Samstag, 25. Sebruar 1929 179. Jahrgang Nr. <6 Erstes Blatt r Das Scheitern der Großen Koalition in Preußen H 3 0; Die EinschräntuW der Eidesleistung ■£" c i a V e $ -> ?ss 3 ! 8 5® 2s lül 2-Z SS» ü o 6 _ U » , • ■= = 3« 3*2. V3 ® ö' Annahme oon Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher. Preis für l mm Höhe für Anzeigen oon 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspiennig: für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20“ . mehr. Chefredakteur. Dr. Friedr Wilh. Lange. Berantworllich iür Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THynot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein: für den An« zeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Giegen. G i. ^8 3 » m Bild Die Scholle Bezugspreis für 2 n^en: 1 Reichsmark und 15 Reichspfennig für Träger« lohn, auch bei Nichterscheinen einzelnerNummern Infolge höherer Geaalt. Fernsplechan>chlüs|e: 51, 54 und 112. Anschri.t für Drahtnachrichten rinieiaer Gießen, posifchecklonto: grvUlfiirtam Main 11686. ZWA Ze- 6V . < A ßl • z s g33 STP -2 7' o3^~3 o tR 4? — ö~ * 1 * o „ = ? • zu Anfang nicht so ganz leicht, denn auch h er Hatte der Streit der Parteien schon seine Spuren zurück- j gelassen und man nehm keineswegs mehr unbe- | fangen und vorurteilslos, wie cs ter Sache d enlich gewesen wäre, die Verhandlungen wieder auf, die . ja schon in verschiedenen Etappen mit monatelangen , Pausen seit dem vergangenen Frühsommer gespielt I haben. Im Reich war d.e im Endeffekt ergebnislose ; Koalition-:tebatte mit der s.hr merkwürdigen Er- : Öffnung des Zentrums ausgellungen, man sei ja bereit gewesen, auf einen Ministersessel im Preu- ßenkabinett zu verzichten, die Gegenseite habe jedoch daraus keine Folgerungen gezogen. Konnte sie auch nicht ziehen, denn weder ter Reickskanzler Müller , noch einer ter volkcparteilichen Führer Streftmann oder Scholz hatten aus des Prälaten Kaas Pythia- fpruch von den „polittschen Realitäten" entnehmen können, daß das Zentrum entschlossen war,-seiner- feits durch ein faktisches Entgegenkommen in Preu- feen den Weg für eine gleichzeitige Umbildung der Regierungen im Reich und in Preußen freizugeben. Die überdiplomatische Sprache ihres Parteiführers hatte dem Zentrum bei einiger Wahrung tes Gesichts erlaubt, sich in den ersehnten Schmollwinkel zurückzuzichen. Und es war fest entschlossen, das Uebelnchmen fortzusetzen, als die anderen Parteien bereit waren, das „Mißverständnis" ans dem Wege :11 6825-? 2-2vL 0 2.3 -s 2.' 'X 3 — © ” S 9 d £3,2 3 5 ‘ " g) ' A Kommandosprache onerfannt Es wird unter dem Kommando des toten Offiziers Scholz stehen, alle übrigen Offiziere sind Deutsche. Oer Sturm gegen die Verfassung in Polen. Ein Aufruf dcö NegicrungHblockH gegen den schrankenlosen ParlamenlaridmuS. Warschau. 22. Febr. (WB.) Die Blätter des P i l s u d s t i - Lagers veröffentlichen heute in Riesenlettern einen Aufruf deS Regie- r u n g s b l o cl s an die Bevölkerung, in de-.n es heißt: Am Heuti'en Lage beginnen wir im Sejm die Arbeit an dem von uns eingebrachten Entwurf einer Aenderung der polnischen Verfassung. Wir sind der Auffassung. daß die Verfassung vom 17. Dezember 1921 schlecht ist. daß sie in Stickluft geboren wurde. Siefe Verfassung machte den Sejm souverän. Jene Leute, die sich frei fühlten, waren in lächerlicher Minderheit. Deshalb spiegelt sich in dieser Verfassung auch noch allzuscharf d i e Stimmung der Knechtschaft wieder. Zwei Lager, die sich sonst zu dieser Zeit leedanschast- lich beläinpften. reichen sich die Hand, um d.e Verfassung so schlecht wie möglich zu gestalten. Vier Jahre die'er Derfafsunt genügten, um Polen an den Rand deS Avgrun- d e s zu bringen. Niemand kann auS seinem ©e- dächtnis diesen Abschnitt verbrecherischer Anarchie im Staate löschen. Dieser ungeheuere Unsinn kann sich ntch wiederholen. Wrr wollen auf rechtliche Weise ein gutes Recht für die Verfassung im Staate erkämvfen. Der legale Weg ist für uns nicht der Weg des Kompromisses. da wir unseren Prinzip ellen Grundsätzen nicht untreu werden dürfen. Einander widersprechende Gegensätze werden wir nicht au- lammenflicken. Wir wenden und an alle, die von staatlichem Instinkt erfüllt sind, mit der Aufforderung, und in dieser Arbeit zu unterstützen. Wir haben die Pflicht, den kommenden Genevationcn eine Derfassunz zu schenken, die die besten Entwickelun?smöglichleiten und die Fähigkeit sichern soll, die Macht und die Stärke Polens zu verteidigen. Dreizehn Schiffbrüchige von einem deutschen Dampfer gerettet Der deutsche Dampfer »Admiral Ttrpttz" ist tn Volohama eingetraffen. Er hat 13 Schiffbrüchige eines aus der Provinz Kogashima stammenden Motorfischdampse.'s gerettet unö an Dord genommen. T-ie Schiffbrüchigen befanden sich feit 17 Tagen auf ihrem lecken Schiff. Oie Wetterlage. TeilweiseAnfhebllngdesTransfersthutzes? Teilung der Oawesannuitäten in solche mit und ohne Transferschuh. Formulierung sie selbst nicht beteiligt ist. Es ist Weiler bei allen Besprechungen erkennbar gappr- ben. dah die Staatsregierung eine gleichzeitige Berück,ichtigung ter evangelischen Kirchen für ihre finanziellen Sicherungen ab lehnt." Scharfe Angriffe des Zentrums. Der Minister ohne Portefeuille. — Die Konkordatsfrage Berlin. 22. Febr. (Tel.) Aus Kreisen der Zentrums,raklion des preußischen Landtags wird eine Zuschrift vcröf.entlicht. in der erklärt wird, daß der ertolgversprechente Vorschlag des Ml- nifterpräsident.n. ter Deutschen Volcspartci zwei Minister in Preußen zu bewilligen, und zwar einen Ressortminister und e.nen Reichsminister ohne Portefeuille a'.s Staais.ninister. van der Deutschen Vv fSparlei glatt ausgeschlagen sei. Die weiter in Aussicht stehende Möglichkeit, dem einen ober anderen freien Posten in einzelnen Ministerien mit einem der ihrigen zu besetzen, sei von der Volkspartei einfach ignoriert worden. Tie Ablehnung des Gegenvorschlags, das Zentrum möge von seinen drei Res- sLrtministerposten einen r ’reten und dafür einen Re.chZmin ster als preuf isch n M ni, er ojr.e Porte,euille annehmen, finjv schon darin i jre Begründung. daß das Zenlrum im Reichskabinett zur Zeit überhaupt nicht vertre- t e n sei. Hinzu komme, daß dieser Vorschlag, die Stellung des Zentrums in der preußischen Re- gicrung um einen Ressortminister zu schwächen völlig absurd sei, weil auch die Deutsche VolkSparlei wisse, daß der Liberalismus schon je! t im preußischen Kabinett über Gebühr, d.h. über seine parlamentarische Stärke hinaus vertreten sei. während sich das Zentrum mit seiner kulturpolitischen Einstellung im Kab'-ett o';-.-bin ein~r überwiegend anberdjeridjte e.i Melrhei. gegenüber f e i) e. Die D.V.P. hatte die Möglichkeit gehabt, die von ihr s e l b st als notwendig bezeichnete Forderung durchzusetzen, eine engere Verbindung zwischen Preußen und dem Reich, und zwar gerade mit Rücksicht auf die jetzt fchwetenuen großen Fragen herzustellen. Wenn es ihr wahrhaft ernst gewesen wäre mit dieser Forderung, so Hütte sie nicht nur ihr Verlangen, mit zwei Ministern in die preußische Regierung zu kommen, erfüllen, sondern damit auch gleichzeitig ganz wesentlich auf die Ordnung der Regierungsverhältnisse im Reich erfolgreich einwirken können. „Man wird die Vermutung nicht los, daß die Voikspartei bei ihrem sonst ganz unverständlichen Vorgehen in Preußen versucht, die Frage des Konkordatsabschlusses auszunutzen und sie zu einem Handelsobjekt gegenüoer der Sentrumdbartei zu machen. Daß die Zen- Irumsfraktiou ihrerseits diese für sie und die ganze katholische Allgemeinheit überaus wichtige Angelegenheit nicht zum Gegenstand eines Kuhhandels herabwürdigen lassen will, zeigt ihre Ablehnung. So wie die Dinge jetzt bei ter unver- stendlichen Haltung ter preußischen Fraktion der D.V.P. liegen, bleibt nur noch abzuwarten, ob Reichsminister Dr. Stresemann als Parteivorsitzender mit feinen Bemühungen, diese Widerspenstigen in letzter Stunde noch zu zähmen, Erso.g haben wird oder nicht. 3n letzterem Fall find die auf das fortwährende Drängen ter D.V.P. geöffneten Türen zum preuhifchen Ka- birelt wieder einmal zugeschlagen. Auf wie lange, das weiß man nicht, wohl aber das eine, daß sich einsichtsvolle Leute nicht nur über die Politik dieser Fraktion in den letzten vier Jahren, sondern vor allem auch über ihr Verhalten in den letzten Tagen kaum noch einen Vxrs machen können. Die Fraktion scheint in ter Tat von allen guten Geistern verlassen zu sein." Kritik der presse. Geringe Aussichten für eine Lösung Der Krisis. Berlin, 23. Febr. (Prlv.-Tel.) Die Blätter aller Parteirichtum e i berichten in gro .er Aufmachung über die einzelnen Phasen vrr gestrigen Verhandlungen über die Regierungsumbildung in Preußen und im Reiche und nehmen teilweise sehr scharf kritisch dazu Stellung. Die „Daz.", die die Taktik ter volrsparteilichen Landtagsfraktivn „sehr unglücklich" nennt, berichtet, dah für d.e Haltung der Fraktion maßgebend waren der ziffernmäßig ungünstige Charakter Le3 Braunschen Kom- Hromißvarschlages, die Ce.ingschätzung des an- gcboter.en Handelsministeriums, die Erklärung Brauns, bei eine n Tausch deS Handelsministeriums, etwa ; e^,en das Kultusressort, das übrige Kompromißangebot nicht aufrechthalten zu können, die drohende Besetzung des Kultus- miristeriums mit cir.e n Soz aldemokraten und schließlich die Konkordatsfrage. Das Blatt spricht die Hoffnung aus. daß der Zentralvorstand der Voikspartei, der am Dienstag zusammentreten wird, die Bereit,chaft zur Großen Koalition im Reiche Don der bisherigen Bindung an die gleichzeitige ilmbilbung in Preußen trennen werte. Aehnliche Erwartungen hegen auch die .Voss. Ztg." und bad «D. T.". Beide Blätler sehen in dem Scheitern der Preuße.werhandlungen noch leine endgültige Gefährdung der Großen Koalition im Deiche. 2n politischen Krei en habe man den Eindruck, daß Dr. Stresemann seine ganze Autorität für eine positive Losung ter Krise einsetzen toeri e. Eine Cnt.Heidung des Zentralvorstandes der Boßspartei in te n angegebenen Sinne würde bedeuten, daß die Volkspartei der Ernennung von drei Zentrumsministern im Reiche ihre Zustimmung nicht versagen werde. Dadurch wäre auch ter Volkspartei die Verantwortung für das Scheitern ter Koa- litiondertDciterung genommen. Der .Vorwärts", ter in Zweifel zieht, daß bei den Verhandlungen In Preußen die Konkordatsfrage eine Rolle gespie t habe, — seines Wissens habe sich in dieser Fra. e überhaupt noch niemand gebunden — sch eibt: Gelänge es nun wirklich, im Reich die P-er.onalfragen zu lösen und auch in Preußen das elbe zu erreich.m, so wäre Entscheidendes noch immer nicht damit gewonnen. Entscheidend ist nicht die Befriedigung personeller Ansprüche, sondern die sachliche Zusammenarbeit. IReue Llnruhen in China. Schanghai. 22. Febr. (Deuter.) Hebet neue Unruhen in Schantung laufen Rachrichten ein, die di« Lage im Rordosten der Provinz in zu- pari», 22.Febr. (IDIB.) lieber die heule vor- mittag oom Sachverstälidigeuausschuß geführten Verhandlungen, die sich, wie allgemein angenommen wird, aus die Transserfahigkeit Deutschlands bezogen, berichtet havas: Der Reparationsausschuh ist gegenwärtig geneigt, den Transfer eines Teiles der deutschen Schuld unbedingt zu ge st alten. Diese Lösung würde den Vorteil haben, die Mobilisierung und Kommerzialisierung eines enlsprechenden Teiles der deulschen Obligationen sehr zu begünstigen. Der Transfer des zweiten Teiles der deutschen Annuitäten würde evtl, der Begutachtung eines beratenden Transfer - Ko m i- t c c 9 unterbreitet, das darüber zu wachen hätte, dah der Transfer allzu grober Summen der deutschen wirtschaft nicht schade. Sache Deutschlands würde es fein, zu diesem Zweck das beratende ßo- ni'?e bam t =u acfafscn und Deutschland würde auf diese weise seine volle Verantwortung elbst tragen und keiner Kontrolle unterworfen ein. wie man sich in parls den von den Sachver- tänbigen in Aussicht genommenen Beraiungsaus- chuh für den Transfer (Advisary Board oder Comite consuitatif des transfers) vorstellt, gehl am besten aus einet Darstellung des ./Journal des Dlbals" hervor. Danadj würde der Zweck eines old;en beratenden Ausschusses ein ganz an- derer sein als der des bisherigen Transferkomitees. Voraussetzung für seine Gründung wäre, daß man den Betrag ter von Deutschland zu zahlenden Jahresleistungen in zwei Teile trennt. Der erste Teil der Zahlung müßte voraus- ehungslos. d. h. ohne Transsetschuh geleistet werden, müßte in vollem Umfange vom Reich bezahlt werden und tonnte infolgedessen kommerzialisiert werden. Der zweite Teil wäre an die Voraussetzung der Zahlungsfähigkeit Deutschlands gebunden. Sollte das Deutsche Reich seine wirtschaftliche und finanzielle Lage als nicht genügend befriedigend zur Ausschüttung des gesamten zweiten Teiles erachten, so müßte es vor den beratenden Ausschuß treten, und zwar unter seiner eigenen verantwor- Genf, 22. Febr. (WTD.) Unter dem Titel ^Verfahren zur Behandlung ter_ Mi.rterhciien- pelitionen" veröffentlicht das Volkerbundsselre- tariat ein den Ratsmitgliedern zugestelltes Memorandum des kanadischen Ratsmiigiicdes Dan- durand, in dem dieser dem Rat vorschlägt, folgende Entschließung übet die künftige Behandlung der Minderheitsbeschwerten zu fassen: Individuelle oder kollektive Petitionen von Minderheiten, die einer ethnischen, religiösen oder sprachlichen Minderheit in einem Staate angehören, der einen Minderheitenvertrag unterzeichnet hat, müssen an die interessierte Regierung gerichtet werben mit der Titte, sie an das Völkerbundssekretariat innerhalb 30 Tagen noch ihrem Eingang weiterzuleiten, falls die be« treffende Regierung es nicht für angezeigt hält, den Petitionären direkt zu antworten. Falls es ter Regierung nicht gelingt, den Beschwerdeführenden Genüge zu (eilten, so werden diese nach Erhalt ter Antwort ihre Gründe für die Aufrechterhaltung ihrer Forderungen angeben und zu gleicher Zeit von ihrer Regierung verlangen, daß der ganze Briefwechsel dem Völker- bundssetretariat innerhalb der nächsten 30 Tage, die auf den Eingang ihrer letzten Replik folgen, zugestellt wird. Die Regierung wird sich dieser Forderung anpassen und die Pe- titionäre davon verständigen müssen. Sie wird ihnen gleichzeitig die ergänzenden Bemerkungen belanntgcbcn, die sie den Alten beizufügen für gut befinden wird. Wenn die Pe- tilionäre innerhalb von 40 Tagen nach Einreichung ihrer Bttte, ihre Beschwerden und das ganze Dosfier dem Völlerbundssekretarrat zuzu- ftcllen, keine Rachricht von der Weiterleitung erhalten haben, so können fü selbst ein Duplikat des Dossiers an das Döl» kerbundösetretariat weiterleiten oder ihre Be- fchwerde allein, falls sie von ihrer Regierung keine Antwort erhalten haben sollten. Für den Fall, daß die mte^ejierte Regierung aus irgente.nem Grunde Einwände gegen ic Annehmbarkeit ter Petitionen erhebe.! sollte, wird ter Gene.a.fekretär die Frage der Anne.Mbar.-rck einemRatstomttee untetbrc.kn, das.wenn es dies für angeze.gt hält, ein Unterkomit:e mit ter Vorprüfung öle,er Frage be.rauen kann. Der Zeitpunkt für oefontece Zusammen.ün.te dieses Komitees wird von diesem se.oft festgesetzt. Bei ter Prüfung die,ec Petitionen wird das Rats- komitee. fa.Is es d.es für angezeigt erachtet, dem Rat über die Frage Bericht erstatten. In der Begründung zu seinem E.ckschlie- ßungsentwurf führt Dandurand u. a. aus: Was man auch sagen mag, die Minderheiten werden da nie aufhören zu existieren, wo sie eine Gruppe von einiger Bedeutung darstcllcn. Die Probleme, nehmendem Maße als ernst erscheinen lassen. An ter Spitze des Aufstandes steht Marschall Tfchangtfchungtfchang, des en Anhänger bereits im Besitze einer ganzen Reihe wichtiger Städte, darunter auch K i a u t s ch a u, sind, und mit Ausnahme von Tschisu den ganzen nördlichen Bezirk bis an die Grenzen des Konzessionsgebietes von Waihaiwei besetzt halten. Aus gewissen Anzeichen läßt sich entnehmen, daß Tschangtschunst chang seinen Machtbez-rk in zu- nehmendem Maße nach Westen erweitert. Für die Truppen der Zentralreg.erang bietet ein Angriff auf Tschangtschungt chang große st rate g t s ch e Schwierigkeiten, da ter Marschall im Westen durch das Mündungsgebiet des Gelben glujed und im Süden durch die japanische militärische Zone geschützt ist, die sich längs der Schantung-Eisenbayn h.n'ieht und von chinesischen Truppen abmachungsgemäß nicht betreten werten hing. (Eine Anrufung des beratenden Ausschusses, wenn die Jahresrate nicht bezahlt werden könnte, würde, nach Ansicht de» „3ournal de» Debole“, all- gemein befannimndjen, daß Deutschlands Finanzen und seine allgemeine Wirtschaftslage in schiech- t e m Z u st a n d sei und sofort würde ein derartige» Eingeständnis die Unterbringung kurzfristiger Beträge erschweren, die ausländischen Kapitalien zur Zurückziehung veranlassen und die deutsche Währung bedrohen, die nur aus Auslandanleihen aufgebaut sei. So müßte man denn nach einer Lösung suchen, die es ermögliche. Deutschland die alleinige Verantwortung für die etwaige Richterfüllung znzuschleben. wenn Deutschland bei dieser Lösung einmal überraschenderweise erklären werde, daß e» nicht die Gesamtjahresleistung zahlen könne, so werde es die $1- nanzkraft der Welt gegen sich auf den Plan rufen, die Ihm kein vertrauen mehr schenken würden. Berliner Kritik. Ein gefätzrlichcr Vorschlag. Berlin, 23. Febr. (TU.) Einige Berliner Blätter nehmen zu tem.Kompromißvorfchlag des Sachverstär.digcnausschusfcs in ter Transferfrage Stellung. Der .Lokalanz." bezeichnet es für unmöglich, daß die deutsche Abordnung ihre Zustimmung zu einer teilweisen Aufhebung des TranSferschutzcs geben könne, da sie nicht den Lebcnsnetwcndigkeilen des deutschen Bo k sR.ch- nung trage. Die .Börsenztg." soricht die Hoffnung aus. daß die deutschen Sachverständigen derartigen Plänen, die auf die deutsche Lei - stungsfähigkeit keine Rücksicht nähmen, ein entschiedenes Rein entg^gmstcl'en. Die „'9.21. 3.“ sagt, man verlangt von Deutschland, dah es hinfort die volle Verantwortung für die Reparationszahlungen übernehme. Eine solche Verantwortung zu übernehmen, sei aber bei der Höbe des Betrages, auf den man sch i ß'ich h nauslommen werte, bei der Unüber- sicht ichl-en Der deutschen Entwicklung und bei der Abhängigkeit ter deutschen Zahlungsfähig! it von irt rieften. len w rtscha t ichen Ve.hAtniffen für Deutschland untragbar. Deut ch and müf'e verlangen, daß ihm Sicherungen für den Fall gegeben würden, in dem seine Zahlungsfähigkeit sich als überschätzt herausstelle. die durch Ihr Dorhandenscin Innerhalb der Staaten entstehen, werden durch Wohlwollen und Großmut immer mehr abgeschwächt und gelöst werden können. Nur auf diese Weise wird die nationale Einheit bergcstellt werden können, nicht durch die Assimilierung, sondern auf dem Boden der Verschiedenheit der Rassen und Kulturen. Man habe dem Dreicrkomitee des Rates den Vorwurf gemacht, daß es für die Prüfung nicht die nötige Zeit aufroenten könne und daß es dabei nicht alle Bcweisclemente vor sich habe. Ueberdies wechsele die Zusammen- setzung dieser Dreierkomitces beständig. Ihre Mitglieder erwerben nur eine summarische und beiläufige Kenntnis der ihrer Entschl.ehung unterbreiteten Fragen. Aus allen diesen Gründen solle die Prüfung der Minderheitenbeschwerden einem st ä n ö i g e n Ratskomitee übertragen werden, das zu diesem Zweck zu besonderen Tagungen zusam- menfomme. Die Bedeutung der Vorschläge. Weniger prakttfch als moralisch. Genf, 22. Febr. (Telun.) Eine nähere Prüfung der kanadischen Denkschrift zur Minderhci- tenirage hat in hiesigen politischen Kreisen den Eindruck von ter großen moralischen Bedeutung des kanadischen Schrittes verstärkt. Es wird übereinstimmend daraus hingewiefen. daß Senator Dandurand den Vö.k.rbundsrat mit größtem Rachdruck auf die Tatsache aufmerksam gemacht hat, daß die Minderheiten heute sich a l s O p f e r der Untätigkeit und Gleichgültigkeit desVölkerbundsrates fühlen. Ferner hat es gewisses Aussehen erregt, daß Senator Dandurand in seiner Denkschrift sich in offenen Gegensatz zum englischen Außenminister gestellt hat, ter sich auf ter Dezembertagung des Vo k rbundsrales 1925 tem Angleichungsgrundsatz des brasilianischen Delegierten Mello Franco angeschlossen hatte. Heber die sachliche Bedeutung der kanadischen Vorschläge gehen dagegen die Auffassungen auseinander. Es wird einerseits darauf hingewi.scn, daß die Einsetzung eines besonderen Ratskomitees für Minderheitenfragen insofern nur geringe Bedeutung haben tonne, als auch im Falle eines ablehnenden Beschlusses des Komitees jedes Ratsmitglied nach den Minderheitenverträgen das Recht haben würde, die abgelehnte Minder- heitenbcfchwerde von sich aus vor den gesamten Bolkcrbundsrat zu bringen. Man sicht daher den Wert der kanadischen Vorschläge mehr in ihrem Charakter als Anregung zur grundsätzlichen Reuregelung des gegenwärtigen Minderheitenversahrens. darf. — Der nationalistische Kommandant von T s ch i f u teilt mit, dah er heute morgen einen Angriff auf die Stadt z u r ü ck g e s ch l a g e n habe. Tschangtschunct,chang, ter am Montag in Lunglou landete, steht an ter Spitze einer Armre von 26 000 Ma.m, während ter Kommandant von Tschisu nur über 7000 Mann verfügt. ßin eiaenes Regiment der Wolgarepublit. Kowno, 21. Febr. (TU.) Wie aus Moskau gemeldet wird, hat das Kricgskommissariat aus Anlaß des el,jährigen Bestehens der Roten Arm. tefchl^s en, derWolgadeutschenRe- publit zu aeflatten. ein eigenes Regiment auszustellen. ES soll vollkommen aus Wolaadeutfchen gebildet werden und 30JO Mann stark sein. Die deutsche Sprache wird ald offizielle Der Merbund und das Recht der Mindecheiten. Die Aenderungsvorschläge des Kanadiers Dandurand. ThorsE" Freiiag. d.22.reD1S29.7‘ at>ds. r CM =-T ®voi«tnm ooenci 3 nelB -oni» e oratm v Schntt G treupem ■ ntoei R 6rw.ttfr,(§)vindW«e.-O~ errntn on Sudxuawen q norflwtjl Oit »Itnt nitotn mu atm wmat Du on ot* lituonen sttntnaco LO itn geltn dit ftmptratui an P>t Linien <erbi«hmiihn An. :'” jMeurn Un» «I W für bit A„, 11 Der legale Des O.des ftom^to» >nn-ipellm ®mnb. Men. eiwnbtt >er^n dir nihi lu, J « alle, öle füll* Und, mit r Arbeit zu unter» $■ Den lo.-nmenftcn U zu l-hen/m, bi, W.tn uni Mc Macht uni ble üiflen. ftannt & üdjlgt pjer gtrrfW. nitül SlnAtj“ 11 tn it 13 SWbrLchigr aitjima fiammend.-n unb an "Lord gt< i befanden sich \ä m rloflt. C- ~h ö w I Ao w !'Lx,S :S»1$ wirb ^w* **"’ 4-tefi fur(ll>n ?*»-s W*MV „7®r«»5,l[ini N *Äz2^- ;&<*•■ : 0c" ,. beSectt- fl!i _ i SÄ e« s-E>« toA» re. E«. Schnee. < 4^ Tlne vortteffl'che SandrrvellSauSflevung. H. D. Ernte zu reisen". K. Das HandarbettSseminarder Alice- Schule tritt jetzt wieder, wie alliährlich. mit einer Ausstellung von Handarbeits- Seminarist innen Großfeuer im Frankfurter Industrieviertel. Frankfurt a. M., 23. gebt. (2U. Drahtmeldung.) 3n der lllacht zum SamStag gegen 1 Uhr wurde die Feuerwehr von der Fenster- rahmenfabrik Armbruster In der Gut- leulstrahe alarmiert, in dec ©lebet ein Groß- feuer auSgel'rochen war. AuS noch nicht bekannter Ursache stand eine grobe Sabri* fationöanloge In Flammen, so daß dort sieben Wehv.n eingreifen muhten. Erst nach stundenlanger Arbeit gelang es, daS Feuer zu löschen. Um 6.30 Uhr rückte der größte Teil der Feuerwehren wieder ab. lediglich eine Wache blieb an der Brandstelle zurück. Die Fabrikationshalle wurde zum größten Teil z e r - stört, auch eine Anzahl Maschinen und Wetck- zeugbanke sind vernichtet. Der Schaden beträgt etwa 5C 000 Mark. nicht versagen. Für die Ausstellung sind im ganzen drei Baume hcrgerichtet. 