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Annahme von Anzeige^ für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher^ Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Ne- Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20° mehr, Chefredakteur: l)r..Friedr. Wilh. Bange, Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Bange; für Feuilleton Or.H.THyriot: für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Fillcrz sämtlich in Bietzen. Wendung in der englischen Politik? Was bei dem Ausgang der Parlamentsrvahlen in England vor einigen Monaten und bei der Ablösung der konservativen Regierung durch die der Arbeiterpartei vorausgesagt wurde, scheint sich bereits zu bewahrheiten. Daß sich die neue englische Regierung sehr scharf und unzweideutig für die unbedingte und schnelle Räumung des Rheinlandes ausgesprochen hat, ist bekannt. Nun hat Macdonald angekündigt, daß er die Einstellung der Bauarbeiten an zwei Kreuzern und mehreren Hilfsschiffen angeordnet habe, und gleichzeitig hat der Außenminister Henderson den Rücktritt des O b e r k o m m i s s a r s für Aegypten, Bord Lloyd, bekanntgegeben. Das sind wichtige Marksteine in der Geschichte der englischen Politik. Die Einstellung von Arbeiten an zwei Kreuzern bedeutet ein Einlenken Englands in der Frage der Seeabrüstung, und Präsident Hoover hat darauf sofort mit der Mitteilung geantwortet, daß nunmehr drei Kreuzer des jetzigen amerikanischem Flottenbauprogramms gestrichen werden. Darüber hinaus hat Hoover bei der Verkündung des Inkraftsehens des Kelloggpaktes ausdrücklich apf dieses beiderseitige Entgegenkommen in der Beschränkung des Wettrüstens zur See hingewiesen und erNärt, er hoffe, daß das nur der Anfang einer völligen Verständigung zwischen England und Amerika in bezug auf die S e e a b r ü st u n g im Sinne der Parität sei und daß damit die Abrüstungsfrage überhaupt einen neuen entscheidenden Antrieb erhalten werde. Der geplante Besuch Macdonalds bei Präsident Hoover in Washington soll im Herbst stattfinden, und man darf annehmen, daß dann ein weiterer wichtiger Schritt in der Richtung der Abrüstung geschehen wird. Zweifellos war zwischen Hoover und Macdonald der Zeitpunkt für die Abgabe der Erklärungen vereinbart, und die programmgemäße Durchführung verleiht dem Schritt erhöhte Wichtigkeit. Wenn somit die Aussichten für ein Vorankommen in der Abrüstungsfrage etwas günstiger geworden zu sein scheinen, so soll das noch kein Grund sein, nun mit einem Schlage vom tiefsten Pessimismus, der vollauf berechtigt war, zu rosenrotem Optimismus überzugehen. Im Gegenteil, trotz mancher guten Anläufe sind wir bisher immer aufs bitterste enttäuscht worden, und nach den geradezu grotesken Vorgängen auf der vorbereitenden Abrüstungskonferenz in Genf mußte man jede Hoffnung auch nur auf den Beginn einer wirklichen Abrüstung aufgeben. Es ist richtig, daß sich die Amerikaner, die bekanntlich an der Abrüstungskonferenz beteiligt sind, große Mühe gegeben und mehrfach an der Seite der deutschen Vertreter für den Abrüstungsgedanken gefochten haben. England jedoch befand sich ganz im Schlepptau Frankreichs, bas zusammen mit Belgien und der Klpinen Entente jeden Fortschritt, jedes positive Ergebnis verhinderte. Wir brauchen auch nur daran zu erinnern, daß die von Amerika angeregte Marineabrüstungskonferenz in Genf verlaufen ist wie das Hornberger Schießen, weil sich von vornherein England und Frankreich gegen die amerikanischen Vorschläge stellten. Wenn jetzt die englische Regierung eine entschlossene Wendung in der Richtung macht, daß sie zunächst eine Verständigung mit Amerika in der Beschränkung der Seerüstungen sucht und dann im großen dasselbe Ziel verfolgt, können wir von neuem eine leise Hoffnung auf Besserung schöpfen. Auch die Absetzung des Lord Lloyd von dem sehr wichtigen Posten als Oberkommissar von Aegypten ist eine Maßnahme von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit. Daß es sich um eine Absetzung in der üblichen Form des erzwungenen Rücktritts handelt, geht aus den Erklärungen Hendersons im Hinterhaus deutlich hervor. Es heißt sogar, daß auch Chamberlain schon mit der Politik Lord Lloyds nicht einverstanden war. der gewissermaßen die Verkörperung der schärfsten Gewaltpolitik Aegypten gegenüber war. Mehr als einmal sind auf seine Veranlassung englische Kriegsschiffe drohend im Hafen von Alexandria erschienen, um den Wünschen des britischen Oberkommissars Rachdruck zu verleihen. Alle nationalistischen Regungen in Aegypten, denen König Fuad nicht fernstand, wurden rücksichtslos unterdrückt. Cs ist ein interessantes und vielleicht nicht ganz zufälliges Zusammentreffen, daß der S h st e m w e ch s e l, der durch den Rücktritt Lord Lloyds gekennzeichnet wird, gerade zu der Zeit sich vollzieht, in der sich König Fuad in England zu Besuch aufhält. Es ist auch das ein Zeichen, daß die neue englische Regierung in der auswärtigen Polittk andere Dahnen zu wandeln entschlossen ist, als ihre konservative Vorgängerin. Wenn sich England davon freizumachen versteht, so hinter Frankreich herzulaufen, wie es dies unter Baldwin und Chamberlain getan hat, so könnte das nur von Rutzen sein. Ein etwas energischeres Auftreten Frankreich gegenüber in der Konferenzfrage z. D. würde keineswegs schaden, sondern im Gegenteil dazu dienen, die Luft zu reinigen und endlich einmal eine Entscheidung in dem geradezu lächerlichen Streit um den Konferenzort herbeizuführen. Die allernächste Zeit wird uns zeigen, ob die englische Polittk in Wirklichkeit größere Selbständigkeit und Festigkeit aufweisen wird, als zuvor. Rücktritt poincareö in Sicht? Angeblich schwere Erkrankung. - Einigung der Großmächte auf Haag als Konferenzort. London, 26. Juli. (2DIB. Funkspruch.) Per - linax meldet dem „Daily Telegraph" aus Paris, es verlaute nach der Aerzlekonferenz von gestern nachmittag, daß die Wiederher st el- lung Poincares möglicherweise ziemliche Zeit erfordern werde. Die Aerzte wollten eine endgültige Ansicht erst nach verlauf von 3 Tagen aussprechen. Aber der Rücktritt PoincarLs müsse als eine Möglichkeit angesehen werden. Alles deute darauf hin, daß Poincare nicht in der Lage sein werde, persönlich an der kommenden Reparationskonferenz teilzunehmen. Bei- and werde in diesem Falle die französische Delegation führen. In der Meldung heißt es weiter: „Was den Tagungsort der Konferenz betrifft, so wird heute in Brüssel die Entscheidung getroffen werden. Die französische Regierung hat dem Haag ; u g e st l m m l. Es ist jedoch jetzt Sache des britischen Botschafters in Brüssel, die Zustimmung der belgischen Regierung zu erlangen. Eine Operation notwendig? Paris, 26. Juli. (WTB. Funkspruch.) wie h a v a s berichtet, soll in politischen Kreisen das Gerücht in Umlauf gewesen sein, daß der Gesundheitszustand Poincarss gestern weniger zufrieden st eilend gewesen sei. als die erste Untersuchung der Aerzte es hätte hoffen lassen. Man habe sogar behauptet, daß nach der Untersuchung die Möglichkeit eines chirurgischen Eingrisses ins Auge gefaßt worden fei. Entgegen diesen Gerüchten heißt es. dem haoas- Bcrichl zufolge, in unterrichteten Kreisen, daß erst am nach st en Dienstag eine Diagnose der Erkrankung des Ministerpräsidenten gestellt werden könne, da die vorgesehene Untersuchung des Kranken infolge der Abwesenheit eines der behandein- den Aerzte hinausgeschoben werden mußte, wie „Echo de Paris" mitlcilt. werden außer dem Hausarzt die beiden Professoren Gosset und M a - r i o n , dieser ein Rierenspezialist, an der Konsultation teilnehmen. Diese soll erfolgen, um festzuflellen, ob Poincars an der R e g i e r u n g s k o n f e- renz im Haag teilnehmen könne. Botschasterbesuche bei Briand. Paris, 25. Juli. (WB.) Nachdem Botschafter v. H o e s ch während der letzten Tage verschiedentlich mit dem Generalsekretär Philippe Berthe- l o t in einem Meinungsaustausch gestanden hatte, hatte der Botschafter heute mittag wieder eine längere Unterredung mit Briand, die ebenso, wie die Besprechungen mit Berthelot, in erster Linie der Vorbereitung der bevorstehenden Regierungskonferenz zum Gegenstand hatte. Außenminister B r i a n d hat heute nachmittag unmittelbar nach dem deutschen Botschafter den britischen Botschafter empfangen. Die Unterredung galt der Vorbereitung der Regie- rungskonfere-nz. Englisch-französischer Schritt in Brüssel. Haag als Konferenzort? Brüssel, 25. Juli. (WTB.) heule nachmittag unternahm der britische Botschafter im Ministerium des Aeuheren den angekündiglen Schritt in der Frage der Wahl des Haag als Ort der bevor st ehenden Regierungs- konferen;. Wie die Belgische Telegraphenagentur erfährt, hat der Botschafter von Frankreich einen ähnlichen Schritt unternommen. Die belgische Regierung behielt sich ihre Antwort vor, doch glaubt man, daß sie morgen bekanntgegeben werde. Aus Brüssel meldet „Daily Telegraph" zu den dringenden Vorstellungen der Geschäftsträger Großbritanniens und Frankreichs gegenüber der belgi- fchen Regierung, in politischen Kreisen werde allgemein geglaubt, daß die belgische Regierung den Wünschen ihrer Rachbarn nachkommen wird. RurBelgien nochalsHemmnis Paris, 25. Juli. (WTB.) Die Agentur havas veröffentlicht folgende Mitteilung: Der Meinungsaustausch, der über die W a h l des Konferenzortes geführt wird, wird zwischen den interessierten Regierungen eifrig fortgesetzt. Außenminister Briand hat darüber gestern und heute mit dem englischen Botschafter und mit dcm japanischen Botschafter und heute vormittag mit dem deutschen Botschafter verhandelt. Im Augenblick scheinen Deutschland, England, Frankreich und Japan sich dahin verständigt zu haben, daß die Konferenz im Haag stattfindet. Es handelt sich jetzt darum, die Zustimmung Belgiens zu erhalten, dessen Regierung durch den englischen Botschafter zur Meinungsäußerung aufgesordert worden ist. Einwendungen gegen den Haag als Konferenzort werden von anderer Seite nicht erwartet. Ministerrat in Paris. Paris, 25. Juli. (WB.) In dem heute abend abgehaltenen M i n i st e r r a t, der bis 23 Uhr dauerte, wurde die Prüfung des Programms der bevorstehenden Regierungskonferenz fortgesetzt. Der nächste Ministerrat findet am Samstagvormittag statt. Reparationen und Schulden. Paris, 25. Juli. (WB.) Die Kammer hat sich heute vormittag mit dem von der Regierung genehmigten Ausschuhbericht über die Herstellung einer budgetmäßigen Verbindung zwischen den Reparationszahlungen und den Leistungen an England und Amerika auf Grund der Schuldenabkom- m e n beschäftigt. Finanzminister Charon wies darauf hin, daß es sich um ein Ausführungs- geseh handele, das ganz unabhängig von der nunmehr vollzogenen Rattfizierung Jet und nicht den Charakter eines Vorbehaltes trage. Im Verlaufe der Ausspache, die wiederum die Haltung Amerikas auf wirtschaftlichem Gebiet revidierte, und der Gedanke einer europäischen Föderation erwähnt wurde, erklärte Außenminister Driand: Ohne irgendwelche Feindseligkeit gegen irgendeine Macht hege ich die Hoffnung, daß Amerika, das gegenwärttg unseren General Gouraud so begeistert empfängt, sich an der Bewegung beteiligen wird, die die gerechte Verteilung der Kriegslasten zum Ergebnis haben wird. Der radikale Abgeordnete Marchandeau äußerte gegen den vorliegenden Gesetzentwurf Be- London, 25. Juli. (WB.) Staatssekretär Henderson teilte im Unterhaus mit, daß der Ober- kommissar für Aegypten und den Sudan, Lord Lloyd, im Verlaufe einer gestern erfolgten Unterredung ihm fein Rücktrittsge- s u ch überreichte, das von der britischen Regierung angenommen wurde. Churchill fragte hierauf: „Sollten wir daraus entnehmen, daß der Rücktritt durch die Regierung von Lord Lloyd erpreßt wurde?" (Beifall auf der konservativen Seite.) Henderson antwortete: „Ein an Lord Lloyd gesandtes Telegramm war von solcher Art, daß, wie ich glaube, die meisten Leute als Aufforderung ausgesaßt hätten, ihr Amt niederzulegen." Churchill fragte hierauf den Außenminister, ob er dem Hause Dokumente unterbreiten oder eine Erklärung über die Gründe abgeben wolle, die die Regierung dazu veranlaßten, Lord Lloyd zum Rücktritt zu zwingen, damit das Haus den Rücktritt am nächsten Freitag eingehend erörtern könne. Henderson antwortete: .