2 3 3 • O- 1 *1 cCR n E X 3 - 3 tr=! 2.3- ? ■ 3 Z a ?W ff o ~ (fl CB 5" = -e -L E 's 2 Ci» 2 8 3R—.2 53-? « £a -5O-S 3 2 - 2 o ~ 2. ^2"3?s=fl 'S’b-3 3® n VZ *2.1’ 3sr X - - H §3§3??s-Isr2S* i4«:U3^ ä?;Sfer5i» cSoa.öo3« :: 2 2-^'5= = = rÖ)Z32.»£?M» ■•ns J.-ö 3,t - M « <"5 so Z 8 2. 2S3 L"^-lZZ 2 'S er o^E^iöZ Z° Ä? |Ö»H ' £ » P5"S- S -2-" 3- Samstag, 26. Januar 1929 Nr. 22 Erstes Blatt 179. Jahrgang Erfcheink lägtich,außer Sonntags und Feiertags Beilagen Die Illustrierte Gießener Familien blätter Heimat im Bild Die Scholle. Bezugspreis für 2 Wochen: 1 Reichsmark und 15 Reichspsennig für Träger, lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanlchlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Lietzen. Postscheckkonto: Zranlfurt am Main 11686. GWnerAnzeigek General-Zlnzeiger für Oberhesten Vrva «nd Verlag: vrähl'Iche UnIversitSts-Buch- und Lteindruckerel B. Lange in Sieben. Schristleitung und s-schäst-ltelle: Schnlltrabe L Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20" „ mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Will). Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein; für den An- zeigcntcil Kurt Hillmann, fämtlich in Bietzen. Randnoten. Weit jenseits der deutschen Grenzpfähle, im stillen £oom, begeht morgen ein Mann seinen siebzigsten Geburtstag, dem es an der Wiege wahrlich nicht gesungen nxir, daß er nach drei Dezennien einer Regierung des Glanzes und der Pracht, in einem holländischen Landschlößchen ein Asyl für seinen Lebensabend finden werde. Der unerbittliche Lauf der Geschichte hat Wilhelm II., den dritten Hohenzollernkaiser, hart angepacki. Wie weil er mit seinem Sturz aus der Höhe und der freiwilligen Verbannung aus der Heimat eigene Schuld sühnt, wie weit er Opfer ist, vom Volke den erzürnten Göttern dargebracht, darüber steht das Urteil allein der Geschichte au. Wir stehen den Dingen heute noch zu nah, als daß wir wagen könnten, zwischen Schuld und Unglück, eigenen Fehlern und den Mißgriffen anderer gerecht zu entscheiden. „Von der Parteien Haß und Gun t verwirrt, schwankt sein Charakterbild in der Ge chichte" trotz aller Memoiren, Brief- und Akten ammlungen, Randglossen und Anekdoten. Es wird keiner uns die Geschmacklosigkeit zutrauen, in falscher Sentimentalität am heutigen Tage alles, was im November 1918 in Schutt und Trümmer sank, in rosigster Beleuchtung und schimmerndem Glanze sehen zu wollen. Wir wissen, cs war schon lange vieles hohl und morsch, viel eitler äußerer Glanz, viel falsche Pracht. Aber gerate weil wir dies wissen, und niemals geleugnet haben, haben wir auch heute das Recht, dessen freimütig zu gedenken, der wie kein anderer das Deutschland der Jahrhundertwende, das nach außen saturierte, im Innern sich z» gewaltiger Wirtschaftsmacht entwickelnde, nach höchster Weltgeltung strebende deutsche Volk, durch drei Jahrzehnte repräsentiert hat. Und gerade weil wir uns niemals oescheut haben, den innen- wie außenpolitischen Kurs der wilhelminischen Aera kritisch zu betrach- len, nehmen wir uns heute das Recht, an das Wort zu erinnern „Jedes Volk hat den Kaiser, den es verdient!" Entsinnen wir uns doch, wie das deutsche Volk Jahr um Jahr dem jetzt Verbannten zu- gejubelt hat, wie cs sich von der glänzenden Fassade des Reichsbaus blenden ließ und die Risse nicht sehen wollte, die sich seit Bismarcks Sturz immer deutlicher zeigten. Wohlmeinende Männer, meist überzeugte Monarchisten, haben gewarnt. Aber umsonst. Gelegenlliche Entrüstungsstürme über das persönliche Regiment, über außenpolitische Echecs, über peinliche Reden des Monarchen, über den Byzantinismus am Kaiserhofe, wichen allzubald wieder ter breiten behaglichen Trägheit im deutschen Bürgertum, das aus Bismarcks Tagen her daran gewöhnt worden war, den politischen Dingen ihren Lauf zu lassen und sein Interesse der Förderung des materiellen Wohlstandes zuzuwenden. So trägt das deutsche Volk und nicht zuletzt das Bürgertum ein gerüttelt Maß Schuld an seinem Schicksal. _ Eine durch Jahrzehnte eifrig und geschickt getriebene Hetzpropaganda hat cs fertiggebracht, der Welt den ehemaligen deutschen Kaiser als einen inachtlüsternen, länbergicrigen Imperialisten zu -eigen. Wie völlig falsch dies Bild ist, wissen wir feit der Dehnung der deutschen Archive. Des Kaisers ganzer Ehrgeiz, sein ganzes Streben ging dahin, in den Annalen ter Weltgeschichte einmal als der Friedenskaiser zu figurieren. Und vielleicht wird man ihm dereinst eher den Vorwurf machen müssen, im gegebenen Augenblick nicht den Mut und die Entschlußkraft aufgebracht zu haben, mit starker Hand das Netz zu zerreißen, das die späteren Gegner im Weltkrieg, schon Jahre zuvor, Masche um Masche knoteten, um es uns in den verhängnisvollen Julitagen des Jahres 1914 über den Köpf zu werfen. Wilhelm II. hat das Beste gewollt und wenn zwischen Ziel und Ergebnis ein so ungeheures Mißverhältnis besteht, dessen Kosten in erster Linie das deutsche Volk zu zahlen hat, so ist er daran gewiß nicht ohne Schuld, aber er ist euch nicht der Alleinschuldige. So besteht fort und fort trotz Revolution und Umsturz die Schicksals- Verbundenheit zwischen dem deutschen Volk und seinem entthronten Herrscher, und wenn wir morgen des Siebzigjährigen gedenken, so liegt dann nicht zuletzt Achtung und Ehrfurcht vor der Tragödie der Wandelbarkeit alles irdischen Glucks, der wir Zeuge waren. * Im Lohnkonflikt der nordwestdeut- s ch e n E i s e n ° u n d S t a h l i n d u st r i e hat das Reichsarbeitsgericht in Leipzig als höchste Instanz das endgültige Urteil gefallt. Und wenn dies Urteil auch praktisch auf den Streitfall selbst ohne Einfluß bleibt, da der Lohnkompf inzwischen durch den Schiedsspruch des Reichsinnenministers Severing beigelegt ist, so wäre es doch völlig verfehlt, wenn man ihm feine große grundfätzl i ch e. Bedeu- Hing für die künftige Handhabung der Sch.iaztungs- praxis im besonderen und die Entwicklung unserer Sozialpolitik überhaupt absprechen wollte. Um dieses Grundsätzlichen willen wird man sich die einzelnen Phasen des Rechtsstreits wieder kurz vor llugen führen müssen. In dem Lohnkampf zwischen dem Arbeitgeberverband und den Gewerkschaften her nordwestdeutschen Metallindustrie war die zuständige Schlichtungskammer im Oktober vorigen Wahres nicht zu einer Einigung über den zu fällenden Schiedsspruch gelangt. Der Vorsitzende der Kammer hatte darauf aus eigener Machtvollkommenheit einen Schiedsspruch g.fällt, der, do er nur oon Arbeitnehmerseite angenommen worden war, oom Reichsarbeitsminister für verbindlich erklärt wurde. Der Arbeitgeberverband antwor- tete mit ter Aussperrung in allen zur Gruppe Rordwest gehörigen Betrieben und erhob gleichze'tig Anfechtungsklage gegen die Gültigkeit des 1 Schiedsspruchs und seine Derdindlichkeitserklärung mit her Begründung, daß der vorliegende Schieds- Ipruch nicht zu Recht bestehe, da er nicht mit einer Das Gteuervereinheiilichungsgefetz vor dem Reichstag Reichsfinanzminister Or. Hilferdrng begründet die Vorlage. Berlin, 25. 3an. (B. D. Z.) Auf ter Tages- ordnung steht die erste Beratung des Steuer- vereinheitlichungsgesetzes. Sn diesem Einführungsgefeh sind zu^ainmeugesaßt das Grundsteuerrahmengesetz, das Geiverbesteuerrahmenge- setz, das Gebäudeentschuldungssteuergesetz, das Steueranpassungsgesetz und das Gesetz über den älebertrilt von Beamten in den Reichsdienst aus Anlaß der Steuervereinheitlichung. Diese fünf zusammengefahten Gesetze dienen dem g>rmein- samen Zweck ter Bereinheitlichung und Bereinsachung der Steuern selb st und ihrer Berwaltung. Das Steuer- vereinheitlichungsgesetz regelt lediglich das Sn- krafttreten der vorbezeichneten fünf Gesetze. Die Grundsteuer, die Gewerbesteuer und die Gebäudeent schuldungssteuer sollen nach den neuen Gesetzen für dir Zeit vom. 1. April 1930 ab veranlagt und erhoben werten. Die Ein kommen st euer, die Körperschafts st euer und die Umsatzsteuer sollen zum erstenmal für die im Kalenderjahr 1929 endenden Steuerabschnitte, die Vermögenssteuer für die Zeit vom 1. Januar 1930 ab nach den Vorschriften des Steuera ipassungs- gesetzes veranlagt werden. Die Feststellung von Einheitswerten nach dem Stande vom 1. Sanuac 1930 soll auf Grund ter Vorschriften des Sleueranpassungsgesehes erfolgen. Die Erbschaftssteuer soll für die Steuerfälle, in denen die Steuerschuld nach dem 31. Dezember 1929 entsteht, nach den Vorschriften des Steueranpassungsgesetzes veranlagt werden. Die Ae- gicrung bezeichnet in Mete rein ft ünnrung mit ter Mehrheit des Reichsrats nur das Gebäude- entschuldungssteuergesetz und das Gesetz über den Mebertritt von Beamten in den Reichsdienst als verfassungs- ändernd. Das Gebäudeentschuldungssteuer- gesetz ist vom Reichsrat aus dem ©teuer ter ein* heirlichungsgesetz gestrichen worden. Die Regie- rung hält ater daran fest, so das In diesem Falle dem Reichstag eine Doppelvorlage zugegangen ist. Reichsfinanzminister Or. Hilferding begründet die Vorlage. Der Gesetzentwurf über die Dereinheftlichung des Steuerrechts sei vom Reichsratsplenum verabschiedet Worten. Das Gesetz werde die Steuern nicht nur vereinheitlichen, sondern auch übersichtlicher und leichter kontrollierbar machen. Dadurch werde manches Urteil im Sn- und Auslände über d i e Finanz- Wirtschaft der deutschen Kommunen richtiggesteilt werten. Der von der Wirtschaft geforderte Abbau der Realsteuern werde erst möglich sein nach einer Vereinheitlichung und Angleichung der Stcuergesehe, wie sie ter vorliegende Gesetzentwurf erstrebt. Das große Problem des Lastenausgleichs zwischen den einzelnen Ländern bedürfe zu feiner Lösung gleichfalls einer vorhergehenden Vereinheitlichung ter Steuergesetze. Die Lastengemeinschaft zwischen privater und öffentlicher Wirtschaft mache ebenso eine Vereinheitlichung der Realsteuern notwendig. Die Anleihegeneh- m i g u n g sei keineswegs ein Eingriff in die Selbstverwaltung. Eine solche Reichsaufsicht diene vielmehr im Snteresse einer richtig verstandenen Selbstverwaltung, die nicht diskreditiert werden soll, auch der Wirtschaft einzelner Selbstverwaltungskörper. Die Bewegungsfreiheit ter Länder und Gemeinden solle tunlichst aufrechterhalten werden, aber gewisse Schranken müßten im Snteresse ter Einheitlichkeit gezogen werden. Die Hauszins st euer lasse sich angesichts des immer noch großen Bedürfnisses nach neuen Wohnungen noch nicht entbehren. Die großen Ungleichheiten in der Höhe und im Erhebungsverfahren müßten ater beseitigt werden. Rach ter neuen Vorlage soll die Steuer sich ausschließlich auf der Friedensmiete auf- bauen und in eine Sacherhaltungs- und eine Entschuldungssteuer geteilt werten. Die S a ch - erhaltungssteuer soll im Sahre 1934 ab- gebaut werden. Die Verwendung des Steueraufkommens für den Wohnungsbau und den allgemeinen Finanzbedarf soll durch die Vorlage einheitlich für alle Länder geregelt werden. Sm Reichsrat hat dieser Teil des Gesetzes nicht die erforderliche verfassungsändernde Mehrheit erreicht. Die Regierung hält aber an der Vorlage fest, zumal die Ablehnung der einzelnen Reichsratsmitglieter verschiedene Gründe hatte. Das Steuervereinheitlichungvgeseh bringt keine Erhöhung ter Steuern, sondern erleichtert vielmehr den Abbau, weil es das ganze Steuersystem klar und übersichtlich macht. Die in letzter Zeit Mode gewordene abfällige Kritik an der deutschen Verwaltung ist zum größten Teil auf die Unübersichtlichkeit der Steuerverwaltung zurückzuführen. Die Durchsichtigkeit der Verwaltung, die der vorliegende Gesetzentwurf erreichen will, wird auch manche unberechtigte Kritik unserer Verwaltung entkräften. Abg. Keil (S.) erklärt: Den einseitigen Abbau der Realsteuern lehne die Sozialdemokratie ab, sie begrüße aber den Grundgedanken des vorliegenden Gesetzentwurfes. Angesichts des großen Steuerbedarses seien die Realsteuern heute noch nicht zu entbehren. Die Einführung eines Zuschlages der Länder und Gemeinden a u f d i e Einkommensteuer werde von den Sozialdemokraten abgelehnt. Die Gestaltung der Realsteuern müsse der Leistungsfähigkeit der Steuerzahler angepaht werden. Bei der Cin- kommensteuerveranlagung werde iwch immer ter Großgrundbesitz geschont, besonders in Ostpreußen. Abg. D r. Rademacher (Dn.) bezeichnet den jetzigen Zustand der Steuerverwaltung als unerträglich. Ein wirtschaftlicher Betrieb werde gehemmt, wenn 168mal im Sahre Steuern zu zahlen seien, wie es jetzt tatsächlich vorkomme. Die gute Steuerverwaltung der Länder sei durch die überstürzte Steuerreform Erzbergers zerstört worden. Die großen Finanzamtsbauten würden im Westen und Süden a l s Zwingburgen des Reiches betrachtet. Das jetzige System kranke daran, daß ter eine die Steuern bewilligt, die ter andere bezahlt. Die Deutschnationalen können dieser Vorlage nicht zustimmen, denn sie bringt keine Vereinheitlichung. vor allem aber feine Steuersenkung. Die Tendenz geht vielmehr dahin, die Real steuern für den gewerblichen und landwirtschaftlichen Grundbesitz noch zu erhöhen, obwohl die Landwirtschaft vor dem Zusammenbruch steht. Eine große Reihe berechtigter Wünsche der Wirtschaft, die auch vom Reichswirtschaftsrat unterstützt wurden, sind in der Vorlage unberücksichtigt geblieben. Die Hauszins st euer, die nach der Vorlage erhalten bleibt, ist eine Enteignung, ein Raub gegenüber dem Hausbesitz und der Mieterschaft. Die ganze Frage kann nur ge- I löst werden durch einen klaren Finanzausgleich, der den Ländern und Gemeinden das gibt, was ihnen zukommt. — Weiterbera- tung Dienstag. Der Mammut-Etat -es Reichs. Oie ersten Zahlen. - Wo kann gespart werden? Berlin, 26. Jan. (Prio.-Tel.) Die ersten Zahlen aus dem neuen Etat, den Herr Hilferding für 1929 oorgelegt hat, werden jetzt veröffentlicht. Sie bieten nach dem, was bisher bekannt geworden ist, kaum eine Ueberrafchung. Wir wußten ja schon, daß die Zehnmilliardengrenze zum ersten Male erreicht ist. Wir wissen auch, daß die Ausgaben des Reiches zum großen Teil durch innere und äußere Kriegslasten, durch Pensions- und Gehaltszahlungen zwangsmäßig festgelegt sind, so daß der freie Faktor, innerhalb dessen gespart werden kann, nicht allzu groß ist. Trotzdem scheint uns der Stolz, womit der Finanzminister auf die A b st r i ch e hinweist, die er bei den einzelnen Ressortetats vorgenommen hat, nicht ganz berechtigt. Wenn cs wirklich so schwierig war, bei diesem Etat das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben herzustellen, dann hätte in einem derartigen „Notjahr" ter Rotstift wohl noch ganz anders arbeiten können. Ist es beispielsweise notwendig, daß nur, weil Preußen etwas zu sehr aus dem Dollen gewirtschaftet hat, nun auch die Aufwandsentschädigungen für Minister, Staatssekretäre und Ministerialdirektoren im Reich gleich um 3,5 Millionen erhöht werden. Die Regierungsparteien haben vernünftigerweise beschlossen, diesen Posten zu streichen. Vielleicht bringen sie noch stärkere Beweise der Selbstüberwindung auf, intern sie auch die Anforderung von einer halben Million für den Neubau eines Rcichstagsgcbäudes am Altar des Vaterlandes opfern, denn dafür hat schließlich kein Mensch Verständnis, daß in dieser Zeit, wo angeblich jeder Pfennig dreimal umgedreht werden muß, der Reichstag das Bedürfnis hat, sich auszubauen und sich gewissermaßen eine Filiale zu errichten, nur weil der Platz ter Abgeordneten zu eng ist. Soweit das wirklich ter Fall sein sollte, wäre ein sehr viel zweckmäßigeres Abhilfsmittel, die Z a h l d e r A b - geordneten entsprechend zu verringern, und wenn die Bibliothek zuviel Raum frißt, dann wäre auch hier vielleicht eine Zusammenlegung mit anderen Berliner Bibliotheken am Platze. Das sind nur einige, auf den ersten Blick herausgegriffene Beispiele, die zeigen, wie großzügig immer noch mit den Millionen umgesprungen wird. Allerdings der Hauptschaden des Reichsetats liegt ja bei den Ueberroelfungtn an die Länder, die diesmal den betrag von 3,25 Milliarden überfteigen, trotz der von Herrn HUferding schon vorweggenommenen 120 Millionen. Hier sind in ter Tat starke Ersparnismöglichkeiten, allerdings nur dann, wenn der Finanzausgleich endlich vom Fleck kommt und man gleichzeitig durch rigorose Maßnahmen dafür sorgt, daß in den Ländern wie in den Gemeinden peinlichste Sparsamkeit maltet. Besprechungen des Kanzlers. Geringe Antzsichten für die Koalition Berlin, 26. Jan. (v.D.Z.) Nachdem ter Reichskanzler Donnerstag hauptsächlich Besprechungen mit den Vertretern ter Sozialdemokraten hatte, setzte er im Laufe des Freitags feine Unterhaltungen mit Persönlichkeiten der verschiedenen Parteien fort, wobei auch Besprechungen mit Vertretern des Zentrums, ter Deutschen volkspartei und bet Demokraten gepflogen wurden. Cs hantett sich hierbei nicht um Verhandlungen über die Regierungsumbildung, sondern lediglich um Sondierungen, ob es Zweck hat. in Verhandlungen einzutreten. Auch unter den Parteien haben bisher keine Besprechungen flattgesunden. Das Zentrum hält nach wie vor daran fest, im Falle einer Regierungsumbildung drei Ministerien zu besetzen. Ebenso halt die Deutsche Votkspartei ihre bisherige Forderung aufrecht, daß eine Regierungsumbildung im Reiche nur gleichzeitig mit einer solchen in P reuhen erfolgen könne, völlig ungeklärt ist auch noch die Haltung der Bayerischen Volkspartei. Jedenfalls ist man von einer Regierungsumbildung noch weit entfernt Mehr Aussicht aus Verwirklichung hat dagegen der Vorschlag, einen interfraktionellen Ausschuß der hinter ter Regierung stehenden Parteien zu bilden, um eine Verständigung über die zu erledigenden Fragen, insbesondere Etat und Deckungsvorlagen, von Fall zu Fall herbeizufüh- Mehrheit der Schlichtungskammer, sondern lediglich durch den Vorsitzenden allein gefällt sei, daß ferner der Schiedsspruch auch deshalb hinfällig fei, da er mit einzelnen Bestimmungen in den noch bestehenden Rahmentarif eingebrochen fei. Eine Verbindlichkeitserklärung habe gar nicht erfolgen können, da der von ihr betroffene Schiedsspruch ja überhaupt nicht zu Recht ergangen sei. Die erste Instanz, das Arbeitsgericht Duisburg, hatte nun sich der Beweisführung der Arbeitgeber angeschlossen. Die zweite Instanz hingegen, das Landesarbeitsgcricht Duisburg, hatte der von Arbeitnehmerseite aus verfolgten Berufung stattgegeben, wohingegen nun schließlich als letzte und höchste Instanz das Reichsarbe.tsgericht in Leipzig das Urteil der Berufungsinstanz aufgehoben und das der ersten Instanz bestätigt hat, allerdings mit einer im einzelnen abweichenden Begründung. Es wird von ihm fcstgcstellt, daß Has Schlichtung:gefetz selber zwar einen Schiedsspruch von einer Mehrheit der Sch' chtungskammer gefällt wissen wolle, daß aber die dazu erlassene Ausführungsverordnung auch einen Spruch des Vorfitzen- | den aus eigener Machtvollkommenheit in dem Falle vorfehe, wo eine Willensbildung in der Kammer nicht möglich fei. Aus diesem Grunde könne also der ergangene Sch cdsspruch, obwohl er dem Wortlaut des Gesetzes widerspreche, nicht angefochten werden, wohl aber fei der Schiedsspruch ungültig, weil er mit einzelnen Bestimmungen in einen noch zu Recht bestehenden Rahmentarif eingebrochen fei. Damit wird also der Standpunkt, den der Arbeitgeberverband bereits zu Beginn des Streits eingenommen hatte, als berechtigt anerkannt und der Reichsarbeitsminister, der, allen Warnungen und Bedenken zum Trotz, einen endgültigen Sch edsspruch für verbindlich erklärt hatte und sein Inkrafttreten hatte durchsetzen wollen, oon höchster arbeitsgerichtlicher Instanz auf die denkbar schwerste Weise desavouiert. Damit wird aber auch cndl ch mit der Fabel aufgeräumt, die Nichtanerkennung der Derbindlichke.tserklärung eines zu Unrecht ergangenen Schiedsspruchs durch die Arbeitgeber fei „Auflehnung gegen d i e Staats- autoritär. Nie und nimmer kann durch eine Verwaltungsmaßnahme aus Unrecht Recht werden und die Staatsautorität kann nicht schwerer geschädigt werten, als durch Organe des Staates selber, die aus politischen Gründen über die ihnen gesetzten Schranken hinausgreifen, um dann von der Rechtsprechung zurückgewiesen zu werden. Aber das Urteil des Reichsarbeitsgerichts hat hoffentlich auch eine sehr gründliche Ueberprüfung der Schlichtungspraxis selber zur Folge, die, wie sie sich in ten letzten Jahren herausgebildct hat, bei beiden Teilen, bei Arbeitgebern, wie Arbeitnehmern, schon oft auf lebhafte Kritik gestoßen ist, ohne daß Jid) freilich die maßgebenden Teile bewogen gefühlt hätten, den Schäden energisch zu Leibe zu gehen. Weid) äußerst prekäre und empfindliche Angelegenheit jeder Eingriff in die Wirtschaft von außen her ist, wie sie ein Schlichtungsverfahren und die 23er- bindlichkeitserklärung eines Schiedsspruchs barftel- len, das konnte niemals besser demonstriert werden, als an dem nun auch formalrechtlich abgeschlossenen Lehnkonflikt der Eisenindustrie. Um so schwerer wiegt aber auch die Pflicht der zuständigen Verwaltungsinstanzen, nur mit größter Vorsicht und unter strengster Beobachtung der Wirtschaft! chen Lage so- wohl, wie aller rcchilichen Momente an eine Schlichtung von Arbeitskonflikten heranzutreten. — Frankreich und die Elsässer. 3n Paris ist zur Zeit eine mehrtägige Kanuner- Debatte im Gange, in der die elsässische Frage grundsätzlich aufgerollt wird. Einige führende Elsässer aus den verschiedenen Lagern sind bereits zu Worte gekommen, und auch Poincare hat voruuergehend in die Debatte einbegriffen; was zur Erörterung steht, sind nicht die einzelnen Vorsäl e, mit denen sich die Oessent- lichkeit im letzten Jahre vesaßt hat. i>er Kolmarer Prozeh, der Heimatbund, die Autonornistenwah- len, sondern der Gesamtkomplex der Beziehungen des Elsaß zum französischen Staat und Volk. Und hierzu haben wir ein Wort rnitzu- sprechen, weil immer von neuem und aus jevern denkbaren Anlaß in Frankreich die Behauptung austaucht, die autonomistische Bewegung diene deutschen Zielen und werde von Deutschland aus unterstützt. Diese Behauptung ist völlig unsinnig, aber sie ist verständlich als Bestandteil jener völligen psychologischen Verkennung der Terhäitnisse, die überhaupt erst zu der Spannung zwischen dem El'sah und dem übrigen Frankreich geführt hat. Denn alle Franzosen, die die Verhältnisse im Elsaß nicht näher kannten, standen auf dem Standpunlt um> wurden darin durch die Kundge. ungen vom November 1918 bestärkt, daß die elsah-lothrin- gische Bevölkerung mit einer wahren Begeisterung nicht nur die Rückkehr zu Frankreich, sondern auch integral die Herbeiführung vollkommen französischer Verhältnisse und Einrichtungen begrüßt hätten. Die so dachten, ließen sich durch die Phänomene eines Friedens- und Freiheitstaumels täuschen. Der eine natürliche Reatckon auf zahlreiche Mißgriffe des deutschen Reichsland^Systems und auf die Röte der Kriegszeit waren. Sie überfaben, daß das elsässische Volk seit langen Iahrhunöcr- ten einem Dualismus seiner Lebensbedingun- gen unterworsen war: deutsche Sprache und französische Kultur, deutsche Wirtschaftsintcressen und französische Neigungen und Verwandtschaften mußten hier einen nationalen Sondertyp schaffen, Der weder mit Den -Verhältnissen jenseits Des Rheins, noch mit Denen jenseits Der Vogesen zu einem vollkommenen Einllang kommen konnte. Daraus erklärt sich Der Parti- kularismus. Der heute unter der Bezeichnung Autonornismus auftritt Der aber genau so und zum Teil sogar unter denselben Führern Deutschland gegenüber wirksam gewesen ist. solange Elsah-Lothringen zu ihm gehörte. Man hat Den grunDlegenDen Fehler in Paris begangen, diejenigen Einrichtungen der Staatsverwaltung, Die Den Elsässern selber gewohnt und erwünscht waren, mit einem Federstriche zu beseitigen und versucht, ..das befreite Gebiet" Dem streng zentralistisch regierten Frankreich ohne jedes Ucbcrgarg.ftaDium einzugliedern. älnö man hat Dabei vor allem auf Die g e - mütsmaßige Verschiedenheit der Bevölkerung nicht Die geringste Rückicht genommen. Der Franzose, skeptisch und philosophisch veranlagt, hat sich in 25 Jahren an Die Laiengeseh- gebung gewöhnen können; Dem religiösen und traditionstreuen Elsässer ist die Verbindung mit Der katholischen Kirche ein Herzensbedürfnis, auf dessen Verletzung er heftig reagieren mußte. Dazu kam die aufreizende Art. in Der jeDe Bestrebung der Heimatbewegung von französischem älnverftändnis a 18 Vaterlandsverrat gebr anDmar ft wurde, so daß selbst die Gegner der Autonomisten im Elsaß von Fall zu Fall gegen diese Beschränkung des Selbst- b.stimmungs- und des Bürgerrechtes in Paris protestieren mutzten. Der Verlauf der Kammer- deballe muß zeigen, ob man in Frankreich etwas zugelernt hat, oder ob man Den Konflikt mit Den hartnäckigen Elsässern weiter auf die Spitze treiben will. Oie Kammerdebatte. Tie Mißgriffe des französischen Regimes im Elsa j. Paris, 25. Son. (WTB.) 3n der Kammer äußerte sich der Abgeordnete Seitz (Katholisch- Demokratische Partei) über Die Sprachenfrage. Schon Ernest Otenan habe geschrieben, das Elsaß sei ein Land deutscher Rasse und deutscher Sprache, das aber nicht zu Deutschland gehören solle. Es sei ferner zu bemerken, daß die Beamten dazu da seien, der Bevölkerung zu Dienen und nicht umgekehrt. Die ersten Richtlinien für Die Sprachenregelung seien festgelegt toorhen in Dor Hitze festlicher Bankette. 2lber Das Deutsche Dürfe man nicht verlernen. Da es sich hier um eine wirtschaft- lich-praktische Notwendigkeit handele. Die Wrcktersprache gebe Die Unterlage für jede vernünftige Erziehung. - Der Abgeordnete für Wetz, Moncelle (Srupppe Manu) erklärt, eine Der Hauptursachen Der Unzufriedenheit der lothringischen Bevöllerung fei in Der Steuerfrage zu suchen. Außerdem fax es notwendig, die Frage der Moselkanalisierung zu regeln. Der ländlichen Bevölkerung elektrisches Licht zu bringen, kurz, eine Poli.il zu treiben, die Den Bedürfnissen Der Devöckerung Rechnung trage. Es sei auch nötig. eine boDenftänDige Beamtenschaft heranzubliDen. Auch Der keiner Partei angehörende Abgeordnete Schumann beschäftigte sich vor allem mit Der Beamtenfrage und brachte verschiedene Beschwerden vor, Die Poin:are z.T. als unrichtig bezeichnete, nämlich Die Behauptung, daß Die einheimischen Beamten in Elfatz-Lothringcn wenig zahlreich seien, öoincare erklärte hierzu, sie hätten eine be fere Lage erhalten, als ihre Kollegen unter Der deutschen Herrschaft. Der Redner bespricht sodann die Frage Der Bezahlung Der etsatz-lLtgringifchen Beamten. Man wünsche auch, befähigte Verwaltung s b e a m t e zu haben, mit Denen man über alle Fragen diskutieren könne. Ein großer Fehler sei Die Aushebung des Oberkommissariats gewesen, und em noch größerer Fehler sei cs, die Autonom ist en von vornherein als Feinde Frankreichs zu kennzeichnen. Schließlich fordert Der Abgeordnete, Daß man die Versprechungen, Die man_ Den Elsaß» Lothringern hinsicht.ich des religiösen Statuts unD des Statuts der Schulen gegeben habe, halten müsse. Elsaß-Lothringen brauche eine Politik Der Entspannung^ und des Vertrauens, damit Die Mißverständnis'e beseitigt würden. Die Diskussion wird dann auf Dienstag vertagt. rett. Von demokratischer Selle wird erneut darauf tjingeroiefen, daß man es ausrichtig begruben würde, wenn ein solcher Ausschuß gebildet würde. Nachklänge zum Magdeburger Kall Kölling-Hoffmann. Berlin, 26. 3an. (Prw.-Tel.) Der Fall Kolling, was war das doch noch? Mühsam nur erinnern wir uns, daß es Dabei um einen MagDeburger Mordprozeß ging, wöbet Der Untersuchungsrichter einen Fabrrkanten t>cr- hastet Halle, Der auf Dem Umwege über Das Reichsbanner mit Dem OberprästDenten Hor- fina verwanDt war und feine ganzen Beziehungen spielen ließ, um mit Hilfe des besagten Herrn Hörsing aus Den Klauen Der .^usllz zu kommen. Las Ergebnis war eine sehr schwere PressesehDe zwischen Dem älntersuchungs- richter Kölling unD Dem ihn unterstützenden stellvertretenden LanDgerichtspr-scD-n en H o f f - mann auf Der einen Seite, sowie Den Verwaltungsbehörden, Oberpräsidenten. Reglerungspra- sidenten, und Der Berliner Polizei aus Der andern Seite. Mn sehr unerquicklicher Streit, Der zuletzt Dazu führte. Daß gegen Die beiden Richter em Disziplinarverfahren eröffnet wurde. Das hat nun feit dem Sommer 1926, also länger als zweieinhalb Jahre geschwebt, und in letzter Instanz vor Dem Disziplinarsenat des Kammergerichts unter persönlicher Leitung Des Kommergenchtsprasidenten mit einer Verurteilung der beiden Richter geendet; ein Urteil, Das in der Sache berechtigt fein mag, weil sie beide wohl in der Serteibigung gegen Angriffe über das erträgliche Matz hinausgegangen sind und sicher auch die Grenzen überschrillen haben, die der richterlichen Würde gesteckt fein sollen, das aber doch in seiner Begründung zum mindesten einseitig und unfreundlich gehallen ist und, wenn es auch Eingriffe der Verwaltungsseite als mögt ch zugibt, doch dabei nach unserer Empfindung Sonne und Licht nicht gleichmäßig verteilt. 3mm er hin, dieser Teil der Angelegenheit ist jetzt endgüllig erledigt, aber Der Fall selbft kann Damit leider noch nicht zu den Akten gelegt werden. Denn es sind doch mancherlei Emzev' heilen aus der Verhandlung vor dem Disziplmar- gericht bekannt geworden, Die eme Nachprüfung Des eigentlichen kriminellen .Tatbestandes erst recht zur Pflicht machen. Maa hat Damais Den Mörder gefaßt und ver- u-rteilt. Aufgeklärt bis ins letzte aoer sind Die Zusammenhänge nicht, Da ist meyr a.s ein großes Fragezeichen geblieben in Dem GestanDnis ite-> Mörders, wie in Den Zeugenaussagen, aus Denen zum mindesten hervorgeht, Datz Die Darstellung, auf die hin Der Täter verurteilt ist. falsch ge- wifen fein muß. Daß er wahrscheinlich Gehilfen gehaot hat. Die sich bisher Dem Zugriff Der Gerichte zu entziehen wußten. AnD das ist Die andere, wie uns scheinen will. eb2nfo wichtige Hälfte Dieses Falles Kölling: Daß Die kriminellen Zusammenhänge, Die sich um Den eigentlichen Mord lagern, noch einmal grünDlich Durchleuchtet unD aufgefiärt werDen. . Die Unabhängigkeit Der 3ustiz ist mehr als «in Schlagwort, sie ist eine Der Grundlagen Des Staates. Aus Den Vorgängen in Magdeburg ist damals Der Eindruck entstanden, als wenn von Verwaltungs wegen versucht wurde, auf die Justiz in einer bestimmten Richtung Einfluß zu gewinnen, - und Dieser Eindruck besteht auch nach dem Ausgang Des Disziplinarverfahrens in unnerrn in Detter Stärke fort. 3m 3nteresie Der Unabhängigkeit Der Rechtsprechung aber ist es nollvenDig. daß Gerüchte. Die hier entstehen könnten, totgetreten werDen, ehe sie Schaden anzurichtim imstande sind. Weshalb das preußische 3ustiz- ministerium gut beraten wäre, wenn es von sich aus eine nochmalige Nachprüfung des ganzen Tatbestandes mit größter Beschleunigung ar* ordnete. Neue Kirchensteuerregeluug in Preußen. Verbreiterung dcrLteucrbasis —Erhebung eines besonderen Mitgliedsbettrags. Berlin. 