3m ersten und größten Zimmer findet man auf der rechten Seite zunächst Gegenstände in Hakel- und Sltickiechnik. Daneben folgen in einer anderen Abteilung Durchb.uch- araciten. Kinderkittel in Schwälmer Art. auch Webarbeiten und Wollstickereien. Die an'chlle- hende Kabine enthalt in der Hauptsache Arbeiten aus ceftreif.em Stoss, dem durch ZufammensetzTN der Streifen in verschiedener Richtung immer neue Wirkungen gegeben wurden. An bet rückwärtigen Querwand dieses Raumes sind Spitzen - arbeiten in Baumwolle. Leinen, Se de und Kunstseide mit Hilse von F let, Tüll und Radeltechnik auf einem Raume vereinigt. Auf der linken Seite bemerkt man Kleider aus faden- geraden und formge'ch-nittenen Stoffteilln. S ick- Übungen nach der Äatur und Applika.ionsarbei- len in Haus- und Maschinenarbeit ausgestellt. An den Wänden sieht man Leinendecken, die die uralte Verbindung all bet Radeltechniken, die auf grobem Gewebe nach dem Faden gearbeitet werden, zeigen. Durchbruch'.echnik. Kreuz-, Hohlsaum- und Zierstich fügen sich zu einer Einheit. Interessant ist es. zu bemerken, wie die Berschie- benavtigfeit der Flächen!eilung den Decken ihre Eigenart gibt. Der folgende Heinere Ausstellungsraum trägt daS Gepräge einer engen Werkstatt. Modelle von Wcbstühlen, Flachsbeatbettungswerkzeugen. Rähmaschinrnteilen stehen hier zwischen Materi7lsa nmlun en der Textilindustrie, gcrliac Webereien in Wolle, Baumwolle, Stoff- und Trilotstreifen und Bast haben nebm auf gebrachten begonnenen Webereien Platz gefunden. Obstkötbe aus Bast über Siro), primitive Leuchter, die für die Schulweihnachisfe'.et benutzt wurden, SägearbeÜen in Messingblech und eine ganze Sammlung Ttachtenp üppchen zur Kostümkunde trifft man hier ebenfalls an. Die Wände find mit Zeichnungen aller Art und Klebübungm in farbigem Papier zur Farblehre bedeckt. 3m dritten Raume sind Wäschestücke für Damen und Herren, Schürzen und Kinderkleidung unterge- brächt. Bei allen Sachen ist die Stoffart bestimmend für Form und Verzierung. Mancher Gegenstand, der so selbstverständlich auf den Beschauet wirkt, ist sicherlich das Ergebnis wiederholten Bet uchens und Probierens. Als ©eiamtut eil darf man von dieser Ausstellung sagen, das; sie mit ihren vielseitigen Stücken allen Besuchern sehr viel Interessantes bietet und dah sie namentlich den Heranwachsenden Töchtern reiche Anregungen zum Schaffen auf diesem Gebiete vermittelt. Der Besuch dieser Schau, die bis zum 1. März geöffnet bleibt, kann empfohlen werden. Gießener Wochenmarktpreise. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 150 bis 180. Matte 33 bis 35. Käse (10 Stück) 60 bis 140. Wirsing 33 bis 35. Weißkraut 20 bis 25, Rotkraut 30 bis 35, gelbe Rüben 20 bis 25, rote Rüben 15 bis 20, Spinat 50 bis 60. Unter-Kohlrabi 10. Grünkohl 35 bis 40, Rosenkohl 65 bis 70, Feldsalat 200, Tomaten 80 bis 90. Zwiebeln 23 bis 25. Meerrettich 50 bis 120, Schwarzwurzeln 50 bis 70. Kartoffeln 6. Aepfel 30 bis 40. Dorrobst 35 bis 40. Honig 40 bis 50, junge Hahne 103 bis HO. Suppenhühner 100 bis 120, Tauben 83 bis 85. Rüsse 70 bis 80 Pf. daS Pfund: Eier 20, Blumenkohl 70 bis 140, Salat 40 bis 45. Endivien 40 bis 60, Lauch 15 bis 25, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 50 Pf. das Stück: Kartoffeln 5,53 Mk. der Zentner. Vornotizen. — Tageskalender für Samstag. Volkshochschule: Einsührungsvortrag zur Aufführung der Missa solemnis, 20 Uhr. im Singsaal deS Realgymnasiums. — Gesangverein Heiterkeit: \ Auhervrby a a u u t n nt tn Avotheken erbaulich. Bestand eilt find aut der Uarfiinn an eueben. 1460V TEIE Mi ß.-limmerncbitaflem Bubebör. Damvi- h wina. ötünia r bcuciilmr. vtllm z» vermieten. Sctirif l S.n r.»o c inner ' 704 an ö. Olten. 21 meiner. Pens. Brand. bn.»“ Som. mflbl. Zimmer, BBteKficJ«. Tei. 10B5 BlöbLSmimer mit eL Vv Zentral- heiwna u. Bodezim. ab l.'JWan A.om. Ien tÖarttoea 94, 2 nut möblierte gimmer zum I. Mörz einrein zu verminen lb"36D CclterSweg 54 I. GM möv'. Zimmer mit oder ohne u?-ns an folthen \ enn ui oetiiueien 0775 Moltkcitr. 2 e, II. Zimmer mit ei. L. an Tauer- Mieter z. vt m. o7«7 SlaticraUce 8 v. m*u" Zimmer au netten i'eirn iTauetm.i z. 1. 3. zu vrm. Schr. 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Anieboie un er 16661) au den Gtevener Aniet er bOmck unter 17 Jahren iflt folott geindii. Schr. Ana. u. 1670V an den Gieß. Anzetg. BifloetjUDQI füi die Vebre gesucht. Mn Vergüt Aua. Eidmann Schretnermeuier Eder irai;e 4. lb7K Vuchbindev- lehvlius aefjdn tocora Hauser, Ludwigur. 8 II636L JungeieS Mädchen für tagsüber «q ab 1. Mürz gesuchs Frau Hölzcl, ftelterdroea 79. Lang-Göns, Lützellinden, den 23. Februar 1929. Die Beerdigung findet Montag, den 25. Februar. nachm.1V* Uhr statt. U8UK Die trauernden Hinterbliebenen; Familie Ludwig Conrad Luh Familie Wilhelm Luh. Heute morgen 5 Uhr entschlief sanft in dem Herrn nach kurzer Krankheit unsere liebe, gute Mutter. Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Fran Christine Inh W. Müller im Alter von 82 Jahren. Herr Johannes Mandler im 78. Lebensjahr. >788 erden ihm ein ehrendes An Lie Be< rn findet Montn guten Sac e und denken bewahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Karoline Mandler geb. Bender Familie Ludwig Neidei Familie Heinrich Mandler 1062 D den 25. Febru ir. Kinzenbach, den 22. Februar 1929. Die Beerdigung findet Sonntag, den 24. Februar, nachmittags um '7,2 Uhr, vom I rauerhause, Bahnhofstraße 127, aus statt. Gesangverein „Heiterkeit“ Am 21. Februar verstarb unser langjähriges Mitglied Herr Theo Oppenheimer Wir verlieren in ihm einen eifrigen Förderer unserer nachmittags b' , Uhr. statt. Der Vorstand. Vy. . . ft ,*K> T & i * & ♦T I I ■t* O Ä U t sä — $Pn0el 6ine Ukrarif ueilrom alle an Alchau Optier i bienen, besser e( «In und beeinfhifi tomang £ P Seiet -bvtzug °bcr r-'chen "eigen benöe C1 Oer % Netlef Jtiebr Va 5* SiL" Das de snb S-Hu Verben- lie Lanken ' Dektreic bie Ef1 scheu bei an be-n Grunde 5i>ee un ben, vor! einen F den Sage föe W sch-n jeU jflmcn nt !»»w ' immer to mafion ff gleich fh>' als bar eoensoM stauten. i Villen bc setzen, bis zunt Det bei leim vMng, deutsche So f> Jahren oufzunch Sie gros mit ben h:it des deutsche - auefi ur'l stock Ivied vvrstellun zcns. Ab» in der go schah, toi neuen D gleichzeilt sprach. - selbe neu Arbeit de Deist, bc faltete a so der 7 der Sel Geiste t aud und h-'ii ihr gab die aus der heraus liebe. A Ict die schentumi rnipor bi Tildern i um feine Lichte to Tilbung Am Sto! reich des Terzwrif fletoaltia bet ga schauem Dissens Bur Ein beisleS Ceiftigfe Geltung rück und als Höch' bcnsgeda lebendige Uusdrüdt 5inr möglichst viele zu Todes-Anzeige. Heute mittag 4l/4Uhr entschlief sanft nach langem schweren, mit großer Oe luld ertragenem Leiden, unsere innigstgeliebte Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante FräuleinMarieHeleneZecher im Alter von 17 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Philipp Zecher. Lollar, Staufenberg, Ruttershausen, den 22. Februar 1929. Die Beerdigung findet am Montag, dem 25. Februar, um 4 Uhr in Lollar vom Trauerhause aus statt l»58D Deutscher Volkstrauertag 1929 Heute abend 5 V, Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Krankenlager unsere innigstgeliebte gute Mutter. Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante I ’''uche znm I.Mör, I für halbe Tage fdjul- entlassenes Frau Belftn Besätem Hörnsheim, den 22. Februar 1929. Beerdigung: Sonntag, den 24. Februar, nachm. 1% Uhr. 16390 । [Stellengesuche! WWM | Kaufqesuche | Verkäufe U8ID In aller Stille >tatt. 16.0D fohleneS ligamteeo Kurt Stern Zinn 1. Marz näbmefr^l c bb. bilL 0783 hmlte iiitrnh# 13. ' Sonnenjtrave 13. iür Ontifarbeit. Srcu Ernsl niemann Seltersweg 64 v. nefuebf? > c SAWUen 10 50 P & In Ma- icbine, Ii Väufer, au veitnuicn. Schr. An- flcbote nm. U782 an d. GieK. An«, erbet. Wir suchen Altin ioioritflen E'iitrin tücat. jüngere !>ür itnfeieu BiCcu- üniiob.'JinbcU'teucn» eiüladie Slülze. in lüintl l äusl. SMr* bett, befonb. Mo.ucn und Backen pciictt, n chi u. 25 d- foiort, sväiei.zum 1 ».Marz a sucht. Haitomadch. voib. AnsUihrl. Be» lueiu. mit .Sc.ifliiiö= atdchr. n. mö.il. Vtdjfs UtlJ an Iran Dr. jnr. Ceorg Ga 1, 6.eßen, Arn* 'tirfnir 2 » [u."6u 0(11, Sllkll- 0. 0vWlvV kaust 1637V Schneider Franlinrtet Str. 29. RAN nicht unter 1- I- ntv einen H.ut liali um *iöfi Minueiu nefutbt von nuuD ,3inn Dr. Engi d), Hensclstrai;e 4. Ül. 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Danksagung. Für die vielen Beweise, inn erster Teilnahme, an- lAßiich des Hinscheidein» unseres unvertreülichen Sohnes und Brudeis Auwesen mit *”V ii ückerel in großem Laudort. sehrgroßer Umsatz. 28 000 Anz. 8000 Anwesen mit Bäckerei und Kolonialwaren, la Umsatz 25000.x Anz, 9000X Anwesen mit r peng erel und ln*ial alion konkurre.i zios. 24"00 bei 80.»0 J< Ai.z. nliershulber zu verk ul n. Sämtliche Anwesen sind in bestem, onu- lieb» ni Zustand. W. Weeber Imn o i ien,Butzbach, Lriedeler Str. 23. »HW iortbtldunisschiilrei | fiii Buchbinderei- betrieb iofort nc incht. 9läheres 16aii SchulNra e 7. WWM- WOM>l bodinlnm veliert. luimbcrtnrc AnS- iübiuim, beionderer Umiiände halber ipotibtUinnbAimcben Gebr. Btir (tzici'ten, rOiaiktitr.29 Tetcvb. 271. " 'v Ein mit irhaltcner, emsvänniaer fiadeniuosen Alt verkamen. 0809 Gnaut' strake 1» Mut erhaltener Slnönroigen Alt verk uicn. t'780 rkiebtasfraitc 61 I. sprechen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühl ten Dank uus. Joseph Stern und Familie. Gießen (Nordanlage 11). den 22. Februar 1929. 0747 WM inöalichst nvoh nnd krütita nicht üuer 4 > ,1adie. ah älterem E eva ir nn d. Rl.e u acsnchi. Ols Handelt tichum leichte Ä niicv vsleae n ii lieber- nah i>c i oit e.tvaS vnuöniaer, evtl. Vcbciiviicliun i ae- o en. Lch.titl. Äln- cbote nn.er । 731 an den vhelr. Anr erb. verhetr^ 37 ncl. Dreher vonAlsi« ld. incht fiir bald Stellung. Geboten wird 1 nute Audit, ruhig.. sich. Wahrer. lOIahre vraftnd). gute Ur» aangSioim n. tadel- loie (tzestunnnq. an- 'vruchslo>,vertr.mit (Sinn. Vicht n. HetAg. Atsl. Oiegend: eriv. gn e Bca.. w. m3 1. 2rZohua. od. 1 8tmm. Schr.Amieb.ii.1622V an d. (Äten.2lnr. erb. (Äei ildet's ji nges Mdchen in hoiiiüov. Vobor, Schreibm. n. Steno» grai'hte ausgebildet, lucht paff. Wir- ku igZkrciS ab 1. 4. Schr.2lngcb. n. 0798 nn ö. d'neii/Slnr. erb. | Vereine | tiaoers] er ÜMMMill e. I. Morgen Sonntag, den 24. 2. 29, voim. IO1-, Uhr. mt Singsaal der Cbcrrcab schule: Sonnlaosprobe I Bu btetcr ley en SonmagSvrobc . or dem Moiucrt in das Erscheinen aller Sänger unbedingt erioiderlich 1648V Der Vorstand. WW f. leichte sdandarbelt. Schr. Angebot i nt. O78.> n. 0. Äteü. Anz. Inn loribtldnngs- schuUre er, Anoerl. MHA« für gnnx oder tagsüber ,ÖSU ge'iichf. Müblitraire 20 V. Junges ÜSkMu erfahr, u. k «der lieb. t mt gu'.Einv'ehliiug. iür for. gesucht. i« I 8ean E L>ratl:erig Sel erSivea 79a. Bit loiorunciii Ein- tritt suche id) cm durch Bengnisse einv- daoeiiäfi. 3ißu (Ort MlEÖJlPn für halbtagr >o o t gciucht. Uüifl) Bnhi'hoiffr. 49 I. Elnlt > cs. sleivtges Mädchen In tiefer Trauer: David Rosenbaum Stadttheater Loalltaa,24. Kebr. (nu,;e> rlvonnememl irrcindenvoiitellung von IX bi ■ 20*«Uhr: SOti UDO 11060 Schanipiclin4Akten vonVeonhardArank. Montag, 25.r^ebr., tau er. bonnement) Lielne 'ih-cife flammet fDleljUtius mutier Lag von 20 bis 22 Uhr Gastsinei d.TheatrrS der 'chiuiiialitchen Lo.uädtcn Dr. Erich ,sicher. Berlin: Ciotioit «oorjt Ein Bieoei meier- fpi l v. Erich bischer. Das olle £ieo. Die ükldudjie eines vto.eniundes von Helen, und E. AUcher Ticitdtoft.2Ü.^cbr. 2l.DLnstjQ-yo.LlfL von 1!,' 4 b. 22' 4 Uhr Die lanjgrcfln Cocrcttc ui d ritten von Vcoo. <)akobfon u.Mtobtri ziobaiivto. Mittwo b,27 !»ebr. 21.minroom-Uo.-DrfL von 20 bis 22'/« Uhr Das GM auf oer straöe Viiiifpicl in 3 etkien von iHuö. Bernaner u.rli'nd. bester reicher Freitag, 1. MäkA- 21. zrellilQ-Abü.'vkfl. von l?'1 , b. -I* 4II. Die verkaule ßranl Born idic Qver in ;$ Wirten von N. Lall, na, '^duük von Jrrubr. Lmctaua. Sonnt n, 2.MarA, lanücr Slbuiincmcnti . rcmdenvoriiellung von 1S bis 20 Uhr öinmoia Banslia^tuags - GeGChält lucht LAlNg oöet EeütnifiOtR Sdu. dlngeb. u. 0 0 an d. Gien. 2lNA. erb. Schahhaas LHlenleld Seltersweg „g^D Junge ^imnicutaler Kuh mit 51 alb ingfest. feblcrircL au verk. X'eiir eitern Oltn Schtueinr. 20. Erstklassige Milch- und Fahrkuh mit 3. Mntterkalb au verlausen. u«53 Bn kbardsscl cn 5luchenvlah 4. tzosrette auch als Geschäits» Hans geeignet, da Vaden mit Schau« fcnsler vorhanden, wegrugshalber ah verkamen. Aerucr samll.iandwi-.ischasf lidicn Gei aie n.Btch. Heil« ,7M Laug GönS^ ©eden^-^eier zu Ehren unserer gefallenen Krieger Frau Margarethe Kaus geb. Volp im Alter von 80 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Anna Anacker Wwe. geb. Kaus. Gießen (Seltersweg 38), den 22. Februar 1929. Die Beerdigung findet Dienstag, den 26. Februar, nachmittags 2 Ubr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. Trauerbesuche dankend verbeten. 1669 D Todes-Anzeige. Donnerstagnachmittag 5 Uhr verschied nach längerem Leiden plötzlich und unerwartet unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Fr« Margarethe Hartmann Wwe. geb. Neidei Sonntag, den 24. Februar 1929. mittags 12 Uhr pünktlich, in der Neuen Aula der Universität: Gedenkansprache: Studienrat Prot. Dr. Schmoll. Weiter wirken mit; Frau Gertrud Weyl (Gesang), das Musikkorps des l (Hess) Grenadier-Batls., 15. Int-Rgts., Leitung: Obermusikmeister Löher. Die Einwohnerschaft Gießens wird zur Teilnahme herzlichst ein- geladen. Eintritt unentgeltlich. Zur Deckung der Unkosten wird am Ausgang eine freiwillige Spende erbeten Die Ausgabe der Platznummern, die aut die Programme gedruckt sind, erfolgt am Eingang. Saalöfinung 11’4 Uhr. In tiefer Trauer: Katharine Hartmann Familie Robert Kreiling Marie Hartmann nebst allen Angehörigen. Heuchelheim, Londorf, St. Gallen, den 23. Februar 1929. Die Beerdigung findet Sonntag, den 24 Februar, mittags 12'/, Uhr, vom Stei behaus, Bacbstraße 36, aus statt. i672V Danksagung! Für die wohltuenden Beweise, aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen Frau Elisabeth Schönhals geb. Weitzel sagen wir unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Christian Schönhals Gießen, den 23 Februar 1929. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge Landesverband Hessen, Ortsgruppe Gießen Dr. Frey. Trümpert. i528D ■AMD Ä--' - *.j ; 7 Samstag, 25. Abruar 1929 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Nr. 46 Zweites Blatt Kaufqesuche ) Vereine miM 0. y y v ik daS den dies Versinken bet Teilnahme an Epik auf parteipolitischen Anlas) wollen. Gewiß, Spielhagen, der am 1829 zu Magdeburg als Baurctts- nd i s. )X ,er spn au- Friedrich Spielhagen 3u seinem 100. Geburtstage. Von Hanns Martin Elster. ach, sr. Viola flut Ilm'M kleine» w normal I. Tarne in kauicn ficmäit Lilir. An«, ui Ytell uttM an b. Onj. Ruhe schloß. Mmr hat Spielhagens zurückfüyren 24. Februar 1. r. x freute. Die- jung« Volksleben ist reich an starken Kräften eines echten praktischen Idealismus. ES ist reich durch die eigentümlich« Gastli hkeit des amerikanischen Geistes, mit dec er unendlich empfänglich alle Anregungen, woher sie immer kommen, begrüßt und aufnimmt. Und dcnnochl Dennoch! Für uns heißt es: Soll Deutschland Amerika werden oder Deutschland bleiten? Deutschland, — das will sagen: das Land des reichsten persönlichen Lebens in der Gewißheit der ewigen Dinge, im Dienst der unbedingten Werte, der das Wahre will, weil er das Wahre ist, das Gute tut, weil eS als unbedingtes Gebot seinen Sinn in sich selber hat. das Schöne liebt, weil in seiner h iligen Welt des Scheins allein im Spiele der Einbildungskraft der Geist im Bedingten die Vollendung des Unbedingten genießt, das Göttliche sucht, weil nur in Gott als dem heiligen Willen der Geist die Ruhe findet, die ihn trägt, tröstet, kräftigt und richtet. Die deutsche Sendung muß die Seele des deutschen Staates und deS deutschen Volkes werden. Deutschland wird im Geiste leben oder es wird untergehrn. Rur der deutsche Geist kann das unpolitische Weltreich der deutschen Kultur erhalten, durch welche dieses Volk als eine Einheit des Lebens bewahrt bleibt. Bleibt Deutschland dem Geiste treu, fo bleibt es und wächst es als ein Volk von vielen hundert Millionen, - ein Weltreich des Friedens und der geistigen Eemeinschast. In seinem unpolitischen Reiche strömen de n politischen Reich die Kräfte. Alle deutsche Geschichte war Todesgefahr. Wieder und dringender als je lautet die Frage: Wird Deutschland bleiben? Rie war die Ausgabe den Arbeitern les Geistes höher gestellt. Sie "sollen wie nie zuvor die Führer ihres Volkes sein. Deutschland wird aus dem Geiste neu geboren werden oder es wird vergehen. jih'1 Ul'1"' pilt Moraca Loaaiaa, Den 21L voint KP-, Uhr. mi eing- faal brr Cbrrrfnl1 liult: taten nationalen Entschlossenheit und Bewußtheit. So aber löst sich au8 dem Verhängnis die neue Aufgabe heraus. Die Auslanddeutschen, die bis dahin nut Versprengte waren, sind zufam- mengeschweiht in die wahrhaftige Schicksalsgemeinschaft des Leidens um Deutschlands willen. Der neue deutsch« Dolksgedanke ist im Entstehen. in dem zum erstenmal in ter deutschen Geschichte alles, was deutsch ist auf der Erde, in feinen hundert Millionen sich weih und will als eine Einheit desselben Geistes und Willens zum Leben. Deutschland aber muh das Staats- volk im Volksstaate werden, das In seiner Selbstverständlichkeit und Sicherheit der nationalen Bewußtheit ruht. Wir stehen nicht am Ente, sondern am Ansang der deutschen Geschichte. Aber freilich geht das deutsche Wesen am Tore in sein neues Haus durch die schwerste Krisis seines Werdens. Don Geistern der Fremde so bedroht wie umstrickt ist es in Gefahr, sich selbst verloren zu gehen. Das Herz Europas hat immer die Dlutströme alles europäischen Geschehens durch sie hindurch-« eitet. Aber es ist, all den Rachbarvölkern freundlich, verwandt und nah, doch nie in ihnen aufgegangen, sondern hat aus ihnen allen den deutschen Lebens- und Dil- dungsgedanken genährt, in dem sich feine Wesenheit siegreich offenbarte und bewahrte. Wie wird es in ter kommenden W« tzeit sein? Der amerikanische Gedanke lockt alle mit Sirenenllängen: Wohlstand für alle, Behagen für alle. Massen- und Allgemeingut, was bis dahin Luxus war, aber freilich bann auch nur Massendenken. Massenfühlen. Mas sengen eßen, Abweenh it des eigentlich persönlichen Lebens und der Einsamkeit im Ewigen. Der amerikanische Gedanke glänzt nicht nur als Gold, sondern auch als Jugend mit aller Liebenswürdigkeit kindlicher Lebens- iilS' ba idii* eit 3" rnfr jjfi’ >k6- il» Eine starke Strömung beherrscht heute literarisch« Leben und Urteilen. Sie hebt _ Zeitroman mit ihrem Lobe und ihrer Liebe über alle anderen Romanarten empor. Rach ihrer Deutscher Geist und deutsches Volk. Don Geheimrat Dr. Eugen Kühnemann, o. profeffor der Philosophie an der Universität Äreslau, Präsidenten der Gesellschaft für deutsches Schrifttum. Miln b°di"a,n S’r ßebr.Bür ssn» MMM 3« «ett.inifn. (wg MWW 3"?erk uicn. v*® Kinder- 5Por.wagen ploife ÜtennaboT, ömQinen. iM 3m toariftlb 8 nSde edjtlitvMti oabnbammillLr. tzll.Mll. WWö kauft I637D Schneider firottlhiriei Cn.A. Qu bieier 1<Ötn brni «oincn W M» (frlditmtn njrr Sanacr mW «-°KZ„L Stadttliealer äIÄ (tote übrigens auch der Marschall Pllsudski selbst) toar niemals allzu begeisterter Bewunderer des Bündnisses mit Frankreich — beide aber glaubten, daß Polen in den ersten Rachkriegs- sahren ohne Frankreich nicht auskommen könne. Für die politisch« Orientierung Alk?nazhs toar eine peinlich« Rivalität mit dem tschechischen Außenminister D e n e s ch entscheidend, der dem klugen Polen immer ein Dorn im Auge war. Benesch war es, der dank französischer Unterstützung das auch von den Polen beansprucht« Te s cheu für die Tscheche! sichern konnte; damals mußte Polen wohl ober übel auf dieses Stück des früher österreichischen Schlesiens verzichten. Der Ruhm Bencsch) wuchs und wuchs, er verstand ja, Reklame für sich zu machen, er wurde Intimus französischer und englischer Minister und war bald der große Mann der Kleinen Entente. Von Askenazy aber sprach bald niemand mehr. . . Sogar der französisch« Gesandte in Warschau, Panajicu, der Vorgänger LarocheS. machte das nach Askenazys Auffassung brutale Kesseltreiben gegen den ehrgeizigen polnischen Diplomaten mit. Diese persönliche Verstimmung trägt zweifellos viel Schulo an der Schärfe der jetzigen Abneigung gegenüber Frankreich. Als Marschall Pllsudski zur Macht kam, gewann auch Askena^y neuen Einfluß. Mehr sogar, als er jemals als polnischer Hauptdelegierter in Gens besessen.hatte. Jetzt ist seine Stund« gekommen: er sagt, daS Bündnis mit Frankreich nütze Polen nichts, denn Frankreich könne nicht einmal Polens Westgrenze schützen und habe schon gar kein Verständnis für weitergehende Ansprüche Polens an diesen Grenzen . . . Frankreich habe Polen in Locarno im Stich gelassen und es tue nun nichts für einen Ostpakt. Die Angriffe sind im letzten Jahre besonder« heftig geworden, feit nämlich von Deutschland die Frage ter Rheinlandräumung aufgeworfen wurde. Doch im Frühjahr 1927 war Zaleski nach einer Pariser und Genfer Reise fröhlich heim Dachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Warschau, Februar 1929. Ob die politische Loslösung Polen- von Frankreich vollzogen wird oder nicht, ist heute eine müßige Frage. Die Tatsache, daß solche Pläne überhaupt bestehen, — und sie sind ja auch von ungarischer und italienischer Seite mindestens angedeutet worden, zwingt zu ihrer Beachtung und wirst vielleicht auch neues Licht auf manche polnischen Maßnahmen, z. D. aus die Auslösung tes obersch'.esischen Sejm. In den politischen Kreisen Warschaus, aber auch ganz öffentlich in der polnischen Presse spricht man augenblicklich viel von dem Streit, der zwischen den Anhängern und den Gegnern einer polnischen Allianz mit Frankreich ausgebrochen ist. Eingeweihte Kreise wissen schon lange darüber Bescheid, daß zwischen Frankreich und seinem vielgeliebten Alliierten Polen eine gewisse Abkühlung eingetreten ist und daß jetzt die französische Diplomatie — ganz wie im Falle Deutschland — die Verschleppung der pol- nisch-franzosischen Hantelsveriragsverl a.iil ngen mit dem bösen Witten der polnischen Regierung begründet. In den politischen Salons rings um die polnische Regierung erörtert man immer häufiger die Mög'ich'eit einer neuen außenpolitische nOrientierung Pol:ns und man denkt hierbei an eine Annäherung, vielleicht sogar ein Bündnis mit Ungarn und Italien. Hauptruser im Streite für die Abkehr von Frankreich ist ter frühere Hauptdelegierte Polens beim Völkerbund, Pros. Szymon Askenn z h , bet augenblicklich zwar kein offizielles Amt bekleibet, aber als außenpolitischer Ratgeber das Ohr tes Marschalls Pllsudski besitzt. Askenazy erklärt nun, Frankreich verso'ge In seiner Außenpolitik rein egoistische Motive, es stütze seine Alliierten, wenn sie ihm nützlich wären, aber es opfere bedenkenlos die Interessen seiner Freunde, wenn ihm dies zur Erreichung eines politischen Vorteils notwendig erscheine. A k?nazy DaS deutsch« Volk scheint in feirem Erdengange und Schicksal bestimmt, das Volk des Geistes zu werden. Bis es in der Döllerwanterung in die Geschichte eintrat, nahm es auf sich den Gedanken der neuen We tzeit, den Gedanken vom Weltreich ter Christenheit, in dem die Völker die Familie Gottes bilden. Der "-,'espalt zwischen der geistlichen und der weltlichen Gewa t, an dem es sich im Mitteln ter aj.ie.bt, ist im Grunde kein anderer als dec Zwiespalt zwi.chen Idee und Wirklichkeit. Ganz ter Idee angegeben, versäumte es die erste Pflicht tes Volkes, einen starken Rationalstaat zu gründen, — seit den Tagen Ottos tes Großen erscheint die deutsche Geschichte wie eine Verschwörung, die Deutschen jeder Hinein^evöhnung in einen gemeinsamen nationalen Willen zu entfrenten: ein zweiter Beginn feiner Geschichte wurde diesem immer wieder kindhaften Vol e in der Reformation geschenkt. Es ist den Deutschen eine zugleich stolze und schreckliche Erinnerung, wie sie als das merkwürdigste aller Völler, und zwar ebensosehr in den Katholiken wie in den Protestanten, um einer reine n Frage des ©«wissens willen das nationale Dasein selber aufs Spiel setzen, bis es i.n Dreißigjähri en Kriege nahezu zum Verbluten des Volkes kam. Niemand wußte bei seinem Ende vor der namenlosen Verwüstung, daß ein Einziges gerettet war —, die deutsche Seele. So kam es denn, daß, als nach hundert Jahren der Deutsche bc :ann, ein neues Reich aufzurichten, es ein reine 3 Reich der Seele toar. Die große deutsche Musik Halle es eingeläutet, mit den Klängen, die aus ter ©ottoerbunben- hrit des deutschen Cenütes stammten. Die große deutsche Dichtung sand den Weg zurück zum .Urquell ursprünglicher Poesie und wurde in Klopft ock wieder die Sprache des von den Ewigkeitsvorstellungen bis ins Innerste erschütterten