Nr. 120 Erstes Blatt 179. Jahrgang Samstag, 25. Mai 1929 (Er|d)etni täglich,außer Sonntags und Feiertags Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblättei Heimat im Bild Die Scholle Bezugspreis für 2 Wochen: 1 Reichsmark und 15 Reichspfennig für Träger« lohn, auch bei Richter« scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: $ranffurtam Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck nnd Verlag: Vrühl'fche Univerfi1ä1§-Vuch' und Zteindruckerel R. Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20°/, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen. In Paris wird weiter verhandelt. Nie Gläubiger studieren die Bemerkungen Dr. Schachts zum letzten Zahlungsplan. Paris. 24.Mai. (1DIB.) Heber den Stand der Reparatlonsverhandlungen kann folgendes mil- geteilt werden: Die deutschen Delegierten haben heute die Besprechung, die der Klärung der Zahlenfrage dienen soll, fortgesetzt. Auf Grund der von den Verfassern der Antwort der Gläubigermächte auf die deutschen Vorbehalte gegebenen Erläuterungen handelt es sich um eine zusätzliche Erhöhung der Youngschen Zahlen von jährlich 5 2,8 Millionen Mark. Angesichts dieser entscheidenden Meinungsverschiedenheit in der Zahlensrage ist mit der Möglichkeit zu rechnen, daß entweder darüber getrennte Berichte erstattet werden oder überhaupt eine Verständigung nicht zu erzielen ist. 3m übrigen sind in der gestrigen Rach- rnittagsbesprechung die Vertreter -er Gläubigerdelegationen aufgefordert worden, sich zu den bekannten deutschen Vorbehalten zu äußern. Line Antwort hierüber steht noch aus. Die Sachverständigen der Gläubigermächte haben einen Meinungsaustausch von Delegation zu Delegation über die Bemerkungen, die Dr. Schacht zu dem Memo- randum der Alliierten gemacht hat, gepflogen. Sie suchen gegenwärtig ihre Ansichten einander anzugleichen, und man kann daher den heutigen Tag als eine Periode der Vorbereitung und des Abwartens ansehen. Die Punkte, über die eine Einigung am schwersten zu erzielen sein wird, beziehen sich vor allem auf die Frage der In Belgien ausgegebenen M a r k b a n k n o t e n, die Heranziehung der Jladjfolgeflaaten zur Aufbringung der Zahlungen und auf das Zah- (ungsmoratorium. Dr. Schacht hatte heute nachmittag eine Unterredung mit dem Vorsitzenden der Reparationskonferenz, Owen Young. Morgen werden die Gläubigerdelegierten wahrscheinlich nahezu endgültig ihre Haltung zu den Vorbehalten Dr. Schachts feftlegen. Man wird alsdann sehen, ob eine Verständigung über alle strittigen Punkte möglich ist, oder ob eine kleine Anzahl davon mangels einer zu findenden Lösung den Regierungen zur Behandlung anheimgestellt werden muß. Ein letzter Versuch. Die Londoner Presse ist pessimistisch. London, 25. Mai. (WTB. Funkspruch.) Die Ansichten der Blätter über die Aussichten der Sach- oerftandigenkonferenz gehen auseinander. Der Pariser Korrespondent des „Daily Chromcle fuhrt aus, di« Franzosen erwarteten heute den Abbruch, da die deutsche Delegation nicht ermächtigt sei, gewisse Forderungen der Pariser und Brüsseler Sachverständigen anzunehmen. Trotzdem werde heute ein letzter Versuch unternommen werden, zu einer Einigung zu kommen. Der Korrespondent erwähnt eine Mitteilung Schachts an die Pressevertreter, daß wenig oder gar keine Hoffnung vorhanden sei, und daß der heutige Tag, wahrscheinlich das erfolglose Ende der dreizehnwöchigen Arbeit sehen werde. Der Pariser Korrespondent des „Daily Telegraph" erklärt dagegen, in gut unterrichteten deutschen Kreisen herrsche der Eindruck vor, daß auf jeden Fall noch mit einer Fortsetzung der Verhandlung für einige Tage zu rechnen sei. Der Pariser Berichterstatter der „Times" erklärt: Die Hindernisse für eine vereinbarte Regelung scheinen sehr ernst zu sein, es sei denn, daß in der letzten Minute ein Zusammenbruch der deutschen Stellung erfolgt. Günstige Beurteilung in Paris. Die strittigen Probleme. Paris, 25. Mai. (WTB. Funkspruch.) Die Morgenpresse beurteilt die Lage wemger pessimistisch als gestern. Sie bespricht die einzelnen - Punkte, die noch Gegenstand der Aussprache bilden und stellt für gewisse Fragen die Mo g- lichkeit einer Verständigung in Aussicht. So erklärt „Petit Pariften , für die Tiebergangsmodalitäten vom Dawes- Plan zum Plane (Youngs werde zweifellos eine Verständigung gefunden werden, weil die Regierungen und nicht die Sachverständigen den Zeitpunkt für das Inkrafttreten sowie den geeigneten Augenblick für die Aufhebung der finanziellen Kontrollorgane und die Räumung des Rheinlandes feststellen würden. Die Frage der Heranziehung der Nachfolge st aaten Oesterreich-Tlngarns für die Aufbringung der letzten 21 Annuitäten werde von Dr. Schacht aufs neue gestellt. Aber hier mühten die Alliierten bei ihrer ersten Ablehnung bleiben, da dieses Problem einzig und allein die interessierten Staaten angehe und vor allem politischer Natur sei. Das schwierigste Problem sei das der belgischen Forderung auf Bezahlung der Mark- betrüge. „Petit Parisien" will eine Zustimmung zu dieser belgischen Forderung seitens der übrigen Alliierten feststellen können, während der „Avenir" von einem Abrücken der Engländer von dieser Forderung spricht. Falls über gewisse deutsche Vorbehalte eine Verständigung zwischen Schuldner und Gläubigern sich als unmöglich Herausstellen würde, würde den Sachverständigen immer noch die Möglichkeit bleiben, den Negierungen zwei Berichte, einenMehr- heits» und einen Minderhcitsbericht zuzustellen. Unmögliche Forderungen. Wenig Hoffnung in Berlin. Berlin, 25. Mai. (TTl.) 3n den Pariser Berichten der Berliner Blätter kommt allgemein zum Ausdruck, dah die Alliierten durch ihre unmöglichen Rechenkunststücke eine Einigung unmöglich gemacht haben. Der „Lokalanz." spricht die Hoffnung aus, bald aus Paris zu hören, dah hinsichtlich der deutschen Vorbehalte die nötigen Feststellungen getroffen sind, und unsere Delegierten ihr Mandat damit als erfüllt ansehen. Jedes Mehr werde ein Weniger bedeuten. Der „Dörsenkurier" sagt, wie immer auch die Klärung in der Frage der Vorbehalte ausgehen werde, die Deutschen würden mit gutem Gewissen behaupten können, dah sie b i s a n d i e äußerste Grenze ihrer Zugeständnisse gegangen seien. Eine Einigung Hält das Blatt kaum noch für möglich. Die „DAZ." schreibt, trotzdem der Außenstehende den Eindruck gewinnen könnte, daß die Konferenz vor die letzte entscheidende Alternative gestellt sei, werde man sich gleichwohl auch heute noch mit Rücksicht auf die zahllosen Wendungen, Wandlungen und Schwankungen der Konferenzgeschichte und auch der deutschen Delegation nicht zu Voraussagen entschließen können. Darüber, dah sowohl Deutschlands Interesse wie Deutschlands Würde die Ablehnung der Zumutungen der Alliierten und das F e st h a l t e n zumindestens an der letzten von der deutschen Delegation eingenommenen Stellung gebieten, bestehe kein Zweifel. Sehr erhebliche Zweifel dagegen bestän- Simla, 24.Mai. (TU.) König Aman UNah hat in Begleitung feiner Frau, der Königin Suraja, und feines Bruders die indische Grenze überschritten. von Tschaman reiste er nach Bombay, von wo aus er sich nachLuropa einschiffen will. Wie die „Times" berichten, soll die Reise anscheinend als ein Anzeichen dafür aufzusassen sein, daß Aman Ullah den Kamps um den afghanischen Thron aufgegeben habe. Der englischen Regierung sei, wie der dieplomatische Korrespondent der Morningpost betont, Genaueres über die weiteren Absichten Aman Ullahs nicht bekannt. Die Ankunft Aman Allahs auf indischem Gebiet stelle die deutlichste Zurückweisung der sowjetrussischen Behauptung dar, daß Großbritannien gegen Aman Ullah intrigiert habe. Man erwarte, dah Aman Ullahs Flucht den Stammes- krieg wieder auf leben lassen und z u einem allgemeinen Lhaos in Afghanistan führen werde, da Aman Ullah schon wegen seiner königlichen Abstammung einen gewissen Teil der Kreise hinter sich habe, die eine ordnungsmäßige Regierung wünschten. Die „Times" gehen in einem Leitartikel von dem Gedanken aus, dah Aman Ullah feinen Kampf um den afghanischen Thron wenigstens für den Augenblick aufgegeben zu haben scheine, verweisen aber auf das Beispiel feines Grohvaters, der zehn 3ahre als mittelloser Flüchtling in Ruhland gelebt, aber schließlich doch triumphiert habe. 3m Augenblick sei Aman Ullahs 5lern untergegangen; die Lage in Afghanistan müsse sich grundlegend ändern, bevor er die Hoffnung haben könne, zurückzukchren. h a b i b U11 a h, der in letzter Zeit an Stärke gewonnen zu haben scheine, beherrsche in Afghanistan vorläufig das Feld; aber weder er, noch General Nadirkhan hätten die Unterstützung der Stämme, von deren Haltung die politische Zukunft des Landes abhänge. 3eher habe feine Anhänger und feine Feinde, und die Verbündeten von heute könnten die Feinde von morgen fein. Dem Bedauern über die Verlängerung des afghanischen Bürgerkrieges könne man nur den Glückwunsch anschliehen, dah es Aman Ullah gelingen werde, sich aus den ihn umringenden Gefahren zu befreien. • Etwa? überraschend kommt doch die Meldung, dah der frühere König von Afghanistan, Amanullah, in Begleitung seiner Frau und seines Bruders, der für einen Tag sein Nachfolger war, Zuflucht in Britisch Indien gesucht hat. Für so verzweifelt hatte man feine Lage nicht gehalten, konnte sie auch nicht halten, nachdem er selbst noch vor Wochen eifrig die Reklametrommel gerührt und angekündigt hatte, daß er, sobald die Schneeschmelze einsetze, seine Gegner zu Paaren treiben würde. Es ist anders gekommen. Der /Usurpator H a b i b U l - l a h hat die stärkeren Bataillone hinter sich gehabt, er hat schon zu Beginn des Kampfes seinen Konkurrenten geschlagen und chn vermutlich so in die Zange gebracht, daß chm nichts anderes als die Flucht nach Indien mehr übrig blieb. Damit ist zunächst wenigstens die Rolle dieses interessanten Königs ausgespielt. Er hat nicht den, ob selbst der TZoung-Plan geeignet sei, die deutschen Lebensinteressen sicherzustellen. DieOeutschnaiionalen fordern Schluß. Eine Erklärung der Deutfchnationalen Neichstagsfraktion zur Pariser Krise. Berlin, 24. Mai. (TU.) Die deutschnationale Reichstagsfraktion teilt mit: „Der Rücktritt Böglers hat die Lage blitzartig beleuchtet. War das deutsche Memorandum vom 17. April, durch welches die Zahlung von 1650 Millionen auf 37 Jahre unter ganz bestimmten Voraussetzungen als möglich erflärt wurde, wenn auch die Leistungsfähigkeit Deutschlands weit überschreitend, so doch noch ein sachverständiges Gutachten, so hat man mit dem Plan des Vorsitzenden Owen (Young, mit der deutschen Zustimmung und mit allen weiteren Verhandlungen den Rahmen einer sach- verständigen Begutachtung verlas- s e n und sich unter starkem Druck politischer Stellen auf das Gebiet politischen Aushandelns, für Deutschland aber auf d i e schiefe Ebene begeben. Das kann auch die verantwortungslose demagogische Hetze nicht verschleiern, die von der Linkspresse wegen des Rücktritts Böglers gegen ihn und die Schwerindustrie entfacht worden ist. Die Fraktion fordert Schluß dieser Verhandlungen. Wie sie sich jetzt gestaltet haben, muß ihr Ergebnis für Deutschland e i n falsches „Ja" sein anstatt des ehrlichen deutschen »Rein", das allein die Möglichkeit bietet, der hereinbrechenden Katastrophe Herr zu werden. Die Fraktion wird der verhängnisvollen Entwicklung mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln Widerstand leisten." viel Freude gehabt an dem Triumphzug, den er im vergangenen Jahr durch Europa aufführte. Alle Mächte wetteiferten darin, chn zu feiern, weil er es verstanden hatte, den Glauben an das große Geschäft zu erwecken, das mit Afghanistan zu machen wäre. So ist er auch in Berlin ausgenommen worden wie in vergangenen Friedenszeiten kaum ein verbündeter Monarch. Aber die erwarteten Früchte sind dann leider ausgeblieben. Trotzdem ist es unrecht, chn als Operettenkönig abzutun, er war mehr. Der ausschlaggebende Zug seines Charakters war eine brutale Energie, wie man sie in Mittelasien braucht, um zur Wacht zu kommen und sie zu behaupten. Ganz mit rechten Dingen — sehr vorsichtig ausgedrückt — ist es nicht zugegangen, als er sich die Krone aufs Haupt setzte. Aber er zeigte sich doch bald stark genug, um die Herrschaft in die Hand zu bekommen. Er war sogar seiner Sache so sicher, dah er sich d i e E u r o Pare i f e glaubte leisten zu können, wobei er nur die eine Sicherheitsmaßregel traf, daß er seine intimsten Feinde in seiner Begleitung mitnahm. Geholfen hat chm das nichts, gestürzt ist er schließlich darüber, daß er die Modernisierung Afghanistans in übereiltem Tempo erzwingen wollte und jahrhundertealte Volksbräuche mit Füßen trat. Dadurch stieß er den Konservativen und der Geistlichkeit vor den Kopf, die sich in der Abwehr gegen ihn zusammenfanden, die sich freilich nur durchsetzen konnten, weil Afghanistan ein wichtiger Stein in dem englisch-russischen Schachbrett bedeutete. Den Engländern war er, obwohl sie ihn so glänzend aufnahmen, unbequem, weil er zu selbständig wurde. Sie haben die Revolution gegen ihn gemacht, die Russen haben ihn gestützt, aber das englische Pfund hat sich dem rollenden Rubel überlegen gezeigt. Der neue König wird ein gefügiges Werkzeug in der Hand Englands fein; allerdings wird Amanullah versuchen, bei der ersten Gelegenheit wiederzukommen und dann an den Engländern Rache zu nehmen. Aber sie werden ihn wohl so fest in einen goldenen Käfig sehen, dah es ihm schwer fallen wird, heraus- zukommen. Ein Steckbrief gegen fengyuhsiang. Nanking, 24. Mai. (WB.) Die Nankings Regierung veröffentlichte einen Erlaß, der Feng» yuhsiang der Auflehnung gegen die Regierung und die Partei beschuldigt, ihn sämtlicher Aemter und Würden entkleidet und alle Beamten auffordert, ihn festzuhalten und der Nanking-Regierung zur Bestrafung zu übergeben. In dem Erlaß heißt es weiter, die Anklagen gegen Fengyuhsiang hätten sich derart gehäuft, daß die Regierung sich nicht länger nachsichtig zeigen könne. Fengyuhsiang habe u. a. die Eisenbahnen zerstört, habe ein Bündnis mit den Kwangsi- Truppen geschlossen, habe sich von der Sowzet- regierung monatliche Subsidien in Höhe von fünf Millionen Rubeln bezahlen lassen, schließlich habe er einen geheimen Vertrag mit Rußland abgeschlossen und mit den chinesischen Kommunisten zusammengearbeitet. Amanullahs Glück und Ende. Oie Warnung. Die Pariser Konferenz der Reparationssachoerständigen scheint sich im Kreise zu drehen. Nachdem die Gläubiger ihre Forderungen an Deutschland zusammenaddiert hatten, und der deutsche Reichsbankpräsident Dr. Schacht darauf seinerseits mit einem im einzelnen oräzisierten Vorschlag geantwortet hatte, hatte der Amerikaner?)oung als Vorsitzender der Konferenz, einen eigenen Zahlungsplan ausgearbeitet, der auf dem Wege des Kompromisses beiden Teilen, Schuldner wie Gläubigern, gerecht zu werden suchte. Die deutsche Delegation hat diesem Plan zugestimmt, obwohl seine Zahlen die eigenen Vorschläge um ein Beträchtliches überschritt und damit der Grundsatz der deutschen Leistungsfähigkeit als Gradmesser für die deutschen Tributzahlungen