^Jawohl, ich bin durchaus bereit, am Freitag eine Erklärung abzugeben." Aussprache im Oberhaus. London, 25. Juli. (WB.) In der heutigen Sitzung des Oberhauses brachte Lord Salisbury die Sprache auf den Rücktritt des Oberlornrnissars für Aegypten Lord Lloyd und bat um Aufklärung, welche großen Veränderungen den Rücktritt veranlaßt hätten. Rarnens der Regierung antwortete Lord Par- m o o r. lieber die ägyptische Politik der Arbeiterpartei erklärte er, daß zwar in einzelnen Fragen internationalen Charakters und in der Sudanfrage die Beständigkeit der britischen Po- littt aufrechterhalten bleiben müsse, daß aber Vorkehrungen getroffen werden müßten, die es Aegypten ermöglichen, in inneren Angelegenheiten ein unabhängiger und souveräner Staat zu werden. Der Staatssekretär für die Dominions Lord Paßfield erklärte, daß der Rücktritt Lord Lloyds mit den gegenwärtig stattsindenden Verhandlungen mit Aegypten nichts zu tun habe. Lord Brentford (für Johnson Hicks) bestritt, daß zwischen Lord Lloyd und der früheren Regierung Meinungsverschiedenheiten bestanden hätten. Lord Birkenhead erklärte, man habe Grund zu der Frage, ob formelle Verhandlungen zwischen der Regierung und den hohen Staatsvertretern Aegyptens ohne Kenntnis von Lord Lloyd geführt würden. Wäre dies der Fall, so wäre es ein Skandal und ohne Beispiel m der politischen Geschichte Großbritanniens. Cs sei auch das Gerücht im Umlauf, man habe bereits ein Dokument unterzeichnet. Er hoffe, daß dies nicht wahr sei. Der wichtigste Punkt in der ganzen Frage sei, ob die Verhandlungen abgeschlossen worden feien, ohne daß das Parlament benach- richtig! worden sei. Wenn es die Absicht der denken mit Rücksicht auf die Priorität der eigenh lichen Reparationszahlungen. Ebenso der Abgeord- nete Herriot, der seine schon früher ausgesprochenen Bedenken wiederholte, daß eine solche vei> meintliche Sicherheitsklausel eine gefährliche automatische Beziehung zum Ao ung-Plan herstelle, die auch gegen Frankreich wirksam werden tönne« Dieser Auffassung, der vom Finanzminister wider- sprachen wurde, schloß sich eine Reihe von Abgeordneten an. Der Abgeordnete Goy stellte den Antrag, in den zweiten Satz des Entwurfes das Wort „ausschließlich" einzufügen, so daß das Gesetz bestimmen würde, daß auf der Aktivseite des zu eröffnenden besonderen Kontos aus schließ- l i ch Eingänge aus den von Deutschland zum Zweck der Zahlung der französischen Kriegsschulden geleisteten Summen erscheinen. Obwohl der Finanzminister sich gegen diesen Satz aussprach, wurde er mit 421 gegen 172 Stimmen ohne Stimmenthaltung angenommen. Hierauf wurde die Sitzung auf heute nachmittag vertagt. Abgelehnt. Die Kammer hat heute nachmittag den Gesetzentwurf über die Aufbringung der Mittel zur Erfüllung der Schuldenabkommen von London und Washington, durch den eine buögett mäßige Verbindung zwischen Schuldenzahlungen und Reparationszahlungen her gestellt werden sollte, mit 390 gegen 200 Stimmen abgelehnt. Die Regierung hatte erklärt, daß sie nicht in der Lage sein würde, den Text des Gesetzentwurfs vor dem Senat zu vertreten. Die Ablehnung ist aus dem Gedanken heraus erfolgt, daß man in dem Finanzgeseh nicht festlegen dürfe, daß man über die Summen, die man von Deutschland erhalten werde, hinaus zur Begleichung der Kriegsschulden nichts bereitstellen werde. Minderheitsregierung sei, neue Ex-, perimente zu machen, und zwar ohne Benachrichtigung des Parlaments, so würde das eine Anmaßung von Vorrechten des Parlaments bedeuten.' Man würde auf diesem Wege nicht zu einem Erfolg gelangen, da Hinterhaus und Oberhaus ihre Rechte wahren würden. Die Angelegenheit wurde nach der Rede Birkenheads vertagt. „Ägyptische Selbstregierung." London, 25. Juli. (WTB.) Das Haupt- e r e i g n i s des heutigen Tages bildete die Aussprache im Oberhause über die Gründe des Rücktritts des britischen Oberkommissars in Aegypten Lord Lloyd. Vom Oberhaus wird der morgigen Erklärung des Außenministers Henderson im Unterlaufe mit ganz besonderem Interesse entgegengesehen. „Star" hält es nicht für ausgeschlossen, daß Lord Paß - field die Rachfolgeschaft Lord Lloyds angeboten werden wird. „Evening Rews" rechnet mit der Möglichkeit, daß die Regierung das Amt eines Oberkommissars für Aegypten vollkommen aufhebt und statt dessen einen britischen Botschafter oder Gesandten in Kairo ernennt. Lord Paßfield wiederholte in seiner bereis kurz gemeldeten Redq die Erklärung Lord Parmoors, daß mit Bezug auf die vier Vorbehalte und die Sudanfrage keine Aenderung in der ägyptischen Politik der britischen Regierung eingetreten sei. Außerdem hoffe die Regierung, die ägyptische Selbstregierung zustande zu bringen, die frühere ägyptische Regierungen wiederholt angestrebt haben. Die morgige Unterhausdebatte wird von Baldwin eröffnet werden. Aus parlamentarischen Kreisen wird für die Nachfolge Lord Lloyds auch Lord Oliver genannt. Auch er ist nicht Mitglied der jetzigen Regierung. Die große Papst-Prozession. Rom, 25.Juli. (TU.) Die große eucharistische Prozession auf dem Petersplatz zu Rom vollzog sich heute abend in größter Feierlichkeit vor etwa 150 000 Zuschauern. Die Prozession begann um 18 Uhr und dauerte über zweieinhalb Stunden. Der Papst erteilte zum Schluß der harrenden Menge den eucharistischen Segen. Schon in den früheren Rachmittagsstunden begann eine Völkerwanderung nach St. Peter. Dank der vorbildlichen Vorbereitungen und der Absperrungsmahnahmen vollzog sich der Aufmarsch der Menschenmassen in vollster Ordnung. Der Petersplatz war nach den Kolonnaden hin mit einer achtfachen Militärkette umringt. Für die Prozession selbst war Raum unter den Kolonnaden gelassen. Um 17.30 Uhr zog die pa- latinische Garde des Pap st es auf, die bei dieser Gelegenheit seit 1 870 zum ersten Male wieder auf dem Petersplatz erschien. Hier konnte man die Kletterübungen der Arbeiter von Sankt Peter beobachten, die an langen Pfeilern und der Fassade der Kirch« Aenorieniiernng Englands gegenüber Aegypten. Oer englische Oberlommiffar zum Rücktritt gezwungen. auf und ab glitten, um die Leuchtfackeln für die abendliche Festbeleuchtung anzubringen. Drei Flugzeuge kreisten über der Stadt, um die Einhaltung des Flugverbotes, das für diesen Tag erlassen worden war, zu überwachen. Die Prozession begann um 18 4lhr. Um 19.30 Uhr erschien der Pap st auf seinem Tragsessel im Hauptportal, von den Kardinalen und höchsten Spitzen der vatikanischen Behörden begleitet. Die Glocken von St. Peter setzten ein und alle anderen Glocken folgten. Während der Papst die Runde um den Petersplatz machte, wurden die Lampen an der Fassade und an den Kolonnaden entzündet. Dann gruppierte sich im Scheine vieler tausend Kerzen der Prozessionszug auf der Freitreppe. Erst nach 20 Uhr verließ der Papst den Tragsessel, der genau nach dem Modell hergestellt ist, das Bvvnini für den Papst Alexander VII. entworfen hatte. Der Papst kniete vor dem Altar nieder und erteilte schließlich nach verrichtetem Gebet der harrenden Menge den eucharistischen Segen. An der eindrucksvollen Prozession be- teillgten sich etwa 80 000 Personen. Mcdonald an den Reichskanzler London, 25.3uli. (WB.) Macdonald richtete an Reichskanzler Müller folgendes Telegramm: „Ich erhielt mit lebhafter Befriedigung von der erfolgreichen Operation Kenntnis, der sich Eure Exzellenz unterzogen hat. Rehmen Sie bitte meine Glückwünsche und herzlichen Wünsche für baldigeWieder- herstellung Ihrer Gesundheit entgegen." Frankreichs Imperialismus an der Saar. Die französischen Schulen. Saarbrücken, 25. Iuli. (WB.) In der heutigen Sitzung des Landesrats wurde u. a. wieder die Frage der französischen Schulen im Saargebiet aufgerollt. Abgeordneter Martin (3.) brachte aus der Treuesten Zeit eingehendes Material über die neu auf» lebende Propaganda der fränkischen Dergverwaltung für die dominialen Schulen. Ramentlich ging er auf die Verhältnisse auf den Gruben Belsen und Hostenbach ein, wo durch Fragebogen bei den Bergleuten festgestellt worden sei, wer seine Kinder in die französische Schule sende bzw. bereit sei. Drohungen mit der Entziehung der Dienstwohnung und sogar mit Entlassung seien vorgekommen. In Hostenbach unterhalte der Leiter der Schule sogar ein regelrechtes Anw e r b e b u r e au, auf dem diejenigen Arbeiter sofort eingestellt würden, die ihre Kinder in die französische Schule schicken und dem Saarbund der französischen Propagandaorganisation beizutreten bereit seien. Hier sei den Eltern mehrmals ein Termin gestellt worden, bis zu dem ihre Kinder in der französischen Schule sein müßten. Freiwillig seien dieser Aufforderung nur zwei Familien gefolgt, und diese auch nur unter wirtschaftlichem Druck. Der Abgeordnete verlangt, daß die Regierungskommission diesem Treiben ein Ende mache. Einige Redner betonten, daß das Verhalten der Dergverwaltung um so merkwürdiger sei, als sie doch nicht annehmen könne, daß bis zur Volksabstimmung aus einem deutschen Bergmannsjungen ein französischer Wähler gemacht würde. Von dem Redner der Deutsch-Saarländischen Dolkspartei wurde betont, daß die Regierungskommission pflichtwidrig handele, denn schon im Dezember 1924, als Deutschland noch nicht zum Völkerbund gehört habe, war ihr die Beseitigung des Druckes vom Völkerbund zur Pflicht gemacht worden. E i nm ü t i g wurde vom Haus die Abstellung des unzulässigen Vorgehens der Dergverwaltung verlangt, um die politischen Parteien nicht in die Zwangslage zu versetzen, wieder einmal die Weltpresse auf diese „seltsame Pflichtauffassung" der Regierungskommission aufmerksam zu machen. China zum Nachgeben bereit. Oer Weg für friedliche Erledigung des Streitfalles geöffnet. Paris, 26. Iuli. (2DI23. Funkspruch.) Der „Lhikago Tribüne" wird aus 2N u k d e n gemeldet, man nehme an, daß China bereit sei, wegen der Beschlagnahme der ost chinesischen Eisenbahn eine Entschuldigung vorzubrlngen. Auch sei die nationalistische Regierung bereit, die meisten der bei der Beschlagnahme verdrängten russischen Beamten wieder in ihre Posten einzusehen. Die Ranking-Re- gierung erkenne also den Grundsatz der gemeinsamen Kontrolle der Eisenbahn an. Bei der ersten Fühlungnahme der Vertreter Chinas und Rußlands habe der Vertreter von Nanking erklärt, China habe sich ohne das Eingreifen irgendeiner dritten Partei bereit erklärt, mit Rußland in Verhandlungen einzutreten. Ieht sei der Weg für direkte Verhandlungen erschlossen. In Rkukden herrsche eine optimistische Atmosphäre. Die chinesische Friedens- d e l e g a t i o n werde sich nach L h a r b i n begeben und von da nach der Stadt, die die Russen als Konferenzort Vorschlägen werden. Sesprechungen schon im Gange? London, 26. Iuli. (WTB. Funkspr.) „Daily Telegraph" meldet aus vkukden vom Mittwoch, daß in T schon gtschun, dem südlichen Endpunkt der chinesischen Ostbahn, Besprechungen zwischen dem Bevollmächtigten der Mukden- regierung, General Tschangtso hsiang, und dem russischen Generalkonsul in Lharbin, Melnl - koff, begonnen hätten. Es verlaute, daß Chinas Haltung die sei, daß General Lü durch die Ausweisung der hauptsächlichsten russischen Beamten seine Befugnis überschritten Hal und daß China den Grundsatz der gemeinsamen Kontrolle der Bahn anerkennt. Dies eröffne den Weg für Verhandlungen. Ls werde berichtet, daß der russische Bevollmächtigte einen Sichtvermerk erhalten hat und sich aus dem Wege nach Lharbin befindet, wo er mit dem chinesischen Gesandten in Finnland Zusammentreffen wird, der der Abgesandte der Ran- king-Regierung ist. Ls werde angenommen, daß der Weg für eine friedliche Regelung des Disputes eröffnet ist. Reuter meldet dagegen aus Tokio: Linem Telegramm aus Lharbin zufolge sind der russische Generalkonsul Melnikoff, der russische Vizevor- sihende im Vorstand der chinesischen Ostbahn, L h i r- k i n, und 31 andere Russen am Donnerstagnachmittag nach der Grenzstation Mandschuli abgefahren, um sich nach Sibirien zu begeben. Ruhe in Charbin. Paris, 25. Juli. (WB.) havas meldet aus Mukden: Entgegen anderslautenden Gerüchten ist die Lage in Charbin sehr ruhig. Urteilsfähige Beobachter gjlauben, daß eine b e ° trächtliche Entspannung eingetreten sei. Das Zusamentreffen des Gouverneurs von Kirin und des Oberkommandierenden der an der mandschurischen Grenze mobilisierten Armeen mit dem Sowjetkonsul in Charbin scheint die Hoffnung auf Wiederaufnahme der Verhandlungen zu rechtfertigen. Oie Botschafierkonferenz bei Staatssekretär Stimson. W a s h i n g t o n, 26. Iuli. (WTD. Funkspruch.) Wie „Baltimore Sun" unb andere Zeitungen berichten, war bei der Besprechung, die Staatssekretär Stimson gestern mit ben Vertretern Deutschlands, Englands, Frankreichs und Italiens hatte, auch der japanische Botschafter zugegen. Ueber das Ergebnis der Besprechung wird nach wie vor strenges Stillschweigen bewahrt, das erst gelüftet werden dürfte, wenn die von den genannten Großmächten erbetenen Antworten auf die DvrfchlögK der amerikan^chen Legierung zur Beilegung des russisch-chinesischen Konfliktes eingetroffen sind. Ein sowjetrussisches Dementi. Berlin, 25. Iuli. (WTB.) Wie die Presseabteilung der Sowjetbotschaft mitteilt, entspricht die Reutermeldung aus Schanghai, daß der svwjetrussische Botschafter in Berlin dem chinesischen Gesandten in Berlin eine Erklärung abgegeben habe, nicht den Tatsachen. In Wirklichkeit hat nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Sowjetrußland keine Fühlungnahme der Sowjetbotschaft mit der chinesischen Gesandtschaft stattgefunden. Englisch-russische Annäherung London, 25. Iuli. (WTB.) Durch Vermittlung der norwegischen Regierung ist die Antwort der <5oto jetregie rung auf die Einladung, zum Zwecke von Besprechungen über die Frage der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen England und Sowjetruhland Vertreter nach London zu entsenden, nunmehr hier eingetroffen. Die Antwort der Sowjetregierung begrüßt den englischen Vorschlag und erwähnt, daß der Sowjetbotschafter in Paris, Dowgalewski, beauftragt sei, sich als Vertreter der Sowjetregierung zur Aufnahme von Verhandlungen nach London zu begeben. Wie hier verlautet, wird Dowgalewski wahrscheinlich schon in den nächsten Tagen hier eintreffen. Amerikas neuer Botschafter in Paris. Washington, 25. Iuli. (WB.) Senator Edge aus Reu-Iersey ist als Rachfolger des verstorbenen Botschafters Herrick zum Botschafter der Vereinigten Staaten in Frankreich ernannt worden. Er wird nach Beendigung des Kongresses sein neues Amt antreten. Ans aller Welt. Neue Probeflüge von „Do X". Friedrichshafen, 25. Iuli. (WTB.) Das zw ölfmo to rig e Flugs ch iff „Do. X" der Dornier - Flugzeugwerke, das Anfang dieser Woche den zweiten Teil der programmäßi- gen Probeflüge von Altrhein am Schweizer Ufer aus begonnen hat, führte heute vormittag neuerdings drei Flüge aus. Wie uns mitgeteilt wird, betrug bei jedem dieser Flüge das Abfluggewicht der Maschine etwa 48 Tonnen, was bei einem Eigengewicht des Flugzeugs von 25 Tonnen einer Zuladung von ungefähr 23 Tonnen oder 460 Zentner entspricht. Bei den Flügen am Dienstag und Mlltwoch hatte die „Do. X“ bereits ein Abfluggewicht von 41 bzw. 45 Tonnen. Die Leistungsprüfungen werden in den nächsten Tagen fortgesetzt. „St. Louis Robin" 295 Stunden in der Luft. N e u y o r k, 25. Juli (WB.) Das Flugzeug „St. Louis Robin" befindet sich bereits 295 Stunden in der Luft und setzt seinen Flug fort. Eine altehrwürdige Kirche durch Feuer zerstört. Kellinghusen, 26. Iuli. (WTD. Funkspruch.) Das alte Wahrzeichen Mittelholsteins, die ehrwürdige Kirche in Kellinghusen, ein Feldsteinbau aus dem Iahre 1154, ist gestern abend aus unbekannter Ursache ein Raub derFlarn- rnen geworden. Kurz vor 6 Uhr bemerkte ein Iunge ein eigenartiges Knacken der Fenster einer Kirchenwand. Als der benachrichtigte Kirchendiener die Kirche betrat, schlugen chm schon vom Orgelchor die Hellen Flammen entgegen. In kurzer Zeit stand das obere Kirchenschiff in Flammen. Dald stürzte die Empore zusammen, und die zwei Kirchenglocken stürzten in das Kirchenschiff hinab. Um 7 Uhr ftürate der Turm in sich zusammen. Von dem wertvollen Gestühl der.Mrche Weitere Erschütterung der Anklage gegen M. K a t t o w i tz, 25. Iuli. (WB.) In der heutigen Verhandlung des Prozesses Ulitz wurde zunächst die Zeugin Frau Libera vernommen, die in der Zentrale des Deutschen Dolksbundes beschäftigt war, und die bekundete, daß die Belastungszeugin Wurzik versucht habe, auf sie dahin