Herzens. Aber das Eigene, was hier zum erstenmal in ter ganzen Geschichte des Menschengeistes geschah, war dies, daß der Lebsnsgedanke der neuen Bildung, die hier intstehen wollt«, sich gleichzeitig als Dichtung und Phllosophie aussprach, — Gestaltung und Gedanke bilde.en dieselbe neue Welt. Wenn in Goethe die größte Arbeit der Selbstbildung geschah, in ter die Welt Geist, der Geist Welt tourte, das Ich sich entfaltete am Gesamtumkreis ter Sachlichkeiten und so der Menschen.pe'Ü zu einer nie geahnten Fülle der Selbstosfenbarun) kam, so maß Kant dem Geiste den ganzen Umfang seiner Möglichkeiten auS und lehrte die Menschheit, sich in der Ganzheit ihrer Aufgaben zu erkennen. Herder aber gab diesem neuen deutschen Tildungsgedanken aus der Freude an deutscher Art und Kunst heraus den Zug zur allverstehenden Menschenliebe. Aus ter Kantschen Kritik entwickelte Schiller die Prophetie von der Ganzheit des Menschentums als dem letzten Ziele und riß die Seele empor durch die erhabene Erschütterung an den Bildern des mit den Schicksalsmächlen unablässig um seine Freiheit ringenden Menschengeistes. Fichte toar es Vorbehalten, die hohe deutsche Bildung in nationalen Willen zu verwandeln. Am Stolz ihrer Sendung für das Menschheitsreich des im Ewigen lebenden Geistes hob er die Verzweifelnden e.npor. Hegel aber türmte das gewaltsame System, in dem Gc« he und Kant, ter ganze Dildungspehall des Goelheschcn Schauens und in dir scharfe Sie e tes Kant'chrn Wissens um die Notwendigkeiten tes Geistes, zur Einheit kamen. Das Weltreich te3 deutschen Geistes umspannte alle Sie.c und Weite der Geistigkeit. Mit ihm gewann Deutschland die Geltung eines großen Volke; für die Welt zurück und wurde der Lehrer ter Menschheit. Aber als höchstes lebte in dem al en ein neuer Le- bensgebanke, eine neue Gewißheit, die als ein lebendiger Glaube das deutsche Wesen zugleich ausdrückte und beseelte. Es ist ter Glaube, daß der Sinn des Lebens nicht darin liegen fann, möglichst hohes Behagen In Genuß für möglichst viele zu finden, sondern darin, baß wir ein per- MZ 4|ne,M> itbote ä'Ä;» Anschauung und nach ihrem Willen soll der Epiker zuerst feine Zeit gestalten und seiner Zeit dienen, mit der Anerkenntnis von ^Aktualität", besser Gegenwärtigkeit „aktuell", besser Zeitgenosse fein und diese unsere Zeit beuten, klären, führen, beeinflussen, formen. Dem Dichter des Zeitromans gebühre allein der Zulauf der gleichzeitigen Leser, er habe — heißt es — mit Recht den Vorzug vor Epikern, die historische ober rem geistige Stoffe verarbeiten, vor afl denen, die die Ewigkeit höher als das Zeitliche, die Unend- liche mehr als das nur Endliche, das Göttliche tiefer als die nur gegenwärtige Form des Menschlichen schätzen. Wir haben genug Beispiele von Wassermann bis Werfel, von Heinrich Mann bis Rudolf Herzog, die. jeder auf seine Art, den Sieg des Zeitromans beweisen. Und doch ist diesen Anhängern des Zeitromans nicht recht geheuer zumute. Sie spüren leise ober auch deutlich, daß dem Zeitroman auch die Vergänglichkeit der Zeit anhaftet. Jene Vergänglichkeit, die nur durch die Reife der Formkraft oder den Adel des Geistes, also durch die schöpferischen Mittel, die das Alltägliche, der Erscheinungen Flucht in das Unalltägliche, Ewige, Bleibende erheben. Sie ahnen, daß letzten Endes doch der Romanautor mit seinen Werken den Sieg behält, der bei aller Tiefe und Echtheit seines Zeiterlebens stets dem Ewigen dient. Friedrich Spielhegen und sein Rachleben ist da ür das unwiderlegbarste Beispiel. Der Dichter der „Problematischen Daturen" von 1861, des ..Hammer unb Amboß" von 1869, ter „Sturmflut" von 1876. um nur drei Hauptwerke anzuführen, beherrschte mit seinem epischen Schaffen nach seinem plötzlich 1861 emporschteßenden Ruhme di« Zeit und Leser- weit zwischen 1850 und 1890 völlig, während Dichter wie Wilhelm Raab«, Gottfried Keller, dem Selbstbestimmungsrecht ter Persönlichkeit, eines allgemeinen Kampses gegen Vorurteile, für eine autogene Moral", wie H. Bieler gut sagt, sah unb in seinem ehrlichen Rechtsgefühl, in seiner bürgerlichen Rechtschaffenheit hier b:e Ideale ter klassischen Zeit, des Gülen, Wahren unb Schönen allein verwirklichen zu können meinte. Er ging in seinem dem Abel unb tem Priestertum gleich feindlichen bürgerlichen Freis.nn so weit, bah er in seinem figurenreichen Roman „W as will bas werde n?" von 1886, ter gewiß viel Autobiographisches enthält, sag:«: „3n jedem von uns steckt ein Stuck von einem Sozialdemokraten ... Wir... stehen im Leben in ter festen Ueberzengung: «in Hohes und Herrliches will werden, eine neue glorreiche Phase ter ewig strebenden Menschheit." In folgerichtiger Fortentwickelung feines junnteutschen. von der 1848er Revolution unb Demokratie impulsiv vorwärts- getricbcncn Liberalismus erntet er also bei jener hauptsächlich großstädtischen bürgerlichen Sozialdemokratie, die heute noch politisch von großem Einfluß ist, wenn auch ihre Weltanschauung, wie Spielhagens Beispiel zeigt, zwei, drei Menschenalter zurückliegt... Das Historische dieser ©esamtanschauung Spielhagens verrät sich sofort, wenn man seine Romane frei von jeder Parteipolitik einfach einmal als Lebensgestaltung und Kunstform beurteilt. Den Maßstab ter Dichtung darf man schon deswegen nicht anlegen, weil Spielhagen nie zu den Epikern gehört hat, die aus dämonischen Urgründen schaffen. Immer war Spieltagen ter klug arbeitende Schriftsteller, der den Stoff ter Zeit mit Hilfe eines rhetorischen Fabuliertalentes in geschicktem Aufbau und mit mancher feinen Einzelausführung erzählte. Er war als Schritsteller so recht ein Erklärer seiner Zeit für Zeitgenossen mit Hilfe einer parteipolitisch-sozialethischen Weltanschauung, die in ihrem Grunditealismus aus ter deutschen Klassik stammte, aber nie das Vermögen besah, in die Tiefe zu schürferr. Die ist Spielhagen das Wesen von Dollstum ober Schicksal, von Blut- kräften ober religiösen Dotwenbigkelten, von Metaphysik otet Ewigkeitsbindung aufgegangen. Als leidenschaftliches Temperament packte er feine Umwell unb schilderte sie im Farbenglanze seiner . MM ilHtl »U lau'cn ad "" Q:br. luotiri Zu bett üblen 2. Theodor Storm, C. F. Meyer sich noch jeden Leser erkämpfen muhten. Heute aber lesen Millionen Deutsche jahraus jahrein Raabe, Keller, Storm, Meyer in immer neuen Ausgaben, um Spielhagens Epik kümmert sich aber schon feit einem Menschenalter fein Leser mehr, ja die strenge Literaturkritik und -geschichte hat ihn für völlig historisch geworden erklärt. S;ielVagen selbst erlebte noch in tiefer Verbitterung das Versinken seines Ruhmes und feiner ItL-fun f, zuletzt als b.ind gewordener Greis, der am 25. Februar 1911, nach dem allzufrühen überraschenden Tode seiner Lieblingstochter. die 82jährigen Augen zur ewigen sohn geborene, zu Stralsund ausgewachsene, dadurch mit Pommerns Landschaft und Menschen innig verbundene, nach einem der Medizin, Jura, Philologie in Bonn, Berlin und Greifswald gewidmeten Studium, nach einem Versuch als Schauspieler und nach einem Hauslehrerjahr aus einem pommerschen Adelsgute in Leipzig aus dem Englischen und Französischen übersehende, Privatstunden gebende jun;« Oberlehrer, war von Jugend auf ein entschiedener und begeisterter Anhänger des freisinnigen Bürgertums, des demokratischen Fortschrittsgedankens, ein Erbe jener jungteutschcn Gedankenwelt, die sich in der Revolution 1848 zu Tote stürzte. Er machte auch aus dieser bis zur Tendenz ausgedehnten Parteistellung weder in seiner kurzen Redakteurzeit an ter Zeitung für Dorddeutschland. tem ietzigen Hannoverschen Kurier, zu Hannover von 1850 bis 1862 und an ter Deutschen Wochenschrift, ter späteren deutschen Romanzeitung, Berlin, feit 1862 noch als freier Schriftsteller in Berlin, wo er von 1862 bis an sein Lebensende in bestem gesellschaftlichen Ansehen lebte, noch gar als Romanautor nie ein Hehl. Immer sah er die Welt und die Menschen mit den Augen tes sreisinnigen Fortschrittparteilers. ter als Gutzkows Nachfolger und als Porkämpfer tes Dil- dr ngSliteralismuS die Opposition gegen Bismarck stets mitmachte, weil er darin „ten politischen Ausdruck deS allgemeinen Strebens nach fönlicheS Leben getoinren in ter Gewißheit der ewigen Dinge, im ewig Wahren, ewig Guten, ewig Schönen, ewig Göttlichem Deutsch sein heißt frei fein in der Selbstbestimmung durch das Ewige, deutsch sein heißt fromm fein in ter Ergriffenheit durch den göttlichen Sinn der Welt. Die Einheit von Freiheit und Frömmigkeit ist ter deutsche Gedanke. Große Völker können nur durch die Welt getragen werden. Die Welt, die England trägt, ist das britische Reich, die Welt, die Deutschland trägt, ist ter deutsche Geist. Der deutsche S aat und ter deutsche Geist haben verschiedenen Ur- sprung und ver chiedenes §«imat'and gehabt. Der neue deutsche Staat, der im Heldentum Friedrichs tes Großen entsprang, ist in Jeir.ern seelischen Ursprung tem deutschen Lebensgedanken tief innerlich verwandt. Auch ihm liegt der Sinn des Lebens nicht im Genuß, sondern im Dienst für unbedingte Pflichten. Kant, der dem deutschen Gebend ebauten seine Ethik gibt, formt in ihr das Bild des friderizianischen Lebens. Aber der Dienst, ter h'er gemeint ist. ist Dienst für Staat und Volk. — die Ehre des Staates ist die Ehre des Mannes. Das tragisch« Problem der Deutschheit liegt an die'er Stelle: in der Hineinbildung des deutschen Lebensgedankens in nationalen Dienst und Willen. Das Ringen der deutschen Geschichte im neunzehnten Jahrhundert besteht gaiu eigentlich darin, daß der deutsche Geist und der deutsche Staat einander leidenschaftlich suchen. In der deutschen Einheit und Freiheit soll ihre Ehe gefeiert werden. Endlich aber kommt ten Deutschen ihr politisches Reich nicht durch wohlmeinende Reien und Schriften geistreicher Männer, auch nicht durch Blut und Eisen, sondern als Geschenk des Genius, von tem wir fünfzig Jahre gelebt haten. Bismarcks neue deutsche Welt brachte auch einen neuen deutschen Menschen hervor, ter die meisten Tugenden deS alten deutschen Menschen bewahrte, seine geistige Spannkraft, seine Lust an der Arbeit um der Arbeit willen, seine unbedingte Hingabe an die Sache, aber er vereinigte sie mit einer wundervollen auf die Erde gerichteten Tatkraft. Der Mannes iedanle vom Dasein, der in ten Tagen Friedrichs des Großen in Deutschland nur im Kopse tes großen Königs vorhanden toar, ist Gemeingut ter deutschen Männer geworden, — daß es immer die erste Aufgabe teS Mannes bleiten muh, um diese bunte Erde zu ringen unb auf ihr ein Herrschaftsreich für unser Volk auszurichten. Daß aber Deutschland immer vor allem eine geistige Tatsache blieb, dafür sorgte die merkwürdigste Folg«, die sich aus unserer Geschichte schicksalhaft ergab. Bei feinem anderen großen Volke wird etwas ähnliches gefunden. Von den hundert Millionen Menschen, die unser Volk bilden, leben vierzig Millionen nicht im Reiche, — sie sind Auslanddeutsche. Deutschland heißt das große Volk, das zu zwei Fünfteln aus Auslanddeutschen besteht. Was sie an die Heimat knüpft, ist allein ein geistiger Zusammenhang der gemeinsamen Art, des gleichen Lebenswillens, desselben Le- bensgedankens. Deutschland wird aus t em Geiste leben oder es wird nicht leben. Deutschland als Volk bedeutet das unpolitische Weltreich des deutschen Geistes. So schicksalhaft cc ügt, so vielfach unfertig lagen dir deutschen Dinge. Der Weltkrieg schien ter Geburtstag tes deutschen Volkes zu werden. Es erlebt? ten größten Tag seiner Geschichte, als in den heiligen Aueust- tagen 1914 mit einemmal das ganze Volk — Reichsdeutsche und Auslandteutsche — ein Gedanke, ein Wille, ein Dienst ter Treu« bis zum Tode war. Es erfuhr zum erstenmal seine ganze Kraft in ten vier Schicksalsjahren, die, trotz allem, die größte Dolksieistung aller Zeiten sind. Es erlag freilich auch an seiner inneren Schwäche in doppeltem Sinne, einmal im Schicksal 6er Auslanddeutschen, die, vertrieben, verfolgt, verstoßen. die Schreckensseiten des Allen Testaments an sich toahrwerden sahen, dann aber in einem letzten Versagen der bis zum End« durchgehaireichen Belesenheit und Wissensbildung, seiner agitatorischen Rednervirtuosität, die seinen Helden Leitartikel über Zeitfragen in den Mund legte, und dazu mit einer durchaus zeitgebun- tenen Sprache, die heute altmodisch, breit und umständlich anmutet. Man fragt sich heut« bei erneuter Lektüre feiner Meisterromane, worin ihre große Wirkung beruhte. Zweifellos in Spielhagens menschlicher Persönlichkeit: hier zeigt ter berühmte Romanautor das Ewige seines Wesens. Was Spielhagen kämpferisch, parteipolitisch, sozialethisch vertrat, das toar er auch wirklich als Mensch und Mann. Er toar ehrlich freisinnig, er lebte auch so in völliger Freiheit und Unabhängigkeit. mit dem ganzen Verantwortungsgefühl seines Eintretens: „Siner für alle, alle für alle," „ter einzelne nichts weiter als ein Soldat in Reih und Glied." Er hantelte nach diesem Grundgedanken ter demokratischen Miliz, die jedes kriegerisch Heldenhafte ablehnt, jedes Privileg von Adel und Priestertum bekämpft und nur ten der Gesamtheit verantwortlichen, verpflichteten Individualismus, der sich ter letzten Hergäbe aller seiner Kräfte für die Gemeinschaft befleißigt. gelten läßt. Durch diese Reinheit seiner menschlichen Persönlichkeit, die vom Schriftsteller und seinem Berufe mit vornehmster Verantwortung und rücksichtslosem Emst das Lauterste an Ehrlichkeit und Arbeit verlangt«, ward • Spiel- hagen zu einem Spiegel, in dem seine Zeitgenossen ihr Bild, ihre Welt, ihr Tun und Treiben, ihre Zeit ehrlich zu sehen glaubten. Und so ist es auch noch: gehen wir von d?r Persönlichkeit Spielhagens aus, wodurch zugleich seine Grenzen und Hemmungen, Einseitigkeiten und Engen gegeben werden, so können wir die von ihm geschilderte Zeit, die uns historisch, ja kulturhistorisch geworden ist. nun mit der Lebendigkeit eines Mitlebenden durch seine Romane kennen lernen. In ten „Problematischen Naturen" sehen wir die Jahre 18-13 bis 1860 mit unmittelbarer Stimmungsfülle toi?ter aufer- stehen, in „Die von Hohenstein" (1853) die 1848er Revolution, in „Reih und ©Ile b*' (1866) ten mit Lassalle aufkommenden Sozialismus und die Konfliftzeit. in „Hammer und Amboß" (1869), dem Jch-Roman, dessen Form Spielhagea Neue Bündnispläne in Warschau Verstimmung gegen Frankreich. — Eine neue Allianz? Don unserem 8-Berichterstatter. 8«»«Ä •sgi. 2| flhOWfjW S'SK ""'WE» Sr. ’W Äf"' null' fta der wenn Räuberpistolen Von Hans Thyriot. Jeiiungsfchau. Kölnischen Zeitung findet sich köstliche Geschichtchen: den, von dem wir uns nichts träumen ließen und von dem wir alle für unser Leben genug haben. Uebrigens war der „Lederstrumpf" zu unserer Zeit nicht mehr „Mode". Auch Karl May war damals nicht besonders im Schwange. Unsere „Dichter" aber hießen etwa Franz Treller, Max Felde und Maximilian Kern. Don Franz Treller war zum Beispiel „Der Sohn des Gaucho" — eine unerhörte Schwarte. Ich konnte halbe Seiten auswendig. Man mußte dos Buch in unseren Kreisen gelesen haben: so etwa wie man heute die Undset und Van de Veld« „gelesen haben muß", wenn man mitreden will. Ich habe diese Schwarte durchgepeitscht, zehnmal, zwölsmal, wer weiß, ob das reicht. Und es war eine Schwarte mit Bildern. Ich sehe sie noch. Besonders das eine: wie die Reiterkavalkade der deutschen Ansiedler eine S)orbe Pampas-Indianer in Klump haute: wundervoll. Und jenes von den Gauchospielen, den Ritt und Sprung vom unge- sattelten Pferde darstellend, welchem einer mit dem Lasso den linken Hinterfuß sangen sollte im vollen Galopp. Den linken! Der Schurke fing jedoch den rechten — mit Absicht, und sagte, er habe sich bloß geirrt. Aber der edle Aurclio sprang trotzdem unvergleichlich im letzten Augenblick an der richrigen Seite herunter. Und „Heil!" schrien die Rauhreiter, die schon gemurrt und nach den Messern gegriffen hatten, . . . und der Matö floß in Strömen. dir Ehr« geben, die ihr gebührt, daß sie allein i)o3 Vermögen hat, sinnvo.l zu wirken durch alle Zeiten hindurch, von Homer bis in di« Zukunft hinem. folgendes _ . , , . Herr Ludwig Landes ist Eigentümer eines „Kunstverlags" in Tegernsee. Tegerniee lirgt in Bayern. Eine Berliner Firma aus der Branche vergißt sich nun soweit, in Tegernsee Offerte ein^urcichcn. Das tut Herr Landes? Er setzt sich hin und schreibt folgende Postkarte: halt der Denkschrift in aller Oeffentlichkeit zur Debatte zu stellen. Das ist traurig, aber wahr, war aber im Kriege bekanntlich schon ebenlo. Höchst überflüssig erscheint und ober, daß daneben noch alle technischen Details über unsere neuen Schisse in einer amtlichen Fachzeitschrift ausgeführt und gewissermaßen zur Nachahmung empfohlen werden. Dennoch hat uns dies alles, seltsamerweise, nichts ge- schadet. Und im Vergleich zu der Lektüre. Phantasie und Tätigleit unserer Knabentage üben wir, soweit ich sehen kann, heute allesamt einen verhältnismäßig friedlichen und bürgerlichen Beruf aus. Damals wäre uns dergleichen recht kümmerlich, unwichtig, und eines Mannes wenig würdig vor- gekommen. Wir waren lauter rauhe Kerle, einer wollte sogar Löwenjäger werden. Und wir ahnten ja auch nicht, daß wir ein paar Jahre später in Frankreich, in Rußland, in Serbien und Italien, in Afrika und in der Türkei, zu Wasser, zu Lande, und in der Luft auf einem Kriegspfade sein mür- Die Deutsche Allgemeine Zeitung macht auf folgendes mit Recht aufmerksam: Der Marincmitarbeiter des „Echo de Paris" hat sich veranlaßt gesehen, einen Artikel mit der albernen äkeberschri t „Das neue deutsche Panzerschisf und der Weltsriede" zu verfassen. Das furchtbare deutsche Kriegsinstrument von 10 000 Tonnen Größe findet nach seiner Ansicht Höchens in den englischen 32 0.'0 Tonncn-Schiffen „Rodney" und „Relson" ebenbürtige Gegner. Da nach dem Versailler Diktat Deutschland sechs solcher Schiffe bauen darf — der Autor weiß natürlich genau, daß nur vier projektiert sind — und da dcus arme, wehrlose Frankreich solcher Armada ohne jede Hoffnung gegenübcrsteht (die zweite Rate für den ersten deutschen „Meerkönig" ist noch nicht einmal bewilligt!), so sieht der französische Verfasser im Geiste schon jetzt die französischen Küsten v:rwüst:t. di: Kolonien geraubt und die deutsche Flotte als Herrn des MittelmccrS. Durch Deutschland wird al o, so meint der Verfasser, eine neue Aera des Wettrüstens eingeleitet. Durch dasselbe Deutschland, düs immer so stark für Abrüstung eintritt. Auf diese Weise wirb dann glücklich der Beweis erbracht, daß der Frieden der Welt durch ein auf Stapel gelegtes deutsches Panzerschi f gefährdet wird. Der französische Marinefachmann sollte sich schämen, angesichts der französischen, englischen, japanischen und amerikanischen Flottenrüstungen solchen älnsinn in Druckerschwärze umzusetzen. Aber er hetzt eben, um zu Hetzen. Meint er, daß wir Deutsche Rudcrgaleeren oder Segelkoggen bauen sollten? Auch der englischen Fachzeitschrift „Raval and Mi.itary Record" sind die.e Llebcr- schwänglichk:ilen langweilig geworden. 3n ihrer neuesten Rümmer (13. Februar 1929) schreibt sie: „Wir erkennen durchaus die technische Leistungsfähigkeit der Deutschen an, aber wir sind nicht der Meinung, daß sie über eine Art geniehasten Monopols in schifsbaulichen Dingen verfügen... Es handelt sich zweifellos um ein recht interessantes Schiff. Dieses aber als das Produkt einer „Ucbcrrafe" hinzustellen, als etwas, was keine andere Ration der Welt nachmachen könne, beweist nur Mangel für technische und seemännische Realitäten." — In gewissem Sinne haben wir aber selbst schuld daran, daß solche albernen Märchen, wie das oben skizzierte sranzöfische, aufkommcn können. War es wirklich notwendig, daß unsere sch'ffbautechn schen Fortschritte, deren Wert doch erst durch die Praxis erbracht werden soll, mit allen Details in der amtlichen „Marinerundschau" an die große Glocke gehängt wurden? Geschah es, um uns mit unseren technischen Fortschritten zu rühmen oder um die wehrseindlichen Abgeordneten von der Rutzlich- keit des Panzerfchiffbaues zu überzeugen? Ersteres wäre anfechtbar und unklug, denn wir behalten bes'er für uns, was wirklich brauchbar ist. Das zweite wäre ein Versuch am untauglichen Objekt. Die letzte Kreuzerdebatte im Reichstag bewies es. Mit den besten technischen Argumenten für Panzerschiffe kann man Kinderspeisungsprogramme nicht tot chlag.n. Denk chei tcn zu schreiben, ist manchmal ja wohl nötig, sie in Deutschland drucken zu lassen, bedeutet schon eine erhebliche Gefahr für Preisgabe ihres Inhalts, die Druckcxemplare zu verteilen, heißt, den 3n- rpr«-» IIIIIH I« ■“ IIIIII < — Kerns unvergleichliches Meisterwerk hieß „3m Labyrinth des Ganges". Dies war ein Buch für uns, wie es heute o elleicht ein Roman von Edgar Wallace wäre. Ein schönes Buch, eine wundervolle, unheimlich«, aufregend« Sache. Eine Geschichte nach unserem Herzen. Und auch mit Bildern. Es ginn ?gleich mit einer Tigersagd im Dschungel los. Ich ehe das Biest noch auf dem Neitelefanten des Engländers hocken. Und der hatte feine Doppelbüchse grab verschossen. Bloß noch einen Revolver. Und wie steht es damit? „Ebensogut könnte man mit Dogeldunst auf Wildschwein« schießen, wie mit Revolverkugeln auf einen wütenden Tiger." Aber — im Augenblick der höchsten Rot — „da knallten von rechts aus dem Dschungel heraus zwei Schüsse". nach Warschau gekommen und hatte Herrn Pll- sudski und den Kabinettsmitgliedem berichtet, er habe das formelle Versprechen Driands in der Lasche, die Rheinlandräumung mit der Daran- tie der O st grenzen durch Deutschland zu verbinden, d. h. Briand habe ihm versprochen, das Rheinland nur unter der Bedingung des vorherigen Abschlusses eines Ostpakies zu raumen. — Inzwischen ist manches anders geworden, Frankreich hat wohl selbst eingeseyen, daß es zuviel versprach und heute ist der Franzosen» freund Zalesii schwer enttäuscht, wahrend die Kreise um Askenazy betonen, sie Hattens ja immer gesagt ... „ r Die letzte Ratstagung hat nun den Polen neuen Grund zur älnzufriedenheit mit Frankreich gegeben: die Minderheitenfrage. Briand, der immer fürchtet, man konnte in Genf die elsaß-lothringische Frage anschneiden, mochte zu folgendem Minderheiten k o m p r o m i ß mit Sire- semann kommen: Frankreich stimmt einer Verbesserung des Beschwerdeoerfahrens der Mim.er- heiten za. die Minoritäten sollen in Zukunft das Recht dir.k.er Kla-»eführung haben und brauchen nicht mehr die Mittlerrolle eines Dö.kerbunds- Mitgliedes in Anspruch zu nehmen. Die Minderheiten selbst sollen in Zukunft die Möglichkeit zu eigener Vertretung ihres Standpunk.es haben (augenblicklich geben nur Regierungsvertre'.er dem berühmten „Komitee der Drei' Auskünfte über Beschwerden). Als Entgelt für dieses Zugeständnis verlangt Frankreich, Laß der Völker- bundsrat als na ionale Minderheiten nur die in den Friedensoer r gen und in den Spezialabkom- men ausdrücklich erwähnten Minoritäten gelten läßt, Latz also die Deutschen E l s a ß - L o t h r i n- gens überhaupt^ n i ch t als Minderheiten in Frage kommen. Lieser sranösische P an ruft in Warschau Empörung hervor. Man hat hier nämlich heraus- gefunden, daß dann die ilLainer, die Weißrussen und die Inden des polnischen Staatsgebietes zum ersten Male in die Lage kommen, sich beim Völkerbund direkt zu beschweren, was bisher nicht der Fall war. weil bis jetzt keine interessierte auswärtige Macht für diese in den Verträgen als solche ausdrücklich erwähnten Minderheiten als Wortführer eintrat. Die Anhänger einer Abkehr von Frankreich denken, wie gesagt, an ein Bündnis mit Ungarn und Italien. Sie sind sogar bereit, sich dieses Bündnis einige Abänderungen des Trianonvertrages kosten zu lassen, älnd man kann festftellen, daß von Ungarn und Italien aus alle nur erde: k ichen Anstrengungen gemacht werden, Lis polnische Mißstimmung gegenüber Frankreich zu vertiefen. Welche Auswirkungen eine solche älmgruppicrung auf D e u t s ch l a n d haben kann, ist noch gar nicht abzusehen. Es besteht die Möglichkeit, daß weitgehende polnische Ansprüche, Ansprüche, die sich gegen Deutschland richten, plötzlich unerwartete Helfer finden. — Falls nicht die außenpolitisch« Reuorientierung Polens Hand in Hand geht mit einem großzügigen Ausgleich aller mit Deutschland bestehenden