nasken. Rheinische Stimmung. Karten ah 1 bei Karnbach,KavlanS« gasse 27, und LLaul, 'Jieuitnöt 33. 939D D 1. II. TV, Uhr R.-R. 8 Uhr Stad Ith ea ter Freitag. 1. Febr., 18. Lreilug-lttm.'Llsi. von 19' b. 22' 4 Uhr Das Dori Sanel «In» Schauspiel a,s den Bergen vott Werner ^oUv. Guggenheitn. Ter heutigen Gefamtanilage des Giet?. Anzeigers liegt ein Brofvelt der Firma Kaufbaus Roieuau, (dienen bei. eiBÜ arze itoffe 'arze istoffe sich aus der Besetzung fast der Hälfte des Landes ergibt, in ausreichendem Maße Rechnung trägt. Dann kann Hessen als Land neben den anderen Ländern des Reiches wciter>.>estehen. Und dem Fortbestand von Hessen ist ein besonderer Wert beizulegen, weil Hessen seine Aufgabe. Rord- und Süddeutschland miteinander zu verbinden, belfer zu erfüllen verrnag, wenn es seine wtaatsgualität behält, als wenn es unter der Bezeichnung ^Reichsland" tatsächlich in eilte preußische Provinz verwandelt wird. bruar steht der hellste Stern des ganzen Himmels, der hell leuchtende Abendstern, fast ganz genau an dem Punkt, der als Beginn des Tierkreises angesehen wird, nämlich am Frühlingspunkt. Dieser Punkt ist der Schnittpunkt der mitten durch den Tierkreis gehenden Sonnenbahn mit dem Himmelsgleicher. Er liegt unter dem großen, aus einem Andromedastern und drei Pe- gasusstcrnen bestehenden Himmelquadrat, und wer sich danach seine Lage einprägt, kann am weiteren Wege der Venus den Anfang der Sonnenbahn im Tierkreis verfolgen. Auch die beiden nüchsthellen Wandelsterne, nämlich der Jupiter und der Mars, stehen ganz in der Rahe der Sonnenbahn, so daß man diese Linie leicht durch die Verbindung der drei Hellen Sterne findet und dann In ihrem Verlauf durch die Sternbilder des Tierkreises weiter verfolgen kann. Man sieht dann, wie sie im Sternbilde des Stiers zwischen dem rötlichen Aldebaran und den Plejaden hindurchgeht, wie sie dann die den Stier von den Zwillingen trennende Keulenspihe des Orion berührt, das Rechtecksternbild der Zwillinge fast genau in zwei Hälften zerlegt, im Sternbild des Löwen ganz hart an dessen Hauptstern Regulus vorbeigeht, um an der Grenze des Sternbildes der Jungfrau den dem Frühlingspunkt gerade gegenüberliegenden Herbstpunkt zu erreichen, wo die Sonne zu Hecbftbeginn steht. Da die Sonne hei Frühlingsbeginn im Frühlingspunkt steht, erreicht dieser dann bei Sonnenuntergang zugleich mit ihr Den Horizont. 3m Februar aber steht die Sonne noch so weit rechts vom Frühlingspunkt, daß sie schon eine Weile untergegangen ist, wenn sich dieser dem Horizont nähert, Der Sternhimmel wirD Dann sichtbar, wenn gerade die schönere Hälfte des Tierkreises über Dem Horizont steht. Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Zn der letzten Sitzung der Oberhessischen Gesell schast für Natur- und Heilkunde, Naturwissenschaft' (td}e Abteilung, hielt Professor Dr. Milser aus Freiburg i. Br. einen interessanten, durch Lichtbilder erläuterten Vortrag, über das Thema: Neuzeitliche Erdoerbiegungen, nachgewiejen an Ingenieurbauten im Oberrheintal. Der Vortra- qenbe führte u. a. folgendes aus: „Erdoerbiegungen sind an sich selbstverständliche Vorgänge, denn ohne sie gäbe cs auf der Erdtruste keine Niveaunterschicde, weder Gebirge noch Sen- Vom Tierkreis. Von Professor Or. Küstermann. Nachdruck verboten. Wir haben das Wundern verlernt. Die ungeheuerlichen und sich immer mehr überstürzenden Errungenschaften der Raturwissenschaft und Der Technik sind uns etwas Altgewohntes getoor- Den, und beinahe fangen wir schon an, uns zu wundern, wenn einmal 8 oder 14 Tage lang keine aufsehenerregende Rauigkeit ihren Weg durch Die Zeitungen nimmt. 3n alten Zeiten war dies anders. Da gab es weniger Reuigkeilen, man hatte mehr Zeit, das Alte zu betrachten, und zu Den Dingen, die am eifrigsten angeschaut wurden, gehörte der Sternhimmel. Er drehte sich täglich einmal um Die Erde herum, in sich aber blieb er sich etoig gleich und immer unveränderlich, mit einer Ausnahme freilich: Man beobachtete sieben Wandelsterne denen kein Platz in einem bestimmten Sternbild zukam, die vielmehr durch den ganzen Sternhimmel wanderten. Es ist ein 12 bis 15 Grad breites Band, das also etwa 2/s Der Hohe des Orion breit ist, in Dem diese sieben merkwürdigen Sterne ihren Weg nehmen. Kein Wunder. daß dieser Gürtel am Himmel von iel)cr ganz besonderes Ansehen genoß, ja mit einer Art ehrfürchtigen Staunens betrachtet wurde. Daß man ihn in zwölf Sternbilder einteilte, beruht natürlich nicht auf Der Verteilung Der Sterne in dieser HimmelsgegenD — man könnte sie ebensogut in zehn ober in zwanzig Sternbilder zuscun- menfassen —. als vielmehr auf Der besonderen Wertschätzung, Deren sich die Zahl 12 erfreute, und Die jedenfalls ursprünglich auf Die Anzahl der Mondwechsel im Jahr zurückgeht. Sen alten lateinischen Merkvers, Durch Den man sich Die Ramen dieser 12 Sternbilder einprägte, kann man wie folgt, verdeutschen: Widder ist es und Stier, Dann Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau. Waage, sodann Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische. Wiewohl nur sieben Der Sternbilder Tiernamen tragen, führt der Kreis doch von alters- her Den Rainen Tierkreis. Kein Monat ist so günstig zu seiner Beobachtung wie Der Februar: Denn alsdann stehen gerade in Den Llbendstunden Die sechs ersten Sternbilder, Die sich nicht nur zu weit größerer Höhe erheben als Die letzten sechs, sondern auch in sich eindrucksvoller sind, über Dem Horizont. Dieses 3ahr aber ist noch pans besonders günstig: denn gerade am 1. Fe- Im ersten Morgenblatt der Frankfurter Zeitung vom 18. Januar 1929 machte der hessische Minister Des Innern, Herr W. Leuschner. unter Der Überschrift „Sie Brücke zum Einheitsstaat", einen Vorschlag zur Reichsreform un Ahein-Maingebiet, Der auch un Gießener Anzeiger vom 18. Januar bekanntgegeben tourDe. Sie wesentlichsten Punkte des Programms von Leuschner sind: Hessen wird Reichsland: seine Verwaltung wird auftragsweise von Preußen geführt: Teile Der preußischen Provinz Hessen- Aassau wären an das Reichsland Hessen anzu- fllicDern, an der Spitze des Landes stünde ein auf Vorschlag des hessischen Landtags von der Reichsregierung zu ernennender und dieser verantwortlicher Landespräsidenf. den Landes- und Gemeindebehörden wären einzelne Zweige Der bisherigen unmittelbaren Reichsverwaltung, vor allem die Finanzverwaltung, in Auftragsverwaltung zu übertragen. Dieses Programm erscheint in mancher Beziehung erwägenswert unter Der Voraussetzung jedoch. Daß es nur a l s älebergangslösung verwirklicht wird, d. h. daß Der dezentralisierte Einheitsstaat auch nachfolgt. Liber eben, Das ist zweifelhaft: es ist wahrscheinlicher, daß der Einheitsstaat an dem Widerstand Bayerns scheitert. Sann aber verliert der Vorschlag Leuschners viel von seinem Wert. Minister Leuschner stellt es als einen besonderen Vorzug seines Programms hin, daß jcDer Teil für seine Opfer auch etwas gewinne: das Reich überläßt einen Teil seiner unmittelbaren Verwaltung dem Lande bzw. Den Gemeinden und erhält dafür Hessen als Reichsland: Preußen bekommt für die Hingabe von Gebiet die Verwaltung von Hessen: Hessen endlich wird für Den Verzicht auf seine Staatseigenschaft durch eine Gebietserweiterung entschädigt. Wie aber mag sich die Umwandlung in Wirklichkeit gestalten? Es bestehen drei äußerste Möglichkeiten: entweder bewahrt die Landesverwaltung des Reichslands Hessen einen bedeutenden Grad von Selbständigkeit, wenn nämlich die Aussicht der ReichszentralbehörDen auf ein Mindestmaß beschränkt wird, und wenn die preußischen Behörden. die -Die Landesverwaltung im Auftrag des Reiches besorgen, von Instruktionen der hessischen Landesorgane abhängig werden. Dann hat Hessen eigentlich nichts auf gegeben, sondern nur gewonnen, nämlich eine Gebietserweiterung und die Verwaltung der bisher in unmittelbarer Reichsverwaltung stehenden Dienstzweige. Sie Verlierenden sind in diesem Fall Preußen und daS Reich: Preußen, weil es eine Gebietsabtretung vornehmen muß, die durch die Erstreckung der preußischen Verwaltung auf Hessen nicht ausgewogen wird, wenn die preußischen Behörden Den Dienstbefehlen der hessischen Landesleitung Folge leisten müssen. Das Reich büßt Rechte em, weil es auf einen Teil der unmittelbaren Reichsverwaltung verzichtet und es für diesen Verzicht in der fernliegenden Aussicht auf den Einheitsstaat nichts Greifbares eintauscht. Die zweite Möglichkeit ist folgende: Die Verbindung Hessens mit dem Reiche wird eng geknüpft, indem den Reichszentralbehörden eine sehr fühlbare Dienstaufsicht über die hessische Landesverwaltung eingeräumt wird. Sann hat das Reich einen Machtzuwachs erfahren und Hessen seine Staatseigenschaft nun wirklich verloren. Aber auch Preußen gehört zu den Verlierenden, Da wie im ersten Fall die Ausdehnung Der preußischen Verwaltung auf Hessen nur eine Last, aber keine Mack>erweiierung für Preußen bedeutet. Es ist daher kaum