Dienstag, 27. August 1929 179. Jahrgang Nr. 200 Erstes Blatt England lehnt wiederum ah Sie Eifenbchnkaiastrophe bei Dürrn Die amtliche Darstellung. - Eine Umleitung zu schnell durchfahren. 2 c & lll 0 3 V - 3 = E »5H 2» n * 0 „3 B E *1- P i» 2 a c 2 S'o ft I* 5? 0 sf 3 3 3 diese Regelung ihm denEwigkeitszustand, wie er dem Locarnovertrag anhafte, auch für die Kontrollfrage garantieren würde. Das Matt fügt hinzu: Wenn die deutsche Delegation mit der Zu st im m ung zu einer derartigen Kontrolle zurückkehren sollte, sei der Sturz der Reichsregierung sicher. Die weiteren innerpolitischcn Folgen wären unabsehbar. Was will Frankreich? zweierlei Meinung innerhalb der französischen Delegation int Haag. Paris, 27. Aug. (WTB. Funkspruch.) Der Berichterstatter des „Echo de Paris" im Haag berichtet, es sei gar kein Geheimnis, daß innerhalb der französischen Delegation sich zwei Ten- Er scheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Monats Bezugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägcr- lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Zcrnsprechanschlüsfe unterSammelnummer2251. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: gtanhHrt am Main 11686. ■ $ ff & ^Z.- Annahme von Anzeigen für die Tagcsnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Ne- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Plaßvorschrist 207, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich fürPoluik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; siir den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. , Haager Korrespondent des „Daily Herald" erklärt, die Lage sei kritisch, wenn auch noch nicht hoffnungslos. Immerhin sei klar, das; der letzte Abschnitt der Konferenz erreicht sei. Der Korrespondent erklärt noch u. a.: Die schriftliche Antwort Snowdens von gestern nachmittag war unmißverständlich. Was das von Deutschland geforderte Zugeständnis betrifft, so ist Snowden wiederholt nahegelegt worden, Großbritannien solle sich an einem ge - meinsainenDruck aus Deutschland beteiligen. Der Schahkanzler hat aber klar und deutlich erwidert, daß die britische Regierung keinen Vorteil auf Kosten Deutschlands wünsche. Die britische Delegation hat die finanziellen und wirtschaftlichen Folgen, die ein Abbruch der Konferenz für Deutschland haben würde, bereits in Erwägung gezogen, und wenn es dazu kommen sollte, dann wird sich zeigen, daß Snowden bereit ist, bezüglich der deutschen Zahlungen eine Politik Voranschlägen, die mit seinem nüchternen und strengen Gerechtigkeitsgefühl übereinstimmt. Wichtige deutsche Richtigstellungen. Kein schriftliches britisches Riiumnngsan- gebot. — Keine vorbehaltloseAnnahmc des Young-Plans durch Deutschland. Haag, 26.Aug. (Tettm.) Zu dem in der Presse erörterten angeblichen Brief Hendersons an die übrigen Mächte, der die Bekanntgabe der englischen Räumungsdaten enthalten habe, wird von maßgebender Seile festgestellt, daß ein derartiger Bries bisher nicht in die Hände der deutschen Abordnung gelangt sei. Bisher hätten lediglich private Unterredungen stattgefunden, in denen der englische Außenminister den bekannten englischen Standpunkt dargelegt habe, daß die Räumung in kürze unter allen Umständen erfolgen .Ul haag, 26. Aug. (TU.) Schahkanzler Snowden hat aus die ihm heute vormittag überreichte Rote bereits geantwortet. Man versichert, daß er in seinem Antwortschreiben die Vorschläge nicht als ausreichend zur Befriedigung der englischen Forderung bezeichnet und daß er sie deshalb nicht für annehmbar hält. Gleich nach der Ueberreichung der englischen Antwortnote auf das Angebot der vier Gläubigcrmächte hat eine Z u - sammenkunft zwischen Briand.Jaspar, Pirelli und Adatschi stattgesunden, in der die englische Antwortnote eingehend durchberaten wurde. Im Auftrag der vier Mächte hatten sodann Jaspar und Adatschi mehrere Unterredungen mit Snowden. Adatschi erklärte, nunmehr müsse Snowden den vier Mächten die endgültigen englischen Forderungen und das letzte Wort Englands Mitteilen. Snowden wies darauf hin, daß die englische Abordnung keineswegs einen Abbruch der Konferenz erstrebe. England wolle nach wie vor, daß man aus der Grundlage der englischen Forderungen zu einer Einigung gelange. Die Unterredungen mit Snowden sollen einen äußer st stürmi- schen Eharakter gelrag- haben. 3m Anschluß an diese Besprechungen hat Cou- cheur folgende Mitteilung ausgegeben: Die vier Gläubigermächte seien ihrerseits bereit, alles zu tun, um einen Zusammenbruch der Konferenz zu verhüten, jedoch seien sie entschlossen, einer Zerstörung des Zoungp'anes mit allen Kräften enlgegenzutreten. Ls müsse festgestellt werden, daß Deutschland weitgehende Anstrengungen gemacht habe, um eine Einigung zwischen den Mächten herbeizu- sühren. Deutschland sei jedoch ebenso wie die vier Gläubigermächte daran interessiert, daß die Struktur des Doungplanes nicht zerstört werde. Die vier Gläubigermächte würden keine neue Initiative ergreifen und Eng- land keinweiteresneuesAngebot machen. Sie würden abwarten. Der Eindruck der stürmischen Besprechungen zwischen Snowden und den Vertretern der vier Gläu- bigermächle geht zunächst dahin, daß einAbbruch wenig wahrscheinlich erscheint, und daß die Verhandlungen weiter fortgesetzt werden. Jedoch ist ohne Zweifel eine neue Verschärfung der Lage eingelreten insbesondere durch die Tatsache, daß die vier Gläubigermächte jetzt kein neues Angebot mehr an England machen wollen. Die britische Antwort. Haag, 26. Aug. (WM) Die englische Delegation gab gegen 20 IHjr eine formulierte Erklärung ab. Hierin wird festgestellt, daß England zur Ausgleichung der Verluste die ihm der Voung-Plan auferlegen wolle, je 48 Millionen Mark auf die Dauer von 37 wahren verlangt habe. Es seien daraufhin zunächst 216 Millionen, also 45 Prozent der Summe, von den übrigen Gläubigermächten angeboten worden. Am 22. August sei die britische Delegation mündlich davon verständigt worden, daß ihr ein Angebot im Werte von 28,6 Millionen, also knapp 60 Prozent der geforderten Summe, überreicht werden solle. Dieses Angebot sei nunmehr in dem heute erhaltenen Memorandum über die umstrittenen finanziellen Fra- 2 ‘3 C 3 V 3 E (A s im 3 - 3 2.» gP öS* -r-Z af|j '-s. «3^» 12^3 0 rEx3 -3 ro tD U S: 5 - rt „c-P .2-3? -- £;33 ®‘q,5‘S 3 y;?2 »p 2-° 3 Ago. ih 8>r 3 2 Z MM Äs 1=6 = ”* Sa aJ Oie Schuld -er Dotschasierkonferenz. Der Ausbau der Strecke Köln-Düren-Aachcn verboten. Berlin, 27. Aug. (Priv.-Tel.) Die furchtbare Eisenbahnkatastrophe bei Düren, die 13 Todesopfer gefordert hat, hat an und für sich ihre Ursache darin, daß der Lokomotivführer entgegen der ausdrücklichen Anweisung die m Ausbesserung befindliche Gleisstelle im Höchsttempo überfahren hat. Inwieweit dies den Tatsachen entspricht wird die kommende Untersuchung zu ergeben haben. Aber es besteht noch ein anderer Grund, ein viel furchtbarerer Grund, der gerade im gegenwärtigen Augenblick in seinem ganzen Umfange aufgezeigt werden muh. und dec die Katastrophe bei Düren noch tragischer macht. Bekanntlich hat die B o t sch a f te r k o n f er e n z Ende Mai 1922 in der damaligen Entwafsnungs- note, die Poincare unterzeichnet hat, den von Deutschland beabsichtigten v i e r g l e i s i g e n Ausbau der Strecke Köln — Düren Aachen verboten, und ihn nur zwischen Düren und Aachen gestattet. Deutschland war mit dieser Forderung ausgetreten, da aus wirtschaftlichen und vor allem aus verkehrs- technischen Gründen der zweigleisige Zu st and der Strecke nicht mehr länger gerechtfertigt Werken konnte. Inzwischen ist der Verkehr auf dieser Strecke, die die Hauptverbindungslinie vom Westen nach dem Osten darstellt, noch stärker geworden. Aus diesem Grunde ist auch der Ab Nutzung s- koeffizient größer, so daß die Betriebssicherheit von Tag zu Tag gering e r wird. All diese Einwande hat dre Bot- schafterkonferenz damals als lächerlich jurud- gewiesen, obwohl sie sich bei obzettiver Rachprüfung doch hätte davon überzeugen müssen, daß der Zustand auch nicht einen Tag länger als tragbar angesehen werden kann. Mit aller Bestimmtheit bestand die Votschafterkonserenz ;e- doch auf der Ausführung dieses Verbotes.zu dem noch eine ganze Reihe weiterer Verbote kamen, die unser deutsches Gilenbahnneh ^Westen in die größte Gefahr gebracht haben. Man glaubte aber, daß die Bahnen st r a t e g i s ch e n Zwecken dienen sollten, eine Begründung hinter der sich allerdings ein ganz anderer Plan versteckte, nämlich die Abdrosselung des rheinischen Verkehrswesens von Deutschland. Wäre damals der viergleisige Ausbau Lieser Strecke gestattet worden, dann hätte nach menschlichem Ermessen niemals eine so furchtbare Eisenbahnkatastrohe bei Duren sich ereignen können. Die Opfer find zumeist Ausländer, Franzosen und Polen, und auch deutscherseits kann dieser Verlust nur auf das tiefste bedauert werden. Aber gerade deshalb hat Deutschland alle Veranlassung, vor alter Welt darauf hinzuweisen, wo d i e e i g ent - lich en Gründe liegen, die zu rec Rata- . strophe geführt haben, und die doch un Grunde p VM M neswegs, wie dort behauptet werde, ab 1. September außerordentlich ernst. Es seien keine Vorkehrungen für den Uebergänz vom Dawes- zum Po u n g p l a n getroffen worden. Im Gegenteil seien die Daweszahlungen im Haushaltsplan voll für die nächste Zeit eingesetzt worden, so daß auch die Ablehnung des Vvungplanes keine Schwierigkeiten für den Reichshaushalt herbeiführen würde. Der deutsche Antrag, ein Uebergangsstadium zu schaffen, falls derVoung- plan vorläufig abgelehnt würde, sei ausschließlich aus politischen Erwägungen unternommen worden. [-E »3 $ 51p S-La 2.553 gen niedergelegt worden. Mit Bezug auf die ungeschützten Annuitäten führt die englische Erklärung aus, daß nach dem Spa-Schlüssel England 120 Millionen jährlich davon erhalten müßte, während ihm jetzt nur 60 Millionen geboten wurden. Die anderen Gläubigermächte erklärten zwar, daß die 28,6 Millionen jährlicher Zahlungen unter ihrer Garantie einem entsprechend höheren Anteil an der ungeschützten Annuität gleichwertig angesehen werden müßten, der dann auf 88,6 Millionen an« wachse, aber es gebe dabei zwei bedeutungsvolle Vorbehalte: Deutschland müßte einer Aenderung der Bestimmungen des Poungplanes mit Bezug auf die Beträge dec ungeschützten Annuität zustimmen, damit die Summen für die Verzinsung und Tilgung der Dawesanleihe in ihrer Durchschnittshöhe gesichert werden, was keine zusätzliche Belastung für Deutschland bedeute, rooju aber eine Zustimmung Deutschlands bisher nicht vorliege; und zweitens müßten die übrigen Regierungen, die bei diesen Angeboten nicht beteiligt find, sich mit 10 Millionen aus der ungeschützten Annuität begnügen, während sie nach dem Spa-Schlüssel 54 Millionen zu beanspruchen hatten Die britische Delegation hat, so schließt die Erklärung, geantwortet, daß das Angebot unangemessen sei. Aach der Ablehnung Snowdens. Verworrene Lage. London, 27. Aug. (Reuter. Funkspruch.) Die Lage war gestern abend verworrener denn jemals seit Beginn der Konferenz. Riemand weih genau, ob Snowdens erneute Ablehnung den. e: - gültigen Zusammenbruch der Konferenz bedeutet oder nicht. Zweifellos wird versucht werden, den Schahkanzler in eine schiefe La g c zu bringen und ihm die Verantwortung für einen Zusammenbruch der Konferenz aufzuladen. Der Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitüts-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. 0.3,30 so e""5‘O'3 . 2 £ P ” 2 - iSsifh :.'= 2.-- p®. OO: n P - tic. 53 O xS-ZZ-L in i-n 5 C n — *2-n c 5 ■2. 3/ i« mufmaft- I gig. Rus diesem Grunde sind die Arbeiten des lenkungsweiche in Buir. D'es 'st >nutmah ^^stenausschuffes auch zunächst eingestellt lich in erster Linie auf mangelhafte ver- toDr^en Weiterführung ohne Klärung siöndigung des Cotomotioperfonals öer Räumungsfrage von deutscher Seite als zurückzuführen. Die Untersuchung ist im Gange. Das zwecklos angesehen wird. beteiligte Personal war nicht übermüdet. Die Aus- Die „D. A. Z." berichtet auf Grund von Miträumungsarbeiten sind sehr schwierig. Eingleisiger teilungen von deutscher Seite aus.dem Haag Betrieb wird voraussichtlich im Lause des 27. August folgende ergänzende Einzelheiten: Die Delegation ■ueirieo rouu uu ' > > hurrfwiobpn- habe den von den Iurlsten ausgearbeiteten Kon- wieder aufgenommen Bis dahin wird durchgehen ^^llvorschlag a b g e l e h n t, und zwar in erster der Verkehr durch Umleitung, Lokalverkehr durch ginjc auf Forderung Dr.Wirths. Run- Pendelzüge und durch Poftautobusse zwischen Duren mc^r Iiegc €jn neuer Vorschlag, für den und Buir aufrechterhalten. fcie Verantwortung in erster Linie der Refsort- Wie wir von unterrichteter Seite ergänzend er- Minister Dr Wirch trage .^ber den Inhalt fob.cn, werden an der --nsaMlle Umdauarbctten Aes^«s^nch.et Wc vorgenommen, so daß die Zuge aus das Gegengle^ 6 bcn Locarnovertrag davon gesprochen, daß umgeleitet werden müssen. Wie üblich, war dem ' - - •- - Zugführer und dem Lokomotivführer auf dem Bahnhof Düren von dem Fahrdienstleiter ein sog. Vorsichtsbefehl gegen Quittung ausgehändigt worden, in dem auf die Umleitung des Zuges an der Baustelle hingewiesen worden ist. Außerdem war auch ein besonderes Ueberholungssignal ausgestellt worden, das auf eine zu passierende weiche hinwies. Der Lokomotivführer hatte mit einer neuen Lokomotive in Aachen den Zug übernommen, war also er ft ungefähr zwei Stunden im Dienst, wie sich nachträglich herausgestellt hat, befindet sich der Lokomotivführer Rord- haus aus Hamm i.w. ebenfalls nicht unter den Toten, sondern unter den Schwerverletzten. ^3 S.0 c-H 0 -CS Q T 3=2= S 2 = 2, 3 s^pp ill Jh « - 2 Vl>d lh ; p 1 nur einer fanatischen Zerstörungswut gegenüber H a a g, 26. Aug. (211.) Der den Machten vor- Dcutschland entsvrungcn sind. Es wäre inter- liegende Entwurf über eine Vergleichskommisfion essant zu erfahren, ob die Votschafterkonserenz \m Rheinland, der als der Fromageot-Gaus- auch heute noch die deutschen Argumente als Entwurf bezeichnet wird, soll ein kurzes Schrift- lächerlich hinzustellen wagt. Gerade deshalb er- stück von nur einer Schreiömaschlnenseite fern, cheint es zweckmäßig, jetzt sofort mit dieser Der Entwurf dürfte die bisher in den deutsch- Fraae an sie heranzutreten. belgischen und ' deutsch-französischen Schieds- ° gerichtsverträgen des Locarnovertrages vorge- 066* Emmöisuna. sehenen Ausgleichskommissionen ausrechterhalten v » ’ “ und ebenso wie bisher die Möglichkeit einer An- köln, 26. Aug. (WB.) Weber das Eisenbahn- rrch'img des Völkerbundsrates in Streitfällen ge- unalück bei Buir wird folgende amtliche Mel- währleisten. Auf deutscher Seite wird die An- duua ausgegeben: D 23 sollte als erster Zug am sicht vertreten, daß der Entwurf der in dem be- 25 Auaust im Bahnhof Buir wegen Brüden- kannten Briefwechsel zwischen Katz und Dr. Wirth „ m h « H P 1 in Buir-5oinDorf in bas Heber- vertretenen Auffassung, die Schiedskpmmisfion des Umbaues n Bu.r-So ndorj n. " <20^0^0920 habe keinerlei De fug- holungsgleis geleite t werden. Bei der uiffe in berent militarifiertenZone, tentung fand die Entgleisung statt. Lokomotive da- Diese Auffassung sei jedoch stark hinter Post- sowie Packwagen und fünf V-Zug- umstritten. Die von der deutschen Abordnung wagen stürzten um und wurden teilweise inein- angestrebte Lösung versuche diesen Streit praktisch anöerqeidiobcn. hierbei wurden der P a ck - zu umgehen. Von Bedeutung sei, daß auch nach meister die D i c n ft f r a u und 12 Re i- der Reuregelung Deutschland die volle Freiheit k nh» ripinfpf in krankenbäusern befinden sich I habe, in Streitfällen den Volkerbundsrat und Zugführer. Aerztliche Hilfe war sofort in reich- Ian?) ^ür Vergleichskommisfion vorgesehen, lichem Maße zur Stelle, ebenso Samariter unö handele sich vielmehr um die Auf rech terhal- hilfsrnannschasien. Die Alarmierung und heran- tung deutsch-französischen und deutsch-bel- führung der Hilfszüge von Düren, Köln-Deuherfeld, gischen Schiedsgerichtskommission. Köln-Betriebsbahnhof und Aachen erfolgte in der Man macht jedoch auf deutscher Seite dre end- ooraefdiriebenen Zeil. Die Ursache der Entgleisung gültige Entscheidung in dieser tfra^e von der P ,u ichnc'lea Durchiahren der Ab - | Scheidung 6er Raumungslr^ge abhSn. werde. Eine schriftliche Mitteilung dieses Standpunktes sei von englischer Seite ursprünglich beabsichtigt gewesen, jedoch nicht erfolgt, da man aus englischer Seite bei der gegenwärtigen Lage der Konferenz eine gemeinsame Aktion Englands, Belgiens und Frankreichs zur sofortigen Räumung für notwendig hatte. Die Räumungsfrage wird voraussichtlich am Dienstagmittag von den vier interessierten Mächten weiter erörtert werden. Ob es in dieser Sitzung tischen Räumungstermine kommen wird, sieht noch verlangt Äerössentlrchung des pariser "L dir vielfach verbrel.e.ev Avffaffvn. die An- Sachverstänbigenmemorandums. 7r^°:sE?de7-1s-'°e"r7°!i.°''wVd 7on Ät'fe deü.,ch»'7eu'° ivedrii-lich M der aU ® U .U e6 6^ OTu .»»H j.n Poungplan von Deutschland nur ange- u t sch n a t i o n a l e n Rcichstagsfrak- nommen werden könne, wenn die Fragen der ^on an Delegation im Haag einen Brief Rheinlandräumung und der Vergleichs- gerichtet, in dem er von neuem das Verlangen komm iss ion in deutschem Sinne ent- nach Veröffentlichung jenes Memoschi e b e n und wenn die innerhalb des Poung- r a n d u m s erhebt, das d i e ö e u ts ch en Sach- ulanes noch offenen Fragen, wie das Schicksal v e r st ä n d i g e n vor dem Abschluß des Pariser tor Ti rLhn unb Reichsbank end- Planes an die Reichsregierung gesandt haben, der Reichsbahn und Ke\ d) 5 ö a n r en gautsche Volk habe im jetzigen Zeitpunkt em gültig getl ar t sein rourbem -^vder letzten Anrecht darauf, genau zu erfahren, wie die Erklärung Dr. Strefemanns in der Sechs-Atach.e- Sachverständigen in Paris zu der lleberzeugung Konferenz sei keineswegs zum Ausdruck ge- gekommen feien, daß die übc.r das Zweite bracht worden, daß Deutschland bereits vor- Angebot hinausgreifeKden Forde- b e h a 111 o 5 den Voungplan angenom- rungen der Alliierten wirtschaftlich hnhr nicht vertretbar seien und nur unter ’ , . , neuen politischen Instruktionen an- nßllf genommen werden könnten. Graf Westarp beruft sich darauf, daß sein Wunsch nach Ver- Endlich emc Erklärung über dre Zusammen- öffentlichung dieses Gutachtens, der im Reichstag bänae von Äonnqplan und Kafsenlage. von verschiedenen Sei.en Unterstützung fand, Haag, 26 Aug. (TU) ?ig^t anerkannt^worden^sei! Außer diesem Dr. Hilferding erklärte vor P^^Ertretrrn an9&ie Dier au| öer Konferenz weilenden Minister gegemiber Angriffen Berliner Blattes die geri4)teten Schreiben hat nach der „DAZ." Graf die Kassenlage des Reiches ser kei | ^e|tar^ einc Stellungnahme seiner Fraktion nach Dem Haag übermittelt, die an der Delegation starke Kritik übt. Nie Kontrollfrage. DieBergleichskommiffion — EinBorschlag Dr. Wirths. denzen geltend machen. Loucheur habe von Anbeginn an B r i a n d empfohlen, die Verhandlungen als guter Europäer zu fuhren und den Ruin zu verhindern, der dem Zusammenbruch des Poungplanes und den Sturz Strefemanns im Gefolge haben würde. Die im Haag anwesenden Beamten des Quai d'Orsay und wahrscheinlich die Mehrheit der Finanzsachverständigen seien jedoch der Ansicht, daß man sich den schlimmsten Unge- leoenheiten aussetze, wenn man den „Erpressungen" des englischen Schatzkanzlers nachgäbe. Wie Pertinax meldet, vertritt innerhalb der französischen Delegation eine starke Gruppe die Auffassung, daß die gesamten Verhandlungen am besten bis zu einem günstigeren Zeitpunkt aufgeschoben werden würden. Loucheur teile diese Ansicht jedoch nicht und rate Briand, Geduld zu zeigen und wieder nach einem K o ni p r o m i s s e zu suchen. Bisher sei Briand in jedem Falle dem Rat Loucheurs gefolgt. Das Sachlieserungsabkommen. Erfolge Englands. Berlin, 27. Aug. (Priv.