25. 3an. (WTB. Amtlich.) 3n Der Sitzung vom 22 3anuar D. 3. hat Das preutz. Staatsministerium zwei Gesetzentwür, e zur AenDerung de 5 Kirchensteuerrechtes Der evangelischen und katholischen Kirche verabschiedet, Die demnächst Dem Staatsrate und Dem LanD- tage zugehen werden. Die Gesetzentwürfe sollen im Interesse Der Steuergerechtigkeit Den Kirchengemeinden die Möglichkeit geben, Die von ihnen zu beschließenDen Kirchensteuern Den durch Die Reichssteuergesetzgebung unD Die wirtschaftliche Entwicklung veränderten Verhältnissen anzupass e n. Es ist daher die Verbreiterung und Verbesserung der Grundlagen Der Kirchensteuer, Die bisher nur in Zuschlägen zur Reichseinkommensteuer unD zu Den Realsteuern bestand, vorgesehen durch Hinzu- nähme Der Reich? vermögens st euer als Matzstabsteuer unter Anrechnung auf Die Zuschläge . zur Einkommensteuer und zu den Realsteuern, durch Einführung eines Kirchgeld genannten Mitgliedsbeitrages und Durch Aufhebung Der seit 1921 nicht mehr angewandten Bestimmung des § 10, Absatz 2 Der Kirchensteuergesetze. Ferner soll Die Kirchensteuerfreiheit Der Geistlichen und Kirchenbeam- ten aufgehoben und Die Möglichkeit gegeben werden, durch Verwaltungsanordnung Der Zentralstellen Die Tarifsätze DeS § 55 Des Einkommensteuergesetzes für Die Zwecke der Kirchensteuer zu ändern. Die Gesetzentwürfe entsprechen Den DrtngenDcn Wünschen der evangelischen Kirchen unD Des katholischen Episkopates. Die Entschädigungsansprüche der Länder. Berlin, 25. 3an. lWTD.) Unter Dem Vorsitz des Reichskanzlers sand zwischen ter Reichsregierung und Den Regierungen der deutschen Lander, die Entschädigungs- und Aufwertungsansprüche gegen das Reich geltend machen, im Reichstagsgebäude eine erste eingehende Aussprache statt. An der Sitzung nahmen für Hessen Staatspräsident Dr. Adelung, Fi- nanzminister Kirnberger und Gesandter Ruß teil. Zur Erörterung standen Die von den Ländern erhobenen Entschädigungs- und Aufwertungsansprüche der verschiedensten Art. Beschlüsse wurden in der heutigen Aussprache nicht gefaßt, vielmehr wird die Deichsregierung auf Grund Der heute gewonnenen Uebersicht eine Vorlage ausarbeiten, Die in einer für Die nächste Zukunft in Aussicht genommenen erneuten Aussprache zur Erörterung gestellt werden soll. Das neue Kleinrentnergesetz. Berlin, 26. .3an. (Priv.-Tel.) Das von der Reichsregierung in Aussicht gestellte Gesetz über die Neuregelung Der Rentnersürsorge wird erst Mille oder Ende Februar erwartet. Dieses Gesetz wird zwar nicht das Versorgungs- Prinzip an Stelle des Fürsorgeprinzips fetzen, es wird aber wesentlich neue Bürgschas - t c n für eine entsprechende Ausführung Der bestehenden Vorschrift bringen. Das neue Gesetz wird zunächst den Begriff des Kleinrentners fixieren, ferner Umfang und Maß der Unterstützung festlegen und schließlich Vorsorge treffen, daß bei dem Versorgungsverf ähren d i e Kleinrentner selbst mitwirken. PolizeiprättdenlZimmermann-Frankfurl^-. Der Frankfurter Polizeipräsident 3ofef Zimmermann, der im Aprll 1926 dos Polizeipräsidium übernahm, ist Frellagnacht gestorben. Z. war vorher Landrat in Höchst. Er gehörte der sozialdemokratischen Partei an. polnische Schiffstaufen. Warschau, 25. Jan. (TU.) Die kürzlich gegründete polnisch-englischt' Sch.ffahrtsgeseUschaft, die den Verkehr zwischen Gdingen, Le Havre und Lon» Don cmfrechterhült, hat vier neue Fahrzeuge mit einem Gesamttonnengehalt von 18 000 Sonnen angekauft. Die Dampfer tragen die Namen „Kowno", „Smolensk", „Kolpino" und „Tasso". — Gegen „T a s s o" werden Polens vkachbarn nichts einzuwenden haben, denn das war ein italienischer Dichter des 16. Jahrhunderts, der in Zweifelsfällen bei cbetn Frauen nachzufragen pflegte, was sich zieme. Ob es sich aber für Polen ziemt, seinen Schiffen gerade die. Namen derjenigen Städte zu geben, die wie Kowno und Smolensk, außerhalb seiner Grenzen liegen und bekanntlich das Ziel des polnischen Liebeswerbens bilden, würde vermutlich gerade Tasso verneinen. Ein geheimnisvoller Passagier. Marseille, 25. 3an. (WTB) Unter den Passagieren des aus 3nDien fomrrenoen, gegenwärtig vor der Reede von Marie.lle liegenden Dampfers „R a j f u t a n a" befindet sich ein Passagier 3. Klasse nainens Shaw, der aus Afghanistan kommt. Es soll sich um den in der letzten Zeit berühmt gewordenen Obersten Lawrence vom IntelligenceService handeln. Der nach Gerüchten eine Rolle ersten Ranges bei den llrrzlichm Ereignissen in Afghanistan gespielt hat. S)aw soll seine Re! e an Bord Dieses Schisses nach London fortsetzen. Aus aller Welt. Schwerer Einbruch in ein Berliner Postamt. Berlin, 25. Ian. (DIB.) Gestern nachmittag gegen 4 Uhr wurde im zweiten Stock des Post- amles W 8 in Der Französischen Straße in Dem großen Raume, in Dem DieoonDerBrutferei gelieferten Po st Wertzeichen ausbewahrt werden, eingebrochen und eine große Menge von Fünf- und Lcht-Pfennig-Marken entwendet. Der Wächter, Der um 4 08 Uhr Den Raum kontrollierte, fand mehrere Schrayke ausgeschlossen ober erbrochen vor. Der Geldschrank stand offen und Briefmarken lagen auf Dem Fußboden. 3u Dem Geldschrank selbst hatten Die Diebe n'chts gesunden. Sofort nach Entdeckung des Einbruches wurden alle Ausgänge Des Gebäu- des mit Beamten beseht. Auch alle Räume und Dächer des Postamtes und Der Nachbarhäuser wurden abgesuchl, jedoch ohne Erfolg. Die Kriminalpolizei, die sofort Ermittelungen aufnahm, konnte Den Einbruch bisher noch nicht aufklären. Die Beute Der Einbrecher füllte mindestens zwei Säcke unD hatte ein Gewicht von zwei bis Drei Zentner. — Der Einbruch stellt sich nach genaueren Ermittlungen als viel schwerer heraus, als die ersten Feststellungen ergeben hatten. Es finD Wertzeichen verschiedener Art im Gesamtbeträge von 830 000 Mark gestohlen worden. Für 45 260 Mark Briesmarken, für 277 000 Mark Invalidenmarken, für 272 000 Mark Angestelllenversicherungsmirkeu und für 36 000 Mar? Einkommensteuermarkeu. Die Oberpostdirektion hat auf die Ergreifung der Täter eine Belohnung von 5000 Mark und für die wiederbeschaf- fung der gestohlenen Merkzeichen eine Belohnung von 10 Prozent des wiederbefchasflen Betrages aus- gefehl. Der Einbruch ist aller Wahrscheinlichkeit nach von gewerbsmäßigen Verbrechern von langer Hand vorbereitet worden, die sich möglicherweise Postuniform angelegt hatten, um sich in dem Gebäude sicherer bewegen zu können. Der Zuchthausprozeß in Sonnenburg. Am vierten Derhandtemgstage im Sonnen- burger Prozeß wurde unter allgemeiner Spannung Der erst 20jährige Strafgefangene Sommer vernommen, der wegen eines in Sommerfeld begangenen Raubes mit Tötung 15 Jahre Zuchthaus erhalten hat und Der trotz seiner 3u- gend als einer Der aufsässigsten und gefährlichsten Gefangenen Der Anstall verschrien ist. Er belastete Den angetlagten Ober- wachimeister Schulz II. Er habe Schulz II. einmal heimlich beobachtet, wie er in einem Arbeitsraum, in Dem Der Beamte sonst keinen Dienst tat, sich an Den Dort aufgestapelten Decken zu schaffen machte und schließlich eine unter Den Rock knöpfte. Der so beschuldigte Beamte mußte sich daraufhin im Serichtssaal auszichen und nach Den Angaben eine zusammen gefaltete Decke unter Hose und Rock knöpfen, wobei sich jedoch unter allgemeiner Heiterkeit ergab, daß sich beide Kleidungsstücke nicht mehr schließen ließen. Da der Beamte ohnehin ziemlich beleibt ist. Die Erörterung der Fälle Hl)da, Henischke und Kluck verlief sehr günstig für diese drei Beamten. Dabei lax» es zu ebenso anschaulichen wie interessanten Milieuschilderungen. Ungewöhnliche Verfinsterung In Hamburg. Nachdem es am Freitagmorgen zur ungewöhnlichen Zeit hell geworden war, setzte gegen 9 Ühr wieder eine allmähliche Verfinsterung ein, die stärker und stärker wurde und um 91/« äühr ihren Höhepunkt erreichte. Gs war in Der Stadt so dunkel geworden, daß in Den Häusern, namentlich in Den Geschä t:n, Kontoren unD Bureaus Der inneren Stadt, bei Licht gearbeitet werden mußte; auch die Strahenbeh en. Kraftwagen und sonst gm Verkehrsmittel waren gezwunaen, mit Licht zu fahren. Nachdem diese Verdunkelung einige Zeit a.-gehalten hatte, wurde es nach und nach wieder Heller, so daß kurz nach 10 älhr wieder d i e gewöhnliche Tageshelle herrschte. Wie Die Deutsche Seewarte dazu mitteilt, ist die ungewöhnliche Erscheinung auf Ruß und Schmutz zurückzufuhren, der in Der Hafengegend vom ansteigenden Nebel mit in die Höhe genommen wurde und — begünstigt von leichtem Schneefall — in Gestalt einer ausgedehnten Nebelwand das Tageslicht vorübergehend verhüllte. Lchneeslürme in Norditalien. Aus Norditallen werden große Schneestürme gemeldet. 3n der ilmgegenD von 11D i n e liegt eine 13 bis 33 Zentimeter dicke Schneedecke. Ein Perfonenzug blieb zwischen UDme und ©raDo im Schnee stecken. 3n der Lombardei sind Die De ephon- und Telegraphenverbindungrn zwischen Mailand und Venetien teilweise unterbrochen. Starke Kucke wird aus Südtirol gemeldet, wo beispielsweise im. Pustertal daS Thermometer auf 20 Grad unter Null ge» funken ist. Ein vollbesehtcr Schlttten fährt in einen wagen. 3n Enkirch (Mosel) rannte In der Dunkelheit ein mit acht Mann besetzter Schlitten mit ungeheurer Wucht in einen am Straßenrand stehenden Wagen. Ein löjähriges Mädchen wurde getötet. Tie übrigen Schlitteninsassen erlitten sämtlich erhebliche Verletzungen. Oie Wetterlage. Preitaa, füörjfü Atxrc« L W JL ewüTKtnios 0nr» eed«*i e *01*10 • otoc<». - * lehnte a trevorin • MtDti K Oew-tter (§)wu>«itilie.-O' «W s 2 0 flUt #cV5t()td 8113’ st'S. frliiitifW \i 2 gut (0lrgen »ur 9‘ * toat, unge. ^iche Ulid ftarfT»*r H n - ""u-n SA fr >=t in bl’s«« «ät »on Mi Wbfleteijnlcn vmwergehenz lordilalieu. *** Z ^aie und Traüo .kr Lombardei smd ? teifottfe unter. M Südtirol e Nktlal öaj di°ter-Lull^ °hr! in elntn WagtlL 1 erlitten mit unge- Strabrnrand stehen- Mädchen mürbe ge- ntlenmfaffen erlitten igen. zu 71 Jahren nahm er am 5. Januar 1923 bas kn der damaligen Zeit gewiß nicht leichte Amt eines Beigeordneten der Stadt aber nochmals auf seine Schultern. Gegen Ende Mai 1928 legte er aus Gesundheitsrücksichten sein Amt freiwillig nieder. Von oen unter feiner Leitung erfüllten Ausgaben sind insbesondere hervorzuheben: Die Ev- bauung eines Wasserwerkes ber Stadt Lich tm Jahre 1906 mit einer natürlichen Quellwasserleitung von Der Gemarkung Albach aus. Int Elektrizitätsversorgung ber Stabt, die DunMH- rung Der Selbbercinigung in ber Gemarkung Lich, bie Ervauung ber Kanalisationsanlage, bit Erstellung eines Gebäudes für bie landwirtschaftliche Schule und beS Geräteraumes für die Feuer löschet nrichtungen der Stadt, der Dahnbau der Rebenbahn Lich—Grünberg und der KveiS- straßenbau Lich—Garbenteich Bei ber heute stattgehabten Beerdigung würdigte. nachdem der Posaunenchor eine Trauerweise feierlich zum Dortrag gebrach, StiftSdechant Kahn in treffenden Worten die Verdienste des um bie Allgemeinheit hochverdienten Mannes, der sich im Sinne des Dibelwortes Jakobi 1. Vers 12 in Beruf und Leben vorbildlich bewährt habe. Bürgermeister Geil legte im Ramen des Stadtvorstandes und der 'Bevölkerung der Stadt einen Kranz am Grabe nieder und dankte bibei dem Verstorbenen für bie treuen Dienste, Die er dem Gemeinwesen geleistet. Ludwig Dörmer und sein Werk würden in der Geschichte der Stadt Lich allezett unvergessen bleiben. Buntes Allerlei. Cln Auto für 10 000 lassen flaffet. fi SV fi Bi s Spezlalhau» für Gardinen und Po!stermöbel. 7820 Am Donnerstag, dem 31. Januar 1929: Gebrüder Seelbach Schluß unseres Inventur-Ausverkaufs | Vermietungen | Grostes, gut möbl. Zimmer m. Telephon u. el.L., evtl. 2 Zimmer, »um 1. II. au oeint. 0245 Atterweg 44 I. Guk möbl. Zimmer heizv. cl. V.. A. 1. IL ». vm. Deiichi.12-3 U. Lndwtgttr. »4 v.^,» MSbl.Simmer sofort z. verm. 0234 Neustadt 41 i. Eins, möbl., hcizb Zimmer Au vermieten 0216 hinter o. wellau!. 91. Geg. Hausarb. kann Irl od. Iran Zimmer erh. Schr. Angeb. u. 0235 an d. Gn. Ain. Bahnhofslr. 29 Win o. Lager ganz oder getrennt au vermieten. 02h Tb. 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Jan., 17.Mlilw0ch-Ai).-Vlsk. von 20 VIS l2*/4 Uhr: Hoti und ilnnü Schauspiel lti4Aklen von Veonü. »rank. Jreitag, 1. Jcbr., 18. Zrelküg-AVll.-Vlff. von lbl} b. 22' « Uhr Das Dori Sanel Mo Schauspiel a s den Bergen von Werner Johs. Guggenheim. Sonntag, 3. etebr., lau.er. bonnemeni) Jremdenvoriietiiing von 18 bis 20'/« Uhr Shmimn nis Elztekiec Koiiiödie in 3 Aufz. von Oliv Ernst. „,0 gitie Ä Mlalio Leideo^ Avcde da« Schicht we ntl» rsist «f. linier^; ^■n idd) W J längel«c vor einem txji Daulchel frage M ' angdfir Obwohl ffl um die To.l< es vl 2au vvl Mr! werd« aber man ' stets über « wird vtell« ftN der r ragt, etn stehen. 21 Zieiienden fördern, m laufen solle kurzer Zeit zugSwogen wird, ohne noch lo gr Zwischen Dt tztädlchens der sranzöst ein Livllen vorigen 2a! mols wollte und Halle t auch aus de Mhe des $ mngen vor geleistet Wu die Schach!« sind, sv'.len neuen Arb 40 englisch teil hielt Kanalbeti Seit ein nicute bmüht, n Dau des / leurt nxtrei daß bieiti technische € Rttihtbobtn 'Lvstimaschii Widerstand stellten Tie Kreide chid in etwa 62 Suiten ob eng.iichtn Tunnels |j Tedingunx Kosten vec Eine grt 2n oge te, tigt und üö derEngs mit dein den und d. Ich war kommest, id über den । um >d_. 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Eifrig arbeitet das „Kotnilee für den Kanal- tunnel", daS im englischen Parlament schon Probeabstimmungen vorgenommen hat. Frankreich hat seine grundsätzliche Einwilligung vor längerer Zeit erteilt und so w.rd nun ein Plan verwirklicht werden, den große Politiker bereits vor einem Jahrhundert aus führen wollten. Da das Bauschema festgelegt und die Finanzierungstrage gelöst sein soll, könnte der Dau sehr bald in Angriff genommen werden. Obwohl man 30 003 Arbeiter anstellen will, ■um die Dollendung des Tunnels zu beschleunigen, Wird es viereinhalb Jahre dauern, bis -er Dau vollendet ist. Auf 600 bis 700 Millionen Mark werden die Kosten des Daues veranschlagt: aber man weih ja aus Erfahrung, daß bei so großzügigen Unternehmungen der Voran schlag stelS überschritten wird. Schon im Jahre 1934 wird vielleicht bei Dover, an der Stelle, wo letzt der Shakespearefelsen in die Se-? hmaus- ragt, ein riesiger moderner Dahnhof stehen. Aufzüge und Rolltreppen werden die Reitenden zu den unterirdischen Bahnsteigen befördern, aus denen die elektrischen D-Züge em- lausen sollen, mit denen man in verhältn.smähig kurzer Zeit in luxuriös ausgestatteten Schnellzugswagen nach Frankreich fahren können wird, ohne sich in die Gefahr zu begeben, bei noch so groben Stürmen seekrank zu werden. Zwischen Doulogne und Calais, in der Rähe des Städtchens St. Raphael. wird der Kanal auf der französischen Seite enden: dort befindet sich ein Stollen, der in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gebohrt wurde. Schon da- mols wollte man einen Derbindungstunnel bauen und ha:te darum einen Dersuchsschacht angelegt: auch aus der englischen Seite hatte man in der Nähe des Shakeipearese lens entsprechende Bohrungen vorgenommen. Die Arbeit, die damals gelastet wurde, ist nicht vergeblich gewejen. denn die Schächte, die zu jener Zeit angelegt worden sind, sollen nun die Ausgangspunkte für die neuen Arbeiten bilden. Der Tunnel wird etwa 40 englische Meilen lang sein, und der größte Teil dieser Strecke soll 40 Meter unter dem Kanalbett liegen. Seit einem Jahrhundert haben sich die Ingenieure Frankreichs und Englands immer wieder bemüht, neue stelS verbesserte Pläne für den Dau deS Kanaltunnels zu entwerfen. Die Fachleute waren sich von vornherein darüber einig, bah dieses Projekt nicht auf unüberwindliche technische Schwierigkeiten stoben würde. Der Kreideboden des Aermelkanals bietet den groben Bohrmaschinen nur verhältnismäßig geringen Widerstand: auberdem haben die bisher ange- fte.lten Tiefbohrungen ergeben, dab sich d e graue Kreide chicht durch die der Tunnel führen soll, in etwa 60 Muer S.ärke zusammenhängend, ohne Falten oder Brüche von der französischen bis zur eng ischen Küste erstreckt. Das Ausbrechen des Tunnels wird also unter den denkbar günstig ten Bedingungen erfolgen und keine allzu groben Kosten verursachen. Eine große Schwierigkeit muh jedoch bei per An age des neueii Derbindungsweges berücksichtigt und überwunden werden: die grobe Furcht der Engländer, durch den Bau des Tunnels mit dem Fest and untrennbar verbunden zu werden und damit aus ihrer „splendid Isolation“ zu tre.en. Der Bauplan sieht deshalb besondere Einrichtungen vor, d.e es ermöglichen werden, den Tunnel in wenigen Augenblicken unter Wasser zu sehen oder mit Giftgasen zu füllen, wenn eine Sperrung des Verbindungsweges notwendig sein sollte. Sollte also eines Tages ein Krieg zwischen Eng.and und Frankreich ausbrechen, so kann sich England in wenigen Stunden gegen eine feindliche Invasion schützen und wieder zur Insel werden. Diese Borsichts- mabregeln haben wohl viel dazu beigetragen, das Wibtrauen vie.ec englischer Politiker gegen die unterirdische Derbindung mit dem Festland zu zerstören. Bor einigep Jahren schien die Verwirklichung des Bauprojektes noch in weiter Ferne zu liegen. Damals dachte man daran, nicht nur einen, sondern sogar vier Tunnel zu bauen, deren jeder eine Länge von 35 Kilometer Haven sollte. Ein Tunnel sollte ausschlieblich dem Auto- mobilverkehr dienen, denn man wollte es den Londoner Geschäftsleuten ermöglichen, d i e Beile nach Paris und zurück an einem Tag zu erledigen Aun wird man zwar vorläufig noch nicht mit dem Automobil auf dem Meeresboden dahinrasen können, aber die eiligen Reisenden werden dennoch viel Zeit ersparen, da die elektrischen Fernzüge den Weg von der französischen zur englischen Küste in 40 Minuten zurücklegen sollen. 30 000 Reisende und 30 000 Tonnen Güter hofft man an einem Tag durch den Tunnel zu befördern. Ein riesiges Kraft- werk, das in der Rahe der unterirdischen Verbindung liegen wird, soll den Strom für die elektrischen Vollbahnen liefern. Allerdings bildet gerade die Anlage dieses Kraftwerks einen Streitpunkt, England wünscht nämlich, dah das Werk auf britischem Boden errichtet wer- den soll, damit die er gl scle R egierung im K i gr- fall den Verkehr beherrsche, und Frankreich hat natürlich das entgegengesetzte Interesse. Schwieriger als die Lösung der technischen Probleme ist die Beschallung des notwendigen sehr beträchtlichen Kapitals. Muß doch eine Summe von ungefähr 700 Millionen Mark in ein Unternehmen gesteckt werden, von dem man nicht weih, ob es imstande sein wird, das investierte Kapital zu verzinsen. Die Geldgeber werden eine jährliche Verzinsung von mindestens 6 Prozent beanspruchen, denn unter diesem Zinsfuß ist heute wohl in der ganzen Welt kein langfristig angelegtes Kapital aufzutreiben. 4 2 Millionen Mark müßten also jährlich her- ausgewirtfchaftet werden, um nur den Zinsendienst zu decken und in dieser Summe ist also noch nicht der Betrag für die Amortisation der Anlage enthalten. Wird der Kanaltunnel oder die Gesellschaft, die ihn verwaltet, so große Ueberschüsse erzielen? Eine Berechnung der Rentabilität läßt sich bei solchen Projekten nur schwer anfteUen. sie ist eher zu schätzen. Richtige Beroch- nungen sind so selten, daß man noch heute in Fachkreisen davon spricht, wie der Verkehrs- iechniker der Deutschen Dank, Regierungsrat Ä e m m a n n , vor der Erbauung der Berliner Hoch- und Untergrundbahn einen Voranschlag des voraussichtlichen Verkehrs aus den einzelnen Linien ausstellte, die sich später mit der tatsäch- lichen Verkehrsziffer fast genau gebedt hat. Im Gegensatz zu dem gut durchgearbeitelen neuen Projekt stehen die phantastischen Pläne, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts für die Untertunnelung des Aermellanals entworfen wurden. So schlug der französische Ingenieur Mathieu dem Damaligen Konsul Bonaparte ein merkwürdiges Projekt vor, das selbst- verständlich nicht ausgeführt wurde. Er wollte den Tunnel von Calais zunächst nur bis zur Mitte des Kanals führen und auf der Sandbank von Darnes, deren Kuppe noch 15 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, eine Art Station anlegen. Die Spitze der Sandbank wollte er so weit erhöhen, daß sie übet das Meer hinausragte, und auf der Kuppe sollte eine Lüftungsanlage für den Tunnel geschaffen werden. Da die Sandbank ziemlich ausgedehnt ist. trug sich der phantastische Ingenieur sogar mit dem Gedanken, mitten im Kanal eine S.adt mit einem Rettungshasen für gefährdete Schiffe an- zulegen. Rapolcon war zunächst von diesem kühnen Plan begeistert, verfolgte ihn aber nicht weiter, als er die Undurchsuhrbarkeit des Projektes schlleßlich einsah. Im Jahre 1875 ging man endlich daran, den Tunnelbau in Angriff zu nehmen, damals wurden auf beiden Seiten des Kanals acht Jahre lang Stollen gebohrt, die jetzt wieder benutzt werden sollen. Das englische Oberhaus veranlaßte aber später die Einstellung der Arbeiten. Erst während des Krieges, im Jahre 1916, tauchte der Plan eines Verbindungstunnels wieder auf, als die deutschen U-Boote den Seeverkehr zwischen England und Frankreich stark behinderten. Seit dem Jahre 1919 hat es nun nicht an neuen Versuchen gefehlt, die Unter» tunnelung des Aermellanals durchzufetzen. Al« Lloyd George im Rovember 1919 in dieser Sache interpelliert wurde, verschanzte er sich hinter die Admiralität und das Kriegsministerium, von deren Einwilligung er seine Zustimmung abhängig machte. Roch im Jahre 1924 hat der ..Rationale Verteidigungsrat" Einspruch g.gen die unterirdische Verbindung mit Frankreich erhoben,^ so daß die Errichtung des Tunnels für lange Zeit vereitelt schien. Run endlich ist es dem „Komitee für den Kanaltunnel" gelungen, die Widerstände zu beseitigen, die sich seit über hundert Jahren der Ausführung des großzügigen Projekts entgegengestellt haben. K. R. Grawitz. Der Balkan im Streit der Mächte. Neue serbische Quellen zur Vorgeschichte des Weltkriegs. - Oie Annexionskrisis von 1908. — Rußland, die Entente uns das Südslawentum. Don Or. Gustav Roloff, o. ö. Professor der Geschichte an der Universität Gießen. An dieser Stelle ist schon wiederholt auf die Wichtigkeit der Balkankrisen für die Vorgeschichte des Weltkrieges hingewi sen worden. Man kann geradezu die orientalischen Vorgang: als einen Gradmesser für die Störte des Fri densge^ankens in Europa bezeichnen: die auf den Umsturz t>:r Machtverhältnisse am Balkan, ja zum Teil in Europa gerichtete Politik der Dalka.lltaaten tritt immer h.rvor, wenn sie an der Einmütig!llt der Großmächte Zweifel hegen, und Erfolg erlangt sie, wenn sie von einer od r mehreren Großmächten unterstützt wird. So ist jede Ber icheruna unserer Kenntnis über die Balkanpolit-ill auch der kleinen Länder, von großem W.rt für die Erkenntnis der Politik der europäischen Großmächte, wir müssen es daher mit Freude begrüßen. daß wir jetzt über die Politik Serbiens. also des Staa:es, der den unmittelbaren Anstoß zur Kalastro he gegeben Hal. durch ein2 große Aktenveröfsentlichung reich s authentisches Material erhalten. Sie rührt allerdings nicht h-r von der Belgrader Re zierung — di se hat guten Grund, ihre Dorkriegspolüik nach Möglichkeit zu verschleiern — sondern von ein m serbischen Diplomaten. der mit ihr zerfallen ist, von Dr. M. Boghitschewitsch. vor dem Kriege Gesandt r in Berlin, nachher durch mehrere Arbeiten über den Kriegsursprunf bekannt geworden. Der bisher erschienene erste Band der auf drei Dände berechneten Publikation (Berlin. Drück.nverlag) bringt nicht weniger als 417 Aktenstüde, von denen nur wenige bereits bekannt waren. Es sind im wesentlichen Korrespondenzen der serbischen Regierung unt) der Gesandtschaften im Auslande I von 1908 bis 1913. also aus der Zeit, in der sich die Entente und die Mittelmächte immer schärfer gegcnübertrelen. Dis letzten Vorgänge, die zum Kriege geführt haben, die s -rbische revolutionäre Propaganda in ten süd l wischenProrin e i Oester- reich-Ungarns und die Ermordung Franz Ferdinands. werden im ersten Bande noch nicht behandelt, seinen Hauptinhalt bilden die Annexion Bosniens durch Oesterreich und der Krieg von 1912. aber was wir darüber erfahren, ist geeignet, große Spannung auf die folgenden Bände h rvor- zurusen. Aus serbischen Qael.en wird hi -r aufs neue die Anschauung bestätigt, daß Angriffsund Croberungsaussichten allein auf feiten der Entente vorhanden waren und daß nur dort systematische Vorbereitungen zu einem großen europäischen Kriege getroffen worden sind. Bekanntlich setzt mit dem Abschluß der englisch- russischen Entente im Jahre 1907 ein: runie stärkere Bewegung in der Balkanpolitik ein, und ihr erstes Ergebnis war die Annexion von Bosni m und der Herzegowina durch Oesterrnch-Ungarn, das diese Länder seit dem B.rliner Kongreß (1878) verwaltet hatte. Oesterr.ichs Entschluß ging hervor aus der Absicht, sich den Besitz dieser Länder, die es mit großen Opfern d.r europäischen Kultur zugeführt hatte, dauernd zu sichern, es bedeutete keine materielle, sondern nur eine formelle Aend rung des Rechtszustandes. Keine Macht hatte erwart.t, daß Oesterreich jemals diese Provinzen auf geb en werde. Ja, der russische Minister des Auswärtigen, Iswolski, war sogar der Meinung, wie wir jetzt aus seinen vertraulichen Aeuß rangen erfahren, daß Oesterreich durch diesen Schritt s ine Machtstellung schwache, weil es zugleich mit ber Annexion das Recht, den Sandschak zu beseh n. aufgab, also nicht mehr in der Laze war. einer V r- einigung zwischen Serien und Monten gro unmittelbare Hi.'.dernisse ;u b r iten. Trotzdem erhob Rußland scharfen Widersprach ge;en den oft r- reichischen Schritt, weil seine Ansicht, b i dieser Gelegenheit das Durchfahr srecht durch di: Dardanellen zu erlangen, nicht in Erfüllung geganj.n war. und Serbien schloß sich ihm an. wen es — ohne jede Spur formellen oder moralischen Rechts — längst sein Auge auf die beid.n Provinzen geworfen hatte und in der Annexion eine Erschwerung seiner Wünsche erblickte. Beide mußten schließlich das österreichische Vorg.hen anerkennen, weil Rußland, wie damals schon bekannt wurde und jetzt aus zahlreichen intimen Aktenstücken bestätigt wird, sich zum Kriege infolge der japanischen Riederlage und der Revolution noch nicht gerüstet fühlte, aber beide waren entschlossen, sich dabei nicht zu beruhigen, sondern nach völliger Wiederherstellung der russischen Armee eine gewaltsame Losreißung der beiden Provinzen, ja eine Zertrümmerung der Donaumonarchie zu erstreben. Iswolski verhieß der serbischen Regierung für später Abrechnung mit Oesterreich, und der Zar selbst sagte, Rußland und Serbien müßten sich für den Zusammenstoß zwischen Slawentum und Germanentum vordere iten. Richt anders dachten die Führer der öffentlichen Meinung. Beginnt jetzt k Lien Krieg, sagten der Dumayräsident und Gutschkow, der Führer der Oklobristen. dem serbisch m Gesandten, verschweigt eure Absichten und b reitet euch vor, es werden die Tage eurer Freuden kommen (Herbst 1908). Um den Krieg gegen Oest erreich desto sicherer führen zu können, schien der russischen Regierung ein Bund aller Dalianstaaten, vor allem zwischen Serbien und Bulgarien, unerläßlich zu sein. Bisher hatten sich die Rach^arn durch Rivalität oft Schulergasie Tlr. 8. Von Otto Zoff. Ich war für ein paar Tage nach Wien gekommen. ich schlenderte mit einen alten Freunde über den Graben und übet den Stephansplatz, fo um s-ccch; Uhr abends, wenn das gelbe Licht der Straßenlaternen fid) mit dem Revel des späten Tages zu e.uer phantastischen Atmosphäre ohnegleichen zusammenfinitet. Wir erzählten, wir jammerten, wir lachten — das Gespräch ging hin und wider. ,Siehst du," sagte ich unter anderem, „man kann kein Gedicht machen, wenn vor den Fenstern ein Autv das andere jagt. Man kann nicht menschliche Schicksale empsinden, wenn es dem Telephon erlaubt ist. uns alle fünf Minuten aufzuschrecken. Tn wirst einwenden, daß ich ja außerhalb von Berlin wohne, im Grünewald schon. Was nützt das aaer? Zweimal am Tag saust das Flugzeug über meine Stille hinweg. Gewiß, zuweilen glückt es mir. Konzentration zu linden. Durch Stunden ist nichts zu vernehmen, fein Atemzug, eine heilige Stille überall — da fällt mir plotz ich ein, daß u.izätz.ige Radwwege durch die Luft meines Zimmers luhren. daß man sich üoer meinen Kovf hinweg verständigt, unterhält, begrüßt und belügt — und dann - Mein Freund fragt sehr lellnah.nsooll „ilnb?^ .Laß ich gegen diese Störungen nicht mehr aufkomme! Daß mir nichts mehr einfällt, und daß ich erledigt bin!“ Während dieses Gesprächs sind toir übet den Stephansplatz gekommen, um den feierlichen und so schweigsamen Dom herum, wir sind in die schmale Schulergalse eingebogen, wo in alten, biedermeierlichen oder noch bejahrteren Häusern daS Annoncengewerve oon heute, Schaufenster an Schaufenster, seinen Sitz aufgeschlagen hat. Mein Freund hall vor einem dieser allen Gebäude seinen Schritt an, er blickt die Fassade hinauf, er bemerkt: .Was für eine baufällige Angelegenheit!" 3a. Das ist eS. Ein erstaunlich hohes Wohnhaus. schmal, sehr schmal, es sieht ein wenig engbrüstig aus. es gleicht einem alten Mann, der vornübergebeugt dastehl und den Husten erwartet. Das erste Stockwerk hat man mit einer neuen, grellen, gelben Farbe angestrichen. die übrigen vier Etagen sehen grau und verdrießlich drein. 