ch. rr- Kleinen iZ ^hthvlUs im ^gemäße Der-'m M.. StMgE i.» ZL° T Wn, low e N^k. " Einklan» 7^"- selbst eS ^rniii rlt Q)..0” vernoch. Wett: W.jOutttt' ir tzr' , reizen 24 ^M*V* I * 3 * *'75; !'50b>s34'?nei3en leie u-to'Wgen- eft. ' ^^enffeie Eer dieser Rubrik dre Redaktion dem 1 ■ß'Wtoortung.) w°'yungbgebuhr«l. WSeilün9h.I3 n Mach- ' °lte>Msestenem Tir. ^°r die geschich». er Müllabfuhr g auszusühien. l'ch wohl noch ent- Endstück eine Müll- rnchtung vorhanden ltungen aufkommende eit zu Zeck Cte& her eiten Müll auf etgent übernahm bann die n eigene Regie. Dost t ohne Gegenleistung 1 nicht anzunehmen, enen Unkosten in die -tert Der chauseigem >urch schadlos, daß er c sestsetzle. )ti her Etroßknreini' die älteren Gießener niaung der jutn Anteile durch den Haus- bie Stabt diesem die ziersür smd wiederum einkaUutiert worden, r sich durch höhersest- fte. Punkten bei der Fest- I.Juli 1914 hinreichend nun die heutigen Miet- )14 gültigen oriedens- reiner Äuffassung nach i der Vülladfuhr uni abtoäter, die so M :ssenen Gießener W ^kannten Stabtcetotb- wn Haden. nun aus einmal eme d wonach neben der >te die Umlegung ber an aus Un allg"«g und als besondere Ve WM? Lund StroßE Ln Si« « « -x., hie Winkel M ?®iefe mufeten bie Oefonomen absohren nieten Stadtvätern er- Ab stehende gespan.nte ^kenerMteter. * ner waren- 88 26 36 ,ü3 I» ,4o S b» U,MW y,l6f ü.y L»w 14,U 4 ß l> t.SOj 168.» Ä S .12-10 SU,86 ■58,4’6 «.« 168.» 81,04 iWjS 59,Ö» 2,536 .12-54 ts ,s >0 ,389 3.4- ?,v ,04» > »-<$ 112-5 U2.ß 112-56 10,392 22,0» 31,41« 16.55 80,9« 68. ' 1,316 58.375 ll2.0‘ iU.10 IIM» 'S '14, oTi v.-N 16.423 SS U/S y.oP 12,434 1.3K 'S .'.05 ,.4< »194 -Zro^^ ’uHJÜÜi na Srlv^-MsN ■r*i 1 l'ilt toi leni. Nr. 20 Erstes Blatt 179. Jahrgang Donnerstag, 24. Januar 1929 Eriche,n» lagt ch,außer sonntags und Feiertags Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Bezugspreis fllr2 Wochen: 1 Reichsmark und 15 Reichspfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanichlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen. Postscheckkonto: firanffurt am Main 11686. GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen vriick und verlas: vrühl'jche Unlverfiläls-Vuch- und Lleindruckerel K. Lange in «letzen. Schristleitung und S-schästsItelle: Schullttatze 7. -rc den mß. Auch d man sich nicht imm Abhärtung durch n tnina, DMrheitz Iriebeuen Sport, c *u Ult sollen von Mchtlich Adhärtu SmpsehlmsLert in sehr toarmcn Hauni zunächst einige M Mund geschloisen z lutt sich nicht Plc Mhll. Dicht feit sichtsMstrsgeln ei fatatri) nicht zu tx Londenoberh Zu Dorsitzende fitzenden für bei bei dem Qlrbei sitzender: Rechtsc hen, b) stellverl rungsrat Dr. Gr bei dem Ärbi a) 'Vorsitzender Thurn in §i Gustav Schneid vertretender Doi L'rthotd A a u s ch bei dem «tßeitii iiwber: Aeginui terbach, b) Wvr rungsrat Walter gerichtsrat Aal bei dem Arbe sitzender: Obere Didda, b) stellv gcuchisrat Ha' -Bränöi . Aus dem Sa feuerioehrin unS mitgeteilt, d, brande in den , ®;«6«n stattfan 12. Sanuar: Gr btanh bei Drand i ^Sieben i 1J. 3uli: WaldS ringen Das Urteil des ReichsarveilSgenchtS Die WeiierLaae i Reich und Länder. Eine Konferenz zur Klärung der Lage. sandt worden waren, schilderten im weitere» Verlauf der Verhandlungen sehr anschaulich di« Verhältnisse, die sie dort vorfande.n. Auf der Kleinbahn in Sonnenburg haben die Gefangenen Kollis bis zu einem Gewicht von einem Zentner an ihre Angehörigen aufgegeben, wobei als Absender Decknamen gebraucht wurden. Unerklärlich ist es bi3 heute geblieben, wie diese Kollis ungehindert aus der Anstalt herausgcbracht werden tonnten. Insgesamt fehlten später von den 280 C00 Kilogramm Heercsgut, die nach Sonnenburg geliefert worden waren, rund 14 000 Kilogramm. Dann begann der Aufmarsch der Mörder. Unter allgemeiner Spannung wurde u. a. der erst 24 Jahre alte Mörder Steinbock vor- gesührt, der im Jahre 1924 die Tante eines Freundes ermordet hat und nun lebenslänglich sitzt. Als er über Wachtmeister Bär befragt wurde, erklärte er trotzig: ..Ich verweigere meine Aus'age." Vorsitzender: ..Sie ha^en lein Recht da<,u. aber wir besitzen keine Machtmittel, sie zur Aussage zu zwingen. Wollen Sie nicht doch lieber aus.agen?" Zeuge Steinbock: „Rein, es sind Umstände eingetreten, die mich zur Verweigerung zwingen. Ich habe meine Gründe." Wolkenbrüche In Brasilien. In einigen Teilen des Landes sind starke Wollenbrüche niet) er gegangen. Di: Bahnvcrlin- düngen sind an vielen Stellen unterbrochen. 2n Sao P.aulo benutzte die Bevölkerung die Lleberfchwemmung der Straßen zur Veranstaltung eines venezianischen Karnevals. zu handeln. In dem Lokal sollen mehrere Mitglieder eines Vereins geweilt haben, die vor einigen Tagen in einem Prozeh als Zeugen aufgetreten waren und ungünstige Aussagen gegen Mitglieder eines Ringvereins im Rorden gemacht haben. 3toei Frankfurter Lkifahrer bei einem Lawinenunglück ums Leden gekommen. Lech (Vorarlberg), 23. 3an. (WB.) Ein schwere Lawinenunglück ereignete sich heule mittag nördlich der Kriegeralpe aus der Sulzensluh, unterhalb der Mohnensluh. Line Gesellschaft, bestehend aus acht Reichsdeutschen und einer Holländerin, erstieg unter Führung des Skilehrers Jochum einen Hang, als eine Lawine in einer Breite von 50 Meter und einer Länge von 70 Meter obbrach. Die Lawine verschüttete drei Damen und zwei Herren. Unter Leitung des Skilehrers, den die Lawine nur ein Stück mitgerissen hatte, begann sofort das Rettungswerk. Es gelang, zwei Damen und einen Herrn lebend aus den Schneemassen zu bergen. Bei einem Herrn und einer Dame blieben die Wiederbelebungsversuche erfolglos. Ihre Romen sind: Zahnarzt Dr. Lutz S e i b u f ch aus Frankfurt a.M., Frau Mlnni Roehler, ebenfalls aus Frankfurt a. M., geboren 1878, die Gattin des Direktors der Gold- und Silberscheideanstall, Dr. Roehler, der sich selbst auch bei der Partie befand. Der Lonnenburger Znchthausprozetz. Vor Beginn der Verhandlung im Sonnenbur- ger Zuchlhausprozeh wurde bekannt, dah der als Belastungszeuge nach Sonnenburg transportierte Schwerverbrecher, der Mörder Alex Hoff» m a n n , in der Rocht in einem Wutanfall seine Zelle re st los demoliert habe. Zu Beginn der Verhandlung machte Rechtsanwalt The- mel noch daraus aufmerksam, dah nach den neuerlichen Mitteilungen eines Gefangenen sich jetzt herausstelle, dah der Strafgefangene Paasch seinerzeit ungehindert Zutritt zu dem Bureau des Werkmeisters Grafun- d e r hatte und dah der dringende Verdacht besteht, dah er dort die für die Beamten ausgestellten Bestellzettel abgeändert, bzw. verfälscht habe. Auf Veranlassung des Staatsanwalts machte der Gefangene Paasch (nicht Paesch!) Mitteilung über die Abänderung des Bestellzettels des Angeklagten Woithe durch den Werkmeister Grafun- der. Danach stand auf der Rechnung zuerst eine Tuchhose für 3,50 Mk., später aber nur eine Reithose für 2,50 Mark. Wir nahmen, so bekundete der Angeklagte, für diese Arbeiten die Mäntel vom Reichswehrministerium, sie waren durchweg neu, oder wenigstens zum Teil sehr gut. Woithe hat mir später dafür eine Leberwurst geschenkt. Mein Buch mit der Liste der Beamten, die Hosen bekommen hatten, habe ich später bet der Revision zerrisssn. Ich wollte die Beamten zuerst schonen, aber ich muhte später aussagen, weil ich sonst selbst in den Verdacht der Verleitung zum Meineid kam. Die Berliner Kriminalbeamten, die zur Aufklärung der Schiebungen nach Sonnenburg ent» Rückficht auf politische und persönliche Empfindlichkeit." Die ,.D. A. Z." begrüht dos Urteil, weil es Klarheit schaffe und vielleicht doch den Erfolg habe, der durch Monate geübten Hetze ein Ende zu bereiten und dem dringend notwendigen Ar- beit^frieben in der Industrie zu dienen. Der „Lokal-Anzeiger" weist darauf hin, dah der Spruch des Reichsarbeitsgerichtes eine starke moralische Rechtfertigung des Arbeitgeberstand. Punktes sei. Vor allen Dingen stelle er für die Zukunft eine außerordentlich wesentliche Entscheidung dar. Die „B ö r s e n z e i t u n g" sagt, das Urteil gewinne insofern für zukünftige Lohnstreitigkeiten besondere Bedeutung, weil das Reichsarbeitsgericht die in diesem Falle angewandte Pralls des Schlichters nicht anerkannt habe. Die „Vos fische Zeitung" hebt her- vor, daß bei dem formellen Abschluß des Kampfes in der nordwestdeutschen Eisenindustrie die In- dust.iellen juristisch gesiegt hätten. Das ..B. T." äußert sich ähnlich und weist darauf hin, dah das Urteil nur noch theoretische Bedeutung habe, da der Konflikt durch den Schiedsspruch Seve- rings inzwischen beigelegt sei. Rach Auffassung des „V o r w ä r t s" zeigt das Urceil des Reichs- arbeilsgerlchts, wie notwendig die von der so- zialdemokratischen Reichstagsfraktion vorgeschla- gene Aenderung der Schlichtungsordnung sei. Die grundsätzliche Bedeutung für das Schlichtungswesen. Essen, 23. Jan. (TU.) In Arbeitertreisen weist man darauf hin, dah durch das Urteil des Reiche arbeitsgerichts nachträglich auch die Ausfperrungs aktion der Eisenindustrie als berechtigt a n erkannt worden sei, die gegen einen „Schieds- spruch" erfolgte, der überhaupt nicht bestand. Leider sei die Verbreitung des Irrglaubens gelungen, daß schon der Versuch eines Nachweises der U n d u r ch f ü h r b a r k e i t staatlicher rechtswidriger Zwangs eingriffe gleichbedeutend sei mit einer Auflehnung gegen die Staatsautorität. Daß eine solche überhaupt nicht vorlag, sei jetzt gleichfalls offiziell anerlännt worden. Vom Stand "puntt des Schlichtungswesens gesehen, liege der Sinn des Urteils vor allem in der Feststellung, daß die Bestrebungen falsch waren, dem Schlichter den Charakter einer alleinentscheidenden st aat lichen Stelle mit diktatorischen Ein grifssmöglichkeiten in wesentlich st e 'S e l b st k o st e n s a k t o r e n zu geben, anstatt ihn bei seiner eigentlichen Ausgabe, Mittler zwischen auseinanderlaufenden Interessen zu sein, zu belassen. Es sei zu hoffen, daß jetzt endgültig der in dem Urteil des Duisburger Landesarbeitsgerichts unter« nommene Versuch als gescheitert betrachtet werden könne, das System einer Staats- und Rechtswillkür „aus Gründen der Staatsräson" zu rechtfertigen, das die Staatsmacht über den geltenden Rechtsbegriff stellte, auch wenn die vorgeschriebenen rechtlichen und verfassungsmäßigen Sicher- Hellen nicht gegeben waren. Wenn infolge des jetzt ergangenen Urteils in Zukunft das bisherige System dauernder und teilweise recht willkürlicher Eingriffe in die Wirtschaft eine grundlegende Aenderung erfahre, dann sei der Eisenkampf nicht vergeblich geführt worden. Der Kampf gegen Trotzki. Schärfste Maßnahmen der G P U. Kowno, 23. Jan. (TU.) Wie aus Moskau gemeldet wird, erläßt das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei eine längere Erklärung, die als Auftakt zu der allerschärfsten Bekämpfung der Opposition au bewerten äst. Die Erklärung gibt eine geschichtliche Uedersicht über den Kampf mit der Opposition und fährt fort: Das Zentralkomitee habe feftfteüen können, daß die Trotzkisten Anhänger aus allen Elementen der Sowjetgegner würben und daß diese ihrerseits unabhängig von ihrer politischen Einstellung Trotzki zum Führer gewählt hätten. Die Trotzkisten hätten versucht, die Sowjetregierung und die Zentrale in den Augen der Bevölkerung herabzusetzen. Trotzki selbst habe sich nicht gescheut, hierfür die ausländische Renegatenliteratur zu benutzen. Am 21. Oktober 1928 habe Trotzki im Auslande einen Brief veröffentlichen (affen, ferner Beiträge in der russischen Emigrantenzeitung „Rui", in der er das Sowjetregime als ein „B e r e n f k i" - Re - gime von der anderen Seite bezeichnete und zur aktiven Arbeit gegen die Sowjetregierung aufforderte. Die Trotzkistenopposition verbreite Auf- ■' rufe und Flugblätter an die Truppen der Roten Armee, in denen angedeutet und auch offen ausge- I sprochen werde, daß aus der Roten Armee die Bonapartisten - Bewegung entstehen müsse. Angesichts dieser schwerwiegenden Ereignisse habe die O. G. P. U.'