a- Ö' -OS O -1 3 ~ '"SC: *5-3 o-’1 s = = 2 5cr»- P.-1-., sKu3 :ett~=2.5' AW c*3 2 v2 2- -i 5 *i s 2: 6 63 Gl- : n 0 i»-n 0- ; 0 1 s- (7 ■c 2.5 = .GTc< . er 5 '» 2- ; = c - er 3 2 3 03 y n er 5 F- ?»e 3 ö 3® : „s-c :. S3-A.-: I- S-.3” fl. " 2 ?&?.'■ S8 ,2-- : S8.S* g 8% Lr ^ra-c 3 o 2 3.2 • cr^" 9: 1 sSäST , fl f» -s - 2c» n E 2 X, lisch -s"?> - o,#1 2;^ 2---" »2-0 s^li - 2.= = a‘: 3^'i = ö”" ?: 2-2'3:; ’sjs? ‘^»/.■Aär 5 2 =^-' 4;a; : 5 3 a 5 3 f» K«?l |ca 0=1 ” u n g * Plan teilnimmt, da sich an der großen internationalen Konferenz nur die Signatare des Protokolls von Gens und die eingeladene Regierung der Bereinigten Staaten beteiligen könnten. Verschiebung der Konferenz auf den 16. August? London, 27. Juli. (WTV. Funkspruch.) „Times" berichtet aus Paris: Wenn die Absicht der beteiligten Regierungen, die Bereinigten Staaten zur Entsendung eines Vertreters ]ur Reparationskonferenz einzuladen, bestehen bleibt, fo würde die für die (Ernennung des Delegierten und feine Reife nach (Europa erforderliche Zeit die Verschiebung des (Eröffnungstages notwendig machen. Unter Berücksichtigung dessen wird der 1 6. A u g u st als der wahrscheinlichste Zeitpunkt für den Zusammentritt der Konferenz angesehen. Sorgen, die ja vor allem Herr Dr. Hilfer - ding spüren wird, darf sie dazu nicht veranlassen. Niemals seit 1919 hat eine Reichsregierung vor schwereren Aufgaben gestanden als heute. Niemals hat ihre Verantwortung für die Zukunft der Nation so schwer gewogen, wie jetzt. Es geht im Haag nicht nur um die finanzielle Belastung zweier deutscher Generationen, die schließlich trotz aller schweren Bedenken, die auch hiergegen einzuwenden sind, ja einmal ein Ende nimmt, es geht um die politische Freiheit Deutschlands an Rhein und Saar. Belgiens Zustimmung. Brüssel, 26. Juli. (WB.) Die b e l g i s ch e Regie r u n g hat sich mit dem Haag als Tagungsort der Konferenz der Regierungen einverstanden erklärt, um eine Verständigung in der Frage zu ermöglichen, die feit mehreren Wochen Gegenstand von Meinungsverschiedenheiten war. Holland wird offiziell einladen. Amsterdam, 26. Juli. (WB.) Im Hinblick auf den heute nachmittag bekannt gewordenen Entschluß der belgischen Regierung, keine Einwendungen gegen eine (Einberufung der Regierungskonferenz nach dem Haag zu erheben, hat „Alge- bte französische Delegation, ob sie nun unter der Führung Briands oder der P 0 in - carös steht, zweifellos versuchen, von Deutschland eine absolut verbindliche Anerkennung der Reparationsabmachungen zu erzielen, ehe sie sich auch nur auf die Diskussion der Rheinlandräumung und der Freigabe des Saargebietes einläht. Würden die Dinge diesen Verlauf nehmen, dann allerdings wäre das Verhängnis nicht mehr aufzuhalten. Deshalb wird die deutsche Delegation von Anfang an daraus bedacht sein müssen, daß das Tributpro» blem in völliger sachlicher und zeitlicher Parallelität mit den Politi- schen Fragen behandelt und ge Id st wird. Kommt man innerhalb dreier Wochen nicht zu sauberen und für Deutschland akzeptablen Ergebnissen, so wird die deutsche Delegation sich unter keinen Umständen zu Entscheidungen drängen lassen dürfen, die nachher nicht mehr revisionssähig sind. Auch der Druck der inneren Paris, 26. Juli. (WB.) havas veröffentlicht heute 23 Uhr folgende Mitteilung: Ministerpräsident Poincare hat heute abend seine Mitarbeiter davon in Kenntnis gesetzt, daß er sich einem ch i - rurgischen (Eingriff unterziehen müsse, der ihn auf zwei ober drei Monate aktionsunfähig machen werde, und daß er beschlossen habe, dem Präsidenten der Republik feine Demission zu überreichen. Gesamidemission. Kabinett Bnand in Gicht? Paris , 27. Juli. (WTB. Funkspruch.) Auf Grund des Beschlusses des gestrigen ftabinettsrates hatten die Minister vriand und Bnrthou sich heute vormittag nach 9 Uhr zu poincare begeben, um ihn zu ersuchen, seinen Rücktrittsentschluß rückgängig zu machen. Da poincare seine Demission aufrechterhielt, haben die Regierungsmitglieder im Laufe des heutigen Ministerrats dem Präsidenten der Republik die Gesamt- demission des Kabinetts überreicht. Präsident Doumergue hat daraufhin in der üblichen Weife sofort feine Besprechungen zur Lösung der Krise mit der Berufung der Präsidenten von Kammer und Senat ins Elysee begonnen. Er gedenkt, wie havas erfährt, in der Lage zu sein, im Lause des Tages diejenige politische Persönlichkeit zu berufen, der er die Uebernahme der Kabinettsbildung anbieten will. Man rechnet, wie schon gestern erklärt wurde, mit der Möglichkeit, daß der Rus des Präsidenten an Briand ergehen wird. Poincares Krankheit. Paris. 27. 3uli. (WTB. Funkspruch.) Lieber den Gesundheitszustand des Ministerpräsidenten Poincare und über die Folgen seiner Erkrankung berichtet der „M a t in" folgendes: Poincare leidet an einer Erkrankung der Prostata. und man befürchtete sogar eine Zeitlang eine Harnvergiftung, doch soll seit einigen Tagen der Gesundheitszustand des Ministerpräsidenten zufriedenstellender geworden sein. Sein Allgemeinbefinden soll sogar gut sein. Ende nächster Woche soll eine Prostataoperation durchgeführt werden. Die Wiederherstellung und G esundung dürfte jedoch z u lange Zeit in Ansp ruch nehmen, als daß Poincare die Möglichkeit hätte, an den Arbeiten der Regierungskonferenz teilzunehmen. Die Aerzte befürchten anderseits, daß Poincare, wenn er nicht von seinem Amt zurückträte, während der Behandlung nicht die nötige geistige Ruhe haben würde. Aller meen Handelsbad" auf eine entsprechende Anfrage aus dem Außenmini ft erium erfahren, baß die nieberländische Regierung bisher zu dieser Frage bis jetzt noch nicht Stellung genommen habe, daß es jedoch für wahrscheinlich gehalten werde, daß sie die Regierungen der in Frage kommenden Mächte offiziell einla - den werde, die „Konferenz zur Liquidation des Krieges" im Haag abzuhalten. Der polnische Außenminister bei Briand. Paris, 26. 3uli. (WD.) Außenminister Briand hat heute vormittag den polnischen Außenminister Zaleski empfangen. Er veranstaltete ihm zu Ehren ein Frühstück, an dem auch der polnische Botschafter in Paris, dec französische Botschafter in Warschau, der Generalsekretär des Quai d'Orsay, sowie der Generalsekretär und der politische Direktor des französischen Außenministeriums teilnahmen. „Petit Parisien" berichtet, daß Zale - ski im Lause seines gestrigen Besuches bei Briand über die künftige Reparationskonferenz gesprochen und dabei den Wunsch geäußert habe, polen möge zur Teilnahme aufgefordert werden. »Selbstverständlich", fo erklärt bas Blatt, »b?- verlangten Zahlungen zu erhöhen. In diesem einen Punkt sind sich, wie ich glaube, viele Beteiligten einig. Der Schahkanzler zitierte dann die Ziffern des Annuitätenschemas und bemerkte: Von dem unbedingten Teil wird erwartet, daß er unter allen Umstände n g ezahlt wird, außer im Falle des völligen Bankerotts Deutschlands, mit dem aber nicht gerechnet wird. An diesen unbedingten Zahlungen hat Großbritannien keinen wesentlichen 21 n- teil. Fünf Sechstel gehen an Frankreich, dec Rest an 3talicn. Unser Anteil an den Annuitäten könnte verglichen werden mit den gewöhnlichen Aktien eines vielleicht nicht sehr gesunden Konzerns, während die unbedingten Zahlungen als Schuldverschreibungen erster Klasse betrachtet werden können. Dies ist die Lage Hin- Wahrscheinlichkeit nach werde der Präsident der Republik nach dem Ministerrat die Lage klären müssen. Selbstverständlich würden im Falle der Demission Poincares alle Minister ihren Rücktritt einreichen. Das französische Parlament heimgeschickt. Paris, 26. Juli. (WB.) In der Kammer kam es heute abend nach Annahme eines Gesetzes über die Justizreform zu einem unerwarteten D 0 r- stoß der ßints'parteien gegen bie Regierung, als Justizminister Barth 0 u bie Tribüne bestieg und das Dekret über den Schluß der ordentlichen Sitzung verlas. Dieses Dekret wurde in der Mitte durch Beifall, auf der Linken mit lautem Lärm und Pult- öertclgetlapper aufgenommen. Der kommunistische Abg. Barth 0 u verlangte bas Wort zum Sitzung»- Protokoll, dessen Annahme der Vorsitzende der Kammer vorschlug. Er erging sich in heftigen Ausfällen gegen die Regierung. Der radikale Abg. Dali- m i e r bestieg auf Drängen seiner politischen Freunde, die sehr erregt waren, bie Tribüne, um dagegen zu protestieren, daß die A m n e st i e durch bie Schulb der Regierung vorn Parlament nicht beschlossen werden konnte. Ebenso protestierte ein elsässischer Abgeordneter und der Abg. Leon Blum, der der Regierung das Recht bestritt, das Schlußdekret der Kammer zu verlesen, während der Senat noch tage. Das sei ein unehrliches Manöver. Der Abg. Blum bestritt die Auffassung des Präsidenten, daß eine gleichzeitige Verlesung des Dekrets in beiden Häusern nicht notwendig sei. Seine Worte aingen im Lärm unter. Das Protokoll wurde zur Abstimmung gestellt und mit 276 gegen 258 Stimmen abgelehnt. Nach einer kurzen Unterbrechung der Sitzung entspann sich eine längere Debatte darüber, ob das Schlußdekret wirksam verlesen sei. Verschiedene Abgeordnete behaupteten, es nicht verstanden zu haben. Der Präsident forderte Ma Kammer mit Rücksicht darauf, daß die Kammer nicht ohne. Genehmigung des Protokolls geschlossen werden könne, auf, sich nicht in diese Sackgasse zu begeben. Der Abgeordnete Leon Blum ergriff nochmals das Wort und erklärte, die Verlesung des Schlußdekrets, noch ehe dec Senat sich über die sRatisizierungu der Abkommen habe äußern können, sei eine Überrumpelung: die linksstehenden Abgeordneten hätten das einzige ihnen zur Verfügung stehende Mittet ergriffen, um ein Mißtrauensvotum gegen die Regierung zu erreichen. Blum forderte hierauf, die Kammer auf, das Protokoll einstimmig anzunehmen. Dies geschah in einfacher Abstimmung, und die Sitzung wurde ohne weiteren Zwischenfall geschlossen. Der Kampf um den Konferenzort ist entschieden, Belgien hat seinen Widerspruch gegen die Wahl der holländischen Hauptstadt aufgegeben also werden sich alle beteiligten Mächte am 6. August im Haag einfinden. Wer das Hin und Her im Streite der letzten Wochen verfolgt hat, der weiß, daß es hierbei um mehr ging als lediglich um gewisse prestige-politische Gesichtspunkte. Tatsächlich ist namentlich von f ran- zösischer Seite hierbei sehr gielbe» raufet Politik gemacht worden, und wir fürchten, daß das grundsätzliche Bekenntnis des englischen Außenministers Henderson zu der sogenannten „Feststellungs- und Verschvungskommission", das er erst vor wenigen Tagen abgelegt hat, als Ergebnis der Politik Frankreichs zu betrachten ist. Strategie gesprochen sind in der Zeit seit Abschluß der Pariser Verhandlungen der Sachverständigen V 0 r f e Id • gefechte ausgetragen worden, und es ist leider nicht zu leugnen, daß Deutschland hierbei nicht gerade günstig abgeschnitten hat. Prüfen wir noch einmal kurz, welche 2lufgaben die politische Konferenz bewältigen solll Sie sind in großen Zügen umrlssen durch die Genfer Vereinbarungen vom September vorigen Jahres 3n erster Linie soll also die Endrege - lung der Reparation sf rage, wie sie im Voungplan formuliert worden ist, unter Dach unb Fach gebracht werden. 3m engsten inneren Zusammenhang steht damit für uns baä Problem bet Rheinlandräumung, das seinerseits wieder mit der berüchtigten ,.Versöhnungskommission" verknüpft ist. Tatsächlich wird fo gut wie sicher die Konferenz sich aber nicht nur im |V yui wie Rahmen dieser Probleme bewegen. Wir halten 34 Millionen Pfund a,n Amerika bezahlen muß. es vielmehr für selbstverständlich, Dop oabet Die an Frankreich zahlbare halbe Milliarde auch noch eine Reihe anderer Dinge, beifpiels- Goldmark hat die beste Sicherheit der Welt: weise u. a. die Frage der Reparattonsverpfttch- wir aber haben keine. Unser Anteil an den tungen die den österreichisch-ungarllchen Aach- Zahlungen wird unsicher sein und schließlich folgestaaten 1919 in den Pariser Dorortvertragen gan$ aufhören, denn Deutschland ist nur irn- auferlegt worden sind, debattiert wird. Gerade stände gewesen, zu zahlen durch umfangreiche diese Frage hängt ja sehr eng aud) mit bem I Anleihen und durch Niedrighalten der Löhne. Voungplan zusammen, insofern nämlich, als es Das kann nicht unbegrenzte Zeit so fortgehen, von ihrer Lösung abhängt, ob und inwieweit Regierung darf ihre Unterschrift nicht unter Ät'ÄMX -rL °'nen-Zch'^^nu,e^n»,chr«.. foll oder nicht sondern eine Demütigung für uns Ist. Uebersieht man so einmal die Umrisse des Lloyd George kritisierte dann abfällig die Be- Konferenzthemas, dann wird man füglich be- timmungen der Sachlieferungen und den Umzweifeln, ob es gelingt, diese ganze Arbeit stand,, daß zwar zum erstenmal die tnter- innerhalb dreier kurzer Wochen zu bewältigen, alliierten Schulden und die Repa- Da Anfang September die Tagungen des Völ. rationen miteinander in Verbindung ge- kerbundes in Genf beginnen, und sie sich bracht worden seien, daß aber unterlassen worden jetzt nicht mehr verschieben lassen, würde schon fei, die britischen Zahlungen an bie allein deshalb die f r a n »ö I i f d> e T e t . $ c t e in i g t e n 6 t a a t e n »em Eingang 6er f d> 1 e b » u n g 6 t a 11 i i einen graften ®rfolg da. den schen «eftarationen abhängig za machen, non getragen haben, weil eS ihr dann gelungen Diese einseitige Transaktion ,-im jet^r Emz-l- wäre den Abschluft der Verhandlungen bis in Helt nachteilig für England Er sonderte zum Lm Oktober, vielleicht gar bis in den November Schlaft Snowden auf, reifliche ®rtoagungen Anaaszuzögern. Aach in dieser Hinficht hat die anzustellen, bevor er die Unterschrift des L-m. Aeichsregierung in den diplomatischen Vorfeld, des unter ein so verhängnisvolles Dokument gefechten keine taktisch günstige Position zu er- setze. ringen vermocht. Denn während den anderen — - - ■ — beteiligten Hauplregierungen der Zeitpunkt des 3nkrastretens einer neuen Reparationsregelung verhältnismäßig gleichgültig sein kann, spielt er leider in Deutschland wegen der Kassenverhalt- nisse des Reiches eine nicht unerhebliche Rolle. Wie werden sich die Dinge nun abwickeln? Daß Deutschland die Wahl der holländischen Hauptstadt als Konferenzort begrüßt, bedarf keiner besonderen Betonung. 3n der ruhige? Residenzstadt des Hauses Oranien dürfen wir auf eine Atmosphäre rechnen, die für die Vertretung der deutschen 3nteressen ohne Zweifel erheblich günstiger ist, als etwa die mit so starken Spannungen geladene Luft in Pams oder Brüssel. Freilich, daß der Haag gleichzeitig auch der Platz ist, an dem vor dem Kriege unter großem Pomp und Wortschwall der Friedenspalast errichtet wurde, daran denkt man besser nicht. Es wäre auch vernünftig, wenn die jetzt zufammentretende Konferenz gar nicht an diese Dorkriegstradition anknüpfen wurde, deren Hohlheit und innere Verlogenheit durch die letzten zehn fchweren Jahre, die Deutschland hinter sich hat, so grell beleuchtet wird. Roch immer treibt man in Europa und der ganzen Welt keine Politik nach schönen Ideologien, sondern lediglich nach den machtpolitifchen unb wirtschaftlichen Interessen jedes Landes. Wir werden das vermutlich bet den bevorstehenden internationalen Verhandlungen sehr bald zu spüren bekommen. Frankreich hat ja bereits dafür gesorgt, daß der ganze Troß seiner europäischen Vasallen aufmarschicrt und seine Forderungen anmeldet. Mit Hilfe dieser Unterstützung wird 1,840 Millionen Pfund erhält, wenn die Zah- lungen geleistet werden, werden sie sich folgender- mahen verteilen: wir erhalten 17,5 Millionen Pfund, die Dominion» 2,6 Millionen Pfund, Frankreich 52,5 Millionen Pfund und Italien nicht ganz 11 Millionen Pfund. Wenn wir alle im Voung-Plan vorgesehenen deutschen Zahlungen erhalten, dann werden wir zusammen mit den Zinszahlungen unserer euro- paischen Schuldner gerade genug zur Bezahlung unserer Schulden an Amerika haben. Für Großbritannien bleibt kein Ueberschuß. Frankreich wird einen ^leberfchuh von 21 Millionen Pfund haben. Alle anderen GlLubigermächte werden auch einen Lleberschuß haben. Wenn die Anempfehlungen desVoung- Ausschusses akzeptiert werden würden, dann würden wir zu opfern haben, nicht nur die zweieinhalb Millionen infolge der Abänderung des Derteilungsschemas, sondern auch die 200 Millionen Pfund Rückstände für unsere früheren, an Amerika geleisteten Zahlungen. Wenn wir durch die Spa-Prozentsätze nur rund zweieinhalb Millionen Pfund mehr erhalten könnten, dann haben wir zur Verminderung dieses Defizits von 200 Millionen Pfund ungefähr 37 Millionen Pfund erhalten. Die britische Regierung wird gegen das Schema der Deutschen keinen Protest erheben, sondern wird es akzeptieren. 3n der Frage der Sachlieferungen können wir die Vorschläge des Ausschusses nicht akzeptieren. Auf einen Zwischenruf Lloyd Georges erwiderte Snowden: Was die Tatsache betrifft, daß wir keinen Anteil an den unbedingten An- nuitäten haben, so werden wir bestimmt die von Lloyd George angeführten Gesichtspunkte berücksichtigen. Die Vorschläge stellen tatsächlich die Forderung nach weiteren Opfern an unser Land. 2ch spreche meine eigene Auffassung und wie ich glaube auch die Auffassung der Regierung aus, wenn ich sage, daß die Grenze der Zugeständnisse seitens Englands erreicht ist. Untere großmütigen Opfer haben unserem Volke eine Last von 60 Millionen Pfund jährlich aufgebürdet, die bestehen bleiben wird, auch wenn wir unsere Zahlungen an Amerika durch unseren Reparationsanteil und die Zahlungen unserer kontinentalen Schuldner vermindern können. Snowden verbreitete sich dann noch über die Frankreich und Italien durch den Voung-Plan zugedachten Vorteile und schloß: Ich glaube, ich bin gerechkferligi, wenn ich gesagt habe, daß unsere Großmut ihre Grenze erreicht hat. Ich weih nicht, wie weit wir Erfolg haben werden, aber welches Ergebnis die Konferenz auch haben mag, ich kann dem Hause versichern, daß es keine weitere Preisgabe britischer Interessen geben wird, die ein entschlossener Mann verhindern kann. Dachdem der Liberale V u r g i n der tiefen Befriedigung seiner Partei über Snowdens Erklärungen Ausdruck gegeben hatte, vertagte sich das Haus bis zum 29. Oktober. Weitere Scherung im Befinden des Reichskanzlers. Berlin, 26. 