Dienstag, 25. Juli 1929 179. Jahrgang Nr. 170 Erstes Blatt Oie Operation -es Reichskanzlers über die selbst bei 400 Ml- die letzte veröffentlichte Lieberficht Reichseinnahmen im Sinti 1929. Insgesamt zeigen diese Zahlen, daß sparsamster Ainanzwirtschast mit den planes, das sich auf 154 Millionen beläuft, beseitigt wird. Mehreinnahmen sind nur durch die erhöhten Zölle zu erwarten. Diese Summe ist aber sehr niedrig. Sie wird in diesem Sahre auf etwa 25 Millionen Mark geschäht. Daß mit erheblichen Mindereinnahmen zu rechnen ist, zeigt Reparationsschulden decken igtt> den Dienst der in dem Abkommen von London vorgesehenen Annuitäten sicherstellen: 2. daß, die französische Re. gierung, falls Deutschlaitd seine Zahlungen einstellen oder beträchtlich verringern sollte, das Recht hätte, den ganzen oder teilweisen Aufschub der französischen Zahlui^gen um drei Sahre zu fordern. Der schwere Rückschlag im Befinden des Reichskanzlers Müller hat in allen politischen und parlamentarischen Kreisen nicht nur tiefes Bedauern, sondern auch eine allgemeine lieber- raschung ausgelöst, da noch vor wenigen Tagen die Berichte aus Mergentheim recht zufriedenstellend lauteten und mit einem guten Erfolg der Kur gerechnet werden durfte. Die Verschlechterung in seinem Befinden trat so plötzlich auf, daß sich die Aerzte von einer Stunde zur anderen zu einem operativen Eingriff entschließen mußten. Sie haben offenbar geahnt, daß sein Leben nur noch an einem Faden hing, denn sonst hätten sie sicherlich davon Abstand genommen, zum Messer zu greifen, nachdem der Gesundungsprozeh bisher recht zufriedenstellend verlaufen war. Die Operation ist gut verlaufen: Jie hat allerdings ergeben, daß bereits eine Bereiterung an der Gallenblase eingetreten war, man darf aber hoffen, daß es der ärzllichen Kunst gelingen wird, der Krankheit Herr zu werden und den Kanzler wiederherzustellen. Das Leiden des Kanzlers ist nicht neueren Datums. Er hat in den letzten Monaten dauernd mit der Galle zu tun gehabt. Sein Leiden verschlimmerte sich zusehends infolge der aufregenden und aufreibenden Kämpfe mit dem Parlament und auch mit seiner eigenen Partei. Die Folgen dieser Aufregungen und vor allem auch des Aergers, der mit seinem Amte verbunden ist, blieben nicht aus. Man konnte schon in den letzten Wochen die Feststellung machen, daß der Kanzler körperlich nicht mehr auf der Höhe war und infolgedessen auch den Parteien gegenüber nicht mehr die erforderliche Energie an den Tag legte. Er wollte jetzt die Pause bis zur Londoner Konferenz benutzen, um sich gründlich auszukurieren, wird aber nun längere Zeit das Krankenlager hüten müssen. An den bevorstehenden großen politischen Kämpfen wird er sich vorläufig aktiv nicht beteiligen können. Honen Ersparnissen in diesem Jahre die geplante Steuersenkung wohl kaum durchzuführen sein wird. Als frühester Termin einer solchen Steuersenkungsaktion wird der 1. April 1930 genannt. Auch In den finanzpolitischen Kreisen des Reichst tages ist man sich darüber klar, daß eine Steuersenkung nur bann erfolgen kann, wenn eine Summe zur Verfügung steht, die mindestens 400 bis 500 Millionen beträgt. Die Ersparnisse des Vvung-Planes bringen diese Summen aber nicht auf, da durch Reichsbahn, Sn* buftrieobligationen und durch das Defizit des Haushaltsplanes diese Summe so vermindert Werden wird, daß neue CinnahmequeLs lrrr gesucht werde« müssen schickt genug sein, sich vorher in der Kammer eine genügend breite Ausnahmestellung für diese außenpolitische Rotwendigkeit zu sichern? Unveränderte Verabschiedung im Senat in Sicht. Paris. 22. Suli. (WB.) Sm Senat hat Snnenminifter Tardieu heute das von der Kammer in der Rächt zum Sonntag verabschiedete Gesetz betreffend die Ratifizierung der Schuldenabkommen mit Amerika und England, sowie die Entschließung über die Vorbehalte eingebracht. Rach Entgegennahme des Berichts des Senators Charles Dumont hat der Finanzausschuß des Senats mit 21 gegen eine Stimme beschlossen, die unveränderte Verabschiedung der von der Kammer angenommenen Gesetzentwürfe über die Ratifizierung der Schul- denabkommen zu empfehlen. Der Ausschuß hat ferner einstimmig folgenden Antrag angenommen, der dem Senat nach Annahme der Ratifizierung sgesetze unterbreitet werden wird: Der Senat stellt fest: 1. daß die internationalen Vereinbarungen Deutschland zu Zahlungen verpflichte^ die gleichzeitig einen Leit der Lasten de» Oer Streit um -en Konferenzort -anert noch an Deutschland erhebt Einspruch gegen Brüssel. Llin die «Sanierung derAeichskasse. Berlin , 23. Sulu. (Priv.-Tel.) Aus Reichstagskreisen wird dem „Demokratischen Zeitungsdienst" u. a. mitgeteilt: Die Vorbereitungen des Haushaltsplanes für das nächste Jahr im Schoß der Ministerien haben bereits begonnen. Die für dieses Sahr ersparten 400 Millionen Dawes-Zahlungen werden voraussichtlich in erster Linie dazu verwendet werden, um die Kassenlage des Re iches zu bessern. Weiterhin wird mit dieser Summe das voraussichtliche Defizit des laufenden Haushaltsplanes beseitigt werden müssen, das von Finanzkennern aus 250 Millionen geschätzt wird. Es bleibt alsdann zu überlegen, bi welcher Weise das De- tiäU dss vor jährig«-« HavsbaUSs Normale Nacht. Heidelberg. 23. Suli. (WTD. Funkspruch.) Der Reichskanzler verbrachte eine den Umständen entsprechende normale Nacht. Keine Gallensteine. Berlin. 23. Suli. (Priv.-Tel.) Lieber die Operation des Kanzlers melden die Blätter aus Heideloerg, daß keine Gallensteine vorgefunden wurden, daß vielmehr lediglich eine Snfcttion der Gallenblase vorlag. Sn* folgedessen war eine Beseitigung der Gallenblase nicht erforderlich. Die Aerzte beschränkten sich lediglich auf Oeffnung des Abszesses, um den Krankheitsstoffen einen Abfluß zu verschaffen. Ob eine neuerliche Operation notwendig sein wird, hängt von dem Verlauf des Heilungsprozesses ab. Oie Gattin am Krankenbett. Heidelberg, 22.Suli. (WTB.) Das Befinden des Reichskanzlers wurde heute abend 8 Uhr als unverändert bezeichnet. Die Gattin be$ Reichskanzlers verweilt am Krankenbett, Beste Wünsche des Reichs- Präsidenten und des Kabinetts. Berlin, 22. Suli. (Priv.-Tel.) Staatssekretär Meißner hat, laut „B. Z.", im Auftrage des Reichspräsidenten v. Hindenburg dem Kauz- I e r telegraphisch die besten Wünsche Hindenburgs für einen günstigen Verlauf der Krankheit und für eine möglichst baldige Genesung ausgesprochen. Ebenso hat Reichswehrminister G r ö n e r im Namen desKabinetts dem Kanzler die Wünsche der Reichsregierung telegraphisch übermittelt. Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers". Berlin, 23. Suli. Obwohl die Frage der politischen Konferenz, materiell gesehen, doch völlig klar liegt, weih man in Anbetracht der formalen Auseinandersetzungen selbst heute noch nicht genau, w o die Konferenz stattfinden wird. Man hofft jedoch, daß die Lösung in diesen Tagen gefunden werden wird. Das genügt aber noch nicht, um die Situation nach jeder Richtung hin zu klären. Auf der einen Seite steht noch nicht fest, ob die Organisationskomitees noch vorher zusammentreten können. Eine Ernennung der Mitglieder derselben ist noch nicht erfolgt. Da Frankreich und England den Standpunkt vertreten, daß die Organisation der Ratifizierung des Boungplanes folgen müsse, nimmt man im allgemeinen an, daß die Organisationskomitees parallel mit der politischen Konferenz tagen werden. Die Ratifizierung der französischen Schuldenabkommen hat gewiß eine Erleichterung gebracht,denn dadurch mühten eigentlich die Wege für die Behandlung der politischen Frage frei sein. Sn den einzelnen Ministerien der interessierten Staaten sind die Vorarbeiten für die Konferenz im wesentlichen abgeschlossen. Auch die Reichsregierung hat das Material zusammen, das ihr bei der Konferenz zur Grundlage dienen soll. Die Weltöffentlichkeit macht sich im allgemeinen darauf gefaßt, daß die Konferenz die erwarteten Entscheidungen bringen wird. Der Gedanke der Totalität sieht im Vordergründe, wenn er allerdings auch durch mancherlei Machinationen noch zu erschüttern ist. Der Beginn der Konferenz ist auf den 6. August festgesetzt. Das heißt, in 14 Tagen sollen die Entscheidungen fallen. Schon diese kurze Aufzählung der einzelnen Situationen dürfte zeigen, wie verworren die ganze Lage noch ist. Run ist das selbstverständlich noch kein Grund, zu verzweifeln. W>nn man in der Geschichte zurückblickt, wird man immer finden, daß berarfig große Konferenzen von so weittragender Bedeutung ihr Resultat beinahe immer in der Krisis gefunden haben. Da es sich aber bei den gegenwärtigen Problemen um Fragen handelt, die in Anbetracht ihrer finanziellen Bestimmungen neben den politischen Begleitumständen auch der sachlichsten Durchführung bedürfen, ist es zu bedauern, daß man die beste Zeit für die formellen Auseinandersetzungen verschwendet hat, um nun in einem verhältnismäßig kurzen Zeitraum Finanzen und Politik der Lösung entgegenzuführen. Der Versuchsballon des ,,Ternps", der, wie auch das „Soumal des Debats" bereits von einer Verlegung der Konferenz berichtete, oder besser gesagt, einer Verlegung der Völkerbundversammlung, erscheint undurchführbar. Denn dadurch würde am 1. September ein Vacuum entstehen, das sich für alle interessierten Staaten zum größten Rach teil auswirken müßte. Lim so drängender ist es erforderlich, schon in diesen Tagen, da die offizielle Arbeit der Komitees noch nicht ausgenommen werden farm, auf inoffiziellem Wege diese Fragen vorzubereiten. Andererseits kann nicht eindringlich genug darauf hingewiesen werden, daß den kommenden Wochen nur mit der größten Sachlichkeit entgegengesehen werden kann. Die offenen Probleme lassen sich nur mit der größten Sachlichkeit lösen. Lind man darf deshalb nur hoffen, daß nach dem Dilemma der vergangenen Tage überall sich der gesunde Wille durchsetzen kann, mit der größten Objektivität an die Arbeit heranzutreten. Brüssel im Vordergrund. Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers". B e r l i n, 23. Suli. Zwischen London und Paris schien in den letzten Tagen die Einigung über eine holländische Stadt, der Ha a g stand verstärkten Grenzschutzes Eindruck gemacht hat. OHle diese Symptome sind nicht günstig für Brüssel, aber es besteht die Gefahr, daß ein wirkungsvoller Widerstand gegen diese Stadt schon aus Zeitmangel schwierig werden wird. Parker Gilbert hat bereits in seinem Zwischenbericht mit dem Wohlstandsindex gedroht, für den Fall, daß der Dawesplan über den 1. September hinaus in Kraft bleibt. .Die Zeit, die uns von diesem Termin trennt, ist aber leider nicht allzu groß. Or. Stresemann Führer der -eutschen Oelegation. Berlin, 23. Suli. (Priv.-Tel.) Snfolge seine» Erkrankung wird Reichskanzler Müller an de» geplanten großen Konferenz zur Snkraft- sehung des llK>ung-Planes nicht teilnehmen können. Die deutsche Abordnung wird somit lediglich nur aus den Reichsministern Stresemann, Hilserding, Curtius und Wirtg bestehen. Da Dr. Stresemann der älteste unter diesen Ministern ist, dürste er, wie die „Germania" schreibt, an Stelle des Rcichskanzi lers die Leitung der deutschen 21b ordnung übernehmen. Eine besondere Kabi- nettssihung in dieser Angelegenheit scheint nicht erforderlich zu sein, da das Kabinett bekanntlich über die Frage der deutschen Abordnung b« reits seine Beschlüsse gefaßt hat. SeutscherEinfpruchgegenVrüffel (Berlin, 23. Suli. (TLl. Funkspruch.) Wie der „Vorwärts" meldet, wurde von deutscher Seite gegen den Vorschlag, Brüssel als Kon- Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-vezugspretr: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Trägen lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: 51, 54 und 112. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686. Das Schönheitspflästerchen. I Driand hat seinem gefährlichsten innerpolitischen Gegner, dem Ministerpräsidenten Poin- care, einen knappen, aber sicheren Sieg erfochten, indem er mit der Gewalt seiner Beredsamkeit und feiner taktischen Gewandtheit der französischen Kammer eine wenn auch geringe Mehrheit für die Ratifizierung der Schuldenabkommen mit den Vereinigten Staaten und England abnötigte. Der „große Magier", wie der französische Außenminister von seinen Freunden gern genannt wird, erwies sich in der entscheidungsschweren Stunde stärker als Poincare, der sich grollend zurückzog und Krankheit vortäuschte, um nicht wieder vor dem Parlament erscheinen zu müssen, das ihm die Ratifizierung des Schuldenarrangements nicht bewilligen wollte. Seiner nüchternen Art liegt wohl auch der parlamentarische Krieg im Dunkel der Llnklarheit nicht so wie seinem Gegen- fpieler Driand, der es verstanden hat, in das häßliche Gesicht der Schuldenabkommen, die Amerika und England kategorisch von Frankreich forderten, das Schönheitspflästerchen einer Vorbehaltsentschließung zu Heben, durch die gewissermaßen Deutschland für die pünktliche Erfüllung gegenüber London und Washington verantwortlich gemacht wird. Daß diese Entschließung gegenüber den Gläubigern Frankreichs natürlich in keiner Weise rechtsverbindlich ist, verschlägt Herrn (Brioni) wenig. Das Pathos seiner Reden, die Pathetik des Ent- schliehungstextes genügten, um eine hinreichende Kammermehrheit für die heihumstrittenen Schuldenverträge zu schaffen. Es hat nun fast den Anschein, als habe sich hiermit eine innerpolitis che Wende in Frankreich vorbereitet. Es dürfte zwar verfrüht sein, wenn in Paris bereits von Driand, als dem Rachfolger Poincarös im Amte des französischen Ministerpräsidenten gesprochen wird. Daß aber mit der jetzigen parlamentarischen Konstellation in Frankreich nicht die europäische Politik betrieben werden kann, die die bevorstehende internationale Konferenz erfordert, liegt auf der Hand. Wir halten es deshalb sehr wohl für möglich, daß noch vor dem Beginn der Konferenz oder während ihres Verlaufes eine politische Llmgruppierung i n Paris eintritt, durch die mindestens die nationalistische Gruppe des Herrn M a r i n aus der Regierungskoalition ausgebootet wird. Sieht man die Vorgänge in der französischen Kammer aus dieser Perspektive, dann bekommt auch das Verhalten Driands ein anderes Gesicht. Er hätte dann den Ratifizierungssieg über die Kammer nicht für Poincarö, sondern für sich selbst und seine eigene Politik erfochten. Daß Bckand stets nur als Franzose politisch denkt und fühlt, daß er stets nur französische Sn- teressenpolitik treibt, versteht sich von selbst. Sm Grundsätzlichen unterscheidet er sich von seinem innerpotilischen Gegner Poincarö absolut nicht, wohl ober in der Taktik und in den Methoden. Der französische Außenminister hat recht gut begriffen, daß das Zustandekommen einer endgültigen Regelung der Reparationsfrage auf der Basis des Young-Plans für Frankreich ein gutes Geschäft bedeutet. Er weiß aber auch, daß das Geschäft nur zu machen ist, wenn Frankreich sich vorher zur bindenden Anerkennung seiner eigenen Schuldenverpslichtung versteht. Und es dürfte ihm endlich genau so klar sein, daß für Deutschland die völlige und bedingungslose Rheinlandräumung eine unerläßliche Doraussetzung für die Annahme des Pariser Sachverständigengutachtens ist. So stellt also der Ratifizierungsbeschluß der französischen Kammer, den ihr Briand mit allen Schlichen und Pfiffen abgelistet hat, nur ein erstes großes Manöver zur Sicherung eines guten Geschäfts dar. Das erforderliche zweite Manöver, nämlich die Rheinlandräumung, wird Frankreichs Außenminister aber nur durchführen können, wenn er sich gleichzeitig eine neue innerpolitische Plattform schasst. Wobei wir freilich noch nicht wissen, ob er seine Versuche, mit Hilfe der berüchtigten „Dersöhnungskommls- sion" auch die jetzige Kammermehrheit für die Rheinlandräumung zu gewinnen, schon aufgegeben hat. Sollte das nicht der Fall sein, so kann ihm von Deutschland aus nur bedeutet werden, daß er dann Versuche am untauglichen Objekt macht, da die deutsche Oeffentlichkeit gemäß den wiederholten Erklärungen Dr. Stresemanns unter gar keinen Umständen bereit ist, die offene militärische Besatzung gegen die zivile Schikane einer überflüssigen Kommission einzutauschen. Das Bemühen gewisser französischer Brunnen- Vergifter. wie etwa des Herrn Pertinax, Parker Gilbert und seinen Zwischenbericht gegen Deutschland auszuspielen, um zu erreichen, daß erst der Voung-Plan angenommen werde und erst danach Verhandlungen über die Rheinlandräumung eingeleitet würden, darf man nach dem jetzt vorliegenden Rapport des Reparationsagenten als gescheitert ansehen. Diesmal bietet Parker Gilbert seinen Auftraggebern keine Gelegenheit, Deutschland politischen Schaden zu- zusüg_en. Lind wenn sich auch Herr Driand vor seinem Parlament noch so gewandt um eine klare Stellungnahme zur Frage der Rheinlan^ räumung herumgedrückt hat, und wenn er auch noch so schlau mit HUfe des Schönheitspflästerchens einer Vorbehaltsentschliehung Deutschland die Verantwortung für die französischen Echul- denarrangements zuzuschieben gedachte — auf der internationalen Konferenz wird ihm nichts anderes übrig bleiben als klipp und klar zu sa- L9N, wohin seine Reise gehen foU. Wird sr ge. im Vordergrund, als Konferenzort so gut . wie sichergestellt zu sein. Allerdings war schon | damals von den zu erwartenden belgischen Einwänden die Rede, die nun so intensiv gewesen sind, daß auf einmal wieder eine belgische Stadt, und zwar in erster Linie Brüssel, genannt wird. Trotz des deutsch-belgischen Markabkommens, das gewiß zur Entlastung der Atmosphäre in bezug auf Deutschland und Belgien beiträgt, erscheint aber Brüssel als ein gänz - l i ch ungeeigneter Ort, um die große politische Konferenz dort abzuhalten. Wie wenig wett man in Belgien mit der psychologischen Liquidierung des Krieges gekommen ist, zeigen die gestrigen großen Kundgebungen in Löwen, die „der fhsteniatischen deutschen Lüge", so hieß das Schlagwort/ „über die Zerstörung Löwens" galt. Es war nicht etwa die Demonstration irgend einer radikalisierten Studentengruppe, sondern eine Veranstaltung, bei der Stadt und Ll n i- v e r s i t ä t durch ihre offiziellen Vertreter witwirkten, und die sich wahrlich nicht durch Deutschfreundlichkeit auszeichnete. Auch Berichte über ein besonderes Gutachten des belgischen Außenministers über den Zustand der deutschen Rüstungen und der Einstellung Deutschlands gegenüber seinen früheren Feinden, sind bezeichnend für die belgische Stimmung. Sn hiesigen unterrichteten Kreisen ist zwar über die Angelegenheit näheres noch nicht bekannt, was aber nur der Statur der Sache entspricht, da es sich angeblich um einen Geheimbericht des Ministers Hymans handelt, mit dem man auf das belgische Kabinett anscheinend Im Sinne der Rotwendigkeit eines Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer big zum Nachmittag vorhe» Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Platzvorschrift 20% mehÄ Chefredakteur- Dr. Friedr. Wilh. Cang*. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; füt Feuilleton Dr.H.THyriotz für den Übrigen Teil Ernst Blumschein und für dry Anzeigenteil Max Filt«k sämtlich in Gießen. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhessen vnick und Verlag: vrLHI'lche llniverfiiätr-vuch- und Stettiöniderel B. Lange in Sietzen. Schristleitung und S-schästrftelle: Schulftratze 7. in i neuen erlegen Veit Rußland lehnt die Vermittlung ab Wt oefnu, 22. Su(l. (WB.) Dao VI u h »n f o in- in M Trockenheit und Unwetter Anhaltende Dürre. ... Die Wetterlage Änwlh'ln, bafl ble v owlelnnhui ch bei» rtrlcbeno nxir lind bleiben mlrb. cntulturen öfteren nufl. In >- 1 P B a b n <1 ii a e |l e 111 e v. öi sprach in c ni anno ne VI n I • eA «4 nebenbei! 'Ikrbanbhiiiücn • i> i,.|| balhuiu beo mieten« heforal Ist alt ble v oni|el- rvglerimn, ble mit ollen M'rnfleil ben Erleben er- flrebl. U« l|i Mn Olriinb militanten, daran iben, Daran au eine 6d)u|jnH‘l)r habe, aiihöorlele Ibotwi der Whunfl h btfttulc Kar dm Hm \& UnMHe? dort unkt und 'Belebt nach 25 3o abgcivcbt und wett forlfletraflen. zahlreich« Baume entwurzelt und gefnlrft Auch ben Gte« trelbefelbern wurde überall Schaden zugefügt. 21 r t o r b bar. Das Postflugzeug. Tlcuborf, 22.3ull. (WTB.) Da« Jlrutjorf, 22. Dull. (WIV.) Der neue Schnelldampfer „Bremen“ Hal heule nachmittag um 3.02 Uhr Jleuijorfer Sommerzeit (8.02 Uhr abenb» MLZ.j bat cenchlschlsf Im Ambrose-Nanal pasfterl. Die .'fahrtzett der „Bremen" von Ll-crbourg nach Jtemjorf betrug vier Tage. 18 Stunden unb 17 Minuten, wodurch ble bisherige ttelorbjelt bev Lunarb-Dampser» „Blaure- tanla" um adjl Slunben unb 17 Minuten unterboten wirb. Rach einem Blinkspruch von Borb ber „Bremen" hat ber Dampfer gestern mittag bi, heute mittag mit einer V n r ch s ch n I t t , g e s ch m I n b I g k e t t Untergang ducit japanischen Danipfers. oo rote. UHc rioubo au» X o f I o berichtet, sind ble sapa- utschen Vampser ..I a l s u m o 211 a r u" unb „0 ] I ii f o n n" gestern nachmittag aus ber Höbe ber Halbinsel Sckmiitnng währ end eine» Sturme» j u - , a m m e ii a e f! o h e u. Die „hslngkong" sank: "0 Personen ertränke n. Die „Tatsumo Ohiru", die schwer beschiidigt wurde und Inf Ist, hat nur» aus Nabe genommen. iNctfriudkrbkttft ber amllldKii wetlerdlenststelle (flieheii. ÄnW )U Mt den wahren plan" für d« den. Wenn nicht zum Zi dvch noch f llaatiiche $11 von ihm gell 2m 1. 2 Kari Webe' KonradSdor teil Weber« widmete er bestrebt, da VON 20,5 $ ( ii n be n r n o I e ii 713 flnoten zu- rllckgelegt. Auch biese Celfhitifl stellt einen Rekordfahrt der „Bremen". Zn 4 Tagen,-IS Stunden und ^7 Minuten über den Atlantik. — Die^Mauretania^ geschlagen. — Neuyork begeistert. ... Post. slugzeug her „'Bremen" «st um 1.35 Ubr a r I a I ber <8 o n> j e I ti n 10 n verftsfent- licht bn« folge nbe (lommiinlquft: Die s r ii u z ii s i s che ist e gier ii n g Hai der Gruppen in ble 1)1 anbf ch n- r e i abriUten. .''roflbem hofft man in offiziellen chinesischen Kreisen noch zuversichtlich aus eine | rleblltbe 'Beileg u n g. doch trage ble An» Aus ble Frage Wedgwood», ob Henderson nicht» non den Ausführungen 6 1 r e I In der leisten Woche wisse, ersolgte kei in o r t. Abordnung empfangen und ihr Gleiche« mltge- lellL Ina« er fchon häufig dem Unterhaus mit- geteilt habe, nämlich, dast die brttifche Ae. fl I e r u n a fich b b 111 q e Handlung« frei» beit bewahrt habe, die britischen Truppen au« Dem Rheinland zur ückzn ziehen, fall« u ii b wann efl ihr angebracht erscheine. Dieser Erklärung habe er nicht« hinzuzuftigen. Die „Versöhnungskommission". (M(a r mm en deö englischen AustcHMiHtstcr». London, 22. 3uII (WTV ) In Beantwortung von Anfragen Im Untsrhaufe, ob 0 ngIand sich (ür oder gegen ben iranzftslflyen Plan der F e st - t e 11 u n g » - und V e r g I e t ch » k o m m t s s t o n wm de von Brtand dem Pariser Boifchasd'' ter Sowjetunion D o io a a I e m | f I gennuht unb von dein fixmzflll scheu Voischgsler In Moskau i) c r • bette In einer llnterrebnng mit 5ta ra d,a n, dem steilverlrelendeu stammlssai für auwämgo An- M'legenln'tten, ivieterhiill. Starnrflmi gal) Im 'Hainen ber Sowjetoeaierimg dem |raiiztisisa)en 'Bolsd>ast*r -Derbette nie folgend«' Antwort: Die c-owjet- wglei'ung weist ben Vorschlag de» Minister» te» Aeustereu Frankreich« wohl zu wtlrbigen. Dir Sowjelreglrrung must jedoch seslstrllen, , bafl dieser Vorschlag gegrusland»lo» Ist. unb »war insolar brr Uirigrrnug dir «hlneslschen /iegieinng, ben von Ihr verlegten Nechwinsland wieberbersiifleilen, ivn» gemäss ber Rote brr Sowi» tirgieinug will 13. diesen Monat» die unbedingte Boiannsestung einer fileblilteii Neiiegniig de» N»asliklen ist. Wo» die Frage der Möglichkeit weiterer Verwicklungen detrissi, so must ble Soivletrelite» rimg erklären, bofl niemand mehr um ble Er- 6t«1 Ä- fe Rot' «toinlt L"S M lcbod)< »■Jj unb °"^V Ä. X>||■; ten Teil l «in« treue L«be^ Ihm geteilt h Jach vor mangels •!> em« ander« u. a. auch DrandverstL gann bi« perschtedene bet der Ob Während im Labre schäft Im 2 beslmdere b Knillgdert iiitn ToiK^1 U Schrift, -ie Ursachen vaterfuchte u Aodenlultur fcrciunrl zu wählen, SlNfhruch erhoben. Dio engltsthe Atglernng habe sich von neuem für London eingefeflt. „Zur Zeil noch Vesprechungen." Die lntrriin ii n n e n zwischen den beleIIlaten Mächte» statt- Hnben ®r hosse jedoch, dast ble endgültige ®nl» jchelbillig unmittelbar bevorftehe. Ans Me /frage, ob dem llnlerbau« noch vor dem ilufommenlrlll der Konferenz Gelegenheit Sehen tonbv, den tm i\ >■ u n g • PI" n teilen Dorfchiägen über die Eri tchtung der t e r n a t t o n a I e n ')( e |> a r a I I n n 0 b a n t Stellung ah nehmen, emittierte M a c b n n a l d, bafl da« Parlament rechtzeitig 'Mitteiluna von ben Entschlüssen erhallen werde, die ble Regle, rang Im Einvernehmen mH den beieiligten an* deren Aegierungen über ble erwähnten Aor» sch läge sasfen Iverbe. Das Unterhalt« fftnne so» bann, fall« e« die« wünsche, diese 'Borschläge zur Debatte stellen. 0>r fftnne jedoch nicht mit ik* fllmmlbell versprechen, bafl noch vor der 'flefla» rationskonferenz sich Delegenheli für eine derart Ige Aussprache Im Unlerbau« bleien werde. Seiner Meinung nach sei eine solche Aussprache auch nicht ii> tl n I ch e n « w e r I, da sie dazu Hlbreit fftnne, die Regierung bei den bevor- - .....tiefer Deiegenhett die Hoffnung aus, bafl ein f r e n n d f ch a s i I i ch e r ttBeg zur Beiieanng des 5konflikteS gefunden werben würde 'Baben ('Baben 'Baben). Western Heister Tag unb ''Ist bett'I . beute 23 Oh ab, Windstille, heiter bl» balbhebedl 400 Morgen Wald in Klammen. Am Sonntagnachmittag brach am Oder. ® p v e e - 5T a n a l zwischen Ortner und Spreen- banen ein OB aIdbrand au«. tiP« verbrannten grftfltenleil« -Bauernwald|)estände und -Unterholz ans dem 'Brachland. Die erschienenen Wehren waren gegen ble Gewalt der rasch vorrückenden Flammen machtlos. Man befürchtete schon, dast ber Brand auf die unmittelbar am Walde ge- lenenen Dörfer Spreenhagen und Lahwali Über, arelfen Würde. An» dem Umstande, dast sich die Bei'ftlfcrumi und die Ausflügler an der 'Beramp- fung tk'« Waldbrandes beteiligten, Ist es zu danken, dast eine Katastrophe verhütet wurde. Ss sind etwa 4 0 0 OH o r g e n Wald und Heide a b o e b r a n n t. 4>ooel unb Älihschläae. Q m den, 22. Dull. (WB ) Die schiveren (R e - mitt er, ble gestern über Lislsrieoland ntedergin- ßen unb ble and) von .FageIsd) Iag begleitet waren, haben ziemlichen Schaden annerhWL An vielen Stellen wurde Vieh auf ber Weihe vom B 11 st e r | d)I a ge n. 0inige Fernsprelhleitungen wurden zerstört. 3n (Nrost.Oldenbort (Strelo Leer) wurde da» Wohnhaus bi'» Kolonisten T a in m e durch einen Bilstschlag e I n g e ft schert, wobei elnlue» Vieh mitverbrannte. Auch in Metu-Olben- dorf entstand infolge Vltstsdflage» F e u e r. bat («doch von ber Feuerwehr gelbjcht iverben konnte. Ferner wurde In Lubwtgoborf (strei» 'Aurich) b.)» Vesihtum de» Landwirt» Fleh n e r chhNiifdKrL Die Fran de» Besister», ble mit Zwillingen Im Wochenirett lag, würbe mit grosser Mühe gerettet. (Gewitter, Wirbelstürme, Brände. Hamburg, 22. 3ull IWT)) Die ungewbhn. liche Witterung, die nach Aekordtemperaiur'en am Tage abeuM OX'toUter und ©türnte brachte, bat in Aordschleswig f ch w e r e n Schaden airgerichtet. Die 3abl der 'Badeopfer ist wieder sehr grost 0n der »Iba bei Altona ertnrnfen drei Aeue chinesische Aoie an Rußland. IlanfIna, 22. Unit. (WB) wie verlaufet, hat das Minlstorlum bcvH Auswärtigen eine w eile r e ')( ole an ble S 0 tv j e t r e g I e - runfl abaesandt, In der von neuem dem Wunsch her chinesischen Regierung Ausdruck verliehen wird, die Chilenbabnfraue i n s r i e d l Ich e n B e rhandl ii n u c n lieizulegen. Da« chinesische 'Austenmliüfterluni bat ferner gesonderte Noten an die Signalarmächte des fl.'elloag-PasteS gesandt. in denen dargelegt wird, dast iSblua zwar feine 'Rechte verteidigen wolle, aber nicht die Absicht habe, einen 'n lieg mit Aust land zu beginnen 3n di>n Noten an die Signalarmächte wird Im besonderen daraus hingewiesen, dast es die Sowjetreglerung sei, die die Offensive an her chinesischen Drenze begonnen und dadurch den Deist de« Kellogg-Paktes verlebt hal>e. Chinesische Versicherungen in Washington. 'N e u h o r k, 22. '3ult. (WTD.) Wie 'Afsoeiati'd Wa rn S dor s, 22. Juli. (WB.) Di« andauernde Trockenheit beginnt sich bereit« Im schlimmsten Maste auszuwirken. 3n zahlreichen nordbfthmlfchen Städten droht Wassermangel. der schwerer als im '.Borjahre ist. Allenthalben ordnen die Stadtverwaltungen bereit« Spari.-astnahnien an. Vielfach werden die W ässe r leit u n g e n mit Ausnahme einiger Tagesstunden a b g e f p e r r t. In der Wa»Ilsdorf er Tertillndustrie müssen, Wenn die nächsten Tage nicht groste 'Niederschläge bringen, 'Betriebseinstellungen in den Färbereien und Ap- preturanstalten erfolgen. Die (Slbe führt so wenig Wasser, dast mit vorübergehender Einstellung der deutsch.bfthmischen Schiffahrt zu rechnen ist. Bn Aordwestbfthmen erscheinen in den fruchtbaren 'Bezirken Saaz, Komotau und 'Brüt tiefe Srdriffe. Die Aüb. ' ‘ ___ den Hopfengärten verbreitet sich die 'Bla lila u« in verheerender Weife. Da« (Befreite ist Überreif, die Kftmer fallen fchon beim Schnitt heraus. Minuten hervor, und feiern die Fahrt der „‘Bremen" als ein evoche machende» EreIg« n I • In derSchlfsahrlogc schichte. Sie oer- ftfftnllldjen viele Abbildungen und Beschreibungen de» Schiffe» und seiner technischen Neuerungen und feiner Bequemlichkeiten. Ein hervorragender Bcrlreler der englischen Schiffahrt erklärte, der Rekord über die „Mau- relanla" sei In ehrlicher und redlicher weife geschlagen worben. Die Deutschen hätten eine grossartige Leistung mit einem wunderbaren Schiss er,ielk. Am Brooklyner Pier wurde die „Bremen" auch von Vertretern der Brooklyner Handelskammer und anderer Organisationen empfangen. Unter den Zu- ichauermassen ertönten laute Ausrufe der Bewunderung, al» da» prachtvolle Schiss in Sicht kam. Die Dasfagiere der „Bremen" äusser len sich f«hr begeistert und anerkennend über die JafjrL Sie erklärten, Seekrankheit wäre ihnen unbekaynt gewesen, und besonder» bernerkenowert sei re, das, ble Mafdünen, die In Cherbourg in Vollkraft gesrht worden seien, erst auf der Höhe von Fire Island etwa» gestoppt worden seien, um das Postsluazeug abAulaffen, dessen Abslug sich in glattester Welfe oollzogen habe. Der Präslbenl des Norddeutschen Lloyd, Heineken, und ber Lloyddirektor Glosse l erklärten dem Vertreter des WTB., dass sie mit ber Fahrt der „Bremen" in jeder Hinsicht sehr z u f r I e d en seien. Direktor Glässel funkte an die Weser-Werfti ,,(f» erfüllt uns mit grosser Freude, Mitteilen zu können, dass die schon während der Probefahrt gehegten Erwartungen nldit nur erfüllt, fon- bet ii übertroffen worden sind. Alle vier Tur« binenläste wurden von Eherbourg bis zum Ambros,« Kanal nicht ein einziges Mal gestoppt. Pollzeldireklor Grove r A. Whalen, der Führer de» städtischen Empsanavkomltees, bestieg an ber Quarantäiieftatlon die „Bremen" und besichtigte das Schiss unter Führung des Präsidenten Heineken, in dessen Begleitung fld) der beutsch» Generalkonsul v. Lewinski, Konsul Dr. Häu« f c r und Direktor S ch u e n g e l befanden. Der neue König des Atlanitk. Englischc Presscstimmcn. London, 23. Juli. (WTD. Funkspruch.) All« Blätter berickten ausführlich über die A e - kor dfahrt der „Bremen" und veröffentlichen Photographien de« „neuen König« de« A t l a n tischen Ozean«", wie verschiedene Blätter den deutschen Dampfer nennen. „Daily Ehronicle" glaubt, ter ttunarb- Dampfer „QHaurelanla" werde versuchen, den Ozeanrekord wieder an sich zu bringen. Tiner Trchangemelduna au« A e u y o r k zufolge bat die ffiunaiö-ßlnle dem Aordteutschen Lloyd zu der Leistung der „Bremen", die den Rekord ihre« eigenen Dampfer« „Mauretanla" gebrochen hat, eine WidmungSbotschaft gefanbt (6.36 11 br mitteleuropäischer > । 'Hi... .IN bei ui.. । iboo 1 träfllngt 6(- lelllgt waren Die Insassen de« Gesängnlsse« schien sich zum grftssten Teil au« gefährlichen 'Verbrechern zusammen, hie fast alle zu leben«- länglicher ober lanQiäflrlger cstichthausstrase verurteilt sind. Die 'Aufständischen verlebten zunächst zwei 'Ausseher, steckten dann die xjlmmermanuswerk- statt in 'Brand und versuchten auszubrechen, was ihnen aber nicht gelang 124 bewaffnete Ausseher hielten die MeuierSk föhnige in Schach, bl« die gesamte, zur 'Bersügung steheude Staats- oenharmerle aus Molorlasiwagen den Qhiflebern zu Hilfe eilte. Ein '.Veil der Sträflinge drang In ha« Kraft- w e I k ein und zersiftrie die Dynamoanlage, so dast da« Gefängnis ohne Licht war. Die berbelgerufene Feuerwehr hatte grosse 2Hübe, eine Ausbreitung de« in der Zimmermannstoerk- statl angelegten Feuers zu verhüten. Schliestllch beherrschten die auf den GesängnlS- mauern stationierten und durch Gendarmerie ner- ftärften Aufseher die Lage, und den 'Aufstand konnte mit Gewalt unterdrückt werden. Bei der 'Aevolte wurden Im ganzen drei Sträfling e e r s ch o f f e n und etwa 20 andere durch Schrotschüfse ve rieht Ueflrlgen« wurden die Vorn KrwgSministerium telephoiiifch erbetene Unterstützung durch Bundes- truppen abgelehnl Qltan nimmt an, dass her ®runh zu der Meuterei in her burch die starke U e b e r f ü 11 u n g entstandenen Unzufriedenheit unter den Sträflingen zu suchen sei. Press au« 'Washington Hieltet, teilte auf Weisung von Han fing hin der chinesische OManNv 'Mu SiaatSsekreiär Siiinfon mit. Efliua habe sich an die Beipflichtungen des Kellogg- Pattes gehalten und werte dies auch weiterhin tun. 'Ivelter erklärte 'lüg dem Staatssekivtär. ble angeblich«' I nbesih n a h m e der ost- chl nes Ischen 'Bahn testehe lediglich in ter Entlassung r u ‘ Völlige Handlungsfreiheit England« bei der Räumung. London. 