(Politische Geheimpolizei) die Vollmacht erhalten, mit allen Mitteln gegen Öie Trotzki st en - Opposition vorzugehen. Ferner ermahnt das Zentralkomitee alle Parteimitglieder nochmals zur Einsicht. Die Geduld des Zentralkomitees gegenüber der Troh- kisten-Opposition sei nunmehr zu Ende. — Wenn diese Kampfansage zur Wirklichkeit wird, dann dürsten dem Sowjetstaat ernste innerpolitische Ereignisse bevorstehen. Gespanntes Verhältnis zwischen Rußland und Japan. Die kommunistische Propaganda int Fernen Osten. Peking, 23. 3an. (TU.) Wie aus Tokio gemeldet wird, bringt schon vrer Tage nacheinander die japanische Presse Rachrichten über die Beziehungen Japans zu Rußland. Die Zeitungen „Hochi" und „Djidji" berichten aus gutunterrichteten japanischen Quellen, daß die japanische Regierung beabsichtige, ihre Beziehungen zu Moskau abzubrechen. Obwohl das Ministerium des Auswärtigen eS ableugne, glauben die Blätter, daß die japanische Regierung mit der kommunistischen Propaganda im Fernen Osten sehr unzufrieden sei sehr gut. Odenwald (Tromm): Schneefall, 5 Zentimeter Neuschnee, Gesamtschneehöhe 35 bis 40 Zentimeter, Pulverschnee Temperaturen —2 Grad Celsius. Sportmoglicykeit für Ski und Rodel gut. — Neunkirchen: Schneefall, 5 Zentimeter Neuschnee, Ge- samtschneehöhe 40 Zent.Meter, Pulverschnee. Sportmöglichkeit für Ski und Rodel gut. Taunus (Kleiner Feldberg): Wolkig, — 5 Grad Celsius, 55 Zentimeter Schnee, 3 bis 5 Zentimeter Reuschnee, stark verweht, Ski und Rodel gut. , Ä . Sauerland (Winterberg): Wollig, — 4 Grad Celsius. 40 Zentimeter Schnee. 1 bis 2 Zentimeter Reuschnee, etwas verharscht, Ski und Rodel gut Rhon (Wasserkuppe): Rebel, —6 Grad Celsius. 40 Zentimeter Schnee, 6 bis 10 Zentimeter Reuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Schwarzwald (Feldberg): Leichter Schneefall, — 4 Grad Celsius. 135 Zentimeter Schnee, 3 bis 5 Zentimeter Reuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Ruhestein: Wolkig, —, 3 Grad Celsius, 83 Zentimeter Schnee, 3 bis 5 Zentimeter Reuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut. Alpen (Garmisch-Partenkirchen): Schneefall. — 0 Grad Celsius. 46 Zentimeter Schnee, 6 bis 10 Zentimeter Reuschnee, Ski mäßig, Rodel gut Berchtesgaden: Leichter Schneefall, Rull Grad, 43 Zentimeter Schnee, 6 bis 10 Zentimeter Reuschnee, Ski und Rodel gut. OwoiKtmoi - den Stani^ am^den Do^s- fufcrung der La n d e r k o n e r e nz . wich m Staatsautorität? Liegt sie beim 'L' ^-i^bousbaltdasi?tzt in e?ste! 2lrbeitsminister oder liegt sie beim Arbeits- im CRet <^00 014 ^bat, , ^rAeicbä- gericht? Und erweist ein Minister der Staats- XÄ n» ÄX uKdt einen ME de- e i n - nmi n d - st- n s Reichsfinanzminister auch die zu bändigen Ressort- .^chNich ^Äich^m:klärt? Worauf wir ■iÄÄWigSBtfl BMertrafereJ“"am' 'S°eitaqflfür>6?e Reinigung eiaatiautotilät beruht auf einem harmonischen ®CU'tolanb BD" uÄZ'Äun“ ÄS' 9 SXe R?nfetenj W aueS. noch aus einem beson. Omen auffaffen baft in diesem Klle g-rade von ÄS&:4n £& Sna^rn^^L^nT^^eÄ": ^"ngeX in ke? Erwartung, dah ge. h n6 ?n a°in alletMnaV a e Ü ini e t e m Um- rade die Gerichte nicht nur das so wichtige so. al« -TM(fi6finan;umrHter sie Doraekhla- ziale Recht kräftigen und fortbilden, sondern auch genOhaO^e^misen m^cht^^Dieser^Pian^des^ Zen. das unsicher- und mihtrauisch- R-chtsb-wuh.s-in trums, in dessen Hintergrund der Wunsch stehen tn wellen Schichten kräftigen und ordnen wurden, dürfte, in den Beziehungen zur Baye- Die „Kölnische Volks e’tung" schreibt: „Dieses rischen Dolkspartei keine Verschlechterung Urteil hat grundsätzliche Bedeutung, vor allem eintreten zu lassen, bedeutet also, wenn er durch- deshalb, weil es der Politik bestreitet geführt wird, was natürlich keineswegs feststeht, Recht zu schaffen. Die Autorität des Staa- cine Bevorzugung Bayerns, auf die sich tes erleidet keinen Abbruch durch den Gerichts- die anderen Länder kaum einlassen werden. Man entscheid, vielmehr wird sie gestärkt, wenn möchte annehmen, daß auch das Zentrum zu die- fcie verantwortlichen Stellen daraus den Schluß fer Auffassung kommt und dementsprechend den ziehen, sich auf ihre vorgeschriebenen Kompromihvorschlag nicht wesentlich wcitertrei- Aufgaben zu beschränken, so daß alle ben wird, als bis zu den Erörterungen, die darü- Staatsbürger den Glauben zurückgewinnen, der der unverbindlich schon stattgefunden haben. Staat nutze seine ihm von der GZamtheit über» ---------- tragenen Machtmittel nicht zu eher einseitigen Geistlichkeit und Autonomie im Elsaß. MÄ Paris, 23. Ian. (WB.) Das „Petit Jour- heit gebiete, in der Reform des Schlichtungs- nal" meldet-aus Straßburg, daß der Bischof von wesens eine Formel zu finden, die seinem Straßburg die Geistlichen seiner Diözese, die wirtschaftlichen Zweck gerecht werde, eine Entschließung zugunsten der autonomisti- ohne soziale Belange zu vernachlässigen. Das scheu Führers Abbe H a e g Y angenommen hat» Urteil des Reichsarbeltsgerichles hat jetzt dafür • ten, zu einer Versammlung eingeladen hat, um die Bahn freigegeben. D.e Regierung so ölte dir ihnen Vorhaltungen zu machen. Es ist aber Initiative in der Reuordnung ergreifen ohne kein einziger der Gei st lichen erschie- neu. Haä) dem „Petit Parisien", das diese " ~ Meldung ebenfalls wiedergibt, sollen zwei Geist» Der Verband der japanischen Indu» liche sogar ihre Ehrenämter nieder- st riellen hat beschlossen, sich dem Weltverband gelegt haben. Der Korrespondent des „Petit der russischen Gläubiger anzuschließen, der Parisien" führt den Vorfall als Beweis dafür in London feinen Sitz hat und zu verlangen, an, daß ein regelrechter Aufruhr des elsässi- daß die Sowjetregierung sämtliche materiellen scheu Klerus gegen Bischof Ruch entstanden sei. Ansprüche vollkommen befriedige, die aus den Verlusten der japanischen Industriellen in trat -um ersten rlaae TRUEB Rot und Silber sind meine färben! STAU Fl A 5/^ Die n eife Wa Id orF-Asto ria -Zig a rette ' Qucdborn. 25. Oktober: Schrnrnenbrand m 9. Rovember: Zimmerbrand in 16. Dezember: Balkenbcand in in Lich. Die Kreismotorsprihe 1. Oktober: Großseuer in Großen-Linden. 14. Oktober: Grvtzfeuer in Trais-Horloff. 19. Oktober: Brand in einer Hol-schneideret Lollar. Grünberg, einem Saalbau 17. Juli: Dachstuhlbranb in Holzheim. 9. August: Werkstätkebcand in Watzenborn- Steinberg. 22. September: Scheunenbrand in Geilshausen. 25. September: Echeunenbrand in Heuchelheim. Fi jährliche Lungenentzündung hinzu:ritt. Richt nur gesellschaftlich auherordentliu) peinlich, sondern auch stark schwächend ist die „fötide“ Bronchitis, bei dec sich ein äußerst übelriechender Auswurf bildet. Andere unangenehme Folgen des Bron- >Hialtatarrhs bestehen in Asthma, das bei schwachen und älteren Leuten, aber auch bei Buckligen und kleinen Kindern sowie Herz- und Aierenkranken zu bedenklichen Folgen führen kann. Auch in diesen Fällen ist Lebensgefahr nicht immer auszuschliehen. Die Bronchitis zu vermeiden, ist nicht immer möglich, da nicht selten der schädigende, die Krankheit hervorcufende Beruf beibehalten werden mutz. Auch der Ansteckungsmöglichkeit kann man sich nicht immer entziehen. Sehr wichtig sind Abhärtung durch nicht allzu warme, luftige Kleidung, Wosserheilprozeduren und vernünftig be- Iriebenen Sport. Schroffe llebergänge von warm zu kalt sollen von allen vermieden werden, die hinsichtlich Abhärtung nicht ganz „sattelfest" sind. Empfehlenswert ist es. wenn man aus einem sehr warmen Baume direkt in einen kalten kommt, zunächst einige Minuten nicht zu sprechen, den Mund geschloßen zu hallen, so datz die Atmungs- lüft sich nicht plötzlich, sondern nach und nach abkühlt. Richt selten freilich ist trotz aller Dor- sichtsmahregeln eine Erkrankung an Drvnchial- katarrh nicht zu verhindern Von den oberhessischen Arbeitsgerichten Zu Dorsitzenden und stellvertretenden Dor- sitzenden für das Jahr 1929 sind bestellt Worten: bei dem Arbeitsgericht in Giehen: a) Dor- sitzender: Rechtsanwalt Ludwig Raab in Gießen, b) stellvertretender Dorsitzender: Regie- rungsrat Dr. Georg Krüger in Giehen: bei dem Arbeitsgericht in Friedberg: a) Vorsitzender: Amtsgerichtsrat Burkhard T h u r n in Friedberg und Amtsgerichtsrat Gustav Schneider in Dad-Rauheim, b) stellvertretender Dor i ender: Amtsgerichtsdirektor Berthold Rausch in Bad-Rauheim: bei dem ^rbeitsa.nt in L a u t e r b a ch: a) Dor- sitzender: Regierungsrat Walter Ranz in Lauterbach, b) stellvertretender Dorsitzender: Regierungsrat Walter S t r a ck in Alsfeld und Amtsgerichtsrat Kalbfleisch in Lauterbach: bei dem Arbeitsgericht in Ridda: a) Vorsitzender: Oberamtsrichter Wilhelm Krug in Ridda, b) stellvertretender Vorsitzender: Amtsgerichtsrat Hahn in Ridda. Brände im Kreise Gießen. Aus dem Jahresbericht des Kreis- leuerwehrinspektors für 1928 wird uns mllgeteilt, datz im vorigen Jahre folgende Brände in den Landgemeinden des Kreises Giehen stattfanden: 12. Januar: Grohfeuer in Mainzlar. Fabrik- brand bei Scheidhauer & Gietzing 21.*®. 5. Mai: Brand des Materialraumes der Bahnmeisterei Dietzen in Lollar. 14. Juli: Waldbrand im Gemeindewald Daub- ringen. erfen im LSK k" i»t re r)r_ bon ch ist *■ at'dj ber m». ^rder IS “•<«. 24 di, Kek bot. 1 nun reiftet ÄW ?' "llch zur Der. e me^ Gründe." ^asüien. Harte , ?äumen singt, kennt und liebt sie, und Hunde, besonders die Tadel, sind ihre besonderen Freunde. Die Liebe zu der Ratur und jedem Geschöpfe, ist ihre höchste Lebensfreude. Jetzt ist der „Seltersberg" zur Frankfurter Straße geworden, und an dem alten Haus sausen die Autos. Motorräder und die Straßenbahnen vorbei: aber wenn du eintrittst in das geräumige Treppenhaus mit dem schöngeschnitzten Holzgeländer, wenn du an dem altmodischen Klingelzug läutest und dich die alte Dienerin hineinfuhrt zu ihrem gnädigen Fräulein, dann fällt die Hast des modernen Lebens von dir ab und ein Hauch der guten alten Zeit, der Großväterzell umweht dich: Der gemütliche, weihe Kachelofen spendet Wärme, von den Wänden schauen die alten Biedermeier-Herren und -Damen aus ihren Gold- rahmen herab, das schöne Spinett an der Hauptwand scheint noch zu ertönen, am Fenster zwitschern die zierlichen Vögelchen in ihrem Käfig, im Konsolchen noch Reste der Steinsammlung, und im Lehnsessel die liebe alte Frau streckt dir beide Hände entgegen, und die Freude über den willkommenen Besuch steht in ihren guten Augen. 2llle Sorgen kann man hier niederlegen, alles besprechen. was das Herz bewegt, nichts menschliches ist der alten Dame fremd: und alle, die hier so manches Mal Einkehr halten und ein Stündchen der Ruhe genießen, wünschen sich nur das eine, datz ihnen diese traute Stätte noch lange erhalten bleibe. *' Deutsch-evangelisches Leben im Banat. Am Montagabend sprach Senior Kund aus Pancevo in Jugoslawien in der Stadtkirche über „Deutsch-evangelisches Leben im Banat". In einem geschichtlichen äleberblid berichtete er zunächst über die mancherlei Leiden, die dieses Gebiet infolge der jahrhundertelangen Türkenkriege auszuhalten hatte. Prinz SÜgen machte durch seine Siege 1716 und 1717 der Türkenherrschaft ein Ende, so datz um 1724/26 die ersten deutschen Siedler in das fast völlig verwüstete Land gerufen werden konnten. Eine zweite Zeit neuer Siedlung war unter der Regierung Maria Theresias um die Mitte und eine letzte Besiedlung fand statt unter Joseph II. am Ende des 18. Jahrhunderts, nachdem nochmalige Türkenkriege 1788/91 das Banat fast entvölkert hatten. Die meisten Siedler kamen aus Württemberg, Pfalz um) Hessen. Manche Straßennamen in Städten des Banats („Zwei- brüdener Straße") und sehr viele Familiennamen lassen noch die Spuren in die Auswan* derungsheimat zurüdv er folgen. Besonders belegte das der Redner durch viele Ramen, die er f-UtcßlVMlWtO- K» i Vswww wWÄ aussage. der der Ostsee unb Ofb iitörung bringen W vor. Die lempewturen e Tendenz unb tonunen cn Mr SuddeMand emperaturen oon 1 Jfallen bereit- burj ? Unter 9*er . Temperaturen «g unMhen unb öinde. ASS 9.3»nu.,r:.