3uli. (WTB.) Aus Heidelberg wird mitgeteilt: Da der Verlauf des Heilungsprozesses der Operationswunde des Herrn Reichskanzlers ein durchaus normaler ist, kann von der weiteren Herausgabe täglicher Krankheitsberichte abgesehen werben. Enderlen, v. Krehl. Der ftanzösische Senat nimmt die Schuldenabkommen an. Paris, 26. Juli. (WB.) Der Senat hat mit 242 gegen 30 Stimmen das Gesetz über die Ratifizierung des S ch u l d e n a b k o m- m e n s mit Washington angenommen. Die Vorlage über die Ratifizierung des Schuldenabkommens mit England wurde durch Handaufheben ebenfalls gebilligt. Der Senat stellte fest: 1. daß die internationalen Vereinbarungen Deutschland zu Zahlungen verpflichten, die gleichzeitig einen Teil der Rückstände der Reparationsschuld decken und den Dienst der in den Abkommen von London und Washington vorgesehenen Annuitäten sichern: 2. daß die französische Regierung, falls Deutschland seine Zahlungen einstellen oder beträchtlich verringern sollte, das Recht hätte, den ganzen oder teilweisen Aufschub der französischen Zahlungen auf drei Jahre auf Grund der Abkommen von Washington und London im Zusammenhang mit dem Briefwechsel Caillaux-Churchill vom 12. Juli 1927 zu fordern. Der Senat rechnet bei den dann zu eröffnenden Verhandlungen auf die Freundschaft und Loyalität der Vereinigten Staaten und Englands. probesahrl des „Graf Zeppelin". Friedrichshafen, 27. Juli. (WTB. Funkspruch.) Das Luftschiff „Graf Zeppe- l i n“ ist heute morgen um 5.40 Uhr mit einer Reihe von Fahrgästen unter dem Kommando von Dr. E ck en e r zu einer Probefahrt, der ersten Fahrt seit der Rückkehr des Luftschiffes aus Frankreich, aufgestiegen. Rach dem Verlassen der Halle ging der Start reibungslos vonstatten. Außer der Besatzung befinden sich ungefähr 25 Passagiere an Bord. Die Fahrt erstreckt sich auf das Bodenseegebiet und dürfte etwa vier bis fünf Stunden dauern. Das Wetter ist trübe. Am Sonntagfrüh wird eine zweite Fahrt unternommen werden, deren Route zwar noch nicht festgesetzt ist, die sich aber etwas über zwölf Stunden hinziehen und sich weiter in das Reich hinein erstrecken wird. Ob die Fahrt in östlicher oder westlicher Richtung verläuft, ist noch ungewiß. Bei diesen beiden Probefahrten nehmen jeweils 15 bis 16 Personen teil, darunter einige Vertreter der Presse. Als Teilnehmer an der zweiten Fahrt werden genannt ein Berichterstatter des „Paris Journal", sowie ein in Friedrichshafen tätiger japanischer Ingenieur. Während der Fahrt befinden sich u. a. an Bord zwei Vertreter des Reichsverkehrsministeriums, weiter Korvettenkapitän F u j i h s h a und Hauptmann Rankaku von der Berliner japanischen Botschaft, Direktor Maybach von den Friedrichshafener Motorenwerken, ferner zwei Gewinner von Zeppelinfreifahrtscheiuen aus Münchs« und Stuttgart. \ i Liberale polilik Englands gegenüber Aegypten. London, 26. 3uli. (WB.) Die Aussprache über den Rücktritt Lord Lloyds im Unterhaus wurde vom früheren Premierminister Baldwin mit einer Rede eröffnet, in der er einen Ueberblick über die Entwicklung der Beziehungen zwischen Großbritannien und Aegypten seit der Zeit der britischen Oberhoheit gab und im besonderen auf die Bedeutung der im Iahre 1 9 2 2 von der britischen Regierung abgegebenen Erklärung hinwies, durch die das britische prolektorol aufgehoben und die Unabhängigkeit Aegypten» anerkannt. wurde. Er sagte, die Verhandlungen, die M a c - dvnald seinerzeit mit Zaglul Pascha geführt habe, hätten bewiesen, daß der jetzige Premierminister damals nicht gewillt gewesen sei, von den durch die Erklärung Von 1922 vorge- zeichneten Richtlinien abzuweichen. Baldwin fragte die Regierung, ob ihre Haltung gegenüber Lord Lloyd eine Aenderung in der im Laufe der letzten Iahre von den verschiedenen Regierungen einschließlich der letzten Regierung der Arbeiterpartei verfolgten Politik gegenüber Aegypten anzeige, und, falls diese Annahme zutreffe, welcher Art die neue Politik sei. Wenn der Abschluß eines neuen Vertrages, so schloß Baldwin, in Aussicht stehe, so müsse das Unterhaus in seiner Gesamtheit die Verantwortung dafür übernehmen, da keine Partei in ihm über eine absolute Mehrheit verfüge. Henderson betonte, in der Politik gegenüber Aegypten sei keine Aenderung eingetreten. Henderson zählte sodann eine Reihe von Mei - nun gs Verschiedenheiten zwischen Lloyd und. C h a m b e r l a i n auf, der in der letzten Regierung in Aegypten eine liberale Politik durchgeführt habe. Henderson bemerkte hierzu, die Regierung sei zu der Ueberzeugung gekommen, sie könne ihrerseits eine solche liberale polilik nicht vertrauensvoll betreiben, wenn Lloyd fortfahre, diese Politik absichtlich unfreundlich durchzuführen. Die Politik der Regierung würde nicht eher in Kraft treten, bis sie sowohl dem ägyptischen Volke, wie auch dem britischen Parlament zur Genehmigung vorge- gelegen habe. Henderson führte weiter aus, daß keinerlei Verhandlungen hinter dem Rücken Lloyds stattgefunden hätten. Die Aussprache zwischen ihm und Lord Lloyd über den Rücktritt sei von beiden in herzlicher Weise erfolgt. Darauf richtete Churchill einen scharfen Angriff auf die Regierung, der er vorwarf, sie wolle als Vertreter Großbritanniens in der Welt nur Gruppen haben, die gefügig alles täten, was die Regierung wolle. Die Debatte über den Rücktritt wurde sodann mit der Erklärung Macdonalds abgescylossen, die Regierung kenne ihre Verantwortung und würde das tun, was den Interessen Großbritanniens entspräche. Oer neue englisch-ägyptische Vertrag. Kairo, 26. 3uli. (WTB.) Die Zeitung „Mokattam" will aus zuverlässiger Quelle erfahren, daß der ©nttoirrf eines englisch- ägyptischen Vertrages sertigge tellt sei. Er bestimme u. a.: 1. Der briti che Kommissar wird Botschafter; 2. Abschaffung der Kapitulationen und Uebergang der Macht von den Konsulargerichten an gemischte Gerichte; 3. Aufgabe des britischen Anspruchs auf Deschühung der Minderheiten: 4. England muh im Kriegsfälle, d. h. wenn Aegypten angegriffen wird, Aegypten Hilfe leisten und umgekehrt: 5. Ueberführung der britischen Truppen in die Suezkanal-Zvne. politisches Tendenzurteil gegen MH kaklowih, 26. Iuli. (MV) In der heutigen Sitzung im Prozeß gegen den Geschäftsführer des Deutschen Volksbundes in Oberschlesien, Ulitz, beantragte der Staatsanwalt gegen Ulitz ein Jahr Gefängnis. Rach etwa dreistündiger Beratung verkündete Vizepräsident h e r l i n g e r gegen 20.25 Uhr unter atemloser Spannung der Zuhörer das folgende Urteil: Der Angeklagte wird wegen Bei- Hilfe zur Entziehung vom Militärdienst zu einer Gefängnis st rase von fünf Monaten verurteilt. Oer Staatsanwalt führte in seinem Plädoyer u. a. aus: Wenn Ulitz sich für den Militärdienst eingesetzt habe, so sei dies damit zu erklären, daß ein starkes Volkstum nicht nur aus Frauen bestehen könne. Die 3ntelligenz und das tiefere Erfassen des Minderheitenproblems durch den Angeklagten habe ihm seine Artikel in der „Kattowitzer Zeitung" diktiert, um so seine eigentlichen Ziele besser verfolgen zu können. Diese Artikel hätten jedoch keine Beweiskraft, und Ulitz einzig und allein sei der leitende Mann der deutschen Bewegung in Ostoberschlesien. Wie der Zeuge Mache ausgeführt habe, bestehe die Loyalität des Angeklagten darin, daß er nicht den Gesetzen zuwidergehandelt habe. Der Volksbund habe mehreren polnischen Staatsangehörigen den Aufenthalt in Deutschland ermöglicht. Der Staatsanwalt kam dann auf die auf Dia- lucha bezüglichen Schriftstücke zu sprechen, auf die sich die Anklage hauptsächlich stützt, und erklärte, daß die auf Bialucha ausgestellte Bescheinigung zur Zeit der photographischen Aufnahme der Dokumente vorhanden gewesen sein müsse. Die Aktenstücke seien von der Oppelner Regierung nur vorgelegt worden, um einen bestimmten Eindruck Hervorzurusen. Was die Bescheinigung selbst betreffe, so sei sie ausgestellt worden, weil der militärflüchtige Bialucha zur Begründung seines Einwanderungsgesuches eine besondere Bescheinigung brauchte. Eine Fälschung des Dokumentes komme nicht in Frage. Sie hätte vor allem einen bestimmten Zweck haben müssen, und zu einem persönlichen Racheakt lag keine Veranlassung vor, da der Geheimdienst anderweitig genug Gelegenheit gehabt hätte, gegen Ulitz vorzugehen. Der Staatsanwalt beantragte schließlich gegen den Angeklagten eine Strafe von einem 3ahr Gefängnis. Oie Verteidigung. Rechtsanwalt Dr. B a j stellte fest, daß der Staatsanwalt verschiedene Entlastungsmomente außer acht gelassen habe. 3m Verlauf des Prozesses sei dem Vertreter der Anklage kein einziger Rachweis geglückt. Cs sei nicht bewiesen, daß auch nur ein einziges Schriftstück mit den von dem Staatsanwalt als belastend angesehenen Schreibfehlern aus dem Volksbund stamme. Die Schreibfehler wären von dem Angeklagten nie übersehen worden, und es wäre ein Zeichen der Mißachtung der angegangenen Behörde gegenüber gewesen. Der Verteidiger kam sodann auf die Bescheinigung zu sprechen und wies darauf hin, daß das Schriftstück völlig überflüssig war. Wenn zudem die deutsche Regierung die Dokumente bezüglich Bialucha eigens für den Prozeß Ulitz gemacht hätte, dann wäre sie sicherlich gründlicher vorgegangen. Trotz der Photogra- phierung Tausender von Akten habe man gegen Ulitz keine weiteren Belastungsmomente gefunden. Bezüglich der Gutachten der Sachverständigen zitierte Dr. Daj aus einem Werk „3ustiz" des Sachverständigen Gottfried, in dem gesagt wird, daß die Abgabe eines Gutachtens nur auf Grund einer Originalunterschrift, aber nicht auf Grund eine Photographie gerechtfertigt sei. Der Verteidiger wies auf die Aussagen des Sejm- marschalls Wolny und auf die Artikel in der „Kattowitzer Zeitung" als Beweise für die Loyalität des Angeklagten gegenüber dem polnischen Staat hin. Dr. Daj forderte die Richter auf, trotz ihrer gegenteiligen politischen Einstellung einen Freispruch zu fällen. Rechtsanwalt Dr. S m i a r o w f k i ging in seinem Plädoyer ausführlich mit dem Gutachten des Sachverständigen Professor Krol ins Gericht. Die Methode des Sachverständigen Krol erinnere an die eines Mittelschullehrers, sei» Gutachten dürste für das Gericht nicht mehr bestehen. Das Gutachten des Sachverständigen Bischof hingegen müsse dem Gericht genügen, um einen Freispruch zu fällen. Der Verteidiger wies insbesondere auch auf die gestern festgestellte Schreibweise des Namens Ulitz durch den Dolmetscher hin. Der Rechtsanwalt kam dann noch auf das Aktenstück Bialucha zu sprechen. Weder der Staatsanwalt noch der militärische Sachverständige hätten nachweisen können, wo die Bescheinigung Dialuchas in das fragliche Aktenstück eingeheftet gewesen sei. Der Verteidiger beleuchtete dann noch die publizistische Tätigkeit des Angeklagten und stellte fest, daß Ulitz mit seinen Artikeln in der „Kattowitzer Zeitung" eine Drücke zwischen beiden Staaten habe schlagen wollen. Der Verteidiger erklärte zum Schluß, daß der Prozeß ein schwerer politischer Fehler war und daß dieser Fehler so schnell als möglich gutgemacht werden müsse. Das könne nur durch eine Freisprechung des Angeklagten geschehen. Das Schlußwort des Angeklagten Ulitz legte in längeren grundsätzlichen Ausführungen nochmals seine eigene Ansicht zum Prozeß dar. Er erklärte u. a., der Staatsanwal« überschätze seinen Einfluß und halte das, was er aus sittlichem Empfinden getan habe, für eine Propaganda in einer ganz bestimmten Richtung. Die Deutschen, die durch den Machtspruch aus ihrer Staatenzugehörigkeit herausgerissen worden seien, könnten gar nicht staatspvlitisch polenfreundlich denken. Er glaube, daß es Aufgabe derjenigen Deutschen fei, die die Führer ihres Volkstums darstellten, die eigenen Angehörigen von der Rotwendigkeit zu überzeugen, daß es einen Unterschied bedeutet, Angehöriger eines Volkes und Angehöriger eines Staates zu sein. 3n diesem Sinne habe er und der ganze Volksbund auf die Bevölkerung eingewirkt, sich stets als politische Staatsbürger, aber als Angehörige des deutschen Volkes zu fühlen. Das fei kein Widerspruch. Man könne ein überzeugter guter Deutscher sein, aber gleichzeitig ein loyaler polnischer Staatsbürger. Die Loyalität könne zum Patriotismus werden. Der Weg hierzu führe aber nicht von der nationalen Minderheit nach oben, umgekehrt, vom Staate zur Minderheit. Der viertägige Prozeß und das ihm bevorstehende Urteil hätten ihn nur in der Erkenntnis gestärkt, daß er bemüht gewesen sei, sein Volk hineinzusühren in die neuen Verhältnisse, daß er ein reines Gewissen habe und mit reinen Händen überall hingehen könne. Und dieses reine Gewissen gebe ihm die Ruhe, dem Urteilsspruch entgegenzusehen. Er bitte um Freisprechung. Oie Urteilsbegründung. In der Begründung des Urteils gegen Uliß führte der Vorsitzende aus, daß das Gericht zu einem „schuldig" kommen mußte, weil es die Unterschrift unter dem sogenannten „Bialucha- Dokument" als echt anerkannte, da nach der Aussage von Ulitz selbst er kein Schriftstück ohne seinen Namenszug herausgehen ließ. Das Gericht erkannte jedoch an, daß er aus idealen Beweggründen und aus Liebe zu feinem Volke gehandelt habe, und deshalb habe es auch das Straf- maß niedriger bemessen. Außerdem, so führte der Vorsitzende weiter aus, hat das Gericht dem Angeklagten einen dreijährigen Strafaufschub gewährt und Bewährungsfrist zugebilligt und gleichzeitig die Untersuchungshaft voll angerechnet. Die Verteidigung Hai gegen das Urteil sofort Berufung eingelegt. Berliner Mressestimmen. Berlin, 27. Juli. (WTB. Funkspruch.) Die „Germania" schreibt: „Dieses Urteil ist eine Kriegserklärung an die deutsche Minderheit in Ostoberschlesien." In der „D A Z." heißt es: „Das Urteil ist das typische Beispiel eines politischen Urteilsspruchs." Die „Voss. Ztg." erklärt: ,Der Richter ist in Polen versetzbar und a b - setzbar. So kam der Spruch zustande." In der „Deutschen Tageszeitung" lieft man: „Dieses Urteil bedeutet für Ulitz die b e ft e Rechtfertigung. Für den polnischen Außen- Minister Z a 1 e s k i eine volle Niederlage." Der „Berliner Sör fentourier" erklärt: „Das ganze ist — eiy verschämter Frei- sprach.- , , - Aus aller Wett. Erdbeben in Ecuador. — 60 Toie. Reuhork, 26. 3uli. (WTB. Funkspruch.) Rach einer Meldung der Associeted Preß aus Quito (Ecuador) zerstörte ein Erdbeben heute früh 7)ie Stadt M o h u r g o fast völlig. Unter den Bewohnern, von denen nach den bisher vorliegenden Rachrichten 60 den Tod fanden, ist eine Panik ausgebrochen. Reu York, 27. 3uli. (WTB. Funkspruch.) Rach einer weiteren Meldung der Associeted Preß aus Quito (Ecuador) folgten auf den Hauptstoß, durch den gestern die Ortschaft Mohurgo heimgesucht wurde, noch weitere leichtere Stöße, die den Schrecken der Einwohner, die sich hätten retten können, nur noch erhöhten. Auch in den Ortschaften Tambellv, Machachi und Latacunga wurde durch das Erdbeben bettächtlicher Schaden angerichtet. Aerzte und Rote-Kreuz-Mitglieder waren zur Hilfeleistung für die Verletzten und Obdachlosen aus Quito herbeigeeilt. Die Erdstöße dauerten bis zum Abend fort. 3m Zentrum des Bebens öffneten sich a.bgrund- tiefe Spalten, die zum Teil 4*/, Meter breit waren. Sämtliche betroffenen Ortschaften liegen in einem engen Bergtal, dgs sich südlich von Quito erstreckt in der Rähe des DulkanS Cotopaxi. Latacunga zählt 17 000 Einwohner. Die anderen Orte sind kleiner. Explofionslatastrophe auf einem englischen Kriegsschiff. M a 11 a, 26. Iuli. (MTV.) An Bord de» britischen Kriegsschiffes „D e v o n s h i r e", das der Mittel- meerflotte angehört, hat sich ein schweres Unglück zugetragen. Die Reuter aus nichtamtlicher Quelle erfährt, ist das Unglück auf eine Explosion beim Exerzieren an einem der neuen 15-cm-Geschühe zurückzuführen. Siebzehn Matrosen wurden verletzt, davon sechs schwer. Rach späteren Mitteilungen der Admiralität und einem Funkspruch aus London sind inzwischen die meisten verwundeten ihren schweren Verletzungen erlegen, so daß die Zahl der Todesopfer bei der Explosion nun- mehr 1 3 beträgt. Ein Dampfer gesunken. Stettin, 27.Juli. (WTB. Funkspruch.) In der vergangenen Nacht um 1 Uhr ist beim Anlegen am Bollwerk der der Greifenhagener Schiffahrtsgefell« schäft gehörende Dampfer „Schwedt" aus bisher unbekannter Ursache gesunken. Das Schiff, das in etwa 4 Minuten absackte, hatte außer der 5 Mann betragenden Besatzung etwa 28 bis 30 Fahrgäste an Bord, die glücklicherweise fast alle gerettet werden konnten. Nach den bisherigen Feststellungen hat das Unglück e i n Todesopfer gefordert, während eine Person vermißt wird. Zwei weitere Personen wurden mit Verletzungen in das Krankenhaus ein» geliefert. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß sich noch einige Tote im Innern des gesunkenen Dampfers befinden, der im Laufe des Tages gehoben werden soll. Die „Bremen“ auf der Rückfahrt nach Europa. N e u y o r k, 27. Juli. (WTB. Funkspruch.) Der Lloyddampser „B remen" trat heute morgen um 1 Uhr seine Rückfahrt nach Europa an. Huf dem Lloyddock in Brooklyn hatte sich eine gcmatoge Menschenmenge eingefunden, die die „Wacht am Rhein" sang, während das Riesenschiff, das bis auf den letzten Platz besetzt war, aus dem Dock hinaus» fuhr. Der Dampfer war hell erleuchtet, seine Flaggen wurden von Scheinwerfern bestrahlt. Die „Bremen" passierte um 2.18 Uhr Sandy Hook. Oie Wetterlage. Nordoyan. 2L Thorsh- Vü AU iStotkh.- Wo JtSl A6 7 ■ Hot. &1 2Y M 7, freitaa, d,26.Juli, 1929, r abds. o 'AJ£_ Al jP—Urti sf. «rar. VL»£ , 0wolkenlos.0 ntittr. o nait> Bedeckt •wolkig, ®oedeckt »Itegeit # Schnee & Oraupem ■ Neöei K Gewitter.@windstiiie. O-. seh# leichter Ost _p massiger "Südsüdwest Q stürmischer «ordwesi Die Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeioen Stationen stehenden Zahlen geben die Temperatur an. Die Limen verbinden Orte mit gleichen» •uf Meeresniveau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Infolge weiteren Luftdruckanstiegs ist das Hoch- bruefgebiet auf den Kontinent vorgedrungen und wird somit unser Wetter bestimmen. Auf seiner Dori^rseite herrscht in Verbindung mit der Rückseite des über Südschweden von den nordischen Störungen abgespaltenen flachen Tiefs immer noch Kaltluftzufuhr, die zunächst auf die Temperaturen noch etwas einwirkt und stellenweise leichte Bewölkung verursacht. Der Einfluß des hohen Druckes wird jedoch später ganz zur Geltung kommen und bei meist heiterem Himmel infolge der Sonnen- strahlung die Temperaturen tagsüber zum Steigen bringen. Wettervoraussage f ü r Sonntag* Teils heiter, teils leicht wolkig, tagsüber Erwärmung, meist trocken. Lufttemperaturen am 26. Juli: mittags 13,8 Grad Celsius, abends 14 Grad: am 27. Juli: morgens 14,4 Grad. Maximum 17,1 Grad, Minimum 9,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 an Tiefe am 26. Juli: abends 17,2 Grad: am 27.3uQ: morgen» IM Grad Celsius. «-> Niederschlag 8,4 Mwimetetz» ?cun Verantwortlich für Politik: i.D. Ernst Blumschein. Setierlage. r M. JMMHl «.KUSCHE ler gesunken. Spruch.) 