ft (2* > !'LZL whenZ^ru kl. ®eim 6hi6r rf*5 te m* lt6N>l tUD*NtgJ kft“* Gerichten- Der Äb°tf und Äfe 1 den *£* ^nLeltdU ,25 ®Qj|e. etnbauen, too mit SU rechnen iS stundenlange- ckstembrennereie » Kontrolliem durch totL Snl« -ntgegengetreten ' ^atsberatüng 1 ge, !evuhrrn und Straßen- ; von der Haupt, «ach der Schiefer, vollen die An. - Die (Semeinbe, Dcrtoendung von e und bei Durch. 1 Schacht bei der ls durch die Der- Selände den 2n< r AnerkennungS. 22. Mai. Heute im Hause Den. sion, die durch Benzin und orgerufen wurde. ) beschädigt wi Ein entstan- Feuerwehr, die len war, gelöscht W- MwW Titzn, oüw. 0 P.'S., vnmü Wne, unter nun- itn Mingungen verlaufen. l($L9 Tchlich, Südaiilage 7. w fit S-bn'K Wk , 41 KaufgesucheJ Mo-Kaui örioletlod.WJjJ bestem ä {jjj WZ ^schiedenes] fepPicb?„, L-ZS S^F '^Guigeb^^ AM MW iß lackiert,inst neu 'iäro.i.öcttoukn. Zusehen »wislben .2 unb 2UI)r bei Mg, ffilsonitr. 9 j. Zleibank. 7 Freitag, •n 21.Mai. M Uhr ab oM Nr. 119 Erster Blatt 179.3af?rgang Zreitag, 2\. Mal 1929 Erschein» löglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblättei Heimat im Bild Die Scholle Bezugspreis für 2 Wochen: 1 Reichsmark und 15 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick und Verlag: vrühl'sche UniverfitSlr-Buch- und Zleindruckerei R. Lange in Gießen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraste 7. Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- Klarneanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20°/, mehr. Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Gießen. —————" Dr. Vogler legt sein Gachverständigenmandat nieder. Berlin, 23.2TlaL (XU.) Wie nunmeher atnl- 11 ch b e ft ä t i g f wird, Hal Generaldirektor Vogler der Reichsregierung mitgeteilt, daß er seinen Posten als Sachverständiger im Pariser Sachverständigenausschuh niedergelegt habe. Zu seinem Nachfolger ist Geheimrat ft a st l ernannt worden. Zu dem Rücktritt Dr. Voglers erfahren wir noch, daß sich Dr. Vogler bereits seit lieber- reichung der deutschen Gegenvorschläge zu dem Owen Poungschen ftompromih- plan mit dem Gedanken getragen hat, seine Gewissensbedenken durch ein Ausscheiden aus den Beratungen zum Ausdruck zu bringen. Als freier und für sich unabhängiger Sachverständiger hat felbff- verständlich jedes einzelne Mitglied der Pariser Konferenz es lediglich vor feinem eigenen Gewiffen zu verantworten, ob es die Teilnahme an den Verhandlungen für zweckmäßig und fruchtbar zu halten vermag. Die Entscheidung, für feine Perfon diefe Frage zu verneinen, hat Dr. Bögler gestern getroffen, nachdem aus der Antwort der G 1 ä u b i g e r f a ch v e r st ä n d i g e n ihm flar geworden ist, wie diese auf die deutschen Vorschläge und Vorbehalte reagiert haben. Die Gründe des Rücktritts. schon der Young Vorschlag für Dr. Bögler unannehmbar. Berlin, 23.Mai. (TU.) Zum Rücktritt Dr. Böglers nimmt der Chefredakteur der „Deutschen Allgemeinen Zeitung", die bekanntlich Dr. Bögler nahesteht, und deren Ausführungen aus diesem Grunde Beachtung verdienen, u. a. wie folgt Stellung: „Cs handelt sich bei den Rücktrittsabsrchten Dr. Böglers um einen Entschluß, der im Grunde schon fünf bis sechs Wochen zurück- liegt. Herr Dr. Bögler hat damals bet der Ueberreichung des TZoungschen Memorandums keinen Zweifel darüber gelassen, daß er dieses Memorandum in der Form, die es bei der Ueberreichung hatte, für unannehmbar hielt. Diese Mitteilung hat er auch der Regierung gemacht. Er hat schliehlich, um einen Beweis des guten Willens zu geben, sich damit einverstanden erklärt, über den Boung-Plan zu verhandeln, wenn eine Anzahl, im ganzen zehn, Vorbehalte von der Gegenseite akzeptiert wurden. Bekanntlich hat sich die deutsche Gesamtdelegatton diesen Standpunkt zu eigen gemacht. Sie hat den Poung-Plan unter der Boraussehung angenommen, daß die Gegenseite ihn gleichfalls annimmt und zweitens, daß die deutschen Vor- behalte Berücksichtigung finden. DieseBor- behalte stellen nicht etwa eine Privatarbeit Dr. Böglers dar, sondern sind in der deutschen Delegation einstimmig beschlossen worden. Dr. Vogler hat bei seiner Stellungnahme auf folgende Punkte das Hauptgewicht gelegt: Einmal dürfte er eine Ausdehnung der Tributpflicht auf 58 Jahre an sich für unerträglich halten. Cs liegt die Tleberlegung nahe, daß man einem arbeitsamen und sparsamen Dock' und insbesondere dessen junger Heranwachsender Generation wohl sagen kann, daß es notwendig ist, infolge des verlorenen Krieges auf Drei- bis Dierjahrzehnte eine schwere Last auf sich zu nehmen, aber Sechsjahrzehnte mit diesen drückenden Abgaben zu belasten, ist wohl schon psychologisch unmöglich. Dazu kommen, nicht nur nach Ansicht Dr. Voglers, sondern nach Ansicht aller Sachverständigen, die Summen, über die sie verhandelten und diediedeutscheLeistungsfähigkeit weit übersteigen. Unter solchen Umständen mußte eine klare und eindeutige Revrsrons- forme! geschaffen werden, die es ehrlichen Leuten allein ermöglichen könnte, einer solchen Belastung evtl, zuzustimmen. Diefe Revlswns- oder Sicherheitsklausel ist praktisch gefallen, praktisch sind die Kompromißvorschlage, die die deutschen Vorbehalte hinsichtlich der restlichen 21 Jahre enthielten, gleichfalls a b g e l e h n t worden. In dieser Situation glaubt offenbar Dr. Vogler die Verantwortung für die Zustimmung nicht übernehmen zu können und es scheint uns äußerst zweifelhaft, ob überhaupt irgend lein a n d diese Verantwortung zu übernehmen in der Lage ist. Dr. Schacht befindet sich gegenüber dem erpresserischen Machtwillen der Hauptgläubigerstaaten in einer Situation, die sich von der Dr. Voglers kaum unterscheidet. Oie Meinung der presse. B e r I i n , 23. Mai. (TU.) Der Rücktritt Dr. Böglers wird von der gesamten Berliner Presse eingehend behandelt. Die „Vossische Zeitung" glaubt berichten zu können, daß entscheidend auf den endgültigen Entschluß Böglers der Druck eingewirkt habe, der von der Schwerindustrie unter Führung Fritz Thyssens ausgeübt worden sei. Die Hugenbcrg nahestehende Gruppe der Schwerindustriellen habe „verantwortungslos und jeder Kontrolle entzogen ihre Macht geltend gemacht", um den ihr wirtschaftlich verbundenen deutschen Sachverständigen in ihrem Sinne bestimmend zu beeinflussen. 3m übrigen betont das Blatt, daß das Zusammentreffen der offiziellen Mitteilung über Böglers Rücktritt mit der Verschärfung der sachlichen Gegensätze in Paris eine sehr ernste Situation geschaffen habe. Das „B e r I. Tageblatt" betont ebenfalls, daß Bögler auf den Druck der rechtsstehenden Führer der Schwerindustrie zurückgetreten sei. Das Blatt bezeichnet das als um so bedauerlicher, als der Moment, in dem der zweite Hauptdelegierte die deutsche Delegation verlasse, ein besonders schwieriger fei. Daß dieser Vor- stoß eines Teils der Schwerindustrie Bögler gegenüber Erfolg gehabt habe, müsse um so mehr befremden, als Bögler Mitglied der Volkspartei sei. Der Pariser Berichterstatter des Blattes berichtet aus Paris, daß der Rücktritt Dr. Böglers in den einzelnen Delegationen eine gewisse Bestürzung hervorgerufen habe. Aus der Pariser Atmosphäre lasse sich die Demission folgendermaßen erklären: Sie dokumentiere nach außen hin die Wandlung der Konferenz in eine in er ft er Linie politische Beratung. Dr. Bögler sei offenbar nur bereit gewesen, als ein wirtschaftlicher Sachverständiger Deutschlands Interessen zu vertreten, während seine Kollegen allem Anschein nach die Absicht hätten, auch unter den veränderten Umständen weiterzuarbeiten Der „Vorwärts" bezeichnet den Rücktritt als ein Ergebnis von Vorgängen, die sich in Kreisen der deutschen Schwerindustrie vollzogen hätten und meint, daß hinter Vogler und seinem Rücktritt Kreise ständen, die in internattonalen Verhandlungen stets eine sehr unglückliche Hand bewiesen hätten. Vogler habe die deutsche Delegation in einem Augenblick verlassen, in dem sie in einem überaus schwierigen Endkampf stand. Das mache sein Verhalten noch weniger verständlich. Ob das deutsche Volk und die Wirtschaft besser führen, wenn in Paris nichts zustande komme, als wenn ein schwer erträgliches Komp romiß geschlossen werde, sei eine Frage der reinen Zweckmäßigkeit und der taktischen Auffassung. Vom Arbeiterstandpunkt aus könne nur gesagt werden, daß ein Scheitern der Pariser Verhandlungen für die Massen des schaffenden Volkes bedrohlichere Folgen hätte, als für die sogenannten Wirtschafts- führer. In der „Germania" wird ausgeführt: „Dr. Böglers Rücktritt ist nicht nur eine persönliche Kundgebung und Meinungsäußerung, vielmehr muß man berücksichtigen, daß er zum Mitglied der deutschen Delegation eben deswegen von der Reichsregierung ernannt worden ist, weil er einer der repräsentativsten Vertreter der unmittelbar Werte schaffenden Wirtschaft ist. Deshalb ist weiter sein Rücktritt als wicktiges Zeichen für die skeptische Beurteilung der Pariser Entwicklung durch bedeutende Kreise der Wirtschaft und als W a r n u n g s s i g n a l an alle Verhandlungsparteien auf der Reparationskonserenz anzusehen." — Die „D. A. Z.", die die Beeinflussung Dr. Vöglers durch irgendeine deutsche Industrie- gruppe in Abrede stellt, betont, daß dasjenige, was als Forderung der Gläubiger heute aus Paris gemeldet wird, grundsätzlich für keinen einzigen mit diesen Fragen befaßten Menschen annehmbar sein kann, nicht nur für Dr. Vögler nicht." — Die „B ö r s e nz e i t u n g" wendet sich ebenfalls gegen den Artikel Bernhards in der „Vofsischen Ztg." und stellt fest, daß in, diesem Artikel die rheinisch- westfälische Industrie mit Schmähungen überhäuft und Dr. Vögler durch die U n t e r st e l l u n g beleidigt werde, er habe seinen Entschluß u n - ter ungeheurem sozialen und wirtschaftlichen Druck gefaßt. Das Blatt gibt dann Der Ueberzeugung Ausdruck, daß die Beschimpften sich selbst zur Wehr setzen würden und wendet sich dann gegen den Abgeordneten Bernhard, der verlangt habe, daß deutscherseits die Verhandlungen den starren Wirtschaftlern genommen und in die weicheren Hände der Politiker gelegt würden. Aus Wut darüber, daß dieser politische Plan mißlungen sei, drehten diese Kreise den Spieß um und beschuldigten Dr. Vögler und die Schwerindustrie politischer Machenschaften. — Die „Deutsche Tageszeitung" meint, daß man für die Haltung Dr. Vöglers nur volles Verständnis aufbringen könne. Es sei eine üble Diskre - biti o n feiner Persönlichkeit, wenn man in den Linksblättern den Versuch mache, Dr. Vögler als ein willenloses Werkzeug gewisser schwerindustrieller Kreise hinzustellen. Die „schamlose Hetze", die aus diesem Anlaß von der Linkspresse entfesselt werde, stelle einen Höhepunkt nationalerWürde- losigkeit dar. Die „Deutsche Tageszeitung" hofft, daß die Reichsdelegation ebenso wie die Reichsregierung sich endlich zu dem Entschluß aufraffe, hier dem für Deutschland entwürdigenden Spiel ein Ende zu machen. Oie Auffassung in London. ManwünschiOeutschland die Schuld an demScheiiern der Konferenz zuzuschieben. London, 23. Mai. (TU.) Die Ansichten über die Wirkung des Rücktrittes Dr. Voglers aus dem weiteren Verlauf der Pariser Verhandlungen sind in London geteilt. 2n Finanz- und politischen Kreisen, die seit längerer Zeit auch während der verschiedenen Krisenpunkte unentwegt an der Ansicht festhielten, daß die Konferenz nicht ohne jedes Ergebnis auseinandergehen werde, ist auch heute ein ausgesprochener Pessimismus nicht zu verzeichnen. Die Wirkung des Rücktrittes Voglers, die eine gewisse symptomattsche Bedeutung hat, wird zwar nicht verkannt, aber man glaubt, daß der innere Zwang der Pariser Verhandlungen schließlich über alle Hindernisse siegen werde. In extremen konservativen Kreisen wird die am Donnerstag früh bereits vom „Daily Mail" angedeutete Linie eingenommen und die publizistische Vorbereitung für die Ab - schiebung der vollen Schuld an einem möglichen Scheitern auf Deutschland getroffen. Die „Cvening Rews", das Abendblatt des berüchtigten Rothemere-Kon- zerns, bringt die tendenziöse äleberschrist: Herr Vogler tanzt nach der Pfeife von Herrn Krupp. Die übrige Presse schließt sich dieser Tendenzmache nicht an. Es ist aber sehr wahrscheinlich, daß ein deutsches Beharren auf der gegenwärtigen Ablehnung von den Tributgläubigern mit der deutschen Schuld an einem Scheitern der Konferenz gleichgestellt würde, da für die gegenwärtige zahlenmäßige Differenz zwischen dem ersten amerikanischen Plan und den letzten Forderungen der Alliierten kein Hnter- schied mehr bestehe, der einen Abbruch nach alliierter Ansicht rechtfertigen würde. Dieser Hinweis liegt nahe, nachdem man von deutscher Seite die Leistungsfähigkeit gewissermaßen über Rächt von 1650 Millionen auf 2050 Millionen heraufsetzte. Angesichts dieser Sachlage wird es sehr schwierig sein, der Welt plausibel zu machen, bah der Hauptton der deutschen Zustimmung zu dem Doungvorschlag auf öen deutschen Vorbehalten lag, zumal auf der Gegenseite die Tatsache propagandistisch unter den Tisch fällt, daß die Frage der 21 Schuldenjahre der Alliierten nach dem 37.Tri- butjahr sowie das abgelehnte Aufbring- Moratorium für die deutsche Abordnung u n- überwindbare Schwierigkeiten bereiten. Oie Denkschrift der Gläubigerstaaten in Berlin eingegangen. Berlin, 24. Mal. (TU.) Die Denkschrift der Gläubigerstaaten ist am Donnerstagabend in Berlin eingetroffen und wird von den zuständigen Regierungs st eilen geprüft. Das Kabinett wird sich voraussichtlich nach der Rückkehr des Reichskanzlers M ü l l e r, die für den heuttgen Freitag erwartet wird, mit dem Stand der Pariser Verhandlungen und mit der Denkschrift befassen. Wie die „DAZ." erfährt, haben am Donnerstag Besprechungen der an der Kriegsentschädigungsfrage interessierten M i n i ft e r des Auswärtigen, der Finanzen und der Wirtschaft stattgefunden. Eine Stellungnahme dazu komme zunächst nicht in Frage, da die Sachverständigen in Paris erst Stellung nehmen müßten. Dreistündige Aussprache in paris. Pause in den Besprechungen Paris, 23. Mal. (WB.) Die deutschen Delegierten Dr. Schacht unb ft a ft l haben mit den vier Vertretern der ©läubigernafionen Addis, O u e e- nay, Pirelli unb (Butt heute nachmittag in Anwesenheit amerikanischer Delegationsmitgliebet eine eingehenbe, nahezu dreistündige Aussprache über die Antwort der ÖJläubigerbelegationen gehabt, ohne daß irgendwelche Beschlüsse gefaßt worden sind. Die Gläubigervertreter werden nunmehr ihre Delegationen über den deutschen Standpunkt unterrichten; erst dann werden die Besprechungen hierüber weitergehen. Inzwischen werden voraussichtlich zwischen Dr. Schacht, Owen Poung und Sir Josiah Stomp Besprechungen über andere Fragen geführt werden. Wenig Hoffnung. Englische Pressestimnten zum Stand der Reparationskonserenz. London, 24. Mai. (WTB. Funkspruch.) lieber den Stand der Pariser Verhandlungen äußert sich der diplomatisch« ftorrefponbent des „Daily herald" wie folgt: Die Lage ist derart ernst geworden, daß sogar der Rücktritt Dr. Voglers zu einem unwesentlichen Zwischenfall geworden ist. Der wichtige Faktor ist, daß die deutsche Delegation wesentliche Teile der alliierten Denkschrift als völlig unannehmbar betrachtet. Rach vier Monaten scheinen die Sachverständigen, wenn nicht ganz so weit wie ursprünglich, so doch immer noch in beängstigendem Ab st and vom Ziel zu fein. Die Aussicht auf eine baldige Vereinbarung, die vor einigen Tagen gut schien, ist völlig geschwunden. Dem Pariser Korrespondenten der „Daily Rews" zufolge, herrschte gestern abend in französischen Kreisen düstere Stimmung. Der Pariser Korrespondent der „Time s“ meldet: Dr. Schacht deutete gestern nachmittag öffentlich an, daß vom deutschen Standpunkt aus die Lage verzweifelt ist. Zweifellos ist in deutschen Kreisen durch die neuen Vorschläge viel (Erbitterung entstanden und deutsche Beobachter, die bisher dringend für Versöhnung eintraten, sprechen heute in einem anderen Ton. Die Annahme, daß Dr. vögler von einer Gruppe deutscher Industrieller zum Rücktritt gezwungen wurde, erscheint ganz ungerechtfertigt. Oie Laieranveriräge vor dem römischen Senat. Rom, 23.Mai. (WB.) 3m Senat begann die Diskussion über die Lateranoerträge. Der Senat war voll besetzt. Auch zwei Prinzen aus dem königlichen Hause, nämlich die Herzöge von Apulien und Pistoja, hatten ihre Senatorensitze eingenommen. Es sprachen fünf Senatoren, darunter Senator B e v i o n e, der aus dem liberalen Journalismus stammt. Seine Rede erregte ein gewisses Aufsehen. Er erklärte zunächst, daß die Aussöhnung zwischen dem Vatikan und dem Quirinal bei den französischen Rechtsparteien große Besorgnis erregt hätte. Er polemisierte dann gegen bi e Ansprache b e 5 P a p st e s an die Schüler des Fesuiten-Gymnasiums von Montragone, der gegenüber er die Rechte des Staates bei der Erziehung berIugend unterstrich. Die Rede Beoiones würbe von allgemeinem Gemurmel auf ber rechten Seite bes Hauses unterbrochen, als er bie Behauptung aufstellte, baß selbst bann, wenn das Konkordat aufhören würde zu existieren, der Aus- söhnungsoertrag nicht mehr rückgängig gemacht werden könnte. Wie verlautet, soll im weiteren Verlauf der Debatte namens der Opposition der berühmte Philosoph BenedettoCroce eine Erklärung verlesen. Opfer der G. P. Ll. Angebliche Gegenrevolutionäre in MoSlau hingerichtet. Moskau, 23. Mai. (Telegraphenagentur der Sowjetunion.) Eine amlliche Mitteilung gibt bekannt, daß die staatliche politische Verwaltung (G. P. U.) im Eisenbahnwesen und in der Gold- und Platinindustrie 3 ro e i gegenrevolutionäre Organisationen aufgedeckt habe, die den Sturz der Sowjetmacht durch Sabotageakte, Desorganisation unb burch Unterstützung einer ausländischen Intervention anstrebten. Die führende Rolle in der ersten Organisation spielten der frühere Vorsitzende der Direktion und Großaktionär der privaten Bahn Moskau—Kasan, v. Meck, unb der ehemalige Chef des Transportwesens im kaiserlich-russischen Generalstab, Welitschko, die beide in der letzten Zeit bedeutende Posten im Verkehrskommissariat bekleideten. Der Führer ber zweiten Organisation war der ehemalige Finanzminister für Handel unb Industrie im Kabinett Kerenskis Paltschinski, der zuletzt als Professor am Leningrader Institut für Berg- unb Hüttenwesen tätig war. Die genannten Persönlichkeiten würben burch Beschluß bes Kollegiums der G. P. U. gestern zum Tobe verurteilt; bas Urteil ift bereits voll streck t. Die übrigen Teilnehmer ber Organisation wurden zu Gefängnisstrafen von verschiedener Dauer verurteilt. Oer WoldemaraS-Attentäter zum Tode verurteilt. Kow n o, 23. Mai. (WTB.) Der unter dem Verdacht der Beteiligung am Attentat auf den litauischen Diktator Wolde in a r a s verhaftete Student D 0 sylius hat gestanden, daß er an der Tat beteiligt war. Er hat die Rarnen einiger Mitschuldigen angegeben und den Studenten G u d e l i s als denjenigen bezeichnet, von dem der Plan zu der ganzen Tat herrührt. Gudelis ist bereits gestern vorn Kriegsgericht zum Tode verurteilt worden. Oer Weltverband derVölkerbuudsligen fordert die allgemeine Abrüstung. Madrid, 22. Mai. (TU.) In der Vollversammlung des Weltverbandes der Völkerbundsligen, die am Mittwoch unter dem Vorsitz deS Grafen Bernstorff stattfand, wurde eine von dem belgischen Vertreter Rollin eingebrachte Entschließung angenommen, in der die Beschleunigung der Abrüstung durch Abschluß von Sicherheitsverträgen vorgeschlagen wird. In der Aussprache erklärte der deutsche Vertreter R h e i n b a b e n, daß Deutschland in den Fragen der Entwaffnung und Abschluß von Sicherheitsverträgen am weitesten fortgeschritten sei und daß Deutschland auch weiterhin bereit sei. am Ausbau eines Systems von Sicherheitsverträgen mitzuarbeiten, um dadurch die allgemeine Abrüstung zu beschleunigen. Lord Robert Cecil als Vertreter Englands hob die rege Mitarbeit ber deutschen Abordnung hervor und betonte, daß zur Forderung der Friedensbewegung ein weiterer Gesichtskreis als der rein nationale unerläßlich sei. Der französische Vertreter Jouvenel wies auf die aufopfernde Arbeit des Grafen Bernstorfs in der Entwaffnungsfrage hin und begrüßte das Zustandekommen der gemeinsamen Entschließung. Die Wetterlage. chm zu Besuch weilenden Professor Pollat» sek nur durch eine sofortige Operation, die mit dem Federmesser vorgenommen wurde, gerettet werden. Seitdem hatte sich sein Zustand gebessert und man wollte Balint bereits in seine Billa bringen, als eine plötzlich« Herzschwäche auf- trat, infolge deren er das Bewußtsein verlor und nach wenigen Stunden starb. der 5. Reichswehrdioision in Stuttgart die französischen Offiziere auf deutschem Boden herzlich will- kommen. Löschen in den verschiedenen Stockwerken selbst außerordentlich erschwerte, so daß der Brand nur von der Erde und von den Bachbargebäuden auS schließlich bewältigt werden konnte. Postautounglück bei Osnabrück. Am Mittwochabend fuhr in der Bähe des Bahnhofes Teklenburg ein Osnabrücker Post- auto mit etwa 20 Personen infolge Versagens der Bremse gegen einenTelegraphenmast. Bach den bis letzt vorliegenden Meldungen sind zehn Personen schwer verletzt. Der christliche Arbeitersekretär Weißhaupt aus Datteln wurde getötet. 