22 Juli. (BWB.) 3m Unterhaus wurde heute an den Staatssekretär des 'i" ......H g । ...... . frage qi stellt, ob < 8 ilni Abordnung unter hem Barnen „Friehensrat her Frauen", einer bekannten nlchtpurtelllchen Organisation, empfangen habe, und ob er, wem» ble« ter Fall sei aiw sichts her von her Deputat Ion zmn AuSbrmk gebrachten Betenfen her englischen Frauen dagegen, bass hie britische Regierung sich bereiisinden kftnne, hfe Frage her A ii u m u n u he r *.H be l n l a n he unabhängig non her AeparationSsraae zu Ihlen, eine weitere Erklärung abgeben wolle, um ble Besorgnis In diesem Punkte au zerstreuen. Henberson erlulherle, er flaue eine «’f re Iburg: Gestern heisser Tag. nietst heiter, beute 21 Grad, Windstille, heiter bis halb \k- teckt , flix'wznach) Gestern heisser Tag unb ineIft heiler, deute noch Ostwind, heiter bl« halbbedeckt Bauern (Garmisch-Partenkirchen): Gestern belflev Jag. meist heiter, heute 19 Grab, beiter bl« halbbedeckl ('Berchtesgaden). Gestern Heister Tag und meist beiter; Deute 19 Grad, Ostwinb. heiter bl« halbbedeckl .flilfle (Westerland auf Shit): Gestern ber ^kahreszelt entlpivchenbe Temperaturen, terän- bei'lich; heut» 17 Grad, Südwest wind, halb bl# ganz tetexff. _____ OWoUfnlox0 netter, q mid otdctKi ® «romi» ® Dfdctm eRtgr^ * 3eiter verstärkt. Sein .flemgeblet liegt heute morgen mit 'Barometerständen von nahezu 770 nun über Bahern Auch über ten brutschen Inseln ist ter Luftdruck krästig angeftlcgen. hl« Stftruirgsgebiete teten sich somit mehr nftrdlich iwrlagert. Gs hält daher da« heisse Wetter iwch an, jedoch werten tel her grossen Hthe Immer wieder lokale Gewitterstftrungen auftix-ten. Wettervoraussage für Mittwoche Fortdauer tefl meist heiteren und heissen Tvettors mit eelttodfen lokalen CkwUtcrftbnn^cn. Henderson, Grossbritannien sei ebenfo wir Frankreich, Deutschland, Italien und Japan burd) ole Im lessten September In Genf gefassten Ve- Ichlüsse an den G r n n d f a ss der Ü. I n f e ss u n g blc|er Jt o m m 1111 o n gebunden. Die ,*)ufnm« menfegung, ble ,-JleIe unb ble Dauer ber Kommis- sinn sollen noch Olegenflanh besonberer ’ZI erbau b I u n g e n sein. In biesen Punkten seien ble Regierungen nicht gebiinben unb Odilen auch nicht ble Uhfldjl, fld, pi hinten, bl» ble flonfr- rni) pifammrnqrlrrfcn fei. Wenn In einer ber 'Anfragen angebeutet mürbe, bass e» sich um eine Interalliierte .floiilrnllfomml|- llan handele, so sei ble» ein Irrtu IN, ba 1) e u 11 d,- lanb in ihr mit ben gleiche n A echte n vertreten sein fall, wie hie an bereu Mächte. Dao UJlilalleb ber Arbeiterpartei, Wedgwood, fragte, »b her Staatvfekretär be» Aeusseren bomll andeuten wolle, bah (t n g I a n b genau fo wie Deutschland an ble Kommission gebunden et. Siehe en nun angesichts ber Tatsache, bas, die ) e n t s d) e W e g I e r u n a jesst offenbar ihre An- ld)l In blefer Frage fleanbert habe, ber brlll- chen Negierung genau fo frei, wie ber beutfchen, hre A n f I ch t zu ä n b e r n? H e n b e r | o n antwortete, er wisse nicht» von einer UJlelnungndnberung. VAA t« l*™« <6\ Jin H.u/.i ---- \ / «oa Montaa. d.22.Juli, 1929,7° abds. dq reler "d redliche n iS** Ä"®C «&fe> langen. un °m^r und ■ÄftfiSfi ^"2^ .Unbekannt 1R’ÄBwJS ■ftEfeÄ L:-K ^.MA,d°k s. ° m |!btt «HchVi,^ r »■ »ial.n, b« Tr™”"'SU'6,,li!«™ ."Einen und besich« rung des Präsident Icitung sich der deutlch, k>, Konsul Dr. chäu. gel befanden. M MM estimmen. T2. Funkspruch.) M Bch über die Re« men" und vnößenb > .neuen Rouge )zeans", wie bet* ^chen Dampfer nennen, glaubt, der Cunard« werde versuchen, den sich zu bringen. Einer leuhork zufolge hat m Dorddeutschen Llvhd emen", die den Rekord Wauretania" gebrochen söokschaft gesandt, iet. lieb vemitzt. Weitere )uig, Ramsiedt, Husum Die abendlichen Arche Drände txrur« le ein Schulhaus ab, in Wirbelsturm, der enbrü chen begleitet Greife Steinburg und in inen noch nicht überseh- i. Diele Dächer wurden ortgettagen, zahlreiche geknickt. Auch den Sv roll Schaden zugefugt. terlage. idS ts i«*« ryL««p,y6 tfsFäg Mtz-r sS»<* Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 23. 3uli 1929. Staatsrat Dr. Weber t- In feiner alten Heimat Schotten, wo er nach seiner Pensionierung seinen Lebensabend vollbringen wollte, verstarb gestern nachmittag Staatsrat und L a n d f o rst m e i st e r a. D. Dr. Karl Weber. Er hatte am Sonntagvormittag mit einem Beamten im Auto eine.Fahri in den Oberwald unternommen. Auf der Rückfahrt stürzte der Wagen infolge Reifenpanne bei Busenborn eine Böschung hinunter und überschlug sich. Der Fahrer blieb unverletzt, ebenso auch Staatsrat Dr. Weber, der jedoch anscheinend einen Neroenchok erlitt, an dessen Folgen er gestern nachmittag verstarb. Ein Mann von überragender Bedeutung, nicht nur in seinem engeren Fache, dessen Wirken weit über die Grenzen unseres Hessenlandes gefck)0tzt und anerkannt wird, ist mit Staatsrat Dr. Weber viel zu früh aus unserer Mitte gegangen. Karl Weber wurde am 14. Januar 1864 auf der Neumühle bei Rodheim a. d. Horloff geboren. Hohe Begabung zeichnete ihn schon von Jugend an aus und ließ ihn schon in dem Realgymnasium zu Gie- hen, in welchem er die höhere Schulausbildung genoß, immer an erster Stelle stehen. Mit gleichem Erfolge widmete er sich dem Studium der Forst» Wissenschaft auf der Landesuniversität zu Gießen. Dach beendetem Studium folgte der Vorbereitungsdienst als Forstakzessist, den er zum größten Teile in Schotten verbrachte, das ihm eine zweite Heimat wurde: fand er doch hier die treue Lebensgefährtin, die Freud und Leid mit ihm geteilt hat. Dach vorzüglich bestandenem Staatsexamen muht« Weber, wie viele andere Forstassessoren, mangels Verwendungsmöglichkeit im Forstfache em« andere Tätigkeit ergreifen. Diese führte ihn u. a. auch nach Mainz zur Betätigung bei Drandversicherungskammer usw. Doch bald begann die ersehnte Tätigkeit im Forstfach bei verschiedenen Oberförftereien, besonders wieder bei der Oberförsterei Schotten. Während dieser Assessorenzeit entstand auch im Jahre 1894 Webers Werk „Die Dodenwrrt- schast im Vogelsberg und ihre Förderung, insbesondere durch Wiederbewaldung und Verbesserung der Gemeindegüter". Diese von der Liebe zum Vogelsberg und seinen Bewohnern getragene Schrift, in welcher der junge Forstassessor die Ursachen des Rückgangs der Bevölkerung untersuchte und Vorschläge zur Förderung der Bodenkultur für den oberen Vogelsberg mit Hilf« von Staatsunterstühung forderte, gab den Anstoß zu den staatlichen Hilfsmaßnahmen, die in den Jahren 1897 bis 1905 als „Generalkultur, plan" für den oberen Vogelsberg geplant wurden. Wenn diese aus verschiedenen Gründen nicht zum Ziele führten, so konnte Karl Weber doch noch erleben, daß in jüngster Zeit diese staatliche Hilfstätigkeit im wesentlichen nach den von chm gesteckten Zielen verwirklicht worden ist. Am 1. August 1897 erfolgte die Anstellung Karl Webers als Oberförster der Oberförsterei Konradsdorf. Hier konnte sich die forstliche Tätigkeit Webers voll entfalten. Mit glühendem Eifer widmete er sich seinem schönen Berufe, immer bestrebt, das Höchste zu leisten, auch mit erheblichen persönlichen finanziellen Opfern bei dem Streben nach den wirkungsvollsten Methoden der Waldbewirtschaftung. Bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand am 1. Mai d. I. betreute Karl Weber sein schönes Revier, in dem ihm jeder Baum ans Herz gewachsen war. Unzählige Forstleute aus nah und fern haben dort unter seiner Führung reich« Anregung und Belehrung gefunden. Im Jahre 1903, und nach 25 Jahren im Jahre 1928, tagte der Hrs- Das neue Selbstanschlußamt Gießen. Am Samstag, 27. d. M., von 2 Uhr nachmittags ab, wird das neue Selbstanschlußamt zum Betriebe geschaltet werden. Pünktlich zur selben Zeit müssen bei allen Sprechstellen an den besonders bezeichneten Stellen die Drähte geschnitten oder die Umschalter nach rechts umgelegt werden. Wer das unterläßt, wird längere Zeit vom Verkehr abge- schnitten ^ein. Teilnehmer, die am 27. Juli schon vor 2 Uhr Geschäftsschluß haben oder aus sonstigen Gründen abwesend sind, müssen das Schneiden schon vorher erledigen. Wer das Schneiden usw. vergißt oder aus fon- stigen Gründen nicht rechtzeitig ausführt, verursacht im neuen Selbstanschlußamte eine empfindliche Storung, die durch Sperrung des Anschlusses unwirksam gemacht werden muß, um den übrigen Teilnehmern die ungehinderte Sprechmöglichkeit zu erhalten. Wenn die Sperre einmal ausgeführt ist, so ist ein Anruf des Amtes zwecklos: in solchem Falle muß vielmehr das versäumte Schneiden usw. baldigst nachgeholt werden. Vom Amt aus werden die gesperrten Anschlüsse in Abständen geprüft. Ertönt also später beim Aushängen des Hörers das Amtszeichen (kurzer und langer Summerton), so ist das ein Zeichen, daß beim Amte das nachträgliche Schneiden bemerkt und die Sperre aufgehoben worden ist. Der Anschluß kann dann benutzt werden. Wenn zwei bis drei Stunden nach dem nachträglichen Schneiden aber immer noch kein Amtszeichen ertönt, so liegt eine sonstige Störung vor, die dem Amte gemeldet werden muß. Die älmschaltungen beim Amt werden etwa 1 bis 2 Stunden in Anspruch nehmen, während deren der Verehr ruhen muh. Die Wiederaufnahme des Betriebs geschieht sobald als möglich und hängt in der Hauptsache davon ab, ob alle Teilnehmer rechtzeitig und richtig schneiden usw. Die genaueste Beachtung der Bestimmungen auf Seite 11/12 des neuen Fernsprechbuchs, das ebenfalls am 27. Juli 2 Uhr nachmittags in Benutzung zu nehmen ist, sowie der jedem Teilnehmer ausgehändigten Bedienungsvorschriften in Aushangform wird dringend empfohlen. Etwa noch bestehende Zweifel können durch den Besuch der Vorführungen beim Telegraphenamt (Dahnhofstr. 85, Hofgebäude, Dordeingang) behoben werden. Diese Vorführungen werden noch bis zum 26. Juli täglich von 8 bis 1 und 3 bis 6 älhr nachmittags stattfinden. Weiter wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß sich jeder Teilnehmer nächsten Samstagnachmittag und Sonntag in der Benutzung des Fernsprechers aus technischen Gründen möglichste Beschränkung auserlegen muß. Durch nicht unbedingt nötige Gespräche oder gar bloße Sprechversuche würde der wirklich dringende Verkehr beeinträchtigt werden. (Vgl. die Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil.) bei der Abwehr des Feindes in den Vogesen, während der älteste Sohn bereits als Berufsoffizier in Frankreich kämpfte, der zweite Sohn sich in letzter militärischer Ausbildung befand. Ein tragisches Geschick ließ nut den Vater heil aus dem Felde zurückkehren: beide Söhne, der Stolz und die Hoffnung der Eltern, besiegelten ihre Treue für das Vaterland mit dem Heldentode. Doch auch so schweres Schicksal konnte den tiefgebeugten Vater nicht vollends zu Boden drücken. Sein Pflichtbewußtem hielt ihn aufrecht. Die Regierung berief Karl Weber als Landforstmeister an die Spitze der Hessischen Forstverwaltung. Was Karl Weber in der schweren Kriegs- und Dachkriegszeit in dieser Stellung zu leisten hatte, war das Schwerste seiner dienstlichen Tätigkeit. Das Schiff der hessischen Forst- verwaltung durch die schweren Wogen der staatlichen älmwälzung mit all ihren Wirren und Schwierigkeiten sicher und ohne Schaden zu lenken, konnte nur seinem Geschick und seinem genialen Weitblick gelingen. Daß die wichtigsten von ihm veranlaßten gesetzgeberischen Maßnahmen, wie das „Canögefetj , die Gesetze über „Die Neuorganisation der Förstereien" und „Kleber die Forstverwaltung im Dolksstaat Hessen", ihm neben Anerkennung auch Anfeindungen eintrugen, lag in der Datur der Sache. Denn Vorteile für das große Ganze werden immer mit Dachteilen für Einzelne verknüpft sein. Kein Unbefangener aber wird auch dem Staatsmann Karl Weber die Achtung und Anerkennung für sein uneigennütziges Streben nach hohen Zielen zur Förderung der Volkswohlfahrt versagen. Betrauern werden jedoch alle, die ihn wirklich kannten, den guten, warmherzigen Menschen Karl Weber, der so vielen ein treuer Freund im Leben war und als solcher in dankbarer Erinnerung fortleben^ wird. Vornotizen. — Stadttheater Gießen. Die heutige Erstaufführung des neuen Schwankes „Hallo, wir fisch« Forstverein in seinem Reviere, und im Jahre 1927 fand ein „Fortbildungskurs des Deutschen Forstvereins" unter Beteiligung der prominentesten deutschen Forstleute dort statt. Denn nicht nur der hervorragende forstliche Praktiker erfreute sich allgemeiner Wertschätzung, sondern auch seine wissenschaftlichen älntersuchun- gen und Bestrebungen fanden in der forstlichen Welt volle Beachtung und Anerkennung. Aber in der rein fachlichen Tätigkeit fand die reiche Datur Karl Webers nicht Genüge. Dafür war er zu eng mit weiten Kreisen Oberhessens verbunden. Er mußte seine reichen Gaben und Kenntnisse in ihren Dienst stellen. So berief ihn das Vertrauen der Bevölkerung in den Landtag als Vertreter des Wahlkreises Schotten. Auch hier kamen Karl Webers hervorragende Gaben voll zur Geltung. In allen schwierigen Situationen, besonders wenn es galt, die Gegensätze zwischen der Ersten und Zweiten Kammer zu überbrücken, fand Weber den richtigen Weg. Daß die kommunalen Verwaltungen, Kreis- und Provinzialausschuh die Dienste dieses hervorragend begabten Mannes sich sicherten, war selbstverständlich. Alle seine Verdienste hier zu würdigen, fehlt es an Raum. Hervorqehoben sei jedoch, daß die Gründung des Provinzial-Wasser- werkes Inheiden und des Walferkrästwerkes Lih- berg feinen Anregungen mit zu verdanken ist. Aber auch für die Interessen seiner nächsten Umgebung, des Diddertales und seiner Bewohner, setzte Karl Weber sich ein. Lange Jahre versah er das Amt des Vorsitzenden der Sparkasse zu Ortenberg. Die Gruppenwasserversorgung einer ganzen Anzahl von Gemeinden des Diddertales ist auf seine Anregung zurückzuführen. Doch in allerletzter Zeit galten seine Bestrebungen der Rationalisierung der heimatlichen Obstverwertung. Diese reiche Lebenstätigkeit fand eine Unterbrechung im Jahre 1914. Das lodernde Dational- gefühl ließ auch Karl Weber als Fünfzigjährigen I zu den Fahnen eilen. Dem mobilen uauusturi.l- I Bataillon Friedberg stellte er sich zur Verfügung fliegen!" von Hermann Lekisch und Hans Dernböst (Spielleitung Heinrich Hub) beginnt um 20 Uhr. Sommerabonnements haben Gültigkeit. — Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: „Hallo, wir fliegen!", 20 bis 22.15 älhr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die Ehe". •• Bauvorhaben der Baugenossenschaft 1 89 4 in der Liebig st raße. Mit ter Erbauung eines Wohn- und Geschäftshauses für die Baugenossenschaft 1894 in der Liebig» st raße, gegenüber den bereits fertiggestellten Wohnblöcken. Hal man seit einigen Tagen begonnen. Das Gebäude soll im Erdgeschoß Läq den enthalten, während in den drei oberen Geschossen je zwei Dreizimmerwohnungen mit Zubehör vorgesehen sind. Die Anfertigung der Baupläne und die Bauleitung sind dem Architekten Hamann übertragen, während die Ausführung der Erd-, Maurer- und Eisenbetonarbeiten durch die „Bauhütte" erfolgt. Soweit man feftstellen konnte, wird das Gebäude ohne Inanspruchnahme öffentlicher Darlehen errichtet. Dach Vollendung des Bauwesens, das noch in diesem Sommer im Rohbau fertiggestellt werden soll, ist die Liebigstraße, mit Ausnahm« eines der Eisenbahnverwaltung gehörigen Grund-, stücks, als ausgebaut zu betrachten. ** Oberhessischer Geschichtsverein. Dieser Tage ist dem Geschichtsverein ein besonders wertvolles Geschenk zugewendet worden. Die Herren August Hoffmann in Waldheim in Sachsen und Lldolph Hoffmann in Gießen (Stephanstraße 11) haben ihm ein Modell der Burgruine Gleiberg, das von ihrem Vater, Ferdinand Hoffmann, in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts angefertigt worden ist, überwiesen. Das Modell zeichnet sich durch große historische Treue und künstlerische Schönheit aus. Es ist deshalb interessant, weil es die Ruine toiebergibt in einem Zustand, der heute durch Freilegung eines Teiles der Jnnenhöfe und andere Veränderungen beseitigt ist. Der Verfertiger dieses schönen, von Herrn Adolph Hoffmann sachgemäß wiederhergestellten Stückes, ist unser früherer, im Jahre 1897 verstorbener verdienter Mitbürger, der einst großes Ansehen genossen hat und den älteren Gießenern noch in guter Erinnerung steht. Das interessante Werk soll im Oberhessischen Museum seinen dauernden Platz finden. ** I m Lichtspielhaus. Bahnhofstraße, wird seit gestern der Film „D i e E h e" von Dr. Th. H. van de Velde gezeigt. DaS Thema ist gegenwärtig aktuell und der Dame deS Verfassers befannt und fast volkstümlich genug, um dem Werk (trotz der sommerlichen Temperatur) eine nicht alltägliche Anziehungskraft zu verleihen. Der Streifen erweist sich als eine Art Aufklärungsfilm, mit ausgesprochen lehrhafter Tendenz an die breiten Massen des Publikums sich wendend, originell in seiner Mischung auS Spielfilm, Trickaufnahme, Statistik und lebendem Bild. Die Regie, von wissenschaftlichen Instituten in Berlin unterstützt, arbeitet gro. enteils sachlich und nicht ohne Geschick, bringt aber nicht immer neues Material und bedient sich stellenweise recht einseitiger und grober Beispiele. Im Grunde ist das Thema doch in Buchform gründlicher und wohl auch wirkungsvoller zu behandeln: das Bild vermag die sachliche Abhandlung nur teilweise zu ersehen oder gar zu überbieten. In den aktuellen und historischen Episoden ist vorwiegend gutes Schauspielermaterial am Werke. 