wahrscheinlich, daß sich Preußen zur Abtretung so wertvoller Gebietsteile wie Frankfurt, Hanau und Wiesbaden bereit finden wird. Rur bei Der Dritten Möglichkeit wäre Preußen Der getoinnenDe Teil: wenn nämlich die die Auftragsverwaltung führenden preußischen Behörden ihre Selbständigkeit trotz Der Aufsicht Der ReichszentralbehörDen und trotz der Anweisungen der hessischen Landesleitung durchsetzen. Sann läge eine verkappte Einverleibung Hessens in Preußen vor, die für Preußen mit der scheinbaren Gebietsabtretung preußischer Gebiete an das Reichsland nicht zu teuer erkauft wäre. Hessen wäre in diesem Fall verschwunden, aber auch das Reich wäre geschädigt. Allerdings handelt es sich bei den hier ins Auge gefaßten Möglich! iten um äußerste Fälle, zwischen denen es mancherlei Abstufungen gibt. Aber Der einen oder andern der geschilderten Möglichkeiten würde sich die Wirklichkeitsform des Leuschnerschen Vorschlags nähern, Denn es ist ein alter Erfahrungssatz, daß ein absolutes Gleichgewicht politischer Kräfte niemals lange besteht, Daß vielmehr immer die eine oder andere Kraft die Oberhand über die andern gewinnt. Saher muh bei Durchführung des Leuschnerschen Planes entweder die preußische Staatsgewalt, die Reichsgewalt oder die vom Reich delegierte hessische Landesgewalt das Liebergewicht erlangen. Welche Gewalt sich durchsetzen wird, läßt sich im voraus schwer sagen, denn papierene Garantien bieten keinen ausreichenden Schutz gegen daS Gewicht wirklicher Machtverhaltnisse. Für die Frage, wohin die entscheidende Gewalt zu liegen kommt, ist es von größter Bedeutung, welcher Volksvertretung die Kontrolle der Verwaltung, und welchem Organ die Jnstruierung der Stimmen des Landes Hessen im Reichsrat zustehen soll. Aber gerade diese Frage bezeichnet Leuschner als offene; er deutet nur an. daß die parlamentarische Vertretung dort bestehen soll, wo der Schwerpunkt der zu kontrollierenden Verwaltung liege, und stellt Vertretung im preußischen Landtag oder im Reichstag zur Wahl. Minister Leuschner übersieht, daß eine Vertre- tung des Reichslandes Hessen im preußischen Landtag eine staatsrechtliche Unmöglichkeit ist. Übertragung Der Verwaltung an Preußen und Vertretung Hessens im preußischen Landtag wäre gleichbedeutend mit Einverleibung in Preußen, es fehlte nichts mehr als Die Bezeichnung preußische Provinz. Wenn Hessen in ein Reichsland verwandelt wird, gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder das kontrollierende Organ ist Der Reichstag (in Dem ja Das hessische Volk schon vertreten ist), oder das Recht Der Kontrolle wird vorn Reiche auf einen hessischen Landtag übertragen, so Daß er eine Stellung innehätte ähnlich der des elsaß-lothringischen Landtags von 1911 bis 1918. Die Instruktion Der hessi- schen Reichöratsstimmen könnte wiederum nur durch die Reichsregierung oder kraft Delegation seitens des Reiches durch Den hessischen Landes- Präsidenten erfolgen, keinesfalls aber durch Preußen, sonst wäre wieder Einverleibung In Preußen gegeben. „ ., Endlich gibt die in Dem Vorschlag LeuschnerS mehr angedeutete als ausgesprochene Grenzbc- richtigung zu Bedenken Anlaß. Es ist zwar in Dem Leuschnerschen Programm klugerweise nicht gesagt, welche Gebiete Preußen Dem Reichs- lanD Hessen zu überlassen hätte, aber man kann erraten, daß es sich um Die Hauptorte des rhein- mainischen Wirtschaftsgebiets, also Frankfurt, Wiesbaden. Hanau, mit entspreche.zDern Hinterland, handeln soll. Bei einer derartigen Landes- gestaltung liefe aber Hessen Gefahr, zu einem Untertanenland Der GroßstaDt Frankfurt herab- Hochschulnachnchten. Der ordentliche Professor für das römische Recht, bürgerliches Recht und der Rechtsvhilosophie an der Universität 3 e n a Dr. jur. Hans Albrecht Fischer bat einen Rus an die Universität Breslau als Nachfolger von Professor Bruck erhallen. Dem Privatdozenten für altes Testament tu der theologischen Fakultät der Universität Marburg Lic- theol. Joachim Begrich ist ein Lehrauftrag *zur Vertretung der Hebräischen Sprache erteilt worden. — Der Freiburger Geschichtsprofessor, Geh. Rat Dr. phil. Dr. theol. h. c. Heinrich Finke, ist von der dortigen rechtS- unb staatswissenschaftlichen Fakultät zum Ehrendoktor Der Rechte ernannt worden in Anerkennung feiner Verdienste, Die er sich bei bet Darstellung Der Geschichte des Kirchenrechts erworben hat. — Der durch das Ableben von Prof. W. Kaskel in Der juristischen Fakultät Der Universität Berlin erledigte Lehrstuhl für Ar- beits- und Dersicherungsrecht ist dem Denats- präsidenten im RLichsversicherungsamt, Dr. jur. Hermann Dersch, angeboten worden. — Professor Dr. med. Karl Reuter in Hamburg hat den an ihn ergangenen Ruf auf den Gegrftubl Der gerichtlichen Medizin an der Universität Breslau angenommen. Der nichtbeamtete außerordentliche Prosefsor Der Geographie an Der Universität F r a n l* f u r t a. OH. Dr. Otto M a u 11. dem erst kürzlich ein Ordinariat an Der Handelshochschule zu Königsberg an geboten wurde, hat einen Netteren Ruf auf den Lehrstuhl Der Geographie an Der Universität Graz als Rachfolger Robert Siegers erhalten. Zweiter Evangelischer Landeskirchentag. WSR. Darmstadt, 30. Ian Der Evangelische Landeskirchentag hatte für heute vormittag 10 Uhr eine Sitzung anberaumt, um Die Wahl zum Präsidium und Den Ausschüssen vorzunehmen. Im Lause des gestrigen Abends und des heutigen Vormittags waren die drei Gruppen zu Ginzelberatungen zu- fammengeireten, Die jedoch bis heute mittag 12,30 Uhr noch z u keiner Verständigung geführt batten. Der Alterspräsident, Geheimer Iustizrat Wahl (Schlitz), teilte Dann der Pvesse eines künstlichen Gefälles hier ein Eingraoen des Stromes in Den Untergrund herbeizufuhren. Das Resultat war indessen völlig negativ, weil man übersehen hatte, daß das entsprechende Gelände noch heute in Senkung begriffen ist. Es hat sich gezeigt, daß einerseits alle Aufschüttungsgebiete in Tiefgebieten liegen (Zabernsenke, Saar-Saalesenke), andererseits die Stellen, an Denen Der Strom arbeitet, in Hochgebieten liegen, bzw. mit Verwcr- fungen zusammenfallen. Die Borgänge zu beiden ken. Ohne Erdverbiegungen gäbe es überhaupt keine Geologie. Erst durch die Verteilung von Hoch und Tief kommt es auf der Erde zur Sedimentation, zu Transgressionen und Regressionen. Als Beispiele wurden Skandinavien und Die Insel Kreta angeführt. Während Die Hochbewegung von Skandinavien durch eine immerhin weiter abliegende Absenkung Der Ostsee kompensiert wird, liegen auf der Insel Kreta, Deren West- und Ostküste nach Art einer Waage oszillierende Bewegungen ausführen, die Hoch- und Tiefgebiete nahe beieinander. In Deutschland waren es besonders die Untersuchungen von Schmidt in München, durch die im Bayeri- fdjen Alpenoorlande auf Grund von Feinnioelle- ments Die Senkungsvorgänge zahlenmäßig belegt wurden. Es ergab sich hier von 1887 bis 1906 eine Nioeaudifferena von rund 50 Zentimeter. Außer vertikalen Verbiegungen konnte Schmidt im Alpenvorlande auch horizontale, mulDenartige Absenkungen beobachten. Von Den Bodenbewegungen m Frankreich ausgehend, gelang es Dem Vortragenden an Ingenieurbauten dieselben Erdoerbiegungen auch im östlichen Fortstreichen über den Rhein hinaus bis in die Gegend des Schwarzwaldes zu verfolgen. Durch Nioellementsmessungen, Die in Den Jahren 1860 bis 1890 in Frankreich planmäßig über das ganze Land ausgeführt wurden, konnte eine muldenartige Einsenkuna des ganzen Landes bcob- achtet werden. Das Gelände zu beiden Seiten des Rheines zeigt eine starke Aufwölbung. Von Basel nach Norden zu folgt östlich des Rheines auf Den Schwarzwald Die sogenannte Zabernsenke, Dann der Odenwald, welcher nach Norden wiederum zur Saar-Saalesenke herabfällt. Westlich des Rheines entsprechen dem Schwarzwald die Vogesen, während der Odenwald seine südwestliche Fortsetzung in der Haardt findet. Der Rhein ist im Osten durch N—8-Verwerfungen mit Nioeaudifserenzen von 300 bis 400 Meter begrenzt, Die sich in der sogenannten Vorbergzone in Der Nähe Des Schwarzwaldes staffeln. Nördlich von Kehl hat man von altersher mit Rheinüberflutungen zu tun gehabt, und es wurde von feiten der Strombauverwaltung ver- ~ ' rzung des Rheins und Erzeugung Gefälles hier ein Eingraben des Seiten Des Rheines im Gebirge spiegeln stch also in der Tat auch im Rheinstrom wieder. In Den letzten dreißig Jahren hat sich Der Rhein in Der Gegend von Neuburg bis au vier Meter eingesenkt, am Kaiserstuhl Dagegen hat er in Dieser Zeit ein Meter aufgeschüttet. Auch weiter östlich des Rheins, in Der streichenden Fortsetzung der Zaberner Senke machen sich noch heute die jungen Erdoerbiegungerr bemerkbar. Bei näherer Untersuchung wird man sicher noch eine große Anzahl anderer Stellen finden, an btnen sich junge Erdverbiegungen nachweisen lassen. Im Interesse der deutschen Volkswirtschaft wäre es sehe zu begrüßen, wenn Geologie und Technik mehr als bisher auf diesem Gebiete