einzuwirken, daß sie mit dem Agenten Pielawsk: in Verbindung trete. Sie habe der Wurzik grundsätzlich erklärt, daß sie auf eine Bekanntschaft mit dem Agenten verzichte, ohne daß sie damals wußte, warum dieser darum nachsuchte. Als nächster Zeuge wird der Ehemann der Frau Libera vernommen, der beim Volksbund als Syndikus angestellt war. Der Zeuge sagt aus, es feien zwar Personen zu ihm gekommen mit der Erklärung, daß sie sich dem Militärdienst entziehen wollten, er habe ihnen aber gesagt, daß sie trotz ihrer deutschen Nationalität als polnischer Staatsbürger die unbedingte pflicht hätten, ihrer Dienstpflicht zu genügen. Der Zeuge betont, daß in einer Rundverfügung an die Bezirksvereinigungen des Volksbundes auf die Ungültigkeit des Mitglieds- ausweises als Paßersatz hingewiesen worden sei. Auf Anregung des Angeklagten, über die Konferenz zu berichten, die Ende 1925 in der Zentrale stattfand und in der beraten wurde, ob man Fräulein Wurzik, von der bekannt geworden war, daß sie mit verdächtigen Leuten in Verbindung stand, entlassen solle, erklärte der Zeuge mit aller Bestimmtheit, daß Ulitz sich gegen die Entlassung ausgesprochen habe, denn, wenn auch die Wurzik Spitzeldienste leiste, so liege zur Entlassung kein Grund vor, da es beim VoÜsbund nichts zu verheimlichen gäbe. ES folgte dann die Vernehmung einer ganzen Reihe von Bezirksleitern des Volksbundes, die den Erlaß der Rundverfügung bestätigten und die loyale Gesinnung des Angeklagten betonten. Iankowski vom Deutschen Dolksbund in Kattowih bekundet auf Wunsch des Angeklagten, daß Ulitz sich im Deutschen Klub in Warschau im vergangenen Iahre mit aller Entschiedenheit für eine positive Politik des Deutschen Volksbundes dem polnischen Staate gegenüber ausgesprochen habe. Auch Senator P a n t, der Vorsitzende des Deutschen Klubs im Schlesischen Sejm, sagt aus, Ulitz habe stets den Standpunkt vertreten, daß die Minderheiten unbedingt ihre Pflicht dem Staate gegenüber erfüllen müßten, insbesondere wenn sie Anspruch darauf erheben wollen, von ihren Rechten Gebrauch zu machen. Ulitz habe sich auch seinerzeit bei der Beratung in Warschau mit Entschiedenheit für die Ausdehnung des M i - litärdienstpflichtgefetzes auf O st - oberschlefien ausgesprochen, trotzdem Oft- oberschlesien in dieser Hinsicht vertraglich eine Ausnahmestellung eingeräumt worden war. Der Chefredakteur der „Kattowiher Zeitung", Dr. Krull, sagte aus, daß Ulitz des öfteren von ihm selbst unterzeichnete Qlrtilel der „Katto- witzer Zeitung" zur Verfügung gestellt habe und daß er in persönlichen Unterhaltungen mit ihm über politische Fragen sich immer im loyalen Sinne ausgesprochen habe. Vom Vorsitzenden wurde nunmehr der Hauptbelastungszeuge Hauptmann Chchon nochmals borgerufen. Chchon hatte bei seiner ersten Vernehmung bekundet, daß geheime Konferenzen in der „Kattowiher Zeitung" stattgefunden hätten, und erklärte sich heute bereit, die Unterlagen dafür beizubringen, daß Krull schriftlich Anweisungen von Ulitz bekommen habe, was der Zeuge Krull ganz entschieden bestreitet. Sodann wurde der Lausanner Sachverständige Dr. Bischof in den Verhandlungssaal gerufen. Die Vereidigung des Sachverständigen Bischof, der vor allem daraus vereidigt wird, ein unparteiisches Gut» achten abzugeben, erfolgt in französischer Sprache. Als Dolmetscher fungiert Prof. Timienitckü Sodann zog sich der Sachverständige mit dem Dolmetscher und' dem Sachverständigen Prof Krol zur Untersuchung des ihm zur Verfügung gestellten Materials zurück. Dann folgte die Verlesung der schon erörtertet* Korrespondenz zwischen dem Selbslschuhführer Sellerie und dem Angeklagten. Diesmal wurde aber nicht nur, wie seinerzeit in dem Prozeß gegen den Rektor Dudeski, das Schreiben an Ulitz, sondern auch die Stellungnahme des Angeklagten zu diesem Bries verlesen, die bekanntlich dahin geht, daß er seine Bezirksoereinigungen anwies, ihm das Austauchen von Bestrebungen zur Bildung von Stoßtrupps unverzüglich mitzuteilen, damit die Behörden davon in Kenntnis gefetzt wer- den könnten. Sodann wurde das umfanareiche Aktenmaterial, das dem Gericht in der gestrigen Nachmittagssitzung von Oberregierungsrat Graf M a t u f ch k a (von der Regierung in Oppeln) überlasten worden war, vom Vorsitzenden zur Verlesung gebracht. Rach der Verlesung der Akten wies der Qln* geklagte die ihm seitens der Staatsanwaltschaft und seitens des Vorsitzenden gemachten Beschuldigungen sachlich, aber entschieden zurück. Den Mißbrauch der Mitgliedsausweise erklärte er damit, daß vor einiger Zeit plötzlich eine starke Verschärfung und Verteuerung der polnischen Paßvorschriften eingetreten sei. Ztt dem Vorwurf, daß er mll dem deutschen Generalkonsulat In kattowih in Verbindung getreten sei, gab Lilly die Begründung, daß es sich dabei um Reichsdeutsche gehandelt habe, deren Vertretung laut § 82 der Genfer Konvention allein den Auslandbehörden der deutschen Regierung zustehe. Bezüglich des an den Volksbund gerichteten Schreibens des Afa-Bunde- wegen des lokalen Teiles der .Kattowiher Zeitung" und der von ihm — ^Uih an den Afa-Bund gerichteten Antwort, in der er darauf hinwieS. daß er auf die Redaktion der „Kattowiher Zeitung" keinen Einfluß habe, erklärte der Angeklagte, daß es sich dabei um eine Antwort handele, die er rein als Privatmann gegeben, wenn auch mit „Geschäftsführer des Deutschen Dolksbundes" unterzeichnet habe. Die Rachmittagssihung begann mit der Verlesung der von der Verteidigung beigebrachten Artikel, die der Angeklagte in der .Kattowiher Zeitung" aus verschiedenen Anlässen veröffentlicht hat und die immer wieder die loyale Einstellung des Angeklagten zum polnischen Staat bezeugen. Rach IVJtunbiger Pause erstattete der Lausanner Sachverständige Dr. Bischof seinen Bericht. Er erklärte, daß er die Identifizierung der Unterschrift nicht vornehmen könne. Auch eine Vergrößerung werde die Sachlage nicht ändern, da es nur die vergrößerte Photographie einer schlecht angefertig- ten Photographie sein würde. Die Unterschrift könne echt sein, sie könne aber auch eine Fäl-- schung fein. Im weiteren Verlauf nahm der Experte unter dem größten Interesse des Gerichtshofes und der Verteidigung Schriftexperimente vor, und es kam zu einer Sensation, indem et nachweisen konnte, daß der Dolmetscher genau die gleiche Unterschrift wie der Angeklagte Ullh schreiben konnte. Rach verschiedenen Zwischenfragen trat eine Pause ein, worauf die militärischen Sa ch- verständigen unter Ausschluß der Öffentlichkeit und der Presse ihre Gutachten abgaben. Die Öffentlichkeit wird erst zu der morgigen, um 3/<8 LIHr beginnenden Sihung wieder zugelassen werden. konnte nichts gerettet werden, obgleich inzwischen sämtliche Feuerwehren, auch aus der Umgebung, aus Itzehoe, Elmshorn, Reumünster usw. erschienen waren. Rach etwa zwei Stunden war der ganze Kirchenbau vernichtet. Der Turm der Kirche war bereits einmal im 17. Iahrhundert durch Blitzschlag zerstört worden. Schweres Unwetter in der Tschechoslowakei. Prag, 25.Juli. (WB.) Ueber dem Bezirk Tabor ist heute ein überaus heftiges, von Hagelschlag begleitetes Gewitter niedergegangen, das ungeheure Erntefchäden anrichtete. Wie festgestellt wurde, ist in acht Gemeinden die Ernte bis hundert Prozent, in anderen Gemeinden bis zu 80 Prozent vollkommen vernichtet. Geflügel, Feldhühner und Rotwild wurden durch die riesigen Schloßen er- schlagen. Das Unwetter richtete auch große Schäden an den Straßen an. Durch den Sturm wurden sechs Scheunen weggerissen. Drei Personen erlitten Verletzungen durch die Trümmer einstürzender Dächer. Der Bezirk Tabor ist erst vor kurzer Zeit von einer ähnlichen schweren Unwetterkatastrophe betroffen worden. Große Hitze in Norditalien. Rom, 26. Iuli. lWTD. Funkspruch.) Aus Rorditalien wird eine immer größer werdende Hitze gemeldet, die schon an verschiedenen Orten Opfer gefordert hat. In Mailand find zwei Personen an Sonnenstich gestorben, während drei schwer krank im Krankenhaus liegen. In Bologna wurde ein Zugführer mit einem Sonnenstich in das Krankenhaus eingeliefert. Er starb bald darauf. Fünfzehn Häuser in einem schweizerischen Weiler niedergebrannt. Bern, 25. Iuli. (WTD.) Bei einem heftigen Gewitter, das über Llnterwallis niederging, schlug der Blitz in ein Haus des Weilers Tor- g o n ein und zündete. In kurzer Zeit standen fast sämtliche Häuser des Weilers in Flammen. Trotzdem sich die Feuerwehren der benachbarten Ortschaften sofort an die Brandstelle begaben, blieben bis 2 älhr nachts nur noch drei Häuser des Weilers unversehrt. Etwa fünfzehn Häuser sind nieder gebrannt, wodurch rund 80 Einwohner obdachlos geworden sind. Neuer Ausbruch des kilauea auf hawai. Honolulu, 25.Jyli. (WP) Einer Meldung ALS Hilo zufolge ift der Vulkgu Kilsprs M Hawai heute früh in Tätigkeit getreten. Aus dem Krater schossen vier gewaltige Feuer- garben und schleuderten glühende Steine bis zu einer Höhe von 150 Fuß in die Luft. Wettervoraussage. Die flachen Druckstörungen, die über Süddeutschland hinwegziehen, haben in unserem Gebiet in den heutigen Morgenstunden toiebefl Riederschläge gebracht. Bei der herrschenden Druckverteilung strömen immer noch polare Kaltluftmassen zu, die die Temperaturen verhältnismäßig niedrig halten und Bewölkung verursachen. Iedoch steigt mit der Kaltluftzufuhr der Luftdruck an, so daß das über Irland lagernde Hochdruckgebiet nach und nach Zugang zu dem Festlande findet. Die Wolkendecke wird dann zeitweise durchbrochen, und eine Beruhigung der Wetterlage steht iit Aussicht. Wettervoraussage für SamStagr Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, für die Iah- reszeit noch kühl, Rachlassen der Riederschläge. Wettervoraussage für Sonntag: Teils wolkig, teils heiter, wieder etwas wärmer, meist trocken. Lufttemperaturen am 25. Iuli: mittag- 18,5 Grad Celsius, abends 17,5 Grad,- am 26. Iuli: morgens 11,9 Grad. — Maximum 20,3 Grad. Minimum 11,1 Grad. — Erdtemperaturen in zehn Zenllmeter Tiefe am 25. Iuli abends: 22 Grad, am 26. Iuli morgens: 17,6 Grad Celsius. — Riederschlag 7,2 Millimeter. — Sonnenscheindauer 28/t Stunden. Reisewetterdienst der amtlichen Wetterdienststelle Gießen. Bayern (Garmisch-Partenkirchen): Gestern plötzliche Abkühlung, regnerisch: heute morgen 15 Grad, Windstille, halb bis ganz bedeckt. Berch- tesgaden: Gestern warmer Tag, regnerisch: heute morgen 19 Grad, Südwind, heiter bis halb bedeckt. Baden (Baden-Baden): Gestern schwül, teilheiter, teils wolkig, heute morgen 19 Grad, Süd- westwind, halb bis ganx bedeckt. Rheingebiet (Köln): Gestern plötzliche Abkühlung, regnerisch: heute morgen 12 Grad, Rord- westwind, leichter anhaltender Regen. Küste (Borkum): Gestern kühle Narbt, meist trübe: heute morgen 15 Grad, Nordwestwind, halü bis ganz bedeckt. i & große» N feinen* 6chc Im Damen vWaldml Mniskrs helfen Datei der Piovinj • sagte fw K«® # 6 <6°; sand Ä.* erfrier verem» " bracht vu TrauekM gegeben y scheuer und N et in auf < reiche« £ R* (""Mei'i,?' ’N tin»5rwr r ®ut* rrof. j vpraL, :?b^S !,l«r lufcy i« °»,ch bi, g l; t»e 8ten >« k «« 4n ,1"-” tt! Ä? Jümnprra ?ÄÄÄ M eden iurü^X ^liedSausiveil» uiÄ un? Steuerung emgetreten | besonders auch kränkliche, zurückgebliebene und solche mit steifen Beinen, gesunden und 163D entwickeln sich überraschend schnell, wenn Sie durch jedes Futter 1 Eßlöffel voll echtes RASSOL mengen. Verlangen Sie nur echtes Naffol in Originalflaschen u. weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein. Hersteller: Engel- apotyeke Giehen. Zu haben in allen Apotheken. j Vermietungen Giehener Wohnungsbau- Genossenschaft e. G. m. b. H. 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Juli 1929 en leisten im ße Mengen Eu*fl Aus- afen und ^deutend । 4“ f T V Rabatt 9 WW inO Verei" rod' iee, anen , lie* MV ftcitt ;eien= Kruder" .rte'le s.M 04689 rin». alltät g" U a,n jeder Art Frankreichs politische Isolierung. Don unserem ständigen v. L. ^.-Berichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Paris, 22. 3uIL Bei den großen internationalen Konferenzen, wenn die Vertreter der Staaten aus fast der gesamten Welt sich zusammenfinden, insbesondere aber auf Len Genfer Tagungen, konnte man immer wieder mit Erstaunen feststellen, wie groß die Achtung und Liebe fast aller Völker für Frankreich, für die französische Kultur ist. Nicht nur bei den romanischen, nein, auch gerade bei germanischen Völkern, wie beispielsweise bei den Schweden und Dänen, ist diese Liebe für Frankreich ein lief eingewurzeltes Empfinden, an dem auch der Kr eg und manche Sympathien für Deutschland nichts haben ändern können. Denn Frankreich ist in den Augen des größten Teiles der Welt das Land der höheren und älteren Kultur, und französische Lebensformen, Kleider und vor allem die französische Küche sind für sie vorbildlich. Auch in Deutschland sagte man vor dem Kriege, daß jeder Mensch zwei Heimaten hätte, seine eigene und Frankreich. Diese seltsame Anziehungskraft Frankreichs, nicht der Franzosen, hat ihren Ursprung sicherlich in der harmonischen Entwicklung dieser viel- hundertjährigen Kultur. Sie wird von den Franzosen in überaus geschickter Weise für ihre Zwecke und vor allem für ihre politischen Ziele verwertet. Noch heute, obgleich die Nachkriegspolitik Frankreichs der übrigen Welt längst die Augen geöffnet haben müßte, spielen sich die Franzosen als die Hüter der freiheitlichen Ideale und als die Bahnbrecher jeden modernen Fortschrittes aus. In höchst raffinierter Weife wird das demokratische Ideal (das überall außerhalb Deutschlands als das höchste politische Ideal überhaupt gilt!) als französische Errungenschaft und im Gegensatz zu Reaktion und Sozialismus der zweiten und dritten Internationale hingestellt. Eine Versinnbildlichung dieses demokratischen Ideals soll auch die Briandsche Idee der Vereinigten Staaten von Europa fein. Hier hat sich nun zum ersten Male ganz deutlich die Zugkraft einer demokratischen Idee, die von Paris ausging, nicht bewährt. Ganz klar haben Berlin und London abgelehnt, und ihnen folgte die Mehrzahl der größeren und kleineren Staaten, sowe't sie es wagen konnten, gegen Frankreich Opposition zu machen. Denn zu deutlich war die gegen die Vereinigten Staaten gerichtete Spitze, sowie der Versuch des französischen Imperalismus, seinen Einfluß auf die Geschiße ganz Europas auszudehnen. In einer der letzten Sitzungen