»«»• Ssv- $ 5.-» S " ^5»VLZ R 2 n e>n"3 0 a. a^SpiS 5 ” 3 0 0 E-^= ’ 2.4 ^7e S ÄgSSijfi $ 2 £ 3 ,31c-d--o-- Dienstag, 50. Juli 1929 M.176 Erstes Blatt 179. Jahrgang GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesien druck und Verlag: vrühl'fche UniverfitStsGuch- und Zteindruckerei R. Lange in (Sietzen. 5christlett«ng und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Bezugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger» lohn, auch bei Nichterscheinen einzelner Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vir zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re. klameanzcigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°/, mehr. Eheftedakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton vr.H.THyriot; für den übrigek Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. ein Die Generalliqmdation des Weltkrieges Vorstellung beim Präsidenten. Paris, 29.3ulL (WTB.) Ministerpräsident Briand hat um 19 älhr dem Präsidenten der Republik sein neues Kabinett, das fämt-> liche Minister des zurückgetrctenen Kabinetts Poincare enthält, ohne daß in der Verteilung der Portefeuilles irgendeine Aenderung eingetreten ist, vorgestellt. Die Konstituierung des neuen Ministeriums wird morgen im „Journal officiel" veröffentlicht. Der Ministerrat hat beschlossen, die Präsidenten der Kammer und des Senats zu ersuchen, die beiden Parlamente für Mittwoch, 15 älhr, zur Ent- pari», 29. Juli. (IBB.) Beim Verlassen des Elysees um 1 Uhr erklärte Briand dem Vertreter der „Agence Economique et Financifcre“, daß er sein Kabinett gebildet habe. Die Radikale P a r t e l sei darin nicht vertreten. Obwohl die Z u - sammensehung des Kabinetts dieselbe bleibt, erklärte Briand, hoffe er nach seiner Besprechung mit dem Führer der Radikalen, D a l a - dier, in der Kammer eine verbreiterte Mehrheit zu finden. havas bestätigt, daß das Kabinett Briand sich in derselben Zusammensetzung wie das bisherige Kabinett PoincarL gebildet Hot. Sämtliche Minister behalten ihre Aemter. gegennahme der Regierungserklärung zusammenzuberufen. Am Mittwochvormittag wird Winisterrat stattfinden hing beigemessen werden. Poincar 6, der Mann der Ruhr ist zurückgetreten. Briand, der Patheti- ker in Friedensideen, wird die Führung übernehmen. Was bedeutet das? Schon die Erörterungen in der Weltpresse zeigen, daß man die- neue Situation gar nicht einheitlich beurteilen kann. Wir sind im Laufe der Zeit so sehr daran gewöhnt, mit Poincar6 zu rechnen, daß es uns schwer fällt, diesen Stein aus dem Brett zu nehmen. Daher kommt es auch, daß allenthalben der Gedanke im Vordergründe steht, Poincar6 könne hinter den Kulissen auch weiterhin wirksam sein. Gegenüber dieser Ansicht wird von anderen Seiten, die ein ausgesprochenes Vertrauen zu Briand besitzen, erklärt, daß jetzt eine Erleichterung für die Haager Konferenz geschaffen sei. Beide Ansichten stehen sich diametral gegenüber. Die Wahrheit liegt in der Mitte. nicht gangbar war. . So blieb Briand nichts weiter übrig, als das alte Kabinett Poincare unverändert im Amte zu lassen, mir mit dem einzigen Unterschied, daß er an Stelle Pom- caräs das Präsidium übernimmt, selbstverständlich unter gleichzeitiger Beibehaltung des Außen- ministeriums. Es liegt auf der Hand, daß diese Lösung nur einen vorübergehenden EHara t t e r tragen kann. Denn die Mehrheit des alten Kabinetts war bereits bei den letzten Abstimmungen über die Ratifizierung des Dsranger- Mellon-Abkommens und des Caillau?-Churchill-' Abkommens so stark zusammengeschrumpft, daß ein sicheres Regieren nicht mehr möglich erschien. Briand wird genau wissen, daß er jetzt bestenfalls ein Uebergangskabinett bildet das für die Dauer der internationalen Der- handlungen seinen Destand^hat, das aber nachher einer neuen Mehrheibildung Platz machen mutz. Ob diese Mehrheitsbildung dann unter Einschluß der Sozialradikalen nach lircks hin erfolgt, diese Frage läßt sich letzt auch noefc nicht von fern beantworten. Sie wird auch sehr wesentlich von dem Gang derReparattons- und RäumungsVerhandlungen abhangen. . , Soviel ist aber sicher: Diese Derendingen werden durch die Unsicherheit der rnTwrchvlitt- schen Derhältnisse Frankreichs bedeute^ er schwert. 3n der Pariser Kammer stehen sich Denn Im G.uvte genommen wird sich schon, deshcllb 'nicht viel ändern, weil so Polncars selbst die notwendigen Aenderungen bereits voll- zogen hatte. Der Verfechter der Rebancherde-en Hai stch nach vieler Hinsicht ändern müssen. Er muhte die Räumung des Rheinlandes in seine Rechnung stellen, und er mußte, was für ihn, den Finanzpolitiker, vielleicht noch bedeutend schwieriger war, für die Annahme der französischen Schuldenabkommen plädieren, gegen die er sich bis noch vor kurzem mit aller Schärfe gewandt hatte. Briand hat gewiß jetzt größere Freiheit, indem er als Außenminister keine besonderen Rücksichten mehr auf den Mi- nisterpräsidenten zu nehmen hat. Dazu kommt noch, daß er im Gegensatz zu Poincare nicht so starr an den Buchstaben hängend ist. Er ist kein Fachmann, sondern ein Politiker. Das wird vielleicht Erleichterungen bringen. Die Haager Konferenz steht in einem seltsamen Zeichen. Schicksal und Absicht reichen sich fast unorganisch die Hände. Und doch verläuft alles gesetzmäßig, d. h. den Umständen entsprechend. Oie englischen Delegierten. London, 29. Juli. (IBB.) Wie der amtliche Funkdienst meldet, wird Großbritannien bei der bevorstehenden Reparationskonferenz im Haag durch den Staatssekretär des Auswärtigen, Henderson, und den Schohkanzler Snowden vertreten werden. Ob Premierminister Macdo- nald als hauptdelegierter an der Konferenz leil- nehmen wird, ist noch ungewiß. Wie der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" berichtet, wird der britischen Delegation für die Haager Konferenz außer dem Schahkanzler Snowden und dem Staatssekretär des Aeußern, Henderson, auch der Präsident des handelsamls, Graham, angehören. Zahl- reiche Sachverständige des Foreign Office und des Schatzamtes würden sich ebenfalls nach dem Haag begeben. Ferner werde die Frage der Rheinlandräumung möglicherweise die Zuziehung von Militärsachverständigen notwendig machen. England für Beschleunigung. Zwei Teile der Konferenz: einerseits Reparationen, anderseits Räumung. London, 29. Juli. (WB.) Von amtlicher britischer Seite verlautet, es stehe jetzt endgültig fest, daß die Reparationskonferenz imHaag stattfinden wird. Der Zeitpunkt sei jedoch noch nicht offiziell festgesetzt worden. Großbritannien sei bestrebt, keineDerschiebungdesZeitpunk- t e s eintreten zu lassen, da es die Aufgaben der Konferenz mit möglich st erBeschleunigung erledigt wissen wolle. Es besteht, den Informationen von amtlicher britischer Seite zufolge, die Absicht, die Konferenz in z w e i T e i l e zu teilen, und zwar einen finanzieller Art, der sich mit dem Voung-Bericht und der gesamten Frage der Reparationen befaßt, und den anderen politischer Natur, die Fragen wie der Räumung des Rheinlandes und die Frage der Ernennung des Feststelluygsausfchusses be- handelt. zwei ziemlich gleich starke Gruppen gegenüber, von denen die eine sich gegen politische Zugeständnisse an Deutschland stemmt, während die andere zum mindesten die baldige Rheinlandräumung befürwortet. Dazwischen hängen einige mittelparteiliche Gruppen, deren Stellung nicht ganz klar ist. Mit dieser Unsicherheit aber wird Briand zweifellos bei den kommenden Verhandlungen stark operieren. Er wird nach berühmten Mustern außenpolitische Zugeständnisse ablehnen, weil er dafür in feinem Parlament angeblich keine Mehrheit finden kann. Für die deutsche Außenpolitik kann hieraus in den nächsten Wochen eine sehr ernste Lage eirtstehen. werden die anderen Mächte aber ihre Gedanken wenigstens einigermaßen einklingen lassen wollen Für die Fe st stel l u n g s ko mm i s sro n darf das nicht in Frage kommen. Aber Brr and wird Wert darauf legen, etwas von ter S i che r- heit in dem Satze zu hören. Und darum wird wahrscheinlich auch der l ä n g st e S t r e 1t geben. Alles geht um Formeln. Aus diesem Grunde ist es verfehlt, allzu schnelles Handeln zu erwarten. Technik, Politik und Finanzen sind bei Öen Problemen derart verflochten, daß nur mit, aller Ruhe eine eindeutige Lösung gesunden werden kann. Die O r g a n i s a t i o n s f r a g e n werden sicher noch viel längere Zeit in ihrer Ve- Handlung in Anspruch nehmen. Das wird keine Verschleppung bedeuten, sondern einfach naturnotwendig sein. Die verschleppenden Momente werden wahrscheinlich von ganz anderer den kleineren Staaten nahestehender Seite m die Konferenz gebracht werden. Es M deshalb während der ganzen Zeit mit aller Bestimmtheit den objektiven Standpunkt zu vertreten. Das rst für Deutschland nicht schwer, da m objektiver Einsicht das ganze Problem außerordentlich einfach gelagert ist. Vorausgesetzt, daß die innere Front in Deuschland geschlossen bleibt, Las mit Ausnahme der Extremisten ^uch ohne Frage möglich ist, wird die deutsche Taktik ern- beitlich fein können. Die Bedeutung der Konferenz ist allen bekannt. Hoffen wir, daß die Wünsche, die sie geknüpft werden, endlich auch einmal ohne Irisch ränkung in Erfüllung gehen. Die Welt hat diese Befriedung wahrlich Nötig. Paris und Haag. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers". Berlin, 30. Juli. Die kommende politisA Konferenz steht in einem sonderbaren Zeichen. Erst hat man sieben Wochen lang gebraucht, um aus der ganzen Welt einen passenden Konferenz- o r t ausfindig zu machen, als ob an solchen^Orten ein Mangel märe, und dann erkranken Ltaais- männer gerade in einem Augenblick, wo man glauben konnte, daß nun alles in bester Ordnung sen Bedeutet die bedauerliche Erkrankung deut'chen Reichskanzlers auch keine besondere BeemflusMg der Situation für Deutschland un Haag, |o muß doch ohne Zweifel dem f ran Solchen Regierungswechsel eine viel tiefgehendere Bedeu- Französisches Kabinett für die Neparationskonferenz Es bleibt alles beim allen: Briands Ministerium ein Kabinett poincars ohne Poincare. Oie bevorstehende Regierungserklärung. Nur außenpolitische Fragen. Parts, 29. 3uli (WTD.) Die neue Regierung ist, wie Havas berichtet, entschlossen, in der e inzuberufenden außerordentlichen Parlamentstagung außer der an die Regierungserklärung sich wie üblich anschließenden Debatte über die allgemeine Politik der Regierung keine weitere Aussprache zuzulassen. Insbesondere soll Briand beabsichtigen, sich der Diskussion der Gesetzentwürfe über Steuererleichterung und über die Amnestie in Elsah-Lothringen zu widersetzen, so daß bereits am Mittwochabend das Schlußdekret verlesen werden kann. Die Regierungserklärung, die Briand ausarbeitet, soll nur kurz sein und sich fast ausschließlich mit außenpolitischen Fragen beschäftigen. Die Radikalen gegen Briand? Paris, 29. Juli. (WB.) Die Radikals Partei hat das Angebot Briands, Mitglieder der Partei als Staatsminister in das Ministerium aufzunehmen, abgelehnt. Der Vorsitzende der Partei, Da la di er, hat Auftrag erhalten, Briand hiervon in Kenntnis zu setzen. Die Fraktion der Radikalen hat heute abend beschlossen, eine Interpellation gegen das Kabinett einzubringen. Sie begründet ihren Entschluß damit, daß die Beibehaltung der bisherigen Regierungsmitglieder unmittelbar nach dem überstürzten Schluß-tzer ordentlichen Parlamentstagung -nir den Sinn haben kann, daß die gleiche Po itik mit der gleichen Mehrheit fortgesetzt werden solle. Infolgedessen könne die Regierung in der Sammer nicht auf eine Kenterung ter Haltung ter Radikalen Partei rechnen. Darüber, ob die Fraktion sich lediglich der Stimme enthalten oder gegen die Regierung stimmen wird, soll morgen oder übermorgen Beschluß gefaßt werden. Oos Echo in derpariferpreffe. Paris, 29.Juli. (WB.) Zur Kabinettsbildung schreibt der „Temps : Man muß die Dinge nehmen, wie sie find. Es gibt eine Minderheit, die beständig die Handlungen der Regierung PoincarS bekämpft hat. Daß diese Minderheit vor der Haager Konferenz durch Kundgebungen etwas weniger laut hervortritt, daß sie es dem Ministerium ermöglicht, mit voller Autorität, mit dem ganzen Prestige einer möglichst großen Mehrheit nach dem Haag zu gehen, bas wünscht die öffentliche Meinung. Das fft der beste Dienst, den die Radikale Partei sich selbst leisten Das „Journal des D6bäts" schreibt: Briand übernimmt die Ministerpräsidentschaft rechtlich, nachdem er sie in den letzten Parlamentssitzungen tatsächlich übernommen hatte. Man wird gelernt haben, daß zur Verhinderung eines radikalen Abenteuers die nationale Kammermehrheit beibehalten und im Innern wie nach außen die Politik dieser Mehrheit betrieben werden muß. Der „Intransigeant" schreibt: Man darf nicht aus den Augen verlieren, daß das Kabinett das Kabinett des Youngplanes fein wird und nichts weiter. Es wird die einzige Sorge der an der Regierung befindlichen Männer fein müssen, alle anderen Probleme von dem Ausgang der Verhandlungen über die Liquidierung des Krieges abhängig zu machen. Das erfordert die Klugheit. m v „M atin" schreibt: Das neue Kabinett Briand ist "ein Ferienministerium, oder besser gesagt, ein Verhandlungsministerium. Im Oktober erst wird die I n n e n p o l i t i k zu ihrem Rechte kommen. Kein Zweifel, daß in diesem Augenblick der erfahrene Ehef, der an der Spitze des Kabinetts steht, sich seine Gefährten für eine längere Reise aussuchen wird. .Petit Parisien" hält es für wahrscheinlich, daß die Radikale Partei sich spaltet. Das sei alles, was das Kabinett zur gegenwärtigen Stunde erhoffen könne. Journal" schreibt: Die Regierung wird bei dem Kampf im Parlament wahrscheinlich siegen. Wer der Regierung eine Blankovollmacht für die Vertretung Frankreichs im Haag verweigert, würde in der Tat eine schwere Verantwortung übernehmen. Immerhin sei es bedauerlich, daß sich nicht eine stärkere Mehrheit gefunden habe, um die Reaierung zu unterstützen, die auf einer internationalen Konferenz die heiligsten Interessen des Landes zu oertreten haben werde. „Echo de Paris" sagt: Briand hat seinem Lande dadurch einen guten Dienst erwiesen, daß er den Radikalen Gelegenheit gegeben hat, wieder einmal in der Oeffentlichkeit ihren politischen Egoismus und ihre schrankenlose Begehrlichkeit zu zeigen. französische Außenminister, dem ter Präsiden der Republik nach Poincarös Rücktritt die Ver- I Sie politische Konferenz findet nun- anttoortung für die kommenden Entschlüsse aus- me£r §aag statt. Vielleicht wird der An- erlegt hat, wollte feine Regierung mit Cm- fang noch um einige Tage hinausgeschvben, die schluß der großen linksbürgerlichen Gruppe der Konferenz wird aber trotzdem noch vor der Sozialradikalen, also der Partei Her r iv t s und V 5 1 k e r b u ndsver s am m lung durchgeführt D a l a d i e r s, bilden. Zuerst schien es, als ob toer^n können. alles gut gehen sollte, dann aber zeigten sich Die Konferenz ist von schicksalentscheidender Schwierigkeiten, die sachlich auf der ilnbcrfobw- Bedeutung. Zunächst muh man sich darauf gefaßt lichkeit des Standpunktes der Sozialradikalen und machen, daß, wie bei allen großen Konferenzen, der republikanischen Union, also der großen ^ie Lösung noch nicht am zweiten Tag gesunden Rechtsgruppe, beruhen und die sich persönlich aus ^in fann gift also, die Ruhe zu bewahren, den Streit um den Innenminister Tardieu ohne Frage wird es auch Krisen geben, wenn zuspihten. man etwas heftigere Auseinandersetzungen um Tardieu gilt in der französischen Politik als entscheidende Probleme so bezeichnen will. Die der Vertrauensmcmn der Rechten im Kabinett. Konferenz gilt der Generalliquidation Das Innenministerium bildet in Frankreich, im Weltkrieges. Darüber sind sich alle Gegensatz zu Deutschland, eine starke Schlussel- f[ar Sowohl die französische als auch die stellung, da die gesamte innere Verwaltung bet englische Regierung haben erklärt, daß man der straffen französischen Zentralisation von dieser «2 um 3äe totale Liquida tio n fcemüficn Dienststelle abhängt. Gerade jetzt hat eS auch I . 