-Tel.) Runmehr ist als erstes positives Resultat der Haager Konferenz ein Sachlieferrungsabkommen zustande gebracht, das allerdings nach der Ansicht der deutschen Wirtschaftskreise eine nicht unerhebliche Belastung sowohl des deutschen Kohlenbergbaus als auch der übrigen Industrie darstellt. Ohne Frage handelt es sich hierbei um einen glatten Sieg der englischen hegemomstischen Wirt- schastsbestrebungen. Die getroffene Regelung der Frage des Reexports, wo alle englischen Wünsche erfüllt worden sind, indem Frankreich und England auf die ihnen nach dem Reparationsplan zustehenden Rechte eines Reexportes der im Falle eines deutschen Moratoriums erhöhten Sachlieferungen der deutschen Wirtschaft verzichtet haben, ist an und für sich auch von seilen Deutschlands gutgeheihen, bedeutete doch dieser Reexport auf jeden Fall eine für den deutschen Markt belastende Konkurrenz. Bekanntlich dürfen doch die Gläubigerstaaten, sollte Deutschland bei einem Moratorium zu einer Steigerung seines Volumens der Sachlieserungen schreiten müssen, die umfangreicher gelieferten deutschen' Kohlen, das Eisen und auch andere Jndustrie- waren weiter veräußern, um daraus Kapital zu schlagen, so daß die fremden Regierungen aus diese Weise gleichsam zum Makler des deutschen Marktes werden müßten. Dieses wird also in Zukunft nicht mehr möglich sein können. Dagegen ist die Neuregelung der Frage der Steigerung des Volumens der Sachlieferungen während eines deutschen Moratoriums deutscherseits schon bedeutend kritischer anzusehen. Das neue Sachlieferungsabkommen steht vor, daß bei der internationalen Clearing-Bank e i n besonderer Ausschuß gebildet werden soll, in dem England sehr stark vertreten sein totll, uni> der von Fall zu Fall über die Höchstgrenze der deutschen Sachlieferungenzuentscheiden hat. Danach ist es selbstverständlich England immer möglich, die ihm unangenehme deutsche Konkurrenz, und darauf kommt es doch der englischen Wirtschaft immer ay, vom internationalen Markte fernzuhal - t e n. Dieses deutsche Entgegenkommen muh deshalb auf englischer Seite in anderen Fragen Kompensati onen erhalten, und man darf nun erwarten, daß die englische Delegation alle Anstrengungen macht, um auch Hendersons Ankündigungen, die doch einen Druck auf Frankreich ausüben sollen, in vollem Umfange durchzusehen. DerGenserWnderheilelikongreß (Senf, 26. Aug. (WB.) Unter Teilnahme sechzig parlamentarischer Vertreter von dreißig Minderheitengruppen aus vierzehn verschiedenen Staaten ist der 5. Europäische Rationalitäten- Kongreß zusammengetreten. Im Kongreß sind die Interessen von 35 bis 40 Millionen Minderheitsangehörigen aus fast allen Teilen Europas organisiert. Deutsche Minderheitsgruppen sind vertreten aus der Tschechoslowakei. Italien, Estland, Lettland, Rumänien, Iugosla- toien, Polen und Ungarn. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung betrifft den Völkerbund in seinen Beziehungen zu den Minderheiten, dessen Beratung eine kritische Würdigung der Ergebnisse der internationalen Minderheitendebatte und der Madrider Beschlüsse bringen * wird. Der Präsident des geschäftsführenden Ausschusses, Dr. Wilf an (Triest), ehemaliger slowenischer Abgeordneter im italienischen Parlament. Er bedauerte zunächst, daß auch dieses Mal wieder Minderheitengruppen in Deutschland sich auf dem Kongreß nicht vertreten lassen und begrüßte sodann vor allem die neue preußische Schul Verordnung für die preußischen Minderheiten als wichtigen Fortschritt auf dem Gebiet der kulturellen Interessen einer Minderheitengruppe, dessen Bedeutung besonders hoch einzuschähen sei, da dieser Fortschritt durch einen Staat verwirklicht wurde, der Minderheitenverträgen nicht unterworfen ist. Wilfan verlangte, daß der Völkerbund das Minderheitenproblem in seiner Gesamtheit anfasse, und zwar im Sinne einet Generalisierung des Minderheitenschutzes. Die Unabhängigkeit der Staaten werde durch diese Lösung keineswegs herabgesetzt, durch die sich alle Staaten in gleicher We i s e der internationalen Rechtsordnung unterstellen würden. Das Mitglied des englischen Hinterhauses, L 1 ew e 11 - Ivhns, schilderte die mustergültige und höchst tolerante Art, mit der in Wales die walisische Sprache in Schule, Kirche und vor Gericht in vollkommener Freiheit und Gleichberechtigung mit der englischen angewandt werde. Lieber drei Viertel Millionen Reichs nnd Gtaaisbediensteter. Berlin, 27. Aug. (Priv.-Tel.) Den Blättern zufolge werden nunmehr die Ergebnisse der Finanz- statistik über den Personal st and der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich veröffentlicht. Insgesamt waren am 31. März 1927 beim Reich 121 509, bei den Ländern 367117, bei den Hansestädten 40 887 Beamte, Beamtenanwärter und Angestellte tätig. Dazu kamen noch insgesamt 114105 Militärpersonen unö 101919 Arbeiter für dauernde Verwaltungszwecke. Rach dieser Zusammenstellung sind also insgesamt im Reich und bei den Ländern 753 537 Personen tätig. Die Zahl wird sich noch sehr erheblich vergrößern, wenn dazu die Beamten, Angestellten und Arbeiter der Reichspost, der Reichsbahn und der Gemeinden gerechnet werden. aus Aus aller Welt, verunglückte Hochtouristen. Eine deutsche Familie namens Schlieper Barmen, die zur Kur in Silvaplana weilt, wurde am Sonntag beim Abstieg von einer Hochgebirgstour von einem Steinschlag überrascht, wobei Frau Schlieper und eine ihrer beiden Töchter getroffen wurden. Die zweite Tochter, der Sohn und der Führer blieben unverletzt. Frau Schlieper war sofort tot. Die verunglückte Tochter, die keine lebensgefährlichen Verletzungen davongetragen hat, wurde nach dem Krankenhaus Oie Weltflugetappe Los Angeles „Graf Zeppelins" Aufenthalt in Kalifornien. — Start nach Lakehurst. Los Angeles, 26.Aug. (WTB.) wie schon in einem Teil der gestrigen Auflage gemeldet, ist das Luftschiff „Graf Zeppelin" gegen Morgen, nachdem es Los Angeles überflogen hatte, und weiter nach Süden Kurs genommen hatte, wieder nach Los Angeles zurückgekehrt, wo es um 5.15 Ahr pazifischer Zeit (14.15 Ähr MEZ.) landete. Einer Wetterwolke gleich näherte sich der „Graf Zeppelin" kur; vor 5 Ahr im Licht der ersten Sonnenstrah- len von Norden her dem Flugplatz und steuerte, immer tiefergehend, dem Ankermast zu. Am 5.05 Uhr wurde das Geräusch der Motoren schwächer, offenbar weil einige Motoren abgestellt worden waren. Das Luftschiff senkte sich langsam der Erde zu. und um 5.15 Uhr wurde das erste halte- t a u von der vodenmannschafl ersaßt. Damit hatte also der „Gras Zeppelin" den Kontakt mit der amerikanischen Erde hergestellt. Der Bug des Kie- senschisfs wurde sodann langsam dem Ankermast ; u g e s ü h r t. Der erste versuch, das Schiff am Mast festzumachen, mißlang. Es wurde nochmal zurückgenommen und dann wieder langsam vorwärtsgezogen. Um 5.40 Uhr hatte der „Graf Zeppelin" am Landungsmast festgemacht. Wenige Minuten später verliehen Lady hay und Sir Hubert Witkins als erste Passagiere die Gondel. Lady hay rief den Umstehenden zu: „Ich freue mich wieder in Amerika zu sein." Die Begeisterung des Publikums, das zum großen Teil die ganze Nacht hindurch auf dem Flugplatz ausgeharrt halte, kannte keine Grenzen. Schon vor der Landung hatte sich ein Zug gebildet, der unter vorantritk einer Musikkapelle um den Flugplatz herumparadierte. Der Gouverneur von Kalifornien, der Bürger mein er von Los Angeles und zahlreiche Vertreter der Behörden und Körperschaften hatten vor dem Verwaltungsgebäude des Flugplatzes, wo die offizielle Begrüßung stattfinden soll, Aufstellung genommen. Hunderte von Pressephotographen und Kameraleute versuchten die Absperrungslinien zu durchbrechen, wurden jedoch von der glänzend disziplinierten Staalsmiliz, die einen Kordon um den eigentlichen Landungsplatz bildete, zurückgehalten. Zahlreiche buntgeschmückte Autos waren bereitgestellt, um die Passagiere und die Führer des Luflschisfes nach der Empfangshalle zu bringen. Im weiten Umkreis und in respektvollem Abstand von dem Luftschiff wimmelte eine unübersehbare Menge, die immer wieder spontan in begeisterte Rufe ausbrach. Während des Landungsmanövers umkreisten 6 Marineflugzeuge das Landungsseld. Ein kleines Luftschiff vom söge- nannten Blimp-Typ schwebte einige Augenblicke lang gerade über dem Zeppelin und bildete einen merkwürdigen Kontrast zu dem riesenhaften Welt- umsegler. Inzwischen war die Sonne über die Berge aufgestiegen und überstrahlte das unvergleichliche und unvergeßliche Bild. Die Fahrtdauer des Luftschiffes von K a f u tn t - gauca nach Los Angeles betrug 78 Stunden 5 8 Minuten. Die bisher von Lakehurst aus zurückgelegte Strecke des Weltfluges wird auf 16 880 Meilen berechnet, die in einer Flugzeit von 233 Stunden und 35 Minuten bewältigt wurde. Eindrücke der Passagiere. Commander Rosendahl lobt die glänzende Navigationsleistung. Los Angeles, 26. Aug. (Afsociaked Preß.) Dr. Eckener, der, wie jetzt bekannt wird, während der Fahrt über den Sttllen Ozean zwei Tage lang ernstlich krank war, wurde nach der Landung des Luftschiffes in einem Automobil nach einem Hotel im Innern der Stadt gebracht. Es war ursprünglich geplant, eine Erklärung von seiten der Führung des „Graf Zeppelin" über den D e r l a u f der Fahrt auszugeben, aber die schriftliche Erklärung, die Dr. Eckener gestern abend vorbereitet hatte, ging verloren. Der Wind riß sie ihm aus der Hand, als er sich aus einem Fenster der Führergondel hinauslehnte. Personen, die mit Dr. Eckener gesprochen haben, sagten, daß er sich sehr begeistert über den Erfolg der Fahrt ausgesprochen und der Tieberzeugung Ausdruck verliehen habe, daß der Beweis der Möglichkeit von Verwendung von Luftschiffen im Transatlantikdienst nunmehr erbracht fei. Der Polarflieger Herbert Wilkins erklärte Pressevertretern: „Es war eine angenehme und sorgenfreie Fahrt, die mitzumachen ein Vergnügen war." Ehe jedoch ein regelmäßiger verkehr mit Luftschiffen erfolgreich durchgeführt werden kann, brauchen wir eine bessere und weitgehendere Zusammenarbeit der Wetterbureaus und Meteorologen. vor allem müssen dem Luftschiff Wetterberichte aus viel mehr Gebieten zur Verfügung stehen. Ich beglückwünsche Dr. Eckener zu dem Erfolg des Fluges. Wir sahen zahlreiche interessante Gegenden der Erde unter einem ungewöhnlichen und neuen Gesichtswinkel. Die nicht anbaufähigen Steppen Sibiriens, die regendurchweichten Wälder des Orients, die Wolkenbänke des Stillen Ozeans zählen zu den interessantesten Erscheinungen, die ich je sah." Lady Drummond-Hahe erklärte, die Fahrt sei interessant aber nicht so aufregend gewesen, wie der Rekordflug Reuyork—Friedrichshafen. Die bemerkenswertesten Erlebnisse für die Passagiere seien die Schauspiele gewesen, die sich boten, als das Luftschiff gestern abend b e i farbenprächtigem Sonnenunter gang San Franzisko überflog und als es heute morgen bei herrlichem, klarem Sonnenaufgang Los Angeles erreichte. Commander Rosendahl meinte: „Es tocfr der schönste Flug, den ich je mitgemacht habe, und ich genoß jeden Augenblick. wir nutzten jeden Rückenwind aus, der sich irgendwie finden ließ, und dies ist der Grund, weshalb der Kurs mehrfach geändert wurde. Die geschickte Ausnutzung der Winde und die bemerkenswerte Geschwindigkeit des „Graf Zeppelin" machten den Flug zu einem jo ungewöhnlichen Erlebnis." in Samaden gebracht. Filmstargagen. Auf Grund der Steuerveranlagung verdienten in Amerika innerhalb eines Jahres Harald Lloyd 8 400 000 Mark (2 Millionen Dollar), Mary Pick- f o r d, Gloria S w a n f o n und Norma Talma d g e je 4 200 000 Mark, Buster Kea ton erhält an Gage wöchentlich 8000, John Barry- more 10 000, Lilian Gish 7500, Adolphe Menjou 5000 Dollar durchschnittlich. Lon Chaney, Clare Bow, Collin More, Ruth Roland, Marion Davies und viele andere Filmdarsteller haben sich im Laufe ihrer Filmtätigkeit zu Millionären entwickelt. Fast fo steht es auch mit den deutschen Prominenten. Emil Jannings bekam für seine ersten Filme in Amerika schon 4 0 0 0 Dollar pro Woche, in Deutschland tausend Mark pro Tag. Der Regisseur Murnau erhielt für die Herstellung eines Filmes 40 000 Dollar und Ernst Lubitsch soll es Der japanische Kapitän K u s a k a erklärte: „Vertreter von vier Rationen verbrachten drei Tage auf dem Luftschiff, während derer sie sich w i e i m H i m m e l fühlten. Diese bemerkenswerte Leistung, die durch den deutschen Erfindergeist ermöglicht wurde, ändert die Weltkarte und macht Iapan zu einem wirklichen Rachbarn Amerikas. Der Flug des „Gras Zeppelin" wird dazu dienen, die Freundschaft und den guten Willen unter den Völkern zu fördern und eine neue Aera der Verständigung zwischen allen Rationen der Welt herbeizuführen, besonders zwischen Amerika, England, Deutschland und Iapan." Ein Glückwunsch aus der Heimat. Berlin, 26. Aug. (WTB.) Anläßlich der Landung des Luftschiffes „Graf Zeppelin" in Los Angeles sandte Reichsverrehrsminister Dr. Stegerwald folgendes Telegramm an Dr. Eckener: „Rach Tleberwindung der großen über Asien führenden ersten Teilstrecke haben Sie mit Ihrem Luftschiff nun auch als erstes Luftahrzeug den nördlichen Stillen Ozean in ununterbrochener Fahrt überquert. Den weitaus chwierigften Teil der Weltrundfahrt haben Sie somit bezwungen. Zugleich im Ramen des Herrn Reichspräsidenten und der Reichsregierung spreche ich Kapitän und Besatzung die herzlichsten Glückwünsche zu dieser für unser ganzes Vaterland hoch bedeut- amen Fahrt aus. Die Heimat ist voller Zuversicht auf die glückliche Beendigung Ihrer Fahrt und voller Stolz auf Sie und Ihr Werk." pariser Stimmen zum Zeppelin-Klug. Paris, 26. Aug. (WD.) Das Iournal des Debäts schreibt anläßlich der Ankunft des „Graf Zeppelin" in Los Angeles: Stimmen wir ohne zu zögern in die begeisterten Rufe ein, die von allen Seiten denen entgegenschallen, die über die Luft triumphiert haben. Sie haben ihren Sieg verdient. Sie verdanken ihn ihrer langen Beharrlichkeit, ihren vielen Versuchen in Friedrichshafen und Staaken und auch den Opfern des Blutes und des Geldes. Von 96 während des Krieges in Dienst gestellten Luftschiffen sind 29 den atmosphärischen Bedingungen zum Opfer gefallen. Dr. Eckener und seine Begleiter können, wenn sie auch durch den Erfolg berauscht sind, nicht unterlassen, oft an diejenigen zu denken, die untergegangen sind, um das herrliche Ergebnis vorzubereiten, das heute erzielt wurde. Viele sind dabei untergegangen. Diesen Tapferen, den Gelehrten, die das nun zum Teil gelöste Problem studiert- haben, dem Grafen Zeppelin, dem Erfinder und Inspirator des Luftschiffes und endlich der Mannschaft des 127. Zeppelin-Luftschiffes zollen wir Anerkennung, und dadurch ehren wir, ihre Feinde von gestern, nur uns selbst. Auch wir Franzosen haben wegen derselben großen Sache viele Opfer zu beflogen. Wenn doch die edlen Menschenopfer, die beiderseits gebracht wurden, als Lösegeld des Fortschrittes in Zukunft nicht mehr dem Kriege, sondern dem Frieden dienen möchten. Oer Siari nach Lakehurst. Los Angeles, 27.Aug. (WTB. Funkspruch.) „Graf Zeppelin" ist 12.14 Ahr nachts (9.14 Uhr MEZ.) nach Lakehurst gestartet. Die Flug- piahmannschaften schwenkten um 9.55 Uhr nachts das Heck des Zeppelins in westliche Richtung und trafen Vorbereitungen, um die Spitze des Luftschiffes vom Ankermast zu lösen. Dr. Eckener und die 16 Passagiere trafen um 10.37 Uhr abends auf dem Flugfeld ein. Sie kamen direkt von einem ihnen zu Ehren gegebenen Empfangsbankett und wurden unterwegs durch den riesigen Verkehr zwischen Stadt und Flugplatz aufgehalten. Die Passagiere begaben sich um 11.10 Uhr abends an Bord. Um 11.15 Uhr gab Dr. Eckener Befehl, Ballast abzuwerfen. Dann wurde die Spitze des Luftschiffes vom Ankermast gelöst und die Hallemannschaft bewegte sich mit dem Luftschiff über das Flugfeld etwa eine halbe Stunde hin und her. Während dieser Zeit wurde noch Post an Bord genommen und die technischen Einrichtungen wurden einer letzten Prüfung unterzogen. Schließlich machten die haltemannschaflen inmitten des Flugplatzes halt. Der Bug des Schiffes war nach Osten gerichtet und der Befehl zum Loslassen der hallelaue erteilt. Auf den Landstraßen in der Umgebung des Flugfeldes drängten sich viele Kilometer weit die Autos derjenigen, die die Abfahrt hatten miterleben wollen. schon auf hunderttausend Dollar für einen Film gebracht haben. Harry Liedtke wird bei uns in Deutschland mit 2000 Mark pro Tag bezahlt, Mady Christians mit 20 000 Mark für jeden Film, Ossi Oswalda mit 15 000 Mark und Asto Nielsen verlangt sogar 40 000 Mark. Einsturz eines Viadukts in Amerika. Ein über die Gleise der Pennsylvania-Dahn führender Viadukt stürzte ein, als sich d r e i Automobile auf ihm befanden. Die Autos fielen auf den Bahndamm. Don den Insassen war einer sofort tot, während die übrigen mehr oder minder schwer verletzt wurden. Ein größeres Unglück wurde dadurch verhindert, daß einer der Verletzten einem herannahenden Schnellzug entgegenlief und ihn durch das Schwenken einer roten Signalflagge rechtzeittg zum Halten brachte. Zusammenstoß zweier Flugzeuge in 1000 Meter höhe. In der Nähe des Flughafens Cameri stießen zwei Flugzeuge in etwa 1000 Meter Höhe zusammen. Beide Apparate stürzten ab. Beide Piloten waren auf der Stelle tot. Kinder auf den Schienen. Auf der ostpreußischen Rebenbahnstrecke Kruglanken—Treuburg wurden zwei Kinder des QLx* beiters Drosowski aus Treuburg-Abbau, die sich anscheinend infolge mangelhafter De- aufsichtigung auf dem Bahnkörper aufhielten, vorn Zuge überfahren. Der eine Knabe von zwei Iahren wurde getötet, dem zweiten Knaben im Alter von dreieinhalb Iahren wurde die Hand abgefahren. Blutige Schlägerei. In dem oberpfälzischen Weiler Dornau kam es zwischen mehreren jungen Leuten, die überreichlich dem Alkohol zugesprochen hatten, zu einer blutigen Schlägerei. Ein Sohn des Landwirtes Gaßner wurde getötet, der zweite Sohn so schwer verletzt, daß er im Sterben liegt. Zwei andere junge Leute, ebenfalls Landwirtssöhne, erlitten schwere, jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen. Der Täter, auch ein Landwirtssohn, wurde verhaftet. Zwei Frauen von einem Eber gelötet. Bei einer Treibjagd in der Rähe des Gutes Ostrowice bei Stanislau durchbrach ein riesiger Eber die Treiberkette, durchschwamm den Dnjestr und tötete zwei auf dem Felde arbeitende Frauen durch Stiche mit seinen Hauern. Die das Tier verfolgenden Iäger konnten es kurz darauf erlegen. Die Wetterlage. :ost •Seydlsf/ >3to DedecKt. q woixig. © oedeckt •Kegln * Schnee a Graupeln. = Neoel K Gewitter.