Differenzen, aber das ist ja zu schön, um wahr zu sein. Wahrscheinlicher ist es dann schon, daß — auf Kosten Deutschlands ein Wettrennen um öle Gunst Polens einsetzt. Dann könnten statt einer nun zwei Mächtegruppen für den Abschluß eines für ■ Polen günstigen Ostpaktes und für eine Minderheitenregelung eintreten, die den Polen nicht wehe tut. gesichtem. Es gab auch Squaws und Feuerwasier, Mok- kassins und Tomahawks, es gab Kanoes und Lassos und Bowiemesser und Marterpsähle, an denen man nicht mit der Wimper zucken, sondern nur [einem Feinde verächtlich ins Angesicht spucken durfte. (Dies war ein ungeschriebenes Gesetz: weh« dem, der es je verletzte!) Und die Büchse sprach, und das Feuer rauchte, und der Skalp wurde durch die Luft aeschwenkt, als wenn's ein Taschentuch wäre. Wir sagten damals „Hugh" und „Psaw", wie man heute „Guten Abend" oder „Prost" sagt. Worte wie „Blitz und Donner", „elendes Bleichgesicht", „räudiger Cojote" und „modernde Gebeine* gehörten gewissermaßen zu unserer Umgangssprache: des ,Kricgspfads" und der „Friedenspfeife" gar nicht zu gedenken. Oberhesien. Landkreis Gießen. L. Wiefeck, 23. Febr. Rach längerer Pause fand gestern abend wieder eine öffentliche D e - meinderatssihung statt. Bürgermeister S ch o m b e r teilt« zunächst mit, daß das Landes- arbeits- und Wirtschaftsamt dem früheren Gesuch der Gemeinde um Gewährung eines Darlehens zur Deckung der Feldbereini- gungskosten insoweit entsprochen habe, daß der Gemeinde nunmehr ein solches von 5000 Wk. au 7,5 Prozent Zinsen gewährt würde. Der Gemeinderat billigte die Annahme dieses Darlehens, da es für die Gemeinde immerhin eine kleine Ersparnis bedeute. Ein Gemeinderatsmitglied,, das an den Feldbereinigungsarbeiten Kritik übte, mußte sich dahin belehren lassen, daß nur bestimmte Beweise zur Abstellung von ülebelstanden maßgebend sein könnten. Dem Gesuch der Gemeinnützigen Baugenossenschaft um Erhöhung der Anteile der Gemeinde mußte entsprochen werden, da die Gemeinde Mitglied der Genossenschaft ist und 50 Geschäftsanteile besitzt. Es soll jedoch von der ratenweifen Einzahlung Gebrauch gemacht und di« Zahlung aus 3 Iahr« verteilt werden, lieber die Anschaffung einer Waf serpump« für etwa vorlommende Rohrbrüche war der Gemeinderat geteilter Meinung, jedoch beschloß er die Anschaffung und bewilligte den dafür geforderten Kredit. Dem Antrag der Invaliden entsprechend sollen in den Fürsorgeausschuß 2 Vertreter der Invaliden ausgenommen werden. Eine rege Aussprache brachte die Gewährung der von Staat und Kreis vorgesehenen Winterbeihilfe für Bedürftige. War unsere Gemeinde bereits durch die Abgabe von 4 bis 5 Ztr. Brennstoff an die Erwerbslosen den Verhältnissen voraus. so stimmte der Gemeinderat doch der weiteren Abgabe unter Berücksichtigung der gegebenen Bestimmungen zu. Eine Eingabe der über 200 Erwerbslosen unseres Dorfes an Landes- und Reichsregierung über die Erwerbslosenfürforge machte sich der Gemeinderat einstimmig zu eigen und gibt die Forderung an die genannten Stellen weiter. Da sich für dieses Iahr 23 Baulustige gemeldet haben, fühlt sich Bürgermeister Schorn de r verpflichtet. von einer Verfügung des Kreisamts über das Wohnungsbauprogramm 1 929 dem ©emcinöerat Mitteilung zu machen. Wie daraus ersichtlich, sind die Aussichten nicht allzu rosig. Da jedoch Wieseck als Dotgemeinde anzusehen ist, darf immerhin mit der Zuweisung einer entsprechenden Summe aus den Mitteln der staatllchen Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz gerechnet werden. Wenn darüber hinaus ftaatfuf)« Darlehen von 35 Proz. des zu erbauenden Anwesens beschafft werden können, dürste mancher Wohnungsmangel wieder behoben werden. Die ganze Angelegenheit wird zur Klarstellung der Baukomm f ion überwiesen. Bei einigen Staatsbaudarlehen ist den Betreffenden ein erhöhter Zins- und Tilgungssatz angerechnet worden, der ihnen zurückvergütet wird. Heber die unhaltbaren Zustände an der Möser st raße haben die Anwohner bereits die Oesfent.'ichkeit unterrichtet. Gerneindcrat Rößer fühlt sich verpflichtet, eine Verbesserung anzuregen. Er ist der bestimmten Meinung, daß nur die Kanalisation abhelsen könne. Auch wird von ihm die B e l e u ch t u n g an dem Dorfausgang bemärgelt. Dieser Mangel soll bei der Umänderung des Ortsnetzes behoben werden. Ein Hausbesitzer, dem das Baukapital gekündigt war. hat hiergegen Berufung eingelegt, jedoch wird der Gemeinderat bei seinem Beschluß bleiben. V Mainzlar, 22. Febr. Am Mittwoch wurde unter zahlreicher Beteiligung der letzte Kriegsteilnehmer von 1 870/71, Landwirt Heinrich Grölz I., zu Grabe getragen. Der Veteran erreichte ein Alter von 79 Iahren. Der Krieger- und Schützenverein, dessen Mitglied Grölz war, gab ihm das letzte Geleit und am Grabe die übllchen Ehrensalven ab. — Dieser Größe ves Geschehens. Auf Vieser harmlosen, mit einer zentralistischen Briefmarke bepflasterten Postkarte — welche Wendung des Schicksalsl 2a in München, ög reden die Minister, abet in Tegernsee, da handeln die Männer. Denn Bayern läßt sich nicht mit dem verruchten Finanzausgleich aushungern: im Gegenteil, jetzt wird Der Spieß umgedreht: Handelsirieg. keinen Pfennig mehr nach Preußisch-Berlin! Das hat der Ministerpräsident Braun von feinen unzarten Sitten und Gebräuchen. Rach Tegernsee aber werden noch die spätesten weitzblauen Geschlechter wallsahren. es wird zum Mekka des bayrischen Vaterlandes werden, denn Herr Landes der kein Generalstaatskommissar. sondern bloß ein Kunst verlegender, schlichter Bürger ist, hat nicht nach den berühmten 51 v. H. Sicherheit gefragt, sondern ganz -einfach los- geschlagen. Der Mann verdient ein Denkmal! ilnö wie froh werden erst die Tegernseer Hotelbesitzer sein, daß sie in Zukunft vor der preußl- scheu Invasion, vor all den Rückenbeuteln und Alpenstangen sicher sind. Oder gilt der Handelskrieg nur für tote Gegenstände, und nicht für lebende Berliner, die Geld ins Land bringen? Das wollen wir denn doch nicht annehmen. Merkwürdige Erinnerungen tauchen auf, man in alten Büchern stöbert. Es gab einmal eine Zeit, da lebte man ganz und gar in jener Welt, die uns heute sehr srernd geworden ist. Die Welt bestand vornehmlich aus Urwald, Fluß und Prärie, aus Zelten, Blockhäusern und Wigwams: dies alles wiederum war bevölkert von Rothäuten und Bleich- Tegernsee, 9. Febr. 1929. V. P. Veranlaßt durch die schäm- und ehrlo'e, rigoros politische Behandlung Bayerns von Der.in aus, ist Berlin von Bayern aus der Handelskrieg erklärt. Kein Bezug und keine Bestellung — nichts mehr von Berlin. Achtungsvoll Ludwig Landes. Antwort auf Ihr Schreiben vom 5. Februar 1929. Es gibt Augenblicke in der vaterländischen Geschichte, wo man schweigt, erschüttert von der den Vorzug gab, Biz Durchdüngung der Epoche mit ethischer Zie klarheit. in der „Sturmflut' (1876) die Gründeeze.t der Mckliardcnjahre aus Ber.ins erster Weltstadtperiode, in „Was will das werden?" (1887). bie allmähliche Er- starkung der Sozia, de.nolratie, im „Reuen Pharao" (1889) die Zeit der Attentate Hödels und Robi.ings auf Kaiser Wilhelm I. im Gegen- satz zum 18-8er Idealismus, in „Faustul u s ', (K97) die Riehschemode des ülebern.e.rschen und in „Freigeboren" (1902), dem letzten Roman. die Ber.iaer Gesellschaft zur Jahrhundertwende. Die zweite Jahrhunderthälfte wird uns aiso hier mit de.i Augen eines Temperamentes und einer ehr.ichen Persönlichkeit gegeben; in einer Form, die freilich ebenso zeitgebunden ist wie der S oif und darum bei a.Ier Anerkennung, die man E nze szenen. etwa der Schilderung der großen Ostsre-S.urmf.ut vom Rovember 1872 im g eichr.ami/e.i Roman oder den vorpommerichen Landschastsoiideen. zollen kann, doch veraltet ist, wie eben zeitgebundene Ma er von Kaulbach bis K aus. von Makart bis Piloty auch nur noch historisch' zu ertragen sind. Sucht man aber Spielhagen, den von aller Parteipolitik reinen Geist, so findet man ihn in ieinen ausgezeichneten Beiträgen zur Technik des Romans, die auch heute noch nicht übertroffen wo.den sind. ilnö sucht man Spielhagen, den Dichter, der sich in seinen Romanen stets durch den zeitgenoisischen Agi a.or erschlagen ließ, so finöet man ihn in einigen seiner kleinen Ro» ve.len. in denen er pommerschrs Land und Seren «aus Liebe zur Heimat gesta.tet. Es wäre kein Fehler gerce en, wenn der Verlag L. Staackmann, der den Agita.or und Lugen, nachdenklichen LebenLkenner durch Dr. E.la Mensch in einem ,Cp'.L.l.a^« -D ea e/4 „Erlebtnoch immer!“ feiert, den M.'isterrornanen auch einen Band dichterischer Novellen angefügt hatte, denn mit ihnen wird Spielhagen fortleben, wenn sich um feine Romane nur noch der Kulturhistoriker kümmern wird. Des ist das Schickiol der Zeitromane. daß sie bei großer Wirkung in ihrer Zeit schnell veralten und Material der Kulturgeschichte werden. Das sollten die heutigen modi- schen Lobpreiser des Zeitromans an Spielhagens Beispiel lernen und wieder der reinen Dichtung Tage wurde bet anfangs Dezember st illge- legte Steinbruch Saubringen der hiesigen Firma Scheidhauer & Gießing wieder i n Betrieb genommen. Dadurch sank die Arbeits- losenziffer in unserer Gemeinde auf 7 Haupt- unterstühungsempfanger. (D (3 r ü n i n g e n , 22. Febr. Die hiesige Spar- und Leihkasse hielt dieser Tage unter dem Vorsitz ihres Direktors Arnold die diesjährige © e - neraloersammlung ab. Direktor Arnold erstattete den Bericht über den Geschäftsverkehr und über die Iahresrechnung für 1928. Der Reingewinn wurde dem Reservefonds gutgcschrieben. Den bisherigen Vorstand wählte man durch Zuruf wieder. Weiter wurde die Anschaffung einer großen Hederichspritze beschlossen. > Holzheim. 22. Febr. Im LNter von 76 Jahren starb der in ganz Oberhessen und darüber hinaus bekannte Bächerbote Friedrich Möser. Der Verstorbene, ein geborener Eich Alsdorfer. stand ein halbes Jahrhundert ununterbrochen im Dienste der Inneren Mission. Zuerst betätigte er sich für den Rassauischen Kolportageverein mit dem Sitz in Herborn. Mit der Gründung des Wartburgvereins .in Hes'en trat er in den Dienst dieser Gesellschaft über und verbreitete christliche und erbauliche Volksschristen, Kalender, Gesangbücher u. dgl. m. Besonders in den entlegenen Gebirgsdörfern war er ein oft gesehener Gast. Wenige Tage später starb einer unserer ältesten Ortsbürger, Konrad Zeih, im Alter von 87 Iahren. der unermüdliche Vorkämpfer für den Zusammenschluß des Bauernstandes in Holzheim. Besonders in den 80er und 90er Iahren des vorigen Iahrhunderts, zur Zeit Böckels, hat er in den ersten Reihen gestanden, und er suchte des großen Dauern- sührers Gedanken in seinem Heimatort in die Tat umzusehen. Damals entstand in unserer Gemeinde der erste Bauernbund, dessen Mitbegründer und eifriger Förderer der Verstorbene war. Kreis Friedberg. Bad-Nauheim, 22. Febr. Um die noch vorhandenen Brennstoffvorräte für das Kranken- Haus, das Konitzkystist und andere lebenswichtige Betriebe zur Verfügung au halten, werden ab Montag die Volks- und die Fortbildungsschule auf eine Woche wegen Kohlenmangels geschlossen. Ab Mittwoch wird auch die Oberrealschule, an der am Dienstag die Maturitätsprüfung stattfindet, von der gleichen Maßnahme betroffen. Die Volksschule hat seither den Unterricht der Grippe wegen schon ausgesetzt. WER. Butzbach, 22. Febr. Die Garn« bacher ,Z i g e u n e r s ch l a ch t" fand gestern vor dem hiesigen Amtsgericht ihren Abschluß. Die braunen Ce ellen, die damals in der Gastwirtschaft Haase in Gambach für sich und ihre Bären Unteefunft haben wollten, bei der Verweigerung ihres Erfuch.ms aber rabiat wurden und die Hauseigentümer und andere Ortsbewohner bedrohten, später durch die Butzbacher Schutzpolizei festgenommen und nach hier verbracht werden mußten, wurden zu drei Wochen Gefängnis verurteilt. Durch die erlittene ^Untersuchungshaft wurde die Strafe als verbüßt erachtet. CO Nieder - Florstadt, 22. Febr. Einer hiesigen Frau rutschte die Leiter aus, als sie auf den Futterboden steigen wollte. Die bedauernswerte Frau kam dadurch zu Fall und blieb mit einem Arm an einem Haken hängen, der unterhalb der Leiter angebracht war. Der Haken ging am Ellenbogen in den Unterarm und rißdiesen biszur Hand auf. Kreis Schotten. X Schotten, 22. Febr. Durch eine hochherzige Spende des hier geborenen Iulius o t c r n zu Leipzig hat unser neues Krankenhaus eine moderne Radioanlage erhalten. Die Kranken werden diese Einrichtung, die'ihnen etwas Ablenkung auf ihrem Krankenlager bringt, freudig begrüßen. Herr Stern ist es auch gewesen, der für die Einrichtung des Krankenhauses zwanzig sehr geschmackvolle Bilder gestiftet hat, die eine schone Zierde der Krankenzimmer bilden. Tie Anhänglichkeit des Herrn Stern an seine alte Heimat wird h er sehr d mfbar empfunden. Das neue Krankenyaus ist Dauernd gut belegt; von der besonders eingerichteten geburtshilflichen Station wird gern und viel Gebrauch gemacht. — Gestern verstarb der langjährige frühere Beigeordnete und Angehörige des Gemeinderats der Stadt. Kanzleirat Iohannes Z i n- f e r. Groß sind die Verdienste deS Heimgegange- Der Tiger war hin. Und der Mann aus England mit der kurzen Pfeife war fürs erste gerettet. (Später freilich, im Labyrinth, als di« Sache mit dem griechischen Feuer losging — Sie wissen doch noch, was es damit auf sich hat? —, da halte er beinah dran glauben müssen. Beinah. Er entrann aber dem Feuer sowohl wie den Krokodilen und dem Sumpffieber.) Wir lächeln heute über diese Dinge ... und darüber auch, daß wir sie nicht vergessen haben. War Haden wir feit jener Zeit, als solche Schmöker uns geliebter Besitz waren, nicht alles gelesen, gesehen und erlebt ... wie weit, wie fern, wie versunken liegt das alles hinter uns. Nur manchmal, beim Kramen und Stöbern, durch einen Zufall, kommt einem das wieder in die Hand. Zerfledert, zerlesen, beschrieben und furchtbar verstaubt ... Und bann erweist es sich auch, wie fest diese frühen Eindrücke in uns haften geblieben sind. Einzelnes werd« ich sicherlich noch wissen, wenn ich. was ich nicht hoffe, ein fteinalter Mann werden sollte. Noch heute überläuft es mich, wenn ich an eine nächtliche Meuterei im Stillen Ozean denke, ober an jene Schiffbrüchigen, die aus gekentertem Book mitten zwischen die Haifische fielen, ober an den Mann, der den roten Ibis schießen wollte auf em* [amer Insel, dem sein Doot wegtrieb und der von Alligatoren belagert wurde ... • Unvergeßlich der Jäger Cumming, der von einem angeschossenen Düsfelbullen zweimal auf bte Hörner genommen wurde und doch mit dem Leben davonkam. Unvergeßlich die Geschichten vom Störte- bccker, vom Durenkricg und vom Seegefecht bei Iaemund. „ Unvergeßlich aber auch der „Robinson". Roairson und Freitag und die Lamas und der Ginbaum und die wilden Insulaner und die Burg und b:r Pa> pagei und der feuerspeiende Berg. Nicht ganz fo oft wie den „Gaucho" und das „Labyrinth" und den „Letzten vom Admiral" habe ich den „Robinson verschlungen. Dennoch unvergeßlich, obschon wir damals kaum wußten, daß wir mit ihm nicht allein eine Räuberpistole, sondern wohl auch so et®09 wie ein Stück Weltliteratur in den jungen Händen hielten. Moderne BeSe&adattiiig sbranche. ein in allen Teilen 15.50 115: Gefütterte la Seidenschirme* Giefeen. 16 4D [0810 tiiche älbicilu.io noch einige Sache für mein Spezialgeschäft v r 1613 D bald eine MM» Sim 1387. f c teilen 2ie Leine Schwapp? ■ lobnung. 0817 Ederstraße 14 II. Dk Bcfte deutsche DezugsqvcUe. 3. 6. 7. braucht nichts als Engerie und FleißI AI e Fertigkeiten, die beim Besuch von Pnvatkundschaft nötig sind, kann er bei uns erwerben. Herren, die sich durch Vertretung einer altbekannten Seifenfabrik eine Lebens- stJIung schaffen wollen, melden sich unter 1624V an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. des Vorstandes. Gewinnverteilung. Wahlen zum Aufsichtsrat. Unsere diesjährige Gesellenprüfung findet Mittwoch, den 20. März statt. Anmeldungen hierzu erbitten wir längstens bis zum 10. März, und zwar bei der Geschäftsstelle der Innung, Lie- blgstrahe 5. Dortselbst wird auch rede etwa weiter gewünschte Auskunft erteilt Gießen, den 23. Februar 1929. Der VorsiizßDde des Lcürlin s-PrüiuDgs- Ansschcsses: Louis W Hetzßermeister. SYielplau vor FranLft:rtcr Theater. Opernhaus. Sonntag, 24. Februar, von 19,30 bis 22,C0 Uhr: Othello. Montag, 25., von 19,30 bis gegen 23 Uhr: Dir Flebermaus. Die/Z- tag, 23., von 23 bis gegen 22 Uhr: Däe toten m Butrbacb öufccrit preiswert zu verlauten. (Siiorbeilidj zirka 10UOO Mk. bar. dntereficntcn wollen schrtiihche Angebote unter 0786 an d e Geschäliöstelle des Gießener Anzeigers senden. 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Tagesordnung: 1. Gcschäftsber.cht des Vorstandes. 2. Bericht des Aufsichtsrates. 3. Bericht über die gesetzliche Revision. 4. Vorlage und Genehmigung der Jah- rcsrechnung und Bilanz per 31. Dezember 1928 und Entlastungserteilung Hassiabezirkes „Vogelsberg", Apotheker ScrIba in Schotten, eine Reihe von Auszeichnungen überreicht werden. Dchreinermeister Georg Hainer, ein geborener Schützer, seit 1885 hier ansässig und stets mit Rat und Tal eine Stütze des Kriegeroereins erhielt an feinem 70. Geburtstage das „H a f f i a e h r e n k r e u z". Wilh. Wirth u.u) Wiu). xl o । 11 e r tonnten m.t dem Abzeichen für 40jährige Mitgliedschaft, weitere 10 Mitglieder des Vereins mit dem Abzeichen für 25jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet werden. Da hier der Wunsch besteht, für die 46 Gefallenen des Weltkrieges nutzer der kurz nach Kriegsschlutz in der Kirche angebrachten Gedächtnistafel ein Kriegerdenkmal zu errichten, soll eine demnächst einzuberusende außerordentliche Generalversammlung des Kriegervereins eine Aussprache über die Vorarbeiten bringen. Preußen. Kreis Biedenkopf. * Fellingshausen, 22.Febr. Bei der gestrigen Bürgermeisterwahl in unserem Orte wurde der seitherige Bi rgermeister-'Stellvertrcter, Schrcinermeister Georg Wagner VII. zum Bürgerm ei st er gewählt. tten um die Stadt', gerade In der KriegSzeit hat er nach dem Ableben des früheren Dürgermei- tzers Kromm als Verwalter der Bürgermeisterei segensreich für das Allgemeinwohl gewirkt, ilm Has Vereinsleben hat er sich auch sehr verdient gemacht: er war Gründer der Freiwilligen Feuerwehr 1579, des Turnvereins u. a. m. Vorstandsmitglied der Tezirkssparlas.e und anderer Ehrenämter. die er mit großer Gewissenhaftigkeit versah. Ein gutes Gedenken ist ihm in den Herzen der Schottener gesichert. § 11L r i d) U c i n, 22. Februar. Sie Äultvr- film ft eile des Kreisschulamts suh.te hier kürzlich te:i Grotzsilm „Chang" auf. 3n gut getros enen Di.de. n ?og die Wunderwelt 2nd.r.s am Auge der Zuschauer vorüber, die m.t besonderem Interesse den -vielen trefflich gelungenen T e.ausnahme i so glen. Trotz der bttlertzn Kälte war der, übrigens sehr gut geheizte, Groh.'che Gaal dicht be'etzt. Am Tage war der Film den Schulkindern gezeigt worden. — Die beiden Aostautolinien von hier nach Schotten und nach Lauterbach mutzten in der vorigen Woche wegen des des hohen Schnees an den meisten Tagen le t CEc.r’.ej ein' e len. Dun.. eye Iön;.et sie wieder regelmähig verkehren, nachdem die Stratze in angestrengter Arbeit überall freigeschauie.t ist. An Lea höchstgelezenrn Stel'en des Vo""lsberges, insbesondere bei dem Ort-: DeageLisain, :ü mt sich der Schnee beiderseits der Strotze l .s zu Mannshöhe, zwischen diesen mächtigen Schneemauern wicke.t sich der Verkehr ab. * Eichelsdorf. 22. Febr. Wie die für Mitte Januar angesehte Dürgermeisterwahl brauchte auch die für Februar fällige Dei - geordnetenwahl nicht stattzufinden, da nur e i n Wahlvorschlag, lautend aus den Damen des seitherigen Deigeordneten Landwirt Louis 'Blum, eingegangen war. Es ist hocherfreulich, datz unsere Gemeinde trotz des nicht mehr einheitlichen Charakters unseres Dorfes die die Dorfgemeinschaft zerreibenden Wahlkämpfe erspart blieben, nachdem die in der DachkriegSzeit kratz zutage tretenden Gegensätze zwischen den einzelnen Schichten unserer Dorsbevölkerung verschwunden sind. — Gelegentlich der Jahres- schlutzversammlung des hiesigen Kriegervereins konnten von dem Vorsteher des Hohlsaum- Arbeiten aller Art worden sehnellstms anffcfeiti-t im Austeuerhaus Salomon Gießen, Se lemwvg 81 i>13A ib 1,22.5ebr. Cintr h!" 'eiter aus, ab sie anj oollte. Die bebauen* i zu Fall unb bliei in einem haket Leiter angebracht n»t bogen in ben Unter1 szurhanb auf. holten. )T. Durch eine Wer« eborenen Julius ötcr« ueSKtanlenhan Anlage erhalten. D mtidftung, die N ' m Krankenlager bringt. fi.,rn itt es auch fli' .. ... m Krankenhau» Ä W SlM Är Äranfenj-mmer t Äerrn ß/em « Us ist ^uetnö SU ue Mtzr M- jat für s । uiii M ®iVen TerS Wir Indien für den liicftnen Vlatz und tliugehuna nccmnctcn 1621V Vertreter Atnn Ausbau unterer Organisation. Hobe iDCAÜne werden gewährt. „JANUS“ A.ln.Versi.chornnjs-Äiiitalt a.G.InWisa Verwaltungsbnreaa »raniinrl a. Kain, Cperap atz 2. ldbcrg. ■2. Febr. Um ble noch die für bas Äranlen. anbere lebenswichtige iu halten, werben ob >ie Uorlbilbungs- gen Kohtenmon' Mittwoch wirb auch bie am Dienstag bie Ma> )n ber gleichen chule Hal seither ben schon au-gesell. ’öebr. Die Dam« acht" fanb gesim richt ihren Abschluß, damals in der East- imdach für sich uni iben wollten, bei bet -ens aber rabiat Würmer unb andere Orti» i durch bie Auhbachn n und nach hier ver> mrben zu drei Do- urteilt Durch bie erwürbe bie Strafe all Augen. Mittwoch, 27., von 19,30 bis nach 22,30 Llhr: Figaros Hochzeit. Donnerstag, 28., von 20 bis 22,30 Uhr. Digoletto. Freitag, 1. März, von 20 bis nach 22 Uhr: Die Sache Matropulos. Samstag, 2., von 19 bis 22,45 Uhr: Der Dosen- kavalier. Sonntag, 3., von 19,33 bis 22,30 älhr: Der Zigcuncrbaron. Montag, 4., von 19,33 bis 22,30 älhr: Samson und Dalila. — Schauspielhaus. Sonntag. 24. Februar, von 19,30 bis gegen 23 Uhr: Don KarloS. Montag. 25., von 20 bis nach 22 Uhr: Ehen werden im Himmel geschlossen. Dien t g 26 , von 23 6i3 nach 22 Uhr Stein unter S.einen. Mittwoch 21., von 20 vis gegen 22,30 Uhr: Paulus unter den Juden. Donnerstag, 28.. von 23 bis gegen 23 Uhr: Friedrich-Ebert-Gcdenlltter: Duntons Tod. Freitag, 1. März, von 23 bis nach 22 Uhr: Stein unter Steinen. Samstag, 2., von 23 bis gegen 22,30 Uhr: Paulus unter den Juden. Sonntag, 3., von 15 bis 17,45 Uhr: Das Kälhchen von Heilbronn; oon 23,15 bis gegen 22,45 Uhr: Paulus unter den Juden. Montag. 4., von 20 bis 22 Uhr: Schluck und Jau. Rudolf Vlatzut M» DW-nitz 98 Turnen, Sport und Spiel. Schwimmen im Gau Hessen O. T. Am morgigen Sonntag findet die 11. Gau- Vorschwimmerstunde te3 Gaues He,sen der D.T. im Stadt. Vollst ad statt. Der UebungLlettieb wird sich diesmal in der Haupt ache auf das Dettungsschwimmcn und Wa serballspiel auf- bauen. Zum Wasscrballsp'el haben Franksurter Turner der Surnc,e.ncinbe Eintracht ihr Erscheinen zugesagt. H-rbole S e 'S 61 Ltzß -OL ' i>-l en trat »r S U^r unb »er !a6m, btt unenlii! bä ^lonborä in ben ben etftcn DGn groben ^ucrn, % Sttmatort in 'tftanb In unserer Sc- A Men Hilxgrin- ):r verstorbene bat. !lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll!IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIU • Sleto l- Reh ti ^^'ntean dr"^ . elcn'er'^ ' dUS v dH be-" j.(< . h,r vo" w btt jtdd- "MM LsKMns " mit Oberlek. Reite a iS an.er ivnmtllc zum!• ÄvrU selusbt. Einenhäildli ncfdjricbcnv Angebote er- beten an Berlaa (Smi! Rot >, (V. m. b. . GeschäiiStnann sucht M-safc bei guter Sicherheit zu leiben. Schr. Angebote nut. Q770 an ben G. Anz. 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Sonntag, den 24. Februar. 2. Fostensonntag. Beginn der ost.rlichen Zeit. Gietzen. 6.30 Uhr: Beichte; 7. Messe; Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Prc^ digt; 11: Messe mit Predigt. 5: Christenlehre und Andacht. — Grünbcrg. 9.30: Messe mit Predigt. — Hungen 9.30: Hochamt mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt. — D dda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Echzell. 