3m letzten aber gibt es zwei winzi >e Mansarden- fenfter, die sich behaglicher gebärden: um sie herum ist grünes Laub gepflanzt. Vielleicht sieht man von dort oben sogar den Himmel Hier unten sicht man ihn nicht. Hier unten ist das Haus viel zu beengt, als daß es wagen könnte, auswärts zu schielen. Wie vieles drängt sich da zusammen! Da gibt es einen Wcinschante „Schusters Weinstube". Ein 3nferatenbureau — und jetzt, da mich mein Freund um die Ecke der Straße führt, ein paar Schritte bloß, zur Hinterfront, auch noch ein Stellenvermittlungsbureau, eine Kohtenh.'.ndlung, ein Geschäft für Berufskleidung und zu guterletzt eine (Sceqierei. .Ferner." so setzte ich mittlerweile meinen Monolog fort, „ruiniert es mir tätlich die schönste Dormittagsarbeit, wenn um zwölf Uhr da drüben in Lichterfelde die Fabrik pfellt „Das muß grauenvoll sein." sagt mein Freund. nQ[5er würde es dich nicht interessieren, wie e:n so alles Haus im Inneren aus ächt?" Er Hal immer solche Interessen! 3ch beichte ihm soeben, daß icy ruiniert bin. und er stud.ert scheußliche Häuser! Steilen Eie sich einen Licychos vor. der etwa drei Meter breit und vielleicht vier Meter lang ist. der aus der Höhe von fünf S.ockwerken. durch e n gclbes. nie ger.in gte Glas- fenfter einen öd/eui oon d.leuujtung erfährt — das ist das Innere! Es vrennt zwar in dieser unbehaglichen Dunkelheit am Fuße der Treppe eine große Petroleumlampe, aber ich wette, daß sie die Dunkelheit noch dunkler macht. Sagen wir cs also unumwunden: dieser Lichthof ist ein Schacht, und um diesen Schacht führt die Treppe nach oben, und von ihr aus führen die Tüven in die einzelnen Wohnungen. Wer nach Hause kommt oder von au Hause fortgehl, muß an den Türen seiner Rachbarn, er muß an ihren Kuch.m- fenftern vorbei. Wer aber zu Hause kitzl. hört während des ganzen Tages, von sechs Uhr in der Frühe an ois Mitternacht, den Tritt all der dreißig Parteien, das Stolpern und Schlürfen all der hundert Menschen, auswärts abwärts, er hört ihre ilnterfjallung in den Vorzimmern und Küchen, ihren Aoschied und ihren Willkomm, et hört das Klirren aller Teller, aller Kaste- ro(len. aller Löffel. Gabeln und Messer' ES tratscht, dröhnt, klirrt, plärrt, poltert zwitschert (acht, schneuzt, hustet, schimpft, riecht und stinkt in einem einzigen, unausgesetzten unvergeßlich höllischen Tohuwabohu dahin. Wie entsetzlich 1" rufe ich endlich aus. „unD wer leben Menschen! And daß hier Menschen gelebt haben seit mehr als hundert Fahren! Rein, das ist nicht zu fassen 1" „3a.“ fügt mein Freund hinzu, während fein Blick in aller Seelenruhe in die Höhe hinauf- gleitet. „Und wenn man bedenkt, daß in diesem Hause ein Herr Mozart eine Oper komponiert hat. die „Figaros Hochzell" heißt .l" Disder mal Jedermann. Von Hans Jtiebau. Federmann ist irgendwo eüigelaöen. Rach dem Essen verkündet die Haassrau: „H rc Hirsch final jetzt. 3m Walde, wo die Rachtigallen schlagen l" „Gott sei Dank." sagt Febermann, „ich dachte schon, er wollte hier singen." Hnb der Gastgeber fragt: .Was sagen Sie zu dem alten Sherry?" „Was soll ich dazu lagen?“ zuckt Federmann bie Achsel, „der Herr ist mir noch gar nicht vor- gestellt worden." „Komisch,“ schüttelt Federmann den Kops, „daß beim Zwiebelschneiden stets die Augen tränen!" „Das läßt sich leicht vermeiden." sagt Mücke, .wenn man sie unter Was,er schneidet." „Ja aver." sagt Federmann, „wer kann denn solange den Atem anhalten?" Zedermann hat gut gegessen ilnb gut getrunken. A s Hvi-niebel ihn nach Hause bringt und schon saft am Ziel ist, fragt er: „Welche Rümmer hat eigentlich dein Haus?" „Dumme Frage" >agt Jedermann, „steht doch an der Haustür." Jedermann ist in Zahlungsfchwterigkerten. Der Schneider mahnt. Der Weinhändler mahnt. „Wenn jemand mir so kommt," ärgert sich Zederma.in, „bekommt er überhaupt kein Geld.' „Unb wenn et nicht mahnt?" fragt Mücke. „Dann," sagt Jedermann, „dann warte ich, bis er mahnt." Mucke ist in Berlin gewesen. ..Auch im Theater?" fragt Jedermann. „3awohl." lagt Mücke, „Emilia Galotti wurde gegeben." „Rch du lieber Gott." schüttelt Federmann den Kops, „das haben sie ja hier schon vor drei Wochen gegeben.“ Man spricht über die Wellra'.iin°Rakete. „Wir stehen,“ lagt jemand, „auf unseren Füßen nur info.ge dec Schwerkrast. Würde das Gesetz der Schwerkra't aufgehoben, flögen wir alle hinaus in den Weltraum." „ilnö wie." fragt Jedermann, „und wie war es, bevor dies Gesetz erlas'en wurde?" Jedermann trifft den jungen 3ülich. „Ra." fragt er. „was machen 3hre Brüder?“ „3ch habe nur einen Bruder," sagt der junge Jülich, „und dem geht es gut.“ „Sie haben nur einen Bruder?" „Jawohl" nickt Jülich. „Dann." lagt Federmann, „dany hat mich Ihre Schwester be.ogen. Sie hat mir ausdrücklich erklärt. daß ihre beiden Brüder sich nicht vertragen könnten.“ Gießener Stadttheaier. In der ersten Wiederholung von Q e f f i n g 8 „R a t h a n" nach dem Wü.lner-Gastspiel hatte Cdelbert ©ar ei i die Titelrolle übernommen: an sich leine dankbare Ausgabe, im Schatten eines berühmten Gastes in zweiter Besetzung zu spielen. Er scheint uns auch weder seiner Fachbestimmung noch seinem ganzen schauspielerischen Temperament nach sonderlich für die Aufgabe geeignet: ihm ist der Rcllhan zu einfach, zu geradlinig und ausgeglichen: er nimmt ihn vom Charakterfach her. kompliziert ihn und bleibt an der äußeren Theatralik der Figur haften, die überdies für unser Empfinden zu sehr betont wurde. Ein Gewinn dieses zweiten Abends war die Rechn der Trude Heß: sie warf ihr volles Gefühl in das scheue und schwache Wädchengeschöps, über das nach dem Willen ihres Schöpfers so wunderliche Schicksale hereinbrechen. Man hat den Eindruck, daß die Schauspielerin sich mit ganzem Gemüt in ihre Gestalt hineinschmiegt und sie bis zuletzt phantafiemäßig belebt und nicht mehr hergibt. Uebrigens war die Wiederholung als Ganzes und im Ensemble unruhiger und unfreier a!8 die elfte Aufführung: in manchen Szenen aiub textlich der Rachhilfe recht bedürftig. Dr. Th. gelähmt, jetzt sollten fte zusammen als Sturmbock gegen Oesterreich bienen. Ihr müht euch mit Bulgarien und Montenegro verständigen, sagte Istoolsli dem serbischen Gesandten in einer ilnter- redung. in der er ihn aus die Zukunst vertröstet^ Zugleich suchte er ihm begreiflich zu machen, daß Serbiens Gröhe nicht von der Erwerbung mazedonischer Provinzen, wo die Dalkanstaaten einander gegenüberständen, sondern von der Erlangung österreichischer Provinzen abhinge, Uiw in demselben Sinne bearbeitete er Bulgarien: bcioc Länder vereint, lieh er in Sofia vorst:llen, würden eine halbe Million Soldaten stellen können und zu kräfligem Auftreten fähig sein. Menn diese Haltung der Pet rsbur er Politiker schon im allgemeinen bekannt war, so fällt viel helleres Licht auf die Haltung der Bund , sgenossen Rußlairds in dieser Zeit. England hat sich schon damals wie im 3ult 1914 in den Dienst der sriedenstörenden russischen Politik gestellt, so viel auch Locd Grey in feinen Denkwürdigkeiten von feiner Friedensliebe spricht. Reinen Augenblick war die englische Regierung über den wahren Charakter der russisch-serbischen Politik im Zweifel. Rundheraus erklärte der serbische Minister deS Auswärtigen in einer Zusammenkunft mit Grey: .Mir müssen den Krieg vorbereiten, der in naher Zukunft unvermeidlich ist, wenn man uns eine Entschädigung für die Qln» nefion Bosniens verweigert" (OEt. 1908). Trotz dieser Kriegsdrohung hat Grey die Bildung des Balkanbundes, der doch zur Förderung der serbischen Politik bestimmt war. unterstützt; Bulgarien und Serbien mühten, lieh er in Sofia und Belgrad wiederholt erklären, eine Entente noch englisch-französischem Muster abschliehen, und fein älnterstaatssekretär Hardinae sagte dnn serbischen Gesandten, nachdem er ihm die Rotto-mdigkott eines solchen Bundes empfohlen hatte, die von Oesterreich geschaffene Rechtslage sei nicht unveränderlich, ja. er fügte hinzu: „0lur zwei Jahre soll der Frieden am Balkan herrschen, es sollen nur die gegenseitigen äleberfälle und Treibereien endlich einmal aufhören, dann wird sich vieles ereignen, und man wird vieles wieder gutmachen können." Es war eine deutliche Ermutigung zur aggressiven Politik, und gleichzeitig rieten er und Grey dringend, alles zu vermeiden, was in der Türkei Verdacht vor einem Angriff erregen und sie zum Anschluß an Oesterreich treiben könne. Also Isolierung der Staaten, die von der Offen- sivpolitik der Dalkanstaaten betroffen werden muhten. Dah die französische Regierung ganz im russischen Fahrwasser segelte, überrascht nicht. Auch sie sah, wie dem serbischen Gesandten in Paris erklärt wurde, die russische Zustimmung zur Annexion nur als vorläufig, als durch seine augenblickliche Schwäche erzwungen an und erwartete, ,dah seine Miederaufrichtung und Kräftigung die Frage eines sehr kurzen Zeitraumes sei, dah der Kampf daher nur aufgeschoben, und zwar nicht für lange aufgeschvben sei", äleber die aggressiven Absichten des Balkanbundes war die Pariser Regierung selbstverständlich unterrichtet. Serbien wünsche, wurde ihr nach mancherlei allgemeinen Mitteilungen erklärt (Ott. 1911). ein äleoereinkommen mit Bulgarien abzuschließen, zum Schutze sowohl gemeinsamer, alS auch allgemeiner Dalkaniniereßen für Kriegseventualitäten. die sich binnen kurzem etnstellen könnten". Angesichts dieser Mitteilungen wirkt es geradezu damisch, wenn Poincars In seinen Reden und Denkwürdigkeiten einmal erzählt, man habe in Frankreich überhaupt keine Kenntnis von den serbisch-bulgarischen Verhandlungen gehabt, und ein andermal, er habe biS zum August 1912 nichts von kriegerischen Absichten der Dalkanstaaten geahnt! Hinter den Ententemächten stand der ungetreue Dreibundgenosse Italien weder an Feindschaft gegen Ocstcrrcich-Ungarn noch an Kriegs- treibercl zurück. König Viktor Emanuel und der Ministerpräsident Giolitti sagten im Februar und März 1909 dem serbischen Gesandten. Serbien müUe für eine bewassnete Aktion gegen Oesterreich einen großen Balkanbund hinter sich haben; es möge wie seinerzeit Italien, einstweilen Geduld haben, günstigere Gelegenheiten abwarten und sich auf diese hoffentlich nicht ferne günstigere Zeit militärisch und durch Bündnisse vorbereiten. Aehnlich äußerte sich der Minister des Auswärtigen. Tittoni, kurz daraus, so dah der serbische Gesandte als seinen Gesamteindruck aus Rom nach Hause schrieb, nach der Meinung Italiens müsse sich Serbien ernstlich vorbereiten und die unbedingt eintretenden Ereignisse, d. h. einen Bruch zwischen den Mittelmächten und der Entente, in Zuversicht abwarten. Cs ist nicht verwunderlich, daß bei dieser eifrigen Mitarbeit der Entente die ferbi'chen Wünsche in Erfüllung gingen und ein scrbisch- bulgarisches Bündnis (März 1312), dem sich bald Griechenland und Montenegro näherten, zu- standekam. Aber weiter reicht die Kraft der Entcnte nicht. Rach ihrem Willen sollte das Bündnis als Sturmbock gegen Oesterreich dienen, wenn Rußland die Zeit zum Bruch gekommen glaubte, aber sobald die Verständigung zwischen Den beiden bisherigen Rivalen gesunden war. machte sich das bulgarische Rationa'.empfindcn mit unwiderstehlicher Wucht geltend und zerriß das feine Gcwe'e der Petersburger Diplomatie. Den Bulgaren lag nichts an der Bekämpfung Oesterreichs, aber alles an der Eroberung Makedoniens, sie wollten desha'b nicht warten, vis Rußland da- ö.gnal zum Kampfe gab, sondern forderten stürmisch einen gemeinfamen Angriff aus die Pforte, zumal da Italien mit ihr Im Herbst 1911 wegen der Wegnahme von Tripolis in Krieg geraten war. Wie schon früher einmal ausgesührt („©. 21.“ vom 23. August 1926', sparte die russische Reg erung kein: Mille. Bulgarien zur Ruhe zu mahnen, weil sie sich zu einem Weltkriege, der auS dem Balkan- konflikt hervorgehen tonnte, noch nicht stark genug fühlte und weil sie sich den Kampsbeginn nicht von den kleinen Staaten vorschretben lassen wollte. Aber alle Mühe war umsonst. Die Serben die an sich lieber die russische Mahnung befolgt und die Spitze deS Dündnif.es gegen Oesterreich gerichtet hätten, mußten den Bulgaren wohl oder übel folgen, wenn fte die Allianz nicht in Frage stellen wollten, fie l.eßen fich schlieVich nicht ungern auf die Offensive gegen die Türlei ein, weil sie erwarteten, daß darau Z ein Bruch mit Oesterreich entstehen und Bulgarien dann ihnen zur Seite fte ^en werde. Du gar en war gern bereit dazu: 350 003 Mann versprach es, in diesem Falle gegen Oesterreich marschieren zu lassen (März 1.412). Aus der ser'.i ch-bu'gar schen K r.cs >oille -z können wir je ;t die politische Taktll der Dundes- ?enosfen viel deutlicher als früher er.enncn. Man egri s bald, daß zwar die russische Regierung den Krieg nicht wünschte, daß a'eer d e öffent* liche Mctnung die antitürlischen Bestrebungen Das oLerhessische Zugendherbergswerk im Jahre 1928. Don Dr. W. Flörke. Ein Jahr Iugendherbergsarbeit ist wiederum verflossen, äleberschauen wir es rückblickend, so können wir sagen, dah eS ein Jahr reger Arbeit gewesen ist, daS mancherlei Ersolge gebracht hat. 3m Ganzen ist unser oberhessisches HerbergSwerk, dessen stetiger Fortentwicklung die Arbeit der letzten Jahre gewidmet war, wieder ein schönes Stück Dorangetommen. Cs ist dies auch notwendig, da das Iugendwandern, wie uns die Ziffern für die Uebernachtungen zeigen, in ständiger Zunahme begriffen ist. 3m Jahre 1927 übernachteten in allen oberhessischen Herbergen zusammen 9460 Wanderer, in 1923 stieg diese Zahl aus 11 051. (Für die Jahre 1926 und 1923 sind die Zahlen 5963 bzw. 3651.) Don den Herbergen, die 1927 in Betrieb waren, mußte Büdingen im 3 ah re 1928 wegsatten. Dies war besonders zu bedauern deshalb, well gerade durch Büdingen wichtige Wanderlinien führen. Leider konnten die Vorarbeiten für eine Reuschöpsung nicht soweit gefördert werden, daß noch in dem Berichtsjahr mit der Ausführung der Pläne begonnen werden konnte. 3m zeitigen Frühjahr 1928 konnte die mit Hilfe der Gemeinde völlig neuhergerichtete Herberge L a u b a ch der Benutzung übergeben werden. 3n Schotten wurde etwa um dieselbe Zeit eine neue Herberge eingeweiht. Stadt und DHC. Schotten haben hier Vorbildliches geleistet. Die Gießener Herberge konnte einen weiteren Schlasraum erhalten und durch ein Führer» zimmerchen, das neben dem großen Schlasraum liegt, ergänzt werden, so daß der Führer feine Gruppe doch unter ständiger Aufsicht hat. Besonders die mit ihren Klassen wandernden Lehrer. die ja vielfach schon im höheren Alter stehen, werden diese Annehmlichkeit zu schätzen wissen. Die Einrichtung gewährleistet auch, dah der grundsätzlichen Forderung des Iugendherbergs- verbandes. daß der Führer bei feiner Gruppe schlafen soll, genügt werden kann, ohne daß daraus Schwierigkeiten entstehen. Weiterhin konnten der Herberge durch das städtische Wohlfahrtsamt eine ganze Reihe von wertvollen Cin- richtungsgegenständen, wie Eß- und Kochgeschirr, Stühle und dgl. überlassen werden. Im Laufe des Sommers wurden die Vorarbeiten für einen 3ugendherbergsneubau in Gedern erledigt, mit dessen Einrichtung noch im Herbst begonnen werden konnte. Der Rohbau ist vollendet und soll im Frühjahr fertiggestellt werden. Bei diesem Reubau ist darauf Bedacht genommen, mit möglichst geringen Mitteln Gutes und Gediegenes zu schaffen und die finanzielle Grundlage des Herbergswerks nicht zu stark zu belasten. Die Mittel, die zum Ausbau der Herbergen erlangt werden können, sind leider klein, und so muß mancher berechtigte Wunsch zurückgestellt werden, bis einmal der erste Ausbau des Retzes in dem unbedingt nötigen Ausmaß erfolgt ift. Diese Ausgabe wird aber, soweit sich biS jetzt übersehen läßt, noch einige 3ahre in Anspruch nehmen. Bei dieser Gelegenheit muh ich vor Reugründungen, so gut sie gemeint sein können, warnen, wenn nicht ganz besonders dringliche Verhältnisse voriiegen. liniere ganze Kraft gehört zunächst dem Ausbau des vorhandenen Herbergsnehes. Bei den Behörden fanden wir immer großes Verständnis für unsere Arbeit. Insbesondere sind hier zu erwähnen die Zentralstelle für Vollsvildung und Jugendpflege in Darmstadt, die Provinzialdirek.ton Oberhessen, der Kreis Schotten und die Städte Giehen, ßau- bach, Schotten und Gedern. In Gießen warb im März ein Iugend» herbergstag, dessen Ausgestaltung öie Gießener Jugend übernommen hatte, für den Gedanken der Jugendherberge. Damit war verbunden eine Besichtigung der Gießener Herberge. Mehrere Tausend unserer Mitbürger haben die Gelegenheit benutzt und sich durch Augenschein von der Beschaffenheit einer Jugendherberge überzeugt. Die Belange des oberhessischen Iugendher- bergswesens werden im Auftrage des Gaues Main-Rhein-Lahn-Fulda _ von der Ortsgruppe Gießen des Verbands für deutfche Jugendherbergen wahrgenommen. Diese Ortsgruppe hat die Hoherodskopfherberge geschaffen und für die Ausgestaltung der Gießener Herberge gearbeitet. Dazu ist dann später die Sorge um weitere oberhessische Jugendherbergen gekommen, wie die in Laubach und Gedern. In gleicher Richtung sind tätig Ortsgruppen in AlSfeld. Friedberg und Schlitz. Auch der Vogelsberger Höhenllub hat selbständig mitge- holfen am Werk in Herchenhain und Schotten. Die folgende Tabelle gibt einen Heberblid über die Benutzung der oberhessischen Herbergen im Jahr 1928. Eie weist auch nach, welchen Lebensaltern und Bildungslreisen die Benutzer entstammen. Auffällig ist dabei, dah die Zahl der weiblichen Wanderer noch sehr stark hinter der der männlichen zurücksteht, sie macht noch nicht ein Drittel dieser aus. Herberge Volks- schülcr Schüler höh Schul. U-Hochsch. sonstige Iugendl. unter 20 I. Wanderer über 20 Jahr« Mithin Zulammen Gesamtzahl () 1927 m. to. m. to. m. to. m. to. m. to. Alsseld —- 106 29 39 5 69 9 214 43 257 (364) Dodenrod — —* 8 —• —- 8 — 8 (11 Butzbach Friedberg Gedern 32 19 261 30 238 15 81 240 4 26 319 533 19 75 338 608 (243 (302 66 20 86 — 7 — 179 — 179 (217 Gießen 47 23 475 100 447 121 580 70 1549 814 1863 (1537^ Herbstein 88 — 470 8 7 2 28 1 593 11 604 (- Herchenhain 1369 254 915 895 410 295 521 269 3215 1713 4928 (4971 Hoherodvkopf 115 95 428 107 164 43 63 17 770 262 1032 (1044) Laubach — 58 5 94 15 84 12 236 32 268 (? Lauterbach — — 85 — 69 — 33 2 137 2 139 (148 Bad Salzhausen 12 — 43 18 4 1 12 — 71 19 90 (56 Schlitz — 259 3 73 25 61 16 393 44 437 (259) Schotten 36 26 80 37 74 9 36 12 226 84 310 (- 1765 417 3150 1232 1713 531 1815 438 8443 2618 11061 (9460) der Balkanstaaten lebhaft begrüßte, eS war also ein Konflikt zwischen R:g erung und öffentlicher Meinung in Rußland zu erwarten. Dieser Konflikt konnte aber nachhaltige ungünstige Folgen für das Zarenreich haben da die Wahlen zur Duma im Herbst abgehalten werden mußten. Die Bundesgenossen beschlosen, so viel Rücksicht auf den großen slawischen Bruder zu nehmen, daß sie den Ausbruch des K.ieges bis zum Herbst verschoben, damit die Wahlen nicht unter dem Eindruck der kriegerischen Erregung ständen. Im Herbst hoffte man mit Italien gemein a.ne Sache gegen die Pforte und im Rotfalle gegen Oesterreich, wenn es etwa die Türkei schuhen wollte, zu machen. Damit sich aber mittlerweile nicht die Lage durch einen Friedensschluß zwischen Ita'icn und der Türkei oder durch ernsthaste militärische Rüstungen der Türken zuungunsten der Verbündeten änbere, wurde die Pforte mit friedlichen Versicherungen überschü'tet; um e ne friedliche Politik vorzutäuschen, g ng der K >nig von Bulgarien wiederholt ins Ausland, der bulga- Minister des Auswärtigen auf Urlaub, Preh- angtiffe auf die Türkei wurden offiziell getadelt. und was dergleichen Mittel mehr waren. Gleichzeilig wurde die Pforte bearbeitet, ja keinen Frieden mit Italien zu schließen. Die Abtretung von Tripolis, stellten die bulgarischen und serbischen Diplomaten den türkischen vor werde in Konftcn.inopel eine neue Revolution Hervorrufen und die Abfallsgelüste in den Provinzen verstärken. Durch diese rücksichtslose und doppelzüngige Politik gelang es in der Tat, die Pforte hinzuhalten und im Oktober 1912 fast ungerüstet zu überfallen. Die leiten russischen Mahnungen zur Ruhe wurden brüsk abgewiesen und mit der Drohung erwidert, die Verbündeten konnten sich auch mit Oesterreich verständig n wenn die bisherigen Freunde ihnen in den Weg treten wollten. Man baute in Sofia und Belgrad fest daraus, daß die panslawistische russische öffentliche Meinung der Regierung nicht gestatten werde, den Krieg ernstlich zu verbieten. Der Präsident der Duma bestätigte dem serbischen Gesandten die Richtigfeit der Rechnung: „Mar- tchiert vorwärts", sagte er unmittelbar vor Kriegsbeginn .und kümmert euch nicht um un er Ministerium des Auswärtigen, das nur für sich erklären kann, daß es keinen Krieg will, nicht aber für Rußland". Und Dom Zaren wurden Aeußerungen ko'porticrt. aus denen d e Dattan- rcgictungcn schließen mußten, daß er e n Einschreiten Oesterreichs g g:n Serbien und Bulgarien nicht Aulafien werde. Die Riedcrlage der Türkei, die binnen wenigen Wochen offenbar war. führte sogleich zu der Frage, ob die Großmächte den Balfanftaaten die Verteilung der Deute allein überlassen oder ein entscheidendes Wort mitfprechen sollten. Oesterreich forderte B.grenzunz der serbischen Ansprüche in Albanien und sezte sie schließlich auch gegen Rußlands Oppo. Ilion durch, da Deutschland und England einen Konflikt unter den Großmächten nicht wün'chten. und auch Italien die Serben nicht an die Adria Vordringen lassen wollte. Hierüber erfährt man auS den vorliegenden Akten nichts Reues, aber bestätigt wird, daß Rußland und Frankreich den Serben das Rachgeben durch Vertröstung auf einen Krieg gegen Oesterreich in naher Zukunft zu erleichtern suchten. Serbien möge, sag ei russische und sran-bsische Diplomaten e.rtem serbischen im Rovember 1912, fich kräftigen, „um möglichst vorbereitet die wichtigen Ereignisse abzuwar en. die unter dm Großmächten eintreten müßen." Roch deutlicher sagte Sassonow, der russische Minister deS Auswärtigen, dem serbischen Gesandten einige Wochen später. Serbien sei nach seinen großen Erfolgen gegen die Psorte dazu bestimmt, Oesterreich zu erschüttern. Cs möge das jetzt Erreichte als Etappe betrachten, denn die Zukunft gehöre ihm, es werde viel Land von Oesterreich erhalten. Serbien möge sich organisieren, am dann später, wenn d.e Zeit gekommen fein wird, das österreichisch ungarische Geschwür anzuschnciden, we'ches hmte noch nicht so reif ist wie daS türkische.' Aehnliche Er- mutigungm kamen aus Paris: man wolle je"t Frieden halten, sagte „eine kompetente Persönlichkeit", um den Balkanverbündeten Gelegenheit zur Erholung und „Vorbereitung für Eventualitäten. die in einer nicht fernen Zukunft eintrcten könnten, zu gewähren". Wenn Sassonow den Serben deutlich das Ziel ihrer Politik zeigte, so zugleich die Mittele er emp'ahl aufs neue c nm Bund der Balkan floaten gegen Oesterreich, für den insbesondere Rumänien mit der Aussicht. Siebenbürgen zu erobern, zu gewinnen sei. Kurz, Serbien hatte Grund zu der Zuversicht, mit russischer Hilfe „Bosnien und andere Länder Oesterreichs zu bekommet". Diese Uebcrlüllc von Zeugnissen für die aggressive und cToberung3!uftige Politik der Entente und ihrer tatfächlichen Balkanbundesgeno'sen steht kein einz ges gegenüber, das d.m eiben Vorwurf gegen die Mittelmächte enthielte. Im Gegmteil. Die serbischen Diplomaten betonen wiederholt, daß der Deutsche Kaiser am Fr eben unb Vermittlung bemüht sei, unb selbst der Wiener Regierung. die natürlich stets gehässig beurteilt wird, wird eine Pol.tik der Eroberung nicht vorgeworfen Mehrfach tritt sogar die Die nung auf, daß Kaiser Franz Joses jeden kricg.rischen Zusammenstoß grundsätzlich zu verme d m wünsch« eine Annahme, die vermutiich viel zu b:r provokatorischen Politik Serbiens gegen den großen Rachbar beigetragen hat. Preußen. Kreistag in Wetzlar. A Wetzlar, 25. Ian. Der Kreistag trat gefieni im neuen ö>rd.'hau)e zu feiner ersten diesjährigen Sitzung zusammen. Die Rechnung der Krel-ikommunal.asfe für das Rechnungsjahr 1927 wurde in Einnahme auf 3 499 269.70 Mk., .bie Ausgaben auf 3 466 687.17 Mll, und der Bestand auf 32 532.53 Mk. festgestettt. Tie Son- derrechnuna schloß mit 207 578.78 Mk. ab. Ferner beschloß der Kreistag u. a. dir Ausdehnung der öffentlichen Fürsorge auf Krüppe l und Geschlechtskranke. Der 3cprozentige Anteil der Gemeinden an diesen Fürsorgeausgaben soll ohne Verpflichtung des Kreises von diesen freiwillig übernommen werden. Kreis Wetzlar. WSR. Wetzlar. 25. Jan. Ein mit Möbeln und Hausgerät schwer beladener Lastkraftwagen des Unternehmers Bonn aus Groß-Rechtenbach (Kreis Wtzfar) konnte in bet Aähe dcS Ortes Weidenhaufen die ©lei«* gung in einer Kurve infolge vereister Fahrbahn nicht bezwingen, fvndern rutschte mit an» gezogenen Bremsen nach rückwärts in immer rascherem Tempo ab. Bon den Mitfahrenden versuchte der Obergerichtkvoll- zieher Göbel au3 Wetzlar abjuf,ringen. Dabei geriet er unglücklicherweise unter Die Räder und wurde schwer verletzt. Der Arzt stellte einen Oberschenkelbruch und innere Verletzungen fest. Der Vrrungtückte wurde ins Wetzlarer Krankenhaus eingeliefert. Der Wagen konnte im übrigen zum Stehen gebracht werden. Weitere Personen wurden nicht verletzt. O Hochelheim, 25. Ian. Der Landwirt! und Maurer Heinrich Rolshaufen von hier war nachmittags in seiner Scheune damit beschäftigt. Stroh von einem Gerüst herunter» zuhvlen. Hierbei stürzte er ab und fiel auf den Heuboden, wobei er den rechten Arm brach. Dr. med. Grler (Hörnsheim) leistete die erste Hilfe und ordnete die Ueberführung des Verletzten in die Chirurgische Klinik zu Giehen an. * O Dornholzhausen, 25. Ian. Rach» dem die Arbeiten an der wirtschaftlichen ilmlegüng der Grundstücke der hiesigen Gemarkung beendet sind, fand dieser Tage unter dem Vorsitz des Kulturamtsvorstehers zu Wetzlar und in Anwesenheit dcr Mitglieder der hiesigen Gemeindevertretung, sowie eines Vertreters des Bürgermeisteramts zu Groß-Rechtenbach die Ucbcrgabe des im Der.ahren auSgebautcn Wege- und Grabennetzes an die Zivil» gemeinde zum Zwecke der Unterhaltung durch diese stall. Vorher wurden verschiedene Anlagen einer Besichtigung an Ort und Stelle unterzogen, die zu nennenswerten Bcanstandun-en keine V.r- anlaffung gab. Verschiedene kleinere Mängel sollen durch die Beteiligtengesamtheit In dcr Um* legung-sache noch abgestcl'.t werden. Von den in Verbindung mit der Umlegung.fache ausge.ühc- ten größeren Arbeiten sind zu erwähnen: di« Ausführung von fünf Kleebachdurchstichen, der Bau einet neuen Dcrbindungsstraße nach Lang» GönS, der Bau von zwei neuen Dctonbrücken über den Kleebach, die Geradclegung deZStrauch- bacheS, die Anlage eines neuen Friedhöfe- am Dorsausgange nach Hochelheim zu und die Erschließung von Baugelände am Dorf ausgang« nach Riederkleen. J Groß. Rechtenbach, 26. Ian. Gestern nachmittag sand hier die zweite d.esjähriga Amtsversammlung statt, die sich in der Hauptsache mit der Verwaltung der durch den Tod des Bürgermeisters Schneider erledigten Bürgermeister stelle des Amtes Rechtenbach befaßte. Bei dieser Beratung nahm fdlcnS der Auis.chtsbchörde der Landrat des KreiieS Wetzlar an der Sitzung teil. Die Amtsversammlung hob ihren Beschluß vom 8. Januar, wonach s:e sich gegen die kommissarisch« Besetzung der Stelle ausgesprochen und deren öffentliche Ausschreibung beschloßen bät e, auf und schlug dem Oberpräsidenlen den Volkswirt Dr. Reumann aus Wetzlar als kommissarischen Bürgermeister für das Amt Rechtenbach vor. Ferner beschloß die Amis.e.sammlung die Abnahme der Rechnung des Ämter Rechtenbach für das Rechnungsjahr 1927. Die Rechnung wurde in Einnahme und Ausgabe auf je 136 115,08 Mark festgestettt. Die Sonderrechnung betrug 570,75 Mark. Die Einführung der Schulzahnpflege wurde abgeiehnt. Den Erlaß von Ortsstatuten zum Schutze der Gemeinden gegen Verunstaltungen durch Reklame- fchilder hielt die Amsverfammlung nicht für nötig. O Riederkleen, 25. Ian. Wenn im Winter die größeren Flüffe. wie die Lahn und dergleichen, zugefrvren sind, stellt sich an den Ge- wäs.ern des Kleebachtales (Ovlcebach. dcsscnReben» bächen unö den Mühlgräben) als seltener Gast die Wildente ein. An den Gewäsfern in der hiesigen Gemarkung ist sie befonöers anzutreffen. Dies hängt damit zusammen, daß die betresferiden Wasferläufe selbst bd stärkerem Frost an vielen Stellen nicht zufrieren, ferner auch, daß die Wildente, die bekanntlich sehr scheu ist, hier einen verhältnismäßig ruhigen und ungestörten Ausemchalt. hat. Tie Jäger nehmen natürlich die seilen sich bietende Gelegenheit wahr, die Jagd auf Will^ enten auszuüoen. So tourten auch von den Pächtern cer hiesigen Gemcindefagd in dcr letzten Zeil eine Anzahl geschaffen Lützellinden, 25. Ian. Die Dahlzett deS Vorstandes der Önt- und Betoässe- rungsgenossenschaft „A l l e n o ö c f e r - 21 u" ist in diesem Monat abgetanen Bei der Reutoahl touroen durch di« Genos.enschaftsmit- glieoer gewählt bzw. toiedergewähli: Zum Ge- nosfenschastsvorsteher der Landwirt Ioha.rnes Lenz, zu Vorstandsmitgliedern die Landwirte Karl Schmidt und Heinrich Bork, zu stell» vertretenden Vorstandsmitgliedern die Landwirte Johannes Bork, Johannes Krombach und Georg Schäfer. • Lützellinden. 25. Jan In der Generalversammlung des hiesigen Kriegervereins. die dieser Tage in der Wirtschaft 3una ftattfand. gedachte man zunächst in üblicher Weise deS verstorbenen Ehren- und Vorstands- mitglieies 3oh. 3 u n g. Bei der Vorstairdstoahl wurde Schmiedemeister Z ö r b neu in den Vorstand gewählt, im übrigen wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder erneut in ihren Aemtern bestätigt. 3n den Verein ausgenommen wurden fünf neue Mitglieder. Damit ist die Mitglie» I derzahl auf 33 angewachsen. Schweinemarkt vom Er war uns die langen Jahre, welche er in unserem Betriebe ehrendes Andenken bewahren. Gießen, den 26. Januar 1929. 787D 26. Januar 1929. Gießen, den 781D Klein-Linden, den 26. Januar 1929. 