endgültig verlassen wurde. Das Reparationsproblem wurde also von der Ebene wirtschaftlicher Erörterungen wiederum auf das politische Gebiet verschoben. Die deutschen Sachverständigen haben trotz schwerster Bedenken doch geglaubt, diesen Weg mitgeben zu können unter der Voraussetzung, daß eine Reihe von ihnen zu dem Young-Plan gemachter Vorbehalte Berücksichtigung fände. Anders die Vertreter der Gläubigermächte. Sie haben zwar scheinbar den Youngschen Zahlungsplan bestehen lassen, ihn in Wirllichkeit jedoch so gründlich umgemodelt, daß er in dieser neuen Form für Deutschland unannehmbar ist, und das um so mehr, als auch die wichtigsten deutschen Vorbehalte, wie das von den deutschen Delegierten geforderte Aufbringungsmoratorium, die Freigabe der deutschen Reichsbahn von ihrer Obligationenschuld, der Abbau der Ausfuhrabgabe und die Heranziehung der Nachfolgestaaten zur Tilgung der interalliierten Kriegsschulden sämtlich von den Vertretern der Gläubiger abgelehnt worden sind, statt dessen aber neue Forderungen erhoben wurden, wie die Abgeltung der Ansprüche Belgiens aus seinen aus der Besetzung herrührenden Markguthaben außerhalb der Gesamtsumme durch zehn Jahresraten zu je 25 Millionen und ferner das Nebeneinanderherlaufen von Dawesplan und Youngplan vom 1. April bis zum 31. Dezember 1929. Neun Monate also soll Deutschland die Zahlungen nach beiden Plänen leisten. Das ergäbe gegenüber dem ursprünglichen Youngplan eine Mehrbelastung von rund 1800 Millionen Mark. Um nun aber doch auf die Youngsche Durchschnittsjahreszahlung von 2050 Millionen zu kommen, hat man die erste Annuität des neuen Zahlungsplans auf 420 Mill. Mark ermäßigt gegenüber 1675 Millionen Mark, die Young für das erste Jahr festgesetzt hatte. Der Unterschied von 1255 Millionen Mark soll dann auf das 2. bis 37. Jahr verteilt werden, wobei sich mit Zinsen eine Steigerung der folgenden 36 Annuitäten um je 80 Millionen Mark ergeben würde. Mit Hilfe dieses Taschenspielertricks ist es den Rechenkünstlern der Gläubigermächte möglich gewesen, den Schein zu wahren, als ob sie die Annuität des Youngplans von 2050 Millionen Mark ebenfalls beibehalten wollten, in Wahrheit aber ist ihr Plan nichts anderes, als der Versuch, aus Deutschland beträchtlich höhere Zahlungen herauszupressen, mit deren Hilfe sie über die Kalamität der Verteilung der Reparationen unter sich hinwegzukommen hoffen. Unter diesen Umständen ist es für Deutschland natürlich keineswegs verlockend, auf die Sicherungen des Dawesplanes zu veruzichten, wenn es für diesen Verzicht eine so geringe Verminderung seiner jährlichen Schuld von 2,5 Milliarden auf 2,13 Milliarden, die man durch bislang noch nicht ganz zu durchschauende „Methoden" errechnet haben will, eintauschen soll. Deutschland muß es doch in seiner bedrängten Finanzlage wesentlich darauf an#- kommen, gerade für die nächsten Jahre eine spürbare Erleichterung zu bekommen. Gerade deshalb begann der deutsche Zahlungsoorschlag ja mit 1,6 Milliarden, um später von Jahr zu Jahr um 25 Millionen zu steigen. Die in dem umgemodelten Young- plan für spätere Jahre gebotenen Erleichterungen rechtfertigen jedenfalls keineswegs die großen Opfer, die die Annahme dieses Planes von uns fordern würde. Da die Vertreter der Gläubigermächte ihrer Antwortnote auf den Youngschen Kompromißvorschlag keinen ultimativen Charakter beigelegt haben, hat die deutsche Delegation geglaubt, weiter verhandeln zu sollen, obwohl die Forderungen der Gläubiger im Grunde genommen die Konferenz wieder an den Ausgangspunkt zurückgeführt haben. Ein deutscher Delegierter, Generaldirektor Dr. Vögle r von den Vereinigten Stahlwerken, zwar hat aus dem bisherigen Verlauf der Konferenz die Konsequenzen bezogen und sein Mandat als Reparationssachverständiger in die Hände der Reichsregierung zurückgelegt, weil er als ein Mann der Wirtschaft es vor seinem Gewissen nicht verantworten zu können glaubte, an einer Arbeit weiterhin teilzunehmen, die ganz eindeutig den Boden wirtschaftlicher Vernunft zugunsten rein politischer Erwägungen verlassen hat. Bögler hat schon den Kompromißvorschlag Owen Youngs für nicht tragbar gehallen und wohl schon damals sich mit dem Gedanken getragen, von dem ihm an- vertrauten Amt des deutschen Sachverständigen zurückzutreten. Er hatte sich dann doch zur weiteren Mitarbeit entschlossen, da er glaubte, daß die von der deutschen Delegation gemachten Vorbehalte die Erhöhung der Zahlen bis zu einem gewissen Grade kompensieren würden. Nun, wo die Gläubiger nicht nur die Zahlen des Youngplans effektiv überschritten haben, sondern auch von den deutschen Vorbehalten die wesentlichsten kurzerhand gestrichen, die andern offengelassen haben, ist es begreiflich, daß Dr, Bögler die letzte Aussicht auf eine für Deutschland tragbare Lösung entschwunden sieht und, da er von der Pariser Konferenz nichts mehr erwartet, seine Mitarbeit einstellt. Wir möchten nur wünschen, daß sein Rücktritt den Bertretem der Gläubigernationen eine ernste Warnung ist, den Bogen nicht zu übev^ der Der Präsident der litauischen Republik hat das Gnadengesuch des wegen Beteiligung an dem Mordanschlag auf den Ministerpräsidenten Wolde m a r a s zum Tode verurteilten Studenten Dosylius abgelehnt. Vosylius wurde er schossen. können. Der Mensch brauche die grünen Gürtel in Noch immer weist die Luftdruckoerteilung im der Stadt. Er brauche Freiheit im Siedeln und Norden wenig Aenderung auf. Im Südwesten da- Bauen. Es gehe nicht länger an, daß man möglichst gegen dringt erneut hoher Druck über Frankreich viel Menschen auf möglichst wenig Bodenraum zu- vor. Er wird zu keiner Umgestaltung der Wetterlage sammendränge. „Die Erhaltung der deutschen Berge" | führen, jedoch hält das Auftreten lokaler Gewitterstörungen an. Reiseemdröcke vom Rückflug des„GrasZeppelin". Der Polarflieger Wilkins ist begeistert. — Starke Eindrücke der französischen Offiziere. - Oie Hutschachtel der Miß pearce. Schiedsspruch für die Reichsbahnarbeiter. B e 11 i n, 24. Zitat (Priu.-Ie(.) 3in Reidjsarbdt»- Ministerium haben die Schlichtungsverhandlungen mit den Gewerkschaften der Reichseisenbahnarbeiter begonnen. Die Gewerkschaftsvertreter wiesen auf den vorgestern ergangenen Schieds spruch für die Staatsarbeiter hin, mit denen sie bisher gleichgestanden hätten und die nun eine durchschnitt- ' liche Stundenlohnerhöhung von 4,4 Pfennig erzielt hätten. Die Vertreter der Deutschen Reichsbahngesellschaft vertraten demgegenüber den Standpunkt, daß ohne Deckungs- möglichkeit keinerlei Mehrausgaben gemacht werden dürsten. Jeder Pfennig Stundenlohnerhöhung bedeute eine Steigerung der Ausgaben um 13,5 Millionen Mark jährlich. Die Deutsche Relchsbahngesellschaft sei bereit, ihre gesamten Bücher zwecks Rachprüfung ihrer Finanzlage vorzulegen. Da eine Einigung der Parteien nicht zu erzielen war, wurde eine Schlichlerkammer gebildet. In den späten,Abendstunden wurde ein Schiedsspruch gefällt, der eine Erhöhung der Grundlöhne im Lohngebiet I um vier, in den Lohngebieten II und III um drei Pfennig je Stunde vorsieht. Diese Lohnregelung soll erstmals kündbar sein zum 31. März 1930. Das sozialdemokratische Wehrprogramm. Berlin, 24. Mai. Die vom Dorstand Gegen deutsche Lehrer in Ostoberschlesien. Rektor Urbanek auf dem Disziplinartvege fristlos entlassen. Kattowitz, 24. Mai. (LU.) Der Vorsitzende des Verbandes deutscher Lehrer in Polen, Rektor Urbanek, der ehemalige Leiter der Minderheitenknabenschule in Kattowitz, ist durch Ent- cheidung der Wojwodschaft im Disziplinär- wege fristlos ohne Pensionsansprüche entlassen worden. Rektor Urbanek wurde bereits im Dezember v. 3. von seinem Posten dispensiert. Die Maßnahme gegen Rektor Urbanek wurde von polnischer Seite mit Geldzuwendungen begründet, die von reichsdeutschen Lehrerverbänden durch den Verband deutscher Lehrer in Polen an Minderheitenschullehrkräfte zur Verteilung gelangten. Die polnische Presse will von noch weiteren Entlassungen deutscher Lehrkräfte wissen. Die von polnischer Seite angeführten Gründe sind völlig haltlos, da die Geldverteilung wegen der die Disziplinierung vorgenommen wurde, in voller Oeffentlichkeit erfolgte und nichts mit amtlichen deutschen Stellen zu tun hat. Der der polnischen Willkür zum Opfer gefallene Rektor Urbanek ist gebürtiger Oberschlesier und viele 3ahre mit großem Erfolg als Schulfachmann in seiner Heimat tätig gewesen. Gr erfreut sich als Mensch in weitesten Kreisen größter Beliebtheit. Urbanek stand über 28 3ahre im oberschlesischen Schuldienst und hat sich weder zu deutscher Zeit noch während der sieben 3ahre währenden polnischen Herrschaft irgend etwas zuschulden kommen lassen. Don den 11 möglichen Disziplinarstrafen wählte trotzdem das Disziplinargericht die h ö ch st z u - lässige Strafe, die Entlassung ohne Pensionsansprüche. Rektor Urbanek hat gegen dieses Urteil sofort Berufung eingelegt. spannen. Auch deutsche Geduld hat einmal ein Ende, und wenn das jämmerliche Spiel, das die Gläubiger sich bisher mit uns erlaubten, fortgesetzt werden sollte, so wird sich auch der Rest der deutschen Delegation früher oder später überlegen müssen, ob es nicht in Deutschlands Interesse liegt, Paris den Rücken zu kehren und den Dawesplan in Kraft zu lasten bis der Augenblick gekommen ist, wo auch auf der Gegenseite wirtschaftliche Vernunftgründe für eine Revision des Reparations- und Kriegsschuldenproblems sprechen. Wenn Dr. Vögler diesen Augenblick bereits für ge- kommen erachtet, so verdient diese Auffassung eines besonnenen, sachlich denkenden Mannes, der keineswegs irgendwelchen radikalen politischen Anschauungen huldigt, die allerstärkste Beachtung. Es ist ein trauriges Zeichen unserer hemmungslosen innerpolitischen Selbstzerfleischung, wenn gewisse Organe der deutschen Linken mit der Ullsteinpresse an der Spitze, in sichtbarem Bemühen die Bedeutung des Vögler- schen Entschlusses vor dem Auslande herabzumindern, sich nicht genug tun können, den deutschen Wirtschaftsführer zu diskreditieren und seinen Rücktritt als eine Unterwerfung unter die Befehle der Schwerindustrie hinzustellen. Dabei ist es aller Welt bekannt, daß Dr. Vögler als Generaldirektor der Vereinigten Stahlwerke einer der repräsentativsten Führer der deutschen Schwerindustrie ist und g e • rade als solcher von der Reichsregierung mit dem Amte des Sachverständigen betraut wurde. Niemand hat jemals von ihm verlangt, daß er als Sachverständiger gegen seine Ueberzeugung handeln soll, die sich ganz selbstverständlicherweise vermutlich in den meisten Punkten mit der wirtschaftlichen Auffassung decken wird, die seine schwerindustriellen Berufskollegen von dem Reparationsproblem haben. Statt Herrn Vögler hieraus in einer einfach lächerlichen Verkennung der Sachlage einen Strick zu drehen, wie es die Berliner Ullsteinblätter sich zu tun bemühen, sollte man unsere Pariser Verhandlungs- gegner geradezu darauf Hinweisen, daß hier einer der hervorragendsten Vertreter der deutschen Wirt- schäft, ohne deren Mitwirkung nicht ein Groschen an Reparationszahlungen in ihre Taschen fließt, sich weigert, ein ihm unwürdig und hoffnungslos zugleich dünkendes Spiel noch weiter mitzumachen. Aber es wäre von dem politischen Sinn der Deutschen wohl zuviel verlangt gewesen, wenn die berühmte deutsche Einheitsfront, der wir uns wenigstens zu Beginn der Pariser Besprechungen hatten erfreuen dürfen, auch diese vielleicht kritischste Phase der Konferenz überdauert hätte. Hoffen wir nur, daß die Gläubiger trotz des törichten Geschwätzes unserer Allesbesserwisser den wohlüberlegten Schritt eines lauteren, aufrechten Mannes wie Vögler, als das hin- nchmen werden, was er tatsächlich bedeutet, als ein letztes Warnungssignal zur Abkehr von einem Wege, der mit Deutschland auch Europa in den Abgrund wirtschaftlicher Selbstvernichtung führt. Bauen. Es gehe nicht länger an, daß man möglichst viel Menschen auf möglichst wenig Bodenraum zusammendränge. „Die Erhaltung der deutschen Berge" war das Thema, das Prof. Dr. Wagner (Dres- den) behandelte. Er forderte Schutz gegen ein überspanntes Verkehrsbedürfnis und gegen die Wirt- schäft. Zu dem gleichen Thema sprach Dr. Schoe- nichen (Berlin). Sieben Millionen Kubikmeter Gestein verbrauche allein die Reichsbahn. 4,7 Millionen Pflastersteine und die doppelte Zahl Zentner von losem Schotter benötige der Straßenbau. So ve^chwänden jährlich vier bis sechs Berge mittlerer Höhe. Oberregierungsbaurat Hager (Dresden) sprach über „Reklame und Landschaft". Solange Wirtschaft und Verkehr nicht durch eine überstiegene Reklame jedes ästhetische Empfinden verletzen, wolle man ihnen nicht hindernd entgegen« treten. Der Redner wandte sich gegen eine lieber- Steigerung der Lichtreklame. Die amerikanischen Kulturgemeinschaften setzten sich ein für ein Verbot der Reklame in Wohnvierteln und in der Natur mit der Begründung: „Reklame gehört in die Zeitunge n". Ministerialrat Professor Dr. Thiele (Dresden) sprach als letzter Redner über das Thema „Erholungsgebiete und Verkehr". Er forderte u.a., daß mit Rücksicht auf die Volksgesundheit die Verkehrswege nicht durch die Erholungsgebiete gelegt werden. 400jährlges Jubiläum des Hamburger Johanneum». Oie Lotterie als Geldquelle für den Staatssäckel. Berlin, 25.Mai. (Priv.-Tel.) Im Zusammenhang mit der augenblicklichen Kassennot des Reiches und der schweren Belastung der deutschen Volkswirtschaft durch die Steuern ist jetzt von einem Bankier und Lotteriefachmann der Plan aufgetaucht, aus einer Reform der Preußisch- Süddeutschen Klassenlotterie dem Reich eine praktisch unkündbare, fast zinsfreie Anleihe in der immerhin recht beachtlichen Höhe von zweieinhalb Milliarden zu verschaffen. Der Gedanke, die Spiellust zur Stärkung der Staats- f i n a n z e n auszunützen, ist nicht neu. Zu seinen berühmten Vätern zählt auch Easanova mit seinen Vorschlägen, die er im 18. Jahrhundert der französischen und der preußischen Regierung anbot. In diesem Fall handelt es sich um den Plan des Bankiers und Lotteriefachmanns M o l l i n g, der zum Teil auf eine Erweiterung der Lotterie sich aufbaut, die Zahl der Lote soll auf eine Million und der Preis auf 200 Mark erhöht werden. Der Plan sieht auf Grund eines erhöhten Aufkom- mens zwar auch eine Erhöhung der Gewinne, aber aleichzeitig auch eine halbjährliche Rück- läge von 91 Millionen vor, die bei 6prozen- tiger Verzinsung und einer Rücklagefrist von zehn Jahren für den Staat einen billigen und gesicherten Betrag bedeuten würde. In 10 Jahren wären also 2,45 Milliarden Kapitalbetrag vorhanden. In zu- ständigen Kreisen wird dieser im übrigen komplizierte Plan zur Zeit eingehend erörtert. Owolkenlos.Oneuer »naio DtdtckL »wolkig. »Bedeckt »Regen * Schnee, a Qraupem ■ Meßet Tt sehr leichter Ost massiger Sudsodwesi q stürmischer nordwesl öle Pfeile fliegen mit dem winde Oie Beiden Stationen stehenden Zahlen geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit gleichem auf neeresmveau umgerechneten Luftdruck Wettervoraussage. Sozialdemokratischen Partei eingesetzte W e h r - Programmkommission trat am Freitag, den 24. Mai, in Magdeburg nochmals zusammen und nahm unter Berücksichtigung von Dor- schlägen Otto Bauers (Wien) und unter Anlehnung an Anträge von Hamburg und Berlin an dem seinerzeit veröffentlichten Entwurf einige Aenderungen vor. Der viel umkämpfte Abschnitt III der Richtlinien hat in seinem entscheidenden Teil folgende Fassung erhalten: „Der wirksam ste Schutz der deutschen Republik beruht auf einer deutschen Auhen- politik, die auf die Verständigung der Völker und die Erhaltung des Friedens gerichtet ist. Roch droht aber die Machtpolitik imperialistischer und faszistischer Staaten mit konterrevolutionären Interventionen und neuen Kriegen. Deutschland kann als Aufmarschgebiet mißbraucht und wider Willen in blutige Verwicklungen hineingerissen werden. Solange diese Gefahren bestehen, braucht die deutsche Republik eine Wehrmacht zum Schuhe ihrer Reutralität und der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Errungenschaften der Arbeiterklasse." 