(§)Wind$tiUL«O^ Mhr icicnter Osi massiger Südsouwesu (5 stürmischer nordwesl Oie Pfeile fliegen mit dem winde. Pie neiden Stationen stenenden Zahlen gehen die Temperatur an. Pie Linien verDinden Orte mit gleiche^ euf MteresmVeau umgereenneten Luftdruck Wettervoraussage. Der hohe Druck über Mitteleuropa wandert ostwärts ab, so daß damit ein Drehen der Winde nach Südosten und Süden verbunden ist. Mit der Warmluft setzt gleichzeitig ein Fallen des Luftdruckes ein, das die westliche Störung nach Deutschland an Ausdehnung gewinnen lassen wird. Das heitere Wetter hält zunächst noch an, jedoch wird im Laufe des morgigen Tages bereits Bewölkung über unserem Bezirk aufkommen und später auch mit der Bildung von Gewitterstörungen und dem Auftreten von Nie- verschlügen zu rechnen sein. Die Temperaturen steigen zunächst weiter an. Wettervoraussage für Mittwoch: Weitere Erwärmung, nach anfänglich heiterem Wetter später aufkommende Bewölkung, trocken. Wettervoraussage für Donnerstag: Wolkiges Wetter mit Reigung zu Gewitterstörungen und Riederschlägen, allmählich leichte Abkühlung. Lufttemperaturen am 26. August: mittags 22,2 Grad Celsius, abends 15,1 Grad: am 27. August: morgens 11,5 Grad. Maximum 22,2 Grad, Mini- mum 8,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 26. August: abends 24,2 Grad: am ^7. August: morgens 16,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 11 Stunden. Reisewetterdienst der amtlichen Wetterdienststelle Gießen. Bayern (Garmisch-Partenkirchen): Gestern kühle Rocht, meist heiter: heute morgen heiter, Südwind, 15 Grad. — Berchtesgaden: Gestern kühle Rächt, meist heiter: heute morgen heiter, Ostwind, 13 Grad. Baden (Baden-Baden): Gestern kühle Rächt, teils heiter, teils wolkig: heute morgen heiter, Ostwind, 15 Grad. — Freiburg: Gestern der Iahreszeit angemessene Temperatur, meist heiter;, heute morgen heiter, Windstille, 16 Grad. Rheingebiet (Köln): Gestern der Iahreszeit angemessene Temperatur, meist heiter; heute morgen heiter, Südostwind, 16 Grad. Küste (Westerland a. Sylt): Gestern warmer Tag, meist heiter: heute morgen heiter, Südostwind, 15 Grad. — (Borkum): Gestern warmer Tag, meist heiter; heute morgen heiter, Südwind, 14 Grad. 8^ gehen t>' ist K ist. § Lwalere solcher? wiev'el vor <7 ve S-r Schl den TU den ist in , -Dellen! Dudersn tragt !' in ihr£ kommen sie sich l bin unc" roh. stch oder wer die 3un( im Gnu treiben, Zweck c entlprir Schmer zerrten die Kr ihr Lei darum, davon, den G Knaber gehen retten: Leben, ist aus finge 1 zu qti waren Folgen sie mit sinn de Dan vorzustc nistes ist. lvn Mar nähme ist, es mehr Sin । Scher: noch Fälle Mwis! vcher ein h ander '' Gold- und Silberdruck: Die FREUDE des KTJRMARK-RAUCHER?- SPEZIAL-MAZEDON EN-MISCHUNG CIGARETTEN etölel. des TuteS ich ein rie- tvamm den m Felde mit feinen 'äger fonn- der neuen. Gpochef dere JnstcmdsetzungSarbeiten und Innenarbeiten bei Hochbauten nach Möglichkeit in den Wmter» monaten durchzuführen. Die Befchaffungsstellen sind gleichzeitig gebeten worden, über öu Er- fahrungen, die sie bisher mit der Durchführung von Qkruten im Winter gemacht haben, zu be- Lander- unL Städtewappen aller Erdteile in vhe. Waifttnen. ’ltt» Waten -dten l6cnu «ordwtrt , jitntoötn U* zu anl aau tarn eS : überreich. 8u einer LandivirteS le Sohn so en liegt. Landwirts, bensgefähr« ein Land« -cke Krug- des Ar- J. die sich er De. körper , Dereine lei. dem Bb 2oh. !W Klus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 27. August 1929. Was nicht sein dürste. Scherz und Humor sollen sein. Sie erheitern und erleichtern das Leben. Auch necken können die Menschen einander, und eine nette Reckerer kann sehr wohl eine angenehme Stunde bringen. Aber stets soll man wissen wie weit djeReckerei gehen darf, und je harmloser sie ist, desto besser ist sie. Denn wenn sie mit Gefahr verbunden ist ist "sie keine Reckerei mehr, sondern wird zur Quälerei dessen, den man necken will. Aber auch solcher mißverstandener Scherz ist gang und gäbe, wieviel davor auch schon gewarnt worden vor allem wieviel traurige Folgen er nach sich das ZUoppenschitöT an, dciTL jeöeriruxruL erkennet. 1, Gießen. JC v Keßer" scheid heiler. S" m HM. -As ft y“1, rad. ।ßü5* n ^warm? Jestern? n hert-r. Adreßbuch der Stadt und des Kreises Gießen. Der Abschnitt III mit den Einträgen der Buchstaben S bis D in das alphabetische Einwohner, und Zinnenverzeich. nis der Stadt Gießen liegt 3 Tage, vom Donnerstag, dem 29. bis einschließlich Samstag, den 31. August zu jedermanns Einsichtnahme in unserer GeschästSstelle offen. Die zuständige Einwohnerschaft GießenS sowohl alS die beteiligten Behörden und öffentlichen Körperschaften usw. werben um Prüfung der Einträge auf Nichtigkeit und Vollständigkeit hiermit gebeten. Für Fehler und ün- richtigkeiten kann keine Haftung übernommen werden. Oberhessischer Adrehbuchverlag Gießen Schulstraße 7 Eingang von der Kaplaneigaffe aus. ein unüberlegter oder ein roher Mensch, und manchmal beides ist. Taten für Mittwoch, 28. August. Sonnenaufgang 5.05 illjr, Sonnenuntergang 18.57 älhr. — Mondaufgang 22.16 Uhr, Monduntergang 14.48 älhr. 1749: Wolfgang von Goethe in Frankfurt a. M. geboren (gestorben 1832); — 1802: der Dichter und Germanist Karl Simrock in Bonn geboren (gestorben 1876). Gießener Wochenmarktpreise. Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200—210, Matte 30-35, Wirsing 20 bis 25, Weißkraut 15-20, Rotkraut 20—25, Gelbe Rüben 10—15, Rote Rüben 10—15, Spinat 20 bis 30, Römischkohl 10—15, Bohnen, grüne und gelbe, 30—35, Erbsen 25—30, Tomaten 25—35, Zwiebeln 10-20, Kürbis 8—10, Pilze 40—45, Kartoffeln 5—6, Frühäpfel 15—25, Falläpfel 4 bis 5, Dirnen 10—30, Heidelbeeren 40—45, Himbeeren 50—55, Preiselbeeren 45—55, Pfirsiche 45—55, Pflaumen 10—15, Zwetschen 15—25, Mirabellen 20—25, Reineclauden 20—25, Junge Hähne 120—130, Suppenhühner 100—120 Pf. das Pfund; Tauben 70—90, Eier 14—15, Blumen- kohl 30—80, Salat 15—20, Salatgurken 15—30, Cinmachgurken 2—4, Endivien 10—25, Ober-Kohlrabi 10—15, Lauch 10—15, Rettich 10—20, Sellerie 10—20 Pf. das Stück; Radieschen 10 bis 15 Pf. das Bund; Käse 10 Stück 60—140; Kartoffeln per Zentner 4.50—5.00 Mk. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Der Tanzstudenf und „Born Täter fehlt jede Spur". ^Da vergnügen sich einige junge Leute, kaum der Schule entwachsen, einer der Jungen sogar noch schulpflichtig, harmlos und ganz.dem sonni- den Tag hingegeben, indem sie nut EmemKahn den Dorfteich befahren. Echt^ rechte Fröhlichkeit ist in ihnen, sie freuen sich an dem leichten Wellenschlag, freuen sich, wenn der Kahn dem Ruderschlag gehorcht und durch die Flut hm- trägt, sind ganz der Stunde hingegeben, ganz in ihr Spiel vertieft. Ein paar altere Burschen kommen hinzu. Um sie zu necken entledigen sie sich der Kleider, schwimmen zu den 3ungen hin und d rohen, sie ins Wasser zu Wersen. Es ist roh, sich an der Angst der andern zu werden; aber wenn diese Drohung den Zweck gehabt hatte, die Jungen darauf aufmerksam zu machen, daß sie im Grunde auf einer gefährlichen Flache dahintreiben, man könnte sie sich gefallen lassen. Diesen Zweck aber hat die Drohung nicht, sondern sie entspringt der brutalen Freude daran, den andern Schmerz und Angst bereitet zu haben. Mit verzerrten Zügen, mit Tränen in den Augen betteln die Knaben, sie in Ruhe zu lassen, betteln um ihr Leben. Aber die Rohlinge kümmern sich nicht darum. Sie werfen den Kahn um und gehen davon, das häßliche Lachen der Schadenfreude auf den Gesichtem. Sie freuen sich daran, Wie die Knaben hilflos im Wasser herumplatschem, dann gehen sie davon. Zwei der Knaben können sich retten; der dritte versinkt in die Flut. Em junged Leben das sich eben noch am Sonnenlicht freute, ist ausgelöscht. Ausgelöscht, weil einige Rohlinge ihren Gefallen daran hatten Schwächere zu quälen, und weil sie auch noch brutal genug waren und unachtsam genug, nicht nach den Folgen ihres Handelns zu fragen. Scherz haben fie mit Roheit. Reckerei mit bodenlosem Leichtsinn verwechselt. t m Man braucht sich nur den Jammer der Eltern vorzustellen, um die ganze Tragik dieses Ereignisses zu ermessen, das lern Phantasieprodukt ist, sondern das sich kürzlich abgespielt hat. Man sagt vielleicht: Em besonders krasser Ausnahmefall. Aber wenn es em Aus.'iahmefall ist es ist nicht das Derdienst derer, die Scherze mehr ober minder gewagter Art unternehmen. Ein glücklicher Zufall verhindert, daß mancher Scherz, der um ein Haar übel auslaufen muß, noch glimpflich vorübergeht. Wer solche krasse Fälle können dringliche Ermahnungen Jem, nut gewissen Dingen nicht zu spielen, sondern den Scherz auf Harmlosigkeiten zu beschranken. Rur ein harmloser Scherz ist ein guter Scherz. Jeder andere zeugt davon, daß der Scherzende entweder Adam H e ll to i g zum Oberjustizsekretär bei einem noch zu bestimmenden Amtsgericht, der Justizpraktikant Karl Stoppelkamm zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Butzbach, der Justizpraktikant Karl Minor zum Oberjustizsekretär bei einem noch zu bestimmenden Gericht, der Justizpraktikant Hemrich Kasper zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Hungen, der Justizpraktikant Georg Geidel zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Alsfeld, der Justizpraktikant Philipp Glenz zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Tübingen, der Justizpraktikant Adam Franz Kolb zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Ortenberg, der Kanzleigehilfe bei dem Amtsgericht Homberg, Bersorgungsanwärter Fritz Ham- mcl zum Kanzleiassistenten, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Darmstadt 1 Wilhelm Renke l zum Kanzleiassistenten, sämtlich mit Wirkung vom 1. August 1929 ab; der Kanzleigehilfe bei dem Amtsgericht Altenstadt Wilhelm T h e t h zum Kanzlisten mit Wirkung vom 1. September 1929 ab. ** Eine Siebzigjährige. Ihren 70. Geburtstag feiert morgen, 28. August, Frau Henriette Goldschmidt geb. Wertheimer, Kaplansgasse 14, in voller Frische. "Arbeitsunfall. Gestern nachmittag verunglückte im Basaltwerk Ortenberg der Arbeiter R ö d l i n g ; durch herabfallende Steine erlitt er außer anderen Verletzungen einen schweren Schädelbruch. Der Bedauernswerte mußte durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik nach Gießen verbracht werden. •* Durchführung von Bauten im Winter. Bei der gegenwärtigen Lage des Arbeitsmarktes und den wenig günstigen Aussichten für den Winter erscheint es in diesem Jahre besonders dringlich, die Beschäftigung des Baugewerbes möglichst weit in den Winter hm em fortzusehen. Der Reichsarbeitsminister hat daher wie in früheren Jahren so auch in tnefem Jahr bei den Deschaffungsstellen des Reichs und der Länder und bei den kommunalen Spitzenorganisationen angeregt, öffentliche Bauten, insbeson- ** Ausbesserungsarbeiten am Uni- versitätsgebäude. Am Hauptgebäude unserer Landesuniversität in der Ludwigstraße werden feit einigen Wochen größere Reparaturarbeiten an der Fassade vorgenommen. Es handelt sich hierbei in der Hauptsache um eine (Erneuerung des Außenverputz- anstrichs, der Hauptgesimsabdeckungen und der Fenster sowie um Ausbesserungen der schadhaft gewordenen Steinhauerarbeiten an Gesimsen und Fensterabdeckungen. Die Schäden sind teils als Alters- erscheinungen anzusprechen, teils auch auf Wltte- rungseinflusse zurückzuführen. Die Wiederberstel- lungsarbeiten dürften sich voraussichtlich noch über etwa vier Wochen erstrecken. ** Städtische Grummetgrasverstei- gerung. Bei der Grummetgrasversteigerung der Stadt Gießen wurden bei großer Nachfrage im Durchschnitt pro Morgen folgende Preise erzielt: von den Wie en im Neustädter Feld 15 bis 20 Mark, von den Wiesen im Heegstrauch 25 bis 30 Mark, van den Wiesen im Wiesecktal 50 bis 60 Mark. •* Aufgehobene Straßensperrungen. Das Hessische Polizeiamt teilt mit: Die Sperrungen der Bahnhofstraße zwischen Mühlstraße und Neustadt und der Neustadt zwischen Bahnhofstraße und Westanlage sind aufgehoben. ** Iustizpersonalien. Es wurden ernannt: der Justizinspektor bei dem Amtsgericht Butzbach Otto Schröder zum Juftizinspektor bei dem Amtsgericht Darmstadt I, der Ober- justizsekretär bei dem Amtsgericht Alzey Wilhelm Hardt zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Butzbach, beide mit Wirkung vorn 16. September 1929 ab; der Justizpraktikant Heinrich Filin Qe, la. & rend bit letzt tDUt, M der. m Heron- un& ihn ^Iflaggc i wandert ostz er Winde nad) Rit der Wann- Alanb an W-' wPE im Lause des über unserem B der MA treten oon 9 iperaturen P Akittvoch: Big iw' 5 Atz Ä Mus'- | -®£n. alt. Gebot, der Zünfie roar: | „ Bürgschaft leisten. für ein, sauber und orbentifdVGUerfc. i^)em, jum. (Deister bestellten. (Darme mord solches Recht 311. bürgen in. feierlicher Zeremonie beurkundet, verbrieft und versiegelt. richten. _ , , . 3m Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, gibt es seit gestern em neues Programm; gut zusammengestcllt, unterhaltsam und sehenswert. Eine interessante Sache ist oer älfa-Film .DomTäterfehltjedeSpur , der bei seinem Erscheinen in Berlin emen bemerkenswerten Erfolg hatte; das Ganze kommt etwas schwer in Gang, steigert sich aber vom Spielfilm zu einer äußerst spannenden Kriminalreportage, die tadellos photographiert ist. Regie: C. I. David. Eine gewählte Besetzung mit teilweise brillanten Cinzelleistungen (G e r r 0 n, S t a h l - Rachbaur, Kämpers, Rehkopf). — Im „Tanzstudenken" (Manuskript: Pros- lauer- Regie: Guter) macht der liebenswürdige Willy F r i k s ch in der Hauptrolle eine sehr sympathische Figur; seine zahlreichen Derehrerm- nen seien auf diesen Film hingewiesen. •* Treffen d e s Ge sa m t-BHC. Für den letzten Sonntag hatte der Gesamtvorstand des VHC. ein Tressen auf der Herchenhainer Höhe ausgeschrie. ben. Zahlreiche Vereine und Einzelwanderer aus dem ganzen Hessenlande hatten sich auch eingefunden, um zunächst die Heldengedächtnisfeier am Denkmal mit- zuerleben, den sich anschließenden Flügen der Segel- s portflieger zuzuschauen. Lehrer Ludwig Der n (Offenbach) erwähnte in seiner Begrüßung, daß dies die erste Gedächtnisfeier des Gesamtoereins seit Eim weihung sei. Frl. Anna Gilbert (Offenbach) sprach dann einen Prolog. In der Gedächtnisrede des VHE.- Bruders Ludwig Dem wurde ausgefuhrt, daß Vater Bender, der durch Krankheit am Erscheinen verhindert war, die Anregung zu der Veranstal- tung gegeben habe. Seinem begeisterten Wirken ist es zu danken, daß das Jugendheim und das Denkmal auf der Herchenhainer Höhe entstanden find. Der Redner gelobte, dos begonnene Werk von Professor Bender weiterzuführen und zu vollenden. Mit dem Dank an ihn verband er auch den Dank an alle gefallenen Brüder. Der Redner forderte, daß jeöermann pflichttreu sei im Dienste an der Volksgemeinschaft; am Tage von Tannenberg dürfte auch der Name unseres Reichspräsidenten nicht vergessen werden, als des erhabensten Vorbildes deutscher Treue. Nach der Kranzniederlegung folgten einige Augenblicke stillen Gedenkens, worauf der gemeinsame Gesang des Liedes vom guten Kameraden einsetzte. An das dreifache „Frischauf" schloß sich der gemeinsame Gesang des Deutschlandliedes an. Em Segelflugzeug- übrer legte im Namen der Frankfurter, Mainzer und Offenbacher Flugsportvereine emen Blumen- strauß nieder. Diese drei Vereine wollen die Herchen- Hainer Höhe, die sie als sehr günstiges ^luggelande bezeichneten, zu ihrem dauernden Flugplatz machen, und verspürten die Pflicht, sich dem VHC. an]u> schließen, wofür der 1. Vorsitzende^ Dr. B r u ch - Häuser, dem Sprecher dankte. Der Offenbacher VHC.-Dichter Peter Fuchs trug ein den Gefallenen gewidmetes Gedicht vor, wonach der Vorsitzende als Abschluß zum gemeinsamen Gesang des VHE.-Liedes „Dir meinem Vogelsberg" aufforderte. Kurz nach der Feier begannen nun die kühnen Flieger auf ihren selbstgebauten Apparaten ihre Segelfluge. Erne große Menschenmenge hatte sich eingefunden. Die Fluqleistungen waren zum Teil recht beachtlich. fobspruch-lhr /oräemvSZ, .KU&MARK-PR1VATEA.CKUNG. (ohne Preisaufschlag) Als ttepedsentutlmspacJlung für Geschenke und teste, den naucu. n XÜL Gießen, 26. August 1929. Gießen, Erfurt, Gotha, Berlin, den 26. August 1929. 7067 Die Trauerfeier findet Mittwoch, den 28. August, nachmittags um 21/, Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 05437 Nachruf! der Vorstand. 7073 L Gießen, den 27. August 1929. renoviert 7077V 054 M Alle Saison delikatessen Bahnhofs-Restant Warme und kalte Köche/ff. Weine 6942A 7052V Cafe Amend tito, 1 Trumeauspiegel. 7076 D Drucksachen aller Art mit verstärkter Hauskapelle LkUHI lche Drucker«! Neues selbsteingemachleS auerkraut Pfund 30 4 1 Regulator. 7063D Jahres-Produktion 12 Millionen Stück 3unfer, SerWsvWeM In Gießen 497 ID Wtefecker Weg 16. Telephon 3383. Pfund 50 -) Pfund 55 \ 3-4pfündig.. im Ausschnitt Sch waabs Weinstuben Gegründet 1888/ Bahnstation Abendstern / Telephon Nr. 84 Amt Gießen Gießen-Abendstern Beamter sucht 4-Zimmer- Wohnung. Schrift!. Anaeb. uni. 05420 n. d. Gieh. Anz. Doppelfalzziegel Biberschwanzziegel Firstziegel naturrot - altschwarz - altbraun Th. Erb Polster- und Dekorationsgeschäft Sonnenstraße 12 KvffcheBmkUuge aus täglich frischer Sendung Pfund 45 4, die Stifte nut netto 5 Pfund Pik. 1.90 3-4-Zimmer- Wohnung gesucht. Schr. Angeb. unter 05442 a. d. Gieh. Anz. Sonderkonzerte finden jeden Mittwoch statt 7074D Zum Ausschank gelangen das vorzügliche Fürstenberg-Bräu, das beliebte Exportbier des Gießener Brauhauses, das bekannte Münchner Löwenbräu (dunkel) Bekanntmachung Mit Genehmigung des Herrn Ministers des Innern vom 21. Juli 1929 zu Nr. M. d. 1.11/4056 ist für die Stadt Gießen mit Wirkung vom 15. August 1929 eine neue Polizeiverordnung über die Einfuhr und Durchfuhr von frischem Fleisch erlassen worden. Auf die Veröffentlichung der Polizeioerordnung im Amtsverkündigungsblatt Nr. 58 vom 16. August 1929 wird verwiesen, sie liegt außerdem von heute ab im Stadthaus, Bergstraße 20 — Zimmer Nr. 12 —, zur Einsichtnahme offen. (7056C Gießen, den 26. August 1929. Der Oberbürgermeister. 