2n der weiblichen Besetzung fallen vor allem Lil D a g o v e r (die hier in bester Form erscheint), Hanna Waag, eine sehr talentierte junge Gießenerin, die in letzter bemerkenswerte Erfolge aufzuweifen hatte, und MariaSolveg auf; von den Herren: Stahl-Dachbaur und Livio P a v a n e l l i. t VA AW Wi W MD MW MH //W K M MW Ml SS WM Nm (MW •-•-Z Mk' W73 jW UW .. / -.1 . ?f: vWtä ZBB Z pWMr 1 WM WW WM MN MW MU' ZA >' i\\, f rV Schotten, den 22. Juli 1929. 6257D Herborn, den 21. Juli 1929. 6261D Gießen, den 19. Juli 1929. O48rt 6262V [Vermietungen renzen einzureichen. 6186V Die Beisetzung findet Mittwoch, den 24 Juli, nachmittags 4 Uhr statt Heute mittag entschlief sanft mein geliebter, treusorgender Gatte, lieber Schwager und Onkel Duisburger Margarine-Fabrik Schmitz & Loh A.-G., Duisburg a.Rh. Wohn- und Schlafzimmer separ. 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Zt. bezeichneten Maßnahmen (Schneiden der besonders kenntlich gemachten Drähte oder Umlegen des Umschalters usw.) ebenfalls durchgeführt werden. Wenn das unterbleibt, müßten diese Anschlüsse gesperrt werden. Vom genannten Zeitpunkte ab muß der gesamte Sprechverkehr einige Zeit (etwa 1—2 Stunden) gänzlich ruhen. Die Dauer der Unterbrechung wird durch Unpünktlichkeit im Schneiden od. Umschalten sowie durch vorzeitige Anrufe verlängert. Mögl. Einschränkung des Sprechverkehrs am 27., nachm., ist aus technischen Gründen dring, erwünscht Entbehrliche Sprechversuche usw. beeinträchtigen den wirklich notwendigen Verkehr. Telegraphenamt Gießen. 6255V Tonwerke Abendstern ■MMESESSa G.m.b.H. Gegründet 1888 / Bahnstation Abendstern / Telephon Nr. 84 Amt Gießen Gießen-Abendstern Doppelfalzziegel Biberschwanzziegel Firstziegel naturrot - altschwarz - altbraun Stallbodenplatten der beste und gesündeste Belag für Viehställe Ringofensteine Badezeit! 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Den Außenstehenden werden die Verdienste vielleicht nicht im einzelnen bekannt sein, es ist aber nicht zu viel gesagt, wenn man behauptet, daß Dr. Dorpmüller kraft seiner organisatorischen und finanzpolitischen Fähigkeiten die Möglichkeiten geschaffen hat, die Reichsbahn den Derkehrsbedürsnissen der deutschen Wirtschaft in jeder Hinsicht anzupassen. Die Umstellung der Reichsbahn, die diese nach dem Dawesplan erfahren mußte, bedeutete eine Aufgabe, die zu ihrer Lösung des größten Weitblickes bedurfte. Dr. Dorpmüller ist es aber gelungen, gerade in bezug auf die Finanzwirtschaft durch die Aushebung der kameralistischen Buchführung und deren Ersetzung durch die Methode der Rentabilitätsberechnungen eine Basis zu schaffen, die eine gesunde Fortentwicklung der Reichsbahn ermöglichte. Der Rahmen der Bewegungsfreiheit der Reichsbahn ist durch die Reparationsverpflichtungen außerordentlich beengt, so daß es gewiß Schwierigkeiten macht, die Tarifbeschränkung den Wünschen der Wirtschaft entsprechend zu gestalten. Das Ansteigen des Güterverkehrs auf Grund von Ausnahmetarifen darf nach dieser Richtung hin als großer Erfolg gebucht werden. Dabei ist nicht zu übersehen, daß die Tarifpolitik der Reichsbahn in entscheidender Weise durch die Konkurrenz anderer Verkehrsmittel beeinsluht wird, für die durchaus günstigere Wettbewerbsgrundlagen bestehen, als für die durch die Reparationen und die übernommenen Pensionslasten vorbelastete Reichsbahn. Cs hat sich hier für die Reichsbahn ein Proolem ergeben, das in Anbetracht seiner Schwierigkeiten nur mit dem größten Interesse verfolgt werden kann. Die Reichsbahn spielt aber auch als Auftraggeber für die deutsche Wirtschaft eine große Rolle, belaufen sich doch die Aufträge an die Industrie im Iahre durchschnittlich auf weit über eine Milliarde Reichsmark, die bei zweckmäßiger Verteilung ohne Frage konjunkturaus- glcichend wirken können und auch konjunkturausgleichend gewirkt haben. Cs galt aber, im Interesse des Reuaufbaues der Reichsbahngesellschaft, auch noch andere Reuordnungen vorzunehmen. Hierher gehört die Umänderung des gesamten Deschassungswesens, wobei die schon seit langem eingeleitete Umgestaltung des Reichsbahnzentralamtes kurz vor dem Abschluß steht. Der Detriebs- ücherheit ist das Interesse des Generaldirektors in ganz besonderem Umfange gewidmet. Die zahlreichen technischen Vorschläge, so die Verstärkung des Oberbaues, die Durchführung der Kunze- Knorr-Dremse, die Einführung neuer Puffer und Kuppelungen dürften dafür ein beredtes Beispiel geben. Rationalisierung des Betriebes ist der oberste Grundsatz Dr. Dorpmüllers, was vor ollem in Bälde auch zu einer Reueinteilung der Direktionsbezirke führen soll. Die Umänderung deS Reparationsplanes und die damit verbundene ‘Befreiung der Reichsbahn von der fremden Kontrolle werden ohne Frage diese Entwicklung erleichtern. 1869 zu Clberfeld geboren, trat Iuli us Dorpmüller zunächst nach seinem Studium in den preußischen Staatsdienst, wurde 1907 zur Uebernahme der Stellung als Vorsteher des technischen Bureaus der Detriebsdirektion der Schantung-Eisenbahn beurlaubt, wo er, nachdem er in den Dienst der Kaiserlich chinesischen Staatsbahn Tientsin—Pukow übergetreten war, bis zum Weltkriege blieb, um dann der drohenden Internierung sich durch die Flucht durch Sibirien zu entziehen. Rach dem Kriege trat er wiederum in die Reichsbahn ein, bis er im Iahre 1926 als "Nachfolger Oesers zum Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn gewählt wurde. Das Thermometer. Erzählung von A. K Kämpfer. Es war im Sommer des Kriegsjahres 1918, in der flandrischen Ebene. Vorfeldkämpfe in reifen Kornfeldern, die wir bei dem Sturm auf Dors und Berg Kemmel dem Feinde entrissen hatten. Es gab Stunden am Tage, in denen ein getarnter Schlachtenbummler nichts gesehen hätte als die im Winde sich wiegenden Aehren und grüne Wiesen unter sonnigem, wolkenlosem Himmel. Kein Freund, kein Feind war sichtbar. Hur in dem dichten Buschwerk, in den für Flandern so typischen Wiesenhecken, lagen bewegungslos graue Gestalten, denn die Ebene war weit und bei Freund und Feind wachten scharfe Augen, bereit, das sich zeigende Leben durch todbringende, eiserne Grüße jäh zu zerstören. Erst in den Rächten erwachte das Leben, begann der Tanz mit dem Tod. Dann war die Luft erfüllt von dem Heulen der Granaten und den hämmernden Schlägen der Maschinengewehre. Meldegänger eilten von Hecke zu Hecke, Essenholer gingen und kamen, brachten Proviant und die Post, Sanitäter trugen im Feuer der Granaten Tote und Verwundete zurück, und die wachsamen Posten erhellten das Vorfeld mit weitleuchtenden, schwebenden Kugeln. In einer solchen Rächt besuchte mich Hansen in meinem Llnterstand, einem brüchigen Kellerloch eines zerschossenen Bauerngehöfts. Hansen war verstimmt und einsilbig, und erst als ihm der hochprozentige Fusel endlich die Zunge gelöst hatte, fragte er: „Glauben Sie an Träume?" Ich zuckte die Achseln. „Je nachdem, schießen Sie los!“ „Wissen Sie," sagte er, „es war eigentlich keine Handlung, nur ein Bild, ein traumhaft empfundenes Bild. Ich sah ein Thermometer, ein einfaches Thermometer, sah die Quecksilbersäule vom Nullpunkt langsam steigen bis auf 28. Da hielt lie und fiel sturzartig zurück auf Rull. ilnö vlötzlich sah ich neben der Zahl ein kleines Kreuz and dieses Kreuz wurde größer und größer, das Thermometer verschwand und das Kreuz blieb." Ich versuchte zu lachen. „Das sind Rerven- fachen, Hansen," sagte ich. „Fragen Sie jeden -Arzt, Ihr .Urlaub ist fällig, und Sie haben 6 Milliarden Liier Wasser... ... verbraucht das deutsche Volk an jedem heißen Tag. Don Rudolf Bier. „Linser deutscher Teufel muh ein guter Wein- schlauch sein und Saus heißen, daß er so durstig ist und mit so großem Saufen Weins nicht kann gekühlt werden. Lind wird solcher ewiger Durst Deutschlands Abgott und Plage bleiben bis an den jüngsten Tag," klagte schon Martin Luther. Seit jener Zeit ist der Durst des deutschen Volkes kaum geringer geworden, und an heißen Sommertagen braucht man innerhalb der deutschen Grenzen gewaltige Mengen Biers, Mineralwassers, Limonaden und notfalls sogar klaren Wassers, die trockene Kehle anzufeuchten. Berlins Wasserverbrauch kann unter Umständen an einem heißen Iulitag bis zu 800 Millionen Litern anschwellen, also eine Wassermenge darstellen, die einen See von einem Kilometer Länge, 400 Meter Breite und zwei Meter Tiefe bildet. An solchen Tagen entfallen auf den Kopf der Bevölkerung in Berlin bis zu 200 Liter Wasser, die natürlich unmöglich allein zum Trinken verwendet werden können: aber in den Hundstagen wird viel gebadet, und auch die gewerblichen Betriebe haben einen größeren Wasserverbrauch. Im allgemeinen rechnet man, daß jedem Großstädter täglich 150 Liter Wasser zur Verfügung stehen sollen. In London werden sogar jetzt 225 Liter verlangt. In den Mittelstädten kommt man mit 100 Liter aus, während in den Kleinstädten und Dörfern nur 50 Liter für jeden Menschen nötig sind. Grob gerechnet, brauchen also 20 Millionen Deutsche in den Großstädten täglich 3 Milliarden Liter Wasser: den 10 Millionen Menschen in den Mittelstädten werden 1000 Millionen und der übrigen deutschen Bevölkerung knapp 2000 Millionen Liter geliefert, so daß der Wasserverbrauch der deutschen Bevölkerung täglich nahezu 6 Milliarden Liter erreicht. LDürde man dieses Wasser zusammengießen, so könnte man an jedem Sage eine Talsperre von einem Quadratkilometer Oberfläche und 6 Meter Tiefe vollfüllen. Tatsächlich ist aber der Wasserverbrauch noch weit größer, da für jedes Stück Großvieh täglich weitere 50 Liter und für jedes Stück Kleinvieh etwa 10 Liter Wasser verwendet werden. Die Beschaffung dieser gewaltigen Mengen ist selbstverständlich nicht leicht. In der zweiten Hälfte des vergangenen Iahrhunderts glaubte man noch, daß es am besten fei, Srinftoaffer aus den Quellen abzuleiten, die es besonders in gebirgigen Gegenden in großer Zahl gibt. Man meinte, dieses Wasser sei am gesündesten, und ein weiterer Vorzug ist,, daß es auch noch eine verhältnismäßig niedrige Temperatur besitzt. Inzwischen hat sich herausgestellt, daß Quellwasser ziemlich ost mit Bakterien durchsetzt ist. Wie Professor Gärtner in seinem Buch „Die Quellen in ihren Beziehungen zum Grundwasser und zum Typhus" auseinandergesetzt hat, sind' zahlreiche Epidemien auf die Verwendung von Quellwasser zurückzuführen. Aber noch aus einem anderen Grund konnte man sich unmöglich daraus beschränken, das Wasser zu benutzen, das aus den Spalten und Klüften der Gebirge rinnt: Großstädte verlangen so gewaltige Zufuhren, daß man schon frühzeitig auch das Oberflächenwasser der Seen und Flüsse heranzog. Dagegen läßt sich wenig einwenden, wenn die Wasserwerke nach modernen Grundsätzen eingerichtet sind und gute Filteranlagen besitzen: daß aber auch bei dieser Versorgungsart unliebsame Lleberraschungen Vorkommen können, zeigte die Choleraepidemie von 1892, die auf den Genuß von Elbwasfer in Hamburg zurückzuführen war; in Gelsenkirchen traten im Iahre 1901 zahlreiche Typhusfälle nach dem Genuß unfiltrierten Ruhrwassers ein. Die meisten Städte sind deshalb dazu übergegangen, das Wasser tief aus der Erde zu holen und die unterirdischen Ströme zu benutzen, die seit Urzeiten das alluviale und diviuale Schwemmland durchziehen. Auch Berlin benutzt — wie viele andere deutsche Städte — in den letzten Iähren vorwiegend Grundwasser; nur xutocilen wird bet steigendem Verbrauch eine Anleihe im Müggelsee ausgenommen, dessen Wasser sehr gesund ist, aber zur Vorsicht nodrmit Chlor verseht wird. Diese Umstellung ist auch deshalb wichtig, weil das Wasser der Oberfläche einen anderen Härtegrad als das Grundwasser besitzt. Hartes Wasser schmeckt gut und ist besonders geeignet zum Kaffeekochen — aber nicht zum Waschen. Man könnte also die schwer durchführbare Regel auf- steilen: Wasche dich mit Fluhwasser und trinke Grundwasser. Wohlschmeckendes T r i n k w a s s e r muh kühl sein; diese Forderung ist aber gerade in den Hundstagen schwer zu erfüllen. Moderne Haushalte find durch die elektrischen Kühlschränke freilich von den Schwankungen der Witterung unabhängig geworden; aber nicht jeder kann sich einen so kostspieligen Apparat leisten. Früher begnügte man sich damit, im Winter Cis aus den Seen zu schlagen und es in tiefliegenden Kellern aufzubewahren. Tatfächlich ist es möglich, auf diese Weife Eis während des ganzen Sommers zu konfervieren. Aber wir haben zum Glück nicht stets fo kalte Winter wie im letzten Iahr, und es ist daher oft nicht möglich, genügende Mengen Ratureis einzukellern. Heute gibt es in Deutschland über 160 Fabriken, die täglich 2 20 000 Zentner Kunsteis Herstellen können. In Berlin werden jährlich etwa vier Millionen Zentner Kunsteis verbraucht, und an einem schönen Iulitag kühlt man in den Berliner Gasthäusern und Privathaushalten, in den Lagerhäusern und den Geschäften das Fleisch, die Butter und andere Lebensmittel mit etwa 40 000 Zentnern Kunsteis. Insgesamt werden in Deutschland jährlich etwa 21 Millionen Zentner Kunsteis verbraucht, für die die Konsumenten 35 Millionen Mark bezahlen. Wasser in jeder Form hilft, die Schrecken der Hitze zu mildern. Aber nicht alle Deutschen sind Freunde der Wassertherapie, soweit sie innerlich angewandt wird. Im Iahre 1927 wurden in Deutschland rund 5,1 Milliarden Liter Bier getrunken; das ist ziemlich wenig, wenn man es mit dem Verbrauch vor dem Kriege vergleicht, da im Iahre 1913 beinahe 7 Millionen Kubikmeter Bier durch deutsche Kehlen flössen, genau gerechnet: 102 Liter auf den Kopf der Bevölkerung gegen 81 Liter im Iahre 1927. Cs ist aber anderseits wieder eine sehr große Menge, wenn man erfährt, daß die ganze Welt einschließlich Deutschlands nur 18 Milliarden Liter Bier verbraucht, in Deutschland also weit mehr als e in Viertel ckllen Biers getrunken wird. Der Branntweinverbrauch, der in den letzten Iahren wieder gestiegen ist, aber noch lange nicht die Vorkriegshöhe erreicht hat, dürste bei dem heißen Wetter keine große Rolle spielen. Auch Wein wird in Deutschland nur in bescheidenem Maß getrunken: man schätzt den Weinverbrauch auf etwa 200 000 Kubikmeter jährlich, gegen 300 000 vor dem Krieg. Wein ist ein Luxusgetränk und wird nur in Süddeutschland und am Rhein auch vom einfachen Mann genossen, während es z. D. in den romanischen Ländern, in Frankreich, Italien und Spanien als ganz selbstverständlich gilt, daß der Arbeiter und der Dauer zu jeder Mahlzeit ihren Krug Wein auf dem Tisch haben. Wieviel Mineralwasser in Deutschland getrunken wird, ist kaum zu schätzen. Die Vielfalt der Fabrikate, der Limonaden und künstlichen oder natürlichen Sauerbrunnen erschwert es außerordentlich, einen Lieberblick zu gewinnen. Doch wird man nicht fehlgehen, wenn man behauptet, daß der Verbrauch an Mineralwässern beträchtlich zugenommen hat; Fabrikanten und Gastwirte bestätigen, daß Mineralwässer jetzt in außerordentlich großem Umfang in Deutsch- ihn bitter nötig. Einstweilen: trinken Sie, Träume sind Schäume!" Er lächelte und trank, wir mischten die Karten, und er gewann an 300 Mark. In der nächsten Rächt kam er wieder, bleicher noch als gestern und ernster. „La meme chose“, sagte er und warf sich ächzend zu mir auf das Stroh, „beut sah ich dasselbe im Traum, bei 28 hielt die Säule und fiel. Doch" — er griff nervös nach den Karten — „Sie wollen Revanche, wer gibt?“ Während ich mischte, fragte ich: „Wie alt find Sie, Hansen?" „Ich werde in sechs Tagen 28, aber das ist es ja gerade, der Traum läßt Zweifel. Meint er das Datum des Monats, so bin ich schon morgen fällig, wenn nicht, so läuft die Galgenfrist noch ganze sechs Tage." „Hansen," sagte ich und legte die Karten beiseite, „Sie sind doch mehrfach angeschossen und feit 14 an der Front. Ich würde es nicht für feige halten, wenn Sie noch heute für ein paar Wochen auf Urlaub gingen.“ Er lachte kurz auf. „Glauben Sie, daß ein Mensch seinem Schicksal entgehen kann? Ich nicht. Ich bin Fatalist." — Als er gegangen war, hatte er abermals hoch gewonnen, meine Barschaft war restlos erschöpft. Den nächsten Tag verbrachte ich in fieberhafter Erwartung. Die Front war ruhig und doch, als der Abend kam, blieb Hansen aus. Erft nach Mitternacht erschien er, lachend und fröhlich, wie früher. „Apropos“, sagte er, „das vermaledeite Quecksilber hab' ich auch heute wieder gesehen, aber jetzt ist die Sache mir klar. Fünf Tage Zeit, fünf Sage ist die Welt noch schön. Ich komme spät, wissen Sie, weshalb? Dis 12 Uhr war Krise und da wollt' ich Rücksicht nehmen, denn ein Ratscher auf dieses Kellerloch und keine Maus bleibt lebendig.