Ä« ,rab 2.2 ®ratl ... mtutWiliN*' er heil'" . galtet* ■ob<Äeee. Zentimeter, * , Grad für Sk' ,UgLeefall, ®e‘ r Puiverlch"": Schneefall'^ Ä^ter, •ytis Aodel gl"' Ä & ««rf w . «Md . „v ßjnee< Ä6-»'S*e“ Pulver Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 24. Januar 1929. Oer Lronchialkatarrh. Don Dr. med. pater. Bei dem gegenwärtigen Weller sind Erkäl- tunaen an der Tagesordnung. Der Husten guält DieR Menschen. Meist ist diese Wärter auf Bronchiallatarrh zurüdzusühren. Außer den Erkältungen gibt es aber noch manche andere Ursachen für Husten, wie zum Beispiel Verengerung der Rase, die den Betreffenden »bringt, statt durch die Rase durch den Mund zu atmen, wodurch erst infolge Eindringens von toter Luft, die nicht, wie normal, durch die Rasengänge vorgewörmt ist, Dronchiallatarrh indirekt entsteht. Einnehmen von Jod hat schon oft Bron- dialkatarrl) hervorgerufen. Staub und Rutz sind mindestens ebensooft an Bronchiallatarrh schuld, de Zugluft und Erkältung. Ferner tritt Bron- ialkatarrh oft im Gefolge anstedender Krank- - eiten auf, wie Grippe. Keuchhusten, Masern. Unterleibstyphus und Rodern Auch leiden Men- •cn. an Bronchiallatarrh, deren Grundlrankheit Herzfehler, Lungenblähung. Blutvergiftung, Rie- enentzündung, Gicht, englische Krankheit oder Verfettung ist. Budlige, die oft nicht normal linicn können, erkranken häufig an Brvnchial» atarrh. Bedenklich wird Bronchiallatarrh. i-enn die besonders für alte Leute ge- Male bei dem Brande in Mainzlar in Tätigke.t und war dort drei «Stunden ununterbrochen in Betrieb. Weiter wurde sie zu den Bränden am 1. Oktober nach Grohen-Linden und am 14. Oktober nach Trais-Horloff angefordert, wo sie jedesmal zwei Stunden in Betrieb war. Bei den Bränden in Mainzlar und Trais-Horloff wurde das Löschwasser aus der Seilbach bzw. Horloff auf etwa 200 bis 253 Meter nach der Brandställe gepumpt. Bei dem Brande in Gro- tzen-Linden wurde es der Wasserleitung entnommen. Talen für Freitag, 25 Januar. 1759: der Dichter Robert Burns in Allonay geboren; — 1881: der Schriftsteller Emil Ludwig in Breslau geboren. Gictzener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Käse 10 ÖLüd 60 bis 1,40; Butter Psund 140 bis 170; Malle 30 bis 35; Wirsing 15 bis 20; Weitz- kraut 10 bis 15; Rotkraut 20 bis 25: gelbe Rüben 15 bis 20; rote Rüben 15 bis 20; Spinat 35 bis 40; Unter-Kohlrabi 8 bis 10; Grünkohl 25 bis 30; Rosenkohl 40 bis 60; Feldsalat 1,20 bis 1.50; Tomaten 80 bis 90; Zwiebeln 15 bis 20; Meerrettich 50 bis 1/20; Schwarzwurzeln 50 bis 70; Kartoffeln 5; Aepfel 20 bis 40; Birnen 10 bis 30; Dörrobst 35 bis 40; Honig 40 bis 50; junge Hähne 100 biS 110; Suppenhühner 100 bis 1,20; Rüsse 60 bis 80; Eier Stüd 18 bis 20; Blumenkohl 60 bis 1.20: Salat 40 bis 45; Endivien 25 bis 35; Lauch 10 bis 15; Rettich 10 bis 20; Sellerie 10 bis 50; Kartoffeln Zentner 3,80 bis 4,50; Tauben Stüd 80. Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag. Goethe-Bund: 4. Dichterabend (Anton Wildgans), 8 Uhr, in der Neuen Aula der Universität. — Ober- hessischer Geschichtsoerein, Gießen: Bortrag von Universitätsprofessor Dr. Drexel über „Die Jupiter- gigantenfäulerT, 8.15 Uhr, im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts. — Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heillunde: Bortrag über „Neu- zeilliche Erdverbiegungen", 8.30 Uhr, im Hörsaale des Pb'sikalischen Instituts. — Spielvereinigung 1900 e. 93.: Ordentliche Generalversammlung, 9 Uhr, bei Boller, Bahnhofstraße. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Mitternachtswalzer". — Astoria- Lichtspiele: „Rintintin und die Goldgräber". MaskenbälkederBereine: Große Gießener Karneval-Gesellschaft: Große Gala-Damensitzung, 20.11 Uhr, im Cofs Leib. — Stadttheater Giehen. AuS dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: In der ersten Wiederholung von Lessing- »Rathan der Weise" am Freitag, 25. Januar, führt Karl Bold die Regie. Die Titelrolle spielt Edelbert Gareis. die Recha wird von Trude Hetz, für die wegen Erkrankung bei der Erstausführung Jngeborg Scherer eing.'sprungen war. verkörpert. — Als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen wird die Reuinszenierung von CHarleys Tante" (mit Musik von Hugo Hirsch) am Sonntag, 27. Januar, aufgeführt. — Die alleinige Uraufführung von Werner Johannes Guggenheims Schauspiel ..Das Dorf Sanct Justen" ist auf Dienstag, 29. Januar, festgesetzt. Der Autor hat fein Erscheinen zur Uraufführung in Gietzen zugesagt. •* Don der Frankfurter Stratze. In den letzten Wochen wurde der auf der Westseite der Frankfurter Stratze gelegene Bürgersteig, beginnend an der Veterinärklinik und enäend am Eisenbahnviadull bei Klein-Linden, neu h.wg<^ richtet Der Bürgersteig ist jetzt durchschnittlich drei bis vier Meter breit und von der tiefer liegenden Fahrstraße durch Randsteine ab getrennt. Der Futzsteig wurde mit Schlacke fest eingestampft. Wenn die Stadtverwaltung nun iwch zwei bis drei Strahenlampen anbringen lassen würde, so in Giehen und im übrigen Oberhessen sand. Ihre Sprache, wie vieles in Sitte und Tracht haben unsere einstigen hessischen Landsleute brüfccn treu bewahrt. Mit den übrigen Deutschen Süd- slawiens (Batschka. Baranya, Syrmien) zählen sie zusammen etwa 600 000, und zwar meist in geschlossenen Bauernsiedlungen, die sich durch die Arbeit des Pfluges ihr sittNches Recht auf die neue Heimat erworben haben. Jugoslawien zeigt in seiner völlischen Zusammensetzung ein so buntes Gemisch, wie kaum ein anderes Land in Europa. Darauf beruhen auch die innerpolitischen Schwierigkeiten der letzten Zeit. Gleiche Mannigfaltigkeit zeigt auch die religiös-konfessionelle Karte. Richt weniger als 14 Bekenntnisse sind in diesem Land mit seinen kaum 13 Millionen Einwohnern vertreten. Es gibt etwa 250 000 Evangelische, welche zum großen Teil in Ansiedlungsgemeinden leben und seit 1921 kirchlich lose zusammengeschlossen sind. In vielen Gemeinden ist trotz außerordentlicher Opferwilligkeit kirchlich doch große Rot, so daß sie ihr kirchliches Gemeinde- .eben nur durch die tatkräftige Hilfe des Gustav- Adolf-Dereins aufrechterhalten können. Das gilt im besonderen gerade für die Kirchengemeinöen im südslawischen Banat, denen der Redner als Senior vorsteht. Diele Lichtbilder gaben die nötige Anschauung zu dem Bortrag und ver- tärften noch den Eindruck von der großen Bedeutung, die unseren deutsch-evangelischen Gemeinden im Südosten Europas zukommt als Vorposten deutschen evangelischen Lebens. Der Ertrag an Eintrittsgeld und freiwilligen Gaben, zusammen 128 Mk., war für den Kirchbau in Werschatz bestimmt, wo man diese Gabe gewiß als einen Brudergruß der alten Heimat dankbar empfangen wird. ** Gaslehrvortrag. Am Dienstag Der» anstallete die Firma Emil P i ft o r Rächst, Gießen, in Gemeinschaft mit den Burger Eisenwerken, im Saale des „Eafö Leib" einen Gaslehrvortrag, verbunden mit praktischen Kochvorführungen auf dem „Juno"-Gasherd. Die Vortragende veranschaulichte in klarer Weise die Vorteile dieses Llppnrates. Der Präzisions-Doppell.'arbrenner ermöglicht es, durch die Eigenart seiner Kon- strullwn, große Mahlzeiten bei einem verschwindend geringen Gasverbrauch zu bereiten, wovon sich das Publikum durch einen an die Gasleitung angeschlossenen, weithin sichtbaren Gasometer überzeugen konnte. Das rege Interesse der Zuhörer, das sich nach dem Vortrag für die au2>- geftellten Gasherdmodelle bemerkbar machte, dürfte nicht zuletzt auf die wohlgelungenen Koch-, Brat- und Dackvorführungen zurückzuführen fein. Zum Schluß des Vortrages kam ein „Juno"-Gasherd mit Backofen zur Verlosung. Amtsgericht Gießen. In einer hiesigen Wirtschaft fand schon vormittags ein kleines Zechgelage statt. Einer der Zecher wurde unwohl und desl)alb auf ein Sofa des Nebenzim mers gelegt. Dort schlief er ein, und der Anklagte benutzte den Schlgf, um seinem Zechgenossen Geld aus der Tasche zu stehlen und sich bann unbemerkt davon zu machen. Am 3.1. M. wurde er in Mainz gefaßt, in Haft genommen und hierher transpor tiert. Er erhielt eine Gefängnis st rafe von drei Wochen ohne Anrechnung der Untersuchungshaft. Er war in der Hauptoechandlung geftändia und noch nicht vorbestraft; andernfalls wäre bie Strafe schon wegen des großen Ver- trauensmißbrauchs eine höhere gewesen. In einem Hause am Stadtrand, in dem Familienstreitigkeiten nicht zu den Seltenheiten gehören, arteten in einem Falle diese in Tätlichkeiten aus, indem die Schwiegermutter von ihrem Schwieger' sohn unb einem Nachbarn körperlich mißhandelt wurde. Sie stellte Strafantrag gegen beide, zog ihn aber dann wieder Zurück. Recbllich zulässig war dies jedoch nur hinsichtlich des Schwiegersohns, und das Verfahren gegen denselben wurde deshalb auch eingestellt, allerdings unter Kostenübernahme durch die Schwieaermutter, während der andere, der mit der Antragstellerin nicht verwandt und nicht verschwägert war, nur eine geringe Geldstrafc erhielt, da Milderungsgründc, die eine solche rechtfertigten, hinreichend vorhanden waren. Berliner Börse. Berlin, 24.Ian. (WTB. Funkspruch.) Im Anschluß an den festen Verlauf der gestrigen Abend börfe und beeinflußt durch Neuyork, ist man im heutigen Frühverkehr weiter freundlich gestimmt. Das Geschäft bleibt nach wie vor sehr sttll. fior. 3 0 Die Hilfe gegen Gicht und Rheumatismus. Sie wissen kein sicheres Mittel gegen diese Plagegeister? Einreibungen, Packungen, Bäder, Salben usw. lindem meistens nur für einige Zeit die Schmerzen, aber sie packen nicht immer das liebel an der Wurzel. 345D Ich empfehle Ihnen ein wirklich erprobtes Mittel, und Sie sollen es seloft versuchen, ohne daß es Sie etwas kostet; aber ehe ich Ihnen meyr sage, lesen Sie die folgenden Briefe: Schon lange hatte ich vor, Ihnen für Ihr ausgezeichnetes Präparat zu danken, aber ich wollte auch die Gewißheit haben, ob Gichtosint auch wirklich für die Dauer wirkt. Nun kann ich lobend anerkennen, daß es ein wirklich gutes Mittel ist. — Mein Mann litt nämlich feit langen Jahren an heftigen Schmerzen an Händen und Füßen. Bei jeder leichten Erkältung klagte er über fürchterliche Schmerzen. Wir haben so manches Mittel versucht, aber es half alles nur vorübergehend. Sobald er sich erkältet hatte, stellten sich auch die Schmerzen wieder ein. Diesen Winter fühlt er sich ganz frisch, spürt überhaupt keine Schmerzen mehr. Ihr Gichtosint hat also tatsächlich Wunder gewirkt. Wir haben bei unseren Bekannten und Freunden Ihr Gichtosint aufs wärmste empfohlen. Nochmals vielen Dank. Hochachtungsvoll F. D. in E. Ich kann Ihnen mitteilen, daß ich nach Gebrauch Ihrer Gichtosint- Kur voll und ganz von meinem 7jährigen rheumatischen Leiden wieder hergestellt bin und kann meiner Arbeit wieder nachgehen wie ein 20jähriger. Werde es hier jedem leidenden Menschen empfehlen. Hochachtungsvoll 21. G. in N. Solche Briefe besitze ich Tausende, und nun hören Sie weiter- Gicht und Rheumakismus können nur von innen heraus wirklich kuriert werden, durch Entgiftung des Blutes. Dieses ist verunreinigt durch zurückgebliebene harnsaure Salze, und diese müssen heraus, sonst nützt alles Einreihen und Warmhalten nichts. Zur Beseitigung der Harnsäure dient das Gichtosint. Sie können das glauben oder nicht, aber Sie sollen keinen Pfennig dafür ausgeben, ehe Sie sich überzeugt haben. Tellen Sie uns Ihre Adresse auf einer Postkarte sofort mit und adressieren Sie diese an: Generaldepot der Viktoria-Apotheke, Berlin A 235, Friedrichstraße 19; es geht Ihnen dann vollständig kostenfrei eine Probe Gichtosint mit weiteren Aufklämngen und genauer Gebrauchsanweisung zu. Der Vorstand. 695D Frische Fische ■ Täglich frische Süßrahmbutter! Sonderpreis? Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichen Dank. I. N. der trauernden Hinterbliebenen: Familie Lehr. Gießen, Klein-Linden, den 24. Januar 1929. _________________________________________ 548D Gallenkampa echt westfäl. Feinkost-Pumpernickel Paket 30 und 35 Pf. 