11: Messe mit Predigt. Gießen. Dienstag und Freitag, abends 8 Uhr ist Fastenandocht. — Donnerstag, 5.30, ist Beichtgelegenheit. — Freitag, 6.30, ift Segensamt. ü Das romanische Seminar der Landes-Universität ladt ein zu einer Vorführung des Maitre Pathelin alt französische Farce in 3 AulzÜjren, übersetzt und für die deutsche Bühne bearbeitet von Albrecht Grat Wlclenburg im Houai Hörsaal des Knnstv.hsenschamichen Institut«, Lud- wigr-traße 34. für Moira-?, den -iS. Februar 1929, abends 8.15 ühr. hintritt Mk. 1 0', Studenten- un i Schülerkarten Mk.0.50. Verkauf: MusikalienhandlungChallier. Ro nanis« hesSeminar, Liviwij st raße 191, und Abendkasse. 10121) Ticnotag, 2«. Jvcbruar, 8 llbr. Kalb, '«crcincbaud GvsZsv Gaftfvisl - Abend dcö mciftbcriibmtcn GxvcrtmcntnlfiinftlcrÄ Bellachini Scnfnuoneile '^oi'übntnnen der rounbetbaiftcn AnS» üattnnaSküni'.e und übersinnlicher Phänomene. Wissen iit '.Vin Konzentration bedeutet Glück und fiulunft. Carma? ss VorstenapfisbesDcher können ein Gralis-Eoroskop erhallen (öroHcr tn rtcr Teil: Das Entzücken aller Singen und man lacht Tranen! Werten: 'Jium. Sverrntz 1.7 > ML 1. Platz 1.25 'DiL 2. Pt. 75 Pf. am Pari erkauf Jhtiifaitcnbnnhl. Ernst Ehaltter. Abendkasse 25 Pt. Auttchlaa. 0806 Cafe Ernst Leiiü W Heute abend 8 Uhr Heute abend ■ fronen ist für ihre K 'chenführung wichtig. Zu einer guten Tassenbrühe löst man einen halben Teelöffel Fleischextrakt in einer Tasse kochendem Wasser aus. gibt Scllz und einen Geschmack von Muttat hinein, lätzt einen Stich Butter darin zergehen und rührt ein ganze; zerquirltes Ci oder ein Eidotter dazu. Als Suppe genossen, gießt man diese Flüs igleit über angebratene Semmelschn'.ttchen oder über „Ra. nu trinkt man alle schönen, heißen Flledertee: lg3 wird euch gut tun!“ beruhigte die Tonte. Gegen zwei Uhr kam der Hausherr. — „Mann!" rief ihm Frau Helene entgegen, „laß mich mal deine Temperatur messen!“ — „Nanu." sagte er verb.üfft. — „Sa. Tante Frieda sagt: Wenn einer mit Fieber hinausgeht, das kann die sch immsten Folge a ..." — „Was willst du denn? Ich hal,' doch kein Fieber!" — „Das kannst du nicht wissen. Sngcborg sagte auch, sie hätte leins, und dann hatte sie achtunddre.ßig." Sens e.d fügte sich der Gute. ... Frau Helene hie.t Las F.euerthermometer gegen das Licht und sagte erstaunt: „Sa, was ist denn das? Du haft ja bloß sechsunddreihigeinhalb Grad, siele.mnddre ßig muß der gesunde Mensch hauen." Und sie schaute ratlos umher. — „Sch dächte, wir essen nun,“ schlug der Hausherr vor. Sorgen- vo.l fül te die Mutter die Suppe auf. „Das Herz kann es bei d.r nicht sein ... Arteri ..." Sie sp.ach das gesücch.e.e Wort nicht zu Ende. Plötzlich überla.n s.e eine Erleuchtung. „Sch glaube. A.bert, du wirst zu dick. Das Fett hem.nt die Tlutzirkulat on. Wir werden von nun an einen APfeltag in ter Woche ..." — „Seht hör' aber auf!" rief der Hausherr erbost. „Du mit deiner Mefserei! Die ganze Grippezeit ist es gegangen. Mit einem Male nun sängst du an, wo die Grippe überhaupt vorbei ist. Laß doch Gerd ruhig ins Kino gehn. Das schad't dem Sungen gar nischt!" Frau Helene sagte mit Leidenschaft: „Rein, nein! Sch a s Frau und Mutter bin für eure Ge undheit re.antwo.t.ich. Und du kannst sagen, was du willst! Sch schicke nach dem Doktor, nach Pielenhagen. jawohl! Sch will wi sen, was das ist mit den Kinde.n und mit deiner Untertemperatur. Sch mutz es wissen, zu meiner Beruhigung ..." — „Na, meinetwegen!" sagte ihr Mann. Am späten A.end fast Doltor Pielsnhagen mtt ell-.ern Kollegen bei Lutter und Wege. ec. „Sollte man es glauben," entrüstete sich der Kollege. „Sch wurde beute zu einer Familie gerufen, da war n i d) t m a I ’n Fieberthermometer vorhanden." Worauf Pirkenhageu brummte: „Mensch, es gibt nichts Fürchterlicheres, als ein Fieberthermometer in der Hand einer Dir deutsche Außonhandelsstatisti.' wirb jetzt für das Iahr 1928 vcr lffcntlicht, unb es geht daraus hervor, was man schon vorher annch neu mutzte, daß unser Außenhandel passiv ist, daß unsere Einfuhr die Ausfuhr übrrstcizt. Bei der großen Bedeutung, welche die Fran für daS Wirtschaftsleben besitzt, nicht nur. weil iie in immer stärkerem Grade am ErwwbS eien teilnimmt, sondern auch weil sie als Konfumentin und Haussrau eine hervorragende Rolle spielt, ist cs notwendig daß sie sich über die Gliederung bei deutschen Außenhandels ein richtiges Bild macht. Wer durch Deutschland reist, allerli egS nicht gerade in auSges rochen:n Sn;uft i geb eten, der wird noch immer überwält'gt von den Eindrücken, tocldje sich ihm landschaftlich bieten: fein Blick gleitet an Wiesen, Aeckern, Wäldern vorb i. und blickt er von seinem Buche auf, so hat sich das Bild kaum geändert. Die Natur bleibt uns erhalten. noch bestehen deutsche Wälder und Wiegen — denkt der Reisende beglückt. Wie notwendig das Fortbcsthen der Landwirtschaft für uns ist. ergibt sich auch auS der Außen- handellb.lonz. Wr führten an landwirtfch-.stl chen Erzeugnis.en, an Nahrnngs- und Genußmitteln mehr als sechsmal sovitt ein. alS tt/r au Führten: die gesamte deutsche Einfuhr bellef sich im vergangenen Sahre auf rund 63 Millionen L-onnen. und davon entfielen auf die Nahrungs- und Genutzmittel-Einfuhr allein etwa 23 Mil ior.en. Wir können also sagen, daß nichts so bestimmend für das Gesicht unsere; Außenhandels ist wie die Tatsache, daß unser Boden nicht die ungeheuren Mengen erzeugt, die unser Magen v r- fd) inet. Unsere Bedür.nis e sind so vielgestalt g geworden, daß sie von dem Boden eineS Londes nicht hervorgebracht werden klnnen. Wir haben uns so.verscinerf, daß wir unseren Roggen nicht im Lande verbrauchen, sondern daß wir ihn sogar ausführen: gleichze t g wächst un ere Borliebe für Weißgebäck, und wir führen rum) 2 Millionen Tonnen Weizen ein. Die Gesräßlg- teit des Bichcs reicht an den menschlichen Getreidebedarf nahezu heran: G'rste und Kitte und andere Futtermittel Werren in großen Mengen über die Meere zu unS gebracht, zu einem guten Teil au3 Argentinien. Das kleine Holland ist unser großer Gemuse- markt: ro:r wurden von dort mit Rot-, Weitz- und Wirlingkohl beliefert, während bei Blümer- kohl auch Italien und Franlreich in Bedacht kamen. Tic Gemüse der Feinschmecker. Artischocken, Pilze und Spargel, fallen zah.emnaQtg Prakiische Küche der berufstätigen Frau. Bon Frida Baumgarlen. Die vielen alleinstehenden Frauen unserer Zeit, die täglich einem anstrengen een Beruf nachgehen, haben ost recht wenig Zeit zu ihrer Beköstigung. Besonders dann, wenn sie daS Selbst.ochen dem Gnsthauecssrn vorz. h n. Ob sie in eigener Küche wirt (haften oder als M b icrlwch. ende die M tdenutzung einer fremden Küche genießen, meist hängt ihre Kochgelegenheit von der Zeit ab. die sie dafür aufwenden tön.-.en. Biele Frauen sind in der Tat nach Be- endi-u. g ihrer T.'g'sbeschäst'g. ng zu müde und abgespannt, um noch die Lust au zubri igen. sick) einer größeren Mühe für; Kochen hinzugeben, und es ist begreiflich, wenn sie sich mehr Küchenarbeit f r bas Sonntagses en aufheben. Aber auch in der täg'ich und schnell bereiteten Kost sollen genügend Nährstoffe entha ten sein, denn gerade der geistig arbeitende Mensch braucht kö per' und ncroenzrja t nde Krä te. Borteilhast ist dae Abkochen für zwei Tage, wenn c • sich um Suppen. Gemü e. F'eisch und Kom'vtt handelt. Am zweiten Tage wird da 3 Gericht nur erhitzt und man vermeidet die Eintöristell des EssenZ durch eine andere Beilage Auch Kartoffeln werden am besten für zwei Tage voraua gelecht. Am ersten Tag' i;>t man sie als Schal-. Salz- oder Stomp.kartoffeln. zum pto'itcn Mittagbrot als Brattartosteln. Das Abkochen für zw'i Tage f art auch an Feuerung. Unter den Frisch gemüen sind Mrhrrü.e'. Blumenkohl und Des nkhf auf Gasfeuer sch'ell gaü qedämptt, c&cnio junge Bohnen. Schoten und S eargel. Alle anderen Koh orten, wie Weiß-, Wirsing- und Rotlohl, sind am raschesten ebenso wie Soinal in gewiegtem Zustande zubereitet. DaS Krautgemüse w'r) mehr na's durch chr.i.ten, durch die F'eischma chine gedreht, wobei man den CÖlctterfaft durch unter gestellte Ge äße sorgsam äulfön'-t. und damit angesetzt Nach neuzei - sicher Kochmethode vermeidet man das Ab- wellen der Gemüse, um ihn die werlvollen Vita- mine zu erhalten. Mit Mehl üb rstänbt. durch- gedünstet und m"t Butler oder Fett geschmeidig gemocht, hat man in kue-zw Zell ein nährhaltiqeS und schmackha te3 Demi seocricht auf dem Ti.ch. Auch Pilze, in Es i-wasser schnell gesäubert, abgcttrop t und in reichlicher Fetlnwnge mit ge» tDicrtcr Pst rfilie, gehackter Zwi'bel und Gewürz gebraten, ohne jeden weiteren Wasfer- zusah, sind auf diese leich'.e. einfache Art bereitet. schnell hergerichtet. Die Büchsen- g c m ü t c. die nur im Do enfaft erhitzt zu werden brauchen, und die man nach dem Ab gießen ds> Gemüsewa scr3 wie Fr schgem "sc fest g dünstet, Hilden ein? bedeutende Erleichterung für die schre l ochende Beru's'r-u. AlS Fle i schbei- gäbe sind notür'ich alle gebratenen Flei.ch- sorten. wie Krtelett . Schnitzel. Beefsteaks und Leberschcibcn od.r Ni r n an ehest'n znbere.t t. B'att- oder Gurkensalat sind rajch dazu vorbereitet. , . Da die Schnelllüche der berussqusubenden Frau Wochentage- in der Auswahl von Gerichten ohne Zestausword besteht, findet auch die F i s ch k o st einen gebührenden P otz. Nicht ■ ist so rcllch gor oe^ämplt oder gebraten wie zarteS Fi chsleisch. Statt komplizierter Soßen, die man sich lieber für arbeit rulsige Tage auffnart, ist daS Fi ch- oula'ch ein kräftige, Gericht für den Alltag. Man bereitet el< au3 rohen Fischstückchen. Zwie- belwürfeln und Kar'.offel'ch'.iden. die man zu- sanemen in Butter oder Margarrne braun brat, mit Mehl be lebt und mit Anguß von ein wenig ssehendem Wasser oder von Sahne etwa', schmoren läßt. QIZan kann da3 Gericht auch durch .Tomctenviertel b:li big in Ge^chnack verändern. Ebenso find Gurkenstückchen von Salz- und P'esferaur'en. auch von Sen gurken, vlla t daran. Während für länger kochende Gerichte, tote Aeill Erbsen. Cin en. weißen Dohnen sich die Kochkiste zu uübeau'sichtlgtem Oarkochen stets bewehrt, cr'ordern Nudeln. Makkaroni,^Spa- ängstlichen Frau und Mutter. Wenn rch boi einer Frau 'n F eoerthermometer sehe — nehme ich ihr gleich weg!" Das Fieberihermomeier. 23on Christine Holstein. ... Und dann kam Tante Frieda und erzählte. Itzaß ihr Ne.fe Badelow an der Grippe gestorben sei. Ach'.unddrrißia Sahre a.t. Mit 39 Grad Fieber war er noch ins Geschäft gegangen, und v.ei Tage darauf war er lot. Ringsum huste.en und n.esten die Krnder, urw Las Wasser lief ihnen aus den Augen. Die älteste Tochter soß, in em en Wollschal gehüllt, mit heiße n Kop e und t appernden Zähnen am Ofen und tos einen Band Courths-Moh.er. Qßei.cr langte es heute bei ihr nicht. ... .. „Las kommt alles davon, wenn einer mit Fieber hinausgeht," sagte die Hausfrau zu Tante Frieda, d.e am Fenster saß. die große Brille auf te; Aase, und erneu Korb stopchedurf- tiger Stümpfe u.n sich a. sgebrei.ct hatte. Sorgen- vo.l fuhr sie fort: „Sch tzao' ja auch 'n Fred er- thermometer: aber ich werde n.cht fertig -damit,“ , ' „Hol' man her, mein Kind, ich krieg das schon! sagte Tante Frieda. Run wurde die ganze Familie gemessen. SuorR Sngeborg, die s.eoze^njährige Äettcste. „Acht- unddreißcg G.ad!" entrüftcle sich Tante Hrceda. „Und da sitzt bei K.nd hier und liest Romane. Schick' sie man ins Bett. Leuchen! Sch gehe und koche euch 'n guten, heißen Fliedertee." Und st-r trippelte eilig nach der Küche. Sm Wohn'immer erhob sich mitt'erweile eine große He.i.e.ei. Die sorgenvolle Mutter hatte s ä m t l i che Kinder gemessen und bei lei en c ne vö lig vor,ch i tsnätzige Temperatur gefunden. Gerd, der Terttaner. tobte. Nachmittags war ci. e Schü.ervorstellung von „Bcn Hu.'“. — „Aus La3 Wegen.einen und auf die D.efch'acht hab' ich mich schon so gefreut!“ heulte er, und bekam vor Wut einen feuerroten Kops und bellenden Hustenanfalll „Sunge, Sunge, das iS 'n böser Husten", sagte Tante "Frieda topsschüttelnd, die mit , einer dampfende Kanne eintrat. — „Und dabei will er ins Kino!" rief die verzweifelte Mutter. — nicht ins Gewicht. Holland schickt uns ferner Bohnen und Gurken, in großem Umfange Tomaten lvon der Gesamteinfuhr in Höhe von 176 000 Tonnen entfällt der kleinere ^ctl auf Ctalicn). Auf den Kopf der Bevölkerung werden etwas weniger al3 3 Kilogramm Tomaten cm» geführt! Da,) wir unseren Riesenbedars an Eiern nicht selbst decken können, ist eine langbcfannte । Tatsache: immerhin gaben wir im vergangenen Jahre 224 Millionen Mark auS. um die Ctn.uhr zu bestreiten. Unser Hauptlieferant ist nach wie vor Rußland, doch folgen die Niederlande m nicht weitem Abstande. Um die Heber icht zu ver- vollständigen, sei erwähnt, daß^wir auch holländisches Schmalz und Käse beziehen. Wer selbst keine Zwiebel liebt, ist erstaunt, welche Mengen davon auS Aegtztzten, dem Lande der Pyramiden, zu unS gelangen. 2m letzten Sahre sah man überall Plakate: Eßt deutsche Aepsel! Trotz dieser Mahnung führten wir über 200 Tonnen Aepsel im Werte von 65 Millionen Mark ein: unter den Herkunftsländern stehen an erster Stelle die Schweiz und die Bereiniat.m Staaten. Der Bedarf an Birnen stellte sich um das Vierfach: geringer al3 der an Aepfeln, immerhin waren es nicht wenige, denen tscheck o lowcli'ch: Birnen gut mundc trn. Der Verbrauch an A felsinen und Mandarinen — etwas größer noch als der an Aevfeln — war gleich- fall3 gegenüber dem Vorfahr g:fliegen und beanspruchte 90 Millionen Mark. Fast die ganze Summe kam Spanien zugute, denn die ita.icni» schen Lieferungen spielten keine nennenttverte Rolle. Dagegen ist die Frage Goet-es: Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?' heute noch im gleichen Sinne wie damals zu beantworten: w'r nehmen Stauen sehr viel von btc.cn schönen Früchten ab. , „ Sie croße Belie ideit. der sich dee Bananen ersreuen. spiegelt sich in der Slatistik tot2er. 2luS fcrr.en Ländern mit heißeen K ima tourten uns 83 000 Tonnen zu'oführ': unser Bedarf bann über'.raf den an Tafeltrauben. für besten Befried i ung wir immerhin 31 Millionen Marr aus gaben. Mit Feigen ver'orgte uns d.e gürtet, eben o. neben den Derttnitten Slaalen, mit Rosinen. Treue Kunden sind wir Gr.ech-enlla.nd bei Korinthcnbezügen geb.i ben. Australien sandte uns Ananas im Werte von 10 Millionen Mark. Wie unenllehrlich uns Kaffee peworden ist, ergibt sich daraus, daß wir im Laufe des e.n-en Jahres 303 Millionen Mark für eine Menge von 135 000 Tonnen auStoar'en. Dra i im bpauottte Konfirmanonskleider. ??on Margret Halm. Einsegnungskleidung. sei sic für die lljabrigen Konfirmanden oder für die 9- bis 12jährigen Kommunikanten soll zweierlei Zwecken dienen. Sn der Hauptsache natürllch dem Tag der Wethe. Dann aber sotten Kleid und Anzug doch schließlich weiter getragen werden können. Und so will das lltonttrmandenL.eio, der erste Sünglings- anzug mit besonderer Ueberlegung ausgewählt Kommt die K o n f i r m a n d i n aus der Schule.- so ist ein schwarzes, dünnes Wollllcid, Wohl am prak.ischsten, lrelchcS sie später mit weißen Aufschlägen dann im Beruf gut weitertragen kann. Seide, vor allem Crepe de Chine wird weniger gern als Konsirmandenlleid genommen, da cs gar trauermäßig wirkt und auch mit einem Hellen Ausputz nach der Einsegnung niemals so recht mehr aufgetragen werden kann. Darum wird yn schwarz hauptsächlich Samt gewä')lt. Denn ein schwarzes Samt! cidchen in gerader Kitte Horm mit t.einem Kragen und Manschettchen. welche man später mit weiß oder rosa überzieht, kann als besseres Nachmittagskleidchen, zuletzt auch noch zur Schule auf getragen werden. Mit rundem, eckigem und V-Ausschnitt etwa mit ©loden» rock den seitlich vielleicht ein Zipfel überfällt und jugendlicher Achseigarnitur dient cS. spä.er etwas sreundlichrr verziert durch eine Helle Tlume. Metallagraffe oder auch etwas Buntstickcrei als reizendes tragttches Gesel schäft'lleid. Dann und wann wird wohl auch ein Stilkleidchen aus schwarzem Tafft gewählt, welches zur Einsegnung mit gefonbert anzuzichenden A.rmeln, später äeme.los als erste e Leg ante Gefcttfchasts-- foilette getragen werden kann. ,3 u r Prüfung wird als sogenanntes „Vor- stcllklcid" irgendein schlichtes Helles Kleidchen getragen. in diesem Sahr viel blau ober grün in I leichter Wolle. Ripsstosfen, Kasba. Crepe, als Äser Außenhandel im Lichte derHaussrau Don Or. Margarete Zacoösohn. neustes ein fogenannier Crepe Caid". leichter Trikot, auch Crepe de Chine und Eolienne in jugendlicher Sumpersorm. Weiße Kleidchen für Kommunikanten send den sehr viel jüngeren Sa;ren der kleinen Trägerinnen entsprechend kindlich gehalten. Hier werden hauptsächlich leichte Wottstö schen oder Seide gewähltt Tenn ein wcitzeS Kleidchen tut ja im Sommer immer seinen Dienst. Gürtelkleidchen mit Smokearbeit auf Wolle mit seidenen Krägelchen und Manschettchen. welche als Abschluß ein plissiertes Käulchen oder auch ein schma'es Svih- eben zierll Auch in Seide herrscht daL Gürtel- lleidchen vor mit durchgehenden Falten längs ober quer in verschiedenen Breiten und Muster- Dcrfctpng. Satte k eldchen zeigen Quersteppereien, entzückend g-am engplis ierlen Stufenröckchen. Auch CrLpc Georgette wirkt in kindlicher Verarbeitung sehr reizend. Man zeigt da besonders niedliche Modelle mit Bifenarbell. Zipfel- oder ©loden» röckchen. auch mit ausgezacktem Saum und Achsel- blume vom g'cichen Material. Der Sohn von 11 Sohren erhält zur Einsegnung gewöhnlich den ersten Sallo-Arizug. Hier ist § besonders wichtig, ob der Sunge die Schule nun verläßt oder noch weiter die Bänke drücken wird. Denn kommt er in die Lehre, so wird der Sakko mit langen Hosen gearbeitet, vollkommen männlich gehalten, der derzeitigen Herrenmode entsprechend. Fast durchweg wird da ein dunkelblauer Zweireiher gewählt. Smo'ingform auf einreihigen Verschluß nimmt man nur für besonders korpulente Sungen. Als Vorftellanzug werden englische Stoffe zumeist in Sporlform mit Außentaschen, Falten und Rückengurt getragen mit g'altcr langer Hofe sowohl als auch mit k irzen Knickerboggers. Für Schüler nimmt man jeweils den D eichen Rock mit glatten kurzen Hosen zum b ajen_ Anzug und durchweg Sportt'e nllei'' in he' en S'ost. Kommunikantcn-Arznge sind meist in Sacken- form gehalten, zweirei ig mit weißen angelnövs- tem Kragen ober in flotter Norfolk orm. zlemlich glatt mit nur wenig Falten. Auch buntelßlauc Mozart- ober Lchilleranzüge mit weißer Weste, kurzen glatten Hofen sowie der Kieler-Anzug sind ebenso angebracht wie praktisch. 1;; | V/j'/ ■h; W 'äiu Neue Bacher Gärinefiagurlg in Gießen — 'Vfipof'it Fonts ne: Eine Fahrt in _ _ r > .d andere märkische Stirn- mungöbilder. Re^arns Universal-Bibliothct Rr.6957. — Die Tragödie im Hause K a t t e. Schicksale und Gestalten märkischer Junker. Universal-Dibliothek Ur. 6958. Der alte Schadow und andere Lebensbilder. Universal- Bibliothek Olr. 6959. — Alle drei Bände aus Fontanes „Wanderungen durch die Mark Brandenburg" ausgewählt und herausgegeben von Dr. Siegmund Hirsch. Geh. je 40 Pf., geb. je 80 Pf. — 82/84. — Mit sicherem Blick für das Lebendige und zeitlos Wertvolle in Fontanes umfangreichem Werk hat der Herausgeber die schönsten Kapitel aus den „Wanderungen durch die Mark Brandenburg" zu den vorliegenden Auswahlbändchen zusammengestellt. Fontane ist der angenehmste Reisebegleiter, den man sich denken kann, denn er versteht zu plaudern, ohne zu langweilen oder zu ermüden. In einer Fülle von Stimmungsbildern, Anekdoten, kultur- und sittengeschichtlichen Skizzen zeigt er Land und Leute der Mark, führt uns an die Herrensitze märkischer Junker, macht uns mit bedeutenden und kuriosen Persönlichkeiten der Vergangenheit bekannt. Die Bändchen empfehlen sich übrigens auch durch ihre gefällige Ausstattung. Hoffentlich läßt der Verlag demnächst eine Auswahl aus den Romanen folgen. — Theodor Fontane: Balladen. Ausgewählt und herausgegeben von Dr. Siegmund Hirsch. Rcclams Universal-Bibliothek Rr. 6936. Geh. 40 Pf., geb. 83 Pf. — 81. — Fontanes Balladen sind noch heute so jung wie vor Jahrzehnten und werden immer im Herzen der Jugend und des Volkes ihren Platz behalten. Ihre schlichte Größe, die ohne jedes Pathos die Macht echter Persönlichkeit und wahren Heldentums volksliedhaft verherrlicht, kann niemals „unmodern" werden. Die Ballade von Archibald Douglas, die Lieber vom „Mieten aus dem Dusch", von dem birnenspendenden Edlen „von Ribbcck auf Ribbeck im Havelland" gehören zu den Meisterstücken der deutschen Volkslied- und Dal- ladendichtung. — Die Hauptrichtungen der gegenwärtigen Psychologie. Von Br. Richard Müller-Freienfels. In Sanmlüng Wissenschaft und Bildung. Geb. 1.83 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. (33.) — Dei der großen Bedeutung, d e der Psychologie in unserer Zeit auf fast allen Lebe isgebicten zulommt. ist es von Wichtigkeit, ei. e.t Ueberblick über alle Son- derzwcige der psychologischen Forschung zu gewinnen. Dem will daZ vorliegende Bändchen dienen. 01; sede einseitige Bindung versteht eS dec Versa! ec, .. ■ das Cha:' piychologi- scher For^chertätigleit zu ocingen und mehr als ein Dutzend verschiedener Richtungen in ihren besonderen Lehren eingehend zu charakterisieren. Aus dein Vielerlei wird eine klar bestimmte Gruppenbildung, die die richtige Einschätzung der einzelnen Zweige und ihrer Forschungsarbeit ermöglicht. — Die Höhere Schule imDiensteder Volksgemeinschaft. Von Studienrat Dr. 21. Dohlen, Dr. O. Hugo, M. d. R, und I 3oc3, M. d.R. Steif gebettet 3,63 Mk. Verlag von Que.le & Meyer in Leipzig (33). — Das gesteigerte Tempo unserer Zeit zwingt Die Schule mehr denn je. den Zusammenhang mit Wirtschaft und Volksgemeinschaft zu betonen. Drese Ver- bindung von Schu.e und Leben, heute eine der brennendsten Fragen der Er^iehungspraxis. w.rd hier zur W'.rkiichteit. Zum ersteninal haben sich hier zwei Führer der Wirtschaft mit dem zweiten Vorsitzenden des Preußischen Philologenverban- des zu'sammengetan, um nach einheitlichen Gesichtspunkten eine Reihe dec aktuellsten Probleme der heutigen höheren Schule zu erörtern. Sie Fragen, die h.er aufgero.lt werden, z. D. B:l- dungsgegensah und Be.ech.igung^tce,en, Arbeiterkinder und Begabung, Handacbe.t und höhere Schule, Erziehung zum selbständigen Menschen, Sexua erziehung, Sportbetätigung, staatsbürgerliche Erziehung, sind heute Gegenstand des allgemeinen Interesses. — Düsseldorfer Freimaurerei im 18. Jahrhundert. Von Dr. August Pauls. Verlag Bruno Zeche!. Leipzig. (131) — Der Verfasser legt in diesem Buche, das neben Berichten über die Düsseldorfer Freimaurerei von 1765 bis 1772 auch reichen Ausschluß über die rheinische Freimaurerei im 13. Jahrhundert bietet, die Frucht einer jahrelangen Forschecarbeit vor. Das Buch stellt einen sehr interessanten Beitrag zur Geschichte der deutschen Freimaurerei dar. der in sein geschliffener Sprache reiches archivalisches Material in fesselnder Weise behandelt. Pauls hat sich in diesem Werke vollkommen auf die Aufgabe eines Geschichtsschreibers beschränk:, dessen Streben dahin ging, ein Stück deutschen Geisteslebens aus dem Dunkel der Archive herau:- zuheben und die heutige Generation, sowie küns- tige Geschlechter mit ihm bekannt zu machen. Guter Dildschmuck bereichert das Buch, das sicherlich bei den Angehörigen des Deutschen Freimaurerbundes. wohl aber auch darüber hinaus bei allen am deutschen Geistesleben interessierten Männern starkes Interesse finden wird. McNerfpu.c ty-’V-, 2 TfNg ' ■ lös sei ouc ■ -jU und rührt mit 1 Lössel —.... und Sahne an. ou Mehlklößen oder auch Karlofseln tn h r Schale bereitet man eine Speck saue e. Klr geschnittener Speck wird mit 1 bis 2 zerschntt-- lenen Zwiebeln ausgebraten und aus dem Fett herausgenommen. Darin bräunt man 1 bis 2 Löffel Mehl, rührt soviel heißes Wasser dazu, daß eine dickliche Sauce entsteht, fügt 1 Teelöffel Salz, 1 Messerspitze Pfeffer. 