am. jjwif *38 °nd die « ssMij swjfts »“Ä -MZ M ester. "W. ■ LlL°L *Cä rgmann-Aktien ®Äl um i L [Ä ®e* »>on eü KbuNg (Qud) hon «h ft "M wissen) tauch! ' konnten ihren 2nsa„, etvinnen. Auch die $ li. erhöht. 3m allgemi' «« ta Klause ri Getreidebörse. • •24. Juli. Der Prck rh'ger Haltung. Die schr rgen verstimmten, so l .keinem Rahmen fax: kschiedenen Getreideson ckgänge ein. Das Angei schlich. Die Preise wai nachgebend. Es wurd > Haser, inländischer 22 für andere Jwecle 22' hes. Spezial V 38,75 i 50 bis 32; Deizensteie II • 12,75 Marl. - Teck iroduktenbörse. Die Hausse an den iw? markten führte an der V azu einer Defckör st bewegte sich jck Wen. Oluf Jasir i ersten QifoffeWi k Umsätze kaum ML :en im Lvrmiiiagsdeck wa 4 Ml. höhere Pn rend Roggen neuer kr rungen verzeichnen bl' \ Roggen alter Ernte i , war jedoch, gemessen chend. Am Lieserungsin: herbst sichten ansangs 42 lediglich per Oktober. Deizemehl hatte in i >ei unveränderten N der Börse war die er aser und Gerste bei a bei geringer, Kauflust ru, lachrichten. losionökaiastrophe. /rU-PraäfSmitit.) Hk , ta sn"W' BotV'9walt* “5 „n. «int 100 Tiefer ft dm s***2 Mim N »•* ’•* srozent. n <2. Geld "iTW 167-76 21,96 111,50 59,00 2,48 112,03 80,60 60,88 12,37 72,83 iriSL 1,763 58,31 in,90 HL« 112. 10.548 21.955 20,379 4,198 16,46 80,77 61,r 1,940 0,499 <9,135 1 ,42 ?8 73,18 3,038 18,82 81 >9 2,022 5,425 4,1« 4,’ 20,90 's iii'Z in- HL 10.531 21.« 20,336 4,191 16,4'5 80,« 61,0? 1,931 0,496 59,01 12,399 7,360 73. 3.037 19'2 Ä 20,855 $rir "lelf 168.« 22,« 111,9« 59,24 2,54 112,P 80,« 61,1! 12,U 73.11 a.A fl 111, 112.? 10.5: 2U 20,. 4.1; 16.0 so: 61; li i.is 84 11 Ä 4,1* 2»> m. 172 Erstes Blatt 179. Jahrgang Donnerstag, 25. Juli (929 Erfcheint täglich,außer Sonntags und Feiertags Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Vezugrpreir: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Richter- scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Srantfurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrrick und Verlag: vrühl'fche UntverfttSts-vuch- und Ztetndrnckeret R. Lange in Gießen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Ncichspfennig, Platzvorschrift 20° , mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. Proklamierung des Kellogg-Paktes. Am 27. August 1928, also vor fast einem Jahre, fand in Paris die feierliche Unterzeichnung des Kellogpaktes statt mit der Maßgabe, daß er in Kraft treten solle, wenn sämtliche fünfzehn Signatarmächte die Ratifikationsurkunden in der amerikanischen Bundeshauptstadt Washington hinterlegt haben würden. Die Ratifizierung durch Japan begegnete gewissen formalen Schwierigkeiten, weil Verträge mit Japan nur vom Kaiser persönlich und nicht von der Regierung abgeschlossen werden können. Diese Schwierigkeit ist schließlich dadurch aus dem Wege geschafft worden, daß eine Erklärung der japaniscyen Regierung über die Unterzeichnung des Vertrages durch den Kaiser bei der Ucbergabe der Ratifizierungsurkunde beigefügt wurde. Das ist am 24. Juli 1929 geschehen und damit trat der Vertrag feierlich in Kraft. Inzwischen sind bereits 25 weitere Mächte beigetreten, so daß es insgesamt 4 0 Staaten sind, die sich auf Innehaltung des Kelloggpaktes verpflichtet haben. Es ist nicht unwichtig, dabei auf die Tatsache aufmerksam zu machen, daß China und Rußland, die sich zur Zeit in Dftafien als zwei Kampfhähne mit Gewehr bei Fuß gegenüberstehen, gleichfalls den Kelloggpakt unterzeichnet und sich damit verpflichtet haben, von der Anwendung des Krieges als Mittel der Politik keinen Gebrauch zu machen. Also schon in seiner eigentlichen Geburtsstunde, als die man wohl die Inkraftsetzung des Vertrages bezeichnen muß, hat er eine schwere Probe zu bestehen. Die amerikanische Regierung, vertreten durch den damaligen Staatssekretär Kellogg, der dem Pakt seinen Flamen gegeben hat, ist als der Urheber und Vater des Gedankens zu betrachten. Deshalb hat die Regierung der DereinigtenStaa- ten von Amerika die Führung in der Werbung, Unterzeichnung und Inkraftsetzung des Vertrages übernommen. Präsident Hoover und Staatssekretär S t i m s o n, der Rachfolger Kelloggs, haben die Gelegenheit der Inkraftsetzung des Vertrages zu einer feierlichen Kundgebung beruht, zu der Kellogg selbst und das diplomatische Korps in Washington eingeladen A«chS- präsident von H i n d e n b u r g hat an Präsident Hooper ein herzliches Glückwunschtelegramm gesandt, dasselbe hat Reichsauhenminister Dr. Stresemann mit einem Telegramm anStim* s o n getan. Wie erinnerlich, war Stresemann persönlich im August 1928 nach Paris zur Unter- zeichnuna gefahren. Besonders Staatssekretär Kellogg und der amerikanische Botschafter in Berlin, Schurman, haben wiederholt die sehr wirkungsvolle Unterstützung anerkannt, die sie von der Reichsregierung bei der Ausführung ihres Gedankens erhalten haben. Das ist auch jetzt wieder von neuem betont worden. 3n diesem Zusammenhang sei auch daran erinnert, daß sich Botschafter Schurman und Minister Stresemann zu einer außerordentlich bedeutsamen Kundgebung bei Liebergabe der Schurmanschen Stiftung an die Heidelberger UniDerfität unter besonderer Erwähnung der Entstehung des Kelloggpaktes vereinigt hatten. Man hat den Abschluß des Paktes vielfach bespöttelt. Und es ist sicherlich kein Zeichen für die friedfertige Gesinnung der Völker, daß sich gerade an dem Tage, an dem der Pakt feierlich in Kraft gesetzt wurde, unheilschwangere Wetterwolken im nahen und fernen Osten, wie in anderen Gegenden unserer Erde auftürmen. Die amerikanische Regierung hat in richtiger Erkenntnis der Stellung, die ihr auf Grund ihrer Initiative zukommt, die Führung in der Vermittlung des Friedens zwischen China und Rußland übernommen. Beide Mächte sind sehr eindringlich darauf hingewiesen worden, baß sie als Unterzeichner des Kelloggpaktes jetzt den Krieg moralisch geächtet haben. Außerdem konnte Staatssekretär Stimson am Tage der Inkraftsetzung des Paktes mitteilen, daß sich sämtliche fünfzehn Signatarmächte dem amerikanischen Vorgehen angeschlossen haben, zuletzt auf wiederholte besondere Einladung des Staatssekretärs Stimson auch der deutsche Geschäftsträger in Washington. Leider ist zur Zeit weder der Botschafter noch der erste Bot- Ichaftsrat, also der gegebene Stellvertreter des Botschafters, unserer Washingtoner Mission in Amerika. Das ist ein bedauerlicher Zufall, der sich von rechtsroegen nicht hätte ereignen dürfen und wohl dem Reichsaußenminister Veranlassung geben wird, sich danach zu erkundigen, wie es kommen konnte, daß die deutsche Botschaft in Washington in so ernsten Zeiten wie den jetzigen saft verwaist ist. Die eigentliche moralische und politische Wirkung des nunmehr tatsächlich in Kraft gesetzten Kelloggpaktes wird sich wohl erst in einiger Zukunft bemerkbar machen. Zunächst ist sie nicht allzu groß gewesen, wie die Vorfälle im Fernen Osten zeigen. Der Pakt ist zugleich eine Ergänzung und Erweiterung der von den Vätern des Völkerbundes erhofften Wirkung dieser Einrichtuirg. Daß sich heute solche großen internationalen Palte überhaupt ermöglicht haben, ist jedenfalls ein Fortschritt als Folge des Weltkrieges, und man darf sich bei der Inkraftsetzung des Kelloggpaktes schließlich doch der Hoffnung hin* geben, daß auch er dazu beitragen wird, den Frieden unter den Völkern zu fördern und die Schrecken des Krieges zu bannen. Wer dazu hilft, eine Wiederholung der fürchterlichen Prüfung, die der Weltkrieg über die Menschheit gebracht hat, zu verhindern, erwirbt sich ein Verdienst um die Menschheit selbst. Das hat auch der Amerikaner Kellogg mit seinem Pakt getan. Reichspräsident und Reichsaußen- minifler zum Kellogg-patt. Berlin, 24. Juli. (WB.) Anläßlich der heute in Washington stattfindenden feierlichen Verkündung des Inkrafttretens des Kelloggpaktes hat Reichspräsident von Hindenburg an den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Hoover, nachstehendes Telegramm gerichtet: „Aus Anlaß des Inkrafttretens des Paktes zur Aechtung des Krieges, an dessen Zustandekommen die Vereinigten Staaten von Amerika einen so hervorragenden Anteil haben, spreche ich Ihnen, Herr Präsident, die herzlichsten Glückwünsche aus. Ich hege die Hoffnung, daß dieser Pakt bei der Gestaltung der Beziehungen zwischen den Völkern seine Kraft bewähren und dazu beitragen wird, den Weltfrieden auf der Grundlage der Gerechtigkeit zu sichern. v. Hindenburg, Reichspräsident." Reichsauhenminister Dr. Stresemann hat aus dem gleichen Anlaß an Staatssekretär Stimson das folgende Telegramm gesandt: „An dem Tage, an dem der mit dem Ramen Ihres verehrten Herrn Amtsvorgängers so eng verbundene Pakt zur Aechtung des Krieges in Kraft tritt, ist es mir eine besondere Freude, Ihnen Herr Staatssekretär, meine herzlich - ft en Glückwünsche auszusprechen. Der Pakt, der dem innersten Verlangen der Völker Ausdruck gibt, hat für die friedliche Entwicklung der Beziehungen zwischen den Staaten eine neu« Grundlage geschaffen. Ich vertraue darauf, daß er sich auch unter schweren älm ständen jederzeit wirksam erweisen wird. Streseman n.“ Die Proklamation in Washington. Washington, 24. Juli. (WTB.) Durch die Niederlegung der japanischen Ratifikationsurkunde heute um 12 Uhr durch Botschafter Debutschi beim Staatssekretär Stimson ist das endgültige Inkrafttreten des Kelloggpaktes bewirkt. 