9rn VoröHgrrmd?W -^DßrLrstÄEch wiederum eine erhöhte politische Bedeutung ge- ^ie Reparationsfrage. Sie steht insofern Wonnen, insofern Tardieu einen großen Seid- in Beziehung zu den anderen Problemen, als zug gegen die Kommunisten untemom- nunmehr ihre Lösung die Voraussetzung zur te- men hat. 3m Gegensatz zu ter Duldsamkeit^ Deren dingungslosen Lösung der polittschen Probleme sich die Kommunisten m Deutschland erfreuen, Liquidation ist gewiß einfach. 25ber man greift man in Frankreich von jeher gegen kvm- I darf dabei nicht vergessen, daß die Lösung in munistische Umtriebe scharf durch. Seit Tagen allen Ländern mit möglichster Zufriedenheit auf» hört man immer wieder von Verhaftungen kom- genommen werden muß. Das „Höie sage ich munistischer Führer und von ter Ausweisung ed meinem Volke" wird bei ter Formulle- mißliebiger Ausländer. Insbesondere sind für r der Lösung auch diesmal eine Rolle spielen, den 1. August umfangreiche Sicherungsmahnah- Der deutsche Standpunkt ist klar. Die men getroffen Worten, um zu verhindern, daß | Modifikationen des Schluß-Kommuniquös teerten die Kommunisten durch ihre Demonstrationen die deshalb nur für die andere Seite von Wichtig» Orönung stören. 22 000 Mann werten zur Auf- fcin Aft Deutschland genügt ter einfache rechterhaltung ter Ordnung eingesetzt, und dar- ^ah: die besetzten Gebiete werden un- über hinaus steht die ganze Pariser Garnison verzüglich geräumt. Da die Politik schwi^ marschbereit, um Unruhen zu verhindern. . ist. wird ter Satz aber niemals so einfach Dies alles ist Tardieus Werk, man darf aber gefaßt sein können. Die Diplomatie wird ihre binzufügen daß auch ter letzte französische Innen- Stilistik einzuschalten haben. Damrt darf natur- minifter0 Getraut, der der linksbürgerlichen ftch kein Rebensah eingefugt Werten. .^r Gruppe der Sozialradikalen angehört, fast genau irgendwelche neue Bedingungen bmwellt- Run sv^iergijche Töne gegen die Kommunisten an» > —lhrc ^danken geschlagen Hai. Hier gibt es innerhalb des französischen Bürgertums nur Ruancen in ter Sache, nämlich in ter scharfen Dekämvftmg aller kommunistischen Bestrebungen ist sich das französische Bürgertum einig. Wenn deshalb jetzt der Kampf um das Innenministerium vorübergehend so scharfe Formen angenommen hat, dann nicht wegen grundsätzlicher Meinungsverschiedenheiten, sondern einfach deshalb, weil es sich um die Entscheidung handelte, welche Gruppe im künftigen Kabinett den größeren Einfluß gewinnen würde. Briand war wohl zunächst auf den Ausweg verfallen, das Innenministerium dem Führer der Sozialradikalen, H e r r i o t, zu übertragen, und statt Leffcn iar« Dieu das Finanzministerium anzubieten, well er sich auf diese Weise für die kommenden Reparationsverhandlungen eines starken und uter- aus aktiven Mittämpsers versichert hätte Es hat sich aber herausgestellt, daß auch dieser Weg Die älmbildung des französifchen Kabinetts, die sich Briand augenscheinlich ^^^"oiuBcnminVr.1 ton® tot England will keine Zeit mehr versäumen. - Der gefährliche Kontrollgedanke. 9 22? 2*1 5 er 6 Zßps "K F $ * C «TP0 3— 5 ÖE e 5-5 s-Ö "■ = o’" * gÄqj °2V?n = 2^- ä52 2 3 2.C82?- -5 - - 2^3 12 = £==-2 22.62 * 3 §^2.5 3.« 5 r-3_' ar. 2 S?« S 0« • 2,2 - öv 00 Lä 52 • -K 0 3* er— 5'2. 3 --3 4 ca» -- r4 „ExctzlNo^ MÄLkr Das 5tabtit* *ft Pvincars wird ohne Poincar6 unter Leitung des geeignetsten Mannes m einem Augenblick fortgesetzt, in dem die Inkraftsetzung des Yvung-Planes als erste Etappe der allgemeinen Liquidierung des Krieges geregelt wird. Auch „Aveni r" nennt das Kabinett ein Kabinett PvincarS ohne Poincars. Das Kabinett werde im Herbst umgebildet werden. „Ere Rouvelle" schreibt: Es Ware gefähr- lich unb ungerecht, wenn man die internationale Stellung Briands nicht fe stigen würde. Innenpolitisch befiirdet man sich in einer Periode des Mo-ratoriums, außenpolitisch in der Stunde der Realisierungen. „Quotidien" sagt, die Politik Briands auf der Reparationskonferenz sei, wie man wisse, die Politik der republikanischen Mehrheit. Man dürfe ihm die Unterstützung bei einem so klar bestimmten Ziel nicht abschlaaen. Die linksstehenden Parteien blieben bei ihrer Haltung. Der sozialistische „Populaire" schreibt: Briand operiere mit einer Aussicht, die die Regierungsvertreter in tadelloser Einmütigkeit den Radikalen vorspiegelten, nämlich mit einer durchgreifenden Regierungsbildung im Herbst. Dis dahin würde das Ministerium Driand also die Innenpolitik ausschalten. Oer chilenische Heereschef in Neutschland. Bremen, 29. Juli. (WTB.) General Diaz, der Generalinspekteur der chilenischen Armee, traf heute in Begleitung des chilenischen Oberstleutnants Fuentes auf dem Dampfer »Stuttgart" des Rorddeutschen Lloyd in Bremen ein. Der Chef der deutschen Heeresleitung, General Heye, Herren des Bremer Senats und des Rorddeutschen Lloyd begrüßten General Diaz an Bord der „Stuttgart". 2m Ramen des Rorddeutschen Lloyd hieß zunächst Generaldirektor Geheimrat Stimming den Gast herzlich willkommen, im Auftrage des Senats sprach Dr. Koch. General Heye, den eine längere Freundschaft mit General Diaz verbindet, richtete an ihn gleichfalls herzliche Worte der Begrüßung. Alsdann begaben sich die Herren nach Bremen, wo zum Empfang des Gastes eine Ehrenkompagnie aufmarschiert war. General Diaz hat sich auf Einladung des Reichswehrministeriums nach Deutschland brgeben. Sein Besuch erfolgt in Erwiderung des Besuches, den General Heye im Frühjahr dieses Jahres Chile auf Einladung der chilenischen Regierung abstattete. Don Bremen aus begeben sich die chilenischen Herren zunächst nach Essen zu Krupp, dann über Düsseldorf nach Berlin. Oer schwedische Flottenbesuch in Kiel beendet. K i e l, 29. Juli. (WB.) Der seit Samstagvormittag hier weilende schwedische Flottenübungs- verband, bestehend aus dem Werkstättenschiff „Sven", sechs U-Booten, einem Flugzeug-Mutterschiff, einem Depeschenboot und fünf Flugzeugen, hat heutc morgen den Kieler Hafen wieder verlassen und die Rückfahrt angetreten. Zahlreiche Todesurteile gegen litauische Sozialisten? Memel, 29.Juli. (WTB.) Das Kriegsgericht in Schaulen hat in einem Prozeß gegen 24 Angeklagte, darunter das Mitglied des Zentralkomitees der Sozialdemokratischen Partei, Galinhs, die vor einigen Monaten in Kowno in den Räumen des Zentralkomitees der Sozialdemokratischen Partei verhaftet worden waren, nach viertägiger Derhandlung bereits am Samstag das II r - Großer Arbeitskampf in England. Oie Aussperrung in der Baumwollindustrie. Manchester, 29.3ulL (IBS.) Die Aussper- rung in der BaumroolUnbuffrie hat heute begonnen. Etwa 1800 Spinnereien liegen still. Ungefähr eine halbe Million Arbeiter sind von der Aussperrung betroffen. Die Wochenlöhne, die dadurch ausfallen, betragen über zwei Millionen Pfund. Lin günstiger Umstand in der schwierigen Lage ist der Entschluß einiger weniger Unternehmer, sich von der Auseinandersetzung fernzuhalten und bei den zur Zeit bestehenden Löhnen ihre Betriebe weiter in Gang zu halten. Der Arbeitsminister betrachtet die Lage mit großer Besorgnis, ist aber der Ansicht, daß bei dem gegenwärtigen Stand der Dinge das Ministerium keinen Schritt unternehmen kann. ♦ Eine Einigung im englischen Textilgewerbe ist also nicht zustande gekommen, obwohl sich die Regierung bis zum letzten Augenblick bemüht Hal, eine für die streitenden Parteien annehmbare Lohnformel zu finden. Die Textilindustriellen beharrten jedoch auf einer Verminderung der Löhne um 12,5 v.h., weil sie sich außerstande fühlen, unter den gegenwärtigen Verhältnissen den Kampf mit der ausländischen Konkurrenz fortführen zu können, von den Arbeitnehmern dagegen ist geltend gemacht worden, daß mit Hilfe einer Modernisierung der veralteten Betriebe sich wesentliche Vorteile finanzieller Ratur für die Textilindustrie herausholen liehen. Ls wäre vielleicht noch zu einer Einigung gekommen, wenn nicht die Weber jede Lohnreduzierung rücksichtslos abgelehnt hätten, so daß sich schließlich auch die Spinnet und Wollkämmer anschließen mußten. Damit ist die Aussperrung perfekt geworden. Für die Regierung Macdonald ist es gewiß kein erhebendes Gefühl, schon in den ersten Wochen ihrer Tätigkeit in einen Arbeitskampf von riesigen Ausmaßen hineingezogen zu werden, der sich natürlich nicht nur auf das Textilgewerbe selbst beschränkt, sondern auch alle mit ihm in Verbindung stehenden Wirtschaftszweige empfindlich in Mitleidenschaft ziehen muh. hinzu kommt, daß in der Stahl- und Eisen- industrie sich Konfliktstoffe anhäufien und daß vor allem im Bergbau die Arbeiter auf die Erfüllung der wahlverfprechungen, namentlich die Einführung des Siebenstundentages, bestehen. Unter den Bergarbeitern herrscht eine starke Kampfstimmung, so daß vielleicht schon in ganz kurzer Zeit England im Zeichen von Arbeitsstreitigkeiten stehen kann, die an Größe und Bedeutung hinter dem Generalstreik vom Mal 1926 nicht Zurückbleiben dürsten. Meder ein polnischer Tendenz-Prozeß. Oer OeuischiumS-Bun- in Bromberg. — Groteske Anklagen. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin, 30. Juli. Das Verfahren, das in Posen gegen die Mitglieder des aufgelösten Deutschtums-Bundes in Bromberg jetzt in Gang gebracht wird, beruht auf einer Fülle geradezu grotesk anmutender Anklage- Punkte. Eine wichtige Rolle spielt bei der ganzen Angelegenheit das frühere geschäftsführende Mitglied des Deutschtums-Bundes, der aus Polen ausgewiesene Lehrer S ch ä r f f. Schärff war von einem alten Bekannten, der ebenfalls Polen verlassen muhte, gebeten worden, ihm eine Photographie seines ehemaligen Besitzes, einer Mühle, als Erinnerung zu verschaffen. Diese völlig harmlose Bitte wurde aber zum Anlaß des 1923 ausgesprochenen Verbotes des Deutschtums-Bundes in Bromberg, da die polnischen Behörden die Mühle als einen strategischen Punkt bezeichneten und in dem Wunsch des ehemaligen Besitzers, den Schärff gar nicht einmal erfüllt hat, einen Spionageversuch erblickten. Gegen S ch ä r f f wurde ein Verfahren eingeleitet, d as ihm fünf Jahre Gefängnis brachte, wogegen er Berufung einlegte, die aber bisher noch nicht verhandelt wurde. Die Gefängnisstrafe wurde dann in Ausweisung umgewandelt. Rur die Tatsache, daß ein des Landes Vertriebener einen zurückgebliebenen Freund ersucht, ihm ein Bild von seinem ehemaligen Besitz zu besorgen, wurde dann A. laß zu dem Verbot des Deutschtums- Bundes. Das jetzt in Gang gebrachte Verfahren baut sich auf zwei Anklagepunkten auf, wobei bemerkenswert ist, daß das Gesetz, welches der Anklage zur Grundlage dient, erst 1924, also ein Jahr nach dem Verbot der Organisation, geschaffen wurde. Acht Personen werden bescyuldigt, statt st isches Material gesammelt zu haben, was ihnen als Spionage ausgelegt wird. Am allergroteskesten ist der zweite Anklagepunkt, der sich auf die „geheime Aufstellung einer deu t s ch en Armee in Polen" bezieht. Ehemalige Mitglieder des nach der Gründung des polnischen Staates verbotenen Kyffhäuserbundes hatten die Bitte ausgesprochen, die sog. Erinnerungsmedaille, die damals verteilt wurde, zu erhalten. Zu diesem Zweck mußte selbstverständlich eine Liste hergestellt werden, auf Grund deren dann die Versendung der Erinnerungsmedaillen nach ihrem Eintreffen aus Deutschland erfolgen sollte. Die polnische Phantasie sieht aber in dieser völlig harmlosen Angelegenbeit den gefährlichen Plan, für den Fall eines deutsch- polnischen Konfliktes schon jetzt Sabres aufzustellen, die dann den deutschen Zwecken bienen könnten. Dieser Teil ber Anklage ist wohl bie größte Groteske, bie jemals von polnischer Seite im Kampf gegen bas Deutschtum erfunben würbe. Im übrigen burfte in bem kommenben Verfahren auch die Fälschung von Akten von feiten ber Polen, bie angeblich bem Archiv bes Deutschtums- Bundes entnommen fein sollen, eine große Rolle spielen. teil gefällt, das jedoch bisher noch nicht veröffentlicht worden ist. Dem „Memeler Dampfboot" zufolge verlautet gerüchtweise, daß zehn bis vierzehn Angeklagte zum Tode und die übrigen zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt worden sind. Das Todesurteil gegen einen Grenzpolizisten, der den Pleschkaitis-Anhängern beim Grenzübertritt Hilfe geleistet haben soll, soll bereits vollstreckt worden sein. Rußland und England. London, 29. Juli. (WB.) Staatssekretär des Auswärtigen Henderson hatte heute vormittag mit dem Sowjetbotschafter in Paris, DowZalewski, eine Unterredung über die Vorbereitungen zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Großbritannien. Dowgalewskl war gestern abend in London eingetroffen. Gehnen Sie sich auch...? Von Polly Tieck. Finden Sie auch, daß es die kleinen Dinge des Lebens sind, nach denen man sich am brennendsten sehnen kann? Gewiß, ich sehne mich auch nach einem dunkelblauen Auto, nach einem Haus mit Terrasse, mit einem Garten, der einen eigenen Badesteg hat, also, wie Sie leicht daraus ersehen können, unmittelbar am Wasser liegt, nach einem Abendcape, gemacht aus einer alten chinesischen Stickerei, Silber auf milchigem Grunde — und nach einem Manne, väterlich, großherzig, und mit den Mitteln begabt, mir all das zu schenken, wonach ich mich am Anfänge dieses Satzes sehnen zu können glaubte. Die Sehnsucht nach diesen Dingen jedoch läßt sich trefflich überwinden, es geht auch mit der Aussicht auf ein Wägelchen kleinsten Formats, mit einer Vierzimmerwohnung und mit etwas weniger edelmütig schlagenden Herzen. Was sich aber nicht überwinden läßt, wenigstens für uns nicht, für uns Frauen, für Sie, für mich, für Mimi, für Karla, für Elisabeth — das ist die Sehnsucht nach jenen winzigen Dingen unserer Vergangenheit, jenen Kleinigkeiten noch nicht vergessener Kindheit, von denen wir uns so gerne einreden, daß es Kleinigkeiten sind, um nicht vor der wahren Größe ihrer Bedeutung zu erschrecken. Wollte ich mich recht modern und gebildet zeigen, so würde ich Sie fragen, ob auch Sie, kleine Frau, an diese Dinge Ihrer Kinderzeit so fixiert sind, — da ich aber Lust habe, der wunderbaren Sentimentalität, die mich sanft und traurig überrieselt, hemmungslosen Lauf zu lassen, so frage ich Sie ganz einfach: Sehnen Sie sich auch nach... * Sehnen Sie sich auch so furchtbar nach dem Gitterbett? Ich hatte eines aus weißem Eisen, es war nicht mehr ganz neu, jedenfalls erinnere ich mich deutlich daran, daß der Lack an vielen Stellen abgesprungen war und der dunkle Grund des Gerüstes durchbrach. Das aber machte es doppelt schön und interessant. Das Gitter in der Art des grohlöcherigen englischen Gittertülls durchbrochen, hatte in halber Höhe eine Klappe mit vielen Verschnörkelungen, die sich noch einmal zur vollen Höhe hochklappen lieh und, dort oben durch eine sinnreiche, sichere Mechanik befestigt, dem Ganzen erst recht den Anblick der kühnen und sicher geschützten Burg gab, die es war. 2n diesem Gitterbett konnte einem nichts passieren, das Leben mit seinen schweren Ansprüchen — Schule, Kindergesellschaft, Gang zum Zahnarzt — lag irgendwo in ungefährlicher Ferne und plätscherte nur mit harmlosen Wellen an das sichere Schiff. Krankheiten im Gitterbett waren Tage unvergeßlicher