3n der ■ ^hr ift i>e>m Anlegen am enhagener Schissohrisgesell« 1PIc r „Schwedt" aur chche gesunken. Lar 1 Minuten abjadte, hotte :tragenden Besatzung etwa i Bord, die glücklicherweise werden konnten. Nach den n hat das Unglück ein !ü, wahrend eine Person weitere Personen wurden in das Krankenhaus ein. nicht ausgeschlossen, daß sich nern des gesunkenen Dump- Laufe des Tages gehoben er Rückfahrt nach (Europa. (MB. Funkspruch.) Der en" trat heute morgen um t nad) Europa an.I-1 ,n hatte sich eine gewagt eden, die dir ,Mchi an to K^enWÜ, das bis auf war, aus dem Dock ijinaus* t hell erleuchtet, seine Flag, cheinwerfern bestrahlt. Sie 12.18 Uhr Sandy Hook. ÄSTOR-HAUS M*BLAÜ PUNKT WALDORF-KRONE 1Ö/S*WHITE HOUSE 12/L STAU Fl A 5/-Ä * STAUFENZUG 6A* EDLE VON STAUFEN 1O/&. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 28. Juli, 20 bis get gen 22.45 Uhr: „Die schöne Helena". Montag. 29.3uli, 20 bis gegen 22.45 il&t: „Die schön« Helena". Dienstag, 30.2uli, 20 biS gegen 22.45 2hr: „Die schöne Helena". Mittwoch, 31.3uli< 20 bis gegen 22.45 Uhr: ..Die schöne Helena". Donnerstag, 1. August. 20 bis gegen 22.45 Ahr: „Die schöne Helena". Freitag, 2. August, 20 biS gegen 22.45 Uhr: „Die schöne Helena". Samstag. 3. August, 20 biö gegen 22.45 Uhr: „Die schöne Helena". Sonntag, 4. August, 20 bis gegen 22.45 Uhr: „Die schöne Helena". Montag, 5. August, 20 bis gegen 22.45 Uhr: „Die schöne Helena". Paris*; auf der Bühne: Gastspiel de» Schönheitsballetts Celly de Rheidt: Vorstellungen 16, 18.30 und 20.30 Uhr. — Tageskalender fürSonntag: Volkshochschule. 3. Pflanzenkundlicher Ausflug. Abfahrt nach Bad-Nauheim 6.35 Uhr. — B. f. B : Bezirks- Frauenwettkämpfe des Bezirks Hessen-Hannover, 10 Uhr vormittags und 3 Uhr nachmittags. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die schönste Frau von Paris"; auf der Bühne: Gastspiel des Schönheits- balletts Celly de Rheidt; Vorstellungen: 16, 18.30 und 20.30 Uhr. — Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Am Dienstag, 30. Juli, wird erstmalig (es sind nur zwei Aufführungen vorgesehen) Oscar Wildes „Salome" auf der Waldbühne (bei schlechtem Wetter im Theater) in Szene gehen. Es sei heute schon besonders darauf hingewiesen, daß vor und nach der Vorstellung der Straßenbahnoerkehr verstärkt wird. Oie Gasfernversorgungsfrage In ihrer letzten Vollversammlung faßte die Industrie- und Handelskammer Darmstadt die nachstehende Entschließung: „Die Industrie- und Handelskammer Darmstadt vermag in der von der Ruhrgas-A.-G. betriebenen und von dem Vorstand der Hekoga befürworteten Gasfernversorgung durch eine Fernleitung von der Ruhr nicht die im Interesse des rhein-mainischen und damit des hessischen Wirtschaftsgebietes gebotene zweck- mäßigste Lösung zu erblicken. Ä Neben der Höhe der Preise für Gas und Stoto muß für die Lösung der Frage die unbedingt ^JlnBorbbcBMlild)«! fi* rin f*9 Znill{|> S* Zwettl Un- Ä ? "'sicher RIM auf eine fLCn ""einem bet neuen Mren Stebjcfjn 2Hafro|en S M Mieten ufat unb einem Zunksptuch CT 6le meillen Betmunbelen ngen erlegen, |o buh bit e bei bet Explosion nun- !rN. ibof - Kn. landrn, äteSwtx Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 27. Iuli 1929. ^Trags in die (Sonne!* Von Reinhold Braun. In einem feinen, kleinen Buche wird von einem jungen Pfarrverwalter erzählt, der tief betrübt darüber ist, daß er keinen rechten Ein. gang in die Herzen seiner Dauern finden kann. Es liegt wie eine Lähmung auf allem, was er tut; überall sieht er Schatten. Da spricht die liebe, alte Tante, die wie eine Mutter um den Einsamen ist, zu ihm: „Friedrich Theodor, du mußt's in die Sonne tragen. Das hilft. Man muß seine Seele von Zeit zu Zeit aussonnen lassen. Sieh so, wie ich meine Betten sonne, daß all .die Mißmutbazillen und sonstigen Quälgeister vergehen müssen!" .Trag's in die Sonne!" — Gegen Abend brachte mir der Briefträger den Brief, der die Vernichtung einer großen Hoffnung enthielt. Ich las ihn im Scheine der Tischlampe. Die Erkenntnis der schmerzvollen Tatsache hüllte mich In einen drückenden Rebel, durch den ich auf einmal eine große Last zu schleppen hatte. In den Ecken des Zimmers wuchsen unwirkliche Schatten auf und schienen auf mich einzudringen. Die Buchstaben des Briefes da vor mir im Lichtkreis der Lampe standen hart und spitz auf dem grellkalten Papier, und es war, als griffen eisige, krallenscharfe Finger von irgendwo her nach meinem Herzen. Und dann die Rächt ... Vach einem kurzen, dumpfen Schlafe fühlte ich plötzlich Sonne auf meinem Gesichte. Da hielts mich nicht mehr daheim; nach einer Stunde bereits stand ich auf bem nahen Berge und schaute ins sonnenfunkelnde Rund. Dann las ich nochmals den Brief. Ganz bewußt zwang ich mich dazu. Glocken tonten auf einmal in einem Dorfe auf; liebreicher Wind trug den zärtlichen Klang her. Sonne glänzte goldrein Über das Geschriebene. Gewiß, die Tatsache der vernichteten Hoffnung blieb bestehen. Aber ich war eingehüllt in die Trostmächtigkeit der mütterlichen Ratur; Gott selber sprach aus ihr. Ich fühlte bald wieder etwas von dem wunderbar Erlösenden des kosmischen Blickes, durch den auch bald die Frage aus meinem Innern aufstieg: „Kind des Unglaubens, was unterfängst du dich, an dem zu zweifeln, daß nichts geschieht, was nicht irgendeinen Sinn in sich birgt? Vielleicht ist der dir augenblicklich schmerzhafte Verlust schon im Keime ein Gewinn! Gehörst du auch zu den vielen, die meinen, sie müßten im Leben alles allein tun und von ihnen allein hinge alles ab! Wohl sollen wir rüstige Schwimmer im Meere des Lebens sein, aber auch der mystischen Flut ein wenig vertrauen und dem Gott, von dem sie, die ewig rätselhafte, ein Stück Sichtbarkeit ist, im großen schöpferischen Glauben hingegeben sein!" Also und mehr noch sprach es in mir. Sonne schwang mit stürmischer Glut durch Seele und Leib, und vor ihrer andrängenden, göttlichen Flut wichen die Zweifel- und Trauergeister zurück ins Deich des leblos Rächtigen. Mit „ausgesonnter" Seele, darin neue Gottlebendigkeit waltete, schritt ich heim. „Trag's in die Sonne!" — Seht, da ist eine große Rot und ein bitteres Unverstehen über eine Liebe gekommen. Mann und Weib sagen einander lieblose Worte. Dio vier Wände des Zimmers stehen wie ein Ge- sängnis um sie und scheinen sie immer mehr zu umschnüren. In einer Schattenflut stehen dis Beiden, die nun mit schweren Wellen über ihren Häuptern zusammenschlägt. Da nimmt am nächsten Morgen das Weib den Mann still bei der Hand und spricht zu ihm: betriebssichere Delleferung des Wirtschaftsgebietes entscheidend fein. Diese kann aber nur gewährleistet werden, wenn eine Erzeugungsstätt» im Wirtschaftsgebiet selbst — am besten an der so leistungsfähigen Wasserstraße deS Rheins — errichtet wird, welche die Herstellung der durchschnittlich benötigten Gasmenge und zugleich den Anfall der im Wirtschaftsgebiet benötigten Koksmenge sichert. Gin Anschluß an die Ruhr oder die Saar, ober an beide Bezugsgebiete für die Lieferung des EpitzenbedarfS, erscheint dabei wünschenswert. Im Hinblick auf eine möglichst wirtschaftlich« Betriebsführung muh für die Erzeugung und die Verteilung von Gas und Koks die Rechtsform der gemischtwirtschaftlichen Unternehmung gefordert werden, weil die auf diesem Gebiete besonders notwendigen technischen und kaufmännischen Erfahrungen für ein gutes Gelingen nicht entbehrt werden können." Ein Name von öesonöeremNlaug MöoMMaÄgakMm ein ruhender Pol in der ErschewuugMNiuht! toL«lWru“ Voraussage. ^ger6i*"et”“ M * gönnt"' o g^lkiq, t006 h .„.3» Ä Sn A®*- L. U. Von der Landesuniversität. Dem Hilfsassistenten beim Juristischen Seminar unserer Landesuniversität Dr. Erich Sachers wurde die venia legendi für bas Fach des römischen Rechts, der antiken Rechtsgeschichte und des vergleichenden bürgerlichen Rechts erteilt. " D i e Museen sind am Sonntag von 11 bis 1 Uhr geöffnet. " Gießen als Tagungsort. Der San- desverband Hessischer Schneiderin- n u n g e n, Sitz Offenbach, hält seinen diesjährigen Verbandstag in Gießen im Cafs Leib ab. Am Samstag, 3. August, findet auf dem Obermeistertag eine allgemeine Aussprache interner Organisationsfragen statt. Am Sonntag, 4. August, ist geschlossene Hauptversammlung vorgesehen, während am Nachmittag um 3 Uhr in einer großen öffentlichen Versammlung der Syndikus des Reichsver- bandes des deutschen Schneidergewerbes, Dr. Menningen, einen Vortrag halten wird, ebenso wird Direktor Schüttler von der Handwerkskammer Darmstadt ein Referat über die neue Handwerkernooelle halten. — Vom 27. bis 29. Juli 1929 hält der Verband der selbständigen Buchbindermeister in Hessen seine 23. Der- bandstagung hier im Hotel Hindenburg ab. ♦* Im Lichtspielhaus Bahnhof st raße findet gegenwärtig ein Gastspiel von Celly b e Rheidt mit ihrem Originalensemble statt. Dos Programm, welches, revuemäßig aufgezogen, sich aus Pantomimen und Balletts zusammensetzt, vom Conferencier eingeleitet und von Gesangsvorträgen durchbrochen wirb, fanb bei recht gutem Besuch lebhaften, teilweise stürmischen Beifall. — Außerbem sieht man nach den Vorführungen auf ber Bühne die übliche Wochenschau, sowie einen Spielfilm ,Die schönste Frau von Paris", nach dem Roman „Madame Circe", von Ernst Klein; Regie: Fleck; Manuskript: Hahn; in den Haupt- rollen: die anmutige Elga Brink und der sehr beliebte und sympathische Werner Fuetterer. welkere Lokalnachrichten im 2. Blatt. „Komm mit mir in We Sonne! Ich glaub', da wird alles wieder gut!“ Unb nun schreiten sie schweigend nebeneinander her. Sonne durchdringt sie mit magischer Kraft. Die blaue Himmels helle steht rein und glücklich über ihnen. Sie schreiten, schreiten. Da. ganz leise 'faßt auf einmal, wie von innen her wundersam geboten, jeder zugleich nach des anderen Hand. Blick taucht in Blick. Das Sonnen- rund. ist von Musik erfüllt. Zwei Menschen erkennen einander wieder im Kern ihrer Liebe und ihres Wesens. Und klein und schlecht kommt ihnen alles vor, was sie gestern abenb ein- ander sagten in ihren dumpfen vier Wänden. „Trag's in die Sonne!" — Was an Röten unser Leben bedrängen mag und unser manchmal ach so müdes Herz, trag's in die Sonne: Eine Glaubensnot, eine Enttäuschung, eine Mutter- oder Datersvrge, irgendeine Alltagsqual im Beruf und Haus; es ist gar vieles da und oft in einem hastvollen Wechsel miteinander! Trag's in die Sonne, daS heißt: in Gottes Rähe, in eine maschinenferne Stille, unter die Gnaden des ewigen Firmamentes, aus der Enge in die Weite, aus Paragraphentum und Erstarrung ins Clement des Ratürlichen und Fließenden, des noch urhaft Lebendigen! Trag das alles ins Licht der höheren Welt, in die Lebenssvrme der echten Kunst, in die Mütterlichkeit eines Sonnenwortes, das ein guter Mensch sprach ... Sonne ist überall eingefangen. Sonne hilft kämpfen, Sonne hilft siegen! Daten für Lonntag, 28. Juli. 1804: ber Philosoph Ludwig Feuerbach in Lands- Hut geboren; — 1842: der Dichter Clemens Bren- tano in Aschaffenburg gestorben; — 1879: der preußische Innenminister Grzesinski in Treptow an der Tellense geboren; — 1914: Oesterreich erklärt Serbien den Krieg. Daten für Montag, 29. Inti. 1718: der Quäker William Penn, Gründer des Staates Pennsyloanien, in Ruskombe gestorben; — 1856: der Komponist Robert Schumann in Enbenich gestorben; — 1883: der italienische Ministerpräsident Benito Mussolini in Prebappio bei Fortt geboren. Gießener Wochenmarktpreise. Cs kosteten auf bem heutigen Wochenmarkt das Pfunb: Butter 190 bis 200; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 25 bis 30; Weißkraut 25 bis 30; Rotkraut 40 bis 45; gelbe Rüben 15 bis 20; rote Rüben 15 bis 20; Spinat 30 bis 35; Römischkohl 12 bis 15; grüne Dohnen 20 bis 25; gelbe Dohnen 20 bis 25; bicke Dohnen 15 bis 20; Erbsen 15 bis 20; Mischgemüse 10 bis 15; Tomaten 25 bis 45; Zwiebeln 10 bis 20; Rhabarber 12 bis 15; Pilze 55 bis 60; alte Kartoffeln 5; neue Kartoffeln 7; Frühäpfel 35 biS 40; Falläpsel 5 bis 6; ausl. Aepfel 45 bis 70; Dirnen 10 bis 40; Dörrobst 35 bis 40; Kirschen 45 bis 70; Sauerkirschen 40 bis 45; Heidelbeeren 40 bis 45; Stachelbeeren 20 bis 25; Iohannis- beeren 20 bis 25; Walderbbeeren (Schoppen) 55 bis 60; Pflaumen 50 bis 55; Himbeeren 60 bis 70; Mirabellen 50 bis 55; Reineclauden 35 bis 40; Honig 40 bis 50; junge Hähne 120 bis 130; Suppenhühner 100 bis 120; Aprikosen 50 bis 55; Pfirsiche 70 bis 75; das Stück: Tauben 70 bis 90; Eier 13 bis 14; Blumenkohl 30 bis 80; Salat 10 bis 15; Salatgurken 20 bis 40; Ein- machgurken 3 bis 6; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 10 bis 15; Rettich 10 bis 25; Sellerie 10 bis 25 Pfennig; der Zentner: alte Kartoffeln 4,50; neue Kartoffeln 6,50 Mark. Vornotizen. — Tageskalender für Samstag: Erste Reichskurzschrift-Gesellschaft „(Babelsberger" e. 23.: Ausflug nach ber Hardt, 20.30 Uhr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die schönste Frau von Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 28. Juli. 9. Sonntag nach Trinitatis. Stadtkirche. 8 Uhr: Pfarrer Mahr; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten ber Matthäus- gemeinde; 9.30: Pfarrer Becker. — Johanneskirche. 8: Pfarrer Bechtolsheimer; zugleich Christenlehre für bie Neukonfirmierten ber Lukasgemeinbe; 9.30: Pfarrer Ausfelb; 8: Bibelbesprechung im Johannessaals Pfarrer Bechtolsheimer. — Kapelle des Alten Fried- Hofs. 9.30: Pfarrer Lenz; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten ber Luthergemeinbe. — Elisa- belh-kleinkinderschule. 9.45: Pfarrer Müller. —i Klein-Linden. 11: Kinberaottesdienft; 1.30: Haupt- gottesbienst unb Christenlehre. — Diefeck. 9.30: Pfarrer Hartmann, Alten-Bufeck. — Alten-Buseck. 2; 3; Christenlehre. — Kirchberg. 10: Kirchberg; 11: Chri- stenlehre für bie weibliche Jugenb; 1.30: Mainzlar. — Hausen-Garbenteich. 9: Hausen; Pfarrer Staubach, Watzenborn; 1.15: Garbenteich; Pfarrer Krämer, Steinbach. — wahenborn-S.einberg. 10.30: Haupt- gottesbienst. — Lich. 9.30: Stistsdechant Kahn; Chri- stenlehre für bie männliche Jugenb; 2: Stiftspfarrer Lic. Schorlemmer. — Nieder-Bessingen. 9.30: Gottesbienst unb Christenlehre. katholische Gemeinden. Samstag, den 27. Juli. Gießen. 4.30 unb 7 Uhr: Beichte. Sonntag, ben 28. Juli. 10. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion ber Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre- bigt; 11: Messe mit Predigt; 2: Andacht. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. — Grünberg. 9.30: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt. — Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt._____________________ Eonniansdienst d.Acrtten.Avotbeken am28.7.29 San.-Rat Dr. Schliephake. Dr. Wolf. Engelapotheke. Zahnarzt: Dr. Schüttler. ’D r tnM •,, W* oW MVoJo IQ A -—t ,.10* f-Ä ÄM 20. 0 5* raten ausg° hebelte der angenomm^ gar keine s iö:* lange ged-u Amerika M »wischen der. alliierten^ vorden n>- J Hesamtlage e Äachdem sich h°t- *, schast ha seine Gesun Driand r 1926 mit 1 zwang letzt zu sagen. C für die 21' Zustimmung völlig vern ein sonder gegen das seine Anna voller - po>li tisch des Düngt die Siluatic für seine 3 Hand - u: Wartung - ziehen. Diri Programm, i fassen, oder Frankreichs I zögerung dci setzung der ' hinauskommt' Immer no Jungen über Leuschlands hat sich, toi müssen, Deu ordentlich d schtoert. Mc mit keine Q räumung Sic i st gege eindeutige ! Eanh in di ervch Deutsci rühmte Le svhnung" x- 2lugenblici sich mit ix schwerste r recht. Den Parlament Italien. 2 ser Beschli Prinzip vorgeschlag anzuerkenm Wortlaut , Genfer Dei Mlferbunöi berhangnisv seine Aertr« grobe Müh« ®in Teil Kmder. tzs. Witte, von ist nun das sonderen 7 Kindheit ei Pmile den ober Gesch, ceren Obhu Der auf aus einer d Zerlaßt, Schauspieler E die la mW N m da tonnen. . ^ie neue *e? Mel», bügel abges sonderen! "en, llei, schon die Iah '? nun ai °auen Du ^er mit wieder hi, onnen in £3» Ersten »ff.. 3 Zr “Ä? &*" Atome un ^^bige m MD Lichtspielhaus iM |Auf der Bühne| Dergroße sensationelle Erfolg Celly de Rheidt mit ihrem weltberühmten Ensemble Publikum begeistert / Celly de Rheidt entzückt durch die Art ihrer Darbietungen / Stürmischer Applaus. Nur noch heute und morgen Sonntag Anfang4.00,6.30,8.30 Uhr / Sonntag Anfang 3.00Uhr, Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf Im Filmprogramm: Die Schönste Frau von Paris nach d. Roman „Madame" Circe v. E. Klein _______________________________________________________________ 6383C Von ruhig. Mieter eine gtoBe 2- oöet eine Heine Z-Zimm.-Mn. zu mieten gesucht. Schrtftl. Angeb. mit Preisangabe unter 04685 a. d. Gieh.Anz. Junges Ehepaar mit einem Kinde sucht 2Zimnieru.Küche Schristl. Angeb. unt. 04700 a. d. Gieh. Anz. Akademiker sucht zum 1. August für längere Zeit 1- 2 möül. Zimmer mägl. mit Pension. Schr. Ang. m.Prets- angabe unter 04706 an den Gieh. Anz. Junges Ehepaar (tagsüber auswärts) sucht einfach möbl. Zimmer Schrill!. Angeb. mit Pretsang. unt. 04734 an den Gieh. Anz. Arbeiter sucht ein* fachmöbl.Zimmer. Schrtftl. Angeb. unt. 04755 a. d. Gieh. Anz. Wohnungstausch Schöne 5» bis 6Zimm.-Wobng., Badezim. u. reich!. Zubeh^ 2. St., Nabe Lubwigsplatz, gegen ebensolche, etwa Westanlage, Löber- strahe, Goethestrahe, zu tauschen gesucht. Schrtftl. Angeb. unt. 04673 a. b.Gieh. An». 8teli6nang6dote 407, Provision and 100 BH. Gehalt. Für den Vertr. eines billig, leicht verkauf!. Millionenartik. routinierte, rnögl.etngef. Privatverkäufer gef. W. Köhler, Ortrand, Pr.^Sachs. Poits. Ein zuverlässiger Bäckergehilfe der durchaus selbständig arbeitet und in der Neinbäckerei erfahr, ist, in Dauerstellung gef. ES kommen nur solche Leute i. Frage, welche nach- weisl. selbständig gearbeitet haben. Schr. Ang, u. 63700 a.G.A. 6381A Heuchelheim, den 27. Juli 1929. 6375V Danksagung Für die überaus vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen, sowie für die vielen Gaben während ihres Krankseins, sagen wir herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Georg Römer Wwe. Möbliert. Wobn- und Schlafzimmer mit 2 Betten, separ. Ging., f. 1, auch zwei Personen mit oder ohne Pens., ob. leer, auch an Ehev^ z. vm. W36 Müblstr. 33 v. Möbliert. Wobn- und Schlafzimmer (Südanlage) sofort zu vermieten. Zu erfragen in d. Geschst. d. Gieh. Anz. 04750 möbl. Zimmer zu vermieten 04756 Steinstr. 40 I. 2 beschlagnahmefreie Simmet? abzugeben. Schrift!. Angeb. unt. 04754 an den Gieh. Anz. erb. Kleines, schön möbl. Schlafzimmer mit 2 Betten ab 15.8. für monatl. 