3m Abschnitt II, der von der Abrüstung handelt, hat der letzte Absatz eine Ergänzung erhalten, so daß dieser Abschnitt lautet: „Sine Verpflichtung der deutschen Republik, die ihr auferlegten Rüstungsbestimmungen ohne Rücksicht auf ihre politische und militärische Zweckmäßigkeit auszuschöpfen, erkennt die Sozialdemokratische Partei nicht an. Sie fordert den planmäßigen Abbau der militärischen Rüstungen Deutschlands aus eigenem Willen unter Berücksichtigung der politischen, wirtschaftlichen, sozialen uno finanziellen Verhältnisse." Unter den praktischen Forderungen hat lediglich der Satz über das Kontrollrecht des Reichstages eine Abänderung erfahren. Er heißt jetzt: „Kontrolle des Reichstages über alle Angelegenheiten der Reichswehr und über alle Verträge und Abmachungen der Heeresverwaltung." Die Abänderungsbeschlüsse wurden nach Angehender Debatte Wit großer Mehrheit gefußt. Auf dem dritten deutschen Naturschutztag sprach Professor Dr. Kraft (Dresden) über den Wert der Natur für das menschliche Leben. Der Mensch sei und bleibe sonnengebunden, auch wenn er glaube, sich durch die technische Beherrschung der Natur außerhalb des naturgesetzlichen Ablaufs stellen zu können. Der Mensch brauche die grünen Gürtel in Friedrichshafen, 24. Mai. (TU.) Der Sonderberichterstatter der TU. hatte Gelegenheit, sofort nach Ankunft des Zeppelins in Friedrichshafen verschiedene Fahrgäste über ihre Eindrücke von der Fahrt zu hören. Sie äußerten sich vor allem darüber befriedigt, daß die Post- und Zollrevision nicht eine Minute in Anspruch genommen habe. Kapitän W i l k i n s war vom Luftschiff restlos begeistert und schätzte sich vor allem glücklich, das Luftschiff gerade in einer solchen Lage kennengelernt zu haben. Rur so habe er deutlich sehen können, daß das Luftschiff selbst mit einem Motor noch durchaus zuverlässig in jeder Beziehung sei. Es habe sich gezeigt, daß es auch in diesem Fall durch Ausnützung der Wetterlage und Windstromungen noch wundervoll gelenkt werden könne und die Leitung jederzeit die Herrschaft über das Luftschiff behalten habe. Sobald ich meine Arbeit in London erledigt habe, schloß Wilkins, werde ich wieder nach Friedrichshafen zurückkehren, um mit dem Luftschiff nach Amerika zu fliegen. 3ch werde außerdem sowohl die Weltfahrt, als auch die Polarfahrt des Luftschiffes mitmachen. . Die Schiffsleutnants Pecqueur und G r u i l- l o t vom französischen Luftfahrtsministerium erklärten beide, keineswegs müde zu sein, da sie während der Fahrt des Luftschiffes mehrere Stunden ausgezeichnet geschlafen hätten. Sie beabsichtigen, wie auch die übrigen französischen Bulgarien fühtt sich gekränkt. Verletzende Nichtachtung durch die slawischen Mächte. Sofia, 2p. Mai. (TU.) In der bulgarischen grohslawischen Zeitung „Mir" bringt der frühere .bulgarische Gesandte in Berlin, Geschoss, in deutlichen Worten den Unmut der slawophilen Bulgaren darüber zum Ausdruck, daß bei der Tausendjahrfeier Bulgariens die diplomatischen Vertreter der übrigen slawischen Staaten, Polens, Südslawiens und der Tschechoslowakei gefehlt haben. Geschoss schreibt: „Ob entschuldbar oder nicht, die Abwesenheit dieser Diplomaten bei den Ehrentagen der bulgarischen Nation ist von der öffentlichen Meinung Bulgariens m i t Bitterkeit vermerkt worden, die hierin mit Recht einen Ausdruck der Mißachtung sehen mußte. Der Vorfall ist um so bedauerlicher, als die Festlichkeiten mit dem Namenstag des Königs zusammenfielen und es schon die internationale Höflichkeit erfordert hätte, daß die drei Diplomaten in Sofia anwesend gewesen wären. Jedoch — wir sind — und wie! — an solche Vernachlässigung von den Großen und von den Aus aller Wett. Felssturz im Schwarzwald. 3nfolge eines Felssturzes wurden am Riff Haldenweg bei Triberg mehrere Tannen auf die Hochspannungsleitung geworfen, so daß Kurzschluß entstand und das trockene Gestrüpp Feuer sing. Sämtliche Feuerwehren wurden alarmiert, und nach anstrengender Tätigkeit konnte die größte Gefahr beseitigt werden. Durch den Felssturz wurden Steine bis zu 15 und 20 Zentnern talwärts geschleudert, wobei größere Baumstämme wie Streichhölzer geknickt wurden. Eine Mauer eines Fabrikgebäudes wurde hierbei durchschlagen. Spielende Kinder, die sich in der Rühe der Absturzstelle befanden, blieben wie durch ein Wunder unverletzt. Dritter deutscher Ralurschuhtag in Dresden. Wettervoraussage für Sonntag. Heiter, später wolkig, lokale Gewitterstörungen mit leichter Abkühlung. Wettervoraussage für Montag: Teil- heiter, teils wolkig und warm, aufkommende Gewitterneigung. Lufttemperaturen am 24. Mai: mittags 24,4 Grad Celsius, abends 17,4 Grad: am 25. Mai: morgens 15 Grad. Maximum 26 Grad, Minimum 8,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. Matt abends 21,2 Grad; am 25. Mai: morgens 15,8 Grad Celsius. — Sonnsnfcheindouer 9M Stunden. -------- schloßen, die in riesigen Mengen niedergingen, Oer Kampf um den südamerikanischen ÄtoSMö^a^ Markt. Aesten und Laubwerk. Vielfach wurden 5>ad> Q _ „_ aA rm • „„„ fenster und Scheiben in den Kaufhäusern glatt ritawr i f durchschlagen. Der schwere Hagelschlag hat auch f n^n i9hin n A n 1 Vt iJ i fn @*n Schaden an der Baumblüte und an den k 0 mm i 1 s r 0 n , die nach Argentinien «eldlrückiten anacrichfpf und Brasilien gehen soll, wird von dem -^osruchten angerichtet. vormaligen Botschafter in Berlin, Lord d ' A b e r- Ueberschwemmungskalaftrophe in Japan. non geführt werden. Außerdem gehören ihr an: 3n der Provinz Fukushim a ist infolge Sir William Clarc Lees als Vertreter der wolkenbruchartiger Rcgcnfälle eine Textilindustrie, Rowland als Vertreter der gewaltige Lleberschwemmung eingetreten. 12 Per- Maschinenbau-3ndustrie und der vormalige bri- tonen fanden den Tod. 5000 Häuser wurden tische Kommissar in Köln, 3ulian P i g g o t t als überflutet, 38 Brücken wurden zerstört. Auch die Vertreter der Eisen- und Stahl»3nduftrie. „Daily Eisenbahnstrecken wurden verschiedentlich bescha- Mail" sieht in dem Beschluß der Regierung einen digt. Auf den Feldern wurde schwerer Schaden großzügigen Versuch zur Rückeroberung angerichtet. Der Gesamtschaden wird auf fünf und Ausdehnung der britischen Millionen Ven geschäht. 17 Fischerboote werden Märkte in Südamerika. vermißt. ---------- Eine verhängnisvolle Verwechslung. Kleine politische Nachrichten. Das Reichskabinett beschloß in seiner zur Stillung von Magenschmerzen unter dem Vorsitz des Reichskanzlers abgehal- anstatt Bittersalz irrtümlicherweise tenen Sitzung die Verlängerung des Gesetzes Barium Chlorid. Der Mann und die Frau zum Schutze der Republik auf die Dauer eines Matrosen nahmen eine kleine Menge dieses von drei 3ahren. Die entsprechende Vorlage wird I Salzes, woraus sich bei beiden Vergiftunaserschei- dem Reichsrat sofort zugehen. Das Reichstabinett nungen zeigten, die ihre Ueberführung ins Kranken- beschloß ferner, den Entwurf eines Gesetzes xur Haus notwendig machten, wo der Mann bereits Aenderung des Dereinsgesetzes, der geftorben ist. Die Frau befindet sich wieder aus den vorigen Reichstag bereits beschäftigt hatte, dem Wege der Besserung. Der Steuermann, der das aber nicht verabschiedet worden war, unverändert verhängnisvolle Gift verabreicht hatte, wurde dem wieder einzubringen. Untersuchungsrichter vorgeführt. • I Die neue Reichsanleihe wird dem Reich IBcffcrfüflC durch das sogen. Preußen-Konsortium ' unter Führung der See-Handlung in Höhe von 120 Millionen Mark zum Lombardsctz der Reichsbank, also zu 8,5 Prozent bevorschußt werden. Hierzu kommt noch eine Provision von ein achtel Prozent. Die Rückzahlung erfolgt bis spätestens 25.3uli entsprechend den Eingängen aus den Einziehungsraten der Reichsanleihe. Offiziere, Korvetterikapitän H a m o n, die Schiffsleutnants Remondier und Loisel, ferner 3ngenieur Kühn, nur zwei Tage in Friedrichshafen zu bleiben, um dann nach Paris zurückzukehren. Leutnant G r u i l l o t, der während des Krieges Instrukteur der amerikanischen Luftschifftruppen in Frankreich war, hat sich während der . s s . «- Fahrt hierher längere Zeit im Kommando- . Die Gelehrtenschule des 3ohanneums in Ham- stand des Luftschiffes aufgehalten und wie er er- der berühmtesten alten deutschen hohen klärte, dabei außerordentlich gute Eindrücke vom das Jubiläum Schiff bekommen. Die Franzosen bezeichneten die wres 400iahngen Bestehens. Zahlreiche ehemalige Fahrt als wundervoll. Es sei zeitweise fast so hell ^teuter Anstalt, darunter viele Trager betete bei Tage gewesen. Sie erklärten ferner, daß ^ier sie sich von dem Schicksal des „Graf Zeppelin" As der großen Zahl der Sttftuirgen, die dem in Frankreich eine günstige Einwirkung auf die ÄVINneukn. aula&li$ des 3ubilaums überwiesen deutsch-französischen Beziehungen versprächen. ank Stiftung des RelchS - Auch die Amerikanerin Mary Pearce er- n ? r-c ® klärte, während der Fahrt wunderbar geschlafen 3ohanneums, über 10 000 2KL, die zu haben. Dagegen hatte sie gleich bei ihrer An- JonL f 0 "’J?.}/ a r. ? fünft weibliche Sorgen. 3hre Hutschachtel über die war bei der Landung spurlos verschwunden und ÄercheSumme und das Geschenk de rHap a g es dauerte eine Stunde, bis man sie endlich an M k. genannt. 3m Rathause fand ein Bord des Luftschiffes fand, wo sie aus Versehen ^Kangdurch denSenat statt, bei dem Burger- zurückgelassen worden war. Miß Pearce will ^«^^.^-.detersen und der berühmte Hlfto- unter allen Umständen mit nach Amerika fahren, ^er Geheimrat Prof. Eduard Meyer An- Zunächst wird sie einer Einladung des Leutnants Lachen hielten. Den Höhepunkt ^r festlichen G r u i l l o t zu einer Freiballonfahrtvon r JS?r £2®? staatliche Feier in Paris aus Folge leisten. Die Pannenfahrt ^ustkhalte^ Senator K r a use überbrachte des „Graf Zeppelin" war ihre erste Luftfahrt Dluckwunsch«Hter Hamburger Legierung und überhaupt. Sie erklärte, daß die Luftfahrt in ^erkundeteden DeschEß des Senats, ueunStra- ihr eine begeisterte Anhängerin gefunden habe. in bem neuen Wohnviertel von Alsterdorf nach den früheren Leitern des 3ohanneums zu I benennen. Für die Universitäten Hamburg und Kleinen gewöhnt. Wir können sie-nur feststellen, u^rreichte Pros. S ie t> e f i niq eine Wresse ohne mit gleichem zu antworten, denn wir sind klein kL die Ernennung des gegenl^irttgen Direk- und machtlos. Vergessen werden wir sie des 3ohannemns, Pros.^r. Kelter, zum nicht." Andere Blätter bezeichnen die auffallende fbrenmitglied der Hamburgischen Universität be- Abwesenheit der slawischen diplomatischen Vertreter Horn überwachte die Wunsche als den schwarzen Punkt der Festtage. Das Hamburger evangelischen Kirche. bulgarische Volk werde diese Nichtachtung nie ver- Großer Schaden durch Hagelschlag bei Hamburg, ge ff e n und sich daran erinnern, daß auch ein klei- Ein starkes Gewitter mit außerordentlich Hefner Stein den Wagen zum Sturz bringen kann und tigern Hagelschlag entlud sich in der Gegend von daß alle diese Nadelsttche, die Bulgarien versetzt Finkenwerder, Buxtehude, Hör ne - werden, ihre Folgen haben werden. bürg und im Alten Lande. Die Hagel- ■Jan nayw Oslo *-50- W 17 16 11 & 16 freitaa 4. mal 1929,8* mos. © . « i _J3 ■ A^«Thorsh— ilfSS W ^«nnun KL **’«*» ur?a\^*e dem Fä te* -?erHapag Öoufe fand ei® Bürger- K?r K.s- ajt ubetbta^e n -Mfliemng und ™8. neunStta- v°n Alsterdorf ^oyanneumS zu 11 Hamburg und "S eine Wrest, Artigen Site! Kelter, M llniDerfilät Be« ife die Dünsche )c. i frd hamdurz. avÄEch hef. der Seacnb ton nde, Horne- de. Die Hagelen niedergingen, iröhe. Sie Stra« n abgeschlagenen ) wurden Sach- aushäusern glatt rlschlag hat auch lüte und an den ! in Japan. m a ist infolge gen fälle eine ictreten. 12 Per- Häuser wurden erfrort. Auch die iedentlich beschä- schwerer Schaden wird aus fünf cherboote werden wechslung. rmann einer hie> einem Meßen enlfimerge n ilicherweis« \ M V\« ^xau ne Menge diM Lergistunaserschei- 'vng ins manlcnl -Mnn bereits >et sich wieder auf wermann, der das hatte, wurde dem <5} fW rjw l»t j 0* 1 i'-Ä» jm ^ Satilrtd K'- ssf ■Mi* ««"* Aus her provinzialhaupistadt. Gießen, den 25. Mai 1929. Vom deutschen Wald. Wer einmal längere Zeit im Ausland gelebt hat, oder auch nur Wochen oder Monate in Rheinhessen oder sonst in einer waldarmen Gegend zu Gaste war, der weist erst, was uns der deutsche Wald bedeutet. Die grenzenlose Liebe bricht dann unwillkürlich in unserem Herzen hervor, und eine Sehnsucht durchzittert uns, Denn wir in heißen Ländern, wo nur hier und da ein paar Pinien oder auch Oliven stehen was wird soviel von Olivenhainen gesprochen, und wie armselig sind sie doch!) an unfern deut- 'chen Wald denken! Und glücklich der, dessen Heimat von Wäldern umgeben ist. Wenn er als Kind säst täglich auf Entdeckungsfahrten aus- zehen und dem geheimen Weben und Leben lauschen kann. , Keine schönere Zugenderinnerung habe ich mir rufbewahrt, als die Gedanken an unsere Streif- iüge durch den Wald. Ich weist heute noch die Plätzchen, wo wir lagerten, wo wir unfern »Wigwam" hatten, sehe noch die Quelle, die wir mit Steinen einfaßten, und wo wir Kriegsrat zu halten pflegten. Sbenfo unvergessen sind die Plätze, auf denen Sie Heidelbeeren In Massen wuchsen, die Hochwälder, in deren Schatten wir die köstlich duftenden Maiglöckchen pflückten. Alle Hügel und Schluchten tauchen auf, in denen wir Verstecken «der Räuber und Soldaten spielten. Die Sehnsucht trieb mich in diesen Tagen an Liese stillen Plätze. Ach, wie klein, wie unendlich klein war doch alles, was ich seit dreißig Jahren nicht mehr geschaut hatte. 3n meiner Phantasie hatte ich stets mit kindlichem Maßstab gemessen uni) hatte mir Berge und Schluchten vorgestellt, unb was sah ich? Kleine Rinnen und kleine Hügel! Aber ,Der Jugend Zauber für und für ruht lächelnd doch auf dir, auf dir...