Freude, denn jetzt durfte man auch am Tage die Wonne auskosten, so gut befestigt zu sein. Sicher werden auch Sie, kleine Frau, die sehr weibliche Angewohnheit beibehalten haben, sich, wenn Ihnen das Leben zu dumm oder zu schwer wird, ganz einfach in Ihr Bett zu legen — in den „Dettstreik" treten, nenne ich das — und dort abzuwarten, bis die Konflikte sich besänftigt oder Ihr Gemüt sich gekräftigt hat, was beides auf denselben Enddesekt yerausläuft. Aber auch Sie werden denken, daß diese breite und nach allen Seiten hin offene Muschel Ihres damenhaften Lagers eigentlich keine rechten Garantien auf Sicherheit mehr bietet, und Sie werden denken, wieviel leichter es doch wäre, sich auf ein paar Stunden hinter die weihen Gitter zu verkriechen, die allen Trost der Welt zu spenden vermochten. * Sehnen Sie sich auch nach dem roten Tuch - m a n t e I? ©eine Form war strengen Gesetzen unterworfen, wie das die Gegenstände von autoritativer 'Bedeutung gerne an sich haben. Gr mußte feuerrot fein, von einem ziemlich glänzenden Tuche, und zweireihig durchgeknöpft mit goldenen Matrosenknöpfen, die, zum Zeichen, daß sie auch wirklich welche waren, einen außerordentlich feinziselierten Anker zu präsentieren hatten. Der rote Tuch- mantel mußte zwei Taschen haben, aber wohlgemerkt, nicht Taschen zum Schonen — (es gab boshafte Gouvernanten, die, um Schönheit und Sitz zu erhalten, auf den teuflischen Gedanken tarnen, sie zuzunähen) — sondern Taschen zum Ausbeuteln, Taschen für Schokolade, die man aus dem Automaten zog, für Maronenschalen von eben heimlich aufgegessenen, heiß gerösteten Maronen von dem Maronenmann, der immer vor bem Gymnasium des großen Bruders stand, Billetts von der Elektrischen, mit denen man nachmittags Eisenbahn spielte, eine Trillerpfeife, eine Tüte mit Mehlwürmern für den Feuersalamander zu Haus und einen feinen Rotizkalender von einer feinen Firma in Himmelblau und Weiß. Das alles mußte in die Taschen reingehen und außerdem natürlich noch die Hände. Marschierte man so die mittäglich besonnte Straße entlang, so war die Sicherheit des Auftretens eine vollendete. Man wünschte sich nur noch, das Fräulein aus dem Kindergarten zu treffen, ober ben Jungen vom Flur nebenan, ber soviel älter war und immer so tat, als sähe er nicht, wer ihn auf ber Stiege des Treppenhauses knicksend begrüßte. Es gibt Versinonen, nach denen der rote Tuchmantel von einer entsprechend roten Matrosenmütze begleitet sein muh. Versionen, bie viel für sich haben, ohne bah ich — ganz unb völlig vom Mantel an sich gefangen — ihnen noch zu folgen vermag. — • Allerdings gehörte eigentlich noch etwas zum roten Tuchmantel, unb bas war, an feinem obersten, golbenen Knopf sicher verknotet, ber Luftballon. Obwohl eigentlich auch er von Rechts und Ratur wegen rot zu sein hatte, wurde er zwecks Hebung durch Gegensatz zum roten Mantel oft grün gewählt oder in dem intensiven Blau des Adriatischen Meeres. Unnötig zu sagen, daß es gemusterte, geblümte, tarierte Luftballons damals noch nicht gab, sondern daß der Luftballon in der einfachen und stillen Größe existierte, eindeutig rot, grün, blau, eventuell noch_ safrangelb, erstrahlte, wie es sich für einen anständigen Luftballon einzig und allein schickt. Schön waren diese Luftballons, wenn sie, frisch und vor Kraft strotzend, gegen den blauen Himmel fliegen, nur mühsam gehalten durch die Gewalt der am Knopfe verknoteten Strippe und auch sie manchmal zu sprengen drohend. Aber sie hatten noch eine andere, geheime, verborgene Schönheit, die anhob, wenn man sie ein Paar Tage im Zimmer eingesperrt hatte, wenn chre wilde, himmelstürmende Kraft gebrochen war und sie jenes Etwas wurden, nicht mehr ganz Luftballon und noch nicht ganz Ball. Ein Ball vielmehr, der nicht ben Gesehen ber Schwere untergeordnet schien, ein Ball, ber mit zwei Fingern an bie Decke geknipst, nicht zu Boden sauste, sondern zu Boden sank, schwankte, tanzte. Eine seltsame Zartheit und Gebrechlichkeit war um diese verblühenden Luftballons, man wurde liebevoll zu Ihnen, man streichelte sie, gab ihnen die Vornamen geliebter Freundinnen und trauerte mit ihnen ihrem verlöschenden und von allen Reizen des Vergehens umflossenen Ende entgegen. Etwas robuster geartet, aber nicht weniger brennend ist die Sehnsucht nach dem Radies- ch e n h r o t. Sie werden mir entgegenfjatten, England und Aegypten. London, 30. Juli. (WTB. Funkspruch.) Der Staatssekretär für den Krieg, Shaw, «klärte gestern in einer Rede, die Regierung werde A e g y p. ten seine Unabhängigkeit geben unter De» dingungen, die glückliche Beziehungen zwi» schen den Aegyptern unb ben Englänbern schaffet! unb bie Verbindungswege Englands mit seinem Ost« reich für alle Zeiten sicher gestatten werben. Margarete Behm f. Berlin, 30. Juli. Die Begründerin und Hauptvorsihende des Gewerkvereins ber Heimarbeiterinnen Deutschlands unb langjährige beutschnationale Reichstagsabgeordnete Margarete Behm ist im 70. Lebensjahre gestern abend ihrem alten Herzleiden erlegen, das sie den schweren Unfall, ben sie kü^ich erlitten hatte, nicht mehr überstehen lieh. / Margarete Behm wurde am 3. Mai 1860 als Tochter eines Gutspachters in Behndorf (Kreis Liebenwerda) geboren. Sie besuchte zunächst bie Dorfschule in Coßdvrf (Prov. Sachsen) und spater bie Höhere Töchterschule in Stvlp (Pom.). Darauf war sie von 1876—78 auf dem Gut in bet Heimat, machte aber bann ihr Lehrerinnenexcimen an dem Prosschen Lehrerinnenseminar in Berlin, wat von 1879—84 Lehrerin an der Prosschen Höheren Töchterschule und von 1884 bis 1905 Dolks- schullÄhrerin in Berlin. Seit März 1899 setzte sie sich für bie Gesunbung ber Heimarbeitsverhältnisse in Deutschland und den Ausgleich der Klassengegensätze ein. Sie schuf die Organisation ber Heimarbeiterinnen. Außerdem war sie Mitglied des Vorstandes des Gesamtverbandes der Christlichen Gewerkschaften, des Vorstandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes, des Ausschusses des Deutschen Arbeiterkongresses, ber Gesellschaft für Soziale Reform, bes Deutsch-Evangelischen Frauenbundes u. a. m. Äach ber Revolution würbe sie von der Deutschnationalen Volkspartei: in Pommern in die Rationalversammlung gewählt, bei den Reichstagswahlen 1920 unb 1924 erfolgte ihre Wiederwahl. Vor ber Reichstagswahl im Mai 1928 trat sie aus GefundheitZ- unb Altersgründen von weiterer parlamentarischer Tätigkeit zurück. Sie würbe baraufhin zum Ehrenmitglied der Gesamtpartei ernannt. Schlagwetterexplosion im Waldenburger Vergwerksrevier. 23 Tote. Waldenburg, 30. Juli. (WTB. Funkspruch.) Aus der Friedenshoffnungs-Grube in Rieder-Hermsdorf ereignete sich gestern abend 7 Uhr eine schwere S chlagwetler- exploslon, durch die 23 Bergleute getötet und zwölf schwer verletzt wurden. Sämtliche Verunglückten sind geborgen. Berghaupt- mann Fischer und Oberbergrat Weber vom Oberbergamt Breslau trafen noch nacht? in Rieder- Hermsdorf ein, um gemeinsam mit den Bergrevler- beamten die Grube zu befahren. Die Ursache der Explosion steht noch nicht fest. Die von der Explosion betroffenen Baue sind befahrbar, doch ist Ihr Betrieb vorläufig eingestellt. 3m übrigen ist der Betrieb der Grube nicht gestört. Aus aller Well. Amerikafahrt des „L.Z. 127" voraussichtlich am Donnerstag. Friedrichshafen, 29. Juli. ($.51. Funkspruch.) Wie die Telegraphen°51nion vorn Luftschiffbau Zeppelin erfährt, wird die Amerikafahrt voraussichtlich erst am Donnerstag angetreten werden können, da einige Fahrgäste, bie mit dem ursprünglich am 1. August angelegten Antritt ber Fahrt gerechnet hatten unb zum Teil von weit her kommen, kaum am Mittwochmittag in Friebrichshafen eintreffen werben. Ein daß, wenn ich schon vielleicht nicht kindisch genug bin, mir an mein Bett em Gitter bauen; mir einen roten Tuchmantel machen zu lassen ober im geheimen in stillen Stunden mit Luftballons zu spielen, ich bie Sehnsucht nach einer Ra- dieschenbrot hoch, ohne allzu großes Aufsehen zu erregen, mit Leichtigkeit befriedigen könnte Bitte, versuchen Sie es mall Machen Sie sich eine Schwarzbrot mit Butter, fein in Scheiben geschnittenen Radieschen und streuen Sie ein paar Körnchen Salz darauf. Dann schneiden Sie das Brot der Breite nach in fünf schmale, Streifen, legen Sie sie auf einen weißen Teller unb essen Sie. — Was, das soll ein Radieschenbrot sein? DaS ist ein Butterbrot, auf bas man ziemlich unsinnigerweise Rabieschen gelegt hat, statt lieber Spickgans ober Rollschinken. Gin Rabieschenbrot ist das Q aber nicht. Ein Radieschenbrot ist, wenn ... wenn man an einer langen, schmalen, weihgedeckten Tafel sitzt, mit fünfzehn oder zwanzig anderen Kindern, die Geschenke vom Topfschlagen vor dem Teller aufgebaut, letzten Geschmack nachmittäglichen Apfelsinencremes noch auf der Zunge. Auf dem großen Teller, unter der älnzahl von Broten und Brötchen aller Gattungen, die einem Kind nach bem anberen angeboten werben, liegen, perlmutterschirnmernbe, leuchtende Oasen — einzelne Radieschenbrote. Richt gerade übermäßig viel, aber immerhin genug, um bie Hoffnung nicht sinken zu lassen, daß man es, trotzdem noch fünf Kinder vor einem nehmen dürfen, doch noch zu einem Radieschenbrote bringen wird. Jetzt hat man es, man beißt hinein, es knackt unb knirscht — bec kühle Safte zermalmter Rabieschenscheiben mischt sich mit der sanften Wonne sahniger Butter zu einem Genuß, selbst von Fürst-Pückler-Bombe kaum zu erreichen. Sehen Sie, bas war ein Rabieschenbrot. e Sehnen Sie sich auch nach ... nach diesen unsinnigen Dingen, bie man nicht vergessen kann, selbst wenn man Rechtsanwältin ist, ein Krankenhaus leitet ober kaufmännische Transaktionen vollführt, als wäre einem bas am Gitterbett gelungen worden? Geben Sie es ruhig zu, denn es ist so — und diese Erkenntnis macht die andere Sehnsucht unwichtiger — bie Sehnsucht nach bem Auto, ber Billa mit Babesteg unb dem väterlichen Mann mit ' bem großmütigen Herzen. ... Herr w mn KK GOEry Mtvr tÄft &onie raten. ®cnaalleutnani a. D. von Äieitv* aber Kleinflu men. Oie Wetterlage. 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das rrMÄ. .^^"voraussichtlich anertztag. n, 29. Juli. ($.11 Funk- graphen-Änion vom Lult- hrt. wird die Amerika- eist am Donnerstag! -neu, da einige Fahrgäste, ich am 1. August angesetz- ^rechnet hatten und M men, kaum am Mittwoch- [en eintressen wertem Sw einen ganz ungeahnten Umfang. Auf.......... fahrt werden an Kaffee 43 Zentner, an Tee 3, an Kakao 6 Zentner verbraucht. Für eine Fahrt von 'Bremen nach Neuhork und zurück werden gegen 1000 Zentner Fleisch, 17 500 Liter Milch, 140 Zentner Butter, 40 Zentner Salz, 300 Hektoliter ‘Bier, 15 000 Flaschen Wein und 120 000 Zigaretten benötigt. 'Brot und Weißbrot werden an Bord in elektrisch geheizten Defen her- gestellt; dazu gebraucht man 440 Zentner Mehl. 80 Zentner Brot werden außerdem auf die Fahrt Pfennig *das'Bund; alte Kartoffeln 4,50, neue Kartoffeln 6,50 Mark der Zentner. Bornotizen. — Tageskalender für Di e n s t ag. Stadttheater: „Salome", 21 bis 22.30, Uh», bei güitlttgcm Wetter auf der WcckkBlWv. — Lichtspielhaus BahnHofftrahe: „Abenteurer — G. m. b. H.". — Stadttheater Gießen (1BaIW>übne). Die heutige Aufführung von Oscar Wildes .6 a- lome" (Spielleitung: Intendant Dr.Prasch) be- ginnt um 21 Uhr. Bei schlechtem Wetter findet Sie Dorstellung im Theater statt, waS durch Aushängen von Fahnen angezeigt wird. 'eWchn teWreter. ote. < TO. 5°nkspruch.) 'Hnungs-Orube in neigueie sich gestern oere 5chlagweiier. e 23Bergleute ge- iwer verlehi wurden, sind geborgen. Serghaupl- »berbergral Weber oom ]fen noch nachis in weder, nnsam mif den Bergtroier- befahren. Die vrfache der st fest. Vie von der fyplo- ind befahrbar, doch ist ihr I1L Jtn übrigen ist der ör- 'ötL Aas der Proviiykalhaupiffadt. Gießen, den 30. 3ufi 1929. Wühlmausplage. Gärtner und Landwirte klagen in diesem Jahre in zahlreichen Gemarkungen über das massenhafte Auftreten der Wühl-, Moll- oder Schar maus. Hier in Gießen treibt sie hauptsächlich ihr Unwesen an beiden Lahnufern. Aach Hilterer, Pflanzenschutz, ist sie identisch mit der Wasserratte, wodurch sich ihr häufiges Auftreten gerade auch an Bach- und Fluhufern erklärt. Der Schädling, der bei Tage niemals zu sehen ist, und infolge feiner außerordentlich scharfen Sinnesorgane äußerst schwer oder überhaupt nicht in eine Falle zu locken ist, gräbt lange Gänge unmittelbar an der Erdoberfläche, geht aber auch in die Tiefe und beschädigt durch Abnagen der Wurzeln unsere Obstbäume auf das schwerste, so daß wertvolle ‘Baum* Mtuten vollkommen absterben können. Während der Maulwurf durch Vertilgen von Engerlingen u. dgl. Außen stiftet, ist die stets schädliche Wühlmaus wohl unser gefährlichster vierfüßiger Schäd- Oberheffen. Ariitteristeniag in Lich. • Lich, 30. Juli. Wie gestern schon kurz berichtet wurde, fand am Sonntag nachmittag in Steins Saalbau die diesjährige kameradschaftliche Zusammenkunft der Ortsgruppe Lich des Artilleriebundes in Hessen statt. Ueber 130 ehemalige hessische Feld-Artilleristen der F.A.A. 25 und 61 und chrer Crsahformationen hatten sich eingeftrnden. Der Dundesvvrsitzende, Generalleutnant a. D. von Kleinschm it aus Darmstadt, war auch anwesend und erfreute durch seine bekannte, frische Art, indem er mit fast jedem einzelnen sprach und alte Erinnerungen auslauschte, die Kameraden. Die Langsdorfer Kameraden hatten ihre neue, schöne Standarte mitgebracht, die sie den Anwesenden vorzeigten, wobei ihr Vorsitzender, Willi Bender III., diese als Sinnbild der echten, treuen Kameradschaft im Andenken an die Gefallenen und als Vorbild für die Uebet* lebenden erklärte. Eine besondere Freude war die Anwesenheit des Altveteranen Heinrich Weil aus Langsdorf, der am 29. d. M. seinen 80. Geburtstag feierte. Gr ist im Jahre 1869 bei dem F. A. R. 25 eingetreten, war Fahrer und Richtkanonier, rückte 1870 mit dem aktiven Regiment ins Feld, machte den ganzen Feldzug bei der aktiven Truppe mit, nahm an der Schlacht bei Gravelotte, hx der er bei dem großen Verluste der Geschützbedienung, das Geschütz fast allein bebiente, und an box späteren heißen Stampfen der hessischen Truppen an der Loire und bei Orleans teil. In ganz seltener geistiger und körperlicher Frische feiert« tnzr flUf der abschüssigen 2-yaunee wij nad) Berdohl ein mit 20 Mitgliedern exneä holländischen Kircbenchors ^letzterAu^us m vol ler Fahrt in den Straßengraben. Der, 2üitobus wurde zertrümmert; zehn Personen erlitten Der letzungen, vier davon ziemlich schwer. ISS LH? mitgenommen. , Tränengas über Berlin. In der Barstraße in Berlin-Wilmersdorf stießen, Berliner ‘Blättermelbungen zufolge, gestern mittag einige Gas arbeitet, die auf einem Grundstück Ausschachtungsarbeiten vornahmen, auf ein aus der Kriegszeit stammendes Lager von Giftgasflaschen. Einige der Flaschen zersprangen, als die Arbeiter sie mit dem Spaten berührten, und nach wenigen Sekunden lag die ganze Straße unter Gas. Arbeiter und Passanten flüchteten. Bei denen, die in der Rahe gestanden hatten, stellten sich Unwohlsein, Augenschmerzen und Sehstörungen ein. Wie ein späterer Bericht besagt, haben sich jedoch die ersten Meldungen als übertrieben herausgestellt. Es handelt sich bei dem Fund nicht, wie man anfänglich Horen konnte, um Tausende, sondern nur um einige Glasballons, und um einige hundert fingerdicker Ampullen, welche ein weder lebensgefährliches noch gesundheitsschädliches Reizgas enthielten, tote es während des Krieges zur Prüfung der Gasmasken benutzt wurde. Die Arbeiter, dte den Fund gemacht haben, nahmen feinen Schaden an chrer Gesundheit und brauchten