15 erste Teilnehmer und 31 weitere Staaten haben ratifiziert und die Urkunden niedergelegt. Acht Urkunden sind noch nicht deponiert. Bis auf A r - aentinien und Brasilien haben alle Weltstaaten die Ratifikation vollzogen oder angekündigt. Die nach dem amerikanischen Staatsrecht erforderliche Proklamation wurde im Weißen Hause um 13 Uhr vom Präsidenten Hoover in Anwesenheit Eoolidges und Kelloggs und aller Vertreter der fremden Mächte feierlich verlesen. Als Vertreter des Senats wohnten Senator B o r a h und S w a n s o n der Verlesung bei. Präsident Hoover leitete die feierliche Proklamierung des Kellogg* Paktes mit einer Ansprache ein, in der er die Verhandlungen B r i a n d s und Kelloggs, die zum Abschluß des Kriegsächtungspaktes führten, als Appell an das Gewissen der zivilisierten Rationen und als einen neuen Schritt zum Ausbau des Völkerrechts bezeichnete. Der Pakt sei reich an Bedeutung und an Möglichkeiten für die zukünftige Gestaltung der internationalen Beziehungen und stelle eine Plattform dar, von der aus bei irgendeinem Dorfalle oder irgendeiner Handlungsweise sofort ein Sammelruf an die Weltmeinung ergehen könne. Er pries die wundervolle Aufnahme des Paktvorschlages durch fast die gesamte Welt uni* beglückwünschte Kellogg zu seiner Arbeit, die? zur Ausdehnung des ursprünglich zweiseitigen Vorschlages auf alle Staaten der Welt geführt habe. Staatssekretär Stimson sandte an Briand eine Botschaft, in der er ihm und dem französischen Volke zur Vollendung des Vertrages seinen Glückwunsch ausspricht. Hoover erklärte sich und die erlauchte Versammlung durch die Anwesenheit E o o l i d g e s geehrt, unter dessen Amtsdauer und Führung dieser Fortschritt zuv Weltbefriedung eingeleitet worden sei. Er dankte den Senatoren B o r a h und S w a n s o n füv ihre Mitarbeit bei der Erwirkung der Zustirw- mung des Senates. Er bat die anwesenden Vertreter der fremden Mächte, ihren Regie« rungen mitzuteilen, wie sehr Amerika diese Zusammenarbeit für das künftige Wohl der Menschheit schätze, und schloß mit dem Hinweis, daß dieser erste Schritt alle anspornen solle, jede Möglichkeit zum Ausbau des Vertrages zu ergreifen und nach besten Kräften an der Verwirklichung bet) in dem Kriegsverzichtpakt niedergelegten Ides mitzuarbeiten. Flottenabrüstung in England. Bedeutsame Erklärungen V r H1 fru, _ tung einer Anfrage Kenworthys erklärte MacdonaId im Unterhaus: Ich bin jetzt in der Lage, eine Erklärung über die unmittelbaren Absichten der Regierung bezüglich des Flottenbauprogramms abzugeben. Der allgemeine Standpunkt der Regierung ist, daß zwei Haupterwägungen berücksichtigt werden müssen: 1. Die Bedeutung der Verteidigung s m i 11 e l, die verwendet werden müssen. 2. Die Wirksamkeit der Sparsamkeit. Macdvnald begrüßte die Ankunft des neuen amerikanischen Botschafters Dawes, der von dem Präsidenten der Vereinigten Staaten mit der Mission betraut worden sei, den Boden für ein internationales Abkommen zur Verminderung der Flottenrüstungen vorzubereiten. Er erklärte, wir sind über den Grundsatz der Parität über e in gekommen. Wrc sind übereingelommen, ohne in irgendeiner Weise von den Bedingungen der Pa- rttät abzugehen, ein gewisses Maß der Dehnbarleit zuzulassen. Wir haben beschlossen, uns von den technischen Punkten nicht stören zu lassen. Sobald die Vertagung des Hinterhauses mich von der täglichen Arbeit befreit, beabsichtige ich, mich hauptsächlich dieser Frage zu widmen, bis ein Ergebnis erzielt worden ist. Mein Besuch beim Präsidenten der Vereinigten Staaten ist jetzt Gegenstand von Besprechungen. Zur Zeit läßt sich der Oktober als wahrscheinlich bezeichnen. Macdonald führte weiter aus, daß die allgemeine Lage eine Aenderung des Flottenprogramms rechtfertige. Die Regierung habe daher nach einer gründlichen Prüfung der Flottenlage, und das nicht nur als Beweis der eigenen Aufrichtigkeit, sondern auch als ihre ihr von der Lage der Staatsfinanzen auferlegten Pflicht beschlossen, alle Arbeiten au den Kreuzern „Surroy" und „Rorlhumberiand" einzustellen, das Ilnfetfee- botsdepotschisf „Maidstone" zu streichen, die Kontrakte für zwei Unterseeboote zu kündigen und die anderen Floltenbauten zu verlangsamen. Was die Flottenbauprogramme 1929 30 betreffe, so würden auf jeden Fall vor dem Herbst leine Verpflichtungen eingegangen werden. Macdonald fügte hinzu, es werden von allen in Betracht kommenden Mächten erkannt, daß ein vorheriges Uebereinkommen über die englisch- amerikanischen Differenzen wesentlich ist für ein allgemeines Liebereinkommen über den Flottenbau. Die Regierungen der auf der Washingtoner Konferenz von 1921/22 vertretenen Mächte seien über die Besprechungen unterrichtet worden. Sobald der Weg frei sei, würden sie zu einer Vorkonferenz eingeladen werden, damit alle zusammen versuchen könnten, zu einer Vereinbarung umfassenden Charakters zu gelangen. Es wird dann der Vorbereitenden Abrüstungskommission als Beitrag zu ihrer Arbeit berich- tat werden. Wenn diese Absichten erfüllt würden, werde man in der Lage fein, das schwierige, aber wesentliche Problem zu verfolgen, wie die anderen Arten der Rüstungen vermindert werden sollten. Das konservattve Mitglied G u i n n e ß nahm auf die Erklärung Macdonalds Bezug, daß Me Macdonalds im Llnterhause. ■ Ä d int r'all t St gewisse M i n d e st Frf o r'Öer- n i f f e niedergelegt und bei der Politik der Regierung loyal mitgewirkt habe. Guinneß fragte, ob diese von den Sachverständigen mitgeteilten Mindesterfordernisse voll erfüllt werden. Macdonald erwiderte darauf: Ich habe nicht den geringsten Zweifel, daß, wenn ein ileberein- kommen mit den Vereinigten Staaten erzielt worden ist, die uns unterbreiteten Windesterfordernisse genügend gedeckt werden. Bevor ein Abkommen erzielt worden fei, könne nichts darüber gesagt werden, welches schließlich die Mindesterfordernisse sein müßten. Der englische Gchahkanzler sekundiert. Ein zarter Wink an Frankreich London, 24. Juli. (WB.) Zu einem vom Lordmayor im Mansion-House gegebenen Bankier-Essen war der Schahkanzler Snowden als Ehrengast geladen. Unter den Anwesenden befand sich auch der amerikanische Botschafter General Dawes. Snowden sagte in einer Rede u. a.: „Während der letzten zehn Jahre hat die britische Regierung die fragen der Kriegsschulde n und der Reparationen im Geiste außerordentlicher Großmut, ich möchte sagen, der Großmut eines Don Quichotte behandelt. Ich bin zwar durchaus für Förde, rung des internationalen Wohlwollens und für ülnterstützung derer, die sich in Rot befinden. Aber ich glaube, daß wir keine Politik fortsehen können, die unseren eigenen Landsleuten weitere finanzielle Lasten auferlegt zugunsten derer, die ebenso gut oder noch besser ihre eigenen Lasten tragen können. Es wäre verfrüht, wenn ich heute über die kommende Reparationskonferenz mehr sagen wollte, als daß ich hoffe, daß es ihr gelingt, diese Probleme auf eine lediglich stabile Grundlage zu stellen, und daß ich dabei mit* Helsen möchte diesen Stein des Anstoßes vom Wege der internationalen Finanzen und des internationalen Handels zu entfernen. Snowden sagte weiter: Eine beträchtliche Verminderung unserer Ausgaben kann nur durch eine Einschränkung der Rüstungs- ausgaben erzielt werden, und ich bin sicher, daß Sie alle mit Befriedigung die heutige Unter* Hauserklärung des Premierministers zur Kenntnis genommen haben, die sich auf das erfolgreiche Ergebnis seiner Besprechungen mit unserem amerikanischen Botschafter bezog. Wir alle hoffen, daß das (Ergebnis dieser so hoffnungsvollen Besprechungen sein wird nicht nur, die Freundschaft zwischen den beiden großen englisch sprechenden Rationen zu stärken, sondern das herbeiführt, was das Ergebnis des kelloggpaktes sein sollte, nämlich eine beträchtliche Verminderung der Rüstungsausgaben, die heute alle Länder der Welt belasten. Hoover stoppt rbensalls. Washington, 24. Juli. (WTB.) Präsident Hoover gab in einer Erklärung seiner großen Freude Ausdruck über Macdonalds AnDer erste Schritt getan. kündlgung, daß er sich auf den von Amerika befürworteten Boden des Paritätsprinzips gestellt habe. Fortan würden beide Völker nicht gegeneinander Wettrüsten, sondern freundschaftlich an der Einschränkung der Rüstungen Zusammenarbeiten. (Er kündigte seinerseits an, daß er die Stapellegung von drei Kreuzern des diesjährigen Bauprogramms aufhalken werde, bis er klar sehe, inwiefern das erhoffte Abkommen mit Großbritannien über die Flottenparität den Bau dieser Kreuzer beeinflussen werde. Er sprach seine Freude aus über den Besuch Macdonalds und versprach ihm die herzlichste Aufnahme seitens des ganzen amerikanischen Volkes. Dasvefinden des Reichskanzlers. Weiterhin befriedigend. Heidelberg, 25. Juli. (Privattneld.) Der Reichskanzler verbrachte eine normale Rächt. Das Befinden des Pattenten kann weiter als befriedigend bezeichnet werden. Das „B.T." meldet aus Heidelberg: Der Reichskanzler hat gestern mittag mit Appetit gegessen und darauf einige Stunden gut geschlafen. Die Tempera tur ist gesunken. Die Aerzte sind mit dem Zustand des Patienten zufrieden, wenn sie sich auch klar darüber sind, daß bei der Schwere der Krankheit noch krittsche Tage bevorstehen. Alle Meldungen über eine unmittelbar bevorstehende zweite Operation sind jedoch falsch. Raturgernäh konnte die Operation nicht radi* kaler Ratur sein. Eine Rachoperation kommt aber, wenn sie überhaupt nötig sein sollte, frühestens in einem halben Jahre in Frage, wenn sich der Reichskanzler wieder erholt hat. Die Anteilnahme des Reichspräsidenten und der Deffenttichkeit. Berlin, 24. Juli. (WB.) Wie bereits gemeldet, hatte sich der Reichspräsident sofort nach erfolgter Operation nach dem Befinden des Reichskanzlers erkundigt und seine herzlichen Wünsche für eine baldige Genesung zum Ausdruck gebracht. Auch während dieser Tage hat der Herr Reichspräsident dauernd Erkundigungen nach dem Befinden des Erkrankten einziehen und ihm seine besten Wünsche aussprechen lassen. Die meisten der in Berlin akkreditierten aus- ländischen Missionschefs haben sogleich nach Mitteilung von der plötzlichen Erkrankung ihrer Teilnahme Ausdruck gegeben und halten sich und die von ihnen vertretenen Regierungen durch ständige Erkundigungen über das Befinden des Herrn Reichskanzlers auf dem