8ü3D wahren. 783D 808D ’< 742" Katholischen Kirchenoorstand Gießen. irhctncn briimcnt) rrioibeil. Der Vorstaal. Verlust wir dauernd ein Dammstr. 25p Kein Laden. 49D Gießen, Stuttgart, Spittel (Lothringen), Gladenbach, den 25 Januar 1929. Rimdfmrkprogramm deS Frankfurter Senders. (AuS der „Radio-Umschau".) Sonntag, 27. Januar. bL Schönbach. 25. Jan. 3m Betriebe der Farbmühle, in der Rähe des Bahnhofs, ereignete sich heute mittag ein schwerer iln- glückssalL Der Forbmüller PeterGräf von hier geriet in d i e Transmission und wurde durch die Wucht der Maschine gegen öte Decke geschleudert. Der bedauernswerte Mann mußte mit schweren Schä del - u n dB ei n- Verletzungen einer Privatum!! in Herborn eingeliefert werden. Am Freitag, dem 25. Januar 1929, vormittags 9a/< Uhr entschlief nach kurzem Leiden unerwartet unser langjähriger Oberkellner Herr Hermann Hauswald Familie Ludwig Klingler Hotel Schütz kiMvsN-kMsWlöN-VerM Gießen. Wir ertüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Kollegen Herrn Anton Helmer, ZuMer i. B. in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung hat am Donnerstag,dem 24. Januar in Ebsdorf (Kr, Marbiyg) stattgetunden. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken be- M-iC'iplateo liefere ich an Pnvate ncn. 8 Monatsraten. Schreiben rLte fo ort um Kataloge graUS, franko. An alt. Plätzen Pertivter ges. Cftcrh, Wiestadea, ixnuct Str. *24. IT*V \ KaVulleKe- Vare n Menet. AmSaniSiaa-den 2. tvebt. M1, Ul)t abenbsivünktltchl sind, liniere biesj. 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Wenen der Wich.tatet i her raaesoiduimi ist ollfcitticd Er- ch, 26. tineite deMhngr statt, die sich in der altung der durch den Schneider eriedlglen dcs AmteZ Dechltn- kratimg nahm Mlenä La.rdrül del heiles r Ist Wlsversamm- nDm 8. Ganuar, M» 5*338 iir) der^n ofitniw Ute, aus und Mg S&nrt et.?*;; kommissardchen w «» Snt8 e.lammlung M fSiiel Lechlenbach p Rechnung s Msgabe aus 1® bsie SonlerrahnM » SinsührE ver fce abgrikb pun Dcllame- ,u .»hä* ST Lener M ^Samt-Reste x passend für Konfirmandenkleider la Qnal.Mli. 5,95 nnü 6,95 D.m solange Vorrat reicht 7giD .Bauer, MhaoillaDL Seltersweg 91, I Stock /. Kein Laden S chlar, seines IM n. n$ ttHtR $.(8 l 6°n- ÄS ar. 2onn7u tonnte |n bet 6»Jtn die StA J dreister Vü4Ä °u. ^b' den VbeMch^, 10jU|,t(ngeiL Dabei die Az. eletzt. Der Ant l und innere Der- « wurde ins Den- Der Dagen ehen gebracht wer« >cn nicht verlöt. Der LanLwa ^vlshausen von mer Scheune damit 1 Gerüst herunter- r ob und fies aus n rechten Arm Wrnsheim) leistete die Heberslihrung ^rgische Klinik zu ffr 'S Biedenkopf. > Crumbach, 25. Jan. Dieser Lage hatte Förster Stünz von Erda das Gluck, in der ALH« unsere« Dorfes im Hegwald einen mächtigen .Reiters« schieben. Förstcr Liuv3 bitte da. Schwein am Lage vorher zwischen Erda und Mu5ersbach angeschossen und dann biS hierher verfolgt. Aach dem der Jagdpächier verständigt war, sand die Jagd aus den fest sitzenden Keiler statt, wobei der Förster zum zweitenmal zum Schuh kommen und durch einen Herz schütz das Borstentier, das aus geweidet 185 Pfund wog, erlegen konnte. Hier kommen Wildschweine sehr selten vor. Die meisten Leute hatten noch feind zu Gesicht bekommen, und seit stNenschrngedenken ist hier noch keins erlegt worden. Lillkrcis. Wegen anderweitig größerem Unternehmen sind meine beiden Geschäftshäuser Bingels Möbelwerkstätten zu Gießen, Kaplansgasse Nr. 5 und 5a, wovon der Laden mit den Werkstätten und die dazu gehörige 4-Zimmer-Wohnung freiwirtschaftlich sind, günstig zu verkaufen durch den Alleinbeauftragten Heb. Damm, Moltkestr.22 Otto Singel £=X Auch in Ihren Apparat gehören ... HUF die bekannten VALVO -Röhren! 14,45 6’6 15.45 Stunde der Jugend 15.45 bis 17.15: Konzert des -Rundfunkorchesters: Mozart. 17.15 b.s 18: Stunde des Landes: „Die hollän- dische Landwirtschaft und ihr Absatz", Dortrag von Dr. Hugo Horny, Wiesbaden. 18 bis 19: Don Königswustrrhausen: DortragSzykluS: „Gedanken zur Zeit". ..Für und wider die Todes» strase". 18 bis 18.30: Dortrag von Reg.-Rat Dr. Albert Zaps. 18.30 bis 19: Dortrag von -Reichsjustizminister a. D. Otto Landsberg. 19 biS 19.45: Stunde des Rhein-Mainischen Derbandes für DolkLb.ldung: ..Lessings Weltanschauung", Dortrag und Dorlesung von Dr. Karl Gebhardt. 19.45 bis 20: Sportnachrichten. 20 bis 20.30: Dr. Olto Frhr. v. Taube. Dortrag aus eigenen Dichtungen. 20.33: Konzert des Rundfunkorche- sters. Anschlietzend bis 0.30: Tanzmusik. Montag, 28. Januar. 6.30: Morgengymnastik. 12.30: Schallplatten- Konzert: „Der Walzer kommt wieder!" 15.05 biS 15.35: Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05: Hausfrauendier.st. -- Anregungen zur Abwechslungsreichen Gestaltung des Küchenzettels: „Woraus es beim Preiswettkochen ankommt!" 16.35 bis 18.05: Don Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10 bis 18.30: Lesestunde. 18.30: bis 19: „Die Sligebiete Europas", Anregungen und Hinweise, Dortrag von Dr. Walter Bing. 19 bis 19.30: Schachstunde. 19.30 bis 19.45: Englische Literaturproben. 19.45 bis 20.15: Englischer Sprachunterricht. 20.15 bis 21.15: Roch Stuttgart: Konzert-Oper: „Die Rachtwandlerin" von Bellini. 21.15: Don Stuttgart: „Donna Diana" von Moreto. Dienstag, 29. Januar. 6.30: Morgengymnastik. 13.30: Schallplatten- Konzevt: „Ouvertüren, Fantasien und Potpourris". 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend. 15.55 biS 16.05: Hausfrauendienst — Hauswirtschaftliche Reuerungen und hauswirtschaftliche Be- triebstechnik: „Kochen und Kochen ist zweierlei!" 16.35 bis 17: Lesestunde. 17 bis 18.30: Rach Stuttgart und Köln: Konzert des Rundfunkorchesters: Operetten. 18.30 bis 18.45: Don Kassel: Am Freitag, dem 25. d M., vormittags 93/< Uhr, wurde uns ganz unerwartet unser treuer Mitarbeiter und Freund, der Oberkellner Herr Hermann Hauswald durch den Tod entrissen. Durch sein bescheidenes und aufrichtiges Wesen hat er sich die Wertschätzung seiner Kollegen sowie des ganzen Personals erworben und wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren- Bas Personal des Hotel Sdiütz. 1. o«" “ an DICK'1 pi 2lusoE MB ber t* -OK $0^ n, 25. 3on. Dach. rirtschasNichen Rüde b:t hiesigen tb bi:|er Tage unter 'Vorstehers zu Dch- A.tzlieöer öcr hie« loloie eines Scrtre« ga Gwü'ÄechtrnLach , ehren ausgebeuten hes an die Mi« Ünttrha'.tuntz durch »erschiedene Anlagen rd Sirlie unierzvgen, iündun^vi lerne Dine keiner« Mängel icsamtheit In dcr Um» werden. Aon den in Mg.fache ausgeiühr« d zu erwähnen: die ebachdurchstichen, der igsßraße nach Lang« neuen ‘Betonbrüdcn ckcgung btitiraud)' :uen Friedhofei ara Am zu und dir 6t» t am Dorfauigangr CD Herborn, 25. Jan. Im Jahre 1929 finden hier an folgenden Tagen die dabei angegebenen Märkte statt: 28. Januar Kram-, Rindoieh- unb Schweinemarkt: 21. Febniar Kram-, Rindvleh- unb Schweinemarkt: 21. März Kram-, Rindvich- unb Schweinemarkt: 4. April Kram-, Rindvieh, und Schweinemarkt: 13. Mai Kram-, Rindvieh- und Schweinemarkt: X Juni Kram-, Rindvieh- und Schweinemarkt: 1. Juli Strom-, Rindvieh-, Woll- unb Schweinemarkt: 25. Juli Kram-, Rindvieh- und Schweinemarkt: 26. August Kram-, Rindvich- unb Schweinemarkt: 3. Oktober Strom«. Rindvieh- 24. Oktober Rindvieh- M-iingatt WSR. Frankfurt a.M.,25.Jan. Di« Iaht der Grippeerkrankungen hat in Frankfurt in den letzten Tagen starkzugenomm e n. Das Städtische Krankenhaus allein hat täglich einen Zugang von 23 bis 25 Grippekranken, ihn für ein weiteres Umsichgreifen der Grippe gerüstet zu sein, wird m den nächsten Tagen die Gewerbeschule in der Moltkeallee als HilsskrankenhauS eingerichtet. Zunächst sollen 70 biS 80 Betten aufgestellt werden. Jns- ge'amt bietet die Gewerbeschule d e Möglich5nt, 170 Betten aufzuste.len. Trotz des weiteren Umsichgreifens der Grippe kann in Frankfurt noch nicht von einer Epidemie im eigentlichen Sinne gesprochen werden. — Einen schrecklichen Tod hat heute nacht gegen 1 Uhr die 20 Jahre alte -Verkäuferin Paula Himmelreich in der Ostcndstras-e gefunden. Das junge Mädchen wurde mit dem Rücken auf den Staketen- spitzen des Dorgartenzauns aufge- spicstt aufgefunden und konnte erst durch die herbeigerusene Rettungswache aus seiner sürchber- lichen Lage befreit werden. Das Mädchen war aus dem dritten Stock des Hauses in die Tiefe gestürzt, ob freiwillig oder durch einen Unfall, steht noch nicht fest. Die Schwerverletzte starb bald nach der Einlieferung ins Krankenhaus. Fünfzehn Minuten Ratschläge für Mutter und Kind. 18.45 biS 19.15: Zunkhochschule. „Aberglaube in Gesundheitspflege und Krankenbehandlung I", Dortrag von Dr. med. Alfred Martin, Dad-Rauheim. 19.15 bis 19.45: Don Staffel: „Wesen der Gotik", Dortrag von Dr. Heinrich G. Lemperh, Köln. 19.45 biS 20.15: Heiteres in oberhessischer Mundart, vorgetragen von August Zimmer. 20.15: Don Stuttgart: -Volkstümliches Orchesterkonzert. Anschlietzend: Rach Stuttgart: Dichtung und Musik amerikanischer Reger. Daraus: Schallplatten-Konzert: «Sine Stunde Kabarett. Mittwoch, 3 Januar 6.30: Morgengymnastik. 12.45 bis 13.15: Schulfunk: Deutsch, vorgetragen von Adalbert Reumann. 13.15: Scha lplatten-Kon„ert: Buntes Programm. 15.05 biS 15.35: Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05: HauSfraucndienst, Praktische Winke und Warenkunde: „Was konnte die Zuschauerin beim Pre.swsttkochen lernen?" 16.35 bis 18.05: Rach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters: Reue Tänze. 18.10 bis 18.30: Dücherstunde. 18.45 biS 19.15: Stenographischer Fortbildungskursus für Ansänger und Fortgeschrittene (Diktat von 60 Silben auswärtS). 19.15 bis 19.30: Senckenberg-Diertelstunde: ..Mce- resschildkcöten", Dortrag von Dr. R. Mariens. 19.30 bis 19.45: Französische Literaturproben. 19.45 bis 20.15: Französischer Sprachunterricht. 20.15: „Ein Tcaumspiel", von August Strindberg. Donnerstag, 31. Januar. 6.30: Morgengymnastik. 12.30: Schallplotten- Konzert: Buntes Programm. 15.05 bis 15.35' Stunde der Jugend. 15.55 bis 16.05: HauSfrauen- dienst: „Die Konsumentin zur Konsumentin". 16.35 bis 18.05: Don Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10 bis 18.30: Lefestunde. 18.30 bis 18.45: Don Kassel: Fünfzehn Minuten Ratschläge für den Gartenfreund. 18.45 bis 19.15: Don Kassel: ..Die Angestelltenversicherung, ihr We>n und Zweck", Dortrag von Carl Thomas. 19.15 bis 19.45; Espe ran w-älnferricht. 20.15: Bunter Abend. iiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiniTiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiii AnmeMufl^n für bie Hansa-Hande!sschule 23oD Z.Kunzelmann,Gießen,r>al)nhofsir.60 können tänlid) von 10 bld 14 llbr eriolnen. 'jieaum des neuen Sch.ckinbreS: 10. ittvril. Sdjulnelb: 2" 'Diart monatlich, rvür alle ‘.»Ininelb. die bis tum t. f^eu.erfolg., wird iüi einen Monat Schulg-ldnachlak aetuäbrt. iiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiim TageS- und Abend-Kurse im WWW,zWM zilllkl M SIW I sowie sonstige Handarbeiten, auch Berufsausbildung. Anmeld jederzeit ziüii^ltzer,I«iiksiili.Sll.Zi^ BttgtMM W BHItWIttl. Zum Neubau des Katholischen Pfarrhauses werden demnächst vergeben: (811D 1. Schreinerarbeiten. 2. Schlosserarbeiten. 3. AnJtreicherarbeiteN. Zeichnungen und Unterlagen liegen im Pfarrhaus- zur Einsicht offen. Angebote sind bis zum 4. Februar d. 3^ nachmittags 5 Uhr, einzureichen an den V •1 4' t Oieflimrm tone Henn unübertroffen im Repertoire und in der Wiedergabe fördern Sie nur diese Marken in unseren offiziellen Verkaufsstellen DEUTSCHE GRAMMOPHON-AKTIENGESELLSCHAFT 4 BERLIN SW 68 " Eingetragene Schufomarken die beste amerikanische Tanzp/atre das hervorragende Musik -Instrument' KWNWWWUN _ 37JA Surethaoparale. Platten in grober Auswahl Ernst Hier ü^ü Neuenweg g Gießener Konzertverein Donnerstag, den 31. lanuar 1929, abends 7% Uhr, im Stadttheater 7. Konzert Symphonie-Konzert Das Frankfurter Symphonie-Orchester Leitung: Dr. Stefan Temesvary Smetana. Ouvertüre .Die verkaufte Braut* — Strawinsky- Pergolesl, Pulcinella - Suite - Tschaikowsky, Symphonie pathltique Nr. 6 Eintrittskarten Mk. 5 00. 4.00 und 2 50 bei Ernst Challier, TeL 671. und an der Abendkasse. Studentenkarten ML 1 50 bei Herrn Sekretär Ritter gegen Ausweis ft>n- Englisches Seminar der Landesnniversiläl * Montag. 28. Januar, 20,15 pünktlich im neuen Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts (Ludwigstrafte 34) Vortrag in englischer Sprache von Herrn A. E. Twentyman aus London über: „Englands gesellschaftlicher Aufbau im Spiegel seines Schulwesens“ (Englands social structure and its schools) Karten für Lehrer. Studenten und Schüler zu 50 Pf. und Karten für Gäste zu 1 KM. an der Abendkasse und bei E. Challier. 7620 Vortrags-Vereinigung (Boetbe-Baud Kaalmlnnlscber Verein Ortigewerbevereln) Mittwoch, den 30. Januar 1929, abends 8 Uhr in der Neuen Aula der Universität Heiterer Abend mit Emil Kühne ™D dem bekannten Vortragsmeister als Gast Die Mitglieder der drei angesch'ossenen Vereine haben bis tu zwei Plätzen freien Eintritt gegen Vorzeigen der b aues Eintrittskarte. - Die Aufgabe dieser blauen und allein gtLt gen Eintrittskarten eifolet ab heute nneatge.Ulcb gegen Büeagabe des Kontror ab Schnitts Nr. 8 des blauen Ausweisheftee der Vortra Vereinigung in an Schmlnkkuust — Maskenfrisuren Georg Wahl D.'anen un-i Herren-F risier-Salon« Wirtschaft „Zur Lahn“ HammstraBe Heute Abend 8.11 Uhr Kappensitzung 0183 Es ladet ein: Der Stammtisch. mittwoch, den 30. Januar, 8 Uhr abends KarralisUer Tanz-Abend Für Rosenmontag und Faschings- dienstag sind Einlaß 237 Bierhaus Onkel Franz Motto: Slommflc, ladntc! Samntag und > onntaff Glvtz.k ruemHiWinel Muftreien beliebter Äomiher Sltmmunar <*itmor! uzas Auf zur Ptolfilrafre.»! Cauerborn 769 OnhleiH flnfri Mnrhurn Herrl. Aussicht Marburgs. Qualitäten uCaiiOlJ-Laiß,MarOUiy allererster Güte. - Auto-Haltepatz W DioM Don unsere' Dachdruck, °u alle anderen tu fi 6ie ™"a leistunge». °»e tdenauto^n woge" °°nDu «trupp meI 0 SenjotioneU« nid)i yi verze« beult dem W ichkeiien bieten die M dem e Aeuheres veil immer mehr n rung der Fed jonenauW all; zentrale J Fahrer die 5 mit einem d Finna Horch besonders geh spl'tterfre qangenen Jahi eine Konstruklii zylindrigem M neuen Type ve noch [tarieren hydraulische S>c in Paris den 5 Royce" erha! ber deutschen $ in den letzten I Hal mit ihrer bürg" einen 'Sagen hat (ein bahn der Dell, fahrt über 20( 13 Reisetagen Type der Firm vereint die Di denen des I wurde ein Nie Karosserie Motor Diel I Wiesbaden 40 der Firma 0/ typen auch jai war natürlich d Opel auf der fahrt gemacht t einzige in f)oÜ Steyr hatte Wagen, der e1 ausgestellt. Don den l grotzer Kehrick Sprengwagen Firma Tchö^ zu erwähnen. Ein Holland kunft propheze . Kodoma", ein ten Erfindungt den, über die Wasser aufgelös Erwärmung lu Kondensor 'in s Rückbildung, bi< liefe Temperatu weitere Arbeit Maschin Urm, r Don Äachd ®Agüml reich ar eine 2b gründet gute, al ?uf 'ft hatte ^ronunelfesl f PWl^rne ^^adiolauts ^chumAitier £ bullte T 'Hwenkrach £ Ä ’M X fr °b°- Ni Ä Ä LL Pt« Gr Kiff I-Id Nr. 22 Drittes Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) samstag, 26. Januar (929 Aus Natur und Technik ß/ezsf/ffe fDrcerunqcn entsprechen. Maßgebend für die De- Gellhorn als Mitglied des Ausschusses für r___ 'TXX;1-trrfxn$tfi<4vfoif im 'TRnRnn nnälimi in einer ÜTt= heraus. Werin Reih und und auf die mit sie die notwendige Härte erlangen. Soweit die Minen nicht zum Einlegen in Schraubbleistifte oder ähnliche Vorrichtungen verwendet werden, müssen sie nun mit Holz umgeben werden. Als solches Holz ist nur amen- den berücksichtigt. Schlimmer als die Automobile sind die Motorräder. die knatternd und fauchend durch die friedliche Ratur jagen. In letzter Zeit wurde nicht nur von der Presse ein Feldzug gegen diese Lärmplage unternommen, auch die Polizei ver- anstallete Razzien auf geräuschvolle Motorradfahrer Der Verband der Motorradfahrer wünscht natürlich dringend, bah in Zukunst möglichst sogar in dem sol. Audiometer em Apparat zur aber die Industrie kann diese Wünsche nur schwer erfüllen, denn der Konstrukteur hat wegen des beschräntten Platzes am Motorrad nur genügen Spielraum. Ratürlich ist es zu verurteilen, weun jüngere, nicht organisierte Fahrer die Schalldämpfung aus ihrem Auspuffrohr entfernend um fo eine größere Geschwindigkeit zu erreichen und auch vor den — meist weiblichen Freunden Den Eindruck zu erwecken, als besäßen sie einen besonders starken und schweren Motor. Den Verbandsmitgliedern als Sportsleuten wurde dnn- gend ans Herz gelegt, auf das P u b l i k u m Rücksicht zu nehmen. Die polizeiliche Kontrolle wäre sehr zu begrüßen, wenn sie nach em- heitlichen Regeln von fachmännisch geschulten Be- amten ausgeübt würde. Doch kam es wiederholt vor. daß Fahrer zwar die Berliner Kontrollstellen anstandslos durchfuhren, aber auf dem Land von den ungeschulten Landjägern beanstandet wurden, oder daß vom Verkehrsamt zu- gelassene Maschinen ohne geringste Verändenrng am Auspuff von der Verkehrskontrolle beschlagnahmt wurden. Wenn die Organisation noch nicht ganz klappt, so muh doch zur Schonung des Publikums die Fortsetzung der polizeilichen Heber- wachung und die Bestrafung von rücksichtslosen Lärmmachern gefordert werden. Der Städter ist freilich auch in den Hausern keineswegs vor dem Lärm sicher. Die Lehrbücher der Architestur beschäftigen sich wohl eingehend mit Heizung. Lüftung und sonsttgen hygienischen Maßnahmen beim Wohnungsbau, nicht aber mit der Schallverminderung. Wie der Architekt Dr. chen, bindfadenähnlichen Schnüren den aufgefangen, auf Mahbretter Glied aufgelegt, gerade gemacht urteilung ist nicht nur die Schalldämpfung, sondern auch der Leistungsverlust gegenüber dem freien Auspuff, die Betriebssicherheit, die Festtg- kett, die Dauerhaftigkeit, die Anbringungsfähigkeit. das Gewicht und die Herstellungskosten wer- Hierauf wer- gebrannt, da- Rachdruck verbotenl Die Hauptsache an einem Bleistift ist die sogenannte Mine. Bei schwarzen Bleistiften besteht sie aus Graphit und Ton, bei bunten aus den entsprechenden Farbstoffen und Tragant oder einem ähnlichen Bindemittel. Früher verwendete man natürlichen. Graphit, während man dienen. Für große Transporte ist diese Erfindung von unschätzbarem Werte. Die Amsterdamer Ausstellung, die an Größe kaum hinter den anderen zurücksteht, zeichnet sich vor allem durch chren internationalen Charakter aus; ist doch Holland, dessen eigene Autoindustrie zugrunde ging, der Schauplatz eines eifrigen Wettbewerbes der ganzen Welt geworden. Allen voran find natürlich die Amerikaner, die General Motors (die ihre bekannten Marken in der Fabrik in Antwerpen herstellt), Chrysler, Ford und unzählige andere amerikanische Fabriken jeder Größe und jeden Ranges. Der Luxus ist hier auf die Spitze getrieben. Es würde zu weit führen, alle Autos aufzuzählen, die noch zu sehen waren; Frankreich, das alles brachte, was seine Industrie hervorbringt, vom billigen Renaull, Citroen, Peugedt, bis zu den Luxuswagen Wirtschaftlichkeit im Wohnungsbau in einer Unterredung mitteilt, hat sich dieser Ausschuß als Stu iengesellschast im Rahmen der allgemeinen Rationalisierung des Bauwesens auch die Erforschung der Schallverminderung zum Ziel gesetzt. Es ftimmt nicht, daß die moderne Bauweise an der geringen Schalldichtigkeit der Häuser schuld fei: man könne feftstellen, daß auch die alten Häuser sehr viel Lärm aus den Rachbar- wohnungen durchlassen. Die Schalldichttgkest hängt von der Solidität der Bauweise und von der Bild 2. erforderliche Länge abgeschnitten, den die Minen in Schmelztiegeln DerKuüuüsrusalspausenzeichen VonFranz Neumann. Rachdruck verboten! Die jugoslawische Regierung hat neben dem bisherigen Funksender in Agram einen weiteren in Laibach errichtet, der auf der Welle 566 Meter arbeitet. Eine Eigenart dieses Senders ist es, daß das Pausenzeichen in Gestalt des Kuckucksruses gegeben wird. Man wird den Sender also sehr leicht erkennen. Run ruft der Kuckuck in Wirklichkeit bekanntlich nicht dauernd mit gleichen Zwischenräumen hintereinander; dies hat ja zu dem schönen Frage- und Antwortspiel geführt, bei dem man den Kuckuck fragt, wie viele Jahre man noch leben wird. Die darauf folgende Zahl seiner Rufe gibt die Zahl dieser Jahre an. Meine Großtante hatte eine Freundin, deren Dizestiefzwillingsschwester der festen Tleberzeugung war, daß diese Antwort immer richtig sei. Ich habe die Angelegenheit nachgeprüst und bestätigt gefunden, daß sie insofern zweifellos stimmt, als die Antworten des Kuckucks zwischen null und fünfzig Jahren schwankten, also einen Bereich umfaßten, in dem meine zukünftige Lebensdauer mit Sicherheit liegt. Diese Eigentümlichkeit des Kuckucksrufes tonnte man zu einer ganz wesentlichen Verbesserung des Pausenzeichens benutzen. Es kommt ja bekanntlich häufig vor, daß man eine Sendung nicht von Anfang an hören kann, weil man schließlich auch noch andere Sachen zu tun hat, wenn ihre Wichtigkeit auch neben dem Funkhören selbstverständlich verblaßt. Dabei ereignet es sich häufig, daß man beim Hineinhören gerade auf eine Pause trifft, also das Pausenzeichen hört. Da nun fo eine Pause gewöhnlich 5 bis 10 Minuten dauert, manchmal sogar eine Viertelstunde, ja in Opern bisweilen 20 Minuten, so wüßte man gern, wenn nun eigentlich die Darbietungen weitergehen; bann könnte man bis dahin noch etwas anderes erledigen, denn man hat schließlich auch noch andere Sachen.... (siehe oben). Es wäre daher von besagtem Kuckuck furchtbar nett, wenn er dem hochzuverehrenden Hörer eine Mitteilung darüber zuriefe, wann er ungefähr die Fortsetzung der Darbietungen ermatten kann. Ich möchte ihm daher empfehlen, bei einer Pause von 10 Minuten in der ersten Minute immer zehnmal hintereinander feinen werten Ramen auszurufen, dann eine kleine Pause zu machen, wieder zehnmal zu rufen usw. In der zweiten Minute würde er dann immer neunmal Kuckuck sagen und so fort, so daß man an der Zahl seiner Rufe jederzeit erkennen könnte, wieviele Minuten die Pause noch dauert. Dauert die Pause im ganzen nur 5 Minuten, so Wie ein Bleisiist entsteht Von Ingenieur K. Paul Lerche. konisches Zedernholz verwendbar. Wan hat zwar im Kriege auch andere Hölzer verwendet, insbesondere solche aus Polen, und man hat auch bei Rürnberg, woher fast alle Bleistifte der Welt stammen, einen Zedernhain angelegt, aber weder das polnische Holz noch die Rümberqer federn hVen sich neben der amerifa ischen 3 b:r behaupten können, zu der man oesyalb nach Kriegsende reuevoll zurückgekehrt ist. Aus den Zedernholzblöcken, die etwa die Größe von Eisenbahnschwellen haben, werden dünne Brettchen geschnitten, die die Länge eines Bleistiftes, die Dreite mehrerer Bleistifte und die Dicke eines halben Dleistiftes haben. Das Holz kann leider nur zu ungefähr einem Drittel ausgenuht werden, da natürlich alle Stücke mit Aesten. Sprüngen und sonstigen Fehlern ausgemerzt werden müssen. In die eine Fläche dieser Brettchen werden mehrere Längsnuten gefräst. In diese Rinnen werden dann bei je einem Brettchen die Minen Maschinen „in Filzschuhen". Lärm, der Fluch der Zivilisation. Von Or. Siegfried Kurth. Rachdem ähnliche Gesellschaften schon in England und Amerika seit Jahren erfolgreich arbeiteten, wird jetzt auch in Berlin eine Liga zur Bekämpfung des Lärms gegründet. Die gute, alte Zeit, die schlechter war, als ihr Ruf ist, hatte immerhin den großen Vorzug, das Trommelfell der Bevölkerung zu fronen. -Ser moderne Mensch wird in feinem Schlaf durch den Radiolautsprecher, der in ter Aachoarwohnung noch um Mitternacht Musik liefert, aeftort; er fährt unter dem Getöse der Straßenbahnen und Auto- mobilhupen in das von Lärm der Schreibmaschinen erfüllte Bureau oder geht in die vom. schinenkrach erschütterte Fabrik und »erholt sich am Olbenb beim Klang einer Jazzband. Run haben aber Untersuchungen an amerikanischen Universitäten gezeigt, daß die Leistungsfähigkeit aeiftiger und körperlicher Arbeiter durch großen Lärm bedeutend herabgesetzt wird. Es wurde sogar in dem sog. Audiometer ein '^Pbarat zur genauen Bestimmung der Lärmstarke geschaffen — die wichtigste Vorbedingung für die allmahttch unerträglich werdende Zivilisationsplage „Krach . Auch in Deutschland will man dem Lärm mit allen Mitteln zu Leibe rücken. Deshalb hat der Automobilklub von Deutschland gemeinsam nut dem Allgemeinen deutschen Automobilklub einen Schalldämpferwettbewerbfür Kraftfahrzeuge erlassen, dessen letzter Einreichungstermin der 1. April dieses Jahres ift Es sind bereits eine große Zahl von Bewerbungen ein- gelaufen, und da die Anmeldegebühr nunmehr für jede Motorgattung von 330 auf 20 Mark herabgesetzt worden ist, sind noch viel mehr Anmeldungen zu erwarten. Für die besten Lösungen wurden in den verschiedenen Kategorien erste Preise von 10 000. 8300 und 5000 Mark ausgesetzt. Die Schalldämpfer werden an der Technischen Hochschule in Dresden eingehend geprüft werden. Daß ein solcher Wettbewerb überhaupt ausgeschrieben wurde, zeigt, daß die bisher üblichen ^-parate keineswegs den an sie gestellten An- Fällen halbstündige Schichtwechsel, daneben natürlich das Einlegen von Watte ins Ohr. In Amerika besteht eine Gesellschaft, die durch 'Bekleiden der Wände mit einer schalldämpfenden Asbestschicht in Bureaus gute Erfolge erzielt hat, und auch in Berlin gibt es eine Gesellschaft, die sich mit der Isolierung gegen Erschütterungen und Geräusche beschäftigt. Sie stellt die Maschinen votiert auf. indem sie sie mit großen Massen verbindet, die nicht mirschwingen. oder indem sie unter die Maschinen elastische Stoffe legt. Man nimmt dazu verschiedenes Material, z. D. Kork, Filz oder Gummi; diese Schwingungsdämpfer kann man mit Filzschuhen vergleichen, in die die lärmenden Produkttonsmittel gehüllt werden. Rach biefem System wurden schon sehr viele Maschinen in den verschiedenen Industrien erfolgreich geräuschlos gemacht. Elasttsche Unterlagen haben sich aber auch bei der Legung der Schienen für Kleinbahnen sehr bewährt. Anläßlich eines Ausschreibens des Vereins deutscher Maschineningenieure wurden eingehende Untersuchungen über die Ursache der Geräusche bei Straßen- und Schnellbahnen angestellt und danach manche Verbesserungen durchgeführt. Der Lärm beim Fahren auf den Schienen entsteht dadurch, daß sich die Gleise bald mit ganz feinen Querrillen bedecken, sowie durch das Anprallen der Räder auf die Schienenstöße, die deshalb neuerdings miteinander verschweißt werden. Andere Wagengeräusche entstehen durch natürliche Abnutzung, wenn sich Bolzen, Rieten und Schrauben lockern, Zapfen, Spurkränze und Zahnräder ausgeleiert werden, Fensterscheiben klirren, Holzgestelle stöhnen. Motove sausen und summen. Gegen das Quietschen der Bremsen gibt es wohl tgum ein Mittel, doch kann der Lärm beim Donnern der Züge über Eisenbahnbrücken durch sachgemäße Konstruftion der Brückenbogen vermindert werden. Auch hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Straßenbahngleise in Rasenstreifen zu verlegen; ferner sollen Bahnlinien nicht durch allzu enge Straßen geführt werdeir. da dort der Widerhall zu groß ist Der arge Unfug deS Hupens der Kraftfahrer könnte eoenr falls stark eingeschränkt werden. Schwieriger steht es mit dem Asphaltpflaster, das wegen seiner Schlüpfrigkeit viel getadelt wird, jedoch viel geräuschloser als das Steinpflaster ist ja selbst in Deutschland würden Bleistifte von der verschiedensten Länge und Dicke, bald rund, bald sechs-, sieben-, oder achteckig verlangt, und zwar jede Sorte in ungefähr 15 Härtegraden. Liese Vielgestaltigkeit verteure die Herstellung ganz außerordentlich. Hoffentlich gelingt es auch auf diesem Gebiet, eine gewisse Rormung durchzuführen, die schließlich jedem Käufer eines Bleistifts - und wer ist nicht Vleistiftkäufer - zugute käme. Wünschenswert wäre es zur Ver- oilligung des Bleistifts insbesondere auch noch, daß man von dem teuren amerikanischen Zedernholz loskäme. Man sollte eigentlich denken, daß es unserer hochentwickelten chemischen Industrie möglich fein müßte, einen Kunststoff zu schaffen, den man — wie einen Kabelmantel um die Kabelseele — um die Mine pressen könnte und der ebenso spihbar wäre wie das Zedernholz. Bis jetzt hat aber leider noch niemand einen solchen Stoff erfunden. Das ist eigentlich merkwürdig, denn wer ihn erfände, dem wäre ein gutes Geschäft sicher. Also auf, meine Herren Erfinder, hier winkt ein dankbareres Gebiet als das Perpetuum- mobile! Deutschland aus der Autoaussteüung in Amsterdam. Don unserem ständigen ^.