1.23.: Klingspor. Die trauernden Hinterbliebenen: Frieda Gerstenhauer geb. Möller Horst Gerstenhauer nebst allen Verwandten. Gesucht 4'S-Zimmer- Wohnung nebst Znbebör für alsbald. Schriftliche Angeb. unter 70701) an den Gieß. An». AlsWMM Umständehalber sehr preiswert abzuacb. 7159Dl Steinitr 7S, Stiche Sische Mittwoch früh 9 Uhr eintreffend: ff Schellfische o. K.....Psd. 70 Feinster Nordsee-Cabliau o. K. SiwtzpW von industriellem Unternehmen in Vertrauensstellung gesucht. Gute Schulbildung und kaufmännische Ausbildung, leichte Auffassungsgabe. Schriftliche Angebote mit Lebenslauf. Zeugnisabschriften u. Angabe von Referenzen unt.7069D q. d. Gieß. Anz. Stückrath & Bender G. m. b. H. Möbeltransport Walltorftraße 49b Telephon 3519 Ardie 500 ccm, Jahrg. 28, fast neu. zu verk. nM?« Johannes Scheid, Allendorf a.d.Lda. Zwet gut erhaltene Dezimalwaagen billig zu verknusen. Karl Schmidt Neuenweg 42. Wir verk. im Auftrag folg. Gegenstände: 1 komvl. Schlafzimmer litaliemsches Nußbaum» 1 weißes Gasherdschränkchen. 1 lack. Kommode iNußbaum), 1 Po l st er - bank, 1 Toilettentisch. 1 Eisschrank, 1 Anrichte, 2 Stühle, 1 Real fweih), 2 nußb. Stühle, 1 Teppich, 1 kl. Schränkchen (Eiche» 1 Standuhr «Altertum), 1 Handtuchständer, 1 Waschgestell (Eisen), 1 kl. Tisch, iWandspruch, lAblaufbrett, 1 Untergestell v. Gasherd (Eisen). 1 Perlvor- hang, 1 Servierttsch mit Bock. 1 eis. Feldbett, 1 Stuhl, Igr. Bilderrahmen, 1 Bild, 1 Wäschebuff, 1 Divan. 1 Küchenschrank, 1 Klubgarnitur (6 Sessel, 1 Sofa» 1 Ver- Badeartikel ssa«-* von Salomon »x, 7I78A Samstagabend entschlief nach kurzem schweren Leiden mein innigstgeliebter Mann, der treusorgende Vater seines Kindes Paul Gerstenhauer im 47. Lebensjahr, Grüne Bohnen, frisch und zart. Pfund 20 Pf., Tomaten, per Psd. 20 PL Ealat- gurken, 10—40 Pf. per Stück. Endivien, 10—15 Pf. pro Stück, zarte Kohlrabi, Kopfsalat, Sommer- u. Winier-Blätter- Svinat sowie alle anderen Gemüse zu billigsten Selbsterzeugerpreisen, großblumige Schnitt Aitern sehr billig. [0MM Wtederverkäuser Vorzugspreise. Gärtnerei «k. Seih Laden: Neuenweg 52.______ Stallbodenplatten der beste und gesündeste Belag für Viehställe Ringofensteine Mittwoch,dcn 28. August, nachm. 2 Ubr, versteigere ich dahier, Neuenweg 28 (im Löwen), zwangsweise gegen Barzahlung: 4 Vertikos, 4 Chaiselongues, 2 Tische, 8 Stühle, 2 Rohrsessel, 5 Schreibtische, 5 Sofas, 3 Ztmmertepviche, 2 Ltnoleum- teppiche, 1 Schrankgrammophon, zwei Trumeauspiegel, 2 Bücherschränke, eine Küchenanrichte, IDreschwagen m.Strohpresse und Streubläser, 1 Proieklions- avvarat mit Linse. 1 Kraftwagenmotor iBomag), 1 Küchenbüfett, 4 Pianinos, 3 BüiettS, 1 Fahrrad. 4 Nähmaschinen. 1 Motorrad (Stock», 2 Schreibmaschinen, 1 Patentrahmen, 1 Deckbett, 2 Kissen, 1 Wollmalratze, 1 Kredenz, 1 schweren Kastenwagen. 2 Ladenlheken. 3 Laden- regale, 1 kleine Holzkasse, 5 Ausstellungsgefäße. 20 Flaschen Sekt. 1 Schreibtisch- ftubl, 25,90 'Dieter engl. Serge. 8 Meter Trikot, 65 Meter ^uttetitoff. 114 Paar Damenstrumpse 1 Ladenwolf, 12 weiße Metzgerschürzen, 1 GaSmurstkessel, zehn Mevgerktttel, 1 Sckntellwaage. 2Z-leisch- roölfe, 2 tzleischkutter, 1 ^-leischschnetde- maschine, 9 verschiedene Svalter, 1 Ausziehtisch, 1 alten Schrank, 1 Zterschrank, 6 ovale Zinkwannen, 1 National- registiierkasse, 1 Waschmaschine mit Motor, 10 Oesen, 5 Gasherde, 1 Feld- schmtede, 2 Zentner Holzstifte, 15 Pack Hanfgarn, 24 Paar Gamaschen, 15 Dlzd. Hosenträger, 20 Paar Herrenleisten, 25 Dtitzend Gummiabsätze, 30 Schuhbürsten. 10 Schaffelle, 1 Schärsmaschiue, 2 Aktentaschen, 2 Koffer, 1 Lederwalze, 2 Sckuhmacher-Nähmaschtnen. 6 Leder- flüble, 1 Weißzeugschrank, 12 Dutzend Alvaka-Messer-, -Gabeln und -Löffel, Seelachs o. St., feinste Nordsee- Ware, im Ausschnitt-- Psd. 40 S) Bratfischc...........Pfund 30 Goldbarsch 0. K.....Pfund 40 4 Grüne Heringe.....Pfund 25 4 Fischfilets.....Pfund 60 u. 75 4 Koteletts.....Pfund 45 u. 60 4 Morgen abend 17. Sonderkonzert Tonwerke Abendstem —™—l"™™- G. m. b. H. 8 Nr.2091 an das Fernsprechnetz angeschlossen | Vermietungen | Siele 4-3immer- öoBnang i. südl. Villenviertel, m. komsort. Ausbau, auch an Auswärtige, zu vermieten. Schriftl. Angebote unter 05352 an den Gieß. Anz. erbeten. Alleinst. Dame gibt berusl. tät.Jräul.ein möbl. Zimmer billigst ab, u. Um st. mit Pension. Schr. Angebote unt. 0542t n. d. Gteß. Anzeiger. | Mietgesuche | b-8-Zimmerwohnung mit Zubehör ges. Schr. Angeb. u.05441 a. d. Gieß. Anz. erb. 5-Zimmer Wohnung für sofort ob. 1. Oki. 1929 gesucht. Schriftl. Angeb. unter 05431 an den Gieh. Anz. WM sämtl. Sorten [eeeiD Kuns’tUinger stets auf Lager, auch Lieferung an Verwendungsstelle. H. Trechsler Steinstr. 73. Tel.3581 [Verschiedenes j Verloren goldene Bluien- Nadcl mit rotem Stein auf dem Wege Ebelitraße Wilhelm- straße.- Bergschenke. Geg. Belohn, abzug. Hermann, Ebelitr.12. Veige-Kindersporl- Wefie verloren vonderGoetheschule bis LudwtgSplatz. Der Finder wird gebeten, dieselbe geg. Belohng. FriedcnS- ttrafre 13 L, abzug. Vereine Hubertus Mittwoch, 28. August Schiessen 5—5V, Kugel 5Va ipktl.) ab: Schrot SkNNMM!mSefiL0f LViv wavnen Sie IhrenBewerbungen auf Anzeigen ohne Namen Zeugnisse, Uttundcn od. sonst wichtige Papiere beizufügen: Abschriften genügen zur Sintcltung v. Anstellungsverhanb- lunaen. Ott Ist und der Austraggcver unbekannt und In diesenFällen können wir nichts tun für d. Wiedererlangung der Bewerbungsunterlagen GieSenev Änrersev Gesttcht zuvcrläff., evangcltfcheö Mädchen Gelegenheit zum Kochenlernen. 7UMD Sviviz Svein. Sos Frankfurt a. M„ Buchgasse 1. Ehrliches, sittsames jnnsres Mädchen vomLande.d. gründ!. d.Hausarb. veri'L zu sof. Eintr. bei gutem Lohn gesucht. 7071 l) Jiaak NciS,Metzger Offenbach a. M., Große Marktstr. 5. Ordentliches Mädchen für halbe Tage sofort gesucht. 05438 Frau E. Geilfus, Westanlage 51 v. |Stellengesuche| Gesucht für löiähr. Mädchen Lehrstelle als Verkäuferin oder Modistiu. Zu erft. i. d. Geschst. d. Gieß. Anz. 05436 | Verkäufe” EWkÄ zu kaufen gesucht, Höhe 1,40-1,60 Mtr. Schriftl. An geb. unt. 05424 a.d. Gieß.Anz. | Empfehlungen! Schwedisches Knäcke-Brol wieder frisch ein- getronen [lM2T Proben auf Wunsch unberechnet. Relormhaüs Krenzplitz 5. 111111111111111111111111111111111111 Jeden Mittwoch 9*/2 Ubr [<»483 Zwiebelkuchen. Bäckerei Euler, Ludwigövlatr 3. miiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiin Speise-und Salai- karioffeln in prima Qualität, empfiehlt billigst W. Mel Ww. Neuen Baue 7, Televb. 26)2. 45D SviMe Pveitzelbeeven beute u.nächst. Montag eintrefiend: Pfund 55 4, 10 Pund Mk. 5.- Svische LVerntvaube« daS Pfund 50 -) Fr. Tomaten. Bananen, Zitronen, Blumenkohl, Salatgurken WMSMMW Kolonialwaren, Feinkost Babnbofstr. 27, Fernivr. 3631 _____________ t>495A MJ-Zininier-Heg oder Einfamilienhaus für 1. Okt. gesucht. Abfindung und hohe Miete wird bezahlt. Stückrath & Bender G.m.b.H. Möbeltransport 7qbiU Telephon 3519 Für untere weltbekannten elektr. Haus- haltungsmafchinen fuchen wir noch einen liichliOen Vertreter ZUÖ5D Elektrolux G.m.b.H. Diezftraße 4 Gie&en Telephon 2550 Hiesiges industrielles Werk sucht zum 1. Oktober d. J. fortbildungsschulfreien kriileW mit höherer Schulbildung. Schriftliche Angebote mit Lebenslauf unter 7066D an den Gieß. Anz. erbeten. Gußeiserner Heed 90x60. sowie gußeiserner Ofen zu verkaufen, [ r.m Krosdorier Str. <>. 3-4-Zimmer- Wohnung von jungem Ehepaar für 15. September gesucht. Schr. Angeb. unter 05386 an den Gieß. Anz. erbeten. Staatsbeamter sucht 3-4-äimmet- WWW zum 1. 10. ob. 1. 11. Schriftl. Angeb. unt. 05443 a. d. Gieß. Anz. Dauer mieter sucht Mil» sep., evtl. TeL z. 1.9. Schriftl. Angeb. mit Preisang. unt. 05429 an den Gieh. Anz. Aelterer, gebildeter Herr fuchttnGießen rubiges, behaglich möbl. Zimmer für unges. 6 Monate ab 1. Okt. ob. etwas früher. Schriftliche Angeb. unter 7064D an ben Gieß. Anz. Ein leereS Zimmer mit Küche oder zwei kleine Zimmer für sofort gesucht. Schr. Ang. unt.05426 an den Gieh. Anzeig. | Stellenangebote| Vertreter ob. Oberreifende m. Unterreisenbenlauch Srauen) für gesetzl. gesch. u. hoh. Gewinn bring. slleuheit für Stabt- und Landbez. sofort gesucht, lieber 100 Prozent Verb. Enormes Geschäft für Hänbler u. Hausierer, da jede Hrau kaufen muß. [-«<0 Angebote sofort an R.Povve, Leipzig, Demmeringstr. 87. Gesucht zum sofortig. Eintritt (Mienet 6hnufieut (Wahlschein IIIb) Offerten m.ZeugntS- abschristen an l^D öotei SeMflyer Sof Butzbach. Guten Torfrm'fi abznacben. [70570 6i?gmunö Hofenßßum Gietzen, Monks. Slr 29 | Kaufgesuche ] 2 bis 3 ".UtOVflCH Wes £mso für Gärtneret geeignet, in Gießen oder Umgebung gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 05425 a. d. Gieß. Anz. Pritschenwagen (Pferderoller) gegenKasse zu kaufen gesucht. VWIlMelVI. Bellersüeim Die Trauerfeier findet Mittwoch, den 28. August, nachmittags '/,3 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes, statt. Um rege Beteiligung bittet Bund der Hotel-, Restaurant- und Cat^-Angestellten. Für die uns aus Anlaß des Heimganges unserer lieben, treusorgenden Mutter bewiesene Teilnahme sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. Plötzlich und unerwartet starb unser lieber Kollege und Bundesbruder Paul Gerstenhauer An den Folgen eines Unglücksfalles während seines Urlaubs verschied am 24. August unser Oberkellner Herr Paul Gerstenhauer Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Adolf Geisse Wir verlieren in dem Verstorbenen einen fleißigen, pflichtbewußten Mitarbeiter von großer Treue und Anhänglichkeit, dem wir ein ehrendes Andenken bewahren werden. Fa. H. Hettler Nr. 200 Zweiter Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Dienstag, 27. August 1929 Das Iranz-Zosesslaud - Sowjetgebiet. Pryffegeographie »6 liegenden an. daß sollte, zu und um« riums des Franz-Josefslandes werden für den Wetterdienst in Osteuropa, auf dessen Klima die atmosphärischen Verhältnisse im äußersten Vörden entscheidenden Einfluß ausüben, von größter Bedeutung sein. DAS FRANZ JOSEF-LAND- — SOWJETGEBIET. meisten der Briese waren an Offiziers baten eines damals an der Grenze Truppenteils adressiert. Man nimmt der Kurier, der den Postsact befördern wanderte nach Amerika aus und geriet nach seiner Rückkehr auf dem Heimweg von Lissabon nach Polen unter eine Gauklerbande, die ihm die ersten Tricks beibrachte. Die drei Fratel« l i n i s . die jetzt in Berlin austreten, stammen aus einer altitalienischen Artistenfamilie, während der Vater des berühmten Clowns G r o cf. der eigentlich Weltach heißt, ein Gastwirt aus der französischen Schweiz ist. ten lürzlich — ausdrücklich heißt es da „kürzlich" — über die Landstraßen von Arizona. 2n der Rähs des Dörfchens Oatman suchten sie ein altes verlassenes Haus auf. um dort die Rächt zuzubringen. Ihres Bleibens war da freilich nicht lange, denn sie mußten bald feststellen, daß die Ruine einer ganzen Familie von Klapperschlangen als Wohnung diente. So mußten die beiden bei Mutter Grün logieren, was sie derart ärgerte, daß sie am nächsten Morgen aus Rache die alte Schlangenvilla mit einer Dynamitpatrone vollends zerstörten. (Amerikanische Landstreicher haben offenbar stets Dynamitpatronen bei sich.« Als sie dann weiter wandern wollten, bemerkten sie, daß durch die Explosion eine Art Keller freigelegt worden war, den sie nun mit ebensoviel Reugier wie Vorsicht betraten. Zu ihrem Erstaunen sanden sie in einer Ecke das Skelett eines Maulesels mit einem Sattel, an dem ein noch gut erhaltener meins gehört hatten. Denn was für die glücklichen Finder das Wichtigste toar: die Mehrzahl der Briefe war mit alten Marken beklebt, die heutzutage zu den begehrtesten Seltenheiten gehören. So sanden sich darunter mehr als 100 blaue Marken mit dem Bildnis Washingtons, die heute einen hohen Wert besitzen und von denen alsbald mehrere von einem Briefmarkenhändler für eine ansehnliche Summe an- getauft wurden. Ferner waren viele Briese mit den jetzt so seltenen sogenannten „Postmeistermarken" frankiert, die in den Katalogen und im Handel mit hohen fünfstelligen Ziffern bewertet werden, zum Teil bis zu 10 000 Dollar für ein einzelnes Stück. Wie es heißt, hüten sich aber die beiden pfiffigen tramps, ihre ganze „Sammlung" so schnell herzugeben,— sie vermuten wohl, vielleicht mit Recht, noch steigende Kurse und damit eine ..Kapitalserhöhung". Die Geschichte klingt fast zu schön, um wehr zu sein. a Archangelsk SOWJET- Am 29. Juli 1929 hißte die Besatzung des Sowjeteisbrechers „Grigorij Sedow" auf der zum Archipelagus des Franz-Josefslandes gehörigen Insel H o o k e r die Sowjetflagge. Damit wurde das Franz-Iosefsland, nachdem es durch ein Dekret der Sywjetregierung schon am 15. April 1926 unter Sowjethoheit gestellt wurde, nunmehr tatsächlich Sowjetgebiet. Das Franz-Zosefsland umfaßt 20 000 Quadratkilometer, ist also so groß wie Württemberg, seine 300 bis 800 Meter hohen Basalthochflächen werden vollständig von Inlandeis bedeckt. Es wurde 1873 von der österreichisch-ungarischen Expedition von Payer und Weyprecht entdeckt, seither von zahlreichen Expeditionen, darunter 1880 vom Schotten Lee Smith, 1894 bis 1897 vom Engländer Jackson, 1896 von Fritjof Ransen, 1899 von Ludwig Herzog der Abruzzen und von mehreren russischen Forschern besucht. Die gegenwärtige Expedition steht unter wissenschaftlicher Leitung des von der vorjährigen Krassin-Ex- pedition bekanntgewordenen Professor Samoi- l o w i t s ch. Der Eisbrecher Sedow hält sich bis Ende August an der Hooker Insel auf, wo von der Expedition eine Radiostation und ein meteorologisches Observatorium (die nördlichsten der Erde) errichtet werden. Das technische Personal dieser wissenschaftlichen Beobachtungsstelle, das hier nördlich vom 80. Breitengrad zurückbleiben wird, wird die Bevölkerung der nördlichsten, ständigen, menschlichen Siedlung der Erde bilden. Die täglich durch Radio verbreiteten meteorologischen Beobachtungen des Observato- Das getreue Echlüffelchen. Ein Gesprächsstoff. Von Lili von Baumgarten. Haben Sie schon jemals einen kleinen Gegenstand, Schmückstück, Füllfederhalter, Portemonnaie oder dergleichen im Grase suchen müssen? Wenn nein, dann können Sie nicht mitreden und brauchen dies auch hier nicht zu lesen. Wenn aber ja, dann können Sie meine Stimmung ermessen, als ich neulich meine ilf>r vermißte, nachdem ich einen ganzen Rachmittag auf der üppigsten aller Wiesen gefauleuzt hatte. So eine hochsommerliche Wiese, das ist ein Urwald im Kleinen: wer hat das noch nicht mit Bewunderung festgestellt. Die Bewunderung aber hört auf. wenn man all die Abgründe und Höhlen, die Dickichte und sonstigen Verstecke betrachtet, in denen eine kleine, silberne Uhr, die man noch als Kind von seinem Vater be- kcun und darum lieb hat, sich unsichtbar machen kann. Dem Wandel der Sonne folgend, hatte ich im Laufe Aes Rachmittags nicht weniger als dreimal mein Quartier gewechselt, was die Lage nicht gerade vereinfachte... Rachdem ich sämtliche Plätze der Reihe nach vergeblich abgesucht hatte, stellte ich seufzend die Betrachtung an, daß eine Kub im Laufe der nächsten Monate eben so viele Aussichten habe, mein Ufjrlcin zum ersten Frühstück zu verschlucken, als ich hoffen konnte, das arme Ding wiederzu'inden. Cs war Zeit zum Gehen. Mißmutig packte ich meine Siebensachen zusammen: als letztes nahm ich mein Handtäschchen untern Arm. Ich, beschloß, am nächsten Morgen noch einmal her- zukommen und zu suchen, könnt s aber, obwohl es schon halb dunkel war, nicht lassen, die in Betracht kommenden Plätze noch einmal abzuschreiten. Da — an der zweiten Stelle, derjenigen, die ich vorhin am genauesten untersucht hatte, — wies geschehen konnte, ist mir vollkommen unklar — siel etwas aus meiner Tasche — etwas kleines, blitzendes — o weh. das flache, feine Schlüssclchen zu meinem Handkoffer. Das fehlte noch, daß auch das verloren ging! = (norweg.) -..L. Nowdiä Vagabunden, Klapperschlangen und Briefmarken. Wenn Klapperschlangen wertvolle Schätze hüten und dadurch arme Landstreicher zu Großkapitalisten machen — kann man heutzutage mehr Kinoromantik verlangen? Wie sich das jutrug. wird uns aus dem Lande der unbegrenzten Möglichkeiten in einer Geschichte erzählt, die sicher die Herzen aller Briefmarkensammler höher schlagen läßt. Zwei bescheidene „tramps" tippcl- Oie Wahlbeteiligung der Krau Bei den in Preußen bevorstehenden Gs- meindetoahlen soll, wie es bei der letzten Reichstagswahl in einigen Ländern und Städten bereits geschehen ist, wiederum eine besondere Erfassung der abgegebenen Stimmen nach dem Geschlecht der Wähler erfolgen. Aus diesem Grunde dürfte es nicht ohne Interesse fein, einmal festzustellen. welche Auswirkung die Wahlbeteiligung der Frau bei der letzten Reichstagswahl gehabt hat. Die derart gesonderte Erfassung hatte sich auf ungefähr 14,5 Proz. aller Wahlbeteiligten erstreckt und umfaßt die Länder Thüringen und Hessen- Darmstadt, sowie die Städte Berlin, Leipzig. Elberfeld und Barmen. 2m Durchschnitt könnt, man seststellen, daß die Wahlbeteiligung Männer mit 81,8 Proz. um rund 8 Pro? größer war als die Wahlbeteiligung der Frauen mit 73 Proz. Diese mindere Wahlbeteiligung muß im Verhältnis zu der männlichen noch dadurch herabgemindert werden, daß wir doch in Deutschland bald 10 Proz. mehr Frauen als Männer haben. Recht interessant ist die Wahlbeteiligung der Frau geordnet nach den Parteien. Daraus erkennt man, daß sie am stärksten bei dem Zentrum ist. wo unter 100 Wählern 61,2 Frauen und 38,8 Männer zu verzeichnen sind. Bei den Deutschnationalen sind die Zahlen 58,4 Frauen. 