Laufenden. In großer Zahl sind Anfragen und Telegramme von Vertretern der Politik und Wirtschaft, aus den Reihen der Mitglieder des Reichstages und des Reichsrates, von den Landerregierungen und deren Bevollmächtigten in Berlin, sowie auch der Beamtenschaft und den persönlich befreundeten Kreisen des Herrn Reichskanzlers eingegangen. Direkte Verhandlungen zwischen Nußland und China? London, 24. Juli. (DTV.) Realer berichtet au» Schanghai: Einer hier vorliegenden Meldung aus Nanking zufolge teilte der chinesische Gesandte in Berlin seiner Regierung mit, daß der s o w j e k r u s s i s ch e Botschafter in Berlin ihm erklärte, die Sowjetregierung sei nicht geneigt, einer Vermittlungsaktion durch die Signatarmächte des Kellogg- paktes zuzuftimmen. Die Sowjetregierung ziehe vor, in direkte Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts wegen der ostchinesischen Eisenbahn einzutreken. Zu diesem Zweck werde sich ein bevollmächtigter Vertreter der Sowjetunion nach Eharbin begeben, wo die chinesisch-russischen Verhandlungen wahrscheinlich binnen kurzem ausgenommen werden würden. China rückt von den Weißgardisten ab. Nanking, 24. Juli. (WB.) Bon zuständiger Stelle wird die der chinesischen Regierung zugeschriebene Absicht, russische Weißgardisten zum Einfall in das Gebiet der Sowjetunion zu oenutzen, als vollständig unbegründet bezeichnet. China beabsichtige nicht, mit Rußland Krieg zu führen und werde keinen Plan unterstützen, dessen Zweck es ist, den Weißgardisten zu helfen. Japan etwas gekränkt. London, 25. 2uli. (WTB. Funkspruch.) Das Reutersche Bureau meldet Es Washington: Der japanische Botschafter D e b u 1 s ch i sprach am Mittwoch nachmittag auf d-em Swatsdepar- temont vor und hatte mit Staatssekretär Stirn- son eine Unterredung über die Lage in der Mandschurei. Die amerikanischen amtlichen Stellen haben den Eindruck bekommen, daß Japan über die Begleitumstände des französisch- amerikanischen Friedensschrittes etwas gekränkt ist, und es sind diplomatische Bemühungen im Gange, um die Sache in Ordnung zu bringen. Der Botschafter äußerte später, die Mitteilung, die er aus Tokio erhalten habe, berechtige zu einer optimistischen Auffassung. Oer rote Terror in Rußland. 16 Weißgardisten hingerichtet Moskau, 24. Juli. (WTB. Funkspruch.) Te- legraphen-Agentur der Sowjetunion. AusChabarowsk wird gemeldet: Die staatliche politische Verwaltung stellte fest, daß seit Juli russische weiße Emigranten mit direkter Unterstützung chinesischer Behörden eine rege Tätigkeit an der Sowjetgrenze des Fernen Ostens zu entwickeln begannen. In der Rächt vom 21. zum 22. Juni überfiel eine bewaffnete Bande Basarows einen Sowjetgrenzposten im Bezirk von Wladiwostok. Am 12. Juni überschritt eine andere bewaffnete Bande die Sowjetgrenze in der Gegend von Tschita. Am 22. Juli wurde bei der Grenzüberschreitung in Transbaikalien eine Gruppe stark bewaffneter Truppen Weih- gardisten fest genommen. Bei der Untersuchung wurde fest gestellt, daß die Banden mit voller Unterstützung chinesischer Behörden die Grenze überschritten, um Eisenbahnbrücken und Munitionsdepots zu sprengen, andere Anschläge zu verüben, sowie Weißgardist ische Banden aus zweifelhaften Elementen zu rekrutieren. Vom 17. bis zum 20. Juli wurden im Amurgebiet eine Reihe russischer Weißgardisten fe ft genommen, die die Grenze zu dem gleichen Zweck überschritten hatten. Die staatliche russische Verwaltung verurteilte in der Gerichtssitzung vorn 22. Juli von den fest genommenen Weißgardisten 16 zum Tode, darunter den früheren Minister Du - g a n o w . der die Sowjetgrenze überschritt und terroristische Handlungen auf dem Sowjetgebiet verübte. Unter den zum Tode Verurteilten befinden sich auch Rasdobrejew, der aus Paris nach Eharbin kam, um Terrorakte in der Sowjetunion zu verüben, und Makarow, ein früherer Polizeispitzel, der Eharbin zu Spionagezwecken besuä:'e. Bei sämtlichen Verurteilten handelt es sich um aktive Monarchisten und Terroristen. Das Urteil ist bereits voll streckt worden. Oer Mtz-prozeß in Kattowitz. Kattowitz, 24. Juli. (WB.) Kurz vor 9 Uhr nahm die Verhandlung des Prozesses gegen den Geschäftsführer des Deutschen Dolksbundes, U l i h , ihren Fortgang. Zunächst wurde der Belastungszeuge Polizeikommissar Brodniewicz der Woi- wodschaftspolizei vernommen. Der Zeuge sagte aus, daß er von dem Akt Dialucha keine Kenntnis habe, da er 1925 noch nicht in Kattowitz gewesen sei. Er habe aber im Jahre 1927 die Bekanntschaft der gestern als Zeugin vernommenen Hedwig Knebel vom deutschen Generalkonsulat gemacht. Er habe festgestellt, daß trotz der Anweisung der Zentrale oes Deutschen Dolksbundes die Ausweise als Pässe angesehen worden seien, worauf U l i h erklärte, daß es sich bei den von dem Zeugen angeführten Ausweisen lediglich um die Mitgliedsausweise der Volksbundsmitglieder handelte. Der Angeklagte bat sodann den Vorsitzenden, den Zeugen zu veranlassen, den von diesem in einem anderen Prozeß verlesenen Brief auch in dieser Verhandlung zur Verlesung zu bringen. Es handelt sich um ein Schreiben des Führers der Organisation Oberland-Dlücher an den Angeklagten, in dem die Mithilfe zur Gründung von Stoßtrupps angeboten wird. Wie der Angeklagte erklärt, hat er diesen Brief an die Bezirksvereinigungen weitergegeben mit bem ausdrücklichen Hinweis, solche Gründungen zu verhindern, andernfalls sei er genötigt, die Behörden davon in Kenntnis zu setzen. Hierauf wurde noch der letzte Belastungszeuge, Hauptmann Jnasinski vom De- zirkskommando in Königshütte, vernommen, der aussagte, daß er Dialucha selbst nicht kenne. Er wisse nur, daß dieser am 30. Juli 1924 gemustert worden sei und der Einberufungsbefehl am 23. Februar 1925 abgegangen sei. Dieser hatte jedoch nicht zugestellt werden können, da der Adressat nach Reiße verzogen war. Der Zeuge erklärte weiter, daß jährlich etwa 150 Deserteure im Bezirk Königshütte festzustellen seien, es sei aber schwer, zu sagen, ob es sich hier um Personen polnischer oder deutscher Rationalität handele. Auf die Frage des Angeklagten an den Zeugen, ob er über die in den letzten Tagen aufgedeckte Wenschen- schmuggelaffäre Angaben machen könne, erklärte der Zeuge, daß er hiervon nur durch die Zeitungen Kenntnis erlangt habe. Aus eigener Erkenntnis wisse er nichts. Damit war die Vernehmung der Belastungszeugen beendet und es folgte hierauf der Mehr Vertrauen zum Theater! Von Thomas Mann.*) Rachdruck, auch auszugsweise, verboten. Mit einem bedeutsamen geistesgeschichtlichen Manifest eröffnete ThomasMann die diesjährigen Heidelberger Festspiele. Seine Rede legte Zeugnis ab für den beharrlichen Glauben an die Unzerstörbarkeit des Geistigen, war Bekenntnis zu dem Glauben an die Gegenwart. Wir glauben angesichts der großen Bedeutung, welche seiner Rede zukommt, mit dieser — vermutlich einzigen — wortgetreuen, wenn auch bedeutend gekürzten Riederschrift der Oeffentlichkeit ein kulturhistorisches Dokument vermitteln zu müssen. Ich kann nicht beginnen, ohne des tiefen Schattens zu gedenken, der um unser Fest ist wie er um jede geistige Feier dieser Tage sein muh: des Schattens, den der Tod Hofmannsthals um uns breitet, und wenn wir die Wendung von dieser Trauer zur Freude des Festes mühelos vollziehen können, so nur, weil wir dem großen Menschen und großen Dichter Deutschlands in Gegenwart grüßen dürfen: Gerhart Hauptmann, dessen „Schluck und 2au" die vorjährigen, und dessen volkstiefes Spiel vom „Florian Geyer" die heurigen Festfpiele mit dem Atem der Gegenwart füllen. Wie seltsam und wie beglückend zugleich, feststellen zu können, daß jene damals heftigst umkämpften „sozialen" Werke heute eigentliche Volksstücke sind. Mein Thema in der heutigen Stunde, mein einziger Gedanke ist und bleibt das Theater, ein Thema, das jedes Herz von Genuß und Versonnenheit zugleich bewegt höher schlagen läßt. Was aber könnte ich mich beizutragen unterfangen über das Theater, diese Herzensangelegenheit der geistigen Ration — wo man, wenn man nur etwa einmal die deutschen Zeitschriften durchblättert, die sich einzig und allein mit dem Theater beschäftigen wie z. D. die Zweimonatsschrift des Bühnenvolksbundes. „Das Rationaltheater" oder der von einem ehrgeizigen Dramaturgen in Essen herausgegebene „Scheinwerfer". merkt, daß man früh aufstehen müßte, um sich an einer deutschen Theaterdiskussion auch nur mit ansehnlicher Ehre zu beteiligen? Aber was ist diese Diskussion? Ist es nicht *) Aus der Festrede, gehalten am 20. Juli zur Eröffnung der diesjährigen Heidelberger Festspiele. immer eine Prophezeiung, daß es bergab gehe in der Gegenwart, daß dem Geist Gewalt angetan werde und das Theater immer mehr herabsinke zu einer unterhaltsamen, untiefen, veräußerlichten Angelegenheit? Ist es nicht immer und immer wieder diese Angst, die aus jeder Diskussion bei uns in Deutschland hecvorleuchtet? Ach, es muß gleich im Anfang dazu gesagt werden, daß es eigentlich zu viel Furcht in Deutschland gibt, zu viel Schwarzmalerei — zu viel Angst um die Kultur, was doch eigentlich heißen will: zu viel Angst um das Leben — eine Angst, die gerade dem deutschen Volke nicht recht zu Gesicht stehen will... Ich setze mich hier ohne weiteres der Gefahr aus, dahin verstanden zu werden, daß ich Leichtfertigkeit und Unoerantwortlichkeit predige. Das kommt davon, höre ich weiter feigen, wenn man einen E r - z ä h l e r zum Festredner über das Theater nimmt, dem es Genußmittel ist und kein Problem. Dazu habe ich nur das zu erwidern: das Verhältnis des deutschen Romanciers zum Theater ist geheiligt durch die Herzenswärme, mit der Goethe sich des Theaters angenommen hat. Daß der „W i l - Helm Meister" ein Theaterroman ist, will in diesem Zusammenhänge alles besagen. Damit hat das Theater die Ehre für sich, einbezogen zu sein in den selbstbiographischen