“ Er kam jetzt jeden Abend, war heiter und unterhaltend — zwei Sage trennten uns noch von seinem 28. Geburtstag. Da kam Befehl, daß in der kommenden Rächt das Regiment abgelöft und zurückgezogen würde. Als ich es Hansen sagte, wurde er bleich vor Erregung. Ich schüttelte ihm herzlich die Hand. „Ihr Kalkül war falsch, denn den Geburtstag verbringen Sie von A. bis Z. in der mit Recht so "beliebten Etappe. Herrgott" — fügte ich lachend hinzu — „Angst habe ich nur vor dem Kater am folgenden Morgen." Und dann kam der Sag, an dem Hansen 28 wurde. Wir lagen in einem entzückenden, idyllischen Dörfchen Flanderns, weit ab von dem Schußbereich der feindlichen Artillerie. Hansen selbst schien die Träume völlig vergessen zu haben und am Abend waren wir bei ihm zu Gast. Sein Quartier lag in der schlohartigen Villa eines flämischen Holzhändlers. Wir tranken, scherzten und jeuten, was sollten wir rauhen Kriegsknechte auch anderes tun? Um 11.45 Uhr wurde Hansen unruhig, stand auf und ging an das Fenster. Und kurz darauf horten wir das helle, knarrende Surren tieffliegender, feindlicher Maschinen. Da fing ich Hansens Blick auf, in seinen Augen lag ein ganz leiser Triumph. Hastig sprang ich vor und löschte die Kerzen, „in den Keller!" brüllte ich, daß die Anderen erstaunt aufsahen. „Seit wann sind Sie so nervös?" fragte der dicke Ranfft, „wegen der paar niedlichen, kleinen Käser?" Aber in meiner Stimme hatte Angst gelegen, weshalb sollt' ich es leugnen, und Angst steckt an. Sie alle polterten hastig die dunkle Treppe hinunter zum Keller. Rur Hansen nichL Der stand unbeweglich am Fenster und starrte hinaus. „Hansen," schrie ich, „sind Sie wahnsinnig?" Ich sprang zu ihm, zerrte und stieß ihn zur Treppe, er wehrte sich, wir rangen und standen schließlich erschöpft Sekunden gegenüber. Dann reichte er mir die Hand, „Sie meinen es gut, aber ich bleibe, leben Sie wohl!" Ich sah im Mondlicht sein aschfahles Gesicht, hörte dicht über mit das blaffende Knallen der Schrapnells unserer Abwehrgeschütze und fiel mehr als ich ging die Treppe zum Keller hinunter. Und dann hörte ich zwei krachende Einschläge, fühlte die Mauern wanken und bersten, dachte „Bomben" und „Hansen", und dann verlor ich die Besinnung. • Als ich zu mir kam, standen meine Freunde besorgt ura mich herum. Meine erste Frage galt Hansen. land verwendet werden. Dagegen läßt sich ungefähr berechnen, wieviel Milch "Deutschland erzeugt und verbraucht. Es gibt hier etwa zehn Millionen Milchkühe, die nach Ansicht der Fachleute jährlich rund 20 Millionen Kubikmeter Milch liefern. Freilich wird dieses Milchmeer zum größten Teil nicht ausgetrunken, da etwa neun Millionen Kubikmeter in der Landwirtschaft selbst verbraucht werden, 41 2 Millionen zur Aufzucht des Viehes dienen und 2 Millionen in Molkereien verarbeitet werden. Don der Milch, die zum Trinken verwendet wird, entfallen im Durchschnitt auf den Kopf der Devölkerung jährlich nur 70 Liter, so daß der Rormalmensch täglich nur ungefähr ein Fünftel Liter trinkt. Wenn man bedenkt, daß das deutsche Volk jährlich außerdem etwa 130 Millionen Kilogramm Kaffee und mindestens die dreifache Menge Kaffee-Ersatz, sowie große Quantitäten Tee und Kakao zur "Bereitung von Getränken heranzieht, so ergibt sich, daß die Stillung des Durstes kein billiges Vergnügen ist. Die Minderheiten-Frage. Die „Süddeutschen Monatshefte" haben ihr neuestes Heft „Die Minderheitenfrage" dem Kernproblem einer Curopapolitik auf weite Sicht gewidmet und haben in knappster Zusammenfassung von Beiträgen hervorragender Sachverständiger, vor allem der Führer der Minderheiten selbst, eine Darstellung des gesamten Problems geschaffen, nach der sich jeder die Schwierigkeiten und Möglichkeiten seiner Lösung vor Augen zu führen vermag. Das „M inder he i t en Problem als Rechts - und Existenzfrage" umreiht der Münchner Historiker Prof. Karl Alexander von Müller in seinem Geleitwort. Der Münchner Minderheitenrechtler Dr. Kurt T r a m p l e r erörtert in einem grundlegenden Artikel „Völkerbund und Völkerfreiheit" die Entstehung des Minderheitenproblems in feiner heutigen Form aus dem Gedanken des westlich-demokratischen Rationalstaates, behandelt weiter den unzulänglichen Minderheitenschutz durch den Völkerbund, wobei der Verfasser bereits das gesamte Ergebnis der Madrider Ratstagung mitverarbeitet hat, und weist schließlich die Wege, gegen den Willen der französischen Politik durch den Gedanken der Anerkennung der freien Volksrechte (nationalkulturelle Freiheit und staatsbürgerliche und wirtschaftliche Gleichberechtigung) in völker- gesellschaftlichen Staaten zur Völkerfreiheit und zu europäischem Frieden zu gelangen. Dem Artikel ist eine wertvolle Rechtskarte aus dem Buch des gleichen Verfassers „Staaten und nationale Gemeinschaften" beigegeben. Die folgenden prinzipiellen "Beiträge führen die in dem ersten Artikel kurz umriffenen Gedankengänge im einzelnen aus. So schreibt der Schöpfer des estlän- oischen Kulturautonomie-Gesehes, der deutsche Abgeordnete im estländischen Parlament Werner Hasselblatt (Reval) über die.„Kulturautonomie in Cstlan d", die in diesem Land tatsächlich die nationalkulturelle Freiheit gewährleistet. Hasselblatts hervorragende rechtsschöpferische Tat der Schaffung dieses Gesetzes ist für die ganze europäische Rationalitätenbewegung, in der vierzig Millionen Menschen um ihre nationale Freiheit kämpfen, richtungweisend geworden. Der jüdische Minderheitenführer in Litauen, Abg. Dr. Iacob Robinson (Kaunas), einer der angesehensten Sachverständigen für Minderheitenrecht, erläutert im einzelnen die Forderung auf staatsbürgerliche und wirtschaftliche Gleichberechtigung der Minderheitenangehörigen im Staat und zeigt deutlich die Wege, auf denen zahlreiche Staaten die Anerkennung dieser grundlegenden Rechte umgehen. Der Präsident des europäischen Rationalitätenkongresses, der Slowene Dr. Iosip W i l f a n, behandelt in knappen Llmrissen die Zusammenhänge der europäischen S i ch e r h e i t s f r a g e mit dem Minderheitenproblem. Schließlich orientiert ein ausgezeichneter Artikel von Dr. Erich Walch (München) über dieMinderheiten- Politik der Sowjetregierung, die, wenn Die Villa des Holzhändlers war zertrümmert. Rur das Zimmer, in dem Hansen geblieben war, das stand. Die Scheiben waren zwar zersplittert von dem Luftdruck der Explosion und der Kalk war von den Wänden gesprungen, aber Hansen war unverletzt, während über mir Schutt und Geröll der brechenden Mauer zusammenstürzte. „Hansen?" ..Hier," rief eine heisere Stimme, und ich sprang auf, fühlte die noch heilen Knochen, starrte ihn an wie ein Weltwunder: „Hansen, Ihr Geburtstag ist rum!“---Er blickte lachend nach der Llhr: „Sie haben Recht, 12 Llhr 10." Verehrte Zeitgenossen, Freund Hansen lebt heute als wohlbestallter Amtsrichter in einem hübschen, rheinischen Landstädtchen. Er glaubt nicht mehr an Träume, und doch eine Marotte hat er behalten aus jenen Tagen: kein Thermometer ist in seinem Haus, einschließlich seines Badezimmers. Hochschulnachrichten. Der durch den Weggang des Professors W. Hävers an der Llniversität Würzburg erledigte Lehrstuhl der vergleichenden Sprachwissenschaften ist dem ordentlichen Professor Dr. jur. et phil. Julius Pokorny in Berlin angeboten worden. — Der Privatgelehrte Dr. Hermann Müntz in Berlin hat einen Ruf als ordentlicher Professor der Mathematik an die Llniversität Leningrad erhalten und angenommen. Der aus Lodz gebürtige Mathematiker absolvierte feine Studien an der Llniversität Berlin bei bejr Professoren H. A. Schwarz, G. Fro- benius, F. Schottky und E. Landau und promovierte 1910 mit einer Dissertation über Mmimal- flächen. 1914 bis 1917 wirkte Dr. Müntz als Oberlehrer in Hessen, war später Mitarbeiter des Iahrbuches über die Fortschritte der Mathematik und 1927 bis 1929 Mitarbeiter von Prof. A. Einstein. Müntz ist Verfasser einer langen Reihe von Arbeiten aus dem Gebiete der Geometrie, Zahlentheorie, Integralgleichungen usw. — Der Dermatologe Professor Dr. Alfred S t ü h m e r in M ü n st e r hat den an ihn ergangenen Ruf an die Medizinische Akademie zu Düsseldors als Dachfolger von Prof. K. Stern abgelehnt. Emil Wagner, Tv. Krofdorf, 133 P.; 14. Karl P.; 17. Georg Bellof, Tv. Gustav Pfeiffer, To. 1846 34 Fortsetzung. Nachdruck verboten. Hußke, Mto. Gießen, 132 1846 Gießen, 125 P.; 18. Gegensatz zu' anderen Sportvereinen wesen ernste, angestrengte, jahrelange leisten sei, bis sich ein Erfolg zeige, schloß mit dem sehr eindrucksvollen ländischen Dankgebet, das gemeinsam im Turn- Arbeit zu Die Feier altniederunter den Gießen, 124 P.: 19. Ernst Bender, Tv. Krofdorf, 122 P. Klängen der Fuldaer Militärkapelle gesungen wurde. Verschiedene Chöre der Gesangvereine „Liederkranz" und „Harmonie" trugen zur Verschönerung des Festaktes bei. Anschließend erfolgte der Abmarsch nach dem Festplah. Dort fand sodann Ätz Vehr E, ßen-L • Schckot, 1846 M 56. Gauturnfest des Gaues Hessen D. T in Alsfeld. 40 Tu lehr gut-, To. Äro|b Buseck, P ßba., Pfe 981 P, q: gut; Tv. Nidda 18 Pserd/Vsi gut. - A ren, 101} Giegerliste: Gaumeisterschaflen am Reck, Barren und Pferd. An jedem Gerät die erste Hebung der Oberstufe Zwölfkampf, dazu zwei Kürübungen. — 14 Bewerber. 1. Re ck, 6 Bewerber: 1. Sieger Adolf Fink, T.- u. Sp.V. Marburg, 107 Punkte; 2. Hch. Keller, Tv. Burgsolms, 91 P. 2. Barren. 10 Bewerber: 1. Sieger Adolf Fink, T.- u. Sp.-V. Marburg, 109 P.; 2. Alfred Eckhardt, Tv. 1859 Vidda. und Richard Seth, Tv. Großen-Linden, 105 P. 3. P f e r d, 5 Bewerber: 1. Sieger Gotthard Kühn, T.- u. Sp.-V. Marburg, 116 P.; 2. Alfred Eckhardt, Tv. 1859 Vidda, 92 Punkte. Saitos t&Ntti. „Und — und wollen Sie wirklich?" stammelt« er, kaum fähig, ein Wort herauszubringen. „Wollen? — Was denn — einen Qlntrag erhalten ?" antwortete sie schalkhaft. „Ob ich da- will: Es gefällt mir sogar sehr — liebster Larry." Und dann fand sie sich in seinen Armen, und die Welt verschwand um sie herum. Sunnh kam herein — sie sahen ihn nicht, ßeif« schlich er sich wieder hinaus, ging auf den Treppenabsatz vor der Wohnungstür und brädte auf den Klingelknopf des Fahrstuhls. Das junge Mädchen, das den Fahrstuhl bediente, war gut befreundet mit ihm und verschaffte ihm so manche wertvolle Auskünfte. „Louie," sagte er und war noch feierlicher wie gewöhnlich, „können Sie mir sagen, ob ich hier in der Vähe ein möbliertes Zimmer finden kann? — Ich glaube, ich werde bald woanders schlafen müssen." „Woanders schlafen, Pat?" fragte Louie verwundert. (®r hatte ihr gnädigst die Freiheit gestattet, ihn bei seinem Vornamen anzureden.) „Will denn Ihr Herr eine Haushälterin nehmen?" „Ich glaube es", sagte Sunny mit Grabesstimme. „Ich glaube es wirklich, Louie." War er an diesem Morgen nach seinem Bureau gefahren, gelaufen, vielleicht geflogen — Larry hatte keine bestimmte Erinnerung daran, alles war verschwommen, nur das eine wußte er: Diana Ward war an seiner Seite, und er war hoffnungslos, lächerlich, überwältigend glücklich in seiner Liebe zu ihr. Sein Werben um sie war merkwürdig und ebenso erstaunlich formlos wie sein Antrag gewesen. Er hatte sich diese Szene oft genug ausgemalt, aber sie spielte sich dann in einem eleganten Salon bei gedämpftem Licht, x einem lieblichen Tal oder im Schatten eine- alten Baumes an e inem versteckten Plätzchen deS still dahingleitenden Flusses ab. „Aber doch nicht beim Frühstück," sagte er laut. „Du lieber Himmel, doch nicht beim Frühstück!" „Vicht beim Frühstück?" wiederholte daS jung« Mädchen. -Ach so, du denkst an — ja, es war wirklich komisch." „Es war... wundervoll! Wundervoll! Ich fühl« mich wie im Himmel." (Fortsetzung Mat) UZ ZO S «L- Breiten Schoßen). l. Siegei 270 ; 262 P.; 3. 4- 5'.§e-ilZ R° Daikon Muller, Tv Mio. Ti«K« Olibba, 218 213 P,ri xarl Ahn „Weil — ich geglaubt hatte, Sie würden nicht mehr zum Frühstück zurückkehren." Er erzählte ihr von seiner Iagd im Park. „Das wirft eigentlich meine Annahme über den Haufen, daß der blinde Iake sich immer noch im Heim oder in der Wäscherei verborgen hält," sagte sie, „denn das Haus ist doch wohl immer noch unter Beobachtung?" „Auf beiden Seiten," antwortete Larry, „aber es gibt ein Dutzend verschiedener Wege, auf denen der Kerl herauskommen kann. Die Tatsache allein, daß er einen Morgenspaziergang machen kann, daß die Leute, die hinter ihm stehen, feine Gesundheit für wichtig genug halten, um ein Auto zu seiner Verfügung zu stellen, beweist, daß er während des Tages-eingeschlossen sein muh." Beide waren allein, da die Pflegerin und Anstandsdame ihre Toilette noch nicht beendet hatte. „Ich weih wirklich nicht, wie dieser Fall mal endigen wird, Diana," sagte Larry nach kurzem Schweigen, „und es ist jetzt ein sehr prosaischer Augenblick, um Ihnen zu sagen, was ich gern... hm, was ich gern sagen möchte, aber — aber — aber, Diana, wenn der Fall wirklich einmal abgeschlossen ist, möchte ich nicht, dah Sie weiter im Präsidium bleiben." Sw erblaßte leicht. „Sie wollen damit sagen, Sie sind nicht mit mir zufrieden", sagte sie. „Als Sekretärin?" „Ich schätze Sie sehr, als Sekretärin und als Mensch", Larry gab sich die größte Mühe, in ruhigem Ton zu antworten. „Aber es gefällt mir gar nicht, dah — Sie hier arbeiten." Beide schwiegen. Endlich sagte sie ruhig: „Ich denke nicht, dah ich nach Erledigung des Falles Stuart noch Weiterarbeiten werde. Ich habe auch schon daran gedacht, meine Stel^ng aufzugeben." Diese Antwort kam ihm gänzlich unerwartet und erfüllte ihn mit tiefem Schrecken. „Sie werden doch nicht Weggehen?" rief er, und Diana brach in Helles Gelächter aus. „Sie sind wirklich die inkonsequenteste Person, die man sich denken kann. In einem Augenblick entlassen Sie mich und hoffen in dem anderen, dah ich nicht weggehe." — Sie bewegt« sich auf Turne @rünbctfl> Stete r:l- in 44 Sei 200'® für Turne' Tv.Dehla tzesser sen; 10 L- Viehen, 9 Turne 1. D). IW Sugei 1. Tv. A Turner (75'®cie 41 Teilne Elle Dick Eiling, - MW. @t «Ziehen, Gießen, ! Sich, 246 Sich, 235 229 P.,' 1; 220 P.; 1 1846 Sich' Siehrn, 2 Gießen, 2 Sießen, 19 178 P.; 2 175 P.; 28. 31. Slse 5 Turnei Speer! MW. Vieh 1. Msabet Kugelst 920 Mete 9,03 Meie Mw. ®' Mw. ® 1. Else 0 2. Tilly ( Meter- Sieben, i; Espach, D Meter: 1. 2. Tv. Als Attersturner. II. Klasse (über 45 Iahre), Veunkampf (wie oben, entsprechend abgestuft). 21 Teilnehmer, 20 Siegqr. Ehrenpreis Georg Dickhaut, Tv. Alsfeld, 163 P. 1. Sieger Ernst Iung, Tv. 1846 Gießen, und Heinrich Amend, Tv. Krofdorf, 159 Punkte. 2. Bernhard Pfeffer, Tv. Bad-Vauheim, 151 P. 3. Hugo Baumann, Mtv. Gießen, und Konrad Bücking, Tv. Alsfeld, 148 P. 6. Fritz Schmidt, Tv. Lich, 144 P. 10. Otto MathieS, Tv. Grünberg, 134 P. 11. Heinrich Schmidt 111, Tv. Grünberg, 133 P. Zechten Allmannen, Florett. 16 Teilnehmer. 10 Sieger. 1. Sieg Heinz Verlieh, Tv. 1860, Bad-Vauheim; 2. Peter Pfeffer. Tv. 1860, Bad-Vauheim; 3. Ludwig Gerhardt. Tv. 1846, Gießen; 4. Karl Mulch, Tv. Wetzlar; 5. Karl Hergenröthcr, Tv. 1846 Giehen; 10. Ludwig Vaubel, Tv. 1846 Giehen. Allmannen. Sabel. 13 Teilnehmer, 8 Sieger. 1. Sieg Paul Hoffmann, Tv. 1860 Bad-Vauheim; 2. Karl Mulch. Tv. Wetzlar; 3. Ludwig Gerhardt, Tv. 1846 Giehen; 5: Karl Hergenröther, Tv. 1846 Giehen; 7. Hans Mulch. Tv. Wetzlar; 8. Ludwig Vaubel. Tv. 1846, Giehen. Schwimmen. Turner. Mittelstufe. Mehrkampf. 