3m Barnen der französischen Fahrt - teilnehrner, die größtenteils in Uniform waren, sprach darauf der stellvertretende Marine- chef im französischen Luftfahrtministerium, Ma. rineingenieur Kahn, in herzlichen Worten sei. nen Dank aus dafür, daß ihnen Dr. Eckener diese prächtige Fahrt zukommen lieh. Die während dieser Fahrt gewonnenen Eindrücke würden ihm und seinen Begleitern unvergeßlich bleiben. — Auch d i e einzige an Bord befind, l i ch e Dame, die Amerikanerin Miß Mary P i e r g e kam mit den übrigen Fahrtteilnehmern freudestrahlend und in glänzender Verfassung über die Schiffstreppe herunter. Als einer der letzten verlieh Dr. Eckener den „tytu Zeppelin" und wurde von feiner Gattin in Emp- fang genommen. Bach dem kurzen Degrühungs- akt leerte sich die große Halle rasch. Die fron- . „ - , - -—, ---- zösischen Fahrtteilnehmer fuhren, ebenso wie die k ü st e eingestellt werden, meisten anderen Passagiere, in Begleitung von Bremer Vulcan in Deg Bombenanschlag auf das Landratsamt in Itzehoe. Itzehoe, 23. Mai. (WB.) In der vergangenen Bacht gegen 2 Uhr wurde gegen das hlesige Lanbratsamt ein Bombenattentat verübt. Die Wirkung war ungeheuer: nicht nur Landratsamt, sondern fast in der gesamten Straßenflucht wurden alle Fensterscheiben zertrümmert. Im Landratsamt wurden außerdem kwe ganze Reihe von Türen zertrümmert. Man Nimmt an, daß es sich um einen großen Domben- schläger handelt, der offenbar mit einer hochgradigen Sprengladung geladen war. Der Landrat. dem daS Attentat offenbar galt, war nicht anwesend. Der Anschlag ist. wie die Telegraphen- Unwn erfährt, mit Boburit, einem noch ge- fährlicheren Sprengstoff als Dynamit, ausgeführt worden. Wäre die Ladung mit etwas Sachverstand angelegt, dann hätte die Wirkung eine noch weit furchtbarere werden müssen und das ganze Gebäude leicht in Trümmer gehen können. Der Luftdruck bei der Explosion war ungeheuer stark. Die Einwohnerschaft der benachbarten Straßen stürzten, aus dem Schlafe geweckt, entsetzt auf die Straße Die Zerstörungen im Landratsamt haben sich als viel umfangreicher herausgestellt, als man im ersten Augenblick annehmen konnte. In den Bäumen des ersten Stockwerkes liegt alles wüst durcheinander. Die Inneneinrichtung ist starkdemoliert. In den benachbarten Häusern sind ebenfalls alle Fensterscheiben und die Schaufenster der Läden eingedrückt. Ein von der Ihehoer Polizeibehörde festgenommener Mann, der verdächtig war, dos Attentat auf das Landratsamt ausgesührt zu haben, mußte laut „Vorwärts" inzwischen wieder freigelas- s e n werden, da er an der Tat vollkommen unbeteiligt ist. Schlichiungsverhan-lungen der Eisenbahner. . U n -23. Mai. (D.D.Z.) In dem Lohn- konflckt der Eisenbahner werden am Freitagmit. tag im Beichsarbeitsministerium Schlichtungsverhandlungen stattfinden. In unterrichteten Kreisen wird es jedoch als außerordentlich zweifelhaft bezeichnet, daß eine Einigung zustande kommen könnte. Es ist daher anzunehmen, daß unmittelbar im Anschluß an die Schlichtungsverhandlung eine Schlichtungskammer eingesetzt wird, zu der beide Verhandlungsparteien je vier Vertreter zu entsenden haben. Ort der nächsten Tagung Frankfurt a. M. Die Frage der Amtsbezeichnung soll nach Einvernehmen mit den Dezirksvereinen einer späteren Lösung Vorbehalten bleiben. Ernste Klagen wurden über die Berufsüberfüllung geführt, obwohl anzuerkennen sei, daß der Bachwuchs numerisch nachgelassen habe. Eine Entschließung fand Annahme, die die ganz besondere Eignung der Aspiranten für den Chemikerberuf unterstreicht. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht. Die neunte Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Völkerrecht begann in Köln unter starker Beteiligung von Fachkreisen. Ueber die besondere Bedeutung engster persönlicher und sachlicher Beziehungen zwischen Diplomatie und Völkerrechtswissenschaft sprach Geheimrat Martins, Referent für Völkerrecht im Auswärtigen Amt. Ministerialdirigent Mettgenberg, Referent für Völkerrecht im Reichsjustizministerium, überbrachte die Grüße und Wünsche dieses Ministeriums. Bamens der juristischen Fakultät der Universität Köln trat Professor S t i e r - S o m l o für das Heraustreten der Dölkerrechtswissen- schaft aus der bisherigen mehr internen wissenschaftlichen Arbeit zugunsten einer Behandlungs- Weise ein, die mehr als bisher den aktuellen Bedürfnissen der breiten Oeffentlichkeit dient. Rechtsanwalt Dr. Ernst Frankenstein hielt ein Referat über die Grundsätze des internationalen Privatrechts in beweglichen Sachen. Das Berliner Gastspiel der Mailänder Scala beginnt Mit der Aufführung von Verdis „Falstaff" in der Staatsoper Unter den Linden leitete die Mailänder Scala ihr Gastspiel anläßlich der Berliner Festspielwochen ein. Das festlich gestimmte Publikum, unter dem man viele hervorragende An- gehörige der Reichs- und Staatsbehörden und der Diplomatie sowie Vertreter der Kunst und aller Kreise des gesellschaftlichen Lebens bemerkte, bereitete dem Dirigenten, Maestro Arturo loscanini bereits beim Erscheinen einen herzlichen Empfang. Das vollendete Zusammenspiel der Gäste und die hinreißende Kunst ihres Dirigenten riefen immer wieder dankbaren Beifall der gespannt lauschenden Zuhörerschaft hervor, die am Schluß den Gästen laut zujubelte. Ein deutscher Historiker in Portugal. Der bekannte Berliner Historiker Professor Dr. Otto H o e h s ch , unser ständiger außenpolitischer Mitarbeiter, hielt auf Einladung der Universität Coimbra einen Vortrag über den Wandel der Generationen in Deutschland feit 1888. Vorher hielt Professor Hoehsch auf Einladung des Gesandten von Baligand im Gesandtschaftsgebäude in Lissabon vor der deutschen Kolonie einen Vortrag über Gegenwartsfragen deutscher Innen- und Außenpolitik. Professor Hoehsch reift nach Madrid weiter, um dort gleichfalls Vorträge vor spanischen und deutschen Kreisen zu halten. Plötzlicher Tod eines bekannten Budapester Mediziner». Der Professor der Budapester medizinischen Fakultät und der bekannte Internist Rudolf D a - lint, ist im Alter von 55 Jahren gestorben. Mini litt seit Jahren an Schilddrüsen» krebs. Wie erinnerlich, hatte Professor Dalint vor zwei Monaten einen schweren Erstickungsanfall und konnte von dem bei „Graf Zeppelin" in Friedrichshafen glaii gelandet. wohlbehalten in seiner Halle. Oer (Start in Cuers. GlalteStartmanövermitHilfe französischer Truppen. Paris, 23. Mai. (WTB.) Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist um 20.25 Uhr in Euers-Pierreseu glatt gestartet. In Erwartung des Starts war bereits am Mittwoch eine große Anzahl Neugieriger nach Euers-Pierrefeu gekommen und hat dort die Nacht über gewacht in der Erwartung, daß das Luftschiff bereits Donnerstag früh abfliegt. Der Zustrom wurde im Laufe des Donnerstag noch stärker, zumal bekannt wurde, daß die Abreise endgültig heute abend erfolgen sollte. Um 18.30 Uhr trafen vor der halle mehrere hundert Mann Schützen in Khakiuniform, ferner Artillerie zu Pferde ein, sowie zahlreiche Abteilungen Gendarmen. Um 19 Uhr kam Dr. Eckener im Automobil auf dem Flugplatz an. Der Befehlshaber des Flugplatzes, Korvettenkapitän h a m o n , empfing Dr. Eckener und begleitete ihn zur Luftschiffhalle. Ein Mitglied der Besatzung des Zeppelins führte an einer Leine einen kleinen Affen mit, den der Direktor des Zoologischen Gartens von Eros-de-Eagnes der Besatzung des Zeppelins als Mascotte zum Geschenk gemacht hatte. Dieser Affe wird die Gorillaäffin ersetzen, die vor acht Tagen ihre Amerikareise unterbrechen und in den Zoologischen Garten von Eros-de-Eagnes gebracht werden mußte. Dr. Eckener schüttelt den versammelten offiziellen Persönlichkeiten die Hand und nimmt mit einigen in deutscher Sprache gesprochenen Worten Abschied. Die Startmanöver wurden mit der gleichen Präzision ausgeführt, mit der in der vorigen Woche die Einbringung in die Halle erfolgt war. Roch in der Halle wurden die Motoren angeworfen und wieder abgestoppt. Erft dann wurde das Hallentor geöffnet und von 40 bis 50 Mann Soldaten das Luftschiff anscheinend mühelos herausgezogen. Das Herausholen aus der Halle nahm etwa sieben bis acht Minuten in Anspruch. 200 Meter vor der Halle wurde Befehl erteilt, die Seile loszulassen, und Startmannschaft, etwa 100 bis 150 Mann, hielt das Luftschiff an der Gondel fest. Korvettenkapitän H a m o n , der die Startmanöver von der Erde aus leitete, stieg daraufhin an Bord. Alsdann wurde der Befehl erteilt, loszulassen. Sofort erhob sich das Luftschiff Die deutschen Passagiere riefen: „Auf Wiedersehen! Danke!" Die französischen Offiziere legten grüßend die Hand an die Mühe, und unter den Anwesenden, die dem Start beiwohnten, begann ein Beifallsklatschen. Es herrschte wirkliche Begeisterung. Der Zeppelin ging darauf hoher. Ballast wurde abgeworfen und das Luftschiff nahm bei Einbruch der Dunkelheit Kurs auf Toulon. In hellem Mondenschein entfernte sich das Luftschiff, so daß die Bevölkerung eS noch eine Zeitlang mit dem Auge verfolgen konnte. In der Bacht begann das Heimströmen Qwoikenios. O neuer. ® halb Dtdecni ® wolkig, • oedecki •Regen »Schnee a Graupeln. e Mebel K «Jewiiter.^Windstiiieo sei» I «unter Ost massiger Südsodwesu 7) stürmischer «ordwesl I Olt p, I len geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit gleichen! •uf Meeresniveau umgcremnelen Luftdruck Wettervoraussage. Das Wetterkartenbild zeigt keine wesentliche Aen- derung. Der hohe Druck lagert weiter im Nordosten und im Nordwesten, und über Frankreich lagern stoche Druckstörungen. Die Erwärmung nimmt weiter zu, so daß schwüles Wetter herrscht und später erneute Gewitterneigung eintritt. Wettervoraussage für Samstag: heiter, zeitweise bewölkt, später lokale Gewitterneigung. W e ttervoraussage für Sonntag: Wenig Aenderung der Wetterlage. Lufttemperaturen am 23. Mai: mittags 16,7 Grad Celsius, abends 14,2 Grad: am 24. Mai: morgens 14,4 Grad. Maximum 20,5 Grad, Minimum 7,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 23. Mai: abends 18 Grad: am 24. Mai: morgens 14,2 Grad Celsius. — Niederschlag 2,8 mm. — Sonnenscheindauer 5K Stunden. Amtlicher Reisewekterdienst der öffentlichen Wetterdienststelle Gießen. Bayern (Garmisch-Partenkirchen): Gestern warm und heiter: heute Südwind, 14 Grad, heiter. — (Berchtesgaden): gestern warm und heiter; heute Ostwind, 14 Grad, heiter. ®abcn (Baden-Baden): Gestern warm, teils heiter teils wolkig: l)eute Ostwind, 15 Grad, wolki- ges Wetter. — (Freiburg): Gestern heiter und warm: heute Südostwind, 17 Grad, wolkiges Wetter. Rheingebiet (Köln): Gestern warm und heiter, heute Südostwind, 18 Grad, heiter bis wolkig. — (Bad Dürkheim): Gestern warmer Tag und heiter, heute Südostwind, 15 Grad, heiter. Ä ü ft e (Westerland auf Sylt): Gestern warm, teils heiter, teils wolkig, heute Ostwind, 13 Grad, wolkig. — (Swinemünde): Gestern kühl, wolkiges Wetter, heute Nordostwind, 9 Grad, wolkiges Wet- ter. — (Borkum): Gestern kühl, teils heiter, teils wolkig, heute Südostwind, 15 Grad, wolkig. bet unzähligen Autos, die die Personen zurückbeförderten, die der Abfahrt beigewohnt hatten. Der Weg des „Gras Zeppelin". Bach dem glatten Start erschien das Luftschiff bereits um 23.30 Uhr über Valence, das in einer Höhe von 400 Meter mit einer Stundengeschwindigkeit von 100 Kilometer überflogen wurde. Am Freitag vormittag um 1.05 ilfjr befand es sich über Schweizer Boden. Die Stadt Genf wurde in etwa 200 Meter Höhe überflogen. Das prächtige Schauspiel lockte zahlreiche Schaulustige auf die Straßen. Der überwältigende Anblick des mit zahlreichen Positionslichtern erkennbar gemachten Luftschiffes dauerte nur wenige Minuten. Schon um 1.35 Uhr früh befand sich der „Graf Zeppelin" über Lausanne mit Kurs auf Freiburg. Um 2.19 ilfjr erschien das Luftschiff über Bern, überflog um 3 Uhr Luzern, um 3.25 Llhr Zürich, um 4 Uhr K o n st a n z und überquerte das Werftgelände um 4.35 Uhr. Die Landung. "Graf Zeppelin" wieder in der Halle geborgen. Friedrichshafen, 24. Mai. (W.T.D.- Funkspruch.) Gegen 5 Llhr kehrte der „Graf Zeppelin" von einer Schleifenfahrt über dem Bodensee, während der die Funkstation rwch zahlreiche Telegramme absandte, wieder zu der Werft zurück und begann bann, von Westen kommend, das Landungsmanöver. 5.04 ülhr sielen bereits die ersten Haltetaue zur Erde. Langsam und vorsichsig senkte sich das Schiff weiter und war — wie bereits gemeldet — um 5.10 Hfjr glatt gelandet. Die an Bord befindlichen sechs französischen Fahrgäste beobachteten von den Gondelfenstern aus mit großem Interesse die Landung sowie das Einbringen des Schiffes in die Halle, welches durch das westliche Tor erfolgte. An Bord herrschte, wie man während der Lan- dungsmanöoer vielfach zu beobachten Gelegenheit hatte, eine ausgezeichnete Stimmung, was nach der herrlichen Fahrt im Mondschein über das Schwei- 3er Bergland nicht wundernehmen konnte. Die vier Motoren, mit denen das Schiff die Fahrt an- getreten hat — die Heckmaschinengondeln waren leer — haben während der Fahrt tadellos gearbeitet und es wurden teilweise Geschwindigkeiten bis zu 112 Kilometer pro Stunde erzielt. Kurz nach dem Eintreffen des Schiffes in der Halle verließen die Passagiere die Gondel. Zur Begrü- ßung der französischen Fahrtteilnehmer, die mit Kapitän Lehmann dem Schiffe entstiegen, hatten sich neben Mitgliedern der Werft u. a. auch die Vertreter der Behörden eingefunden. Im Namen des Reichswehrministeriums hieß Major Gelte von Kunst und Wissenschaft. Die Breslauer Lhemikertagung. Im großen Saale des Breslauer Konzert- Hauses sand die Allgemeine Sitzung der deutschen Chemiker statt. Llnter großem Beifall der ^rsammlung vollzog der Vorsitzende Duden (Frankfurt) die Ehrungen. Geheimrat Prof. Dr. ph,l. et med. $anö Fischer (München) wurde für ferne meisterhaften Forschungen über Blut» unft Gallenfarbstoffe die Liebig-Denkmünze Der» Itefren,, Dr. plul Adolf Grün, Direktor der Chemischen Werke Grenzach und ordentlicher Honorarprofessor an der Universität Freiburg t^strde die Adolf-Daher-Denkmünze verliehen. Die Mitgliederversammlung wählte als Aus aller Wett. Bettung einer Flugzeugbesahung durch einen Lloyddampfer. Ber Dampfer „Lützo w" des Norddeutschen Lloyd hat unweit des Hoheweg-Leuchtturmes die beiden Insassen eines Wasserflugzeuges der Verkehrsfliegerschule Liszt, das aus bisher unbekannten örunben ab gestürzt war, gerettet. Als der Dampfer die genannte Stelle passiert hatte, wurde beobachtet, wie non zwei Flugzeugen, die in geringer Höhe oor dem Dampfer oorüberflogen und bann nordwärts abgeschwenkt waren, das eine absackte und auf dem Wasser aufschlagend sich überschlug u nd o e r sa n k. Die Insassen konnten sich auf die abgebrochenen treibenden Schwimmer retten. Der Dampfer „Lützow" drehte bei und setzte während dieses Manövers ein M o t o r b o o t mit einer Ret- tungsmannschaft aus, das die Flieger aufnahm. Stapellauf eines neuen Lloyddampfers. Die Frachtdampferflotte bei Bordbeutfchen Llovd, die besonders im letzten Jahre durch zahlreiche Beubauten .Saale", .Havel", .Schwabens .Franken", .Isar" u. a. ergänzt wurde, hat durch den vom Stapel gelaufenen Dampfer „Frankfurt" einen neuen Zuwachs erhalten Das auf dem Bremer Vulkan in Vegesack erbaute Schiff besitzt eine Länge von 133,72 Meter eine größte Breite von 17,07 Meter, mißt bei einer Wasserverdrängung von 13 450 Tonnen rund j 5600 Bruttoregistertonnen und ist nach der höchsten Klasse des Germanischen Lloyd gebaut. Friedhofsschändung in Köthen. Auf dem Köthener israelitischen Friedhof sind nachts sämtliche Grabdenkmäler von unbekannten Tätern umgeworfen und zertrümmert worden. Selbst schwere Steine wurden aus der Erde gerissen und an ihre Stelle Tierkadaver gelegt. 3roölf-2Tliüionen-Bubget zur Insektenbekämpfung. .Die französischen Behörden haben einen Betrag von 12 Millionen Franken zur Verfügung gestellt, um die Insektenbekämpfung 1 n Algier wirksam durchzuführen. Ein Heer von 60 000 Mann wird systematisch nach verschiedenen Methoden besonders den Heuschrecken zu Leibe gehen. Mit Flammenwerfern und Giftgasen soll vorerst ein Gelände von 9000 Hektar radikal von den Insekten befreit werden. I Großfeuer in einet Mannheimer Mühle. 3n Mann^im entstand in der Feudenheimer Dampf müh le von Sprengel & Sohn Großtuer, das sich bis um 7,1 Uhr früh bis ins Erdgeschoß des großen dreistöckigen massiven Gebäudes durchgefressen hatte. Der Feuerwehr war es, begünstigt durch die Windstille, bald gelungen, die benachbarten Wohnhäuser, in denen die Bewohner, in ihrer Bachtruhe gestört, erschreckt umherliefen, vor einem Uebergreifen der Flammen zu bewahren. In dem Gebäude lagerte Getreide, das beim Verbrennen e x - plofionsartig aufleuchtete unb daS Acht neue hapagdampfer. ..Die Hamburg-Amerika-Linie. die zu Beginn dieses Jahres acht schnellaufende Fracht- und Passagierdampfer bei verschiedenen Werften be- u^berte, gibt jetzt näheres über Barnen und spä- öere Verwendung dieser Schiffe bekannt. Vier Dampfer, von denen zwei bei Blohm & Voß und je einer bei den Howaldtswerken in Kiel und der Flensburger Schiffsbau-Gesellschaft in Oluf- trag gegeben wurden, sind für den Bieder- lanöifcbeu Indiendienst bestimmt und , werden die Bamen „Harz", „Taunus", .Eifel" .®raf I stuo ..Spessart' erhalten. Zwei weitere Dampfer (Bauwerft: Deutsche Werft in Hamburg) sollen unter den Bamen „Tacoma" und „Vancouver" in J>ie Fahrt ^nach Bordamerika-West- .. u-xiL Die beiden an den _ . „ „_ ----- —o-------„ ™-Jukan in Vegesack sowie die Ger» Kapitan Lehmann in Kraftwagen zum Kurgarten- mania-Werft in Kiel vergebenen Schiffe endlich Hotel, um sich zunächst zur Ruhe zu begeben, werden auf die Barnen „Staßfurt" und „Bitter» Vor den Toren der Werft hatten sich inzwischen getauft und nach ihrer Fertigstellung im zahlreiche Zuschauer versammelt, um die Ab- Australiendienst verkehren. Mit Ausfahrt, namentlich der französischen Offiziere, zu nähme der Dampfer „Harz" und „Taunus" die beobachten. Jeettoa 10 000 Tonnen tragen, besitzen sämtliche Or. Eckeners Dank C eine Tragfähigkeit von etwa 11 000 Tonnen. für Frankreichs (Haftfreundschatt Reichstagung der technischen Angestellten. Varis 23 ®ai (OMM H-v-s mriJL. ÄÄSM."™ » K.ft.tfssa u.6em 0tart -h »An den Herrn Luftfahrtmini st er mit der wirtschaftlichen und sozialen Lage c in Paris. Der tcd)nif$en Angestellten und Werkmeister zu In dem Augenblick, in dem das Luftschiff »Graf beschäftigen. In einer großen öffentlichen Kund» Zeppelin" die Flugzeugbasis Cuers-Pierrefeu gebung wird das Mitglied des Reichswirtschafts- verläßt, um nach Friedrichshafen zurückzukehren, rates, Ingenieur Emil Fromholz, Berlin, in lege ich Wert darauf, Eurer Exzellenz aufs neue einem Referate „Wirtschaft und Technik" zu' den den aufrichtigsten Dank zum Ausdruck zu Erfolgen der deutschen Technik, der Anteilnahme bringen für die so gastliche Aufnahme, die wir der technischen Angestellten und Werkmeister in Frankreich gefunden haben, und für den so hieran und den Forderungen, die die technischen wirksamen Beistand, den alle Zivil- und Militär» Angestellten an die Wirtschaft haben, Stellung behörden uns während unseres Aufenthalts in nehmen. Cuers-Pierrefeu geleistet haben. (< Beobachtung eines Meteoriten. GWi» Off- ■ o R r In Stofe on Trent (England) wurde ein Meteorit ofr-C ®r!r Offizier Le hm a nn sowie andere beobachtet, der ungefähr 30 Meter über der Erde Offmere, Sngenieure und Mannschaften des Luft» mit einem schar en Knall zersprana Kleine sich.b-gl-it-t von Stück-, hart wi- Stein. sl°g°n durch di- Luit und bem Defehlshccher des Flugplatzes Cuers-Pierre- die Dächer waren im Anschluß an diese Natur- W a ? ° Hr/“? &em erscheinung mit einem schneeweißen Pulver bedeckt. Hof der Ortschaft Pierrefeu begeben und am 1 Denkmal für die bei dem Unfall des Zeppelin- Lufsichiffes »Dixmuiden" ums Leben gekommene Besatzung einen Kranz aus Rosen niedergelegt, dessen Band die Inschrift trägt: »Der Befehlshaber des »Graf Zeppelin" den Opfern der »Dixmuiden". Itocxh rdeen- 19 ^oe Donnerstag, .Mai 1929,7' aDds. Äus der Provinzialhauptfiadi. Gießen, den 24. Mai 1929. Professor Or. Krausmüller t- An einem Herzschlag verstarb in der Rächt zum Donnerstag — wie wir gestern schon kurz berichteten — der Oberstudienrat Professor Dr. Georg Krausmüller im 59. Lebensjahre. Ein arbeitsreiches Leben, zu einem sehr groben Teile dem uneigennützigen Wirken im Dienste der Allgemeinheit gewidmet, das seinen Lohn in den sachlichen Erfolgen der ehrenamtlichen Tätigkeit erhielt, hat hier ein allzu frühes Ende gefunden. Am 29. August 1870 in Zell (Kreis Alsfeld) geboren, besuchte Georg Krausmüller zunächst von 1876 bis 1884 die Volksschule in Zell. Ostern 1884 trat er in die Quarta der Realschule zu Alsfeld ein, Ostern 1888 ging er in die Unter» prima des Realgymnasiums zu Gießen über, Ostern 1890 legte er in dieser Anstalt die Reifeprüfung ab. Er widmete sich dann auf der Landesuniversität dem Studium der Mathematik, Ostern 1895 folgte das Examen, hierauf von Ostern 1895 bis dahin 1896 die Seminarausbildung am Gymnasium zu Gießen. Am 29. Oktober 1900 promovierte er zum Dr. phil. auf Grund einer Arbeit über „Die Volksdichte der Groh- herzoglich hessischen Provinz Oberhessen". Dom 1. Februar 1897 bis zum 1. April 1905 war er in Homberg a. d. Ohm als Leiter der früheren Vürgerschule tätig, wo ihm am 1. April 1901 der Titel Rektor verliehen wurde. Seit 1. April 1905 wirkte er als Oberlehrer in Gießen am Realgymnasium und der Oberrealschule. Am 1. April 1910 wurde er zum Professor ernannt, am 1. August 1920 zum Konrektor der Oberrealschule, am 1. Dezember 1923 zum Oberstudienrat. 