Kosmos der Goetheschen Roman-Darstellung. Davon strahlt auf jeden deutschen Erzähler etwas aus: auch etwas vom Theater zu reden. Und wenn bei Goethe in treuherziger Frivolität davon die Rede ist, dem Theater wäre nach Ansicht der guten Theaterfachleute bereits damit geholfen, daß hübsche Leute darauf agieren würden, so mag man analog die Primitivität verzeihen, mit der auch ich mich dem Thema und dem Problem Theater zuwende, indem ich betone: ich glaube, daß das Theater die Urheimat ist aller geistigen Sinnlichkeit und aller sinnlichen Geistigkeit. Das ist historisch ebenso spürbar wie individuell. Wer finge nicht von uns mit dem Drama an, welcher hätte nicht von uns zuerst Dramen geschrieben? Das ist alles kein Wunder: es ist die Kindheit der Kunst, das Theater: das ewig Kindliche feiert darin feinen Triumph. So steht am Eingang unserer Biographie das Puppenspiel, an dem wir uns begeisterten. Wir brauchten kein Publikum, wir spielten auch das noch mit und applaudierten uns selbst. Wie dankbar empfanden wir schon damals die Shakespearesche Offenheit: „das Spiel zu enden, begrüßt uns mit geroog'nen Händen ...' Und so gleite ich in ein lebensweitläufiges Bekennen und Erinnern. Was ist nicht alles Theater? Und was ist das Theater nicht alles? Das Sin« Bericht der Schriftsachverständigen. Der vor. der Anklagebehörde gestellte Schriftsachverständige Professor Krol (Krakau) gab ein Gutachten dahin ab, daß die während der Verhandlung vollzogenen Unterschriften des Angeklagten alle Merkmale und Anzeichen aus- weisen wie auf den Bescheinigungen, sowie auf dem inkriminierten Akt Dialucha. Heber das Gutachten entstand zwischen dem Vorsitzenden, der Verteidigung und dem Sachverständigen eine ausgedehnte Auseinandersetzung, die sich darum drehte, ob Tllitz die Unterschriften in schneller Form vollzogen, oder ob ein Fälscher den Ra- menszug des Angeklagten in langsamer kalligraphisch bedächtiger Art vorgenommen habe. Durch die Verteidigung, insbesondere wieder durch Rechtsanwalt S m i a r o w s k i (Warschau) wird der Sachverständige ziemlich in die Enge getrieben und muß schließlich zugeben, einen genauen Rachweis über seine mikrometrischen Messungen der Steigungshöhe der einzelnen Buchstaben usw. nicht vorlegen zu können, da er Rotizen darüber für nicht notwendig erachtete. Der von der Verteidigung geladene Sachverständige Kwiczynski, Oberkontrolleur beim Verkehrsministerium in Warschau, führt aus, daß das vorliegende Material außerordentlich schwer zu prüfen sei, da es aus verschiedenen Zeiten stamme und die Unterschriften mit verschiedener Tinte hergestellt seien. Auch dürften die verschiedenen Stimmungen des Schreibers, die sich in den SchrifHügen bemerkbar machen, nicht außer Acht gelassen werden. Das vorgelegte photographische Material (Bescheinigung Dia- luchas) sei von einem Amateur hergestellt und befinde sich in sehr schlechtem Zustande. Es lasse sich durchaus kein Urteil abgeben, ob die Unterschrift gefälscht oder echt sei. Alsdann wurde in die Vernehmung der Entlastungszeugen eingetreten. Als erste wurde Fräulein Neumann vernommen, die im fraglichen Jahr 1925 beim Deutschen Volksbund in Kattowitz, und zwar bei der Bezirksvereinigung, nicht bei der Zentrale, an- gefteüt war. Sie sagte aus, daß sie nur solche Schriftstücke unterstempelt habe, die vorher von Majowski oder Walden unterzeichnet waren. 2tuf keinen Fall hätte sie von Ulitz unterschriebene Schriftstücke mit Stempeln versehen. Bei dieser Aussage bleibt die Zeugin auch nach der Gegenüberstellung mit der gestern vernommenen Belastungszeugin W u z i k, die genau das Gegenteil behauptete. Der Vorsitzende fragte sodann die Zeugin, ob sie die Gewohnheit habe, bei der Abfassung von Schriftstücken hinter den Punkt einen Gedankenstrich zu setzen. Die Zeugin erklärt, daß sie dies nie getan habe. (Das inkriminierte Dokument Bialucha weist auf der Photographie diese Merkwürdigkeit auf, daß hinter dem Punkt noch jeweils ein Gedankenstrich steht.) Die Zeugin erklärt weiter auf die Frage des Derteidi- gers Dr. B a j, daß sie das Geburtsjahr immer voll ausgeschrieben habe und niemals eine Abkürzung anzuwenden pflegte, wie dies ebenfalls auf der fraglichen Bescheinigung der Fall ist. Es folgte die Vernehmung des zweiten Entlastungszeugen Walden, der Gei ter der Bezirksvereinigung Kattowitz war und sich zunächst über die Organisation des Deutschen Volksbundes aussprach. Von dem Geschäftsführer Ulitz habe er nur ganz allgemeine Dienstanweisungen über den Ausbau der Dezirksvereinigungen und sonstige Anweisungen allgemeiner Art erhalten. Seinen Stempel habe er stets unter Verschluß gehalten. Ter Zeuge bekundet weiter, daß er keine der dem Angeklagten zur Last gelegten Bescheinigungen ausgestellt habe, auch habe er niemals von derartigen Bescheinigungen gehört. Zu dem fraglichen Dokument Dialucha erklärt der Zeuge, daß dieses nicht in seinem Bureau geschriek^n worden sei, was er ganz bestimmt aus der Ziffer 15 erkenne. Derartige Typen hätten seine Schreib- nenbob der Oper, die intellektualisierte Mystik der Wagnerszenen, die grandiose Unschuld Shakespeares, Schillers generöse Dialektik, die Liebenswürdigkeit Goetheschen Bühnenschaffens, Kleists theatralische Intoleranz, Hebels kantische Schroffheit, Bilder nur eines Wesens... Was fange ich damit an, der ich nicht enden kann bei diesem Thema? Was soll ich überhaupt sagen, der ich jedes Räso- nement über das Theater für überflüssig halte: weil man über das Leben, über die Natur nicht räfonnteren sollte. Man kann es natürlich: aber was kommt dabei heraus, bei dieser deutschen Theaterphilosophie, was sollen wir uns über die Urelemente des Theaterhaften, die grenzenloses sinnliches Vertrauen find und urinstinkthafte Verwurzelung mit den Triebkräften des Lebens, große Gedanken machen. Und doch begegnen wir diesem Räsonnement heute mehr denn je. Es gibt zuviel Furcht in der Welt, ich sagte es schon, und gerade in Deutschland, und als Deutscher habe ich an dem heiligen Ernst bindenden und selbstbewußten Anteil. Aber dieses Minderwertigkeitpathos der Epoche, zu einer Zeit, wo man Berlins Theaterkunft, diese strotzende Lust am Theaer, an die Spitze der Welt stellen darf, sollte doch niemals imstande sein, die Lebensunmittelbarkeit des Theaters und alles Theater- Haften zu berühren. Wenn es auch um dieses Minderwertigkeitspathos im Grunde vielleicht eine schöne und fromme Sache ist. Aber es kann zu weit getrieben werden, es kann die Lebensunmittelbarkeit zerstören. Wie kommt es denn, daß wir uns in diesen Stunden wie der heutigen plötzlich zu schämen anfangen über unsere Vergnügungen im Kino, zu Hause, beim Elektrola, diesem ordinären Zeitgebilde? Wie kommt es, daß wir uns auf einmal dieser mechanischen Alltagserleichterungen schämen und sie weit unter die Kunst stellen, von der wir jetzt feierlich sprechen? Ist es nicht dieselbe Sache, die Heinrich Jjeine bewegte, der im Jahre 1850 über den Niedergang musikalischer Kunst, des musikalischen Kunstverständnisses jammert und das „mechanisierende Instrument", das Klavier, dafür verantwortlich macht, wenn er die zunehmende Mechanisierung der Zeit beklagt? Begeht er nicht den gleichen Fehler, in den wir Heutigen um so schmerzlicher verfallen: daß wir immer wieder eine unnötige Angst vor der Mechanisierung haben? Was wissen wir davon, ob nicht vielleicht der Geist, auch wo er schweigt, gegenwärtig ist, — auch wo er kein Aufhebens von sich macht, heimlich herrscht? Vielleicht ist das. was wir „Reue Sachlichkeit" nennen, ebenfalls nur ein phhsio- anomisches Gebilde des Geistes, den wir nur nicht durchschauen? Vielleicht ist diese betonte Lust am Maschinen nicht gehabt. Er verneinte auch, daß Empfehlungen an die deutschen Behörden ab- gegangen seien, und erklärte schließlich, daß es in seinem Bureau stets üblich gewesen sei. bei dem Datum den Monat nicht in Ziffern, sondern immer in Buchstaben auszufüllen, was bei dem belastenden Dokument nicht der Fall ist. Oberregierungsrat Graf M a t u s ch k a von der Regierung in Oppeln sagte als Zeuge aus, daß er im April 1925 mit der Angelegenheit Dialucha befaßt worden sei.' Dei den Akten Dialucha habe sich keine Bescheinigung befunden, derzufolge Dialucha deutsch gesinnt und militärpflichtig sei, sich aber seiner Militärpflicht durch die Flucht entziehen wolle. Dialucha sei, da er aus dem Heeresdienst geflüchtet sei, die Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland versagt worden. Dei einem nochmaligen Gesuch des Dialucha um Zulassung nach Deutschland habe sich nur die Mitgliedskarte des Volksbundes befunden, aber sonst keine weitere Anlage. Mit der Genehmigung seiner vorgesetzten Behörde übergab der Zeuge dem Gericht die gesamten Akten über Bialucha mit der Ditte, daß diese Akten zurückgegeben werden sollen, sobald das Gericht dieselben nicht mehr brauche. Weiterverhandlung am Donnerstag. Haag Tagungsort der Reparationskonferenz? London, 25. Juli. (2BIB. Funkspruch.) „Times" meldet: lieber den Zufammenkunfts- otf der Reparalionskonferen; ist noch keine Einigung erzielt. Die britische Regierung unternimmt jetzt aber einen endgültigen versuch, die anderen interessierten Staaten zu veranlassen, den Haag als Konferenz- o t t anzunehmen. Ernste Worte des „Manchester Guardian". London, 24. Juli. (WTB.) Der Pariser Korrespondent des „M anchesterGuardian" befaßt sich mit gewissen Machenschaften zup Verzögerung der bevorstehenden Reparationskonferenz und bemerkt, wenn nicht die britische Regierung einen energischen Schritt unternehme, um dieser Komödie ein Ende zu bereiten, so werde sie endlos weitergehen. Es sei unmöglich für die französische Regierung, den Haag abzulehnen, und Der belgische Widerstand würde auf ein Wort! von der französischen Regierung hin fallen gelassen werden. Die