“ kann man hier, etwas geändert, mit Storm 1egen. — Die erhabene Ruhe und die feierliche Stille, vie uns umfangen, wenn wir zwischen hellgrünen Buchen und trotzigen Fichten wandeln, legen sich warm und weich wie eine Mutterhand auf unser Denken und Fühlen. Wir sind im Walde andere, »bessere" Menschen. Kein Volk empfindet fo stark den Zauber des Waldes, wie das deutsche. Wenn wir einen Gang machen, wenn wir Ruhe für unsere Rerven brauchen, suchen wir .den Wald auf. ilnfere Jugend durchwandert ihn, sie lagert an lauschigen Plätzchen, sie schläft im Walde. All unsere Lieder singen vom deutschen Wald und seiner Schönheit. Ich habe heute wieder lange am Waldrand aeftan&en, da, wo der Ginster, sonst ein lästiges Linkraut, seine goldenen Blüten leuchten ließ. Tief unten im Tal ein kleines Dorf. Ich sah einen geschmückten Maibaum, den sie aufgerichtet hatten, und der Wind brachte einzelne Klänge der Pfingstmusik zu mir herauf. Aus dem Walde aber rief der Pirol, der Spottvogel, der jetzt endlich auch, noch nach dem Kuckuck, wieder zu uns gekommen ist. Seine Stimme klang wie: Bier hol! Bier hol! oder wie in manchen Gegenden die Leute den Ruf auslegen: Vergiß die Schnapsflasche nicht! wohl eine Erinnerung an unsere Pfingstseste, wie sie hier und da noch heute im Wald gefeiert werden. — Still und einsam stand der Maiwald, leise rauschte der Wind durch das junge Grün: Lind mich ergriff ein süßes Grauen: es rauscht der Wald geheimnisvoll, als möcht er mir was anvertrauen, das noch mein Herz nicht wissen soll, als möcht er heimlich mir entdecken, was Gottes Liebe sinnt und will.. .(Lenau.) Vornotizen. — Tageskalender für Samstag. Reichskurzschriftgesellschaft „Gabelsberger" 20 Ähr Stiftungsfestkommers in „Stadt Lich". — Lichtspielhaus, Dahnhofstr.: „Die lustigen Vagabunden" und „Herzblut einer Mutier". — Astoria- Lichtspiele: „Geheime Macht" und „Prompte Bedienung". — Tageskalender für Sonntag. »Rottweiler", Monatsversammlung bei G. Mülltzr, Bahnhofstraße. — Lichtspielhaus, Dahnhofstr.: »Die luftigen Vagabunden" und „Herzblut einer Mutter". — Astoria-Lichtspiele: „Geheime Macht" »nd „Prompte Bedienung". — Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Karl Slobodas Lustspiel „Am Teetisch", das schon einen richtigen Sommererfolg bei feiner Erstaufführung, am Donnerstag, 23. Mai, gehabt hat, wird erstmalig am Dienstag, 28. Mai, wieder- tzolt. Spielleitung Hans Tannert. Die Winter- ßpielzeit geht am Freitag. 31. Mai, zu Ende. An diesem Abend wird zum letztenmal „Am Teetisch" aufgeführt. — Donnerstag, 30. Mai, wird zum letztenmal „Großstadtluft" gegeben. Das Stück wurde zu Rudolf Golls Abschied neu einftubiert. Auf vielseitigen Wunsch und da bei ausverkauftem Haus eine große Anzahl Besucher abgewiesen werden mußten, wird dieses Lustspiel mit Rudolf Goll als Crusius noch ein einziges Mal gegeben. Gictzener Wochenrnarktprcise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 190 bis 200, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 20 bis 30, Weißkraut 20 bis 30, Rotkraut 20 bis 30, gelbe Rüben (neue) d. Bund 30 bis 35, Spinat 25 bis 30, Spargel 50 bis 100, Erbsen (grüne) 50 bis 60, Tomaten 80 bis 120, Zwiebeln 20 bis 25. Meerrettich 50 bis 120, Schwarzwurzeln 40 bis 80, Rhabarber 20 bis 25, Kartoffeln, alte 6. neue 30, Acpsel, ausl. 40 bis 70, inländ. 30 bis 40, Dörrobst 35 bis 40, Kirschen 70 bis 80, Erdbeeren 160, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120, Tauben (Stück) 70 bis 90, Rüsse 70 bis 80 Pf. das Pfund: Eier 12, Blumenkohl 70 bis 150, Salat 20 bis 35, Salatgurken 70 bis 120, Ober-Kohlrabi 30 bis 40, Lauch 10 bis 20, Rettich 25 bis 30, Sellerie 20 bis 100 Pf. das Stück, Radieschen Dd. 15 bis 20 Pf.: Kartoffeln Ztr. 5,50 Mk. * ••^Bon der Landesuniversität. Prof. Dr. Aubin von der Landesuniverfität Gießen erhielt einen Ruf auf den durch das Ableben von Professor Reincke-Bloch erledigten Lehrstuhl für mittlere Geschichte an der Llniverfität Breslau. * Iustizpersonalie. Der Oberjustizsekre- tär bei dem Amtsgericht Gießen Richard Buff wurde mit Wirkung vom 1. Juni an zum Ober» justizsekretär bei dem Amtsgericht Mainz ernannt. Die Grundsteinlegung zum Gießener Studentenhaus, das am Leih- gefterner Weg errichtet wird, ist vom 1. Juni auf den 2. Juni mittags 12 Llhr verlegt worden. Zu der Feier wird Staatspräsident Dr. Adelung als Vertreter der Hessischen Regierung erscheinen. •* Landstraßen-Sperrungen. Wie der Oberhessische Automobil-Club (QI. v. D.) Gießen uns mitteilt, sind folgende Landstrahensperrun- gen erfolgt: Ortsdurchfahrt Erbenhausen der Strecke Homberg—Kirtorf für alle Fahrzeuge ab 27. Mai bis auf weiteres, Umleitung über Maulbach—Kirtorf; Grebenhai n—H artinanns- h a i n der Landstraße Lauterbach—Gedern für alle Fahrzeuge ab 27. Mai bis auf weiteres, Umleitung über Bermutshain—Völzberg. *’ Straßensperre. Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die Löberstrahe zwischen Garten- und Bleichstraße vom 27. Mai ab bis auf weiteres gesperrt. ** Asphaltierungsarbeiten in der Bahnhof st raße zwischen der Kaplansgasse und der Löwengasse werden am nächsten Montag früh in Angriff genommen. Es handelt sich darum, nun auch diesen Teil der Bahnhofstraße mit Gußasphalt an Stelle des jetzigen Kleinpflasters zu versehen. Die Arbeiten werden voraussichtlich etwa 14 Tage dauern. Während dieser Zeit wird dieser Teil der Bahnhofstraße für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. *• Das Maienblasen am heutigen Samstag um 19 Uhr vom Turme der Iohanneskirche bringt folgende Darbietungen: 1. Choral: »Was Gott tut, das ist wohlgetan" von Gastorius: 2. »Hoch tut euch auf“ (Motette) von Ehr. W. v. Gluck: 3. „Am Brunnen vor dem Tore" von Schubert. * * D i e Museen sind am Sonntag, 26. Mai, zwischen 11 und 1 Uhr geöffnet. * * D i e Wochenmarkt-Aufsicht. Als Aufsichtsbeamte für die Wochenmärkte in Gießen sind die Herren Wilhelm R i e b e l und Karl Brasch vom Kreisamt Gießen verpflichtet worden. * * Ihren 9 3. Geburtstag kann heute Frau Pfarrer P r e u s ch e n, Marburger Straße 20 wohnhaft, in guter körperlicher und geistiger Frische begehen. * * Rindermarkt findet am Dienstag nächster Woche in Gießen statt. Don der Kaiserallee. Rachdem im vorigen Jahre sowohl die Fahrbahn, als auch die Dürgersteige links und rechts in der Kaiser- allee neu hergerichtet wurden, ist man jetzt damit beschäftigt, den Strahenteil zwischen dem Alten Rödger Weg und der Grünberger Straße (bis zum Schühenhaus) neu auszubauen. Der Bürgersteig auf der linken Seite wird zur Zeit mit neuen Randsteinen versehen, worauf die Auslegung mit Zementplatten erfolgt. Die Fahrbahn wird durch Kleinpflaster befestigt. Aus diesem Grunde ist die Kaiserallee bis zur Fertigstellung der geplanten Arbeiten zwischen der Georg- Philipp-Gail-Straße und der Straße ..Am Kugelberg" polizeilich gesperrt. Die Umleitung des Verkehrs erfolgt durch die Georg-Philipp-Gail- Strahe — Licher Straße — Arn Kugelberg. Die Arbeiten werden mehrere Wochen in Anspruch nehmen. ** Der Krankenstand im Monat April. Rach den vorliegenden Krankenziffern am 1. Mai ist ein weiterer Rückgang der Zahl der arbeitsunfähig Erkrankten im Monat April zu verzeichnen. Die Mitgliederzahl des Haupt- verbandes deutscher Krankenkassen betrug am Stichtag 5 860 328 (3 166 420 männlich, 2 693 908 weiblich), davon waren krank 3,60 v. H. (3,32 v. H. männlich, 3,92 v. H. weiblich). Die Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen (Stadt) blieb diesmal erfreulicherweise unter dem Reichsdurchschnitt. Bei 11014 Mitgliedern (6214 männlich, 4800 weiblich) waren vorhanden 3,40 v. H. (3,17 bzw. 3,79 v. H.) Kranke. Das gleiche günstige Bild weist auch die Allgemeine Ortskrankenkasse Gießen (Land) auf, nämlich 9096 Mitglieder (6639 männlich, 2457 weiblich), Krankenstand 3,21 v. H. (2,82 bzw. 4,27 v. H.) ** Ein Kind mit dem Motorrad überfahren und schwer verletzt. Gestern abend kurz vor 8 Uhr wurde in dem benachbarten Dutenhofen das drei Jahre alte Söhnchen des Arbeiters Schäfer von dort von einem aus der Richtung Wetzlar kommenden Motorradfahrer überfahren. Dem Anschein nach soll der Kleine dem Kraftfahrer in dos Rad hineingelaufen fein, jedoch fuhr der Motorradler nach dem Unglückssall einfach weiter, ohne sich um das bedauernswerte Kind zu kümmern. Der kleine Junge mußte mit einem schweren ^Schädelbruch von der Gießener Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt werden. Wie wir heute früh auf Anfrage in der Klinik hörten lag das arme Kind noch immer bewußtlos schwer darnieder. Die Ermittlungen nach dem Motorradfahrer wurden gestern abend sofort eingeleitet. " Die Gewerkschaft hessischer Gemeindebeamten hält ihren neunten Vertretertag am 1. und 2. Juni in Gießen ab. Am ersten Derhandlungstage stehen hauptsächlich organisationspolitische Fragen, sowie das Aus- bildungs- und Prüfungswesen der hessischen Gemeindebeamten auf der Tagesordnung. Die Fortsetzung des Vertretertags findet in der neuen Aula der Landesuniversität Gießen statt. Hier werden Referate von dem Geschäftsführer der Gewerkschaft, Jean Reck, Offenbach a. M., über: »Deamtenpolitische Fragen der Gegenwart" und von Llniversitatsprosessor Dr. Berg- st räßer, Frankfurt a. M, über: „Die Verfassung als Grundlage des Staats- und Bürgerrechts" geholten. ** Deutsche Meister-Festspiele in Dad-Rauheim. Die diesjährigen Deutschen Meister-Festspiele in Dad-Rouheim werden am Donnerstag, 30. Mai, abends 7,30 Llhr, mit Mozarts unvergleichlicher Meister-Oper „Figaros Hochzeit" int Großen Bühnensaal des Kurhauses eröffnet. Ganz ausgezeichnet ist, wie man uns mitteilt, die Besetzung aller Haupt- und Rebenrollen: auch die kleineren Partien sind in allerersten Händen. Der Bühnenbildner vom Frankfurter Opernhaus, Ludwig Sievert, hat für diese Festveranstaltung neue Bühnenbilder entworfen. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Heinz D o n g a r h, der auch die Secco-Rezitative am Cembalo begleiten wird. ** Marburger Festspiele. Vom 9. Juni bis 15. Juli finden die diesjährigen Marburger Festspiele statt, die eine „Tell"-Aufsührung bringen werden, bei der u. a. Friedrich Kayßler und Ludwig W ü l l n e r mitwirken. (Siehe heutige An- zeige.)' Die in. Wanderversammlung Deutscher Entomologen. Der zweite Verhandlungstag der 3. Wander- versammlung deutscher Entomologe n am gestrigen Freitag brachte folgende Vorträge: Oberregierungsrat Dr. C. B ö m e r, Raumburg, „Lieber die Bedeutung der phylogenetischen Betrachtungsweise für die Systematik" und Prof. Dr. H. v. I h e r i n g, Gießen, „Die Phylo- genie der Insekten auf zoogeographischer Grundlage". Den beiden Vorträgen folgte eine ganz besonders angeregte Diskussion, in welcher die Fragenkomplexe von den verschiedensten Standpunkten aus beleuchtet wurden. Unter den Diskussionsrednern, die die Aussprache zu einer besonders interessanten machten, sind vor allem Prof. Martini, Hamburg, und Pater W a s - mann hervorzuheben. Der Rachmittag führte die Kongreßteilnehmer nach Wetzlar, wo ihnen von den optischen Werken Ernst Leih eine Führung durch die Fabrikräume und eine anschließende, sehr gemütliche Kaffeestunde km Schützen garten geboten wurde. Am Abend fand im Saale des Gießener Gesellschaftshauses ein Festessen statt, welche- den Entomologen von der Stadt Gießen in Verbindung mit der hessischen Regierung geboten wurde. Der Geist froher Geselligkeit gewann hier bald die Oberhand. 3m Ramen der Stadt als Gastgeberin begrüßte Bürgermeister Dr. Seih die Gäste. Es sprachen darauf die Vertreter der Schweiz, Frankreichs und Hollands in ihrer Muttersprache, worauf der Vorsitzende, Prof. D i n g l e r, seinerseits in oberbayrischer Mundart erwiderte. Pros. Sessous. Prof. Herzog. der Rektor der Landesuniversität, und Prof. Borgmann trugen mit launigen Ausführungen wesentlich zur gesteigerten Fröhlichkeit des Abends bei. Eine besondere ileber- raschung wurde den Gästen noch geboten durch Gesänge des Dauerschen Männerchores und graziöse Lautenlieder von Fräulein Ilse Jahn, Mitglied des Gießener Stadttheaters. Oberst Kleinhans, der Präsident des Klubs, gab sodann das Signal zu frohem Tanze, der die Gäste in angeregtester Stimmung noch lange zusammenhielt. Roch feine Entscheidung der Hekoga. Die Generalversammlung um vier Wochen verschoben. WSR. Darmstadt, 24. Mai. Der Vorstand der Hekoga hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, den Termin derGeneralversamm- lung, der bekanntlich auf den 5. Juni bestimmt war, um vier Wochen zu verschieben, da die bestimmte Rachricht eingegangen ist, daß das neue Angebot der Südwestdeut- s ch e n Gas - A. - G. in den nächsten Tagen zu erwarten ist und der Zeitpunkt bis zum 5. Juni für die Prüfung und Durchsicht des Angebots zu kurz erschien. Bekanntlich hatte sich ddr Vorstand der Hekoga in seiner letzten Sitzung bereits für den endgültigen Abschluß mit der Ruhr entschieden. Die Zugentgleisung bei Fulda. Ter hessische Finanzminister in dem Unglückszuge. WSR. Darmstadt, 24. Mai. In dem D- Zug, der gestern bei Fulda verunglückt ist, befand sich auch der hessische Finanzminister Kirnberger in Begleitung des Ministerialrats Hesse, die eine Dienstfahrt nach Berlin unternehmen wollten. Lediglich dem Llmstand, daß die Herren zwei Minuten vor dem Llnglück ihr Qlbteil verließen, um im Speisewagen den Kaffee einzunehmen, haben sie höchstwahrscheinlich ihr Leben zu verdanken, denn das Abteil, das sie vorher inne hatten, ist vo11ständig zertrümmert. Das Gepäck wurde später unter den Trümmern herausgezogen. Beide Herren sind daraufhin nach Darmstadt zurückgekehrt. Wieder normaler Verkehr. WSR. Fulda, 24. Mai. Die A^fräumungs- arbeiten an der Llnfallstelle in Kerzell waren nachts 2.40 Llhr beendet. Der Betrieb wird wieder zweigleisig durchgeführt. An der Llnfallstelle weilte eine Gerichtskommission des Amtsgerichts Fulda, um Ermittlungen über die Llrsache des Llnglücks anzustellen. Ebenso war auch der Oberstaatsanwalt aus Hanau anwesend. Die genaue Llrsache steht noch nicht fest, doch ist es wahrscheinlich, daß das zu schnelle Fahren des Zuges auf dem LI e b e r h vlu n g s g le i s das Llnglück herbeigeführt hat. Den im Fuldaer Krankenhaus untergebrachten 'Verletzten geht es gut; Lebensgefahr ist bei keinem vorhanden. Berliner Börse. Berlin, 25. Mai. (W.T.B.-Funkspruch.) Im heutigen Vormittagsverkehr kann man eine außerordentlich starke Zurückhaltung beobachten. Die Tendenz scheint im Moment eher zur Schwäche zu neigen, da die Lage in Paris sehr verstimmt. Die zu hörenden Kurse liegen zirka 1 Prozent unter gestern mittag Schluß. An Kursen hörte man A.E.G. 183—184, Schuckert 238y2—239V2, Siemens 370—371, I.-G.-Farben 240—241. Am Devisenmarkt nennt man London gegen Kabel 4,8495, London gegen Madrid 34,25, London ge- gen Berlin 20,3550, Kabel gegen Berlin 4,1970. Sprechstunden der Redaktion 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. XXX.VerbandsschießenMLitelrhem,Baden,pfalz 6. bis 14. Juli 1929 in Gießen Länder- und Städtewappen aller Erdteile in C old - und Silberdruck': Die FREUDE des KURMARK-RAUCHERS. KURMARK f® SPEZIAL-MAZEDONEN-yNSCHUNG liebel ttuL mir 2>ic l^anb zürn. KURMARK-GRUSS! VVIRMARJl L. GRUSS MM Al» .....Geecheefc« eed d«a R*e«U* «ad fwdrra $*• ZIrIcf diesem Crkennungs-Zeic^en» £abeIJ^r nuc^ für wurbig geholfen, 6uef Furrer ja seut. Zlnler ^tesem. Crkcnnungs-Zctc^en. seidH^F unlöslich verbunden, in. Vertrauen, und Treue gu, der Cigarette KUR MARR UQA&kTItN E. ■v Nachruf! Herr Oberstudienrat Professor Dr. Krausmüller 4635D Der Gewerbeverein Gießen 4665V Vereine 03302 Muschenheim, den 25. Mai 1929, 4676V Gelegenbeiiskänfel 4678V Gießen, den 25. Mai 1929. 