40 RM. zu vermieten. Zn erfr. i. d. Geschst. des Gieh. Anz. 04747 3u vermieten 2 3 Zimmer für Bureau, Auslieferlager oder dergl. oon60qm frei. Tel.vorhanden.Per- sonal kann zur Ber- fügung gestellt werden. Interessenten belieben ihre Adresse unter 6355D an den Gieh. Anzeiger ein- zuretchen. MM mii Hof auch als Bureau uni Eager in zentraler Lage preiswert zu vermieten. Schrtftl. Angebote unter 04738 an den Gieh. Anz. erbeten. fY*rrrryrTVT^rryr*rin Büros, Lagerräume, Lagerkeller zusammen ober geteilt, Nähe Bahnhof unb Güterbahnhof, sofort ober später zu verm. Schr. Angeb. u. 4858Da.d.GH.Anz. | Mietgesuche | Beschlagnahmefreie 5-7-Zinnn.- Wohn, von ruh. Fam. (vier Erwachsene) gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 6377D g, b. GH. An,. 3-S-Zimmer- Wohnung mögt. Slibvieriel,gesucht: evtl. Abstands- ober Urnzugsvergüt. nach Vereinbarung. Schriftliche Angebote unter 04725 an ben Gieh. Anz. Spezial- TFy Abteilung I IdUCI _ _ ( Kleider, Mäntel, Kostüme, Hüte, Blusen,Unterwäsche, Strümpfe, UUIHVVUI | Handschuhe und Kleiderstoffe. Auf telephonischen Anruf 101 stehen Auswahlsendungen sofort zur Verfügung. 4006A Gießen / Seltersweg IGaranfierf SehunQ! B 9. u. 10. -fluqust 29 ■ B. Krieger-Geldlotterie H 1566 Gexxnnne M, ■ Gewinne M. 156 S12S00 I NVOM Bios 504 Doppellos 1.-MS ■ Porto u. Liste 304 n BtSühnaiheri U Staatliotterie-GinnehmerH ■ Dn.rm.stad.tf S |Stellengesuche| 7-9 Uhr. 04735 Tüchtiger Sfflmieöegefene kann sof. eintret, bei Job. Jos. Ewald, Hus- unb Wagen- schmiebe, Cctitabt b. ftriebbern i.H. 04705 Chauffeur 25 Jahre, gelernter Autoschlosser auf Kl. 3b u. 2, sucht Dauerstellung. Schrift!. Angeb. unt. 04708 a. b. Gieh. Anz. Me Stellung als Fräulein in Geschäft, woichBureau- arbeiten mit übernehmen k. Hebern, auch Stellung als Zimmermädchen. Schristl. Angeb. unt. 04659 a b. Gieh.Anz. S adllheater Gießen Den5tog.0en30.3uil, von21 b.22", Uhr im Sommer-Abonnement Duföetöalöfiiiline (beischlechiemWetter im Stabitheater) Salome Tragödie in 1 Akt von Oscar Wilde. Deutsch von Hedwig Lachmann. Musik von Max Marschall und 8r. Bermann. Kassestunden: Montag, den 29. Juli, von 10 bis 13 Uhr,- Dienstag, d. 30.Juli, v. 10-13 U. 16-17 U. Nach Holland in kleinen Haushalt Oousongefleöle gesucht, d. gut kochen kann u. Hausarbeit mit übernimmt. Näheres bei Iran Dr. Hanau, Kepler- strahe 1 p. [04742 OausmädcheD mit guten Zeugnissen zum 15. Slug, gesucht. Borzuitell. 2—4 und ßWDiete b hMvnl« werd, sachgemäh u. preiswert gestimmt u. repar. OöertÄ ©leBen.Ulomttll Telephon 2403. Verkauf v. neuen u. gebt. Klav. Höchstqetuinn auf 1 Doppeltes M. 8000 Spiil-Vig. 190I B.V. Sonntag, 88. Juli Ausflug nach Annerod. Abmarsch nach Beendigung b. Bezirks- srauenwettkämvfe. Treffpunkt Schützen- Haus. Der Vorstand. Wei ber Kolonialwaren» unb Drogenbranche, t. Oberhessen, Hessen- Nassau unb Waldeck bestens eingesührt. W Stellung. Schr. Ang. u. 04640 an den Gieh. Anz. > junget Mann der daö Schreiner» Handwerk erl. hat unb mit Maschinen umgehen Fann, Wl Stellung. Su erfragen in ber eschäftsstelle des Gieh. Anz. 6367D X TOD UND |L Wanzen TEUFEL Wanzenfluid „Martial“ lötet Jede Wanze auf der Stelle und zerstört die Brutnester restlos. Nicht fleckend, überall anwendbar. Flasche M. 0.85, 1.50, 2.40, 3.50, 3/< Literflasche M. 6.—, Zerstäuber M. -.50. Bestimmt zu haben bei: Otto Winterboff, Drogerie, Kreuz- platz 9/10. August Noll, Kreuz-Drogerie, Bahn- hofstrahe 51. Carl Seibel, Germania Drogerie, frankfurter Strahe 39. In Grünberg: Karl Schott, Kronen- Drogerie. 260V Hauptgewinn M. 6000 Für kleinen kinderlosen Haushalt wird für einige Morgenstunden best.empsohl. Hilfe gesucht. Frau Filter Liebtgftr.70 II. [6364p Morl Md erb. rebegew. Leute bei Verkauf von Futtermitteln. Off. Kreuer, Düsseldorf, Schliehfach 143. «„« Fran Dr. Steinreich, Lubwigsplatz 1. Zum balbigen Eintritt w. nach Darmstadt ein braves, fleihiges, ehrliches Mädchen nicht unter 18 ge- fucht für den Haushalt in Metzgerei. Näheres au er fr. Gießen, Landgrafen- Straße 7 p. [04724 Zuverlässig, junger Mann zum Milchfahren für sofort gesucht. Desgleichen auch ein (MDannlüUiei für Landwirtschaft, y. ®ollmonn Marburger Str. 65. Sofort gesucht Pflegerin die im Haushalt Bescheid weih. [04722 Apotb. F. Pascoe (Sieben, Wetzlarer Weg 15 I. |Verschiedenes! la Schlackensand leicht, mittel und schwer, lief, prompt und billigst 2908D BeiDr.Schlierbacb Bieber b. Gießen, Tel. Rodheirn 16. Fn Luflkurort, Nähe Marburg, Einiam.- Haus,2 PerL älter, selbständiges Mabrken d. gut kochen, backen und einmachen kann. Beste Behandl. Hoh. Lohn. Eintritt 15. 8. Gute Zeugnisse oder Empfehl, erfordert. Näh. z. er ft. n. 6384 D i.d.GeschästSst.d.G.A. Tücht^ selbst^ eogl. w»Mo auch für etwas Gartenarbeit in ruhigen Haushalt Nähe von Giehen gesucht. Schristl. Angebote unter 6352D an den Gieh. Anz. erbeten. Weg. Verheiratung des seitherig. Mädchens suche ich iücht. »tu für Küche unb HauS zum 1. Sept. 04710 3rou A. Gunmann Sübanlage 16. Ehrliches, sauberes tamädeta nicht unter 18 I., zum sofortigen Eintritt gesucht. 6351D Hidiorö 9orj „Hessischer Hos", Grünberg. Gießen, 26. Juli 1929. 6376V Gießen, den 27. Juli 1929. 6385D 04731 Vermietungen | Herr Oskar Frisier Laubuseschbach, den 27. Juli 1929. Die Einäscherung fand in aller Stille statt. 04746 Heuchelheim, den 26. Juli 1929. »4702 Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N.: Wilhelmine Frister geb. Schmidt. Am 25. Juli entschlief nach langem Leiden mein lieber Mann, mein guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Die Beerdigung findet auf Wunsch der Entschlafenen in aller Stille statt. Heute mittag verschied sanft nach kurzem, schwerem Leiden unsre liebe, herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester und Schwägerin Frau Margarete EulerWwe. geb. Schmidt im 80. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Ludwig Euler. Gießen (Hinter der Westanlage 5), den 25. Juli 1929. stzöoe 3-3immer- Wmg zu vermieten. Jnieressenlen belieben schristl. Angebote unter 6272D an ben Gieh. An- zetger einzureichen. Fünfzigervereinigung 1865 — 1915 Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Hinscheiden unseres lieben Alterskollegen Josef Ehrmann geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Montag, 29. Juli, vorm. um 11 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt und bitten wir um allseitige Beteiligung. Der Vorstand. _______________________________________________ 04752 MW elegant möbliett (Wohnzimmer unb Schlafzimmer mit 2 Beitem in bestem Hause zu vermieten, ^iäheres i. d. Geschst. d. Gieh. Anz. 62701) Am 25. Juli übermittelte uns der Draht die völlig unerwartete Trauerkunde, daß unser hochgeschätzter Mitarbeiter Herr Mürist loseoh Ebrmam in Gotha an einem Herzschlag plötzlich verschieden sei. Der Verblichene befand sich nach einer Erholungsreise unterwegs nach Gießen und wollte am kommenden Montag wieder in unserer Mitte sein. Nun bleibt sein Platz leer. Worte vermögen es nicht, unsere Empfindungen auszudrücken. 43 Jahre diente er unserem Hause in selbstlosester Treue und erzwang sich mit seinem ruhigen Wesen und seinen vornehmen Charaktereigenschaften die Wertschätzung aller seiner Kollegen, die in der langen Zeit mit ihm in Berührung kamen. Er war uns ein väterlicher Berater, der uns eine schmerzliche Lücke zurückläßt. Wir werden den liebenswerten Menschen und Freund nie vergessen können. Die Angestellten der Firma DU. Heinr. Stürmer, Zigarreniabrilten. W. Simmet und Wohnküche (Spetsek., Boben u. Keller», mit elektr. L. u. Gas, an einzelne Dame ob. kinberlose Witwe ab 1. August zu vermieten. Schr. Angeb. unter 04726 an den Gieh. Anz. 3 gr. möbl. Zimm., l.u. 3. St., m. Veranda, BalLKüche u.Zubeh. 1. Aug. an jg. Ehep. (Beamt.) sof.z.vm.Fr. Wllker,@oeibeit.67I, v. 2-4 best. zu Hause. Gut möbliertes Wohn- o. Schlalzim. evtl. m. Klichenben^ zu vermieten. Wo ? tagt bie Geschäflsst. d. Gieh. Anz. 6370D Möbl. Zimmer mtt el.L. an Dauerm. ab l.Aug.z.vrm. Kaiierallce 8 p. Statt l>a„ksaB„„B. Für die zahlreichen und wohltuenden Beweise treuen Gedenkens und inniger Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen Dentist Josef Honig sagen wir hiermit herzlichen Dauk. Die trauernden Hinterbliebenen: Paula König und Kind. Berichtigung. Die Beerdigung des Herrn Weber, Londorf findet nicht am 28. Juli, sondern Montag, den 29. Juli, nachmittag» 2.30 Uhr statt. ________________ 6368L| neschlagnahmefrele 3- n. 4-Zlmm.-Wohn. komsori. Ausführg., BahnhofSnähe zu vrm. Schr. Angeb. u. 04686 g. d. Gieh.Anz. 3-Zimmer- Wohnung mit Lager ob. Stallung zu vermieten. Näheres 04728 Zu den Mühlen Iß. Ganz unerwartet erhielt ich gestern die telephonische Nachricht aus Gotha, daß dort auf der Heimreise aus den Ferien mein Prokurist Herr Joseph Ehrmann an einem Herzschlag verschieden sei. Der Verstorbene war am 1. März 1886 als Gehilfe in meine Firma eingetreten und hat sich durch großen Fleiß und aufopfernde Tätigkeit mit der Zeit zum Prokuristen emporgearbeitet. Sein lauterer Charakter, seine Arbeitsfreudigkeit und sein großes Interesse, das er für meine Firma gezeigt hat, der er als treuer Berater 43 Jahre lang zur Seite stand, werden bei mir stets hoch in Ehren gehalten werden. Gg. Heinr. Schirmer Aenderungen sowie Neuanfertigungen werden billig und sofort erledigt. "-s?" Samstag, 27. M1929 Nr. 174 Zweites Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Stellengesuche ih. 65. re tu r >au6 4710 iBO ereS He on -ff. ri, len mn. ?ob. 5.8. der erl. 4D a vgl. 3- fin- -ei ,d, v- bt IMS Pnekdoten um possart. Mitgeteilt von Carl Erich Gleye. Der große Schauspieler Ernst von P o s s a r t soll kein ganz bequemer Ehegatte gewesen sein, jedenfalls wird seine Frau ihre guten Gründe gehabt haben, als sie sich von ihm trennte. Nachdem dieser Schritt getan war, sah man eines Tages im Schaufenster der ersten Blumenhandlung Münchens einen riesigen Lorbeerkranz, auf dessen Schleife die Inschrift prangte: „Meinem treuen Weibe in Dankbarkeit von ihrem Ernst.' Nach einer Reihe von Jahren faßte Possart den Entschluß, sich wieder mit seiner Gattin zu vereinigen. Für Feier dieses Ereignisses gab er seinen Intimen ein Festessen, bei dem er natürlich auf seine Gattin eine Rede hielt. Er schilderte ihre Vorzüge und Verdienste, welche sie sich um ihn erworben hatte, und schloß, mit einer großartigen Geste auf die Dulderin weisend: „Lind solch ein Waip konnte ich verlassen!" Be- 722 oc sargen von ioie ben en. ms ab- 4t. Ur kleinen linder, losen Haushali wird ur einige Morgen- Kunden beii.etnpfi< W gesucht f Frau Filter Ufflt und 14735 el* Ai- arm; lives- hes « , ne-' iflU»' et ttft. § lid hall s** 'bAnd"ve°^' Oer Sieg deutscher Echiffstechnik Zur Rekordfahrt der „Bremen". Ausflug Wch Annerod. AblNnrs^N^ö- endigu^^anivse- ira»en fangoercine von Neym' te aus Oberölfen rae Seibel m W lierher mitgeteiU ^at, bafe aerLandsleute undTuni eue und daß es ' m - in werde, fw bei r 8“ er Turnbrüder empfanae tsmert wird auch MW viSsÄ WS-«" rsjjss Vw-jSS. , Hie 1 .sagte er grimmig- .» n er iatt“ UW cf«^ ^re« Seiten leitet mar KZs- Das Urteil im Stinnes-Prozeß Feldartl.-Rgi. 61 aufgestellten Formationen, wer- dir Ar ______PA'Mo | „Gießener Anzeigers". Gros wegen desselben vergehen» zu vier Monaten Gefängnis, wovon eine Mache durch die Untersuchungshaft al» verbüßt gilt; der Ange- Nagle Lugen Hirsch wegen Beihilfe und versuchten Betrug» zu 3000 211 a r t Geldstrafe bzw. einem Monat Gefängnis. Die kosten de» verfahren» fallen, soweit Freisprechung erfolgt, der Staat»- kasse, im übrigen den verurteilten Angeklagten zur Last. Die Haftbefehle gegen Stinne», Vothmann und Leon Hirsch werden aufgehoben, v TV a l d o w erhält eine Bewährungsfrist von drei Jahren. vom 7. Oktober 1925 hat der Minister des Innern den Provinzialdirektionen empfohlen, als Wahltermin Sonntag, den 17. Novem - ber, festzusetzen. Es ist daher anzunehmen, daß die hessischen Kommunastvahlen am gleichen Tage wie die preußischen vor sich gehen werden. WSN. Bad°Nauheim, 26.Juli. Im benachbarten Ober-Mörlen war gestern morgen ein dortiger Einwohner mit seinem Sohn damit be- schäftlgt, Sand aus einer Grube zu schaffen. Plötzlich gab die Sanddecke nach und stürzte WSN. In diesem Jahre finden auch in Hessen die Neuwahlen der Stadtrats-, Gemein- ßpe rne Mousönscha fff za pfe,wei ßö Händel . u nd ei neu jügendfrischen.neinenTeint. I Letzte Funkmeldung des Berlin, 27. Juli. (MTB. Funkspruch.) 3m Slinnesprozeh verkündete unter lebhaftem Andrang de» Publikums Landgerichtsdirektor Arndt heule früh folgende» Urteil: Die Angeklagten Stinne», Tlolhmann, Leon Hirsch und Schneid werden frei gesprochen. Ls werden verurteilt: Der Angeklagte von Maldow wegen gemeinschaftlichen Betrugsversuchs zu vier Monaten Gefängnis, wovon sieben Wochen durch die erlittene Untersuchungshaft al» verbüßt gelten; der Angeklagte Bela ’* Die deutschen Kriegergräber in Südslawien. 3m Laufe dieses 3ahres sind mit Genehmigung der zuständigen südslawischen Regierungsbehörden sämtliche deutschen Kriegergräber auf dem Kriegersriedhvf in Kanatlarei und Umgebung exhumiert und nach Prilep über- gesührt worden, um dort auf dem deutschen Kriegerfriedhof beigesetzt zu werden. Sowohl bei der Exhumierung als auch bei der Heberführung und Beisetzung der deutschen Soldaten haben die südslawischen Zivil- und Militärbehörden die deutschen Beauftragten für die Krieger» gräberfürsorge überaus freundlich und tatkräftig unterstützt und den Toten die letzte Ehre erwiesen. Besonders anzuerkermen ist, daß die Bevölkerung von Prilep und Umgebung sich daran lammenkeffen der beiden 1. Sieger vom Deutschen Turnfest in Köln, Turner Preis von den deutschen Turnern in Chikago und Turner Karl Reu- ter vom Turnverein 1846 in Gießen, sein; beide Turner haben bekanntlich in Köln den 1. Sieg mit gleicher Punktzahl errungen. Die Rückreise der beiden Turner wird von Reuhork aus voraussichtlich Mitte September angetreten werden. Für die lleberfahrt nach Deutschland werden unsere Landsleute den neuen Llohddampfer „Bremen" benutzen. Bemerkenswert sei übrigens, daß nach einer Mitteilung der beiden Schiffsreedereien an Herrn Schneider die Leitungen der Schiffe „Bremen" und „Hamburg" der Anwesenheit der beiden Turner auf ihren Schiffen mit Vergnügen entgegensehen und ihnen einen besonderen Willkommengruß entbieten werden. Man darf von dieser Turnfahrt der beiden Vertreter unseres Gaues Hessen der D. T. eine weitere Festigung der herzlichen Beziehungen zwischen der Deutschen Turnerschaft und dem Rordamerikanischen deutschen Turnerbund erwarten, darüber hinaus aber auch eine noch engere Verknüpfung des Bandes zwischen den Deutschen in Amerika und ihren Brüdern und Schwestern im deutschen Mutterlande. Oer Derfassungstag in Hessen. Von der Hess. Amtlichen Pressestelle wird mit» geteilt: Die im Reiche getroffenen Vorbereitungen lassen darauf schließen, daß in diesem Jahre der Der- fassungstag überall besonders festlich begangen wird. Zur Unterstützung der in erfreulichem Maße wachsenden Bestrebungen, den Derfassungstag zu einem wirklichen Dolksfeiertag zu machen, hat jetzt der Hessische Minister des 3nnern im Rahmen der von dem Gesamtministerium bereits getroffenen Maßnahmen die Kreisdirektoren angewiesen, den Bürgermeistern mit ihrem Rat zur Seite zu stehen. Dies soll besonders da geschehen, wo es den Bürgermeistern an der nötigen Erfahrung für die entsprechende Ausgestaltung der Verfassungsfeier fehlt oder sonstige Schwierigkeiten bei den Vorbereitungen zu überwinden sind. Insbesondere sollen schon zu den vorbereitenden Besprechungen nicht nur die Vorstände der mitwirkenden Gesang», Turn» und Sport» vereine usw., sondern Vertreter aller Kreise der Bevölkerung, namentlich auch der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sowie der politischen Parteien, eingeladen werden. Das kleine Gedenkbuch zum Derfassungstag „10 Jahre Deutsche Republik' (Verlag: Ver» lagshaus Darmstadt) soll entsprechend einer Anregung des Ministers für Kultus und Bildungs- Wesen möglichst allen Schülern als Fest- und Erinnerungsgabe zum Verfassungstage übergeben werden. Zur Unterstützung dieser Absicht wird, den Gemeinden empfohlen, das Gedenkbuch mindestens für die Schüler der älteren Jahrgänge anzuschaffen, bzw. Mittel dafür zur Verfügung zu stellen. Durch Reichsverordnung sind Veranstaltungen, die am 11. August aus Anlaß und zu Ehren des Verfassungstages unternommen werden, von der Vergnügungssteuer befreit. Der Innenminister weist darauf hin, daß jede Engherzigkeit bei der Handhabung dieser Bestimmung vermieden werden soll. Abgesehen von den lausenden Darbietungen der Theater, Lichtspieltheater Varietes usw. wird demnach bei den am Verfassungstag stattfindenden Veranstaltungen eine Steuerbefreiung nur dann zu verneinen sein, wenn bestimmte Tatsachen vorliegen, aus denen sich ergibt, daß die Veranstaltungen nicht „aus Anlaß und zu Ehren des Derfassungstages unternommen werden". 3m gleichen Umfange, wie diese Freistellung von der Vergnügungssteuer eintritt, werden durch Verfügung des Ministers gewisse am 11. August aus Anlaß und zu Ehren des Derfassungstages unternommene Deranstaltungen für stempel- frei erklärt. Es handelt sich dabei um musikalische Darbietungen. Tanzveranstaltungen sowie sonstige Belustigungen und öffentliche Darstellungen. Die Erlaubnisscheine zu solchen Deranstaltungen sind demgemäß stempelfrei auszustellen. Die Polizeistunde in Gast- und Schank- Wirtschaften wird abweichend von der allgemeinen Regelung für die Rächt vom 11. auf 12. August für alle Gemeinden des Landes einheitlich auf 5 Uhr festgesetzt. Oie hessischen Kommunalwahlen am 17. November. beteiligte. ** Verein ehem. 61. Artilleristen, Darmstadt. Am 1. September d. I. wird in Babenhausen das Denkmal für die Toten der II. Abteilung des Feldartillerie-Negiments Nr. 61 einge- weiht. Anschließend hieran findet eine Wiedersehensfeier auf der Schloßwiese statt, wobei die ehem. Regimentskapelle unter Leitung von Obermusikmeister Weber konvertieren wird. Alle ehemaligen 61er, sowie die Angehörigen ber von dem Erweitertes Schöffengericht Gießen. • Gießen, 24. 