2 bis 3 Lös. fei Essig bei, läßt das Ganze gut durchkochen und gibt Speck und Zwiebeln wieder hinein. Sauersüße Specksauee zu grauen Erb- Jen. Bohnen. Linsen. Speckfcheibcn werden leicht ausgebraten und auf einem Teller warmgestellt. Will man die Sauce nicht b.aun. sondern hell- ge b haben, fo rührt man 2 bis 3 Eßlöffel Mehl mit ein wenig kaltem Wasser an und gibt allmählich die Brühe der gekochten Hülsenfrüchte dazu. vermischt sie mit dem Speckfett, fügt 2 bis 4 Löffel Essig, 1 bis 2 Löffel Zucker und das etwa noch nötige Salz hinzu und kocht eine recht sämige Sauce davon. Die Speckscheiben gibt man nach Dem Fertigmachen gesondert dazu. Meerrettichsauce zu Rindfleisch oder Würstchen. Eine gehäufte Tasse geriebener Meer- re tich wird — am besten mit_ Fleischsuppe, in Ermangelung mit Wasser, 1 Löffel Butler, dem nötigen Saiz, 1 bis 2 Löffel Zucker, nach Belieben 1 Lössel Korinthen, durcbgekocht. und mit i/o bis 1 Löffel Mehl und süßer Sahne angerührt. Es muß ein dicklicher Brei fein. Bilzsauce. Verschiedenartige, ganz gesunde, frische Pilze (oder im Sommer gesammelte, ungewaschen aber sauber mit Bürstchen gereinigte, im Ofen oder an Schnüren in der heißen Sonne ge.cocknele und in Säckchen luftig ausbewahrt) werden beim Gebrauch gut gewaschen, mit wenig Wasser lang'am weich gekocht und fein gehackt. Darauf brät man in reichlich Speck 3 bis 4 kie.naeschnittene Zwiebeln, tut die Pilze nebst der Pilzbrüfe hinein und rührt die Sauce mit 1 bis 2 Löffel Mehl und •/< Liter saurer Sahne oder Bu'termiich, bündig an. Etwas Pfeffer und das Sa.z. de Sauce muß kräftig schmecken, wird hinzugefügt. Feine Pilzsauce zu gekochten Enten- und Gänsefleisch. Getrocknete S.einpilze werden gewaschen. gekocht, fein gehackt und mit etwas Essig, Saiz. Pfeffer und geriebenen Zwiebeln in Die Brühe der gekochten Ente hineingetan, durchgekocht und mit 1 bis 2 Löffel Mehl und Sahne angerührt. Am Mittwoch fand im „Hotel Hindenburg- in Gießen die diesjährige Hauptversammlung des Landesverbandes Hessen-Darm- | stadt im Reichsverband des Deutschen I Gartenbaues statt. Der Vorsitzende des Lan- , desverbandes, Heinrich Schneider (Darmstadt), i eröffnete nach noraucgegangener Vorstandssitzung mit herzlichen Dcgrüßungsworten die Hauptversammlung, die aus allen Teilen des Hessenlandes , besucht war; insbesondere waren die Mitglieder aus ; Oberh.ssen vertreten, ebenso viele geladene Gäste. | Dann begrüßte der Borsitzer.de der Bezirksgruppe Gießen, Gärtnereibesitzer Rudolf Schneider, die Mitglieder und Gäste. Dr. Andrä, Steuerdezer- nent dcr Hessischen Landwirtschastskammer. sprach über die Einheitsbewertung des Gartenbaues in Hessen. Es wurde fcstgesteUt, daß die Bewertung in Stackenburg und Rheinhessen bis zu 50 v. H. niedriger ist als in Oberhessen. Rach einer Aussprache wurde beschlossen, daß die Landwirtschaftskammer bei dem Landesfinanzamt wegen einheitlicher Bewertung in ganz Hessen vorstellig w den soll. Rach dem Bericht des Geschästsführers Stern ml er (Manz) über die Hauptausschuß- sitzung des Reichsoerbandes in Berlin, folgte der Jahres- und Kassenbericht. Der Höhepunkt des Jahres bestand in der 25. Jubiläumstagung des Landesverbandes im September v. I. in Worms; bei dieser Gelegenheit wurden dem Vorsitzenden Hch. Schneider (Darmstadt) und dem Geschäftsführer I. Stemmler (Mainz-Lauben- heim) die Ehrenurkunden des Reichsverbandes und der Hessischen Landwirtschaftskammer für ihre Verdienste verliehen. Sodann erfolgte die Beschlußfassung über sozialpolitische Fragen, Tarifverträge usw. Eine sehr lebhafte Aussprache entspann sich über die diesjährigen Frost- s ch ä d e n , die, soweit sie bis jetzt zu erkennen sind, außerordentlich groß sind. Den Gesamte.ndrick wird man erst gewinnen, wenn sich im Frühjahr die Schäden an den Freilandkulturen bemerkbar machen werden. Auf jeden Fall wird man, gering geschätzt, wieder mit einem Kulturschaden ähnlich dem Winter des Jahres 1879 80 rechnen müssen. In Anbetracht dieser enormen Schäden und im Hinblick auf den großen Verbrauch an Brennstoff in diesem Winter werden d'.e Erzeugnisse des Berufs im kommenden Frühjahr sehr knapv und gesucht fein. Zum Schluß wurde noch beschlossen, die Sommersitzung dieses Jahres auf Einladung des Gärtnereibefitzers Martin Schneider (Schotten) in Schotten abzuhalten. Die Vorarbeiten hierzu wurden der Dezirksgruppe Friedberg übertragen. Rach Aussprache über die eingegangenen Anträge wurde die sehr anregend verlaufene Versammlung geschlossen. Rundfunkprogramm. Sonntag, 24. Februar. 8.30 bis 9.30 Uhr: Katholische Morgenfeier. Mitwirkende: Frauenchor des Bundes kathol.scher berufstätiger Frauen. - 10.30 Uhr: Zur Reichsunfall« verhütungswoche: Mikrophonreportage aus einer Fabrik, Schutzmaßnahmen für Arbeiter. — 11.30 bis 12 Uhr: Elternftur.de. — 12 bis 13 Uhr: Aus dem Plenarsaal des Reichstages Berlin. Gedenkfeier für die Gefallenen des Weltkrieges. Veranstaltet vom Vol.'sbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. — 13.15 Uhr: Bruckner-Zyklus VI. 6. Symphonie in A-Dur. Musikalische Leitung Dr. Ludwig Rottenberg. — 15 bis 16 Uhr: Stunde der Jugend. Ge- ft*1-fiten und Märchen. — 16 bis 17 Uhr: Schubert» — 17 ms 18 Uhr: Stunde des Landes, Vortrag von Dr. Hugo Horny aus Wiesbaden. — 18 bis 18.45 Uhr: Von Königswustcrhausen „Gedanken zur Zeit". — 18.45 bis 19.15 Uhr: Aus dem Arbeits- und Dauprogramm des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Vortrag von Franz F. Geis. — 19.15 bis 20.15 Uhr: Stunde des Rhein- Mainischen Verbandes für Volksbildung, Vortrag von Dr. Paul Leser. — 20.15 bis 20.30 Uhr: Sportnachrichten. — 20.30 Uhr: Volkstrauertag. ©etrlnnousjDfl 6. Maste 32. Pkkudiscd-Silddellstch» (25b. Picuß.) Klassen-Lotieli» Obn? Sftüöbr Rachdrud verboten Aus |ebe gezogene Rümmer sind zwei gleich bebe (Sen inne gefallen, und zwar |». einer auf die Lose gleicher Nummer in dca beiden Ab.cilungen I und 11 13. Ziebungrtog 22. Februar 1929 277581 339520 48480 68975 69939 90560 99773 73927 74929 93892 97293 109811 ön der Rachmittagsziekung wurden ©eroinnt 3000 SL I« 2000 2329 34162 77552 324138 490 22390 27212 95191 1000 -TL 60445 65979 83149 85038 97757 107061 120738 62940 277754 37063 68461 55975 216837 122493 159798 225307 124239 161850 270971 373799 38752 38863 43788 49927 82581 83544 84548 85429 134407 178661 325506 122522 138296 158943 181826 207546 241867 258605 272748 310305 340842 357458 378547 126901 303596 152608 213769 351600 13607 38159 55120 73489 129065 147157 225460 265573 323939 391558 129287 152978 226684 277717 337354 392213 129858 155702 232862 278457 354980 394688 144482 212130 335564 112409 131538 143628 159983 177451 198799 207'24 227181 243'23 282356 297607 315160 336423 354587 370240 393314 116998 142990 200843 265558 319553 382911 141350 180005 325704 118443 133911 158463 177608 206104 240968 257195 270947 304624 330457 355339 372603 101885 140308 169413 239913 286644 357291 130192 141164 155894 175202 194929 204507 215044 234381 256729 295874 312758 330065 349766 365471 387402 110582 130319 143487 158886 177358 197530 204783 225624 237368 256931 297385 313068 330951 352912 367023 390775 113264 128827 150446 177439 20l039 240099 257019 269548 285544 326688 354958 366361 395698 31520 • 71306 ( 105230 127408 142987 172517 196933 235104 252992 269477 119106 133888 148913 160857 184108 200699 209220 228887 245279 283002 306761 315634 338909 355324 371892 396630 282440 325622 351680 364916 395677 103550 142633 197622 249408 289952 381155 14939 53154 89556 123696 138673 159144 185082 210117 242472 267401 281230 317125 343073 360764 390304 119329 134245 152115 160862 188585 20i149 214728 232066 25-J459 292737 307572 327799 343157 358304 375056 128111 135681 156079 168889 193'18 203895 214932 233613 253707 295166 310071 329133 348573 359731 379158 17900 53891 108457 124229 141967 159911 194636 219823 246920 269071 281402 322651 361172 363178 392872 in nuu au 300 M. 8004 14035 14706 ön der LormlNagsziedung wurden ©croinae über 15u M. gezogen 2 ettptnn« tn 75000 TI. 129820 2 VetDuin« io 10000 M 352237 Im (Seiuiniirabe verblieben 2 Prämien zu 500000 2 Gewinne zu 500000, 2 zu 300000, 2 zu 200000, 2 zu 100000, 2 ,u 50000, 6 zu 25000,48 zu 10000, 92 zu 5000, 246 zu 3000. 452 zu 2000, 974 zu 1000, 2550 zu 500. 6752 zu 300 Mk. Das große Grauen. Vornan von H. A. von Byern. Ltrhcber-Rcchtsschuy d.:rch Verlag Oskar Meister Werdau. 15 Fortsetzung Nachdruck verboten Da hatte sich also das Rätsel überraschend schnell gelöst: lllnan. ehrnlichkttt.n mit einem betrügerischen Beamten, von D.ne.i dcr Vinzenz nichts wißen sollte. Aber weshalb war dann Frau Sophy mir gegenüber so mittcil am? Mich ging ja die Geschichte überhaupt nichts anl Es gab nur eine Möglichkeit: Die junge Frau mußte mich vorhin scharf beobachtet und dabei gemerkt heben, daß ich irgendwie Vcrdacht geschöpft hatte, einen Verdacht, dem sie durch ihre Erklärung die Spitze abbrach. UnD obendrein war ich jetzt ver- pslichtct, zu schweigen. — Das alles schoß mir blitzschnell durch den Kopf, während ich meinen Kaffee trank. Von jeher bin ich etwas skeptisch veranlagt gewesen: an sich klang das ja alles sehr plan ibcl, und doch — konnte Frau Sophcrl nicht auch mir gegenüber die Unwahrheit gesagt haben? ..Wer einmal lügt, dem glaubt man nichts" Ein Rest von Verstimmung und Mißtrauen blieb, lächerlich vielleicht einer solchen Bagatelle wcgcn aber kein Mensch kann gegen seine Ratur an. und Heimlichkeiten widerstreben mir auch Dann, wenn es sich um ganz harmlose Singe handelt. — „Bist wohl auch a tocngcrl müd'7" fragte der Vinzenz. „Leg di halt noch a Stünderl hin." „Ich kann's ja probieren — — —Aber da trat gerade der Diener ein, brachte auf einem Tablett ein Telegramm. „Du, Alterle. das ist an dich, hoffentlich nix Unangenehmes?" Rasch riß ich den Umschlag auf:-- „Ratürlich. wenn man nur mal für ein paar Tage verreist, gleich ist Der Teufel los!" „Geh', was gibt's Denn?!“ „Ich muß beim, sobald wie möglich, du weißt ja. ich erzählte dir von der Grenzregulierung, da sind nun wieder unvorhergesehene Schwierigkeit n. alki.i w.iß sich me n Inspektor nicht zu Helen — —.“ .Zs das aber schad'," meinte die junge Frau. „unD wir heben uni schon so trau g fr ut, daß Sie diesmal a blsferl länger ble ben warten, pressiert s denn gar so?' „Leider, gnädige Frau, wenn ich den Ab.mdzug benutze, komme ich gerade noch zum Termin zu- Mein Freund trommelte ärgerlich mit Den Fingerspitzen aus Der Tischpatte: Da Harn ma so guat wie nix üonananDer g'habt. weißt d'. i hab's schon wieder satt Dakerinnen in Dera Oed, was meinst d, Sopherl, woll'n ma bald amal weder reif'n. nach Schweden oder mein.thalben nach Ks-ördö?" „Za du! Ach ja!“ Die A.gen der jungen Frau strahlten: „Der Onkel Franz s.ckkiert ml alleweil; Jessas, wird der a Freud' hab n!" Von dem g:p lästerten Hof herauf klang harter Husschlag; ich trat an 3 Fenster. „Donnerwetter, das ist doch Der R.ki Pernegg!" „Waö? D'r RUI? Laßt der si a amal wieder anschaun?" Der Rittmeister schwang sich aus dem Sattel und warf einem Reitbursch:n die Zügel zu; Sekunden später tarnen s^oce.cklirrcn'e Sch.itle über den Flur: „Ah — Grüß Gott bcieinand'I Gnädigste, i küss 's Handerl!" Dann kam ich an dir Reihe: „Habs ch schm g h rt. daß d im Laaderl b st. also, auf a paar Tag' maaßt zu mir nach Pernegg kommen, zwoa Hahnen ham ma schon vertust --." „Riesig nett von dir, lieb r Rili. aber es geht nicht. Eben b:tam ich e n Telegramm, ich muß scho Hute wieder abr.if.n...“ „Ro, aber so was--“ „3a, und nun nochma'S m ine all?rherz'ichsten Glückwünsche zu deiner Verlobung!" „Dank schlln! Das G ük vo.n V nzcnz hat mir koa Buah n.t g las n; kriagst n.t auch Bppetit?" „Cd) w ll kein Mädel unMMch machen, zum Ehemann tauge ich nicht, a uherdem — ich habe einen Kurzhaarigen, einen Schweißhund und einen Dackel." .Das is Tusch!" Frau Sophie drohte mir mit Dem Finger: „Wird wohl an andres Hakerl haben, ane stille Liebe oder auch — mehrere!" Der Vinzenz lachte: „Sixt, Da hast d' es, i sag ja, geg’n d' Weiber- leut kommt ma net auf, dös Ham D'r Adam selig un der Samson aa scho g'wuhtl" Es gab ein lustiges Hin und Her, und natürlich verschob ich nun das Packen meines Koffers für ein Stündchen, die paar Sachen waren ja auch schnell genug verstaut. Der Ri.i mußte ein Scha- lerl Haut trinken, und mein Freund frozzelte ihn: „D Liab zehrt, Dcrtoegcn halt er'S auch net drüben in Pernegg aus. do hat ihn d' Schaffnerin aus halbcte Kost g'setzt, is eh Fastenzeit, und auf an christlichen Eh stand muaß man si würdig vorbcrcit.n." „203 tocait wohl aus Erfahrung? Aber, hast du scho dös Reucste ghört? Dr alte Lech- poitncr. d'r Forstrnoaster. drüben im Aerari- lchen. der wo am 1. April in D'n Ruahstand g'treten 13, hat an Rachsolger friagt, i glaub gar an Landsmann von der Gnädigsten, ganz a g'spaß'ger Rom', hab ’n aber wieder vergessen." Die Tasse in Frau SophcrlS Hand klirrte leise, unwillkürlich sah ich hinüber. UnD da war er Wieder, der starre, geistesabwesende Blick, Der mir schon am Morgen ausgefallen war. Das konnte ein Zufall sein, konnte! Doch Der Argwohn. dcr sich einmal sestge eht hatte, wollte nicht schwelgen, — lag hier vielleicht der Schlüssel zu einer Erklärung für das sonderbare Benehmen der Terofaler Schloßh.rrin? HnD ents.rang ihre freudige Zusli Innung zu dem Vorschlag für einige Zeit auf Reisen zu gehen, noch anderen Gründen als der Sehnsucht nach Der Heimat? Keine vierundzwan-.ig Stunden war es her, daß sie mir erklärt hatte, wie froh sie fei. das Wanderleben mit Der Stille und Abgeschiedenheit vertauschen zu können — und jetzt? Eine Weiber- laune möglicherweise, aber doch eine Laune, die in Verbindung mit meinen stillen Beobachtungen zu denken gab! Jetzt bedauerte ich es doppelt, daß mich eine unaufschiebbare Angelegenheit zu der überstürzten Heimreise nötigte; nicht weil ich Freude am Spionieren empfand, nein, es war mehr das rein instin.t.ve Gefühl: der Vinzenz ist verliebt, ist blind, er braucht jemanden, der für ihn die Augen offen hält. Wenn ich heute an jene Stunde zurückdcnke, dann bedauere ich es noch immer, daß ich damals jener inneren Stimme nicht gefolgt bin, säst wie ein Unrecht kommt eS mir vor an meinem liebsten, meinem besten Freund, und auch an ihr. der jungen, schönen grau, der ich abzubitten habe — viel abzubitten. Aber cs hat idd.jI so sein sollen. Die Erfahrung eines langen, einsamen Menschenlebens lehrte mich, daß alles Geschehen nur eine Kette von zwan-.släusigen Rotwcndigkei e.i ist. daß jede unserer Taten und Hinterlassungen schon den Keim künftigen Erlebens in sich trägt. Schicksal nennen wir dieses Wechselspiel zwischen U.sache und Wirkung, bilden uns ein, wir könnten es selbst nach unserem Wünschen und Wollen gestalten — und sind doch nichts als Marionetten, die der große Puppenspieler, den wir Gott, Allmacht. Vorfehnng heißen, an seinen Fäden tanzen läßt, so wie Eintagsfliegen im Sonnenglast spielen. — Am Ufer eines dunklen, geheimnisvollen Stromes stehen wir, drei en die Hände und harren des glückhaften Schiffs, das uns hinüberträgt in das Märchenland unserer Sejn- sucht, harren und warten, bis Freund Hein uns leise an Der Hand saßt und Charons Rachen die still und müde gewordenen Seelen aufnimmt. „Was hast d' Denn, Alterle? Red'st ja koa Wort?" Gut und warm ruhten die Blicke des Vi::zenz auf mir. Ich zwang mich zu einem Lächelm „Wird wohl Der Abschied sein, der mir In den Gliedern liegt.“ HnD dann sah ich plötzlich — Frau Sophy hatte das Zimmer verlassen. Rasch stand ich aus: „RUi. du mußt mich schon entschuldgien, ich fahre mit dem Sechsuhrzug, will noch packen..." Der Rittmeister gab mir die Hand: „Zu schad', laßt si aber net ändern, no kommst halt amal. wann i erst verheirat' bin, auf- g'schoben is ja net aufg'hobenl" , - * Hell und goldig schien die Vormittagssonne in mein Zimmer. Das grelle Tageslicht tat mir weh, und rasch zog ich die Vorgänge zuDer Ander! tarn und fragte, ob er nur behilflich fein könne. — nein, ich brauchte nichts, wollte mich ein Stündchen hiillegen, um frisch zu sein für Die Fahri. Beim Mittagstisch fehlte Frau Sopherl. „Ist die Migräne doch wieder schlimmer geworden?" „Ja," mein Freund stocherte mlfjmuttj an den Speisen herum, „sie laßt sich entschuldigen, du möchtest net Harb sein, Alterle, wann s' dir net psüat (Sott sagt---“ „Aber, ich bitte dich! Das Ist doch selbstverständlich I Hossentlich geht der Kopfschmerz vorüber, hast Du mal einen Arzt gefragt?" „Ra. 's Sophcrl meint, cs wär's Klima, tunnt scho sein, daß f D' Höhenluft net vertragt, i hab' mit'8 ooricnomm', in a Woch n roasn ma. „Rach Kis-Erdö?" „Woaß sclba no net...“ Es wollte kein rechtes Gespräch In Gang kommen, denn als der Diener abgeräumt hatte, holte Der Vinzenz Zigarren und Zigaretten, sah nach der Uhr: „ ,Ro. is bald Zeit, Ina halbeten Stund muassn ma fahr n." „Wir?" . „Frcili, l werd' dich doch net allo an lass n... Dcr liebe, gute Kerl! „Rein, Du, unter keinen Umständen! Dann kämst Du ja erst spät abends heim, fast in der Rächt I Jetzt bist Du hier nött.er!" „Meinst d'?" Es klang zögernd, unsicher. „3a, das meine ich allerdings! Und. Vinzenz, weißt Du eigentlich, daß ihr mir einen Gegenbesuch schulDig seid? Gib mal Deine Hand her — so, also im Juni erwarte ich euch, abgemacht?!"" „Abg'macht... wann d' Sopherl einverstand'n iS." „Rcttürllch, du Pantoffelheld!" Run wurde die Stimmung doch etwas angeregter. so vieles gab es noch in der Eile zu erzählen, und ganz überrascht sä') ich aus. als Sedlmaycr eintrat und meldete, Der Kraftwagen fei vorgesahren. Mein Freund quetsch.e mir die Hand, als gelte es einen Abschied fürs Leben: „Komm' guat heim. Alterle. schreib' bald a .tal!" „Ja. ja. und Du weißt — auf W'.eder.ehen zur Dvckoir.ch!" Rach ein letzter HändeDruck: „Meinen Handkuß an Die G.iäDigste!" Dann schoß das Auto mit jähem Ruck vorwärts. Donnerte Durch Die Toreinfahrt und raste gleich einer gereizten, bösartigen Bestie die breite Ulmen* all et hinab. „ , _ Schwarz und schwer, drohend tote das Verhängnis. türmte sich über Schloß Terofal eine von Westen Heraufziehen de Wollenbank — — ~ . (Fortsetzung folgt.) :iS .30 t.Tr°9 uttta dk°!sch, Hfrie ^Dttboln } j*;1^ n l. tlntr 0 ko btütg ■• Schmor n Stoinot 103550 '«633 '97622 241408 289952 381155 140308 1604)3 239913 286644 357291 277381 339520 '26901 277?M 303598 *7.0 70l?0 I46Q60 294602 307992 •|®.Sü 237386 256931 297385 313068 330951 352912 367023 370240 390776 393314 8418 9885 1380? 40 3204 5 38169 85 52464 55120 50 68013 73489 1 ''0582 H2409 30319 131538 143487 143128 '58888 159983 '77356 177451 '97530 198799 204783 207124 225524 227'81 243'23 282358 297607 316160 336423 354587 bra titolnnt in 26381 168843 162 77552 324138 390 27212 95191 8 273777 301947 1449 27728 43318 >7 107051 120738 0 144482 152608 5 212130 213769 4 335564 351600 035 14708 14939 >3 122522 138296 158943 181826 207546 241867 258605 272748 310305 13 '8 4 8 5 7 4 123696 138673 159144 185082 210117 242472 267401 281230 317125 343073 360764 390804 788 49927 63154 54 8 85429 89556 >? 310842 19 357458 )3 378547 jn 500000 0000,2 ju 200000, 25000,48 |u 10000, j M 974 jö M , Tormittag^ MdW “ ™r FTfiS ju ßo>M- xt Zimmer y Mmuü; an bei t, wanns btt Ä-, lüft je uxl Vochn 1001 . vnl AlNN 11*5 in W hc'M- iS frt.A'i 2cb-’nj inv fiti L .4i“ rtzs- Ul«* ** > -d Kfal 12 10 8 5a V Holzsubmission Los 25 10 Langholz 13 n n N. Fichte la» N. Kieler 2a- n 31 n wie bei am nlliilillllllllUllllllllIl*1 Amerikaner Dsnerbrenner । u. 4). Güteklasse KAO UND SCHOKOLADE a> 311m Bleichen snm- N. N. N. N. 6 5 3 61,04 21,50 8 9 70 14 3 2 6 2 N, N, A, 4. 5. 5. 23 21 24 19 8 2 19 25 11 1 1 4 2 1 3 3 1 1 1 1b- 2a- 2b- 3a- 1 1 2 1 1 1 1 1 1 2 2 7 8 3 5 10 7 2 Sehr alte Leute 3,70 km 22,00 „ 9,50 „ 2,55 „ 3,05 „ 7,45 „ 3,22 w * K7G nachverzeichncte werden: 10b; (meist St. = Alte Herren liebenSuckard weit sie diesen Kakao von Kindheit her kennen und weil er besonders würzig und fein im Geschmack, dabei leicht verdaulich ist. Staatsoberförsterei Krofdorf. Stammholz-1 erkauf 14 „ 15 „ 16 17 18 19 20 „ 21 „ 22 „ 23 „ 24 „ 25 „ 26 „ 27 Langholz 28 29 30 Abschnitte 11 12 Abschnitte Hausen. Zusammenkunft vormittags 9% Uhr Ortsausgang oberhalb ^ünfhausen. Beuern, den 22. Februar 1929. Hessische Bürgermeisterei Beuern. Linden st ruth. nach Schristgebot. A. Eichen, Güteklasse N. Los 1: Fö. Krofdorf, Dstr. 36 St. -- 38,03 fm KI. 2—4 11,10 , 13,42 , 16,24 , 16,15 , 9,25 , 0,51 , 9,30 , 15,32 , 9,37 , 0,49 1,19 4,26 3,56 0,63 2,30 2,37 0,87 1,16 1,39 1,45 1,26 1,72 1,02 2,ÜO 0,75 1,06 1,16 1,30 1,04 1,23 0,38 0,30 4,10 6,67 4,19 1,66 5,05 4,75 2,28 (Rech 5-6) m Sperrsitz (Reihe 15—18), 2. Rang 1 Langholz 2 * 3 , 4 „ 6 6 7 Abschnitte Stadttheater-Momiemenki Die Ei. wjung des sechsten Abfchiiitts werden. Duchenskämme A und N. 3. Klasse 32 Stück, 16,35 km UcnXeit Kuweit Ist es nötig, die Wäsche, die längere Zeit gelegen hat oder durch ungeeignete Behandlung unansehnlich geworden ist' zu bleichen. Bereiten Sie sich eine kalte Silläuge, legen Sie die vorher in Henko-Bleichsoda eingeweichte Wäsche hinein, und kochen Sie eine gute Viertelstunde. Der Erfolg Ist: tadellose schneeweiße und frischduftende Wäsche. Nutzhoizversleigerung Donnerstag, den 28. d. 2IL, von vormittags 9'/i Uhr an, soll das in dem Wald der Gemeinde veuein, Distrikt Heegwald, N. N. N. N. N. N. N. N. N. N. N. A. A. A. A. A. A. A. A. A. A. A. A. N. N. N. N. N. N. N. N. vom 19. Februar ist genehmigt. der Abfuhrscheine vom 27. Februar an. Ueberweisung und Beginn der Abfuhr am 28. Februar, vormittags 9 Uhr. 16520 Ablaus der Zahlfrist 15. Marz 1929. Gießen, den 22. Februar 1929. Hessisches Forstamt Gießen. (Reihe 1) 2 Rang (Reihe 2—3) 2 Rang (Reche 4—5) Rach Einzahlung auf Postscheckkonto Frantsurt a. M. 37210 .Lasse des Stadltheaters Gießen" erfolgt Uebersendung der 3 u. 4). Los 2: Dstr. 14b; 91 105,88 fm Kl. 2—5 (meist 3 ». LoS 3: Fö. Waldhaus, Dstr. 30, 51, 53a; 20 St. --- 11,90 fm Kl. 2 u. 3. Los 4: Fö. Salzböden, Dstr. 76a, 78b, 79a; 118 St. -- 46,82 fm Kl. 1 bis 4 (meist 2). LoS 5: Fö. Stoppel» berg, Dstr. 87b; 130 St. = 85,31 fm Kl. 2—5 (meist 3 u. 4). bedingungen. Donnerstag, den 28. Februar, wird auf dem Wege schriftlichen Angebots folgendes Holz vergeben. Elchenflamme. Güteklasse N, 2. Klasse 76 Stück. 32,41 km N, 3. „ 40 „ 25,98 „ " N, 4. ,. 7 .. 6,41 .. Angebote pro Festmeter, getrennt nach Klassen, sind bis zum 28. Februar 1929, nachmittags 2 % Uhr. bei dem Unterzeich neten einzureichen, woselbst alsdann die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bieter stattfindet. Muschenheim, den 20. Februar 1929. Märkerschaft Muschenheim, Lecker, Markmeister. Junker & Kuh Juno. Oranier Irische Selen Germanen. Oranier. Cora. Petring Oefen sowie Eacnöfen «Original Musgraves), Hirzenhainer usw. Nutzholzversteigerung Freitag, den 1. März 1929 iverden von vormittags 9% Uhr ab in der Hörle» scheu Wirtschast zu Merlau (Bahn- statiou Mücke) aus den Forstvrten Lichter» wald 6b, Buchwald 2a der Försterei Bernsfeld, Linuenstruth 1, Haag l, 2, Eichhcege 2, 6, Esclskopf 2, Keilstops 2, Burgwald 1, 7, 8, 9, Buchenkops, Güns» hcege 1, 3 der Försterei Merlau, sowie Krahberg 3, Linnes 3, 4, 9, 11, 12, Kam» mcrwald 5, 8, 9, 11, Erlen 2, 3 der Förste» rei Lchnheim versteigert: 15940 Stämme Güteklasse A, Eiche 4. Kl. 1 St. 1,45, 5. Kl. 3 St. 3,44, 6. Kl. 2 St. 3,28, Kiefer 3a Kl. 6 St. 5,53, 3b Kl. 23 St. 27,53, 4a Kl. 7 St. 8,53, 4b Kl. 1 St. 1,43, Lärche 3b Kl. 1 St. 1,59, 4a Kl. 1 St. 1,39, Güteklasse N, Eiche 2. Kl. 22 St. 9,90, 3. Kl. 35 St. 21,35, 4. Kl. 38 St. 33,82, 5. Kl. 5 St. 4,02, 6. Kl. 3 St. 3,68, Buche 4. Kl. 5 St. 6,24, 5. Kl. 1 St. 1,43, 6. Kl. I St. 2,12, Birke 3. Kl. 1 St. 0,49, Fichte la Kl. 17 St. 2,62, 1b Kl. 56 St. 14,67, 2a Kl. 62 St. 40,58, 2b Kl. 23 St. 23,78, 3a Kl. 10 St. 16,05, 3b Kl. 6 St. 12,83, 4a Kl. 1 St. 2,11, 4d Kl. 1 St. 3,82, 5. Kl. 1 St. 4,12, Kiefer 2a Kl. 8 St. 3,50, 2b Kl. 51 St. 40,48, 3 a Kl. 57 St. 49,92, 3b Kl. 20 St. 24,56, 4a Kl. 5 St. 9,52, 4 b Kl. 5 St. 8,06, 5. Kl. 5 St. 8,17, 6. Kl. 2 Et. 5,15, Lärche 2a Kl. 4 St. 2,26, 2b KI. 13 St. 9,30, 3a Kl. 9 St. 9,27, 3b Kl. 5 St. 5,28, 4a Kl. 2 St. 2,12, 4b Kl. 2 St. 2,48, Weymuthskiefer 3a Kl. 1 St. 2,05 rm, Rutzfcheiter Fichte 2. Kl. 37,5 rm (3 m lang), Nup- knüppel Fichte 2. Kl. 42 rm (3 m lang), Lärche 2. Kl. 3 rm (3 m lang), Rutz» knüppelreiscr: 30 rm Fichte (2 Schicht» Haufen, Latten und Stangenholz). Aus dem Forstort Lichterwald 6 kommen nur 28 fm Eichenstammholz Güteklasse A und N und aus Buchwald 2a 17 fm Lärche ustammholz zur Versteigerung. Es wird enrpfohlen, das Holz vorher zu besichtigen, da spätere Einwendungen gegen Güte und Beschaffenheit des Holzes nicht berückfich» tigt werden. Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Holzes sind rot unterstrichen. Nähere Auskunft erteilen für die Försterei Hernsfeld Herr Förster Kn iß, Bernsfeld, für die Försterei Merlau Herr Förster Müller, Mücke, für die Försterei Lehnheim Herr Förster Edelmann, Merlau sowie die unterzeichnete des Nutzholz zur Versteigerung: Elchenftämme. '' "21 Stück, „ 2a- h 2a- „ 2b» n 2b» „ 3a. „ 3b. „ 2a. „ 2b- n 3a« „ 3b» » 4a' „ 3a. „ 3b. M 4a. „ 3a. n 3b. „ 4a. „ 4b. Lörchc4b. * 4b- n 4b- „ 5a. „ 5b- n 3b. ff 3b. ff 4a» - w 4b» „ 4 b» „ 4b» H öa» j, V le«eck ' Bbilosovlien raste. Güteklasse N. Kiefer lb-Kl. 10 Stück mit 3,10 lm 11,85 „ vorhandene Buchenstammholz versteigert N. 1. Klasse 2. „ 3. „ Vrennhoizversteigerung lm Gemeindewald Langsdorf. Im D.strikt Vorderwald werden nach vorheriger Zusammenkunft am Waldeingang der Straße Langsdorf—Rounenroth oni 16280 Dienstag, dem 26. Februar 1929 vormittags 9'A Uhr versteigert: . Scheiter rm: 329,4 Buche; 16 Buche (Werk- Holz für Wagner): 3 Hainbuche; 14,01 Eiche (rund). Knüppel rm: 99 Buche; 7,5 Eiche. Reisig rm: 388 Buche; 12 Eiche. Slöcke rm: 139,6 Buche; 11 Eiche und Linde. Langsdorf, den 21. Februar 1929. Hessische Bürgermeisterei Langsdorf. Kneipp. B. Fichte«. LoS 6: Fö. Krofdorf, Dstr. 22b; 235 St. = 196,69 fm Kl. 1b—3 b (meist 2a u. b). LoS 7: Fö. Salzböden, Dstr. 61b; 323 (gt. = 183,07 fm Kl. la—3b (meist 2a u. b). LoS 8: Dstr. 69b; 76 St. -- 44,89 fm KI. lb—3b (meist lb u. 2a). Los 9: Fö. Stoppelberg, Dstr. 86c, 87 b; 90 ©t. = 66,34 fm Kl. la—4b (meist 2 b). Los 10: Gemeindewald Odenhausen, Dstr. 3d; 90 St. — 125,96 fm Kl. lb—4a (meist 2b u. 3a). 1589 D Lose 6—9 sind bzw. werden geschält. LoS 10 Schälen Sache des Käufers, Ter- min 15. 6. 1929. Nähere Auskunft durch die Förster: Los 1, 2, 6 Hgm. Echternacht, Krofdorf; Los 3 Hgm. Praß, Waldhaus; Los 4, 7, 8, 10 Hgm. Saleck, Salzböden; Los 5, 9 Först. Menger Lirschenwäldchen bei Wetz- lar. Formgerechte Gebote je Festmeter jeher Klasse und für jedes Los besonders, mit Aufschri t „Stammholz Krofdorf" find bis zum Eröffnungstermin am 7. März 1929, vormittags 11 Uhr an das Geschäftszim- Imer der Oberförsterei zu richten. Zuschlag für Los IE ist der Gemeinde Vorbehalten. Betauutmartjuilg. D>e Lieferung eines Transporttraft wagens für Großtiere ist Au vergeben. Angebote sind bis einjchl.eßlich 8. ZHarj 1929 verschlossen mit der Aufichrist „Angebote für Transportkraftwagen" bei der unterzeichneten Direktion einzureichen. Bedingungen liegen in dem Gcjchäftsz mmer der Derwal'ung aus. 16270 Direktion der Allgi meinen Verwaltung der Veterinär-Institute._________ :>aben zettlebens eine oute Bei bau nia oeiiobi. Wer iie nicw Hai. fthb oh vor dem 6o. Vf oensi ihre.Berlon» iicn Sie ui xlbicm eigene» .Unereife füitcnloJ unieie 2luiriä- uinaoicbiin: »Wie lauge möcknen Sie leb. n?" Eine Brone Ur. Smifeie blcfunöljeit:- vllcu iuirö Io ciilos bei- gelegt. Unicxe crti- teil elundheiis- eitlen miis Stiäir lern beineiicuu. 2rt)art)icl Mk. LS'1, erbalieu 2ie in mit ailcii Avo beten, d .Zinsser A Co .G.id.'j.H. Veil)>ift 2^-. nl\ V > linmmei jllzcr Loblniii crfnliicii. Andnunnn. toinini wd.n. Gienen u. ituig. u. vci iilgi n. fdjxiiii. •> nr. Rauen. Dinuie u iämil. lln- ge uef. Da» ick)r. ans an tu De.ufck'ti). 45t = m llungeu foiortunt. Lo'Jlnai > 16071 I an d. Gien. Aiu er beicn. 4. „ 67 5. . 16 6. „ 6 „ 11,70 „ Das Holz lagert an guten Abfuhrwegen nahe an der Kreisstraße Beuern—Geils- IliiniiiiillllllllllllllllllllllUI Inscrie en .1 ing ( ewinn Holzsttbnttfsloil. Auf dem Wege schriftlichen Angebots soll im Lbsdorjer Intereifenken- und Ge- meindewaid nachstehendes Nutzholz verkauft werden: , l640U a) Inleressentenmald. Los 1. 10 Stück E chen-A-Stämme 3. bis 7 Klaffe, 13,80 km. 27 Stück Eichen-!^-Stämme, 3. bis 6. Klaffe, 24,70 km. Los 2. 103 Stück Buchen-A-Stämme 3. bis 6. Klasse, 155,59 km. Los 3. 322 Stück Fichten-Stämme von la= bis 3a-Klafse, 85,13 km. Los 4.1528 Stück Fichten-Derbstangen 1. bis 2. Klasse, 107,13 km. b) Geme.ndcwald. Los 5. 257 Stück Fichten - Stämme von la. bis 3a-Klasse, 99,94 fm. Die Angebote sind, getrennt nach Losen, ' pro Fiftmeter, unter ausdrückl.cher An- erkennung der Derkaufsbedingungen, verschlossen, mit Aufschrift „Holzsubmission" bis zum 1 IHön, mittags 12 uV)X, an den unterzeichneten Waldvorstand einzureichen. Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. Aufmaßlistcn sind oorhan- den. Ebsdorf (Kr. Marburg), 22. Febr. 1929. Der Waldvorstand. -4 Preiß. AuS den Waldungen der Gemeinde Lang-GönS und der Pfarrei Lang-Göns, in dem Forstort Heide lagernd, sollen Holzsortimente im Eubmisjionswege vergeben N. „ 2b» N. n 3a» w N. „ 3b» „ .. Für den Berkaus gelten die üblichen Bedingungen dem hessischen Staat. Vorherige Bcsichtigiingwird empfohlen. Angebote mit der Aufschrift „HolzsubmiNivn sind bis spätestens Samstag, den 2. März, nachmittags 2 Uhr, bei uns emzureichen. Nähere Auskunst erteilt Förster Bergk und die unterzeichnete Stelle. innn 1 Lang-CönS, den 22. Februar 1929. Hessische Bürgermeisterei. Romps. _________ der Abonnements für Dienstag, Mittwoch und Freitag hat von Montag, den 25. Februar, an in den üblichen Kasienftunden an Der Theaterkasse — Fohannesstraße 3 — zu erfolgen. 1626C Die zu zahlende sechste Rate beträgt für: Proszeniumsloge, Rangloge, RM. 1. Rang (Reihe 1—2) Logenruckplaß, 1. Ra g (Reihe 3—4) und Sperrsitz (Reihe 1—11) Sperrsitz (Reche 12—14), 1. Rang Ruh- und Drennholzversteigerung im Licher Stadtwalde. In den Distrikten Langebuche, Reh- tränksberg, Kronau, Plattenwald und Schweinstallsheg werden nach vorheriger Zusammenkunft am Kreuzungspunkt der Nieder-Bessiinger und Suhlschneise am Donnerstag, dem 28. Februar 1929 vormittags 10 Uhr versteigert: 1631D a) vrennholz. Scheiter rm: Buche 250, Hainbuche 18, Eiche 27, L.nde 2,8. Reisig Wellen: Buche 2500, Eiche 700, Fichte 500. Stocke rm: Luche 104, Eiche 38, Fichte 66. b) Ruhhol;. Stämme: Eiche 1 Stück 3 Klasse, 0,72 km, 1 Stück 4. Klasse, 0,73 im. Ruhknüppcl rm: Eiche 17, Fichte 15. Lich, den 20. Februar 1929. Hessische Bürgermeisterei Lich. Geil. Landvlr’acha.BfcaaunT Iflr Heasen. Bekanntmachung. Die für den 14. Februar vorgelehene Zuchtvieh-Versteigerung si bet end.rüttia am tlltt wocii.6. Jlärz., vermi■ tuRH 11 Ihr, In Al»leld Halt. Laudwirticha>t>?k imnicr-2tnöick)nn ___________lür Cb ebenen.______1625D holzverkaus. Mittwoch, den 27. Februar, 9*/4 Uhr, im Gasthaus „Zur Traube", Saasen, auS Försterei Laasen, Forstorte Bauschet, Burgwald, Güntersgraben, Hainhege, Kälberstall, Neuerhcgwald, Neuhof, NeuhosS- hege, Schasbufch Sengkopf, Winneröder- Haide, Zeileichen. Ltammholz: 35 Stück Eiche 1. bi- 5. Kl. = 10 fm; 7 Stück Buche 3. u. 4. Kl. = 4 fm; 67 Stück Fichte la—2b»Kl. -- 19 fm; 1 Stück Kiefer 2a-KI. = 0,5 fm; 8 Stück Lärche la—3b»Kl. = 4 fm; 1 Stück Strobe 2a»Kl. = 2 fm; Ltangen, Stück: Fichte: 1. Kl. = 354, 2. Kl. = 754, 3. Kl. = 920, 4. u. 6. Kl. --- 149; Lärche und Ltrobe: 2. Kl. -- 4, 3. Kl. -- 9. Nutz- scheitholz, rm: Eiche: 4 (4 m lang), Kiefer und Fichte: 19 (3 m lang); Nutztnüppel- Holz, rm: Eiche 24 (2 u. 4 m lang), Kiefer 15, Fichte 18 (3 m lang), Lärche 17 (2—4 m lang); Nutzreiserholz, rm: Fichte 24 (in Schichten); Ltrobe 4. Ferner Brennholz, rm: Scheitholz: Buche 114, Eiche 13, Ajpe 3, Kiefer 17, Fichte und Tanne 66; Knüppelholz: Buche 155, Eiche 92, Kiefer 45, Lärche 2, Fichte 69; Reiserholz 2. n. 3. Kl.: Laub 248, Nadel 686; Stockholz: Buche 21, Eiche 6, Fichte 72. 1595V Vom Brennholz kommen in den LoS- holzfchlägen nur die mit „Vg." geschlagenen Nummern zum Ausgebot. Hessisches Forstamt Grünberg. Stelle. Grünberg, den 20. Februar 1929. Hess. Forstamt Nieder-Ohmen. Ruhholzversteigerung und Gubmission. Mittwoch, den 27. Februar 1929, kommt im Muschenheimer INarkwald nachstehen- BmiMÜ Eimne V 00 .''4 Un.erricht in Einheits- Kurzschrift für Amana, u. &ort* ccidjiuieuc w. le'-er« tcu erteilt. 0781 Noeda n läge 19 1. •Welt. Herr lann gute Pension ci bali. i. rul). Hau le. Sau ml. Angebot, u. 0.76 a. d. oueu. Arn. Die Beleidigung gegen Jiach.ivarbier Andermann W ieseck nehine ich nut Bedauern zurück. °"1) Heinrich Bolhlr. Peru er liefere ich sämtliche Kr*utz eile und t-’eiiersertite Edgar Borrmann, Giefoen. Holzversteigerungen der Fürstlichen Oöerförskerei Lich. Montag, den 25. Februar, werden im Distrikt Höler (Südseite) versteigert: rm Scheiter: Buche 150, Knüppel: Buche 72, Eiche 20, Fichte 3; Stocke: Buche 53; Re.ser: Buche Wellen 6200, dabei 2400 Foistwellen; außerdem folgendes Nutzholz: Lauholz: Fichte (Sparren) ca. 500 St., 50 km; Derbstangen (Gerüst- und Spalierholz) ca. 1600 St., 85 km und 1400 Reis- und Bohnenstangen. Zusammenkunft 9% Uhr: Straße Lich— Oarbentetd), Waldanfang — Eberstädter Schneise. Dienstag, den 26. Februar, werden im Distrikt Monchwald oeiftiigert: rm Scheiter Buche 91, F chte 9; Knüppel: Buche 109 Eiche 6, Fichte 10, Stocke: Fichte 17; Re ser Wellen: Buche 1400, E.che (Forst- wcllen) 600, Fichte 400, danach: 4 E chen- stamme 1,43 km; 11 Gartenpsosten, ca. 80 fm Fichte-Vauhol, (la. bis 2b-Klasse), 25 fm Derbstangen 1, 22 fm schwächere Derbstangen (Gerüst- und Spalierholz). Zusammenkunft 10 Uhr: Waldstraße Hattenrod—Albach, Abweg nach Burk- hardsselden. Abonnementskarten. Gießen, den 22. Februar 1929. Der Oberbürgermeister. I. D.: Klingspor Vergebung von Msserleitungsarbeilen. Für die Gemeinde Nonnenrolh sollen die für die Verlängerung der Wasserleitung in der Straße nach Röthges erforderlichen Arbeiten und Lieferungen vergeben werden. Pläne und Bedingungen liegen bei uns offen. Angebotsoordrucke sind von uns zu beziehen. 1651D Eröffnung der Angebote Samstag, den 2. März 1929, vormittags 10% Uhr. au unserem Bureau, Frantfurter Straße 29. Freie Auswahl Vorbehalten. Zuschlagsfrist zwei Wochen. Gießen, den 19. Februar 1929. Hessisches Kulturbauamt. H. Steinbach, Regierungsbaurat. 8au- und A, 6. „ Eichennutzscheit 2 rm. Fichtenstämme und Derbstangen 7 fm. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr am Merzacker, D.strikt Dorderwald. 1630V Gute Abfuhrwege. Günstige Zahlungs- Vie Huh- un« Vrennholivcrstcigerung , *■ Vanö.un.fcOo.ut.umnn »e.b. Iol0. >M 19. Februar ist geuehmigt. Ausgabe W 4 A ]| Y ttt A ff t uct anftaltet, iuü.ui a e Vanöiutrte rlnae» luden weiden Am Blontao, d. 25. Februar, in GrQnberg im olniibaiio . nm Ravten' in bei Sen von 17.30 Uhr vorn., bi« 1 Uhr naclun. und am LHeaßtat), d. 26. Februar, IN Larüei-bach im Gaiihaiio »Zuiit Zohani es- bera' m der Zen von 13 Uhr vormittaos, b.a 1 Uhr nach Jiltla-». AuSgeiieui we.den Hi üben von nuctfaniiiciii Saaiae reibe und Laaikarioneln ans d. Saatbanue-.en ber Vanbiuttiidjafivrainmcr. foiuiciKoifieC' ii. v tAeineiiiiiieieieii. citelliinnen tonnen auf den S.ialrnii'iilnkten eriolaen. U5.2D W ‘jji mm wieder nm Lager. 6785 D CarlSchunck An eine geehrte tNmvohnerschast von Gießen und Umgegend AÄtmesr Acht«««! AeueröWng! Kiermit zur gefl. Kenntnisnahme, daß ich ab 23. dieses Monats in npr dlretdc wen von unseren Webereien zur waschelahrlK In Verbindung einer VerkaufsorganisaTtoo nach raiioaeltsiem, dem heutigen Tempo angepaflten Verfcaulssystem und die Maehl unserer ein- kaulsorganisQticd mit ihren Flllllor an-Absühlössen bringen ihnen beim Einkauf von wasche etc. bei uns einen Vorteil d'r zu 5O°/o Dessin Art 25: 19: H » 27: » M »» M »» »» M »» 34: Art 24: 20: Barchent (Find), w-ifl. wo lit? «nierauht. 70 cm brett von «Uesen Artikeln werfen an letten Konßen nor 12 Stock bzw 20 Fleier solange cer vonai reicht - verabfolgt fordern Sie ansern Katalog. welchen wir Omen kostenlos zusentien. 14: Schlösscriianell, „ „ wol i 18: SchürzenstGJl, dunkelblauer Grund mit bedruckten Mustern, ,n ZT* t™ der Wasdae ganz vorzüglich. 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Schlacke, öhne P» w jol I« w-rb s?1« b:|onb olgen Dir 4239 Sie e nur । CtW hierai 1-4 habe n; ltch«^ Helle" utiu1 5n beschäl vorerv 15 835 17C86 den - ftatlg« geW W ®uv 1435: cx trieb na:u 6c: ru Sonn den i noch 29 2 schütze ®inc: sungei Auhei vuiach kn u die ui Lui umjal am 1. 353 : unb Ti gfcci fern seklii sind im 6tu( Li tociu Sii rinnet mcinb säml't arbei! xjW münr alle 2n nur die Übri brslc tociü Säfi Haut von e&cnf berjci liche 3tr fafiai über rung -ilich unb von tetei al8 übe -u dvf dem tDCii 21 1675 ferm Die auf (401) tnilfe tenb sicher W Ce durd drlan f3eb ?«tfi Keilt divri tintl tut ^al Ke FS! Ab! dem pnf< s-hlc veta unte "ichl rreic Jitb tz Samstag, 25. gebruar 1929 (Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Nr. 46 viertes Blatt Der Auto-SlraßenhilfSdienst ge. Herz traf. Eine Woche später ertrank ein Hilfs- I arbeitet in einem Abwasjer decken, als er wahrend der Nachtschicht von einer Seite aus an dieses Necken ß.rantrat, die nicht abgesperrt war. Nach demselben Zeitraum entstand em Massenunfall in der re nannten Fabrik durch die Explosion einer Stahlflasche mit schwefliger Säure, wobei ein Arbeiter tödlich verletzt und fünf andere mehr oder weniger schwere Ver- ätzungen des Gesichtes oder der Schleimhäute in den oberen Luftwegen erlitten. Die gerichtliche Untersuchung über die Ursache ist noch nicht abgeschlossen, so daß es bis jetzt nicht feft- neftent ist, ob bei der Herstellung. Füllung oder bei der Entleerung der Flasche di jenigen Fehler gemacht worden sind, welche zu diesem schweren Unglück geführt haben. Tier weitere tödliche Betriebsunfälle kamen im Baugewerbe vor, und zwar zwei davon als Doppelunfall beim Straßenbau infolge plötzlichen Abrutschens von Erdmassen, welche die Berunglückten nicht befci.ijt hatten, obwohl ihnen dies ausdrücklich und allgemein bei Androhung sofortiger Entlassung angegeben war. Die beiden anderen Fälle ereigneten sich in Sägewerken, und zwar einmal, indem ein Arbeiter nach dem Abstellen der Maschine $u früh in den Trans- missionskeller stieg, um einen abgelaufenen Riemen wieder aufzulegen, wobei er in das Getriebe geriet; ein cuideresmal. als der Sohn bei De- fwfrcn Stall und H o f haben ihre „Unfallbiologie" für sich und sollten auch im Kampfe gegen den Leichtsinn recht nachdenklich beschaut werden. Da sind Stallabteile nicht genüge nd stark, um wildgewordene Tiere festzuhalten; dort wieder fehlen Notausgänge für Feuersgefahr; hier sind Halteketten an gelockerten Krampen befestigt, dort hängen in die Stallgasse stromführende Drähte tief hinein. Man- cher (Stallgang scheint Abladeplatz für alles mögliche Gerät zu sein, und mancher Heuschach laßt nicht mehr erkennen, ob die Heugabel Heu oder zureichende Menschen gespießt hat. Was liegt an Beilen, Hacken. Gabeln und Nechen nicht alles umher! Wieviel Wellen und Transmissionsräder laufen In Stack- räumen und unter Hofdächern nicht noch frei, I jedem flatternden Kleidungsieil tückisch auf- lauernd? Auf so manchem Hof sind noch Drun- nen. Abort und Iauchegruben unbedeckt oder nur mit dünner Schalung verwahrt, und noch so viele Auszüge und Laufkrane lassen auch die einfachste Sicherung vermissen, — ein Wunder fast, dah nicht noch mehr Unheil geschieht! Schupvendächer hängen unge- ft ü h t nach der Seite, eines Tages die unter ihren arbeitenden Menschen unter sich begrabend, und Bodenbretter, morsch und faul, sind bereit, mit jedem, der sie betritt, in die Tiefe der Tenne durchzubrechen, — Leichtsinn hinter dem die Fratze unsäglichen Grauens 9r®arf ich den Kreis unserer Behausung schließen | durch einige Anmerkungen über die Gefahren, । die im Garten drohen, so ist. tote schon bemerkt. die Fülle möglicher Unfälle durchaus noch nicht erschöpft. — Dielleicht darf ich zuerst erinnern an das Baumfällen und an das oft damit verbundene Sprengen der Wurzel- stöcke mit Romperit. Ganz dringend must lorg- fältiees Abstützen des durchzusägendcn Stammes und "sorgsames Abziehen des FälltaueS gefordert werden, und gewissenhafte Absperrung deS EprengbezirkeS und hinreichende Benachrichtigung aller Umwohner sollte ebenso selbstverständlich sein, wie achtsamste Aufbewahrung der Sprengkapseln. — Fortwährende Durchsicht der Werkzeuge in bezug auf Stielfeftigkeit und Sicherheit der Halten erscheint ebenso selbstverständlich, wie immerwährende Prüfung von Leitern. Stützen. S e i l e n . K l e 11 e r - gurten und Korbhaken. Die Obstpflücker- Statistik zeigt trübe Bilder alltäglichen Leichtsinnes! — Wachsame Ordnungsliebe wird zu vermeiden wissen, dast versteckt liegende Sensen. Sicheln. Rechen und Hacken blutige Lehren erteilen, oder dast S t a ch e l d r a h t und Glasscherben Ursache gefährlicher Verletzungen wer- den. — dann wird Gartenbesitz auch Gartenfreude bedeuten. Und sollte trotz verantwortungsbewustter Un- fallvermeidung doch ein Unglück geschehen, dann gehört Erfahrung dazu, erste Hilfe zu leisten, um grösteres Unheil zu vermeiden: es tut not, zu wissen, wo der Derbandskasten hängt und wie seine Heilhilfen zu benutzen sind; es ist wichtig, den nächsten Arzt, die Feuerwache und die G a s w a ch e schnell angeben zu können. Und es gehört zu allererst und zu allerletzt dazu, dast man U n f a l l v e r h ü t u n g S - u nd Schutzvorschriften, wo immer sie uns auch entgegentreten mögen, auch wirklich liest und anzuwenden sucht! Bekanntlich läßt der ADAE. bereits feit IVi Jahren in allen Teilen Deutschlands Hilfsdienstwagen laufen, die Fahrzeugen aller Art, die auf der Landstraste infolge eines Unfalles oder einer technischen Schwierigleck liegen geblieben sind, Hilfe zukommen lassen. Neben diesen vom ADAE. finanzierten HilsSd.enftwagen Haven noch über 6C00 ADAE.-Mitglieder unter Führung des de- kannten gelten ADAE.-H-lfs-Dienst-Wimpels es es übernommen, ehrenamtlich den Stratzen- hilfsdienst zu unterstützen. Ein de.lles Glied der Organisationen sind b.e ADAE.-Hckssdtenststellen. deren lostenlofe Kennzeichnung durch das bekannte weiste ADAC.-Schild in ganz Deutschland erfolgt ist. Als neuestes Glied zur Förderun s des Stra- sten-Hilfs-Dienstes darf das vom ADAC, her- ausegebene Ertennungssch.l) für Ae.^te-Wagen bezeichnet weiden. Diele Email-Plaket.e. die das bekannte Hilfsdienstzeichen des ADAC., das rote Kreuz auf blauem Grunde zeigt, wird allen Aerz.e-Mttglicdern des ADAC, vier Kraf.fah- reroeieinigung deutscher Aerzte perlleh.n. Trotzdem dieses Schild erst seit einigen Wochen im Verkehr ist. ko.mte der ADAC, auf Anfordern bereits über 2000 dieser Schilder verteilen. Diese Schilder müssen an der Vorderfront des Kraftfahrzeuges. möglichst oberhalb der poli^ilnchen Eriennungsnummer. befestigt werden. Die Inhaber der Schilder haben sich bei Unglücksfallen zur sofortigen Hilssbeieitschaft bereit erklärt. Ob es möglich sein wird, bei den Behörden zu erzielen, dast die mit d.efern Schild ausgezeichneten "Wagen in gewissen Fällen ein Dorfahrrecht, oder sonstiges beverzugles DerkehrSrecht zugestanden erhalten, muh den weiteren Derhandlungen deS ADAC und der K. D. D 21. vorbehackten bleiben. Wichtig für die OeffeMlichkeck ist ferner, zu wissen, dah die bekannten Holztafeln, die der ADAC an den Einfahrten der Städte errichtet, am Kopfleit der Tafeln, die bei Unglücksfällen zuständige Rettungsstelle verzeichnen. Durch alle diefe Mahnahmen erhält Deutschland auf dem Verkehrswesen vorbildliche Einrichtungen, die in ähnlicher Form In Europa zur Zeit nur Großbritannien aufzuweifen hat. Dekämpst den Leichtsinn! Winke zur Unfallverhütung in Haus, Hof und Gatten Don Guido Wolf Günther. Hätte ich HanS HotbeinS Künstlerhand, so möchte ich wohl einen neuen Totentanz zeichnen vom Zug des Sterbens, den der tolle Bruder Leichtsinn anführt l Lausende blü.)ende Mensche- (eben wellen jährlich. Hunderttau'ende Tlctgiger Hände werden jährlich für immer stillgelegt durch Unfälle in Haus und Hof. in Werkstatt und Fabrik. Erschütternd ist die Sprache der Ünsal - latiftilen (in Deutschland annähernd drei Mil- ioncn Unfälle. 24 000 Todesfälle in einem Ahr!) und eindringlich genug d.e v.elstellige der gezahlten Unfallentschädigungen und .Renten. (Schätzungsweise 5 Blilliarden Mark jährlich') Es ist bequeme Gedanken'o igkeit, zu behaupten, dah das Jahrhundert r sch fortsch.eckendec Me- dxmiiicrung und Indust riack.s.erung eben mehr Opfer fordere, als die Zeiten geru.rfamer Der- gangenbeit: der Anteil kaum vermeid-arer. durch unser Maschinenzeitalter bedin ter Unfälle (21 Prozent) ist sehr gering. verglichen mck der Zahl reiner Leichtsinns-Unfälle (79 Prozent)! Richt groh genug köiinen die Massen sein, die tour zum Kampf gegen den Leichtsinn auf ruf en; Nicht ernst genug köniien wir mahnen und warnen: „©eil) bedachtsam, auch im Kleinsten!" Und es seien auch diese Zeilen in solchen Dienst am Docke gestellt, ein wenig rnitzuhelfen an der Derringerung einer Gefahr, die stündlich und überall auf uns lauert. Dabei kann auf Vollständigkeit bezüglich der gegebenen Hinwei e natürlich kein Anspruch er- Horen werden; denn jeder Tag schafft neue „Fälle"; ver.ucht soll nur werden, einige torfent- liche Gefahrenquellen zu kennzeichnen, di« in Haus. Hof und Garten Unheil wirken nei men da schlecht gesicherte Falltüren und । nacht^issig verwahrte Luken in Anspruch. Unangebrachte Sparsamkeit im Beleuchten dunkler Treppen und Gänge fordert fast ebensoviel Opfer, wie das nicht genug zu verdammende Derste11en von solchen Gängen und Treppen mit Kisten, Fässern und Gerätschaften. Auch recht beherzigenswert scheint die Mahnung: Halte alle Laufbahnen von Unrat (Obstschalen usw.) peinlich rein, weil auch die lleinste Ursache hier schlimmste Wirkung hat! Wenig beachtet wird leider auch das richtige A u f st a p e l n von Kisten, Fässern, Holzrollen und anderer Lagerwace; der Tod oder dauerndes Siechtum lauert hinter schief gelagerten Stapeln? — Wo Maschinen irgendwelcher Art Hilfe leisten, mutz bei haus- oder landwirtschaftlichen Arbeiten die grotzte Sorge den Schutzvorrichtungen und -blechen gewidmet werden, und alle A n h ä n g e - Vorrichtungen seien unter ständige Kontrolle gesetzt. — Nicht scharf genug kann das Verbot des Rauchens in allen Sperbern und Scheunen durchgeführt, und alle solche Räume mögen mit vorschriftsmätzig verlegter Licht- [ e i t u n g versehen werden, — ein brennendes Streichholz kann furchtbares Unglück zur Folge ^Gegenüber der Zunahme der gezählten De- triebe mutzte die Zahl der besichtigten Betriebe naturgemäß verhältnismätzig niedrig fein; he betrug 1875 (davon 53 in der Nacht und 16 an Sonn- und Fesi.agen); Unfalluntersuchungen wurden in 49 Fällen vorgenommen. Dazu ommen noch 23 Tesuche von Hausarbellerwerckt allen, 29 Nachprüfungen im Interesse des Kinder- schutzes. ferner über 200 Besichtigungen von OTineralollagcrftättcn, und mehr als 100 Pru- fungen von Baugesuchen an Ort und Stelle. Außerdem sind hierher noch zu rechnen die Be- cuiad)tungcn von Sprengstofflagern in 19 „Fallen und die Besichtigungen von 27 Werkstätten, die unserer Aufsicht nicht unterstehen. Hausarbeit. Durch eine alle Gemeinden von Oberes,en umfassende Zählung wurde festgestellt; daß es am 1. Dezember 1928 in dieser Provinz m-gesamt 353 Hausarbeiter gab, und zwar 33 männliche und 320 weibliche. , Diese verteilen sich nur auf die Gewerbe- zweige der Terfilstoße, des Papiers des Leders, ferner auf die Cigarrcninbuftrie und das Kon- feklionsqewcrbe, alle übrigen Jnbustnegrupren find nicht vertreten, mit Ausnahme cines Falles im Holzgewerbe, wo im Kreise Alsfeld eine Stuhlslechterin arbeitet. _ . Die Textilarbeiter sind 6 männliche und 13 weibliche. welche sich auf, alle 6 Kre.se verteilen. Die Papierindustrie ist nur mit 2o Arbecke- rinr.cn in zwei Städten und einer Landge- mcinDc des Kreises Friedberg vertreten, welche samti ich für die gleiche Papierwarenfabrik dort atCmlC2ebcrtoarcngetocrbe kommen lediglich acht männliche Hausarbcitcr in B.t.acht m Dilbel, d.e alle für Offenbacher Fabriken tätig sind. Cn der 3igarrcninJuftne wurden ebenfalls nur Arbeiterinnen gezäh t, und zwar 242, davon die Hauptzahl mit 237 im Kreise Gictzen, die übrigen 5 in der Kreisstadt Schottem Die letzte der fünf Gruvpen solcher Arbeiter ßefteßt aus 57 Personen (19 männliche und 38 weibliche), welche im Schneidereigewerbe ißre Tätigkeit auöübcn. und zwar die männlichen 55auöarbeit:r nur in 4 Kreisen, außer bcnicmgcn von Lauterbach und Schotten, die weiblichen ebenfalls nur in 4 Kreisen, aber mck Ausnahme Derjenigen von Büdingen und Dietzen; die ort- liehe Derteilung ist demnach ziemlich verschieden. könnten. m , Naturgemäß sind in unseren Wohnrau men die Gefahren zu erwähnen, die aus Hauswirtschaft und Wohnbetrieb entstehen. Da ist beim Möbelumsehen