1. Sieg K. Gerth, Tv. 1860 Bad-Vauheim, S21/s P.; 2. K. Binter, Mtv. Giehen, 81 P. — Außer Wettbewerb: Wilhelm Schäfer, Tgde. Friedberg, 97Vr Pi Fritz Werner, Tv. 1846 Giehen, 86 P. Hauptspringen; 1. K. Gerth, Tv. 1860 Bad-Vauheim, und Christ. Weeg, Tv. 1846 Giehen, 35V» P. 50-Meter- Vückenschwimmen: 1. Christian Weeg, Tv. 1846 Giehen, 45 Sek. 40Meter-Strecken- tauche n: 1. K. Binter, Mtv. Giehen, 36 Sek. Turner, Unterstufe. Mehrkampf: 1. W. Mayer, Tgde. Friedberg, 913/4 P.; 2. Willi Straub, Tv. 1846 Giehen, 873/4 P.; 3. W. Borst, Mtv. Giehen, 861/* Punkte; 5. Leo Beitter und Kurt Horeyseck, Tv. 1846 Giehen, 77 P. 50 MeterDru st schwimmen: 1. W. Borst und H. Baumann, Mtv. Giehen, 40 Sek. 50 Meter Rückenschwimmen: 1. K. Horeyseck, Tv. 1846 Giehen, 40-/r Sek. 35 Meter Strc^ckentauchen: 1. W. Borst, Mtv. Giehen, 269/5 Sek. das Meisterschastsiurnen am Reck, Darren und Pferd mit anschliehender Siegerverkündung unter Leitung des Gauober- turnwartes Will statt. Alsdann folgten noch Sondervorführungen einzelner Turnvereine, die teilweise prächtige Leistungen zeigten. Verschiedenen langjährigen Mitgliedern des Alsfelder Turnvereins überreichte der Gauvorsitzende Pfeiffer für ihre verdienstvolle Arbeit an der deutschen Turn fache Ehrenurkunden. Klarer, blauer Himmel wölbte sich am Sonntag, der den Höhepunkt des Festes bildete, über den Tausenden von Turnern und Turnerinnen und sonstigen Festgästen, ein richtiger Festtag, der mit einer Andacht um 6 Uhr morgens auf dem Festplatz eröffnet wurde. Alsdann entwickelte sich ein farbenfrohes, buntbewegtes Bild auf dem Festplah, als die Turner in der stattlichen Anzahl von etwa 800 Mann zum Wetturnen antraten. Außer dem Wetturnen wurde Alters- tuvnen, Fechten und Frauen-Bolksturnen ausgetragen. Vachmitlags um 1.30 Uhr bewegte sich ein imposanter Zestzug durch die Straßen der Stadt, in dem mehr als 100 Turnvereine vertreten waren. Verschiedene originelle Festwagen belebten das Bild. Vach dem Eintreffen des Festzuges auf dem Festplah fand der feierliche Aufmarsch von etwa 800 Turnern mit ihren Fahnen zu den allgemeinen Freiübungen statt, die mit großer Genauigkeit ausgeführt wurden und den lebhaften Beifall aller Festteilnehmer auslösten. Das gebotene prächtige Bild wird allen Festteilnehmern unvergeßlich bleiben. Daran schloß sich Musterriegenturnen, Konzert und Tanz. Am 19 ilfjr fand die Siegerverkündigung auf dem Festplatz statt. Der Montagvormittag war dem Sondervolksturnen gewidmet. Vach Eintreffen des Festzuges auf dem Festplatz gab es Iugendtur- nen, Spiele, Volksbelustigung, Konzert und Tanz. Ein großes Brillantfeuerwerk schloß das wohlgelungene Fest ab, das eine machtvolle Kundgebung für die deutsche Turnsache war. An der mustergültigen Durchführung des Festes gebührt auch dem Alsfelder Turnverein neben der umsichtigen Gauleitung Anteil. Vachstehend bringen wir einen Auszug aus der Führer Dr. Ioan Estelrich aus Barcelona. Die Lage der deutschen Minderheitengruppen wird von Werner H a s s e l b l a t t (Reval) dargelegt. Ein Bericht über Probleme des Ausland- deutschtums 1928/29 von Wahrhold Drascher und eine Uebersicht über Minderheiten-Literatur von Universitätsprofessor Dr. Gallinger vervollständigen das reichhaltige Heft. Im September wird voraussichtlich das Min- derheitenproblem einen der Hauptgegenstände xur Völkerbundstagung bilden. Es ist Pflicht des deutschen Volkes, geistig für den Kampf um die Völkerfreiheit bereit zu fein, der zugleich ein Kampf um die völkische Existenz von Millionen von Deutschen ist. Das neue Heft der „Süddeutschen Monatshefte" erscheint zur rechten Zeit als zuverlässiges Rüstzeug jedes Deutschen für die erfolgreiche Durchführung des Kampfes. sie auch nicht vollkommen ist, dennoch der des Völkerbundes so sehr überlegen ist, dah sie besonders osteuropäische Minderheiten zu einer bolschewistenfreundlichen Politik anregen kann. Der zweite Teil der Artikelserie bringt Berichte über die Lage der wichtigsten europäischen Minder- heitew-Dolksgruppen. Prof. Dr. Michael Kurts ch i n s k Y, der Führer der russischen Minderheiten, berichtet über russische und ukrainische Minderheiten, Dr. Emil M a r g u l i e s über die jüdischen Minderheiten, Dr. Elemer v.I a- k a b s f y, der Führer der Ungarn in Rumänien, legt die Situation der ungarischen Volksgruppen dar. Der Präsident des m aze doni - scheu Vationalkomitees in Sofia, Prof. Dr. Constantin D. Stanischeff, beschreibt das traurige Schicksal der mazedonischen Bulgaren, über die slowenischen Minderheiten berichtet Iosef Sanio, über die Katalonier ihr Der überraschte Ausruf des Kommissars war sehr berechtigt, denn Larry hatte plötzlich fein Pferd herumgerissen und sprengte in scharfem Galopp quer durch den Park, ohne das gefährliche Gelände zu beachten, über das er hinweg- sehte. Der Mann hörte den Galopp der Hufe und rannte schnell wie ein Reh gerade auf das Parktor zu und in die Straße hinaus. Das Tor war so schmal, dah Larry nicht hinduvchreiten konnte. Er sprang ab, überließ das Pferd seinem Schicksal und eilte auf die Straße. Er sah weiter nichts, wie ein Auto, das von der Bordschwelle wegfuhr und sich schnell nach Westen entfernte. Vergebens hielt er nach einem Taxi Umschau, zuckte die Achseln, fand fein Pferd, stieg auf und fanterte langsam zu Sir Iohn zurück. „Was zum Teufel ist denn in dich gefahren?" fragte Sir John. „Ich sah einen Herrn, den ich brennend gerat treffen möchte", war Larrys ein wenig atemlose Antwort. „Einen gewissen blinden Iake, der seinen morgendlichen Gesundheitsspaziergang im Park machte, während sein Wagen wartete, um ibn, wie es sich für einen vollkommenen Kavalier geziemt, wieder nach Haus zu fahren. Wenn ich einen Revolver gehabt hätte, würde Tarlmg ein zweite« Geheimnis der Varzissertt) zu lösen haben. Ich würde mit größtem Vergnügen Blumen für Iake den Blinden gepflückt gaben " 32. Als er nach Haus zurückkam, war Diana bereits aufgeftanben und saß am Frühstückstisch. „Ich dachte, Sie würden nicht wieder zurück- kommen", sagte sie mit einem leichten Seufzer. „Warum der Seufzer?" fragte Larry. i) Stehe Wallacor «Geheimnis bet Darzisfen. Die Stadt Alsfeld stand am 20., 21. und 22. Iuli im Zeichen der Turnerei. Reichlicher Fahnenschmuck überall, Tannengrün von Haus zu Haus, Ehrenpforten kündeten den Beginn eines Festes, das nach Mitteilung der Festleitung wohl das am stärksten besuchteste Gaufest des Gaues Hessen gewesen ist. Während noch bei dem letzten Gauturnfest etwa 600 Wetturner erschienen waren, wies die Beteiligung in Alsfeld über 1 000 Wetturner auf, ein erfreuliches Zeichen für die Deutsche Turnerschaft. Das Fest begann am Samstagnachmittag mit der Austragung der Gau-Sch wimmwett- kämpfe, die im neuen städtischen Schwimno- bade an den Erlen erfolgte, dessen hervorragende Anlage den allseitigen Beifall der Beteiligten fand. Vach einer vorausgegangenen Kampfrichtersitzung — es waren im Ganzen etwa 170 Kampfrichter bei dem Feste tätig — im Hotel „Deutsches Haus", fand am Samstagabend auf dem Marktplatz die offizielleFesteröffnungundFestübergabe an den Gau mit einem sehr stimmungsvollen Festakte statt, für den der prächtige, altehrwürdige Marktplatz mit feinen mittelalterlichen Baudenkmälern einen außerordentlich stimmungsvollen Rahmen gab und der in reichem Fahnenschmuck prangte. Vamens der Stadt Alsfeld begrüßte Bürgermeister Dr. Völfing die Turner und Turnerinnen, sowie die übrigen Festgäst« in einer schwungvollen in herzlichem Ton ge-- gehaltenen Ansprache, wobei er auch zum Ausdruck brachte, daß die Stadt Alsfeld und ihre Bürgerschaft stolz darauf seien, eine so gewaltige Kundgebung der deutschen Turnsache in ihren Mauern erleben zu dürfen. Zugleich überbrachte er im Vamen der Stadtverwaltung dem Turnverein Alsfeld die herzlichsten Glückwünsche zur Feier feines 80jährigen Bestehens, die der Verein mit dem Gauturn- feft verbindet. Die Festrede hielt sodann Rektor Rudolph, Alsfeld, Ehrenmitglied des Alsfelder Turnvereins. Der Redner wies auf die hohe Bedeutung und Wichtigkeit der Turnsache für jeden Einzelnen und für das Volksganze hin und schloh mit einem warmen Appell an die Festteilnehmer zur eifrigen Mitarbeit an der deutschen Turnsache im Sinne des Geistes und Vorbildes von Vater Iahn. Der Vorsitzende des Alsfelder Turnvereins, Geschäftsführer Bender, übergab sodann mit einer kurzen Ansprache das Fest .an den Gau Hessen, welche« der erste Gauvertreter, A. Pfeiffer, Weh- l a r, mit einer kernigen Ansprache übernahm, wobei er insbesondere darauf hinwies, dah im xs- Roman von Edgar Wallace. gefährlichem Boden und war sich dieser Tatsache völlig bewuht. — „Aber schließlich", fügte sie mutwillig hinzu, „gibt es doch noch andere Stellen, wo tüchtige, junge Mädchen verlangt werden." „Ich kenne eine Stelle, wo ein tüchtiges, junges Mädchen verlangt wird." Larry schluckte hart. „Seine Arbeit besteht' darin, sich um eine kleine Wohnung zu kümmern und das bescheidene Vermögen eines Kriminalinspektors, der eines schönen Tages auch mal was besseres wird, zu teilen." Bei diesen Worten ließ sie das Stückchen Toast fallen, das sie gerade ausgenommen hatte. „Ich — ich verstehe Sie nicht", stammelte sie. „Sie verstehen mich nicht?" wiederholte Larry. „Ich möchte Sie heiraten — scheren Sie sich zum Teufel!" Mit offenem Munde blickte sie auf und sah gerade noch, wie sich die Tür hinter dem schwer- gekränkten Sunnh schloß. „Entschuldigen Sie, bitte — es tut mir furchtbar leid", stotterte Larry. „Ich habe Sie doch nicht gemeint — ich meinte natürlich —" „Ich weih, was Sie meinen,“ sie legte ihre Hand auf die {einige, „Sie wollen m i ch haben?" „Ich verlange nach Ihnen", sagte Larry heiser. „Ich sehne mich so sehr nach Ihnen, dah ich keine Worte finden kann, um Ihnen das auszudrücken." Sie sagte nichts. Ihre Hand lag still unter seiner, aber atd ihr Blick auf ihr verzerrtes Spiegelbild in der silbernen Kaffeekanne fiel, lachte sie auf, und Larry, der sehr empfindlich war, zog schnell seine Hand zurück. „Ich befürchte, ich mache mich lächerlich", sagte er ruhig. Sie hatte sich nicht gerührt. „Legen Sie Ihre Hand wieder zurück", flüsterte sie ganz leise, und Larry gehorchte, „ilnb jetzt erzählen Sie mir, was Sie sagen wollten. Ich muhte über mich selbst in der Kaffekanne lachen. Ich sehe wirklich nicht aus tote jemand, dem man um halb neun Uhr morgens einen Heiratsantrag machen könnte." „Sie — Sie wissen also, dah man Ihnen einen Antrag gemacht hat?" sagte er leise. Sie nickte, und ihr« leuchtenden Augen trafen die feinigen. & & KN Sondervorführungen! Tv. 1860 Bad-Vauheim, Freiübungen, 58 P.» sehr gut — Tv. Alsfeld, Körperschule, 57 Vs P. sehr gut. — Tv. Grünberg, Hammerübungen, 541/2 P., sehr gut. — Tv. 1860 Bad-Vauheim, Körperschule, 45 P., gut Oberstufe, Zwölfkampf. (Acht Geräteübungen, eine Freiübung, baau Weitsprung, Kugelstoßen und Hangeln) Höchstleistung 240 P., Mindestleistung 160 P. 26 Teilnehmer, 23 Sieger. Chrensieger Willi Beaupain, T. u. Sp.-V. Marburg, 214 P.; 1. Sieger Alfred Eckhardt, Tv. 1859 Vidda, 214 P.; 2. Albert Würtz, Tv. Krofdorf, 207 P.; 3. August 'Best, Tv. Wetzlar, 202 P.; 5. Fritz Weitershaus, Tv. Großen-Linden, 192 P.; 6. Albert Leun, Tv. Großen-Linden, und Heinrich Arnoth, Tv. 1846 Gießen, 191 P.; 8. Karl Kehler, Tv. Großen- Linden, 188 P.; 9. Karl Würtz, Tv. Krofdorf, 183 P.; 10. Alois Burkart, Tv. 1846 Gießen, 182 P.; 12. Arthur Kreiling, Mtv. Gießen, 178 P.; 13. Franz Reuschling, Tv. Heuchelheim, und Eduard Heyer, Tv. Krofdorf, 173 P.; 15. Rudolf Spuck, Mtv. Gießen, 170 P.; 16. Wilhelm Bernhardt, Tv. 1846 Giehen, Ito P.; 17. Karl Ludewig, Tv. Wetzlar, 166 P. Oberstufe, Zehnkampf. (9 Geräteübungen, eine Freiübung), Mindestleistung 133 P. 7 Teilnehmer, 6 Sieger. Ehrensieger Adolf Fink, T.- u. Sp.-V. Marburg, und Richard Seth, Tv. Großen-Linden, 184 bzw. 183 P.; 1. Walter Ciegmann, Tv. Alsfeld, 159 P. Mittelstufe, Zwölfkampf. (Wie oben, entsprechend abgeändert.) 57 Teilnehmer, 50 Sieger. 1. Sieger Karl Leinweber, Tv. Treis a. d. Lda., 211 P.; 2. Gotthard Kühn, T.- u. Sp.-V. 1860 Marburg, 210 P.; 3. Wilhelm Hahn, Tv. Grohen-Duseck, 201 P.; 4. Paul Reuter, Tv. Hungen, 200 P.; 6. Heinz Meier, Mtv. Gießen, und Heinrich Schaaf, Tv. Treis a. d. Lda., 194 P.; 7. Heinrich Zammert, Mtv. Gießen, 193 P.; 8. L. Laux, Tv. Leihgestern, 191 P.; 12. Theodor Rinn, Tv. Heuchelheim. 185 P.; 14 Karl Schmadel, Tv. Grünberg, 182 P.; 17. Paul Edelmann, Tv. 1859 Vidda, 179 P.; 18. Heinrich Adolf, Tv. Klein-Linden, 178 P.; 19. Richard Frank, Tv. Grünberg, 177 P.; 22. Georg Emmerich, Tv. Hungen, 174 P.; 26. Richard Lang, Tv. Leihgestern, 167 P.; 27. Karl Keil, Tv. Grünberg, 165 P.; 29. Wilhelm Hofmann, Tv. Großen-Linden, 161 P. Unterstufe, Zwölfkampf (wie oben, entsprechend abgeändert). — 366 Teilnehmer, 275 «Sieger. 1. Sieger Wilhelm Stichler, Tv. Hungen, 229 Punkte; 2. Willi Dem, Tv. Lang- Göns, 225 P.; 3. Wilhelm Dreier, Tv. Lang-Göns, 223 P.; 7. Heinrich Hettche, Tv. Treis a. d. Lda., 212 P.; 8. Karl Seipp, Tv. Großen-Linden, und Heinrich Falk, Tv. Hungen, 211 P.; 9. Wilhelm Rinn, To. Heuchelheim, 209 P.; 14. Werner Lotz, Mtv. Gießen, 204 P.; 15. Leo Beitter und Friedrich Wenderoth, Tv. 1846 Gießen, 203 P.; ,16. August Schott, Tv. 1846 Gießen, Richard Velten, To. Leihgestern, und Heinrich Jung, Tv. Lützellinden, 202 P.; 17. Wilhelm Hofmann, To. Hungen, 201 P.; 18. Philipp Will, Tv. Treis a. d. Lda., 200 P.; 19. Karl Hahn, Tv. Dutenhofen, 199 P.; 21. Willi Hartmann, Tv. 1846 Gießen, 197 P.; 22. Karl Gehringer, Tv. Grünberg, und Rich. Dreier, Tv. Lana-Göns, 196 P.; 23. Willi Straub, To. 1846 Gießen, und Herm. Walter, Tv. Lich, 195 P.; 24. O. Rinn, Tv. Heuchelheim, und Aug. Knurz, To. Dutenhofen, 194 P.; W. Ufer, Tv. 1846 Gießen, 193 P.; 26. Willi Husmann, To. 1846 Gießen, und Wich. Weller, Tv. Heuchelheim, 192 P.; 28. Wilhelm Kehr, To. Treis a. d. Lda., und Karl Jung, Tv. Großen-Linden, 190 P.; 29. Ernst Emmerich, Tv. Hungen, Wilhelm Weber, Tv. Grünberg, und Alb. Hep, Tv. Allendorf a. d. L., 189 P.; 30. Heinrich Schmitt, Mtv. Gießen, 188 P.; 31. Heinrich Marten, To. Klein-Linden, und Richard Wagner, To. Allendorf a. d.L., 187 P.; 32. Will.i Man, Tv. 1859 Nidda, und Jakob Singel, To. Grüningen, 186 P.; 33. Karl Germer, Tv. Heuchelheim, Adolf Leib, Tv. Krofdorf, Heinrich Frutig und Karl Allenberg, Tv. Hungen, 185 P.; 34. Erich Ploch, Mto. Gießen, Karl Debus, Tv. Krofdorf, und Heinrich Franz, Tv. Lützellinden, 184 P.; 36. Ernst Engel, Tv. Grü- ningen, 182 P.; 39. Fritz Arnold, Tv. 1846 Gießen, und Hch. Merz, Tv. Nidda, 179 P.; 40. Wilhelm Wagner, To. 1859 Nidda, Otto Kern, To. 1846 Gießen, Albert Heinrich, Tv. Allendorf a. d. L., und Ernst Garsche, Tv. Muschenheim, 178 P.; 41. Heinrich Hofpcker, Mto. Gießen, und Wilhelm Becker, Tv. Muschenheim, 177 P.; 42. Ernst Bloch, Tv. Bettenhausen, 176 P.; 43. Max Hardt, Tv. 1846 Gießen, Adolf Rühl, Tv. Echzell, Paul Friedrich und Otto Römer, To. Grünberg, 175 P.; 44. Albert Heyer, Tv. Krofdorf, und Herbert Schneider, To. Ostheim, 174 P.; 45. Rudolf Stiller, Mtv. Gießen, und Paul Kuhl, To. Langsdorf, 173 P.; 46. Kurt Zeiger, Mto. Gießen, Karl Steuernagel, Tv. Lich, und Rudolf Jung II., Tv. Klein-Linden, 172 P.; 47. Heinrich Kappes, Tv. Grünberg, 171 P.; 48. Gustav Bausch, Tv. Langsdorf, 170 P.; 49. Hans Vogt und Karl Habicht, To. 1846 Gießen, 169 P.; 50. Karl Repp, To. Grünberg, August Müller, To. Klein-Linden, und Ernst Stern, Tv. Großen-Linden, 168 P.; 51. Hans Birk und Richard Ritz, Mto. Gießen, 167 P.; 52. Erwin Müller, Tv. Lang-Göns, und Hans Bepler, To. Heuchelheim, 166 P.; 53. Friedrich Brück, Tv. 1846 Gießen, Wilhelm Menges, To. Lich, und Wilhelm Müller, Tv. Klein- Linden, 165 P.; 54. Hermann Weil, Tv. Müschen- heim, und Artur Stengel, To. Ostheim, 164 P.; 55. Otto Becker, Tv. Langsdorf, 163 P.; 56. Heinrich Kempf. To. Lich, und Heinrich Rinn, Tp. Heuchel- beim, 162 P.; 57. Karl Schriedorf, To. 1846 Gießen, und Ernst Weil, Tv. Muschenheim, 161 P. Altersturner, 1. Klasse (35 bis 45 Jahre). Neunkampf (sechs Geräteübungen, eine Freiübung, Wertfprung und Kugelstoßen). 30 Teilnehmer, 26 Sieger. 1. Sieger Otto Maier, Mtv. Bad-Nauheim, 165 Punkte; 2. Paul Müller, Tv. Wetzlar, und Karl Grimmei, Tv. Großen-Linden, 162 P.; 3. Franz Sauer und Wilhelm Euler, Tv. 1846 Gießen, 155 P.; 5. Willi Keßler, Tv. Lang-Göns, 148 P. ; 7. Karl Keßler, To. Hungen, 142 P.; 8. Karl Müller, Tv. Gießen, 141 P.; 9. Otto Wagner, Tv. Lich, und Otto Hofmann, To. Großen-Linden, 138 P.; 13. H V 1846 ;9' 175 P. .^tiebri* ^bert R*’4.4- Silben ®fc,'fr1''. I» jt- na™ A»; ’ e“ernQfle(’ ^rt ä'8i"SaÄ "ubera 17« *72 P . M fiani ’äSffi n Deil K m ^in» ÄZS ^Uukompf ILA. S ft!”, t iS*« n'w?^orf Xo. 1846 toui, ^"3 Ä® j *■ Sari üfil’r i, 'S® Reifet, ID Ito 9tnber- Id. firofbort net. 'tHl“?'?”?1 (We r nebm6t- 20 ' Mflut. Tv. Dr, rnft 3ung, Tv. M 1101 Ärcfborf, 159 r- A>. Dad-Dauheun, l'Äo@ie6cn’ und ett. 148 P. 6. Fritz -10- Otto Mathie» Hemrich Schmidt III, n ÜotefL -1- Lieg Heinz 3er* m; 2. Peter Pfeffer, 3. Ludwig Gerhardt, Duich. Tv. Detzlar; 1846 Giehen: 10. Lud« chen. Säbel 1. Sieg Paul Hoff« lheim; 2. Karl Mulch, erhardt, Tv. 1846 ©teer, Tv. 1846 (Sieben; ar; 8. Ludwig Q3au6e( men. 'elflufe. ft. Gerth, Tv. 1^> ft. W«, MW. (Sie- Detidewerd'. Wilhelm )?/s P.; Fritz Deiner, häuptfpringriu b-Aauheim, und Ehrist. 351/. P. 50-QEetec- 1. Christian Weeg. Tv. jMeter-Strecten' Miv. Gießen, 36 Sei iterstufe. Wahn, Tgde. Fried« Straub, Tv. 1846 Gw« rst, Wtv. Gießen, 86V. nd fturt Horehfeck. Tv. 7terDrustschivnn. ). Baumann, Mv. Str« er Rückenschwtm' ■ÄÄ ta äks» war noch mir. kann? wbiflO anzureden-i ' SE» rncn nach,eu‘ - Larry eicht ^^daran. s"»Ä Seite, unk' ZW fci ö2". Schatt^ m®*** Turnerinnen, Unterstufe. Mehrkampf: 1. Qlnni Pfund, Tv. 1846 Gießen, 893/t P.; 2. Leni Wagner, Tv. 1860 Bad-Nauheim, 79 P. Haup t s p ri nae n: 1. 2lnni Pfund, Tv. 1846 Gießen, 413/, P. 5 0- Meter-Rückenschwimmen: 1. QInni Pfund, Tv. 1846 Giehen, 51 Vs Sek. Jugendturner. Mehrkampf: 1. Otto Kern, Tv. 1846 Giehen, 70 P.; 2. H. St Pnulus, Tv. Wetzlar, 681,2 P. Hauptspringen. 