-Berichterstatter. Nachdruck, auch mü Quellenangabe, verboten! Amsterdam, im Januar 1929. Aus der Internationalen Autoaus- ft e l ( u n g in Amsterdam, die auf Paris, Brüssel, London, Berlin und Buenos Airbs folgte, hat Deutschland mit seinen ersten Marken ein vortreffliches Bild seiner Autoindustrie abgegeben. Obwohl die Amerikaner der Zahl nach überwogen und auch alle anderen Länder stark vertreten waren, haben doch die deutschen Wagen, insbesondere Spitzenleistungen, wie die von Horch, das berühmte Ra- ketenauto von Opel, die Omnibusse und Lastwagen von Büssing, Mercedes-Benz und Krupp viel Beachtung gesunden. Sensationelle Neuerungen sind in diesem Jahr nicht zu verzeichnen, der Fortschritt liegt in der immer besseren Ausstattung der Karosserien, die heute dem Fahrgast alle nur erdenkbaren Bequemlichkeiten bieten, in der eleganten Linienführung, die selbst dem erschwinglichen Wagen ein anmutiges Aeußeres verleiht. Der Acht-Zylinder tritt immer mehr in den Vordergrund, die Gummilage- rung der Federn wird bei Lastwagen und Personenauto allgemein angewandt, ebenso wie die zentrale Chassisschmierung, bie bem Fahrer die Möglichkeit gibt, den ganzen Wagen mit einem Druck auf einen Knops zu ölen. Die Firma Horch hat für das Leben ihrer Käufer noch besonders gesorgt, indem sie bei allen Wagen splitterfreies Glas verwendet. Der im vergangenen Jahr gebaute neue Wagen der Firma, eine Konstruktion von Paul Daimler, mit achtzylindrigem Motor, ist in diesem Jahr zu einer neuen Type verbessert worden, die sich durch einen noch stärkeren Motor, zentrale Chassisschmierung, hydraulische Stoßbrecher, auszeichnet und mit Recht in Paris den Beinamen „der d e u t s ch e R o 11 s Royce" erhallen hat. Mercedes-Benz, die älteste der deutschen Autosabriken, die ihre fünf Fabriken in den letzten Jahren vollkommen modernisiert hat, hat mit ihrer neuen achtzylindrigen Type „N u r - bürg" einen besonderen Schlager gebracht. Der Wagen hat seinen Namen auf der schwersten Probe- bahn der Welt, dem Nürburg-Ring, mit einer Dauerfahrt über 20 000 Kilometer in 311 Stunden oder 13 Reisetagen erworben. Eine zweite, kleinere neue Type der Firma mit Sechszylinder-Motor (2,6 Liter), vereint die Vorzüge der bekannten Maschinerie mit denen des kleinen Wagens. Bei den Lastautos wurde ein Riesenomnibus Mercedes-Benz mit Stahl- Karosserie für 60 Personen und einem 100 PS.» Motor viel bewundert; von dieser Type sind in Wiesbaden 40 Wagen im Verkehr. Bei dem Stand der Firma Opel, die außer den bekannten Auw- typen auch zahlreiche Motorräder ausgestellt hatte war natürlich das R a k e t e n a u t o , mit dem Fritz Opel auf der Aousbahn in Berlin seine Probe- fahrt gemacht hatte, die Sensation des Tages. Die einzige in Holland vertretene österreichische Fabrik Steyr hatte bereits ihren neuen Sechszylinder- Wagen der erst im Frühjahr hevauskommen soll. Stärke dar Wände ab. Run hat in der letzten Zeit der Architekt immer mehr an Einfluß auf die Bauweise der großen Siedlungsgesellschaften verloren, die Ausführung wird vielmehr vom Auftraggeber besttmmt; der Architekt wird nur zur Lieferung der Zeichnungen benutzt und muß sich in der Bauweise nach der Kalkulation des Unternehmers richten, der oft nichts für den Vortell der Schalldichttgkeit opfern will. Ziegelbauten sind nicht unbedingt schalldich.er als die modernen Betonbauten. Ündurchlästigkeit gegen Schallwellen wird durch Einlage von Baustoffen verschiedener Elastizität erreicht, die in Wänden und Decken miteinander kombiniert werden, z. D. durch eine Art Wellpappe oder Falzpapier. Mtt der Industrialisierung hat auch der M a- s ch i n e n l ä r m sehr zugenommen. Es gibt Berufe. deren Angehörige besonders unter dem Lärm leiden; so geht es den Metallarbeitern, den Schmieden, den Rietern, den Gußputzern, den Spinnern, den Webern, den Steinmetzen, den Müllern aller Art, den Arbeitern in Pulver- und Waffenfabriken und den Maschinenwärtern. 'Bei diesen waren im Durchschnitt 5 4 Prozent ohrenleidend, bei den Kesselschmieden, Kup- ferschmieden und den Schmieden in großen Maschinenfabriken sogar 67 Prozent. Der Lärm führt allmählich zu Klingen und Sausen im Ohr, zu Schwerhörigkeit und Taubheit, daneben auch zu Schwin.elgesühl u id Gleichgewichtsstörungen. Der Schall wird teils ourch die Luft ans Ohr geleitet; viel schädlicher ist aber die Zuleitung durch die Knochen auf dem Weg der Dodenerschütterung oder durch die Stöße des an den Körper gepreßten Preßlufthammers. Als Vorbeugungsmittel dient die Regelung der Arbeitszeit und das Einschieben von Arbeitspausen, in besonders schweren ausgestellt. , Don den deutschen Lastwagen wäre noch em großer Kehricht-Kippwagen von Krupp, em Jxeo- Sprenqwagen — zu dem der Ausbau von der Firma' S ch ö r l i n g in Hannover geliefert wird — zu erwähnen. . , o. Ein holländisches Patent, dem eme große Zukunft prophezeit wird, ist der neue K uh l wage n „Kodowa". eine praktisAe Ausnü^un^ der^ beru^ni- Bild 3. nebeneinander eingelegt, während das zweite daraufgeleimt wird (Bild 1). Damit es fest haftet, wird das ganze gepreßt. Daraus wird zuerst auf der einen Seite die halbe Form der Bleistifte etwa in Gestalt mehrerer Halbzylinder oder mehrerer halber Sechsecke eingefräft (Bild 2). Dasselbe Verfahren wird dann aus der andern Seite wiederholt, wodurch die Bleistifte auseinanderfallen. Sie werden dann geglättet und auf eine höchst merkwürdige Weise gefärbt, indem sie durch ein Loch auf der einen Seite des Farb- topseS hinein und durch ein Loch auf der gegenüberliegenden Seite wieder herausgesteckt werden (Bild 3). Damit dabei nie ein Loch offen ist, wird das Verfahren so ausgeübt, dah immer em Bleistift den vorhergehenden durchschiebt. Dieses Verfahren wird mehrmals wiederholt. Schließlich werden die Firma und die anderen erforderlichen Angaben, wie z. B. der Härtegrad, eingeprägt. wobei für die ganz feinen Bleistifte echtes Blattgold verwendet wird. Dann werden die Bleistifte gebündelt und verpackt und wandern in die ganze Welt hinaus. Als ich kürzlich die Vleistiftfabrik von Johann Faber in Nürnberg besuchte, sagte der Führer, man könnte die Bleistifte etwa für das halbe Geld verkaufen, wenn sie genormt wären. Leider sei das nicht der Fall, der Chinese verlange einen ganz anderen Bleistift als der Spanier, Bild 1. heute zum künstlichen Graphit übergegangen ist. Der mit Ton gc nischte Graphit wird fein gemahlen, durch Zusatz von Wasser in einen Brei verwandelt und zu Kuchen geformt Diese Kuchen werden in Pressen gefüllt, die unten Löcher von Minendicke haben. Durch diese Löcher kommen nun die Minen in Gestalt von langen, wei- „Kodowa", eine praktische Ausnütz ten Erfindungen von Professor 9. - den, über die 'Verflüssigung von Gasen. Ein in Wasser aufgelöstes Kühlgas wird durch zweistündige Erwärmung luftförmig und dann wieder m einem Kondensor in flüssigen Zustand überführt. Bei der 'Rückbildung, die zwei Tage dauert, roub eine sehr tiefe Temperatur erzeugt und der Wagen kann ohne weitere Arbeit zwei Tage hindurch als Kühlschrank von Hispano Suiza, Peige usw.; Italien mit feinen fabelhaft eleganten Rennwagen, Marken wie Lancia, Italia und Amllcar, die sich eines Wellrufes erfreuen. Die belgische F. N. fand mit dem etwas oerschönerungsbedürstigen Wagen, der die Reise Lüttich-Kapstadt, über 28 000 Kilometer, hinter sich hat, viel Schaulustige. Die 14 000 Quadratmeter große Halle war bis zum letzten Plätzchen ausgenützt und bot abends im Glanz der bogenförmig angeordneten Glühlampen mit dein Grün der zwischen den Autoreihen verstreuten Palmen ein wirklich imposantes Bild. Das Interesse war heuer weit größer als jm vergangenen Jahr und wenn auch die Geschäfte vielleicht noch zu wünschen übrig ließen, so hat die Ausstellung als große Reklame sicherlich nicht ihren Zweck verfehlt. zugelassenen Sorten umpfropfen zu lassen. — Derselbe Vortrag fand am Mittwoch in unserem Nachbarorte Bettenhausen statt, das infolge seiner Höhenlage mit seinen Obstanlagen günstiger dastcht als Langsdorf. — Der im Dezember 1928 wieder neu ins Leben gerufene Frauenverein nahm in den letzten Togen ein« chaussammlung zur Beschaffung einer neuen Altardecke und Kan» zelbekleidung vor. Es kamen rund 260 Mark zusammen, so daß gutes Material verwendet werden kann. df. Bettenhausen, 24. San. Am Sonntag veranstaltete der hiesige Gesangverein seine diesjährige Qlbcn^untcr^a'Ung. Nach Ansprache und einleitendem Chor wurden zunächst fünf lebende Bilder gestellt, begleit't von den dazu passenden vierstimmigen Volks.iedern. Der Eindruck der Bilder und Chöre war erhebend. Alsdann folgte die Glanznummer des Abends, das fünfaltige Drama „Andreas Hofer". Was hier geboten wurde, darf man als mustergültig bezeichnen. Alle Spieler hatten sich glänzend in ihre Nollen eingelebt, so daß die einzelnen Akte, die durchweg an Darsteller und Szenerie erhebliche Ansprüche stellten, glatt gespielt wurden. Einleitende Worte und Erklärungen zwischen den einzelnen Akten sprach der Chorleiter. Lehrer Schieierstein (Bettenhausen). Lobend darf gesagt werden, das; der Verein weder Mühe noch Kosten gescheut hat. sein Bestes zu bieten, so bah auch die von aufwärts erscheinenden Besucher mit voller Befriedigung den Heimweg antreten konnten. Kreis Friedberg. WSN. Friedberg. 25. San. Sn seiner jüngsten Hauptversammlung beschloh der Wetterauer Leiterverein, in diesem Sahre wieder ein Reit- und Fahrturnier zu veranstalten. Es ist beabsichtigt, bei dieser Veranstaltung wieder auf die frühere Form, die einen wesentlich kleineren Rahmen als die letztjÄrigen Veranstaltungen hatte, zurückzugreifen Kreis Büdingen. * Echzell. 25. San Auf Beschluß des Ortsvorstandes finden in diesem Sahre hier 9 Markte statt, nämlich am 4. Februar, 4. Marz, 8. April Schweinemarkt. 6. Mai Schweine- und Krämermarkt. 3. Sunt, 8. Sufi Schweinemarkt. 12. August Schweine- und Ziegenmarkt, 4. November, 9. Dezember Schweinemarkt. Sn den letzten Sahren haben die hiesigen Märkte immer mebr an Bedeutung gewonnen. Kreis Lchotteu. Y Gedern. 25. San Nachdem sich im Laufe des verflossenen Sahres eine Anzahl musik- Buntes Alterlei müßte er natürlich mit Gruppen zu fünf Rufen schütteln. Auch dies wäre wünschenswert. Technisch macht die Schaffung einer , solchen Einrichtung keinerlei Schwierigkeiten. Gewiß wird die Firma Telesunken. die den neuen Sendcr gebaut und den Kuckuck auZgebrütet hat, der künftig in Laibach rufen wird, eine solche Einrichtung auf Wunsch sofort aus dem Aermel Oberhefsen. Landkreis Gictzen. 00 Klein-Linden, 25. San. Pfarrer Waldeck von Darmstadt hielt am Donnerstagabend in der hiesigen Kirche einen Vortrag über die Arbeit im Elisabethen st ist in Darmstadt. Ausgehend von der Gründung des Snstituts führte der Redner an der Hand von guten Lichtbildern In die Arbeit der ver- schiedenen Zweige des Elisabethenstlftes, tote Kinder- und Krankenfürsorge. Sugendpflege, Fürsorge für Obdachlose und entlassene Strafgefangene ein. Ferner schilderte er die Liebes- tätigkeit an alten Leuten und die Ausbildung der Schwestern. Der hiesige Posaunenchor trug durch Musikvorträge zur Verschönerung der Feier bei. Die Kollekte des Abends toar für die Erweiterung des zum Elisabethenhaus gehörigen Kranlcnhauses bestimmt. * Daubringen. 25. San. Der hiesige Ge- sangvcrein .Sängerlust" hielt dieser Tage seine Generalversammlung ab. Der Vereiir, der dem Arbeitersängerbund amgehört. ist in stetem Aufschwung begriffen, wie von dem ersten Vorsitzenden, Karl Schultheiß, m einem Rückblick auf das Sahr 1928 besonders hervorgehoben wurde. Ein wohlgelungenes Konzert, das der Verein unter Mitwirkung der K a - pelle Topp veranstaltet hatte, gab Zeugnis von dem Können des Vereins, ferner hat bie Feier des 55jährigen Bestehens des Vereins gezeigt, daß ihm allseits Anhänglichkeit entgegengebracht wird. Der Sahresabschluh zeigte ein recht erfreuliches Bild seiner finanziellen Lage. Die Dorstandswahl ergab ein Vertrauens- Votum für den ersten Vorsitzenden, der einstimmig wiedergewählt wurde. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Heinrich Wagenbach I 2. Vorsitzender, Wilhelm Büttner 1. Schrift- sührer, Heinrich Fuchs 2. Schriftführer. Heinrich W a ck Kassierer als engerer Vvr- stand. Das Sahr 1929 wird für den Verein ein Sahr der Arbeit fein, ist doch in diesem Sahr eine Sängersahrt an den Rhein vorgesehen. Die Versammlung nahm einen allseitig befriedigenden Verlauf. § Daubringen. 25. San. Dieser Tag« hielt unser Kriegerverein eine sehr gut besuchte Familienfeier ab. Der Vorsitzende, Wilhelm Walther VII.. betonte in seiner Eröffnungsansprache. dah es erwünscht sei, wenn sich dem Verein, ähnlich wie in Nachbargemeinden, immer mehr Sungmannen anschließen würden. Kamerad Bürgermeister Preis wies in einer Ansprache auf die hohen Ziele und Aufgaben der Kriegervereinssache hin. Sm übrigen wurde die Veranstaltung durch gesellige Darbietungen der verschiedensten Art ausgefüllt. Den musikalischen Teil des Abends bestritt die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Lollar in bester Weise. v. L o n d o r f. 25. San. Wangels eines Saales ist es den hiesigen Vereinen nicht möglich, tfjr alljährliches Wintervergnügen hier abzuhalten. Der Gesangverein „Frohsinn" will deshalb im Saale des Gastwirts Höchst in Kesselbach, der ebenfalls Mitglied des Vereins ist, I ein Gesangskonzert veranstalten, das am 10. Februar stattfindet und unter" der bewährten Leitung des ChormeisterS Kasten. Gießen, stehen wird. Es dürfte für alle Gesangs» freunde ein genußreicher Abend werden. — Gen- darmeriewachtmeister Buhr wird am 1. Februar in den Ruhe st and treten. Obwohl der Beamte nur einige Sahre hier im Dienst war, ist er doch allgemein beliebt und man sieht ihn ungern aus feinem Dienste scheiden. O Göbelnrod. 25. San. Dieser Tage fand ; bei Gastwirt Decker eine Versammlung der hiesigen Obstbaumzüchter statt. Zunächst berichtete der Leiter der Versammlung. Bürgermeister Weber, über Zweck und Methode des Hrnpfropfens der Obstbäume. Die Maßnahme fand ungeteilten Beifall. Es erklärten sich 22 Obstbaumbesitzer mit ungefähr 80 Bäumen zum Hrnpfropfen bereit. Dann hielt BaumpflegerWilh. Fuchs einen sehr lehrreichen Vortrag über Obst- baumschädlütge und ihre Bekämpfung. — Sm Schultheihschen Saale hielt der Radfahrerverein „Heber Berg und Ta l" einen Theatern bend ab, der gut besucht toar und zufriedenstellend für Veranstalter und Besucher verlief. Nachdem der 1. Vorsitzende, Hch. Säger, die Erschienenen begrüßt hatte, wurden einige lebende Bilder aus dem Gebiet des Radsports gestellt. Darm kam ein Theaterstück zur Aufführung. Den Schluß des Programms bildete ein Einakter und ein Couplet. Hieran schloß sich der übliche Tanz an. • Grünberg, 26. San. Die Anmeldungen für das neue Schuljahr der Oberrealschule finden von Dienstag, 5.. bis Donnerstag, 7. Februar, statt. (Siehe heutige Anzeige.) Schriftliche Aufnahmegesuche werden spätestens bis 7. Februar entgegengenommen. -j- ©rünbetg, 25. San. Unter dem Vorsitz des Beigeordneten Keller bewilligte der Gern e i n ö e r a t in feiner jüngsten Sitzung eine Spende von 50 Mark für das Elisabethen- ftift in Darmstadt. Es soll dies eine Subi» läumsfpende für die segensreiche Wirksamkeit der hiesigen Schwesternstation fein, die zu Ende des t>erf(offenen Jahres 25 Sahre bestand. Die bis jetzt tätigen Krankenschwestern der Station sind aus dem Elisabethensttst hervorgegangen. Für karnevalistische Veranstaltungen, Maskenbälle ufto. tourte der dreifache Betrag der ortsüblichen Vergnügungssteuer festgesetzt. Heber den Punkt „Stellungnahme des Gemeinderats zu den gegen die Stadt schwebenden Prozessen, in die Bürgermeister Söckel eingetreten ist", wurde in nichtöffentlicher Sitzung verhandelt. — Am Mittwochabend sprach in der hiesigen Stadtkirche der Senior Kund aus Pan- cevo tn Sugoslawien über „Deutsch-evangelisches Leben im Banat". Nach einem geschichtlichen Heberblick dieses Landstriches, an Theiß und Donau gelegen, gab er ein Bild von dem kirchlichen Leben der dortigen Evangelischen, das in dem dort wohnenden Völker gern i sch mit den verschiedenen Konfessionen äußerst schwierig ist, große Opferwitligkeit erfordert und sie teilweise auf die Hilfe des Gustav-Adolf-Vereins angewiesen sein läßt. Gute Lichtbllder dienten zur Veranschaulichung Pes Vortrages. Der Erfolg der Teller- fammlung von 45 Mark toar für den Kirchbau in Werschatz. einer kleinen, leistungsschwachen Gemeinde aus dem Arbeitsgebiete des Vortragenden bestimmt. h Lich, 25. San. Bei der gestrigen zweiten Brennholzversteigerung im Licher Stadtwald, Distrckt Eisenkaute, die von Käufern außerordentlich gut besucht toar, wurden folgende durchschnittlichen Erlöse erzielt: Buchen-Scheiter 17 Mk., Buchen-Knüppel 13 Mk., Buchen-Stücke 8 Mk. je Raummeter. Duchen-Astreisig je 50 Stück 15 Ml.. Buchen-Echwellenholz. 2.6 Meter lang, 23 Mk. je Festmeter. df. Langsdorf, 25. San. Dieser Tage sprach hier Obstbauinspektor Enkler (Gießen) vor einer zahlreichen Zuhörerschar über das aktuelle Thema: „Was muß geschehen, daß der Obstbau lohnend wird?" Sn längeren Ausführungen legte der Redner die Gründe für den mangelhaften Absatz und die zunehmende Einfuhr ausländischen Obstes dar. i Sie sind zu suchen in der übergroßen Sortenzahl, in mangelhafter Sortierung und Verpackung, die nickt genug den Ansprüchen des Konsumenten gerecht werden. Oft ist die Qualität auch durch tierische und pflanzliche Schädlinge gemindert. Soll der Obstbau lohnend werden, so muß man sich die Einfuhrländer zum Muster nehmen. Zur Erzielung einer dem Konsum gerecht werdenden Qualität sind vor allem planmäßige Düngung, dann Schädlings- betämpfung und Pflege der Bäume nötig Noch wichtiger ist die Züchtung weniger, aber gern gekaufter Sorten, die in Farbe, Größe und Qualität den Ansprüchen des Konsums genügen. Zu diesem Zwecke soll in kommenden Sahren auch im K r e l s e Gießen eine großzügige Umpfropf aktion ftattfinben, zu der der Staat fast die Hälfte der I Kosten trägt Mehrere Obstbesitzer erklärten sich so- 1 fort bereit, einen Teil ihrer Bäume mit den fünf beginnen. , . Gleich mir würden sicher viele Funkhorer dem Kuckuck für dieses Verfahren außerordentlich dankbar sein, zumal man dabei in doppelter Beziehung Geld spart, nämlich erstens in Gestalt von Zeit und zweitens in Gestalt von elektrischem Strom. Außerdem ist es zum Kochen langweilig, sich zehn Minuten lang hinzufetzen und sich das Pausenzeichen anzuhören, das um so mehr, als es, wie oben gezeigt wurde, ein sehr einfaches Mittel gibt, Millionen von Rundfunlhorern täglich mindestens 5 Minuten Zeit zu sparen: das macht schon bei 1 Million Zuhörer 33 333 Stunden täglich oder fast 10 Arbeitsjahrs am Tage bei vrerundzwanzigstündiger ‘2Ir^j^8eit, oet achtstündiger sogar fast 30 Sahre! Es wurde sich also immerhin lohnen. Natürlich kann man auch bei anderen Pausenzeichen ein Verfahren gleicher Art anwenden. ' ' " ~ wäre wünschenswert. die Flammen schwere Brandwunden. Während die jüngeren Geschwister vor Schmerzen bewußtlos liegen blieben, versuchte das zwölfjährige Mädchen, ihre Geschwister zu retten. Der Reihe nach schleppte sie alle fünf ins Freie, dann brach sie bewußtlos zusammen. Zwei der Ge schwister starben sofort an den erlittenen Brandwunden: auch das heldenmütige Mädchen erlag ihren schweren Verletzungen. IDinter in Polen. Di« kleine Ortschaft Zarki in der Wojtoodschaft Kielle ist durch ungeheuere Schneemassen von der Hmtoelt volllomme i abgeschnitten. Sn- folge der v eien meterhohen Schneerertoehungen kann der Verkehr vorläufig nicht wieder ausgenommen werden. Die Lebensmittel- und Kohlenpreise in Warschau sind im Zusammenhang mit den Verkehrsstörungen stark g e st i e g e n. Sn den Obdachheimen spielen sich allabendlich wahre Kämpfe um ein Nachtlager ab. Die Temperatur hält sich auf 16 Grad unter Null, während aus Leinberg, Bialystok und Krakau 21 Grad und aus Tarnopol 25 Grad Äälte ge° meldet werden. Zwei hunderljährige dänische Veteranen von 1848. Am 29. Sanuar feiert einer der beiden noch lebenden dänischen Veteranen des Krieges 1848 bis 51 in voller geistiger Frische seinen 103. Ge- burtstag. Es ist dies der frühere Segelmachcr Sorgen Birkholm in Faaberg. Er hat sechs Könige erlebt, ebenlo wie der andere Veteran jenes Krieges, der in Kopenhagen lebende frühere Bäckermeister Sorgen Sorgen- fen. der am 17. Suni d. S. ebenfalls hundert Sahre als wird. Mik 51 Personen an Lord gesunken. Wie aus Schanghai berichtet wird, sind 51 Personen, darunter der norwegische Kapitän des chinesischen, früher deutschen Frachtdampfers „H e n g t s ch o n g" ertrunken, als dieses Schiff in schwerer See in dec Nähe der Bangtse-Wün- dung unterging. Nach zweitägigem Hmher» irren im Sturm, Schnee und Nebel wurde ein Rettungsboot des Dampfers von einem Re- gierungdüHter ausgenommen. Sn ihm befanden sich der russische erste Offizier und neunzehn Heberlebende der aus Chinesen bestehenden Besatzung. Erst durch die Rettung dieser Schiffbrüchigen wurde der Untergang der „Hengtschong" bekannt. Kommunisten plündern eine chinestsche Stabt. 200 gut organisierte und mit Flinten und Pistolen bewaffnete Kommunisten haben die Stadt Hwang- ging an der Bucht von Hangtschau angegriffen. Sie bemächtigten sich zuerst der Polizeiwachen, bann plünderten sie die Stadt und steckten sie in Brand. 30 Einwohner wurden getötet, eine alte Frau wurde lebendig verbrannt, 70 Personen wurden verletzt. Eine Abteilung chinesischer Freiwilli- ger kam endlich der Stadt zu Hilfe. Ein Kampf mit Bomben und Maschinengewehren entspann sich, in dessen Verlauf zwanzig Kommunisten getötet wurden, bevor die Bande auseinander gesprengt werden konnte. Die Kommu- nisten hatten überall Plakate angeschlagen, die die Einwohner aufforderten, ihre Schulden, ihre Abgaben und ihre Mieten nicht zu zahlen und die fowjetistische Regierung zu unterstützen. Ein Parlamenlsmufeum. Sn Budapest wurde ein in mehreren Räumen des Parlamentsgebäudes untergebrachtes Parlamentsmuseum eröffnet, das die Andenken an große ungarische Politiker und bedeutende politische Epochen an einem würdigen Ort der Oefsentlichkeit zugänglich zu machen berufen ift Der Museumsausschuß des Parlamentes hat be- schlos'e.r, wichtige.«: poli.ische D.rgänge im Film und die Reden hervorragender Politiker auf Grammovhonplatten zu verewigen und im Museum unterzubringen. Das Ende eines holeldiebes. Der Erkennungsdienst der Berliner Kriminal- polizci macht Mittellung von dem seltsamen Ende eines berüchtigten und erfolgreichen deutschen Hoteldiebes, des 2ä'ährig.nBer h rJ Straßer aus Bayern, der in den letzten acht Sahren zahlreiche große Hoteldiebstähle in Deutschland ausgeführt hat. Straßer hatte u. a. im Frühjahr 1623 in einem vornehmen Münchener Hotel einen englisches Regierungsbeamten um etwa 20 000 Mark in bar und um Sutoelen Im Werte von 33 020 Mark bestohlen. Seither war er spurlos verschwunden. Sm vorigen Monat toar nun ein Deutscher, dessen Söentität nicht feftgeftellt werden konnte, mit seinem Automobil unweit von T r e n t o n im amerikanischen Staat Reto Verseh gegen den Mast einer Heberlandleitung gefahren und mit zerschmettertem Schädel tot liegen gebt leben. Sn dem verunglückten Auto wurde ein kleiner Koffer gesunden, der Brillanten und sonstige Schmucksachen im Werte von etwa 70000 Mark und Pfandscheine über versetzte Sutoelen in etwa gleicher Höhe enthielt. An Hand der von der amerikanischen Polizei nach Berlin übermittelten Fingerabdrücke konnte jetzt fest- gestellt werden, dah der Tote Straßer toar. Man will die Eisbären sehen. Große Lärmszenen spielten sich in Berkin im Zirkus Busch ab, als die Nachmittagsvorstellung beendet werden sollte. Das Publikum hatte die Ankündigungen der Direktion ll)ahin aus- gefaßt. dah die 30 Eisbären schon in der Nachmittags- und nicht nur in der Abendvorstellung in ihren Darstellungen gezeigt würden. Da jedoch die Nachmittag'Vorstellung geschlossen wurde, ohne daß die Eisbären zu sehen waren, tobte das Publikum und lieh sich auch w.der durch die Saaldlen:r noch durch die Polizei beruhigen, bi5 nach dreiviertelltündiger Demonstration die Direktion des Zirkus nachgab und die Ei2bären vorführte. (Eine Mutter mit zwei Kindern durch Gas vergiftet. Als der Geschäftsführer des Deutschen Metallarbeiterverbandes, Ortsgruppe Würzburg, Huber, abends nach Hause kam. fand er in der Küche feiner Wohnung feine Ehefrau und seine zwei Knaben im Aller von 4 und 6 Sahren mit Gas vergiftet vor. Die sofort angefte Len Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Nach den bisherigen Feststellungen liegt ohne Zweifel ein Hnglüdöfali vor. Tie Frau sah in der Nähe des Gasherdes auf einem Stuhl. Sie hatte anscheinend Zeitung gelesen, da Zeitungsblätter vor ihr auf dem Boden lagen. Während ihre beiden Kinder offenbar auf dem Boden gespi.lt hatten. Raubüberfall auf einen Strahenbuhnschassner. Oluf der Lllsdorfer Endsta.ion der Aachener Kleinbahn wurde ein Straßenraub verübt. Nachdem die Fahrgäste den Wagen verlassen hatten, begab sich der Schafiner auf d e Straße, um den Bügel umzulegen. Kaum toar der Kontakt mit dem Leitungsdraht unterbrochen und der Wagen dadurch in Dunkel gehüllt, als sich eine Person blitzschnell auf den Schaffner stürzte und ihm die G e l d t a s ch e a b s ch n i 11. Che der Schaffner sich von dem Schrecken erholt hatte, toar der Räuber schon davon, nachdem er auf seine Verfolger mehrere Revolverfchüsfe abgefeuert hatte. Er entkam unerkannt. heldenmütige Tat einer Zwölfjährigen. Sn der Ortschaft Perchau im Bezirk Surau in Steiermark ereignete sich eine furchtbare Tragödie, bei der drei Kinder den Tod fanden. Sn einem kleinen Arbeiterhaus war während der l Abwesenheit der Eftern eine Benzinkanne explodiert und setzte im Nu die Möbel des Zimmers in Brand. Das 12jährige Töchterchen des Arbeiters und ihre fünf Geschwister erlitten durch liebender Einwohner unserer Stadt zur Ausübung musikalischer Kunst zusammengcschlossen hatte, fand nunmehr die formelle Gründung eines Musikvereins statt. Bei der Vor- standswahl wurden gewählt: Hermann Stöhr zum 1. Vorsitzenden. Reinhard Diehl zum Rechner. Hch. Sittner sen. zum Schriftführer. Max Rothenberger zum Wusiklei er. Rich. O b e r h e i m und Alois Emrich zu Beisitzern. Der Verein besteht zur Zeit aus 21 aktiven Mitgliedern, die die Kapelle bilden, und 23 passiven Mitgliedern. Aktive Mital.eber sind bcilragsfrci. passive Mitglieder zahlen jährlich mindesten- 2 Mark Beitrag. Als Ziel des De.eins wird die Pflege der Musik bezeichnet. Dem Musikleiter Max Rothenberger wurde am Schlüsse der Gründungsversammlung für seine bisherige völlig uneigennützige Leitung der Kapelle herzlich gedankt. — Der hiesige Kriegerverein unter der Leitung seines Vorsitzenden, K. DiehlXII.. bereitete seinen Mitgliedern im Saale des „Löwen" einen wohlgelun e.ren H.nterhal- tungSabend, in dessen Mittelpunkt die Aufführung des fünsaltigen historischen Lustspiels „Die Anna-Lise" stand. Sämtliche Mitwirkens en widmeten sich mit großem Eifer ihren Rollen, so dah eine ausgezeichnete Darbietung zustande kam. Die Feuerwehrkapelle umrahmte die Aufführung mit treulichen instrumentalen Darbietungen. Den Theatersp.e ern und der Kapelle wurde verdientermaßen reicher Beifall gezollt. Ein Tanzvergnügen. beschloh den Abend. . Rainrod, 25. San. Auf Einladung des hiesigen Kriegervereins sprach der frühere H-Bootmatrose Kratz aus Freienseen über seine Erlebnisse bei der deutschen Marine im Weltkriege. Der Wusikverein eröffnete den Vortragsabend mit einem Militär- marsch, im Anschluß daran hieß der 1. Vorsitzende dcS Kriegervereins. Dürgerm.ister Decher t. den Vortragenden und die Besucher willkommen. Nach kurzem Gedenken der im Weltkrieg gefallenen deutschen Brüder begann Herr Kratz mit feinem Dortrage, zu dem ec eine ganze Anzahl guter Lichtbilder zeigte. Die sehr interessanten Darlegungen des Dor tragenden fanden hier, wie auch schon vorher in zahlreichen anderen Orten, vecd entermaßen lebhaften Beifall. Der Abend wird allen Tellnehmern in angenehmer Erinnerung bleiben. )—( Ruppertsburg. 25. San. Hnfer Kriegerverein hielt bei Gastwirt S ch l ö r b seinen zweien Fainftienabend in diesem Win.er ab. Der Vorsitzende W. Lern begrüßte die etwa 150 Erschienenen. Rach einer Ansprache über die Gründung des neuen Deutschen Reiches führten 48 Lichtbllder im Geiste hinaus auf die Schlachtfelder in Belgten und bei Verdun und zeigten dir Heldentaten unserer Feldgrauen, aber auch deren Leiden und Strapazen. Sn einer weiteren Serie kam auch „Der Feldgraue Humor" zu seinem Recht. Ebenso intereifan wie anschaulich toar der mehr als einstündige Vortrag des Kam. W. Port über seine Erlebnisse im Res.- Snf.-Regt. 222 bei den Kämpfen in den Karpathen und am Dnjestr. Passende Chöre des Gesangvereins Sängerbund umrahmten die Darbietungen. Giackenburg. Großftuer in Langen. WSN. Qangen bei Darmstadt, 25. San. Sn den gestrigen Abendstunden brach in bet Frickschen Lederfabrik aus noch unbekannter Hrsache Feuer aus. das in kurzer Zeit alle Fabrikräume ergriff. Die Ortsfeuertoehr und die zur Hilfe herbeigeeilten Nachbartoehren waren dem rasenden Element gegenüber machtlos und mußten sich auf den Schutz der um.iegenben Wohnhäuser beschränken. Erst nach dem Eintreffen der Feuerwehr aus Reu-Ssenburg konnte der Brand einigermaßen wirksam bekämpft werden. Größeres Hnglüd konnte dadurch vermieden werden, dah noch in letzter Minute die feuergefährlichen Oel- und Denzinfässer aus der brennenden Fabrik entfernt wurden. Ein großer Teil der Fabrik ist bis auf die Grundmauern nieder- gebrannt. Kirche und Schute. X Die erste Dekanatskonferenz der evangelischen Geistlichen des Dekanats Gießen im neuen Sahr wurde am Dienstag von Dekan G u h m a n n mit einer Ansprache über die Losung des Tages Sef. 23.16 eröffnet. Als Gäste konnten außer einigen in Gießen im Ruhestand lebenden Herren auch der Hauptreferent. Pfarrer Waldeck (Darmstadt), und Superiiftendent, Oderfirchenrat W agn e r. begrüßt werden. Nach einigen amtlichen Mitteilungen hielt Pfarrer Waldeck einen anschaulichen Vortrag: „Aus der Seelsorge des Elisa- bethenstifts". Er gab Anlaß zu einer längeren Aussprache über die zeitgemäße Frage „Arzt und Seelsorger". tog. Schotten, 25. San. Unter dem Vorsitz von Sc fort Vokp, Laubach, fand hier die erste diessährige Pfarrtonserenz des Evangelischen Dekanats Schotten statt. Nach Der Eröffnung mit Schristlesung und Gebet durch Pfarrer Wolf, Wingershausen, richtete der Vorsitzende an den neu in die Dekan atsgefttlichkeit einget-etene P.arrer Kraus. Eschenrod. Wor.s der Begrüßung. Pfarrer D. Fritsch. Rupperts-' bürg, hielt sodann ein Referat übet das Kirchenjahr: wegen der großen Fülle des VerhandlungS- stosfes wurde die Aussprache auf die nächste Konferenz verschoben. Einen breiten Raum in den Verhandlungen nahm ein die Besprechung über die vom Landesfirchenamt hcrausgegebenen k i r ch l i ch - st a t i st i s ch e n T a b e 1 l e n. De an Delp berichtete hieraus über die Konferenz der oberhessischen Dekane am 7. Sanuar zu Gießen, sowie über die Versammlung sämtlicher Dekane Hessens am 17. Sanuar zu Darmstadt. Der D e k a n a t s t a g. auf dem die Wahlen des Dekans, des Dekanstell- Vertreters und des Dekanats-AuSschusses in die- . fern Sahre zu geschehen haben, wurde auf den 17. April festgesetzt: als Prediger ba5ei soll Pfarrer Wolf, Wingershausen, als Referent über das Thema „Der evangelische Christ und die Oeffentllch'eft" soll Psarrer D. Fritsch. Ruppertsburg. tei dem Dekanats-Ausschuß in Vorschlag gebracht werden. Endlich wurde noch be- kanntge gelten, daß die Superintendentur- Konferenz der Geistlichen Oberhessens am 1. Mai in Gießen stattfinden soll. ÄFf bürg. Langen. ,25. 