keine ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, da sich die anfänglich starke Reizung der Tränendrüsen nach kurzer Zeit von selbst verlor. Die Feuerwehr hatte sofort einige mit Gasmasken ausgerüstete Beamte nach der Fundstelle entsandt; Glasballons und Ampullen wurden toeggeräumt, so daß keine weitere Gefahr besteht. •• Schont die Anlagen! Don der Stadtverwaltung wird erneut darauf hingewiesen, daß bei Plünderungen oder Beschädigungen der städtischen Anlagen, wie sie in diesem Jahre z. B. wiederholt an den ‘Beeten am Stadttheater vor» gekommen sind, die Täter, sobald sie gefaßt sind, unweigerlich mit einer Anzeige zu rechnen haben; außerdem wird jeweils die Art der Bestrafung mit öffentlicher Namensnennung bekanntgegeben. •• Neues von der Alten Klinik. Nachdem das Finanzamt und bas Dersorgungsamt seit einigen Tagen das erste und zweite Obergeschoß Ser Alten Klinik geräumt haben, haben Sie Gewerbe- und Waschinenbauschule sowie die gewerbliche Fortbildungsschule diese Räume, die zur Zeit hergerichtet werden, belegt. Außer den genannten Schulen sind in der Alten Klinik noch Sie kaufmännische und die allgemeine Abteilung der Fortbildungsschule, ferner noch das Telegraphenbauamt und das Arbeitsamt untergebracht. Die seither von der Gewerbe- und Maschinenbauschule benutzten Behelfsschulbauten in der Rodheimer und Gabelsberger Straße sind von der Schillerschule bezogen worden, während die restlichen Klassen dieser Schule hx der Goethe- schule untergebracht sind. Das Schulhaus der Schillerschule und das Gewerbehaus sind jetzt zur Durchführung der erforderlichen Umbau» und Renovierungsarbeiten völlig geräumt. Nach Beendigung dieser Arbeiten, etwa zu Beginn des neuen Schuljahres 1930, wird das Gewerbehaus die allgemeine, gewerbliche und Mädchenfort- I bildungsschule, und die Schillerschule ihre frühe- | ren Klassen wieder aufnehmen. Das neue Schulgebäude in den Cichgärten wird nach feiner Fertigstellung die seitherige Stadtknabenschule auf» nehmen und deren Gebäude der Gewerbe- und Maschinenbauschule überwiesen, so daß bamx_ die Alte Klinik für andere Zwecke frei werden würde. * Ehescheidungen in Hessen. Die Zahl der Ehescheidungen in Hessen ist im Jahre 1928 um 47 gegen das Vorjahr geringer geworden. Sie I betrug nach den Mitteilungen des Landesstatisti- schen Amts noch 466 (Oberhessen 71, Rheinhessen 160 und Starkenburg 229). Die meisten Ehen wurden geschieden in bet Stadt Marnz: 100 (101), dann folgen Offenbach und Darm- I stadt mit je 80, während die Städte WormS I und Gießen nur 28 bzw. 30 Scheidungen zu verzeichnen haben. Die meisten Ehen wurden nach fünf- bis zehnjähriger Dauer geschieden, und zwar fast die Hälfte: 194 (204). Nach ein bis fünf Jahren sind es 117, bis zu einem Jahr nur drei. Verhältnismäßig hoch sind die Scheidungen nach langjähriger Ehe. So wurden nach 25 und mehr Jahren immer noch 24 (26) Ehen geschieden. In 272 Fällen wurde die Scheidung von der Frau, hi 194 Fällen vom Mann beantragt. Nach der Religion waren 204 Ehen evangelisch, 102 katholisch, 67 Mischehen. Die übrigen verteilen sich auf sonstige Religionen. ** Vortrag im Gießener GDA. Wan schreibt uns: Die Verwaltungsstelle Gießen der Berufskrankenlasse des Gewerkschaftsbundes der Angestellten (GDA) hatte am letzten Samstag die Kassenmitglieder zu einem Vortrage des Herrn Kahner, Frankfurt a. M., über: „Die sozialpolitische Bedeutung der Berufskrankenkasse des Gewerkschaftsbundes der Angestellten" ein- geladen, der starkes Interesse fand. Die Aufwärtsentwicklung der Krankenversicherung schildernd führte der Redner aus, daß die Krankenkasse des GDA. am 31. Dezember v. I. bereits über 380 000 Versicherte hatte. Allein für ärztliche, zahnärztliche Dehandlung, Arzneien, Heilmittel und andere Krankenhilfsleistungen hat die endgültiger Entschluß kann deshvlb erst morgen mittag gefaßt werden. Es werden an bet Amerikafahrt u. a. teilnehmen: Der russische Pianist Gurewitsch mit Gemahlin, Henry Pierce mit Gemahlin, die bereits die abgebrochene Amerikafahrt mitgemacht hat, Graf Soden, Direktor bet Zahnradfabrik in Friedrichshafen und Vertreter des Llllstein» unb Scherl-Verlages. Die amerikanischen Danerftieger 390 Stunden in der Luft. Neuyork, 29.Juli. Die amerikanischen Flieger Jackson und O'Brien sind nunmehr 390 Stunden ununterbrochen in der Luft. Der Motor arbeitet nach wie vor gut. Beim Dauerflug tödlich abgeftürzt. Minneapolis, 29. Juli. (WB.) Das Flugzeug „M i n n c f o t a", bas sich auf einem Dauerflug befand, stürzte nach 15 4 Flugstunden während der Vorbereitungen zu einer weiteren Brennstoffergänzung plötzlich aus einer Höhe oon 61 Meter ab und siel auf die Autorennbahn. Beide Flieger sind tot. Berufslrankenkasse des GDA im vergangenen Jahr über 23 Millionen Mark ausgegeben. Ausführlich nahm der Redner Stellung zu den Forderungen des GDA. zur Krankenversicherung der Angestellten. Es wurde eine Entschließung angenommen, welche die Forderungen des GDA zur Reform der Krankenversicherung gutheiht und verlangt, daß endlich die Derufskrantenkassen mit den übrigen Trägern der sozialen Krankenversicherung als gleichberechtigt anerkannt werden. Weiter verlangt die Entschließung eine, den besonderen Standesbedürfnissen der Angestellten angepahte, zweckvollere Gestaltung des Kranken- gewes und die Ausrechtcrhaltung der Sachleistungen. Keine grundsätzliche Kostenbeteiligung der Versicherten im Krankheitsfalle. — Die Versammlung brachte einstimmig zum Ausdruck, daß sich der Reichstag recht bald mit der Aenderung der Reichsversicherungsordnung im- Sinne der vom GDA. gegebenen Anregungen beschäftigen möchte. .ielleichi nicht kindlich (je- i Zett ein Gitter baM mtel machen zu lassen M Stunden mit Luftballon« chnsucht nach einer Za -allzu großes 21* iofeit befriedigen konnte. ‘Astis* «’ 6of Ä’hV >in£e.n‘ wadjeschenbrot schmalen die Gkfch räBN dem groven cheii aller >ten unbJBtow _ Kind.^chschlminern^ ■ en, P^ÄMchenbrote einzelne $ rnim* । hin viel, aver Ia(ea S ÄSW* •£ n noch IT.u einem ■ä lar" Sehen 0ie- benburg nebst dessen Bildnis mit eigenhändiger älnterschrift, und sprach ihm zugleich die Glück- wünsche der Kameraden aus. Exz. von Kleinschmit führte dann die Kameraden hn Parademarsch an dem Jubilar vorbei. , GS wurden noch verschiedet«, echt patriotische, aber vollständig unpolitische, Ansprachen gehalten, unter denen besonders die des Herrn Willi Bender III. (Langsdors) und deS Herrn Karl Albach (Hattenrod) zu erwähnen sind, die beide zur echten, treuen Kameradschaft ermahnten und damit begeisterte Zustimmung fanten. Kamerad Klein F. A R. 61 lud noch die Kameraden rDenkmalseintoeihung der 2. Abteilung des A R. 61 hx Babenhausen am 1. September dieses Jahres ein. Degen 7 Ähr trennten sich die Kameraden, um mit den Zügen wieder in ihre Heimatsorte au gelangen Alle schienen hoch bc- sreidigt zu sein, wieder einmal einige schöne Stunden mit den alten Kameraden verlebt und alte schöne Erinnerungen mit ihnen ausgetauscht zu haben. Landkreis Gießen. + Elimbach, 29. Juli. Gestern nachmittag hielt der Geflügelzüchterderein Allen- d o r f und llmgcgenb bei Mitglied Dchnepp, hier, eine Monatsversammlung ab, die gut besucht war. Der Vorsitzende, W. Nachtigall, Allen- dorf, schlug vor, die geplante Geflügel-AuSstel- lung am 11. Januar 1930 bei Ranft, Allendorf, abzuhalten, womit die Versammlung einverstanden war. Preisrichter sollen die Herren Säget, Ober-E^rgern, und Peil, Heskem, sein. Eine öffentliche Verlosung von Gewinngegenständen soll nicht ftattfinben, aber eine Tombola soll auf- gestellt werden. Nachdem noch einige züchterische Hinweise gegeben und verschiedene Futtersorten eingehend besprochen worden waren, wurde die Versammlung geschlossen. > Aus der nördlichen Wetterau, 29.Juli. Die (Ernte ist bereits seit einigen lagen im Gange. Nachdem die Wintergerste schon längere Zeit abgeerntet und unter Dach ist, konnte man jetzt gleichMig mit dem Roggen- und Gersteschnitt beginnen. Beide werfen trotz längerer Trockenheit gute (Erträge ab. Da Lagerfrucht nur vereinzelt auftritt, werden die Maschinen sehr zur Beschleunigung der Ernte beitragen können. Di« Reife bei Weizen und Hafer gvortenlos.<3 nent*. Onam otdetn, »wofXia ©oeatcu •Ktgtn * Sehnet Q, Grauptin e Nebel K 6twiuer.©wind>till<. «Os 5thf (eichter Ost. massioer SlidSOöwes» O Stürrntttho norowes^ Oie Pfeile fliegen mit dem winde. Oie beiden Stationen dienenden Zahs len geben die TemperMue an. Die Limen verbinden Ortemil grekheni euf neercsniVeai» umgerechneie* lultdrud Wettervoraussage. Die im Norden vorüberziehenden Störungen greifen immer noch bis nach Deutschland vor und gestalten unser Wetter veränderlich. Im Westen steigt der Luftdruck an, so daß wohl zeitweise Aufheiterung eintreten tamx. Da jedoch dauernd auf der Rückseite der Störung ozeanische Luftmassen zufliehen, so wird wolkiges Wetter vorherrschen, wobei auch vereinzelt noch Regenschauer aus treten. Die Temperaturen werden etwas sinken. Wettervoraussage für Mittwoch! Wechselnd wolkiges Weller mit zeitweiser Aufheite- rung, etwas kühler, noch vereinzelt Regenschauer. Wettervoraussage für Donnerstag! Allmähliche Besserung der Wetterlage. Lufttemperaturen am 29. Juli: mittags 16,5 Grad Celsius, abends 16,7 Grad; am 30.3uli: morgens 17,2 Grad. Maximum 17/4 Grad, Minimum 13,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 29. Juli: abends 16,4 Grad, am 30. Juli: morgens 16,6 Grad Celsius. — Niederschlag 6,6 mm. Reisewellerdienst der amtlichen Wetterdienststelle Gießen. Bayern (Garmisch-Partenkirchen): Gestern kühle Nacht und regnerisch; heute morgen 14 Grad, Windstill«, nach Niederschlägen halb bis ganz bedeckt. — Berchtesgaden: Gestern vorherrschend kühl und regnerisch; heute morgen 16 Grad, Nordvstwind, heiter bis halb bedeckt nach Niederschlägen. Küste (Borkum): Gestern der Jahreszeit angemessene Temperatur, veränderlich; heute morgen 16 Grad, Südtoestwind, halb bis ganz bedeckt. (Swinemünde): Gestern kühle Nacht, teils heiter, teils wolkig; heute morgen 17 Grad. Südostwind, halb bis ganz bedeckt mit Niederschlägen. (Helgoland): Geiern der Jahreszeit angemessene Temperatur, veränderlich; heute morgen 15 Grad, Südtoestwind, halb bis ganz bedeckt. Baden (Baden-Baden): Gestern vorherrschend' kühl und regnerisch; heute morgen 18 Grad, Süd« Westwind, halb bis ganz bedeckt. — (Triberg) k Gestern vorherrschend kühl und Dauerregen; heute morgen 17 Grad, Windstille, halb bis ganz bedeckt nach Niederschlägen. — (Freiburg): Gestern der Jahreszeit angemessene Temperatur und regnerisch; beute morgen 18 Grad» Südwestwind» halb bis gan- bedeckt, Neuer Dauerflugrekord für Frauen. Itng. Don der Fischbrut in den Gewässern bis Baris 29. Juli (WB.) Die französische Fliegerin 5« den Gras- und Getreidewurzeln ist nichts vor Maro sä'Bastle, die gestern ftüh 5.17 Uhr in ihr sicher. Besonders gefährlich ist sie, wie ge- Le Bourget aufgestiegen war, um den Dauer- W. langen und auch älteren Obstbäumen, deren flugretorb für ffrauen, ben bie Amerikane- Wurzeln sie derart benag^ daß die Baume exn- rin Miß Smith mit 26 Stunden 24 Minuten auf- f«& absterben unb tote Stecken aus der Erde gestellt hatte, zu verbessern, ist heute früh 8.03 Uhr T । oe anbet unb hat fomit ben Rekord um 22 Minuten Wer d,- Literatur aber die Dekampsun^nnttel ””,71 1 der Wühlmaus nachlxest, totrb finden, daß es an oerbe,fer . solchen Mitteln nicht fehlt. Weirn man aber Zwei englische Kleinflugzeuge zusammengestohen. I gleichzeitig feststeUt, daß der höchst übele Schäd- London, 29 Juli. (WTD.) In Kings- ling auf weiten Flächen sein Zerstörungs. burv nordwestlich von London, stießen zwei werk ausübt, so gelangt man zur Emsicht, daß -- - xfluflAcuge in der Luft zusam- es mit der Macht des einzelnen nxcht getan xst. Die droi Insassen wurden getötet. daß vielmehr sich sämtliche Gartenliebhaber und „ Landwirte zusammentun muffen, um in ‘Berbin- Die Rückfahrt der „Bremen « I düng mit der betreffenden Gemeinde Dertilgunas- Neuhvrk 29 Juli. (WB.) Die „Bremen" mahnahmen ^u treffen. Die Gemeinde kann sich funkte sie fahre seit ihrer Abreise durchschnitt- dieser Hilfelexstung nicht entziehen, da sie zunächst lich 27 5 Knoten Bis gestern mittag wurden Steuerempfängerhx und selbst Grundbesxtzerm xst. 629 Seemeilen zurückgelegt. Ein blinder Passagier Sie hat aber auch ein unmxttelbares materxclles ist diesmal nicht an Bord, dagegen zwei un- Interesse an der Dekänxpfung der Wühlmaus, freiwillige Passagiere, die den Danxpfer weil diese — die Frage xst nach dem von der xn dem Riesengedränge nicht mehr rechtzeitig Biologischen Rexchsanstalt für Land, und Forst- verlassen tonnten. — Heute mittag überholte wirtschaft im Aprxl 1929 herausgegebenen Flug- bte Bremen" die etwa sechs Stxmden vor tiyr blatt Nr. 98 noch nicht ganz geklart - wohl xben. MÄ ÖtcuDorf obgefuhr-m- „Sete d- France». Ach mit der W-Iterrail- ch. die ber ftatfem ÜSTÄ SÄ I Ä-Ä.SÄÄ Str. der Wasserratte nicht vernachlässigt Werdern denn sie kann ja jederzeit vom Wasser aus in Feld und Garten einwandern und empfindlichen Scha- rt -® 3-®«i 2 , 'm* y*1.6 Wien 1920 und W J- der Reichstags! "e -ms GesMheiL te tourbe daraufhin zum itpartex ernannt den verursachen. Es ist auch die Ansicht^ geäußert worden, daß die „Wühlmäxrse" jüngere, und die ^Wasserratten" ältere Tiere der gleichen Art seien." Die Biologische Reichsanstalt für Land- xmd Forstwirtschaft ist in besagter Richtung eifrig mit Forschungsarbeiten beschäftigt, und deshalb für älebersendung lebender oder I toter Tiere stets dankbar. Wie schon oben gesagt, ist der Zusammenschluß aller bereits Geschädigten und von Schaden Bedrohten erforderlich. Für den Praktiker heißt die Losurxg: Vertilgung der schädlichen Nager. Der Garten ist die Stätte der Erholung xmd der Freude in der Natur. Er ist, wie das Feld, ein Quell unserer Volksernährxmg. Ein von der Wühlmaus befallenes Gelände ist aber ein Gegenstand des Aergers, zumal bann, wenn der einzelne sieht, daß er allein dem Schädling machtlos gegen Übersieht. Für die Massenbekämpfung kommen giftige Gase, die dem Baumwurzelwerk nicht schaden, ferner Gifte in fester Form, Bakterien und | Fallen in Betracht. Die Bekämpfung gestaltet sich I deshalb besonders schwierig, weil die Wühlmaus ihrer Nahrung unterirdisch — d. h. fast nur im Verborgenen — nachgeht. Der Laie wird wenig oder nichts gegen sie ausrichten. Erfolgt die Bekämpfung auf genossenschaftlicher Basis durch Fachleute und mit der erhofften { öffentlichen Unterstützung, so wird der Erfolg schon nicht ausbleiben. Wie ich zu wissen glaube, wird sich das Landwirtschaftliche Institut unserer Landesuniversität, Abteilung für Pflanzenschutz, gegebenen Falles in dankenswerter Weise der Muhe unterziehexx, die Leitung der Bekämpfung in die Hand zu nehmen. Die Bekämpfung wird wohl am besten im Herbst und Winter erfolgen, xmd zwar noch eixtem einheitlichen Plane. Hoffen wir, daß alle beteiligten Kreise — auch unser rühriger Obst- Meuterei im Gefängnis von Auburn, xmd Gartenbauverein — dabei mithelfexx, denn Rache,.er (Neuyark,. 29. Juli. (WB.) Wie jetzt £ diesem Satte führt nur Einigkeit zum bekannt wird, haben 17 66 Sträflinge sich an 961 Amtsgerichtsrat Gros, der Meuterei im Gefängnis von Auburn betexsigt. - . ... Bohneix 15 bis 20, Erbsen 15 bis meter-Düchse ging fehl und die Kugel traf den Mischgemüse 10 bis 12, Tomaten 25 bis 45, jungen Mann in die Stirn. Nach Anlegung om;ef>ein io bis 20, Rhabarber 10 bis 15, Pilze eines Notverbandes schaffte man den Bewußt- & 55 ölte Kartoffeln 5, neue Kartoffeln 7, losen in ein Krankenhaus, wo er bedenklich dar- «r.