KM Ä-e sch dazuR)j.g, iflSchunci; JÄrnTüt? W der Land, dar fii ix Anlage eine- iltien eifltici, •. Wien gei. 'Scbriui Infleb. uni. 03290 a: en Glek. An,, e,^ s-«s8s gjf*1* Wokaus Gebrauch!. Ä.-W Limousine, 2-4iiEi" u Faulen fleiufr. uuerlaii- geluniti Mnü «Cölliou: M\W Anged. r.: Mtfoxeibun» inö Lnisangabe mnn Wv an den ZiMiger erbeten^ Guierhaliener M Wst» in kauf, fli'l. Wobliabrtsa^. jarienW^^ >ebr.,gulerhalien^ menädnger HMM Soufe tone* ssws Pser-e-ünger So*- *' DeierliM^ gj£bb. .... uWMÄ?i iert» 'r normale M W -reiswen « »«men. Mim wolkengiiie 23 . schen Ent,chließung der ,°zi°ldem°krati,ch«n R-ich-tags- s5.Lat!L?le ön Lmtlion nämlich di- Entlastung der DCTtoc^. cn L-Hr. tz-jchskaNe von den zuständigen Zu,chu„-n an h? 6 9m$e ?,kn, ^n die Reichsanstalt dadurch beseitigt we?d°n. i^tst die % f™ n r H A‘^7 ?r‘ s" 2 r-8 e r f1 e r u " 9 s b « i t r ä 0 6, di- g-g-nnLrtig i « hnJilrrS,6 1 rir 3o. H. betragen, auf 4x>.S). erhöht werden sol. den TBnrton- ft fcfrließt mit len. Dieser Vorschlag Wissells ist bereits im Kabi- t kn?, noch immer nett auf starken Widerstand gestoßen und, wie n h & reV. u« C ^ln\cr / remd - wir hören, hat auch der Reichsfinanzminister Dr. r.ßpn "S g-leI? r.s, ö" H ilfe rd in g sich den Vorschlägen seines foaial- mnXnfn 5>eutf^cn' demokratischen Ärinisterkollegen nicht anschließen SÄ, b ? Seelen dieser Kinder vor einer können. Eine Mehrheit des Kabinetts lehnt jeden- »u bew.ähren, wir wollen beh al- fa(i5 diesen Vorschlag ab und der Wissellsche Ent- toir toaten^nb finfr’ bleiben was wurf ist demnach sang- und klanglos in das Mini- rotr toaten unö ,mt>* fterium zurückgewandert. Forderungen der Neichökolonialtagung. Es ist sehr schwer zu erkennen, auf welcher Bei der eindrucksvollen öffentlichen Kundge- Grundlage sich eine einheitliche Vorlage des Reichs- bung der Reichskolonialtagung in Hannover, bei kabmetts wird gestalten lassen. Selbst wenn aber der der frühere Gouverneur Schnee einen Vor- cin€. solche zustande kommt, sind doch noch große trag hielt, wurde eine Entschließung einstimmig an- parlamentarische Schwierigkeiten zu erwarten. Man genommen, in der die Reichsregierung u. a. aufge- spricht in parlamentarischen Kreisen schon heute fordert wird, mit großer Aufmerksamkeit sowohl S™3 offen davon, das aus der Behandlung des die von der englischen Regierung hinsichtlich des Reform der Arbeitslosenversicherung sich Mandatsgebietes D e u t f ch - O st a f r i k a wie 'ei)v Acht eine ernste K o a l i t i o n s k r i s e und die von der südafrikanischen Regierung Hinsicht- möglicherweise auch eine Kabinettskrise entwickeln lich des Mandatsgebietes S ü d w e st a f r i k a be- ®an3 besonders zwischen der Deutschen triebenen Pläne, die auf eine völlige Ver- Bolkspartei und den Sozialdemokraten sind die s ch m e l z u n g dieser Gebiete mit denen des Memungsgegensatze in dieser Frage nach wie vor Mandatars unter Verletzung der Mandatsbestim- s^ 6wß. mungen abzielen, zu verfolgen und, soweit die « , bemerkenswert ist übrigens in diesem englische Regierung glaubt, für die von ihr ver- Zusammenhang eine Darstellung, die am Sarns- folgten Pläne hinsichtlich Deutsch-Ostafrikas eine em Führer des Allgemeinen Deut- Rechtsgrundlage in den Mandatsbestimmungen Gewerkschaftsbundes und Vorstandsmitglied zu finden, beim Völkerbundsrate eine Revi- ?er Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung Non der mit der Völkerbundssatzung in Wider- "ber die Auffassung der hinter ihm stehenden sprach stehenden Absätze dieser Bestimmungen Ärc,tfe 9ab.; Er befürwortete eine „b o r über- zu beantragen. gehende Erhöhung der Beitrage um 1 Proz., Sn einer weiteren Entschließung heißt es: Die ^^^ell um »/< Proz., und meinte, daß durch Tagung begrüßt lebhaft die von Dr. Schacht in Mcchnahrne Reichshilfe überhaupt nicht Paris erhobene Forderung, daß Deutschland zur Ar höchstens in einem Umfange von 150 bis Erfüllung seiner Verpflichtungen Gelegenheit ge- L?°, Millionen Mark im kommenden Winter in geben werden müsse, sich wieder eine Anspruch genommen werden müßte. Die Reichseigene überseeische R oh st o f f b a f i s bilse hat bekanntlich die Form von D a rl e h e n. zu schaffen, die es mit eigenen Produktions- I Wirklichkeit stellt sie aber selbstverständlich Mitteln, mit eigener Währung und unter eigener Verantwortung entwickeln und ausbauen kann. Die Versammlung erwartet von der Reichsregierung und dem Reichstag, daß sie auf Erfüllung dieser Forderung bestehen. Aman Allah sich nach Rom begeben tolrfc» Rach den letzten Rachrichten wurde vor der Abreise Aman Alla^ der Rest seiner Truppen von Kräften des Königs von Kabul Habib Allah angegriffen. Ein schwerer Kampf entspann sich, der mit der Riederlage der Truppen Aman Allahs endete. Dieser verlieh in der folgenden Rächt Kandahar und flüchtete nach Tfchaman. Es wird angenommen, daß Kandahar eingeäschert werden wird. Die Einwohner räumten die Stadt. Habib Allahs Bruder hat Ghazni auf dem Wege nach Kandahar mit 4000 Mann Truppen eingenommen. Die gesamte Heeresmacht Habib Allahs beträgt 40 000 Mann. Aus aller Well. Schwere Katastrophe bei einem IRoforbergrennen. .Dei dem internationalen Lückendorf-Bergrennen für Motorräder und Automobile, das in Zittau in Anwesenheit von 40 000 Zuschauern stattfand, ereignete sich eine furchtbare Katastrophe. Bei dem letzten Rennen geriet der von dem bekannten Rennfahrer Mahla-Morchenstern gesteuerte und als letzter gestartete Bugatti- Wagen kurz vor der ersten Kurve an der Sohannquelle plötzlich ohne ersichtliche Arsache ins Schleudern, fuhr drei Bäume und einen Telephonmast um und flog sodann im großen Dogen mitten in die Zuschauer- menge. Sm Qlu wälzte sich ein Knäuel von blutüberströmten Menschen am Boden und die gellenden Schreie der Verletzten konnten meilenweit gehört werden. Soweit bis jetzt feststeht, sind zwei Personen getötet, sechs schwer und acht leicht verletzt worden. Der Führer des Anglückswagens hat schwere, doch anscheinend nicht lebensgefährliche Verletzungen davongetragen. höhenwelkrekord des Flugzeugführers Reunhofen. Auf dem Flugplatz der Sunkerswerke erfolgte Sonntagvormittag in der Zeit von 7,39 bis 9,20 Ahr ein entscheidender Angriff auf den Höhenweltrekord ohne Rutzlast, der von dem Amerikaner Champion, durch die Federation Qlero- nautigue Snternationale (F.A.S.) anerkannt, auf 11 700 Meter gehalten wurde. Der Flugzeugführer Willi Reunhofer erreichte mit einem Sunkersflugzeug Typ W 33 eine Höhe von 1 2500 Metern. Die genaue Hohe wird erst auf Grund der plombierten Meßinstrumente von der obersten deutschen Sportbehörde festgestellt. Der Flug Reunhofers erfolgte in planmäßiger Fortsetzung der schon im letzten Sahre begonnenen, mit der gleichen Type gemachten Höhenflüge. Diese Forschungsarbeiten in größter Höhe haben den Zweck, dasVerhalten desMo- tors in der dünnen Atmosphäre und den Einfluß der Temperaturunterschiede von 50 bis 60 Grad Celsius auf die «Steuerung, die Maschinenanlage und die verschiedenen Brennstoffe zu überprüfen. Zur Sicherung gegen das sehr gefährliche Einschlafen beim Aussehen des Sauerstoffgerätes wurde ein An- terbrechungsknopf am Steuerrade angebracht, der, wenn der Führer einschläft, den Motor automa- ttsch ausschaltet und das sehr stabile Flugzeug auf Gleitflug einstellt. Aus Eifersucht. Sn Kaiserslautern ereignete sich eine schwere Bluttat. Der Schießmeister Schönborn versetzte plötzlich einem bei ihm zu Besuch weilenden Ober- lokomottvsührer mehrere Schläge ins Gesicht, worauf er in die Küche stürzte, dort e i n Messer ergriff und mit diesem dem Lokomotivführer mehrere Stiche beibrachte. Der Anglückliche starb kurz darauf. Auch einen herbeigeholten Arzt bedrohte Schönbom mit dem Messer, so daß dieser flüchten mußte. Die Po- zei nahm den Mörder fest. Die Tat soll von Schönbom aus gänzlich unberechtigter Eifersucht begangen worden fein. Oie Wetterlage. Hayor HM '13 20 a iw Sonntaa, 426. Mai 1929r8nmas. 17 Sjstöckh T-y-ADtröMn- ~--- ■Mst-tir*' OWolkenlos.® netter. 3 naiD oedeext ® wolkig, • oedecm »Reget * Sehnet a Graupeln ■ Nebel K Gewitter.(§)windstiiie. seh» (eichtet Ost massiger "SödsOdwesi Q stürmischer «ordwes* Ole Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeinen Stationen stenenden Zarten geben die Temperatur an. Pie Urnen verbinden Orte mit gleichen* auf neeresmveau umgerechneten Luitdruck Wettervoraussage. Die Wetterlage erfährt wenig Aenderung. Da wir mehr unter den Einfluß aus Osten einströmendcr Luftmassen gelangen, ist jedoch nachts mit leichter Abkühlung zu rechnen. Tagsüber bleibt es weiter heiß, und die Neigung zu Gewitterstörungen hält an. Wettervoraussage für Dienstag! Teils heiteres, teils wolkiges Wetter, sehr warm, Neigung zu lokalen Gewitterstörungen. Wettervoraussage für Mittwoch; Wenig Aenderung der Wetterlage. Lufttemperaturen am 26. Mai: mittags 26,5 Grad CelsiuS, abends 20,2 Grad: am 27. Masi morgens 17,7 Grad. — Maximum 27,3 ®raa Minimum 14,6 Grad. — Sonnenscheindauer 131 A Stunden. — Erdtemperaturen in 10 Zen timet« Tiefe: am 26. Mai: abends 28,2 Graku CM 27. Wat» morgens: KL Grad EelftuL. > «CsÄ 'er »K?»: w**? 116 L,lZ'> 13 elt. ^rbngrennen. nnen Astern M. A^ugattj. ^urve an her Etliche Ursache toWunb einen ’^nim gro« L^Houer« ^vvnblut« ntneile^ mS |inb W Ichder und aii 'er des UnglüL. rend nicht leber^ tragen. rer- Jteunf/ofn. ■ätocrfe erfolgte 'N 7,39 bis 9,20 rus den Höhen« ' dem QImetÜa« eberation Oleto« ■) anextannt, auf ^r Ftugzeu«. reichte mit einen ne Höhe bo:. e Hohe wird erf ihinftrumenie von ^hvrde feftgeRent : in plmmähigcr ' Jahre begönne« Machten Höhen« in größter Höhe lten SesMo« nosphäre und raturunter« Trlsius auf die und die verschie« i Zur Sicherung schlafen beim wurde ein lln» e angebracht, der, i Motor automa« stabile Flugzeug sich eine schwere iönforn versetzte weilenden Obes läge U4 De- stürzte, boxt eia tiefem dem Lok« brachte. Der lln« »such einen herbei« lönbom mit dem muhte. Die N )ie lat soll von iberechtigt" ; sein. in 1 «.aq 'S 0 W* Da 6' aen6eSfen'<^ s°° l ra 17 ‘ & @19 » Z". & Vetter, ung^jti^6' ür * Aus der Provinzialhauptstadt. Dießen, den 27. Mai 1929. Provinzialausschuß-Gihung. Der Provinzialausschuh der Provinz Obcrhcffen beschäftigte sich in feiner am Samstag stattge- habten öffentlichen Sitzung mit nachstehenden Der- waltungsstreitsachen: Klage des Wilhelm Rebhuth in Gießen gegen dieStadtGießen wegen Heranziehung zu den S t r a h e n b a u k o st e n der Straße „Hinter den Schiehgärten". Die Stadt Gießen hotte dem Klager eine Anforderung über 1034,64 Mark Strahenkostenbeitrag zugehen lassen, wogegen dieser Klage bei dem Provinzialausschuh erhob mit dem Antrag, Entscheidung dahin au treffen, daß der Strahenbeitrag nach den tatsäch- lichen Aufwendungen berechnet werde. Zur Begründung führte der Kläger aus, daß sein Rechts- vorgönger, ein Herr Holland, die fragliche Straße bereits früher durch Ausfüllungen u. dgl. habe herstellen lassen, und daß er (Kläger) bei dem Erwerb des Anwesens den erhöhten Preis für das Gelände bereits habe zahlen müssen. Der von der Stadt seinerzeit Herrn Holland, der die ganze Geländefläche erworben hatte, gezahlte Betrag für Aufwendungen, sei zu Unrecht geleistet worden. Die beklagte Stadt Gießen, vertreten durch Rechtsanwalt Schneider, beantragte kostenpflichtige 2ll>weisung der Klage, die unbegründet sei, zumal die Heranziehung zu den Straßenbaukosten unter genauester Beachtung der Bestimmungen des Artikel 21 der Allgemeinen Bauordnung erfolgte. Ferner seien nur die tatsächlich auf» gewendeten Kosten auf die Anlieger ausgeschlagen worden. Der Provinzialausschuh wies die Klage als unbegründet zurück und verurteilte den Kläger zu den Kosten des Verfahrens, einschließlich der durch die Vertretung der Beklagten entstandenen Kosten. Der Streitwert wurde auf 1035 Mark festgesetzt. Klage des Bezirksfürsorgeverbands des Kreises Hersfeld gegen den Bezirksfürsorgeverband des Kreises Lauterbach wegen Erstattung von Fürsorgekosten für die Familie des Albert Fehling. Der Kläger behauptete, daß durch den längeren Aufenthalt der Familie Fehling in Schlitz (Kreis Lauterbach), wo diese mit einem Wohnwagen stand und während des strengen Winters eine Rotunterkunft in einem Gebäude in Schlitz erhielt, die entstandenen Fürsorgekosten durch den Bezirksfürsorgeverband Lauterbach zu tragen seien, zumal durch diesen Aufenthalt der gesetzlich vorgeschriebene gewöhnliche