41,6 Männer, bei der Volkspartei 54 und 46 Männer, bei den Völkischen 53.6 und 46,4 Männer, bei den Demokraten 51 Frauen und 49 Männer, bei den Sozialdemokraten 50.8 Frauen und 50,2 Männer, bei der Wirtschaftspartei 49,8 Frauen und 50,2 Männer, bei den Kommunisten 45,5 Frauen und 54,5 Männer und bei den R a - ti'onalsozialisten 42,7 Frauen und 57.3 Männer. Mithin haben das Zentrum und die Deutschnationalen eine stärkere weibliche Wahlbeteiligung aufzuweisen, während die extremen Parteien, die Kommunisten und Rationalsozialisten eine wesentlich stärkere männliche Wahlbeteiligung aufweisen. Das Zentrum hat durch das Frauenstimmrecht auf diese Weise 12 M a v° bäte mehr erlangt als ohne Frauenstimmrecht, die Deutschnationalen haben einen Gewinn von 9 Mandaten, 'die Voltspartei von , zwei Mandaten, dagegen haben die Demokraten dem Frauenstimmrecht den Verlust von einem Mandat, die Sozialdemokraten einen solchen von vier Mandaten, die Wirtschaftspartei einen Verlust von einem Mandat, die Kommunisten von acht Mandaten und die Rationalisten von vier Mandaten zu verdanken. Ohne Frauenstimmrecht hätte also gerade die Rechtskoalition in Deutschland den größten Rachteil. Man erkennt daraus die starke Traditionsgebundenheit der Frau und ihr Eintreten für die historischen und konservativen Mächte. Diese Statistik ist sehr interessant. Hnb es wäre zu begrüßen, wenn sie bei einer bet kom- menben Wahlen einmal auf bas ganze Reich ausaedehnt würbe. Wenn sich babei wahrscheinlich "die Relationen auch etwas verschöben, so würbe man boch in bet Gesamtheit zu bem gleichen Resultat kommen. Auf diese Weiss stellt die Wahlbeteiligung der Frau ein Problem bar, bas noch einer bebeutenb eingehenberen Betrachtung unterzogen werben muß, als es bisher der Fall war. Hier hat auf jeben Fall einmal eine Revolutionsrnahnahme benjenigen ben größten Schaben zugefügt, bie sie eingeführt haben. Trotzdem ist selbstverständlich bie Ermöglichung ber Wahloeteiligung für bie Frau zu begrüßen, wenn es auch gewiß noch mancher Entwicklungen bedarf, um die Frau in allen Kreisen einer posi- 1 titxn politischen Einstellung fähig zu machen. jener Zeit von Indianern überfallen gebracht wurde, die aber mit den Briefschaften nichts anzufangen wußten. Richt Io indessen unsere beiden Vagabunden, anscheinend Helle Jungens von heute, die schon von ben materiellen Seiten bes Markensam- Ich kniete mich ins Gras — dort lag's zwischen Rosmarin und Klee, mein Schlüsselchen — und dicht daneben — ist's denn möglich? — wohlbehalten mein schmerzlich vermißtes silbernes Uhrlein... Was soll man nun zu so was sagen? Die sich das Leben nach Kräften einfach machen, werden von Zufall sprechen und alles weitere ablehnen. Wer zu moderner Psychologie neigt, wird mit Erklärungen von unbewußter Gedankentätigkeit des Suchenden, die sich in zweckmäßige Bewegungen umsehte, bei der Hand sein. Ich persönlich, die ich diesbezüglich schon Merkwürdiges erlebt habe und den nach vieler Meinung „toten" Dingen mancherlei Befähigungen zuerkenne, von denen andere nichts wissen wollen. ich persönlich neige ja nun dazu, an die Anhänglichkeit und Treue meines Schliis- selchens zu glauben, das schon seit Jahren zusammen mit meiner Uhr in meiner Tasche hauste. Die beiden haben sich gewißlich im Lauf der Zeiten angefreundet, und als nun das Schlüsselchen zwischen dem Zirpen der Grillen im Gras das angstvoll rufende Ticken der Gesährtin vernahm, für das meine Ohren zu stumpf waren, da machte es eine verzweifelte Anstrengung, ihr zu Hilfe zu eilen, eine Anstrengung, als deren Ergebnis es gradenwegs an die Seite seiner Freundin plumpste, die dadurch vom Kuhmagenschicksal gerettet ward. Jawohl, so war s und nicht anders. Warum soll denn schließlich, wenn alle Welt ber jeder Gelegenheit mit Redensarten von ber Tücke bes Objektes um sich wirft, nicht auch einmal jemand von ber Treue bes Objektes — erzählen bürfen? Was ist nun Ihre Meinung? — Postiack befestigt toar. In biesem befanden sich annähernb 200 Briefe aus bem letzten Teil des Jahres 1859 und von Anfang 1860. Die ' und Sol- l.eningräd „UNION Moskau 0 500 1000 Grelle Plakate weisen den Weg zu der ersten deutschen Artistenschule in Berlin. Auf den bunten Bildern sieht man den Salto mortale, den „Luftspagat", den „Schmetterling" und andere akrobatische Sprünge, die im Zirkus und im Variete hoch bezahlt werden. Der Besitzer der Schule, der gleichzeitig Direktor und einziger Lehrer ist, gibt gern darüber Auskunft, wie man Gleichgewichtskünstler wird, mit Bällen jonglieren lernt, und akrobatische Tricks erfindet. Es ist ein Herr mittlerer Größe, dem man seine außerordentliche Gewandtheit und Kraft nicht ansieht: man würde ihn auf vierzig Jahre schätzen, doch ist er bereits über fünfzig. Turnen erhält jung. Schon mit neun Jahren trat dieser Mann in England auf und nahm dort bei dem berühmten Artisten L e c l a i r e Unterricht. Ununterbrochen durchwanderte er die Länder der Erde, führte mit seiner Tochter eine berühmte Springnummer vor, wurde aber im Krieg in Rußland gefangengenommen, und dadurch aus seinem Beruf geschleudert. Als er aus der Gefangenschaft nach Deutschland heimkehrte, büßte er sein erspartes Vermögen — Artisten sind nicht, wie man gewöhnlich annimint, leichtsinnige Verschwender, sondern meist sehr sparsame Leute — als Besitzer eines Zigarrenladens ein. Run kehrte er zu seinem alten Beruf zurück und widmete sich der Ausbildung des artistischen Rachwuchses. Ter Turnsaal der Varietekandidaten unterscheidet sich kaum von dem entsprechenden Raum irgendeiner anderen Schule. Gerade wird ein Paar ausgebildet, ein athletisch gebauter, blonder Jüngling und ein schlankes Mädchen im Bade- trikot erlernen eine artistische Rümmer. Sie beginnen mit leichten Hebungen, um die Gelenke geschmeidig zu machen, er boxt am Pun- ching-Ball, sie springt über die Schnur und biegt ben ganzen Körper rückwärts an der Stange, Dann folgen einige Vorführungen, die für die kurze Ausbildungszeit von einem Monat schon ein erstaunliches Können verraten. Im Anlauf „Akrobatenlchrting gesucht!" Besuch in der ersten deutschen Artistenschule. - Wie die großen Varietekünstler ausgebildet werden. — Berühmte Tricks können gekauft werden. Von Richard Rieburg. springt das Mädchen auf den Partner, der sie wie eine Schlange um seinen Leib wickelt und mit ihr wie mit einem leichten Gewicht jongliert; schließlich läuft sie seinen Rücken empor und steht triumphierend auf seinen Schultern. Dann folgen die <5alto=mortale=llcbungen, bei denen der Leib der Schüler von einem Gurt gehalten wird, der an zwei mit Rollen an der Decke beseitigten Seilen angebracht ist. Die freien Enden der Seile hält der Lehrer, der im richtigen Augenblick die Seile spannt und so über den toten Punkt der Drehung forthilst, dann jedoch sofort nachläßt, damit die Füße den Boden berühren können. Das ist eine sehr schwierige Sache, die verstanden sein will! In fünf Monaten, so holst der Lehrer, werden die Schüler auftreten können. Sie bezahlen ihm etwa 60 bis 75 Mark monatlich. Diese Schule ist wohl die erste öffentliche Institution ihrer Art in Berlin. Sonst werden die Schüler durch Artisten ausgebildet, die noch im Beruf stehen und Lehrlings annehmen. Ich besuche also einen solchen Akrobaten, der durch eine Anzeige in einem Fachorgan nach einem Lehrling verlangt hat. in seiner recht bescheidenen Wohnung im Berliner Rordsn. Wie er erzählt, ist es üblich, sehr junge Leute, manchmal sogar sind es noch halbe Kinder, als Lehrlinge für diesen schwierigen Beruf heranzuzie- hen, genau so, wie man einen jungen Mann in irgendeinem bürgerlichen Gewerbe ausbilden läßt. Die Lehrlinge erhalten freie Station und ein kleines Taschengeld, müssen aber einen langjährigen Vertrag abschließen, damit sie ihre Sicnntniffc nicht so'ort bei Konkurrenten verwerten. Man kann nicht behaupten, daß sich auf solche Lehrlingsgesuche sehr viel Bewerber melden. Ader der Ärtistenstand ergänzt sich auch auf andere Weise, wie das Beispiel des Künstlers lehrt, der gerade nach einem Schüler inseriert hat. Er kam zu seinem Beruf durch seinen Bruder, der schon Artist war. und ihm zuredete, weil er gut turnen konnte. Die Turnkünste der Turnamateure erreichen oft eine solche Vollendung, daß der Artist es sehr schwer hat, sie auf der Bühne zu überbieten. Heber die Ausbildung der Artisten weiß am besten der Schriftführer des bekannten Artistenvereins „Sicher wie Gold" zu berichten, der selbst seit 40 Jahren im Berufsleben steht. Er hält nicht sehr viel von den Akrobaten-» schulen und meint, daß die besten Kräfte ihren Beruf sozusagen ererbt haben: sie stammen fast stets aus Künstlerfamilien. Freilich kann man auch ohne strenge Ausbildung Artist werden: man kann nämlich vollständige Variete-Rummern kaufen, namentlich Illusionsnummern, also Zauberkunststücke, die in einfacher Ausführung schon für 500 Mark zu haben sind; um Zaubertricks wirklich vollendet vorzuführen, muß man jedöch über eine in Jahrzehnten mühsamer Arbeit erworbene Fingerfertigkeit verfügen, und eindrucksvoll werden solche Rummern erst, wenn sie durch die Erfindung eigener Tricks ergänzt worden sind. Selbst Tierdressuren mit den dazugehörigen berühmten Ramen und der ganzen Ausstattung kann man kaufen; aber das ist sehr teuer, und Leute, die sich auf diese Weise ein» führen, werden nicht als richtige Artisten angesehen; die Fachwelt spricht geringschätzig von ihnen. Oft wird ein neuer Trick, der sehr lange durchgearbeitet werden muß, von einem Kaufmann finanziert, der Jahre lang für die materielle Unabhängigkeit der Artisten sorgt, bis die neue Spezialität bühnenreif ist. Große Artisten sind selten auf so reguläre Art zu ihrem Beruf gekommen. Wenn sie nicht aus alten Künstlerfamilien stammen, so sind sie meist als junge Burschen ihren Eltern entlaufen, um dann auf abenteuerlichen Wegen beim Zirkus zu landen. Die Artistenfamilien sind vielfach untereinander verschwägert, und es versteht sich bei ihnen von selbst, daß sie ihre Kinder in ihrem Fach ausbilden. Schon im Alter von fünf Jahren müssen sie sich für den Beruf eines Schlangenmenschen vorbereiten, zu dem man biegsame Rippenknorpel und nachgiebige Muskelbänder besitzen muß. Diese Ausbildung ist im sechzehnten Lebensjahr vollendet. Hat der junge Künstler so früh angefangen, sich zu schulen, so wird er sich kurz vor dem Auftreten nur noch selbst massieren, um sich gelenkig zu machen, und er braucht nicht zu fürchten, daß er mitten während der Vorführung Muskelkrämpfe bekommt. Auch viele Zirkusbesiher stammen aus alten Artistenfamilien. Ernst Renz, der Begründer seiner Dynastie, wurde im Jahre 1814 als Sohn von Seiltänz.rn geboren, und man hat nachgewiesen, daß seine Vorfahren schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts als fahrende Künstler herumzogen. Die Artistenfamilie Blumenseld wird schon in Chroniken des Jahres 17C0 erwähnt. K rohne toar der Sohn eines kleinen Schaustellers in Thüringen. Eine Ausnahme machte der Kaufmannslehrling Paul Busch, der im Garde- kürassierregimenk reiten gelernt hatte und später Schulreifer wurde. Kludsky sollte erst Priester werden; aber das von den Vorfahren ererbte Blut der Zirkusleute trieb ihn bald zur Manege. Merkwürdig war auch der Lebenslauf B e r o l* Konorahs. der jetzt Präsident der Internationalen Artistenloge ist. Sein Vater besaß in Alt-Terlin eine berühmte Tanzstätte; mit ■ sechzehn Jahren brannte der Junge durch, ging nach Amerika, versuchte sich dort in allerlei Berufen und nahm auch einmal an einer spiritistischen Sitzung teil, in der allerlei Zauber durch eine verabredete Zeichensprache möglich gemacht wurde. Das gefiel ihm, er vervollkommnete sich in dem Fach, erwarb von einem Zauberkünstler Apparate, ging damit auf die Reise, legte sich immer mehr Tricks zu und wurde schließlich ein berühmter Schnellrechner, bis er im Jahre 1915 in Japan telegraphisch die Rachricht von seiner Ernennung zum Präsidenten der Artistenloge erhielt. Der berühmte Jongleur R a st e l l i stammt aus -einer alten Arlistenfamilie. auch sein Vater und Großvater waren Jongleure, und er selbst trat schon mit ll Jahren auf. Der Dompteur Kapitän Alfred Schneider war ursprünglich Architekt, dann Rennfahrer, und beschäftigte sich erst sehr spät mit der Tierdressur. Der Altmeister der Zauber- | Zünftler, Be11achini, war Klempnerlehrling. Hochschulnachrichten. Der Ordinarius der speziellen medizinischen Pathologie und Therapie und Direktor der I. Medizinischen Klinik Dr. Karl Friedrich Wenckebach trift am Ende dieses Semesters in den dauernden Ruhestand. Der Gelehrte lehnte seinerzeit Berufungen nach Leiden, Amsterdam und Marburg ab. Der Akademie der Wissenschaften in Wien, der R. Academia medica in Rom, sowie der kon. Acad. d. Wetensch. in Amsterdam gehört Prof. Wenckebach als Mitglied an. — Das durch den Weggang des Prof. Pohl in der rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen erledigte Ordinariat für öffentliches Recht ist dem nicht- beamteten a. o. Professor Dr. jur. Hans Gerber in Marburg übertragen worden. Dr. Gerber hat erst dieser Tage einen Ruf an die Hniversität Rostock erhalten. — Grenzlandarbeit des Wingolfsbundes. 60 Angehörige des Wingolfsbundes aus allen Teilen des Reichs zogen zu Beginn der Herbstferien nach dem Osten zu einer 10- tägigen Grenzlandtagung. Sie begann in Danzig. In einer Reihe von Vorträgen und Führungen wurden Geschichte und Rotlage dieser herrlichen Stadt sowie des Weichsellandes veranschaulicht. Rach Besichtigung von Marienwerder sand in Marienburg ein Empfang durch den Bürgermeister statt. Die Besichtigung der Burg war ein starkes Erlebnis. In Königsberg begrüßte der Rektor der Hniversität die Grenzlandfahrer. Der Generalsekretär des Wingolfsbundes Dr. Röderhäuser sprach über den Geist, in dem die Grenzlandarbeit gerade der akademischen Jugend geschehen müsse. Unter den Vorträgen im weiteren Verlauf der Tagung verdienen Erwähnung der von Prof. Dr. Prey er (M. d. R.) über „Bismarck und die Polenpolitik", von Freiherrn von G ay l (M. d. R.) über „Ostpreußen und das Reich", und von Prof. Dr. Radler»über „Ostpreußen im de itschen Geistesleben". ^Nordpol =■■■■■--- - GRÖNk LANDer vorgenannten Städte im Wettbewerb mit den Gießenern zu sehen. Die Wettkämpfe beginnen für Einheimische bereits am Donnerstag, die auswärtigen Teilnehmer treten am nahe und sind jetzt in feinem Geschäft. Könnten Sie nicht etwas tun?“ „Ich habe es mir vorgenommen. Aber ob es mir gelingen wird? Der ganze Mann ist von Eisen, und am härtesten ist sein Kopf." Sie setzten sich an einem kleinen Neben tisch auf die an den getäfelten Wänden entlang laufende Dank und tauschten alte Erinnerungen. Oertzen war über das Schicksal seines früheren Kameraden unterrichtet und vermied mit dem ihm stets zur anderen Natur gewordenen Feingefühl auch die leiseste Anspielung auf dieses. Die Stunde schritt vor. Der Kreis begann sich zu lichten. Nun verabschiedete sich auch Oertzen, und mit ihm gingen der kleine Zehden und der tolle Kemp. Die Tafel zeigte bereits starke Lücken. Unbeweglich und unbeirrt thronte der Alte in ihrer Mitte. Er war jetzt schweigsam geworden. Den Kopf auf den mächtigen Brustkasten gesenkt, das Auge stärker blutunterlaufen und voll unruhigen Flackerns, in dem geröteten Antlitz eine Regungslosigkeit und Starre, die etwas Unheimliches hatte, saß er da, lieh den Blick über die lange leere Tafel schweifen, wechselte ab und zu ein kurzes Wort mit seinem Adjutanten, dem baumlangen Schippenbach, der in derselben unbeweglichen Ruhe neben ihm ausharrte und ihm bereits die vierte Flasche Wein hatte kredenzen lassen, die nun auch ihrer Neige entgegenging. Die übrigen Räume des Ratskellers hatten sich geleert; nur für den Regimentsabend hatte man die Polizeistunde länger ausgedehnt. Schläfrige Stille breitete die trägen Schwingen über das von undurchdringlichem Tabakdunst erfüllte Zimmer. Der Kellner, dem. die Bedienung hier oblag, räkelte sich auf dem äußersten Ende der schmalen Bank, nickte ab und zu ein und fuhr jedesmal mit jähem Ruck aus dem Schlaf empor, wenn einer von der Tafelrunde ihn zum Zahlen rief. Immer mehr entleerte sich die Stube, und Klaus bemerkte bald, daß es die besseren Elemente waren, die sich ausnahmslos zurückzogen, während die weniger guten blieben. Einer, der zweifellos diesen letzteren angehörte. war ihm schon den ganzen Abend über ausgefallen: der „leichte Fredy", wie er mit seinem Spitznamen hieß, ein früherer 128er, der sich schon im Regimente wegen seiner etwas laxen Sitten und seiner zum mindesten sehr weitherzigen Auffassung in Geldangelegenheiten geringer Achtung erfreute. Er scharwenzelte fortwährend um den Obersten herum, liefe sich von ihm freihalten und trank sich aus seine Kosten bald einen Rausch an, der die ihm innewohnende Unruhe noch wesentlich steigerte. Denn er erwartete wichtige Schühenvereins Gießen e.V. das Verbands-Meisterschaftsschießen des SÜ« Sä; Mak die ganze bet lein mit 2:0 wurden lÄ M wenn w zeichnet I »gen ® jdj am 3:1 für glich G« CW b aber vc wurden gung da verhmde Äiederla 6pi' 6. Sie fairen SP vom B. s- feiis Iah hatte die zur Pau Wechsel Ausgleic nach ein und erz weitere großen eins ------------ - - - Hniversitätsspielplatz ausgetragen und haben wie auch die Veranstaltungen früherer Iahre wieder ihre alte Zugkraft bewiesen. Weit über das Gelbiet des Turngaues Hessen hinaus haben sie Anklang gefunden und haben Mannschaften von Namen und gutem Können hierher gebracht. Aus den Gauen Frankfurt a. M., Lahn-Dill und Hessen waren 18 Faustbalhneisterschaften, Vereine aus Frankfurt, Herborn/Marburg spielten gegen gut eingespielte Vereine unseres Hessengaues. Die Spiele fanden in vier Klassen ihre Erledigung. (Meisterklasse, ^-Klasse, Turnerinnen-Klasse und genen Sonntag gegen den Wetzlarer Tennisclub leicht „Niemals. Mag es kommen wie es wolle. In diesem Einen werde ich mich nie ändern, darauf können Sie sich verlassen." Er merkte, daß der kleine Zehden während seiner Worte, die er lebhaft und heftig hervorgestoßen, mit einer gewissen Aengstlichleit nach dem Obersten hinüberblinzelte, gleich als fürchte er, daß dieser sie vernehmen könnte. „Wenn ich Sie bitten darf ... mäßigen Sie Ihre Stimme ein wenig, der Alte gerät in sFeuer, wenn man auf diesen Gegenstand zu sprechen kommt, und ich möchte ihm seine behagliche Weinlaune nicht stören." Aber es war zu spät. Der Oberst hatte eben die Meldung eines neueingetretenen Gastes, des Rittmeisters von Oertzen, entgegengenommen, der jetzt im Kreise Danziger Höhe ein kleines Gut gekauft hatte und zu diesen Regimentsabenden mit unumstößlicher Regelmäßigkeit in die Stadt kam, dennoch hatte er jedes Wort vernommen. „Hören Sie's, Körber? Wollen Sie es noch deutlicher? Ein Volk der Helden waren wir, ein Volk der Händler sind wir geworden. Das ist der Sturz in den Abgrund, den wir getan haben. Hnb dieser Abgrund ist bodenlos. Hnd niemals finden wir wieder an das Licht, bis dies verfluchte Volk der Händler ausgetilgt ist, weggefegt vom Erdboden bis auf die letzte Schacherseele. Dann kommt vielleicht die große Götterdämmerung für Deutschland ... früher nicht. Hol's der Teufel, der jetzt allein das Regiment auf dieser gottverlassenen Erde führt." Ein dumpfes Grollen war in seiner Stimme. Stumm sah der ganze Kreis um ihn her. Keiner fragte eine Einwendung. Der kleine Zehden, der sonst so kühn und vorschnell das Wort zu brauchen wußte, hockte auf seinem Schemel wie ein gemaßregelter Schuljunge, warf einen vorwurfsvollen Blick auf Klaus, als wollte er sagen: „Da haben Sie ja was Schönes angerichtet," und sandte einen zweiten zum tollen Kemp hinüber, mit dem er schon während der Regimentszeit wie mtt seinem zweiten Ich alles gemeinsam zu beraten und zu tun pflegte. Unbekümmert um das alles grollte und tobte die Stimme in der Mitte der Tafel von neuem: „Wenn meine Offiziere sich jetzt, da es mit dem schönen Soldatentum zu Ende ist, nach einer anderen Beschäftigung umsehen, wenn sie in soliden Geschäften und Bureaus eine Anstellung nehmen, oder sich auf andere anständige Weise ihr Brot verdiene» — ich hätte ihnen ein bes- Nachrichten aus Oberfchlesien, die ihm hier- feer übermittelt werden sollten. Endlich erschien der verschlafene Kellner, der, da jetzt nicht mehr viel zu tun war. seinem Schlummer in der Bogenhalle fortgesetzt hatte, und überbrachte ein Telegramm. Der „leichte Fredy" erbrach es, durchflog es und rief mit lauter Stimme, der man das Bewußtsein seiner Wichttgkeit anhörte: „Die Entscheidung der Entente wird heute abend noch erwartet. Einstweilen ^rüstet man sich zu schweren Kämpfen. Freiwillige deutsche Offiziere werden an die Front entboten.