-lhäbcel' 35 5^ 40, Falläpfel 5 bis 6, auslän- nicbcrliegt Der Schütze wurde in Haft genommen. Asche Äepfel 45 bis 70, Birnen 10 bis 40, Bankkrach in Oranienburg. Kirschen 45 bis 70, Sauerkirschen 40 bis 45, Das Bankgeschäft L. Blumenthal in Oranten- Heidelbeeren 45 bis 50, Stachelbeeren 20 bis 25, bura das seit 1^2 besteht und sich ununter- Johannisbeeren 20 bis 0 S’ brodxcn im Besitze der Familie befand, ist gestern Pflaumen 50 bts 55. Mlrabellen bx8 50, vlöksick msammengebrochen. Beim Amtsgericht Reineclauden 45 bis oO, Ap^tosin 50 big i?oii £a " 2Ä auf Erufsnuug d-s Pfirsich« 70 bis rs. Hon.g Ä 50 lung« ^»™ fo H. 90. «« 13 «S®“ sind empfindlich geschädigt m^urten 3 bte 6 oSo^rabv 10 bis 15, Schweres Aukobusungluck. Lauch 10 bis 15, Rettich 10 bis 25 ©etteric Infolge Versagens der Bremsen fuhr am Sonn- 10 5id Ps, &ag Stück; Radieschen 10 bis 15 tag auf der abschüssigen EH^uss^ von Mtena Pfennig ^das Bund; alte Kartoffeln 4,50, neue .Nordoyan; 6/2,5 '---Mxrdcc 22 26 22 na. \O Montaa. d.29.Juli, 1929,7" av65. wird sich noch ein bis zwei Wochen htnausfchie- den. — Der heutige Regen kommt den Hack- fruchten sehr zugute, besonders den Kartoffeln in trockenen Lagen und dem Mais: dagegen weisen bi» Runkelrüben trotz anhaltender Trockenheit einen verhältnismäßig guten Stand auf. Auch hinsichtlich der F u t t e r k n a p p h e i t, die dem Landwirt seither große Sorge machte, ist man für den eingetretenen Regen sehr dankbar, kann man doch jetzt mit der Aussaat der Stoppelerbsen, dem so überaus nötigen Herbstfutter, beginnen. Kreis Friedberg. WSV. Vilbel, 29. Juli. Ein schweres Motorradunglück ereignete sich in der Aacht zum Sonntag auf der Straße von Kloppen- heim nach Vilbel. Ein Motorrad mit Beiwagen, das von dem 23 Jahre alten Fred Lust aus Veu-3senburg geführt wurde, kam in einer Kurve ins Schleudern und sauste gegen eine Tele - graphenstange. Der Anprall war so heftig, daß der Führer t o t liegen blieb, währendder Insasse deS Beiwagens, der 19 Jahve alte Weber aus Erlenbach, schwer verletzt in das Krankenhaus in Vilbel gebracht werden mußte. Z Steinfurth, 29.Juli. Am letzten Samstag feierte Bürgermeister Falk sein 25. Amts- jubiläum. Aus diesem Anlaß wurde ihm in Anwesenheit des Kreisdirektors von der Gemeinde Steinfurth in Anerkennung seiner der Gemeinde geleisteten Dienste eine Ehrenurkunde überreicht. Der Jubilar tritt mit 73 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Der Kreisdirektor verpflichtete den am 17. Februar neugewählten Bürgermeister Schwegler für sein neues Amt. Bürgermeister Schwegler hat das Vertrauen der Gemeinde, daß er den neuen Aufgaben, die seiner harren, gemachten sein wird, und daß seine Tätigkeit dem Wohl der Gemeinde dienen wird. Kreis Büdingen. • Vidba, 30. Juli. Wie wir zu dem gestern gemeldeten Mordversuch noch erfahren, sollen vte nur mit Mühe gerettete Dtenstnragd Aedwanz und der Tater, der erst 22 Jahre alte Knecht Kurt Mandel, die längere -Zeit hindurch gemeinsam tn einer hiesigen Gastwirt- schafr beschäftigt waren, ein Verhältnis miteinander gehabt haben, das angeblich nicht ohne Folgen geblieben ist. Das Mädchen, das über eine Stunde im Wasser zubrachte und in großer Lebensgefahr schwebte, befindet sich erfreulicherweise inzwischen wieder wohlauf. Der Täter wird zur Zeit noch in Gewahrsam gehalten. Starkenburg. WSA. Darmstadt, 29. Juli. Der Schuhmann Kappel aus Dieblis, der einen Betrag von 600 bis 7 00 Mk., den er für Drand- entschädigung auszahlen sollte, für sich verbrauchte und dann flüchtig ging, konnte im hiesigen Bahnhof fest genommen werden. Er hatte nur noch 30 Mk. bei sich und gab an, er habe sich der Staatsanwaltschaft stellen wollen. Preußen. Maingau. WSR. Frankfurt a.M., 29.Juli. In einer Lagerhalle der Reederei und Kohlenhandlung von Klöckner in der Schmickstraße brach ein Brand aus, bei dem 2000 Zentner Briketts in Flammen aufgingen. Die Feuerwehr, die mit zwei Löschzügen eintraf, konnte das Feuer in einstündiger Tätigkeit löschen. ^dgenb^ch^erd«. Unser ständig steigender Milllonen-Umsatz sowie das lOOjährigW Bestehen unserer Firma beweisen am besten, dafj unser Original BullridvSalz Verdauungsstörungen u. Sodbrennen ist. Versäumen Sie nidit, sich heute noch ein Paket für 60 Pfg. zu kaufen oder unsere Tabletten zu 0.25 und 1.50 RM zu versuchen. Auch Sie werden von der prompten Wirkung überrascht sein. Nur echt in blauer Packung mit dem Bilde des Erfinders. Bullrlch, Berlin W 57. im Alter von 42 Jahren zu sich in die 0*764 Hörnsheim, den 29. Juli 1929. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 3L Juli, nachm. 3 Uhr, statt. Gießen, 29. Juli 1929. Wilhelm Wilhelm infolge eines Herzschlages Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen. U4782 In tiefer Trauer: Ludwig, Anna Ludwig Ludwig nebst allen Angehörigen. Todes-Anzeige. Hierdurch die schmerzliche Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, ganz plötzlich und unerwartet meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegertochter, Schwester und Schwägerin Frau Luise Ludwig geb. Schmidt Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgang unseres Heben Entschlafenen Prokurist Joseph Ehrmann sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Ganz besonderen Dank Herrn und Frau Marx für die erste Hilfe, Herrn Kommerzienrat Schirmer, den Angestellten der Firma Gg. Heinr. Schirmer und der Fünfzigervereinigung für die ehrenden Worte und Kranzniederlegungen am Grabe. Nicht zuletzt danken wir allen Kranz- und Blumenspendern sowie denen, die ihm die letzte Ehre erwiesen. Arbeitsvergebung. Die Pflasterarbeiten zur Neubefestigung verschiedener Straßen sollen auf Grund der R. V.O. öffentlich vergeben werden. Die Angebote sind bis zum Montag, dem 5. August 1929, 10 Uhr vormittags, auf dem Städtischen Tiefbauamt, Asterweg 25, abzugeben. Daselbst sind Angebotsvordrucke erhältlich. 6413C Zuschlags- Und Bindefrist drei Wochen. Gießen, den 29. Juli 1929. Städtisches Tiefbauamt: Braubach. Än zur Zucht untauglicher Eber soll Ireilag, den 2. August, nachmittags 2 Uhr, an den Meistbietenden gegen Barzahlung versteigert werden. 6415D Hessische Bürgermeisterei Reuthardshain. Mittwoch, 31.3uli 1929, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich dahier, Aeuenweg 28 (im Löwen) zwangsweise gegen Barzahlung: 3 Pianinos, 1 Kredenz, 1 Klubsessel, 1 Schreibmaschine (AEG), 1 Trumeau- spiegel, 1 Gisschrank, 1 Bufett, 1 Flurgarderobe, 2 Chaiselongues, 1 Waschkommode, 1 Weißzeugschrank, 12 Dutzend Alpaka. Messer, -Gabeln und -Löffel, 1 Personenwagen (Dürkopp), 1 Pfaff- Nähmaschine, 1 Schreibtisch, 1 Damen- Fahrrad, 1 Diwan, 1 Zimmerteppich, 1 Tischdecke, 1 kombinierten Küchenherd, 2 Gasherde, 1 Hobelmaschine, 2 Dickwurzmühlen, 1 Lederwalze, fünf Aktenmappen, 1 Ladentheke, 2 Oesen, 1 Warengestell, 1 Schuhmachernähmaschine, 1 Bücherschrank, 1 dreitürigen Spiegelschrank, 1 Ausziehtisch, 6 Stühle mit Stoffsitz, 1 Obstschale mit Ständer, 1 runde Kristallschale, 1 Küchenanrichte, 1 Regulator, 2 Türportieren m.Stangen, je 2 Seitenteilen und Lieberhang. Smrkev Gerichtsvollzieher in Gießen Wiesecker Weg 16, Tel. 3383 6412D n fl ist als sicheres, dabei unschäd- WWlMSö “Älllen! steine, Grieß usw. durch viele glänzende Gutachten anerkannt. Neueste Dankschreiben und Berichte usw. bei [04799 Kräuierhaus Jung Giefeen, Scbulstrafee 5. BBaBBHBBHBBBBBBB 3000.- Mark Kapital bringen durch unser. Gebrauchsautomaten mittBimehrMiiie Angebote unter F. C. 4365 an Rudolf Mosse, Staffel, erbeten. 6417V PELZE zu Sommerpreisen Ich lief. Mäntel in all. Jellarten foro. echte Maulwurfm^ echte Füchse usw. Sommerpelzmifcntel Die Lief. erf. neg. 10—12 Monatsraten u. ohne jeden Aufschlag an Festange» stellte, Beamte, selbst. Kaufleute usw. In der nächsten Zeit wird der hies. Platz u. Umgeb, bereift u. bitte ich um Bekanntgabe, wof. Interesse vorliegt, woraus unverbindl. Bertreierbesuch erfolgt. Berufsangabe erbeten. l642^iv Pelzhürscbnsrei Alster, Berlin W. 50. I Vermietungen | 3rdl. mööl. Zimmer zu verm. Anzusehen von 9—13 Uhr «TM Sclterswcg 63 II. Mbl.Zimmer sofort, evtl, später, an Dauermieter zu vermieten 04780 ttzoethcstr. 31 II, Großes, sonniges, möbL Zimmer neu bcrgerichtet, mit sev. Eing^ z. vm. Mm WetasteiMlr.-UlI.r. Unmöbl. Zimmer fev. Eing., 1. Stock, Nabe Bahnhof, zu vermieten. Zu erfr. in der Geschst. des Gieß. Anz. 04785 Mßbl. Zimm. m. 2 Belt, (m. ob. ohne Küchenh) au vermieten 04788 caiitzgf.M.-Vl.ioll,l. MöbL Zimmer evtl, mit Garage, zu vermieten 04793 Kirchstraste 13 v. Einfach mööl. Zimmer nahe Bahnhof zu vermieten. Zu erfr. in d. Geschäflsst. des Gieß. Anz. 04803 Fünf Helle Zimmer mit Dampfheizung für BureauS zu vermieten 04792 Licbigstraste 5, Ecke Bahnhofstraße. Bedeutende, im Freistaat Hessen und Hessen-Nassau bestens eingesührte Lebens - Bersich.-Gesellschast (Sach- branchcn angeschlossenl sucht zur Hu- terltiitzung dcö BezirksdircktorS und zur Bearbeitung wertvoller Verbindungen ti'icht. Fachmann als Bezirks-Beamten in dauernde, gut bezabllc Stellung. Direktions-Vertrag. Nichtfachleute werd, eingearbeitet Ausführliche Bewerbungen unter J. V. 2080 an Ivalldendank, Annoncen- Expedltion, Fraoklurt a. BI. [6416V Sonderzuti al Rhein S—ESE mal, Aßmannshausen, Koblenz (Besuch des Weindorfes), Gießen — Sonderzug u. Sondersalondampfer,2Musikkapell.Tanzu. Unterhaltung an Bord. GesamtpreisRM. 12.50, AnzahlungRM. 6. — . Auskunft und Anmeldung durch: Hapag Reisebüro, Giefaen, Seltersweg 93. Fernspr. 4197 Anschiufazüge sind festgelegt. 62I2A 3 bl* 4 Räume als Wohnung oder auch f. andere Zwecke zu vermieten. Zu erfr. t. d. Geschäftsst. d. Gieß. Anz. 047W | Mietgesuche | Staatsbeamter toter Pers.l sucht versetzh. f. sofort oder später 4-5 Simm. IDoiiB. patt, vder 1. Stock. Schr. Angeb. unter 04795 a. d. Gieß. Anz. 3-4-ZimineF- Wohog. mit Küche und Zubehör gesucht. Nahe Krofdorfer od. Rod- Heimer Straße bevorzugt, evtl, auch Heuchelheim. Aus- fübrltche schristl. Angebote unter 04787 an d. Gieß. Anz. erb. Einzelne Dame sucht ein leererZimmer mit Uüche in gutem Hause. Sckriftl. Angeb. unt. 04778 a. d. Gieß. Anz. [Wohnungstausch! 3-Zimmer Wobng. gegen 2 • Zimmer- Wobng.m.telektr.L. zu tauschen gesucht. Schr. Angeb. unter 04802 a. d. Gieß. Anz. {Stellenangebote W!v wavnen Sie J^ratSttocrbunaoKiuf Anzeigen obre Äamen Zeugnisse, Urfunbcn ob. fonjl wichtige Papiere beizufügen,- Abschriften genügen zur (Anleitung v. Anssellunaeverhand- lunacn. Ost Iss un^ der Austraggeoer unbekannt und In diescnAäilm tön» nen wir nichts tun für d. Wiedererlangung oer Äewerbungsunieriagcn GfeHenev SSttzeisev Zuverlässiges t*'77 Mädchen für tagsüber gesucht Selterswcg k». Gesucht kinderliebes, junges Mädchen zur Beaufsichtigung eines 2jähr. Kindes für einige Stunden täglich. Schriftliche Angeb. unter 6422D an den Gieß. Anz. Stellengesuche! Tüchtiger, zuverläss. CMeur sucht Stellung auf Last- od. Personenwagen. Langjährig. Fahrer und guter Wagenpflegcr. Schr. An geb. unter 04779 an den Gieß. Anz. Chauffeur sicherer, fol. Fahrer, Führerschein 2 und 3b, guter Wagenpfleger, mit allen Reparaturen vertraut, sucht Stellung. Schristl. Angeb. unt. 04790 an d. Gß. Anz. Chauffeur 25 Jahre, gelernter Autoschlosser auf Kl. 3b u. 2, sucht Dauerstellung. Sckristl. Angeb. unt. 04708 a. d. Gieß. Anz. Fräulein uerf. in all.HauSarb. sucht Stellung zur Führung ein.HauSh. Zu erfr. t. d. Geschst. d. Gieß. Anz. 04757 ISSSS » Hochstqeunnn auf 1 Doppellos M, [d MGGM Ti H auptqeurinn M. GBOOS 3 Staatl Lotterie Einnehmer DxxrrrvStad.4? Los 504 Doppellas 1/M । Porto u. Liste 3O*S | Verkäufe | Kräftiger Schäferhund zu verkaufen. Lww TenlelslastgArtch. 5. issttziger Wi* billig zu verk. 04759 O. Faber, Fahr- zeuge, Mühlstr. 22. Ardie 750 ccm, versteuert, in einwandfreiem Zustand umstände- halber preiswert zu verkaufen. «t» A. Winter, ____Flughafen. Gattel mit Zaumzeug zu verkaufen. Schr. Angeb. unter 6411D an den Gieß. Anz. Teniiicbe liefert ohne Anzahlung auswärtig. SpeztalhauS, zahlbar in 12 Monatsraten. Erbitten Sie unverbindlich. Vertreterbesuch unter 6409V an d. Gß.Anz. Empfehlungen | Speise-un- Galat- karioffeln in prima Qualität, empfiehlt billigst W. Bankei Ww. Neuen Baue 7, Teleph. 612. 45D HutoBetmlelnng Wiriiü AM Meine neue Tel.-Nr. 3989. EioU- Apparate, GlBser, Thermometer, Gummiringe aller Systeme Heyd & Sohn Seltersweg 12. 8Mt,A la neue Wetterauer Speise-Kartoffeln in guter Sortierung der Ztr. Mk. 4.50 mit Sack, versendet unter Nachnahme IS. Roßmann, Kartosseloersand in Echzell lWetteraul, Jcrnivr. 36, Amt Reichelsheim. fe-igD loto-Vermietung Meininghans Neue Telephon-Nr. 3844 Einkoch-' apparate| Einkochgläser äußerst günstig. H. K. Wünch, Asterweg 16. [«^D Sinniere t OonnoniM werd, fachgemäß u. preiswert ge- fttmmt u. repar. S.kdettm^r Giekell.vloklstt^l Telephon 2403. Verkauf v. neuen u. gebr. Klav. Aufarbeiten sowie Neuausertigen von 04800 Motroheo. Sofas nfro. Tapezier.p.Rolle60-) Gardinenausmachen billigst. Nr. Zimmermann, Tapezierer, SelterSwcg 31 EingangPlockstraße. DRUCKSACHEN aller Art liefert die Bruhl'sche Druckerei |Verschiedenes| Junger Kaufmann empfiehlt sich zur Beitragung d. Buchhaltung, Lohn- und Steuerwesen, nebst Schriftsätzen an Be» Hörden usw. u.Korre- svondenz auf Maschine zu ganz günstigen Bedingungen. Sckriftl. Angeb. unt. 04776 a. d. Gieß. An». Wo können zwei junge Mädchen in d. Abendstunden das WeiOzeugnähen erlernen? Schristl. Angeb. unter 04783 an den Gieß. Anz. Erklärung Die gegen Fräulein Emmi Dldbas, Hattenrod, geäußerte Beleidigung nehme ich als unwahr mit Bedauern reuev.zurück Anna EisenfeUer, Hattenrod Vereine | WWW« Mittwoch, d.31.Juli, abends 9 Uhr: Gemütliches Beisammensein im U. C. Ei Wanderung [stilD am 4. August 1929 Saalburg Bad Homburg Marschdauer ca. 6 Std.s. Abfahrt: 6.3ö Uhr. SonntagS- karte nachFriedberg. Bademantel Stoffe, nur gute Frottierstoffe, in mod. Mustern, zur Selbstanfertigung von Bademänteln 63O2a s Modehaus alomon FLY-TOX dringt in Jede Ritze und Ecke,vernichtet alle Wanzen samt Brut FLY-TOX tötet ebenso Motten, Fliegen, Mücken. Behördlich empfohlen. Statt Karten ! Gerda Agnes Werntgen August Zocket Verlobte Hamburg Gießen ............ . ........ Q4797 ..................................... (Statt Karten! Ich re Vermahlung geben bekannt Oips.-^ng. Dr. des. Emil Malkomesius I. Assistent am Landmaschinen-Institut der Albertus-llniversität, Königsberg Tony Malkomesius geb. Roth Gießen, den 31. Juli 1929________t Königsberg l. pr, Tragheimer Kirchenstraße 74 04789 Cafe Amend Morgen abend 13. Sonder-Konzert mit verstärkter Hauskapelle Sonderkonzerte finden jeden Mittwoch statt. 6414D Am besten und billigsten kaufen Sie 04761 blaue Drell-Anzüge bei Moritz Köhler,Giehen Tonwerke Abendstem 6. m. b. H. WMHM Gegründet 1888 z Bahnstation Abendstern / Telephon Nr. 84 Amt Gießen Gießen-Abendstern Doppelfalzziegel Biberschwanzziegel Firstziegel naturrot - altschwarz - altbraun SMbodenpiatten der beste und gesündeste Belag für Viehställe Ringofensteine Jahres-Produktion 12 Millionen Stück 497 H Nr. 176 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Dienstag, 30. Zuli (929 Tumen, Sport und Spiel leistete. R.P. & Nachdruck verboten. 40. Fortsetzung. dem Kennen Sie gut", war Larrhs sagte mich Larry freundlich. „®mma?