S'ni^gh. ?nde ft«, rj-x* w A"K k°N"kndi Sfc 3>r i| K-W »rf. 5 S«’»M ^°burg hielt hl ab. Die ’J **ta "dsmrnnich? ®wu> ©tuttoc jn dem Sauy- "a<9 einem tf auf nasse?. ^Senanen, die« Ü errangen. § Mr, 1500 Wie öctffurung) fonn|L erhielt damit ^rt[ ; Danderpreis 5i toutbt auheidiM r-Laus unb SpeuW ^Junioren -traßensleigiing ätzige Traufen: r Stellung her oeichungen sind en aus sichtbar architettanischcr itcn (3.58. Fen: Farbe müssen sein. Die Son bauabnahme zu reichtet werden, innerhalb der Reklameschilder, und dergleichen lüdfidjl auf die [, ftfjlidjie St: r Dächer unb mb, Gipsvrna: >n, verschieden: Farben. iliche Eenehmi: selbst zu behan: gleichmäßig an- cbäuben anzu- Wäune oötr Maße zulässig, tischen Stand- )Cr Bau?vtizei- bezutzlich ®«: ht früher mit 3uftimmuna werden. rbnung. >om 30.^ 2 sondere die unter en. rng. 1 Drt5bauplfln |p )ar. BerfünH««^ i,n ,m Valierlverk ,a wird nach ®J .^Aeußeru^ g . 1909 *» lui5 if Geney""» K« »,br‘ fon« ® Ca#1*' Kr. 122 Erster Blatt 179. Jahrgang Dienstag, 28. Mal 1929 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühl'fche Univerfitäts Buch- und Steindruckerei R. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftrftelle: Schulftratze 7. Annahme von Anzeige» für di« Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20°/n mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für bett Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Bezugspreis für 2 Wochen: 1 Reichsmark und 15 Reichspfennig für Träger« lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Poftfd)edfonto: Frankfurt am Main 11686. Das Problem von morgen. Wie alles, was im politischen Leben als Zufall erscheint, sich bei näherer Betrachtung als die Eingebung eines bald bewußt, bald unbewußt wirksamen Zeitgeistes erscheint, so ist auch die Häufung von Auseinandersetzungen über das Verhältnis zwischen Ration und Menschheit zeitbedingt, die wir gerade im Augenblick an den verschiedensten Stellen wieder beobachten. Da hat Herriot in Zürich über die deutsch-französische Verständigung gesprochen. Reichsverkehrsminister Dr. Sieger* Wald in Eltville über die Befriedigung Europas und die innere Politik des Reiches. Lobe auf dem sozialdemokratischen Parteitag in Magdeburg über das Thema: Ration und Völkergemeinschaft, und nach ihm sind ausländische Sozialisten, darunter ein Oesterreicher für den Anschluß. ein Franzose für Abrüstung und Verständigung zu Wort gekommen; da haben in Madrid die Teilnehmer an der Weltverbandstagung der Völkerbundsligen den gleichen Gedankenkomplex erörtert, der deutsche Reichstagsabgeordnete Professor Schreiber eindrucksvoll die deutsche Minderheitenpolitik gegen eine im übrigen konziliante polnische Rede als einen Faktor der Völkerversöhnung verteidigt: kurz, die Liste der öffentlichen Betrachtungen zu diesem Thema zeigt eine immer steigende Reihe guter Ramen und verständiger Ausführungen. Das alles in einem Augenblick, wo man doch anscheinend um ein Kernproblem der Völkerversöhnung, um die Reparationsfrage in heißem Ringen liegt und sich in der Presse nicht immer Liebenswürdigkeiten sagt, wo auch das Ergebnis mindestens noch recht zweifelhaft scheint. Woher kommt es, daß sich die Vorkämpfer einer Verständigung, darunter eine ganze Reihe durchaus realpolitisch eingestellter Staatsmänner, denen man wirklich keine utopistische Auffassung zutrauen darf, g e - rade jetzt mit einer Zuversicht hervorwagen, die im Widerspruch mit den Tatsachen zu stehen scheint? Mit dem fast völligen Versagen dreijähriger Abrüstungsbemühungen, dem steigenden Protektionis- mutz trotz der wirksamen Anempfehlungen der Weltwirtschaftskonferenz, dem Egoismus fast aller Gläubigernationen gegenüber der notwendigen Zurückführung der Kriegsschulden auf ein tragbares Maß? Wir glauben, daß die Ursache dieses Phänomens eine psychologische ist. Die Erkenntnis von einem tieferen Willen der Völker selbst zur Verständigung, zur Kriegsverhütung, zum Abbau militaristischer Tendenzen und zur gegenseitigen Erkenntnis und engeren Fühlungnahme. Das Auftauchen und sichtbare Stärkerwerden dieser Strömungen in den Massen des Volkes in jedem Lande ist vielleicht durch die Gedenktage mitbedingt, die gerade in dieser Zeit sich gleichfalls häufen. Durch die Erinnerung an die vor zehn Zähren erzwungenen und in ihren Folgen verhängnisvollen Pariser Friedensverträge, durch das Ausscheiden der großen militärischen Akteure der Welttragödie, der Marschälle Foch, Wilson usw. Lind durch Ereignisse, die ein humanitäres Zusammengehörigkeitsgefühl erstarken ließen, wie die französische Hilfeleistung und Gastfreundschaft gegenüber dem „Graf Zeppelin". wie die verschiedenen Ozeanflüge, sportlichen und künstlerischen Gemeinsamkeitsveranstaltungen der letzten Zeit. Die Volksmassen verleihen solchen Empfindungen nur schwer und selten einen plastischen und politischen Ausdruck. Aber der wirkliche Politiker weiß sie aufzuspüren und rechtzeitig in seine Rechnung einzustellen. ilnö das sog. F ü h r e r p r i nz i p, das in extremen Kreisen als eine Art Recht zur Vergewaltigung der Meinung und der Interessen breiter Volksteile mißverstanden wird, ist in Wirklichkeit der Ausdruck für die Befähigung, solche bewußten oder unbewußten Willensströmungen der Völker frühzeitig genug wahrzunehmen, zu berücksichtigen und zu einer Synthese zwischen nationalen Interessen und Auftreten der Staatsautorität nach außen zu verarbeiten. Der große Erfolg, den z.D. Mussolini gehabt hat, beruht nicht darauf, daß er sein Volk unter das Joch einer Diktatur geführt hätte, die ihm wesensfremde Leistungen aufgezwungen hätte, sondern umgekehrt in der richtigen Erkenntnis solcher unbewußten Willensströmungen. Die fliegende Reichspost. Die ersten Postfluglinieu. - Weitere Pläne in Vorbereitung. Berlin, 28. Mai. (Priv.^Lel.) Die vor wenigen Wochen vom Reichspostminister in einer Sitzung des Derwaltungsrates teilweise auf Grund einer Anregung des Reichsverbandes der deutschen Luftfahrtindustrie gemachten Ausführungen über die Flugpläne der Reichspost sind in einem gewissen Umfange schon heute verwirk l i ch t. Seit kurzem wird bereits em Reichspostflug in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Luft-Hansa als Rachtverbindung zwischen Berlin und London und zurück betrieben. Da auf Grund gegebener Umstande diese Linie innerhalb weniger Tage vorbereitet und in Gang gesetzt werden muhte, konnte die eigentlich für dieses Unternehmen notwendige Propaganda von der Reichspost leider nicht m vollem Umfange bisher durchgeführt werden. Wie wir hören, wird am 1. Juni eine dtoeite Luftpostlinie eingeführt werden, die Deutschland mit Schweden verbindet. Da die nordischen Staaten untereinander für den Juni versuchsweise eine gemeinsame Kombination getroffen haben, hat man für diesen Monat von ^n ursprünglichen Plan, nach dem an den Berliner Rachtschnellzug anschließend eine Flugverbindung Der sozialdemokratische Parteitag. OieKoalitionöfrage.—Oiezweitepanzerkreuzerraie.—Sollmann gegen dreKritiker Magdeburg. 27. Mai. (WB.) Auf dem Sozialdemokratischen Parteitag erstattete den Bericht des Parteivorstandes das Vorstandsmitglied Vogel, der u. a. ausführte: Der Eintritt in die Regierung erfolgte in der denkbar ungünstigsten Zeit. Das erste Jahr Regierungstätigkeit war gewiß nicht geeignet, Begeisterung für die Beteiligung der Partei an der Regierung auszulösen. Es gibt aber nur zwei Möglichkeiten: eine rein bürgerliche Regierung oder eine Regierung, in der die Sozialdemokraten möglichst stark vertreten sind. Der Klassenkampfcharakter der Partei kann durch das Zusammengehen mit den bürgerlichen Parteien nicht beeinträchtigt werden. Es kommt allein darauf an, diesen Kampf konkret auf die Ziele zu stellen. Für die Reichstagsfraktion liegt in der Panzerkreuzerfrage bereits eine klare Entscheidung vor. Sie wird auch die zweite Rate ablehnen. Wie aber sollen sich unsere Minister verhalten, nachdem sich auch im neuen Reichstag eine Mehrheit für den Weiterbau des Panzerkreuzers gefunden hat? Würde man sie zwingen, mit der Fraktion zu stimmen, so würde das ein Ausscheiden unserer Minister aus der Regierung bedeuten. Eine neue Dauerkrise mit allen ihren Auswirkungen wäre die Folge. Der Parteivorstand beantragt deshalb, alle Anträge, die sich mit dem Panzerkreuzer beschäftigen, abzulehnen. Aba. Conrad Ludwig berichtete über die Kassenverhältnisse. An Vertretern im Reichstag, in den Landesparlamenten, Prooinziallandtagen, Kreis, tagen, Stadt- und Gemeindeparlamenten zählt die Partei insgesamt 44 OOO, ferner 889 Bürgermeister, 897 Gemeindevorsteher und 520 Stadträte. Die Bareinnahmen aller Bezirke betrugen 10,5 Millionen, wovon 7 Millionen auf Mitgliedsbeiträge entfallen. Rach Erledigung der Berichterstattungen des Parteioorstandes begann die Aussprache. Zur Panzerkreuzerfrage ist von den Abg. Künstler und Lietke ein neuer Antrag eingegangen, der fordert, daß auch die sozialdemokrati. ch e n M i n i st e r die zweite Rate für den Panzerkreuzer abzulehnen und sich der Fraktionsdisziplin zu fügen haben. Für diesen Antrag wird gleichzeitig namentliche Abstimmung verlangt. Die Aussprache eröffnete Mecker (Altenburg), ein Vertreter der Jugend, der eine außerordentlich temperamentvolle Anariffsrede hielt, die erheblichen Beifall fand. Auch Wendt (Berlin) kritisierte die Koalitionspolitik. Sehr temperamentvoll referierte sodann der Verleger des „Klassenkampf", Seide- w i tz. Er betonte ebenso wie der Vorredner, daß der Opposition jede Spaltungsabsicht fernliege und wandte sich g e g e n d i e K 0 a l i t i 0 n, an der heute wohl niemand mehr Freude habe, die viele im Jahre 1928 hatten. Eckstein begründete einen zusammen mit dem Abgeordneten Fleihner neu eingebrachten Antrag, in dem die Zurückziehung der sozialdemokratischen Mini st er verlangt wird. Abgeordneter Sollmann setzte sich für die offizielle Parteipolitik ein. Er erklärte, man dürfe nicht den Fraktionsvorsihenden Müller mit dem Reichskanzler Müller verwechseln. Der Reichstag habe dem Minister den Auftrag erteilt, den Panzerkreuzer zu bauen. Man dürfe nicht vergessen, daß man das Vertrauen zur Partei auch erschüttern könne durch verantwortungslose Kritik. Den größten Teil seiner Ausführungen widmete der Redner der Duldsamkeit innerhalb der Partei. Wie könne eine ökonomisch-politische Partei den Atheismus verlangen? Wir wollen den Sozialismus, und dieser ist in erster Linie ein Problem der Produktion und der Organisation. In vielen kirchlichen Kreisen gibt es bereits Sozialisten, ja es gibt sogar katholische Priester, die aus ihrer katholischen Weltanfchauung heraus den Klassenkampf bejahen. Hüten wir uns, sagte Sollmann, als politische Partei einseitig zu werden; hüten wir uns auch vor geistiger Erstarrung. Die neue Wissenschaft hat heute ein ganz anderes Gesicht als vor 40 Jahren. Die Wahlen in Belgien. Das Maiende bringt in kurzer Folge zwei Wahlen in europäischen Ländern, die für die internationale Politik von entscheidender Bedeutung sein können: am Sonntag hat Belgien neu gewählt und am Donnerstag folgt England. In Belgien hat sich, um das vorwegzunehmen, nicht allzuviel geändert. Dafür ist durch das komplizierte Wahlsystem, das ebenso wie das deutsche auf der Verhältniswahl aufgebaut ist, gesorgt, das noch durch Verleihung des Stimmrechtes an bestimmte, während des Krieges benachteiligte Frauengruppen — nicht aber an die Frau im allgemeinen — in nationalistischem Sinne korrigiert wird. Jedenfalls ist nicht daran zu denken, daß etwa die katholisch-liberale Regierungskoalition, die seit Ende 1927 am Ruder ist, ihre Mehrheit verlieren wird. Ausschlaggebend dafür sind nur die Kammerwahlen, da der Senat nur zum Teil auf direktem Wege gewählt wird. In der Kammer haben die Liberalen — die ihren Ramen mit Unrecht tragen, tatsächlich sind sie ausgesprochene Chauvinisten — seit 1921 einen dauernden Stimmrückgang gehabt, bei den letzten Rachwahlen verloren sie ungefähr zehn Mandate, so daß sie auf 23 Sitze zurückgingen, während die Katholiken und die Sozialdemokraten über je 78 Stimmen verfügten. Die übrigen Parteien, die Kommunisten mit zwei Sitzen, und die f l ä - misch-aktivistische Frontpartei mit sechs Sitzen spielten dagegen keine Rolle. Man versuchte zunächst, das Experiment einer dreieckigen Regierung aus den drei großen Parteien, das aber nicht lange vorhielt. Es überdauerte mit einem Personenwechsel die Zeit der Frankenstabilisierung, dann jedoch zogen sich die Sozialdemokraten zurück, und die Liberal-Chauvi- nisten blieben mit der Katholischen Partei allein. Ihre Mehrheit von 78 plus 23 gegen zusammen 88 Stimmen war mehr als ausreichend. Allerdrings brauchten die beiden Regierungsparteien nur zusammen acht Stimmen zu verlieren, um in die Minderheit zu kommen. Das ist nicht geschehen. Was die Katholiken verloren haben, eroberten die Liberalen, die zum erstenmal Spuren eines Wiederaufstieges zeigen, zurück. Auch die Sozialdemokraten haben Haare lassen müssen zugunsten der Flamen, die einen überraschenden Erfolg aufwiesen und der belgischen Regierung eine schwere Ruß zu knacken aufgeben werden. Richt vergessen werden soll der Erfolg der heimatrechtlichen Dolkspartei in Eupen-Mairn e d y, die hier fast die Hälfte aller abgegebenen Stimmen auf sich vereinte. Wenn es nicht noch mehr wurden, so ist das auf die Sozialdemokraten zurückzuführen, die ihre Wähler nur dadurch bei der Stange hielten, daß sie dem Programm der Heimatrechtler weitgehende Zugeständnisse machten. Rebenbei aber scheinen hier auch noch Schiebungen vorgekommen zu sein. Jedenfalls ist — und das bleibt für Deutschland das Wichtigste — der Beweis erbracht, daß die Mehrheit der Bevölkerung von Eupen-Mal- medh sich in Belgien nicht zu Hause fühlt und nach Deutschland zurückmöchte. Diese Abstimmung wird diplomatisch wohl in den Verhandlungen der nächsten Jahre noch eine große Rolle spielen. Die liberal-katholische Mehrheit bleibt. Brüssel, 27. Mai. (MB.) Wie die Zeitungen melden, stellt sich unter Vorbehalt der durch die Wahlbündnisse verursachten möglichen veberraschun- gen das Verhältnis der Parteien in der neuen Kammer ungefähr wie folgt dar: Die L i - beraten gewinnen 8 Sitze und verlieren 2; die gewonnenen Sitze sollen Verviers, Thuin, Rivelles, Brüssel, Ostende, Tongern und Arlon fein, die verlorenen Dinant und Brügge. Die Katholiken gewinnen einen Sih (Lharleroi) und verlieren 4 (2 in Tongern und je einen in Verviers und Offen be). Die Sojialiffen verlieren fünf Sitze (Verviers, Lharleroi, Thuin, Rivelles und Arlon). Die 3 r 0 n f i ft e n (Flämische Aktivisten) sollen drei Sitze gewinnen, einen in Limburg, einen in West- und einen in Ostflandern, wegen ihrer Teilung in Trotzkisten und Stalinisten werden die fiommuniften, die sonst im großen und ganzen ihre Stellung behaupten und sogar einige Stimmen gewonnen haben, ihre beiden Sitze verlieren. Der autonomiftifdje Kandidat in den Kreisen Lupen und Malmedy ist nicht gewählt worden. Ward herremanns, der in die Angelegenheit der Utrechter Dotumenfenfälfungen verwickelt war, ist in Mecheln auf der Liste der Frontislen gewählt worden. Den in Lüttich den Kommunisten von den Sozialisten abgenommenen Sih wird die Schwester eines sozialistischen Abgeordneten einnehmen, die als erste Frau in die Abgeordnetenkammer eintreten wird. von Stralsund nach Stockholm gehen sollte, abgesehen und sich dem provisorischen Streckennetz der nordischen Staaten eingefügt. Von S tockholm und Oslo werden über Malmö nach Berlin undHamburg Reichspostflugzeuge mitfliegen, bis dann im Juli die Verbindung Stralsund — Stockholm aufgenommen wird. Bei diesen Reichspoftflügen erhält die Luft-Hansa für ihre der Post zur Verfügung gestellten Maschinen das Recht, mit eigener Fracht die Tragfähigkeit, wenn sie nicht voll ausgenutzt ist, zu ergänzen. Die Flugzeiten der Londoner Verbindung sollen im kommenden Jahre noch wesentlich verbessert werden. Rach der RücKehr des Reichspostministers, der zur Zeit nicht in Berlin weilt, werden die Verhandlungen über die Reichspostflüge weitergeführt werden, wobei vor allem das Projekt einer Verbindung mit Konstantinopel, das allerdings mancherlei Schwierigkeiten mit sich bringt, im Vordergründe steht. Irn wesentlichen ist man sich darüber klar, daß überhaupt nur Derb indungen mit dem Ausland für die Reichspost rentabel sein können. Psychose der Gruppenherrschafi. In einer Unterredung mit Pressevertretern! hat der Reichsauhenminister Dr. Stresemann ein beherzigenswertes Wort geprägt: man solle doch endlich aufhören, jeden Menschen, der irgendwie in der Oeffentlichkeit auftritt, als den Exponenten einer Gruppe anzusehen und ihm nur die Vertretung solcher Gruppeninteressen zu unterstellen; es gebe noch immer, auch bei uns, Leute genug, die als Persönlichkeit eine eigene Meinung hätten und ihre Entschlüsse auf Grund ihrer eigenen Meinung faßten. Dieses Wort bezog sich auf die von einem Berliner Blatte ausgestellte Behauptung, daß Dr. Bögler fein Amt als Sachverständiger unter dem Drucke einer bestimmten Gruppe der Schwerindustrie niedergelegt habe. In der Tat braucht man sich bloß umzusehen, um täglich wahrzunehmen, wieviel politische Maßnahmen und Entschlüsse ohne oder gar gegen das Interesse bestimmter Gruppen oder Parteien gefaßt werden, denen die Männer angehören, die sie zu fassen haben. Der derzeitige Reichsernährungs- Minister Hermann Dietrich ist seit langen Jahren ein führendes Mitglied der Demokratischen Partei. In dieser Eigenschaft und entsprechend dem Parteiprogramm müßte er also ausgesprochen freihändlerische Tendenzen verfolgen, den Gedanken eines Agrarschutzes bekämpfen und die Theorie über die Praxis siegen lassen. Faktisch tut er das Gegenteil. Ohne Preisgabe seiner grundsätzlichen Ueberzeugun- gen proklamiert er für die notleidende Landwirtschaft, wenn auch nur zeitweilige und im Interesse des Volksganzen angewandte Schutzmaßnahmen, sogar Zölle. Der Reichsbankpräsident Dr. Schacht entstammt jener Region der Großbanken, die angeb. lief) eine Reihe international verbundener Kapitalkräfte zur Ausbeutung der übrigen Menschheit um» faßt. Als Reichsbankpräsident bekommt er, wenn auch ein gutes, so doch sicher ein viel niedrigeres Gehalt als das, dessen er sich als Geschäftsinhaber der Darmstädter und Nationalbank erfreute. Und seit über drei Monaten liegt er in einem schweren, nervenaufreibenden Kampfe mit eben jenen Kräften der internationalen Hochfinanz, der er gruppenrnäßig eigentlich angehören müßte, um Erleichterungen der deutschen Reparationslast zu erlangen. Die Beispiele ließen sich vervielfältigen. Wir sehen, in Deutschland, wie in Rußland, Generäle, die den Pazifismus und die Abrüstung predigen, trotzdem sie gruppenmäßig für das Gegenteil eintreten müßten, wir finden Großindustrielle, die unmittelbar persönlich unb als Angehörige einer Gruppe von der Belastung der Völker durch protektionistische