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Sardellenpasta in Tuben 50 und 85 Pf., sowie Oelsardinen, Makrelen-Filets, Räucherlachs in Dosen, stets frische Mayonnaise und Kapern in Gläsern Marinaden: Rollmops, Bismarckheringe, Bratheringe, Bratrollmops, Hering in Gelee, lose sowie */,- und 1-Liter-Dosen Echte Thüringer Mettwurst in kleinen Enden. Salami und Zervelatwurst im Ausschnitt MSnnev- und Kvauenvsvoiuistmg der LNatthüus-Gemeinde, Gießen Sonnntag, den 27. Januar 1929, abends 8 llhr, in der Sfadtkirche kirchenmusikalische Feierstunde Mifwirkende: Frau Gertrud Wehl, Gießen (Alt) Frl. Hedwig Gunderloch, Darmstadt (Sopran) Herr Musiklehrer Franz Lauer jun., Gießen (Violine) Herr Studien-Asiesiar Knauß, Gießen (Violine) An der Orgel: Herr Stadtorganist Heinr.S mon, Gießen Jedermann herzlich willkommen — Eintritt frei, Programm 30 pf. Gebrüder Männche Lebensrnittel - Feinkost — Drogen Fernruf 1320 BCfeß UßbIg-WIISODStrahß Fernruf 1320 7IID Gießener Konzertverein Donnerstag, den 31. Januar 1929. abends 7% Uhr, im Stadttheater 7. Konzert Symphonie-Konzert Das Frankfurter Symphonie-Orchester Leitung: Dr. Stefan Temesvary Smetana, Ouvertüre .Die verkaufte Braut* — Strawinsky- Pergolesi, Pulcinella-Suite — Tschaikowsky, Symphonie pathfitique Nr. 6 Eintrittskarten Mk. 5.00, 4.00 und 2.50 bei Ernst Challier, Tel. 671, und an der Abendkasse. Studentenkarten Mk. 1.50 bei Herrn Sekretär Ritter gegen Ausweis 691b Die erfahrene Hausfrau weiß, daß es zur Stärkung des Körpers nichts Besseres gibt als Doppelherz. Doppelherz ist bewährt bei Blutarmut, Appetitlosigkeit, Schwächezuständen aller Art, Neurasthenie. Nervenleiden u.nervösen Kopfschm r- zen. Ho.en Sie in der nächsten Apotheke oder Drogerie 1 Probeflasche zu 2.20 Mk. Bestimmtzu haben Inder Haus Hindenburg, Med an den Grell. AnAeig. erbeten. liMtomillWtr zum Vertrieb verschied, neuzeitlicher BimUIWiM für den Gesamt'Bezirk Greben per iofort geruckt. [698V Angebote erbeten unter F. K. A. 451 durch Rudolf Mossc, F ranksurta. M. Zwangsversteigerung. Am 1. Februar d. 3., 10% Uhr, wird hier an Gerichtsstelle versteigert das Anwesen Franz Ifiidjd Witwe, Warktstraße 21 in Gladenbach, Wohnhaus mit Laden und Werkstatt, eingerichtet als Papierwaren, geschäst, Buchbinderei, Druckerei. Mit Gar« ten 1,94 und 0,41 Ar groß. 701D ________Amtsgericht Gladenbach.________ Holzversteigerungen des Gras zu Solms-Laubachschen Forflamts. 1. Montag, den 28. Januar, 10 Uhr vormittags, im Strackschen Saale zu Billin- gen, aus den Distrikten Lenzesberg, Hub- berg, Hirschrot der Försterei Ruppertsburg: rm Scheiter: 600 Buche I, 20 II, 5 Eiche, Birke usw.; Knüppel: 430 Buche 1, 3- 11, 12 Hainbuche, 65 E.che 1, 7 II, 7 Esche II, 7 Elsbeere, 6 Aspe, Linde, 20 Fichte und Kiefer; Stöcke: 140 Buche, 2 Esche; Reiferknüppel: 19 Buche; Stamm- reifer: 100 Buche; Zopfreiser: 1270 Buche; Bohnenstangen: 30 Stück I, 755 Stück II. Kl. aus Hirschrot. — Die mit F bezeichneten Nummern werden nicht ausgeboten. Auskunft erteilt Förster Becker zu Laubach. 673D 2. Dienstag, den 29. Januar, 10 Uhr vor- mittags, im Gasthaus ,Zur Traube" zu Laubach, aus den Distrikten Wlldfrauberg, Hirtenbach, Sühekopf, Lampertstor des Reviers Tiergarten: rm Scheiter: 420 Buche I, 18 II, 2 Eiche, 10 Fichte II; Knüp- pel: 275 Buche, 5 Eiche und Birke, 13 Fichte und Lärche; Stöcke: 118 Buche, 60 Fichte; Rciserknüppel: 10 Buche; Stamm- reiser: 140 Buche; Astreiser: 415 Buche; Werkscheiter: 9 Buche (Wildfrauberg 6). — Blau unterstrichene Nummern werden nicht ausgeboten. Lesholz flächcnweife. Auskunft erteilen Förster Knöß zu Lardenbach und Forftgehilfe Opper zu Weickartshain. Telephon 829 Gießen Herborn Sonder. Angebot! Gicnen, Neu n Baue 11. 7071) FrifcheFische ThmusöSarfs Tauscht alte Rasierklingen! Mausburg 3 Walltorstraße 12 Wer hat abzugeben Stellengesuche srraße. »US Redner W. Fül le. Vereine Leihgestern: 702D Verschiedenes! 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Kl.; Reisig 2.61. (Stammreisig) 100 wellen: 16,8 Buche, 6,5 Eiche, 2,7 Esche, 3,5 Aspe, 2,9 Kiefer, 1,9 Weymouthskiefer, 1,1 Fichte; Reisig Z. Masse (Astreisig) 100 Wellen: 71 Buche, 9,8 Eiche, 1,2 Esche, 1,3 Kiefer, 9,9 Fichte; Stöcke rm: 69,3 Buche, 35 Eiche, 4 Esche, 0,9 Elsbeere, 1 Kiefer, 11,6 Fichte. Das Nutzholz wird zuerst versteigert. Die blau unterstrichenen Nummern des Brennholzes kommen nicht zur Dersteige- rung. Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfohlen. Gießen, den 23. Januar 1929. Hessisches Forstamt Schiffenberg. Nicolaus. MWMSZLWUSIS Hornhaut, Schwielen und Warzen beseitigt schnell, sicher und unblutig MLDIWSdL Verlang i Sie in der nächsten Kuklrol-Verkaufs stelle ausdrücklich die neue Packung mit dem Garantieschein. denn Sie erhalten dann bei Nichterfolg Ihr Geld zurück! 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Uimmlr Ä bllle d ,3nb? Wi < S" - '*.2 "ii I wuhlie w Sn test ^rrschte lir. 20 ZWeitsr Blaff Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, 24. Zanuar 1929 _ .„.t.ue . « ■ijMio.uj.mFwii. iiii.;mimWi1ii i’cajagzr.s^jcvjr?r*m»v^ra»^xfPm?gwn»^»M.i.a«&^j»^^^rmiiww*wnw«MMiMwro»taKM-»nw»iwraEiiBiiiiii imwiiii ii Oie MMmbesirebungeri im Lugendsirajrecht. Von 3ugenbrid)ier Amtsgerichtsrat Gros in Gießen. Bekanntlich stehen wir mitten in einer Reform des Strafrechts. Das weiß nicht nur der Fachmann, sondern jeder, der die Zeitungen liest und die Reich tagsverkandlungen verfolgt hat. Zwar wehren sich die Praktiker, die Preise und große Teile des Bolles nicht mit Anrecht gegen die krankhafte Llebcrfülle neuer Gesetze und gegen die Aenderung gesetzlicher Borschristen, aud) gegen die allzu vielen Zick-Zack-Sprünge, die in der Gesetzgebung des Reiches und der Länder beobachtet werden können, so dah niemand mehr bestimmt weih, was überhaupt noch als Recht in Kraft ist. Allein der Erlaß des Jugendgericht igefehes war eine große, notwendige erste Reform in unserer Strafgesetzgebung. Sie hat sich bewährt und bisher unserer Lugcnö zum besten gedient. Die Zahl der Fälle, in denen beifpielswei c innerhalb meines Dienstbezirks eine erkannte Eeiängni stra e tatsäch ih velzeg-n wurde, ist minimal. Bewährung.fristen wuroen mit verschwindenden Au^nahmen eingehalten. so dah die angedrohten Freiheitsstrafen erlassen werden konnten, zum Segen des Jugendlichen und seiner Angehörigen und — zur Freude des Richters. Diese Erfolge, die gewiß überall festgestellt werden können, ließen und lassen die Anhänger der Jugend-Sira rechtsresormbewc- oung nicht ruhen, um auch für jene noch im Jugendalter Stehenden, die bereit; das 18. Lc- benLjahr vollendet haben, eine Aenderung der zur Zeit geltenden Strafrecht inormen auch für diese Alterskla.se zu erreichen, die deren noch nicht erworbener geistiger und sittlicher Reife in besonderer Weise Rechnung tragen sollen. Insbesondere ist es die ,Bereinigung für Jugend- geeichte und für Jugendgericht Hilfe", die der zur Zeit in Fluß befindlichen Reformbewegung un Jugendstrafrecht eine besondere Richtung zu geben sucht. Der Auffassung der genannten Bereinigung, daß Jugendliche auch nach Dollen- bung des 18. Lebensjahres recht feiten die geistige Reife und den inneren Halt eines Volljährigen besitzen, ist unbedingt zuzustimmen. Gerade die Zahl der im Alter von 13 bis 21 Lebensjahren Bestraften erreicht in der Statistik eine erschreckend hohe Awlnahmezisfer im Verhältnis zu anderen Altrrsklas en. Deshalb kann man als Praktiker der Auffassung nur beitreten, daß Jugendliche auch nach Vollendung des 18. Le- bansjahres den Volks'ährigen im Strafrecht noch nicht völlig gleichgestellt werden sollten, und daß auch bei ihnen der Erziehungsgedanke noch mehr in den Vordergrund gestellt werden muß. Cs ist eben die Ausgabe der Strafrechtspflege, so lange einen erzieherischen Einfluß auf den Rechtsbrecher auszuüben, als es möglich ist. Selbstverständlich bin ich mir dabei bewußt, dah es aus Gründen, deren Erörterung hier zu weit führte, Menschen gibt, die jeglicher Erziehung und Besserung trotzen, bewußt und un- bewußt. Ich bin der Auffassung, dah, zur Zeit jedenfalls, nur für 18 bis 20 Jahre alte Jugendliche ein weiterer Strafrahmen zu bilden ist. Mit 20 Jahren erlangt der Deutsche bekanntlich das Wahlrecht. Es geht denn doch wohl nicht an. dah die Gesetzgebung dem Staat.bürger auf der einen Seite das allgemeine Stimmrecht gewährt, ihm aber auf der anderen Seite bescheinigt, daß ihm in ethischer, intellektueller Hinsicht in strafrechtlicher Beziehung die volle Reife und damit die volle Berantworllichk.lt noch nicht zuge- fprochen werden könne. Die Dorschriten über anderweit.ge Altersgrenzen — löjähr gr können z. B. ein Testament errichten, oder ein 16jäh- riges Mädchen darf die Ehr schließen — liegen auf ganz anderen Rechte gebieten und gehen von ganz anderen Voraussetzungen aus. Zur Erörterung steht weiter die Frage, ob die Zuchthausstrafe oder gar die Todesstrafe gegen Jugendliche ausgesprochen werden soll. Die To- beSftrafe gegen Erwachsene ist ein Problem, das noch die heftigsten Kämpfe erregen wird, wie sie das schon zu allen Zeiten getan hat. Bei Jugendlichen kann sie jedenfalls nicht in Frage kommen. Don der Vollstreckung von Zuchthausstrafen gegen Jugendliche verspreche ich mir keinen besonderen Erfolg. Die mit ihr verbundene BMÄIKS r Roman von 3. Gchrieider-Koefsi!. llrbeberrechtsschutz Oskar Meister, Werdau L Sa. 53 Fortsetzung Nachdruck verboten. Hettingen brach auf dem Bet e hinter sich zusammen. „Alles umsonst gewesen." stöhnte er. -Alles umsonstI" Mit beiden Fäusten hielt er die hämmernden Schläfen zusammen. Fehmann, selbst aufs tiefste erschüttert, legte ihm bittend die Hand auf die Schulter. „Um einen solchen Preis ist die Ehre eines Weibes zu teuer bezahlt, AchimI" „Rein!" schrie Hettingen auf. „Ich hatte meinen letzten Tropfen Blutes dafür gegeßen." „Armer Mensch I So groß ist deine Liebe — — noch immer!" _ .Ich bitte dich, geh jetzt, Hans! Geh!-- Aber komm wieder!" settze er hastig hinzu. .3a, mein Lieber! In einer Stunde bin ich wieder da!" „Und sorge, Hans, daß sie geschont wird — ich nehme alle Schuld auf mich. Sage —Jd> hatte sie gebeten, zu mir zu kommen und —“ Lehmann nickte. „Ich werde schon das Rechte sagen.. Achim. Sei ganz beruhigt." „Und — Hans —" _ Der Doktor hörte ihn nicht mehr. Die Ture klappte bereits hinter ihm ins Schloß. 'Beide Arme über den kleinen Tisch werfend, wühlte Hettingen sein Gesicht darein. Alles umsonst gewesen! Alles umsonst! Und sie? — Das Weib, um dessenlwillen er dieses Namenlose gelitten hatte? Sie — Dichts. als ein trockenes würgendes Schluchzen ging durch den Raum. Der Schnellzug Mailend—Eh'asso donnerte durch die Rächt der schweizerisch-italienischen Grenze entgegen. In den Gängen der Schlafwagen herrschte tiefste Stille, nur die beiden Die SvdpoleMdiiion Mit Witkins un- Mrd. Jahreszeit für die Forschungen darstellt. — Byrd wäh.te seine Balls an dec Küste des Roß-Meeres, der tiefiten Einbuchtung des Sti.len Ozeans ins Festland, von wo aus auch die früheren Südpo.'eSpeditionen ihren Ausgang nahmen. Vor drei Wochen ist hier Byrd mit feinen drei Dampfern und Flugzeugen einge- trofien und hat fein Hauptquartier in der Walsischbucht ausgefchlagen. Die Bafis der Expedition von Wilkins ist die Deception- Insel, ein kleines Eiland der Süd-Shetland- Jnseln (südlich von Südamerika). Von hier hat Das Antarktische Festland, der durch ewiges Eis bedeckte, saft gänzlich unlekanitte sechste Kontinent der Erde, in des,en Witte.punkt der Südpol Hegt, wird gegenwärtig von zwei Forschungs- expeditionen, des Briten W i l k i n s und des Amerikaners Byrd (beide durch ihre Rordpolslüge bekannt), durchsorscht. Das Innere diefer 13 Millionen Quadratkilometer (also ein größeres Gebiet a.ä Europa) umfaßende., Eiswüste, die sich 3300 Meter hoch über Lent Meeresspiegels befindet, wurde bis jetzt nur viermal von Menschcn- fuh betreten. Rach einem ersten Vorstoß des I--SÜDPOLEXPEDITIONEN VON WILKIN5 UND BYRD, Preffgeo /Vs i Süd- OZEAN l UJ 5 t. MEER m \V R0S5-M. m OZEAN ^on-Str. G-, BE™ Der Flug von\ WHkins, 19.Ü192D \ Tasmanier^,. 3neu- /A. SEELAND r-TP o in H NORD- RAHAM-L ■RichthofenTäll o anel -UD • - ORAHAM-L- Route der . Amundsen-tx- pedit,4911/12. Route der Scott'Expedit- £\dJns. & V \ iALIEN DIE ENTDECKUNGEN V. WILKlNSd ---7^1 <_ J.UU* Georgien <=> 2 ATLANT Ä Maßstab: 0 <000 200©. » » i(/n 'Land /e .<£ Deceptior^^*6^/^1* t N S O, WEDDELL* ! 