Aufent- yalt begründet sei. Die mündliche Verhandlung, zu der außer den Parteien eine Anzahl Zeugen geladen und erschienen waren, lieh jedoch einen anderen Tatbestand erkennen. Der Provinzialausschuh wies die Klage als unbegründet zurück und verurteilte den Bezirksfürsorgeverband Hersfeld in die Kosten des Verfahrens. Gesuch des Peter Schmoll zu Wiesbaden- Bierstadt um Erlaubnis zur Erbauung einer Kadaververwertungsanstalt inHoPf- g art en, Kreis Alsfeld. Der Kreisausschuh des Kreises Schotten hatte die Einwendungen einer Anzahl Kläger gegen die geplante Errichtung einer Kada»erverwertungsanstalt in der Gemarkung Hopfgmkten als unbegründet zurückgewiesen. Hiergegen verfolgten die Beteiligten Berufung an den Provinzialausschuh, und machten nochmals in mündlicher Verhandlung geltend, dah die Bewohner der Gemeinde Hopfgarten durch die entstehenden Gerüche einer Kadaververwertungsanstalt sehr geschädigt und belästigt würden. Die eingeholten Gutachten des Kreisgesundheitsamts, Kreisveterinäramts und Gewerbeaufsichtsamts, sowie die hierzu in der Verhandlung abgegebenen mündlichen Erläuterungen liehen erkennen, dah eine erhebliche Geruchsbelästigung bei einer modernen Anlage, so wie diese errichtet werden soll, keineswegs eintretcn werde. Der Provinzialausschuh erkannte zu Recht, die Berufung unter Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils (Kreisausschuh Schotten) zurückzuweisen und die Kosten des Verfahrens den Berufungsklägern unter solidarischer Haftbarkeit zur Last zu sehen. Der Streitwert wurde auf 20 000 Mk. festgesetzt. Klage des Wilhelm Rahn zu Altenhain gegen den Polizeibefehl des Kreisamts Schot- t e n vom 28. Oanuar 1929 wegen Fällung eines Rutzbcmmes. Dem Kläger war durch Polizeibefehl des Kreisamts Lotten aufgegeben worden, einen verkehrsstörenden Ruhbaum in seiner Hofreite zu entfernen. Gegen Polizeibefehl erhob Rahn Klage, hielt jedoch die zur Einreichung vorgeschriebene Rotfrist von einer Woche nicht ein. Der Provinzialausschuh ließ unterm 6. April 1929 Bescheid ergehen, wonach die Klage kostenpflichtig abgewiesen wurde. 3n der von Rahn beantragten mündlichen Verhandlung nahm dieser die Klage zurück. Bornotizen. — Tageskalender für Montag: D.L.R.G.: Jahreshauptversammlung um 21 Alfjr im Hotel Köhler. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „3n den Alpen", 2. Teil, nebst Beiprogramm. — Stadttheater Gießen. Aus dem Stadt« theaterbureau wird uns geschrieben: Morgen Dienstag, 28. Mai, findet die erste Wiederholung von Slobodas Lustspiel „Am Teetisch" statt. Ein wirk« lich „freundlicher und wohlgelungener Abschluß des Theaterwinters" schreibt die Strilit zur Erstaufführung dieses Lustspiels. Das Stadttheater schließt auch am Freitag, 31. Mai, mit diesem Stück die Winterspielzeit ab. — Am Donnerstag, 30. Mai, wird zum letztenmal, auf besonderen Wunsch „Groß« stadtluft" (Schwank von Blumenthal und Kabel- bürg) im Mittwoch-Abonnement gegeben. Rudolf Goll, dessen Abschiedsvorstellung ausverkauft war, gibt dadurch vielen, die bei seiner Benefizvor« stellung keine Karten mehr bekommen konnten, Gelegenheit, ihn nochmals als Crusius zu sehen. Mit dem 31. Mai scheidet Goll aus dem Ensemble des Stadttheaters Gießen aus. * ** Von der Landes-^lniversi- t ä t. Dr. jur. Karl E n g i s ch , der sich für das Fach der Rechtsphilosophie, des Strafrechts, des Straf- und des Zivilprozchrechts an unserer LIniversität zu habilitieren wünscht, wird Dienstag, 28. Mai, 17 Llhr, im Großen Hörsaal seine öffentliche Probevorlesung halten über das Thema: „Schuld und Gefährlichkeit." ** Sonntagskarten werden bei der Reichsbahn am Donnerstag, 30. Mai, als am Fron- leichnamstag, wie Sonntags ausgegeben. Sie gelten von Mittwoch 12 llfjr bis zum Freitag 9 AIßr. Die Rückreise mutz spätestens bis Freitag 9 Ahr angetreten sein. Eine Schlägerei mit ernsten Folgen ereignete sich in dem Wohnviertel bei der Margarethenhütte in der Rächt zum Sonntag gegen 11 Ahr. Dort kamen zwei Einwohner in heftigen Wortwechsel, in dessen Verlauf schließlich der eine Mann ein Lattenstück ergriff und seinem Gegner damit an den Kopf schlug. Hierbei wurde das linke Auge am Ober- und Unter- Hb sehr schwer verletzt. Der bedauernswerte Mann wurde von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz sofort der Augenklinik zugeführt. Ob das Auge erhalten bleiben kann, war heute vormittag noch ungewiß. ** Tagung des Alice-Frauenver- eins in Dad-Rauheim. Am nächsten Mittwoch hält der Alice-Frauenverein (Hessischer Landes-Frauenverein vom Roten Kreuz) seine 28. ordentliche Mitgliederversammlung in Dad- Rauheim ab. Die Tagesordnung der Versammlung, die vormittags im Kurhaus stattfindet, verzeichnet neben Berichten über die Entwicklung und Tätigkeit des Vereins und seiner Abteilungen, sowie außer der Beratung und Beschlußfassung über vorliegende Anträge einen Vortrag des Chefarztes des Rauheimer Krankenhauses, Dr. Häberlin, über „Leib und Seele in der Klinik". •• Der Sich tvermerk für Auswanderer nach Kanada. Wie uns die hiesige Vertretung der Hamburg-Amerika-Linie, das Reisebureau Loeb, Gießen, mitteilt, wird der Sichtvermerk für Auswanderer nach Kanada unentgeltlich erteilt. Zur Erlangung des Sichtvermerks müssen vorgelegt werden: 1. Ein in Deutschland ausgestellter deutscher Reisepaß, der bei Antritt der Reife nicht älter als ein Jahr fein darf, oder vor höchstens einem Jahre in Deutschland selbst verlängert worden ist. 2. Ein polizeiliches Führungszeugnis. 3. Landwirte benötigen außerdem eine behördlich beglaubigte Bescheinigung über ihre Tätigkeit in der Landwirtschaft. 4. Ehefrauen mit Kindern, die zu ihrem in Kanada bereits ansässigen Mann reifen, benötigen eine Heiratsurkunde, je einen Geburtsschein der Kinder und Briefe ihres Mannes aus Kanada, möglichst mit dem in Kanada abgestempelten Briefumschlag. 5. Alleinreisende junge Leute unter 18 Jahren müssen eine behördlich beglaubigte Bescheinigung beibringen, daß die Eltern bzw. der Vormund mit der Auswanderung einverstanden sind. Richt in Begleitung der Eltern reisende deutsche Mädchen unter 18 Jahren müssen außer dieser schriftlichen Erklärung der Eltern bzw. des Vormunds noch eine Erlaubnisbescheinigung des Vormundschaftsgerichts vor- legen. Auftrieb zum heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 71 Bullen, 279 Ochsen, 597 Kühe, 398 Färsen, 728 Kälber, 13 Schafe, 5262 Schweine. Oer Eniomologen-Kongreß in Gießen. Der dritte lag der 3. Wanderversammlung Deutscher Entomologen brachte folgende wissenschaftliche Dorträge: Prof. Dr. W. I. Schmidt (Gießen): „Submikroskopischer Bau und Färbung des Chitins". Prof. Dr. E. Mar - k e r (Gießen): „Pigmentwanderung im Netzauae von Insekten, hervorgerufen durch ultraviolettes Licht". Dr. h. c. Wasmann (Aachen): „Die Bernstein- paussiden". I. B. Corporaal (Amsterdam): „Demonstration des amerikanischen „Unit"-Systems zur Einrichtung von Jnsektensammlungcn". Oberregierungsrat Dr. C. Börner (Naumburg): „Sind die ANZEIGEN für die Tagesnummer des Gießener Anzeigers werden zweckmäßig am Nachmittag vorher aufgegeben. Nach 9 Uhr vormittags kann die Aufnahme der Anzeigen auch in Ausnahmefällen nicht gewährleistet werden! VERLA6 DES GIESSENER ANZEIGERS Thysanopteren Verwandte der Orthopteren oder Rhynchoten". Dr. F. van Emden (Dresden): „lieber die geographische Verbreitung der Sanbaiiben". I. Hubrich (München): „Bau unb Vorräte ber argentinischen Ernte — Ameisen". H. o o n Oettingen (Grünhos bei Stolzenburg): „Die Rispengrasgallmücke, ein bisher unbekannter Schübling". F. (Stell (München): „lieber mechanische unb thermische Entwicklungsstörungen bei Acheron- tia atropos unb Herse convohmu". Reg.-Rat Dr. Zacher: „lieber bie insektizibe Wirkung der Kup- feroerbinbungen". Auf fast alle Vorträge folgte eine angeregte Aussprache. Aus bem kurzen Geschäftsbericht bes Ständigen Sekretärs erfuhr man bann einige statistische Angaben. Die Mitglieberzahl war im Laust ber Tage auf 231 gestiegen, welche aus 63 Städten zusammengeströmt waren. Im ganzen waren sieben Länder vertreten; der angewandten (Entomologie gehörten 28 Vertreter an. lieber den Sitz der nächsten Tagung konnte noch keine endgültige Entscheidung gefällt werden. Der Verhandlungsbericht wird im Laufe des Jahres erscheinen. Zum Schluß dankte der Vorsitzende der Wander- Dcrfammlung, Prof. Dr. M. D i n g l e r noch einmal den zur Tagung erschienenen Vertretern von Reich, Staat, Staat und Universität, sowie allen er- schienenen Teilnehmern, die durch ihre rege Mitarbeit der hiesigen Tagung zu einem großen Erfolg verhalfen haben, und schloß damit den offiziellen Teil der Tagung. Am Nachmittag sand unter regster Teilnahme eine Besichtigung des Forstinstitutes unter Führung von Prof. Dr. Borgmann statt. Bei dieser Ge- kegenheit wurden von Prof. Dr. Dingtet inter- essante Bilder vom letzten Internationalen Entomologenkongreß, Ithaka, N. P. August 1928 vorgeführt. Der Abend vereinigte noch eine erhebliche Anzahl der Teilnehmer zu einem gemütlichen Zusammensein in der Bergschenke. Evangelisch-Sozialer Kongreß. WSR. Frankfurt a.M,23.Mai. Die Verhandlungen des zweiten und letzten Tages der 36. Sitzung des Evangelisch-Sozialen Kongresses begannen mit einem Vortrag des Vorsitzenden des Holzarbeiterverbandes, Fritz Tarnow, Berlin, über die Berufsethlk des Arbeitnehmers. Rach der Meinung des Redners ist heute nicht mehr, wie in früheren Jahrhunderten, das De- russethos entscheidend von der Religion her bestimmt, weil die breiten Massen der Arbeitnehmer kein unmittelbares Verhältnis zur religiösen Welt mehr hätten. »Ihre persönliche Einstellung zur Arbeit ist daher auch nicht mehr dadurch bedingt, daß sie sie im lutherschen Sinne als ein Gebiet der Gehorsamsübung gegen Gottes Willen betrachten, sondern dadurch, daß ihnen die Arbeit ein Mittel zur Erreichung des Glückes ist. Run vermag aber im Regelsalle die Arbeit selbst ihrer Wesensart nach kein reines Glück zu bieten. Ilm so mehr mutz daher daraus geachtet werden, daß der Arbeitnehmer außerhalb seiner eigentlichen Arbeitszeit Raum für den Genuß des Lebens hat. Denn in Wahrheit kann näch der Meinung des Redners auch in vergangenen Jahrhunderten nicht eigentlich von einem Arbeitsethos, sondern höchstens von einem sozialen Ethos gesprochen werden. Die kapitalistische Wirtschaftsform aber hat mit der alten Beruss- gemeinschast zugleich auch die sozialen Genossenschaften der früheren Berufsstände aufgelöst. Sie hat die persönliche Freiheit des Handelns auf ökonomischem und sozialem Gebiete proklamiert. Damit ist aber die Kraft der Arbeiter zum Wert einer Marktware heruntergesunken. Es hat sich eine proletarische Klasse der Lohnarbeiter gebildet, und aus den sozial-menschlichen Beziehungen der früheren Berufsstände ist ein ökonomisch- sachliches Verhältnis zwischen Käufer und Verkäufer von Arbeitskraft entstanden. Erst dann sei das Problem des Derufsethos für die Arbeitnehmer zu lösen, wenn die Wirtschaft wieder auf ihren natürlichen Sinn zurückgeführt und in ein solches Verhältnis zum gesellschaftlichen Leben gebracht werde, daß nicht mehr die Men- schen um der Wirtschaft, sondern die Wirtschaft um der Mensähen willen da sei." Demgegenüber betonte Verbands - Sekretär Springer, Ludwigsburg, dah die praktisch« evangelische Berufsethik von dem Versuch ausgehen müsse, die ewige göttliche Forderung auf das Wirtschaftsleben anzuwenden. Diese Ethik sei ihrem Wesen nach weder mit dem Glücks-, noch mit dem Erfolgsgedanken verbunden; da nun aber die Wirtschaft im Lause der Jahrzehnte sich zu einer autonomen, absoluten Lebensgröße entwickelt habe, so sei es die Aufgabe des ethischen Menschen, die sittlichen Gebiete mit zähem Willen wieder zurückzuerobern. Die Arbeiterschaft könne für eine sittliche Einstellung zu ihrem Berufe aber nur gewonnen werden, wenn ihr die Freiheit der sittlichen Entscheidung, d. h. die Möglichkeit, der Gemeinschaft zu dienen oder sich ihr zu versagen, gegeben werde. Eben diese Freiheit aber» habe der einzelne Arbeiter heute in vielen Fällen nicht mehr. Es sei daher die Ausgabe der Gewerkschaften, den Arbeitnehmern den notwendigen Spielraum zur Entfaltung ihres freien Willens, ihres Könnens und ihrer Verantwortung zu schaffen, darüber hinaus aber sie in strammer gewerkschaftlicher Zucht zur Derufs- treue auch im Kleinen zu erziehen. So entspräche also die Verantwortung der Arbeiterschaft gegenüber der organisierten