Maßnahmen profitieren, als Vorkämpfer für die Riederlegung aller Wirtschaftsschranken. Cs ist also in der Tat i ch t so, daß immer und überall die Gruppe in Ausschlag gibt, der ein Mann angehört. Lind wenn man auch nicht von jedem erwarten und verlangen kann, daß er gegen die Interessen einer Gemeinschaft operieren sollte, der er angehört, so wird man doch meist gut tun, sich wenigstens bei Persönlichkeiten von Rang zu fragen, inwieweit sie wohl von ihrem eigenen Gewissen, ihren eigenen Lieberzeugungen zu dieser oder jener Entschließung gelangt find, bevor man das übliche Klischee anwendet, zu behaupten, sie handelten im Auftrage und als Exponenten dieser oder jener Gruppe. Das öffentliche Geben würde dadurch zweifellos an Sauberkeit gewinnen und das Volk würde in manchen feiner vielgeschmähten Führer die Qualitäten erkennen, die uns angeblich so allgemein fehlen: die Selbst- verantwortlichkeit, den Altruismus, die Hinwendung auf das Gemeinwohl an Stelle auf daS eigene oder das Wohl derjenigen Gruppe, der man irgendwie verbunden oder verpflichtet ist. Es ist eine Art „Psychose der Gruppen", die bet uns die Führerauslese beeinträchtigt, obwohl gerade in unserer jungen Demokratie diese Aufgabe eine der wichtigsten und unerläßlichsten ist. Die angebliche Aebenregierung. Richtigstellungen Stresemanns zum Rücktritt Böglers Berlin, 27. Mai. (TU.) Vor Vertretern der Presse äußerte sich R e i ch s a u ß e n rn i n i st e r Dr. Stresemann über die verschiedenen Angriffe, die in letzter Zeit sowohl gegen ihn als auch gegen das Auswärtige Amt im Zusammenhang mit Der Pariser Konferenz in der deutschen Oeffentlichkeit er- hoben worden waren. U. a. war auch das Dementi des Auswärtigen Amtes bezüglich der Pariser Reise Herrn von Kühlmanns angezweifelt worden. Der Reichsaußenminister betonte erneut, daß weder er noch irgend ein Beamter des Auswärtigen Amtes Herrn 0. Kühlmann zu dieser Reise veranlaßt habe, noch ihn mit irgendeiner Mission betraut habe. Eingehend äußerte sich der Reichsaußenminister dann zu dem Vorwurf einer sog. Nebenregierung, die aus ihm, Reichsfinanzminister Dr. H i l f e r d i n g und dem Chef- rebatteur der „Vossischen Zeitung", Georg Bernhard, gebildet worden sei und die nach dem Rücktritt Böglers eine Kampagne aufgezogen habe, um den Rücktritt Böglers als das Ergebnis eines Druckes der Schwerindustrie hinzustellen. Die Ansicht des Reichsaußenrninisters geht dahin, daß Dr. Bögler schon dem sog. Youngplan mit den aller- Größten Bedenken hatte zustimmen können, vorausgesetzt, daß die deutschen Vorbehalte angenommen würden. Die Behauptung von irgendeinem Druck der Schwerindustrie seien nicht nur falsch, sondern nach innen und außen hin auch sehr bedenklich, ebenso bedenklich wie die Tat- fache, als der Eindruck erweckt worden sei, daß nun auch Geheimrat K ast l als geschäftsführendLs Mit- gfteb des Relchsverbandes der Deutschen Industrie nur ein Beauftragter wäre, der nachzuplappern habe, was ihm seine Organisation vorspricht. Die Reichsregierung hat von Anfang an den allergrößten Wert darauf gelegt, daß die Sachverständigen als individuelle Persönlichkeiten gewertet werden, die nur nach dem eigenen Gewissen zu entscheiden haben. Sogar über das deutsche Zahlenangebot in Höhe von 16 5 0 Millionen habe die Berliner Regierung nicht eher etwas erfahren, als bis es in Paris übergeben worden war. Ob irgendeine andere Macht den Sachverständigen eine derartige Freiheit der Entscheidung eingeräumt hat. ist sehr fraglich. Insbesondere was die französische Sachverständigenabordnung angeht, so ist damit zu rechnen, daß der Hauptsachverständige sich mit den Forderungen Poincares ziemlich re st los identifiziert. Dr. Stresemann wandte sich dann nachdrücklich gegen die Behauptungen, daß von feiten der Reichsregierung irgendeine Person den Alliierten au verstehen gegeben habe, die Reichsregierung würde einer höheren Ziffer zu stimmen, als der. die die deutschen Sachverständigen angeboten hätten. Der Minister bezeichnete ein derartiges Verhalten als einen schmählichen Verrat nationaler Interessen. In der „Kreuzzeitung" war gesagt worden, daß diese Mitteilung über die deutsche Botschaft in Paris den Alliierten zugegangen sei. Auf die Frage der „Rational-Liberalen Correspon- denz". wer denn diesen Verrat begangen habe, sei nur negativ geantwortet worden. Daß es weder Stresemann, noch der deutsche Botschafter v. Hösch selbst seien: aber es gebe noch andere Wege, die an Stresemann vorbeiführten. Die Oeffentltchkeit. so betonte der Minister mit Rachdruck, habe ein großes Interesse daran, zu erfahren, wer derartige Wege über die Pariser Botschaft gegangen sei. Er stelle sich noch in dieser Woche dem Auswärtigen Ausschuß zur Verfügung, der jederzeit cinberufen werden könne, um diese Frage endgültig zu klären. Was die sogenannte Rebenregierung angeht, so verwies der Minister auf den Intermini st eriellen Ausschuß, bestehend aus dem Reichsfinanz- mintster, Reichsaußenminister und dem Reichswirtschaftsminister, der selbstverständlich während der Pariser Verhandlungen nicht völlig uninteressiert geblieben sei. Die Beratungen dieses Ausschusses haben meist in Anwesenheit des Reichskanzlers, möglichst auch eines Vertreters des Zentrums stattgefunden, um alle Parteien daran zu beteiligen. Industrie und Reparationskonferenz. Keine Einmischung in die Arbeit der Sachverständigen. Berlin, 27. Mai. (WB.) Der Reichsverband der deutschen Industrie bittet uns um Weitergabe der folgenden Erklärung: Auf Grund tendenziöser, wahrheitswidriger Presseäußerungen sieht sich der Reichsverband der deutschen Industrie zu folgenden Feststellungen veranlaßt: 1. Wie der Reichsverband der deutschen Industrie bereits zu Beginn der Pariser Sachver- ständigen-Derhandlungen in der Presse ausdrück- ' lich festgestellt hat, sind die beiden ihm nahestehenden Sachverständigen nicht als Beauftragte seiner Organisation anzusehen, sondern sie sind von_der Reichsregierung ausdrücklich als unabhängige Sachverständige mit eigener Verantwortung und voller Freiheit in der Entschließung bestellt worden. - 2. Seit Beginn der Pariser Verhandlungen haben die Organe des Reichsverbandes der deutschen Industrie keinerlei Versuche gemacht, auf den Gang der Pariser Verhandlungen oder auf die Haltung der einzelnen Sachverständigen irgendeinenSinfluß auszuüben. Es haben auch keinerlei Aussprachen unter Hinzuziehung von behördlichen Vertretern stattgefun- oen, so daß die Annahme einer Teilnahme des Reichsministers der Finanzen an solchen Besprechungen im Hause oder außerhalb des Hauses des Reichsverbandes der deutschen Industrie nicht zutrifft. . 3. Der Reichsverband der deutschen Industrie kann und wird zu den Pariser Sachverständigen- Deratungen erst dann Stellung nehmen, wenn daS Ergebnis endgültig feststeht und die für die Beurteilung erforderlichen Unterlagen bekanntgeworden sind. Diesen Standpunkt hat der Deichsverband erst heute erneut in einem Rundschreiben seinen Mitgliedern gegenüber vertreten. 4. Der Reichsverband der deutschen Industrie spricht im übrigen sein lebhaftes Bedauern und Befremden darüber aus, daß in der deutschen Oeffentlichkeit gegen die deutschen Sachverständigen unsach- liche und herabsetzende Angriffe erhoben wurden. Oer Bundesgenosse. Bradford, 27. Mai. (WB.) In einer Wahlrede führte der ehemalige Schatzkanzler Snowden, der der Arbeiterpartei angehört, aus: Frankreich vermindert seineSteuern um 10 Millionen Pfund Sterling. Es verwendet das Geld, das es uns hätte zahlen müssen, zu Anleihen für Polen und andere ihm ergebene Staaten für Zwecke der militärischen Ausbildung. Es baut die größte Luftflotte der Welt, die nach den Worten Lord Balfours lediglich als Drohung gege n Großbritannien aus gefaßt werden kann. Es benutzt dieses Geld auch, um der g e - fährlichste Mitbewerber Großbritanniens auf den Weltmärkten zu werden. Rein amerikanisches Bürgerrecht für pazifistische Ausländerinnen. Washington, 27. Mai. (WTD.) Das Oberste Dundesgericht entschied heute, daß im Ausland geborene Frauen, die sich weigern, zur Verteidigung der Regierung Waffen zu tragen, und die sich unter allen älmständen der Anwendung von Waffengewalt widersetzen, das amerikanische Bürgerrecht nicht erwerben können. Die Entscheidung erging in dem Falle der bekannten ungarischen Pazifistin Schwimmer, die zur Zeit in Chikago wohnt und bei der Raturalisa- tionsprüfung erklärt hatte, sie wurde gegebenenfalls nicht zu den Waffen greifen, um die Bundesverfassung zu verteidigen. Frau Schwimmer batte geltend gemacht, daß der Bundeskongreh die Frauen ausdrücklich vom Militärdienst ausschließe, und zwar durch Oie Ausbringung der Reparationen Oer finanzielle Nachgeschmack. Don unserer Berliner Redaktion. Vielleicht ist es im Augenblick noch etwas zu früh, über die finanziellen Folgen der Sachverständigenberatungen für Deutschland zu sprechen, es hätte eigentlich erst einen Sinn, wenn bestimmte Ergebnisse vorlägen, die nur politisch auszuwerten wären. Aber es kann nichts schaden, nach der grundsätzlichen Seite doch einmal Klarheit darüber $u schaffen, daß mindestens ebenso wichtig wie eine Reuregelung unserer Reparationsverpflichtungen selbst die Umgestaltung der inneren Reparation ist, also die Frage, wie wir die Kriegsentschädigung aufzubringen haben. Wir sind nach dem Dawes-Plan durch die Verpfändung der Zölle, durch die Eisenbahn- und Industrieobligationen gebunden. Wenn aber etwas Reues an die Stelle des Dawes-Planes tritt, dann ist es eine selbstverständliche Forderung Deutschlands, daß wir auch die Möglichkeit haben, die Lasten so zu verteilen, wie sie unseren Schultern am bequemsten liegen. Es gab eine Zeit, wo amtliche Kreise eigentlich allgemein annahmen, daß wir in Paris eine Erleichterung von mindestens einer halben Milliarde herausschlagen würden. Damals haben auch die ersten Bemühungen zur Regelung des innerfinanziellen Problems eingesetzt. Von zwei Seiten her: da war einmal das Reichs- arbeitsministerium, das sofort begann, einen neuen Wunschzettel auszuarbeiten und von den erst zu ersparenden 500 Millionen mindestens die Hälfte gleich zu neuen sozialpolitischen Ausgaben verpulvern wollte. Da war auf der anderen Seite das Finanzministerium, das an eine Umgruppierung unseres ganzen Steuerwesens heranging. Inzwischen hat Der Reichstag durch seine Sparaktion einen Strich durch die Rechnung der Finanzbureaukraten gemacht. Herr Dr. P o p i tz, der Staatssekretär und der geistige Kops des Finanzministeriums, ging entrüstet auf Urlaub. Er ist jetzt wieder ^urückgekehrt und hat sofort eine Andeutung füllen lassen, daß man „die Einnahmeseite des Reichshaushaltsplanes einer Rachprüfung unterziehen müsse". Wenn wir ihn recht verstehen, dann heißt das, daß er die Pläne zur Steuererhöhung, die ihm jetzt kaputtgegangen sind, im Herbst wieder aufnehmen will. Und dagegen kann gar nicht frühzeitig genug Einspruch erhoben werden. Gewiß ist richtig, daß das von dem Reichstag eingeschlaaene Verfahren zu Bedenken Anlaß gibt, weil die Steuern wahrscheinlich die heraufgeschraubten Ansätze nicht erreichen werden. Ein Defizit ist also kaum zu vermeiden. Aber das darf dann nicht durch Erhöhung der Einnahmen, sondern durch eine planmäßige Sen kung der Ausgaben ausgeglichen werden. Wir müssen uns alle — auch das Finanzministerium und das Arbeitsministerium — daran gewöhnen, daß mit so hoben Einnahmen, wie sie der Steueretat bisher aufwies, nicht gerechnet werden kann. Es muß also eingeschränkt werden und zwar auf der Ausgabenseite. Das ist auch durchaus möglich, wenn wir nur rücksichtslos entschlossen sind, zu der Sparpolitik zurückzukehren, die in den ersten Jahren nach der Inflation bei uns in Geltung war und leider viel zu früh von einer größenwahnsinnigen Verschwendungssucht verdrängt wurde. Der Verhandlungen gehen Wetter Paris, 27. Mai. (WTB.) Die Havasagen- tut berichtet, daß der Meinungsaustausch von Delegation zu Delegation unter Den Sachverständigen der Gläubigermächte heute fortgesetzt wurde. Bis jetzt sei jedoch die Antwort des deutschen Delegierten Dr. Schacht auf das Memorandum der Alliierten nicht eingegangen. Hierzu mutz wiederholt bemerkt werden, daß die alliierten Delegationen ein Memorandum der deutschen Delegation gar nicht erwarten können, da sie ausdrücklich darum gebeten haben, keine schriftliche Antwort zu geben, bevor man die Situation in Besprechungen von Delegation zu Delegation nicht geklärt habe. Das Manöver der Presse, die deutsche Delegation als in Verzug befindlich zu bezeichnen, mutz also entschieden zurückgewiesen werden. Wie wenig übrigens die Lage unter den Gläubigerdelegationen geklärt ist, darüber berichtet das „Journal des Debats", Daß die amerikanische Delegation versuche, verschiedene Kombinationen auf neuer Grundlage zu entwerfen. Zu diesem Zwecke habe Owen Poung Besprechungen mit den Mitgliedern der alliierten Delegationen gepflogen. Heute nachmittag stattete der Sekretär der französischen Delegation, Q u e s n a y, der deutschen Delegation einen Besuch ab. Hieraus ergibt sich, dah die Verhandlungen über die Lösung des Zahlenproblems fortgesetzt werden. Die allgemeine Ansicht in Konferenzkreisen geht dahin, dah i m Laufe dieser Woche eine Entscheidung f al- l e n muh. Die Konferenz wird, falls eine Einigung zustande kommt, noch etwa acht Tage Zeit gebrauchen, um die Redaktionsarbeiten zum Abschluß zu bringen. So müssen noch der Annex für die Sachlieferungen, das D a n t ft a t u t und die Annexe über das, was durch das zu schaffende neue Abkommen außer Kraft gesetzt werden soll, in ihrer letzten Fassung festgelegt werden. die Bestimmung, daß die bewaffneten Streitkräfte aus waffenfähigen Männern bestehen sollten. Derdeutschepavillonindarcelona Der König bei der Eröffnung. Barcelona, 27. Mai. (WB.) Heute erfolgte in Anwesenheit des Königs und der Infanten sowie Primos de Rivera, der Minister für öffentliche Arbeiten und für Wirtschaft, sowie der Stadtbehörden die feierliche Eröffnung des deutschen Pavillons auf der Weltausstellung. An dem Cröfsnungsakt nahmen der deutsche Botschafter G r a f v. Welzeck, der Ge- neralkommissar für die deutsche Ausstellung, Dr. v. Schnitzler, Ministerialdirektor Dr. Posse XL a. teil. Der in wenigen Tagen fertiggestellte Pavillon ist in modernem Stil gehalten und besteht aus Marmor, ©lagt und Bronze. Dr. v. Schnitzler hielt die Eröffnungsrede, in der er mit Bedauern feststellte, daß die gegenwärtige schwierige Wirtschaftslage Deutschlands die Beschickung mit Ausfuhrartikeln nur in beschränktem Umfange ermöglicht habe. Er wies darauf hin, daß der Pavillon in feiner klaren Einfachheit das Symbol eines Landes sei, das alles verwerfe, was überladen und dunkel sei. Der König dankte für die deutsche Beteiligung an der Ausstellung und lobte die Bemühungen für die Herstellung des Pavillons, bei der deutsche und spanische Handwerker brüderlich xufammengearbeitet hätten. Darauf besichtigten Der König und seine Begleiter die einzelnen Abteilungen der deutschen Ausstellungsräume. Am Schluß der Besichtigung wurden der Königin und den Prinzessinnen von der deutschen Ausstel- lungslcitung synthetische Edelsteine überreicht. Der Reichspräsident hat dem König für feine Teilnahme an der Eröffnung der deutschen Abteilung auf der Internationalen Ausstellung in Barcelona telegraphisch seinen Dank ausgesprochen und die herzlichsten Wünsche für einen vollen Erfolg der Ausstellung übermittelt. Aus dem Gesehgebungsausschuß des Hessischen Landtages. Darmstadt, 27. Mai. Im Gesehgebungs- ausschuh wurde ein älterer Antrag des Abgeordneten Dr. Best und Genossen (DRP.) durch die Antwort der Regierung einstimmig für erledigt erklärt. — In dem Antrag war eine vermehrte Ausschüttung der Auswertungsmasse für die Pfandbriefe der Hessischen Landeshypotheken- bant zugunsten der Pfandbriefgläubiger verlangt worden. — Rach Erledigung einer Reihe von Eingaben entspann sich eine längere Auseinandersetzung über eine Eingabe des Amtsgerichtsrates Landmann und Genossen auf Abänderung des Reichsgesetzes über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen. In der Eingabe wird gefordert, eine zwangsmähige Haftpflichtversicherung für alle Kraftfahrer einzuführen. Im Ausschuß wurde lebhaft Klage geführt über eine allgemeine Zunahme der Derkehrsunfälle durch zu rasches Fahren. Die Regierung wurde ersucht, für eine schärfere Handhabung der Kraftverkehrsgesehe durch die Polizeiorgane einzutreten, damit Derkehrsunfälle in dieser Richtung möglichst verhindert würden. In der Aussprache wurde auch die Frage angeschnitten, ob nicht eine Haftpflichtversicherung für Radfahrer angebracht sei in Verbindung mit der Wiedereinführung der Rummern- sch i l d e r für Radfahrer. Die Eingabe wurde der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen mit der Empfehlung, sich im Reichsrat für eine möglichst baldige Regelung der Frage der zwangsmähigen Haftpflichtversicherung für Kraftfahrer einzusetzen. Kleine politische Nachrichten. Der Reichsminister des Innern hat die Einberufung der durch die Länderkonfercnz eingesetzten Unterausschüsse für die Verfassungsund Derwaltungsreform für den 5. und 6. Juli 1929 in Aussicht genommen. * Reichsernährungsminister Dietrich hat dem Reichskabinett in zollpolitischer Hinsicht eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet, über die innerhalb der Reichsreaierung noch beraten wird. Entscheidendste Aufgabe im gegenwärtigen Augenblick ist die Hebung der Viehpreise. Eine Reihe von Maßnahmen dazu ist in Vorbereitung. So liegt u. a. ein Gesetzentwurf über die Seegrenzschlachthöfe vor, die unter einheitliche Verwaltung gestellt werden sollen Im Hinblick auf das Brotgetreide hat Reichsernährungsminister Dietrich einen Vorschlag für eine Ausgleicysgebiihr für Weizen gemacht. * In Bukarest findet in der Zeit vom 7. bis 10. Juni der 14. Internationale Land- wirtschaftskongretz statt. Die Reichsregierung wird dabei durch den zuständigen Minister für Ernährung Lind Landwirtschaft Dietrich vertreten sein. Die deutsche Landwirtschaft ent» sendet eine ihrer Bedeutung entsprechende Dele- gation, die aus maßgebenden Vertretern aller beteiligten Kreise zusammengesetzt ist und unter Führung des Reichsministers a.D. Ä:. Hermes steht. * Der Reichsarbeitsminister hat die am 17. April zwischen dem Deutschen Bankbeamtenverein und Dem Reichsverband der Bankleitungen abgeschlossene Gehaltsvereinbarung sowie die Verlängerung des Reichstarifes bis zum 31. Dezember 1930 für allgemein verbindlich erklärt. * Am Sonntag brachten die in Rom ansässigen deutschen Katholiken dem Papst eine Huldigung zu feinem 50jährigen Prie- sterjubiläum dar. Den Hauptakt bildete ein Pontifikalamt in der deutschen Kirche in Santa Maria del Anima in Gegenwart der beim Vatikan beglaubigten Vertreter der diplomatischen Missionen. Darauf fand im Vatikan die Audienz beim Papst statt. Der