2m- imbtn biai) "vn der bt'vl aui rwch un» t qu8, ba3 in lurjN ume ergriss. &e iUI Me heibetgeeüten )cm laienben 8tawJ muhten sich .den Wohnhäuser b:I4raiuen. n der Zeuertvehr aus r Iranö einiger* u Größeres UM““ t iwM daß noch ; jährlichen 0e - und -rnnenden Fabri! T Teil dec 8fbw £ »mauern nieder- D?e?i »um 6Ar:t. .,ium 'tÄfe «• lind &ÄH IWm'nSJK ei De.i.^^stens t SJlbirt die rde im Aiikleiter Jclne bSuflC der igerve^i^'ch y.i§ ZSZL äS«.*nk T^uhmte die Lus. n Ä >bie. ÄH ^le ^NaU n-^-u den Abend. 2uf Sin^ sprach aus öieien'cro 1 der deutschen ? ml» -C ^us-berein E einem MtSr, der 1. Lor. WM# 5)t, LW? ¥* Sucher Wen dn im'M. Bruder begann Hm $• iu dem er eine "der zeizie. Sie sehr es Vortragenden fan- °orser in zahlreichen laßen lebhaften Ai- ■ Teilnehmern in an* en. . 25- 3an. Unser iGasiwmSchlvrb nd in diesem 'Sin:er 2ein begrüßte die lach einer Ansprache non Deutschen Reiches Seihe hinaus auf die und bei Verdun und erer Feldgrauen, aber Strapazen. 3n einer er Feldgraue Humor" itereisan wie anichau- stündige Vortrag des te Crieonissr im Des.» kämpfen in den Kar* assende Chöre des ®e« umrahmten die Sar> Schule. wurde am uen 3a^H »iner 21n* ßmann mU y to Tuf K7>- Daldea §nek y-r deell^ainytcn if.ii.EU’Sj i e^^nhW durch teung^®^^' zausen. nEistüchteit rav6' “'T* Lupp^'v KOS i-sW.r w d.e f * » am 1,1 »uf Irsrr^ p di« AMH-r. -iAr sindra । SeSMl der mmsr» Mgtii er ,—Was ist Togal?—> Toaal-Tabletten sind ein hervorragende- Mittel bei Rheuma, Gicht, Ischias, Grippe, Nerven- u. Kopfschmer«, Erkältungskrankheiten! Schädigen Sie sich nicht durch minderwertige Mittet. Laut notarieller Bestätigung anerkennen über 5C00 Ärzte, darunter viele bedeutende Pro- sesioren. die gute Wirkung des Togal. Sragen Sie Ihren Arzt In allen Apotheken Mark l.40 und Dalila. Dienstag. 29., von 19,30 bis 22,30 Uhr: Othello. Mittwoch, 33., von 15 bis 17.30 Uhr: Lrilltrall un) seine Brüder: von 19,30 bis nach 22.30 Uhr: Figaros Hochzeit. Donnerstag. 31.. von 19,30 bis 22,30 Uhr: Die Macht des Schicksals. Freitag. 1. Februar: Geschlossen. Samstag. 2.. von 19,30 bis nach 22.30 Uhr: Die Jüdin. Sonntag. 3., von 15 bis 17,30 Uhr: Tritt- trall und seine Brüder: von 19 bis 22,30 Uhr: Die Fledermaus. Montag, 4y von 19,30 bis 22,15 Uhr: Cavalleria rusticana; hierauf: Der Bajazzo. — Schauspielhaus Sonntag. 27. Januar, von 11 33 bis g: en 13 Uhr: Panlo Hone-Konzert , von 15,30 bis 17,45 Uhr: Im weihen Aösil: von 20 bis gegen 23 Uhr: Rathan der Weise. Montag. 28., von 20 bis nach 22 Uhr: DantonS Lod. Dienstag. 29.. von 23 bis 22,30 Uhr: Karl und Anna. Mittw'xh. 30.. von 20 bis gegen 23 Uhr: Rathan der Weise. Donnerstag, 31., von 20 bis 22.30 Uhr: Stein unter Steinen. Freitag, 1. Februar. von 19,33 bis nach 21,30 Uhr: Dantons Lod. Samstag. 2., von 19 bis gegen 21,30 Uhr: Stein unter Steinen: von 22,15 Uhr: Gabaret der Frankfurter Rachlloiniker. Sonntag. 3., von 20 bis 22.33 Uhr: Die Petroleum-Inseln. Montag. 4 , von 20 bis 22,30 Uhr: Stein unter Steinen. geklagten an dem Mordtage um 71/« Uhr wiederum auf dem Wege nach Ossdllln gesehen zu haben. Der Angeklagte bestellt entschieden, dort gewesen zu sein. Weiterverhandlung am Samstag. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag. 27. Januar, von 15 bis 17,33 Uhr: Lrilltrall und seine Brüder: von 19,30 bis nach 22 Uhr: Der Troubadour. Montag, 28.. von 19,33 bis gegen 22,30 Uhr: Samson handelt hatte und auf die steuerpolitischen Fragen zu sprechen gekommen war. streifte er kurz die langsam akut werdende Reichste, orm und schloß mit der Forderung, daß zur Erhaltung des Reiches an dem Gedanken des Bismarck- staates unbedingt festgchalten werden müs.e. Deutschnationale KreisfaMg. ' • Friedberg. 25. Jan. Hier fand die ; Kreisvertretertagung des Ätci«- Vereins Friedberg der Deutschnationalen Bolkspartei statt- Zugegen waren u. a. der Provinzialver^itzende, Studienrat Dr Lenz (Gießen) und der Provm ia geschalls- sübrcr. Zunächst wurde die Organisation im Kreise durchgesprcchcn und die Liste der Bertrauenlleute nach Möglichkeit ergänzt. Dabei wurde mit Flachdruck darauf hmgetoiesen, daß das Amt eines Vertrauensmannes ein Ber- trauensamt sei und nur unbedingt zuverlässige und tatkräftige Leute dafür in Frage kamen. Bei der sahungsmäßigen Aeuwahl des Kreisvorstandes wurden g'waht: ! Bor- sitzender: Stud.-Rat Ruppe! (Friedberg . 2. Borsitzender. Frl. Lejeune (Da.-Rauhcim), Schriflführcr. Oberpostinspcktor K u r h (Fried- berg. Rechner: Lehrer ,a. D. Schäfer (Eichel-Heim. Beisitzer: Bürgermeister a. D. Dr. Schmidt (Butzbach). Landwirt Rud. Zehner (Schwalheim). Lehrer Möser (Gr.-Karben), Tierar t Dr. E o st (Kiein-Ke.röen), Bürgermeister Bissel (Griedel). Gutspächter Brückmann (Ilbenstadt, Ronnenhos). Rach.em dann noch kurz die Frage des Verhaltens der Partei bei den kommenden Provinzial- und Kreis- tag-5wahlen erörtert worden war. ergriff Stu- Dienrat Dr. Lenz zu längeren Ausführungen über die außen- und innerpolitische Lage das Wort. Redner zeigte zunächst, wie nach dem Kriege die Siegerstaaten xur Sicherung ihrer Beute sich zwammenschlossen, wie der Böllerbund nur zu diesem Zwecke geschahen und auc gebaut wurde, dasi Frankreich, damit aber noch nicht zufrieden, in den sog. Randstaaten einen neuen Ring um Deutschland legte der gl ichzeit g Rußland von Deutschland fe.nhaltcn sollte. Er zeigte, wie trotzdem die bestehenden Gegensätze innerhalb der Entente wieder stärker auslcbten und vor allen Dingen England zu isolieren drohten. England konnte aber eine neue „spkndid Isolation“ jetzt nicht mehr gebrauchen, denn nicht nur bedrohte die Sowietunion wieder von neuem die reichen indischen Kolonien, sondern auch mit Amerika waren große Reibungs- punkte entstanden, die so leicht nicht aus der Welt geschafft werden konnten. So blieb Eiland gar nichts anderes übrig, als sich zunächst wieder enger an Frankr.ich anzuschließen, um freie Hand sowohl im Orient und Asien, wie gegen Amerlla zu bekommen. Der Prers sur diese Einigung war wieder Deut|chtand, demgegenüber man Frankreich vollständig freie Hand ließ. So seien die Aussichten für die nächste Zukunst für Deutschland weiterhin sehr trübe, denn trotz aller Bersuche Stresemanns sei man bisher Frankreich noch keinen Schritt naherg^ kommen und werde dies aller Boraussicht auch niemals. Die Deutschnationalen fordern deshalb: Abkehr von dieser falschen Politik und ein Zusammengehen mit den Mächten, welche uns eher wieder zur Freiheit zurückverhctten. Was die Innenpolitik anbelange, so wies der Redner zunächst aus die Folgen des Wahlausfalles hin. Das Bürgertum müsse sich endlich darauf besinnen. um was es gehe. Es handele sich nicht mehr darum, ob die eine oder andere bürgerliche Partei stärker werde, sondern darum, ob die bürgerliche oder sozialistische Weltanschauung den Sieg davontrage. Rachdem der Redner dann noch die W g'.ichkeitcn der Großen Koalition be- Medizinalrat Dr. Oannenberger f. WSR. Goddelau, 25. Jan. Der f.it langen Jahren an der Hell- und Pflegeanstalt Phi- lippshospital tätige Medizinalrat Dr. Tannenberger ist gestern an einem Herzschlag plötzlich verstorben. Reben seiner ärztlichen Täligkell ist der Berstorbene vor allem als Gründer des Odenwaldklubs. Bezirk Goddelau, dessen langjähriger Borsi^ender er war. bekannt geworden und war. wie sein soeben verstorbener Wanderfreund. Oberstaatsanwalt Rudi Wünzer. eine der markantesten Personen der Heimatbewegung. Oer Offdillner Mordprozeß. WSR. Limburg. 25. 3an. Heute morgen begann vor dem Limburger Schwurgericht Der Mordprozeß Schardt Ter 33 Jahre alte Kaufmann Jakob Schardt ist angeklagt, am Abend des 29. März 1923 die Witwe Lina Ortmann in Offdilln mit Gift ermordet zu haben. Der Angek acte stammt aus Hirzenhain (Dill- kreis), ist verheiratet und hat drei Kinder^ 1925 ist er vom Schöffengericht Gießen wegen Falschmünzerei zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ende 1927 wurde ihm die Strafe auf Bewährungsfrist erlassen. Sell dieser Zell bis zu seiner Verhaftung verlegte sich der Ange- tlagte auf die Bermittlung von Immobilien- läufcn. Holzvcrkäufen und auf den Vertrieb von Mastsutter. Unter dem Borwand. Mastfutter verlausen zu wollen, habe er sich mit der Ort- mann bekanntgemacht und sie am 24. und 26 Februar besucht. U:ber die Einze Hellen der beiden Besuche will er nichts mehr toi sen, nur gibt er zu, daß er der Frau einen Zentner Mastsutter gratis zu Rellamezwecken versprochen habe. Da er die Lieferung hatte ver- schieben sollen, habe er sie am 23. Februar aufsuchen müssen. Die Berhandlung wandte sich dann dem Mordtage zu. Auf die Frage des Borsitzcnden. was er an diesem Tage gemacht habe, erklärte der Angeklagte, er verweigere die Auösage: die Sach: lei ihm viel zu medrig. Schließlich ließ er sich aber doch herbei, Rede und Antwort in beschränktem Maße zu stehen. Zur Zell der Tat will er in Gladenbach gewesen sein. Er habe an diesem Tage eine große Radtour unternommen. Er muß schließlich zu- geben. daß er in Osfdilln war und die Frau Ortmann, allerdings außerhalb ihres Hauses, gesprochen habe. Alles, was ihn belastet, cr- klärt der Angeklagte in dem langen Berhor als nebensächlich und als nicht zur Sache gehörig. Regelmäßig muß der Borsihende die weitere Erörterung der einzelnen Punkte abbrechen, da der Angeklagte erklärte, zu diesem Punkt sage er überhaupt nichts. Rach bet Vernehmung deS Angeklagten wurde nachmittags nach 5 Uhr mit bet Beweisau - nähme begonnen. Einige Personen aus 0sf- dilln erklärten, daß sie den Angeklagten am 24 und 26. März bei Frau Ortmann gesehen hätten. Weitere Zeugen sagten aus, den An- Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artllel übernimmt die Redaktion dem Pnbl k'. m gegenübev keinerlei Deraatwortung.l Die Verlegung der Fahrbahn in der weslanlase. Nachdem ich mich schon wiederholt — leider aber erfolglos — dagegen gewandt habe, daß das Projekt einer Verlegung der Fahrbahn in der Westanlage zur Ausführung gclanat, ühle ich mich heute geradezu verpflichtet, diese Sache nochmals aufzurollen. Es geben mir hierzu Veranlassung die vielen Gastatastrophen und Wasserrohrbrüche in den verschiedensten Städten, ganz be(on« bers aber noch der am vorigen Samstag im „Gießener Anzeiger" erschienene Artikel: JSastata- jtropben", von dem Direktor des hiesigen Gas- und Wasserwerkes. Herr Direktor Steding schreibt in Absatz 2 seines Artikels, daß die Hauptursachen der vielen Katastrophen auf die zu schwere Belastung des Fahrdammes durch die vielen und schweren Lastkraftwagen, Auto-Omnibusse usw. zuruckzusuhren eien. Auch schon andere maßgebende Fachleute haben das gleiche geschrieben und davor gewarnt, die Fahrstraße in nächster Nähe der Hauser anzu- legen, wo doch sämtliche Gas- und Wasserrohre eingebettet sind. Bekanntlich ist nun die Westanlage zwischen Neustadt und Bahnhofstraße eine durch schwere Fuhrwerke, Lastkraftwagen, Omnibusse usw.. meistbefahrene Straße unserer Stadl. Obwohl augenblicklich der Fahrdamm nicht direkt an die bebauten Grundstücke grenzt, erschüttern und dröhnen die Häuser durchdie oorbeisahrenden schweren Wagen, und die weißgetünchten Decken bekommen Nisse. W« sollen diese Zustände aber erst werden, wenn im Frühjahr der Fahrdamm direkt an das Trottoir verlegt wird, und zwar gerade dahin, wo sämtliche Gas- und Wasserrohre laufen? Der vorgesehene Umbau beschwört ja alle Gefahren herauf, vor dem die Fachleute warnen. Was andere Städte zu verbessern suchen, wird doch nicht die Stadt Gießen umgekehrt anwenden wollen! Ein Bewohner der We st anlag«. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 27. Januar. Septuagesirnae. Skadtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Mahr: l"inder» kirche für tue Matthäusgerneinde: Pfarrer Mahr. S: Pfarrer Becker. — Iohannestirche. 9.30: Pfarrer Bech'.olsheirner: 11: Kinderkirche für die Lukas- gemeinde: Pfarrer Vechtolsheimer: 5: Pfarrer Aus- feto, 8: Bibelbefprechuiig im Johannesfaal: Pfarrer Vechtolsheimer. - Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz, 11: Kindertzirche: Psarrer Lenz. — Ltisabeth-Kleinkinderschule. 9.45: Pfarrer Muller. — Klein-Linden. 10: Hauptgottesdienst: 11: Klndergot- tesdienst. — wieseck. 10, 5.30 und 7.30: L.chtbild- missionsstunden; Opfer für die Ostasienmifsioii. Alten-vujeck. 10: Alten-Bufeck: 1: Trohe. — Kirchberg. 10: Kirchberg: 1.30: Lollar: 1.30: Mainzlar. — Hausen-Garbenteich. 10: Garbenteich 1: Haufen.— Watzenborn-Steinberg. 1: Hauptgottesdienst, 2: Km- derkirche. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn: 1.45: Km- dergottesdienst 2: Stiftspfarrer Lic. Schorlernrner. Mittwoch, den 30. Januar. Lich- 8 Uhr: Bibelstunde. katholische Gemeinden. Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte. Sonntag, den 27. Januar. Septuagesima. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte: 7: Messe-, Kommumon der Frauen: 8: Kommunion: 9: Hochamt mit Predigt: 11: Messe mit Predigt: 5: Christenlehre und Andacht. — (Brünberg. 9.30: Messe mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt -- Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt. — Ridda. b-30: Hochamt mit Predigt. — Lchzell. 11: Hochamt mit Predigt. Donnerstag, den 31. Januar. Gießen. Nachmittags 5.30 Uhr: Beichte. Freitag, den 1. Februar. Gießen. 6.30 Uhr: Segensamt. Samstag, den 2. Februar. Gießen. 615 Uhr: Wachsweihe. Eoun'a'SSikuK . lehre n. 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Zanuar 1929 Gietzener Anzeiger ISeneral-Anzeiger für Gberhessenf Nr. 22 viertes Blatt Das neue Kirchensteuergesetz Delfter Porzellan. her das ES Sufch'ag des ihr Pflichtigen Ehegatten nach der haben in Frage kommenden Steuer beider Ehegatten. Für den Zuschlag hastet auch der andere Ehegatte als Gesamtschuldner. Die Re.igionsgesellschaften, oder soweit solche nicht bestehen, die Rcligionsgemeinden können Im Rahmen dieses Gesetzes und der dazu erlassenen Aussührungeb stlmmungen mit Genehmigung de» Ministers für Kultus und VilDungswesen Steuer- satzungcn erlassen. Das neue Kirchensteuergeictz tritt erstmalig für das Rechnungsjahr 1 9 2 9 in Kraft. Hochschulnachrichten. Der durch die Berufung des Prof. Gutmann nach Berlin an der Universität Jena frei- gewordene Lehrstuhl für theoretische Rational-» Ökonomie ist dem ordentlichen Professor Dr. jur. ct rer. pol. Moritz Wehe rmann in Bern angeboten worden. Unter den zarten gebrechliche Gebilden Töpserkunst wird heute von den Sammlern Delfter Porzellan besonders hoch geschätzt, handelt sich aber dabei um fein richtiges Porzellan. sondern um eine ander.' Art der Keramik, und die Delfter Töpfer gaben nur ihrer Ware diesen stolzen Rainen. weil fi? damit dem damals in Europa noch überaus seltenen chinesischen Porzellan besonders nahe elvmm. n zu sein glaubten. Das stattliche und grundlegende Handbuch über dieses Sammecgebiet. das jetzt der Amsterdamer Professor Ferran!) W. H u d i g in der Bibtiolhck für Kunst- und Antiquitätensammler bei Richard Earl Schmidt & Eo. in Berlin erscheinen läßt, führt daher auch den Titel „Drifter Fayence". Die keramischen Erzeugnisse, zu denen Religionsgesellschaft gewählte Bertretung (Steuervertretung) dem im Voranschlag vor- gesehenen Steuerbedarf zustimmt und die Steuersätze beschlossen hat. (S.euerbeschluß.) Ferner ist die Steuererhebung davon abhängig, dah sie staatlich genehmigt ist. Mit dem Antrag auf Genehmigung der Steuererhebung sind Voranschlag und Steuerbeschlutz der zuständigen Autsichlsbehörde zur Einsichtnahme vorzulegen. Die Erhebung von Religionsgemeindcsteuern bedarf der Genehmigung des Krcisamts. Die Erhebung von Religionsgesellschaftssteucrn bedarf der Genehmigung des Ministers für Kultus und Bildungsweten. Die Religionsgemeindeverbände, d. h. die aus mehreren Religions- gemeinden verfassungsmäßig gebildeten Be- zirlsverbände (Dekanatsverbände u. dgl.) sind mit Genehmigung des Ministers für Kultus und Bildungswesen berechtigt, insoweit die ihnen zu Gebote stehenden Mittel zur Bestreitung ihrer Bedürfnisse nicht auSreichen, Umlagen aus die ihnen angehörenden Religionsgemeinden aus- zulch'.agen. Die Umlage bedars der Zustimmung einer Vertretung des Verbandes, die aus Grund einer vom Minister für Kultus und Bildungswesen genehmigten Verfassung oder Satzung gebildet ist. Religionsgemeindesteuerpslichtig ist, wer Mitglied der besteuernden Religionsgemeinde ist. Religionsgesellfchafte,steuerpslichtlg sind die Mitglieder von Religionsgemeinden der besteuernden Religionsgesellschaft. Die Religionsgemeindesteuer und die Religions- gesellschastssteuer werden erhoben al« Zuschlag zur Reichseinkommen, (teuet. Daneben ist die Erhebung eines Zuschlag« zur Reichsvermögenssteuer und einer Steuer nach den Best euerungSgrundlagen der staatlichen Grund - und Gewerbesteuer zulässig. Auch können die Religionsgemeinde bzw. die Religionsgesellschaft aus Grund einer besonderen Sieuersayung eine Kopfsteuer von ihren volljährigen Mitgliedern und Angehörigen erheben. Bei besonderen Verhältnissen kann da- KreiS- amt zulassen, dah die Religionsgemeindesteuer für alle Steuerpflichtigen eines Bekenntnisse- nach Klassen festgestellt wird. In die die ©e» meindealieder nach ihren Einkommen» und Vermöge: ^Verhältnissen eingereiht werden. Haupt- und Revengemeinden teilen den durch Steuern zu deckenden Aufwand für gemeinschaftliche Einrichtungen nach dem Mast ihrer Teilnahme an diesen, wenn nicht die Deckung des Auswandes durch gültige Vereinbarung oder Herkommen anderweitig geregelt ist. Werden Ehegatten, die nicht derselben Religionslörperschaft steuerpflichtig sind, zu den vorgenannten Steuern zusammen veranlagt, so bemiht jede der besteuernden Religionsgemeinden oder Religionsgesellschaften den Träume zu Eis werden. Der Bahnhof lag wie ein Wächter und unerbittlicher Gesetzgeber am Weg Sein eiserner Arm hob sich grausam und gebieterisch am Stgnalmast — und das Schicksal nahm seinen Lauf. So bescheiden dieser kleine Bahnhof zwischen Berg und Berg auch ist, an den ich mich jetzt erinnere, so hat ihn doch das Ungewöhnliche angeatmet. Der Rauch des Abenteuers hat ihn gestreift und geschwärzt. Die Blicke der Weltrcisenden sind auf ihn gefallen. Er ist die Schwelle zum riesigen Erlebnis, und als ich noch ein Junge war. hab' ich diese Weltschwelle betreten und überschritten. Und seitdem bin ich nicht mehr hinter sie zurückgekehrt. Bon diesem einsam liegenden Bahnhof aus eroberte ich Länder und Meere, heiste und falte Städte, Tiere und Frauen, Männer und Einsamkeiten, Ge- nüste und Schmerzen. Ach, jetzt, da ich vieles erobert und wieder verworfen habe, wünsche ich manchmal, zu jenem kleinen Bahnhof zurückzureifen. Doch kein Zug geht mehr dahin. Ueber die Schienen ist das Gras der Dergangen- Helt gewachsen und das Land hat sich mit Höhen, Wassern und Wäldern traumlos verwandelt. Der Berg ist eingestürzt, und die Dörfer siind verschollen. Der Signalmast ist verrostet und das Läutewerk ist lot. Rur der Wind weht noch im Herbst und der Schnee schwärmt noch über die Wälder. Aber dies ist ein fremder Wind und ein wilder Schnee — und ich habe mit ihnen nichts zu tun. land bezogen. Diese HanDelsbeziehungen sind um so ausdehnungsfähigec. je konsolidierter die Der- hälnn.se in China werden, zumal ein unabhängiges Chi a ge.ade von Deutschland nicht das geringste gegen seine Interessen zu befürchten hat. Zwischen und und China gibt es keine Reibungen und Gegensätze. In der amerikanischen Politik ist China ein wichtiger Faktor, was man ja daraus sah, dast die sonst in chren Entschlüssen nicht besonders schnelle amerikanische Auhenpolitik hier sofort vorstich und zu a.lererst die Ranking-Regierung in jenem Handelsverträge anerkannte. In China gehe» die Interessen Englands und Japans, auch etwas Frankreichs, ein- ander parallel und sind im Grund auch heute noch der Selbständigkeitsbewegung China- entgegengesetzt. In China gehen andererseits die Interessen Amerikas Rustlands und Deutschlands einander parallel und decken sich Dolftanöig mit der Unabhängigkeit und Selbständigkeit Chinas, wenn auch die russische Regierung dabei mit ihren enttäuschten Hoffnungen auf ein kommunistisches China besonders aoseits steht. Das sind eigentümliche und interessante Parallelen. Praktisch wirksam sind sie heute für Deutschland und Rußland nicht. Wohl aber ist die verschiedene Stellung zu Ch.na ein nicht unwichtiger Teil in den an sich schon etwas gespannten 'Beziehungen zwischen England und Amerika. Dafür ist es nicht g.eichgülttg. dast sich China im abgelaufenen Jahre immeryin so befestigt und unabhängig gemacht hat, u iabhän- gig damit vor a.lem von einem englischen Ko- lonialimper.alismus. Wenn nun für China wirklich eine ruhigere Zeit beginnt, so wird e- sich auch dessen, was ihm für seine Reugesta.tung von Deutschland wis.enlchastlich und technisch und sonst geboten werden kann, jederzeit bewußt sein. In die em Zusammenhang find die Ergebnisse der chinesischen Kämpfe aus dem letzten Jahre für uns doch lebhaft zu begrüben. Wirtschaft. Oie Lage des Kapitalmarkis. Während die konjun t.-.teile Entspannung auf dem Geldmarkt nach der Jahreswende wettere Fortschritte gemacht hat. hält sie sich nach dem Wochenbericht des Instituts für Konjunkturforschung auf dem Kapitalmarkt vorerst noch in sehr engen Grenzen. Zwar hatte sich bereits im Dezember auf dem Kapitalmarkt eine leichte. Zunahme der Rach rage nach Anlagewerten bemerkbar gemacht, die bewirkte, dast sich die Kurse der P andbricse etwa- erhähten. Die e Bewegung Hilt auch im Januar 1929 an. Ihr Umfang ist jedoch biS jetzt so gering, dast von einer Verflüs.igung des Kapitalmarkt- nicht gesprochen werden kann. Das zeigt sich deutlich auch bei den Emissionen. Die ersten Monate des Jahres stellen bekanntlich die Hauptansagetermine dar. 1927 und selbst 1928 war ein großer Teil der aufgelegten Anleihen bereits Mitte Januar überzeichnet. In diesem Jahre war dies noch nicht der Fall, obwohl sich die zur Zeichnung aufgelegten Beträge wesentlich unter denen der Vorjahre halten. Das Mißverhältnis zwischen Kapitalangebot und -nach'rage .wie es während des vergangenen Jahres herrschte, ist al,o auch jetzt noch nicht beseitigt. Run wird freilich die jüngste Entwicklung auf dem Geldmarkt, wenn sie von längerer Dauer sein sollte, nicht ohne Einfluß aus den Kapitalmarkt bleiben können, vor allem, wenn sich die Zinssätze auf dem Geldmarkt längere Zeit unter der Rendite der festverzinslichen Papiere bewegen. In dieser Richtung wirkt auch die D i s k o n t s e n k u n g, da mit ihr gleichzeitig eine Senkung der Einlagezinsen bei den Privatbanken einhergegangen ist. Mit einem kräftigeren Ueberstr inen der anlagesuchenden Kapitalien vorn Geldmarkt aus den Kapitalmarkt w rd man erst dann rechnen dürfen, chann sich die Sätze des Geldmarkts, vor allem Der Sah für Mo- natsceld, stärker und für längere Zeit unter der Esfektivverzinsung der festverzinslichen Papiere gehalten haben. Oer neueste Reichsbankberichi. Rach dem Ausweis der Reichs bank vom 2 3. Januar hat sich die gesamte Ka- p i t a l a n l a g e der Bank in Wechseln und Schecks. Lombards und Effekten in der vergangenen Bankwoche um 122.7 Millionen auf 1682.4 Millionen Mark verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 108,7 Millionen auf 1548,4 Mill- Mark, die Lombardbestände um 15 Millionen auf 40.7 Mill. Mark abgenommen. Dte Anlage in Effekten ist mit 93.3 Mill. Mark um 1 Mill. Mark angewachsen. An Reichsbanlnoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 287,5 Mill. Mark au3 dem Verkehr zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reich rbanknoten um 271,2 Millionen auf 3809.3 Mill. Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 16,4 Millionen auf 453,7 Mill. Mart verringert. Demzufolge haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankschti en auf 58.6 Mill. Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen eine Zunahme um 173,3 Millionen auf 783.1 Mill. Mark-. Die Bestände an Gold und deckungs- sähigen Devisen .in 'gesamt haben um 7.2 Millionen auf 2392.6 Mill. Mark zugenom- werden. und so hatten die Delfter, die einen vortrefflichen Ersah lieferen, sehr viel zu tun. Man ahmte sowohl die chinesischen wie die japanischen Muster nach. Doch im 18. Jahrhundert kamen dann wieder grobe Mengen chinesischen Porzellans nad) Europa herüber auch machte das billige engliscke S eingut der 5>e.f:er Ware starke Konkurrenz, und so ging in d.r zweiten Hälfte des 18. Jah.ya. v.'rs die Fayence-Industrie immer mehr zurück, zumal ja nun auch in Europa selbst Porzellan reichlich hergestellt tourte. Heute aber ist dicses edle Kunstgewerbe wieder zu hohem Ansehen gelangt, und die Sammler bemühen sich eifrig um das ^Delfter Porzellan". 3m Hessischen Regierungsblatt Ar. 25 vom 28. Dezember 1928 ist das vom hessischen Landtag verab'chiedete Kirchen st euergesetz veröffentlicht worden. Das Besteuerungsrecht der Kirchen und öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschasten, mit Ausnahme Der israelitischen Religionsgemeinden. war in Hessen seither geregelt durch daS Gesetz, das Besteuerungsrecht der Kirchen und Religionsgemeinschaften betreffend, vom 23. April 1875, und die Abänderungsgetehe vom 30. März 1901 und 24. Februar 1912. Da die einzelnen Bestimmungen des genannten Gesetzes infolge der grundlegenden Aenderungen, welche die Steuergesetzgebung des Reiches und de- Landes in den Jahren seit 1919 erfahren hat und infolge der vollständig veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse in vielen Punkten abänderungs- bedürftig waren, so war eine Neuregelung des Besteuerungsrechts notwendig geworden, welche das neue Gesetz vom 14. Dezember 1928 bezweckt. Das Gesetz vom 14. Dezember 1928 stellt zunächst Den neuen Begriff Der ..R e l i - gionskörverschaften" auf. Hierunter fallen einmal Die Religionsgemeinden. ferner Die auS mehre, en Religionsg.meinden gebilDelcn DerbänDe. z. D. DekanatsverbänDe u Dgl., sowie Die Re.igionsgesellschaften. Religionsgei e.irden im Sinne dieses Gesetzes sind Die evangelischen unD katholischen OrtskirchengemeinDen (Pfarr- und FilialgemeinDen), Die israelitischen Religionsgemeinden und andere religiöse Bereinigungen. sowie solche Bereinigungen, die sich Die gemeinsame Pflege einer Weltanschauung zur Ausgabe machen, soweit ihnen die Rechte einer Körperschaft des öffentlichen Rechts gewährt sind. Religionsgesellschaften im Sinne dieses Gesetze- sind die evangelische und katholische Kirche, sowie die Gesamtverbände, in denen Religion-- und WeltanschauungSgemeinden der vorbezeichneten Art zusammengeschlossen sind. Die Religionsgemeinden sind berechtigt, von ihren Mitgliedern nach Maßgabe dieses Gesetze- Steuern zu erheben, insoweit nicht die Erträgnisse ihre- Vermögen- und die sonstigen ihnen zu Gebote stehenden Mittel zur Bestreitung ihrer kirchlichen und religiösen Bedürfnisse ausreichen. tReligionsgemeindesteuern.) Unter der gleichen Voraussetzung sind auch die Religionsgesellschaften zur Steuererhebung von ihren Angehörigen berechtigt. (ReligionSgesellschaftS- steuern.) Die Steuererhebung ist weiter davon abhängig, daß über Die Einnahmen und Ausgaben Der ReligionSgemeinDe. oder Der Reli- gionsgesellschaft, insbesonDere über Die nötigen Deckungsmittel, ein ordnungsmäßiger Voranschlag ausgestellt ist, das; eine aus Den Mit- glicDern Der Religionsgemeinde, oder bei der Religionsgesellschaft aus Den Angehörigen Der Kleiner Bahnhof. Von Friedrich Schnack. Ich liebe die kleinen Bahnhöfe, die irgendwo im Lande liegen, den Feldern benachbart, und den Bächen. Die Felder fluten ganz nahe heran mit sanftem Frühlingsgrün, mit hohem Sommer, mit gelben Herbsten oder weißen Wintern, durch deren schlafende Gei-eimnisse die hungrigen Hasen hoppeln und Die Rehe schwermütig ziehen. Ich erinnere mich an einen kleinen Bahnhof zwischen zwei Bergen, hinter denen die Welt beginnt. Seht, die Wälder stehen unweit davon, und wenn der Wind sie nicht durchrauscht, sind sie so still, als horchten sie herüber zu diesem Keinen Bahnhof, von dem ein brauner, einsamer Weg fortführt in ein entferntes Dorf. Durch diesen kleinen, unscheinbaren Bahnhof, dessen Stationsgebäude hästlich und doch auf eine abenteuerliche Weise anziehend ist, laufen dis schwarzen Schienen schnurgerade. Sie stoßen aus Dein Felsenmund eines verräucherten Tunnels, der den Berg durchbohrt, blitzen am Stationshaus vor. bei und strecken sich auf ihrem langmütigen und kargen Damm, immer näher zusammenrückend, hinaus ins Wiesenland, bis sie sanft um die Lende eines anderen Berges biegen und nicht weiter zu verfolgen sind. Zwischen Berg und Berg, zwischen schwarzem Mund und brauner Lende, ruhen die Ungeheuern Adenteuermöglichkeilen dieses kleinen Bahnhofs, den im Sommer die Bienen und Hummeln um» summen, im Winter der Schnee umwärmt. Wenn auch die Bienen summen und der Honig in den Waben reift: immer Donnert das Schicksal und jagt ein Stück Welt vorbei. Wenn auch der Herbst zu Ende ist und der Schnee mit Winter» geroalt über die Berge raucht: immer rollen die Räder und eine Menschenträne fällt in die Kälte. An jedem Bahnhof Der Welt brechen sich die Dege der Menschen. An jedem Bahnhof nimmt das Leben eine plötzliche Wendung. Du wolltest in den Osten ziehen, mit aller Sehnsucht deines Her» zens wolltest di dies, — aber Der unscheinbare Bahnhof befahl dir. in den Westen aufzubrechen. Der Süden lockte dich jäh mit Zaubermacht, die blauen Meere verlangten in Deinen Hoffnungen nach dir, — aber da stand mitten in deiner phantastischen Straße der kleine Bahnhof und schickte dich in den Norden, wo das Blut einschläft und die Ein bibliophiler Frevel. Die Erinnerung an eine Tragödie im Leben eines Bücherfreundes wird durch ein Buch geweckt. das kürzlich mit der Bibliothek des