“ Totenstill war es an der Tafel. Wie versteinert saß der Oberst. Nur aus der hohen Stirne wetterleuchtete es, und unter den buschigen Brauen glühten Blitze. 11 nb mit einemmal erhob er sich von seinem Sitze, stand eine Weile kerzengerade auf seinem Platze, reckte dann den gewaltigen Köper in die Hohe und sagte mit einer Stimme, die vor innerer Erregung brach: „Und wir sitzen feier und zechen." Sein Kopf fiel auf die Brust, die Hand Kammer te sich an die Tischkante, eine völlige Versunkenheit lag über der ganzen Erscheinung. Dann aber raffte er sich auf: „Wenn ihr noch Männer seid, Kameraden, dann wifet ihr, was ihr jetzt zu tun habt. Mich alten Krüppel nehmen sie nicht mehr. Ich wäre sonst der erste." Er hatte sich wieder gesetzt, niemand sprach ein Wort. Da erhob sich der baumlange Schippenbach zu seiner Linken. „Ich gehe morgen nach Oberschlefien," sagte er mit dienstlicher, vom Weine etwas schwerer Stimme, „und bitte den Herrn Obersten, mich für heute abend beurlauben zu wollen, damit ich meine Vorbereitungen treffen kann." Der Alte reichte ihm die Hand. „Ich habe es nicht anders von 3frnen erwartet. Gehen Sie mit Gott, Schippenbach." Der Adjutant wandte sich auf den Hacken um, grüfete kurz den kleinen Kreis und verließ das Zimmer, in das er nie zurückkehren sollte. Nun trat auch Klaus an den Sitten heran: ^Wenn der Herr Oberst für mich bei Herrn Fafebender eintreten wollen, so würde ich gleichfalls bitten, mich zu den oberschlesischen Kämpfen entlassen zu wollen." „Sie bleiben vorläufig," entschied der Oberst kurz und bestimmt. „Ist nachher Not am Mann, so will ich sehen, was sich machen läfet* Ganz zusammengeschmolzen war jetzt der Kreis. Nur zwei frühere Artilleristen und der „leichte Fredy" waren geblieben. (Fortsetzung folgt.) seres Los gewünscht. Aber ich kann es nicht hindern, leben müssen wir alle. Wenn sie aber unter das vermaledeite Pack der Spekulanten gehen, Dollar» und Häuserschieber werden, wenn sie skrupellos genug sind, Geschäfte mit den Feinden unferes Vaterlandes abzuschließen, nur weil sie mehr an ihnen verdienen — dann sollte man ihnen die Uniform absprechen, die sie geschändet haben, sollte ihnen verbieten, sich einmal in ihr begraben zu lassen." Dröhnend schlug die geballte Faust auf den Tisch, daß die festgefügte Tafel erzitterte und die Flaschen und Gläser auf ihr ins Wanken kamen. Dann goß der Alte den Humpen, der vor ihm stand, bis an den Rand voll, teerte ihn in einem Zuge und winkte seinem Adjutanten, daß er ihm eine neue Flasche bestelle. Das war bereits die dritte. Ein tiefer Schmerz brütete in den umflorten Augen. Und wieder entgegnete niemand ein Wort. Wie eine. stillschweigende, unverbrüchliche Verabredung erschien es zwischen all den jungen Männern, die an dieser Tafelrunde teil» nahmen, in dem alten Zecher da oben in bürgerlicher Kleidung den gefürchteten und doch zugleich verehrten Regimentskommandeur zu sehen und ihm niemals, selbst hier im ungezwungenen Zusammensein bei einem Glase Wein, zu widersprechen. War es ein Gefallen, den man ihm erweisen wollte, der mit seiner ganzen Seele noch in dem alten Beruf und der alten Stellung lebte? War es eigener Wunsch und eigenes Bedürfnis, den alten Ton und Umgang, in dem man selber einmal glücklich gewesen, festzuhalten? „Sehen Sie, meine Herren," fuhr der Oberst fort, jetzt in die wohlwollende scherzende Art des Vorgesetzten übergehend, „alles ist germanisch: Sport und Iagd und schöne Frauen. Auch das Saufen ist germanisch. Der Kemp da drüben täte besser, sich jeden Tag sinnlos zu besaufen, ehe er eine Dachstube an die Polen verheuert, und der kleine Zehden sollte lieber seine Fabrik mit all seinen Zündhölzern in die Luft sprengen, ehe er auch nur eins von ihnen an die Feinde seines Vaterlandes verschandelte. Nach Oberschlesien solltet ihr gehen und euer Herzblut fürs Vaterland bringen. Das täte euch mehr Ehre an, als das Schmaroherleben." Oertzen, der mit Klaus früher freundschaftlich verkehrt hatte, war an diesen feer angetreten. „Wenn es doch einer fertig bekäme, dem Alten die Flasche fortzunehmen," sagte er, als sie beide sich für einen Augenblick von den übrigen abgesondert hatten, „er mag noch so viel vertragen, eines Tages fällt er doch vom Stuhle und steht nicht mehr auf. Und es wäre schade um ihn. Aber an ihm frißt das Leid seines Landes, dafe er eß versaufen muß. Und keiner vermag etwas über ihn. Sie standen ihm doch einmal den Kampf — besonders Bel dem Spiel gegen Rot-Weiß Darmstadt — vollkommen mitgeriffen und nahm mit ungeheurer Lebhafttgkeit und stürmischen1 Beifallskundgebungen an dem Spiel teil. Daß Wetzlar im Wasserballspiel unterliegen würde, war klar. Der Ausgang der Spiele gegen Rot-Weiß — eines wurde bereits am Samstag ausgettagen — entsprach den in Gießen gehegten Vermutungen. Der G. S. D. kann mit seinem Abschneiden gegen Rot-Weiß sehr zufrieden sein, wenn man bedenkt, daß dessen Mannschaft bereits gegen viele deutsche Vereine gespielt hat und nur von Magdeburg 96 — wohl der besten deutschen Iugendwasserball- mannschaft — mit 3:0 geschlagen wurde. Im Kunst- und Turmspringen erntete Rehborn vom G. S. D. mit seinen schwierigen und vollendeten Sprüngen wieder verdienten Beifall, ebenso die Damen des G. S. V. im Figurenlegen, das gut Kappte und den Zuschauern außerordentlich gefiel. Die Lebensrettungsvorführung mußte wegen der vorgeschrittenen Zeit leider ausfallen; sie sollte dafür bei keiner ^Veranstaltung im Winter fehlen. Die Ergebnisse der einzelnen Wettkämpfe waren folgende (Dahnlänge 51,40 Meter, Startsprung 1 Meter, Dalkenwende): Iugendfreistil staffel 3x50 Meter: 1. V. f. L. Rot-Weih, Darmstadt, 1. Mannschaft, 1:41,3; 2. Gießener S.V. 1:42,6; 3. Rot-Weih, Darmstadt, 2. Mannschaft. 1:51,2; 4. Wetzlarer S. C. 1:56,6. Iugendlagenstaffel 3x50 Meter: 1. Gießen (Mewes, Hartmann, Herbert) 1:58,3; 2. Wetzlar 1:59,5; 3. Darmstadt 2:04,3. Wetzlar überrascht feier durch einen guten Rückenschwimmer. Iugendbru st staffel 3X100 Meter: 1. Gießen (Mewes, Habrich, Mosner) 4:59,8; 2. Wetzlar 5:09,8. Mewes bringt in dieser Staffel einen Vorsprung von einigen Metern ein, der von den beiden anderen Gießenern gehalten wird. Knabenbru ft schwimmen 50 Meter: 1. Ufel, Wetzlar, 45,2; 2. Dah, Gießen, 46,6; 3. Hofmann, Marburger S. V. 48,6; 4. von Bültzings- löwen, Gießen. Der 1. Lauf, in dem die Gebrüder Habrich über das Bruderpaar Heinzelmann siegten, kam für die Entscheidung nicht in Frage. Knabenfreistil schwimmen 50 Meter: 1. Lutz Schmidt, Gießen, 42,8; 2. Uhl, Wetzlar, 47,2; 3. Wolfgang Habrich, Gießen, ohne Zeit. Damenjugendbru st staffel 3x50 Mtt.: 1. Wetzlar 2:29; 2. Gießen 2:29,3. Ein sehr scharfes Rennen. Schuchard bringt Gießen in Führung, Leh hält den Vorsprung, den aber Handrik an die gute Schluhschwimmerin Wetzlars um Armslänge abgeben muß. Damenjugendlagen staffel 3X50 Mtt.: 1. Wetzlar 2:35,4; 2. Gießen 2,49,9. Die Gießerin büßt viel Terrain ein, wodurch die Staffel überlegen von Wetzlar gewonnen wird. Mädchenbruststaffel 3x50 Meter: 1. Gießen (Möser, Cermak, Heß) 2:45,1; 2. Wetzlar 2:46,1. Ein schönes Rennen, das Heß unter stürmischen Zurufen für Gießen entscheidet. Mädchenbru st schwimmen 50 Meter: 1. Maria Peters, Wetzlar, 49 Sek.; £. Elsbeth Möser, Gießen, 51; 3. Gusti Sann, Gießen, 52,2; 4. Thea Heß, Gießen, 53,2; 5. Ilse Ewald, Gießen, 54,2. Damenjugendbru st schw im men 100 Meter: 1. Märzhäuser, Wetzlar, 1:45; 2. Ley, Gießen, 1:54,7; 3. Hardt, Wetzlar, 1:56,2; 4. Lehmann, Wetzlar, 1:56,6. — Gute Zeit der Siegerin, die mühelos gewinnt. Wasserball: Gießen Herren gegen Wetzlar Herren 5:1 (Halbzeit 3:1). Wie zu erwarten war, gewann der G. S. V. überlegen. Immerhin konnte man Fortschritte bei den Wetzlarern feststellen, deren Sturm im Anfang recht gut war, später allerdings sich nicht mehr zur Geltung bringen konnte, da sich der Ball meist in der Wetzlarer Spielhälfte befand. Auf dem Trieb standen sich beide Gegner gegenüber. Den Vorstädtern, die die technisch bessere 162109 148893 149283 148309 6602 5993 6130 112034 116456 108720 163973 168024 175205 133547 334212 392903 182985 218428 258588 297283 106642 138330 149027 173069 188155 217930 237932 254230 268131 285360 298278 307724 337160 376339 396614 46625 117487 180671 238394 310919 121964 136912 164104 184783 213942 229412 264228 282889 292440 335898 396585 123046 143158 166566 189056 216814 229806 265900 285374 293787 374196 399622 188304 219548 265989 327373 139832 151397 182203 199732 225527 240129 263857 271379 290870 299992 324088 346068 377091 161667 193023 248541 363235 396945 129593 150884 168394 191710 218198 231540 270421 286018 299891 379733 142238 154377 183578 204099 226030 244469 264800 272757 292605 301510 332262 347669 380784 188631 221671 267256 353723 202746 253446 373081 194626 226167 267514 379153 143051 157533 185463 213205 228001 248566 265549 276676 292974 305316 332904 351711 385645 14455 35964 53348 81053 201994 247280 279102 395861 149024 163777 187717 216820 235645 249880 266690 284275 294209 305421 334088 371637 387571 163890 183256 212901 228707 250971 275193 288771 332253 391113 16077 40115 59242 86773 111764 167309 208047 257988 286165 106799 139253 149390 179546 193227 225261 238754 259527 271023 288734 298344 320460 338403 376813 lieferte ihrem Geg- Äurhessen Marburg 13425 33712 49868 76764 können. Das Spiel der Ligareserve Erste wurde beim Stand von Heuchelheim abgebrochen. Die Alte-Herren-Mannschaft 229149 233733 278684 283448 376348 375446 130581 157257 176146 211924 220419 239311 272081 287136 318750 383015 159747 178877 212656 221331 244020 274863 288289 323488 390897 23433 24004 24432 29393 1 Liga — Liga 23. f. B. Kurhessen Marburg 2*3. II. Mannschaft — Heuchelheim I. 2:0. Alte Herren — Alte Herren 23. f. 23. Kurhessen Marburg 3:3. Die Liga verlor ihr Rückspiel gegen 23. f. 23. Kurhessen Marburg mit demselben knappen Resultat wie das Vorspiel. Man hatte allgemein ein besseres Abschneiden der V. f. B.-Elf erwartet, da sie diesmal fast in stärkster Aufstellung antreten konnte und auch den Vorteil des eigenen Platzes hatte. Stattdessen enttäuschte die Mannschaft stark. Vor allem ließ ihr Zuspiel viel zu wünschen übrig; die Zusammenarbeit der einzelnen Mannschaftsteile untereinander klappte gar nicht. Die Läuferreihe spielte zu defensiv; sie zerstörte wohl recht gut, kam aber nicht zum Aufbau und ließ dadurch den ohnehin, schwachen, viel zu weichen Sturm ganz in der Luft hängen. Die Angriffe entbehrten der nötigen Wucht und endeten infolge der Durchsichtigkeit der Ideen meist schon beim rechten Verteidiger Marburgs. Aber auch die Gäste boten bei weitem nicht das, was man sonst von ihnen gewöhnt ist. Ihr Spiel war oft noch höher und fast ebenso planlos wie das Gießens. Sie hatten vor der Platzmannschaft lediglich die größere Wucht und Schnelligkeit voraus, konnten aber im übrigen nicht überzeugen, wie überhaupt das ganze Spiel nicht befriedigte. Für diese Mängel entschädigten wenigstens einigermaßen das flotte Tempo und der rasche Wechsel der Kampfmomente. Der Verlauf war folgender: Marburg hat von Anfang an etwas mehr vom Spiel, ohne besonders feldüberlegen zu sein. 23. f. 23. verliert schon in den ersten Minuten infolge Verletzung seinen linken Verteidiger, der gegen einen Ersatzmann ausgewechselt werden muß. Während der Gießener Angriff es nicht versteht, einige sichere Chancen zu verwerten, ist der Marburger Sturm in der Ausnutzung solcher Gelegenheiten weit geschickter und auch glücklicher und vermag bis zur Pause das Resultat auf 2:0 zu stellen. Nach dem Wechsel werden eine Zeitsicher gewesen. Die 3. Mannschaft hatte sich die Zweite von Nie- der-Girmes zu einem Gesellschaftsspiel auf hiesigem Platz verpflichtet, wurde aber von dieser trotz festem Spielabschluß ohne Absage oder Benachrichtigung im Stich gelassen und blieb so ohne Gegner. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Gießen Jugend — Meseck I. Jugend 0:4. gegen Heuchelheims 2:0 für Gießen von vertrauen eingebüßt hat; sie hätte jedoch bei etwas mehr Kampfgeist des Sturmes vermieden werden Gewlnnauszug 5. Klasse 33. Preußisch-Süddeutsche (259. Preuß.) Klassen-Lottcrie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Holland. 12,0935. Berliner Börse. Berlin, 27. 2lug. Neben der Zurückhaltung wegen des Ultimos waren es heute in erster Linie wieder pessimistischere Nachrichten aus dem Haag, die das Geschält lahmten. Obwohl Schwierigkeiten sür die Schiebung von der Geldmarktseite her nicht bestunden, kam zu Beginn des heutigen offiziellen Verkehrs doch | Ware heraus. Vei der geringen 2lu,nahmenei- gung der Spekulation genügte diese, um das Kursniveau um ein bis 2 Prozent zu drucken. Spezialwerte wie Rhein. Braunkohlen, Deutsche Linoleum, Chade, Siemens, Bemberg, Glanzsto,f und Svenska verloren darüber hinaus bis zu 4 Prozent. Trotz dieser Rückgänge konnte man aber doch einen freu üblichen Grund ton erkennen, da man einerseits damit rechnet, daß die Banken an einem schwachen Liquidationskurs nicht interessiert seien und daher im Dcr- laufe Aufnahmeneigung zeigen würden, andererseits hofft man immer noch, daß im Haag trotz der ablehnenden Haltung Sno w - d e n s eine mittlere Linie gefunden werden wird. Daß Reuyork gestern zum Schluß unter Realisationen litt, sah man als eine äLltimo-Erschei- nung an. Und in der Tat erfuhren die Kurse im Verlaufe eine leichte Befestigung. Sehr lebhaftes Geschäft entwickelte sich m notierten; I und unnvtierten Kaliwerten, wobei man auf die feste Haltung der Kalikuxe an der Essener Börse hinwies. Hier ergaben sich im Verlauf Kursgewinne von ein bis drei Prozent. Auch Kunstseidewerte konnten sich um 2 bis 3 Prozent erholen. Eine Uneinheitlichkeit kam jedoch in die Tendenz durch die schwache Veranlagung einiger Spezialitäten, wie S ve nska, die im Verlaufe weitere 2 RM. verloren, und der ACG.-Aktie. für die die ersten Meldungen aus der Generalversammlung enttäuschten. D eu t s ch e Anleihen ruhig. Ausländer geschäftslvs. Pfandbriefe meist schwächer. Der Geld- i markt war unverändert. Tagesgeld 5 bis 6 16. Ziehungstag 26. August 1929 lnne «u 5000 M. 50196 58277 82404 4 Gewinne «u 3000 M. 21329 209919 90 Gewinn« ,u 2000 M. 17287 164399 167338 178663 192794 246043 274867 296351 300277 In der Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne ,n 5000 M. 61619 . 8 Gewinn« in 3000 M. 133667 152122 188678 noQiA9 14 Gewinn« im 2000 M. 21752 26394 118953 155319 184190 201524 202530 22 Gewinne ,u 1000 M. 52551 68430 76218174620 177900 206997 207830 213646 221184 281748 ner, der gleichen von V. f. B. anfangs ein schwaches Spiel und lag sogar mit 0:3 im Hintertreffen, um dann aber zu glänzender Form aufzulaufen und innerhalb kurzer Zeit noch den Ausgleich zu erzielen. Wenn sie mit dem Endspurt etwas eher begonnen hätte, wäre ihr der Sieg r Wasserball, 1. Spiel: Gießen Jugend gegen Rot-Weiß Darmstadt Jugend 2:3 (2:1). Dieses Spiel, das bereits am Samstagabend stattfand, zeigte beide Mannschaften in guter Verfassung. Der Gießener Sturm versagte jedoch, da in ihm zwei Ersatzleute spielten, die ihrer Aufgabe nicht gewachsen waren. Deshalb ruhte die ganze Last aus dein Mittelstürmer Zimmer, der sein Bestes tat und sogar seine Mannschaft mit 2:0 in Führung brachte. Die Darmstädter wurden jedoch immer besser und gewannen schließlich knapp. 2hr Erfolg wäre größer gewesen, wenn nicht Schüler im Gießener Tor ausgezeichnet gehalten hätte. Der Marburger Schiedsrichter Kitte mehr durchgreifen müssen. Wasserball, 2. Spiel: Gießen Äugend gegen Rot-Weiß, Darmstadt. Jugend 3:3 (1:3). Das Spiel nahm den umgekehrten Verlauf wie das am Samstag. Der Stand bei Halbzeit war 3:1 für Darmstadt, in der zweiten Epielhälfte glich Gießen aus. Der Sturm war bei Gießen etwss besser beseht, als am Vortage, spielte aber vollkommen zerfahren; viele Torchancen wurden nicht ausgenutzt. Die Gießener Verteidigung dagegen war recht gut. Schüler im Tor verhinderte durch vorzügliche Leistungen eine Niederlage seiner Mannschafs. Spielvereinigung 1900 Gießen. ' ö. Die 3. Mannschaft konnte in einem schönen fairen Spiel mit 4:1 Toren Sieger gegen die 3. Els vorn V. f. B.05 Kurhessen Marburg bleiben. Beiderseits sah man sehr ansprechende Leistungen. 1900 hatte die weit besseren Torchancen, konnte aber bis zur Pause nur einmal erfolgreich sein. Nach dem Wechsel kamen die Gäste sogar überraschend zum Ausgleich. Dann aber setzten sich die Einheimischen nach einer gelungenen Umstellung immer mehr durch und erzielten in regelmäßigen Abständen noch drei weitere Treffer. Die Gäste waren anscheinend dem großen Platz zum Opfer gefallen. Alle Gießener Treffer kamen auf Konto des Mittelstürmers. Das Debüt der 4. Mannschaft gegen Steinbachs I.Elf konnte nicht erwärmen. Es wurde viel zu planlos gespielt. Beim Platzverein, der einigen Ersatz und viele Anfänger in seinen Reihen hatte, kann man die Leistungen noch entschuldigen, nicht aber beim Gegner, den man schon bedeutend besser gesehen hat. Das Resultat 2:0 für Steinbach kann man unter diesen Umständen nicht als besondere Leistung bewerten. Vormittags hatte 1900s 1. Jugendelf Gladenbachs 1. Jugend im Rückspiel auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe. Nach anfänglicher Zerfahrenheit liefen die Blauweißen zur großen Form auf und zeigten beachtenswerte Leistungen. 