3n feiner ehrenamtlichen Betätigung war er von 1897 bis 1905 Vorsitzender des Orts- gewerbevereins Homberg a. d. Ohm, der ihn in dankbarer Würdigung seiner Verdienste zum Ehrenmitglied ernannte. Seit 1905 war er in Gießen zunächst Vorstandsmitglied, sodann Vorsitzender des Ortsgewerbevercins, weiter war er Geschäftsführer der Gesellschaft „Oberhessisches Haus" auf der Landesausstellung 1908 in Darmstadt, 1914 wirkte er als Vorsitzender der Gießener Gewerbeausstellung für Oberhessen und angrenzende Gebiete, während des Weltkrieges war er Vorsitzender der Kriegsbeschädigtenfürsorge, seit 1919 Stadtverordneter als Vertreter der Deutschen Volkspartei, vom Oktober 1924 ab Vorsitzender des städtischen Finanzausschusses. Ferner führte er seit zehn Jahren den Vorsitz der Deutschen Volkspartei in Gießen und 06er» Hessen, ebenso lange war er Mitglied des Ge» schäftsführenden Ausschusses des Landesverbandes der Deutschen Volkspartei in Hessen. Seine hingcbende ehrenamtliche Arbeit während des Weltkrieges fand dadurch wohlverdiente Anerkennung, daß ihm am 19.3uli 1916 das Allgemeine Ehrenzeichen mit der 3nschrift „Für Kriegsverdienste" und am 13. März 1917 das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen wurde. Mit dem Heimgange Prof. Dr. Krausmüllers hat nicht nur die Oberrealschule und das Gießener Schulwesen, nicht nur seine Partei oder das von ihm mit warmer Liebe betreute Gießener Handwerk und Gewerbe, sondern unsere Stadt in ihrer Gesamtheit einen außerordentlich schweren Verlust erlitten. Einer der besten Gießener Bürger, ein hervorragender Führer im Stadtratskollc- gium, der dort nicht etwa in erster Linie Parteimann, sondern vor allem immer Arbeiter für das Gesamtwohl war, ein Mann von lauterstem Charakter, beseelt von hohem 3dealismus und starkem Sinn für Gerechtigkeit, ein liebenswürdiger und stets hilfsbereiter Mensch ist hier in die Ewigkeit abberufen worden. Sein Schulamt hatte in ihm einen ausgezeichneten, mit voller Hingabe für die ihm anvertraute 3ugend wirkenden Pädagogen. Das Gießener Schulwesen in seiner Gesamtheit besaß in ihm einen warmherzigen und weitblickenden Förderer, der bei sorgfältiger und gerechter Abwägung aller Belange und 3nteressen stets für einen gesunden Fortschritt auf diesem Gebiete, auch unter erheblichen Opfern, zu haben war. Dem Gießener Handwerk und Gewerbe, darüber hinaus aber auch dem gesamten hessischen Handwerk, war er, der Akademiker und Schulmann, ein Führer, Freund und Vorkämpfer, auf dessen Umsicht, Treue und nie ermüdende Tatkraft sich die handwerkliche und gewerbliche Gefolgschaft vertrauensvoll verlassen konnte. Die Hilfsbedürftigen und Bedrängten, insbesondere aber die kriegsver- letzten deutschen Brüder und die Hinterbliebenen unserer Gefallenen hatten in ihm einen Freund, der zwar keine Worte machte, dafür aber das ganze Gewicht seiner Führerpersönlichkeit zu- gunften der Hilfsmaßnahmen in der Kriegsopferfürsorge in die Wagschale warf. Ein ebenso eifriger Fürsprecher war er den Opfern der 3nfla- tionskatastrophe, für die er alles einsetzte, was in seiner Macht stand. 3m Stadtrat, bis vor kurzem Stadtverordneten-Versammlung genannt, war er einer der besten Köpfe, ein Schaffer großen Formats, einer der vortrefflichsten Kenner des vielverzweigten städtischen Haushalts, einer der mit klarem Blick und gut fundiertem Urteil in vielen kommunalen Dingen richtunggebenden Männer. Wenn er sprach, hatte er stets die Aufmerksamkeit der Stadtratsmitglieder, und seine Darlegungen hatten immer guten sachlichen Gehalt. Sabei verstand er es, bei aller Festigleit in der Vertretung seiner Meinung immer vornehme Sachlichkeit im Kampfe mit den Vertretern anderer Ansichten zu wahren und dem Gegner niemals persönlich zu nahe zu treten. Auf dieses vornehme Menschtum, auf die hohe Qualität seiner Mitarbeit an den städtischen Aufgaben, auf die unantastbare Lauterkeit seines Wollens und auf sein liebenswürdiges und gefälliges Wesen begründete sich die hohe Achtung und Wertschätzung, die ihm im Stadtrat von allen Seiten, auch von den entschiedensten politischen Gegnern, entgegengebracht wurde. Für seine Deutsche Volkspartei, die ihrem langjährigen und bestens erprobten Führer gerne und vertrauensvoll folgte und für die er ebenfalls in selbstloser, unermüdlicher Schaffensfreudigkeit viele fruchtbare Arbeit geleistet hat, ist fein Ableben ein besonders schwerer Verlust. Wenn sich nun das Grab über Georg Krausmüller schließen wird, so bleibt er durch sein segensreiches Wirken zum Besten der Allgemeinheit in Gießen doch unvergessen. Mit Verehrung und herzlicher Dankbarkeit wird man über das Grab hinaus immer dieses edlen und vorbildlichen Mannes, dieses guten Bürgers unserer Stadt gedenken. Vornotizen. — Tageskalender für Freitag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die lustigen Vagabunden" und „Herzblut einer Mutter". — öftoria- Lichtspiele: „Geheime Macht" und „Prompte Bedienung". — Der Bläserchor des Evangelischen Arbeitervereins veranstaltet am Sonntag, 26. d. M., nachmittags auf dem Schiffenberg ein Konzert. Zur Darbietung kommen u. a. Märsche, Volkslieder. (Siehe heutige Anzeige.) ♦* Neuer VortragenderRat i in hessischen I u st i z m i n ist e r i u m. Mit Wirkung vom 1. Juni ab ist Landgerichtsrat Adolf Thüre zum Vortragenden Rat beim Ministerium der Justiz ernannt worden. Gleichzeitig erhält er als Amtsbezeichnung den Titel „Oberjustizrat". *• For st Personalien. Ernannt wurden die Forstreferendare Erhard Keil aus Gießen, Adolf Kalb Henn aus Großen-Buseck, Walter P f n o r r aus Londorf und Wilhelm Stürmer aus Laubach zu Forstassessoren. ** Die Bebauung der Schwarzlach kommt jetzt in Gang. Seit einigen Tagen werden Erdarbeiten vorgenommen, Kanalisationsmaterial und Feldbahnteile angefahren, Vermessungen usw. ausgeführt. Es dürfte wohl nur noch wenige Tage dauern, bis sich dort ein sehr reges Bauleben entwickelt. ** Ein Frühlingsgewitter mit kräftigen Regenfällen ging gestern mittag zwischen 1 und 2 Uhr über unsere Stadt nieder. Der Regen kam Feld und Garten sehr gut zustatten. Von Gewitterschäden ist uns nichts bekannt geworden. Besonders bemerkenswert war, daß ein Flieger während des Höhepunktes des Gewitters über unsere Stadt flog und offenbar den hiesigen Flughafen als Zuflucht aufsuchte. *• löblicher Unglücksfall. Wie aus den Familiennachrichten unseres gestrigen Blattes ersichtlich, ist der Obertertianer des Gießener Realgymnasiums Hermann Iantzen aus Lollar am ersten Pfingstfeiertag, morgens um 8.30 Uhr, in Eisenach dadurch tödlich verunglückt, daß er, auf dem Bürgersteig einer Straße gehend, von einem Autoomnibus überfahren wurde, dessen Führer unbegreiflicherweise, um einem Einspännerfuhrwerk auszuweichen, einfach auf den Bürgersteig fuhr, anstatt zu halten. Rach dem bisherigen Ergebnis der Untersuchung trifft den Verunglückten nicht die geringste Schuld, die Hauptschuld trifft den Kraftwagenführer. Die allgemeine Anteilnahme ist den beklagenswerten Angehörigen des bedaüerns- roerten Kindes sicher. ** Die Hygiene-Ausstellung „Der Mensch", die vom 1. bis 16. 3unt hier in der Volkshalle von dem Deutschen Hygiene-Museum in Dresden veranstaltet wird, bildete den Gegenstand einer Besprechung, die am Mittwochabend unter dem Vorsitz des Beigeordneten Dr. Hamm im Hotel Prinz Carl stattfand. Zu der Beratung waren Se. Magnifizenz der Rektor der Landesuniversität, die Vertreter der Behörden, der Krankenkassen, der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen, zahlreicher Vereine usw. erschienen. 3n regem Gedankenaustausch wurden die verschiedensten, auf die Förderung der sehenswerten Ausstellung abzielenden Vorschläge besprochen und dabei beachtenswerte Anregungen in großer Zahl gegeben. Die Schau, die sehr gute Belehrung über das Thema „Der Mensch in gesunden und kranken Tagen" bringen wird, dürste sich zu einem besonders bedeutsamen Ereignis für Gießen und Oberhessen gestalten. Schon heute seien unsere Leser auf diese Veranstaltung hingewiesen. •• Wichtig für Pächter preußischer 3 agden. Der „Hubertus". D.'rein weidgerechter 3äger, Sih Gießen, teilt uns mit: Auf Grund einer Verordnung zum Schuhe bedrohter Tiev- arten, vom 8. Mai 1929. haben die preußischen Ministerien für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, sowie für Landwirtschaft, Domänen und Forsten die Schuhzeiten verschiedener Wildarten für das laufende 3agdjahr verkürzt. Demnach gelten in Preußen für das 3ahr 1929 folgende Schuhzeiten: männliches Rot- und Damwild: 1. August bis 31. Dezember: weibliches Rot- und Damwild und Wildkälber: 16. Oktober bis 31. Dezember: Rehböcke: 1. 3uli bis 31. Oktober: weibliches Rehwild: 1. Dezember bis 31. Dezember: Hasen: l.Rovember bis 15.3anuar 1930; Rebhühner: 1. September bis 31. Oktober: wilde Gn» ten: 1. August bis 31. Dezember. — Diese Regelung hat Geltung für das gesamte preußische Staatsgebiet. Die Bekanntmachungen der Bezirksausschüsse sind, soweit sie damit im Widerspruch stehen, ungültig. (Meliere Lokalnachrichten im 2. Blatt.) Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Dieder ein Titel. Der Petitionsausschuß des Hessischen Landtags hat eine Eingabe des Hessischen Diplomhandels- lehrervereins, in der die Verleihung der Amtsbezeichnung Studienrat bzw. Handelsstudienrat an die Diplomhandelslehrer der kaufmännischen Berufsschulen verlangt wird, mit fünf gegen drei Stimmen angenommen. Vermutlich wird das Plenum des Landtags dem Antrag ebenfalls zustimmen. — Wie lange ist es her, daß man in Hessen Diplom- Handelslehrer hat? Alles muß neue „Arntsbezeich- nung" haben. (Titel sind doch abgeschafft.) Sehen wir uns dagegen die Handelsrichter an: Schon jahrzehntelang heißen sie so, während ihre Kollegen in Preußen die Amtsbezeichnung Handelsgerichts- rat haben, die Ergänzungsrichter — die nicht stän- bigen — heißen in Preußen Handelsrichter. Aber die hessischen Handelsrichter sind nicht organisiert und im großen und ganzen artige Leute. E i n Handelsrichter in der Provinz Oberhessen. Äerliner Börse. Berlin, 24. Mai. (WTB. Funkspruch.) Irn Heu- tigen Vormittagsverkehr hat sich noch kein Geschäft entwickeln können. Die Tendenz ist abwartend, doch eher freundlicher, da die Nichterhöhung des Neu- yorker Diskontsatzes eine gewisse Beruhigung gebracht hat. Die Pariser Verhandlungen werden tri« tisch beurteilt, die Presse spricht sich nicht allzu opti- mistisch aus. Kurse sind noch nicht zu hören. Unser ständig steigender Mlllionen-Umsatz sowie das lOOjtihrige Bestehen unserer Firma beweisen am besten, daß unser Original Bu!irich=$alz Verdauungsstörungen u. Sodbrennen Ist. Versäumen Sie nicht, sich heule noch ein Paket für 60 Pfg. zu kaufen oder unsere Tabletten zu 0.25 und 1.50 RM zu versuchen. Auch Sie werden von der prompten Wirkung überrascht sein. Nur echt in blauer Packung mit dem Bilde des Erfinders. Bullrldi, Berlin W 57. KRAUTER HAUS JUNG Gießen • Schulstr. 5 REFORM u. 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Ältersveieinigung 1870-1920 Unseren Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser lieber Alterskollege Herr Prof. Dr. Krausmüller sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Montag, den 27. Mai 1929. nachm. 2 Uhr. statt und wir bitten um zahlreiche Beteiligung unserer Mitglieder. Der Vorstand. U3262 DRUCKSACHEN aller Art liefert die Brühl'sche Druckerei Im Namen der Hinterbliebenen: Muschenheim, den 24. Mal 1929. 459XD Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Minna Alles Wwe. geb. Reif. Die Beerdigung findet Samstag, den 25. Mai 1929, nachmittags um V,4 Uhr statt. Verzinkte Eimer Waschkeffel Wannen Badewannen beziehen Sie aim- fttfl von 4594D H. K. Wünch, Asierweg 16. Telephon 1192. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen innigst- geliebten, herzensguten Mann, unsern lieben Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffen Herrn VH. Alles, Scbmiedenieister im 43. Lebensjahre, plötzlich und unerwartet zu sich in die Ewigkeit abzurufen. 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Mai verstarb : Herr Franz Holterhoff Er war uns ein guter, treuer Kamerad, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. [4604D Professor Ludwig Lony. HerrLudwigLony im 75. Lebensjahr aus diesem Leben. Statt besonderer Anzeige. Frau Emma Moos geb. Pfeiffer im 54. Lebensjahre. Gießen, Trier, Berlin, den 23. Mai 1929. Die Beerdigung findet Samstag, den 25. Mai, mittags 12 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Am 22. Mai, 9 Uhr abends, schied unser lieber Großvater und Vater Am 23. Mai, nachts 1 Uhr, verschied nach langem, schweren Leiden plötzlich und unerwartet meine liebe, herzensgute Frau, unsere innigstgeliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Eduard Moos, Land- und Gastwirt Krofdorf, den 23. Mai 1929. Die Beerdigung findet Samstag, den 25. Mai, nachm. 4 Uhr, statt. 4591D im 52. Lebensjahre. Er hat uns auf unseren früheren lothringischen Erzgruben und nach Kriegsbeendigung in Burg (Dillkreis) 33 Jahre lang treue Dienste geleistet. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Neunkirchen - Saar, den 22. Mai 1929. Gebrüder Stumm Gesellschaft mit beschränkter-Haftung. 4575l| Nachruf. Am 21. d. Mts. verschied nach längerer Krankheit unser früherer langjähriger Bergverwalter Herr Karl Schlaudraff Gießen, den 23. Mai 1929. 4586b 4580D I. A. d. C: O. Burk / XX 4590D 03254 Dingeldey, M. d. R., Vorsitzender. Welkow, Generalsekretär. Gießen, den 24. Mai 1929. Die Beerdigung fand in der Stille statt 03267 46030 im Auftrage weit unter Preis zu i erlaufen. 4579D 4585b, 459 'L Familie W. Roese Familie W. Hahn it it M Die trauernden Hinterbliebenen: Auguste Krausmüller geb. Helfrich Elisabeth Mattern geb. Krausmüller Rudolf Krausmüller Bankdirektor Wilhelm Mattern und 2 Enkelkinder. Die Landsmannschaft i. d. D. L. „Merovingia“ Alten-Buseck, Wieseck, den 23. Mai 1929. Die Beerdigung findet in Alten-Buseck Sonntag, den 26. Mai 1929, nachmittags 21/, Uhr, statt Für die Hinterbliebenen: Heinrich Schäfer Gießen (Dammstraße 39), den 23. Mai 1929. Im Sinne der Dahingegangenen fand die Beisetzung in aller Stille statt Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen. Prif. Vorbereitung f. Abitur. Humanist. Vnmavensum ges. Schr. Ang. u. 4593D an den Gieh. Anz. mit Frisiertoilette Büfett mit Kredenz Herrenzimmer Küchenbüfett mit Anrichte laoblmcHaich au kaufen ges. 03261 3ool.3ll!..SohnvofNr. Größerer Platz in dem es an einem Friseur fehlt, zwecks Errichtung eines Frisear- ffeschttftM gesucht. Offert, an Andreas Muichenbeimer, Frls.,Bingena.Rb^ Unt. Borstadt 1. 4aMD Die Beerdigung findet am Montag, dem 27. Mai, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. — Von Beileidsbesuchen und Blumenspenden bitten wir abzusehen. WMkllN gesucht, die bet sich daheim anfertigt, Oltanlage 36 I. Heute nacht verschied sanft nach längerem Leiden unser innigstgeliebter, guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel Herr Meyer Löber im 84. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Am 1. Pfingstfeiertag entschlief sanft nach langem, mit Ergebung ertragenem Leiden meine unvergeßliche Gattin, unsre teure Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Mariecben Scbäler geb. Combetber im 70. Lebensjahre. Nachruf. Tieferschüttert beklagt die Stadtratsfraktion der Deutschen Volkspartei den Verlust ihres Vorsitzenden, des Herrn Oberstudienrat Prof. Dr. Krausmüller Seit 10 Jahren gehörte der Verstorbene dem Stadtrat an. Unermüdlich hat er sein reiches Wissen und seine ganze Arbeitskraft in den Dienst der Allgemeinheit gestellt. Sein klarer Blick und sein verbindliches Wesen ließen ihn überall Anerkennung und Freunde finden. Eine Ehrenpflicht wird es uns sein, in seinem Sinne weiter zu arbeiten. Den treuen Freund und vorbildlichen Berater werden wir nie vergessen. 46J3D Die Stadtratsfraktion der Deutschen Volkspartei. Am 21. Mai entschlief nach langem schweren Leiden unsere gute, treue Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Julie Roese geb. König im 66. Lebensjahr. WllsNIMllgMMel Leibgcsterner Weg Telephon 1454 @mnlea,MMii|n). Stück Mk. 0.80, Stück Mk. 0.30 46j1D als Fenster- und Blumenschmuck Achtung;! Hausfrauen! Achtung! Die Haupiorangenernie ist sometl beendet. Trohdein bringe ich morgen aus den Wochenmarkt nochmals einen grob. Posten ganz vorzügliche spanische (03255 Blutorangen Marke Tanbel gar. saftig, füü u. dünnschal. Binl’5 Bamemno NLT6cc Ladengeschäft Schulstr. 5, Televb. 359. Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihre A. H. A. H. und i. a. B. i. a. B. von dem Ableben ihres lieben E. A. H Oberstudienrat Dr. Krausmüller Vorsitzender des A. H.-Verbandes (akt. 1890—92) in Kenntnis zu setzen. Th. Vvütö, GieHen ____________Brandplatr. Nachruf! Unsere hessische Parteiorganisation hat einen unersetzlichen Verlust erlitten. Der I.Vorsitzende unseres oberhessischen Provinzialverbandes und der Ortsgruppe Gießen Herr Ober-Stndienrat Professor Dr. Krausmüller ist verschieden. Der Entschlafene hat durch mehrere Jahrzehnte der National- liberalen Partei und ihrer Nachfolgerin, der Deutschen Volkspartei, angehört und ihr treu gedient. Seine kerndeutsche Art, seine durch und durch vornehme Gesinnung und sein selbstloses Wesen ließen schon frühzeitig In ihm den Führer erkennen. Unschätzbare Dienste hat er der Partei geleistet. Seine treffliche Leitung und sein kluger Rat werden uns in Zukunft sehr oft fehlen. Wir werden das Andenken dieses vorbildlichen Mannes stets in hohen Ehren halten. Deutsche Volkspartei Provinzialverband Oberhessen und Ortsgruppe Gießen WesöleMsseitzMWsser von Hofapoth. Schaefer, gegen Schuppen, Haarausfall u.JuckenderKopsbaut, besten» bewährt. Sein parfümiert! J-laschen mit» bringen!7. Liter 0.75 ML 7, Liter 1.25 Mk. AU. Verkauf: Losw. Abt. Lngvl-Apotdok». Nachruf. Der Landesverband Hessen der Deutschen Volkspartei beklagt aufs tiefste den Heimgang des Vorsitzenden des Provinzialverbandes Oberhessen der D. V. P., des Herrn Ober&tudienrat Prof. Dr. Krausmüller Der Verstorbene war ein Menschenalter hindurch ein eifriger Vorkämpfer des nationalliberalen Gedankens. Er hat der Naiional- hberalen Partei und ihrer Nachfolgerin, der Deutschen Volkspartei, zwei Jahrzehnte hindurch in führender Stelle treu und unermüdlich gedient. Die Deutsche Volkspartei in Hessen verliert in dem Verstorbenen einen ihrer Getreuesten, dessen Andenken nie erlöschen wird. 46ojd Landesverband Hessen d. Deutschen Volkspartei Nachruf. Tief erschüttert stehen Lehrer und Schüler der Oberrealschule Gießen an der Bahre ihres Konrektors, des Oberstudienrats Herrn Prol. Dr. Georg Krausmüller Der Verstorbene hat über 24 Jahre lang segensreich an unsrer Schule gewirkt Seine vielseitige Tätigkeit war ganz besonders unsrer Anstalt gewidmet, der er in seiner außergewöhnlichen Schaffensfreudigkeit, in seiner vorbildlichen Pflichtauffassung und mit seinem klaren und weitschauenden organisatorischen Blick hervorragende Dienste geleistet hat. Der unerwartete Tod dieses fast bis zur letzten Stunde tätigen Schulmannes bedeutet für unsere Schule einen schweren Verlust sein treues Wirken und Schaffen uns allen ein leuchtendes Vorbild. Er ruhe in Frieden! Im Namen des Lehrkörpers der Oberrealschule Gießen Oberstudiendirektor Dr. Roller. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine Hebe Schwester, Tante und Gote Frau Marine Hofmann Wwe. geb. Braun nach kurzem, schweren Kranksein am 23. Mai, morgens 10 Uhr, Im 87. Lebensjahr sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Georg Braun, Schuhmacbermeister Familie Heinrich Weimer V., Gemeinderechner und alle Angehörigen Daubringen, den 23. Mai 1929. Die Beerdigung findet Samstag, den 25. Mal. nachm. 4 Uhr statt Wachen aller Art Ä’IÄ/Ä'Ä He Brflbl sche UnioerMtr-vnrckerei. ß. Lange. Siehen. Schulftr. 