Hand in Hand arbeiten und ihre Erfahrungen austauschen würden. Dr. F. IC zusinken. Wenn Der Minister Leuschner dieses Bedenken durch einen Hinweis auf das Verhältnis zwischen Reuyork und Washington zu zerstreuen sucht, so ist dieser Vergleich unzutreffend, Denn Wafh ngton als Bundeshau tstadt ein s Riesen- staates vermag selbst neben Der Weltstadt Reuyork einige Bedeutung zu bewahren, aber Darmstadt als Dorort eines Verwaltungsbezirks des Reiches (ober tatsächlich Preußens) würde neben Frankfurt doch nur eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Wenn Denn Doch ein Vergleich gezogen tocrDen soll, Dann möge Daran erinnert werden, Daß Die Hauptstadt des Einzelstaates Reuyork nicht die Sta^t Reuyork, sondern die kleine Stadt Albany ist. W r kennt A bai y neben Reuyork? Eben diese BeDeutungslosigk.it von Albany im Vergleich zu Der überragenden Gröhe Reuhorks wäre Das Schicksal Darmstadts neben Dem tatsächlichen Hauptort Frankfurt. Das Abfinken von Darmstadt würde noch durch ein anderes Moment begünstigt werden: durch Die künftige Zufammen etzung Des hessischen Landtags. Wenn die Industriestädte Hanau, Frankfurt und Höchst Hessen eingcgliedert würden, so würden die Fraktionen Der Sozialdemokraten unD Der Kommunisten einen verhältnismäßig stärkeren Zuwachs erfahren als Die anderen Fraktionen, und Die Dann immerhin Denkbare Mehrheit Der Linken würde ihre Hauptsorge wohl den Großstädten zuwenden, aus Denen sich ihre Parteien rekrutieren. Wenn überhaupt eine GrenzveränDerung vor- genommen werden soll — und ich möchte eher davon abraten —, Dann mühte eine Lösung gesunden werden, Die Die angeDeuteten Gefahren vermeidet. Frankfurt und Hanau ftreben, nach ausreichendem Lebensraum: diesem Bedürfnis könnte Hessen durch Abtretung des Kreises Offenbach und des Süd teils des Kreises Friedberg genügen. Somit erhielten die Städte Frankfurt und Hanau das für ihre Entwicklung nötige iimlanD. Preußen seinerseits hatte Hessen eine angemelfene Gebietsentschädigung zu gewähren. Am wllllommensten wäre für Hessen die Zuteilung von Wiesbaden wegen seiner engen Beziehungen zu Mainz, Die in einem Zweckverband fester geknüpft werden könnten. Allein, es ist unwahrscheinlich, daß Preußen sich zur Abtretung von Wiesbaden entschließt, das als berühmter Badeort und als Rentnerstadt eine wahre Goldgrube bedeutet. Aber es gibt noch genug Gebietsteile an Der preußisch-hessischen Grenze, Die als vollwertige Entschädigung für Hessen in Betracht kämen: Der Kreis Wetzlar, Teile des Kreises Ufingen, des Obertaunustreises usw. und Das für Die Ausdehnung von Main- so wichtige Hochheim. Möglich, daß die von Miittster Leuschner empfohlene Gebietserweiterung als der W i r t - schäft angemessener empfunden wird als Der von mir vorgeschlagene Gebietstausch Aber es ist zweierlei zu beoenken: wenn von den Bedürfnissen Der Wirtschaft die Rede ist, werden oft zu einseitig die Bedürfnisse der Industrie be- rücksichtigt: eben diese Gefahr bestehl bei Einbeziehung von Frankfurt und Hanau in Hessen. Auch verdienen nicht lediglich wirtschaftliche Bedürfnisse Berücksichtigung, auch andere Belange müssen in Rechnung gestellt werden: nicht zuletzt Die kulturellen. Auch unter diesem Ge'ichis- punkt erregt der Leuschnersche Vorschlag Bedenken berat das tn Hessen einbezc^ene Frank- furi könnte nur zu leicht die übrigen Kulttrrmittel- punkte tn Hessen «drosseln. Endlich noch ein Wort zu Dem Leuschnerschen Programm überhaupt. Die Verwandlung Hessens in ein Reichsland halte ich für verfrüht: sie würde nichts weiter bedeuten als eine Geste, wenn nämlich Der Einheitsstaat nicht nachfolgt. Auch eine Grenz Verschiebung erscheint mir vermeidbar, Denn gar manche Reugestaltung im Bereich Der Verwaltung kann sich ohne Veränderung Der Landes» grenzen vollziehen. Als Beispiel sei mir Der Anschluß Der Stadt Offenbach an die Frankfurter Gasaktiengesett schast genannt Wichtiger als Industrie- und Handelskammer Gießen zum Kapi- seine d.cs^ährige Generalversammlung ab. Bei ß" Der ® e - hielt jetzt auf deren Vorstellungen mit, daß heute auch keine öffentlicheSihung mehr ftattfmoen werde und wahrscheinlich erst am Donnerstag- vormittag die Beratungen fortgesetzt werden formten. Seefahrers vom Schiffsjungen bis tän" sprechen. Kreis Alsfeld. ! * J Ruppertenrod, 30. San. fang herein „L i e d e r k r a nz" Und)), gut. Abteilung Groß- und Wasscraeflugel. D r o n c e - P n t e n , Stämme: H. Poppelbaum (Hungen), |
ahl, der schon über 40 Sahre dem Verein als aktiver Sänger die Treue hält, und überreichte ihm aus Anlaß seines 66. Geburtstages ein Dlnmengebinde. Tanz und Verlosung beendigten die Feier. z Rödgen, 30. San. Llnsere älteste Einwohnerin, Elisabeth Schmidt, geb. Körber, vollendet am Freitag, 1. Februar, ihr 8 8. Lebensjahr. Wenn sie auch körperlich schon längere Zeit leidend und infolgedessen immer ans Haus gebunden ist. so ist sie geistig noch rege. ctz Lollar. 30. San. Eine öffentliche Gemeinderatssitzung mit umfangreicher Tagesordnung fand gestern abend statt. Von den Verhairdlungen ist u. a. zu berichten: Die katholische Geistlichkeit hat um Heberlaffung eines Schulsaales für die Abhaltung von Gottesdiensten an jedem zweiten Sonntag für die Katholiken von Lollar und Um» gebung nachgesucht- Dem Antrag siche, so wurde betont, ein früherer allgemein gültiger Beschluß des Gern rindern tos entgegen, wonach die Sch'll- räume nur für unterrichttiche Zwecke überlassen werden tonnten. Der Geme'nderat kam daher zu einem ablehnenden Beschluß. Ein Gemeinderatsmitglied teilte dazu mit. daß die General- direkiion der Buderusschen Eisenwerke inzwischen einen Raum des Wohlfahrtsgebäudes des hiesigen Werkes für den genannten Zweck zur Verfügung gestellt hat. — Auf ein Gesuch des Vogelsberger Höhenklubs um Unterstützung für das Sugendhe im auf der Her - chenhainer Höhe wurden atä einmaliger Betrag 20 Mk. bewilligt. — Der Wegeverkauf an die Buderusschen Eisen- werke konnte heute endgültig entschieden werden. Das Werk hat sich mit dem Grundstücksbesitzer wegen des Verkaufs des Daumstückes geeinigt. so daß der Einspruch des Besitzers gegen die Abtretung des Weges zurückgezogen wird. Der Eemeinderat beschloß einstimmig den Verkauf des Weges. Mit Mehrheit wurde weiter als Verkaufspreis der Betrag von 2 Mark für den Quadratmeter beschlossen. — Die Gemeindejagd wird am 4. Februar auf neun Sa£tc verpachtet. Der Gemeinderat behält sich die Genehmigung bei gleichzeitiger Auswahl unter den drei Letztbietenden vor. — Zum wiederholten Male stand die Frage der Gebührenfest s e h u n g für die im Sahre 1926 beschlossenen Doppelgrab ft ätten auf der Tagesordnung. Der zwischen dem ©emcinberaf bzw. einer knappen Mehrheit einerseits, dem Kreisamt Gießen und dem Ministerium des Snncm anderseits bestehende Streit über die Höhe der Gebühr hat das Kreisamt veranlaßt, erneut darauf hinzuweifen, daß es, wie auch der Minister des Snnern. über den Betrag von 500 Mark hinaus nicht genehmigen könne. Deshalb empfiehlt das Kreisamt dem Gemeinderat bringe nb, einen Beschluß in dieser Höhe herbeizuführen. da andernfalls die Gemeinde wegen Fehlens eines rechtsgültigen Beschlusses keine Gebühr erheben kann. Gegebenensalls käme nur das Verwaitung2streitversähren in Betracht. Während die sozicckdemolratischen Gemeindevertreter auf ihrem Standpunkt beharrten, machten die übrigen Gemeinderatsmitglieder in eindringlichster Form auf die Gefahren dieser Streitfrage aufmerksam, bezeichneten den vom Kreisamt zur Annahme empfohlenen Vorschlag als sehr günstig. da es sich nur um eine Dürgezeit von 30 Jahren handelt (der gebrauchte Ausdruck ..Erbbegräbnis" ist daher nicht zutreffend, D. 2.) und lehnten die Verantwortung für einen evtl, erwachsenden Prozeß, der keinerlei Aussicht auf guten Ausgang habe. ab. Ein Antrag im Sinne des Vorschlages der Aufsichtsbehörde wurde bei der Abstimmung mit 7 gegen 7 Stimmen der sozialdemokratischen Gemeinderatsmitglieder abgelehnt. Kreis Friedberg. WSN. Oppershofen, 30.San. Heute morgen gegen 6.30 Uhr wurde der verheiratete Snva- iide Älbert Ascher tot aufgefunden. Er ist auf dem Wcge nach Hause offenbar gestürzt, konnte sich nicht mehr erheben und ist bann erfroren. Kreis Büdingen. Q Aidda. 30. San. Der Gesangverein „SängcrErans 1 8 3 9 Ridda" feiert vom 29. Suni bis 1. Suli daS Fest seines 90jährigen Bestehens. Er hetbiitbei dieses Fest mit einem nationalen Gesangswett- st reit. Der Delegierten lag sinder bereits am 3. Februar nachmittags hier statt. Eine Anzahl preis und gut. Abt. Zuchtstämme. Porzellansarb. Dr« pington: Heinr. Poppelbaum (Hungen), gut. Schwarze Wyandottes: Lehrer Walther (Willingen), gut. S i l b e r h a l s i g e Dorting: H. Poppelbaum (Hungen), sehr gut. Russische Orlofs: Bürgermeister Rahn (Altenhain), Ehren- preis. Schwarze Rheinländer: Fr. Stotz ,K.' e^^rcinber 1 Mitte DE * iö'! Damenv IM am : langli Postat Anmeld twüOrtidanec Zusanr belGaitwlrtW. am MM.' Hiij Telephon 1604 Morg Wi W Bis 4 ivüt das Nomoi labrik tu M mit flmer e*m «flfleb. uni 8721 6eni dle beson | Bahnho| MöWMl S40D Akademische Skiwettkämpfe || Im We? suf dem Hoherodskopf | M Damen Vereinigung |[2umLamm 18J9-1929 0299 ••weaeeeeee Ein vom Dr. Scholl-Institut entsandter Fußspezialist steht Ihnen am: Montag, den 4„ wod Dienstag, den 5. Fehruar Zum WM«a Crednerstr. 