3uli. An einem Hellen Rachmittag überfiel im Frauenwald bei Bad-Rauhe im ein Mitte der 20er 3ahre stehender Korbmacher ein ahnungslos dasitzendes junges Mädchen, um es zu vergewaltigen. Dank der energischen Gegenwehr des Mädchens und des Hinzukommens eines Kurgastes konnte der Angeklagte sein verbrecherisches Vorhaben nicht zur Vollendung bringen. Wegen Rotzuchtsversuchs erhielt er jetzt eine G e» fängnisstrafe von zwei 3 obren. Ein bisher noch unbestrafter junger Mann gab dem Alsfelder Pfingstmarkt einen für ihn recht schlechten Abschluß. Unter dem Einfluß des genossenen Alkohols brach er in den frühen Morgenstunden des anderen Tages in einer Metzgerei ein, um dort Würste und Schinken in erheblicher Menge zu stehlen. Als sich die Diebe von dem inzwischen aufmerksam gewordenen Mehgermeister entdeckt fühlten, suchten sie schnell das Weite und ließen den Angeklagten, der nicht so eilig mitkonnte, am Tatort allein zurück, wo er inmitten von etwa 17 Pfund Cervelatwurst und abgehängten Schinken erwischt wurde. Das Gericht nahm an, daß der Angeklagte in seiner Trunkenheit von seinen Mittätern verführt worden ist und verurteilte ihn wegen versuchten Einbruchsdiebstahls zu zwei Monat Gefängnis. Ein erst iHähriger junger Mann hatte sich wegen Verleitung zum Meineid zu verantworten. Bei dem Amtsgericht AlSfeld schwebte gegen ihn ein Unterhaltsprozeß. in dem auch die Kindesmutter als Zeugin vernommen wurde. Rach deren Aussage kam der Angeklagte, der damalige Beklagte, nicht als Vater des Kindes in Frage. Zum Glück blieb sie damals unbeeidigt. Denn kurze Zeit später stellte'sich heraus, daß der Angeklagte die Kindesmutter zu dieser falschen Aussage verleitet hatte, was sie auch jetzt unumwunden zugab. Abgesehen hiervon wurde der Angeklagte aber auch durch andere Zeugen und durch aufgefundene Briefe einwandfrei überführt. Wegen Verleitung zum Meineid wurde gegen ihn auf die zulässige Mindest strafe von einem 3 ahr Zuchthaus erkannt. Die Rachmittags- und Abendstunden wurden durch eine Strafsache größeren Umfangs ausgefüllt. Ein 25jäbrigcr, wiederholt vorbestrafter junger Mann hatte mit seiner Braut sich in einer Reihe von Fällen Waren erschwindelt, die sie dann sofort wieder, um Geldmittel zu bekommen, unter dem Wert absehten; auch hatten sie sich in verschiedenen Gasthäusern einlogiert und waren dann unter Hinterlassung ihrer Zechschulden verschwunden. Außerdem wurde ihnen der Diebstahl einer Armbanduhr und eine Urkundenfälschung nachgewiesen. An den beiden letzten Delikten war noch ein anderer 25jähriger junger Mann beteiligt, der sich auch noch wegen Unterschlagung eines Teils der ihm anvertrauten Musterkolleltion zu verantworten hatte. Der am meisten belastete Angeklagte wurde unter Zubilligung mildernder ilmslände zueinem3ahr Gefängnis, seine Braut zu sechs Monat Gefängnis und der andere Angeklagte zu einem Monat zwei Wochen Gefängnis verurteilt. nur bis zu ben Hüften verschüttet war, hatten die stürzenben Sanbmengen ben Sohn v o l l st ä n b i g begraben; er würbe nach mehrstünbiger Arbeit als Leiche geborgen. Kreis Büdingen. ? Ridda, 26. 3uli. Bei der großen sommerlichen Hitze machte sich hier das Fehlen einer Badeanstalt unangenehm bemerkbar. _ Aus diesem Grunde wird der Plan lebhaft erörtert, den seitherigen Eisteich auf der Gänswiese, der im Sommer als Planschbecken für die Kinder eingerichtet ist, in ein Schwimmbad u m z u - wandeln. Da die Durchführung dieses Projekte- nicht mit allzu hohen Kosten verknüpft zu sein scheint, hofft man, daß der Stadtvorstand die nötigen Mittel bereitstellen wird. Kreis Schotten. □ Laubach, 26. 3uli. Wie wir berichteten. hat die Stadtverwaltung die Anlage einer Badeanstalt am „Obersee" auf der Westseite des Ramsberges, dem Stauweiher der früheren „Obermühle", beschlossen. 3n dieser Woche hat man mit Arbeiten der Ausschachtung des Schwimm^ckens, unter Leitung des Architekten S i l tz und der' Oberaufsicht von Baurat Steinbach vom Tiefbauamt Gießen, begonnen. Das Decken soll eine Länge von 30 Meter und eine Breite von 12 Meter erhalten. Die gesamte Einrichtung soll der Reuzeit ent- sprec^nd ausgeführt werden. — Die ungewöhnliche Wärme dieses Sommers hat die Reife des Getreides so beschleunigt, daß man voraussichtlich schon Ende kommender Woche mit der Roggenernte beginnen kann. Lagerfrucht ist nur in geringem Maße festzustellen. Die Regengüsse der letzten Tage haben das Wachstum der Hackfrüchte sehr gefördert, ebenso des Grünsutters. Auch sind Aussichten auf eine gute Grummeternte vorhanden. Das Beeren ob st hat sich sehr gut entwickelt; Stachel- und 3ohannisbeeren sind in diesem 3ahre ungemein einträglich. ■+■ Ober-Schmitten, 26. Juli. Die Regulierung und Verlegung des Nibdabettes am oberen Ortseingang ist jetzt soweit beendet, daß die Umleitung des Wassers erfolgen konnte. Die kostspielige Umlegung erwies sich als notwendig, weil der an dieser Stelle stark gewundene Bachlauf im Laufe der Zeit viel Erde an seinem rechten Ufer abgewaschen hatte. Die ursprünglichen Grenzen lagen bereits mitten im Bachbett. Als das angrenzende Gelände bebaut werden sollte, wurde durch die neue Vermessung die Verlagerung des Bettes festgestellt. Das jetzt künstlich geschaffene Bachbctt liegt durchschnittlich über 1 Meter seitlich des seitherigen, ist völlig gerade, hat auf der einen Seite eine starke Betonstützmauer und eine Sohlenbreite von vier Meter. Die umfangreichen Arbeiten, die unter der Leitung des Kulturbauamts Gießen stan- den, wurden von der Firma Dicker (Düsseldorf) ausgeführt. V Oberseemen, 26. 3uli. Gestern ereignete sich hier ein folgenschwerer Unfall. Ein Arbeiter der Ueberlandanlage kam mit seinem Fahrrad einem landwirtschaftlichen Fuhrwerk entgegen. Der Fuhrmann wich nach der linken statt nach der rechten Seite aus, so daß ein Zusammenstoß unvermeidlich war. Der Radfahrer erlitt durch den Scherenbaum eine schwere Hüft- verlehung, so daß eine sofortige Ueberführung in die Gießener Klinik nötig war. Preußen. Hebung des Zischbestandes in der Lahn. WER. Li m b u r g , 26. 3uIL 3n allen beut- schen Gewässern hat der F i s ch b e st a n d bekanntlich in erhöhtem Maße durch den strengen Winter mit den zahlreichen Eissprengun- gen gelitten. Rach den von Sachverständigen gemachten Feststellungen beziffern sich die Schäden (m Fischbestand ber Lahn auf 40 bis 50 Prozent. Die von bem Fischereiverein des Regierungsbezirks Wiesbaden an das preußische Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten gestellten Anträge, ben Wiederaufbau bes Fischbestanbes zu fördern, sind von Erfolg gewesen. Das genannte Ministerium hat Mittel aus dem landwirtschaftlichen Rotprogramm der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt. Zur Hebung der Fischzucht wurhen in der letzten Zell in der Lahn von Limburg bis Weilburg zwei Zentner E e tj a a I e und 30 000 Stück Hecht - brüt ausgesetzt. 3n Bächen, die zur Lahn fliehen, kamen 10000 Stück Fvrellenbrut zur Aussetzung. Kreis Marburg. ]| Marburg, 26.Juli. An einem Kreuzungspunkt von Landstraße und Eisenbahn in unmittelbarer Nähe von Eckelshausen bei Biedenkopf rannte gestern nachmittag der in den 20er Jahren stehende Sohn des Maurermeisters Werner aus Hommertshausen auf dem Motorrad gegen einen Eisenbahnzug. Dem jungen Mann wurden beide Beine und ein Arm abgefahren. Man brachte ihn in die Marburger Klinik, wo er alsbald seinen Verletzungen erlag. Das Unglück ist darauf zurückzuführen, daß Werner ein ihm nicht gehöriges Motorrad fuhr, mit dessen Handhabung er nicht richtig Bescheid wußte und deshalb nicht rechtzeitig stoppen konnte. den hierzu erwartet. Oberheffen. Landkreis Gießen. y. L o l I a r, 26. Juli. Ein A u t o u n f a 11 nahm heute gegen 10 Uhr einen sehr glimpflichen Verlauf. Ein mit Heidelbeeren hoch beladenes Lastauto kam auf der Marburger Straße bei Kirchberg in der Richtung nach Lollar fcharf um die Kurve gefahren, begegnete einem anderen, in entgegengesetzter Richtung kommenden Auto, mußte ausbiegen und kam bei dem regnerischen, glitschigen Wetter ins Schlenkern. Wahrscheinlich muß ein Fehler bei der Steuerung geschehen sein, denn das große Auto überschlug sich und sperrte den größeren Teil der Straße. Beide Fahrer blieben zum Glück unverletzt, aber die vielen Zentner Heidelbeeren lagen auf der Straße. Auch das Auto hat keinen nennenswerten Schaden davonge- tragen. Also Glück im Unglück! bt. Grünberg, 2tz Juli. Dieser Tage ging das in der verkehrsreichen Markstraße gelegene frühere Geschäftshaus der Jnstallationsfirma Jakob Don-Ei ff in den Besitz der Firma Wilhelm Alb ach, Lindenstruch, die schon fett drei Jahren dort ein Zigarren- und Tabakgeschäft betreibt, über. Der Erwerbung wird ein Umbau nach neuzeitlichen Erfordernissen folgen. D Lieh, 26. Juli. In den letzten Tagen wechselten hier infolge Verkaufes einige Häuser ihre Besitzer. Der Landwirt und Bäcker Johann Peter Dietz II. erwarb durch Kauf die Hofreite des verstorbenen Landwirts Karl Heinrich Heller in der Oberstadt. Die Hofreite des Bierbrauers Johannes Wege! in der Synagogengasse ging in den Be- sitz des Bierbrauers Heinrich Erb über. Schuhmacher Karl S t e u ( kaufte die Hofreite des Bäckers und Landwirts Johann Peter Dietz II. in der Oberstadt. Kreis Friedberg. Ia hochwertigen Porlland-Zemenl weit unter Syndikatspreis liefert prompt Kohlen-, Keks- und Brikett-Vertrieb G. m. b. H. Gießen, Frankfurter Straße 21. ________Telephon 700 und 835. 63780 Aktiengesellschaft sucht 6358V Vezirrss Vertreter welche auf eigene Rechnung arbeiten. Es handelt üch um den Verkauf eines neuartigen Bohner-Avvarates. Der Artikel ist eine umwälzende Neuheit In volkstümlich. Preislage und gewährleistet ein glänzend. Geschäft. Einige hundert Mark Kapital er- fordert. Angebote unter fr. 4648 be= tärbert Rudolf Moste, Nürnberg. Menn für Mützen- und Pelzgeschüft nach> aus- wäris gesucht. Kost und LogiS evtl, tm Hause. Schriftliche Angeb. erbeten unter 6353V an den Gießener Anzeiger. ioeRBCJ UJJ1 UU a bertli «nfogen de vollen Ausl Mtab. S,ad fvelegenbrii Vie t'cnitörunne Köstliche So Ä blähen }lM« Obert Uh uni fori Auto Riedel ß4748 bleibt Teleph.- Ruf 2502. ‘DrThomps&n’i Seifenpulver Marke Schwan auf drei EimerWasser. Morgens kocht man ein Viertelstündchen mit Barmenia die Krankenversicherung des Mittelstandes Fordern Sie unsere neuesten Tarife an! Verwaltungsstelle Gießen, Bahnhofstraße 38, Femspr. 2544. sse3ugsequuJ*e böhmische Vettfedern Hut ole Feuületon^ uoischenbe' W i** Der Duft 0“ 6od,S Parkvegciai Deutschs^ dichtgewa-h' nien unter Da stehen " Die entwickelt breiten veu sie wie -'nen führt. Di" daher fo? fosfees die g beobachten t Das nimr feine Lausch' werk herein Mädchengefi Die Hitze kleines 3ic Stunden au yuiooennietang OelntiOi Weder Meine neue Tel.«Nr. 308$. WtaiMi ofenfertig, Anfeuer- bolz, eichene Gartenpsosten. 3. Wetthöser, »ernspr.74Z 7289 D Die unterzeidineten Kassen-Aerzte halten im Einverständnis ihrer Aerzteorganisation und der Krankenkassen ab 1. August 1929 in Reiskirchen für die Kassenpatienten Reiskirchens und Umgegend, um deren Wünschen entgegenzukommen, täglich von 6—7 Uhr abends (außer Sonntags) abwechselnd eine Sprechstunde, und zwar Burk- hardsfelder Straße 33. Dr. Adler. Dr. Gengnagel. __6369D lölfl-taieliing Mclnlnghaus Neue Telephon-Nr.: Bettwäsche, Damen- und Herrenwäsche in nur guten Qualitäten auf bequeme Teilzabluna. Erbitten Sie sofort un- verbindl. Vertreterbesuch unter04723 an den Gieh. Anzeiger. Wien Sie m-,m akt maes? _ ein Wohn- oder (Scschästsbauö kaufen? oder eine hochverzinsllche Hupothek durch eine billige ablöfen oder haben Sie 1932 eine AuswertungShypothek auSzuzahlen, dann wenden Sie sich wegen Finanzierung dieser Angelegenheit aus alle Fälle an Karl Seibert, (Siesten, Stepbanstr.17S. -sch 10*1» (Rabatti Schuhhaus Meyer Gießen Bahnhofstraße 30 6349A Klein & Stiefel 88D «»» trtlri Oir fläm. ' modltpoth. nütl 9«raN* wir 0« Polltip n»ui IdKi^ Srlte dl« x bufirlr un tbcoteii*1 rungrir mUorn, unt rein bot bo* Schill :r' fdxlnt man bed- ' bi« bartameni\AX bot t« la «■ Sommer. > Slrbei rlnM um Schwtrn«lrifi manieriert, cfr« ei machen Sie leistungsfähig Fragen Sie bei Bedarf bei uns an Maschinenfabrik, Fulda Unsere Maschinen Rest- und Einzelpaare zu ganz bedeutend herabgesetzten Preisen. Auf alle regulären Schuhwaren trotz der bekannt billigen Preise a tittauf edeutend herab- ’ren Schuhwaren i Preise iatt! 63KA 4236U a- Drillmaschinen ä Hackmaschinen Schrotmühlen g Rübenschneider y Düngerstreuer linenf.d. Landwirtschaft Mähmaschinen i yimer Pflüge 1 jäckselmaschin. a Pumpen usw. sowie alle Ersatzteile &DUCIV- ,rik, Fu|da schln«"„|Chö Sie jeistungs- rx fähig Nr. 174 Dritter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesjen) Samriag, 27. M (929 Wandem und weisen • Bäder und Sommerfrischen. er* Lindwurm in uns... Besuchen Sie 4864D * Bad Vilbel Schlitz 4165D Bad Rundgängen. Viele kohlensäurehalt Mineralbrunnen zu Trinkkuren. Brodscher Heil-, sprudel gegen Herz-, Nerven und Rücken-1 marksleiden, Rheumatismus all. Art. Keine Kurtaxe. Gnte Verpflegungs-Verhältnisse. Prospekte durch den Verkehrsverein. 443OD Billige and (Nie Vemllegong ♦ ProsueM durdi den Mhehrsierein Prospekte durch Bad-Nauheim Hotel-Restaurant Gaudes Neuer Besitzer Kurt Klenn Gut bürgerliches Haus Gartenwirtschaft Touristen bestens empfohlen Herrl. Erholungsaufenthalt /Täglich 3 Konzerte / Jeden Donnerstag,wöchentlich abwechselnd, Sinfoniekonzerte Opern- oder Operettenvorstellungen / Jeden Samstag abend Tanz oder Ball / Sonntag, Dienstag und Freitag nachm. Tanztee / Parkbeleuchtungen. Feuerwerke usw. Siehe Sonderanzelf!en. Plakate und die Wochenprogratnme in Giefeen. Don einer lebenden Vornehmheit ist alles, was das Schloh in nächster Nähe umgibt. Die Zartheit einer letzten Kulturreife liegt über dem weiten, ruhenden Vasen, der sich hinter Dem Halbrund des Prachtbaus bis in den Park i'eiliert. Es ist ein Sonnenreich von blütenbetäubender Pracht — über das schon am frühen Morgen Sprenganlagen fleißiger Gärtner feine -Wasser dahinsprühen. Die leicht bestäubende Frische macht den feinen Vosen so teppichdicht, als ob er auf das Dahinschreiten eines großen Königs warte. Wilde Reben und dunkler Epheu ranken sich an den Flügeln des Empirebaus empor. Vor len Eingängen liegen vier Löwen. Säulen schmiegen sich bis unter das Dach vor den Pforten tmpor. Schmal dahingestreckt, läßt es ruhig die Kraft der herrlichen Parknatur über sich zusammenschlagen, die es um sich in weitem Umkreise veredelt hat. Die Zeit hat eine selbstverständliche Leichtigkeit über die geschichtliche Vergangenheit von Wtlhelmshöhe gelegt. Tief unten die Stadt und ihre weite Umgebung. Das Wahrzeichen der Kultur des 18. Jahrhunderts ist im Hintergrund sanft umschleiert, von den weiten Höhenlinien und den schweren Schatten sonnengedrückter Wälder. Wan kneift die Augen unwillkürlich etwas zusammen. ... Das Vlickfeld verschwimmt ... das ganze Land hinter dem hügelgchobenen Palast ... die Stadt mit der schnurgeraden Paradestraße von Wil- helmshöhe bis zum Wilhelmshöher Platz. ... Rur einmal am Tag liegt Sonnentau über den Sommerfrische Ruppertenrod (Oberh.) Angenehmer Erholungsaufenthalt in neuem Privathause mit Bad, allen Bequemlichkeiten u. guter Verpflegung. Penaion 4.50 RM. Wochenende?.- KM. Anmeld. u. Ausk. b. Verkehrsb. Gießen. Kurhaus Amöneburg Hervorrag. Ausflugsort Terrassen mit Fernsicht Konzertsaal Eigene Konditorei Fernruf 72 •“D BieBen-AmBneburg 32 km Ich war auf dem richtigen Wege. Es kamen ja noch andere Bildstöcke mit anderen Heiligen, einer zeigte sogar fünf, auf jeder Seite einen und auf der Wetterseite zwei, aber man darf sich nicht gleich ablenken lassen. Die Georgsritter behielten die Majorität. Ach. die herrlichen Aürnberger Lebkuchen, dachte ich im Rauschen der Tannen. Ach, die schöne Aja, wenn die Wiese aufatmete. Ach, du deutsche Seligkeit, wenn... aber das kann sich keiner vorstellen, der nicht selber müde geworden ist des blauen Himmels, der heißen Sonne, der großen Welt. Ich gebe alle Schatze Roms für das heilige Wunder des deutschen Wiesengrundes, alle steinerne Herrlichkeit _ für den lebendigen Dom des Waldes, alle mondänen Hotelmarken auf meinen Koffern für einen Spaziergang nach Sankt Georgen. Verrückt? Mag sein. Im Bereiche dieses Drachenritters sind alle Dinge von ihrem Platze verrückt. Zum Beispiel gibt es in dieser Sommerfrische keine Jazzband und kein tägliches Kursblatt, und doch sind die Menschen einander gut. Aber ich will die Dinge beim Ramen nennen. Das Kloster. Es hat drei Iocharten Dach. Können Sie sich das vorstellen? Das Kirchendach allein ist cm Berg, der begreiflicherweise schwer lastet auf der Reparationskasse der „Herrschaft", ülm die Kirche herum, die schützend dahockt wie eine Gluckhenne, läuft das gewaltige Viereck mit feinen weihen Wandelgängen, das Damenstift, das schon vor den Kreuzzügen gegründet wurde. Vorher müssen schon die Römer dagewesen fein, wie ein Kapitell verrät und die Hand einer antiken Statue, die ich beim Herumwandern fand. Grabmäler sind in die Wände eingelassen, die sehen nicht anders aus als die auf der Dia Appia, mögen ste auch die Züge einer ehrbaren Aebtissin festhalten. In dem Stift ist der ganze Ort untergebracht, der Bürgermeister wohnt da und die Gräfin, tm Durchgang werden die Bekanntmachungen angeschlagen, neben einem Trasiklädelchen haust cm winziges Postamt. In den Zimmern der adeligen Damen aber — die Sommergäste. Man wohnt im Schloh". Man iht im Park davor. Uralte Bäume. Einmal war di-e Gräfin jung, sie hat hier ihre Marlittzeit verlebt, denn in den achtziger Jahren wurde das Kloster aufgehoben. Was mögen die Bäume alles wissen von warmen Sommernächteri. Roch jetzt hört man's allabendlich aus unergründlichem Dunkeln kichern, dah die Herren Ellern ein mifielalterlidies Burfienstädicüen die ideale Sommerfrische für Ruhebedürftige welche fernab vom Treiben und Hasten der Grobstadt Erholung und Stärkung suchen. Herrliche Wälder, reine Luft, unvergleichlich schön im Frühjahr und Sommer Vierquellenbad Bad Salzhausen In herrlicher. waldreicb.Lage-.altbewährt bet Rheumatismus. Ischias, Verz-, Nervenstörungen, Frauenleiden u.a.m. Köstliche Sommerfrische! 