“ wiederholte sie. denn, Sir?" „3a, ich kenne Sie sehr Antwort. zitternd von einem ihrer Begleiter zu andern blickte. „Sie sind jetzt in Sicherheit, ®mma“, getan hatte und die verdammt war, suy in unheimlichen, finsteren Plätzen unter der Aufsicht eines Unmenschen, wie des blinden 3ake, verbergen zu müssen — und nur, weil sie Stuart kannte und wiedererkannt hatte. Strauß, der Exsträfling und Haushofmeister, wartete mit nervös zuckenden Händen in der Vorhalle. „Sie sind doch nicht bei der Geschichte hier be- teUigt?" fragte Larry. ist es mehr als fraglich, ob ihnen der Aufstieg zur nächsten Stufe glücklich gelingt. Der Spielabteilung des Tv. 1 8 4 6 Gießen gebührt rückhaltlose Anerkennung und Dank für die gute Herrichtung der Spielplätze, die eine einwandfreie Durchführung der Spiele gewähr- „Aein, Sir", antwortete der Mann zitternd. „Als Sie kamen, dachte ich, daß mein Herr nach Ihnen geschickt hätte, weil — weil ich verschiedene Kleinigkeiten gefunden hatte." „So was wie Manschettenknöpfe aus schwarzer Emaille, nicht wahr?" fragte Larry. „Wieviel Paar solcher Knöpfe hat er denn gehabt?" „Zwei Paar, Sir. 3ch muhte ihm erzählen, was aus ihnen geworden ist, als er mich darnach fragte, denn ich habe sie ja in Wirklichkeit gar nicht gestohlen — er hatte sie mir sozusagen geschenkt, weil drei Brillanten fehlten." „Machen Sie sich keine Kopfschmerzen, Strauh", sagte Larry. „Er hat sie jetzt wieder, und wenn er auch in ein Leihhaus einbrechen muhte, um sie wiederzubekommen." Eine Menge Mühiggänger hatten sich auf dem Bürgersteig vor dem Hause angesammel^, um das Schauspiel zu betrachten, wie zwei Manner, augenscheinlich Angestellte einer Gasgesellschaft, ein zerlumptes altes Frauenzimmer die Stufen hinab und in den Wagen trugen. Das Auto war noch nicht lange unterwegs, als sie wieder völlig zu sich kam und heftig Er ging an das Gitter, das er genau unter- suchte und kam dann zu Harvey zurück. „Das Rätsel des geheimnisvollen, automatischen Gittertores wäre auch gelöst. Wie ich erwartet habe, ist es möglich, in das Haus und den Hof zu kommen, ohne daß öte Dienstboten das geringste bemerken. Als ich das letztemal hier war, fielen mir zwei Löcher in dem ^or aus, die ungefähr fünfviertel Meter voneinander ent* fernt, ziemlich dicht über dem Boden angebracht waren. Sie konnten nicht als Deobachtungs- löcher dienen, denn sie sind auf der Rückseite mit einem eisernen Deckel abgeschlossen. oAt Ihnen nicht bei dem Wagen, den wir in Der Wäscherei fanden, etwas aufgefallen? „3a, Sir," sagte Harvey. „Unterhalb Der Scheinwerfer waren zwei Stahlstangen angebracht, die ziemlich weit nach vorn herausstanden. Larry nickte zustimmend und sagte: „Zuerst habe ich angenommen, es wäre so eine neue Erfindung für Automobile, aber jetzt ist es mir ganz klar, wozu diese Stangen dienen. Der Wagen wird dicht an das Tor gefahren, wo die beiden Stangen in die Löcher eindringen, auf ein Schloß einwirken und so das Tor öffnen, das sich dann wieder hinter dem Wagen schließt. Auf diese Weise haben sie keinerlei Bedienung nötig und vermeiden vor allen Dingen daß ihr Kommen und Gehen vom Personal im Hause bemerkt wird. Wir wollen uns noch die Garage ansehen und dann machen, daß wir fortkommen. Das Garagentor war am äußersten Ende der Anfahrt und von derselben Breite wie diese Larry suchte unter seinen Schlüsseln und fand ftedte und umdr-h.. hörte er, wie sich in der Garage etwas beA tDcqte. „Haben Sie gehört?" flüsterte er . Arvey nickte und hielt fernen Gummiknuttel bereit. Dann riß Larry schnell beide Torflügel Was geschiehtmii Südwestasrika? Von Franz Fromme. Don allen Kolonien, die wir Deutsche verloren haben, trauern wir Deutsch-Südwest am meisten nach. Sie ist die einzige gewesen, die sich schon vor dem Kriege einer gewissen Volkstümlichkeit erfreute; in ihrer sandigen Landschaft und um ihren Besitz ist mehr deutsches Blut geflossen, als in unseren anderen überseeischen Besitzungen. Die Ereignisse, die sie uns entrissen haben, sind nur langsam zu unserer Kenntnis gekommen. Die Verworrenheit der Lage zu Anfang des Weltkrieges und das englische Kabel sorgten dafür, daß wir damals kein klares Bild gewannen. r, , Bothas Truppen haben Deutfch-Sudwest durch ihre Aeberrnacht 1914 ziemlich rasch erobert. Smuts' Verhandlungen setzten 1919 durch, daß ein Mandatsgebiet geschaffen wurde, und zwar unter solchen Bedingungen, daß eine Rückgabe an das Deutsche Reich fast ausgeschlossen erscheint. Solange Südafrika eine englandfreundliche Regierung unter Führung von Botha und Smuts hatte, geschah alles, um den ehemaligen deutschen Besitz dem Deutschtum zu entfremden. Man erschwerte die Rückkehr der Deutschen, die dort ansässig gewesen, und man begünstigte die Einwanderung von Buren (und zwar nicht immer der besten Elemente) mit allen Mitteln. Als die Regierung Smuts 1924 durch die Wahlen gestürzt wurde und die burifch-natio- nalistische Partei unter Herhog ans Ruder kam, schien eine Wendung eintreten zu sollen. Die Rückkehr und Einwanderung von Deutschen nach der ehemals deutschen Kolonie wurde erleichtert, dem Gebiet wurde Selbstverwaltung gewährt. Der Landesrat, der diese Verwaltung besorgt, besteht aus 18 Abgeordneten, von Denen 12 gewählt und 6 durch den Administrator ernannt werden. Bei Der ersten Wahl zum Landesrat wurden sieben deutsche und fünf nichtdeutsche Abgeordnete gewählt. Diese deutsche Mehrheit beseitigte der Administrator, indem er zwei Deutsche und vier Richtdeutsche zu Landesratsmitgliedern ernannte. Eine weitere Maßregel zuungunsten der Deutschen war Die Bestimmung, Daß Deutsche Einwanderer erst nach fünf Jahren wählen dürfen, während englische und burische Einwanderer das Wahlrecht eher erhalten. Bei Den Wahlen in diesem Monat haben die Deutschen daher drei von den Wahlsihen verloren. so daß sie jetzt nicht einmal unter den gewählten Mitgliedern des Landesrates die Mehrheit haben. Sieben Sitze erwarb die vereinigte nationale Partei, und ein Abgeordneter ist als „Unabhängiger" gewählt. Damit ist die deutsche Mehrheit beseitigt. Wird der Administrator diesen Zustand zu ändern wagen, indem er diesmal mehr deutsche Landesratsmitglieder ernennt? Rach allem Vorhergegangenen besteht wenig Aussicht, daß das Mandat für Südwest in ein ^-Mandat umgewandelt werde, wie es Die Deutschen auf ihr Programm gesetzt haben. So freunD- lich sich Die Regierung Hertzog sonst zu Deutschland, zur deutschen Einwanderung und zur Einführung deutscher Waren gestellt hat, man wird Der Partei Hertzoas den Vorwurf nicht ersparen können, daß sie mit den Maßregeln in Sudwest- afrtfa ihren eigenen Grundsätzen zuwiderhanDelt, wie sie General De Wet und andere Buren- führer noch nach Dem Kriege ausgesprochen haben; diese haben Den Erwerb Deutsch-Südwestafrikas, auch unter Der Maske Des ManDats. für ein Unrecht erklärt, und viele haben erwartet, daß Die Partei General Hertzogs, nachdem sie einmal ans Ruder gekommen war, dies Anrecht in irgendeiner Form wiedergutmachen wurde. And die gegebene Form wäre gewesen: Gleichberechtigung der Deutschen Sudwest- afrikas mit den Engländern und Buren unv eine Verteilung der zu ernennenden RNtglieder auf die drei verschiedenen nationalen Elemente m dem Verhältnis, wie sie tatsächlich an Der Devölkerungsziffer der Weißen beteiligt sind. Ein gerechter Ausgleich könnte nach den Wahlen nur in der Weise herbeigeführt werden, daß. Der burische Administrator den Mut hatte, eine aröhere Anzahl von Deutschen zu ernennen. weit auf. Gr sah einen Wagen, dessen Bäder noch nah waren, aber sonst war augenscheinlich niemand in der Garage. „Der Wagen ist erst heut morgen draußen gewesen", sagte Larry. Richt ein Fleckchen, wo sich auch der kleinste Mensch verbergen konnte, dachte er und — ein scharfer, schriller Schrei durchriß das Schweigen, der Schrei eines Menschen in Todesangst. Mit einem Sah war er an der Tür der großen Limousine und riß diese auf. And dann schien es, als ob ein Tornado, ein Orkan auf ihn losgelassen war — eine gigantische, kreischende Gestalt stürzte sich auf die beiden Männer, riß sie mit ihrem enormen Gewicht zu Boden, warf sich mit ihrer ganzen Masse auf fie. Einen Augenblick war Larry wie betäubt, und als er sich mühsam auf die Füße gearbeitet hatte, hörte er die Garagentür zufallen und das Schnappen des Schlosses, in dem sich Der Schlüssel drehte Beide Männer warfen sich gegen das Tor, das aber unter ihrem Anprall auch nicht einen Millimeter nachgab. „Die Frau!" rief Harvey und wies auf den Wagen. Auf Dem Fußboden des Wagens lag zusam- mengebrochen Die regungslose Figur einer grau. Larry sprang auf das Trittbrett, hob sie in ferne Arme und trug sie unter ein fenfter, durch das ein schwacher Lichtschein in die Garage fiel. Eine Frau im Alter von fünfzig 3ahren„ grauhaarig und unsäglich schmutzig. Ihr Gesicht schien Wochen hindurch nicht mit Wasser und Seife in Berührung gekommen zu sein, ihre Hande waren kohlschwarz. Unter dem Schmutz sah ihr weißes Gesicht in einem erstarrten Grinsen hnvor und auf ihrem mageren Halle wann Du? blutroten Merkmale der Krallen des blinden 3a!e deutlich sichtbar. „Schnell etwas Wasser, Harvey. Der Wallerhahn ist in der Ecke", rief Larry und machte die Bluse der Frau auf. „Sie le&t leiser Stimme: „Mein Gott, die Aufwartenn! Während er sich um das arme, unglückliche Wesen bemühte, hatte Harvey die Garage durch- „Bin ich jetzt wirklich in Sicherheit?" fragte sie eifrig. „Oh, Gott fei gelobt. Sie haben ja keine Ahnung, was ich alles habe durchmachen müssen. Sie haben ja keine Ahnung davon!" „Ich kann es mir denken." „Wo wollen Sie sie Derrn hinbringen?"' fragte Harvey leise. „Ich habe nicht gehört, was Sie dem Chauffeur gesagt haben." „Ich nehme sie mit in meine Wohnung", sagte Larry zu Harveys deutlich sichtbarer Aeber- raschung. „Ich kann es mir nicht leisten, alle Hospitäler mit Den Zeugen Des Falles Stuart anzufüllen", fuhr er mit halbem Lächeln fort. „And übrigens ist die Frau nicht krank. Sie ist nur todmüde und halb verhungert." (Fortsetzung folgt) Verhältnisse Des WalDfportplatzes, Dessen herrliche Lage unD vorzügliche Verfassung besonders von Den auswärtigen Teilnehmerinnen bewundert wurden, waren gut. Bei Der Bewertung Der Leistungen muh berücksichtigt tocrDcn, daß Der Frauensport im Bezirk Hessen-Hannover noch sehr jung ist und die Damen Der beiden hiesigen Vereine kaum den Sport ausgenommen haben und zum erstenmal an Den Start gingen. Die Ergebnisse: 100 Meter Frauen: 1. ©törig. Kurhessen Kassel, 13,9 Sek.; 2. Rickel, Spielvereinigung Giessen. 14,8; 3. Horn, Kurhesscn Kassel 15,1. 800 Meter Frauen: 1. E. Daum, V. f. D. Gießen, 3,7; 2. Schwarz, V. f. B. Gießen, 3,11; 3. F. Müller, V. f. B Gießen, 3.13. Weitsprung Frauen: 1. ©törig, Kurhessen Kassel, 4,18 Meter; 2. Frey, V. f. L. Wetzlar, 3,87 Meter. 3. Weiershäuser, ©p. Dgg. Meßen, 3,79 Meter. Hochfprung Frauen: 1. ©törig. Kurhessen Kassel, 1,32 Meter; 2. Richt berg, Sp. Dgg. Gießen, 1,25 Meter; 3. Hirschhorn, D. s. L. Wetzlar, 1.24 Meter. Kugelstoßen Frauen: 1. Frey, D. f. L. Wetzlar. 8,16 Meter; 2. ©törig, Kurh. Kassel. 8,05 Meter; 3. L uh, D. f. B. Gießen, 7,58 Meter. Speerwerfen Frauen: 1. L u h, V. f. B. Gießen, 18,62 Meter; 2. Langhammer, Sp. Vgg. Gießen, 17,55 Meter; 3. Ötommel, D. f. D. Gießen, 16,88 Meter. 4xl00-Meter-Staffel Frauen: 1. Sp. Dgg. Gießen 62 Sek.; 2. V. f. L. Wetzlar 64,4 ©et.; 3. D. f. B. Gießen 64,5 ©et 75 Meter Mädchen 16 Jahre: 1. Dolk, Sp. Dgg. Gießen und Kuhn, D. f. L. Wetzlar, 11,7 Sek.; 2. Schuhm ann, D. f. L. Wetzlar, 11,9 ©et; 3. Braun, Sp. Vgg. Gießen, 12 Set Weitsprung MäDchen 16 Jahre: 1. Kuhn. D. f. L. Wetzlar, 3,79 Meter; 2. Doll, Sp. Dgg. Gießen, 3,74 Meter; 3. E. Fischer, D. f. D. Gießen, 3,74 Meter; durch Stechen ent* fchieden. Hochsprung Mädchen 16 Jahre: 1. Kuhn. V. f. L. Wetzlar, 1,15 Meter; 2. E. Fischer, V. f. B. Gießen, 1,10 Meter; 3. L. Brauns Sp. Dgg. Gießen, 1 Meter. Speerwerfen Mädchen 16 Jahre: 1. M. Andree, Sp. Vgg. Gießen, 17,28 Meter; 2. Kuhn^ V. f. L. Wetzlar, 17,10 Meter; 3. Schumann, V. f. L. Wetzlar, 11,02 Meter. Ballweit Mädchen 16 Jahre: 1. Kuhn, V. f. L. Wetzlar, 39,60 Meter; 2. M. Andree, Sp. Vgg. Gießen, 29,25 Meter; 3. E. Fischer, V. f. B. Gießen, 25,30 Meter. 75 Meter Mädchen 14 Jahre: 1. E. Baum. V. f. B. Gießen, 12.8 Sek.: 2. F. Müller, V. f. D. Gießen. 12,8 Sek. Drustbreite; 3. M. Derzbach, Sp. Vgg. Gießen, 13 Sek. Weitsprung Mädchen 14 Jahre: 1. M. D e r z- b a ch, Sp. Vgg. Gießen, 3,14 Meter; 2. E. Baum, D. f. B. Gießen, 2,96 Meter; 3. J. Müller, V. f. D. Gießen, 2,91 Meter. Ballweit Mädchen 14 Iabre: L M. Derzbach, Sp. Vgg. Gießen, 41,90 Meter; 2. Gc Baum, D. f. D. Gießen. 29,48 Meter; 3. U Müller. V. s. D. Gießen, 19,34 Meter. MMUWMAM Roman von Edgar Wallace. Sommerspiele in der Gaugruppe Main-Lahn. Es wird Den Mannschaften, Die sich bis zu Meisterehren Durchkämpfen, schwer gemadjt. ihren Weg Stufe um Stufe fortzusetzen. Zuerst gilt es in Den einzelnen Bezirken, den lleinsten Einheiten, als Bester aus der Spielreihe hervor- zugehen. Rur einer von Den sechs Bezirksmeistern kann Den Gau vertreten. <$ür 1929 war es für Den Gau Hessen Die erste Fußballmannschaft Der TumgemeinDe Friedberg. Am letzten Sonntag fanden sich Die Gaumeister Der Gaugruppe Main-Lahn in Gießen zusammen, um ihrerseits Den Besten zu bestimmen. Der am kommen Den Sonntag in Worms in Die Entschei- Dung um die Kreismeisterschaft des 9. Kreises, des Mrttelrheinkreises, mitbestimmend eingreifen Darf. Hier in Gießen, auf Dem für Die Spiele sehr geeigneten Aniversitätsspvrtplatz, Drehte es sich Darum, Die Meister in Faustball für Turner, Turnerinnen unD Altersturner festzustellen. Gau- gruppenspielwart RuDolf Klinge, Frankfurt a. M., konnte Die Meister der Gaue Hessen (Tgrn. Friedberg), Frankfurt (Licht-Luft Frankfurt a. M.), Offenbach-Hanau (Bieber bei Offenbach) und Main-Taunus (Kelkheim) begrüßen; aus unerllärlichem Grunde blieb Der Meister des Kinziggaues (Hailer) den Spielen fern. Bei Den Turnerinnen waren erschienen M t v. Gießen, Tv. 1860 Frankfurt a. M. unD Tv. Bad Homburg v. d. H. Als Mannschaften Der älteren Turner traten an: Licht-Luft Frankfurt a. M. und Tv. Homburg v. D. H. Die Spiele hielten durchaus, was man von ihnen erwartete. Kein Wunder, wenn eine Mannschaft wie Licht-Luft Frankfurt, Die Die Würde eines deutschen Meisters von 1913 bis 1922 ununterbrochen inne hatte und die seither immer mit in Den Endspielen war, hier mit von der Partie war. Daß diese Mannschaft Faustball in höchster Vollendung zeigte, überraschte ebensowenig wie ihre einwandfreien, zum Teil sehr überlegenen ©tege über jeden ihrer Gegner. Dennoch formte man feststellen, daß auch die übrigen Meister über sehr gediegenes Können verfügen. Besonders angenehm fiel Kelkheim i. T. auf, das den Hessenmeister auf den dritten Platz verwies. Die Spiele wurden gut geleitet und wickelten sich sehr flott ab. Bei den Turnern ergab sich folgendes Bild. Friedberg Bieber 35:28, Frankfurt :Kelkheim 38:25; Bieber Hailer kampflos für Bieber, Kelkheim: Friedberg 33:26, Frankfurt: Bieber 50:20, Hailer.Friedberg: kampflos für Friedberg; Kelkheim Hailer, kampftvs für Kelkheim, Friedberg: Frankfurt 18:47, Di^er:Kelk- heirn 21:37, Hauer: Frankfurt, kampflos für Frankfurt. Rach Punkten gewertet erhielten: Licht-Luft Frankfurt a. M. 8 Punkte, Kelkheim 6 Punkte, Friedberg 4 Punkte, Diebe-r 2 Punkte, Hailer 0 Punkte. Gaugruppenmeister der Turner: Licht-Luft Frankfurt a. Ht. Bei den Altersturnern zeigten sich die Licht- ßuftler ihrem Gegner, dem Tv. Homburg, um Klassen überlegen und siegten Dements brechend mit 42:5. Ein sich anschlleßendes Freundschaftsspiel derselben Gegner ergab für Homburg em etwas schmeichelhafteres 39:14. Gaugruppenmeister der Aelteren: Licht-Luft Frankfurt a. M. Die Spiele der Turnerinnen waren sehr ausgeglichen. es