Gesellschaft der Verantwortung der Gesellschaft, die dazu verpflichtet fei, der Arbeiterschaft die notwendige Freiheit zur sittlichen Erfüllung ihres Berufslebens zu geben. An die beiden Vorträge schloß sich eine lebhafte Aussprache an. In einem Volksabend im Großen Saal des Saalbaues, der sehr gut besucht war, wies Oberpräsident Dr. Schwander, Kassel, auf die schwierige Aufgabe des Evangelisch-Sozialen Kongresses hin, der sich darum bemühe, die wider- streitenden wirtschaftlichen und sozialen Interessen zu überbrücken. Professor Martin Rade, Marburg, fand herzliche Worte der Erinnerung an Friedrich Raumann, den großen wegweisenden Dorckämpser der christlich-sozialen Arbeit. Stadtrat Ernst May, Frankfurt, hielt dann einen Lichtbildervortrag über moderne Siedlungsformen und die Bemühungen zur äleberwindung des Wohnungselends. Schwerer Motorradunfall bei Homburg WSR. Bad Homburg, 25. Mai. In der vergangenen Rächt gegen 11 Ufjr ist auf der Fahrt von Ufingen nach Hausen ein Homburger Motorradfahrer schwer verunglückt. In der Dunkelheit stieß er in voller Fahrt auf ein mitten auf der Chaussee ohne Aufsicht stehendes Motorrad, dessen Besitzer sich in der Rähe mit einem jungen Mädchen unterhielt. Während sein So- Aius mit leichten Verletzungen davonkam, erlitt Der Motorradfahrer selbst einen schweren Schädelbruch und mußte nach Homburg ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Besitzer des alleinstehenden Motorrades wurde von dem sich überschlagenden Motorrad des Homburger Fahrers so schwer am Dein getroffen, daß er mit einem schweren Beinbruch nach Frankfurt geschafft werden muhte. Kunst und Wissenschaft. Verleihung der Liebig-Denkmünze. Dom Verein Deutscher Chemiker ist dem Professor der organischen Chemie an der Münchener Technischen Hochschule, Geh. Regierungsrat Dr. phil. et med. Hans Fischer die Liebig- Denkmünze für feine meisterhaften Forschungen über Blut- und Gallenfarbstosfe verliehen worden. Durch die Arbeiten von Fischer wurde Licht in die Beziehungen zwischen Blattgrün und Blutfarbstoffen gebracht, und diese Arbeiten wurden dann noch gekrönt durch den künstlichen chemischen Ausbau des Hämins. Geheimrat Fischer, der aus Höchst a. M. gebürtige Chemiker, erhielt 1912 die venia legendi für innere Medizin in München, später ebenda für das Fach der Physiologie und 1915 die Ernennung zum außerordentlichen Professor. 2m Jahre 1916 kam Fischer als Ordinarius für angewandte und medizinische Chemie nach Innsbruck, später nach Wien und Ostern 1921 an die Technische Hochschule in München als Rachfolger von Professor H. Wieland. Berliner Börse. Berlin, 27. Mai. (WTB. Funkspr.) Da weder anregende noch verstimmende Momente vorliegen, hat sich im heutigen Vormittagsverkehr eine ausgesprochene Tendenz noch nicht entwickeln können. Das Geschäft ist' bis jetzt gleich Rull. Es ist mit der Möglichkeit zu rechnen, daß an der Börse noch verschiedene Werte herauskommen werden. Kurse sind noch nicht zu hören. Am Devisenmarkt nennt man London—Kabel 484,97V,; London—Madrid 34,20; London—Berlin 20,35; Kabel—Berlin 4,1945. I ■ In Leistung, Bequemlichkeit und Eleganz die große Klasse, in Preis und Wirtschaftlichkeit der große Schlager! Sechszylindennotor in glatter, leicht zugänglicher Blockkonstruktion, siebenfach gelagerte Kurbel- ö «ja welle, Dreistufenvergaser, Luft-, Brennstoff- und doppeltes öHilter, regelbare Saugrohrheizung, Bosch-Dynamozündung. 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Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß sie •itr der ganzen Linie in die Defensive gedrängt sind, lö -der den liberalen Flugschriften — die man sich pctcr in Deutschland etwas genauer ansehen sollte, rn namentlich die beiden Schriften „Wir können he Arbeitslosigkeit überwinden" und „Lloyd Ge- irfle kann es vollbringen" sind in Inhalt und Fas» unfl Meisterwerke und ein Beweis dafür, mit welch ilisgezeichneter Wirkung trotz sehr bescheidener An- ve ndung parteidemagogischer Mittel eine Sache ver- freien werden kann — noch der arbeiterparteilichen Ausbeutung der nackten Zahlen haben die Konser- rntioen irgend etwas Gleichwertiges entgegenzu- .'Nen. Die Konservativen werden in erster Linie an !cr Arbeitslosigkeit scheitern, die Arbeiterpartei '.'raussichtlich in gleichem Verhältnis gewinnen, während die Liberalen ein gut Teil der möglichen gewinne gerade auf diesem Gebiete nur ihrer eige- ,n Geschicklichkeit zuschreiben dürfen. Neben dieser dies beherrschenden Frage spielen alle anderen Par- sifunftc eine geringere Rolle, um so mehr, als sie iir«kt oder indirekt zu einem erheblichen Teil mit icr Arbeitslosigkeit verknüpft sind. Die Konservativen haben erst in diesen 2(i«cn mit der für die Wirksamkeit unerläßlichen Einfachheit und Kürze ihr Programm dargelegt. :d)t Hauptstück ist der Ausbau desbritischen L c l t r e i ch e s und auf diesem Wege nicht nur Verminderung der Arbeitslosigkeit — durch Abänderung britischer Arbeiter —, sondern allgemeine Riixberung der britischen Wirtschaft. Hier wird der eLanke, der für die künftige Entwicklung der Welt- jolitif so bedeutsam ist, klar herausgearbeitet: erst tes britische Weltreich, dann die Welt im allge- netiten. An sich könnte das selbstverständlich er- Ijeincn, aber bei näherem Zusehen ergibt sich, daß ic Konservativen mit diesem Wort ihre politische glaubenslehre niedergelegt haben. Sie wollen die wirtschaftliche, politische und handelstechnische, Zu- »timennrbeit mit der übrigen Welt, aber der Aus- oit des Weltreichs erscheint ihnen weit wichtiger. Üiesc Einstellung bestimmt das Tempo der konser- ratioen Politik in allen weltwirtschaftlichen und welt- Kliüschen Fragen, und aus ihr ergibt sich folgend); P eine zweite wichtige Erscheinung: die Konser- tetioen werden in dem als von überragender Be- »5 552 Oper und Zeitströmung 2.2 2 5; 5-1 der „Ca- sich hier Problem Von Pietro Mascagni. Der berühmte Komponist valleria Rusticana“ äußert (flp « s 52 cutung erkannten Ausbau des Weltreichs olle ihnen .■eignet erscheinenden Mittel anwenden in Form 13 innerstaatlichen Handelsausgleichs durck) gegen- ctige Darzugsbehandlung und durch Aufrichtung rb Verstärkung der Schutzmauern aller Teile des !c »reiches gegenüber der übrigen Welt. In Süd- Jrcia hoben wir erst türxlid) ein eindrucksvolles Bei- fie=( dieser Grundeinstellung zu verzeichnen gehabt. Pis fid) diese Politik auswirken wird, ist schwer zu :gcn. Es ist nicht ohne weiteres anzunehmen, daß iu einer Drosselung der Absatzmöglichkeiten der itrigen Welt führt, da jede innere Stärkung der tngelnen Glieder des Weltreichs zu einem erheb- dien Teil auch der nichtbritisd;en Welt wieder zu- pta kommen würde. Anders liegen die Dinge in vnplanb selbst, wo die Verstärkung der Schutzzölle pniiittelbare und schwerwiegende Rückwirkungen 5>ic Oper hat ausgespielt, meinen viele Leute: Itoc brauchen eine Musikform, die sich den ver- iwdrrten Lebensbedingungen anpaht und die wach- sseibe Bedeutung der Technik, moderne Ideen, Mankenrichtungen und Wünsche zum Ausdruck Btiitgt. Einige Komponisten glauben all das so- Iflir in Opernform bringen zu können. Das Wesen der Oper ist jedoch höherer Art. Neinals hat sich dramatische Opernkunst so weit ntni-ebrigt — und sie wird sich auch nicht so weit «bicdrigen —. an die Instinkte und Triebe der ? -- Kß ds tts?* HS «0 !» 3 2^o A c-2/ •* 25b o 3 2@ 3» y -rrS K fl Vf dA aii? 0Äy»ga zu dem viel besprochenen der Oper in unserer Gegenwart. (3m Lause meines Lebens habe ich cs auf vier- | opern gebracht. Die vierzehnte wird aber dalhrscheinlich die letzte sein, da ich jedenfalls rreäufig das Komponieren aufgesteckt habe. Nicht, lag mir die musikalischen Einfalle fehlten — ich tecnag nur keinen rechten Grund für die Fo-rt- fitjmng meiner Tätigkeit zu erblicken. Don meinen icenzehn Arbeiten hat nur eine, „Cavalleria Rusti- an a“ Wcltruhm erlangt. Die anderen kennt das ju-blifum kaum dem Damen nach, obwohl nach „einem Geschmack einige von ihnen mindestens imfo gut sind, wie „Cavalleria Rusticana“. Sic Welt scheint sich geändert zu haben, und dc Menschen mit ihr. Die furchtbaren Katastro- Iben des Weltkriegs lenkten die öffentliche Aus. leaksamkeit in andere Dichtungen. Die Oper fcckf)toinbet mit der älteren Generation, die nw Zeit liebt nur leichte Musik. Sic ziemlich allgemeine Interesselosigkeit an Oit er Opernmusik hat ihren guten Grund. Die Lo-cr bietet ernste Freuden, Freuden des Her- ®n s, und heutzutage verbirgt man sein Herz mb vermeidet ängstlich jede Möglichkeit, an das ^0 chandensein Bieter kleinen menschlichen Schwäche einnert zu werden. Man sucht den Dervenkitzel uib nicht den Kunstgenuh. Man stürzt sich in l|Oe, maßlose Vergnügungen und Sensationen, du Nerven und Arbeitskraft zerstören. „Dach uns dr Sintflut!“ ist der allgemeine Wahlspruch: als 0' selbst der Weltuntergang die wahnsinnige 9iet nach billigen Genüssen und allen denkbaren Regungen rechtfertigen könnte! Auch die Musik 'is ton der allgemeinen Sensationslust angesteckt: |b ist deshalb mechanisch-verstandesmäßig ge- ■.tioeben und nicht mehr intuitiv-gefühlsmäßig, :hnm kann sie auch nicht zu Herzen gehen. ."Stil » 5 j p - —2”ZL- ^2^5 2. j&p jo» ■» j to» "5 * 5S-O-L •af §258 S- 5- —-7 2» -Z5Z LZ-- 5r _ ""5 -ss' svLAtzj, 'n SX» -Ä Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) auch für die deutsche Ausfuhrindustrie haben müßte. Der Ausbau des inneren Transportwesens, Eisen- bahnen wie Straßennetz, Rationalisierung des Kohlenbergbaues, Ausbau des Gesundheitswesens durch Beseitigung des Wohnungselends, Verstärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes und Ausbau der Penfions- und Altersversicherung sind weitere wesentliche innerpolitische Programmpunkte. Sie allein aber werden die Wahlen entscheiden, und die außenpolitische Defensivstellung werden die Konservativen mit geringen Verlusten halten können, nadjbem sie in der Flottenabrüstungsfrage und durch die letzte Entwicklung der Pariser Reparationsoerhandlungen so willkommene Unterstützung erhalten haben. Nur die Lölkerbundspolitik wird sie wahrscheinlich einige Stimmen kosten, nachdem Lord Cecil, der als langjähriger englischer Hauptdelegierter mit Autorität sprechen und sich gegenseitig auch auf eine über jeden Zweifel erhabene konservative Einstellung berufen kann, öffentlich feststellte, daß er allen wahren Freunden der Völkerbundsidee nicht empfehlen könne, konservativ zu wählen. Das liberale Wahlprogramm hat nickst nur durch die Arbeitslosenfrage enge Berührungspunkte mit dem konservativen, sondern es ist, was man im einzelnen immer dagegen sagen mag, in dem entscheidenden grundsätzlichen Punkt identisch: die Liberalen sind auch unter Lloyd George unbedingt antisozialistisch und nach der Austragung dieses Wahlkampfes wird diese Tatsache wahrscheinlich auch wieder stärker in den Vordergrund treten. Die wahltaktische Ausbeutung der Arbeitslosigkeit ge- schicht, wie schon betont, auf liberaler Seite mit solcher Ueberlegenheit, daß auch die konservativen Minister in ihren Gegenschriften nichts auszurichten vermögen. Auf diesem Gebiete ist der Kampf für die Konservativen verloren, aber — eine Ironie dieses Wahlkampfes — für die Liberalen nicht gewonnen. Sie kämpfen, und die 2lrbeiterpar- t e i wird ernten. Die Festigung und Stärkung des britischen Weltreichs ist auch das Ziel der Liberalen, aber in ihren Wegen unterscheiden sie sich grundsätzlich von den Konservativen. Sie sind die traditionellen Vorkämpfer des Freihandels und glauben, daß gerade heute zu Beginn des weltwirtschaftlichen Wiederaufbaues nur Freihandel zu jenem Stand allgemeiner Weltwohlfahrt führen kann, der für alle Teile der Welt unerläßlich ist. Sie weisen im einzelnen nach, daß die konservative Behauptung unrichtig ist, wonach alle geschützten britischen Industriezweige prosperieren, während wichtige ungeschützte Teile (Eisen und Stahl, Baumwolle) darniederliegen. Sie glauben aber vor allem, daß die Llufrecksterhaltung des Grundsatzes des Freihandels sck)on deshalb unerläßlich ist, weil nur im scharfen internationalen Wettbewerb — der ja auf vielen Gebieten bereits zu einer weitgehenden Zusammenarbeit geführt hat und weiterhin führen muß — jene Modernisierung und Auffrischung wichtiger britischer Industriezweige erwartet werden kann, ohne die alle Unterstützungen etwa für den Kohlenbergbau Palliativmittel bleiben müssen. Aenderun- gen der Steuerpolitik