Role der britischen Regierung an alle in Betracht kommenden Mächte, in der formell vorgeschlagen wird, daß die Konferenz am 6. August im Haag beginn^ würde der französischen öffentlichen Meinung die Wirklichkeit vor Augen führen. In einem Leitartikel führt der „Manchester Guardian" aus: „Es üft wirklich Zeit, daß jetzt kleinliche nationale Eifersüchteleien begraben werden. Wenn nicht sofort ein Beschluß erzielt wird, wird es überhaupt unmöglich sein, die Konferenz zum festgesetzten Zeitpunkt abzuhalten. In diesem Falle wird sie fast sicher noch nicht beendet fein, wenn die Dölkerbundsversamm- lung Anfang September Zusammentritt. QBcnn die Völkerbundsversammlung zusammenkommt, bevor die Reparationskonferenz beendet ist, wird ihre Aktion gelähmt sein. Sie wird nicht wissen, ob der Reparationsplan angenommen worden ist, ober ob und unter welchen Bedingungen das Rheinland geräumt werden soll." Das Blatt beargwöhnt, daß- letzten Endes ein wirklicher Beweggrund hinter der außerordentlichen Unfähigkeit, einen annehmbaren Konferenzort für die Reparati- vnskonferenz zu finden, stehe. Der „Manchester Guardian" wendet sich scharf gegen den Plan eines Feststellungs- und Versöhnungsausschusses und bedauert, das Heuder- Körper, diese Protektion des Schönen, an der Quelle ebensowenig ungeistig? Vielleicht ist der neue Typ des Herrschers, der Wirtschaftsmensch, auch ein verkappter Philosoph (wie es vor dem Kriege bereits Rathenau war)? Wissen wir nicht, daß der Boxer Tunneh mit Vorliebe Shakespeare liest und ein Freund G. D. Shaws ist? Rühmt sich nicht auch Dempseh der Freundschaft vieler geistiger Menschen? Gab es so viel schöne Deine unter der Herrschaft des langen Rocks wie heute? Erscheint uns nicht dies jetzt als ein so selbstverständliches Zubehör, wie es vor einem Menschenalter noch unbekannt war? Vielleicht ist es dieser neuen Generation Vorbehalten, diese sentimentale Spannung zwischen Geist und Körperlichkeit aufzuheben? Wir sollten diesen Zeitläuften mehr Seelenruhe entgegenstellen und uns nicht gleich sträuben, auch wenn der Vernunft auf Erden etwas betont ihr Recht wird. Aber da zittert wieder dieses Gefühl, das uns eine Kulturverantwortlichkeit vorschreibt... Da ist wieder der Mangel an Vertrauen an die Lebensunmittelbarlichkeit des Theaters. Bedroht von Film und Radio, neuerdings vom Tonfilm, der ja auch, man mache es sich doch in aller Ruhe und Anüberciltheit klar, weiter nichts bieten kann, als ein ärmliches Surrogat, das vielleicht einmal eine wirtschaftliche Krisis für das Theater herführen mag, aber niemals eine künstlerische. Liehe sich das Theater wirllich von diesen Erfindungen verdrängen, dann wäre es nicht tief verwurzelt... dann wäre es nicht eine Gefahr, wenn es verdrängt würde. Ob unsere Zeit des Tiebergangs, der Auflösung, der Analyse imstande sein wird, eine Wiedergeburt des Theaters als kultischer Feststätte hervorzubringen, mag man freilich als fraglich ansehen. Aber das geistig-leibliche Wesen des Theaters wird bestehen bleiben, mögen wir uns nur des Diktums Goethes erinnern, das allgemeine Gültigkeit besitzt: daß „alle höchste Kunst ganz äußerlich" sei. Faßt dieses große Wort eines Richttheaterfachmanns nicht das Schaugerechte mit dem Ewigen zusammen? Mag es nicht in erster Linie dazu imstande sein, unsere Dramatiker wieder dahin zu bringen, daß sie einmal nicht nur wieder „für", sondern — auf dem Theater dichten? Daß damit das Theater vomehmlichste menschenbildnerische Stätte wird und gesellschaftsfördernde Vereinigung, im Erinnern des großen und ewig-lebendigen Schil- ler-Wortes: „Der Mensch bedarf des Mensche« sehr zu seinem großen Ziele..." ^Copyright 1929 by Wissenschaftliches Korrespondenzbureau „Akademia", Heidelberg. Sie eB *$«' öl 6a Verl'" baten W in 1"' . «K W 1 por. 3er 9® im «ugenbli' meet M reellere Lrp tungsaml c> die UngA! oujhötllckl c höhe, meta geschleudert gebaute u tabrlfbelti Panik. Mannschaft sionrherd I Wie Das E mittag in für Linde ereignete, eine bet ftch i" Sie Sauer Wiesbaden Dureauhau hallen für' in bem grol Gas gefüllt benötigt w fymterle t Mierlen len« Mi la Der final in die ®n Rien in end b $ a n i f J des Saue: Äota-Der verlies triebe, m batrnif «fd den ganze men fchi sehien die um während zengerade Seiten he d.24.Ji OVorttnig, * 5(hnet t>< Pfeil, n P Wn U es J" San » 6(1 in® L-LL ^'"igang > f .w®it uSunbcn. ^ner HiM mili, wolle B^llicht 1 wft H l9cn G?? versagt «Sä.1» f^Vfen k?Ä5 ^nnerstag. '^vnserenzi ?: ^"kspruch.) 7i. 0 i a m m e n (u n f (s. D'ebriliiche»/ ,ab” einen endgül. ten ’nleteIÜerlen $taa. a9 als fionferenj. Borte Guardian*. M) Der Pariser chesterGuardian" Machenschaften zu« »rstehenden Aepar» bemerkt, wenn nicht ,en energischen Schritt modle ein Ende zu ^ws locitergehen. 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Lieber die bisherigen Ergebnisse der Verhandlungen wird von den beteiligten Seiten noch Stillschweigen Bewahrt. Explosionskaiastrophe bei Berlin. Sauerstoffbehatter in Borsigwalde in die Lust geflogen. Berlin, 24. Juli. (WTV.) Von einer furchtbaren Explosionskatastrophe wurden heute mittag die vereinigten Sauer st offwerke in verlin-vorsigwalde heimgesucht. Aus noch unbekannter Ursache flog ein großer Sauer- sloffbehälter beim Umfüllen in die Luft. Line über 100 Meter hohe Stichflamme schoß hervor. Der ganze umfangreiche Gebäudekomplex war im Augenblick in ein Rauch- und Flammenmeer gehüllt. Sekunden später erfolgten mehrere weitere Explosionen. Feuerwehr und städtisches Rettungsamt eilten mit allen verfügbaren Magen an die Unglücksstelle. Aus dem Feuermeer schossen unaufhörlich explodierende Sauerstoss-Flaschen in die höhe. Melalllcile wurden Hunderte von Meter weit geschleudert. Der Bewohner der umliegenden Dohn- gebäude und der Belegschaften der benachbarten Fabrikbelriebe bemächtigte sich eine furchtbare Panik. Alles eilte ins Freie. Die Fcuerwehr- mannfchaften konnten zunächst nicht an den Expto- sionshcrd herangelangen. Wie das Unglück geschah. Das Explosionsunglück, das sich deute mittag in dem Sauerstoffwerk der Gesellschaft für Lindes Eismaschinen-A.-G. in Borsigwalde ereignete, ist eine der schwersten Fabrikkatastrophen, die sich in den letzten Jahren in der Reichs- Hauptstadt ereigneten. Die Sauerstoffwerke, deren Stammhaus sich in Wiesbaden befindet, bestehen aus einem großen Dureauhaus und mehreren Fabrik- und Lagerhallen für Acethylen, sowie aus einem Füllraum, in dem große Stahlflaschcn mit acethtzlenhaltigem Gas gefüllt werden, das für die Kältemaschinen benötrgl wird. 3n diesem Gebäude, wo immer Hunderte von fertigen Stahlflaschen lagern, explodierten kurz vor 1 Uhr während des Füllens zwei Gasflaschen mit kanonenschnßartiger Detonation. Der Knall ließ die benachbarten Gebäude bis in die Grundmauern erzittern, die Fensterscheiben gingen in Trümmer, in allen Fabrikanlagen der Gegend bemächtigte sich der Belegschaften eine Panik. Hilferufend eilte zunächst die Belegschaft des Säuerstoffwerkes ins Freie. Auch bei den Bota-Werken und anderen benachbarten Fabriken verlies die Arbeiterschaft die Betriebe, um sich in Sicherheit zu bringen. Bald darauf erschütterte eine weit furchtbarere Detonation den ganzen Füllraum. Riesige Stichflamin e n schossen aus dem Gebäude hervor und setzten die umliegenden Baulichkeiten in Brand während eine dicke, schwarze Qualmwolke kerzengerade zum Himmel stieg und den von allen Seiten herbeieilenden Löschzügen den Weg wies. Zehn Löschzüge waren bald zur Stelle. Schlag auf Schlag folgten Explosionen der Stahlflaschen. Unter Beobachtung der notwendigsten Vorsichtsmaßnahmen wurde das Terrain von den Löschmannschaften eingekreist, die aus 15 Rohren unaufhörlich riesige Wassermengen in die Fluten schleuderten. Besonders war man darauf bedacht, das Lagerhaus mit den dort aufgestapelten Acethtzlenvorräten zu retten und den Brand des großen Kontorhauses zum Stehen zu bringen. An den eigentlichen Explosionsherd konnte man vorläufig nicht Vordringen. Selbst die weiter entfernt stehenden Feuerwehrleute und Drandingenieure waren in ständiger Gefahr, denn immer wieder ertönte das unheimliche Zischen der durch die Luft sausenden Stahlflaschen, die in kürzerer oder weiterer Entfernung niederfielen. Besonders schwer hatten die benachbarten Rota - Werke zu leiden, in deren Montagehallen eine ganze Anzahl der Flaschen hineingeschleudert wurde, ohne jedoch mehr als Materialschaden anzurichten. Selbst in den Dachstuhl der etwa 400 Meter entfernten Otis-Werke fiel einer dieser Gasbehälter und zertrümmerte die Dachkonstruktion. Auf dem unbebauten Terrain in der Umgebung sah es aus wie auf einem Schlachtfeld des Weltkrieges nach lagelangem Trommelfeuer. Ueberall lagen die völlig deformierten auf» gerissenen Stahlslaschen, große und kleine Eisensplitter, Mauersteine, Dachsparren und Ziegelsteine. Gegen 3 Uhr nachmittags wurden die Explosionen allmählich schwächer. Gegen Uhr konnte man die Hauptgcfahr im wesentlichen als beseitigt ansehen, so daß die Feuerwehrtrupps näher an den Explosionsherd gezogen werden konnten. Ungefähr zur gleichen Zeit war auch das Feuer in den angrenzenden Fabrikgebäuden und in dein Dureauhaus zum Stehen gebracht, doch hatten alle Baulichkeiten sehr schwer gelitten. Der einsetzende Regen brachte keine Entlastung für die Feuerwehr, sondern schaffte ihr im Gegenteil neue Arbeit, denn durch das Feuchtwerden der Azetnlenvorräte in den geborstenen Behältern entwickelten sich neue Azetylengase, die sich alsbald entzündeten, so daß das Feuer immer wieder aufzuflackern begann. Durch Auf- werfen von Sand wurden schließlich die in dem Lagerraum aufgestapelten Azetylenbüchsen gerettet. Glücklicherweise erwiesen sich die Befürchtungen, daß unter den Trümmern Tote und Verletzte lägen, als gruen blo 5, denn wie immer in solchen Fällen