Papst, der von feinem Hofstaat begleitet war, reichte ieitem der 1200 Deutschen die Hand und hielt von seinem Thron aus an die Gratulanten eine Ansprache. Aus aller Welt. Ein Kompliment für den „Gras Zeppelin". Der stellvertretende Kabinettschef des französischen Luftfahrtministeriums, Kahn, der den Rückflug des „Graf Zeppelin" von Cuers nach Friedrichshafen mitgemacht hat, schilderte einem Vertreter des „Paris Soir" gegenüber seine Eindrücke. Wir haben, so erklärte er, seit 8 Uhr abends, also der Stunde, in der wir in Cuers abgefahren sind, nicht eine einzige Minute verloren. Wir haben festliche Stunden genossen. Die meiste Zeit verbrachten wir im großen Salon, der den Vergleich mit den Salons der größten Lieberfeedampfer aufnehmen kann. Richts ist vernachlässigt worden, um Den Passagieren möglichst viel Komfort zu bieten. Kahn bezeichnete das Luftschiff als eines der vollkommensten Beförderungsmittel, und er würde an Bord des Zeppelin sogar eine Weltreise mitmachen. Heber die Aufnahme, die er und seine Begleiter in Deutschland gefunden Baben, äußert er sich sehr befriedigt. — Einem Redakteur der „ßibertd“ erklärte Kahn über die Rützlichkeit der Luftschiffe, das große Unglück für Deutschland sei, daß es nut tinen Zeppelin besitze. Gin einziges Luftschiff könne einen Unfall haben unfi vernichtet werden, dann spreche man nicht mehr davon. Wenn Deutschland aber mehrere Zeppeline hätte, bann würde feine Luftschiffahrt eine der stärksten der Welt fein. Luftschuhversuch eines ostpreußischen Kraftwerks. Auf Veranlassung des Ostpreuhischen Städtetages wurde ein Versuch unternommen, durch Anwendung künstlichenRebels lebenswichtige Anlagen gegen etwaige Fliegerangriffe zu schützen. Zum erstenmal in Deutschland wurde die industrielle Grohanlage einer der lebenswichtigen Betriebe Ostpreußens, d a S Wasserkraftwerk Friedland, daS die Hauptversorgung mit elektrischem Strom für die Provinz Ostpreußen darstellt, völlig eingenebelt. Bei ziemlick ungünstiger Witterung begann kurz nach 14 Hhr, von der Befehlsstelle durch Signale geleitet, die Vernebelung, die in kurzer Zeit das Kraftwerk und feine Umgebung völlig den Blicken der Zuschauer entzog. Während des Versuches beobachteten drei Flugzeuge die Wirkung. Rach einer halben Stunde, nachdem etwa 1000 Liter Rebelstoff abgeblafen waren, wurde der Versuch beendet. Der Rebel verzog sich dann ziemlich schnell. Mit dem Auto in einen Kinderfestzug. Sn der Kinzigtalgemeinde llnterharmersbach fuhr ein Personenkraftwagen in einen Kinderfestzug. Sechs Kinder wurden überfahren, eins war sofort tot, ein zweites ist feinen schweren Verletzungen erlegen. Die Verletzungen der vier anderen Kinder sind gleichfalls schwer. Der Fahrer war auf den Umzug aufmerksam gemacht worden, hat aber anscheinend statt der Bremse den Gashebel getreten. Er soll angetrunken gewesen sein. Familienschlacht in einem Werra-Ort. In Widdershausen an der Werra führte am Sonntagabend eine feit langem zwischen zwei miteinander verschwägerten Familien Schäfer und E i tz e r t bestehende Fehde zu einem blutigen Zusammenstoß, der zu einer allgemeinen Schießerei zwischen den Familienmitgliedern wurde und in einem Handgemenge mit Aex- ten, Mistgabeln usw. endete, an dem sich sämtliche Verwandte beteiligten und das ganze Dorf in Panik setzten. Im Verlauf der Schlägerei ist der Korbmacher Eitzert durch ein Mitglied der Familie Schäfer mit vier Schüssen getötet worden. Drei Söhne Gitzerts und ein an dem Kampfe unbeteiligter Schlosser sind teils durch Schüsse, teils durch eine Bombe, die aus einem Fenster des Schäferschen HauseS geschleudert wurde, erheblich verletzt worden. Oie Wetterlage. uoan 73 15 760 Montag, d.27. Mai 1929, TaMs. ©Wolkenlos.© neuer. © naio btdeett © wottug. ©oeoeckt. »Reflex # Schnee traupcin e Nebel "K st» leichter Ost £ massiger Südsüdwest Q stürmischer nordwesl Die Pfeile fliegen mit dem winde Oie Deinen Stationen stenenden Zal> len geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit gleichet© auf Heeresniveau umgerechneten Luitdruck Wettervoraussage. Der hohe Druck hat seinen Schwerpunkt mehr nach dem Nordmeer verlagert. Gleichzeitig lagert über der Ostsee eine flache Druckstörung, an Deren Rückseite etwas kühlere Luftmassen südwärts gelangen. Sie werden bei uns zunächst noch keine stärkere Tempe- ruluränDerung bringen, jedoch dürften sie zeitweise zu etwas Bewölkung führen, wobei Neigung zu lokalen Gewitterstörungen besteht. Wettervoraussage fürMittwoch: Noch meist heiteres Wetter mit zeitweiser Bewölkung, weiterhin sehr warm, aufkommende Gewitterneigung. Wettervoraussage für Donnerstag! Wenig Aenderung dec Wetterlage. Lufttemperaturen am 27. Mai: mittag- 26,6 Grad Celsius, abends 19,1 Grad: am 28. Mai: morgens 17,6 Grad. — Maximum 28,3 Grad. Minimum 12,4 Grad. Sonnenscheindauer 13l/s Stunden. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe: am 27. Mai abends 28,1 Grad, am 28. Mai morgens 19,4 Grad Celsius. Amtlicher Reisewetterdienfl der öffentlichen Wetterdienststelle Gießen. Bayern (Garmisch-Partenkirchen): Gestern warmer lag und meist heiter, 15 Grad, Windstille, heute heiter. — (Berchtesgaden): Gestern warmer Tag, meist heiter,15 Grad, Südwinde, heute heiter. Küste (Westerland a. Sylt): Gestern warmer Tag, meist heiter, 15 Grad, Nordwestwind, heute beiter. — (Swinemünde): Der Jahreszeit angemessene Temperatur, gestern teils heiteres, teils wolkiges Wetter, 14 Grad, Westwind, heute Nebel. — (Borkum): Gestern warmer Tag und meist heiter, 14 Grad, Nordwestwind, heute heiter. Baden (Baden-Baden): Gestern warmer Tag, teils wolkig, teils heiter, 17 Grad, Ostwind: heute bedeckt. — (Freiburg): Gestern schwül und meist trübe, 17 Grad, Nordwind: heute bedeckt. Rheingebiet (Köln): Gestern heißer Tag und meist heiter, 21 Grad, Ostwind: heute heiter. rsefkzug. Sarmersbach in«n -in. VJ 'einen Ur-rn. Li. lb«fabM. den ilm. t worden, fytf °remse ben 1 nngetruo» «»fe 5*Ä '•suJhE *Ä,S" y». & J£ Ms fe?®3 ÄMeuge bie K nachdem ± i°°ren. be[ »erzog ssj trroxOrt r Werra Dch . zwischen zwei len Schäfer einein blutigen Moen S chie« Mtm würbe &« mit Arp cm dem sich .en unb bti setzten. 3n rbmacher Sihn! Vchäser mit vier i Söhne Siheilj liligl« Schloss» rch eine "Bombe, iferschen Housej ich verletzt e. z9 $ *8- agc- . jerpunttm#?. AK'S: irt« gelangen. i«ltär?ejy „Mölkung. ®el fest* . j)onnci V, *%«** lsteue" @eft(r -nkilch^Wn^'" 5 Arad, > Sestern^ winde, ^Varmf Aus -er Prvvinzialhauptstadt. Gießen, den 28. Mai 1929. Abschied von Prof. Krausmüller. Die gestrige Bestattung der sterblichen Hülle des allzu früh verewigten Oberstudienrats Prof. Dr. Krausmüller bekundete in eindrucksvoller Weise, welche reiche Wertschätzung und Liebe diesem Manne in weiten Bevölkerungskreisen entgegengebracht wurde und welche große Lücke durch sein "Ableben auf den verschiedensten Gebieten des öffentlichen Lebens entstanden ist. Eine sehr starke Trauergemeinde hatte sich auf dem Reuen Friedhof eingefunden, um für immer Abschied zu nehmen von dein unvergeßlichen Manne. Bis auf den letzten Platz war die Kapelle des Friedhofs gefüllt, und viele muhten vor der Kapelle verharren, um noch beendeter Trauerseier dem Verblichenen wenigstens noch das Geleite zum Grabe geben zu können. Die drei Gießener Landsmannschaften Merovingia, Chattia und Darmstadtia, sowie die Bruderschaft Gießen des Jungdeutschen Ordens stellten mit ihren umflorten Fahnen die Ehrenwache am Sarge, um den herum sich eine Fülle von Pflanzen und Blumen befand. Sämtliche Mitglieder der Stadtverwaltung — Oberbürgermeister Dr. Keller, Bürgermeister Dr. Seid, die Beigeordneten Dr. Ham m, Justizrat Dr. "Rosenberg, Kommerzienrat K l i n g s p o r —. mit denen derHeimgegangene als Führer der volksparteilichen Stadtratsfroktion und Borsitzender des städtischen Finanzausschusses eng zusammen gearbeitet hatte, zahlreiche Stadtratsmitglieder aus allen Fraktionen, Vertreter seiner Deutschen Dolkspartei, des Handwerks, seiner Oberrealschule, seiner studentischen Verbindung Merovingia, außerdem viele namhafte Bürger unserer Stadt waren zur letzten Ehrung des verdienstvollen Schaffers für die Allgemeinheit erschienen. Die Trauerfeier in der Kapelle wurde durch feine Streichmusik von Mitgliedern des Oberrealschul- Orchesters eingeleitet. Darauf gab Pfarrer B e ck e r in seiner auf das Wort Lukas Kap. 12, Vers 42: „Wie ein groß Ding ist's um einen treuen und klugen Haushalter" aufgebauten, fein durchdachten und warmherzigen Gedächtnis- ansprach« ein packendes Bild von dem auf stete Treue und auf Dienen in der Treue beruhenden Leben und Wirken dieses wahrhaft treuen und klugen Haushalters. Vach Harmoniumspiel und Gebet fang ein Schülersängerchor der Oberrealschule dem Heimgegangenen Lehrer und Freund der Jugend den letzten Gruß mit dem ersten Vers von „Heber den Sternen wohnet Gottes Frieden". Bei der Gedenk- und Abschiedsfeier am Grade, zu dem ein unübersehbar großes Gefolge dem Verewigten das letzte Geleit gegeben, sprach nach dem Geistlichen zunächst Oberstudiendirektor Dr. Roller als Leiter der Oberrealschule dem verblichenen Konrektor, aufopfernden Schulmann, warmherzigen Freund der Jugend und beliebten Mann, der immer treu im Großen und bis zum Kleinsten war, einen sehr herzlichen Vachruf. Hierauf sprach Oberbürgermeister Dr. Keller namens der Stadtverwaltung und des Stadtrats in bewegten Worten von der hervorragenden und opfervollen Mitarbeit dieses ausgezeichneten Mannes an den Geschicken der Stadt, die ihm, „der einer der besten Bürger der Stadt und der ganz unser war", zu ewigem Dank verpflichtet sei für sein pflichttreues, sorgsames und immer auf ho- hein Gemeinsinn beruhendes segensvolles Mühen für unser Gemeinwesen. Vamens des hessischen Landesverbandes der Deutschen Volkspartei widmete Abg. Dr. Keller, Büdingen, der Vorsitzende der deutsch-volksparteilichen Fraktion des Landtages, dem Heimgegangenen, der ein Liberaler von hoher Gesinnung und ein Parteimann im besten Sinne des Wortes gewesen sei, weil er auch andere Meinungen ehrte und ihnen Gerechtigkeit widerfahren ließ, einen sehr herzlichen, über das allzu frühe Hinscheiden schmerzerfüllten Vachrus. Ferner sprachen noch mit Worten herzlichen Dankes an den verehrten Führer, Freund und Menschen Krausmüller und mit Huldigung an sein reichgesegnetes Wirken für das Allgemeinwohl: Landtagsabg. Dr. Viepoth, Schlitz, namens des Provinzialverbands Oberhessen der Deutschen Volkspartei, Kaufmann und Stadtratsmitglied Horn für die hiesige Ortsgruppe der Deutschen Volkspartei, Obermeister und Stadtratsmitglied L o e b e r für die deutsch-volksparteiliche Stadtratsfraktion, Oberstudiendirektor Dr. Kalbfleisch für die Alten Herren und die Aktivitas der Merowingia, der Erste Chargierte der Merovingia, Studienrat Prof. Dr. Decker für die Vereinigung alter Landsmannschafter in Gießen, stud. vet. Löber (Chattia) für die Aktivitas der drei Gießener Landsmannschaften Chattia, Merovingia, Darmstadtia, ein Vertreter der Bruderschaft Gießen des Jungdeutschen Ordens, Studienrat Prof. Schraub für den Gießener Philologenverein, ein Schüler der Klasse I b 1 der Gießener Oberrealschule, Oberreallehrer i. R. Haggenmül- Ter für den Ortsgewerbeverein Gießen, dessen Vorsitzender Prof. Dr. Krausmüller 22 Jahre lang bis zu seinem Tode war, Syndikus Röhr im Auftrage der Handwerkskammer, der Hand- Werkskammer-Vebenstelle Gießen und des Hess. Verbandes für Handwerk und Gewerbe, Kran- kenkassen-Geschäftsführer Fourier für die Bau - Genossenschaft 1894, Stadtratsmitglied Schwiedcr für die Altersvereinigung 1870,1920, Lehrer Kling namens der Deutsch- nationalen Volkspartei in Gießen, sowie je ein Vertreter der Gewerbe- und Maschinenbäuschule Gießen, des Ortsgewerbevereins Homberg a. d. Ohm und des Gesangvereins „Heiterkeit"-Giehen. Ungezählte Kränze wurden am Grabe des hochgeschätzten Mannes als äußere Zeichen des Dankes und der Liebe niedergelegt. Aber über das Grab hinaus wird in weiten Devölkerungskreisen nicht nur das Gedenken, sondern auch die höchste Wertschätzung des Verewigten lebendig bleiben. Oer Dolkshalle-Verein im Zahre 1928. Gestern nachmittag hielt der Volkshalle- Verein Gießen im Sihungssaale des Stadthauses, Bergstraße, seine diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung unter der Leitung des Vorsitzenden, Beigeordneten Dr. Hamm, ab. Aus dem Geschäftsbericht ging hervor, daß die Volkshalle int Geschäftsjahr 1928 in steigendem Matze in Anspruch genommen worden ist. Zu vierzehn großen Veranstaltungen wurde die Halle vermietet. Da eine Beheizungsanlage in der Halle noch nicht vorhanden ist, war die Benutzung während des Winters nicht möglich, wodurch eine wesentliche Einbuße an Einnahme- Möglichkeiten zu verzeichnen ist. Lediglich für Hallentennis, Radfahrerübungen und Lauftraining konnte die «Halle zur Verfügung gestellt werden, da bei der Ausübung dieser Sportarten Heizung nicht erforderlich ist. Sämtliche Veranstaltungen in der Volkshalle haben unserer Stadt einen starken Besuch von auswärts gebracht. Die Stadt als solche hat durch die Einnahme an Steuer (bei dem Gastspiel des Zirkus Krone allein 3302 Mk.) und ferner an Mehreinnahmen bei der Straßenbahn direkt große Vorteile, während Handel und Gewerbe, insbesondere die Gaststätten, durch den Fremdenbesuch gleichfalls erheblichen Ruhen zu verzeichnen hatten. Ausbauarbeiten wurden im Berichtsjahre an der Halle nicht vorgenommen. Aus der zahlreichen Benutzung der Volkshalle ergibt sich, wie in dem Bericht besonders betont wird, deren unbedingte Votwendigkeit. Um eine öftere Benutzung der Halle den Vereinen zu ermöglichen, hat der Vorstand den Pachtpreis herabgesetzt. Der Bericht wurde ohne Einwendungen zur Kenntnis genommen. Die Rechnung für das Geschäftsjahr 1 9 28 schließt in der Betriebsrechnung mit einer Einnahme von 31696,98 Mk. und einer Ausgabe von 23 523,66 Mark, mithin mit einem Rechnungsrest von 8173,32 Mark ab; der Abschluß in der Der- Mögensrechnung beläuft sich auf 8445,58 Mark Einnahmen, 3495,55 Mark Ausgaben, mithin Vorrat 4950,03 Mark. Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt und dem Vorstand Entlastung erteilt. Als Rechnungsprüfer wurden die Herren Goertz und Sch wie der bestimmt. Die Aus losung der Anteilscheine, die alljährlich vorgenommen wird, hatte folgendes Ergebnis: Zur Rückzahlung kommen die Nummern 359, 1682, 362, 744, 1560, 1629, 276, 203, 1636, 1665, 1562, 710, 1681, 1988, 1519, 511, 709, 715, 244, 1561, 711, 1940, 717, 735, 1707, 500, 1923, 1701, 1596, 1954, 1585, 1864, 716, 441, 1788, 309, 9, 637, 74, 743, 113, 635, 1573, 270, 1669, 448, 96, 1909, 10 und 606. Nach einigen kurzen Mitteilungen des Vorsitzenden wurde die Sitzung geschlossen. Taten für Mittwoch, 29. Mai. Sonnenaufgang: 3.52 Uhr, Sonnenuntergang: 20.04 Uhr: Mondaufgang: 0.30 Uhr, Mond- untergang 8.28' Uhr. 1500: Der portugiesische Seefahrer Bartholomäus Diaz am Kap der Guten Hoffnung gest. (geb. um 1450). — 1594: Der Feldherr Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim geb. (gest. 1632). — 1809: Sieg der Tiroler am Berge Jsel. — 1880: Der Philosoph Oswald Spengler in Blankenburg am Harz geb. — 1923: Der Maler und Zeichner Adolf Oberländer in München gest. (geb. 1862). Gießener Wochcnmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200, Matte 30 bis 35, Wirsing 20 bis 30, Weißkraut 20 bis 30, Rotkraut 20 dis 30, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 30 bis 35, Spargel 50 bis ICO, Erbsen (grüne) 50 bis 60, Tomaten 80 bis 120, Zwiebeln 20 bis 25, Schwarzwurzeln 40 bis 80, Rhabarber 15 bis 20, Kartoffeln (alte) 6, Kartoffeln (neue) 25 bis 30, Aepfel, ausländische, 40 bis 70, Dörrobst 35 bis 40, Kirschen 70 bis 80, Erdbeeren 150 bis 160, Rüsse 70 bis 80, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das Pfund: Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.: Sier 12, Blumen- kohl 70 bis 150, Salat 15 bis 30, Salatgurken 70 bis 120, Oberkohlrabi 25 bis 30, Lauch 10 bis 20, Rettich (neue) 20 bis 30, Sellerie 20 bis 100, Tauben 70 bis 90 Pf. das Stück: gelbe Rüben (neue) 30 bis 35, Radieschen 15 bis 20 Pf. das Bund: Kartoffeln 5,50 Mk. der Zentner. Bornotizen. — T a g e s k a l e n d e r für Dienstag: Stadttheater: von 20 bis 22 Uhr, „Am Tee- tisch'": Lichtspielhaus, Bahnhofstr.: „In den Alpen", 2. Teil nebst Beiprogramm. — Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die heutige Vorstellung von Karl Slobodas Lustspiel „Am Teetisch" beginnt um 20 Uhr. — Letztes Auftreten von Rudolf Goll: Donnerstag, 30. Mai, „Großstadtluft", (Schwank), als Crusius. Die Intendanz macht nochmals darauf aufmerksam, daß die Vorstellung im Mittwoch-Abonnement stattfindet und um 19.30 Uhr beginnt. — Letzte Vorstellung der Winterspielzeit: „Arn Teetisch" von Karl Sloboda. — Der Vvlkstanzkreis Gießener Jugendbünde beginnt am kommenden Montag mit einem neuen Anfängerlehrgang. Infolge des Jugendabends des Frauenvereins vom Roten Kreuz für Deutsche über See sind so viele Wünsche hierfür laut geworden, daß nach den vergangenen Lehrgängen für Fortgeschrittene einer für Anfänger nötig wird, um die neuen Anhänger des Volkstanzes für den im Herst beginnenden größeren Lehrgang vorzubereiten. Man beachte die heutige Anzeige. *• Konditormeister Heinrich Hett - I e r f. Am Samstagabend verstarb im 69. Lebensjahre der Inhaber des weithin bekannten Cafe Hettler in Gießen, Konditormeister Heinrich H e t t l e r, nach kurzer und schwerer Krankheit. Der Heimgegangene wurde durch die ausgezeichnete Führung seines Geschäftes nicht nur in weiten Bevölkerungskreisen Gießens, sondern auch darüber hinaus bekannt und von der großen Schar seiner ständigen Gäste hochgeschätzt. Reben seiner beruflichen Tüchtigkeit zeichneten ihn edle Menschenliebe, ein allezeit freundliches und gefälliges Wesen, starkes Gerechtigkeitsgefühl und hoher sozialer Sinn aus. Durch diese vortrefflichen menschlichen Eigenschaften erwarb er sich einen großen Freundeskreis, in dem ihm allezeit hohe Wertschätzung entgegengebracht wurde, ferner ward ihm die herzliche Zuneigung seiner Mitarbeiter zuteil, die sich mit ihm eng verbunden fühlten. Das Andenken an den Heimgegangenen wird hier und auch bei seinen auswärtigen Bekannten stets in hohen Ehren fortleben. * Schulpersonalie. Ernannt wurde der Studienrat an dem Realgymnasium in Darmstadt Johannes Hü t h w o h l zum Oberstudiendirektor an der Oberrealschule in Grünberg, mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts an. ** Straßensperre in Gießen. Der Wiesecker Weg wird wegen Vornahme von Kanalarbeiten vom 3. Juni ab bis auf weiteres gesperrt. Landstraßensperrung. Der Ober- hessische Automobil-Club e. V. (A. v. D.), Gießen teilt mit: Die Provinzialstraße Rid da—Ranstadt im Zuge der Straße Lauterbach—Schotten—Friedberg wird ab 29. Mai bis auf weiteres für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Ridda—Dauernheirn—Ranstadt und umgekehrt. ** Sonderzug nach Eisenach. Am nächsten Sonntag, 2. ouni, fährt ein Sonderzug mit 3. Klasse und 33'/, Prozent Ermäßigung von Gießen (Frankfurt) nach Eisenach. Hinfahrt: Gießen ab 5.36 (Fahrpreis 10,40 Mk.): Großen» Buseck ab 5.50 (10 Mk.): Reiskirchen ab 5.57 (9,60Mk.): Saasen ab 6.04 (9,60Mk.): Grünberg ab 6.14 (9,20 Mk.): Alsfeld ab 7.03 (7.40 Mk.): Lauterbach ab 7.30 (6,40 Mk.): Bad Salzschlirf ab 7.40 (6,20 Mk.): Fulda an 8.05 (5,20 Mk.): Fulda ab 8.22, Eisenach an 10.19. Rückfahrt: Eisenach ab 18.50; Fulda an 20.37 ab 20.51; Bad Salzschlirf an 21.15; Lauterbach an 21.24; Alsfeld an 21.48; Grünberg an 22.33; Saasen an 22.43; Reiskirchen an 22.49; Grohen-Buseck an 22.56; Gießen an 23.11. Reisende von Wetzlar benutzen bei der Hinfahrt den schon in Wetzlar um 5.16 beginnenden Sonderzug, bei der Rückfahrt dagegen den in Gießen um 0,05 abfahrenden planmäßigen Personenzug. Die Sonderzugteilnehmer werden durch Eisenach und dessen Umgebung von besonderen Führern sachkundig geführt, sofern sie bei den Fahrkartenausgaben erhältliche Beikarten lösen. Bürgermeisterwahl in Bingen. WSN. Bingen, 27. Mai. Bei der heute nachmittag stattgefundenen Wahl des neuen Stadtoberhauptes für die Kreisstadt Bingen wurde Regierungsrat Dr. jur. H. Sieglitz (Bingen) mit 24 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen zum Bürgermeister gewählt. V. H. E.