1. Otto Kern, Tv. 1846 Giehen, 30 P. 50-Meter-Brust- schwimmen: 1. Otto Kern, Tv. 1846 Giehen, 42Vs Sek. Streckentauchen 30 Meter: 1. Otto Kern, Tv. 1846 Gießen, 21 Sek. Jugendturnerinnen. Mehrkampf: 1. Gertrud Schmidt, Tv. 1846 Giehen, 54 P.; 2. Gretel Schreier, Tv. 1846 Gießen, 531/2 P. Hauptspriugen: 1. Gertrud Schmidt, Tv. 1846 Gießen, 28 P. Streckentauchen, 25 Meter: 1. Gretel Schreier, Tv. 1846 Gießen. Vereine ohne winterbad. Turner, Mehrkampf: 2. Willi Koch, Tv. Grünberg, 583/* P. Streckentauchen, 35 Meter: 1. Willi Koch, Tv. Grünberg, 39 Meter in 44 Sek. 200-Meter-Bru st schwimmen, offen für Turner sämtlicher Stufen: 1. Emil Hüber, Tv. Wetzlar, 3 Min. 1P/S Sek. Hessen staffel, offen für sämtliche Stufen; 10 Läufer und 10 Schwimmer: 1. Tv. 1846 Giehen, 9 Min. 9 Sek. Turnerinnen, 4xl00-Meter-Druststaffel: 1. Tv. 1846 Giehen, 5 Min. 182/5 Sek. Jugendturner, 4x50-Meter-Drust staffel: 1. Tv. Wetzlar, 2 Min. 57V» Sek. TurnerinnenDolkstümlicherOreikampf (75-Meter-Lauf, Weitfprung und Kugelstoßen. — 41 Teilnehmerinnen, 34 Siegerinnen.) 1. Siegerin Else Dickelhaupt, Mtv. Gießen, 282 P.; 2. Gustel Ctling, Tv. Alsfeld, 276 P.; 3. Tilly Efpach, Mtv. Giehen, 268 P.; 4. Erna Althaus, Mtv. Gießen, 258 P.; 5. Mathilde Koch, Tv. 1846 Giehen, 249 P.; 6. Hildegard Pappe, Tv. 1860 Lich, 246 P.; 9. Wilhelmine Walz, Tv. 1860 Lich, 235 P.; 11. Ria Philipp, Tv. 1846 Giehen, 229 P.; 15. Friedel Münnich, Tv. 1846 Giehen, 220 P.; 17. Lotte Mohr und Ida Hauk, Tv. 1846 Giehen, 218 P.; 18. Martha Seiferth, Mtv. Dießen, 216 P.; 19. Toni Hardt. Tv. 1846 Gießen, 214 P.; 21. Paula Hofmann, Mtv. Gießen, 198 P.; 25. Gretel Otto, Mtv. Giehen, 178 P.; 26. Gertrud Ziknmer, Tv. 1860 Lich, 175 P.; 28. Anneliese Heh, Mtv. Giehen, 167 P.; 31. Else Fink, Tv. Klein-Linden, 159 P. Turnerinnen Meisterschastskämpfe. Speerwurf: 1. Siegerin Paula Hofmann, Mtv. Giehen, 22,5 Meter. Ball-Wei twurf: 1. Elisabeth Prediger, Tv. Kirchhain, 62 Meter. Kugelstoßen: 1. Gustel Etling, Tv. Alsfeld, 9,20 Meter; 2. Else Bickelhaupt, Mtv. Giehen, 9,03 Meter. Weitsprung: 1. Erna Althaus, Mtv. Giehen, 5,37 Meter; 2. Tilly Espach, Mtv. Giehen, 4,98 Meter. Hochsprung: 1. Else Bickelhaupt, Mtv. Giehen, 1,41 Meter; 2. Tilly Espach, Mtv. Giehen, 1,36 Meter. 10 0- Meter-Lauf: 1. Else Bickelhaupt, Mtv. Gießen, 13,3 Sek.; 3. Martha Seifferth und Tilly Espach, Mtv. Gießen, 14 Sek. Staffeln, 400 Meter: 1. Männerturnverein Gießen, 51 Sek.; 2. Tv. Alsfeld, 52 Sek. Musterriegen. 4 0 Turner: To. Hungen, Barren, 103 P., sehr gut; Mtv. Giehen, Pferd, 102 P., sehr gut; Tv. Krofdorf, Reck, 101 P., sehr gut; Tv. Großen- Buseck, Pferd, 100i P., sehr gut; Tv. Treis a. b. Lda., Pferd, 99 P., gut; To. Klein-Linden, Pferd, 98$ P., gut; Tv. 1846 Gießen, Sprungtisch, 96$ P., gut; Tv. Heuchelheim, Barren, 93$ P., gut; To. Nidda 1859, Pferd, 92 P., gut; Tv. Lang-Göns, Pferd/Borren, 90 P., gut; To. Lich, Barren. 89 P., gut. — Altersturner: Tv Gießen 1846, Barren, 101$ P., sehr gut. Gonder-Volksiurnen. Dreika m p f (100-Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen). Turner: 55 Teilnehmer, 47 Sieger. 1. Sieger Hans Möckelmann, Tv. 1846 Gießen, 270 P.: 2. Ernst Stengel, Tv. Großen-Linden, 262 P.; 3. Fritz Weitershaus, To. Großen-Linden, 259 P.; 4. Hans Steines, Mtv. Gießen, 256 P.; 5. Heinz Rothermel, Mtv. Gießen, 255 P.: 9. Ludwig Malkomesius, Mtv. Gießen, 237 P.; 10. Franz Müller, Tv. 1846 Gießen, 236 P.: 14. Otto Gugel, Mio. Gießen, 219 P.; 15. Hans Hillesheim, Tv. Nidda, 218 P.; 17. Albert Würtz, Tv. Krofdorf, 213 P.; LI. Otto Bach, Tv. Krofdorf, 203 P.; 23. Karl Röhn, Tv. Grohen-Buseck, 200 P.; 24. Werner Langenohl, Tv. Heuchelheim, 196 P.; 29. August Becker, Tv. Großen-Linden, 184 P.; 37. Karl Würtz, Tv. Krofdorf, 164 P. Altersstufe (35—45 Jahre), 5 Teilnehmer, 5 Lieger. — 3. Sieger Otto Wagner, Tv. Lich, 186 P. SondervolkSturnen, Einzelwettkämpfe. Läufe. 100-Meler-Lauf: 3. Sieger Ernst Stengel, Tv. Grohen-Linden, 12,2 Sek. — 200-Meter-Lauf: 1. Sieger Ludwig Malkomesius, Mtv. Giehen, 24,2 Sek. — 400- Meter-Lauf: 3. Sieger Franz Müller, Tv. 1846 Gießen, 58,6 Sek. — 1500-Meter- Lauf: 1. Karl Schaaf, Tv. Dernsfeld, 4 Win. 4Vs Sek.; 4. Hans Kvch, Mtv. Giehen. Weitsprung: 4. Sieger Heinz Rothermel, Mtv. Giehen, 6,50 Meter. — Stabh och - sp run g: 1. Sieger Hans Steines, Mtv. Giehen, 3,10 Meter. Kugel stoßen: 1. Sieger Hans Möckelmann, Tv. 1846 Gießen, 11,79 Meter; 2. Otto Gugel, Mtv. Gießen, 11,61 Meter. Stein st ohen: 2. Sieger Heinz Rothermel, Mtv. Giehen, 7.00 Meter; 3. Albert Weigel, Tv. Klein-Linden, 6,94 Meter; 4. Hch. Arndt, Mtv. Giehen, 6,75 Meter. Speerwurf: 3. Sieger Hermann Koch, Tv. Grünbecg, 38,45 Meter. Diskuswurf: 2. Sieger Heinrich Arndt, Mtv. Giehen, 30,41 Meter. Wirtschaft. Rindermarkt in Gießen. Der Auftrieb zum heutigen Rindermarkt betrug 1091 Stück Großvieh und 231 Kälber. Der Handel muh als schlecht bezeichnet werden; für Zuchtvieh war die Kauflust sehr gering, während für Schlachtvieh fast keine Rachfrage war, so daß sich der Markt sehr in die Lange zog und großer Xleberstand verblieb. Es wurden bezahlt: für Kühe 1. Qualität 450 bis 550 Mk., für 2. Qualität 350 bis 450 Mk., für 3. Qualität 150 bis 250 Mk.; Schlachtkühe 100 bis 300 Mk.; ein- bis zweijährige Rinder 90 bis 140 Mk.; Kälber je Pfund Lebendgewicht 45 bis 55 P.; bessere Tiere brachten Preise über Notiz. * SüddeutscheLufthansa AG., München. Die Gesellschaft konnte im Jahre 1928 einen kleinen Gewinn von 2045 Mark (im Vorjahre 6464 Mark Verlust) erzielen. Auf 15 (13) Strecken wurden 1,27 (1,32) Millionen Kilometer beflogen, 18 097 (17 830) Passagiere und 102 143 (67 468) Kilogramm Fracht befördert. Die Regelmäßigkeit auf den Strecken ist von 93 auf 96,4 Prozent gestiegen. München steht als Flughafen der deutschen Lufthansa wieder an zweiter Stelle. Neu beflogen wurde die Linie München—Mailand. Die tägliche Flugleistung ist von 8412 auf 10 490 Kilometer gestiegen. 5>ie Folgen der Abstriche im deutschen Luftfahrhaushalt lassen sich zur Zeit noch nicht übersehen. In der Bilanz ermäßigten sich Kreditoren auf 96 011 (155 066) Mark, andererseits gingen Debitoren auf 34 918 (157 463) Mark zu. rück, während flüssige Mittel auf 450 651 (310 199) Mark anwuchsen. Beteiligungen erscheinen mit 1 562 000 (1 616 750) Mark. * Ludwig Ganz, 21.-®., Mainz. Die Gesellschaft hat die Orientteppichabteilung der Firma David & Co. in Berlin übernommen, da sich diese Firma in Zukunft ausschliehlich ihren Fabrikationsbetrieben widmen will. Die Firma David & Co. unterhält zu der Ludwig Ganz A.-G., die in dem Berliner Geschäftshaus von David & Co. eine Zweigniederlassung errichten wird, besonders freundschaftliche Beziehungen. * Kapitalerhöhung der Großkraftwerk Mannheim A.-G. Der Mannheimer Dürgerausschuh wird am 26. Juli über den Vorschlag des Stadtrats abzustimmen haben, das Kapital der Großkraftwerk Mannheim A.-G. um 2 Mill. Mk. zu erhöhen. Davon sollen 1 Mill. Mark durch die Stadt Mannheim mit einer Einzahlung von zunächst 250 000 Mk. übernommen werden. Der Aufsichtsrat hatte am 15. Februar beschlossen, das Mißverhältnis in der Bilanz zwischen den eigenen Mitteln und den gegenwärtigen und neu zu beschließenden Darlehen durch eine Erhöhung des Stammkapitals von 4 auf 6 Mill. Mk- zu beseitigen. Am Stammkapital sind beteiligt: Stadt Mannheim und Pfalzwerk A.-G. mit je 1 205 000 Mk., Dadenwerk A.-G. mit 1,040 Will. Wk. und Neckar A.-G. mit 550 000 Mk. Da sich das Dadenwerk und die Neckar A.-G. nicht an der Kapitalerhöhung beteiligen, sind die 2 Mill. Mk. je zur Hälfte von der Stadt Mannheim und der Pfalzwerk A.-G. aufzubringen. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 23. Juli. Tendenz: lustlos. — Die Dörse eröffnete auch heute wieder in lustloser Haltung. Die etwas bessere 'Beurteilung des russisch-chinesischen Konfliktes konnte in der bestehenden Reise- und Ferienzeit und der starken Hitze keinen Eindruck machen, da hierdurch die 'Dörsenbesucher nur in geringem Umfange vertreten waren. Der etwas freundlichere Grundton im Dormittagsverkehr wurde wieder durch die schlechteren Geldmarktverhältnisse und den bevorstehenden Ultimo verwischt. Das Geschäft bewegte sich in den denkbar engsten Grenzen, da daS Ausland, sowie die Dankkundschaft dem Geschäft fast vollkommen fern« blieben. Gegenüber der gestrigen Abendbörse traten Rückgänge bis zu 1,5 Prozent ein. Am Elektromarkt lagen AEG. behauptet; Chadcaktien, Licht & Kraft von 0,75 Prozent bis 1 Prozent schwächer. Siemens eröffneten mit minus 2 Prozent etwas stärker vernachlässigt. Für Schuckert bestand kaum Interesse, so daß die Laßt die Tiere bei der Hitze nicht Durst leiden! Erstnotiz sehr spät zustande kam. Farben lagen 1,75 Prozent schwächer. Montanwerte hatten ebenfalls kaum Geschäft zu verzeichnen, die Kurse ?aben hier bis zu 1 Prozent nach, nur Gelsen- irchen blieben knapp behauptet. Autowerte waren uneinheitlich. Für Adlerwerke bestand bei etwas höheren Kursen einige Nachfrage. Daimler minus 0,75 Prozent. Am Dauunternehmungsmarkt konnten Holzmann auf stärkere Nachfrage 2 Prozent anziehen. Am Dankenmarkt waren die Kurse knapp behauptet. Renten geschäftslos. Im Verlaufe blieb die Umsahtätigkeit minimal, doch konnten sich zumeist die Kurse um Bruchteile eines Prozentes bessern. Am Schiffahrtsmarkt waren Norddeutscher Lloyd, nachdem dieses Papier 1 Prozent schwächer eröffnete, wieder etwas gebessert und konnten einen Teil chres Verlustes wieder aufholen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7 Prozent unverändert. Arn Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar: 4.1949, gegen Pfund 20.356, London gegen Kabel 4.8540, gegen Paris 132.85, gegen Mailand 92.77, gegen Madrid 33.33, gegen Holland 12.80. Berliner Börse. Berlin, 23. Juli. Während es im heutigen Dormittagsverkehr so aussah, als ob die Tendenz auf Grund einiger günstiger Momente (Absatz, steigerung beim Ruhrkohlensyndikat, guter Eisen- marktberrcht und Meldungen aus Rußland-China, nach denen zwischen beiden Friedensbereitschaft besteht und die akute Kriegsgefahr beseitigt zu sein scheint), eher freundlicher werden würde, sah man sich hierin zu Beginn der offiziellen Börse wieder enttäuscht. Stärkeres Angebot, namentlich wieder am Farbenmarkt, und Sorge für den Londoner Geldmarkt, die sich nach weiteren Goldverlusten der Bank von England auch wieder auf eine Diskonterhöhung erstreckt, wurden ausschlaggebend. Das herauskommende Ma. terial, obwohl nicht drängend, fand bei der Or. der. und Geschäftslosigkeit nur zu weichenden Kursen Ausnahme. Die noch vormittags favorisierten Schiffahrtsaktien, für die die Rekordfahrt der „Bremen" psychologisch anregte, konnten ihre Höchstkurse nicht behaupten, lagen allerdings immer noch etwas über gestern Schluß, Auch Holzmann lagen etwas fester. Schlesische Textil ausgesprochen fest, mit 27,75 nach 24, etwa 15 Prozent ihres Effektivwertes höher. Außer Far. den und Siemens waren Reichsbank, Schubert & Salzer, Glanzstvff, Svenska, Kautschuk, Deutsche Linoleum, RWE. beachtenswert schwächer. Polyphon verloren sogar 8 Prozent. Deutsche Anleihen unverändert. Ausländer geschäftslos. Pfandbriefe eher eine Kleinigkeit freundlicher. Am Geldmarkt erfuhr der Tagesgeldsah eine Erleichterung auf 6,5 bis 9 Prozent. Monats, geld blieb dagegen mit 9,5 bis 10,5 Prozent gesucht. Warenwechsel etwa 7,90 bis 8 Prozent. Auch nach den ersten Kursen war es auf den meisten Marktgebieten vollkommen geschäfts- los, und die Kurse neigten eher weiter zur Schwäche. Nur in den anfangs besonders stark gedrückten Papieren konnte man leichtere Erho. lungen bis zu ein Prozent feststellen. Am Far. b e n m a r 11 schien im Verläufe der Dörse etwas interveniert worden zu sein. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 23. Juli. Im Zusammenhang mit den starken Preissteigerungen der nord- amerikanischen Märkte war die Tender am heutigen Nebenmarkt wieder etwas fester. Es bestand namentlich für Brotgetreide wieder Kauf- neigung, doch blieben die Preise hier unner- änbert. Ain Mehlmarkt konnte Weizenmehl von seinem gestrigen Preisverlust wieder 0,75 Mark aufholen. Etwas schwächer notierten inländischer Hafer und Weizenkleie. Es wurden notiert: Roggen 22.50 bis 22,75, Hafer inländischer 23, Mais (gelb) für Futterzwecke 22.75 bis 23, Weizenmehl, südd. Spezial 0 38,75 bis 41,50, Roggenmehl 30.60 bis 32. Weizenkleie 11,50, Roggenkleie 12,75. Tendenz befestigt. Berliner Produktenbörse. Berlin, 22. Juli. Während im Vormittags- verkehr im Anschluß an die schwachen Meldungen von den nordamerikanischen Terminmärkten das Preisniveau für Weizen und Roggen bis 2,50 Mark unter dem des Wochenschlusses lag, machte sich bei Börsenbeginn unter dem Eindruck des verhältnismäßig festen Liverpools für Weizen eine stetigere Haltung bemerkbar. Dom Jnlande wird Weizen alter Ernte nur noch vereinzelt angeboten und 2 Mark niedriger bewertet. Dagegen ist Roggen alter Ernte aus allen Landesteilen weiterhin dringlich offeriert, da man für den neuen Roggen, mit dessen Schnitt verschiedentlich schon begonnen» worden ist, Platz schaffen muh. Auch zu weichenden Preisen bekundeten die Mühlen angesichts des stockenden Roggenmehlgeschästes nur geringe Kauflust. Am Lieserungsmarkt setzten die Julisichten 2,50 bzw. 3 Mark niedriger ein. Weizen für HerbskXieferung war ziemlich behauptet; Septemberroggen verlor 1,50 Mark. Der Mehlmarkt bleibt ruhig, Roggenmehl ist reichlich offeriert und wiederum schwächer. Hafer bei ausreichendem Angebot stetig. Daten für Mittwoch, 24. Juli. Sonnenaufgang: 4.12 Xlhr, Sonnenuntergang: 20.01 Uhr; Mondaufgang 21.41 Uhr, Monduntergang: 6.33 Uhr. 1864: der Dichter Frank Wedekind in Hannover geb. — 1908: der Maler Walter Leistikow in Berlin gest. — 1920: der Schriftsteller Ludwig Ganghofer in Tegernsee gest. — 1923: Unterzeichnung des Friedensvertrages von Lausanne zwischen der Türkei und den Alliierten. Kunst und Wissenschaft. Amerikanische Tonfilme verboten. Das Kammergericht in Berlin hat in dem Patentstreit zwischen der Deutschen Telefunken-Gesellschaft und der amerikanischen Western Electric Company ein vorläufiges Urteil gefällt. Das Gericht hat eine vorinstanzliche einstweilige Verfügung bestätigt, wonach es der Western Electric Company untersagt wird, ihre Tonfilm-Apparate in Deutschland zur Vorführung zu bringen, da diese Apparate deutsche Erfinderrechte verletzen sollen. Die von deutscher Seite eingebrachte einstweilige Verfügung gegen die Berliner Uraufführung des Tonfilms „The singing fool“ im Gloria-Palast war vom Landgericht aufgehoben toorben. Nachdem das Kammergericht wieder zugunsten der deutschen Erfindergruppe entschieden hatte, mußte auf Veranlassung dieser Gruppe die Vorführung des Tonfilms „Hochzeitsmarsch" im Mozart-Saal unterbrochen werden. Die Western Electric Company ließ durch Beauftragte sofort ihre Apparatur aus den Berliner Kinos entfernen. Letzte Nachrichten. Das Befinden des Reichskanzlers. Heidelberg, 23. Juli. (WTD. Funkspruch.) Der Reichskanzler verbrachte eine ruhige Nacht. Der Zustand des Patienten wird von den Aerzten als leidlich gut bezeichnet. Unwetter über Baden. Karlsruhe, 23. Juli. (WTD. Funkspruch.) Aeber der Karlsruher und Bruchsaler Gegend tobte gestern nachmittag gegen 4 Uhr ein schweres Gewitter, verbunden mit heftigem Hagelschlag und 0 r k a n a r t i- gem Sturm. An den Feldern und Gärten wurde erheblicher Schaden angerichtet. Besonders schwer tobte das Unwetter in der Gegend von Leutschneureuth, wo u. a. eine Geflügelfarm zer stört wurde. Dabei wurde durch Einsturz eines Mauerteiles eine 2 3jährige Modistin aus Karlsruhe, die bei der Bergung der Ernte half, getötet. In Anter- l ö w i s h e i m stürzte eine Ziegelei ein. Menschen kamen hier nicht zu Schaden. In Karlsruhe und in Bruchsal entstanden durch die Wassermassen starke Stauungen, so daß in verschiedenen Straßen das Wasser in die Keller drang. Kurszettel -er Berliner und Frankfutter Börse faantfurt a. M isranlsurta.M. Berlin Sck>lub»lAnfang An» | Kurs 23.7. 22-7. 22.7. lös 110 208,5 100 389,5 387 236,5 228,5 155 167 53,5 52,75 49,5 49,9 214 55 55 64,5 64,5 124 124 120 118,5 220 Banknoten. 12 Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, ,5 393,75 223,75 76,25 84,6 109,5 129 62,5 105,75 195,5 221,25 115,5 133,5 137,75 146,5 132,5 222 150 194 22 , 8 8 10 8 . 8 10 10 8 10 15 12 18 14 12 12 7 8 0 0 , 5 10 . 0 . 5 > 6 , 0 . 6 11 , 0 196,25 222 154,5 209,5 137 135 88 107,6 104,25 297 124,5 108,75 196 53 53,5 207 139,75 146,5 189 228 284,5 76 85,25 125,75 113,75 64,25 235 239,75 393,75 225 105,75 110,65 130,5 122 136,25 88,25 107,75 105,75 297 125,75 54 68,75 304 235,75 387 235,75 154 l-U6r- Kurt 196,25 222,25 155,5 209,25 136,5 208 140,5 148 188,5 228 387,5 146,5 168,5 75 115 134,5 139,13 146 134 197 22 91 214,25 112,5 64 233,25 Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. flllfl. Deustche Eisenbahn Homburg-Amerika Bakel . Hamb.