03320 Eine UmwälzunglKEG E L auf dem Gebiete der | * ™ ■■ Wieseck, den 25. Mai 1929. 4664V 46300 Näheres b. Hausmeister Viertelhausen daselbst Gießen / Seltersweg Aenderungen sowie Neuanfertigungen werden billig und sofort erledigt. Am Donnerstag, dem 23. Mai, verschied im besten Mannesalter unser 1. Vorsitzender Die trauernden Hinterbliebenen Familie Karl Balser. 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Für die überaus große und herzliche Teilnahme, die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, sowie die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers beim Heimgänge unseres unvergeßlichen Sohnes Helmut sagen wir auf diesem Wege aufrichtigen Dank. Für die tieftrauernden Hinterbliebenen: Peter Jockei und Frau. 4 Herr dein Wille geschehe. Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, heute meinen lieben Mann und Vater Franz Pius Sack, Kaufmann im Alter von 51 Jahren, nach langem schweren Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Anna Elisabeth Sack geb. Frickhofen und Sohn. Gießen (Neuen Baue 17), Berlin, Frankfurt am Main, Niederheimbach, Mannheim, St Goar, den 24. Mai 1929. Die Beerdigung findet am Montag, dem 27. Mai 1929, nachm. 2 Uhr statt. Seelenamt Montag morgen 6'/, Uhr. Auf telephonischen Anruf 101 stehen Auswahlsendungen sofort zur Verfügung. 40ü6a Hessische Bürgermeisterei Becker. Wir verlieren in ihm einen treuen Berater und eifrigen Förderer des hiesigen Handwerks. Sein Andenken werden wir in Ehren halten. Möge er sanft ruhen! Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 1MW Schäler und Kind. Gießen (Am Kugelberg 571), 25. Mai 1929. __________________________ 0129i Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Vaters nenn Ludwig Grölz, Scöuiimacliennslr.i.ß. sowie für die trostreichen Worte des Herrn Dekan Gußmann und die vielen Kranzspenden sagen wir auf diesem Wege allen herzlichen Dank. Die iranenideD Hinterbliebenen. __ 4*>57D Nachruf! Schwer betroffen vernahmen wir die Kunde von dem plötzlichen Ableben des Herrn Prof. Dr. Krausmüller Als 1. Vorsitzender des Aufsichtsrates unserer Genossenschaft hat der Dahingeschiedene in selbstlosester Weise stets die Interessen unserer gemeinnützigen Sache wahrgenommen. Sein Scheiden bedeutet für uns, die wir gern mit ihm zusammen arbeiteten, einen unersetzlichen Verlust, den wir aufs schmerzlichste beklagen. Ein ehrendes Andenken werden wir ihm allezeit bewahren. Gießen, den 24. Mal 1929. Der Vorstand und Aufsichtsrat der Baugenossenschaft 1894 zu Gießen e. 6. m. b. H. Geschäfts-, Etagen-, Etn- famtlien - Häuser, Villen, Bauplätze und Gärten günstig zu verkaufen. Läden u. Geschäftsräume »u vermieten. Otto Scheel Gieken. Müblftraste 24. 03299 ————————— Altersvereinigung 1877-1927. Wir erfüllen hiermit die betrübliche Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Altersfreundes Franz Pius Sack in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Montag, den 27. Mai, nachm. 2 Uhr, statt Beteiligung der Mitglieder erbeten. 46770 Der Vorstand. Otto Roth, Beigeordneter im 57. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Elisabethe Roth geb. Knorr AbteHu'ngT kSUSk AAkuiAi^A I Kleider-Mäntel,Kostüme,Hüte, SCllWarZe vlusen,Unterwasche, Strümpfe, w vii ww mi fau ( Handschuhe und Kleiderstoffe. Heute entschlief sanft nach schwerer Krankheit unser langjähriger Beigeordneter Herr Otto Roth. Seit 1913 bekleidete er dieses Amt, nachdem er vorher schon einige Jahre dem Gemeinderat angehört hatte. Er stellte jederzeit, soweit er dazu In der Lage war, seine Kraft und Rat in den Dienst der Allgemeinheit und der Gemeinde. Wir werden ihm stets, ein ehrendes Andenken bewahren. Muschenheim, den 24. Mai 1929. j|pSperrholz jBB-a in Eiche. Gaboon u. Kiefer 3-25mm * A ei B Bretter und Dielen aller Stärken, XsSS schwedische und bayerische Hobel- S61 e 5 breiter, Spalterlatten, (Lichen- u- Zaa» Buchen-Schnllilvaren liefern in BB»a allen Stärken (o:D U ü Eugen Dütt & Go., Giese» "SoS Telephon 149. 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Uns drängt es au dieser Stelle für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen zu danken. Besonderen Dank den Schwestern des Katholischen Schwesternhauses für die liebevolle Pflege, dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte, Herrn Obermeister L ö b e r für den warmen tiefgefühlten .Nachruf sowie für die überaus zahlreichen Kranzspenden. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Mathilde Kumpf geb. Mauk. Gießen (Walltorstraße 7), am 25. Mai 1929. _________________________ 03248 Auto-Neeb Tel. 1790. «1,0 Pnv. Wereitoog f. Abitur. Humanist. Pnmavensum ges. Schr. Ang. u. 45930 an den GieH. An». Größerer Platz in dem es an einem Friseur seblt, zwecks Errichtung eines fr'risear- Kesch&fts gesucht. Offert, an Andreas Muschenheimer, Frls.,Bingen a.Rb- Unt.^orstadrl. ««D 4 H 7? ‘ \ - sä ■J .OCyt ■ - -■ 'fl'-V. MMWWWW WWWWWW Seit Sg- 'NkS kruni;^1' ;-Ä8 ZNL Auto- ?elWn Mi,nähme Con Ä &ÄÄS ÄrafliiBender )”;»• d. 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Der Blick sei heute nach dem Osten gelenkt. 3n Litauen hat das Attentat auf den Ministerpräsidenten Woldemaras wieder die ungesunde Spannung beleuchtet, in der das litauische Staatswesen sich befindet. Aber weitere Kreise hat der Versuch, der den Ministerpräsidenten selbst nicht verletzte, nicht gezogen. Auch das litauisch-polnische Verhältnis ist augenblicklich etwas in Ruhe. Dafür ist das Verhältnis Polens zu Deutschland und zu Rußland wieder einmal in erheblicher Spannung. Zu Deutschland infolge des Oppelner Vorfalles, der in Polen ungebührlich aufgebauscht wurde, und durch die Wiederaufnahme der Liquidation des deutschen Grundbesitzes in den von uns abgetretenen Gebieten durch die polnische Regierung. Eine ganze Reihe neuer Liquidationsbeschlüsse ist gefaßt und in Formen, die einer Verschleuderung des Besitzes gleichkommen. So sind die langen Bemühungen, in der Liquidationsfrage eine Verständigung zwischen Deutschland und Polen herzustellen, wieder einmal völlig zunichte gemacht. Dazu kommt beim Völkerbunde, daß Polen in der Abrüstungs- srage selbstverständlich als getreuer Vasall Frankreichs sich betätigt, und in der Minderheitenfrage unbedingt zusammen mit der Kleinen Entente und Griechenland die deutschen Anregungen zum Minderheitenrecht ablehnt. Mit Rußland ist man in Spannung wegen eines be- londeren Vorfalles, nämlich eines Attentates auf ein Mitglied der Sowjet-Handelsvertretung in Warschau. Vor allem aber fürchtet man in Moskau von der letzten Regierungsänderung in Polen lür die Sicherheit Rußlands. Man traut dec logenannten „Oberstengruppe", die jetzt das Heft des Staates in die Hand genommen hat, kriegerische Croberungsabsichten gegen Rußland zu unb fühlt sich denen gegenüber mit Recht als schwach und machtlos. 3n solche Befürchtungen und Spannungen kommt gerade zurecht der neue Dierteljahres- lbericht des amerikanischen Finanzberaters für itzolen, Dewey, über die polnischen Finanzen rind die polnische Wirtschaft. Der Bericht ist recht kritisch und warnend. Er weist auf den Kredit- rnangel hin, die Höhe der polnischen Staatsschulden, die mit 480 Millionen Dollar 15 Dollar H1111111111111111ITFI111111111111111111111 ITTTTTTTTgl 10 0, Neu eröffnet 11 Restaurant Karlsruhe Besitzer Karl Dorfeld empfiehlt seine Lokalitäten und seinen Garten 2626D Kurhaus Bad-Nauheim (Großer Bühnensaal) Deutfeh e Meister-F eftspi eie Mozart / Beethoven 1. Festveranstaltung: Donnerstag, den 30. Mal 1929, abends 7*/a Uhr: Figaro’s Hochzeit Oper in 4 Aufzügen v. Lorenzo da Ponte Musik Wolfgang Amadeus Mozart Leitung: Generalmusikdirektor Heinz Bongartz. Eintritt: Log. 12RM..I. Saalplatz 10KM.. 11, Saalplatz und I. Reihe Mittelempore 8 KM., III. Saalplatz und 2. bis 5. Reihe Mittelempore 6 RM., Mittelempore hint, Reihen 450 RM. — Kartenverkauf ab 2b. Mai an der Tueaterkasse Im Kurhaus In Gießen: Musikalienhandlung Challier, Neuenweg 9, Hapagreisebüro Loeb, Seltersweg 93. Thealer- Cafe Ernst Ludwig Konditorei Dienstag, den 28. Mai 3. Sonder-Konzert der verstärkten Banskapelle ♦ ♦ Garten-Konzert w Empfehle meine Gesellschaftsräume I. Stock für Festlichkeiten, Damenkränzchen, Konferenzen, W Versammlungen usw. Großer Balkon O32a4 Nur noch heute und morgen: Das große Doppel-Programm Die lustigen Vagabunden Hervorragendes Lustspiel in 7 Akten Herzblut einerMiKfer Kampf einer Mutter um ihr geliebtes Kind Ab Montag, den 27. Mai: In den Alpen Eine Symphonie einzigartiger Naturschönheiten der Schweizer Hochalpen in 5 Teilen Sommer-Abonnements- Konzerte Die Kapelle des I. Hessischen Bataillons 15. Infanterie-Regiments erlaubt sich zu den diesjährig. Abonnementskonzerten (8 Konzerte) auf der Liebigshöhe einzuladen. — Das erste Konzert findet am Donnerstag, dem 6. Juni 1929 statt. ' Auch 29 allen voran Imperia-Sport. dMoenhr.&litätr^r ‘H’eni^?er Geld! 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Die Unterbrechung des Geschäftes hierdurch legte den beteiligten Kreisen größere Zurückhaltung auf, und Umsätze kamen daher vor der Börsenruhe nur in wenigen Fällen zustande. Auch dos Ausland zeigte nur minimales Inter- esse. Die ungesunden Geldmarktver- h ä l t n i s f e waren auch in dieser Woche das Hauptmerlmai, weswegen man im allgemeinen so lustlos gestimmt war. Doch trat bald eine Besserung der Verhältnisse ein, und man war wieder optimistischer gestimmt, obwohl die Nach- richten aus Paris nicht besonders erfreulich lauteten: die Ansichten hierüber waren immer geteilt, was ja auch erklärlich blieb, da Gerüchte hinsichtlich der Pariser Konferenz aller Art an dec Tagesordnung waren. Die ungünstigen Momente muhten plötzlich einer zuversichtlicheren Haltung weichen: die weiter starke Befestigung der Mark bot der Börse einen starken Anreiz und Stühe, und einer lebhafteren Geschäftstätigkeit und Kurserholung war somit freie Bahn geschaffen. Auch wurde es begrüßt, als man sest- stellen konnte, daß die voreiligen Befürchtungen wegen einer stärkeren Anspannung des Geldmarktes verfrüht waren. Der am 15. Mai erschienene Ausweis des Acichsbankinstituts, der eine erhebliche Entspannung aufwies, stellte hinsichtlich der Geldmarktkrise einen besseren Ein- druck her. Das Ausland nahm Interessenkäufe vor, und die bevorzugten Werte hatten Steigerungen bis zu 10 Proz. oufzuweiscn. Auch nach den Feiertagen war die Stimmung freundlich, doch kam das Geschäft anfangs nur schleppend in Gang. Die Kurse zogen aber weiter an. Das Ausland und die Spekulation schritten in stärkerem Maße zu Deckungen, da neuere Meldungen aus Paris anregten. Einen starken Eindruck machte der Verzicht Amerikas auf einen Teil der Forderungen seiner Besahungsarfprüche. Selbstverständlich tauchten sofort erneute Hoffnungen auf eine baldige Einigung in Paris auf. Auch die Pressenachrichten des Auslandes lauteten sehr optimistisch, und die Kulisse, sowie die am Börsengeschäft beteiligten Kreise zeigten das Bedürfnis, größere Engagements einzugehrn. Eine Reaktion blieb aber hiernach nicht aus, in erster Linie wurden Gewinnmitnahmen vorgenommen, da ober in Paris wieder Schwierigkeiten aufgetaucht sind, war die Aufnahmelust so gering, daß Abschläge nicht zu vermeiden waren. Auch traten wieder Geldmarktsorgen an den Tag, und man war lustlos und schwächer gestimmt, so daß die anfangs erzielten Gewinne zumeist wieder nerlorengingen. Auch richtete man plötzlich das Augenmerk auf den bevorstehenden Ultimo; die Kulisse schritt zu raschen Positionslösungen, und noch in Verbindung mit Diskonterhöhungsbe- sürchtungen in Aeuyork war die Börse ausgesprochen schwach bei kleinstem Umsatz. Da die Gewinne zumeist wieder vcrlorengingen. waren gegenüber der Vorwoche kaum Veränderungen aufzuwcisen. Am Elektromarkt konnten dagegen AEG. die Woche mit einem Gewinn von 4 Proz. beschließen. Hier war das anhaltende Ausland- intercsse der ausschlaggebende Faktor. Bergmann und Licht und Kraft lagen noch etwas über den Vorwochcnotierungen, Siemens und Sdjudert büßten dagegen bis zu 2 Proz. ein. Das zeitweise sehr große Interesse für Kaliwerke hatte ebenfalls nachgelassen. Die günstigen Absatzmeldungen konnten auch nur eine Wirkung ausüben, solange einflußreichere Momente ausblieben. Doch erhielten sich auch hier kleinere Gewinne, nur Salzdetfurth lagen leicht gedrückt. Am Montanmarkt blieb das Geschäft in der ganzen Woche eng begrenzt, nur Harpencr und Rhein. Braunkohlen machten, trotz der geringeren Kohlenförderung im Ruhrgebiet, eine Ausnahme und konnten einen Gewinn bis zu 3 Proz. behaupten. Erheblicher gedrückt lagen Glanzstoffwerte. ohne daß hierfür ein ersichtlicher Grund Vorgelegen haben dürfte. Gegen Ende der Woche war die Tendenz durch ungünstige Momente, B. von dem Rücktritt Dr. D ö g l e r s, der schwachen Aeutzorker Vörie und Diskontcrhö- hungsbeiürchtungcn. beherrscht. Doch schlug die Stimmung um, da die Diskontsätze des Auslandes unverändert lauteten und von dieser Seite sogar noch größere Käufe vorgenommen wurden. Die nachteiligen Nachrichten verblaßten: dos Geschäft nahm, jedoch nur in Spezialwerten, ein lebhaf- teres Gepräge an. Die anfänglichen Verluste wurden aufgeholt und teilweise bis zu 21/, Proz. überschritten. Besonderes Interesse bestand für Koliwcrte und AEG.»Aktien. Somit ergaben im Vergleich gegenüber der Vorwoche zumeist Besserungen bis zu 4 Proz., für Salzdetfurth bis zu 8 Proz. und für AEG. bis zu 5' Proz. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Durch die Unterbrechung des Marktes durch die Psingstsciertage war in dieser Woche das Geschäft noch kleiner, und die Stimmung war nach wie vor lustlos. Doch hatten die Feiertage das gute, daß sich verschiedentliche Aachsroge für Brotgetreide und Mehle erhielt. Doch war auch hier dem Bedürfnis bald Rechnung getragen, und die Händler verschanzten sich wieder hinter ihrer gewohnten Reserviertheit. Verstimmend wirkten die zumeist schwächeren Auslandnotierungen, die durch das schöne Wetter und den ziemlich günstigen Saatenstand hervorgerusen wurden. Ic- doch auch hier blieb die günstige Wetterlage nicht ohne Einfluß, und die Provinz zeigte Abgabc- neigung bei ermäßigten Forderungen, aber auch dies konnte keine Belebung des Marktes Hervorrufen. Don einer Beteiligung der Exporteure war kaum etwas zu bemerken. Wie schon erwähnt, bestand für Brotgetreide etwas Interesse, und die Preise für Weizen und Roggen blieben daher gut gehalten. Auch Mehle konnten sich behaupten, doch war auch hier die Nachfrage nur eine vorübergehende. An den übrigen Märkten blieb die ülmsahtätigkeit eng begrenzt, und die Tendenz neigte zur Schwäche. Es fehlte jegliche Anregung. 