der Kammer begann Briand mit den Worten, Frankreichs internationales Ansehen hätte durch die Kammerdebat- tcn der letzten Wochen, vor allem durch die Schwierigkeiten der Ratifizierung der Schuldenabkommen wesentlich verloren. Nach Annahme der Ab- lommen mit den Vereinigten Staaten und England werde Frankreich seinen alten Einfluß, so hoffte Briand. wiedergewinnen, einen Einfluß, den er für die Verhandlungen auf der bevorstehenden internationalen Konferenz dringend notwendig habe. Briand hatte mit dem ersten Teil seiner Bemerkung sicherlich recht, doch irrte er sich, wenn er der Ratifizierungsdebatte der Kammer die Schuld für die Schmälerung des französischen Ansehens allein zuschob. Der Grund lag sehr viel tiefer und ist in der gesamten französischen Außenpolitik zu erblicken, bei der sich die hochtrabenden, idealistisch gefärbten Aussprüche der französischen Staatsmänner und die tatsächlichen Handlungen in fo seltsamem Gegensatz befinden. Das hohe Ansehen, das Frankreich nicht zuletzt als „schmerzensreiche Mutter des Sieges" — diese theatralischen Worte stantmen von dem früheren Ministerpräsidenten Herriot — genoß, ist verblichen, und an seine Stelle tritt langsam, aber immer deutlicher 7»as rachsüchtige und habgierigeFrank- reich, das nicht zuletzt in den Augen der Angelsachsen durch seine Haltung in dem letzten Halbjahre bewiesen hat, wie wenig es ihm um ideale Werte zu tun ist. Hier darf man den Einfluß der Pariser Reparationsoerhandlungen nicht unterschätzen, die vielen ehrlichen Freunden Frankreichs, insbesondere unter den angelsächsischen Vertretern, die Augen darüber geöffnet haben, wie weit Frankreich davon entfernt ist, in einem weiten europäischen Sinne an der gemeinsamen Lösung von Aufgaben zu arbeiten, von denen die wirtschaftliche Zukunft Europas und mit ihr auch Frankreichs abhängt. Die Stellung, die Frankreich in der Rheinlandfrage einnimmt, die es den Reparationen und dem Schuldenproblem gegenüber hat, die immer wieder die große Mehrheit des französischen Volkes erhitzen, hat die wahre Psyche Frankreichs enthüllt. Was ist nicht alles in dieser nicht endenwollenden Kammerdebatte an Haß und Anklage gegen das Ausland, gegen Deutschland, England und die Vereinigten Staaten zu Tage gekommen! Als die vorzeitige Rheinlandräumung von sozialistischer Seite zur Debatte gestellt wurde, da hätte man glauben sollen, daß Frankreich dieses Pfand, das heute keinerlei Bedeutung mehr weder für die französische Sicherheit, noch für die französischen Forderungen hat, mit einer großzügigen Geste hätte preisgeben sollen! Längst nicht die Hälfte der Abgeordneten hat dagegen für die vorbehaltlose Rheinlondräumung gestimmt, und Briand selbst, der das Wort „deutsch-französische Verständigung" ständig im Munde führt, hat deut- lich durchblicken lassen, daß er gegen die Rheinlandräumung sei, solange nicht Frankreich andere wertvolle Vorteile dafür einhandeln könne. In England und in den Vereinigten Staaten hat man denn auch dementsprechend auf die Verhandlungen der französischen Kammer reagiert. Schon werden Stimmen in Paris laut, die von der ernsten Gefahr sprechen, die Frankreich läuft, in kurzer Zeit isoliert unter den Großm ächten dazu stehen, wenn es sich nicht in letzter Stunde zu einer Politik der Verständigung entschließe, die es solange schon auf den Lippen führt und die in allen anderen Staaten der Welt als einzige Nettung aus den nicht aufhörenwollenden Schwierigkeiten der Nachkriegszeit betrachtet wird. Die französischen Stimmen mehren sich, die schweres Anheil für Frankreichs Zukunft, vor allem für seine Wirtschaft und seinen internationalen Kredit befürchten. Sehr bezeichnend hierfür ist ein kürzlich im „Temps" veröffentlichter Artikel, der die von Frankreich und Deutschland gemeinsam zu lösenden Wirtschaftsprobleme aufzählt und mit großem Nachdruck dafür eintritt, endlich die Vergangenheit zu vergessen und das Trennende zu überbrücken. In Frankreich zweifelt man heute nicht mehr an dem guten Willen Dr. Stresemanns und eines großen Teiles des deutschen Volkes. Man spricht dies mit erfreulicher Offenheit auch aus. In Deutschland dagegen ist Briand, der vielen als ehrlicher Pazifist galt, auf dem besten Wege, sein Ansehen als ehrlicher und offener Politiker zu verlieren. Diejenigen, die ihm niemals trauten, werden recht behalten. Sie werden unterstützt durch linksgerichtete französische Pressestimmen, die täglich Briands Charakter als schwankend und unzuverlässig hinmalen. Sicherlich wird dieses Mißtrauen zu dem französischen Staatsmann nicht ohne Einfluß auf die zukünftigen deutschfranzösischen Beziehungen sein. Die internattonale Konferenz könnte Briand die Möglichkeit geben, seinen Nuf als offener Friedensfreund wiederherzustellen. Fürs erste hat es nicht den Anschein, als ob er in dieser Dichtung auch nur die geringsten Bemühungen machen wird. Die Stimmung der eigenen Kammer und die Zustimmung der chauvinistischen Presse scheint ihm wichtiger zu sein, als an ein gemeinsames Werk der wirtschaftlichen und politischen Befriedung heranzugehen. So wie die Verhältnisse heute liegen, hat Deutschland auf der internationalen Konferenz viel zu gewinnen, wenn die deutsche Regierung und die deutschen Vertreter sich entschließen, auf einer internationalen Konferenz Hände hoch! Erlebnis auf Korsika. Von Werner Illing. Wir setzten uns auf die Bank. Die Dame aus dem Hotel leidet an vielen Schicksalen. Sie ist ja auch noch jung und recht hübsch. Diele Schicksale reisen nach dem Süden, um von sich zu reden. Das blaue Wellengerinsel über dem Meer, violett zerfUeßande Berge hinter der Bucht und in der Nähe hemmungsloses Blühen und Duf- ten: darin rahmt sich bleiche nordische Enttäuschung und Sehnsucht so bedeutend. Jede Träne schimmert hier in vielfarbenem Abglanz.. Es dämmert stark. Als es noch hell war und die Schönheit um uns noch verhältnismäßig wirklich, hat die Dame von sich erzählt. Ieht beginnt sie zu fragen. Ob sie auf die zärtlichen Briefe ihres schuldig geschiedenen Mannes antworten solle. Ich höre heraus, daß sie es brennend gern möchte und erlaube es ihr. Ob sie sich die Tischgesellschaft des Brasilianers, der sie so dringend anschaut, als habe er nicht viel Zeit, verbitten soll. Warum? Ich finde den Brasilianer ganz nett. Er ist wundervoll angezogen, trägt einen sehr vornehmen, blauen Siegelring am Zeigefinger, scheint häufig zu baden und bildet sich an Wallace. Ich rate ihr ab, mit ihm zu brechen. Sie dankt es mir durch einen Madonnenblick von halb unten. And nun kommt etwas ganz Großes. Die Dame wendet sich mir zu, legt ihre zarte Hand 'vertrauensvoll, doch leicht auf meinen Arm, lächelt mich kindlich verlegen an — sie hat einen reizenden Mund — und sagt leise, genau so leise, wie der Abend um uns ist: „Ich habe eine letzte Frage, die mir sehr, sehr schwer auf dem Herzen ruht. Aber Sie müssen mir im Voraus versprechen, ganz offen, ganz rückhaltlos zu antworten..." Im gleichen Augenblick bringt eine fremde Stimme an mein anderes Ohr. Sie spricht noch lerser, aber unangenehm zischend und einbring* „Levez les mainsl« - „Hände hoch!" Die doppelte Anrede verwirrt mich. Ich wende vorsichtig den Kopf nach der anderen Seite, ganz unhöflich kehre ich mich von der Dame ab und blickte geradeswegs in zwei Revolverläufe. Es ist durchaus noch nicht so dunkel, daß ich das nicht genau erkennen könnte. Ich denke an meinen schönen, starken Darnbusstock, den ich über die Lehne der Dank gehängt habe. Schon fliegt er in das Gebüsch. Die Dame stößt einen leichten Schrei aus. Ich höre, wie sie aufspringt, aber ich sehe nicht nach ihr hin. Die beiden runden, schwärzlichen Feuerrohre sind ja schließlich nur auf meine Augen gerichtet. „Levez les mains!" zischt es energischer. Es ist also an der Zeit, sich zu erheben. Sie mögen es für eine anmaßende Heber treibung halten, das kann ich nicht ändern, aber ich versichere l^nen: ich sprang nicht auf, wie von der bekannten Tarantel gestochen, ich riß nicht meine Arme empor gegen den gestirnten Himmel, sondern ich stand schwerfällig auf, beinahe majestätisch, meiner übernormalen Figur in voller Höhe und Breite bewußt, stehe nun und frage dumpf: „Was wollen Sie?" Das, ich gebe es zu, ist keine geiftgetriebene Frage, denn ich weiß natürlich genau, was die beiden Revolver von mir wollen. Sie verzichten mit Recht auf eine Antwort und rücken mir stumm bis knapp vor die Brillengläser. Ietzt, denke ich, ist's immerhin an der Zeit und bringe langsam meine Arme in die gewünschte Lage, die ich von manchem Kinostück her kenne. Es ist eine sehr lächerliche Lage. Ich kalkuliere: die beiden Briganten sind bestimmt Anfänger in ihrem Fach, höchstens achtzehn oder zwanzig Iahre alt, schmächtige Bürschchen, die vor ihrem eigenen Mut zittern. Sie haben sich Taschentücher über die Nasen gebunden. Ihre Gesichter, soweit ich sie sehen kann, sind ebenso kalkweiß wie die improvisierten Masken. Wahrscheinlich haben sie ihren Mädchen einen vergnügten Abend versprochen und wollen einen Dollarkönig dafür bezahlen lassen. Die Armen. Ich habe das Bedürfnis, ihnen gut zuzureden und versichere, daß ich kein Geld bei mir habe, aber sie glauben eS mir nicht. Der eine reißt mit der linken Hand meinen Rock auf, reißt die Brieftasche heraus, gibt sie hastig feinem Komplizen mit einem triumphierenden einmal auch hart zu bleiben. Es ist nicht richtig, wenn man in Deutschland an zuständiger Stelle von der kommenden Konferenz sagt, daß die internationale Lage für Deutschland sehr, sehr kompliziert sei, um sich dann nachher über die kleinsten Erfolge außerordentlich befriedigt zu zeigen. Qm Gegenteil, die internationale Lage ist so günstig, daß Deutschland auf dieser Konferenz, in der, wie wir andeuteten, Frankreich, abgesehen von Belgien, isoliert dastehen wird, viel, wenn nicht alles, was von deutscher Seite gefordert werden wird, erreichen kann. Wenn man in Deutschland einmal von der Voraussetzung ausgehen würde, daß es klüger wäre, die Konferenz ergebnislos auseinandergehen zu lassen, wenn nicht Rheinland und Saargebiet geräumt würden, dann wäre schon viel gewonnen. Was sehen wir aber statt dessen? Bereits jetzt läßt die Reichsregierung durchblicken, daß sich sehr wohl über eine Kontrollkommission bis 1935 sprechen ließe, obgleich es doch auch in Berlin klar sein müßte, daß diese „Feststellungs- und Dersöhnungs- komission", an der nur der Name schön ist, wenn sie einmal ins Leben gerufen würde, sobald nicht verschwinden wird. Man sollte sich doch einmal in Deutschland sagen, daß die französische Regierung praktisch gar kein entscheidendes Gewicht auf diese Kontrollkommission legt, daß sie nur dem Drucke ihrer eigenen Landsleute und einer i r re ge f ü h r t e n französischen Oeffentlichkeit folgt, wenn sie mit so großer Hartnäckigkeit auf der Kontrollkommission beharrt. Die Kammerdebatte hat bewiesen, wie außerordentlich viel Frankreich am Voungplan gelegen ist. Die ganze Angst der Abgeordneten um seine Ablehnung durch Deutschland sprach aus fast jeder Rede. Frankreich braucht den Voungplan. Die Stimmung für den Voungplan wird sich in Frankreich nach Annahme der Schulden abkommen mit England und den Bereinigten Staaten noch weiter verstärken, da nur der Voungplan es Frankreich ermöglichen kann, die Schuldenabkommen zu erfüllen. Hier besitzt Deutschland ein Mittel, um durch Annahme des Voungplanes alles zu erzwingen, was für die deutsche wirtschaftliche und politische Entwicklung notwendig ist und vor allem die Räumung des Rheinlandes und des Saargebietes durchzusetzen. Wenn man den Voungplan schon annimmt — ob das richttg war, darüber kann man ja verschiedener Auffassung sein —, so soll man sich doch wenigstens so teuer wie möglich verkaufen Aus der Prvvinzialhauptstadt. Gießen, den 26. Iuli 1929. Finanzamt und Versorgungsamt im neuen Heim. Dor einigen Tagen haben das Finanzamt und das Versorgungsamt ihre Bureaus aus dem bisherigen Amtsgebäude, der alten Minik, nach dem neuen Amt shaus an der Ecke Goetheftraße und Lessingftraße verlegt. Wer die vielen Unzulänglichketten der früheren Amtsräume gekannt hat und nunmehr die schönen neuen Bureaus sieht, wird ermessen können, daß die Beamten der beiden öffentlichen Dienststellen mit dem Tausch sehr zufrieden sind. Der Bau ist durchaus nicht etwa in prunkvoller Weise errichtet worden, er ist vielmehr ein ausgesprochener Zweckbau, bei dem Schlichtheit in allen Dingen und doch glücklichste Gestaltung in der Gesamtheit und in der Znneneinrichtung der Grundzug sind. Betritt man das Finanzamt, so findet man beim Eingang zur Rechten ein Auskunftsbureau, durch eine Windfangtür hindurch gelangt man in die große Halle, in welcher ein Wegweiser in Gestalt einer riesigen Wandtafel dem Publikum anzeigt, wohin es sich zur Erledigung seiner Anliegen zu begeben hat. Im Erdgeschoß befindet sich der große und lichte Saal der Finanz - lasse, in dem die zahlreiche Beamtenschaft beste gesundheitliche Vorbedingungen bei der Erledigung ihrer Dienstgeschäfte hat. Der Kassenbetrieb selbst ist natürlich mit allen technischen Errungenschaften der Neuzeit ausgestattet, um den Betrieb so rationell und billig wie möglich „voila* und husch ... verschwinden beide im Gesträuch. Ich lasse die Arme sinken und habe dcrs Gefühl, Herr der Situation gewesen zu sein. Die Dame steht starr und schlank, die Hände wie Kerzen hoch über dem Kopf. Ihre Augen sind leer und bläulich-weiß vor Schreck. Ich erlöse sie durch ein gemütliches und wohlgelungenes, männliches Lachen. „Die jungen Leute haben wirklich Pech," sage ich obenhin. „Es war wirklich fein Geld in der Brieftasche, kaum soviel, wie für ein Abendessen, nur Ausweispapiere und ein paar Adressen. Unangenehm genug, aber ersetzlich...." Ich lege den Arm um ihre Schulter und führe sie sanft zum Hotel. Sie dürste sich etwas hilfsbedürftiger gegen meine Schulter schmiegen, denke ich, aber sie geht ganz gerade, korrekt, beinahe abweisend neben mir und spricht kein Wort. Während ich in der Telephonzelle verschwinde und energisch die Polizei verlange, entschwebt sie grußlos über die Treppe in ihr Zimmer. Der Mann am anderen Ende des Drahtes ist geduldig. Er redet mir gut zu, mich nicht aufzuregen und kündigt sofortige Recherchen an. Die Sache hat jetzt ihre amtliche Seite, ich kann beruhigt nach Hause