-Südam. Dampfsch. Hansa Dampfschiff ... Norddeutscher Lioqd . . Ailg. Deutsche Ereditanü. . Barmer Bankverein . . Berliner HandetSgeselstch. • Kammer», uni «rivat-Bank D armK. u. Nation alb ank Deutsche Bank..... Tijkonw-Belelllchast «nt.. Dresdner Bank . . vittteldeutlche Lredltdaul . Metallbank....... Kslchsbank...... . Datum . . . . 8 . . . . 9 ... 10 ... 10 . . . . 6 ... 10 ... 10 . . . . s ... 10 . . . . 8 . 8 . 8 10 . 8 10 10 12 11 12 10 10 10 . 9 A.S.S........ Bergmann..... Elettr. Lieferungen. . Licht und Kraft . . . Gelten 4 Guilleaume. Gef. f. (Helft. Untern- Hamb. Elettr. Werke . Rhein. Elettr. . . . Schlei. (Helft. . . . . 306 I 237,25 I 390 303,5 237,75 150 109 198,4 54 54,25 4% Schwei«. BunbeR^Lnl.. . . 4% Onterreichilche Goldrte.. . . 4,20% Oefterr. Silberne..... 4% OeKerreich. einheitl. Rte. . . 4% Ungarifche Goldrle...... 4% Ungarische Staatlr. v. 1910 . iy,% de-gl. von ISIS..... 4% Ungarische Kronenrte.. . . 4% Türt. Zollanlcihe v. 1911 . . 4% Türkische Bagdadbahn-Anl. Serie I 4% besgl. Serie II..... 4% Rumänen convert. Rte. . . 4%% Rumänen Goldanl. von 1913 23 7. 110,5 Brief 16,56 168,49 22,06 111,87 59,32 2,495 112,47 80,92 60,97 12,44 73,12 Schluß- tturc 22.7. 23.7. 106,25 222,75 155 209 Datum Philipp Holzmann...... Heidelberger Gement .... 1 (Eement Karlstadt...... Wayß 4 Freitag......1 Schultheis Batzenhoser ... 1 Oftwerke.........1 Ber. Slanzstoft......1 Bemberg......... ! HeUstoss Waidbo,.....1 Zelistoss Aschaffenburg ... 1 Charlottenburger Wasser . . . Dessauer Gas........ Daimler Motoren...... Deutsche Maschineu-Fabrit . . Adlerwerle Kleoer...... Ludw. Loewe.......! Not. Automobil....... Orenstetn 4 Koppel..... Leonhard Tietz ....... Bamag-Meguin ....... S. Maschine»...... :t...... : Heyligensiaedt ...... ZunghanS. ......... Lechwerke. . ...... Maintraftwerke ...... Miag....... • • • : Nekari ulmer........ Beier« Union........ (Bebt. Roeder ....... : Boigl 6 Haefftrer...... Südd. Zucker........ Berlin Schluß-!Anfong, Kure | Kur« Schluß» Kur« 22.7. 1-Uhr. Kur« 23.7. Berlin, 22. Juli Geld französische Noten..... 16,50 Äolläudtsche Noren...... 167,81 italienische 9ioten ...... 21 98 NorweLilche Noten...... 111,43 Deutsch-Oefterr., ä 100 Kronen 59,08 Rumänische Noten...... 2.475 «Lchwedtschc Noten...... 112.03 Schweizer Noten....... 80 60 Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . 60,73 12,38 Ungarische Noten....... 72,82 Frankfurt a M Berlin Schiuß- Kur« 1 Ubr- Kur« Schluß. Kur, Anfang Kur? Datum 22-7. 23.7. 22 7. 23 7. 6% Dt. Relchtanieihe v. 192? . Dl. Anl.-Slblbi.-Schuld mft Au« — — — — los.-Rcchien. . . . — 51 _ DeSal. ohne Autlos.-Rechte . . - ’% Franks. Hvp.-Bl. Soldpf. u». kündbar bi» 1982. ... °®?lärh'1,d* E"W->D°nt Ltqu 9,5 — 9,5 fl-C®. obg. DortriegS-Obligatiön. rückzahlbar 1932 — — — — _ _ Siemens 4 Halst,.....12 — 386 _ 29.25 __ TranSradio . ........8 — —— — — 9?5 — Lahmever 4 Co....... 10 — — — r — — — Buderus..........6 Deutsche Erdöl.......6 — — — —■ — — — — 23,2 Essener Steinkohle......8 — — 22 1.75 — Gelfeniirchcn« ... f. H 3- 4 138,25 138 — — Harpener.......... 6 146 —— — — Harsch Eisen. ........8 — ' - 7,45 7,75 mfe Bergbau........8 213 — — Klöcknern'crte..... 7 —» — *— 7,75 — Köln-Neuesjen........9 — —- — — Mannesmann........8 122 — — — ManSselder.........7 — — Lberschies. Eilend. Bedarf. . . 6 — Lbcrfchlef. Kolswertc.....6 — — 123,5 * 123,13 123,4 Dhönft Bergbau......6 105,13 104,13 — 191 Rheinische Braunkohlen... 10 297 - — _ —- 166,25 Rheinslahl . . . s.'/« Jahr «N 125,5 — 118 117 116,5 117,4 Riebeck Montan......7,8 — 126,25 126,75 126,4 Bereinigte Stahlt»......6 113,65 — 128 _ 128,13 128,5 Olavi Minen.......8 sh — — 212 __ 212,5 Kali Aschersleben.....10 235,5 234 184,5 184,25 184,75 184,75 Kalt Westeregeln......10 241 278 278,25 277 Kaliwerk Salzdetfurth ... 15 396 — 171,75 155,5 — 172 155,65 170,75 155,25 3 G. Färben-Industrie... 12 Dynamit Nobel.......h Schcideanstalt........9 225,4 223,6 161,25 161 161,25 260,5 _ — — — Goldschmidt ........b 76 — — — — RütgerSwerke ........ 6 85 314 — 312,5 330 Metallgesellschast...... 11 124,5 — 22. Juli 23. Jnli Amtliche Geld totierunn Briel Amtliche Notierung Äeld ! Brief Ämfl.. Non. 168,15 168,49 168,11 168,45 Bmn.-Airei 1,758 1,762 1,759 1,763 Brsi.-Antw- 58,24 58,36 58,23 58,35 EhrMania. 111,76 111,89 111,68 111,90 Korxndaaen 111,69 111,91 111,70 111,92 Stockholm . 112,34 112,56 112,31 112,53 Helfingfors. 10,531 10,551 10,528 10,548 Italien. . . 21,935 21,975 21,915 21,955 London. . . 20,334 20,374 20,339 20,379 'J? eno ort . . 4,191 4,199 4,190 4,198 Paris.... 16,415 16,455 16,42 16,46 Schweiz . . 80,60 80,76 80,61 80,77 Spanien . . 61,09 61,21 61,09 61,21 Yap cm . .. Rio de Jan 1,931 0,496 1,935 0,498 1,936 0,497 1,940 0,499 Dien in D-- Lest- abgcst 59,03 59,15 12,423 59,015 59,135 Prag . . . . 12,403 12,40 12,42 Belgrad .. 7,359 7,373 7,355 7,359 Budapest. . Bulgarien. 73,03 3,037 73,17 3,043 73,04 3,032 73,18 3,038 Lissabon . . 18,75 18,79 18,78 18,82 Taiuig. . . Konftanttu. 81,30 2,018 81,46 2,022 81,33 2,018 81,49 2,022 Athen. . . 5,43 5,44 5,415 5,425 Tanada . . Uruguay. . 4,176 4,189 4,174 4,182 4,096 1 4,104 4,116 4,124 Hatto . . . 20,85 1 20,89 20,86 20,90 Berlin, 22- Juli Geld Brief Amerikanische Noten ..... Bdgtfäe Noten........ Dänische Noten • ....... vUQtntpe wrtoi 4,169 58,33 111,43 20,305 4,189 58,57 111,87 20,385 fleck VM M 1. aus Geb 2. auf (ont nüßi 3. a) o fi 0 K b) oi tr< wc 19: 4. aus 1 1928 berge Die s] 5chadenbal> Gieße"' Petr.: Die' bes Der Kr< wozu ber A. Jüi Die 5^benböd) Siege", l unentwegt he, weit ' Weihan! ubgabei "n tonnte x" diesen begonnen, 9'elchbedeu '"Soli N »«* ^gewiss, triftige SMo Mr ®j[. JP Hu *>9eiien % ?! aber S don b ■ et bami «lnes fc} anderen p Ä ist. c tätliche i fakten, Ä’ J&U* 'ands jo ’ luif?, ui kiele n-5^ ri >9en,^ dessen PlQM Oberheffen. Llnzulängliche Verhältnisse auf Station Schiffenberg. Watzenborn-Steinberg, 22. Juli. Schon seit Jahren gaben die unzulänglichen Warteraum- und Bele wch t u n g s o erhol t n i s s e auf der hiesigen Bahnstation Schiffenberg Anlaß zu dauernden und berechtigten Klagen. In einer eingehend begründeten Eingabe ersuchte daher im abgelaufenen Winter die hiesige Gemeindevertretung die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M., die nötige Abhilfe zu schaffen. Die Reichsbahndirektion hat nun inzwischen an den Warteraum, anschließend an die Fahrkartenausgabe, einen kleinen Anbau errichtet, der das Expreßgut, das seither auch im Wartesaal lagerte, aufnehmen soll. Einem berechtigten Wunsche der Expreßgutempfänger ist hierdurch wohl Rechnung getragen, aber ein den tatsächlichen Verhältnissen nur einigermaßen entsprechender Warteraum ist hierdurch nicht erreicht. Die unzulänglichen Warteraumverhältnisse führt die Reichsbahn nur darauf zurück, daß das rund 25 Quadratmeter große Wartezimmer gleichzeitig als Aufbewahrungsort für das Expreßgut diente. Daß die Warteraumverhältnisse nach wie vor als unzulänglich zu betrachten sind, erkennt sie aber gleichzeitig durch die Bereitwilligkeit an, daß sie im nächsten Jahre auf dem Bahnsteig eine nach drei Seiten hin geschlossene Wartehalle errichten will, wenn die erforderlichen Mittel frei gemacht werden können. Bei der freien Lage des Bahnhofs könnte die Wartehalle vielleicht im Sommer als ausreichend angespro- chen werden, aber für die kalte und nasse Jahreszeit ist sie zwecklos. Eine entsprechende Vergrößerung des Warteraums kann hier nur den notwendigen Raum schaffen, um bei dem starken Verkehr bei einzelnen Zügen bei ungünstigen Witterungsverhältnissen die 200 bis 300 Fahrgäste aufzunehmen. Die Gemeindevertretung kann sich daher mit den Plänen der Reichsbahndirektion keinesfalls einverstanden erklären und nimmt an, daß ihren berechtigten Wünschen Rechnung getragen wird. Die elektrische Zuleitung zu dem Stationsgebäude ist soweit fertig gestellt. Da die Gemeindevertretung einen Baukostenzuschuß geleistet hat, wird auch der Zugangsweg zu der Station durch einige Lampen beleuchtet und einem ebenfalls schon lange bestehenden Bedürfnis Rechnung getragen werden. Landkreis Gießen. Klein-Linden. 22. Äuli. Mit einer Beteiligung von mehr als 50 Mitgliedern unternahm am Sonntag der hiesige Evangelische Frauenverein unter Führung seines Vorsitzenden. Pfarrer Bremmer, einen größeren Ausflug. Der Frühzug brachte die Teilnehmer schon gegen 10 Uhr nach Darmstadt, woselbst am Gottesdienst im Elisadethenstist teilgenommen wurde. Aach Besichtigung des Stiftes waren die Dereinsmitglieder zum Mittagessen Gäste des Stiftes. Ein Autobus fuhr die Reiseteilnehmer am Nachmittag nach Aieder-Ramstadt zur Besichtigung der dortigen Anstalten. Aach kurzer Fußwanderung gelangte man zum Hauptziel der Reise, dem Müttererholungsheim des Verbandes evang. kirchlicher Frauenvereine für Hessen, das eingehend besichtigt wurde. Allen Teilnehmern werden die tiefen Eindrücke, die der Besuch, namentlich der Krüppelanstalt, hinterließ, unvergeßlich bleiben. § Daubringen, 22. Äuli. Am Sonntag feierte unsere hiesige Schule bei anfänglich recht günstigem Sommerwetter ihr diesjähriges Äugen d f e st, das einen sehr zahlreichen Besuch, auch aus der gesamten Umgegcnb, aufzuweisen hatte. Unter Dorantritt der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Lollar bewegte sich ein großartiger Festzug durch unser Dorf, wie er noch nie gesehen wurde. Die Märchen- und Dlumen- bilder, die beiden Autos mit der Aehren- und Dlurnenkönigin, die Wandervögel-, Zigeuner-, Radfahrer-, Fußball-, Schnitter- und Schnitterinnengruppe fanden großen Beifall. Auf dem Festplatz wurde das Fest durch ein schönes Lied der Oberklasse eröffnet, dem die spaßhafte Begrüßung durch zwei Kinder folgte. Die Begrüßungsansprache hatte Lehrer B e p p l e r übernommen, der die große Festversammlung willkommen hieß und anschließend über die Bedeutung des Äugendfestes für Schule und Elternhaus sprach; daran anschließend sich über den Wert des Wanderns und der Äugendherbergen verbreitete. Cs folgten fcamt drei Märchenspiele von den Schülern der Oberklasse in musterhafter Weise vorgeführt. Lieder- und Gedichtvorträge wechselten in bunter Reihenfolge ab. Darauf wurden die vielseitigen Wettspiele für Knaben und Mädchen durchgeführt und Belohnungen verteilt. Am Schluß der glänzend verlaufenen Veranstaltung sprach Lehrer Henkel der Gemeindeverwaltung und der arbeitsreichen Unterstützung bei der Herstellung der Kostüme durch Fräulein S i e f e r s den besten Dank aus. Ferner sprach Bürgermeister Preis dem Lehrkörper der Schule für die wohlgelungene Veranstaltung ebenfalls den Dank aus und gab der Hoffnung Ausdruck, daß ein solches Äugendfest in jedem Äahre stattfinden mochte. Cs wurde jedem Kinde als Andenken eine Brezel geschenkt. v. Londorf, 22. Äuli. Am Sonntagmittag erlitt der 20jährige Schneider Diez von Wer- mertshaüsen beim Baden im Siklerteich einen Herzschlag und war sofort t o t. Diez war am Samstag von Essen, wo er beschäftigt ist, zum Besuche seiner Angehörigen gekommen. Er war ein sehr solider, tüchtiger Mensch, und die Teilnahme mit der schwergeprüften Familie ist allgemein. # Aus dem mittleren Horlofstal, 22. Äuli. Die Ernte der Wintergerste, die in diesem Äahre vermehrt angebaut wurde, ist beendet. Die ersten Druschergebnisse müssen als gut bezeichnet werden. Auf dem Morgen wurden im Durchschnitt 10 bis 14 Zentner geerntet. Cs kostet das Malter je nach Qualität 23 bis 25 Mk. Rege Aachfrage herrscht seitens der Malzkaffeefabriken nach greifbarer Ware neuer Ernte. Än diesen Tagen ist mit dem Schnitt des Roggens auf trockenen Höhenlagen begonnen worden. Da infolge der anhaltenden Trockenheit kein Lagern eingetreten ist, können Dindemäher und Ablege- Maschinen überall benutzt werden, selbst beim Roggen, dessen Stroh kurz geblieben ist. Sehr knapp werden die Grünfuttermittel. Da- ein durchweichender Regen bis jetzt ausgeblieben ist, wächst der Klee schlecht nach. Die trockenen Wiesen zeigen klaffende Risse und die Grasnarbe sieht stellenweise wie verbrannt aus. Verhältnismäßig gut haben die gesäeten Dickwurz und der Futtermais die Dürre überstanden. Die Ob st aussichten werden etwas geringer. Bei der anhaltenden Trockenheit fällt in schlechten Böden ein Teil der Früchte ab, und bei Dirnen stellt sich die Aotreife ein. Gut fällt die Zwei- fchenernte aus, wie überhaupt sämtliches Steinobst (Aprikosen als Spalier, Pflaumen. Mirabellen, Reineclauden) eine vorzügliche Ernte verspricht. Kreis Alsfeld. Rieder-Ohmen, 22.Juli. Vorgestern mittag verunglückte im Steinbruch bei Drei- Hausen der Arbeiter Rudolf D o l k von hier dadurch, daß ihm ein Stein auf den Kopf fiel, wobei er einen Schädelbruch erlitt. Er wurde in ziemlich hoffnungslosem Zustand in die Marburger Klinik gebracht. Gestern morgen um 5 Uhr verstarb er dort. Dolk ist feit etwa einem Vierteljahr verheiratet. — Drei Burschen von Aieder-Ohrnen badeten gestern mittag nach dem Essen in einem zwischen unserem Ort und Bernsfeld links der Straße gelegenen Teiche. Obwohl keiner des Schwimmens kundig war, wagten sie sich in ein mehrere Meter tiefes Wasserloch. Da die von dem dortigen Eisenwerk geschaffenen Teiche einen nach innen sehr abschüssigen Hang haben, kam sogleich einer der drei, Otto Krieger, ins Gleiten, versuchte zu schwimmen, versank aber unter der Wasseroberfläche. Sein Bruder, der sich noch nahe am Ufer befand, konnte keine Hilfe leisten. Der dritte Bursche stürzte sich sofort ins Wasser, da er etwas schwimmen konnte, wäre aber von dem sich an ihn hängenden Ertrinkenden beinahe mit in die Tiefe gezerrt worden.- Er kam glücklich wieder ans Ufer; Otto Krieger, war ertrunken. Förster K n e h von Bemsfeld brachte die Leiche später ans Land. Preußen. Verleger Otto Beck f. WSA. Herborn, 22. Äuli. 3m 67. Lebensjahr verstarb in Herborn an den Folgen einer Lungenentzündung der Duchdruckereibesiyer und Verleger des „Herborner Tageblattes" Otto Beck. Dillkreis. U Eisenroth, 22. Juli. Als gestern nachmittag einige junge Leute aus dem benachbarten Dorfe Dringen st ein in einem Weiher im Siegbachtal badeten, versank plötzlich einer von ihnen, ein 25 Jahre alter und schwimmkundiger Bergmann aus Tringenstein, vor den Augen seiner Kameraden lautlos in der Flut, wo er den Tod fand. Vermutlich hat die starke Einwirkung der Hitze oder ein H e r z s ch l a g dem Leben des jungen Mannes ein plötzliches Ende bereitet. Schwurgericht Gießen. * Gießen, 22. Juli. Die heutige erste Sitzung des Schwurgerichts, das unter dem Vorsitz des Landgerichtsrat Strack tagte, fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Die Angeklagte E.H. von Gießen, die wegen Lohnabtreibung bereits mit Zuchthaus vorbestraft ist, wurde wegen gewerbsmäßiger Abtreibung und Betrugs zu einer ©e- somtzuchthaus strafe von 2 Jahren und einem Monat verurteilt. Bei drei weiteren weiblichen Angeklagten, gegen die teils wegen Abtreibung, teils wegen Anstiftung und Beihilfe hierzu das Verfahren eröffnet war, ließ das Gericht Milde walten, und erkannte auf Grund der neuen, wesentlich milderen gesetzlichen Bestimmungen an Stelle von Gefängnis st rasen von je 1 Monat auf Geldstrafen von je 100 Mark. Der Mitangeklagte K. S. von Gießen erhielt eine Gefängnisstrafe von 2 Monaten, da das Gericht hier von einer Geldstrafe absehen zu müssen glaubte. Gießener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen DZöchenmarktr Butter 190 bis 200 Pfennig, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 25 bis 30, Weißkraut 25 bis 30, Rotkraut 40 bis 50, Spinat 30, Römischkohl 15 bis 20, Bohnen (grüne) 25 bis 30, (gelbe) 30 bis 40, (dicke) 20 bis 25, Erbsen 20 bis 30, Mischgemüse 10 bis 15, Tomaten 30 bis 50, Zwiebeln 10 bis 20, Kartoffeln (alte) 5,5, (neue) 7 bis 8, (pro Zentner, alte, 4,50 Mk., neue, 7 Mk.), Frühäpfel 35 bis 45« Aepsel (ausl.) 45 bis 70, Birnen 20 bis 40, Dörrobst 35 bis 40, Kirschen 45 bis 70, Sauerkirschen 45 bis 50, Heidelbeeren 40 bis 45, Stachelbeeren 20 bis 25, Äohannisbeeren 25 bis 30. Himbeeren 70 bis 80, Erdbeeren 90 bis 100, Walderdbeeren (Schoppen) 55 bis 60, Pflaumen 70 bis 75, Aprikosen 55 bis 60, Mirabellen 65 bis 70, Pfirsiche 75 bis 80, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 pro Pfund; Tauben 70 bis 90, Eier 13 bis 14, Blumenkohl 30 bis 90, Salat 10 bis 15, Salatgurken 20 bis 50, Einmachgurken 3 bis 6, Oberkohlrabi 10 bis 15, Lauch 10 bis 15, Rettich 20 bis 30, Sellerie 10 bis 15 pro Stück; gelbe Rüben 20 bis 25, rote Rüben 20 bis 25, Ra* dieschen 10 bis 15 Pfennig pro Bund. Verantwortlich für Politik: i. 23. Ernst Blumschein. AA^aenbeschwerden < Sodbrennen > Unser ständig steigender Millionen-Umsetz sowie das 100jährige Bestehen unserer Firma beweisen am besten, dafj unser Original Bullrich=$alz Verdauungsstörungen u. Sodbrennen Ist. Versäumen Sie nicht, sich heute noch ein Paket für 60 Pfg. zu kaufen oder unsere Tabletten zu 0.25 und 1.50 RM zu versuchen. Auch Sie werden von der prompten Wirkung überrascht sein. 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