6* ‘ ßraha Q englischen Kapitäns S c 0 t t, der am 29. Dezember 1902 im Süd-Dictoriaiand bis zum 82. Breitengrad vordrang, gelangte der ebenfalls englische Forscher Shackleton am 9.Januar 1909 bis zur Breite 88° 28*. also in die nächste Rahe des Südpols (90"). Dem kürzllch so tragisch verschollenen norwegischen Polarforscher Amund- s e n war es vergönnt, am 14. Dezember 1911 ate Erster den Südpol zu erreichens Kapitän Scott, der ein paar Tage nach ihm, am 18. Januar 1912 ebenfalls zum Südpol gelangte, ist auf dem Rückwege in den furchtbaren polaren Eisstürmen umgekommen. Seither wurden nur Expeditionen zur Erforschung der Küsten des Antarktischen Äontinentd unternommen (Forschungsreise von Mawson bn Jahre 1911/13, Deutschlandexpedition 1912). Die Expeditionen von Wilkins und Byrd versuchen an Stelle der monatelang dauernden Hundeschlittensahrten, mit dem Flugzeug die Antarktis zu entschleiern. In der Antarktis herrscht gegenwärtig (wie auf der ganzen Süd- Hälfte der Erde) Hochsommer, der mit feiner dort monatelang scheinenden Sonne die beste er mit seinem auf dem Rordpolslug bewährten Piloten, dein Rorweger Eielson. am 19. Dezember 1923 feinen ersten Flug unternommen, den ersten Flug überhaupt über die Antarktis. Die wissenschaslliche Ausbeute dieses üVxstündigen Fluges über eine Strecke von 2000 Kilometer ist beträchtlicher als manche monakekange Hundeschlitten fahrten. Es wurde sestgestellt, dah das Graham-Land, das bis jetzt, wie es unsere Hauptmarke zeigt, für eine Halbinsel des westlichen Antarktts gehalten wurde, kein Teil des Festlandes darstellt, fonbent in zwei Haupt- infeln zerfällt (siehe unsere Rebenkarte). Zur Illustrierung der Möglichkeiten des Flugzeuges beim Erreichen von schwer zugänglichen Gebieten, wollen wir noch bemerken, dah der Flug von der Deceptton-Jnsel bis zum Dicht- hosen-Tal des Graham-Landes zwei Stunden in Anspruch nahm, während für dieselbe Strecke der Polarforscher Rordenskjöld vor 25 Jahren erst in einer zwei Wochen langen, mühseligen Hundeschlittenrei e auf dem Cis des gefrorenen Meeres benötigte. Brandmarkung wird stets ehre derartige sein und bleiben, dah dem mit Zuchthaus bestraften jungen Menschen jeder Anschluß an bessere Elemente der gesitteten Gesellschast für die Zukunft zur äln- möcklichkett werden wird. Immerhin mag die Zuchthausstrafe im Gesetz nicht ausgeschlossen werden, da sie als Drohmittel von gewisser abschreckender Wirrung zu sein vermag. Meines Dafürhaltens sollten die 13- bis 20- jährigen. die gewissermaßen auf einer Brücke zwischen den ganz Jugendlichen und den Dollverantwortlichen stehen — ich möchte sie als ältere Jugendliche bezeichnet wissen —, und nicht, wie schon vorgeschlagen worden ist, als .Junge Menschen", da ja auch das kleine Kind ein solcher ist — noch der Zuständigkett des Jugendgerichts gesetzlich unterstellt werden, und zwar wegen aller von ihnen begangener Delikte. Bisher haben die Jugendgerichte noch nirgends versagt. Schwerste Verbrechen sind von ihnen Schaffner liefen auf lautlosen Fühen hin und zurück, gähnten verschlafen und lehnien ab und zu den Kopf an die kühlen Scheibern In Chiafso kam die Ablösung. Das bedeutete Ruhepause bis zum nächsten Mittag. Die Grenze! Verschlafene Gesichter! Ein Empvrsahren tn den Betten — Zollkontrolle! „Gnädigste haben keinerlei Gepäck?" fragte der Schaffner und sah nach der jungen Drme hinüber, die langausgestreckt ruyig in den Kissen lie- genblicb. Sie schüttelte den Kops und drehte das Gesicht verärgert nach der anderen Seite. „Wenn ich um Ihren Paß bitten dürfte. Gnädigste! Sie werden dann Wetter nicht mehr belästigt fein!“ Mit der Rechten nach dem lleinen Handtäschchen greifend, nahm sie ein dunkelgrünes Büchlein heraus und reichte es dem Beamten. Zehn Minuten später überbrachte er es ihr wieder. „Gnädiges Fräulein haben noch zwei Stunden Ruhezeit bis Bellinzona! Wenn Sie wünschen, werde ich Sie wecken." Völlig verblüfft sah sie in das glattrasierte Männergesicht. Woher wußte der Beamte, daß sie nach Bellinzona wollte? Er sah ihr Erstaunen. „Ich dachte nur,“ sagte er entschuldigend, „Gnädigste hätten den Aufruf in den Blättern gelesen!" „Welchen Aufruf? Sie saß schon in den rechten Ellenbogen gestützt und suchte in feinen Augen. „Welchen Aufruf? Reden Sie doch!" „Ich werde Ihnen einige Zeitun,en aus dem Speisewagen bringen." Er war schon davongelaufen, ehe sie noch etwas weiteres zu sagen vermochte. Wenige Minuten spater kam er mit einigen Blättern in der Hand zurück. »Hier!' Er hatte eines derselben bereits aufgeschlcnen und zeigte nach ein paar Zeilen in dicken, großen wettsvaktigen Lettern: Maria Richthofen! Sofortiges Eintreffen in Bellinzona dringend erbeten, Dr. Hans Feßmann FehmannI Wenn Dr. Feßmann in Bellinzona war, — dann war Joachim krank! Schwerkrank! — Vielleicht schon tot! — .Tot!" wimmerte sie auf. "Kann ich Ihnen irgendwie behilflich sein?" erbot sich der Schafsner, dem die Rot der schönen junge i Reisenden nun wirklich zu Herzen ging. Die Decke mit sich zu Boden ziehend, saß sie vor ihm auf dem Rand des Bettes und sah ihn verzweifelt an. »Wie lange, sagten Sie, ist noch, bis wir in Bellinzona eintreffen?" »Zwei Stunden.' ,Unt> Wartezeit hier in Chiasso?“ »Roch eine halbe!" »Ich kann es so lange nicht mehr hinausziehen —, jemand, der mir sehr nahe steht, muh sehr krank sein, sonst würde man mich nicht rufen. Können Sie mir irgendeine Fahrgelegenheit besorgen, die mich rascher nach Bellinzona bringt?! Der Preis spielt keine Rolle. In Lire oder Franken — wie es gewünscht wird — Rachttaxe selbstverständlich. — Ich bezahle sie doppelt, wenn Sie mir nur einen Wagen verschaffen — wenn nötig, steuere ich selbst." Der Schaffner überlegte und schüttelte dann den Kopf. „(36 läßt sich kaum rn.achen! Und viel Zeitvorsprung läßt sich davon nicht erwarten, meine Gnädigste. Zudem — der Aufruf steht schon seit drei Tagen in allen großen Blättern — da spielen diese zweieinhalb Stunden wohl keine nennenswerte Versäumnis mehr." .Seit drei Tagen." In Marias Augen stand nichts mehr als eine hoffnungslose Leere. Sie sah ihn tot! Das stolze Siegfriedgesicht von mattem Kerzenschimmer umflackert. Mit reglosen, über der Brust gefalteten Händen, die em anderer ihm zurcchtgelegt hatte. „3oad)im!“ Ihre Zähne gruben sich in die Knöchel der Frnger und hinterließen tiefe, ovale Eindrücke. Gehörte sie denn zu den Verfluchten, die für eine einzige Stunde der Schuld für alle Ewigkeit vom Schicksal verfolgt wurden mtt nimmerendendem Leide? — „Joachim!" Mit heiserem Weinen bettete sie das Gesicht in die Hände. Er hatte vielleicht noch nach ihr abgeurteilt worden und es hieße, sie zu Bagatellgerichten herabdrücken, wenn man ihnen nicht für die Aburteilung aller Straftaten volles Vertrauen schenken wollte. Auch Erz^hungsmaß- regein müssen für ba3 genannte Zeitalter noch für zulässig erklärt werden. Ganz besonders zu fordern ist die beschleunigte Durchführung eines jeden Sirasver- fahrens, insbesondere gegen Jugendliche, und von besonderer Wichtigkeit ist, so wichtig wie die Strafe selbst, der Vollzug einer Freiheitö- ftrafe, wenn er sich als nV wendig erwiesen hat. Don seiner Art und Wein düngt oft die ganze Wirkung einer Freiheiisstr f: ab. Ein Achtzehnjähriger war vor ctsichen eueren zusammen mit Erwachsenen vom damaligen Schwurgericht wegen Totschlags zu 1 > . Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er verbüßte nach veralteten Dorschriften die Strafe in einer Anstalt, in der er auch Erwachsene sehen und sprechen konnte. So lernte er auch die Schlimmsten kennen. Wegen braver, ordentlicher Führung war ihm ein Teil seiner Strafe erlassen worden. Ich sprach ihn am Tage vor seiner Entlassung. Er sagte zu mir wörtlich: .Herr Amtsrichter, als ich ins Gefängnis ging, war ich ein ordentlicher Kerl, hier erst bin ich schlecht geworden." Sprechen diese Worte nicht Bände? Darum ist die wichtigste Forderung, um das in diesem Zusammenhänge noch zu sagen, die Heranbildung eines seines Pfsichtenkreises bewußten und ihm gewachsenen mustergültigen Auf- sichtspersonals. das dem Strafgefangenen in Erkenntnis der diesem gebührenden richtigen Fürsorge, insbesondere dem noch erziehbaren Jugendlichen den Ernst seiner Lage erkennbar machen und ihm zugleich Helfer und Wegbereiter für die Zukunft fein kann. Solange es fast überall noch an diesem ersten Erfordernis fehlt, wird der Staat immer wieder für die Strafanstalten und das Endziel der Strafrechtspflege viel gutes Geld umsonst aus- geben. Aber die besten Dorschriften werden in der Welt nichts nützen, wenn die, die berufen fein sollen, sie auszuführen, ihrem Amte nicht gewachsen sind. Es muß Geist fein, der die Rormen des Rechts, der Rechtsfindung und des Strafvol'z.'.gs erfüllt. Richt Gewalt, nicht Willkür und nicht Schablone. 'Vergessen wir nie, daß in der Jugend die Zukunft unseres Dolkes liegt, älnd darum nochmals: „Strafe fei Fürsorge." Rur in diesem Sinne darf der Gesetzgeber tätig werden. $aw desLanbeseisenbchnrM WSR. Frankfurt a. M., 23. Jan. Heute trat unter dem Dorsih des Präsidenten der Reichsbahndircksion Frunlsurt(Main) der Lande s e i f e n b a f) n r a t für die drei Reichsbahn- direktionkbezirke Kassel, Mainz und Frank- s u r t (Main) zu feiner ersten Tagung nach der erfolgten Reuwahl feiner Mitglieder zusammen. Rach verschiedenen geschäftlichen Mitteilungen wurde die Wahl von 4 Mitgliedern und 4 stellvertretenden Mitgliedern für den Reichs- eisenbahnrat vorgenommen. Gewählt sind: Geheimer Reg.-Rat Dr. Häuser (Stellvertreter Dr. K l e f e n z), Kammer ienrat Schill (Stellvertreter Großkausmann Gotthardt). Fürst von Jfenburg-Birstein (Stellvertreter Rittergutsbesitzer von Keudell), Gewerk- schaftsselretär M i s b a ch (Stellvertreter Ge- werkschaftssekretär Roth). Aus der Tagesordnung stand wieder der Antrag, die Tarife auf dem Wege durch den Distelrasen- Tunnel der hierdurch erzielten kürzeren Der- bindung anzugleichea. Die Reichsbahndirektion Frankfurt (Main) wiederholte ihre bereits in der vorigen Sitzung gegebene Zusage, die Frage zu prüfen, bedauerte aber, mit Rücksicht auf die inzwischen eingctrctene Per onen- und Güler- tarifänbcrimg die Erhebung noch nicht zum Abschluß gebracht zu haben. Zu dem Antrag auf Freigabe der Schnellzüge für Reisende mit Sonntagskarten äußerte sich die Reichsbahndircksion Frankfurt (Main) dahin, daß die Zulassung im Jahre 1925 in verschiedenen dicht besiedelten Bezirken betriebliche Schwierigkeiten ergeben hätten, die es nach erfolgter Tarifreform geboten erscheinen lassen, deren Wirkung abzuwärten und erst dann erneut diese Frage zu prüfen Ein äleberblick lasse sich aber erst nach Ablaus der kommenden Reifeperiode verlangt, noch um ihr Kommen gebeten, als er fühlte, daß es zu Ende ging — — und sie — sie hatte, während er im Todeskampfe rang, in Mailand in Konzerten und Theatern gesessen und Shimmy und Foxttott getanzt, um sich zu betäuben und Vergessen zu finden. Und dann wie in jäher, fürchterlicher Gewißheit: „®r hat selbst Hand an sich gelegt! —“ sagte eine Stimme in ihr. Sie wurde ganz ruhig. Riemand war schuld daran, als sie allein. Dann gab es auch für sie nur noch dieses eine. Die Räderpaare des Schnellzuges hatten sich längst in Bewegung gesetzt. Sie merfte es erst, als bei einer mächtigen Kurve ihr Körper sachte gegen die Wand gelehnt wurde. Ein Blick auf Die älhr an ihrem Handgelenk zeigte ihr die elfte Rachtstunde. Wie die Minuten schlichen! Ewigkeiten lagen zwischen jeder einzelnen derselben. „Lugano!" rief draußen eine Stimme mit scharfem Asizent. „Lugano!" Wonnen von Erwartung und Freude hatte dieses eine Wort sonst in ihr aus- gelöst. Palmen und Schnee! Blauender Frühlingshimmel und tändelndes Wellengeplätscher des Sees. In dieser Stunde regte sich nichts in ihr. Bellinzona! — — Wann würde endlich eine Stimme den Ramen dieser Station In die Rächt rufen „Bellinzona!" ein leises Klopsen. „Sine kleine halbe Stunde noch, Gnädigste." Eine halbe Stunde noch — — bann kniete sie vor ihrem Toten!" Mit Fingern, die ganz starr und ungeschickt toaren, begann sie sich zurechtzumachen. DaS gerippte Rouleau flog in die Höhe. Draußen lag der Zauber einer Mondnacht über dem Gelände. Unten im Tale glänzten Lichter. Don grünweihem Schimmer umslossen, starrten die schneebedeckten Häuvter der Berge hernieder. „Wo bist du. Liebster?" Mit brennenden Augen sah sie zu den ewig schweifenden, majestätisch sich zur Höhe reckenden Gipfeln empor. (Fortsetzung folgt) gewinnen. Der Wunsch des Antragstellers. im Großstadtverkehr eine Art Vorort- Tarife zu schaffen, beschäftigt schon seit Jahren die Reichsbahndirektion Frankfurt (Main). Die an fünf Platzen des R.ichsbahnbere.chs ein- geführt-en Fahrfcheinhefte mit 25 Prozent Ermäßigung je Fahrt bedeuten indes zunächst einen Versuch, der a.'s solcher eine toea- tcre Ausdehnung vorerst nicht finden kann. Das Ergebnis des Versuchs, das wohl in diesem Jahre erkennbar sein wird, muffe abgewartet werden. Die Reichsbahndirektion Frankfurt vertrete die Auffassung, daß die im Vorortverkehr anderen Großstädten bewilligten tariflichen Vorzugsrechte auch von Frankfurt beansprucht werden durften. Im übrigen wurde eine Fülle von F a h r p l a n - wünschen lokaler Art erörtert. Den Wunsch, im Nahverkehr der Großstädte den Zugverkehr zu vermehren, kennen die Reichsbahndirektionen zur Genüge. Cs solle alles geschehen, was nach Lage der Verhältnisse ohne Beeinträchtigung der Betriebssicherheit und des Verkehrs möglich fei. Ein neues Eilzugpaar auf der «Strecke Frankfurt—Limburg sei für den nächsten Sommer in Aussicht genommen. Ebenso werden weitere Verbesserungen in der Richtung nach Darmstadt und Mainz—Wiesbaden ge- schassen. Der Wunsch, für Frankfurt a. W. in Berlin «inen etwa um die Mitlernachtsstunde abfahrenden Schne.Izug zu erhalten, wird von der Reichsbahndirelt'.on Frankfurt a. M. voll gewürdigt. Ein neuer Zug, der allein Frankfurter Interessen bediene, sei niemals rentabel. Die Reichs, ahndirelt.on Frankfurt a.M. werde sich aber unabläßlich bemühen, für den D 180 eine Abfahrtszeit in Berlin zu erreichen, die den aus dem frankfurter und Kasseler Drrkehrsgebiet laut ge- worde-ien Wünschen entspreche. Oderbeffen. Gängertag des Horloff- Weltertal - Sängerbundes. ! Hungen. 