sind andere zugkräftige Propagandamittel. Hier werden außenpolitische Fragen berührt, da diese Steuererleichterungen in erster Linie durch Einschränkung aller unproduktiven Ausgaben, Verminderung der Rüstungen auf Grund internationaler Abkommen und daneben durch zweckmäßigere Neuverteilung erreicht werden sollen. Auf rein außenpolitischem Gebiet wäre gegen das liberale Programm nicht viel einzuwenden: es tritt für tatkräftige Förderung und Stützung des Völkerbundes ein, allgemeine Abrüstung, Unterzeichnung der Schiedsgerichtsklausel des Hagger Gerichtshofs, Ratifikation des Washingtoner Arbeitszestadkornrnens u.a.m. So sehr alle diese Ziele an sich zu begrüßen sind, so wenig wird man vom deutschen Standpunkt aus übersehen können, daß Lloyd George Englands Vertreter auf der unseligen Friedenskonferenz war, daß die mit überzeugenden Worten vertretene Forderung der Rheinlandräumung nur innerpolitische Taktik ist, und daß die liberalen Taten vor, während und nach Masse zu appellieren oder den Wünschen des Publikums nach grotesker Verzerrung entgegenzukommen. Im Gegenteil, die Oper wendet sich gn das Tiefste und Beste der menschlichen Seite. Glück, Trauer, Leidenschaft, Liebe sollen ihren Widerhall im Menschenherzen finden, hier entfaltet sie die Blüte ihrer Kunst, die nie und nimmer von Gehirnprodukten wie Iazz und Gassenhauer erreicht werden kann. Soll die Oper Gelegenheit haben, ihre eigentliche Bestimmung zu erfüllen, so müßte heute auch für sie ..Deklame“ gemacht werden. Lind wenn man auch die jetzt beliebte marktschreierische Anpreisung grundsätzlich ablehnt, so wäre viel- leicht doch ab und zu ein geschickter Hinweis auf Otzernaufführungen angebracht. Sicher muß die Oper hier mit ganz anderen Mitteln arbeiten als Iazz und Revue. Es gibt heute nicht mehr die kunstbegeisterte Lugend, die auf die leiseste Anregung schwungvoll zeichnet, und keine Direktoren. die freudig und erfolgreich Oper und gute Musik in der ganzen Welt verbreiten und fördern: sie sind alt geworden oder gestorben. Ihre Dachfolger haben keinen Sinn für wahre Musik: es sind Geschäftsleute, deren einziges Ziel es ist, so schnell wie möglich ein Vermögen zir machen. Von diesem Standpunkt aus mag freilich Iazz- und Schlagermusik als Massenware einbringender erscheinen. Trotz alledem wird es sich vielleicht doch bald zeigen, daß die Oper sich noch nicht so überlebt hat, wie manche glauben. Selten in der Geschichte finden wir so viele Musikliebhaber unter den Staatslenkern wie heute. Als glänzendes Beispiel kann Benito Mussolini dienen, der Oper und Musik sehr liebt und jede Gelegenheit benutzt, um durch Wort und Tat wahre Musikkunst zu fördern. Mussolini, auf dessen Freundschaft ich stolz bin, spielt selbst Violine, aber nur für sich allein: so ost ich ihn auch gebeten habe, nie konnte ich ihn dazu bewegen, mich einmal seinem Spiel zuhören zu lassen. Er weicht meiner Bitte stets mit freundlichem Lächeln aus. „Aber was für eine Idee!“, meint er dann, „nein, ich spiele selbst Freunden nichts vor.“ Unter den französischen Staatsmännern haben wir einen Musikfreund in Edouard H e r r i 0 t. Dor einigen Monaten erst unternahm Herriot eine Reise nach Berlin und Wien zu dem einzigen Zweck, Material für sein Buch über Beethoven zu sammeln. Er versäumt keine Gelegenheit, einer guten Opernaufführung beizuwohnen, und hat mich oft gebeten, ein italienisches Gast- spielensemble zur Inszenierung einiger Opern nach Frankreich zu Bringen. dem Kriege in einem schmerzlichen Kontrast zu ihren gutklingenden theoretischen Forderungen standen. Die Arbeiterpartei hat den ungleich leichtesten Stand. Sie weist darauf hin, daß die Arbeitslosigkeit um 100 000 Personen höher ist, als nach dem Abgang der ersten arbeiterparteilichen Regierung. Sie greift mit stärkerer Wirksamkeit als die Liberalen die konservative Innen- und Außenpolitik nahezu auf der ganzen Linie an. Die Notlage im Kohlenbergbau, Nichtratifizierung des Acht- stundenabkommens, Steuererleichterungen für die Industriegruppen, die es nach ihrer Ansicht am wenigen verdienen, sind neben der Arbeitslosigkeit die wichtigsten Punkte. Außenpolitisch fordert die Partei als einzige stärkste 2lktivität im Interesse des internationalen Ausgleichs, der Abrüstung, wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Beseitigung aller Gefahrenherde, namentlich in (Europa. Alles in allem ein Programm, das sich sehen lassen kann, aber den bewußt im Hintergrund gehaltenen Nachteil besitzt, daß es in der Praxis in der Durchführung sozialistischer Lieblingsideen ausmünden müßte. Vorläufig ist die Frontstellung bewußt etwa die, daß die Arbeiterpartei als „Partei des Fortschritts" gegen die Konservativen als „Partei des Rückstands" kämpft. Neben diesen drei Parteien spielen die kleinen Gruppen überhaupt feine ins Gewicht fallende Rolle. Die Arbeiterpartei ist ja, entgegen manchen Voraussagen, geschlossen in diesen Kampf gegangen, und ihr unabhängiger Flügel hat sich damit abge» funden, in einer Reihe von Bezirken Kandidaten nach ihrem Geschmack zu erhalten. Das gleiche gilt von den Liberalen, die Lloyd George folgen, weil sie Parteidisziplin genug besitzen. Die K 0 mmu - n i ft c n haben 30 Kandidaten aufgestellt, gegen 50, die ursprünglich geplant waren, und sie haben alle Aussicht, in allen Fällen durchzufallen. Welch ein Unsinn, angesichts der 5000 eingeschriebenen Mitglieder der Partei und einer Gesamtbewegung, die nicht einmal die Hoffnung hat, sich durchzusetzen, von einer kommunistischen Gefahr in England zu sprechen! Selbst in der Arbeiterpartei heben sich die radikaleren Elemente nur deshalb stärker ab, west das Gros der Partei sich langsam, aber sicher verbürgerlicht. So geht die Entwicklung, nicht umgekehrt. Die engen Berührungspunkte der verschiedenen Parteiprogramme werden verwischt durch die Personen, die sie vortragen. Wenn Baldwin, Lloyd George und Macdonald vor einer Wahlversammlung etwa das gleiche sagen würden, so wäre die Aufnahme doch eine ganz verschiedene. Der hinter dem Programm stehende Mann zählt in England eben immer noch sehr stark mit. Dem personellen Nachwuchs der einzelnen Parteien wird deshalb überall besondere Sorgfalt gewidmet. Keine Partei wird auf längere Sicht durch Programme gewinnen oder sich halten können, sondern die Männer sind es, die vorläufig noch die Schicksale Englands bestimmen. Baldwin, Lloyd George und Macdonald, alle drei sind in ihrer Art zweifellos starke Persönlichkeiten, die auf allerdings ganz verschiedenen Gebieten besondere Qualitäten besitzen. Daher die dem ausländischen Beobachter immer wieder auffallende Erscheinung: jede Partei hat im Grunde zwei Programme: das eine wird von beit Parteihauptquar- tieren ausgearbeitet, das andere durch den Parteiführer selbst verkörpert. Die Wirksamkeit des ersten ist ohne die Ergänzung durch das zweite fast undenkbar. Koloniaisiaai Norwegen. In den letzten Iahren versucht Dorwegen sich die Stützpunkte seines ausgedehnten Walfischsanges in den Polargebieten politisch anzugliedern. Da es sich um fast ganz unbewohnte, von keinem Staate beanspruchte Inseln handelt, geht diese Machterweiterung Dorwegens ohne Schwierigkeiten vor sich. Das bedeutendste norwegische Debenland bildet die Inselgruppe Spitzbergen im Nördlichen Eismeer, deren Kürzlich folgte ich nun der Einladung eines Pariser Impresarios, der mich jahrelang gedrängt hatte und von dem mir alle Freunde nur Gutes erzählten. Als ich mir in Paris den Schaden besah, fand ich heraus, daß der arme Kerl keine Ahnung hatte, was eine Operntournee eigentlich bedeutete! Natürlich ist man kein Impresario, man mag noch so gute Absichten haben, wenn man nicht weiß, wie eine Oper technisch aufzuziehen ist, und wenn man seinen Dirigenten, wie cs mir in Paris geschah, in ein Singspieltheater fuhrt, dessen Chor drei Tage vor der Premiere noch gar nicht weih, was er fingen soll! Da der Chor am Morgen in einer Kirche fang und nachmittags wieder irgendwoanders hinging, blieben täglich nur zwei Stunden zum Proben übrig. Wer könnte unter solchen Bedingungen eine mustergültige Leistung auf die Deine stellen? Im übrigen scheint es mir heute überhaupt zwecklos, nach so hohen Zielen zu streben, denn nur die wenigsten haben wirtliche Freude an einer abgerundeten Aufführung. Hm das Haus mit aufrichtig interessierten Zuschauern zu füllen, mußte ich sie schon alle mit Freikarten beschenken. Ein Geschäftchen liehe sich höchstens dann machen, wenn ich ankünden liehe, dah Pietro Mascagni persönlich mit jedem, der sich meldet, in der Pause fünf Runden boxt. Ich bin kein Feind des Sports und halte ihn im Gegenteil für außerordentlich nützlich zur Dolkserziehung. aber ich fasse ihn als Körperkultur auf und lehne jede nervenkitzelnde Zurschaustellung der Muskelkraft ab. Automobile, Flugzeuge. Rekorde, technische Fortschritte und neue Maschinen inspirieren mich nicht. Eine einzige Erfindung der neuzeitigen Technik erfreut mich: das Radio. Der Rundfunk ermöglicht es Armen und Reichen, Musik zu hören. Auch wenn man kein Geld für ein Billett aufbringt, kann man heute durch den Rundfunk Konzert- und Opernmusik genießen und damit an den höchsten Kulturgütern der Menschheit teilhaben. Die Iazzmusik, die ja leider ebenfalls in die Funkprogramme eingedrungen ist, tötet das letzte Fünkchen Liebe für wahre Musik bei den Zuhörern, das vielleicht noch in ihnen glühte. Cs kann sein, dah der Iazz Sieger bleibt und dah die Oper tatsächlich ausstirbt — aber ich hoffe auf die gesunde Konstitution des menschlichen Geschmacks. Iedenfalls habe ich meine Feder nieöergelcgt und werde, bevor ich meine fünfzehnte Oper schreibe, eine Taube aussenden, um zu erforschen, ob sich die Sintflut verlaufen hat: Montag, 21. Mai 1929 reiche Kohlenselder seit einigen Iahren abgebaut werden, wodurch auch die Ansiedlung der etwa 1500 Einwohner bedingt ist. Spitzbergen und die in der Nähe sich befindliche Bären- und Hoffnungsinfel wurden 1920 von Nor- .norr- nungs-J. •K0L0NIALST4AT»l NORWEGEN. L ~~ Norwegen und ■■ seine Kolonien wegen annektiert und 1925 offiziell in Besitz genommen. November 1928 wurde die D 0 uvet - i n s e l als Stützpunkt der norwegischen Wal- sischfischerei in den Südpolarge wässern als zu Norwegen gehörig erklärt. Die letzte Besitzergreifung Norwegens bezieht sich auf die Insel Ian Mayen im nördlichen Teil des Atlantischen Ozeans. Die Insel, wo Norwegen seit 1921 eine meteorologische Station unterhält, wurde am 8. Mai 1929 dem norwegischen Staat einverleibt. Der gesamte Kolonialbesitz Norwegens umfaßt gegenwärtig 64 000 Quadratkilometer mit 1500 Einwohnern. Genossenfchafisiagung in Biedenkopf. Der Verband der Hessischen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften hielt den diesjährigen Derbandstag am Freitag und Samstag in Biedenkopf ab. Weit über 100 Vertreter von den 21 Genossenschaften des Verbandes waren erschienen. Zugleich war es der Dolksbank Biedenkopf vergönnt, mit der Tagung des Verbandes die Feier ihres 65jährigen Bestehens zu verbinden. Die Tagung am Freitag, die sich bis in die späten Nachmittagsstunden ausdehnte, nahm den Bericht des Verbandsrevisors über die vorgenommenen Revisionen entgegen und erledigte weitere interne Angelegenheiten. Die Wahl des Stellvertreters des Verbandsdirektors fiel, nach dem Vorschlag der Verbandsleitung, auf Rechtsanwalt und Notar Stahl (Bad-Nauheim), den Syndikus der Industrie- und Handelskammer Friedberg. Am Abend folgten die Gäste einer Einladung der Iubiläumsbank in den Saalbau Zühl zu einer durch Musik- und Gesangsvorträge verschönten Feier, die allen Teilnehmern Bei geselligem Gedankenaustausch freundliche Stunden der Erholung Bot. Oie Haupiverhandlung sand am Samstag statt. Von oberhessischen Kreditgenossenschaften bemerkten wir Vertreter der Verbände von Alsfeld. Bad-Nauheim. Büdingen. Butzbach, Friedberg. Gießen (Handels- und Gewerbebank), Grünberg und Lauterbach. Dach Erledigung der üblichen Formalitäten und der De- grühung der Ehrengäste sowie nach einer Ehrung hervorragender, im Iahre 1928 verstorbener Gründ ich werde warten, bis der Friedensbote mit dem Olivenzweig zurückkehrt. Vor -em Haus. Von Dorothea Hofer-Oernt-urg. Brigitte langmeilt sich. Jetzt hat sie schon lange dagesessen, hat die Zeitung in der Hand gehalten und jedes Bild genau und deutlich besehen. Sie hat es nicht aus den Augen gelassen und doch ist nicht das geringste