berühmten englischen Literaturhistorikers Sir Edmund Gosse versteigert wurde. Wie da- ..Philobiblon" erzählt, handelt es sich Dabei um eine Erstausgabe Der englischen Übersetzung bei ..Rubaipat" Des Omar Khayyam von Fih- g e r a I D , Die 1859 in London erschien. Dieses berühmte Buch, das Die Weisheitssprüche des persischen Zeltmachers" in Der ganzen angelsächsischen Welt bekannt machte, gehört heute zu Den größten Seltenheiten Der englischen Literatur und toirD mit Gold ausgewogen. Bei Dem Ha blederband des Buches befanD sich eine handschriftliche Bemerkung Gosses: ,.Dieses Buch ist das traurigste in meiner Bibliothek. Ich kaufte es ungebunden im Originalumschlag und ganz unbeschnitten. Ich wußte nichts Besseres, als es binden zu lassen, von einem Buchbinder, der in seiner Torheit Den unschätzbaren braunen Originalumschlag wegrih und Die unberührten Seiten beschnitt." Das Buch brachte Denn auch in Diesem Zustand nur einen Bruchteil des Wertes, Den ein tadelloses Exemplar hat. B. Das neue China und die Mächte. Außenpolitische Umschau. DonOr.OttoHoehsch, o.prosesior der Geschichte an der Unioerfifdt Äcrlin, M. d. 3t Aus ein entlegenes Gebiet lenken wir finite nun unseren Blick: nach China. Gerade an Dem Tage, an dein Chma-, neuer Gernndter in Berlin anlam, wurde das neue Handelsabkommen zwischen Deutsch.and und China von den beiden Regierungen offiziell verkündet, das vor Weihnachten vom Reichstag angenommen wurde. Es ist das zweite formell so abgeschlossene inten.a.iona.e Abkommen der neuen chmefischen Repub ik (unier,d)iieben am 17. August 1928). mit einem Staate, der sich im letzten Jahre doch sehr konsolidiert hat. Denn man Überblicke Die Reihenfolge Der Eceigniste. von Anfang Januar 1928. als TIchangkaischek den Oberbefehl wieder übernahm. Er ergriff am 3. April Die Frühjahrs- offensive auf Peking und. über alle drohenden Verwicklungen mit Japan h.nweg. wurde dieses nm 8. Juni endgültig von den Südtruppen befehl. Am 10. Oktober trat die Versa st ung des neuen Siaales in Kraft, mit Tlchanglastchek als Präsidenten. und am letzten Tage de- Jahres wurde auch die Flagge der Rantingregierung in Chardin und sonst in der Mandschurei gehißt. Dieser Konso.iv erung mit dem vorläufigen Abschluß von 16jährigen inneren Kämpfen ist eine ^bhaste und erfolgreiche außenpolitische Aktivität parallel gegangen. Ihre Ziele toa- :en ja klar: Beseitigung der sogenannten ungleichen Verträge. Herstellung Der Z o l l- autonomie unD Der Souveränität China-. zugleich natürlich auch Die Anerkennung Der neuen oentralregierung unD derVerzicht Japans auf Die Mandschurei. Aus diesen Wegen find erhebliche Erfolge erzielt worden. Japan, mit Dem von Mai bis August Die Beziehungen sich sehr angespannt hatten, hat sehen müssen, daß es isoliert ist. und hat in einer Rede seines M nisterpräsidenten am 22. Januar D. I. Die Souveränität Chinas in Der Mandschurei anerkannt. Doch bleiben Die Beziehungen ?u Japan immer noch unklar unD nicht geraDe reunD.ich: Japan hat Die Ranking-Regierung noch nicht anerkannt. Dagegen haben Amerika und DeutschlanD als erste in Handelsver- trägen Die neue Regierung anerkannt, jenes am 25. Juli, Die es am 17. August. Rach einigen Monaten sind Dann auch Die anderen Staaten gefolgt, am 22. Dezember England und eine ganze Reihe anderer Staaten, Frankreich, Belgien, Italien usw. Diese Dürren Daten ergeben doch ein günstiges Schlußbild. Die inneren Verhältnisse Chinas mögen weit entfernt von Ordnung Rin. Cs wird noch eine Weile dauern, ehe die Demobilisierung der verschiedenen Marschall-- armeen durchgeführt ist, und ehe Der Staat finanziell einigermaßen fest aus Den Füßen steht, wird eS noch länger Dauern. Aber ein großer Teil deS Testaments von Sunyatsen ist verwirklicht. Rach langen Jahren Der Auflösung unD DeS Bürgerkriege- und Der politischen Ohnmacht hat Die 3Dee Der Kuomingtang Den Ötaat Doch toieDer geeinigt. Man kann an- nehmen unD hoffen. Daß Da- Pendel weiter schwingt. China sich schrittweise weiter konsolidiert und damit in die Reihe der einflußreichen und bedeutung-vollen Staaten wieder einrücke. auS denen es geschieden war eigentlich schon mit Der RieDerlage gegen Japan 1894. vor allem aber feit Der Revolution von 1911/12 unD Den langen Bürgerkriegen seitdem. Haben Diese Vorgänge für Deutschland irgendwelche Bedeutung? Run. zunächst ideell und allgemein insofern. aI8 unsere Sympathie einer Freiheitsbewegung selbstverständlich gilt, die jetzt zum ersten Erfolge gekommen ist. Aber wir haben auch materielle Bezttehun- g e n. Der Handel zwischen Deutsch and und China hat die Vorlliegs ahl bereits überschritten. Freilich hat Dabei in Den beiden letzten Jahren China mehr als Doppelt soviel an Waren nach Deutschland geliefert als von Deutsch- das „©elfter Porzellan" gehört, sind in Europa zuerst von den Mohammedanern elng.führt worden. sie bestehen au3 gewöhnlichem Töpferton. der bei verhältnismäßig niedriger Temperatur gebrannt wird und dann mit einer glänzenden, uirdurchsichiigen Glasur überzogen ist. die ihm eine große äußere A h.llichkeit mit Dem harten chinesischen Porzellan verschafft. Die Araber betrieben in Spanien mit diesen War.n einem schwungfxtften Handel, der üaer Die Balearen- Insel Majorka ging, und daher gaben die Jta- licncr dieser Keramik den Ti amen Majolika. Als man in Italien Dann die Tonwaren selbst herzustcllen gelernt hatte, wurde Der Hauptort der Fabrikation Die Stadt Faenza. und Die Italiener führten nun ihrerseits die Tonwaren unter Dem Hamen „Porcclana di Faenza" in Frankreich ein, wo sie als .Fayence" bezeichnet wurden. Die Fayencen verbreiteten sich überall hin. unD gegen Ende des 16. Jahrhunderts gehörten Die Riederlande zu den Hauptherstellern. Um diese Zeit tarnen aus Dem Reich Der Mitte jene geheimnisvollen wunderbaren Keramiken, die als Porzellan das größte Entzücken erregten, ohne daß c5 zunächst gelang, ihre Herstellungsweise zu ergründen. Man strebte daher danach, die Satjencen so zu arbeiten, daß sie den Eindruck von Porzellan erweckten, und diese Kunst wurde besonders in der holländischen Stadt Delft zu hoher DrllenDung gearacht., Als billigere Ersatzware für das chinesische Porzellan fand das „Delfter Porzellan" viele Käufer, und die Fabrikation nahm einen hohen Aufschwung. Die Delfter hatten im 16. Jahrhundert eifrig die Bierbrauerei betrieben, aber im 17. Jahrhundert ging dieser Erwerbszweig immer mehr zurück, und so toanpte man sich Denn Der Herstellung des , holländischen Porzellans" zu. Die günstige Lage an einem Kanal und nahe an einem Meerhafen hatte Delft zwar mit verschiedenen anderen Städten gemein, aber ausgezeichnet war die Stadt durch einen vortrefsliehen Ton Der sich in ihrer Rähe fand. Dazu war Delft einer Der Hauptsitze Der Ost- iirdischen Kompagnie, die ch.nejisches Porzellan einführle, man hatte also die Vorbilder gleich zur Hand. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts ging Die chinesische Porzellanfabrikatton infolge großer politischer Unruhen sehr zurück: es kam fast nichts mehr herüber. unD die Japaner suchten Diese Lücke auszufüllen. Die Rachfrage nach Dem kostbaren Gut konnte aber nicht mehr befriedigt ier MHI der mmel, BieBeii letraße 81 och kurze Zeit «denen Artlk«! und zwar rdetkonlekUon , strickwehen I ;he uiw. Mihmali enorw hecabgeseti » bfuarlMsEilTI ,voQlWlU\ "bei' ft gl I Itn , ikitral«» inkmwn. 1T K, Heuen MU’ It't® ll 635D ihstre®8 ?__ 50t, n Kr»1* le ihrfS’i tterie1 ie l.W.v. 160000 25000 5000 3625 3400 ollen 3125 iU8Udt io odHcKtswo^ Vorzüge und •Caramellen stenndderA.ltesfe "uUmesser dieser nAm S‘e r ^eiaer Mtm der Gesund- ^sBnut-Can. tusMimtnsetzung Idukhbtizexttifct- vor beseiten 1 Md sicher Husten, oie and ein wah- Dose SO Pfg, I. nehme Jung schon ser’s ramellen Tannen men 3m einzelnen flnt> die Goldbestände mit 27902 Mill. Mark, die Bestände an oeaung.» fähigen Dcvi en mit 163,5 Mill. Mark au^ge- Wielen. Die Deckung der Noten durch ©oto allein bewerte sich von 6o.9 .Proz. m der Vor Woche auf 71.6 Proz., diezemgr durch Gold und deckungssähige Devisen von 70.7 Proz. auf 75L Proz. Dom AolzmaM. Wie uns von Holzkäuferseite berichtet wird, ist das Derlaufsgeschäft im Schn-ttmaterlal. Bauholz, wie in 5alb» und Fertig,aomka.en. in 02r Sägeindustrie und Hoizindustrie. a.s auch im So^anbel zur Zeit fiilL ®;e »reif« heg™ ™ großen und ganzen fest. Es wird damit gerechnet, daß die begehende Preisvasis in den kommen,, en Moralen fich weder nach öden, noch nach untern verschiebt: anderlei s w-rd eme große "ung des Geschäfts auch in den nach,len Mrma.en nicht erfoigen. wenn nicht die allgemeine Wrrtscha.ts- läge einer ganz be, anders günstigen Entwicklung entgegengeht und wenn nicht, tote es bis legt allerdings kaum anzunehmen ist, bedeutende Men» gen Baugeld für das kommende Vau;ahr zur Verfügung gestellt werden können. Es besteht auch für dir Zukunft kaum Aussicht auf Preisschwankungen. weder nach öden noch nach unten. 3m Gegensatz hierzu steht Ar Rundho.zmarkt Die Käuferschaft. weiche im Maid ihr Rundholz kauft, hat sich im vorigen 3ahr zu Preisgeboten hinreißen la srn. die sehr verlustbringend ge- wesen sind. Da der Verkauf von emge,cynr.ttenen Waren diese Preisbewegung nicht mitgemacht hat, sondern auf einer Preishöhe stehengevl.e..?n ist, die dem Rundhofzpre s von vor zwei Iahren entsprach, war es für die Holzkäufer notwendig, die Rundho.zpreisbasis von vor zwei 3ahoen wieder zu erreichen. Dies ist im großen und ganzen auf kern Vuchen-Rundholzmarkt gllungen. und auf den großen Vadecholzmärkten rn Sud- deutsch and hat sich auch der verkaufende Wald- besitz diesem Standpunkt angepaßt. Der staatliche und private Waldbesitz wehrt sich teilweite gegen diese Anpassung der Rundholzprei'e an den Verlaussmarkt in Schnittware und sucht die uvrr- triebejen Rundholzprrise des Vorjahres in diesem Iahre wieder für sich in Anwendung zu bringen. Es kann nur im Interesse des Waldbesitzes liegen, daß die Rundholz kaufenden «zir- men am Verkaufsmarkt ohne Verlust ihre Schnittware unterbringen, und deshalb steht zu er- wallen, daß auch auf dem Radelholzmarkt der Waidbesitz, soweit es noch nicht geschehen ist, auf die Preise von 1923/27 zurückgeht. Erne Einschränkung des Holzeinschlages seitens des Waldbesihes würde ein Fehlschlag sein, da — wie sich im vorigen 3ahr gezeigt hat — bot zu hoch gesteigerten Rundholzpreiten das Ausland die Versorgung des Verbrauchs und des Handels mit ausländischer Ware übernimmt. Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. Die schwache Haltung in der verflossenen Berichtsperiode übertrug sich auf diese Woche, wobei sich daS Tempo der Abwärtsbewegung der Kurse allgemein besch l e u - nigte und teilweise Einbußen beträchtlichen UmfangcS hingenommen werden muhten. Die älmsahtäligkeit bewegte sich in unverändert engem Rahmen. Bei weiterem Fehlen von Aus.anus- und Publikumsorders blieb die Stimmung lustlos und unsicher, so daß sich den von der Baisse- spekulalion verschiedentlich unternommenen Angriffen nur geringer Widerstand entgegensetzte, zumal die Statsberatungen und die neue Steuer- Vorlage eine starke Verstimmung ausgelöst hatten Dazu kam die Unsicherheit im Zusammen- Hang mit der 3nsolvenz des Berliner Bank)auses G. ßötoenberg & Cv.. deren Folgen für tue Börse jedoch geringfügig sein dürften, da diese Firma keine großen Börsenengagements unter- halten haben soll. Geschäfts temmend wirkten wieder die Diskussionen über die Veparations- angelegenheit, wenn auch die endgültige Ernennung Morgans und B 0 u n g S zu Sachverständigen für die bevor stehende Konferenz eine gewisse Beruhigung brachte. Ferner war man befriedigt über den mitgeteilten Abschluß der A.E.G.: die Beibehaltung der Lprozentigen Dividende hatte man erwartet, während die Erhöhung des Umsatzes und der gegenwärtige Auftragsbestand begrüßt wurden. Man muß jedoch die Veröffentlichung der gesamten Abschlußziffern abtoarten, bevor ein endgültiges Urteil über die Lage des Unternehmens gefällt werden kann. Deshalb konnte auch kein stärkerer Einfluß da- von ausgehen, und namentlich in Elektrowerten war das Angebot nicht unerheblich, so daß meist neue nennenswerte ÄurStüdg inge eintratm. Rach wie vor günstig war die Situation am Geldmarkt, doch vermochte auch diese Tatsache zunächst fc'n n Slimmungsumschwung herb'izu'üh- ren. Tag.sgelo b.ieb zum Satz von 4 •> Prozent in so reicolidjem Maße angeboten, daß erheblicher Ueberstand verblieb. unl> am Privatlls.ov.tmarlt war die Rachsrage so rege, daß wieder eine Ermäßigung um Ve Prozent auf Prozent vorgenommen wurde, woraus man wieder die Hoffnungen auf eine baldige weitere Senkung des Reich sbankdiskontes nährte. 3m Zusammenhang mit den Erörterungen über die Geldmarkt.age wurde die Entscheidung ter Reichsbahn, ebenfalls von einer Inanspruchnahme des öffentlichen Geldmarkles zur Deckung ihrer finanziellen Bedürfnisse augenb.icklich avzusehen, mit Befriedigung ausgenommen. Menlanwer.e lagen widerstandsfähig, da man die Lage am Eisenmarkt weiter günstig beurteilte und für den vergangenen Monat eine Erhöhung des Kohlen- absahes verzeichnet werden konnte. Auf die neue Kupferpreiserhöhung erhielt sich ferner für Kupferwerte das Interesse, namentlich für Olavi- Minen. Don den Montan- und Kupferwerten ausgehend, konnte sich gegen Ende der Woche eine merkliche Erholung durchsetzen. Rach den teilweise beträchtlichen Abgaben der Spekulation machte sich stärkeres DeckungsbedürsniZ geltend. Allerdings konnten die anfänglich eingetretenen starken Kursrückgänge meist nicht ganz wieder eingeholt werden. Anregend wirkte die nach ebenfalls anfänglich schwacher Haltung an der Reuhorker Börse zu verzeichnende Festigkeit. Reben Montanwerten waren Elektrowerte auf größere Deckungen etwas reger gefragt, und I.-G.-Farben auf die Mitteilung, daß die Preise für die Ag'a-Travis-Kunstseide unverändert bleiben. und die auf den 31. Januar anberaumte Aufsichtsratsfitzung. Weiterhin bestand für Schiff- fahrtsaktien Interesse, im Zusammenhang mit dem Eingang von Freigabeaeldern beim Rord- deutfchen Glohb. An den Anleihemärkten war das Geschäft still. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarki. In der neuen Woche machte sich am Frankfurter Produktenmarkt eine weitere Befestigung bemerkbar. Die Hausse an den überseeischen Märkten, vor allem durch Ernteschäden, infolge des bestehenden Frostes, der schlechten Wilterungsoerhältnisse in den übrigen Teilen des Landes, der wenig vorhandenen Ware, des gesteigerten Kaufinteresses der dortigen Händler und der verstwirkten Rachfrage von feiten Europas, war in der Hauptsache der Grund hierfür. Die Händler waren daraufhin zuversichtlich gestimmt und schritten zeitweise in stärkerem Ausmaße zu Deckungen. Das Geschäft nahm an den Haupthandeistagen lebhaftere Formen an. Auch beteiligten sich die Mühlen und der Export lebhafter am Geschäft, so daß in einzelnen ®e- treiöearten erhebliche Gewinne und auch verschiedentlich Materialknappheit eintraten. Die Beschickung der Märkte war immer noch ziemlich gering, da die bestehende Frostgefahr die Verfrachtung der Ware behinderte. Die erhöhten Forderungen der Provinz wurden aus diescm Gründe ohne Zögern bewilligt. Vorübergehend trat jedoch eine allgemeine Geschäftsstelle ein, da ermäßigte Auslandpreise und eine etwas größere Beschickung des Marlles, hervorgerufen durch das bessere Wetter, auf die Stimmung drückten. Die Händler hielten sich daher stark im Hintergründe und schritten nur noch im Bedarfsfälle zu Deckungen. Doch wurde die Hallung nach Bekannt- werden erneut höherer Auslandnotierungen wieder freundlicher. Das Geschäft blieb jedoch hinter dem vom Wochenbeginn zurück. Lebhaftes Interesse bestand aber weiter für die bevorzugten Getreideforten. Weizen hatte verstärkte Rachfrage zu verzeichnen. Die höheren Mehlpreise und die geringen Bestände der Wühlen veranlaßten diese, in größerem Ausmaße zu Deckungen zu schreiten. Auch wurden Interessenkäufe von anderer Seite hier vorgenommen. Roggen war anfangs vernachlässigt, doch konnte sich im Verlause auch hier lebhafteres Geschäft entwickeln, bei einer Steigerung bis zu einer halben Mark. Sommergerste fand bei den Brauereien, und zwar für Trauzwecke, Unterkunft. Hafer lag zumeist vernachlässigt, blieb aber gut behauptet. Auch der M e h l m a r k t nahm im Zusammenhang mit den gesteigerten Umsätzen in Brotgetreide ein lebhafteres Aussehen an. Besonders Weizenmehl war rege gehagelt und bis dreiviertel Mark höher. Auch niederrheinische Qualitäten konnten davon profitieren. Roggenmehl lag etwas ruhiger. Besonderes Interesse bestand hier sür spätere Verladungen. Am Futter- m i 11 e l m a r 11 war Mais für Futterzwecke stark begehrt. Die Landwirtschaft nahm immer noch Deckungen zur Auffrischung ihrer Futter- bestände vor, und es konnte ein Gewinn von dreiviertel Mark erzielt werden. Auch Roggenkleie wurde daraufhin lebhafter umgefetzt. Weizen- tteie war anfangs saft ohne Geschäft, doch trat gegen Ende der Woche auch hier eine allgemeine Belebung ein. Das Kartoffel- geschäst b.ieb bei unveränderten Preisen stell. Zum Wochenschluß wurden die Umsätze wieder geringer, da eingetretene schwache Auslandkurse aus die ö.immung drückten. Das Angebot von Inlandtoare nahm wieder an Umsang zu, was ebenfalls nicht gür.ft.g ausgenommen wurde. Rog- gen hatte im Gegensatz hierzu weiter recht leb- Haftes Geschäft. Wcizcnkteie blieb weiter gefragt, während die übrigen Getreidearten bei gut behaupteten Rotierungen kaum Umsätze zu verzeichnen halten. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 21, Roggen 23,50, Som- mcrgeifte 21,50 bis 24,75, Hafer inländ. 23 53 bis 23.75, Wals 23 50 bis 24. Weizenmehl 33,53 bis 34, niederrheinischer 33 bis 33 50, Roggenmehl 33,75 bis 31,25. Weizenkleie 14 bis 14,15, 2te)zgen- (leie 14,75 bis 15. Verglichen mit den Dotierungen der vergangenen Woche zogen Weizen, Roggen, Roggenkleie und Weizenmehl nieder- rheinisches je eine halbe Mark, Mais für Futter- zwecke und Weizenmehl je dreiviertel Mark, Gerste. Hafer und Roggenmehl je eine viertel Mark und Weizenkleie 0,35 Mark an. Wochenbericht vom Frankfurter Gchlachtviehmarkt. Das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt war in dieser Woche ruhig. Am Hauptmarkt konnte sich in Rindern trotz DeS geringeren Auftriebes nur schleppender Handel entwickeln. An den übrigen Märkten war ebenfalls keine Geschäftsbelebung zu verzeichnen, obwohl auch hier der Auftrieb verhältnismäßig klein blieb. Cs verblieb zumeist überall Ueberftand. Rur für norddeutsche Mastkälber machte sich am Rebenmarkt verstärkte Rachfrage bemerkbar, und hier konnten Preise über Rotiz erzielt werden. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1477 Rindern, darunter befanden sich 380 Ochfen, 50 Bullen, 590 Kühe, 398 Färsen, ferner 1837 Kälbern, 576 Schafen und 5117 Schweinen. Im Vergleich zu dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 270 Rinder, 114 Schafe, 212 Schweine weniger, dagegen 140 Kälber mehr angetrieben. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen A l jüngere 50 bis 54, II ältere 45 bis 49, BI jüngere 40 bis 44; Bullen A 49 bis 52, B 45 bis 48, Kühe A 41 bis 44, B 35 bis 40, C) 30 bis 34, D 25 bis 29; Färsen A 51 bis 55, B 46 bis 50, C 40 bis 45; Kälber B 68 bis 72, C 63 bis 67. D 57 bis 62, Schafe A I 50 bis 54, B 45 bis 49, C 38 bis 44; Schweine B 73 bis 75, C 73 bis 76, D 74 bis 77 Mk. Verglichen mit den Quotierungen der vergangenen Woche waren Rinder bebau; tet; nur geringere Qualitäten erfuhren eine Abschwächung. * Der französische Außenhandel im Iahre 1 9 28. Die amtliche Außenhandelsstate- stik für 1928 im Vergleich zu 1927 beziffert bie Einfuhr im Iahre 1923 auf 49105 307 Tonnen im Werte von 53 448 265 000 Franken, was gegenüber den Ziffern von 1927 eine Verminderung der Tonnenzahl um 234533 Tonnen, aber eine Wertsteigerung um 393 387 000 Franken ausmacht. Die Ausfuhr belief sich im Iahre 1928 auf 41 080 629 Tonnen im Werte von 51 345 799 003 Franken, was gegenüber dem Iahre 1927 eine Steigerung der Tonnenzahl um 3 033 362 Tonnen, aber eine Wert Verminderung um 3 577 960 000 Franken ausmacht. • Holex - Schokoladen-.A.-G. Die in Zahlungsschwierigkeiten geratene Holex-Schoko- laden-A.-G., Bad Homburg hat ihren Betrieb vorläufig ftillgclegt. In einem Rundschreiben an ihre Gläubiger teilt sie mit, daß die Schul- den durch Warenvorräte und Außenstände gedeckt seien. Die Ee ellschaft steht mit ihren Gläubigern in Unterhandlungen. Der Status ist noch nicht bekannt. • H. Fuchs, Waggonfabrik. A.-G., Heidelberg. Wie von Derwaltungsseite mit- geteilt wird, hat die Mehrheit der Gläubiger dem vor einigen Wochen gemachten Dergleichsvor-- schlag zugcstimmt. Cs sei mit einem günstigen AuSgang der weiteren Verhandlungen zu rechnen. Bekanntlich sollen die größeren Gläubiger bei einer nach der Zusammenlegung des Aktien- kaf.ilals vorzunehmenden Wiedererhöhung einen Teil ihrer Forderungen durch Uebernahme neuer Aktien kompensieren. Als Grohgläubiger kommen neben der Mannheimer Bankverbindung vor allem die Marbach-Motorenwerke In Betracht. ♦ Rutgerswerke 21.-®.. Verlin. In einer Aussichtsrats,ihung berichtete der Vorstand über das Ergebnis der ersten neun Monate des abgelaufenen Geschä tsjahres. Wenn auch darauf hingewiesen werden mußte, daß der Teerproduktenmarkt tm Iah e 1923 gegenüber dem Vorjahre eine rückläuft^e Tendenz zeigte, so tonnte Dod) gleichzeitig mitgexe.lt werden, daß die Geschä,ts.age im allgemeinen befriedigt uno sich auch insbesondere die Be.elligungen erfreulich entwickeln. • Waggon- und Maschinenbau A. -G., Görlitz. Dem Aufsichtsrat der Waggon- und Maschinenbau 21.-®., Görlitz, in Görlitz lag die Hawjahresoilanz der Gesellschaft vor. Das Ergebnis i|t trotz der stoßweisen Auftragserteilung der Reichsbahn, der nachträglieyen Streckung dieser Aufträge und der damit verbundenen Unwirtschastlichteit ein befriedigendes. Dieses Resultat ist erzielt worden mit Hilfe der technischen VervLl kom.nnung der Werke und der einschneidenden Rateonalliierungs- und Sparmaßnahmen der Verwaltung. ö'raiu.urtcr «örsc. Frankfurt a. M., 26. Jan. Tendenz: freundlich. Zum Vtochensch.uß oerteljite Die Idurje iu.f r e u n d . liajer Haltung. Das Geschäft nahm in eäugen Spez.aiwerten größeres Ausmaß an. Die eintrcffen- den Orders von Auslandjecke riefen eine etwas größere Geschäftsbelebung hervor, Auch ging eme gewisse Anregung von dem stössigen Gellmarll und der ftfteren Haltung der gestrigen 'Jleugorter Börse aus. Die weitere Entlastung des Reichsdank-Instäuls blieb ebenfalls n.cht oyne Einfluß auf d.e Tendenz. Die Spetiüation jcyritt aus Anlaß dieser Momente in etwas größerem Maße zu Wochenschluß-Dcckun- gen. Das Geschäft war daher etwas lebhafter als an den übrigen Samstagen. Aus der anderen Seite fand die bevorstehende Gesamtaussperrung der sächsisch- thüringischen Textilindustrie keine Beachtung. Gegenüber der gestrigen Abendbörse waren zumeist Kurs- besserungen bis plus 2 v. H. zu verzeichnen. Bevorzugte Werte, die auch im Vordergründe des Interesses standen, konnten verjchiedentlich diese Grenze noch überschreiten. So konnten vor allem vcr. schiedene Montanpapiere bei lebhafter Nachfrage 3 v. H. gewinnen. Hier sollen vor allem Rheinische Käufe eine größere Nolle gespielt haben. Regeres Interesse konnten noch Deutsche Linoleum mit 2,5 v. H. und Siemens mit plus 2 v. H. auf sich lenken. Auch Rütgerswerke waren auf die allgemein befriedigende Geschäftslage lebhafter verlangt und 2,25 0. H. erhöht. Am Farben- und den übrigen Märkten waren die Umsätze geringer. Bon Autoaktien lagen Daimler zirka 1 0. H höher, während Adlerwerke knapp behauptet blieben. Sch ssahrtswerte vernachlässigt. Renten still, aber behauptet. Im Verlaufe wurde das Geschäft sehr still und beschräntte sich nur auf vereinzelte Werte. Im Vordergründe standen Commerzbank mit erneut 2,25 v. H., auf Gerüchte einer Fusion zwischen Commerz- und Mitteldeutsche Bank. Auch für Montanwerte bestand bei weiteren Besserungen bis zirka 1 v. H. noch Interesse. Farben- und Elektrowerte waren dagegen stark angeboten und nur knapp gehalten. Am Geldmarkt erfuhr Tagesgeld mit 4 v. $). eine weitere Erleichterung. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2110, gegen Pfunlk 20,410. London gegen Kabel 4,8490, gegen Paris 124,06 und Madrid 29,69, gegen Mailand 92,64 und gegen Holland 12,0975. Bc.. «icr Börse. D e r I i n , 26. Jan. In aeroiffem Sinne brachte der Beginn der heutigen Börse eine Enttäuschung. Es lag schon im Vormittagsverkehr eine ganze Reihe recht günstiger Momente vor, von denen man eine kräftige Besserung des Kursnioeaus erwartet hatte. Das günstigere Kursniveau und die Erwartung eines weiteren Anziehens der Tendenz hatte aber anschei- nend Verkaufsneigung hervorgerusen, der bei dcm frühen Samstagsbeginn anderseits noch nicht genügend Kaufaufträge gegenüberstanden. So kam es, daß die ersten offiziellen Notierungen bis zu 2 0. H. unter den höchsten Freiverkehrskursen zwischen gestern und heute lagen und gegen gestern m.ttag nur unwesentliche Veränderungen auswiesen. Der Außenhandel brachte zwar immer noch einen Ausfuhrüberschuß von rund 120 Millionen, man wies auch darauf hin, daß der Gesamtabschluß des Jahres 1928 wesentlich günstiger ist als der des Vorjahres. Der Reichsbankauswcis brachte die erwartete starke Entlastung. Tietz wurden heute exklusive Bezug (19 v. H.) gehandelt. Deutsche Anleihen etwas freundlicher. Ausländer gcschäftslos. Der Pfandbricfmarkt war ruhig. Liguidationspfandbriefe und Anteile gesuchter. Geld bei weiter unveränderten Sätzen etwas gefragter. Die Schiebung nahm aber weiter einen äußerst glatten Verlauf, und dies wirkte auf den Börsenverlauf anregend, auch tauchten in ziemlich beft nunter Form wieder die Gerüchte von der Fusion Commerz- und M'ttcldeutsche Dank auf. Die Aktien der Commerzbank gingen darauf 3 v. H. über Anfang um. Schuckert plus 2 0. H Auch Siemens plus 3 d H. Salzdetfurth plus 3 0. H. und Soenska plus 3 Mark. Im allgemeinen betrugen die Gewinne 1 bis 2 v. H, wobei der Montanmarkt bevorzugt war und ziemlich lebhaftes Geschäft aufzuweisen hatte. Die hinter den Papieren ange'üdrten Ziffern geben die Höbe der zulevt beschlossenen Dividende an. ^ranbfurt a. M Berlin 5 aiih'un a. M | Berlin Berlin F auhfurt a. M 25. I | 26 I. Tatnnr. | 25. 1 | 26. 1 25. I. | 26. I. Datum: Datum 131 , 135 183 134.5 221 14,2 215 90 a. m. 491 80.L 215,5 275.5 198 172 63 2.25 62 134,5 26,4 26,4 128.5 1 1,35 109 11,5 11,4 65 108,5 Ul 78 19.4 <8 78,5 116.5 145 H6 131 <31.5 130. rRbftnftabl Io.1,5 164 .28 128 9,4 I..9.5 69. 145 •7.25 Banknoten. :60 169.75 170.7- ■•5.7. iM 171 91.5 100.7s !U6 6 102,9 100,65 131,75 524 1 ;24.9 T24 U 53,7 14.2 216 108 129.75 113,5 5tqiuB*i 1-Utzr- 234 401 Sch uu . 'An.ang 6 ’r-< Kur» 7 W . 8 10 . 8 . 8 jo . 8 . 8 in 8 S 1.95 12 8 . S 10 10 . 8 10 10 10 1" 16 235.5 403 131.5 114 145,5 74,75 07.75 «h 6 10 8 w io 12 II lü 10 10 10 » . 8 W . b « 6t io u 6 178... 221 l<9.. -21.5 53,8 14, 24,5 2 16b 170.75 36,25 279 1.3,5 05.8 14 20b 132.5 234 5,5 28- 65 138.75 9.4 iu.7. -82 -89 -8O.a IJ4 108.75 |IU9.4.' 10 . 8 tt . 8 10 . 5 . 6 8 3 < 6 . 8 . 8 TtTT £;0.a 171 221 144 247,1 .49 167.a 219 23) 401 . 5.7 80.75 l 143,13 94 261 87.21 131.6 133 | - VJ8 299.75 :52.d 253.7d 28« 134.v Sch u’u , ü.n,ang k Ti. Rur» 33,3 3.13 9,1 19 d9.25 uti -84.7d -91 >14 .53.25 131 119.13 62.5 52.7- 6d.2a Devisenmarkt Berlin—Jranffurt Te .... Bergmann ...... LieNr L'tefrrungce . . • • t'idrt und ÄTafi . « • .Zelren 4 Guilleaume. . . Gei. i lLleln Uniern.. . . tiomb liirfn Serk» . . . ■Hbrm Elrkrr . . • • rthlfi. üiektr. . • sdiuden ... • Liemene 8t 6al4te . • • • Ztmiftatno • • e • • Ladmever 8 (Le. • • • • Buverur . • • • reuiirde (ItcSI . . • • . 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Mairdmc» . • , «rlbner . . • , he öligenflaedt . • • « 3ungbanB . « ttethrordt ...» iSoinhofimertr . • • < Miag . . . . < Nekariulmer - • • • < Pklerr Unitra . . • , Gedr «RotM . • ■ Böig, ft imriine, . • . 8übb Bildet - - ■ Hifbrd Munran ^rtrintflit L'adl». . . . Cioot iHtnrn . . flalt Äidirrelrbeo . . . Rufi iSeiteregeln - . . flallmrrl Laltd"luriO ■ - l i» Auibrn-JatnittM - . Innainu flubeJ . • • -rtiribfaniialt . • • • .Sol6kbmtbt . • • • • Burger»merk . ... . KeraligeielliLai». - - . . 87.13 Io4..' .22 12'3 137 124,75 21!t 108.6 z*ru TW jS.4< «12.21 0.443 212 44.2a «79.7a 2-1.75 170, • 221 44.2a 246,5 149,5 168 -20 234 400.2. 154 170.5 17.75 133 «23.5 l-t.9 136.1a 124,5 215 lua 123 6a .29,5 114 I LU 10»,U H6.9 20.2a «brinildtr Hvv -Bank fitou Kvlboi abp »orfrtrfie-CbltBarton tüd*ablbcn «93V L% Sdiraru töunbfSb..-lni.. 4% Cfftcrrrldtiidir «Molbru.. . 4,20% Leilerr 2Ubente 4% Leiterret» erndeiU Rte 4% lliigarljrdr «oldrre 4% Unganicd, Staaiei o 1910 4'/>% k>e«gl oun 1919 4% UiigariiGe fln-nrnm. 4% lurt 2)0»a">eide o «All 1% lurliird» Bogbobbabn.LiU- Lerie I 4% dedgl Sfrtf II 4% üiuwanen ronven Äte l%% Sumön#n »nlbonl eew I91F Sajlufe , 1-Ubr- ft-'r» Nur» 6% ti Ueichianleld. > 1927 Dl. Inl -tibloi -SLuir mti Äui UN -Siertnen odne Lueloi- Reckre 1% Ätnnfl Hvv. BI «oldvi lin ÄmN-»Ron thrn.-fltrrc- BrN. Äniw l£briftianta ffoo:nbaa:n etodbotm ptbinaior*. atalun . 8'ondoo. . . I.eovork . • Part» . . . ^diroeti . . Son tert . <7avan ■Kto de Smi tBtf'i tu T - t efi aberft t’rac t 51,25 39.5 230 4 , 2a 94 280 l-S 136.v 78,75 97 u3.5 3,1 2 26,5 6«,75 LUg ®rund>< Otiro xibn Vomdurg-Ämeriko tiale! homb -eüOüm Tamviild. Hanio Tomvlicki» -Roibbi-uridin tlout Üllfl Erutldir UrrDftontt. itiarmei «Oonlofiftn Verllnei vanbelsgeu IIi«t> Lämmer», und -t>nvoi-Bont Dormii u Äonnnaldaal Deuiiid» Banl tHfomu iMelrlhitiali ÜBi.. Dre»nner t«anf IRmrirruticbf HuBUbaEl . Rrtalibunt ..... MeOMtea! 24.5 102 -6.5: :IZ | 145 j Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. — Reichsbankdiskont 6,5 Vrozent, LombardzmSfuß 7,5 Prozent. 18 (.11 aU, 75 ■284 .90,5 51 .59,5 I Merlin, 25 ttnnuar flntmfamittof Arne» . . ?telflilcbf bloten . . » lamitbf vJ7oira ... Loqlische Tieia . . . . . 