-Tagung. 48. Hauptversammlung des Vogelsberger Höhcnklubs in Gelnhausen. Am Sonntag fand, vom besten Wetter begünstigt, in dem im herrlichen Frühlingsschmuck prangenden altehrwürdigen Gelnhausen die diesjährige ordentliche Hauptversammlung des D. H. C. statt, zu welcher die freundliche Stadt reichen Fahnenschmuck angelegt hatte. Außer den offiziellen Vertretern der Zweigvereine hatten sich zahlreiche Vereine eingefunden, so daß sich schon am Samstagnachmittag ein buntes Bild und Treiben, zu dem insbesondere die 2ung-V. H. C.-Gruppen beitrugen, entwickelte. Die Tagung wurde eingeleitet durch einen vom Zweigrerein Gelnhausen in der geräumigen Turnhalle veranstalteten BegrüßungSabend, der außerordentlich gut besucht war und die Turnhalle bis zum letzten Platz füllte. Die vom Zweigverein Gelnhausen gegebenen Darbietungen unter Mitwirkung eines ausgezeichneten Männer- chorS des V. H. C.-Darmstadt schufen einen auf feinem künstlerischem Empfinden aufgebauten, einheitlich gestalteten, sehr stimmungsvollen Abend, der den lebhaften Beifall aller Teilnehmer fand. Am Sonntagvormittag begann die Hauptversammlung unter dem Vorsitz von Dr. Bruchhäuser, Ulrichstein. Aus dem von dem Vorsitzenden erstatteten Bericht über die Tätigkeit des Gesamtvereins im Dereinsjahr 1928 ging hervor, daß die Mitgliederzahl, ähnlich wie bei vielen anderen Vereinen, auch in diesem Jahre wieder etwas zurückgegangen ist, es wurden aber dafür zwei neue Zweigvereine, Bad Orb und Windecken, ausgenommen. Die meisten Zweigvereine melden reges Leben und eine eifrige Wandertätigkeit, fast überall sind monatliche Zusammenkünfte eingeführt, rege Tätigkeit besteht auch im Dortragswesen, bte Jugendgruppen zeigen wieder mehr Interesse, die im vergangenen Jahre in den Klubhäusern auf dem Hoherodslopf eingerichtete Zentralheizung hat sich im letzten Winter sehr gut bewährt. Die von dem Dereinsrechner Glock, Schotten, vorgelegte Jahresrechnung für 1928 wurde nach erfolgter Prüfung genehmigt und dem Rechner Entlastung erteilt. Sie ergibt einen RechnungS- rest von 871,17 Mark. Der vom Gesamtvorstand vorgelegte Voranschlag für 1929 bewegt sich mit 10 500 Mk. in Einnahme und Ausgabe und wurde mit geringfügigen Abänderungen genehmigt. Der an den Hauptverein abzus ährende Beitrag bleibt unverändert. Auf Antrag deS Zweigvereins Mainz findet die nächstjährige Hauptversammlung in Mainz statt. Längere Zeit nahm alsdann noch dis Beratung über die eingelaufenen Anträge in Anspruch. Zur Förderung des Raturschuhes wurde ein Antrag angenommen, daß der V. H. C. der Bergwacht als Mitglied beitritt, ferner soll bei der hessischen Regierung der Erlaß eines Naturschutzgesetzes angeregt werden. Jeder Zweigverein hat 2 Vertreter für Raturschuh und Bergwacht zu bestimmen. Einem weiteren Antrag auf Herausgabe einer Werbeschrift über den Vogelsberg wurde zugestimmt. Ferner wurde innerhalb des DerernsgebieteS die Schaffung von Arbeitsgemeinschaften mit dem Ziele der Werbung für den V.H.C. und Veredelung seiner Ziele angeregt. Mit Dan- kesworten an die Erschienenen und die Stadt Gelnhausen und Aufforderung zu weiterer Mitarbeit schloß der Vorsitzende Dr. Druchhäu- s e r die anregend verlaufene 48. Jahresversammlung. RachmittagS fanden gesellige Veranstaltungen statt. Berliner Börse. Berlin, 28. Mai. (WTB. Funkspruch.) Wenn auch das Geschäft bis jetzt noch sehr ruhig ist, so scheint doch die Tendenz eher etwas freundlicher zu fein. Reuhork war zwar gestern flau, doch glaubte man nach neuen Mitteilungen, daß die Geldsähe dort bis zum Ultimo nicht mehr anziehen werden, und eine Diskonterhöhung nicht erfolgen wird. Kurse sind noch nicht zu hören. Kirchliche Nachrichten. Katholische Gemeinde. In Gießen: Mittwoch, 29. Mai, 4.30 bis 7 Uhr Beichte. — Donnerstag, 30. Mai, Fronleichnamsfest. 6.30 Uhr Beichte. 7 Hhr Messe. 8 Hhr Kommunion. 9 11br Hochamt. 9.45 Uhr Prozession. 11 Uhr Messe. 2 Uhr Festandacht mit Segen. Freitag und Samstag, abends 8 Hhr, sakramen- talische Andacht. In Grünberg: 9.30 Uhr Messe mit Predigt. In Hungen: 8 Uhr Hochamt mit Predigt. In Lich: 10 Uhr Hochamt mit Predigt. In Nidda: 8.30 Uhr Hochamt mit Predigt. Vorteilhafteste Größe: Plombierte Flasche Ur. 6 zu RM 6.50 Bekanntmachung. Gemäß den Bestimmungen der Reichsverdingungsordnung für Bauleistungen sollen bie (Erbatbeiten für den Ausbau des verlängerten Afterweges öffentlich vergeben werden. 4730C Verdingungsunterlagen und Angebotsformulare sind bei uns erhältlich. Die Angebote sind versiegelt in einem Briefumschlag ohne Firmenaufdruck, mit entsprechender Aufschrift versehen, spätestens zum Eröffnungslermin am Montag, dem 3. 3unl d. 3., vorm. 10 Uhr, beim städt. Tiefbauamt, Afterweg Nr. 25, abzugeben, wo die Eröffnung der eingegangenen Angebote im Beisein der etwa erschienenen Bieter erfolgt. Zuschlags- und Bindefrist drei Wochen. Gießen, den 27. üfiai 1929. Städtisches Tiefbauamt: Braubach. Durch Beschluß der außerordentlichen Generalversammlung vom 14. März 1929 hat sich die unterzeichnete Genossenschaft in eine solche mit beschränkter Haftpflicht uingcwandelt. Gläubiger, welche diesem Beschluß widersprechen, wollen sich bei der Genossenschaft melden. 4727V Staufenberg, den 14. März 1929. Landw. Konsumverein e. G. m. b. H. Ludw. I u n g V., N. B e ck e r III., Wilh. Heide r^s h a u s e_n. Der Voranschlag der Gemeinde Allertshausen, für das Rechnungsjahr 1929, liegt ab 28. d. 217. auf unserem Bureau zur Einsicht und Erhebung etwaiger Einwendungen eine Woche lang offen. Zur Umlageerhebung haben die Ausmärker beizutragen. 4715V Allertshausen, den 27. Mai 1929. Bürgermeisterei Allertshausen. Rheivtzard. WopflWe WM Augendiagnose Sprech». 9 — 10 Ubr, («octbestr. «3 IlE Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde heuchel-1 heim für das Rechnungsjahr 1929 liegt vom 30.21tai bis 5.3uni 1929 auf der Bürgermeisterei Heuchelheim während der üblichen Gefchäftsstunden zur Einsicht der Interessenten offen. Einwendungen können während der Offenliegungszeit vorgebracht werden. Es ist eine Umlage vorgesehen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. 4724V Heuchelheim, den 27. Mai 1929. Hessische Bürgermeisterei, fireifing. Gasherde nur bewährte Marken. Sparsamster Gasverbrauch. Infolge bester Erfahrungen bei vorgenommen. Probekochen ist von uns noch bas Fabrikat: SeNkiNg'Werl A.'G. ausgenommen worben Friedrich Heydö Sohn Elektr. Staubsauger aller führenden Firmen werden jederzeit vorgeführt bei Rudolf Rüdiger Gießen, Walltorstraße 35 L MMWW empfehlen ProzeseionegegenetÄnde in großer Auswahl nass SldolfLNüllevLrSo. vorm. M. Gregort und Sohn Kreu-Platz 14 Gieße» Telephon 1384 JUBILÄUM Merlau, den 27. Mai 1929. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 30. Mai 1929, nachmittags 2 Uhr statt. 4714b 2316 Badeartikel 03374 prima süßes 19.50,12.00 8.75, 7.75 1.50, 0.90, 0.60 Die LandsmaausciaH I. d. D. L Jenmnoia Bade-Handtüdier.....1.70,1.40,0.95 I. A. d.c.: E. Schütz XXX Gute Qualitäten Grobe Auswahl 47 u Frdr.Teipel Hillebrandstrafee 2 MARKT 16 Bahnhofstrabe 45 4745» 474 )D Gerichtsvollzieher in Gießen Telephon 1383 Wieseckerweg 16 03355 jm Ausschniti Pfd. 50 3) Bo. Scelams und kadilau ISrbutcn un« 242U billigst 03377 ,"674 HB 03172 Wdtzsteiaslr. 38 H.u . 03 <*64 a. d. G. Anz. Bade-Anzüge für Damen.. 2.40, 2.20, 2.00 Bade-Anzüge für Kinder. .1.70,1.45, 1.25 verbind!. SBerireter« besuch unter 4717V an den (Äien.Anz. im Ausschnitt -. Bratikbellsttchc pn'vatdozent Dr. med. Kurt Doit und Frau Hildegard geb. Grießbauer Pfd. 40 4 Psd. 35 3) DRUCKSACHEN aller Art liefert die Brühl'sche Druckerei Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Margarete Katz und Kinder. Bade-Mäntel für Damen Bade-Mäntel «r Kinder Bade-Schuhe.......... Bade-Mützen.......... Äreslau 16, den 27. Mai 1929 Sternstraße 124 Bitte lesen! Ich komme im Laufe d. Woche nach Gieüen u. kaufe aller Art bess. abgelegte HERRENKLEIDER wie Anzüge, Mäntel, sowie einz. Hosen usw. Off.mö-1 liehst m. genauen Angab. unt. F.W.A. 2160 14701 Via. d.G A. XdUmmlsloIIeX f Hygienische Artikel A sämtliche GummlwareD] L Drogerie Winlerholl) \ Kreuzplatz 10 J \_Xbt Hygieae Z Sieben (Frankfurter Straße 134), 28. Mai 1929. 4735D Mk. 3.20 Mk. 6.20 Schokoladenhaos Weihi Ilelrestes Soezial- geschäft am Platze jetzt: Selters weg 50 tEcke Wolkengassel empfiehlt [tib,D Schokoladen Pralinen Hofe u. in Packung) in jeder Preislage nur aus erst. Fabrik. Keks, Tee Kaffee in la Qualitäten Teppiche liefert ohpe An» zablungauSm.Sve- ztalhaus. zahlbar in 12 Monatsraten. Oie glücklicheGeburt eines gesunden Sohnes zeigen hocherfreut an 4722D I d. (Äiefi. Anz. 03351 Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N. - Marie Zimmer geb. Schlosser und Kinder. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen und die reichen Kranzspenden sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: August Schneider und Kind. Gießen, den 28. Mai 1929. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Blumenspenden beim Tode meines lieben Vaters, des Herrn Ludwig Lony sage ich hiermit besten Dank. Prof. Lud. Lony, Trier Architekt B. D. A. zum 1. Juni für Küche und Haushalt gesucht. 4729 D Seelbach, Bleichstrafre 3. Filets Pf.60 Koteletts Pfd.50 Hering M WWWe Bollljetlnge 10 Stück 65 3) M fjoOiinöihfie BolHjetlnge grobfaU.,pure AUlcher, Stück 16 d> Grose norroeger Bollheringe vure Aiilchcr........Stück 10 3> ? ein(te engitftfjelllfltiesöetinge gröbte Sortierung.. Stück 30 3> 3 Stück 80 3, NeueKartoffcln. .3 Pfd. Mk. 1.- Danksagung. Für die vielen Kranzspenden und herzliche Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen herzlichen Dank. Heute nachmittag 2 7, Uhr verstarb nach schwerem Leiden in der Klinik zu Gießen nach einer Operation mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Zimmer im 45. Lebensjahre. |Verschiedenes| Spargel täglich frifd) gestochen, empfiehlt MeM Mittwoch früh 9 Uhr etntrest'end: Mlie große SWWe o ll. Straßensperrung. Wegen Waldarbeiten ist die Durch- gangsstraße Wetzlar—Gietzen in Wald- girmes am 29. und 30.2Tlai 1929 gesperrt. 4742D Waldgirmes, den 28. Mai 1929. Der Bürgermeister. In der Frühe des 27. Mai ist mein lieber, treuer Mann, mein guter Vater Eisenbahnsekretär i. R. Albert Gürtler nach kurzer Krankheit heimgegangen. In tiefer Trauer: Käthe Gürtler geb. Habermehl Dr. Marie Gürtler Gießen, den 28 Mai 1929. Die Beerdigung findet in der Stille statt. Von Beileidsbesuchen wird gebeten abzusehen. mäntel, 3 Gasherde, 2 Küchenherde, fünf für 1. 6. gesucht. Bor- irische grün emaillierte Oefen, 1 National- Dustellen von 6 Uhr registrierkaffe, 1 Grasmäher. 4732D abends ab. 033u2 3 1 " I Frau (£. Petrr, tUtllir I LUerchftr. 32 v. und fuhrenweise abzugeben SohMüttev Bahnhofstraße 35 / Telephon 1571 WMlMMMIll-M Babnbosltr. 27, Fernivr. 1631 i uon Acker am Aul WANDERER-WERKE A-.G. SCHÖNAU BEI CHEMNITZ Fritz A. Nennstiel, Gießen, Seltersweg 81 hat laufend in Waggonladungen ff.SMMeo 4:Viter*3)ofe... 8-Ltter-Dose... W. Sankel, Neuen Baue 7. Telephon 612. Verloren n s dem Wege Bahn- h Neuer Friedbos- ..liceitraüe [03354 goldene Damennadel mu viereckigem blau- lila Stein, eingelegtem 8 in Brillanten Ab-ugeb.ge,i. Belohn.Polizeiamt, Sundbureau. Gebrauchte, sehr gut erhaltene MWMlM au verkaufen 03349 Walltorftrakc 24. Eine gebrauchte Rolle m. ob. ohne Aebern, cn. 4 m lg. u 2 m brt„ Tragkraft zirka 60 bis 70 entner zu kaufen gesucht, loroie ein Schrcinerlcbr« ling kann sofort etn- treten. Wo, lagt die Geschäftsstelle des Gien. Anzeta. 03369 Gut erhaltenes Piano preiswert zu vcrk. Anzusehen vormitl. von 8—10 u. nachm. non 2—4 Uhr [03352 Au! v. weitzerkie 6 o. Werner mit Spiegelschrank, nuhbaum poltert, nut erhalten. Ferner elcg. Speisezimmer, Büfett 2 m tn.Vttrine billig zu verkauieu Schc. Ang. u. 03379 o. b. Gien. Anzeiger. Guteihaltener GattkiiZlUlil Cfl. 45 m, 2 m hoch, z. Wieberverw. ob. Abbruch zu verkauf. Zu ert. in derGeschäfts- fteüe d. G.Anz. 03373 tveg zu verkauf. 4731D ( Verkäufe Pferd 8jnhr..Mümterlänb. Stute, zu verkaufen. Schanzenstras;e3, Bureau, 1. 03363 4/16 P.S.- Mathis-Sport 2-Sitzer, zirka 25000 km getaut, gar. einwandfrei, fnit neu bereift, umstände h. sehr billig zu verkauf. Motorrad wird in Zai'lung genommen. Förster Knövv tnMornShaufetta.S. Pott Gladenbach. in guter Vage, mit ^"^niclftr TlV Wobnuna. f. sofort --V*™.?**— günstig zu vermteten. (2»rnrveö (Geeignet auch für 'JJl ö ß tl Dame ob. als Neben- ’ erwerb für Frau. nm liebsten vom Schrifll. Angebo e u. ^ude, für tagsüber 03375 a. d. Gieh^Anz. | eifr jnb. Melchäftsft. Kleine Wäschemangel zu verkaufen. An- znfehen van bis 77a Ubr nachm. #3w Nordanlage 27 p. Bauplatz sürlLinfamilienbauS zu kaufen gesucht. Schrtfil. Angeb. mit Angabe des Preises, der Vage u. d. Gröhe Motorrad 350 ccnt, Baujahr 1927, nt. elettr. Licht, wenig gefahren, um- standebalb. vretsw. zu verkaufen. 03370 Hcnchelbeim, Wtlhelmfirane 14. iLeichtinotorrai und 1 Herreora zu verkaufen. 03376 ______Asterweg 22. Diesjährige Die Parterrewohnung | (Wohnungstausch) in meinem Neubau, »chöne Sn8Äl6nudfU?fe Dauer vermietet mlt Balkon u. etwas werden . Nähere^ Vanb in beft. Wohnt. Heuchelheim, WU- eeSen 3-Zimm.- bet mitt. 11. 103368 Uohnung «... — , mit Balkon u. Bade- Rimmer Atmmer in gut. Lage 2nid?- *n^HQPb »u tauschen gesucht. *• iqT Schrifll. Angeboteu. Katierallce 13 L 47^00. d.Gien.Anz. Ein möbliertes |stellenangebote| Emzetzimmer I-------------1 u. 1 Wohn- und Aelteres Schlafzimmer zu vermieten. ©dtr Angeb. unter 47371) zur Pflege eines alt. an den Gien. Anz. Herrn und zur Mtt- 75------5-------- Hilfe tn kleinerem H l Haushalt für tags- über sofort gesucht. OanDtfifüie rot verziert, Inhalt Schlüssel, verloren. Abzugeben auf beut Fundbureau deS PolizetaintS. 03380 Bollolonjlttis Gienener Jugend» bände Montag. 3. Juul, 20 llbr: Beginn eines An» sänger-LebrgongeS in der Goetheschnte. Samstag, 1. Juni, Ausflug auf dell Gleiberg. Treffpunkt 19V, Uhr Labnbrllcke. Vorbesprechung und Anmeldung f. beides Donnerstag, 30. Mai, 20 Uhr, Jugendherberge. I| Mietgesuche | I 20 RM. demjenigen, b. jung. I Ehepaar eine be- fchlagnahmefreie 2-3immer-lDolinüng in Giehen. Wieieck ob. Heuchelheim vermittelt. Schriftliche Angebote unt. 03371 an d.Gteü.Anzetaer. Freundl. möbliert. Zimmer IN der Nähe der I Hauvtpoft vvnruhtg. Mieter gesucht. Schr. Angebote unt. 03358 an den Gieh. Anz. 1 evtl. 2 ungestörte möbl. Zimmer Nähe der Kliniken, zu mieten ges. Schr. Angeb. mit Preis u. 033/8 a. d. Gien.Anz. .............................—— 1 Tüchtiges, ehrliches mitimO.wnK.Mlii ms Mädchen nachm. 2 Uhr, versteig, ich dahier Neuenweg 28 Qm Hebft öon auheT: (nn Löwen), zwangsweise gegen Larzahlung: h„^b, aum 1. ^lint 1 Schnellwaage. 2 Fleischschneidemaschinen, gesucht. .4/280 11 Kisten Melin, 1 Fleischwolf, ein Fleisch- Restauration kutter, 4 Laden Helen, 3 Ladenregale, drei " 'ckwarzeu Büfetts, 5 Chaiselongues, 3 Nähmaschinen, Seltersweg 50 eine Credenz, 1 Ausziehtisch, 6 Lederstühle, Sauberes ehrlich^ 1 Regulator, 1 Weißzeugschrank, 1 Kaffee- ^?eres, ehrliche- maschine, 1 vollständ. Bett, 1 Radioapparat, I 0 V U) C tl 1 Kühlschrank, 1 Schuhmachernähmaschine, Emvieh- 1 Lederwalze, 2 Zentner Holzstiste, 24 paar Mngen für kleinen Gamaschen, 15 L)hd. Hosenträger, 20 paar Haushalt gef. Maoo Gchuhleist.,25Dhd.Gummiabsätze,31 paar Wettergasse 7. Schuhschäste, 30 Schuhbürsten, 4 Groupon £fl|ihoß Ihfihdion Sohlleder, 10Schaffelle,2Aktentaschen,zwei 3ullui,9 ZHUUuJcU Koffer, 114 paar Oamenstrümpfe,! Herren- nicht unter 18 zimmertisch, 2 Schrankgrammophone, zwei im Hauslmlt erfahr., Schreibtische, 1 Fnstrumentenschrank, 1 groß. lucht. 