gehen. Am nächsten Morgen bringt mir der Chef den Spazierstock. Den haben sie im Gebüsch gefunden Etwas später, zu schicklicher Zeit, steige ich nieder ins Hotel, um die erschreckte Dame nach ihrem Befinden zu fragen. Sie ist mit dem ersten Zug abgereift. Auch der Brasilianer ist von der Gästetafel gelöscht. Vielleicht hilft er der Dame, ihre letzte und wichtigste Lebensfrage zu lösen, ohne brutal unterbrochen zu werden. Hochschulnachrichten. Das Badische Staatsministerium hat den planmäßigen außerordentlichen Professor für Musikwissenschaft an der Universität Freiburg L D. Dr. Wilibald Gurlitt die Amtsbezeichnung und die akademischen Rechte eines ordentlichen Professors verliehen. Prof. Gurlitt, der erst vor kurzem einen Ruf als Nachfolger von Prof. Max Schneider auf das Ordinariat der durchzuführen: u. a. wird hier bei der QQm fertigung der Zahlenden sogar der Betrieb mit lausendem Band benutzt. Heber eine breite und bequeme Treppe, durch ein helles und freund* lich gestaltetes Treppenhaus gelangt man in daS erste und zweite Obergeschoß, wo in hellen und luftigen Zimmern die übrigen Dienststellen deS Finanzamtes gute Unterkunft gefunden haben. Hier reihen sich die Bureaus zu beiden ©eiten ter Korridore in übersichtlicher Einteilung aneinander an, ferner befindet sich in diesem Teil« des Baues auch der sogenannte Adremas Raum, eine Wirkungsstätte, in der mit Maschinen neuesten Systems gearbeitet wird, um das umfangreiche Adressenmaterial (daher der Name „Adrema") herzustellen, ferner mit Hilfe der Maschinen Erleichterungen für den Duch- haltungsbetrieb zu schassen. Weiter befindet sich hier ein großer Sitzungssaal. Im übrigen sind beim Finanzamt noch eine Anzahl Räume al8 Reserve vorgesehen, die bei einer etwaigen Erweiterung des Dienstbetriebes sofort in Benutzung genommen werden können. Die gleichen räumlichen Vorteile wie beim Finanzamt findet man auch bei dem Vers or- gungsamt. Auch hier sind die Beamten nunmehr in einwandfreier Weise untergebracht und alle Vorbedingungen gegeben, von denen sowohl ein freudiger Dienstbetrieb wie auch ein reibungsloser Verkehr mit dem Publikum abhängen. Die Bureaus machen auf den Besucher einem sehr guten Eindruck, nicht zuletzt auch durch die blitzblanken Möbel, die aber nicht etwa neu sind, sondern lediglich die alten Möbel nach durchgeführter Auffrischung darstellen. Im Erdgeschoß findet man hier die ärztlichen Unter* suchungsräume, in den übrigen Teilen des Amtes den weitverzweigten Dureaubetrieb. Die Beheizung des großen Baues erfolgt durch eine große Zentralheizungsanlage neuesten Systems, bei der größte Wirtschaftlichkeit gewährleistet wird. 2m ganzen ist zu sagen, daß unsere Stadt durch diesen Neubau der Reichsbehörde um einen schönen und zweckmäßigen Bau reicher geworden ist. Zum Brand in den Gailfchen Tonwerken. Im Anschluß an unsere Berichte über dieses bedauerliche Drandunglück ist noch mitzuteilen, daß nunmehr nach dem vollständigen Löschen der letzten Brandstellen eine nähere Prüfung möglich war. Hierbei stellte sich heraus, daß die Ringofenanlage als solche erfreulicherweise >n> ich t zerstört, sondern an einigen Stellen nur beschädigt ist. Auch die gestern berichtete Schätzung der Schadenshöhe ist nach einer näheren Prüfung des Sachverhalts als zu hoch zu bezeichnen. Im übrigen wird die Fabrikation des Werkes und die Lieferung fast sämtlicher Erzeugnisse unter Inanspruchnahme der völlig^ unversehrt gebliebenen Abteilung Ziegelei ungestört fortgese tz t. da auch das Verwaltungsgebäude vollständig unbeschädigt geblieben ist. Cs sei noch vermerkt, daß die großen Bestände der Fertigerzeugnisse auf dem Tonwerk von dem Feuer völlig unberührt geblieben sind. Säten für Samstag, 27. Juli. WSN. Sonnenaufgang 4.16 Uhr, Sonnenuntergang 19.56 Uhr. — Mondausgang 22.22 Uhr, Monduntergang 10.14 Uhr. 1794: IX. Thermidor des Iahres II: Sturz Robespierres. — 1830: Beginn der Pariser Iuli* revolutton. — 1841: der russische Dichter Michael Lermontow bei Piatigerek gestorben. — 1924: der italienische Musiker Ferruccio Dusoni in Berlin gestorben. Bornotizen. — Tageskalender sürFreitag: Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die schönste Frau von Paris": auf der Bühne: Gastspiel des Schönheits* Balletts Cellh de Rheidt. Vorstellungen 16, 18.30 und 20.30 Uhr. ** Don der Luftpost. Mit den um 13,20 und 14.40 Uhr auf dem hiesigen Fluplah ab* gehenden Flugzeugen werden Luftpostsendungen (gewöhnliche und eingeschriebene Briefe sowie Postanweisungen und Pakete mit der Bezeich* Musikwissenschaft und als Direktor des Musikwissenschaftlichen Seminars und Akademischen Instituts für Kirchenmusik an der Universität Breslau abgelehnt hat, ist aus Dresden ge* bürtig, war Schüler und Assistent Hugo Rie* manns und lehrt seit 1919 an der Freiburger Universität, wo er Direktor des von ihm gegründeten Musikwissenschaftlichen Instituts ist. — Der in der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Bonn neu errichtete Lehrstuhl für Neues Testament ist dem ordentlichen Professor D. Karl Ludwig Schmidt in Iena angeboten worden. Der Neutestamentler Schmidt, der aus Frankfurt a. M. gebürtig ist, widmete sich in Marburg und Berlin dem Studium der Theologie und klassischen Philologie, promovierte 1913 zum Lic. theol., war dann viele Iahre Assistent am Neutestamentlichen Seminar in Berlin und erwirkte 1918 seine Zulassung als Privatöozent in der Berliner Theologifchen Fakultät, wo er später einen Lehrauftrag zur Vertretung der Geschichte und Sprache des Septuaginta erhielt. Im Herbst 1921 kam Schmidt als Ordinarius nach Gießen als Nachfolger von Prof. Dultmann und 1925 nach Iena als Nachfolger Weinels. Die Berliner theologische Fakultät ernannte ihn zum Ehrendoktor. Professor Schmidt ist Herausgeber der ..Theologischen Blätter". — Der durch das Ableben des Professors W. Völh an der Universität Königsberg erledigte Lehrstuhl der Tierzuchtlehre ist dem ordentlichen Professor Dr. Ionas Schmidt in Göttingen angeboten worden. — Der a. o. Professor der englischen Philologie und Direktor des Englischen Seminars und Proseminars an der deutschen Universität in Prag Dr. phil. Leo v. HibIer hat einen Ruf auf das neugegründete Ordinariat für Wirtschaftssprache und Wirtschaftskunde des britisch-amerikanischen Sprachgebiets an der Handelshochschule Leipzig erhalten und zum kommenden Wintersemester angenommen. Prof. v. Hibler wurde 1884 zu Gillian in Tirol geboren. Dr. Franz Baur in Frankfurt a. M. ist ein Lehrauftrag für die Anwendung der mathematischen Statistik auf geophysikalische Probleme in der naturwissenschaftlichen gafultät der dortigen Hniberfität erteilt worden. ■ •i' V »I )* V nung „Luftpost") weiterbeförderk. Schluhzeiten: für die Luftpostsendungen in nördlicher Richtung (Kassel usw.) für gewöhnliche Briefe um 12.20 Uhr beim Postamt l (Bahnhofstraße) und 13.10 116r bei der Posthilfsstelle auf dem Flugplatz: für die übrigen Luftpostsendungen um 12.10 Uhr beim Postamt I. Schluhzeiten für die Luftpostsendungen in südlicher Richtung (Frankfurt a. M. usw.) für gewöhnliche Briefe um 13.40 Uhr beim Postamt I und 14.30 Uhr bei der Posthilss- stelle auf dem Flugplatz: für die übrigen Luftpostsendungen um 13,30 Uhr beim Postamt 1. Die mit der Luftpost beförderten Sendungen erreichen den Bestimmungsort wesentlich früher als gleichzeitig aufgelieferte Sendungen ohne die Bezeichnung „Luftpost". — Mit den ab 1.2uli eingerichteten Reichspostflügen Berlin—Hannover—Essen-Mühlheim—Köln—Amsterdam — London und Stralsund—Stockholm sowie mit den zwischenstaatlichen Luftpostverbindungen Bremen —Hamburg—Kopenhagen—Malmö, Amsterdam- Paris, Stockholm—Helsingfors, Berlin-Danzig- Königsberg—Riga—Moskau, Hannover—Leipzig—Prag, Berlin—Wien, Stuttgart—Zürich- Genf, Frankfurt a. M.—Saarbrücken—Paris, Nürnberg —Prag —Wien —Budapest -Belgrad — Sofia—Konstantinopel u. a. können Luftpostsendungen nach dem Auslande befördert werden. ** Preußisch-Süddeutsche Klassen- lotterte. Die Erneuerung der Lose zur Hauptklasse, deren Ziehung am 8. August beginnt, hat bis spätestens zum 1. August bei der zuständigen Lotterie-Einnahme zu geschehen; andernfalls erlischt das Anrecht. ** Der Höhenluf tkurort Hochwaldhausen bei Ilbeshausey im Vogelsberg bietet neuerdings Gelegenheit zu Milch- und Molken- Kuren. Der Ort liegt 500 Meter hoch, in reiner sauerstoffreicher Luft unmittelbar am Oberwald; Höhenlagen bis zu 800 Meter sind in kurzer Zeit bei mäßiger Steigung zu erreichen. (Dgl. die heutige Anzeige.) ** Stahlhelm B. d. F. Man berichtet uns: Die am 10. Juli gegründete Hochschulgruppe Gießen hielt in Anwesenheit einiger Gäste am Diens- tag ihre erste Versammlung ab. Ein Gast berichtete über die Verhältnisse in den östlichen abgetrennten Gebieten. Eine Reihe neuer Verpflichtungen wurde vorgenommen. Ein anwesender höherer Führer ermahnte die jungen Mitglieder, über die Ziele des Stahlhelm, besonders das Volksbegehren, in den Ferien aufklärend zu wirken. In Göttingen ist das Corps im Kösener S. C. „Saxonia" geschlossen der dortigen Hochschulgruppe beigetreten. 9n München hat der , Stahlhelm nach dem letzten Reichssrontsoldatentag einen derartigen Aufschwvng genommen, daß die Hochschulgruppe bis zum Winter Kompaniestärke zu erreichen hofft. Oberhessen. La:."kreis (L,-c£>:;i. . 4= Rüddingshausen, 25. Juli. Der hiesige Gesangverein „Concordia" feierte Lieser Tage sein 65. Stiftungsfest. Am Vortage bewegte sich abends ein Fackelzug durch das Dorf, und am Ehrenmal für die Gefallenen wurde eine Gedenkfeier abgehalten, wobei der Vorsitzende des Gesangvereins, W e i ß e n s c e. einen Kranz niederlegte. Auf dem Festplatz richtete der Dirigent des Vereins. Lehrer Heiß. Worte des Rückblicks und des Ausblicks an die Mitglieder und die übrigen zahlreich erschienenen Einwohner. Am folgenden Tage zog unter Beteiligung der auswärtigen Vereine ein stattlicher Festzug durch den geschmückten Ort. Auf dem Festplatze begrüßte Lehrer Heiß die Teilnehmer, nach einem Gesangsvortrage sprach Fräulein Kern einen Prolog. Pfarrer Thorn (Odenhausen) wies in seiner Festrede eindringlich auf die ideellen Werte des deutschen Liedes hin. Lehrer Ziegler überbrachte als Vorsitzender des Lumdatal-Sängerbundes, dem der festgebende Verein angehört, Grüße und Glückwünsche. Anschließend wurde von der Festvcr- sammlung die erste Strophe des Deutschlandliedes gesungen. Hierauf überreichte der Dor- itzende an die Ehrenmitglieder Domen d, den rüheren Dirigenten des Vereins, und Altbürger- neister Braun Ehrenurkunden. Fräulein Faul- t i ch überreichte eine von den Jungfrauen ge- tiftete Fahnenschleife, die von Heinrich K r u g als dem Bannerträger mit Dankesworten übernommen wurde. Rach den Vorträgen der Gastvereine setzte ein fröhliches Volkstreiben auf KKUUNL' Vornan von Edgar Wallace. 37. Fortsetzung Nachdruck verboten. „Ich versichere Ihnen, Mr. Holt," sagte der Doktor ernsthaft, „daß ich niemals nach Ihnen geschickt oder mich in irgendeiner Weise mit Ihnen in Verbindung gesetzt habe. Ich habe den Portier weggeschickt, um mir etwas zu besorgen, und dann fiel mir ein, daß ich nicht eine Zigarette hatte und ließ dummerweise das große Haus unbewacht. Sie sind doch nicht in den falschen Auszug gestiegen?" Ein langsames Lächeln erschien auf Larrys Gesicht. „Das habe ich, glaube ich, getan," sagte er. „Allmächtiger Gott!" stammelte der Doktor. „Sie hätten sich das Genick brechen können." „Ich bin mir immer noch nicht klar, was eigentlich passiert ist," sagte Larry. „Es ist ja nur ein Aufzug in Betrieb," erklärte der Doktor. „Irgend etwas an den Motoren ist in Unordnung geraten, und wir lassen sie jetzt im Gleichgewicht laufen. Ich will damit sagen, daß ein Aufzug hoch geht, wenn der andere nach unten kommt. Außerdem haben die Arbeiter von dem morgigen Sonntag profitiert, wo der Fahrstuhl sowieso nicht benutzt wird, und angefangen, den Boden des Aufzugs Rümmer 2, der sehr schadhaft war, auszubessern und —" „Und haben ein paar Bogen Papier und Zeugstücke dafür hingelegt, wie ich annehme," war Larrys unhöfliche Antwort, und er war sich dessen völlig bewußt. „Auf jeden Fall fahre ich jetzt nach oben!" — und stieg mit Dr. Iudd in den zweiten Aufzug. In halber Höhe trafen sie mit Harvey zusammen, der die Treppe herabeilte. „Gott sei Dank, daß Sie nicht verletzt sind," sagte dieser. Larry schüttelte den Kopf. ,,Ich konnte kaum drei Meter vom Boden entfernt sein, als ich fiel. Cs kam mir ja gar nicht zum Bewußtsein, daß dieser verwünschte Fahrstuhl ständig nach unten ging, während der liebenswürdige Herr mich von oben bombardierte." dem Festplatze ein, und mit einem Tanz wurde das wohlgelungene und harmonisch verlaufene Fest geschlossen. Kreis Friedberg. • Wölfersheim, 25. Juli. Zu der unter der Überschrift „Blitzschlag in die Wölfersheimer Transformatoren- station" am 19. d. M. veröffentlichten Meldung wird uns vom Ueberlandwerk Oberhessen in Friedberg folgendes mitgeteilt: Der Blitzschlag traf nicht die im Kraftwerk Wölfersheim eingebaute Transformatorenstation, sondern schlug in eine der Fernleitungen ein und setzte dabei einen 1200-KVA-Transformator in Brand. Dieser ist vollständig ausgebrannt. Von einem Brand von Oelfässern ist nichts bekannt. Der Brand konnte in einer Viertelstunde gelöscht werden. Beschädigungen an Akkumulatoren sind nicht vorgekommen, da die Station keine Akkumulatoren verwendet. Tumen, Sport und Spiel. Statistisches von derDeutschenTurnerschast. Der Turngau Hessen. (Eigener Bericht des „Gieß. Anz.") Die Deutsche Turnerschaft besitzt nach den neuesten statistischen Erhebungen einen Be- stand von 1 618 7 9 2 Mitgliedern. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist bei den Männern ein kleiner Rückgang von Mitgliedern, bet den Frauen hingegen eine Zunahme eingetreten. Der Mitgliederbestand verteilt sich auf die einzelnen Gruppen folgendermaßen: 732150 Män- ner, 100 934 Frauen: 304 643 männliche Jugend im Alter von 15 bis 21 Jahren, 133 463 weibliche Jugend in dem gleichen Alter; 197 560 Knaben, 149 821 Mädchen. x An Vereinen umfaßt die D. T. heute 12 863 an 11 120 Orten. Von den 18 Turnkreisen weist nach wie vor der Turnkreis Sachsen mit 270 028 Mitgliedern den größten Bestand auf. Dann folgen Mittelrhein, Bayern, Thüringen und Brandenburg. Die Übrigen Kreise haben weniger als 100 000 Mitglieder. Der Kreis9 (Mittelrhein) ist mit 192 552 Mitgliedern, die sich auf 2 6 Gaue verteilen, der zweitgrößte Teil ter D. T. Zu ihm gehören das Saarland und ein großer Teil des besetzten Gebiets zwischen Rhein und Mosel. Der Kreis umfaßt 1563 Vereine, von denen 347 über eigene Turnhallen, 487 über eigene Turn- und Spielplätze verfügen. Gelegenheit zum Schwimmen haben im Sommer 667, im Winter 85 Vereine. Vereinsbüchereien sind von 223 Vereinen eingerichtet. Innerhalb des M i tt e lr h e i n kr e i s e s hat unser Heimatgau Hessen räumlich die größte Ausdehnung. Auch hinsichtlich der Zahl der Vereine steht er an erster Stelle im Kreis. 