34 Telephon 1604 Telephon 165, Eiiendandluna Mäusburg 12 Gieren Mäusburg 12 Herborn Gießen W Tapelenhaus Msiälter Morgen Freitag Schlachtfest 0309 ES ladet ein Gastwirt lSeo t g. I0437A Ingenieurschule Altenburg tnilr Maschinenbau - Elektrotechnik Prospekt frei Einlagen werden nach Pu Hab» druck individuell angepaßt und von Zeit zu Zeit, der Bes- serung des Fußes entsprechend, kostenlos nachgestellt. fimWe X f Hygienische Artikel \ wmillche Gununiwaren llfrofierie WlnterholJ V KreuzpUtz 10 J \öl . Wjjieae V DER BILLIGE BODENBELAG FÜR JEDERMANN! Wirischafi zur Linde Aranlfutt. Str. 165 fevtoks Brandung einer Altersvereinigung Zusammenkunft bei Gastwirt W. Böß.Kalseraltee 17 im Freitag. 1, Febniar, abends 8 Wir Neue Kurse Beginn 15. April Vog'sche Handelsschulen mit kostenlosem Rat und Auskunft zur Verfügung. Alle, die bereits DR. SCHOLL’S Einlagen tragen, werden zur kostenlosen Nachuntersuchung eingeladen. eine erprobte Zusammenstellung von Einlagen und Fußpflegcmitteln, die sofort Erleichterung und Besserung gewähren. Dr. SCHOLL S DR. SCHOLLS „3 Notwendigkeiten“ vereinigen Dr. Schölte Pußseife, Massare- creme und Fuflpader. Für müde, schmerzen- de Fülle unentbehrlich. Padicing RM. <30. Eioseln BM. L5A Verfangt* Sie löffel nölt i> aguvin. ' DiestS auöae^etetmete Mittel erhalten Sie tu Avo- theken. Bestandteile und auf der 'Ladung angegeben. Tanzvergnügen fand die schön verlaufene Veranstaltung ihren Abschluß. I Groß-Rechtenbach, 28.Jan. Am Samstagabend fand in der Gastwirtschaft „Zur Post" eine Ackerversteigerung statt, bei der so niedrige Gebote abgegeben wurden, daß in keinem Falle der Zuschlag erteilt wurde. Der Umstand, daß man bei den in den vergangenen Jahren stattgehabten Acker- Versteigerungen verhältnismäßig hohe Preise erzielte, legt Zeugnis davon ab, daß die Notlage der Land- mictjchaft und die dadurch bedingte Geldknappheit sehr groß ist. Im Anschluß an die Ackervcrsteigerung fand eine Grund st ücksverpachtung statt, bei der die Preise ebenfalls so gering waren, daß sie nur an die Hälfte der Preise heranreichten, die bei früheren Verpachtungen geboten wurden. Maiuaau. WSN. Frankfurt a. TL, 30. Jan. Der Magistrat hat einer Vorlage über die Fortführung der Straßenbahn nach Griesheim zu- gestimmt. Die Kosten des Straßenbahnbaues sind auf rund 700 000 Mark veranschlagt. — Die Grippeerkrankungen in Frankfurt sind noch ständig im Zunehme n begriffen Im Morgen Freitag ürolerFastipoeri DM7- Bis 4 Uhr geöffnet! Gemeßen Sie die besonderen Vorzüge von Kübier’s Westen-Pullovers ■ zu Hause Sm Beruf beim Sport und Wandern In den neuesten Formen und Farben in großer Auswahl vorrätig bei MSSlSW- _ W Wke kWkn-Melik!. sAa. Morgen Freitag 013* /ieue aparte Damen- Masken- kestüme zu verleihen. «p Cööetnr 11P. Klavierunterricht mit Musiktheorie Harmonielehre wird erteilt ae >en Pergütung oonj? an vro Stunde. Swr. Aniraaen unt. 91' D an d.Gteß.Anz. erb. Laufe etnet Woche sind nmb ROO itettgemefbefe Grippefälle zu verzeichnen. Die Mehrzahl der Fälle sind zum Glück leichterer Natur. Das Städtische Krankenhaus hat den Besuch bei Grippekranken bis auf weiteres untersagt. DillkreiS. LJ Eisemroth, 29. Jan. Am SamStag fand in Uebernthal die Versteigerung des Holzes auS den Gemeindewaldungen ftatL Die Preise bewegten sich von 50 bi« 60 Mark für je 4 Raummeter Auchenscheitholz._____________ Verstopfung ist eine Qual und schädlich für den Organismus. Nehmen Sie vor dem S i laicnflebcn 2 Serbe r» St etne! Von der promoten Wirkung der Her der-Sterne, die Sie in Apotheken ei halten können 160 und 20 Gramm», weiden Sie stch schnell überzeugt haben. Bestand- teile sind auf der Packung angegeben. 10>V 8HA en 923A A SÄ Weiße Waren 130 cm breit Spannstoff 1.15, Oberhemd 7.10, 5.95, breite 3.25, 5.75, Bettdeck. Pique,5.75, 4.75 LUDWIG GIESSEN BAHNHOFSTRASSE!-* 880* Damast Damast Damast Fabelhafte Innen- und Außen- Dekoration Kaffeedecken Künstlerdeck. H.Taschentüch D.Taschentüch K.Taschentüch 2.95, 2.45, L60, 2.10, 2.10, 1.75, -.35, -.24, 2.35,1.90, . -J35, -.75, 1.75,1.50, Haustuch ....... Bettuchbiber Handtuchstoffe Versäumen Sie nicht diese große Gelegenheit Anfang: Freitag den 1. Februar Nachthemd i» Quai., iso. e.gs, 6.50 Kragen -«>. - -.75 Kretonne. Renforcö Linon Mako Flockköper 80cm breit ..... -.90, 130 cm breit, 1.85,1.45, 160cm breit, ßettuch- 1.35, 1.10, -.98, .... 1.35, 1.20, Etamine 150 cm breit, 1.30,1.10, Roul.-Damast 80cm breit... Vitragen schmal Landhausgard Mein erster großer Sonderverkauf bietet Ihnen: UnvergleichlicheVorteile! Erste Qualitäten! Größte Preiswürdigkeit! Enorme Auswahl! Fachgemäße Bedienung! Nur einige Beispiele Auf sämtliche^! AO/ nicht reduz. II | /O weiße Waren Iw Rabatt Hand-«Wischtücher Handtücher kom?r-95n, -.62, .45, 0.39 Frottiertücherpr.Quai,-.95,-.65, -.45 Wischtücher -.68. -.39, -.23, -.19 Herren-Wäsche Gardinen Etaminestores ..3Ä.195, Tüllstores ....3*0,3.15, WeißeWäsche Damenhemd...... 1.70,1.50, -.98 Prinzeßröcke .... 5.60, 4.10, 2.95 Hemdhosen 4.20, 8.70, 2.30 Nachtjacken «.», 3.40,3.30 Nachthemden ....4.70,3.95, 2.95 Kopfkissenund, M:-.90 Kopfkissen bestickt,325,2.45,1.95 Koltertücher .. 7», 6.95 Bettücher Hohlsaum,6.20,5.50, 3.60 Bettücher Pa. Biber, s.85,3 20, 2.75 Tischtücheroamastj 35,5.50. 4.70 & X'' Goethe-Bund Programm-Aenderung für die 3. Morgenfeier im Kammerspiel - Zyklus: Statt Wedekindfeier am Sonntag, 3. Febr. Gastspiel der bekannten Musikalischen Komödien von ßr. Erich Fischer Sonntag, 24. Februar, 11 */4 Uhr vormittag*. Einlösung der Gutscheine Nr. 3 ab 18. Februar an der Kasse des Stadttheaters. oieo Zuckerkranke bedienen sich I. eigenst. Interesse dei Dr. Theinhardt’s Diabetiker-Spezialitäten nach Vorschrift und unter Kontrolle des Heirn Geheimrats Professor Dr.C. von N00rden, Frankfurt a. M. . _. 9U7D Niederlage in Gießen: Bäckerei KATZ, Tel. 1498, Neustadt 14 Achtung! Achtung! Für den Herrn; Blaue Kammgarn-Anzüge Sport-Anzüge / Cord-Anzüge Nadelet reif-Anzüge / Gehrock- Paletote / Ringegurt-Mäntel / Gummi-Mäntel / Oberhemden Pullover uew. liefert bei mäßiger Anzahlung auf langfristigen Kredit sämtliche unten aufgeführten Waren. Für die Dame: Mäntel mit und ohne Pelz Kleider aller Art / Strick- Kostüme / Lumberjacks Gummi-Mäntel / Strick-Westen usw. usw. Für das Haus: Bett- und Leibwäsdie / Gardinen / Wandscboner / Steppdecken Seiden Decken / Kipps Decken / Kücken-Garnituren / Inletts usw. Sämtliche Waren werden bei kleinster Anzahlung sofort verabfolgt BerlinerWarenKredithaHS.Kirchenpi.i5 0313 Das Berliner Krediihaus, Kirchenolalz 15 Zu dem am 8., 9. und 10. Juni »ul \ EiuwrtShäufen (Kreis Schotten! lA.SDvSt" findenden Länaerfefte ist der 912D * “ ~ ~~ * w , < | Platten, 1,2,3,4 und Iuxpiatz zu vergeben. 5 mm wieder am Jmeressemen wollen fick au den ersten I Lager. 678ÖD BorstvetiHen. Heinrich ölet, bis »um CarlSchUFICk 1. Mär» 1929 wenden. |Vdriawiunvn M M Überschuhe A90 Mk. " schwarz, ohne Kragen mit Samt-Kragen 8.90 hellfarbig 1O.5O Besichtigen Sie bitte unsere Überschuhe EckeWettergalfe (K>7A wirklich Weiße laren Mtzuch 6o. r< auCl°r> vermehr! vor M zu unserer g Schah do USuns man E, befinden Wm (Erftausgai bll- tätigen Oefinnung. Für die Erziehung der Jugend haben die amerikanischen Slister von jeher etwas üb-ig gehabt. Waren sie doch selbst häufig Autodidakten, die bei allem Sloiz auf ihre felbst- erwo.benen Kenntnisse doch heimlich die tiefe Ehrfurcht des Ha.bgebildeten vor der vollkommenen. schulmäßigen Blldung im Herzen trugen! Schon vor 20 Jahren hat John S. Kennedy testamentarisch sein Dermögen von 25 Millionen Mari für Erziehungszwecke vermacht, und man weiß, daß Carnegie gerade für Universitäten eine offene Hand hatte. Aber diese Erziehungsinstitute sind gesättigt, und so ist es zu erklären, daß im Jahre 1927 „nur“ eine dreiviertel Milliarde Mari für diese Zwecke neu geopfert worden ist. Das ist sehr wenig, wenn man in Betracht zieht, daß den religiösen Stiftungen viereinhalb Milliarden Mari zugeslossen sind. Etwas über 833 Millionen erhiellen Institutionen, dte der medizinischen Forschung dienen oder auf andere Weise die Gesundheit des Bockes heben sollen-, für die sog. „organisierte Wohl- tä igke'll" im engeren Sinne war mehr als eins Milliarde vorhanden, und ungefähr der gleiche Beriag wurde urnnineLbat. also ohne die Deo- mittlung pHllantropischer Gllellfchastrn. an Bedürftige gegeben. Fast eine Milliarde Wari ist auch in das Ausland gesandt worden, teils aus wirklicher Menschenliebe, teils aus der Erwägung, daß man auf diese