2rumMufpi-gEl, 2 pianinoi, 1Oetgemätöc, 3e^nl S 0$ 1 Divan,! Grammophon m.!0platten,eine 20 v. Schreibmaschine, 1 Nolle Einfriedigungs- -^rnöC^ tücbtiaeS draht,! elektr. Löhner m.Motor,! Dertikow, > ig^ 1 Bücherschrank, 1 Feldschmiede, 3 Keffel- ItlMPWVll Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N.: Familie Gerbig. Gießen (Riegelpfad 46), den 28. Mai 1929. Unterfertigte betrauert tief das am 26. Mai 1929 in Frankfurt am Main erfolgte Ableben ihres 1b. A. H. Studiendirektor Dr. Stein (aktiv 99-01). ms 30 75 )0 75 25 60 95 ndstra&e 2 suriÄoii Zrießbau« 41Z5A benÄnes 1929 4M®, 34. yi d Z0.M' 19 47S >8 W> 19291 TepPl% -S°KA Erbl'ten verbind^ 471? g^ÄnSÄ^ S5*ji »W Nr. <22 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Dienstag, 28. Mai (929 Oie Neichsanleihe. Von Dr. Rudolph Schneider, M. d. Der Reichstag hat das Gesetz „über Maßnahmen zur Besserung der Kassenlage" nun also doch angenommen I Die hinter der Regierung stehenden Parteien haben schweren Herzens für die Regierungsvorlage gestimmt, obwohl bei den meisten ihrer Mitglieder ganz genau dieselben Bede-nken gegen den vorgeschlagenen verzweifelten Schritt bestanden, wie bei den Oppositionsparteien, wie auch bei den Mitgliedern des Kabinetts selbst. Denn die Finanzlage, die leeren Kassen, das Defizit, d i e absolute R 0 t zwangen das Reich zu diesem kostspieligen, bedenklichen und folgenschweren Borgt Es bietet sich kein anderer Ausweg. An das Ausland können wir uns nicht wenden. Die Banken verweigern weiteren kurzfristigen Kredit. Die Kassen sind leer. Jeden Monatsersten fehlt weit über eine Milliarde Mark. RnD wir können unmöglich die Gehälter den Beamten oder die Löhne den Staatsarbeitern schuldig bleiben, sie auf den 10. oder 20. des Monats vertrösten. Disher hat sich die Hauptkasse des Reiches von Ultimo zu Ultimo mit mühsamen, ja beschämenden Rotmahnahmen durchgeholfen. Man erinnert sich an die langwierigen Berhandlungen mit den Banken im April, als es dem Reichs- sinanzministerium mit Mühe und Rot gelang, wenigstens noch 150 bis 170 Millionen von den Danken für kurze Zeit geborgt zu erhalten. Auch für das bevorstehende Monatsende hat man diese demütigenden Borgversuche wiederholt, — und diesmal nun ohne Erfolg. Daher Hals über Kopf die jetzige Gesetzesvorlage, und unglaubliches Drängen auf Beschleunigung: Der Hauptausfchuß des Reichstages hielt binnen 24 Stunden drei Sitzungen ab. Die Zwischenzeit wurde mit äußerst schwierigen Verhandlungen über diese Vorlage in den Fraktionen und durch Besprechungen mit der Regierung in Anspruch genommen. Kaum jemals hat dem Reichstage eine Vorlage vorgelegen, gegen die sich soviel Bedenken, wirtschaftlicher und politischer, finanzieller und sozialer Art richteten, wie gegen diese Anleihe! Und kaum jemals mußte die Regierung so dringlich dem Parlament darlegen, daß jeder andere Ausweg verschl 0 s - s e n war, daß kein Ausweichen und kein Zögern mehr half, daß die Rot zur Annahme zwang. Runmehr ist das Gesetz beschlossen: Die Regierung hat die Genehmigung, allen, die ihre Anleihe zeichnen, die der Reichsregierung Geld borgen wollen, dafür Steuerfreiheit zuzusichern. Die Anleihemöglichkeit selbst war an sich seit Jahren der Regierung bewilligt, aber nach den traurigen Erfahrungen, die die Reichsregierung mit der 1926 zu 5 Prozent herausgebrachten Reinhold-Anleihe gemacht hat, und nach der inzwischen fortgeschrittenen Verknappung des Kapitalmarktes und Erhöhung des Zinsfußes war es völlig ausgeschlossen, daß die Reichsregierung fifc eine weitere zu herkömmlichen Bedingungen aufgelegte Anleihe Zeichner in nennenswertem Umfange gefunden hätte. Um einen Betrag, wie er notwendig ist, um 500 Millionen geborgt zu erhalten, mutzte die Reichsregierung diesmal ganz besonders verlockende Bedingungen für die Zeichner Vorschlägen. Demgemäß sollen die Zeichner der Anleihe den in dieser Reichsanleihe von ihnen angelegten Betrag von der Erbschaftssteuer befreit erhalten (ein Anerbieten des Reiches, welches bei größeren Beträgen und bei Erbschaften, die an entferntere Verwandte fallen, dem Reiche ganz unerwartet große Steuerbeträge entziehen kann). Und die künftigen Besitzer der Anleihe sollen für ihre Zinsen von der K api- talertragssteuer und von der Einkomme n st e u e r, für ihren Anleihebesih obendrein noch von der Vermögenssteuer befreit sein. Das ist eine Steuerbefreiung, wie sie steuerpolitisch und sozialpolitisch bedenklicher kaum gedacht werden kann. Der Geldmann, alle, die Wohnungen im alten Rom. Von A Strukat. Das rasche Anwachsen der Großstädte, wobei Millionen von Menschen auf einem verhältnismäßig kleinen Raum wohnen, wird als eine Erscheinung der Neuzeit angesehen, und doch wiederholt sich hier nur ein typischer Zustand, den viele Weltstädte o>ie Babylon, Konstantinopel und Rom bereits in alter Zeit durchgemacht haben. Als Rom in höchster Blüte stand, etwa zur Zeit der Geburt Christi, bestand ein großer Gegensatz zwischen den Wohnungen der Reichen und der Armen. Die reichen Familien bewohnten mit ihren Dienern einen ganzen Palast, wie es heute noch 31 den Villenvierteln unserer Großstädte der Fall Die römischen Paläste waren meist einstöckige yäuser mit reichem Außenschmuck und prachtvoller Inneneinrichtung. Von dem flachen Dach gewährten schattige Dachgärten einen weiten Ausblick. Diese yäuser standen besonders im westlichen Teile der Stadt, auf dem Palatin und den übrigen Hügeln, also in den schönsten Gegenden des alten Rom. Dort wurden auch entsprechend hohe Preise gezahlt, und es ist nicht verwunderlich, wenn Millionen von Mark für solche Paläste ausgegeben wurden. Das Haus des Crassus hat fünfzehn Millionen Goldmark gekostet. Dagegen waren die Wohnverhältnisse bei der ärmeren Bevölkerung jämmerlich. Von den eineinhalb Millionen Einwohnern gehörte wenigstens ein Drittel zu den Proletariern. Die Unterbringung dieser Menschenmassen war nur möglich mit Hilfe ron Mietskasernen. Durch die ärmeren Viertel der östlichen Stadtteile zogen sich enge und krumme Straßen, welche durch Vorbauten mit Ladenräumen ier Kleinhändler, Gastwirte und Barbiere noch verschmälert wurden. Die Suburra war wohl das 'übervölkertste Stadtviertel. Da wohnten Gemüsehändler, Tabernenbesitzer und Handwerker aus klein- ftem Raum zusammengedrängt, und ein ebenso Licht bewohnter Stadtteil lag hinter dem Walle des Servius, welcher die alte Stadt im Osten begrenzte. Fischer, Gärtner, Trödler und Hausierer wohnten am Tiber, und hier befand sich auch das Judenviertel der Weltstadt. Die Miethäuser durften im alten Rom nicht mehr als siebzig Fuß hoch sein; Kellerwohnungen waren darin nicht vorgesehen. Der Unterbau der sechs und mehr Stockwerke umfassenden Gebäude war von Stein, während die Stockwerke aus Holz leicht aufgebaut waren. Steile Treppen führten bis unter das Dach, das stets von Tauben bevölkert flüssige Mittel besitzen, oder solche Mittel flüssig machen können (indem sie sie der Wirtschaft, den kreditbedürftigen Unternehmungen entziehen! Indem sie sie bei den Danken oder Sparkassen abheben!) — denen muß Steuerfreiheit versprochen werden, um so wirksamere und vollständigere Steuerbefreiung, je größer ihre Mittel sind, je vollständiger sie ihren Geldbesih der neuenReichs- anleihe zur Verfügung stellen. Zu einer solchen Maßregel, die das genaue Gegenteil einer sozialen und gerechten Steuerpolitik ist, sind wir gezwungen durch die verzweifelte Kassenlage des Reiches. Ein Wort über das Verhalten des Reichs- rats bei der Verabschiedung der Vorlage. Es scheint, als ob der Reichsrat hier weniger als verantwortlicher Faktor der Gesetzgebung, sondern vielmehr als egoistischer Sachwalter der Länder und ihrer Finanzverwaltungen auftritt. Er wollte den Gedanken der steuerfreien Anleihe nicht zurückweisen, s ondern noch ausdehnen. Auch die Länder sollten nach dem Beschlüsse des Reichsrats an dem süßen Gift dieser Anleihe mit teilnehmen, auch ihnen sollte die Ausbringung steuerfreier Anleihen erlaubt werden. Im Reichsrat hat sogar ein Antrag vorgelegen, der Anleihe mit Steuererleichterung sogar den Gemeinden zugänglich machen wollte! Es ist erfreulich, daß der Reichstag an der Regierungsvorlage die Einfügung des Reichsrats wieder herausgestrichen hat. Im Hauptausfchuß des Reichstags ist auch nicht eine Stimme für die Ausdehnung der Steuerfreiheit auf die Länderanleihen abgegeben worden. Uebrigens enthielt das Gesetz noch eine weitere „Maßnahme zur Besserung der Kassenlage". Um sich Mittel zu beschaffen, wird das Reich ermächtigt, die in seinem Eigentum befindlichen Vorzugsaktien der Reichsbahn an Sparkassen, Girozentralen, Kommunalbanken und an die Träger der Sozialversicherung zu verkaufen. Dabei wird das Reich den Käufern eine Garantie für die Zahlung einer Vorzugsdividende der Reichsbahn von 7 Proz. geben. Mit diesen Vorzugsaktien ist nun aber ein Stimmrecht in der Generalversammlung der Reichsbahn-Gesellschaft verbunden, welches im vaterländischen Interesse nicht veräußert werden Darf. Aus diesem Grunde hat der Hauptausschuh des Reichstags in die Regierungsvorlage die Be- roar. In solchen Häusern lebten Hunderte von Menschen, und das führte besonders bei Erdbeben, an denen der vulkanische Boden reich war, sowie bei Bränden, die in dem Holzwerk reiche Nahrung fanden, zu den schlimmsten Katastrophen. Der große Brand unter dem Kaiser Nero im Jahre 64 v. Ehr. legte mehrere Stadtteile in Asche. Die Wohnungen waren im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt, und gegen beides gab es keine Schutzvorrichtungen, nicht einmal Defen. Man bezeichnete die Häuser nicht durch Nummern, sondern mit dem Namen des Eigentümers. Frei gewordene Wohnungen wurden durch Wandanschriften bekannt- gemacht. Die Mietpreise waren in Rom viermal so doch wie im übrigen Italien, gerade so wie auch heute die Wohnungen in den Großstädten teuerer sind als auf dem Lande. Die ärmere römische Bevölkerung konnte die Miete kaum erschwingen, und daher erließen manche Kaiser solchen Bürgern, die bis 300 Mark Jahresmiete zahlten, mehrmals die Entrichtung derselben. Zwei Jahre durfte der Römer mit der Zahlung feiner Miete im Rückstand bleiben, ehe man ihn auf die Straße setzen konnte. Der 1. Juli war Umzugstermin. Da Rom den größten Teil des Jahres «ine milde Witterung hat, sah man die Wohnungen nur als Obdach für die Nacht an und hielt sich den größten Teil des Tages auf der Straße auf, wo dann ein dichter Menfchenfchwarm den Verkehr in den engen Gaffen noch mehr erschwerte. Agrippa, durch den Bau der großen Wasserleitung berühmt — noch heute sind die Reste derselben vorhanden — legte auch eine Straßenkanalisation an, welche die Abwässer in den Tiber führte. Ein Wagenverkehr für Personenverkehr im heutigen Sinne war nicht vorhanden, und Lastfuhrwerke durften die Straßen nur in der Nacht befahren; so gab es in Rom damals auch nicht die Straßenunfälle, die heute in jeder Großstadt fast an der Tagesordnung sind. Das beste Rezept für eine Maibowle. Die Anfertigung einer guten Bowle ist eine Kunst, und wie in jeder Kunst machen sich auch hier die Dilettanten und die Barbaren breit. „Es gibt," so schreibt Carl Georg von Maaßen im soeben erschienenen Juniheft von Velhagen & Klasings Monatsheften, „sonst ganz ehrenwerte Leute, die der Meinung sind, es sei schade, einen guten Wein zu einer Bowle zu nehmen, denn man merke es ja doch nicht. Oder die Gäste wüßten die Wahl eines guten Tropfens dazu doch nicht zu würdigen. Aber darf man solche stimmung eingefügt, daß beim Verkauf an jene öffentlich-rechtlichen Kreditanstalten ein Verbleiben des Stimmrechts der Vorzugsaktien beim Reich gesichert werden müßten. Cs war die Pflicht des Reichstags, nach Möglichkeit sich Sicherheit dafür zu verschaffen, daß die Wiederkehr einer so bedenklichen Zwangslage nach aller Möglichkeit verhütet werde. An der jetzigen, dem Bankrott verzweifelt ähnlichen Kassenlage und Finanzlage des Reiches ist die Ausgabewirtschast und Bewilligungsfreude der letzten Jahre schuld. Davon können sich weder die jetzigen Regierungsparteien noch die früheren frei, sprechen. Don den Steuernotverordnungen von £924, von der Zeit der Stabilisierung her hatte man sich an das großzügige Geldausgeben und -bewilligen gewöhnt: Immer steigende Tleberweisungen an die Länder und Gemeinden, die Rückzahlungen der Goldanleihe von 1924, die großem Rückzahlungen zum Ausgleich der Micum-Derträge und dann alle die Bewilligungen für Kredite und Beihilfen für Rentenerhöhung, Gehältererhöhung und was sonst geschah. Keine der Parteien des Reichstages kann sich davon frei sprechen. Die Rot hat hier einen entscheidenden Wendepunkt heraufgeführt. Rachdem in der Osterzeit die Parteien mit der Regierung schwerwiegende Abstriche am Etat vereinbart und die Bewilligung des vorgelegten Steuerprogramms glatt zurückgewiesen hatten, hat nunmehr die Reichsreaie- rung den Regierungsparteien vor der Annahme des jetzigen Rotgesehes bindende Erklärungen abgeben müssen, datz energische Maßregeln und Einschränkungen weiterhin erfolgen werden. Schwer genug ist für den Reichstag die Verabschiedung der Vorlage geworden. Hoffentlich bleibt die Lehre unvergessen und werden die jetzigen Versprechungen erfüllt. Run ist der Schritt getan. Die Anleihe wird von allen Danken zur Zeichnung aufgelegt werden. Auch wer sich gegen die schuldenfreie Anleihe bis zuletzt gesträubt hat, wird nun den Wunsch haben müssen, daß das verzweifelte Mittel, einmal angewandt, auch den gewünschten Erfolg bringe und dem Reiche nun wenigstens den erhofften Ertrag und eine endgiltige Besserung der Kassenlage ermögliche. Gäste überhaupt zu seinen Zechgenossen wählen? Ich selbst habe es erlebt, wie ein Gastgeber — der noch dazu aus Hamburg stammte — Selters - wasser in einen schlechten Mosel goß, in dem die ausgelaugten Maikräuter stundenlang herum- schwammen, und dies elende Gepansch eine Maibowle nannte. Aber er war von Beruf Chirurg und daher wohl etwas sadistischer Veranlagung. Vielmehr ist zu loben, auf je zwei Flaschen Mosel eine gute Flasche Rheinwein zu sehen, auch schadet es gewiß nicht, mit ein bis zwei Flaschen Sekt die muntere Spritzigkeit des Getränkes äu erhöhen. Rotwein, wie es so oft geschieht, toüroe ich nicht hineingießen, denn zu den grünen Kräutern paßt die leuchtende Helle des Trankes am besten. Vor allen Dingen wende man der Wahl der Kräuter die größte Aufmerksamkeit zu, sie müssen von einwandfreier Frische fein und dürfen noch nicht geblüht haben. Man entferne die Stiele und die unteren Blätter und hänge sie an einem Faden so lange in die Bowle, bis diese die nötige Feinheit des Aromas erreicht hat. Dann aber hinaus mit den Kräutern! Hat man von ihnen reichlicheren Vorrat, dann empfiehlt es sich, sie in ein Sieb zu legen und den Wein durch sie hindurchzugießen. Solch ein Trank bringt eitel Segen und macht keine Kopfschmerzen." Sankt Bureaukratius geht wieder um. Obwohl das Pferd langsam durch das Automobil verdrängt zu werden scheint, lebt der Amtsschimmel immer noch, und so bald wird kein anderes Gefährt ihn beseitigen können. Eine der schönsten Geschichten hat sich vor wenigen Tagen ereignet. Im Jahre 1922 war Herr Karl Melchior, der 45 Jahre treu gedient hatte, von feiner Hamburger Firma entlassen und pensioniert worden. Da er seinen Lebensabend bei seinem Sohn verbringen wollte, zog er zu diesem, der in Westfalen eine gute Stellung gefunden hatte. Um zu wissen, wie es dem alten Melchior gehe, beauftragte die Hamburger Firma das Wohlfahrtsamt der Stadt, in welcher der Alte jetzt wohnte, jährlich einmal einen Bericht über die Verhältnisse des Vaters zu erstatten. Was Denn auch geschah. Jahr für Jahr, in Den ersten Tagen Des April, traf in Hamburg ein Brief Des westfälischen Wohlfahrtsamtes ein, Der jeDesmal Den Wortlaut enthielt: ..Rach unseren Feststellungen haben sich Die wirtschaftlichen Verhältnisse Des pp. Melchior nicht geändert." 5000 Meter: 1. Gerhard, Weilburger F.V., 16:40,9 M., 2. Roessing, Spv. Wiesbaden, 16:53.2 Min., 3. Paul, 1900, 17:13,6 M Das 15 Mann starke Feld geht sofort in voller Fahrt weg und wird von Gerhard, Weilburg, angeführt. Roef- sing, Wiesbaden, Der Mann mit dem besten Stil, kommt in Der Mitte Der Strecke stark auf, muß aber schließlich Dem kraftvolleren Gerhard den Vortritt lassen. Pauls dritter Platz ist ein Achtungserfolg. 4 x 100-Meter - Staffel: 1. D. f. L. Hessen-Preußen Kassel 46 S., 2. Spv. 1900 Gießen 46,2 S. Die Hessen-Preußen kamen nur dadurch zu dem Wanderpreis, daß Die stärkste Mannschaft, Eintracht, den Stab verlor und Der Verteidiger Sp.-Cl. 80 Frankfurt, Der in 44,8 S. einkam, infolge äleberwechfelns distanziert werden mußte. 1900 mußte für seinen durch eine Zerrung behinderten Schlußmann Seifert Ersatz einstellen, Der aber nicht genügen konnte. Weitsprung: 1. Schaurig I, Hess.-Pr. Kassel, 6,78 Meter; 2. Esser. S. C. M.-Gladbach, 6,75 Meter; 3. Semmelroth, Ballspielv. 09 Hamm, 5,98 Meter. Schaurig unD Esser ernteten für ihre prächtigen Leistungen viel Beifall. Rur schaD«, daß Rausch, Hess.-Pr. Kassel, fehlte. Kugelstoßen: 1. Schnei Der, „Opel" Rüsselsheim, 13,85 Meter; 2. Schäfer E., 1900, 13,50 Meter; 3. EnDers, Eintracht, 12,16 Meter. Der Rüsselsheimer kam erst mit Dem letzten Stoß Der 14-Meter-Grenze nahe, während Der 1900er Schäfer, Der sich fabelhaft entwickelt hat, seinen zweiten Platz bereits im Dorkampf befestigte. Diskuswerfen: 1. Schäfer E., 1900, 37,05 Meter; 2. Deyer, S. C. M.-Gladbach, 36,85 Meter; 3. Enders, Eintracht, 33,61 Meter. Da Paulus, Wetzlar, fich merkwürdigerweise nur auf Den Fünfkampf beschränkte, erhielt Schäfer Die Diskusplakette. Fünfkampf (bestehend aus 100-Meter-Lauf, Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen und Diskuswerfen): 1. Paulus, V. f. L. Wetzlar, 249 P.; 2. Doppler, Kurhessen-Kassel, 215 P.; 3. Ringkamp, Dallspielv. 09 Hamm, 167 Punkte. Die Position des deutschen und englischen Diskusmeisters 1928 — seine Leistung in dieser Disziplin war 42,54 Meter — war nie gefährdet, jedoch hielt sich der talentierte Kasselaner recht gut. Klasse II: 200 Meter: 1. Schmid, Eintracht, 24,4 S.; 2. Geist, 1900, 24,6 S.; 3. Guhot, 1900, 24,7 Sekunden. Geist schien nicht seinen besten Tag zu haben, sonst hätte er sich den Sieg nicht entgehen lassen Dürfen. 400 Meter: 1. Goergen, Spv. Wiesbaden, 53;1 S.; 2. Cippitelli, S. C. 80 Frankfurt a. M., 53,2 Sekunden. Ein Energiesieg des Wiesbadeners. 800 Meter: 1. Bepperling, 1900, 2:04,4 Min., 2. Hofmann, Griesheim-Elektron, 2:06 Minuten; 3. Doinet, Spv. Wiesbaden, 2:08,1 Minuten. Bepperling lief ein wunderschönes Rennen und bekam herzlichen Beifall. 4X800-Meter-Staffel: 1. Sportclub 80 Frankfurt a. M„ 8:40,5 Min.; 2. Hessen-Preußen Kassel, 8:42,1 Min.; 3. Sp. 23g. 1900 Gießen, 8:45,8 Minuten. Ein äußerst abwechslungsreicher Rennverlauf. 1900 wurde Durch den zweiten Mann, dem die 800-Meter-Strecke nicht lag, stark zurückgeworfen. Peters und Bepperling sorgten jedoch noch für einen guten dritten Platz. Hochsprung: 1. Cappello, 23. f. L. Wetzlar, 1,68 Meter; 2. Schaurig II., Hessen-Preußen Kassel, 1,68 Meter; 3. Wolf, 1900, 1,59 Meter. Cappello und Schaurig find äußerst talentiert und hätten unter etwas besseren Verhältnissen wohl auch 1,70 Meter übersprungen. Speerwerfen: 1. Dr. Ebner, Mainz 05, 48,43 Meterr; 2. Keilhauer, Eintracht Ffm., 47,46 Meier; 3. Beyer, M.-Gladbach, 46,10 Meter. Bei dem herrschenden Gegenwind war man über die erzielten Leistungen angenehm enttäuscht. Klasse III: 100 Meter: 1.Müller, Weilb.F.-V., 11,9 Sek.; 2. BecSe^, Griesheim-Elektron, 12 Sek.; 3. Staube- Wie aber staunte man in Hamburg, als am 6. Aprü 1929 Der gleiche Dries mit Dem gleichen Inhalt eintraf, obwohl bereits im Rovember 1928 Der Sohn Der Firma mitgeteilt hatte, daß sein Dates: sanft entschlafen sei. Dadurch wird man an das Erlebnis einer Berliner Stenotypistin erinnert. Die sich bei einer ganz großen Firma um Anstellung schriftlich beworben hatte unD jetzt, nach acht Monaten, Den Bescheid erhielt, daß man sie leider nicht gebrauchen könne. Worauf sie Gelegenheit nahm, Dem Personalchef mitzuteilen, Daß sie auch feine Anstellung mehr brauche, toeü sie ja seit acht Monaten in Der gleichen Finna tätig sei! Hochschulnachrichten. Prof. Dr. Adolf Hasenclever in Halle hat einen Ruf auf Den Lehrstuhl Der mittleren unD neueren Geschichte an Der Universität Göttingen als Rachfolger von A. O. Meyer erhalten. — Die ordentlichen Professoren an Der Berliner Technischen Hochschule, Geheimen Regierungsräte Hermann B 0 0 st (Baukonftruk- tionslehre in Holz unD Stein) unD Dr.