geschehen. So ist z. B. die schöne Dame, die da mit einem Fuß auf dem Trittbrett des Autos steht, sich umschaut und sie anlächelt, in der ganzen Zeit nicht eingestiegen. Das ist doch sonderbar — wie? Wann wird sie es denn endlich tun? Brigitte kann und mag es nicht abwarten. Sie geht ein Weilchen vor bas Haus und schaut. Dort braucht sie nicht lange zu warten, daß etwas geschieht. Die meisten Dinge bewegen sich und kommen weiter. Brigitte steht und guckt. Der alte Großvater von nebenan fährt schon wieder mit einem ganz neuen Enkelkind im Korbwagen die Straße auf und ab. Er hat die Pfeife im Mund und ist so zufrieden in seiner gelben Jacke hinter dem weißen Bart und den weißen Augenbrauen. Auf einmal kommt Fredi daher. Fredi, der immer so ein bißchen fahl und vertrocknet aussieht, wie ein kleiner Kuchen, den man zu lange ausbe- chahrt hat. Brigitte sieht ihn an und findet ihn auf irgendeine Weise neu und auffallend. Er guckt so aufmerksam und so angestrengt — zugleich so stolz, ganz unten in dem Straßengraben. — Richtig! Er ist ja nicht allein. „Fredi is init’n kleines Seilchen an’n kleines Hündchen angebunden", registriert Brigitte bei sich ihre Beobachtung. Das kleine Hündchen schnüffelt mit naßkalter Nase an Brigittes Beinen, macht einen Sprung nach rückwärts und wandert weiter. Es ist weiß, braun und schwarz, mit langen Ohren, von denen es eines kokett umgeklappt trägt. Es ist ganz und gar aus Resten zusammengesetzt. Aus dem Ausver- kauf für kleine Hunde stammt cs. Es wackelt hierhin und dorthin und sieht im Gegensatz zu Fredi äußerst unbekümmert aus. Fredi hält sich angestrengt daran fest. Stolz gehen sie vorbei. Er ist wirklich mit'n kleines Seilchen an’n kleines Hündchen angebunden. Um diese merkwürdige Tatsache irgend jemand Vertrauenswürdigem mitzuteilen, spaziert Brigitte zurück ins Haus. nossenschaftler, u. a. deS 2. Vorsitzenden, Iustiz- ratS Dr. Weis; (Kassel), und des Geh. 3u[ty- rats Dr. Alberti (Wiesbaden) erstattete Qxr» bandsdirektor Letschert den Bericht über das verflossene Geschäftsjahr, besprach die heutige Lage mit ihrer scharfen Geld- und Kreditkrisis und daS vollständig unbegründete Mißtrauen gegen die Stabilität unser e r W ä h r u n g, die trotz der geldlichen Lage deS Reichs, trotz passiver Handels- und Zahlungsbilanz, trotz der Erwerbslosenfürsorgefrage und trotz herabgesetzter Bautätigkeit unter allen Umständen von der ReichSbank aufrechterhaltcn werde. Er erkannte dabei ausdrücklich die schwere Rotlage der Landwirtschaft an, die von ihr übernommene Zinslast zum Zwecke der Aufrechterhaltung der Betriebe und daS starke Mihverhält- nis der Preise der landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu denen der Industrie. Der Redner forderte eine Steuersenkung und eine Minderung demoralisierender unwirtschaftlicher L a st e n, Sparsamkeit auf allen Gebieten des privaten und staatlichen Lebens. Wir ständen in Deutschland jedoch infolge der Krediteinschränkungen der Reichsbank nicht in einer neuen Inflation, sondern in einer Deflation. Krcditeinschränkung sei die Devise und ein Hauptgrundsatz der Genossenschaften, als ein ArrSfluß des Selbsterhaltungstriebes, sei der, das; Liquidität vor Rentabilität gehe. Verzinsliche Wertpapiere seien zur Zeit nur mit Verlust verkäuflich. Geschäfte ohne genossenschaftliche Ziele seien verwerflich. Fehlschläge dürften nicht beschönigt, keinesfalls aber auch verallgemeinert werden. Die Genossenschaften umfaßten alle Berufe und Erwerbsstände, in erster Linie den Mittelstand. Genossenschaftsanwalt Prof. D r. Stein behandelte sodann von hoher Warte das Thema: Die Reparation als das deutsche wirtschastsproblem. Wenn es auch noch mehr Probleme gebe — z. D. die Fundierung aller öffentlichen Ausgaben, die Gesundung unserer Landwirtschaft — so sei doch die Liquidation des Krieges das Weltwirtschafts- Problem. Das Diktat von Versailles arbeite mit wirtschaftlichen und finanziellen Problemen: auch mit solchen könne man töten. Die Machtlagerung in Europa habe eine Llrnwälzung, die Wellst r m m u n g zu unseren Gunsten keine Besserung erfahren, die angelsächsische Presse „schweige uns tot". Die Allierten dächten nicht an die Aendcrung des Versailler Diktats. Poin- carö sei kein SonntagspredigerI Seine Forderungen seien enorm und hierbei seien auch die privaten amerikanischen Forderungen aufS stärkste beteiligt. Kein Mensch könne die Auswirkungen eines etwaigen Kompromisses in Paris voraussehen. Abdrosselung aller Ausgaben, auch der des Reichs, sei erforderlich. „2m Volksgenossen müssen wir den Mitarbeiter im Sparen finden." Eine Inflation werde nicht wiederkommen. Es sei verwerflich, mit dem Gerede von ihr andere zu beunruhigen. Rach zwei weiteren Vorträgen juristischer und gesetzlicher Ratur, dem deS 2. Derbandsvorsitzen- den 0tabt, Bad-Rauheim, über „Erfah- rungenbeiZwangsver st eigerungen, Konkursen und Vergleichen" und das von den Genossenschaften einzuschlagende Verhalten in solchen Fällen, in denen zu bedenken ist, daß der Fall des einen Schuldners auch fast stets den Fall des anderen zur Folge hat, sowie nach dem sachkundigen Vortrag des Handwerkskammersyndikus Dr. Hartmann, Kassel, über „Die wichtigsten Bestimmungen aus der Handwcrkergcsetzgebun g", vereinigten sich die Teilnehmer der Tagung, als deren nächstjähriger Ort Homberg an der Efze bestimmt wurde, noch bei einem einfachen Mittagsmahle im Waldhotel „Tannhäuser". Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. ______________________ 6. Fortsetzung. Tiefhängende graue Wolken zogen an diesem Abend über Rcutzork, träge fiel der Regen und machte die von sausenden Autopneus geglättete Straße zu einem blanken Spiegel. Gin riesiger roter Baldachin spannte sich über die Straße vor dem Eingang der Metropolitan- Opera, wo sich eine dreifache Wagenreihe zitternd und stampfend staute. Die „upper five hundred“ von ganz Amerika gaben sich heute abend hier ein Rendezvous. Eilfertige Kameraleute filmten die Ankommenden, grelles Iupitcrlicht schnitt wie Messer in die Augen, eilige Worte wurden in ein Megaphon gesprochen. Was einen Ramen im Reich des Dollar hatte, versammelte sich heute abend zu einer glänzenden Parade, um zu sehen und gesehen zu werden. Man ehrte an diesem Abend Richard Wagner. Der Amerikaner liebt Wagnerschc Musik mit ihren oft lauten klanglichen Effekten. Eintrittskarten wurden von Händlern noch im letzten Augenblick zu Schwindelpreisen losgeschlagen, Zeitungsjungen bellten den Ramen ihrer Blätter heiser in die regenfeuchte Luft. llcbcrall kochte, dampfte, brodelte Reuhork wie ein Riesenkessel. Lichtreklamen flammten auf und tauchten die Straßen in Tageshcllc, am Himmel brummten Flugzeuge mit beleuchteten Inschriften, Auto- hupcn riefen unaufhörlich, dazwischen donnerten die Wagen der Hochbahnzüge regelmäßig über die eisernen Viadukte, die sich wie vieldeutige Ungeheuer über die Straßenzüye spannten. Unaufhörlich stampften Motore ihre aufreizenden Rhythmen in die Luft. Reuhork lebte und fieberte! In dein vornehmsten Theater der Riesenstadt sahen diejenigen, die die Welt „die Glücklichen" nannte. Der Ring des ersten Ranges, der sich in voluminösem Bogen über dem Parkett wölbte, trug wohl die kostbarste Last, die jemals ein Theaterrang getragen hatte. Die einzelnen Logen, die sich wie kleine Schwalbennester dem Rang anschlosscn, glichen kleinen Iuwelenkästcn. Hier saßen die Mächtigsten des Landes, die die Welt von ihren Bureaus aus regierten, die ihre Arme über Ozeane reckten, die ihre Truppen überall hin verschickten. ilnh diese Truppen in Form von blanken Deilarstücken kämpften für ihre Herren. elllauf um Lllmor. Roman von Genta Recket. Copyright bei Greiner & Co., Berlin NW 6. Nachdruck verboten. VII. Laninvirtschastliche GeuoffeuschastÄaguugeu in Damfladi. Generalversammlung der Landesgenossenschastsbank. WSR. Darmstadt, 24. Mai. Die diesjährige Tagung der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften begann heute mit der 16. ordentlichen Generalversammlung der Landesgenossenschaftsbank im überfüllten Saalbau. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Altbürgermeister Molkeretdirektor Schmidt, Echzell, begrüßte die 669 stimmberechtigten und die zahlreichen übrigen Genos- senschoftsvertreter, insbesondere die Ehrengäste Ministerialrat Bauer vom Ministerium für Arbeit und Wirtschaft, 2lbteilung Landwirtschaft, die Vertreter der Preußenkasse Frankfurt a.M, der Reichsbank, den Präsidenten der Landwirt- schaftskammer Hensel, deren Generaldirektor Dr. Hamann, Derbandsdirektor Berg usw. Er gedachte sodann des wegen seines Gesundheitszustandes ausgeschiedenen Vorstandsinitglie- dcs Direktor Mager, dem er für seine langjährige verdienstvolle Tätigkeit Dank aussprach. Für den verhinderten Wirtschastsminister K o - rell überbrachte Ministerialrat Bauer dessen Glückwünsche. Zu dem Bericht über das 16. Geschäftsjahr gab Direktor Rahnemann noch einige Einzelheiten. Am Tage der Generalversammlung gehören der Landesgenossenschaftsbank 495 Mitglieder mit 656 Geschäftsanteilen, 2 568 000 Mk. Geschäftsguthaben und 25 680 000 Mk. Gesamthaftssumme an. Davon entfallen auf Oberhessen 180 Mitglieder, auf Starkenburg 165 und auf Rheinhessen 150. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Umsatz um 52 Millionen auf 888 Mill. Mk. erhöht, die Aktiva um 697 000 auf 14,314 Mill. Mark. Der in Anspruch genommene Kredit einschließlich Wechselvcrbindlich- keiten hat sich dagegen um 760 000 auf 18,214 Mill. Mk. verringert. Derwaltungskosten und Erträgnisse an Zinsen und Provisionen sind gegenüber dem Vorjahr fast unverändert. Am 1. Januar 1929 waren den angcschlossenen Genossenschaften m. b. H. rund 69 000 Mitglieder zugehörig. welche 69 Mill. Mk. Haftsumme übernommen haben. 37 Genossenschaften mit unbeschränkter Haftung hatten 4764 Mitglieder. Gegenüber dem Vorjahr ist eine Mitgliedersteigerung von rund 900 zu verzeichnen. Aus dem Reingewinn sollen 36 045 Mk. den Reserven überwiesen und 144 180 Mk. zur Ausschüttung einer 6prozentigen Dividende auf das Ende 1927 eingezahlte Geschästsguthaben verwendet werden. In diesem Falle betragen die Reserven zusammen 804 414 Mk., davon Reservefonds 380 112 Mk., Detriebsrücklage 380 113 Mk., Rückstellungen 44 189 Mark. Der LImsatz im neuen Jahre sei erfolgversprechend und betrage bis Mai 323 Mill. Mk. (i. Dj. 311 Mill. Mk.). Derbandsdirektor Berg erstattete sodann ausführlich Bericht über die gesetzlichen Revisionen der Dank und fand den lebhaften Beifall der Dersammlung. In seinem Gesamtergebnis kam er zu der Auffassung, daß angesichts der Restriktionen der Reichsbank und der Preußenkasse und der dadurch notwendig werdenden stärkeren Rückzahlungsverpflichtungen der Zentralbank der Fluß der Einnahmen geringer werden würde. Rotwcndig sei eine Einschränkung der Linkosten, besonders der persönlichen, Prüfung der Möglichkeit, auf die Einlagen der Mitglieder eine Dividende auszuschütten, 2Ibschrcibungen von 200 bis 250 000 Mk. zweifelhafter Forderungen auf die Reserven des laufenden Geschäftsjahres, wobei allerdings möglich sei, gewisse Beträge her- einzuholcn, Beschränkung deS Geschäftsbetriebes allein auf die angeschlossenen Genossenschaften, sowie schließlich Rationalisierung im Zentralbankgeschäft. Rach sehr angeregter Aussprache wurde die Iahresrechnung nebst Bilanz einstimmig genehmigt unter Abschreibung des Betrages von 200 000 bis 250 000 Mk. dubioser Forderungen an den Reserven des laufenden Icchres. Die Ausschüttung einer Dividende von 6 Prozent fand keinen Widerspruch. Lieber die Entlastung des Dorstandes und Aufsichtsrats entspann sich eine sehr lebhafte Debatte. Gegen wenige Stimmen wurde dann die Entlastung erteilt. In den A u f s i ch t s r a t wurden Strub (Rier- stein), Göttmann (Höchst i. O.) und Schmidt (Echzell, Oberhessen) wiedergewählt. Einstimmig wurden dann Satzungsänderungen beschlossen, nach denen der Vorstand sich aus zwei vom Aufsichtsrat zu bestellenden gefchäftsfichrenden Direktoren und vier von der Generalversammlung zu wählenden ehrenamtlichen Vorstandsmitgliedern zusammensetzt. Ein ehrenamtliches Mitglied soll von der Zentralgenossen- schaft nominiert werden. Zu ehrenamtlichen Mitgliedern wurden einstimmig gewählt: Direktor Strasburger (Zentralgenossenschaft), Maus (Griesheim bei Darmstadt), Enders (Weisenau) und nach langen Verhandlungen unter den oberhessischen Vertretern Seum (Ridda) durch das Loö. Als Höch st grenze für Kreditgewährungen wurde ein Petrag von 5 Mill. Mk. festgesetzt. Landwirischastliche Zentralgcnoffenschast. Am Rachmittag fand die Generalversammlung der landwirtschaftlichen Zentralgenossenschaft statt, deren Geschäftsbericht wir im wesentlichen vor einigen Tagen veröffentlicht haben. Verbandsdirektor Berg erstattete ben Geschäftsbericht und gab eine Erläuterung über das Ergebnis der gesetzlichen Verwaltungsrevision. Direktor Strasburger referierte eingehend über wichtige Tagesfragen im genossenschaftlichen Warenverkehr. Er behandelte namentlich die Frage des Saatkartoffelbezuges aus Rorddeutschland, der Düngemittelversorgung, bei denen voraussichtlich keine Preisermäßigung zu erwarten sei, und die künftige Gestaltung des Getreidemarktes in Deutschland. Er wies dabei auf die Bestrebungen bei der Schaffung einer Ausgleichsgebühr für ausländisches Getreide hin. Ohne Aussprache wurden schließlich Geschäftsbericht, Iahresrechnung und Bilanz genehmigt und Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. An Stelle des verstorbenen Vorstandsmitgliedes Bürgermeister Keim (Monsheim) wurde einstimmig Oekonomierat Dettweiler (Laubenheim) gewählt. Die durch Ablauf der Wahlperiode ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Jäger (Ober-Hörgern), Kopp (Reinheim), K e i p p (Wallenrod) und Gutsbesitzer Beyer (Bechtheim) wurden einstimmig wiedergewählt und neu hinzugewählt Gutsbesitzer ßatoall (Erbesbüdesheim). Rach Erledigung verschiedener kleiner Anfragen und Wünsche aus den Kreisen der Dersammlung wurden die Verhandlungen geschlossen. Daten für Montag, 27. Mai. Sonnenaufgang 3.53 Uhr, Sonnenuntergang 20 Uhr. — Monduntergang 6.16 Uhr. 1564: Johannes Calvin in Genf gestorben (geboren 1509); 1676: der Liederdichter Paul Gerhardt in Lübben gestorben (geboren 1607); 1840: der Gei- Sie schlugen Holz in den endlosen Wäldern Kanadas, zogen als Herden von Büffeln über die Steppen Südamerikas, schürften Gold in Klondike, oder gruben nach Silber im Llral, bohrten Petroleum oder verwandelten sich am laufenden Band in Automobile, kauften Weizen in Rußland, hämmerten Stahl in Europa, sammelten Diamanten in Südafrika. Lind immer wieder warfen sich diese tapferen Truppen in den aufreibenden Kampf, immer wieder, ohne sich Ruhe zu gönnen, wurden sie von unerbittlicher Hand rund um den Erdball gejagt. Manche kehrten nicht wieder zurück aus der Schlacht, manche wurden verwundet, die meisten aber kamen heim als Sieger, verdoppelt, verzehnfacht — vertausendfacht! Rur selten fanden die Dollarfürsten Zeit, einen Abend sich von ihren Geschäften frei zu machen und auszugehen, und wenn sie es taten, dann faßten sie dies nicht etwa als ein Dergnügen auf, sondern als Frage des Prestiges, man gehörte eben dazu, man wollte so eingeschätzt werden. Während die Wellen der Musik sie umspülten, | saßen sie ungerührt wie ein Fels in der Brandung, und das Gehirn rechnete mechanisch mit Dollars und achtete nicht auf seine Umgebung, aber auf allen Gesichtern stand dasselbe eingefrorene Lächeln, das den Menschen von seinem Mitmenschen abschlieht und ihn in einen undurchdringlichen Panzer hüllt. Das Schwarz der Fracks bildete einen stilvollen Rahmen zu den schimmernden Seidentoiletten der Frauen, diesen wahren Gedichten der Pariser haute couture die extra für diesen Abend angefertigt worden waren. Wochenlang vorher hatten Modejournale und Zeitungen in spaltenlangen Berichten beschrieben. welche Kleider an diesem Abend getragen wurden, und die Frauen und Töchter der Dvllar- fürsten nahmen chre Modesachen genau so wichtig wie chre (Satten und Brüder ihre geschäftlichen Angelegenheiten. Der alte Mac Hall, der Stahlkönig, dessen Stahl und Eisen in unübersehbaren Eisenbahnschienen sich wie ein Reh über die ganze Welt spannte, war mit seiner einzigen Tochter Maud da. die in ihrem altgoldenen Stilkleid mit echten Spitzen und einem passenden Goldkäppchen mit halblangem Schleier, wie ein Gemälde von Delasquez wirkte. Da waren die Smiths, deren gewaltige Flotte die Handelsflagge des Hauses bis in die entferntesten Erdterle trug, die Stones, die ihr Milliardenvermögen in ihren Standardwaren- Häusern in Zehn- und Fünfcentstücken berbienten, der alte Wight, von dessen grandiosen Dörsen- coups ganz Wallstreet sprach, und Holger Droth- well, der Sohn des Autokönigs, der sich vor einem Monat mit einer schwedischen Prinzessin verheiratet hatte. Da waren noch viele, deren Ramen man mit Ehrfurcht nannte. Die Köpfe wandten sich nach den Logen der Film- und Bühnenstars, erhaschten einen Moment lang das Gesicht Charlie Chaplins, der im Frack sonderbar fremd und doch unendlich vertraut aussah, freuten sich an der rassigen Schönheit Dolores del RioS und begrüßten mit leisem Ricken das Licblingsfilmkind Mary Pickford, wmztg klein und zerbrechlich an der Seite ihres schönen Gatten Fairbanks. Da war Al Johnson, der Iazzsänger, Ethel Randor, die Düse Amerikas, deren dunkle Altstimme selbst die eingetrocknetsten Börsenftihen zu Tränen rühren konnte, da war der berühmte Rechtsanwalt B., der den Ehescheidungsprozeß der jungen Danderbildts geführt hatte, und wie sie alle hießen. Sie alle saßen an der Seite ihrer Frauen, Töchter und Söhne, und dachten nicht mehr daran, daß ihre Eltern und Großeltern vielleicht irgendwo im alten Europa saßen und den Be- gnff Milliarde nur vom Hörensagen kannten. Der kleine schwarze Dirigent schüttelte die Hände wie in wilder Ekstase, das Orchester brauste auf in wundervollem Finale und schloß mit einem langgezogenen, süßen Ton. Licht flammte auf, verfing sich tausendfach an sprühenden und glitzernden Edelsteinen. In einer kleinen Loge saß in einem tadellos gearbeiteten Frack ein junger Mann. Keiner kannte ihn. Man wandte den Kopf gleichgültig fort. Was ging einen der Fremde an? Rur einer betrachtete diesen jungen Mann im Frack sehr genau, er ließ ihn nicht einen Moment aus den Olugen, und im Laufe des Abends verklärte sich das Gesicht dieses einen zu einem wohlgefälligen Grinsen. Smith, der Reporter Jules Smith. in seinem schlecht sitzenden Frack mit dem zerknitterten Kragen war der Einzige, der an diesem Abend wußte, wer der freinde junge Mann in der Loge war, aber er verriet es keinem Menschen, er wollte den Triumph ganz alleine auskosten. Der kleine Smith rollte das Programmheft zu einer Röhre zusammen und schielte mit listigen Augen zu der Loge hinauf, ganz leise, so daß es niemand hören konnte, flüsterte er: „Ausgespielt Mac Stanley, total ausgespielt, und in weniger als zehn Tagen!" Ganz langsam, als ob sie Blei in den Knochen hätte, erhob sich Ellinor in ihrer Loge. Der steife Kragen des Frackhemdes drückte sie, doch ihrem marmorblassen Gesicht sah man keine Regung an. Run war alles zu Ende, George liebte sie nicht. George hatte sie nicht verstanden, er hatte ihren Kuß als ein kleines, genkunstler Niccolo Paganlnl in Nizza gestorben (geboren 1782); 1910: der Bakteriologe Robert Koch In Baden-Baden gestorben (geboren 1843). Daten für Dienstag, 28. Mai. Sonnenaufgang 3,53 Llhr, Sonnenuntergang 20,2 Llhr. — Mondaufgang 0,0 Llhr, Monduntergang 7,18 Llhr. 1759: der englische Staatsmann William Pitt der Jüngere in Hayes geboren; — 1779: der Dichter Thomas Moore in Dublin geboren. Oberheffen. Oer Voranschlag des Kreises Alsfeld. CO Alsfeld, 25.Mai. In der unter dem Borsitz von Kreisdirektor Dr. SNrmmler abgehaltenen Kreistagssitzung wurde der Boranschlag des Kreises Alsfeld für bas Rechnungsjahr 1929 verabschiedet. Er wurde ohne nennenswerte Abänderung in der vom Kreisaus- schuß durchberatenen Form angenommen. An dem baren Betriebskapital wurden 5000 Mark abge- strichen und dieses auf 10 000 Mark festgesetzt. Der Boranschlag schließt in der Betrievsrechnung mit 349 080 Mk. in Einnahme und Ausgabe ab. Die Kreisumlagen wurden gemäß dem vor- hin erwähnten Abstrich von 5000 Mk. von 160 000 Mark auf 155 000 Mark festgesetzt. Die Ansätze in den einzelnen Kapiteln weisen im Vergleich zum vorjährigen Boranschlage keine wesentlichen Abwei- chungen auf. Der Voranschlag des Kreiskran- kenhaufes beträgt in Einnahme 23 700 Mark, in Ausgabe 34 200 Mark. Die Mehrausgabe von 10 500 Mark, im Vorjahr 8700 Mark, trägt der Kreis. An Kapitalaufnahme zur Leistung des Zuschusses an den Unternehmer P. Schmoll in Bierstadt zum Bau und Betrieb einer Kadauer-Derwertungsan st alt sind 25 000 Mk. im Voranschlag vorgesehen. Die Erbauung dieser Anstalt soll im Laufe dieses Jahres erfolgen. Landkreis Gießen. X Klein-Linden, 27. Mai. Gestern gegen 18 Llhr ereignete sich in der unteren Frankfurter Straße ein Motorradunfall, der leicbt sehr ernste Folgen hätte haben können. Der Führer eines aus der Richtung Frankfurt nach Gießen fahrenden Motorrades, das mit Beiwagen versehen und mit 3 Personen besetzt war, verlor aus bis jetzt noch unbekannter Llrsache die Gewalt über das Fahrzeug, welches rechts auf den Weg für Fußgänger rannte. Ein in diesem Augenblick aus dem Hofe des Phil. Bernhard kommendes Ehepaar mit Kinderwagen geriet hierbei in große Gefahr, da das Motorrad direkt auf die Leute zurannte. Rur der Llrnstand, daß die Maschine durch einen Haufen Sand etwas auf gehalten wurde, verhinderte das Lieberfahren der Familie. Der Mann wurde jedoch von dem Rade angerannt und verletzt, so daß seine LlebersüH- rung in die Chirurgische Klinik nötig wurde. Die übrigen Familienmitglieder und die Radfahrer kamen mit dem Schrecken davon. tz> Aus demDuseckerTal, 25. Mai. Dos am Donnerstagnachmittag hier niebergegangenc schwere Hagelwetter hat erfreulicherweise nicht den anfangs befürchteten Schaden angerich- tet. Wenn auch in den Gärten die jungen Pflanz zen und Blumenbeete sichtbare Spuren der ans sie niedergerasselten Hagelkörner auf weisen, so hat glücklicherweise der in diesem Jahre überaus reiche Dlütenbehang der Obstbäume das Lin- Wetter glücklich überstanden. Es bleiben darum nicht nur die Aussichten auf eine gute Obsternte weiter bestehen, sondern auch der Ertrag der Heuernte und die Entwicklung der Feld- gewächse dürften durch die ergiebigen Regenfäll« günstig beeinflußt werden. Kreis Friedberg. WSR. D a d - R a u h e i m, 26. Mai. Am Frei - tagnachmittag ereignete sich auf der Frankfurter Landstraße in der Rähe der Schwalheimer Otharn üf an teS Abenteuer hkngenommen, vielleicht ein pikantes Abenteuer, aber irgendeine banale Sache, die man schnell vergißt. Roch heute abend hatte sie an ihn gealaubk, auch als Chung Li ohne eine Botschaft für fic zurückgekommen war. George konnte zu dieser Stunde vielleicht irgendwie verhindert gewesen fein, vielleicht hatte ihn irgend etwas ganz Dringendes aufgchalte«, eine Verkehrsstockung, oder sonst irgend etwas und sie hatte Chung extra befohlen, nicht lanjc zu warten. Tausend Gründe hatte sie sich aus- gedacht, tausend Gründe für möglich gehalten. Solange sie nicht wußte, hatte sie geglaubt hatte sie sich mit dieser unendlichen Seligke I eines liebenden Menschen an das Llnwahrschei»- lichste geklammert, aber gegen Tatsachen konnte sie nicht an. Ihre eigenen Augen betrogen sie nicht, uni wenn sich das Herz auch tausendmal sagte: es kann ja nicht wahr sein, so ließen sich die Auge» nicht belügen. Da drüben im Rang saß George und nebc» ihm eine schöne dunkle 5rau in einem prach- vollen Hermelincape. Lind George hatte sich M dieser Frau geneigt und sprach hastig auf R ein und bann lachten die beiden. Jawohl, sie lachten. Sie lachten gewiß Üb« die Frau, die sich aus irgendeinem SensationS' gefühl heraus zur Reklamepuppe machen liH die ihren Ramen an die Litfaßsäulen kleben lic? die sich zum Allgemeingut aller machte und H wirklich zu dumm war, zu glauben, daß ein am ständiger Mann sie lieben könne. Die beiden lachten, weil sie wußten, daß diese berrütfrr Ellinor mit ihnen im selben Raum sah, W beiden lachten, weil sie glücklich waren. Ellinor stand allein, ernüchtert, zurückgestoh^ Auf einmal kam ihr ihre ganze Verkleid^ widerlich vor, der ganze Trick, der ihr fov« Spaß gemacht hatte, kam ihr vor wie ein kenkostüm, das einem zu eng geworden ist. man durch tolle Stunden hindurch getragen h ■ um sich in einem vernünftigen Moment auf einmal in den Spiegel zu schauen und zu erkenn^. Gott, wie entsetzlich dumm und albern ist bi* alles! Ellinor stiegen die Tränen in die Augen. Was hatte sie denn getan? Warum hatte George ihr nicht geglaubt" Ach. warum nachdenken und grübeln, nun trsr alles egal. Mit seltsam steifen Schritten ging Ellinor ihrer Loge. Sie wollte nicht mehr sehen. Die Pause war zu Ende. Das Foyer des Theaters war wie auft*" storben. (Fortsetzung folgt.) gliche - § Krank' Balte weiter^ rcitungen ntn, s° allerbiM ys bei tfjriffiw per allem kmmung ,Mit sie Hbars h' «a-Det rcchtstvvd nähme markt c aber nid die Dei< wie vor bei dies Äestriktic gtgtnloäk Sa« Fest tivnspolil mit bi allein dem intet ergeben deutschen Dirtscha (ine Ei beten Fi len wir! auf der stärkte junflurl bank bi nommen Ob b läge i erfahren kürzlich Huna it bei oem Ärebite SoHarh Bcmttg Btdataj JoBBeq. kAchr t t«bhtr k 5% f 5 Kni.