163 Turnvereine im darmstädtischen Oberhessen und in den althessischen Gebietsteilen Preußens zählen in sechs Bezirken zu unserem Heimatgau. An zweiter Stelle im Kreis folgt der räumlich eng begrenzte Gau Rheinhessen mit 159 Vereinen. rt Hinsichtlich ter Zahl ter Mitglieder marschiert im Mittelrheinkreis Rheinhessen mit 23 662 (davon 20100 beitragspflichtig) an der Spitze ter 26 Gaue. An zweiter Stelle folgt der Gau Saar- Dlies, und den dritten Platz nimmt unser Heirnat- gau Hessen -»in. Er zählt 1 5647 Mitglieder, wovon 12 607 steuerpflichtig sind. Die Zahl ter Mitglieder im Hessengau verteilt sich wie folgt: Dereinsangehörige bis zum vollendeten 14. Lebensjahre: Knaben 1966, Mädchen 1074; vom begonnenen 15. bis zum vollendeten 21. Lebensjahre: männlich 3211, weiblich 895: vom begonnenen 22. Lebensjahre und darüber: männlich 7893, weiblich 608. 27 Vereine des Gaues Hessen haben eigene Turnhallen, 26 eigene Turn- und Spielplätze; 20 verfügen über Büchereien. Schwimmgelegenheit ist im Sommer 73, im Winter 8 Vereinen geboten. Folgende Vereine des Gaues Hessen zählen über 300 beitragspflichtige Mitglieder: Tv. 1860 Dad-Rauheim (794); Tv. 1 846 Gießen (724), Tv. Wetzlar (696), T. u. Spv. Marburg (532), Tgm. Friedberg (502), T. u. Spv. Butzbach (485), Tv. Lauterbach (464), Mtv Gießen (443), Tv. Ridda (336), Tv. Alsfeld (310). Als die stärksten Landvereine des Gaues verzeichnet die Statistik: Tv. Heuchelheim (271) und Tv. Drohen-Linden (254). Lehrreich ist es, den Mitglieterstand ter Vereine mit der Einwohnerzahl ter betreffenden Vereinsorte zu vergleichen. Obenan dürfte wohl Ridda stehen, das im Verhältnis zur Gesamteinwohnerzahl die größte Zahl von Turnern im Gau zählt. Demgegenüber melden andere oberhessische und auch kurhessische Städte, die so groß sind wie Ridda oder gar noch mehr Einwohner zählen, auffallend niedrige Turnerzahlen, zum Teil nicht halb so viel. Die Rachbargaue des Turngaues Hessen sind die Gaue Lahn-Dill und Kinzig. Da beite in das Verbreitungsgebiet des „Gießener Anz." übergreifen, seien auch von ihnen noch kurz die zufammenfassenden Zahlen angegeben: Der Gau Lahn-Dill, räumlich auch sehr stark ausgedehnt wie unser Hessengau, zählt in 105 Vereinen 6748 Dereinsangehörige, wovon 5908 steuerpflichtig, lieber 300 beitragspflichtige Mitglieder zählen nur Tv. Limburg (396), Tv. 1875 Bad Ems (360), Tv. Dillenburg (320), Tv. Herborn (304), mit Zahlen also, die bei weitem nicht heranreichen an die Turnerzahlen der entsprechenden oberhessischen Städte. Der Gau Kinzig hat 51 Vereine mit zusammen 3748 Mitgliedern (3155 beitragspflichtig), lieber 300 Turner weifen nur die folgenden Vereinsorte auf: Gelnhausen (357 in 2 Vereinen), Büdingen (354 in 2 Vereinen), Schlüchtern (305). -d. 23. Rhöniurnfeft. - Das 2 3. reichsosfene Rhönturnfest auf der 950 Meter hohen Wasserkuppe konnte sich diesmal gegen alles Herkommen bei herrlichstem Sommerwetter abwickeln. Etwa 200 Wetturner waren zu den volkstümlichen Wettkämpfen angetreten. Gut war neben dem heimischen Oberweserkreis vor allem der Miltelrheinkreis vertreten. Das gute Wetter ließ durchweg beachtens- werte Leistungen erreichen. So lief Pontow, Tgm. Fulda, die 100-Meter in 11,2 Sekun- den, eine auf der Wasserkuppe noch nie gelaufene Zeit. Schall, Tv. 1860 Frankfurt a. M., und I a - t obs, T.- u.Fechtklub Fulda, sprangen 6,80 Meter weit; Jakobs erzielte ferner beim Hoch - sprung 1,75 Meter, und Schall warf die Kugel über 11 Meter. Die 4 X 1 0 0 - M e t e r - S t a f f e l um den Wanderpreis des preußischen Kultus- Ministers konnte mit 49,4 Sekunden die Tgm. 1848 Fulda gegen T.- u. Fechtklub Fulda und Polizei- verein Hann.-Münden erringen Aus den einzelnen Wettkämpfen nennen wir die ersten Sieger: 23 ie r ta m pf (Ob erftufe): Ehrenfieger Schall, Tv. 1860 Frankfurt a. M., 97 P.; 1. Sieger Jakobs, T.- u. Fechtklub Fulda, 92 P.; 2. Neudecker, T. u. Spv. Klein-Auheim, 85 P.; 3. Weingärtner, Pol.- Tv. Hann.-Münden, 84 P.; 4. Voltz, Tv. 1860 Bad-Nauheim, 79 P.; 11. Roth, Tv. 1860 Bad-Nauheim. Dreikampf (Unterstuf e): 1. Hertinger, Tv. 1860 Aschaffenburg, 103 P.; 2. Ortwein, Aufbauschule Fulda 96 P.; 3. Langenohl, Tv. Heuchelheim bei Gießen, 93 P.; 9. Gesing, To. Schlitz, 79 P. Alters turnen (Klaffe 1): 1. Sieg Köffer- lein, Tv. 1863 Aschaffenburg-Damm, 71 P. — Klasse 2: 1. Bolze, To. 1860 Frankfurt a. M., 52 P. Knabenturnen: 1. Schleicher, Tv. Dieters- hausen, 57 P. 56. Gauturnfest des Gaues Hessen O.T. --- 3m Bericht über das 56. Gauturnfest in ter Dienstagnummer ist zu berichtigen: Die 4-mal-100-Meter-Stafsel wurde von Turnern, nicht von Turnerinnen bestritten. Ergebnis: 1. Mtv. Gießen: 2. Tv. Alsfeld: 3. T. u. Spv. Haina. Ergänzend nachzutragen ist bei den Dolks- turnmeisterschaften: Weitsprung: 4. Sieg Hans Steines, Mtv. Gießen (6,50 Meter), gemeinsam mit H. Rvthermel, Mtv. Gießen. „Hat denn jemand nach.Ihnen geworfen? — Es kam mir doch auch so vor, als ob ich ein Stück Eisen auf den Boden des Schachtes aufschlagen hörte." Der Auszug ging nur bis zum vierten Stock, und von dort führte eine Treppe bis in die oberste Etage. Als Larry dort ankam — sie lag in tiefer Dunkelheit, sand er, daß sein Angreifer, wie er es auch nicht anders erwartet hatte, verschwunden war. Auch den Weg, den dieser genommen hatte, brauchte er nicht lange za suchen. Am Ende des Ganges war in ter Decke ein viereckiger Lichtschein sichtbar, eine Luke war geöffnet, und unter dieser stand eine Leiter. „Ich kann Ihnen wirklich nicht sagen, wie peinlich mir die ganze Angelegenheit ist", sagte Dr. Iudd, als sie mit ihm wieder zusammentrafen. Er sah ungewöhnlich blaß aus, und seine Stimme schwankte. „Irgendein Narr muß Ihnen einen Streich gespielt haben, ter sehr ernsthafte Folgen hätte haben können. Wie haben Sie es denn fertigbekommen, daß Sie nicht abstürzten?" Aber Larry war nicht in der Stimmung, noch weitere Erklärungen zu geben und ließ mit einem kurzen „Gute Nacht" einen sehr beunruhigten Dr. Iudd zurück. „Harvey , sagte Larry. „Ich bin morgen früh um halb zehn im Bureau und möchte, daß Sie mich dort erwarten. Morgen werten wir allen Ernstes mit ter Abrechnung beginnen, und ich hoffe zu Gott, daß heute in acht Tagen das Stuart-Rätsel gelöst sein wird. > • „Kleine", sagte Larry Holt am nächsten Morgen in väterlichem und zugleich besorgtem Tone, als er an ter Frühstückstafel saß. „In dieser Rächt habe ich ein langes Gebet gesprochen, ein Dankgebet, daß deine Prophezeiung wirklich in Erfüllung geht." „Wegen der Gefangennahme ter Bande?" „Ungefähr so", sagte er und stand auf. „Gehst du denn ohne mich fort?“ fragte sie überrascht. „Ja" — er zögerte einen Augenblick — „Ich möchte eine kleine Spur untersuchen, die sich möglicherweise zu einer sehr wichtigen ,Fährte entwickeln kann.' Sie sah ihn zweifelnd an. „Ich kann wohl nicht mitkommen?" Er schüttelte abwehrend den Kopf. „Rein, diese Arbeit muß ich wirklich ganz allein unternehmen. Ich muß mich im Verlauf meiner Rachforschungen auf jeden Fall einer Gesetzesübertretung schuldig machen, und ich möchte nicht auch noch dafür verantwortlich gemacht werden, dich von dem geraden Wege des Gerechten abgebracht zu haben." „Ich glaube nicht, daß ich mir darüber viel Kopfschmerzen machen würde," sagte Diana lächelnd, „aber du willst mir eben nicht erzählen, um was es sich hantelt. Das ist doch die ganze Geschichte, nicht war?" „Das hast du aber schnell herausgefunten! Der edle Sunnh wird auf dich aufpassen und dich nach Scotland Bard begleiten — bis an die Zähne mit allerhand Mordwaffen gewappnet." Sunnh errötete verlegen, fand aber sofort seine Unbefangenheit wieder. „Ja, Sir", sagte er. „Ich habe gedacht, daß man Ihren Winterüberzieher zum Reinigen schicken müßte." „Was hat denn das in aller Welt damit zu tun, daß Sie Miß Ward nach Scotland Bard begleiten sollen?" fragte Larry erstaunt. „Richts, Sir," war Sunnhs Antwort. „Ausgenommen, daß es gegen Rovember sehr kalt sein wird und daß das Reinigen von Mänteln viel Zeit beansprucht." „Rein wirklich," sagte das junge Mädchen lächelnd, „Sunny ist sehr häuslich und hat außerdem über den Ausgang unseres Falles sehr optimistische Anschauungen ... Wo führt dich denn diese Fährte hin?" fragte sie. „Ich möchte es so gern wissen, falls — —“ sie zauderte einen Augenblick — „falls du wirklich mal nicht zurückkommen solltest." „Meine Fährte führt nach Hampstmd." Sie seufzte erleichtert auf. „Ich hatte so große Angst, sie würde ganz woanders hinführen." Wenn er sich auch wunderte, warum sie so besorgt war, so wollte er doch nicht weiter über dieses Thema sprechen, denn er hatte sie schändlich belogen, ' ■- v vs Handball beim Gauturnfest in Alsfeld. - Im Verlaufe des 56. Gauturnfestes des Gaues Hessen in Alsfeld wurde auch ein Handball- Werbespiel ausgetragen, das einen spannenden Spielverlauf nahm. Es standen sich gegenüber die 1. Mannschaft desTurnvereinsAlsfeld und eine kombinierte Mannschaft des 2. Gaubezirks (Gießen). Alsfeld konnte gegen die Bezirksmannschaft nicht aufkommen. Das Spiel endete 7:1 für den 2. Bezirk. Deutsche Fußballmeisterschaft. Nachdem am vergangenen Sonntag die diesjährige leichtathletische Saison mit den deutschen Meisterschaften abgeschlossen hat, folgt am kommenden Sonntag der Fuhballsport. Sein Höhepunkt ist das Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft. Spielvereinr- gung Fürth und Hertha-BSC. bestrebten am kommenden Sonntag im Nürnberger Stadion das Schlußspiel. Der Berliner Meister gegen den prominenten Vertreter des süd- teuischen Fußballs! Eine interessante Paarung, die einen spannenden Kampf verspricht. Hertha hat in seinen beiden Spielen gegen den 1. FC« Nürnberg bewiesen, daß sie über ein ausgezeichnetes Können verfügt, daß seine -Mannschaft» den Kampfgeist besitzt, der in entscheidenden Spielen zumeist den Crsolg bedingt. Aus der anderen' Seite steht Fürth, dessen Spieler in mannigfachen schweren Kämpfen sich eine Routine aneigneten, wie sie wohl nur wenigen deutschen Mannschaften eigen ist. Es spricht viel für einen Erfolg der Kleebättler, nicht zuletzt die Tatsache,, daß das Spiel in Nürnberg ausgetragen wird. Doch wie bei allen Fußballspielen, ist auch hier jegliche Voraussage verfrüht. Leicht ist es möglich, daß kleine Umstände das große Spiel ent* scheidend beeinflussen. V. f. B. Leichtathletik. Die Leichtathletik-Abteilung folgt am nächsten Sonntag einer Einladung der Sportgemeinte „Hessen" Hersfeld und entsendet drei Aktive und sechs Jugendliche nach dort. Von den Kämpfen der Aktiven bestreitet S P aa r das Speerwerfen in Klasse II und HI. Spaar, ter Anfänger ist und am Sonntag erst zum zweiien- mai an den Start geht, ist sehr gut veranlagt und kann, wenn er feine Trainingsleistunaen wiederholt, auf ein gutes Abschneiden hoffen. ©. Müller läuft die 1500 Meter in Klasse I. Er ist in dieser Saison noch nicht richtig in Form gewesen und wird sich sehr anftr engen müssen, wenn er etwas erreichen will. Max F i e r bestreitet den Weitsprung in Klasse III und die 200 Meter in Klasse I. — Von ter Jugend nimmt Gruber am 100-Meter-Lauf, Kugelstoßen und Weitsprung ter Klasse A teil. Rübsarnen hat für die 1500 Meter gemeldet. Beide haben Aussichten auf einen Erfolg. In der Jugendklasse B ist V. f. D. durch Kirch - Heimer, Steuerwald, Hellmeher und Stroh vertreten. Die recht gut eingelaufene Mannschaft sollte in der 4x50-Meter-Staffel ein Wort mitzureden haben. Kirchheimer und Stroh haben außerdem für die 50 Meter, Steuerwald und Hellmeyer für die 200 Meter gemeldet. Auch am Weitsprung beteiligt sich noch Steuerwald, der in dieser Konkurrenz mit ziemlicher Sicherheit auf einen Platz rechnen kann. GroßerErfolgGießenerAutomobilisten Der Auto- und Motorrad-Club Gießen c. D. (A. D. A. C.) errang am vorigen Sonntag bei ter Zielfahrt nach Walteck zum dritten Male den vorn Gau Illb gestifteten Wanderpreis, der damit endgültig in seinen Besitz überging. Ferner wurden eine ganze Anzahl seiner Mitglieder für hervorragende sportliche Leistungen mit ter goldenen bzw. silbernen Plakette bedacht. Sportverein 1928 Garbenteich. Der kommende Sonntag bringt für Garbenteich ein großes Fußball-Ereignis. Hier stehen sich die erste Mannschaft des hiesigen Sportvereins und die Alten Herren des V.f.B. Gießen in einem Delehrun a sspiel gegenüber. Der Neuling, ter dieses Jahr zum erstenmal um die Punkte ter Derbandsspielserie kämpft, wird versuchen, der zur Zeit sehr spielstarken A H.-Mann- schaft eine mindestens gleichwertige Partie zu liefern, nachdem er sich vor einigen Wochen in einem Gesellschaftsspiel auf dem Gießener! ^?ne halbe Stunde nach seinem (Shitreffen im Präsidium verließen zwei nicht zu sauber aus- sehente Männer in der abgetragenen Uniform der Städtischen Gasgesellschaft Scotland Bard durch den Ausgang nach Whitehall und kletterten auf einen Autobus. Der eine trug eine Tasche mit Werkzeugen. Ungefähr eine Diertel- meile vor ihrem Bestimmungsort stiegen sie auS und gingen langsam zu Fuß weiter, bis sie stehenblieben und sich das Haus betrachteten, in dem nach Larrys Meinung die Aufklärung von ©orten Stuarts Tod zu finden war. Es war ein Haus von ganz ungewöhnlichem Aussehen, kahl und finster, mit wenigen, ater stark vergitterten Fenstern. „Der Mann, der den Plan für dieses Haus entworfen hat, muß angenommen haben, daß es ein Gefängnis werden sollte," sagte Harvey. „Vielleicht hat er das auch gedacht," erwiderte Larry. „Harvey, wenn das wahr ist, was uns ter blinde Lew erzählt hat, dann sind wir jetzt am Ende unserer Jagd angelangt.