-Jng. ehrenhalber Johannes Stumpf (Dampfmaschinenbau) sink zum 1. Oktober 1929 von Den amtlichen Verpflichtungen entbunDen worDen. — -Zur Wiederbesetzuug Des durch den Weggang von Prof. W. Jellinek nach Heidelberg an der Universität Kiel erledigten Lehrstuhls für Stasis-, Verwaltungs-, Kirchen- und Völkerrecht ist ein Ruf an Prof Dr. tfjeol. et jur. Günther Holstein in Greifswald ergangen. Das durch das Ableben des Geheimen Rates E. Schling erledigte Ordinariat für Kirchenrecht an der Universität Erlangen ist dem Privatdozenten für Staatsrecht, Derwaltungsrecht, allgemeine Staatslehre umö Kirchenrecht an der Universität Freiburg i. Dr. Dr. jur. Hans Ciermann (gebürtig aus Frankfurt a. M.) an- geboten worden. Der Ordinarius für Haut- und Geschlechtskrankheiten an Der RniverDät granfurt a. M. Geh. Medizinalrat Pros- Dr. Karl Herr- Heimer ist Zum 1. OttcLer 1929 von seinen amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Der durch den Weggang von Prof. PH. Funk an der Staatlichen Akademie j$u Draunsberg erledigte Lehrstuhl der Geschichte ist dem Regierungsrat am Staatsarchiv in Stuttgart Dr. phil. Hermann Hefele angeboten worden. Turnen, Sport und Spiel. VIII. Nationale Wettkämpfe der Sp.-Vg. 1900. Hervorragende Leistungen bei guter Abwicklung. 5. Die am Sonntag zum achtenmal stattgehabten nationalen Wettkämpfe Der Spielvereinigung 1900 haben die nach den eingegangenen zahlreichen Meldungen (über 150 Teilnehmer!) gehegten Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern noch erheblich übertroffen. Es wurde ausgezeichneter Sport geboten und Ergebnisse erzielt, die jeder Großstadtveranstaltung zur Ehre gereicht hätten. Die Kräfte waren ziemlich ausgeglichen, wodurch, besonders in den Läufen, erbitterte Kämpfe entstanden. Meist waren Die in Der Vorschau benannten Favoriten in Front. Im Mittelpunkt Des Interesses ftanD Das MitglieD Der WeltrekorDviererstaffel Der Frankfurter „Eintracht", Salz, Der zu Den besten Deutschen Mittelstrecklern zählenDe Magdeburger Germane Zimmermann, sowie der Kugelstößer Schneider („Opel" Rüsselsheim). Daneben verfolgte man natürlich auch mit großer Anteilnahme das Abschneiden Der einheimischen Vertreter, von Denen sich nur Die 1900er für Die EnDkämpfe qualifizieren konnten. Hier bestätigten Die Spielvereinigungsleute E. Schäfer (zweiter im Kugelstoßen mit 13,50 Meter), H. Peters (zweiter über 800 Meter Kl. I in 2:01,8 Min.) unD R. Bepperling (erster im 800-Meter-Lauf Kl. II in 2:04,4 Min.), Daß sie zur ersten Klasse in Der Deutschen Leichtathletik zu zählen sinD. RachstehenD Die Ergebnisse: Klasse I: 100 Meter: 1. Salz, „Eintracht" Frankfurt; a. M., 10,9 S., 2. Freund, Hess.-Pr. Kassel, 11,1 S. Außer Den Genannten waren noch Welscher, Eintracht, Esser, S. C. 94 M.-Gladbach, und Schmalz, S. C. 80 Frankfurt, im Rennen. Ersterer erlitt auf der Strecke eine Zerrung, die beiden anderen, die dicht hinter Salz einkamen, konnten nicht gewertet werden, da sie bereits zwei Fehlstarts verursacht hatten. 200-Meter-Einladungslauf: 1. Esser M.-Gladbach, 23,2 S., 2. Salz, Eintracht, 23,3 S., 3. Schaurig I., Hess.-Pr. Kassel, 23,6 S. Der favorisierte Salz kann den tapfer kämpfenden Gladbacher nicht mehr erreichen und muß sich um Brustbreite geschlagen bekennen. Die Zeiten wären wesentlich besser geworden, wenn nicht Gegenwind vorgeherrscht hätte. 800 Meter: 1. Zimmermann, Germania Magdeburg, 2:00,3 M., 2. Peters, 1900,2:01,8 M., 3. Leunig, Eintracht, 2:02,2 M. Zimmermann und Leunig führen schon bald in scharfem Tempo. Peters hält sich bei und hat noch Kraft genug, 15 Meter vor Dem Ziel an Cintrachts bestem Mittelstreckler vorbeizugehen. meyer, S. C. 80 Frankfurt a. M., 12,1 Sekunden. Müller, dessen Stampfschritt typisch ist, gewinnt sicher. 4 0 0 M e t e r: 1. Henrich, S. C. 80 Frankfurt a.M., 52,8 Sek.; 2. Husch, Griesheim-Elektron, 54,3 Sek.; 3. Haus, S. C. 80 Frankfurt a. M., 55 Sekunden. Die 52,8 Sekunden sind eine für die dritte Klasse ganz hervorragende Zeit und stellen in der genannten Klasse die absolut beste Leistung dar. 1500Meter: 1. Garst, Viktoria Worms-Neuhausen, 4:25,2 Min.; 2. Hofmann, Jugend 06 Betzdorf, 4:26,1 Min.; 3. Döring, Hessen-Preußen Kassel, 4:27,6 Minuten. Ein scharfes Rennen mit Leistungen, die der Klasse II zuzuteilen sind. 4X100-Meter-Staffel : 1. Sportclub 80 Frankfurt a. M., 46,9 Sek.; 2. Spielvereinigung 1900 Gießen, 47,1 Sek.; 3. Sportv. Griesheim-Elektron 47,2 Sekunden. Wenn die 1900er beim ersten Wechsel nicht soviel verschenkt hätten, wäre wohl ein Brust- an-Brust-Rennen mit S. C. 80 zustande gekommen. Hochsprung: 1. Lehmann, Griesheim-Elektron, 1,60 Meter; 2. Steuerwald, Opel-Rüsselsheim, 1,55 Meter; 3. Wolf, 1900, 1,55 Meter. Kugel st oßen: 1. Steuerwald, Opel-Rüsselsheim, 11,32 Meter; 2. Schmelz, 1900, 10,90 Meter; 3. Wolf, 1900, 10,81 Meter. Handball imMännerturnvereinsO.T.) 1. Schülermonnschasl Dito — 1. Schüler To. Grohcn- vnseck 13:3 (6:0). Am Sonntag trug die erste Schülermannschaft des M.T.D. auf eigenem Platze ein Handball- Freundschaftsspiel gegen die gleiche des T.B. Gr.- Buseck aus. Trotzdem niemand auf ein hohes Resultat gerechnet hatte, konnten die Gießener Schüler nach überlegenem Feldspiel, trotz zahlreicher Lattenschüsse, diesen hohen Sieg erringen. Die besten Leute der Gießener Mannschaft waren der Mittelstürmer, der Mittelläufer und der Torwart. Großer Erfolg des Tv. 1846. Turner Erich Dilges nahm am Sonntag an den vom M.T.B. 1817 ausgeschriebenen reichsoffenen Wettkämpfen teil. D i l g e s zeigte hier gutes Können. 3m Kugelstoßen errang er den er st en Sieg und im Diskuswerfen (offen) kam er mit einem Wurf von 3 4m vor dem ehemaligen Sieger des Kreisturnfestes in Gießen, Höflich, an vierter Stelle. Wenn man bedenkt, daß gerade zu solchen Wettkämpfen des M.T.D. 1817 Mainz nur erstklassige Dolks- turner, wie Lammers, Feistel, Höflich. We igeroth, Löfer und Mährlein kommen, so ist der Sieg von Turner Dilges hoch einzuschühen. V. f. B. Wie zu erwarten war, mußte D. s. R. Butzbach am Samstagabend auf dem Waldsportplatz eine hohe Niederlage hinnehmen. 03. f. 03. war seinen Gästen fast während des ganzen Spiels weit überlegen und gewann wie er wollte. Butzbach war durchaus nicht schlecht, neben seinem großen Eifer muh seine recht gute Ballbehandlung anerkannt werden. Was ihm fehlt, ist vor allem die richtige Zusammenarbeit der Mannschaftsteile untereinander und das Stellungsvermögen des einzelnen. Die Platzmannschaft zeigte eine sehr flüssige und produktive Kombination und stellte, ohne sich dabei besonders anstrengen zu müssen, bis Halbzeit das Resultat auf 4:0. Rach dem Wechsel gelang es den Gästen durch verdoppelten Energie- und Kräfteaufwand, ihr Spiel gleichwertiger zu gestalten, um jedoch bald darauf wieder nachzulassen. Obgleich sich die Platzmannschaft in der zweiten Spielhälfte sichtlich Reserve auferlegte, mußte der 03. f. R.-Tormann bis zum Schluß sich noch dreimal geschlagen bekennen. Wit 7:0 für die Einheimischen trennten sich die uwgleichen Gegner. Schon gleich am Sonntag lieferte die Liga- mannschaft B. f. R. Butzbach das Rückspiel und gewann auch dieses mit hoher Tordifferenz. Der 6:1-Sieg bzw. seine Höhe überrascht insofern, als B. f. B. eine verhältnismäßig schwache Ber- tretung nach dort geschickt hatte. Daß die zum großen Teil aus Spielern der zweiten und dritten Mannschaft zusammengestellte Elf sich auf fremdem Platz so gut schlug, verdient besondere Anerkennung. In stärkster Aufstellung wäre der Sieg Gießens noch ein wesentlich höherer geworden. Bom Spiel der Ligareserve gegen die erste Mannschaft des Post-Sportvereins Frankfurt hatte man sich einiges mehr versprochen. Beide Mannschaften enttäuschten, 03. f. B. jedenfalls noch mehr, als die Gäste. Ms Entschuldigung für die schwachen Leistungen mag das ungewohnt heiße -libetter gelten. Das Schluß - refultat von 3:2 für Gießen hätte ebensogut auch umgekehrt zugunsten: der zeitweise besseren Frankfurter lauten können. Die stark ersatzgeschwächte dritte Mannschaft mußte sich der er st en Daubrin- g e n s auf dortigem Platz mit 1:2 geschlagen bekennen. Gießener Tennis-Club 1922 — Roi-Weiß Mainz 15:6. Dieser Klubkampf brachte abermals eine freudige Ueberraschung für den Gießener Club, da man im Gießener Lager nach Absagen von Noll, Dr. Schop- per, Müller und Frl. Berg mit einer sicheren Niederlage gerechnet hatte. Daß Gießen trotzdem so glatt gewann, zeigt erneut die beachtliche Spielstärke seiner Turnierspieler. Im Herren-Einzel gewann Kirchner mühelos gegen Brinkmann 6:0, 6:2, Dr. Fischer und Hamann gaben ebenfalls nie die Führung ab und siegten sicher. Von Grolmann erfreute durch einen 6:2-, 6:0-Sieg an fünfter Stelle, S c r i b a erledigte seinen guten Gegner in eleganter Form und K. Fischer gab Mainz in drei harten Sätzen das Nachsehen. Nur zwei Spiele gingen im Herren-Einzel verloren, für sie zeichnen verantwortlich Dr. Dönges und Schüßler. Im Damen-Einzel gewann Frl. Kempff glatt gegen Frl. ran der Does 6:2, 6:3; zwei weitere Pluspunkte brachten Frl. Stark und Frl. S t ü rf= ratl) für Gießen nach Hause, während Frau D ü 11 m a n n mit den weichen Bällen ihrer Gegnerin nicl>ts aazufangen wußte, die Lust am Spiel und damit das Match verlor. In den Herren-Doppelspielen gabenKirchner— Hamann nur zwei Spiele ab, die anderen Kombinationen brachten durchweg glatte Siege und nur eine Niederlage. Knappere Resultate wurden in den Mixed-Spielen erzielt. Frl. Kempff — Hamann siegten sicher 7:5, 6:1. Gesamtergebnis: Gießen siegt mit 15:6 Punkten, 30:15 Sätzen und 232:185 Spielen. Erfolgreiche Gießener Automobilisten. Der Automobil- und Motorrad-Club E. V. Gießen (ADAC.) errang bei der am Sonntag stattgefundenen Strahlenfahrt des Gaues 111b nach Bad Hersfeld den 1. Preis. Ferner errangen von seinen Mitgliedern je zwei.einen 1. Preis (goldene Plakette) und drei einen 2. Preis in Gestalt einer silbernen Plakette. Arbeiier-Turn- und Syortbund. Heuchelheim I — Alsseld I 3:0. Alsfelds erste Mannschaft war am Sonntag in Heuchelheim. Vom Anstoß ab entwickelte sich ein flottes Spiel, in dem die Gäste, trotzdem sie nur mit 10 Mann antraten, manche gefährliche Situation vor dem Tore der Einheimischen schufen. Halbzeitergebnis 1:0 für Heuchelheim. Rach Seitenwechsel lieh das Spiel etwas nach. Heuchelheim konnte sein zweites Tor buchen, dem nach kurzer Zeit bereits das dritte Tor folgte. Obwohl die Gäste mit aller Kraft aus sich herausgingen, blieb ihnen, außer einigen Ecken, jeder verdiente Erfolg versagt. Gießen Ib — Lollar I 1:2. Auf dem Trieb lieferten sich beide Mannschaften in kompletter Aufstellung ein spannen- Wrttlaus um Lllinor. Vornan von Senta Neckel. Copyright bei ©reiner & Co., Berlin NW 6. 7. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Ellinor ließ sich an der Garderobe Hmhang und Zylinder reichen. 03ewundemd sah die Garderobenfrau den schönen Jüngling an. Roch ganz jung mußte der Bengel sein, so ein zartes, bartloses Gesicht, so eine schmale Weiße Hand. 3a, ja, die Reichen hatten es gut, die brauchten nicht zu arbeiten, da konnten die Hände weiß bleiben. Ellinor sah die bewundernden Blicke der Frau. Eine kleine Genugtuung bereitete sie ihrem wunden Herzen. Sie hatte immer gewußt, daß sie schön war. Sie hatte beobachten gelernt. Keiner ging an ihrer Erscheinung achtlos vorüber. Sie kannte hinter gesenkten Wimpern neidische Frauenblicke, kannte schüchterne, bewundernde Knabenaugen, oder dreist zupackende Männerblicke, die einem das Blut in die Backen jagen konnten. 3a, sie war schön, sie wollte schön sein. Sie blickte zu dem großen Garderobenspiegel, sah einen wundervoll gewachsenen Iünglings- körper, die schmale Stirn, die glatt zurückgestrichenen Haare, den edel geschnittenen Mund und dann ihre Augen, diese Äugen, von denen niemand wußte, ob sie blau oder grün waren, ob sie zürnten, oder lachten, weil sie in ewigem Wechsel schillerten, Augen, die man nie vergessen konnte. Olie? George hatte sie vergessen. Und plötzlich packte Ellinor eine unbändige Wut, die Wut der gekränkten Frau, und aus dieser Wut hinaus, die im Grunde genommen nur verzweifelte Liebe war, faßte sie den Entschluß, nun in einem tollen Wirbel der Ereignisse zu leben, nicht zum Atem zu kommen, um zu vergessen, was man ihr tat. 3n diesem Moment öffnete sich leise die Tür einer Loge. Eine junge Frau in einem tief ausgeschnittenen Kleid huschte heraus, tuschelte mit der Garderobenfrau und lieh sich von ihr irgend etwas holen. Reugierig betrachtete sie den schönen jungen Mann, der sich da eben vor dem Spiegel seinen Frackmantel zuLand. Donnerwetter, war der 3unge schön. Wie unabiichtlich lieh das kleine kokette Wesen das blitzende Achselband ihres Kleides von der Schulter rutschen. Ellinor sah das Treiben der kleinen Frau, noch hatte sie sich nicht ganz in ihre Rolle hinein- gefunden, noch überlegte fte sich nicht, daß daS Kokettieren ihr galt, aber als die Kleine jetzt ihren Rocksaum bis zu den Knien hob und ein schönes seidenbestrumpftes Dein zeigte, da wuhte Ellinor plötzlich, dah diese nicht mihzuverstehende Koketterie dem schönen jungen Mann galt, und dieser schöne junge Mann war sie selbst. Blitzschnell schoh ihr ein Gedanke durchs Hirn. Hier war ein Abenteuer, ein tolles, wirbelndes Abenteuer, bei dem man vergessen konnte. Hnd als die kleine Frau jetzt mit zögernden, absichtlich langsamen Schritten zur Logentür wieder zurückkehrte, da war ihr Entschluh gefaht. Mit zwei schnellen Schritten stand sie neben der Frau und sagte mit ihrer dunklen, wohl- tönenden Stimme: „Pardon, Madame, warum wollen Sie mich nicht kennen?" Die kleine Frau stotterte errötend irgend etwas, es klang wie: „Ach ja, natürlich, ja, Mr. Wolf, nicht wahr?" Sie hatte natürlich feinen Schimmer, wer der entzückende Mann war, aber diese Chance konnte man sich doch nicht entgehen lassen, also gab man zu, daß man sich kannte. Sie hatte irgendeinen Otamen genannt, sie kannte gar keinen Mr. Wolf, aber nun muhte der andere sich ja vorstellen, und dann würde man gleich wissen, mit wem man das Vergnügen hatte. Ellinor hatte natürlich sofort das Manöver der kleinen Frau durchschaut. Sie kam ihr zu Hilfe. „Madame verwechseln mich mit meinem Vetter 3ames Wolf, er sieht mir allerdings sehr ähnlich, ich selbst bin Axel 3ohnson!" „Ach ja, Axel 3ohnson, wie konnte ich Sie auch verwechseln!" Rach einigem Hin und Her stellte es sich heraus, dah die kleine Frau Mabel Peers hieß und dah sie sich schrecklich einsam fühle, weil ihr Mann verreist fei, Mr. Johnson erinnere sich doch an ihren Mann. „Selbstverständlich!" Hnd dann wurde man sehr schnell einig, dah man noch irgendwo zusammen einen Coctail nehmen wolle, natürlich einen alkoholfreien, weil andere ja nicht erlaubt waren. Während Elttnors schmale Hände der Frau den Pelzmantel umlegten, stieg noch einmal die Bitterkeit in ihr hoch. Warum tatest du das, George? - Tränen stiegen bis in die Kehle. Da drehte sich die kleine Frau um und sagte mit einer Hellen, ein wenig triumphierenden Stimme: „Also gehen wir!" Wit einem Ruck warf Ellinor den Kopf zurück. „Gehen wir!" Arm in Arm traten sie in den Regen hinaus. 03eide hatten nicht bemerkt, daß sich eine kleine des Spiel. 3n der ersten Spielhälfte sah man Gießen in Front, das auch bald das Führungstor errang. Rach Seitenwechsel wurde Lollar leicht überlegen und errang den Ausgleich, dem bald auch das Führungstor folgte. Drei Minuten vor Schluß entschied der Hnvarteiische Handelfmeter für Gießen, darauf touröe infolge Differenzen das Spiel von dem Unparteiischen abgebrochen. Dehlar I — wieseck I 2:6. Wieseck trug sein erstes Serienspiel in Wetzlar aus. Während Wetzlar komplett, trat Wieseck mit einem Mann Ersatz an. Bis Halbzeit stand das Spiel 3:2 für Wieseck. Rach Seitenwechsel erzielte Wieseck sein viertes Tor. Wetzlar stellte um, konnte jedoch nichts mehr an der Heber* legenheit der Gäste ausrichten. Trotz zahlreicher OZerteidigung konnten die Gäste noch dreimal einsenden, wovon jedoch ein Tor vom Unparteiischen nicht anerkannt wurde. „Lorbeer" Hamburg Bundsfußballmeisker des Arbeiter-Turn- und Sportbundes. 3n Hamburg standen sich am Samstagabend Lorbeer-Hamburg und Döbern-Lausitz im Endspiel um die Dundesmeisterschaft des Arb.-Turn- und Sportbundes gegenüber. Hamburg konnte mit 5:4 Toren als Meister das Spielfeld verlassen. Große Strafkammer Gießen. * Gießen, 27. Mai. Heute vormittag begann die Berufungsverhandlung gegen den Angeklagten R., der in dem großen Betrugs- prozeß vor einigen Monaten durch das hiesige Schöffengericht zu einem Jahr zehn Monat G e f ä g n i s verurteilt worden war, und der gegen dieses Urteil zum Zwecke seiner Freisprechung Berufung verfolgt. Der damalige Mitangeklagte H., der, wie erinnerlich, zu drei Jahren sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden war, hat inzwischen seine Berufung zurückgenommen und damit das erstinstanzliche Urteil anerkannt. Nach der Berichterstattung, mit der die ersten Vormittagstunden ausgefüllt waren, wurde der Angeklagte R. vernommen. Er gab an, vor dem Kriege Chemie studiert zu haben. Nach Kriegsende ist er hierher gekommen, um seine Kenntnisse in physikalischer Chemie zu vervollkommnen, was ihm aber durch die Inflation nicht möglich war. 1924 lernte er dann H. kennen, mit dem er im folgenden Jahre unter gemeinschaftlicher Firma eine offene Handelsgesellschaft gründete, deren Hauptzweck in der Vermittlung von Darlehn und Hypotheken bestand. Bereits nach sechseinhalb Monaten schied R. wieder aus der offenen Handelsgesellschaft aus. Dem H. wirft er vor, daß er ihn über die Geschäftsvorfälle nicht genügend informiert habe. Daraus wurde in die Zeugenvernehmung eingetreten. Aus der Vernehmung der Buchhalter ergab sich, daß zur Zeit der Gründung der Firma keine ordnungsmäßigen Buchaufzeichnungen vorhanden waren. Aber auch in der Folgezeit konnte von einer ordnungsmäßigen Buchführung keine Rede sein. So mußten oft Konten auf Grund von Notizen oder auch nur nach Diktat angelegt werden. Hieran schloß sich die Vernehmung der Vorsteher bzw. Geschäftsführer der einzelnen Bankinstitute, mit denen die Angeklagten zum Zwecke der Geldbeschaffung in Verbindung traten. Es waren das die Volksbank Philippstein, das Bankhaus RaschL-Co., Frankfurt a.M. und die Sparkasse Rodheim. Auf Grund eingereichter hypothekarischer Sicherheiten wurde den Angeklagten von den Banken ein Wechseldiskontkredit eingeräumt. In der Regel wickelten sich dann die Geschäfte der Angeklagten mit ihren Geldsuchern in der Weise ab, daß diese zunächst ihren Grundbesitz mit einer Hypothek bestellen mußten, deren Beleihung in voller Höhe oder in Zweidrittel-Höhe von den Angeklagten versprochen wurde. Außerdem mußten sie alsdann noch Geldbeschaffungsakzepte einreichen, worauf ihnen dann nach und nach Teilbeträge in oft geringer dunkle Gestalt vom Eingang löste und ihnen folgte. 