1 Gestern verschied plötzlich und unerwartet infolge eines Herzschlags mein guter, innigstgeliebter Mann, unser treuer Vater, Schwiegervater und Großvater Oberstudienrat Prof. Dr. Georg Krausmüller im 59. Lebensjahr. Gut eingeführten Provisionsvertreter sucht für den hiesigen Platz und nähere Umgebung leistungsfähiges Wein-Import-Haus. Schriftliche Angebote unt 4561D an den Gießener Anzeiger erbet. Hochelegant. Poliert Schlafzimmer TMtiger Kaufmann aus der Weichguß-Fittingsbranche zum baldigen Eintritt gesucht. Fachkundige u. mit der Kalkulation vertraute Bewerber bevorz. Buchh.- Kenntnisse erwünscht. 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Mah Monatsversammlung bei Gustav Müller, Bahnhofstraße. 0,1,71 Freunde u. Lieb- baber der Raffe sind freundl. eingeladen. Der Vorstand. Deutscbes Toro- und Sportabzeichen Sonntag, den 26.Mat Gruppe V Radfahren Beginn 7i7 Uhr 10 w di breite Wil gebrauch,xz . lllto- ibelwagen ^"nabuiP3 1 rnv°L°°D am DJiaP/ant- asSi feü? '•wir “Ult Von, °drv. & |uu $S$ ■ IfWfflH 'Ntag.y6.Mai, Mi dem (Wen&trg »matl* 2 Uhr «i-rnuo^t r roiütommen. Ottweiler* lnlag, 26. L!ah liliwmi] Gustav Müller, cholstrahe. W1 reunbe u. l'ieb» «der Rasse sind npL eingeloben. Der Vorstand, Mtttita- WüillM nlag.den2tz.Mai Gruppe V ladsahttn egmn '/,7 Uhr Lchützenbaus ioifljl!. i.** LK nengrob^ tilgen Ifc W M M Fittingsbianche ritt gesucht der Kalkulation bevorz. ßuchh.- ht. Schriftliche nslauf, Zeugnis- saospr. erbeten Gießener Anz. ~unb tüchtiger w Werk in Giesien lucht Schrille ibschrilten unter Injeiflerjrbeicn. hrten M latz und nähere iges Wein-I®* e Angebote unt _Anzelger«bet I »rifi«''* immfr litt $rn4fi9D Kietzen Ur. 119 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)8reitag, 24. Mai (929 Die Mellen als Glied unserer Wirischast. Schaden und Ruhen in der Ratur. - Das Insekt als Rutztier. Von Oberregierungsrat Prof. Or. Albrecht Hase, Äiologische Veichsanstalt Berlin «Dahlem. Daß die Insekten zu denjenigen Lebewesen gehören, welche der menschlichen Wirtschaft die schwersten Schäden zufügen, ist bereits genugsam in Fachkreisen erörtert worden. Auch in den Tageszeitungen wird laufend auf die hohe wirtschaftliche und gesundheitliche Bedeutung der Insekten hingewiesen. Damit ist die Bolle der Insekten keineswegs erschöpft. Bei der ungeheueren Mannigfaltigkeit dieser Gruppe ist es letzten Endes nicht sehr verwunderlich, dah die Insekten nicht nur Schädiger, sondern auch Nützlinge in beträchtlicher Zahl enthalten. Die angewandte Entomologie kennt Ruhinsekten, wie sie Schadinsekten kennt. Weiteren Kreisen dürfte es daher nicht uninteressant sein, über den Nutzen der Insektenwelt überhaupt etwas zu erfahren. Da der Naum knapp ist, so ist eine entsprechend kurze Fassung geboten. — Halten wir zunächst fest, dah „Schaden" einerseits — „Nutzen" andererseits zwei Begriffe sind, die nur vom menschlichen Standpunkte aus, natürlich mit starker Berechtigung, geprägt wurden. Im freien Kräftespiel der Natur gibt es weder schädliche noch nützliche Tiere. Schädlich nennen wir alle die Insekten, die unseren Zielen oder Absichten, unserer Lebensführung oder Gesundheit hindernd, mittelbar oder unmittelbar im Wege stehen. — Nützlich dagegen sind alle die Insekten, welche in irgendeiner Weise unsere Absichten oder Wünsche fördern, unserer Wirtschaft dienen, oder die zur menschlichen Er- näherung in irgendeiner Art ausgewertet werden. — Diese Umgrenzung läßt erkennen, dah in mannigfaltiger Weise Insekten die menschliche Wirtschaft fördernd beeinflussen. Mit anderen Worten, es gibt reichlich nützliche Insekten, oder — was das gleiche sagt — wir können von einem Nutzen durch Insekten sprechen. Nun kommt es hier nicht darauf an, nützliche Insekten zu nennen, wie die Diene und die Seidenraupe, welche jedermann in ihrer Bedeutung bekannt sind. Im Gegenteil, auf diese beiden Formen soll gar nicht eingegangen werden. Dafür soll auf Gruppen von Insekten hingewiesen werden, die als Nutztiere im allgemeinen weniger bekannt sind. Wenn wir von wirtschaftlichen Gesichtspunkten aus die Nuh- insekten einteilen, so ergeben sich im wesentlichen sieben Gruppen, und zwar folgende: 1. Die Insekten dienen als Nahrungsmittel des Menschen, bzw. seiner Haustiere. 2. Die Insekten sind der Gegenstand des Handels. 3. Die Insekten dienen zur Herstellung von Schmuckgegenständen, also zu gewerblichen Zwecken. 4. Die Insekten dienen als Versuchstiere, also im wesentlichen zu wissenschaftlichen Zwecken. 5. Die Insekten dienen in bestimmter, von uns gewollter Weise zur Vertilgung von Schadinsekten und Unkräutern. 6. Die Insekten dienen zur Herstellung von Drogen und Chemikalien. 7. Die Insekten dienen zur Herstellung von Heil- oder Giftmitteln. Diese Aufzählung läßt erkennen, dah die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Insekten auch auf einer wirtschaftlich wertvollen Grundlinie liegen. Zu den unter 1 bis 7 genannten Gruppen seien jeweils einige Beispiele genannt. Zu 1: D i e Insekten dienen als Nahrungsmittel. Es ist bekannt, dah eine ganze Reihe von Naturvölkern bestimmte Käferlarven als besondere Leckerbissen schätzt und sie mit Fleih sucht. Auch an den Genuß, sei er als Behelfs- oder als Notnahrung, von Heuschrecken und Mannaschildläusen durch Naturvölker sei erinnert. Des weiteren sei daran erinnert, dah in Tierhaltungen (Zoologische Gärten, Aquarien) bestimmte Käfer- und Fliegenlarven in großem Umfange gezüchtet werden, da sie als Nahrungsmittel Verwendung finden. Welchen Umfang diese Auswertung von Insektenlarven unter Um- ständen annimmt, geht daraus hervor, dah heute ein Kilogramm .Mehlwürmer" mit ungefähr 8 bis 10 Mark bezahlt wird. Die Larven dienen ausschließlich zu Futterzwecken. Diese Beispiele müssen genügen. Zu 2: Die Insekten als Gegenstand des Handels. Einen weiteren Nutzen gewähren die Insekten insofern — und das erstreckt sich auf alle Insekten, namentlich auf die sogenannten sehr seltenen Arten —, als sie Gegenstand des Insektenhandels selbst sind. Hunderte von .Insektenhändler" ziehen aus den Insekten ihren Erwerb. Die Verbindungen der Insektenhändler gehen vielfach zu eigenen .Insektenfängern", sofern der Händler nicht selbst Fänger ist. Die Verbindungen, welche die Insektenhändler anknüpfen, gehen über die ganze Welt, und es ist erstaunlich, welche Preise zahlreiche Sammler für manche „Seltenheiten" und „Raritäten" anlegen. Der Insektenhandel ist so gut durchgebildet, dah man heute aus allen Erdteilen Insekten auch lebend (meist als Ei, Raupe oder Puppe) beziehen kann. Zu 3: Die Insekten dienen zur Herstellung von Schmuckgegenständen. Einen weiteren Nutzen gewähren die Insekten als Gegenstand der Schmuckindustrie. Bestimmte farbenprächtige Käfer und Schmetterlinge werden zu tausenden verarbeitet, sei es als künstlerischer Wandschmuck, sei es als Schmuck zu Frauenkleidungen. Besonders bestimmte Prachtkäfer (Bupestridae) findet man vielfach in dieser Weise wirtschaftlich verwertet. Die Gewohnheit, Insekten als Schmuckstücke zu verwenden, ist bereits Naturvölkern eigen. Zu 4: D i e Insekten als Versuchstiere. Nützlich werden die Insekten dadurch, dah sie in Tausenden von Fällen außerordentlich beliebte Versuchstiere zu biologischen und physiologischen Versuchen abgeben. Es dürfte wohl kaum ein zoologisches oder physiologisches Institut der Welt geben, welches nicht Insekten in irgendwelcher Form als Versuchstiere einmalig oder dauernd verwendet. Besonders geeignet als Versuchstiere sind die Insekten, wenigstens eine beträchtliche Zahl von ihnen deshalb, weil ihre Haltung und Zucht verhältnismähig wenig Mühe verursacht. Es sei daran erinnert, daß die berühmten Vqxerbungsexperimente an kleine Taufliegen (Drosophila-Arten) ausgeführt worden sind. Die leichte Züchtbarkeit und die starke Vermehrungsfähigkeit dieser Drosophila- Arten ist ein besonders günstiger Umstand, und Morgan und seine Schule, aber auch viele andere Forscher wären sicher nicht so schnell zu den glänzenden Ergebnissen der Vererbungslehre gekommen, wenn sie in den Insekten nicht so vortreffliche Versuchstiere gehabt hätten. Zu 5: D i e Insekten als Vertilger von Schadinsekten und von Unkräutern. Der Gedanke, bestimmte Insekten im Kampfe gegen Schadinsekten äu verwenden, ist an und für sich nicht neu. In den letzten Jahren wurde er in Deutschland wiederholt erörtert und die praktische Durchführung in Erwägung gezogen. Man hat bei diesen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Erwägungen nicht mit Unrecht auf Erfolge hingewiesen, welche im Ausland mit diesem Bekämpf ungsverfahren schädlicher Insekten erzielt worden sind. Das Ganze, um das es sich hier handelt, wird als sogenanntes „biologisches Be- kämpsungsverfahren" von Schadinsekten bezeichnet. Es kann sich hier natürlich nur darum handeln, in ganz großen Zügen darauf hinzuweisen. Gießener Staöttheater. Karl Lloboda: „Am Tcetifch". Dies war ein freundlicher und wohlgelungener Abschluß des Theaterwinters und eine auf den rechten Ton gestimmte Ueberleitung zur sommerlichen Saison, in der man sich, einer alten Tradition gehorsam, von den literarischen Strapazen der jüngsten Vergangenheit zu erholen liebt. Es war auch ein anerkennenswerter Entschluß, mit dieser Aufführung des nun verstorbenen Autors noch einmal zu gedenken; trauriger Gedanke, daß sie so wenig mehr helfen konnte, wie ihn der immerhin nicht alltägliche Erfolg gerade seines bekanntesten . Stückes, „A m Teetisch", vör dem trüben Ende hat retten können. | Vor wenigen Wochen erst stand die Meldung in den Blättern, daß der erfolgreiche Lustspieldichter Karl S l o b o d a irgendwo in aller Stille und Ver- borgenheit und in den kümmerlichsten Verhältnissen | gestorben sei; ja es hieß geradezu, er sei einfach - verhungert ... ein Autor, dessen Stücke auf zahllosen Spielplänen gestanden und selbst im Ausland Serienerfolge zu verzeichnen gehabt haben. * Das Lustspiel „Am Teetisch", drei Akte in knapp zwei Stunden, gehört zum Besten, was er hinterlassen hat. Ein liebenswürdiges, unterhaltsames Stück, das man immer wieder gerne sieht. Um das uralte, niemals aussterbende, in zahllosen Variationen abgewandelte Lustspielthema herum, das sich überall da ergibt oder ganz leicht ergeben kann, wo in einer Ehefamilie — wenn man von den möglicherweise vorhandenen Kindern absehen will — mehr als zwei Personen miteinander zu schaffen haben. Meistens sind es drei, selten vier oder mehr. Drei ist die klassische Zahl, die mystische Ziffer, Zauberformel und Generalnenner der vielen Komödien, Lustspiele und Schwänke, die um den heiligen oder unheiligen Ehestand herum spielen. * Auch hier. Die bühnenmäßige Spannung und der psychologische Reiz beruht darauf, daß die Zauberziffer eine ungerade Zahl ist, schwer teilbar in einem Exempel, das spätestens im dritten Akt „aufgehen" muß, aber auch beileibe nicht früher aufgehen darf. Sonst taugt das Lustspiel nichts. Hier geht's gerade zur richtigen Zeit auf; keinen Augenblick zu früh. Und es geht auf eine so beruhigende, harmlose und anständige Wese auf, die unzähligen andern Lustspieldichtern mit dem gleichen Stoff ver- altet oder banal erschienen wäre. Keinen Augenblick in diesen drei Akten vergißt man, daß alles ein Spiel ist, eine Spielerei, ein Geplänkel mit Worten, ein Jongleurakt mit Bonmots und Aphorismen. Obwohl es manchmal ganz ernst zu werden droht, und obwohl manchmal mit dem Ernst schon in einer Weise gespielt wird, die fast die Grenze des Lustspiels zu überschreiten droht. * lannert dirigierte. Alles war auf ein sanftes Allegro gestimmt. Einsätze, Austritte, Abgänge klappten. Der Dialog saß, samt allen Pausen, Steigerungen, Pointen und Ueberraschungen (die leider manchmal keine Ueberraschungen mehr waren; daran ist aber weder die Aufführung noch der Text schuld. Sondern die Lustspielerfahrung der allermellten Theaterbesucher). Tannert hat auch eine seiner unwiderstehlichsten Rollen. Bonvivant. Junggeselle. Hausfreund. Mit der liebenswürdigen Frechheit und der großen Klappe und dem überlegenen Lächeln. Man wundert sich fast, daß er ganz zuletzt das Rennen verliert. Maria Koch: die Frau inmitten Sehr stilvolle Erscheinung. Salondame, Gattin, beinahe Geliebte. Beinah. Gepflegte Konversation und aparte Toiletten. Ebert-Grassow gibt den Ehemann. Ehemänner zu spielen, ist bei solchen Gelegenheiten stets mehr oder minder fatal. Weil der Ehemann in diesen Fällen meist der Dumme, fast immer eine komische Figur ist. Sloboda macht's gnädig. Dennoch wundert man sich ein wenig ... siehe oben. Rur umgekehrt. Ebert-Grassow vermied, mit einigem Humor den wilden Mann und aufgeregten (Fifer- süchtling mimend, jedenfalls ein Abgleiten der Figur aufs Schwanknioeau. Sehr dankenswert. — Die Aufführung wurde mit freundlichem Beifall entgegengenommen. Dr. Th. Sie liebt mich 18 Grad Celsius ... Endlich sind wir so weit: Dr. Free aus Chi- kago hat uns mit dem Gefühlsthermometer beglückt, einem Instrument, das genau angibt, wie hoch oder tief, wie stark oder schwach, wie heiß oder kalt wir Männer von den Frauen oder die Frauen von den Männern geliebt werden. Der Apparat gibt genau den Unterschied der Wärmegrade vor und nach dem Kuh an, woraus genau zu ersehen ist, welchen Eindruck man auf Das Verfahren gipfelt darin, dah man Parasiten eines Schädlings oder daß man räuberische Formen vermehrt und aussetzt, in der Hoffnung oder sicheren Erwartung, daß Parasiten und Räuber durch ihre Lebenstätigkeit den Schadinsekten den Garaus bereiten. Daß derartige Dinge tatsächlich möglich sind, mit anderen Worten, dah Insekten als Insektenvertilger in einer von uns ganz bestimmten und gewollten Weise sich nützlich entfalten, dafür gibt es Beispiele. In Südamerika und in Reu-Seeland gelang die Bekämpfung der Blutlaus (Schizoneura lanigera) mit Hilfe der Schlupfwespe (Aphelinus mall), in Italien gelang die Bekämpfung der Maulbeerschildlaus (Aspis pentagona) mit Hilfe der Schlupfwespe (Prospal- tella beriesel), und in Kalifornien gelang die Bekämpfung der Orangenschildlaus (Icerya purchasi) mit Hilfe des Käfers Novius cardinalis, um nur diese drei Beispiele, darunter das klassische des Novius cardinalis, zu erwähnen. Ob die biologische Bekämpfung unter allen Umständen möglich ist, ist eine noch offene, schwierige Frage. Sie kann hier nicht erörtert werden. Es genügt, darauf hinzuweisen, dah diese Art der Nutzbarmachung von Insekten bei sachgemäßem Vorgehen grundsätzlich möglich ist. Die erfolgreichen Beispiele konnten noch um eine stattliche Zahl vermehrt werden. Genau so wie man schädliche Insekten durch nützliche Insekten bekämpft, ist man in Australien dazu übergegangen, gegen verheerende Unkräuter ein Heer von Frahinsekten mobil zu machen. In dem Augenblick, wo ein Insekt ein Unkraut vernichtet, wird es für uns zum Nuhinsekt. In der freien Natur ist es an und für sich weder schädlich noch nützlich — es ist einfach da. Bereits eingangs wurde erwähnt, dah man sich immer klar sein muh, von welchem Standpunkt aus „nützlich" oder „schädlich" geprägt sind. Wenige Beispiele zur Frage der Bekämpfung von schädlichen Unkräutern mit Hilfe von pflanzenzerstörenden Insekten seien gebracht. In Australien verwandte man die Schildlaus (Dactylopius tomentosus), um den Stachelkaktus (Opuntia inermis) zu vernichten, und eine ähnliche Rolle spielt die Wanze Cheli- nidea tabulata und die Motte Cactoblastis cac- torum. Am besten hat sich die Schildlaus Dactylopius tomentosus im Kampf gegen den Stachelkaktus bewährt. Auf Grund dieser Erfolge versucht man jetzt in Neu-Seeland und Australien, Stechginster, Kreuzkraut, Iohanniskraut und Schwarzbeere mit Hilfe von Frahinsekten auszurotten. Diese Beispiele müssen genügen. In allen angegebenen Fällen sind die Insekten zu Ruhinsekten geworden, wie z. B. in Rieder- ländisch-Indien bestimmte Ameisen zu Nutztieren wurden. Im letzteren Falle handelt es sich um die Ameise Dolichoderus, deren tütenförmige Nester in Java in den Kakaoplantagen verteilt werden, weil bekannt ist, daß diese Ameise sich dann an- siedelt und gegen Schadinsekten ihre Tätigkeit entfaltet. Einen besonderen Nutzen gewähren bestimmte Insekten noch in merkwürdiger Weise, nämlich dadurch, dah sie in Lebensgemeinschaft mit niederen Organismen stehen, und diese niederen Organismen benötigen wir wieder unter allen Umständen in bestimmten Gewerbebetrieben. Es handelt sich hier um den merkwürdigen Fall, dah kleine Cssig- oder Taufliegen (Drosophila) die Hefepilze verbreiten, (und zwar besonders diejenigen. Die auf Weinbeeren leben), die für die Weinbereitung unerläßlich sind. Die Hefepilze passieren ungefährdet den Darm der Fliege, welche die Hefen dann überall nach dem Saugakt an den reifen Beeren mit dem Kote wieder abseht. Ohne die Hilfe der Taufliege ist eine Verbreitung dieser wichtigen Hefepilze nicht möglich. Die Hefepilze aber bewirken die von uns gewünschte Mostgäh- rung. Das Beispiel zeigt genugsam, welchen auher- ordentlichen Ruhen die kleine, unscheinbare Fliege Drosophila für uns besitzt. Zu 6: Die Verwendung der Insekten zu Drogen und Chemikalien. Zu den Ruhinsekten müssen unbedingt die Formen gezählt werden, welche bestimmte Drogen und Chemikalien liefern. Es muh auch hier genügen, das Gegenobjekt zu machen imstande ist. Die Sache hat nur einen Haken: man muß nämlich das Thermometer während des Kusses oder anderer Liebesbezeugungen an die Wange oder andere Körperteile des zu prüfenden „Lieblings" halten, und das werden sich wohl nicht alle gefallen lassen. Richt etwa weil sie fürchten, nicht heiß genug zu erröten, aber was kann schon aus einem Kuh werden, wenn man dabei ständig ein Thermometer an die Backe halten muß? Dr. Free ist natürlich von seiner Erfindung begeistert und meint, sie werde bei Scheidungsprozessen eine nicht unbedeutende Ro le spielen. Diel- leicht, falls das Ding nicht dabei in Trümmer geht ... Expreßeier. Von Victor Auburtin. Nachdruck verboten. Die Amerikaner, denen wir schon so viel Gutes verdanken, haben eine Erfindung gemacht, durch die das Legen von Eiern verbesjert und beschleunigt werden soll. Das Verfahren ist ganz einfach, man braucht nur die Hühner am Schlafen zu verhindern. Zu diesem Dehufe verfährt man so: Wenn das Huhn ins Bett geht, was es bekanntlich sehr zeitig tut, und wenn es eben einnicken will, wird es mit elektrischen Lampen und Scheinwerfern beleuchtet. Run weiß das Huhn nicht, was es machen soll. Schlafen kann es nicht, den „New York Herald“ lesen will es nicht, so fängt es denn aus langer Weile an, Eier zu legen, die ganze Rächt hindurch, ohn Unterlaß. Es sprüht Eier, wenn man so sagen darf. Und so ist es gelungen, aus einer Farm im Laufe eines halben Iahres sechstausend Eier mehr herauszuholen, die dann von der Chicago Eggs Manufacturing Company Ltd. verwertet werden, also in Kalk gelegt oder zu Konserven verarbeitet, oder zur Anfertigung von Kunstkäse benutzt, oder was die Amerikaner so unter Eiergenuß zu verstehen pflegen. Was mich anbetrifft, ich mochte auf diese Art von Patenteiern verzichten und lieber bei der alten Art bleiben. Wohl, jeder von uns ist in feiner Kindheit einmal auf dem Dauerngute einer Legehenne nachgeschlichen, wenn diese Henne die Absicht verriet, im Stall heimlich ein Ci niederzulegen. Und wer das nie getan hat, der ist kein richtiger Mensch. wenige Beispiele aufzuführen. Im Mittelalter benutzte man die in Polen heimische SchildlauS Margarodes polonicus zu Färbezwecken, und auch heute kommt ihre Verwendung für bestimmte Zwecke noch in Betracht. Ferner fei auf die Bedeutung der Cochenille-Schildlaus (Dactylopius) verwiesen, die in großem Umfange gezüchtet wird. Roch großer ist die wirtschaftliche Bedeutung der verschiedenen Lackfchildläuse (Tachardia), welche als „Schellackliefcranten" unersetzlich sind. In Indien und Südchina werden die Kulturen der Lackfchildläuse in Plantagen fabrikmäßig betrieben. Etwas in den Hintergrund getreten, aber auch noch für manche Gegenden in Betracht kommend, ist der Rutzen, welchen die Färbergall- wespe (Cynips gallae tinctoriaej dadurch gewährt, daß die von der Wespe erzeugten Galläpfel zur Tinten- und Farbenbereitung Verwendung finden. Zu 7: Die Verwendung der Insekten zu Heil- oder Giftmitteln. Endlich sei noch des Ruhens gedacht, den die Insekten als Lieferanten von Heilmitteln einerseits oder Giftmitteln anderseits gewähren. Am bekanntesten ist das Beispiel der Spanischen Fliege (Lytta), die in zermahlenem Zustand als blasenziehendes Pflaster noch heute Verwendung findet. Andere Insekten sind die Lieferanten schwerer Gifte, deren sich vor allen Dingen die Raturvölker zu Jagdzwecken bedienen. Der Pfeilgiftkäfer (Diamphidia) ist merkwürdigerweise nur als Larve giftig. Er dient südafrikanischen Völkern in ausgedehntem Umfange zur Herstellung von 2agd- und Kriegswaffen, und für diese Völker ist der Käfer zweifelsohne ein nützliches Tier. Immer wieder sei betont, dah die Rühlichkeit oder Schädlichkeit einzig von dem Standpunkte aus zu bewerten ist, ob das Insekt in irgendwelcher Weise in der menschlichen Wirtschaft Verwendung