2lm Futtermittcl- markt kam in Mais für Futterzwecke größeres Angebot heraus, und der Preis hierfür gab erheblich nach, da sich Nachfrage kaum einstellte. Weizen- und Roggenkleie blieben dagegen behauptet. Zum Wochenschluß trat, obwohl das Ausland höhere Kurse meldete, keine Geschästs- belebung ein. Die Grundstimmung war wohl etwas freundlicher, aber im allgemeinen blieben der Markt, sowie die Preisgestaltung von den höheren ÜÜeberseenotierungen unbeeinflußt. Im Vergleich mit den Notierungen der vergangenen Woche waren Weizen, Roggen, Weizenmehls dto. Niederrh. Weizen- und Roggenkleie gut behauptet. Sommergerste, Hafer ins., und Roggenmehl gaben je eine viertel Mark nach. Mais für Futterzwecke büßte eine halbe Mark ein. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Weizen 24, Roggen 22.75, Sommergerste 23.50—23.25, Hafer inl. 23—23.25, Mais für Futterzwecke 21, Weizenmehl 32—32.75, Niederrh. 31.75, Roggenmehl 28.75-29.75, Weizenkleie 12-12.15, Roggenkleie 12.75. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Der Frankfurter Schlachtviehmarkt hatte in dieser Woche im allgemeinen ruhiges Geschäft. Nur Kälber konnten infolge des schwachen Auftriebs erheblich im Preise anziehen. Auf dem Rindermarkt war der Auftrieb wieder wenig verändert. Da jedoch, wie überhaupt nach den Feiertagen, die Nachfrage gering war, war das Geschäft sehr klein und schleppend, so daß bei nachgebenden Preisen noch lleberstand verblieb. Der Export nahm nur wenig Ware aus dem Markt. Auf dem Schweinemarkt war die Beschickung entgegen der Nachfrage erheblich geringer, als in der Vorwoche. Das Geschäft nahm anfangs recht lebhafte Formen an, flaute jedoch zum Schluß stark ab. Bei etwas höheren Preisen wurde der Markt geräumt. Auf dem Kälber- markt ging es in dieser Woche sehr lebhaft zu. Der schwache Auftrieb genügte nicht der Nachfrage der Metzger, so daß eine starke Preiserhöhung die Folge war. Nach lebhaftem Handel wurde der Markt vollkommen ausverkauft. In Schafen war das Geschäft weiter lebhaft, jedoch mußte wegen des fehr schwachen Auftriebs von einer Preisfestsetzung wieder Abstand genommen werden. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1523 Rindern, darunter 348 Ochsen, 72 Bullen, 691 Kühe und 390 Färsen, ferner aus 1079 Kälbern. 67 Schafen und 4174 Schweinen. Im Vergleich mit dem Auftrieb der letzten Woche waren 55 Rinder, 142 Schafe, 1682 Kälber und 2547 Schweine weniger angetrieben. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen Klasse AI 57 bis 60, AII 52 bis 56, B I 45 bis 51. Bullen A 52 bis 55. B 47 bis 51. Kühe A 43 bis 48. B 38 bis 42. C 33 bis 37, D 25 bis 32. Färsen A 57 bis 60, B 53 bis 56, C 48 bis 52. Kälber B 83 bis 87, C 76 bis 82, D 70 bis 75. Schafe nicht notiert. Schweine B 70 I bis 74. C 70 bis 74. D 72 bis 75, L 68 bis 72. Verglichen mit den Notierungen der vergangenen | Woche konnten Kälber bis zu 10 Mk. und Schweine bis 1 Mk. anziehen, dagegen gaben Ochsen bis 4. Färsen 3 und Bullen und Kühe je 2 Mk. nach. * Verein für chemische 3 n b u ft r i c, A. - G., Frankfurt a. M. Die Gesellschaft berichtet über eine weitere Umjaßftcigcruiig im Geschäftsjahr 1928. 3n der zweiten Jahreshälfte sei die Beschäftigung, besonders für den Export, recht lebhaft gewesen. Die technische Umstellung der verschiedenen Fabriken sei weitergeführt worden, wodurch die gesteigerten Kosten für Holz, Steinkohlen, Löhne und Frachten ausgeglichen werden konnten. Anfang 1929 wurde der Betrieb der Zweigniederlassung Neheim-Hüsten (Westfalen) stillgelegt und die Fabrikation auf die übrigen Werke übernommen, womit das organisatorische Arbciisverteilungsprogramin zu einem vorläufigen Abschluß gelangt sei. Die sieben übrigen Verkohlungen arbeiten jetzt voll mit unveränderter Gesamtleistung. Wie bereits bekannt, ist im Herbst 1928 die Zusammenarbeit mit der N. V. Algemeene Norit Maatschappij, Amsterdam wieder ausgenommen worden. Die Fabrik der Chemischen Werke Carbon G. m. b. H. in Natibor befindet sich in vollem Betrieb: die Produktionskapazität des Werkes konnte ohne Neuinvestierungen wesentlich gesteigert werden. Der technische Ausbau der Chemischen Fabrik Jüterbog G. m. b. H. ist vollendet, so daß die Inbetriebnahme jederzeit erfolgen kann. Das Roherträgnis erhöhte sich einschließlich 97 091 (15 394) Mark Vortrag auf 1,781 (1,691) Millionen Mark. Andererseits stiegen Unkosten auf 0,743 (0,658) Millionen, während sich Steuern leicht auf 0,318 (0,323) Millionen ermäßigten und Abschreibungen 0,167 (0,150) erforderten. Aus dem verbleibenden Reingewinn von 552 811 (559 901) Mark werden wieder 7 v. H. auf 6,5 Mill. Stammaktien und 8 v. H. auf 7500 Mark Vorzugsaktien vorgeschlagen. Die Genußrechtsurkunden erhalten 2 v. H. Nach 5000 Mark Abschreibungen auf Hypothekenausgleichkonto verbleiben 91 001 (97 091) Mk. zum Vortrag. * Großkraftwerk Franken A.-G., Nürnberg. Die G.-V. beschloß die Verteilung einer Dividende von 9 Prozent auf die Stamm- und 6 Prozent auf die Vorzugsaktien. Der Strom- absah sei um 16,4 Prozent gestiegen. In diesem Iahre sei ein weiteres Wachsen festzustellen und zu hoffen, daß die Vorjahrshöhe wieder erreicht werde. *DeutscheContinentalGas-Gesell- schäft, Dessau. Die Gesellschaft schlägt aus einem Reingewinn von 7 379 730 (i. V. 6 487 625) Mark eine Dividende von 9 (8) Prozent vor. 200 676 Mk. sollen vorgetragen werden. Der Gesamtumschlag an Gas betrug 306,2 (284,4) Mill. Kubikmeter und an elektrischer Energie 554,0 (516,1) Mill. Kilowattstunden. * Berlin-Karlsruher Indu strie- Werke A.-G. Bei der Gesellschaft ist, wie WTB.-Handelsdienst erfährt, der Status erheblich flüssiger geworden. Eine Dividende kommt aber für das abgelaufene Geschäftsjahr wieder nicht zur Verteilung. Vielmehr sollen die^ verfügbaren Mittel zur inneren Kräftigung verwendet werden, also zum Ausbau der Fabrikation, zur Aufnahme neuer Artikel und weiterer Rationalisierung. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 25. Mai. Tendenz: zurückhaltend. An der Wochenschlußdörse kamen bei der bestehenden Zurückhaltung der Kulisse kaum Umsätze zustande. Anregende Momente lagen nicht vor, auch fehlte die Beteiligung des Auslandes. Die Tendenz neigte zur Schwäche. Gegenüber der gestrigen Abendbörse blieben die Kursrückgänge doch gering, da die Abgaben kein größeres Ausmaß an- nahmen. Die Meldungen aus Paris lauten immer noch nicht ermutigend, doch gehen die Verhandlungen weiter. Die immer noch angespannten Ge'ldmarktverhältnisse waren auch heute wieder ausschlaggebend, doch wird zum Ultimo keine größere Verschlechterung dieser Lage erwartet, da in dieser Beziehung schon frühzeitig Vorsorge getroffen wurde. Elektrowerte verloren durchschnittlich bis zu 1,25 v. H. Von Nebenwerten blieben Lahmeyer gut behauptet. I.-G.-Farben eröffneten etwa 1 v. H. niedriger. Etwas stärker angeboten waren Goldschmidt mit minus 3 v. H. Montanwerte hatten nur ganz geringe Umsätze zu verzeichnen. Am Bankenmarkt lagen Commerz- und Discontogesellschaft bis 1 o. H. abgeschwächt. Danalbank konnten etwas anziehen. Am variablen Markt waren Frankfurter Maschinen etwas fester. Renten still, deutsche 'Anleihen gut behauptet. Von Auslandwerten waren Anatolier etwas schwächer. Im Verlaufe war das Geschäft weiter sehr ruhig, stimmungsgemäß blieb die Umsatztätigkeit eng begrenzt. Nur verschiedentlich wurden von feiten der Kulisse einzelne Rückkäufe vorgenommen, und das Kursniveau konnte sich um Bruchteile eines Prozents heben. Am Geldmarkt wurde Tagesgeld mit 7,5 v. H. festgesetzt. Arn De- visenmarkt lag die Mark weiter f e st. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1960, gegen Pfund 20,345, London gegen Kabel 4,8495, Madrid 34,25, Paris 124,14, Mailand und Holland wurden heute nicht notiert. Berliner Börse. Berlin, 25. Mai. An der heutigen Börse machte sich wieder ein außerordentlicher Order- ma n g e l benterkbor. Dos Ausland fehlte gänzlich. Das Publikum zeigte ebenfalls noch keine Neigung, sich wieder an der Börse zu beteiligen, und die Spekulation schritt in Anbetracht des bevorstehenden Ultimos zu Abgaben, obwohl die Engagements im allgemeinen an sich schon gering sein dürsten. D e Zuspitzung der Lage in Paris wirkt auf die Börse hemmend und verstärkte die schon unsichere und gedrückte Stimmung. Am hiesigen Tagesgeldmarkt zeigte sich heute eine weitere Erleichterung, der Satz stellte sich auf 7 bis 9,5 v. H., teilweise auf 6,5 v. H., Monatsgeld auf 9,75 bis 10,75 v. H. Die ersten Kurse verloren 1 bis 4 v. H., Kaliwerte, Glanzstoff und Polyphon gingen bis zu 6 v. H. zurück. Deutsche An- leihen waren gut gehalten, Ausländer überwiegend bis 0,75 v. H. schwächer. Am Pfandbriefmarkt schien bei sehr ruhigem Geschäft das Angebot zu über- wiegen. Noch den ersten Kursen wurde es vorübergehend etwas schwächer, später setzte sich aber, ausgehend von Elektrowerten, eine Erholung durch, die in den Hauptwerten 1 bis 3 v. H. betrug. Salzdetfurth, Karstadt, Licht und Kraft, Siemens, Nordwolle schwächer. Berliner Produktenbörse. Berlin, 24. Mai. Während im heutigen Dormittagsverkehr auf Grund der ziemlich stetigen Auslandmeldungen die Tendenz am Produktenmarkt lediglich etwas ruhiger war, kam es zu Börsenbeginn zu scharfen Preiseinbrüchen. In erster Linie werden die herrschenden Kreditverhältnisse für die Verstauung verantwortlich gemacht, da nunmehr stärkeres Angebot in Drot- und Futtergetreide nach den Märkten drängt, daß selbst bei ansehnlichen Preiskonzessionen kaum Unterkunft finden kann. Besonders scharf ausgeprägt ist dies bei Weizen. Die Mühlen bekunden angesichts des fast völlig stagnierenden Mehlgeschäftes kaum irgendwelche Kaufneigung. Die Preise sind nominell 3 bis 4 Mark niedriger. Roggen ist sowohl vom hiesigen Lager als auch per Kahnabladung reichlich angeboten. Selbst das Offertenmaterial für Dahnverladung hat sich beträchtlich vermehrt. Auf dem um etwa 5 bis 6 Mark niedrigeren Preisniveau zeigte sich für Roggen jedoch bei den nicht reichlich versorgten Mühlen einiges Kaufinteresse, obgleich auch das Roggenmehlgeschäft völlig unbefriedigend ist. Ain Lieserungsinarkt eröffnete Weizen 1,50 bis 3,50 Mark niedriger, während Roggen Preiseinbußen von 4 bis 6 Mark auswies. Das Mehlgeschäst ruht fast gänzlich. Selbst stärkere Preiskonzessionen vermögen die Kauflust nicht anzuregen. Hafer gleichfalls flau. Die Verkäufer suchen Gebote zu erhalten. Ebenso liegt Gerste vernachlässigt. ES wurden notiert (1000 Kilo): Weizen, märkischer. 213 bis 214, Mai 223,50 bis 222,50 Brief, Iuli 226 bis 224,50; Sept. 233,50 bis 232,50 (flau); Roggen, märkischer, 187 bis 190, Mai 196, Iuli 204 bis 202,50 bis 202,75, Sept. 205 bis 202,75 Letzte Nachrichten. Lieber eine Million Defizit bei der Ortskrankenkasse Frankfurt. WSN. Frankfurt a. M., 23. Mai. Wie dein Derwaltungsbericht der Frankfurter Orts- trankenkasse für das Iahr 1928 zu entnehmen ist, betrugen die Einnahmen 24 562 000 Mark, die Ausgaben 25 719 000 Mk. Es ist sowst ein Defizit von 1 156 000 M k. vorhanden, das aus dem Reservefonds und früheren Mehreinnahmen gedeckt worden ist. Allein für Kranken- und Hausgeld wurden 1 800 000 Mk. mehr aufgewendet als 1927. Auch für ärztliche Behandlung und für Krankenhauspflege mußten bedeutende Mehraufwendungen gemacht werden, und zwar 427 000 Mk. refp. 645 000 Mk. Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M Telegraphische Auszahlung. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent. Berlin 23- Mai Geld Brief Z-raniviischc Wotcn..... 16.38 16.44 voUandvche ‘Jtoten...... 168.31 168.99 .italienische ‘-Noten...... 21 91 Norwegische Noten...... 111,53 Hl'97 Deutsch Qcsterc.,Liov Kronen 58,82 59,07 Rumänische Noten...... 2,53 2.55 schwedische Noten...... 111,83 11? 27 Schweizer Noten....... 80,79 81.11 Svani'che Noten....... 59,63 59.87 Tschechoslowakische Noten . . 12,445 12.525 Ungarische Noten....... 72.96 73.26 sfran kfurt a. M. Berlin Frankfurt a.M. Berlin Schluß Kurs 1 Ubr. Kure Schluß. Kurs Ansang, fiure Steuh- fiure l Ud> Kure Schluß Surft Anfang Kure Datum 24-5- 25-5- 24-5. 25.5. Datum 24.5- 25-5- 24-5- । 25 5 SIS.«......... Bergmann...... • • Elekn. Lieferungen. . . . . Licht und Kraft ..... Helten 4 Guilleaume. . . . Ges. f. Slektr. Untern.» . . . Hamb. Elcktr. Gerte .... Rhein. Slektr........ Schief. Slektr........ Schlickert......... Siemen« & HaUke..... Zranirobio........ Lahmeyer 6 So....... Buderuft......... Deutsche Erdöl...... (Sienet Steinkohle..... Gelsenkirchener ... 1. Vi Harpener. ........ Harsch Eisen........ Ilse Bergbau....... ftlodnerroerte ...... Küln-Neuesien....... Manneftmann....... Manftselder........ Lberschles. Eisenb. Bedarl . . Lderschlej. RoKrorrfc . . Phönix Bergbau..... Rheinische Braunkohlen. . . Nheinstahl f. % Jahr Riebeck Montan...... Bereinigte Stahlw..... Llavi Minen...... «toll Sscheröleben..... Kall Westeregeln...... Kaliwerk Salzdetfurth . . . ;1. ®. Farben.Industrie . . . Znuamü Nobel...... Scheideanstall....... Mekallgelellichaft...... . b . 9 10 10 . 6 10 10 lu . 8 12 . 8 10 . ' . 8 3< . 6 . 8 . 8 *. 9 . 8 . 5 . 6 61/: 1C VA . f 2 sb n V Id 184.5 - 210,5 137 239,25 165 - 128,75 134,75 209 98 114 122 37 281 112 230,5 235,5 380 241,5 184 209.25 238.5 165 110 - 111 — 91 - - — 240,65 184.5 205.5 155.5 210 213.75 137,25 159.5 179 240 371,25 164,25 70,75 110.5 128 134,25 114.75 98 112.75 113,9 120,5 80.5 102,25 87 282,5 111,75 91 64.75 230 236 380.5 241,5 182,75 S 204 154 207.25 135 211 137 160,5 237,25 368 163,5 68.5 110.25 128,5 134.5 115,5 208,25 97.4 111,75 112,75 120,25 101,75 86.75 280.5 110.13 91 64.75 227.4 234 375.25 240 Phllwv yonmann...... Heidelberger Cement .... 10 Gement Karlstadt . ..... 8 Dayh & Freitag......10 Schultheis Patzenhofer ... 15 Cfnuerfe.........12 Ber. Gianzftoss......18 Lemberg.........11 Seilten öalbhol.....12 Zelltest Aschaffenburg . . . 12 Charlottenburger Waner ... 7 Tejjauer Gaft........8 Daimler Motoren......0 Deutsche Maschinen-Fabrik . . ' Adlerwerle Klever......5 Ludw. Loetoe ....... 10 Nat. Automobil ....... 0 Crenftein 4 fiovvel.....5 Leonhard Ti en ......6 Bamag-Megum.......0 Krauls. Maschinen......6 ©rinnet ....... 11 Heyligenstaedl ....... 0 Iunghan»..... .... 4 Lechwerke....... 8 Nainkraftwerke ....... 8 Miag ....... 1° Nekarsulmer ........ 8 Peter! Union..... 8 'ftebr. Roeder ....... io Voigt 4 Haenner ...... 8 Südd. Zucker .......8 Dan ’ll 172 416 43 50 78 64 112 120 112 208 147,5 ‘noten o o S I | I | 1 I C! I I 1 I S Hilf I 1 ' । I 1 1 । 1 1 slll 110.75 110,75 292.5 235 415 332 247,5 107.9 201,25 52,25 50 44 195 28 86.25 279.5 49 79.65 63,75 119,5 115 208 148,75 110,25 289 233 410.25 330 247 178,75 107,25 200.65 52 48,75 86.13 279.5 119 - Berlin. 23. N?ai n-ld Brie- . 9 . b 79 160 76 78 77 2lm.-rikantiche Noten . . Belgische Noteu..... 4,184 58.15 4,204 58.39 . 6 11 85 126 85.5 126.25 84.25 Timiiche Noten. . . . . Englische Noten..... . . 111,53 20,325 111,97 20.405 sZrankfurta. M. Berlin Lckiluh> «fürs i Uhr. fiure Schluy- fiure Anfang Kurs Datum 24-5- 25-5. 24 5. 25 5. 596 DI. Reichftanleihe o. 1N-7 Dt. Nnt.-Abldi.-Schuld mit Auft 87,3 — 87,5 51,2 lo>..Reck>teu... 50,9 51 51 Teigl. ohne Auftloh-Rechte . . • <% Franks. Hup.-Bk. Boldpf. un 9.65 ,65 9,2 kündbar bift 1932. . • • 4’4% Rheinische Hyp.-Bank Ligu. 88 Golvpf.. . . .... 75,65 — V.E.G. abg. «ortriegft-Obligation. rückzahlbar 1932 . 