Weise für die Bereinigten Staaten und mittelbar auch für den amerikanischen Kaufmann neue Sympathien werben könne. Europa kann von den Methoden der amerikanischen Bek äme viel lernen! Seltsam ist es. haft im Jahre 1927 die ver- schiederren Aeformorganisationen nur 13 Millionen Dollars erhalten haben: die Zeiten, in denen die Lady Cook nur für die Propaganda des weib'.ichen Erimmrechts über vier Millionen Mark stiftete und ein nicht übermäßig bekannter Berleger in Boston ebensoviel für die Zwecke der Friedenspropaganda ausgab, scheinen vorüber zu fein. Merkwürdig ist es auch, datz nur ein Prozent der gesamten im Jahre 1927 gestifteten Beträge den schönen Künsten zugute kommen. Hier fehlt offenbar die Großzügigkeit des älteren Morgan, der dem Metro- politan-Museum in Aeuyork manche wertvolle Sammlung übergeben hat. . Besonders behebt waren von jeher Instttute, die Waisenkindern eine sorglose Jugend bereiten sollen. Es ist dies die sinnfälligste Art, Gutes zu stiften und sich darüber zu beruhigen, daß man in seinem Leben viel Schlechtes begangen hat. Bun gibt es aber in den Bereinig- ten Staaten nicht genug Waisenkinder. um alle Waisenhäuser zu füllen, und so entbrennt um die an sich bedauernswerten Geschöpfe ein erbitterter Kampf philanthropischer Organisationen. Es gibt in Amerika ungefähr 7030 kirchliche. bdonbere Seltenheit fei noch hingewiejen auf die .Jöems on various subjects, religious and moral11, London 1773, von Phillis heatIey, einer in Afrika geborenen Siegerin. Durch diesen Zuwachs, für den die Universitätsbibliothek dem Lecker des College in Woodbrooke, Dir Sturge, in ganz befon« der em Maße verpfl chrct ist, rückt sie mit an die erst7 Stelle gleichartiger Brolivtheken, die sich die Sammlung ähnlicher Literatur zur Spezialaufgabe gemacht haben. Diesen hochherzigen Stiftern weiß die Universitätsbibliothek aufricht gen Dank, dem sich alle die, deren Studien durch die Zuwendungen gefarbert werden, gewiß von Herzen anschließen. soziale und private Vereine, die viele hundert Millionen Dollars jährllch für die Erziehung von. Waisenkindern ausgeben. Zum Schrecken dieser Organisationen, aber zum Glück für das amerU lamsche Boll, ist die Zahl der Waisenllnder in den Bereinigten Staaten von 35 000 im Jahre 1917 auf 30 000 im Jahre 1921 auf 28 000 tm Jahre 1925 zurückgegangen. Diese Entwicklung ist für die wohckätigen Vereine um so bedenlltcher. aiS sie während eines starken Bcvölkerangs- zuwachses vor sich gegangen ist. Die ungeheure Zahl wohltätiger «Stiftungen macht es den Philanthropen immer schwerer, wirklich Bedürftige zur Beruhigung ihres Gewissens ausfindig zu machen. Die reichen Leute kommen babri auf die merkwürdigsten Ideen. Es gibt in den Bereinigten Staaten z. D. ein Asyl für alte Matrosen, das ^Robert Raindal, der Sohn eines Seeräubers, gegründet hat. Der pietätvolle Erbe wollte die Verbrechen seines Daters wieder gut machen und bestimmte in seinem Testament, daß sein Aach laß nur atmen allen Matrosen zugute kommen follte. DaS Kapital der Stiftung ist inzwischen auf 40 Millionen Dollars angewachsen, aber es ist nicht ge-> langen, dem Asyl eine genügende Zahl alter Matrosen zuzuführen, da in dem Testament bestimmt ist, nur solche Seeleute aufzunehmen, die ihr Leben auf dem Atlantischen Ozean zugebracht haben, also aus dem Wirkungskreis seines Vaters stammten. Aun scheinen die Matrosen des Atlantischen Oheans entweder frühzeitig zu ertrinken, oder sich in mittleren Jahren einem anderen Beruf zuzuwenden. So erfreuen sich die wenigen Einwohner größ er Bequemlichkeiten, und die alten Matrosen sind von einem Luxus umgeben, den man sonst nur in aristokratischen Klubs antrifft Würde man die großen Betrage, über die Die WoMLtigleitsindustrie verfügt, wirlrich zweckmäßig anlegen, so gäbe es natürlich auch in den Vereinigten Staaten viele Verwendungsmöglichkeiten. Das soziale Elend ist auch aus Amerika nicht verschwunden, es gibt Heere von Arbeitslosen und es fehlen die Zwangs- Versicherungen, die in vielen europäischen Ländern dem durch Krankheit ober Unfall in Hot Geratenen helfen. Aber solche Stiftungen such nicht volkstümlich, entsprechen nicht den feriti» mentalen A.gungen der Philanthropen, für die be- durstigr Waisenkinder ein viel geeignetere# Hilsstchjekt sind. Schwurgericht Gießen. • Gießen, 30. Jan. Am letzten Tage der ersten diesjährigen Schwurgerichtsperioüe fand unter dem Vorsitz aon Landaerichtsrat Hirsch die Verhandlung gegen ben Händler Jakob Schneider von Gamdach wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang statt. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Schneider, die Serteibigung führte Rechtsanwalt Dr L Katz. Am Sonntag, 9. September v. I., war in (Barn- bad) Kirchweihe. Nach Mitternacht tarn der ßanfr wirt Wilhelm Fenchel, der angetrunken roar, auch an den Tisch des Angellagten, welchen et ohne Anlaß durch allerhand Neckereien belästigte. Zunächst nahm er dem Angellagten die Zigarette, aus dcm Mund, dann strich er diesem wiederholt durch die Haare und raufte ihn darin, was sich dieser verbat. Mit den Worten: „Du glaubst wohh ich wäre befoffen", schwang Fenchel, anscheinende um seine Nüchternheit zu beweisen, dem HngeHag^ ten mehrmals sein Bein über den Kops, wobei er diesem wider die Schläfe trat, der dadurch tm Gesicht eine Hautabschürfung erlitt, lieber diese» un-° verantwortliche Verhallen ansche'mend verärgert schlug der Angeklagte mit seinem Henkelbierglas, das er gerade m der Hand hatte, dem seitlich neben ihm stehenden Fenchel derart auf den Kopf, daß Fenchel einen komplizierten Schädelbruch davontrug, an deren Folgen er einige Wochen später verstarb. Aach Schluß der umfangreichen Beweisaufnahme erhielt der Staatsanwalt das 'Sott. Nachdem er nochmals auf den der Anklage zugrunde liegenden Tatbestand näher etngeganäm war, beleuchtete er unter Hinweis auf die Rechtsprechung das Derhalten des Angeklagten in längeren juristischen Ausführungen. Er kam dabei zu dem Schluß, baft der Angeklagte auch für die Todesfolge strafrechtlich verantwortlich ga machen fei. Da zwischen der Körperverletzung Stiftungen für die Universitäts-Bibliothek. H.U.B. Die Universitätsbibliothek hat in letzter Zell einige Stiftungen erhallen, die allgemeines Interesse erwecken. Im Sommer des vergangenen Jahres stellte diechochschulgesell- schäft der Universität 15000 Mark zum Ankauf einer Papyrussammlung zur Verfügung, deren Bearbeitung in erster Linie Gießener Unü versitätsdozenten Vorbehalten ist. Die Sammlung wird mit der in der Universitätsbibliothek bereits vorhandenen vereinigt. Dieselbe Hochschulgesellschaft hat in ben letzten Wochen die Universllätsbibliothek in den Stand gefeilt ein dieser anaebotenes Studenten ft am m- buch aus ben Jahren 1784 bis 1787 zu erwerben. Sein Besitzer war der Studiosus der Rechte, Ludwig Christian Hohenschild aus Darmstadt, geboren 1765, immatrikuliert 12. April 1785, gestorben als pensionierter Regierungesekretär 1838. Er war als Mitarbeller vieler belletristischer Zeitschriften bekannt. Das Stammbuch enthall 14 Silhouetten her damaligen Gieftener Professoren und etwa 90 Einträge mit Silhouetten von Studenten. Dadurch, daß fast bei jedem Eintrag von der Hand des Besitzers eine Bemerkung über die Zell und das Ziel des Abgangs von unserer Universität beigefügt ist, erhält das Stammbuch erhöhten Wert als Quelle unserer Studentengeschichte. Interessant ist für G.e° ßcn besonders der Eintrag des Studiosus der Medizin, Loh. Balth. Wortmann, der später als Arzt und Stadtphysikus segensreich in unserer Stadt gewirkt und sehr viel für die Besserung der hygre- nischen Verhältnisse Gieftens geleistet hat. Besonders groß waren feine Verdienste, als im Smbre 1814 hier die Spllalpest au-brach, der u. a. der Professor der Medizin He gar zum Opfer fiel. Druckbare Mitbürger haben zu seinem Andenken 1833 bis 1835 auf dem alten Friedhof das heute als Wohnung des Verwalters und als Leichenhalle dienende Gebäude mit der klassizistischen Vorhalle errichtet, das die schlichte, aber wirkungsvolle In- schrift „Unserrn Worimann" trägt. Hebet dieses Hous und den durch feine Errichtung Geehrten hat Pfarrer Bechtolsheimer im Sonntagegruß 1921. S. 194 schon dankenswerte Nachrichten gegeben auf die hier verwiesen sei. Wortmann war am 17. März 1770 als Sohn eines Apothekers in Gießen geboren. Schon im Alter von 15j Jahren ließ er sich als Mediziner an der Universität immatrikulieren. Sein Eintrag im Stammbuch lautet: .Nur Freundschaft versüßt die Mühseligkellen des Lebens. Zum cto gen Andenken schrieb d'eses Dein aufrichtigster Freund und Bruder I. D.Worimann d A G B. (- der Arzneigelahrtheit Beftissener) aus Gießen. Gießen d. 21. Juli 1787." Das aus drei Buchstaben bestehende „Symbol-Lm" ist forgfaUtg radiert, an feiner Stelle sind später von andrer Hand die drei Buchstaben V. 8. R hm-ugefugt, deren Bedeutung wohl nur den beiden