1900 landete einen überzeugenden 5:2-Sieg. Die 2. Jugend 1900s kehrte vom Spiel gegen Heuchelheims 1. Jugend mit 1:0 Toren siegreich heim, obwohl die Gießener nicht gerade die stärkste Vertretung zur Stelle hatten. B. f. B. umgewandelt wird, in deren Vorstand und Aufsichtsrat Mitglieder der Firma Feistmann vertreten sein werden. * Konkurs der Lederwerke Martin Zimmer 21.=®., Offenbach a.M. Da die Verhandlungen mit verschiedenen Gruppen zwecks Sanierung des Unternehmens ergebnislos geblieben sind, wurde das Konkursverfahren über das Vermögen der Gesellschaft eröffnet. Es ist noch nicht zu übersehen, wie weit die Gläubiger bei der Verwertung der vorhandenen Aktiven befriedigt werden können. Frankfurter Börse. 3i 9209 76 Gewinne »u 500 M. 6950 10508 33849 44188 ---- 46921 59480 69858 73499 84094 98676 150224 185922 247767 395923 222 Gewinn« zu 300 M. 2593 3420 — 6579 16886 18582 28850 37336 39183 41734 42458 42974 43106 43966 46083 46783 60705 55001.70518__77280~ 90789,91487 , 94273 105585 lang beiderseits bessere Leistungen gezeigt. Bei verteiltem Spiel kann V. f. B. auf 2:1 verbessern, muß sich aber dann kurze Zeit darauf ein drittes Tor gefallen lassen. Dieses und das zweite Tor hätte der Tormann halten müssen, da er doch bedeutend schwerere Bälle meisterte. Das Spiel nahm zeitweise Formen an, wie man sie auf dem Waldsportplatz zum Glück nur selten feststellen kann. V. f. B. kommt etwas auf und stellt das Torverhältnis auf 2:3. Sein eifriges Bemühen, bis zum Schluß wenigstens noch den Ausgleich zu erzielen, ist vergeblich. Die Niederlage hat für V. f. B. kaum Bedeutung, vielleicht nur die, daß die Elf dadurch etwas an Selbst- Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lofe gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 40913 41947 45325 48894 60980 61625 66644 71840 ----- ----- -- --- 92949 98355 99577 101083 101953 117273 121570 ------ ------ -134483 ^42 Gewinn« zu 1000 M. 29225 31947 46128 50710 87704 104574 242552 242919 244554 246998 269729 279059 301650 313769 316689 323735 330342 331714 344428 350402 3905o6 84 S-vinn- m 600 W. 1936 13067 35129 64907 70970. 789179779501_ 80343 „86819 ,94672 102863 378991 ------„------ 188 Gewinne zu 300 M. 6732 Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zn fe 500000, 2 Gewinne zu fe 600000, 4 zu je 75000, 4 zu je 50000, 4 zu je 25000, 40 zu je 10000, 66 zu je 6000, 180 zu je 3000, 338 zu je 2000, 904 zu je 1000, 2234 zu je 600, 5138 zu je 800 M. Prozent. Monatsgeld 9.25 bis 10.50 Prozent; Warenwechsel ohne Umsatz. Auch im werteren Verlause blieb die Tendenz uneinheitlich. Jnc Kurse lagen jedoch überwiegend etwas höher, tfür Mvnt anwerte, unter Führung von Har- pener. vergrößerte sich das Interesse. Auch Siemens konnten 2 Prozent gewinnen, dagegen lagen AEG. weiter angeooten. Es war zu beobachten, daß auffallend wenig Amsähe per Ultimo September getätigt wurden, selbst Kurse au, dieser Basis wurden kaum genannt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M.. 27. Aug. Der Produkten- markt verkehrte heute im Einklang mit den schwachen Auslandmeldungen in ruhiger und etwas schwächerer Haltung. Die Händler sind nach wie vor zurückhaltend. Die Preise sind etwa 0.25 Mark niedriger. Hafer war stärker angeboten und abgeschwächt. Es wurden notiert: Weizen 25 60- Roggen 20.25; Hafer, inländischer, alter 20 neuer 19 bis 19,50; Mais (gelb) für Futter- I -wecke 21; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 38 50 bis 39,50; Roggenmehl 29 bis 30,25; Wei- z^kleie 10,75; Roggenkleie 10,75 Mark. Ten- denz: flau._______________________________ Verantwortlich für Lokales: i. V. Dr. Thyriot. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. Frankfurt, 27. Aug. Tendenz, schwächer — Zum heutigen Liquidationstage kam Ware her- I aus, und die Tendenz neigte eher zur Schwäche. Mitbestimmend für die Dörsengestaltung war vor allem die unbefriedigende Situation i m Haag. Das Geschäft bewegte sich in den denkbar engsten Grenzen. Das herauskommende Material nahm keinen nennenswerten Umfang an, so daß | größere Verluste vermieden werden konnten. Zur । Zurückhaltung mahnte ferner die uneinheitliche Tendenz der gestrigen Reuhorker Börse. Die immer noch günstigen Geldmarkt Verhältnisse konnten auf der anderen Seite kaum eine Anregung bieten. Gegenüber der gestrigen I Abendbörse betrugen die Verluste bis zu 1,5 I Prozent. Etwas stärker angeboten waren Deutsche Linoleum mit minus 3 Prozent. Am I Elektro markt verloren Chade-Aktien 2 50 Mark. während die Verluste der übrigen Werte dieses Marktes nicht über die erwähnte Grenze hinausgingen. Durchw^ behauptet eröffneten Dank w e r t e. Nur Com- ziui will -etieu (Luuutn |.w vt.w , merzbank büßten eine Kleinigkeit ein. Sch i f s- qenüber. Den Vorstädtern, die die technisch bessere fahrtswerte bis 1,75 Prozent schwacher. | und flinkere Elf stellten, gelang es nach zeitweise Stärker vernachlässigt lagen immer noch | überlegenem Spiele, die körperlich stärkeren Gie- Farben mit minus 1,75 Prozent. Äschers- ßener mit obigem Resultat abzufertigen. leben und Rheinstahl waren nur wenig Die zweite Jugend Wiesecks weilte in Naunheim schwächer. Klöckner, Mansfelder nno und mußte sich nach schönem Spiele, dem körper- Gelsenkirchen verloren bis 1,75 Dozent, lich stärkeren Gegner mit 3:2 Toren beugen. Renten still, aber zumeist schwacher. 3m -15er- (heilere Spodnad.n^n auf der nächsten Seife.) erkennen. Einiges Deckungsbedürfnis machte sich in AEG., Farben und Phönix bemerkbar «■WWB bei Besserungen bis zu 0,5 Prozent. Siemens Srläuierungen zum Mchöbankausweis. r'gebriMt^'io daß die ^Kursgestaltung ein Nach dem Ausweis der Reichsbank uneinheitliches Aussehen annahm. Am Gel d - vom 23. August hat sich in der dritten markt war der Sah für Tagesgeld mit b Pro- Au gu st Woche die gesamte Kapitalanlage der ^nt unverändert leicht. Geld über älltimo war Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und mit 9 bis 10 Prozent eher angeboten. Am De- Effelten um 197,0 Millionen auf 2179,0 Mill, xusenmarkt konnte sich die Mark wieder etwas Mark verringert. 3m einzelnen haben die De- bessern. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1998, stände an Wechseln und Schecks um 136,9 Mill. qegGn Pfund 20,351, London gegen Kabel 4,8474, auf 2020 4 Mill. Mark, die Bestände an Reichs- gegen Paris 123,85, gegen Mailand 92,70, gegen schahwech'scln um 18,0 Millionen auf 22,1 Mill. Madrid 32,97 (wieder etwas schwacher), gegen Mark und die Lombardbestände um 42,1 Mill, auf 43,7 Mill. Mark abgenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 139,6 Mill. Mark in die Kassen I der Bank zurückgeslossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 133,6 Mm. auf 41531 Mill. Mark und der Umlauf an Renten- bank'scheinen um 1 Mill, auf 407,6 Mill. Mark vermindert. Unter Berücksichtigung, daß in der Berichtswoche Rentenbantscheine in Höhe von 2,2 Mitt. Mark getilgt worden sind, haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbank- febeinen aus 32,8 Mill. Mark verringert. Die I fremden Gelder zeigen mit 444,8 Mill. Mark eine Abnahme um 7,9 Mill. Mark. Die Bestände an Gold und deckungssahigen Devisen haben sich um 36,3 Mill, auf 2489,2 Mill, erhöht. 3m einzelnen sind die Goldbestände um 26,8 Mill, auf 2177.0 Mill. Mark, die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 9.5 Mill, auf 312.2 Mill. Mark angewachsen. Die Deckung der Noten durch Gold allem besserte sich von 50.1 Proz. in der Vorwoche auf 52,4 Proz., diejenige durch Gold und deckungsfähige Devisen von 57,2 Proz. auf 59,9 Proz. * Zahlung der zweiten Halbjahres- rate der Jndustriebelastung. Die am 25. bzw. 26. August 1929 fällig gewordene zweite Halb- jahresrate der Jndustriebelastung für das fünfte Reparationsjahr in Höhe von 150 Millionen Gold- rnark ist frist- und ordnungsgemäß von der Bank für deutsche Jndustrieobligationen an den Generalagenten für Reparationszahlungen für Rechnung des Treuhänders für die deutschen Jndustrieobligationen überwiesen worden. *ZusammenschlußinderOffenbacher L e d e r i n d u st r i c. Zwischen den Chevreauxleder- fabriken I. Mayer & Sohn, Offenbach a. M., und I. Feistmann & Söhne, Offenbach a.M., ist ein Zusammenschluß beabsichtigt. Dieser Zusammenschluß erfolgt in der Form, daß die Firma I. Mayer & Sohn in eine Aktiengesellschaft mit einem voll einbezahlten Aktienkapital von 10 Millionen Mark Berlin. 26. August Berlin firanlfurt a M. Schluß-1 I-Uhr I Schluß.! Anfang. Kurs ! Kur-? | Kur; \ Kur; 27. 8. 26.8. 27-8. 26-8. 3 390 388,25 150 233,5 232,9 51,5 47 22,5 26,25 204 61 123,5 123,5 119,5 123,25 155,5 Banknoten. 229,75 383,25 217,25 55 57 221,4 373 113,25 129,5 118,75 136,75 . 8 . 8 10 , 8 . 8 10 , 8 , 8 122,5 109 222 156 54,5 57,5 9,25 60,5 107 107 124 222 155 234 153 4% . 8 . 8 10 . 8 10 10 12 11 12 10 10 10 . s 12 15 12 18 14 12 12 8 0 0 5 10 . 0 . 6 . 6 . 0 . 6 11 . 0 107,13 107 279,5 124,25 111,5 125,75 127,5 202,5 178 272,5 164 150,5 156,75 187,6 51,6 54,5 46 117,5 64 111,5 141,75 136 146 132,5 73 80,25 Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. 197 225,4 166 7,25 7,25 7,5 98,5 28,75 2,4 Amst--RoN. Buen.-Aires Brss.-Antw. Christicmia. .Kopenhagen Stockholm . Helnngsors. Italien. . . London. . . Neutiork .. Paris. . .. Schweiz .. Spanien . . Japan . . . Mio de Jan. Wien in D-- Qest. abgest. Allg. Deutfche Eifenbahn . Hamburg-Amerika Paket . Hamb.-Südam. Tampsfch. Hansa Dampfschiff .... Norddeutscher Lloyd . . . Allg. Deutsche Creditanst. . Barmer Bankverein . . . Berliner HandelSgesellsch. . Commerz- und Privot-Bank Darmst. u. Rationalbank . Deutsche Bank Diölonto-Gesellschast Ant.. Dresdner Sani . • • • • Metallbau k ..... . Reichebant *•«••«• Datum . . . . 8 . . . . 9 ... 10 ... 10 . . . . 6 ... 10 ... 10 . . . . 9 ... 10 , . , . b ... 12 1,75 7,2 Belgrad . . Budapest. . Bulgarien. Lissabon . . Danzig. - . Konstantin. Athen. . . Canada . . Uruguay. ♦ Cairo ... 152 106,75 191,5 51,5 54,5 46,75 199,5 26,5 88,5 204,5 4% Schweiz. BundeSb^Anl.. . . 4% Oestcrreichische Goldrte.. . - 4,20% Oesterr. Stlberrle. . . . • 4% Oesterreich, ernheill- Rte. . - 4% Ungarische Goldrte. • • - ■ 4% Ungarische StaatSr. v. 1910 • 4%% desgl. v°n 1013 . - 4% Ungarische Kronenrte - - . - 4% Türk, Zollanleche v. 1911 . . 4% Türkische Bagdadbahn-Slnl., Serie I........... 4% deögl. Serie II . . - - - • • 4% Rumänen convert. Rte. . - • 4%% Rumänen Goldanl. von 1913 französische bloten..... Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten ..... Deutsch Oesterr-, ä 100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten ..... Schweizer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten 26. August Ärmliche Notierung (Veld I Brief Geld 16,39 167,81 21,93 111,43 59,03 2,485 112,13 80,62 61,48 12,37 73,01 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Di° Sinter den Pqneren «ngeMhrlen Ziffern geben die Höhe der zuietz. beichioffenen Dividende an- - Reichsbanidislvnl 7,5 Prozent, Lombardzinösub 8,5 Prozent- Brief 16,45 168,49 22,01 111,87 59,27 2,505 112,57 80,94 61,72 12,43 73,31 Schultheis Patzenhoser . . . Oflwerke - Der. Glanzstoff ..... Bemberg...... • • Zellstoff Waldhos Zcllstoss Aschaffenburg . . . Charlottenburger Wasser . . Dessauer Gaö....... Daimler Motoren - - Deutsche Maschinen-Fabrn . Adlerwerle Klever..... Ludw. Loewe Rat. Automobil ..... Orenstein 4 Koppel . . • • Leonhard Tietz ..... Bamag-Megutn...... Franks. Maschinen Griyner • • Heyliaenstaedt ..... Zunghans Lechwerle..... . • • Maintrastwerle Miag Nekars ulmer PelerS Union....... Gebr. Roeder ...... Boigt 4 Haessner Südd. Zucker....... 305 ; 301,75 233 K A.E.G........ Bergmann Elektr. Lieferungen. . Licht und Kraft . . . Belten 4 Guilleaume. es. s. Elektr. Untern.. Hamb. Elektr. Werke . Rhein. Elektr. . . . Schles. Elektr. . . . Schuckcrl Siemens L Halöke . 230 229,5 389,751 387 27. August Amtliche Woiieruni Geld | Brie' Frankfurt a M. Berlin Schluß-s I-Uhr Kurs | Kurs Schluß- Kur« Anfang. Kurs Datum 26.8. | 27-8. 26.8. 27 8- Philipp Hoizmann - - - - - ' Heidelberger Cement.... io Gement Karlstadt......» Wayß 4 Freitag......10 103 130,5 185 — 103,5 100 103,75 Frankfurt a M. Berlin Schluß- Kurs i-Uhr Kurs Schluß-i Ansang. Kurs | Mutv Damm 26.8. 27-8. 26 8. 27.8. bA. Dl. Reichsanleihe o. . - Dt. Anl.-Ablüs.-Schuld mit AuL- 87,25 — 87,5 los.-Rechten......... DeSgl. ohne AuSlosMcchte . - - 7% Franks. Hqp^Bl. Goldpf. un» 52,15 51,95 52,1 52 11 10,8 10,8 10,75 kündbar bis 1932....... 4y,% Rheinische Hyp^Bank Liqu - 85,5 Goldpf.......... - ElL-G- abg. BortriegS-Obligatton., 77,65 — rückzahlbar 1932 ....... 87,5 — — 98,25 196,5 198,25 — 226 — — 167,75 206 — 206,13 140,5 139,25 140,75 z09 207,5 210,5 — — 141,25 — — 150,5 — — 176,5 — 221,25 223 376 375 375,25 — 145 170,5 — — 75 — 74,75 110,75 112,25 — — 141 137,5 136 137,75 148,5 — 148 — 134 214 — z14 114,25 113 114,75 — 130,5 118,75 118,75 119 135,25 137 — — 83,9 — — 104,75 107,65 106,5 108 283,5 —* 283,25 123,75 124,65 — — — 118,5 — 118,65 — 64 227 226,5 226,9 230,5 — 230,75 385 — 385 218 216,25 218 — — 102,75 148 — — 73,25 73,13 73,5 81 — 80,75 124 — 124 — 28,9 — • 10 — — — . . 5 — 22,65 — Deutsche Erdöl..... . . 6 — — — Eiiener Stcmkohle . . . . . 8 — 22 — Gelsenkirchener ... t ¥i J- 4 — 1,75 — Harpener..... • • . . 6 7,2 7,3 — . . 8 — — — Ilse Bergbau...... . . 8 . . 7 — 7,4 —— Köln-Neuesten...... . . 9 — — Mannesmann...... . . 8 — — Mansselder . . . • . . 7 Obcrsch'.es. Eisenb. Bedarf. . . 5 Obcrschles. Kokswerke. . . . . 6 • 5% _ — — Phönix Bergbau..... Rheinische Braunkohlen. . 118,13 119 118,4 . 10 184 — Rheinstahl . . . f.'/« Jahr 4/, — 158 158,75 Mcbeck Montan..... . 7,2 110,5 111,5 110,75 Bereinigte Stahlw. . . . Otavi Minen...... . . < 125,75 125,5 . 2 sh — 127,13 127,25 Kali Aschersleben .... . 10 _ 203 201,5 Kali Westeregeln..... . 10 177,5 178,25 177,25 Kaliwerk Salzdeksurth . • . 15 164 272,5 164,5 272 164,5 F. Farben-Industrie . . Dynamit Nobel..... . 12 . . 5 150,5 150,5 150,5 . . 9 156,5 156,75 156,5 Goldschmidt ...... . . 5 — — — RütgerSwerle ...... • • 6 298 299,5 298 MetaUgeseüschast. * • • • • 11 168,11 168,45 168,13 168,47 1,759 1,763 1,758 1.762 58,325 58,455 58,33 58,45 111,70 111,92 111,69 111,91 111,69 111,91 111,67 111,89 112,39 112,61 112,35 112,57 10,541 10,561 10,54 10.56 21,91 21,99 21,945 21,985 20,342 20,382 20,337 20,377 4,196 4,204 4,1955 4,2035 16,415 16,455 16,41 16,45 80,775 80,915 80,76 80,92 61,66 61,78 61,69 61,81 1,960 1,964 1,956 1,960 0,497 0,499 0,4975 0,4995 59,09 59,21 59,08 59,20 12,425 12,445 12,427 12.447 7,368 7,382 7,370 7.384 73,18 73,32 73,17 73,31 3,032 3,058 3,032 3,038 18,81 18,85 18,80 18.84 81,32 81,48 81,33 81,49 1,998 2,002 2,001 2,005 5,433 5,443 5,425 5,435 4,167 4,175 4,166 4,174 4,116 | 4,124 4,106 4,114 20,86 20,90 20,855 20,895 Berlin. 26- August Geld | l «rief Amerikanische Noten..... | 4,174 4,194 Belgische Noten ...»»» Dänische Noten 58,21 111,43 | 111,87 Enalllche Noten, uh 1 20,31 I I 20,39 Vertreter gesucht, welche Private besuchen, bei der richtig, Kundschaft eingesührl sind n.Taner- tätigkeit für bedeutendes Haus wünschen. Lieferung gegen beaucme Monatsraten I nnere Kollektion ist unerreicht Unsere Leistungs- ffthigkelt ist bekannt 7.5.D Oswald RichterA Co. Tuche und Kleiderstoffe, Cottbus Wer sucht dauernde und lohnende Existenz? Wir suchen für den dortigen Bezirk einen redegewandten Herrn, der den Vertrieb unserer erstklassig anerkannten Schweiß- avparate bei hoher Provision übernimmt. Es kommen vor allen Dingen Bewerber in Frage, die eoil. Kraftfahrzeug besitzen und die nachweisbare Erfolge bringen können. — Gest. Angebote inner K.A. 863 (7065P) an die Geschäftsstelle des Gießener Anseigers. AW MW zur Mitarbeit in größerem Der- lagsbetrieb bei guten Verdienst- Möglichkeiten gesucht. Schriftliche Bewerbung mit Darlegung der Verhältnisse unter 7047D au den Gießener Anz, zu richten. Leichiathleiil der Sp. Dg. 1900. Hervorragendes Abschneiden in Kassel und Weilburg. ö. Die Entsendung Hopfenmüllers zu den leichtathletischen Wettkämpfen des Kasseler Rasensportverbandes hat sich mehr als gelohnt. Der in allen Mehrkampfdisziplinen zur Zeit sehr gut beschlagene 1900er war imstande, vier erste und einen dritten Platz zu belegen. Seinen imposantesten Sieg und zugleich auch die absolut beste Leistung der gesamten Veranstaltung stellen seine 48 Meter Speer, in Leistungsklasse II erzielt, dar. In Klasse III warf er ebenfalls mit und wurde erster mit 46,10 Meter. Seine Konkurrenten folgten in weitem Abstand (in Kl. II Bott, Kurh. Kassel, und Döring, A. S. C. Göttingen, mit 42,92 bzw. 42,35. in Leistungsklasse III zwei Kurhessenleute mit wenig über 30 Meter). Das Kugelstoßen sicherte sich Hopfenmüller mit 10,43 Meter vor Degen. Hess.-Pr. Kassel. Auch im Dreikampf der Kl. III wurde der Gießener mit 146 Punkten klarer Erster vor Hofmann und Thiel. Kurh. Kassel, die es auf 126 bzw. 109 brachten. Im Rahmen des Dreikampses lief der 1900er 11,5 Sek., stieß 10,43 Meter Kugel und übersprang 1,55 Meter. Letztere Leistung reichte auch zu einem dritten Platz in der Einzelhochsprungkoniurrenz. Eine Heerschau der Leichtathletikjugend des Gaues Giehen-Wehlar stellten die am Sonntag in Weilburg stattgehabten Iugend- Meisterschaften dar. Es waren sehr zahlreiche Meldungen abgegeben worden, so daß die Sieger oft erst nach mehreren Aus- scheidungskämpfen festgestellt werden konnten. Die 1900er Iugend war sehr gut auf dem Damm, was durch acht Meisterschaften, vierzehn zweite und zehn dritte Plätze zum Ausdruck kommt. Besonders die beiden Hauptklassen (A- und B= Iugend) — in den jüngeren Jahrgängen waren nur einige Vertreter entsandt worden— zeigten viel Kampfgeist und eine unverkennbare Leistungssteigerung, die hinreichte, um den schärfsten Konkurrenten, den V. s. L. Wetzlar, im Gesamtergebnis (A-Kl. 38:30 Punkte, B-Kl. 20:18 Punkte) jeweils auf den zweiten Platz zu verweisen. Rachstehend die Ergebnisse, in denen die- 1900er siegten bzw. Plätze belegten: A-Klasse (Jahrgang 11 12). 100 Meter: 1. Marx. V. f. L. Wetzlar, 12,2 Sek.: 2. Kalbfleisch, 1900, 12,8 Sek. 3. Balser, 1900, 12,8 Sek. Dem überragenden Sprinter Marx, der auf einigermaßen guten Bahnen regelmäßig unter 12 Sek. läuft, konnten die beiden 1900er trotz guten Kampfgeistes nicht gefährlich werden. 200 Meter: 1. Marx, V. f. L. Wetzlar, 24,7 Sek. 2. Schickedanz, 1900, 26 Sek.: 3. Balser, 1900, 26,9 Sek. Schickedanz hat sich sehr gut entwickelt und schiebt sich immer mehr in den Vordergrund. 400 Meter: 1. Schick, V. f. L. Wetzlar, 58, Sek.: 2. Peters, 1900, 59,4 Sek.: 3. Roll, 1900, 61,3 Sek. Das Verhältnis war das gleiche wie bei dem 100-Meter-Lanf, denn vchick zählt zu den besten westdeutschen Jugendlichen. - 1500 Meter. 