20 Minuten von dem blühenden, gastlichen Landstadtchen Nidda Oberbessen. Man verlange Prospekte Kur- and Verkehrsverein Bad Salzhausen - Nidda Sanatorium Hohenwaldau Degerloch-Stuttgart m#opathjwiwkhrM i — Aestlldw Brot, im Wald Schatten, Grün im Wiesengrund — just die Dinge, die man sucht, wenn man italienmüde ist — und auf dem Bildstock erlegte ein Ritter einen kolossalen Lindwurm. Borkum SetflisKHoWW. |,d.eewhWtd.B|. Das ist Wilhelmshöhe. Dem gänzlich wilden Hang eines grohen Bergrückens wurde im Laufe vieler Jahrhunderte ein Kulturwunder aufgezwungen, das staunenswert ist. Vom Fuh bis zum Berggipfel ist die Ratur ferraffiert und Hängebirken, merkwürdig geformte Pinien, Silberpappeln. Zedern ... veredeln in breiter Front die weite Bergwildnis. Von Westen nach Osten neigt sich der Berghang. wo aus Felsen und Quadernblöcken gigantisches Stufenwerk errichtet ist ... unterbrochen tiurd) Kaskaden. Heber das ganze schäumt ein rnächtHzes Wasser- ^Die Hut des Bergrückens ist der 30 Meter hohe Pyramidenbau. der Oktogon — auf dem die Kolossalstatue des Herkules lastet. ... Das Ganze ist auf eine fabelhafte Fernwirkung angelegt. Die fast unbehauenen Quadern türmen sich zu einem Bauwerk gigantischer Art Mit ungeheurer Anstrengung muh unter der Regte- rung des Landgrafen Karl dieser Oktogon, der fast wie ein babylonischer Turmwahn anmutet aufgeführt worden fein. Es liegt eine Romantik eigener Art in dem mauerschweren, wilden Schloß! Das Schloh in der Tiefe wirkt von da oben wie eine müde Verfeinerung der Jahrhunderte. Bevorzugen Sie deutsche jl U ll I ■ Hj 8 Bäder u.Sommerfrisdien! I11UUÄ1V11H Staatliches Kurbaua. Otto Baumgarten. Telephon Nidda 99 Kurpension Haus Hunold, Telephon Nidda 90 Sankt Georgen Don Gustav W. Eberlein. Auf der Flucht aus der grohen Welt begegnete mir ein Ritter, der mir schon als Knabe ungemein sympathisch gewesen war, weil er auf der Lebkuchenschachtel einen kolossalen Lindwurm erlegte. Um die Zeit meiner ersten Liebe, die leider in ein unzweifelhaft schulpflichtiges Alter fiel, trat er meinem Herzen noch näher, weil seine unerhörte Tapferkeit durch die schöne Aja eine heroische Begründung fand. Alle derartigen Begründungen groher Männer deklamierte ich mit errötendem Schauer: „ba treibt's ihn, den köstlichen Preis zu erwerben und er stürzt hinunter auf Leben und Sterben". Der Taucher. Der Königssohn. Der Minnesänger. Immer ging es um eine Dame. Rechtzeitig ans Mädchenghmna- sium zu kommen, brach ich mit wildem Entschluh die Schulaufgaben ab und bekam im deutschen Aufsatz zum erstenmal keine 1, sondern eine 3. Ich war erschüttert, aber sie hieh Georgette, da verliert unsereins leicht den Verstand... An dieser seligen Erinnerungsstation angekommen, begegnete ich also im Kursbuch demDrachen- ritter. Ich sah zum Fenster hinaus, wir waren in heroische Landschaft geraten, mein Rachbar bejahte die Frage, ob er mir St. Georgen als Sommerfrische empfehlen könne, auf8 eifrigste. Gut, steigen wir aus. Der Zug hatte gerade die italienisch Grenze passiert. Eine Karte nach St. Georgen, bitte! Der ehenials k. und k. Schalterbeamte griff nach rechts, griff, sich verbessernd, nach links, griff sich an die Stirne und sagte unvermittelt: „Alsdann, nach was für an Sankt Georgen will denn dann der Herr?" Ob es denn mehrere gebe, ich sei beiläufig — wie schnell man sich doch in gemütliche Sprachen findet! — beiläufig im Kursbuch auf den Ramen gestoßen, und der habe mir gefallen, und da wolle ich nun eben hin. Der Mann fand diese Begründung ungewöhnlich, stellte fest, dah es drei Ortschaften des Ramens gebe, in dem Landl, in jenem Landl, eines bei Sankt Veit, eines bei Sankt Leonhard, eines bei — hm, das dritte finde er nicht. Solle holt selber im Kursbuch nachschlagrn. Ich schlug nach, er schlug nach, wir schlugen nach Finden tat keiner was. Endlich kam ein Bauer und holte aus: Also da komme zuerst der Trassenhof und dann der Wörthersee und dann die Landeshauptstadt Klagenfurt und dann und dann — , ., Run, um die Sache kurz zu machen, ich geriet nicht in die Gegend des heiligen Georg, sondern des heiligen Veit. Ich stieg um, stieg noch einmal um und stand auf einmal vor einem Wald einer Schenke und einem Bildstock. In der Schenke gab es schwarzes Bier und schwarzes 6000 E. (Strecke Frankfurt-Gießen, 7 km nördlich von Frankfurt (gute Omnibusverbindung), 700 Morgen Laub- u. Nadelwald, 10 Minuten vom Ort, mit schön angelegten Spazierwegen, zahlreichen Ruhepunkten an besonders schönen Punkten. Abwechslungsreiche Umgebg. m. schönen Gegen neun U£>r morgens geht die Sonne aus: die schöne Frau, Helle und Heiterkeit in den letzten dunklen Seelenwinkeln verbreitend, scheint im Park. Alle Menschen sind fröhlich, alle Dackelperpendikel schlagen aus. Die Sonne wandelt die Pappelallee hinunter zum See, die Badeanstalt wird zum Gefilde der Seligen. So bis 1 Mr. Die Sonne nimmt jetzt verblüffenderweise „a Koalbskarree" in den Mund und macht alsdann ein Rickerchen. Scheint in den Wald. Der Abend ist da, man weih nicht wie. So geht der Tag hin, einer wie der andere. So tötet der heilige Georg den grohweltlichen, großmäuligen Wilhelmshöher Impressionen. Don Karl JRifter. Rur die sommerleichte Feder eines geborenen Feuilletonisten kann die Buntheit beschreiben, die zwischen den Anlagen des Schlosses Wilhelms- Höhe jetzt auslebt. Der Duft der Kurhaus-Atmosphäre liegt über let hochaufstrebenden und der strenggestuhten Parkvegetation dieses schönsten Gartenwunders Deutschlands. Dor dem Schlohhotel bildet das hichtgewachsene Laubwerk gepflegter Edelkasta- nien unter sich eine schattengrüne Raturhalle. Da stehen nun auf Weihern, leise krachendem Kies die Tische. Ein palettfroher Kaffeehausbetrieb entwickelt sich nachmittags in dem kleinen Ka- Itanienhain. Die grohe Fahrstrahe streckt einen breiten Seitenarm nach dem Schlohhotel, den sie wie einen Henkel wieder aufnimmt und weiter führt. Autos, Motorräder und Wagen fahren daher so vor, dah der Besucher des Garten- laffees die ganze An- und Abfahrt der Kurwelt beobachten kann. Das nimmt dem Kastanienhain absolut nicht feine Lauschigkeit, wo unter dem spielenden Blattwerk hereinblihendes Sonnenlicht Frauen- und Mädchengestalten umtastet. Die Hitze brütet über den Baumkronen. Ein kleines Zierbrünnlein plätschert leichtsinnig die Stunden aus der Zeit. (/„ui—RnlnaellaL Lithium-. Stahl-, Schwefelquellen; Inhalatorium. Diathermie, Höhen- Horizontlinien, wenn in der Frühe das Morgen- licht sich durchbricht. Die galanten Geheimnisse, die einst zu König Jeromes Zeiten die lauschigsten Partien des Schlohteiches umraunten, liegen schwermütig und vergessen über dem ..Lac" unterhalb des Schlosses. Dicht und wild ist da das Parkgehölz. In einer Mulde ruht der See. Alte Bäume knien über dem dumpfen Wasserspiegel. Ab und zu schlägt ihn das müde Flügelpaar eines Schwanes. Wasserpflanzen, deren Blätter die ganze See- fläche bedecken, bilden ein Mosaik traumhafter Vergessenheit. Rur an wenigen Stellen scheint noch der tiefste Grund durchzuleuchten. Dicht, wie der Rasenteppich vor dem Schloß, schließen sich unzählige Blättchen über dem See zusammen. Sie bilden kleine Prunkdecken auf der schwarzen Politur des träumenden Wassers. ... Grünberg in Hessen anmutig gelegen zwischen Vogelsberg und Wetterau, bieietErholungsuchenden schön»» schattige Spazierwege durch das einzig' artig herrliche Brunnentak die gepflegten Anlagen des VerkehrsvereinS mit vrachl- vollen Ausblicken auf Weiterau u.Taunus, » nah. Siadtwald. Gut bürgerl. Berpsteg.- Gelegenheiten. Näh, d. den Verkehr» varelu. HöbenlnitM Herbstein 455 Meier ü. M. Kennen Sie schon die schönen Spazier, gänge und Ausflugsorte in den herrlichen Waldern mit 2 Seen in Herbstem? Kommen Sie, Ste werden sich sreuenimd erboten. Prosv. d SArgermeieteret Herbstein tatey (OteteN die Perle d. Ohmtales Auskunft: Dgr Verkehrs-Verein ALSFELD/Oberhessen Hotel Deutsches Haus Inh. Hermann Schmall Wochenende. Erstkl. Verpflegung Großer u. kleiner Saal für Vereine * Mäßige Preise ““’D (Bad-JIaufteim Der MiltelDHnit aller sommerlidien Veranslaltnnßen der weiteren Meßend Zum Wochenende schnell u. bequem auf Sonntagskarte zu erreichen. Auch wochen- tags vielseitige Anregung u. bequeme Rückfahrt nach den abendl. Veranstaltungen. argwöhnisch den Kops heben... Bald aber legt sich, schmiegt sich die lautlose Stille ums Schloh. Unendliche Weite, bis zu den Karawanken, vor dem letzten Blick aus dem Schlafzimmer, doch unfaßbar, unsagbar, beruhigend: er stößt nicht an ein einziges künstliches Licht. Man zieht den Sternenhimmel KärntenS über sich wie eine Decke. Der See. Der Lindwurm von St. Georgen war ein Waller. Ein Wels, vielleicht der Mrwels. In gewissen Rächten, wenn nwgn sich bekreuzigen muhte, rauschte er auf wie ein Hntcrfeeboot. Eines Tages aber erlegte ihn der Ritter, der Schiohherr. Ein studierter Mann, gewiß, aber zwei Meter lang. Mnb da ihm der Waller in dieser Beziehung nichts nachgab, ward es ein Kamvs Mann gegen Mann. Er wurde dann ausgestellt, der Waller. Die Badegäste befällt heute noch ein angenehmes Gruseln, wenn sie ins Wasser steigen. Im übrigen war der Waller etwas unproportioniert — im Verhältnis zu dem kleinen See, den man in einer Stunde gut umschlendern kann. Aber er hat doch, was ein moderner See haben muh: eine Liebesinsel. Streng geographisch betrachtet ist es nur eine Halbinsel freilich, in der Trikotzeit nimmt man das jedoch nicht so genau. Mädels und junge Damen schwimmen hinüber, ohne dah wie in Regensburg der grohe Rix heraufstrudelt. Vielleicht — mir kommt da cm Gedanke — vielleicht war es jener mächtige Waller? Ja, natürlich, denn auch die schöne,Frau schwimmt hinüber, sorgloser als „adlig Fräulein Kunigund". Jedes Jahr ist in St. Georgen eine schöne Frau. Eine. Die Zahl der Sommergäste beträgt laut Statistik und Ausnahmefähigkeit des immer voll- gesetzten „Schlosses" vierhundert, folglich kommt erst auf wie viele Wienerinnen und Budapesterinnen — Gott, wie ungalant! Rein, weitaus die meisten sind fesch, lieb fast alle, immerhin die eine bildet die Sonne, um die sich dann em Planetensystem gruppiert. Vielleicht ist sie in Wien nur eine unter vielen, hier aber die erste, die eine. Kann eine Frau, sagen Sie selbst, sich Schönres wünschen? Der Wald. Verwalter des Ganzen ist, schier cichendorssisch mutet das an, der Förster. Bczirksobersörster. teils in kurzer Wichs, teils vor den Buchern Sein Dackel heißt Rehmann. Der andere Dackel Mommi. Der dritte Dackel Hexe. Aus der Iauscn- station. die droben im Walde liegt, treffen sie sich mit Daisy, Rora, Schnucki und Dauxi. Der meine heißt Strolch. 3n Hundekreisen rümpft man über den hergelaufenen Römer die Rase, aber die schöne Frau findet ihn aristokratisch und bringt ihn oft in eine beneidenswerte Lage. Dann, nach dem Kaffee „mit Schlag", nimmt uns alle der Wald auf wie vormittags der See. grün, frisch und anschmiegsam. Riemand vermißt den Tanz. Stundenlang kann man auf der Waldwiese liegen und faulenzen. Die Wipfel sind nicht dazu da, Staub und Lärm aufzufangen, sie tun nichts anderes, als ins Blau hineinzuwachsen, hineinzuträumen. Es regnet selten hier. DerTag. ÄloföSfl 5000Einw. (Strecke Gießen- HIÖl VwU Fulda), die Heimstätte hervorragend schöner altertüml. Bauten (darunter das einzigartige Rathaus, eine Perle gotischer Baukunst) u. eines hochinteressanten Heimat- Museums. Anmutige Umgebung, gute Verpflegungsgelegenheiten. Prospekte durch den V er kebrs- und Verschönerungsverein. 4642L Sommerirische 46300 Domäne Schiffenberg auf waldiger Höhe gelegene histor. Stätte aus 1128, mit herrl. Fernsicht. Angenehmer Ausflugs- und Erholungsort. Penslonspr. RM. 6.-. Eisenbahn-Station Schiffenberg,a.d.Strecke Gießen-Selnhausen. Autobus täglich ab Rheingold, Ludwigstraße 6 um 3.30 Uhr nachmittags. Fernsprech-Anschluß: Gießen Nr. 183 lllllllllllll!IIIIIIIIIIIIIIIIIl)llllllllll>llllllllll'l|l||lllllllllll,ln KlosterArnsburg Eine Perle des Hessenlandes. Beliebter Ausflugsort mit historischen Baudenkmälern u.idyllischerUmgebung iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii||iinn|i|lllllllllllllll|l Hotel Pension Hospiz 4H51D Bad-Xauhelm Benekestr.6—K Telephon *09» Beste Kurlage. behaglichesHeim für Kurgäste. Passanten und Wochenende. <6 Z. 95 B. Neuzeit!, eingerichtet, vorzügliche Verpflegung. Preis 9—11 M. Wanderfahrten. wehlar—Dianaburg—Leun—Station Braunfels. Wir fahren mit Sonntagskarte nach Wetzlar, gehen über die alte Lahnbrücke geradeaus in die Neustadt, überschreiten die Dilwrücke, gleich darauf das Dahngeleise und gehen nunmehr schwarzen Strichen nach rechts in einen Feldweg, der an einer -Ziegelei vorbei aufwärts führt. Nach geraumer Zeit haben wir hübsche Rückblicke auf die Stadt und älmgegend. Abwechselnd durch Wald und über offenes Feld gelangt man auf die sog. Hochstraße, von der man den Turm und die Dächer von Derghausen im Dilltal sieht. Unterwegs gibt uns ein Wegweiser genaue Auskunft. Nach etwa dreistündiger genußreicher Wanderung sind wir auf der Dianaburg, wo auch unser Wegzeichen endet, angelangt. Sn der Försterei finden wir gute Unterkunft und genießen vom Turm einen herrlichen Rundblick. Zum Abstieg wählen wir entweder blaue Dreiecke, die uns in eineinviertel Stunde, oder rote Striche, die uns in eineinhalb Stunden über den Heister- berger Hof nach Leun führen. Wir gehen über öle Lahnbrücke uni) wenden uns links der Station Braunfels zu, von wo wir heimfahren. Bieber—Dicke Eiche—Raunheim—Wehlar. Bon Bieber, unserem Ausgangspunkt, gehen wir über Hof und Forsthaus Haina nach dem lieblichen Schwalbenbachtal. Sn der Mitte des Tales weist uns eine Tafel aufwärts zur Dicken Eiche, einem mächtigen, uralten Baum von über zehn Meter Umfang. Hier treffen wir gelbe Striche, die vom Dünsberg kommen, und gehen ihnen nunmehr nach. Das Zeichen führt uns durch lauschige Schneisen, teils über Wiesen, jedoch vorwiegend durch Wald, an dessen Ausgang wir einen überraschenden Blick in das Lahntal, auf Naunheim, Garbenheim mit der Wartr^ Stoppelberg, Wetzlar mit dem Kalsmunt und Taunus genießen. Don hier erreicht man alsbald Naunheim, wo wir die Lahn überschreiten, um hierauf durch Wiese und Feld unser Endziel Wetzlar zu erreichen. Dauer der Wanderung dreieinhalb Stunden. Wirischast. Entlastung der Reichsbank. Der Ausweis der Reichsbank für die dritte Suliwoche überrascht durch das Ausmaß der eingetretenen Entlastung. Die Entlastung erstreckt sich dieses Mal nicht nur auf das Wechselkonto, sondern auch auf die Lombardanlage, die zum Medio eine Snanspruch- nahme um annähernd ICO Mill. Mk. gezeigt hatte, und nunmehr wieder auf einen normalen Stand von 53,2 Millionen Mk. zurückgegangen ist. Auch die Schatzwechselanlage zeigt eine Verminderung um 12,2 Mill. Mk. auf 2,5 Mill. Mark, wodurch der Gesamteindruck des Reichs- bankausweifes vom 23. Suli noch günstiger wird. Es muß berücksichtigt werden, daß die Ultimo- Belastung vom 30. Suni bereits Mitte Suli trotz der hohen Snanspruchnahme des Lombardkredits der Reichsbank kompensiert war, so daß mit der dritten Suljwoche eine über das normale Maß weit hinausgehende Gesamtentlastung eingetreten ist. Bezüglich der Abwicklung auf dem Wechselkonto ist zu beachten, daß auf ihm sicherlich, wie aus der Entwicklung der Devisenkurse und des Devisenmarktes hervorgeht, größere Devisenbeträge eingegangen sind. Die Reichsbank setzt anscheinend ihre Taktik fort, Devisenzugänge zum Teil unsichtbar zu verbuchen. Andererseits hat sie ihren deckungsfähigen Devisenbestand in Höhe von 11 Mill. Mk. in Anspruch genommen, um die starken Gold- anschafsungen zu bezahlen. Die Dalutensituation der Reichsbank hat sich inzwischen ganz erholt, seit dem Tiefstände vom 7. Mai d. S. hat die Reichsbank nach ihren Ausweisen nicht weniger als rund 620 bis 630 Mill. Mk. Gold und Devisen ausgenommen gegenüber einem Derlust von rund 1100 Mill. Mk. in der Zeit vor und nach der Reparationskonferenz. Die Differenz zu dem Höchststand an Gold und Devisen am Beginn des Sahres ist noch ziemlich groß, wobei auch zu beachten ist, daß der Betrag der umlaufenden Roten noch um rund 200 Mill. Mk. höher ist als zu Beginn des Sahres. Die Reichsban? wird es sich also weiter angelegen sein lassen, ihren Goldbestand und ihr Devisenpolster zu verstärken, um die notwendige Elastizität für Devisentransfer, die bei Snkraftsetzen des Poungpla- nes von allergrößter Bedeutung ist, zu erreichen, denn der Poung-Plan legt der Reichsbank die Aufgabe ob, sehr viel größere Devisenmengen als bisher für den Transfer bereitzuhalten. Aus der günstigen Gestaltung des Reichsbankausweises geht hervor, daß die Dorbereitungen für den Llltimo Suli bisher nur einen unwesentlichen Einfluß auf ihn gehabt haben, was gleichzeitig ein Beweis dafür ist, daß Auslandgelder zur Zeit in genügendem Maße zur Derfügung stehen. Neuer Reichsbahniarif für Sammelgut. Mit Gültigkeit vorn Tage der Veröffentlichung im „Tarif- und Derkehrsanzeiger für den Güterund Tierverkehr" wird von der Reichsbahn widerruflich ein zunächst auf ein Sahr befristeter K°Tarif für Sammelgut herausgegeben werden, dessen Einführung der Reichseisenbahnrat in seiner letzten Sitzung befürwortet hat. Der Tarif, der von und nach allen Bahnhöfen der Deutschen Rcichsbahngesellschaft und im Derkehr mit den ihm etwa beitretenden Privatbahnen auf Entfernungen von 100 bis 400 Kilometer anwendbar ist und die Frachtsätze der Klasse C, C 10, C 5 gewährt, soll der weiteren Abwanderung hochwertiger Güter auf den Kraftwagen steuern und die bisherigen K-Tarise ergänzen. Als Sammelgut dürfen Ladungen aufgegeben werden, die aus Teilsendungen zusammengesetzt sind, die von mindestens fünf Derkehrtreibenden dem Absender zur einheitlichen Beförderung übergeben worden sind und vom Empfänger an mindestens fünf Endempfänger verteilt werden sollen. Anspruch auf den neuen Ausnahmetarif haben alle Verfrachter, die sich vertraglich verpflichten, mindestens 40 Tonnen Sammelgut monatlich in derselben Derkehrsbindung und Derkehrsrichtung aufzugeben. Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. An der trostlosen L a g e der Dösenverfas- sung hat sich in der neuen Woche im allgemeinen nichts geändert. Das Geschäft stagnierte fast vollkommen; besonders der Konflikt zwischen China und Rußland wurde nachteilig empfunden. Aber auch die zumeist schwächeren Aus- landbörsen und besonders der Krankheitszustand des Reichskanzlers Müller lösten Besorgnis aus. Das Ausland und die Dankkundscchaft blieben dem Geschäft fast vollkommen fern, so daß die Spekulation allein auf sich angewiesen war und sich aber infolge Mangels jeglicher Anregungen stark reserviert verhielt. Es traten zumeist kleine Rückschläge ein. Die Tendenz neigte zumeist zur Schwäche. Der bevorstehende H It i m o veranlaßte die Kulisse zu Abgaben zu schreiten, doch nahm das Angebot keine dringende Formen an. Die anfänglichen Befürchtungen zwecks Lieberwindung der Liquidation — die ungünstigen Geldmaätverhältnisse stimmten in dieser Beziehung pessimistisch —, waren verfrüht, denn es machte sich bald eine Geldmarkterleichterung bemerkbar; auch konnte man Schlüsse daraus ziehen, daß die Spekulation schon frühzeitig Vorsorge getroffen hatte, was bei dem geringen Geschäftsumfang leicht zu bewerkstelligen war, so daß der Ultimo reibungslos überwunden werden kann. Die Stimmung wurde wieder zuversichtlicher, doch blieb die Umsatztätigkeit weiter eng begrenzt, infolge der bestehenden Reise- und Ferienzeit und der starken Hitze, da hierdurch die Börsenbesucher nur wenig vertreten waren. Aber doch konnte sich gegen Ende der Woche eine freundlichere Stimmung durchsetzen; denn die Entspannung und die Bereitwilligkeit zwischen Rußland und China, den bestehenden Konflikt auf gütlichem Wege zu regeln, hinterließ einen vorteilhaften Eindruck. Durch den frühzeitigen Engagementsabbau machte sich bei der Spekulation plötzlich wieder Deckungsneigung bemerkbar, und das Geschäft nahm in Spezialwerten lebhaftere Formen an. Die Besserung im Krankheitszustand des Reichskanzlers und die etwas besseren Geldmarktoerhältnisse, sowie die günstigere Börsenverfassung in Reuyork wirkten anregend. Als einziges ungünstiges Moment wurden wieder in Erscheinung tretende Befürchtungen einer Diskonterhöhung der Bank von England empfunden. Die starken Goldabfüsse von dieser Seite trugen ihr übriges dazu bei. Aber trotzdem schenkte man dieser Tatsache nur wenig Beachtung, die Stimmung blieb freundlich, und einige Werte hatten ganz beträchtliche Besserungen zu verzeichnen, so daß die im Laufe der Woche eingetretenen Verluste zumeist wieder ausgeglichen werden konnten. Etwas mehr in den Vordergrund traten Elek - fromerte, 8.