3ules Smith hatte die Verfolgung aufgenommen. Das kleine Auto, von Ellinor selbst gesteuert, raste wie ein Pfeil durch die unendlichen Straßen- züge Reuyorks, die wie ein quadratisches Retz die steinernen Häusermassen schachbrettartig ein- tcilten. Dom Central-Park bis hinab zur Dattery schwoll der Derkehr zu einem unabsehbaren Strom, der nie versagte, der immer neue Kräfte ansog und sich in breiten Schwaden durch die Stadt wälzte. „Wohin wollen wir?" fragte Ellinor die junge Frau, die sich, in ihren Pelz gehüllt, dicht an den vermeintlichen Axel 3ohnson kuschelte. „O, wohin Sie wollen! 3rgendwohin, wo es lustig ist und wo viele Menschen sind!" Das ist mir recht, dachte Ellinor, je mehr Trubel um mich herum ist, desto weniger werde ich merken, wie einsam ich bin und im Frack wird mich so leicht keiner erkennen. Sie merkte nicht, daß der Wagen 3ules Smiths dem ihren in stets gleichbleibendem Abstand folgte. „Alfo fahren wir zum Madison Square Palast." Die kleine Frau klatschte in die Hände. „Himmlisch!" Der Madison-Square-Palast war ein riesiges Vergnügungshaus, das man erst vor wenigen Wochen eröffnet hatte. Heber ein 3ahr lang hatte man an dem Palast gebaut, der sich nun wie ein Gigant vierzig Stockwerke hoch erhob. Der Chefingenieur, Peter Halmer, ein Deutscher, hatte während des Baues ein Heer von Journalisten allein für sich beschäftigt, die die Spalten ihrer Blätter mit Sensationsnachrichten über den Bau des Palastes füllten. „Schassen Sie uns eine Feerie, Halmer," hatte das Daukonsortium gesagt, „der Palast muß alles bisher Dagewesene totschlagen!" Hnd Halmer hatte ein vierzig Stock hohes Gebäude errichtet, mit allen Schikanen, die man sich nur träumen kann, ein Märchenschloß, das nun im Lichte der tausend bunten Scheinwerfer weithin sichtbar glänzte. Ellinor und ihre Begleiterin fuhren mit einem der vielen Lifts bis zum Dachgarten hinauf. Dieser Dachgarten war eine besondere Attraktion des Palastes. Es war eine riesige, glasüberdeckte Halle mit grünem Pflanzenschmuck und wundervollen, blühenden Blumen, Papageien schaukelten sich in goldenen Ringen, kleine Marmorbassins sprudelten, herrlich beleuchtete Springbrunnen, in deren Wassern seltsame exotische Fische schwammen, schillerten in allen Farben. Höhe teils in bar, bzw. Schecks, teils in Wechseln, die oftmals wieder mangels Zahlung zu Protest gingen, gegeben wurden. Gegen 7.30 Uhr abends wurde dann die Verhandlung auf morgen vormittag vertagt. Zwangsetat für die Stadt Worms? WSR. Worms, 27. Mai. Wie verlautet, beabsichtigt die hessische Regierung bei der außerordentlich ungünstigen Finanzlage der Stadt Worms einen Zwangsetat vorzuschlagen. Cs ist der Stadtverordnetenversammlung in Worms bisher nicht gelungen, das Defizit von 1,7 Mill. Mark aus der ODelt zu schaffen. Cs wurde lediglich erreicht, daß das Defizit auf einen Stand von 9 5 0 0 0 0 M a-r k herabgedrückt wurde. Die hessische Regierung steht auf dem Standpunkt, daß eine Stadt von 47 000 Einwohnern mit einem derartigen Defizit nicht ein Ctatsjahr abschliehen darf und nicht zu noch höheren Steuern greifen sollte, um das Defizit aus der Welt zu schaffen. Deshalb beschäftigt man sich mit der Frage, für die Stadt WormS einen Zwangsetat vorzulegen. Oberheffen. Landkreis Gießen. - a. Reiskirchen, 27. Mai. Arn gestrigen Sonntag sand im Fritzelschen Saale dahier die Generalversammlung der hiesigen Spar- und Darlehenskasse, G.m.b.H., statt. Auch aus den Orten Burkhardsfelden, Oppenrod, Linden- struth, Hattenrod und Bersrod gehören Mitglieder der hiesiigen Kasse an. Im ganzen waren etwa 150 Mitglieder anwesend. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Mitgliederzahl von 275 auf 300 gestiegen. Der Rechner La un spach verlas die Bilanz von 1928, und die Mitglieder mußten dadurch den Eindruck gewinnen, daß sich die Kaste glänzend entwickelt hat. Die Spareinlagen haben sich um 73 000 Mark erhöht, so dah sie jetzt 143 879 Mark betragen. Außerdem sind auf laufende Rechnung eingelegt 52 847 Mark, die Gesamtspareinlagen belaufen sich danach auf 196 727 Mark. Eine erfreuliche Spartätigkeit haben auch die Schulen gezeigt, die der Kasse angeschlossen sind. So wurden bei der Schule Reiskirchen 2122 Mark, bei der Schule Hattenrod 533 Mark eingelegt. Die der Kasse angegliederte Bezug- und Absatzgenossenschaft hatte einen Umsatz von 20 000 Mark. Vor Jahresfrist ließ die Kasse eine Saat» getreibereinigungsanlage aufstellen, die viel in Anspruch genommen wurde. An der Anlage konnten 1277 Mark abgeschrieben werden, so daß sie nur noch mit 1000 Mark belastet ist. Die Kasse hat einen Reingewinn von 4867 Mark, der auf Reservefonds, Betriebsrücklage und Aufwertungsfonds verteilt wurde. Bei den Wahlen wurden die Vorstandsmitglieder I ü n g c r und Stumpf und die Auf- sichrsratsmitglieder Hoffmann Nürnberger und Müller wiedergewählt. f Treis a. d. Lda., 27. Mai. Gestern nachmittag und abend ließ der hiesige Turnverein „Gut Heil" den Kulturfilm „Das 14. Deutsche Turnfest in Köln 1928" in Wills Saal dahier vorführen. Die glänzenden Darbietungen, die auch mehrmals den Sieger im Zwölfkampf, Turner Reuter (Gießen) zeigten, der, einer Einladung unseres Vereins folgend, anwesend war, fanden die einstimmige Anerkennung der zahlreichen Anwesenden. Der Fi!m ist durch die Lichtbildstelle des Kreisschulantts Lauterbach beschafft worden und wurde von Lehrer Schädel hier vorgeführt. Kreis Friedberg. # Butzbach, 27. Mai. Endlich ist die verkehrsreiche Straße nach Hochweisel wieder dem Verkehr freigegeben worden. Sie mußte in den letzten Wochen, da sie durch Lautlos glitt eine Schar von gut geschulten Dienern in kostbaren stilisierten japanischen Gewändern hin und her servierte auf silbernen Platten erlesene Speisens Gedämpfte Musik erscholl aus einem Wall» von Palmen. Das Schönste aber war der Blick aus den riesigen Glasfenstern auf die Stadt Reuhork, die vierzig Stockwerke tiefer wie eine Schale voll Licht vor einem ausgebreitet lag. Reuhork brodelte und dampfte. Reuhork schwitzte wie ein Boxkämpfer nach getaner Arbeit. Die Autos, die das Asphalt der Sttatzen blank polierten, surrten und brummten in der Broad- wahschlucht entlang, die sich in Sekundenfolge ablösenden Züge der elektrischen Cars hämmerten ihre Glockensignale. Plötzlich schrillte irgendwo ganz fern ein lang- gezogenes gellendes Signal: ein Feuerlöschzug fegte durch die Straßen! Ringsherum funkelten Lichter in der blauen Rächt, von denen man nicht wußte, ob sie zum Himmel oder zur Erde gehörten. Vom Dachgarten aus sahen die Gäste in die zwanzig Kilometer lange Broadwayschlucht, die ganz Reuhork in zwei Hälften spaltet. 3rqendwo am Boden dieses heißen, quellenden Schachtes, kabbelten wie Ameisen schwarze Gestalten: Menschen. Seitenstraßen mündeten wie silberglänzende Flüsse. Aus fernergelegenen Querstraßen, quoll ein lichter Rebel auf. Der Wolkenkratzer des Woolworthgebäudes und des Paramounthauses ragten wie riesige glühende Pfeile gen Himmel, Riesenspielzeug I Dann wieder standen Gruppen von eng aneinandergedrängten Turmhäusern, dunkel, schweigsam, wie riesige Zypressen. Wie Fackeln lohten vierzig Stockwerke hohe Türme aus: die Dachgärten von Regis, Metropolitain, Waldvrf- Astoria und Republie. Wenn man sich ein wenig vorbeugte, so sah man rings am Horizont rote Flammenscheine glühen, die Vorstädte Hoboken. 3ersey, City, Brooklyn und Cast Reuhork. Wie eine Raht von blitzenden Perlen zogen sich die ausgedehnten Rehe der Hochbahnen durch die Häuserschächte. Rings um den Palast schossen Lichtfontänen in die Luft. Strahlende Farben- bündel wurden aus unsichtbaren Quellen geschleudert. Riesige ReklarnebaUons schwebten wie Racht- gespenster durch die Lust. Ein Haus erglühte plötzlich rot auf, Flammen schlugen heraus, im nächsten Moment verlöschte alles, um nach einigen Sekunden wieder im Flammenschein aufzuflackern. Eine Reklame für eine Feuerversicherung. Eine orangefarbene Sonne kreiste wie irrsinnig geworden über den Dächern Manhattans und spie funkelnde Garbenbündel. (Fortsetzung folgt) UN? veilautej ^9 bei C ^lungm rö Miau nicht s ,1*5 ^.bas DM 6l«i>t Tonni a iu Protest dann di« m -erlagt $,r‘ i gut g-^u"en jLpenifchen Sk' xte auf Mr- B einem Dav ^au86SriMe ii>t W^'2 eine M Wl1 5* "Ä ch getaner W ZrStraßenbM in her 2road- ?n LekundeiW " e,ö Jämuw s * LZ- !°-Ks Sie E s ic Valdas >ol"°L ein vZ man JJ. ont B am H?5)oE «o°L'^ ***, ->- » --'ä !0V i, Iff* , Änj> S-He^ iflt) V. W Die ®tnt< 'Spar, und Batt. Auch auj Pe?rob, Linde». Hom Mglieitf waren etwa 150 ifenen Geschiß 1 auf 300 geftie. erlas bieSilanj l(n baburd) bin Kaffe glänzend Men fid) um it MM Nur! aftnbe Rechnung tfpßrcinlagcn be- Dlatt. Eine er« haben auch die ^geschloffen sind, rchen 2122 Mark, irt eingelegt Sie und Absatz, mfatz von 20 000 Raffe eine Saal. , die viel in An< ' Anlage tonnten , fo daß sie nur ie Kaffe hat einen auf Nefervefonds, igsfonk verteilt i die Aorftondi. p| und die Auf- Nürnberger li. Gestern nach- ^Turnverein Im ,Das 11 öIn 1 928“ in Die glänzenden mls den Sieger r iS,eßen) zeig- es Vereins einftimw 'enten. Der 'n 5 Kreisfchuian^ und tourte ton )rt rg. dlich ist di- ver- )chtve-/ct wre- neben worden >en Sa fic durch den gesteigerten Krastwagenverkchr in mcmgel- haften Zustand gekommen war, neu gewalzr werden. Gleichzeitig hat man, um der großen Staubentwicklung zu steuern, die Straße geteert. Kreis Büdingen. * Nidda, 27. Mai. 2lm Sonntagmorgen fiel das zwei Jahre alte Kind des hiesigen Schuldieners Karl Walther vom Schulsteg in die Nidda. Das Kind wäre sicher ertrunken, wenn nicht der gerade vorbeikommende 24 Jahre alte Arbeiter Werner von hier, der schwimmen kann, an der tiefen Stelle i n s Wasser gesprungen wäre und das Kleine herausgeholt hätte. — Kurz nach Ankunft in feinem Hause erlitt der 34 Jahre alte Schmied Heinrich Franz in Kohden, der am Sams- tag bei der großen Hitze im Luppschen Steinbruch in Ober-Widdersheim am Schmie- d e f c u c r beschäftigt gewesen war, einen Schlaganfall und liegt nun schon zwei Tage bewußtlos. Ob ein Hihschlag oder ein Gehirnschlog eingetreten ist, konnte noch nicht festgestellt werden. Franz ist verheiratet und Da- ter zweier kleiner Kinder. Starkenburg- WSN. Groß-Gerau, 27. Mai. Aus zahlreichen Spargelanbaugebieten wird dos Auftreten des gefürchteten Spargelkäfers berichtet. Don den Behörden wurde beschleunigt die Bekämpfung aufgenommen. Preußen. Kreis Wetzlar. WSN. Wetzlar, 27. Mai. Am Samstag wurde, wie berichtet, ein kleines Mädchen von einem Derkehrsomnibus überfahren und zwei weitere Personen dadurch schwer verletzt, daß sie in eine große Schaufensterscheibe hineingedrückt wurden. Das Kind ist am Samstagabend im Krankenhaus geworben. Es hatte mehrere Rippenbrüche, Zerreißung von Milz und Leber und andere schwere Derletzungen erlitten. Den Fahrer des Omnibusses trifft nach allen Zeugenaussagen keine Schuld, da das Kind direkt in den Wagen hineingelaufen ist. - - Hörnsheim, 27. Mai. Unter zahlreicher Beteiligung hiesiger und auswärtiger Gemein- schastskreise sand am gestrigen Sonntag das Jahresfest der hiesigen Evangelischen Gemeinschaft statt. Als Festredner waren erschienen Prediger Meng (Grotzen-Linden), Prediger W a ch o w i h (Dellnhausen) und Br. Reh (Leihgestern), die in tiefgründiger Weise zu ihren aufmerksamen Zuhörern über verschiedene Dibelstellen sprachen. Das Schlußgebet sprach Prediger Wachowih (Bellnhausen). Verschönt wurde die Deranstaltung durch Gesangsvorträge des hiesigen Gemischten Chores, auch hatte sich der hiesige Posaunenchor unter Leitung des Dirigenten Friedrich Kahl durch Begleitung der gemeinsamen Lieder in den Dienst der guten Sache gestellt. Schweres Motorradunglück bei Bad Homburg. Ein Toter, ein Schwerverletzter. WSN. Bad Homburg, 27. Mai. In der scharfen, aber gut crusgebauten Kurve der Saalburgchaussee, nahe der Karlsbrücke, deren Eigenart von vielen Kraftfahrern nicht erkannt wurde und bereits häufig zu schweren .Unfällen führte, ereignete sich gestern abend zwischen 11 und 12 Uhr ein schwerer Motorradunfall. Der Motorfahrer Kraul aus Offenbach kam mit seinem Bruder als Sozius die Saalburgchaussee abwärts und überholte in rasendem Tempo einen Kraftwagen. In der Kurve geriet er mit seiner Maschine Wahlschein, lich ins „Schwimmen", raste gegen einen Daum und erlitt eine Zerreißung einer Schläfenschlagader. An den Folgen dieser Derlehung starb er bald daraus. Sein Bruder wurde weit ins Feld geschleudert und erlitt schwere Der le Hungen, an denen er im Homburger Krankenhaus darniederliegt. Bootsunglück auf der Fulda. WSN. Kassel, 27. Mai. Ein schweres Dootsunglück ereignete sich Samstag unterhalb der Fuldabrücke vor dem Dootshaus eines Rudervereins. Ein mit zwei Personen besetztes Paddelboot versuchte zwischen einem Motorboot und einem Rennboot hindurchzukommen. Dabei wurde das Paddelboot von dem Rennboot gerammt und zum Kentern gebracht. Die Spitze des Rennbootes drang dem einen Insassen, einem Obergeschirrmeister bet Reichs- wehr, in den Leib und verletzte ihn lebensgefährlich. Der Derunglückte konnte gerettet und ins Standortlazarett übergeführt werden. Wirtschaft. Zord Motors Company A.-G. und Z.-G.-Farbenindustrie. Die im Jahre 1925 mit einem Kapital von fünf Millionen Mark gegründete Ford Motors Cornpanyin Berlin hat in den ersten Monaten des laufenden Jahres ihr Kapital in rascher Folge auf 15 Millionen Mark voll eingezahlter Inhaber-Aktien erhöht. Hierzu wurde vor einiger Zeit gemeldet, daß etwa 40 Prozent der Aktien der Gesellschaft in Deutschland zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt werden sollen. Dieser Gedanke ist mittlerweile aufgegeben worden, vielmehr hat die Ford Motors Company A.°G. gemeinsam mit der 3.-®.-5arben- industrie jetzt bekanntgegeben, daß letztere in Gemeinschaft mit einigen anderen der Ford Motors Company nahestehenden deutschen Gruppen die bisher noch zurückgehaltenen etwa 40 Prozent des Gesamtkapitals der Ford Motors Company übernommen haben. Eine öffentliche Zeichnung wird also nicht stattfinden. Zugleich wird nunmehr bekanntgegeben, daß der Dorsihende des Dor- standes der J.-G.-Farbenindustrie, Geheimrat Bosch, in den Aufsichtsrat der Ford Motors Company eintreten wird. Die schon bei der Gründung der American I. G. Chemical C o r p. durch den Eintritt des Herrn Edsel Ford in deren Aussichtsrat bekundete Anknüpfung von Beziehungen zwischen der American Ford Motors Co. und der J.-G.-Farbenindustrie A.-G. erhält also mit dem Eintritt von Geheimrat Bosch in den A.-R. des deutschen Tochterunternehmens der Ford Motors Co. einen weiteren Ausdruck. Aus Anlaß dieser Vorgänge macht die deutsche FordMotorsCo. über ihr Unternehmen folgende Mitteilungen: Die Ford Motors Co. A.-G. wurde gegründet zum Zwecke der Produktion und des Derkauss von Ford-Personenwagen, Lastwagen, Chassis, Ersatzteilen und Zubehör sowie zum Berkaus von Fordson Traktoren, Lincolnwagen, Zubehörteilen usw. Die gegenwärtige Fabrik in Berlin wurde am 1. Januar 1926 gemietet, und die Produktion des bekannten Modell l'-Personenwagens und von Lastwagen und Chassis im Juli 1926 ausgenommen und im August 1927 eingestellt, nach einer Produktionsdauer von etwa 14 Monaten. Seitdem wurde die Fabrik umgestellt auf die Produktion des Modell ^-Wagens. Don dem obengenannten Modell T wurden 24 000 Fahrzeuge in Deutschland verkauft. Die Gesellschaft hat auch das Fabri- kations- und Derkaufsrecht für die Tschechoslowakei, Oesterreich und Ungarn erworben. Durch Vereinbarungen mit der Motors C. Ltd. London erhält die Gesellschaft alle Rechte an amerikanischen und britischen Erfindungen und an allen zukünftigen Verbesserungen und Erfindungen, die die Ford-Produktion betreffen, ferner das Recht auf alle Konstruktionspläne. Muster und alle diesbezüglichen Informationen. Mehr als 15 Millionen Modell T-Wagen wurden in allen Ford- fabrilen der Welt hergestellt und verkauft. Die Herstellung dieses Modells wurde in Amerika Anfang des Jahres 1927 eingestellt, und Ford hckt sich seitdem auf das neue Modell geworfen. Das erhöhte Aktienkapital wird zur Erweiterung des Geschäftes in Deutschland verwendet werden. Dieses entwickelt sich gegenwärtig sehr befriedigend. Die Errichtung einer zweiten Fabrik in Deutschland ist noch für dieses Jahr vorgesehen. Die Gesellschaft verwendet bereits in erheblichem Maße deutsches Material, wie z. B Reifen, Batterien, Glas, Lack, Emaille, Werkzeuge und elektrische Zubehörteile. Außerdem wird beabsichtigt, soweit wie möglich, deutsches Material in allen anderen Fabriken der Gesellschaft zu verwenden, und zwar nicht nur für die Fabrikation von Wagen für deutsche, sondern auch für ausländische Käufer. Auch der Export von deutschem Material und Zubehörteilen an die anderen Ford-Gesellschaften in der ganzen Welt wird weiter entwickelt. Die Gesellschaft verhandelt bereits mit verschiedenen deutschen Industriezweigen über die Lieferung von verschiedenen weiteren wichtigen Zubehörteilen. Der Einkauf deutschen Materials zur Verschiffung nach Detroit, das bei der Fabrikation der Ford-Wagen verwendet werden soll, entwickelt sich ebenfalls zufriedenstellend. Das erste hier eingekaufte Rohmaterial stellt Zelluloid in Bogen dar, das zur Zeit von Deutschland via Hamburg in Quantitäten von mehr als WO 000 Bogen monatlich nach Detroit versandt wird. Auch der Ankauf von Maschinen in Deutschland für Verwendung in der Traktorenfabrik in Cork (Irland) hat beträchtliche Ausmaße angenommen. Die Verschiffungen dorthin haben bereits in großer Zahl stattgefunden. Weiterhin ist für die Fordson-Traktoren die Verwendung der Bosch- Magnetzündung vorgesehen. Entsprechende Aufträge wurden der deutschen Fabrik bereits erteilt. Auch die Räder für die Industrie-Modelle der Fordson- Traktoren werden in Deutschland hergestellt. Die Anzahl der in Deutschland eingekauften Teile wird auch weiterhin von Monat zu Monat vergrößert werden. Erhöhung der Bankzinsen um ein Prozent. Gestern vormittag hat eine Sitzung der Berliner Stempelvereinigung ftattgefun- dcn, auf deren Tagesordnung die Aenderung der bisherigen Zinsbedingungen der Banken stand. Den Berliner Blättern zufolge wurde beschlossen, sowohl die Debetzinsen als auch die Kreditzinsen um je 1 Prozent zu erhöhen. Die Verzinsung der Sparkonten hingegen bleibt wie bisher mit 6 Prozent bestehen. Dieser Beschluß der Stempelvereinigung wird sofort den Bankiervereinigungen im Reiche übermittelt werden. Man hat danach die Absicht, die Zinserhöhung am 1. Juni möglichst einheitlich für das ganze Reich in Kraft treten zu lassen. Rindepmarki in Gießen. Der Auftrieb zum heutigen Rindermarkt in Gießen betrug 1205 Stück Jung- und Großvieh und 214 Kälber. Der Handel war bis zum Schluß schleppend, so daß Äeberstand verblieb. Ganz besonders groß war infolge der trockenen Witterung das Angebot von Schlachtkühen und Jungvieh, so daß letzteres zu Spottpreisen verkauft wurde. Es wurden bezahlt für Kühe 1. Qualität 550 bis 650 Mk., 2. Qualität 400 bis 500 Mk., 3. Qualität 200 bis 300 Mk., Schlachtkühe 80 bis 150 Mk., Rinder, 1- bis 2jährig, 150 bis 250 Mk., Kälber, je Pfund Lebendgewicht, 50 bis 62 Pf. * * Hartmann & Braun A.-G., Frankfurt a. M. Die G.