hätte eben jede Mannschaft als 'Gruppenmeister hervorgehen können. Der Stand der Spiele war: Mtv. Gießen:Tv. 1860 Frankfurt 31:40; Tv. 1860 Frankfurt:Tv. Homburg 41:25 (Halbzeit 16:16); Mtv. Gießen Homburg 40:36. Frankfurt 4 Punkte. Gießen 2 Punkte. Homburg 0 Punkte. Gaugruppenmeister der Turnerinnen: Tv. 1860 Frankfurt a. M. In der Gruppe Schlagball nimmt als Vertreter der Gaugruppe Main-Lahn die Turngemeinde „Eintracht" Frankfurt, und im Trommelball die Mannschaft des Turnvereins „Vorwärts" Bocken- heim an den Kreisend spielen teil. Das Können Der Meister der Gaugruppe Main-Lahn berechtigt zu den besten Hoffnungen, aber immerhin Dveikampf Mädchen 14 Jahre: 1. M. De r z* hach, Sp. Vgg. Gießen, 4y Punkte; 2. & Baum, D. f. D. Gießen, 25 Punkte; 3. MÄlker, D. f. D. Gießen, 21 Punkte. sucht und ein Beil gefunden. In wenigen Minuten war das Schloß zertrümmert und die Tür geöffnet. „Rehmen Sie den Revolver", sagte Larry und reichte ihm seine Waffe hin. „Bis jetzt hat er mir nicht viel genutzt, aber wenn Sie Den Schuft zu Gesicht bekommen, schießen Sie. Schießen Sie sofort, ohne sich mit ihm in irgend- welche ReDereien einzulassen, unD denken Sie nur nicht, Daß Sie ihm mit Ihrem Knüttel beikommen können." Aber Jake Der Blinde war — er wußte es — verschwunden. Dieser blinde Mann, dessen kostbarster Sinn zerstört war, war ihm wiederum überlegen gewesen. Die Frau begann jetzt allmählich einige Gebend» zeichen von sich zu geben. Larry hatte fie an Die frische Luft geschleppt und badete Hals und Racken in kühlem Wasser. Ihre Augenlider zuckten, öffneten sich, und mit einem Schrei fuhr sie hoch. „Wo ist Miß Clarissa?" rief fie heiser. „Das mochte ich gern von Ihnen wissen", war Lcmchs Antwort. Bald darauf kam ein Taxi, und fie trugen die Frau durch die maskierte Seitentür, Die Stufen hinauf unD in Den prachtvollen Salon. Dort legten sie sie irieDer, unD Larry blickte um sich auf all Diesen Komfort, all Diesen Luxus. Der mit Den Leiden, Dem Elend von. Gott weiß wie vielen, unschuldigen Seelen erlauft war. die sterben mußten. Damit Diese Schurken in goldenem, duftendem Aeberfluß leben konnten. Dann fielen feine Blicke auf diese elende Frau. Die Dort auf einem Teppich lag, Der ein MifierschastskämpsedesMttelrheinlmses In Ergänzung unseres geitrigen Berichtes wird uns über die Erfolge des Männerturnvereins bei den Meisterschaftskämpfen noch folgendes mitgeteilt: In Anbetracht der starken Konkurrenz und der guten Leistungen kann der Männerturnverein stolz darauf fein, insgesamt 12 Siege errungen zu haben. Im Vierkampf der Turnerinnen wurde 1. Siegerin und Kreismeisterin Erna A l t h a u s , 4. Siegerin Else Bickelhaupt und 5. Siegerin Tilly Espach. Im Hochsprung konnten sich zwei Männerturnerinnen unter die drei ersten Sieger placieren. 1. Siegerin und Kreismeisterin im Hoch- sprung wurde Else B i ck e l h a u p t mit 1,50 Meter; 3. Siegerin Erna Althaus mit 1,40 Meter. Auch im Weitsprung lagen die Gießener Turnerinnen in Führung. 1. Siegerin und Kreismeisterin wurde Erna Althaus mit 4,96 Meter; 3. Siegerin wurde Tilly Efpach. Die Iurnerinnen-4X100» Meter-Staffel, die in diesem Jahr vom Peck verfolgt wird, konnte trotz eines schlechten Wechsels in der guten Zeit von 52,3 mit Brustbreite hinter dem 1. Sieger, Tv. 1817 Mainz, und etwa Handbreite hinter dem 2. Sieger, Tbd. Wiesbaden, einen guten dritten Platz belegen. Im Stabhochsprung wurde Hans Steins trotz einer Armoerletzung, die er fick im Vorkampf zugezogen hatte, noch 3. Sieger mit 3,13 Meter. Im Diskuswerfen errang Heinrich Arndt den 4. Sieg. L. Malkomefius kam im Sechskampf vor dem vorjährigen 1. Feldberasieaer und diesjährigen 1. Rhönturnfestsieger A. Schall, Frankfurt am Main, sowie vor bekannten und guten Mehrkämpfern des Kreises an 7. Stelle. Den 200-Meter-Lauf konnte Malkomesius, der noch durch den 1500-Meter-Lauf des Sechskampfes stark ermüdet war, nicht bestreiten. In Anbetracht der großen Anzahl von Teilneh. mern, zumal nur die besten Kräfte des Mittelrheinkreises vertreten waren, kann man wohl mit Recht sagen, daß die Vertreter des Mtv. Gießen ausgezeichnet abgeschnitten haben und mit ihren Leistungen sowohl sich selbst als auch insbesondere ihrer Abteilungsleitung das beste Zeugnis ausstellten. Auf den am 11. und 12. August in Kassel stattfin- denden deutschen Meisterschaften der DT. werden nun auch Mitglieder Des Männerturnvereins den Mittelrheinkreis vertreten müssen, und man darf auf ihr Abschneiden gespannt sein. Bei Den Kreismeisterschaften im Schwimmen errang unter 23 Teilnehmern Hugo Baumann im 100-Meter-Brustschwimmen in 1.30 Min. den vierten Steg; Betty Blum kam im 40-Meter-Strecken- tauchen ebenfalls an 4. Stelle. Die 4X100-Meter- Tumer-Bruststaffel konnte sich mit 6:27,2 Mtn. nur an die 5. Stelle setzen. Bezir^frauenweiikämpsederOeuischen Gporibehörde für Achletik. Wider Erwarten hatte sich zu Den Bezlrcks- frauenwettkämpfen eine stattliche Zahl von Zuschauern auf Dem WalDsportplatz Des V. f. B. eingefunDen, ein Beweis Dafür, Daß man Dem Frauensport in Gießen Doch ein recht großes Interesse entgegenbringt. Wenn auch infolge Zurückziehung Der Meldung Der Vereine aus Göttingen unD Rothenburg Die Beteiligung etwas schwach war, so Dürfte Doch Der gebotene Sport allgemein befriedigt rniD seinen propagandistischen Zweck nicht verfehlt haben, zumal es in Den meisten Konkurrenzen zu spannenden Kämpfen kam, an Denen Das zahlreiche Publikum lebhaften Anteil nahm. Die Veranstaltung stand unter Der Oberleitung Des Gau-Athletik- obmannes QL Hofmann (Gießen), ihre Durchführung war Den beiDen Gießener Vereinen, Spielvereinigung 1900 und V. f. B. übertragen worden. Dank guter Organisation und des günstigen Wetters wickelten sich Die Wettkämpfe flott unD reibungslos ab. Boden- und Bahn- V.f.B. Leichiachleiil. Die Leichtathlettkabteilung nahm mit drei Aktiven und fünf Jugendlichen an dem Sportfest der Sportgemeinde .Hesse n", HersfeId, teil. Die Veranstaltung war in jeder Weise muster- gültig aufgezogen und muß als eine hervorragende Leistung des kleinen Hersfelder Vereins bezeichnet werden, die so bald kein Verein gleicher Größe überbieten wird. Ueberraschend stark war die Beteiligung; so waren u. a. vertreten: „Kur- dessen" und „Hessen-Preußen" Kassel, Fulda, Frank- furt a. M., Griesheim, Offenbach, Fechenheim und Bebra. In Anbetracht der starken Konkurrenz kann V. f. B. mit seinen Erfolgen, einem 2. und sechs 3. Siegen, zufrieden sein. — Im 200-Meter-Lauf der Klasse 1 belegte Max Fischer hinter Bett, Kurhessen Kassel, und Sobattka, Hessen-Preußen, den dritten Platz. — Weitsprung, Klasse 1: 1. Bett, Kurh. Kassel, 5,55 Meter; 2. Sobattka, r eben begannt i 's Mfonießus ! en-lnfttuf iönigsbrrtz \ zck.Mh \ H929__, ; KinhenstroßeN 0I7S9I -■■■■....................— .................... einigen ef Gießen 047! ......................... hi. tu. e9n n.9en. H. M u einM fl! $eu,& Wfonnt' bas TOX e Ritze und ^eWanzen 'LY-tox Wüegea, ien. empfohlen billigsten Xvrütze hwarz lend [d Konzert nekapelle n Mittwoch statt. 6414D lendstern ündes«6 ße,a0 fU' |lenst*= Hess.-Preußen Kassel, 5,58 Meter; 3. Max Fischer, A. f. B. — Weitsprung, Klasse 3: 1. Braun, Hes- sen-Preußen, Kassel, 6,13 Meter; 2. Muth, Hessen-Preußen, Kassel, 5,98 Meter 3. Max Fischer, V. f. B., 5,74 Meter. Eine recht gute Leistung Fischers, der sich bei eifrigem Training noch stark verbessern kann. — Im Speerwerfen konnte Spa ar, D. f. B., der durch eine Hüftverletzung erheblich behindert war, in der Klasse 2 mit 38,66 Meter und in der Klasse 3 mit 36,14 Meter beide Male den dritten Platz belegen. — Ein sehr scharfes Rennen war der 1500-Meter-Lauf der Klasse 1. Müller, V. s. B. lief sehr gut und wurde in dem zwölf Mann starken Feld Dritter. Auf der 50-Meter-Strecke der Jugendklasse B hatten Stroh und Kirch Heimer, V.f.B., sich bis zum Endlauf durchgekämpft, wurden aber in diesem von den bekannten Hessen-Preußen geschlagen. — Rübsamen versuchte sich über 400- Meter-Lauf, Klasse 1, und lief an vierter Stelle ein. — Anstatt wie vorgesehen 4X50-Meter°Lauf, ließ der Veranstalter in der Jugendklasse B 4X100-Meter laufen. Endlauf: 1. Hessen-Preußen, Kassel, 49,4; 2. V. f. B. 49,6; 3. Bar Kochba, Kassel 4. Borussia, Fulda. Die gelaufene Zeit zeigt eine weitere Formoerbesserung der V. s. Ber. Sportverein 1928 Garbenieich. Am letzten Sonntag weilten die alten Herren des D.s.B. Gießen in Garbenteich. Sie konnten aus einem Belehrungsspiel gegen die erste Mannschaft des dortigen Sportvereins mit 2:1 Toren als Sieger heroorgehen. Die A.H.-Mannschaft, welche verstärkt auf den Plan trat, war der jungen Elf der Gastgeber wohl in technischem Spiel etwas voraus, was diese aber durch Eifer und Schnelligkeit ausglich. Das Halbzeitresultat lautete 1:0 für Garbenteich. Rach dem Seitenwechsel konnte V.f.B. zwei Tore erzielen, wovon das zweite nicht als regulär betrachtet werden darf. Hier hatte der Leiter des Spieles, ein Schiedsrichter-Anwärter, welcher eine Prüfung über sein Können ablegen sollte, eine glänzende Abseitsstellung nicht beobachtet, was in der Zuschauermenge große Unruhe heroorrief. Auch viele Straf- und Freistöße übersah er. Etwa 13 Minuten vor Schluß übernahm Schiedsrichter Kreiling, V.f.B. Gießen, das Spiel, dem er jederzeit ein gerechter Leiter war. 24. Ruder-Regatta der Gießener Ruder-Gesellfchast l822. lieber das Meldcergebnis wurde bereits kurz berichtet. Außer fast sämtlichen Lahn-Vereinen, von denen 8 vertreten sind, haben noch 17 Vereine von Rhein, Main, Mosel, Saar, Ruhr, Fulda und Werra, im ganzen also 25 Vereine ihre Meldungen obgegel^n, womit die Gießener Regatta ihre alte Anziehungskraft aufs neue bewiesen hat. Die vor zwei Jahren durch die Ruder-Gesellschaft, unter Aufwendung eines beträchtlichen Kostenbetrags, ausgeführten Verbesserungen der Regattastrecke dürften zu dem guten Meldeergebnis ihr gut Teil beigetragen haben. Es ist sehr erfreulich, daß gerade der schone Rudersport immer mehr Anhänger gewinnt. Ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seitdem die Gießener Ruder-Gesellschaft von der Frankfurter Regatta im Jahre 1879 ihren ersten Erfolg nach Hause brachte, und fast ebensolange ist es her, seitdem die erste Gießener Regatta im Jahre 1882 stattgefunden hat, durch deren, in Zukunft wieder alljährlich stattfindende Veranstaltung nicht nut rein sportliche Interessen, sondern auch die Der- kehrSinteressen unserer Stadt in anerkennenswerter Weise gefördert werden. Die am kommeck- den Samstag und Sonntag stattfindende 24. Ruder-Regatta wird eine Anzahl spannender Wettkämpfe bieten, so daß die Freunde und Anhänger des schönen Rudersportes voll auf ihre Rechnung kommen dürften. Erfolge des Waffersporivereins Hellas in Mainz. Auf der am 27. und 28. Juli in Mainz veranstalteten Regatta des Südd. Ruderverbandes konnte der Wassersportverein Hellas wiederum einen ersten sowie zwei gute zweite Siege erringen. So konnte der Skuller Albert Schöndorf im Iungmonn-Einer zum dritten Male in diesem Jahre den Sieg nach Hause rudern. Er schlug feine Konkurrenz aus Mainz, Offenbach und Frankfurt überlegen und legte damit erneut eine Probe seines Könnens ab. Im ersten Iungmann-Vierer belegte Hellas den zweiten Platz und konnte dadurch insofern einen schönen Erfolg erringen, als es dem Sieger, dem Ruderverein Freiheit, Mühlheim, den Sieg nicht leicht machte und nur knavp unterlag. Zu bemerken ist hier, daß der Schlagmann des Vierers, Albert Schöndorf, im vorhergehenden Rennen, im Iungmann-Einer, gestartet war und dadurch nicht eine Minute Zeit zur Ruhe hatte. Hätte zwischen diesen beiden Rennen eine größere Pause gelegen, so wäre der Ausgang des Renneüs fraglich gewesen. Hassia, Gießen, belegte in diesem Rennen den dritten Platz. Der Leichtgewichtsschüler-Vierer konnte den Mannheimer Vorwärts zwar nicht schlagen, lieferte ihm aber einen Kampf über die ganze Strecke und lag kurz vor dem Ziel noch in Führung. Er belegte den zweiten Platz und ließ die übrigen Teilnehmer, wie Offenbach und Mainz, weit hinter sich. Gießener Schwimmverein — Wetzlarer Schwimmverein 7:0. Am vergangenen Freitag trugen die obengenannten Vereine ein Gesellschafts-Wasserballspiel in der Müllerschen Badeanstalt aus. Das ganze Spiel stand im Zeichen der Ueberlegen-- beit der Gießener. Die Tore fielen in regelmäßigen Abständen. Der Gießener Sturm war dauernd be- at, während die Verteidigung nicht sehr oft fen mußte, um einige Durchbrüche zum Scheitern zu bringen. Die Gießener Mannschaft war aut aufgestellt, sie zeigte kaum einen schwachen Punkt. Der Stand bei Halbzeit war 4:0. Erlöschen des Paratyphus in Oberhessen WSR. Der Paratyphus, die ausgesprochene Sommerkrankheit, die nie völlig erlischt, in den meisten Fällen aber harmlos verläuft, darf in Lauterbach als erloschen gelten. Der Iulibericht des Kreisgesundheitsarntes stellt dort keinerlei Paratyphus mehr fest. Auch in Schlitz ist von den im Juli gemeldeten 29 Erkrankungen die Hälfte bereits als geheilt zu betrachten. Mit Ausnahme eines Falles, der einen 75jährigen Greis betrifft, bei dem anderweitige Komplikationen hinzugetreten sind, sind alle Fälle in Oberhessen leichter Ratur gewesen. Woher diese Erkrankungen, die auch aus dem benachbarten preußischen Gebiet gemeldet wurden, herrühren, läßt sich schwer feststellen. Am irrigen Meinungen vorzubeugen, sei aber betont, daß von Anfang an genaue chemische und bakteriologische Untersuchungen sowohl Des Trinkwassers, als auch der Milch- und Molkereiprodukte vorgenommen worden sind. Dabei hat sich herausgestellt, daß das hochqualifizierte Molkereiwesen Oberhessens, besonders Lauterbachs, allen hygienischen Anforderungen entsprochen hat. Es besteht kein Anlaß, über die in diesem Jahre im Zusammenhang mit der Hitzewelle überall zahlreicher aufgetretenen Erkrankungen beunruhigt zu sein. Mitteilungen in verschiedenen Blättern, die die Krankheitskurve des Kreises Lauterbach brachten, haben einem guten Zweck gedient, wenn sie die Wachsamkeit der Behörden durch eine Aufrüttelung des hygienischen Gewissens der Oeffentlichkeit, Sauberkeit und Vorsichtigkeit walten zu lassen, unterstützen halfen. Giarkenburg. WSN. Gr ß.Gerau, 29.Juli. Die Wildschweinplage im nördlichen Teil des Kreises Groß-Gerau wächst sich tu bedrohlicher Weise für Feld- und Gartenbesitzer aus. Sie, vor einigen Jahren von einem Qagbpäd)ter aueaesetzten Wildschweine haben sich in außergewöhnlichem Matze vermehrt und richten in den Kulturen argen Schaden an. Zumeist sind die Gemeinden Kelsterbach, Mörfelden, Raunheim, Nauheim und Königstädten betroffen. Feuerwehr-Jubiläum in Darmstadt. WSR. D a r m st a d t, 28. Juli. Vor 8 0 Jahren schuf der opferwillige Bürgersinn der 1846 gegründeten Turngemeinde die Freiwillige Feuerwehr in Darmstadt. Im Jahre 1883 machte sich die Wehr selbständig, und sie hat dann während ihres langjährigen Bestehens zum Wohle der Stadt manchen trefflichen Dienst geleistet. Aus Anlaß des 8 0. Jubiläums versammelten sich gestern und heute nahezu 2000 Feuerwehrleute in Darmstadt, vor allem aus dem besetzten Gebiet. Das Fest wurde am Samstagabend mit einem Kommers eröffnet, zu dem das Ministerium des Innern, das Kreisamt, das Polizeiamt, die Stadtverwaltung, der Stadtrat und die Berufs'euerwehr Vertreter entsandt hatten, die in herzlicher Weise dem jubilierenden Verein ihre Glückwünsche überbrachten. Der Sonntagvormittag brachte mehrere Schulübungen am Realgymnasium, die ein außerordentlich zahlreiches Publikum angelockt hatten. Die Freiwillige Sonitäts- Hauptkolonne hatte sich der Aebung ange- schlossen. Diese mußte tatsächlich in zwei Fällen eingreifen, da während der Hebung sich zwei Hihschläge ereigneten. Die Sanitätswache verbrachte die Betroffenen nach dem Krankenhaus. Innenminister Leufchner, der Sen Hebungen beiwohnte, dankte in herzlichen Worten den Wehrleuten, insbesondere dafür, daß sie jederzeit bereit seien, des Nächsten Leben und Eigentupr zu schützen. Am Rachmittag bewegte sich em stattlicher Festzug, an dem auch 38 auswärtige Vereine teilnahmen, durch die Straßen der Stadt, der mit lebhaftem Beifall von der Bürgerschaft empfangen wurde. Am Abend folgte im Städtischen Saalbau ein Gartenfest. Schweres Explosionsunglück in Mainz-Mombach. WSN. Mainz, 29.Juli. In der Zweigniederlassung des Vereins für chemische Industrie A.