- Icl.-fitd ch Jtcnf lünbta 'W lW.a6g °Hchd< WXOtl *% Oefta Ungoi <% Ung« WIM «XttiL «% tütii I. «XbtigL •*> Runuli rrad direll auf K Island, daß die M Sand eW aufgo ileberfahren be M von demM aß feine UebttfS 1 nötig wurde K mb die DadsHü doil 'al, 25. Mai. Restriktionsmahnahmen die Devisenläufe im gegenwärtigen Zeitpunkt wieder einsehen würden. K DaS Festhalten der Reichsbank an ihrer Restrik- MtiLnspolitik bedeutet nichts anderes, als daß sie nrit dem Mittel der Restriktion 240,13 158 77,5 85 125,13 Wirtschaft. Anhaltend gespannte Geldmarktlage. Der Geldmarkt stand in der Berichtswoche weiter im Zeichen der von der Reichsbank durch- Grsührten Kreditrestriktion; seine Lage war da- hirr auch weiter starkgespannt. Die Nachfrage nach Tagesgeld war erheblich, die Vorbereitungen für den Ultimo haben bereits begon- mzn, so daß eine Erleichterung für Tagesgeld wicht eintreten konnte. Monatsgeld verteuerte sich, mllerdings war von größeren Umsätzen nichts zu spüren. Das Angebot am Privatdiskontmarkt ist zeitweilig zurückgegangen, die aufnehmende stelle hielt an Repartierungen im Ausmaß von 3M bis 40 Prozent je nach ^)ui)e des auflommen- ben Angebots fest. Die Reichsbank hatte die Inti ngriffnahme ihrer Kreditrestriktionsmaßnahmen Dir allem damit begründet, dah durch die Ein- bcmmung ihres Wechselkredits die Devisenkäufe, soweit sie über den tatsächlichen wirtschaftlichen Bedarf hinausgingen, verhindert werden sollten. Sas Devisenangebot hat gerade in der De- rschtswoche eine ziemlich erhebliche Zu - In ahme erfahren, dadurch ist auch auf dem Geldmarkt eine gewisse Entlastung eingetreten, die aber nicht zur Auswirkung kommen konnte, weil ' bi; Reichsbank an ihrer Restriktionspolitik nach tv-ie vor festhalten zu müssen glaubt. Sie begründet dies damit, dah mit der Aufhebung der Ricbeck Montan . . . Vereinigte Stahlw. . . Olavi Minen . . . Sali Aschersleben . . . Kaki Westeregeln. . . . Kaliwerk Salzdetfurth . 9. 0. fiarben»gnbuftde. Dynamit Nobä . . . • ScheideanstaU. . . . • Goldschmidt . . . • • Rütgersweeke . . . . • Metollaeiellkchast- - - - Neigung ein schwerer Autozusammen- f.o6. Bei dem Versuch, ein Fuhrwerk zu überholen, stieß ein hiesiges Auto mit einem andern Kraftwagen so heftig zusammen, dah die Insassen leider Wagen teilweise schwer verletzt tour- b Schweiz. Bunbesb^Anl.. . . »A vesterreichische Oolbtte.. . lr*»% Oeften. GUberrle. ... Oefteneid). einhcill. Sie. . 4* Ungarische ©olbtte..... t», ungarische SloatSr. V. 1910 . <$% beSgl. von 1913..... 15, Ungarische Kronen««..... 4®, Xüd. Zollanleihe v. 1911 . . 1®, Türkische Bagbabbahn-Aul-, ^kerie I. ■ - 45, beSgl. Serie 11. ... - - i® Rumänen convert. Rte. . . - lBi% Rumänen SoIbanL von 1913 allein auszukommen hofft, bis sich auf dein internationalen Geldmarkt eine Erleichterung ergeben hat, die dann natürlich auch auf den deutschen nicht ohne Einfluß bleiben kann. Für die Wirtschaft bedeutet diese Politik der Reichsbank eine Einengung des Kreditmarktes, beten Folgen, je länger sie künstlich ausrechterhal- r ten wird, um so ungünstiger sein müssen, zumal auf der Wirtschaft bereits feit längerem der verstärkte Druck von feiten der rückgängigen Konjunkturbewegung liegt. Anderseits hat die Reichs- bcmk bisher größere Devisenbeträge nicht ausgenommen, sondern sie dem freien Markt überlassen. Ob die internationale Geldmarktloge in allernächster Zeit eine Erleichterung erfahren wird, ist sehr fraglich. Wir haben erst kürzlich auf die Möglichkeit einer Diskonterhöhung in Amerika hingewiesen, die unbedingt bei dem dann einsehenden Abfliehen ausländischer Kredite nach Amerika zu einem Steigen des Avllarkurses und in der Folge zu einer DiskontFranzösische Noten..... Holländisch« Noten Italienische Noten...... Norwegische Noten...... Deutsch-Oesterr-.-iioO Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . • Ungarische Violen....... A.C.G....... Bergmann .... Eleklr. Lirserunge«. Licht und KrasI Felten 4 Guilleaume Ges. 1. Delir. Untern. Hamb. Elektr. Weile Rhein. Eleltr. . . . Schles. Cleltr. . . . Schuckc«..... Siemens & Halske . Trankradio . . . Lahmeyer 4Co.. . Buderus . . Deutsche Erdöl . . Essener Steinkohle . Gelsenkirchener . . Harpener..... Hoesch Eisen. . . . Ilse Bergbau . . . Klöcknerwerke . . • Köln-Neuessen. . . Mannesmann . . . Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7,5 Prozent. Lornbardzinsfuh 8,5 Prozent. fite 2^ « in ™ feen. tat. Tchccn geg? rittw ötanfimk nUH, bet Itii itöimen. Dn K Sranlfurt nad)^ Geld 16,37 168,23 21,96 111,48 58,80 2,52 111,78 80,78 59,46 12,44 72,95 Bries 16,43 168,91 22,04 111,92 59,04 2,54 112,22 81,10 59,70 12,50 73,25 Schlub-I 1-Uhr- Kur« I Kure 25.5. | 27-5. gen lagen nicht vor. nur der Reichsbankausweis der vergangenen Woche tonnte zeitweise eine etwas zuversichtlichere Stimmung Hervorrufen, da die Entlastung dieses Instituts und die Deckungsquote 48 Prozent befriedigten. Aber die auf der anderen Seite durchweg ungünstigen Momente fielen stärker ins Gewicht und mahnten, dq morgen auch Liquidationstag ist, zur Zurückhaltung. Dor allem waren es wieder die Pariser Verhandlungen, die ein stark deprimierendes Echo hervorriefen, während die immer noch angespannten Geldmarktverhältnisse ebenfalls die Dörse ungünstig beeinflußten. Aber auch die Aussperrung in der schlesischen Textilindustrie, wovon 50 000 Arbeiter betroffen werden, machte einen nachteiligen Eindruck. Das Geschäft war daher sehr klein und erstreckte sich nun: auf einzelne Spezialwerte. Im Grundton der Dörse war jedoch eine starke Widerstandsfähigkeit zu erkennen; dies war aber in erster Linie auf weitere Auslandkäufe und auf doch wieder auftauchende Hoffnungen hinsichtlich der Pariser Konferenz zurückzuführen. Hiervon angeregt, schritt auch die Spekulation vereinzelt zu Deckungen, doch blieb diese im allgemeinen sehr abwartend. Allgemeines Interesse bestand aus den schon erwähnten Gründen für AEG., Deutfche Linoleum und Kaliaktien, die aber nur bis zu etwa 1 Prozent gewinnen konnten. Da aber auch verschiedentlich in Anbetracht der ungeklärten Lage Material herauskam, war die Kursgestaltung keine einheitliche, doch hielten sich die Verluste und Gewinne die Waage. Etwas gefragt waren noch am Montanmarkt Manne smann mit plus 1,75 Prozent, und Vereinigte Stahlwerke mit plus 0,5 Prozent. Gelsenkirchen lagen im Angebot um 1,5 Prozent schwächer, sonst waren hier Umsätze von 'Belang nicht zu verzeichnen. Danken zeitweise leicht gedrückt. Am variablen Markt konnten Frankfurter Maschinen, nachdem für dieses Papier schon am Samstag regere Rachfrage bestand, um 2,75 Prozent anziehen. Am Chemiemarkt eröffneten I. - G. - Far - ben 0,75 Prozent niedriger, Goldschmidt dagegen 1,5 Prozent und Rütgerswerke 1 Prozent höher. Etwas stärker angeboten waren am Clektromarkt Chade mit minus 3Mk., Schuckert und Siemens um Bruchteile eines Prozentes gedrückt. Renten still und nicht einheitlich. Auch im Verlaufe war die llmsah- tätigkeit, abgesehen von einigen Ausnahmen, weiter sehr ruhig. Die Kurse gaben aus diesem Grunde um Bruchteile eines Prozentes nach. Deutsche Linoleum und S lernens gaben bis 1,5 Prozent nach, AEG. und Schuckert blieben behauptet. Am Geldmarkt war Tages- gelb mit 7,5 Proz. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,195$, gegen Pfunde 20,346; London gegen Kabel 4,8407, Paris 124,08, Madrid 34,215, Holland 12,06». — Tendenz abwartend. Frankfurter Erermarkt. Frankfurt a.M., 25.Mai. Das größere Angebot von Eiern, besonders von Ausland- feite, drückte auf die Marktlage, und die Preise Schluh- Kurs 25-5- 187 206,5 153,25 212,5 135 214,25 137,5 160 180 239,5 370,75 151 164,75 70,5 111,25 111,5 128,25 137 115,5 207 98,5 112,75 113,4 121,5 80 103,5 88 284 110,5 140 92 65,13 229 235,5 380 241 ILg. Deullche Eilenbahn . . 4& s.unvuro-Amcrika Paket ... 8 t.nnb.-SObam. Dampslch. - . 8 b«sa DamvslchiH ... 10 RttbbeutfAet Lloyb.....8 g~g. Deutsche Lrrbitanst. . . 10 N:rmer Bankverein ... 10 Seiner HanbelSgesellsch. • iiiinmerp unb Prival-Bank v:-inst. u. Nationalbank Schluß. Kurs 25-5- Schluß- Kurs 25-5. 1 Uhr- kurs 27-5. An sang Kurs 27-5- Ansang- Kurs 27 -5- Schlutz. Kurs i-Ubr. Kurs Schlub- Kurs Ansang Kurö Datum 25.5. 27.5. 25 5. 27 5- 5» Di. ReichSanleihe o. 1927 . t~t «»I.-AdlSs.-Schulb mit Au» 87,25 —- 87,5 — los.-Rechten 51 — 51,1 51,1 T e-gl. ohne AuSlos.-Rcchte . . Franks. Hyp. BI. Golbps. un 9,65 — 9,6 9,5 tinbbat bis 1932 ... 88 Rheinische Hyp.-Bank Liqu goibpf.......... D-i.S. abg. BorkriegS-Obligation — — — — mckzahlbar 1932 87 — 92 — 25. Mai 27. Mai Amtliche Notierung Geld 1 Briet Amtliche Notierung itzeld | Bries Amst-Rolk. 168,52 168,86 168,49 169,83 Buen--Aires 1,757 1,761 1,758 1,762 Brss.-Antw. 58,23 58,35 58,22 58,34 Chriftiania. 111,69 111,91 111,74 111,96 Kopenhagen 111,69 111,91 111,71 111,93 Swchholm - 112,13 112,35 112,09 112,31 Hclsingfors. 10,54 10,56 10,535 10,555 Italien. . . 21,95 21,99 21,935 21,975 London. . . 20,333 20,373 20,339 20,379 Ncuhork . . 4,1925 4,2005 4,1945 4,2025 Paris.... 16,39 16,43 16,38 16,42 Schweiz .. 80,715 80,875 80,70 80,86 Spanien. 59,52 59,64 59,45 59,57 Japan . . . Wo de Jan 1,866 1,870 1,865 1,869 0,498 0,500 0,4975 0,4995 Wien in D-- Oest. abgest 58,87 58,99 59,45 59,57 Prag Beigrab . . 12,413 12,433 12,417 12,437 7,368 7,391 7,373 7,387 Budapest. . 73,06 73,20 73,19 73,43 Bulgarien. 3,027 3,033 3,037 3,043 Lissabon . . 18,77 18,81 18,63 18,87 Danzig. . . Konstmtttll. 81,28 2,053 81,44 2,057 81,33 2,033 81,49 2,037 Athen. . 5,45 5,46 5,445 5,455 Kanada . ■ 4,160 4,168 4,156 4.164 Uruguay. 4,066 4,074 4,056 4,064 Cairo 20,87°! 20,915 20,855 20.895 Berlin, 25. Mai Geld Brief Aweritantiche Noten..... 4.185 4,205 Belgische Noten ....... 58,12 58,36 Dänische Noten ....... 111,43 111,87 Englische Noten ....... 20,318 20,398 STARK DICKFL US S I G EXTRA STARK DICKFLÜSSIG Erhältlich aus dem und in rücknehm- demSWm-Jidircr! SHELL - Jfabineft baren nistern! Der Nestor der Marburger Medizinerschast gestorben. 3E Marburg, 25. Mai. 3m Alter von 8 6 3ahren starb hier der frühere langjährige Direktor der Llnivcrsitäts-Frauenklinik, Geh. Med.-Rat Prof. Dr. Friedrich A h l f e l d. Der Verblichene war der Restor der Marburger Medizinerschaft. Geboren zu Alsleben a. S. studierte er in Greifswald und Leipzig Medizin und habilitierte sich, nachdem er den deutsch-französischen Krieg 1870/71 mitgemacht hatte, in Leipzig, wo er drei Jahre später zum Professor und Hebammenlehrer ernannt wurde. 3m 3ahre 1881 folgte er einem Rufe als Ordinarius nach Gießen, und zwei 3ahre später als Rachfolger Dohrns nach Marburg. 3m 3ahre 1907 trat er in den Ruhestand. Geh.-Rat A h l f e l d war Verfasser zahlreicher medizinischer Abhandlungen auf dem Gebiete der Geburtshilfe. Schwere Autounfälle in Wehlar. IZ Wetzlar, 26. Mai. Zwei schwere Auto Unfälle ereigneten sich in den letzten beiden Tagen in unserer Stadt mit ihren für den modernen Verkehr unzulänglichen engen ©träfe e n. Am Freitagnachmittag gegen 5 Ufer kam von der Goetfeestrafee herunter am Dom vorbei ein von zwei Damen besetzter Personenwagen in rasendem Tempo in Richtung der scharf abbiegenden Krämerstrafee. Es stellte sich heraus, daß an dem Auto die Bremse versagte. 3m letzten Augenblick steuerte die entschlossene Lenkerin den Wagen auf dem Domplah links um nach dem Fischmarkt am Herzoglichen Haus, der dort ziemlich stark ansteigt, um zu retten, was noch irgend möglich war. Durch die scharfe Wendung geriet der Wagen ins Schwanken, rannte noch einen daselbst aufgestellten Kraftwagen scharf an und kippte um. Eine der Damen wurde ausdemWagenge- schleudert und erlitt ziemlich erhebliche Fleisch- wunden, während die Führerin aus dem Wagen herausgeholt werden mußte. 