-V. genehmigte ohne weitere Erörterung den Abschluß. Aus einem Reingewinn von 252 525 Mk., einschließlich Vortrag, werden für die Stammaktien wieder 10 Proz. und für die Vorzugsaktien 8 Proz. Dividende verteilt, lieber die Aussichten des laufenden Geschäftsjahres wurde nichts berichtet. * Hessen-Nassauische G a s - A. - G., Höchst a. TR. Laut „Frankfurter Zeitung" wurde vor Eintritt in die Tagesordnung auf Antrag der Thüringer Gasgesellschaft im Einvernehmen mit der anderen Großaktionärin, der Stadt Frankfurt a. M., mit Rücksicht auf schwebende Verhandlungen die Genexal-Dersammlung vom Samstag vertagt. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Bei diesen Verhandlungen drehe es sich in der Hauptsache um die Zurückführung der Hessen-Nassauischen Jnstallationsgefellschaft als Abteilung der Muttergesellschaft Hessen- Nassauische Gas-A.°G. * C. H. Knorr A.-G., H e i l b r o n n. Der Aussichtsrat schlägt für das Geschäftsjahr 1928/29 trotz erhöhter Abschreibungen 223 000 Mk. (i. V. 97 000 Mk.). jedoch bei gesteigertem Gewinn eine Dividende von 11 (10) Proz. vor. Auch wurde eine weitere Erhöhung des Vortrages auf 401 000 (226 000) Mk. vorgenommen, da sich im Interesse weiterer Rationalisierung ein Neubau als erforderlich zeigt. Die G.-V. findet am 20. Juni statt. Auch im angefangenen neuen Jahre sei der Geschäftsgang bis jetzt zufriedenstellend gewesen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 28. Mai. Tendenz zurückhaltend. Die heutige Börse stand unter dem Druck der Ultimoliquidation. Die Kulisse war daher sehr zurückhaltend: aber auch heute nahm das heraus- kommende Material kein größeres Ausmaß an. Doch war die Kursentwicklung einheitlich, da einerseits Aufnahmeunlust bestand, andererseits wurden die kleinen Posten für Auslandsrechnung aus dem Markte genommen. Die u n • verändert schlechten Geldmarktverhältnisse drückten weiter auf die Stimmung und wirkten ebenfalls geschäftshemmend. Die Umsätze beschränkten sich wieder auf einen geringsten Umfang. Stimmungsgemäß war man in Börsenkreisen etwas zuversichtlicher und optimistischer gestimmt. Der Stand der Pariser Verhandluntzen, der nach ausländischen Pressestimmen eine geringe Entspannung aufzuweisen hat, war der Grund hierfür. In einigen Elektroaktien hielt das Auslandinter- esse an. Betroffen wurden hiervon AEG. mit plus 1,33, Schuckert 1,25 und Siemens 1 v. H. Bergmann gewannen 1,75 und Geffürel 1,5 v. H. Felten und Licht L Kraft dagegen 1,25 v. H. schwächer. Am Chemiemarkt eröffnen auch I.-G.-Farben, jedoch bei kleinsten Umsätzen etwa 0,75 v. H. höher. Die übrigen Werte dieses Marktes lagen vernachlässigt und leicht nachgebend. Nachfrage bestand noch am Kalimarkt für Salzdetfurth. Hier sollen hauptsächlich von französischer Seite Käufe vorgenommen worden fein. Don Montanwerten lagen Mannesmann leicht gebessert, Klöcknerwerkc angeboten. Da aber für dieses Papier kaum Nachfrage bestand, trat ein Verlust von 3 o. H. ein. Banken still und uneinheitlich. Renten still: Deutsche Anleihen leicht gebessert, ebenso von Ausländern Ana- tolier. Nachdem die Spekulation kein Material mehr an den Markt brachte, wurde die Tendenz etwas freundlicher, zumal das Ausland weitere Aufträge erteilte. Auch schritt die Kulisse verschiedentlich zu Rückdeckungen, und die Kurse konnten bis 10 v. H. anziehen. Siemens plus 2,5 v. H. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 v.H. unverändert. Geld über Ultimo 9,75 bis 10,75 v. H. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1939, gegen Pfund 20,341, London gegen Kabel 4,85, Paris 124,06, Mailand 92,68, Madrid 34,20 und Holland 12,0638. Berliner Börse. Berlin, 28. Mai. Nach einem wieder völlig geschäftslosen D o r m i t t a g s ve r k e h r eröffnete die Börse am heutigen Liquidationstag in nicht ganz einheitlicher Tendenz. Die Kursgestaltung schwankte bei 1- bis 2-v. H.-Beränderungen nach beiden Seiten, doch war das Niveau im allgemeinen gehalten. Das Geschäft hielt sich in engen Gren- zen, doch stellte man an einigen Märkten, wie am Elektro- und Kalimarkt, kleine Auslandskäufe fest, besonders in AEG. und Salzdetfurth. Die Beteiligung der I. - G. - F a r b e n i n d n st r i e an der Deutschen F o r d g e s e l l s cha f t regte allgemein etwas an. In Farben war das Geschäft daraufhin bei behauptetem Kurs lebhaft. Tagesgeld wurde in Anbetracht der Nähe des Ultimo weiter mit 7,5 bis 10 v. H. gesucht. Monatsgeld stellte sich unverändert bei Nachfrage auf 10 bis 11 v. H. Man- tanroertc lagen überwiegend etwas schwächer, auch Berliner Handelsgesellschaft verloren 3 v. H. und Soenska 5 Mark. Glanzstoff konnten sich um 5 b. H. und Polyphon um 4 v. H. erhöhen. Salzdetfurth &auf angebliche französische Käufe 4,5 v. H. an. che Anleihen behaupteten sich. Vyn Ausländern waren Mexikaner und Türkenzölle schwächer. 2(m Pfandbriefmarkt war das Geschäft sehr ruhig. Die Kurse waren, wie bis jetzt erkennbar, im allgemeinen gehalten. Nach den ersten Kursen blieb die Tendenz nicht ganz einheitlich, doch war sie nicht unfreundlich. Später konnte man beobachten, daß die Spekulation in den Werten, in denen anscheinend noch ein größeres Dicouvert besteht, zu Deckungen schritt, so daß sich meist 0,5- bis vereinzelt 2-v. H.- Gewinne ergaben. Polyphon lagen 4 v. H., Kali- märkt 3 v. H. über Anfang. Frankfurter Getreidebörse. F r a n t fu r t a. M., 28. Mai. Tendenz flau. Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte heute auf die flauen Auslandmeldungen in völlig geschäftsloser und flauer Haltung. Umsätze wurden fast gar nicht getätigt, und wenn einiges Geschäft zu verzeichnen war, so konnten Brotgetreide und auch Mehle nur bei nachgebenden Preisen Absatz finden. Bon Brotgetreide verloren erneut Weizen und Roggen 0,25 Mark, ebenso Mais. Weizenmehl, das sich gestern gut behaupten konnte, mußte sich heute der allgemein rückläufigen Bewegung anschließen und verlor ebenfalls 0,25 Mark. Es wurden notiert: Weizen 23,50 bis 23,75; Roggen 22 bis 22,75; Sommergerste für Brauzwecke 23; Hafer, inländischer 22,50 bis 23; Mais (gelb), für Futterzwecke 20,25; Weize nmehl, süddeutsches, Spezial 0, 31,75 bis 32; Roggenmehl 28,50 bis 29; Weizenkleie 12; Roggenkleie 12,50 Mark. Kunst und Wissenschaft. Wilhelm Stückten f. Der Dichter Wilhelm Stückten ist wenige Tage vor seinem 42. Geburtstage einem Herzleiden erlegen. — Wilhelm Carl Stückten wurde am 1. Juni 1887 in Zürich geboren. Er ist in weiteren Kreisen als Dramatiker, später auch als Erzähler bekannt geworden. Von seinen Stücken ist die Komödie „Die Straße nach Steinaych" viel gespielt worden. Wir nennen ferner die Schauspiele „Pur- pus" und „Einöds Tochter". Außerdem vier Grotesken unter dem Titel „Der Papierreifen" und eine Komödie „Es gibt so viele Arten Liebe, als es Menschen gibt". Im vorigen Herbst erschien noch der Roman „Das Tulipanenschifs". — Der Verstorbene lebte auf seinem Landsitz Gut Kaltenbrunn am Tegernsee. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, Iß bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten. Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzmsfuh 8,3 Prozent. Franksurl a. M. Berlin Schlub- ffure l Uhr- Kur« Schluß- Kur« Bnsang KurS Datum 27.5. 28-5. 27 5- 28 5. 6% Dt. «eichsanleche o. 1937 87,25 — 87,5 — Dl. Slnl.-Ablös.-Schuld Mil 21 51,1 ü)|.-«ed)len . 51 -— 51,1 Desai, ohne AuSlos.-Älechte 9,5 9,55 9,5 9,4 7% Franks. Hyp.-Al. Goldps. un- kündbar dir 1932 ..... 88 — — — ty.% Rheinische Hrw.-Bank Slqu.- 76,25 Goldp......... A.E.G. abg. Borkri eoS-Obligatum. rückzahlbar 1932 . — 92 — 4% Schweiz. BunlhtSb^Anl.. 100,65 — — — 4% Leslerreichische Ooltirte. — — 28,25 — 4,20% Seiten. Silberne. . — — — - d% Oesterreich. cinheltL Rte. — — — 4% Ungarische ©otbrte...... 4% Ungarische Si^atSr. v. 1910 - 21,9 — 21,9 19,75 — 4>^% desgl.von W13 - ■ — — — 4% Ungarische Krr ncnrte.. 1,7 — 1,75 1.8 4% Türk. Zollanlri.he v. 1911 . - 4% Türkische Bcigdadbahn-Anl., — 8,25 8,8 Serie I....... — 8,6 — 4% desgl. Serie fl... . —— — 8,75 — 4% Rumänen conoetL Rte. 8 — — 4V*% Rumänen <3oIbanL von 1913 — — — eilig. Deutsche Wienbahn . 4¥l — — — — Hamburg-Amenka Palel . . t — 113,5 114,25 114 Hamb.-Südam. 'Dampssch. . 8 — 184 Hansa Dampsschiss . . 10 — — — 141 Norddeutscher Lü'hd . . . 8 — 105,25 105 Allg. Deutsche Tu.'diianss. . 1( 121 — 121,25 120,8 Barmer Bankverein . . 1( — — 124,5 124,5 Berliner Handelkgesellsch. . Commerz- unk Privar-Bank 12 210 — 211 208 11 183 182 183 182 $ arm ft u. Notioaalbank 12 252.5 — 252,5 252 Deutsche Ban»; .... DiLkonlo-Gest-llchasl fleL. 10 159 — 159,5 159 10 150,25 — 150,75 150,5 Dresdner ®airf 10 155 155,75 156 155,75 Mitteldeutsche Eredilbant . . 9 — — — — ................ . e — — — ReldtSban! »«■«•••• 12 300 300 299 300 Franksurl a. M. Berlin Schluß- Kurs 1 Ubr- Kurs Schlub- Ansang- Kure Kurs Datum 27.5. 28.5. 27-5- 2 8-5. äU£.i»......... . 6 186 187,75 187,25 188,5 205 206,75 204,5 207 ’ Elektr. Lieserungeo . . . * ■ 10 — — 154 153,5 Licht und Straft .... 10 210,75 210,25 209,5 211 Felten & Guilleaume. • . 6 134 132,75 134 133,25 Ges. s. (Seilt. Untern.. ■ • e 10 210,5 212 213,75 212,25 Hamb. Eleltr. Werte . . A 10 — — 136,4 136,13 Rhein. Lleltr. ..... A . 9 — — 158,25 157,75 Schles. Elektr...... 10 — 176 176,75 Schuckert..... • . 8 237 238.25 237,75 239 Siemens 4 Halske ... e . 12 369,5 360,5 371 370,5 TranSradio . . .... . 8 — —— 158,5 155,5 Lahmever 4 Co..... • e 10 165,25 — 164,75 — Buderus....... . 6 — — 69,25 69,25 Deutsche Erdöl .... . 6 110 109,5 110,25 109,75 Essener Steinkohle ... . 8 — — 109,5 — Gelsenkirchener ... |. % 3- 4 128,5 — 127,75 128,13 Harvener....... . 6 135 — 135,5 134 Hoesch Eilen. ..... • • . 8 — — 115 113 Ilse Bergbau . • • • • A e . 8 208 — — 208 fllddnerroerfe . . • • • A A ■ . 98 95 97,25 97 Köln^reuessen..... A A . 9 — 112 112,25 Mannesmann..... e e . 8 113,5 114,13 114,25 114,5 Mansseldcr...... . 1 121 — 121 121 Obetschles. Eisenb. Schar • . 5 — — 80,25 80 Obetschlej. fiotiroerle . . 6 —— — 101,75 101,4 Phönix Bergbau.... bV, 87 —— 87,75 —— Rheinische Braunkohlen. 10 — — 284,5 283,4 Rheinstabl s.»/. Iaht 4ft 110,5 110,25 110,5 110,5 Riebeck Montan . . . . 7,2 — — — — Bereinigte Stahlw. . . Olavi Minen..... . 6 — —— 92,25 92 3 sh —— 64,75 64 Kalt Wcherrleben . . . 10 — — 227,75 229 Kali Westeregeln. . . . Kaliwerk Salzdelsurth . • e 10 234 233,5 234 233,25 • • Id 380 383,5 381.75 386 F. 0. Farden-Induskrt» . e A 12 239,9 240,5 241 240,75 Scheideanslalt. . . . . . 6 — 111 111,5 . 9 — —— — . 6 78,4 78 77 78 RütgerSwerke . . • • • e e . 6 84,5 —— 85 — Metällgelellichast. • • • • • 11 125 125 125,5 — Frankfurt a. M Berlin Schlutz- Kurs t-Uy» Kurs Schiuh- Kurs Ansang Kurs Datum 27.5. 28-5. 27.5. 28 5- 110,5 109,75 110 109 Heidelberger Cement . e e • 10 134,75 135 — — Gement Karlstadt . . e e e . 8 173 — — — Wayß 4 Freitag . - - • • • 10 — — 107 — Schultbeis Patzenhoser ■ ■ . 15 — — 290,5 290 Ostwerke...... 12 —• — 233 234 Bcr. Glanzsioff . . . ■ A « 18 412 — 410 415 Bcmberg...... 14 — — 324 322,5 Bdlfloif Waldhos . . 12 246 246,5 246 Scllfioii Aichasjenbura Eharloltenburger Wasje ... 12 179 — 178,25 — . . . ' — — 107,5 107,13 Dessauer Gas .... . b — — 201 200,65 Daimler Motoren . . . 0 52 52,25 52 Deulsckte Maschinen-Fabrik . . 0 — — 48,75 48,13 Adierwerke Klever . . . 5 42,5 43,5 43,5 43,5 Ludw.Loewe ...» 10 — — 192.5 27 Rat. Auwmobil . . . . 0 — — 27,75 85,75 Orenstein 4 Koppel . • A . . 5 — —- 87,4 233,5 Leonhard Tiey . . . e e • . 6 — —■ 285 — Bamag-Meguin . . . Fran! s. Maschinen . . Gritzner...... . O . 6 52 — 51,25 _ 11 76 — 76,5 — Heyligensiaedt . . • e e e . O — — — — Iunghanr...... e e e . 4 64 — 64,25 — Lechwerke...... . 8 112 112,13 —— — Mainkrasrwerke . • • A A • . 8 — — — — Miag........ 10 119,4 — 119 119 Nekarsulmer . . • • . 8 —— — — PelerS Union . . . . A A • . 8 113,5 — 116,5 —— Gebr. Roeder . . . 10 110 — — Singt 4 Haessner . . . 8 209 — 209 _ Südd. Zucker .... . 8 147,75 — 147,5 — Banknoten Berkin, 27. Mai' Geld Brief Lmerrkantiche 'Jlotetf . . . . . 4.185 4,205 Belgische Noten...... . 58,13 58,37 Dänische Noten........ 111,57 112,01 EuMche Noreu........ 20,33 20,41 Berlin 27- Mai Französische 'Noten..... Geld 16,365 168,18 Brief 16,425 168,86 italienische Noten...... 21,94 22,02 Norwegische Noten...... 111,53 111,91 Deutsch iDesterr , 5100 Kronen 58,81 59,05 Rumänische Noten...... 2,52 2,54 Schwedische Noten...... 111,83 112,21 Schweizer Noten....... 80.78 81.1t Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . 59,42 59,66 12,397 12,461 Ungarische Noten ...... 72,95 73.25 Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. 27. Mai 28. Mai Amtliche 'JiotteruitQ (4eld I Briet Amtliche Notierung Geld örter Limit.-Ron. 168,49 169,83 168,48 168,82 Buen.-AireS iftii. Slntro. 1,758 1,762 1.757 1,761 58,22 58,34 58,21 53,33 Chriftiania. 111,74 111,96 111,67 111.89 Kopenhagen 111,71 111,93 111,64 111,86 Stockholm • 112,09 112,31 112.04 112.26 Helnngfors. 10,535 10,555 10,531 10,551 Italien. . . 21,935 21,975 21,935 21,975 London. . . 20,339 20,379 20,324 20,364 Neuvork . . 4,1945 4,2025 4,1910 4,1990 Paris.... 16,38 16,42 16,33 16.42 Schweiz . . 80,70 80,86 80,685 80,845 Spanien. 59,45 59,57 59,20 59.32 Japan .. . Rio de Jan. 1,865 1,869 1,863 1.867 0,4975 0,4995 0,4975 0,4975 Wien in D.» Ceft. abgei't 59,45 59,57 58,865 58,985 Prag . . . . Belgrad . . 12,417 12,437 12,414 12,434 7,373 7,387 7,365 7,379 Bodapest. . Bulgarien 73,19 3,037 73,43 3,043 73,04 3,027 73,18 3,033 Lissabon 13,63 18,87 13,88 18,92 Danzig. .. Koustantio. 81,33 81,49 81,26 81,42 2,033 2,037 5,455 2,031 5,445 2,057 Athen. . 5,445 5,455 Canada . . 4,156 4.164 4,156 4,164 Uruguay. . 4,056 4,064 4,066 4,074 Loiro . . 20,855 20,895 20,847 20,887 Werbetage bis 8. Juni Herren-Unterzeuge Netz-Jacken 1.45, 1.00, Netz-Kniehosen 2.95, 2.65, Netz-Hosen 4.75, 4.40, Extraweite Größen in Jacken, Hosen und Hemden für starke Herren SSegviindef 1859 ||6tHZ«HTAH (leurnofTAiii) Spezial-Geschäft für Unterzeuge und Strümpfe 47I9A von von von 1074V weg 79 a. W strehsamer tau Buchführuno, Steno- 0.75 1.75 3.25 1.75 2.95 2.95 an 4.25 an ,7.20 an Lassen Sie Ihre .HB aeroanbt im Verkehr mit dem Privat- Publikum, in Danerslellung von aller guteingeführt. Fabr. (Abzahl.-Branchc) flcgen gixum und Provision je für eine Stadl- u. eine Landtour gesucht. Schr. Angebote unt. 4679 an den Gteb. Anz. graphie, Maschinen- schreiben. Schönschreiben Voßlsche Bandeisschale Gießen Goethestr. 32, 4MnA Ferner empfehle ich mein Riesenlager in Koffern aller Art Gesunden Schlaf .kräftige Nerven । v»ateftefff bei/engererKur Bade-Tücher Grö6e 100X100...... Größe 100X150 500 Damen _———KAUFHAUS _ enlelen loch Sie üppige, gtiunde und farbenprichtige Topfpflanzen. Oos« so Pf. e.M.L-ln Drogerien, Apoth., Blümer». «.Samenhandlungen Offenbacher Lederwaren - Vertrieb C. Röder Kirchenplatz 9 Tel. 1750 Reparatur-Werkstatt im Hause 47140 Herren-Jacken makofarbig und weiß, 2.95, 2.25, Herren-Jacken echt Mako 4.50, 3.85, 3.40, Cafe Amend Morgen, Mittwochabend V, Sonder-Konzert mit verstärkter llauskapelle Bonderkonzerte mit verstärkter Hauskapelle finden wieder jeden Mittwoch statt. ___ 47390 Gebr^Seelbadi Südanlage 20 47290 WZ SfZCaiMen «h/veuf | den gee. gaJcfl flamen. ' Zn beim i £oiMrn nfrvgmm, besjijn/nfla der Med.-Drogerie Hans Binden- öuri H. Hßes, Med.-Drogerie Wlnterhofi, Kreuzplatz 9/10. Germania - Droierle, Frankfurter Str. 39, KreüZ- Drolerle. Bahnhofstr. 51. Löwen-Droßerle, Selters- Lichtspielhaus Bahnhofstrabe 34 Verzinkte Badewannen, Wasch* wannen, Eimer, Waschkessel osw. Einkochaimarate, Einkochgläser offeriert äußerst günstig 47S8D Wünch / Eisenhandlung Asterweg 18 GIESSEN" Telephon 1192 Markisen komplett MarkisensStoftfe und Verandasleinen |ind wir gerupei- ßade- i=",uäbär=bÄ mQ rhand^n Dabei in einer grollen Auswahl und wie 9 immer preiswert. Dam.-B?de-A=züee535- „Forma............. Auto-Neeb Tel. 1790. ,M7d Beachten Sie unsere , , Schautenster / / Größe 140X180 Bade-Mäntel te Damen. Herren und ixmaer in allen Preislagen Anzüge von WM B Hosen »ra ßadegoa omon Tanz -Unterricht TANZ-ABENDE für Studenten - Tanz - Kursus Dienstag und Freitag Gefällige Anmeldungen werden noch entgegengenommen. 03356 WILHELM WILL Universitäts- Turn- und Tanzlehrer, Löberstr. 12 Einzelunterricht zu jeder Zeit Herren-Hosen 4 — — makofarbig u. weiß, 3.40,2.55,2.25, I ■ 1 3 Herren-Hosen o «ec echt Mako 5.65, 4.75, 3.85, 0.13 Herren-Kniehosen o ae makofarbig und weiß, 4.25, 2.95, tai&w Herren-Hemdhosen a Ae makofarb. u. weiß, 6.50, 4.75, 3.85, 46*33 Einsatzhemden m.waschechten o OC Einsätzen.......4.50, 3.55, 2.90, Z*Z3 Kinder-Badehosen von 0.40 an Damen- und Herren- Bade-Anzuge....... Bade-Hauben Sturm-Hauben von2.25a= Bade-Schuhe... ^Perser- Teppiche darunter: 1 SMWMldeM 1 SerkknzWmerTkvvllv 1 SlUgllMmel - lesvis sowie eine Anzahl Betölßöungsntt(re seinster Qualitäten wegen ganz dringend.Baranschaffung sehr sehr preiswert zu verkaufen. Etlofferten unter B. N. T. 8736 (4718V) an den Gtehener Anzeiger. bei uns chemisch reinigen. Sie sirjd dann stets gut gekleidet, dieGrunid- bedingung zu einem erfotgreichtfep Geschäftsleben. J1 Färberei Braubach 8 Fischer Tafchen echt Leder in allen Modefarben und Modellen verkaufe ich vom 29. Mai bis 5. Juni zu spottbilligen Preisen Serie I Mk.3.00 Serie H Mk.6.00 Serie III Mk. 9.00 LINOLEUM und STRA6ULA Stückware, Teppiche, Vorlagen, Läufer RESTE besonders billig H. Hochstätter Brandplatz Schloßgasse Heute letzter Tag: Die Alpen / Zweiter Teil Ab morgen bis einschließlich Sonntag: Der Weiberkrieg Nach Ludwig Anzengrubers unsterblich er Komödie ,Die Kreuzlschreiber“. In den Hauptrollen: Fritz Kämpers, Liane Haid. Der zweite Schlager: Die Mie Leidensciiait In diesem Film spielt Lil Dagover die Hauptrolle. Ein Film von Sport und Liebe. Dieses Programm dürfte auch die verwöhntesten Besucher zufriedenstellen. Freitag- und Samstagabend 10.45 Ehr: Zwei Nachtvorstellungen DasMisleriffls flertiebe Nur für Erwachsene. Personen unter 18 Jahren haben keinen Zutritt Samstag. 1. Juni, nachmittags 4 Ehr: Das entzückende Märchen von Gebrüder Grimm Schneewittchen Ein Film in 6 Akten. FlfOm f Versäumt die seltene Gelegenheit nicht, Lllclll: Eueren lieben Kleinen das besdheidene Vergnügen zu machen, diesen entzückenden lehrreichen Märchenfilm, von eehten Zwergen gespielt, besichtigen zu lassen. — Ermäßigte Eintrittspreise! — 473 IC 472IA Wir suchen zum Beginn der diesjährigen Dreschvertode einen durchaus tüchtigen und zuverlässigen 4716V WWlMkl welcher in der Lage ist, Grobbulldogge zu bedienen. Angeboie mit Lohnforderungen erbeten an den Vorsitzenden des Spar- u. Darlehenslaffenvcreins Mderbrechen (Kreis Limburg). Um meinen großen Kundenkreis zu erweitern und meine anerkannt guten Qualitäten immer noch mehr einzuführen, gebe ich bis 8. Juni auf sämtliche Herren-Unterzeuge 10% Bar-Rabatt auf alle übrigen Waren ...... 5°/0 Bar-Rabatt (Marken-Artikel ausgenommen)