schon zu bsachlen, datz Stricke und Haltegurte nicht morsch oder zu dünn sind, damit Quetschungen aller Art vermieden werden. Auch möchten gefüllte Schranke beim Verrücken zweckmäßig gestützt und u. a. am neuen Standort durch Wandhaken befestigt werden. Haken, Oesen und Nägel hängender Möbelstücke. einschließlich aller Dllder, so.cken oft nachgesehen und nach Bedarf neu einge- schlafen bzw. gedübelt werden. Nicht mehr benötigte Aägel müssen entfernt werden, denn bloßes Umschlagen verhindert nicht, datz wir uns schlimme, meist mit Blutver- aiftung verbundene Qtcijtounben zuziehen. — Den Leitern. Stühlen und Fußbänken, die uns zur „Erhöhung" dienen, wenden toir unsere ganze Sorgfalt zu, denn fehlende Schutz der Füße gegen Ausgleiten und unge.chickte -Dauert ( Kippeln!") führ-en zu schweren Stürzen auch schon in Meterhöhe. — Andere Schäden rupren vom leichtsinnigen Umgang mit Geräten und S.ofsen aller Zustandsformen her: da lu;en Nadeln. Scheren und Messer offen umher oder werden an Kleidern bzw. in Taschen un- ge.ichert getragen; Nägel und S t i f te werden im Mund bereitzeha-llen, spitze Bleistifte in bedrohlicher Nähe der Auien hm- und herbeweit. A-.if fragtoüvb'.gcn Snrtgelegm- heiten (Söffer. Kisten usw.) balancierend werden Fenster . e utzl. Töpfe mit kochen- dem Wasser stehen am Rande von Oesen und Küchenmöbeln, jederzeit Kindern gräfliche Verbrühung drohend; ungesicherte Ofentüren. unordentlich gelegte Strom leitun- n e n und zerbrochene S cha lter. urnhe.gewor- fene Oellavpen von Remi tungszwecken, sowie in Kinder-Griffweite bewahrte Stre . chhol - i c r und brennbare Flüssigke i te n (Benzin. Petroleum, S.iritus. alkohol xilti^e Medizinen ufto.) bergen in sich dauernde Feuers- qefabr. — Gifte in fester und flüssiger dorm sollen stets verschlos en in genau bezeichne.en Gcfäßen ausbewahrt bleiben; G a sle i t u n ge n finD auf Durchlässigkeit, besonders in Schlaf- räumen, regelmäßig zu prüfen! (Dabei hüte man sich vor dem gefährlichen Ableuchten, sondern benütze nur Seisenwasser. das durch Blaenbildung ausströmendes Gas anzeigt.) Genau beachte jeder Hausvater die Derschlüsse der Stubenöfen, um O^baer gif tunken zu vermeiden. — Ein wenig erörterter Gefahrmifall sei noch an gefügt: Der unzureichende Deckel- verschlutz vieler Aborte älterer Bauart, wie sie in kleinen Städten und im Dorf noch vorwicend im Gebrauch sind. Hat man sich schon einmal "das entsetzliche Unglück vergegenwärtigt, das kleinen Kindern durch Sturz in d.e Aewrt- ,-rube droht? Jede Abortofinung, auch d.e Anlagen ohne Wasserspülung, sollten verengte Rv.)r- (ei tun gen und Decken haben! — 3n Keller, Boden und Scheune sind bei Unachtsamkeit auch eine Anzahl böse Schädigungen zu gewärtigen. Den größten Unfallanteil sitzers an der Kreissäge mit einem über 7 Zentimeter weit abstehenden Spaltkeil arbeitete, so dah ein Holzsplitter zuruckgcschleudert wurde und ihn an der linken Brustseite auf das Herz traf. An Explosionen haben sich 1927 zwei solche an einem Azetylenentwickler und an einer Azetylen- wasservorlage aus nicht feststehenden Ursachen ereignet. Zwei weitere Explosionen kamen in Stein- brüchen vor, weil die Arbeiter vorschriftswidrig mit Eisenhämmern und Eisenstangen an eingesetztem Schwarzpulver arbeiteten; in drei von diesen 4 Fällen wurden die Beteiligten sämtlich schwer verbrannt. , , Zum Schlüsse dieses Abschnittes sei noch berichtet, dah 6 Grohfeuer in Gewerbebetrieben im Fahre 1928 Dorfamen. Taten für Sonntag, 24. Februar. Sonnenaufgang 6.57 Uhr, Sonnenuntergang 17.31 Uhr. — Mondaufgang 18.20 Uhr, Monduntergang 7.41 Uhr. 1786: der Altertumsforscher Wilhelm Grimm in Hanau geboren; — 1829: der Schriftsteller Friedrich Spielhagen in Magdeburg geboren; — 1905*. Durchstich des Simplon-Tunnels. Tatei für Montag, 25. Februar. 1841: der Maler Auguste Renoir in Paris geboren; — 191k der Maler Fritz o. Uhde in München gestorben. Unfälle, Slatifüt. 3m Berichtsjahr sind 1820 gewerbliche Unfallanzeigen bei uns emgesandt worden, äe^en- über 1333 Anzeigen des Voriah.es, d^e S.ei^e tung muh auf die erwe.terte Dersicyerungs- pflicht, auf die Zunahme dec Gewervevetrieve und auf die erhöhte Sorg alt bet Der ^njrxlöung von Unfällen zurückgefuhrt wecden. Durw letzteres erEIärt es sich auch, daß in mcht OKniger als 752 Fällen die Betrof.enen ihre Arbeit überhaupt nicht unterbrochen haben; ferner ist zu betonen, daß 113 T e.ckehrsunf alle vor kamen wofür leider ebensowenig Derglttchszah en aus dem Dorjahre vorhanden sind, wie für Die weiteren mitgeteilten Zahlen. An Der Gesamtzahl der Falle warm beteiligt 1675 männliche und 70 weibliche Erwachsene, ferner 70 männliche und 5 weib.ichr jugendlich.. Die höchsten Unsallzi, cm (über 100) weisen auf die Gcwerbegrupven der Steine und Erdrni (401), des Machinenbaus (522), der Nahrungsmittel (146) und .des Tau ewerves (2och, wahrend diejenigen der Musinnstrument?, des Ter- fich"rung--w' ns und des Unterricht keine Unfälle im C ahre 1923 zu me den gehabt ha>en. ee-enübe. 0 tö.lchen Unfällen keS?- or.ah.es Wurden 22 solcher oälle irn BerichbSiahre uns bekannt, wovon allein 7 a.s Der.ehrsunsa.le sich ergeben- 3 weitere ereigneten sich in einem Kra^ st.-omwerk, welches während Zaires durch Derfügüng des Ministers der Bergbehörde unterstellt 'worden ist. Don den ^rblcioenben.2 Uiwlückssällen mit tödlichem Ausgange geschahen zwei in Steinbrüchen und einer am ^wberg einer Ziegelei; in den beiden ersten Fallen wurden die Brucharbeiter ueim Abräumen von Stein- und Erdmassen getroffen, und im Drittel Falle wurde ein Hilfsarbeiter von einer sich ab- löfenbcn Leh:nmasse verschüttet. 3n allen in:ei ^Fällen wurde festgestellt, daß ein unsachgemäßer Abbau Die Hauptursache dafür gewesen ist. eins dem Eisenbau ist ein weiterer tödlicher DetweoS- unsall zu nennen, durch den ein Montageschlosser ums Geben kam, weil er durch einen herabsallenken Ocrüftbaum von dem Gerüst her- untergetoorfen wurde, da er sich trotz Anweijung nicht angefeiü Halle. Drei andere Todes,alle ereigneten sich in einer Fabrik des Nahrungs- mittelgcwcrbeo gan^ kur nacheinander. Zuerst wurde ein Mann dadurch getötet, datz er alS Linkshänder den Dienshebel einer Schleudermaschine mit der lin.en Hand bediente, wobei Ihm dieser Hebel aus der Hand glitt und daS Don der Tätigkeit einer heimatkundlichen Arbeitsgemcinschast. - 5 rieb berg. 21. Febr. Zu einer wichtigen D o l l s. Y u n g versammelien sich gestern die Mitglieder der geschichtlich-volkskuiidlichen und der geographisch-naturwissenschastlichen Adteckung der heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft des Kreises. Der Dorsitzende. Ober- studiendiretlor Dr. Fabcr. von der hiesigen Ausbauschule, konnte in ,einer Begrüßung au* Ministerialrat Hoffmann. Den Begründer und Leiter der hefiischen amtlichen Arbeitsgemem^ schäften, willkommen heitzen. Anschließend gab er einen Uebcrblick über Die Tätigkeit Der KrelsarbeitSgemeinschast. de im Sommer 1926 gegründet wurde und seitdem in zwei Fachgruppen schon manches zur Klärung der Methode der Heimattorschung und auf dem Gebiete der Materinlbeschassung geleistet bat. Ministerialrat Hoffmann überbrachte Die Grütze Des hesfischen Kultusministeriums. inS.e anDere auch Die Des Staatspräiidenten. der lebhaftes Interesse für Die Gestaltung Der Helmatschule zeige. Die Berfa mmlunq hatte grunDlegenbe Beschlüsse für die weitere LLttgveit drr Arbeitsgemeinschaft zu fassen. Nach zwei Richtungen hm soll nach den bisherigen mebr sichtetchen Dor- arjeiten nun an pockckve Arbecken herangetreten werden. Zunächst will man mit der Anlegung heimatkundlicher Lehrsammlungen beginnen. Oberstudiendirektor Dr. Faber verbreiten sich in wohl ^gliederten Ausführungen über den Zweck und die Gegenstände der Heimat- I kuitdlichen ©ammelarbeit. ferner über Die Raum- beschafsung. sowie über die Derwaltung Der Sammlungen, die alles heimatkund iche Gut geschichtlicher, kulturgeschichtlicher und volkskundlicher Art vor Dem völligen Verschwinden retten und in einem „Dorf museum" auf nehmen soll, soweit allgemein wissenschaftliches Interrfse nicht die ileberfüßrung der Gegenstände in ein größeres Kreis- oder Proviiizialmuseum notwendig erscheinen läßt. Prof. Dr. Blecher unterstützte den Ruf zum Sammeln und gab wertvolle prakck che Winke für die Täckgle t aus D.efern Gebiete, unterstrich aber als Museumsleiter die Forderung, datz die örtlkben Schulsammlun.,en Den größeren Museen werwolle Fundftücke und kulturgeschichtliche Gegenstände nicht vorenthalten dürften. Studienrat Dr. Knieriem (Bad-Nauheim) sprach im besonderen über die _ naturkundliche I Heimat!arnrnlung. Diese müsse Rücksicht nehmen auf Die Bestrebungen des Naturschutzes und ihr I Hauptaugenmerk richten auf das Sammeln und Abfassen von lebrnswahren. anschaulich und einfach gestalteten Berichten über den jeweiligen Stand des Kulturlandschaftsbildes des Heimatbezirkes. Dazu müßten Dann vor allem gute pho.ographtsche Naturaufnahmen lommen. Beschlossen wurde, mit Der ©ammclarbeit im an- I geregten Sinne möglichst an allen Schulen zu beginnen, che es zu spät ist. Außerdem ist. wie Prof. Dr. Blecher in einem furzen Referat ausführte. an Die Herausgabe selbstä.idiger heimatkunDlicher Dec- öffentlichungen gedacht. Mit der Einführung von heimatkunDlichen Lesebogen, die eine Ergänzung zum Lesestoff des Lesebuchs werden sollen, ist ein guter Anfang gemacht. Die Derfammlung beschloß Die Fortführung des Unternehmens. das zu billigstem Preise heimatkundliches Lesegut Der Schulen des Kreises schaffen soll. Darüber hinaus werden Heimat- I bogen für einzelne Gemeinden erscheinen, aus I denen sich nach und nach das Heimatbuch, das das Endziel aller Heimatforfchunz sein wird, aufbauen kattn. Mit der Redaktion der geplanten I Veröffentlichungen wurde Der Dorstand mit Obersludiendireltor Dr. Faber an Der Spitze beauftragt. Cs gehören ihm Dertreler Der höheren Schulen und der Dolksschule an; ferner sollen auch die Pfarrer heraniezogen werden. Deren Mitarbeit in den Arbe.tsgemeinschasten allgemein gewünscht wurde. Ministerialrat Hoffmann st^rach feine Fnud? I über den anre iendm Verlauf der Tagung aus und sicherte für die geplanten Arbeiten weit- möglichste Unterstützung des Kultusministeriums »u. Oie Gewerbeaufsichi 1928. Das Gewerbeaufsichtsamt Gießen hat soeben seinen Jahresbericht über die Ge. werbeaufsicht im Jahre 1928 gestellt. Aus diesem Bericht, der eine ganze Reche von Angaben enthält, bic im Hmbllck aus Die morgen beginnende R e l ch s . U n f a 11 w o ch e von blonderem Interesse sind, bringen wtr heute die folgenden Abschnitte: Arbeitnehmer (Zu- und Abnahme). Die Gesamtzahl der am Oktober 1928 »äbllen Groß-, Mittel- und K.etnbetrtebe betrug 4239 (im einzelnen 130, 1251 und 2858), wahrend MÄnöe Zahl für das 2ahr 1927 fast nur Die Hälfte war, nämltch 23v3 (zusammengesetzt aus 113, 1121 und 1119). Man steht hieraus Daß vor allem Die Kleinbetrtebe (mit 1—4 Arbeitnehmern) sich bedeutend vermehrt haben; diese Zunahme ist weniger auf Wirtschaft- [iä.-e Gründe zurückzuführen, als auf Die ftinDig fortsch.e tenDe Elellr.sierunz in Dec Provinz Oberhessen und auf Die weitgehende Erfassung Der uns unterstellten Betriebe. , e . Sn den gezählten Betrieben waren insgesamt beschäftigt 38 396 Arbeitnehmer, und zwar in Den vorerwähnten Untergruppen einzeln: 17 526, 15 833 und 5034; für 1927 lauten Diese Zahlen 17 086, 15 130 und 2605. Eine Abnahme unter den Arbeitnehmern hat nur in _ zwei Fallen stattgefunden, nämlich bei den männlichen Angestellten Der Großbetriebe (um 20 gegenüber insgesamt 1147) und bei Den Arbeiterinnen Der Milteck>etriebe (um 9 bei einer Gesamtzahl von Wirtschaft. Der deuische Außenhandel im Januar. Erhöhter Einfuhrüberschuß. 3m reinen Warenverkehr beträgt die Einfuhr im Januar 1929 1319 Millionen OHL, die Ausfuhr, einschließlich 63,9 Mill. Mk. Repa- rationssachllefcrungen, insgesamt 11C5 Mill. Mk. ES ergibt sich mithin ein E i n f u h r ü b e r - schuh von 214 Mill. Ml. einschließlich, von 233 Mill. Rlk. ausschließlich der Repara'.ionLsach- lieferungen. Gegen Dezember 1923 ist die Einfuhr um 213,2 Mill. Mk. höher auSgetriesen. Liese Steigerung beruht zu einem erheblichen Teil auf der Zollabrechnung von früher i.n Riederlageverkehr eingeführten Waren. Bei Ausschaltung der hierdurch bedingten Lleberhöhung ergibt sich eine tatsächliche Einfuhrzunahme von nur 70 biS 80 Mill. Mk., die auf Rohstoffe, halbser- tige Waren sowie ferlige Waren entfällt. Sie Einfuhr von ÖebenämiLteln und ©eiränlen, bei der die Zollabrechnungen von besonderer Bedeutung sind, hat in Wirtlichkeit gegenüber Dezember etwaS abgenommen. Sie Ausfuhr im reinen Warenverkehr ist gegenüber Dezember gestiegen, und zwar einschließlich der Repera.innlsachlieserurgeTt um 73,1 Mill. Mk. An dieser Zunahme sind Rohstoffe und. halbfcrtige Waren, sowie Fertigwaren beteiligt. Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt. 3n dieser Woche machte die Beruhigung der Börse im allgemeinen weitere Fortschritte, doch b.ieb bei allen Törsen.reisen große Zurückhaltung bestehen. Die Almfalj- 1 ätigkeit bewegte sich in unverändert engem Rahmen, da Publikum und Ausland dem Geschäft weiterhin fast vollkommen fern- b.'.eben. Man war befriedigt darüber, daß eine Erhöhung des Reul'orker Diskontsatzes wiederum un.erbJieben ist, wenn auch die Kampfansage des Federal Reserve Vcard an die übersteigerte Börsenspelulalion und die daraus resultierende schwache Haltung der Reutzorker Börse eine gewiße LInficherheit hervorriesen. Die Entwicklung der Reparot onsvrrhanblung.n beurteilt? man an der Börse weiterhin nicht ungünstig. Ein starkes Mome.ck der Zurückhaltung war dagegen die weiier undurchsichtige Lage der internanor.alen Ce dmärkte. Am inländischen Geldmarkt Lar zum Medio vorübergehend eine merklichere Be.st.isung für Tagesgeld eingetreten, die man 1e..weise auf die Berinögenssteuerzahlungen zu- rückfüh'-en wollte. 3n der Hauptsache dürfte diese Verknappung aber durch die andauernd starken Devisenabziehungen verursacht worden sein. Aus dem letzten Reichsbankausweis, de.- trotz des Medio eine weitere Entlastung brachte, waren die großen Devisenabgaben der Reichsbank zur Verhütung eines weiteren Ansteigens der Devisenkurse zu ersehen. Verstimmt war man darüber, daß zweimal kurz hintereinander der Berliner Prive^'skontsatz tun je 1/a Prozent auf 6 Prozent erhöht wurde. Später- hi.l fanj dies seine Erkräru .g m der Begebung von 125 Mick. Mk. Reichsschatzwechseln an ein Tanlenkonsortium: die zweimalige Erhöhung des Privatdislonles war anscheinend im wesentlichen eine Vorbereitung zur Unterbringung der Schatzwechsel. Die augenblickliche Geldmarkt- situation in Deutschland bietet im allgemeinen jedenfalls keinen Grund zur Besorgnis, da sich die konjunkturecke Abschwächung weiterhin entlastend auswirlen dürfte. Als Beweis für die meist günstigere Beurteilung kes deutschen Kavitalmark.es können die verschiede. ?en bereits aufgelegten oder geplanten Sn» lanDan'eijen (des Hessischen S'aates, der 6labt München) angesehen werden. Die im allgemeinen zunächst behauptete Tendenz stützt sich im wese etlichen auf die bessere Meinung für Montanwerke, die von verschiedenen Seiten gekauft wurden. Anregung dazu bot zweifellos der infolge der anhaltenden Kälteperiode merklich gebesserte Kohlenabsatz. 3m Vordergründe standen wieder Traunkohlenaktien: vor allem waren Rheinische Braunkohlen gefragt. Kaliwerte waren dagegen Weiler angeboten und schwächer, auch nach dem Abzug der Dezugsrechte. 3m Lause der Woche mach e sich Wiele.- eine verstärkte Unfiöer- heil bemerkbar. Verstimmend wirkten die Rede des preußischen HandL.LministerS Dr. Schreiber und der weitere, wenn auch uertangfamte A st'eg der Arbeitslosigkeit. Enttäuscht war man jedoch besonders darüber, daß in der außer- v-deutlichen Generalversammlung der S.-G.- Fa.benindust.-ie, die den Dividendegarantievertrag mit der schweizerischen Holdinggesellschaft genehmigte, feine Mitteilungen über die voraussichtliche Höhe der Dividende für 1928 gemacht wurden. Dazu kamen Rachrichten aus Paris, daß sich bei den Verhandlungen Schwierigkeiten ergeben hätten. Die Tendenz schwächte sich infolgedessen allgemein etwas ab. Stärker angeboten und gedrückt waren die internationalen Werte, wie Svenska und Chadealtien. Auf die Annahme, daß die Dividende bei Aschaffenburger Zeckstvff unverändert bleiben werde, konnte dieses Papier mehrere Prozent gewinnen. An den Rentenmärkten war das Geschäft meist belanglos. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Auch in dieser Woche konnte feine rechte Geschäftsbelebung auskommen. 3n Auswirkung der anhaltenden Frostperiode und der damit verbundenen T .a. s^o.t.chwierigleiten zeigte sich wenig älnternehmungs.ust. Das Geschäft nahm von Tag zu Tag an Umfang ab. Die dadurch entstandene knappe Beschickung des Marktes bot keine Anregung, auch die zumeist höheren Aus.andnotierungen üblen keinen Einfluß aus. Die Pre sgestaltung erfuhr aus diesem Grunde kaum eine Veränderung. 3m Grund ton der Börse zeigte sich jedoch ein festes Gepräge. An den Haupt-.narktlagen konnte sich das Geschäft zeitweise etwas reger gestalten. H ec schritten verschiedentlich die Mühlen und der Export zu Deckungen. An den übrigen Tagen wurden nur Kluse im Bedarfsfälle getät.gt. Die Provinz brachte auch nur verhältnismäßig wenig Ware an den Markt, die Forderungen wurden aber nicht immer bewilligt. Bei gut oehaupwlen Preisen halte Brotgetreide nur minimale Um« sähe zu verzeichnen. Etwas vermehrtes Sntereff-: machte sich in dieser Woche für inländischen Hafer Lemerfbar. Bei höherem Pre.S wurden hier zume.st 3nteressenkäufe von feitz;i des Exports ro.genommen. Sa3 MehlgeschLft hatte nur schleppenden Absatz. Weizenmehl blieb in» fo.ge te.ein .eiter Raa,frage gut behauptet, während Roggenmehl angeboren und vernachlässigt war. Am Futtermittelmarkt war im Gegensatz zur vergangenen Woche kaum Geschäft. Sas 3ntei.c,fe von feiten der Landwirtschaft für Mais war erheblich zurückgegangen, und größeres Angebot bie.eä Art.kels hatte eine Ermäßigung des Preises zur Fo.ge. Weizen- und Roggenkleie blieven bei ganz vereinzelter Rachfrage unverändert. Auch zum Wochenschluß blieb das Geschäft sehr minimal. Die erneut höheren Aus anbnotierungen und die weiter knappe Beschickung des Marktes blieben ohne jede Anregung. Cs wurden nur im Bedarfsfälle Abschlüsse gelängt. Die Preise erfuhren gegenüber Len Dotierungen zum Wochenbeginn keine Veränderungen. Terglicheu mit den Preisen der vergangenen Woche waren Weizeu, Roggen. Sommergerste, Wei eamehl und Weizen- und Roggenkleie gut behauptet. Hafer konnte 0,25 Mi. anziehen, während Roggenmehl 0,25 Mk. nachgeben mußte. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Wei e r 24 bis 24,25 Mk., Roggen 23,75, Haler (inL) 21.50 bis 24,75. Sommergerste 24,50. Mais (für Zu.lerzwecke) 24, Weizenmehl 34 bis 34,75, Riederrh. 33,75 bis 34,25, Roggenmehl 31 bis 31,75, Weizenkle.e 14,25. Roggenkleie 15 Mk. Wochenbericht vom Frankfurter Schlack tviehmarkt. Das Geschäft am Frankfurter Schl.ech'vichrnarkt war in dieser Woche sehr ruhig. Auf dem Rindermarkt war der Auftrieb etwaS größer, als in der Vorwoche, jedoch konnte der Handel etwas regere Formen annehnen und der Markt vollständig geräumt werden. Der niedrigere Auftrieb am Schweinemarkt war wohl auf den starken Frost zurückzufiihren: es konnte sich aber fein großes Geschäft entwickeln, im Gegenteil gaben Schweine im Preise erheblich nach. Kälber hatten anfangs der Woche regeres Geschäft aufzuwei'en, jedoch wurde die Stimmung am Rebenma.kte, durch die große Zurückhaltung der Metzger, flau; Schafe rege und geräumt. Hier konnten die Preise etwas an» ziehen. Das angetrie&’ne Vieh war in fast allen Gattungen mittlerer Qualität, was auch zu den teilweisen c Änr» Lchluk-^infana Surs flut» Ta um 21-2. | 22 2. 21 2 22 2 6% in.m.ldisauicitK iv-. L jlnl.-'JUi.oi.-ÄaiulO mit itu: u).»‘Jted)icn....... — 1 — b7,5 — 54,05 _ 54,13 54,25 2e fll. ohne Austos.-Nechle . . 13.4 — 13,5 13,5 5% öraiilj Hup.-Äl- ÜJolBVl. un lünobar bk i'J32...... 60 8ihcinijd)r Hyp.-Banl £lqu öS löpl........... 81,6 W. s.W. abfl. DorlriegS-Lbligaitou rückzahlbar l»3z...... 86 — __ _ 4% Schweiz. Buuveob.-Anl.. . — _ _ _ 4% Ceitcrreldtljme Goivrre.. . 31,6 — 31,7 __ 4,20% Gelten. Silberne. . . . 3,1 — 3,13 — 4% Ccitfiteid). cinhciil. >Jiie - 1,3 — _ 4% Ungarische Kalorie..... 14,8 — 24,75 __ 4% UngarW Staat«, v. 1910 — — 21,13 — 4ft% veagi. van 1918 .... 4% Unoaiiidte flnmennc.. . . 22,5 — 22,5 2,25 -— 2,25 2,25 4 Lurl. Zvllauleihe v. 1911 . 10,75 — 10,75 11 4% Türli>che Bagvavbahn-Anl. Gerte 1.......... _ 10,8 4% beagl- Serie II...... — _ 10.9 10,8 4% flittmanen conoeti. IRle. . . 9 — 4'Rumänen Äoldanl. von 191: 19 — 19 — Wg. DeiMche (Siienbalin . . 4'A — — — Hatnburg-Ninen.a Batet . . . e 25,5 125.4 124,13 125,13 Hamo.-cu-am. 'Lomviich. • - k —- — 102 176,25 Hanta Tampsjchiii.....l» Noroaeulicher tlono.....6 — — 163,j 166,25 24 —— .23.1» 124,d 6(U(i. 'Sciit|diclireoi:anfl. . . 10 — —- 139,9 Banner Bamoerein .... 10 — —— i4u 140 Berliner Hauaelogeiellitli. . . 12 232 — 232 231 Commerz- uno Miitoat»Want • t> I9J .89,13 199,13 198,13 Darmsl. it. Raiionalbanl . . lr .77,25 .7 7 277,75 7ü Trntjch, Bank .... IG 170,25 — 170,6 170, i. r^!kanlv36,5 — 137 -— Hoesch Tuen..... . . b — — 123 122,5 Ilie Bergbau .... . . t 212 124,25 210 211,5 .Qludncnvcne .... e ■ I 105,5 —— 106,5 106,23 flöln»91eueiien.... — — 121,75 121,5 Manneontann .... ... 8 — — 123,4 125 tiiangielbce..... . . 1 111,75 113,6 113,7- Cbeiidilci. Ciicnb. fBebcrf . . . ! — 93,25 —— übeejchl.'!. Nek.-merle . . . 1 —- — 102,5 102,75 Bh^nie Bergbau . . 5- 95.75 — 96,25 — ti(6ctuiid>c Lraunkob'.e 1 ahr 4' 285 — 285,7- 235,55 Ulieinftaftl . . . i. 127,5 — Iz7,5 127.25 i'ieberf Montan . . . ereinln'e Stablw. . 7, —• — 140,6 — 58,25 38 93,13 98,13 _ taol 9)iineit .... . 2 67,b 68 flau Aschersleben . . . 1 214 — 214,5 214.5 fla t ^.-esteregeln. . . . 1 219 215 219,5 J8.5 ttaliroeei 2a:?,Detfur'h . 1 321 — 320,13 321 3- c». ^atbetv^nDuicil . 1 46,9 246.25 246 246 Dtznainlt 81 i'bel . . ... 1 —— — 116.25 - .s>u.5>iiann..... 124.5 — 124,5 123,25 Heivelberger Tement .... 1' 13? 137 — -- Tement Karlstast..... . > 176 —- _ —— Ltayb 4 Freilag...... 1« 130 —— 129,75 —— Schultheis Patzenhoscr . . . i: — — 282 282 Cftrocrie......... 1: —— — 237 236 Cer. Glanzstoss...... 1l — — 426 428 Bemberg......... 1' — — 386 395 Zelliloss Waldbos..... 1. — — 255 255 Zellstoss Aichasienburg . . . 1. 189 — 191 — Tharlvttenburger Waher . . —— —- 129,5 129,5 Teiiauer GaS....... <- — — 212,5 213 Daimler M-taren..... . 0 — — 55 54.9 Demag ......... . v — 53,25 50,5 50,75 «dlerwerke Klever..... . 6 53 52,9 52,75 Ludw. Loewe....... 10 -- — 217 216 Nat. Automobil...... . O — — 31 32 Ceenfteln 4 floppet .... . 5 — —— 88 88 Leonhorb Tieg...... . r — — 266.5 265,75 Bamag-Meguin...... . 0 — — — Front!. Maschinen..... . r — —- 62 — i.hiRner......... ti 103 — 103.75 — Venligenslaevt ...... . i 14,5 — — Fimgdmi^......... . 4 73,5 — 74 — Lecknoeete......... 114.13 _ — Mainkrailweeke...... __ — — 9)!tag........... 1> — 143 143 Aelariulmer....... . 26,5 26,5 25,25 — •L'eler» Union....... 101 100.5 — Gebe, llioever....... 1' _ — 268,89 Bu n-.Aire4 1,770 1.774 1,770 1.774 Br«, 'intro 58,45 58,57 58,45 58,57 Gtidfti.inia 112,25 112,47 112,24 112,46 Atop.-nfing.-n 112,25 112,27 112,23 112,45 112.66 Etocklivlm • 112,47 112,69 112,44 Helüngfors. 10,59 10.61 10,583 10.603 .Ualien. - 22,065 22.105 22,045 22,085 London. . . 20,432 20,472 20,42) 20,465 -i.eunork . . 4,2109 4,2180 4.2090 4,217. T rt-3. . . 16,435 16,485 16,43 16,47 Schweiz . . 80,96 81,18 80,935 81,195 Eva i.-n. 65,03 65,13 64,93 65,07 (Yauon - . ■ 1,903 1,907 1,901 1,90= - io d' ffnn ,5015 0,5035 0,505 0,5025 Wi' i in D-» Crft- abgesl 59,14 59,26 -9,135 59,255 Prag ■ . • • 12,482 12,502 7,404 12,48 12,50 .'(irab . vudav- - 7,39 J 7,391 7,405 73,33 73,52 73,36 73.50 Bul arten 3,037 3,043 3,037 3.043 r-'ssabon 18,68 18,72 18,63 18,67 Ton; a - . . 81,69 81,85 81,67 81,83 flonft ntia. 2,095 2.099 2,075 2,079 Allen. . . 5,435 5,445 5,435 5,450 Conada . . 4,191 4,199 4,301 4.309 Uni uay. . 4,501 4,309 4,301 4.309 Cairo . . - 20,93 21,97 20,419 20,420