findet. Wir müssen unsere Betrachtungen schließen. Ich glaube gezeigt zu haben, daß dem millionenfachen Sachschaden durch Inselten auch ein nichl zu unterschätzender Rutzcn gegenübersteht. Um so mehr Grund, dem Studium der Insektenwelt — sie ist die artenreichste aller Tiergruppen — gebührende Achtung zu schenken. Lord Rosebery f. Der heftigste Gegner der Entente cordiale. Lord Rosebery, der 1894 bis 1895 britischer Premierminister war, ist im Alter von 82 Jahren auf seinem Wohnsitz in Epsom gestorben. — Archibald Philip Primrose, Eearl of Rosebery, war der Sproß einer alten schottischen Familie. Rach kurzem Studium in Oxford folgte er feinem Großvater schon 1868 im Titel und sprach einige Jahre später zum erstenmal im Oberhaus, womit seine politische Laufbahn im Dienst der liberalen Partei begann. Zu politischer Bedeutung gelangte er jedoch erst 1880, als er für Gladston unter Einsatz enormer Mittel den Wahlfeldzug organisierte, der die Partei zum Sieg über D Israeli führte. Rach kurzer Pause berief ihn Gladstone, der eine sehr hohe Meinung von ihm hatte, 1885, noch kurz vor dem Fall seines Ministeriums, ins Kabinett, dem er auch während des kurzen Home Rule-Interregnums 1886, und zwar diesmal als Minister des Auswärtigen, an- gehörte. Im zweiten Home Rule-Ministerium (1892) bekleidete er denselben Posten, und sein Einfluß dort dauerte bis zum Zusammenbruch der Liberalen 1895. Seine auswärtige Politik fand, so wie die seines Schülers Grey, der unter ihm als Unterstaatssekretär wirkte, mehr Freunde auf konservativer als auf der eigenen Seite. Er war später der einzige Staatsmann von Belang, der die Entente scharf kritisierte. Lord Rosebery, der u. a. auch besonders mit dem Fürsten Herbert Bismarck befreundet war, galt früher für den besten Redner Englands, und es ging keine große Gelegenheit irgendwelcher Art vorüber, ohne eine seiner häufig hinreißenden, immer interessanten und pointierten Reden. Als passionierter Sportsmann hatte er und der ist seines Lebens nicht ganz teilhaftig gewesen. Da muß also jeher wissen, mit welcher Ruhe und mit welchem Bedacht die Henne bei diesem Geschäft zu Werke geht. Sie klettert vorsichtig die Treppe zum Stall hinauf und wenn sie sich beobachtet glaubt, kehrt sie wieder um, weil es gar keine Eile hat. Und manchmal geht sie so schlau zu Werke, dah es ihr gelingt, fünf Eier auf den Stallboden zu legen, die zu entdecken dann allerdings ein großes Erlebnis ist. Die Eier, die so entstanden sind, haben einen besonderen und feinen Geschmack, namentlich, wenn man sie hart kochen läßt; sie haben eine Würze wie von Heu, und von einem langen, stillen, durchsonnten Tage. So etwas fühlen aber nur die Kinder heraus oder die Philosophen. Die Chicago Eggs Manufacturing Company Ltd. hat davon keine Ahnung. Hochschulnachrichten. Der ordentliche Professor der Hygiene und Direktor des Hygienischen Instituts der Universität Marburg, Geheimer Medizinalrat Dr. Heinrich B o n h o f f ist ab Ende September 1929 von feinen amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Der aus Königshof bei Münden gebürtige Hygieniker promovierte 1887 in Freiburg zum Dr. med., wurde Assistenzarzt, später Stabsarzt und habilitierte sich 1895 in Berlin für Hygiene. Ostern 1899 erhielt Bonhoff die Ernennung zum Extraordinarius der Hygiene in Marburg und 1901 sum Ordinarius ebenda. Seine Arbeiten betreffen Bakteriologie, Infektionskrankheiten usw. — Der a. o. Professor Dr. jur. Albert Hensel in Bonn hat den Ruf auf den Lehrstuhl für öffentliches Recht an der Universität Königsberg als Rachfolger von H. Kraus angenommen und bereits seine Ernennung zum ordentlichen Professor in derKönigsberger Rechtsund Staatswissenschaftlichen Fakultät erhalten. — Die Ernennung des a. o. Professors Dr. Sergius D u b n o f f von der Universität Breslau zum ordentlichen Professor der Geologie an der Greifswalder Universität als Rachfolger von Joh. Weigelt ist erfolgt. Die Ernennung des o. Professors Dr. Wilhelm Hävers von der Universität Würzburg zum ordentlichen Professor der vergleichenden Sprachwissenschaft an der Universität Breslau ist erfolgt 6 6 5 5 3 2 3m Bad sich je- erweist. 10. Dd7 war 12. 13. 14. doch den verurteilt. 1/ e2-e4 2. Sgl -f3 10. 11. 12. Sd2 — f 1 Sfl — e3 La4 —c2 Lc2-b3 Lb3-d5 13. Sd7-c5 14. Lf7xd5? Dh5xH+ d4xe5 Th3xh74- Th7-H8 TH8-H3 Th3-g3 15. Sc6-a7 16. Sc5-d7 Sf6-d7 f7-f6 Le8-f7 15. e4xd5 16. d3-d4 17. Se3-f5 hxg6 wegen 25. Sf5 25. Kg7xf8 26. De8xf7 27. Kf8xf7 28. f6xe5 29. Kf7-g6 30. Kg6-g7 31. Sc8-b6 32. Sb6xd5 e7-e5 Sb8-c6 27-26 Sg8-f6 d7-d6 Lf8-e7 0-0 Lc8-d7 Ld7-e8 Lf 1 — b5 Lb5-a4 d2-d3 c2-c3 0-0 Tfl-el Sb!-02 Eine eigenartige doch in der Folge 3n Frage kam 8. , do8 Glück, dreimal das Derbh zu gewinnen. Daneben betätigte er sich als historischer Schrift- steiler. Lord Rosebery gehörte zu den ganz großen Grundbesitzern des Landes. Dem verstorbenen ehemaligen Ministerpräsidenten und Außenminister zollen alle führenden Persönlichkeiten ihren Tribut. Baldwin, Ramsey Mac- donald und Lloyd George weisen auf die großen Leistungen Roseberys für das britische Weltreich hin. Lloyd George ruft gelegentlich des Todes eine bemerkenswerte Aeußerung Lord Roseberys in die Erinnerung zurück. Roch der Ankündigung des Abschlusses der en gli sch- französischen Entente im Jahre 1905 war Lloyd George Gast Roseberys in dessen Hause, wobei sich folgendes Gespräch entwickelte: Geld per Einschreibebrief zugeschickt. — Ain 18. Mai wurde in der Bahnhofstraße und am 22. Mai aus dem Anwesen der Ortskrankenkasse in der Ludwigstraße je ein Herrenfahrrad gestohlen. Das am 18. Mai entwendete Rad und der Täter wurden ermittelt. 3m letzten Falle handelt es sich um ein Rad Marke „Herkules" mit der Fabriknummer 250 223. — In den letzten Tagen wurde außerdem ein an einem Hause in der Dismarckstratze angebrachter rotgestrichener Sarottiautomat, eine alte silberne Schlüsseluhr und aus dem Garten eines hiesigen Einwohners etwa 500 Köpfe Salat entwendet. Personen, die Angaben zur Ermittlung der gestohlenen Gegenstände und der Täter machen können, werden gebeten, der Kriminalabteilung Rachricht zu geben. Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orbach. Gestern vormittag fand die feierliche Eröffnung der 3. Wanderversammlung deutscher Entomologen in dem festlich geschmückten großen Hörsaal der hiesigen LudI>igsuniversität statt. Der Vorsitzende der Wanderversammlung, Prof. Dr. M. Dingler (Gießen), eröffnete die Versammlung mit einem Gruß an die Anwesenden und skizzierte die im Ausbau begriffene Stellung der Entomologie an unserer Landesuniversität. Sein Dank galt insbesondere den Vertretern der Reichs- und hessischen Staatsregierung, dem Rektor und Lehrkörper der Universität, dem Oberbürgermeister als Oberhaupt der gastlichen Stadt Gießen, und allen, die an dem Zustandekommen des Kongresses mitwirkten. Rach ihm ergriff Se. Magnifizenz der Rektor der Landesuniversität, Prof. Dr. Herzog, das Wort. Er gab seiner großen Freude darüber Ausdruck, daß als Tagungsort der Wanderver- sammlung der Sih einer Universität mit alten Traditionen gewählt wurde. Er fand darin einen sinnfälligen Ausdruck dafür, daß die zahlreichen Liebhaber-Entomologen, die an der Versammlung teilnehmen, und die gerade in der Entomologie wie in keiner anderen Wissenschaft Bedeutendes geleistet haben, sich der Fachwissenschaft ganz besonders verbunden fühlen. Alsdann überbrachte Regierungs- und Forstrat Schuster vom Reichsernährungsministerium Berlin die Grüße des Reichsernährungsministers, der der Tagung, an der er reges Interesse nimmt, einen ersprießlichen Verlauf wünschte. An Stelle des in letzter Minute verhinderten hessischen Staatspräsidenten Dr. Adelung sprach sodann Staatsrat, Landforstmeister Hesse namens der hessischen Staatsregierung und hessischen Staatsforstverwaltung. Er betonte den hohen Wert der angewandten Entomologie für Land- und Forstwirtschaft und Weinbau und gab der Hoffnung Ausdruck, daß es ihr in wachsendem Maße gelingen möge, die durch 3n- sekten alljährlich hrrvorgerufenen Schädigungen des Volksvermögens zu verringern. Da Oberbürgermeister Dr. Keller am Erscheinen verhindert war, begrüßte an seiner Stelle Beigeordneter Dr. Hamm die deutschen Entomo- . logen im Rainen der Stadt Gießen. Er führte aus daß die Stadt es als Genugtuung empfände, daß sie als Tagungsort für die Versammlung gewählt wurde, und hoffte, daß alle Teilnehmer von der an alten Traditionen reichen Stadt mit ihrer schönen Umgebung einen bleibenden Eindruck mitnehmen würden. Weiß. Weiß zieht und seht in drei Zügen matt. Weiß: 6 Steine. Kd6; Dd8; Lh7; Ba2, b2, c6. Schwarz: 3 Steine. Kal; Ba3, a4. Eine interessante Aufgabe des leider vor zwei 3ahren verstorbenen jugendlichen Problemmeisters. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 213. Don §. Sackmann, Kaiserslautern. Schwarz. Das weiße Spiel spielt sich von selbst: es ist klar, daß Schwarz bei der Anordnung seiner Figurenstellung bald zugrunde gehen muß. 17...... 17. Sa7 —c8 18. Sf3-h4 18 Tf8-f7 3n der Voraussicht von Dg4. 19. Ddl-g4 19. Kg8-h8 Es drohte 20. Sh6 4-. 20. Tel -e3 OBei6 verstärkt Zug um Zug seine Stellung. 20...... 20. g7-g5 Partie Nr. 137. Riendorfer Meisterturnier gespielt. Spanische Partie. Weiß: Ahues. Schwarz: Kmoch. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. Der Entomologen-Kongreß in Gießen lll. Wanderversammlung Deutscher Entomologen. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedakttonStisch. Berliner Elektrische. Auf der Vorderplattform eines Straßenbahnwagens rügt ein Fahrgast den Versuch eines andern, mit dem Führer ein Gespräch anzuknüpfen: „Stören Sie den Mann nicht, der steht jeden Augenblick mit einem Bein im Zuchthaus, mit dem andern im Grabe." Worauf der Führer, leicht den Kopf wendend, einwirft: „3a, und klingeln tu ick mit de Reeses Tüchtige Kraft. „Können Sie denn bedienen, wenn 4oir Gesellschaft haben?" fragte die Dame ihr neues Mädchen. „Gewiß, anä' Frau, auf zwei Arten." „Was soll das heißen?" „So, daß die Gäste wiederkommen und so, bah sie wegbleiben." (ßuft. Q3L) 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. Lösung des Endspiels Dr.73. Don Comte de Dilleneude. LSa6-b4!' Kb3xb4. 2.h6-h7,Lh2-e5. 3.Ke4x e5, a3-a2. 4. Lh4-el+, Kb4-b3. 5. Lel-c3l, Kb3xc3. 6. K7-H8 Dame, a2-al Dame. 7. Ke5- f4-f- und oewinnt. (Falsch wäre 1. h7 wegen 1. .. , Le5. 2. Kxe5r a2 und Schwarz gewinnt.) rkis der Schachwelt. Zum Meisterturnier des Deutschen Schachbundes (8. bis 22.3uli 1929) in Duisburg sind folgende 14 Spieler eingeladen worden: Dr. O. A n h e, Bremen; v. H o l z h a u s en, Magdeburg; Leonhardt, Königsberg; Orbach, Offenbach; Dr. Seih, Augsburg: Wagner, Hamburg: Ahues, Helling, Richter und S ä m i s ch aus Berlin; Blümich und Mieses aus Leipzig; Foerder und Babel auS Breslau. 3m Osterkongreß zu Ramsgate siegte erwartungsgemäß Capablanca vor Rubinstein und Mrs. Menschik. Die FrankfurterSchachmei st erschaft für das Jahr 1929 wurde von G. Kieninger vor F. Präger gewonnen. Dritter wurde Kort; vierter Dr. Becker: fünfter Dr. Riemann. Gegen die Hekoga. Oer provinziattag Starkenburg zur Gasfernversorgung. WER. Darmstadt, 23. Mai. Der Provinzialtag der Provinz Starkenburg war heute nachmittag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengetreten, uni zur Frage derkommunalenGasfernversor- gung Stellung zu nehmen. Provinzialdirektor Gebhardt referierte sehr ausführlich an Hand der Denkschrift des Vorstandes der Hekoga über die verschiedenen vorliegenden Angebote zur Gasversorgung. Es entspann sich dann sofort eine lebhafte Debatte, in der die verschiedenen Auffassungen der Parteien zutage traten. Provinzial- tagsmitglied Schneider (Sn.) war der Auffassung, man möge heute noch keinen definitiven Beschluß fassen, sondern weitere Prüfungen abwarten. Den entgegengesetzten Standpunkt vertraten die Vertreter der sozialdemokratischen Partei, insbesondere Staatsrat Karcher, Bürgermeister Ritzel und Provinzialtagsmitglied S ch m e h e r. Sie verlangten, der Provinzialtag möge den einmütigen Beschluß des Provinzialausschusses billigen. 3n diesem wird bekanntlich der kommunalen Gasfernversorgung der Vorzug gegeben. Rachdem noch zum Teil persönliche Meinungsverschiedenheiten geklärt worden waren, stimmte der Provinzialtag gegen vier Stimmen (zwei deutschnationale und zwei Bauernbund) dem Beschluß des Provinzialausschusses zu. Eine Entschließung der Deutschen Volkspartei wurde dem Provinzialausschuh als Material überwiesen. 3n der Entschließung heißt es u. a.: „Es kommt für die Entscheidung der Provinz nur eine Lösung in Frage, die es ermöglicht, 1. das Gas in unbeschränkten Mengen zur Verfügung zu stellen: 2. den Gaspreis z u senken, daß 3ndustrie und Zerstört den Königsflügel; aber auch nach anderen Zügen hätte das Ende nicht lange auf sich warten lassen. 21. Dg4-h5 21. Dd8-e8 Natürlich nicht 21.....Dg8 wegen 22. Sh6. 22. Sh4-g6 „Ich nehme an," so sagte Rosebery, „daß Sie sich ebenso, wie die anderen, über dieses Ereignis freuen." „Ich bin hoch erfreut," antwortete Lloyd George, „wir haben alle unsere Meinungsverschiedenheiten mit Frankreich geregelt." Rosebery faßte seine vollkommen abweichende Ansicht über die Entente in die Schlußworte zusammen: „Run, Sie sind im 3rrtum, das wird direkt zum Kriege führen!" Die Festhaltung dieser Erklärung ist nicht nur vom Gesichtspunkt der Kriegsschuldfrage aus wesentlich, sondern sie zeigt deutlich, daß auf alliierter Seite wenigstens ein Teil derjenigen Persönlichkeiten, die alle Schuld am Kriege auf Deutschland abwälzten und das zum Teil heute noch tun, das wider besseres Wissen taten. Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 24. Mai 1929. Entomologische Ausstellung. 3n den Ausstellungsräumen im Erdgeschoß des Physiologischen 3nstitutes ist aus Anlaß der Entomologen-Tagung eine sehenswerte Sammlung ausgestellt, welche morgen, Samstag, vormittag 9-12 Ahr auch für den allgemeinen Besuch unentgeltlich geöffnet ist. Besonders hervorgehoben fei eine Gruppe „Dokumente aus der Geschichte der Entomologie", welche von Dr. W. Horn, Berlin- Dahlem, ausgestellt wurde. Sie enthält wertvolle Originale eines unveröffentlichten Werkes aus dem 18.3ahrhundert, in welchem Schmetterlinge Mit Blumendarstellungen von der Hand der berühmten Maria Sybilla Merian zusammengestellt sind, sowie eine Reihe Entomologen-Porträts Anter den größeren der ausgestellten Insekten- Sammlungen seien die von Prof. Ding le r, Gießen, ausgestellten südamerikanischen Schmetter- linge genannt, welche die leuchtendsten Formen der Erde enthalten. Reben vielem anderen hat ein originelles Werk eines russischen Kriegs- gefangenen 3nteresse: eine mächtige, aus Holz geschnitzte Laus. Der Besuch der Ausstellung der eme nicht wiederkehrende Gelegenheit dar- stellt, sei besonders empfohlen. Daten für Samstag, 25. Mai. Sonnenaufgang 3.56 Uhr, Sonnenuntergang 19.58 4 42 Uhr M°"iwufgang 22.25 Uhr, Monduntergang 1015: Grundsteinlegung zum Straßburger Miin- ster; — 1681. der spanische Dichter Don Pedro Calderon de la Barca in Madrid gestorben (ae- boren 1600); — 1803: der englische Schriftsteller Edward Bulwer in London geboren (gestorben 18.73); — 1803: der amerikanische Philosoph und Dichter Ralph Walds Emerson in Boston geboren (gestorben 1882). ö Amgruppierung, die nicht als vorteilhaft ** Drei wichtige Bekanntmachungen ub er die S a u b e r h a l t u n g der Straßen (^erbot des Ausgießens von Schmutzwasser in die Straßenrinnen, Veränderung von Grundstücksentwässerungen, Verhinderung des Ablaufs von Nie- oerschlagswasser auf die Bürgersteige) veröffentlichte die Stadtverwaltung in unserem gestrigen Anzei- genteil. Die Aufmerksamkeit der Interessenten sei gelenkt^ roic^ti9en Bekanntmachungen besonders hin- ** D i e Kraftverkehrs . Gesellschaft m-,y-' Ak I s e n hat am 21. Mai den Autoverkehr zwischen Gießen—Wieseck—Alten-Buseck übernommen und zugleich einen neuen Wagen mit Anhänger dem Betrieb übergeben. Wie aus dem vorläufig festgesetzten Fahrplan, der ab 21. Mai gültig ist, heroor- geht, zeigt er gegenüber dem im Fahrplanheftchen des „Gießener Anzeigers" veröffentlichten Plan, oer- schiedene Aenderungen. So verkehren z. B. nur die Wagen von 5 bis 8 und von 17 bis 19 Uhr wie Aach ihm ergriff Prof. Dr. Borgmann, geschäftsführender Direktor des Forstinstituts, das Wort. Er begrüßte es mit besonderer Freude, daß als Vorsitzender der Tagung Prof. Dr. M. Dingler gewählt worden war, der Leiter einer der drei naturwissenschaftlichen Abteilungen des Forstinstituts, auf deren Ausbau im neuen In- stitut ganz besonderer Wert gelegt worden sei. Im Anschluß an ihn sprach Ler geschäftsführende Direktor des Landwirtschaftlichen Instituts, Prof. Dr. S e s s o u s, der die überragende Bedeutung der Schädlingsbekämpfung für die Landwirtschaft und den Weinbau unterstrich. Prof. Dr. Schmidt, Direktor des Zoologischen Instituts, gab sodann einen kurzen Ueberblick über die Entwicklung des zoologischen Lehrstuhls in Gie- ftcn, dem mehrere Wissenschaftler von überragender Bedeutung angehörten. Er begrüßte mit Freuden, daß durch die Errichtung eines Lehrstuhls für Forstzoologie und Schädlingsbekämpfung für die zoologische Forschung in Gießen eine noch breitere Basis geschaffen worden sei. Nachdem sodann der Vorsitzende Prof. Dr. M. Dingler in kurzen Worten den Dank der Versammlung für die zahlreichen Begrüßungsansprachen ausgesprochen hatte, folgte ein kurzer Geschäfts- bericht des ständigen Sekretärs Dr. Horn, der dem ehrwürdigen Teilnehmer der Wanderoersammlung, dem bekannten Ameisenforscher Dr. h. c. Erich Wasmann zu Ehren seines in den nächsten Tagen stattfindenden 70. Geburtstages eine Festschrift überreichte, die Beiträge der bedeutendsten seiner Fachgenossen aus fast allen Ländern der Erde enthält. Im Anschluß daran hielt Oberregierungsrat Dr. Schwartz, stellvertretender Direktor der Biologischen Reichsanstalt Berlin-Dahlem, einen Vortrag über das Thema „Was ist angewandte Entomologie?", der in eindringlichster Weise das Wesen und die Bedeutung dieses für die Allgemeinheit so wichtigen Wissenschaftszweiges vor Augen führte. Die erste wissenschaftliche Sitzung fand am Nachmittag >m großen Hörsaal des Physiologischen Instituts der Universität statt. Es sprachen Pros. Dr. M. Dingler (Gießen) über das Thema: „Lieber den Einfluß des Lebensraumes auf die Artbildung"; Dr. van Emden (Dresden) über „den Spezies- begnff vom Standpunkt der Larvensystematik aus" und Dr. Horn (Berlin-Dahlem) über das Thema: „Ueber den Speziesbegriff vom historischen und metaphysischen Standpunkt aus". Den Vorträgen folgte eine anderthalbstündige, sehr angeregte Diskussion. seither, nach dem Bahnhof Gießen, während alle übrigen Wagen nur bis zum Walltor in Gießen fahren. Auch sind die Fahrzeiten fast durchweg geändert. ** Städtische Holzoer st eigerung. Bei der gestrigen Holzversteigerung der Stadt Gießen wurden im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Mchtenabschnitte (A) 3a- und 3b-Klasse 36 Mark, 4a- und 4b-Klasse 41 bis 57,50 Mark, 5a-Klasse 50,50 Mark; Fichtenlangholz (N) la-Klasse 30 Mark, lb- Klasse 27 Mark, 2a-Klasse 27,50 Mark, 2b-Klasse 28,50 Mark, 3a-Klasse 32 bis 35 Mark, 3b-Kla,'se 37 bis 41 Mark, 4a- und 4b-Klasse 44,50 bis 48 Mark; Kiefernabschnitte (A) 3b- und 4b-Klasse 56,50 Mark; Äiefernlangholz (N) 2a-Klasse 21 Mark, 2b- Mfalfe 25,20 Mark; Fichtenderbstangen 1. Klasse das Stück 2,70 Mark, 2. Klasse 1,60 Mark, 3. Klasse 0,80 Mark. . Das Wahlergebnis zur Hessischen Apothekerkammer. Bei den Wahlen zur Hesiischen Apothekerkammer wurden, wie letzt feststeht, gewählt (in Klammern die Stell- vertreter): 3ul. Scriba, Reinheim, Vorsitzender (Mathias, Offenbach), Heß, Darmstadt (Haas, Höchst i. O.), Dr. Karl Ennenbach Mainz (Reu land, Bingen), Spohn, Wöllstein (Schwarz, Worms), Dornberger, Gießen (Beesen meyer, Gedern), Ganh, Rodheim v. d. H. (M ö l l e r , Alsfeld), K l e y e r, Offenbach (Weicker, Lollar), König, Sprendlingen (Kohlstädt, Offenbach), G r u s ch w i h Darmstadt (Hotz, Jügesheim), Heide r ich' Darmstadt (Keller, Darmstadt), Hipp auf, Mainz (Matthein, Mainz), Schlippe, Aimn^ (Schmitz, Bensheim). F e st g e n o m m e n. Der Polizeibericht meldet: Festgenommen wurden auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Mainz der Kaufmann Karl Hoher aus Mainz wegen Strafverbüßung, auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Marburg der Schlosser Friedrich Knörr aus Frankfurt a. M wegen Einbruchsdiebstahls und auf Ersuchen des Amtsgerichts 11 Darmstadt ein hier beschäftigter Eisverkaufer wegen Strafverbüßung. Wegen Der» dachts der Vornahme unzüchtiger Handlungen an Kindern wurde ein 42jähriger Schlosser von hier festgenommen. * Diebstähle. Der Polizeibericht meldet: Am 18. Mai wurde einem Landwirt, der sich mit einer zweifelhaften Frauensperson amüsieren wollte, die Brieftasche mit etwa 130 Mk. Bargeld und em Sparkassenbuch mit 1000 Mk. Einlage gestohlen. Die Täterin konnte ermittelt und festgenommen werden. Das Geld befand sich noch restlos in ihrem Besitz, dagegen hatte sie das Sparkassenbuch beiseite geschafft. Dieses konnte gestern in einem Keller, wohin es die Täterin von der Straße aus geworfen hatte, aufgcfunden werden. Die Diebin wurde dem Amtsgericht zugeführt und kam in Antersuchungshaft. — An dem gleichen Tage wurde in einer Wirtschaft emem Gast die Geldbörse mit 50 Mk. und einer Frau aus der Küche ihrer Wohnung etwa 35 Mk. entwendet. Den Tätern ist man auf der Spur, im letzteren Falle wurde der Geschädigten das Es folgt nun ein klares Gewinnfpiel. 