war die Belegschaft im ersten Schreck planlos auseinandergelaufen oder nach Hause gerannt, um sich bann nachher roieber einzufinden. Die Zahl der ernstlich Verletzten beträgt nach den bisherigen Meldungen sechs, von denen fünf nach Anlegung von Verbänden in ihre Wohnungen entlassen werden konnten. Ein Fräulein Behm ist so schwer verletzt, daß bei ihr Lebensgefahr besteht. Oie Wetterlage. Mittwoch? — d.24.Juli, 1929,7" ;5eydtsf. .Hordoyai 43 45, o o La (oruna. ----m» 4 O wolkenlos. O neuer, q naiD oeoecti » wolkig. $ Gedeckt. »Regen * Schnee a Graupem e «eoei K Gew Hochelheim, 24. Juli. Der Gemeinde r a t beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Beratung des Haushaltsplanes für das Rechnungsjahr 1929. Bei der Feststellung der Einnahmen wurde der Gemeindezuschlag auf die staatliche Steuer vom Grundvermögen, sowie auf die Gewerbeertrag- und Gewerbekapitalsteuer von 300 Prozent auf 400 Prozent erhöht. Die Erhöhung erwies sich als notwendig, weil von den Kosten der Herstellung einer Dorfkanalisation 60 Prozent auf den ordentlichen Haushaltsplan übernommen werden sollen. Zur Ausführung von Stra- ßeninstandsetzungsarbeiten wurden 3000 Mark zur Verfügung gestellt. Die Beschlußfassung über die Verwendung dieses Betrages behielt sich der Gemeinderat vor. Ferner soll eine Neu- Numerierung der Wohnhäuser stattfinden, worüber der Gemeindevorsteher eine Vorschlagsliste aufstellen soll. Auf dem Friedhof soll bei dem im Gange befindlichen Wasserleitungsbau ein W a s s e r b a s s i n angelegt werden, aus dem das zum Begießen der Gröber erforderliche Wasser entnommen werden soll. Fortbildungsschulunterricht soll, wie im Vorjahre, auch im kommenden Winter abgehalten werden. Zur Schaffung eines eisernen Bestandes, der auftichtsbehörd- lieh gefordert wird, beschloß der Gemeinderat die zinsbringende Anlage eines Betrages von 500 Mk. Im übrigen wurde der Haushaltsplan in Einnahme und Ausgabe auf 167 000 Mk. festgestellt. Dem Erlaß einer Polizeiverordnung zur Erhaltung der Vogelschutzanlagen stimmte der Gemeinderat zu. Als Rohrmeister für die Wasser- teitung und Dorfkanalisation wurde Friedrich Mack 111. gewählt. T Aus dem Kleebachtal, 24. Juli. Die Roggenernte ist in vollem Gange. Körner- und Ctrohertrag deuten auf eine gute Mittelemte hin. Auch das übrige Getreide zeigt im allgemeinen einen guten Stand, abgesehen von Aeckern in trockenen Lagen. Dort fallen Stroh-und Körner- ertrag nut gering aus. Geradezu trostlos steht es aus mit dem Wachstum des Grünfutters. Viele Landwirte schneiden grünen Hafer, um ihn als ©rünfutter zu verwenden. Ein längere Zeit anhaltender Regen wäre dringend vonnöten, auch im Interesse des Graswuchses auf den Wiesen. In tiefen Lagen stehen die K a r t o f f e ln im großen und ganzen gut, nur auf sandigem Boden fängt das Kraut jetzt schon an, sich zu färben und stirbt ab, so daß hier mit einer vorzeitigen Ernte gerechnet werden muß. A e p f e l und B i r- nen zeigen mittleren Behang, jedoch fallen infolge der Trockenheit und der übergroßen Hitze viele Früchte zur Erde und können jetzt noch nicht verwendet werden. Kreis Marburg. WSA. Marburg, 24. Juli. Heute morgen 5.15 Uhr wurde auf der Bahnstrecke zwischen Marburg-Süd und Marburg von dem Zugpersonal eines vorüberfahrenden Zuges eine unbekleidete männliche Leiche neben dem Dahn- gleis aufgefunden. Aach den polizeilichen Ermittlungen handelt es sich um den in Marburg wohnhaften 20jährigen Studenten Georg Friedrich Meyer. Äe Kleider des Getöteten fand man in der benachbarten Badeanstalt vor. Es tonnte noch nicht festgestellt werden, ob ein Ain* glückSfall vor liegt. Kreis Biedenkopf. < Dvttenhvrn, 24. Juli. Der Männergesangverein Dottenhorn faßte in seiner Generalversammlung den einstimmigen Beschluß, am 13. Juli 1930 einen Wettstreit zu veranstalten. In den letzten Jahren nahm der Verein an verschiedenen größeren Wettstreiten teil und kann mit vollster Zufriedenheit auf feine seitherige Tätigkeit zurückbücken. Die Bedingungen werden in absoluter Wertung jeden einzelnen Verein dort einreihen, wo es seiner Kraft und feinem Können entspricht. Gerade diese Aeue- rung, die vergleichend Verein gegen Verein betrachtet und die Unzufriedenheit der seither gebräuchlichen Klasfeneinteilung beseitigt, wird ohne Zweifel jedem Verein zusagen. Der Verein rechlichen Kunstempfindens. Die Alpen sind nahe — über ihre Pässe kam hierher die Ware in die Speicher der Fugger, kam aber auch der „neue Stil", die Renaissance. Und dazwischen eine Fülle von Kirchen und Klöstern mit barockem Linienfluß, deutsche Phantasie geeint mit südlicher Pracht. Ein halbes Jahrtausend deutscher Kunst in einigen Stunden Bahnfahrt — natürlich ergiebig nur für den, der innerlich bereits wohl- vorbereitet in raschem Bücke das Wesentliche erfaßt. Von Frankfurt aus donnert der O-Zug südwärts durch die Rheinebene nach Basel zu. Welche Vielseitigkeit von Eindrücken gewährt hier das Schauen aus dem Bahnfenster! Stundenlang kann der Freund der Erdkunde die mannigfachen Dergformen beobachten, die beiderseits das einhebrochene Tal begrenzen, kann der Historiker Stötten geschichtlicher Bedeutung sehen, der Militärfachmann die strategische Lage dieses von Cäsar bis zum Weltkriege immer wieder umstrittenen Landesteiles überdenken, der Volkswirt sich eine Vorstellung von den natürlichen Bedingungen einstigen und künftigen Wohlstandes bilden. Der Romantiker kommt angesichs des Heidelberger Schlosses, der dunklen Höhen des Schwarzwaldes und der malerischen Ortschaften ebenso auf seine Kosten wie der Techniker, der hier vielleicht die Wasserkräfte berechnet, die der Ober* rhein zur Elektrifizierung der südwestlichen Reichsbahnstrecken und der badischen Industrie liefern wird. Doch auch außerhalb des Fachgebietes wird gerade in diesem Gebiet, wo Natur und Menschen- geist alter und neuester Zeit im Landschaftsbilde sich so vielgestaltig offenbarten, wo Kulturen und Sprachen sich treffen, auch der durchreisende Fahr- aast interessante Einzelheiten selbst auf rascher Fahrt gewinnen. Doch auch eine Reise durch einen weniger mit auffallenden, großartigen Merkmalen bedachten Ltndstrich wird dem tellnehmenden Beobachter am Bahnfenster mannigfaltige Unterhaltung bieten, und vielleicht hat das Nachschürfen nach den mehr verborgenen Sonderheiten einer „langweiligen Strecke" für den im Entdecken Geübten den größeren Reiz — die Befriedigung des Erkennens von Dingen, die anderen Leuten unerkennbar find. Gewiß wird der Blick vom eilenden Zuge aus stets nur eine flüchtige Bekanntschaft mit dem durchfahrenen Gebiete vermitteln können. Immerhin vermag der geistig vorbereitete Reisende einen Gesamteindruck der Stadtbilder oder des Landschaftscharakters zu erhalten. Und der Hauptzweck des vorher der Fahrtstrecke gewidmeten Studiums wird stets erreicht: die Reise wird selbst im ödesten Landesteile kurzweilig und bringt inneren Gewinn. **/fÄ im<‘. ' piffr MM Mer »Millionen u)5)i. m Gellte den letzten - gen nnjged« lollone" diesem bcgn' vnlerrichlelek Betrage^ gen Üb-E und W Mlle'E miM01, ?n Mklor t)°' men worden. Vir ttsahr' schiagenen J Mark Hand« durch diese h Jahren « ;en gesät sind bereits -Öie 3n den l blocke der < tagten Wvhmmger und bereits mit dem äu beschäftigt, einheitlichen rechten Stra vierten Bar frei. - Äe' gen Do schäft He (Hegcniag), c und „21m R entgegen. G ren Ausbau arbeitet, so d bezogen wer den durch schende Itod Da die 1 tigstellung erst wohl । gewiß von diesen neue Erbaut sink zwar von Z schäft 1894 Fiskus 31, jede dieser die Bewohn« tzrahe und im Strchenz Ionen ali ■ i't eine gro sich aus d- aus, die f: großer Br! Der Anfai wurde tooi einem kleir Universität gefahren u faßt wurde Kindern bi gerichteten unmöglich ; Unmenge vo hallen bau a, fahren tourt Tdiechlahez t'-ner tzrhM genüge W 36 öonsetzu nBiellech W es n Ähnliches i Uatte feil Jetfen toürö "won. M V Wasser sl?6 >-< M ging ft vor au&tonb Mr fit । D"st°n Er selbst a^r es 9a MndigA Ü» ,3a g< < Der s * MHüj KZKL Ä\s Ä ' Die kÄn30°0 -r fDff .^hielt firk rsrÄ wichen 9BQffel^of "gelegt X£un05' Grober mÄ 0115 S°rtb^iche m 8oriQbL ftUxfls’ ME fcn stimmte d«r in',fer stir die ®QneJ 10n ^rde Friedlich Stal, 24. Juli. Di- ) *em ®a"ge. Körner- «ne gute Mteler^ S ff im Ege- obgelehendonAeekrn Körner- ^ezu twM steht es xs Grunsutters ^?nen Hof«, uni ^de". Sm längere rc Wogend vonnöten. Wuchses auf den Die- dre Kartoffeln im : auf sandigem Boden n an, sich zu färben mit einer vorzeitigen • Aepfel unoVir- mg, jedoch fallen in- der übergroßen Hihe tonnen seht noch nicht rburg. V 3ult Heute morgen ' Bahnstreite zwischen irg von dem Zugperso- rher die Ware m d e TT aber auch der.neue Und Klöstern -mt b«aM ,taste gee'nt Jahrtausend deutsch« Anfahrt - naturstch innetU bereits vA I c'U' hns Schauen ,ewährt stj" ^Freund Bcrgformen be> lNiachen tq! be- as eA^^kchjchllicher [er Statten 9[(rüte* il'tärfach^ lÄndestettes nfltür, 'OllunsL^ Wohl' len und kun^ , der duntlen makÄZi!et der V iem geheimnisvollen Verschwinden seines Bruders in ständigem Schrecken vor Iake und seinen Drohungen. Er selbst konnte nicht Drallle-Schrift schreiben, it>er es gab in Todds Heim einen Mann, 'n inständiger Kerl, wissen Sie, der die Mitteilung 'chreiben konnte, die er in die Tasche des nächsten Opfers stecken wollte. Möglicherweise hatte r von Iake gehört, daß es in nächster Zeit Arbeit" geben würde. „Ich glaube, es ist besser, ich gehe jetzt", sagte !»as junge Mädchei^Pie auf einmal tief ie Leiste war noch nicht anderthalb Zentimeter breit, aber mit der ganz außergewöhrckichen Kraft seiner Hände gelang es ihm, sich festzuhalten. selbst als seine Füße durch den Papier- bvden brachen und das ganze Gewicht seines Körpers nur an den Fingerspitzen hing. So hing er, jede Muskel seines Körpers aufs äußerste der amtlichen Großhandelsindexziffem heranziehen, die am letzten Stichtage wieder um 0,6 Prozent höher lag als in der Vorwoche, so dürfte nicht klarer dargelegt werden können, welchen schweren Existenzkampf die deutsche Wirtschaft heute führen muh. Wenn der Reparationsagent Parker Gilbert, der doch ohne Frage über ein hervorragendes statistisches Material verfügt, und auch geschult ist, dieses Material zu lesen, diesmal seine Wirtschaftsprophetie eindämmt, so wird dieses wohl auch darauf zurückgeführt werden können, daß er aus seinen letzten Erfahrungen eine Lehre gezogen hat. Gerade im gegenwärtigen Augenblick, wo man sich anschickt, die polillsche Konfererrz vorzubereiten, gewinnen diese Zahlen eine ganz besondere Bedeutung. Denn wir können durch nichts besser den Beweis der schweren Reparationslast führen, als durch die Statistik unserer Wirtschaft. • Ermäßigung der Maklergebühr für festverzinsliche Werte imFrank- furter Freiverkehr. Die Kommission für den Handel in amtlich nicht notierten Werten! gibt bekannt, daß bei den im Freiverkehr gehandelten fest verzinslichen Werten ab 24. Iuli die Maklergebühr wie folgt ermäßigt wird: bei Kursen von über 50 Prozent von 0,75 pro Mille auf 0,50 pro Mille vorn Nennwert, bei Kursen unter 50 Prozent von 0,50 pro Mille auf 0,25 pro Mille vom Nennwert. • Masseausschüttung im Holex- Konkurs. Das Konkursverfahren der Holex- Schokolade - A.