22. Jan. Am Sonntag fand im Saale des „Darmstädter Hoss' der diesjährige ordentliche Vertreter tag des Horloff- Wettertal-Sängerbundes ftfltt Rach Begrühungsworten des 1. Vorsitzenden Bocher, Ruppertsburg, verlas der Schriftführer S o m - m e r, Hungen, die Protokolle der letztjährigen Zusammenkünfte. Lehrer Debus. Ruppertsburg. erstatlete dann den umfangreichen Jahresbericht. Dem Bunde gehören 12 Vereine an: Hungen, Inheiden, Langd, Rodheim, Ruppertsburg, „Eintracht" und „Harmonie" Laubach, Röthges, Villingen, Altenhain, Wetterfeld und Gvntcrsürchen, das aber zur Zeit keinen Dirigenten hat und somit seine Tätigkeit vorübergehend eingestellt hat. Bis auf diesen letzten Verein waren die Vertreter aller Dunoesvereine in Stärke von 53 Herren anwesend. Die Zahl der Sänger hat sich im Geschäftsjahr etwas er* höht; sie beträgt jetzt 407. Im abgelaufenen Jahre wurden ein Sängertag, eine Vorstand- sihung, ein Dirigententag und ein Bundesfest in Villingen abgehalten. Der Bund ist in seiner Entwicklung ein gutes Stück vorwärts gekommen. Die Rechnungsablage, die an Stelle des erkrankten Rechners W i n g e f e l d. Wettcrseld, durch einen anderen Herrn vorgenommen werden muhte, zeigte einen verhältnismäßig günstigen Stand des noch jungen Bundes. Di« Einnahmen betrugen 120,05 ML., dis recht geringen Ausgaben 5,60 Mk.. so daß ein äleberschuß von 114,45 Mk. verblieb, der auf der Sparkasse Laubach zinstragend angelegt wurde. Zur Abhaltung des diesjährigen Wertunglsingens. das mit keinem Fest verbunden werden soll, hatten sich zwei Vereine, Laubach und Wetterfeld, gemeldet. Die Mehrheit der Versammlung entschied sich für Laubach, da hier die ©aatoerjältntffe besser sind. Wetlerseld wird wahrscheinlich durch Abhaltung eines Sängertages im August entschädigt werden. Das Wertungssingen wird am 12. Mai stattfinden. Jeder Verein hat dabei einen Pflichtchor („Drauh' ist alles so prächtig") und einen selbstgewäblten C)or, der möglichst ein Volkslied sein soll, vorzutragen. Erstmalig Das Pensum. Von Hans Tlatonek. Am Vorabend meiner Abreise nach Paris überreichte mir mein Freund, der Privatdozent für Romanistik, einen Zettel. Er war lang und inhaltreich wie die Allonge eine 3 Wechsels, der zum Protest geht. „Also, mein Lieber, die Sachen, die unter der Abteilung a) stehen, müssen Sie unbedingt gesehen haben. Unter Buchstaben b) finden Sie die fakultativen Sehenswürdig- feiten, unter c) die Theater, in die Sie gehen müssen, unter d) die anderen, in die Sie gehen sollen. Unter e) habe ich die schicken echt Pariser Lokale angeführt, an denen man nicht vorübergehen kann, wenn man etwas auf sich hält. Aber tun Sie Geld in Ihren Beutel, f) finden Sie Tanzlokale: sehr zu empfehlen. Run reifen Sie mit Gott." Das tat ich denn auch. Den Zettel legte ich in meinen Bädeker. Den Bädeker legte ich in den Koffer. Dort blieb er liegen, bis mich auf der Rückreise plötzlich ein Schreck durchzuckte. Es war eine Empfindung, ähnlich der au3 der Schulzeit, wenn man nicht präpariert hat und aufgerufen wird. Ich nahm den großen Zettel vor, rigoros von einem Gründlichen für einen Gründlichen bearbeitet, der etwa sechs Wocken Paris durchnimmt. Und ich war nur ein Oberflächling, der es nur bis 1000 Schritte Paris gebracht hatte. Mein Gewissen schlug. Wie würde ich bestehen? Was sollte ich sagen, wenn er, der besten Kenner einer, mich nach Gruppe c) befragte? Wie gut ist doch ein Bädeker im letzten Augenblick! Ich holte, knapp vor den Toren der lieben Heimatstadt. nach, was nur irgend nachzuholen war. 'Der gefürchtete Augenb.ick kam: Ich stand vor meinem Berater, dem Privatdozenten der Romanistik, dem man in puncto Paris nicht fo leicht etwas vormachen kann. Rach der herzlichen Begrüßung ging er mit gerunzelter Stirn sofort in medias res: „Also, was lagen Sie zu Ingres, mein Lieber! Herrlich, was?" Ich bejahte, aber das genügte ihm nicht. Mein Gott, sch bin wirklich, auf Ehre, im Louvre gewesen, aber der Louvre hat einen kleinen Fehler — er ist ein unendlicher Irrgarten der Kunst, und in seinem Innern sitzt der Minotaurus, ein Ungeheuer auö Langeweile und Ermattung, das einen verschlingt. Unb es hatte mich verichlun- gen, ehe ich zu Ingres kam. Lind dann war eS so fürchterlich heiß, und einen guten Teil der Zeit hat man in angenehmem Halbschlummer auf den grünen Samtpolstcrn der Ruhebänke der- will man in diesem Jahre zwei Werter zur Beurteilung der Chöre heranzwhen. Man war der Meinung, daß erfahrene Praktiker, die auch den finanziellen Verhältnissen des Bundes Rechnung tragen, bestimmt werden sollen. Vor allen kommt der seitherige Wertungsrichter, Rektor S ch a a d, Hungen, wieder in Betracht. Als zweiter wurde Lehrer Stein. Lich, dessen Zustimmung jedoch noch ungewiß ist, ausersehen. Eine sehr lebhafte Aussprache rief der Punkt „Beitritt zum Hessischen und zum Deutschen Sängerbund" hervor. Es wurde anerkannt, daß es fe6r zweckmäßig sei, wenn alle Vereine in einem Gcsamtbund zusammengeschlossen seien, anderseits aber auch darauf hingewiesen, daß dabei mehr Rücksicht auf die schlechten finanziellen Verhältnisse der kleinen Landvereine, wie sie'sich gerade in unserer Gegend vorfinden, genommen werden müsse. Man beschloß unter den derzeitigen Verhältnissen von dem Beitritt zum Hessischen Sängerbund abzusehen. Scharfe Kritik erfuhr das Verhalten der „Gema" und „Afma". Den Bundesvereinen ist es unmöglich, neuere Chöre zur Aufführung zu bringen, da für die Aufführung Beträge von 10 bis 15 Mark entrichtet werden müssen. Es wurde u. a. geäußert. daß man das Vorgehen dieser Verbände eigentlich begrüßen müsse, denn dadurch seien gerade die Landvereine wieder auf das Arbeitsfeld gewiesen worden, das ihnen gehört, zum deutschen Volkslied. das sie in den vergangenen Jahren zum Teil sehr stiefmütterlich behandelten. Rur Volks- und aufführungsfreie Lieder sollen in Zukunft im Bunde gelungen werden. Den Vertretern des Bundes für ihre Mitarbeit, sowie dem Gesangverein „Liedcrcranz", Hungen, für den Vortrag einiger recht schöner, aufführungsfreier Chöre dankend und die Sänger zu weiterer Pflege des deutschen Liedes ermahnend, schloß der stellvertretende Vorsitzende die Versammlung. Sertretdag des Mdaiai-SängcrbuM. -4- Eichelsdorf. 21. Jan. Der gestrige Vertretertag des Riddatalsängerbun- d e s war überaus stark beschickt. Fast die Hälfte aller Vereine war ziemlich gesc o,sen erschienen. Rach einem gesanglichen Willkommgruß durch den Gesangverein Eintracht (Eichelsdorf) begrüßte der 1. Bundesvorfitzende, Th. Schäfer, die Versammelten im Lehrchen Saale und gav einen fura umrissenen Rückblick auf das abgelaufene Dundesjahr. Als wichtigsten Ereignisse wurden der Anschluß an den Hess. Sängerbund und die im Sommer unternommene Rheinreise hervorgehoben. Der Schriftführer des Bundes, Prokurist Michel (Ober-Schmitten) verlas die Sitzungsberichte, wahrend der Rechner, Bürgermeister M a n t e ( (Ober-Schmitten) über die ft» nanziellen Angcle^enhn'en referierte. Siner Einnahme von 425,94 Mk. stand eine Ausgabe von 300,45 Mk. gegenüber, so daß ein LIeb?rfchuß von 65,49 Mk. verblieb. Das gesamte Bundesoer- ntögen beträgt 155,73 Mk. Der Beitrag beläuft sich auch im kommenden Jahre auf 10 Pf. pro Sänger. Einem Antrag wurde dahin stattgegeben, daß Eünftig den Dundesrereinen Mitteilung zu- geht, wann und wo Borstandssitzungen statt- sinden. Zum Wertungssingen in Schotten am 5. Mai fingen die Vereine einen Wahlchvr und den Pflichtchor „Wo gen Himmel Eichen tagen“. Der letzte Chor wird gleichzeitig als Massenchor gesungen. Außerdem beteiligt sich der Bund an dem Gesangswettstrett in Ridda. an der Dannerwe.hr des Gesangvereins Einarts- hausen und dem 50.Jubiläum des Bersins R a i n r o d. älm fünftig einer Häufung von festlichen Veranstaltungen ent^egrnzuwirlen. sand der Antrag, daß neben dem Werttlngssingen nur ein weiteres Gesangsfest innerhrl^ des Bundes stattsinden darf, einstimmige Annahme. Den Bun- desvercinen wurde aufge^eben, zum Dundessest des Hess. Sängerbundes in Darmstadt am 12., 13. und 14. Juli wenig stnrs Abordnunzen zu entsenden. Der Dundesvo. stand wurde zum achten Male einstimmig wieder gewählt. Der 2. Bundes- Vorsitzende, Ehrenchormeister Linck (Schotten), der den letz'en Teil der Verhandlungen leitete, schloß die Tagung mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf das deutsche .................... n i iiiiwi mn iiihtiiwmmirni bracht: so blinzelnden Auges auf irgendeinen Riesenschinken, oder hinaut träumend auf den sonnenflimmernden Obelisk des PlaCe de la Concorde. Unö dann diese Ablenkung durch die zahllosen Kopisten und zumal Kopistinnen, die mit so rührendem Fleiß sich an der Gioconda ab.^uclcn; teil 3 Prosessionisten d:s Kunsthandels, teils Enthusiasten aus Dilettantismus. O diese beklexten Kittel, da; Malgerät, die Palette in den zarten Händen, die belegten Brote im weißen Papier, der geflüsterte Rat der Kollegen, von fachmännischen Gebärden begleitet, und der vorn ewigen Gleichmaß des Louvres stumpfe Blick der schnauzbärtigen Aufseher! Mir haben die vielfältigen Winz glli en des Lebens, aus denen es sich zusammen,etzt, immer die großen Kanonen der Kunst übertönt. Aber das wagte ich nicht meinem Examinator zu sagen. Und dann: dieser ungeheure Louvre fügt sich keine Tageseinteilung. Geht man vor dem Essen hin, bekommt man, strapaziert von solch gigantischer Fülle, alsbald Hunger und geht, von solch profanem Gefühl vertrieben, wieder fort Kommt man nach dem Essen, verfällt man unfehlbar dem Siesta- und Verdauungsbedürsnis, wiewohl die Jahrhunderte von allen Seiten nur so aus einen herunterblicken. Der Louvre hat seine Tücken, und wenn man bis zu Ingres kommt, hat man bestimmt Watteau nicht genügend berücksichtigt. Leicht verstimmt, verließ mein Privatdozent dieses Gebiet und wandte sich dem Abschnitt c) feines Pensums zu. „Dieser Darstellungsstil der Comedie Francaise — großartig und einfach, nicht?" „Einfach großartig", erwiderte ich und lenkte rasch auf die Mistinguette, dieses fleischgewordene und doch schaumige Parisertum, das man in so konzentrierter, so amüsanter, so echter Form nirgends findet. (Etwas für eilige Paris- Reisende.) Aber gerade hier, wo ich ein wenig beschlagen war, begehrte er nichts zu wissen und war plötzlich bei der Academie Fran^aise, die ich leider Gottes auch bei der Bädeker-Lektüre Überschlagen hatte. Er hatte seinen Zettel genau im Kopf, er bestand auf seinem Schein und verlangte für feinen gutgemeinten Rat den Wucherzins exakter Kenntnisse — Ach, Ich versagte jämmerlich bei all den Instituten, Museen, Baulichkeiten, die er von mir forderte. Den Fife-o-clock- | Tee im Claridge-Hotel bestand ich so einigermaßen. aber bei Den ersten Austern Pruniers verwickelte ich mich in Widersprüche, und das Montmartrelokal „Zum blutigen Kaninchen" hatte I ich geschwänzt. Er war höchst unzufrieden. „Ja. was haben I Sie denn eigentlich in den zehn Tagen in Paris Lied. An den gesanglichen Darbietungen beteiligten sich Sängerlranz Ridda, Eintracht Eichelsdorf. Männerchor 1832 Schotten. dieMänner- gefangberein Rainrod und Ober-Schmit- ten. Vogelsberger Sängervereinigung. I Gedern, 22. Jan. Am Sonntag tagte hier die diesjährige Delegiertenversammlung der Vogelsberger Sängervereinigung. Eröffnet wurde die Tagung mit dem „Drnttschen Sängergruß" und dem Chor „Wo gen Himmel Elchen ragen". Beide Chöre wurden klangvoll und begeisternd vom Gesangverein „Liede r k r a n z" (Gedern) unter der Stabführung von Lehrer Riedel vorgetragen. Hebet die Stellung der Vogelsberger Sängervereinigung im Hessischen Sängerbund und ihre besoirderen Ausgaben referierte der Vorsitzende, Lehrer 6trofft n g e r (Ober-Lais). Rachdem die Vogelsberger Sängervereinigung im vergangenen Jahre ihren Beitritt zum Hessischen Sängerbünde vollzogen hat und innerhalb des Bundes dem Gau „Vogels- berg-Süd" angehört, wurde die Frage einer eingehenden Prüfung unterzogen, ob die Vogelsberger Sängcrvereinigung mit ihren 17 Vereinen und mehr als 500 Sängern noch Gxistenzberech- tlgung habe, oder ob es ratsamer scheine, ohne dieses Bindeglied die einzelnen Vereine unmittelbar dem Hessischen Sängerbünde anzugliedern. Es wurde festgestellt, daß der Anschluß der Bereinigung an den Hesfischen Sängerbund brispiel- gebenb auf eins ganze Reihe von Brudervereinen im Vogelsberggebiet gewirkt habe und daß die Rotwendigkett des Bestehens ter Vogelsberger Sängervereinigung durch die Abgeschiedenheit und die wirtschaftlich? Lage unserer Gebirgsdvrfer gegeben fei. da diese Hmstände es den Vereinen verbieten. Deranstallungen des Hessischen Sängerbundes geschlossen zu besuchen. Den Rechenschaftsbericht über das vergangene Geschäftsjahr erstattete der Bundesrechner Anwn Hoffmann (Gedern). Herr Riedel berichtete eingehend über die Provinzialtagung des Hessischen Sängerbundes in Gießen. Die bei den Vereinen herrschende große Hnklarheit in der Deitragsfrage rief eine lebhafte Aussprache hervor. Cs wurde beschlossen, für das laufende Jahr neben dem Beitrag zum Hessischen (Deutschen) Sängerbund die Gemabeiträge für alle aktiven Mitglieder zu zahlen und Darauf hinzuwirken, daß die im Vereinsgebiet bestehenden, oder zu Veranstaltungen der Dundesvereine herangezoaenen Musik- Derehte und -kapellen in ähnlicher Weise sich bei der „Äsma" versichern. Das diesjährige Bundes- sängerftst der Vogelsberger Sängervereinigung wird vom Gesangverein „Giebetfreurib“ zuOber- Lais am 9. Juni veranstaltet, der damit das Fest seines 25jährigen Bestehens verbindet. Die Do: standswahl ergaa die Wiederbetrauung des bisherigen Vorstandes. Rur das Amt des Bun- desdirigenten wurde Lehrer Riedel neu übertragen. Es wurden noch die Fragen der Sänger- chrungen und des Gauwerlungssingens besprochen. Der Besuch des vom Hessisch-en Sängerbund in Darmstadt geplanten Bun desfestes wurde warm empfohlen. Lanvkreis Gießen. aL Allendorf (Lahn), 23. Jan. Für das Jahr 1928 ist von hier standesamtlich zu berichten: Geboren wurden 20 Kinder, und zwar 14 Knaben und 6 Mädchen: gestorben sind 11 Personen, darunter 3 in der Klinik zu Gießen, 9 weibliche und zwei männliche Personen. Getraut wurden 5 Paare, von denen bei jedem Paare eine Person von auswärts War. — Die Zahl der Arbeitslosen ist in unserer Gemeinde auf 82 gestiegen. 3 Allendorsa. d. Lda.. 23. Jan. Montag ahend hielt der hiesige Kriegerverein feine diesjährige erst' Generalversammlung in der Gastwirtschaft des Mitgliedes Eberhard Ranft ab. Aus dem Geschäftsbericht, der von dem 1. Vorsitzenden, Lehrer Strack, vorgetragen wurde, ging hervor, daß der Verein im vergangenen Geschäftsiahr wieder einen crf~eulid)en Zuwachs an Mitgliedern zu verzeichnen hat und zur Zeit 76 Mitglieder besitzt. Die Kassen- oerhältnisse sind zufriedenstellend. Trotzdem der Verein im verstossenen Jahre für die Herstellung des gesehen?" Ja. was hatte ich denn eigentlich in den zehn Tagen. . .? Ist der raschere Herzschlag, wenn man abends die Ehamps Elhfees herunterschlendert, die Rede wert, oder ÖaS erschauernde Glück, wenn man vom Mont Martre die Stadt im Lichterglanz aufflammen sieht? Kann ich Ehre damit einlegen, daß ich von der „Madeleine" bis wett hinaus in den Faubourg einem Mädchen von unsagbarem Liebreiz nachgegangen bin, ganz ohne jede Chance, bis sie an einer Rormaluhr plötzlich am Arm eines jungen Menschen hing, am Ziel und eingebettet, wie ein kleiner Fluh, der in den größeren mündet? Kann ich etwas hermachen von so winzigen Dingen, die nur in Rcrv und Gefühl schwingen, die im Luftkreis weben und im Blute als glückliche Erinnerung kreisen? Mit Recht, ich bin bei der Reifeprüfung durchgefallen. Mein Privatdozent ist von mir enttäuscht. Ich habe mich seines Zettels nicht würdig erwiesen. Zur Strafe, das seh ich selber ein, muh ich repetieren. Im nächsten Frühjahr geh ich wieder nach Paris: aber ohne Pensum, damit mich nachher kein Reiseberater abfragen kann. Affen. Von paul Eipper. Der junge Gorilla. Ganz kann man feine Jebe Art erst erfassen, wenn der dunkelgraue Bursche an die menschliche Brust geklettert ist und sich mit allen Bieren fest am großen Freund verankert. Mit feinen vier Leben.jähren ist er ganz einfach ein Kind, ein stilles, nachdenkliches Wesen; und wenn er in seinen wohlgeformten Fingern die Banane hält, genießerisch Stück um Stück der süßen Frucht zwischen den Zähnen mahlt, so möchte man am liebsten dauernd bei ihm Im Käfig sitzen, den muskulösen Rücken trauen und leise flüsternd Zwiesprache mit ihm halten. „Bobby" antwortet ml dumpfem O—o—o—v, geht bedächtig um seinen menschlichen Kameraden herum, halb aufgerichtet, die vorderen Hände zu Fäusten eingezogen, knabbert am Rockärmel, und plötzlich steht fein Kopf uns dicht gegenüber, eine lange Zeit, indes die großen braunen Tier- augen ernst und fragend in unsere Gedanken brennen. Dor drei Jahren wurde dieser Gorilla in Kamerun auf eine Farm gebracht, fast noch ein Säugling. Dort lebte er bis zum März diese- Jahres, und nun obliegt dem Berliner Zoologi- Schießstandes größere Aufwendungen machen rrmhk^ vervneb noch em Kassenbestand von 130 Mark. Bei der Vorstandswahl wurde der settherige Vorstand einstimmig wiedergewählt. Zur Zett besteht der Vorstand aus den Herren: Lehrer Strack, 1.Vorsitzender; Wagnermeister Kl. Wallenfels L, 2. Vorsitzender; Weißbindermeister (5hr. Ranfts Rechner; Landwirt Ehr. Wallenfels, Schriftführer; Maurermeister Heinrich Käs II., Maurermeister Ehr. Paulus II. und Rechner orm- hals, Beisitzer, sowie Landwirt Ludwig K l l n g e I • Höfer als ständiger Beisitzer für die Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbllebenen. Weiter wurde noch der Beschluß gefaßt, am 2. Februar einen Familienabend mit Konzert und Tanz in den Räumen der Gastwirtschaft Ranft abzuhallen. — Die Zahl der Arbeitslosen in unserer Stadt, die seither schon beträchtlich war. ist nunmehr sett Beendigung der Holzhauerei auf 70 gestiegen. Tg. w r o b c n - 03 u | e rf. 23. Jan. Die Holz- Hauerarbeiten im hiesigen Gemeindewald sind beendet. Die erste Holzverstsi-gerung findet in Kür e statt. : Reiskirchen, 23. Jan. In der Nacht zum Dienstag wurde aus einem offenen Hof in der Burkharosfelder Straße Bettwäsche gestoh- l e n. Die Wäsche hatte schon mehrere Tage gehängt. Don den Tätern konnte bisher eine Spur nicht entdeckt werden. is. Steinbach, 23. Jan. Ein von Gießen kommender Personenauto kam auf der stark abfallenden glatten Straße oberhalb unseres Dorfes durch starkes Bremsen ins Rutschen und fuhr gegen einen Bierwagen der Brauerei Jhring-Melchior in Lich Die Pferde scheuten, und rannten mit dem schwer beladenen Wagen die Böschung hinunter, wo di« Deichsel brach. Zum Glück blieben Pferde und Fuhrmann wie durch ein Wunder unverletzt. Wich das Auto wurde nun leicht beschädigt. ch L i ch. 23. Zan. Der TurnvereinLich 1860 (D. T.) hielt am Samstagabend im „Holländischen Hof" seine diesjährige Generalversammlung unter der Leitung des ersten Vorsitzenden, Reinhard Zimmer, ab. Ein Rückblick auf das verflossene Jahr zeigt, daß der Verein bei den turnerischen Veranstaltungen recht schöne Erfolge zu verzeichnen hatte. Aus der Rechnungsablage ging hervor, daß her Kassenbestand trotz der hohen finanziellen Lasten der letzten Jahre, die durch den Erweiterungsbau der Turnballe entstanden waren, recht günstig ist. die infolge der Satzung bzw. durch freiwilligen Rücktritt ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurde Neuwahl vorgenommen. Diese hatte folgendes Ergebnis: Zum 2. Vorsitzenden wurde Heinrich Vater neu- gewählt; wiedergewählt wurde als 1. Turnmart Hch. Volz. Als Beisitzer wurden Kaufmann Tiru ff und Karl Ludwig durch Neuwahl bestimmt, während Karl Bolz bas Amt eines Frauenturnwarts übernimmt. # Hungen, 23. Jan. Gutspächtrr Werner Weih vom benachbarten Hof Graß erlegte in seinem Jagdbezirk „Hubb einen kapitalen Achtender. Vermutlich ist das Tier einer der Taunushirsche, die in der vergangenen Woche verschiedentlich in der Wetterau gesichtet wurden. Im hiesigen fürstlichen Waldbezirk wurden Wildschweine aufgespürt, die aber beim Rahen der Jäger die Flucht ergriffen. Es handelt sich um sieben Schwarzkittel, unter denen sich ein schwerer Keiler befand. s. äl t p h e, 23. Jan. Am Freitag feierte die älteste Einwohnerin unseres Dorfes, sowie des ganzen Kirchspiels Trais-Horloff, die Witwe Karoline Raab, geb. Momberger, ihren 91. Geburtstag m geistiger und körperlicher Rüstigkeit. Sie hat sechs Enkel und sieben älrenlel. Bon den verschiedensten Seiten gingen ihr Glückwünsche und Geschenke zu. Ganz besonders erstaunlich ist, mit welcher Frische die Greisin noch Unterhaltung pflegt und liest. Sie entsinnt sich noch deutlich der Vorgänge des llnruhenjahres 1848, als die Dauern sich unter Trommeln zusammenrotteten, um den Gräflich Laubachschen Besitz an sich zu bringen. Mit Humor weiß sie noch zu berichten, wie dann später die Rot im Dors groß war, als dl« Rädelsführer gesucht wurden. Fast täglich macht — ....... . a——■— schen Garten das schöne Amt, dieses von frühester Jugend an mensch ichen Umgang gewöhnte Go- rillakind zu betreuen und großzuziehen, damit dem Tier,reund dereinst das noch nie Dagewesene ermöglicht werde, — der Anblick eines ausgewachsenen afrikanischen Urwa'.drie'sn. Der alle HamadrhaS. Da sitzt der alte Hamadryas; seine Mähne schillert sllbcrgrau und der Schullerbehang glänzt in der Sonne, daß man den Gott Thot leibhaftig vor sich $u sehen glaubt. Die Hände hat er auf feine Kme gelegt, erst spielen die Finger ein wenig, dann ist alles ohne Bewegung; oie älmrisse seiner Gestalt erinnern in der ®e- schlo.senhcit an eine ägyptische Plasttt. Vor ihm hocken die weiblichen Mantelpavian^ teilen und geckern, streiten sich um eine Erdnuß oder spielen mit ihren Kindern, die, fast unbehaart, Zwergen gleichen mit duntelbraunen Köpfen und einem grotesken Rattenschwanz. Sie geben keinen Augenblick Ruhe, klettern ihren Müttern auf den Kopf, greifen nach allem, was sie fassen können und bringen erst recht Zankereien zwischen den Weibera zustande. Hei, nun brennt © an allen Ecken! Eine wilde Jagd tost über den Affenfelsen, und plötzlich klafft mitten in diesem Trubel geräuschlos der Rachen des großen Alten auf. Fürchterliche Eckzähne leuchten In der Sonne wird er gereizt aufheulen und zum Angri f übergehen? Rein, der große HamadryaZ gähnt nur. ihn langweilt diese aufgeregte Welt. Der Schimpanse. Da ist der Schimpanse Charly ein anderes Temperament. Wehe, wenn auch nur tm Scherz jemand fernen Wärter anpacken will! Was In der Rähe ist, sei es Stuhl, Kaffeetasse oder ein Spazierstock, Charly heult und schleudert den Gegenstand voller Wut ans Gitter. Sonst ist der Schimpanse äußerst verträglich, sehr