22...... 22. Kh8-g8 23. Sf5-h6+ 23. Kg8-g7 24. Te3-h3! 24. Sd7-f8 Ein Fehler wäre 24. nebst Matt. 25. Sg6xf8 26. Sh6xf7 Haushalt mit Gas für Heizzwecke so beliefert werden, daß die festen Brennstoffe in möglichst großem Umfange durch Gas erseht werden." Heute Auffichtsi-atssihuug der Hekoga. WSR. Darmstadt. 23. Mai. Wie wir erfahren. findet Freitag eine Aufsichtsratssitzung der Hekoga statt, in der über die Entschließung des Vorstandes Beschluß gefaßt werden soll. Dem Vernehmen nach wird wahrscheinlich die für den 6. 3uni angesetzte entscheidende V o r st a n d s s i tz u n g erneut hinausgeschoben werden, bis die weiteren Angebote vorliegen bzw. eine weitere Klarheit über die erneut eingegangenen Angebote und Angebotsergänzungen geschaffen ist. Oberheffen. Landkreis Gießen. <5 Ollendorf o. d. Lda., 23. Mai. Bei der letzten diesjährigen Holzoer st eigerung im hie- figen Stadtwalde waren die Preise im Verhältnis zu den vorhergehenden Versteigerungen gering. Es kosteten: Scheitholz: Buche 20 bis 22 Mark, Eiche 12 bis 15 Mark, Fichte 9 bis 11 Mark, Kiefer 14 bis 16 Mark; Knüppel: Buche 15 bis 18 Mark, Eiche 12 bis 14 Mark, Fichte 7 bis 9 Mark, Kiefer 13 bis 15 Mark; Stockholz: Buche 3 bis 7 Mark, Eiche 5 bis 7 Mark ze 2 Raummeter; Reisholz: Buche 5 bis 16 Mark; Eiche 3 Mark, Fichte 2 Mark je 5 Raummeter. Kreis Friedberg. OO Aus derWetterau, 23. Mai. Die O b st. bäume und B e eren st räucher haben sehr reichlich geblüht. Die Birnen haben gut an- gefetzt, und auch die Apfelblüte fällt in eine günstige Zeit. Die wenigen kalten Nächte haben den Blüten nicht geschadet, selbst die Erdbeerblüten, die gegen den geringsten Frost empfindlich find, zeigest keine Schäden. 00 N i e d e r - F l o r st a d t, 23. Mai. Die Ge- meinde hat die Auto halle mit dem dazu gehörigen Wohnhaus und dem anliegenden Gelände dem Z w e ck o e r b a n d „W e 1 t e r a u" für 22500 Mark verkauft. — Die Brecheranlage im Steinbruch ist fertiggestellt und in Betrieb. Sie liefert pro Stunde 5 Kubikmeter Steine. Durch Relaisschaltung wird der elektrische Strom bei Störungen automatisch ausgeschaltet. Kreis Büdingen. -*■ Bad Salzhausen, 23. 'QTtai. Unser Kurpark weist bekanntlich eine erstaunliche Mannigfaltigkeit in feinen Gewächsen auf, deren reizvolle Gruppierung immer wieder das Auge der Kurgäste und Passanten fesselt. Annähernd 400 Arten der verschiedensten Bäume, Sträucher LclxgS und gewann. Lösung des Problems Nr. 210. Don Dr. S. Pnig. Td3 —d8!, (D beliebig. 2. Dd3, bzw. Sa3 matt). .., Se4. 2. De6 matt. 1.....Te4. 2. DcS matt. Td4. 2. Tc8 matt. 1. ..., e4. 2. Dd5 matt* Se4. 2. Dfl matt. 1. ..., beliebig. 2. Dd3 matt. 1 1. . Wozu dieser verfehlte Tausch, der Springer c6 au einer Statistenrolle Ein abwartender Zug, wie 14. ..,, angebracht. 8 8 2 h g h "tt-e,, ' lai. Di- hu * dslch?, ? 6er All!' i i|t 8e6o|e und H. icit. rg. ^Mai. Die^b si. d)e,r hoben Ich y°bcn gut ob. H 'n eine aüi, M« haben k ^röbeerbtüten, d "bli4 linh, zeign > Mai. Li> 0,. ''t bem dazu ge< egenden Mnbe r°u" für 22500 oerantagein 'd in betrieb. Sier Steine. jur$ ie Strom bei Stoen. 23. Hai. Unfet eine erstaunliche Wen auf, deren nieder das Auge fielt. Annähernd Säume, Sträucher er auch nach «nicht lange auf sich 8-eS Legen 22. Sh6. nnlpieL -gS -« toegm25.Si5^ 7X18 8X17 $Xl7 a5 1-gb 6-g7 !-bS xd5 Hl. 210. 3 bzw. Sa3 matt). Tel. 2. DcS matt 54, 2. Dd5 matt lebig- 2. Dd3 matt Ar. 73. neube. ;Lb2-e5.3.Ke4>< -b3. ISame. 7. Kes , h7 wegen ICIL Seutfchen W in Duisburg B ‘<“1 o7w i/m-d- * Oliemann- „it ** W01' Mt 1A1 11 und Stauben flnb hier vertreten. Seiber zeigt sich jetzt, bah viele der exotischen Pflanzengattungen dem harten Winter zum Opfer gefallen sind, barunter Ra- belhölzer. bis an geschützten unb ungeschützten Stellen jahrzehntelang jeben Frost überbauert haben. Äreis Schotten. □ Saubach, 23. Mai Eine Erbschaftsangelegenheit b e r Stabt Saubach, die seit März 1914 schwebt, ist in diesen Tagen geregelt worben. Eine unverheiratete Dame, 3 o- Hanna Otto, geboren in Saubach als Tochter eines gräflich solms-laubachschen Kammerrats, die in Florenz lebte unb auch ebenda gestorben ist, hatte ihrer Geburtsstadt ein nicht unbeträchtliches Kapital vermacht. Dieses Kapital war im Weltkrieg durch den italienischen Staat beschlagnahmt worden. Der Test amenisvollstrecker, Geheimerat Dr. Forch in Berlin, hat der hiesigen Bürgermeisterei geschrieben, daß ihm bas Reichsentschädigungsamt mitgeteilt habe, bah die Beschlagnahme aufgehoben ist und baß demnächst als Schlutzentschä- bigung eine Schulbbucheintragung in Höhe von 11 700 Mk. an die Stabt Saubach überschrieben werden wird. Die Erblasserin, sowie deren Eltern, sind auf dem evangelisch-deutschen Friedhof in Saibach (Krain, Jugoslawien) bei- gesetzt worden. Das dort zum Unterhalten der Gräber gestiftete Kapital ist durch die Inflation zerronnen. 'Der Testamentsvollstrecker, der es für eine Sache der Pietät und des deutschen Rationalgefühls hält, die Grabstätten in jener verlassenen Ecke des Deutschtums zu erhalten, hat die weitere Pflege dieser Stätten angeregt und mit dem evangelischen Pfarramt Saibach die hierzu notwendigen Verhandlungen ausgenommen. Preußen. Kreis Biedenkopf. dt. E n d b a ch, 23. Mai. Der hiesige Männergesangverein veranstaltete am 2. und 3. Pfingsttage gelegentlich seines 50jährigen Bestehens em Wertungssingen. Es beteiligten sich 9 Vachbarvereine: Günterod, Gladenbach, Sohra, Erda, Weidenhausen, Offenbach (Dillkreis), Eisemroth (Dillkreis), Bischoffen unb Wommelshausen, von denen jeder zwei selbstgewählte Sieber zum Dortrag brachte. Dor- herrschend war das alte, schöne, deutsche Dolks- lied. Heben diesem zeigten aber auch einige Vereine infolge guter Schulung und ausgezeichneten Stimmenmaterials schwierigere Seistungen. So gefiel vor allem „Morgenlied" (Rieh), welches vom M.-G.-D. Erda in formvollendeter Weise 5um Vortrag gebracht wurde, dann „3ef. 60, —3“ (Stange), welchen Chor M.-G.-D. Offenbach vorzüglich meisterte, und spontanen Beifall erntete Sohras stattliche, gut disziplinierte Sän- gerzabl, die „An die Heimat" (3üngst) und „Sandmännchen" mit allen Feinheiten erstklassig herausbrachte. 3eder Verein hat in wochenlanger Arbeit sein Bestes getan, unb die Sachverständigen werden in ihren schriftlichen Gutachten neben Hinweis auf Fehler unb Mängel auch hier und da mit einem Sob nicht kargen können. Der Rachmittog brachte noch einmal sämtliche Vereine zu dem auf gegebenen Massenchor „Waldruh" von Strauß, zusammen, der Gchnellzug-Cnigleisung bei Fulda. Der Z-O-Zug Basel-Frankfurt-Berlin verunglückt. - Elf weisende mehr oder weniger schwer verletzt. WSR. Fulda, 23. Mai. Heute nachmittag 4.15 llbt e n t g I e i ft e im Bahnhof Kerzell bei Fulda der Fernschnellzug FD 5 Sa- s e l—F r a n f f u r t—D erlin bei der Durch- sahrt durch ein Ueberholungsgleis. Die Sokomotive, der Packwagen und zwei Personenwagen fielen um, drei Wagen des Zuges blieben im Gleis stehen. Eine Dame wurde am Fuße schwer verletzt, zehn Reisende erlitten leichtere Verletzungen. Don den verletzten sind bis jetzt als in das Krankenhaus Fulda eingeliefert festgestellt: 1. 3akob S a f f r a n aus Frankfurt a. M.« Schwanheim (Gehirnerschütterung unb leichte Kopfverletzung). 2. Fräulein Susanne Rothe aus Berlin- Dahlem (Fuß abgequetscht). 3. Ein Herr Braun, bessen genaue Personalien noch nicht feststehen (Rückenquetschung). 4. Sokomotivführer Seifert aus Erfurt (Gehirnerschütterung unb Handverletzung). 5. Sokomotivheizer Eckhard aus Erfurt (Gehirnerschütterung unb Sippenverletzung). An der Unfallstelle herrscht ein wüstes Durcheinander. Die drei entgleisten Personenwagen sind vollständig übereinander geschoben und bilden einen Trümmerhaufen. Der als schwerverletzt gemeldeten Dame wurde ein Fuß am Knöchel abgerissen. Bei den übrigen zehn Seichtverlehten handelt es sich um sieben Passagiere, sowie um den Sokomotivführer, Heizer und Zugführer des Zuges. Der Sokomotiv- f ü h r e r wurde unter einem Haufen von Kohlen unter seinem Führer st and heraus- geschaufelt. Der Heizer, der schon vorher abgesprungen war, erlitt einen Rervenschok. Rur bem Umftanb, daß der Zug, der nur erster und zweiter Klasse führt, sehr schwach beseht war, ist es zu verdanken, daß das Unglück keine größeren Ausmaße annahm. Wie verlautet, soll noch ein Reisender vermißt werden. Es ist nicht ausgeschlossen, daß er sich noch unter den Trümmern befindet. Die drei hinteren Wagen, darunter der Speisewagen, blieben auf den Gleisen stehen und wurden später nach Fulda weitergeleitet. Die Fuldaer Sanitätskolonne, sowie die Sanitätsmannschaft der Station Fulda waren rasch zur Stelle, ebenso eilten sofort zahlreiche Aerzte zur Hilfeleistung an die Unfallstelle. Oie amtliche Darstellung. WSR. Frankfurt a. M., 23. Mai. Die Reichsbahndirektion Frankfurt a.M. .teilt mit: 3m Bahnhof Kerzell bei Fulda wird die Flie de brücke zur Zeit umge- b a u t. 3nfolge dieser Arbeiten müssen die Züge der Richtung Franksurt a. M.—Fulda im Bahnhof Kerzell durch bas Ueberholungsgleis Geleitet werben, bas mit einer Gcschwindig- eit von 45 Kilometer durchfahren werden soll. Die Ursache der Entgleisung ist wahrscheinlich darin zu suchen, daß der verunglückte Schnellzug mit unverminderter Geschwindigkeit das Ueberholungsgleis durchfuhr. Hierbei entgleiste die Solomotive, stürzte um und riß den folgenden Packwagen und drei Personenwagen mit sich. Sechs Reisende wurden schwerer und sieben leichter verletzt. Die schwerer Verletzten wurden dem Krankenhaus in Fulda zugeführt. Die leichter Verletzten setzten ihre Reise fort. Unter den leichter Verletzten befindet sich auch der Direktor des Leipziger Schauspielhauses Dr. Kronacher (der bekanntlich nach Frankfurt als Schou- spielintendant berufen ist); er erlitt einen Bluterguß an der Schläfe. Die auf dem Gleis stehengebliebenen drei Wagen des Schnellzuges wurden nach Eintreffen einer Ersahlokomotive nach Fulda weitergefahren. Von dort setzte der Zug um 18,51 Uhr seine Reise nach Eisenach fort, wo die Reisenden in einen inzwischen zusammen- gestellten neuen Schnellzug umsteigen mußten. Die Züge der Richtung Fulda—Frankfurt können auf dem richtigen Gleis ohne Störung verkehren. Der Verkehr in der Richtung Frankfurt—Fulda muß bis zur Beendigung der Aufräumungsarbeiten zwischen Reuhvf und Fulda eingleisig geführt werden. von Hauptlehrer K l a g e s, Endbach, dirigiert wurde. Die beiden Festtage nahmen bei herrlichstem Wetter den harmornischsten Verlauf. Dem M.-G.-V. Endbach als unerschrockener Veranstalter des Wertungssingens ist auch in pekuniärer Hinsicht guter Erfolg zu wünschen. Leigzüge der Reichsbahn. Der Konkurrenzkampf zwischen der Reichsbahn und dem Kraftwagenverkehr, der immer mehr wächst und an Heftigkeit zunimmt, je mehr der Kraftwagenverkehr ansteigt, hat im Güterverkehr bereits so weit geführt, daß die Reichsbahn auf einigen Strecken Kampftarife eingerichtet Hal um den Tarifen der privaten Kraftverkehrsgesellschaften wirksam zu begegnen. Runmehr ist die Reichsbahn zu einer neuen Kampfmaßnahme übergegangen, die ebenfalls auf dem Gebiete der Güterbeförderung liegt. Die Reuerung besteht in der Einführung eines Raschverkehrs mit Stück- und Eilgut, sie ist seit einiger Zeit auf acht Strecken des Kölner Reichsbahnbezirks in Betrieb. Dieser Raschverkehr wird mit sogenannten Seigzügen, deren Benutzung eine neue De- sörderungssorm darstellt, durchgesührt. Die Seig» züge sehen sich aus einer Seig-Sofomotibe und einem vierachsigen Großraumwagen mit zweiachsigem Packwagen, die miteinander verkoppelt und durch einen Harmonikabalg verbunden sind, zusammen. Die Seigzüge sollen später alsG ü t e r» triebwagen mit eigener motorischer Kraft betrieben werden. Der Verkehr mit diesen Zügen dient für Versand-Sammelfrachten und Empfangsverteilungsfahrten. Ts werden mit diesen neuartigen Zügen auch die kleinsten Bahnhöfe berührt, an denen bisher Güterzüge nicht hielten, um auch dort Stückgut und Eilgut abzugeben, oder mitzunehmen. Das Ladegeschäft vollzieht sich sehr rasch durch eine bei allen Bahnhöfen eingerichtete Sadebrücke. Die bisherigen Betriebsergebnisse auf den Dersuchs- strecken sind so günstig unb für ben Frachtverkehr vorteilhaft ausgefallen, baß sich bie Reichsbahngesellschaft mit bem Gedanken trägt, in nächster Zukunft die Reueinrichtung auch einer Anzahl anderer Strecken zugute kommen zu lassen, und im Saufe der Zeit bas ganze deutsche Eisenbahnnetz durch Seigzüge zu befahren, sofern sich die Wirtschaftlichkeit einwandfrei herausgestellt hat. Auf den jetzigen Strecken verkehren die Seigzüge mit einer Stundengeschwindigkeit von 75 Kilometer, was auf bie geringe Ruhlast, die mit ben Zügen befördert wirb, zurückzuführen ist. Die bisherigen Detriebserfahrungen haben ergeben, bah burch bie Beschleunigung der Geschwindigkeiten unb des Verladens die Güter im Durchschnitt bis zu 24 Stunden früher bestellt werden konnten. Die tlnsallversichenmg für Feuerwehren. Durch das dritte Gesetz über Slenberungcn in der Unfallversicherung vom 20. Dezember 1928 sind der Unfallversicherung u. a. die Betriebe der Feuerwehren unterstellt worden (§ 537 Abs. 1 Rr. 4a der Reichsversicherungsordnung). Wie das badische Ministerium des Innern in einem Erlaß zu dieser Bestimmung an die Bezirksämter ausführt, sind mit bem Begriff „Betrieb der Feuerwehren" nicht nur bie Berufsfeuerwehren, sondern in demselben Maße auch bie freiwilligen unb Pflichtfeuerwehren erfaßt. Es wird aber auch von einem Betriebe einer Feuerwehr bann gesprochen werden können, wenn lediglich eine ständige Verpflichtung der Gemeindeangehörigen besteht, auf Verlangen der Gemeinde« oder Polizeibehörde unb unter ihrer Bettung bei Feuersgefahr tätig zu werden. 3m Betriebe der Feuerwehr beschäftigt sind nicht nur die Mitglieder, sondern auch alle Personen, die, sei es auch nur vorübergehend, helfend in diesen Betrieb eintreten, sei es auf ausdrückliche Aufforderung, sei es freiwillig, sei es mit, sei es ohne Wissen der Betriebsleitung, es sei denn, daß der Eintritt gegen den ausdrücklichen oder mutmaßlichen Willen des Unternehmers geschieht. Das Gesetz unterstellt nicht nur die eigentliche Feuerbekämpfung der Versicherung, sondern den gesamten Betrieb der Feuerwehren, damit also auch ihre vorbereitende Tätigkeit, namentlich die Hebungen, aber auch sonstige Tätigkeitsgebiete, die von Feuerwehren übernommen werden, wie z. D. Beseitigung von Verkehrshinder- Jean Weisel, (Heben, Sonnenstrabe 6, Telephon Nr. M NtiUrttchei Für die Gefundheit .Ghaoafia' Wohlbehagen. Warum mit gpilien Schuhen 'sch plagen r ,ooor kostenfrei -Chasalla* - Fußgelenkstützen jederzeit nach vorheriger genauer Fußmess'ung. — Alleinverkauf: Schuhhaus Herbert Gießen, Marktplatz 2 _________________________________________ 4576A Blutwurst, geräuchert......Pfund 0.85 Leberwurst, la.............Pfund 0.85 Mettwurst, weiche..........Stück 0.50 Plockwurst, schnittfest.....Pfund 2.00 Salami, fein...............Pfund 2.20 Zervelatwurst, Holsteiner .. Pfund 2.20 gekochter Schinken »/. Pfd. 0.60 Feinster Fleischsalat.. Pfund 0.35 Wurste und Fleisdiwaren Filialen in allen Stadtteilen __. 4582C Drucksachen aller Art XÄÄTÄ »ie vrübl'fche Univerkitätr-Vruckerci. ». Lange. Gießen. Lchvlftr. 7 Gasherde nur bewährte Marlen. Sparsamster Gasverbrauch. Zufolge bester Erfahrungen bei vorgenommen. 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Mai 1929 03263 03246 AUF \ IN DEN G 4600A 46W Bequeme Teil- Zahlung) ZHofo Zwetschkenstiei Sauerstrom Verlobte Lprechstundcn der Redaktion n.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Ahr. Samskaa nachmittag geschlossen. ouftröge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu rlchlen. OIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIB Besseres, junges Fräulein mit guter Schulbildung und Stenum. in Stenogr. u. Conti.- Schretumaschtne für 1. 6. 29 für hiesiges Büro gesucht. Hand- schriftl. Bewerbung u. 03247 ad. Äff. Anz. Illlllllllllllllllllllllllllllllllll MW »All vom Lande sucht Stelle als Haustochter in nur bess. Hause. Famtlienanlchlnff Bedmgung.Taschen- nelb erwünscht. Schr. Ang. u. 4610D n. d. Ätet. Anzeiger. Stellengesuches Jnnger Hann 27 I., fiel. Schlosser, mit abgeschl. kaufm. Lehrzeit, sow. Aus- btlöfi. als Cbausseur lllldiiucht Stellung als Vaneruerronlter, Chauffeur, Garagen- meister ustv. f. sofort od. später. Neben» arbeiten iverden mit ausgef. Schr.Ang. u. 03272 a. d.Äieff.Anz. MIFA-FABRIK - VERKAUFSTELLE Gießen, Neuenweg 4, J. P. Mono Eigene Reparaturwerkstatt und großes Ersatzteil-Lager Hermann Stecker und Frau Maria geb. Schäfer OieVerlobung unsererToch. ter Gustel mit Herrn Diplom» HandelslehrerH e i n r i ch H e u n beehren wir uns anzuzeigen Heinrich Köhler u.FrauAnna geb.Veerbaum MeineVerlobung mitFräulein Gustel Köhler gebe ich hiermit bekannt Heinrich Heun Diplom-Handelslehrer Heft durch einen reichillustrierten Artikel über die Neue städtische Galerie in München. Dei- gefügt sind eine wundervolle farbige Reproduktion einer Winterlandschaft von Josef Achmann und zahlreiche Abbildungen anderer Gemälde aus dem Besitze dieser Galerie. Aus dem Inhalt des Heftes vermerken wir ferner einen Beitrag über die Frühjahrsausstellungen der Berliner Sezession und des Kunstvereins in Hannover, eine Würdigung des Graphikers Rudolphe Bresdin, ferner ein eindringlicher Rotruf zur Erhaltung der untergehenden Werke des Parthenonfrieses zu Athen, sämtlich mit zahlreichen Abbildungen. Der kunfthandwerkliche Teil zeigt Schöpfungen der Deutschen Werkstätten nach Entwürfen von Karl Bertsch und Arbeiten der Textilkunst von Professor Else Iaskolla. — Ein Hermann-Stehr-Heft bringt „Der Kunstwort" (Callwey, München) mit seinem Maiheft heraus. Als Proben Stehrscher Dichtkunst werden zwei Erzählungen dargeboten, die »Geschichte vom Weißköpfchen" aus dem Roman »Ger Heiligenhof" und die „Sage vom steinernen Mann . Dazu schrieb Wilhelm Meridies einen Aufsatz über den Epiker Hermann Stehr und sein Weltbild. Dom weiteren Inhalt des Heftes ist noch zu nennen eine Betrachtung über das gegenseitige Verhältnis von Buch und Leser von Ioses Bernhart, ferner din Beitrag Wilhelm • u°cr »®*e neuen Beziehungen zwischen Religion und Dichtung" und eine Gegenwarts- weltbetrachtung „Heutzutage" von Albert Tren- nm. jdwnej Aiimplc ackerte (Beitw Das Schwitzen. 3n diesen warmen Frühlingstagen, ebenso wie im Sommer, steigt mancher Stoßseufzer gen Himmel: „Ach, wie ist es heiß, warum muß man nur so schwitzen?" Run, das Schwitzen ist eine weise und wohltätige Einrichtung unseres Körpers. Dieser ist bestrebt, seine Eigentemperatur stets auf gleicher Höhe, zwischen 36 und 37 Grad Celsius, zu erhalten. Wird diese Temperatur durch äußere Hiheeinflüsse gesteigert, so kann es zur Wärmestauung unb zum Hihschlag kommen, umgekehrt führt eine Unterkühlung des Blutes schließlich zum Erfrieren. Droht durch die sommerliche Wärme dem Körper eine Heberhihung, so sucht er sich dagegen zu schützen durch Oeff- Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 25. Mai. Vorabend 7.45 Uhr; morgens 8.30; abends 8.35 und 9.15 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 25. Mai. Freitag abend 7.40 Uhr; Samstag vor. mittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 9.15. — Wochengottesdienst morgens 6.15; abends 7.15 Ühr. Hierüber klärt das der heutigen Stadt-Ausgabe des Gießener Anzeigers beiliegende Flugblatt aut. Die hessische Mildimarke wurde auf Grund einjähriger Prüfung folgenden Gutsbetrieben verliehen: HOlOUl Friedetasen, Fernsprecher Amt Lollar 48 DniversilätsfersadisOiit .Unterer Hardthof, Biehen Fernsprecher Amt Gießen 1545 HOfOOl WiOIlGrOd, Fernsprecher Amt Gr.-Buseck 57 Julius Schulze Kreuzplatz [Vermietungen | 3-Molio. (Neubau!, beschlag- nahmetrei. 2. Stock», Zentralheizung, ocn. 