3hre Verletzungen waren glücklicherweise weniger schwer. Beide Damen fanden Unterkunft im Herzoglichen Hause, wo ihnen auch sofort ärztliche Hilfe zuteil wurde. Der Wagen wurde erheblich beschädigt. Ein zweiter tragischer Autounfall ereignete sich am Samstagnachmittag zwischen 3 und 4 Uhr in der sehr belebten Lahnstraße. Ein Wetzlarer Verkehrsomnibus passierte, von derLahn- brücke kommend, die Straße, als plötzlich ein etwa achtjähriges Kind vor den Wagen rannte und überfahren wurde. Der Kraftwagen- füfercr wollte das Unglück vermeiden und steuerte deshalb den schweren Wagen im letzten Augenblick nach rechts. Durch diese Abbiegung kam der Wagen bei der sehr engen Straße aber auf den schmalen Bürger st eig und zertrümmerte dort eine große Ladenscheibe. Ein auf dem Bürgersteig stehender Mann mit seinem Kind wurde gleichfalls von dem Wagen erfaßt und in d i e Ladenscheibe hineingedrückt. An Händen und Füfeen erheblich verletzt wurden Vater und Kind durch hinzukommende Wagen dem Krankenhaus zugeführt, wo glücklicherweise nur eine Anzahl Keischwunden festgestellt wurden. DaS von dem Autobus überfahrene Kind hat sehr schwere innere Verletzungen davongetragen. Es soll, wie wir hören, leider nicht mehr zu retten sein. Außerdem geriet ein Realschüler aus HasfeVorn mit seinem Fahrrad zwischen Omnibus uno Häuser. Er wurde schwer am Oberschenkel gequetscht. Den Fahrer soll keine Schuld treffen. Tumen, Sport und Spiel. Süddeutsche Fußballmeisterschaft 3n den Cndkämpfen um die Meisterschaft des Süddeutschen Fußballverbandes handelte es sich gestern um die Herbeiführung der letzten klärenden Ergebnisse. 3n der Runde der Meister stand bekanntlich der neue Derbandsmeister in dem 1. F. C. Nürnberg bereits seit einiger Zeit fest. Cs war jedoch noch der Tabellenzweite zu ermitteln. 3n dieser Frage rivalisierten Bayern-München und V. f. L. R e ck a r a u sehr hartnäckig. Die Suche nach dem Tabellenzweiten ist nunmehr zugunsten der Münchener Bayern geklärt. Sie verloren zwar in ihrem Spiele gegen den K.F.D. Karlsruhe, das 2:2 endete, einen Punkt, da aber der D. f. L. Reckarau gleichzeitig mit seinem 0:4 gegen den 1. F. C. Nürnberg beide Punkte einbüßte, sind die Münchener von den Neckarauern nicht mehr einzuholen. Germania Brötzingen unterlag W o r - malia Worms mit einem knappen aber verdienten 1:2. Runde der Zweiten und Dritten. 3n der Gruppe Nord handelte es sich gestern bei der letzten entscheidenden Begegnung zwischen den beiden Tabellenführern um die Ermittelung des Gruppenmeisters. Seither lag der S. V. Waldhof-Mannheim mit einem Punkt Vorsprung vor dem F. Sp. V. Frankfurt, der jedoch das gestern im Frankfurter Stadion ausgetragene letzte Treffen mit einem verdienten 3:0 siegreich gestalten und somit Gruppenmeister werden konnte. Die Frankfurter haben nunmehr das entscheidende Spiel um die dritte Dertreterstelle des Süddeutschen Verbandes bei den kommenden D. F. P.-Spielen am komm- menden Sonntag gegen den Meister der Gruppe Süd, die Spielvereinigung Fürth, auszutragen. 3n der G r u p p e Süd fand nur ein einziges Treffen statt, bei dem der Gruppenumeister, Spielvereinigung Fürth, den S.V. 1860 München mit dem hohen Ergebnis von 7:0 Toren schlagen konnte. Alle anderen Vereine dieser Gruppe waren spielfrei. Leichtathletik. Die Turner-Rheinsiaffel in Mainz. Die „Große Rheinstaffel" in Mainz wurde am Samstagabend ausgetragen. Infolge der zahlreichen teilnehmenden Mannschaften mußten zwei Vorlöufc ausgetragen werden. Den ersten Dorlauf gewann der T.-und Fechtklub Ludwigshafen trotz verhaltenen Laufens überlegen vor Hanau und Eintracht Frankfurt a. M. Im zweiten Vorlauf siegte Tv. 1817 Mainz mit zehn Meter Vorsprung vor To. 1846 Heidelberg und Polizeisportoerein Frankfurt a. M. Der Entscheidungslauf hatte folgendes Ergebnis: 1. Turn- und Fechtklub Ludwigshafen 3:58,5 Min., 2. Tv 1817 Mainz 4:00,1 Min., 3. Polizeisportverein Frankfurt a M. Polizeisportverein Frankfurt a. M. legte wegen Fehlstarts Protest ein, dem auch statt- gegeben wurde. (Die Startpistole hatte versagt, sonst hätte man die Läufer nicht über die ganze Strecke gejagt.) Sonntagoormittag 7.30 Uhr wurde dann der Lauf niederholt. Das Ergebnis war das gleiche: 1 Turn- und Fechtklub Ludwigshafen 3:59,5. 2. Turnv. 1817 Mainz 4:04,6 Minuten, 3. Polizeisportoerein Frankfurt a. M. An den im Anschluß an die Stafselläufe stattfindenden D. T.-Wettkämpfen nahm auch der Sprintermeister Lammers (Oldenburg) teil. Der Sprinterdreikampf über 50, 100 und 200 Meter hatte folgendes Ergebnis: 1. Lammers (Oldenburg), 2. Mährlein, Tv. 1817 (Mainz). Hertha B.S.C. Berliner Fußballmeister 3m dritten Entscheidungsspiel um die Berliner Fußballmeisterschaft standen sich am gestrigen Sonntag im Deutschen Stadion im Grünewald Hertha B. S. C. und Tennis Borussia gegenüber. Der vor 30 000 Zuschauern ausgetragene Kampf wurde von Hertha D. S. C. nach fast durchweg überlegen geführtem Spiel verdient mit 5:2 (3:0) gewonnen, das damit zum fünftenmal hintereinander die Würde eines Berliner Meisters an sich brachte. Zwischenrunde um die Handballmeisterschast der O. S. B. Dor etwa 2000 Zuschauern standen sich am Sonntag in Stettin der Baltenmeister Polizei Stettin und Polizei-Sportverein Darmstadt im Zwischenrundenspiel um die deutsche Handballmeisterschaft gegenüber. Die Darmstädter waren durchweg überlegen und führten bereits in der 9. Minute mit 3:0 Toren. Dann kamen die Stettiner etwas auf und konnten kurz hintereinander 2 Treffer zu erzielen. Zur Pause stand das Resultat 4: 2. 3n der zweiten Halbzeit hielten sich die Stettiner zunächst sehr gut, erlagen aber dann dem flotten Schlußangriff des Gegners. Darmstadt siegte verdient mit 10:5 Toren. Schwimmen. Hellas Magdeburg siegt in Paris. Hellas Magdeburg gab am Sonntag in Paris auf der Durchreise ein Gastspiel, das die Deutschen auf der ganzen Linie siegreich gestalten konnten. Der Rückkampf im Stadion zu Tourelles gegen den Akademischen Schwimmklub Paris ging vor etwas über 5000 Zuschauern in Szene. Die 300-Meter-Staffel für Wasserballspieler gewann Hellas in 2:57,6 gegen S.C.U.F. in 2:59,8. 3n der Bruststaffel über 100 und 200 Meter triumphierten Amann und Erich Rademacher in 4:31, während Steinert und Schöber 4:35 benötigten. 3m 100-Meter-Rückenschwimmen war Schumburg in 1:18 erfolgreich gegen Dequfvu und Oppenheim. Die Franzosen konnten lediglich das 400- Meter-Freistilschwimmen an sich bringen, das ihr Rekordmann Taris in 5:05 gewann. Zum Schluß siegten die Magdeburger noch überlegen im Wasserballspiel mit 5:0. Tennis. Südwestdeutsche Medenspiele. — Vaden—Hessen 7:2. Bei herrlichem Sommerwetter wurde am gestrigen Sonntag auf den Tennisplätzen im Frankfurter Stadion die Schlußrunde der südwestdeutschen Medenspiele zwischen Baden und Hessen ausgetragen. Die badische Mannschaft siegte überlegen mit 7:2 Punkten, 14:6 Sähen und 110:69 Spielen. Zwar konnten die beiden Spitzenspieler Hessens, Froitzheim und ® o f e- w i ch ihre Spiele gewinnen, da--Froitzheim in einem Überaus harten Kampf Dr. Buß mit 7:5, 6: 4 und Gosewich den Mannheimer Oppenheimer mit 6:3, 6:3 schlugen, froefe gingen sämtliche übrigen Einzel- und alle Doppelspiele für Hessen verloren. Hochschulsport. Sportliche Erfolge der Gießener Landsmannschaften in Koburg. Anläßlich ihrer Tagung in Koburg hielt die Deutsche Landsmannschaft auch in diesem 3ahre wieder ein gut besuchtes Sportfest ab. Die erzielten Leistungen standen auf sehr beachtlicher Stufe, so daß die errungenen Erfolge um so höher zu bewerten sind. Die Landsmannschaft C h a 11 i a lief in der 4xl00-Meter-Staffel einen schönen dritten Sieg hinter Borussia Stuttgart und Askania Berlin heraus. 3n dem Faustballspiel unterlagen die Chatten nach einem spannenden und interessanten Kampf auf nassem und glattem Boden den 3enaer Rhenanen, die auch die diesjährige Meisterschaft errangen. Den schwierigen Fünfkampf (100 Meter, 1500 Meter, Schwimmen, Speerwerfen, Weitsprung) konnte Guhot an sich bringen und erhielt damit zum zweiten Male den wertvoUen Wanderpreis der Deutschen Landsmannschaft. Er wurde außerdem dritter Sieger im 100-Meter-Lauf und Speerwerfen. Den Dreikampf für 3unioren gewann Schmelz. Mit einer respektablen Leistung im Kugelstoßen konnte er trotzdem nur Dritter werden. Das Diskuswerfen für 3unioren holte sich überraschenderweise Hohmann. Auch die Landsmannschaft Merovingia war recht erfolgreich. So lief T ö n g e s über 400 Meter und 1500 Meter zwei sehr schöne Rennen bei stärkster Konkurrenz und wurde beidemal zweiter. 3m Brust- und Rückenschwimmen erzielte Stüh noch zwei dritte Preise. Bemerkenswert ist noch, daß bei der Gesamtwertung die Landsmannschaft Chattia von über hundert Landsmannschaften an dritter Stelle steht. Alles in allem recht schöne Erfolge der Gießener Landsmannschaften. P-nhiahrcki.r Nervenkranke u.Nervös-Erschöpfte. SpezlalkarensUlt Eoibelm im Taunos bei Frankf.a.M. — Prospekte durch WW San.-Rat Dr. M. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt M im 69. Lebensjahr durch den Tod entrissen. Gießen, Alzey, Butzbach, Hersfeld, Kandern, den 25. Mai 1929. 4705D Das gesamte Personal des Cafe Hettler. I unter 4649D an die Geschästsst. d. G. A. I wenden. 03345 ■ Sälager für Prlvstkundxnaft 'Muster gratis! Qresenarfolg W. Becher. Zwickau. In dem Entschlafenen verlieren wir einen selten so aufrichtigen und gerechten Chef von edelster Gesinnung. In Freud und Leid war er uns immer ein väterlicher Ratgeber. Nie werden wir ihn vergessen können. Die Beerdigung findet Dienstag, den 28 Mai, nachmittags 31/} Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt — Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand nehmen zu wollen. Wir betrauern tief den Heimgang unseres lieben Chefs Herrn Heinrich Hettler Im Namen der Hinterbliebenen: Cathi Feurer geb. Hettler Lene Grünheit geb. Hettler - Regierungsrat L. Grünheit Sophie Kühn geb. Hettler - Zahnarzt Dr. Oscar Kühn Henny Petri geb. Hettler - Gustav Petri Else Hettler — Erna Hettler und 7 Enkelkinder. In Stadt, Nähe Gießen, ist gutgeh. Wirtschaft mit Metzgerei und in Gießen eine gutgehende MM an tüchtige kautionS- fähigeGeschäftsieute zu verpachten. Jnteress. wollen sich Statt besonderer Anzeige. Nach kurzer, schwerer Krankheit wurde uns heute abend unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, S di wag er und Onkel Heinrich Hettler Nachruf Vereinigung selbständiger Konditoren Gießen. Konditoren-Innung Darmstadt. 47 )7 D O3<37| Am Samstag, dem 25. Mai, verschied unser geschätztes Mitglied, der Konditormeister Verkäufe | WkWkiilken zirka 30 schwarze Rheinländer, mit ob. ohne Glucke, giebl ab Bauer, »m18 Am Kugelberg 29. HerrHeinrichHettler,Gießen im 69. Lebensjahr. Der Verstorbene war stets ein eifriges Mitglied unserer Innung und wir werden seine Verdienste nie vergessen. Sr>et 2 Sitzer, fahrbereit u. versteuert, sofort preiswert zu verk. Ludwlgstraße 8 pari. Altersvereinigung1860-1910 L nseren Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser lieber Alterskollege Heinrich Hettler sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Dienstag, den 28. Mai 1929, nachrn. 3*. 2 Uhr, statt und wir bitten um zahlreiche Beteiligung unserer Mitglieder. Der Vorstand. _______________ 47O3D Heute morgen entschlief sanft mein Heber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwager Iiä»N Pb. Bender lll im Alter von 76 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen ■■ Maria Bender geb. Bonarius Ludwig Bender und Frau Adolf Bender und Frau Otto Bender und Frau nebst 3 Enkelkindern. Rodhelm (Bieber), den 25. Mai 1929. Die Beerdigung findet in Rodheim Dienstag, den 28. Mal, 4 Uhr nachmittags statt. Alle Heil- ^vaniev und 02738 Tee s. Kranke n. Gesunde Luns Kräuterhanö, Schulstraste 5. Illlllllllllllllllllllllllllllllllll Motorrad fiihrerscheinsrei Volkes Stimme ist cnischeidend: 80000 haben DKW200ccm gekauft und freuen sich ihrer Wahl. Das bedeutet für Sie: Siebrauchen sich den Kovi nicht zu zerbrechen, sondern Sic wissen: hier kaufen Sie gut. Wenden Sie sich a. Schilling- Gießen oder Schr. Ansr. u. 2719D a. d. Gieß. Anzeiger. 11IIIIIIIII1IIIÜIII1IIIIIIIIIIIII0 Gebrauchter, weißer Röder- Herd sehr billig z. verkauf. SchllleratrMJB parL Futter- kartofseln gesunde, gute Ware, ä Zentner 3Mk, hat abzngeben 4581D Fürstliche GutS- verwaltuug Lich. KaufgesuoHö^ Satapin* zu kaufen gesucht. Schrift!. 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