1,184 »8.X, ‘11.83 20.36v 5d) ub i U»n ang fi -r» , Hur* 25. 1 | 26. I. Berlin 2 >. I rn mr <4cu> ihc er ^ramnnili; Jtot.'.i Imü 16,49 Öollöiil>nchr Viottn .... 168.31 1 >8. i>9 at. lienifdje 'Jtetcn ..... Norwegische Noicu . ... 1.97 •11.78 22,05 112,22 Deulich Oeilerr, i 100 ÄroncB 58.995 >9.235 4,515 4,535 Schwedische Noleu ...... 112.08 •12,52 Schweurr 9cOttn ..... 80,79 81.it Cvanische Nokcn....... >8.43 8.71 Tlchecho'lowatisch, Rokeo . 12,4 > • 2.49 Unaartsche 97ottn 73.0-i 73.85 e g r a 1 hischc Auszahlung. ti. Januar 46. Iauuar ÄNiniLk Vion runj Lmrllchc "Jtotienuu Eid Brie ticlt) ÖTIC 164,57 , lu'J.Ül lu.<6 । 168,07 1.770 1,7.4 1,774 1 -,..8 a8.33a 59.3U) -s.44 | oö,5» iU.04 ■ 12,26 112.09 <14.vt «14.40 112.15 113.37 U3.I8 112.37 114,59 H2.42 «1-04 «3.57V 10,5'36 10,0.3 10..k9 .2.00 2«,1.4 ;2 04 23. b6 2o..Ä» 20.438 41.-96 20.4.6 ..2050 1.213b 4. 2b6.. .2145 1 >.42a U>.4l> Io. i.J I .4.5 »O,d6> 61.040 20.68 . 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Klasse 6 Stück mit 15 6 1 14 3 1 7 3 1 12,45 , 6,48 „ 0,32 fm 5,57 fm 20,22 „ 9,58 „ 1,16 „ 1b- 2a« 2b« 3a« . 15 . 14 . 19 . 12 . 2 . 1 0,79 fm 2,88 „ 0,98 „ LoS 13 » 14 „ 15 „ 16 1,41 fm 13,72 fm 6,60 „ 3 Stück 11 n 2 „ 3a- 3b- 4a- 3,84 fm 6,55 „ 1,75 „ 2,65 „ 3. Klasse 4- „ 5- „ 10; Kiefer 16; Lärche 6. knüppelreisig rm: Eiche 68; Fichte Kiefer 8. Reisig rm: Buche 550; Hainbuche Birke 3. Stucke rm: Buche 58; Eiche 2. und Fichte. Reisig rm: 112 Buche und 171 Eiche und Kiefer. Stöcke rm: 68 Buche; 10 Kiefer. Gießen, den 25. Januar 1929. Der Oberbürgermeister. 3. 23.: Dr. Rosenberg. 2,37 fm 6,12 „ 18,43 „ 16,36 „ 3,82 „ 2,94 „ Holzner,tergerung. Donnerstag, den 31. l. Al., wird das Sau-. Nuß- und Brennholz im hiesigen Gemeindewald versteigert. 8120 Anfang ist vormittags 10 Uhr am Pfad nach Garbenteich. Grüningen, 26. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei. Euler. 16,37 „ 4,66 „ 1,08 „ 2,02 fm 6,87 „ 4,64 „ 1,45 „ 2,95 fm 10,75 „ 11,64 „ 3,48 „ 4,53 „ 5,93 „ Nutz-und Brennholzversteigerung Am Mittwoch, dem 30. Januar L J., kommt aus den Waldungen der Stadt 0,64. Detbftangen Stück: Eiche 1. Kl. 34; Fichte 1. Kl. 64, 2. Kl. 53, 3. Kl. 106. Scheiter rm: Buche l.Kl. 234, 2.Kl. 6, Hainbuche 2; Eiche 3; Kiefer 2; Fichte 3. Knüppel rm: Buche 1. Kl. 109, 2. Kl. 6, Hainbuche 15; Eiche 100; Erle 6; Aspe Holzversteigerung der Gemeinde Dihmar. Samstag, 2. Februar d. 3., von 9 Uhr vormittags ab, bei Gastwirt Wolf. Di« stritte 11 (b), 14 (a), 15 Kennelshcck, 16 Asselbach, 37 Kreuzhcck 40 (a) und (b) Wolfsgräben: Eiche: 10 rm Nutzrollen, 2 und 4 m lang; 47 rm Scheit und Knüppel; 92 rm Reiser. Buche: 970 rm Scheit und Knüppel; 3 rm Stockholm; 2208 fm Reiser Fichte: Derbstangen 66^ l.Kl., 497 2.Kl., 995 3. Kl.; Reisstangen 45 4. Kl.; Knüppel 32 rm und 472 rm lange Reiser. Anfang mu dem Brennholz aus Distrikt 11 (b). Die Fichtenstangen kommen am Nachmittag nicht vor 2 Uhr zum Ausgebot. Der Gemeindevorsteher. 1. Klasse 2- „ 3. „ 4. „ 5. „ 6- „ 4. 5. 6. Buchcn-Stämme (N). 3. Klasse 3 Stück mit 2,58 fm Fichten-Langholz (A) 6. Klasse....... 1 Stück — Fichten-Lang Holz (N) 3d-Klasse....... 6 Stück = 4b- „ ....... 2 „ -- Eichen-Nutzschett Holzsttbmission. ÄuS den Waldungen der Gemeinde Grotzca-Bnscck, Distrikt Wellersloh, lammen folgende Holzsortimente zum Verkauf: Lichen-Stämme (N). 2. Klasse 2 Stück mit 0,50 fm Brennholzversteigerung im Licher Stadlwalde. In den Distrikten Mönchköpfe und Zap- penau werden nach vorheriger Zusammenkunft auf der Mittelschneife am Graudorn in Mönchköpfe, am Donnerstag, dem 31. Januar d. 3.. vormittags 10 Uhr. ver« steigert: 712D Scheiter rm: Buche 550; Hainbuche 5; Eiche 23. Knüppel rm: Bucke 67; Eiche 8; Erle 19. Reisig: Wellen: Buche 4500, Eiche 465; Erle 200. Stöcke rm: Buche 211; Eiche 35; Erle 3,4. Ferner: Buchenstämme 20 Stück, 2,6 m lang, von 28—40 cm Durchmesser (Wagnerholz). Lich, den 23. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei Lich. Geil. Die Brennholzoersteigerungen vom 4., 8., 11., 15., 18. und 22. Januar 1929 (Nr. 1—6) wurden genehmigt. Die Ab- suhrscheine sind bis spätestens 1. Februar 1929 in Empfang zu nehmen. 701C und Nadeniopf zur Versteigerung: Eichcu-Ttämme iA) 4. Klasse....... 4 Stück — 5. „ ....... 6 „ — 6. „ ....... 1 =■ 8. - ....... 1 » = Fichtcn-Langholz (N). Los 17 1a«Klajje 26 Stück mit = 2,05 fm = 10,84 n = 2,67 „ Donnerstag, den 31. Januar 1929, vormittags 9l/s Uhr, werden aus dem Freiherrlich von Nordeck zur Rabenauschen Forstort Eichwald versteigert: 753D Stämme fm: Birke Kl. 3 0,48; Esche Kl. Zagdverpachiung. Die Jagd der Gemeinde D'.Uingen, Kreis Gießen, bestehend in 600 Hektar Feld und 300 Hektar Wald (gute Rchjagd, Hirsche als Wcchselwilö) soll am Donnerstag, dem 7. Februar 1929, vormittags 1014 Uhr, aus hiesige, Rathaus öffentlich auf sechs Jahre oeopachtet werden. 666O _te Jagd kommt in zwei Jagdbezirken un auf Wunsch nochmals im ganzen zum Aiisgcbot. Dillingen ist Station der Dahn Friedberg—Hungen—Mücke. Billingen, den 20. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei DMingen. • Pauli. Die Angebote sind verschlossen, nach Losen, Sortiment und Klaßen getrennt, bis zum Freitag, dem 1. Februar 1929, mittag» 1 Uhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo anschließend die Eröffnung erfolgt. Die Verkaufsbedingungen, denen sich die Käufer mit der Einrerchung ihrer Gebote unterwerfen, können bei uns eingesehen werden, auch werden dieselben im Dermin bekannt gegeben. Das Holz lagert an guten Abfuhr- wegen, V2 Stunde von der Bahnstation Großen-Buseck entfernt, und wird auf Wunsch durch Förster Wagner dahier vorgezeigt. 802D Großen-Buseck, den 25. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei. Gans. Beknulttmnchnng. ! In unser Handelsregister, Abteilung A, wurde eingetragen: 788b 1 Am 8. Januar 1929: a) bei der Firma Hermann Sauer & Eomp. in Gießen: s Jenny Junk ist aus der offenen Handels- i gesellschaft ausgeschieden und diese er- > loschen. Die Firma wird als Einzelfirma I unter der seitherigen Firmenbezeichnung i und unter Uebernahme der im Geschäft seüher begründeten Forderungen und Ber- bmülid)tcitcn von der Hermann Sauer Ehefrau Luise geborene Junk in Gießen we.tergeführt. b) Die Firma Otto Fader in G.eßen. Inhaber ist der Kaufmann Otto Ernst Karl Faber in Gießen. Der Otto Ernst Karl Fader Ehefrau Ida geborene Schaaf in Giegen ist Prokura erteilt Km 11. Januar 1929: a) bei der Firma Wilhelm Klee Nachfolger in Gießen: Das Geschäft nebst Firma ist auf Adorf Deibel Witwe Margarete geborene Börner in Gießen übergegangen, b) Bei der Firma Liseubahnhotel Adam Hopseid Vwe. in Gießen: Die Firma ist geändert in fjotei Adolf Hopfeld (Eisenbahnhotel). Die offene HanüelLgesellschaft hat am 14. Februar 192/ begonnen. Gesellschafter sind Adolf Hopfeld, Gastwirt in Gießen, und Frieda Hopsew in Gießen. Zur Vertretung der Gesellschaft ist lediglich Adolf Hopfeld berechtigt Am 2L Januar 1929: bei der Firma Wilhelm Schteenbccker in Gießen: Der Sitz der Firma ist nach Frankfurt a. M. verlegt Gießen, den 24. Januar 1929. __________Hessisches Amtsgericht.__ Submisfionsyolzverkauf. Aus hessischen Staats- und Gemeinde« Waldungen verschiedener Forstämler der Joiftoezirksgruppe Alsfeld kommen zum Submißionsvercaus: 8060 Stammholz (Langholz und Abschnitte): Fichte: 6357 fm. Kieker: 6124 fm. Reisslängen: 8700 Stück. Langgruoenholz: Fichte 100 fm; Kiefer 100 fm. Vapierholz: Fichte 300 rm. Das Nähere geht aus dem Holzverzeichnis hervor, das ebenso wie die Zahlungsbedingungen und Angebotsvordrucke auf Anfordern kostenlos von unserem Sekretär.al bezogen werden kann. Gebote sind verschlossen mit der Aufschrift „Srrbmisjwnsholzverkauf aus S.aats- ur.ö Gemeindewald am 27.Febr. 1329" bis spätestens Mittwoch, den 27. Februar 1929, vormittags 10 Uhr, bet dem gciftamt Alsfeld zu Alsfeld einzureichen. Gebote, die nach diesem Termin einlaufen, werden n.cht berücksichtigt. In den Geboten ist ausdrücklich anzugeben, ob der gebotene Preis für geschältes ober nicht geschältes Holz gilt. Falls nichts bemerkt ist, gelten die Gebote für nicht geschältes holz. In diesem Falle ist bei bereits geschältem Holz der Käufer verpflichtet, den Schälerlohn zu ersetzen. Für jedes Forskaml b;w. jede Ge- meinte, jede Holzart und jedes Los fff ein besonderer Angebotsoordruck zu be« nutzen. Deffnen und Sortieren der Gebote: Mittwoch, den 27. Februar 1929, oormit- fags 10% Uhr, in Alsfeld, „Deutsches Haus". Dann anschließend Beriefen der hauptsächlichsten Gebote. Darmstadt, den 21. Januar 1929. Hessisches Ministerium der Finanzen. Abteilung für Forst- und Kameralverwaltung. Iagdverpochtung. Samstag, den 2. Februar 1929, nachmittags 2 Uhr, soll im Gemeindehaus, dahier, die hiesige Gemeindejagd auf neun Jahre verpachtet werden. 776D Die Verpachtung erfolgt in zwei Abteilungen. Abteilung a umfaßt Gelände südlich der Bahn mit 317,5 Hektar, darunter etwa 68 Nektar Wald; Abteilung b umfaßt Gelände nördlich der Bahn mit 421 Hektar, darunter rund 132 Hektar Wald. Nach diesen Ausgeboten wird der ge- amte Bezirk zusammen ausgeboten. Alle weiteren Bedingungen werden vor der Verpachtung bekanntgegeben. Reiskirchen (Kreis Gießen), Bahnstation, den 26. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei Reiskirchen. S ck o m b e r. Zagdverpachlung. Die Jagd der Gemeinde Etttngshausen, kreis Gießen, bestehend aus 780 Hektar, einschließlich 291 Hektar Wald (sehr gute Jagd, besonders Rehwild), soll Samstag, den 9. Februar 1929, nachmittags 2 Uhr. auf hiesigem Rathaus auf weitere neun Jahre verpachtet werden. Jagdhütte, in herrlicher Lage inmitten des Waldes, angenehme Uebernachtunysaelegenheit, ist vorhanden, außerdem mit Kraftwagen unmittelbar erreichbar. Ettingshausen ist Station der Butzbach- Lich-Grünberger Bahn. Bedingungen liegen auf hiesiger Bür- germeifterci zur Einsicht der Interesienten offen. 549V Ettingshausen, den 19. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei Ettingshausen. Opper. Buchcv-Ltämme (N) :....... 1 Stück = ....... 3 „ - ....... 1 „ = FEDERN* DAUNEN* INLETTS können Sie nirgends besserund preiswürdiger kaufen als bei Unsere Spezialität: IDE ALLHEITEN D.R.Q.M. GEBR.WEIL mit 20 Jahren schriftl. Garantie für Federndichte und Farbechtheit des Inletts und Füllkraft der Federn oder Daunen. Gießen, Neustadt 10 ::: Auf Wunsch Teilzahlung gestaltet^ Vrennhoizvrrsteigerungen Aus den Waldungen der Stabt Gießen sollen versteigert werden: 791C a) Mittwoch, 30. Januar 1929, 9.30 Uhr beginnend, aus den Abt. 19 und 20 (Phi- losophenwald), Försterei Rödgen: 32,6 rm Buchen-, Eichen-, Kiefern« und Fichtenscheiter, 31,4 rm Buchen- u. Hainbuchenknüppel, 63,7 rm Eichenknüpvel, 22,9 rm Birken«, K'rschbaum-, Ahorn und Kiefernknüppel. 445 Wellen Buchenreisig, 605 Wellen E.chenreisig, 135 Wellen Birken-, Kiefern- und Fich lenreisi". 3,3 rm Eichenstöcke. 46 Fichten- und Weihtannenderbstangen 1. Klaffe, 9 Fichten- und Weißtannenderbstangen 2. Klasie. Zusammenkunft an der Gastwirtfchaft „Zur Lieb gshöhe". b) Freitag, 1. Februar 1929, 9.30 Uhr be- g nnend, aus den Abt. 66. 69, 70, 101, 103, 115 und 116 (Stadtwald), Försterei Gießen: 7,2 rm Eichenschetter, 47,8 rm Kiefern- und Fichtenscheiter, 117,4 rm Eichen«, Kiefern- und Fichtenknüppel, 1060 Wellen: Eichen-, Kiefern-, und Jichtenreisig, 26/4 rm E chen-, Kiefern- und Fichten« stocke. Zusammenkunft: Alter S ch.ffenberger Weg, 3. Schneise. Die Vrennholzoersteigerungen Jlr. 1 bis 7 vom 4., 8., 11., 15., 18., 22 und 25. Januar 1929 wurden genehmigt Die Abfuhrscheine sind bis spätestens 1. Februar 1929 in Empfang zu nehmen Gießen, den 25. Januar 1929. Der Oberbürgermeister. 2. D.: Dr. Rasender g Zusammenkunft am Eichwaldhäuschen. Das Holz kann vorher besichtigt werden. Spätere Beanstandungen werden nickt berücksichtigt. Die mit 00 bezeichneten Nurn mern kommen nicht zur Versteigerung. Nähere Auskunft erteilt Herr Förster Kämmerer in Londorf. Londorf, den 24. Januar 1929. Hessisches Forstamt Rabenau. Dr. Zimmer. Scheit: Buche 19 rm, Eiche 7 rm, Lärche (rund) 1 rm, Kiefer (rund) 7,5 rm, Fichte (rund) 8 rm. Knüppel: Buche 65,5 rm, Eiche 6 rm, Kiefer 52 rm, Fichte 30,5 rm. Reisig: Buche 74 rm, Eiche 28 rm, Kiefer 3 rm. Stöcke: Buche 40 rm, Kiefer 5,5 rm. Die Zusammenkunft ist vormittags 9 Uhr Itp Forstort Läusköppel, Abt 2 (am Saugraben). Allendorf a. d. Lda., 25. Januar 1929. Hess. Bürgerrne sterei Allendorf a. d. Lda. Rein. Zogdverpachtung. Samstag, den 9. Februar 1929, nachmittags 2 Uhr, wird im Gemeindesaal zu Kirch-Göns die Gemelndejagd, bestehend aus zirka 200 Hektar Wald und 600 Hektar Feld, auf weitere neun Jahre öffentlich meiftbutenb verpachtet. Der Wildbestand besteht hauptsächlich aus Rehen, Hasen und Hühnern. Kirch-Göns ist Bahnstation der Main-Weser-Bahn inmttten des Jagdbezirks. 751D Bemerkt wird noch, daß dieselbe in drei Bezirke eingeteilt wird. Der dritte Bezirk liegt in der Gemarkung Pohl-Göns und ist nur Waldjagd, er umfaßt zirka 130 Hektar. Kirch-Göns, den 23. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei. Hanack. Zagdverpachiung. Donnerstag, den 7. Februar, nachmittag» 2% Uhr, findet auf dem Rathaus zu Holz« heim die Verpachtung der hiesigen Gemeindejagd auf sechs Jahre statt. 752D Das Jagdgebiet umfaßt 680 Hektar Feld und 80 Hektar Wald und wird In zwei Bezirken verpachtet. Holzheim, den 24. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei. Wetz. Nutzholzversleigerung Donnerstag, den 31. Januar 1929, vormittags von 9 Uhr an, kommen aus den Waldungen der Gemeinde Großen-Buseck, Distrikt Eichwald, Entenpfuhl, Kirschbaum Hotzversteigerungen der FürftUcheu Obersörsterei Lich. THontag, den 4. Februar, werden in der Hard bei Kolnhäuser, versteigert: rm Scheiter: Buche 70, Fichte 5, Knüppel: Buch. 23, Eiche 2, Kiefer 6, Fichte 14; Stöcke: Buche 22, E.che 2, Fichte 29; Reiser Wellen: Buche 1200, Eiche 50, Erle 150. Dabei kommen 900 Jichtenreisstangen, 1100 Bohnenstangen, zirka 10 fm Eichen- und Bu- chen-Wagnerholz und einige Gartenpsosten zum Aufgebot; danach zirka 100 fm Fichte- Dauhol; — zumeist Sparrenbolz — und 30 fm schwächere Derbstangen (Gerüst- und Spalierholz). Zusammenkunft 9% Uhr auf der Straße Lich—Butzbach am Forstyaus Fasanerie. Dienstag, den 5. Februar, werden in der Hleilbad) versteigert: rm Scheiter: Bucke 197, Birke 5, Fichte 5; Knüppel: Buche 145, Eiche 14, Birke 5; Stöcke: Buche 63, Eiche 2, Fichte 19; Reiser Wellen: Buche 7200, 6;d)e 50. Dabei kommen 60 fm Luche-, 9 fm Liche-Schnitt- und Wagner- Hal;, 2 fm Eschederbstangen, 30 Stück Hainbuche-Langwieden, einige Gartenpfosten und 500 Bohnenstangen zum Ausgebot. Zusammenkunft 9% Uhr auf der Straße Lich—Hattenrod am Steinbruch. (Das Nutzholz kommt von 10/4 Uhr ab.) Folgende weitere Versteigerungen sind oorgejehen: Montag, den 11. Februar: Höler, Mühlberg, Konzebühl, dabei: Gartenpfosten, Bohnenstangen, Buche-Schnitt- und Eiche-Wagnerholz. Dienstag, den 12. Februar: Riedwald, Meilbach. dabei: Fichte-Bauholz Monlag, den 18. Februar: Fuchsstrauch, Kellersberg, dabei: Buche-Schnitt-, Eiche- Wagnerhölz, Gartenpfusten. Dienstag, den 19. Februar: Langeberg, Mühlwäldchen, dabei: Fichte-Derb- und Bohn . iiangen. Montag, den 25. Februar: Höler (Südseite), dabei: Baustangen, Gerüst- und Spalierholz. Dienstag, den 26. Februar: Münchwald, dabei: Fichte-Stammholz, Baustangen, Gerüst- und Spalierholz. Konkurs-Versteigerung. Montag, den 28. d. M., von vormittags i0'/a Uhr ab, wird in den Räumlichkeiten Gießen, fraijeraUee 45, der gesamte Be- stand einer Auto- und Fahrradwerkstätte mit sämtlichen Vorräten und der Laden- und Bureaueinrichtung öffentlich me.st- bietend versteigert. Im einzelnen sei her- oorgehoben u. v. a.: fünf Fahrräder, zwei Warenschränke, zwei Erkereinsäke, zwei Schreibtische, eine Schreibmaschine (Ideal), Tische, Stühle und sonst.ges Mobiliar. Ferner: zwei Motoren (7 und 1 P.S.), zwei Bohrmaschinen, ein Schleifbock, eine Werkbank mit fünf Schraubstöcken, Treibriemen, ein Schweißapparat, eine Egalisierkluppe, ein fahrbarer Wagenheber, ein Feuerlöschapparat, ein Zentrierbock, Vulkanisier- und Aufpumpapparate, eine Feldschmiede mit Amboß, eine Winde, eine Stehleiter, eine Dezimalwaage, ein Autoreifen, ein Autoschlauch, viel Werk- -ug als Bohrer, Hämmer, Zangen, Schrauben, Niete, Splinte, Feilen sowie viel Neumaterial an Laternen, Lampen, Herren- und Damensättel, Spiegel, Dichtungen, Scheiben, Birnen für Auto-Beleuchtung, Oele, Fette, Fahrradketten, Speichen, Gabeln, Felgen, Luftpumpen nebst vielem Material zur Verarbeitung, Verkauf nd Ersatzteile usw. 7970 Versteigerung pünktlich und bestimmt. Besichtigung vor der Versteigerung von 9 Uhr ab erbeten. Die Konkursverwaltung. L. Althoff Gerichtstaxator und Auktionator. Betnnniuinrlnina. Großen-Buseck. Großen-Buseck, den 25. Januar 1929. Bürgermeisterei Großen-Buseck. __________ Gans.________802D Zagdverpachiung. Mittwoch, den 30. Januar 1929, vormittags 11 Uhr, wird in der Wirtschaft von Ferdinand Michel die der Gemeinde zu- stehende Jagd, 285 Hektar Feld und 52 Hektar Wald, öffentlich verpachtet. Unter-Widdersheim, 22. Januar 1929. Hess. Bürgermeisterei Unter-Widdersheim. Michel. Äutzholz-, Iichle-Derb- stangen-Versteigerung. Montag, den 28. l. M.» wird im Staufenberger Gemeindewald nachstehendes Holz versteigert: _ 716p Fichtederbstangen 1. Klasie 320 Stück, bis 20 m lang, 2. Klasse 205 Stück, bis 15 m fang, 3. Klasie 65 Stück, bis 10 m lang. Buchenstämme A, Klasie 3b 1 Stück 0,66 fm; Klasie 5 2 Stück, 3,66 fm. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr au der Hachborner Straße am Waldeingang. Staufenberg, den 23. Januar 1929. Hesiische Bürgermeisterei Staufenberg. Meyer.__ Zagdverpachlung. Dienstag, 5. Februar 1929, nachmittag» 2 Uhr, wird in der Turnhalle die hiesige Jagd, bestehend in 7860 494,82 Hektar Feld 196,57 Hektar Wald auf sechs evtl, neun Jahre verpachtet. Freienseen ist Bahnstation Hungen— Mücke. Bemerkt wird, daß mir einen sehr guten Rehbcstand haben. Freienscen, den 24. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei Freienseev __________Mönche.___________ Zagdverpochtung. Die Feld- und Waldjagd der Gemeinde Nidda, umfassend zirka 1050 Hektar, darunter zirka 80 Hektar Wald, wird Donnerstag, den 31. Januar 1929, abends 6% Uhr. im Rathaussaale auf die Dauer von neun Jahren öffentlich verpachtet. 546D Nidda, den 15. Januar 1929. Bürgermeisterei Nidda.R ingshausen Srenn- und Nutzholzversteigerung Im Gemeindewald Langsdorf werden nach vorheriger Zusammenkunft am Wald- eingang der Provinzialstrahe Langsdorf— Nieder-Bessingen am 7140 Freitag, dem 1. Februar 1929 vormittags 9)4 Uhr versteigert: Brennholz: Scheiter rm: 191,8 Buche; 4 Buche Werkholz; 2,5 Hainbuche und Eiche, rund. Knüppel rm: 50 Buche und Hainbuche; 16,4 Elsbeere und Eiche; 20,2 Kiefer Fichte: Stämme^lÄlasse 124 Stück, 15,59 fm. ___ Fichte: Derbstangen 1. Klasse 236 Stuck, 21,24 fm; 2. Klasse 474 Stuck, 28,44 fm; 3. Kmsse 677 Stück, 20,31 fm. Fichte: Reisslängen 52 Stück, 1,04; Bohnenstangen zuiO Stück. Fichte: Nutzreiser 79,6 rm. Mit der Versteigerung des Brennholzes wird begonnen. Sämtliches Holz lagert direkt an der Pcovinzialstraße Langsdorf— Nieder-Bessingen bzw. in der Nähe derselben. Langsdorf, den 24. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei. Kneipp._ Zagdverpachlung. Samstag, den 2. Februar 1929, nachmittags 2 Uhr, wird auf hiesiger Bürger- meifterei die der Gemeinde Alten-Bufetf zustehende Jagd, bestehend in zirka 725 Hektar Feld- und zirka 210 Hektar Waldjagd, auf sechs Jahre verpachtet. 5470 Die Jagd kommt in zwei Abteilungen u auf Wunsch nochmals im ganzen zum Ausgebot. Das Jagdgebiet liegt sehr gün- tig; regelmäßiger Autobusverkehr ins Revier ebenso sind b-ide Teile in wenigen Minuten von der Bahn zu erreichen. Alten-Buseck, den 18. Januar 1929. Bürgermeisterei Alten-Buseck. Beknnntmartznug. Mittwoch, den 6. Februar 1929, nachmittags 2% Uhr, soll auf dem Rathaus, dahier, die der Gemeinde Watzenborn- Steinberg zustehende Jagd, 800 Hektar Wald und Feld, auf weitere neun Jahre verpachtet werden unter den bei der Der- Pachtung bekanntzugebenden Bedingungen. Das Jagdgebiet beginnt an der Station Schiffenberg und ist auch von der Bahn- station Grohen-Linden in 25 Minuten zu erreichen. Watzenborn-Steinberg bei Gießen, den 10. Januar 1929. 4810 Hessische Bürgermeisterei. Schäfer. Mendorf a. d. Lumda (Försterei II) nach- stehendes Holz aus den Forstorten Laus- koppel, Langebruch und Rinnwald, sowie das Dürr- und Wrndfallholz aus den Forstorten Streitköppel, Hunerling, Eichstachel, Steinwald und Rinnwald zur Versteigerung. 7960 1. Nutzholz: Buchenstämme 4. Kl., A, 5 St., 5,04 fm Fichtenderb langen L Kl., 40 St., 3,60 fm Fichtenderb langen 2. Kl., 70 St, 4,20 fm Fichlenderbstangen 3. Kl^ 226 St., 6,78 fm Kiefernnutzschetter 2. Kl., 8 rm F.chtennutzreisig 12 2. Brennholz: 1. Klasse .....................- «rm Die Zusammenkunft ist am Waldeingang Eichwald. Auskunft erteilt Förster Wagner, V* Nachdruck verboten 55 Fortsetzung Wß/HßU ARNAUD > i -H Nur in Originalpackung — niemals lose! 4\ 784» h i Si Spitzen Jawohl, was Henkel heißt ist Qualität! jun«. gtldjlofi^n Ltlchluh Stl $it bfulb ygdlfflättlg dealrv 1 Sedung tx $d)on bish elrtW Itlllt ! zahl« reff' darch 6r Lrbscha ableho- rin nicht HSHllNg Heuet i $ltoeto hi bet |etjl so sehen die mit Ata geputzten Sachen aus. Was es auch sei-Holz, Glas, Metall und Stein-: Ata gibt allem die appetitliche Frische, die jeder Hausfrau Herz erfreut. Und wie schnell putzt dieser vorzügliche Helfer, der nur 20 Pf. kostet! daher auch jung ab. 1 schalt dar. licht in, lht aaserli nutjl geb ttmg bei fonbttt *%s Jtotlf«"“ Lache Vaiarro t Roman von 3- echneider.Zoersil. Urbeberrechtsichutz Oskar Meister, Derdau t Sa. Aufforderung. Die am 31. Dezember 1928 lällig gewesenen Zinsen für die aus unserer Kasse entnommenen Darlehen sowie die Zinsen für AufwertungSdyvotheken können noch bis zum 31. d MtS ohne Berechnung von Der- zugsztnsen bezahlt werden. Bei Überweisung durch Bank- oder Postscheck bitten wir um Angabe der entsprechenden Bummer des Quittungsbogens oder -BucheS Am 1. Zebruar 1929 beginnt die Beitreibung der rückständigen Beträge ohne vorherige besondere Aufforderung. Giehen. den 24. Januar 1929. Sezivkssvavkaske GteKen. ab l. Februar wieder eröffne. - Dieselbe Quaht fltsarb it. der Ich meinen seinerzeitigen großen Kundenkreis zu verdanken hatte, sichere, ich Innen wieder zu. - Beste Behandlung der i-chuhe gewahrleisiet Ihnen mein mit den neuzeitlichsten und modernsten Maschinen au>ge- ,t al tut er Betrieb. - Meine kuiilUKH Reklame sollen meine zufrieden- gestellten Kunden sein. — Bei X erwendung von gutem, auspi obiertem Leder werden meine Preise folgende »ein: Herren-So'ilen n. Fleck von Mk. 4.50 an, Dameu-Sohlen u. Fleet »on Hk. 3.53 an Zinder-Sohlen entsprechend hlllher. Geklebte oder genkhle Arbeit 50 Fl. mehr. Um gütigen Zuspru n bittet Konrad SöiomDer. Besohl Anstall „Hans Ms", Walltorstr. 46 Weitere Annahmestelle!: Franktnrter StraBe 142p and Kroldorter Strafle 24 L H2« Beste deutsche V.llige böhmische Settfedern Bezugsquelle. nur c itklaisigitc Caiolitätcu: rBfuno nranc.nci.iiliileiie 'J)Lü.*0uub t.—, bnttitvciHC J?i.l.2V,h)ciHC,fIiniiiiinc'DL2.-, 2.5 ) und 3.—, Hcrrichaftsichleist 'DL 4.—. beiter 4>albfiauni 'UL5.— u.ü.—. unneicbl. flaumige stiuvncdcrn'JJL2.202.80unb3.2ä alniimrnvi 2)t.4.—, Danucu «rnu SDL4. und 5.—, Daunen mein M. 7.—. dochiein 'UL 10.— AOlltti t gegen 'Jiadjnnbme von 10 Biund an poitnet. 'Uichivassendes um- oetaufdtt vderÄeldzurück.- AnSiülirltche BieiSiine und Muster kostenlos. Rudolf Blahut nroiibüud Deschenitz98«L" nt-25‘ ssg *6$ Di t - 3n derselben Sekunde lag ihr Delenk zwischen seiner Linken ardarmunzsloS etngepretzt. .Das sähe dir ähnlich--dich auS dem Dasein zu schleichen — während ich das meine tragen muh — das du verpfuscht haft! — 3al Du!— Dreh mich nicht so entsetzt an! Lüge ich etwa? .Joachim!- mahnte Feh mann. .Lab mich doch! Ich bin ja noch nicht fertigI Er schleudert« MarraS Hand von sich .Ich — _ _ _ Warum habe ich dich damals in jener Dacht nicht an mich gerissen und in Schande gebracht--wenn du doch nun vor dem Richter dein« Ehre in den Schmutz gezogen fraft? „Joachim!" SS war nur ein schwache» Der- hauchen aus ihrem Wund. Ich bitte dich. Achim — —* mahnt« Feh- mann und verhielt den Schritt, denn das Mädchen stand krastlos gegen die Wand eines HauseS gelehnt und vermochte nicht weiterzugehen. Hettingen fuhr sich an die Stirn« und sah auf das todblasse Gesicht. das seitwärts gegen dis Achsel deS Doktors fiel. Sin fahles Lächeln zuckte über seinen Mund. „Weiht du ein Standesamt. Hans? — — Du kannst dann gleich alS Zeug« mitkommen--und deinen Damen unter die Urkunde setzen, dah der Derbrech«r Hettingen — — —“ _ „Kein Wort mehr. Achim!" gebot Fehmannl „Kommen Si«. Fräulein Richthofen." Aber ehe eS ihm noch möglich war. ihr den Arm zu bieten, hatte der Baron sie schon unter» gefaht. Ihr« Führ trugen sie kaum. „Ich werd« um einen Wagen sehen, gnädige- Fräulein!" Der Doktor verschwand eilig um die nächste Strahenbiegung. Hettingen fühlte den Körper WariaS mehr an dem seinen hängen, cklS neben ihm hergehen. Gr sah sich um. Die Gass« war menschenleer und mündete in ein« Anlage, die morgenstill ganz in verträumtem grünen Dämmer lag. Strauchwerk schlug hinter ihm zusammen. Da hob er sie in den Arm und lveh ihren Kopf gegen seine Brust liegen. Sie hatte die Augen geschlossen, die Hände regloS am Körper herabhängend. Wit aufeinandergebissenen Lippen sah er auf sie nieder. Warr i führte daS Schicksal sie immer wieder zusammen? Immer wieder? Selbst durch <$nt- U> tttvü nN< mott btxfi Sjfanl, Soll »g Ml *!. k» y ft «961 s s ft Ihretwegen war sein Olame als der erneS Möv- ders in alle Welt hinauSgeschnen worden, und er hatte seinen Mund nicht aufgetan, um ihrer Ehre willen! , . Fehmann muhte sie stützen, als ste nach der Billa Jankes zurückgingen. Gegen sieben 11 br morgen- trat Fehmann zu Hettingen in die Zelle und muhte ihn erst wach- rütteln. Aach den sechs schlaflosen Aachten hcttte die Aatur endlich ihr Recht verlangt. Er schlief wie ein Toter. Hinter dem Doktor betrat der Staatsanwalt den 'Raum und ging mit raschen Schritten aus ihn zu .Herr,Baron! Sie sind frei! Ich bitte St«, den Irrtum verzeihen zu wollen." Aoch schlaftrunken und ohne Verständnis für die Worte deS Beamten, sah Hettingen in dessen Gesicht, auf dem nun eine ehrliche Teilnahme stand. .Die junge Dame, welche alS einziger Entlastungszeuge für Sie in Betracht kam. hat diese Aacht ihre Aussage zu Protokoll gegeben. Ich vermute, sie hat sich mehr erniedrigt als über- Haupt nötig gewesen roäre — um ®ie Treiju- Iriegen. Seien Sie nicht zu hart mit ihr! Hettingens Augen irrten von ihm ab. Wessen mochte sie sich alles beschuldigt haben? Sin Frösteln lief ihm über den Leiv. Er hatte daS Opfer feiner Ehr« umsonst gebracht. AIS er mit Fehmann au« dem Tore des Gefängnisses trat, das mit dumpfem Knall hinter ihm zuklappte, stand Maria auf der anderen Seite der Strahe und ging auf ihn zu. Joachim---ich will nichts. alS dah du mir vergibst!" klang es tränendurchzittert zu ihm auf. Er nickte, ohne die Hand zu heben. Kraftlos glitt die ihre wieder herab. toerbe es mit meinem Leben abzubühen suchen, waS dir durch meine Schuld widerfahren ist." ehrmig und Schande fettet« es fte beide areetn* ander. Ein Zug von Angst ging über fern Gesicht. WariaS Lippen verschoben sich in furchtbarem Schmerz, ein krampfartiges Beben ging durch ihren Leib. DaS weih« Holz einer Bank leuchtete, von Buschwerk halb verdeckt, dorthin trug er fie mit hastenden Füßen. Sie lag regloS, nur zuweilen von Krämpfen geschüttelt. Er kniete vor ihr und rieb ihre Hande warm, suchte mit dem Hauch seines MundeS den Pulsschlag ihrer 2ldem zu beschleunigen und prehte sein Gesicht gegen ihr todblasseS, Weihes, in dem kein Muskel sich mehr regte. So fand ihn Fehmann. der in lähmendem Schrecken nicht gleich den Weg hierher genommen hatte, sondern erst nach Dem Flusse hinunter- gelaufen war. „Ein Herzkramps, Achim!" beruhigte er. „Du hattest sie mehr schonen sollen! Ihre Heroen sind so mitgenommen wie die DeinenI — — — UnD sie ist nur em Weib. Das hättest Du bedenken müssen. UebrigenS ist A.chthosen eben im Bellevue eingetroffen. Fahr zu ihm, ich komme Dann mit Maria nach." Hettingen rührte kein Glied. Erst alS der Doktor ihm Die HanD auf Die Schulter legte, erhob er sich. „Soll ich einen Arzt holen. Hans?" Fehmann sah ihm einen Augenblick verständnislos ins Gesicht, Dann schüttelte er Den Kops. Der arme Mensch wühle in Der Tat nicht mehr, waS er redete: „Geh mal ein Stück Da hinunter, Achim — — ich will bei Fräulein Aichthosen nachsehen, ob eS weiter fehlt, als ich vermute — geh nur,“ sagte er liebevoll. „Wenn ich jemand benötigen sollte, rufe ich Dich!" Er sah Dem FreunDe nach, tote er langsamen Schrittes unter Den Bäumen verschwand und nicht wieder zum Borschein kam. Maria hob nach einer Weile Die Lider und sah um sich. A s fie Fehmann gewahrte, schob ein seines Aot ihr bis unter Die Haarwurzeln. Hastig schloh sie Den obersten Knopf ihres Tuch- kleiDes, Den er geöffnet hatte, um ihr ein freieres Atmen zu ermöglichen. Adreßbuch Sieben mit .'.-Sladtplan und Einwohner- und GeichättSverzeichnissen von 7 Städten und 74 Crtdgemembcn mit etwa loooou (Smmohnern nebst wertvollem Wirt- schaits- und tulturqeschichtlichen Sonderadschnitt / Preis 10 Beichsmart dberhejslscher Adreßbuchverlag, Gießen, Schutstr. 7 vruchachen aller Art ftaltung1 (tHrcfn und preiswert He Srüdl'sche Unlverfttätr vrtttkrrei, R. tauge. Sieben, $d)ul|i. t Geschäfts-Eröffnung! Meinen »einerzeitigen Kunden sowie einer verehrllohen Einwohnerschaft von (ließen und Umgegend zur gell. Kenntnisnahme, daß ich meine vor Jahren betriebene Schuhmacherei Walltorstrahe 46 „Me geht es7" Sein gütiges Gesicht beugt» sich teilneynienD über Das ihre. Als sie dankte und Den