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Mit einem Schauturnen unter Lei- tag des Gauoberturnwartes W. Will (Gießen) hi dem allgemeine Freiübungen und ein hoch- entwickeltes Geräteturnen der Gaubesten an Reck, Jurten und Pferd zu beifälliger Durchführung lernen, schloß die turnerische Weche des neuen .Iahnplahes" wirkungsvoll ab. Spielvereinigung 1900 Gießen. Der Wcttcrgott meinte es mit der Spielver- emiflung 1900 nicht gut, die sich für den Pfingst- jomstag die Ligamannschaft des Sport- Vereins 05 Bad Homburg verpflichte hatte. Der ununterbrochen niedergehende Jegen hatte den Sportplatz sehr in Mitleidenstaft gezogen, so daß sich die Spieler auf dem glitten Boden nur schwer zurcchtfanden. Gegen Dilid und Regen zeigte 1900 die besseren Leistun- Ain und machte auch drei Sore, von denen der e^rcdsrichter aber das dritte nicht anerkannte. Tadf, dem Seitenwechsel gingen die Gäste mehr jua sich heraus und erzielten auch drei Tore, ücDon allerdings der Gießener Torhüter bei den pH letzten nicht schuldlos war. Dadurch ließen bc Gesaintleistungen der Gießener sehr nach. Zahlreiche Torchancen wurden ausgelassen, da im em Tin das Verständnis fehlte. Der Mittelläufer knechte nicht sein seitheriges Können. (In letzter Liut.de mußten nämlich sämtliche in der Gießener gif sonst wirkenden Studenten erseht werden, Wettlauf um Llttnor. Vornan von Genta Neckel. Copyright bei Greiner & Co., Berlin NW 6. 4. Fortsetzung. Nachdruck verboten. Phil erledigte alle peinlichen Telephongespräche m.t der Miene und den Allüren eines Diplo- mttn, er war pünktlich wie eine gut gehende älyc und was die Hauptsache war, er konnte Lchrc Musterbeispiele von Katerfrühstücken bc- Kitcn! Für Bobby Earlton war dies von ungeheurer Bedeutung. Er nahm Phils Launen und Ab- 'snöerlichteiten mit Nachsicht auf, er liebte seinen fnarten Diener, wie Leute unwillkürlich Gegen- istanbe lieben, um die sie von anderen Leuten be- illidet werden. llnb viele Klublameraden hatten fdrir versucht, ihm Phil wegzuengaaieren. ober ci toar ihnen nicht gelungen Phil liebte fernen Herrn, er betrachtete ihn als ein kurioses Mu- lkmisstück, das zu betreuen einem unbedingt Zreude macheii muß, und Bobby gab Phil nicht Ar, wegen der berühmten Katerfrühstücke. Ach ja, die Katerfrühstücke! Ach. wie ost hatte Jobby die nötig! Es gab wohl keinen gluhen- Exren Verehrer eines guten Tropfens, wie Bobby. 3t konnte Wein mit einer wahrhaft andächtigen Freude trinken. Er schlürfte mit einem solchen Ichagcn und Verständnis das edle Raß. daß einem nur beim Zusehen die Augen feucht werden tonnten. . Als in Amerika die Prohibition eingesuhrt CDitbc, hatte Bobby ernsthaft den Platt des Auswandcrns erwogen. .. Ohne Wein leben zu müssen bedeutete für ihn glatten körperlichen und geistigen Ruin. Aber als er dann bedachte, daß in seinem Bcinkeller noch etwa 5000 Flaschen aller Sor- tki lagerten, hatte er sich entschlossen, diese erst einrat zu verkonsumieren, dann konnte man ja Miner noch auswandern und bis dahin hatte man birsts verrückte Gesetz vielleicht schon längst tote- Sxr aufgehoben. llnt> so widmete sich Bobby Carlton in aus- gl'bigem Maße der Vertilgung seines Wein- tolers mit einem Eifer, der der guten Sache □jiirbig war. Die llfjr schlug gerade einhalb elf, als Phil norf> leisem Klopfen die Schlafzimmertür seines §crtn öffnete. $i prallte erschrocken zurück. Dos ganze Zimmer war in blaue Rauchschwaden gehüllt, die träge durch die geöffnete Tür ■ctfjogen. Indigniert runzelte Phil die Ettm, tastete riq durch den dicken blauen Rauchvorhang und öfnete mit resolutem Griff beide Fensterflügel. Turnen, Sport und Spiet. die zu einem studentischen Wettkampf nach Koburg , beordert wurden.) Der zahlreiche Ersah genügte nur teilweise den Ansprüchen. Das Resultat 3:2 für Homburg hätte leicht umgekehrt lauten können. Don den Seniorenmannschaften war nur die Ligareserve am zweiten Pfingstfeiertag in Leihgestern tätig. Lieberraschend kam die Meldung von dem hohen 8:1-Sieg der Blauweißen über den Gruppenmeister der 8-Klasse. insbesondere auf dessen gefürchtetem Platz. Die 1900er waren ganz ausgezeichnet in Schwung. Erfreuliches konnte die Iugendleitung von der Psingstreise nach Köln berichten. 1900 trat die Reise mit einem Ersatzmann an. 3n Köln-Mülheim endete das Spiel 0:0, in Köln- Leverkusen 3:3, beides Resultate, auf die vorher niemand gehofft hatte, auch schon deshalb nicht, weil das Vorspiel an Ostern gegen Köln-Mül- heim in Gießen 2:0 verloren ging. 1900s zweite Jugend spielte gegen SinnS erste Iugend 1:1 und verlor gegen Wrrdorfs erste Iugend 2:1. Es fehlten aber gerade die besten Spieler. Die dritte Iugend verlor in Gießen gegen Hermannsteins erste Iugend 2:1, die erste Schülerelf in Wetzlar durch Hondelfmeter 1:0. Die zweite Schülermannschaft blieb gegen Hermannsteins Schüler mit 3:0 Toren siegreich. Leichtathletik der Sp.-Vg. 1900. „Sportfreunde" Liegen bleiben im Zugendclubkampf über LP.-Bg. 1900 siegreich. Bei guten Boden- und Bahnverhältnissen, aber um so widrigeren Windverhältnissen (starker Gegenwind!) kam am Sonntag der oben gekennzeichnete Ingen dvereinskampf zum Austrag. Dank guter Organisation wurden die Wettbewerbe glatt abgewickelt. An den gezeigten Leistungen konnte man seine helle Freude haben. Cs erwies sich, daß mvn in den Siegener Jungens einen ausgezeichneten Ersah für „Alemannia" Aachen gefunden hatte. 1900 hätte, selbst wenn man in vollständiger Aufstellung hätte antreten können — es fehlten fünf der talentiertsten Leute —. das Endergebnis kaum zu feinen Gunsten gestalten können. Am Sonntag kam noch dazu, daß die Plahbesiher etwas unglücklich, insbesondere in den Staffeln, kämpften. So kam denn ein Gesamtpunktverhältnis von 8 9*/2:6 41/» Punkten für Siegen zustande. Klasse ä (Jahrgang 11/1 2). 100-Metcr-Laus: 1. Sarx, Siegen. 12,3 Sekunden: 2. Balser, 1900, 12,4 Sek.: 3. Klein, Siegen, 13 Sek.: 4. Schütz, 1900. 200-Meter-Lauf: 1. Müller, Siegen, 25,9 Sek.: 2. Balser, 1900, 26 Sek.: 3. Klein, Siegen, 26,2 Sek.: 4. Schickedanz. 1900. 1 500-Meter-Lauf: 1. Koch, 1900, 4:53 Min.: 2. Kleinmann, Siegen, 5:05; 3. Peters, 1900, 5: 13; 4. Klose. Siegen. 4X1 00-Metcr-Staffel: 1. Sportfreunde Siegen 49,2 Sek.; 2. Gießen 1900 49,3 Sek. Weitsprung: 1. S a r x, Siegen, 5,47 Meter; 2. Schütz. 1900, 5.39 Meter; 3. Klein. Siegen. 5,31 Meter, 4. Balser. 1900, 5,13 Meter. Kugel st oßen: 1. Sarr. Siegen, 13,01 Meter; 2. Feiche, Siegen, 11,61 Meter: 3. Balser, 1900, 10,91 Meter; 4. Schütz, 1900, 9,47 Meter. Diskus: 1. Sarx, Siegen, 36,15 Meter; 2. Feiche, Siegen, 33,54 Meter; 3. Balser. 1900, 25,70 Meter; 3. Peters, 1900, 24,72 Meter. Klasse 8 (Jahrgang 13/14). 100-Metcr-Lauf: 1. Leptin, Siegen. 12,8 Sekunden: 2. Koch. 1900, 13 Sek.; 3. Gräf, 1900; 4. Guter, Siegen. _____ Dom Bett her kam ein unwilliges Grunzen. "Was dringst du kurz nach Mitternacht hier ein, Phil, und reißt die Fenster auf, daß es mich bis ins Mark friert?!" Phil trat mit lautlosen Schritten an das Bett. Seine Stimme klang sanft, aber so vorwurfsvoll, daß sie auch den verstocktesten Verbrecher zu Tränen gerührt hätte! „Es dürfte bereits ein halb elf ilfjr fein, der Herr wollten um diese Zeit geweckt werden! Ich habe das Fenster geöffnet, weil der Herr im Bett geraucht haben" — Phils Stimme barst beinah bei diesem schweren Vorwurf — „Außerdem hat Mr. Wellton schon zweimal angerufen, er wollte den Herrn dringend sprechen. Er bittet um sofortigen Anruf!" „Ja. warum hast du mich denn nicht geweckt, wenn George, ich meine Mr. Wellton zweimal anruft, bann muß es doch etwas dringendes sein, denn er weiß, daß ich nicht gern in so früher Morgenstunde (hier zuckte Phil mit unnachahmlicher Gebärde die Schulter) gestört werden möchte. Aber wenn er zweimal anruft, dann brennt es mal wieder!" „Ich habe den Herrn nicht geweckt, weil der Herr doch erst heute früh um sechs Uhr nach Hause gekommen sind, ich dachte, der Schlaf wäre dem Herrn wichtiger, als ein Telephongespräch, da es doch diese ganze Woche mal wieder sehr spät, oder besser gesagt, sehr früh geworden ist, außerdem wollte der Herr doch um ein halb elf Uhr geweckt werden, und als ich eben hereinkam. schlug cs gerade ein halb elf. Allerdings würde ich dem Herrn jetzt auch Vorschlägen, Mr. Wellton anzurufen. es schien wirklich etwas dringend zu fein“ „Ich danke für deinen freundschaftlichen Rat, wenn man eben deinen weisen Reden zugehört hätte, könnte man wirklich denken, du wärest Prin- zencrzicher bei einem unmündigen Fürstenkind. Na schön, wenn du meinst, so werde ich George Wellton sofort anrufen. Schalte den Apparat um. Was habe ich eigentlich sonst heute noch vor?" Nachdem Phil berichtet hatte, daß Bobby fein Reitpferd für elf Uhr bestellt hatte und von zwölf bis eins mit Miß Bebe Bow Tennis spielen wollte, um ein halb vier eine geschäftliche Unterredung (hier zuckte nun Bobby seinerseits zusammen und hob mit unnachahmlicher Gebärde die Schulter) im Bureau habe, für den Abend den Frack befohlen habe, da die Metropolitan Oper besucht werden solle, griff Bobby zum Telephon und lieh sich mit George Wellton verbinden. Er brauchte nicht lange zu warten. „Hallo old boh, wie geht es?" George sprach rasch und nervös. Er bat Bobby dringend um eine sofortige Zusammenkunft. „Handelt es sich um die mysteriöse Ellinor, die die vielen Dollars verschenkt?" 300-Meter-Lauf: 1. Leptin, Siegen, 39,5 Sek.; 2. Koch, 1900, 42 Sek.; 3. Mootz, 1900, 44,2 Sek. 800-Meter-Lauf: 1. Leptin, Siegen, 2:24.8 Win.; 2. Mootz, 1900, 2:26,1 Min.; 3. Küchler Siegen; 4. Auer, 1900. Hochsprung: 1. Leptin. Siegen. 1,52 Meter; 2. Wolf, Siegen. 1,46 Meter; 3. Mootz, 1900. 1.46 Meter; 4. Auer. 1900, 1,37 Meter. Speerwerfen: 1. Gräf, 1900, 44,73 Meter; 2. Auer, 1900, 33,60 Meter. 4X1 00-Meter-Staffel: 1. Sportfreunde Siegen 51,1 Sek.; 2. Gießen 1900 51,7 Sek. Klasse C (Jahrgang 15 und jünger). 50-Meter-Lauf: 1. Zimmermann, Siegen; 2. Zwang, 1900; 3. Schott, Siegen; 4. Dötz, 1900. Weitsprung: 1. Zimmermann, Siegen, 4,18 Meter; 2. Lemberg, Siegen, 4,09 Meter; 3. Enders, 1900, 3,85 Meter; 4. Zwang, 1900, 3,80 Meter. Ballweitwerfen: 1. Henscher, Siegen, 74,80 Meter; 2. Lemberg, Siegen, 66,50 Meter; 3. Groß. 1900, 60,60 Meter; 4. Zwang, 1900, 58,40 Meter. 4x5 0-Meter-Staffel: 1. Sportfreunde Siegen; 2. Gießen 1900. Handball itn Männerturnverein (O.T.) 2Hfo. I — Igde. Frankfurl-Rödelheim I 4:4 (2:3). Die erste Mannschaft des Männerturnvereins hatte am zweiten Pfingstfeiertag die erste Mannschaft der Turngemeinde Frankfurt a. M.-Rodel- hcim, den Meister der Gauverbands-Sonderklasse Main-Rhein, zu einem Handball-Freundschaftsspiel nach hier verpflichtet. Bei diesem Spiel wurde, obwohl beide Mannschaften ihr Bestes hergaben, nicht das gezeigt, was man bei dem Vorspiel in Frankfurt sehen konnte. Dies lag wohl in erster Linie daran, daß der Mtv. mit ersatzgeschwächter Mannschaft das Spiel bestreiten mußte. Der Spielverlauf war etwa folgender: Nach viertelstündigem verteilten Spiel ging zunächst Frankfurt mit 1:0 in Führung, einige Minuten später zog Gießen durch placierten Strafwurf des Halblinken gleich. Bis Halbzeit waren die Gäste, die jetzt ein reiferes und geschlosseneres Spiel vorführten, den Gießener Gastgebern leicht überlegen und konnten auch bis Halbzeit mit 3:2 die Führung übernehmen. Während der zweiten Halbzeit hatten die Mtv.er mehr vom Spiel und konnten schon nach kurzer Zeit durch ein flottcS Tempo, dem die Gäste nicht mehr standhalten konnten, durch zwei weitere Tore die Führung an sich reihen. Einen Hauptanteil an diesem Resultat hat der Gießener Torhüter, der sich in guter Form befand und die unmöglichsten Bälle hielt. Bis zum Spielende gab cs noch kritische Momente vor beiden Toren, die jedoch keiner Partei einen Erfolg brachten, erst drei Minuten vor Schluß wurde wegen Betreten des Wurfkreises ein 13-Meter-Strafwurf verhängt, der den Gästen auch den Ausgleich brachte. Jedenfalls hat die erste Mannschaft des Mtv. wieder einmal bewiesen, daß sie auch gegen erstklassige süddeutsche Vereine mit Erfolg bestehen kann. Oer Epori am nächsten Sonntag. VIII. Rationale Wettkämpfe der Gp.-Vg. 1900. Die am kommenden Sonntag stattfindende traditionelle Veranstaltung der 1900er verspricht ein sportliches Ereignis ersten Ranges zu werden. Aus fast allen Teilen Deutschlands liegen Meldungen von namhaften Vereinen vor. Fest zu- gefagt haben schon Sportklub „Germania" Magdeburg, Sportklub 1894 München-Gladbach, Ballspielverein 09 Hamm i. W., Hessen-Preuhcn und Kurhessen Kassel, „Eintracht" Frankfurt am Main. Sportklub 80 Frankfurt a. M.. Sportverein Griesheim-Elektron. Sportverein Wiesbaden, Mainz 05, Sportklub „Opel" Rüsselsheim. Dazu kommen noch alle bedeutenderen Vereine der näheren Umgebung (Wetzlar, Weilburg, Diez, Friedberg, Frankenberg usw.). Da die Wettbewerbe in drei Leistungsklassen eingeteilt sind, werden in den einzelnen Klassen sehr starke Felder antreten. Die meiste Beachtung wird natürlich die erste Klasse finden, in der es den 1900ern gelungen ist, deutsche Leichtathletikelite hierher zu verpflichten. Neben den Olympiakämpfern Paulus, Wetzlar, im Diskuswerfen und Gerhard, Weilburg, über 5000 Meter werden in der erstgenannten Konkurrenz der frühere deutsche Meister Steinbrenner und eine neue deutsche Leichtathletikhoffnung, Schneider, „Opel" Rüsselsheim, am Start sein. Schneider wird sich das Kugelstoßen, seine Hauptstärke, nicht nehmen lassen, denn in Deutschland vermag ihn zur Zeit nur unser Weltrekordmann Hirschfeld zu schlagen. In den Sprintstrecken werden wohl die bekannten „Eintracht"-Leute die Hauptrolle spielen, während über 800 Meter der Ja. aber er könne das nicht so schnell am Telephon besprechen. Bobby schlug vor. einen quick-lunst irgendwo in der Stadt gemeinsam zu nehmen, bei Essen und Trinken ließe sich eine Liebesangelegenheit, und sei es eine noch so verrückte, am besten verhandeln. „Du bist zwar meschugge Georgie, aber weil du bis jetzt immer ein einigermaßen patenter Junge gewesen bist und vor allen Dingen Verständnis für die Seele eines edlen Rheinweins hast, will ich dir deine Bitte nicht abschlagen, ich komme wohin du willst!" Bobby bestellte das Reitpferd ab und ließ den Wagen fertigmachen. Phil schlug resigniert vor, ob Bobby nicht dann lieber erst noch ein paar Freiübungen machen wolle, er habe leider den Eindruck, als ob Bobbys Figur in letzter Zeit etwas in die Breite gegangen sei. Bobby schüttelte den Kopf: „Laß mich zufrieden mit deiner albernen Turnerei. Es ist viel fcernünftiger, daß du dir einen Grund ausdenkst, weshalb ich Miß Bow zum Tennis absagcn muß. Meinetwegen erzähle ihr, ich läge mit Masern im Bett, ober ich wäre geimpft worden, denn daß ich sie Georges wegen vernachlässige, das würde sie mir nie verzeihen können!" „Soll ich Miß Bow vielleicht sagen, der Herr hätten so sehr viel geschäftliche Dinge zu tun gehabt?" „Um Gottes willen bann merkt sie gleich, daß du schwindelst, an meine Arbeit glaubt doch kein Mensch, selbst ich nicht!" Bobby ließ sich trotz aller Einwände nicht abhalten, eine ungeheure Portion von Phils meisterhaft bereiteten Ham and Eggs zu vertilgen. Dabei vertiefte er sich mit Wonne in die Morgenzeitungen. Schnell ging er über den politischen Teil hinweg, zu der interessanten Seite, wo die Fort- sehungsferien standen. Fortsehungsserien waren fein größtes Vergnügen und er freute sich immer wieder über die hervorragende Leitung der amerikanischen Zeitungen, die diesem Geschmack des Publikums in vollendetem Maße nachkamen. Bobby hielt sich fünf Zeitungen. In jeder fand er eine Fortsehungsserie, wenn er alle fünf Zeitungen durchgelesen hatte, wußte er natürlich nicht mehr, was in der einzelnen stand. Das schadete gar nichts, schön war es doch. Der Wagen toar vorgefahren. Noch kauend, schlüpfte Bobby in seinen Mantel, nahm im Stehen den letzten Schluck Tee und stürzte davon. Der langgestreckte hellgelbe Lanciawagen spritzte die Straßen entlang. Die Menschen wandten den Kopf nach dem knatternden Ungeheuer und freuten sich doch über Magdeburger Zimmermann dominieren wird. In den Sprüngen dürfte Hessen-Hannover durch Schaurig und Rausch (Hessen-Preußen Kassel) gut vertreten sein. Mit besonderer Spannung wird man die Kämpfe der ersten Garnituren verfolgen. Heber 100 Meter wird der überwiegende Teil der aussichtsreichen Bewerber von den beiden Frankfurter Großvereinen „Eintracht" und Sportklub 80 gestellt. Esser, München-Gladbach, und Weigel, Magdeburg, sollen jedoch auch gut im Schwung sein. Ein feines Rennen wird über 800 Meter entstehen. Hier sollte der routinierte Magdeburger Zimmermann vor L e u- n i g (Eintracht Frankfurt) und Stegen (Gries- heim-Clettron) in Front zu erwarten sein. Die über 5000 Meter führende lange Strecke hat ihre besten Qxrireter in den OlympiateilnehmernG e r- hard (Weilburg). Bräuning (Gintr. Frankfurt). Rössing (Wiesbaden). Müller (Mainz 05) und den beiden Kasselanern Scheyhing (Hess.-Pr.) und Kloos (Kurh.). In der 4 mal 100-Meter-Staffcl hat Sportklub den seit den I. Nationalen Wettkämpfen laufenden Wanderpreis gegen Eintracht Frankfurt. Hess.-Pr. Kassel und Gießen 1900 zu verteidigen. Der Weitsprung dürfte eine Angelegenheit der westdeutschen Teilnehmer werden. An aussichtsreicher Stelle kandidieren: Rausch und Schaurig (Hess.-Pr. Kassel). Esser (M^Gladbach) und Semmel- r o t h (Hamm 09). Die absolut besten Leistungen wird — falls der Wcttcrgott keinen Strich durch die Rechnung macht — zweifellos das Kugelstoßen und Diskuswerfen zeitigen. In erstgenannter Konkurrenz wird der bereits oben erwähnte Schneider (Opel Rüsselsheim) besonders hcrvorstcchen. Würdig werden sich ihm die rassige Form des Wagens und das immer freundliche Gesicht des Fahrers. Die Verkehrspolizisten drückten beide Augen zu, wenn Bobby in ganz unvorschriftsmäßigem Tempo die Straßenkreuzungen passierte, aber meistens flogen dann irgendwie Zigaretten heraus, oder ein Dollar klimperte auf dem Asphalt, den der Hüter des Gesetzes aufhob, wenn gerade keiner hingucktc. Bobby ließ alle hundert Meter eine quietschende Hupe ertönen, so daß sich die Passanten erschrocken umdrehten. Das kleine Restaurant, in dem Bobby sich mit George zu einem Lunch verabredet hatte, lag in dem französischen Viertel. Die Amerikaner hatten hier versucht, ein klein wenig altiränzösische Kultur nachzuahmen. Doch sie hatten in ihrem burschikosem QJantectum vergessen, daß sie noch viel zu jung in ihrem Erdteil waren und daß Nachahmen nichts weiter als Verkitschen toar. Das Auto sauste die Rivofistreet entlang, deren Häuser die bekannten eintönigen Arkaden zeigten, es kreuzte eine schlechte Nachahmung der unvergleichlich schonen Place de la Concorde, dieses „Mittelpunktes der Welt" und wollte gerade in die kleine Nebenstraße San Martin de Lure einbiegen, als Bobby plötzlich auf die Vierradbremse trat, daß sich der Wagen beinah um die eigene Achse drehte. Um ein Haar wäre er nämlich in eine kleine Limousine bineingerannt, die ganz unvermittelt aus der Seitenstraße geschossen toar. Eine junge, bildhübsche Dame saß am Steuer. Ein blonder Lockenkopf gehörte zu diesem Ge- schöpfchen, wunderbare, grünlich schimmernde Augen, und ein üppiger, roter Mund. Irgendwie kam Bobby dies Gesichtchen bekannt vor, er hatte es bestimmt schon irgendwo gesehen, aber er konnte sich im Moment beim besten Willen nicht besinnen wo. Die Dame lachte ihn freundlich an, ihre weihen Zähne blitzten, die Locken flatterten im Wind. Wirklich zum Anbeißen sah die Kleine aus. Wer war sie bloß? Bobby wußte genau, daß er sie kannte, aber bei feinem Konsum an schönen Frauen toar es fein Wunder, daß er sich auf die Details nicht besinnen konnte. Die Dame hatte ein paar Worte zu dem neben ihr sitzenden Chinesen in Chauffeuruniform gesagt, winkte noch einmal übermütig mit dec Hand und taufte davon. Bobby blickte ihr staunend nach. Donnerwetter, der Wagen sprang fabelhaft an, und die Kleine konnte fahren wie der Teufel, wenn sie ihm auch beinah vorhin in die Flanke gesaust toar, aber ec mußte zugeben, daß seine Vierradbremse meistens so gut funktionierte, daß Unglücke immer vermieden worden waren. (Fortsetzung folgt.) Geschäftsbericht der Z.-G.-Farben A.-G Stickstoff-Düngemitteln Haupte mrüKrt^rr 93crIauf! die Spekulation L Glattstellungen, verschiedentlich auch zu Blankooi. $2 QQußn. unn Oc, ornnkAM fizk x cr\ f r fr* i Frankfuna.M. Berlin Schluh-iAnfong Kurs I Kurs Datum 23-5- | 24 5- 112 r Z 420 Devisenmarkt Berlin-Frankfurt .Telegraphische Auszahlung. - 43,25 9 50,5 Banknoten. Die hinter den 52,5 44 251 180,5 67 112 121 117,5 207 147 110,25 294 234,75 420 338 250,5 180,5 296 424,75 340 250,5 181,75 und der wurden l E r IC Ziehung deprimierte verschiedentlich etwas. Hut« * die erholte gestrige Neuyorker Börse und die bessere- Sfl dmarktoerhaltnisse am dortigen Platze machte-, ^7 $ 3m Kunstseidegeschäft «"r?te der Export gesteigert werden. Mit der Hollandsche Kunstzrjde Industrie-Breda hat sich 27"®- Qn. der gemeinsam gegründeten British Breda Ltd. m London beteiligt. — Das Vistra- Dos finanzielle Ergebnis. Es wurde ein R o h g e w i n n von (alles in Millionen Mark) 257,14 (224,30) erzielt, wozu der Vor- lahresoortrag in Höhe von 4,43 (2,40) kommt. /!°^rseits erforderten Generalunkosten 51,90 yÄ7o4)7??