- G.-Farben Unb auch vereinzelt die Montanpapiere, aber es darf nicht vergessen werden, daß der Umschwung erst gegen Ende der Woche eintrat. Siemens konnten sich der besseren Verfassung nicht anschließen und lagen gegenüber der vergangenen Woche immer noch georückt und vernachlässigt. A E G., Schuckert und Bergmann konnten ihren Verlust sprunghaft ausgleichen, letztere lagen sogar 3l/8 Proz. höher. Zu erwähnen sind noch Kaliwerte und M e t a l l g e s e l l s ch a f t, die das Niveau der vergangenen Woche je um 3Vs Pro§. überschritten. Die übrigen Märkte lagen still, aber die Veränderungen waren kaum von Bedeutung. Nur Reichsbank, in den das Ausland zu Abdeckungen schritt, gaben ebenfalls bis zu 3 Proz. nach. Am Glanzstoff- markt unternahm die Daissepartei des öfteren einen Vorstoß, und ein Rückschlag von 10 bis 15 Proz. war die Folge, dies war auch oft ein ausschlaggebender Faktor, der auf die Allgemeinstimmung abfärbte und drückend wirkte, doch konnte auch hier der eingetretene Rückschlag fast wieder ausgeglichen werden. Zum Wochenschluh war die Stimmung freundlich, da der unverändert belassene Diskontsatz der Dank von England und die Entlastung des Reichsbankinstituts eine Anregung boten. Das Geschäft blieb aber klein, da Aufträge fehlten, aber die Kulisse zeigte weiter einiges Deckungsbedürfnis. Es ergaben sich zumeist Besserungen bis zu 2 Prvz. Nur Spezialwerte traten etwas hervor — Renten lagen zumeist geschäftslos —. Am Geldmarkt war Tagesgeld infolge des bevorstehenden Ultimos etwas gesuchter. Am Devisenmarkt waren die Veränderungen gering: nur das Pfund lag schwach. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Die enorme Preissteigerung der vergangenen Woche konnte sich diesmal nicht fortsetzen. Eine Reaktion blieb nicht aus, was sich in erster Linie an den überseeischen Märkten stärker auswirkte, dies blieb selbstverständlich auch nicht ohne Einwirkung auf die Stimmung des Frankfurter Marktes. Das Geschäft war daher wieder kleiner, und die Umsätze beschränkten sich auf den Bedarfsfall. Das Angebot von Provinzseite nahm daraufhin größere Formen an, doch konnte das Material bei nachaebenden Forderungen untergebracht werden. Besonders Roggen alter Ernte war stark angeboten und hatte besonders unter Preisdruck zu leiden, da mit der Anlieferung neuer Ernte schon begonnen wurde. Die Hausse an den ausländischen Plätzen führte jedoch wieder zu einer Besserung der allgemeinen Lage, die Rückgänge wurden verschiedentlich wieder ausgeglichen. Im großen und ganzen unterlag der Produktenmarkt größeren Schwankungen, was im allgemeinen zur Zurückhaltung, wenigstens in spekulativer Hinsicht, veranlaßte. Man war nach den Erfahrungen der letzten Zeit sehr skeptisch, und will erst die Entwicklung der Dinge etwas abwarten. Aber dessen ungeachtet war die Tendenz freundlich, und man sieht der Zukunftsgestaltung mit viel Vertrauen entgeaen. Weizen war immer noch ausgesetzt. Das Geschäft hierin war ziemlich gering, da bis jetzt nur alte Ware vorhanden war. Das Geschäft in Mehl gestaltete sich fast die ganze Woche hindurch recht lebhaft. Die Mühlen hatten befriedigenden Absatz zu verzeichnen. Von dieser Seite wurde Brotgetreide stärker begehrt. Am Futtermittelmarkt war Mais für Futterartikel vernachlässigt, während Kleie verschiedentlich gesucht blieb. Zum Wochenschluß trat wieder eine stärkere Lustlosigkeit zutage, die durch erneut schwächere Auslandnotierungen hervorgerufen wurde. Das Geschäft bewegte sich in kleinem Rahmen. Kleinere Einbußen traten daraufhin verschiedentlich ein. Das Angebot in Brotgetreide wurde dringender. Besonders Roggen, Roggenmehl und W e i z e n k l e i e lagen unter Druck. Gut gehalten blieb Weizenmehl. Verglichen mit den Notierungen der vergangenen Woche ergaben sich für Weizen ein Verlust von i Mark, für Roggen und Mais für Futterzwecke ein Verlust von je f und für Weizenkleie und Hafer, inländ., ein solcher von je i Mark. Gut behauptet lagen Roggen- k l e i e und Roggenmehl, letzteres mußte jedoch später auch } Mark nachgeben. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Roggen 22 bis 22,25, Hafer, inländ., 22,75 bis 23, Mais für Fut- terzwecke 22,75, Weizenmehl 38,75 bis 41,50, niederrheinisches 38,75 bis 41,50, Roggenmehl 30,50 bis 31,75, Weizenkleie 11,25, Roggenkleie 12,50 bis 12,75 Mark. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Das Geschäft am Frankfurter Schlach t- v i e h rn a r k t ließ in dieser Woche viel zu wünschen übrig. Sn einigen Viehgattungen toar bäi Auftrieb bedeutend größer, aber die Aufnahme* lust war so gering, so daß vielfach größerer! fieberst and verblieb. Besonders Rinde« konnten schlecht abgesetzt und bei schleppendem Geschäft nur 50 Prozent bei der Preisgestaltung berücksichtigt werden. Ausschlaggebend für daS schlechte Geschäft war hier vor allem die Ferienzeit und die starke Hitze, da das Publikum aufl diesem Grunde nur wenig Bedarf nach Fleischwaren zeigt. Die Preise für Rinder war ftarl rückgängig; der größere Auftrieb trug auch noch feinen Teil dazu bei. Dasselbe Bild entwickelte sich auch am Schweinemarkt. Bei großem Austrieb und Äeberstand war das Geschäft vernachlässigt, und die Preise lagen ebenfalls start unter Druck. Nur in Kälbern und Schafen war die älmsahtätigkeit etwas reger. Sn Schafen war der Antrieb nach wie vor sehr spärlich; Preisnotierungen kamen hier nicht zustande. Sn Kälbern war die Beschickung kleiner, so daß dis Preise verhältnismäßig gut gehalten blieben. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1852 Rinden^ darunter befanden sich 376 Ochsen, 130 Dullen, 736 Kühe und 554 Färsen, ferner aus 1477 Kälbern, 147 Schafen und 4885 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Wochs waren 230 Rinder und 475 Schweine mehr angetrieben, während 100 Kälber weniger zum Verkauf standen. Schafe waren im Antrieb nur geringfügig verändert. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen A1 53 bis 59, 2 48 bis 52, Bl 43 bis 47; Bullen A 47 bis 52, B 42 bis 46; Küche A 43 bis 46, B 35 bis 42. C 30 bis 35; Färsen A 53 bis 58, B 48 bis 52. C 40 bis 47; Kälber B 72 bis 75, C 65 bis 71, D 56 bis 64; Schweine B 80 bis 83, C 81 bis 84, D 81 bis 84. Sm Vergleich mit den Notierungen der vorigen Woche lagen Rinder von 4 bis 6 Mark und Schweine bis zu 6 Mark billiger. Kälber gaben nur 1 Mark im Preise nach. * * Maschinenfabrik Moenus 21. = Frankfurt a. M. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 1928 einen Betriebsüberschuh von 1,847 (1,905) Mill. Mk., wovon Unkosten 1,614 (1,520) und Abschreibungen 0,219 (0,200) Mill Mk. erforderten. Einschl. 15 000 Mark. Vortrag verbleibt ein stark verringerter Reingewinn von! 29 000 (195 000) Mk., der vorgetragen werden soll. Eine Dividende (i. V. 4 Prozent) kommt nicht zu- Verteilung. Nach dem Bericht gestattete der Be^ schäftigungsgrad bis Herbst 1928 eine rationell- Ausnützung der Fabrik. In den letzten Jahresrno^ naten seien die Verhältnisse bei den wichtigsten 21 tN nehmern (Schuhfabriken) so schlecht geworden, dahj der Auftragsbestand empfindlich zurückging. Sm ersten Vierteljahr 1929 hätten sich die denkbar schlechten Verl)ältnisse in den belieferten Industrien im Auftragseingang ausgewirkt, während im zwei« ten Viertejahr, z. T. durch erfolgreiche Bearbeit tung ausländischer und überseeischer Märkte, einleichte Besserung eingetreten sei. * Metallgesellschaft QI.-®., Frankfurt a. M. Die Metallgesellschaft hat sich entschlossen, in gewissen Zeitabständen „Mitteilungen aus dem Arbeitsbereich der Metallgesell- schast A.-G." herauszugeben. Nunmehr liegt das erste Heft dieser Mitteilungen vor, das einige interessante Aufsätze über besondere technische Verfahren enthält, so über das Dösten sulfidischer Metallerze und weiter über die Einführung der elektrischen Gasreinigung in die europäische Sndustrie. Bedeutsame Einblicke in die Lage der Metallmärkte gewähren sodann die den Mitteilungen beigesügten statistischen Zusammenstellungen über Blei, Küpser, Zink und Zinn, in denen die monatlichen Produktionsergebnisse der Kupfer-, Blei- und Zinkhütten bzw. der Zinn-Dergwercke in der Welt, sowie der internationalen Handelsbewegung dieser Metalle auf Grund der metallstatistischen Arbeiten der Metallgesellschaft veröffentlicht werden. — Nach einem Ue&erblicf über die bekannte Entwicklung der Metallgesellfchaft im Laufe der Sahre, die Schaffung einer industriellen Grundlage, den Ausbau der technischen Qlbteihingen und der nahestehenden deutschen Metallhütten, die vollständige Uebernahme verschiedener weiterverarbeitenden Werke und den Aufbau eigener Dersuchslaboratorien auf technisch-chemischem Gebiet wird darauf hingewiesen, daß neben den regelmäßigen Beschreibungen von Teilen der Organisation und de« Betätigung der Gesellschaft auf den verschiedensten Gebieten die „Mitteilungen" stets die erweiterten statistischen Zusammenstellungen enthalten sollen. Auch plane man mit der Zeit eine Ausdehnung der Wirtschaftsstatistischen Arbeiten auf andere Sachgebiete. Auch Mitteilungen über wirtschaftliche Zusammenhänge auf den von der: Gesellschaft bearbeiteten Gebieten würden von Zeit zu Zeit erfolgen können. Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent. Frankfurt a.9R.| Ber-tn Schluß Kurt Schluß!. Abend» börle Schluß- Kure Schluß!. Mittag. börle Datum 25-7. 26.7. 25 7. 26 7. 6% Dl. Relchsanleihe v. m< . - Dt. Anl.-Ablös.-Schuld mit AuS° — 87,25 87,5 87,5 lo|.-8ied)tcn......... dl 51 51 51 De)gl. ohne AuSlos.-Nechte . . . 7% Franks. Hyp.-BI. Goldpf. un> 9,65 9,65 9,75 9,6 kündbar bis 1932....... 4¥i% Rheinische Hyp.-Bank ßtqu.- 83,25 — — — ßjolbpf ...... 77,6 _ A.E-G- a'bfl. V orkriegS- Obligation., rückzahlbar 1932 ....... 87,5 — — — 4% Schweiz. Bundesb.-Anl.. . . 98,5 — — — 4% Leiterreichtiche Goldrte.. . - — — — 29,3 4,20% Oesterr. Silberrle..... — 2,3 2,45 2,4 4% Oesterreich, einbcltl. Rte. . . — —— 1,75 — 23 _ 23,1 22 23,1 4% Ungarische SiaalSc. v. 1910 . 4%% deSgl. von 1913..... _ <% Ungarische Kronenrte..... 1,75 1,8 1,75 1,8 4% Türk. Hollanlcche v. 1911 . . 4% Türkische Bagdadbahn-Anl., 7,7 7,75 — 7,75 Gerte I........... 7,7 7,7 7,75 4% deögl. Serie II....... 7,7 — 4% {Rumänen amtiert. Nie. . . . _ — *yt% Rumänen Goldanl. von 1913 — — — — Mg. Deutsche Eisenbahn . . 4yt _ _ __ Hamburg-Amerika Paket ... 8 Hamb.-Südam. Dampfsch. . . 8 122 — 122,4 122,75 — — 189,25 Hansa Dampsschiss.....10 — — 164,75 163,5 Norddeutscher Llond.....8 115,5 115,65 115,25 115 vlllg. Deutsche Credltanst. . . 10 126 127 126,5 126,4 B-umer Bankverein .... 10 127,9 128,5 128,13 128 Berliner HandelSgejellsch. . . 12 Commerz- und Privat-Banl. 11 212 — 212,75 211,75 184,65 185,5 184,65 184,25 Darmst. ü. Nationalbanl . . 12 277,5 279,5 277 277 Deutsche Bank . . . - • . 10 170,5 170,5 170,5 170,5 DtSkonto-Gesellschaft Ant.. . 10 155 155,75 155 154,75 Dresdner Bank ...... 10 161 161 161 160,5 Mitteldeutsche Credilbanl ... 9 — — *■» — .................. 317 — 310 316 Frankfurt a. M. Berlin Schluß- Ku« Schluß!. Abend- börie Schluß- Kurs Schluß!. Mittag- börle Datum 25.7. 26.7. 25.7. 26.7. A.E.G.......... . . 8 197,5 198 rar 197,13 Bergmann....... . . 9 227,25 — 227,25 226 Elektr. Lieferungen.... . 10 —— — 154,25 154 Licht und Straft ..... . 10 211 210 210,5 208 Felten & Guilleaume. . . . . 6 137 137 137,65 136 Ges. f. Elektr. Untern.. . . . 10 210 211,5 210,25 210,5 Hamb. Elekrr. Werle . . . . 10 — — 142,25 141 Rhein. Elektr....... Schief. Elektr....... Schuckert........ . . 9 — — 147,75 — . 10 — — 189 186,5 . . 8 — 229 229,5 228,13 Siemens 4 Halske .... . 12 — 388,5 386,65 384,75 Trcmsradio....... . . 8 — — 144,25 Lahmeyer L Co...... . 10 168,5 168,5 168 167,5 BuderuS...... . . . 5 — — 77,25 75,25 Deutsche Erdbl..... . . 6 —— —— 115,75 114,75 Essener Steinkohle .... . . 8 — — 138 137,5 Gelsenkirchener ... f. ¥. 3- 4 138 — 138,5 137,75 Harpener. ....... . . 6 146 147 147,25 146 Hoesck Eisen....... . . 8 — — 133,75 132,75 Ille Bergbau...... . . 8 — 214,5 212 211 Klücknerwerke ...... . . 7 111,25 — 111 111,75 Köln-Neuesten...... . . 9 — — 130 129,25 ManneSmanu...... . . 8 122,25 122 122,75 121 Mansselder....... . . 7 — — 136 132,75 Oberschles. Eisenb. Bedarf. . . b — — —— 87 Oberschles. KokSwerke . . . . . 6 — — 107,9 107,5 Phönix Bergbau..... Rheinische Braunkohlen. . - »y, . 10 105 299,5 105,5 302 105,25 300 104,75 300 Rhetnstahl . . . f.'/. Jahr 4H 127,5 127,5 127 126,5 Riebeck Montan..... • 7,2 Bereinigte Stahl». . . . . . C 114 114,5 114,13 113,5 Olavi Minen...... . 2 sh — 63,65 63,4 Kall Aschersleben . . . . 10 238,5 238 238,5 236 Kali Westeregeln..... . 10 243,5 245 240,25 Kaliwerk Salzdetfurth . . . 16 402 401 401,5 399,5 3. ®. Farben-Industrie . . Dynamit Nobel 1 . . . . . 12 227,25 228,4 227,25 226 . . 6 106,75 106,4 Scheideanstalt...... . . 9 — — . . 6 75,5 76,5 76,25 76,25 Rütgerswerke...... • . 6 85 86 85,65 • 11 125,6 126 126 125,13 Frankfurt a.M. Berlin Schluß- Kure Schluß! Abend börse Schluß- Kurs Schluß!. Mitlagbörse Datum 25.7. 26-7- 25.7. 26 7. Philipp Holzmann .... Heidelberger Cement. . . Gement Karlstadt .... Wayß 4 Freitag..... Schultheis Patzenhofer . . Ostwerte........ Ber. Glanzstoff..... Bemberg........ Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg . . Charlottenburger Wasser . Destauer GaS...... Daimler Motoren .... Deutsche Maschinen-Fabri! Adlerwerke Klever .... Ludw.Loewe ...... Nat. Automobll ..... Orenstein 4 Koppel ... Bamag-Meguia . .... Front,Maschinen . . . . Heyliaenstaedt ..... JunghanS........ Maintraftwerk» . . . . . Miag.......... Nekcwsulmer...... Gebr. Roeder...... Doigt 4 Haesfner .... Südd. Zucker...... 10 . 8 10 15 12 18 14 12 12 . 7 . 8 . 0 . 0 . 6 10 . 0 . 6 . 6 . 0 . 6 11 . O . 4 . 8 . 8 10 . 8 . 8 10 . 8 . 8 109,25 396,5 238,25 155 52,5 49,5 55 64,5 105,13 123,5 120,75 220 150,25 .109,5 396 156,5 52,5 49,5 65 220 150,25 109 306 238,13 395 308 237 155,25 109,75 196,13 52 54 198 21,75 90,5 214,5 54 68,5 64,5 123,65 120,75 222 149,75 108,75 305 239,75 394 307,5 23», 75 154 110 194,25 51,5 52,5 198.5 22,75 91 215,65 Banknoten. Berlin. 26. Zu« Geld «rief Amerikanische Noten ..... 4,165 4,lck Belgische Noten ........ 58,33 111,40 58,57 111,84 Enalllcde Noten........ 20,29 20,37 Berlin, 26- Juli Geld Brief Französische Noten..... 16,43 167IF"" .nnlTnribtimr 9?Ofen ...... 167,68 168,36 21,93 22.01 Norwegische Noten...... 111,46 111,90 Deutsch-Oesterr.,0100 Kronen 58,99 59,23 Rumänische Noten...... 2,475 2,495 Schwedische Noten...... 112,05 112,49 nipi irr ....... Spanische Noten..... . Tschechoslowakische Noten . . 60*89 12,385 61,13 12,445 Ungarische Noten....... 72,83 73,13 Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. 25. Juli 26- Juli Amtliche Notierung Geld 1 Bi-ier Amtliche Notierung Geld | Brief Amst.-Nott. 168,14 168,48 168,01 168,35 Buen. AireS 1,759 1,763 1,759 1,763 Brss.-Antw. 58,25 58,37 58,25 58,37 Christiania. 111,68 111,90 111,64 111,86 Kopenhagen 111,70 111,92 111,67 111,89 Stockholm . 112,33 112,55 112,31 112,53 Helnngfors. 10,533 10,553 10,53 10,55 Italien. . . 21,925 21,965 21,92 21,96 London. . . 20,336 20,376 20,350 20,370 Nermork . . 4,191 4,199 4,191 4,198 Paris.... 16,42 16,46 16,43 16,47 Schweiz .. 80,65 80,79 80,59 80,75 Spanien. . 61,12 61,24 61,10 61,22 Japan . . . 1,934 1,938 1,938 1,942 Rio de Ian. 0,496 0,499 0,497 0,499 Wien in D-- Oest. abgest. 59,035 59,155 59,03 59,15 Prag . . . . 12,403 12,423 12,405 12,425 Belgrad . . 7,358 7,375 7,358 7,372 Budapest. . 73,04 73,18 73,04 73,18 Bulgarien. 3,037 3,043 3,032 3,038 Lissabon . . 18,75 18,79 18,75 18,79 Danzig.,. . Konstantin. 31,33 81,59 81,30 81,46 2,005 2,009 2,005 2,009 Athen. . . 5,42 5,43 5,42 5,43 Canada . . 4,174 4,182 5,134 4,172 4,182 Uruguay. . 4,126 20,855 4,126 4,134 Cairo . . • 20,895 20,853 20,893 ld bei (*r tnbei drr PiÄAendev! ■tiS HÄZ r&5 ;?:Se *5£'S" IS* o aus 1859 Ochsen, I3o 2^ ÄKS JjÄS Een A 41 i. * 48 ^3 46, B ÄS’ bls 75,C$ B 0 83. C 81Sä 1 dinier bon 4 bis «AkDarr billiget 1 UN Preise nach. ^Moenus A-a, A'M * ta Belnebsubei chuh von WWI Unkosten 1,KU °«219 (0,200) Mill Wrf. Vortrag Der« rter Reingeivinn von ^getrogen werden soll, OM) kommt nicht zu» 'cht gestattete der Se» 1928 eine rationelle den letzten Jahresmo« ’.ei den wichtigsten M schlecht geworden, daß dlich Zu rückging. Im ten sich die denkbar belieferten Industrien r!t, wahrend im zwei« ) erfolgreiche Dearbei« icheifcher Märkte, ein» i fei oft A.-T., Frank« efellschaft hat sich ent« tabständen.Mitteilun« 'eich der Metallgesell« " en. Aunmehr liegt das imgen vor, das einige rt besondere technische ber das Dosten füllt- (reifer über die 8ut- &aäremigvng in h -eufsame SinEM 'n Ite güoährrv. »evgrMrn ftaWchen Mi. Achter, Zink uni mailichen Produktion-- -Blei« und ZmMten le m der Welt, form mdelsbewegmg dieser metMatistifchen 2r« haft veröffentlicht tver« eberblid über die be« ■ Metallgefellfchaft m Schaffung einer indu« ndige ilebernahm der- tonten Werke unö H slaboratonen auf mjrd darauf W regelmäßigen Organisation und dtt st aus den verschieden ilungen" stets die er« S* M « amen. ____ 26.90» Siw»« fldb in e ,ti 4,182 <-ä 20,851 'S ,11: ui.8 H - 10-y 2,F Ä 16,£ «0,S 61,10 S 7,358 J26 20,853 big 56-37 111/8 111'8 112, io,y 4,138 I6,ti 80-15 ä ung T7T ,7S 4,37 1,90 1,92 2,55 1,553 ,965 ,376 ,193 ,46 3,79 1,24 038 499 ,155 s 3,Ö*3 $ Ä 0,635 168. 