87 — 92 — 4% Schweiz. Bundeftb.-Anl.. . 101 — — — 4% Lestcrreichische Goldrte.. . 29 — 28,65 — 4,20% Oesterr. Sllberrie. . . - 2,4 — 2,45 —— 4% Oesterreich, einbeiil. Rle. . — — 4% Ungarische Goldrte.. . . 22.25 —— 22,4 22 t% Ungarische Staats, v. 1910 — — — — N-% desgl. von 4913 — — — —- 4% Ungarische Rronenttc.. . . 1,75 r- 1,75 — i% Turk. HvUanleihe v. 1911 . 4% Türkiiche Bagdadbahn-Anl. — — 9 8,5 — -serie 1.......... — — —E t% bergt. Serie 11...... — — — — t% Rumänen eouvert. Rle. . . • 8 — — 1’/,% Rumänen GoldaiU. voll 191 — — 16,5 — ffllg. Deutlckie Eilenbahn , . 41- — — — — Hamburg.Amerika Batet ... 8 yamv.-Südam. Dampfsch. . . 6 115,25 - 115,13 114 — • —' Hansa Tampsjcktsf . . io — — 144 — Norddeutscher Lloyd.....8 —— 106 107.9 106,4 Mlg. Deutsche Ereditonst. . . 10 121,5 — 121.65 121,25 garnier Bankverein ... 10 — — 125 125,75 gerliner Handelftgesellsch. . . 12 210,25 —- 210 211,25 Commerz- und Privat-Bank . tl 182,5 181,5 182.5 181,5 Darm», u. Nationalbanl . 12 252,5 253 251,75 252 deutsche Bank - - - 1(1 159,75 — 159,25 159,25 ri-konw-KeleMchost Änt.. . lu 151,25 '50,25 151 151 dresdner Bank . W 155 155 155 154,5 -'uttelDeutitfie Creditbank ... 9 -- — — —- 301.5 302.25 300 24- Mai 25. Mai Amtliche Notierung Amtliche Notierung lÄeld Brie, Geld Bries A mn.-Nolt. 168,59 169,93 168,52 168.86 Bucn- Aires 1,750 1.762 1,757 1.761 Brn-Antw 58,24 58,36 58,23 58,35 Christiania - 111,74 111,96 111.69 111.91 .Qopenbagen 111.73 111.95 111.69 111.91 Stockholm • 112,07 112,29 112,13 112,35 HelsingforS- 10.542 10,562 10.54 10,56 Italien. . 21,945 21.985 21.95 21 99 London. . . 20,339 20,379 20.333 20,373 Neunork . . 4.1945 4,2025 4.1925 4.2005 Poris - . . 16.385 16.425 16.39 16.43 Schwei; . . 80.74 80.90 60.715 80.875 Svanün . 59.63 59,75 59,52 59.64 Japan - . . Nio de Ian 1.873 1,877 1.866 1,870 0.499 0.501 0.498 0,500 Dien inT- £efl. abgefi 58,89 59,01 58.87 58.99 Prag - - - . 12,421 12,441 12,413 12,433 Belgrad . - 7.373 7,387 7.368 7.391 Budapest. 73,19 73,43 73.06 73,20 Bulgarien 3.037 3,043 3,027 3,033 Lissabon 13,78 18,82 18,77 18,81 Tanpg.. . 81.33 81,49 81,28 81.44 .fioniLntm. .,038 2,042 2.053 2.057 Athen. . 5,445 5,455 5.45 5.46 Canada 4,164 4,172 4,160 4.168 Uruguay. 4,056 4.064 4.066 4,074 Cairo . - 20.85 20.89 20.875 20,915 Wandern und Reisen • Bäder und Sommerfrischen. Bad-Nauheim im Maiengrün. Von Heinrich Oßwald. .... Lind golden liegen Tal und Höh'n — o 'Welt, du bist so wunderschön im Maien!" So möchten wir hinausjubeln in diesem herzerquickenden, beglückenden Wonnemond. Wer einmal so innig diesen Frühling erleben möchte, soll nach Dav-Raubeim gehn, der Perle unserer Wet- terau. Lichtgrün gri'cht der waldige Gipfel des Johannisberges und, sobald wir, aus dem Bahnhofsgebäude kommend, den ersten Schritt auf Dad^Rauheims Boden sehen. Lieblich verschönt wird das Bild vor uns durch den Sprudelhof, wo die warmen Heilquellen ihre weiß schäumenden Wasser emporwerfen. Mit Ehrfurcht betrachten wir das erhabene Wunder der rastlos sprudelnden Quellen und wenden uns dann dem Park au. Im Maiengrün ist er ein Paradies. Frob sind die Gesichts der Menschen, die jetzt in diesem Paradies wandeln und seinen wohl- tuenden Frieden im Herzen fühlen. Linier tief- schattenden alten Kastanien, die eben ihre roten und weihen Kerzen aufgesteckt haben, pflegen Kurgäste der Ruhe. Dort zur Linken lädt ein sonnbeglänzter Blumengarten zum Verweilen ein: eine Wonne dem, der Sonne und leuchtende Farben liebt. Doch mehr noch wollen die Äugen vom Frühling erfassen, und wir schlendern dem inneren Park zu. Hellgrün samtene Wiesenflächen sind umstanden von mächtigen Baum- riesen: jeder einzelne eine Schönheit für sich. Stolz, als, etwas Besonderes leuchtet dort die Rotbuche aus dem Grün, und ihre untersten -Zweige liegen auf dem Wiesenteppich gebreitet. Fröhlich weht das duftige Gezweig weißer Birken im Wind, und dahinter das tiefdunkle Grün alter Fichten läßt ihre schlanken Stämme blendend aufleuchten. Hell und freundlich liegt nun das Kurhaus mit seiner breiten Terrasse vor uns, umsäumt von weihrandigen blauen Bändern aus lauter Stiefmütterchen. Entzückend wirkt auch das himmelblaue Vergißmeinnichtrund, aus dem rosenrote Tulpen erblühn. Ornamente, berückend schön in ihrer harmonischen Einfachheit. Sehen wir nun unfern Weg fort zum Kleinen Teich! Fröhliche Kinderstimmchen dringen schon an unser Ohr. Hier steht neben der jungen Mutter ein blondhaariger Knirps und streut dem allzeit freßlustigen Entenvölkchen mitgebrachte Drotbrocken ins Wasser, und sein helles Kindervergnügen steckt uns an. Ruch Große stehen am Gitter und können sich nicht sattsehen an dem frohen Treiben und dem seltsam bunten Gefieder der fremdländischen Entchen. Sogar ein schwarzes Schwanenpaar sehen wir unter ihnen. Von dieser kleinen Wunderwelt reihen wir uns nun los und gehen die paar Schritte zum Großen Teich hinüber. Dicht umschlossen von einem Kranz grüner Erlen und Pappeln liegt der Wasserspiegel da. Tausend Sonnenlichter spielen glitzernd auf seinen Wellen. Kähne mit fröhlichen Menschen fahren dahin. Schweigend ziehen weihe Schwäne ihre Kreise. Aus den Kehlen kleiner gefiederter Sänger tönt hundertstimmig süßes Locken und Singen. Am Llfer lädt das Teichhaus zum Rasten ein. Doch weiter soll uns heute der Weg noch führen. Auf sachte ansteigenden Fußwegen gelangen wir in die „Reuanlagen". Erquickend wirkt die Waldessrische auf Herz und Gemüt, und mit der Ratur fühlen wir uns neubelebt. Wie jener | Apfelbaum, der noch vor Wochen starrund schwarz I da stand, nun all seine Kräfte hinausströmt in I einem einzigschönen Blühen, so werden auch in uns Menschen schlummernde Wünsche und Hoff- 1 nungen wach und drängen zu neuem Schaffen. In dieser frohen Stimmung erreichen wir unser Ziel: den Johannisberg. Hier, von der Höhe, bietet sich uns ein ungeahnter Ausblick. Weit über die Wetterau bis zu Vogelsberg und Spessart schweift das Auge. In nächster Rähe vor uns liegen die Taunusberge. Die lichtgrüne Welt um uns hält unseren Blick im Bann, daß wir uns nicht sattsehen können an Gottes schöner Schöpfung. ... „Lind freudig schallt das Lustgetön: O Welt, du bist so wunderschön im Maien!" Blankenese im Frühling. Von Anna Jede Landschaft hat ein offenes und ein heimliches Gesicht. Das offene, das sie aller Welt zukehrt, ist nicht immer ihr schöneres. Das andere mutz man suchen gehen zu den ungewöhnlichen Zeiten, in denen nur wenige sich auf die Wanderschaft begeben. Die Liebergänge zwischen Winter und Sommer, Sommer und Winter schenken mancher vielbewunderten Landschaft Stimmungen, deren zarter Reiz den der Fülle und Reife übertrifft. Fischerdorf und Villensiedlung Blankenese (Blanke Rase — kahler Vorsprung) auf hohem Elbufer bedeutet den Hamburgern Wochenendausflug und bequemen Aufenthalt für die großen Ferien. Es ist bei seiner Rähe zu der mächtigen Hansestadt ja so leicht und billig mit elektrischer Stadtbahn oder Dampfer zu erreichen. Wer weiter zureist, begnügt sich meist mit einem halben Tag als Llnterbrechung einer Dampferfahrt elb- abwärts und denkt bei „Fischerdorf" an Ostseebäder, wo man sich am behaglichsten im Julisonnenschein „aalt". Rur der kennt Blankenese, der sich dort einspinnt. Mit dem Typus kiefernbestandener Dünenorte hinter flachem Strande ist es nicht verwandt. Vielmehr weckt es überraschende Erinnerungen an italienische Küstenstädtchen, so an die Riviera wie an den Gardasee, — Treppenstraßen auf und ab, verzwickte Pfade, von kurzen Stiegen unterbrochen, heimliche Winkel mit unvermuteten Ausblicken über hängende Gärten auf den breiten Strom. Was für Straßen! Was für Pfade! Alle umgrünt vom jungen, leuchtenden Laube. Reben uns das dichte Buschwerk eines schmalen Gärtchens, unter uns Atleebäume, in deren Gewipfel wir mitten hineinzusteigen meinen. LIeppiger Rasen auf den Hügelterrasfen, die die Häuser tragen und auf diesen samtenen Decken zahllos wie Sterne das Gold und Violett und Weih der Krokusblumen. Der anmutige Krokuskelch ist das Wahrzeichen des frühlingshaften Blankenese. Lind nur die himmelblaue Cilla in kleinen Kolonien und als Einfassung der Beete wetteifert mit dem Krokus in der Lust des Blühens. Linien am Fluß läuft eine besonnte Straße zwischen Landhäusern und den ins Wasser vorgebauten Glasveranden der Speisewirtschaften, in denen man Butt, goldbraun gebacken und wohlfeil, oder die feine Seezunge, immer frisch zu jeder Tagesstunde vorfindet. Oben über Hügel, deren 80-Meter-Höhe bei schroffem Abfall zur Elbe stattlich wirkt, zieht sich eine zweite größere Straße mit Läden und Hotels, — dazwischen, Tal und „Gipfel" verbindend, das lustige Gewirr der Klettergähchen, und darüber der Aussichtsturm des Süllberges mit der Rundschau zu den Türmen von Hamburg, auf Marsch und Geest und über die schimmernde, von Kähnen, Fischkuttern und Lleberseedampsern belebte Fläche der Elbe, die meerhaft gegen Westen verdämmert — und schon meernohe. Eine Fähre setzt uns über den mehr als zwei Kilometer breiten Fluh. Hinterm begrasten hohen Deich bergen sich vor Lleberschwemmung und Kappstein. Eisgang die Alten lande. Rur die Kirchturmspitzen ragen über ten festen Damm. Erst auf seinem Rücken wandernd, entdeckt man die Marschendörfer mit ihren wohlhäbigen Gehöften im Acker- und Obstland. Lind mag nicht aufhören zu wandern. Scheinbar endlos strecken sich die Deiche, auch landein zwischen Wasserarmen und Tümpeln. Weiße Wolken der Seligkeit, schweben die blühenden Kronen der Kirsch- und Pflaumen-, der Birn- und Aepfelbäume um die standhaften Bauernhäuser, deren manche grotesk durch griechische Säulen vor der Tür auffallen. Das große Dorf Lühe bewahrt noch die Merkmale holländischer Ansiedlung. Wer malerische „Charakterköpfe" sucht, findet sie hier unter den stämmigen Alten, die friedlich und wortkarg auf der Feierabendbank im Veilchenduft sitzen und ihren Priem kauen oder rauchen. Dringt man einen zum Reden, so zeigt sich, daß er alle Meere befahren hat. LIncrmeßliche Stille behütet die abgelegene Marsch, dies fruchtbare Schwemmland. Auch das rechte, das Blankeneser Llfer, bietet flußabwärts lohnende Ausflüge. In die Geest, das Heideland, zwischen dessen Erika- und Ginsterhängen die Großstadt mit Einfamilienhäuschen modernster Architektur sich ausbreitet. Auch so mancher Freund der Einsamkeit hat sich hier sein Haus gebaut, um nach des Tages Arbeit der Ratur nahe zu sein. Der Weg jedoch, der unvergleichliche, das Prachtstück der Hamburger Llmgebung, ist die „E lbcha usse e". Wer sie von Blankenese bis Ottensen abmarschiert, über Groß- und Klein- Flottbek, genießt ein Wandelpanorama von Lanöschnftsstimmungen: Dörfliche Schlichtheit, umblühte Friedhöfe, repräsentativ-prunkhafte Sommersihe der Hamburger Handelsherren in uralten Parks, Jndustriebezirke, Wersten, Stromglanz, zuletzt das volksechte Lotsennest Oevel- gönne ganz unten am Wasser. Lind wer sich literarischen Erinnerungen hingibt, pilgert auf den Ottenser Friedhof zu den Gräbern Klopstocks und seiner Mutter, um abends auf flinkem Dampfer in den Blankeneser Frühling zurückzukehren. Reisewinke. Jodbad Tölz. Das ganzjährig geöffnete Jodbad Tölz hatte auch während des Winters einen regen Besuch von Kurgästen zu verzeichnen. Inzwischen wurden umfangreiche Vorbereitungen für die Hauptsaison getroffen. Wesentliche Verbesserungen im Bade werden die Kurgäste erfreuen. Der 1928 neu eingeführte Reitsport wird auch in diesem Jahre den Gästen Gelegenheit bieten zu Ritten in das prächtige Hochland. Das Pfälzische Landes-Orchester von Kaiserslautern wird bald in Bad Tölz eintreffen und unter Leitung des Kapellmeisters Albert in einer Stärke von 37 Mann spielen. Wann soll man verreisen? Von Lilli von Weech. Wer es irgend einrichten kann, sollte jedenfalls nicht in der Hochsaison reisen, in der alle Kurorte von Gästen wimmeln, in der er häufig gerade das nicht findet, was er braucht: Ruhe. Natürlich kann nicht jeder reisen, wann es ihm paßt: die eigenen Ferien, die der Kinder, viele andere Rücksichten sprechen da mit. Tatsache aber ist, daß zahlreiche Erholungsbedürftige, bei denen diese Bindungen wegfallen, doch gedankenlos im Hochsommer fortfahren, weil dies so üblich ist oder — weif sie nicht ahnen, wieviel Schönes gerade der Frühsommer schenkt, stanz abgesehen von der größeren Ruhe und den billigeren Preisen. Frühsommer in den Bergen! Kann man sich etwas Schöneres denken? Unten üppige Wiesen, blühende Gärten, trockene Wege. Kurleben im Freien, — oben über der Waldgrenze, dort, wohin es unsere Blicke mit geheimnisvoller Macht immer wieder zieht, Schnee, Schnee, — viel Schnee. Der frischgrüne Rasen, der graue Wettersteinkalk, die weißen Wolken und Schneekare, ihre blauen Schatten und der noch blauere Himmelsgrund geben einen wahrhaft betörenden Vierklang. Jeder sollte einmal unseren Bergfrühling miterleben: unvergeßliche Eindrücke wird er mit sich nach Hause nehmen. Wählen Sie irgendeinen Ort unseres bayerischen Gebirges, wählen Sie zum Beispiel Mittenwald, dieses altertümliche Bergdorf zu Füßen des mächtigen Karwendel, mit seinen kunstvoll bemalten Bürger- und Patrizierhäusern, seiner historischen Eigenart, in dem seit Jahrhunderten fleißige Geigenbauer ihrer edlen Kunst nachgehen, seiner reichen Vegetation, Sie werden sich dort glücklich fühlen, auch Sie werden sich dem Zauber dieses aus Gegensätzen der Natur gebildeten schönsten Erdenflecks nicht ent- ziehen können. Auf der einen Seite ein weiter Kranz zum Himmel wuchtender Berge, vor dessen Mächtigkeit Sie erschüttert stehen, nach Nordwesten eine liebliche, seenreiche Hügellandschaft, deren Weite und Vielgestaltigkeit das Auge entzückt. Ueberlegen Sie nicht lange, packen Sie Ihre Koffer, wenn Sie Herr Ihrer Zeit sind, und dann hinaus in den Hochgebirge frllhling, der so überreich ist an Reiz und an Schönheit — nach Mittenwald! Wanderfahrten. Ridda — Alsa — Llornfels — Gonterskirchen — Laubach. Von unserem Ausgangspunkt Nidda leiten uns blaue, liegende Kreuze aufwärts, und wir genießen auf der Höhe einen reizvollen Blick auf das freundliche Städtchen und das Niddatal. Von Ulfa gehen wir ohne Zeichen nach dem hochgelegenen Storn- fels, das wir unterwegs schon einigemal gesichtet haben. Vom allen Schlosse, jetzt Kirche und Schule, bietet sich eine prachtvolle Fernsicht nach dem hohen Vogelsberg, der Gießener Gegend, Wetterau und Taunus. Von Stornfcls führen uns weiße Striche, zumeist durch Wald, nach dem, lieblich im Grunde gelegenen Gonterskirchen, wo wir auf gelbe Ringe stoßen, denen wir bis zum Endziel Laubach nach- gehen. Vor der Heimfahrt besichtigen wir noch Schloß und Park des dortigen Grafen. Dauer der Wanderung 4% Stunden. Gießen — Klein-Linden — Allendorf — Münchholzhausen — Wetzlar. Wir gehen auf der Frankfurter Straße durch Klein-Linden, schlagen beim Wegweiser im Ort den Weg nach rechts ein. Einige hundert Meter hinter der Ortschaft zweigt ein Feldweg nach links ab, der uns über eine aussichtsreiche Höhe nach dem freundlichen Allendorf a. d. Lahn führt. Die von der Lindener Mark kommenden gelben Punkte leiten uns (Segen Gicht-, Stein- u. Stoffwechseiteiden! - Ermäßigte Paufdjatt.: Die ersten 3 Wochen Mindest!,.