-G. in der Hauptstraße 20 in Mombach entstand heute vormittag kurz vor 11 Uhr im ersten Stock eines dreistöckigen Fabrikgebäudes auf bisher noch unaufgeklärte Weise eine heftige Explosion. Drei Arbeiter wurden durch Stichflammen und herumfliegende Eisenteile schwer verletzt und mußten ins Krankenhaus gebracht werden. Die übrigen Arbeiter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die sofort erschienene Mainzer Berufsfeuerwehr, die Mombacher Freiwillige Feuerwehr und die Fabrikfeuerwehr der Waggonfabrik Gebr. Gastell mußten sich darauf beschränken, die angrenzenden Gebäude vor einem Uebergreifcn des Feuers zu schützen, da ein Vordringen an den Brandherd infolge fortgesetzter Explosionen unmöglich war. Das Gebäude brannte vollständig aus. Wirtschaft^ * Die Vorlage über die Kölner Ferngasversorgung angenommen. In der Kölner Stadtverordnetenfitzung wurde die Vorlage über die Ferngasversorgung ber Stadt Köln, die einen Vertrag mit ber Ruhr- gas-A.-G. und Thyssen vorsieht, mit 47 gegen 26 Stimmen der Sozialdemokraten, Kommunisten und Mieter angenommen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 30. Juli. Tendenz: Freundlicher. — 3m Dormittagsverkehr bestand wieder eine größere Unsicherheit und Zurückhaltung, denn die weiteren Golb- abflüsse der Bank von England (besonders Frankreich tritt als Käufer auf) ließen wieder erneute Befürchtungen hinsichtlich einer Diskonterhöhung auftauchen. Man rechnete anfangs mit einer flauen Börse, da man der Ansicht zuneigte, es könnten infolge des bevorstehenden Ultimos und des angespannteren Geldmarktes weitere Exekutionen vorgenommen werden. Zum offiziellen Beginn verloren diese Mutmaßungen jedoch stark an Bedeutung, da es sich herausstellte, daß gar keine Verkaufs- orde r s Vorlagen. Im Gegenteil, es machte sich sogar bei der Spekulation eher Deckungsbedürfnis geltend. Die Tendenz nahm, angeregt hiervon, ein freundlicheres Aussehen an, und da sich auch für vereinzelte Papiere Interesse von außenstehenden Kreisen bemerkbar machte, wurde die schwächere Reuyorker Börse von gestern kaum beachtet. Die Auslandbörsen sollen heute zu Beginn eher fester liegen. Gegenüber der gestrigen Abendborse ergaben sich durchschnittlich Besserungen von 1 bis 2 Proz. Etwas lebhafteres Geschäft konnte sich am Elektromarkt entwickeln. AEG. gewannen 1 Proz., Schuckert 1,75 und Siemens 1,50 Proz. Chabe-Aktien waren dagegen angeboten und 2,50 Mk. schwächer. Am Chemiemarkt konnten Farben sich der Besserung nur zögernd anschließen. Dieses Papier eröffnete etwas unter dem Kursniveau der gestrigen Abendbörse. Gefragter waren noch Zell- stosfwerte. Die Interessennahme der englischen Industrie an diesen Unternehmungen fand einen günstigen Anklang, doch blieben die Gewinne vorerst minimal. Am Montanmarkt lagen Mannesmann 1 und Mansfelder 1,5 Proz. fester. Sonst waren hier die Umsätze klein. Westeregeln gewannen 2 Proz. Banken leicht gedrückt. Glanzstoffaktien lagen auf dem niedrigeren Stand von gestern abend gut behauptet. Sonst waren nennenswertes Geschäft, sowie Veränderungen nicht zu verzeichnen. Renten still. Im Verlaufe schrumpfte bas Geschäft wieder beträchtlich ein, die Grundstimmung war aber nicht unfreundlich. Dach einer vorübergehenden kleinen Abschwächung bestand für Spezialwerte weitere, aber nur ganz geringe Dachfrage. AEG. gewannen 0,75 Prozent. Auch Farben konnten sich zeitweise etwas über das Anfangsniveau erheben. Die übrigen Märkte lagen gut behauptet. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8 Prozent etwas leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1900, gegen Pfund 20,368, London gegen Kabel 4,852, gegen Paris 123,74, gegen Mailand 92,82, gegeft Mcü>rid 33,22, gegen Holland 12,1025. Berliner Börse. Derlin, 30. Juli. 3m Gegensatz zum schwächeren Vormittagsverkehr und auch den teilweise noch niedrigeren Kursen der Dorbörse lagen die ersten Dotierungen heute verhältnismäßig widerstandsfähig. Es kam aber wieder etwas Ware heraus, die bei der kleinen Aufnahmeneigung der Börse genügte, um das Kursniveau hier und da zu drücken. Die Exekutionen von gestern haben wieder aufgehört, und man sprach außerdem von Interventionsabfichten der Danken. Eine gewisse Beruhigung ging ferner von der festeren Haltung desPsundes aus. Man hofft, daß es der Bank von England durch andere als diskontpolitifche Mahncchmen (man denkt wohl besonders an Kreditrestriktionen) gelingen wird, die in den letzten Tagen erschreckend groß gewordenen Goldabgaben Sem waren es wieder etwa 2,5 Millionen ab) zu unterbinden. Die schwache Haltung der Yorker Börse hing wohl in erster Linie mit den steifen Geldsätzen zum Ultimo zusammen, und man erwartet, daß diese Kalamität ebenfalls in den nächsten Tagen behoben wird. Die Verkäufe, die gestern vorgenommen wurden, um die Differenzen zum morgigen Tage ausgleichen zu können, blieben, wie schon gesagt, aus. Hinsichtlich des Geldmarktes waren die Aussichten ebenfalls etwas besser geworden. An Kursveränderungen sind Löwe, Glanzstoff, Rheinische Braunkohlen (letztere unter Berücksichtigung des Divi- dendeabschlages) mit 2 bis 3 Prozent schwächeren Dotierungen zu nennen. Schuckert und Polyphon konnten sich um 1 bis 1,5 Prozent bessern. Deutsche Anleihen behauptet. Ablofungsschuld waren im Verlaufe etwas lebhafter und fester. Ausländer geschäftslos. Mazedonier etwas höher. Pfandbriefe still, eher schwächer. Die Geldfähe erfuhren gegen gestern keine Veränderung. Lagesgeld 8 bis 10,5 Prozent. Monatsgeld 9,5 biS 10,5 Prozent, Geld über Ultimo 9 bis 11,5 Proz. Warenwechsel etwa 7,90 Prozent. Dach den erften Kursen wurde die Stimmung allgemein etwas freundlicher und an einigen Märkten vorübergehend etwas lebhafter. Besonders Mansfelder fielen durch feste Haltung (plus 3 Prozent) aus. Auch Glanzstoff holten ihren Anfangsverlust beinahe wieder auf. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 30. Juli. Da die Meldungen von den Ueberseemärkten zur Zurückhaltung mahnten, war die Haltung am hiesigen Markte zurückhaltend und still. Die Umsätze blieben stark eingeschränkt und gegen den Vortag traten Preisveränderungen nicht ein. Es wurden notiert: Roggen 22 bis 2225, inl. Hafer 22,75 bis 23; Mais (gelb) für Futterzwecke 22,25 bis 22,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 39 bis 42,25; Roggenmehl 30,50 bis 31,75; Weizenkleie 11; Roggenkleie 12,50 Mk. Tendenz: ruxstg. Letzte Nachrichten. Das Bergwerksunglück in dem niederschlesischen Kohlenrevier. Waldenburg, 30. Juli. (TBIB. CEig. Drahtmeldung.) Das gesamte nlederschlesische Steinkohlenrevier steht im Zeichen tiefster Trauer, vom Förderturm der Schwesternschächte der Friedenshoffnungs-Grube weht eine schwarze Trauerfahne, lleberall stehen Gruppen zusammen, die sich über das furchtbare Unglück unterhalten. Wie jetzt feststehl, sind von ddn 23 Toten 14 verheiratet und 9 unverheiratet. 2 8 Kinder trauern um ihre Väter. Viele Berg- werkssrauen und deren Angehörige haben sich vor der Unglücksslelle angesammelt, herzzerreißende Verzrveislungsszenen spielten sich ab. Das gesamte Reltungspersonal war alarmiert, um an dem Unfallorte einzugreifen. Die weitaus gröhte Zahl der Toten wurde durch den explosionsartigen Ausbruch des Brandwetters bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. 400 Stunden in der Lust. St. Louis, 30. Juli. (DTB. Aunkfpruch.) Die Dauerrekordflleger Jackson und O'Brien waren mit dem Flugzeug „St. Louis Kobin“ heute nacht 11.17 Uhr 400 Stunden in der Luft. Die Molare lassen jetzt anscheinend nach. Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst BlumscheiN, Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Banknoten. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent. Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. iffranksun a. 4)1, Berlin Frankfurt a M. Berlin tidilub* Kurs i-uot» Kur, Schluß» Kurs Ansang Kure Schluß- Kure >-Uhr- Kure Echtuß- Ansang- Darum 29.7. 30.7. 29 7. 30 7. Datum 29-7- 30.7. 29.7. 30-7- 6% Dl. Retchsautethe o. m< . . Di. Anl.-Ablös.-Schuld mit AuS- los.-Rechten......... Desch. ohne AuSlos.-Rechte . . - 7% Krauls. Hyp.-Bk. Goldpf. um tünDbnr btt 1932....... Rheinische Hyp.-Bank Liqu.- Gvldps............ Ql.ü.Qi. abn. BorkrieaS-Obligation., rückzahlbar 1932 ....... 4% Schweiz. Bundeüb.-Anl.. . . 4% testerreichische Goldrte.. . . 4,20% Ceiterr. Siwerrte..... 4% Oesterreich, einheitl. Rte. . . 4% Ungarstche Goldrte...... 4% Uimnrische Staatsr. v. 1910 . 4Vt% bcifll. von 1913..... 4°o Ungarische Kronenrle..... 4% Turk. Zollanleihe v. 1911 . . 4% Türkische Bagdadbahn-Anl., Serie 1........... 4% deegl. Serie 11....... 4% Rumänen convcrt. Rie. . . . 4^% Rumänen Goldanl. von 1913 VIllg. Deutsche Eisenbahn . . *yt Hambura-Amertka Paket ... 8 £>amb.-6ubam. Dampssch. . . b Hansa Dampfschiss.....10 Norddeutscher Lloyd.....8 Ailg. Deuyche Ereditanfi. . . 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner Handelsgesellsch. . . 12 Commerz, und Privat-Bant . 11 Tarmst. u. Rationalbank . . 12 Deutsche Bank......10 TiSkonto-Gesellschast Ant.. . 10 Dresdner Bank......10 Mitteldeutsche Kreditbank ... 9 Metalldank.........8 Reichsbank ........12 51,1 9,65 85,5 77,95 2,35 23,1 20,1 1,85 7,8 7,75 7,75 126,5 128,5 210,5 183 277,5 170 154,75 160,5 308 1 MSI 1 S 1 1 1 1 1 1 1 1 , > I I II II II 1 1 1 1 i 1 kl 1 87,35 51,1 9,65 2,35 1,925 22,9 21,15 1,85 7,8 7,75 7,75 122,75 163 114,65 126,65 128,25 211 183 276,5 170 154,5 160,5 308,5 51,1 8,5 1,85 122,13 162 114,4 126,13 127,75 209 183 276,5 170 154 160 309 A.E.G............8 Bergmann...... 9 Elektr. Lieferungen..... 10 Licht und Kraft......10 Felten & Guilleaume. .... 6 Ges. s. Elektr. Untern.....10 Hamb. Elektr. Werke .... io Rhein. Elektr.........9 Echtes. Elektr........10 Schuckert....... 8 Siemens & Halske ..... 12 TranSradio.........8 Lahmeyer L Co.......10 BuderuS..........b Deutsche Erdöl.......6 Essener Steinkohle......k Gelsenkirchener ... s. H I. 4 Harpener..........6 Hoesch Eisen.........6 Ilse Bergbau........8 Klöckneriverke........7 KölN'Neuellen..... 9 Mannesmann........g Mansfelder.........7 Oberstes. Eifcnb. Bedarf. . . 6 Oberschles. Koksmerke.....6 Phönix Bergbau......5% Rheinische Braunkohlen... 10 Rheinstahl . . . ,. % Jahr iy, Riebeck Montan......7,2 Bereinigte Stahlw......6 Olavi Minen.......e sh Kali Aschersleben.....10 Kali Westeregeln......10 Kaliwerk Salzdetfurth ... 15 I G Farben-Invustrie. . . 1L Dynamit Nobel...... 5 Echeideanstalt........v Goldschmidt ......... RütgerSwerie ........ 6 Metallgesellschaft......n 19ÖJ) 136 135 144 212 109 119,25 137,5 297,5 124 110,25 231 235,75 392 224,25 157 75 84 125,5 bD — ^2 — M M g CO iiiiis iiii£iiiisTsi i i i i i isi iissiiisiii is 196 225 154,5 207 136 210,25 182,25 225 381,5 169,9 75 114,25 134 135,75 145,5 130 212 109,5 126,5 120 137 106,75 102,5 297,5 124,65 110,5 63,13 232 238 392 225 106,25 84,13 125,5 195,9 276 206,5 135,5 209,5 182,5 226,25 382 169,6 73,13 113,5 132,9 135 144,75 129 108,5 125,25 119,5 138 106,6 102,13 286,25 123,25 110,4 62,9 231 237 393 224,75 75,13 84,4 125,13 Frankfurt a M Berlin Schluß- Kurs I Uhr- Ku ro Schluß- Kurs Anfang Kurs Datum 29.7. 30.7. 29-7. 30.7. Philipp Holz mann .... Heidelberger Cement. . . . Gement Karlstadt..... < < 108 —— 109 —- 10 . 8 _ Wayb 4 Freitag...... 10 101 — — — Schultheis Patzeuhoser . . . la — — 299,5 297 Lstwerke......... 12 — —— 235 233 Bei. Glanz stoss...... 18 386 386 389 385,25 Bemberg......... 14 — — 300 300,25 Zellstoss Waldhof..... 12 — 235,5 234,5 235,25 Zellstoff Aschaffenburg . . . 12 154,5 153,5 Charlottenburger Wasser . . . 7 —— — 108,75 107,9 Dessauer Gas....... . 8 — —— 193,25 191,6 Daimler Motoren..... . 0 52 — 51,25 51,25 Deutsche Maschinen-Fobrik . . 0 — 53,5 53,6 Adlerwerke Äleoet..... . 6 — -- 47,5 Luvw. Loewe....... 10 — — 197,25 195 Rat. Automobil...... . 0 — — 23,5 22,75 Lrenstein & Koppel .... . b — — 90 89 Leonhard Tietz...... . 6 — _ 212 210 Bamag-Meguin...... . 0 — — — Franks. Maschinen ..... @ dimer......... . 6 11 54 — 53,75 68 — Heyliaenstaedl...... • 0 — — — Zunghan»......... . 4 64,5 —— 65,75 — Lechwerte....... . . 8 106 — Maintrastwerke...... . 8 _ _ — Miag........... 10 _ — 123,25 123 Nekars ulmer....... . 8 _ — Peter» Union....... . 8 — _ 119,751 —- Gebr. Roeder....... 10 _ —— Voigt & Haefsner..... . 8 220 _ *)*)') __ Südd Zucker....... . 8 149,75 150 — Berlin, 29. Juli Geld Brief französische Noten..... 16,445 16,505 Holländische Noten...... 167,66 168,34 Italienische Voten...... 21,95 22,03 Norwegische Noten...... 111,40 111,84 Deutsch-Qestcrr, 5100 Kronen 59,01 59,25 Rumänische Noten...... 2,48 2,50 Schweizer Noten....... 80,61 80.93 Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten .. 60,94 12,375 61,18 12,435 Ungarische Noten....... 72,83 73,13 29. Juli 30- Juli Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Bner ticlö Brie Amst.-Nott. 168,03 168,37 168,11 168,45 ' Buen-Slires 1,759 1,763 1,760 1,764 Brff..«nlw- 58,265 58,385 58,30 58,42 Christiania. 111,66 111,88 111,74 111,96 Kopenhagen 111,70 111,92 111,74 111,96 Stockholm . 112,32 112,54 112,34 112,56 Helsingfors. 10,528 10,548 10,529 10,549 Italien. . . 21,92 21,96 21,915 21,955 London. . . 20,335 20,375 20,345 20,385 Ncuhork . . 4,1905 4,1985 4,191 4,199 Paris. . » . Schweiz . . 16,43 16,47 80,78 16,44 16,48 80,62 80,645 80,805 Spanien . . 61,12 61,24 61,16 61,28 Japan . . . Rio de Jan. 1,938 1,942 1,943 1,947 0,498 0,500 0,497 0,499 Wien in D-- Öest. abgcst. 59,05 59,17 12,42 59,045 59,165 Prag . . . . 12,40 12,402 12,422 Dclzrad . . 7,363 7,377 7,363 7,377 Budapest. . Bulgarien. 73,03 3,032 73,17 3,038 73,07 3,032 73,21 3,038 Lcksabon . . 18,75 18,79 18,78 18,82 Danzig - - - 81,37 81,53 81,31 81,53 Konstantin. 2,006 2,010 2,003 2,007 Athen. . . 5,42 5,43 5,42 5,43 Canada . . 4,175 4,183 4,176 4,184 Uruguay. - 4,126 4,134 4,126 4,134 Cairo . . . 20,655 20,895 20,87 20,81 Berlin, 29. Juli Held Brief Amerikanische Noten..... 4,165 4,185 Belgische Noten........ 58,25 68,49 Dänische Noten ........ Enalische Noten........ 111,43 20,295 111,87 20,375 Lischt Sonntags v Die' Siebener Henn Du Monats 2.20 Pcichspl^ lohn, au' scheinen en infolge h Fernipr 51, £ Anschuß nchte^ J PSß zran-lurt |W 2 a; 500000 - englischen. industri seit Jahr auszulomr kosten I märkie zu industrie daß sie > spindeln i nen gesti Deutschlm 11 Willst Elsasses । inzwischen steigert t> eine falb nicbtunos Ar.L Juha Leseb geseh einet Beste Unter Bett. A des Ü stank! des 2 lande- teiligu fass« Ns ft'ierini holden dec Vc Weise Gen öffentfii Lehörd Messe 3m Verfüg (die Bett.: 2 3rr »Die 1 und S meldest den gx nnschari Der Lehrer- enrpsoh Tie Bett.: 5B gegebl Suliw „D. lrägei Wicke "linifi Reiches fo , ®[, schrift Gic Bett..- 'Lienei schule s'Npseh ichrist Lande- wird ij ®ii