1. Koch I., 1900, 4:45 211 in.: 2. Abee, V. f. L. Wetzlar, 4:46,8 M.' 3. Rübsamen, V. f. B. Gießen, 4:56 M. Das wohl interessanteste Rennen des Tages. Koch revanchierte sich glänzend für die vor acht Tagen beim Klubkampf erlittene Riederlage. — Hochsprung: 1. Jung, 1900, 1,45 Meter: 2. Lomb, V. f. L., 1,45 Meter: 3. Roten- han, V. f. B. Gießen, 1,35 Meter. Stabhochsprung: 1. Jung, 1900, 3,00 Meter: 2. Roll, 1900, 2,05 Meter: 3. Speier, 1900, 2,05 Meter. Jung ist ein Stabhochsprungtalent und dürfte im kommenden Jahr als Aktiver von sich hören lassen. — Weitsprung: 1. Marx, V. f. L. Wetzlar, 5,65 Meter: 2. Balser, 1900, 5,65 Meter: 3. Schick. V. f. V. Wetzlar, 5,65 Meter. Ein Kuriosum, daß beim Weitsprung die drei ersten Plätze erst im Stichkampf festgestellt werden konnten. Richt ganz ohne Einfluß darauf mag die etwas kurze Anlaufbahn gewesen sein. - - Kugelstoßen: 1. Müller, 1900, 13,72 Meter: 2. Will, 1900, 12,97 Meter; 3. Kilo, V. f. L. Wetzlar, 11,91 Meter. Wenn auch H. Müller seine vorjährige Form noch nicht wieder erreicht hat, so liegt seine Leistung doch hoch über dem Durchschnitt. Diskus: 1. Kilo, V. f. L. Wetzlar, 35 Meter: 2. Will, 1900, 31,30 Meter: 3. Müller, 1900, 31 Meter. Der Sieger verriet Paulus' Schule. Speer: 1. Schick. V. f. L. Wetzlar, 48,55 Meter: 2. Müller, 1900, 45,20 Meter: 3. Will, 1900, 44,45 Meter. Leistungen, die sich sehen lassen können. - 4. 100-Meter- Stasfel: 1. V. f. L. Wetzlar 48,1 Sek.: 2. Sp. Vg. 1900 Gießen 48,8 Sek. Die V.f.L er gewannen gegen die mit Ersah laufenden 1900er erst nach Kampf. — Schwedenstaffel: 1. V. f. L. Wetzlar 2:16,8 Min.: 2. Sp. Vg. 1900 Gießen 2:24,5 Min. Das hervorragende Laufen ihres 400-Meter- Mannes sicherte den Wetzlarern den Vorsprung. B-Klasse (Jahrgang 13 14). 100 Meter: 1. Koch II., 1900, 12,4 Sek.: 2. Höhn. Weilburg. iF. V.. 12,5 Sek.: 3. Guthardt. 1900. 12,7 Sek. Ein interessanter Kamp', den der schnelle 1900er erst bei 90 Meter für sich entschied. 400 Meter: 1. Kuhlmann. V. f. L., Wetzlar. 58.1 Sek.: 2. Eteuerwald. V. f. V. Gießen. 60.4 Sek.: 3. Mootz. 1900, 60,9 Sekunden. Der Spielvereinigungsmann hätte ans der Strecke schneller fein müssen. 800 Meter: 1. Kuhlmann. V l L. Wetzlar. 2:21 'Minuten: 2. Mootz. 1900.. 2:23 Min,: 3. Höhn. Weilburg F. V.. 2:25 Minuten. Der Sieger bewies. daß er V. f. L s. beste B-Klassenstühe ist. Weitsprung: 1. Gräf. 1900, 5.65 Meter: 2 Steuerwald. V. s. V. Gießen. 5.50 Meter: 3. Guthardt, 1900, 5,40 Meier. Wieder eine ganz ausgezeichnete Weitsprungleistung von Gräf. Hochsprung: 1. Auer, 1900, 1,45 Meter: 2. Kuhlmann. 03.1.2. Wetzlar, 1,40 Meter: 3. Mootz, 1900. 1.35 Meier. Auer bewies, daß sein Sieg beim Klubkampf nicht Zufall war. Diskus: 1. Körber. V.f.L Wetzlar, 32,lOMeter: 2. Rodriguez, 1900, 29,89 Meter: 3. Luh, V. f. V. Gießen, 29,13 Meter. Die 29,89 Meter stellen für den kleinen 1900er eine recht ansprechende Leistung dar. 4 100-Meter-Staffel: 1. Sp. Vg. 1900 ®ie- ßen, 50,2 Sek.: 2. 03. V C. Wetzlar. 50,9 Sek.: 3. V. s. V. Gießen. 51,1 Sekunde. Die läuferisch besseren Spielvereinigungsleute wechselten diesmal zufriedenstellend und schlugen daher den V.f.L. sicher. Mannschaft: Gräf, Guthardt, Rodriguez, Koch II. S-Klasse (Jahrgang 15,16). 4xl00-Meter Staffel: 1. V. f L. Wetzlar. 56.8 ©et; 2. Sp. Vg. Gießen. 60.9 Sekunden. Die Gießener waren start ersatzgeschwächt und kamen infolgedessen nicht recht mit. b>Klasse (Jahrgang 17,18). Dreikampf (bestehend aus 50-Meter-Lau'. Weitsprung aus dem Stand. Vallweitwurf): 1. Weber. V.f.L. Wetzlar, 65 Punkte; 2. Volk, 1900, 42 P.; 3. Weyl. V. f. V. Gießen, 41 P.; 3. Märzhäuser. V.f.L... 41 P. Der talentierte 1900er hielt sich gegen seine zahlreichen, körperlich überlegenen Mitbewerber sehr gut. B. f.D. Leichtathletik. Drei erste, drei zweite und zehn dritte Siege in Weilburg. Die Leichtathletik-Jugend des V. f. B. errang am Sonntag bei den Gaujugendwett kämpfen in Weilburg die oben angeführten Erfolge, eine in Anbetracht der kurzen Zeit ihres Bestehens und der starken an Wettkampferfahrung überlegenen Konkurrenz stattliche Zahl, die den Jugendlichen selbst und der Abteilungsleitung das beste Zeugnis ausstellt. Leider hatte V. f. B. in der Klasse A nur zwei Bertreter. Beim 100-Meter-Laus der Klasse C holte sich Mattern acht Meter vor dem Ziel, mit zwei Meter in Führung liegend, eine Sehnenzer- rung und mußte den sicheren Sieg dem Gegner überlassen. Da der verletzte Mattern am weiteren Laufen stark behindert war, ging auch die 4X100- Meter-L-Staffel verloren. Nachstehend die Konkurrenzen, in denen B. f. B. zu Erfolgen kam: Hochsprung, Klasse A: 3. v. Rotenhan, B. f. B. Gießen, 1,40 Meter. 1 500 'Dieter, Klasse A: 1. Koch, Sp. Bgg. Gießen; 2. Abe, B. f. L. Wetzlar ; 3. Rübsamen, B. f. B. Gießen. Erst im Spurt mpßte der führende Rübsamen den anderen weichdn. Kampf der drei Ersten aus der ganzen Strecke. 4 X 1 0 0 - M e t c r-S t a f f e l, Klasse B: 1. Sp. Bgg. Gießen 50 Sek.; 2. B. f. L. Wetzlar 50,9 Sek.; 3. B. f. B. Gießen 51,1 ^ek.; 4. Weilburg. Der verletzte Stroh auf Nr. 3 ließ sich den von Hell- incijcr herausgelaufenen Borsprung abnehmen, so daß Kirchheimer am Schluß nur noch aufholen konnte. Diskus, Klaffe B: 1. Körber, B. f. L. Wetzlar, 32,10 Meter; 2. Rodriguez, Sp. Bgg. Gießen, 29,89 Meter; 3. Luh, V. f. B. Gießen, 29,13 Meter. Kugel, Klaffe B: 1. Korber, '23. f. ß. Wetzlar, 11,61 Meter; 2. Waldfchmidt, Wetzlar, 11,24 Meter; 3. Luh, '23. f. 'S. Gießen, 10,58 Meter: 4. Rodriguez, Sp. Bgg. Gießen, 10,54 Meter. 4 0 0 Meter, Klaffe B: 1. Cullmann, B. f. L. Wetzlar, 58,1 Sek.; 2. Steuerwald, B. f. B. Gießen, 59,4 Sek.; 3. Motz, Sp. Bgg. Gießen, 60,9 Sek. Steuerwald führte mit scharfem Tempo bis 300 Dieter, muß jedoch dann den stärkeren Cullmaiin ziehen laffeii. Weitsprung, Klasse B: 1. Gräf, Sp. Bgg. Gießen, 5,65 Meter; 2. Steuerwald, L. f. B. Gießen, 5,50 Meter; 3. Guthardt, Sp. ißgg. Gießen, 5,40 Meter. Kugel, Klasse C: 1. Mattern, B. f. B. Gießen, 8,71 Meter; 2. Gaul, Wetzlar, 7,84 Meter, 3. Simon, B. f. B. Gießen; 4. Marx, V. f. L. Wetzlar. Weitsprung, Klasse C: 1. Ludwig, B. f. L., Wetzlar, 4,78 'Dieter; 2. Mattern, B. s. B. Gießen, 4,75 'Dieter; 3. Bornschlegel, V. f. L. Wetzlar, 4,46 Meter. Eine gute Leistung des zum erstenmal startenden 'Diottcrn. 10 0 'Dieter, Klasse C: 1. Bornschlegel, B. s. L. Wetzlar, 14 Sek. ; 2.. Ludwig, Wetzlar, 14,1 Sek.; 3. Simon, '23. f. B., Gießen, 14,2 Sek. Hier lag 'Diat= fern klar in Front und mußte wegen Zerrungen den Sieg fahren lassen. Drei kam pf, Klasse C: 1. Mattern, B. f. B. Gießen; 2. Ludwig, V.f.L. Wetzlar; 3. Bornschlegel, B. f. L. Wetzlar. Dreikamps, Klasse D: 1. Weber, '23. f. ß. Wetzls; 2. Bolk, Sp. Bgg. Gießen; 3. Weyl, B. s. B. Gießen. Weyl verlor beim Ballweitwersen infolge einer Armverletzung mehrere Punkte und damit die Aussicht auf den Sieg. Gute ßeiftuitgen vollbrachten die kleinen B. f. Ber im Weitsprung aus dem Stand: Weyl 2,30, Küpper 2,20 und Steuerwald II. 2,15 'Dieter. 4 X 5 0 - M 'c t e r - S t a f f e l, Klasse D: 1. Weilburg 31 Sek.; 2. '23. f. ß. Wetzlar 31,5 Sek.; 3. B. f. B. Gießen 31,7 Sek. Die '23. f. Ber konnten also die Saison nicht ungeschlagen beenden und mußten am Sonntag infolge schlechter Wechsel ihre erste Niederlage hinnehmen. D r e i k a m p s, Klasse E: 1. Härder, B. f. B. Gießen, 52 P.; 2. 'Dierzhäuser, '23. f. ß. Wetzlar, 42 P.; 3. Heinz Fischer, '23. f. B., Gießen, 41 P. Oberheffen. provinzialausschuß - Sitzung. Der Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen beschäftigte sich in seiner öffentlichen Sitzung am vergangenen Samstag mit nachstehenden Derwaltungsstreitsachen und kam in jeder Sache zu einem Urteil. Als erster Punkt der Tagesordnung wurde verhandelt dj§ Beschwerde der Hauptverwaltung des Landgrafen von Hessen in Philivpsruhe bei Hanau a. M. gegen die Entscheidung des Tezirkswohnungskommissars beim Kreisamt Friedberg vom 11. Februar 1929 wegen Enteignung von Baugelände zugunsten der Gemeinde Rieder-Eschbach. Gegen die Entscheidung des Kreisamts Friedberg (Bezirtswohnungskommissars). wonach das strittige, in der Gemarkung Rieder-Eschbach gelegene Gelände zu einem Enteignungspreis von 3 Mk. für den Quadratmeter enteignet wurde, legte die Hauptverwaltung des Landgrafen von Hessen bezüglich der Festfetzung des Enteignungs- Preises von 3 Mk. Beschwerde bei dem Provinzialausschuß ein mit dem Antrag, den Preis aus 5 bzw. 6 Mk. festzusehen, da es sich im vorliegenden Falle um hochwertiges Gelände handele. In der mündlichen Verhandlung, in der durch Sachverständige und auf Grund vorgelegter schriftlicher Unterlagen die Bewertung des in der Gemarkung sonst veräußerten Geländes festgestellt wurde, kam der Provinzialausschuß unter Abänderung der Entscheidung des Vezirks- wohnungskommissars beim Kreisamt Friedberg zu dem Urteil, die Höhe der Entschädigung für das zu enteignende Gelände aus 3,50 Mk. für den Quadratmeter sestzusetzen. Die Kosten des Be- schwerdeverfahrens werten zu fünf Sechstel der Beschwerdeführerin und zu ein Sechste! der Gemeinde Rieder-Eschbach auferlegt und der Streitwert auf 1275 Mk. festgesetzt. Als nächster Punkt der Tagesordnung stand zur Verhandlung die Klage des Karl Zülch und Sohn in Gießen gegen die Stadt Gießen wegen Heranziehung zu den Müllabfuhrgebühren für das Haus Alicenstraße 24. Gegen die von der Stadt Gießen angeforderten Müllabfuhrgebühren für das Rechnungsjahr 1929 erhob der Obengenannte Klage bei dem Provinzialausschuß mit der Begründung, daß das in Betracht kommende ihm gehörige Anwesen Alicenstraße 24 nicht bewohnt werde und demnach auch kein Müll entstehe. Etwa 4 bis 5 Monate brenne in dem Gebäude nur ein Ofen, dessen Asche er zu Dung- zwecken verwende. Gegen die Anforderung der Stadt war innerhalb zwei Odonaten das Rechtsmittel der Beschwerde zulässig. Diese Frist wurde jedoch nicht eingehalten. Der Kläger versuchte durch einen mitgebrachten Zeugen zu beweisen, daß die Klage rechtzeitig eingereicht worden sei. Der Provinzialausschuß wies die Klage als unzulässig zurück und verurteilte den Kläger in die Kosten des Verfahrens. Der Streitwert wurde auf 12 Mk. festgesetzt. Weiter wurde verhandelt die Klage des Rudolf Bachmann zu Gießen gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 6. Juli 1929 wegen Versagung eines Wandergewerbescheins. Der Bevollmächtigte des Klägers führte in der mündlichen Verhandlung aus, daß Bachmann den Wandergewerbescheiii zum Hinterhalt seiner aus vier Personen bestehenden Familie benötigte, daß die zuletzt über ihn verhängte Strafe bereits vier Jahre zurückliege und er sich zwischenzeitlich gut geführt habe. Der Vertreter des Polizeiamts Gießen bestätigte die Angabe:,. Der Pro- vinzialausschuß erkannte durch Urteil zu Recht, der Klage stattzugeben und dem -Kläger den nach- gesuchten Wandergewerbeschein zum Handel mir Kurz- und Stahlwaren unter Auferlegung der Kosten des Verfahrens und unter Festsetzung des Streitwertes auf 50 Mk. zu erteilen. Im nächsten Punkt der Tagesordnung wurde das Gesuch des Ernst Brandt in Bad-Rauheim um Erteilung der Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft mit Branntweinausschank im Hause Am Goldstein Rr. 2 verhandelt. Die Stadtverordnetenversammlung und das Polizeiamt Bad-Rauheim, sowie das Kreisamt Friedberg hatten das Gesuch mit der Begründung abgelehnt. daß in dem schwach bewohnten Stadtteil Am Goldstein ein Bedürfnis für die Errichtung einer Wirtschaft nicht bestehe. In der mündlichen Verhandlung, in der der Vertreter des Polizeiamts und der Stadtverwaltung Bad-Rauheim, sowie der Vertreter des Gesuchstellers anwesend waren, brachte der Vertreter der genannten Behörden zum Aufdruck, daß die Räume des in Frage kommenden Gebäudes wohl den gesetzlichen Bestimmungen entsvrechen würden, daß jedoch durch seine Lage jenseits des Bahnkörpers die polizeiliche Kontrolle sich schwerer durchführen lasse und überhaupt ein Bedürfnis nicht entstehe. Auch sei die Wohnungsnot in Bad-Rauheim soeben sehr groß, so daß zunächst die zur Verfügung stehenden Räume zu Wohnzwecken verwendet werden müßten. Der Vertreter des Gesuchstellers schilderte den großen Verkehr durch die Straßen nach Rödgen und Wisselsheim, wies ferner auf den in der Rähe liegenden Bahnhof hin. in dem man sich bei schlechter Witterung wegen dessen primitiver Einrichtung nicht gut aufhalten könnte, so daß eine Wirtschaft in allernächster Rähe des Bahnhofs unbedingt als ein dringendes Bedürfnis angesehen werden müsse. Der Vertreter schilderte ferner noch die persönlichen Verhältnisse des GefuchsteNerS. der soeben keinen Berus habe und dem durch die Erteilung der Konzession eine Wohnung geschaffen würde. Der Provinzialausschuh lehnte das Gesuch des Ernst Brandt zu Bad-Rauheim um Erteilung der Genehmigung zum Betriebe einer Schankwirtschaft im Hause Am Goldstein Rr. 2 zu Bad-Rauheim ab und verurteilte den Gesuchsteller unter Festsetzung des Streitwertes auf 1000 Mk. in die Kosten des Verfahrens. Als letzter Puntt der Tagesordnung wurde verhandelt die Klage des Bezirksfürsorgeverbandes der Stadt Mainz gegen die Entscheidung des Ministers für Arbeit und Wirtschaft wegen Erstattung von Fürsorgekosten für den Arbeiter Fr. Machleid, geb. zu Schweinfurt a. M. Im vorliegenden Falle handelt es sich um den Ersah von entstandenen Kosten für einen herumziehenden Wanderer, der in einer Reihe von Pflegcanstalten. darunter auch in der Landes- Heil- und Pflegeanstalt zu Gießen untergebracht war und. wie die Vernehmung des Vertreters des Klägers ergab, offensichtlich durch fein Verhalten immer darauf ausging. Unterkunft in einem Krankenhaus oder einer Anstalt zu finden. Der Provinzialausschuß kam zu dem Urteil, die Klage als unbegründet zurückzuweisen, die Kosten des Verfahrens dem Kläger zur Last zu legen und den Streitwert auf 35 Mk. festzusetzen. Landkreis Gießen. —.— Klein-Linden, 25. Aug. Wegen eines schweren A u t o u n f a 11 5, der sich vor einigen Wochen zwischen Klein-Linden und Großen-Linden ereignete, sand dieser Tage eine Ortsbesichtigung und anschließend eine Gerichtsverhandlung im hiesigen Schulsaal statt. Ein Käfereibesitzer aus Kirchgöns hatte zwei Fußgänger aus Frankfurt a.M. überfahren und sie so schwer verletzt, daß sie sich längere Zeit in ärztlicher Behandlung befanden. Das Urteil lautete auf 150 Mark Geldstrafe und Tragung sämtlicher Kosten. Der Beklagte nahm das Urteil an. CO Klein-Linden, 26. Aug. Um weiteren Unglücksfällen, wie sie schon oft an der Einmündung der Wetzlarer Straße in die Fran k f u r t c r Straße vorgekommen sind, vorzubeugen, läßt die Straßenbauverwaltung der Provinz Oberhessen gegenwärtig quer über der Wetzlarer Straße und der Frankfurter Straße große Warnungstafeln anbringen. Ob diese Maßnahmen genügen, muß die Zukunst lehren. Bei einer Frequenz von täglich weit mehr als 1000»Kraftfahrzeugen wäre namentlich an Sonntagen die Ueberwachung dieser berüchtigten Ecke durch einen Sicherheitsposten dringend zu empfehlen. Auch wäre die Festsetzung einer Höchstgeschwindigkeit für Kraftfahrzeuge an dieser Stelle im Interesse der die Straße passierenden Personen und Kraftfahrzeug- benutzer unbedingt zu erwägen. 4- Grünberg, 26. Aug. Nach mehrjähriger Pause veranstalteten am Sonntag die beiden hiesigen Schulen, Oberrealschule und Volksschule, wiederum ein 3 u g e n b f e ft. Begünstigt vom schönen Wetter nahm das Fest einen guten Berlauf. Unter Vorantritt des Musikvereins zogen die Schüler, die beiden Gesangvereine und ber Turnverein 3um Turnplatz. Ein dreistimmiger Schülerchor „Ich hab' mich ergeben", geleitet von Rektor Bender, eröffnete die Feier. Die Festrede hielt Lehrer R o i h. Nach dem gemeinsam gelungenen Deutschlandliede folgten drei Gruppen Freiübungen, die von etwa 150 Schülern der beiden Schulen unter der Leitung von Assessor Roth mit Musikbegleitung geturnt wurden und anschließend br-’i Gruppen Stabübungen ber Mädchen ber obersten Volksschulklasse unter ber Leitung von Lehrer Wenzel ebenfalls mit Musikbegleitung. Beide Vorführungen fanden allgemeinen Beifall. Weiterhin sind noch zu erwähnen: ein Schwank, dargestellt von Oberrealschülern, Volkstänze ber Mäd- . chen ber Oberrealschule unter ber Leitung von Frl. Dr. Döll, volkstümliches Turnen der Volksschüler, ein Handballspiel der Oberrealschüler u. a. Ehöre der beiden Gesangvereine, die teils gemeinsam, teils einzeln vorgetragen wurden, sowie Vorträge des 'Dlufifoereins trugen zur Ausgestaltung der Feier bei. Rektor Bender dankte ber Stadtverwaltung für bie Bewilligung ber Mittel zur Abhaltung des Iugendfeftes und ebenso den Vereinen für ihre Mitwirkung. -x. Lang-Göns, 26. Aug. Da unsere W a s - j e r I c i t u ng nicht in der Lage ist, das sich stark vergrößernde Dorf zu allen Stunden mit Wasser zu versorgen, wurde sie schon seit 'Dionateii nur morgens und abends angestellt. Auf der Suche nach neuen Quellen machte man auch Gebrauch von der Wünschelrute und glaubte, eine Wasserader gefunden zu haben. Wie wir schon berichteten, wurden in der Nähe der alten Quellen Bohrungen vorgenommen, bis zu 17 'Dieter Tiefe. Leider ohne Erfolg; es kamen nur geringe Wasfermengen zum Vorschein. Inzwischen ist man damit beschäftigt, eine sehr starke Quelle in den „Mühlwiesen" zu fassen, und das Wasser von da, man spricht von 60 bis 80 cbm täglichem Abfluß, durch einen Motor in die Hauptleitung pumpen zu lassen. AXa^nb^chw^n Unser ständig steigender Millionen-Umsafz sowie das 100jährige Bestehen unserer Firma beweisen am besten, daß unser Original BullridvSalz troffen gegen alle Verdauungsstörungen u. Sodbrennen ist. Versäumen Sie nicht, sich heute noch ein Paket für 60 Pfg. zu kaufen oder unsere Tabletten zu 0.25 und 1.50 RM zu versuchen. Auch Sie werden von der prompten Wirkung überrascht sein. Nur echt in blauer Packung mit dem Bilde des Erfinders. Bullrldi, Berlin W 57. ■ ■ „doppelt so gul Wohnungstausch rftphnfptt* C'ne schöne 7-Zimmer-Woh- vvVVIVII« nung (Erdgeschoß) mit allem Zubehör und Etagenheizung in der Nähe der Kliniken und des Bahnhofs. rhf« Eine schöne 5-Zimmer.Doh. M/VfUU/l. nung mit Veranda und Äad in gut. Hause u. in schöner, ruhiger Tage. Der Tausch kann alsbald vorgenommen werden. Gchristl. tlngcboteunt.706ÖD a.d. Gieß. Am. Zur Unterstützung des Leiters im Außendienst wird für Massen-Vcrsiche- rnngssparte von Geschäftsstelle arößier deurfcher Gescllichasl ein akauintorisch und organisatorisch besonders befähigter fleißiger und vertrauenswürdiger Herr in eine Dauerstellung gesucht. Branche- kcnntnts nicht unbedingt ersorderlich. Bei Eignung werden besonders günstige Vertragsbedingungen gewährt. Ausführliche schr. Angeb. mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften unter 7053V an d. Gieß. Anz.