%xatiDlus 27 Millionen Mark, Oelfrüchte und Oel- saaten plus 26 Millionen Mark) beteiligt. Ab- genommen hat die Einfuhr — teilweise saison- maßig — im wesentlichen nur bei Textilfertio- waren, Butter, Fischen und Fleisch. r ^at gegenüber dem März um 248 Millionen Mark, d. h. in etwas st ä r - kerem 11 mfange zugenommen, als die Einfuhr. Sie erreicht damit ihren bisher Höch, ten Stand. Die Zunahme entfällt auf alle Warengruppen: verhältnismäßig am stärksten ist die fasergeschäft wurde bedeutend erweitert Durch Gründung eines aus Baumwollspinnern ' ' 3.»® bestehenden „Viftravereinigung" dem Produkt stabile Preise gesichert. Die Mehrerzeugung an gegenüber dem Vorjahre entfiel in der Hauptsache auf Leunasalpeter, Kalksalpeter und die ver- schieoene Ritrophoskasorten. Reu ausgenommen wurde die Erzeugung von Leunaphos und von Kalkamnwnsalpeter. Da die Rachfrage nach Harnstoff im In- und Ausland nicht befriedigt werden konnte, ist eine Erweiterung der Produktionsein, richtung in Angriff genommen worden, die sich bereits im laufenden Geschäftsjahr auswirken wird. Der deutsche Verbrauch hat im Vergleich zum Vorzahre infolge der schwierigen Lage der deutschen Landwirtschaft nicht wesentlich zugenom- men. Insgesamt wird der Absatz im laufenden Dungezahr tm In- und Ausland höher sein als m der vorangehenden Periode. In t e ch n i s ch e n Stick st offprodukten war der Geschäftsgang zufriedenstellend. Die Rorsk Hydro, Oslo hat im April 1929 die Erweiterungsbauten bro« grammäßig in Betrieb nehmen können. Berliner Börse. E rJ1 ?4‘ ^ai- 2^ach einem lustlosen, do- gut behaupteten Vormittagsverkehr eröffnete die heutige Dorfe in nicht ganz einheitlicher, do-' ^mlrch .freundlicher G r u n d st i m m un g 1 ®aß Geschäft war sehr gering. Etwas leb. I Hafter ging es nur am AEG.-Markte äil an dem die ausländischen Interessen. I fuufe weiter anhielten. Man erzählte, daß Verhandlungen über den Verkauf eines groß« Aktienpaketes an die General Electric Compant zu einem günstigen Kurse bestehen. Auch Har. pener konnten lebhafteres Geschäft aufweisen Eine Beruhigung brachte die Richterhöhung der ^6^01^61: Diskontrate und die dortige feilt ^orfe. Doch ist der Rückgang der Maklerd«. t?od£ Ulcht erheblich. Man wartet mit Interesse das Ergebnis der heutigen Sitzung in &{)ifago ao, öa immerhin die Möglichkeit besteht daß der Diskont dort verändert werden tarnt Paris lagen wenig günstige Rach. r i ch t e n vor. Das Ausland und die deutsche Presse sprechen sich ziemlich pessimistisch aui Sic gestrige Pariser Börse war auf die kritische I £a9c oer Verhandlungen hin ebenfalls schwächer Doch glaubt man hier, daß die Verhandlungen nach der monatelangen Dauer doch zum Abschluß wmmen müssen. Tagesgeld ist heute infolge aus« I ländischer Geldofferte und durch die frühzeitige Vorbereitung zum Ultimo etwas leichter Der Satz war 8 bis 10 Prozent, stellenweise 7,5 Prü« ZAt. Monatsgeld 9,75 bis 10,75 Prozent. Die. Erleichterung dürfte jedoch nur von kurzer Dauer fern- , Die ersten Rotierungen waren bei nicht einheitlicher Kursbildung doch überwiegend 1 bis 2 Prozent gebessert. Polyphon konnten 3 Prozent und Glanzstoff fast 5 Prozent anziehen. Svenska, die heute exl. Dividende notiert wur« den, gewannen etwa 2,50 Mk.; Bergmann, Gold« schmidt und einige andere Werte verloren 1 2 Prozent. Auch Schiffahrtswerte waren durch« weg niedriger. Deutsche Anleihen waren leicht abgeschwächt, Ausländer uneinheitlich und zum Teil bis 0,5 Prozent schwächer. Am Pfandbrief« markt lag bei sehr ruhigem Geschäft eher An« gebot vor. Rach den ersten Kursen schritt die Spekulation meist wieder zu Glattstellungen, so daß sich meist ein- bis zweiprozentige Verluste ergaben. Karstadt gingen um 3,5 Prozent. Rord« wolle um 4 Prozent, Polyphon um 5 Prozent zurück. Rur Berlin - Karlsruhe waren etwas fester. Frankfurter Getreidebörse. anreihen der Westfalenmeister R i n g k a m p (Hamm), Schäfer C. (1900), Enders (Eintracht Frankfurt) und Beyer (Gladbach). Reben Paulus und Steinbrenner werden im Diskuswerfen die aufgeführten Kugelstoßer ebenfalls vertreten und nicht zu unterschätzen sein. Ein harter Kampf wird um den für den Fünfkampf ausgesetzten Ehrenpreis entstehen. Paulus wird hierbei einen ernsthaften Konkurrenten in dem Frankfurter Sportlehrer Zohlen haben. V. f. B. Die Ligamannschaft wird am kommenden Sonntag pausieren müssen, wenn nicht doch noch eine Zusage von einem der angeschriebenen Dere^ie eintrifft. Das für den ersten Pfingstfeiertag vereinbarte Gesellschaftsspiel der Ligareserve gegen die erste Mannschaft des Frankfurter Post- sportvereins findet am kommenden Sonntag auf dem Waldsportplah statt. Vor zwei Jahren mußte die V.f.B.-Elf, damals sogar in verstärkter Aufstellung, den Postsportlern mit 1:2 den Sieg überlassen. Die Gästeelf verfügt über ein beachtenswertes Können. Wenn die Platzmannschaft nicht in bester Besetzung an- tritt und nicht alles aus sich herausgibt, wird sie trotz des Vorteils des eigenen Platzes um eine Riederlage kaum herumkommen. Die dritte Mannschaft fährt nach Dau- bringen, um der dortigen Ersten ein Privat- fpiel zu liefern. Sie wird Mühe haben, gegen ihren Gastgeber, der in den Verbandsspielen der letzten Jahre fast immer ihr stärkster Gegner war, zu gewinnen. „ A. -H. -Mannschaft empfängt zum Ruckspiel die Alten Herren des Wetzlarer Sportvereins. Das Vorspiel auf dem dortigen Platz entschied Wetzlar, allerdings mit Paulus als Mittelstürmer, mit 7:3 für sich. V.f.B. wird alles daransetzen, die Riederlage durch einen eindrucksvollen Sieg wieder wettzumachen. Jaustballmeisterschasten im Gau Hessen der O. T. Am kommenden Sonntag findet die Rückrunde der Meisterklasse in Marburg statt. Die Vorrunde sah die erste Mannschaft des T.V. 1846 Gießen an erster Stelle. Der alte Gaumeister T.G. Friedberg wird alles daran setzen, die erlittene Riederlage wieder auszugleichen. Außerdem findet das in Friedberg beanstandete Spiel A.T V. , Kur- hessen" Marburg-T.D. „Jahn" Frankenau statt. In Verbindung mit diesen Spielen wird für den 1. und 6. Bezirk ein Lehrgang in den Sommer- | spielen durchgeführt. \ Tennis. V f ---UUUJ 0« -VlUlllUUC« gaben, und es ergaben sich durchschnittlich Verlust» ms zu 15 d. S) Siemens büßten sogar 3 o. H. eh. Bel großer Lustlosigkeit der Spekulation neigte die rx Cn-i oUr schwache. Am Geldmarkt war Tages, geld m,t 8 v.H unverändert. Am Devisenmarkt war die Mark wieder fester. Man nannte Mack Sn?°rr ?A9Q9=Pz s3e9en $funb 20.356, London gegen Sabel 4,8595, Pans 124,10, Mailand 92 61 Madrid 34,12, Holland 12,0650. ' ' Geldmarktverhältniss, einen vorteilhaften Eindruck. Doch ging die Spc' fulation aus ihrer Zurückhaltung nidjt heraus vielmehr war hier eine noch größere Rese r. oiertheit festzustellen, was in verschiedenen 2lb gaben zum Ausdruck kam. Die K u r s g e st a l t u n c war daher gegenüber der gestrigen Abendbörs nicht immer einheitlich. Bei den Werten die hoher lagen, gingen die Besserungen selten über 1 d. j). hinaus. Interesse bestand für AEG die fih Schweizer Rechnung aus dem Markte genommen wurden. Schuckert und Siemens lagen da, I gegen leicht gedrückt und bis 1 v. H. schwächer Aw Chemie markt eröffneten J.-G.-Farben 0,5 o h hoher. Glanzstoff minus 2 o. H. Kaliwerte ebenfalls leidjt nachgebend. Etwas gefragt waren noch Hwl pener mit plus 2 v. H. und Mansfeld mit plus OJ» p.J). An den übrigen Märkten kamen Umsätze n£| in germgem Umfange zustande, doch überwogst Ruckgange bis zu 1 v. H. Renten still und J Die I. - G. - Farbenindustrie A.-G. in tfranffurt a. M., die bekanntlich eine unveränderte Dividende von 12 o. H. vorschlägt, legt nunmehr öen Geschäftsbericht fü r das Ja h r 1928 vor, nach dem trotz der schwierigen allgemeinen Verhältnisse in der Weltwirtschaft die chemische Industrie eine befriedigende Ent- roicflung zu verzeichnen hatte. Die Umsätze der Gesellschaft sind weiter gestiegen. Es wurden zahlreiche Betriebserweiterungen vorgenommen und Neuanlagen geschaffen, die zum großen Teil schon im abgelaufenen Jahre nutzbringend ®a[en- Dementsprechend hat sich auch die Zahl der in den Werken der J.-G. tätigen Arbeiter und Angestellten wesentlich vermehrt, und zwar von 108 034 1-,?°nuar 1928 auf 114 185 am 31. Dezember 1928. Unter Einschluß der Gruben und anderen kontrollierten Werke waren am Ende des Berichtsjahres insgesamt 154 596 Arbeiter und Angestellte beschäftigt. ” Wenn auch die Gewinne gestiegen seien, so habe man es angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen und politischen Lage für angeaeigt gehalten, die Mehrgewinne zu besonderen Abschreibungen und zur Stärkung der Reserven zu verwenden. Mit der weiteren Rationalisierung der Betriebe und Einrichtungen habe man gute Resultate erzielt, lieber öie einzelnen Arbeitsgebiete wird u. a. ausgeführt: Das Farbengeschäft Die Fortführung der Acveiten über Kohleverflüssigung nahm einen sehr befriedigenden Verlauf. Die Pro- duktwn an Benzin wurde gesteigert. Der Absatz der Ware ging ohne Schwierigkeiten vonstatten. Die Versuche zur Braunkohlenschwelung in Leuna auf neuen Wegen, welche Grudekoks zur Kraft- und Wassergas-Erzeugung und Teer für die Hydrierung liefern sollen, sind in großem Maßstab weitergeführt “nb, Sehen dem erfolgreichen Abschluß entgegen. 21ud) bie Arbeiten über Hydrierung der Steinkohle und ihrer Produkte nahmen guten Fortgang. Die von der Standard Oil Co. of New Jersey errichtete Versuchsanlage zur Verarbeitung von Crackrück- starwen und dicken Deien nach dem Verfahren der J.-G. ist in Betrieb genommen und hat alle Erwartungen erfüllt. 'Das Interesse an der Anwen- dung des Verfahrens ist daher erheblich gestiegen. Mit dem Abschluß des Vertrages mit der Standard UH Co. über ein Zusammenarbeiten auf breiterer -öafis als bisher dürfte in Bälde zu rechnen fein .Der Gießener Tennisklub 1922 trägt am nächsten Sonntag einen Klubwettkamps gegen Rot-Weiß Mainz aus. Den Gästen geht ein guter Ruf vor- aus. Gießen muß auf die Mitwirkung von zwei feiner besten Spieler verzichten, ein Umstand, der ausschlaggebend für den Ausgang dieser erstmaligen Begegnung der beiden Klubs fein kann. Deutsches Turn- und Sportabzeichen. Am nächsten Sonntag findet die Abnahme der Prüfung in Gruppe 5, Radfahren für das Deutsche . Turn- und Sportabzeichen, in Gießen statt. Näheres stehe Anzeige. Arbeiter-Turn- und Sportbund. Der kommende Sonntag der diesjährigen Serien« spiele sieht die erste Mawnschast Wiesecks zu ihrem ersten Serienspiel in Wetzlar als Gast. Normalerweise werden hier die Gäste als Sieger den Platz verlassen und die ersten Punkte nach Hause bringen. . Gießen Ib hat Lollar I zum Gegner. Auch in diesem Spiele werden die Gäste die besseren sein und Sieg und Punkte mit nach Hause nehmen. . Gießen II wird in Watzenborn zu Gast sein und .sich anstrengen müssen, wenn es nicht unterliegen will. 3n der Jugendklasse treffen jeweils auf dem Platze des erstgenannten Vereis: Gießen Jug. gegen Jugend, Treis Jug. — Heuchelheim Jug., Wiefeck Jug. — Rodheim Jug., Watzenborn Jug. — Wißmar Jugend, zusammen. * Die Leichtathleten des Bezirkes treffen sich ZU einer Uebungsstunde in Gießen. Als Uebungs- stoff werden die Wettkampfarten zum Bundes- und Bezirksfest durchgenommen werden. Die Geräteturner (Oberstufe) des Bezirkes treffen sich in Launsbach zu einer Uebungsstunde. 2lud) hier werden die Wettkampfübungen zum Bundes- und Bezirksfest noch einmal gründlich durchgenommen. Geld 4,186 58,20 111,58 20,332 Geld 16,395 168,34 21,98 111,58 58,89 2,50 111.88 80,79 59,60 12.46 72,96 । Frankfurt a.M., 24. Mai. Zum Wochenschluß konnte sich am Frankfurter Produktenmarkt das (9e- schäft nicht beleben. Auf Grund der weiter er» mäßigten Meldungen aus Amerika ist die Stimmung äußerst zurückhaltend und ruhig. Die wenigen zu hörerüien Preise lagen meistens schwächer, jedoch ist das Geschäft nach wie vor so klein, daß sich bei der offiziellen Preisnotierung keine Veränderungen ergeben konnten. Es wurden notiert: Weizen 24 Mark; Roggen 22,75, Sommergerste für Brauzwecke 23,50 bis 23,25; Hafer, inländischer, 23 bis 23,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 21; Mais (gelb) für andere Zwecke 23 bis 23,25; Roggenmehl 28,75 bis 29,75; Weizenkleie 12 bis 12,15; Roggenkleie 12,75. Tendenz: ruhig. ftanb 1928 noch vielfach im Zeichen heftigen Konkurrenzkampfes. Daneben gewann jedoch die Ueber- zeugung an Boden, daß die Verhältnisse am Farbenmarkt durch Herstellung eines stabilen Gleichgewichtszustandes zwischen den wichtigsten Erzeugungsländern einer Gesundung zugeführt werben können. Aus dieser Einsicht ist Ende 1927 die bekannte Vereinbarung mit der französischen Far- b en Industrie entstanden. Im gleidjen Sinne wurden Die Verhandlungen mit der schweizerischen Farben- industne geführt, die vor kurzem zu einem abschließenden Ergebnis gelangt sind. Gleichzeitig Damit ist bas vorerwähnte Abkommen mit der französischen Industrie ausgebaut und weiter vertieft worden. Die Ergebnisse des Zusammenwirkens zwischen den drei Gruppen haben sich zum Teil schon im abge- laufenen Geschäftsjahr gezeigt. Eine günstige Auswirkung der Abkommen darf daher erwartet werden. Das Geschäft in den Vereinigten Staaten wird von dem Abkommen nicht betroffen. Trotz rückläufi- aer Konfunktur in der Textilindustrie konnte der Absatz an Farbstoffen gesteigert werden. Mit Rück- stcht auf die in Aussicht genommene Zusammenfassung des gesamten Farbenverkaufs im neuen Ver- tDaltungsgebauöe in Frankfurt a. M. ist die Gesell- schast 'M Begriff, in Ergänzung der sonst durchge- fuhrten Zentralisierung die allgemeine Leitung des Farbenverkaufsgeschaftes schon jetzt in Frankfurt emzunchten. Brief 16,455 169,02 22,06 112,02 59,13 2,52 112,32 81,11 59,84 12,52 73,26 a. M. französisch« ^oien..... Holländische Noren...... Italienische Noten...... Norwegische Noten...... Deulsch-Oesicrr., i 100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... Schweiier Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . .... Ph'ilvo yoymann . . . . Heidelberger Cement . . . dement Karlstadt . . . . Woyß 4 Freitag..... Schultheis Patzenhofer . . Cfliuedc........ Bcr. Älanzstoff..... Bemberg........ Bdlftoii Waldhos . . . . Zciislojs Slschassenbura . . ilharloltcnburger Wasser . Dessauer Gas...... Daimler Motoren .... Deutsche Maschinen»FabrU Adlcrwerle Klevcr .... Ludw.Loewc . . . . . . 9?at. Automobil ..... Lrenstetn & Koppel . . . Leonhard Tietz . . . . . Bamag-Mcgutn . , grants. Maschinen . . . . Gritzncr...... . Heyllgenftaedt..... Iunghans........ Lechmcrle. . ...... Mainkrastwerke . • . . . Miag.......... Nekarsuimer...... PeterZ Union ...... (Bebt. Roeder ...... Voigt 4 Haesfner .... Südd. Zucker...... Ausfuhr von Lebensrnitteln sowie von Fertig- waren (darunter Walzwerkserzeugnisse und son- stige Eisenwaren plus 50 Millionen Mark) ae- ftiegen. y Die Umsätze des deutschen Außenhandels haben sowohl auf der Einfuhr-, als. auch auf der Aus- fuprfeite eine wesentliche Zunahme erfahren. Wenn auch der Importüberschuß, wie im Monat Ai.H- Mark beträgt, so zeigt doch die -Aussuhrzahl im reinen Warenverkehr einen Re- kordstand. Die Durchschnittsziffer der Ausfuhr ur die Monate Februar bis April liegt mit 1062,6 Mill. Mark über der Monatsdurch- schmttszfffer für 1928 mit 1025,1. Einfuhr und Ausfuhr sind genau um den gleichen Betrag vcm 233 Mill. Mark gestiegen. Besonders erfreulich ist die Ausfuhrzunahme insofern, als sie aus Fertigwaren ausschließlich fällt. Frankfurter Börse. Frankfurt a.M., 24. Mai. Tendenz: gut be= hauptet. Die Nichterhöhung der Diskontsätze in Amerika und England hatte zu Beginn der heutigen Börse eine freundlichere Grund st imm- m u n g zur Folge. Doch war das Geschäft ziemlich i gering, da die Beteiligung des Auslandes und der I Privatkundfchast sehr mäßig war. Die Spekulation blieb reserviert und abwartend, die unklare und nicht mehr so optimistisch zu beurteilende Lage in Paris war hier ausschlaggebend. Doch wurde diesem Moment hier keine besondere Bedeutung beigemessen, da außer Zweifel stehen dürfte, daß die Verhandlungen doch zu einem günstigen Ergebnis führen werden, nur die wieder längere Hinaus- i - 5 =£ «►-3c I C c -/'S/:. Schluh- Kuco 23.5. 112 172 '■u-i ID 2 Cr? Berlin, 23 Mai '.’imcnfantictjc Noren . Belgische Noten .... Dänische Noten.... Englische Noten.... Kurszettel -er Berliner un- frankfurter Börse. Dividende an. - Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent. I-Utjc. Kurs 24.5. Frankfurt a M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin i-rhhifi, l.llkr. Schlutz-lAnfang Kurs 1 Kurs Kurs 1 Kurs Schluh- l^Ubr. Schlutz. «Anfang- ______________Datum 23-5. 24-5- 23 5. | 24 5. Dalum 23-5. 24.5- 23.5. 24.5. 6% Dt. Rrichsanlethe v. 1927 . . Dt. Anl.-AbIös..Schuld mit Uu8. los.-Rechten ..... DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte . . . 1% Franks. Hyp.-Bl. Koldps. unkündbar biS 1932...... 4%% Siheinilche Hyp.-Bank 8lqu.- Goldps........... A.E.G. atm. LorkriegS-Obltgation., rückzahlbar 1932 4% Schweiz. BundeSb.-Anl.. 4% Oesterrcichische Goldrte.. . . 4,20% Oesterr. Silberrte..... 4% Oesterreich. einhetU. Site. . . 4% Ungarische Goldrte...... 4% Ungarische Staat-r. v. 1910 . 4^i% dcsgl. von 1913..... 4% Ungarische Kronenrte..... 4% Türk. ZoUanlcihe v. 1911 . . 4% Türkische Bagdadbahn-Anl., Serie I........... 4% deSgl. Serie II....... 4% Rumänen convert. Rte. . . . 4%% Rumänen Goldanl. von 1913 llllg. Deutsche Eisenbahn . . *y, Hamburg-Amerika Paket . . . e Hamd.-Südam. Dampssch. . . g Hansa Dampfschiff.....io Norddeuifcher Lloyd.....8 Mg. Deutsche Creditanst. . . 10 Barmer Bankverein .... io Berliner Handelsgefellfch. . . 12 Lommerz- und Privai-Banl. 11 Darmst. u. Nationalbant . . 12 Deutsche Bank .....10 Diikonlo-Gefellschaft Ant.. . 10 Dresdner Bank......10 Mitteldeutsche Ereditbanl ... 9 Metallbank...... 8 Neich-bonI ir 87,25 50,85 9,9 88 76 87 100,9 22,8 1,75 8 109,5 122,5 125,5 211 184,5 255,25 160 152 156 184 301,5 22.55 115,75 108,5 209,75 183 160 156 302,5 87,5 51,1 9,9 92 29 2,4 21,13 1,8 9,1 8,5 8,75 16,5 116 144,4 109,25 122,13 126 211,13 184 255 160 151,75 156 304,5 51 9,75 22,5 1,85 9 116,25 143,75 108,25 122,25 125,25 211 183,25 254 160 151,5 156 303,5 Ä.E.G. . ........ Bergmann..... 9 Elektr. Lieferungen.....10 Licht und Kraft ...... 10 Felten & Guilleaume.....6 Gef. f. Elektr. Untern.. ... 10 Hamb. Elektr. Werke .... 10 Rhein. Elektr..... 9 Schief. Elektr. ....... 10 Schuckert..........8 Siemens & Halske ..... 12 TranSradio.........8 Lahmcyer 4 Co...... . 10 Buderus..... 6 Deutsche Erdöl.......e Essener Steinkohle......8 Gelsenkirchener ... Vi 9- 4 Harpener..........6 Hocjch Eisen.........8 9Ife Bergbau ........ 8 Köln-Neuessen. ....... 9 Mannesmann........8 ManSseldcr.........7 Oberfchlei. Eisend. Bedarf... 5 Lberschles. Kokswerke.....6 Phönix Bergbau......6% Rheinische Braunkohlen... 10 Rhetnsiahl . . s.'/« Jahr 4^', Riebeck Montan......7,2 Bereinigte Stahlw......6 Otavi Minen.......2 sh Kali Aschersleben.....ic Kais Westeregeln......10 Kaliwerk Salzdetfurtb ... 1b 9. G. Farben.Industrte ... 12 Dynamit Nobel.......6 Scheideanstalt. .......9 Goldschmidt ........6 RütgerSwerke ........ 6 Metallgelellschafi. ..... li 186,25 157 213,5 138 217 374,5 165 130,5 133,75 210 99 114,5 122 87,5 285 91 233,5 239 383,5 243,5 81,5 86,5 187 160,5 241,5 374 165 136,5 114,5 122,25 91,75 238 243,9 79,5 86,25 185,25 209,5 156 213,5 137 217 138,25 160,5 182,5 241,5 374 147,5 164,75 71,5 112,25 114,25 129,25 133,75 209 99 114,75 115 122,5 103,25 87,65 285,5 114 91,25 64,5 233,75 238 383 243 82 86,4 127,5 187,75 208,5 156'25 215,25 216,5 159,75 242 374,75 164,5 72,75 112,5 130 137 116,5 99 114,25 114,9 122,5 103,65 88,75 285,25 113,5 92,25 64,5 239 384,5 245 80,25 86,25 109,25 — 203,4 203 52 52,65 50 50 45 44,5 199 — 28 28 87,25 - 283,5 283 50,25 79,75 — 66 — 120,5 121 117 — 207 — 148 — 23- Mat 24. Mat Amtliche Notierung Geld 1 Briet Amtliche Notierung Geld 1 Brie, _ ?! rnn.»'Hott. Buen.-AireS Brff.-Antw- Christiania. Kopenhagen Stockholm . HclsingforS. Italien. . . London. . . Wcunort . . Daris.... Schweiz .. Spanien . Japan . . . mio de Fan Wien in D-> Lest, abgeit Prag . . . . Bclirad . . Budapest. . Bulgarien . Lissabon Damig. . . Konst mtin. Athen. . . Tanada Urn may • . Tatro ■ . . 168,63 1,759 58,265 111,78 111,80 112,13 10,547 21,96 20,348 4,1970 16,39 80,75 59,66 1,868 0,4985 58,95 12,43 7,377 73,11 3,027 18,77 81,31 2,053 5,45 4,170 4,126 20,875 168,97 1,763 58,385 112,00 112,02 112,35 10,567 22,00 20,388 4,2050 16,43 80,91 59,78 1,872 0,5005 59,07 12,45 7,391 73,25 3,033 18,81 81,47 2,057 5,46 4,178 4,134 20,915 | 168,59 1,750 58,24 111,74 111,73 112,07 10,542 21,945 20,339 4,1945 16.385 80,74 59,63 1,873 0,499 58,89 12,421 7,373 73,19 3,037 18,78 81,33 2,038 5,445 4,164 4,056 20,85 | 169,93 1.762 58,36 111,96 111,95 112,29 10,562 21,985 20,379 4,2025 16.425 80.90 59,75 1,877 0,501 59,01 12,441 7,387 73,43 3,043 18,82 81,49 2,042 5,455 4,172 4,064 20,89 Brief 4,206 58,54 112,02 20,412