-G. in Bad Homburg ist mittler- weile soweit gediehen, daß sämtliche als bsvor- rechtigt anerkannten Gläubiger voll befriedigt werden können. * Gründung der Philektra-A.-G. Frankfurt a. M. Unter der Firma „Phi- leftra A.G.", Frankfurt a. M. wurde gestern das bereits angekündigte Gemeinschaftsunternehmen der Philipps QI.©., Frankfurt a. M. und der holländischen Philips-Gesellschaft mit einem Aktienkapital von 200 000 Reichsmark gegründet. Zweck des Unternehmens ist die Fabrikation und der Qkrtrieb von Gegenständen der feinmechanischen und elektrotechnischen Industrie. * Rheinisch-westfälisches Kohlen- shndikat. In der gestrigen Mitgliederversammlung in Essen wurde der Vorstand ermächtigt, den 'Bertrich nach Elsaß-Lothringen und Hinterland in der bereits früher besprochenen Art zu regeln. Eine Mitgliedszeche behielt sich ihre Stellungnahme noch vor. lieber die Marktlage wurde nachstehender Bericht erstattet: Der arbeitstägliche Gesamtabsah des Syndikats hat im laufenden Monat bisher keine wesentlichen Aenderungen gegenüber dem Monat Iuni aufzuweisen. Der Versand hat sich fast auf derselben Höhe gehalten. Er betrug in der Zeit vorn 1. bis 20. Iuli arbeitstäglich rd. 265 000 gegen rd. 267 000 Tonnen in der entsprechenden Zeit des Vormonats. Während der Absatz tn das unbestrittene Gebiet leicht zunähm, ist der Qkr» sand in das bestrittene Gebiet etwas zurück- gegangen. Es wurden in der Zeit vom 1. bis 20. Iuli arbeitstäglich in das unbestrittene Gebiet rd. 136 000 Tonnen versandt gegen rd. 135 000 Tonnen in der entsprechenden Zeit des CBormonatö, und in das bestrittene 129 000 gegen 132 000 Tonnen. Die Lage am Ruhrkohlenmarkt hat sich seit dem letzten Bericht wenig verändert. Teilweise ist allerdings eine leichte Abschwächung des Geschäfts festzustellen, vor allen Dingen nach dem bestrittenen Gebiet. Dies drückt sich in der Förderung aitß, die in den letzten Wochen einen leichten Rückgang aufweist. In Fetttohlen ist die Lage seit Wochen unverändert, dagegen ist das Geschäft in Gas- und Gasslammkohlen teilweise schwächer geworden. Vor allem in Stückkohlen und Nußkohlen sind wieder Bestände zu verzeichnen. In Eß- und Anthrazittohlen ist der Olbsah im allgemeinen noch befriedigend. In Preßkoks ist der zu erwartende geringe Rückgang des Absatzes eingetreten. In Briketts hat Der Absatz in Eiform-Briketts eine kleine 'Besserung erfahren, Doll°Driketts sind unverändert. Für den Monat Iuni wird ein Umlagesatz von 2,10 Mk. erhoben. angespannt, in der Höhe des Schachtes fünfundzwanzig Meter hoch über dem Steinfußboden unter ihm. „Schnell herauf kommen!“ rief er. „Vierte Etage. Schnell. Ich sitze in der Falle!" Er hörte das Geräusch des anderen Auszuges, das Summen des Motors und hörte zu gleicher Zeit über sich ein anderes Geräusch. Er blickte nach oben und sah aus der Deffnung der fünften ©tage ein Gesicht auf sich herabblicken. Dann sauste etwas an ihm vorbei und schlug mit einem Kroch gegen die Seitenwand des Auszuges. Beinahe hätte er für einen Augenblick seinen Halt, verloren. Er fühlte, wie der ganze Fahrstuhl schwankte und dann — zu seinem Entsetzen — glatt der andere an ihm vorbei. »Halt! Hier!" schrie er. Das Gesicht über ihm schien allmählich zu verschwimmen, aber wieder sah er, wie sich eine Hand vorstreckte, fühlte, wie etwas Schweres seine Schulter streifte. Seine Finger glitten ab und er fiel 33. Larry riß die Tür im Erdgeschoß auf und schwankte aus dem Schacht heraus. Vor ihm stand Dr. Iudd, Ueberraschung, Unglauben, höchste Verwunderung stand in jedem Zuge seines Gesichtes getrieben. »Was ist denn passiert^' fragte er besorgt. »©in Wunder!" antwortete Larry verbissen. „Es scheint, als ob ich ungefähr anderthalb Meter tief gefallen bin. Sie haben nach W geschickt, Dr. Iudd?" Dr. Iudd schüttelte den Kops. „Ich befürchte, ich verstehe nichts von allem, was hier vorgefallen ist," sagte er. „Wollen Sie bitte mit nach oben in mein Bureau kommend „3d> glaube nicht, dah daS noch nötig ift* erwiderte Larry. „Sie haben mich telephonisch hierherrufen lassen — so schnell wie möglich —, weil Sie mir etwas Wichtiges mitzuteilen hctttei^ Sicher gehe ich nach oben,“ fügte er grimmig hinzu. „In der obersten Stage ist ein Herh dessen Bekanntschaft ich sehr gern machen möchte» Fortsetzung W4 Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 25. Juli. Tendenz: Freundlich. — Die Tendenz zeigte heute wieder ein etwas freundlicheres Aussehen. Der unverändert belassene Diskontsatz der Dank von England löste eine gewisse Zuversicht aus. Vormittags hotte man noch verschiedentlich befürchtet, es föimte doch eine Heraufsetzung des Satzes vorgenommen werden. Auch die weitere Entlastung des Reichsbankinstituts in der zweiten Juli-Woche wurde günstig ausgenommen. Besondere Beachtung fand aber die weiter höhere Deckungsquote. Das Geschäft bewegte sich dessenungeachtet in sehr engem Rahmen. Die Spekulation war auf sich selbst angewiesen doch machte sich von dieser Seite einiges Dxckungs- bedürfnis geltend, da diesmal frühzeitig Llltimo- vorbereitungen getroffen wurden, durch Verkleinerung der Engagements, so daß die gestern schon zu beobachtenden RücÜäufe auch teilweise heute noch fortgesetzt werden konnten. Aber das Ausland fehlte, so daß das Geschäft nur langsam in Gang kommen konnte. Zur Zurückhaltung mahnten das Anziehen des Geldsatzes in Aeuyork und die zum Schluß schwä- 'chere gestrige Börse am dortigen Platze. Etwas Interesse bestand am Elektromarkt für Chade- Aktien, die weitere 2 Mk. anziehen konnten. Siemens lagen etwas gebessert. Vernachlässigt lagen dagegen AEG., Bergmann und Licht & Kraft. Am Chemiemarkt bestand für Farben weitere Rachfrage, bei einer Besserung von 1,25 Prozent. Von Montanpapieren konnten Rheinische Braunkohlen nach der gestrigen stärkeren Abschwächung 2 Proz. gewinnen. Rheinstahl, Phönix und Gelsenkirchen eröffneten bis 1,5 Proz. fester. Rur | Mannesmann lagen angeboten und 1 Prozent I schwächer. Metallgesellschaft gaben auf Realisationen 1,5 Prozent nach. Sonst waren Bewegungen von Bedeutung nicht zu verzeichnen. Renten still. Im Verlaufe schrumpfte das Geschäft stark ein, und die Börse bot nun wieder das altgewohnte Bild. Die Spekulation bekundete Abgabeneigung, so daß überwiegend Rückgänge um Bruchteile eines Prozentes eintraten. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 Prozent etwas angespannter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1953, gegen Pfund 20,352, London gegen Kabel 4,8525, gegen Paris 123,81, gegen Mailand 92,77, gegen Madrid 33,27, gegen Holland 12,0925. Berliner Börse. Berlin, 25. Juli. Im Vormittagsverkehr verhielt sich die Spekulation abwartender als sonst, da Diskonterhöhungsbefürchtungen der Dank von England wieder stärker in den Vordergrund traten. Doch zu Beginn der offiziellen Börse machte sich ein Tendenzumschwung bemerkbar, da der unverändert belassene Diskontsatz der Dank von England stimulierend wirkte. Aber auf der anderen Seite mahnten die schwache gestrige Reuyorker Dörse und das Anziehen des Geldsatzes auf 9 Prozent zur Zurückhaltung. Die Spekulation schritt aber dessen ungeachtet weiter zu einigen Rückkäufen, so daß in Spezialwerten das Geschäft bei freundlicher Stimmung sich etwas lebhafter gestalten konnte. Die Rebenmärkte waren vernachlässigt, doch ergaben sich überwiegend kleine Desserungen bis zu 2 Prozent. Die ^leberwin- dung des morgigen IHtimod dürfte keine Schwierigkeiten mehr bereiten, da schon frühzeitig hierfür Vorsorge getroffen wurde. Die Entlastung des Reichsbankinstituts und das weitere Fortschreiten der Besserung am Arbeitsmarkte im Reiche stimulierten aber die Tendenz. Etwas stärker in den Vordergrund traten vereinzelte Elektro Papiere und Montanaktien. Schwächer lagen dagegen Mannesmann, Deutsche Erdöl, Deutsche Linoleum und zumeist auch die Kaliwerte. Glanzstoff lagen auf dem wieder etwas ermäßigten Riveau gut behauptet. Rach den ersten Kursen bestand aber bei der Spekulation wieder Realisationsneigung, so daß das Geschäft infolge der geringen Unternehmungslust wieder einschrumpfte und zumeist kleine Abschläge eintraten. Am Geldmarkt waren die Sähe unverändert. Renten hatten kaum Geschäft zu verzeichnen, doch blieben Deutsche Anleihen, sowie Ausländer gehalten. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M.. 25. Juli. Am heutigen Rebenmarkt war die Stimmung wesentlich stiller als an den Vortagen und die Tendenz neigte zur Schwäche. Am Drotgetreidemarkt war namentlich Roggen 0,25 Mk. billiger. Im Einklang damit gab am Mehlmarkt Roggenmehl ebenfalls 0,25 Mk. nach. Am Futtermittelmarkt war die (Stimmung weiter nachgebend und Weizen- und Roggenkleie gaben je 0,25 Mk. nach. Es wurden notiert: Roggen 22 bis 22,25; Hafer, int, 22.75 bis 23; Mais (gelb) für Futterzwecke 22.75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, - 38,75 bis 41,50; Roggen mehl 30,50 bis 31,75; Weizenkleie 11,25; Roggenkleie 12,50—12,75. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 25. Juli. Auftrieb: 35 Rinder, 957 Kälber, 107 Schafe, 535 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 72 bis 75 Mk.; mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 71; geringe Kälber 56 bis 64. — Schweine: vollsleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 80 bis 83; von etwa 160 bis 240 Pfund 81 bis 84 Mk. —, Marktverkauf: Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft. Schweine ruhig, ^leberstand. Vermischtes. Elf Tage in der Luft. St. Louis, 24. Juli. (WTB.) Das von den Piloten Dale Jackson und Forst Ob ring geführte Flugzeug „St. Louis Robin", das ge^ stern nachmittag einen neuen Weltrekord inr Dauerflug ausgestellt hat, befand sich heute früh 7.17 Alfjr amerikanischer Zeit 264 Flugstunden oder volle elf Tage in der Lust. Ein neuer Dankskandal in Poris. Paris, 25. Juli. (WTD. Funkspruch.) Wiederum ist gegen einen Pariser Bankier, und zwar gegen den Bankier August Moreau, ein Strafverfahren wegen Betruges eingeleitet worden. Es soll sich um die Veruntreuung von Geldern in Höhe von drei Millionen Franks handeln. Letzte Nachrichten. Das Befinden des Reichskanzlers. Berlin, 25. Juli. (WTD. Funkspruch.) AuS Heidelberg wird seitens der behandelnden Aerzte mitgeteilt: Es ist eine weitere Besserung im Befinden des Herrn Reichs- kanzlers festzustellen. Der Kranke hat eine gute Nacht gehabt. Die Temperatur ist normal, Nahrungsuafnahme zufriedenstellend. Enderlen, b. Krehl. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent. Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. Berlin, 24. Juli französische Violen..... Holländische Noten...... Italienische Noten...... Norwegische Noten...... Deutsch Testerr., äivO Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten....... Zrankfun o M. Ber.in Zranksurl a 'M! Berlw Schluh. Kurs 1-Ubr. Kure Schluß. Kure Anfang. Kurs Schlub- KurS I Uhr- Hure Schluß. Kure Anfang. Kurs Tamm 24-7. 25.7. 24.7. 25.7. Datum 24.7. 25.7. 24.7. 25-7. Ä.E.G............» Bergmann.........9 Glefrt. Lieferungen.....10 Licht und Kraft......10 Felten & Guilleaume.....fi Ges. f. Elektr. Untern.....lo Hamb. Elektr. Werke .... 10 Rhein. Elektr.........S Echtes. Elektr........10 Schuckert..........8 Siemens 4 Halske.....12 Transradio.........8 Lahmeyer 4 Co.......10 BudernS..........6 Deutsche Erdöl.......6 Essener Steinkohle......e Gelsenkirchener ... f. Vi 3 1 Harpener..........6 Hoejch Eisen.........8 Ilse Bergbau........8 Klöcknerwer'e........7 Köln-Neuessen........9 Mannesmann...... . 8 Man-selder.........7 Oberschles. Eisenb. Bedarf. . . k> Oberschles. Kokswerke.....6 Phönix Bergbau......5y2 Rheinische Braunkohlen... 10 Rheinstahl . . . s.'/» Jahr 4'/. Riebeck Montan......7,2 Bereinigte Stahlw......। Otavi Minen.......2 sb Kall Aschersleben.....10 Kall Westeregeln......10 Kaliwerk Salzdetsurth ... 15 3. ®. FarbenOndusirie ... 12 Dynamit Nobel.......6 Scheiveanstalt..... 9 Goldschmidt ........b Rütgeröwerke........6 Metallgesevschaft......11 198 227,75 211,25 136,5 210 387,75 168 138,25 146,5 213 111,5 122,25 104,75 299,75 126 113,5 237,5 243,5 396 225,75 158,75 76 86 127,5 97,75 210 229,25 383,25 138,75 121,5 105 301,5 127,25 113,5 227 75,6 126 198,5 227 154,5 210,65 136,5 211,5 142,25 147,13 189,25 229,5 386,75 168 76 116,5 136.13 138.4 147,25 133,25 212,5 111,4 130,25 122.5 136,4 88 108,75 104,75 298,65 126,5 113,5 64,13 237,5 243.75 397,75 226 106 76 86 127,5 197,75 228 154,25 210,75 135,6 210,25 189,5 228,9 387,25 77,5 115,8 231,25 138,25 146,5 133,75 102,75 130 136,75 107,75 105 299,5 126,5 113,75 64 238,5 244 401,5 226,75 108,5 75,75 85,75 126 Bhiltpp Holzmann.....< Heidelberger Eement .... 10 Gement Karlstadt ...... 8 Wayß 4 Freitag......10 Schultheis Patzenhoser ... 15 Lstwerke.........12 Ver. Glanz stoss......18 Lemberg.........14 Zellstoff Waldhos.....12 Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ... 7 Dessauer Gas........8 Daimler Motoren......0 Deutsche Maschinen-Fabrll . . 0 Adlerwerte Kleocr......6 Ludw. Loewe.......10 Rat. Automobil.......0 Lrenstein 4 Koppel.....6 Leonhard Tietz.......6 Bamag'Meguin.......0 Franks. Maschinen......6 Griyner.........11 heyligeustaedt .......0 ^unghans..........4 Lechwerte..... 8 Mainkrastwerke.......8 Miag...........10 Reklüsulmer........8 PelerS Union........8 Gebr. Roeder.......10 Voigt 4 Haesfner......8 Südd. Zucker........8 Dank 109 101,25 394 156 53,5 55 64,5 220 150 noten - 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 £ 1 £ 1 l 1 £ 1S1 1 Kill 306 238,5 394,5 308 236,5 155,25 110,25 196,5 52,75 50 199 21,75 90,9 215 54,5 68 65,25 123 120 222 149,75 306 239 394 309 237 110,25 51,6 53,6 21,75 90,75 215 123,6 Berlin, 24 Juli Geld «rief Amerikanische Noten..... Belgische Noten........ Dänische Noten........ Englische Noten...... . 4,19 58,53 111,38 20,306 4,21 58,47 111,82 20,386 sFranksurt a.M. Berlin Schiub- Kurs i-Uhr. Kurs Schluß. Kurs Anfang Kurs Datum 24- 7. 25-7. 24 7. 25 7. 5% Dl. Retchsanteihe v. l'Jül . . DI. Anl.-Ablös.-Schuld mit Au». 87,25 — — — los^Rechlen......... 51,1 — 51,1 51 TeSgl. ohne Auslos.-Ncchte . - - 7% Franks. Hyp.-Bk. Goldpf. un- 9,6 — 9,5 9,6 kündbar 615 1932....... 83,25 — — —— 4yt% Sihcinijche Hyp^Bank Lrqu - ........... 77,75 A.E.G. abg. VorkriegS-Obligation., rückzahlbar 1932 ....... 87,5 — — — Geld Brief 16,412 167,76 21,86 • 111,43 59,03 2,48 112,08 80,61 60,87 12,379 72,83 IMft 168,44 22,04 111,87 59,27 112^8 80,93 61,11 12,439 73,13 24. Juli 25- Juli Amtliche Notierung Amtliche Notierung ISClb Bries Geld Brief Ämft- Roti 168,10 168,44 168,14 168,48 Buen.-Aire 1,758 1,762 1,759 1,763 Brss.-Antw 58,24 58,36 58,25 58,37 Christiania 111,68 111,90 111,68 111,90 Kopenhage 111,69 111,91 112,50 111,70 111,92 Stockholm 112,28 112,33 112,55 HelsingforS Italien. . London. . 10,531 21,92 10,551 21,96 10,533 21,925 10,553 21,965 20,336 20,376 20,336 20,376 Neunork . 4,191 4,199 4,191 4,199 Varis. . . 16,415 16,455 16,42 16,46 Schweiz . 80,62 80,78 80,65 80,79 Spanien . 61,05 61,17 61,12 61,24 Japan . . 1,931 1,935 1,934 1,938 '»io de Jan Wien in D 0,496 0,498 0,496 0,499 De ft. obges 59,01 59,13 59,035 59,155 Prag . . . Belgrad . 12,399 12,419 12,403 12,423 7,360 7,374 7,358 7,375 Budapest. Bulgarien 73,03 73,17 73,04 73,18 3,037 3,043 3,037 3.043 Lissabon . . 18,75 18,79 18,75 18,79 Danzig. . 81,32 81,48 81,33 81,59 Konstantin- 2,015 2,019 2,005 2,009 Athen. . 5,42 5,43 5,42 5,43 Canada . 4,176 4,189 4,174 4,182 Uruguay. 4,096 4,104 20,895 4,126 5,134 Cairo . . 20,855 20,855 20,895 4% Schwe 4% Gelten 4,20% Oes 4% Ceften 4% Ungar 4% Ungon 4Vi% beflg 4% Ungar! 4% Türk. 4% Türki (Sorin I iz. BundeSb^Anl.. . . eichische Goldrte.. . . 98,5 29,25 2,325 1,55 23,05 1,825 7,7 7,65 7,65 116,25 126 127,75 212,5 184,65 276,75 170 155 160,5 314 ■ 1 1 1 1 3 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Illi 1 1 1 1 1 1 1 1 1 29,4 1,5 23,25 20 M 7,65 7,65 124 165 116,65 126,25 128 212,5 184,65 277,25 170,25 155 161,5 314,5 — 9,6 7J 126,5 127,5 212 184,6 276,75 170,5 155 160,5 315 eich, einheitl. Rte. . . ckie Goldrte...... che StaatSr. v. 1910 . . von 1913..... che fironentte..... jollanieihe v. 1911 . . che Bagdadbahn-Anl., 4% deSgl. Serie II....... 4% Rumänen convert. Rte. . . - 4%% Rumänen Goldanl. von 1913 Allg. Deutsche Eisenbahn . . 4% Hamburg-Amerika Paket ... 8 Hamb.-Südam. Dampssch. . . 8 Hansa Dampfschiff.....10 Norddeutscher Lloyd.....8 Slllg. Deutsche Credttanst. . . 10 Barmer Bankverein .... 10 Berliner HandelSgesellsch. . . 12 Commerz- und Prtvat-Bank. 11 Darmst. u. Nationalbank . . 12 Deutsche Bank......1° DiSkonto-Gesellschaft Ant.. . 10 Dresdner Bank......10 Mitteldeutsche Creditbank ... 9 Metallbank.........8 Reichsbank........12 Verkaufe zu besonders günstigen > Preisen undZahinngsbedingungen: Eine Ehrhardt-Limousine 15/60, 6 Cyl., 6—7-Sitzer, eleg. Ausst. (neue Cy lind er u. Kolben usw.) Einen 3V2-4To.AdIerlastwag. m. elektr. Licht usw. Beide Was. absol. ein wand fr. Evtl. Tausch a. kl. Wagen. Bernhardt Messer sch roldt, Frankfurt a. H.,lm Prüfling 10 Frische Seefische Lebende Karpfen 5757D €♦ G. KBeinhenn Bahnhofstraße 59 / Telephon 66 Versicherungsvertreter Gute Berdtenstmöglichkeit bei sof. 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Die Fortsetzung kann beschlossen werden. Sind mehrere Geschäftsführer und Stellvertreter von solchen bestellt, so erfolgt die Ver- trctung der Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder einen Geschäftsführer und einen Prokuristen. Oefsentliche Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen im „Gießener Anzeiger". Gießen, den 18. Juli 1929. 6297D Hessisches Amtsgericht. Wir verkaufen weit unterPreis: ca. 100 Bade- 50 ca. iul UU Anzüg 00 6 für Damen 6320 A Schulstr. 4 Herren gesucht 63140 Verkäufe gesucht. 04666 tz. Pfeffer, Marktplatz 6. mieten 04664 WWs | Mietgesuche | Kirchhain, i Klein Linden, Bezirk Staffel | Wetzlarer Str. 60. Liedigttrabe 5, Ecke Bahnhofstraße. Kreuz - Drogerie Bahnhofstr. 51. Hiesig.Lebensmittel- Geschäft sucht »um 1. September u. Herren, schwarz Trikot mit weißem oder buntem Besatz, in allen Größen jed. Stück durchweg RM. Hausbursche von 14-16 Jahren aus Gummi, mit u. ohne Besatz, jedes Stück RM. 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