Beteiligten de- könnt war ©efd)müch_ift das Blatt mit der Silhouette Wortmanns. Sie zeigt em sehr feines, iugendliches Profil, dessen Zarthell für unsere Augen noch durch den üblichen Zopf und das Jabot gehoben wird. Don der Deliebthett, deren sich Wort- mann damals schon erfreute, zeugt eine Seiner, hing des bekannten Leutnants F.v. Zangen, dessen Eintrag auf der Rückseite desselben Blattes zu sm- den ist. Zangen hat auf die von ihm und auf die oon Wortmann benutzte Seite „Angenehme Nachbarschaft" geschrieben, so daß auf jede Seite eines der beiden Worte zu stehen kommt, Eine dritte, nicht alltägliche Schenkung ist aus England durch Vermittlung der D-bliotheksober. fetntärln Frl. Brückmann an die Unwersckats. dibllothek gelangt. Das Q u ä k e r. C o l l e g e m Woodbrooke konnte aus den Bestanden |einer Bibliothek 88 Dubletten ausscheiden, die es unserer Universitätsbibliothek zuwandte^ weil hier schon eine bedeutende Sammlung von Werken zur Gesch mte religiöser Gemeinschaften vorhanden und besonders in den letzten Jahrzehnten durch den Sammeleifer des Oberbibliothekars Professor fj e p b i n g sehr stark vermehrt worden ist. Die Sichtung der 'Banbe ergab zu unserer großen Freude e.nen reichen und seltenen Schatz von Origmalliteratur der Quaker, um den uns manche größere, Bibliothek beneiden wird. Es befinden sich darunter aus dem 17. Jahrhundert Erstausgaben von Werken, deren Verfasser zu den ersten Mckgliedern der Gesellschaft der „Freunde" gehören, wie William Dewsbury, Hauses, die ungeheuren Steinbrvcken, die aus I der Lust hermederpra selten, zerschlugen den Vewnbodeu des Dalsins. daß sich die ungeheuren ! Wa,(erfüllen trichterförmig in Aasen und Beete einwühcken. Diebow sprang barhaupt über bie Veranda, setzte mit ein paar Sprüngen durch die Flut und suchte den Weg nach der Strafte. Ein Sanitätsauto raste vorüber, berittene Polizei sprengte hinterher, die gellenden Signale der Feuerwehr t angen um die Straßenbiegung, bohrten sich ins Ohr und verebbten nach der Aichtung zur ttnglücksstätte hin. In dem Staub, ben die nachfolgenden Kraft- Wagen zurückrieften. wälzte sich eine ungeheure Menschenmenge dahin die in sinnlos schrecklichem Entsetzen sich gegen eitig auf die Füße trat und den Weg versperrte. Diebow schrie nach seinem Chauffeur, der her- geb.ich ben Motor in Bewegung zu bringen ver- ftrchte. Einer der fterumf.iegenben Siemkolos.e hatte das Dach der Garage durchbohrt und die Maschine zerschlagen. Kurt mußte es zu Fuß versuchen. Gin Bekannter sah chn laufen, stoppte und bot ihm den Rücksitz aus seinem Motor^ade an. Während des Fahrens schrie er ihm abgerissene Sätze nach hinten: „Einhundertneunzig Tote bis jetzt I — Aus'eh-en sollen sie wie von Bestien zerfleischt. — Die Sa..itLt kann die einzelnen Körper gar nicht mehr zusammenfindmrl — —“ „Kairnst du nicht schneller fahren?'' rief Diebow nach vorne. „Ich darf nicht! — Wenn ich die Polizei überhole. muß ich stoppen." Diebow begriff. Es gab kein schnelleres Bor- wärrslommen 1 Und doch raste sein D.ut und fein Gehirn zerrte tausend Möglichkeiten vor das Auge. Hetlingen! — Wo würde er ihn finden! — Und wie! — Die ga.re endlos lange Straße war eine em- jige Wolle ,einkörn-gen Stauöes. in dem man kaum mehr die einze.nen Kolonnen von Autos. Fahrrädern und P.erdegesvannen unterschied. und dem eingetretenen Erfolg ein Kausalzusammenhang b?stche. 3m übrigen habe der Angeklagte auch bei der Abwehr die Belästigungen des angetrunkenen Fenchel ohne Anlatz die Derteidi- aungsmatznahmen über das zulässige Matz erheblich überschritten. Er beaniragte. dem Angeklagten mit Rücksicht auf das vorausgegangene Verhalten des Fenchel mildernde Ämstände zuzubilligen und gegen ihn auf eine Gefängnisstrafe von zehn Monaten zu erkennen. Der Verteidiger des Angeklag en befaßte sich zunächst eingehend mit der Persönlichkeit des Verstorbenen und des Angrkla^trn. Während er letzteren als einen ruhigen, bescheidenen, friedfertigen Menschen schilderte, bczrichnet er den andern als einen rauflustigen jungen Mann, der dem Angeklagten infolge geschä,tl'.ch:r Differer^en schlecht gewinnt gewesen sei. Der Angeklagte sei für die Todesfolge nicht verantwortlich zu machen, La ihn hieran keine Schuld treffe. Auch habe der Angeklagte in Rotwchr, Aum mindesten aber in strafloser Lleberschreitung Ixt Rotwchr gehandelt. Er beantragte demzufolge die Freisprechung des Angeklagten. Rach geheimer Beratung verkündet das Gericht das Urteil. Der Angellagte wurde wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgang unter Zubilligung mildernder Umstände zu 1 3ahr Gefängnis verurteilt. Strafschärfend tour jc berücksichtigt, daß der Angeklagte erst einige Tage vor diesem Vorfall durch das Amtsgericht Butzbach wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer erhebttchen Geldstrafe verurteilt worden war. Wirtschaft. Ansere Außenhandelsbilanz 1928. Die deutsche Ausfuhr hat sich ziffern- mätzig und ihren inneren Verschiebungen nach 1928 nicht unerheblich gebessert, obwohl die allgemeine Wirtschaftslage Deutschlands unztoeifel- haft in der gleichen Periode ständig ungünstiger geworden ist. Dieses »obwohl" bezieht sich auf den rein ziffernmäßigen Widerspruch der Ereignisse, die sich gleichzeitig vollzogen haben; ihre innere Logik ist dagegen vollkommen gewahrt, denn von jeher hat Konjunllur-Rückgang im Inneren zu einer Vermehrung der Ausfuhr und zu einer gleichzeitigen Drosselung der Einfuhr geführt; tote sind nur seit Kriegsbeginn zu sehr Objekt übermächtiger Einwirkungen der verschiedensten Notstände gewesen, um solche Selbstverständlichkeiten bisher ohne weiteres in unserer eigenen Entwicklung wahrnehmen au können. Ziffernmäßig betrachtet liegen die Dinge so, daß die Ausfuhr zwar noch erheblich hinter der Einfuhr zurückbleibt, aber die Ergebnisse des Vorjahres um fast 1,5 Milliarden übersteigt. Das ist immerhin schon ein erheblicher Fortschritt. Am wichtigsten aber ist die Verbesserung der Handelsbilanz auf dem Gebiete der Fertigwaren. Denn hier ist der Ausfuhrüberschuß allein um 1 Milliarde Mark gestiegen. Das legt Zeugnis ab für die Tatsache, daß die deutsche Fertigwarenindustrie, was man auch immer sagen mag und mit wie einschneidende Mitteln auch die meisten der wichtigen Abnehmerländer sich protektionistisch dagegen abschließen, die deutschen Maschinen, öektrotech- nische, chemische, Textil- usw. Erzeugnisse zu 'tatsächlich konkurrenzfähigen Preisen und in einer für den Weltmarkt unentbehrlichen Qualität noch immer zu liefern vermag. Frellich, die letzten Monate des 3ahreS zeigen bereits wieder einen merkbaren Rückgang der Ausfuhr bei einer mindestens vorübergehenden Steigerung der Einfuhr. Der günstigste Monat ist der Oktober gewesen, der bei Einbeziehung der Reparationslieferungen ebenso wie die beiden vorangegangenen Monate, aber mit einer Rekordausfuhr von rund 1200 Millionen Mark einen kleinen Ausfuhrüberschuh erbrachte. Ob der gleichzeitige Rückgang der Einfuhr, auf das ganze Jahr berechnet, lediglich günstiges Symptom oder auch Konsequenz des stockenden Zuflusses von Kreditmitteln ist, sei dahingestellt. Der Cinfuhr- bedarf für Getreide ging sichtlich im Zusammenhang mit einer günstigen eigenen Ernte zurück, die eine erhebliche Besserung der deutschen weltwirtschaftlichen Lage zur Folge haben muhte. Es ist bedauerlich, dah die Landwirtschaft von dieser Besserung nicht in entsprechendem Mähe zu profitieren vermochte, so daß auf diesem Wege ein gut Teil der Ersparnis wenn auch nicht ins Ausland gegangen, so doch wertmäßig wieder vernichtet wurde — dieser Ersparnis, die sich aus der Einfuhrminderung und der Ausfuhrsteigerung bei gleichzeitiger Bedarfsdeckung für die Lebenshaltung im Znlande in Höhe von annähernd i/3 Milliarde bilanzmäßig ergibt. Das Bild der Handelsbilanz für 19 28 zeigt trotz einiger unerfreuliche: Seiten zum ersten Male wieder einigermaßen normale Züge, normaler jedenfalls als irgendeine Handelsbilanz der vorangegangenen Rachkriegs'ah.e. Roch sind wir von einem absoluten Balancieren ziemlich weit entfernt; noch wird die Reparalionsaus- fuhr, die ja keine Valuten zugunsten Deutschlands schaf,t, herangezogen werden müssen, wenn man überhaupt in absehbarer Zeit auf ein Balancieren rechnen will. Aber immerhin erweist sich die deutsche Volkswirtschaft auf die Dauer als elastisch genug, um die Hoffnung auf eine Wiederkehr normaler Zeiten auch für uns berechtigt erscheinen zu lassen. Opelwerke und General-Motors. Zu den über eine Interessengemeinschaft O p e l - General-Motors kursierenden Gerüchten erfährt WTB.