-pauschalpr. Mk. 189.- / 4. Woche Mk. 61.25. Bewilligung v. Kreditkuren auf Antrag Kurhaus: Wochenpauschalpreis Mk. 80.50; im Badehos: Wochenpauschale Mk. 165.—. Auskunft auch über Hausfuren durch die Äadeverwaltung. -nm C ein mittelalterliches Bnreenstähtchen wte-fiÄÄÄ.aLä/die ideale Sommerfrische für 4430D Billige und gute Verpflegung ♦ Prospekt durch den Verkehrsverein Hotel 4651D 41650 Touristen bestens empfohlen Bevorzugen Sie deutsche Bader ^-Sommerfrischen! 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Sehenswert sind der Dom, das Herzogliche Haus, das Lottc-Haus und die verschiedenen Goethe-Erinnerungen. Strafkammer Gießen. * Gießen, 24. Mai. 3m November 1928 wurde bei der Kontrolle eines Milchhändlers festgestellt, daß eine Kanne mit Milch aus zwei Betrieben verwässerte Milch enthielt. Auch an dem nächsten Tage enthielt die von denselben beiden Landwirten gelieferte Milch einen starken Wasserzusatz, nämlich 3 Liter Wasser unter 11 Liter „Milch". Der eine Landwirt und die Haushälterin des anderen, die dessen Milchbetrieb besorgte, wurden wegen Nah- rungsmittelsälschung angeklagt. Ersterer wurde mangels Beweises frcigesprochen, da die Möglichkeit bestand, daß sein strasunmündiger Sohn die Milch Der- schüttet und dann aus Furcht vor Strafe Wasser zu- gesetzt hatte, letztere au 200 Mark Geldstrafe und Bekanntmachung des Urteilstenors an der Ortstafel verurteilt. Ihre Berufung war ohne Erfolg. Auch die Strafkammer hielt für erwiesen, daß sie selbst das Wasser zugesetzt, oder doch die von dem anderen Landwirt gelieferte Milch in Kenntnis deren Verwässerung zu ihrer Milch geschüttet und dann an den Milchhändler abgegeben habe. Kunst und Wissenschaft. Hauptversammlung der Goeihe-Gesellschaft. 3m geschäftlichen Teil derHauptversamm- [ u n g der Goethe-Gesellschaft in Weimar wurde zuerst die Wahl vorgenommen. Der Wahlvorschlag Berlin wünschte den Dichter Thomas Mann (München) in den Vorstand entsandt zu sehen, während der Wahlvorschlag der Ortsgruppe Weimar und Hamburg den Kölner Uni* versitätsprofessor Dr. Bertram vorsah. Da jedoch durch den Tod Friedrich Lienhards auf beiden Listen eine Stelle in Wegfall gekommen war, machte der Vorstand von seinem sahungs- gemäßen Recht Gebrauch, ebenfalls eine Liste etnzurcichen, auf der sowohl Thomas Mann als auch Dr. 'Bertram vertreten waren. Das Wahlergebnis war überraschend. Reben dem bereits genannten Professor Bertram (Köln) sind als neue Mitglieder gewählt Rechtsanwalt Dr. Kleinschmidt (Hamburg), Walter von Molo (Berlin), Professor Dr. Plank (Berlin) und Professor S ch e i t e m a n t l (Weimar). Der Vorstand hat nunmehr noch den Vorsitzenden und die Ausschüsse zu wählen. Es ist als sicher anzunehmen, daß der bisherige Vorsitzende Professor Peter- I e n (Berlin) in seinem Amte verbleibt. Der übrige Teil der geschäftlichen Beratung brachte die verschiedenen Rechenschaftsberichte. 3m Deutschen Rationaltheater fand eine mit außerordentlichem Beifall aufgenommene Aufführung des selten gespielten Goethe-Festspieles „Der Groh- kophta" statt. Turnen, Sport und Spiel. V. f. B. Der Spielausschuß hat in letzter Stunde noch für heute, Samstagabend, die erste Mannschaft des D. f. R. Butzbach als Gegner der Liga zu einem Gesellschaftsspiel nach hier verpflichtet. Butzbach verlor die beiden Der» bandsspiele der diesjährigen Saison mit 3:1 bzw. 9:0. Immerhin ist V.f.R. als Ueberraschungs- mannschaft bekannt. Die D.f.D.-Elf steht m recht starker Aufstellung, sie wird aber gut tun, das Spiel nicht zu leicht zu nehmen. — Am nächsten Tage fährt die Liga nach Butzbach, um V.f.R. das Rückspiel zu liefern. Auf dortigem Platz wird sie sich anstrengen müssen, wenn sie gewinnen will. Daten für Sonntag, 26. Mai. Sonnenaufgang 3.55 Uhr, Sonnenuntergang 19.59 llhr. — Mondaufgang 23.17 Uhr, Monduntergang 5.24 Uhr. 1846: der Maler Eduard Grützner zu Großkarlo- witz in Schlesien geboren (gestorben 1925). Rundfunkprogramm. Sonntag, 26. TTlai: 8 bis 9 Uhr: Morgenfeier, veranstaltet vorn Wartburgverein Frankfurt a. M. Anschließend: Uebertragung des Glockengeläuts von der St. Peterskirche. 11,30 bis 12: Elternstunde. „Gewöhnung an Gehorsam im vorschulpflichtigen Alter", Vortrag von Mittelschullehrer Peter Krupp. 12 bis 13: Don Kassel: Frühlingsreportage. 14 bis 15: Konzert des Dolkschors „Frohsinn", Anspach i. T., Mitglied des Deutschen Arbeitersängerbundes. 15 bis 16: Stunde der 3ugend. Aus dem deutschen Märchenborn, vorgetragen von Hanna Lungen. Aus „Gullivers Reisen": Die Reise nach Liliput (Fortsetzung). Für Kinder vom 4.3ahre ab. 16.30 bis 17.30: Stunde des Landes. 17.30 bis 18.30: Von Stuttgart: Konzert. 18.30 bis 19.30: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung. 19.30 bis 20: Sportnachrichten. 20 bis 20.30: „Bemerkungen zum französischen Roman von heute", Vortrag von Francois Berge. 20.30 bis 21: Rudolf Presber. Vortrag aus eigenen Dichtungen. 21: Sinfoniekonzert. Anschließend Tanzmusik. Montag, 27.2Uai: 6.30 Uhr: Morgengymnastik. 12.30: Schallplattenkonzert: Buntes Programm. 15.05 bis 15.35: Stunde der 3ugend. Aus Sport und Spiel, vorgetragen von Dr. Paul Laven: „Sportliche Tagesereignisse" (voraussichtlich ein Gespräch mit hervorragenden Schwimmern). Für Kinder vom 10 Jahre ab. 16.35 bis 18.05: Von Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.10 bis 18.30: Lesestunde. 18,50 bis 19,10: „Filmsorgen in Afrika", Vortrag aus seinem Buch „Mein Afrika" von Hans Schomburgk. 19.10 bis 19.40: „Modernes Studentenleben". Dreigespräch zwischen Redakteur S. Forell, einem Studenten und Dr. Paul Laven. 19.40 bis 19.50: Englische Literaturproben. 19.50 bis 20.15: Englischer Sprachunterricht. 20,15: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. Anschließend: Schallplattenkonzert: Orchestermusik. Dienstag, 28. Mai: 6,30: Morgengymnastik. 13,30: Schallplattenkonzert: Reue Operetten- und Schlager-Musik. 15,05 bis 15,35: Stunde der Jugend: Die schöne Umgebung von Frankfurt a. M. bzw. Kassel. 17 bis 18,30: Rach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters: 1. Operetten, nach Köln: 2. Klassische Unterhaltungsmusik. 18,30 bis 18,50: Don Kassel. 18,50 bis 19,10: „Plauderei über eine Brasilienreise", Dortrag von Helmuth Hauri. 19,10 bis 19,30: Schachstunde. 20 bis 21,30: Rach Leipzig und Stuttgart: „Mordaffäre Dupp- ler", ein Hörspiel von Auditor. 21,30: Don Mannheim: Reue Kammermusik. Mittwoch, 29. Mai: 6,30: Morgengymnastik. 10,40 bis 11,10: Schulfunk: Gegenwartsstunde, vorgetragen von F. Weller und Mittelschullehrer H. Stridde: Unterweisung der Schulmädchen im Kochen. 13,15: Schallplattenkonzert: Joseph Haydn. 15,05 bis 15,35: Stunde 6er Jugend. Aus dem Buch der Sage und Geschichte, vorgetragen von Rektor Wehrhan: „Lustige Geschichten von merkwürdigen Menschen", für Kinder vom 10. Jahre ab. 16,35 bis 18,05: Konzert des Rundfunkorchesters: Reue Tanzmusik. 18,10 bis 18,30: Dücherstunde. 18,30 bis 18,50: „Die Homunkulus-Szene in Goethes „Faust II", zweiter Akt", Dortrag von Pfarrer Clemens Taesler. 18,50 bis 19,10: „Wie werde ich Vogelstimmforscher?". Dortrag von Walter Salzmann. 19,10 bis 19,25: „Reuzeitliche Technik', Dortrag von Dipl.-Ing. Erich Lahwih. 19,25 bis 19,35: Französische Literaturproben. 19,35 bis 20: Französischer Sprachunterricht. 20 bis 20,15: Senckenberg-Viertelstunde: „Herbstfahrt durch die Alleghanies", Dortrag von Prof. Dr. R. Kräusel. 20,15 bis 21,15: Dortragsstunde Ludwig Hardt.: „Scheine und Daganten". 21,15 bis 22,15: Don Kassel: „Erstlings-Werke". Donnerstag, 30. Mai. 6,30: Morgengymnastik. 12,30: Schallplattenkonzert: Chormusik. 15,05 bis 15,35: Stunde der Jugend: Dichterstimmen aus der Heimat, vorgetragen von Mittelschullehrer H. Dückert, Kassel. 16,35 bis 18,05: Don Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18,10 bis 18,30: Lesestunde. 18,30 bis 18 40: Don Kassel: Zehn Minuten Ratschläge für Mutter und Kind. 18,40 bis 19: „Englische Wahltechnik", Vortrag von Jakob Altmaier. 19 bis 19,45: „Englische Wahlreden". 20,15: Sin- fonie-Konzert. 21,45: Rach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. Freitag, 31. Mai: 6.30 Uhr: Morgengymnastik. 12.15: Schallplattenkonzert: Russische Musik. 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend: Aus der Technik des Alltags, vorgetragen von Mittelschullehrer Adolf Hering: „Denkwürdige Ballonfahrten", für Kinder vom 10. Jahre ab. 15.35: Gemüse- und Obst- preise der Frankfurter Markthalle. 16.35 bis 17.15: Hausfrauennachmittag, veranstaltet vom Frankfurter Haussrauenverern. 17.15 bis 17.45: Vortragszyklus des Frauenverbandes Hessen- Rassau und Waldeck: „Das geltende Eherecht und die Wege zu seiner Umgestaltung", Vortrag von Dr. Braun-Frank. 17.45 bis 18.30: Von Köln: Konzert des großen Orchesters des Westdeutschen Rundfunks: Aus modernen Opern. 18.30 bis 18,45: Viertelstunde der Deutschen Reichspost: „Was ist bei der Versendung von Drucksachen zu beachten?", Vortrag von Oberpostsekretär Kreil. 18,45 bis 19,05: Stunde des Südwestdeutschen Radio-Clubs. 19.05 bis 19.25: Von Kassel: Vortrag. 19.25 bis 19.45: Stenographischer Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 60 Silben aufwärts). 19.45 bis 20.05: Zwanzig Minuten Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 20.05 bis 20.15: Film-Wochenschau. 20.15: Von Stuttgart: „Mamzell Ritouche", Vaudeville in drei Akten von Herve. Samstag, 1. 3uni: 6.30 Uhr: Morgengymnastik. 10.40 bis 11.10: Schulfunk: Französisch, vorgetragen von Prof. Dr. Millequant. 13.15: Schallplattenkonzert: Volkstümliches Konzert. 15.05 bis 15.35: Stunde der Jugend: Aus dem deutschen Liederkranz, Liedervorträge Frankfurter Schulen (Westend- Mittelschule, 1. Mädchenklasse, Chorleiter: Mittelschullehrer Ringel. 1E35 bis 18: Konzert des Rundfunkorchesters: 1. Zum hundertsten Todestag von Joseph Haydn; 2. Alte Tanzmusik. 18 bis 18.40: Von Groß-Gerau: Festakt im Sitzungssaal des historischen Rathauses anläßlich seiner Wiederherstellung und der Einweihung des Heimat- Museums des Gerauer Landes in Anwesenheit des Staatspräsidenten Dr. Adelung und anderer Behördenvertreter. 18.40 bis 19: Lesestunde. 19.05 bis 19.25: Esperanto-Unterricht. 19.25 bis 19.45: Der Briefkasten. 19.45 bis 20.15: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: „Die Musik als Erziehungsfaktor", Vortrag von Henny Rosenstrauch. 20.15: „Djamileh", Oper in einem Akt von Louis Gallet, Musik von George Bizet. Anschließend: „Die Riesenwelle", Rundfunk-Cabaret. Programm u. a.: „Der Zwischenfall", eine kleine Hörkomodie aus dem Film-Atelier von Tilla Bunzl. Darauf bis 0.30: Tanzmusik. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 26. Mai, von 17,30 bis gegen 23 Uhr: Die Meistersinger von Rürn- berg. Montag, 27., von 19,30 bis 23 Uhr: Aida. Dienstag, 28., von 19,30 bis gegen 22,30 Uhr: Don Juan. Mittwoch, 29., von 19,30 bis gegen 22 30 Uhr: Die verkaufte Braut. Donnerstag, 30., von 20 bis 21,30 Uhr: Elektra. Freitag, 31., von 19,30 bis nach 22,30 Uhr: Pulcinella; hierauf: Der Jahrmarkt von Sorotschintzi. Samstag, 1. Juni, von 19,30 bis 22,30 Uhr: Der Zigeunerbaron. Sonntag, 2., von 19,30 bis 22,15 Uhr: Erstes Gastspiel Umberto Urbano: Amelia oder Ein Maskenball. Montag.^3., von 19,30 bis gegen 22,30 Uhr: Der Wildschütz. Schauspielhaus. Sonntag, 26. Mai, von 20 bis gegen 22,15 Uhr: Katharina Knie. Montag, 27., von 20 bis gegen 22,15 Uhr: Katharina Knie. Dienstag, 28., von 20 bis gegen 22,15 Uhr: Kater Lampe. Mittwoch, 29., von 20 bis gegen 22,45 Uhr: Was Ihr wollt. Donnerstag, 30., von 20 bis gegen 22,15 Uhr: Katharina Knie. Freitag, 31., von 20 bis gegen 22,15 Uhr: Kater Lampe. Samstag, 1. Juni, von 20 bis gegen 22 Uhr: Das Gerücht. Sonntag, 2., von 20 bis gegen 22,15 Uhr: Katharina Knie. Montag, 3., von 20 bis gegen 22,15 Uhr: Kater Lampe. Brieflasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 6. ID., Gleiberg. Beantragen Sie durch Ihren Rechtsanwalt eine neue Entscheidung des Prozeß- gerichts. 3. h., Lang-Göns. Nach den gesetzlichen Bestim- mungen ist ein Mädchen, das als Zigarrenmacherin zu den Nichtfacharbeitern gehört, verpflichtet, die ihm bei Arbeitslosigkeit vom Arbeitsamt zugewiesene Beschäftigung als Kindermädchen anzunehmen. Lehnt das Mädchen die 'Annahme dieser Arbeit ab, fo hat es die Unterstützung auf die Dauer von vier Wochen verwirkt. Diese Sperrzeit wird auf die 26wöchige Dauer der Unterstützung angerechnet. 3. 6., Gießen. Wenn Ihre Räume der Zwangswirtschaft nicht unterliegen und eine vereinbarte, also nicht die gesetzliche Miete gezahlt wird, so haben Sie nur d i e Zahlungen zu leisten, die in dem Mietvertrag vorgesehen sind. L. Sd)„ Eifa. Wenn sich bei einem Tanzver- gnügen eine Schlägerei ereignet, so hat der Polizeidiener die Pflicht, für die Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung zu sorgen, und gegebenenfalls auch das Recht, zu diesem Zwecke die Fortsetzung eines Tanzvergnügens zu verbieten. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 26. Mai. Trinitatisfest. Sladttirche. 8 Uhr: Pfarrer Becker; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Markus- gemeinde; 9.30: Pfarrer Mahr; 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde; Pfarrer Mahr. — 3ohan- neskirchc. 8: Pfarrer Ausfeld; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Johannesgemeinde; 9.30: Pfarrer Bechtolsheimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde; Pfarrer Bechtolsheimer; 8: Bibelbesprechung im Iohannessaal; Pfarrer Ausfeld. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrer Lenz; Christenlehre für die Neukonfirmierten der Luthergemeinde; 10.45: Kinderkirche. — Elisabeth- Kleinkinderschule. 8.15: Christenlehre für die Neu- konfirmierten der Petrusgemeinde; 9.45: Pfarrer Lic. 2Baas. — Klein-Linden. 10: Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Wieseck. 9.30; 10.45: Christenlehre. — Allen-Vuseck. 10; 1. — Kirchberg. 10: Kirchberg; 11: Christenlehre für die männliche konfirmierte Jugend; 1.30: Lollar. — Hausen-Garbenteich. 10: Garbenteich; Christenlehre, 1: Hausen. — Watzenborn-Steinberg. 9: Christenlehre; 10: Hauptgottesdienst. — Lich. 9.30: Stiftspfarrer Lic, Schorlemmer. Katholische Gemeinden. Samstag, den 25. Mai. Gießen. 4.30 und 7 Uhr: Beichte. Sonntag, den 26. Mai. I. Sonntag nach Pfingsten. Fest der heiligsten Dreifaltigkeit. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Frauen und Iungfrauen-Kongregation; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 2: Andacht mit Segen, darauf Predigt; Aufnahme neuer Mitglieder in die Jungfrauen- Kongregation. — Grünberg. 9.30: Messe mit Pre- digt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt. — Nidda. 8.30? Hochamt mit Predigt. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. Solintagödrciltt v.Rernc n. Wvotbcteii am 26.5.29 Frau Dr. Marr. Dr. Plocb. Engelavolheke. Zahnarzt: Dr. Adam. "D ^uckerkrankheitßf) ist heilb. ohne Diätzwang. Wie, zu err o. d. Königrkreuzapotheke Göllheim 69 (Pfalz). 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