“ „Aber das soll doch nur eine gewöhnliche Durchsuchung sein," sagte Harvey verblüfft. „Glauben Sie wirklich, daß Sie mit dieser einmaligen Haussuchung den ganzen Fall beendigen werten?" Larry nickte. „Wenn ich dies Haus betrete, mache ich jeden Traum, den ich in dieser Sache geträumt, jede Theorie, die ich mir auf gebaut habe, zur Wirklichkeit. Ich stehe oder falle mit dem heutigen Ergebnis." „Weih denn Miß Ward —“ begann Harvey dreist. „Das ist das einzige, was sie nicht weiß.' lächelte Larry, schritt über die Straße, flieg die wenigen Stufen zur Haustür empor und läutete. Die Tür wurde von einem Diener geöffnet, der sie nach wenigen scharfen und herrischen Worten Larrys in die Vorhalle einlieh. „Vergessen Sie nicht, daß unser Besuch ge* heim bleiben muh," sagte Larry. „Sie können sich auf mich verlassen, Mr. Holt, antwortete ter Mann, dessen Gesicht beim An* blick Larrys eine krankhafte, grünweihe Farbe angenommen hatte. (Fortsetzung folgt). issur 8°"" Menden Ar Publikum! Jjoltl freitn^ » kch & 3« ‘"s greifen. , besonderer ■ Baunorm Wert hab^ per Leo 6on l SpM-oe-le. Die fehe^^ ——* l I I 1 I I i komm tag, 2 Sams wS! lws mbi» 2 (ft? ? Unb P die iS?h ®* «nÄ««n. ‘•i für' SM >n tnit bm hC bie5< 4ÄÄ um 6it6btln Ä. ’Ä'IUÄ ZSL'L Mfant?®? ,üb* - °-isüch?L !ä 6«, ! K il Auf btr n„^C' ^wSä6« iS??«; &£Äaflen?it^ ^er hnii es mSg. ba8 große Spiel ej, Wtfif, iVtz M nächsten LÄAr^me'nbe '^lenbet drei Mive S. tat Ton ta streite Epaa r M unb III, tzpaar, btt *Q9 erst zum zweiten- 1 sehr gut veranlagt Trainingsleistungen Abschneiden hoffen. 0 Meter in Klasse I. not^ nicht richtig stl sich sehr ansttenaen erreichen teilt Max kitsprung in Klasse Klasse I. - Don der am IVO-Meier-Lauf, ng der Klasse A teil. 1500 Meier gemeldet, aus einen Erfolg. In M.2, durch Kirch- d, Hellmehcr und recht gut cingelausene txN-Meter-Siafsel ein Kirchheimer und Stroh 50 Meter, Lieuerwalb 200 Meter gemeldet, eiligt sich noch Steuer- ckurrenz mit ziemlicher ch rechnen kann. Mvtvrrad-Elud i,.) errang am vorigen rt nach Waldeck zm Tau lUb gestifteten lomit endgültig in ig. Ferner mrdeneine Mitglieder für hervor- ngen mit der goldenen rdacht. 18 Sarbenteich. j bringt für Garbenteich Eis. Hier stehen sich s hie igen Sportverems des D.s.D. .M-n in piel gegenüber. Del c »um erstemal um die >fserie länteft toird oer- viclstarkenLH>Mann- Keichlvertige Part'- i vor einigen 2Men _auf dem Gießener ?«■ w® sie aus muft° S bis m ,u SUV ® L,röteten, das Aufklärung Meinung £)l< _ »i" l&w M Ä»edl gtC feSS>T ürftefe. * St !*fLaut ha^ heutigen Ä mit d- j begaiw S vard jh« g: chaste. y Waldsportplah mit 5:4 Toren geschlagen bekennen ’ mußte. Das Spiel steht unter der Leitung zweier Schiedsrichter. Polytechnikum Friedberg beim Rhön-Segelflugwettbewerb. Die Fliegergruppe am Polytechnikum Friedberg beteiligt sich in diesem Jahre ausschließlich an den Segelflugwellbewerben auf der Rhön, und zwar mit insgesamt drei Maschinen. Ein einfaches Schulflugzeug vom Typ ..Zögling" und die erprobte „Friedberg" (ein „Prüfling'-Typ) sind zu dem von Anfang August bis Ende September sich erstreckenden S ch u l u n g s Wettbewerb gemeldet. In den schon begonnenen L e ist u n g s Wettbewerb wird die Fliegergruppe am Polytechnikum Friedberg mit der neuerbauten ,^)berhessen eingreifen. Die „Oberhefsen" ist eine Neukonstruktion besonderer Art; sie zeigt eine von der bisherigen Baunorm abweichende Form. Außerordentlichen Wert haben die beiden Stonftrutteure, Dr. Kup- p e r (von Prof. Junkers Flugzeugbau) und Wilh. Leo Conrad (techn. Leiter der Fliegergruppe). auf äußerste Gewichtsersparnis gelegt. Die „Ober- Hessen" ist eine freitragende Maschine mit 17 Meter Spannweite. ' Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen wird Großstadt? Wie erwartet, ersolgte drei Tage nach Einsehen des heißen Wetters ein Mahnruf des Wasserwerks zur Sparsamkeit mit dem köstlichen, teuren Olafe. Frankfurt a. M. hat zu gleicher Stunde bekanntgegeben, daß reichlich Wasser zur Verfügung stehe und der Verbrauch keiner Ein- fchränlung unterliege. Dort hatte man sogar Wasser, um die durch den harten Winterfrost geschädigten, nunmehr im zweiten Säst absterbenden Alleebäume stark zu wässern (was vielleicht auch bei den viel zu stark gestutzten Robinien in der Plockstrahe noch zum Ziel geführt hätte). 3n Gießen gibt man manchen Gartenbesitzern Wasserleitung, verbietet aber die Benutzung. Das hat zur Folge, daß sich die Betroffenen zum Wort melden und statt dessen Einschränkung des Badens und Schließung des Dolksbates verlangen. Das Baden ist aber ebenso eine Forderung der Hygiene, wie das Gemüseessen, der Vorschlag daher ebenso abzulehnen, wie der an die Gartenbesitzer gerichtete. Don Straßensprengung hat man in den Tagen der Hitzewelle leider wenig bemerkt. Hier hätte es doch wohl nahe gelegen, mit den neuen Sprengwagen, welche ja darauf eingerichtet sein sollen, Wasser aus der Lahn zu entnehmen. Was aber war zu beobachten? Städtische Arbeiter, welche die Bürgersteige an der alten Bürgermeisterei sprengten, begaben sich mit ihrer Kanne in die Lonystrahe (Eingang Gartenstraße), um nicht etwa aus der Wieseck, sondern aus einem eigens dort zu diesem Zweck mit Steigrohr versehenen Hydranten Wasser zu entnehmen. Ob auch an dem etappenweisen Einsetzen der Feuerwehr bei dem Brand in dem Gailschen Tonwerk die Erwägung beteiligt war, daß das Wasser knapp ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls kam die zweite Motorspritze erst eine Viertelstunde nach der ersten und ter Alarm setzte erst um eine weitere Viertelstunde später ein. Etwa 3/i Stunden nach der ersten Motorspritze fuhr das Gros der Feuerwehr auf (es war wohl die Gailfche). Liebrigens habe ich noch nirgends eine so klägliche Sirene gehört, wie die Feuersirene, die mich jedenfalls nicht aus dem Schlaf wecken konnte. Es scheint, als ob in der Gegend des Brandes keine Hydranten mehr sind. Es ist wohl überhaupt nicht allgemein bekannt, daß es altbewohnte Außenbezirke ter Stadt gibt, die weder Wasserleitung, noch Kanalisation besitzen, Umstände, die der Fürsorge der Gesundheitsbehörte wert sind. Es fehlt Gießen leider noch viel auf dem Weg zur Großstadt. Vervollständigung des Wafserleitungs- und Kanalnetzes mit Erschließung neuer Quellen neben größerer Sauberkeit wäre am wichtigsten. Großzügige Entschließungen dürften erleichtert werten im Hinblick auf die gesteigerten Einnahmen, welche in Anbetracht der hohen Wasser- und Kanalgebüh- ren erwachsen uitb eine gewisse Verzinsung des Anlagekapitals sichern. Es wächst Gemüse, Daum und Gras Wohl üppig mit des Wassers Raß: Jedoch es darf ja nicht mehr sein; Das Wasserwerk schreit: OleinI Olein! Olein! Man löscht mit Wasser alle Brände, Wenn srüh genug Alarm ertönte. Willst du dich baden frisch und rein, Geh' stets nur in die Lahn hinein Und nimm zum Trinken Bier und Wein, Dann sagt das Wasserwerk nicht „nein“. Dr.....r. Warum keine Kaufgraber? Seit einer langen Reihe von Jahren hatte die Stadt Gießen auf ihren Friedhöfen die Einrichtung getroffen, daß im Bedarfsfälle an bevorzugten Stellen Kaufgräber (sog. Cinsassungs- gräber) abgegeben wurden, die, nebenbei bemerkt, sehr begehrt waren. Zur Zeit gibt nur die Friedhofsordnung davon Kunde, in Wirklichkeit sind keine mehr da. Warum? fragt daS Publikum. Es ist btxb eine ganz schöne Einnahmequelle für die Stadt. Hoffentlich genügen diese Zeilen, daß solche Gräber wieder zu haben sind._______________Mehrere Gießener Bürger. Verantwortlich für Politik: i. V. Ernst Blumschein. Ohr Hunge (tretet vor (Besunbhßit} Ja.feit er. auf “Rat des Hintes Kufekeund frifcheMilch bekommt! Nafflrtkhes Zur Gesiindbaltung Reste Reste Reste ihbReste EÜQ Reste kommen ab Sams tag, 27. Juli, bis Samstag, 3. Äug. zum Verkauf Besichtigen Sie bitte unsere Schaufensterl Schmücker 6288A Drucksachen aller Art XffeÄÄ Ne vrübl'scke Unioerfitätr-vruckrrei.'H. Lange. 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Ergäbe, Nn; $ Nr. 175 Drittes Blatt Zreitag, 26. Juli 1929 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Wirischast. Frankfurt u id die Einigung Ruhrgas-Saargas. Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, hat der Magistrat der Stadt Frankfurt a. M. in der Frage i)«r Gasfernversorgung zu der durch die «j nigung zwischen der Ruhrgas-A. -G. und der Sa o r g o 5 • (9. m. b. S). geschaffenen neuen Situa- m noch nicht Stellung genommen. Es sind infolgedessen auch noch keinerlei Beschlüsse hinsichtlich einer Blenderung der bisherigen Gaspolitik der Stadt i'ranffurt o. M. gefaßt worden, zumal da erst mit d«n anderen Beteiligten, z. B. mit der Stadt Mannheim, Besprechungen stattfinden müssen. Zu der Nachricht, wonach Vie Preußische Elektri- z rats-A.-G. (Pread) sich an der Braunkohlen- «chwelkroftwerk Hessen-Frankfurt a. M. h@. (Hefra g), deren Aktienkapital von 3 Mil- In 'Nen Mark sich je zur Hälfte im Besitz der Stadt Js'jmnkfurt und des Freistaates Hessen befindet, be- t (igcn wolle, hören wir, daß die Preog bereits ft längerer Zeit mit der Stadt Frankfurt a. M. '7 r rhandlungen führt mit dem Zwecke, eine engere lilsammenardeit auf elektrowirtschaftlichem Gebiet 'l^rbeizuführen und damit eine erweiterte Strom« ^ferungsmöglichkeit zu schaffen. Oie deutsche Kaliindustrie. Der Bericht des Ausschusses zur Untersuchung tetr Srzeugungs- und Absatzbedingungen der ätschen Wirtschaft liegt jetzt über ein Teil- icrbiet, nämlich die deutsche K a l i i n d u st r i e, 'oc. Das Material, das in diesem Bericht auf ? nind von Umfragen bei der Kaliindustrie und : ter Vernehmungen der Sachverständigen seitens '» Beurteilung der Verhältnisse in der Kali- miuftric von Bedeutung sind. Aber in der Bieispolitik selbst übt der Ausschuß Kritik am < Ä eichskalirat. Die Kompetenzen des )t«ichskalirats und des Aeichswirtschafts- mnisters bei der Festsetzung ihrer Kalipreise sind le lannt. Die Enquetekommission stellt in ihrem Bericht u. a. fest: Di« Zusammensetzung des ^ichskalirats ist durch gesetzliche Bestimmungen csigelegt: außer technischen Sachverständigen müs- ?: i namentlich Vertreter der Kaliunternehmun- cc li, des Syndikats der Arbeitnehmer, des Han- c s und der Verbraucher an ihm beteiligt sein. Zie Verbrauchervertreter werden jedoch in erster i'i' nie Organisationen entnommen, die als Derer ler Kall an die Verbraucher absehen. Durch i!)*e Einschaltung als Verteiler in die Kaliwirt- ch aft sind sie mit ihr nicht allein unter Der- !r Äuchergesichtspunkten verknüpft. Ihre Stellung- a_hme kann daher Beeinflussungen unterworfen nerben. Bei den Vertretern aus Arbeitnehmer- reifen besteht die natürliche Bedingung zwischen Wshlfahrt deS Industriezweiges und Lohnhöhe e • dort Beschäftigten. Der Ausschuß stellt fest, (i h der Aeichskalirat in jedem Falle seit den Imslalionsjahrcn im wesentlichen dem Reichs- r'i rtschaftsminister als der letzten Kontrollinstanz He Verantwortung der Preispolitik überlassen fa.:. 2n dieser Stellungnahme des Ausschusses r-jt natürlich eine sehr weitgehende Kritik hin- ckttlich der Preisfrage für Kali, die bei künftigen .inischeidungen nicht unberücksichtigt bleiben dürfte. Denn man bedenkt, daß das eigentliche Kampf- ■cÄict innerhalb der Kaliindustrie, wie es sich Hinte ergibt, nicht auf dem Gebiete des Kali- :b"ahes liegt, sondern vielmehr auf dem Gebiete !ev K a l i ch e m i e, daß sich also von hier aus •enc und einschneidende Strukturänderungen der :.üDliint)uftrie entwickeln können, so verringert sich :ir Bedeutung des Enqueteberichtes. Sicherlich H'ssiehen innerhalb der Kaliindustrie gegenüber krn Verbrauchern, mit andern Worten in der slneissrage keine Differenzen, da gerade der Ausbau der Kalichemie möglichst hohe Kalipreise k’ulangt. Die Rebenproduktion der Kaliindustrie, ' i)ee Entwicklung und ihre Ausdehnung werden für die nächsten Jahre für alle Transaktionen bestimmend sein, die die Kaliindustrie durchführen wird. 3m Interesse der Erhaltung einer gesunden Kaliindustrie, deren Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft nicht in ihrer Gröhe, sondern in der Wirtschaftlichkeit ihres Produktes liegt, kann man nur wünschen, daß es zu einer Derstän - d i gu n g zwischen den großen Konzernen kommt, damit die Kaliindustrie nicht die gleichen Verluste erleidet, wie sie durch lieber- konkurrenz und lieberkapazität schon einmal sich selbst zugefügt hat. * Kritische Lage der südwestfäli- schen Fahrradteilindustric. Schon das vergangene Jahr zeigte bekanntlich in der Fahrradbranche, die in Südwestfalen stark vertreten ist, einen erheblichen Rückgang der Nachfrage. Die leise Hoffnung auf eine neue Belebung des Marktes in diesem Frühjahr wurde durch einen weiteren Rückschlag in bisher nicht erlebtem Aus- maße enttäuscht. Es zeigte sich, daß die in den letzten Jahren fieberhaft betriebenen Produktionssteigerungen nur vorübergehend von einer durch das Abzahlungsgeschäft künstlich angeregten Kon- sumfähigkeit ausgenommen werden konnten, in Wirklichkeit jedoch dem normalen Bedarf weit vorausgeeilt waren. So steht heute die heimische Fahrrad- und mit ihr die Fahrradteilindustrie und der mit ihr verbundene Handel mitten in der Krise der unausbleiblich gewesenen Reaktion. Die eingeschränkten Absatzmöglichkeiten haben einen äußerst scharfen Konkurrenzkampf herausgefordert und die Preise weit unter die Herstellungskosten gesenkt. Die Exportmöglichkeiten sind ebenfalls verhältnismäßig gering. Aussichten auf Besserung der Lage lassen sich heute noch nicht erkennen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 26. Juli. Tendenz geschäftslos. — Zum Wochenschluh verkehrte die Börse in unverändert stiller Haltung. Die Grund- stimmung war zum heutigen Liquidationstag nicht unfreundlich, da infolge der frühzeitigen Vorbereitungen keine Schwierigkeiten in der Ueberwindung erwartet werden. Aeport- geld stand reichlich zur Verfügung. Das Geschäft bewegte sich im kleinsten Nahmen. Nur die Kulisse zeigte wieder einiges Deckungsbedürfnis. Orders lagen kaum vor. Die schwächere Neu- yorker Börse und die angespannteren Geldmarktverhältnisse am dortigen Platze drückten aber auf der anderen Seite auf die Stimmung, jedoch waren gegenüber der gestrigen Abendbörse einige Besserungen bis zu 1 Proz. zu verzeichnen. Etwas mehr Interesse bestand dagegen weiter für Chade-Aktien mit plus 2 Mark. Die übrigen Elektro- teerte lagen vernachlässigt. Am Chemie- mar k t eröffneten Farben leicht gedrückt, während Scheideanstalt und Aütgerswerke eine kleine Erholung aufzuweisen hatten. Montan- werte uneinheitlich. Mannesmann, Phönix und Stahlverein zogen etwas an; Rheinische Braunkohlen und Rheinstahl lagen nur knapp behauptet. Sonst waren Veränderungen von Belang nicht zu verzeichnen. Renten geschäftslos. Stärker an- geboten waren Zellstoff Waldhof mit minus 2,75 Prozent. Im Verlaufe nahm eine große Lustlosigkeit wieder stärker überhand und es traten bei der bestehenden Aufnahmeunlust Rückgänge bis zu 1 Prozent ein. Dringendes Angebot war aber nirgends festzustellen. Infolge des heutigen Prämienerklärungstages wurde der Sah für Tagesgeld auf 8,5 Prozent erhöht. Geld über Ultimo war mit 9 bis 10 Prozent angeboten. Am Devis enmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1940, gegen Pfund 20,349, London gegen Kabel 4,8520, gegen Paris 123,76, gegen Mailand 92,77, gegen Madrid 33,24, gegen Holland 12,0975. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 26. Juli. Zum Wochenschluß war die Stimmung am Produktenmarkt etwas freundlicher, wenn auch das Geschäft im allgemeinen nicht umfangreich war. Rachfrage machte sich vor allem nach Weizenmehl bemerkbar, das 0,25 Mk. anziehen konnte. Im übrigen traten bei dem geringen Geschäft Preisverän- derungen gegenüber dem Vortage nicht ein. Es wurden notiert: Noggen 22 bis 22.25; Hafer, inländischer, 22,75 bis 23; Mais (gelb) für andere Zwecke 22,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 39 bis 41,75; Noggenmehl 30,50 bis 31,75; Weizenkleie 11,25; Roggenkleie 12,50 bis 12,75. Tendenz: ruhig. Bücheriisch. — Das Gelbe Gartenbuch. Don Ellh Petersen. Ein Buch vom ertragreichen Gartenbau für Anfänger. 400 Seiten mit sieben farbigen Tafeln und 125 Zeichnungen von Kunstmaler C. O. Petersen. Derlag Knorr & Hirth G. m. b. H., München. Geh. 5 Mk., Leinen 7 Mk. — (332) — Das Gelbe Gartenbuch gibt Anleitung für die Anlage und Pflege eines Nutzgartens, ohne darüber die Blumen zu vergessen, die Garten und Zimmer eigentlich erst richtig freundlich und farbig machen. Zuerst zeigt Elly Petersen die Grundlagen aller Gartenkunst: das llmgrabcn, Nigolen, Düngen, Säen, Pflanzen, Jäten, das Beschneiden und Deredeln usw. Sodann führt sie alle Blumen-, Gemüse- und Obstarten, die in unseren Gärten wachsen, vor und erzählt alles Notwendige über ihre Aufzucht und Pflege. Am Schluß kommt ein Arbeitskalender: er sagt, welche Arbeiten in jedem Monat im Garten vorzunehmen sind. Den sehr übersichtlich ungeordneten Text, in dem auch nicht die alten, bewährten Bauernregeln fehlen, erläutern viele klare Zeichnungen und sieben farbige Tafeln von Kunstmaler C. O. Petersen. Letzte Nachrichten. Oer Strafantrag im Prozeß Lllih. kaltowih, 28. Juli. (D3IB. Zunkspruch.) Nach liffünbigem Plädoyer beantragte Staatsanwalt 2TI a l f o ro f f i gegen den Angeklagten 1111 tj eine Gefängnis st rafe von einem Jahr. Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 222. Don D. Przepiorka. 8 6 5 7 4 3 2 1 g h 8 7 6 5 4 3 2 1 a b Schwarz, a b c d e d e f g h Weiß. Weiß zieht und seht in zwei Zügen matt. Weiß: 7 Steine. Kgl; Dd8; U8; Sh8; Bc2, f7, g7. Schwarz: 9 Steine. Kh6; Dg8; Tb4, b6; Lb3; Be5, g4, h5 H7. ' Eine sehr feine Aufgabe. Partie Nr. 143. Nachstehend geben wir eine interessante Partie aus der zweiten Runde des Duisburger Meister- turniers: 1 Bremer Partie. Weih: Babel. Schwarz: Orbach. 1. c2 —c4 1. e7-e5 2. Sgl-f3 2. Sb8-c6 3. Sbl —c3 3. Sg8-f6 4. d2 —d4 4. e5-e4 5. Sf3-g5 5. Lf8-b4 Gut spielbar ist auch die Variante 5 h6 6. Sgxe4, Sxe4 7. Sxe4, Dh4 8.8 bei., Dxd4 usw.; doch wollte Schwarz eben den Damentausch vermeiden. 6. d4-d5 6. Sc6-b8 7. Lei — d2 7. Lb4xc3 8. Ld2Xc3 8. 0-0 9. Ddl-c2 9. Tf8-e8 10. f2 — f3 10. d7-d6 11. Lc3xf6 Falsch 11.Sxe4 wegen 11. .... Sxe4 nebst 12 Dh4 +• 11... ., 11. Dd8xf6 12. Sg5xe4 12. Df6-g6 Schwarz hat in Anbetracht der unentwickelten weißen Königsstellung einen Bauern geopfert; es zeigt sich in der Folge, daß die Auffassung von feiten des Schwarzen richtig war. 13. Dc2-d2 13. f7 — f5! 14. Se4-f2 Am besten, um sich dem feindlichen Springer später aus d3 entgegenzustellen. nun 20. b7-b5! 21. Te3xd3 23. Dg6-e8 24. Tel-al 25. b5xc4 17. Lc8-d7 18. Ta8-e8 19. Te5-e3! 14. Sb8-d7 15. Sd7-e5! 16. Te8xe5 einen mächtigen Druck in flügels. 20. Dd2-d4 21. TdlXd3 22. e2xd3 Verteidigung. 27. De5xb2+ 28. f5-f4+ 29. Db2-e5+ 30. Talxa3+ 14 15. Sf2-d3 16. Sd3xe5 Schwarz übt der e-Linie aus. 17. 0-0-0 18. h2-h3 22. ..., 23. Kcl-d2 24. Dd4-f2 25. a2-a3 26. d3xc4 Etwas besser war 26. Lg2, doch konnte dies den Verlust der Partie auch nicht aufhalten. 26...., 26. De8-e5! Das Spiel nimmt nun ein Ende mit Schrecken. Weih gab auf, da Matt in einigen Zügen» erfolgt. Lösung d«S Problems Ar. 218. 27. Lfl — g2 Weiß hat keine 27 28. Kd2-e3 29. Ke3-e4 30. Ke4-d3 19. g2-g4 Lähmt die Entwicklung des weißen Königs- Rach 22. Dxd3 wäre die Fortsetzung 22 Dg5 + K bei. 23. Te3 für Weiß unangenehm. 22. Te8-el + Don L. ÄnoteL 1. Sc8-d6 (droht 2. Db5+ usw.) 1 Kc5x d6. 2. Te2-e5! usw. 1. ..., Sf7xd6. 2. Lf6-d4 + » usw. 1 Dh3-h4. 2. Te2-d2ufto. 1. . .., Sf7- e5. 2. Te2xe5+ usw. 1. ..., Kc5-d5. 2. Te2- d2+ usw. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedakttonStisch. Strotzenbahn. .Der Kleine soll erst vier Jahre fein?“ .Jawohl, Herr Schaffner." .Jungchen, nu sag mal. wie alt du bist." .Vier." .Mensch, du wirst entweder ein Schwindler oder ein Riese!" Sag, was du willst. Der Barbier: .Wollen Sie Ihr Haar auf irgendeine besondere Weise geschnitten haben?" Der Kunde: .Ja. Ab." (Lust. Dl.) kunstgefchmack. .Ein Oelgemälde wünschen die Herrschaften? Hier habe ist eine sehr gute Reproduktion eines Leistikow." .Ianz nett, aber zu klein für unser Loch in der Tapete!" Entdeckung Amerikas. Der Zug hatte fünfzehn Minuten Aufenthalt. Dagobert hat sich am Büfett gestärkt und will wieder einfleigen. Es geht bald los. Er stürzt auf einen Dahnbeamten zu und fragt ihn: „Wann wurde Amerika entdeckt?'^ Der Beamte: .Sind Sie krank?" Dagobert: .Was heißt hier krank! Ich Habs mir an der Jahreszahl die Rümmer von meinem Wagen gemerkt. Wann wurde Amerika entdeckt?" 98,5 23 114,75 1,75 1,8 111,25 I. Serie II 7,7 122,25 122,9 6 114 238,5 Banknoten. 227 76,25 126 2,45 1,75 23,1 22 1,75 138 146 114,4 62,6 237,5 85,6 125,5 105 209 127 243,5 401,5 227,5 105 299,5 127,5 114,13 63,65 238,5 245 401,5 227,25 106,75 107,9 105,25 300 127 402 227,25 75,5 85 125,5 77,25 115,75 138 138,5 147,25 133,75 212 111 130 122,75 136 77 114,5 138,25 138,75 133,25 211 111,75 130,5 122,6 137,75 86,5 107,75 105,13 300 127 7,7 7,7 114,13 63 Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. BuderuS....... Deutsche Erdöl .... Steinkohle . . . Gelsenkirchener . . . f Harpcner....... Hoesch Eilen Ille Bergbau Alöckncrwcrke..... Köln-Ncuesscn Mannesmann MonSseldcr...... «Lberschles. Eiienb. Bedarf Lberschlej. tkoköwerke. . Schweiz. BundeSb.-AnI.. . it Lesterreichischc Goldrke.. . , Lesterr. Silberric. . . . n Oesterreich, einheitl.Rte. . , ingarijche Golbrtc..... k Ungarische Elaatsr. v. 1910 >bc^fll. Don 1913 . . - - r, Ingarijche Kronenrte.. . . 4Vi . 8 . 8 10 . 8 10 10 12 11 12 lu 10 10 . 9 . 8 12 75,4 85,6 125,5 Deutsche Eisenbahn . !:tiutfl.'2lmerila Paket . »I^.-Lüdam. Dampssch. Iieui Tan-^sschiss .... ci deutscher Lloyd . . . Ug DeutschLlIreditanst. . I Sarder Banluerein . . . Wines HandelSgejellsch. . UsnnetS- und Prioat-Bank ,1 toirift. u. Nationalbani . ursche Bank..... uHnlo-Gesellschaft Snt.. i'tdner Bonk..... LLldeutsche Ereditbank . Äi ullbank . ikiüSbank ....... Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführlen Zistern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent. <, lürk. Zollaiileihe v. 1911 . ;» Türkische Bagdadbahn-Anl €:Tie 1.......... , -----" i, inmänen convcrk. Rte. . - - ! Rumänen Goldanl. von 1913 . 5 . 6 . 8 3-4 . 6 . 8 . 8 . 7 . 9 . 8 . 7 1 1 ■ ■ Rimtlfurl a. M. Berlin Schluy. pur? i-abt- pure Schlup. Kur? Ansang Datum 25.7. 26.7. 25 7. 26 7. I’i Li. Retchranleihe v. 19S7 . . Anl.-Ablös.-Schuld mit Aut- — — 87,5 — lz..«9?rd)ten......... 51 — 51 51,1 ItSiI. ohne Au«1os. Rechte . . . Franks. Hyv Bk. Goldps. utv 9,65 9,75 9,6 hiitibar bis 1932....... , ■, Rheinische Hyp.-Bank Liqu - 83,25 — - — '■■•.ibpr............ 11.15’J. abg. BorkriegS-Lbligation., 77,6 - — <_ nslzahlbar 1932 ....... 87,5 - — — Frankfurt a. M. Berlin Schluß, ftur? '-Uhr- Kurs Schtub-Anlang Kur» Kurs Datum 25.7. 26.7. 25-7. 26.7. vi.e.iH........ . 8 197,5 — 197 197,9 Bergmann..... . 9 227,25 — 227,25 227,9 Elektr. 1,'icfrningen. . 10 — — 154.25 154 Licht und Nrakl . . . 10 211 — 210,5 209,5 Ielten & Guilleaume. . 6 137 —— 137,65 136,25 Oles. f. Elektr. Untern.. 10 210 — 210,25 211 Hamb. Elektr. Werke . 10 — — 142,25 — . 9 — — 147,75 — Schlei. Elektr..... 10 — — 189 188 Schlickert...... . 8 — 228 229,5 228,5 Siemen» 4 Halske . . 12 — — 386,65 386,5 TranSradio..... . 8 — — — — Lahmeyer 4-Co.. . . 10 168,5 167,5 168 — Frankfurt a M. Berlin Schluß. 1 Uhr. Schluß. Anfang. Äuti Kurs Kurs Rure Datum 25.7. 26-7. 25.7. 26 7. Phütpp Holzmann .... . < 109,25 — 109 101,5 Heidelberger Cement . . • . 10 — — — — Cement Karlstadt..... . 8 — — ■■ Wayb 4 Freitag...... 10 — 101,25 — — Schultheis Patzenhoser . . . 15 — — 306 306 Lstwerke......... 12 — 238,13 238,25 Ber. Glanzstoss...... 18 396,5 — 395 395 14 — — 308 308 Zellstoff Waldhos..... 12 238,25 235,5 237 235 ^cUftoif Aschafsenbura . . . 12 155 — 155,25 — Charlottenburger Wasser . . . 7 — — 109,75 109,25 Dessauer Gas....... . 8 — — 196,13 196 Daimler Motoren..... . 0 52,5 — 52 52 Deutsche Maschinen-Fabrik . . 0 — — 54 53,25 Adlerwerte Kleoer..... . 6 49,5 49,5 Ludw. Loewe....... 10 — 198 199,13 Rat. Automobil ...... . 0 — — 21,75 22,75 Oren Nein 4 Koppel .... . 6 — —— 90,5 «> — Leonhard Tieft...... . 6 — — 214,5 213,5 Bamag-Meguin...... . 0 — — — —• Franks. Maichinen..... . 6 55 — 54 — Griftner......... 11 —— — 68,5 — Heyltoenstaedt...... . 0 — — — IunghanS....... . . 4 64,5 —- 64,5 —— . 8 105,13 105,3 — — Mainkrastwerke...... . 8 — — — — Miag........ . . 10 123,5 — 123,65 123,75 Rekarsulmer....... . 8 — — — Peters Umon....... . 8 120,75 — 120,75 — Gebr. Roeder....... 10 — — — Botgt 4 Haeffner ..... . 8 220 — 222 — Südo. Zucker....... . 8 150,25 — 149,75 — Berlin. 25. Juli Geld drief Franzölisch« Noten..... 16,415 16,475 ' .Hnlländiiche Noten ...... 167,78 Italienische Noten...... 21,93 22^01 Nortneoilche nlrn...... 111 40 Deulsch-Oesterr-, 3100 Kronen 59,03 59*27 Numänilche Noten...... 2.47 Schwedische Noten ...... 112,10 112,54 Schweizer Noten....... 80.69 81,01 Lpani'ch^ 'Noten....... 60 9 2 Tschechoslowakische Noten . . 12,384 12,444 Ungarische Noten....... 72,83 73,13 25. Juli 26. Juli Amtliche 'Jloricrung Amtliche Notierung lÄeld Briet Geld Brief Amst.- Rott. 168,14 168,48 168,01 168,35 Buen--AireS 1,759 1,763 1,759 1,763 Brff.-Antw- 58,25 58,37 58,25 58,37 Christiania. 111,68 111,90 111,64 111,86 Kopenhagen 111,70 111,92 111,67 111,89 Stockholm - 112,33 112,55 10,553 112,31 112,53 Helsingfors- 10,533 10,53 10,55 Italien. . . 21,925 21,965 21,92 21,96 London. . . 20,336 20,376 20,350 20,370 Ncuhork . . 4,191 4,199 4,191 4,198 Paris.... 16,42 16,46 16,43 16,47 Schwei, . . 80,65 80,79 80,59 80,75 Spanien . . 61,12 61,24 61,10 61,22 Japan . . . 1,934 1,938 1,938 1,942 Rio de Jan. Wien in D-« 0,496 0,499 0,497 0,499 Lest, abgeft 59,035 59,155 59,03 59,15 Prag .... Belgrad . . 12,403 12,423 12,405 12,425 7,358 7,375 7,358 7,372 Dudaprst. . 73,04 73,18 73,04 73, ry Bulgarien . 3,037 3,043 3,032 3,038 Lissabon . . 18,75 18,79 18,75 18,79 Danzig. . . Konstantin- 81,33 2,005 81,59 2,009 81,30 2,005 81,46 2,009 Athen. . . 5,42 5,43 5,42 5,43 Lcmada . . 4,174 4,182 4,172 4,182 Uruguay. . 4,126 5,134 4,126 4,134 Tatro . . . 20,855 20,895 20,853 20,891 122 — 122,4 122,9 189,25 1fi4 Phvnir Bergbau.... Rheinische Braunkohlen. 6¥i 10 _ _ 164.75 Rheinstahl . . . s.'/. Jahr 4^, 115,5 126 127,9 212 184,65 277,5 115 128 184,25 276,9 115,25 126,5 128,13 212,75 184,65 277 115?5 126,4 128 212 184,25 277 Riebeck Montan . . . . Bereinigte Stahlw. . . Otavi Minen..... Kali Aschersleben . . . Kall Westeregeln.... Kaliwerk Salzdetfurth . 7,2 . r 2 sh 10 10 16 170,5 — 170,5 170,25 I. 0. Farben-Industrie . Dvnamtt Nobel . . ... 12 155 154,5 155 154,75 . 6 161 — 161 160,5 Scheid« an statt ..... . 9 — — — — Goldschmidt ..... ■ ■ . 5 — — — — RülgerSwerke ..... . 6 317 — 310 370,25 Metällgesellschaft. ... • • 11 Berlin. 25. Juli Geld Bries Amerikanische Noten..... 4,166 4.186 Belgische Noten ....*•** 58,23 58,47 Dänische Noten ...... 111,43 111,87 Englische Noten........ 20,304 20,384 Ab Samstag, den 27. Juli Saison-Ausverkauf Ich biete große Vorteile Schuhhaus Neumeier das Haus für gute Qualitäten / Gießen / Sonnenstraße 20 / Fernruf 3212 6330D n Neuenweg 15. 04693 6345A Fl 00 SO O SO Auf alle nicht besonders xf A 0l 4 O O hCrab6eSe,?un6eÄ.. 10 Io Marktstraße — Wettergasse BESTE KERNSEIFE Hauptpreise: 10°/o auf alle regulären Artikel 10°/o Lassen Sie sich durch unsere 8 Schaufenster von unserer Leistun gsfähigkeit überzeugen Wir garantieren für die Haltbarkeit jedes Artikels, da wir grundsätzL eigens beschaffte Ausverkaufsware nicht führen DIE SEIT 80 JAHREN ' BEWÄHRTE Die SEIFE DER DENKENDEN HAUSFRAU Bekanntmachung. Der Doranschlag der Gemeinde Linden- struth für Aj. 1929 liegt vom 26. Juli bis 1. August zur Einsicht der Interessenten und etwaigen Erhebung von Einwendungen auf unserem Bureau offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Lindenstruth, den 25. Juli 1929. Bürgermeisterei Lindenstruth I. V. Schäfer. 6343D modebeigeu.schwapzNul)Dk®?.?Sbe echt L.XVnbekannteFabrik^ el. u. fesch, ganz besonders günstig Restsortimente und Einzelpaare darunter erstklass. Markenware, weit unter dem wirklichen Wert Herrenlialbscliuhe ausgezeichnete Paßf., gute Qual. m. weiß genäht. Farbe u. Ausführung; in bester Rand, 1. br. Boxcall u. Lack 10.90 dentseh.Werlarbelt, Rahmenware, Orig, ßoodyearwelt ....nur 14.50 GegenHaarausfatt Schuppen, Jucken der Kopfhaut, das altbewährte echte Breuneffelbaarwaffer v. Hofapotheker Schaefer, fein parfümiert. Flaschen mitbringen. V« Ltter 0.75 RM^ ‘/i Stier 1.25 RM. All.-Vertreig.: Kosm. Abt« Engel-Apotheke. [256V Schuhhaus Konrad Weidemann Seltersweg 71 I apHodpP Spangenschuhe, Leder- LduMullul futter, mod. Form, mit schön. 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