22,01 IN,« 59.23 2.495 112,£ 80.9 61.13 12,445 73,13 _Stantfurt °-®' a»*MÜ2Ä— Ml 16,43 167,68 21, 3 HL« 58,99 2,475 112,05 80,64 60.89 12,385 72,83 Frankfurter Abendbörse. Frankfurt, 26. Juli. An der Abendbörse herrschte Zurückhaltuny in Zusammenhang mit der bevorstehenden zweitägigen Börsenunterbrechung, und die Kurse die per Ultimo August gelten, waren meist nur knapp gehalten, bzw. etwas abgeschwächt. Etwas niedriger lagen A.E.G., Phönix, Dresdner Bank. Etwas anziehen konnten dagegen Dt. Linoleum, J.-G.-Farten waren behauptet. Die Rentenmärkte blieben vernachlässigt. A.E.G. 198, Cbade 437, J.-G.°Farben 228g, Schuckert 229, Glanzstoff 396, Aschersleben 238, Gelsenkirchen 139, Mannesmann 122, Phönix 105,50, Stahlverein 114,50, Rheinstahl 127,50, Rheinische Braunkohlen 302, Siemens 388,50, Lloyd 115g, Holzmann 109,50. Berliner Produktcnbör?:. Berlin, 26. 3uli. 2Iuf die Hausse an den nordamerikanischen Terminmärkten, die weiter» hin mit ungünstigen Crnteaussichten im Sommergebiet begründet wird, zeigte auch die hiesige Produktenbörse einen recht festen Unterton. Auf Basis der beträchtlich erhöhten Cifofferten für Auslandweizen entwickelte sich jedoch kaum Geschäft. Dom 3nlernte ist Weizen neuer Ernte auf erhöhtem Preisniveau weiter ausreichend offeriert und wird etwa 3 Mark höher gewertet. Für Roggen lagen die erzielbaren Preise etwa 1 bis 2 Mark über Dortagsniveau. Am Lieferungsmarkt setzte Roggen 1,50 bis 2 Mark fester ein, obwohl die heute besichtigten 510 Tonnen Roggen, wenn auch unter Abzug eines Minderwertes, für kontraktlich lieferbar erklärt wurden. Die Herbstsichten hatten Preisgewinne von 1 bis 2,50 Mark zu verzeichnen. Für Mehl lauteten die Dotierungen nur wenig verändert. Größeres Geschäft konnte sich bisher noch nicht entwickeln. Die Haferofferten sind zum Teil beträchtlich erhöht, für feinere Qualitäten waren auch 1 bis 2 Mark höhere Preise durchzuholen. Gerste verkehrte in unveränderter Marktlage. Es notierten (lOOOkg): Weizen, märkischer, 256 bis 259, Sult 276 bis 277, September 222,50 bis 223; Roggen, märkischer, 191 bis 193, Juli 212, September 220, Oktober 222; Futtergerste 179 bis 190; Hafer, märkischer, 181 bis 190, Oktober 209; Mais. La Plata, 231 bis 232 Raps 330 bis 335; (100 kg): Weizenmehl 31 bis 36; Roggenmehl 26,20 bis 29,25; Welzenkleie 12,75 bis 13; Roggenkleie 12.25 bis 12,45; kleine Erbsen 28 bis 34; Futtererbsen 21 bis 23; Peluschken 26 bis 29; Ackerbohnen 22 bis 25; Wicken 28 bis 32; Lupinen, blau, 21 bis 22; Lupinen, gelb, 29 bis 31; Rapskuchen 19,30 Rundfunkprogramm. Sonntag, 28. 3uIL 7 bis 8.15: Don Hamburg: Hasenkonzert. 8.15 bis 9.15: Katholische Morgenfeier. 10.30 bis 11: Stunde der Jugendbewegung. 11 bis 11.30: Motorsportveranstaltung auf dem Rürburgring: Großer Preis von Deutschland. 1130 bis 12: Eltern stunde. 12 bis 13: Konzert. 13 bis 13.10: Zehnminutendienst ter Landwirtschaftskammer Wiesbaden. 13.15 bis 13.30: Motorsportveranstaltung auf dem Rürburgring: Während tes Rennens. 14 bis 15: Stunte ter Jugend. 15 bis 16: Konzert des Deutschen Sängerbundes ®u- stavsburg. 16 bis 17: Stunde des Landes. 17 bis 19: Endsviel um die Deutsche Fußballmeisterschaft. 19 bis 19.30: Stunde des Rhein-Mainischen Derbandes für Dolksbildung. 20: Sportnachrichten. 20.40 bis 22.30: Konzert des Rundfunkorchesters. Anschließend bis 0.30: Tanzmusik. Montag, 29. Juli. 6.30: Morgengymnastik. Anschließend: Wetterbericht und Zeitangabe. 12.30: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend. 16.15 bis 18: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.40 bis 19: Dortrag. 19 bis 19.20: „Die Wiener Genesis und ihre Wirkung auf die kunsthistorische Forschung: HI“. 19.20 bis 19.40: „Kunstgeschichten". 19.40 bis 20.05: Englische Literaturproben. 20.05 bis 20.15: Englischer Sprachunterricht. 20.15: Rundfunk-Kompositionen des Baden-Badener Musikfestes. 22.30: Loewe-Dallaten. Dienstag, 30. Juli. 6.30: Morgengymnastik. Anschließend: Wetterbericht und Zeitangabe. 13.30: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. 16.15 bis 18: Konzert. 18 bis 18.30: Lesestunte. 18.30 bis 18.45: Dortrag. 18.45 bis 19.15: „Dichter, Frauen und Kinder in Rußland". 19.15 bis 19.35: „Die deutsche Rundfunkpresse". 19.35 bis 19.55: Esperanto-Unterricht. 20.15: Drei Alltagskomödien von Georg Courteline. Anschließend: Klavierkonzert. Mittwoch, 31. Juli. 6.30: Morgengymnastik. Anschließend: Wetterbericht und Zeitangabe. 13.15: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. 16.15 bis 18: Konzert. 18.10 bis 18.30: Bücherstunde. 18.30 bis 19: Dortrag von Pfarrer Taesler. 19 bis 19.40: Hörspiele und Satiren. 19.40 bis 20: Zeitberichte V. 20 bis 20.15: Senckenberg-Diertel- stunde. 20.15 bis 21.30: Konzert Eduard Clark. 21.30: Unterhaltungsmusik. Donnerstag, 1. August. 6.30: Morgengymnastik. Anschließend: Wetter- bericht und Zeitangabe. 12.30: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde ter Jugend. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. 16.15 bis 18: Konzert. 18.10 bis 18.30: Lesestunte. 18.45 bis 19.05: Stunde der Landwirtschaftskammer Kassel. 19.05 bis 19.25: Handelskammer. 19.25 bis 19.45: Dortrag. 20.15 bis 21.55: 1. Dortrag. 2. Dorlesung aus den Schriften von Hugo v. Hofmannsthal. 21.55: Aida. Freitag, 2. August. 6.30: Morgengymnastik. Anschließend: Wetterbericht und Zeitangabe. 12.15: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 15.45; Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendienst. 16.15 bis 17.25: Hausfrauennachmittag. 17.25 bis 18: Wo ist's? Reportage und Musik aus bekannten Bädern. 18.05 bis 18.15: Wirtschaftsmcldungen. 18.15 bis 18.30: Lesestunde. 18.30 bis 18.50: Stunde tes Südwestdeutschen Radio-Klubs. 18.50 bis 19.10: Schachstunde. 19.10 bis 19.30: Stenographischer Fortbildungskursus. 19.30 bis 19.50: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und T«hnik. 19.50 bis 20: Film-Wochenschau. 20.15 bis 20.45: Franz Karl Endres: Dorlesung aus eigenen Werken. 20.45 bis 21.45: Marschmusik. 21.45: Die Actherflasche, Rundfunk-Kabarett. 22.30: Moderne Werke für kleines Orchester. Turnen, Sport und Spiel. (Saugruppenspiele der O. T. im Faustball. Der Spielabteilung des To. von 1846 ist es gelungen, die Meisterschaftsspiele der Gouaruppe (Main-Lahn), zu welcher die Gaue Hessen, Frankfurt, Kinzig, Offenbach-Hanau und Taunus gehören, nach Gießen zu bekommen. Die Spiele finden am 28. Juli auf dem Universitätssportplatz statt. Da ge? rate in unserem Verbände erstklassige Mannschaften spielen — so auch der ehemalige Deutsche Meister, Licht-Luft-Bad Frankfurt a. M. — werden nur Spiele in höchster Vollendung zu sehen sein. Ist doch die Frankfurter Mannschaft diejenige, die das Faustballspiel in Deutschland auf die heutige Höhe gebracht hat. Außer Licht-Luft, dem Gaumeister des Gaues Frankfurt, werden noch Friedberg, der Meister tes Gaues Hessen, Offenbach, Vertreter des Gaues Offenbach, Hanau, Hailer, ber Meister teß Kinziggaues und Homberg v. d. H. als Bester tes Taunusgaues die Hand noch dem Siegespreis ausstrecken. Die Altcrsmannschaften, sowie die Turnerinnen werden ebenfalls ihren Vertreter ousspielen« Bei den Turnerinnen ist der Gau Hcsten durch die Mannschaft des Mtv. Gießen vertreten, die bei einigermaßen gutem Willen die Spiele für sich entscheiden können. Insgesamt werden ungefähr 15 blH 20 Spiele zum Austrag kommen. Handball im Turnverein 1846 Gießen. Grohcn-Buscck 3ug. — To. 1846 Gießen 3ug. Nach längerer Spielpause wird morgen die Jugend ter 1846er wieder einmal zeigen können, daß sie trotz der vielen Vorbereitungen für die turnerischen Veranstaltungen, das Handballspielen nicht verlernt hat. In der Jugendmannschaft des To. Großen-Buseck wird sie allerdings einen schwer besiegbaren Gegner haben. BezirlsfrauenwetikärnpsederOeutschen Sportbehörde für Athletik. Am morgigen Sonntag veranstaltet die DSB. erstmalig wieder Frauenwettkämpfe für den Bezirk Hessen-Hannover, deren Durchführung den beiden Gießener Vereinen, Spielvereinigung 1900 und V. f. B., übertragen wurde. An Konkurrenzen kommen zum Austrag: In der Frauenklasse: 100-Meter- und 800- Meter Lauf, Hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen und Speerwerfen sowie eine 4X100-Metcr-Stafette< In der 1. Mädchenklasse (einschl. Jahrgang 1912): 75-Meter-Lauf, Hoch- und Weitsprung, Ball- weit- und Speerwerfen, sowie eine 4X75-Meter- Staffel. „ , In der 2. Mädchenklasse: 75-Meter-Lauf. Weitsprung, Ballweit (gleichzeitig als Dreikampf)« sowie eine 4X75-Meter-Staffel. Den größten Prozentsatz der Teilnehmerinnen' stellen die beiden Gießener Vereine, so daß es besonders in den Mädchenklassen zu einem gewissen Klubkampf kommen wird. In den offenen Konkurrenzen sind die besten Kräfte des Sportvereins Kurhessen, Kassel, des Akad. Sportklubs GöttingeN und tes Vereins für Leibesübungen, Wetzlar, am Start; hier wird es interessante Entscheidungskämpfe geben, und man darf gespannt sein, wie bi ei Gießener Damen, die erst ein Jahr im Sport offiziell tätig sind, gegen die auswärtigen routinierteren! Sportlerinnen abschneiden. Die Dorkämpfe werden vormittags, die Entscheidungen nachmittags auf dem V. f. B.-Platz (Waldsportplatz) ausgetragen. Verkäufe 6145D für Damen für Herren 50 Alleinverkauf feinfarbig Grofier Saison-Ausverkauf Latten 6374A in allen übrigen Fabrikaten teils zu Verlustpreisen! ten Ferkelversand Westfalens tätigen, denn Tausende von Dankschreiben und Nachbestellungen von langiähr.Kunden beweisen sachmänn. sowie reelle Bedienung. Untenstehend. Geschäft ist nur allein in der Lage, derarligeDankschreibenu.Nachbestellungen aufzuweisen. Off. sreibletb. Ferkel ber berühmten schweren westf. sowie bann. Raffe, selbige sind langgestreckt, breitbuckltch nut Schlappohren, seuchensrei, die besten zur Zucht u. Mast, liefere hiervon jeden Posten wie folgt: 6 8 wöch. 31-35 RM- 8-10 wöch. 35-40 RM-10-12 wöch.40-46RM-12-15 wöch. 46-60 RM. pro Stück ab hier. Nachnahme. Garantie für prima Tiere, beste Freffer, sowie gesunde Ankunft noch 8 Tage nach Empfang. Es kommen nur allerbeste Tiere zum Versand. Verpackung nehme ich zurück. Lassen Sie sich nicht trresühr. durch bill. Ang. Viehversand Fortkord, Schloß Holte-WtiU. MIoBlerltl Haben Sie Bedarf an Ferkeln, sokönnenSie am vortetlhastest.den Einkauf bet dem grüß- für 250 Mk. zu verk, bei .Klaviermacher schwedische und bayerische Hobel- > breiter, Svalterlatten, Eichen- u. ! Buchen-Schnittwaren liefern in allen Stärken h»7D - Eugen M & Go., Men Telephon 149. ‘tn allen Stärken prompt lieferbar Schuhhaus Wolff Giefeen, Seltersweg 4 la Karosserie, erstklassige Ausstattung, fahrbereit, preiswert aus privater Hand en verkaufen. Schriftliche Angebote unter 04649 an den Gießener Anzeiger IMiiv-AuMnsiei jetzt Kurstraire 17, pari. Aad Nauheim erledigt Ihnen alle vertraulichen Ange- legenheiten diskret und preiswert. Ermittlungen, Beobachtungen, Gesuche, Beweismittel in Straf- u. Zivilvrozeffen. Kredit- und Heiratsauskünfte auf alle Platze der Welt.______[o869D Unser großer Saison-Ausverkauf beginn! am Montag, den 29. Juli, 9 Uhr Um möglichst gänzlich zu räumen, ver- T 13 M S kaufen wir unser gesamtes Lager mit A H MW BB ÄJ® H außerordentlicher fTOtJ vllvl &OU1W1W Preisermäßigung Frankfurt a.M., Goeihesfraße 9-11 nur Sdiuhhaus Wolff Alleinverkauf nur S chuhhaus Wolff Pferd Belg^3'/,jähr.,ges.u. zugsest, da übeczäbi. zu verkaufen. 04674 Wieaecfc, Blrchalr.M gjähr. eingetragener Schäferhund billig zu verk. lo< i< Pllaatarmoister Schäler, BoMQlbactL Em Wurf reinrass. dcutichc (ocm MseilWöe zu verk. H.Großhana, Koaaelbach (Oberh.). Ein Wurf 12 Stück erstklassige Ferkel verk. Helnr. Htlniter, Hattenrod. 3x4-Zimmer- Etagenhaus in freier Lage, mit Garten usw., eine Wohng.v.4 Zimmern Klicke n.2 Rians., am 1.9.29 beziehbar, bet Aik. 2500.- Anzahlg. fof. «.verkaufen burdj G, Kalz. Ludwifistr. 45 Elaptas im SüdvieÄel m.beziehbarer u.beschlagnahmest:. 6-Ztmmer» Wohn, billig zu verk. Schrisll. Angeboten. 04739 a. d. Gtek.An». Gute Metzgerei in Wiesbaden m. sch, Wohnung, ausdeb- nungsf., g. Platzver- hältn.u.Lage.sehrbill. Riiete, krankheitSH. abzug. Erf.6-8000Mk. Cff.u.F4119a.Annon- cenfren« Wiesbaden. Gelegenheitskaul! Noch sehr gut erhalt, sechssitziger [6299 D BeifoneuiüQoen 10 30 Benz, 4-Wate Dremfe, mit Aufsatz preiswert abzugeb. Karl Seibcrl, Kirchhain, Bezirk Kaffel. Gewürze 6368A Da Verlobte Für jede Feier Wein v. Carl Küchel Nchf., Kaiserallee 1 Äruchstraße 11 Äleichsiraße 14 Gießen, den 28. 3uli 1929 04743 Statt »arten! Gießen (Hillebrandstrnße 2), den 27. 3uli 1929 01712 04688 U4741 3hre Verlobung gestatten sich anzuzeigen 04707 Darmstadt V >' 04680 63860 P & Vermählte Gießen, den 28. Juli 1929 Weserstraße 18 Weserstraße 13 Kein Laden I 1)4745 Statt Karten! 2668 Äad Kreuznach (Schloßstr. 12 I), 29. 3uli 1929 6373A 6354V ?/ AUSVERKAUF ______________ ■ ’ . ' 1 Erna (Sobel Hans Leiber Ä Sekt gilfs Löwen-Drogerie W. Kilbinger Nacbf., Seltersweg Sur kleine Betriebe von 4doXühfn-JCemtJtehrlettiiqg Jfäne TBontuge-Einfach konkurrenzlos! RAMESOHLuSCHMIDT A-G Saftbeutel, Keltern in verschiedenen Größen Edgar Vorrmann, Eisenhandl. Elisabeih Eollisy Ludwig Friedrich Derwalt.-Praktitant MO) und StonM Wer beherrscht diese Sprachen vollkomm. n. übernimmt kausm. Arbeit.? JstSchreib- maschine vorband.? Schristl. Anaeb. itnt. 6380D an d. GK. Anz. Slooletfpleler noch Abende frei. Zu erfrag.t.d.Ge- schäftsst. d. G. A. t&f jefatf: ctu/kcA, -Mnct k£a%J Gießen, Nordanlage 29 27. 3uti 1929 Georg Schneider SophieHeleneSchneidergeb.Kramer Dr. Stuhl praktiziert wieder ab Montag neue Telephonnummer 3666 3hre Verlobung beehren sich anzuzeigen Emma Matter Albert Fischer Pfarrer E. A. Hertel Gertrud Hertel geb. Menzel Vermahlte Bertha Oatz Albert Krauskopf Verlobte (0 —das neue Spül-undReini» gungsmittel der Henkelwerke zum Spülen, Aufwaschen und Reinigen! Eimer, Kannen, Spülbecken, Wannen, Mops, Aufspül-, Putz- und Bohnertücher, überhaupt alle stark angeschmutzten, verfetteten oder verschmierten Gegenstände und Küchengeräte, auch Stein- und Fliesenböden reinigt ©gründlich und rasch. 1 Eßlöffel ©auf 10 Liter -1 Eimer Wasser — das ist das richtige Maß. Das ganze Paket © kostet nur 25 Pfennig und ist überall erhältlich. © ist zugleich ein ideales Reinigungsmittel für alle stark beschmutzten und verschmierten Gegenstände aus Glas, Porzellan, Metall, Stein, Fliesen, Marmor. Holz usw Für Aluminium besonders geeignet. Ihr zeitsparender Helfer sei Heinrich Wolf Liefet Wolf geb. Spitz Vermahlte Beginn: 27. Juli Restsortimente und Einzelpaare weit unter dem tatsächlichen Wert lO°/o auf alle regulären Artikel 10% Chasalla 5% Lehrerin mit gr. oratt. Erfahrung ert. Unterr.i.aU.rZiichern b. z.Eins. Zu et fr. in d.Gefchtt. d.G.A. ,n. Verreist Frauenarzt Dr.M Vertreter im Schwesternhaus HypotiiekenKapital für Industrie, Fabriken, Wohn- und Geschäftshäuser für ganz Deutschland haben zu äußerst günstigen Bedingungen sofort anzulegen Vermittler-Anträge erbeten. City-Gesellschaft m.b.H. Kommission und Finanzierungen Berlin SW 48, Wilbclmstr. 113 Fernsprecher: Bergmann 103 6157 V Merchingen (Vaden) Großen-Linden 27. 3uli 1929 sucht Gelegenheit z. Angeln währenddes Monats August tn der Lahn beiGiehen. Schristl. Angeb. unt. 04679 a. d. Gieh. Anz. Wer übernimmt toWtit z.kommtssionsweisen wöchentlich. Anfertt« gung v. 5—10 Millen gigarren? Schristl. Angeb. unt. 6356V an d. Gh. Anz. GelMlWliiill 27 Jahre, eoflL mit gutgehendemWaren- geschäst, lucht die Bekanntschaft einestüch ttgen GeschäsiSfrnu- letns für Haushalt u. Geschäft, i. Alter von 20—25 Jahren zwecks Beirat. Schr. Anqeb., wenn mögl.m.Btld, das bestimmt zurückgesandt wird, nnter 63251) an den Wien. Anz. Diskretion Ehrensache. BertegotodMip von HeizungSanlagen werden von Fach« mann iJngenieuri billigst angesertigt. Beteiligung an einem Unternehmen kann evtl, erfolgen. Schriftl. Angebote unt. 04690 an den Giekener An-etger erbeten. Schühenstraße 5 Gießen KlinMaße 12 im 3uli 1929 Steppdecken werden angesertigt und ausgearbeitet tn Wolle und Daunen. Satin in allen Farben und Preislagen Fertige Decken besonders preiswert Anfertigung in eigener Werkftätte! 5tepDöei!eiiliiin5.1Bfllilorfli.24 Geschäfts-Eröffnung Der ver ehrlich en Einwohnerschaft von Lieh und Umgebung hiermit zur Kenntnis, daß ich ab heute in Lidl, Giefoener Strafoe 15, eine Wirtschaft unter dem Namen „Zur Stadt Gießen“ iiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiimiiiiiiiiiimiiiiiiiiiimimiiiiiiiii eröffnet habe und lade hiermit zur Einweihungsfeier heute Samstagabend freundlichst ein. Hochachtungsvoll August Hisgen 6363D Sommerfest der Ortsgr. Gießen findet am 18. Äug. im Schützenhaus statt. Der Vorstand. DER KLEIN MELKER Westfalin ' Metall- Dfiffnn stahl- “* Holz- DvllUII niatratzen Kinderbetten,Polster,Schlafzimmer.Chaiselongues UJ an Private. Ratenzahlung. Katalog 225 frei 385V Eisenmöbelfabrik Suhl (Thüringen). |Zur WeintiereitiN empfehle ich Korbflaschen in allen Größen Weinhefen Gärröhren Korke Abfüllschläuche ferner zufflEinmatlieo Weinessig (20n/,Wein enth.) taSclitataiail beste Qualität zu billigem Preis C.Rübsamen,Gießen Fernsprecher 1659 23031) Di aasgi sis-h gen t um seine mark len l den Das in der stanz! chen wurd wollte, ifl ist als Mi insolgedess gleichfalls Rücktrii nach feiner mer über gerschen D anfall erlili mr blicken wohn geäul litische f Irland I im französi ist chm be großer €xi)' einer Meh^ lich erkenne gen die P hat sich he politische . um eine tt Eingriff er bewegen, ’ Erhvlungs Dorsih im scheitert, ö gewisserma Präsident? tun. Aun er Rücktritt Präsident« litischi der letzte gegeben, die polit manr.es schon seil gen habe fassung Poincare daran g< der Kan daran ge zu versch die große mal gerat benätoerfe muß. nach der; chrem De, Privai krU umsehi Krankheit feiner pvli die weite, Sur Mitt „N Bi stand von M zwisi Mtze von b so haben ß allerdings BomcarS s, 2 ben 3° Smarten °^schen u «onWc e« trinke ?>rd bas c fer Prätz über versi ^schende wm ?«- Ä etLStllun ^•eber1!? Ö £ Mit? Oberen "ut*1 L Karl Huhn Autobetrieb Groß- und Klein-Auto eignesBestattungsauto Tag u.Nacht-Telephon 6382 D 6365V llA*iklEMM Inh. Carl Spangenberg z Schönste Aussicht Marburg* SCIIsOu uälO SE?sg:'Ge8ellsIhatt8-Tanz(8Chv,arr.Anzug) 11II»mHniMMcwBwi'uiiiiuutwnS Sonntag: Nachm. Konzert, abds. Abend-Tanz I. Ilö Dir 2 Siebener Hrima Die Monat!-' 2.20 Weich' Peichsp!^ lohn, °°ch scheinenew infolge h Anschrift zrankft>cka Henkels Spül-und f* /teinigungs -Mittel für Haus- und Küchengerät Fruchtpressen l| [Nutzen Sie die groben Vorteile ausF| Sdiuhhaus Herbert Das altbekannte Haus für Qualitätsware Marktplatz 2 GIESSEN Gegründet 1864 04711