-ftandelsdienst seitens der Verwaltung der Opelwerke folgendes: Alle Meldungen, die die Tätigkeit irgendeines Abschlusses zwischen GMC. und Opel als vollzogen oder kurz bevorstehend hin- stellen, entsprechen nicht den Tatsachen Von einer amerikanischen Einflußnahme auf die Opelwerke kann in keiner Form gesprochen werden. Der Besuch der europäischen Studienkommission der GMC. in Rüsselsheim hatte rein informatorischen Charakter und erfolgte auf besondere Einladung der Opelwerke, die ihrerseits bei häufigen Besuchen in Amerika ein gleiches, beiderseits nutzbringendes Entgegenkommen gefunden haben. Ob sich aus diesem freundschaftlichen Austausch von Informationen, speziell über das Gebiet der Leichtmetalloerwendung und hochverdichtende Motore, auf dem Deutschland führend ist, engere Beziehungen entwickeln werden, ist nicht anzunehmen, da die für eine Interessennahme aufzuwendenden großen Kapitalien seitens Amerikas im europäischen Autvmobilgeschäst nicht investiert werden dürften, obwohl selbstverständlich die Opelwerke als in Famllienbesitz konzentriertes und umfangreichstes Werk Europas hieran besonders interessiert sind. Das Fabrikationsprogramm der Rüsselheimer Werke erstreckte sich für die Saison 1929'30 nach wie vor auf Fahrräder und Motorräder, Ein-Liter-Wagen (4 PS.), Zwei- Liter-Wagen (8 PS., 6 Zylinder), Vier-Liter-Wagen (16 PS., 6 Zylinder), Sechs-Liter-Wagen (Luxuswagen, 23 P§., 8 Zylinder) und die beiden Lastwagentypen von 1| und 2 Tonnen. Irgendeine Aenderung dieses Programms ist weder beabsichtigt, noch aus technischen Gründen durchführbar. * * Reichskreditgesellschast. Die Reichs- kreditgesellschaft A.-G. in Berlin, die aus einem Reingewinn von 6,52 Millionen Mark (i. V. 6,52) wieder 8 v. ft. Dividende oertellt, vereinnahmte an Provisionen 4,78 Millionen Mark (4,99), aus Zinsen 8,43 Millionen Mark (8,28), und aus Gemeinschaftsgeschäften 0,70 Millionen Mark (0,81). Die Unkosten und Steuern betrugen 8,32 Mill. Mark (8,07). Aus dem Reingewinn soll u. o. der offenen Reserve 1 Million Mark (2) zugewiesen und für Abschreibungen auf Bankgebäude 1 Million Mk. (0) verwendet werden. Die Umsätze stiegen von 52,6 Milliarden Mark auf 66,5 Milliarden Mark. Das Geschäft im neuen Jahre bewegt sich ungefähr in denselben Bahnen, wie im Vorjahre. Aus der noch immer anhaltenden Geldflüssigkeit kann man jedoch nicht auf eine Belebung des Börsengeschäfts und der Konjunktur schließen. * Bayerische Hypotheken- und Wechselbank, München. Der Aufsichtsrat beschloß in seiner gestrigen Sitzung, der am 16. Februar stattfindenden o. G.-D. für das Geschäftsjahr 1928 die Verteilung einer Dividende von 10 Prozent wie im Vorjahre Voranschlägen. * Getreide-Kreditbank A.-G., Berlin. Der Auffichtsrat beschloß, die Verteilung einer Dividende von wieder 10 Prozent vvrzu- schlagen. ' Die Sanierungsakiion der Eisenwerke Gaggenau. Gestern fand in Gaggenau eine endgültige Aussprache von Vertretern von 33 Gemeinden des Amtsbezirks Restatt statt, die sich mit der Beteiligung an der Ausfall- bürgschast für die Eisenwerke Gaggenau beschäftigten. Der Bürgermeister von Gaggenau gab einen eingehenden Bericht über die Entwicklung und die Zukunftsaussichten der Eisenwerke, welche für den Herdbau sehr günstig seien, während im Fahrradbau nicht mehr viel zu verdienen sei. Das 2-Millivnen-Darlehen sei notwendig, um die Fuldschen Ansprüche abzulösen. Die Sicherung für dieses Darlehen geschehe durch die Gießerei bei Rotenfels, während der Rest mit 800 000 Mk. von den Gemeinden verbürgt werden müßte. Die Ausfallbürgschaft soll je nach der Finanz- fraft der Gemeinden in Beträgen von 5000 bis 50 000 Mk. gestellt werden. Die Gemeinde Gaggenau habe allein 500 000 Mk. übernommen. Rach vierstündiger Verhandlung wurde dieser Sanierungsplan u~t:r Vorbehalt der Entscheidung der lrllichcn Körperschaften einstimmig angenommen. * Oberschlesische Eisen bahn-De- d a r f s A.-G., G l e i to i tz. Der Ver^attungsaus- schuh beantragt die Ausschüttung einer Dividende von wieder 5 Prozent. 3n Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse in der ober- schlesischen Industrie erscheine eine Erhöhung der Dividende nicht vertretbar. iVrar.:.artet Börse Frankfurt, 31. Ian. Die Börse stand nach wie vor im Zeichen der kommenden Reparations- Verhandlungen und des heutigen Ultimo:. Bei den geringen Engagements der Spekulation werden jedoch kaum Schwierigkeiten irgendwelcher Art erwartet, zumal die Geldverhältnisje immer noch sehr günstig sind. Die Stimmung war allgemein beruhigend, und im Grundton machte sich ein etwas freundlicheres Aussehen bemerkbar. Eine gewisse Zurückhaltung und Vorsicht war jedoch nicht zu verkennen, da der uneinheitliche Schluß der gestrigen Neuyorker Börse und die weiter herrschende Orderslosigkeit einen Druck ausübten. Die Spekulation schritt nur in vereinzelten Werten zu Deckungen. Material kam auch nur wenig an den Mar t, so daß einer Aufwärtsbewegung der Kurse nichts im Wege stand. Die Besserungen gingen gegenüber der gestrigen Abendbörse jedoch kaum über 1 o. ft. hinaus. Etwas vermehrtes Interesse bestand für J.-G.-Farben mit plus 1,5 v. 5)., da von der heute stattfilidenden Aufsichtsratssitzung doch günstige Auslassungen erwartet werden. Nachfrage bestand noch für Schuckert mit plus 1,75 v. f)., Scheideanstalt plus 1 v. ft., Zellstoff Waldhof mit plus 2 v. ft., Mansfelder Bergbau mit plus 2,25 v. ft. und Autowerte, die bis etwa 1 v. ft. anziehen tonnten. Auch die meisten Bankwerte, für die sich immer noch etwas Interesse erhallen hatte, waren gefragter, doch gingen die Erholungen kaum über 0,75 o. ft. hinaus. Vernachlässigt lagen dagegen Soenska mit minus 2,50 Mark und Chade-Aktien mit minus 2 Mark, während Bergmann und Licht & Kraft knapp behauptet blieben. Sonst waren die Umsätze äußerst minimal. Im Freiverkehr bestand für amerikanische Kunstseiden-Shares weiter einige Nachfrage. Amerikanische Glanzstoff 76 bis 77,50 Dollars. Renten still und geschäftslos. Im Verlaufe machte sich wieder eine größere Unsicherheit bemerkbar, da das inzwischen bekanntgewordene Kommunique der I.-G.-Farbenindustrie, die Versteifung des Geldmarktes und ein neuer Bankkrach in Berlin verstimmten. Auch machte sich der heutige Zahltag, da in Börsenkreisen doch mit evtl. Schwierigkeiten gerechnet wird, stärker fühlbar. Es traten auf Abgaben der Spekulation allgemein Verluste bei großer Lustlosigkeit der Börse vis zu 3,5 v. ft. ein. Am Geldmarkt erfuhr Tagesgeld mit 6 v. ft. eine Versteifung. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 42130, gegen Pfund 20,425, London gegen Kabel 4,84975, gegen Paris 124,11, gegen Madrid 30,45, gegen Mailand 92,64, gegen ftolland 12,1013. Bereuter Börse. Berlin, 31.Ian. Das ftauptgefprächsthema der heutigen Börse war der Tressoreinbruch bei einer Disconto-Filiale, ohne daß dieses Moment, wie ja auch gar nicht zu erwarten war, einen Einfluß auf die Tendenzgestallung ausgeübt hätte. Vorliegende günstige Meldungen wie der Abschluß der Reichskreditgesellschaft und die sehr flüssige Bilanz der A. E. G. befriedigten die Börse, dem. Bankkrach der Firma Rothenberg wurde gar keine Bedeutung beigemeffen, dagegen erwartet man mit Spannung das Ergebnis der Verhand- fangen Commerz-Bank/Mitteldeutfche Bank, das für morgen zu erwarten ist, das Kommunique über die heutige Aufsichtsratssitzung der I.-G.-Farbenindustrie, die Londoner Meldung, die Auskunft geben soll über die weitere Diskontpolitik der Bank von England. Wenn man auch vorherrschend die Meinung vertreten hört, daß eine Veränderung auch heute nicht eintreten wird, so sind Veränderungen in diesem Monat nicht ausgeschlossen; die Situation des Pfundes ist schon seit langem recht stetig, eine Stützung des Kurses gelang bisher nicht, und das Gold stoß in beträchtlichen Mengen aus dem Lande. Diese Diskonterhöhungsbefürchtungen waren auch der ftauptgrund für die abwartende ftattung der Spekulation. Die Kurse zeigten keine einheitliche Entwicklung, die Stimmung war jedoch bei kleinem Ordereingang zu Beginn der Börse etwas beruhigter. Spezialwerte, wie Berliner ftandelsgesellschaft, Reichsbank, Daimler, Schubert & Salzer, Deutsche Kabel, Deutsche Linoleum, Polyphon, Leonhard Tietz, Mansfelder, Rheinstahl und Farben konnten sich bis zu 3 v. ft. bessern. Soenska minus 2,50 Mark und Chade- Aktien minus 2,50 Mark sielen durch schwächere ftallung auf. Bei letzteren wirkte sicherlich die schwächere ftallüng der Devise Madrid mit. Deutsche Anleihen behauptet. Ausländer ruhig. Pfandbrief, markt gehalten. Der Geldmarkt zeigte heute zum Ultimo weiter angespanntere Sätze, obwohl der Zahltag als solcher als überwunden gilt. Man nannte Tagcsgeld, d. h. heute Geld über Ultimo 7 bis 8,5 o. ft., Moratsgeld 6,75 bis 8 v. ft., Wa- renro? j-fel etwa 6 25 v.ft. Im Verlaufe kam die Unsicherheit wieder stärker in den Kursen zum Ausdruck, obwohl das inzwischen bekanntgewordene Farben-Kommunique nichr ungünstig enttäuschte, da es nichts über die ftöhe der Dividende für das Geschäftsjahr 1928 brachte. Die Kurse gingen auf allen Marktgebieten ziemlich einheitlich um 1 bis 2 o. ft. zurück. Kunstseidenwerte waren 3 bis 5 v. ft. gedrückt, was ebenfalls zu der allgemeinen Verstimmung beitrug. b nf,urtcr GcLrciD 5 r a n t> f u r t a. M., 31. Jan. Der Pvodutten- markt verkehrte heute auf die durchweg festen Auslandmeldungen ebenfalls in fester Gattung. Das Geschäft ist aber nach tote vor 'sehr gering, nur für Weizen und für Mais machte sich etwas verstärktes Interesse bemerkbar, so daß dieselben 0,25 Mark anziehen konnten. Auch das Mehl-- geschäht ist etwas reger. jedoch konnten sich die Preise hier nur behaupten Cs wurden notier!: Weizen 23,75 bis 21; Roggen 23,50; Sommergerste für Drauzwecke 24,50 bis 21,75; inl. Hafer 23,75 bis 24; Mais. gelb. 23,50 bis 23,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0. 