wohlerzogen, der geborene Artist. Aber in einem kann er seine Abstammung nicht verleugnen: die Reugier steckt ihm tief im. Blut. Als zwei Leopardenkinder geboren wurden, brachte man an einem warmen Frühlingstag Charly mit seinen beiden afrikanischen Vettern zusammen. Wie er sie beobachtete, aufmerksam, altklug und doch aus respektvoller Distanz! Es stand ja ein höchst merkwürdiger Geruch um die beiden kleinen Dinger — Erinnerung an Gefahr, die Wttterung de; Todfeindes aus den Urwäldern seiner Heimat... | nastische Vorführungen, wobei den Gastturnern und der Schülerinnenriege wohlverdienter Beifall ge. waren tätig Jean Kolter (99ob* ftou^ctm) IttÄ Otto Moy (Long'Äöns). Die Ausstellung erfreute sich an beiden Tagen eines starken Besuches. DM Prämiierung hatte sokgendes Ergebnis: bei IVs Für höhere Spannungen lassen sich mehrere Gleichrichterzellen reihen oder, wie man auch sagt, hintereinander schallen, ähnlich wie die einzelnen Elemente einer Voltaschen Säule. Die Größe des durchgehenden Stromes ist von der Stärke des ousgeübten Druckes abhängig. Je größer der Druck ist. desto geringer ist der ^lebergangswiderstand zwischen Blei und Oxydschicht; desto stärker ist dementsprechend der übergehende Strom. Die Herstellung solcher Gleichrichter ist in- zwischen auch in Deutschland ausgenommen worden. und zwar hat sie die Firma Siemens & Halske schon auf der letzten Technischen Frühjahrsmesse in Leipzig gezeigt. Sie sind zu einem verhältnismäßig billigen Preis von der genannten Firma zu beziehen. Freilich sind sie durch die rastlos fortschreitende Funktechnik inzwisa)en schon insofern überholt worden, als eben Retz- anschlußgeräte gebaut werden, zu denen man überhaupt keine Sammler und leine Anodenbat- terie mehr braucht, so daß man keinen Ladegleichrichter mehr nötig hat. Es ist zu erwarten, daß auf der diesjährigen Berliner Funkausstellung viele solche Retzanschlußgeräte zu sehen sein und daß auch die Preise dieser Geräte bis dahin sehr erheblich gesunken sein werden. Geflügel-Ausstellung in Echzell. H- Ech cr Ursprung des Krieges von 1870/71". Zechlins Arbeiten betreffen besonders das 19. Jahrhundert, Bismarck und Berfassungsgeschichte. — Der Privatdozent Dr. jur. Ernst v. Hippel in Heidelberg hat einen Ruf als ordentlicher Professor für osfentliche« Recht an die Universität Rostock erhalten. Prof. Dr. Heinrich Bogt in Heidelberg ist zum persönlichen ordentlichen Professor unter der ilebettraguna einer planmäßigen, außerordentlichen Lehrstelle in der mathematisch-na- turwissenschaftlichen Fakultät der MniDerntnt Jena mit dem Lehrauftrag für Astronomie ernannt worden. — Professor Dr. med. Weimer Hueck in Leipzig hak den ^uf auf den Lehrstuhl der Pathologie an der Anwersuat Berlin als Nachfolger von O. Lubarsch abgelebt: der Berliner Lehrstuhl ist nunmehr dem Ordinarius und Direktor des patyologstch" anatomischen Instituts an der Llniversität Ba^ sei. Dr. Robert Rößle, angeboten worden. — Zur Wiederbesetzung des Lehrstuhls füt torrt* schaftliche Staatswisfenschaften in der kultur» wissenschaftlichen Abteilung der Technischen Hochschule zu D r e s d e n ist ein Ruf an den ordent« lichen Professor Dr. Robert Wil brande 90 ®olDDf. e.6.® aba BortrtrgS-Obligatton.. 81.io — dhtyablbar 1932 — 4% Sdjrott» «unve«d.-Alll.. — —- — — 4% Cfftrneidiljdie (Bolotte.. . — — 33.3 — 4,20% Crften Silberne. . . 4% Ceftendrt) einhelU Site. 2,45 4 3,4 4% Ungarijdie (jJolOrte. 4% Ungarijäe Gtaatft. v. 1910 26.55 23,5 — 26.5 — 4ve,gl von 1913 - — 24, r 5 — 4% Uuoarildie fironenrtt.. 1,95 4 2 4% lUtl Aollanleibe v 1911 4% Türkische Bagbodbabn-Anl.. 11,?v 12 12 Serie I — •— 11,6 11,4 4% oesgl Gerte II ... 4% Rumänen conoert Rte. . . 9,25 * 11,9 Rumänen ®olbanL von 1918 LUg veunche <4Hen'xit)a . . 4h 20 19,9 - Hamdutg-Smerila Lat et ... 8 iamb.-Süoom Dampfich. . . 6 130 130,25 128 130 — — 174 174,o 6onia Eampftolll . • 1t) — — 103.75 166 Rotbbeuitoet Lloyd .... 8 QUlfl Deuriche (LrebitaaL. . . 10 126 .26,75 24.65 126.9 139 - I39.2o I39.o Barmet Bankverein ... 10 - — 142.75 - Berliner □ noelegeteIII. . . 12 — —- «30 230.5 Lotnmerr- und Prioar-Bant. 11 195 194.6 194.0 lo4.u Darmi! u Rattonalban! . 18 279.0 - 277 478.5 Deut!che Bank ... 10 170 169,5 169.13 <69.75 iHelontixSeielUdiafl Äet . 10 164.3 — 164.5 <64.o Dresdner Bonk . . 10 170 — ,69.7o 169 vtiNeldeuttche tiiePUtxixl ... 9 - — 205.5 205.5 Dletalibanl ......8 130 130 5 130,5 —— «WtdHlxnd 12 09 308 . 306 5 309,5 Frankfurt a. M Berlin Schlich- Sure 1 .Uhr- Kur» Sch uh Kurs tinjang Kur» Datum: | 23. 1. 24. 1. 23. 1. | 24. 1. A.ir.cs. ...... . . 8 176 176.0 174,7o 176 Bergmann..... • . . 9 217 218.25 214 217.9 Elekn. Sicfeningtw...» . 10 166 169.25 165.25 168 Licht und ßraft . . • • . 10 217,5 218.5 216 ■ 217,9 ,Zellen & Guilleaume. . • . . 6 Hl — 111,5 112,5 Gei. f. Eiektr. Untern.. . . . 10 244 245 243 245 Hamb. Gleite. Werke . . • . 10 — — 147 >49 Rhein. Glcttr..... • . . 9 — l6o.65 166 Schlei. Gleite. . . . • • • . 10 - -E- 2lo. 5 215.5 Gdiudcet ...... . . 8 228 228,5 225,5 22« Siemens 4 HaUlo . • • • . 12 593,5 395 390.7o 395 rtansrabio . . • • • . . 8 — — 151 — Labmevee 4 6».. . • • • . 10 170 — HO 171 Buveru» . . • • • . . 6 — — 81.4 — Deutiche Gebil..... . . 6 130.5 131,25 129,5 131,5 Gliener Steintodi» .... . . 8 — 125.25 — 121 Geilenkirchener . . • LK9 1 124 124,5 1/6 6 ar eener . . • • • . . . 6 137 137.13 136 75 I37.7o Horlch Giien....... . . 8 - — 119,5 120.0 Zlle Bergbau .«•••• . . 8 209 - 209 211 ftlödnerroerfe .«•••• . . 7 104 104.25 104.13 104,73 Soin-Reuelleo. . . . • • . . 9 — 119.4 - •Uianneflmann . ..... . . 8 125,75 126.4 <25,9 126,5 Manvselder ..... Lderichlei Gilenb. Cebarl. . . 7 111,5 112,io 110 5 H2,o . . 5 — 107-5 108.5 Lbericklel Solsweete . . . . 6 — - 108.75 108.6 Lhönix Bergbau . . - 5% 93 93.25 93 1)3,5 Rheinische Braunkohlen. . 10 - — 277 278.5 Rdeinilahl f. % 3«* «!4 132 131,75 loO lo2 >Ntebed Montan .... • 7,2 — — — Bereinigte Stahl». . . . . . 6 97 — 97,13 97.25 Olavi Minen .... .18h 70.13 K8.9 69.25 ff all Äicherviedeo . . . . . 10 279 — -76,5 278.0 ff all Westeregeln . . • • ff allwert ©aUbetterft . . . 10 -85 —- <8-> 284,5 . Iß 508 — 506 olO J « .yürbrn.JnDuttZ» . . . XX 257 258 255 257,5 Dynamit Robri . . . « • . . b - — — —• ScheiveanftaU . . . • • . . e 181 181 — Golbichmibt . . • • • . . 6 90.5 JO, 25 90.5 tRütfleteroerte . . . • • • ÖletallaefellldMlt. . . • . . . e - u ILO 99,25 99.25 100 ftraiibfurt a. M Berlin Schiuh.; 1-Uhr- Sch uh. ttinjang flur» । flur» flur» fluri Datum: 23. 1 24 1. 23. 1 1 ’• übütvv yoigmann..... . 7 130 130 — Heibelberger Gcmetrt . • • . 10 133.5 — — — Lement ffarlftabt ..... . 8 18t — — Watch 4 Feettag...... 10 130,5 129,5 129,5 — StbulibeU Parerchofa . . . 15 — — 295 296.25 Cftroerfe ....... 12 — 247.5 247 Ber. Slaniftoft...... 18 — 480 Bemberg ........ 14 — — 43- 433 SeUftoff Walbbof..... 12 272,75 271.5 270 271.5 ßeUftoff Aichafsendurg . . . 12 — 195.5 193 195 Gbarlottenburoer Dauer • . . 7 — 128 65 129,9 Tehauer Gas ..... . 8 — — 214,9 217,75 Daimler Motoren ..... . 0 54.5 56 •14 56 Demag ..•••• . 0 — — 45.5 47 flblenoede Riebet . . • • . . 6 56 55,5 55.5 55 liubro. Loeme . ...... 10 — r- 223.5 225.25 97at. Automobil . . • • • . . 0 — • 41 — Crenftetn 4 floppd • • • • . 5 — 93.75 93.75 Leonharb Dietz ..... . « — 275 275 Bamag Meguin . . . . . . . 0 —- — — __ Frankl Mmchme» ..... . 6 64.55 64.5 64.13 Griynet . ...... 11 108,5 — 109 Heyligenftaedt ...... . 0 — — - _ Iungbans . ...... . 4 79 — 80 — Lechrverke . ...... . 8 117.5 116.75 Mainkraftwerr» ...... . S - - _ Miag . ...... 10 144 145 Nelariulmet ....... . 8 24.25 25 Peters Union ....... . 8 — 102 Gebt. Sorbet . ...... 10 125 Loigl 4 yaeffner ..... . 8 213 — 212 Lübb. Zucker ..... . 8 146 145,25 145,25 - Banknoten. Berlin, 23. Januar ■»eiö tönet Ämentaniiche OZette . . , . , 003 Belgtiche 'Jloten ....... <18.18 58,42 Däiiifcbe kttoteo ...... <11.83 112^27 Lnulticve Not«,........ iO.357 0.437 ‘ Berlin. 23. Mannar (Seid Briet iiranjöiüctje -Jtoten..... Holländische Wofen ...... Italienische Vtoten...... Norwegische Noten. ... Delltsch-Lesterr. 5 n» Äroneo Rumänische Noten ...... Schwedische Noten ...... Schweizer Noten ....... Cvanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten Devisenmarkt Verlln- Telegraphische 16.4-5 168,13 .1,96 111.78 58.995 2,513 112.08 80,86 68,40 12,44 73.07 -Frankfurt Auszahl .42ü 60,82 8.63 1.912 0.1615 jd,O45 12,434 7,3t>0 73,27 ,034 18,43 01,45 2,055 1.44 1.192 4.29. '-0 903 169,80 1.774 59,495 112,23 112.32 112.56 10,592 22.0.. 20.418 4,2110 16,465 80,98 68.77 1.916 O,5Ou5 59.165 12,454 4 . ul>4 73.41 --.640 18.47 81,61 2.059 J.4a 4.200 4.304 -0.943 168.4o 1,773 08,3» 112.02 112.11 112..6 10,574 21,9.5 20, „82 4,2035 16.13 80.84o <-8,65 «.b08 0.5015 53,04 12,435 7,-83 <3,25 -,642 18.48 31,40 2,05u 5,435 4,193 4.291 '.0.905 168,79 1,777 58.51 112.24 112.33 112.58 10,5.4 22.0.5 20.422 4.2,15 io. «7 -1,005 «8.79 1.912 0.50.5 59,16 12.455 7.397 73.39 .048 18.52 81.62 2,060 5.445 4,201 4,304 20.0/5 Arbeitsvergebnng. Für den Um- und Erweiterungsbau der Schillerschule sollen unter Zugrundelegung der Reichsoerdingungsordnung nachstehende Arbeiten vergeben werden: 1. Installationsarbeiteu. Los 1: Be- und Entwässerungsleitungen. Los 2: Sanitäre Anlagen. 705C Los 3: Elektrische Lichtleitungen. 2. verputz- und Anstreicherarbeiten. Los 1: Innere Verputzarbeiten. Los 2: Anstreicherarbeiten im Erwecke rungsbau. Los 3: Anstreicherarbeiten im alten Schul- aebäube. Los 4. Aeußere Verputz- und Anstreicherarbeiten. Angebote auf Verdrucke sind bis zu dem Eröffnu 'stermin am Freitag, dem 1. Februar, varmittags 11 Ahr, bei uns einzureichen. Zeichnungen und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Zuschlags- und Bindesrist vier Wochen. Gießen, den 23. Januar 1929. Städtisches Hochbauamt: Gravert. Arbeitsvergebuilg. Für die Gemeinde Eichelsdors sollen auf dem Bureau der unterzeichneten Bebörde die für die Kanalisation der INühlgajse erforderlichen Arbeiten einschließlich Eiterungen vergeben werden. 7040 Die Verdingungsunterlagen liegen auf unserem Bureau offen, wo Leistungsver- zeichnifse zu erhalten, und die Angebote verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum Eröffnungs- termin am Samstag, dem 9. Februar 1929, vormittags 10)4 Ahr, einzureichen sind. Zuschlagsfrist drei Wochen. Gießen, den 21. Januar 1929. Hessisches Kulturbauamt. H. S t e i n b a tf , Regierungsbaurat. ijechDiknin Konstanz^ s.1 Ingenieurschule f.Maachinenbau o ■ und l-'.lekfrotechnik. Flunzeu c- ■ bau und Automobilbau. 24sv Zagdverpochtung. Samstag, den 2. Februar L 3., nachmittags 3 Ahr, wird im hiesigen Rathaussaale die der Gemeinde Vleichenbach zustehende 3agd, 290 Hektar Wald und 425 Hektar Feld, auf neun Jahre verpachtet. 7030 Bleichenbach (Kreis Büdingen), den 23. Januar 1929. Hessin Bürgermeisterei Bleichenbach. Naumann. Samstag, den 9. Februar, nachmittags 2% Ahr, soll auf dem Rathaus zu Obbornhofen die Gemeindejagd Obbornhofen, enthaltend zirka 600 Hektar Feld und 100 Hektar Wald, auf neun Jahre in einem Jagdbezirk öffentlich verpachtet werden. Obbornhofen ist Bahnstation der Bahn Friedberg—Hungen. 6940 Die Verpachtungsbedingungen werden vor der Verpachtung bekanntgegeben. Obbornhofen, den 22. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei Obbornhofen. Philippi. Iagdverpachtung. Die 3agb der Gemeinde Garbeuteich, Kreis Gießen, bestehend aus 600 Hektar, ei schließlich 100 Hektar Wald, sehr gute Jagd, besonders Rehwild, soll Mittwoch, den 30. 3anuar 1929, 15 J4 Ahr, auf hie figem Rathaus auf weitere neun Jahre verpachtet werden. 6930 Garbenteich ist Station der Strecke Gießen—Gelnhausen. Bahnhof liegt im Jagd- bezirk. Bedingungen liegen auf der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht der Inter jenten offen. Garbenteich, den 22. Januar 1929. Hessische Bürgermeisterei. Burk. Unsere hoizverfteigerung vom 16. Januar er. ist geuebmiat. Crumbach, den 21. Januar 1929. Evang. lutb. Pfarramt. 710D] Schulz, Pfarrer. •eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee KMMWUWW bewährtes System euivsiehU 9642A Edgar dorrmann.Sisenhand ung seeeeeeeeeeeeeoeeeeeeeeee