33,25 bis 34; Roggenmehl 31 bis 31,50; Weizenlleie 14,25; Roggenlleie 15 OKarf. Tendenz: fest. Frankfurter Schlachtvieymartt. Frankfurt a. M., 31. Jan. Auftrieb: 1219 Kälber, 339 Schafe, 414 Schweine. Cs wurden notiert: Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 68 bis 71 Mk.; mittlere Mast- und Saugkälber 62 bis 67; geringe Kälber 55 bis 61. — Schafe: Wastlämmer und jüngere Mast- Hammel (Weidemast) 50 bis 54; mittlere Mastlämmer. ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 45 bis 49; fleischiges Schafvieh 38 bis 44. — Schweine: Dollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 72 bis 74,' von etwa 160 bis 240 Pfund 72 bis 75 Mk. — Marktverlauf: Bei allen Viehgattungen schleppend. Schweine äleberstand, Kälber und Schafe ausverkauft. Rorddeutsche Mastkälbcr über Rotiz. Kundfunkprogramm. FreUag, I.Iebruar. 6.30: Morgengymnastik. 12.00: Schallplatten- Konzert: Beethoven. 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05; Hausfrauendienst: „Was Konsumentinnen fragen!“ 16.35 bis 17.35: Haus- frauen-Rachmittag, veranstaltet vom Frankfurter Hausfrauen-Verein: Von der Kochtante: Zubereitung der Gemüsekonserven — „Wie man eS nicht machen sollte". 17.35 bis 18.05: Von Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10 bis 18.30: Lesestunde. 18.30 bis 19.00: Stund« des Südtoestdeutschen Radio-Clubs. 19 bis 19.20: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 19.20 bis 19.30: Film-Wochenschau 19.30; Vom großen Saal des Saalbaues: Konzert der Frankfurter Museumsgesellschaft. Anschließend: Von Kassel: „Soleidas bunter Vogel", musikalisches Lustspiel nach einem Märchen aus „1001 Rächt" in einem Aufzug von Curt Böhmer, Musik von Max Donisch. Samstag, 2. Februar. 6.30: Morgengymnastik. 1245 bis 13.15: Schulfunk: Französisch, vorgetragen von Professor Dr. Millequant. 13.15: Schallplotten-Konzert: Lustiges zum Wochenende. 15.05 518 15.35: Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. 16.35 bis 18.05: Rach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10 bis 18.20: Briefkasten. 18.20 bis 19: Alfred Brehm, Gedenkfeier seines 100. Geburtstages. 19 bis 19.30: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: „Der Sternenhimmel im Februar, Venus als Abend-- stern", Vorttag von Prof. E. Sittig. 19.30: Dom großen Saal des Saalbaues (Rach Stuttgart): Lieder-Aöend, Richard Tauber. Anschlie-i ßend: Vom Schauspielhaus: Racht->Variet6. Kirchliche Nachrichten. Israelitisch" Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 2. Februar. Vorabend: 5.15 Uhr; morgens 9; abends 5.30 und 6.10 Uhr. Israelitische Reltgionsgesellschasll (Sabbatfeier den 2. Februar. F eitag abend 4 55 Uhr; Samstag vor- mittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 6.10. Wocbengottesdienst morgens 7; abends 5 Uhr. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die btnter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt Frankfurt a. M Berlin FlattAlurr a. M Berlin Schluß^ R'tr» । I-Uhr- ftnr» Sch utz.t Änr» liniang flut* Schluh-i Sure Sch uü- fl’tr» tiniang flttr- Datum 30 1 j 31. 1. >1. (31. 1 --------—. Tamm: | 30. 1 1 31. 1. 30, t. 1 31.1- Dt »eichsanleitze o 1937 ft Inl.-tiblöl.-StbulB mti Än» IcixHecblen Drtgl ohne Huelol.-Jiedite 7% tfiantf hyp.-Bi Bowvi «m tünDbar bü 1932 tVi% iHbetniidx Lvv-Lant gtau Eoldvl S.E.» abn v orkriege» OdU-alUm rädtablbai 1932 4% Sdjroru äunbeeb.-tinL 4% C eitertet ebiftbe (Seltne. 4,80% Ceften Silberne 1% Cefteneich findetl! Ölte 4% Ungartlcbe «olbtte 4% Unganidie Staate: o 1910 47i% beefll von 1919 4% Ungariicte ftronenrte. 4% lud Bolianleibr v 1911 4% luditof läafiOabbabn-’JLnl. Serie l 4% vosgl Serie 11 4% Rumänen konven Äte lVs% Rumänen Srltxm! »n 1913 Mg ®eut|»e Öilen'xUjn 4h öambutjvtimerito Laiei 6 pamb .«uvaw Tumvilcd 8 Van io SaiiivHtiiilf St ÄotDbeuridw: L'loob 6 jUlg Seulldir (IrebiumB io Barme: Bonloerein 10 öetiinei Vanbel^geleUitb 18 lommeti- und Pnval-Baal ll tXntmfi u tRaitonalbanf 12 Üeutldje Boni U> •5i4tor.lv tüelelhdxih flnl 10 Vertonet Bant 10 ant 8 ***4* ' ' ' ' ' ' ' £ S’ '^*-2-2! 2 । B 'S? -.5'2 87.5 33.75 13,9 33 25 u,2 26.65 24.75 1.95 12 11.9 19 .29 174 tu- 147.4 i. 9.&) 140.. .24 198,5 79.2. 17b 1 4.75 .70 4O2 132 15.3 53,9 13,8 26,6 2 11,9 U9 126.4 139.2 2‘7. .98 4 i7n 401 I 316 L.tL.» ..... 8 Öeigtaana Mete Sfefmntflee. - , . . 80 Lickt trab Srait . » • • 80 ."teilen 4 »utile au «•. 0 • o ■ 6 Sei. f (Sein Untern.. • • « 10 Hamb Wellt. Werls , o o « 80 «bein. Glettt...... . 9 Schlei, ©eftx. . . 0 • o . 80 Schucken . .ooo. 8 rranMobto , o • o • S Labmev» iS«....... 80 Subenio .ooo. 6 Deutiche .ooo. 6 Eiiener ©tetnlobte . o • . ■ 8 Selfenhrdxitex , o i % 3- 4 Harvener .ooo. . 6 Hoeich Eilen . « o o o o . . 8 51le tBetflbau =00000.8 fflättnerroerfe .00000.? ßo!n-4?euefieu 0 0 0 0 0 • 8 Mannesmann ... 0 0 ■ 8 Mansfelder 7 Cberidtlri Eilend ®ete8 B Cberiditel flötemett? 8 Ldantz 8CTflbau 5% KbetnÜche Braunivdlerr 10 •Nbeinftabi f. % Aa» 4Vj Webed Montan 7,2 •^eretntflir Stahl» ... 6 Ctaui IRtncn . ° . . t et- fl all äidjcTelebn» ... 10 tiafi tiefterefleln . , 10 flalimerf ©aUberinetB 16 .1 * ^arbrn.,tn6atOÄ la l'Dtiamü tllvbel .... b edieioeanitaJi . . , , v g Uolvichmtoi ..ooo 3 •Nütflerertiertt . e o e . < ÄfiaUoeieUIOxÄ. . . 0 0 • U 175.a 214 313,5 143.5 243 225,75 .81 171,5 12« 133.5 217 127.5 111 6.5 75.5 132 98 76 82 ■02 4 178 1 ” 1 2 । ) । 1 g ’ 1 1 1 । 1 1 | • 1 *«4 60,2 1 । 3 S 1 ® 1 — TO "--- CO o . - N ■ - * r-00 O 175.1 213.5 165,75 213,5 143,5 242,5 146,5 165 213,3 225.- 381-5 154.5 172 66 129,65 128 133.5 120 106.65 ll!',* 26,65 111.75 94,5 108.3 96,6.» 27-,5 I..4 145,5 98 0-1.1- .75 -8l, 3 4) >.3 119 25 99 176,2- 213 166,25 212 243 147.5 165 2P.25 226.7t ,8'.25 154.0 85.75 130 128.25 133 121 107 .21 12. 113.7. 9 »,2a 109.4 275.. .34 .8,1- 8.7.» - Ü5.2o o9.25 u9,2o neu Dividende an.Reichsbankdiskoni 6,5 Prozent, Lombardzinsfuh 7,5 Proz ent DerN» Berlin. 0. Mannar (Selb t*nef y uiionui. u. « ffraniönfebe Jlotcn öollänbifcfie Noten ... 0 5t..lienilche Noten ..... Norwegische Noten • • • • Deutsch Testerr. * 100 Äroncn Rumänische Noten .... Schwedische Noten ...... Schweizer Noten ...... Cvanikche Noten....... Tschechoilowaitiche Not« . • Ungarische Noten Devisenmarkt Berlin Telegra f hische “ ii».4t» 168,23 22.00 111.80 59,01 2.50 112,13 80,86 «.46 12,41 73.15 -Frankfurt Ausza ’.'/l 10752 168.91 22.08 U2.24 »9,25 2,52 <12,57 81,18 8/74 <2.48 7^.45 a.21L ung. Schluß-! 1-Uhr- Ä'ir» , flut» Sch uh illniang R"rs flur* Datum: | 30. 1 | 31 t. 30. 1 | 3<. 1 titiutüv voymana .... 7 Heidelberger Cemeiü .00. 10 Tement flarlitabt .00.8 ©atjfe 4 SrriUrg . » . . 80 Scbultbeis Vechendvf« . . 15- Cftroerte . . ° 0 . 12 Set. Glanzkoy . - ° 0 . 18 Bemberg ..00. 14 SeOftoff Waidboi . . - . 12 Zellstoff aithaffenburg ... 82 Charlonenburger Wall« ... 7 Delicnier Gas ..00.8 Daimler Motoren 0 Demag -.0000.0 flbleroette flleeo .0000.6 Oubn». äoeroe .000. 10 9?at. Automobil . . 0 0 0 0 Crenfiein 4 ftoopd .00. . 6 OeonbarD lieu - 0 0 0 . S Bamag-Mefluin . 0 0 0 0 . 0 Atanfi Malchine» .0000 - S Griyner .00000 81 Oetjliflenftaett .00000.0 3ungbane . ooo 00 .4 Lechwerie .00000.8 Mainkraltroerl» . 0 0 0 v 0 . 8 Mag 80 flefartulmei 00- .8 Peter; Union 0000 S Gebr Noeve, .000. 10 Smfli 4 t-aefhrtl..... S 6übb Zucker ..... 8 Dank 1^8.3 134.5 181,75 132 25",5 195 59,4 57.75 64 109 77 117,5 143 24 101, 126 212 146.5 noken. ' | 1 1 III *1 ■ 1 ■ 53 1 “» • 1 1 ' ' 1 1 1 I 1 ' 1 1 1 R 5* 8 __________ Ul.b 289.75 249 463 425 26O 126.75 213 59 51.25 224 9$ 252,75 64.25 109 77,13 144 24.5 101,5 212 145.6 iiii 1 “’.s;:?0. । i » i i i i ■o. • • • » » *3 2" 3*^9 y 2 30. Januar 3 . Januar tinttiidjc Non.rung t*elb 1 Brie' Amtliche Noncrung iAeld 1 Ärtet tim ft» Won Boen.-ÄtreS Brff.-Ännv Lbriftiaoia Sopenhaaen Stockholm Oelnnarort. Italien London. . . Neuvorf . . Poris - . . Schwei» . . Sva «0 Iavaa •Hio de ^aa täten in D-- Cefl abaeft Prag Beltrad «ndavcst Hul arieD i'tfiabon TanjtQ Qnnft etta tiiben Lanad» Ilm ad) Sä» 168,36 1.774 38,46 112,09 112.16 112,42 id.579 .2,01 -U,u96 1.206 l >,44 >0,89 8.5„ 1.908 -.11)5 -9,115 «2.444 7,385 -3,29 ,042 «6.48 ,1.535 .,(■66 i.4o5 .194 1.3 tu 20,915 169,90 1.778 J9.58 «12,31 112.3c 112.64 10,599 .2.03 20,436 1.214 16.48 81,05 t>8.67 1.912 -.5(k,5 33,235 12.464 '.399